[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrohydrostatisches System zum Steuern
der Einrichtgeschwindigkeit eines Hydraulikzylinders beispielsweise in einer Pulverpresse,
Schmiedepresse und/oder einer Umformpresse.
[0002] Systeme zum Steuern der Einrichtgeschwindigkeit von Hydraulikzylindern in Pressen
sind im Stand der Technik bekannt.
[0003] In
US 2003/000279 A1, das eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 offenbart,
wird eine vertikale Position eines Stößels direkt durch eine Stößelposition-Erfassungseinrichtung
erfasst. Ein arithmetischer Betriebsabschnitt für die erste Geschwindigkeit bestimmt
eine erste Stößelbewegungsgeschwindigkeit auf der Grundlage einerÄnderung der erfassten
Position. Gleichzeitig bestimmt ein zweiter Geschwindigkeitsarithmetik-Bedienabschnitt
eine zweite Stößelbewegungsgeschwindigkeit auf der Grundlage einer Drehzahl eines
Servomotors, die durch eine Servomotor-Drehzahl-Erfassungseinrichtung bestimmt wird.
[0004] In den Figuren 2 und 3 werden zwei im Stand der Technik bekannte Systeme zum Absichern
der Einrichtgeschwindigkeit dargestellt.
[0005] In der Figur 3 ist ein klassisches Hydrauliksystem, insbesondere eine Konstantdrucksystem
dargestellt. Das Konstantdrucksystem umfasst zur Versorgung für hydraulischen Druck
eine Konstantdruckquelle 15. Weiterhin umfasst das Konstantdrucksystem der Figur 3
Wegeventil 18 zur Steuerung der Funktion des Hydraulikzylinders 10, beispielsweise
das Einfahren und Ausfahren. Die sichere Einrichtgeschwindkeit wird über ein oder
mehrere Festblenden 13, mit oder ohne Einrichtventil 14, 17 abgesichert. Die Festblenden
13 überbrücken ein oder zwei einfach oder redundant ausgeführte Sicherheitsventile
16 (Lasthalte- und/oder Druckaufbauventile). Eingestellt sind die Festblenden 13 für
den maximalen im System auftretenden Druck und/oder auf die hängende Last am Hydraulikzylinder.
Hierbei wird ein maximaler Druck im System über eine Festblende 13 (parallel zum Druckaufbauventile
16 hinter der Pumpe 15) abgedrosselt, bevor eine Druckübersetzung aufgrund von ungleichen
Flächen im Hydraulikzylinder auftreten kann. Um die sichere Einrichtgeschwindigkeit
in dem Konstantdrucksystem zu gewährleisten, müssen mehrere Wegeventile umgangen werden.
Zunächst muss das Sicherheitsventil 16, welches zwischen dem Wegeventil 18 und der
Pumpe 15 geschaltet ist umgangen werden. Das Sicherheitsventil 16 trennt den Druckaufbau
der Pumpe 15 von dem Konstantdrucksystem, um einen Druckaufbau in dem System zu unterbinden.
Ein zweites Sicherheitsventil 16 ist zwischen der hängenden Last auf der Ringseite
oder der Kolbenseite des Hydraulikzylinders 10 und dem Wegeventil 18 eingebracht.
Das Sicherheitsventil 16 sichert den Hydraulikzylinder vor dem Herunterfallen durch
die hängende Last ab. Für eine Bewegung des Hydraulikzylinders ist es notwendig, diese
beiden Sicherheitsventile zu überbrücken oder entsprechend zu öffnen. Bei Einrichtbetrieb
und dem dafür notwendigen Überbrücken des Sicherheitsventils 16 muss die sichere Einrichtgeschwindkeit
weiterhin gewährleistet werden. Dabei darf die Bewegung des Hydraulikzylinder eine
Geschwindigkeit von beispielsweise 10 mm/s nicht überschreiten. Hierzu wird das erste
Sicherheitsventil 16 zum Absichern des Hydraulikdrucks in dem Konstantdrucksystem
über den parallelen Zweig mit dem Einrichtventil 17 oder ohne Einrichtventil 17 und
der Festblende 13 umgangen. Die Festblende 13 ist derart ausgelegt, dass bei einem
maximalen Druck der Pumpe 15 der Volumenstrom, welcher über die Festblende 13 verläuft,
keine höhere Geschwindigkeit als beispielsweise 10 mm/s am Hydraulikzylinder erreicht.
Somit ist die Festblende 13 auf den maximalen Druck der Pumpe 15 ausgelegt. Für das
Verfahren des Hydraulikzylinders kann derVolumenstrom über das Einrichtventil 17 und
der Festblende 13 bereitgestellt und über das Wegeventil 18 gelenkt werden.
[0006] In einem weiteren Fall kann die hängende Last an der Ringseite oder Kolbenseite des
Hydraulikzylinders den Hydraulikzylinder bewegen. Die hängende Last und die Hydraulikzylinderfläche
zusammen erzeugen einen bestimmten Druck auf der Lastseite des Hydraulikzylinders.
Durch das Schließen des Sicherheitsventils 16 verläuft derVolumenstrom über das Einrichtventil
14 und die Festblende 13. Die Festblende 13 ist derart ausgebildet, dass bei dem anliegenden
Druck auf der Ringseite durch die hängende Last, der Volumenstrom keine höhere Geschwindigkeit
als 10 mm/s erreicht.
[0007] Somit sind die Pumpe 15, welche über das Sicherheitsventil 16 vor dem Wegeventil
18, über das Einrichtventil 17 und die Festblende 13 abgesichert ist und die hängende
Last, welche über das Sicherheitsventil 16, Einrichtventil 14 und die Festblende 13
abgesichert ist, die zwei Quellen, die Energie und somit einen Druckaufbau für das
Konstantdrucksystem bereitstellen können.
[0008] In dem in der Figur 2 dargestellten elektrohydrostatisches Aktuator System kann eine
Absicherung der Einrichtgeschwindigkeit dahingehend über eine "Safe Limited Speed"
(SLS) - Funktion in der Motorsteuervorrichtung 20 und dem Antriebsmotor der Motorpumpeneinheit
15 oder zum anderen über ein Festblende 13, mit oder ohne zusätzlichen Einrichtventil
14 eingestellt werden. In dem dargestellten elektrohydrostatischen Aktuator System
erfolgt die Energieeinprägung wieder, wie bereits zu Figur 3 dargestellt, über zwei
Energiearten. Über die Motorpumpeneinheit 15 erfolgt der Druckaufbau. Die Sicherheit
gegen Druckaufbau im Fehlerfall durch die Pumpe 15, welche in dem Konstantdrucksystem
über Sicherheitsventile und Festblenden erzielt wurde, wird in diesem System in der
angeschlossenen Motorsteuervorrichtung 20 durch die Funktion "Safe Torque Off" (STO)
erzielt. Durch diese Funktion kann die Motorsteuervorrichtung keine Energie für die
Motorpumpeneinheit 15 zum Erzeugen von hydraulischer Leistung in dem Hydrauliksystem
bereitstellen. Um den Hydraulikzylinder trotzdem Verfahren zu können, muss ein Volumenstrom
dem System zugeführt werden. Der Volumenstrom kann dabei nur realisiert werden, indem
die Motorsteuervorrichtung 20 eine Funktion aufweist, die die Drehzahl der Motorpumpeneinheit
15 auf einen vorgegebenen Wert begrenzt, beispielsweise auf einen Wert für eine Geschwindigkeit
von 10 mm/s. Diese Funktion entspricht der o.g. SLS - Funktion. Die SLS - Funktion
stellt eine Sonderfunktion in der Motorsteuervorrichtung 20 dar. Vielmehr wird eine
sicherheitsrelevante Motorsteuervorrichtung 20 benötigt. Die SLS - Funktion ist kostenintensiv
und beansprucht Rechenkapazität. Die Motorsteuervorrichtung kann eine bestimmte Rechenleistung
zur Verfügung stellen, welche durch die verbaute Hardware begrenzt ist. Ein großer
Teil der zur Verfügung stellbaren Rechenleistung wird für die SLS - Funktion reserviert.
