Stand der Technik
[0001] Aus
US 5 235 792 A sowie aus
JP H10-16906 A sind bereits Horizontalformvorrichtungen mit zumindest einer Formeinheit, die dazu
vorgesehen ist, eine Verpackungsmaterialbahn zu einem Verpackungsmaterialschlauch
zu formen, und mit zumindest einer Formführungseinheit, die dazu vorgesehen ist, den
Verpackungsmaterialschlauch quer zu einer Einlaufrichtung der Verpackungsmaterialbahn
an der Formeinheit unter Erhalt einer von der Formeinheit erzeugten Materialspannung
weiterzuführen, bekannt.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Die Erfindung geht aus von einer Horizontalformvorrichtung, insbesondere für horizontale
Schlauchbeutelmaschinen, mit zumindest einer, insbesondere rollenfreien, Formeinheit,
insbesondere einer Formschulter, die dazu vorgesehen ist, eine Verpackungsmaterialbahn,
insbesondere eine Papierbahn, zu einem Verpackungsmaterialschlauch zu formen, wobei
die Formeinheit zumindest eine Faltkante aufweist, um die die Verpackungsmaterialbahn
umlenkbar ist, und mit zumindest einer Formführungseinheit, insbesondere einer weiteren
Formschulter, die dazu vorgesehen ist, den Verpackungsmaterialschlauch quer zu einer
Einlaufrichtung der Verpackungsmaterialbahn an der Formeinheit unter Erhalt einer
von der Formeinheit erzeugten, insbesondere homogenen, Materialspannung weiterzuführen.
[0004] Es wird vorgeschlagen, dass die Horizontalformvorrichtung zumindest eine Auflagefläche,
insbesondere eine Arbeitsplatte, umfasst, auf der zu verpackende Produkte transportierbar
sind, wobei die Formeinheit und die Formführungseinheit auf voneinander abgewandten
Seiten der Auflagefläche angeordnet sind, wobei die Formführungseinheit zumindest
eine Formführungskontur umfasst, die dazu vorgesehen ist, den geführten Verpackungsmaterialschlauch
zu einer Realisierung einer Aufrechterhaltung der homogenen Materialspannung zu stützen.
[0005] Vorzugsweise umfasst eine Verpackungsmaschine, insbesondere eine horizontale Schlauchbeutelmaschine,
die Horizontalformvorrichtung. Insbesondere ist die Horizontalformvorrichtung dazu
vorgesehen, ein Verpackungsmaterial, insbesondere den Verpackungsmaterialschlauch,
entlang einer horizontalen, insbesondere entlang einer zumindest im Wesentlichen senkrecht
zu einer Gravitationskraftwirkrichtung verlaufenden, Transportrichtung zu führen.
Der Ausdruck "im Wesentlichen senkrecht" soll insbesondere eine Ausrichtung einer
Richtung relativ zu einer Bezugsrichtung definieren, wobei die Richtung und die Bezugsrichtung,
insbesondere in einer Projektionsebene betrachtet, einen Winkel von 90° einschließen
und der Winkel eine maximale Abweichung von insbesondere kleiner als 8°, vorteilhaft
kleiner als 5° und besonders vorteilhaft kleiner als 2° aufweist. Unter "vorgesehen"
soll insbesondere speziell programmiert, speziell ausgelegt und/oder speziell ausgestattet
verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen
ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion
in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.
[0006] Vorzugsweise ist die Horizontalformvorrichtung zumindest zu einer Formung und/oder
Führung einer Verpackungsmaterialbahn vorgesehen, wobei das Verpackungsmaterial bevorzugt
als ein Papier ausgebildet ist. Insbesondere ist die Verpackungsmaterialbahn als eine
Papierbahn ausgebildet. Vorzugsweise kann die Horizontalformvorrichtung zusätzlich
oder zumindest alternativ zu einer Formung und/oder Führung einer Verpackungsmaterialbahn
vorgesehen sein, wobei das Verpackungsmaterial verschieden von einem Papier, beispielsweise
als ein Kunststoff, ausgebildet ist. Insbesondere kann die Verpackungsmaterialbahn
alternativ aus einem Kunststoff ausgebildet sein. Das Verpackungsmaterial ist insbesondere
zu einer Verpackung, insbesondere zu einer Umhüllung, von Produkten, insbesondere
von Lebensmittelprodukten, vorgesehen. Das Verpackungsmaterial ist bevorzugt als Verpackungspapier
ausgebildet. Unter einer "Verpackungsmaterialbahn" soll insbesondere eine ebene, insbesondere
zweidimensionale, Konfiguration des Verpackungsmaterials, insbesondere des Verpackungspapiers,
verstanden werden. Vorzugsweise umfasst die Verpackungsmaschine zumindest eine Verpackungsmaterialabwickeleinheit,
die dazu vorgesehen ist, das Verpackungsmaterial, insbesondere als eine Verpackungsmaterialrolle,
aufzunehmen. Vorzugsweise ist die Verpackungsmaterialabwickeleinheit dazu vorgesehen,
das Verpackungsmaterial als eine Verpackungsmaterialbahn abzuwickeln, insbesondere
einer Verpackungsmaterialzuführeinheit der Verpackungsmaschine zuzuführen. Die Verpackungsmaterialzuführeinheit
ist insbesondere dazu vorgesehen, der Horizontalformvorrichtung, insbesondere der
Formeinheit, die Verpackungsmaterialbahn zuzuführen. Die Verpackungsmaterialzuführeinheit
kann eine Mehrzahl von, insbesondere einem Fachmann bekannten, Komponenten, wie beispielsweise
zumindest einen Schwinghebel, zumindest einen Zentriertaster, zumindest eine Bahnkantensteuerung
und/oder zumindest eine Druckeinheit zu einem Bedrucken des Verpackungsmaterials,
umfassen.
[0007] Unter einem "Verpackungsmaterialschlauch" soll insbesondere eine, insbesondere zumindest
quer zu einer Bahnebene der Verpackungsmaterialbahn, umgeformte, insbesondere dreidimensionale,
Konfiguration des Verpackungsmaterials, insbesondere des Verpackungspapiers, verstanden
werden. Insbesondere ist der Verpackungsmaterialschlauch dazu vorgesehen, zu verpackende
Produkte zu umhüllen. Insbesondere weist die Verpackungsmaschine zumindest eine Produktzuführeinheit,
insbesondere ein Förderband, eine Mitnehmerkette o. dgl., auf, die dazu vorgesehen
ist, die zu verpackenden Produkte zu einer Umhüllung durch den Verpackungsmaterialschlauch
in einen Bereich der Horizontalformvorrichtung, insbesondere der Formeinheit, zu transportieren.
Vorzugsweise verläuft eine Transportrichtung der Produkte zumindest im Wesentlichen
parallel zu einer Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs. Unter "im Wesentlichen
parallel" soll insbesondere eine Ausrichtung einer Richtung relativ zu einer Bezugsrichtung,
insbesondere in einer Ebene, verstanden werden, wobei die Richtung gegenüber der Bezugsrichtung
eine Abweichung insbesondere kleiner als 8°, vorteilhaft kleiner als 5° und besonders
vorteilhaft kleiner als 2° aufweist. Vorzugsweise ist die Produktzuführeinheit entlang
der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs vor der Horizontalformvorrichtung,
insbesondere vor der Formeinheit, angeordnet.
[0008] Vorzugsweise umfasst die Verpackungsmaschine zumindest eine Längssiegeleinheit, die
dazu vorgesehen ist eine, insbesondere zumindest im Wesentlichen parallel zu der Transportrichtung
des Verpackungsmaterialschlauchs verlaufende, Längssiegelnaht des Verpackungsmaterialschlauchs
zu erstellen, insbesondere durch einen Wärmeeintrag in das Verpackungsmaterial und/oder
durch einen Druck auf das Verpackungsmaterial. Die Längssiegeleinheit ist entlang
der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs nach der Horizontalformvorrichtung,
insbesondere nach der Formführungseinheit, angeordnet. insbesondere umfasst die Längssiegeleinheit
zumindest ein Paar von, insbesondere mit einem Profil versehenen, mit Druck beaufschlagbaren
und/oder beheizbaren, Siegelrollen, die dazu vorgesehen sind, insbesondere durch eine
Rotation, den Verpackungsmaterialschlauch zu transportieren. Vorzugsweise umfasst
die Längssiegeleinheit eine Mehrzahl von Paaren von Siegelrollen, wobei zumindest
ein erstes entlang der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs nach der
Horizontalformvorrichtung angeordnetes Paar von Siegelrollen beheizungsfrei, insbesondere
zu einem beheizungsfreien Transport des Verpackungsmaterialschlauchs, ausgebildet
ist. Vorzugsweise umfasst die Verpackungsmaschine zumindest eine Quersiegeleinheit,
die dazu vorgesehen ist, insbesondere nach jeweils einem Produkt, Quersiegelnähte
des Verpackungsmaterialschlauchs, die insbesondere zumindest im Wesentlichen senkrecht
zu der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs verlaufen, zu erstellen,
insbesondere durch gezielten Druck auf das Verpackungsmaterial und/oder durch einen
Wärmeeintrag in das Verpackungsmaterial. Insbesondere ist die Quersiegeleinheit dazu
vorgesehen, den Verpackungsmaterialschlauch in einzelne Verpackungen, die insbesondere
jeweils ein Produkt umschließen, zu vereinzeln. Die Quersiegeleinheit ist entlang
der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs nach der Längssiegeleinheit
angeordnet.
[0009] Die Formeinheit ist vorzugsweise dazu vorgesehen, die Verpackungsmaterialbahn umzulenken.
Insbesondere ist die Verpackungsmaterialzuführeinheit dazu vorgesehen, der Formeinheit
die Verpackungsmaterialbahn entlang einer quer, insbesondere zumindest im Wesentlichen
senkrecht, zu der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs verlaufenden
Richtung zuzuführen. Die Formeinheit weist zumindest eine Faltkante auf, um die die
Verpackungsmaterialbahn umlenkbar ist. Bevorzugt ist die Faltkante als eine Schulterkante
und die Formeinheit als eine Formschulter ausgebildet. Insbesondere ist die Formeinheit
frei von Rollen zu einer Umlenkung der Verpackungsmaterialbahn ausgebildet. Vorzugsweise
ist die Formeinheit dazu vorgesehen, die Verpackungsmaterialbahn an der Faltkante
in eine Richtung quer zu der Einlaufrichtung der Verpackungsmaterialbahn und quer
zu der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs umzulenken. Insbesondere
erstreckt sich die Faltkante zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Einlaufrichtung
der Verpackungsmaterialbahn und zu der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs.
Insbesondere ist die Faltkante dazu vorgesehen, eine homogene Materialspannung in
dem Verpackungsmaterial zu erzeugen. Die Formeinheit weist vorzugsweise zumindest
zwei Formkonturkanten, die sich ausgehend von der Faltkante quer zu der Faltkante,
insbesondere V-förmig, erstrecken, auf. Insbesondere ist die Verpackungsmaterialbahn
um die Formkonturkanten zu dem Verpackungsmaterialschlauch umformbar. Vorzugsweise
erstrecken sich die Formkonturkanten entlang einer Laufrichtung des Verpackungsmaterials
und/oder entlang einer Außenkontur der zugeführten Produkte von der Faltkante bis
zu einem Formtunnel der Formeinheit, der dazu vorgesehen ist, den Verpackungsmaterialschlauch
entlang der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs zu führen. Insbesondere
verläuft eine Längsachse des Formtunnels zumindest im Wesentlichen parallel zu der
Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs.
[0010] Die Formführungseinheit ist bevorzugt dazu vorgesehen, den Verpackungsmaterialschlauch
zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Einlaufrichtung der Verpackungsmaterialbahn
an der Formeinheit, insbesondere entlang der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs,
unter Erhalt der von der Formeinheit, insbesondere von der Faltkante, erzeugten homogenen
Materialspannung weiterzuführen. Insbesondere ist die Formführungseinheit entlang
der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs nach der Formeinheit und insbesondere
vor der Längssiegeleinheit angeordnet. Die Formführungseinheit umfasst zumindest eine,
insbesondere dreidimensionale, Formführungskontur, die dazu vorgesehen ist, den geführten
Verpackungsmaterialschlauch, insbesondere zumindest eine Außenkante des Verpackungsmaterialschlauchs,
zu stützen, zu einer Realisierung einer Aufrechterhaltung der homogenen Materialspannung.
