TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bauanschlussprofil, insbesondere zur Verwendung
mit einem Unterbau für eine Schwelle einer Schiebetür oder Hebeschiebetür.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Schwellen für Schiebetüren bekannt, welche an deren
Einbauort anpassbar sind. Hierfür werden im Werk Unterbauelemente mit entsprechenden
Dicken unter die Schwellen montiert. Solche Unterbauelemente werden auch Rahmenverbreiterungen
genannt und sie werden auf das Mass des entsprechenden Türelements vorgefertigt und
können dementsprechend nur zusammen mit diesem Türelement verwendet werden. Die Rahmenverbreiterungen
umfassen Holz- oder Kunststoffprofile, deren Materialeigenschaften durch die Normierung
geregelt sind. Somit sind auf der Schwellenaussenseite Oberflächen mit unterschiedlichen
Materialien angeordnet, welche gemeinsam abzudichten sind. Da unterschiedliche Materialien
unterschiedliche mechanische und thermische Eigenschaften aufweisen, kann sich dies
nachteilig auf die Dichtigkeit der Schwellenaussenseite auswirken.
[0003] Wird bei der Montage festgestellt, dass die Gegebenheiten am Einbauort von der Planung
abweichen, so ist eine Anpassung vor Ort nur beschränkt möglich. Der Einbauort muss
neu vermessen werden und die Schwelle muss im Werk dementsprechend angepasst werden,
was zu ungewollten Bauverzögerungen führt.
[0004] Üblicherweise wird auf die Rahmenverbreiterung auf der Baustelle eine Bitumen-Schweissbahn
zu deren Abdichtung aufgeschweisst und anschliessend mit einer Flüssigkunststoffmasse
zur Schwelle des Schiebe- oder Hebeschiebeelements hin abgedichtet.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0005] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Bauanschlussprofil zur
Verwendung mit einem Unterbau einer Schwelle einer Schiebe- oder Hebeschiebetür bereitzustellen,
die nicht in einem vorgelagerten Kommissionierungsprozess vorgefertigt werden muss
und die keine zur Schiebe- oder Hebeschiebetüre unterschiedlichen Oberflächenmaterialien
aufweist. Sie soll eine Anpassung der Schwelle vor Ort erlauben und eine bessere Dichtbarkeit
der Oberflächen aufweisen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Bauanschlussprofil mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst. Weitere Ausführungsformen des Bauanschlussprofils, sowie Unterbauten und Schwellen
mit erfindungsgemässen Bauanschlussprofilen sind durch die Merkmale von weiteren Ansprüchen
definiert.
[0007] Ein erfindungsgemässes Bauanschlussprofil zur Verwendung mit einer Schwelle, welches
sich entlang einer Längsachse erstreckt, umfasst einen Steg mit einer Aussenfläche
und einer Innenfläche, wobei der Steg in der bestimmungsgemässen Gebrauchslage ein
oberes Ende und ein dem oberen Ende gegenüberliegendes unteres Ende umfasst. Im Bereich
des oberen Endes, ist an der Aussenfläche ein oberer Anschluss vorgesehen, der ausgebildet
ist, um mit einem Trittblech der Schwelle oder mit einem darüberliegenden Bauanschlussprofil
eine formschlüssige Verbindung zu bilden. Im Bereich des unteren Endes ist ein unterer
Anschluss vorgesehen, der ausgebildet ist, um mit einem darunterliegenden Bauanschlussprofil
eine formschlüssige Verbindung zu bilden. Eine solche Bauweise hat den Vorteil, dass
sie eine Anpassung an die Gegebenheiten vor Ort erlaubt und dass Sie keine unterschiedlichen
Oberflächenmaterialien aufweist.
