[0001] Die Erfindung betrifft eine Abwickelhilfe und/oder Umsetz-/Transporthilfe für eine
scheibenspulenförmige Aufnahmetrommel, wie eine Kabel-, Rohr-, Seil-, Ketten- oder
Schlauchtrommel, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Abwickelanordnung
mit einer solchen Abwickelhilfe und ein Verfahren zur Verwendung einer solchen Abwickelhilfe.
Die Abwickelhilfe ist dabei für handelsübliche Aufnahmetrommeln mit einem zylindrischen
Wickelkern ausgelegt, der zumindest an einer Stirnseite eine quer zum Wickelkern stehende
Seitenscheibe aufweist, in die eine Achsausnehmung eingelassen ist. Zur Herstellung
einer Wirkverbindung der Abwickelhilfe mit einer solchen scheibenspulenförmigen Aufnahmetrommel
weist die Abwickelhilfe ein Achselement für eine verdrehbare Lagerung der abzuwickelnden
Aufnahmetrommel auf, das vertikal ausgerichtet werden kann und beispielsweise ketten-,
seil- und/oder stangenförmig ausgebildet ist. Zudem weist die Abwickelhilfe für die
vertikale Abstützung der abzuwickelnden Aufnahmetrommel ein mit dem Achselement verbundenes
Auflagerelement auf, das horizontal ausgerichtet werden kann.
[0002] Aus
DE102013000735 ist ein Transportkarren für Kabeltrommeln bekannt. Dieser bildet eine Auflagerebene,
auf die eine Aufnahmetrommel mit vertikal ausgerichtetem Wickelkern aufgesetzt werden
kann. Um die Aufnahmetrommel in dieser Position abwickeln zu können, ist die Aufnahmetrommel
hierbei auf einen sich vertikal von der Auflagerebene nach oben erstreckenden Pfahl
aufgeschoben und liegt mit einer unteren Seitenscheibe auf Kugellagern auf, die in
die Auflagerebene eingelassen sind.
[0003] Nachteilig an der bekannten Abwickelhilfe ist, dass die Herstellungskosten insbesondere
aufgrund der benötigten Kugellager relativ hoch sind und diese nur bis zu einer gewissen
Größe und einem gewissen Gewicht der Aufnahmetrommel verwendet werden kann. Insbesondere
für größere und/oder schwerere Trommeln, wie beispielsweise Kabeltrommel für Erdkabel
oder Stahltrommeln für Kabelschutzrohre, ist die bekannte Abwickelhilfe daher nicht
geeignet.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer gattungsgemäßen Abwickelhilfe die genannten
Nachteile zu vermeiden und eine breitere Anwendbarkeit und kostengünstige Herstellung
zu ermöglichen. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, insbesondere bei
großen Aufnahmetrommeln den Personalaufwand, beziehungsweise die daraus resultierenden
Kosten, beim Abwickeln zu reduzieren.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Abwickelhilfe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Dabei ist das Auflagerelement über das Achselement herabhängend lagerbar. Durch eine
solche hängende Lagerung des Auflagerelementes kann auch die abzuwickelnde Aufnahmetrommel
über das Achselement frei hängend und verdrehbar gelagert werden. Bei ausreichend
stabiler Auslegung der Abwickelhilfe können auf diese Weise nahezu beliebig große
beziehungsweise beliebig schwere Aufnahmetrommeln, wie beispielsweise auch Kabeltrommeln
mit Erdkabeln oder Stahltrommeln mit Kabelschutzrohren auf einfache Weise aufgehängt
und durch Verdrehen ab- beziehungsweise aufgewickelt sowie versetzt oder transportiert
werden. Hierzu kann die Abwickelhilfe mit der daran aufgenommenen Aufnahmetrommel
beispielsweise an einem Hubgerät, wie einem Kran oder einem Bagger, oder an einem
Gestell, einem Gerüst oder einer Deckenbefestigung herabhängend befestigt werden.
[0006] Vorteilhafterweise ist das Achselement dabei ketten-/seilförmig ausgebildet. Durch
die auf diese Weise erzielte flexible Ausbildung des Achselementes kann die Handhabung
der Abwickelhilfe sowohl bei der Anbringung an der betreffenden Aufnahmetrommel als
auch beim Aufhängen der Abwickelhilfe mit daran aufgenommener Aufnahmetrommel erleichtert
werden. Alternativ oder zusätzlich hierzu kann das Achselement wenigstens abschnittsweise
starr ausgebildet sein, um beispielsweise das Einführen des Auflagerelementes in eine
Achsausnehmung der aufzunehmenden Aufnahmetrommel zu erleichtern.