Vorzugsweise weist die Formführungseinheit zumindest zwei Formführungskonturen auf,
die insbesondere spiegelsymmetrisch um eine gedachte Symmetrieebene, die sich zumindest
im Wesentlichen parallel zu der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs
erstreckt, in der insbesondere die Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs
verläuft, und die sich zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Faltkante der Formeinheit
erstreckt, angeordnet sind. Vorzugsweise ist die Formführungseinheit, insbesondere
um die gedachte Symmetrieebene, spiegelsymmetrisch ausgebildet. Alternativ ist vorstellbar,
dass die Formführungseinheit und/oder die Formeinheit asymmetrisch ausgebildet sind/ist.
Vorzugsweise ist die Formführungseinheit frei von Rollen zu einer Umlenkung des Verpackungsmaterialschlauchs,
insbesondere als eine weitere Formschulter, ausgebildet. Insbesondere kann die Formführungseinheit
eine zu einer Geometrie der Formeinheit zumindest im Wesentlichen analoge Geometrie
aufweisen.
[0011] Die Auflagefläche bildet vorzugsweise eine Stückbahn aus, auf der die Produkte transportierbar
sind. Die Auflagefläche erstreckt sich vorzugsweise zumindest im Wesentlichen parallel
zu der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs. Vorzugsweise sind/ist die
Produktzuführeinheit, die Längssiegeleinheit, insbesondere die Siegelrollen, und/oder
die Quersiegeleinheit zumindest abschnittsweise innerhalb der Auflagefläche angeordnet,
erstrecken/erstreckt sich zumindest abschnittsweise durch die Auflagefläche hindurch.
Insbesondere verlaufen Rotationsachsen der Siegelrollen der Längssiegeleinheit zumindest
im Wesentlichen senkrecht zu der Auflagefläche. Vorzugsweise ist die Formeinheit auf
einer Seite der Auflagefläche angeordnet, auf der die Produkte transportierbar sind
und auf der insbesondere die Verpackungsmaterialabwickeleinheit und die Verpackungsmaterialzuführeinheit
angeordnet sind. Die Formführungseinheit ist vorzugsweise auf einer weiteren Seite
der Auflagefläche angeordnet, auf der insbesondere die Längssiegeleinheit zumindest
zu einem Großteil, insbesondere mehr als 50 % einer maximalen Erstreckung der Längssiegeleinheit
zumindest im Wesentlichen parallel zu den Rotationsachsen der Siegelrollen, angeordnet
ist. Insbesondere kann die Formführungseinheit zumindest abschnittsweise mit der Auflagefläche
gekoppelt sein. Insbesondere erstreckt sich der Verpackungsmaterialschlauch zumindest
abschnittsweise durch die Auflagefläche hindurch, insbesondere auf die weitere Seite
der Auflagefläche.
[0012] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Horizontalformvorrichtung kann vorteilhaft
der Verpackungsmaterialschlauch auf zwei voneinander abgewandten Seiten der Auflagefläche
präzise geführt werden. Es kann vorteilhaft eine präzise Umformung einer Verpackungsmaterialbahn
zu einem Verpackungsmaterialschlauch ermöglicht werden. Vorteilhaft können Verpackungsmaterialbahnen
aus empfindlichen, insbesondere reißanfällige und/oder sehr dünne, Materialien, insbesondere
aus Papier, zu Verpackungsmaterialschläuchen umgeformt werden. Es können vorteilhaft
zumindest im Wesentlichen faltenfreie Verpackungsschläuche hergestellt werden. Es
kann eine vorteilhaft kompakt ausgestaltete Horizontalformvorrichtung bereitgestellt
werden.
[0013] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Formführungseinheit getrennt von der Formeinheit
ausgebildet, insbesondere angeordnet, ist. Vorzugsweise ist die Formführungseinheit
als ein eigenständiges Bauteil oder als eine eigenständige Baugruppe, insbesondere
aus zwei symmetrischen Bauteilen, ausgebildet. Insbesondere ist die Formführungseinheit
entlang einer zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs
verlaufenden Richtung, insbesondere entlang der Einlaufrichtung der Verpackungsmaterialbahn,
und/oder entlang der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs beabstandet
von der Formeinheit angeordnet. Alternativ ist vorstellbar, dass die Formführungseinheit
einteilig mit der Formeinheit, insbesondere als ein Formführungsfortsatz der Formeinheit,
ausgebildet ist. Unter "einteilig" soll insbesondere in einem Stück geformt verstanden
werden. Vorzugsweise wird dieses eine Stück aus einem einzelnen Rohling, einer Masse
und/oder einem Guss, besonders bevorzugt in einem Spritzgussverfahren, insbesondere
einem Ein- und/oder Mehrkomponenten-Spritzgussverfahren, hergestellt. Vorteilhaft
kann eine präzise Führung des Verpackungsmaterialschlauchs über eine lange Strecke
ermöglicht werden.
[0014] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Horizontalformvorrichtung zumindest einen,
insbesondere U-förmigen, Produkt- und/oder Verpackungsmaterialführungstunnel aufweist,
der dazu vorgesehen ist, den Verpackungsmaterialschlauch zu stützen. Der Produkt-
und/oder Verpackungsmaterialführungstunnel kann insbesondere auf der der Formeinheit
zugewandten Seite der Auflagefläche angeordnet, insbesondere an der Auflagefläche
befestigt, sein. Der Produkt- und/oder Verpackungsmaterialführungstunnel kann sich
insbesondere entlang der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs von zumindest
vor der Formeinheit bis zur Formeinheit, bevorzugt bis zur Formführungseinheit und
besonders bevorzugt bis zu dem ersten Paar von Siegelrollen der Längssiegeleinheit
erstrecken. Vorzugsweise weist der Produkt- und/oder Verpackungsmaterialführungstunnel
einen zumindest im Wesentlichen analog zu einem Querschnitt von zu verpackenden Produkten
ausgebildeten Querschnitt, insbesondere einen leicht größeren Querschnitt als die
zu verpackenden Produkte, auf. Insbesondere sind die Produkte innerhalb des Produkt-
und/oder Verpackungsmaterialführungstunnels transportierbar. Vorzugsweise ist die
Formeinheit dazu vorgesehen, den Verpackungsmaterialschlauch zumindest abschnittsweise
um den Produkt- und/oder Verpackungsmaterialführungstunnel, insbesondere um Außenkanten
des Produkt- und/oder Verpackungsmaterialführungstunnels, zu formen. Insbesondere
ist der Produkt- und/oder Verpackungsmaterialführungstunnel dazu vorgesehen, den Verpackungsmaterialschlauch,
insbesondere zusätzlich zu der Formführungseinheit, zu stützen. Alternativ ist denkbar,
dass die Horizontalformvorrichtung und die Verpackungsmaschine frei von einem Produkt-
und/oder Verpackungsmaterialführungstunnel ausgebildet sind. Vorteilhaft kann ein
präzises Umschließen der Produkte ermöglicht werden.
[0015] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Horizontalformvorrichtung zumindest eine Einstelleinheit
umfasst, die dazu vorgesehen ist, die Formeinheit und die Formführungseinheit zu einer
Realisierung von unterschiedlichen Verpackungsmaterialschlauchgeometrien verstellbar
zu lagern, insbesondere in unterschiedlichen Verstellebenen. Vorzugsweise umfasst
die Horizontalformvorrichtung zumindest zwei Einstelleinheiten, wobei eine Einstelleinheit
dazu vorgesehen ist, die Formeinheit verstellbar zu lagern, und wobei eine weitere
Einstelleinheit dazu vorgesehen ist, die Formführungseinheit verstellbar zu lagern.
Insbesondere können zu einer Verpackung von unterschiedlichen Produkten unterschiedliche
Verpackungsmaterialschlauchgeometrien benötigt werden. Insbesondere ist die Verpackungsmaschine
zu einer Verpackung von unterschiedlichen Produkten, die insbesondere unterschiedliche
Abmessungen aufweisen, vorgesehen. Insbesondere können unterschiedliche Verpackungsmaterialschlauchgeometrien
zur Verpackung von unterschiedlichen Produkten, die unterschiedliche maximale Erstreckungen
zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Auflagefläche, insbesondere unterschiedliche
Höhen, und/oder die unterschiedliche maximale Erstreckungen zumindest im Wesentlichen
parallel zu der Auflagefläche und quer zu der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs,
insbesondere unterschiedliche Breiten, aufweisen, benötigt werden. Insbesondere sind/ist
durch eine Verstellung der Formeinheit und/oder der Formführungseinheit eine maximale
Erstreckung des Verpackungsmaterialschlauchs zumindest im Wesentlichen senkrecht zu
der Auflagefläche, insbesondere eine Höhe des Verpackungsmaterialschlauchs, und/oder
eine maximale Erstreckung des Verpackungsmaterialschlauchs zumindest im Wesentlichen
parallel zu der Auflagefläche und quer zu der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs,
insbesondere eine Breite des Verpackungsmaterialschlauchs, einstellbar. Insbesondere
kann die Formführungseinheit mittels der weiteren Einstelleinheit zu einer Korrektur
ungleichmäßiger Spannungsverhältnisse in dem Verpackungsmaterial einstellbar sein.
[0016] Vorzugsweise ist die Formeinheit in zumindest einer sich auf der der Formeinheit
zugewandten Seite der Auflagefläche erstreckenden Verstellebene verstellbar gelagert.
Vorzugsweise ist die Formführungseinheit in zumindest einer weiteren, sich auf der
weiteren, der Formführungseinheit zugewandten Seite der Auflagefläche erstreckenden
Verstellebene verstellbar gelagert. Insbesondere sind/ist die Formeinheit und/oder
die Formführungseinheit als ganzes Bauteil oder als ganze Baugruppe verstellbar gelagert.
Insbesondere sind/ist die Formeinheit und/oder die Formführungseinheit in sich selbst
verstellbar, insbesondere einzelne Komponenten der Formeinheit relativ zueinander
und/oder einzelne Komponenten der Formführungseinheit relativ zueinander. Es kann
eine Horizontalformvorrichtung bereitgestellt werden, die eine vorteilhaft formatflexible
Anpassung von einer Verpackungsmaterialschlauchgeometrie an unterschiedliche zu verpackende
Produkte ermöglicht.
[0017] Zudem wird vorgeschlagen, dass die zumindest eine Einstelleinheit, insbesondere die
Einstelleinheiten, dazu vorgesehen ist/sind, die Formeinheit und die Formführungseinheit
relativ zueinander verstellbar zu lagern. Insbesondere sind die Einstelleinheiten
dazu vorgesehen, die Formeinheit und die Formführungseinheit als ganzes Bauteil oder
als ganze Baugruppe relativ zueinander verstellbar zu lagern. Vorzugsweise sind die
Einstelleinheiten dazu vorgesehen, die Formeinheit und die Formführungseinheit linearbeweglich
und/oder schwenkbeweglich zu lagern. Vorzugsweise ist die Einstelleinheit dazu vorgesehen,
die Formeinheit, insbesondere zu einer Einstellung einer Höhe des Verpackungsmaterialschlauchs,
zumindest linearbeweglich entlang einer zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der
Auflagefläche verlaufenden Verstellrichtung zu lagern. Alternativ oder zusätzlich
ist vorstellbar, dass die Einstelleinheit dazu vorgesehen ist, die Formeinheit linearbeweglich
entlang einer zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Verstellrichtung und zumindest
im Wesentlichen parallel zu der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs
verlaufenden weiteren Verstellrichtung zu lagern. Vorzugsweise ist die weitere Einstelleinheit
dazu vorgesehen, die Formführungseinheit zumindest linearbeweglich entlang zumindest
einer zumindest im Wesentlichen parallel zu der Auflagefläche, insbesondere quer zu
der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs, verlaufenden Verstellrichtung
zu lagern. Vorzugsweise sind die Einstelleinheiten als manuelle Einstelleinheiten
zu einer manuellen Verstellung der Formeinheit und der Formführungseinheit, insbesondere
relativ zueinander, ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich ist vorstellbar, dass
zumindest eine der Einstelleinheiten zumindest ein automatisches Verstellelement,
insbesondere einen Stellmotor, aufweist, das/der zu einer automatischen Verstellung
der Formeinheit und/oder der Formführungseinheit vorgesehen ist. Vorteilhaft kann
eine für unterschiedliche Produkte und/oder Verpackungsmaterialien optimierte Positionierung
der Formeinheit und der Formführungseinheit relativ zueinander ermöglicht werden.
