[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrats- und Abgabestation für einen Blisterautomaten
für vereinzelbare Kleinstückgüter, insbesondere Arzneimittel- und Nahrungsergänzungsmittelportionen,
sowie ein Verfahren zum Aufsetzen eines Vorratsbehälters einer Vorrats- und Abgabestation
des Blisterautomaten auf eine Abgabestation.
[0002] Moderne Blisterautomaten, wie sie beispielsweise in der
WO 2013/034504 A1 offenbart sind, umfassen, je nach Ausbaustufe des Blisterautomaten, mehrere hundert
Vorrats- und Abgabestationen. In diesen ist jeweils eine Mehrzahl von vereinzelbaren
Kleinstückgütern gelagert, und auf Anforderung können einzelne Kleinstückgüter abgegeben
werden. Bei den Kleinstückgütern handelt es sich regelmäßig um Arzneimittel- und Nahrungsergänzungsmittelportionen.
[0003] Mit Blisterautomaten können beispielsweise in den Vorrats- und Abgabestationen gelagerte
Arzneimittelportionen patientenindividuell gemäß den ärztlich verordneten Einnahmezeitpunkten
zusammengestellt und verblistert werden. Zum Zusammenstellen mehrerer Arzneimittelportionen
werden entsprechende Vorrats- und Abgabestationen zur Abgabe einer oder mehrerer Arzneimittelportionen
mittels einer Steuereinrichtung des Blisterautomaten angesteuert. Zur Abgabe einer
Arzneimittelportion wird mit einer Vereinzelungseinrichtung der Vorrats- und Abgabestation
eine in einem Vorratsbehälter gelagerte Arzneimittelportion separiert und über eine
Abgabeöffnung einer Führungseinrichtung des Blisterautomaten übergeben. Mittels der
Führungseinrichtung wird die abgegebene Arzneimittelportion, gegebenenfalls unter
Zwischenschaltung einer Sammeleinrichtung, einer Verpackungseinrichtung zugeführt,
welche einzelne oder mehrere Arzneimittelportionen verblistert.
[0004] Zur Vereinzelung der Arzneimittelportionen, die in einem Vorratsbehälter einer Vorrats-
und Abgabestation gelagert sind, umfasst die Vereinzelungseinrichtung eine Mehrzahl
von Kanälen, die üblicherweise am Außenumfang eines Grundkörpers der Vereinzelungseinrichtung
angeordnet sind. Die Kanäle sind an die jeweils zu vereinzelnden Arzneimittelportionen
hinsichtlich ihrer Abmessungen derart angepasst, dass in einem Kanal die Arzneimittelportionen
lediglich übereinander, nicht aber nebeneinander angeordnet sein können. Die Kanäle
können beispielsweise derart bemessen sein, dass in einem Kanal lediglich eine Arzneimittelportion
aufgenommen werden kann.
[0005] Zur Abgabe einer Arzneimittelportion aus einem Kanal wird ein Kanal über die Abgabeöffnung
in der Bodenfläche des Gehäuses des Vorratsbehälters bewegt, und die in dem Kanal
(an unterster Stelle) angeordnete Arzneimittelportion rutscht beziehungsweise fällt
schwerkraftbedingt in die Abgabeöffnung. Um zu vermeiden, dass weitere in dem oder
über dem Kanal lagernde Arzneimittelportionen ebenfalls abgegeben werden, also eine
unbekannte Anzahl von Arzneimittelportionen abgegeben wird, ist in dem Bereich über
der Abgabeöffnung ein Rückhalteabschnitt eines Rückhaltemittels bzw. Separators zumindest
in oder über dem Kanal geführt beziehungsweise angeordnet, der an der Abgabeöffnung
ausgerichtet ist. Der Rückhalteabschnitt ist in Bezug auf die Höhe des Kanals derart
in diesem oder über diesem angeordnet, dass unter dem Rückhalteabschnitt lediglich
eine Arzneimittelportion angeordnet sein kann. Sofern der Rückhalteabschnitt in den
Kanal geführt ist, um die unterste Arzneimittelportion von darüber angeordneten zu
trennen, weisen einzelne Kanäle separierende Vorsprünge einen Schlitz auf, welcher
den Rückhalteabschnitt aufnimmt. Sofern der Rückhalteabschnitt über den Kanälen angeordnet
beziehungsweise geführt ist, ist dieser regelmäßig nur geringfügig über den oberen
Enden der Vorsprünge geführt, so dass vermieden wird, dass bei Abgabe der Arzneimittelportion
weitere Arzneimittelportionen in den Kanal gelangen.
[0006] Üblicherweise umfasst eine Vorrats- und Abgabestation eine Abgabestation, die üblicherweise
lösbar mit dem Blisterautomaten verbunden ist. Die Vorrats- und Abgabestation umfasst
ferner einen Vorratsbehälter, der zum einfachen Nachfüllen und/oder Austauschen lösbar
auf der Abgabestation angeordnet ist. Beim Nachfüllen rutschen die Kleinstückgüter
regelmäßig in die vorgenannten Kanäle der Vereinzelungseinrichtung. Da der Kanal der
Vereinzelungseinrichtung, der an der Abgabeöffnung ausgerichtet ist, mit dem Rückhalteabschnitt
gesperrt ist, kann bei dem eigentlichen Nachfüllen kein Kleinstückgut aus dem Vorratsbehälter
herausfallen. Eine Rotation der Vereinzelungseinrichtung ist üblicherweise durch eine
Halteeinrichtung, die im nicht aufgesetzten Zustand wirksam ist, verhindert.
[0007] Bei bekannten Vorrats- und Abgabestation gibt es aber das Problem, dass beim Aufsetzen
des Vorratsbehälters gelegentlich ein Kleinstückgut unbeabsichtigt abgegeben wird.
Beim Aufsetzen richtet sich die Vereinzelungseinrichtung über eine Kupplungseinrichtung
an der Nabe eines in der Abgabestation angeordneten Antriebs aus. Durch die dabei
bewirkte Rotation kann es in Abhängigkeit von der Beschaffenheit und Anordnung der
Kanäle vorkommen, dass ein befüllter Kanal (der nicht durch den Rückhalteabschnitt
gesperrt war) über die Abgabeöffnung gedreht und dann ein Kleinstückgut abgegeben
wird. Zwar tritt dieses Problem nicht bei jedem Aufsetzen auf, da das Kleinstückgut
aber bei Abgabe in den Blisterautomaten gelangt, sind auch lediglich gelegentliche
ungewollte Abgaben sehr störend.
[0008] Aus der
EP 2 644 512 A2 ist ebenfalls eine Vorrats- und Abgabestation bekannt. Diese umfasst zusätzlich eine
Bremse, die die Vereinzelungseinrichtung im nicht-aufgesetzten Zustand des Vorratsbehälters
fixiert.
[0009] Aus der
EP 3 406 237 A1 ist eine Vorrats- und Abgabestation bekannt, bei welcher das Problem, dass beim Aufsetzen
des Vorratsbehälters gelegentlich ein Kleinstückgut unbeabsichtigt abgegeben wird,
gelöst ist. Dazu umfasst die Vorrats- und Abgabestation ein konstruktiv sehr aufwendiges
und damit fehleranfälliges Haltesystem für die Vereinzelungseinrichtung in der Vorrats-
und Abgabestation.
