[0001] Die Erfindung betrifft ein Ventil mit einem Ventilgehäuse und einem darin längsverfahrbar
geführten Ventilkolben, der unter der Einwirkung einer Ventilfeder in seiner geschlossenen
Stellung eine fluidführende Verbindung zwischen einem Druckanschluss und einem Tankanschluss
im Ventilgehäuse sperrt und in einer Öffnungsstellung freigibt und der eine Blende
aufweist, die eine permanente Fluidverbindung auf Seiten des Druckanschlusses mit
einem Federraum mit der Ventilfeder herstellt, und mit einem Load-Sensing-Anschluss
im Ventilgehäuse, der in den Federraum ausmündet.
[0002] Durch
DE 39 09 291 A1 ist ein Wegesteuerventil mit einer im Gehäuse angeordneten Druckwaage bekannt, die
zulaufseitig an einen Druckversorgungskanal im Gehäuse und ablaufseitig an wenigstens
einen Verbindungskanal zur Schieberbohrung angeschlossen ist, und bei dem ferner eine
Nutzstrombegrenzungsvorrichtung mit wenigstens einem stromab der Regelblende der Druckwaage
in den Verbindungskanal eingreifenden Drosselelement vorgesehen ist. Da das Drosselelement
der Nutzstrombegrenzungsvorrichtung bereits stromauf der Schieberbohrung wirkt, kann
bei der bekannten Lösung der Abgriff des Lastdruckes an jeder geeigneten Stelle innerhalb
des Gehäuses erfolgen, wobei sowohl die Druckwaage als auch die Nutzstrombegrenzungsvorrichtung
bauraumsparend im Ventilgehäuse untergebracht sind.
[0003] In der Mobilhydraulik werden regelmäßig Load-Sensing-Systeme eingesetzt, durch die
ein Lastdruck unabhängiger Durchflussstrom und damit eine feinfühlige Geschwindigkeitssteuerung
des Verbrauchers erreicht wird. Dabei wird die Druckdifferenz über einem Wegeventil
konstant gehalten, indem in die einzelnen Verbraucheranschlüsse Individualdruckwaagen
geschaltet werden, die den Systemdruck, d.h. den Druck der höchsten Last im System
auf den jeweiligen Verbraucherdruck abdrosseln.
[0004] So offenbart in diesem Zusammenhang
WO 98/21485 A1 eine Ventilanordnung zur Druck- und Volumenstrom angepassten Versorgung zumindest
eines Verbrauchers, der über zwei Arbeitsanschlüsse eines stetig verstellbaren Wegeventils
mit Hydraulikfluid versorgbar oder mit einem Tank verbindbar ist. Den beiden Arbeitsanschlüssen
der bekannten Ventilanordnung ist eine gemeinsame Druckwaage zugeordnet, deren Kolben
in einer Axialbohrung des Wegeventilschiebers axial verschiebbar geführt ist, so dass
bei geeigneter Ansteuerung des Wegeventils wahlweise einer der beiden Arbeitsanschlüsse
mit dem Pumpenanschluss als dem Druckanschluss verbindbar ist. An beiden Stirnseiten
des Wegeventilschiebers und an der Federseite des Druckwaagen-Kolbens wirkt jeweils
ein Steuerdruck, der beispielsweise dem höchsten Systemlastdruck, dem Individuallastdruck
oder einem davon abgeleiteten Druck entspricht.
[0005] Durch
EP 2 241 764 A1 ist ein Sitzventil mit Umlaufventil- und Druckwaagenfunktion bekannt, mit einem Steuerkolben
zur Unterbrechung einer Verbindung zwischen einem Fluideingang und einem Fluidausgang,
wobei der Fluideingang zum Anschluss an eine Druckleitung und der Fluidausgang zum
Anschluss an eine Leitung mit niedrigerem Druck als dem Druck in der Druckleitung
vorgesehen ist, wobei ein erster Druck der Druckleitung auf eine erste Beaufschlagungsfläche
des Steuerkolbens und ein zweiter Druck in einer Steuerleitung auf eine zweite Beaufschlagungsfläche
des Steuerkolbens in entgegengesetzter Richtung zur Kraftwirkung auf die erste Beaufschlagungsfläche
wirkt. Dahingehende hydraulische Steuerungssysteme mit Druck- und Volumenstromanpassung
an die momentanen Anforderungen eines oder mehrerer Verbraucher werden in sogenannten
Load-Sensing-Systemen realisiert, regelmäßig unter Einsatz einer Konstantpumpe für
die Druckversorgung und mit einer Druckwaage. Der höchste im System auftretende Druck
in den Leitungen zu den Aktuatoren, wie Hydraulikzylindern oder Hydromotoren, wird
auf eine Eingangsdruckwaage zurückgeführt und mit dem Systemdruck, den die Pumpe aktuell
liefert verglichen. Der Systemdruck und Volumenstrom wird dann entsprechend dem Bedarf
geregelt und ein nicht benötigter Volumenstrom mit Systemdruck wird über die Druckwaage
zum Tank hin abgeführt.
