Stand der Technik
[0001] Es ist bereits ein Verfahren zum Betreiben eines Raumkonditionierungssystems vorgeschlagen
worden.
Offenbarung der Erfindung
[0002] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Betreiben eines Raumkonditionierungssystems,
welches zur Regelung einer Innentemperatur zumindest eines Raums vorgesehen ist, wobei
der zumindest eine Raum in zumindest einem Verfahrensschritt, insbesondere bedarfsabhängig,
beheizt oder gekühlt wird.
[0003] Es wird vorgeschlagen, dass in zumindest einem weiteren Verfahrensschritt anhand
zumindest einer sich von der Innentemperatur unterscheidenden Kenngrö-βe eine bedarfsabhängige
Heizung oder Kühlung des Raums angepasst wird.
[0004] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Verfahrens zum Betreiben eines Raumkonditionierungssystems
kann eine Reaktionszeit des Raumkonditionierungssystems bei der Regelung einer Innentemperatur
zumindest eines Raums vorteilhaft verbessert werden. Durch eine kürzere Reaktionszeit
kann auf schwankende Heiz- und/oder Kühlbedarfe vorteilhaft vorausschauend reagiert
werden. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung kann eine Überhitzung und/oder Unterkühlung
des zumindest einen Raums in unterschiedlichen Situationen, in denen insbesondere
eine zusätzliche thermische Energie in den Raum eingebracht wird, vorteilhaft vermieden
werden. Dadurch kann ein besonders vorteilhafter thermischer Komfort für einen Nutzer
in dem zumindest einen Raum erreicht werden.
[0005] Vorzugsweise ist das Raumkonditionierungssystem zum Beheizen und/oder Kühlen des
zumindest einen Raums vorgesehen. Besonders bevorzugt ist das Raumkonditionierungssystem
zum Beheizen und/oder Kühlen der Luft in dem zumindest einen Raum vorgesehen. Bevorzugt
wird bei einem Beheizen des zumindest einen Raums eine Temperatur der Luft in dem
zumindest einen Raum erhöht. Bevorzugt wird bei einem Kühlen des zumindest einen Raums
die Temperatur der Luft in dem zumindest einen Raum abgesenkt. Vorzugsweise umfasst
das Raumkonditionierungssystem zumindest einen Wärmeübertrager. Unter einem "Wärmeübertrager"
soll vorzugsweise eine Einheit verstanden werden, die dazu vorgesehen ist, Wärme,
insbesondere an den zumindest einen Raum, abzugeben oder, insbesondere von dem zumindest
einen Raum, aufzunehmen. Grundsätzlich kann der Wärmeübertrager auch als ein Wärmetauscher
ausgebildet sein. Bevorzugt ist der zumindest eine Wärmeübertrager dazu vorgesehen,
eine Heiz- und/oder Kühlleistung an die in dem zumindest einen Raum befindliche Luft
abzugeben, wodurch die in dem zumindest einen Raum befindliche Luft erwärmt oder abgekühlt
wird. Vorzugsweise ist der zumindest eine Wärmeübertrager wassergeführt ausgebildet.
Bevorzugt ist der zumindest eine Wärmeübertrager als ein Heizkörper ausgebildet. Alternativ
kann der zumindest eine Wärmeübertrager auch als ein Luftleitungssystem ausgebildet
sein, das dazu vorgesehen ist, dem zumindest einen Raum, insbesondere bedarfsabhängig,
erwärmte oder abgekühlte Luft zuzuführen. Grundsätzlich wäre es auch denkbar, dass
das Raumkonditionierungssystem als eine Klimaanlage ausgebildet ist oder eine Klimaanlage
umfasst, die über ein Beheizen, Kühlen und/oder Lüften hinaus die Luft trocknen und/oder
befeuchten kann. Bevorzugt ist das Raumkonditionierungssystem zumindest teilweise
Teil des zumindest einen Raums und/oder Teil eines Gebäudes. Unter einem "Raum" soll
vorzugsweise ein Volumen verstanden werden, welches von einer Umgebung und/oder wenigstens
einem weiteren Raum baulich, insbesondere durch Wände, Decken, Fassadenbauteile und/oder
Fenster, abgeschlossen ist. Unter einer "Umgebung" soll vorzugsweise ein Au-βenbereich
verstanden werden, welcher das Gebäude und/oder den zumindest einen Raum umgibt. Vorzugsweise
steht der Begriff "Raum" auch stellvertretend für die Luft, die sich in dem Raum befindet.