[0008] Ein Unterbau, bzw. eine Rahmenverbreiterung mit einen solchen Bauanschlussprofil
kann als Einzelmodul gefertigt werden und mehrere solcher Rahmenverbreiterungen können
entsprechend der verlangten Bauhöhe zusammengesetzt werden. Die Verbindung der einzelnen
Bauanschlussprofile untereinander erfolgt durch das Einhängen, bzw. Einschwenken des
oberen Anschlusses eines unteren Bauanschlussprofils in den unteren Anschluss eines
darüberliegenden Bauanschlussprofils.
[0009] Da eine grosse Menge von solchen Rahmenverbreiterungen mit abgestuften Breiten, bzw.
Dicken vorgefertigt werden können, besteht keine Abhängigkeit zur benötigten Bauhöhe,
wie dies bei herkömmlichen Rahmenverbreiterungen der Fall ist.
[0010] Dadurch, dass alle nach aussen gerichteten Oberflächen der Bauanschlussprofile, bzw.
der Unterbauten ein gleiches Material aufweisen, entstehen keine Haftungsproblemen,
wenn auf der Baustelle zur Abdichtung die dafür vorgesehenen üblichen Dichtungssysteme,
bzw. Komponenten verwendet werden.
[0011] In einer Ausführungsform ist im Bereich des oberen Endes, an der Innenfläche eine
obere Befestigung vorgesehen, welche sich im Wesentlichen rechtwinklig vom Steg weg
erstreckt. Im Bereich des unteren Endes, ist an der Innenfläche eine untere Befestigung
vorgesehen, welche sich im Wesentlichen rechtwinklig vom Steg weg erstreckt.
[0012] In einer Ausführungsform sind die Befestigungen gemeinsam einstückig mit dem Steg
ausgebildet.
[0013] In einer Ausführungsform sind die Anschlüsse gemeinsam einstückig mit dem Steg ausgebildet.
[0014] In einer Ausführungsform umfasst der obere Anschluss, auf seiner gegen das Trittblech
gerichteten Seite, eine Aufnahme für eine Dichtung. Zur besseren Befestigung der Dichtung,
kann in der Ausnehmung ein Rückhalteelement vorgesehen sein, beispielsweise in der
Form eines Hakens.
[0015] In einer Ausführungsform umfasst der obere Anschluss, an seinem zum Steg entfernten
Ende ein Rastelement, welches mit dem Trittblech verrastbar ist. Beispielsweise ist
das Rastelement eine Nut, welche sich entlang der Längsachse erstreckt.
[0016] In einer Ausführungsform umfasst der obere Anschluss, auf seiner dem Trittblech abgewandten
Seite einen Wasserabweiser. Beispielsweise ist der Wasserabweiser ein vom Steg weg
abfallender Profilschenkel.
[0017] Das Rückhalteelement, das Rastelement und der Wasserabweiser können gemeinsam einstückig
mit dem oberen Anschluss ausgebildet sein.
[0018] In einer Ausführungsform umfassen die Befestigungen mindestens ein Rastelement. Beispielsweise
in der Form von mindestens einer Rastnase oder mindestens einer federnden Lasche.
[0019] In einer Ausführungsform sind die Befestigungen durchgehend entlang der Längsachse
ausgebildet. Alternativ können die Befestigungen nur abschnittsweise entlang der Längsachse
ausgebildet sein.
[0020] In einer Ausführungsform ist das Bauanschlussprofil aus Metall gefertigt, beispielsweise
aus Aluminium.
[0021] Ein erfindungsgemässer Unterbau zur Verwendung mit einer Schwelle, welcher sich entlang
der Längsachse erstreckt, umfasst ein erfindungsgemässes Bauanschlussprofil gemäss
einer der vorangehenden Ausführungsformen und ein Unterbauprofil mit einer Aussenfläche,
welche in der bestimmungsgemässen Gebrauchslage einen oberen Bereich und einen dazu
gegenüberliegenden unteren Bereich umfasst. Weiter umfasst das Unterbauprofil eine
der Aussenfläche gegenüberliegende und dazu parallele Innenfläche. Das Unterbauprofil
umfasst weiter eine obere Fläche und eine dieser gegenüberliegende untere Fläche,
wobei die obere Fläche und die untere Fläche zwischen der Aussenfläche und der Innenfläche
angeordnet sind und welche im Wesentlichen rechtwinklig zu diesen ausgerichtet sind.
