[0001] Für den Schutz von Maschinen und Anlagen werden Schutzschalter verwendet, die im
Falle einer Störung eine Trennung vom Netz vornehmen und so einen Schaden verhindern.
Derartige Schalter werden z.B. unter den Schlagworten "Leistungsschalter" oder "Motorschutzschalter"
angeboten und basieren im Regelfall auf einer Elektromechanik, die im Störfall eine
galvanische Trennung bewirkt.
[0002] Üblicherweise werden verschiedene Fehlersituationen durch einen Schalter abgesichert.
Z.B. schützt der SIRIUS 3RV2 Leistungsschalter der Siemens AG bei verschiedenen Störungssituationen.
Der Kurzschlussauslöser des Schalters trennt bei einem Kurzschluss - wenn der Strom
den Bemessungsstrom um ein bestimmtes Vielfaches überschreitet - den fehlerhaften
Verbraucherabzweig innerhalb von Millisekunden vom Netz. Der Überlastauslöser trennt
den Verbraucher vom Netz, wenn dieser über eine bestimmte Zeit mit einem Überstrom
belastet wird. Die Auslösung erfolgt nach einer bestimmten Strom-Zeit-Kennlinie. Der
Schalter löst ebenfalls bei Phasenausfall oder extremer Phasenasymmetrie aus.
[0003] Der Überlastschutz wird bei herkömmlichen Schaltern mittels eines Bimetalls realisiert.
Dies wird anhand von Fig. 1 veranschaulicht, welche einen herkömmlichen Schalter zeigt.
Die Detektion einer Überlast erfolgt mittels des Elements A, welches mit einem Bimetall
gebildet ist. Es wird dabei mittels einer verbauten Heizwiderstandswicklung gem. einer
definierten Charakteristik eine wärmebedingte Formveränderung des Bimetalls herbeigeführt,
welche mit Hilfe einer Übertragungskinematik B ein Auslösen eines Schaltschlosses
bewirkt. Dabei wird noch für die Beibehaltung der Auslösecharakteristik bei verschiedenen
Umgebungstemperaturen ein Element zur Kompensation von Umgebungstemperaturänderungen
C, z.B. ein Ausgleichsstreifen, vorgesehen.
[0004] Ein Aufbau eines herkömmlichen Leistungsschalters ist z.B. auch in der
DE 10 2006 020 702 A1 beschrieben.
[0005] Die herkömmlichen Leistungsschalter haben den Nachteil, dass sie nur in einem relativ
begrenzten Strom-Einstellbereich auslösen. Dabei wird der Einstellbereich im Wesentlichen
durch die Materialen des verwendeten Bimetalls, die Geometrie der mit dem Bimetall
gebildeten Auslösemechanik und die Ausgestaltung des Heizelements festgelegt. D.h.,
für verschiedene Einstellbereiche sind diese Elemente zumindest teilweise anzupassen.
Das führt dazu, dass Leistungsschalter spezifisch für relativ enge Strom-Einstellungsbereiche
ausgelegt und auf den Einsatz in diesem Einstellungsbereich begrenzt sind.
[0006] Es besteht ein Bedarf an Schaltern mit einem weiterem Strom-Einstellungsbereich,
d.h. einem breiteren Einsatzbereich.
[0007] Die Aufgabe wird durch einen Schutzschalter mit Überlastschutz nach Anspruch 1 gelöst.
[0008] Der erfindungsgemäße Schutzschalter (z.B. ein Leistungsschalter, der bei Überlast
und Kurzschluss auslöste) umfasst einen Stromwandler (z.B. Ringkernstromwandler) für
die Messung des Stroms auf wenigstens einer Leitung des Schutzschalters (typischerweise
wird der Strom auf zumindest zwei Leitungen bzw. Strombahnen gemessen). Für die Auswertung
des mittels des Stromwandlers gemessenen Stroms ist eine Auswertevorrichtung vorgesehen.
Dabei kann der Stromwandler zusätzlich für die Energieversorgung der Auswertevorrichtung
mit der wenigstens einen Leitung entnommener Energie ausgestaltet sein. Die Auswertevorrichtung
ist dafür ausgebildet, eine Überlast festzustellen und im Falle einer Überlast ein
Auslösesignal an eine Auslösevorrichtung auszugeben, welche auf den Empfang eines
Auslösesignals hin die Auslösung des Schutzschalters veranlasst.
[0009] Die Auswertevorrichtung ist z.B. in einer Leiterplatte integriert bzw. als Leiterplatte
ausgebildet. Diese Leiterplatte kann dann eine (z.B. mittels eines Microcontrollers
realisierte) Stromauswerteeinheit umfassen, durch welche der mittels des Stromwandlers
gemessene Strom ausgewertet, eine Überlast festgestellt und ein Auslösesignals im
Falle einer Überlast ausgegeben wird.
[0010] Die Leiterplatte kann zusätzliche eine beliebige Kombination folgender Elemente umfasst:
Energiespeicherelement (z.B. Kondensator), Leiterspule zur Erzeugung eines elektromagnetischen
Kompensationsfeldes, Testtaste zur manuellen Herbeiführung eines Auslösevorgangs bzw.
zum Testen der gesamten Auslösekette, Anzeigeelement und Einstellelement. "Beliebige
Kombination" ist dabei nicht nur im Sinne einer beliebigen Auswahl verschiedener Elemente
zu verstehen, sondern soll auch das optionale Vorsehen einer Mehrzahl von Elementen
eines Typs umfassen.