[0006] All diesen Load-Sensing-Systemen, die mit Konstantpumpen betrieben werden ist gemein,
dass in der Regel eine Umlaufdruckwaage zur Regelung des Systemdrucks eingesetzt wird,
wobei diese Druckwaagen den maximalen Verbraucherdruck aus dem Load-Sensing-System
als Eingangsgröße erhalten. Ihre Aufgabe ist es, den Pumpendruck um einen definierten
Wert über diesen Wert anzuheben. Diese Differenz wird Load-Sensing Δp genannt. Dieses
Δp respektive diese Druckdifferenz wird benötigt, um an den Steuerkanten der Wegeventile
mit immer gleichen Differenzdruckverhältnissen eine gleichmäßige Geschwindigkeitsregelung
zu erzielen.
[0007] Ein Problem ist aber nun darin zu sehen, dass auch im Leerlauf, wenn der Load-Sensing-Druck
Null bar beträgt das gleiche Δp auf den Pumpendruck aufgeprägt wird. Somit wird auch
im Leerlauf der Arbeitshydraulik das Produkt aus Pumpenförderstrom und Umlauf Δp als
Energieverlust verheizt.
[0008] Besonders in der Mobilhydraulik und demgemäß besonders bei verfahrbaren Arbeitsmaschinen,
die über sehr lange Phasen hinweg ohne aktive Arbeitshydraulik betrieben werden (z.B.
Zugbetrieb von Traktoren), vergeuden so unnötig Energie.
[0009] Die
DE 101 20 643 A1 beschreibt ein Ventil mit einem Ventilgehäuse und einem darin längsverfahrbar geführten
Ventilkolben, der unter der Einwirkung einer Ventilfeder in seiner geschlossenen Stellung
eine fluidführende Verbindung zwischen einem Druckanschluss und einem Tankanschluss
im Ventilgehäuse sperrt und in einer Öffnungsstellung freigibt und der eine Blende
aufweist, die eine permanente Fluidverbindung auf Seiten des Druckanschlusses mit
einem Federraum mit der Ventilfeder herstellt.
[0010] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Ventil zu schaffen, das eine Lösung für das vorstehend genannte Problem ermöglicht.
[0011] Eine dahingehende Aufgabe ist gelöst durch ein Ventil mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 in seiner Gesamtheit.
[0012] Dadurch, dass im Ventilgehäuse eine Druckabsenkeinrichtung aufgenommen ist, die bei
fehlendem Druck am Load-Sensing-Anschluss den Federraum des Ventilkolbens mit dem
Tankanschluss fluidführend verbindet, wird der Systemdruck im Leerlauf erheblich reduziert;
jedoch wird bei einer Aktivierung der Arbeitshydraulik automatisch das geforderte
Load-Sensing Δp erzeugt.
[0013] Das erfindungsgemäße Ventil basiert auf dem Grundprinzip einer halbvorgesteuerten
Druckwaage, die kein Schließelement auf der Vorsteuerung hat. Der in einem Federraum
mittels einer Ventilfeder beaufschlagte Ventilkolben als Hauptkolben des Ventils vergleicht
den Differenzdruck zwischen dem Load-Sensing-Anschluss und dem Tankanschluss. Im Leerlauf
wird bekanntermaßen diese Differenz zu Null und die dann zum Einsatz kommende Druckabsenkeinrichtung
entlastet den Federraum hinter dem Ventil- oder Hauptkolben und der Pumpendruck der
Druckversorgung in Form einer Konstantpumpe wird entsprechend abgesenkt.
[0014] Beim etwaigen Aktivieren der Arbeitshydraulik wird ein Ventil (Drosselventil) betätigt,
das die Fluidverbindung und damit die Druckversorgung zwischen einer Hydraulikpumpe,
wie einer Konstantpumpe, und einem hydraulischen Verbraucher, wie einem hydraulischen
Arbeitszylinder, herstellt. Somit entsteht auf dem Load-Sensing-System ein Druck,
der zunächst dem Pumpendruck entspricht und der ausreicht die Druckabsenkeinrichtung
zu deaktivieren. Dabei wird die Entlastung der Ventil- oder Hauptkolbenrückseite im
Bereich des zugehörigen Federraumes unterbrochen und das Load-sensing Δp kann wieder
auf den benötigten Wert ansteigen. In dem dahingehenden Fall arbeitet die Druckwaage
dann wieder wie von einer Standard-Druckwaage gewohnt. Die erfindungsgemäße Ventillösung
ist auch insofern vorteilhaft, als sie gegen eine, in einem hydraulischen Versorgungskreislauf
eingesetzte, handelsübliche Standard-Umlaufdruckwaage austauschbar konzipiert ist.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ventils ist vorgesehen,
dass die Druckabsenkeinrichtung einen längsverfahrbaren Druckabsenkolben aufweist,
der mit seiner einen freien Stirnseite einen weiteren Federraum mit einer Druckkolbenfeder
begrenzt und der von dem Druck in einem weiteren Load-Sensing-Anschluss im Ventilgehäuse
ansteuerbar ist, der vorzugsweise in einen Fluidraum ausmündet, der mit dem ersten
Load-Sensing-Anschluss verbunden ist. Dergestalt ist in Wirkabfolge hinter der Ventilfeder
im Federraum des Ventilkolbens der federbelastete Druckabsenkkolben eingebaut und
im Leerlauf, bei dem der Load-Sensing-Druck Null bar beträgt, kann die Druckkolbenfeder
den Druckabsenkkolben in eine hintere Verfahrstellung bewegen bei gleichzeitiger Entlastung
des Federraums hinter dem Ventilkolben. Durch die Hintereinanderanordnung der beiden
Kolben in Form des Ventilkolbens und des Druckabsenckolbens zusammen mit ihren hierzu
jeweils koaxial angeordneten Betätigungsfedern lässt sich bauraumsparend die Druckabsenkeinrichtung
im Ventilgehäuse integrieren.
