[0001] Die Erfindung betrifft eine Zentriereinheit für ein aus mehreren drehbeweglich untereinander
verbundenen Sektionen eines Torblattes, wobei in das Torblatt eine Tür integriert
ist, deren Türblatt ebenfalls aus untereinander drehbeweglichen Sektionen besteht.
Die Sektionen des Torblattes und des Türblattes bestehen im Wesentlichen aus zwei
distanzierten Blechen, deren Zwischenraum mit einem Isoliermaterial ausgefüllt ist,
wobei die seitlichen vertikalen Ränder der Sektionen mit Vorsatzabschlusselementen
verschlossen sind.
[0002] In der
GB 372 919 wird ein Türstütz- und Führungsmittel beschrieben, um eine Tür in der richtigen Position
zu halten. Dadurch soll die Verriegelung, bzw. die Entriegelung, der Tür erleichtert
werden. Dafür wird eine Platte verwendet, die mit einem drehbaren Bolzen versehen
ist, der in eine weitere Platte, die mit einem Schlitz ausgestattet ist, zusammenwirkt.
Beim Schließen der Tür wird der Bolzen in den Schlitz eingeführt, sodass eine definierte
Schließposition der vorhandenen Tür erreicht wird.
[0003] Sektionaltore sind vertikal öffnende Bauwerksabschlüsse, deren starre Sektionen drehbeweglich
über Scharniere untereinander verbunden sind und in der vertikalen Position übereinanderstehend
ausgebildet sind und in seitlichen Führungsanordnungen ortsveränderbar sind. Die einzelnen
Sektionen bestehen dabei im Wesentlichen aus zwei äußeren distanziert ausgeführten
Blechen, deren Zwischenraum mit einem Isoliermaterial ausgefüllt ist. Die äußeren
Enden derartiger Sektionen werden dabei durch Abschlusselemente verschlossen. Um einen
weitestgehend dichten Verschluss derartiger Sektionen untereinander zu erzielen, sind
die einzelnen Sektionen an ihrer Oberseite mit einer Profilierung ausgestattet, wobei
sich an der Unterseite der Sektionen eine komplementär ausgebildete Vertiefung befindet.
[0004] Um derartige Sektionaltore für ein Passieren von Personen nicht ständig zu öffnen,
können in dem Torblatt Türen enthalten sein. Diese Türen mit ihren Türblättern sind
in ihrem Aufbau entsprechend den Torblättern in gleicher Art und Weise aufgebaut.
Um den Betrieb eines Tores während der Ortsveränderung in seitlichen Führungsorganen
nicht zu blockieren, ist es notwendig, dass sich die integrierte Tür sicher in einer
ordentlichen Verschlusslage befindet.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine einfache Konstruktion bereitzustellen,
die eine sichere Verschlussposition eines integrierten Türblattes innerhalb eines
Torblattes gewährt, wobei das Türblatt und das Torblatt aus mehreren, drehbeweglich
untereinander verbundenen Sektionen, bestehen. Ferner soll ein Wassermanagement bereitgestellt
werden, welches wirksam gegen eintretendes Wasser von außen oder entstehendes Kondenswasser
in Spalträumen eingesetzt werden kann.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Die sich
an den Hauptanspruch anschließenden Unteransprüche geben dabei eine weitere Ausgestaltung
des erfindungsgemäßen Gedankens wieder.
[0007] Die in sich starren Sektionen des Torblattes, wie diese bei Sektionaltorblättern
ausgeführt sind, sind untereinander mit Scharnieren verbunden. Durch derartige Scharniere
zwischen den einzelnen Sektionen kann je nach Größe des Torblattes das Sektionaltor
insgesamt labiler als ein einstückiges Torblatt werden. Dieser labile Zustand kann
noch dadurch verstärkt werden, dass beispielsweise in das Torblatt ein Türblatt integriert
wird, das über Bänder oder Scharniere mit den korrespondierenden Sektionen des Torblattes
drehbeweglich verbunden ist. Ein solches Türblatt innerhalb des Torblattes darf nicht
dazu führen, dass die gesetzlichen Anforderungen, insbesondere Windlastaufnahme, Wasserdichtheit,
Luftdichtheit, Schalldämmung und Einhaltung des geforderten Wärmewiderstandes, vernachlässigt
werden. Für diese aufgezeigten, aber nicht abschließend aufgezählten Merkmale ist
es von besonderer Bedeutung, dass zwischen den Sektionen in der Schließlage kein Wärmeaustausch
von innen nach außen, bzw. umgekehrt, in einem unzulässigen Maße stattfindet. Ferner
liegt durch die scharnierende Ausbildung zwischen den Sektionen, in Verbindung mit
seitlichen Führungsrollen und Führungsschienen, für das Torblatt insgesamt ein großes
Spiel mit einer allseitigen Bewegungsfreiheit vor. Die einzelnen Sektionen des Torblattes
sind in sich sehr steif und bereiten keine Probleme. Wichtig ist, bei der Integration
des Türblattes innerhalb des Torblattes eine korrekte Schließlage des Türblattes zu
erzielen. Bei einer nicht korrekten Schließlage des Türblattes in dem Torblatt ist
eine Ortsveränderung insgesamt nicht möglich. Dieses würde den gesamten Betriebsablauf
des Sektionaltores erheblich störend beeinflussen.
