[0001] Die Erfindung betrifft eine Löschanordnung mit einer linearen Löschlanze zum Löschen
brennender Elektro-Einrichtungen, wie mit Elektromotor ausgestattete Fahrzeuge, wobei
die Löschlanze einen Halteabschnitt mit Griffteil für eine Bedienperson, eine Löschmittel-Zuführung
mit Ankoppelvorrichtung zum Anschluss eines Druckschlauchs für flüssiges Löschmittel,
sowie einen an den Halteabschnitt und gegebenenfalls die Ankoppelvorrichtung anschließenden
linearen rohrförmigen Löschabschnitt mit einer Längsachse aufweist, aus dessen freiem
Ende Löschmittel unter Druck in ein brennendes Objekt eingebracht werden kann, wobei
das Griffteil sowie der rohrförmige Löschabschnitt zumindest im Bereich des Halteabschnitts
einen spannungsisolierenden Überzug aufweisen, der elektrisch isolierend auch für
elektrische Spannungen U ≥ 500V ausgeführt ist, wobei der rohrförmige Löschabschnitt
aus einem Material gefertigt ist, welches eine so hohe Zugfestigkeit R
m aufweist, dass es einer mechanischen Spannung σ ≥ 500 N/mm
2 widersteht, und welches eine Schmelztemperatur t
S ≥ 650°C aufweist, wobei der rohrförmige Löschabschnitt an seinem freien, dem Halteabschnitt
entgegengesetzten Ende geometrisch spitz zulaufend gestaltet ist und einen verengten
lichten Strömungsquerschnitt für das unter Druck durchgeleitete Löschmittel aufweist,
wobei der rohrförmige Löschabschnitt und ebenso das spitz zulaufende freie Ende des
rohrförmigen Löschabschnitts aus Edelstahl hergestellt sind, und wobei das spitz zulaufende
freie Ende des rohrförmigen Löschabschnitts zusätzlich gehärtet ist.
Hintergrund der Erfindung
[0003] Unter anderem aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes sowie der Nachhaltigkeit
bestehen derzeit international intensive Bestrebungen, verstärkt elektrische Energie
anstelle von fossilen Brennstoffen zu nutzen. So sind in den vergangenen Jahren zunehmend
Photovoltaik-Systeme, beispielsweise auf Gebäudedächern, aufgebaut worden. Außerdem
soll in Zukunft individuelle Mobilität verstärkt durch elektrische Antriebssysteme,
beispielsweise durch Elektrofahrzeuge, ermöglicht werden.
[0004] Bislang wird dabei jedoch nur wenig beachtet, dass mit einer derart verstärkten Nutzung
elektrischer Energie auch erhebliche Gefahrenpotenziale verbunden sind.
[0005] Diese Gefahrenpotenziale deuten sich angesichts zahlreicher, weltweit auftretender
Brandereignisse aufgrund von nicht oder nur schlecht funktionierenden Akkumulatoren,
beispielsweise in Smartphones oder Notebooks, bereits in zunehmendem Umfang an.
[0006] Ein besonders hohes Risiko wird bei Bränden im Umfeld von Elektrofahrzeugen, beispielsweise
bei hybrid- oder vollelektrisch betriebenen Fahrzeugen, gesehen (siehe beispielsweise
"E-Mobil-Brand in den USA";
https://www.welt.de/motor/news/article120704501/E-Mobil-Brand-in-den-USA.html (=Referenz [3], abgerufen am 09.11.2016)).
[0007] Besonders problematisch beim Brand eines solchen Elektrofahrzeugs ist, dass beim
Löschen nicht nur erhebliche Gefahren durch das Feuer und den Brand selbst sowie etwa
mögliche selbstentzündende Elemente wie beispielsweise Lithiumionen-Akkumulatoren
ausgehen, sondern zusätzlich auch noch Gefahren durch sich ausbreitende Hochspannungen
bzw. Starkströme aufgrund der im Fahrzeug verbauten Hochleistungselektrik bzw. -akkumulatoren
kontrolliert werden müssen. Es gilt daher, diesen wirksam vorzubeugen.
[0008] Die
DE 10 2018 222 429 A1 (=Referenz [12]) beschreibt ein Notfallset für ein elektrisch betriebenes Fahrzeug
mit einer Traktionsbatterie und einem Löschlanzen-Zugang, welches eine Löschlanzen-Schablone
enthält.
[0009] In der
US-A 4,802,535 (=Referenz [4]) ist eine linear entlang einer Längsachse aufgebaute Feuerlöschlanze
beschrieben, bei welcher gehärtetes Stahlrohr als Material für den rohrförmigen Löschabschnitt
vorgeschlagen wird. Eine -wie auch immer geartete- elektrische Isolation der bekannten
Löschlanze ist jedoch nicht vorgesehen.
[0010] Die
US 2003/0159837 A1 (=Referenz [5]) zeigt einen "Vielzweck-Wasserhammer" mit einer spitz zulaufenden
Düse, die beim Einsatz in ein zu löschendes Objekt eindringen soll. Der Löschkopf
ist dort unter einem Winkel von 90° auf den rohrförmigen Löschabschnitt aufgesetzt.
Es handelt sich hierbei also nicht um eine linear in z-Richtung aufgebaute Löschlanze
gemäß dem eingangs definierten generischen Oberbegriff. Für einen hammerartigen Einsatz
dieses Geräts bei einem Elektro-Fahrzeug müsste beim Einschlagen in die Außenhülle
des Fahrzeugs dann schon sehr nah an der zu löschenden Batterie gearbeitet werden,
um überhaupt einen wirksamen Effekt zu erzielen. Im Übrigen ist auch hier wieder keine
elektrische Isolation der Löschlanze vorgesehen oder angedeutet. In den Jahren 2002
und 2003 hat man vermutlich noch nicht -wie heutzutage- an Fahrzeuge mit Elektro-Antrieb
gedacht.
[0011] Eine ebenfalls nicht-linear aufgebaute, sondern vielmehr gegenüber einer Längsachse
rechtwinklig "abgekröpfte" Löschlanze ist in der
CN 106 492 384 A (=Referenz [11]) offenbart. Aus denselben Gründen wie die Löscheinrichtung nach Referenz
[5] ist diese nicht-generische Anordnung für die Zwecke der vorliegenden Erfindung
völlig ungeeignet.
[0012] In der
US 2002/019307 A1 (=Referenz [6]) ist zwar eine Isolation gegen elektrische Spannung bei Kontakt mit
Drähten in einer Gebäudewand angedeutet, jedoch keine Isolation gegen Hochspannung,
wie sie etwa in Batterien von Elektrofahrzeugen vorkommt. Außerdem wird das Löschmittel
über das Ende der bekannten -linear in z-Richtung aufgebauten- Löschlanze eingespeist,
so dass ein Einschlagen der Lanze mit einem Schlagwerkzeug in eine Fahrzeug-Außenhülle
damit nicht möglich ist. Eine solche herkömmliche
Löschlanze eignet sich zwar zum
Löschen von Gebäuden und womöglich auch von brennenden herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen,
aber keineswegs zum
Löschen von brennenden Elektro-Fahrzeugen, und zwar vor allem wegen der dort -im Gegensatz
zu normalen Gebäuden (abgesehen von Strom-Kraftwerken) und üblichen Fahrzeugen- zu
erwartenden hohen elektrischen Spannungen U >> 200V.