Im Umkehrschluss kann eine notwendige Regelung nicht mehr durch die Motorsteuervorrichtung
bereitgestellt werden und weitere Komponenten sind notwendig, was die Komplexität
der Steuerung, sowie zusätzlich die Kosten erhöht.
[0009] In dem weiteren Fall erfolgt für die zweite Energieeinprägung mittels der hängenden
Last eine Absicherung gemäß der in Figur 2 dargestellten Absicherung. Die hängende
Last wirkt hierbei auf der zweiten Zylinderkammer 12. Die Absicherung erfolgt über
das Sicherheitsventil 16 oder die Sicherheitsventile 16, welche entsprechend den Hydraulikzylinder
10 absperren, womit der Volumenstrom über das Einrichtventil 14 und der Festblende
13 verläuft. Die Festblende 13 ist auf den Druck der hängenden Last eingestellt. Ein
mögliches Absinken des Hydraulikzylinders über die hängende Last wird somit über die
Festblende 13 eingestellt. Ein Bewegen des Hydraulikzylinders erfolgt durch die SLS
- Funktion, sowie über die Festblende 13. Für diese Bewegung muss die Festblende 13
nicht mehr ausgelegt werden. Diese ist nur für die Bewegung durch die hängende Last
ausgelegt.
[0010] Nachteilig bei den in den Figuren 2 und 3 dargestellten Systemen ist, dass in dem
elektrohydrostatisches Aktuator System die SLS - Funktion notwendig ist, welche Kostenintensiv
ist und die einen Großteil, der durch die Motorsteuervorrichtung zur Verfügung gestellte
Rechenleistung reserviert, womit weiteren Funktionen nur begrenzt oder nicht ausgeführt
werden können. Das Konzept des klassischen Hydrauliksystems kann nicht für ein elektrohydrostatisches
System, wie es in der vorliegenden Erfindung vorgesehen ist eingesetzt werden, da
die Energieeinprägung in das System durch die Pumpe 15 erfolgt. Um das klassische
Hydrauliksystem elektrohydrostatisch auszulegen, müssten umfangreiche Änderungen vorgenommen
werden, welche das System ineffizient und kostenintensiv gestalten. Für so eine Auslegung
müsste beispielsweise in dem Zweig von der Pumpe zur Kolbenkammer 11 des Hydraulikzylinder
10 ein entsprechendes Sicherheitsventil und ein entsprechendes Umgehungsventil mit
einer Festblende vorgesehen werden. Dies hat den technischen Nachteil, dass sich eine
große Kolbenfläche ergibt, womit die Ventile entsprechend groß ausgelegt werden müssen
und somit sehr teuer sind und die entsprechende Anpassung wirtschaftlich nicht rentabel
ist. Die Festblende müsste derart ausgelegt werden, dass der Druck an der Festblende
dem maximalen Druck der Motorpumpeneinheit entsprechen würde. In der Regel weist die
Motorpumpeneinheit einen Druck von 350 bar auf. Diesbezüglich müsste die Festblende
auf ein sehr hohes Druckniveau und somit auf ein sehr hohes energetisches Niveau ausgelegt
werden, wobei die hängende Last in einem Druckbereich von 10 bar bis 20 bar liegt.
Durch die notwendige Auslegung auf einen höheren Druck, würden beispielsweise extreme
Verluste in dem System erzeugt und somit Energie vernichtet.
[0011] Es besteht daher ein Bedarf an einem Mechanismus zum Bereitstellen einer gesicherten
Einrichtgeschwindigkeit. Ausgehend vom aufgezeigten Stand der Technik und dem sich
daraus ergebenden Bedarf, hat sich die vorliegende Erfindung zur Aufgabe gestellt,
eine Lösung zu schaffen, die die im Stand der Technik bekannten Nachteile zu mindestens
teilweise überwindet.
[0012] Ein erster Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst ein erfindungsgemäßes elektrohydrostatisches
System mit einem Hydraulikzylinder gemäß Anspruch 1.
[0013] Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Kenntnis zugrunde, dass die Motorsteuervorrichtung
zum Ansteuern der Motorpumpeneinheit nur die STO - Funktion benötigt, welche die Einbringung
von Energie in das System verhindert. Die SLS - Funktion der Motorsteuervorrichtung
wird in der erfinderischen Ausgestaltung des elektrohydrostatischen Systems nicht
mehr benötigt, womit die Einrichtgeschwindigkeit auch nicht über die Motorsteuervorrichtung
detektiert/überwacht wird. Zudem ist die hängende Last über wenigstens ein Sicherheitsventil
und eine Festblende abgesichert. In vorteilhafter Weise ist ein Drucksensor, beispielsweise
auf der Ringseite vorgesehen, welcher den Druck an der Ringseite zur weiteren Verarbeitung
ermittelt. Über den Drucksensor wird in vorteilhafter Weise der Druck an der Festblende
detektiert. Steigt der Druck an der Ringseite über den Druck, für den die Festblende
ausgelegt an, wird ein entsprechendes Signal ausgewertet und über die Motorsteuervorrichtung
erfolgt eine entsprechende Ansteuerung der Motorpumpeneinheit. Das elektrohydrostatische
System kann in Folge des detektierten Druckanstiegs angehalten werden. In der erfinderischen
Ausgestaltung ist somit über die Festblende auch die hängende Last abgesichert, zuzüglich
zu einem bestimmten Druck. Beispielsweise umfasst das Mindestmaß, welches abgesichert
ist, den Druck (Energie) der über die hängende Last eingeprägt und eine entsprechende
Reserve, beispielsweise 20 bar. Dementsprechend muss die Auswertung des Drucksensors
auf den gewählten Druck eingestellt sein. Steigt der Druck an der Festblende über
einen entsprechenden Wert, kann das einen Anstieg der Geschwindigkeit des Hydraulikzylinders
über einen festgelegten Wert beinhalten, wodurch die Energieeinbringung in die Motorpumpeneinheit
über die STO - Funktion der Motorsteuervorrichtung abgeschaltet wird.
