Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft einen Verlegestein mit Abstandshaltern in Form von Nocken
sowie einen Bausatz mit solchen Verlegesteinen.
[0002] Verlegesteine sind in vielfältigen Ausführungsformen bekannt. Verlegesteine können
Abstandshalter wie beispielsweise Nocken aufweisen, welche so ausgeführt sind, dass
sie mit Abstandshaltern von Nachbarsteinen verzahnen können. Hierbei greifen Abstandshalter
eines Verlegesteins in Lücken zwischen Abstandshaltern des Nachbarsteins ein. Abstandshalter
erlauben es beispielsweise, beim Verlegen der Verlegesteine einen Mindestabstand zwischen
den Verlegesteinen so einzuhalten, dass Regenwasser durch die gebildeten Fugen in
den Untergrund sickern kann. Darüber hinaus dienen die Abstandhalter als Verschiebesicherung
der Verlegesteine, sodass diese bei Benutzung am Ort verankert bleiben und sich nicht
ungewollt verschieben oder ungewollt verkippen, wodurch sich die Stabilität eines
aus solchen Verlegesteinen verlegten Verlegesteinverbandes erhöht. Solche Verlegesteine
sind beispielsweise aus der
EP 143287181 B1 bekannt.
[0003] Zudem sind Verlegesteine mit Abstandshaltern bekannt, welche treppenförmige oder
abgestufte Stoßflächen zum formschlüssigen Anfügen an eine komplementäre Stoßfläche
eines Abstandshalters eines Nachbarsteines aufweisen. Die Stoßfläche jedes Abstandshalters
weist dadurch eine räumliche Struktur auf, die zur Verzahnung mit der komplementären
Stoßfläche des Abstandshalters eines Nachbarsteines dient. Durch diese Abstandhalter
ist die Ausbildung von breiten Fugen, in denen Gras oder Moos wachsen kann, möglich.
Solche Verlegesteine sind beispielsweise aus der
DE 4405616 A1 und der
DE 29605519 U1 bekannt.
[0004] Des Weiteren sind Verlegesteine bekannt, welche an einer Seitenfläche wenigstens
einen ersten Nocken und an einer weiteren Seitenfläche wenigstens einen zweiten Nocken
aufweisen. Hierbei kann die Tiefe des wenigstens einen zweiten Nockens mindestens
doppelt so groß sein wie die Tiefe des wenigstens einen ersten Nockens. Aus der
DE 10 2007 046 238 A1 ist beispielsweise ein Formstein aus Beton zur Verlegung von Erdreichabdeckungen
bekannt. Der Formstein weist eine Unterseite, eine Oberseite sowie im Wesentlichen
aufrechte Seitenflächen auf. An den Seitenflächen sind Abstandshalter mit unterschiedlichen
Tiefen vorgesehen. Die tieferen Abstandshalter weisen jeweils an ihrer Stirnseite
zwei gleich große Abstandshalter auf.
[0005] Korrespondierende Bausätze mit solchen Verlegesteinen sind ebenfalls in zahlreichen
Variationen bekannt. Hierbei können je nach Anordnung der Nocken die Verlegesteine
eines Bausatzes fluchtend oder versetzt zueinander angeordnet werden, um den Verlegesteinverband
auszubilden.
Offenbarung der Erfindung
[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist es, einen Verlegestein zu schaffen, mit welchem eine
zuverlässige Verschiebesicherung und Verankerung im verlegten Zustand realisierbar
ist.
[0007] Eine weitere Aufgabe besteht in der Bereitstellung eines Bausatzes solcher Verlegesteine,
mit welchen verschiedene Gestaltungen von Verlegesteinverbänden realisiert werden
können, wobei ein Verschieben und/oder Verdrehen und/oder Verkippen einzelner Verlegesteine
des Verlegesteinverbandes erschwert ist.
[0008] Die Aufgaben werden durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Günstige
Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen,
der Beschreibung und der Zeichnung.
[0009] Es wird ein Verlegestein vorgeschlagen, insbesondere aus Beton, zur Erstellung einer
Erdreichabdeckung, umfassend einen Grundkörper mit einer Oberseite und einer Unterseite
sowie zwischen der Oberseite und der Unterseite angeordnete Seitenflächen, welche
parallel zu einer Steinhöhe verlaufen. An wenigstens einer Seitenfläche ist wenigstens
ein erster Nocken angeordnet. An wenigstens einer weiteren Seitenfläche ist wenigstens
ein zweiter Nocken angeordnet, wobei die Tiefe des wenigstens einen zweiten Nockens
mindestens doppelt so groß, vorzugsweise mindestens fünfmal so groß ist wie die Tiefe
des wenigstens einen ersten Nockens. Die Stirnseite des wenigstens einen zweiten Nockens
weist wenigstens zwei durch eine Vertiefung getrennte Subnocken auf.
[0010] Erfindungsgemäß weisen die wenigstens zwei Subnocken jeweils eine unterschiedliche
Tiefe auf, wobei wenigstens eine Flanke eines der Subnocken einen Verschiebeanschlag
für einen ersten Nocken oder einen Subnocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend
verlegten anderen Verlegesteins bildet. Form und Anordnung der wenigstens zwei Subnocken
an der Stirnseite des zweiten Nockens sind komplementär zu ersten Nocken und komplementär
zu Subnocken von zweiten Nocken ausgebildet, sodass bei bestimmungsgemäß benachbart
angeordneten Verlegesteinen eine Verzahnung entweder zwischen zwei gegenüberliegenden
Subnocken oder zwischen gegenüberliegenden ersten Nocken und Subnocken ausbildbar
ist. Hierbei ist eine Verlegung der Verlegesteine auf Stoß der Nocken oder eine Verlegung
mit einem Spalt zwischen den Nocken möglich.
[0011] Unter einem Verlegestein wird ein Element mit einem Grundkörper verstanden, welcher
eine Oberseite und eine Unterseite sowie zwischen der Oberseite und der Unterseite
angeordnete Seitenflächen umfasst. Die Seitenflächen werden hierbei von der Steinhöhe
und von einer Längsausdehnung der korrespondierenden Seitenfläche aufgespannt. Die
Längsausdehnung der Seitenfläche entspricht einer der Längen der Oberseite bzw. der
Unterseite. Diese verläuft senkrecht zur Steinhöhe. Der Grundkörper kann eine dreieckige
oder eine viereckige oder eine wabenförmige Oberseite bzw. Unterseite aufweisen und
entsprechend drei, vier oder sechs Seitenflächen aufweisen. Es sind auch andere geeignete
geometrische Formen für den Grundkörper und die korrespondierenden Unterseiten, Oberseiten
und Seitenflächen vorstellbar.
[0012] An wenigstens einer der Seitenflächen ist wenigstens ein erster Nocken angeordnet.
Hierbei kann an der Seitenfläche lediglich ein erster Nocken angeordnet werden. Alternativ
können an der Seitenfläche mehrere erste Nocken angeordnet werden. Alternativ können
an der Seitenfläche ein erster Nocken und ein zweiter Nocken oder ein erster Nocken
und mehrere zweite Nocken angeordnet werden. Alternativ können an der Seitenfläche
mehrere erste Nocken und ein zweiter Nocken oder mehrere erste Nocken und mehrere
zweite Nocken angeordnet werden.
[0013] An wenigstens einer weiteren Seitenfläche ist wenigstens ein zweiter Nocken mit wenigstens
zwei Subnocken und wenigstens einer Vertiefung zwischen zwei der Subnocken angeordnet.
Hierbei kann an der weiteren Seitenfläche lediglich ein zweiter Nocken mit wenigstens
zwei Subnocken angeordnet werden. Alternativ können an der weiteren Seitenfläche mehrere
zweite Nocken mit wenigstens zwei Subnocken angeordnet werden. Alternativ können an
der weiteren Seitenfläche ein zweiter Nocken mit wenigstens zwei Subnocken und ein
erster Nocken oder ein zweiter Nocken mit wenigstens zwei Subnocken und mehrere erste
Nocken angeordnet werden. Alternativ können an der weiteren Seitenfläche mehrere zweite
Nocken mit wenigstens zwei Subnocken und ein erster Nocken oder mehrere zweite Nocken
mit wenigstens zwei Subnocken und mehrere erste Nocken angeordnet werden.
[0014] Die Seitenflächen können dadurch jeweils entweder eine einzige Nockenart oder mehrere
Nockenarten aufweisen. Bei einer Ausführung mit Seitenflächen, welche jeweils nur
eine Nockenart aufweisen, also ein Verlegestein mit einer Seitenfläche mit einem ersten
Nocken oder mehreren ersten Nocken und einer weiteren Seitenfläche mit einem zweiten
Nocken oder mehreren zweiten Nocken, können die Seitenflächen mit ersten Nocken und
die Seitenflächen mit zweiten Nocken einander gegenüberliegend oder über Eck benachbart
zueinander am Grundkörper angeordnet sein. Der Verlegestein weist an wenigstens zwei
Seitenflächen Nocken auf. Bevorzugt weist jede Seitenfläche Nocken auf.
[0015] Unter einem Nocken wird ein Vorsprung verstanden, welcher von der korrespondierenden
Seitenfläche absteht. Eine Höhe des Nockens verläuft hierbei parallel zu der Steinhöhe.
Eine Breite des Nockens verläuft parallel zu der Längsausdehnung der korrespondierenden
Seitenfläche. Eine Tiefe des Nockens verläuft senkrecht zur von der Steinhöhe und
der Längsausdehnung aufgespannten Seitenfläche. Unter der Tiefe der Subnocken wird
die Strecke zwischen der Stirnseite des korrespondierenden zweiten Nockens und dem
Hochpunkt der Stirnseite des entsprechenden Subnockens verstanden, wobei die Strecke
senkrecht zur Steinfläche bzw. zur Stirnseite des korrespondierenden zweiten Subnockens
steht. Unter der Tiefe der ersten Nocken und zweiten Nocken, wird die Strecke zwischen
dem Hochpunkt der korrespondierenden Stirnseite und der korrespondierenden Seitenfläche
verstanden. Die ersten Nocken, zweiten Nocken und Subnocken weisen jeweils zwei Flanken
auf, welche in die Stirnseite des Nockens übergehen. Die Flanken eines Nockens können
unterschiedlich steil und/oder unterschiedlich geformt sein. Alternativ kann ein Nocken
auch spiegelsymmetrisch mit gleichen Flanken ausgeführt sein. Die Vertiefung zwischen
den Subnocken ist seitlich durch die Flanken der benachbarten Subnocken begrenzt.
Dadurch wirkt die Vertiefung wie ein Tal zwischen zwei Erhebungen. Die Form der Vertiefung
ist unter anderem abhängig von der Form der begrenzenden Flanken.
[0016] Unter der Stirnseite wird der Bereich der Nocken verstanden, welcher zumindest teilweise
parallel zur korrespondierenden Seitenfläche verläuft und welcher die Flanken des
korrespondierenden Nockens miteinander verbindet. Bei den zweiten Nocken kann die
Stirnseite eine gedachte Ebene zwischen den Flanken sein.
[0017] Die wenigstens eine Vertiefung an der Stirnseite des wenigstens einen zweiten Nocken
ist insbesondere für erste Nocken und für weitere zweite Nocken mit Subnocken wenigstens
eines bestimmungsgemäß angrenzenden Verlegesteins vorgesehen.
[0018] In vorteilhafter Weise sind durch die Vertiefung verschiedene Verlegearten der Verlegesteine
möglich. Einerseits kann ein erster Nocken oder ein Subnocken eines bestimmungsgemäß
gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins in die Vertiefung eingreifen, wobei
die Flanken der die Vertiefung begrenzenden Subnocken und die Flanken des eingreifenden
Nockens aneinander anliegen. Andererseits kann ein Spalt zwischen den Flanken der
die Vertiefung begrenzenden Subnocken und dem eingreifenden Nocken ausgebildet sein.
[0019] Des Weiteren besteht durch den Tiefenunterschied der Subnocken, die Möglichkeit,
dass der Nocken des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins
lediglich teilweise in die Vertiefung ragt und sich an der Stirnseite oder der Flanke
des Subnockens mit geringerer Tiefe abstützt. Auch bei dieser Variante kann ein Spalt
zwischen den Flanken oder Stirnseiten der entsprechenden Nocken ausgebildet sein,
oder die korrespondierenden Flanken oder Stirnseiten können aneinander anliegen. Alternativ
oder zusätzlich kann einer der Nocken des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten
anderen Verlegesteins nicht in die Vertiefung eingreifen und an einer Flanke eines
der Subnocken anliegen, welche von der Vertiefung abgewandt ist.
[0020] Bei diesen Verlegearten können korrespondierende Seitenflächen gegen Verschieben
und/oder gegen Verkippen geschützt werden. Dadurch bleiben die Verlegesteine bei bestimmungsgemäßer
Benutzung am Ort verankert, wodurch sich die Stabilität eines aus solchen Verlegesteinen
verlegten Verlegesteinverbandes erhöht. Zudem können durch den Tiefenunterschied der
Subnocken die Subnocken von bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten Verlegesteinen
gleichen Abstand bzw. im gleichen Raster miteinander verlegt werden, wie Subnocken
und erste Nocken von bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten Verlegesteinen.
[0021] In vorteilhafter Weise kann durch den Tiefenunterschied der Subnocken zumindest ein
tieferer Subnocken einen Verschiebeschutz ausbilden, indem wenigstens eine Flanke
einen Freiheitsgrad eines Nockens eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten
anderen Verlegesteins entlang der Seitenfläche einschränkt. Hierbei können die Flanken
des tieferen Subnockens als Verschiebeanschlag wirken.
[0022] Der Subnocken mit geringere Tiefe kann eine Abstützfunktion für einen Nocken eines
bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins ausbilden. Auch
hierbei können die korrespondierenden Seitenflächen gegen Verschieben und/oder gegen
Verkippen geschützt werden. Dadurch bleiben die Verlegesteine bei bestimmungsgemäßer
Benutzung am Ort verankert, wodurch sich die Stabilität eines aus solchen Verlegesteinen
verlegten Verlegesteinverbandes erhöht.
[0023] Des Weiteren kann durch den Tiefenunterschied das Eingreifen eines Nockens eines
bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins in die Vertiefung
erleichtert werden, wenn eine begrenzende Flanke der Vertiefung flacher ausgebildet
ist. Durch den Tiefenunterschied zwischen wenigstens zwei der Subnocken kann die Stirnseite
des zweiten Nockens variabler gestaltet werden, wodurch unterschiedliche ausgebildete
erste Nocken mit den Subnocken verzahnen können. Zudem kann durch den Tiefenunterschied
zwischen wenigstens zwei der Subnocken ein Rastermaß erhalten werden, unabhängig davon,
ob gegenüberliegende erste Nocken oder gegenüberliegende Subnocken oder gegenüberliegende
erste Nocken und Subnocken miteinander verzahnen. Dadurch können Subnocken von bestimmungsgemäß
gegenüberliegend verlegten Verlegesteinen im gleichen Abstand bzw. im gleichen Raster
miteinander verlegt werden, wie Subnocken und erste Nocken von bestimmungsgemäß gegenüberliegend
verlegten Verlegesteinen. Dies kann dem Verleger das Verlegen der Verlegesteine erleichtern.
Des Weiteren bleibt auf diese Weise das Raster innerhalb eines verlegten Bausatzes
erhalten.
[0024] Der tiefere Subnocken kann alternativ auch als größerer Subnocken und der Subnocken
mit geringerer Tiefe kann alternativ auch als kleiner Subnocken bezeichnet werden.
[0025] Die Höhe wenigstens eines der Nocken kann der Steinhöhe entsprechen. Alternativ kann
auch wenigstens einer der Nocken eine kleinere Höhe als die Steinhöhe aufweisen. Ein
dem Grundkörper zugewandter Endbereich des Nockens kann breiter ausgeführt sein als
eine von dem Grundkörper abgewandte Stirnseite des Nockens.
[0026] Alternativ können Stirnseite und Endbereich des Nockens die gleiche Breite aufweisen.
Der Nocken kann eckig oder abgerundet oder trapezförmig ausgeführt sein. Der wenigstens
eine erste Nocken und der wenigstens eine zweite Nocken können sich neben der Tiefe
auch zusätzlich in der Form und/oder in der Breite und/oder in der Höhe unterscheiden.
Zudem können sich die Subnocken in der Tiefe und/oder in der Form und/oder in der
Breite von den ersten Nocken unterscheiden. Zudem kann sich die Höhe der Subnocken
von der Höhe des korrespondierenden zweiten Nockens unterscheiden. In einer Ausführung
kann der wenigstens eine erste Nocken im Gegensatz zu dem wenigstens einen zweiten
Nocken subnockenfrei ausgebildet sein. Alternativ kann der erste Nocken auch wenigstens
einen Subnocken aufweisen.
[0027] Die erfindungsgemäßen Verlegesteine ermöglichen in vorteilhafter Weise eine Verzahnung
der Nocken von bestimmungsgemäß angrenzenden Verlegesteinen. Hierbei können einander
gegenüberliegende zweite Nocken über die Subnocken miteinander verzahnt und die korrespondierenden
aneinander angrenzenden Verlegesteine können an der korrespondierenden Seitenfläche
gegen Verschieben und/oder gegen Verkippen geschützt werden. Dadurch bleiben die Verlegesteine
bei bestimmungsgemäßer Benutzung am Ort verankert, wodurch sich die Stabilität eines
aus solchen Verlegesteinen verlegten Verlegesteinverbandes erhöht. Zudem können zweite
Nocken über die Subnocken mit gegenüberliegenden ersten Nocken verzahnt und die korrespondierenden
aneinander angrenzenden Verlegesteine können an der korrespondierenden Seitenfläche
gegen Verschieben und/oder Verkippen geschützt werden. Dadurch bleiben die Verlegesteine
bei bestimmungsgemäßer Benutzung am Ort verankert, wodurch sich die Stabilität eines
aus solchen Verlegesteinen verlegten Verlegesteinverbandes erhöht. Zudem können die
ersten Nocken und die Subnocken und dadurch auch die zweiten Nocken und die ersten
Nocken im gleichen Abstand bzw. im gleichen Raster miteinander verlegt werden. Des
Weiteren können erste Nocken mit gegenüberliegend angeordneten ersten Nocken verzahnen
und die korrespondierenden aneinander angrenzenden Verlegesteine können an der korrespondierenden
Seitenfläche gegen Verschieben und/oder Verkippen geschützt werden. Dadurch können
unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten beim Verlegen der Verlegesteine umgesetzt
werden, wobei eine Verschiebesicherung und/oder eine Verdrehsicherung und/oder eine
Verkippsicherung der einzelnen Verlegesteine zuverlässig umgesetzt werden kann.
[0028] Diese Verschiebesicherung und/oder Verdrehsicherung und/oder Verkippsicherung ermöglicht,
dass ein Verband aus verlegten Verlegesteinen beispielsweise befahren werden kann,
ohne dass Verlegesteine aus ihrer Position verrutschen. Die Verlegung von Subnocken
von bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten Verlegesteinen gleichen Abstand bzw.
im gleichen Raster, wie Subnocken und erste Nocken von bestimmungsgemäß gegenüberliegend
verlegten Verlegesteinen kann ein gleichmäßiges Verlegemuster der Verlegesteine ermöglichen.
[0029] Im Folgenden werden Beispiele für die mögliche Verlegung des Verlegesteins genannt.