Die Innenfläche des Bauanschlussprofils ist mit der Aussenfläche des Unterbauprofils
verbunden. Beispielsweise kann das Bauanschlussprofil mit dem Unterbauprofil verklebt
sein.
[0022] In einer Ausführungsform ist im oberen Bereich der Aussenfläche eine obere Ausnehmung
vorgesehen, in welche die obere Befestigung des Bauanschlussprofils ragt und ist im
unteren Bereich der Aussenfläche eine untere Ausnehmung vorgesehen, in welche die
untere Befestigung des Bauanschlussprofils ragt.
[0023] In einer Ausführungsform sind die Befestigungen des Bauanschlussprofils lösbar in
den Ausnehmungen des Unterbauprofils angeordnet, beispielsweise lösbar verrastbar.
Alternativ können die Befestigungen des Bauanschlussprofils nicht beschädigungsfrei
lösbar in den Ausnehmungen des Unterbauprofils angeordnet sein, beispielsweise fest
verrastet oder verklebt.
[0024] In einer Ausführungsform deckt das Bauanschlussprofil die Aussenfläche des Unterbauprofils
vollständig ab.
[0025] Das Unterbauprofil kann aus Kunststoff gefertigt sein, beispielsweise aus extrudiertem
oder geschäumtem Kunststoff. Es können auch faserverstärkte Kunststoffe verwendet
werden. Mögliche zu verwendende Kunststoffe sind PVC, PET oder Polystyrol.
[0026] In einer Ausführungsform ist ein erstes Unterbauprofil als Hohlprofil mit einer Aussenwand,
einer dieser gegenüberliegenden Innenwand, einer oberen Wand und einer dieser gegenüberliegenden
unteren Wand ausgebildet. Die nach aussen gerichtete Seite der Aussenwand umfasst
die Aussenfläche und die nach aussen gerichtete Seite der Innenwand umfasst die Innenfläche.
Die nach aussen gerichtete Seite der oberen Wand umfasst die obere Fläche und die
nach aussen gerichtete Seite der unteren Wand umfasst die untere Fläche.
[0027] In einer Ausführungsform ist ein zweites Unterbauprofil als Vollprofil ausgebildet.
[0028] In einer Ausführungsform ist an der Innenfläche des Unterbauprofils ein Rastelement
vorgesehen, welches mit dem Schwellenprofil oder mit einem Rastelement eines dazu
benachbarten Unterbaus verrastbar ist.
[0029] Eine erfindungsgemässe Schwelle mit einem Schwellenprofil, in welches eine Schiene
eingelassen ist und an welche aussenseitig ein Trittblech anschliesst, umfasst mindestens
einen Unterbau gemäss einer der vorangehenden Ausführungsformen, welcher unterhalb
des Schwellenprofils und des Trittblechs angeordnet ist und mit diesen wirkverbunden
ist.
[0030] In einer Ausführungsform umfasst das erste Unterbauprofil in der oberen Fläche eine
Ausnehmung, in welcher das Schwellenprofil angeordnet ist. Das Schwellenprofil kann
mit dem Unterbauprofil verschraubt und/oder verklebt sein.
[0031] In einer Ausführungsform umfasst die Schwelle zwei oder mehr Unterbauten, wobei die
Aussenflächen von aneinander anschliessenden Bauanschlussprofilen im Wesentlichen
bündig miteinander ausgebildet sind.
[0032] In einer Ausführungsform bilden die oberen und unteren Anschlüsse von aneinander
anschliessenden Bauanschlussprofilen im zusammengebauten Zustand eine Labyrinthdichtung.