[0014] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche
sowie der im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele.
[0015] In einer Ausführungsform umfasst das elektrohydrostatische System insbesondere eine
erste Sicherheitsvorrichtung, welche eingerichtet ist, ein elektrisches Signal entsprechend
einem detektierten fluid hydraulischen Druck von dem Drucksensor zu empfangen und
ein Freigabesignal für die Motorsteuervorrichtung zum Bereitstellen des Nennstroms
für den elektrischen Antrieb der fluidhydraulischen Motorpumpeneinheit bereitzustellen.
In vorteilhafter Weise kann der Druck über den Drucksensor detektiert werden. Der
Drucksensor wird durch die erste Sicherheitsvorrichtung überwacht. In einer Ausführungsform
kann die erste Sicherheitsvorrichtung als eine Sicherheits-SPS (speicherprogrammierbare
Steuerung), insbesondere als eine Sicherheitssteuerung ausgebildet sein. Der Drucksensor
bzw. der Wert des ermittelten Druckes wird über die erste Sicherheitsvorrichtung ausgelesen,
welche überwacht, ob sich das System noch im sicheren Einrichtbetrieb befindet. Über
die Sicherheitsvorrichtung kann ferner die Motorsteuervorrichtung angesprochen werden,
insbesondere kann die STO-Funktion gesteuert werden.
[0016] In einer weiteren Ausführungsform ist der Hydraulikzylinder als ein Differentialzylinder,
Gleichgangzylinder, Mehrflächenzylinder oder als eine aufgelöste Zylinderanordnung
ausgebildet. In vorteilhafter Weise können durch das erfindungsgemäße elektrohydrostatische
System unterschiedliche Hydraulikzylinder entsprechend angesprochen werden.
[0017] In einer weiteren Ausführungsform umfasst die fluidhydraulische Versorgungseinrichtung,
einen Druckspeicher, ein Sicherheitsventil, eine Fluidquelle, wenigstens ein Rückschlagventil
und eine Fluidreservoir. Über die fluidhydraulische Versorgungseinrichtung wird teilweise
das Fluid für die Motorpumpeneinheit zur Verfügung gestellt. Der Druckspeicher stellt
eine Speichervorrichtung von unter Druck befindlichem Fluid dar, welches in das System
abgegeben werden kann. Das Fluidreservoir stellt einen Tank für des Hilfsaggregats
dar, aus dem auch die Fluidquelle versorgt werden kann.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform wird über die Motorsteuervorrichtung eine Safe
Torque Off-Sicherheitsfunktion bereitstellt. Die Motorsteuervorrichtung kann als ein
Frequenzumrichter ausgebildet sein. Der Frequenzumrichter kann als ein Stromrichter
ausgebildet sein, der aus einer Wechselspannung eine in der Frequenz und Amplitude
veränderbare Wechselspannung für die direkte Versorgung der Motorpumpeneinheit generiert.
Die Safe Torque Off (STO) - Funktion ist eine in den Frequenzumrichter antriebsintegrierte
Sicherheitsfunktion. Über die STO - Funktion wird gewährleistet, dass an einem Motor,
insbesondere an der Motorpumpeneinheit keine drehmomentbildende Energie mehrwirken
kann und ein ungewollter Anlauf verhindert wird. Die STO - Funktion ist eine Einrichtung
zurVermeidung von unerwartetem Anlauf nach EN 60204-1 Abs. 5.4. Über die STO - Funktion
können die Impulse eines Antriebes sicher gelöscht werden. Der Antrieb ist gesichert
drehmomentfrei. Dieser Zustand kann intern überwacht werden.
[0019] In einer weiteren Ausführungsform ist der Drucksensor als ein Drucksensor mit erhöhter
funktionaler Sicherheit ausgebildet. Der Drucksensor mit erhöhter funktionaler Sicherheit
ist ein speziell für den Einsatz in Sicherheitskreisen / Sicherheitsfunktionen im
Rahmen der funktionalen Sicherheit von Maschinen und Anlagen bis PL d-Kat 3 (gemäß
ISO 13849) konzipierter Drucksensor. Der Drucksensor mit erhöhter funktionaler Sicherheit
ist zweikanalig ausgelegt, wobei jeder Kanal aus einem Sensorelement und einer Auswerteelektronik
besteht. Aufgrund der redundanten Auslegung erzeugt der Drucksensor mit erhöhter funktionaler
Sicherheit zwei separate, voneinander unabhängige, druckproportionale Ausgangssignale.
Das Ausgangssignal steht somit in redundanter Form zur Verfügung. Sollte ein Signal
ausfallen, steht immer noch ein zweites Signal zur Verarbeitung zur Verfügung, wobei
der Ausfall eines Signals bereits eine Fehlerbehandlung initialisiert. Eine Prüfung
der Sicherheitsfunktion, sowie die Fehlerbehandlung kann durch Auswertung und Vergleich
der beiden analogen Ausgangssignale in einer ersten Sicherheitsvorrichtung erfolgen.
Über die erste Sicherheitsvorrichtung und über den Drucksensor mit erhöhter funktionaler
Sicherheit wird indirekt geprüft, ob die Einrichtgeschwindigkeit des Hydraulikzylinders
überschritten wird oder nicht. Steigt der Druck über einen bestimmten Wert, wird über
die erste Sicherheitsvorrichtung eine Steuersignal an den Frequenzumrichter zum Abschalten
der Motorpumpeneinheit bereitgestellt.
[0020] In einer alternativen Ausführungsform kann eine redundante Anordnung mit zwei parallelen
einfachen Drucksensoren vorgesehen werden, welche die Anforderung an einen Drucksensor
mit erhöhter funktionaler Sicherheit abbilden. Diese stellen somit eine Drucksensoranordnung
mit erhöhter funktionaler Sicherheit dar. Als Drucksensoren für die Drucksensoranordnung
können gewöhnliche bzw. verfügbare Drucksensoren verwendet werden.
[0021] Gemäß der Erfindung weist der Widerstand der Festblende wenigstens einen Wert auf,
welcher in dem Hydraulikzylinder durch eine hängende Last an dem Hydraulikzylinders
erzeugten Druck bestimmt wird. In der erfinderischen Ausgestaltung ist somit über
die Festblende auch die hängende Last abgesichert. Die sichere Einrichtgeschwindigkeit
wird gewährleistet. Die Festblende kann auf den durch die hängende Last erzeugten
Druck, zuzüglich zu einem bestimmten Druck ausgelegt werden.
[0022] In einer weiteren Ausführungsform ist der Widerstand der Festblende auf einen Druck
für das Bereitstellen einer Einrichtgeschwindigkeit des Hydraulikzylinders in einem
Bereich von 5 bis 40 mm/s bevorzugt von 10 mm/s eingestellt. Durch diesen eingestellten
Druck sind gemäß der Normung als "sicher" bewertete Einrichtgeschwindigkeiten gewähr
leistbar.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform ist der Drucksensor mit der zweiten Zylinderkammer
des Hydraulikzylinders verbunden. Diese Anordnung kann je nach Zylinderanordnung,
wie oben dargestellt, Maximaldruck der einzelnen Zylinderkammern, Flächenverhältnissen
an den Zylindern, sowie energetischen Begrenzungen im Einrichtbetrieb notwendig sein.