[0011] Durch Einstellungen der Auswertevorrichtung kann der Schutzschalter an verschiedene
Einsatzsituationen angepasst werden, die bei herkömmlichen Schutzschaltern den Einsatz
unterschiedlicher Kombinationen aus Heizwicklung und Bimetall erfordern würde. D.h.
die erfindungsgemäße Lösung kann eine Mehrzahl von Schutzschaltern mit sich bzgl.
des Überlastschutzes unterscheidender Hardware ersetzten. Dabei hat der Schutzschalter
vorzugsweise eine übliche Baugröße (z.B. eine Breite von 45 oder 55 mm), so dass er
auch bzgl. Anbringung und Positionierung problemlos herkömmliche Schalter der entsprechenden
Baugröße ersetzen kann.
[0012] Die Auslösevorrichtung ist z.B. zur Transformation eines elektrischen Signals in
eine mechanische Bewegung eines Auslöseelements ausgestaltet. Dies kann z.B. mit einem
Haltemagnet, einer dadurch in Vorspannung gehaltenen Feder, und einer elektromagnetischen
Kompensationsspule zur Aufhebung / temporärer Umkehr besagter Haltemagnetkraft eine
Transformation eines elektrischen Signals in eine weiter verwertbare mechanische Kraft-Wegstrecke
bewirkt werden. Das Auslöseelement wirkt dann z.B. auf eine Trennvorrichtung bzw.
eine Auslösekinematik (typischerweise bestehend aus Übertragungsmechanik und Schaltschloss,
die miteinander in Wirkverbindung stehen) und triggert sie zur Öffnung des Strompfades
durch Trennung von im Strompfad vorgesehenen Schaltkontakten (dies ist häufig mit
Hilfe einer beweglichen Schaltbrücke realisiert).
[0013] Der Schutzschalter kann auch als mehrpoliger, insb. dreipoliger Schalter ausgestaltet
sein. In diesem Falle sind vorzugsweise die sich auf eine Strombahn bezogenen Elemente
jeweils pro Pol vorgesehen (Stromwandler, Trennkontakte, Schaltbrücke...). Bei einem
mehrpoligen Schalter sind die den Polen zugeordneten Stromwandler vorzugsweise koaxial
nebeneinander angeordnet.
[0014] Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schutzschalters weist dieser die
im Folgenden dargestellte Geometrie auf. Zur Beschreibung dieser Geometrie wird eine
Richtung durch die Begriffe "oben" und "unten" wie folgt eingeführt. Der Schutzschalter
umfasst ein Betätigungselement, das sich manuell betätigen lässt. Die Seite des Schutzschalters,
an der das Betätigungselement angeordnet ist, wird als obere Seite definiert, die
gegenüberliegende Seite als untere. Die untere Seite kann z.B. für die Befestigung
an einer Hutschiene ausgestaltet sein. Entsprechend der erfindungsgemäßen Geometrie
lassen sich bei dem Schutzschalter zwischen der Seite, an der das Betätigungselement
angeordnet ist (obere Seite), und der dazu gegenüberliegenden Seite (untere Seite)
drei übereinander angeordnete Bereiche unterscheiden. Dabei umfasst der unterste Bereich
im Wesentlichen die Hauptstrombahn bzw. Hauptstrombahnen, der zwischenliegende Bereich
den bzw. die Stromwandler und der oberste Bereich die Auswertevorrichtung. Dabei ist
mit Hauptstrombahn die elektrische Leitung gemeint, über die Strom durch den Schalter
zu einem Verbraucher geleitet wird. Die Einschränkung "im Wesentlichen" ist so zu
interpretieren, dass die Strombahn im unteren Bereich angeordnet ist, abgesehen davon,
wenn sie durch den Stromwandler und ggf. eine Kurzschlussspule führt, Elemente, die
entweder im mittleren Bereich angeordnet sind (Stromwandler) oder sich dorthin erstecken
können (Kurzschlussspule).
[0015] Durch diese Geometrie wird einerseits sichergestellt, dass für den bzw. die Stromwandler
genug Raum vorhanden ist, und andererseits auch für geeignete Kühlungsmöglichkeiten
der Auswertevorrichtung (z.B. durch Lüftungsschlitze in der oberen Kappe des Schutzschalters)
gesorgt. Für eine möglichst effiziente Kühlung ist bei einer als Leiterplatte ausgestalteten
Auswertevorrichtung diese am besten parallel zu der oberen Seite angeordnet.
[0016] Gemäß einer Ausgestaltung des Schutzschalters ist dieser mit einer Trennvorrichtung
(z.B. mit Schaltschloss gebildete Auslösekinematik) zur Trennung von Kontakten der
Leitung gebildet, wobei die Auslösevorrichtung zur Veranlassung der Auslösung des
Schalters auf die Trennvorrichtung wirkt. Zusätzlich ist eine Kurzschlussabschaltung
vorgesehen, bei der mittels einer Kurzschlussauslösespule die Trennung der Kontakte
mittels der Trennvorrichtung veranlasst wird. In dieser Ausgestaltung ist der Stromwandler
zwischen der Trennvorrichtung und der Kurzschlussauslösespule angeordnet.
[0017] Gemäß einer Ausgestaltung des Schutzschalters ist dieser mit einer Trennvorrichtung
(z.B. mit Schaltschloss gebildete Auslösekinematik) zur Trennung von Kontakten einer
Schaltbrücke der Leitung gebildet, wobei die Auslösevorrichtung zur Veranlassung der
Auslösung des Schalters auf die Trennvorrichtung wirkt. Zusätzlich ist eine Kurzschlussabschaltung
vorgesehen, bei der mittels einer Kurzschlussauslösespule die Trennung der Kontakte
mittels der Trennvorrichtung veranlasst wird. In dieser Ausgestaltung ist der Stromwandler
in der Strombahn zwischen der Schaltbrücke und der Kurzschlussauslösespule angeordnet.
[0018] Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schalters ist dessen Strombahn abschnittweise
mit einem hochohmigen Material (z.B. Verbindung aus Cu und Ni oder Cr und Al) gebildet.
