[0001] Die Erfindung betrifft eine Verbrennungseinrichtung sowie ein Verfahren zur Verbrennung
von Wasserstoff mit Sauerstoff. Derartige Verbrennungseinrichtungen werden unter anderem
bei Kraftwerken eingesetzt, bei denen mittels Dampfturbinen Generatoren zur Stromerzeugung
angetrieben werden. Hierbei wird mit der Verbrennungseinrichtung eine Dampfkapazität
bereitgestellt. Insbesondere wird durch die Möglichkeit einer effizienten Nutzung
von Wasserstoff die Nachhaltigkeit bei der Energieerzeugung verbessert.
[0002] Hierzu offenbart beispielsweise die
EP0452839B1 eine typische Verbrennungseinrichtung, welche zunächst die Form eines Zylinders aufweist.
Dabei wird am stromauf-seitigen Ende Wasserstoff und Sauerstoff zugeführt, welcher
im Verbrennungsraum der Verbrennungseinrichtung verbrennt. Der entstehende Dampf wird
stromab-seitig abgeführt und steht somit beispielsweise der Dampfturbine zur Verfügung.
[0003] Ein bekanntes Problem bei der Verbrennung von Wasserstoff mit Sauerstoff sind die
extrem hohen Verbrennungstemperaturen. Dieses führt ohne geeignete Gegenmaßnahmen
zur umgehenden Schädigung der Verbrennungseinrichtung. Unter anderem werden die bekannten
Ausführungen nahezu ausschließlich zur kurzfristigen Überbrückung bei geforderten
Leistungsspitzen oder bei einer unzureichenden anfänglichen Versorgung mit Dampf eingesetzt.
[0004] Um eine hinreichende Lebensdauer der Verbrennungseinrichtung zu gewährleisten wird
in der Regel vorgeschlagen, die Wandung der Verbrennungseinrichtung besonders zu kühlen.
Bei der oben genannten Ausführung wird hierzu ein doppelwandiger Zylinder eingesetzt,
wobei auf der Innenseite ein Rohrbündel angeordnet ist. Speisewasser wird hierbei
durch das Rohrbündel geleitet und nach einer Umlenkung durch den doppelwandigen Zylinder
in den Verbrennungsraum eingedüst.
[0005] Nachteilig bei dieser Ausführung ist, dass das Speisewasser unmittelbar in die Verbrennungszone
eingedüst wird. Dieses führt zu einer gewissen Unwägbarkeit, ob eine vollständige
Verbrennung des Wasserstoffs erfolgt, ohne dass es einer überschüssigen Zufuhr von
Sauerstoff bedarf. Weiterhin führt diese Ausführung zu einer kritischen Prozessführung
dahingehend, dass bereits bei einer kurzfristigen Mangelversorgung des Speisewassers
eine Schädigung der Verbrennungseinrichtung zu erwarten ist.
[0006] Aus der
DE112018000670T5 ist eine Ausführung einer Verbrennungseinrichtung bekannt, bei dem einem Brenner
Sauerstoff und Wasserstoff zugeführt wird. Hierbei ist der Brenner in einem Strömungskanal
derart angeordnet, dass der durch die Verbrennung entstehende heiße Dampf mittig den
Strömungskanal durchströmt. Um nun einen vorteilhaften Schutz der Verbrennungseinrichtung
zu erreichen, wird dem Strömungskanal kalter Dampf zugeführt. Ähnlich wie bei einer
Strömungspumpe wird dabei der kalte Dampf vom heißen, durch die Verbrennung entstehenden
Dampf mitgerissen. Somit umgibt der kalte Dampf den heißen Dampf, wobei mit zunehmender
Strecke sich der kalte Dampf mit dem heißen Dampf vermischt und sich eine mittlere,
für die eingesetzten Materialien unkritische Temperatur einstellt.
[0007] Nachteilig bei dieser Ausführung ist, dass aufgrund des Effekts der Strahlpumpe eine
sehr große Menge an kaltem Dampf im Verhältnis zum erzeugten heißen Dampf erforderlich
ist. Weiterhin ist in dieser Ausführung eine optimale Verfahrensführung schwierig
einstellbar, da der Verbrennungsprozess und der Zustand des Brenners im Grunde nur
theoretisch ermittelt werden kann.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher eine Verbrennung von Wasserstoff mit
Sauerstoff zu ermöglichen, bei der eine vorteilhafte kontrollierte Verfahrensführung
möglich ist und bei der eine hohe Lebensdauer der Verbrennungseinrichtung gewährleistet
werden kann.
[0009] Die gestellte Aufgabe wird durch eine Verbrennungseinrichtung nach der Lehre des
Anspruchs 1 gelöst. Eine Energieerzeugungseinrichtung ist im Anspruch 4 angegeben.
Ein Verfahren zu Lösung der Aufgabe ist im Anspruch 5 angegeben. Vorteilhafte Ausführungsformen
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Im Gegensatz zu den bekannten Konzepten zur Verbrennung von Wasserstoff beruht das
neue erfindungsgemäße Konzept auf der gestuften Verbrennung, wobei bis auf die letzte
Stufe einer der beiden Reaktionspartner im überschüssigen Maße vorhanden ist.
[0011] Hierzu ist es erforderlich, dass die Verbrennungseinrichtung zur Verbrennung der
beiden Reaktionspartner Wasserstoff und Sauerstoff mehrere Reaktionsabschnitte aufweist.
Jeder Reaktionsabschnitt umfasst hierbei einen Verbrennungsraum und einen sich daran
anschließenden Übergangsabschnitt.
[0012] Um eine Verbrennung zu ermöglichen ist zunächst eine erste Versorgungseinrichtung
erforderlich, von der der erste Reaktionspartner zugeführt werden kann.
[0013] Weiterhin bedarf es einer zweiten Versorgungseinrichtung, von der der zweite Reaktionspartner
zugeführt werden kann.
[0014] Ist der erste Reaktionspartner Wasserstoff so wird von der zweiten Versorgungseinrichtung
Sauerstoff zugeführt und umgekehrt ist der erste Reaktionspartner Sauerstoff so wird
von der zweiten Versorgungseinrichtung Wasserstoff zugeführt.