[0024] In einer weiteren Ausführungsform ist in der Bypassverbindung ein fluidhydraulisches
Einrichtventil geschaltet. In vorteilhafter Weise lässt sich über dieses Einrichtventil
der Einrichtbetrieb einschalten bzw. ausschalten. Zudem sichert dieses Einrichtventil
den Zylinder gegen ein Abfallen aufgrund des Eigengewichtes und der Anziehungskraft
ab, wenn die Motorpumpeneinheit ausgeschaltet wird.
[0025] In einer weiteren Ausführungsform ist in der Bypassverbindung ein Druckbegrenzungsventil
geschaltet. Über das Druckbegrenzungsventil in Kombination mit einem Rückschlagventil
kann das Einrichtventil ersetzt werden. Zudem kann über das Druckbegrenzungsventil
eingestellt werden, für welche Bewegungsrichtung die Einrichtgeschwindigkeit einzustellen
ist. Das Druckbegrenzungsventil kann in der Ausgestaltung als ein Lasthalteventil
eingesetzt werden, um eine Bewegung des Zylinders durch das Eigengewicht und die Anziehungskraft
abzuschalten. In einer weiteren Ausgestaltung kann das Druckbegrenzungsventil gezielt
überdrückt werden.
[0026] In einer weiteren Ausführungsform ist parallel zu dem Druckbegrenzungsventil ein
Rückschlagventil geschaltet. Über das Rückschlagventil in Kombination mit dem Druckbegrenzungsventil
kann ein Einrichtventil ersetzt/eingespart werden. Zudem ermöglicht das Rückschlagventil
während des Ausfahrens des Hydraulikzylinder in Kombination mit dem Drosselventil
die Lasthaltung und die begrenzte Einrichtgeschwindkeit. Während des Einfahrens des
Hydraulikzylinders wird über den Zweig des Rückschlagventils das Druckbegrenzungsventil
umgangen und ebenfalls die begrenzte Einrichtgeschwindigkeit erzielt.
[0027] In einer weiteren Ausführungsform umfasst das elektrohydrostatische System eine zweite
Sicherheitsvorrichtung umfassend ein Wegemesssystem und/oder eine mechanische Sicherheit.
Die zweite Sicherheitsvorrichtung bildet in Kombination mit der ersten Sicherheitsvorrichtung
eine redundante Sicherheitsvorrichtung aus. Sollte eine der beiden Sicherheitsvorrichtungen
einen Defekt aufweisen, kann die verbleibende Sicherheitsvorrichtung die volle Sicherheit
des Systems gewährleisten. Die zweite Sicherheitsvorrichtung kann alternativ auch
als ein zweites hydraulisches Sicherheitsventil ausgebildet sein. Insbesondere kann
die zweite Sicherheitsvorrichtung der ersten Sicherheitsvorrichtung entsprechen. Das
Wegemesssystem kann alternativ zum Drucksensor eine Information über die tatsächliche
Geschwindigkeit des Hydraulikzylinder bereitstellen. Die über das Wegemesssystem ermittelte
Geschwindigkeit kann dann zum Begrenzen derselben über die Motorsteuervorrichtung
und die Motorpumpeneinheit verwendet werden. Bei dem Drucksensor mit erhöhter funktionaler
Sicherheit wird über den ermittelten Druck in Kombination mit dem definierten Widerstand
der Festblende auf den Volumenstrom und somit die Geschwindigkeit des Hydraulikzylinders
ermittelt. Bei dem Wegemesssystem wird über das Wegsignal unter Berücksichtigung der
Zeit die Geschwindigkeit des Hydraulikzylinders ermittelt. Als mechanische Sicherheit
kann beispielsweise eine mechanische Bremse und/oder eine Klemmvorrichtung vorgesehen
sein.
[0028] In einer weiteren Ausführungsform ist die erste Zylinderkammer des Hydraulikzylinders
mit der fluid hydraulische Motorpumpeneinheit verbunden und die zweite Zylinderkammer
des Hydraulikzylinders mit dem wenigstens einem fluidhydraulischen Sicherheitsventil.
In einer weiteren Ausführungsform ist die erste Zylinderkammer des Hydraulikzylinders
mit dem wenigstens einem fluid hydraulischen Sicherheitsventil verbunden und die zweite
Zylinderkammer des Hydraulikzylinders mit der fluidhydraulische Motorpumpeneinheit.
Die genaue Position zum Einbringen des Drucksensors in das System ist abhängig von
der Ausgestaltung des Gesamtsystems. Insbesondere von der Ausrichtung und derArt des
eingesetzten Hydraulikzylinders, sowie weiteren Achsen die die eingesetzte Achse überdrücken
können und/oder die Gewichtskraft.
[0029] Ein zweiter Aspekt nicht Teil der vorliegenden Erfindung umfasst die Verwendung des
erfindungsgemäßen elektrohydrostatischen Systems zum Steuern der Einrichtgeschwindigkeit
eines Hydraulikzylinders in einer Pulverpresse, Schmiedepresse und/oder Umformpresse.
[0030] Die Erfindung wird nachfolgend anhand verschiedener Ausführungsformen erläutert,
wobei darauf hingewiesen wird, dass durch diese Beispiele Abwandlungen beziehungsweise
Ergänzungen, wie sie sich für den Fachmann unmittelbar ergeben, mit umfasst sind.