[0016] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ventils ist
vorgesehen, dass die Druckabsenkeinrichtung in einem Einschraubgehäuse aufgenommen
ist, das über eine freie Stirnseite des Ventilgehäuses einschraubbar ist, die der
anderen Stirnseite mit dem Druckanschluss gegenüberliegt. Dergestalt lassen sich Druckabsenkeinrichtungen
mit unterschiedlich gewählten Blendenkombinationen in ein Standardventilgehäuse, das
bevorzugt als Einschraub- oder Cartridge-Ventil ausgebildet ist, je nach Bedarfsfall
einwechseln.
[0017] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ventils ist
vorgesehen, dass in dem Einschraubgehäuse ein erster Fluidkanal eingebracht ist, der
vom Druckabsenkkolben freigelassen eine fluidführende Verbindung zwischen dem einen
und dem weiteren Federraum herstellt. Dabei ist weiter vorzugsweise vorgesehen, dass
in das Einschraubgehäuse ein zweiter Fluidkanal eingebracht ist, der in jeder Verfahrrichtung
des Druckabsenkkolbens eine fluidführende Verbindung zwischen dem weiteren Federraum
über einen im Ventilgehäuse verlaufenden Verbindungskanal zum Tank herstellt. Und
in weiterer vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass in dem Einschraubgehäuse ein
dritter Fluidkanal eingebracht ist, der den Fluidraum mit dem weiteren Load-Sensing-Anschluss
verbindet.
[0018] Dergestalt ist erreicht, dass bei einem Load-Sensing-Druck von Null und einem vorgebbaren
Pumpendruck am Druckanschluss der Druckabsenkkolben unter der Federwirkung seiner
Druckkolbenfeder die fluidführende Verbindung zwischen den beiden Federräumen freigibt,
so dass der hinter der Blende mittels des Pumpendrucks im Federraum des Ventilkolbens
entstehende Blendendruck zum Tank T hin abfällt und dergestalt der Pumpendruck abgesenkt
ist.
[0019] Ferner ist durch diese konstruktive Anordnung erreicht, dass bei am Ventil anstehendem
Load-Sensing-Druck der Druckabsenkkolben entgegen der Federwirkung der Druckkolbenfeder
in seine die fluidführende Verbindung zwischen den Federräumen sperrende Stellung
verfahren ist, was dem Deaktivieren der Druckabsenkeinrichtung gleich kommt, mit der
Folge, dass der Ventilkolben an seiner dem Federraum zugewandten Seite dem Load-Sensing-Druck
ausgesetzt ist und dergestalt die Ansteuerung des Fluidstroms vom Pumpendruckanschluss
zum Tankanschluss vornimmt. Insoweit steigt das Load-Sensing Δp wieder auf den gewünschten
hohen Wert an und die Funktion einer Standard-Druckwaage ist realisiert.
[0020] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die jeweilige
Blende als Einschraubblende mit unterschiedlichen Blendengeometrien ausgestaltet ist,
die tauschbar im Ventilkolben bzw. im Ventilgehäuse einsetzbar ist. Auch dergestalt
lässt sich im Rahmen eines modularen Ventilaufbaus durch Anpassen der Blendengeometrien,
das erfindungsgemäße Ventil sich an eine Vielzahl von Fluid-Versorgungsanwendungen
anpassen.
[0021] Die Druckabsenkvorrichtung entlastet den Druck hinter der ersten Blende im Ventilkolben
zum Tank hin. Somit wird der am Druckanschluss des Ventilgehäuses anstehende Druck
nicht vollständig entlastet, weil weiterhin die Federkraft der am Ventilkolben angreifenden
Ventilfeder als Δp am Ventilkolben aufgebracht werden muss. Von besonderer Bedeutung
ist, dass durch die Reihenschaltung der beiden Blenden, also von erster und weiterer
Blende hintereinander, im regulären LS-Betrieb beide das gleiche Δp abbauen, bei gleichgroßer
Blende hintereinander. Somit wird im Vergleich zu einer herkömmlichen Druckwaage die
notwendige Federkraft halbiert. Voraussetzung hierfür ist, dass durch die beiden angesprochenen
Blenden ein permanenter Vorsteuerölstrom vom Druckanschluss des Ventils zum ersten
Load-Sensing-Anschluss im Ventilgehäuse fließt. Er kann dadurch durch die Entlastung
des Federraums hinter der ersten Blende im Ventilkolben die Absenkung auf den halben
üblichen Load-Sensing-Δp-Wert im Leerlauf erreichen.
[0022] Wenn jetzt in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die weitere zweite Blende von
ihrem freien Blendenquerschnitt etwas kleiner gewählt ist als die erste Blende im
Ventilkolben, kommt man sogar unter 50%, weil die Feder noch weiter verkleinert werden
kann.