Der Verlegestein kann um die Hochachse parallel zu seiner Steinhöhe rotiert werden,
um eine Seitenfläche zu einem andern Verlegestein auszurichten.
[0030] Beispielsweise können bei benachbarten Verlegesteinen Seitenflächen bzw. Bereiche
der Seitenflächen mit ersten Nocken einander gegenüberliegend angeordnet werden, wobei
die Abmessung der zwischen diesen Seitenflächen bzw. zwischen diesen Bereichen verlaufenden
ersten Fuge abhängig ist von den Abmessungen, insbesondere der Tiefe, der tiefsten
ersten Nocken. Hierbei können die ersten Nocken miteinander verzahnen und der Abstand
zwischen den korrespondierenden Seitenflächen entspricht in etwa der Tiefe des tiefsten
ersten Nockens. Liegen die Stirnseiten der ersten Nocken nicht an der gegenüberliegenden
Seitenfläche an, entspricht der Abstand zwischen den korrespondierenden Seitenflächen
der Tiefe des tiefsten ersten Nockens und einer Breite einer Spalte zwischen dem tiefsten
ersten Nocken und der ihm gegenüberliegenden Seitenfläche. Der Abstand zwischen den
Seitenflächen entspricht der Breite der ersten Fuge. Die ersten Nocken können hierbei
in Freiräume zwischen ersten Nocken der gegenüberliegenden Seitenfläche des anderen
Verlegesteins eingreifen. Durch die ermöglichte Verzahnung der ersten Nocken kann
eine zuverlässige Verschiebesicherung an den Seitenflächen mit ersten Nocken umgesetzt
sein.
[0031] Bei benachbarten Verlegesteinen können Seitenflächen bzw. Bereiche der Seitenflächen
mit zweiten Nocken gegenüberliegend zueinander angeordnet werden, wobei die Abmessung
der zwischen diesen Seitenflächen bzw. zwischen diesen Bereichen der Seitenflächen
verlaufenden zweiten Fuge abhängig ist von den Abmessungen, insbesondere der Tiefe,
der sich gegenüberliegenden zweiten Nocken und der Tiefe des tiefsten Subnockens.
Der Abstand zwischen den korrespondierenden Seitenflächen entspricht in etwa zweimal
der Tiefe des zweiten Nockens und einmal der Tiefe des tiefsten Subnockens. Liegen
die tiefen Subnocken nicht an der Stirnseite des gegenüberliegenden zweiten Nockens
an, entspricht der Abstand zwischen den korrespondierenden Seitenflächen zweimal der
Tiefe des zweiten Nockens, einmal der Tiefe des tiefsten Subnockens und der Breite
einer Spalte zwischen dem tiefsten Subnocken und der Stirnseite des gegenüberliegenden
zweiten Nockens. Der Abstand zwischen den Seitenflächen entspricht der Breite der
zweiten Fuge. Da die zweiten Nocken eine deutlich größere Tiefe aufweisen als die
ersten Nocken und die Tiefe beider zweiter Nocken zur Fugenbreite beitragen, ist die
resultierende zweite Fuge deutlich breiter als die erste Fuge. Hierbei verzahnen die
Subnocken der zweiten Nocken miteinander. Die Subnocken können hierbei in Vertiefungen
zwischen Subnocken der gegenüberliegenden zweiten Nocke des anderen Verlegesteins
eingreifen. Alternativ können die zweiten Nocken jeweils wenigstens einen Subnocken
aufweisen, welcher an einer Flanke eines gegenüberliegenden Subnockens anliegen, welche
keine Vertiefung begrenzt. Durch die ermöglichte Verzahnung der Subnocken kann eine
zuverlässige Verschiebesicherung an den Seitenflächen mit zweiten Nocken umgesetzt
sein.
[0032] Die zweiten Nocken zweier bestimmungsgemäß nebeneinander angeordneter Verlegesteine
sind insbesondere gegenüberliegend zueinander und nicht versetzt zueinander angeordnet.
Dadurch ist die zweite Fuge wenigstens so breit wie die Summe der Tiefen der wenigstens
zwei gegenüberliegenden zweiten Nocken. Bei einer versetzten Anordnung aller zweiten
Nocken würde sich eine dritte Fuge ausbilden, wobei die dritte Fuge wenigstens so
breit wäre, wie die zweiten Nocken mit dem tiefsten Subnocken tief sind.
[0033] Bei benachbarten Verlegesteinen kann eine Seitenfläche bzw. ein Bereich der Seitenfläche
mit ersten Nocken gegenüberliegend zu einer Seitenfläche bzw. einem Bereich der Seitenfläche
mit zweiten Nocken angeordnet werden, wobei die Abmessung der zwischen diesen Seitenflächen
bzw. zwischen diesen Bereichen verlaufenden dritten Fuge abhängig ist von den Abmessungen,
insbesondere der Tiefe, der zweiten Nocken und von den Abmessungen, insbesondere der
Tiefe des tiefsten Subnockens. Hierbei verzahnen die Subnocken der zweiten Nocken
mit den ersten Nocken. Die Subnocken können hierbei gemeinsam in einen Freiraum oder
jeweils in einen Freiraum zwischen ersten Nocken der gegenüberliegenden Seitenfläche
des anderen Verlegesteins eingreifen. Alternativ oder zusätzlich kann wenigstens einer
der ersten Nocken in die Vertiefung zwischen den Subnocken eingreifen. Zudem können
erste Nocken und Subnocken zumindest teilweise aneinander anliegen, beispielsweise
an den Stirnseiten. Zwischen den korrespondierenden Seitenflächen bzw. zwischen den
korrespondierenden Bereichen der Seitenflächen bildet sich eine dritte Fuge aus, welche
wenigstens so breit ist, wie die zweiten Nocken und der tiefste Subnocken tief. Liegt
der tiefste Subnocken nicht an der Seitenfläche des bestimmungsgemäß gegenüberliegend
verlegten anderen Verlegesteins an, verbreitert sich die Fuge um die Spalte zwischen
dem tiefsten Subnocken und der Seitenfläche. Zudem sind in der dritten Fuge möglichst
wenig Nocken angeordnet. Dadurch kann der Anteil an Füllmaterial oder Substrat in
der dritten Fuge erhöht werden.
[0034] Beispielsweise können die zweiten Nocken so dimensioniert sein, dass diese jeweils,
in Draufsicht auf die Fuge, 10% der Fläche der zweiten Fuge, welcher an die korrespondierende
Seitenwand oder an den korrespondierenden Bereich angrenzt, einnimmt. Dadurch können
die zweiten Nocken 20% der Fläche der dritten Fuge mit gleicher Länge, wie die zweite
Fuge einnehmen. In einer alternativen Ausgestaltung können zweite Nocken versetzt
zueinander angeordnet werden, um die dritte Fuge zu erzeugen. Hierbei wird der Anteil
an Füllmaterial und Substrat in der dritten Fuge durch die zusätzlichen zweiten Nocken
reduziert.
[0035] Die Reduktion des Füllraums fällt geringer aus, wenn eine Seitenfläche bzw. ein Bereich
der Seitenfläche mit ersten Nocken gegenüberliegend zu einer Seitenfläche bzw. einem
Bereich der Seitenfläche mit zweiten Nocken angeordnet wird. Durch die Verzahnung
der Subnocken mit den ersten Nocken kann eine zuverlässige Verschiebesicherung zwischen
korrespondierenden Seitenflächen oder Bereichen der Seitenflächen umgesetzt sein.
Da die zweiten Nocken eine größere Tiefe aufweisen als die ersten Nocken, ist die
resultierende dritte Fuge breiter als die erste Fuge und schmaler als die zweite Fuge.
[0036] Die zweite Fuge und die dritte Fuge können derart ausgelegt werden, dass ein Bewuchs
der Fuge mit Moos oder mit Gras oder anderen geeigneten Pflanzen möglich ist.
[0037] Die erste Fuge kann derart ausgelegt werden, dass ein Versickern von Regenwasser
ermöglicht sein kann.
[0038] Durch die unterschiedlich breiten Fugen sind unterschiedliche ästhetisch ansprechende
Verlegemuster, bzw. Verlegedesigns mit einer einzigen Sorte Verlegestein möglich.
Um den Vorteil der unterschiedlich ausgestalteten Fugen und der daraus resultierenden
Verlegemuster bzw. Verlegedesigns zu erzielen, ist es nicht mehr erforderlich, unterschiedliche
Verlegesteine mit verschiedenen Nocken miteinander zu kombinieren. Dies erleichtert
auch die Logistik, da nur noch eine Sorte Verlegestein transportiert werden muss.
Zudem kann das Verlegen der Verlegesteine erleichtert werden, da anstelle von verschiedenen
Sorten von Verlegesteinen nur noch eine Sorte verlegt wird. Hierbei ist durch die
Subnocken und die ersten Nocken eine zuverlässige Verschiebesicherung und/oder Verkippsicherung
und/oder Verdrehsicherung möglich.
[0039] Alternativ kann der Verlegestein als Übergangsstück zwischen Verlegesteinen, welche
lediglich erste Nocken aufweisen, und Verlegesteinen, welche lediglich zweite Nocken
aufweisen, wirken. Hierbei kann der Verlegestein mit dem wenigstens einen ersten und
dem wenigstens einen zweiten Nocken zwischen Verlegesteinen mit ersten Nocken und
Verlegesteinen mit zweiten Nocken angeordnet werden. Des Weiteren kann der Verlegestein
mit ersten Nocken und zweiten Nocken als Grenzstein zu einer Rasenfläche verwendet
werden.
[0040] Durch die wenigstens eine Vertiefung an der Stirnseite des wenigstens einen zweiten
Nockens können Stirnseiten von Subnocken an zweiten Nocken anliegen, sodass die Breite
der korrespondierenden zweiten Fuge in etwa der Summe der Tiefen der korrespondierenden
zweiten Nocken und der Tiefe des größten Subnockens entspricht. Zudem kann ein erster
Nocken an der Vertiefung an der Stirnseite des wenigstens einen zweiten Nockens anliegen,
sodass die Breite der korrespondierenden dritten Fuge in etwa der Summe der Tiefe
des ersten Nockens und der Tiefe des zweiten Nockens entspricht. Optional kann die
Stirnseite des wenigstens einen Subnockens des wenigstens einen zweiten Nockens an
einer Anlagefläche der gegenüberliegend angeordneten Seitenfläche eines Nachbarsteins
anliegen. Hierbei kann die korrespondierende dritte Fuge der Summe der Tiefe des wenigstens
einen zweiten Nockens und dessen größten Subnockens entsprechen. Bei dieser Ausführung
kann der wenigstens eine zweite Nocken, bzw. dessen Subnocken zwischen ersten Nocken
des Nachbarsteins eingreifen, sodass eine Verschiebesicherung von den ersten Nocken
und dem wenigstens einen zweiten Nocken ausgebildet werden kann.
[0041] Der Verlegestein weist an seinen Seiten mehrere Ebenen auf. Eine erste Ebene entspricht
der Seitenfläche, welche von der Steinhöhe und von der Längsausdehnung der korrespondierenden
Seitenfläche aufgespannt wird. Die Längsausdehnung der Seitenfläche entspricht einer
der Längen der Oberseite bzw. der Unterseite.
[0042] Eine Seite des Verlegesteins mit wenigstens einem ersten Nocken weist eine zweite
Ebene auf. Hierbei können an der Seitenfläche mehrere erste Nocken mit unterschiedlichen
Tiefen angeordnet werden, wobei der tiefste erste Nocken maximal halb so groß wie
der kleineste zweite Nocken des Verlegesteins. Alternativ können die ersten Nocken
auch die gleiche Tiefe aufweisen. Die zweite Ebene verläuft parallel zur ersten Ebene.
Der Abstand zwischen der zweiten Ebene und der ersten Ebene wird durch die Tiefe des
tiefsten der ersten Nocken an dieser Seitenfläche bestimmt. Die zweite Ebene liegt
an den Stirnseiten der tiefsten ersten Nocken der korrespondierenden Seitenfläche
an.
[0043] Um eine Verzahnung zwischen ersten Nocken angrenzender Verlegesteine zu ermöglichen,
ragen die ersten Nocken der angrenzenden Verlegesteine jeweils zumindest teilweise
in den Bereich zwischen der ersten Ebene und der zweiten Ebene der Seite des angrenzenden
Verlegesteins hinein. Hierbei können die erste Ebene des einen Verlegesteins und die
zweite Ebene des anderen Verlegesteins fluchten. Bei der fluchtenden Anordnung liegt
eine Stirnseite des tiefsten ersten Nockens an der gegenüberliegenden Seitenfläche
an.
[0044] Eine Seite des Verlegesteins mit zweiten Nocken weist die erste Ebene, eine dritte
Ebene, eine vierte Ebene, eine fünfte Ebene und eine sechste Ebene auf. Die dritte
Ebene verläuft parallel zur korrespondierenden ersten Ebene, wobei der Abstand zwischen
der ersten Ebene und der dritten Ebene durch die Tiefe des wenigstens einen zweiten
Nockens vorgegeben ist. Die dritte Ebene liegt an der Stirnseite des zweiten Nockens
an.
[0045] Eine vierte Ebene verläuft durch den tiefsten Punkt, bzw. durch die tiefsten Punkte
der Vertiefung. Die vierte Ebene verläuft parallel zur ersten Ebene und zur dritten
Ebene, wobei der Abstand zwischen der vierten Ebene und der dritten Ebene abhängig
ist von der Tiefe der Vertiefung. Hierbei kann der tiefste Punkt der Vertiefung oberhalb
oder unterhalb der Stirnseite des korrespondierenden zweiten Nockens und dadurch zwischen
der ersten Ebene und der dritten Ebene oder oberhalb der ersten Ebene und oberhalb
der dritten Ebene angeordnet sein.
[0046] Eine fünfte Ebene verläuft durch den höchsten Punkt, bzw. durch die höchsten Punkte
des kleinen Subnockens an dem zweiten Nocken. Die fünfte Ebene verläuft parallel zur
ersten Ebene, zur dritten Ebene und zur vierten Ebene, wobei der Abstand zwischen
der fünften Ebene und der dritten Ebene abhängig ist von der Tiefe des kleinen Subnockens.
[0047] Eine sechste Ebene verläuft durch den höchsten Punkt, bzw. durch die höchsten Punkte
des großen Subnockens an dem zweiten Nocken. Die sechste Ebene verläuft parallel zur
ersten Ebene, zur dritten Ebene, zur vierten Ebene und zur fünften Ebene, wobei der
Abstand zwischen der sechsten Ebene und der dritten Ebene abhängig ist von der Tiefe
des tiefsten Subnockens.
[0048] Um eine Verzahnung zwischen Subnocken und Subnocken angrenzender Verlegesteine zu
ermöglichen, ragt wenigstens einer der Subnocken der angrenzenden Verlegesteine jeweils
zumindest teilweise in den Bereich zwischen der fünften Ebene und der sechsten Ebene
der Seite des anderen Verlegesteins hinein. Hierbei wirkt eine Flanke des tieferen
Subnockens als Verschiebeanschlag. Der kleinere Subnocken kann eine Flanke aufweisen,
welche als Verschiebeanschlag wirkt, alternativ kann der kleinere Subnocken eine von
unten abstützende Wirkung haben oder ist an der Verzahnung nicht beteiligt.
[0049] Alternativ ragt wenigstens einer der Subnocken der angrenzenden Verlegesteine jeweils
zumindest teilweise in den Bereich zwischen der vierten Ebene und der sechsten Ebene
der Seite des anderen Verlegesteins hinein. Hierbei können eine Flanke des tieferen
Subnockens und eine Flanke des kleineren Subnockens als Verschiebeanschlag wirken.
Bei dieser Anordnung ist der Subnocken der angrenzenden Verlegesteine zumindest teilweise
in der Vertiefung zwischen den Subnocken angeordnet. Der weniger tiefe Subnocken kann
zudem eine von unten abstützende Wirkung haben. Alternativ ragt wenigstens einer der
Subnocken der angrenzenden Verlegesteine jeweils zumindest teilweise in den Bereich
zwischen der dritten Ebene und der sechsten Ebene der Seite des anderen Verlegesteins
hinein. Hierbei können eine Flanke des tieferen Subnockens und eine Flanke des kleineren
Subnockens als Verschiebeanschlag wirken. Bei dieser Anordnung kann der Subnocken
der angrenzenden Verlegesteine an der Stirnseite anliegen.
[0050] Der Verschiebeanschlag bildet einen Verschiebeschutz, sodass wirkende Kräfte nebeneinander
angeordnete Verlegesteine nicht weiter parallel zu den Steinflächen bewegen können,
da der Bewegunfreiheitsgrad des korrespondierenden Nocken durch den Verschiebeanschlag
begrenzt ist. Die Nocken bilden einen wirksamen Verschiebeschutz aus.
[0051] Um eine Verzahnung zwischen Subnocken und ersten Nocken angrenzender Verlegesteine
zu ermöglichen, ragt wenigstens einer der wenigstens zwei Subnocken des einen Verlegesteins
zumindest teilweise in den Bereich zwischen der ersten Ebene und der zweiten Ebene
der Seite des angrenzenden Verlegesteins hinein. Hierbei können die sechste Ebene
der Seite mit den zweiten Nocken und die erste Ebene der Seite mit den ersten Nocken
fluchten. Bei der fluchtenden Anordnung liegt die Stirnseite des tiefsten Subnockens
an der benachbarten Seitenfläche an. Zudem ragt der wenigstens eine erste Nocken in
den Bereich zwischen der dritten Ebene bzw. der vierten Ebene und der sechsten Ebene
der Seite mit dem zweiten Nocken. Hierbei können die zweite Ebene des einen Verlegesteins
und die dritte Ebene des anderen Verlegesteins fluchten. Bei einer fluchtenden Anordnung
liegt die Stirnseite des wenigstens einen ersten Nocken der Stirnseite des zweiten
Nockens an. Alternativ können auch die zweite Ebene des einen Verlegesteins und die
vierte Ebene des anderen Verlegesteins fluchten. Bei einer fluchtenden Anordnung kann
die Stirnseite des wenigstens einen ersten Nocken an einem Boden der Vertiefung des
zweiten Nockens anliegen. Alternativ können auch die zweite Ebene des einen Verlegesteins
und die fünfte Ebene des anderen Verlegesteins fluchten. Bei einer fluchtenden Anordnung
kann die Stirnseite des wenigstens einen ersten Nocken an der Stirnseite des kleineren
Subnockens anliegen. Bei nicht fluchtenden Anordnungen können sich Spalten ausbilden.
[0052] Eine Seite des Verlegesteins mit ersten Nocken und zweiten Nocken weist die erste
Ebene, die zweite Ebene, die dritte Ebene, die vierte Ebene, die fünfte Ebene und
die sechste Ebene auf.
[0053] In Abhängigkeit der Anzahl der Subnocken sind mehrere Vertiefungen am zweiten Nocken
umsetzbar. Die Breite der Vertiefung kann definiert werden als Abstand zwischen dem
höchsten Punkt des kleinen Subnockens und der dem höchsten Punkt des kleinen Subnockens
gegenüberliegenden Flanke des großen Subnockens. Die Abmessungen der Vertiefung entlang
der Breite der Stirnseite des zweiten Nockens kann hierbei so gewählt werden, dass
ein erster Nocken oder ein Subnocken in die Vertiefung eingreifen kann. Dadurch kann
in die Vertiefung zwischen den Subnocken ein Subnocken eines zweiten Nockens eines
Nachbarsteins oder ein erster Nocken eines Nachbarsteines eingreifen. Dadurch kann
eine zuverlässige Verschiebesicherung zwischen benachbarten Verlegesteinen realisiert
werden.