[0031] In den Figuren der Zeichnung sind gleiche, funktionsgleiche, und gleich wirkende
Elemente, Merkmale und Komponenten - sofern nichts anderes ausgeführt ist-jeweils
mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0032] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines elektrohydrostatischen Systems gemäß einer ersten
Ausführungsform;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines im Stand der Technik bekannten elektrohydrostatischen
Systems;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines im Stand der Technik bekannten klassisches Hydrauliksystems;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines elektrohydrostatischen Systems gemäß einer zweiten
Ausführungsform;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines elektrohydrostatischen Systems gemäß einer dritten
Ausführungsform;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines elektrohydrostatischen Systems gemäß einer vierten
Ausführungsform;
- Fig.7
- eine schematische Darstellung eines elektrohydrostatischen Systems gemäß einer fünften
Ausführungsform;
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung eines elektrohydrostatischen Systems gemäß einer sechsten
Ausführungsform;
[0033] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines elektrohydrostatischen Systems 1 gemäß
einer ersten Ausführungsform. Das elektrohydrostatische System 1 weist einen Hydraulikzylinder
10 mit einer ersten Zylinderkammer 11 und einer zweiten Zylinderkammer 12 auf. Weiterhin
weist das elektrohydrostatische System 1 eine Motorpumpeneinheit 15 zur Druckversorgung
und eine Versorgungseinrichtung 90 zur Fluidversorgung auf. Die Motorpumpeneinheit
15 ist an einem ersten Anschluss in der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform mit
der ersten Zylinderkammer 11 des Hydraulikzylinders 10 und der Versorgungseinrichtung
90 über ein Rückschlagventil 93 verbunden. An einem zweiten Anschluss weist die Motorpumpeneinheit
15 eine Verbindung zu einem Sicherheitsventil 16 auf, das weiterhin mit der zweiten
Zylinderkammer 12 des Hydraulikzylinders 10 verbunden ist. Die Versorgungseinrichtung
90 umfasst ein Sicherheitsventil 91, eine Fluidquelle 92, ein Rückschlagventil 93,
einen Druckspeicher 95 und ein Fluidreservoir 96. Ferner weist das elektrohydrostatische
System 1 Motorsteuervorrichtung 20 auf, welche als ein Frequenzumrichter ausgebildet
sein kann. Zudem weist das elektrohydrostatische System 1 einen Drucksensor 60, insbesondere
einen Drucksensor mit erhöhter funktionaler Sicherheit auf. Der Drucksensor 60 stellt
einen an der Festblende 13 ermittelten Druckwert einer ersten Sicherheitsvorrichtung
30, vorzugsweise eine Sicherheits-SPS als eine Sicherheitssteuerung 30 bereit. Die
erste Sicherheitsvorrichtung 30 ist mit der Motorsteuervorrichtung 20 elektrisch gekoppelt
und ausgebildet ein elektrisches Signal von der Sicherheitsvorrichtung 30 als Antwort
auf einen erhöhten Druck, der einer Einrichtgeschwindigkeit außerhalb der Anforderung
entspricht, zu empfangen. Vorzugsweise weist der Frequenzumrichter 20 eine "Safe torque
off" (STO) - Funktion für das Abschalten des Drehmomentes der Motorpumpeneinheit auf,
um die Einrichtgeschwindigkeit gemäß den Anforderungen einzustellen. Die vorliegende
Erfindung ist gekennzeichnet durch den Drucksensor mit erhöhterfunktionaler Sicherheit.
Alternativ können zwei Drucksensoren einfacher Bauart in redundanter Kombination eingesetzt
werden, bei der eine Auswertung der bereitgestellten Signale sinngemäß dem Drucksensor
mit erhöhter funktionaler Sicherheit implementiert ist. Alternativ kann ein Drucksensore
einfacher Bauart ohne redundante Ausführung eingesetzt und ausgewertet werden. Der/Die
Drucksensoren 60 in den Ausführungsform, sowie in der alternativen Ausführungsform
wie oben dargestellt, können auf der ersten Zylinderkammer 11 und/oder der zweiten
Zylinderkammer 12 des Hydraulikzylinders 10 in das elektrohydrostatischen Systems
1 eingebracht werden. Der Hydraulikzylinder 10 kann als ein Differentialzylinder,
als ein Gleichgangzylinder, ein Mehrflächenzylinder oder als eine aufgelöste Zylinderanordnung
verwendet werden. Ein unbeabsichtigter Druckaufbau im elektrohydrostatischen System
1 kann über die STO - Sicherheitsfunktion des Frequenzumrichters 20 und der Motorpumpeneinheit
15 abgesichert werden. Die Sicherheit gegen ein Absinken der hängenden Last kann über
ein oder eine Vielzahl an sicherheitsrelevanten Ventilen 16 abgesichert werden. Die
Einstellung der sicheren Geschwindigkeit im Einrichtvorgang erfolgt über die Festblende
13. Die Festblende 13 stellt einen Bypass des Sicherheitsventils 16 dar und ist mit
der zweiten Zylinderkammer 12 des Hydraulikzylinders 10 und der Motorpumpeneinheit
15 bzw. der Versorgungseinrichtung 90 verbunden. Weiterhin weist die Festblende 13
eine Verbindung zu dem Drucksensor 60 mit erhöhter funktionaler Sicherheit auf. In
der Ausführungsform der Fig. 1 ist die Festblende 13 ohne zusätzliches Einrichtventil
ausgeführt. Die Druckdifferenz, auf welche die Festblende 13 ausgelegt ist, wird durch
den Drucksensor 60 mit erhöhter funktionaler Sicherheit als Obergrenze im Einrichtbetrieb
festgelegt. Wird dieser festgelegt Druckwert überschritten, löst die erste Sicherheitsvorrichtung
30 die STO - Sicherheitsfunktion des Frequenzumrichters 20 aus. Durch das Auslösen
der STO - Sicherheitsfunktion wird die sichere Einrichtgeschwindigkeit nicht überschritten.
Mit der erfinderischen Ausgestaltung kann eine sichere Einrichtgeschwindigkeit realisiert
werden, obwohl aufgrund von ungleichen Flächen oder anderen Gründen auftretende Druckunterschiede
auf den Hydraulikkammern herrschen. Somit wird keine Druckbegrenzungsvorrichtung überdrückt
und die maximale Einrichtgeschwindigkeit begrenzt. Die Einrichtgeschwindigkeit wird
von der Drehzahl und/oder dem Fördervolumen der drehzahlvariablen Motropumpeneinheit
15 vorgegeben, wobei die maximale Einrichtgeschwindigkeit durch den Widerstand und
den Drucksensor 60 mit erhöhter funktionaler Sicherheit zwischen dem Druck der hängenden
Last und dem maximalen Druck der Druckbegrenzungsventile frei festgelegt werden kann.
[0034] Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung eines elektrohydrostatischen Systems 1 gemäß
einer zweiten Ausführungsform. In der Ausführungsform gemäß der Fig. 4 ist das elektrohydrostatische
System 1 um ein Einrichtventil 14 in der Bypassverbindung des Sicherheitsventils 16
oder der Sicherheitsventile 16 mit Bezug auf die Ausführungsform der Fig. 1 erweitert.
Das Einrichtventil 14 ist zwischen der Festblende 13 und der zweiten Zylinderkammer
12 des Hydraulikzylinders 10 eingebracht. Der Drucksensor 60 mit erhöhter Funktionalität
ermittelt den Druck an der Festblende 13 über das Einrichtventil 14. Über das Einrichtventil
14 lässt sich der Einrichtbetrieb einschalten bzw. ausschalten. Zudem kann ein Absacken
des Hydraulikzylinders durch das eigene Gewicht bei einem Ausfall der Motorpumpeneinheit
15 unterbunden werden.
[0035] Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung eines elektrohydrostatischen Systems 1 gemäß
einer dritten Ausführungsform. In der Ausführungsform gemäß der Figur 5 ist das elektrohydrostatische
System 1 um ein Druckbegrenzungsventil 70 in der Bypassverbindung des Sicherheitsventils
16 oder der Sicherheitsventile 16 mit Bezug auf die Ausführungsform der Fig. 1 erweitert.
Das Druckbegrenzungsventil 70 ist zwischen der Festblende 13 und der zweiten Zylinderkammer
12 des Hydraulikzylinders 10 eingebracht. Der Drucksensor 60 mit erhöhter Funktionalität
ermittelt den Druck an der Festblende 13 über das Druckbegrenzungsventil 70. Das Druckbegrenzungsventil
70 dient als Lasthalteventil, um ein Absinken des Kolbens des Hydraulikzylinders 10
durch das Eigengewicht zu vermeiden. Durch das Druckbegrenzungsventil 70 ist ein Einrichten
in ausfahrender Richtung des Hydraulikzylinders 10 möglich.