Zudem kann ein hochohmiger Abschnitt mit Windungen gestaltet sein. Auf diese Weise
kann der Widerstand der Strombahn geeignet für einen Kompromiss zwischen einer moderaten
Verlustleitung und einem ausreichend hohen Kurzschlusswiderstand im vorhandenen Bauraum
realisiert werden.
[0019] Die Erfindung umfasst auch eine Baugruppe für einen erfindungsgemäßen Schutzschalter,
die einen Primärleitkreis bzw. Primärleitkreisabschnitt (falls man sich auf den gesamten
Primärleitkreis des Schalters bezieht) umfasst. Der Primärleitkreis führt dabei über
einen abgangsseitigen Leiter, einen Stromwandler, eine Kurzschlussauslösespule und
eine Leiteranschlussklemme. Vorzugsweise in dieser angegebenen Reihenfolge.
[0020] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren im Rahmen eines Ausführungsbeispiels
näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1: einen herkömmlichen Leistungsschalter,
Fig. 2a und 2b: eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Leistungsschalters,
Fig. 3: eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Leistungsschalters,
Fig. 4: eine Perspektivansicht eines erfindungsgemäßen Leistungsschalters,
Fig. 5a und 5b: eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Leistungsschalters in einer
Geräteeinbaulage,
Fig. 6: eine Ansicht des Leistungsschalters von oben mit für die Kühlung der Leiterplatte
vorgesehenen Lüftungsschlitzen,
Fig. 7: Einbau von Baugruppen in einen erfindungsgemäßen Leistungsschalter,
Fig. 8: eine Baugruppe gem. Fig. 7, in der ein Zusatzwiderstand zur Erhöhung des Schalterkurzschlussschaltvermögens
eingebracht ist.
[0021] In Fig. 1 ist ein herkömmlicher dreipoliger Schalter gezeigt, welcher sowohl bei
Kurzschluss als auch bei Überlast auslöst.
[0022] Es sind pro Pol jeweils zwei Anschlussklemmen vorhanden. Der Strompfad der dort angeschlossenen
Leitungen führt für die einzelnen Pole bzw. Phasen durch den Schalter. Es ist eine
Trennvorrichtung bzw. Trennmechanik zur galvanischen Trennung der Strompfade vorgesehen.
Diese Trennmechanik (die z.B. eine bewegliche Kontaktbrücke umfasst) kann durch eine
Kurzschlussabschalteinrichtung ausgelöst werden. Derartige Kurzschlussabschalteinrichtungen
sind typischerweise mit einer Spule gebildet, die permanent von Strom durchflossen
ist und hierbei ein Magnetfeld erzeugt. Im Falle eines Kurzschlusses steigt der Stromfluss
und somit auch die Stärke des Magnetfeldes so stark an, dass durch das Magnetfeld
der Spule ein Auslöseelement bewegt wird und somit die Abschaltmechanik und typischerweise
auch eine Anzeige des Kurzschlusses getriggert werden. Mittels eines Betätigungselements
lässt sich der Schalter manuell aus- bzw. einschalten. Details einer Auslöse- und
Trennmechanik sowie die Anordnung der Kurzschlussabschalteinrichtung sind z.B. in
der
EP 2 854 152 A1 näher beschrieben.
[0023] Für die Überlastabschaltung sind Elemente für das Erkennen einer stromthermischen
Überlast und zum Auslösen des Schalters vorgesehen. Der Strom wird durch Heizwicklungen
geführt, die eine Bimetallanordnung A umgeben. Bei Überlast führt die thermische Verformung
des Bimetalls zu der Auslösung des Schalters. Dabei werden Elemente wie ein Auslöseschieber
bzw. Differenzhebel B verwendet, um die üblicherweise auf einer vorgespannten Feder
basierende Auslösemechanik zu triggern. Typischerweise sind auch Elemente zur Kompensation
der Umgebungstemperatur (z.B. Ausgleichstreifen C) vorgesehen, um eine Temperaturabhängigkeit
des Auslöseverhalten zu unterdrücken. Derzeit werden normalerweise abhängig vom Nennstrom
des Schalters eine Vielzahl von Auslöse-Bimetallbaugruppen mit an die Einstellbereiche
angepasstem Widerstand (Heizwiderstand mit individueller Verlustleistung) in Form
einer Umwicklung des Bimetall-Steifens verwendet.
[0024] Dieser prinzipbedingt notwendige Heiz- bzw. Verlustleistungswiderstand bildet mit
einem naheliegenden Bimetallstreifen eine Funktionseinheit, die die zu messende Stromgröße
in eine geräte-technisch verwertbare Wegstrecke umsetzt. Außerdem trägt der Verlustleistungswiderstand
in Schaltgeräten zusammen mit den vorhandenen Lichtbogenführungs- und Abschaltelementen
zu der vergleichsweise hohen Kurzschlussabschaltleistung bei. Die verbaute Heizwiderstandswicklung
erfüllt somit zwei Aufgaben:
- a) Erzeugung einer definierten Wärmemenge zur Ausbiegung der Bi-Metallstreifen.
- b) Erzeugen eines nennenswerten Beitrages zum Gesamtwiderstand der gesamten Schaltgeräte-Strombahn.
[0025] Erfindungsgemäß wird ein Schalter mit elektronischem Nennstrom-Weiteinstellbereich
vorgeschlagen. Zur Reduzierung der zur Abdeckung eines bestimmten Strombereiches notwendigen
Anzahl an Teilbereichen bzw. zur Reduzierung der notwendigen Gerätevarianten wird
werden Stromerfassungs- und Auswertebausteinen incl. einer zugehörigen Auslöseeinheit
(oft auch als MAGLATCH bezeichnet) verwendet. Diese Elemente werden dabei in eine
soweit wie irgend möglich unverändert zu belassende Aufbauform eines existierenden
bzw. herkömmlichen elektromechanischen Leistungsschalters integriert. Insbesondere
werden Auslöse- und Trennmechanik (Übertragungsmechanik und Schaltschloss) sowie die
Anordnung der Kurzschlussabschalteinrichtung möglichst unverändert belassen. Auf dieses
Weise gelingt die Beibehaltung von relevanten Geräteeckwerte wie Schaltvermögen (z.B.