[0054] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins kann eine Tiefe eines kleineren
Subnockens der wenigstens zwei Subnocken mindestens 1/3 einer Tiefe eines größeren
Subnockens der wenigstens zwei Subnocken entsprechen. Zusätzlich oder alternativ kann
die Tiefe eines kleineren Subnockens der wenigstens zwei Subnocken maximal 2/3 der
Tiefe des größeren Subnockens der wenigstens zwei Subnocken entsprechen. Die Tiefe
steht senkrecht zur korrespondierenden Seitenfläche. Entspricht die Tiefe eines kleineren
Subnockens maximal 2/3 oder mindestens 1/3 der Tiefe des größeren Subnockens, kann
sich einer der Nocken des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins
an der Stirnseite des kleineren Subnockens abstützen, gleichzeitig ragt die Flanke
des größeren Subnockens über die Stirnseite des kleineren Subnockens, sodass die Flanke
des größeren Subnockens einen zuverlässigen Verschiebeschutz für den Nocken des bestimmungsgemäß
gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins ausbilden kann. Bei einer alternativen
Verlegung können die Flanken des kleineren Subnockens einen Verschiebeschutz für einen
neben dem kleineren Subnocken angeordneten Nocken des bestimmungsgemäß gegenüberliegend
verlegten anderen Verlegesteins ausbilden. Hierbei kann der Nocken des bestimmungsgemäß
gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins in der Vertiefung zwischen den großen
und den kleinen Subnocken angeordnet sein oder der Nocken des bestimmungsgemäß gegenüberliegend
verlegten anderen Verlegesteins kann einer Plattform neben dem kleineren Subnocken
angeordnet sein.
[0055] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins kann eine Breite des kleineren
Subnockens der wenigstens zwei Subnocken mindestens der Hälfte der Breite des größeren
Subnockens der wenigstens zwei Subnocken entsprechen. Zusätzlich oder alternativ kann
die Breite des kleineren Subnockens maximal der Breite des größeren Subnockens der
wenigstens zwei Subnocken entsprechen. Die Breite der Subnocken ist hierbei die Strecke
zwischen dem nächstgelegenen tiefsten Punkt der Vertiefung und dem gegenüberliegenden
Punkt der abgewandten Flanke des jeweiligen Subnockens. Durch die schmalere Breite
des kleineren Subnockens kann die Breite des korrespondierenden zweiten Nockens schmaler
gestaltet werden. Alternativ kann die Vertiefung breiter gestaltet werden. Der kleinere
Subnocken ist hierbei breit genug, um eine stabile Ablagefläche an der Stirnseite
oder einer der Flanken auszubilden.
[0056] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins kann ein Boden der wenigstens
einen Vertiefung gekrümmt sein, sodass die wenigstens eine Vertiefung einen geschwungenen
konkaven Querschnitt aufweist. Die Vertiefung kann durch die begrenzenden Flanken
der Subnocken Schubkräfte gleichmäßig von allen Seiten aufnehmen. Durch den geschwungen
konkaven Querschnitt der Vertiefung kann das Verlegen der Verlegesteine erleichtert
und eine Beschädigung der Nocken der Verlegesteine an der Vertiefung verhindert werden.
Abgerundete Kanten können weniger anfällig für einen Bruch sein, des Weiteren erhöht
sich ein Toleranzbereich zwischen bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten Verlegesteinen
durch die Rundung.
[0057] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins kann der Boden der wenigstens
einen Vertiefung zumindest teilweise eben und parallel zur Stirnseite des korrespondierenden
zweiten Nockens sein. Die ebene Vertiefung kann durch die begrenzenden Flanken der
Subnocken Schubkräfte gleichmäßig von allen Seiten aufnehmen. Ein zweiter Nocken kann
an der Stirnseite wenigstens zwei Vertiefungen mit unterschiedlichen Abmessungen und
Formen aufweisen. Hierbei kann die ebene Vertiefung tiefer ausgebildet sein, als die
geschwungene Vertiefung.
[0058] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins kann ein Übergang einer Flanke
des zweiten Nockens und einer Flanke eines der Subnocken streng monoton steigend ausgebildet
sein. Hierbei kann die Flanke des zweiten Nockens in die Flanke des korrespondierenden
Subnockens übergehen, sodass am Rand der Stirnseite des zweiten Nockens ein Subnocken
angeordnet ist.
[0059] Alternativ kann ein Übergang einer Flanke des zweiten Nockens und einer Flanke eines
der Subnocken monoton steigend mit einer Plattform am Übergang zum zweiten Nocken
ausgebildet sein. Die Plattform ist durch die Flanke des Subnockens und den Rand der
Stirnseite begrenzt und bietet an der Stirnseite oder oberhalb oder unterhalb der
Stirnseite eine Auflagefläche für einen Nocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend
verlegten anderen Verlegesteins. Die Flanke der Plattform, kann hierbei eine Seite
eines Nockens des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins
zumindest teilweise umschließen. Durch die Flanke ist ein Verschiebeschutz in zumindest
eine Richtung ausgebildet.
[0060] Der Boden der Plattform kann zumindest teilweise eben und parallel zur Steinfläche
verlaufen und/oder geschwungen ausgebildet sein. Die Plattform kann die gleiche Tiefe
aufweisen wie eine der Vertiefungen des zweiten Nockens. Alternativ kann sich die
Tiefe der Plattform von den Tiefen der Vertiefungen des zweiten Nockens unterschieden.
Die Plattform kann an beiden Seiten der Stirnseite des zweiten Nockens oder nur an
einer Seite der Stirnseite des zweiten Nockens ausgebildet sein. Die Form der Plattform
kann abhängig sein, von der Form der benachbarten Flanke des Subnockens und der Form
des Bodens der Plattform.
[0061] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins kann ein tiefster Bereich eines
Bodens der Plattform einen kleineren Abstand zur Stirnseite des korrespondieren zweiten
Nocken aufweisen, als ein tiefster Bereich des Bodens der Vertiefung, insbesondere
wobei der Abstand zwischen dem tiefsten Bereich des Bodens der Vertiefung zur Stirnseite
des korrespondierenden zweiten Nockens doppelt so groß ist wie der Abstand des tiefsten
Bereichs des Bodens der Plattform zur Stirnseite des korrespondierenden zweiten Nocken.
Dadurch können die Tiefe der Vertiefung und die Tiefe der Plattform unterschiedlich
groß sein. Der Boden der Plattform kann deckungsgleich zur Stirnseite oder unterhalb
der Stirnseite des korrespondierenden zweiten Nockens verlaufen.
[0062] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins können bei Vorhandensein von
mehreren Vertiefungen zwischen Subnocken die jeweils tiefsten Punkte unterschiedliche
Abstände zur Stirnseite aufweisen. Dadurch sind unterschiedlich geformte Vertiefungen
umsetzbar.
[0063] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins kann die Tiefe und/oder Breite
und/oder Form der die Plattform oder die Vertiefung begrenzenden Flanke von einem
der Subnocken, an eine Tiefe und/oder Breite und/oder Form des wenigstens einen ersten
Nockens zum Zwecke der Verzahnung angepasst sein. Zusätzlich oder alternativ kann
die Breite und/oder Form und/oder die Tiefe der die Plattform oder die Vertiefung
begrenzenden Flanke von einem der Subnocken an eine Breite und/oder Form eines gespiegelten
oder um 180° gedrehten Subnocken angepasst sein, insbesondere so, dass im bestimmungsgemäß
verlegten Zustand ein Abstand oder Spalt zwischen gegenüberliegenden Subnocken ebenso
groß ist, wie ein Abstand oder Spalt zwischen einem ersten Nocken und einem gegenüberliegenden
Subnocken.
[0064] Diese Anpassung der Flanken der Subnocken ermöglicht die Verzahnung der Subnocken
eines Verlegesteins mit Subnocken des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten
anderen Verlegesteins und ebenso die Verzahnung der Subnocken des Verlegesteins mit
ersten Nocken des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins.
Hierbei kann der Spalt zwischen gegenüberliegenden Subnocken, insbesondere den großen
Subnocken, zwischen bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten Verlegesteinen im
Bereich zwischen der ersten Ebene und der zweiten Ebene identisch zum Spalt zwischen
gegenüberliegenden Subnocken und ersten Nocken von bestimmungsgemäß gegenüberliegend
verlegten Verlegesteinen sein. Dies kann einem Verleger das Verlegen erleichtern,
da leichter ersichtlich ist, ob die Verlegesteine im vorgesehenen Abstand verlegt
wurden. Die Nocken liegen im verlegten Zustand nicht aneinander an, sondern sind von
dem Spalt zueinander beabstandet, sodass ein Abrieb der Nocken und dadurch die Haltedauer
der Verlegesteine erhöht werden kann.
[0065] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins können die Übergänge zwischen
Subnocken und Vertiefungen und/oder Plattformen abgerundet sein. Hierbei kann die
Rundung eine bewusste vorgegebene Form aufweisen, welche sich von fertigungsbedingten
Rundungen eckiger Nocken unterscheidet. Durch diese abgerundeten Übergänge können
weiche Übergänge ohne harte Kanten entstehen, sodass ein Abbrechen von Kanten oder
ein Verkanten beim Verlegen der Verlegesteine reduziert werden kann. Zudem kann durch
die Rundungen ein Spielraum geschaffen werden, welcher das Verlegen und verzahnen
der Verlegesteine erleichtern kann. Optional oder zusätzlich können die Subnocken
und Vertiefungen auch treppenförmig und/oder trapezförmig ausgebildet sein. Hierbei
kann eine Passgenauigkeit zwischen zu verzahnenden Subnocken bzw. zu verzahnenden
ersten Nocken und Subnocken verbessert werden.
[0066] Des Weiteren können die Endbereiche der Stirnseiten der Nocken insbesondere die Kanten
der Subnocken abgerundet sein. Ein Querschnitt der Subnocken und der ersten Nocken
kann bogenförmig oder wellenförmig sein, wodurch sich die Subnocken und ersten Nocken
beim Verlegen weniger verkanten, sodass das Verlegen der Verlegesteine erleichtert
werden kann. Bei einem sinusartigen Verlauf kann die Stirnseite des zweiten Nockens
beispielsweise einen sinusförmigen Querschnitt aufweisen, wobei die Maxima des sinusförmigen
Verlaufs, von der Stirnseite weggesehen, Subnocken entsprechen.
[0067] Hierbei weist der Querschnitt Maxima mit unterschiedlicher Höhe auf, sodass auch
bei einem sinusartigen Verlauf unterschiedliche Subnockentiefen umsetzbar sind. Die
Vertiefung kann im Querschnitt ebenfalls eine sinusförmig verlaufende Begrenzung aufweisen.
[0068] Nach einer günstigen Ausgestaltung kann zumindest eine Projektion des großen Subnockens
des auf der einen Seitenfläche angeordneten wenigstens einen zweiten Nockens auf die
gegenüberliegende Seitenfläche im Wesentlichen zwischen zwei auf der gegenüberliegenden
Seitenfläche angeordneten ersten Nocken liegen. Insbesondere kann eine Mittellinie
durch zweite Nocken die am Grundkörper des Verlegesteins gegenüberliegende Seitenfläche
zwischen zwei dort angeordneten ersten Nocken schneiden. Alternativ kann die Projektion
des auf der einen Seitenfläche angeordneten wenigstens einen zweiten Nockens auf die
gegenüberliegende Seitenfläche zwischen einem Rand der gegenüberliegenden Seitenfläche
und einem ersten Nocken liegen. Vorteilhaft kann bei bestimmungsgemäß zueinander angeordneten
Verlegesteinen eine geeignete Positionierung der Nocken aneinanderstoßender Verlegesteine
zum Zwecke der Verzahnung der Nocken erreicht werden.
[0069] Nach einer günstigen Ausgestaltung kann eine Tiefe eines der wenigstens zwei Subnocken
an eine Tiefe des wenigstens einen ersten Nockens angepasst sein. Beispielsweise kann
die Tiefe des Subnockens der Tiefe des wenigstens einen ersten Nockens entsprechen.
Zusätzlich oder alternativ kann eine Breite des Subnockens an eine Breite des wenigstens
einen ersten Nockens angepasst sein. Beispielsweise kann die Breite des Subnockens
der Breite des wenigstens einen ersten Nockens entsprechen. Alternativ kann die Breite
der Stirnseite oder die Form zumindest einer der Flanken des kleineren Subnockens
so geformt sein, dass ein Nocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten
Verlegestein sich am kleineren Subnocken abstützten kann.
[0070] Bei einer alternativen Ausgestaltung der Subnocken kann die Breite und/oder Form
eines der wenigstens zwei Subnocken einer Breite und/oder einer Form eines Freiraums
zwischen ersten Nocken entsprechen oder die Breite des wenigstens einen Subnockens
kann kleiner sein als die Breite der Freiräume zwischen den ersten Nocken.
[0071] Dadurch kann der Subnocken in einen Freiraum zwischen zwei ersten Nocken eingreifen
oder in einen Freiraum zwischen einem ersten Nocken und einem Rand der korrespondierenden
Seitenfläche. Auch hier kann eine einfache Verzahnung umgesetzt werden.
[0072] Des Weiteren kann die Vertiefung zwischen wenigstens zwei der Subnocken oder die
Plattform neben einem der Subnocken an Abmessungen eines der ersten Nocken angepasst
sein. Auch bei dieser Ausführung kann eine Verzahnung zwischen ersten Nocken und Subnocken
erleichtert und dadurch das Bilden einer Verschiebesicherung ermöglicht werden.
[0073] Bei einer alternativen Ausgestaltung kann wenigstens einer der wenigstens zwei Subnocken
an den wenigstens einen ersten Nocken angepasst sein. Beispielsweise kann ein Subnocken
im verlegten Zustand an dem ersten Nocken anliegen oder sich an einem ersten Nocken
abstützen, beispielsweise an dessen Stirnseite, und ein weiterer Subnocken kann in
einer Lücke zwischen den ersten Nocken an der korrespondierenden Seitenfläche anliegen.
Auch bei dieser Ausführung kann eine Verzahnung zwischen ersten Nocken und Subnocken
erleichtert und dadurch das Bilden einer Verschiebesicherung ermöglicht werden.
[0074] Nach einer günstigen Ausgestaltung kann der wenigstens eine zweite Nocken wenigstens
doppelt so breit sein wie der wenigstens eine erste Nocken. Insbesondere kann die
Stirnseite des wenigstens einen zweiten Nockens doppelt so breit sein wie ein der
Stirnseite abgewandter Endbereich des wenigstens einen ersten Nockens. Dadurch kann
die Stirnseite des zweiten Nockens wenigstens zwei Subnocken und wenigstens eine Vertiefung
aufweisen, sodass die Subnocken mit dem wenigstens einen ersten Nocken eines Nachbarsteins
eine Verzahnung ausbilden können.
[0075] Unter einer Rastereinheit wird im Folgenden eine sich wiederholende Anordnung von
Nocken verstanden. Hierbei sind Nocken innerhalb der Rastereinheit mit einem vorgegeben
Abstand zueinander angeordnet. Durch den Abstand zwischen den Nocken werden Freiräume
ausgebildet.
[0076] Nach einer günstigen Ausgestaltung können bei mehreren ersten Nocken an einer Seitenfläche
die ersten Nocken in einer ersten Rastereinheit angeordnet sein. Die erste Rastereinheit
ist so ausgebildet, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Verlegesteinen
erste Nocken des einen Verlegesteins in Freiräume zwischen ersten Nocken des anderen
Verlegesteins eingreifen können. Um Verlegesteine bestimmungsgemäß aneinandergrenzend
zu verlegen, kann ein erster Verlegestein mit einer ersten Seite mit wenigstens einem
ersten Nocken an einem zweiten Verlegestein angrenzen. Der zweite Verlegestein kann
hierbei wie der erste Verlegestein ausgerichtet sein. In diesem Fall grenzt eine der
ersten Seite gegenüberliegende zweite Seite, des zweiten Verlegesteins an der ersten
Seite des zweiten Steins an. Alternativ kann durch Drehen des zweiten Verlegesteins
um die Hochachse eine andere Seite des zweiten Verlegesteins der ersten Seite des
ersten Verlegesteins zugewandt werden. Hierbei kann die erste Rastereinheit so ausgebildet
werden, dass eine bündige Anordnung von wenigstens einer Kante der aneinander angrenzenden
Verlegesteine in jeder Ausrichtung möglich ist.
[0077] Die Breite der ersten Nocken ist an Abstände zwischen den ersten Nocken angepasst.
An einer Seitenfläche können mehrere erste Rastereinheiten angeordnet werden. Die
ersten Rastereinheiten können sich bei der Anzahl und bei der Anordnung der ersten
Nocken unterscheiden.
[0078] Der Freiraum kann vorzugsweise durch einen ebenen Bereich der Seitenwand gebildet
sein. Sind an einer Seitenwand mehrere erste Rastereinheiten mit ersten Nocken angeordnet,
kann zwischen den Rastereinheiten eine Leerstelle ausgebildet sein, welche vorzugsweise
durch einen ebenen Bereich der Seitenwand gebildet ist. Die Anzahl der Nocken kann
so gewählt sein, dass trotz Leerstelle und trotz Freiräumen eine ausreichende Anzahl
von Nocken vorhanden ist, um eine stabile Verschiebesicherung zu gewährleisten. Der
Freiraum zwischen den Nocken kann breiter sein als die ersten Nocken, um einen Abrieb
der Seitenbereiche der ersten Nocken zu erschweren. Zudem kann der Freiraum kleiner
als eine vorhandene Leerstelle sein. Zudem können Abmessungen der Freiräume zwischen
den Nocken in der Rastereinheit variieren.
[0079] Die erste Rastereinheit kann an mehreren Seitenwänden angeordnet werden, sodass beispielsweise
auch erste Nocken an Schmalseiten mit ersten Nocken an breiten Seiten miteinander
verzahnen.
[0080] Der Verlegestein ist besonders auch für stark genutzte und auch befahrene Flächen
geeignet, bei denen eine besonders zuverlässige Verschiebesicherung gewünscht ist.
Gleichzeitig lassen sich besonders schmale Fugen zwischen benachbarten Verlegesteinen
in einem Belag aus Verlegesteinen durch die ersten Nocken ausbilden. Bei einem Belag
von Verlegesteinen erlaubt die Leerstelle oder auch ein entsprechend dimensionierter
Freiraum das Einbringen eines zusätzlichen Volumens an Fugenfüllmaterial zwischen
benachbarten Verlegesteinen, welches benachbarte Verlegesteine gegeneinander sichert.
Ein günstiges Fugenfüllmaterial ist beispielsweise Sand oder feiner Kies mit geeigneter
Körnung.
[0081] Nach einer günstigen Ausgestaltung können bei mehreren zweiten Nocken an einer Seitenfläche
die zweiten Nocken in einer zweiten Rastereinheit angeordnet sein. Die zweite Rastereinheit
ist so ausgebildet, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Verlegesteinen
sich Stirnseiten zweiter Nocken zumindest teilweise überschneiden. Durch aneinander
gegenüberliegender zweiter Nocken kann die breite zweite Fuge zwischen den korrespondierenden
Seitenflächen gebildet werden. Die Überlappung der Stirnseiten kann erzielt werden,
indem eine Mittelinie eines der zweiten Nocken zwischen Schnittpunkten der Flanken
mit der Seitenfläche eines gegenüberliegenden zweiten Nockens eins bestimmungsgemäßen
anderen Verlegesteins angeordnet ist.
