[0001] Die Erfindung betrifft eine Packung aus einem Verbundmaterial, umfassend: einen Packungsboden
mit zwei vorderen Bodenecken und mit zwei hinteren Bodenecken, einen Packungsgiebel
mit zwei vorderen Giebelecken und mit zwei hinteren Giebelecken, und einen Packungsgrundkörper
mit einem Frontpanel, einem ersten Seitenpanel, einem zweiten Seitenpanel und einem
Rückpanel, wobei der Packungsboden und der Packungsgiebel auf gegenüberliegenden Seiten
des Packungsgrundkörpers angeordnet sind, und wobei das Verbundmaterial eine Polymeraußenschicht,
eine Polymerinnenschicht und eine faserhaltige Trägerschicht aufweist, die zwischen
der Polymeraußenschicht und der Polymerinnenschicht angeordnet ist.
[0002] Verpackungen (im gefüllten Zustand: "Packungen") können auf unterschiedliche Weisen
und aus verschiedensten Materialien hergestellt werden. Eine weit verbreitete Möglichkeit
ihrer Herstellung besteht darin, aus dem Packungsmaterial einen Zuschnitt herzustellen,
aus dem durch Falten und weitere Schritte zunächst ein Packungsmantel und schließlich
eine Packung entstehen. Alternativ hierzu ist es auch möglich, aus dem Zuschnitt direkt
- also ohne den Zwischenschritt des Packungsmantels - eine Packung herzustellen. Diese
Herstellungsart hat unter anderem den Vorteil, dass die Zuschnitte und Packungsmäntel
sehr flach sind und somit platzsparend gestapelt werden können. Auf diese Weise können
die Zuschnitte bzw. Packungsmäntel an einem anderen Ort hergestellt werden als die
Faltung und Befüllung der Packungsmäntel erfolgt. Als Material werden häufig Verbundstoffe
eingesetzt, beispielsweise ein Verbund aus mehreren dünnen Lagen aus Papier, Pappe,
Kunststoff und/oder Metall, insbesondere Aluminium. Derartige Packungen finden insbesondere
in der Lebensmittelindustrie große Verbreitung.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind unterschiedliche Packungen aus Verbundmaterial bekannt.
Während derartige Packungen ursprünglich recht einfache geometrische Formen hatten
- beispielsweise quaderförmig - werden zunehmend komplexere geometrische Formen angestrebt,
um den Kunden optisch ansprechende und funktional vorteilhafte Packungen anbieten
zu können. Packungen aus Verbundmaterial mit komplexerer Geometrie sind beispielsweise
aus der
WO 02/04301 A1, der
WO 2011/154173 A1 und der
WO 2017/174210 A1 bekannt.
[0004] Ein Nachteil des in der
WO 02/04301 A1 beschriebenen Verpackungsbehälters liegt in dem Aufbau des Verbundmaterials. Denn
in der
WO 02/04301 A1 wird nicht beschrieben, dass das Verbundmaterial eine Kunststoffinnenschicht und
eine Kunststoffaußenschicht aufweist, insbesondere keine Polymerinnenschicht bzw.
Polymeraußenschicht.
[0005] Nachteilig an der aus der
WO 2011/154173 A1 bekannten Verpackung ist, dass die Kanten im Mantelbereich etwa 90° aufweisen und
somit relativ stark geknickt sind. Dies kann zu Beschädigungen des Laminats, insbesondere
zu Rissen in der Papier- oder Pappschicht des Laminats führen. Zudem sind die dort
gezeigten Verpackungen nur schwer herstellbar, da die Mantelflächen Kanten aufweisen,
die entlang ihrer gesamten Länge - also vom Boden bis zum Giebel - gekrümmt sind.
[0006] Bei der aus der
WO 2017/174210 A1 bekannten Verbundpackung liegt ein Nachteil darin, dass die Vorderseite der Packung
ohne Faltlinien bzw. ohne Faltkanten in die Seitenflächen der Packung übergeht, so
dass die Vorderseite und die Seitenflächen eine gemeinsame Auswölbung bilden. Der
kontinuierliche Übergang von Vorderseite und Seitenflächen verringert zwar die Belastung
des Laminats, erschwert jedoch eine definierte Formgebung der Packung und kann zudem
zu einer verringerten Steifigkeit des Packungsmantels führen. Ein weiterer Nachteil
liegt darin, dass die in der
WO 2017/174210 A1 beschriebenen Verbundpackungen nur aufwändig herstellbar sind, da die Rückseite und
die Seitenflächen nicht lediglich durch Faltlinien voneinander getrennt sind, sondern
zwischen diesen Seiten der Verbundpackung zusätzliche Flächen ("Griffspanele") vorgesehen
sind.
[0007] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die eingangs beschriebene
und zuvor näher erläuterte Packung derart auszugestalten und weiterzubilden, dass
die Herstellung von Packungen, insbesondere flüssigkeitsdichten Packungen - mit noch
komplexeren Geometrien ohne Beeinträchtigung der Steifigkeit der Packung und ohne
erhöhten Herstellungsaufwand ermöglicht wird.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einer Packung nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1 gelöst
durch eine dritte Mantelfaltlinie, die mehrere Abschnitte aufweist, die jeweils an
ein Seitenpanel und an das Rückpanel angrenzen, und von denen wenigstens ein Abschnitt
gekrümmt ist und wenigstens ein Abschnitt der dritten Mantelfaltlinie gerade ist und/oder
wenigstens zwei Abschnitte der dritten Mantelfaltlinie entgegengesetzte Krümmungsrichtungen
aufweisen.
[0009] Die erfindungsgemäße Packung ist - teilweise oder vollständig - aus einem Verbundmaterial
hergestellt. Das flächenförmige Verbundmaterial weist mehrere einander überlagernde
und miteinander verbundene Schichten auf und bildet auf diese Weise einen flächenförmigen
Verbund. Das flächenförmige Verbundmaterial umfasst eine Polymeraußenschicht, eine
Polymerinnenschicht und eine faserhaltige Trägerschicht, die zwischen der Polymeraußenschicht
und der Polymerinnenschicht angeordnet ist. Die Polymerinnenschicht und die Polymeraußenschicht
verleihen dem Verbundmaterial flüssigkeitsdichte Eigenschaften, da sie aus Kunststoff
hergestellt sind. Die faserhaltige Trägerschicht (vorzugsweise: Papier oder Pappe)
dient hingegen vor allem dazu, dem Verbundmaterial verbesserte mechanische Eigenschaften
zu verleihen, insbesondere eine verbesserte Steifigkeit. Optional kann zudem eine
Barriereschicht vorgesehen sein, die ebenfalls zwischen der Polymeraußenschicht und
der Polymerinnenschicht angeordnet ist (vorzugsweise zwischen der faserhaltigen Trägerschicht
und der Polymerinnenschicht). Die Barriereschicht kann beispielsweise aus Aluminium
hergestellt sein und soll verhindern, Licht und/oder Sauerstoff durchzulassen. Die
Packung kann zudem eine Vielzahl von Faltkanten aufweisen, die bei der Herstellung
der Packung durch Falten des flächenförmigen Verbundmaterials entlang von Faltlinien
entstehen. Die Packung umfasst zunächst einen Packungsboden mit zwei vorderen Bodenecken
und mit zwei hinteren Bodenecken. Benachbarte Bodenecken sind durch untere Packungskanten
miteinander verbunden. Die Packung umfasst zudem einen Packungsgiebel mit zwei vorderen
Giebelecken und mit zwei hinteren Giebelecken. Benachbarte Giebelecken sind durch
obere Packungskanten miteinander verbunden. Weiterhin umfasst die Packung einen Packungsgrundkörper
mit einem Frontpanel, einem ersten Seitenpanel, einem zweiten Seitenpanel und einem
Rückpanel. Das Frontpanel ist vorzugsweise gegenüberliegend von dem Rückpanel angeordnet
und das erste Seitenpanel ist vorzugsweise gegenüberliegend von dem zweiten Seitenpanel
angeordnet. Der Packungsboden und der Packungsgiebel sind auf gegenüberliegenden Seiten
des Packungsgrundkörpers angeordnet; bei einer auf dem Packungsboden stehenden Packung
ist der Packungsboden unterhalb des Packungsgrundkörpers angeordnet und der Packungsgiebel
ist oberhalb des Packungsgrundkörpers angeordnet.