[0010] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrats- und Abgabestation
bereitzustellen, bei der ungewollte Kleinstückgutabgaben bei Aufsetzen eines Vorratsbehälters
auf eine Abgabestation durch eine konstruktiv einfache Maßnahme ausgeschlossen sind.
Es ist ferner Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Aufsetzen eines Vorratsbehälters
auf eine Abgabestation bereitzustellen, bei dem dies ausgeschlossen ist.
[0011] Die Aufgabe wird zum einen gelöst durch eine Vorrats- und Abgabestation für einen
Blisterautomaten nach Anspruch 1. Die erfindungsgemäße Vorrats- und Abgabestation
umfasst einen Vorratsbehälter mit einem einen Aufnahmeraum umschließenden Gehäuse
mit einem innen kreiszylinderförmigen Abschnitt und einer Bodenfläche mit einer zentralen
Kupplungsöffnung und mit einer in dem innen kreiszylinderförmigen Abschnitt des Gehäuses
angeordneten Vereinzelungseinrichtung mit einer Mehrzahl von sich vertikal durch die
Vereinzelungseinrichtung erstreckenden Kanälen und mit einer sich in die zentrale
Kupplungsöffnung erstreckenden Kupplungseinrichtung mit einem unteren Kupplungsabschnitt.
Der Vorratsbehälter umfasst ferner eine Halteeinrichtung mit einem Haltemittel und
einem Betätigungsmittel, wobei die Halteeinrichtung in einer Sperrstellung eine Rotation
der Vereinzelungseinrichtung verhindert und in einer Freigabestellung eine Rotation
der Vereinzelungseinrichtung zulässt und zwischen diesen Stellungen bewegbar ist.
[0012] Die erfindungsgemäße Vorrats- und Abgabestation umfasst ferner eine Abgabestation,
auf welcher der Vorratsbehälter lösbar angeordnet ist. mit einem Drehantrieb mit einer
Welle und einer auf der Welle aufsitzenden Nabe zur kraftübertragenden Wechselwirkung
mit dem unteren Kupplungsabschnitt. Die Abgabestation umfasst ferner ein Öffnungsmittel
zur Wechselwirkung mit dem Betätigungsmittel der Halteeinrichtung.
[0013] Ferner ist es vorgesehen, dass der untere Kupplungsabschnitt, die Nabe, das Betätigungsmittel
und das Öffnungsmittel derart aufeinander abgestellt sind, dass bei einem Anordnen
des Vorratsbehälters auf der Abgabestation vor einer wirksamen Wechselwirkung zwischen
Betätigungsmittel und Öffnungsmittel, die eine Bewegung der Halteeinrichtung in die
Freigabestellung bewirkt, eine wirksame Wechselwirkung zwischen unterem Kupplungsabschnitt
und Nabe auftritt. Da erst in der Freigabestellung eine Rotation der Kupplungseinrichtung
(und damit der Vereinzelungseinrichtung) möglich ist, ist es erfindungsgemäß notwendig,
dass die Nabe im unbestromten Zustand drehbar ist, so dass bei Einsetzen der Wechselwirkung
zwischen Nabe und unterem Kupplungsabschnitt sich die Nabe (und nicht die Vereinzelungseinrichtung)
in die Kupplungsposition drehen kann. Es wird also genau das verhindert, was zu der
unbeabsichtigten Abgabe führte, nämlich die Möglichkeit des Ausrichtens (über eine
Rotation) der Kupplungseinrichtung (und damit der Vereinzelungseinrichtung) an der
Nabe. Bei dem Ausrichten der Kupplungseinrichtung mit bzw. an der Nabe muss (und kann)
nur die Nabe sich drehen. Bei Vorrats- und Abgabestationen aus dem Stand der Technik
war dies anders - das Ausrichten bedingt die ungewollte Rotation der Vereinzelungseinrichtung
und damit ggf. die Abgabe eines Kleinstückgutes.
[0014] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass das Öffnungsmittel als Ausnehmung in der
Abgabestation und das Betätigungsmittel als korrespondierende vertikale Nase ausgebildet
ist, dass die Wechselwirkung zwischen Nabe und unterem Kupplungsabschnitt eine wirksame
Kupplungs-Eingriffstiefe und die Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel und Öffnungsmittel
eine wirksame Halte-Eingriffstiefe (HET) definiert und dass die Kupplungs-Eingriffstiefe
(KET) größer als die Halte-Eingriffstiefe (HET) ist. Indem man die Eingriffstiefen
erfindungsgemäß gestaltet, stellt man sicher, dass immer erst die Kupplungs-Wechselwirkung
greift, bevor die Halte-Wechselwirkung (und damit das Anfahren der Freigabestellung
der Halteeinrichtung) initiiert wird. Ferner erreicht man dies über besonders einfache,
rein mechanische Bauteile.
[0015] Bei einer bevorzugten baulich einfachen Ausführungsform weisen die Nabe und das Öffnungsmittel
eine bezogen auf die Vertikalachse der Abgabestation identische Wirkhöhe auf, und
der untere Kupplungsabschnitt weist, bezogen auf die Vertikalachse des Vorratsbehälters,
eine Wirktiefe unterhalb einer Wirktiefe des Betätigungsmittels auf. Mit dem Begriff
der "Wirkhöhe" ist die "Höhe" bzw. Position innerhalb der Abgabestation gemeint, ab
welcher eine Wechselwirkung mit dem korrespondierenden Bauteil (z. B. Nabe <-> unterer
Kupplungsabschnitt) stattfindet. Entsprechend beschreibt die "Wirktiefe" die "Tiefe"
bzw. Position innerhalb des Vorratsbehälters, ab welcher eine Wechselwirkung mit dem
korrespondierenden Bauteil stattfinden kann.
[0016] Bei einer alternativen Ausführungsform, die ebenfalls baulich sehr einfach gehalten
ist, weisen der untere Kupplungsabschnitt und das Betätigungsmittel bezogen auf die
Vertikalachse des Vorratsbehälters, eine identische Wirktiefe auf. Die Nabe weist,
bezogen auf die Vertikalachse der Abgabestation, eine Wirkhöhe oberhalb der Wirkhöhe
des Öffnungsmittels auf.
[0017] Die Aufgabe wird ferner gelöst durch ein Verfahren zum Aufsetzen eines Vorratsbehälters
einer Vorrats- und Abgabestation eines Blisterautomaten auf eine Abgabestation nach
Anspruch 4. Erfindungsgemäß wird eine Abgabestation mit einer Nabe eines Drehantriebs
und mit einem Öffnungsmittel bereitgestellt, wobei das Öffnungsmittel als Ausnehmung
in der Abgabestation ausgebildet ist. Ferner wird ein Vorratsbehälter mit einem einen
Aufnahmeraum umschließenden Gehäuse mit einem innen kreiszylinderförmigen Abschnitt
und einer Bodenfläche mit einer zentralen Kupplungsöffnung, einer in dem innen kreiszylinderförmigen
Abschnitt des Gehäuses angeordneten Vereinzelungseinrichtung mit einer Mehrzahl von
sich vertikal durch die Vereinzelungseinrichtung erstreckenden Kanälen und mit einer
sich in die zentrale Kupplungsöffnung erstreckenden Kupplungseinrichtung mit einem
unteren Kupplungsabschnitt sowie einer Halteeinrichtung mit einem Haltemittel und
einem Betätigungsmittel, wobei die Halteeinrichtung über das Haltemittel eine Rotation
der Vereinzelungseinrichtung verhindert und wobei das Betätigungsmittel als zur Ausnehmung
in der Abgabestation korrespondierende vertikale Nase ausgebildet ist, bereitgestellt.