[0082] Die zweite Rastereinheit kann unabhängig von der ersten Rasteinheit gestaltet sein.
Da die Stirnseiten der zweiten Nocken durch die Subnocken mit ersten Nocken und zweiten
Nocken verzahnen. Da die Stirnseiten der zweiten Nocken durch die Subnocken miteinander
verzahnen, kann eine stabile Verschiebesicherung gewährleistet werden. Der Abstand
zwischen den zweiten Nocken kann einen Freiraum bzw. einen Spalt definieren, welcher
mit Substrat für die Pflanzen gefüllt werden kann. An einer Seitenfläche können mehrere
zweite Rastereinheiten angeordnet werden. Die zweiten Rastereinheiten können sich
bei der Anzahl und bei der Anordnung der zweiten Nocken unterscheiden. Beispielsweise
können die zweiten Nocken symmetrisch zu einer Mittelachse der korrespondierenden
Seitenfläche oder asymmetrisch zur Mittelachse der korrespondierenden Seitenfläche
angeordnet sein. Zwischen den zweiten Rastereinheiten kann eine Leerstelle ausgebildet
sein, welche vorzugsweise durch einen ebenen Bereich der Seitenwand gebildet ist.
[0083] Die Anzahl der zweiten Nocken kann so gewählt sein, dass ein möglichst großer Freiraum
und/oder eine möglichst große Leerstelle ausgebildet ist und eine ausreichende Anzahl
von Nocken vorhanden ist, um die Verlegesteine entlang der korrespondierenden gegenüberliegenden
Seitenflächen aneinander abzustützen und eine stabile Verschiebesicherung zu gewährleisten.
Durch eine große Leerstelle, bzw. einen großen Freiraum zwischen den zweiten Nocken,
kann mehr Substrat für das Gras oder das Moos in der zweiten Fuge eingebracht werden,
sodass die Pflanzen besser mit Nährstoffen und Platz für die Wurzeln versorgt sind,
wodurch die Pflanzen besser wachsen können. Durch die Option, dass zweite Nocken der
zweiten Rastereinheit in Freiräume zwischen ersten Nocken der wenigstens einen ersten
Rastereinheit eingreifen können, kann eine zuverlässige Verschiebesicherung umgesetzt
werden, wenn eine Seitenfläche mit ersten Nocken einer Seitenfläche mit zweiten Nocken
zugewandt ist. Die dritte Fuge zwischen diesen Seitenflächen ist schmaler und kann
durch die Leerstelle, bzw. den Freiraum zwischen den zweiten Nocken dennoch ausreichend
Substrat und Platz für Pflanzen aufweisen.
[0084] Nach einer günstigen Ausgestaltung können an einer Seitenfläche wenigstens eine erste
Rastereinheit und eine zweite Rastereinheit angeordnet werden. Dadurch können weitere
Verlegemuster und Gestaltungsoptionen mit zuverlässiger Verzahnung der Nocken ermöglicht
werden.
[0085] Nach einer günstigen Ausgestaltung können die wenigstens zwei Subnocken an der Stirnseite
des wenigstens einen zweiten Nockens in einer dritten Rastereinheit angeordnet sein.
Die dritte Rastereinheit ist an die erste Rastereinheit angepasst. Die dritte Rastereinheit
kann so ausgebildet sein, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Verlegesteinen
wenigstens ein Subnocken des einen Verlegesteins in eine Vertiefung zwischen Subnocken
oder in einen Freiraum zwischen ersten Nocken des anderen Verlegesteins eingreift.
Alternativ kann ein Subnocken in die Plattform eines gegenüberliegenden zweiten Nockens
eingreifen. Dadurch können die dritten Rastereinheiten Verzahnungen mit anderen dritten
Rastereinheiten oder mit ersten Rastereinheiten ausbilden, wodurch die Verschiebesicherung
weiter verbessert werden kann. Insbesondere kann eine Verschiebesicherung zwischen
zweiten Nocken, deren Stirnseiten aneinander anliegen, verbessert werden. Durch die
dritte Rastereinheit können einander gegenüberliegende zweite Nocken bei sicherem
Halt auch versetzt zueinander angeordnet sein.
[0086] Bei einer Verzahnung mit ersten Nocken kann wenigstens ein Subnocken an einem den
korrespondierenden Freiraum begrenzenden ersten Nocken anliegen. Alternativ kann wenigstens
ein Subnocken auf dem den korrespondierenden Freiraum begrenzenden ersten Nocken aufliegen.
Zudem können beide Subnocken jeweils an einem den korrespondierenden Freiraum begrenzenden
ersten Nocken anliegen. Des Weiteren können die Subnocken des zweiten Nockens in dem
Freiraum angeordnet sein, wobei die Subnocken einen Abstand zu den korrespondierenden
den Freiraum begrenzenden ersten Nocken aufweisen.
[0087] Nach einer günstigen Ausgestaltung können bei mehreren ersten Nocken an einer Seitenfläche
die ersten Nocken unterschiedliche Tiefen aufweisen. Es ist auch eine Ausführung mit
gleichen Tiefen vorstellbar.
[0088] Des Weiteren kann die korrespondierende erste Rastereinheit unterschiedliche Abstände
zwischen den ersten Nocken aufweisen. Dadurch können Freiräume zum Verzahnen und Freiräume
zum Einfügen von Füllmaterial innerhalb einer Rastereinheit geschaffen werden. Zudem
kann bei mehreren zweiten Nocken an einer Seitenfläche die korrespondierende zweite
Rastereinheit unterschiedliche Abstände zwischen den zweiten Nocken aufweisen. Dadurch
können die Verlegesteine auch versetzt zueinander angeordnet werden, wobei die Stirnseiten
zweiter Nocken von benachbarten Verlegesteinen weiterhin zuverlässig aneinander anliegen.
Beispielsweise kann eine Mittelsenkrechte der korrespondierenden Seitenfläche einen
zweiten Nocken schneiden. Insbesondere kann die Mittelsenkrechte der korrespondierenden
Seitenfläche den zweiten Nocken, bezogen auf seine Breite, außermittig schneiden.
Der von der Mittelsenkrechten geschnittene zweite Nocken kann zu jeder Seite einen
Nachbarnocken aufweisen, wobei die Abstände zu den Nachbarnocken unterschiedlich groß
sind.
[0089] Nach einem weiteren Aspekt wird ein Bausatz aus Verlegesteinen vorgeschlagen, mit
welchem Bodenbeläge geschaffen werden können.
[0090] Die Verlegesteine weisen an wenigstens einer Seitenfläche wenigstens einen ersten
Nocken auf und an wenigstens einer weiteren Seitenfläche wenigstens einen zweiten
Nocken auf. Hierbei ist eine Tiefe des wenigstens einen zweiten Nockens mindestens
doppelt so groß, vorzugsweise mindestens fünfmal so groß ist wie eine Tiefe des wenigstens
einen ersten Nockens.
[0091] Die Stirnseite des wenigstens einen zweiten Nockens weist wenigstens zwei Subnocken
und wenigstens eine Vertiefung auf, wobei die Form und die Anordnung der wenigstens
zwei Subnocken an der Stirnseite komplementär zu ersten Nocken und komplementär zu
Subnocken des wenigstens einen angrenzenden Verlegesteins ausgebildet sind. Hierbei
bilden einander gegenüberliegende Subnocken miteinander oder erste Nocken mit gegenüberliegenden
Subnocken miteinander eine Verzahnung aus. Insbesondere wobei die Subnocken und die
ersten Nocken im gleichen Abstand und/oder im gleichen Raster miteinander verlegt
sind, wie einander gegenüberliegende Subnocken.
[0092] Dies ermöglicht in vorteilhafter Weise unterschiedliche Kombinationenmöglichkeiten
beim Verlegten der Verlegesteine, wobei die verlegten Verlegesteine durch die Verzahnungen
gegen Verschieben und/oder gegen Verkippen und/oder gegen Verdrehen gesichert sind.
[0093] Hierbei kann in einem Ausführungsbeispiel im verlegten Zustand der Spalt zwischen
einem Subnocken und einem gegenüberliegenden ersten Nocken genauso groß sein, wie
ein Spalt zwischen dem Subnocken und einem gegenüberliegenden Subnocken.
[0094] Selbstverständlich könnte der Bausatz zusätzlich auch Verlegesteine umfassen, welche
nur erste Nocken oder nur zweite Nocken aufweisen, um weitere Gestaltungsfreiheit
bei der Schaffung von Designs und Muster des Bodenbelags zu erlangen. Hierbei kann
der Verlegestein mit dem wenigstens einen ersten Nocken und dem wenigstens einen zweiten
Nocken als Übergangsstück zwischen Verlegesteinen, welche lediglich erste Nocken aufweisen,
und Verlegesteinen, welche lediglich zweite Nocken aufweisen, wirken. Hierbei kann
der Verlegestein mit dem wenigstens einen ersten und dem wenigstens einen zweiten
Nocken zwischen Verlegesteinen mit ersten Nocken und Verlegesteinen mit zweiten Nocken
angeordnet werden.
[0095] Des Weiteren kann der Verlegestein mit ersten und zweiten Nocken als Grenzstein zu
einer Rasenfläche oder einer anderweitig bepflanzten Fläche verwendet werden.
[0096] Nach einer günstigen Ausgestaltung kann bei einer Verzahnung mit einander gegenüberliegenden
ersten Nocken eine erste Fuge zwischen den korrespondierenden Verlegesteinen ausgebildet
sein, und bei einer Verzahnung mit einander gegenüberliegenden Subnocken kann eine
zweite Fuge zwischen den korrespondierenden Verlegesteinen ausgebildet sein und bei
einer Verzahnung mit einander gegenüberliegenden ersten Nocken und Subnocken kann
eine dritte Fuge zwischen den korrespondierenden Verlegesteinen ausgebildet sein.
Die ersten Nocken können im Gegensatz zu den zweiten Nocken keine Subnocken aufweisen.
[0097] Bevorzugt ist der Verlegestein dazu vorgesehen, ohne Presspassung verlegt zu werden,
womit ein Fugenabstand zwischen Verlegesteinen größer ist als die größte Nockentiefe
der an den korrespondierenden Seitenflächen angeordneten Nocken.
[0098] Hierbei können bei benachbarten Verlegesteinen Seitenflächen bzw. Bereiche der Seitenflächen
mit ersten Nocken einander gegenüberliegend angeordnet werden, wobei die Abmessung
der zwischen diesen Seitenflächen bzw. Bereichen verlaufenden ersten Fuge abhängig
ist von den Abmessungen der ersten Nocken und gegebenenfalls von einem Abstand der
ersten Nocken zur gegenüberliegenden Seitenfläche.
[0099] Alternativ oder zusätzlich können bei benachbarten Verlegesteinen Seitenflächen bzw.
Bereiche der Seitenflächen mit zweiten Nocken gegenüberliegend zueinander angeordnet
werden, wobei die Abmessung der zwischen diesen Seitenflächen bzw. Bereichen verlaufenden
zweiten Fuge abhängig ist von den Abmessungen der zweiten Nocken und der korrespondierenden
Subnocken und gegebenenfalls von einem Abstand des größten Subnockens zur gegenüberliegenden
Seitenfläche. Da die zweiten Nocken eine größere Tiefe aufweisen als die ersten Nocken,
ist die resultierende zweite Fuge breiter als die erste Fuge.
[0100] Alternativ oder zusätzlich können bei benachbarten Verlegesteinen eine Seitenfläche
mit ersten Nocken gegenüberliegend zu einer Seitenfläche mit zweiten Nocken angeordnet
werden, wobei die Abmessung der zwischen diesen Seitenflächen verlaufenden dritten
Fuge abhängig ist von den Abmessungen der zweiten Nocken und von den Abmessungen der
ersten Nocken und/oder den Abmessungen der Subnocken und gegebenenfalls von einem
Abstand der ersten Nocken zur gegenüberliegenden Seitenfläche oder einem Abstand des
größten Subnockens zur gegenüberliegenden Seitenfläche. Da die zweiten Nocken eine
größere Tiefe aufweisen als die ersten Nocken, ist die resultierende dritte Fuge breiter
als die erste Fuge und schmaler als die zweite Fuge.
[0101] Hierbei können die zweite Fuge und die dritte Fuge derart ausgelegt werden, dass
ein Bewuchs der Fuge mit Moos oder mit Gras oder anderen geeigneten Pflanzen möglich
ist.
[0102] Die erste Fuge kann derart ausgelegt werden, dass ein Versickern von Regenwasser
ermöglicht wird. Durch die unterschiedlichen Fugen sind unterschiedliche ästhetisch
ansprechende Verlegemuster, bzw. Verlegedesigns mit einer einzigen Sorte Verlegestein
möglich. Um den Vorteil der unterschiedlich ausgestalteten Fugen und den daraus resultierenden
Verlegemustern, bzw. Verlegedesigns zu erzielen, ist es nicht mehr erforderlich, unterschiedliche
Verlegesteine mit verschiedenen Nocken miteinander zu kombinieren.
[0103] Dies kann auch die Logistik erleichtern, da nur noch eine Sorte Verlegestein transportiert
wird. Zudem kann das Verlegen der Verlegesteine erleichtert werden, da anstelle von
verschiedenen Sorten von Verlegesteinen nur noch eine Sorte verlegt wird. Im Wesentlichen
kann ein Bodenbelag mit unterschiedlichen Fugenbreiten aus einer einzigen Sorte von
Verlegesteinen geschaffen werden, wobei eine Verschiebesicherung und/oder eine Verkippsicherung
und/oder eine Verdrehsicherung der Verlegesteine umsetzbar ist.
[0104] Nach einer günstigen Ausgestaltung können bei verschiedenen Längs- und Querabmessungen
der Verlegesteine die Verlegesteine gleiche Abmessungen ihrer Rastereinheiten aufweisen.
Die Rastereinheiten können für verschiedenste Steingrößen dieselben Abmessungen aufweisen.
Dies erleichtert das Zusammenfügen von Verlegesteinen eines Bausatzes von Verlegesteinen.
Zeichnung
[0105] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen
sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0106] Es zeigen beispielhaft:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf einen rechteckigen Verlegestein nach einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht des Verlegesteins aus Figur 1;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf einen zweiten Nocken des Verlegesteins aus den Figuren 1 und 2;
- Fig. 4
- eine Detailansicht, welche eine Verzahnung zwischen Subnocken des zweiten Nockens
des Verlegesteins aus den Figuren 1 bis 3 und ersten Nocken eines bestimmungsgemäß
gegenüberliegenden anderen Verlegesteins zeigt;
- Fig. 5
- eine Detailansicht, welche eine Verzahnung zwischen Subnocken des zweiten Nockens
aus den Figuren 1 bis 4 und Subnocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegenden anderen
Verlegesteins zeigt,
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf einen zweiten Nocken eines Verlegesteins nach einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 7
- eine Detailansicht, welche eine Verzahnung zwischen Subnocken des zweiten Nockens
des Verlegesteins aus Figur 6 und Subnocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegenden
anderen Verlegesteins zeigt,
- Fig. 8
- eine Detailansicht, welche eine Verzahnung zwischen Subnocken des zweiten Nockens
eines Verlegesteins nach einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung und ersten
Nocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegenden anderen Verlegesteins zeigt;
- Fig. 9
- eine Detailansicht, welche eine Verzahnung zwischen Subnocken des zweiten Nockens
des Verlegesteins aus Figur 8 und Subnocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegenden
anderen Verlegesteins zeigt,
- Fig. 10
- eine Detailansicht, welche eine Verzahnung zwischen Subnocken des zweiten Nockens
eines Verlegesteins nach einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung und ersten
Nocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegenden anderen Verlegesteins zeigt;
- Fig. 11
- eine Detailansicht, welche eine Verzahnung zwischen Subnocken des zweiten Nockens
des Verlegesteins aus Figur 10 und Subnocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegenden
anderen Verlegesteins zeigt,
- Fig. 12
- eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren
Verlegesteinen aus den Figuren 1 bis 5, wobei zwischen den Verlegesteinen unterschiedliche
Fugen ausgebildet sind;
- Fig. 13
- eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren
versetzt angeordneten Verlegesteinen aus den Figuren 1 bis 5;
- Fig. 14
- eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren
fluchtend angeordneten Verlegesteinen aus den Figuren 1 bis 5;
- Fig. 15
- eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren
Verlegesteinen aus den Figuren 1 bis 5, wobei verschiedene Verlegemöglichkeiten der
Verlegesteine gezeigt sind;
- Fig. 16
- eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren
Verlegesteinen aus den Figuren 1 bis 5;
- Fig. 17
- eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren
Verlegesteinen aus den Figuren 1 bis 5;
- Fig. 18
- eine Draufsicht auf einen rechteckigen Verlegestein nach einem fünften Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 19
- eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren
versetzt zueinander angeordneten Verlegesteinen aus Figur 18 mit einem ersten Versatz;
- Fig. 20
- eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren
versetzt zueinander angeordneten Verlegesteinen aus Figur 18 mit einem zweiten Versatz;
- Fig. 21
- eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren
versetzt zueinander angeordneten Verlegesteinen aus Figur 18 mit einem dritten Versatz;
- Fig. 22
- eine Draufsicht auf einen rechteckigen Verlegestein nach einem sechsten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 23
- eine perspektivische Ansicht des Verlegesteins aus Figur 22;
- Fig. 24
- eine Draufsicht auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren Verlegesteinen aus
den Figuren 22 und 23, welche um einen halben Stein versetzt zueinander angeordnet
sind;
- Fig. 25
- eine Draufsicht auf einen rechteckigen Verlegestein nach einem siebten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
Ausführungsformen der Erfindung
[0107] In den Figuren sind gleichartige oder gleichwirkende Komponenten mit gleichen Bezugszeichen
beziffert. Die Figuren zeigen lediglich Beispiele und sind nicht beschränkend zu verstehen.
[0108] Im Folgenden verwendete Richtungsterminologie mit Begriffen wie "links", "rechts",
"oben", "unten", "davor" "dahinter", "danach" und dergleichen dient lediglich dem
besseren Verständnis der Figuren und soll in keinem Fall eine Beschränkung der Allgemeinheit
darstellen. Die dargestellten Komponenten und Elemente, deren Auslegung und Verwendung
können im Sinne der Überlegungen eines Fachmanns variieren und an die jeweiligen Anwendungen
angepasst werden.
[0109] Die Figuren 1 bis 5 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel eines Verlegesteins 1.
[0110] Die Figuren 6 und 7 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel eines Verlegesteins 1.
[0111] Die Figuren 8 und 9 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel eines Verlegesteins 1.
[0112] Die Figuren 10 und 11 zeigen ein viertes Ausführungsbeispiel eines Verlegesteins
1.
[0113] Die Figur 18 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel eines Verlegesteins 1.
[0114] Die Figuren 22 bis 24 zeigen ein sechstes Ausführungsbeispiel eines Verlegesteins
1.
[0115] Die Figur 25 zeigt ein siebtes Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1.