[0015] Um eine unerlässliche Kühlung zu ermöglichen ist eine Wasserversorgung vorgesehen,
von der ein Kühlmedium zur Verfügung gestellt werden kann. Hierbei kann vorgesehen
sein, das flüssiges Wasser oder kalter Dampf geliefert wird. Ebenso ist es möglich,
dass von der Wasserversorgung getrennt flüssiges Wasser und kalter Dampf oder ein
Gemisch aus flüssigem Wasser und kaltem Dampf zur Verfügung gestellt wird.
[0016] Der erste Reaktionsabschnitt mit dem ersten Verbrennungsraum weist zumindest eine
auf der stromaufwärtigen Seite angeordnete Einspritzdüse auf. Durch die Einspritzdüse
wird im Betrieb der Verbrennungseinrichtung der erste Reaktionspartner, d.h. Wasserstoff
oder Sauerstoff, in den ersten Verbrennungsraum eingebracht. Naheliegend ist eine
Verbindung von der ersten Versorgungseinrichtung zur Einspritzdüse erforderlich.
[0017] Weiterhin weist der erste Verbrennungsraum auf der stromaufwärtigen Seite zumindest
eine Einspritzungsöffnung auf, durch die der zweite Reaktionspartner, d.h. Sauerstoff
oder Wasserstoff, in den ersten Verbrennungsraum eingebracht wird. Naheliegend bedarf
es hierzu einer Verbindung von der zweiten Versorgungseinrichtung zur Einspritzöffnung.
[0018] Weiterhin ist vorgesehen, dass während oder im Anschluss an die erste Verbrennung
ein Kühlmedium zugeführt wird. Hierzu befindet sich am ersten Verbrennungsraum und/oder
am ersten Übergangsabschnitt zumindest ein erster Wassereinlass, über den das entsprechende
Kühlmedium zugeführt werden kann.
[0019] Weiterhin erforderlich ist ein zweiter Reaktionsabschnitt mit einem zweiten Verbrennungsraum,
welcher sich an den ersten Übergangsabschnitt anschließt. Gleichfalls ist auf der
stromaufwärtigen Seite des zweiten Verbrennungsraums zumindest eine zweite Einspritzöffnung
zur erneuten Zufuhr des zweiten Reaktionspartners vorhanden. Naheliegend bedarf es
gleichfalls einer Verbindung von der zweiten Versorgungseinrichtung zu dieser Einspritzöffnung.
[0020] Stromab des zweiten Verbrennungsraums befindet sich der zweite Übergangsabschnitt
des zweiten Reaktionsabschnitts. Wiederum ist vorgesehen, dass am zweiten Verbrennungsraum
und/oder am zweiten Übergangsabschnitt zumindest ein Wassereinlass vorhanden ist,
durch den wiederum ein Kühlmedium zugeführt werden kann.
[0021] Weiterhin ist zumindest ein dritter Reaktionsabschnitt mit einem dritten Verbrennungsraum
erforderlich. Dieser schließt sich analog an den zweiten Übergangsabschnitt an. Gleichfalls
ist auf der stromaufwärtigen Seite des dritten Verbrennungsraums zumindest eine Einspritzöffnung
zur wiederholten Zufuhr des zweiten Reaktionspartners vorhanden.
[0022] Stromab des dritten Verbrennungsraums befindet sich analog der dritte Übergangsabschnitt
des dritten Reaktionsabschnitts. Wiederum ist vorgesehen, dass am dritten Verbrennungsraum
oder am dritten Übergangsabschnitt zumindest ein Wassereinlass vorhanden ist, durch
den wiederum ein Kühlmedium zugeführt werden kann.
[0023] Zur Verbrennung von Wasserstoff in der Verbrennungseinrichtung ist vorgesehen, dass
einer der beiden Reaktionspartner, durch die zumindest eine Einspritzdüse und der
andere Reaktionspartner durch die Einspritzöffnungen in die Verbrennungsräume der
gestuften Reaktionsabschnitte eingebracht werden. Wesentlich hierbei ist es, dass
der erste Reaktionspartner außer bei der abschließenden Verbrennung im letzten Verbrennungsraum
immer im überschüssigen Maße vorhanden ist. D.h. es wird bewusst eine von der stöchiometrischen
Menge abweichende größere Menge des ersten Reaktionspartners zugeführt.
[0024] Entsprechend wird in den ersten Verbrennungsraum durch die Einspritzöffnung der zweite
Reaktionspartner und durch die Einspritzdüse zumindest die 1,5-fache der für eine
stöchiometrische Verbrennung erforderliche Menge eingebracht. D.h. im Gegensatz zum
ersten Reaktionspartner wird vom zweiten Reaktionspartner nur ein für eine vollständige
Verbrennung unzureichender Anteil in den ersten Verbrennungsraum eingebracht.
[0025] Entsprechend der eigentlichen Zweckbestimmung, d.h. der Erzeugung von heißem Dampf,
erfolgt im ersten Verbrennungsraum eine Verbrennung von Wasserstoff mit Sauerstoff,
wobei folglich heißer Dampf gebildet wird. Gegenüber üblichen Verfahren findet jedoch
im ersten Reaktionsabschnitt nur eine anteilige Verbrennung des ersten Reaktionspartners
statt. Aufgrund des ungleichen Verhältnisses bleibt hierbei zwangsläufig ein Anteil
des ersten Reaktionspartners übrig.
[0026] Um bei einer erneuten Verbrennung im nachfolgenden Reaktionsabschnitt eine sukzessive
Steigerung der Temperatur zu vermeiden, wird im ersten Reaktionsabschnitt wahlweise
in den Verbrennungsraum oder den sich anschließenden Übergangsabschnitt oder sowohl
in den Verbrennungsraum als auch in den Übergangsabschnitt das Kühlmedium durch den
zumindest einen Wassereinlass zugeführt. Beim Kühlmedium kann es sich hierbei um flüssiges
Wasser oder kaltem Dampf handeln. Ebenso kann vorgesehen sein, dass zugleich flüssiges
Wasser und kalter Dampf über eine oder getrennte Wasseröffnungen zugeführt werden.