[0013] Dies belegt unter anderem der Zeitschriftenartikel "MOBILES LEBEN - WAS, WENN ES
BRENNT?" aus der Illustrierten "stern" vom 19.06.2019, S.80 (=Referenz [7]). Darin
wird populär dargestellt, dass gerade von Elektro-Fahrzeugen mit Hochspannungs-Batterien
-welche bekanntlich in allernächster Zukunft aus Umweltschutzgründen die herkömmlichen,
mit Verbrennungsmotoren angetriebenen Fahrzeuge möglichst vollständig ersetzen sollen-
eine ganz erhebliche Gefahr für Leib und Leben der Feuerwehrleute, die solche brennenden
Elektro-Fahrzeug löschen sollen, ausgeht.
[0014] Ganz offensichtlich ist eine derartige Löschaktion mit einer herkömmlichen Löschlanze
der oben beschriebenen Art nicht mit der gebotenen Sicherheit zu bewerkstelligen.
[0015] Stattdessen wird in
DE 10 2016 211 854 B3 bzw.
EP 3 263 402 B1 (=Referenz [8]) ein Spezialcontainer vorgeschlagen, welcher Löschwasser enthält,
in das ein brennendes Elektro-Fahrzeug vollständig eingetaucht werden soll - eine
wahrlich
verzweifelte Idee:
Man stelle sich vor: Ein Elektro-Fahrzeug gerät auf einer belebten Straße in Brand.
Aber statt -wie üblich- das brennende Fahrzeug vor Ort zu löschen, muss die Feuerwehr
erst einen riesigen Spezialcontainer herbeischaffen, diesen vor Ort mit einer gewaltigen
Menge Löschwasser befüllen und dann das immer noch brennende, wahrscheinlich bis dahin
aber schon vollständig ausgebrannte Elektro-Fahrzeug -irgendwie, wie auch immer- in
diesen großen Behälter tunken. Wie dies bei einem größeren Fahrzeug wie einem elektrisch
getriebenen Bus oder Lastwagen bewerkstelligt werden soll, bleibt völlig offen.
[0016] Auch der Zeitschriftenartikel "ELEKTRISIERENDER EINSATZ" aus der Feuerwehr-Fachzeitschrift
"BRANDHEISS" in der Ausgabe Juli-August 2018, S.16 (=Referenz [9]), beschreibt aus
Sicht des Fachmanns -nämlich der Feuerwehr- die gerade für die Lösch-Fachleute vor
Ort neue und sehr gefährliche Situation beim Löschen eines brennenden Elektroautos.
Wörtlich heißt es hier: "Obwohl der brennende Elektro-Kleintransporter eher überschaubare
Abmessungen hatte, waren die Kameraden der FF Traun durchaus gefordert." ... "Speziell
in der Erstphase gestaltete sich der Löscheinsatz prekär, sind Fahrzeuge mit Elektroantrieb
doch gänzlich anders zu löschen und zu behandeln als übliche Pkws. Ein erster Löscheinsatz
unter Atemschutz zeigte rasch Wirkung, das Fahrzeug musste jedoch - wie bei derartigen
Bränden vorgesehen - in ein "Wasserbad", da durch die verbrannten und zerstörten Batterien
noch etliche Stunden später enorme Brandgefahr ausgeht. Daher wurde das zerstörte
Fahrzeug auf einem Lkw-Abschlepper durch zwei Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht direkt
zu einem Trauner Industriegebiet eskortiert, wo es in ein gegen Auslaufen umweltgeschütztes,
tiefes Wasserbad eingelassen wurde." ... "GROSSER AUFWAND FÜR KLEINES FAHRZEUG" ...
[0017] Gibt es jedoch keine Möglichkeit, ein brennendes Elektro-Fahrzeug mit Hilfe eines
mit Wasser befüllten Spezialcontainers endgültig zu löschen, bleibt oft als einzige
Alternative nur noch, den Löschvorgang so lange fortzusetzen, bis sich insbesondere
die elektrischen Komponenten nicht mehr neu entzünden. Der Verbrauch an Löschwasser
ist in einem solchen Fall immens, wie ein besonders eindrucksvolles, ganz aktuelles
Beispiel aus den USA zeigt. So wird in der digitalen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung
im Artikel "Der Fahrersitz war leer" vom 19. April 2021 (=Referenz [10], abgerufen
am 20.04.2021) berichtet, wie nach einem Unfall mit einem Elektroauto in Harris County
in Texas, USA, die Feuerwehr zum Löschen eines in Brand geratenen Elektrofahrzeugs
mehr als 100.000 Liter Wasser benötigte, da sich die Batterien immer wieder neu entzündeten.
[0018] Ein besonders hohes Risiko wird bei Bränden im Umfeld von Elektrofahrzeugen, beispielsweise
bei hybrid- oder vollelektrisch betriebenen Fahrzeugen, gesehen (siehe beispielsweise
"E-Mobil-Brand in den USA";
https://www.welt.de/motor/news/article120704501/E-Mobil-Brand-in-den-USA.html (=Referenz [3], abgerufen am 09.11.2016)).
[0019] Dies unterstreicht die hohe Dringlichkeit, eine technisch deutlich bessere, sicherere
und auch viel wirtschaftlichere Lösung der Probleme beim Löschen von brennenden Elektrofahrzeugen
zu suchen, als etwa in Referenz [8] vorgeschlagen.
[0020] Zudem sind aber außer den eigentlichen Löschproblemen auch noch die äußerst negativen
Folgen für die Umwelt zu bedenken: Nach dem in obiger Referenz [9] geschilderten Löscheinsatz
wurde das zerstörte Fahrzeug mit gigantischem Aufwand auch noch in ein "Wasserbad"
verbracht und "eingetunkt". Aber bereits vorher -und zwar durch den eigentlichen Löschvorgang
- wurde bereits eine enorme Menge an hochgradig kontaminiertem Löschwasser in die
Umgebung freigesetzt, worüber der Artikel aber nicht weiter berichtet.
[0021] Bei einem Fahrzeugbrand entsteht nämlich grundsätzlich immer die übliche und bekannte
Mischung von Atemgiften. Hinzu kommen aber noch weitere, ganz erhebliche Mengen sehr
gefährlicher Atemgifte als Folge des "Thermal Runaway" des Lithium-Ionen-Akkumulators.
So wird in erster Linie als Folge der Zersetzung des im Elektrolyt vorhandenen Leitsalzes
Lithiumhexafluorphosphat (LiPF), Flusssäure (HF) Phosphorylfluorid (POF) und Phosphorsäure
freigesetzt. Bei einem Weitertransport eines brennenden oder noch schwelenden Elektrofahrzeugs
treten daher diese gefährlichen Stoffe stetig weiter aus und verseuchen dabei die
Umgebung. Mit dem Einsatz der erfindungsgemäßen E-Löschlanze wird auch diese Schadstoffbelastung
der Umwelt deutlich vermindert und nur eine geringe Menge Wasser (20-50 Liter) wird
durch den Löscheinsatz kontaminiert.
[0022] Bislang sind Brandbekämpfer nur sehr bedingt, in der Regel überhaupt nicht auf den
Umgang mit derartigen Gefahrenquellen vorbereitet. In den oben genannten Artikeln
wird beispielsweise berichtet, dass die einen Brand eines Elektrofahrzeugs bekämpfenden
Feuerwehrleute deutlichen räumlichen Abstand vom Elektrofahrzeug hielten bzw. halten
mussten, was natürlich die Effektivität der Brandbekämpfung ganz erheblich einschränkt
oder die -an sich bekannten- Brandbekämpfungsmaßnahmen in ihrer positiven Wirkung
reduziert, wenn nicht gar unmöglich macht.