Dann wird der Vorratsbehälter auf der Abgabestation angeordnet, wobei zunächst eine
wirksame Wechselwirkung zwischen dem unteren Kupplungsabschnitt und der Nabe initiiert
wird, wobei beim Einsetzen der Wechselwirkung die Nabe sich durch eine Rotation an
den Kupplungsabschnitt anpasst bzw. anpassen kann und ein Form- und/oder Kraftschluss
zwischen Nabe und Kupplungsabschnitt hergestellt wird, und anschließend eine wirksame
Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel und Öffnungsmittel initiiert wird, wobei
bei Einsetzen der Wechselwirkung das Haltemittel gelöst wird, so dass die Rotation
der Vereinzelungseinrichtung ermöglicht wird.
[0018] Erfindungsgemäß wird die Wechselwirkung zwischen der Nabe und dem unterem Kupplungsabschnitt
initiiert, indem eine wirksame Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) durch kraft- und/oder
formschlüssiges Verbinden der Nabe und des unteren Kupplungsabschnitts erzeugt wird,
und die Wechselwirkung zwischen dem Betätigungsmittel und dem Öffnungsmittel initiiert
wird, indem das Betätigungsmittel in das Öffnungsmittel geführt und dabei das Haltemittel
gelöst wird und so eine wirksame Halte-Eingriffstiefe (HET) erzeugt wird, wobei die
Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) größer als die Halte-Eingriffstiefe (HET) ist.
[0019] Im Nachfolgenden werden die erfindungsgemäße Vorrats- und Abgabestation sowie das
erfindungsgemäße Verfahren unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beschrieben,
in welcher
Figur 1 eine Schrägansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrats-
und Abgabestation zeigt,
Figuren 2a und 2b Detailansichten der ersten Ausführungsform zeigen, wobei Teile des
Vorratsbehälters fortgelassen sind,
Figuren 3a - 3d verschiedene Ansichten eines Vorratsbehälters der ersten Ausführungsform
der Vorrats- und Abgabestation zeigen,
Figuren 4a und 4b Schrägansichten der Kombination Kupplungseinrichtung/Halteeinrichtung
zeigen,
Figur 5 eine Draufsicht auf die Kombination Kupplungseinrichtung/Halteeinrichtung
zeigt,
Figur 6 einen horizontalen Schnitt durch die Kombination Kupplungseinrichtung/Halteeinrichtung
zeigt,
Figur 7 eine Schnittansicht durch die erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrats- und Abgabestation zeigt, wobei Teile des Vorratsbehälters fortgelassen sind,
Figuren 8a und 8b Detailansichten des Schnittes aus Figur 7 zeigen, wobei die Kombination
Kupplungseinrichtung/Halteeinrichtung vertikal nach oben verschoben ist,
Figuren 9a und 9b Schnittansichten durch eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrats- und Abgabestation zeigen, bei denen wiederum Teile des Vorratsbehälters fortgelassen
sind und wobei bei Figur 9b die Kombination Kupplungseinrichtung/Halteeinrichtung
vertikal nach oben verschoben ist,
Figur 10 eine Schnittansicht durch eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrats- und Abgabestation zeigt, und
Figuren 11a und 11b Detailansichten des Schnittes zeigen, wobei die Kombination Kupplungseinrichtung/Halteeinrichtung
auch bei diesen Figuren vertikal verschoben dargestellt ist.
[0020] Figur 1 zeigt eine Schrägansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrats- und Abgabestation mit einem Vorratsbehälter 1 und einer Abgabestation 100.
Bei der gezeigten Ausführungsform ist die Abgabestation 100 Teil eines Verbundes von
fünf Abgabestationen 100, wobei zur Vereinfachung der Anbringung der Abgabestationen
an einem Blisterautomaten regelmäßig ein solcher Verbund im Ganzen an dem Blisterautomaten
befestigt wird. Bei alternativen Ausführungsformen können die Abgabestationen getrennt
voneinander oder in Verbünden mit unterschiedlich vielen Abgabestationen zusammengefasst
sein. Die bei der nachfolgenden Beschreibung der Abgabestation erwähnten Bauteile
sind jeweils bei jeder Abgabestation 100 vorhanden, unabhängig davon, ob diese verbundartig,
wie in Figur 1 gezeigt, oder separat ausgeführt ist.
[0021] Jede Abgabestation 100 umfasst einen unteren Abschnitt 130 sowie einen oberen Abschnitt
120. Der obere Abschnitt 120 umfasst einen Vorsprung 121, auf welchen ein Vorratsbehälter
aufsetzbar ist. Dazu ist ein unterer Gehäuseabschnitt des Vorratsbehälters 1 an die
Geometrie des Vorsprunges 121 angepasst. Der Vorsprung 121 umfasst eine Öffnung 123,
die bei aufgesetztem Vorratsbehälter 1 an eine Abgabeöffnung in einer Bodenfläche
eines Gehäuses eines Vorratsbehälters, wie er unter Bezugnahme auf nachfolgende Figuren
beschrieben wird, ausgerichtet ist. Bei einer Vereinzelung fällt ein Kleinstückgut
aus einem Kanal über die vorgenannte Abgabeöffnung in die Öffnung 123 des Vorsprunges
121. Der obere Abschnitt 120 der Abgabestation 100 umfasst ferner einen vertikalen
Abschnitt 122, über welchen die Abgabestation an dem Blisterautomaten befestigbar
ist.
[0022] Jede Abgabestation umfasst ferner eine Öffnungsmittel 125, das bei der in Figur 1
dargestellten ersten Ausführungsform als eine Vertiefung in dem Vorsprung 121 ausgebildet
ist. Unter Bezugnahme auf nachfolgende Figuren wird die genaue Ausbildung des Öffnungsmittels
125 detaillierter beschrieben. Der Vorsprung 121 umfasst eine weitere Öffnung, durch
die sich eine Nabe 152 eines Antriebes erstreckt und die mit dem Vorratsbehälter zusammenwirkt,
wie dies unter Bezugnahme auf nachfolgende Figuren beschrieben ist.
[0023] Der auf der Abgabestation 100 aufgesetzte Vorratsbehälter 1 umfasst bei der gezeigten
Ausführungsform ein Gehäuse 10, welches einen innen kreiszylinderförmigen Abschnitt
11 umfasst. Der obere Gehäuseteil ist mit einem Deckel 13 versehen, der zum Zweck
des Nachfüllens von Kleinstückgütern entfernt werden kann. Im unteren Abschnitt umfasst
der Vorratsbehälter eine Grundplatte 12, die an die Geometrie der Abgabestation sowie
des Vorsprunges 121 angepasst ist. Ferner umfasst der Vorratsbehälter zum einfachen
Handling einen Griff 14, mit welchem der Vorratsbehälter von der Abgabestation genommen
und wieder aufgesetzt werden kann.
[0024] Bei der in Figur 2a gezeigten Detailansicht ist unter anderem das Gehäuse 10 samt
innen kreiszylinderförmigem Abschnitt 11 fortgelassen, und man kann erkennen, dass
in dem innen kreiszylinderförmigen Abschnitt eine Vereinzelungseinrichtung 30 angeordnet
ist, bei deren Außenumfang eine Vielzahl von Kanälen 32 vorhanden ist, wobei diese
Kanäle jeweils durch Stege 33 getrennt sind. Die Vereinzelungseinrichtung 30 weist
eine konische Oberfläche auf, die bei der gezeigten Ausführungsform drei Vorsprünge
aufweist. Sowohl die konische Ausgestaltung der Oberfläche als auch die vorgenannten
Vorsprünge dienen dazu, überliegende Kleinstückgüter bei Rotation der Vereinzelungseinrichtung
zu den Kanälen 32 zu führen.
