Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung beschreibt eine Vakuumschubladeneinrichtung, umfassend
eine in eine Schubbewegungsrichtung linear bewegbare Schublade mit mindestens einem
Schubladeninnenraum, welcher mittels eines luftdicht ausgestalteten Deckels in einer
Hubbewegung in einer Hubrichtung durch elektrische Hubmittel gesteuert senkrecht zur
Schubbewegungsrichtung verlaufend verschliessbar ist, wobei der Deckel mindestens
einen in das Deckelinnere führenden Luftkanal aufweist, wobei der Luftkanal derart
mit elektrischen Evakuiermitteln wirkverbunden ist, dass bei Auflage des Deckels Luft
aus dem mindestens einen Schubladeninnenraum durch den mindestens einen Luftkanal
abpumpbar ist.
Stand der Technik
[0002] Seit kurzem wird die Lagerung von Lebensmitteln vor allem in Privathaushalten durch
Vakuumschubladeneinrichtungen unterstützt, was in Zukunft einige Kühlschränke überflüssig
machen wird.
[0003] Erstmals wurde in der
DE202017006169 allgemein eine Vakuumschubladeneinrichtung mit einer Schublade und einem Deckel offenbart,
wobei mittels einer Pumpe ein Unterdruck in einem Schubladeninnenraum erzeugt werden
konnte. Die Vakuumschubladeneinrichtung umfasst eine Schublade mit Wänden und einen
Schubladeninnenraum R, wobei die Schublade mit einem Deckel wirkverbindbar ist und
innerhalb eines Schubladenkorpus linear bewegbar gelagert ist. Genauere Details über
die Schublade, den Deckel, Hubmittel und Evakuiermittel sind in der
DE202017006169 aber weitgehend offengelassen.
[0004] In der
WO2019/141574 wird der Schubladeninnenraum so ausgestaltet, dass eine Mehrzahl von Behältern innerhalb
der Schublade geordnet positioniert angeordnet sind, wobei die Behälter immer die
gleiche Höhe aufweisen und auch beispielsweise einen umlaufenden flanschartigen Rand.
Derartige Behälter sind bekannt und werden unter dem Namen Gastronormbehälter vertrieben.
Die Innenräume der Behälter bilden den gesamten Schubladeninnenraum R und alle einzelnen
Behälterinnenräume werden mit dem Deckel verschlossen und gesamthaft evakuiert. Anwender
möchten aber oft unabhängig von der Art der Behälter, der Menge eingesetzter Behälter
und auch der Positionierung der Behälter sein, die Evakuierung aber trotzdem erreichen.
Dies war so nicht möglich.
Darstellung der Erfindung
[0005] Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt eine Vakuumschubladeneinrichtung
mit einer Schublade, einem Deckel, Hubmitteln und Evakuiermitteln zur schaffen, welche
automatisiert evakuierbar und belüftbar ist, wobei beliebig geformte, nicht genormte
Behälter, auch mit unterschiedlichen Grössen und in unterschiedlicher Anzahl einsetzbar
sind, sodass die zugehörigen Behälterinnenräume evakuierbar sind.
[0006] Dies erfüllt eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1.
[0007] Es soll zudem möglich sein, in einzelnen Behälterinnenräumen unterschiedliche Unterdrücke
zu erreichen, wobei nur ein Deckel verwendet wird.
[0008] Variationen von Merkmalskombinationen bzw. geringfügige Anpassungen der Erfindung
sind in der Detailbeschreibung zu finden, in den Figuren abgebildet und in die abhängigen
Patentansprüche aufgenommen worden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0009] Der Erfindungsgegenstand wird nachstehend detailliert im Zusammenhang mit den anliegenden
Zeichnungen beschrieben.