[0008] Sektionaltorblätter, die untereinander aus drehbeweglich miteinander verbundenen
Sektionen, wie bspw. Paneelen, bestehen, können aufgrund ihres Konstruktionsaufbaus
nicht gänzlich gegen von außen eindringendem Wasser, Lärm usw., zum Beispiel durch
sehr starkes Winddrücken, genügend geschützt werden. Ferner kann Kondenswasser beispielsweise
im Türblatt entstehen. Insbesondere starke Regenfälle können in Verbindung mit auf
das Torblatt gerichteten Windlasten zu einem Wassereintritt in den dahinterliegenden
Gebäudebereich führen, dieses ist jedoch nicht erwünscht.
[0009] Sektionaltorblätter, mit in der Schließstellung zu öffnenden Türen, stellen ebenfalls
eine zusätzliche Beeinträchtigung für von außen eintretendem Wasser dar. Zwischen
Torblatt und Türblatt können, wenn auch in einem geringen Maße, offene Spaltausbildungen
entstehen, durch die ein Wasserdurchtritt möglich ist. Wenn es trotzdem in den Spalträumen,
zwischen Torblatt und Türblatt, Wassereintritte gegeben hat, so müssen diese auch
wieder nach außerhalb des Torblattes abgeführt werden.
[0010] Die Erfindung schlägt eine Zentriereinheit vor, die gleichzeitig den gewünschten
Abschluss im Bereich der Profilierung der Sektionen untereinander erfüllt und auch
so konstruiert ist, dass das Türblatt innerhalb des Torblattes einfach aus seiner
Offenstellung in seine Schließlage überführt werden kann. Dafür sind die Zentriereinheiten
jeweils an seitlichen Vorsatzabschlusselementen, die die einzelnen Sektionen des Torblattes
und des Türblattes seitlich abschließen, an den oberen Enden zwischen Türblatt und
Torblatt montiert. Dadurch wird ein sicherer und dichter Abschluss im Bereich der
Profilierung erzielt. Dieser dichtere Abschluss ist in mehrfacher Hinsicht zu verstehen.
Erstens in Bezug auf eine sichere Schließlage des Türblattes in dem Torblatt, aber
auch mit Blick auf die gewünschte Abdichtung gegen von außerhalb des Torblattes eindringende
Wassermengen, bzw. entstehendes Kondenswasser. Dafür sind in den Teilstücken der Zentriereinheit
und in den Vorsatzabschlusselementen Durchbrüche oder Kammern vorhanden, die vermeiden,
dass vorhandenes Wasser zwischen Türblatt und Torblatt stehen bleibt.
[0011] Ferner wird der Schließvorgang durch die erfinderischen Zentriereinheiten wesentlich
erleichtert. Beim Stand der Technik sind Zentrierhilfen stets zwischen Torblatt und
Türblatt an irgendeiner Stelle auf seitlichen Abschlusselementen befestigt, d.h.,
nicht an den oberen Enden der Paneele. Gerade die Platzierung der Zentriereinheiten
zwischen den Oberkanten der Türflügelsektionen und den Torflügelsektionen sichert
in diesem Bereich einen verbesserten Verbund in der Schließlage zwischen Türflügel
und Torflügel.