[0027] Durch die Mischung des heißen durch die Verbrennung gebildeten Dampf und dem Kühlmedium
entsteht ein Dampf mittlerer Temperatur. Somit verlässt am Ausgang des ersten Übergangsabschnitts
ein Gemisch aus Dampf mittlerer Temperatur und dem verbleibenden unverbrannten Anteil
des ersten Reaktionspartners den ersten Übergangsabschnitt.
[0028] Handelt es sich beim ersten Reaktionspartner, welcher zu Beginn überschüssig zugeführt
wird, um Wasserstoff so bildet Sauerstoff den zweiten Reaktionspartner. Folglich besteht
das Gemisch am Ausgang des Übergangsabschnitts aus Dampf und Wasserstoff. Ist hingegen
der erste Reaktionspartner Sauerstoff, so ist entsprechend Wasserstoff der zweite
Reaktionspartner und somit das Gemisch am Ausgang des Übergangsabschnitts eine Mischung
aus Dampf und Sauerstoff.
[0029] Entsprechend dem erfindungsgemäßen Konzept wiederholt sich der Verbrennungsvorgang
in den weiteren Reaktionsabschnitten. Hierzu erfolgt jeweils die Zufuhr des zweiten
Reaktionspartners in der für die jeweilige Verbrennung vorgesehenen Menge durch die
jeweiligen Einspritzöffnungen.
[0030] Ob die Zufuhr des ersten Reaktionspartners erforderlich ist, hängt insbesondere von
der aus dem vorhergehenden Reaktionsabschnitt verbleibend zugeführten Menge ab. Sofern
diese bereits hinreichend ist, erfolgt keine weitere Zufuhr des ersten Reaktionspartners
im entsprechenden Reaktionsabschnitt.
[0031] Dabei hängt die jeweilige Zufuhr bzw. deren Notwendigkeit weiterhin davon ab, wie
hoch im jeweiligen, aber nicht dem letzten Reaktionsabschnitt der Überschuss des ersten
Reaktionspartners sein soll. Zumindest ist, wenn erforderlich, soviel des ersten Reaktionspartners
durch zumindest eine entsprechende Einspritzdüse zuzuführen, dass zumindest die 1,5-fache
der für eine stöchiometrische Verbrennung erforderliche Menge im jeweiligen (außer
dem letzten) Verbrennungsraum vorhanden ist.
[0032] Zu beachten ist, dass im letzten Reaktionsabschnitt eine stöchiometrische Verbrennung
anzustreben ist. Insofern ist eine angepasste Zufuhr - sofern erforderlich - des ersten
Reaktionspartners in den letzten Verbrennungsraum in angepasster Menge vorzunehmen.
[0033] Durch die jeweils erneute Zufuhr des zweiten Reaktionspartners bei Vorhandensein
des ersten Reaktionspartners in den jeweiligen Verbrennungsraum führt bei hinreichenden
Randbedingungen naheliegend zu einer erneuten Verbrennung von Wasserstoff mit Sauerstoff
und somit zur erneuten Bildung von heißem Dampf.
[0034] Wenngleich bis auf den letzte Verbrennungsvorgang bei jeder erneuten Verbrennung
ein Anteil des ersten Reaktionspartners verbleibt (wobei der zweite Reaktionspartner
jeweils im Wesentlichen vollständig verbrannt wird) so erhöht sich der Anteil des
Dampfes im gebildeten Gemisch am Ausgang des jeweiligen Übergangsabschnitts.
[0035] Unabhängig von der Anzahl der vorhandenen Reaktionsabschnitte ist vorgesehen, dass
die Zufuhr der durch die Einspritzdüse zugeführte Menge des ersten Reaktionspartners
und die Zufuhr der durch die Einspritzöffnungen zugeführte Menge des zweiten Reaktionspartners
in die einzelnen Reaktionsabschnitte der Verbrennungseinrichtung derart bemessen ist,
dass bis auf den letzten Reaktionsabschnitt nach jeder Verbrennung in den jeweiligen
Verbrennungsräumen ein relevanter Anteil des ersten Reaktionspartners für den jeweils
nachfolgenden Reaktionsabschnitt verbleibt.
[0036] Grundgedanke der Erfindung ist die Reduktion der Verbrennungstemperatur durch die
reduzierte Zufuhr des zweiten Reaktionspartners und somit einer Änderung des Mischungsverhältnisses
abweichend von der Stöchiometrie - abgesehen von der Verbrennung im Verbrennungsraum
des letzten Reaktionsabschnitts. D.h. die Verbrennung erfolgt nicht wie bisher stöchiometrisch
in einer einzigen Stufe, sondern es wird über zumindest zwei Reaktionsabschnitten
hinweg eine nichtstöchiometrische Verbrennung durchgeführt.
[0037] Dabei können die Verbrennungsprozesse in den der letzten Verbrennung vorhergehenden
Reaktionsabschnitten entweder mit einem Oxidatorüberschuss (d.h. "mager") oder mit
einem Brennstoffüberschuss (d.h. "fett") betrieben werden. In der ersten Alternative
ist naheliegend der erste Reaktionspartner Sauerstoff und der zweite Reaktionspartner
Wasserstoff. In der zweiten Alternative ist der erste Reaktionspartner Wasserstoff
und der zweite Reaktionspartner Sauerstoff.
[0038] Entsprechend wird in einer ersten vorteilhaften Verfahrensweise Wasserstoff als erster
Reaktionspartner gewählt, welcher bis zum letzten Verbrennungsprozess im Überschuss
vorhanden ist. Demgegenüber wird jeweils in jeden Verbrennungsraum diejenige für die
dort stattfindende Verbrennung vorgesehene Menge an Sauerstoff zugeführt.