[0007] Zudem ist es günstig, wenn das Auflagerelement durch ein biegesteifes Trägerelement
gebildet ist. Hierdurch kann die betreffende Aufnahmetrommel in stabiler Weise über
die Abwickelhilfe aufgehängt werden, wobei das biegesteife Trägerelement eine obere
Seitenscheibe der Aufnahmetrommel hintergreift und dadurch die Aufnahmetrommel in
vertikaler Richtung abstützt.
[0008] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist das Auflagerelement gegenüber
dem herabhängenden Achselement zwischen einer Einführstellung und einer Querstellung
verschwenkbar gehalten. In der Einführstellung ist das Auflagerelement dabei gegenüber
der im Wesentlichen vertikalen Ausrichtung des herabhängenden Achselementes zumindest
angenähert parallel ausgerichtet, wodurch es in die Achsausnehmung der oberen Seitenscheibe
der Aufnahmetrommel eingeführt werden kann. In der Querstellung steht das Auflagerelement
dagegen quer zum Achselement, so dass es die betreffende Seitenscheibe der Aufnahmetrommel
hintergreifen kann. Durch eine derartige verschwenkbare beziehungsweise verdrehbare
Verbindung zwischen dem Achselement und dem Auflagerelement kann einerseits die Handhabung
vereinfacht werden. Zudem können Biegebeanspruchungen beziehungsweise Versatzmomente
innerhalb der Abwickelhilfe vermieden werden, was wiederum ein größeres aufnehmbares
Gewicht der daran aufzuhängenden Aufnahmetrommeln ermöglicht. Die verschwenkbare beziehungsweise
verdrehbare Verbindung kann dabei beispielsweise durch ein Drehgelenk oder durch ineinandergreifende
Kettenglieder beziehungsweise Ösen ermöglicht werden.
[0009] Dabei ist es zudem von Vorteil, wenn das Auflagerelement an dem herabhängenden Achselement
mittels einer Handhabe zwischen der Querstellung und der Einführstellung verschwenkbar
ist. Die Handhabe kann dabei beispielsweise durch ein das Auflagerelement und das
Achselement zusätzlich verbindendes seil-, ketten- oder drahtförmiges Element oder
ein vom Auflagerelement abstehendes Stabelement gebildet sein. In jedem Fall ermöglicht
die Handhabe dabei, insbesondere auch in einer in die Achsausnehmung eingeführten
Stellung der Abwickelhilfe ein sicheres und bequemes Verschwenken des Auflagerelementes
zwischen der Einführstellung und der Querstellung.
[0010] Ferner ist es günstig, wenn das Achselement, insbesondere an dem vom Auflagerelement
abgewandten Ende, Aufhängemittel zur hängenden Befestigung aufweist. Hierdurch lässt
sich die Abwickelhilfe, in einfacher Weise an einem Hubgerät, einem Gerüst, einem
Gestänge, einer Decke oder ähnlichem hängend anbringen.
[0011] Dabei weisen die Aufhängemittel vorteilhafterweise ein Hakenelement auf, um ein schnelles
und einfaches Befestigen und Abnehmen der Abwickelhilfe zu ermöglichen.
[0012] Besonders günstig ist es dabei, wenn zwischen den Aufhängemitteln und dem Auflagerelement
ein horizontal wirkendes Drehlager, wie beispielsweise ein Wirbellager beziehungsweise
ein Kugellager vorgesehen ist. Durch ein solches horizontal wirkendes Drehlager kann
die jeweilige frei hängende Aufnahmetrommel auch bei einem höheren Gewicht leicht
und komfortabel verdreht und das entsprechende Wickelgut in komfortabler Weise ab-
oder aufgewickelt werden.