[0012] Die erfinderische Zentriereinheit besteht dabei aus einem ersten und einem zweiten
Teilstück. Diese Teilstücke korrespondieren nach der Montage gegenüberstehend an den
Sektionen des Torblattes und gleichzeitig auch an den Sektionen des Türblattes miteinander.
Das erste und das zweite Teilstück wurden so konstruiert, dass in der Schließstellung
des Türblattes ein Ineinandergreifen der beiden Teilstücke vorliegt. Dieses wird dadurch
erreicht, dass in einem der Teilstücke ein im Wesentlichen waagerecht oder in einer
geringen Schräglage verlaufender Zentriereinlauf ausgebildet ist, dessen Öffnung zum
schließenden Türflügel gerichtet und außenseits mit Anschrägungen versehen ist. In
dem zweiten Teilstück ist auf einer vorstehenden, starren Achse ein drehbares Rollelement
angeordnet, das mit dem Zentriereinlauf des ersten Teilstückes der Schließlage korrespondiert.
Der Durchmesser des Rollelementes ist dabei im Wesentlichen auf die Öffnungsweite
des Zentriereinlaufes abgestimmt, sodass bei ausreichendem Spiel trotzdem eine verkantungssichere
Schließstellung des Türblattes eingenommen werden kann. Die Gesamtstabilität des Torblattes
wird durch den Einsatz der Zentriereinheiten zwischen den einzelnen Sektionen des
Türblattes und dem Torblatt wesentlich erhöht, sodass der Einbau des Türflügels keinen
Gefahrenpunkt darstellen kann. Um einen absolut sicheren Verschluss des Türflügels
innerhalb des Torflügels zu erzielen, sind jeweils auf den gleichen Paneeloberenden
links und rechts des Türflügels mit den angrenzenden Torflügelelementen jeweils Zentriereinheiten
montiert. Eine solche Ausführungsform erhöht die Stabilität des Torblattes insgesamt.
[0013] Mit der Verbesserung des Wassermanagements der Sektionen im Bereich der Zentriereinheiten
geht auch gleichzeitig eine Reduzierung der Luftwechselraten in den entsprechenden
Gebäuden einher. Aus diesem Grund ist eine Abführung von Kondenswasser zwischen Türflügel
und Torflügel durch die Zentriereinheiten über Entwässerungsvorrichtungen unerlässlich.
Selbstverständlich muss die Entwässerung dabei derart ausgeführt werden, dass das
abzuführende Wasser in Richtung zur Außenseite des Torblattes, bzw. des Türblattes,
abgeleitet wird. Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Ausführung des Wassermanagements
ist die schnelle Abführbarkeit von Wasseransammlungen im Inneren des Torblattes, bzw.
des Türblattes. Dafür ist eine separate Öffnung vorgesehen, was die Isoliereigenschaften
des Tür- und Torblattes erhöht. Die Entwässerungskammern in den Vorsatzabschlusselementen
sind so ausgelegt, dass diese mit den Entwässerungsöffnungen der Zentriereinheit fluchten,
um vorhandenes Wasser abzuleiten. Durch die konstruktive Ausführung der Zentriereinheiten
mit großen Öffnungen und den Kammern in den Vorsatzabschlusselementen können Verstopfungen
vermieden werden, darüber hinaus ist auch mit entsprechenden Mitteln eine Reinigung
im Falle einer Verstopfung in eingebautem Zustand möglich.
[0014] Damit ein wirksames Wassermanagement mit erfolgreichen Wasserableitungen ausführbar
ist, stehen die Öffnungen oder Durchbrüche in den Teilstücken der Zentriereinheiten
mit korrespondierenden Kammern in den Vorsatzabschlusselementen direkt in einer Wirkverbindung
zum Durchtritt von Wasser jeglicher Art. Die gute Schließlage, die zwischen dem Türblatt
und dem Torblatt durch die Zentriereinheit ermöglicht wird, kann in den Spalträumen
auftretendes Wasser nach außen sicher abführen. Dadurch ist es möglich, dass eine
wirksame Entwässerung nach außerhalb des Tür- und Torblattes im unteren Bereich ausführbar
ist.
[0015] Die Teilstücke der Zentriereinheiten sind kostengünstig in einer Kunststoffausführung,
beispielsweise aus Polyamid oder gleichwertig, herstellbar, wobei jedoch die drehbare
Rolle und die zugehörige Achse aus Stahl bestehen, um vorzeitigen Verschleiß zu vermeiden.