[0010] Erfindungsgemäß ist eine dritte Mantelfaltlinie vorgesehen, die mehrere Abschnitte
aufweist, die jeweils an ein Seitenpanel und an das Rückpanel angrenzen, und von denen
wenigstens ein Abschnitt gekrümmt ist und von denen wenigstens ein Abschnitt gerade
ist. Nach einer Ausgestaltung der Packung kann vorgesehen sein, dass die dritte Mantelfaltlinie
mehrere Abschnitte aufweist, die jeweils an ein Seitenpanel und an das Rückpanel angrenzen,
und von denen wenigstens ein Abschnitt gerade ist. Indem zwischen dem Seitenpanel
und dem daran angrenzenden Rückpanel eine Faltlinie vorgesehen ist, wird eine Faltkante
mit einem definierten Verlauf erreicht, was die Herstellung der Packung erleichtert.
Die Faltkante verbessert zudem im Vergleich zu einer kantenfrei gekrümmten Form die
strukturellen Eigenschaften der Packung, insbesondere die Steifigkeit. Durch den gekrümmten
Verlauf der Mantelfaltlinie ist es außerdem einfacher möglich, konvexe oder konkave
Flächen zu erzeugen, wodurch Luftspalte zwischen benachbarten Packungen entstehen,
die die Luftzirkulation verbessern. Wenn bei der dritten Mantelfaltlinie neben gekrümmten
Abschnitten auch gerade Abschnitte vorgesehen sind, wird die Herstellung der Packung
erleichtert. Es kann vorgesehen sein, dass zwischen beiden Seitenpanels und dem daran
angrenzenden Rückpanel jeweils eine dritte Mantelfaltlinie vorgesehen ist, die mehrere
Abschnitte aufweist, die jeweils an ein Seitenpanel und an das Rückpanel angrenzen,
und von denen wenigstens ein Abschnitt gekrümmt ist und von denen wenigstens ein Abschnitt
gerade ist. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die dritte Mantelfaltlinie wenigstens
zwei Krümmungen aufweist, die in unterschiedliche Richtungen gerichtet sind, also
beispielsweise eine erste Krümmung in Richtung der Seitenfläche und eine zweite Krümmung
in Richtung der daran angrenzenden hinteren Fläche ("geschwungene Kante"). Dies hat
eine weitere Verbesserung der Luftzirkulation zwischen benachbarten Packungen zur
Folge.
[0011] Nach einer Ausgestaltung der Packung ist vorgesehen, dass die dritte Mantelfaltlinie
mit einem ihrer beiden Enden an einer der beiden hinteren Giebelecken endet und mit
ihrem anderen Ende an einer der beiden hinteren Bodenecken endet. Indem die dritte
Mantelfaltlinie mit beiden Enden an einer Giebelecke bzw. Bodenecke endet oder an
diese angrenzt, wird eine erhöhte Steifigkeit dieser Ecken der Packung erreicht.
[0012] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Packung ist vorgesehen, dass der an den Packungsboden
angrenzende Abschnitt und der an den Packungsgiebel angrenzende Abschnitt der dritten
Mantelfaltlinie gerade sind. Der Einsatz gerader Abschnitte ist angrenzend an den
Packungsboden und angrenzend an den Packungsgiebel besonders vorteilhaft, da auf diese
Weise die Verwendung einfacherer Werkzeuge zur Herstellung der Böden und Giebel der
Packungen möglich ist.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Packung ist vorgesehen, dass wenigstens zwei
Abschnitte der dritten Mantelfaltlinie entgegengesetzte Krümmungsrichtungen aufweisen.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass ein Abschnitt in Richtung des Rückpanels gekrümmt
ist und dass ein Abschnitt in Richtung des Seitenpanels gekrümmt ist. Auf diese Weise
kann eine Packung erreicht werden, die sowohl konvexe als auch konkave Flächen bzw.
Panels aufweist. Vorzugsweise ist der in Richtung des Seitenpanels gekrümmte Abschnitt
der dritten Mantelfaltlinie oberhalb von dem in Richtung des Rückpanels gekrümmten
Abschnitt der dritten Mantelfaltlinie angeordnet. Dies führt im oberen Bereich - insbesondere
in der oberen Hälfte - der Packung zu einer breiten, konkaven Rückseite der Packung.
Da die Packungen vorzugsweise in ihrem oberen Bereich - insbesondere in der oberen
Hälfte - eine schmale, konvexe Vorderseite aufweisen, können mehrere Packungen platzsparend
vor- bzw. hintereinander gestellt werden, so dass eine gute Platzausnutzung erreicht
wird. Zudem kann durch entgegengesetzte Krümmungsrichtungen erreicht werden, dass
das durch die eine Krümmungsrichtung verringerte Füllvolumen durch die andere Krümmungsrichtung
wieder ausgeglichen wird, so dass die Packungshöhe für ein gegebenes Packungsvolumen
unverändert bleiben kann.
[0014] Nach einer Ausgestaltung der Packung ist vorgesehen, dass der Packungsgrundkörper
wenigstens ein Entlastungspanel aufweist, das zwischen dem Frontpanel und einem der
beiden Seitenpanels angeordnet ist. Das Entlastungspanel dient dazu, einen möglichst
fließenden Übergang zwischen dem Frontpanel und dem Seitenpanel herzustellen. Vorzugsweise
erstreckt sich das Entlastungspanel über die gesamte Höhe des Packungsgrundkörpers,
also von dem Packungsboden bis zu dem Packungsgiebel und trennt daher das Frontpanel
von den beiden Seitenpanels. Der technische Effekt des Entlastungspanels liegt darin,
dass das Verbundmaterial im Vergleich zu einer 90°-Kante einer quaderförmigen Packung
weniger stark gefaltet bzw. geknickt werden braucht, da der Übergang von dem Frontpanel
zu den beiden Seitenpanels durch zwei weniger stark geknickte ("stumpfere") Kanten
erfolgt. Dies führt zu weniger starken Belastungen des Verbundmaterials und insbesondere
zu einer geringeren Gefahr von gerissenen bzw. gebrochenen Fasern in der faserhaltigen
Trägerschicht (Papier- oder Pappschicht) des Verbundmaterials. Vorzugsweise weist
die Packung zwei Entlastungspanels auf, die zwischen dem Frontpanel und jeweils einem
der beiden Seitenpanels angeordnet sind. Durch die Entlastungspanels wird zudem erreicht,
dass zwischen nebeneinander angeordneten Packungen - im Gegensatz zu quaderförmigen
Packungen - im Bereich der Entlastungspanels ein Spalt bzw. Freiraum zwischen benachbarten
Packungen entsteht, durch den Luft zirkulieren kann. Dies hat den Vorteil einer verringerten
Gefahr von Schimmelbildung infolge von Feuchtigkeit. Ein weiterer Vorteil von Entlastungspanels
kann darin gesehen werden, dass die an die Entlastungspanels angrenzenden Panels bzw.
Flächen schmaler und somit stabiler ausgebildet werden können, wodurch eine erhöhte
Griffsteifigkeit beim Ausgießen der gefüllten Packung erreicht werden kann.