[0013] Ferner wird die oben genannte Aufgabe durch eine Abwickelanordnung mit einer Abwickelhilfe
in einer der oben genannten Ausführungsformen sowie mit einer scheibenspulenförmigen
Aufnahmetrommel, wie beispielsweise in Form einer Kabel-, Rohr-, Schlauch-, Seiltrommel,
o.ä., mit einem zylindrischen Wickelkern gelöst, an dessen Enden jeweils eine Seitenscheibe
vorgesehen ist, in die eine hintergreifbare Achsausnehmung eingelassen ist, wobei
das Auflagerelement ein durch die Achsausnehmung hindurchführbares Querschnittsprofil
und eine Längserstreckung aufweist, die größer ist als ein freier Ausnehmungsdurchmesser
der Achsausnehmung. Durch eine derartige Abstimmung der Längserstreckung des Auflagerelementes
auf den freien Ausnehmungsdurchmesser der Achsausnehmung kann eine stabile hängende
Lagerung der abzuwickelnden Aufnahmetrommel gewährleistet werden.
[0014] Dabei ist es günstig, wenn der Ausnehmungsdurchmesser kleiner ist als ein freier
Innendurchmesser des zylindrischen Wickelkerns, wodurch die Achsausnehmung innerhalb
des Wickelkerns innenseitig hintergriffen werden kann.
[0015] Hierbei ist es besonders bevorzugt, wenn die Längserstreckung des Auflagerelementes
wenigstens doppelt so groß ist wie der Ausnehmungsdurchmesser. Hierdurch kann ein
unbeabsichtigtes Herausrutschen des Auflagerelementes aus der hintergreifenden Stellung
wirksam verhindert werden.
[0016] Darüber hinaus wird die oben genannte Aufgabe durch ein Verfahren zur Verwendung
einer Abwickelhilfe in einer der oben beschriebenen Ausführungsformen gelöst, bei
dem in einem ersten Schritt das mit dem Achselement verbundene Auflagerelement in
der Einführstellung durch die Achsausnehmung hindurch in den zylindrischen Wickelkern
eingeführt wird, in einem zweiten Schritt das Auflagerelement in der Querstellung
innenseitig an die Spulenscheibe angelegt wird, in einem dritten Schritt das Achselement
zusammen mit der über das Auflagerelement gehaltenen Aufnahmetrommel mittels der Aufhängemittel
hängend befestigt wird, wie beispielsweise an einem Hubgerät, einem Gestell, einem
Gerüst oder einer Decke. Hierdurch wird eine besonders flexible und einfache Möglichkeit
zum Abwickeln von Aufnahmetrommeln zur Verfügung gestellt, die insbesondere auf Baustellen
und in Industrieanlagen mit Hubgeräten besonders einfach umgesetzt werden kann. Dabei
ermöglicht das Verfahren auch bei großen und/oder schweren Aufnahmetrommeln ein problemloses
Ab- und Aufwickeln des entsprechenden Wickelgutes sowie ein problemloses Versetzen
und Ein- und Ausladen der leeren und vollen Aufnahmetrommeln.
[0017] Dabei wird vorteilhafterweise im ersten Schritt das Auflagerelement über die Handhabe
in die Einführstellung verbracht, wodurch das Auflagerelement auch innerhalb des Wickelkerns
der betreffenden Aufnahmetrommel in besonders komfortabler Weise in die Querstellung
verschwenkt werden kann, in der es die Aufnahmetrommel hintergreift.
[0018] Zudem ist es günstig, wenn vor dem zweiten Schritt das Auflagerelement selbsttätig
in die Querstellung verbracht wird. Hierzu kann das Auflagerelement derart am Achselement
gelagert sein, dass an ihm in der hängenden Stellung ein in die Querstellung gerichtetes
Drehmoment angreift. Alternativ oder zusätzlich hierzu kann an dem Auflagerelement
eine in die Querstellung wirkende Vorspannung angreifen. In jedem Fall muss das Auflagerelement
lediglich beim Einführen in den Wickelkern durch die Achsausnehmung hindurch kurzzeitig
mittels Kraftbeaufschlagung der Handhabe in die Einführstellung verbracht werden.
Sobald das Auflagerelement in den Wickelkern eingeführt ist, wird das Auflagerelement
nach Freigabe der Handhabe dann selbsttätig in die Querstellung verbracht, in der
es die obere Seitenscheibe der betreffenden Aufnahmetrommel hintergreifen kann.