[0016] Eine weitere Möglichkeit zur Ausführung verwindungssteifer Türblätter innerhalb eines
Sektionaltorblattes kann darin bestehen, dass zwischen Türblatt und Torblatt verdeckt
ausgebildete Bänder oder Scharniere eingesetzt werden. Derartige Scharniere oder Bänder
geben dem Türblatt einen sicheren Halt, weil diese einen präzisen Aufbau gegenüber
einfach aufliegenden Scharnieren garantieren.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand möglicher Ausführungsbeispiele näher erläutert.
- Figur 1
- zeigt eine Ausschnittdarstellung eines Sektionaltores mit Sektionen von Paneelen,
in die ein drehbares Türblatt integriert ist.
- Figur 2
- zeigt eine erfindungsgemäße Zentriereinheit in einer perspektivischen Darstellung.
- Figur 3
- zeigt einen Einbau einer Zentriereinheit zwischen dem Türflügel und einem Torflügel.
- Figur 4
- zeigt eine Darstellung einer Sektion mit montiertem erstem Teilstück der Zentriereinheit.
- Figur 5
- zeigt eine perspektivische Darstellung mit einer Sektion eines Türblattes und dem
zweiten Teilstück der Zentriereinheit.
- Figur 6
- zeigt ein zweites Teilstück der Zentriereinheit in einer perspektivischen Darstellung.
- Figur 7
- Wie Figur 6, jedoch aus einem anderen Blickwinkel gesehen.
- Figur 8
- Erstes Teilstück in einer perspektivischen Darstellung.
- Figur 9
- Wie Figur 8, jedoch aus einem anderen Blickwinkel.
- Figur 10
- Erstes Teilstück in Verbindung mit einem Vorsatzabschlusselement.
- Figur 11
- Endseitige Ausbildung eines Vorsatzabschlusselementes.
- Figur 12
- Übereinander angeordnete Abschlusselemente, montiert an Sektionen mit einem eingefügten
ersten Teilstück.
[0018] Durch die perspektivische Darstellung nach Figur 1 wird ein Teil eines Torblattes
13 mit einem integrierten Türblatt 12 wiedergegeben. Das Torblatt 13 besteht aus einzelnen
Sektionen, die sich jeweils seitlich zu dem Türblatt 12 erstrecken. Die Sektionen
des Türblattes 12 und des Torblattes 13 weisen einen gleichen Aufbau auf und bestehen
im Wesentlichen aus zwei distanzieren Blechen, zwischen denen ein Isoliermaterial
eingebracht worden ist. Diese Sektionen sind in sich sehr biegesteif und werden jeweils
an ihren vertikalen Stirnseiten durch Vorsatzabschlusselemente 21, 22 verschlossen.
[0019] An den Sektionen des Türblattes 12 und den Sektionen des Torblattes 13 sind jeweils
an der Oberkante Profilierungen 25 ausgebildet. Diese Profilierungen 25 sorgen für
einen dichten Verschluss der Sektionen untereinander in Verbindung mit komplementären
Ausbildungen an der Unterseite der darüber angeordneten Sektionen. Jeweils zwischen
der Hauptschließkante des Türblattes 12 und die anschließende Sektion des Torblattes
13 sind an jeder Seite der gegenüberstehenden Sektionen Teilstücke einer Zentriereinheit
1 am oberen Ende der Sektionen montiert. In gleicher Art und Weise sind an der Nebenschließkante
zwischen dem Türblatt 12 und dem Torblatt 13 ebenfalls Teilstücke der Zentriereinheiten
1 montiert. Die Oberseiten der Zentriereinheiten 1 weisen Vorsprünge 11 auf, die an
die Ausbildung der Profilierung 25 der Sektionen angepasst sind. Durch die Platzierung
der Zentriereinheiten 1 an der Haupt- und der Nebenschließkante wird ein fester Verschluss
des Türblattes 12 in dem Torblatt 13 erzielt. Dieses wird insbesondere dadurch erreicht,
dass in den Bereichen, wo das Torblatt 13 und das Türblatt 12 instabil sind, nämlich
an den oberen Endbereichen, ein stabiler Verbund, der aber auch lösbar ist, zwischen
dem Türblatt 12 und dem Torblatt 13 erzielt. Dieses führt zu einer wesentlichen Erhöhung
der Steifigkeit bei Windlasten und reduziert ebenfalls einen Wärmeaustausch zwischen
der Innenseite und der Außenseite des Sektionaltores, was der Stand der Technik nicht
liefern kann.
