(19)
(11) EP 4 067 245 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
19.02.2025  Patentblatt  2025/08

(21) Anmeldenummer: 21166127.7

(22) Anmeldetag:  31.03.2021
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65B 35/08(2006.01)
G07F 11/24(2006.01)
G07F 17/00(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B65B 35/08; G07F 17/0092; B65B 2220/14; G07F 11/24; G07F 11/44; G07F 11/005; G07F 11/004

(54)

VORRATS- UND ABGABESTATION FÜR EINEN BLISTERAUTOMATEN

STORAGE AND DISCHARGE STATION FOR A BLISTER MACHINE

STATION DE STOCKAGE ET DE DISTRIBUTION POUR UN DISTRIBUTEUR AUTOMATIQUE DE BLISTER


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
05.10.2022  Patentblatt  2022/40

(73) Patentinhaber: Becton Dickinson Rowa Germany GmbH
53539 Kelberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Schmidt-Ellinger, Hardy
    54568 Gerolstein-Bewing (DE)
  • Jünger, Thomas
    56767 Oberelz (DE)

(74) Vertreter: Zenz Patentanwälte Partnerschaft mbB 
Gutenbergstraße 39
45128 Essen
45128 Essen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 962 956
EP-A2- 2 644 512
EP-A1- 3 406 237
JP-A- H0 710 105
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrats- und Abgabestation für einen Blisterautomaten für vereinzelbare Kleinstückgüter, insbesondere Arzneimittel- und Nahrungsergänzungsmittelportionen, sowie ein Verfahren zum Aufsetzen eines Vorratsbehälters einer Vorrats- und Abgabestation des Blisterautomaten auf eine Abgabestation.

    [0002] Moderne Blisterautomaten, wie sie beispielsweise in der WO 2013/034504 A1 offenbart sind, umfassen, je nach Ausbaustufe des Blisterautomaten, mehrere hundert Vorrats- und Abgabestationen. In diesen ist jeweils eine Mehrzahl von vereinzelbaren Kleinstückgütern gelagert, und auf Anforderung können einzelne Kleinstückgüter abgegeben werden. Bei den Kleinstückgütern handelt es sich regelmäßig um Arzneimittel- und Nahrungsergänzungsmittelportionen.

    [0003] Mit Blisterautomaten können beispielsweise in den Vorrats- und Abgabestationen gelagerte Arzneimittelportionen patientenindividuell gemäß den ärztlich verordneten Einnahmezeitpunkten zusammengestellt und verblistert werden. Zum Zusammenstellen mehrerer Arzneimittelportionen werden entsprechende Vorrats- und Abgabestationen zur Abgabe einer oder mehrerer Arzneimittelportionen mittels einer Steuereinrichtung des Blisterautomaten angesteuert. Zur Abgabe einer Arzneimittelportion wird mit einer Vereinzelungseinrichtung der Vorrats- und Abgabestation eine in einem Vorratsbehälter gelagerte Arzneimittelportion separiert und über eine Abgabeöffnung einer Führungseinrichtung des Blisterautomaten übergeben. Mittels der Führungseinrichtung wird die abgegebene Arzneimittelportion, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer Sammeleinrichtung, einer Verpackungseinrichtung zugeführt, welche einzelne oder mehrere Arzneimittelportionen verblistert.

    [0004] Zur Vereinzelung der Arzneimittelportionen, die in einem Vorratsbehälter einer Vorrats- und Abgabestation gelagert sind, umfasst die Vereinzelungseinrichtung eine Mehrzahl von Kanälen, die üblicherweise am Außenumfang eines Grundkörpers der Vereinzelungseinrichtung angeordnet sind. Die Kanäle sind an die jeweils zu vereinzelnden Arzneimittelportionen hinsichtlich ihrer Abmessungen derart angepasst, dass in einem Kanal die Arzneimittelportionen lediglich übereinander, nicht aber nebeneinander angeordnet sein können. Die Kanäle können beispielsweise derart bemessen sein, dass in einem Kanal lediglich eine Arzneimittelportion aufgenommen werden kann.

    [0005] Zur Abgabe einer Arzneimittelportion aus einem Kanal wird ein Kanal über die Abgabeöffnung in der Bodenfläche des Gehäuses des Vorratsbehälters bewegt, und die in dem Kanal (an unterster Stelle) angeordnete Arzneimittelportion rutscht beziehungsweise fällt schwerkraftbedingt in die Abgabeöffnung. Um zu vermeiden, dass weitere in dem oder über dem Kanal lagernde Arzneimittelportionen ebenfalls abgegeben werden, also eine unbekannte Anzahl von Arzneimittelportionen abgegeben wird, ist in dem Bereich über der Abgabeöffnung ein Rückhalteabschnitt eines Rückhaltemittels bzw. Separators zumindest in oder über dem Kanal geführt beziehungsweise angeordnet, der an der Abgabeöffnung ausgerichtet ist. Der Rückhalteabschnitt ist in Bezug auf die Höhe des Kanals derart in diesem oder über diesem angeordnet, dass unter dem Rückhalteabschnitt lediglich eine Arzneimittelportion angeordnet sein kann. Sofern der Rückhalteabschnitt in den Kanal geführt ist, um die unterste Arzneimittelportion von darüber angeordneten zu trennen, weisen einzelne Kanäle separierende Vorsprünge einen Schlitz auf, welcher den Rückhalteabschnitt aufnimmt. Sofern der Rückhalteabschnitt über den Kanälen angeordnet beziehungsweise geführt ist, ist dieser regelmäßig nur geringfügig über den oberen Enden der Vorsprünge geführt, so dass vermieden wird, dass bei Abgabe der Arzneimittelportion weitere Arzneimittelportionen in den Kanal gelangen.

    [0006] Üblicherweise umfasst eine Vorrats- und Abgabestation eine Abgabestation, die üblicherweise lösbar mit dem Blisterautomaten verbunden ist. Die Vorrats- und Abgabestation umfasst ferner einen Vorratsbehälter, der zum einfachen Nachfüllen und/oder Austauschen lösbar auf der Abgabestation angeordnet ist. Beim Nachfüllen rutschen die Kleinstückgüter regelmäßig in die vorgenannten Kanäle der Vereinzelungseinrichtung. Da der Kanal der Vereinzelungseinrichtung, der an der Abgabeöffnung ausgerichtet ist, mit dem Rückhalteabschnitt gesperrt ist, kann bei dem eigentlichen Nachfüllen kein Kleinstückgut aus dem Vorratsbehälter herausfallen. Eine Rotation der Vereinzelungseinrichtung ist üblicherweise durch eine Halteeinrichtung, die im nicht aufgesetzten Zustand wirksam ist, verhindert.

    [0007] Bei bekannten Vorrats- und Abgabestation gibt es aber das Problem, dass beim Aufsetzen des Vorratsbehälters gelegentlich ein Kleinstückgut unbeabsichtigt abgegeben wird. Beim Aufsetzen richtet sich die Vereinzelungseinrichtung über eine Kupplungseinrichtung an der Nabe eines in der Abgabestation angeordneten Antriebs aus. Durch die dabei bewirkte Rotation kann es in Abhängigkeit von der Beschaffenheit und Anordnung der Kanäle vorkommen, dass ein befüllter Kanal (der nicht durch den Rückhalteabschnitt gesperrt war) über die Abgabeöffnung gedreht und dann ein Kleinstückgut abgegeben wird. Zwar tritt dieses Problem nicht bei jedem Aufsetzen auf, da das Kleinstückgut aber bei Abgabe in den Blisterautomaten gelangt, sind auch lediglich gelegentliche ungewollte Abgaben sehr störend.