Kurzschlussausschaltvermögen), eine ausgeglichene Geräteerwärmung ohne Einschränkung
der gewohnten üblicherweise geltenden zulässigen Geräteumgebungstemperaturen, Gerätegebrauchsdauer
(keine Herabsetzung der Gerätegebrauchsdauer von z.B. 10 Jahren aufgrund z.B. zu hoher
Temperaturen von elektromechanischen oder elektronischen Bauelementen) etc.
[0026] Es wird also ein Leistungsschalter nach bekannter Bauform mit galvanischer Trenneinrichtung,
incl. vollwertiger Kurzschlussabschalteinrichtung vorgeschlagen, der in folgenden
Punkten verändert ist:
a) Stromwandlersystem
[0027] Anstelle vorgenannter Bi-Metallelemente kommt als Strommesseinheit anstelle dem Element
A in Fig. 1 ein Stromwandlersystem 20 mit zugehöriger Auswerteelektronik, und für
das Element B in Fig. 1 ein MAGLATCH-System 6 (d.h. eine Auslöseeinheit mit Haltemagnet
und elektromagnetischer Kompensationsspule) zum Einsatz. Die Bi-Metallbaugruppe A
und der Kompensationsstreifen C werden nicht benötigt, da über das Stromwandlerprinzip
die zu überwachende Größe, d.h. der Strom, direkt gemessen wird.
[0028] Neben der Funktion des Strommessens übernimmt das Stromwandlersystem bzw. die Stromwandlerbaugruppe
20 auch die für unter b) und c) beschriebene Auswerte- und Auslöseelektronik notwendige
Energieerzeugung in Form von Transformatoren, deren Primärkreise die Laststrombahnen
des Gerätes bilden. Das Stromwandlersystem 20 wird in einer Ebene 2 (siehe Fig. 2a,
Fig. 3 und Fig. 5a) zwischen Auslösekinematik 14 und den Kurzschlussauslösespulen
13 angeordnet. Die Stromflussrichtung führt - wie bei herkömmlichen Leistungsschaltern
- von den Anschlussklemmen 8 kommend über das eingangsseitige Schaltstück 9, die bewegliche
Kontaktbrücke 11 und das abgangsseitige Schaltstück 12 zu den abgangsseitigen Leiterklemmstellen
8 (vgl. Fig. 2b).
[0029] Anstelle der Bi-Metallauslösebaugruppe ist je Strombahn nach der beweglichen Kontakt-
bzw. Schaltbrücke 11 nebst zugehöriger Kontaktsilberbahn und vor der Kurzschlussauslöserspule
13 eine Stromwandlerbaugruppe 20 in jeder Hauptstrombahnbaugruppe des dreipoligen
Schalters angeordnet. Die Wandlerbaugruppe 20 besteht in bekannter Weise aus einem
Metallkern, einem Primärkreis (zu detektierender Laststromkreis), einem Sekundärkreis
(Messgrößenstromkreis) und Isolierelementen.
[0030] Eine vorteilhafte Ausprägung ist dann gegeben, wenn die Stromwandlerbaugruppe 20,
die Kurzschlussauslöserspule 13 und ein Primärleiterkreisabschnitt, der von abgangsseitigem
Kontakt über die Stromwandlerbaugruppe 20, die Kurzschlussauslöserspule 13 zu der
Leiteranschlussklemme 8 führt, in Form einer außerhalb des Gerätes vormontierbaren
Stromauslöser-Baugruppe (in Fig. 7 und Fig. 8) vorliegen. Innerhalb dieser Baugruppe
bildet die mit einem Ringkern gebildete Stromwandlerbaugruppe (d.h. Rinkernwandlerbaugruppe)
ohne Primärleiterteil eine eigene vormontierbare Baugruppeneinheit.
[0031] Die einzelnen drei mit Ringkernwandlerbaugruppen gebildeten Stromwandler 10 sind
auf die drei Gerätestrombahnen 10 verteilt nebeneinander und koaxial angeordnet. Sie
tragen jeweils ein Element (z.B. Stecker, Steckzungen, Aderendhülsen) zur Herstellung
einer Verbindung zur der unter b) beschriebenen Leiterplatte 10 zwecks Übertragung
der Strom-Messsignale.
[0032] Ein großer Vorteil dieser nebeneinander liegenden, koaxialen Anordnung der Ringkernwandlerbaugruppen
ist die damit mögliche Verwendbarkeit gleicher Strombahnteile bzw. Strombahnelemente
für die Ausbildung der Primärleiter in allen drei Gerätestrombahnen 10.
[0033] Wie oben dargestellt bestehen Anpassungserfordernisse, um bei dem Zielkonflikt zwischen
einem hohen Geräte-Widerstand zwecks einer guten Kurzschluss-Schaltleistung und einem
niedrigen Gerätewiderstand für weniger Verlustleistung, d.h. wenig Geräteerwärmung,
einen Widerstandswert vorzugeben, der einen möglichst guten Kompromiss darstellt.