[0020] Eine bevorzugte Ausführungsform der Zentriereinheit 1, bestehend aus den Teilstücken
2 und 3, wird in einer perspektivischen Darstellung der Figur 2 wiedergegeben. Die
Blickrichtung auf die Zentriereinheit 1 nach Figur 2 ist von der Innenseite des Tor-
und Türblattes ausgesehen dargestellt worden. Das erste Teilstück 2 und das zweite
Teilstück 3 werden jeweils an den Enden der Vorsatzabschlusselemente 21, 22 in Verbindung
über Befestigungsflansche 4, in denen Befestigungsbohrungen 19 enthalten sind, angeschlagen.
Das erste Teilstück 2 und das zweite Teilstück 3 weisen Gehäuse 5, 6 auf, die aus
Kunststoff bestehen. Die Gehäuse 5, 6, ausgehend von den oberen Vorsprüngen 11, weisen
vertikal durchgehende Öffnungen 27, 29 auf. Durch diese Öffnungen 27, 29 kann eine
wirksame Entwässerung von auftretendem Wasser durchgeführt werden. Durch diese Gehäuseausbildungen
5 und 6 ist es möglich, dass eine einfache Positionierung mit den Vorsatzabschlusselementen
21, 22 einerseits möglich ist und andererseits auch die Zentriermittel für das Türblatt
12 kostengünstig ausführbar sind. Ebenso können insbesondere die Schallisolation und
eine quasi Luftdichtheit in Verbindung mit nicht dargestellten Dichtungen erzielt
werden.
[0021] Die Montage des ersten Teilstückes 2 an den oberen Enden des Vorsatzabschlusselementes
21 kann bspw. der Figur 4 entnommen werden. Dabei wird deutlich, dass der Vorsprung
11 im Wesentlichen der Ausbildung der Profilierung 25 angepasst wurde. Eine zusätzliche
Abdichtung gegen einen Wärmeverlust wird durch eine Abdeckung 10 vor dem Vorsprung
11 erreicht. Gleichzeitig wird durch die Abdeckung 10 beim Eintritt des Türblattes
12 in die Schließstellung auch eine Anschlagdämpfung erzielt. Innerhalb des ersten
Teilstückes 2 ist ein Zentriereinlauf 20 in Form einer Vertiefung dargestellt worden.
Der Zentriereinlauf 20 kann einen leicht schrägen oder im Wesentlichen waagerechten
Verlauf aufweisen. Gerade durch eine im Wesentlichen gerade, waagerecht verlaufende
Einlauffläche 32 in dem Zentriereinlauf 20 wird beim Eintritt des Türblattes 12, nämlich
durch das Rollelement 23, sofort ein sehr stabiler Zustand für das Türblatt 12 in
dem Torblatt 13 erzielt, und nicht erst in der eigentlichen Schließstellung des Türflügels
wie es im Stand der Technik geschieht. Die eigentliche Schließstellung des Türflügels
12 in dem Torflügel 13 wird am Ende des Zentriereinlaufes 20 noch zusätzlich durch
einen Abschluss 33 mit einer geringen Absenkung abgesichert. Am Eingang des Zentriereinlaufes
20 sind Anschrägungen 18, die ein Eintauchen des Rollelementes 23, das an dem zweiten
Teilstück 3 drehbar gelagert ist, erleichtert.
[0022] Eine mögliche Montageausführung des zweiten Teilstückes 3 an dem Türflügel 12 gibt
die Figur 5 wieder. Dabei weist das Gehäuse 6 unterseits einen Freischnitt auf, um
eine genaue Anpassung zwischen der Sektion und dem Vorsatzanschlusselement 21, 22
ausführen zu können. Innerhalb des Gehäuses 6 des zweiten Teilstückes 3 ist drehfest
eine Achse 24 montiert, wobei auf der Achse 24 ein Rollelement 23 drehbar ausgebildet
ist. Das Rollelement 23 weist auf seinem Umfang eine nicht näher bezeichnete Bohrung
auf, um eine Schmierung zwischen dem Rollelement 23 und der Achse 24 bei Bedarf auszuführen.