    [0008] Aus der EP 2 644 512 A2 ist ebenfalls eine Vorrats- und Abgabestation bekannt. Diese umfasst zusätzlich eine Bremse, die die Vereinzelungseinrichtung im nicht-aufgesetzten Zustand des Vorratsbehälters fixiert.

    [0009] Aus der EP 3 406 237 A1 ist eine Vorrats- und Abgabestation bekannt, bei welcher das Problem, dass beim Aufsetzen des Vorratsbehälters gelegentlich ein Kleinstückgut unbeabsichtigt abgegeben wird, gelöst ist. Dazu umfasst die Vorrats- und Abgabestation ein konstruktiv sehr aufwendiges und damit fehleranfälliges Haltesystem für die Vereinzelungseinrichtung in der Vorrats- und Abgabestation.

    [0010] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrats- und Abgabestation bereitzustellen, bei der ungewollte Kleinstückgutabgaben bei Aufsetzen eines Vorratsbehälters auf eine Abgabestation durch eine konstruktiv einfache Maßnahme ausgeschlossen sind. Es ist ferner Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Aufsetzen eines Vorratsbehälters auf eine Abgabestation bereitzustellen, bei dem dies ausgeschlossen ist.

    [0011] Die Aufgabe wird zum einen gelöst durch eine Vorrats- und Abgabestation für einen Blisterautomaten nach Anspruch 1. Die erfindungsgemäße Vorrats- und Abgabestation umfasst einen Vorratsbehälter mit einem einen Aufnahmeraum umschließenden Gehäuse mit einem innen kreiszylinderförmigen Abschnitt und einer Bodenfläche mit einer zentralen Kupplungsöffnung und mit einer in dem innen kreiszylinderförmigen Abschnitt des Gehäuses angeordneten Vereinzelungseinrichtung mit einer Mehrzahl von sich vertikal durch die Vereinzelungseinrichtung erstreckenden Kanälen und mit einer sich in die zentrale Kupplungsöffnung erstreckenden Kupplungseinrichtung mit einem unteren Kupplungsabschnitt. Der Vorratsbehälter umfasst ferner eine Halteeinrichtung mit einem Haltemittel und einem Betätigungsmittel, wobei die Halteeinrichtung in einer Sperrstellung eine Rotation der Vereinzelungseinrichtung verhindert und in einer Freigabestellung eine Rotation der Vereinzelungseinrichtung zulässt und zwischen diesen Stellungen bewegbar ist.

    [0012] Die erfindungsgemäße Vorrats- und Abgabestation umfasst ferner eine Abgabestation, auf welcher der Vorratsbehälter lösbar angeordnet ist. mit einem Drehantrieb mit einer Welle und einer auf der Welle aufsitzenden Nabe zur kraftübertragenden Wechselwirkung mit dem unteren Kupplungsabschnitt. Die Abgabestation umfasst ferner ein Öffnungsmittel zur Wechselwirkung mit dem Betätigungsmittel der Halteeinrichtung.

    [0013] Ferner ist es vorgesehen, dass der untere Kupplungsabschnitt, die Nabe, das Betätigungsmittel und das Öffnungsmittel derart aufeinander abgestellt sind, dass bei einem Anordnen des Vorratsbehälters auf der Abgabestation vor einer wirksamen Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel und Öffnungsmittel, die eine Bewegung der Halteeinrichtung in die Freigabestellung bewirkt, eine wirksame Wechselwirkung zwischen unterem Kupplungsabschnitt und Nabe auftritt. Da erst in der Freigabestellung eine Rotation der Kupplungseinrichtung (und damit der Vereinzelungseinrichtung) möglich ist, ist es erfindungsgemäß notwendig, dass die Nabe im unbestromten Zustand drehbar ist, so dass bei Einsetzen der Wechselwirkung zwischen Nabe und unterem Kupplungsabschnitt sich die Nabe (und nicht die Vereinzelungseinrichtung) in die Kupplungsposition drehen kann. Es wird also genau das verhindert, was zu der unbeabsichtigten Abgabe führte, nämlich die Möglichkeit des Ausrichtens (über eine Rotation) der Kupplungseinrichtung (und damit der Vereinzelungseinrichtung) an der Nabe. Bei dem Ausrichten der Kupplungseinrichtung mit bzw. an der Nabe muss (und kann) nur die Nabe sich drehen. Bei Vorrats- und Abgabestationen aus dem Stand der Technik war dies anders - das Ausrichten bedingt die ungewollte Rotation der Vereinzelungseinrichtung und damit ggf. die Abgabe eines Kleinstückgutes.

    [0014] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass das Öffnungsmittel als Ausnehmung in der Abgabestation und das Betätigungsmittel als korrespondierende vertikale Nase ausgebildet ist, dass die Wechselwirkung zwischen Nabe und unterem Kupplungsabschnitt eine wirksame Kupplungs-Eingriffstiefe und die Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel und Öffnungsmittel eine wirksame Halte-Eingriffstiefe (HET) definiert und dass die Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) größer als die Halte-Eingriffstiefe (HET) ist. Indem man die Eingriffstiefen erfindungsgemäß gestaltet, stellt man sicher, dass immer erst die Kupplungs-Wechselwirkung greift, bevor die Halte-Wechselwirkung (und damit das Anfahren der Freigabestellung der Halteeinrichtung) initiiert wird. Ferner erreicht man dies über besonders einfache, rein mechanische Bauteile.

    [0015] Bei einer bevorzugten baulich einfachen Ausführungsform weisen die Nabe und das Öffnungsmittel eine bezogen auf die Vertikalachse der Abgabestation identische Wirkhöhe auf, und der untere Kupplungsabschnitt weist, bezogen auf die Vertikalachse des Vorratsbehälters, eine Wirktiefe unterhalb einer Wirktiefe des Betätigungsmittels auf. Mit dem Begriff der "Wirkhöhe" ist die "Höhe" bzw. Position innerhalb der Abgabestation gemeint, ab welcher eine Wechselwirkung mit dem korrespondierenden Bauteil (z. B. Nabe <-> unterer Kupplungsabschnitt) stattfindet. Entsprechend beschreibt die "Wirktiefe" die "Tiefe" bzw. Position innerhalb des Vorratsbehälters, ab welcher eine Wechselwirkung mit dem korrespondierenden Bauteil stattfinden kann.

    [0016] Bei einer alternativen Ausführungsform, die ebenfalls baulich sehr einfach gehalten ist, weisen der untere Kupplungsabschnitt und das Betätigungsmittel bezogen auf die Vertikalachse des Vorratsbehälters, eine identische Wirktiefe auf. Die Nabe weist, bezogen auf die Vertikalachse der Abgabestation, eine Wirkhöhe oberhalb der Wirkhöhe des Öffnungsmittels auf.