[0018] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die zumindest eine Einstelleinheit, insbesondere
die Einstelleinheiten, dazu vorgesehen ist/sind, zumindest zwei Formschenkel der Formeinheit
und/oder der Formführungseinheit relativ zueinander verstellbar zu lagern. Vorzugsweise
weist die Formeinheit zumindest zwei Formschenkel auf, die relativ zueinander verstellbar,
insbesondere linearbeweglich und/oder schwenkbeweglich, gelagert sind. Insbesondere
sind die Formschenkel der Formeinheit relativ zueinander zumindest linearbeweglich,
insbesondere entlang einer zumindest im Wesentlichen parallel zu der Faltkante, insbesondere
zu einer Faltkantenlauffläche, verlaufenden Richtung, verstellbar gelagert. Insbesondere
bilden die Formschenkel der Formeinheit die Faltkante, insbesondere die Faltkantenlauffläche,
gemeinsam aus. Insbesondere sind die Formschenkel der Formeinheit, insbesondere entlang
der zumindest im Wesentlichen parallel zu der Faltkante, insbesondere zu der Faltkantenlauffläche,
verlaufenden Richtung, aufeinander zu und voneinander weg beweglich gelagert, insbesondere
zu einer Einstellung einer Breite des Verpackungsmaterialschlauchs. Insbesondere bilden
die Formschenkel der Formeinheit gemeinsam den Formtunnel der Formeinheit aus. Insbesondere
bildet jeweils ein Formschenkel der Formeinheit jeweils zumindest eine Formkonturkante
der Formeinheit aus. Die Einstelleinheit weist vorzugsweise zumindest ein Zwischenelement,
insbesondere eine Mehrzahl von Zwischenelementen, zu einer Ausfüllung eines Raums
zwischen den zwei voneinander wegbewegten Formschenkeln der Formeinheit auf, insbesondere
zu einer Gewährleistung von unterschiedlichen Produktbreiten.
[0019] Vorzugsweise weist die Formführungseinheit zumindest zwei Formschenkel auf, die relativ
zueinander verstellbar, insbesondere linearbeweglich und/oder schwenkbeweglich, gelagert
sind. Insbesondere kann die weitere Einstelleinheit, die zu einer verstellbaren Lagerung
der Formführungseinheit vorgesehen ist, zumindest im Wesentlichen analog zu der Einstelleinheit,
die zu einer verstellbaren Lagerung der Formeinheit vorgesehen ist, ausgebildet sein.
Vorzugsweise sind die Formschenkel der Formführungseinheit relativ zueinander zumindest
linearbeweglich verstellbar gelagert. Insbesondere ist die weitere Einstelleinheit
dazu vorgesehen, die Formschenkel der Formführungseinheit entlang von unterschiedlichen,
insbesondere quer zueinander verlaufenden, Verstellrichtungen linearbeweglich verstellbar
zu lagern, insbesondere zu einer Gewährleistung von unterschiedlichen Produktbreiten.
Vorzugsweise verlaufen die Verstellrichtungen in einer gemeinsamen, sich insbesondere
zumindest im Wesentlichen parallel zu der Auflagefläche erstreckenden, Ebene und schließen
insbesondere gleiche Winkel mit der Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs
ein. Alternativ oder zusätzlich können die Formschenkel der Formführungseinheit relativ
zueinander zumindest schwenkbeweglich, insbesondere in einer sich zumindest im Wesentlichen
parallel zu der Auflagefläche erstreckenden Schwenkebene, verstellbar gelagert sein,
insbesondere zu einer Einstellung der Breite des Verpackungsmaterialschlauchs. Insbesondere
können die Formschenkel der Formführungseinheit an einem entlang der Transportrichtung
des Verpackungsmaterialschlauchs von der Formeinheit abgewandten Endbereich der Formschenkel
der Formführungseinheit schwenkbeweglich gelagert sein. Vorzugsweise kann der Endbereich
der Formschenkel der Formführungseinheit separat von einem übrigen Bereich der Formführungseinheit,
insbesondere entlang eines Trennschnitts von dem übrigen Bereich getrennt, ausgebildet,
insbesondere montiert, sein. Insbesondere bildet jeweils ein Formschenkel der Formführungseinheit
jeweils zumindest eine Formführungskontur der Formführungseinheit aus. Vorzugsweise
sind die Formschenkel der Formführungseinheit um die gedachte Symmetrieebene spiegelsymmetrisch
zueinander angeordnet, insbesondere gelagert. Vorteilhaft kann eine für unterschiedliche
Produkte und/oder Verpackungsmaterialien optimierte Positionierung von Formschenkeln
der Formeinheit und/oder der Formführungseinheit relativ zueinander ermöglicht werden.
[0020] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Formschenkel der Formführungseinheit einen in
Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs V-förmig zulaufenden Führungsbereich
ausbilden, der dazu vorgesehen ist, miteinander zu siegelnde Nahtbereiche des Verpackungsmaterialschlauchs
zusammenzuführen. Insbesondere ist der Führungsbereich dazu vorgesehen, miteinander
zu siegelnde Längssiegelnahtbereiche des Verpackungsmaterialschlauchs zusammenzuführen.
Insbesondere weisen die Formschenkel der Formführungseinheit in einem der Formeinheit
zugewandten Endbereich einen größeren Abstand entlang einer zumindest im Wesentlichen
parallel zu der Auflagefläche und zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Transportrichtung
des Verpackungsmaterialschlauchs verlaufenden Richtung zueinander auf als in dem der
Formeinheit abgewandten Endbereich. Die Nahtbereiche des Verpackungsmaterialschlauchs
sind insbesondere Bereiche, in denen das Verpackungsmaterial, insbesondere das Verpackungspapier,
gesiegelt wird, insbesondere zur Erstellung einer Siegelnaht. Insbesondere ist der
Führungsbereich dazu vorgesehen, die Nahtbereiche derart zusammenführen, dass die
Nahtbereiche zu einer Siegelung aneinander anliegend zwischen jeweils zwei Siegelrollen
der Paare von Siegelrollen hindurch transportierbar sind. Vorzugsweise mündet der
Führungsbereich in dem der Formeinheit abgewandten Endbereich in eine von den Formschenkeln
der Formführungseinheit gebildete Stützkontur, die dazu vorgesehen ist, den Verpackungsmaterialschlauch,
insbesondere die zusammengeführten Nahtbereiche, zu stützen, insbesondere während
eines Weitertransports bis zur Längssiegeleinheit. Vorteilhaft kann eine präzise Ausrichtung
der Nahtbereiche zur Realisierung einer sauberen Siegelnaht, insbesondere Längssiegelnaht,
ermöglicht werden.
[0021] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Horizontalformvorrichtung zumindest eine Heizeinheit
umfasst, die dazu vorgesehen ist, die Formeinheit und/oder die Formführungseinheit
zumindest abschnittsweise zu erhitzen, insbesondere zu einem Wärmeeintrag in einen,
insbesondere in den vorgenannten, Nahtbereich. Insbesondere ist die Heizeinheit dazu
vorgesehen, einen einer Siegelung, insbesondere einer Längssiegelung, des Verpackungsmaterials,
insbesondere des Verpackungspapiers, vorgelagerten Wärmeeintrag in das Verpackungsmaterial,
insbesondere in das Verpackungspapier, zu ermöglichen. Alternativ oder zusätzlich
ist vorstellbar, dass die Heizeinheit dazu vorgesehen ist, das Verpackungsmaterial,
insbesondere das Verpackungspapier, insbesondere an der Formführungseinheit, zu siegeln,
insbesondere alternativ zu einer Siegelung durch die Längssiegeleinheit, und/oder
einen erhöhten Wärmeeintrag zu gewährleisten, insbesondere in einem Bereich der Stützkontur
der Formführungseinheit. Die Heizeinheit kann insbesondere als eine Heizwendel, als
eine Heizpatrone, als eine Heizplatte, als ein Dickschichtheizelement oder als eine
andere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Heizeinheit ausgebildet sein. Vorzugsweise
ist die Heizeinheit an der Formeinheit und/oder an der Formführungseinheit angeordnet,
steht insbesondere in direktem Kontakt mit der Formeinheit und/oder der Formführungseinheit.
Insbesondere kann die Horizontalformvorrichtung eine Mehrzahl von Heizeinheiten aufweisen,
wobei jeweils zumindest eine Heizeinheit der Formeinheit und jeweils zumindest eine
weitere Heizeinheit der Formführungseinheit zugeordnet sein kann. Insbesondere ist
die Heizeinheit auf einer einer Kontaktfläche mit dem Verpackungsmaterial, insbesondere
mit dem Verpackungspapier, abgewandten Seite der Formeinheit und/oder der Formführungseinheit
angeordnet. Zusätzlich ist eine Heizung, die parallel zu einer Fläche der Formeinheit,
insbesondere von der Formeinheit beabstandet, angeordnet ist, denkbar, welche das
Verpackungsmaterial auf einer Innenseite beheizt.
[0022] Insbesondere sind/ist die Formeinheit und/oder die Formführungseinheit dazu vorgesehen,
von der Heizeinheit aufgenommene Wärmeenergie auf das Verpackungsmaterial, insbesondere
auf das Verpackungspapier, zu übertragen. Insbesondere sind/ist die Formeinheit, insbesondere
die Formschenkel der Formeinheit, und/oder die Formführungseinheit, insbesondere die
Formschenkel der Formführungseinheit, aus einem wärmeleitfähigen Material, insbesondere
aus einem Metall, ausgebildet. Insbesondere sind/ist die Formeinheit und/oder die
Formführungseinheit an der Kontaktfläche mit dem Verpackungsmaterial, insbesondere
mit dem Verpackungspapier, dazu vorgesehen, eine von der Heizeinheit bereitgestellte
Wärmeenergie auf das Verpackungsmaterial, insbesondere in den Nahtbereichen, zu übertragen.
Insbesondere ist durch einen Wärmeeintrag in die Nahtbereiche zumindest eine Siegelschicht
des Verpackungspapiers aktivierbar. Vorteilhaft kann eine effiziente Siegelung des
Verpackungsmaterials, insbesondere des Verpackungspapiers, ermöglicht werden.
[0023] Zudem wird vorgeschlagen, dass die Horizontalformvorrichtung zumindest eine Luftdruckeinheit
umfasst, die dazu vorgesehen ist, an der Formeinheit und/oder an der Formführungseinheit
einen Unterdruck und/oder einen Überdruck auf ein Verpackungsmaterial auszuüben. Unter
einem "Unterdruck" soll insbesondere ein Luftdruck verstanden werden, der geringer
ist als ein Umgebungsluftdruck der Horizontalformvorrichtung. Unter einem "Überdruck"
soll insbesondere ein Luftdruck verstanden werden, der höher ist als ein Umgebungsluftdruck
der Horizontalformvorrichtung. Die Luftdruckeinheit kann insbesondere als ein Gebläse,
als ein Sauger oder als eine andere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Luftdruckeinheit
ausgebildet sein. Insbesondere kann die Horizontalformvorrichtung eine Mehrzahl von
Luftdruckeinheiten aufweisen, wobei jeweils zumindest eine Luftdruckeinheit der Formeinheit
und jeweils zumindest eine weitere Luftdruckeinheit der Formführungseinheit zugeordnet
sein kann. Insbesondere ist die Luftdruckeinheit auf der der Kontaktfläche mit dem
Verpackungsmaterial, insbesondere mit dem Verpackungspapier, abgewandten Seite der
Formeinheit und/oder der Formführungseinheit angeordnet. Bevorzugt sind/ist die Formeinheit,
insbesondere die Formschenkel der Formeinheit, und/oder die Formführungseinheit, insbesondere
die Formschenkel der Formführungseinheit, zumindest abschnittsweise perforiert, insbesondere
aus einem porösen Material, ausgebildet. Insbesondere kann Luft einer von der Luftdruckeinheit
erzeugten Luftströmung zumindest abschnittsweise durch die Formeinheit und/oder die
Formführungseinheit strömen. Vorzugsweise ist die Luftdruckeinheit dazu vorgesehen,
einen Unterdruck zu einer Ansaugung des Verpackungspapiers an die Formeinheit und/oder
an die Formführungseinheit zu erzeugen, insbesondere zu einer Realisierung einer faltenarmen
Anlage des Verpackungspapiers an der Formeinheit und/oder an der Formführungseinheit.