[0033] Die erwähnten Ausführungsformen des Bauanschlussprofils, des Unterbaus und der Schwelle
lassen sich in beliebiger Kombination einsetzen, sofern sie sich nicht widersprechen.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0034] Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachstehend anhand von Figuren
noch näher erläutert. Diese dienen lediglich zur Erläuterung und sind nicht einschränkend
auszulegen. Es zeigen
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemässe Schwelle mit mehreren übereinandergestapelten
Unterbauten;
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung der Unterbauten der Figur 1;
Fig. 3A-D eine Explosionsansicht des Querschnitts der Figur 1 mit einem zusätzlichen
Unterbau;
Fig. 4 eine Detailansicht eines ersten Bauanschlussprofils; und
Fig. 5 eine Detailansicht eines zweiten Bauanschlussprofils.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0035] Die Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch eine erfindungsgemässe Schwelle mit mehreren
übereinandergestapelten Unterbauten (1,5;8,9). Die Schwelle umfasst ein Schwellenprofil
2, in welches auf seiner Oberseite eine Schiene 3 eingelassen ist. Ein Trittblech
4 schliesst an das Schwellenprofil 2 an und ist dichtend mit diesem verbunden. Unterhalb
des Schwellenprofils 2 und des Trittblechs 4 ist ein erster Unterbau mit einem ersten
Unterbauprofil 1 und einem ersten Bauanschlussprofil 5 vorgesehen. Das erste Unterbauprofil
1 ist als Hohlprofil mit Rippen ausgebildet. Unterhalb des ersten Unterbaus ist ein
zweiter Unterbau mit einem zweiten Unterbauprofil 8 und einem zweiten Bauanschlussprofil
9 vorgesehen. Das zweite Unterbauprofil 8 ist als Vollprofil ausgebildet. Zwischen
dem Schwellenprofil 2, dem Trittblech 4 und dem ersten Unterbau ist eine Dämmung 6
vorgesehen.
[0036] Die Figur 2 zeigt eine perspektivische Darstellung der Unterbauten der Figur 1. Die
Elemente der Unterbauten, d.h. die Unterbauprofile 1;8 und die Bauanschlussprofile
5;9 sind Profile, welche sich entlang der Längsachse erstrecken. Entlang der Längsachse
ändern sich die geometrischen Verhältnisse der Profile nicht oder nur unwesentlich.
[0037] Die Figuren 3A-D zeigen eine Explosionsansicht des Querschnitts der Figur 1 mit einem
zusätzlichen Unterbau.
[0038] Die Figur 3A zeigt, dass im Schwellenprofil 2 auf seiner Oberseite eine Ausnehmung
20 vorgesehen ist, in welcher die Schiene 3 eingelassen ist. Auf der gegen das Trittblech
4 hin gerichteten Seite des Schwellenprofils 2 ist eine Aufnahme 20 vorgesehen, in
welche ein erster Anschluss 41 des Trittblechs 4 eingreift. Zwischen der Aufnahme
20 und dem ersten Anschluss 41 ist eine Dichtung 7 vorgesehen. Das Trittblech 4 umfasst
anschliessend an den ersten Anschluss 41 eine Platte 40, welche sich bis zum oberen
Anschluss 53 des ersten Bauanschlussprofils 5 erstreckt. Anschliessend an die Platte
40 umfasst das Trittblech 4 einen zweiten Anschluss 42, welcher in den oberen Anschluss
53 des ersten Bauanschlussprofils 5 eingreift. Zwischen der Platte 40 und dem oberen
Anschluss 53 ist eine Dichtung 70 vorgesehen. Das erste Bauanschlussprofil 5 umfasst
einen plattenförmigen Steg 50, mit einem oberen Ende und mit einem unteren Ende. Am
oberen Ende des Steges 50, auf seiner gegen das erste Unterbauprofil 1 hin gerichteten
Seite, ist eine obere Befestigung 51 vorgesehen, welche in eine obere Ausnehmung 14
des ersten Unterbauprofils 1 eingreift. Auf der der oberen Befestigung 51 gegenüberliegenden
Seite des Steges 50 ist der obere Anschluss 53 vorgesehen. Am unteren Ende des Steges
50, auf seiner gegen das erste Unterbauprofil 1 hin gerichteten Seite, ist eine untere
Befestigung 52 vorgesehen, welche in eine untere Ausnehmung 15 des ersten Unterbauprofils
1 eingreift. Das erste Unterbauprofil 1 ist als Hohlprofil ausgebildet und umfasst
eine Aussenfläche 10, eine dieser gegenüberliegende Innenfläche 11, eine obere Fläche
12 und eine dieser gegenüberliegende untere Fläche 13. Die obere Fläche 12 und die
untere Fläche 13 sind durch Rippen 16 miteinander verbunden.