[0025] Bei der in Figur 2b gezeigten Detailansicht ist auch die Vereinzelungseinrichtung
30 fortgelassen, und man erkennt eine ansonsten mit der Vereinzelungseinrichtung drehfest
verbundene Kupplungseinrichtung 40 sowie eine Halteeinrichtung 50, die beide unter
Bezugnahme auf nachfolgende Figuren genauer beschrieben werden. Bereits bei Figur
2b ist zu erkennen, dass sich ein vertikaler Abschnitt der Halteeinrichtung 50 in
das Öffnungsmittel 125 erstreckt.
[0026] Figuren 3a - 3d zeigen verschiedene Ansichten des Vorratsbehälters 1 der ersten Ausführungsform
der Vorrats- und Abgabestation, wobei der aufgesetzte Zustand des Vorratsbehälters
gezeigt ist und die Abgabestation aus Gründen der Übersichtlichkeit fortgelassen ist.
Wie dies in Figur 3b zu erkennen ist, umschließt das Gehäuse 10 (und auch ein Abschnitt
des innen kreiszylinderförmigen Abschnittes 11), einen Aufnahmeraum 2 für zu vereinzelnde
Kleinstückgüter. In Figur 3b ist ferner ein Rückhaltemittel 60 zu erkennen, das über
einen Befestigungsabschnitt 61 an einem vertikalen Wandungsabschnitt des Gehäuses
befestigt ist. Das Rückhaltemittel 60 umfasst ferner einen in Figur 3b lediglich angedeuteten
Rückhalteabschnitt 62, der durch einen Schlitz in dem innen kreiszylinderförmigen
Abschnitt 11 in diesen eingeführt ist und ein Nachrutschen von Kleinstückgütern in
einen Kanal vermeiden soll, der oberhalb einer Abgabeöffnung 22 in einer Bodenfläche
20 des Gehäuses (siehe dazu Figur 3c) an der Abgabeöffnung ausgerichtet ist. Wie es
in Figur 3c zu erkennen ist, umfasst die Bodenfläche 20 eine Kupplungsöffnung 21,
durch die sich, wie dies in Figur 3d zu erkennen ist, ein unterer Kupplungsabschnitt
42 der Kupplungseinrichtung 40 erstreckt. In Figur 3d ist ebenfalls zu erkennen, dass
die Halteeinrichtung 50 mit einem Abschnitt, der nachfolgend näher beschrieben ist,
nahe des Umfangs des unteren Kupplungsabschnittes angeordnet ist. Bei Figur 3d ist
die Halteeinrichtung in Bezug auf die Kupplungseinrichtung 40 (und damit die Vereinzelungseinrichtung
30) in dem gelösten Zustand dargestellt, das heißt, die Halteeinrichtung blockiert
nicht die Rotation der Kupplungs- und damit der Vereinzelungseinrichtung.
[0027] Figuren 4a und 4b zeigen Schrägansichten einer Kombination Kupplungseinrichtung 40/Halteeinrichtung
50, wobei wieder der aufgesetzte Zustand gezeigt ist. Wie dies insbesondere in Figur
4b zu erkennen ist, umfasst die Kupplungseinrichtung 40 einen oberen Abschnitt 41,
über welchen die Kupplungseinrichtung (lösbar) mit der Vereinzelungseinrichtung verbindbar
ist (und im Betrieb verbunden ist). Den unteren Abschnitt der Kupplungseinrichtung
40 bildet ein unterer Kupplungsabschnitt 42, mit einer Öffnung, die sich bei der gezeigten
Ausführungsform durch die gesamte Kupplungseinrichtung erstreckt, wie dies in Figur
5 zu erkennen ist. Der untere Kupplungsabschnitt 42 umfasst Stege 43, über welche
ein Kraft- und/oder Formschluss mit einer unter Bezugnahme auf nachfolgende Figuren
näher beschriebenen Nabe eines Antriebes in einer Abgabestation herstellbar ist. Die
Kupplungseinrichtung 40 umfasst bei der gezeigten Ausführungsform ferner eine umlaufende
Nut 44, wobei bei der gezeigten Nut ihre Bodenfläche nicht kreisförmig, sondern in
Form eines Vielecks ausgebildet ist. In diese Nut kann ein Haltemittel 54 der Halteeinrichtung
eingreifen. Bei der gezeigten Ausführungsform umfasst das Haltemittel, wie es in Figuren
4b und 5 angedeutet ist, eine gezahnte, leicht gekrümmte Oberfläche, wodurch mit der
Bodenfläche der Nut 44 ein Form- und Kraftschluss herstellbar ist. In dem in den Figuren
4a, 4b, 5 und 6 gezeigten Zustand findet ein solcher Eingriff nicht statt, die Halteeinrichtung
sperrt die Rotation der Kupplungseinrichtung und damit der Vereinzelungseinrichtung
nicht.
[0028] Die Halteeinrichtung 50 umfasst neben dem Haltemittel 54 einen abschnittsweise gekrümmt
ausgebildeten Steg 52, der bei einem Ende in einem vertikalen Betätigungsmittel 51
endet, welches, wie dies unter Bezugnahme auf nachfolgende Figuren näher beschrieben
ist, zum Lösen beziehungsweise Arretieren der Halteeinrichtung mit einem Öffnungsmittel
der Abgabestation wechselwirken kann. Gegenüber dem Betätigungsmittel 51 weist die
Halteeinrichtung ein Befestigungsmittel 53 auf. Dieses Befestigungsmittel ist bei
der gezeigten Ausführungsform, wie dies bei Figur 3d angedeutet ist, von unten in
der Öffnung 123 des Vorsprungs 121 der Abgabestation befestigbar.
[0029] Bei einer Ansicht der Figuren 4a, 4b, 5 und 6 wird bereits deutlich, wie die Halteeinrichtung
eine Rotation der Kupplungseinrichtung und damit der Vereinzelungseinrichtung sperren
kann. Bei der gezeigten Ausführungsform ist der Steg elastisch ausgebildet und hin
zur Sperrstellung vorgespannt. Wenn die Halteeinrichtung nicht mehr über das Betätigungsmittel
51 in die Freigabestellung gedrängt wird, drückt der elastische Steg 52 das Haltemittel
54 in die Nut 44 des Kopplungsmittels, so dass ein Kraft- und/oder Formschluss zwischen
dem Haltemittel 54 und der Bodenfläche der Nut 44 stattfindet, so dass eine Rotation
des Kopplungsmittels verhindert ist. Eine solche Sperrstellung liegt immer dann vor,
wenn das Betätigungsmittel "frei ist", das heißt immer dann, wenn der Vorratsbehälter
vollständig von der Abgabestation entfernt ist.