Vorzugsweise ist die Luftdruckeinheit dazu vorgesehen, einen Überdruck zur Bildung
eines Luftkissens an der Formeinheit und/oder an der Formführungseinheit zu erzeugen,
insbesondere zu einer Realisierung eines reibungsarmen Transports des Verpackungspapiers
entlang von der Formeinheit und/oder entlang von der Formführungseinheit. Bevorzugt
ist die Luftdruckeinheit zwischen einer Erzeugung eines Unterdrucks und einer Erzeugung
eines Überdrucks umschaltbar, insbesondere in Abhängigkeit von einer Anwendungssituation,
beispielsweise in Abhängigkeit von einem verwendeten Verpackungsmaterial. Vorteilhaft
kann ein besonders materialschonender Transport des Verpackungspapiers ermöglicht
werden.
[0024] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Horizontalformvorrichtung zumindest eine
angetriebene Andruckeinheit, insbesondere eine Andruckrolle, umfasst, die dazu vorgesehen
ist, ein Verpackungsmaterial mit einer Andruckkraft gegen die Formführungseinheit
zu beaufschlagen. Vorzugsweise umfasst die Horizontalformvorrichtung die zumindest
eine angetriebene Andruckeinheit alternativ oder zusätzlich zu einer der Formführungseinheit
zugeordneten Luftdruckeinheit. Vorzugsweise umfasst die Horizontalformvorrichtung
zumindest zwei angetriebene Andruckeinheiten, wobei jeweils zumindest eine angetriebene
Andruckeinheit jeweils einem Formschenkel der Formführungseinheit zugeordnet ist,
insbesondere dazu vorgesehen ist, das Verpackungsmaterial mit einer Andruckkraft gegen
den Formschenkel zu beaufschlagen. Zusätzlich ist vorstellbar, dass die Horizontalformvorrichtung
zumindest eine zusätzliche angetriebene Andruckeinheit, insbesondere eine zusätzliche
Andruckrolle, umfasst, die dazu vorgesehen ist, das Verpackungsmaterial mit einer
Andruckkraft gegen die Formeinheit zu beaufschlagen. Vorzugsweise sind die angetriebenen
Andruckeinheiten als Andruckrollen ausgebildet, die zu Rotationsbewegungen antreibbar
sind, insbesondere zu einem Transport des Verpackungsmaterialschlauchs entlang der
Transportrichtung des Verpackungsmaterialschlauchs. Insbesondere sind die angetriebenen
Andruckeinheiten dazu vorgesehen, den Verpackungsmaterialschlauch zwischen den angetriebenen
Andruckeinheiten und der Formführungseinheit, insbesondere den Formschenkeln der Formführungseinheit,
zu führen. Vorteilhaft kann eine besonders präzise Führung des Verpackungsmaterials
ermöglicht werden.
[0025] Ferner geht die Erfindung aus von einer Verpackungsmaschine, insbesondere von einer
horizontalen Schlauchbeutelmaschine, mit zumindest einer erfindungsgemäßen Horizontalformvorrichtung.
Vorzugsweise umfasst die Verpackungsmaschine zusätzlich zumindest die Verpackungsmaterialabwickeleinheit,
die Verpackungsmaterialzuführeinheit, die Produktzuführeinheit, die Längssiegeleinheit
und die Quersiegeleinheit. Vorteilhaft kann eine Verpackungsmaschine bereitgestellt
werden, die eine besonders materialschonende Verpackung von Produkten ermöglicht.
[0026] Die erfindungsgemäße Horizontalformvorrichtung und/oder die erfindungsgemä-ße Verpackungsmaschine
sollen/soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform
beschränkt sein. Insbesondere können/kann die erfindungsgemäße Horizontalformvorrichtung
und/oder die erfindungsgemäße Verpackungsmaschine zu einer Erfüllung einer hierin
beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen
Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen. Zudem sollen bei
den in dieser Offenbarung angegebenen Wertebereichen auch innerhalb der genannten
Grenzen liegende Werte als offenbart und als beliebig einsetzbar gelten.
Zeichnungen
[0027] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen
sind vier Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0028] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Teil einer erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 2
- einen Teil einer erfindungsgemäßen Horizontalformvorrichtung der erfindungsgemäßen
Verpackungsmaschine aus Fig. 1 in einer schematischen perspektivischen Darstellung,
- Fig. 3
- einen Teil der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine aus Fig. 1 in einer schematischen
perspektivischen Darstellung,
- Fig. 4
- einen Teil der erfindungsgemäßen Horizontalformvorrichtung der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine
aus Fig. 1 in einer weiteren schematischen perspektivischen Darstellung,
- Fig. 5
- einen Teil einer ersten alternativen erfindungsgemäßen Horizontalformvorrichtung in
einer schematischen perspektivischen Darstellung,
- Fig. 6
- einen Teil einer zweiten alternativen erfindungsgemäßen Horizontalformvorrichtung
in einer schematischen perspektivischen Darstellung und
- Fig. 7
- einen Teil einer dritten alternativen erfindungsgemäßen Horizontalformvorrichtung
in einer schematischen perspektivischen Darstellung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0029] Figur 1 zeigt einen Teil einer Verpackungsmaschine 50a in einer schematischen Darstellung.
Bevorzugt umfasst die Verpackungsmaschine 50a eine Horizontalformvorrichtung 10a,
insbesondere für horizontale Schlauchbeutelmaschinen, mit zumindest einer, insbesondere
rollenfreien, Formeinheit 12a, insbesondere einer Formschulter, die dazu vorgesehen
ist, eine Verpackungsmaterialbahn 14a, insbesondere eine Papierbahn und/oder eine
Folienbahn, zu einem Verpackungsmaterialschlauch 16a zu formen. Die Verpackungsmaschine
50a ist insbesondere als eine horizontale Schlauchbeutelmaschine ausgebildet. Insbesondere
ist die Horizontalformvorrichtung 10a dazu vorgesehen, ein Verpackungsmaterial 46a,
insbesondere den Verpackungsmaterialschlauch 16a, entlang einer horizontalen, insbesondere
entlang einer zumindest im Wesentlichen senkrecht zu einer Gravitationskraftwirkrichtung
52a verlaufenden, Transportrichtung 38a zu führen.
[0030] Vorzugsweise ist die Horizontalformvorrichtung 10a zumindest zu einer Formung und/oder
Führung der Verpackungsmaterialbahn 14a vorgesehen, wobei das Verpackungsmaterial
46a bevorzugt als ein Papier und/oder als eine Folie ausgebildet ist. Insbesondere
ist die Verpackungsmaterialbahn 14a als eine Papierbahn und/oder als eine Folienbahn
ausgebildet. Vorzugsweise kann die Horizontalformvorrichtung 10a zusätzlich oder zumindest
alternativ zu einer Formung und/oder Führung einer Verpackungsmaterialbahn 14a vorgesehen
sein, wobei das Verpackungsmaterial 46a verschieden von einem Papier, beispielsweise
als ein Kunststoff, ausgebildet ist. Insbesondere kann die Verpackungsmaterialbahn
14a alternativ aus einem Kunststoff ausgebildet sein. Das Verpackungsmaterial 46a
ist insbesondere zu einer Verpackung, insbesondere zu einer Umhüllung, von Produkten
24a, insbesondere von Lebensmittelprodukten, vorgesehen (vgl. Figur 3). Das Verpackungsmaterial
46a ist bevorzugt als ein Verpackungspapier ausgebildet. Vorzugsweise umfasst die
Verpackungsmaschine 50a zumindest eine Verpackungsmaterialabwickeleinheit 54a, die
dazu vorgesehen ist, das Verpackungsmaterial 46a, insbesondere als eine Verpackungsmaterialrolle
56a, aufzunehmen. Vorzugsweise ist die Verpackungsmaterialabwickeleinheit 54a dazu
vorgesehen, das Verpackungsmaterial 46a als eine Verpackungsmaterialbahn 14a abzuwickeln,
insbesondere einer Verpackungsmaterialzuführeinheit 58a der Verpackungsmaschine 50a
zuzuführen. Die Verpackungsmaterialzuführeinheit 58a ist insbesondere dazu vorgesehen,
der Horizontalformvorrichtung 10a, insbesondere der Formeinheit 12a, die Verpackungsmaterialbahn
14a zuzuführen. Die Verpackungsmaterialzuführeinheit 58a kann eine Mehrzahl von, insbesondere
einem Fachmann bekannten, Komponenten, wie beispielsweise zumindest einen Schwinghebel,
zumindest einen Zentriertaster, zumindest eine Bahnkantensteuerung und/oder zumindest
eine Druckeinheit zu einem Bedrucken des Verpackungsmaterials 46a, umfassen.
[0031] Insbesondere ist der Verpackungsmaterialschlauch 16a dazu vorgesehen, zu verpackende
Produkte 24a zu umhüllen. Insbesondere weist die Verpackungsmaschine 50a zumindest
eine Produktzuführeinheit 60a, insbesondere ein Förderband, eine Mitnehmerkette o.
dgl., auf, die dazu vorgesehen ist, die zu verpackenden Produkte 24a zu einer Umhüllung
durch den Verpackungsmaterialschlauch 16a in einen Bereich der Horizontalformvorrichtung
10a, insbesondere der Formeinheit 12a, zu transportieren. Vorzugsweise verläuft eine
Transportrichtung 62a der Produkte 24a zumindest im Wesentlichen parallel zu einer
Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs 16a.
[0032] Vorzugsweise umfasst die Verpackungsmaschine 50a zumindest eine Längssiegeleinheit
64a, die dazu vorgesehen ist eine, insbesondere zumindest im Wesentlichen parallel
zu der Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs 16a verlaufende, Längssiegelnaht
des Verpackungsmaterialschlauchs 16a zu erstellen, insbesondere durch einen Druck
auf das Verpackungsmaterial 46a und/oder durch einen Wärmeeintrag in das Verpackungsmaterial
46a. Die Längssiegeleinheit 64a ist entlang der Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs
16a nach der Horizontalformvorrichtung 10a, insbesondere nach einer Formführungseinheit
18a der Horizontalformvorrichtung 10a (vgl. Figur 2), angeordnet. Insbesondere umfasst
die Längssiegeleinheit 64a zumindest ein Paar von, insbesondere beheizbaren, profilierten
und/oder mit Druck beaufschlagbaren, Siegelrollen 66a, 68a, die dazu vorgesehen sind,
insbesondere durch eine Rotation, den Verpackungsmaterialschlauch 16a zu transportieren
(vgl. Figur 2). Vorzugsweise umfasst die Längssiegeleinheit 64a eine Mehrzahl von
Paaren von Siegelrollen 66a, 68a, wobei zumindest ein erstes entlang der Transportrichtung
38a des Verpackungsmaterialschlauchs 16a nach der Horizontalformvorrichtung 10a angeordnetes
Paar von Siegelrollen 66a beheizungsfrei, insbesondere zu einem beheizungsfreien Transport
des Verpackungsmaterialschlauchs 16a, ausgebildet ist. Vorzugsweise umfasst die Verpackungsmaschine
50a zumindest eine Quersiegeleinheit 70a, die dazu vorgesehen ist, insbesondere nach
jeweils einem Produkt 24a, Quersiegelnähte des Verpackungsmaterialschlauchs 16a, die
insbesondere zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Transportrichtung 38a des
Verpackungsmaterialschlauchs 16a verlaufen, zu erstellen, insbesondere durch einen
Druck auf das Verpackungsmaterial 46a und/oder durch einen Wärmeeintrag in das Verpackungsmaterial
46a. Insbesondere ist die Quersiegeleinheit 70a dazu vorgesehen, den Verpackungsmaterialschlauch
16a in einzelne Verpackungen, die insbesondere jeweils ein Produkt 24a umschließen,
zu vereinzeln. Die Quersiegeleinheit 70a ist entlang der Transportrichtung 38a des
Verpackungsmaterialschlauchs 16a nach der Längssiegeleinheit 64a angeordnet. Die Formeinheit
12a ist vorzugsweise dazu vorgesehen, die Verpackungsmaterialbahn 14a umzulenken.
Insbesondere ist die Verpackungsmaterialzuführeinheit 58a dazu vorgesehen, der Formeinheit
12a die Verpackungsmaterialbahn 14a entlang einer quer, insbesondere zumindest im
Wesentlichen senkrecht, zu der Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs
16a verlaufenden Richtung, insbesondere Einlaufrichtung 20a, zuzuführen.