Erfindungsgemäß werden dafür bei der Ausprägung der Primärleiterschleife 10 bzw. in
deren Zuleitung verschiedene Materialkombinationen mit zum einen niedrigen Widerstandswerten
(z.B. Cu) und zum anderen mit hohen Widerstandswerten eingesetzt. Solche Hochwiderstandsmaterialien
sind z.B. Cu mit hohem Anteil an Ni (z.B. CuNi12Zn24, CuNi18Zn20, CuNi18Zn27, CuNi23Mn,
NiCu45, CrAl205 usw.). Durch die geeignete Kombination dieser Materialen wird die
Anpassung des Widerstands realisiert. Der Primärleiter 10 kann dabei eine oder mehreren
Windungen (vgl. Fig. 8) aufweisen und aus blankem Cu-Draht oder isoliertem Spulendraht
bestehen.
b) Leiterplatte
[0034] Es wird eine im Gerät oberhalb der Achse der Stromwandler vorteilhafterweise in durchströmungsgünstiger
Lage eingebaute Leiterplatte 30 mit folgenden Funktionskomponenten vorgesehen (vgl.
Fig. 2 und Fig. 4):
- Stromauswerteeinheit 3a, welche zudem dafür ausgebildet ist, ggf. im Falle einer Strom-Überlast
ein Auslösesignal zu erzeugen,
- Speicherbausteine 3b (z.B. Kondensatoren) zur Energiespeicherung,
- Leiterspule 3c, z.B. in SMD-Bauform (SMD: surface mounted device), zur Erzeugung eines
elektromagnetischen Kompensationsfeldes,
- Testtaste 3d, z.B. in SMD-Bauform, um kundeninitiiert einen Auslösevorgang herbeizuführen,
- Anzeigeelement(e) 3e, z.B. in Form von einer oder mehreren LEDs, um z.B. Gerätestörung
bzw. eine nicht bestehende Funktionsbereitschaft des Geräts sichtbar zu machen, und
- Einstellelement 3f (z.B. Potentiometer oder Drehcodierschalter) für kundenseitige
Einstellung des Gerätenennstromes.
c) Auslöseeinheit
[0035] Es wird eine dem Prinzip zum Stand der Technik gehörende Auslöseeinheit 6 (z.B. MAGLATCH)
zur Transformierung eines elektrischen Signals in eine weiterverwertbare mechanische
Kraft-Wegstrecke vorgesehen. Mit dieser Kraft-Wegstrecke wird eine z.B. wie bei herkömmlichen
Schaltern gestaltete Trennvorrichtung 14 in Form einer Kinematikkette (Schaltschloss)
freigegeben, wodurch das bewegliche Schaltstück der Hauptstrombahn 10 in eine offene
Stellung (AUS-Stellung) gebracht und der Stromkreis unterbrochen wird.
[0036] Gegenüber herkömmlichen elektromechanischen Schaltgeräten kann das oben beschriebene
bei gleicher projizierter Grundfläche (Baubreite u. Bauhöhe) einen erheblich erweiterten
Nennstrombereich abdecken, was aus Kundensicht eine um den Faktor 3-4 geringere Anzahl
an notwendigen Einzelgeräten erfordert. Anders ausgedrückt, die Anzahl der Gerätevarianten
kann deutlich reduziert werden. Die Überstromauslösecharakteristik des erfindungsgemäßen
Schalters kann entsprechend den vorgesehenen Betriebsanforderungen durch Einstellung
von Parametern für die Stromauswerteeinheit 3a (z.B. Eingabe von Nennstrom durch Potentiometer
oder andere Eingabevorrichtung) angepasst werden.
[0037] Das erzielbare Kurzschlussabschaltvermögen ist dabei im Wesentlichen gleich dem eines
herkömmlichen elektromechanischen Gerätes. Zudem bleibt die Geräteeigenerwärmung (Höhe
und Verteilung der Temperatur im Gerät) in solchen Grenzen, dass einerseits die projektierungstechnisch
wichtige zugelassene Umgebungstemperatur gleich der bisheriger Geräte ist und andererseits
auch innerhalb des Gerätes bei den elektronischen Bauteilen keine unzulässigen und
ggf. lebensdauerverringernden Übertemperaturen auftreten. Die koaxiale Anordnung der
Stromwandlerebene 2 im Wesentlichen oberhalb der Gerätestrombahnebene 1 aber unterhalb
der Leiterplattenebene 3 (siehe Fig. 2) ist günstig im Hinblick auf den für die Wandler
20 zur Verfügung stehenden Raum. Daher können die Wandler 20 relativ großvolumig und
damit mit vergleichsweise hoher Strommessgenauigkeit realisiert sein. Außerdem ermöglicht
diese Anordnung die kostengünstige Verwendung gleicher Strombahnteile in allen drei
Gerätepolen sowie einen modularen Aufbau des Schalters.
[0038] Das Gerätekonzept besteht also im Wesentlichen aus drei Aufbau- bzw. Funktionsebenen
(Fig. 2a und Fig. 5a):
Ebene 1: wie aus herkömmlichen Geräten bekannt, eine im Wesentlichen ebene Hauptstrombahnebene
Ebene 2: darüber eine Ebene der Stromwandler 20, auf gleicher Höhe angeordnet und
axial ausgerichtet
Ebene 3: darüber eine Ebene der Auswerte- und Steuereinheit in Form einer elektronischen
Leiterplattenbaugruppe 30
[0039] Durch die koaxiale Anordnung der Stromwandler 20 auf der Ebene 2, oberhalb der Gerätestrombahnachse
1, aber unterhalb einer Ebene 3, die durch die Leiterplatte gebildet wird, ist eine
kostengünstige, da montagefreundliche Verwendung von vormontierbaren Wandler- und
Stromauslösebaugruppen, die nacheinander ins Gerätegehäuse montiert werden (siehe
Fig. 7 - Baugruppen 4a - 4c), möglich. Verbindungselemente 5 zur Leiterplatte sind
an in den vormontierten Baugruppen teilweise integriert.
[0040] Die Anordnung der Leiterplatte 30 in einem oberen kühlen Bereich des Gerätes (vgl.
Fig. 3), vorzugsweise längs flach, in Durchströmungsrichtung der Kühlluft 18 (Fig,
5a), und in vorteilhafter Weise lageorientiert zugeordnete Lüftungsöffnungen 7 (Fig.