[0039] Die Figur 3B zeigt, einen zweiten Unterbau mit einem zweiten Unterbauprofil 8 und
einem dazu passenden zweiten Bauanschlussprofil 9. Das zweite Bauanschlussprofil umfasst
einen plattenförmigen Steg 90, mit einem oberen Ende und mit einem diesem gegenüberliegenden
unteren Ende. Im Bereich des oberen Endes, jedoch beabstandet zum oberen Ende des
Steges 90, ist auf seiner gegen das zweite Unterbauprofil 8 hin gerichteten Seite
eine obere Befestigung 91 vorgesehen, welche in eine obere Ausnehmung 84 des zweiten
Unterbauprofils 8 eingreift. Am unteren Ende des Steges 90, auf seiner gegen das zweite
Unterbauprofil 8 hin gerichteten Seite, ist eine untere Befestigung 92 vorgesehen,
welche in eine untere Ausnehmung 85 des zweiten Unterbauprofils 8 eingreift. Das zweite
Unterbauprofil 8 ist als Vollprofil ausgebildet und umfasst eine Aussenfläche 80,
eine dieser gegenüberliegende Innenfläche 81, eine obere Fläche 82 und eine dieser
gegenüberliegende untere Fläche 83. Zwischen den beiden Befestigungen 91,92 ist am
zweiten Bauanschlussprofil 9 eine weitere Befestigung 91 vorgesehen, welche in eine
weitere Ausnehmung 84 des zweiten Unterbauprofils 8 eingreift. Am oberen Ende des
Steges 90 des zweiten Bauanschlussprofils 9 ist ein oberer Anschluss 93 vorgesehen,
welcher sich nach oben über die obere Fläche 82 des zweiten Unterbauprofils 8 erstreckt.
Am unteren Ende des Steges 90 ist ein unterer Anschluss 94 vorgesehen, welcher bezüglich
der unteren Fläche 83 des zweiten Unterbauprofils 8, nach oben zurückversetzt angeordnet
ist.
[0040] Die Figur 3C zeigt einen weiteren zweiten Unterbau mit einem weiteren zweiten Unterbauprofil
8 und einem dazu passenden weiteren zweiten Bauanschlussprofil 9. Die Höhe des weiteren
zweiten Unterbaus ist im Vergleich zum zweiten Unterbau der Figur 3B reduziert. Im
gezeigten Fall ist die Höhe halb so gross. Dementsprechend sind beim Bauanschlussprofil
9 nur eine obere Befestigung 91 und eine untere Befestigung 92 nötig, welche in die
entsprechenden Ausnehmungen 84,85 des Unterbauprofils 8 eingreifen, um eine sichere
Verbindung zu gewährleisten.
[0041] Die Figur 3D zeigt einen weiteren zweiten Unterbau, dessen Höhe die Hälfte derjenigen
des Unterbaus der Figur 3C beträgt. Die obere Befestigung 91, des zweiten Bauanschlussprofils
9 ist am oberen Ende des Steges 90 angeordnet und die entsprechende obere Ausnehmung
84 des zweiten Bauanschlussprofils 8 schliesst an dessen obere Fläche 82 an.