[0019] Vorzugsweise wird die Aufnahmetrommel nach einem Wickelvorgang zudem in einem vierten
Schritt auf einer Stellfläche abgestellt und in einem fünften Schritt das Auflagerelement
zunächst weiter in den Wickelkern hinein verlagert und mittels der Handhabe von der
Querstellung in die Einführstellung verbracht sowie anschließend durch Zug am Achselement
durch die Achsausnehmung hindurch von der Aufnahmetrommel getrennt. Hierdurch kann
die Abwickelhilfe besonders einfach und in komfortabler Weise wieder von der betreffenden
Aufnahmetrommel abgenommen werden.
[0020] Es wird darauf hingewiesen, dass alle oben beschriebenen Merkmale des erfindungsgemäßen
Gegenstandes untereinander austauschbar beziehungsweise kombinierbar sind, sofern
ein Austausch oder eine Kombination derselben aus technischen Gründen nicht ausgeschlossen
ist.
[0021] In den Figuren ist eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine teilweise geschnittene Ansicht einer Abwickelanordnung mit hängend gelagerter
Aufnahmetrommel,
- Figur 2
- eine Vorderansicht einer Abwickelhilfe der Abwickelanordnung nach Figur 1,
- Figur 3
- eine Seitenansicht der Abwickelhilfe nach Figur 2,
- Figur 4
- eine teilweise geschnittene Ansicht der Abwickelanordnung nach Figur 1 mit auf einer
Stellfläche aufliegender Aufnahmetrommel und
- Figur 5
- eine Draufsicht auf die Abwickelanordnung in Richtung V aus Figur 1.
[0022] Die Figur 1 zeigt eine Abwickelanordnung 2 mit einer Abwickelhilfe 4, über die eine
insbesondere scheibenspulenförmige Aufnahmetrommel 6 hängend und verdrehbar gelagert
werden kann, wie beispielsweise eine Kabel-, Rohr-, Seil- oder Schlauchtrommel mit
einem entsprechenden daran aufgenommenen Wickelgut W. Die Abwickelhilfe 4 kann dabei
zudem auch als bloße Umsetz- oder Transporthilfe verwendet werden.
[0023] Die Aufnahmetrommel 6 weist hierbei einen zylindrischen Wickelkern 8 auf, an dessen
Enden jeweils eine Seitenscheibe 10 vorgesehen ist, in die eine Achsausnehmung 12
eingelassen ist. Dabei weist die Achsausnehmung 12 jeweils einen freien Ausnehmungsdurchmesser
DA auf, der kleiner ist als ein freier Innendurchmesser DS des zylindrischen Wickelkerns
8, so dass die jeweilige Seitenscheibe 10 an dem hierdurch entstehenden umlaufenden
Absatz 11 von der Abwickelhilfe 4 hintergriffen werden kann.
[0024] Zur Herstellung der hintergreifenden Stellung weist die Abwickelhilfe 4, wie insbesondere
aus den Figuren 2 und 3 zu entnehmen ist, ein beispielsweise kettenförmiges Achselement
14 auf, das mit einem Auflagerelement 16 verdrehbar verbunden ist. Alternativ zur
kettenförmigen Ausbildung kann das Achselement 14 wenigstens abschnittsweise auch
seil- oder stabförmig ausgebildet sein. In jedem Fall ist das Achselement 14 derart
mit dem Auflagerelement 16 verbunden, dass letzteres über das Achselement 14 herabhängend
gelagert und dabei zur vertikalen Abstützung der jeweiligen Aufnahmetrommel 6, wie
dargestellt, horizontal ausgerichtet werden kann.
[0025] Das Auflagerelement 16 ist hierzu durch ein biegesteifes Trägerelement gebildet,
das beispielhaft ein U-Profil aufweist. Alternativ hierzu kann das Auflagerprofil
auch jedes andere bekannte und geeignete Profil aufweisen, wie beispielsweise ein
Doppel-T-, Kreis- oder Kastenprofil. In jedem Fall ist das Auflagerelement 16 verschwenkbar
am Achselement 14 gehalten, so dass es von der in den Figuren 2 und 3 dargestellten
Querstellung in eine Einführstellung verbracht werden kann, wie sie in Figur 4 dargestellt
ist. Die Querstellung gemäß der Figuren 2 und 3, entspricht dabei vorzugsweise einer
unbelasteten Ausgangsstellung des Auflagerelementes 16 bei herabhängender Abwickelhilfe
4.