[0023] Um mit derartigen erweiterten Gefahren umzugehen, bedarf es daher insbesondere einer
gänzlich neuartigen E-Löschlanze, die nicht nur zum eigentlichen Löschen an sich ausgebildet
ist, sondern
sowohl thermischen als
auch mechanischen
und insbesondere auch elektrischen Gefahren standhalten kann.
[0024] Erstmals mit der -linear in z-Richtung aufgebauten- E-Löschlanze gemäß
DE 20 2017 104 411 U1 sowie
WO 2019/020507 A1 (=Referenz [2]) ist es im Stand der Technik gelungen, das Löschwerkzeug gegen thermische
und/oder mechanische Gefahren sowie zusätzlich mit einem Hochspannungsschutz zu versehen.
Eine vergleichbare lineare E-Löschlanze war dem einschlägigen Fachmann bis dahin nicht
nahegelegt, jedenfalls offenbar nicht durch die in den Referenzen [6] bis [8] beschriebenen
herkömmlichen Löschgeräte.
[0025] Allerdings stellt auch diese neuartige E-Löschlanze nicht vollständig und umfassend
sicher, dass die -vergleichsweise strengen- gesetzlichen Normen für Elektriker-Werkzeuge
eingehalten werden können. So besteht damit immer noch das Risiko, dass beim Löschen
von unter Spannung stehenden elektrischen Objekten -insbesondere im nassen Zustand
der Löschlanze, welcher ja für den Einsatzfall geradezu typisch ist- elektrische Spannungen
beziehungsweise Ströme aus dem elektrisch nicht isolierten rohrförmigen Löschabschnitt
in unzulässig hohem Ausmaß die Bedienungsperson erreichen, welche dadurch beim Brandbekämpfungseinsatz
möglicherweise erheblich verletzt oder gar getötet werden kann.
[0026] Die aus der eingangs zitierten
DE 20 2020 102 574 U1 (=Referenz [1]) bekannte E-Löschlanze stellt daher sicher, dass sowohl die Mindestanforderungen
zum Schutz vor thermischen Gefahren als auch zum Schutz vor mechanischen Überlastungen
als auch zum Schutz vor elektrischen Gefahren erfüllt werden, indem der rohrförmige
Löschabschnitt zumindest im Bereich des Halteabschnitts mit Griffteil einen spannungsisolierenden
Überzug aufweist, der elektrisch isolierend für elektrische Spannungen U ≥ 500V ausgeführt
ist.
Aufgabe der Erfindung
[0027] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, mit möglichst simplen technischen
Mitteln unaufwändig und kostengünstig eine Löschanordnung der eingangs definierten
Art so zu modifizieren, dass eine ergonomisch einfachere und wirkungsvollere Bedienung
der E-Löschlanze im Einsatzfall ermöglicht und die Sicherheit der Bedienungspersonen
noch einmal deutlich erhöht wird.
Kurze Beschreibung der Erfindung
[0028] Diese - in der Praxis für die Bedienperson lebenserhaltende und rettende - Aufgabe
wird durch die vorliegende Erfindung auf ebenso überraschend einfache und wirkungsvolle
Weise dadurch gelöst, dass die Löschanordnung einen Positionshalter umfasst, der so
ausgebildet ist, dass damit die Löschlanze in einer Betriebsphase bei einem Löscheinsatz
von einer mit seitlichem Abstand zur die Löschlanze befindlichen Hilfsperson in einer
geometrischen Lage gehalten werden kann, in welcher die Längsachse des rohrförmigen
Löschabschnitts unter einem Winkel zwischen 60° und 90° zur Erdoberfläche ausgerichtet
ist, während eine Löschperson die Löschlanze im Löscheinsatz bedient.
[0029] Mit der vorliegenden Erfindung wird eine Löschanordnung mit einem Positionshalter
und einer E-Löschlanze bereitgestellt, welche die oben formulierte Erfindungsaufgabe
vollständig löst. Insbesondere ist die erfindungsgemäße Löschanordnung mit Positionshalter
und E-Löschlanze speziell auch für Lithium-Ionen-Akkus geeignet, die in Elektro-Fahrzeugen
verbaut sind. Den Feuerwehren steht somit für Anwendungsfälle mit unter hoher Spannung
stehenden brennenden Objekten ein wirksames und rundum sicheres Löschsystem zur Verfügung.
[0030] Im Einsatzfall kann die E-Löschlanze in eine elektrotechnische Anlage, beispielsweise
in die Batterie eines brennenden Elektrofahrzeuges oder eines elektronischen Generators,
eingebracht werden. Hierzu wird die E-Löschlanze über der elektrotechnischen Anlage
durch einen Positionierer positioniert und ein Bediener treibt die E-Löschlanze mit
ihrer Spitze in die elektrotechnische Anlage, im Falle eines Elektrofahrzeuges in
der Regel durch den Fahrzeugboden hindurch. Mit Hilfe des Positionshalters kann der
Positionierer einen kritischen Abstand sowohl zur brennenden elektrotechnischen Anlage
als auch zu seinem Bedien-Kollegen problemlos und automatisch einhalten. Auf diese
Weise wird für alle an der Aktion zum Löschen der brennenden Elektro-Einrichtung unmittelbar
beteiligten Feuerwehrleute das Risiko minimiert, auf Grund eines Elektrounfalls verletzt
zu werden.
[0031] Weiterhin kann durch den Positionshalter der Abstand zwischen dem Bediener und dem
Positionierer reguliert und vergrößert werden. Insbesondere kann in unübersichtlichen
Situationen (wenn beispielsweise eine massive Rauchentwicklung vorliegt) oder in Situationen,
in denen besonders schnell reagiert werden muss (wenn beispielsweise Explosionsgefahr
bei zu zögerlichem Handeln droht) die unmittelbare Gefahr minimiert werden, dass der
Bediener unbeabsichtigt den Positionierer trifft und ihn verletzt und damit zusätzlich
den Löschversuch sowie den Positionierer gefährdet. Außerdem kann durch den Positionshalter
für beide aktiv handelnden Feuerwehrleute der Abstand zum brennenden Objekt vergrößert
werden, wodurch auch die Wärmestrahlung auf die Einsatzkräfte verringert werden kann.
[0032] Beim Einbringen der E-Löschlanze in ein zu löschendes Objekt kann aufgrund der Spitze
im vordersten Bereich im Weg stehendes Material, wie etwa ein Bodenblech oder eine
Batteriewandung, leicht durchstoßen werden. Durch eine solche hochfeste, gleichwohl
spitze Düse wird Verschleiß vermieden oder zumindest minimiert, wobei das Eindringen
in die Oberfläche des zu löschenden Objekts erleichtert wird.
[0033] Strömungs-verengte(n) Düse(n) an der Spitze der Lanze sorgen zusätzlich dafür, dass
schnell und effizient sowie insbesondere mit einem relativ geringen Einsatz von Löschwasser
ein ausreichender Löscherfolg erzielt werden kann.