[0023] Besonders vorteilhaft ist es, dass erfindungsgemäße Ventil bei einem hydraulischen
Versorgungskreislauf einzusetzen mit
- einem hydraulischen Verbraucher, wie einem Differentialzylinder;
- einer Druckversorgungseinrichtung, wie einer Konstantpumpe;
- einem Tank oder Rücklauf;
- einem zwischen der Druckversorgungseinrichtung und dem hydraulischen Verbraucher geschalteten
Hauptsteuerventil; und
- einem Wechselventil zwischen dem hydraulischen Verbraucher und dem Hauptsteuerventil.
[0024] Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass das erfindungsgemäße Ventil an die Ausgangsseite
der Druckversorgungseinrichtung angeschlossen ist und dass das Ventil den höchsten
Druck am Wechselventil als Load-Sensing-Druck erhält.
[0025] Das erfindungsgemäße Ventil wird anhand eines Ausführungsbeispiels nach der Zeichnung
näher erläutert. Gezeigt wird in prinzipieller und nicht maßstäblicher Ausführung
in
- Fig. 1
- in der Art eines vereinfachten hydraulischen Schaltplans die Verwendung des Ventils
in einem hydraulischen Versorgungskreislauf; und
- Fig. 2
- in der Art eines Längsschnitts das in Fig. 1 verwendete Ventil.
[0026] Die Fig. 1 zeigt in prinzipieller Darstellung einen hydraulischen Versorgungskreislauf
zum Ansteuern eines hydraulischen Verbrauchers, hier der Einfachheit halber in Form
eines hydraulischen Differentialzylinders 10 als Aktor respektive als hydraulischen
Arbeitszylinder. Der genannte Differentialzylinder 10 weist eine Kolbenstangeneinheit
12 auf, die das Gehäuse des Differentialzylinders 10 in zwei Fluidräume unterteilt,
einmal in Form eines Kolbenraums 14 und einmal in Form eines Stangenraums 16.
[0027] Zur Druckversorgung des hydraulischen Arbeitszylinders 10 dient eine Druckversorgungseinrichtung
18 in Form einer sog. Konstantpumpe. Des Weiteren ist ein Rücklauf 20 vorgesehen,
über den überschüssiges Fluid an einen Tank T abgegeben wird, über den die Druckversorgungseinrichtung
18 Arbeitsfluid regelmäßig in Form von Hydrauliköl entnimmt und unter einem vorgebbaren
Druck in den Versorgungskreislauf zur Versorgung des Differentialzylinders 10 einspeist.
[0028] Zum Ansteuern des Differentialzylinders 10 dient ein Hauptsteuerventil 22 hier der
Einfachheit halber in Form eines elektromagnetisch betätigbaren 4/3-Wegeventils, das
in der Fig. 1 in seiner sperrenden Neutralstellung gezeigt ist. Wird in Blickrichtung
auf die Fig. 1 gesehen, das Hauptsteuerventil 22 in seine rechte Betätigungsstellung
bewegt, gelangt Fluid vorgebbaren Drucks von Seiten der Druckversorgungseinrichtung
18 über das Ventil 22 in den Kolbenraum 14 und die Kolbenstangeneinheit 12 fährt demgemäß
nach rechts aus. Das aus dem Stangenraum 16 verdrängte Fluid gelangt dann wiederum
über das Ventil 22 in den Rücklauf 20 und mithin zum Vorratstank T. Nimmt das Ventil
22 sein linkes Schaltbild ein, gelangt Fluid unter Druck in den Stangenraum 16 und
der Kolbenraum 14 wird über den Rücklauf 20 zum Tank T hin entlastet. Dergestalt fährt
die Kolbenstangeneinheit 12 nach links ein. In der Praxis werden aber regelmäßig für
das Hauptsteuerventil 22 Proportionaldrosselventile mit vergleichbaren Ventilstellungen
eingesetzt.
[0029] Des Weiteren ist in die Zu- und Ablaufleitungen zum hydraulischen Arbeitszylinder
10 ein Wechselventil 24 geschaltet, das den höchsten Druck an eine Load-Sensing-Leitung
26 weiterleitet. Gemäß der in Fig. 1 dargestellten Schaltdarstellung für das Wechselventil
24 ist mithin der Fluiddruck auf der Kolbenseite 14 am höchsten und mithin am Anschluss
3, so dass sich die Schließkugel des Wechselventils 24 in ihrer rechten Schließstellung
befindet zwecks Sperrung der Fluidzuleitung 1. Der den Kolbenraum 14 betreffende Fluiddruck
steht damit über die Leitungsabschnitte 3, 2 in der Load-Sensing-Leitung 26 an. Dasselbe
gilt, wenn der Druck im Stangenraum 16 höher ist als der Druck im Kolbenraum 14, mit
der Folge, dass die Schließkugel sich dann in Blickrichtung auf die Fig. 1 gesehen
nach links bewegt und den Anschluss 3 absperrt. Dergestalt gelangt dann Fluid mit
dem Druck im Stangenraum 16 über die Leitungsabschnitte 1 und 2 in die Load-Sensing-Leitung
26.