[0015] Nach einer Ausgestaltung der Packung ist vorgesehen, dass das Entlastungspanel und
das Frontpanel an dieselbe Kante der Packung angrenzen, insbesondere an eine Kante
des Packungsbodens. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Entlastungspanel und
das Frontpanel gemeinsam an die untere vordere Packungskante angrenzen. Nach einer
weiteren Ausgestaltung der Packung ist vorgesehen, dass das Entlastungspanel und eines
der beiden Seitenpanels an dieselbe Kante der Packung angrenzen, insbesondere an eine
Kante des Packungsgiebels. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Entlastungspanel
und eines der beiden Seitenpanels gemeinsam an eine obere seitliche Packungskante
angrenzen. Diese Ausgestaltung hat vorzugsweise zur Folge, dass das Entlastungspanel
und das daran angrenzende Frontpanel und/oder Seitenpanel (außer im Bereich der Bodenkante
bzw. der Giebelkante, an der die Panels zusammenlaufen) winklig zueinander verlaufen.
Mit anderen Worten ist das Entlastungspanel in seinem unteren Bereich dem Frontpanel
der Packung zuzuordnen, während es in seinem oberen Bereich dem Seitenpanel der Packung
zuzuordnen ist. Das Entlastungspanel "windet" sich daher vollständig um eine (gedachte)
vertikal verlaufende Kante der Packung herum. Diese Gestaltung der Entlastungspanels
hat den Vorteil, dass die bereits zuvor beschriebenen technischen Effekte (verringerte
Belastung des Verbundmaterials, verbesserte Luftzirkulation) nicht nur an einer Seite
der Packung, sondern an zwei Seiten der Packung auftreten.
[0016] Nach einer weiteren Ausbildung der Packung wird vorgeschlagen, dass zwischen wenigstens
einem Entlastungspanel und dem daran angrenzenden Frontpanel eine erste Mantelfaltlinie
vorgesehen ist, die vorzugsweise wenigstens abschnittsweise gekrümmt ist. Indem zwischen
dem Entlastungspanel und dem Frontpanel eine Faltlinie vorgesehen ist, wird eine Faltkante
mit einem definierten Verlauf erreicht, was die Herstellung der Packung erleichtert.
Die Faltkante verbessert zudem im Vergleich zu einer kantenfrei gekrümmten Form die
strukturellen Eigenschaften der Packung, insbesondere die Steifigkeit. Durch den gekrümmten
Verlauf der Mantelfaltlinie ist es außerdem einfacher möglich, konvexe oder konkave
Flächen bzw. Panels zu erzeugen, wodurch Luftspalte zwischen benachbarten Packungen
entstehen, die die Luftzirkulation verbessern. Es kann vorgesehen sein, dass zwischen
beiden Entlastungspanels und dem daran angrenzenden Frontpanel jeweils eine erste
Mantelfaltlinie vorgesehen ist, die vorzugsweise wenigstens abschnittsweise gekrümmt
ist. Es kann zudem vorgesehen sein, dass die erste Mantelfaltlinie durchgehend gekrümmt
verläuft.
[0017] Zu dieser Ausbildung wird weiter vorgeschlagen, dass die erste Mantelfaltlinie nur
mit einem ihrer beiden Enden an einer der beiden vorderen Giebelecken oder an einer
der beiden vorderen Bodenecken endet und mit ihrem anderen Ende nicht an einer Giebelecke
oder an einer Bodenecke endet. Indem die erste Mantelfaltlinie an einem ihrer Enden
an einer der beiden vorderen Giebelecken oder an einer der beiden vorderen Bodenecken
endet oder an diese angrenzt, wird eine erhöhte Steifigkeit dieser Ecken der Packung
erreicht. Indem das andere Ende der ersten Mantelfaltlinie nicht an einer Packungsecke
endet und auch nicht an diese angrenzt, ist es hingegen möglich, einen sanften und
möglichst ebenen Übergang zwischen den beiden durch die erste Mantelfaltlinie getrennten
Flächen bzw. Panels zu erreichen. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass das andere
Ende der ersten Mantelfaltlinie an einer Packungskante endet oder an diese angrenzt,
wodurch die beiden von der ersten Mantelfaltlinie getrennten und auf die Packungskante
zulaufenden Flächen bzw. Panels jedenfalls abschnittsweise etwa in einer Ebene liegen
können.
[0018] Nach einer weiteren Ausbildung der Packung ist vorgesehen, dass zwischen wenigstens
einem Entlastungspanel und dem daran angrenzenden Seitenpanel eine zweite Mantelfaltlinie
vorgesehen ist, die vorzugsweise wenigstens abschnittsweise gekrümmt ist. Wie bereits
zuvor im Zusammenhang mit der ersten Mantelfaltlinie erläutert wurde, wird auch durch
die zweite Mantelfaltlinie eine Faltkante mit einem definierten Verlauf erreicht,
was die Herstellung der Packung erleichtert. Die Faltkante verbessert zudem im Vergleich
zu einer kantenfrei gekrümmten Form die strukturellen Eigenschaften der Packung, insbesondere
die Steifigkeit. Durch den gekrümmten Verlauf der Mantelfaltlinie ist es außerdem
einfacher möglich, konvexe oder konkave Flächen bzw. Panels zu erzeugen, wodurch Luftspalte
zwischen benachbarten Packungen entstehen, die die Luftzirkulation verbessern. Es
kann vorgesehen sein, dass zwischen beiden Entlastungspanels und den daran angrenzenden
Seitenpanels jeweils eine zweite Mantelfaltlinie vorgesehen ist, die vorzugsweise
wenigstens abschnittsweise gekrümmt ist. Es kann zudem vorgesehen sein, dass die zweite
Mantelfaltlinie durchgehend gekrümmt verläuft.
[0019] Zu dieser Ausbildung wird weiter vorgeschlagen, dass die zweite Mantelfaltlinie nur
mit einem ihrer beiden Enden an einer der beiden vorderen Giebelecken oder an einer
der beiden vorderen Bodenecken endet und mit ihrem anderen Ende nicht an einer Giebelecke
oder an einer Bodenecke endet. Wie bereits zuvor für die erste Mantelfaltlinie beschrieben
wurde, kann eine erhöhte Steifigkeit der Packungsecken erreicht werden, wenn ein Ende
der zweiten Mantelfaltlinie in dieser Ecke endet oder an diese Ecke angrenzt. Indem
das andere Ende der zweiten Mantelfaltlinie nicht an einer Packungsecke endet und
auch nicht an diese angrenzt, ist es hingegen möglich, einen sanften und möglichst
ebenen Übergang zwischen den beiden durch die zweite Mantelfaltlinie getrennten Flächen
bzw. Panels zu erreichen. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass das andere Ende
der zweiten Mantelfaltlinie an einer Packungskante endet oder an diese angrenzt, wodurch
die beiden von der zweiten Mantelfaltlinie getrennten und auf die Packungskante zulaufenden
Flächen bzw. Panels jedenfalls abschnittsweise etwa in einer Ebene liegen können.