    [0017] Die Aufgabe wird ferner gelöst durch ein Verfahren zum Aufsetzen eines Vorratsbehälters einer Vorrats- und Abgabestation eines Blisterautomaten auf eine Abgabestation nach Anspruch 4. Erfindungsgemäß wird eine Abgabestation mit einer Nabe eines Drehantriebs und mit einem Öffnungsmittel bereitgestellt, wobei das Öffnungsmittel als Ausnehmung in der Abgabestation ausgebildet ist. Ferner wird ein Vorratsbehälter mit einem einen Aufnahmeraum umschließenden Gehäuse mit einem innen kreiszylinderförmigen Abschnitt und einer Bodenfläche mit einer zentralen Kupplungsöffnung, einer in dem innen kreiszylinderförmigen Abschnitt des Gehäuses angeordneten Vereinzelungseinrichtung mit einer Mehrzahl von sich vertikal durch die Vereinzelungseinrichtung erstreckenden Kanälen und mit einer sich in die zentrale Kupplungsöffnung erstreckenden Kupplungseinrichtung mit einem unteren Kupplungsabschnitt sowie einer Halteeinrichtung mit einem Haltemittel und einem Betätigungsmittel, wobei die Halteeinrichtung über das Haltemittel eine Rotation der Vereinzelungseinrichtung verhindert und wobei das Betätigungsmittel als zur Ausnehmung in der Abgabestation korrespondierende vertikale Nase ausgebildet ist, bereitgestellt. Dann wird der Vorratsbehälter auf der Abgabestation angeordnet, wobei zunächst eine wirksame Wechselwirkung zwischen dem unteren Kupplungsabschnitt und der Nabe initiiert wird, wobei beim Einsetzen der Wechselwirkung die Nabe sich durch eine Rotation an den Kupplungsabschnitt anpasst bzw. anpassen kann und ein Form- und/oder Kraftschluss zwischen Nabe und Kupplungsabschnitt hergestellt wird, und anschließend eine wirksame Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel und Öffnungsmittel initiiert wird, wobei bei Einsetzen der Wechselwirkung das Haltemittel gelöst wird, so dass die Rotation der Vereinzelungseinrichtung ermöglicht wird.

    [0018] Erfindungsgemäß wird die Wechselwirkung zwischen der Nabe und dem unterem Kupplungsabschnitt initiiert, indem eine wirksame Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) durch kraft- und/oder formschlüssiges Verbinden der Nabe und des unteren Kupplungsabschnitts erzeugt wird, und die Wechselwirkung zwischen dem Betätigungsmittel und dem Öffnungsmittel initiiert wird, indem das Betätigungsmittel in das Öffnungsmittel geführt und dabei das Haltemittel gelöst wird und so eine wirksame Halte-Eingriffstiefe (HET) erzeugt wird, wobei die Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) größer als die Halte-Eingriffstiefe (HET) ist.

    [0019] Im Nachfolgenden werden die erfindungsgemäße Vorrats- und Abgabestation sowie das erfindungsgemäße Verfahren unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beschrieben, in welcher

    Figur 1 eine Schrägansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrats- und Abgabestation zeigt,

    Figuren 2a und 2b Detailansichten der ersten Ausführungsform zeigen, wobei Teile des Vorratsbehälters fortgelassen sind,

    Figuren 3a - 3d verschiedene Ansichten eines Vorratsbehälters der ersten Ausführungsform der Vorrats- und Abgabestation zeigen,

    Figuren 4a und 4b Schrägansichten der Kombination Kupplungseinrichtung/Halteeinrichtung zeigen,

    Figur 5 eine Draufsicht auf die Kombination Kupplungseinrichtung/Halteeinrichtung zeigt,

    Figur 6 einen horizontalen Schnitt durch die Kombination Kupplungseinrichtung/Halteeinrichtung zeigt,

    Figur 7 eine Schnittansicht durch die erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrats- und Abgabestation zeigt, wobei Teile des Vorratsbehälters fortgelassen sind,

    Figuren 8a und 8b Detailansichten des Schnittes aus Figur 7 zeigen, wobei die Kombination Kupplungseinrichtung/Halteeinrichtung vertikal nach oben verschoben ist,

    Figuren 9a und 9b Schnittansichten durch eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrats- und Abgabestation zeigen, bei denen wiederum Teile des Vorratsbehälters fortgelassen sind und wobei bei Figur 9b die Kombination Kupplungseinrichtung/Halteeinrichtung vertikal nach oben verschoben ist,

    Figur 10 eine Schnittansicht durch eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrats- und Abgabestation zeigt, und

    Figuren 11a und 11b Detailansichten des Schnittes zeigen, wobei die Kombination Kupplungseinrichtung/Halteeinrichtung auch bei diesen Figuren vertikal verschoben dargestellt ist.



    [0020] Figur 1 zeigt eine Schrägansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrats- und Abgabestation mit einem Vorratsbehälter 1 und einer Abgabestation 100. Bei der gezeigten Ausführungsform ist die Abgabestation 100 Teil eines Verbundes von fünf Abgabestationen 100, wobei zur Vereinfachung der Anbringung der Abgabestationen an einem Blisterautomaten regelmäßig ein solcher Verbund im Ganzen an dem Blisterautomaten befestigt wird. Bei alternativen Ausführungsformen können die Abgabestationen getrennt voneinander oder in Verbünden mit unterschiedlich vielen Abgabestationen zusammengefasst sein. Die bei der nachfolgenden Beschreibung der Abgabestation erwähnten Bauteile sind jeweils bei jeder Abgabestation 100 vorhanden, unabhängig davon, ob diese verbundartig, wie in Figur 1 gezeigt, oder separat ausgeführt ist.

    [0021] Jede Abgabestation 100 umfasst einen unteren Abschnitt 130 sowie einen oberen Abschnitt 120. Der obere Abschnitt 120 umfasst einen Vorsprung 121, auf welchen ein Vorratsbehälter aufsetzbar ist. Dazu ist ein unterer Gehäuseabschnitt des Vorratsbehälters 1 an die Geometrie des Vorsprunges 121 angepasst. Der Vorsprung 121 umfasst eine Öffnung 123, die bei aufgesetztem Vorratsbehälter 1 an eine Abgabeöffnung in einer Bodenfläche eines Gehäuses eines Vorratsbehälters, wie er unter Bezugnahme auf nachfolgende Figuren beschrieben wird, ausgerichtet ist. Bei einer Vereinzelung fällt ein Kleinstückgut aus einem Kanal über die vorgenannte Abgabeöffnung in die Öffnung 123 des Vorsprunges 121. Der obere Abschnitt 120 der Abgabestation 100 umfasst ferner einen vertikalen Abschnitt 122, über welchen die Abgabestation an dem Blisterautomaten befestigbar ist.

    [0022] Jede Abgabestation umfasst ferner eine Öffnungsmittel 125, das bei der in Figur 1 dargestellten ersten Ausführungsform als eine Vertiefung in dem Vorsprung 121 ausgebildet ist. Unter Bezugnahme auf nachfolgende Figuren wird die genaue Ausbildung des Öffnungsmittels 125 detaillierter beschrieben. Der Vorsprung 121 umfasst eine weitere Öffnung, durch die sich eine Nabe 152 eines Antriebes erstreckt und die mit dem Vorratsbehälter zusammenwirkt, wie dies unter Bezugnahme auf nachfolgende Figuren beschrieben ist.

    [0023] Der auf der Abgabestation 100 aufgesetzte Vorratsbehälter 1 umfasst bei der gezeigten Ausführungsform ein Gehäuse 10, welches einen innen kreiszylinderförmigen Abschnitt 11 umfasst. Der obere Gehäuseteil ist mit einem Deckel 13 versehen, der zum Zweck des Nachfüllens von Kleinstückgütern entfernt werden kann. Im unteren Abschnitt umfasst der Vorratsbehälter eine Grundplatte 12, die an die Geometrie der Abgabestation sowie des Vorsprunges 121 angepasst ist. Ferner umfasst der Vorratsbehälter zum einfachen Handling einen Griff 14, mit welchem der Vorratsbehälter von der Abgabestation genommen und wieder aufgesetzt werden kann.