[0030] An einem Abzweig 28 in einer Fluidleitung zwischen der Druckversorgungseinrichtung
18 und der Eingangsseite des Hauptsteuerventils 22 mündet eine Druckversorgungsleitung
30 in den Druckanschluss 32 eines Ventils ein, wie es in Fig. 2 näher dargestellt
ist. Der Druck am Druckanschluss 32 des Ventils wirkt über eine Steuerleitung 34 auf
einen in einem Ventilgehäuse 44 längsverfahrbaren Ventilkolben 46 ein, der mit seiner
gegenüberliegenden Steuerseite der Gegenkraft aus der Load-Sensing-Leitung 26 ausgesetzt
ist. Des Weiteren wird gemäß der Darstellung nach der Fig. 1 der Ventilkolben 46 mittels
einer Ventilfeder 40 in seiner Schließstellung gehalten, bei dem die Druckversorgungsleitung
30 von einem weiteren Rücklauf 42 zum Tank T gesperrt ist. Nimmt der von der Druckversorgungsleitung
30 stammende Fluiddruck zu und übersteigt er den Druck in der Load-Sensing-Leitung
26 zusammen mit der Federkraftwirkung der Druckfeder 40, kommt das als Proportionalventil
ausgebildete Ventil als Druckwaage in eine regelnde drosselnde Stellung betreffend
den Ablaufstrom aus der Druckversorgungsleitung 30 in Richtung Tank T. Dergestalt
wird das in der Fig. 1 gezeigte Ventil im Rahmen eines Load-Sensing-Systems, das mit
einer Konstantpumpe 18 betrieben wird, zur Regelung des Systemdrucks eingesetzt. Das
Ventil in Form der Druckwaage erhält den maximalen Verbraucherdruck aus dem Load-Sensing-System
als Eingangsgröße über die Load-Sensing-Leitung 26. Das in Fig. 1 gezeigte Ventil
nach dem Stand der Technik hat demgemäß die Aufgabe, den Pumpendruck um einen definierten
Wert über diesen Wert anzuheben und die entstehende Differenz wird Load-Sensing Δp
genannt. Dieses Δp wird benötigt, um an den Steuerkanten des Wegeventils in Form des
Hauptsteuerventils 22 mit immer gleichen Differenzdruckverhältnissen eine gleichmäßige
Geschwindigkeitsregelung für den Differentialzylinder 10 zu erzielen.
[0031] Das Problem ist, dass auch im Leerlauf, wenn der Load-Sensing-Druck Null bar beträgt,
das gleiche Δp auf den Pumpendruck auf der Ausgangsseite der Konstantpumpe 18 aufgeprägt
wird, und somit wird auch im Leerlauf der Arbeitshydraulik das Produkt aus Pumpenförderstrom
und Umlauf Δp als Energieverlust verheizt. Wird nun das erfindungsgemäße Ventil nach
der Fig. 2 als Druckwaage oder Ventil nach der Fig. 1 eingesetzt, wird im Leerlauf
für den hydraulischen Versorgungskreislauf nicht unnötig Energie verbraucht und bei
Aktivierung der Arbeitshydraulik wird automatisch wieder das geforderte Load-Sensing
Δp erzeugt. Das für dieses Ansteuerverhalten verantwortliche Ventil ist in der Fig.
2 näher dargestellt und wird vom Aufbau und der Funktion her im Folgenden näher erläutert.
[0032] Das Ventil nach der Fig. 2 weist ein Ventilgehäuse 44 auf und einen darin längsverfahrbar
geführten Ventilkolben 46, der unter der Einwirkung der Ventilfeder 40 in Form einer
Druckfeder in seiner in der Fig. 2 dargestellten Stellung gehalten ist und dabei eine
mögliche fluidführende Verbindung zwischen dem Druckanschluss 32 und einem Tankanschluss
48 im Ventilgehäuse 44 sperrt. Der Tankanschluss 48 kann, vorzugsweise aus paarweise
diametral zu der Längsachse 50 gegenüberliegend angeordneten Durchgriffsbohrungen
im Ventilgehäuse 44 bestehen, wobei gemäß der Darstellung nach der Fig. 2, nur zwei
dieser gegenüberliegenden Bohrungen dargestellt sind. Gemäß der Darstellung nach der
Fig. 2 ist das innere freie Ende des Tankanschlusses 48 von der Außenumfangsseite
des Ventilkolbens 46 überfahren und das andere freie Ende des Tankanschlusses 48 mündet
in einen tankseitigen Ablaufraum 52 ein, in den die Rücklaufleitung 42 zum Vorratstank
T hin ausmündet. Das in Fig. 2 als Ganzes gezeigte Ventil ist als sogenanntes Einschraubventil
oder Cartridge-Ventil konzipiert und lässt sich patronenartig über eine Einschraubstrecke
54 in einen nicht dargestellten Ventilblock oder dergleichen einschrauben. Zur Abdichtung
des Cartridge-Ventils gegenüber dem nicht näher dargestellten Ventilblock weist das
Ventil außenumfangsseitig Dicht- und Führungsringe auf, wobei der konzentrisch zur
Längsachse 50 radial umlaufende Ablaufraum 52 zwischen zwei solcher Dichtsätze aufgenommen
ist.
[0033] In der freien Stirnseite des Ventilkolbens 46, die dem Druckanschluss 32 benachbart
gegenüberliegt, ist mittig eine Blende 56 aufgenommen, die eine permanente Fluidverbindung
auf Seiten des Druckanschlusses 32 mit einem Federraum 58 mit der Ventilfeder 40 herstellt.