[0042] Die Figur 4 zeigt eine Detailansicht eines ersten Bauanschlussprofils 5. Das erste
Bauanschlussprofil 5 umfasst einen Steg 50 mit einer Aussenfläche 501 und mit einer
Innenfläche 502. Im Bereich des oberen Endes des Steges 50 ist an der Innenfläche
502 eine obere Befestigung 51 vorgesehen, welche sich im Wesentlichen rechtwinklig
vom Steg 50 weg erstreckt. Die obere Befestigung 51 ist als Rastnase ausgebildet,
wobei die äussere Fläche der Rastnase bündig mit der oberen Fläche 12 des ersten Unterbauprofils
1 ist und wobei sich die Nase von dieser Fläche weg nach unten erstreckt. Im Bereich
des unteren Endes des Steges 50, ist an der Innenfläche 502 eine untere Befestigung
52 vorgesehen, welche sich im Wesentlichen rechtwinklig vom Steg 50 weg erstreckt.
Die untere Befestigung 52 ist als federnde Lasche ausgebildet, wobei die äussere Fläche
der federnden Lasche bündig mit der unteren Fläche 13 des ersten Unterbauprofils 1
ist und wobei sich die Lasche von dieser Fläche weg noch oben erstreckt. Im Bereich
des oberen Endes, ist an der Aussenfläche 501 des Steges 50 ein oberer Anschluss 53
vorgesehen, der ausgebildet ist, um mit dem Trittblech 4 der Schwelle eine formschlüssige
Verbindung zu bilden. Der obere Anschluss 53 umfasst an seinem äusseren Ende eine
Raste 530 in der Form einer Nut. Zwischen dem äusseren Ende und dem Steg 50 ist auf
der Oberseite eine Ausnehmung 531 mit einem darin angeordneten Rückhalter 532 vorgesehen,
welche zur Aufnahme und Befestigung einer Dichtung 70 vorgesehen ist. Auf der Unterseite
des oberen Anschlusses 53 ist ein Wasserabweiser 533 vorgesehen. Im Bereich des unteren
Endes des Steges 50 ist ein unterer Anschluss 54 vorgesehen, der ausgebildet ist,
um mit einem darunterliegenden Bauanschlussprofil eine formschlüssige Verbindung zu
bilden. Der Untere Anschluss 54 umfasst eine Ausnehmung mit einer auf der dem Steg
50 abgewandten Seite gewölbten Fläche, in welche Ausnehmung der obere Anschluss 93
eines anschliessenden zweiten Bauanschlussprofils 9 entlang der gewölbten Fläche einschwenkbar
befestigbar ist.
[0043] Die Figur 5 zeigt eine Detailansicht eines zweiten Bauanschlussprofils 9. Das zweite
Bauanschlussprofil 9 umfasst einen Steg 90 mit einer Aussenfläche 901 und mit einer
Innenfläche 902. Im Bereich des oberen Endes des Steges 900 ist an der Innenfläche
902 eine obere Befestigung 91 vorgesehen, welche sich im Wesentlichen rechtwinklig
vom Steg 90 weg erstreckt. Die obere Befestigung 91 ist als Lasche mit mehreren Rastnasen
ausgebildet, wobei die äussere Fläche der Rastnase im Wesentlichen bündig mit der
oberen Fläche 82 des zweiten Unterbauprofils 8 ist und wobei sich die Nasen von dieser
Fläche weg nach unten erstreckt. Im Bereich des unteren Endes des Steges 90, ist an
der Innenfläche 902 eine untere Befestigung 92 vorgesehen, welche sich im Wesentlichen
rechtwinklig vom Steg 90 weg erstreckt. Die untere Befestigung 92 ist als Lasche mit
mehreren Rastnasen ausgebildet. Im Bereich des oberen Endes, ist an der Aussenfläche
901 des Steges 90 ein oberer Anschluss 93 vorgesehen, der ausgebildet ist, um mit
dem darüber anschliessenden Bauanschlussprofil 5;9 eine formschlüssige Verbindung