[0030] Figur 7 zeigt eine Schnittansicht durch die erste Ausführungsform der Vorrats- und
Abgabestation, wobei eine Vielzahl der Teile des Vorratsbehälters, beispielsweise
Gehäuse und Bodenfläche, fortgelassen sind. Erfindungsgemäß wird bei der Vorrats-
und Abgabestation das Problem der unbeabsichtigten Abgabe eines Kleinstückgutes, bewirkt
durch die Rotation der Vereinzelungseinrichtung bei Aufsetzen des Vorratsbehälters,
dadurch gelöst, dass der untere Kupplungsabschnitt 42 der Kupplungseinrichtung 40,
die Nabe 152, das Betätigungsmittel 51 der Halteeinrichtung und das Öffnungsmittel
125 speziell aufeinander abgestellt sind, und zwar so, dass bei dem Aufsetzen des
Vorratsbehälters zuerst eine wirksame Wechselwirkung zwischen unterem Kupplungsabschnitt
und Nabe auftritt, wodurch aufgrund der im unbestromten Zustand drehbaren Nabe die
Welle des Antriebs beim Ausrichten des Kupplungsabschnitts an der Kupplungseinrichtung
ausgerichtet wird. Eine Rotation der Vereinzelungseinrichtung kann erfindungsgemäß
nicht stattfinden, da bei Auftreten der vorgenannten Wechselwirkung noch keine Wechselwirkung
zwischen Betätigungsmittel und Öffnungsmittel stattfindet, wobei diese Wechselwirkung
für das Lösen beziehungsweise Wegbewegen des Haltemittels notwendig ist. Erfindungsgemäß
wird die Rotation der Vereinzelungseinrichtung (über die Kupplungseinrichtung) erst
dann freigegeben, wenn die Kupplungseinrichtung bereits mit der Nabe wechselwirkt
und im Zuge dieser Wechselwirkung die Nabe (und nicht die Vereinzelungseinrichtung)
gedreht wurde. Um dies zu erreichen, sind eine Vielzahl von speziellen Ausführungsformen
der vorgenannten Bauelemente möglich. Beispielsweise ist es denkbar, dass die Wechselwirkung
zwischen Betätigungsmittel und Öffnungsmittel durch eine Lichtschranke oder einen
elektrischen Kontakt ausgelöst wird. Diese Ausführungen sind jedoch baulich relativ
aufwendig und fehleranfällig.
[0031] Bei den bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrats- und Abgabestation
geht man daher einen anderen Weg, und zwar einen rein mechanischen. Das Betätigungsmittel
der Halteeinrichtung ist als eine Art Nase ausgebildet, und das Gegenstück, das Öffnungsmittel
125, als eine Vertiefung im Vorsprung 121, wobei bei den bevorzugten Ausführungsformen
diese Vertiefung eine spezielle Geometrie aufweist.
[0032] Die in den nachfolgenden Figuren genauer beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Vorrats- und Abgabestation haben gemein, dass die Wechselwirkung
zwischen Nabe 152 und unterem Kupplungsabschnitt 42 der Kupplungseinrichtung 40 eine
wirksame Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) und die Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel
51 der Halteeinrichtung 50 und Öffnungsmittel 125 eine wirksame Halte-Eingriffstiefe
(HET) definieren, wobei die Kupplungs-Eingriffstiefe größer als die Halte-Eingriffstiefe
ist. Dies hat stets zur Folge, dass das vorgenannte Prinzip bei dem Aufsetzen des
Vorratsbehälters auf die Abgabestation erfüllt ist, nämlich dass die wirksame Wechselwirkung
zwischen unterem Kupplungsabschnitt und Nabe erst auftritt, bevor die Wechselwirkung
zwischen dem Betätigungsmittel und dem Öffnungsmittel ein Lösen der Bremse, sprich
ein Wegbewegen des Haltemittels von der Kupplungseinrichtung weg, bewirkt.
[0033] In Figur 7 ist ein Schnitt durch die erste Ausführungsform gezeigt. Bei diesem Schnitt
ist der Vorratsbehälter betriebsfertig auf der Abgabestation angeordnet. Die wirksame
Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) ist definiert durch den unteren Rand (die Wirktiefe)
des unteren Kupplungsabschnittes und den oberen Rand (Wirkhöhe) der Nabe 152. Diese
wirksame Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) ist in Figur 7 durch gestrichelte Linien links
dargestellt. Wie dies erfindungsgemäß vorgesehen ist, ist die wirksame Halte-Eingriffstiefe
(HET), die durch gestrichelte Linien rechts dargestellt ist, kleiner als die wirksame
Kupplungs-Eingriffstiefe. Definiert ist diese wirksame Halte-Eingriffstiefe durch
den unteren Rand (Wirktiefe) des Betätigungsmittels 51 und den oberen wirkenden Rand
(Wirkhöhe) des Öffnungsmittels 125. Wie bereits dargelegt, wird das Lösen der Halteeinrichtung
bei den hier beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen rein mechanisch bewirkt.
Dazu ist es notwendig, dass das Betätigungsmittel durch das Öffnungsmittel bewegt
wird, und zwar derart, dass das Haltemittel eine Rotation der Kupplungseinrichtung
nicht länger verhindert,
d. h. das Haltemittel muss von der Drehachse der Kupplungseinrichtung fortbewegt werden.
In Bezug auf die in den vorgenannten Figuren genauer dargestellte Ausführung der Halteeinrichtung
kann man davon sprechen, dass diese "aufgebogen" werden muss. Um dies zu bewirken,
hat das Öffnungsmittel 125 einen, wie man in Figur 8b erkennen kann, schrägen Abschnitt
(Wirkabschnitt), bei dessen oberen Ende die Wirkhöhe des Öffnungsmittels beginnt.
Wenn das Betätigungsmittel beim Aufsetzen des Vorratsbehälters in das Öffnungsmittel
bewegt wird, bedingt dieser schräge Abschnitt, dass das Betätigungsmittel (bezogen
auf die Figur 7) aus der Zeichnungsebene herausbewegt wird, wodurch das Haltemittel
von der Kupplungseinrichtung gelöst wird, wodurch die Rotation freigegeben wird.
[0034] In Figur 7 ist ferner zu erkennen, dass die Nabe 152 auf einer Welle 151 eines Drehantriebes
150 aufsitzt. Die Nabe 152 ist mit der Welle 151 drehfest verbunden und erstreckt
sich durch eine Öffnung 121a in dem Vorsprung 121 des Vorratsbehälters.
[0035] In Figur 8a ist eine Detailaufnahme des Schnittes aus Figur 7 wiedergegeben, wobei
die Kupplungseinrichtung und die Halteeinrichtung so weit nach oben bewegt sind, dass
noch kein Eingriff des Betätigungsmittel in das Öffnungsmittel stattgefunden hat,
das heißt noch keine wirksame Wechselwirkung zwischen diesen stattgefunden hat. Wie
man aber bei einem Blick auf den unteren Kupplungsabschnitt 42 und die Nabe 152 erkennen
kann, hat zu dem in Figur 8a gezeigten "Zeitpunkt" aber bereits eine wirksame Wechselwirkung
zwischen den Stegen 43 und der Nabe 152 stattgefunden, das heißt ein Kraft- beziehungsweise
Formschluss zwischen diesen beiden Elementen. Da die Kupplungseinrichtung jedoch noch
durch die Halteeinrichtung, genauer das Haltemittel 54, von einer Rotation abgehalten
ist, wurde bei dem Initiieren dieser Wechselwirkung gegebenenfalls die Nabe 152 "in
Position" gedreht, so dass diese Wechselwirkung stattfinden konnte. Wenn die Rotation
der Nabe stattgefunden hat und die Kombination Kupplungsmittel/Halteeinrichtung weiter
nach unten bewegt wird, der Vorratsbehälter also weiter aufgesetzt wird, findet auch
eine Wechselwirkung zwischen dem Betätigungsmittel 51 und dem Öffnungsmittel 125 statt,
das heißt, das Haltemittel wird von der Kupplungseinrichtung fortbewegt und die Rotation
freigegeben. In Figur 8b ist zu erkennen, dass das Öffnungsmittel 125 einen schrägen
Abschnitt (Wirkabschnitt) 126 aufweist, der die Bewegung des Betätigungsmittels 51
und damit, über den Steg 52, des Haltemittels 54 bedingt. Wenn der Vorratsbehälter
in seiner endgültigen Position ist, der in Figur 7 dargestellt ist, haben beide Wechselwirkungen
stattgefunden beziehungsweise finden statt, wobei die unterschiedlichen Eingriffstiefen
die Reihenfolge der Wechselwirkungen bedingen.