6) in der Geräteabdeckung bzw. Kappe sorgt für eine geeignete Kühlung.
[0041] Unten wird auf die Figuren 2-8 noch einmal kurz eingegangen:
Fig. 2a und Fig. 2b zweigen eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Schalters. Fig.
2a zeigte den geschichteten Aufbau gemäß drei Ebenen 1-3 entsprechend der Folge von
Hauptstrombahn 10, Wandler 20 und Leiterplatte 30 (dargestellt in Fig. 2b). Diese
Schichtung bezieht sich in der Darstellung von Fig. 2a und Fig. 2b auf die Richtung
von unten nach oben, d.h. von einem unteren Bereich mit Löschkammern 16 bis zu einem
Betätigungselement 15 oben auf dem Schalter. In Fig. 2a sind noch die Auslöseeinrichtung
6 sowie Speicherbausteine 3b (z.B. Kondensatoren) zur Energiespeicherung und eine
Leiterspule 3c zur Erzeugung eines elektromagnetischen Kompensationsfeldes eingezeichnet.
Die Elemente 3b und 3c sind dabei die in der Leiterplatte 30 integriert. Fig. 2b zeigt
den Strompfad 10, der von einer Leiteranschlussklemme 8 über ein eingangsseitiges
Schaltstück 9, die Schaltbrücke 11, den Wandler 20, ein ausgangsseitiges Schaltstück
12 und die Kurzschlussspule 13 zu einer Leiteranschlussklemme 8 führt. Eingezeichnet
ist zudem die Trennvorrichtung 14, die durch die Kurzschlussspule 13 und die Auslöseeinrichtung
6 für die Auslösung des Schalters bei Kurzschluss bzw. Überlast getriggert werden
kann. Es ist zu sehen, dass in horizontaler Richtung, d.h. in Richtung der Hauptstrombahn,
der Wandler 20 (bzw. die Wandlerbaugruppe) zwischen der Trennvorrichtung 14 und der
Kurzschlussauslösespule 13 angeordnet ist.
[0042] Fig. 3 zeigt eine frontale Ansicht des Schalters mit den Ebenen 1-3. Es handelt sich
um einen dreipoligen Schalter mit drei Anschlussklemmen 8. In dem vergrößerten Ausschnitt
rechts oben ist dargestellt, wie der Wandler 20 über ein Anschlussstück 5 mit der
Leiterplatte 30 verbunden ist.
[0043] In der Perspektivdarstellung von Fig. 4 sind ist Anschlussstück 5 für alle drei Pole
bzw. Strombahnen dargestellt. Es ist eine Leiterplatte 30 gezeigt, die bzw. deren
Elemente (eingezeichnet sind Stromauswerteeinheit 3a, Testtaste 3d, Anzeigeelement
3e und Einstellelement 3f) für alle Pole bzw. Phasen genutzt wird. Dargestellt sind
noch abgangsseitige Anschlussklemmen 8, Kurzschlussspulen 13, Wandler 20 und Verbindungsstücke
5 für alle Pole sowie eine eingangsseitige Anschlussklemme 8 und eine Trennvorrichtung
14 für einen Pol.
[0044] Fig. 5a und Fig. 5b zeigen eine Seitenansicht des Schalters in der Einbaulage (d.h.
um 90 Grad gedreht im Vergleich zu Fig. 2a und Fig. 2b). Der Schalter ist mit einer
Befestigungsvorrichtung 17 zur Anbringung an eine Hutschiene versehen. Die Ebenen
1-3 sind in der Fig. 5a angegeben. Es ist zu sehen, wie ein Luftstrom 18 zwischen
Leiterplatte 30 und Betätigungselement 15 für eine effiziente Kühlung der Elektronik
gewährleistet. Zu diesem Zweck sind Kühlschlitze 7 (in Seitenansicht von Fig. 6) vorgesehen.
In Fig. 5b sind zudem Anschlussklemmen 8, die Schaltbrücke 11, der Wandler 20 und
die Kurzschlussauslösespule 13 gezeigt.
[0045] Fig. 7 zeigt eine Baugruppe, in der verschiedene Elemente integriert sind, in drei
verschieden Lagen 4a-4c beim Einbau. Die Baugruppe umfasst einen Primärleitkreisabschnitt.
Dieser führt über einen abgangsseitigen Leiter, einen Stromwandler, eine Kurzschlussauslösespule
und eine Leiteranschlussklemme.
[0046] Diese Baugruppe ist auch in Fig. 8 zu sehen, welche Elemente des Schalters in zwei
zueinander gespiegelten Darstellungen zeigt. An der Kontaktstelle 21 kontaktiert die
Baugruppe 4a die Schaltbrücke 11, die über das eingangsseitige Schaltstück 9 mit einer
eingangsseitigen Klemme 8 verbunden ist. Die Baugruppe 4a umfasst den Wandler 20 mit
Primärwindungen 19, eine Anschlussstück 5 zum Leiterplattenanschluss, die Kurzschlussspule
13 und eine ausgangsseitige Klemme 8. In der rechten gespiegelten Ansicht ist der
Strompfad gezeigt. Dieser ist mit einem hochohmigen Abschnitt mit Windungen (Mäander)
gebildet. Durch ein geeignetes Design dieses Abschnitts (Material und Windungen) kann
der Gesamtwiderstand des Strompfads optimiert werden (möglichst guter Kompromiss zwischen
Verlustleistung und Kurzschlusseigenschaften).
[0047] Die Erfindung wurde nur im Rahmen eines Ausführungsbeispiels beschrieben, das nicht
einschränkend auszulegen ist. So sind z.B. eine andere Anordnung der Leiterplatte
in senkrechter Form oder höhenversetzt angeordnete Wandlerbaugruppen ebenfalls möglich.