    [0024] Bei der in Figur 2a gezeigten Detailansicht ist unter anderem das Gehäuse 10 samt innen kreiszylinderförmigem Abschnitt 11 fortgelassen, und man kann erkennen, dass in dem innen kreiszylinderförmigen Abschnitt eine Vereinzelungseinrichtung 30 angeordnet ist, bei deren Außenumfang eine Vielzahl von Kanälen 32 vorhanden ist, wobei diese Kanäle jeweils durch Stege 33 getrennt sind. Die Vereinzelungseinrichtung 30 weist eine konische Oberfläche auf, die bei der gezeigten Ausführungsform drei Vorsprünge aufweist. Sowohl die konische Ausgestaltung der Oberfläche als auch die vorgenannten Vorsprünge dienen dazu, überliegende Kleinstückgüter bei Rotation der Vereinzelungseinrichtung zu den Kanälen 32 zu führen.

    [0025] Bei der in Figur 2b gezeigten Detailansicht ist auch die Vereinzelungseinrichtung 30 fortgelassen, und man erkennt eine ansonsten mit der Vereinzelungseinrichtung drehfest verbundene Kupplungseinrichtung 40 sowie eine Halteeinrichtung 50, die beide unter Bezugnahme auf nachfolgende Figuren genauer beschrieben werden. Bereits bei Figur 2b ist zu erkennen, dass sich ein vertikaler Abschnitt der Halteeinrichtung 50 in das Öffnungsmittel 125 erstreckt.

    [0026] Figuren 3a - 3d zeigen verschiedene Ansichten des Vorratsbehälters 1 der ersten Ausführungsform der Vorrats- und Abgabestation, wobei der aufgesetzte Zustand des Vorratsbehälters gezeigt ist und die Abgabestation aus Gründen der Übersichtlichkeit fortgelassen ist. Wie dies in Figur 3b zu erkennen ist, umschließt das Gehäuse 10 (und auch ein Abschnitt des innen kreiszylinderförmigen Abschnittes 11), einen Aufnahmeraum 2 für zu vereinzelnde Kleinstückgüter. In Figur 3b ist ferner ein Rückhaltemittel 60 zu erkennen, das über einen Befestigungsabschnitt 61 an einem vertikalen Wandungsabschnitt des Gehäuses befestigt ist. Das Rückhaltemittel 60 umfasst ferner einen in Figur 3b lediglich angedeuteten Rückhalteabschnitt 62, der durch einen Schlitz in dem innen kreiszylinderförmigen Abschnitt 11 in diesen eingeführt ist und ein Nachrutschen von Kleinstückgütern in einen Kanal vermeiden soll, der oberhalb einer Abgabeöffnung 22 in einer Bodenfläche 20 des Gehäuses (siehe dazu Figur 3c) an der Abgabeöffnung ausgerichtet ist. Wie es in Figur 3c zu erkennen ist, umfasst die Bodenfläche 20 eine Kupplungsöffnung 21, durch die sich, wie dies in Figur 3d zu erkennen ist, ein unterer Kupplungsabschnitt 42 der Kupplungseinrichtung 40 erstreckt. In Figur 3d ist ebenfalls zu erkennen, dass die Halteeinrichtung 50 mit einem Abschnitt, der nachfolgend näher beschrieben ist, nahe des Umfangs des unteren Kupplungsabschnittes angeordnet ist. Bei Figur 3d ist die Halteeinrichtung in Bezug auf die Kupplungseinrichtung 40 (und damit die Vereinzelungseinrichtung 30) in dem gelösten Zustand dargestellt, das heißt, die Halteeinrichtung blockiert nicht die Rotation der Kupplungs- und damit der Vereinzelungseinrichtung.

    [0027] Figuren 4a und 4b zeigen Schrägansichten einer Kombination Kupplungseinrichtung 40/Halteeinrichtung 50, wobei wieder der aufgesetzte Zustand gezeigt ist. Wie dies insbesondere in Figur 4b zu erkennen ist, umfasst die Kupplungseinrichtung 40 einen oberen Abschnitt 41, über welchen die Kupplungseinrichtung (lösbar) mit der Vereinzelungseinrichtung verbindbar ist (und im Betrieb verbunden ist). Den unteren Abschnitt der Kupplungseinrichtung 40 bildet ein unterer Kupplungsabschnitt 42, mit einer Öffnung, die sich bei der gezeigten Ausführungsform durch die gesamte Kupplungseinrichtung erstreckt, wie dies in Figur 5 zu erkennen ist. Der untere Kupplungsabschnitt 42 umfasst Stege 43, über welche ein Kraft- und/oder Formschluss mit einer unter Bezugnahme auf nachfolgende Figuren näher beschriebenen Nabe eines Antriebes in einer Abgabestation herstellbar ist. Die Kupplungseinrichtung 40 umfasst bei der gezeigten Ausführungsform ferner eine umlaufende Nut 44, wobei bei der gezeigten Nut ihre Bodenfläche nicht kreisförmig, sondern in Form eines Vielecks ausgebildet ist. In diese Nut kann ein Haltemittel 54 der Halteeinrichtung eingreifen. Bei der gezeigten Ausführungsform umfasst das Haltemittel, wie es in Figuren 4b und 5 angedeutet ist, eine gezahnte, leicht gekrümmte Oberfläche, wodurch mit der Bodenfläche der Nut 44 ein Form- und Kraftschluss herstellbar ist. In dem in den Figuren 4a, 4b, 5 und 6 gezeigten Zustand findet ein solcher Eingriff nicht statt, die Halteeinrichtung sperrt die Rotation der Kupplungseinrichtung und damit der Vereinzelungseinrichtung nicht.

    [0028] Die Halteeinrichtung 50 umfasst neben dem Haltemittel 54 einen abschnittsweise gekrümmt ausgebildeten Steg 52, der bei einem Ende in einem vertikalen Betätigungsmittel 51 endet, welches, wie dies unter Bezugnahme auf nachfolgende Figuren näher beschrieben ist, zum Lösen beziehungsweise Arretieren der Halteeinrichtung mit einem Öffnungsmittel der Abgabestation wechselwirken kann. Gegenüber dem Betätigungsmittel 51 weist die Halteeinrichtung ein Befestigungsmittel 53 auf. Dieses Befestigungsmittel ist bei der gezeigten Ausführungsform, wie dies bei Figur 3d angedeutet ist, von unten in der Öffnung 123 des Vorsprungs 121 der Abgabestation befestigbar.

    [0029] Bei einer Ansicht der Figuren 4a, 4b, 5 und 6 wird bereits deutlich, wie die Halteeinrichtung eine Rotation der Kupplungseinrichtung und damit der Vereinzelungseinrichtung sperren kann. Bei der gezeigten Ausführungsform ist der Steg elastisch ausgebildet und hin zur Sperrstellung vorgespannt. Wenn die Halteeinrichtung nicht mehr über das Betätigungsmittel 51 in die Freigabestellung gedrängt wird, drückt der elastische Steg 52 das Haltemittel 54 in die Nut 44 des Kopplungsmittels, so dass ein Kraft- und/oder Formschluss zwischen dem Haltemittel 54 und der Bodenfläche der Nut 44 stattfindet, so dass eine Rotation des Kopplungsmittels verhindert ist. Eine solche Sperrstellung liegt immer dann vor, wenn das Betätigungsmittel "frei ist", das heißt immer dann, wenn der Vorratsbehälter vollständig von der Abgabestation entfernt ist.