[0010] Es sind dargestellt in
- Figur 1
- zeigt eine perspektivische Ansicht einer aus dem Stand der Technik bekannte Vakuumschubladeneinrichtung
in einem Schubladenkorpus bei offener Schublade, während
- Figur 2
- einen teilweise schematisch dargestellten Längsschnitt durch eine Vakuumschubladeneinrichtung
der Figur 1 in einem Schubladenkorpus bei geschlossener Vakuumschubladeneinrichtung
zeigt.
- Figur 3
- zeigt eine perspektivische Ansicht einer Vakuumschubladeneinrichtung mit weiterentwickelter
Schublade, während
- Figur4
- eine Schnittzeichnung der Vakuumschubladeneinrichtung gemäss Figur 3 in einer Geschlossenstellung
der Schublade zeigt.
- Figur 5a
- zeigt eine perspektivische Ansicht einer Vakuumschubladeneinrichtung mit umlaufenden
Dichtungsbeschlägen und zwei sich kreuzende Dichtungsbeschläge, während
- Figur 5b
- eine perspektivische Ansicht der Vakuumschubladeneinrichtung gemäss Figur 5a zeigt,
wobei an den Dichtungsbeschlägen zusätzlich Zwischenwände in den Schubladeninnenraum
integriert sind.
Beschreibung
[0011] Wie aus dem Stand der Technik der
WO WO2019/141574 bekannt, wird die Vakuumschubladeneinrichtung insgesamt mit 0 bezeichnet. Dabei umfasst
die Vakuumschubladeneinrichtung 0 eine Schublade 3, welche gestrichelt gezeichnet
ist und einen Deckel 2. Die Schublade 3 ist mit dem Deckel 2 wirkverbindbar und innerhalb
eines Schubladenkorpus 9 linear bewegbar gelagert. Der Schubladenkorpus 9 bildet die
äussere Hülle, in welcher der Deckel 2 und die Schublade 3 bewegbar geschützt gelagert
sind. Die Schublade 3 umfasst Wände und einen Schubladeninnenraum R und ist in einer
linearen Schubbewegungsrichtung S auf und zu bewegbar gelagert und evakuierbar ausgestaltet.
Gemäss Stand der Technik ist die Schublade 3 in einem Schubladenauszug 31' linear
bewegbar gelagert, sodass die Schublade 3 in eine Offenstellung und eine Schliessstellung
bringbar ist. Der evakuierbare Schubladeninnenraum R ist von einer Mehrzahl von Behältern
14 gebildet, wobei die Behälter 14 innerhalb der Schublade 3 positioniert angeordnet
sind und jeweils die gleiche Höhe aufweisen, jedoch verschiedene Grössen. Bevorzugt
sind die Behälter 14 als Gastronormbehälter ausgebildet, deren Innenräume den gesamten
Schubladeninnenraum R bilden können, welcher mittels Deckel 2 verschliessbar und evakuierbar
ist. Die Behälter 14 sind in der Schublade 3 gelagert und sind mit der Schublade 3
mitbewegbar, können aber auch entnommen werden.
[0012] Der Kernpunkt zur Evakuierung des Schubladeninnenraums R ist der bewegbar innerhalb
des Schubladenkorpus 9 angeordnete Deckel 2, welcher luftdicht ausgestaltet ist und
in einer Hubrichtung H senkrecht zur Schubbewegungsrichtung S auf die Schublade 3
absenkbar gelagert ist. Am oder im Deckel 2 und innerhalb des Schubladenkorpus 9 sind
Hubmittel 7 angeordnet, welche den Deckel 2 innerhalb des Schubladenkorpus 9 in Hubrichtung
H bewegbar halten. Mit einer, der Schublade 3 zugewandten Deckelseite kann der Deckel
2 auf Ränder der Behälter 14 aufgesetzt werden, wodurch der mindestens eine Schubladeninnenraum
R verschliessbar ist. Der Deckel 2 ist relativ zum Schubladenkorpus 9 und zur Schublade
3 bewegbar gelagert. Das Verschliessen findet nur bei Geschlossenstellung der Schublade
3 statt, bei Offenstellung der Schublade 3 gemäss Figur 1 gibt der Deckel 2 die Schublade
3 vollständig frei.