[0116] Figuren 4, 8 und 10 zeigen eine Detailansicht, welche eine Verzahnung 133 zwischen
Subnocken 82, 84 eines zweiten Nockens 72 und einem korrespondieren ersten Nocken
64, 66 eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins 1 zeigt.
Eine erste Rastereinheit 60 und eine dritte Rastereinheit 80 sind derart ausgeführt,
dass die Subnocken 82, 84 eines um 180° um die Hochachse gedrehten Verlegesteins 1
komplementär zu ersten Nocken 62, 64, 66 eines nicht gedrehten Verlegesteins 1 sind.
[0117] Die Figuren 5, 7, 9 und 11 zeigen jeweils eine Detailansicht, welche verschiedene
Ausführungen einer Verzahnung 132 zwischen Subnocken 82, 84 eines zweiten Nockens
72 und Subnocken 82, 84 eines zweiten Nockens 72 eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend
verlegten anderen Verlegesteins 1 zeigt. Die dritte Rastereinheit 80 ist derart ausgeführt,
dass die Subnocken 82, 84 eines um 180° um die Hochachse gedrehten Verlegesteins 1
komplementär zu Subnocken 82, 84 eines nicht gedrehten Verlegesteins 1 sind.
[0118] Die Figuren 12 bis 17 zeigen einen Bausatz 100 oder einen Ausschnitt eines Bausatzes
100 mit Verlegesteinen 1, welche gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel ausgeführt sind.
[0119] Die Figuren 19 bis 21 zeigen einen Bausatz 100 oder einen Ausschnitt eines Bausatzes
100 mit Verlegesteinen 1, welche gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel ausgeführt
sind.
[0120] Die Figur 24 zeigt einen Bausatz 100 oder einen Ausschnitt eines Bausatzes 100 mit
Verlegesteinen 1, welche gemäß dem sechsten Ausführungsbeispiel ausgeführt sind.
[0121] Wie aus den Figuren 12 bis 17, den Figuren 19 bis 21 und 24 ersichtlich ist, umfasst
ein Bausatz 100 aus Verlegesteinen 1, Verlegesteine 1, welche an wenigstens einer
Seitenfläche 20, 40, 50 wenigstens einen ersten Nocken 62, 64, 66 aufweisen und an
wenigstens einer weiteren Seitenfläche 30 wenigstens einen zweiten Nocken 72 aufweisen.
Die Tiefe des wenigstens einen zweiten Nockens 72 ist mindestens doppelt so groß,
bevorzugt mindestens fünfmal größer, als die Tiefe des wenigstens einen ersten Nockens
62, 64, 66. Die Anzahl der Reihen 110 und der Spalten 120, in denen die Verlegesteine
1 des Bausatzes 100 angeordnet sind, ist variabel und kann an die abzudeckende Fläche
angepasst werden.
[0122] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, umfassen die dargestellten Verlegesteine
1 einen Grundkörper 10 mit einer Oberseite 12 und einer Unterseite 14 sowie zwischen
der Oberseite 12 und der Unterseite 14 angeordnete Seitenflächen 20, 30, 40, 50, welche
parallel zu einer Steinhöhe 16 verlaufen. Die Verlegesteine 1 sind in den dargestellten
Ausführungsbeispielen als Quader mit vier Seitenflächen 20, 30, 40, 50 ausgeführt.
[0123] Der Grundkörper 10 weist zwei lange Seitenflächen 30, 50 auf, welche von einer Länge
und der Steinhöhe 16 aufgespannt werden. Der Grundkörper 10 weist zwei kurze Seitenflächen
20, 40 auf, welche von einer Steinbreite und der Steinhöhe 16 aufgespannt werden.
Die langen Seitenflächen 30, 50 sind in den dargestellten Ausführungsbeispielen 30
cm lang und die kurzen Seitenflächen 20, 40 sind in den dargestellten Ausführungsbeispielen
15 cm lang. Die hier angegebenen Zentimetermaße sind auf dem Markt gängige Steingrößen.
Es sind weitere nicht dargestellte Formen und Abmessungen des Grundkörpers 10 vorstellbar.
Der Grundkörper 10 kann auch als Würfel mit vier identischen Seitenflächen 20, 30,
40, 50 oder als Prisma mit einer dreieckigen oder mit einer sechseckigen oder einer
anderen geeigneten Grundfläche 12, 14 ausgeführt werden. Die Anzahl der Seitenflächen
20, 30, 40, 50 ist hierbei abhängig von der Form der Grundfläche 12, 14.
[0124] Die Verlegesteine 1 sind insbesondere aus Beton gefertigt, können jedoch auch aus
einem anderen geeigneten Material hergestellt werden. Die Bausätze 100 und die Verlegesteine
1 sind dazu geeignet, im verlegten Zustand eine befahrene Erdreichabdeckung auszubilden.
Beispielsweise können die Verlegesteine 1 zum Pflastern eines Carports, eines Parkplatzes
oder einer Grundstückszufahrt genutzt werden. Es sind auch andere Anwendungsbereiche
beispielsweise für einen Fußweg oder eine Terrasse und dergleichen vorstellbar.
[0125] Wie aus den Figuren 1 bis 24 weiter ersichtlich ist, weisen in den dargestellten
Ausführungsbeispielen des Verlegesteins 1 die beiden kurzen Seitenflächen 20, 40 und
eine der langen Seitenflächen 50 mehrere erste Nocken 62, 64, 68 auf. In den dargestellten
Ausführungsbeispielen weist eine der langen Seitenflächen 30 mehrere zweite Nocken
72 auf.
[0126] In einem nicht dargestellten alternativen Ausführungsbeispiel können die zweiten
Nocken 72 auch an mehr als nur an einer Seitenfläche 20, 30, 40, 50 angeordnet sein.
Dadurch können die ersten Nocken 62, 64, 66 auch an weniger als an drei Seitenflächen
20, 30, 40, 50 angeordnet sein. Zudem sind Seitenflächen 20, 30, 40, 50 ohne Nocken
62, 64, 66, 72 umsetzbar.
[0127] Beispielsweise können die zweiten Nocken 72 am Verlegestein 1 an aneinander angrenzenden
Seitenflächen 20, 30, 40, 50 angeordnet sein. Beispielsweise können die zweiten Nocken
72 an quaderförmigen Grundkörpern 10 an einer langen Seitenfläche 30 und an einer
kurzen Seitenfläche 20, 40 angeordnet sein.
[0128] Zudem ist eine Anordnung an zwei langen Seitenflächen 30, 50 und einer kurzen Seitenfläche
20, 40 oder an zwei kurzen Seitenflächen 20, 40 und einer langen Seitenfläche 30,
50 vorstellbar. Des Weiteren kann eine alternierende Anordnung umgesetzt werden. Hierbei
können an eine Seitenfläche 20, 30, 40, 50 mit zweiten Nocken 72 angrenzende Seitenflächen
20, 30, 40, 50 erste Nocken 62, 64, 66 aufweisen und eine an Seitenflächen 20, 30,
40, 50 mit ersten Nocken 62, 64, 66 angrenzende Seitenflächen 20, 30, 40, 50 können
zweite Nocken 72 umfassen. Hierbei können an quaderförmigen Grundkörpern 10 beispielsweise
an beiden langen Seitenflächen 30, 50 oder an beiden kurzen Seitenflächen 20, 40 zweite
Nocken 72 angeordnet sein.
[0129] Wie aus Figur 25 ersichtlich ist, weisen im dargestellten siebten Ausführungsbeispiel
des Verlegesteins 1 die beiden kurzen Seitenflächen 20, 40 jeweils einen zweiten Nocken
72 und jeweils zwei erste Nocken 62, 64, 66 auf. Eine der langen Seitenflächen 30
weist zwei zweite Nocken 72 auf. Die gegenüberliegende lange Seitenfläche 50 weist
mehrere erste Nocken 62, 64, 66 auf.
[0130] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, stehen die ersten Nocken 62,
64, 66 und die zweiten Nocken 72 seitlich von der korrespondierenden Seitenfläche
20, 30, 40, 50 ab. Die Höhen der Nocken 62, 64, 66, 72 verlaufen parallel zu der Steinhöhe
16. Eine Breite der Nocken 62, 64, 66, 72 verläuft parallel zu der Längsausdehnung
der korrespondierenden Seitenfläche 20, 30, 40, 50. Bei ersten Nocken 62, 64, 66,
welche an den kurzen Seitenflächen 20, 40 angeordnet sind, entspricht die Längsausdehnung
der Seitenfläche 20, 40 der Steinbreite des Verlegesteins 1. Bei Nocken 62, 64, 66,
72 welche an den langen Seitenflächen 30, 50 angeordnet sind, entspricht die Längsausdehnung
der Seitenfläche 30, 50 der Steinlänge des Verlegesteins 1. Eine Tiefe der Nocken
62, 64, 66, 72 verläuft senkrecht zur korrespondierenden, von der Steinhöhe 16 und
der Längsausdehnung aufgespannten Seitenfläche 20, 30, 40, 50. Die Höhe der Nocken
62, 64, 66, 72 kann der Steinhöhe 16 entsprechen. Alternativ kann der Nocken 62, 64,
66, 72 auch eine kleinere Höhe als der Grundkörper 10 aufweisen (Figur 2 und Figur
23). Ein dem Grundkörper 10 zugewandter Endbereich des Nockens 62, 64, 66, 72 kann
breiter ausgeführt sein als eine von dem Grundkörper 10 abgewandte Stirnseite 71 des
Nockens 62, 64, 66, 72.
[0131] In den dargestellten Ausführungsbeispielen sind die ersten Nocken 62, 64, 66 und
die zweiten Nocken 72 an den Stirnseiten 71 abgerundet, bzw. trapezförmig ausgeführt.
Es sind auch andere geeignete Formen vorstellbar. Beispielsweise können Stirnseite
71 und Endbereich der Nocken 62, 64, 66, 72 die gleiche Breite aufweisen.
[0132] Unter der Stirnseite 71 wird der Bereich der Nocken 62, 64, 66, 72, 82, 84 verstanden,
welcher die Flanken des korrespondierenden Nockens 62, 64, 66, 72, 82, 84 miteinander
verbindet und welcher insbesondere zumindest teilweise parallel zur korrespondierenden
Seitenfläche 20, 30, 40, 50 verläuft. Insbesondere bei den zweiten Nocken 72 kann
die Stirnseite 71 eine gedachte Ebene zwischen den Flanken sein.
[0133] Wie aus Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, unterscheiden sich in den Ausführungsbeispielen
der Verlegesteine 1 die ersten Nocken 62, 64, 66 und die zweiten Nocken 72 neben der
Tiefe auch zusätzlich in der Form und in der Breite und teilweise in der Höhe.
[0134] Wie aus den Figuren 1, 2, 4, 8, 10, 12, 13, 14, 18, 20, 21, 22, sind mit den Bezugszeichen
62, 68 äußere erste Nocken und mit dem Bezugszeichen 64 innere erste Nocken bezeichnet.
Die ersten Nocken 62, 64, 66 können unterschiedliche, Tiefen und/oder unterschiedliche
Höhen aufweisen. Zusätzlich oder alternativ können die ersten Nocken 62, 64, 66 die
gleichen Tiefen und/oder die gleichen Höhen aufweisen.
[0135] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, weist die Stirnseite 71 des
wenigstens einen zweiten Nockens 72 wenigstens zwei durch eine Vertiefung 86 getrennte
Subnocken 82, 84 auf. Die wenigstens zwei Subnocken 82, 84 weisen jeweils eine unterschiedliche
Tiefe auf, wobei wenigstens eine Flanke eines der Subnocken 82, 84 einen Verschiebeanschlag
für einen ersten Nocken 62, 64, 66 oder einen Subnocken 82, 84 eines bestimmungsgemäß
gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins 1 bildet.
[0136] Eine Projektion von wenigstens einem auf der einen Seitenfläche 30 angeordneten Subnocken
82, 84 der zweiten Nocken 72 liegt auf der gegenüberliegende Seitenfläche 50 desselben
Verlegesteins 1 zwischen zwei auf der gegenüberliegenden Seitenfläche 50 angeordneten
ersten Nocken 62, 64, 66. Die ersten Nocken 62, 64, 66 können symmetrisch oder asymmetrisch
dazu angeordnet sein. Insbesondere schneidet eine Mittellinie 73 (Figur 1, 13, 18,
22, 23, 25) durch zweite Nocken 72 die gegenüberliegende Seitenfläche 50 zwischen
zwei dort angeordneten ersten Nocken 62, 64, 66.
[0137] Die Form und die Anordnung der wenigstens zwei Subnocken 82, 84 an der Stirnseite
71 ist komplementär zu ersten Nocken 62, 64, 66 (Figur 4, 8, 10) und komplementär
zu Subnocken 82, 84 (Figur 5, 7, 9, 11) des wenigstens einen bestimmungsgemäß benachbart
angeordneten Verlegesteins 1 ausgebildet. Einander gegenüberliegende Subnocken 82,
84 bilden im verlegten Zustand miteinander eine Verzahnung 132 aus. Einander gegenüberliegende
erste Nocken 62, 64, 66 und Subnocken 82, 84 bilden ebenfalls im verlegten Zustand
miteinander eine Verzahnung 133 aus.
[0138] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, ist der wenigstens eine zweite
Nocken 72 wenigstens doppelt so breit wie der wenigstens eine erste Nocken 62, 64,
66. Die Stirnseite 71 der zweiten Nocken 72 weist in den dargestellten Ausführungsbeispielen
zwei oder drei Subnocken 82, 84 auf. Die Subnocken 82, 84 sind in einer dritten Rastereinheit
80 angeordnet, wobei ein erster Subnocken 82 eine größere Tiefe als ein zweiter Subnocken
84 aufweist. Die dritte Rastereinheit 80 ist eine sich wiederholende Anordnung von
Subnocken 82, 84 und Vertiefungen 86 zwischen den Subnocken 82, 84. Zwischen einem
Rand der Stirnseite 71 und einem der Subnocken 82, 84 kann keine Plattform 88 angeordnet
sein. Die Subnocken 82, 84 weisen in den dargestellten Ausführungsbeispielen Rundungen
auf. Zudem sind die Übergänge zwischen Subnocken 82, 84 und Vertiefungen 86 und/oder
Plattformen 88 abgerundet. Es sind auch andere Formen vorstellbar. Beispielsweise
könnten die Abmessungen eines der wenigstens zwei Subnocken 82, 84 den Abmessungen
des wenigstens einen ersten Nockens 62, 64, 66 entsprechen. Insbesondere können die
Tiefen und/oder die Breiten und/oder die Formen aufeinander abgestimmt sein. Alternativ
oder zusätzlich kann die Form eines der Subnocken 82, 84 an einen Freiraum 68 zwischen
den ersten Nocken 62, 64, 66 angepasst sein.
[0139] Des Weiteren kann eine Tiefe und/oder Breite einer der Vertiefungen 86 an einen der
ersten Nocken 62, 64, 66 angepasst sein. Des Weiteren kann können die Subnocken und
Vertiefungen auch treppen- und trapezförmig ausgebildet werden.
[0140] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, ist die Tiefe und/oder Breite
und/oder Form der die Plattform 88 oder die Vertiefung 86 begrenzenden Flanke von
einem der Subnocken 82, 84, an eine Tiefe und/oder Breite und/oder Form des wenigstens
einen ersten Nockens 62, 64, 66 zum Zwecke der Verzahnung angepasst.
[0141] Zusätzlich oder alternativ ist die Breite und/oder Form und/oder eine Tiefe der die
Plattform 88 oder die Vertiefung 86 begrenzenden Flanke von einem der Subnocken 82,84
an eine Breite und/oder Form eines gespiegelten oder um 180° gedrehten Subnocken 82,
84 angepasst.
[0142] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, entspricht eine Tiefe eines
kleineren Subnockens 84 der wenigstens zwei Subnocken 82, 84 mindestens 1/3 einer
Tiefe eines größeren Subnockens 82 der wenigstens zwei Subnocken 82, 84 und/oder maximal
2/3 der Tiefe des größeren Subnockens 82 der wenigstens zwei Subnocken 82, 84. Die
Tiefe steht senkrecht zur korrespondierenden Seitenfläche 30.
[0143] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, entspricht eine Breite des kleineren
Subnockens 84 der wenigstens zwei Subnocken 82, 84 mindestens der Hälfte der Breite
des größeren Subnockens 82 der wenigstens zwei Subnocken 82, 84 und/oder maximal der
Breite des größeren Subnockens 82 der wenigstens zwei Subnocken 82, 84.
[0144] Die in den Figuren 1 bis 25 dargestellten Ausführungsbeispiele der Verlegesteine
1 unterscheiden sich insbesondere durch die Ausführung und Anordnung der ersten Nocken
62, 64, 66, der zweiten Nocken 72 und der Subnocken 82, 84. Ein weiterer Unterschied
kann die Anzahl der Subnocken 82, 84 oder die Anzahl der zweiten Nocken 72 sein. Durch
diese Unterschiede unterscheiden sich die Verzahnungen 132, 133 der dargestellten
Bausätze 100. Auf diese Unterschiede wird im Folgenden eingegangen.
[0145] Wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich ist, umfasst das erste Ausführungsbeispiel
des Verlegesteins 1 eine kurze Seitenfläche 30, 50 mit drei ersten Nocken 62, 64,
66. Die beiden äußeren ersten Nocken 62, 66 weisen eine geringere Höhe auf als die
innere erste Nocke 64. Hierbei weist die innere erste Nocke 64 zudem eine größere
Höhe auf als die beiden zweiten Nocken 72 des Verlegesteins 1. Die beiden zweiten
Nocken 72 weisen eine größere Höhe auf als die beiden äußeren ersten Nocken 62, 66.
[0146] Wie aus den Figuren 1 bis 5 weiter ersichtlich ist, ist im dargestellten ersten Ausführungsbeispiel
ein Boden der wenigstens einen Vertiefung 86 gekrümmt, sodass die wenigstens eine
Vertiefung 86 einen geschwungenen konkaven Querschnitt aufweist.
[0147] Wie aus den Figuren 1 bis 5 weiter ersichtlich ist, ist ein Übergang einer Flanke
des zweiten Nockens 72 und einer Flanke des kleineren Subnockens 84 streng monoton
steigend ausgebildet. Hierbei geht die Flanke des zweiten Nockens 72 in die Flanke
des kleineren Subnockens 84 über. Ein Übergang einer Flanke des zweiten Nockens 72
und einer Flanke des größeren Subnockens 82 ist monoton steigend mit einer Plattform
88 am Übergang zum zweiten Nocken 72 ausgebildet. Die Plattform 88 ist durch die Flanke
des größeren Subnockens 82 beschränkt. Der Boden der Plattform 88 ist oberhalb der
Stirnseite 71 des zweiten Nockens 72 und unterhalb des Bodens der Vertiefung 86 angeordnet.
Dadurch weist ein tiefster Bereich des Bodens der Plattform 88 einen kleineren Abstand
zur Stirnseite 71 des korrespondieren zweiten Nockens 72 auf, als ein tiefster Bereich
des Bodens der Vertiefung 86. Der Abstand zwischen dem tiefsten Bereich des Bodens
der Vertiefung 86 zur Stirnseite 71 des korrespondierenden zweiten Nockens 72 kann
doppelt so groß sein, wie der Abstand des tiefsten Bereichs des Bodens der Plattform
88 zur Stirnseite 71 des korrespondierenden zweiten Nockens 72. Die Subnocken 82,
84 sind im dargestellten Ausführungsbeispiele mit einem durch eine wellenförmige,
insbesondere sinusförmige mit unterschiedlicher Amplitude verlaufende Kurve begrenzten
Querschnitt ausgeführt.