Die Ventilfeder 40 stützt sich dabei mit ihrem einen freien Ende in Blickrichtung
auf die Fig. 2 gesehen, rechts am Ventilkolben 46 ab und mit ihrem linken freien Ende
an einer freien Stirnseite eines Einschraubgehäuses 60, das gleichfalls in der Art
einer Einschraubpatrone über die freie Stirnseite in das Ventilgehäuse 44 über eine
weitere Einschraubstrecke 62 geschraubt ist. Darüber hinaus steht am Druckanschluss
32 gemäß der Darstellung nach der Fig. 1 auch der Druck in der Steuerleitung 34 an,
der entgegen dem Druck in der Load-Sensing-Leitung 26 wirkt.
[0034] Des Weiteren ist das Ventilgehäuse 44 von einem Load-Sensing-Anschluss 64 durchgriffen,
der als Schrägbohrung ausgebildet mit seinem einen freien Ende in den Federraum 58
ausmündet und mit seinem anderen Ende in einen Fluidraum 66, der von zwei Dichtungsanordnungen
am Außenumfang des Ventilgehäuses 44 begrenzt ist und aus einer Aussparung am Außenumfang
des Ventilgehäuses 44 mit gebildet ist. In diesem Fluidraum 66 mündet die Load-Sensing-Leitung
26 aus. Die dahingehende Schrägbohrung 26 bildet zusammen mit dem Ventilgehäuse 44
an der Stelle des Übergangs zum Federraum 58 durch Verringerung ihres freien Querschnitts
eine Blende 67 aus, die bei einer bevorzugten Ausführungsform (nicht dargestellt)
zur Realisierung verschiedener Blendengeometrien auch tauschbar im Ventilgehäuse 44
aufgenommen sein kann. Im Ventilgehäuse 44 und mithin auch als integraler Bestandteil
des Einschraubgehäuses 60 ist als Ganzes eine Druckabsenkeinrichtung 68 vorgesehen,
die bei einem fehlenden Steuerdruck am Load-Sensing-Anschluss 26 den Federraum 58
mit dem Tankanschluss 48 respektive mit dem tankseitigen Ablaufraum 52 fluidführend
verbindet.
[0035] Für die dahingehende Fluidverbindung weist die Druckabsenkeinrichtung 68 im Einschraubgehäuse
60 einen ersten Fluidkanal 70 auf, der mit seinem ersten Abschnitt 72 mit seinem einen
freien Ende in den Federraum 58 ausmündet und mit seinem anderen freien Ende in eine
Querbohrung 74 im Einschraubgehäuse 60 als dem zweiten Abschnitt des Fluidkanals 70.
Die Querbohrung 74 mündet mit ihrem einen freien Ende wiederum in einen weiteren Federraum
76 aus, der von einer Druckkolbenfeder 78 durchgriffen ist. Diese Druckkolbenfeder
78 stützt sich mit ihrem einen freien Ende in Verlängerung der Ventilfeder 40 und
in koaxialer Anordnung zur Längsachse 50 an einer inneren Abschlusswand des Einschraubgehäuses
60 ab und mit ihrem anderen freien Ende an einem Druckabsenkkolben 80, der als Bestandteil
der Druckabsenkeinrichtung 68 längsverfahrbar in einer hohlzylindrischen Ausnehmung
im Einschraubgehäuse 60 außenumfangsseitig abgedichtet geführt ist.
[0036] In Blickrichtung auf die Fig. 2 gesehen, ist der Druckabsenkkolben 80 in seiner hinteren
Verfahrstellung gezeigt, bei der er mit einem zapfenartigen Anschlagteil 82 an einer
Stirnwand der Ausnehmung innerhalb des Einschraubgehäuse 60 anliegt. Das andere freie
Ende der Querbohrung 74 mündet in einen umlaufenden Ringspalt 84 aus, der innenumfangsseitig
durch eine Außenwand des Einschraubgehäuses 60 gebildet und außenumfangsseitig von
einer Innenwand des Ventilgehäuses 44 begrenzt ist. Gemäß der Darstellung nach der
Fig. 2 ist in das Einschraubgehäuse 60 ein zweiter Fluidkanal 86 eingebracht, der
mit seinem einen freien Ende in den zweiten Federraum 76 ausmündet und mit seinem
anderen freien Ende in einen schräg verlaufenden Verbindungskanal 88, der insoweit
die Verbindung zwischen zweitem Federraum 76 und dem tankseitigen Ablaufraum 52 herstellt,
in den auch der Tankanschluss 48 im Ventilgehäuse 44 ausmündet. Ist also der Druckabsenkkolben
80 in seiner in der Fig. 2 gezeigten, rückwärtigen Position ist der erste Federraum
58 über die Längsbohrung 72 und die Querbohrung 74 als Teile des ersten Fluidkanals
70 und über den zweiten Federraum 76, den zweiten Fluidkanal 86 sowie den schräg verlaufenden
Verbindungskanal 88 mit der Tankseite T fluidführend verbunden. Um Hemmnisse im Betrieb
zu vermeiden und beim Überfahren der Querbohrung 74 mittels des Druckabsenkkolbens
80 ein eventuell zu viel an Medium zu verdrängen, ist der Aufnahmeraum in Form des
Ringspaltes 84 vorgesehen.