[0020] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Packung ist vorgesehen, dass die Packung im
Bereich des Packungsgiebels eine Flossennaht aufweist, die in Richtung des Frontpanels
umgelegt ist. Diese Gestaltung ermöglicht bei einem nach vorne abfallenden Schräggiebel
beispielsweise ein besseres Ablaufen von Feuchtigkeit von dem Packungsgiebel, da sich
keine nach oben offene "Tasche" bildet, in der sich Feuchtigkeit sammeln könnte. Ebenso
kann durch diese Ausgestaltung mehr Platz für einen von Innen eingesiegelten Ausgießer
erreicht werden.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Packung ist vorgesehen, dass der Packungsgiebel
etwa trapezförmig ist. Die Trapezform des Packungsgiebels hat den Vorteil, dass eine
der beiden parallelen Seiten bzw. Kanten (vorzugsweise die vordere Kante des Packungsgiebels)
kürzer ist als die gegenüberliegende Seite bzw. Kante (vorzugsweise die hintere Kante
des Packungsgiebels) - im Gegensatz zu einer Raute, bei der die gegenüberliegenden
Seiten gleich lang sind. Dies ermöglicht es, auch Packungen mit größerem Volumen von
der Vorderseite einfach mit einer Hand greifen zu können.
[0022] Eine weitere Ausgestaltung der Packung sieht vor, dass der Packungsgiebel ein Schräggiebel
ist. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Packungsgiebel nach vorne abfällt,
also im Bereich der Vorderseite der Packung niedriger ist als im Bereich der Rückseite
der Packung. Durch den schrägen Verlauf des Packungsgiebels kann erreicht werden,
dass ein im Bereich des Packungsgiebels angeordnetes Ausgießelement die Stapelung
von Packungen weniger beeinträchtigt als bei Packungen mit ebenem Packungsgiebel.
Dies liegt darin begründet, dass das Ausgießelement bei Packungen mit schrägem Giebel
- anders als bei Packungen mit ebenem Giebel - nicht zwangsläufig den höchsten Punkt
der Packung bildet. Zudem kann ein besseres Ablaufen von Feuchtigkeit von dem Packungsgiebel
erreicht werden.
[0023] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Packung ist vorgesehen, dass der Packungsgiebel
eine an das Frontpanel angrenzende Vorderkante aufweist, die gekrümmt ist. Vorzugsweise
ist die Vorderkante des Packungsgiebels in Richtung des Frontpanels gekrümmt. Auf
diese Weise kann die Fläche des Packungsgiebels vergrößert werden, was beispielsweise
die Anbringung von Ausgießelementen mit größerem Durchmesser erleichtert. Eine gekrümmte
Vorderkante des Packungsgiebels beeinflusst auch die Form des Frontpanels der Packung.
Insbesondere lässt sich durch eine in Richtung des Frontpanels gekrümmte Vorderkante
ein nach außen gewölbtes (konvexe) Frontpanel der Packung erreichen. Auch dies hat
neben einer ansprechenden Optik den bereits zuvor beschriebenen technischen Vorteil
einer verbesserten Luftzirkulation zwischen benachbart angeordneten Packungen, was
die Gefahr von Schimmelbildung verringert.
[0024] Nach einer weiteren Ausbildung der Packung ist vorgesehen, dass das Frontpanel konvex
geformt ist und/oder das Rückpanel wenigstens teilweise konkav geformt ist. Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass die Packung in dem oberen Bereich - insbesondere in der
oberen Hälfte - im Bereich des Frontpanels konvex geformt ist und/oder in dem oberen
Bereich - insbesondere in der oberen Hälfte - im Bereich des Rückpanels konkav geformt
ist. Durch die Kombination aus konvexer Vorderseite und konkaver Rückseite können
die Packungen trotz optisch aufwendiger Gestaltung platzsparend vor- oder hintereinander
angeordnet werden.
[0025] Zu dieser Ausgestaltung wird weiter vorgeschlagen, dass das Frontpanel oberhalb der
halben Höhe des Packungsgrundkörpers seine maximale konvexe Auswölbung aufweist. Indem
das Frontpanel im oberen Bereich besonders weit nach außen bzw. nach vorne ausgewölbt
ist, kann das Frontpanel im oberen Bereich besonders schmal ausgebildet werden, ohne
dass das Volumen der Packung gegenüber einer quaderförmigen Packung verringert ist;
die Auswölbung nach vorne gleich also die seitliche Verschlankung aus. Durch die seitliche
Verschlankung kann die Packung von vorne einfach gegriffen werden, beispielsweise,
um sie mit einer Hand aus einem Verkaufsregal zu entnehmen.
[0026] Nach einer weiteren Ausbildung der Packung ist vorgesehen, dass die beiden vorderen
Giebelecken zwei große Giebeleckwinkel aufweisen, die jeweils größer sind als 90°.
Alternativ oder zusätzlich hierzu kann vorgesehen sein, dass die beiden hinteren Giebelecken
zwei kleine Giebeleckwinkel aufweisen, die jeweils kleiner sind als 90°. Durch Winkel,
die ungleich 90° sind, wird ein Packungsgiebel erreicht, dessen Form von einer rechteckigen
oder quadratischen Form abweicht. Ein viereckiger Packungsgiebel mit zwei kleinen
(<90°) und zwei großen (>90°) Giebeleckwinkeln kann beispielsweise durch ein Trapez,
ein Parallelogramm oder durch eine Raute erreicht werden. Auf diese Weise ist es möglich,
ein Packungsgiebel mit unterschiedliche langen Kanten zu erreichen, wodurch beispielsweise
eine kurze Vorderkante erreicht werden kann, durch welche die Packung besonders einfach
von vorne gegriffen werden kann.
[0027] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Packung ist schließlich vorgesehen, dass die
vier Giebeleckwinkel eine Winkelsumme aufweisen, die größer ist als 360°. Eine Winkelsumme,
die von 360° abweicht, kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass eine oder
mehrere Seiten bzw. Kanten des viereckigen Packungsgiebels nicht gerade, sondern gekrümmt
verlaufen (wie dies beispielsweise bei einem Bogenvieleck bzw. Bogenpolygon der Fall
ist). Eine Winkelsumme, die größer ist als 360° kann dadurch erreicht werden, dass
wenigstens eine Seite bzw. Kante des viereckigen Packungsgiebels nach außen gekrümmt
ist. Die Bodeneckwinkel betragen hingegen vorzugsweise 90°, so dass sich ein rechteckiger,
insbesondere quadratischer Packungsboden ergibt. Diese Gestaltung des Packungsgiebels
hat mehrere Vorteile. Neben einer optisch ansprechenderen Form wird der technische
Effekt erreicht, dass Packungen einfacher mit einer Hand gegriffen werden können,
da eine Kante des Packungsgiebels (vorzugsweise die vordere Kante) kürzer ist als
die anderen Kanten (insbesondere die hintere Kante), so dass die Packung an der Vorderseite
schmaler ist. Diese Gestaltung führt zudem zu dem technischen Effekt, dass die Berührungsfläche
zwischen nebeneinander angeordneten Packungen (z.B. beim Transport oder im Verkaufsregal)
geringer ist als bei quaderförmigen Packungen, deren Seitenpanels sich fast vollständig
berühren. Mit anderen Worten bleibt zwischen nebeneinander angeordneten Packungen
ein Spalt bzw. Freiraum, durch den Luft zirkulieren kann. Dies hat den Vorteil einer
verringerten Gefahr von Schimmelbildung infolge von Feuchtigkeit. Indem die Winkelsumme
größer ist als 360° wird zudem erreicht, dass mehr Platz für ein Ausgießelement vorhanden
ist. Vorzugsweise weist der viereckige Packungsgiebel eine Winkelsumme wenigstens
370°, insbesondere von wenigstens 380°, bevorzugt von wenigstens 390° auf. Als vorteilhaft
haben sich Winkelsummen im Bereich zwischen 390° und 410° herausgestellt.
[0028] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer lediglich ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1A:
- eine erfindungsgemäße Packung in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 1B:
- die Packung aus Fig. 1A in einer Vorderansicht,
- Fig. 1C:
- die Packung aus Fig. 1A in einer Rückansicht,
- Fig. 1D:
- die Packung aus Fig. 1A in einer Seitenansicht,
- Fig. 2A:
- einen ersten Bereich der Packung aus Fig. 1A in vergrößerter Ansicht, und
- Fig. 2B:
- einen zweiten Bereich der Packung aus Fig. 1A in vergrößerter Ansicht.