Bezugszeichenliste:
[0048]
- A:
- Bimetallanordnung
- B:
- Auslöseschieber
- C:
- Ausgleichstreifen
- 1:
- untere Ebene
- 2:
- mittlere Ebene
- 3:
- obere Ebene
- 10:
- Hauptstrompfad
- 20:
- Stromwandler
- 30:
- Leiterplatte
- 3a:
- Stromauswerteeinheit
- 3b:
- Speicherbausteine
- 3c:
- Leiterspule
- 3d:
- Testtaste
- 3e:
- Anzeigeelement(e)
- 3f:
- Einstellelement
- 4a-4c:
- vormontierte Baugruppe
- 5:
- Verbindungselement von Wandlerbaugruppe zu Leiterplatte
- 6:
- Auslöseeinheit
- 7:
- Lüftungsschlitze
- 8:
- Leiteranschlussklemme
- 9:
- eingangsseitiges Schaltstück
- 11:
- Schaltbrücke
- 12:
- ausgangsseitiges Schaltstück
- 13:
- Kurzschlussauslösespule
- 14:
- Auslösekinematik bzw. Trennvorrichtung (umfasst Übertragungsmechanik und Schaltschloss)
- 15:
- Betätigungselement
- 16:
- Löschkammer
- 17:
- Befestigungsvorrichtung
- 18:
- Luftstrom
- 19:
- Primärdrahtwindungen
- 21:
- Kontaktstelle
1. Schutzschalter mit Überlastschutz, insbesondere Leistungsschalter, umfassend
- einen Stromwandler (20) für die Messung des Stroms auf wenigstens einer Leitung
des Schutzschalters,
- eine Auswertevorrichtung, welche
-- für die Auswertung des mit mittels des Stromwandlers (20) gemessenen Stroms,
-- für die Feststellung einer Überlast, und
-- für die Ausgabe eines Auslösesignals im Falle einer Überlast
ausgebildet ist, und
- eine Auslösevorrichtung (6), welche für die Veranlassung der Auslösung des Schutzschalters
bei Ausgabe eines Auslösesignals durch die Auswertevorrichtung ausgestaltet ist.
2. Schutzschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Schutzschalter ein Betätigungselement (15) umfasst, das sich manuell betätigen
lässt,
- sich bei dem Schutzschalter zwischen der Seite, an der das Betätigungselement (15)
angeordnet ist (obere Seite), und der dazu gegenüberliegenden Seite (untere Seite)
drei übereinander angeordnete Bereiche unterscheiden lassen, wobei
-- der unterste Bereich (1) im Wesentlichen eine Hauptstrombahnebene umfasst,
-- der zwischenliegende Bereich (2) den Stromwandler (20) umfasst, und
-- der oberste Bereich (3) die Auswertevorrichtung (30) umfasst.
3. Schutzschalter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Auswertevorrichtung in eine Leiterplatte (3) integriert sein.
4. Schutzschalter nach Anspruch 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leiterplatte (3) parallel zu der oberen Seite angeordnet ist.
5. Schutzschalter nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leiterplatte (3) mit einer Stromauswerteeinheit (3a) zur
- Auswertung des mit mittels des Stromwandlers (20) gemessenen Stroms,
- Feststellung einer Überlast, und
- Ausgabe eines Auslösesignals im Falle einer Überlast ausgebildet ist.
6. Schutzschalter nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leiterplatte (3) zusätzliche eine beliebige Kombination folgender Elemente umfasst:
- ein Speicherelement (3b),
- eine Leiterspule (3c) zur Erzeugung eines elektromagnetischen Kompensationsfeldes,
- eine Testtaste (3d), um manuell einen Auslösevorgang herbeizuführen,
- ein Anzeigeelement (3e), und
- ein Einstellelement (3f).
7. Schutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
er für die Energieversorgung der Auswertevorrichtung mit durch den Stromwandler der
wenigstens einen Leitung entnommener Energie ausgestaltet ist.
8. Schutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Schutzschalter mit einer Trennvorrichtung (14) zur Trennung von Kontakten der
wenigstens einen Leitung gebildet ist, wobei die Auslösevorrichtung zur Veranlassung
der Auslösung des Schalters auf die Trennvorrichtung (14) wirkt,
- der Schutzschalter für eine Kurzschlussabschaltung ausgebildet ist, bei der mittels
einer Kurzschlussauslösespule (13) die Trennung der Kontakte mittels der Trennvorrichtung
(14) veranlasst wird, und
- der Stromwandler (20) zwischen der Trennvorrichtung (14) und der Kurzschlussauslösespule
(13) angeordnet ist.
9. Schutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Schutzschalter mit einer Trennvorrichtung (14) zur Trennung von Kontakten einer
Schaltbrücke (11) der wenigstens einen Leitung gebildet ist, wobei die Auslösevorrichtung
(6) zur Veranlassung der Auslösung des Schalters auf die Trennvorrichtung (14) wirkt,
- der Schutzschalter für eine Kurzschlussabschaltung ausgebildet ist, bei der mittels
einer Kurzschlussauslösespule (13) die Trennung der Kontakte mittels der Trennvorrichtung
veranlasst wird, und
- der Stromwandler (20) in der Strombahn zwischen der Schaltbrücke (11) und der Kurzschlussauslösespule
(13) angeordnet ist.
10. Schutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stromwandler (20) als Ringkernstromwandler ausgestaltet ist.
11. Schutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Auslösevorrichtung (6) zur Transformation eines elektrischen Signals in eine mechanische
Bewegung eines Auslöseelements ausgestaltet ist.
12. Schutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
er als dreipoliger Schalter ausgestaltet ist und die in den obigen Ansprüchen angegebenen,
sich auf eine Strombahn (10) bezogenen Elemente pro Pol vorgesehen sind.