[0039] Alternativ wird in einer zweiten vorteilhaften Verfahrensweise Sauerstoff als erster
Reaktionspartner gewählt, welcher analog bis zum letzten Verbrennungsprozess im Überschuss
vorhanden ist. Hier wird jeweils in jeden Verbrennungsraum diejenige für die dort
stattfindende Verbrennung vorgesehene Menge an Wasserstoff zugeführt.
[0040] Regulär wurde bisher immer unmittelbar eine stöchiometrische Verbrennung angestrebt.
Zur Verhinderung einer thermischen Schädigung der Verbrennungseinrichtung war hierzu
eine erhebliche Kühlung notwendig.
[0041] Demgegenüber wird durch die erfindungsgemäße Verbrennungseinrichtung mit einer mehrstufigen
Teilverbrennung sowohl eine Beschränkung der bei der Verbrennung entstehenden Temperaturen
erreicht als auch eine optimale Steuerung der Verbrennung ohne einen erheblichen Bedarf
an einem Kühlmedium ermöglicht, so dass im Ergebnis eine besonders vorteilhafte Verbrennung
von Wasserstoff erfolgt.
[0042] Dabei ist es unvermindert das Ziel, dass im letzten Reaktionsabschnitt eine vollständige
Verbrennung des Wasserstoffs bei stöchiometrischer Verbrennung erfolgt.
[0043] Mit der über die mehreren Reaktionsabschnitte hinweg erfolgenden Verbrennung von
Wasserstoff und Sauerstoff zu Dampf sowie der Zufuhr eines Kühlmediums und somit der
weiteren Zufuhr oder Bildung von Dampf nimmt naheliegend in jedem weiteren Verbrennungsraum
der Anteil des zu verbrennenden Wasserstoffs und Sauerstoffs an der Gesamtmenge (mit
dem Dampf und dem überschüssigen Anteil des ersten Reaktionspartners) sukzessive ab.
[0044] Dabei ist es vorteilhaft, wenn der überschüssige Anteil des ersten Reaktionspartners
am Anfang des Prozesses größer ist und über die Reaktionsabschnitte hinweg sukzessive
abnimmt.
[0045] Entsprechend ist es vorteilhaft, wenn die Zufuhr des ersten Reaktionspartners und
die Zufuhr des zweiten Reaktionspartners in den ersten Verbrennungsraum derart eingestellt
wird, dass im Verbrennungsraum zumindest die 3-fache Menge des ersten Reaktionspartners
vorhanden ist, welche für eine stöchiometrische Verbrennung notwendig ist.
[0046] Im Weiteren ist es vorteilhaft, wenn auch im zweiten Reaktionsabschnitt ein höherer
Anteil des ersten Reaktionspartners vorhanden ist. Der zweite Reaktionspartners und
sofern erforderlich der erste Reaktionspartners ist hierbei in derjenigen Menge zuzuführen,
dass im Verbrennungsraum zumindest die 2-fache Menge des ersten Reaktionspartners,
der für ein stöchiometrisches Verhältnis notwendigen Menge vorhanden ist.
[0047] Darüber hinaus ist es besonders vorteilhaft, wenn der für die gesamte Verbrennung,
über die mehreren Stufen erforderliche erste Reaktionspartner vollständig durch die
zumindest eine Einspritzdüse in den ersten Verbrennungsraum zugeführt wird. Hierdurch
wird ansatzweise das sich ändernde Mischungsverhältnis mit dem zunehmenden Dampf durch
den abnehmenden Überschuss des ersten Reaktionspartners ausgeglichen.
[0048] Weiterhin zu berücksichtigen, dass, unabhängig von der Anzahl der vorhandenen Reaktionsabschnitte,
die gesamte der Verbrennungseinrichtung durch die Einspritzdüse zugeführte Menge des
ersten Reaktionspartners und die gesamte der Verbrennungseinrichtung durch die Einspritzöffnungen
zugeführte Menge des zweiten Reaktionspartners derart bemessen ist, dass nach Möglichkeit
im letzten Verbrennungsraum eine stöchiometrische Verbrennung erfolgt. In besonders
vorteilhafter Weise wird mit der Verbrennung im letzten Reaktionsabschnitt ein vollständiger
Verbrauch beider Reaktionspartner erreicht. In diesem Fall verlässt ausschließlich
Dampf die Verbrennungseinrichtung.
[0049] Wenngleich es nahezu unvermeidlich ist, dass ein minimaler Rest zumindest eines Reaktionspartners
am Ausgang des letzten Übergangsabschnitts verbleibt, so wird dieser Rest minimiert,
wenn vorteilhaft die Zufuhr des ersten Reaktionspartners und/oder des zweiten Reaktionspartners
in den letzten Verbrennungsraum in derjenigen Menge vorgenommen wird, sodass der erste
Reaktionspartner und/oder der zweite Reaktionspartner in zumindest der 0,9-fachen
der für eine stöchiometrische Verbrennung erforderliche Menge im letzten Verbrennungsraum
vorhanden ist.
[0050] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn zumindest die der 0,95-fache der für eine stöchiometrische
Verbrennung erforderliche Menge des ersten Reaktionspartners oder des zweite Reaktionspartners
vorhanden ist. Besonders vorteilhaft ist es, wenn dieses für beide Reaktionspartner
gilt.
[0051] Es kann aber auch vorgesehen sein, dass verhindert werden soll, dass ein bestimmter
Reaktionspartner am letzten Übergangsabschnitt noch vorhanden ist. In diesem Fall
ist zu bevorzugen, wenn die Menge des anderen Reaktionspartners zulässig anteilig
verbleibenden Reaktionspartners für den letzten Verbrennungsprozess in einer Menge
vorhanden ist, welche zumindest der 1,01-fachen Menge, der bei stöchiometrischer Verbrennung
notwendigen Menge entspricht. Besonders bevorzugt liegt hierbei der zulässig verbleibende
Reaktionspartner in einer 1,02-fachen der für die Verbrennung notwendigen Menge im
letzten Verbrennungsraum vor. Dabei sollte jedoch auch hier der Anteil nicht über
das notwendige Maß hinaus erhöht werden.