[0034] Eine alternative Möglichkeit zum direkten und zugleich für die Feuerwehrleute sicheren
Löschen einer E-Fahrzeug-Batterie, gibt es aktuell derzeit überhaupt nicht auf dem
Markt, und zwar weltweit. Die Werkfeuerwehren namhafter Automobilhersteller haben
bei zahlreichen Versuchen Brände von Elektrofahrzeugen
ohne den erfindungsgemäßen Positionshalter mit E-Löschlanze fast gar nicht, und wenn doch,
dann nur mit dem Einsatz von extrem viel Wasser und Schaum, jedoch stets ohne wirksame
Sicherheit für den agierenden Feuerwehrmann gegen hohe elektrische Spannungen, unter
Kontrolle bekommen können.
[0035] Ganz ähnlich verhält es sich übrigens auch beim Löschen von in Brand geratenen Transformatoren,
elektrischen Generatoren oder anderen Hochspannungsvorrichtungen, wie sie etwa bei
Photovoltaik-Anlagen eingesetzt werden.
Bevorzugte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung
[0036] In einer besonders bevorzugten Klasse von Ausführungsform der erfindungsgemäßen Löschanordnung
ist vorgesehen, dass der Positionshalter ein rohrförmiges Halteteil mit einer Längsachse
aufweist, welches im Betrieb seitlich von der Löschlanze weg ragt, vorzugsweise ungefähr
rechtwinklig zur Längsachse des rohrförmigen Löschabschnitts.
[0037] Durch das Halteteil kann ein Bediener die Löschlanze bequem in ihrer BetriebsPosition
halten. Der Bediener kann problemlos die Löschlanze in das zu löschende Objekt hineintreiben,
während der Positionierer am Positionshalters sicher beabstandet positioniert ist.
Die rechtwinklige Ausrichtung des Halteteils zur E-Löschlanze ermöglicht, dass die
Lanze besonders einfach ausgerichtet sowie stabil und exakt in einer optimalen Lösch-Position
gehalten werden kann.
[0038] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Löschanordnung ist
dadurch gekennzeichnet, dass der Positionshalter an der Löschlanze permanent befestigt
ist.
[0039] Hierbei handelt es sich um einen besonders einfachen und kompakten Aufbau, der zudem
günstig in der Herstellung ist. Überdies kann hierdurch eine vereinheitlichte Bedienung
erreicht werden, wobei ein Bediener schnell die Verwendungsweise des Positionshalters
erfassen kann. Die Anordnung ist weiterhin haptisch einfach verständlich, wodurch
eine unkomplizierte Nutzung ermöglicht wird.
[0040] Vorteilhaft können aber auch alternative Ausführungsformen der Löschanordnung sein,
bei welchen der Positionshalter zumindest während der Dauer einer Betriebsphase lösbar
an der Löschlanze befestigt ist.
[0041] Hierdurch kann der Bediener schnell auf die aktuellen Erfordernisse vor Ort reagieren
und, falls nötig, die Geometrie des Positionshalters mit wenigen Handgriffen optimal
anpassen. Für länger andauernde Löscheinsätze oder Löscheinsätze bei eingeschränktem
Aktionsradius kann der Bediener die für ihn sicherste und ergonomisch beste Einstellung
wählen. Zwischen den Löscheinsätzen kann so außerdem Platz beim Transport und der
Lagerung der Löschanordnung eingespart und deren Packmaß reduziert werden.
[0042] Besonders vorteilhaft ist eine Weiterbildung, bei welcher das rohrförmige Halteteil
des Positionshalters einen spannungsisolierenden Überzug aufweist, der elektrisch
isolierend für elektrische Spannungen U ≥ 500V ausgeführt ist.
[0043] Durch diese Isolation kann verhindert werden, dass der Bediener oder der Positionierer
beim Löschen einer elektrotechnischen Anlage einen elektrischen Schlag erleidet. Der
spannungsisolierende Überzug kann im Griffbereich des Positionshalters angeordnet
sein. Er kann dann zugleich den Griffbereich für den Bediener kennzeichnen. Zudem
kann der spannungsisolierende Überzug einen Kälteschutz bieten, wenn beispielsweise
mit stark gekühltem Wasser oder anderem Lösch-Fluid gelöscht wird. Außerdem kann er
Schlagdämpfend wirken, wenn beispielsweise die Löschlanze in die elektrotechnische
Anlage durch einen Bediener eingetrieben wird.
[0044] In einer bevorzugten Weiterbildung dieser Ausführungsform ist vorgesehen, dass der
spannungsisolierende Überzug des rohrförmigen Halteteils eine Schichtdicke d ≥ 2mm,
insbesondere zwischen 2mm und 5mm, aufweist, und elektrisch isolierend für elektrische
Spannungen U bis 1000V und darüber ausgeführt ist.
[0045] Es handelt sich hierbei um in der Praxis besonders bewährte Schichtdicken des spannungsisolierenden
Überzugs. Die isolierende Wirkung des spannungsisolierenden Überzugs kann durch eine
größer gewählte Schichtdicke noch weiter verbessert werden.
[0046] In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung sind das rohrförmige Halteteil des
Positionshalters aus Aluminium, insbesondere aus einer Al-Legierung, vorzugsweise
aus etwa 30mm dickem AlCuMgPb, und der spannungsisolierende Überzug des rohrförmigen
Halteteils aus Polyvinylchlorid aufgebaut.
[0047] Diese Materialien haben sich in der Praxis an dieser Stelle besonders bewährt. Aluminium
und Al-Legierungen wie AlCuMgPb haben eine geringe Dichte von etwa 2,5 g/cm
3 bis 3 g/cm
3 und besitzen dadurch ein geringeres Gewicht als beispielsweise unterschiedliche Stähle,
die für ähnliche Bauteile verwendet werden könnten. Hierdurch kann das Gewicht des
rohrförmigen Halteteils des Positionshalters besonders geringgehalten werde, was für
eine schnelle und unkomplizierte Bedienung der Löschanordnung wichtig ist. Außerdem
sind Bauteile aus Aluminium kostengünstig in der Herstellung und sehr beständig gegen
korrosiven Angriff. Polyvinylchlorid (PVC) weist eine hohe Kriechstromfestigkeit (also
die Isolationsfestigkeit der Oberfläche von Isolierstoffen) auf. Dies ist besonders
wichtig für den spannungsisolierenden Überzug des rohrförmigen Halteteils. Bauteile
aus PVC sind außerdem kostengünstig in der Produktion und langlebig in der Haltbarkeit.
[0048] Bevorzugt ist weiterhin eine Weiterbildung der Erfindung, bei der das rohrförmige
Halteteil des Positionshalters mittels einer mechanischen Ankopplungsvorrichtung,
insbesondere einer Schelle, einer Klammer, einer Gabel oder einer Zange, reversibel
an der Löschlanze mechanisch ankoppelbar ist.
[0049] Hierdurch kann eine schnelle Montage in nicht-einsehbaren Bereichen und in unübersichtlichen
Situationen erreicht werden. Das rohrförmige Halteteil kann in einfacher Weise montiert
werden und die Montage wird soweit vereinfacht, dass auch ein technischer Laie sofort
in die Lage versetzt werden kann, das rohrförmige Halteteil an der Löschlanze problemlos
anzubringen. Besonders in hektischen Situationen, in denen sich möglicherweise fatale
Fehler häufen können, wird somit die sichere und korrekte Montage des rohrförmigen
Halteteils verbessert.