[0036] Figuren 9a und 9b zeigen Schnittansichten durch eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrats- und Abgabestation, bei denen wiederum Teile des Vorratsbehälters fortgelassen
sind und wobei bei Figur 9b die Kombination Kupplungseinrichtung/Halteeinrichtung
vertikal nach oben verschoben ist. Bei dieser Ausführungsform wird das erfindungsgemäße
Prinzip erreicht, indem die Wirkhöhe der Nabe 152 (gegenüber der ersten Ausführungsform)
erhöht ist und oberhalb der Oberfläche des Vorsprungs 121 liegt. Auf diese Weise findet
erst die Wechselwirkung zwischen Nabe 152 und unterem Kupplungsabschnitt 42 und dann
die Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel 51 und Öffnungsmittel 125 statt; die
Eingriffstiefen KET, HET und deren Verhältnis zueinander sind bei der zweiten Ausführungsform
entsprechend der ersten Ausführungsform.
[0037] Figur 10 zeigt eine Schnittansicht durch eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrats- und Abgabestation, und Figuren 11a und 11b zeigen Detailansichten des Schnittes
aus Figur 10, wobei die Kombination Kupplungseinrichtung/Halteeinrichtung auch bei
diesen Figuren vertikal verschoben dargestellt ist. Bei dieser Ausführungsform ist
das erfindungsgemäße Prinzip erreicht, indem die Wirktiefe des Betätigungsmittels
51 gegenüber der ersten und der zweiten Ausführungsform vermindert ist.
[0038] Unter Bezugnahme auf die dritte Ausführungsform wird nachfolgend eine Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben. Bei der bevorzugten Ausführungsform
des Verfahrens zum Aufsetzen eines Vorratsbehälters 1 einer Vorrats- und Abgabestation
auf eine Abgabestation 100 werden zunächst die Abgabestation 100 sowie der Vorratsbehälter
1 bereitgestellt. In diesem Zustand der Bereitstellung befindet sich die Halteeinrichtung
des Vorratsbehälters in der Sperrstellung, eine Abgabe eines Kleinstückguts durch
Rotation der Vereinzelungseinrichtung kann nicht stattfinden. Es wird dann der Vorratsbehälter
1 auf der Abgabestation 100 angeordnet, was in den Figuren 11a, 11b und 10 verdeutlicht
ist. Bei dem Anordnen wird zunächst eine wirksame Wechselwirkung zwischen dem Kupplungsabschnitt
42 und der Nabe 152 initiiert, wobei beim Einsetzen der Wechselwirkung die Nabe 152
sich durch eine Rotation an den Kupplungsabschnitt 42 anpasst (bzw. anpassen kann)
und ein Form- und/oder Kraftschluss zwischen Nabe 152 und Kupplungsabschnitt hergestellt
wird. Anschließend wird eine wirksame Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel 51
und Öffnungsmittel 125 initiiert, wobei bei Einsetzen der Wechselwirkung das Haltemittel
54 gelöst wird, so dass die Rotation der Vereinzelungseinrichtung 30 ermöglicht wird.
Bei der gezeigten dritten Ausführungsform ist das Öffnungsmittel 125 als Ausnehmung
bzw. Vertiefung in der Abgabestation und das Betätigungsmittel als korrespondierende
vertikale Nase ausgebildet ist. Die vorgenannte Wechselwirkung zwischen der Nabe 152
und dem unterem Kupplungsabschnitt 42 wird initiiert, indem eine wirksame Kupplungs-Eingriffstiefe
KET durch kraft- und/oder formschlüssiges Verbinden der Nabe 152 und des unteren Kupplungsabschnitt
42 erzeugt wird. Die Wechselwirkung zwischen dem Betätigungsmittel 51 und dem Öffnungsmittel
125 wird initiiert, indem das Betätigungsmittel 51 in das Öffnungsmittel 125 geführt
und dabei das Haltemittel 54 gelöst wird, wobei eine wirksame Halte-Eingriffstiefe
HET erzeugt wird. Wie oben dargelegt, ist die Kupplungs-Eingriffstiefe KET größer
als die Halte-Eingriffstiefe HET.
1. Vorrats- und Abgabestation für einen Blisterautomaten, aufweisend
einen Vorratsbehälter (1) mit
einem einen Aufnahmeraum (2) umschließenden Gehäuse (10) mit einem innen kreiszylinderförmigen
Abschnitt (11) und einer Bodenfläche (20) mit einer zentralen Kupplungsöffnung (21),
einer in dem innen kreiszylinderförmigen Abschnitt (11) des Gehäuses (10) angeordneten
Vereinzelungseinrichtung (30) mit einer Mehrzahl von sich vertikal durch die Vereinzelungseinrichtung
erstreckenden Kanälen (32) und mit einer sich in die zentrale Kupplungsöffnung (21)
erstreckenden Kupplungseinrichtung (40) mit einem unteren Kupplungsabschnitt (42),
einer Halteeinrichtung (50) mit einem Haltemittel (54) und einem Betätigungsmittel
(51), wobei die Halteeinrichtung (50) in einer Sperrstellung eine Rotation der Vereinzelungseinrichtung
(30) verhindert und in einer Freigabestellung eine Rotation der Vereinzelungseinrichtung
(30) zulässt,
und eine Abgabestation (100), auf welcher der Vorratsbehälter (1) lösbar angeordnet
ist, mit
einem Drehantrieb (150) mit einer Welle (151) und einer auf der Welle aufsitzenden
Nabe (152) zur kraftübertragenden Wechselwirkung mit dem unteren Kupplungsabschnitt
(42), und
einem Öffnungsmittel (125) zur Wechselwirkung mit dem Betätigungsmittel (51) der Halteeinrichtung,
wobei der untere Kupplungsabschnitt (42), die Nabe (152), das Betätigungsmittel (51)
und das Öffnungsmittel (125) derart aufeinander abgestellt sind, dass bei einem Anordnen
des Vorratsbehälters (1) auf der Abgabestation (100) vor einer wirksamen Wechselwirkung
zwischen Betätigungsmittel (51) und Öffnungsmittel (125), die eine Bewegung der Halteeinrichtung
in die Freigabestellung bewirkt, eine wirksame Wechselwirkung zwischen unterem Kupplungsabschnitt
(42) und Nabe (152) auftritt, und wobei die Nabe (152) im unbestromten Zustand drehbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnungsmittel (125) als Ausnehmung in der Abgabestation und das Betätigungsmittel
(51) als korrespondierende vertikale Nase ausgebildet ist, dass die Wechselwirkung
zwischen Nabe (152) und unterem Kupplungsabschnitt (42) eine wirksame Kupplungs-Eingriffstiefe
(KET) und die Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel (51) und Öffnungsmittel (125)
eine wirksame Halte-Eingriffstiefe (HET) definiert und dass die Kupplungs-Eingriffstiefe
(KET) größer als die Halte-Eingriffstiefe (HET) ist.