    [0030] Figur 7 zeigt eine Schnittansicht durch die erste Ausführungsform der Vorrats- und Abgabestation, wobei eine Vielzahl der Teile des Vorratsbehälters, beispielsweise Gehäuse und Bodenfläche, fortgelassen sind. Erfindungsgemäß wird bei der Vorrats- und Abgabestation das Problem der unbeabsichtigten Abgabe eines Kleinstückgutes, bewirkt durch die Rotation der Vereinzelungseinrichtung bei Aufsetzen des Vorratsbehälters, dadurch gelöst, dass der untere Kupplungsabschnitt 42 der Kupplungseinrichtung 40, die Nabe 152, das Betätigungsmittel 51 der Halteeinrichtung und das Öffnungsmittel 125 speziell aufeinander abgestellt sind, und zwar so, dass bei dem Aufsetzen des Vorratsbehälters zuerst eine wirksame Wechselwirkung zwischen unterem Kupplungsabschnitt und Nabe auftritt, wodurch aufgrund der im unbestromten Zustand drehbaren Nabe die Welle des Antriebs beim Ausrichten des Kupplungsabschnitts an der Kupplungseinrichtung ausgerichtet wird. Eine Rotation der Vereinzelungseinrichtung kann erfindungsgemäß nicht stattfinden, da bei Auftreten der vorgenannten Wechselwirkung noch keine Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel und Öffnungsmittel stattfindet, wobei diese Wechselwirkung für das Lösen beziehungsweise Wegbewegen des Haltemittels notwendig ist. Erfindungsgemäß wird die Rotation der Vereinzelungseinrichtung (über die Kupplungseinrichtung) erst dann freigegeben, wenn die Kupplungseinrichtung bereits mit der Nabe wechselwirkt und im Zuge dieser Wechselwirkung die Nabe (und nicht die Vereinzelungseinrichtung) gedreht wurde. Um dies zu erreichen, sind eine Vielzahl von speziellen Ausführungsformen der vorgenannten Bauelemente möglich. Beispielsweise ist es denkbar, dass die Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel und Öffnungsmittel durch eine Lichtschranke oder einen elektrischen Kontakt ausgelöst wird. Diese Ausführungen sind jedoch baulich relativ aufwendig und fehleranfällig.

    [0031] Bei den bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrats- und Abgabestation geht man daher einen anderen Weg, und zwar einen rein mechanischen. Das Betätigungsmittel der Halteeinrichtung ist als eine Art Nase ausgebildet, und das Gegenstück, das Öffnungsmittel 125, als eine Vertiefung im Vorsprung 121, wobei bei den bevorzugten Ausführungsformen diese Vertiefung eine spezielle Geometrie aufweist.

    [0032] Die in den nachfolgenden Figuren genauer beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrats- und Abgabestation haben gemein, dass die Wechselwirkung zwischen Nabe 152 und unterem Kupplungsabschnitt 42 der Kupplungseinrichtung 40 eine wirksame Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) und die Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel 51 der Halteeinrichtung 50 und Öffnungsmittel 125 eine wirksame Halte-Eingriffstiefe (HET) definieren, wobei die Kupplungs-Eingriffstiefe größer als die Halte-Eingriffstiefe ist. Dies hat stets zur Folge, dass das vorgenannte Prinzip bei dem Aufsetzen des Vorratsbehälters auf die Abgabestation erfüllt ist, nämlich dass die wirksame Wechselwirkung zwischen unterem Kupplungsabschnitt und Nabe erst auftritt, bevor die Wechselwirkung zwischen dem Betätigungsmittel und dem Öffnungsmittel ein Lösen der Bremse, sprich ein Wegbewegen des Haltemittels von der Kupplungseinrichtung weg, bewirkt.

    [0033] In Figur 7 ist ein Schnitt durch die erste Ausführungsform gezeigt. Bei diesem Schnitt ist der Vorratsbehälter betriebsfertig auf der Abgabestation angeordnet. Die wirksame Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) ist definiert durch den unteren Rand (die Wirktiefe) des unteren Kupplungsabschnittes und den oberen Rand (Wirkhöhe) der Nabe 152. Diese wirksame Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) ist in Figur 7 durch gestrichelte Linien links dargestellt. Wie dies erfindungsgemäß vorgesehen ist, ist die wirksame Halte-Eingriffstiefe (HET), die durch gestrichelte Linien rechts dargestellt ist, kleiner als die wirksame Kupplungs-Eingriffstiefe. Definiert ist diese wirksame Halte-Eingriffstiefe durch den unteren Rand (Wirktiefe) des Betätigungsmittels 51 und den oberen wirkenden Rand (Wirkhöhe) des Öffnungsmittels 125. Wie bereits dargelegt, wird das Lösen der Halteeinrichtung bei den hier beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen rein mechanisch bewirkt. Dazu ist es notwendig, dass das Betätigungsmittel durch das Öffnungsmittel bewegt wird, und zwar derart, dass das Haltemittel eine Rotation der Kupplungseinrichtung nicht länger verhindert, d. h. das Haltemittel muss von der Drehachse der Kupplungseinrichtung fortbewegt werden. In Bezug auf die in den vorgenannten Figuren genauer dargestellte Ausführung der Halteeinrichtung kann man davon sprechen, dass diese "aufgebogen" werden muss. Um dies zu bewirken, hat das Öffnungsmittel 125 einen, wie man in Figur 8b erkennen kann, schrägen Abschnitt (Wirkabschnitt), bei dessen oberen Ende die Wirkhöhe des Öffnungsmittels beginnt. Wenn das Betätigungsmittel beim Aufsetzen des Vorratsbehälters in das Öffnungsmittel bewegt wird, bedingt dieser schräge Abschnitt, dass das Betätigungsmittel (bezogen auf die Figur 7) aus der Zeichnungsebene herausbewegt wird, wodurch das Haltemittel von der Kupplungseinrichtung gelöst wird, wodurch die Rotation freigegeben wird.

    [0034] In Figur 7 ist ferner zu erkennen, dass die Nabe 152 auf einer Welle 151 eines Drehantriebes 150 aufsitzt. Die Nabe 152 ist mit der Welle 151 drehfest verbunden und erstreckt sich durch eine Öffnung 121a in dem Vorsprung 121 des Vorratsbehälters.