[0052] Um zu verhindern, dass die Temperatur im Verbrennungsprozess über die mehreren Stufen
sukzessive ansteigt, werden zu den einzelnen Verbrennungen jeweils Kühlvorgänge geschaltet,
in denen flüssiges Wasser und/oder kalter Dampf als Kühlmedium hinzugemischt wird.
Hierbei ist anzumerken, dass das Kühlmedium unterschiedlich, d.h. flüssiges Wasser
oder kalter Dampf oder ebenso flüssiges Wasser zusammen mit kaltem Dampf, sowohl für
die verschiedenen Reaktionsabschnitte als auch beim jeweiligen Reaktionsabschnitt
gewählt werden kann.
[0053] Um eine unnötige Beeinflussung der jeweiligen Verbrennung zu vermeiden ist es besonders
vorteilhaft, wenn die Zufuhr des Kühlmediums in den jeweiligen Übergangsabschnitten
erfolgt. Weiterer Vorteil ist einerseits, dass die Verbrennung im Verbrennungsraum
besser gesteuert werden kann, und anderseits wird hierdurch die Temperaturführung,
insbesondere die Einstellung einer gewünschten Ausgangstemperatur am Ausgang des jeweiligen
Reaktionsabschnitts, durch die entsprechende Bemessung der Kühlmittelmenge vereinfacht.
Folglich ist der zumindest eine erste Wassereinlass am ersten Übergangsabschnitt,
der zumindest eine zweite Wassereinlass am zweiten Übergangsabschnitt und der zumindest
eine dritte Wassereinlass am dritten Übergangsabschnitt angeordnet.
[0054] Die Begrenzung der Verbrennungstemperaturen und die Steuerung der Verbrennungseinrichtung
wird verbessert, wenn nachfolgend dem dritten Reaktionsabschnitt ein weiterer vierter
Reaktionsabschnitt angeordnet wird. Dieser weist gleichfalls einen sich an den dritten
Übergangsabschnitt anschließenden vierten Verbrennungsraum mit einer vierten Einspritzöffnung
sowie einem sich an den vierten Verbrennungsraum anschließenden vierten Übergangsabschnitt
auf.
[0055] Denkbar ist es ebenso einen weiteren fünften Reaktionsabschnitt vorzusehen, wobei
die genaue Anzahl an Reaktionsabschnitten vom Bedarf an Dampf und der gewählten Bauweise
des Verbrennungsraums und des Übergangsabschnitts abhängig ist.
[0056] Beispielsweise könnte bei einer höheren zulässigen Bauteiltemperatur (und höheren
zulässigen Temperaturgradienten) eine höhere Verbrennungstemperatur gewählt werden,
so dass in jeder Stufe ein höherer Anteil verbrannt werden kann. Umgekehrt führt eine
geringe zulässige Bauteiltemperatur zur Forderung nach einer geringen Verbrennungstemperatur
im jeweiligen Verbrennungsraum. Folglich dürften umso weniger Stufen erforderlich
sein, je höher die zulässigen Temperaturen sind. Bei geringerer Temperaturbeständigkeit
der Bauteile kann eine höhere Anzahl an Reaktionsabschnitten sinnvoll sein.
[0057] Sofern zumindest ein weiterer Reaktionsabschnitt mit einem weiteren Verbrennungsraum
vorhanden ist, so ist die Zufuhr des ersten Reaktionspartners durch die zumindest
eine Einspritzdüse und die Zufuhr des zweiten Reaktionspartners durch die Einspritzöffnungen
in die einzelnen Verbrennungsräume der Reaktionsabschnitte derart zu bemessen, dass
bis auf den letzten Verbrennungsprozess nach jeder Verbrennung im jeweiligen Reaktionsabschnitt
ein verbleibender Anteil des ersten Reaktionspartners für den zumindest einen nachfolgenden
Reaktionsabschnitt vorhanden ist.
[0058] Sofern fünf oder mehr Reaktionsabschnitte vorhanden sind, so ist vorteilhafterweise
zumindest bis auf den letzten Reaktionsabschnitt an jedem Übergangsabschnitt ein jeweiliger
Wassereinlass zur weiteren Zufuhr eines Kühlmittels vorhanden. Wenngleich dies nicht
zwingend erscheint kann gleichfalls am Übergangsabschnitt des letzten Reaktionsabschnitts
ein Wassereinlass vorgesehen sein.
[0059] In der Regel sollte es vorteilhaft sein, wenn vier oder fünf Reaktionsabschnitte
vorhanden sind.
[0060] Die Gestalt des jeweiligen Verbrennungsraums und des zugehörigen Übergangsabschnitt
kann anhand von bekannten Ausführungsformen für Brennkammern und Heißgaskanälen gewählt
werden. Zumindest wird in der Regel der jeweilige Querschnitt der einzelnen Abschnitte,
d.h. des Verbrennungsraums und des Übergangsabschnitts der jeweiligen Reaktionsabschnitte,
dem jeweils am entsprechenden Abschnitt vorhandenen Stofffluss anzupassen sein.
[0061] Diesbezüglich ist es einerseits möglich eine bauliche Trennung des jeweiligen Verbrennungsraums
vom zugehörigen Übergangsabschnitt vorzusehen. Beispielsweise kann ein Verbrennungsraum
als ein Bauteil in Art einer sogenannten "Rohrbrennkammer" und der Übergangsabschnitt
als sich anschließendes Bauteil in Art eines sogenannten "Transition" ausgeführt sein.
[0062] In einer alternativen Umsetzung wird vorteilhaft ein sich über einen Reaktionsabschnitt
oder besonders vorteilhaft über zumindest zwei Reaktionsabschnitte erstreckendes Bauteil
eingesetzt, womit eine bauliche Trennung in Verbrennungsraum und Übergangsabschnitt
entfällt. Insofern stellt der Verbrennungsraum denjenigen Teilabschnitt des Bauteils
dar, in dem bestimmungsgemäß die Verbrennung im jeweiligen Reaktionsabschnitt stattfindet.