[0013] Als Hubmittel 7 sind hier mehrere Servomotoren 7 am Deckel 2 wirkverbunden mit Hubmitteln
innerhalb des Schubladenkorpus 9 befestigt. Drehbare Servoscheiben 71' sind jeweils
über eine Schraube mit Lagerhülse 72' innerhalb des Korpus 9 so gehalten, dass der
Deckel 2 von der Schublade 3 bzw. den Behältern 14 entgegengesetzt gesteuert anhebbar
und auf diese absenkbar angeordnet ist. Damit entsteht die Hubbewegung des Deckels
2 in Hubrichtung H senkrecht zur Schubbewegungsrichtung S der Schublade 3. Die Behälter
14 innerhalb der Schublade 3 der Vakuumschubladeneinrichtung 0 können gegenüber gebräuchlichen
Schubladen gegen oben abgeschlossen werden, indem der Nutzer von Hand, die Schublade
3 schliesst und sich der Deckel 2 in der Geschlossenstellung der Schublade 3 auf die
Behälter 14 herabsenkt und diese von oben luftdicht abschliesst. An der Vorderseite
des Deckels 2 sind ein Geschlossenstellungssensor 6, ein Bedienschalter/An- und Ausschalter
15 und ein Näherungssensor 18 angebracht.
[0014] Wie in Figur 2 dargestellt befinden sich die Behälter 14 während der Geschlossenstellung
der Schublade 3 innerhalb des Schubladenkorpus 9 wobei der Deckel 2 in dieser Situation
auf den Behältern 14 aufliegt und dadurch die Behälterinnenräume R von oben luftdicht
abschliesst.
[0015] Der Deckel 2 ist derart profiliert, das Evakuiermittel in Form einer Pumpe 1, eines
Drucksensors 16 und eines Ventils 4 in mindestens einer Aussparung A im Deckel 2 integriert
befestigt sind. Auch eine Steuerung 8, zur Automatisierung der Evakuiermittel und
Hubmittel ist hier in den Deckel 2 integriert, diese kann aber auch ausserhalb des
Deckels 2 am Schubladenkorpus 9 befestigt sein. Der profilierte Deckel 2 bildet einen
Rahmen 17 für die Evakuiermittel. Der Deckel 2 umfasst hier beispielhaft die Profilierung
bzw. den Rahmen 17 und eine Schaumstofflage 22'. Der Deckel 2 kann aber auch einstückig
aus einem Material hergestellt sein. Auf der unteren Seite, den Behältern 14 zugewandt
ist eine luftdichte Membran 21' angeordnet. Durch die luftdichte Membran 21' welche
mittels Deckel 2 auf die Öffnung der Schublade 3 bzw. auf die Öffnungen der Behälter
14 aufgesetzt wird, kann der Behälterinnenraum R luftdicht verschlossen werden. Die
luftdichte Membran 21' weist zu jedem Behälterinnenraum R eine Lufteinlassöffnung
23' auf. Diese Lufteinlassöffnung 23' führt entweder direkt zu einem Luftkanal 11'
oder durch die Schaumstofflage 22' indirekt zu einem Luftkanal 11'. Der Luftkanal
11' quert den Deckel 2 mindestens teilweise und führt aus dem Deckel 2 heraus. Der
Luftkanal 11' ist mit mindestens einer Lufteinlassöffnung 23' verbunden, sodass Luft
von der Lufteinlassöffnung 23' durch den Luftkanal 11' aus dem Deckel 2 heraus führbar
ist.