[0029] Fig. 1A zeigt eine erfindungsgemäße Packung 1 in perspektivischer Ansicht. Fig. 1B
zeigt die Packung 1 aus Fig. 1A in einer Vorderansicht, Fig. 1C in einer Rückansicht
und Fig. 1D in einer Seitenansicht. Die Packung 1 weist einen viereckigen Packungsboden
B auf, der zwei vordere Bodenecken BV1, BV2 und zwei hinteren Bodenecken BH1, BH2
hat. Die Packung 1 weist zudem einen viereckigen Packungsgiebel G auf, der zwei vordere
Giebelecken GV1, GV2 und zwei hintere Giebelecken GH1, GH2 hat. Zudem weist die Packung
1 einen Packungsgrundkörper K auf, der ein Frontpanel F, ein erstes Seitenpanel S1,
ein zweites Seitenpanel S2 und ein Rückpanel R umfasst. Der Packungsgrundkörper K
ist zwischen dem Packungsboden B und dem Packungsgiebel G angeordnet, so dass der
Packungsboden B und der Packungsgiebel G auf gegenüberliegenden Seiten des Packungsgrundkörpers
K angeordnet sind und eine Mantelfläche der Packung 1 bilden. Die Packung 1 ist teilweise
oder vollständig aus einem Verbundmaterial hergestellt, welches eine Polymeraußenschicht,
eine Polymerinnenschicht und eine faserhaltige Trägerschicht aufweist, die zwischen
der Polymeraußenschicht und der Polymerinnenschicht angeordnet ist. Bei der faserhaltigen
Trägerschicht kann es sich beispielsweise um eine Schicht aus Papier oder Pappe handeln.
Im Bereich des Packungsgiebels G weist die Packung 1 eine Flossennaht 2 auf, die in
Richtung des Frontpanels F umgelegt ist. Die Packung 1 weist im Bereich des Packungsgiebels
G zudem zwei Ohren 3 auf, von denen ein Ohr 3 an das erste Seitenpanel S1 angelegt
ist und von denen das zweite Ohr 3 an das zweite Seitenpanel S2 angelegt ist. Im Bereich
des Rückpanels R weist die Packung 1 eine Längsnaht 4 auf. Der Packungsgiebel G ist
etwa trapezförmig und als Schräggiebel (wie ein Pultdach) ausgebildet. Der Packungsgiebel
G weist eine an das Frontpanel F angrenzende Vorderkante V auf, die in Richtung des
Frontpanels F gekrümmt ist. Auf die Form des Packungsgiebels wird im Zusammenhang
mit Fig. 2A genauer eingegangen.
[0030] Der Packungsgrundkörper K der in Fig. 1A bis Fig. 1D gezeigten Packung 1 weist zwei
Entlastungspanels E1, E2 auf, von denen das erste Entlastungspanel E1 zwischen dem
Frontpanel F und dem ersten Seitenpanel S1 angeordnet ist, und von denen das zweite
Entlastungspanel E2 zwischen dem Frontpanel F und dem zweiten Seitenpanel S2 angeordnet
ist. Die Entlastungspanels E1, E2 trennen daher das Frontpanel F von den beiden Seitenpanels
S1, S2 und bilden einen Übergang zwischen dem Frontpanel F und den beiden Seitenpanels
S1, S2. Das erste Entlastungspanel E1 und das zweite Entlastungspanel E2 liegen in
dem an den Packungsboden B angrenzenden Bereich mit dem Frontpanel F abschnittsweise
in einer Ebene. Das erste Entlastungspanel E1 liegt jedoch in dem an den Packungsgiebel
G angrenzenden Bereich mit dem ersten Seitenpanel S1 abschnittsweise in einer Ebene;
ebenso liegt das zweite Entlastungspanel E2 in dem an den Packungsgiebel G angrenzenden
Bereich mit dem zweiten Seitenpanel S2 abschnittsweise in einer Ebene. Die beiden
Entlastungspanels E1, E2 sind daher in ihren unteren Bereichen einer anderen Seite
der Packung 1 zugeordnet als in ihren oberen Bereichen; die beiden Entlastungspanels
E1, E2 "winden" sich daher um eine gedachte Packungskante herum von dem Frontpanel
F in Richtung eines der beiden Seitenpanels S1, S2.
[0031] Bei der in Fig. 1A bis Fig. 1D gezeigten Packung 1 ist zwischen dem Frontpanel F
und dem ersten Entlastungspanel E1 eine erste Mantelfaltlinie M1 vorgesehen, die durchgehend
gekrümmt ist. Ebenso ist zwischen dem Frontpanel F und dem zweiten Entlastungspanel
E2 eine erste Mantelfaltlinie M1 vorgesehen, die durchgehend gekrümmt ist. Die beiden
ersten Mantelfaltlinien M1 grenzen mit ihren oberen Enden an die beiden vorderen Giebelecken
GV1, GV2 an. Mit ihren beiden unteren Enden grenzen die beiden ersten Mantelfaltlinien
M1 jedoch nicht an die beiden vorderen Bodenecken BV1, BV2 an, sondern an dazwischen
liegende Stellen der unteren vorderen Packungskante. Bei der Packung 1 ist zudem zwischen
dem ersten Entlastungspanel E1 und dem daran angrenzenden ersten Seitenpanel S1 eine
zweite Mantelfaltlinie M2 vorgesehen, die durchgehend gekrümmt ist. Ebenso ist zwischen
dem zweiten Entlastungspanel E2 und dem daran angrenzenden zweiten Seitenpanel S2
eine zweite Mantelfaltlinie M2 vorgesehen, die durchgehend gekrümmt ist. Die beiden
zweiten Mantelfaltlinien M2 grenzen mit ihren unteren Enden an die beiden vorderen
Bodenecken BV1, BV2 an. Mit ihren beiden oberen Enden grenzen die beiden zweiten Mantelfaltlinien
M1 jedoch nicht an die beiden vorderen Giebelecken GV1, GV2 an, sondern an zwischen
den vorderen Giebelecken GV1, GV2 und den hinteren Giebelecken GH1, GH1 liegenden
Stellen der oberen seitlichen Packungskanten. Bei der in Fig. 1A bis Fig. 1D gezeigten
Packung 1 ist zwischen dem ersten Seitenpanel S1 und dem daran angrenzenden Rückpanel
R eine dritte Mantelfaltlinie M3 vorgesehen. Ebenso ist zwischen dem zweiten Seitenpanel
S1 und dem daran angrenzenden Rückpanel R eine dritte Mantelfaltlinie M3 vorgesehen.
Die dritte Mantelfaltlinie M3 grenzt mit ihrem einen Ende an eine der beiden hinteren
Giebelecken GH1, GH2 und grenzt mit ihrem anderen Ende an eine der beiden hinteren
Bodenecken BH1, BH2 an. Auf den genauen Verlauf der dritten Mantelfaltlinie M3 wird
im Zusammenhang mit Fig. 2B näher eingegangen.
[0032] In der Seitenansicht (Fig. 1D) ist besonders deutlich erkennbar, dass das Frontpanel
F konvex geformt ist, also nach außen gewölbt ist. Die maximale konvexe Auswölbung
weist das Frontpanel F oberhalb der halben Höhe des Packungsgrundkörpers K auf. Ebenso
ist in Fig. 1D erkennbar, dass das Rückpanel R konkav geformt ist, also nach innen
gewölbt ist.
[0033] Fig. 2A zeigt einen ersten Bereich der Packung 1 aus Fig. 1A in vergrößerter Ansicht.