zu bilden. Der obere Anschluss 93 umfasst eine hakenförmige Erhebung mit einer auf
der dem Steg 90 abgewandten Seite gewölbten Fläche, welche Erhebung in den unteren
Anschluss 54;94 eines anschliessenden Bauanschlussprofils 5;9 entlang der gewölbten
Fläche einschwenkbar befestigbar ist. Im Bereich des unteren Endes des Steges 90 ist
ein unterer Anschluss 94 vorgesehen, der ausgebildet ist, um mit einem darunterliegenden
Bauanschlussprofil eine formschlüssige Verbindung zu bilden. Der Untere Anschluss
94 umfasst eine Ausnehmung mit einer auf der dem Steg 90 abgewandten Seite gewölbten
Fläche, in welche Ausnehmung der obere Anschluss 93 eines anschliessenden zweiten
Bauanschlussprofils 9 entlang der gewölbten Fläche einschwenkbar befestigbar ist.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
erstes Unterbauprofil |
53 |
oberer Anschluss |
| 10 |
Aussenfläche |
530 |
Raste |
| 11 |
Innenfläche |
531 |
Ausnehmung |
| 12 |
obere Fläche |
532 |
Rückhalter |
| 120 |
Aufnahme |
533 |
Wasserabweiser |
| 13 |
untere Fläche |
54 |
unterer Anschluss |
| 14 |
obere Ausnehmung |
6 |
Dämmung |
| 15 |
untere Ausnehmung |
7 |
Dichtung |
| 16 |
Rippe |
70 |
Dichtung |
| 2 |
Schwellenprofil |
8 |
zweites |
| 20 |
Aufnahme |
|
Unterbauprofil |
| 21 |
Anschluss |
80 |
Aussenfläche |
| 3 |
Schiene |
81 |
Innenfläche |
| 4 |
Trittblech |
82 |
obere Fläche |
| 40 |
Platte |
83 |
untere Fläche |
| 41 |
erster Anschluss |
84 |
obere Ausnehmung |
| 42 |
zweiter Anschluss |
85 |
untere Ausnehmung |
| 5 |
erstes Bauanschlussprofil |
9 |
zweites Bauanschlussprofil |
| 50 |
Steg |
90 |
Steg |
| 501 |
Aussenfläche |
901 |
Aussenfläche |
| 51 |
obere Befestigung |
91 |
obere Befestigung |
| 52 |
untere Befestigung |
92 |
untere Befestigung |
| 93 |
oberer Anschluss |
|
|
| 94 |
unterer Anschluss |
L |
Längsachse |
1. Ein Bauanschlussprofil (5;9) zur Verwendung mit einer Schwelle, welches sich entlang
einer Längsachse (L) erstreckt, umfassend einen Steg (50;90) mit einer Aussenfläche
(501;901) und einer Innenfläche (502;902), wobei der Steg (50;90) in der bestimmungsgemässen
Gebrauchslage ein oberes Ende und ein dem oberen Ende gegenüberliegendes unteres Ende
umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des oberen Endes, an der Aussenfläche (501;901) ein oberer Anschluss (53;93)
vorgesehen ist, der ausgebildet ist, um mit einem Trittblech (4) der Schwelle oder
mit einem darüberliegenden Bauanschlussprofil (9) eine formschlüssige Verbindung zu
bilden, und dass im Bereich des unteren Endes ein unterer Anschluss (54;94) vorgesehen
ist, der ausgebildet ist, um mit einem darunterliegenden Bauanschlussprofil (9) eine
formschlüssige Verbindung zu bilden.
2. Das Bauanschlussprofil (5;9) gemäss Anspruch 1, wobei im Bereich des oberen Endes,
an der Innenfläche (502;902) eine obere Befestigung (51;91) vorgesehen ist, welche
sich im Wesentlichen rechtwinklig vom Steg (50;90) weg erstreckt, und wobei im Bereich
des unteren Endes, an der Innenfläche (502;902) eine untere Befestigung (52;92) vorgesehen
ist, welche sich im Wesentlichen rechtwinklig vom Steg (50;90) weg erstreckt.