[0050] Weiterhin bevorzugt ist eine Weiterbildung dieser Ausführungsform, die dadurch gekennzeichnet
ist, dass die mechanische Ankopplungsvorrichtung starr am rohrförmigen Halteteil des
Positionshalters befestigt ist.
[0051] Dies ermöglicht, dass der Positionshalter besonders präzise verschoben und angesetzt
werden kann. Ein Abrutschen kann somit sicher verhindert werden. Die Handhabbarkeit
der gesamten erfindungsgemäßen Löschanordnung wird hierdurch verbessert werden.
[0052] Besonders vorteilhaft ist auch eine Weiterbildung, bei der die mechanische Ankopplungsvorrichtung
eine zwei-geteilte Schelle aufweist, deren zwei Hälften jeweils C-förmig aufgebaut
sind und deren beide Enden in einer Betriebsphase der Löschanordnung jeweils einander
gegenüberliegen, wobei die Schelle um den Außenumfang des rohrförmigen Löschabschnitts,
vorzugsweise im Bereich des Halteabschnitts mit dem Griffteil, gelegt und die beiden
einander gegenüberliegenden Enden der C-förmigen Hälften jeweils mittels einer Spannvorrichtung
einander angenähert werden, so dass die Schelle um den rohrförmigen Löschabschnitt
herum zusammengezogen wird und diesen klemmend umspannt.
[0053] Auf diese Weise kann der Positionshalter mit der mechanischen Ankopplungsvorrichtung
besonders einfach, schnell und unkompliziert mit dem rohrförmigen Löschabschnitt verbunden
oder wieder gelöst werden.
[0054] Vorteilhaft sind auch Varianten dieser Weiterbildung der Erfindung, welche vorsehen,
dass die Spannvorrichtungen ein Scharnier und/oder eine Klemmschraube umfassen.
[0055] Das Scharnier oder die Klemmschraube können die Handhabung des erfindungsgemäßen
Löschsystems in der Weise erleichtern, dass beim Öffnen der Spannvorrichtung keine
Gefahr besteht, dass die C-förmigen Hälften der mechanischen Ankopplungsvorrichtung
auseinanderfallen. Hierdurch wird vermieden, dass diese Teile verloren gehen können,
insbesondere in Situationen, in denen sich die Lage schwer einschätzen lässt oder
die Sicht etwa durch Verrauchungen vom Brandherd eingeschränkt ist. Außerdem kann
die Löschanordnung dadurch schneller in einsatzbereiten Zustand versetzt werden.
[0056] Ebenfalls vorteilhaft ist eine Variante, die vorsieht, dass die Klemmschraube eine
Gewindebuchse, einen Gewindebolzen, einen Gewindestift und einen Schraubengriff, insbesondere
einen Kreuzgriff, aufweist.
[0057] Die Bauteile können sicher verbaut werden und somit während eines Einsatzes der Löschanordnung
nicht verloren gehen. Eine so ausgebildete Klemmschraube lässt sich besonders einfach
bedienen und die E-Löschlanze kann schnell und sicher mit dem Positionshalter über
die mechanische Ankopplungsvorrichtung verbunden werden.
[0058] Bevorzugt ist auch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Löschanordnung, die
vorsieht, dass das rohrförmige Halteteil bezüglich seiner Längsachse verlängerbar
gestaltet ist.
[0059] Hierdurch wird es ermöglicht, den Abstand zwischen der E-Löschlanze und dem Positionierer
am Positionshalters zu vergrößern. Dieser Abstand kann dabei soweit vergrößert werden,
dass etwa beim Löschen einer in Brand geratenen elektrotechnischen Anlage der Abstand
zwischen dem brennenden Objekt und dem Positionierer ausreichend groß ist, beispielsweise
1 Meter, sodass für die im Einsatz tätigen Feuerwehrleute wenig oder möglichst keine
Gefahren beim Löschversuch ausgehen.
[0060] Besonders vorteilhaft ist weiterhin eine Weiterbildung, bei der das rohrförmiges
Halteteil teleskop-artig auseinandergezogen oder zusammengestaucht werden kann.
[0061] Dies ist technisch besonders einfach in der Praxis umzusetzen und kann eine simple
und kompakte Möglichkeit der Längenvariation darstellen.
[0062] Vorteilhaft kann aber auch eine alternative Weiterbildung sein, bei der das rohrförmige
Halteteil ein Basisteil sowie ein oder mehrere Verlängerungsstücke aufweist, die in
Richtung der Längsachse an das Basisteil anschließbar, vorzugsweise mit diesem und
gegebenenfalls untereinander verschraubbar, sind.
[0063] Durch die Verlängerungsstücke kann der Abstand vom Bediener des Positionshalters
zu der E-Löschlanze noch weiter vergrößert werden. In besonders unübersichtlichen
und gefährlichen Situationen kann somit die Löschlanze aus sicherer Entfernung in
Position gehalten und die Sicherheit der Bedienpersonen gewährleistet werden.
[0064] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung.
Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß
jeweils einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen Verwendung finden.
Die gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung
zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung
der Erfindung.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung und Zeichnung
[0065] Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0066] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Löschanordnung in einer praxisnahen Anwendung
mit einem Positionierer, der den Positionshalter bedient, und einem Bediener, der
die E-Löschlanze mit einem Hammer in das zu löschende Objekt eintreibt;
- Fig. 2a
- eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform einer Löschlanze, wie sie in
der erfindungsgemäßen Löschanordnung verwendet werden kann, mit spannungsisolierender
Beschichtung des rohrförmigen Löschabschnitts im Bereich des Haltegriffs;
- Fig. 2b
- die Ausführungsform von Fig. 2a in einer teilweise transparenten Ansicht von oben
in Richtung der Achse des rohrförmigen Löschabschnitts;
- Fig. 3a
- eine schematische Seitenansicht eines Verlängerungsstücks zur Verlängerung der axialen
Länge des rohrförmigen Halteteils in einem vertikalen Längsschnitt;
- Fig. 3b
- eine schematische Seitenansicht eines Basisteils des rohrförmigen Halteteils des Positionshalters
in einem vertikalen Längsschnitt;
- Fig. 4a
- eine schematische Seitenansicht einer mechanischen Ankopplungsvorrichtung mit Blick
auf den Bereich, in dem eine Klemmschraube für die Spannvorrichtung angebracht wird;
- Fig. 4b
- die Ausführungsform von Fig. 4a in einer schematischen Aufsicht in einem vertikalen
Längsschnitt;
- Fig. 5
- eine schematische Seitenansicht der Einzelteile einer Klemmschraube zur Verwendung
bei der mechanischen Ankopplungsvorrichtung von Fig. 4a.
[0067] Die
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Löschanordnung in einer praxisnahen
Anwendung, in diesem Fall dem Löschen eines Autos mit Elektromotor. Die Löschanordnung
umfasst eine
Löschlanze 10 an der ein
Positionshalter 30 und ein Druckschlauch für flüssiges Löschmittel angebracht ist. Eine Hilfsperson
(Positionierer) nutzt den Positionshalter 30, um seitlich beabstandet zu einem
rohrförmigen Löschabschnitt 13 die Löschlanze in Position zu halten. Eine Bedienperson (Bediener) schlägt mit einem
Hammer auf eine
Schlagplatte 14' eines
Schlagabschnitts 14, um die Löschlanze 10 in das zu löschende Objekt einzutreiben.