[0036] Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung eines elektrohydrostatischen Systems 1 gemäß
einer vierten Ausführungsform. In der Ausführungsform gemäß der Figur 6 ist das elektrohydrostatische
System 1 um ein Druckbegrenzungsventil 80 in der Bypassverbindung des Sicherheitsventils
16 oder der Sicherheitsventile 16 mit Bezug auf die Ausführungsform der Fig. 1 erweitert.
Das Druckbegrenzungsventil 80 ist zwischen der Festblende 13 und der zweiten Zylinderkammer
12 des Hydraulikzylinders 10 eingebracht. Der Drucksensor 60 mit erhöhter Funktionalität
ermittelt den Druck an der Festblende 13 über das Druckbegrenzungsventil 80. Zusätzlich
ist in einer Bypassverbindung zu dem Druckbegrenzungsventil 80 ein Rückschlagventil
81 vorgesehen. Das Druckbegrenzungsventil 80 dient als Lasthalteventil, um ein Absinken
des Kolbens des Hydraulikzylinders 10 durch das Eigengewicht zu vermeiden. Durch das
Druckhalteventil 80 in Kombination mit dem Rückschlagventil 81 wird die Funktion des
Einrichtventils 14 ersetzt. Das Druckbegrenzungsventil 80 ist auf die hängende Last
eingestellt.
[0037] Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung eines elektrohydrostatischen Systems 1 gemäß
einer fünften Ausführungsform. In der Ausführungsform gemäß der Figur 7 ist der Drucksensor
60 mit erhöhter funktionaler Sicherheit mit der Zylinderkammer des Hydraulikzylinders
10 verbunden, die keine Verbindung zu dem Sicherheitsventil 16 aufweist. Die genaue
Position des Drucksensors 60 mit erhöhter Funktionalität kann in Abhängigkeit vom
Gesamtsystem und somit der Ausrichtung und derart der Hydraulikzylinder, weitere Achsen,
die diese Achse überdrücken können und/oder der einwirkenden Gewichtskraft gewählt
werden. So kann effizient und auf flexible Weise eine sichere Einrichtgeschwindigkeit
für jedes System bereitgestellt werden.
[0038] Fig. 8 zeigt eine schematische Darstellung eines elektrohydrostatischen Systems 1 gemäß
einer sechsten Ausführungsform. In der Ausführungsform gemäß der Figur 8 weist das
elektrohydrostatische System 1 ergänzend eine zweite Sicherheitsvorrichtung 50 auf.
Die zweite Sicherheitsvorrichtung 50 kann eine Wegemesssystem und/oder eine mechanische
Sicherheit umfassen. Durch die zweite Sicherheitsvorrichtung 50 kann in Kombination
mit der ersten Sicherheitsvorrichtung 30 eine redundante Sicherheit bereitgestellt
werden. Ein Defekt einer der beiden Sicherheitsvorrichtungen 30, 50 kann durch die
andere funktionstüchtige Sicherheitsvorrichtung 30, 50 kompensiert werden, wodurch
die volle Sicherheit gewährleistet ist. Alternativ kann die zweite Sicherheitsvorrichtung
50 auch als ein zweites hydraulisches Sicherheitsventil 16 ausgebildet sein. Das Wegemesssystem
liefert alternativ zu dem Drucksensor 60 mit erhöhter funktionaler Sicherheit Informationen
über die tatsächliche Bewegungsgeschwindigkeit des Hydraulikzylinders 10. Die ermittelte
tatsächliche Bewegungsgeschwindigkeit kann zum Begrenzen derselben über den Frequenzumrichter
20 in Kombination mit der Motorpumpeneinheit 15 verwendet werden. Für das Ermitteln
der tatsächlichen Bewegungsgeschwindigkeit erfolgt die Ableitung des Wegsignals über
die Zeit. Die mechanische Sicherheit kann über eine mechanische Bremse und/oder Klemmvorrichtung
eingerichtet werden. Dies erhöht die Sicherheit des elektrohydrostatischen Systems
1.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Elektrohydrostatisches System
- 10
- Hydraulikzylinder
- 11
- erste Zylinderkammer
- 12
- zweite Zylinderkammer
- 13
- Festblende
- 14
- Einrichtventil
- 15
- Motorpumpeneinheit
- 16
- Sicherheitsventil
- 17
- Einrichtventil
- 18
- Wegeventil
- 20
- Motorsteuervorrichtung
- 30
- erste Sicherheitsvorrichtung
- 50
- zweite Sicherheitsvorrichtung
- 60
- Drucksensor
- 70
- Druckbegrenzungsventil
- 80
- Druckbegrenzungsventil
- 81
- Rückschlagventil
- 90
- Versorgungseinrichtung
- 91
- Sicherheitsventil
- 92
- Fluidquelle
- 93
- Rückschlagventil
- 94
- Druckbegrenzungsventil
- 95
- Druckspeicher
- 96
- Fluidreservoir
1. Elektrohydrostatisches System (1) umfassend:
- einen Hydraulikzylinder (10) mit einer ersten Zylinderkammer (11) und einerzweiten
Zylinderkammer (12);
- eine fluidhydraulische Versorgungseinrichtung (90) zum Bereitstellen eines hydraulischen
Fluides;
- eine fluidhydraulische Motorpumpeneinheit (15), eingerichtet einen fluidhydraulischen
Volumenstrom zum Bewegen des Hydraulikzylinders (10) bereitzustellen;
- eine Motorsteuervorrichtung (20), eingerichtet einen Nennstrom für einen elektrischen
Antrieb der fluidhydraulischen Motorpumpeneinheit (15) bereitzustellen;
- wenigstens ein fluidhydraulisches Sicherheitsventil (16), welches an einer ersten
Ventilseite mit einer der Zylinderkammern (11, 12) des Hydraulikzylinders (10) und
an einerzweiten Ventilseite mit der fluidhydraulischen Motorpumpeneinheit (15) verbunden
ist;
- eine Bypassverbindung mit einer Festblende (13) zum Überbrücken des wenigstens eines
fluidhydraulischen Sicherheitsventils (16), wobei die Bypassverbindung mit der ersten
Ventilseite und mit der zweiten Ventilseite des wenigstens eines fluidhydraulischen
Sicherheitsventils (16) verbunden ist;
- einen Drucksensor (60), welcher mit der zweiten Zylinderkammer (12) des Hydraulikzylinders
(10) verbunden ist und eingerichtet einen fluidhydraulischen Druck an einer der Zylinderkammern
(11, 12) zu detektieren und entsprechend dem detektierten fluid hydraulischen Druck
ein Freigabesignal für die Motorsteuervorrichtung (20) zum Bereitstellen des Nennstroms
für den elektrischen Antrieb der fluidhydraulischen Motorpumpeneinheit (15) bereitzustellen,
dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstand des Festblende (13) wenigstens einen Wert aufweist, welcher in dem
Hydraulikzylinder (10) durch eine hängende Last an dem Hydraulikzylinders (10) erzeugten
Druck bestimmt wird.