Entsprechend ist der Übergangsabschnitt derjenige Teilbereich des Bauteils, welcher
die Verbindung von einem Verbrennungsraum zum folgenden Verbrennungsraum bzw. zu nachfolgenden
Einrichtungen darstellt.
[0063] Um eine vorteilhafte Steuerung und Verfahrensführung zu ermöglichen ist in besonders
vorteilhafter Weise eine Temperaturbestimmungseinheit vorhanden. Diese ist derart
auszuwählen, dass eine Bestimmung einer ersten Verbrennungstemperatur im ersten Verbrennungsraum
und eine Bestimmung einer zweiten Verbrennungstemperatur im zweiten Verbrennungsraum
und eine Bestimmung einer dritten Verbrennungstemperatur im dritten Verbrennungsraum
möglich ist. Sofern zumindest ein weiterer Reaktionsabschnitt vorhanden ist, so ist
es vorteilhaft möglich ebenso die Verbrennungstemperatur in dem zumindest einen weiteren
Verbrennungsraum zu bestimmen.
[0064] Weiterhin sollte die Temperaturbestimmungseinheit in der Lage sein, eine erste Ausgangstemperatur
am Ausgang des ersten Übergangsabschnitts und eine zweite Ausgangstemperatur am Ausgang
des zweiten Übergangsabschnitts sowie eine dritte Ausgangstemperatur am Ausgang des
dritten Übergangsabschnitts bestimmen zu können. Sofern ein oder mehrere weitere Reaktionsabschnitte
vorhanden sind, ist es entsprechend vorteilhaft, wenn auch die weiteren jeweiligen
Ausgangstemperaturen am Ausgang des jeweiligen Übergangsabschnitts bestimmt werden
können.
[0065] Die Bestimmung der Verbrennungstemperatur bzw. der Ausgangstemperatur kann auf unterschiedliche
Weise erfolgen. Einerseits ist es denkbar, die Temperaturen mit hinreichender Genauigkeit
anhand der gegebenen Eigenschaften der Verbrennungseinrichtung sowie der Daten über
die zugeführten Medien, d.h. den Stoffströmen des ersten Reaktionspartners und des
zweiten Reaktionspartners und dem Kühlmedium sowie dessen Temperaturen, zu berechnen.
[0066] Weiterhin ist es vorteilhaft möglich, mittel Sensoren die Temperatur beispielsweise
an verschiedenen Gehäuseabschnitten zu erfassen, um so die Temperaturen im Inneren
der Verbrennungseinrichtung bestimmen zu können. Auch sind weitere Möglichkeiten zur
Bestimmung von Verbrennungstemperaturen dem Fachmann hinlänglich bekannt, auf die
zurückgegriffen werden kann.
[0067] Durch die Bestimmung der Verbrennungstemperaturen sowie der Ausgangstemperaturen
kann eine vorteilhafte gestufte Verbrennung gesteuert werden. Dabei werden bei der
Steuerung der Verbrennungseinrichtung vorteilhaft die im jeweiligen Verbrennungsprozess
entstehenden Temperaturen auf dasjenige Niveau begrenzt, bei dem ein im Wesentlichen
schadensfreier Betrieb der Verbrennungseinrichtung möglich ist. Insofern wird die
Verbrennungseinrichtung vorteilhaft dahingehend gesteuert, dass eine jeweilige Maximaltemperatur
nicht überschritten wird. Gleichzeitig ist es jedoch von Vorteil, wenn - zumindest
bei Nennlast - die Verbrennungstemperatur sich der Maximaltemperatur annähert und
somit eine hohe Leistung erzielt werden kann. Beispielsweise kann vorgesehen sein,
dass die Verbrennungstemperatur bei der maximalen Leistung der Verbrennungseinrichtung
nicht weniger als 100 K, insbesondere nicht weniger als 50 K, unterhalb der Maximaltemperatur
liegt.
[0068] Weiterhin kann anhand der Kenntnis über die vorhandenen bzw. entstehenden Temperaturen
eine optimale Zufuhr des Kühlmediums erfolgen. Um die jeweils nächste Verbrennung
im optimalen Umfang zu ermöglichen, wird hierzu die gerade notwendige Menge an Kühlmedium
zugeführt, so dass sich am Ausgang des jeweiligen Reaktionsabschnitts eine optimale
Ausgangstemperatur ergibt.
[0069] Dabei sollte die Ausgangstemperatur hoch genug sein, um eine Selbstzündung im nachfolgenden
Verbrennungsprozess zu ermöglichen.
[0070] Weiterhin ist es vorteilhaft die Kühlmenge derart zu regeln, dass bei maximaler Leistung
der Verbrennungseinrichtung für den nachfolgenden Verbrennungsprozess eine möglichst
hohe Temperaturspanne zwischen der Ausgangstemperatur und der Maximaltemperatur vorhanden
ist.
[0071] Bei Teillast ist es hingegen vorteilhaft, wenn die Menge an Kühlmedium zugeführt
wird, bei der im folgenden Verbrennungsprozess die Maximaltemperatur nicht überschritten
wird.
[0072] Beispielsweise kann eine Maximaltemperatur von 1800°C für den Verbrennungsprozess
und eine Solltemperatur von 1000°C für die gewünschte Temperatur am Ausgang des jeweiligen
ersten bis vorletzten Übergangsabschnitts gewählt werden. Im jeweiligen Verbrennungsprozess
wird der zweite Reaktionspartner in der Menge zugeführt, sodass durch die Verbrennung
annähernd die Maximaltemperatur erreicht wird. Nach der Verbrennung wird diejenige
Menge an Kühlmedium zugeführt, dass nach Möglichkeit eine Absenkung der Ausgangstemperatur
auf die Solltemperatur erreicht wird.
[0073] Wenngleich als Kühlmedium kalter Dampf eingesetzt werden kann, ist es für das Verfahren
von Vorteil, wenn flüssiges Wasser verwendet wird. Durch die Verwendung von flüssigem
Wasser wird ein weitere Kühleffekt aufgrund der Verdampfungsenthalpie erzielt.