[0037] Des Weiteren begrenzt der Druckabsenkkolben 80 mit seinem Anschlagteil 82 einen weiteren
Fluidraum 90, in den ein dritter Fluidkanal 92 im Einschraubgehäuse 60 einmündet,
der über eine weitere Schrägbohrung 94 als dem weiteren Load-Sensing-Anschluss den
dahingehenden Druck vom ersten Fluidraum 66 und mithin von der Load-Sensing-Leitung
26 an den weiteren zweiten Fluidraum 90 auf die Rückseite des Druckabsenkkolbens 80
weiterleitet. Insoweit bedient also der Fluiddruck in der Load-Sensing-Leitung 26
sowohl den Anschluss 64 als auch den Anschluss 90 über den gemeinsamen Fluidraum 66,
der entlang des Außenumfanges des Ventilge-\ häuses 44 ausgespart ist und in den die
Load-Sensing-Leitung 26 mit ihrem einen freien Ende einmündet. Der Druckabsenkkolben
80 weist auf seiner dem Anschlagteil 82 gegenüberliegenden Seite ein weiteres Anschlagteil
96 auf, das in einer voll zusammengedrückten Stellung der Druckkolbenfeder 78 an der
vorderen, inneren Stirnwand des Einschraubgehäuses 60 gegebenenfalls anschlägt, das
insoweit den zweiten Federraum 76 mit begrenzt.
[0038] Bei einem Load-Sensing-Druck von Null in der Leitung 26 und im Fluidraum 66 und mithin
an den Load-Sensing-Anschlüssen 64 und 94 wird unter einem vorgebbaren Pumpendruck
mittels der Konstantpumpe 18 am Druckanschluss 32 der Druckabsenkkolben 80 unter der
Federwirkung der Druckkolbenfeder 78 in seine in der Fig. 2 gezeigt rückwärtige Position
verfahren und gibt dabei über die bereits angesprochenen Kanäle die fluidführende
Verbindung zwischen den beiden Federräumen 58, 76 frei. Dies hat zur Folge, dass der
hinter der Blende 56 mittels des Pumpendruckes im Federraum 58 des Ventilkolbens 46
entstehende Blendendruck im ersten Federraum 58 über die Kanalführung 72, 74, 76,
86, 88, 52 zum Tank T hin, abfällt und dergestalt der diesbezügliche Pumpendruck abgesenkt
ist.
[0039] Wird nun die Arbeitshydraulik im hydraulischen Kreislauf nach der Fig. 1 erneut hochgefahren,
entsteht ein Load-Sensing-Druck und dieser wird zunächst über den Anschluss 64 und
die Fluidführung 70, 72, 74, 76, 86, 88, 52 zum Tank T hin entlastet. Der über den
Fluidraum 66 in den weiteren Load-Sensing-Anschluss in Form der Schrägbohrung 94 und
somit in den weiteren Fluidraum 90 eingeleitete Load-Sensing-Druck führt dann bei
drucklos gehaltenem weiteren Federraum 76 dazu, dass der Druckabsenckolben 80 entgegen
der Federwirkung der Druckkolbenfeder 78 von seiner in der Fig. 2 gezeigten Anschlagstellung
nach rechts verfährt und dabei mit seinem Außenumfang die Querbohrung 74 überfährt
und insoweit die vorstehend beschrieben Druckabsenkung über den Load-Sensing-Anschluss
64 zum Tank T hin unterbindet. Bei im Fluidraum 90 anstehendem Load-Sensing-Druck
verfährt also wie dargelegt der Druckabsenkkolben 80 entgegen der Federwirkung der
Druckkolbenfeder 78 in seine, die fluidführende Verbindung zwischen den Federräumen
58 und 76 sperrende Stellung und es erfolgt die proportionale Ansteuerung des Fluidstroms
vom Pumpendruckanschluss 32 zum Tankanschluss T, unterstützt von dem jeweiligen Steuerdruck
in der Steuerleitung 34. Dergestalt ist die Druckabsenkeinrichtung 68 als Ganzes deaktiviert
und das in der Fig. 2 gezeigte Ventil arbeitet wie eine Standard-Druckwaage in einem
Versorgungskreislauf, beispielsweise gemäß der Ausführungsform nach der Fig. 1.
[0040] In der Fig. 2 ist mit einem Oval 98 ein Bereich fiktiv umgrenzt, der die Möglichkeit
eröffnet die Blende 56 als Einschraubblende mit unterschiedlichen Blendengeometrien
auszugestalten, die tauschbar im Ventilkolben 46 einsetzbar eine Vielzahl von Anpassungsmöglichkeiten
für das erfindungsgemäße Ventil im Bedarfsfall ermöglicht. Ist die erste Blende 67
gleich der Blende 56 ausgebildet, verdoppelt sich die Federkraft und das Δp ist halbiert,
so dass ein besonders günstiges Druckabsenkverhalten erreicht ist. Ist die Blende
56 mit ihrem freien Öffnungsquerschnitt etwas größer gewählt als der freie Blendenquerschnitt
der Blende 67 lassen sich im Bedarfsfall auch asymmetrische Differenzdruckwerte im
Rahmen der Druckabsenkung mittels der diesbezüglichen Einrichtung 68 erreichen.
[0041] Das in der Fig. 2 gezeigte Ventil in der Art einer Cartridge-Lösung erlaubt es den
Systemdruck bei hydraulischen Versorgungskreisläufen, wie sie beispielhaft in der
Fig. 1 aufgezeigt sind, im Leerlauf erheblich zu reduzieren und bei Aktivieren der
Arbeitshydraulik in Form des Differentialzylinders 10 wird wieder, wie beschrieben,
automatisch das geforderte Load-Sensing Δp erzeugt. Dies hat so keine Entsprechung
im Stand der Technik.