[0026] Zum Verschwenken des Auflagerelementes 16 in die Einführstellung gemäß Figur 4 ist
eine Handhabe 18 vorgesehen, durch die eine manuelle Kraftbeaufschlagung des Auflagerelementes
16 vorgenommen werden kann. Die Handhabe ist dabei beispielhaft durch ein seil- oder
kettenförmiges Zugelement 20 gebildet, das das Auflagerelement 16 mit dem Achselement
14 verbindet und das bei Beaufschlagung mit einer Zugkraft F das Auflagerelement 16
in die Einführstellung verlagert, in der dieses angenähert parallel zum vertikal ausgerichteten
Achselement 14 gehalten werden kann.
[0027] Wie insbesondere aus den Figuren 2 und 3 ferner zu entnehmen ist, ist das Achselement
14 an einem vom Auflagerelement 16 abgewandten Ende ferner mit Aufhängemitteln 22
verbunden, mittels denen die Abwickelhilfe 4 hängend befestigt werden kann, wie beispielsweise
an einem Kran, einem sonstigen Hubgerät, einer Decke oder einem Gestell. Die Aufhängemittel
22 weisen hierzu beispielhaft ein Hakenelement 24 auf. Alternativ oder zusätzlich
hierzu können auch alle sonstigen bekannten und zum Aufhängen der Abwickelhilfe 4
geeignete Mittel vorgesehen sein, wie beispielsweise durch eine an dem Ende angeordnete
Öse oder ein Kettenglied.
[0028] Zudem ist zwischen den Aufhängemitteln 22 und dem Auflagerelement 16 ein Drehlager
26 vorgesehen, mittels dem das Auflagerelement 16 insbesondere gegenüber den hängend
befestigten Aufhängemitteln 22 um eine Drehachse A des Achselementes 14 frei verdrehbar
ist. Das Drehlager 26 ist hierzu beispielsweise durch ein in das Achselement 14 integriertes
Wirbellager beziehungsweise Kugellager gebildet.
[0029] Die Verwendung der Abwickelhilfe 4 erfolgt gemäß der Figuren 1 bis 5 wie folgt:
In einem ersten Schritt wird das Auflagerelement 16 der Abwickelanordnung 2, das sich
im unbelasteten Zustand in der Querstellung gemäß Figur 2 und 3 befindet, mittels
Beaufschlagung der Handhabe 18 mit der Kraft F in die Einführstellung gemäß Figur
4 verschwenkt und durch die Achsausnehmung 12 hindurch in den zylindrischen Wickelkern
8 der betreffenden Aufnahmetrommel 6 hinein verlagert, die mit vertikal ausgerichtetem
Wickelkern 8 über eine untere Seitenscheibe 10 in Gravitationsrichtung G an einer
Stellfläche S aufliegt.
[0030] Das Auflagerelement 16 weist hierzu ein Querschnittsprofil Q auf, das derart geformt
und dimensioniert ist, dass es gemäß Figur 4 problemlos durch die Achsausnehmung 12
hindurchgeführt werden kann.
[0031] Sobald das Auflagerelement 16 vollständig in den zylindrischen Wickelkern 8 hinein
verlagert ist, kann nun die Kraftbeaufschlagung des Auflagerelementes 16 über die
Handhabe 18 beendet werden, wodurch dieses selbsttätig zurück in seine Querstellung
verschwenkt wird. In dieser kann das Auflagerelement 16 nun gemäß Figure 1 innenseitig
an die bezüglich der Gravitationsrichtung G obere Spulenscheibe 10 angelegt werden.
Um hierbei ein unbeabsichtigtes Herausrutschen des Auflagerelementes 16 aus der hintergreifenden
Stellung verhindern zu können, weist das Auflagerelementes 16 eine Längserstreckung
L auf, die mindestens doppelt so groß ist wie der Ausnehmungsdurchmesser DA der Achsausnehmung
12, wie aus den Figuren 1 und 5 zu entnehmen ist.
[0032] Die Abwickelhilfe 4 wird nun zusammen mit der Aufnahmetrommel 6 gemäß Figur 1 beispielsweise
mittels eines Hebezeuges 28 eines Hubgerätes in einem dritten Schritt angehoben und
beispielsweise hängend am jeweiligen Hubgerät gehalten oder an einer sonstigen Befestigung
angebracht, wie beispielsweise an einem Gestell, einem Gerüst oder einer Decke.