[0074] Weiterer besonderer Vorteil der Verwendung von flüssigem Wasser als Kühlmedium ist
die größere Bildung von Dampf, während bei Verwendung von kaltem Dampf als Kühlmedium
dieser bereits mit einer - für andere Zwecke zu geringen - niedrigen Temperatur zur
Verfügung stehen muss.
[0075] In der nachfolgenden Skizze ist eine Verbrennungseinrichtung 01 beispielhaft, schematisch
dargestellt. In diesem Ausführungsbeispiel weist die Verbrennungseinrichtung 01 fünf
Reaktionsabschnitte 11, 21, 31, 41 und 51 auf. Dabei besitzt jeder der Reaktionsabschnitte
11, 21, 31, 41 und 51 einen jeweiligen Verbrennungsraum 12, 22, 32, 42 und 52, in
dem im Betrieb eine Verbrennung von Wasserstoff und Sauerstoff stattfindet. Hierzu
besitzt der erste Reaktionsabschnitt 11 auf der stromaufwärtigen Seite des ersten
Verbrennungsraums 12 eine erste Einspritzdüse 14, welche 14 mit einer ersten Versorgungseinrichtung
04 verbunden ist. Weiterhin ist eine erste Einspritzöffnung 13 vorhanden, welche 13
mit einer zweiten Versorgungseinrichtung 03 verbunden ist.
[0076] Hierbei kann in einer ersten Verfahrensweise vorgesehen sein, dass von der ersten
Versorgungseinrichtung 04 Wasserstoff und von der zweiten Versorgungseinrichtung 03
Sauerstoff zugeführt wird. Alternativ kann in einer zweiten Verfahrensweise eine umgekehrte
Auslegung mit der ersten Versorgungseinrichtung 04 zur Zufuhr von Sauerstoff und mit
der zweiten Versorgungseinrichtung 03 zur Lieferung von Wasserstoff vorgenommen werden.
[0077] Demgegenüber weisen die nachfolgenden Reaktionsabschnitte 21, 31, 41 und 51 zwar
einen Verbrennungsraum 22, 32, 42 und 52 mit jeweils einer entsprechenden Einspritzöffnung
23, 33, 43 und 53 zur weiteren Zufuhr des zweiten Reaktionspartners auf. In diesem
Ausführungsbeispiel ist jedoch keine Einspritzdüse vorgesehen, da der erste Reaktionspartner
bereits für alle Verbrennungsvorgänge vollständig über die Einspritzdüse 14 in den
ersten Verbrennungsraum 12 eingebracht wird. Dabei sind analog der ersten Einspritzöffnung
13 ebenso alle weiteren Einspritzöffnungen 23, 33, 43 und 53 mit der zweiten Versorgungseinrichtung
03 verbunden.
[0078] Weiterhin zu erkennen ist die Anordnung von Übergangsabschnitten 15, 25, 35, 45 und
55, welche jeweils die Verbindung von einem vorhergehenden Verbrennungsraum 12, 22,
32, 42 und 52 zum nachfolgenden Verbrennungsraum 22, 32, 42 und 52 respektive zu einem
nachfolgenden Anlagenteil (nicht dargestellt) bilden.
[0079] Um die Ausgangstemperatur im Eingang eines jeden nachfolgenden Reaktionsabschnitts
21, 31, 41 und 51 und somit im Ausgang eines jeden Übergangsabschnitts 15, 25, 35,
45 und 55 einstellen zu können, ist an diesen 15, 25, 35, 45 und 55 jeweils ein Wassereinlass
16, 26, 36, 46 und 56 vorhanden. Diese sind mit einer Wasserversorgung 06 verbunden.
In diesem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass flüssiges Wasser als Kühlmedium
verwendet wird. Ebenso kann aber auch kalter Dampf zum Einsatz kommen. Auch kann die
Verwendung von flüssigem Wasser an einer oder mehreren Wassereinlässen und von kaltem
Dampf an anderen Wassereinlässen vorgesehen sein. Naheliegend ist es auch denkbar
dem kalten Dampf und flüssiges Wasser vor der Zuführung in den Übergangsabschnitt
als Kühlmedium zu mischen.
[0080] Zumindest verdeutlicht dieses Schemabild nochmals den bevorzugten Verbrennungsprozess
dahingehend, dass der erste Reaktionspartner in diesem Beispiel in einer für alle
Verbrennungen hinreichenden Menge nur und vollständig bereits im ersten Reaktionsabschnitt
in den ersten Verbrennungsraum zugeführt wird. Demgegenüber wird der zweite Reaktionspartner
sukzessive zugeführt, so dass es mit jeder weiteren Verbrennung in den einzelnen Verbrennungsräumen
zu einem schrittweisen Verzehr des ersten Reaktionspartners kommt. Vorteilhaft ist
die Menge des ersten Reaktionspartners und die gesamte Menge des zweiten Reaktionspartners
derart gewählt, dass in der letzten Verbrennung eine stöchiometrische Verbrennung
möglich wird.
1. Verbrennungseinrichtung (01) zur Verbrennung der Reaktionspartner Wasserstoff und
Sauerstoff umfassend
- zumindest einen ersten Reaktionsabschnitt (11) und einen sich daran (11) anschließenden
zweiten Reaktionsabschnitt (21) und einen sich daran (21) anschließenden dritten Reaktionsabschnitt
(31),
wobei jeder Reaktionsabschnitt (11, 21, 31, 41, 51) einen Verbrennungsraum (12, 22,
32, 42, 52) und einen sich daran (12, 22, 32, 41, 51) anschließenden Übergangsabschnitt
(15, 25, 35, 45, 55) aufweist, wobei am stromauf-seitigem Ende des jeweiligen Verbrennungsraums
(12, 22, 32, 42, 52) zumindest eine Einspritzöffnung (13, 23, 33, 43, 53) und zumindest
am ersten bis vorletzten Reaktionsabschnitt (11, 21, 31, 41) zumindest ein Wassereinlass
(16, 26, 36, 46) und zumindest am stromauf-seitigem Ende des ersten Verbrennungsraums
(12) zumindest eine Einspritzdüse (14) angeordnet ist,
weiterhin umfassend
- eine erste Versorgungseinrichtung (03), mittels derer (03) Wasserstoff oder Sauerstoff
als erster Reaktionspartner zu der Einspritzdüse (14) gefördert werden kann; und
- eine zweite Versorgungseinrichtung (04), mittels derer (04) der zweite Reaktionspartner
zu den Einspritzöffnungen (13, 23, 33, 43, 53) gefördert werden kann; und
- eine Wasserversorgung (06), mittels derer (06) ein Kühlmedium in Form von flüssigem
Wasser und/oder kaltem Dampf zu den Wassereinlässen (16, 26, 36, 46) gefördert werden
kann.