[0068] Der rohrförmige Löschabschnitt 13 ist dabei in einer
Längsachse z zur Erdoberfläche ausgerichtet. Der Winkel zwischen dem rohrförmigen Löschabschnitt
13 und der Erdoberfläche beträgt in dieser Darstellung etwa 90°. Unter diesem Winkel
lässt sich die beste Kraftübertragung beim Schlagen erzielen. Beim Löschen schwierig
zugänglicher Stellen kann es auch vorkommen, dass der Winkel zwischen der Längsachse
z des rohrförmigen Löschabschnitts 13 und der Erdoberfläche kleiner als 90° ist. In
einem WinkelBereich von 60° bis 90° kann die Löschlanze 10 vom Bediener jedoch immer
noch optimal in das zu löschen Objekt eingetrieben werden.
[0069] Der Positionshalter 30 ist als ein
rohrförmiges Halteteil 31 ausgebildet mit einer
Längsachse a die von der Löschlanze 10 seitlich weg ragt. Im hier gezeigten Fall ist die Längsachse
a des rohrförmigen Halteteils 31 nahezu rechtwinklig zu Längsachse z des rohrförmigen
Löschabschnitts 13 angeordnet. Dies ermöglicht eine besonders präzise und einfache
Positionierung der Löschlanze 10 relativ zur Erdoberfläche.
[0070] Das rohrförmige Halteteil 31 besteht aus einer etwa 30mm dicken AlCuMgPb-Legierung.
Allgemein können erfindungsgemäße rohrförmige Halteteile 31 aus Aluminium oder weiteren
Al-Legierungen bestehen. Von Interesse sind hier vor allem die Eigenschaften dieser
Materialien, also ein geringes Gewicht durch eine geringe Dichte des Aluminiums oder
der Al-Legierungen, die gute Haltbarkeit im allgemeinen und die gute Beständigkeit
gegenüber Korrosion, sowie die kostengünstige Herstellung und Verarbeitung.
[0071] Das rohrförmige Halteteil 31 kann weiterhin so gestaltet sein, dass es in Richtung
seiner Längsachse a verlängerbar ist, beispielsweise in dem es teleskop-artig auseinander
gezogen oder gestaucht werden kann (hier nicht gezeigt). Im Betriebszustand kann so
der Abstand zwischen Löschlanze 10 und der Hilfsperson einfach und flexibel variiert
werden. Beispielsweise kann der Abstand in Situationen großer Gefahr vergrößert und
somit das Verletzungsrisiko vermindert oder in Situationen, in denen hohe Präzision
bei der Ausrichtung der E-Löschlanze 10 erforderlich ist, zumindest verringert werden.
[0072] Das rohrförmige Halteteil 31 weist einen
spannungsisolierenden Überzug 30a auf. Der spannungsisolierende Überzug 30a sollte in der Regel so ausgebildet sein,
dass er elektrisch isolierend für elektrische Spannungen U≥500V wirkt und somit die
Gefahr für die Hilfsperson und die Bedienperson einen elektrischen Schlag zu erleiden
minimiert wird. In der hier vorliegenden Ausführungsform wird Polyvinylchlorid als
spannungsisolierender Überzug 30a verwendet, da dieses Material eine hohe Kriechstromfestigkeit
aufweist, gut verformbar und kostengünstig in der Herstellung ist. Die Schichtdicke
d des spannungsisolierenden Überzugs 30a sollte dabei d ≥ 2mm (insbesondere in einem
Bereich zwischen 2mm und 5mm) dick sein, um elektrisch isolierend für elektrische
Spannungen U bis 1000V und größeren Spannungen zu wirken.
[0073] In der hier gezeigten Ausführungsform ist der Positionshalter 30 außerdem so an der
E-Löschlanze 10 befestigt, dass der Positionshalter 30 während des Betriebs, insbesondere
nach Abschluss der Löschaktion wieder gelöst werden kann. Dies ermöglicht einerseits
eine schnelle Anpassung der Geometrie der Löschanordnung an die Gegebenheiten des
Einsatzortes, andererseits einen Transport von und zum Einsatzort in kompakter Form.
In einer anderen, hier nicht gezeigten Ausführungsform kann der Positionshalter permanent
mit der Löschlanze verbunden sein. Ein solcher Aufbau ist auch für handwerklich unbegabtere
Personen in seiner Funktionsweise leicht durchschaubar und lässt sich zudem kostengünstig
produzieren.
[0074] Die mechanische Ankopplung der Löschlanze 10 des rohrförmigen Halteteils 31 des Positionshalters
30 erfolgt mittels einer
mechanischen Ankopplungsvorrichtung 32. Das rohrförmige Halteteil 31 ist dabei starr an der mechanischen Ankopplungsvorrichtung
32 befestigt. Hierdurch wird ein Abrutschen des Positionshalters 30 verhindert und
die Handhabung der Löschanordnung lässt sich weiter verbessern.
[0075] In den
Figuren 2a und 2b der Zeichnung erkennt man eine verbesserte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
elektrisch isolierenden E-Löschlanze 10 zum Löschen brennender Objekte unter elektrischer
Spannung. Wie schon die aus dem auf die Anmelderin selbst zurückgehenden nächstkommenden
Stand der Technik bekannte verbesserte E-Löschlanze weist auch die in der erfindungsgemäßen
Löschanordnung eingesetzte E-Löschlanze 10 einen Halteabschnitt mit
Griffteil 11 für eine Bedienperson, eine Löschmittel-Zuführung mit einer
Ankoppelvorrichtung 12 zum Anschluss eines Druckschlauchs für flüssiges Löschmittel, sowie den an den Halteabschnitt
und gegebenenfalls die Ankoppelvorrichtung 12 anschließenden rohrförmigen Löschabschnitt
13 auf, aus dessen freien Ende Löschmittel unter Druck in ein brennendes Objekt eingebracht
werden kann. Die Ankoppelvorrichtung 12 ist also ausschließlich zur Ankoppelung eines
Druckschlauchs eingerichtet und ausgelegt, keinesfalls für irgendeine Art von Abstandshalterfunktion.
Das Griffteil 11 des Halteabschnitts weist einen
spannungsisolierenden Überzug 11a auf, der elektrisch isolierend auch für elektrische Spannungen U ≥ 500V ausgeführt
ist, wobei der rohrförmige Löschabschnitt 13 an seinem freien Ende geometrisch spitz
zulaufend gestaltet ist und einen verengten lichten Strömungsquerschnitt für das unter
Druck durchgeleitete Löschmittel aufweist.
[0076] Gegenüber bekannten, älteren Löschlanze der Anmelderin zeichnet sich die erfindungsgemäß
verwendete E-Löschlanze 10 dadurch aus, dass nunmehr auch der rohrförmige Löschabschnitt
13 zumindest im Bereich des Halteabschnitts mit Griffteil 11 einen
spannungsisolierenden Überzug 13a aufweist, der elektrisch isolierend für elektrische Spannungen U ≥ 500V ausgeführt
ist.
[0077] Insbesondere kann dieser spannungsisolierende Überzug 13a des rohrförmigen Löschabschnitts
13 zumindest im Bereich des Halteabschnitts mit Griffteil 11 eine Schichtdicke d ≥
2mm, insbesondere zwischen 2mm und 5mm, aufweisen, und der spannungsisolierende Überzug
11a des Griffteils 11 des Halteabschnitts sowie auch der Überzug 13a des Löschabschnitt
13 können sogar elektrisch isolierend für elektrische Spannungen U bis 1000V und darüber
ausgeführt sein.