[0016] Um Luft durch den Luftkanal 11' zu entnehmen ist der Luftkanal 11' mit dem Deckelinneren
bzw. Aussparungen A verbunden, in welchen die Evakuiermittel angeordnet sind. Wenn
der Deckel 2 auf der Schublade 3 bzw. auf den Behältern 14 aufgesetzt wurde, wird
Luft aus dem mindestens einen Schubladeninnenraum R durch den Luftkanal 11' gesteuert
durch die Steuerung 8 abgepumpt. Der Deckel 2 ist durch Integration der Bauteile sehr
kompakt ausgestaltet und es führen lediglich Steuerkabel 11 durch den Deckel 2 bzw.
die Schaumstofflage 22' und ein Kabel vom Deckel 2 weg in ein Netzgerät.
[0017] Auf einer Frontblende 13, welche die Schublade 3 in Öffnungsrichtung abschliesst,
befindet sich auf der Aussenseite ein Griff 12 und auf Vorderseite des Deckels 2,
zum Griff 12 ausgerichtet, der Näherungssensor 18 und der Geschlossenstellungssensor
6.
[0018] Der benötigte Strom wird dem Deckel 2 bzw. den Geräten im Schubladenkorpus 9 zur
Steuerung des Vakuums im Behälterinnenraum R zugeführt, indem der Deckel 2 mittels
Stromkabel 10 verbunden ist, welches wiederum mit dem Netzgerät verbunden ist.
[0019] Die Steuerung 8 kann mittels Näherungssensor 18 erkennen, ob die Schublade 3 offen
oder geschlossen ist. Der Näherungssensor 18 ist mit der Steuerung 8 über das Steuerkabel
11 verbunden. Weiter überwacht die Steuerung 8 mittels Drucksensor 16 den Innendruck
im mindestens einen Behälterinnenraum R der Schublade 3. Zusätzlich übernimmt die
Steuerung 8 die Regelung der Vakuumpumpe 1 und des Elektromagnetventils 4. Durch einen
mit der Vakuumpumpe 1 verbundenen Luftschlauch bzw. dem Luftkanal 11' wird die Luft,
welche der Schublade 3 entzogen wurde, an die Umgebung abgegeben, was mit einem gestrichelten
Pfeil in Figur 2 gekennzeichnet ist.
[0020] Die folgende Weiterentwicklung, basiert auf der Vakuumschubladeneinrichtung 0, umfassend
eine in eine Schubbewegungsrichtung S linear bewegbare Schublade 3 mit mindestens
einem Schubladeninnenraum R, welcher mittels eines luftdicht ausgestalteten Deckels
2 in einer Hubbewegung in einer Hubrichtung H durch elektrische Hubmittel 7 gesteuert
senkrecht zur Schubbewegungsrichtung S verlaufend verschliessbar ist, wobei der Deckel
2 mindestens einen in das Deckelinnere führenden Luftkanal 11' aufweist, wobei der
Luftkanal 11' derart mit elektrischen Evakuiermitteln wirkverbunden ist, dass bei
Auflage des Deckels 2 auf der Schublade 3 Luft automatisiert aus dem mindestens einen
Schubladeninnenraum R durch den mindestens einen Luftkanal 11' abpumpbar ist. Der
Deckel 2 bzw. die Hubmittel 7 sind hier mittels Montagewinkel 19 am Schubladenkorpus
9 befestigt. Die meisten Bauteile wurde aus der Vakuumschubladeneinrichtung 0 gemäss
Figuren 1 und 2 übernommen, die Schublade 3 aber weiterentwickelt, sodass unabhängig
von der Art der Behälter 14, Lebensmittel im Schubladeninnenraum R evakuiert lagerbar
sind.
[0021] Der Deckel 2 und Auflagemittel an der Schublade 3 sind derart gestaltet, dass der
Deckel 2 indirekt auf die Schublade 3 auflegbar ist. Dafür ist ein Dichtungsbeschlag
D entlang der Schubladeninnenwände 30 an der Schublade 3 deckelseitig angeordnet.
Der Dichtungsbeschlag D oder die Mehrzahl der Dichtungsbeschläge D, welche luftdicht
ausgestaltet sind und bevorzugt Metallwinkel umfassen, sind den gesamten Innenumfang
der Schublade 3 umlaufend angeordnet, festgeklebt oder verschraubt. Entsprechend kann
dieser mindestens eine Dichtungsbeschlag D als randläufig bezeichnet werden.