2. Verbrennungseinrichtung (01) nach Anspruch 1,
wobei die zumindest eine Einspritzdüse (14) zur Zufuhr des ersten Reaktionspartners
ausschließlich am ersten Verbrennungsraum (12) angeordnet ist.
3. Verbrennungseinrichtung (01) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der jeweilige Wassereinlass
(16, 26, 36, 46) am jeweiligen Übergangsabschnitt (15, 25, 35, 45) angeordnet ist.
4. Verbrennungseinrichtung (01) nach einer der Ansprüche 1 bis 3,
weiterhin umfassend
- einen sich an den dritten Reaktionsabschnitt (31) anschließenden vierten Reaktionsabschnitt
(41), insbesondere einen sich daran (41) anschließenden fünften Reaktionsabschnitt
(51).
5. Verbrennungseinrichtung (01) nach einer der Ansprüche 1 bis 4,
weiterhin umfassend
- eine Temperaturbestimmungseinheit, mittels derer eine jeweils im Verbrennungsraum
(12, 22, 32, 42, 52) und eine jeweils am Ausgang des Übergangsabschnitts (15, 25,
35, 45, 55) resultierende Ausgangstemperatur, insbesondere mittels Sensoren und/oder
Berechnung, bestimmt werden kann.
6. Energieerzeugungseinrichtung umfassend eine Dampfturbine und einen Dampfkreislauf,
bei dem erhitzter Dampf der Dampfturbine zugeführt und abgekühlter Dampf von der Dampfturbine
abgeführt werden kann,
gekennzeichnet durch eine Anordnung einer Verbrennungseinrichtung (01) nach einer der vorhergehenden Ansprüche
im Dampfkreislauf.
7. Verfahren zur Verbrennung der Reaktionspartner Wasserstoff und Sauerstoff in einer
Verbrennungseinrichtung (01) oder einer Energieerzeugungseinrichtung nach einer der
vorhergehenden Ansprüche:
a) Zufuhr sofern erforderlich des ersten Reaktionspartners in den jeweiligen Verbrennungsraum
(12, 22, 32, 42, 52), und zugleich
b) Zufuhr des zweiten Reaktionspartners in den jeweiligen Verbrennungsraum (12, 22,
32, 42, 52),
sodass im ersten bis zum vorletzten Verbrennungsraum (12, 22, 32, 42) zumindest die
1,5-fache der für ein stöchiometrisches Verhältnis notwendigen Menge des ersten Reaktionspartners
vorhanden ist,
c) Bildung von heißem Dampf durch die Verbrennung von Wasserstoff und Sauerstoff,
d) Zuführung des Kühlmediums in zumindest den ersten bis zum vorletzten Reaktionsabschnitt
(11, 21, 31, 41),
e) Weiterleitung des Dampfes und des verbleibenden Anteils des ersten Reaktionspartners
vom ersten bis zum vorletzten Übergangsabschnitt (15, 25, 35, 45) in den jeweils nachfolgenden
Verbrennungsraum (22, 32, 42, 52).
8. Verfahren nach Anspruch 7,
wobei der erste Reaktionspartner Wasserstoff und der zweite Reaktionspartner Sauerstoff
ist; oder
wobei der erste Reaktionspartner Sauerstoff und der zweite Reaktionspartner Wasserstoff
ist.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8,
mit
a) Zufuhr sofern erforderlich des ersten Reaktionspartners, sodass im ersten Verbrennungsraum
(12) zumindest die 3-fache und im zweiten Verbrennungsraum (22) zumindest die 2-fache
der für ein stöchiometrisches Verhältnis notwendigen Menge vorhanden ist.
10. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8,
wobei der erste Reaktionspartner ausschließlich in den ersten Verbrennungsraum (12)
über die zumindest eine Einspritzdüse eingebracht wird.
11. Verfahren nach einer der Ansprüche 7 bis 10,
mit
a) Zufuhr sofern erforderlich des ersten Reaktionspartners in den letzten Verbrennungsraum
(52), und zugleich
b) Zufuhr des zweiten Reaktionspartners in den letzten Verbrennungsraum (52),
sodass im letzten Verbrennungsraum (52) zumindest die 0,9-fache, insbesondere zumindest
die 0,95-fache der für ein stöchiometrisches Verhältnis notwendigen Menge des ersten
eines Reaktionspartners und/oder des zweiten Reaktionspartners vorhanden ist.
12. Verfahren nach einer der Ansprüche 7 bis 11,
wobei eine jeweils aus dem Schritt c) resultierende Verbrennungstemperatur berechnet
und/oder überwacht wird und der jeweilige Anteil des zweiten Reaktionspartners derart
bemessen wird, dass eine vorgegebene Maximaltemperatur nicht überschritten wird.
13. Verfahren nach einer der Ansprüche 7 bis 12,
wobei im Schritt d) diejenige Menge des Kühlmediums zugeführt wird, welche zu einer
Absenkung einer am Ausgang des jeweiligen Übergangsabschnitts (15, 25, 35, 45) gebildete
Ausgangstemperatur im Wesentlichen auf ein vorgegebene Solltemperatur führt.
14. Verfahren nach einer der Ansprüche 7 bis 13,
wobei das Kühlmedium flüssiges Wasser, insbesondere Reinstwasser, ist.