[0078] Des Weiteren kann der rohrförmige Löschabschnitt 13 aus VA-Stahl, insbesondere aus
austenitischem, säurebeständigem 18/10 Cr-Ni-Stahl und der spannungsisolierende Überzug
13a des rohrförmigen Löschabschnitts 13 aus Polyvinylchlorid aufgebaut sein.
[0079] Bei der in den Figuren 2a und 2b dargestellten Ausführungsform weist das Griffteil
11 des Halteabschnitts zwei
Bügelgriffe 11', 11" für eine beidhändige Bedienung der E-Löschlanze 10 auf.
[0080] Die in der erfindungsgemäßen Löschanordnung eingesetzte E-Löschlanze 10 kann an der
Löschmittel-Zuführung ein -nicht dargestelltes- Betätigungsventil zum Einlassen beziehungsweise
zum Stoppen eines Löschmittelzuflusses in den rohrförmigen Löschabschnitt 13 sowie
am Halteabschnitt, vorzugsweise am Griffteil 11, eine Triggervorrichtung zur manuellen
Ansteuerung dieses Betätigungsventils aufweisen.
[0081] Des Weiteren weist die in Fig. 2a dargestellte Ausführungsform der E-Löschlanze 10
am Bedienerseitigen Ende im Anschluss an den Halteabschnitt den vorzugsweise austauschbaren
Schlagabschnitt 14 in Verlängerung zum rohrförmigen Löschabschnitt 13 auf, welcher
dem Einbringen von Schlagkraft in Richtung der Längsachse der Löschlanze 10 dient,
um diese in ein zu löschendes Objekt zu treiben. An der Bedienerfernen Seite ist hier
das freie Ende der Löschlanze 10 als vorzugsweise ebenfalls austauschbare und besonders
gehärtete
Spitze 15 gestaltet.
[0082] In den
Figuren 3a und 3b der Zeichnung erkennt man in einer schematischen Seitenansicht in einem vertikalen
Längsschnitt ein
Basisteil 35 und ein
Verlängerungsstück 35' des rohrförmigen Halteteils. Das Verlängerungsstück 35' ist rohrförmig ausgebildet.
Ein Ende umfasst dabei einen Gewindebolzen, der ungefähr zur Hälfte aus dem Verlängerungsstück
35' herausragt, das andere Ende besitzt eine Gewindebohrung für einen Gewindebolzen.
Die Verlängerungsstücke 35' sind über die Gewindebohrungen und die Gewindebolzen untereinander
verschraubbar.
[0083] Das Basisteil 35 ist rohrförmig ausgebildet. Das griffseitige Ende ist zur angenehmeren
Handhabung halbkugelförmig ausgebildet. Das anschlussseitige Ende umfasst einen Gewindebolzen,
der ungefähr zur Hälfte aus dem Basisteil 35 hinausragt. Das Basisteil 35 kann entweder
direkt mit der mechanischen Ankopplungsvorrichtung oder mit einem oder mehreren miteinander
zusammengesetzten Verlängerungsstücken 35' verbunden werden. Hierdurch lässt sich
die Länge des rohrförmigen Halteteils flexibel gestalten.
[0084] Die
Figuren 4a und 4b zeigen die mechanische Ankopplungsvorrichtung 32 aus unterschiedlichen Ansichten.
Die mechanischen Ankopplungsvorrichtung 32 ist hier als Schelle ausgeformt. In anderen,
hier nicht gezeigten Ausführungsformen ist es auch möglich, als mechanische Ankopplungsvorrichtung
32 eine Klammer, eine Gabel oder eine Zange zu wählen.
[0085] Die als Schelle ausgebildete Ankopplungsvorrichtung 32 besteht aus zwei
Hälften 32', 32", die hier C-förmig aufgebaut sind. Die Hälfte 32' umfasst dabei beide
Enden 32a', 32b' und die Hälfte 32" umfasst dabei beide
Enden 32a", 32b". In der hier gezeigten Form liegen sich die Enden 32a' und 32a" und die Enden 32b'
und 32b" gegenüber, was später auch im Wesentlichen der Betriebsphase der Löschanordnung
entspricht.
[0086] Die Schelle wird typischerweise (hier nicht dargestellt) um den Außenumfang des rohrförmigen
Löschabschnitts der Löschlanze oder des Bereichs des Halteabschnitts mit dem Griffteil
der Löschlanze gelegt. Die einander gegenüberliegenden Enden 32a', 32a" und 32b',
32b" der C-förmigen Hälften werden dann über eine
Spannvorrichtung 33a, 33b einander angenähert. Hierdurch wird die Schelle zusammengezogen und der rohrförmige
Löschabschnitt klemmend umspannt.
[0087] In der hier gezeigten Form umfassen die Spannvorrichtungen 33a, 33b ein
Scharnier 34a, durch welches die Enden 32a' und 32a" fest miteinander verbunden sind und an den
Enden 32b' und 32b" Innengewinde für eine
Klemmschraube 34b, mittels derer die Spannvorrichtung 33a, 33b dann angezogen werden kann. Weiterhin
umfassen die Hälften 32', 32" jeweils ein Innengewinde, in denen das rohrförmige Halteteil
des Positionshalters befestigt werden kann.
[0088] Die Sicherung der Klemmschraube 34b vor Verlust (insbesondere in unübersichtlichen
und hektischen Situationen) und eine zusätzliche Sicherung der Enden 32b' und 32b"
vor Auseinanderfallen erfolgt mittels einer
Sicherungskette 34c. Die Sicherungskette 34c ist mit der Klemmschraube 34b und dem Ende 32b" verbunden.
Hierzu können an der Klemmschraube 34b und im Bereich von Ende 32b" Metallringe angebracht
sein, die über Ösen verfügen, in welche die Sicherungskette 34c eingehängt werden
kann. Die Länge der Sicherungskette 34c kann dabei so gewählt werden, dass die mit
ihr verbundene Klemmschraube 34b möglichst nahe am für die Klemmschraube 34b vorgesehenen
Innengewinde liegt und die Klemmschraube 34b problemlos in das Innengewinde eingeführt
werden kann. Typischerweise kann die Sicherungskette 34c eine Länge zwischen 50 und
100 mm aufweisen. Die Sicherungskette 34c kann außerdem einfach implementiert und
intuitiv bedient werden.
[0089] Die
Fig. 5 zeigt in einer schematischen Seitenansicht die Einzelteile der Klemmschraube 34b,
wie sie bei der mechanischen Ankopplungsvorrichtung aus Fig. 4a zum Einsatz kommen
kann. Die Klemmschraube 34b besteht aus einer
Gewindebuchse 34b' mit Innengewinde, einem
Gewindebolzen 34b", einem
Gewindestift 34b‴ und einem Schraubengriff, der als ein
Kreuzgriff 34bʺʺ ausgebildet ist und unterhalb des Griffbereichs ein Innengewinde aufweist. Die Klemmschraube
34b ist besonders für die Spannvorrichtung aus Fig. 4a geeignet, da die Bedienung
leicht und intuitiv ist und die einzelnen, miteinander verbundenen Bauteile nicht
so leicht verloren gehen.