2. Vorrats- und Abgabestation für einen Blisterautomaten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe (152) und das Öffnungsmittel (125) eine, bezogen auf die Vertikalachse der
Abgabestation (100), identische Wirkhöhe haben und dass der untere Kupplungsabschnitt
(42), bezogen auf die Vertikalachse des Vorratsbehälters (1), eine Wirktiefe unterhalb
einer Wirktiefe des Betätigungsmittels aufweist.
3. Vorrats- und Abgabestation für einen Blisterautomaten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Kupplungsabschnitt (42) und das Betätigungsmittel (51) eine, bezogen auf
die Vertikalachse des Vorratsbehälters (1), identische Wirktiefe haben und dass die
Nabe (152), bezogen auf die Vertikalachse der Abgabestation (100), eine Wirkhöhe oberhalb
einer Wirkhöhe des Öffnungsmittels (125) aufweist.
4. Verfahren zum Aufsetzen eines Vorratsbehälters (1) einer Vorrats- und Abgabestation
eines Blisterautomaten auf eine Abgabestation (100), wobei
eine Abgabestation mit einer Nabe (152) eines Drehantriebs (150) und einem Öffnungsmittel
(125) bereitgestellt wird, wobei das Öffnungsmittel (125) als Ausnehmung in der Abgabestation
ausgebildet ist,
ein Vorratsbehälter (1) mit
einem einen Aufnahmeraum (2) umschließenden Gehäuse (10) mit einem innen kreiszylinderförmigen
Abschnitt (11) und einer Bodenfläche (20) mit einer zentralen Kupplungsöffnung (21),
einer in dem innen kreiszylinderförmigen Abschnitt (11) des Gehäuses (10) angeordneten
Vereinzelungseinrichtung (30) mit einer Mehrzahl von sich vertikal durch die Vereinzelungseinrichtung
erstreckenden Kanälen (32) und mit einer sich in die zentrale Kupplungsöffnung (21)
erstreckenden Kupplungseinrichtung (40) mit einem unteren Kupplungsabschnitt (42),
und
einer Halteeinrichtung (50) mit einem Haltemittel (54) und einem Betätigungsmittel
(51), wobei die Halteeinrichtung (50) über das Haltemittel (54) eine Rotation der
Vereinzelungseinrichtung (30) verhindert und wobei das Betätigungsmittel (51) als
zur Ausnehmung in der Abgabestation korrespondierende vertikale Nase ausgebildet ist,
bereitgestellt wird,
der Vorratsbehälter (1) auf der Abgabestation (100) angeordnet wird,
wobei bei dem Anordnen zunächst
eine wirksame Wechselwirkung zwischen dem Kupplungsabschnitt (42) und der Nabe (152)
initiiert wird, wobei beim Einsetzen der Wechselwirkung die Nabe (152) sich durch
eine Rotation an den Kupplungsabschnitt (42) anpasst und ein Form- und/oder Kraftschluss
zwischen Nabe (152) und Kupplungsabschnitt hergestellt wird, und anschließend eine
wirksame Wechselwirkung zwischen Betätigungsmittel (51) und Öffnungsmittel (125) initiiert
wird, wobei bei Einsetzen der Wechselwirkung das Haltemittel (54) gelöst wird, so
dass die Rotation der Vereinzelungseinrichtung (30) ermöglicht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Wechselwirkung zwischen der Nabe (152) und dem unterem Kupplungsabschnitt (42)
initiiert wird, indem eine wirksame Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) durch kraft- und/oder
formschlüssiges Verbinden der Nabe (152) und des unteren Kupplungsabschnitts (42)
erzeugt wird, dass
die Wechselwirkung zwischen dem Betätigungsmittel (51) und dem Öffnungsmittel (125)
initiiert wird, indem das Betätigungsmittel (51) in das Öffnungsmittel (125) geführt
und dabei das Haltemittel (54) gelöst wird, wobei eine wirksame Halte-Eingriffstiefe
(HET) erzeugt wird,
und dass die Kupplungs-Eingriffstiefe (KET) größer als die Halte-Eingriffstiefe (HET)
ist.
1. Storage and dispensing station for a blister machine, comprising
a storage container (1) having
a housing (10) enclosing a receiving space (2) having an internally circular-cylindrical
portion (11) and a bottom face (20) having a central coupling opening (21),
a separating device (30) arranged in the internally circular-cylindrical portion (11)
of the housing (10) having a plurality of channels (32) extending vertically through
the separating device and having a coupling device (40) extending into the central
coupling opening (21) and having a lower coupling portion (42),
a holding device (50) having a holding means (54) and an actuation means (51), wherein
the holding device (50) prevents rotation of the separating device (30) in a blocking
position and allows rotation of the separating device (30) in a release position,
and a dispensing station (100) on which the storage container (1) is releasably arranged
having
a rotary drive (150) having a shaft (151) and a hub (152) seated on the shaft for
force-transmitting interaction with the lower coupling portion (42), and
an opening means (125) for interaction with the actuation means (51) of the holding
device,
wherein the lower coupling portion (42), the hub (152), the actuation means (51),
and the opening means (125) are set relative to one another in such a way that when
arranging the storage container (1) on the dispensing station (100) prior to an effective
interaction between the actuation means (51) and the opening means (125), which causes
the movement of the holding device into the release position, an effective interaction
occurs between the lower coupling portion (42) and the hub (152), and wherein the
hub (152) is rotatable in the de-energized state,
characterized in that the opening means (125) is designed as a recess in the dispensing station and the
actuation means (51) is designed as a corresponding vertical nose, in that the interaction between the hub (152) and the lower coupling portion (42) defines
an effective coupling engagement depth (KET) and the interaction between the actuation
means (51) and the opening means (125) defines an effective holding engagement depth
(HET), and in that the coupling engagement depth (KET) is greater than the holding engagement depth
(HET).
2. Storage and dispensing station for a blister machine according to claim 1, characterized in that the hub (152) and the opening means (125) have an identical effective height in relation
to the vertical axis of the dispensing station (100) and in that the lower coupling portion (42), in relation to the vertical axis of the storage
container (1), has an effective depth below an effective depth of the actuation means.
3. Storage and dispensing station for a blister machine according to claim 1, characterized in that the lower coupling portion (42) and the actuation means (51) have an identical effective
depth with respect to the vertical axis of the storage container (1) and in that the hub (152), in relation to the vertical axis of the dispensing station (100),
has an effective height above an effective height of the opening means (125).