[0033] Figur 2 zeigt einen Teil der Horizontalformvorrichtung 10a der Verpackungsmaschine
50a aus Figur 1 in einer schematischen perspektivischen Darstellung. Bevorzugt umfasst
die Horizontalformvorrichtung 10a zumindest eine, insbesondere die vorgenannte, Formführungseinheit
18a, insbesondere eine weitere Formschulter, die dazu vorgesehen ist, den Verpackungsmaterialschlauch
16a quer zu einer, insbesondere quer zu der vorgenannten, Einlaufrichtung 20a der
Verpackungsmaterialbahn 14a an der Formeinheit 12a unter Erhalt einer von der Formeinheit
12a erzeugten, insbesondere homogenen, Materialspannung weiterzuführen. Die Formeinheit
12a weist vorzugsweise zumindest eine Faltkante 72a auf, um die die Verpackungsmaterialbahn
14a umlenkbar ist. Bevorzugt ist die Faltkante 72a als eine Schulterkante und die
Formeinheit 12a als eine Formschulter ausgebildet. Insbesondere ist die Formeinheit
12a frei von Rollen zu einer Umlenkung der Verpackungsmaterialbahn 14a ausgebildet.
Vorzugsweise ist die Formeinheit 12a dazu vorgesehen, die Verpackungsmaterialbahn
14a an der Faltkante 72a in eine Richtung quer zu der Einlaufrichtung 20a der Verpackungsmaterialbahn
14a und quer zu der Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs 16a umzulenken.
Insbesondere erstreckt sich die Faltkante 72a zumindest im Wesentlichen senkrecht
zu der Einlaufrichtung 20a der Verpackungsmaterialbahn 14a und zu der Transportrichtung
38a des Verpackungsmaterialschlauchs 16a. Insbesondere sind/ist die Faltkante 72a
und/oder zumindest eine weitere Faltkante 110a der Formeinheit 12a dazu vorgesehen,
eine homogene Materialspannung in dem Verpackungsmaterial 46a zu erzeugen.
[0034] Die Formführungseinheit 18a ist bevorzugt dazu vorgesehen, den Verpackungsmaterialschlauch
16a zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Einlaufrichtung 20a der Verpackungsmaterialbahn
14a an der Formeinheit 12a, insbesondere entlang der Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs
16a, unter Erhalt der von der Formeinheit 12a, insbesondere von der Faltkante 72a
und/oder von der weiteren Faltkante 110a, erzeugten homogenen Materialspannung weiterzuführen.
Insbesondere ist die Formführungseinheit 18a entlang der Transportrichtung 38a des
Verpackungsmaterialschlauchs 16a nach der Formeinheit 12a und insbesondere vor der
Längssiegeleinheit 64a angeordnet. Vorzugsweise ist die Formführungseinheit 18a frei
von Rollen zu einer Umlenkung des Verpackungsmaterialschlauchs 16a, insbesondere als
eine weitere Formschulter, ausgebildet. Insbesondere kann die Formführungseinheit
18a eine zu einer Geometrie der Formeinheit 12a zumindest im Wesentlichen analoge
Geometrie aufweisen.
[0035] Bevorzugt ist die Formführungseinheit 18a getrennt von der Formeinheit 12a ausgebildet,
insbesondere angeordnet. Vorzugsweise ist die Formführungseinheit 18a als ein eigenständiges
Bauteil oder als eine eigenständige Baugruppe, insbesondere aus zwei symmetrischen
Bauteilen, ausgebildet. Insbesondere ist die Formführungseinheit 18a entlang einer
zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs
16a verlaufenden Richtung, insbesondere entlang der Einlaufrichtung 20a der Verpackungsmaterialbahn
14a, und/oder, im vorliegenden Ausführungsbeispiel beispielhaft und, entlang der Transportrichtung
38a des Verpackungsmaterialschlauchs 16a beabstandet von der Formeinheit 12a angeordnet.
Alternativ ist vorstellbar, dass die Formführungseinheit 18a einteilig mit der Formeinheit
12a, insbesondere als ein Formführungsfortsatz der Formeinheit 12a, ausgebildet ist.
[0036] Bevorzugt umfasst die Horizontalformvorrichtung 10a zumindest eine Auflagefläche
22a, insbesondere eine Arbeitsplatte, auf der zu verpackende Produkte 24a transportierbar
sind, wobei die Formeinheit 12a und die Formführungseinheit 18a auf voneinander abgewandten
Seiten 26a, 28a der Auflagefläche 22a angeordnet sind. Die Auflagefläche 22a bildet
vorzugsweise eine Stückbahn aus, auf der die Produkte 24a transportierbar sind. Die
Auflagefläche 22a erstreckt sich vorzugsweise zumindest im Wesentlichen parallel zu
der Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs 16a. Vorzugsweise sind/ist
die Produktzuführeinheit 60a, die Längssiegeleinheit 64a, insbesondere die Siegelrollen
66a, 68a, und/oder die Quersiegeleinheit 70a zumindest abschnittsweise innerhalb der
Auflagefläche 22a angeordnet, erstrecken/erstreckt sich zumindest abschnittsweise
durch die Auflagefläche 22a hindurch. Insbesondere verlaufen Rotationsachsen 74a,
76a der Siegelrollen 66a, 68a der Längssiegeleinheit 64a zumindest im Wesentlichen
senkrecht zu der Auflagefläche 22a. Vorzugsweise ist die Formeinheit 12a auf einer
Seite 26a der Auflagefläche 22a angeordnet, auf der die Produkte 24a transportierbar
sind und auf der insbesondere die Verpackungsmaterialabwickeleinheit 54a und die Verpackungsmaterialzuführeinheit
58a angeordnet sind. Die Formführungseinheit 18a ist vorzugsweise auf einer weiteren
Seite 28a der Auflagefläche 22a angeordnet, auf der insbesondere die Längssiegeleinheit
64a zumindest zu einem Großteil, insbesondere mehr als 50 % einer maximalen Erstreckung
der Längssiegeleinheit 64a zumindest im Wesentlichen parallel zu den Rotationsachsen
74a, 76a der Siegelrollen 66a, 68a, angeordnet ist. Insbesondere kann die Formführungseinheit
18a zumindest abschnittsweise mit der Auflagefläche 22a gekoppelt sein. Insbesondere
erstreckt sich der Verpackungsmaterialschlauch 16a zumindest abschnittsweise durch
die Auflagefläche 22a hindurch, insbesondere auf die weitere Seite 28a der Auflagefläche
22a.
[0037] Figur 3 zeigt einen Teil der Verpackungsmaschine 50a aus Figur 1 in einer schematischen
perspektivischen Darstellung. Bevorzugt weist die Horizontalformvorrichtung 10a zumindest
einen, insbesondere U-förmigen, Produkt- und/oder Verpackungsmaterialführungstunnel
78a auf, der dazu vorgesehen ist, den Verpackungsmaterialschlauch 16a zu stützen.
Der Produkt- und/oder Verpackungsmaterialführungstunnel 78a ist insbesondere auf der
der Formeinheit 12a zugewandten Seite 26a der Auflagefläche 22a angeordnet, insbesondere
an der Auflagefläche 22a befestigt. Der Produkt- und/oder Verpackungsmaterialführungstunnel
78a erstreckt sich insbesondere entlang der Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs
16a von zumindest vor der Formeinheit 12a bis zur Formeinheit 12a, bevorzugt bis zur
Formführungseinheit 18a und besonders bevorzugt bis zu dem ersten Paar von Siegelrollen
66a der Längssiegeleinheit 64a. Vorzugsweise weist der Produkt- und/oder Verpackungsmaterialführungstunnel
78a einen zumindest im Wesentlichen analog zu einem Querschnitt von zu verpackenden
Produkten 24a ausgebildeten Querschnitt, insbesondere einen leicht größeren Querschnitt
als die zu verpackenden Produkte 24a, auf. Insbesondere sind die Produkte 24a innerhalb
des Produkt- und/oder Verpackungsmaterialführungstunnels 78a transportierbar. Vorzugsweise
ist die Formeinheit 12a dazu vorgesehen, den Verpackungsmaterialschlauch 16a zumindest
abschnittsweise um den Produkt- und/oder Verpackungsmaterialführungstunnel 78a, insbesondere
um Außenkanten des Produkt- und/oder Verpackungsmaterialführungstunnels 78a, zu formen.
Insbesondere ist der Produkt- und/oder Verpackungsmaterialführungstunnel 78a dazu
vorgesehen, den Verpackungsmaterialschlauch 16a, insbesondere zusätzlich zu der Formführungseinheit
18a, zu stützen. Alternativ ist denkbar, dass die Horizontalformvorrichtung 10a und
die Verpackungsmaschine 50a frei von dem Produkt- und/oder Verpackungsmaterialführungstunnel
78a ausgebildet sind.
[0038] Figur 4 zeigt einen Teil der Horizontalformvorrichtung 10a der Verpackungsmaschine
50a aus Figur 1 in einer weiteren schematischen perspektivischen Darstellung. Die
Formeinheit 12a weist vorzugsweise zumindest zwei Formkonturkanten 80a, die sich ausgehend
von der Faltkante 72a quer zu der Faltkante 72a, insbesondere V-förmig, erstrecken,
auf. Insbesondere ist die Verpackungsmaterialbahn 14a um die Formkonturkanten 80a
und um die weitere Faltkante 110a zu dem Verpackungsmaterialschlauch 16a umformbar.
Vorzugsweise erstrecken sich die Formkonturkanten 80a entlang einer Laufrichtung des
Verpackungsmaterials 46a und/oder entlang einer Außenkontur der zugeführten Produkte
24a von der Faltkante 72a bis zur weiteren Faltkante 110a, insbesondere bis zu einem
Formtunnel 82a der Formeinheit 12a, der dazu vorgesehen ist, den Verpackungsmaterialschlauch
16a entlang der Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs 16a zu führen.
Insbesondere verläuft eine Längsachse 84a des Formtunnels 82a zumindest im Wesentlichen
parallel zu der Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs 16a. Vorzugsweise
umfasst die Formführungseinheit 18a zumindest eine, insbesondere dreidimensionale,
Formführungskontur 86a, die dazu vorgesehen ist, den geführten Verpackungsmaterialschlauch
16a, insbesondere zumindest eine Außenkante des Verpackungsmaterialschlauchs 16a,
zu stützen, insbesondere zu einer Realisierung einer Aufrechterhaltung der homogenen
Materialspannung. Vorzugsweise weist die Formführungseinheit 18a zumindest zwei Formführungskonturen
86a auf, die insbesondere spiegelsymmetrisch um eine gedachte Symmetrieebene, die
sich zumindest im Wesentlichen parallel zu der Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs
16a erstreckt, in der insbesondere die Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs
16a verläuft, und die sich zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Faltkante 72a
der Formeinheit 12a erstreckt, angeordnet sind. Vorzugsweise ist die Formführungseinheit
18a, insbesondere um die gedachte Symmetrieebene, spiegelsymmetrisch ausgebildet.
[0039] Alternativ ist vorstellbar, dass die Formführungseinheit 18a und/oder die Formeinheit
12a asymmetrisch ausgebildet sind/ist.
[0040] Bevorzugt umfasst die Horizontalformvorrichtung 10a zumindest eine Einstelleinheit
30a, 32a, die dazu vorgesehen ist, die Formeinheit 12a und die Formführungseinheit
18a zu einer Realisierung von unterschiedlichen Verpackungsmaterialschlauchgeometrien
verstellbar zu lagern, insbesondere in unterschiedlichen Verstellebenen. Vorzugsweise
umfasst die Horizontalformvorrichtung 10a zumindest zwei Einstelleinheiten 30a, 32a,
wobei eine Einstelleinheit 30a dazu vorgesehen ist, die Formeinheit 12a verstellbar
zu lagern, und wobei eine weitere Einstelleinheit 32a dazu vorgesehen ist, die Formführungseinheit
18a verstellbar zu lagern. Insbesondere können zu einer Verpackung von unterschiedlichen
Produkten 24a unterschiedliche Verpackungsmaterialschlauchgeometrien benötigt werden.
Insbesondere ist die Verpackungsmaschine 50a zu einer Verpackung von unterschiedlichen
Produkten 24a, die insbesondere unterschiedliche Abmessungen aufweisen, vorgesehen.