    [0035] In Figur 8a ist eine Detailaufnahme des Schnittes aus Figur 7 wiedergegeben, wobei die Kupplungseinrichtung und die Halteeinrichtung so weit nach oben bewegt sind, dass noch kein Eingriff des Betätigungsmittel in das Öffnungsmittel stattgefunden hat, das heißt noch keine wirksame Wechselwirkung zwischen diesen stattgefunden hat. Wie man aber bei einem Blick auf den unteren Kupplungsabschnitt 42 und die Nabe 152 erkennen kann, hat zu dem in Figur 8a gezeigten "Zeitpunkt" aber bereits eine wirksame Wechselwirkung zwischen den Stegen 43 und der Nabe 152 stattgefunden, das heißt ein Kraft- beziehungsweise Formschluss zwischen diesen beiden Elementen. Da die Kupplungseinrichtung jedoch noch durch die Halteeinrichtung, genauer das Haltemittel 54, von einer Rotation abgehalten ist, wurde bei dem Initiieren dieser Wechselwirkung gegebenenfalls die Nabe 152 "in Position" gedreht, so dass diese Wechselwirkung stattfinden konnte. Wenn die Rotation der Nabe stattgefunden hat und die Kombination Kupplungsmittel/Halteeinrichtung weiter nach unten bewegt wird, der Vorratsbehälter also weiter aufgesetzt wird, findet auch eine Wechselwirkung zwischen dem Betätigungsmittel 51 und dem Öffnungsmittel 125 statt, das heißt, das Haltemittel wird von der Kupplungseinrichtung fortbewegt und die Rotation freigegeben. In Figur 8b ist zu erkennen, dass das Öffnungsmittel 125 einen schrägen Abschnitt (Wirkabschnitt) 126 aufweist, der die Bewegung des Betätigungsmittels 51 und damit, über den Steg 52, des Haltemittels 54 bedingt. Wenn der Vorratsbehälter in seiner endgültigen Position ist, der in Figur 7 dargestellt ist, haben beide Wechselwirkungen stattgefunden beziehungsweise finden statt, wobei die unterschiedlichen Eingriffstiefen die Reihenfolge der Wechselwirkungen bedingen.

    [0036] Figuren 9a und 9b zeigen Schnittansichten durch eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrats- und Abgabestation, bei denen wiederum Teile des Vorratsbehälters fortgelassen sind und wobei bei Figur 9b die Kombination Kupplungseinrichtung/Halteeinrichtung vertikal nach oben verschoben ist. Bei dieser Ausführungsform wird das erfindungsgemäße Prinzip erreicht, indem die Wirkhöhe der Nabe 152 (gegenüber der ersten Ausführungsform) erhöht ist und oberhalb der Oberfläche des Vorsprungs 121 liegt. Auf diese Weise findet erst die Wechselwirkung zwischen Nabe 152 und unterem Kupplungsabschnitt 42 und dann die Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel 51 und Öffnungsmittel 125 statt; die Eingriffstiefen KET, HET und deren Verhältnis zueinander sind bei der zweiten Ausführungsform entsprechend der ersten Ausführungsform.

    [0037] Figur 10 zeigt eine Schnittansicht durch eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrats- und Abgabestation, und Figuren 11a und 11b zeigen Detailansichten des Schnittes aus Figur 10, wobei die Kombination Kupplungseinrichtung/Halteeinrichtung auch bei diesen Figuren vertikal verschoben dargestellt ist. Bei dieser Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Prinzip erreicht, indem die Wirktiefe des Betätigungsmittels 51 gegenüber der ersten und der zweiten Ausführungsform vermindert ist.

    [0038] Unter Bezugnahme auf die dritte Ausführungsform wird nachfolgend eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben. Bei der bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens zum Aufsetzen eines Vorratsbehälters 1 einer Vorrats- und Abgabestation auf eine Abgabestation 100 werden zunächst die Abgabestation 100 sowie der Vorratsbehälter 1 bereitgestellt. In diesem Zustand der Bereitstellung befindet sich die Halteeinrichtung des Vorratsbehälters in der Sperrstellung, eine Abgabe eines Kleinstückguts durch Rotation der Vereinzelungseinrichtung kann nicht stattfinden. Es wird dann der Vorratsbehälter 1 auf der Abgabestation 100 angeordnet, was in den Figuren 11a, 11b und 10 verdeutlicht ist. Bei dem Anordnen wird zunächst eine wirksame Wechselwirkung zwischen dem Kupplungsabschnitt 42 und der Nabe 152 initiiert, wobei beim Einsetzen der Wechselwirkung die Nabe 152 sich durch eine Rotation an den Kupplungsabschnitt 42 anpasst (bzw. anpassen kann) und ein Form- und/oder Kraftschluss zwischen Nabe 152 und Kupplungsabschnitt hergestellt wird. Anschließend wird eine wirksame Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel 51 und Öffnungsmittel 125 initiiert, wobei bei Einsetzen der Wechselwirkung das Haltemittel 54 gelöst wird, so dass die Rotation der Vereinzelungseinrichtung 30 ermöglicht wird. Bei der gezeigten dritten Ausführungsform ist das Öffnungsmittel 125 als Ausnehmung bzw. Vertiefung in der Abgabestation und das Betätigungsmittel als korrespondierende vertikale Nase ausgebildet ist. Die vorgenannte Wechselwirkung zwischen der Nabe 152 und dem unterem Kupplungsabschnitt 42 wird initiiert, indem eine wirksame Kupplungs-Eingriffstiefe KET durch kraft- und/oder formschlüssiges Verbinden der Nabe 152 und des unteren Kupplungsabschnitt 42 erzeugt wird. Die Wechselwirkung zwischen dem Betätigungsmittel 51 und dem Öffnungsmittel 125 wird initiiert, indem das Betätigungsmittel 51 in das Öffnungsmittel 125 geführt und dabei das Haltemittel 54 gelöst wird, wobei eine wirksame Halte-Eingriffstiefe HET erzeugt wird. Wie oben dargelegt, ist die Kupplungs-Eingriffstiefe KET größer als die Halte-Eingriffstiefe HET.


    Ansprüche

    1. Vorrats- und Abgabestation für einen Blisterautomaten, aufweisend

    einen Vorratsbehälter (1) mit

    einem einen Aufnahmeraum (2) umschließenden Gehäuse (10) mit einem innen kreiszylinderförmigen Abschnitt (11) und einer Bodenfläche (20) mit einer zentralen Kupplungsöffnung (21),

    einer in dem innen kreiszylinderförmigen Abschnitt (11) des Gehäuses (10) angeordneten Vereinzelungseinrichtung (30) mit einer Mehrzahl von sich vertikal durch die Vereinzelungseinrichtung erstreckenden Kanälen (32) und mit einer sich in die zentrale Kupplungsöffnung (21) erstreckenden Kupplungseinrichtung (40) mit einem unteren Kupplungsabschnitt (42),

    einer Halteeinrichtung (50) mit einem Haltemittel (54) und einem Betätigungsmittel (51), wobei die Halteeinrichtung (50) in einer Sperrstellung eine Rotation der Vereinzelungseinrichtung (30) verhindert und in einer Freigabestellung eine Rotation der Vereinzelungseinrichtung (30) zulässt,

    und eine Abgabestation (100), auf welcher der Vorratsbehälter (1) lösbar angeordnet ist, mit

    einem Drehantrieb (150) mit einer Welle (151) und einer auf der Welle aufsitzenden Nabe (152) zur kraftübertragenden Wechselwirkung mit dem unteren Kupplungsabschnitt (42), und

    einem Öffnungsmittel (125) zur Wechselwirkung mit dem Betätigungsmittel (51) der Halteeinrichtung,

    wobei der untere Kupplungsabschnitt (42), die Nabe (152), das Betätigungsmittel (51) und das Öffnungsmittel (125) derart aufeinander abgestellt sind, dass bei einem Anordnen des Vorratsbehälters (1) auf der Abgabestation (100) vor einer wirksamen Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel (51) und Öffnungsmittel (125), die eine Bewegung der Halteeinrichtung in die Freigabestellung bewirkt, eine wirksame Wechselwirkung zwischen unterem Kupplungsabschnitt (42) und Nabe (152) auftritt, und wobei die Nabe (152) im unbestromten Zustand drehbar ist,

    dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnungsmittel (125) als Ausnehmung in der Abgabestation und das Betätigungsmittel (51) als korrespondierende vertikale Nase ausgebildet ist, dass die Wechselwirkung zwischen Nabe (152) und unterem Kupplungsabschnitt (42) eine wirksame Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) und die Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel (51) und Öffnungsmittel (125) eine wirksame Halte-Eingriffstiefe (HET) definiert und dass die Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) größer als die Halte-Eingriffstiefe (HET) ist.