1. Ventil mit einem Ventilgehäuse (44) und einem darin längsverfahrbar geführten Ventilkolben
(46), der unter der Einwirkung einer Ventilfeder (40) in seiner geschlossenen Stellung
eine fluidführende Verbindung zwischen einem Druckanschluss (32) und einem Tankanschluss
(48) im Ventilgehäuse (44) sperrt und in einer Öffnungsstellung freigibt und der eine
Blende (56) aufweist, die eine permanente Fluidverbindung auf Seiten des Druckanschlusses
(32) mit einem Federraum (58) mit der Ventilfeder (40) herstellt, und mit einem Load-Sensing-Anschluss
(64) im Ventilgehäuse (44), der in den Federraum (58) ausmündet, dadurch gekennzeichnet, dass im Ventilgehäuse (44) eine Druckabsenkeinrichtung (68) aufgenommen ist, die bei fehlendem
Druck am Load-Sensing-Anschluss (64) den Federraum (58) des Ventilkolbens (46) mit
dem Tankanschluss (48) fluidführend verbindet.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckabsenkeinrichtung (68) einen längsverfahrbaren Druckabsenkkolben (80) aufweist,
der mit seiner einen freien Stirnseite einen weiteren Federraum (76) mit einer Druckkolbenfeder
(78) begrenzt und der von dem Druck in einem weiteren Load-Sensing-Anschluss (94)
im Ventilgehäuse (44) ansteuerbar ist, der vorzugsweise in einen Fluidraum (66) ausmündet,
der mit dem Load-Sensing-Anschluss (64) verbunden ist.
3. Ventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckabsenkeinrichtung (68) in einem Einschraubgehäuse (60) aufgenommen ist,
das über eine freie Stirnseite des Ventilgehäuses (44) einschraubbar ist, die der
anderen Stirnseite mit dem Druckanschluss (32) gegenüberliegt.
4. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Einschraubgehäuse (60) ein erster Fluidkanal (70) eingebracht ist, der vom
Druckabsenkkolben (80) freigelassen eine fluidführende Verbindung zwischen dem einen
(58) und dem weiteren Federraum (76) herstellt.
5. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in das Einschraubgehäuse (60) ein zweiter Fluidkanal (86) eingebracht ist, der in
jeder Verfahrrichtung des Druckabsenckolbens (80) eine fluidführende Verbindung zwischen
dem weiteren Federraum (76) über einen im Ventilgehäuse (44) verlaufenden Verbindungskanal
(88) zum Tank (T) herstellt.
6. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Einschraubgehäuse (60) ein dritter Fluidkanal (92) eingebracht ist, der einen
weiteren Fluidraum (90), der von dem Druckabsenkkolben (80) mit begrenzt ist, mit
dem weiteren Load-Sensing-Anschluss (94) verbindet.
7. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Load-Sensing-Druck von Null und einem vorgebbaren Pumpendruck am Druckanschluss
(32) der Druckabsenckolben (80) unter der Federwirkung der Druckkolbenfeder (78) die
fluidführende Verbindung zwischen den beiden Federräumen (58, 76) freigibt, so dass
der hinter der Blende (56) mittels des Pumpendrucks im Federraum (58) des Ventilkolbens
(46) entstehende Blendendruck zum Tank (T) hin abfällt und dergestalt der Pumpendruck
abgesenkt ist.
8. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei im weiteren Fluidraum (90) anstehendem Load-Sensing-Druck der Druckabsenkkolben
(80) entgegen der Federwirkung der Druckkolbenfeder (78) in seine die fluidführende
Verbindung zwischen den Federräumen (58, 76) sperrende Stellung verfahren ist, so
dass der Ventilkolben (46) entgegen dem Load-Sensing-Druck im Federraum (58) an seiner
dem Federraum (58) die Ansteuerung des Fluidstroms vom Pumpendruckanschluss (32) zum
Tankanschluss (T) vornimmt.
9. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blende (56) und/oder eine weitere Blende (67) am Load-Sensing-Anschluss (64)
jeweils als Einschraubblende mit unterschiedlichen Blendengeometrien ausgestaltet
ist, die tauschbar im Ventilkolben (46) bzw. im Ventilgehäuse (44) einsetzbar ist,
und/oder dass beide Blenden (56, 67) in Reihe hintereinander geschaltet sind.
10. Hydraulischer Versorgungskreislauf mit
- einem hydraulischen Verbraucher (10), wie einem Differentialzylinder;
- einer Druckversorgungseinrichtung (18), wie einer Konstantpumpe;
- einem Tank (T) oder Rücklauf (42);
- einem zwischen der Druckversorgungseinrichtung (18) und dem hydraulischen Verbraucher
(10) geschalteten Hauptsteuerventil (22); und
- einem Wechselventil (24) zwischen dem hydraulischen Verbraucher (10) und dem Hauptsteuerventil
(22),
dadurch gekennzeichnet, dass ein Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche an die Ausgangsseite der Druckversorgungseinrichtung
(18) angeschlossen ist, das den höchsten Druck am Wechselventil (24) als Load-Sensing-Druck
erhält.