[0033] In dieser hängend gelagerten Position der Aufnahmetrommel 6 ist diese nun um die
Wickelachse A herum frei verdrehbar, so dass das daran aufgenommene Wickelgut W problemlos
abgewickelt oder aufgewickelt werden kann.
[0034] Nach Beendigung des jeweiligen Wickelvorganges wird die Aufnahmetrommel 6 in einem
vierten Schritt wieder auf der Stellfläche S abgestellt, wie beispielsweise mittels
des Hubgerätes.
[0035] In einem fünften Schritt kann dann das Auflagerelement 16 in den Wickelkern 8 hineinverlagert
werden und mittels der Handhabe 18 erneut von der Querstellung in die Einführstellung
verbracht werden. In dieser kann dann das Auflagerelement 16 dann wieder durch die
Achsausnehmung 12 hindurch aus dem Wickelkern 8 herausgezogen und die Abwickelhilfe
4 insgesamt von der Aufnahmetrommel 6 getrennt werden.
[0036] Es wird darauf hingewiesen, dass alle oben beschriebenen Elemente und Merkmale der
verschiedenen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gegenstandes untereinander austauschbar
beziehungsweise kombinierbar sind, sofern ein Austausch oder eine Kombination derselben
aus technischen Gründen nicht ausgeschlossen ist.
1. Abwickelhilfe (4) für eine scheibenspulenförmige Aufnahmetrommel (6)
mit einem vertikal ausrichtbaren Achselement (14) für eine verdrehbare Lagerung der
Aufnahmetrommel (6)
und einem mit dem Achselement (14) verbundenen, horizontal ausrichtbaren Auflagerelement
(16) für die vertikale Abstützung der abzuwickelnden Aufnahmetrommel (6),
dadurch gekennzeichnet, dass das Auflagerelement (16) über das Achselement (14) hängend lagerbar ist.
2. Abwickelhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Achselement (14) ketten-/seilförmig ausgebildet ist.
3. Abwickelhilfe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflagerelement (16) durch ein biegesteifes Trägerelement gebildet ist.
4. Abwickelhilfe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflagerelement (16) gegenüber dem Achselement (14) zwischen einer Einführstellung
und einer Querstellung verschwenkbar gehalten ist.
5. Abwickelhilfe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflagerelement (16) an dem herabhängenden Achselement (14) mittels einer Handhabe
(18) zwischen Querstellung und Einführstellung verschwenkbar ist.
6. Abwickelhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Achselement (14) zur hängenden Befestigung Aufhängemittel (22) aufweist.
7. Abwickelhilfe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängemittel (22) ein Hakenelement (24) aufweisen.
8. Abwickelhilfe nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Aufhängemitteln (22) und dem Auflagerelement (16) ein Drehlager (26)
vorgesehen ist.
9. Abwickelanordnung (2)
mit einer Aufnahmetrommel (6), mit einem zylindrischen Wickelkern (8), an dessen Enden
jeweils eine Seitenscheibe (10) vorgesehen ist, in die eine hintergreifbare Achsausnehmung
(12) eingelassen ist,
und einer Abwickelhilfe (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Auflagerelement (16) ein durch die Achsausnehmung (12) hindurchführbares Querschnittsprofil
(Q) und eine Längserstreckung (L) aufweist, die größer ist als ein freier Ausnehmungsdurchmesser
(DA) der Achsausnehmung (12).
10. Abwickelanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausnehmungsdurchmesser (DA) kleiner ist als ein freier Innendurchmesser (DS)
des zylindrischen Wickelkerns (8).
11. Abwickelanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Längserstreckung (L) des Auflagerelementes (16) wenigstens doppelt so groß ist
wie der Ausnehmungsdurchmesser (DA).