[0022] Wenn der Deckel 2 mittels der Hubmittel 7 in die Geschlossenstellung gebracht ist,
liegt der Deckel 2 auf den Dichtungsbeschlägen D auf und es ist eine Evakuierung des
darunterliegenden Schubladeninnenraums R erreichbar. Neben den umlaufenden Dichtungsbeschlägen
D, die auf der gleichen Höhe, wie der Schubladenrand X angeordnet sind, können auch
den Schubladenumfang querende Dichtungsbeschläge D angeordnet sein. Diese Dichtungsbeschläge
D sind zwischen zwei gegenüberliegenden Schubladenwänden 30 aufgespannt an der dem
Deckel 2 zugewandten Seite der Schublade 3. Dabei kann ein Dichtungsbeschlag D auch
zwischen direkt benachbart liegenden Schubladenwänden 30 aufgespannt sein.
[0023] Der leere Schubladeninnenraum R kann mit Lebensmitteln in unterschiedlichen Behältern
gefüllt werden, wobei die Behältergrössen kleiner, als der Abstand zwischen den Dichtungsbeschlägen
D sein sollte. Da der Deckel 2 auf den Dichtungsbeschlägen D dichtend aufliegt, müssen
die Behälter 14 keine Flansche aufweisen und auch keine Mindestgrössen.
[0024] Wie in Figur 4 erkennbar, sind die Dichtungsbeschläge D bündig mit dem Schubladenrand
X an den Schubladenwänden 30 der Schublade 3 umlaufend und zwischen mindestens zwei
benachbarten Schubladenrändern X angeordnet sind. Hier ist die Frontblende 13, als
verlängerte Schubladenwand 30 ausgestaltet, der Dichtungsbeschlag D aber auf Höhe
der umliegenden Schubladenränder X angeordnet, was problemlos ist, wenn der Deckel
2 entsprechend nicht über die Frontblende 13 ragt.
[0025] Am Deckel 2, an der dem Schubladeninnenraum R zugewandten Seite sind Dichtmittel
24' angeordnet, welche mit den Dichtungsbeschlägen D wirkverbunden sind, wenn der
Deckel 2 in Geschlossenstellung ist, also in Hubrichtung H in Richtung Schubladeninnenraum
R verfahren ist. Als Dichtmittel 24' können einlagige oder mehrlagige Kunststofflagen
verwendet werden, durch welche eine luftdichte Abdichtung erreichbar ist.
[0026] Es können aber auch Dichtungsbeschläge D an den Schubladenwänden 30 angeordnet sein,
welche vom Schubladenrand X beabstandet aus dem Schubladeninnenraum R heraus ragend
verlaufen. Um eine luftdichte Abdichtung zu erreichen, sollten die luftdichten Dichtungsbeschläge
D dazu als Winkel ausgeführt sein, deren einer Schenkel senkrecht aus der Schublade
3 heraus führt und deren anderer Schenkel als Auflage für den Deckel 2 bzw. die Dichtmittel
24' dient.
[0027] Um die Dichtungswirkung noch zu erhöhen, können mehrere einander kreuzende Dichtungsbeschläge
D, wie in Figur 5a gezeigt, zwischen zwei gegenüberliegenden Schubladenwänden 30 der
Schublade 3 aufgespannt angeordnet werden. Neben dem entlang des Innenumfangs umlaufenden
Dichtungsbeschlag D entsteht eine Kreuzung, sodass insgesamt vier Lagerabschnitte
für Behälter innerhalb der Schublade 3 abgegrenzt erreicht sind.