[0148] Wie aus Figur 4 ersichtlich ist, weist der dargestellte innere erste Nocken 64 eine
größere Tiefe auf, als der äußere Nocken. Eine Tiefe und eine Form des kleineren zweiten
Subnockens 84 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel an den tiefsten ersten Nocken
64 der Seitenfläche 50 angepasst. Hierbei ist die dritte Rastereinheit 80 so ausgebildet,
dass zwischen dem kleineren Subnocken 84 und dem tiefsten ersten Nocken 64 ein schmaler
Spalt entsteht.
[0149] Die Stirnseite des tiefsten ersten Nockens 64 ist auf derselben Höhe angeordnet wie
die Stirnseite des kleineren Subnockens 84. Wirken Schubkräfte auf die Verlegesteine
1 kann sich der kleinere Subnocken 84 am tiefsten ersten Nocken 64 und der tiefste
erste Nocken 64 kann sich am kleineren Subnocken 84 abstützen. Die Flanken des größeren
Subnockens 82 und des kleineren Subnockens 84 bilden einen Verschiebeanschlag für
erste Nocken 64, 62 aus, sodass ein Verschiebeschutz für die korrespondierenden Verlegesteine
1 umgesetzt ist.
[0150] Wie aus Figur 4 ersichtlich ist, ragt der größere Subnocken 82 in den Freiraum 68
zwischen dem ersten Nocken 62 und dem folgenden ersten Nocken 64 an der korrespondierenden
Seitenfläche 20, 40, 50. Ein Spalt zwischen der Stirnseite des größeren Subnockens
82 und der gegenüberliegenden Seitenfläche 20, 40, 50 ist in etwa so groß wie der
Spalt zwischen den Flanken des ersten Nockens 64 und dem kleineren Subnocken 84. Wie
aus Figur 4 weiter ersichtlich ist, wäre der Spalt zwischen kleinerem Subnocken 84
und dem ersten Nocken 64 breiter, wenn der korrespondierende erste Nocken 64 eine
geringere Tiefe hat als der dargestellte tiefste erste Nocken 64 an der entsprechenden
Seitenfläche 20, 40, 50. Hierbei sind erste Nocken 62, mit geringerer Tiefe mit einem
Abstand zum kleineren Subnocken 84 angeordnet. Die Differenz der Tiefen der Subnocken
82, 84 entspricht im dargestellten Ausführungsbeispiel in etwa der Tiefe des weniger
tiefen ersten äußeren Nocken 62.
[0151] Wie aus Figur 5 ersichtlich ist, liegen bei einer Verzahnung 132 der Subnocken 82,
84 die äußeren Flanken der großen Subnocken 82 und die Plattformen 88 einander gegenüber.
Zwischen den großen Subnocken 82 ist ein Spalt A ausgebildet, welcher durch den Abstand
der großen Subnocken 82 und durch die Form der jeweiligen Flanken definiert ist. Hierbei
weist der Spalt A im Bereich der Stirnseiten der Subnocken 88 ähnliche Abmessungen
auf, wie ein Spalt A zwischen den Flanken des ersten Nockens 62 und dem größeren Subnocken
82. Die Stirnseiten der großen Subnocken 82 liegen nicht am Boden der gegenüberliegen
Plattform 88 an.
[0152] Wie aus den Figuren 6 und 7 ersichtlich ist, umfasst das zweite Ausführungsbeispiel
des Verlegesteins 1 wenigstens einen zweiten Nocken 72 mit drei Subnocken 82, 84 und
zwei Vertiefungen 86. Hierbei sind die beiden äußeren kleinen Subnocken 84 gleich
tief und der innen liegende große Subnocken 82 ist tiefer als die beiden äußeren Subnocken
84. Die beiden äußeren Subnocken 84 weisen verschiedene Formen auf.
[0153] Wie aus den Figuren 6 und 7 weiter ersichtlich ist, sind die beiden Vertiefungen
86 zwischen den Subnocken 82, 84 unterschiedlich tief und unterschiedlich geformt.
Hierbei weisen die jeweils tiefsten Punkte der Vertiefungen 86 unterschiedliche Abstände
zur Stirnseite 71 auf. Ein Boden der Vertiefung 86 mit geringerer Tiefe ist gekrümmt,
sodass die weniger tiefe Vertiefung 86 einen geschwungenen konkaven Querschnitt aufweist.
Hierbei ist der tiefste Punkt der Vertiefung oberhalb der Stirnseite 71 des korrespondierenden
zweiten Nockens 72 angeordnet. Ein Boden der tieferen Vertiefung 86 ist teilweise
eben und parallel zur Stirnseite 71 des korrespondierenden zweiten Nockens 72. Hierbei
ist der tiefste Punkt der Vertiefung oberhalb der Stirnseite 71 des korrespondierenden
zweiten Nockens 72 angeordnet. In einer alternativen Ausgestaltung können die Vertiefungen
86 auch gleich tief sein. Zudem kann auch der tiefste Punkt einer der Vertiefungen
86 unterhalb der Stirnseite 71 angeordnet sein.
[0154] Wie aus den Figuren 6 und 7 weiter ersichtlich ist, sind die Übergänge der Flanken
des zweiten Nockens 72 zu einer Flanke eines korrespondierenden Subnockens 84 streng
monoton steigend ausgebildet. Hierbei gehen die Flanken des zweiten Nockens 72 in
die Flanke der randseitig angeordneten Subnocken 84 über. Dadurch weist die Stirnseite
keine Plattform 88 auf. Der Hauptunterschied zum ersten Ausführungsbeispiel des Verlegesteins
1 besteht darin, dass an der Stirnseite ein zusätzlicher Subnocken 84 angeordnet ist
und dass die Plattform 88 in eine zweite Vertiefung 86 umgewandelt ist. Dadurch entsprechen
die Verzahnungen 132, 133 des zweiten Ausführungsbeispiels des Verlegesteins 1 den
Verzahnungen 132, 133 des ersten Ausführungsbeispiels des Verlegesteins 1. Der Unterschied
besteht bei einer Verzahnung 132 mit Subnocken 82, 84 darin, dass die Flanke des zusätzlichen
Subnockens 84 einen zusätzlichen Verschiebeanschlag, für den in die zusätzlich gebildete
Vertiefung 86 ragenden tieferen Subnocken 82 ausbildet.
[0155] Bei einer Verzahnung 133 mit ersten Nocken 132 besteht der Unterschied, dass sich
der zusätzliche kleine Subnocken 84, an dem anderen ersten Nocken 62, 64, 68 abstützt,
welcher den Freiraum 68, in welchen der tiefe Subnocken 82 ragt, begrenzt.
[0156] Wie aus den Figuren 8 und 9 ersichtlich ist, unterscheidet sich das dritte Ausführungsbeispiel
des Verlegesteins 1 vom ersten Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 dadurch, dass
die Übergänge der Flanken des zweiten Nockens 72 zu einer Flanke eines korrespondierenden
Subnockens 82, 84 streng monoton steigend ausgebildet sind. Hierbei gehen die Flanken
des zweiten Nockens 72 in die Flanke der randseitig angeordneten Subnocken 82, 84
über. Dadurch weist die Stirnseite keine Plattform 88 auf. Ein Boden der Vertiefung
86 ist teilweise eben und parallel zur Stirnseite 71 des korrespondierenden zweiten
Nockens 72. Hierbei ist der tiefste Punkt der Vertiefung 86 oberhalb der Stirnseite
71 des korrespondierenden zweiten Nockens 72 angeordnet. In einer alternativen Ausgestaltung
kann der tiefste Punkt der Vertiefungen 86 unterhalb der Stirnseite 71 angeordnet
sein.
[0157] Wie aus Figur 8 ersichtlich ist, stützen sich bei einer Verzahnung 133 von Subnocken
82, 84 mit ersten Nocken 62, 64, 66 der kleinere Subnocken 84 und einer der ersten
Nocken 64 aneinander ab. Der große Subnocken 82 ragt in den Freiraum 68 zwischen diesem
ersten Nocken 64 und dem folgenden ersten Nocken 66.
[0158] Wie aus Figur 9 ersichtlich ist, greifen bei einer Verzahnung 132 der Subnocken 82,
84 ist großen Subnocken 82 in die gegenüberliegende Vertiefung 86 des anderen Verlegesteins
1 ein. Die Vertiefungen 86 sind auf der einen Seite von einer Flanke des großen Subnockens
82 und auf der anderen Seite von der Flanke des kleinen Subnockens 84 begrenzt. Diese
Flanken bilden jeweils einen Verschiebeanschlag für den in die Vertiefung 86 eingreifenden
großen Subnocken 82 aus.
[0159] Wie aus Figur 10 und 11 ersichtlich ist, unterscheidet sich das vierte Ausführungsbeispiel
des Verlegesteins 1 vom dritten Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 dadurch, dass
die Vertiefung 86 gekrümmt ist, sodass die Vertiefung 86 einen geschwungenen konkaven
Querschnitt aufweist.
[0160] Die Subnocken 82, 84 unterscheiden sich von den in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
des Verlegesteins 1 dadurch, dass die Subnocken 82, 84 spitzer zulaufen und kleinere
Stirnseiten aufweisen. Zudem sind die Flanken der kleineren Subnocke 84 unterschiedlich
steil.
[0161] Wie aus Figur 10 ersichtlich ist, stützen sich bei einer Verzahnung 133 von Subnocken
82, 84 mit ersten Nocken 62, 64, 66 der kleinere Subnocken 84 und einer der ersten
Nocken 64 aneinander ab. Der große Subnocken 82 ragt in den Freiraum 68 zwischen diesem
ersten Nocken 64 und dem folgenden ersten Nocken 66. Der große Subnocken liegt hierbei
an der Seitenfläche 50 des anderen Verlegesteins 1.
[0162] Wie aus Figur 11 ersichtlich ist, greifen bei einer Verzahnung 132 der Subnocken
82, 84 die kleinen Subnocken 84 in die gegenüberliegende Vertiefung 86 des anderen
Verlegesteins 1 ein. Die Vertiefungen 86 sind auf der einen Seite von einer Flanke
des großen Subnockens 82 und auf der anderen Seite von der Flanke des kleinen Subnockens
84 begrenzt. Diese Flanken bilden jeweils einen Verschiebeanschlag für den in die
Vertiefung 86 eingreifenden kleinen Subnocken 84 aus.
[0163] Die in den Figuren 1 bis 11 dargestellten Ausführungsbeispiele der Verlegesteine
1 unterscheidet sich von dem, in den Figuren 18 bis 21 dargestellten, fünften Ausführungsbeispiel
der Verlegesteine 1 durch die Ausgestaltung der ersten Nocken 62, 64, 64.
[0164] Die ersten Nocken 62, 64, 66 im fünften Ausführungsbeispiel (Figuren 18 bis 21) sind
deutlich schmaler als die ersten Nocken 62, 64, 66 der Ausführungsbeispiele in den
Figuren 1 bis 11. Hierbei sind die ersten Nocken 62, 64, 66 in den Ausführungsbeispielen
in den Figuren 1 bis 11 vier bis fünfmal mal so breit, wie die ersten Nocken 62, 64,
66 des fünften Ausführungsbeispiels (Figuren 11 bis 21). Die Freiräume 68 zwischen
den ersten Nocken 62, 64, 66 sind in den Ausführungsbeispielen in den Figuren 1 bis
11 schmaler als die Freiräume 68 zwischen den ersten Nocken 62, 64, 66 im fünften
Ausführungsbeispiel (Figuren 18 bis 21). In den Ausführungsbeispielen in den Figuren
1 bis 11 sind die Freiräume 68 so breit wie die ersten Nocken 62, 64, 66 oder 1,5
mal so breit wie die ersten Nocken 62, 64, 66, um eine Presspassung zu vermeiden.
[0165] Im fünften Ausführungsbeispiel (Figuren 18 bis 21) sind die Freiräume 68 zwischen
den ersten Nocken 62, 64, 66 wenigstens fünfmal so breit wie die ersten Nocken 62,
64, 66. Ein alternatives nicht dargestelltes Ausführungsbeispiel des Verlegesteins
1 kann erste Nocken 62, 64, 66 der Ausführungsbeispiele in den Figuren 1 bis 11 und
erste Nocken 62, 64, 66 des fünften Ausführungsbeispiels (Figuren 18 bis 21) aufweisen.
[0166] Das fünfte Ausführungsbeispiel (Figuren 18 bis 21) des Verlegesteins 1 weist wie
die Ausführungsbeispiele der Figuren 1 bis 11 an der Seitenfläche 30 jeweils zwei
zweite Nocken 72 auf. Zwischen den beiden zweiten Nocken 72 ist ein Freiraum 74 angeordnet.
Zudem ist jeweils ein Freiraum 74 zwischen dem zweiten Nocken 72 und dem korrespondierenden
Rand der Seitenfläche 30 angeordnet. Hierbei ist die Ausgestaltung der zweiten Nocken
72 des ersten Ausführungsbeispiels und des fünften Ausführungsbeispiels identisch.
Durch zwei zweite Nocken 72 wird der Verlegestein 1 an zwei Bereichen des angrenzenden
Verlegesteins 1 oder an jeweils einem Bereich der angrenzenden Verlegesteine 1 abgestützt
und ein Verkippen der Verlegesteine 1 kann verhindert werden. In einer alternativen
Ausgestaltung können auch mehr als zwei zweite Nocken 72 oder lediglich ein zweiter
Nocken 72 an der Seitenfläche 30 angeordnet sein. Zudem können mehrere zweite Nocken
72 unterschiedliche Breiten oder Höhen aufweisen.
[0167] Das sechste Ausführungsbeispiel (Figuren 22 bis 24) unterscheidet sich von den vorhergehenden
Ausführungsbeispielen dadurch, dass die Seitenfläche 30 drei zweite Nocken 72 anstelle
von zwei zweiten Nocken 72 aufweist. Dadurch kann in einer angrenzenden Fuge 102,
103 weniger Füllmaterial oder Substrat angeordnet werden. Die Verlegesteine 1 können
überlappend zueinander angeordnet werden, wobei mit steigender Anzahl der zweiten
Nocken 72 die Anordnungsmöglichkeiten der Seitenflächen 30 mit zweiten Nocken 72 zu
anderen Seitenflächen 30 mit zweiten Nocken 72 erhöht werden kann. Dadurch sind mehr
Überlappungsarten der gegenüberliegenden Seitenflächen 30 mit zweiten Nocken 72 möglich,
als in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen Figur 24 zeigt eine 50% Überlappung
der Verlegesteine 1. Es wäre aber durch die Anordnung der zweiten Nocken 72 auch eine
Überlappung der Verlegesteine 1 von 33%, bzw. von 66% oder von 25% bzw. 75 % möglich.
[0168] In einem alternativen nicht dargestellten Ausführungsbeispiel können drei oder mehr
zweite Nocken 72 auch so angeordnet werden, dass eine Überlappung der Verlegesteine
1 von 100% oder andere Überlappungen möglich sind. In einem alternativen nicht dargestellten
Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 kann der Verlegestein 1 die ersten Nocken
62, 64, 66 des fünften Ausführungsbeispiels (Figuren 18 bis 21) und drei oder mehr
zweite Nocken 72, wie im sechsten Ausführungsbeispiel (Figuren 22 bis 24) aufweisen.
[0169] Das siebte Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 (Figur 25) unterscheidet sich
von den anderen Ausführungsbeispielen des Verlegesteins 1 (Figuren 1 bis 24) dadurch,
dass die beiden kurzen Seitenflächen 20, 40 jeweils einen zweiten Nocken 72 und jeweils
zwei erste Nocken 62, 64 aufweisen. Eine der langen Seitenflächen 30 weist zwei zweite
Nocken 72 auf. Die gegenüberliegende lange Seitenfläche 50 weist mehrere erste Nocken
62, 64, 66 auf. In einem alternativen nicht dargestellten Ausführungsbeispiel können
die langen Seitenflächen 30, 50 zusätzlich oder optional erste Nocken 62, 64, 66 und
zweite Nocken 72 aufweisen. Zudem ist auch eine andere Anzahl von Nocken 62, 64, 66,
72 vorstellbar.
[0170] Wie aus Figur 25 weiter ersichtlich ist, können die kurzen Seitenflächen 20, 40 unter
Ausbildung der dritten Fuge 103 gegenüberliegend zueinander angeordnet werden. Hierbei
verrasten die Subnocken 82, 84 des einzigen zweiten Nockens 72 der kurzen Seitenfläche
20, 40 des einen Verlegesteins 1 mit ersten Nocken 62, 64, 66 des anderen Verlegesteins
1. Durch die Anordnung der zweiten Nocken 72 stützen sich die kurzen Seitenflächen
20, 40 auf zwei zweiten Nocken 72 ab, wobei jede Seitenfläche 20, 40 jeweils einen
der beiden zweiten Nocken 72 aufweist. Die zweiten Nocken 72 nehmen jeweils 40% der
Fugenfläche ein. Durch die Länge der Seitenflächen 20, 40 kann die Länge der Fuge
103 und der Anteil der zweiten Nocken 72 an der Fugenfläche verändert werden.
[0171] In den dargestellten Ausführungsbeispielen werden die zweiten Nocken 72 immer an
Stirnseiten 71 eines anderen zweiten Nockens 72 oder an Seitenflächen 20, 40, 50 mit
ersten Nocken 62, 64, 66 angeordnet. Bei einem nicht dargestellten Verlegemuster mit
Verlegesteinen 1 nach dem sechsten Ausführungsbeispiel (Figuren 22 bis 24) sind Seitenflächen
30 mit zweiten Nocken 72 einander zugewandt. Hierbei kann an jeder Seitenfläche 30
jeweils ein zweiter Nocken 72 nicht an der Stirnseite 71 eines gegenüberliegenden
zweiten Nockens 72 angeordnet sein. Dadurch ragt dieser zweite Nocken 72 in die zweite
Fuge 102 hinein.
[0172] In den dargestellten Ausführungsbeispielen werden nicht alle zweiten Nocken 72 versetzt
zueinander angeordnet, um die dritte Fuge 103 zu gestalten, welche breiter als eine
erste Fuge 101 und schmaler als die zweite Fuge 102 ist. Da die ersten Nocken 62,
64, 66 eine geringere Tiefe aufweisen als zweite Nocken 72, nehmen die ersten Nocken
62, 64, 66 weniger Volumen bzw. Fläche in der dritten Fuge 103 ein als die zweiten
Nocken 72. Dadurch ist in der dritten Fuge 103 mehr Volumen für Substrat oder Füllmaterial
vorhanden.
[0173] Die dargestellten Ausführungsbeispiele der Verlegesteine 1 können in einem nicht
dargestellten Ausführungsbeispiel des Bausatzes 100 miteinander kombiniert werden.
Zudem sind weitere Ausführungsbeispiele der Verlegesteine 1 im Bausatz 100 vorstellbar.
[0174] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, weisen die Seiten der dargestellten
Ausführungsbeispiele der Verlegesteine 1 mehrere Ebenen 91, 92, 93, 94, 95, 96 auf.