Um dabei ein Reservoir für Schmiermittel bereitzustellen, kann in die Oberfläche der
Achse eine oder mehrere Vertiefungen eingebracht werden, über die das Schmiermittel
dauerhaft bereitgestellt wird. Durch das Zusammenspiel der Rollelemente 23 mit den
Zentriereinläufen 20 wird eine sichere Schließlage zwischen dem Türflügel 12 und dem
Torflügel 13 garantiert.
[0023] Gleichzeitig ist an dem ersten Teilstück 2 zur Außenseite des Torblattes 13 gerichtet
ein Anschlagschenkel 8 vorhanden, neben dem eine hinterschnittene Aufnahme für eine
Anschlagdichtung 14 enthalten ist. Dieses zeigt die Figur 3, aus der auch eine Aufnahme
für eine Abschlussdichtung 15 vor dem zweiten Teilstück 3 entnehmbar ist. Des Weiteren
weist das Teilstück 3 zur Außenseite des Türblattes 12 einen Blendanschlag 9 auf.
Zur sicheren Abdichtung des Türflügels 12 zum Torflügel 13 ist ferner auf der Innenseite
des ersten Teilstückes 2 eine Verschlussdichtung 16 dargestellt worden. Innerhalb
des Torblattes 12 befindet sich ein nicht näher bezeichnetes Schloss, das durch einen
Türdrücker 17 betätigt werden kann.
[0024] In den Figuren 6 und 7 werden mögliche Ausführungen des zweiten Teilstückes 3 der
Zentriereinheit 1 in perspektivischen Darstellungen wiedergegeben. Bei dieser Darstellung
ist das drehbare Rollelement 23 mit der dazugehörigen Achse 24 nicht dargestellt,
vielmehr ist eine Achsaufnahme 26 den Figuren 6 und 7 zu entnehmen, die sich durch
das gesamte zweite Teilstück 3 erstreckt. Im Bereich der Öffnung 27 wird die Achsaufnahme
26 von einem Distanzstück umgeben, sodass die Achse 24 bei einer Befestigung an dem
zweiten Teilstück 3 nicht zu einer Verformung des Teilstückes 3 führen kann. In Längserstreckung
durch das zweite Teilstück 3 ist die Öffnung 27 dargestellt, die sich durch das ganze
Gehäuse 6 des zweiten Teilstückes 3 erstreckt, sodass anfallendes Wasser, trotz der
vorhandenen Befestigung der Achse 24 in der Achsaufnahme 26, hier einfach hindurchtreten
kann. In den Blendanschlag 8 ist ein Dichtungskanal 30 eingearbeitet, in den eine
Dichtung für das Türblatt 12 eingezogen wird.
[0025] Das Gehäuse 6 des zweiten Teilstückes 3 weist in seinem Befestigungsflansch 4 die
Befestigungsbohrung 19 in Form eines Langloches auf. Dadurch ist es möglich, eine
genaue Platzierung des zweiten Teilstückes 3 am Ende eines der Vorsatzabschlusselemente
21 oder 22 ausführen zu können.
[0026] Den Figuren 8 und 9 kann das mit dem zweiten Teilstück 3 zusammenwirkende erste Teilstück
2 der Zentriereinheit 1 entnommen werden. In die Zentrieraufnahme 20 taucht in der
Schließstellung des Türflügels 12 das Rollelement 23 ein. Am Ende der Einlauffläche
32 ist der Abschluss 33, der eine leichte Vertiefung gegenüber der Einlauffläche 32
aufweisen kann, um dadurch in der Schließlage des Türblattes 12 in dem Torblatt 13
eine sichere Schließposition zu garantieren.
[0027] Das Gehäuse 5 des ersten Teilstückes 2 weist ebenfalls eine in Längsrichtung vertikal
durchdringende Öffnung 29 oder einen Öffnungskanal auf, durch den ebenfalls vorhandenes
Wasser ablaufen kann. Die Befestigung und passgenaue Ausrichtung des Gehäuses 5 wird
über den Befestigungsflansch 4 in Verbindung mit der als Langloch ausgeführten Befestigungsbohrung
19 an einem der Vorsatzabschlusselemente 21 oder 22 ausgeführt.