[0028] Um mehrere voneinander luftdicht abschliessbare Lagerabschnitte zu erreichen, können
unterhalb der sich kreuzenden Dichtungsbeschläge D luftdichte Zwischenwände zwischen
dem Dichtungsbeschlag D und dem Boden der Schublade 3 durch den Schubladeninnenraum
R führend, angeordnet werden. Dabei brauchen keine Zwischenwände entlang der randläufigen
Dichtungsbeschläge D angeordnet sein.
[0029] Die randläufigen Dichtungsbeschläge D und auch die kreuzenden Dichtungsbeschläge
D sind als luftdichte Winkel oder U-Profile aus Metall oder Kunststoff ausbildbar.
Dabei müssen die Dichtungsbeschläge D ausreichend stabil ausgebildet sein, damit sie
dem Gegendruck des Deckels 2 auf der Öffnung des Schubladeninnenraums R standhalten
können.
[0030] Die Konstruktion des Deckels 2 sollte in Sandwichbauweise erfolgen. So ist die benötigte
Steifigkeit des Deckels 2 garantiert. Die Steifigkeit wird für die Abdichtung benötigt.
Die Decklagen werden daher kraftschlüssig mit der Kernlage verbunden. Diese Konstruktion
gewährleistet eine hohe Steifigkeit bei einer geringen Bauhöhe und einer geringen
Masse. Decklagen sind aus Glas und Kernlagen aus steifem, luftdichtem Schaumstoff
herstellbar.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 0
- Vakuumschubladeneinrichtung
- 1
- Pumpe/Luftpumpe
11' Luftkanal/Belüftungskanal
- 2
- Deckel
21' luftdichte Membran
22' Schaumstofflage
23' Lufteinlassöffnung
24' Dichtmittel
- 3
- Schublade
30 Schubladenwand
31' Schubladenauszug
D Dichtungsbeschlag
Z Zwischenwand
X Schubladenrand
R Schubladeninnenraum
- 4
- Ventil/Elektromagnetventil
- 6
- Geschlossenstellungssensor
- 7
- Hubmittel/Servomotor
71' Servoscheibe
72' Schraube mit Lagerhülse
- 8
- Steuerung
- 9
- Schubladenkorpus
- 10
- Stromkabel
- 11
- Steuerkabel
- 12
- Griff
- 13
- Frontblende
- 14
- Behälter
- 15
- Bedienschalter/An- und Ausschalter
- 16
- Drucksensor
- 17
- Rahmen
- 18
- Näherungssensor
- S
- Schubbewegungsrichtung
- H
- Hubrichtung
- A
- Aussparung
1. Vakuumschubladeneinrichtung (0), umfassend eine in eine Schubbewegungsrichtung (S)
linear bewegbare Schublade (3) mit mindestens einem Schubladeninnenraum (R), welcher
mittels eines luftdicht ausgestalteten Deckels (2) in einer Hubbewegung in einer Hubrichtung
(H) durch elektrische Hubmittel (7) gesteuert senkrecht zur Schubbewegungsrichtung
(S) verlaufend verschliessbar ist, wobei der Deckel (2) mindestens einen in das Deckelinnere
führenden Luftkanal (11') aufweist, wobei der Luftkanal (11') derart mit elektrischen
Evakuiermitteln wirkverbunden ist, dass bei Auflage des Deckels (2) Luft aus dem mindestens
einen Schubladeninnenraum (R) durch den mindestens einen Luftkanal (11') abpumpbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens ein Dichtungsbeschlag (D) an den Schubladenwänden (30) der Schublade (3)
deckelseitig den gesamten Innenumfang der Schublade (3) umlaufend angeordnet ist und
mindestens ein Dichtungsbeschlag (D) zwischen zwei Schubladenwänden (30) der Schublade
(3) aufgespannt an der dem Deckel (2) zugewandten Seite verläuft, sodass der Deckel
(2) in einer Geschlossenstellung der Vakuumschubladeneinrichtung (0) bzw. der Schublade
(3) auf den Dichtungsbeschlägen (D) zu liegen kommt und eine Evakuierung des darunterliegenden
Schubladeninnenraums (R) erreichbar ist.