Eine erste Ebene 91 entspricht der Seitenfläche 20, 30, 40, 50, welche von der Steinhöhe
16 und von der Längsausdehnung der korrespondierenden Seitenfläche 20, 30, 40, 50
aufgespannt wird. Die Längsausdehnung der Seitenfläche 20, 30, 40, 50 entspricht einer
der Längen der Oberseite 12, bzw. der Unterseite 14. Eine Seite des Verlegesteins
1 mit wenigstens einem ersten Nocken 62, 64, 66 weist wenigstens eine zweite Ebene
92 auf (Figuren 1, 4, 8, 10, 12, 13, 14, 18, 19, 20, 21, 22, 25). Die zweite Ebene
92 verläuft parallel zur ersten Ebene 91. Der Abstand zwischen der zweiten Ebene 92
und der ersten Ebene 91 wird durch die Tiefe der tiefsten der ersten Nocken 62, 64,
66 bestimmt. Die zweite Ebene 92 liegt an den Stirnseiten, bzw. an den Anlageflächen
der tiefsten ersten Nocken 62, 64, 66 der korrespondierenden Seite an. Weist die Seitenfläche
20, 40, 50 mehrere erste Nocken 62, 64, 66 mit unterschiedlichen Tiefen auf, dann
sind die weniger tiefen ersten Nocken 62,64, 66 im Bereich zwischen der ersten Ebene
91 und der zweiten Ebene 92 angeordnet. Weisen die ersten Nocken 62, 64, 66 die gleiche
Tiefe auf, liegt die zweite Ebene 92 an der Stirnseite aller ersten Nocken 62, 64,
66 dieser Seitenfläche an. Um eine Verzahnung 131 zwischen ersten Nocken 62, 64, 66
angrenzender Verlegesteine 1 zu ermöglichen, ragen die ersten Nocken 62, 64, 66 der
angrenzenden Verlegesteine 1 jeweils zumindest teilweise in den Bereich zwischen der
ersten Ebene 91 und der zweiten Ebene 92 des angrenzenden Verlegesteins 1 hinein.
[0175] Hierbei können die erste Ebene 91 des einen Verlegesteins 1 und die zweite Ebene
92 des anderen Verlegesteins 1 fluchten. Bei der fluchtenden Anordnung liegt eine
Stirnseite des tiefsten ersten Nockens 62, 64, 66 an der Seitenfläche 20, 40, 50 des
angrenzenden Verlegesteins 1 an.
[0176] Eine Seite mit zweiten Nocken 72 weist die erste Ebene 91, eine dritte Ebene 93 und
eine vierte Ebene 94, eine fünfte Ebene 95 und eine sechste Ebene 96 auf. Die dritte
Ebene 93 verläuft parallel zur korrespondierenden ersten Ebene 91, wobei der Abstand
zwischen der ersten Ebene 91 und der dritten Ebene 93 durch die Tiefe des wenigstens
einen zweiten Nockens 72 vorgegeben ist. Die dritte Ebene 93 liegt an der Stirnseite
71 des zweiten Nockens 72, bzw. der zweiten Nocken 72 an. Die sechste Ebene 96 verläuft
parallel zur ersten Ebene 91 und zur dritten Ebene 93, wobei der Abstand zwischen
der sechsten Ebene 96 und der dritten Ebene 93 abhängig ist von der Tiefe des tiefsten
Subnockens 82 an den zweiten Nocken 72. Hierbei liegt die sechste Ebene 96 an den
Stirnseiten der tiefsten Subnocken 82 an.
[0177] Die vierte Ebene 94 verläuft parallel zur korrespondierenden ersten Ebene 91, und
durch den tiefsten Punkt der korrespondierenden Vertiefung 86. Bei mehreren Vertiefungen
86 mit unterschiedlichen Tiefen sind mehrere vierte Ebenen 94, 94a möglich. Der Abstand
zwischen der vierten Ebene 94 und der dritten Ebene 93 ist abhängig von der Tiefe
der Vertiefung. Der tiefste Punkt der Vertiefung 86 kann oberhalb der Stirnseite 71
und der dritten Ebene oder unterhalb der Stirnseite 71 und der dritten Ebene liegen.
Dadurch kann die vierte Ebene zwischen der ersten Ebene und einer fünften Ebene 95
angeordnet sein.
[0178] Die fünfte Ebene 95 verläuft parallel zur korrespondierenden ersten Ebene 91 und
durch den höchsten Punkt der korrespondierenden kleineren Subnocken 84. Der Abstand
zwischen der fünften Ebene 95 und der dritten Ebene 93 ist abhängig von der Tiefe
des kleineren Subnockens 84.
[0179] Um eine Verzahnung 132 zwischen Subnocken 82, 84 und Subnocken 82, 84 angrenzender
Verlegesteine 1 zu ermöglichen, ragt wenigstes ein Subnocken 82, 84 der angrenzenden
Verlegesteine 1 jeweils zumindest teilweise in den Bereich zwischen der dritten Ebene
93 und der sechsten Ebene 96 des anderen Verlegesteins 1 hinein. Hierbei können die
dritte Ebene 93 der einen Seite und die sechste Ebene 96 der anderen Seite fluchten.
[0180] Bei der fluchtenden Anordnung liegt eine Stirnseite des tiefsten Subnockens 82 an
der Stirnseite 71 des anderen zweiten Nockens 72 an.
[0181] Um eine Verzahnung 133 zwischen Subnocken 82, 84 und ersten Nocken 62, 64, 66 angrenzender
Verlegesteine 1 zu ermöglichen, ragt wenigstens einer der Subnocken 82, 84 des einen
Verlegesteins 1 zumindest teilweise in den Bereich zwischen der ersten Ebene 91 und
der zweiten Ebene 92 des angrenzenden Verlegesteins 1 hinein. Hierbei können die sechste
Ebene 96 der Seite mit den zweiten Nocken 72 und die erste Ebene 91 der Seite mit
den ersten Nocken 62, 64, 66 fluchten. Bei der fluchtenden Anordnung liegt die Stirnseite
des tiefsten Subnockens 82 an der benachbarten Seitenfläche 20, 40, 50 an. Zudem ragen
die ersten Nocken 62, 64, 66 in den Bereich zwischen der dritten Ebene 93 und der
sechsten Ebene 96 der Seite mit den zweiten Nocken 72. Hierbei können die zweite Ebene
92 der Seite mit den ersten Nocken 62, 64, 66 und die dritte Ebene 93 der Seite mit
den zweiten Nocken 72 fluchten. Bei einer fluchtenden Anordnung liegt die Stirnseite
des tiefsten ersten Nockens 62, 64, 66 an der Stirnseite 71 des zweiten Nockens 72
an.
[0182] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, sind die ersten Nocken 62, 64,
66 an einer Seitenfläche 20, 40, 50 in einer ersten Rastereinheit 60 angeordnet, die
so ausgebildet ist, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Verlegesteinen
1 erste Nocken 62, 64, 66 des einen Verlegesteins 1 in Freiräume 68 zwischen ersten
Nocken 62, 64, 66 des anderen Verlegesteins 1 eingreifen. Hierbei ist ein äußerer
erster Nocken 62 am Rand der Seitenfläche 20, 40, 50 und ein äußerer erster Nocken
66 beabstandet zum Rand der Seitenfläche 20, 40, 50 angeordnet. Es ist aber auch möglich,
beide erste äußere Nocken 62, 66 mit einem Abstand zur Kante anzuordnen. Auch die
Anzahl der Nocken 62, 64, 66 kann an Abmessungen des Verlegesteins 1 angepasst werden.
Die erste Rastereinheit 60 ist derart ausgebildet, dass erste Nocken 62, 64, 66 von
um 180° oder um 90% gedrehten Verlegesteinen 1 in Freiräume 68 zwischen ersten Nocken
62, 64, 66 von nicht gedrehten Verlegesteinen 1 eingreifen. Die Anordnung der ersten
Nocken 62, 64, 66 sowie die Ausführung der ersten Nocken 62, 64, 66 kann sich hierbei
periodisch wiederholen. Beispielsweise können die ersten Nocken 62, 64, 66 in Paaren
angeordnet sein, wobei ein Paar erster Nocken 62, 64, 66 höher ist als ein anderes
Paar erster Nocken 62, 64, 66 (Figur 23). Alternativ können äußere erste Nocken 62,
66 eine kleinere Höhe aufweisen als innere erste Nocken 64 (Figur 2).
[0183] Neben der Höhe der ersten Nocken 62, 64, 66 variiert auch die Tiefe der ersten Nocken
62, 64, 66. Die Tiefe der zweiten Nocken 72 ist mindestens doppelt so groß wie die
Tiefe des größten ersten Nockens 64. Dadurch wird sichergestellt, dass die zweiten
Nocken 72 eine größere Tiefe aufweisen als die ersten Nocken 62, 64, 66.
[0184] Wie aus den Figuren 1 bis 24 weiter ersichtlich ist, sind die zweiten Nocken 72 an
einer Seitenfläche 30 in einer zweiten Rastereinheit 70 angeordnet, die so ausgebildet
ist, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Verlegesteinen 1 sich
gegenüberliegende Stirnseiten 71 zweiter Nocken 72 zumindest teilweise überschneiden.
Hierbei sind die zweiten Nocken 72 so angeordnet, dass die Mittelachse 73 des zweiten
Nockens 72 des einen Verlegesteins 1 zwischen den Schnittstellen 75 der Flanken mit
der korrespondierenden Seitenfläche 30 des bestimmungemäß gegenüberliegenden zweiten
Nockens des anderen Verlegesteins 1 angeordnet ist. Die ersten fünf Ausführungsbeispiele
der Verlegesteine 1 weisen zweite Rastereinheiten 70 mit zwei zweiten Nocken 72 auf.
Das sechste Ausführungsbeispiel der Verlegesteine 1 weist eine zweite Rastereinheit
70 mit drei zweiten Nocken 72 auf, wobei je nach Anordnung der Verlegesteine 1 mindestens
zwei zweite Nocken 72 einer zweiten Rastereinheit 70 an Stirnseiten 71 zweier zweiter
Nocken 72 einer anderen zweiten Rastereinheit 70 anliegen.
[0185] Die zweiten Nocken 72 sind im sechsten Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 so
angeordnet, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Grundkörpern 10
zweite Nocken 72 des einen Grundkörpers 10 an gegenüberliegenden zweiten Nocken 72
des benachbarten Grundkörpers 10 anliegen. Hierbei weist ein mittig angeordneter zweiter
Nocken 72 unterschiedliche Abstände und dadurch unterschiedlich dimensionierte Freiräume
74 zu den äußeren zweiten Nocken 72 der zweiten Rastereinheit 70 auf. Im dargestellten
sechsten Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 ist der mittig angeordnete Nocken
72 so angeordnet, dass seine Mittelachse versetzt zur Mittelachse MA der korrespondierenden
Seitenfläche 30 angeordnet ist. Hierbei wird der mittig angeordnete Nocken 72 außermittig
von der Mittelachse MA der Seitenfläche 30 geschnitten. Dadurch können die Verlegesteine
1 um 50% versetzt zueinander angeordnet werden und eine Verzahnung 132 der Subnocken
82, 84 der zweiten Nocken 72 ermöglicht werden.
[0186] Welcher Versatz zwischen den Verlegesteinen 1 möglich ist, ist von den Abständen
der zweiten Nocken 72 zueinander und von der Anordnung der zweiten Nocken 72 an der
Seitenfläche 30 abhängig und kann an einen gewünschten Versatz zwischen den Verlegesteinen
1 angepasst werden. Die Breite der Stirnseiten 71 der zweiten Nocken 72 kann unabhängig
von der ersten Rastereinheit 60 gewählt werden, solange die dritte Rastereinheit 80,
in welcher die Subnocken 82, 84 und Vertiefungen 86 angeordnet sind, komplementär
zur ersten Rastereinheit 60 ausgeführt ist.
[0187] Bei verschiedenen Längs- und Querabmessungen der Verlegesteine 1 weisen die Verlegesteine
1 gleiche Abmessungen ihrer Rastereinheiten 60, 70, 80 auf. Hierbei können die Rastereinheiten
60, 70, 80 vollständig an der entsprechenden Seitenflächen 20, 30, 40, 50 oder nur
teilweise an den entsprechenden Seitenflächen 20, 30, 40, 50 angeordnet werden.
[0188] Wie aus Figur 2 weiter ersichtlich ist, umfasst das erste Ausführungsbeispiel des
Verlegesteins 1 abgerundete Kanten an der Oberseite 12. Es ist aber auch eine Ausführung
ohne die abgerundeten Kanten vorstellbar.
[0189] Wie aus Figur 23 weiter ersichtlich ist, umfasst das sechste Ausführungsbeispiel
des Verlegesteins 1 abgerundete Kanten an der Oberseite 12 und Rinnen an der Unterseite
14. Es ist aber auch eine Ausführung ohne die abgerundeten Kanten und/oder ohne die
Rinnen vorstellbar.
[0190] Die Ausführungsbeispiele der dargestellten Bausätze 100 unterscheiden sich durch
die verwendeten Verlegesteine 1 und durch die Anordnung der Verlegesteine 1.
[0191] Wie insbesondere aus Figur 12 ersichtlich ist, ist bei einem verlegten Bausatz 100
die Abmessung einer Fuge 101, 102, 103 zwischen zwei bestimmungsgemäß nebeneinander
angeordneten Verlegesteinen 1 abhängig von der Ausrichtung der Verlegesteine 1 und
von den Nocken 62, 64, 66, 72, 82, 84, welche an den einander zugewandten Seitenflächen
20, 30, 40, 50 angeordnet sind.
[0192] Figur 12 zeigt eine erste Reihe 111 und eine zweite Reihe 112 mit Verlegesteinen
1. Hierbei sind die Verlegesteine 1 so angeordnet, dass Seitenflächen 30 mit zweiten
Nocken 72 gegenüberliegend zueinander angeordnet sind. Die Breite der zwischen diesen
Seitenflächen 30 verlaufenden zweiten Fuge 102 ist abhängig von den Abmessungen der
zweiten Nocken 72, der Tiefe des größten Subnockens 82 und dem Spalt zwischen den
tiefsten Subnocken 82 und dem Boden der Plattform 88 (Figur 5). Die dargestellte zweite
Fuge 102 ist in etwa 30 mm breit. Die Seitenflächen 30 können wegen der Verzahnung
132 durch die Subnocken 82, 84 nicht gegeneinander verschoben werden. In der dargestellten
Verlegeweise nimmt ein zweiter Nocken 72 in Draufsicht auf die Fuge 102 gesehen, 10%
der Fugenfläche ein. Durch die Länge der Seitenflächen 30 kann die Länge der Fuge
102 und der Anteil der zweiten Nocken 72 an der Fugenfläche verändert werden.
[0193] Figur 12 zeigt eine zweite Reihe 112 und eine dritte Reihe 113 mit Verlegesteinen
1. Hierbei sind die Verlegesteine 1 so angeordnet, dass Seitenflächen 50 mit ersten
Nocken 62, 64, 66 gegenüberliegend zu Seitenflächen 30 mit zweiten Nocken 72 angeordnet
sind. Die Breite der zwischen diesen Seitenflächen 50, 30 verlaufenden dritten Fuge
103 ist, wie aus Figur 4 ersichtlich ist, abhängig von den Abmessungen des zweiten
Nockens 72. Die Abmessungen des größten Subnockens 82 und der Abstand des größten
Subnockens zur gegenüberliegenden Steinfläche 50 haben ebenfalls einen Einfluss auf
die Abmessungen der dritten Fuge 103. Die dargestellte dritte Fuge 103 ist in etwa
15 mm breit. In der dargestellten Verlegeweise nimmt ein zweiter Nocken 72 20% der
Fugenfläche ein. Durch die Länge der Seitenflächen 30, 50 kann die Länge der Fuge
103 und der Anteil der zweiten Nocken 72 an der Fugenfläche verändert werden.
[0194] Die Seitenflächen 30, 50 können durch die Verzahnung 133 zwischen den Subnocken 82,
84 und dem korrespondierenden ersten Nocken 64 nicht gegeneinander verschoben werden.
Die dritte Fuge 103 ist schmaler als die zweite Fuge 102. Die dritte Fuge 103 ist
im dargestellten Ausführungsbeispiel in etwa halb so breit wie die zweite Fuge 102.
[0195] Figur 12 zeigt eine dritte Reihe 113 und eine vierte Reihe 114 mit Verlegesteinen
1. Hierbei sind die Verlegesteine 1 so angeordnet, dass Seitenflächen 50 mit ersten
Nocken 62, 64, 66 gegenüberliegend zueinander angeordnet sind.
[0196] Die Breite der zwischen diesen Seitenflächen 50 verlaufenden ersten Fuge 101 ist,
wie aus Figur 12 ersichtlich ist, abhängig von den Abmessungen der ersten Nocken 62,
64, 66. Die dargestellte erste Fuge 101 ist zwischen 3 und 5 mm breit. Die Seitenflächen
50 können durch die Verzahnung 131 der ersten Nocken 62, 64, 66 nicht gegeneinander
verschoben werden. Die erste Fuge 101 ist schmaler als die zweite Fuge 102 und die
dritte Fuge 103.
[0197] Die zweite Fuge 102 und die dritte Fuge 103 sind derart ausgelegt, dass ein Bewuchs
der Fuge 102, 103 mit Moos oder mit Gras oder anderen geeigneten Pflanzen möglich
ist. Zudem kann ein Ablauf von Regenwasser durch die breiten zweiten Fugen 102 und
die breiten dritten Fugen 103 verbessert werden.
[0198] Die erste Fuge 101 ist derart ausgelegt, dass ein Versickern von Regenwasser ermöglicht
wird.
[0199] In Figur 12 werden entlang der langen Seitenflächen 30, 50 Fugen 101, 102, 103 mit
unterschiedlicher Tiefe ausgebildet. Mit einer alternativen Ausgestaltung der Verlegesteine
1 können auch die an die kurzen Seitenflächen 20, 40 angrenzenden Fugen 101, 102,
103 unterschiedliche Breiten aufweisen. Zudem können auch kurze Seitenflächen 20,
40 gegenüberliegend zu langen Seitenflächen 30, 50, unter anderem gegenüberliegend
zu langen Seitenflächen 30 mit zweiten Nocken 72 angeordnet werden (Figur 16).
[0200] Wie aus den Figuren 12 und 14 ersichtlich ist, können die Verlegesteine 1 eines Bausatzes
100 so angeordnet werden, dass die Verlegesteine 1 fluchtend angeordnet sind, wobei
sowohl die kurzen Seitenflächen 20, 40 als auch die langen Seitenflächen 30, 50 angrenzender
Verlegesteine 1 fluchten. Dadurch werden Kreuzfugen gebildet.
[0201] In Figur 15 ist zwischen den Verlegesteinen 1 der letzten Reihe 117 und der vorletzten
Reihe 116 eine erste Fuge 101 als Kreuzfuge ausgebildet. In Figur 12 und Figur 15
ist zwischen der dritten Reihe 113 und der vierten Reihe 114 und in Figur 14 zwischen
der ersten Reihe 111 und der zweiten Reihe 112 eine zweite Fuge 102 als Kreuzfuge
ausgebildet. Eine Ausbildung einer dritten Fuge 103 als Kreuzfuge ist in Figur 12
zwischen der zweiten Reihe 112 und der dritten Reihe 113 dargestellt. In den dargestellten
Ausführungsbeispielen kreuzen die Fugen 101, 102 jeweils eine erste Fuge 101, welche
zwischen den kurzen Seitenflächen 20, 40 verläuft.