Insbesondere können unterschiedliche Verpackungsmaterialschlauchgeometrien zur Verpackung
von unterschiedlichen Produkten 24a, die unterschiedliche maximale Erstreckungen zumindest
im Wesentlichen senkrecht zu der Auflagefläche 22a, insbesondere unterschiedliche
Höhen, und/oder die unterschiedliche maximale Erstreckungen zumindest im Wesentlichen
parallel zu der Auflagefläche 22a und zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Transportrichtung
38a des Verpackungsmaterialschlauchs 16a, insbesondere unterschiedliche Breiten, aufweisen,
benötigt werden. Insbesondere sind/ist durch eine Verstellung der Formeinheit 12a
und/oder der Formführungseinheit 18a eine maximale Erstreckung des Verpackungsmaterialschlauchs
16a zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Auflagefläche 22a, insbesondere eine
Höhe des Verpackungsmaterialschlauchs 16a, und/oder eine maximale Erstreckung des
Verpackungsmaterialschlauchs 16a zumindest im Wesentlichen parallel zu der Auflagefläche
22a und zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs
16a, insbesondere eine Breite des Verpackungsmaterialschlauchs 16a, einstellbar. Insbesondere
kann die Formführungseinheit 18a mittels der weiteren Einstelleinheit 32a zu einer
Korrektur ungleichmäßiger Spannungsverhältnisse in dem Verpackungsmaterial 46a einstellbar
sein.
[0041] Vorzugsweise ist die Formeinheit 12a in zumindest einer sich auf der der Formeinheit
12a zugewandten Seite 26a der Auflagefläche 22a erstreckenden Verstellebene verstellbar
gelagert. Vorzugsweise ist die Formführungseinheit 18a in zumindest einer weiteren,
sich auf der weiteren, der Formführungseinheit 18a zugewandten Seite 28a der Auflagefläche
22a erstreckenden Verstellebene verstellbar gelagert. Insbesondere sind/ist die Formeinheit
12a und/oder die Formführungseinheit 18a als ganzes Bauteil oder als ganze Baugruppe
verstellbar gelagert. Insbesondere sind/ist die Formeinheit 12a und/oder die Formführungseinheit
18a in sich selbst verstellbar, insbesondere einzelne Komponenten der Formeinheit
12a relativ zueinander und/oder einzelne Komponenten der Formführungseinheit 18a relativ
zueinander.
[0042] Bevorzugt ist/sind die zumindest eine Einstelleinheit 30a, 32a, insbesondere die
Einstelleinheiten 30a, 32a, dazu vorgesehen, die Formeinheit 12a und die Formführungseinheit
18a relativ zueinander verstellbar zu lagern. Insbesondere sind die Einstelleinheiten
30a, 32a dazu vorgesehen, die Formeinheit 12a und die Formführungseinheit 18a als
ganzes Bauteil oder als ganze Baugruppe relativ zueinander verstellbar zu lagern.
Vorzugsweise sind die Einstelleinheiten 30a, 32a dazu vorgesehen, die Formeinheit
12a und die Formführungseinheit 18a linearbeweglich und/oder schwenkbeweglich zu lagern.
Vorzugsweise ist die Einstelleinheit 30a dazu vorgesehen, die Formeinheit 12a, insbesondere
zu einer Einstellung einer Höhe des Verpackungsmaterialschlauchs 16a, zumindest linearbeweglich
entlang einer zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Auflagefläche 22a verlaufenden
Verstellrichtung 88a zu lagern. Insbesondere umfasst die Einstelleinheit 30a zumindest
eine Linearführung 90a, die dazu vorgesehen ist, die Formeinheit 12a linearbeweglich
entlang der Verstellrichtung 88a zu lagern. Insbesondere umfasst die Einstelleinheit
30a zumindest eine weitere Linearführung 112a, die dazu vorgesehen ist, die Formeinheit
12a linearbeweglich entlang einer zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Verstellrichtung
88a und zumindest im Wesentlichen parallel zu der Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs
16a verlaufenden weiteren Verstellrichtung 114a zu lagern (vgl. Figur 3). Vorzugsweise
ist die weitere Einstelleinheit 32a dazu vorgesehen, die Formführungseinheit 18a zumindest
linearbeweglich entlang zumindest einer zumindest im Wesentlichen parallel zu der
Auflagefläche 22a, insbesondere quer zu der Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs
16a, verlaufenden Verstellrichtung 92a, 116a zu lagern. Vorzugsweise sind die Einstelleinheiten
30a, 32a als manuelle Einstelleinheiten zu einer manuellen Verstellung der Formeinheit
12a und der Formführungseinheit 18a, insbesondere relativ zueinander, ausgebildet.
Alternativ oder zusätzlich ist vorstellbar, dass zumindest eine der Einstelleinheiten
30a, 32a zumindest ein automatisches Verstellelement, insbesondere einen Stellmotor,
aufweist, das/der zu einer automatischen Verstellung der Formeinheit 12a und/oder
der Formführungseinheit 18a vorgesehen ist.
[0043] Bevorzugt ist/sind die zumindest eine Einstelleinheit 30a, 32a, insbesondere die
Einstelleinheiten 30a, 32a, dazu vorgesehen, zumindest zwei Formschenkel 34a, 36a
der Formeinheit 12a und/oder der Formführungseinheit 18a relativ zueinander verstellbar
zu lagern. Vorzugsweise weist die Formeinheit 12a zumindest zwei Formschenkel 34a
auf, die relativ zueinander verstellbar, insbesondere linearbeweglich und/oder schwenkbeweglich,
gelagert sind. Insbesondere sind die Formschenkel 34a der Formeinheit 12a relativ
zueinander zumindest linearbeweglich, insbesondere entlang einer zumindest im Wesentlichen
parallel zu der Faltkante 72a, insbesondere zu einer Faltkantenlauffläche, verlaufenden
Richtung, verstellbar gelagert. Insbesondere umfasst die Einstelleinheit 30a zumindest
ein Querlagerelement 94a, das dazu vorgesehen ist, die Formschenkel 34a der Formeinheit
12a relativ zueinander zumindest linearbeweglich zu lagern. Insbesondere bilden die
Formschenkel 34a der Formeinheit 12a die Faltkante 72a, insbesondere die Faltkantenlauffläche,
gemeinsam aus. Insbesondere sind die Formschenkel 34a der Formeinheit 12a, insbesondere
entlang der zumindest im Wesentlichen parallel zu der Faltkante 72a verlaufenden Richtung,
aufeinander zu und voneinander weg beweglich gelagert, insbesondere zu einer Einstellung
einer Breite des Verpackungsmaterialschlauchs 16a. Insbesondere bilden die Formschenkel
34a der Formeinheit 12a gemeinsam den Formtunnel 82a der Formeinheit 12a aus. Insbesondere
bildet jeweils ein Formschenkel 34a der Formeinheit 12a jeweils zumindest eine Formkonturkante
80a der Formeinheit 12a aus. Die Einstelleinheit 30a weist vorzugsweise zumindest
ein Zwischenelement 96a, insbesondere eine Mehrzahl von Zwischenelementen 96a, zu
einer Ausfüllung eines Raums zwischen den zwei voneinander wegbewegten Formschenkeln
34a der Formeinheit 12a auf, insbesondere zu einer Gewährleistung von unterschiedlichen
Produktbreiten.
[0044] Vorzugsweise weist die Formführungseinheit 18a zumindest zwei Formschenkel 36a auf,
die relativ zueinander verstellbar, insbesondere linearbeweglich und/oder schwenkbeweglich,
gelagert sind. Insbesondere kann die weitere Einstelleinheit 32a, die zu einer verstellbaren
Lagerung der Formführungseinheit 18a vorgesehen ist, in einer alternativen Ausgestaltungsform
zumindest im Wesentlichen analog zu der Einstelleinheit 30a, die zu einer verstellbaren
Lagerung der Formeinheit 12a vorgesehen ist, ausgebildet sein. Vorzugsweise sind die
Formschenkel 36a der Formführungseinheit 18a relativ zueinander zumindest linearbeweglich
verstellbar gelagert. Insbesondere ist die weitere Einstelleinheit 32a dazu vorgesehen,
die Formschenkel 36a der Formführungseinheit 18a entlang von unterschiedlichen, insbesondere
quer zueinander verlaufenden, Verstellrichtungen 92a, 116a linearbeweglich verstellbar
zu lagern, insbesondere zu einer Gewährleistung von unterschiedlichen Produktbreiten.
Vorzugsweise verlaufen die Verstellrichtungen 92a, 116a in einer gemeinsamen, sich
insbesondere zumindest im Wesentlichen parallel zu der Auflagefläche 22a erstreckenden,
Ebene und schließen insbesondere gleiche Winkel mit der Transportrichtung 38a des
Verpackungsmaterialschlauchs 16a ein. Alternativ oder zusätzlich können die Formschenkel
36a der Formführungseinheit 18a relativ zueinander zumindest schwenkbeweglich, insbesondere
in einer sich zumindest im Wesentlichen parallel zu der Auflagefläche 22a erstreckenden
Schwenkebene, verstellbar gelagert sein, insbesondere zu einer Einstellung der Breite
des Verpackungsmaterialschlauchs 16a. Insbesondere können die Formschenkel 36a der
Formführungseinheit 18a in einer alternativen Ausführungsform an einem entlang der
Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs 16a von der Formeinheit 12a
abgewandten Endbereich 98a der Formschenkel 36a der Formführungseinheit 18a schwenkbeweglich
gelagert sein. Vorzugsweise kann der Endbereich 98a der Formschenkel 36a der Formführungseinheit
18a in einer alternativen Ausführungsform separat von einem übrigen Bereich der Formführungseinheit
18a, insbesondere entlang eines Trennschnitts 118a von dem übrigen Bereich getrennt,
ausgebildet, insbesondere montiert, sein. Insbesondere bildet jeweils ein Formschenkel
36a der Formführungseinheit 18a jeweils zumindest eine Formführungskontur 86a der
Formführungseinheit 18a aus. Vorzugsweise sind die Formschenkel 36a der Formführungseinheit
18a um die gedachte Symmetrieebene spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet, insbesondere
gelagert.
[0045] Bevorzugt bilden die Formschenkel 36a der Formführungseinheit 18a einen in Transportrichtung
38a des Verpackungsmaterialschlauchs 16a V-förmig zulaufenden Führungsbereich 40a
aus, der dazu vorgesehen ist, miteinander zu siegelnde Nahtbereiche des Verpackungsmaterialschlauchs
16a zusammenzuführen. Insbesondere ist der Führungsbereich 40a dazu vorgesehen, miteinander
zu siegelnde Längssiegelnahtbereiche des Verpackungsmaterialschlauchs 16a zusammenzuführen.
Insbesondere weisen die Formschenkel 36a der Formführungseinheit 18a in einem der
Formeinheit 12a zugewandten Endbereich 100a einen größeren Abstand entlang einer zumindest
im Wesentlichen parallel zu der Auflagefläche 22a und zumindest im Wesentlichen senkrecht
zu der Transportrichtung 38a des Verpackungsmaterialschlauchs 16a verlaufenden Richtung
zueinander auf als in dem der Formeinheit 12a abgewandten Endbereich 98a. Die Nahtbereiche
des Verpackungsmaterialschlauchs 16a sind insbesondere Bereiche, in denen das Verpackungsmaterial
46a, insbesondere das Verpackungspapier, gesiegelt wird, insbesondere zur Erstellung
einer Siegelnaht. Insbesondere ist der Führungsbereich 40a dazu vorgesehen, die Nahtbereiche
derart zusammenführen, dass die Nahtbereiche zu einer Siegelung aneinander anliegend
zwischen jeweils zwei Siegelrollen 66a, 68a der Paare von Siegelrollen 66a, 68a hindurch
transportierbar sind. Vorzugsweise mündet der Führungsbereich 40a in dem der Formeinheit
12a abgewandten Endbereich 98a in eine von den Formschenkeln 36a der Formführungseinheit
18a gebildete Stützkontur 102a, die dazu vorgesehen ist, den Verpackungsmaterialschlauch
16a, insbesondere die zusammengeführten Nahtbereiche, zu stützen, insbesondere während
eines Weitertransports bis zur Längssiegeleinheit 64a.
[0046] In den Figuren 5 bis 7 sind drei weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt.
Die nachfolgenden Beschreibungen und die Zeichnungen beschränken sich im Wesentlichen
auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bezeichneter
Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grundsätzlich
auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele,
insbesondere der Figuren 1 bis 4, verwiesen werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele
ist der Buchstabe a den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1 bis
4 nachgestellt. In den Ausführungsbeispielen der Figuren 5 bis 7 ist der Buchstabe
a durch die Buchstaben b bis d ersetzt.