2. Vakuumschubladeneinrichtung (0) nach Anspruch 1, wobei mindestens zwei einander kreuzende
Dichtungsbeschläge (D) zwischen zwei Schubladenwänden (30) aufgespannt sind und mehr
als zwei Lagerabschnitte für Behälter im Schubladeninnenraum (R) innerhalb der Schublade
(3) abgegrenzt erreicht sind.
3. Vakuumschubladeneinrichtung (0) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Dichtungsbeschläge (D) als luftdichte Dichtungswinkel ausgebildet sind, welche im
Schubladeninnenraum (R) unbewegbar mindestens einseitig an der Schubladenwand (30)
fixiert sind.
4. Vakuumschubladeneinrichtung (0) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Dichtungsbeschläge (D) bündig mit dem Schubladenrand (X) an den Schubladenwänden (30)
umlaufend und zwischen mindestens zwei benachbarten Schubladenrändern (X) angeordnet
sind.
5. Vakuumschubladeneinrichtung (0) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei Dichtungsbeschläge
(D) aus dem Schubladeninnenraum (R) herausragen und damit vom Schubladenrand (X) beabstandet
angeordnet sind.
6. Vakuumschubladeneinrichtung (0) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei unterhalb
der Dichtungsbeschläge (D), mindestens eine luftdichte Zwischenwand (Z) zwischen dem
Dichtungsbeschlag (D) und dem Boden der Schublade (3) durch den Schubladeninnenraum
(R) führend, angeordnet ist, sodass voneinander getrennte luftdichte Schubladeninnenraumabschnitte
ausbildbar sind.
7. Vakuumschubladeneinrichtung (0) nach Anspruch 6, wobei durch Anordnung mehrerer Luftkanäle
(11') in verschiedene Schubladeninnenraumabschnitte führend, in verschiedenen Schubladeninnenraumabschnitten
unterschiedliche Unterdrücke erreichbar sind.
1. A vacuum drawer device (0) comprising a drawer (3) that can be moved linearly into
a sliding movement direction (S) having at least one drawer interior (R) that can
be closed by means of a cover (2) designed in an airtight fashion with a lifting movement
into a lifting direction (H) extending perpendicularly along the sliding movement
direction (S) controlled by means of electric lifting means (7), wherein the cover
(2) has at least one air channel (11') leading into the inside of the cover, wherein
the air channel (11') is operatively connected with electric evacuation means in such
way that when putting on the cover (2), air can be pumped out of the at least one
drawer interior (R) by way of the at least one air channel (11'),
characterized in that
at least one seal fitting (D) is arranged circumferentially along the entire inner
periphery at the drawer walls (30) of the drawer (3) on the cover side and that at
least one seal fitting (D) extends clamped between two drawer walls (30) of the drawer
(3) along the side directed to the cover (2) such that in a closed position of the
vacuum drawer device (0) or, respectively, the drawer (3), the cover (2) comes to
rest on the seal fittings (D) and an evacuation of the underlying drawer interior
(R) can be achieved.
2. The vacuum drawer device (0) according to claim 1, wherein at least two seal fittings
(D) crossing each other are clamped between two drawer walls (30) and more than two
storage sections for containers in the drawer interior (R) within the drawer (3) can
be separately defined.
3. The vacuum drawer device (0) according to one of the preceding claims, wherein the
seal fittings (D) are configured as airtight sealing angles that are at least at one
side unmovably fixed in the drawer interior (R) at the drawer wall (30).
4. The vacuum drawer device (0) according to one of the preceding claims, wherein the
seal fittings (D) are arranged to be flush with the drawer edge (X) extending circumferentially
at the drawer walls (30) and between at least two adjacent drawer edges (X).
5. The vacuum drawer device (0) according to one of the claims 1 to 3, wherein seal fittings
(D) are projecting from the drawer interior (R) and this way are arranged distanced
from the drawer edge (X).