Die bereits im Zusammenhang mit Fig. 1A bis Fig. 1D beschriebenen Bereiche der Packung
1 sind in Fig. 2A mit entsprechenden Bezugszeichen versehen. Der erste - in Fig. 2A
dargestellte - Bereich der Packung betrifft den Bereich des Packungsgiebels G, insbesondere
den Bereich des vorderen Giebelwinkels GV2 (sowie des dortigen Giebeleckwinkels α
GV2) und den Bereich des hinteren Giebelwinkels GH1 (sowie des dortigen Giebeleckwinkels
α
GH1). Für die andere (in Fig. 2A nicht dargestellte) Hälfte des Packungsgiebels G gilt
aufgrund von Symmetrie Entsprechendes. Die vier Ecken des Packungsgiebels G sind nicht
rechtwinklig: Die beiden vorderen Giebelecken GV1, GV2 haben vordere Giebeleckwinkel
α
GV1, α
GV2, die etwas größer sind als 90° (α
GV1, α
GV2 > 90°) und die beiden hinteren Giebelecken GH1, GH2 haben hintere Giebeleckwinkel
α
GH1, α
GH2, die etwas kleiner sind als 90° (α
GH1, α
GH2 < 90°). Für die hinteren Giebeleckwinkel α
GH1, α
GH2 liegt die Abweichung von einem rechten Winkel darin begründet, dass die an die hinteren
Giebeleckwinkel α
GH1, α
GH2 angrenzenden oberen seitlichen Packungskanten nicht rechtwinklig zur oberen hinteren
Packungskante verlaufen, sondern um einen Winkel β
1 gegenüber einer Senkrechten SR1 geneigt sind (α
GH1 = α
GH2 = 90°- β
1). Für die vorderen Giebeleckwinkel α
GV1, α
GV2 hat die Abweichung von einem rechten Winkel zwei Gründe: Erstens verlaufen die an
die vorderen Giebeleckwinkel α
GV1, α
GV2 angrenzenden oberen seitlichen Packungskanten nicht rechtwinklig zur hinteren Packungskante,
sondern um einen Winkel β
2 gegenüber einer Senkrechten SR2 geneigt. Zweitens verläuft die ebenfalls an die vorderen
Giebeleckwinkel α
GV1, α
GV2 angrenzende Vorderkante V nicht gerade, sondern in Richtung des Frontpanels F gekrümmt,
wobei die Vorderkante V (bzw. eine Tangente, die die Vorderkante V im Bereich der
vorderen Giebelecken GV1, GV2 bzw. der dortigen Giebeleckwinkel α
GV1, α
GV2 berührt) um einen Winkel γ gegenüber einer Waagerechten WR (die parallel zur oberen
hinteren Packungskante verläuft) geneigt ist (α
GV1 = α
GV2 = 90° + β
2 + y). Der Winkel β
1 entspricht dem Winkel β
2; beide Winkel liegen vorzugsweise im Bereich zwischen 2° und 6°. Die beiden hinteren
Giebeleckwinkel α
GH1, α
GH2 können daher beispielsweise im Bereich von etwa 86° liegen. Der Winkel γ liegt vorzugsweise
im Bereich zwischen 15° und 25°. Die beiden vorderen Giebeleckwinkel α
GV1, α
GV2 können daher beispielsweise im Bereich von etwa 113° liegen. Aus der beschriebenen
Gestaltung - insbesondere aus der gekrümmten Vorderkante V - folgt, dass die Winkelsumme
des viereckigen Packungsgiebels G größer ist als 360° (α
GV1 + α
GV2 + α
GH1 + α
GH2 > 360°).
[0034] Fig. 2B zeigt einen zweiten Bereich der Packung 1 aus Fig. 1A in vergrößerter Ansicht.
Die bereits im Zusammenhang mit Fig. 1A bis Fig. 2A beschriebenen Bereiche der Packung
1 sind in Fig. 2B mit entsprechenden Bezugszeichen versehen. Der zweite - in Fig.
2B dargestellte - Bereich der Packung 1 betrifft den Bereich der dritten Mantelfaltlinie
M3, die das Rückpanel R von den beiden Seitenpanels S1, S2 trennt (in Fig. 2B ist
nur eine der beiden dritten Mantelfaltlinien M3 dargestellt; für die andere dritte
Mantelfaltlinie M3 gilt aufgrund von Symmetrie Entsprechendes). Die zwischen dem Rückpanel
R und den daran angrenzenden Seitenpanels S1, S2 angeordnete dritte Mantelfaltlinie
M3 weist vier Abschnitte I-IV auf: der erste Abschnitt I grenzt an den Packungsboden
B an und verläuft gerade. Der zweite Abschnitt II grenzt an den ersten Abschnitt I
an und verläuft gekrümmt (in Richtung des Rückpanels R). Infolge der Krümmung ergibt
sich ein maximaler Abstand d
II zwischen der dritten Mantelfaltlinie M3 und einer Senkrechten SR3, der im Bereich
zwischen 0,5 mm und 2,5 mm liegen kann. Der dritte Abschnitt III grenzt an den zweiten
Abschnitt II an und verläuft gekrümmt (in Richtung des ersten Seitenpanels S1). Infolge
der Krümmung ergibt sich ein maximaler Abstand d
III zwischen der dritten Mantelfaltlinie M3 und der Senkrechten SR3, der im Bereich zwischen
0,5 mm und 2,5 mm liegen kann. Der zweite Abschnitt II und der dritte Abschnitt III
weisen daher entgegengesetzte Krümmungen bzw. Krümmungsrichtungen auf. Der vierte
Abschnitt IV grenzt an den dritten Abschnitt III und an den Packungsgiebel G an und
verläuft gerade. Die dritte Mantelfaltlinie M3 verläuft daher abschnittsweise gerade
(in dem an den
[0035] Packungsboden B angrenzenden Abschnitt I sowie in dem an den Packungsgiebel G angrenzenden
Abschnitt IV) und abschnittsweise gekrümmt (in den beiden "mittleren" Abschnitten
II, III).
Bezugszeichenliste:
[0036]
- 1:
- Packung
- 2:
- Flossennaht
- 3:
- Ohr
- 4:
- Längsnaht
- αGV1, αGV2:
- vordere Giebeleckwinkel
- αGH1, αGH2:
- hintere Giebeleckwinkel
- β1, β2:
- Neigungswinkel
- γ:
- Neigungswinkel
- B:
- Packungsboden
- BV1, BV2:
- vordere Bodenecke
- BH1, BH2:
- hintere Bodenecke
- dII, dIII:
- Abstand
- E1, E2:
- Entlastungspanel
- F:
- Frontpanel
- G:
- Packungsgiebel
- GV1, GV2:
- vordere Giebelecke
- GH1, GH2:
- hintere Giebelecke
- K:
- Packungsgrundkörper
- M1:
- erste Mantelfaltlinie
- M2:
- zweite Mantelfaltlinie
- M3:
- dritte Mantelfaltlinie
- R:
- Rückpanel
- S1, S1:
- Seitenpanel
- SR1, SR2, SR3:
- Senkrechte
- V:
- Vorderkante (des Packungsgiebels G)
- WR:
- Waagerechte
- I, II, III, IV:
- Abschnitte (der dritten Mantelfaltlinie M3)
1. Packung (1) aus einem Verbundmaterial, umfassend:
- einen Packungsboden (B) mit zwei vorderen Bodenecken (BV1, BV2) und mit zwei hinteren
Bodenecken (BH1, BH2),
- einen Packungsgiebel (G) mit zwei vorderen Giebelecken (GV1, GV2) und mit zwei hinteren
Giebelecken (GH1, GH2), und
- einen Packungsgrundkörper (K) mit einem Frontpanel (F), einem ersten Seitenpanel
(S1), einem zweiten Seitenpanel (S2) und einem Rückpanel (R),
- wobei der Packungsboden (B) und der Packungsgiebel (G) auf gegenüberliegenden Seiten
des Packungsgrundkörpers (K) angeordnet sind,
- wobei das Verbundmaterial eine Polymeraußenschicht, eine Polymerinnenschicht und
eine faserhaltige Trägerschicht aufweist, die zwischen der Polymeraußenschicht und
der Polymerinnenschicht angeordnet ist, und
- wobei eine dritte Mantelfaltlinie (M3), die mehrere Abschnitte (II, III) aufweist,
die jeweils an ein Seitenpanel (S1, S2) und an das Rückpanel (R) angrenzen, von denen
wenigstens ein Abschnitt (II, III) gekrümmt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Abschnitt (I, IV) der dritten Mantelfaltlinie (M3) gerade ist und/oder
wenigstens zwei Abschnitte (II, III) der dritten Mantelfaltlinie (M3) entgegengesetzte
Krümmungsrichtungen aufweisen.