[0047] Figur 5 zeigt einen Teil einer ersten alternativen Horizontalformvorrichtung 10b
in einer schematischen perspektivischen Darstellung. Die Horizontalformvorrichtung
10b umfasst insbesondere zumindest eine Formeinheit 12b und zumindest eine Formführungseinheit
18b. Bevorzugt umfasst die Horizontalformvorrichtung 10b zumindest eine Heizeinheit
42b, die dazu vorgesehen ist, die Formeinheit 12b und/oder die Formführungseinheit
18b zumindest abschnittsweise zu erhitzen, insbesondere zu einem Wärmeeintrag in einen
Nahtbereich, insbesondere eines Verpackungsmaterials. Insbesondere ist die Heizeinheit
42b dazu vorgesehen, einen einer Siegelung, insbesondere einer Längssiegelung, des
Verpackungsmaterials, insbesondere eines Verpackungspapiers, einen vorgelagerten Wärmeeintrag
in das Verpackungsmaterial, insbesondere in das Verpackungspapier, zu ermöglichen.
Alternativ oder zusätzlich ist vorstellbar, dass die Heizeinheit 42b dazu vorgesehen
ist, das Verpackungsmaterial, insbesondere das Verpackungspapier, insbesondere an
der Formführungseinheit 18b, zu siegeln, insbesondere alternativ zu einer Siegelung
durch eine Längssiegeleinheit einer Verpackungsmaschine, und/oder einen erhöhten Wärmeeintrag
zu gewährleisten, insbesondere in einem Bereich einer Stützkontur 102b der Formführungseinheit
18b. Die Heizeinheit 42b kann insbesondere als eine Heizwendel, als eine Heizpatrone,
als eine Heizplatte, als ein Dickschichtheizelement oder als eine andere, einem Fachmann
als sinnvoll erscheinende Heizeinheit ausgebildet sein. Vorzugsweise ist die Heizeinheit
42b an der Formeinheit 12b und/oder an der Formführungseinheit 18b angeordnet, steht
insbesondere in direktem Kontakt mit der Formeinheit 12b und/oder der Formführungseinheit
18b. Insbesondere kann die Horizontalformvorrichtung 10b eine Mehrzahl von Heizeinheiten
42b aufweisen, wobei jeweils zumindest eine Heizeinheit 42b der Formeinheit 12b und
jeweils zumindest eine weitere Heizeinheit 42b der Formführungseinheit 18b zugeordnet
sein kann. Insbesondere ist die Heizeinheit 42b auf einer einer Kontaktfläche 104b
mit dem Verpackungsmaterial, insbesondere mit dem Verpackungspapier, abgewandten Seite
der Formeinheit 12b und/oder der Formführungseinheit 18b angeordnet. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel weist die Horizontalformvorrichtung 10b beispielhaft eine einzelne
Heizeinheit 42b auf, die an der Formeinheit 12b, insbesondere auf der der Kontaktfläche
104b mit dem Verpackungsmaterial abgewandten Seite der Formeinheit 12b, angeordnet
ist, insbesondere in direktem Kontakt mit der Formeinheit 12b steht. Zusätzlich ist
eine Heizung, die parallel zu einer Fläche 120b der Formeinheit 12b, insbesondere
von der Formeinheit 12b beabstandet, angeordnet ist, denkbar, welche das Verpackungsmaterial
auf einer Innenseite beheizt.
[0048] Insbesondere sind/ist die Formeinheit 12b und/oder die Formführungseinheit 18b, im
vorliegenden Ausführungsbeispiel beispielhaft die Formeinheit 12b, dazu vorgesehen,
von der Heizeinheit 42b aufgenommene Wärmeenergie auf das Verpackungsmaterial, insbesondere
auf das Verpackungspapier, zu übertragen. Insbesondere sind/ist die Formeinheit 12b,
insbesondere die Formschenkel 34b der Formeinheit 12b, und/oder die Formführungseinheit
18b, insbesondere die Formschenkel 36b der Formführungseinheit 18b, im vorliegenden
Ausführungsbeispiel beispielhaft zumindest die Formeinheit 12b, aus einem wärmeleitfähigen
Material, insbesondere aus einem Metall, ausgebildet. Insbesondere sind/ist die Formeinheit
12b und/oder die Formführungseinheit 18b, im vorliegenden Ausführungsbeispiel beispielhaft
die Formeinheit 12b, an der Kontaktfläche 104b mit dem Verpackungsmaterial, insbesondere
mit dem Verpackungspapier, dazu vorgesehen, eine von der Heizeinheit 42b bereitgestellte
Wärmeenergie auf das Verpackungsmaterial, insbesondere in den Nahtbereichen, zu übertragen.
Insbesondere ist durch einen Wärmeeintrag in die Nahtbereiche zumindest eine Siegelschicht
des Verpackungspapiers aktivierbar.
[0049] Figur 6 zeigt einen Teil einer zweiten alternativen Horizontalformvorrichtung 10c
in einer schematischen perspektivischen Darstellung. Die Horizontalformvorrichtung
10c umfasst insbesondere zumindest eine Formeinheit 12c und zumindest eine Formführungseinheit
18c. Bevorzugt umfasst die Horizontalformvorrichtung 10c zumindest eine Luftdruckeinheit
44c, die dazu vorgesehen ist, an der Formeinheit 12c und/oder an der Formführungseinheit
18c einen Unterdruck und/oder einen Überdruck auf ein Verpackungsmaterial auszuüben.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist die Horizontalformvorrichtung 10c beispielhaft
zwei Luftdruckeinheiten 44c auf, wobei jeweils eine der Luftdruckeinheiten 44c dazu
vorgesehen ist, an jeweils einem Formschenkel 36c der Formführungseinheit 18c einen
Unterdruck und/oder einen Überdruck auf das Verpackungsmaterial auszuüben. Die Luftdruckeinheiten
44c können insbesondere als Gebläse, als Sauger oder als andere, einem Fachmann als
sinnvoll erscheinende Luftdruckeinheiten ausgebildet sein. Insbesondere kann die Horizontalformvorrichtung
10c in einer alternativen Ausgestaltungsform eine Mehrzahl von Luftdruckeinheiten
44c aufweisen, wobei jeweils zumindest eine Luftdruckeinheit 44c der Formeinheit 12c
und jeweils zumindest eine weitere Luftdruckeinheit 44c der Formführungseinheit 18c
zugeordnet sein kann. Insbesondere sind die Luftdruckeinheiten 44c auf einer einer
Kontaktfläche 106c mit dem Verpackungsmaterial, insbesondere mit einem Verpackungspapier,
abgewandten Seite der Formeinheit 12c und/oder der Formführungseinheit 18c, im vorliegenden
Ausführungsbeispiel beispielhaft der Formführungseinheit 18c, angeordnet. Bevorzugt
sind/ist die Formeinheit 12c, insbesondere Formschenkel 34c der Formeinheit 12c, und/oder
die Formführungseinheit 18c, insbesondere die Formschenkel 36c der Formführungseinheit
18c, im vorliegenden Ausführungsbeispiel beispielhaft die Formführungseinheit 18c,
zumindest abschnittsweise perforiert, insbesondere aus einem porösen Material, ausgebildet.
Insbesondere weisen die Formschenkel 36c der Formführungseinheit 18c eine Perforierung
108c auf. Insbesondere kann Luft einer von den Luftdruckeinheiten 44c erzeugten Luftströmung
zumindest abschnittsweise durch die Formeinheit 12c und/oder die Formführungseinheit
18c, im vorliegenden Ausführungsbeispiel beispielhaft durch die Formführungseinheit
18c, strömen. Vorzugsweise sind die Luftdruckeinheiten 44c dazu vorgesehen, einen
Unterdruck zu einer Ansaugung des Verpackungspapiers an die Formeinheit 12c und/oder
an die Formführungseinheit 18c, im vorliegenden Ausführungsbeispiel beispielhaft an
die Formführungseinheit 18c, zu erzeugen, insbesondere zu einer Realisierung einer
faltenarmen Anlage des Verpackungspapiers an der Formeinheit 12c und/oder an der Formführungseinheit
18c, im vorliegenden Ausführungsbeispiel beispielhaft an der Formführungseinheit 18c.
Vorzugsweise sind die Luftdruckeinheiten 44c dazu vorgesehen, einen Überdruck zur
Bildung eines Luftkissens an der Formeinheit 12c und/oder an der Formführungseinheit
18c, im vorliegenden Ausführungsbeispiel beispielhaft an der Formführungseinheit 18c,
zu erzeugen, insbesondere zu einer Realisierung eines reibungsarmen Transports des
Verpackungspapiers entlang von der Formeinheit 12c und/oder entlang von der Formführungseinheit
18c, im vorliegenden Ausführungsbeispiel beispielhaft entlang von der Formführungseinheit
18c. Bevorzugt sind die Luftdruckeinheiten 44c zwischen einer Erzeugung eines Unterdrucks
und einer Erzeugung eines Überdrucks umschaltbar, insbesondere in Abhängigkeit von
einer Anwendungssituation, beispielsweise in Abhängigkeit von einem verwendeten Verpackungsmaterial.
[0050] Figur 7 zeigt einen Teil einer dritten alternativen Horizontalformvorrichtung 10d
in einer schematischen perspektivischen Darstellung. Die Horizontalformvorrichtung
10d umfasst zumindest eine Formeinheit 12d und zumindest eine Formführungseinheit
18d. Bevorzugt umfasst die Horizontalformvorrichtung 10d zumindest eine angetriebene
Andruckeinheit 48d, insbesondere eine Andruckrolle, die dazu vorgesehen ist, ein Verpackungsmaterial
mit einer Andruckkraft gegen die Formführungseinheit 18d zu beaufschlagen. Vorzugsweise
umfasst die Horizontalformvorrichtung 10d die zumindest eine angetriebene Andruckeinheit
48d alternativ oder zusätzlich, im vorliegenden Ausführungsbeispiel beispielhaft alternativ,
zu einer der Formführungseinheit 18d zugeordneten Luftdruckeinheit. Vorzugsweise umfasst
die Horizontalformvorrichtung 10d zumindest zwei angetriebene Andruckeinheiten 48d,
wobei jeweils zumindest eine angetriebene Andruckeinheit 48d jeweils einem Formschenkel
36d der Formführungseinheit 18d zugeordnet ist, insbesondere dazu vorgesehen ist,
das Verpackungsmaterial mit einer Andruckkraft gegen den Formschenkel 36d zu beaufschlagen.
Zusätzlich ist vorstellbar, dass die Horizontalformvorrichtung 10d zumindest eine
zusätzliche angetriebene Andruckeinheit 48d, insbesondere eine zusätzliche Andruckrolle,
umfasst, die dazu vorgesehen ist, das Verpackungsmaterial mit einer Andruckkraft gegen
die Formeinheit 12d zu beaufschlagen. Vorzugsweise sind die angetriebenen Andruckeinheiten
48d als Andruckrollen ausgebildet, die zu Rotationsbewegungen antreibbar sind, insbesondere
zu einem Transport eines Verpackungsmaterialschlauchs entlang einer Transportrichtung
38d des Verpackungsmaterialschlauchs. Insbesondere sind die angetriebenen Andruckeinheiten
48d dazu vorgesehen, den Verpackungsmaterialschlauch zwischen den angetriebenen Andruckeinheiten
48d und der Formführungseinheit 18d, insbesondere den Formschenkeln 36d der Formführungseinheit
18d, zu führen.
1. Horizontalformvorrichtung, insbesondere für horizontale Schlauchbeutelmaschinen, mit
zumindest einer, insbesondere rollenfreien, Formeinheit (12a-12d), insbesondere einer
Formschulter, die dazu vorgesehen ist, eine Verpackungsmaterialbahn (14a), insbesondere
eine Papierbahn, zu einem Verpackungsmaterialschlauch (16a) zu formen, wobei die Formeinheit
(12a-12d) zumindest eine Faltkante (72a-72d) aufweist, um die die Verpackungsmaterialbahn
(14a) umlenkbar ist, und mit zumindest einer Formführungseinheit (18a-18d), insbesondere
einer weiteren Formschulter, die dazu vorgesehen ist, den Verpackungsmaterialschlauch
(16a) quer zu einer Einlaufrichtung (20a-20d) der Verpackungsmaterialbahn (14a) an
der Formeinheit (12a-12d) unter Erhalt einer von der Formeinheit (12a-12d) erzeugten,
insbesondere homogenen, Materialspannung weiterzuführen, gekennzeichnet durch zumindest eine Auflagefläche (22a), insbesondere eine Arbeitsplatte, auf der zu verpackende
Produkte (24a) transportierbar sind, wobei die Formeinheit (12a-12d) und die Formführungseinheit
(18a-18d) auf voneinander abgewandten Seiten (26a-26d, 28a-28d) der Auflagefläche
(22a) angeordnet sind, wobei die Formführungseinheit (18a-18d) zumindest eine Formführungskontur
(86a-86d) umfasst, die dazu vorgesehen ist, den geführten Verpackungsmaterialschlauch
(16a) zu einer Realisierung einer Aufrechterhaltung der homogenen Materialspannung
zu stützen.
2. Horizontalformvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Formführungseinheit (18a-18d) getrennt von der Formeinheit (12a-12d) ausgebildet,
insbesondere angeordnet, ist.
3. Horizontalformvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest einen, insbesondere U-förmigen, Produkt- und/oder Verpackungsmaterialführungstunnel
(78a), der dazu vorgesehen ist, den Verpackungsmaterialschlauch (16a) zu stützen.
4. Horizontalformvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine Einstelleinheit (30a-30d, 32a-32d), die dazu vorgesehen ist, die Formeinheit
(12a-12d) und die Formführungseinheit (18a-18d) zu einer Realisierung von unterschiedlichen
Verpackungsmaterialschlauchgeometrien verstellbar zu lagern, insbesondere in unterschiedlichen
Verstellebenen.
5. Horizontalformvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Einstelleinheit (30a-30d, 32a-32d) dazu vorgesehen ist, die Formeinheit
(12a-12d) und die Formführungseinheit (18a-18d) relativ zueinander verstellbar zu
lagern.
6. Horizontalformvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Einstelleinheit (30a-30d, 32a-32d) dazu vorgesehen ist, zumindest
zwei Formschenkel (34a-34d, 36a-36d) der Formeinheit (12a-12d) und/oder der Formführungseinheit
(18a-18d) relativ zueinander verstellbar zu lagern.
7. Horizontalformvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Formschenkel (36a-36d) der Formführungseinheit (18a-18d) einen in Transportrichtung
(38a-38d) des Verpackungsmaterialschlauchs (16a) V-förmig zulaufenden Führungsbereich
(40a-40d) ausbilden, der dazu vorgesehen ist, miteinander zu siegelnde Nahtbereiche
des Verpackungsmaterialschlauchs (16a) zusammenzuführen.
8. Horizontalformvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine Heizeinheit (42b), die dazu vorgesehen ist, die Formeinheit (12b)
und/oder die Formführungseinheit (18b) zumindest abschnittsweise zu erhitzen, insbesondere
zu einem Wärmeeintrag in einen Nahtbereich.
9. Horizontalformvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine Luftdruckeinheit (44c), die dazu vorgesehen ist, an der Formeinheit
(12c) und/oder an der Formführungseinheit (18c) einen Unterdruck und/oder einen Überdruck
auf ein Verpackungsmaterial auszuüben.
10. Horizontalformvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine angetriebene Andruckeinheit (48d), insbesondere eine Andruckrolle,
die dazu vorgesehen ist, ein Verpackungsmaterial mit einer Andruckkraft gegen die
Formführungseinheit (18d) zu beaufschlagen.
11. Horizontalformvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Formeinheit (12a-12d) als Formschulter ausgebildet ist und die Formführungseinheit
(18a-18d) als weitere Formschulter ausgebildet ist.
12. Horizontalformvorrichtung nach Anspruch 3 und/oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Formführungseinheit (18a-18d) zumindest zwei Formschenkel (36a-36d) umfasst,
die relativ zueinander verstellbar, insbesondere linearbeweglich und/oder schwenkbeweglich,
gelagert sind.
13. Verpackungsmaschine, insbesondere horizontale Schlauchbeutelmaschine, mit zumindest
einer Horizontalformvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. Horizontal forming device, in particular for horizontal flow pack machines,
with at least one, in particular roller-free, forming unit (12a-12d), in particular
a forming shoulder, which is configured for forming a packaging material web (14a),
in particular a paper web, into a packaging material tube (16a),
the forming unit (12a-12d) having at least one folding edge (72a-72d) around which
the packaging material web (14a) is deflectable,
and with at least one form-guiding unit (18a-18d), in particular a further forming
shoulder, which is configured for further guiding the packaging material tube (16a)
transversely to a run-in direction (20a-20d) of the packaging material tube (16a)
at the forming unit (12a-12d) while maintaining an, in particular homogeneous, material
tension generated by the forming unit (12a-12d), characterised by at least one support surface (22a), in particular a work plate, on which products
(24a) that are to be packaged can be transported,
wherein the forming unit (12a-12d) and the form-guiding unit (18a-18d) are arranged
on sides (26a-26d, 28a-28d) of the support surface (22a) that face away from each
other,
wherein the form-guiding unit (18a-18d) has at least one form-guiding contour (86a-86d),
which is configured to support the guided packaging material tube (16a) in order to
realize maintenance of the homogeneous material tension.
2. Horizontal forming device according to claim 1,
characterised in that the form-guiding unit (18a-18d) is realized, in particular arranged, separately from
the forming unit (12a-12d).
3. Horizontal forming device according to one of the preceding claims,
characterised by at least one, in particular U-shaped, product and/or packaging material guiding tunnel
(78a), which is configured to support the packaging material tube (16a).
4. The horizontal forming device according to one of the preceding claims,
characterised by at least one adjusting unit (30a-30d, 32a-32d) which is configured, for an implementation
of different packaging material tube geometries, to support the forming unit (12a-12d)
and the form-guiding unit (18a-18d) such that they are adjustable, in particular in
different adjustment planes.
5. Horizontal forming device according to claim 4,
characterised in that the at least one adjusting unit (30a-30d, 32a-32d) is configured to support the forming
unit (12a-12d) and the form-guiding unit (18a-18d) such that they are adjustable relative
to each other.
6. Horizontal forming device according to claim 4 or 5,
characterised in that the at least one adjusting unit (30a-30d, 32a-32d) is configured to support at least
two forming legs (34a-34d, 36a-36d) of the forming unit (12a-12d) and/or of the form-guiding
unit (18a-18d) such that they are adjustable relative to one another.
7. Horizontal forming device according to claim 6,
characterised in that the forming legs (36a-36d) of the form-guiding unit (18a-18d) form a guiding region
(40a-40d), which tapers in a V-shape in a transport direction (38a-38d) of the packaging
material tube (16a) and is configured to bring seam regions of the packaging material
tube (16a) together which are to be sealed with each other.
8. Horizontal forming device according to one of the preceding claims,
characterised by at least one heating unit (42b), which is configured to at least section-wise heat
the forming unit (12b) and/or the form-guiding unit (18b), in particular for a heat
input into a seam region.
9. Horizontal forming device according to one of the preceding claims,
characterised by at least one air pressure unit (44c), which is configured to exert at the forming
unit (12c) and/or at the form-guiding unit (18c) a negative pressure and/or a positive
pressure onto a packaging material.
10. Horizontal forming device according to one of the preceding claims,
characterised by at least one driven contact pressure unit (48d), in particular a contact pressure
roller, which is configured to subject a packaging material to a contact pressure
force against the form-guiding unit (18d).
11. Horizontal forming device according to one of the preceding claims,
characterised in that the forming unit (12a-12d) is embodied as a forming shoulder and the form-guiding
unit (18a-18d) is embodied as a further forming shoulder.
12. Horizontal forming device according to claim 3 and/or claim 11,
characterised in that the form-guiding unit (18a-18d) comprises at least two forming legs (36a-36d), which
are supported such that they are adjustable relative to each other, in particular
in a linearly movable and/or pivotably movable manner.
13. Packaging machine, in particular horizontal flow pack machine, with at least one horizontal
forming device according to one of the preceding claims.
1. Dispositif de formage horizontal, en particulier pour des ensacheuses horizontales,
avec au moins une unité de formage (12a-12d), en particulier épaulement de formage,
en particulier libre de rouleaux, qui est prévue pour former un panneau de matériau-emballage
(14a), en particulier un panneau de papier, dans un tube de matériau-emballage (16a),
l'unité de formage (12a-12d) comprenant au moins un bord de remplissage (72a-72d)
autour duquel le panneau de matériau-emballage (14a) peut être défléchi,
et avec au moins une unité de guidage-formage (18a-18d), en particulier un autre épaulement
de formage, qui est prévu pour emmener le tube de matériau-emballage (16a) transversalement
à une direction d'entrée (20a-20d) du panneau de matériau-emballage (14a) dans l'unité
de formage (12a-12d), en préservant une tension de matériau, en particulier homogène,
générée par l'unité de formage (12-12d),
caractérisé par au moins une surface de support (22a), en particulier un plan de travail, sur laquelle
des produits (24a) à être emballés peuvent être transportés, où l'unité de formage
(12a-12d) et l'unité de guidage-formage (18a-18d) sont disposées sur des côtés (26a-26d,
28a-28d) de la surface de support (22a) qui sont détournés l'un de l'autre,
où l'unité de guidage-formage (18a-18d) comprend au moins un contour de guidage-formage
(86a-86d) destiné à appuyer le tube de matériau-emballage (16a) guidé pour réaliser
une maintenance de la tension homogène de matériau.
2. Dispositif de formage horizontal selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'unité de guidage-formage (18a-18d) est réalisée, en particulier disposée, séparément
de l'unité de formage (12a-12d).
3. Dispositif de formage horizontal selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par au moins un tunnel à guidage de produit et/ou de matériau d'emballage (78a), en particulier
en forme de U, qui est prévu pour appuyer le tube de matériau-emballage (16a).
4. Dispositif de formage horizontal selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par au moins une unité d'ajustement (30a-30d), 32a-32d) qui est prévue pour supporter
l'unité de formage (12a-12d) et l'unité de guidage-formage (18a-18d) de façon ajustable,
en particulier en plans d'ajustement différents, pour réaliser des géométries de tube
de matériau-emballage différentes.
5. Dispositif de formage horizontal selon la revendication 4,
caractérisé en ce que l'au moins une unité d'ajustement (30a-30d), 32a-32d) est prévue pour supporter l'unité
de formage (18a-18d) et l'unité de guidage-formage (18a-18d) tel qu'elles soient ajustables
l'une par rapport à l'autre.
6. Dispositif de formage horizontal selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que l'au moins une unité d'ajustement (30a-30d), 32a-32d) est prévue pour supporter au
moins deux cuisses de formage (34a-34d, 36a-36d) de l'unité de formage (12a-d) et/ou
de l'unité de guidage-formage (18a-d) tel qu'elles soient ajustables l'une par rapport
à l'autre.
7. Dispositif de formage horizontal selon la revendication 6,
caractérisé en ce que les cuisses de formage (34a-34d, 36a-36d) de l'unité de guidage-formage (18a-18d)
forment une zone de guidage (40a-40d) rétrécissant en forme de V dans une direction
de transport (38a-38d) du tube de matériau-emballage (16a), ladite zone de guidage
(40a-40d) étant prévu pour réunir des zones de soudure du tube de matériau-emballage
(16a) qui sont à être scellées l'une avec l'autre.
8. Dispositif de formage horizontal selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par au moins une unité de chauffage (42b) prévue pour chauffer l'unité de formage (12a-12d)
et/ou l'unité de guidage-formage (18a-18d) au moins par sections, en particulier pour
un apport de chaleur dans une zone de soudure.
9. Dispositif de formage horizontal selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par au moins une unité de pression d'air (44c) qui est prévue pour exercer, à l'unité
de formage (12c) et/ou à l'unité de guidage-formage (18c), une dépression et/ou une
surpression sur un matériau d'emballage.
10. Dispositif de formage horizontal selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par au moins une unité pression-contact (48d) entraînée, en particulier un rouleau pression-contact,
qui est prévue pour appliquer sur un matériau d'emballage une force de pression contre
l'unité de guidage-formage (18d).
11. Dispositif de formage horizontal selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'unité de formage (12a-12d) est réalisée comme épaulement de formage, et l'unité
de guidage-formage (18a-18d) est réalisée comme autre épaulement de formage.
12. Dispositif de formage horizontal selon la revendication 3 et/ou 11,
caractérisé en ce que l'unité de guidage-formage (18a-18d) comporte au moins deux cuisses de formage (36a-36d)
qui sont supportées tel qu'elles soient ajustables l'une par rapport à l'autre, en
particulier en mouvement linéaire et/ou en mouvement pivotant.
13. Machine à emballage, en particulier ensacheuse horizontale, avec un dispositif de
formage horizontal selon l'une des revendications précédentes.