[0028] Den Einbau des ersten Teilstückes 2 in Verbindung mit dem Vorsatzabschlusselement
21, gibt die Figur 10 wieder. Dabei ist das erste Teilstück 2 an der oberen Stirnseite
des Vorsatzabschlusselementes 21 aufgesetzt worden. Dafür sind an dem Vorsatzabschlusselement
21 Konturausnehmungen 34 ausgeführt worden, um die Platzierung an der oberen Stirnseite
des Vorsatzabschlusselementes 21 ausführen zu können, sodass der obere Vorsprung 11
des ersten Teilstückes 2 quasi mit der Profilierung 25 des oberen Teiles des Torblattes
13 in deren Längsrichtung fluchtet. Zur Befestigung des ersten Teilstückes 2 weist
das Vorsatzabschlusselement 21 eine Anschlagfläche 35 auf, gegen die sich der Befestigungsflansch
4 anlegt, um über die Befestigungsbohrung 19, in Verbindung mit einer Bohrung 36,
mit dem Vorsatzabschlusselement 21 befestigt zu werden.
[0029] Die Ausbildung des Abschlusselementes 21 im oberen Endbereich kann der Figur 11 entnommen
werden. Dabei wird sichtbar, dass sich die Konturausnahmen 34 sich zu beiden Seitenwänden
des Schachtes 37 als eine durchgehende Kammer erstrecken. Der Schacht 37 fluchtet
im Wesentlichen mit der Öffnung 27 oder 29 der Zentriereinheit 1. Damit ist gewährleistet,
dass vorhandene Wasseransammlungen quasi nicht sichtbar nach unten zum Torblattende
abgeleitet werden können. Zur Befestigung des Vorsatzabschlusselementes 21 weist dieses
einen Anlageschenkel 31 auf, der sich gegen die Oberflächen des Türblattes 12 oder
des Torblattes 13 anlegt und über Bohrungen 7 befestigen lässt, wie dieses der Figur
1 zu entnehmen ist.
[0030] Wie bereits ausgeführt wurde, handelt es sich bei dem Torblatt 13 mit dem Türblatt
12 um einzelne Sektionen, die untereinander drehbeweglich miteinander verbunden sind.
Um dieses noch einmal zu veranschaulichen, wird auf die Figur 12 verwiesen, in der
zwei einzelne Vorsatzabschlusselemente 21 übereinander dargestellt sind und quasi
zwischen denen das erste Teilstück 2 der Zentriereinheit 1 eingesetzt ist. Hierzu
ist anzumerken, dass dieses in gleicher Art und Weise mit dem Vorsatzabschlusselement
22 in Verbindung mit dem zweiten Teilstück 3 ausgeführt wird.
Bezugszeichen
[0031]
- 1
- Zentriereinheit
- 2
- Erstes Teilstück
- 3
- Zweites Teilstück
- 4
- Befestigungsflansch
- 5
- Gehäuse erstes Teilstück
- 6
- Gehäuse zweites Teilstück
- 7
- Bohrung
- 8
- Anschlagschenkel
- 9
- Blendanschlag
- 10
- Abdeckung
- 11
- Vorsprung
- 12
- Türblatt
- 13
- Torblatt
- 14
- Anschlagdichtung
- 15
- Abschlussdichtung
- 16
- Verschlussdichtung
- 17
- Türdrücker
- 18
- Anschrägungen
- 19
- Befestigungsbohrung
- 20
- Zentriereinlauf
- 21
- Vorsatzabschlusselement
- 22
- Vorsatzabschlusselement
- 23
- Rollelement
- 24
- Achse
- 25
- Profilierung
- 26
- Achsaufnahme
- 27
- Öffnung
- 28
- Distanzstück
- 29
- Öffnung
- 30
- Dichtungskanal
- 31
- Anlageschenkel
- 32
- Einlauffläche
- 33
- Abschluss
- 34
- Konturausnehmung
- 35
- Anschlagfläche
- 36
- Bohrung
- 37
- Schacht
1. Zentriereinheit (1) für ein aus mehreren, drehbeweglich untereinander verbundenen
Sektionen bestehendes Torblatt (13), das in seitlichen Führungsschienen geführt wird,
wobei in das Torblatt eine Tür integriert ist, deren Türblatt (12) ebenfalls aus mehreren
untereinander drehbeweglichen Sektionen besteht, die über Bänder mit den Sektionen
des Torblattes (13) drehbeweglich verbunden sind, für die Einnahme der Schließstellung
des Türblattes (12) in dem Torblatt (13) sind drehbare Rollelemente (23), die in Zentrierstücke
eingreifen, vorhanden, die Sektionen bestehen im Wesentlichen aus zwei distanzierten
äußeren Blechen, deren Zwischenraum mit einem Isoliermaterial ausgefüllt ist, wobei
die seitlichen, vertikalen Ränder der Sektionen durch Vorsatzabschlusselemente (21,
22) verschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die oberen Enden der Vorsatzabschlusselemente (21, 22) im Bereich von Profilierungen
(25) an den Sektionen des Torblattes (13) und des Türblattes (12) mit Zentriereinheiten
(1) versehen sind, die in der Schließstellung des Türblattes (12) mit dem Torblatt
(13) korrespondieren, die Zentriereinheiten (1) bestehen aus einem ersten Teilstück
(2), das ein Gehäuse (5) aufweist, in dem ein in etwa waagerecht verlaufender Zentriereinlauf
(20) enthalten ist, der in einen endseitigen Abschluss (33) übergeht, und einem zweiten
Teilstück (3), in dessen Gehäuse (6) eine feststehende Achse (24) montiert ist, auf
der ein drehbares Rollelement (23) angeordnet ist, wobei der Durchmesser des Rollelementes
(23) mit der Öffnungsweite des Zentriereinlaufes (20) so aufeinander abgestimmt ist,
dass das Rollelement (23) in der Schließstellung des Türblattes (12) in den Zentriereinlauf
(20) eintritt, ferner weisen die Gehäuse (5, 6) der Teilstücke (2, 3) vertikal verlaufende
Öffnungen (27, 29) auf, die mit in den Vorsatzabschlusselementen (21, 22) enthaltenen
Schächten (37) in Verbindung stehen, wobei sich die Schächte (37) über die gesamte
Längserstreckung der Vorsatzabschlusselemente (21, 22) erstrecken und in Verbindung
mit den Öffnungen (27, 29) der Teilstücke (2, 3) über die Gesamthöhe des Türblattes
(12) eine durchgehende Fluidverbindung bereitstellen.
2. Zentriereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilstücke (2, 3) an ihrer Oberseite mit Vorsprüngen (11) versehen sind, die
in etwa der Ausbildung der Profilierung (25) entsprechen.
3. Zentriereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilstücke (2, 3) zumindest an einer ihrer Außenseiten mit einem Anschlag (8)
oder einem Blendanschlag (9) versehen sind, wobei der Anschlag (8) oder der Blendanschlag
(9) an den Außenseiten der Vorsatzabschlusselemente (21, 22) zur Anlage kommen.
4. Zentriereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuse (5, 6) der Teilstücke (2, 3) mit unterseits auskragenden Befestigungsflanschen
(4) versehen sind, in denen Befestigungsbohrungen (19) zur Ausrichtung und Anschlagung
an die Vorsatzabschlusselemente (21, 22) enthalten sind.
5. Zentriereinheit nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den waagerecht verlaufenden Enden der Sektionen des Türblattes (12) und an den
korrespondierenden Sektionen des Torblattes (13) jeweils eines der Teilstücke (2,
3) der Zentriereinheit (1) angeordnet sind.
6. Zentriereinheit nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsatzabschlusselemente (21, 22) als Hohlprofile mit den Schächten (37) ausgebildet
sind und dass von den Hohlprofilen seitlich auskragende Anlageschenkel (31) mit Anschlagflächen
(35) bestehen.
7. Zentriereinheit nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuse (5, 6) an den Ober- und Unterseiten der Vorsatzabschlusselemente (21,
23) in Konturausnehmungen (34) eingreifen.
8. Zentriereinheit nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilstücke (2, 3) der Zentriereinheit (1) in einer Kunststoffausführung und die
Vorsatzabschlusselemente (21, 22) in einer Leichtmetallprofilausbildung vorliegen.
9. Sektionaltor, dessen Torblatt (13) eine Tür mit einem Türblatt (12) aufweist, deren
Sektionen drehbeweglich untereinander verbunden sind, wobei die Sektionen im Wesentlichen
aus zwei distanzierten Blechen mit einem mit Isoliermaterial ausgefüllten Zwischenraum
bestehen und die seitlichen vertikalen Ränder der Sektionen durch Vorsatzabschlusselemente
(21, 22) verschlossen sind, die mit Vorsatzabschlusselementen (21, 22) und Zentriereinheiten
(1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche versehen sind.