2. Elektrohydrostatisches System nach dem unmittelbar vorhergehenden Anspruch, wobei
das elektrohydrostatische System (1) insbesondere eine erste Sicherheitsvorrichtung
(30) umfasst, welche eingerichtet ist, ein elektrisches Signal entsprechend einem
detektierten fluid hydraulischen Druck von dem Drucksensor (60) zu empfangen und ein
Freigabesignal für die Motorsteuervorrichtung (20) zum Bereitstellen des Nennstroms
für den elektrischen Antrieb der fluidhydraulischen Motorpumpeneinheit (15) bereitzustellen.
3. Elektrohydrostatisches System nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 oder 2, wobei
der Hydraulikzylinder (10) als ein Differentialzylinder, Gleichgangzylinder, Mehrflächenzylinder
oder eine aufgelöste Zylinderanordnung ausgebildet ist.
4. Elektrohydrostatisches System nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, wobei
die fluidhydraulische Versorgungseinrichtung (90) einen Druckspeicher (95) ein Sicherheitsventil
(91), eine Fluidquelle (92), wenigstens ein Rückschlagventil (93) und eine Fluidreservoir
(96) umfasst.
5. Elektrohydrostatisches System nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, wobei
die Motorsteuervorrichtung (20) eine Safe Torque Off - Sicherheitsfunktion bereitstellt.
6. Elektrohydrostatisches System nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, wobei
der Drucksensor (60) als ein Drucksensor mit erhöhter funktionaler Sicherheit ausgebildet
ist.
7. Elektrohydrostatisches System nach Anspruch 1, wobei der Widerstand der Festblende
(13) auf einen Druck für das Bereitstellen einer Einrichtgeschwindigkeit des Hydraulikzylinders
(10) in einem Bereich von 5 bis 40 mm/s bevorzugt von 10 mm/s eingestellt ist.
8. Elektrohydrostatisches System nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, wobei
der Drucksensor (60) mit der zweiten Zylinderkammer (12) des Hydraulikzylinders (10)
verbunden ist.
9. Elektrohydrostatisches System nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, wobei
in der Bypassverbindung ein fluidhydraulisches Einrichtventil (14) geschaltet ist.
10. Elektrohydrostatisches System nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, wobei
in der Bypassverbindung ein Druckbegrenzungsventil (70, 80) geschaltet ist.
11. Elektrohydrostatisches System nach Anspruch 10, wobei parallel zu dem Druckbegrenzungsventil
(70, 80) ein Rückschlagventil (81) geschaltet ist.
12. Elektrohydrostatisches System nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 11, wobei
das elektrohydrostatische System eine zweite Sicherheitsvorrichtung (50) umfassend
ein Wegemesssystem und/oder eine mechanische Sicherheit umfasst.
13. Elektrohydrostatisches System nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 12, wobei
die erste Zylinderkammer (11) des Hydraulikzylinders (10) mit der fluidhydraulische
Motorpumpeneinheit (15) verbunden ist und die zweite Zylinderkammer (12) des Hydraulikzylinders
(10) mit dem wenigstens einem fluidhydraulischen Sicherheitsventil (16) verbunden
ist.
14. Elektrohydrostatisches System nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 11, wobei
die erste Zylinderkammer (11) des Hydraulikzylinders (10) mit dem wenigstens einem
fluidhydraulischen Sicherheitsventil (16) und die zweite Zylinderkammer (12) des Hydraulikzylinders
(10) mit der fluidhydraulische Motorpumpeneinheit (15) verbunden ist.
15. Elektrohydrostatisches System nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 14 zum
Steuern der Einrichtgeschwindigkeit in einer Pulverpresse, Schmiedepresse und/oder
Umformpresse.
1. An electrohydrostatic system (1) comprising:
- a hydraulic cylinder (10) having a first cylinder chamber (11) and a second cylinder
chamber (12);
- a fluid hydraulic supply apparatus (90) for providing a hydraulic fluid;
- a fluid hydraulic motor pump unit (15) designed to provide a fluid hydraulic volume
flow in order to move the hydraulic cylinder (10);
- a motor control device (20) designed to provide a rated current for an electrical
drive of the fluid hydraulic motor pump unit (15);
- at least one fluid hydraulic safety valve (16), which on a first valve side is connected
to one of the cylinder chambers (11, 12) of the hydraulic cylinder (10) and on a second
valve side is connected to the fluid hydraulic motor pump unit (15);
- a bypass connection having a fixed orifice plate (13) for bridging the at least
one fluid hydraulic safety valve (16), the bypass connection being connected to the
first valve side and to the second valve side of the at least one fluid hydraulic
safety valve (16);
- a pressure sensor (60) which is connected to the second cylinder chamber (12) of
the hydraulic cylinder (10), and is designed to detect a fluid hydraulic pressure
at one of the cylinder chambers (11, 12), and, according to the detected fluid hydraulic
pressure, to provide an enabling signal for the motor control device (20) for providing
the rated current for the electrical drive of the fluid hydraulic motor pump unit
(15), characterized in that the resistance of the fixed orifice plate (13) has at least one value which is determined
in the hydraulic cylinder (10) by pressure generated by a suspended load on the hydraulic
cylinder (10).
2. The electrohydrostatic system according to the immediately preceding claim, wherein
the electrohydrostatic system (1) in particular comprises a first safety device (30)
which is designed to receive an electrical signal corresponding to a detected fluid
hydraulic pressure from the pressure sensor (60) and to provide an enabling signal
for the motor control device (20) for providing the rated current for the electrical
drive of the fluid hydraulic motor pump unit (15).
3. The electrohydrostatic system according to either of the preceding claims 1 or 2,
wherein the hydraulic cylinder (10) is designed as a differential cylinder, synchronous
cylinder, multi-surface cylinder or detached cylinder arrangement.
4. The electrohydrostatic system according to any of the preceding claims 1 to 3, wherein
the fluid hydraulic supply apparatus (90) comprises a pressure accumulator (95) a
safety valve (91), a fluid source (92), at least one check valve (93) and a fluid
reservoir (96).
5. The electrohydrostatic system according to any of the preceding claims 1 to 4, wherein
the motor control device (20) provides a safe torque off safety function.
6. The electrohydrostatic system according to any of the preceding claims 1 to 5, wherein
the pressure sensor (60) is designed as a pressure sensor having increased functional
safety.
7. The electrohydrostatic system according to claim 1, wherein the resistance of the
fixed orifice plate (13) is adjusted to a pressure for providing a setup speed of
the hydraulic cylinder (10) in a range from 5 to 40 mm/s, preferably 10 mm/s.
8. The electrohydrostatic system according to any of the preceding claims 1 to 7, wherein
the pressure sensor (60) is connected to the second cylinder chamber (12) of the hydraulic
cylinder (10).