Bezugszeichenliste:
[0090]
- 10
- Löschlanze
- 11
- Griffteil
- 11', 11"
- Bügelgriffe
- 11a
- spannungsisolierender Überzug
- 12
- Ankoppelvorrichtung
- 13
- rohrförmiger Löschabschnitt
- 13a
- spannungsisolierender Überzug
- 14
- Schlagabschnitt
- 14'
- Schlagplatte
- 15
- Spitze
- 30
- Positionshalter
- 30a
- spannungsisolierender Überzug
- 31
- rohrförmiges Halteteil
- 32
- mechanische Ankopplungsvorrichtung
- 32', 32"
- Hälften
- 32a', 32b'
- Enden (der ersten Hälfte)
- 32a", 32b"
- Enden (der zweiten Hälfte)
- 33a, 33b
- Spannvorrichtung
- 34a
- Scharnier
- 34b
- Klemmschraube
- 34b′
- Gewindebuchse
- 34bʺ
- Gewindebolzen
- 34b‴
- Gewindestift
- 34bʺʺ
- Kreuzgriff
- 34c
- Sicherungskette
- 35
- Basisteil
- 35'
- Verlängerungsstück
- a
- Längsachse (des rohrförmigen Halteteils)
- z
- Längsachse (des rohrförmigen Löschabschnitts)
Referenzliste:
1. Löschanordnung mit einer Löschlanze (10) zum Löschen brennender Elektro-Einrichtungen,
wie mit Elektromotor ausgestattete Fahrzeuge, wobei die Löschlanze (10) einen Halteabschnitt
mit Griffteil (11) für eine Bedienperson, eine Löschmittel-Zuführung mit Ankoppelvorrichtung
(12) zum Anschluss eines Druckschlauchs für flüssiges Löschmittel, sowie einen an
den Halteabschnitt und gegebenenfalls die Ankoppelvorrichtung (12) anschließenden
rohrförmigen Löschabschnitt (13) mit einer Längsachse (z) aufweist, aus dessen freiem
Ende Löschmittel unter Druck in ein brennendes Objekt eingebracht werden kann, wobei
das Griffteil (11) sowie der rohrförmige Löschabschnitt (13) zumindest im Bereich
des Halteabschnitts einen spannungs-isolierenden Überzug (11a; 13a) aufweisen, der
elektrisch isolierend auch für elektrische Spannungen U ≥ 500V ausgeführt ist, wobei
der rohrförmige Löschabschnitt (13) aus einem Material gefertigt ist, welches eine
so hohe Zugfestigkeit Rm aufweist, dass es einer mechanischen Spannung σ ≥ 500 N/mm2 widersteht, und welches eine Schmelztemperatur tS ≥ 650°C aufweist, wobei der rohrförmige Löschabschnitt (13) an seinem freien, dem
Halteabschnitt entgegengesetzten Ende geometrisch spitz zulaufend gestaltet ist und
einen verengten lichten Strömungsquerschnitt für das unter Druck durchgeleitete Löschmittel
aufweist, wobei der rohrförmige Löschabschnitt (13) und ebenso das spitz zulaufende
freie Ende des rohrförmigen Löschabschnitts (13) aus Edelstahl hergestellt sind, und
wobei das spitz zulaufende freie Ende des rohrförmigen Löschabschnitts (13) zusätzlich
gehärtet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Löschanordnung einen Positionshalter (30) umfasst, der so ausgebildet ist, dass
damit die Löschlanze (10) in einer Betriebsphase bei einem Löscheinsatz von einer
mit seitlichem Abstand zur die Löschlanze (10) befindlichen Hilfsperson in einer geometrischen
Lage gehalten werden kann, in welcher die Längsachse (z) des rohrförmigen Löschabschnitts
(13) unter einem Winkel zwischen 60° und 90° zur Erdoberfläche ausgerichtet ist, während
eine Löschperson die Löschlanze (10) im Löscheinsatz bedient.
2. Löschanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionshalter (30) ein rohrförmiges Halteteil (31) mit einer Längsachse (a)
aufweist, welches im Betrieb seitlich von der Löschlanze (10) weg ragt, vorzugsweise
ungefähr rechtwinklig zur Längsachse (z) des rohrförmigen Löschabschnitts (13).
3. Löschanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionshalter (30) an der Löschlanze (10) permanent befestigt ist.
4. Löschanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionshalter (30) während einer Betriebsphase lösbar an der Löschlanze (10)
befestigt ist.
5. Löschanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmige Halteteil (31) des Positionshalters (30) einen spannungsisolierenden
Überzug (30a) aufweist, der elektrisch isolierend für elektrische Spannungen U ≥ 500V
ausgeführt ist.
6. Löschanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der spannungsisolierende Überzug (30a) des rohrförmigen Halteteils (31) eine Schichtdicke
d ≥ 2mm, insbesondere zwischen 2mm und 5mm, aufweist, und elektrisch isolierend für
elektrische Spannungen U bis 1000V und darüber ausgeführt ist.
7. Löschanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmige Halteteil (31) des Positionshalters (30) aus Aluminium, insbesondere
aus einer Al-Legierung, vorzugsweise aus etwa 30mm dickem AlCuMgPb, und der spannungsisolierende
Überzug (30a) des rohrförmigen Halteteils (31) aus Polyvinylchlorid aufgebaut sind.
8. Löschanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmige Halteteil (31) des Positionshalters (30) mittels einer mechanischen
Ankopplungsvorrichtung (32), insbesondere einer Schelle, einer Klammer, einer Gabel
oder einer Zange, reversibel an der Löschlanze (10) mechanisch ankoppelbar ist.
9. Löschanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Ankopplungsvorrichtung (32) starr am rohrförmigen Halteteil (31)
des Positionshalters (30) befestigt ist.
10. Löschanordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Ankopplungsvorrichtung (32) eine zwei-geteilte Schelle aufweist,
deren zwei Hälften (32', 32") jeweils C-förmig aufgebaut sind und deren beide Enden
(32a',32b'; 32a",32b") in einer Betriebsphase der Löschanordnung jeweils einander
gegenüberliegen, wobei die Schelle um den Außenumfang des rohrförmigen Löschabschnitts
(13), vorzugsweise im Bereich des Halteabschnitts mit dem Griffteil (11), gelegt und
die beiden einander gegenüberliegenden Enden (32a' und 32a" bzw. 32b' und 32b") der
C-förmigen Hälften (32', 32") jeweils mittels einer Spannvorrichtung (33a; 33b) einander
angenähert werden, so dass die Schelle um den rohrförmigen Löschabschnitt (13) herum
zusammengezogen wird und diesen klemmend umspannt.
11. Löschanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtungen (33a; 33b) ein Scharnier (34a) und/oder eine Klemmschraube
(34b) umfassen.
12. Löschanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmschraube (34b) eine Gewindebuchse (34b'), einen Gewindebolzen (34b"), einen
Gewindestift (34b‴) und einen Schraubengriff, insbesondere einen Kreuzgriff (34b""),
aufweist.
13. Löschanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmiges Halteteil (31) bezüglich seiner Längsachse (a) verlängerbar gestaltet
ist.
14. Löschanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmiges Halteteil (31) teleskop-artig auseinander gezogen oder zusammengestaucht
werden kann.
15. Löschanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmige Halteteil (31) ein Basisteil (35) sowie ein oder mehrere Verlängerungsstücke
(35') aufweist, die in Richtung der Längsachse (a) an das Basisteil (35) anschließbar,
vorzugsweise mit diesem und gegebenenfalls untereinander verschraubbar, sind.