     
    2. Vorrats- und Abgabestation für einen Blisterautomaten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe (152) und das Öffnungsmittel (125) eine, bezogen auf die Vertikalachse der Abgabestation (100), identische Wirkhöhe haben und dass der untere Kupplungsabschnitt (42), bezogen auf die Vertikalachse des Vorratsbehälters (1), eine Wirktiefe unterhalb einer Wirktiefe des Betätigungsmittels aufweist.
     
    3. Vorrats- und Abgabestation für einen Blisterautomaten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Kupplungsabschnitt (42) und das Betätigungsmittel (51) eine, bezogen auf die Vertikalachse des Vorratsbehälters (1), identische Wirktiefe haben und dass die Nabe (152), bezogen auf die Vertikalachse der Abgabestation (100), eine Wirkhöhe oberhalb einer Wirkhöhe des Öffnungsmittels (125) aufweist.
     
    4. Verfahren zum Aufsetzen eines Vorratsbehälters (1) einer Vorrats- und Abgabestation eines Blisterautomaten auf eine Abgabestation (100), wobei

    eine Abgabestation mit einer Nabe (152) eines Drehantriebs (150) und einem Öffnungsmittel (125) bereitgestellt wird, wobei das Öffnungsmittel (125) als Ausnehmung in der Abgabestation ausgebildet ist,

    ein Vorratsbehälter (1) mit

    einem einen Aufnahmeraum (2) umschließenden Gehäuse (10) mit einem innen kreiszylinderförmigen Abschnitt (11) und einer Bodenfläche (20) mit einer zentralen Kupplungsöffnung (21),

    einer in dem innen kreiszylinderförmigen Abschnitt (11) des Gehäuses (10) angeordneten Vereinzelungseinrichtung (30) mit einer Mehrzahl von sich vertikal durch die Vereinzelungseinrichtung erstreckenden Kanälen (32) und mit einer sich in die zentrale Kupplungsöffnung (21) erstreckenden Kupplungseinrichtung (40) mit einem unteren Kupplungsabschnitt (42), und

    einer Halteeinrichtung (50) mit einem Haltemittel (54) und einem Betätigungsmittel (51), wobei die Halteeinrichtung (50) über das Haltemittel (54) eine Rotation der Vereinzelungseinrichtung (30) verhindert und wobei das Betätigungsmittel (51) als zur Ausnehmung in der Abgabestation korrespondierende vertikale Nase ausgebildet ist,

    bereitgestellt wird,

    der Vorratsbehälter (1) auf der Abgabestation (100) angeordnet wird,

    wobei bei dem Anordnen zunächst

    eine wirksame Wechselwirkung zwischen dem Kupplungsabschnitt (42) und der Nabe (152) initiiert wird, wobei beim Einsetzen der Wechselwirkung die Nabe (152) sich durch eine Rotation an den Kupplungsabschnitt (42) anpasst und ein Form- und/oder Kraftschluss zwischen Nabe (152) und Kupplungsabschnitt hergestellt wird, und anschließend eine wirksame Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel (51) und Öffnungsmittel (125) initiiert wird, wobei bei Einsetzen der Wechselwirkung das Haltemittel (54) gelöst wird, so dass die Rotation der Vereinzelungseinrichtung (30) ermöglicht wird,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    die Wechselwirkung zwischen der Nabe (152) und dem unterem Kupplungsabschnitt (42) initiiert wird, indem eine wirksame Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) durch kraft- und/oder formschlüssiges Verbinden der Nabe (152) und des unteren Kupplungsabschnitts (42) erzeugt wird, dass

    die Wechselwirkung zwischen dem Betätigungsmittel (51) und dem Öffnungsmittel (125) initiiert wird, indem das Betätigungsmittel (51) in das Öffnungsmittel (125) geführt und dabei das Haltemittel (54) gelöst wird, wobei eine wirksame Halte-Eingriffstiefe (HET) erzeugt wird,

    und dass die Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) größer als die Halte-Eingriffstiefe (HET) ist.


     


    Claims

    1. Storage and dispensing station for a blister machine, comprising

    a storage container (1) having

    a housing (10) enclosing a receiving space (2) having an internally circular-cylindrical portion (11) and a bottom face (20) having a central coupling opening (21),

    a separating device (30) arranged in the internally circular-cylindrical portion (11) of the housing (10) having a plurality of channels (32) extending vertically through the separating device and having a coupling device (40) extending into the central coupling opening (21) and having a lower coupling portion (42),

    a holding device (50) having a holding means (54) and an actuation means (51), wherein the holding device (50) prevents rotation of the separating device (30) in a blocking position and allows rotation of the separating device (30) in a release position,

    and a dispensing station (100) on which the storage container (1) is releasably arranged having

    a rotary drive (150) having a shaft (151) and a hub (152) seated on the shaft for force-transmitting interaction with the lower coupling portion (42), and

    an opening means (125) for interaction with the actuation means (51) of the holding device,

    wherein the lower coupling portion (42), the hub (152), the actuation means (51), and the opening means (125) are set relative to one another in such a way that when arranging the storage container (1) on the dispensing station (100) prior to an effective interaction between the actuation means (51) and the opening means (125), which causes the movement of the holding device into the release position, an effective interaction occurs between the lower coupling portion (42) and the hub (152), and wherein the hub (152) is rotatable in the de-energized state,

    characterized in that the opening means (125) is designed as a recess in the dispensing station and the actuation means (51) is designed as a corresponding vertical nose, in that the interaction between the hub (152) and the lower coupling portion (42) defines an effective coupling engagement depth (KET) and the interaction between the actuation means (51) and the opening means (125) defines an effective holding engagement depth (HET), and in that the coupling engagement depth (KET) is greater than the holding engagement depth (HET).


     
    2. Storage and dispensing station for a blister machine according to claim 1, characterized in that the hub (152) and the opening means (125) have an identical effective height in relation to the vertical axis of the dispensing station (100) and in that the lower coupling portion (42), in relation to the vertical axis of the storage container (1), has an effective depth below an effective depth of the actuation means.
     
    3. Storage and dispensing station for a blister machine according to claim 1, characterized in that the lower coupling portion (42) and the actuation means (51) have an identical effective depth with respect to the vertical axis of the storage container (1) and in that the hub (152), in relation to the vertical axis of the dispensing station (100), has an effective height above an effective height of the opening means (125).
     