9. The electrohydrostatic system according to any of the preceding claims 1 to 8, wherein
a fluid hydraulic setup valve (14) is connected in the bypass connection.
10. The electrohydrostatic system according to any of the preceding claims 1 to 7, wherein
a pressure relief valve (70, 80) is connected in the bypass connection.
11. The electrohydrostatic system according to claim 10, wherein a check valve (81) is
connected in parallel with the pressure relief valve (70, 80).
12. The electrohydrostatic system according to any of the preceding claims 1 to 11, wherein
the electrohydrostatic system comprises a second safety device (50) which comprises
a distance measuring system and/or a mechanical safety.
13. The electrohydrostatic system according to any of the preceding claims 1 to 12, wherein
the first cylinder chamber (11) of the hydraulic cylinder (10) is connected to the
fluid hydraulic motor pump unit (15), and the second cylinder chamber (12) of the
hydraulic cylinder (10) is connected to the at least one fluid hydraulic safety valve
(16).
14. The electrohydrostatic system according to any of the preceding claims 1 to 11, wherein
the first cylinder chamber (11) of the hydraulic cylinder (10) is connected to the
at least one fluid hydraulic safety valve (16), and the second cylinder chamber (12)
of the hydraulic cylinder (10) is connected to the fluid hydraulic motor pump unit
(15).
15. The electrohydrostatic system according to any of the preceding claims 1 to 14 for
controlling the setup speed in a powder press, forging press and/or shaping press.
1. Système électro-hydrostatique (1) comprenant :
- un vérin hydraulique (10) comportant une première chambre de vérin (11) et une seconde
chambre de vérin (12) ;
- un appareil d'alimentation à fluide hydraulique (90) permettant de fournir un fluide
hydraulique ;
- une unité motopompe à fluide hydraulique (15), conçue pour fournir un débit volumique
de fluide hydraulique pour le déplacement du vérin hydraulique (10) ;
- un dispositif de commande de moteur (20), configuré pour fournir un courant nominal
pour un entraînement électrique de l'unité motopompe à fluide hydraulique (15) ;
- au moins une soupape de sécurité à fluide hydraulique (16), laquelle est reliée,
sur un premier côté de soupape, à l'une des chambres de vérin (11, 12) du vérin hydraulique
(10) et, sur un second côté de soupape, à l'unité motopompe à fluide hydraulique (15)
;
- une liaison de contournement comportant un diaphragme fixe (13) pour le pontage
de l'au moins une soupape de sécurité à fluide hydraulique (16), dans lequel la liaison
de contournement est reliée au premier côté de soupape et au second côté de soupape
de l'au moins une soupape de sécurité à fluide hydraulique (16) ;
- un capteur de pression (60), lequel est relié à la seconde chambre de vérin (12)
du vérin hydraulique (10) et configuré pour détecter une pression de fluide hydraulique
au niveau de l'une des chambres de vérin (11, 12) et pour fournir, en fonction de
la pression de fluide hydraulique détectée, un signal de libération pour le dispositif
de commande de moteur (20) pour la fourniture du courant nominal pour l'entraînement
électrique de l'unité motopompe à fluide hydraulique (15), caractérisé en ce que la résistance du diaphragme fixe (13) présente au moins une valeur, laquelle est
déterminée dans le vérin hydraulique (10) par une pression générée par une charge
suspendue sur le vérin hydraulique (10).
2. Système électro-hydrostatique selon la revendication immédiatement précédente, dans
lequel le système électro-hydrostatique (1) comprend en particulier un premier dispositif
de sécurité (30), lequel est configuré pour recevoir un signal électrique correspondant
à une pression de fluide hydraulique détectée en provenance du capteur de pression
(60) et pour fournir un signal de libération pour le dispositif de commande de moteur
(20) pour la fourniture du courant nominal pour l'entraînement électrique de l'unité
motopompe à fluide hydraulique (15).
3. Système électro-hydrostatique selon l'une des revendications précédentes 1 ou 2, dans
lequel le vérin hydraulique (10) est réalisé sous la forme d'un vérin différentiel,
vérin synchrone, vérin à surfaces multiples ou agencement de vérins éclaté.
4. Système électro-hydrostatique selon l'une des revendications précédentes 1 à 3, dans
lequel l'appareil d'alimentation à fluide hydraulique (90) comprend un accumulateur
de pression (95) une soupape de sécurité (91), une source de fluide (92), au moins
une soupape antiretour (93) et un réservoir de fluide (96).
5. Système électro-hydrostatique selon l'une des revendications précédentes 1 à 4, dans
lequel le dispositif de commande de moteur (20) fournit une fonction de sécurité Absence
sûre du couple (Safe Torque Off).
6. Système électro-hydrostatique selon l'une des revendications précédentes 1 à 5, dans
lequel le capteur de pression (60) est réalisé sous la forme d'un capteur de pression
à sécurité fonctionnelle accrue.
7. Système électro-hydrostatique selon la revendication 1, dans lequel la résistance
du diaphragme fixe (13) est ajustée à une pression pour la fourniture d'une vitesse
de réglage du vérin hydraulique (10) dans une plage allant de 5 à 40 mm/s, de préférence
de 10 mm/s.
8. Système électro-hydrostatique selon l'une des revendications précédentes 1 à 7, dans
lequel le capteur de pression (60) est relié à la seconde chambre de vérin (12) du
vérin hydraulique (10).
9. Système électro-hydrostatique selon l'une des revendications précédentes 1 à 8, dans
lequel une soupape de réglage à fluide hydraulique (14) est montée dans la liaison
de contournement.
10. Système électro-hydrostatique selon l'une des revendications précédentes 1 à 7, dans
lequel une soupape de limitation de pression (70, 80) est montée dans la liaison de
contournement.
11. Système électro-hydrostatique selon la revendication 10, dans lequel une soupape antiretour
(81) est montée en parallèle avec la soupape de limitation de pression (70, 80).
12. Système électro-hydrostatique selon l'une des revendications précédentes 1 à 11, dans
lequel le système électro-hydrostatique comprend un second dispositif de sécurité
(50) comprenant un système de mesure de déplacement et/ou une sécurité mécanique.
13. Système électro-hydrostatique selon l'une des revendications précédentes 1 à 12, dans
lequel la première chambre de vérin (11) du vérin hydraulique (10) est reliée à l'unité
motopompe à fluide hydraulique (15) et la seconde chambre de vérin (12) du vérin hydraulique
(10) est reliée à l'au moins une soupape de sécurité à fluide hydraulique (16).
14. Système électro-hydrostatique selon l'une des revendications précédentes 1 à 11, dans
lequel la première chambre de vérin (11) du vérin hydraulique (10) est reliée à l'au
moins une soupape de sécurité à fluide hydraulique (16) et la seconde chambre de vérin
(12) du vérin hydraulique (10) est reliée à l'unité motopompe à fluide hydraulique
(15).
15. Système électro-hydrostatique selon l'une des revendications précédentes 1 à 14 pour
la commande de la vitesse de réglage dans une presse à poudre, une presse à forger
et/ou une presse de formage.