13. Schutzschalter nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die den Polen zugeordneten Stromwandler (20) koaxial nebeneinander angeordnet sind.
14. Schutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Strombahn (10) abschnittweise mit einem hochohmigen Material gebildet ist.
15. Schutzschalter nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
das hochohmige Material aus einer Verbindung mit Cu und Ni oder Cr und Al besteht.
16. Schutzschalter nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein hochohmiger Abschnitt der Strombahn mit Windungen gebildet ist.
17. Baugruppe für einen Schutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
umfassend
einen abgangsseitigen Leiter, einen Primärleitkreis, einen Stromwandler, eine Kurzschlussauslösespule
und eine Leiteranschlussklemme.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Schutzschalter mit Überlastschutz, insbesondere Leistungsschalter, umfassend
- einen Stromwandler (20) für die Messung des Stroms auf wenigstens einer Leitung
des Schutzschalters,
- eine Auswertevorrichtung, welche
-- für die Auswertung des mit mittels des Stromwandlers (20) gemessenen Stroms,
-- für die Feststellung einer Überlast, und
-- für die Ausgabe eines Auslösesignals im Falle einer Überlast
ausgebildet ist,
- eine Auslösevorrichtung (6), welche für die Veranlassung der Auslösung des Schutzschalters
durch Transformation eines elektrischen Signals in eine mechanische Bewegung eines
Auslöseelements bei Ausgabe eines Auslösesignals durch die Auswertevorrichtung ausgestaltet
ist, und
- eine Trennvorrichtung (14), welche für eine durch die Auslösevorrichtung (6) getriggerte
Öffnung des Strompfades durch Trennung von im Strompfad vorgesehenen Schaltkontakten
ausgestaltet ist, wobei
- der Schutzschalter ein Betätigungselement (15) umfasst, das sich manuell betätigen
lässt,
- sich bei dem Schutzschalter zwischen der Seite, an der das Betätigungselement (15)
angeordnet ist (obere Seite), und der dazu gegenüberliegenden Seite (untere Seite)
drei übereinander angeordnete Bereiche unterscheiden lassen, wobei
-- der unterste Bereich (1) im Wesentlichen eine Hauptstrombahnebene umfasst,
-- der zwischenliegende Bereich (2) den Stromwandler (20) umfasst, und
-- der oberste Bereich (3) die Auswertevorrichtung (30) umfasst.
2. Schutzschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Auswertevorrichtung in eine Leiterplatte (3) integriert sein.
3. Schutzschalter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leiterplatte (3) parallel zu der oberen Seite angeordnet ist.
4. Schutzschalter nach einem der Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leiterplatte (3) mit einer Stromauswerteeinheit (3a) zur
- Auswertung des mit mittels des Stromwandlers (20) gemessenen Stroms,
- Feststellung einer Überlast, und
- Ausgabe eines Auslösesignals im Falle einer Überlast ausgebildet ist.
5. Schutzschalter nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leiterplatte (3) zusätzliche eine beliebige Kombination folgender Elemente umfasst:
- ein Speicherelement (3b),
- eine Leiterspule (3c) zur Erzeugung eines elektromagnetischen Kompensationsfeldes,
- eine Testtaste (3d), um manuell einen Auslösevorgang herbeizuführen,
- ein Anzeigeelement (3e), und
- ein Einstellelement (3f).
6. Schutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
er für die Energieversorgung der Auswertevorrichtung mit durch den Stromwandler der
wenigstens einen Leitung entnommener Energie ausgestaltet ist.
7. Schutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Schutzschalter mit der Trennvorrichtung (14) zur Trennung von Kontakten der
wenigstens einen Leitung gebildet ist, wobei die Auslösevorrichtung zur Veranlassung
der Auslösung des Schalters auf die Trennvorrichtung (14) wirkt,
- der Schutzschalter für eine Kurzschlussabschaltung ausgebildet ist, bei der mittels
einer Kurzschlussauslösespule (13) die Trennung der Kontakte mittels der Trennvorrichtung
(14) veranlasst wird, und
- der Stromwandler (20) zwischen der Trennvorrichtung (14) und der Kurzschlussauslösespule
(13) angeordnet ist.
8. Schutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Schutzschalter mit der Trennvorrichtung (14) zur Trennung von Kontakten einer
Schaltbrücke (11) der wenigstens einen Leitung gebildet ist, wobei die Auslösevorrichtung
(6) zur Veranlassung der Auslösung des Schalters auf die Trennvorrichtung (14) wirkt,
- der Schutzschalter für eine Kurzschlussabschaltung ausgebildet ist, bei der mittels
einer Kurzschlussauslösespule (13) die Trennung der Kontakte mittels der Trennvorrichtung
veranlasst wird, und
- der Stromwandler (20) in der Strombahn zwischen der Schaltbrücke (11) und der Kurzschlussauslösespule
(13) angeordnet ist.
9. Schutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromwandler (20) als Ringkernstromwandler ausgestaltet ist.
10. Schutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
er als dreipoliger Schalter ausgestaltet ist und die in den obigen Ansprüchen angegebenen,
sich auf eine Strombahn (10) bezogenen Elemente pro Pol vorgesehen sind.
11. Schutzschalter nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die den Polen zugeordneten Stromwandler (20) koaxial nebeneinander angeordnet sind.
12. Schutzschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Strombahn (10) abschnittweise mit einem hochohmigen Material gebildet ist.
13. Schutzschalter nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das hochohmige Material aus einer Verbindung mit Cu und Ni oder Cr und Al besteht.
14. Schutzschalter nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein hochohmiger Abschnitt der Strombahn mit Windungen gebildet ist.
15. Baugruppe für einen Schutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
umfassend
einen abgangsseitigen Leiter, einen Primärleitkreis, einen Stromwandler, eine Kurzschlussauslösespule
und eine Leiteranschlussklemme.