2. Packung (1) nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass
die dritte Mantelfaltlinie (M3) mit einem ihrer beiden Enden an einer der beiden hinteren
Giebelecken (GH1, GH2) endet und mit ihrem anderen Ende an einer der beiden hinteren
Bodenecken (BH1, BH2) endet.
3. Packung (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der an den Packungsboden (B) angrenzende Abschnitt (I) und der an den Packungsgiebel
(G) angrenzende Abschnitt (IV) der dritten Mantelfaltlinie (M3) gerade sind.
4. Packung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Packungsgrundkörper (K) wenigstens ein Entlastungspanel (E1, E2) aufweist, das
zwischen dem Frontpanel (F) und einem der beiden Seitenpanels (S1, S2) angeordnet
ist.
5. Packung (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
dass das Entlastungspanel (E1, E2) und das Frontpanel (F) an dieselbe Kante der Packung
(1) angrenzen, insbesondere an eine Kante des Packungsbodens (B).
6. Packung (1) nach Anspruch 4 oder Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
dass das Entlastungspanel (E1, E2) und eines der beiden Seitenpanels (S1, S2) an dieselbe
Kante der Packung (1) angrenzen, insbesondere an eine Kante des Packungsgiebels (G).
7. Packung (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen wenigstens einem Entlastungspanel (E1, E2) und dem daran angrenzenden Frontpanel
(F) eine erste Mantelfaltlinie (M1) vorgesehen ist, die vorzugsweise wenigstens abschnittsweise
gekrümmt ist.
8. Packung (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Mantelfaltlinie (M1) nur mit einem ihrer beiden Enden an einer der beiden
vorderen Giebelecken (GV1, GV2) oder an einer der beiden vorderen Bodenecken (BV1,
BV2) endet und mit ihrem anderen Ende nicht an einer Giebelecke (GV1, GV2, GH1, GH2)
oder an einer Bodenecke (BV1, BV2, BH1, BH2) endet.
9. Packung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen wenigstens einem Entlastungspanel (E1, E2) und dem daran angrenzenden Seitenpanel
(S1, S2) eine zweite Mantelfaltlinie (M2) vorgesehen ist, die vorzugsweise wenigstens
abschnittsweise gekrümmt ist.
10. Packung (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Mantelfaltlinie (M2) nur mit einem ihrer beiden Enden an einer der beiden
vorderen Giebelecken (GV1, GV2) oder an einer der beiden vorderen Bodenecken (BV1,
BV2) endet und mit ihrem anderen Ende nicht an einer Giebelecke (GV1, GV2, GH1, GH2)
oder an einer Bodenecke (BV1, BV2, BH1, BH2) endet.
11. Packung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Packung (1) im Bereich des Packungsgiebels (G) eine Flossennaht (2) aufweist,
die in Richtung des Frontpanels (F) umgelegt ist.
12. Packung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Packungsgiebel (G) etwa trapezförmig ist.
13. Packung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Packungsgiebel (G) ein Schräggiebel ist.
14. Packung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Packungsgiebel (G) eine an das Frontpanel (F) angrenzende Vorderkante (V) aufweist,
die gekrümmt ist.
15. Packung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Frontpanel (F) konvex geformt ist und/oder das Rückpanel (R) wenigstens teilweise
konkav geformt ist.
16. Packung (1) nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Frontpanel (F) oberhalb der halben Höhe des Packungsgrundkörpers (K) seine maximale
konvexe Auswölbung aufweist.
17. Packung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden vorderen Giebelecken (GV1, GV2) zwei große Giebeleckwinkel (αGV1, αGV2) aufweisen, die jeweils größer sind als 90°.
18. Packung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden hinteren Giebelecken (GH1, GH2) zwei kleine Giebeleckwinkel (αGH1, αGH2) aufweisen, die jeweils kleiner sind als 90°.
19. Packung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass
die vier Giebeleckwinkel (αGV1, αGV2, αGH1, αGH2) eine Winkelsumme aufweisen, die größer ist als 360°.
1. Package (1) made of composite material, comprising:
- a package base (B) with two front base corners (BV1, BV2) and with two rear base
corners (BH1, BH2),
- a package gable (G) with two front gable corners (GV1, GV2) and with two rear gable
corners (GH1, GH2), and
- a package base body (K) with a front panel (F), a first side panel (S1), a second
side panel (S2) and a rear panel (R),
- wherein the package base (B) and the package gable (G) are arranged on opposite
sides of the package base body (K),
- wherein the composite material has a polymer outer layer, a polymer inner layer
and a fibrous support layer, which is arranged between the polymer outer layer and
the polymer inner layer, and
- a third sleeve fold line (M3), which has a plurality of sections (II, III), which
each adjoin a side panel (S1, S2) and the rear panel (R), and of which at least one
section (II, III) is curved,
characterised in that
at least one section (I, IV) of the third sleeve fold line (M3) is straight and/or
at least two sections (II, III) of the third sleeve fold line (M3) have opposite curvature
directions.
2. Package (1) according to claim 1,
characterised in that
the third sleeve fold line (M3) ends with one of its two ends at one of the two rear
gable corners (GH1, GH2) and ends with its other end at one of the two rear base corners
(BH1, BH2).
3. Package (1) according to claim 1 or claim 2,
characterised in that
the section (I) of the third sleeve fold line (M3) adjoining the package base (B)
and the section (IV) of the third sleeve fold line (M3) adjoining the package gable
(G) are straight.
4. Package (1) according to one of the claims 1 to 3,
characterised in that
the package base body (K) has at least one stress-relief panel (E1, E2), which is
arranged between the front panel (F) and one of the two side panels (S1, S2).
5. Package (1) according to claim 4,
characterised in that
the stress-relief panel (E1, E2) and the front panel (F) adjoin the same edge of the
package (1), in particular an edge of the package base (B).
6. Package (1) according to claim 4 or claim 5,
characterised in that
the stress-relief panel (E1, E2) and one of the two side panels (S1, S2) adjoin the
same edge of the package (1), in particular an edge of the package gable (G).
7. Package (1) according to one of the claims 4 to 6,
characterised in that
a first sleeve fold line (M1), which is preferably curved at least in sections, is
provided between at least one stress-relief panel (E1, E2) and the adjoining front
panel (F).
8. Package (1) according to claim 7,
characterised in that
the first sleeve fold line (M1) ends only with one of its two ends at one of the two
front gable corners (GV1, GV2) or at one of the two front base corners (BV1, BV2)
and does not end with its other end at a gable corner (GV1, GV2, GH1, GH2) or at a
base corner (BV1, BV2, BH1, BH2).