12. Verfahren zur Verwendung einer Abwickelhilfe (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einem ersten Schritt das mit dem Achselement (14) verbundene Auflagerelement (16)
in der Einführstellung durch die Achsausnehmung (12) einer oberen der beiden Seitenscheiben
(10) hindurch in den zylindrischen Wickelkern (8) eingeführt wird,
in einem zweiten Schritt das Auflagerelement (16) in der Querstellung innenseitig
an die obere Spulenscheibe (10) angelegt wird,
in einem dritten Schritt das Achselement (14) zusammen mit der über das Auflagerelement
(16) gehaltenen Aufnahmetrommel (6) mittels der Aufhängemittel (22) hängend befestigt
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Schritt das Auflagerelement (16) über die Handhabe (18) in die Einführstellung
verbracht wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem zweiten Schritt das Auflagerelement (16) selbsttätig in die Querstellung
verbracht wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass in einem vierten Schritt die Aufnahmetrommel (6) auf einer Stellfläche (S) abgestellt
wird
und in einem fünften Schritt das Auflagerelement (16) zunächst weiter in den Wickelkern
(8) hinein verlagert und mittels der Handhabe (18) von der Querstellung in die Einführstellung
verbracht sowie anschließend durch Zug am Achselement (14) durch die Achsausnehmung
(12) hindurch von der Aufnahmetrommel (6) getrennt wird.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Abwickelhilfe (4) für eine scheibenspulenförmige Aufnahmetrommel (6)
mit einem vertikal ausrichtbaren Achselement (14) für eine verdrehbare Lagerung der
Aufnahmetrommel (6)
und einem mit dem Achselement (14) verbundenen, horizontal ausrichtbaren Auflagerelement
(16) für die vertikale Abstützung der abzuwickelnden Aufnahmetrommel (6), das über
das Achselement (14) hängend lagerbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Achselement (14) ketten-/seilförmig ausgebildet ist und zur hängenden Befestigung
Aufhängemittel (22) aufweist, die ein Hakenelement (24) aufweisen.
2. Abwickelhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflagerelement (16) durch ein biegesteifes Trägerelement gebildet ist.
3. Abwickelhilfe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflagerelement (16) gegenüber dem Achselement (14) zwischen einer Einführstellung
und einer Querstellung verschwenkbar gehalten ist.
4. Abwickelhilfe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflagerelement (16) an dem herabhängenden Achselement (14) mittels einer Handhabe
(18) zwischen Querstellung und Einführstellung verschwenkbar ist.
5. Abwickelhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Aufhängemitteln (22) und dem Auflagerelement (16) ein Drehlager (26)
vorgesehen ist.
6. Abwickelanordnung (2)
mit einer Aufnahmetrommel (6), mit einem zylindrischen Wickelkern (8), an dessen Enden
jeweils eine Seitenscheibe (10) vorgesehen ist, in die eine hintergreifbare Achsausnehmung
(12) eingelassen ist,
und einer Abwickelhilfe (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Auflagerelement (16) ein durch die Achsausnehmung (12) hindurchführbares Querschnittsprofil
(Q) und eine Längserstreckung (L) aufweist, die größer ist als ein freier Ausnehmungsdurchmesser
(DA) der Achsausnehmung (12).
7. Abwickelanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausnehmungsdurchmesser (DA) kleiner ist als ein freier Innendurchmesser (DS)
des zylindrischen Wickelkerns (8).
8. Abwickelanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Längserstreckung (L) des Auflagerelementes (16) wenigstens doppelt so groß ist
wie der Ausnehmungsdurchmesser (DA).
9. Verfahren zur Verwendung einer Abwickelhilfe (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einem ersten Schritt das mit dem Achselement (14) verbundene Auflagerelement (16)
in der Einführstellung durch die Achsausnehmung (12) einer oberen der beiden Seitenscheiben
(10) hindurch in den zylindrischen Wickelkern (8) eingeführt wird,
in einem zweiten Schritt das Auflagerelement (16) in der Querstellung innenseitig
an die obere Spulenscheibe (10) angelegt wird,
in einem dritten Schritt das Achselement (14) zusammen mit der über das Auflagerelement
(16) gehaltenen Aufnahmetrommel (6) mittels der Aufhängemittel (22) hängend befestigt
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Schritt das Auflagerelement (16) über die Handhabe (18) in die Einführstellung
verbracht wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem zweiten Schritt das Auflagerelement (16) selbsttätig in die Querstellung
verbracht wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in einem vierten Schritt die Aufnahmetrommel (6) auf einer Stellfläche (S) abgestellt
wird
und in einem fünften Schritt das Auflagerelement (16) zunächst weiter in den Wickelkern
(8) hinein verlagert und mittels der Handhabe (18) von der Querstellung in die Einführstellung
verbracht sowie anschließend durch Zug am Achselement (14) durch die Achsausnehmung
(12) hindurch von der Aufnahmetrommel (6) getrennt wird.