6. The vacuum drawer device (0) according to one of the preceding claims, wherein below
the seal fittings (D), there is arranged at least one airtight separating wall (Z)
between the seal fitting (D) and the bottom of the drawer (3) extending along the
drawer interior (R), such that airtight drawer interior sections separated from each
other can be designed.
7. The vacuum drawer device (0) according to claim 6, wherein by arranging several air
channels (11') which each lead to different drawer interior sections, different negative
pressure can be achieved in different drawer interior sections.
1. Système de tiroir sous vide (0), comprenant un tiroir (3), pouvant être déplacé linéairement
dans une direction de déplacement par poussée (S), avec au moins un espace intérieur
de tiroir (R), lequel peut être fermé au moyen d'un couvercle (2) configuré de manière
étanche à l'air tout en s'étendant perpendiculairement à la direction de déplacement
par poussée (S) de manière commandée par des moyens de levage (7) électriques en un
mouvement de levage dans une direction de levage (H), dans lequel le couvercle (2)
présente au moins un canal d'air (11') menant dans l'intérieur de couvercle, dans
lequel le canal d'air (11') est en liaison fonctionnelle de telle manière avec des
moyens de mise sous vide électriques que de l'air peut être évacué par pompage hors
de l'au moins un espace intérieur de tiroir (R) par l'au moins un canal d'air (11')
lors de la mise en place du couvercle (2),
caractérisé en ce que
au moins une garniture d'étanchéité (D) est disposée sur les parois de tiroir (30)
du tiroir (3) côté couvercle tout en s'étendant sur la totalité de la périphérie intérieure
du tiroir (3) et au moins une garniture d'étanchéité (D) s'étend sur le côté tourné
vers le couvercle (2) de manière tendue entre deux parois de tiroir (30) du tiroir
(3) si bien que le couvercle (2) vient en appui sur les garnitures d'étanchéité (D)
dans une position fermée du système de tiroir sous vide (0) ou du tiroir (3) et la
mise sous vide de l'espace intérieur de tiroir (R) situé en dessous peut être atteinte.
2. Système de tiroir sous vide (0) selon la revendication 1, dans lequel au moins deux
garnitures d'étanchéité (D) se croisant sont tendues entre deux parois de tiroir (30)
et plus de deux sections de palier pour des contenants sont atteintes de manière délimitée
dans l'espace intérieur de tiroir (R) à l'intérieur du tiroir (3).
3. Système de tiroir sous vide (0) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel les garnitures d'étanchéité (D) sont réalisées en tant qu'angles d'étanchéité
étanches à l'air, lesquels sont fixés au moins sur un côté sur la paroi de tiroir
(30) sans pouvoir être déplacés dans l'espace intérieur de tiroir (R).
4. Système de tiroir sous vide (0) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel les garnitures d'étanchéité (D) sont disposées sur la périphérie des parois
de tiroir (30) en affleurement avec le bord de tiroir (X) et entre au moins deux bords
de tiroir (X) adjacents.
5. Système de tiroir sous vide (0) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans
lequel des garnitures d'étanchéité (D) dépassent hors de l'espace intérieur de tiroir
(R) et sont disposées ainsi de manière espacée du bord de tiroir (X).
6. Système de tiroir sous vide (0) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel au moins une paroi intermédiaire (Z) étanche à l'air est disposée tout
en menant à travers l'espace intérieur de tiroir (R) entre la garniture d'étanchéité
(D) et le fond du tiroir (3) sous les garnitures d'étanchéité (D) si bien que des
sections d'espace intérieur étanches à l'air séparées les unes des autres peuvent
être réalisées.
7. Système de tiroir sous vide (0) selon la revendication 6, dans lequel différentes
dépressions peuvent être atteintes dans différentes sections d'espace intérieur de
tiroir tout en menant dans différentes sections d'espace intérieur de tiroir par l'agencement
de plusieurs canaux d'air (11').