[0202] Wie aus den Figuren 13 und 15 ersichtlich ist, können die Verlegesteine 1 eines Bausatzes
100 so angeordnet werden, dass lange Seitenflächen 30, 50 angrenzender Verlegesteine
1 fluchten. Die Verlegesteine 1 sind versetzt zueinander angeordnet, sodass die kurzen
Seitenflächen 20, 40 benachbarter Verlegesteine 1 nicht fluchten. Dadurch entstehen
T-förmige Fugen. In Figur 13 und 15 ist zwischen den Verlegesteinen 1 der ersten Reihe
111 und der zweiten Reihe 112 eine zweite Fuge 102 ausgebildet. Die Verlegesteine
1 sind mit einem Überlapp von 50% zueinander angeordnet. Mit dem dargestellten Verlegestein
1 nach dem ersten Ausführungsbeispiel ist außer einer 100% Überlappung keine andere
Überlappung möglich. Mit Verlegesteinen 1 nach dem sechsten Ausführungsbeispiel wären
auch eine 33%, bzw. eine 66% oder 25% bzw. 75% Überlappung der Verlegesteine 1 möglich.
[0203] In Figur 15 ist zwischen den Verlegesteinen 1 der zweiten Reihe 112 und der dritten
Reihe 113 eine erste Fuge 101 ausgebildet. Die Verlegesteine 1 sind mit einer Überlappung
von 50% zueinander angeordnet. Es sind aber auch andere Überlappungen mit den dargestellten
Verlegesteinen 1 möglich.
[0204] In Figur 15 sind zwischen den Verlegesteinen 1 der vierten Reihe 114, der fünften
Reihe 115 und der sechsten Reihe 116 dritte Fugen 103 ausgebildet. Die Verlegesteine
1 sind in der vierten Reihe 114 und in der fünften Reihe 115 mit einer Überlappung
von 33%, bzw. 66% zueinander angeordnet. Die Verlegesteine 1 sind in der fünften Reihe
115 und in der sechsten Reihe 116 mit einer Überlappung von 50% zueinander angeordnet.
Es sind aber auch andere Überlappungen möglich.
[0205] Das in den Figuren 19 bis 21 dargestellte Ausführungsbeispiel des Bausatzes 100 umfasst
Verlegesteine 1 nach dem fünften Ausführungsbeispiel. Die Anordnung ist aber auch
mit Verlegesteinen 1 nach einem der anderen Ausführungsbeispiele umsetzbar.
[0206] Wie aus den Figuren 19 bis 21 ersichtlich ist, sind die Verlegesteine 1 so angeordnet,
dass lange Seitenflächen 30, 50 angrenzender Verlegesteine 1 fluchten. Die Verlegesteine
1 sind versetzt zueinander angeordnet, sodass die kurzen Seitenflächen 20, 40 benachbarter
Verlegesteine 1 nicht fluchten.
[0207] In den Figuren 19 bis 21 ist zwischen den Verlegesteinen 1 der ersten Reihe 111 und
der zweiten Reihe 112 eine zweite Fuge 102 ausgebildet. Die Überlappung der Verlegesteine
1 kann hierbei eingestellt werden, zum einen durch die Auswahl der Freiräume 68 zwischen
ersten Nocken 62, 64, 66, in welche die zweiten Nocken 72 eingreifen, zum anderen
durch die Anordnung der Subnocken 82, 84 zu den angrenzenden ersten Nocken 62, 64,
66.
[0208] Wie aus Figur 19 ersichtlich ist, sind die korrespondierenden ersten Nocken 64 im
dargestellten Ausführungsbeispiel des Bausatzes 100 in der Vertiefung 86 zwischen
den Subnocken 82, 84 angeordnet.
[0209] Wie aus Figur 20 ersichtlich ist, liegen die korrespondierenden ersten Nocken 64
im dargestellten Ausführungsbeispiel des Bausatzes 100 an der Plattform 88 und seitlich
am großen Subnocken 82 an. Dadurch ist eine leichte Änderung der Überlappung zwischen
den Verlegesteinen 1 möglich.
[0210] Wie aus Figur 21 ersichtlich ist, sind die Subnocken 82, 84 zwischen korrespondierenden
ersten Nocken 64 angeordnet.
[0211] In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel des Bausatzes 100 können sich die
kleineren Subnocken 84 an ersten Nocken 62, 64, 66 abstützen.
[0212] Zudem sind in den dargestellten Ausführungsbeispielen des Bausatzes 100 die zweiten
Nocken 72 in Freiräumen zwischen den ersten Nocken 64 angeordnet. Es wäre auch eine
Anordnung wenigstens eines zweiten Nockens 72 in einem Freiraum 68 zwischen einer
Kante der Seitenfläche 50 und dem ersten Nocken 62, 66, welcher benachbart zum Rand
angeordnet ist, möglich.
[0213] Figur 16 zeigt mehrere T- förmige Fugen 101, 103. Hierbei sind die Verlegesteine
1 in zwei Spalten 120 angeordnet. Hierbei grenzen die Verlegesteine 1 der ersten drei
Reihen 111, 112, 113 der zweiten Spalte 122 jeweils mit einer kurzen Seitenfläche
20, 40 an einer langen Seitenfläche 50 oder an zwei langen Seitenflächen 50 mit zweiten
Nocken 72 der Verlegesteine 1 der ersten Spalte 121 an. Dadurch wird zwischen den
Verlegesteinen 1 der ersten Spalte 121 und Verlegesteinen 1 der zweiten Spalte 122
eine dritte Fuge 103 ausgebildet. Es wäre auch die Ausbildung einer ersten Fuge 101
möglich, wenn die Verlegesteine 1 der ersten Spalte 121 anders ausgerichtet wären.
[0214] Wie aus Figur 16 weiter ersichtlich ist, sind die Verlegesteine 1 im dargestellten
Ausführungsbeispiel mit Nocken 62, 64, 66, 72, 82, 84 doppelt so lang wie breit. Dadurch
können in der vierten Reihe 114 der zweiten Spalte 122 zwei Verlegesteine 1 mit ihren
langen Seitenflächen 30 aneinander angrenzen, wobei die voneinander abgewendeten Seitenflächen
50 jeweils fluchtend zu einer der kurzen Seitenflächen 20, 40 eines Verlegesteins
1 der dritten Reihe 113 angeordnet sind. Dieser Verlegestein 1 grenzt hierbei mit
seiner langen Seitenfläche 30 an die ihm zugewandten kurzen Seitenflächen 20 an.
[0215] Figur 17 zeigt, dass innerhalb einer gleichförmigen Anordnung von Verlegesteinen
1 ein Verlegestein 1 um 180% um die Hochachse gedreht zu den anderen Verlegesteinen
1 angeordnet werden kann. Hierbei wird eine andere lange Seitenfläche 30, 50 den benachbarten
Verlegesteinen 1 zugewandt, wodurch sich die Fugenbreite in diesem Bereich von der
Fugenbreite der angrenzenden Bereiche unterscheidet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
wird aus einer zweiten Fuge 102 im Abschnitt des gedrehten Verlegesteins 1 eine dritte
Fuge 103. Durch das Drehen der Verlegesteine 1 um 90° oder 180° können weitere interessante
Muster entstehen.
[0216] Wie aus den Figuren 12 bis 17 und 19 bis 21 weiter ersichtlich ist, können die Verlegesteine
1 eines Bausatzes 100 so angeordnet werden, dass durch die unterschiedlichen Fugen
102, 102, 103 unterschiedliche ästhetisch ansprechende Verlegemuster bzw. Verlegedesigns
entstehen. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann der Verlegestein
1 als Übergangsstück zwischen Verlegesteinen, welche lediglich erste Nocken 62, 64,
66 aufweisen, und Verlegesteinen, welche lediglich zweite Nocken 72 aufweisen, wirken.
Bezugszeichen
[0217]
- 1
- Verlegestein
- 10
- Grundkörper
- 12
- Oberseite
- 14
- Unterseite
- 16
- Steinhöhe
- 20, 30, 40, 50
- Seitenfläche
- 60
- erste Rastereinheit
- 62, 66
- äußerer erster Nocken
- 64
- innerer erster Nocken
- 68
- Freiraum
- 70
- zweite Rastereinheit
- 71
- Stirnseite
- 72
- zweiter Nocken
- 73
- Mittellinie
- 74
- Freiraum
- 75
- Schnittpunkt Flanke mit Steinfläche
- 80
- dritte Rastereinheit
- 82
- großer Subnocken
- 84
- kleiner Subnocken
- 86
- Vertiefung
- 88
- Plattform
- 91
- erste Ebene
- 92
- zweite Ebene
- 93
- dritte Ebene
- 94,94a
- vierte Ebene
- 95
- fünfte Ebene
- 96
- sechste Ebene
- 100
- Bausatz
- 101
- erste Fuge
- 102
- zweite Fuge
- 103
- dritte Fuge
- 110
- Reihe
- 111
- erste Reihe
- 112
- zweite Reihe
- 113
- dritte Reihe
- 114
- vierter Reihe
- 115
- fünfte Reihe
- 116
- sechste Reihe
- 120
- Spalte
- 121
- erste Spalte
- 122
- zweite Spalte
- 131
- Verzahnung von ersten Nocken
- 132
- Verzahnung von Subnocken
- 133
- Verzahnung Subnocken mit ersten Nocken
- MA
- Mittelachse
- A
- Abstand zwischen Nocken
1. Verlegestein (1), insbesondere aus Beton, zur Erstellung einer Erdreichabdeckung,
umfassend einen Grundkörper (10) mit einer Oberseite (12) und einer Unterseite (14)
sowie zwischen der Oberseite (12) und der Unterseite (14) angeordnete Seitenflächen
(20, 30, 40, 50), welche parallel zu einer Steinhöhe (16) verlaufen,
wobei an wenigstens einer Seitenfläche (20, 40, 50) wenigstens ein erster Nocken (62,
64, 66) und an wenigstens einer weiteren Seitenfläche (30) wenigstens ein zweiter
Nocken (72) angeordnet ist, wobei die Tiefe des wenigstens einen zweiten Nockens (72)
mindestens doppelt so groß, vorzugsweise mindestens fünfmal so groß ist, wie die Tiefe
des wenigstens einen ersten Nockens (62, 64, 66),
wobei eine Stirnseite (71) des wenigstens einen zweiten Nockens (72) wenigstens zwei
durch eine Vertiefung (86) getrennte Subnocken (82, 84) aufweist,
dadurch gekennzeichnet dass,
die wenigstens zwei Subnocken (82, 84) jeweils eine unterschiedliche Tiefe aufweisen,
wobei wenigstens eine Flanke eines der Subnocken (82, 84) einen Verschiebeanschlag
für einen ersten Nocken (62, 64, 66) oder einen Subnocken (82, 84) eines bestimmungsgemäß
gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins (1) bildet,
wobei Form und Anordnung der wenigstens zwei Subnocken (82, 84) an der Stirnseite
(71) des zweiten Nockens (72) komplementär zu ersten Nocken (62, 64, 66) und komplementär
zu Subnocken (82, 84) von zweiten Nocken (72) ausgebildet sind, so dass bei bestimmungsgemäß
benachbart angeordneten Verlegesteinen (1) eine Verzahnung (132,133) entweder zwischen
wenigstens zwei gegenüberliegenden Subnocken (82, 84) oder zwischen gegenüberliegenden
ersten Nocken (62, 64, 66) und Subnocken (82, 84) ausbildbar ist.
2. Verlegestein nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass eine Tiefe eines kleineren Subnocken (84) der wenigstens zwei Subnocken (82, 84)
mindestens 1/3 einer Tiefe eines größeren Subnocken (82) der wenigstens zwei Subnocken
(82, 84) und/oder maximal 2/3 der Tiefe des größeren Subnocken (82) der wenigstens
zwei Subnocken (82, 84) entspricht, wobei die Tiefe senkrecht zur korrespondierenden
Seitenfläche (30) steht.
3. Verlegestein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Breite des kleineren Subnocken (84) der wenigstens zwei Subnocken (82, 84) mindestens
der Hälfte der Breite des größeren Subnocken (82) der wenigstens zwei Subnocken (82,
84) und/oder maximal der Breite des größeren Subnocken (82) der wenigstens zwei Subnocken
(82, 84) entspricht.
4. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Boden der wenigstens einen Vertiefung (86) gekrümmt ist, so dass die wenigstens
eine Vertiefung (86) einen geschwungenen konkaven Querschnitt aufweist.
5. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden der wenigstens einen Vertiefung (86) zumindest teilweise eben und parallel
zur Stirnseite (71) des korrespondierenden zweiten Nocken (72) ist.
6. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Übergang einer Flanke des zweiten Nocken (72) und einer Flanke eines der Subnocken
(82, 84) streng monoton steigend ausgebildet ist oder dass ein Übergang einer Flanke
des zweiten Nocken (72) und einer Flanke eines der Subnocken (82, 84) monoton steigend
mit einer Plattform (88) am Übergang zum zweiten Nocken (72) ausgebildet ist.
7. Verlegestein nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, dass ein tiefster Bereich eines Bodens der Plattform (88) einen kleineren Abstand zur
Stirnseite (71) des korrespondieren zweiten Nocken (72) aufweist, als ein tiefster
Bereich des Bodens der Vertiefung (86), insbesondere wobei der Abstand zwischen dem
tiefsten Bereich des Bodens der Vertiefung (86) zur Stirnseite (71) des korrespondierenden
zweiten Nocken (72) doppelt so groß ist, wie der Abstand des tiefsten Bereichs der
Bodens der Plattform (88) zur Stirnseite (71) des korrespondierenden zweiten Nocken
(72).
8. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Vorhandensein von mehreren Vertiefungen (86) zwischen Subnocken (82, 84) die
jeweils tiefsten Punkte unterschiedliche Abstände zur Stirnseite (71) aufweisen.
9. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, die Tiefe und/oder Breite und/oder Form der die Plattform (88) oder die Vertiefung
(86) begrenzenden Flanke von einem der Subnocken (82, 84), an eine Tiefe und/oder
Breite und/oder Form des wenigstens einen ersten Nockens (62, 64, 66) zum Zwecke der
Verzahnung angepasst ist und/oder wobei Breite und/oder Form und/oder eine Tiefe der
die Plattform (88) oder die Vertiefung (86) begrenzenden Flanke von einem der Subnocken
(82,84) an eine Breite und/oder Form eines gespiegelten oder um 180° gedrehten Subnocken
(82, 84) angepasst ist, insbesondere so dass im bestimmungsgemäß verlegten Zustand
eine Spalte (A) zwischen gegenüberliegenden Subnocken (82, 84) ebenso groß ist, wie
eine Spalte (A) zwischen einem ersten Nocken (62) und einem gegenüberliegenden Subnocken
(82, 84).
10. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergänge zwischen Subnocken (82, 84) und Vertiefungen (86) und/oder Plattformen
(88) abgerundet und/oder treppenförmig und)oder trapezförmig sind.
11. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass zumindest eine Projektion des großen Subnocken (84) des auf der einen Seitenfläche
(30) angeordneten wenigstens einen zweiten Nockens (72) auf die gegenüberliegende
Seitenfläche (50) im Wesentlichen zwischen zwei auf der gegenüberliegenden Seitenfläche
(50) angeordneten ersten Nocken (62, 64, 66) liegt oder zwischen einem Rand der gegenüberliegenden
Seitenfläche (50) und einem ersten Nocken (62, 66) liegt.
12. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine zweite Nocken (72) wenigstens doppelt so breit ist wie der wenigstens
eine erste Nocken (62, 64, 66).
13. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehreren ersten Nocken (62, 64, 66) an einer Seitenfläche (20, 40, 50) die ersten
Nocken (62, 64, 66) in einer ersten Rastereinheit (60) angeordnet sind, die so ausgebildet
ist, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Verlegesteinen (1) erste
Nocken (62, 64, 66) des einen Verlegesteins (1) in Freiräume (68) zwischen ersten
Nocken (62, 64, 66) des anderen Verlegesteins (1) eingreifen.
14. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehreren zweiten Nocken (72) an einer Seitenfläche (30) die zweiten Nocken (72)
in einer zweiten Rastereinheit (70) angeordnet sind, die so ausgebildet ist, dass
bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Verlegesteinen (1) sich gegenüberliegende
Stirnseiten (71) zweiter Nocken (72) zumindest teilweise überschneiden.
15. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Subnocken (82, 84) an der Stirnseite (71) des wenigstens einen
zweiten Nockens (72) in einer dritten Rastereinheit (80) angeordnet sind, die so ausgebildet
ist, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Verlegesteinen (1) wenigstens
ein Subnocken (82, 84) des einen Verlegesteins (1) in eine Vertiefung (86) zwischen
Subnocken (82, 84) oder in eine Plattform (88) oder in einen Freiraum (68) zwischen
ersten Nocken (62, 64, 66) des anderen Verlegesteins (1) eingreift.
16. Verlegestein nach einem vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehreren ersten Nocken (62, 64, 66) an einer Seitenfläche (20, 40, 50 die ersten
Nocken (62, 64, 66) unterschiedliche Tiefen oder gleiche Tiefen aufweisen.
17. Bausatz (100) aus Verlegesteinen (1), wobei die Verlegesteine (1) an wenigstens einer
Seitenfläche (20, 30, 40) wenigstens einen ersten Nocken (62, 64, 66) aufweisen und
an wenigstens einer weiteren Seitenfläche (50) wenigstens einen zweiten Nocken (72)
aufweisen, wobei eine Tiefe des wenigstens einen zweiten Nockens (72) mindestens doppelt
so groß, vorzugsweise mindestens fünfmal so groß ist wie eine Tiefe des wenigstens
einen ersten Nockens (62, 64, 66),
wobei die Stirnseite (71) des wenigstens einen zweiten Nockens (72) wenigstens zwei
Subnocken (82, 84) und wenigstens eine Vertiefung (86 aufweist,
wobei Form und Anordnung der wenigstens zwei Subnocken (82, 84) an der Stirnseite
(71) komplementär zu ersten Nocken (62, 64, 66) und komplementär zu Subnocken (82,
84) des wenigstens einen angrenzenden Verlegesteins (1) ausgebildet sind,
wobei einander gegenüberliegende Subnocken (82, 84) miteinander oder einander gegenüberliegende
erste Nocken (62, 64, 66) und Subnocken (82, 84) miteinander eine Verzahnung (132,
133) ausbilden, insbesondere wobei die Subnocken (82, 84) und die ersten Nocken (62,
64, 66) im gleichen Abstand und/oder im gleichen Raster miteinander verlegt sind,
wie einander gegenüberliegende Subnocken (82, 84).
18. Bausatz nach Anspruch 17, wobei bei einer Verzahnung (131) mit einander gegenüberliegenden
ersten Nocken (62, 64, 66) eine erste Fuge (101) zwischen den korrespondierenden Verlegesteinen
(1) ausgebildet ist, und bei einer Verzahnung (132) mit einander gegenüberliegenden
Subnocken (82, 84) eine zweite Fuge (102) zwischen den korrespondierenden Verlegesteinen
(1) ausgebildet und bei einer Verzahnung (133) mit einander gegenüberliegenden ersten
Nocken (62, 64, 66) und Subnocken (82, 84) eine dritte Fuge (103) zwischen den korrespondierenden
Verlegesteinen (1) ausgebildet ist.
19. Bausatz nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass bei verschiedenen Längs- und Querabmessungen der Verlegesteine (1) die Verlegesteine
(1) gleiche Abmessungen ihrer Rastereinheiten (60, 70, 80) aufweisen.