9. Package (1) according to one of the claims 1 to 8,
characterised in that
a second sleeve fold line (M2), which is preferably curved at least in sections, is
provided between at least one stress-relief panel (E1, E2) and the adjoining side
panel (S1, S2).
10. Package (1) according to claim 9,
characterised in that
the second sleeve fold line (M2) ends only with one of its two ends at one of the
two front gable corners (GV1, GV2) or at one of the two front base corners (BV1, BV2)
and does not end with its other end at a gable corner (GV1, GV2, GH1, GH2) or at a
base corner (BV1, BV2, BH1, BH2).
11. Package (1) according to one of the claims 1 to 10,
characterised in that
the package (1) has a fin seam (2) in the region of the package gable (G), which is
turned over in the direction of the front panel (F).
12. Package (1) according to one of the claims 1 to 11,
characterised in that
the package gable (G) is approximately trapezoidal.
13. Package (1) according to one of the claims 1 to 12,
characterised in that
the package gable (G) is an oblique gable.
14. Package (1) according to one of the claims 1 to 13,
characterised in that
the package gable (G) has a front edge (V), which is curved and which adjoins the
front panel (F).
15. Package (1) according to one of the claims 1 to 14,
characterised in that
the front panel (F) is convex and/or the rear panel (R) is at least partially concave.
16. Package (1) according to claim 15,
characterised in that
the front panel (F) has its maximum convex bulge above half the height of the package
base body (K).
17. Package (1) according to one of the claims 1 to 16,
characterised in that
the two front gable corners (GV1, GV2) have two large gable corner angles (αGV1, αGV2), which are each greater than 90°.
18. Package (1) according to one of the claims 1 to 17,
characterised in that
the two rear gable corners (GH1, GH2) have two small gable corner angles (αGH1, αGH2), which are each smaller than 90°.
19. Package (1) according to one of the claims 1 to 18,
characterised in that
the four gable corner angles (αGV1, αGV2, αGH1, αGH2) have an angle sum, which is greater than 360°.
1. Carton (1) constitué d'un matériau composite, comprenant :
- une base de carton (B) dotée de deux coins de base avant (BV1, BV2) et de deux coins
de base arrière (BH1, BH2),
- une partie supérieure de carton (G) dotée de deux coins supérieurs avant (GV1, GV2)
et de deux coins supérieurs arrière (GH1, GH2), et
- un corps principal de carton (K) doté d'un panneau avant (F), d'un premier panneau
latéral (S1), d'un second panneau latéral (S2) et d'un panneau arrière (R),
- la base de carton (B) et la partie supérieure de carton (G) se trouvant à des extrémités
opposées du corps principal de carton (K),
- le matériau composite présentant une couche externe de polymère, une couche interne
de polymère et une couche de support qui contient des fibres et est disposée entre
la couche externe de polymère et la couche interne de polymère, et
- une troisième ligne de pliage de gaine (M3) présentant plusieurs sections (II, III)
adjacentes respectivement à un panneau latéral (S1, S2) et au panneau arrière (R)
dont au moins une section (II, III) est courbe,
caractérisé en ce qu'au moins une section (I, IV) de la troisième ligne de pliage de gaine (M3) est droite
et/ou au moins deux sections (II, III) de la troisième ligne de pliage de gaine (M3)
présentent des directions de courbure opposées.
2. Carton (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la troisième ligne de pliage de gaine (M3) se termine avec l'une de ses deux extrémités
au niveau de l'un des deux coins supérieurs arrière (GH1, GH2) et avec son autre extrémité
au niveau de l'un des deux coins de base arrière (BH1, BH2).
3. Carton (1) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la section (I) adjacente à la base du carton (B) et la section (IV) adjacente à la
partie supérieure de carton (G) de la troisième ligne de pliage de gaine (M3) sont
droites.
4. Carton (1) selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que le corps principal de carton (K) présente au moins un panneau de relâchement des
contraintes (E1, E2) agencé entre le panneau avant (F) et l'un des deux panneaux latéraux
(S1, S2).
5. Carton (1) selon la revendication 4,
caractérisé en ce que le panneau de relâchement des contraintes (E1, E2) et le panneau avant (F) sont adjacents
au même bord du carton (1), notamment à un bord de la base du carton (B).
6. Carton (1) selon la revendication 4 ou la revendication 5,
caractérisé en ce que le panneau de relâchement des contraintes (E1, E2) et l'un des deux panneaux latéraux
(S1, S2) sont adjacents au même bord du carton (1), notamment à une partie supérieure
de carton (G).
7. Carton (1) selon l'une des revendications 4 à 6,
caractérisé en ce que l'on prévoit une première ligne de pliage de gaine (M1) entre au moins un panneau
de relâchement des contraintes (E1, E2) et le panneau avant (F) adjacent à celui-ci
qui est de préférence courbe, au moins par sections.
8. Carton (1) selon la revendication 7, caractérisé en ce que la première ligne de pliage de gaine (M1) ne se termine qu'avec une de ses deux extrémités
au niveau de l'un des deux coins supérieurs avant (GV1, GV2) ou de l'un des deux coins
de base avant (BV1, BV2) et ne se termine pas, avec son autre extrémité, au niveau
d'un coin supérieur (GV1, GV2, GH1, GH2) ou d'un coin de base (BV1, BV2, BH1, BH2).
9. Carton (1) selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que l'on prévoit une deuxième ligne de pliage de gaine (M2) entre au moins un panneau
de relâchement des contraintes (E1, E2) et le panneau latéral (S1, S2) adjacent à
celui-ci, qui est de préférence courbe, au moins par sections.
10. Carton (1) selon la revendication 9,
caractérisé en ce que la deuxième ligne de pliage de gaine (M2) ne se termine qu'avec une de ses deux extrémités
au niveau de l'un des deux coins supérieurs avant (GV1, GV2) ou de l'un des deux coins
de base avant (BV1, BV2) et ne se termine pas, avec son autre extrémité, au niveau
d'un coin supérieur (GV1, GV2, GH1, GH2) ou d'un coin de base (BV1, BV2, BH1, BH2).
11. Carton (1) selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que le carton (1) présente au niveau de la partie supérieure de carton (G) une jonction
en éventail (2) qui est rabattue en direction du panneau avant (F).
12. Carton (1) selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que la partie supérieure de carton (G) est approximativement trapézoïdale.
13. Carton (1) selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que la partie supérieure de carton (G) est une partie supérieure oblique.
14. Carton (1) selon l'une des revendications 1 à 13,
caractérisé en ce que la partie supérieure de carton (G) comporte un bord avant (V) adjacent au panneau
avant (F) qui est courbe.
15. Carton (1) selon l'une des revendications 1 à 14,
caractérisé en ce que le panneau avant (F) est de forme convexe et/ou le panneau arrière (R) est au moins
partiellement de forme concave.
16. Carton (1) selon la revendication 15,
caractérisé en ce que le panneau avant (F) présente sa convexité maximale au-dessus de la moitié de la
hauteur du corps principal de carton (K).
17. Carton (1) selon l'une des revendications 1 à 16,
caractérisé en ce que les deux coins supérieurs avant (GV1, GV2) présentent deux grands angles de coins
supérieurs (αGV1, αGV2) qui sont chacun supérieur à 90°.
18. Carton (1) selon l'une des revendications 1 à 17,
caractérisé en ce que les deux coins supérieurs arrière (GH1, GH2) présentent deux petits angles de coins
supérieurs (αGH1, αGH2) qui sont chacun inférieurs à 90°.
19. Carton (1) selon l'une des revendications 1 à 18,
caractérisé en ce que les quatre angles des coins supérieurs (αGV1, αGV2, αGH1, αGH2) présentent une somme des angles supérieure à 360°.