4. Method for placing a storage container (1) of a storage and dispensing station of
a blister machine onto a dispensing station (100), wherein
a dispensing station is provided having a hub (152) of a rotary drive (150) and an
opening means (125), wherein the opening means (125) is designed as a recess in the
dispensing station,
a storage container (1) is provided having
a housing (10) enclosing a receiving space (2) having an internally circular-cylindrical
portion (11) and a bottom face (20) having a central coupling opening (21),
a separating device (30) arranged in the internally circular-cylindrical portion (11)
of the housing (10) having a plurality of channels (32) extending vertically through
the separating device and having a coupling device (40) extending into the central
coupling opening (21) and having a lower coupling portion (42), and
a holding device (50) having a holding means (54) and an actuation means (51), the
holding device (50) preventing rotation of the separating device (30) via the holding
means (54) and wherein the actuation means (51) is designed as a vertical nose corresponding
to the recess in the dispensing station,
the storage container (1) being arranged on the dispensing station (100),
wherein when arranging, initially
an effective interaction between the coupling portion (42) and the hub (152) is initiated,
the hub (152) adapting itself to the coupling portion (42) through a rotation and
a form-fit connection and/or frictional connection being produced between the hub
(152) and the coupling portion when the interaction begins, and then an effective
interaction between the actuation means (51) and the opening means (125) is initiated,
the holding means (54) being released when the interaction begins, so that the rotation
of the separating device (30) is allowed,
characterized in that
the interaction between the hub (152) and the lower coupling portion (42) is initiated
by generating an effective coupling engagement depth (KET) by means of a frictional
and/or form-fit connection of the hub (152) and the lower coupling portion (42), in that
the interaction between the actuation means (51) and the opening means (125) is initiated
by guiding the actuation means (51) into the opening means (125) and thereby releasing
the holding means (54), an effective holding engagement depth (HET) being generated,
and in that the coupling engagement depth (KET) is greater than the holding engagement depth
(HET).
1. Station de stockage et de distribution pour un automate à blisters, présentant
un réservoir de stockage (1) avec
un boîtier (10) entourant un espace de réception (2) avec une section cylindrique
circulaire intérieure (11) et une surface de fond (20) avec une ouverture d'accouplement
centrale (21),
un dispositif de séparation (30) disposé dans la section cylindrique circulaire intérieure
(11) du boîtier (10), avec une pluralité de canaux (32) s'étendant verticalement à
travers le dispositif de séparation et avec un dispositif d'accouplement (40) s'étendant
dans l'ouverture d'accouplement centrale (21), avec une section d'accouplement inférieure
(42),
un dispositif de retenue (50) avec un moyen de retenue (54) et un moyen d'actionnement
(51), le dispositif de retenue (50) empêchant une rotation du dispositif de séparation
(30) dans une position de blocage et autorisant une rotation du dispositif de séparation
(30) dans une position de libération,
et une station de distribution (100), sur laquelle le réservoir de stockage (1) est
disposé de manière amovible, avec
un entraînement rotatif (150) avec un arbre (151) et un moyeu (152) reposant sur l'arbre
pour une interaction de transmission de force avec la section d'accouplement inférieure
(42), et
un moyen d'ouverture (125) destiné à interagir avec le moyen d'actionnement (51) du
dispositif de retenue,
la section d'accouplement inférieure (42), le moyeu (152), le moyen d'actionnement
(51) et le moyen d'ouverture (125) étant positionnés les uns par rapport aux autres
de telle sorte que, lorsque le réservoir de stockage (1) est placé sur la station
de distribution (100), avant une interaction efficace entre le moyen d'actionnement
(51) et le moyen d'ouverture (125), qui provoque un mouvement du moyen de retenue
en la position de libération, une interaction efficace se produit entre la section
d'accouplement inférieure (42) et le moyeu (152), et dans lequel le moyeu (152) peut
tourner à l'état non alimenté,
caractérisé en ce que le moyen d'ouverture (125) est formé comme un évidement dans la station de distribution
et le moyen d'actionnement (51) est formé comme un nez vertical correspondant, en ce que l'interaction entre le moyeu (152) et la section d'accouplement inférieure (42) définit
une profondeur d'engagement d'accouplement (KET) efficace et l'interaction entre le
moyen d'actionnement (51) et le moyen d'ouverture (125) définit une profondeur d'engagement
de retenue (HET) efficace, et en ce que la profondeur d'engagement d'accouplement (KET) est supérieure à la profondeur d'engagement
de retenue (HET).
2. Station de stockage et de distribution pour un automate à blisters selon la revendication
1, caractérisée en ce que le moyeu (152) et le moyen d'ouverture (125) ont une hauteur d'action identique par
rapport à l'axe vertical de la station de distribution (100) et en ce que la section d'accouplement inférieure (42) présente, par rapport à l'axe vertical
du réservoir de stockage (1), une profondeur d'action inférieure à une profondeur
d'action du moyen d'actionnement.
3. Station de stockage et de distribution pour un automate à blisters selon la revendication
1, caractérisée en ce que la section d'accouplement inférieure (42) et le moyen d'actionnement (51) ont une
profondeur d'action identique, par rapport à l'axe vertical du réservoir de stockage
(1), et en ce que le moyeu (152) présente, par rapport à l'axe vertical de la station de distribution
(100), une hauteur d'action supérieure à une hauteur d'action du moyen d'ouverture
(125).
4. Procédé de mise en place d'un réservoir de stockage (1) d'une station de stockage
et de distribution d'un automate à blisters sur une station de distribution (100),
dans lequel
une station de distribution avec un moyeu (152) d'un entraînement rotatif (150) et
un moyen d'ouverture (125) est mis à disposition, le moyen d'ouverture (125) étant
conçu comme un évidement dans la station de distribution,
un réservoir de stockage (1) avec
un boîtier (10) entourant un espace de réception (2) avec une section cylindrique
circulaire intérieure (11) et une surface de fond (20) avec une ouverture d'accouplement
centrale (21),
un dispositif de séparation (30) disposé dans la section cylindrique circulaire intérieure
(11) du boîtier (10), avec une pluralité de canaux (32) s'étendant verticalement à
travers le dispositif de séparation et avec un dispositif d'accouplement (40) s'étendant
dans l'ouverture d'accouplement centrale (21), avec une section d'accouplement inférieure
(42), et
un dispositif de retenue (50) avec un moyen de retenue (54) et un moyen d'actionnement
(51), le dispositif de retenue (50) empêchant une rotation du dispositif de séparation
(30) par l'intermédiaire du moyen de retenue (54) et le moyen d'actionnement (51)
étant conçu comme un nez vertical correspondant à l'évidement dans la station de distribution,
est mis à disposition,
le réservoir de stockage (1) est disposé sur la station de distribution (100),
dans lequel, lors de la mise en place, tout d'abord
une interaction efficace entre la section d'accouplement (42) et le moyeu (152) est
initiée, le moyeu (152) s'adaptant à la section d'accouplement (42) par une rotation
lors de la mise en place de l'interaction et une liaison par la forme et/ou par la
force étant établie entre le moyeu (152) et la section d'accouplement, et ensuite
une interaction efficace entre le moyen d'actionnement (51) et le moyen d'ouverture
(125) est initiée, le moyen de retenue (54) étant libéré lors de la mise en place
de l'interaction, de sorte que la rotation du dispositif de séparation (30) est rendue
possible,
caractérisé en ce que
l'interaction entre le moyeu (152) et la section d'accouplement inférieure (42) est
initiée en créant une profondeur d'engagement d'accouplement (KET) efficace en reliant
par force et/ou par forme le moyeu (152) et la section d'accouplement inférieure (42),
en ce que
l'interaction entre le moyen d'actionnement (51) et le moyen d'ouverture (125) est
initiée en guidant le moyen d'actionnement (51) dans le moyen d'ouverture (125) et
en libérant ainsi le moyen de retenue (54), une profondeur d'engagement de retenue
(HET) efficace étant générée,
et en ce que la profondeur d'engagement d'accouplement (KET) est supérieure à la profondeur d'engagement
de retenue (HET).