3. Das Bauanschlussprofil (5;9) gemäss Anspruch 2, wobei die Befestigungen (51,52;91,92)
mindestens ein Rastelement umfassen.
4. Das Bauanschlussprofil (5;9) gemäss Anspruch 2 oder 3, wobei die Befestigungen (51,52;91,92)
mindestens eine Rastnase oder eine federnde Lasche umfassen.
5. Das Bauanschlussprofil (5;9) gemäss einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei die Befestigungen
(51,52;91,92) durchgehend oder abschnittsweise entlang der Längsachse (L) ausgebildet
sind.
6. Einen Unterbau zur Verwendung mit einer Schwelle, welcher sich entlang der Längsachse
(L) erstreckt, umfassend das Bauanschlussprofil (5;9) gemäss einem der vorangehenden
Ansprüche und ein Unterbauprofil (1;8) mit einer Aussenfläche (10;80), welche in der
bestimmungsgemässen Gebrauchslage einen oberen Bereich und einen dazu gegenüberliegenden
unteren Bereich umfasst, mit einer der Aussenfläche (10;80) gegenüberliegenden und
dazu parallelen Innenfläche (11;81), mit einer oberen Fläche (12;82) und mit einer
unteren Fläche (13;83), welche zwischen der Aussenfläche (10;80) und der Innenfläche
(11;81) angeordnet sind und welche im Wesentlichen rechtwinklig zu diesen ausgerichtet
sind, wobei die Innenfläche (502;902) des Bauanschlussprofils (5;9) mit der Aussenfläche
(10;80) des Unterbauprofils (1,8) verbunden ist.
7. Der Unterbau gemäss Anspruch 6, wobei im oberen Bereich der Aussenfläche (10;80) des
Unterbauprofils (1;8) eine obere Ausnehmung (14;84) vorgesehen ist, in welche die
obere Befestigung (51;91) des Bauanschlussprofils (5;9) ragt und wobei im unteren
Bereich der Aussenfläche (10;80) des Unterbauprofils (1;8) eine untere Ausnehmung
(15;85) vorgesehen ist, in welche die untere Befestigung (52;92) des Bauanschlussprofils
(5;9) ragt.
8. Der Unterbau gemäss Anspruch 7, wobei die Befestigungen (51,52) des Bauanschlussprofils
(5) lösbar in den Ausnehmungen (14,15) des Unterbauprofils (1) angeordnet sind, beispielsweise
lösbar verrastbar oder wobei die Befestigungen (91,92) des Bauanschlussprofils (9)
nicht beschädigungsfrei lösbar in den Ausnehmungen (84,85) des Unterbauprofils (8)
angeordnet sind, beispielsweise fest verrastet oder verklebt.
9. Der Unterbau gemäss einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei das Bauanschlussprofil (5;9)
die Aussenfläche (10;80) des Unterbauprofils (1;8) vollständig abdeckt.
10. Eine Schwelle mit einem Schwellenprofil (2), in welches eine Schiene (3) eingelassen
ist und an welche aussenseitig ein Trittblech (4) anschliesst, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Unterbau gemäss Anspruch 6 unterhalb der zuvor genannten Elemente
angeordnet und mit diesen wirkverbunden ist.
11. Die Schwelle gemäss Anspruch 10, mit zwei oder mehr Unterbauten, wobei die Aussenflächen
(501;901) von aneinander anschliessenden Bauanschlussprofilen (5;9) im Wesentlichen
bündig miteinander ausgebildet sind.
12. Die Schwelle gemäss Anspruch 10 oder 11, wobei die oberen und unteren Anschlüsse (53,54;93,94)
von aneinander anschliessenden Bauanschlussprofilen (5;9) im zusammengebauten Zustand
eine Labyrinthdichtung bilden.