    4. Method for placing a storage container (1) of a storage and dispensing station of a blister machine onto a dispensing station (100), wherein

    a dispensing station is provided having a hub (152) of a rotary drive (150) and an opening means (125), wherein the opening means (125) is designed as a recess in the dispensing station,

    a storage container (1) is provided having

    a housing (10) enclosing a receiving space (2) having an internally circular-cylindrical portion (11) and a bottom face (20) having a central coupling opening (21),

    a separating device (30) arranged in the internally circular-cylindrical portion (11) of the housing (10) having a plurality of channels (32) extending vertically through the separating device and having a coupling device (40) extending into the central coupling opening (21) and having a lower coupling portion (42), and

    a holding device (50) having a holding means (54) and an actuation means (51), the holding device (50) preventing rotation of the separating device (30) via the holding means (54) and wherein the actuation means (51) is designed as a vertical nose corresponding to the recess in the dispensing station,

    the storage container (1) being arranged on the dispensing station (100),

    wherein when arranging, initially

    an effective interaction between the coupling portion (42) and the hub (152) is initiated, the hub (152) adapting itself to the coupling portion (42) through a rotation and a form-fit connection and/or frictional connection being produced between the hub (152) and the coupling portion when the interaction begins, and then an effective interaction between the actuation means (51) and the opening means (125) is initiated, the holding means (54) being released when the interaction begins, so that the rotation of the separating device (30) is allowed,

    characterized in that

    the interaction between the hub (152) and the lower coupling portion (42) is initiated by generating an effective coupling engagement depth (KET) by means of a frictional and/or form-fit connection of the hub (152) and the lower coupling portion (42), in that

    the interaction between the actuation means (51) and the opening means (125) is initiated by guiding the actuation means (51) into the opening means (125) and thereby releasing the holding means (54), an effective holding engagement depth (HET) being generated,

    and in that the coupling engagement depth (KET) is greater than the holding engagement depth (HET).


     


    Revendications

    1. Station de stockage et de distribution pour un automate à blisters, présentant

    un réservoir de stockage (1) avec

    un boîtier (10) entourant un espace de réception (2) avec une section cylindrique circulaire intérieure (11) et une surface de fond (20) avec une ouverture d'accouplement centrale (21),

    un dispositif de séparation (30) disposé dans la section cylindrique circulaire intérieure (11) du boîtier (10), avec une pluralité de canaux (32) s'étendant verticalement à travers le dispositif de séparation et avec un dispositif d'accouplement (40) s'étendant dans l'ouverture d'accouplement centrale (21), avec une section d'accouplement inférieure (42),

    un dispositif de retenue (50) avec un moyen de retenue (54) et un moyen d'actionnement (51), le dispositif de retenue (50) empêchant une rotation du dispositif de séparation (30) dans une position de blocage et autorisant une rotation du dispositif de séparation (30) dans une position de libération,

    et une station de distribution (100), sur laquelle le réservoir de stockage (1) est disposé de manière amovible, avec

    un entraînement rotatif (150) avec un arbre (151) et un moyeu (152) reposant sur l'arbre pour une interaction de transmission de force avec la section d'accouplement inférieure (42), et

    un moyen d'ouverture (125) destiné à interagir avec le moyen d'actionnement (51) du dispositif de retenue,

    la section d'accouplement inférieure (42), le moyeu (152), le moyen d'actionnement (51) et le moyen d'ouverture (125) étant positionnés les uns par rapport aux autres de telle sorte que, lorsque le réservoir de stockage (1) est placé sur la station de distribution (100), avant une interaction efficace entre le moyen d'actionnement (51) et le moyen d'ouverture (125), qui provoque un mouvement du moyen de retenue en la position de libération, une interaction efficace se produit entre la section d'accouplement inférieure (42) et le moyeu (152), et dans lequel le moyeu (152) peut tourner à l'état non alimenté,

    caractérisé en ce que le moyen d'ouverture (125) est formé comme un évidement dans la station de distribution et le moyen d'actionnement (51) est formé comme un nez vertical correspondant, en ce que l'interaction entre le moyeu (152) et la section d'accouplement inférieure (42) définit une profondeur d'engagement d'accouplement (KET) efficace et l'interaction entre le moyen d'actionnement (51) et le moyen d'ouverture (125) définit une profondeur d'engagement de retenue (HET) efficace, et en ce que la profondeur d'engagement d'accouplement (KET) est supérieure à la profondeur d'engagement de retenue (HET).


     
    2. Station de stockage et de distribution pour un automate à blisters selon la revendication 1, caractérisée en ce que le moyeu (152) et le moyen d'ouverture (125) ont une hauteur d'action identique par rapport à l'axe vertical de la station de distribution (100) et en ce que la section d'accouplement inférieure (42) présente, par rapport à l'axe vertical du réservoir de stockage (1), une profondeur d'action inférieure à une profondeur d'action du moyen d'actionnement.
     
    3. Station de stockage et de distribution pour un automate à blisters selon la revendication 1, caractérisée en ce que la section d'accouplement inférieure (42) et le moyen d'actionnement (51) ont une profondeur d'action identique, par rapport à l'axe vertical du réservoir de stockage (1), et en ce que le moyeu (152) présente, par rapport à l'axe vertical de la station de distribution (100), une hauteur d'action supérieure à une hauteur d'action du moyen d'ouverture (125).
     
    4. Procédé de mise en place d'un réservoir de stockage (1) d'une station de stockage et de distribution d'un automate à blisters sur une station de distribution (100), dans lequel

    une station de distribution avec un moyeu (152) d'un entraînement rotatif (150) et un moyen d'ouverture (125) est mis à disposition, le moyen d'ouverture (125) étant conçu comme un évidement dans la station de distribution,

    un réservoir de stockage (1) avec

    un boîtier (10) entourant un espace de réception (2) avec une section cylindrique circulaire intérieure (11) et une surface de fond (20) avec une ouverture d'accouplement centrale (21),

    un dispositif de séparation (30) disposé dans la section cylindrique circulaire intérieure (11) du boîtier (10), avec une pluralité de canaux (32) s'étendant verticalement à travers le dispositif de séparation et avec un dispositif d'accouplement (40) s'étendant dans l'ouverture d'accouplement centrale (21), avec une section d'accouplement inférieure (42), et

    un dispositif de retenue (50) avec un moyen de retenue (54) et un moyen d'actionnement (51), le dispositif de retenue (50) empêchant une rotation du dispositif de séparation (30) par l'intermédiaire du moyen de retenue (54) et le moyen d'actionnement (51) étant conçu comme un nez vertical correspondant à l'évidement dans la station de distribution,

    est mis à disposition,

    le réservoir de stockage (1) est disposé sur la station de distribution (100),

    dans lequel, lors de la mise en place, tout d'abord

    une interaction efficace entre la section d'accouplement (42) et le moyeu (152) est initiée, le moyeu (152) s'adaptant à la section d'accouplement (42) par une rotation lors de la mise en place de l'interaction et une liaison par la forme et/ou par la force étant établie entre le moyeu (152) et la section d'accouplement, et ensuite une interaction efficace entre le moyen d'actionnement (51) et le moyen d'ouverture (125) est initiée, le moyen de retenue (54) étant libéré lors de la mise en place de l'interaction, de sorte que la rotation du dispositif de séparation (30) est rendue possible,

    caractérisé en ce que

    l'interaction entre le moyeu (152) et la section d'accouplement inférieure (42) est initiée en créant une profondeur d'engagement d'accouplement (KET) efficace en reliant par force et/ou par forme le moyeu (152) et la section d'accouplement inférieure (42), en ce que

    l'interaction entre le moyen d'actionnement (51) et le moyen d'ouverture (125) est initiée en guidant le moyen d'actionnement (51) dans le moyen d'ouverture (125) et en libérant ainsi le moyen de retenue (54), une profondeur d'engagement de retenue (HET) efficace étant générée,

    et en ce que la profondeur d'engagement d'accouplement (KET) est supérieure à la profondeur d'engagement de retenue (HET).


     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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