Unter einem "Raum" soll vorzugsweise ein Wohnraum, ein Schlafraum, ein Arbeitsraum
oder ein Lagerraum verstanden werden. Unter dem "zumindest einen Raum" soll vorzugsweise
ein einzelner Raum, eine Mehrzahl an Räumen, wie beispielsweise in einer Wohnung,
oder eine Vielzahl an Räumen, wie beispielsweise in einem Haus oder einem Gebäude,
verstanden werden. Unter einer "Innentemperatur zumindest eines Raums" soll vorzugsweise
eine Temperatur der Luft in dem zumindest einen Raum verstanden werden. Unter einer
"bedarfsabhängigen Kühlung oder Heizung" soll vorzugsweise ein von einer eingestellten
Soll-Temperatur abhängiges Heizen oder Kühlen des Raums verstanden werden, das zum
Erreichen oder Halten der eingestellten Soll-Temperatur notwendig ist. Die eingestellte
Soll-Temperatur ist vorzugsweise von einem Bediener eingestellt. Unter einer "Kenngröße"
soll vorzugsweise eine Maßzahl zur Quantifizierung einer Größe oder eines Zustandes
verstanden werden. Eine Kenngröße kann dabei vorzugsweise mit einem von einer Sensoreinheit
gemessenen Messwert korrelieren. Unter einem "Messwert" soll vorzugsweise ein Wert
für eine physikalische Größe verstanden werden, der aus einem Messsignal einer Sensoreinheit
berechnet wurde. Vorzugsweise berechnet eine Recheneinheit aus dem Messsignal der
Sensoreinheit den Messwert. Besonders bevorzugt ist der Messwert ein Indikator für
den solaren Wärmeeintrag in den zumindest einen Raum.
[0006] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Kenngröße als eine Raumkenngröße ausgebildet
ist, die eine CO2-Konzentration, eine VOC-Konzentration oder eine Luftfeuchtigkeit
in dem Raum abbildet. Unter einer "Raumkenngröße" soll vorzugsweise eine Kenngröße
verstanden werden, die einen Zustand oder eine Zusammensetzung eines in dem Raum vorhandenen
Fluids, insbesondere einer in dem Raum vorhandenen Luft beschreibt. Unter einer "VOC-Konzentration"
soll vorzugsweise eine Konzentration von flüchtigen organischen Verbindungen (Volatile
Organic Compounds (VOC)) in der Luft verstanden werden. Unter einer "CO2-Konzentration"
soll vorzugsweise eine Konzentration, also ein Anteil von Kohlenstoffdioxid, in einer
Luft verstanden werden. Dadurch kann eine bedarfsabhängige Kühlung oder Heizung besonders
vorteilhaft an sich schnell ändernde Kenngrößen angepasst werden und dadurch kann
eine Reaktionsgeschwindigkeit des Raumkonditionierungssystems verbessert werden.
[0007] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Kenngröße als eine Aktivitätskenngröße ausgebildet
ist, die eine Aktivität in dem Raum abbildet. Unter einer "Aktivitätskenngröße" soll
vorzugsweise eine Kenngröße verstanden werden, die eine Aktivität in dem Raum wiedergibt,
beispielsweise eine Anzahl an Personen, die sich in dem Raum aufhalten. Dadurch kann
eine bedarfsgerechte Heizung oder Kühlung besonders vorteilhaft frühzeitig aufgrund
einer veränderten Situation in dem Raum angepasst werden. Insbesondere kann beispielsweise
eine größere Gruppe von Menschen erkannt werden, die durch ihre Körperwärme den Raum
zusätzlich erwärmen, wodurch zum Halten der gewünschten Innenraumtemperatur, die Heizleistung
herunter- oder eine Kühlleistung heraufgefahren werden muss.
[0008] Es wird weiterhin vorgeschlagen, dass die Kenngröße als eine Verwendungskenngröße
ausgebildet ist, die eine Verwendung von thermisch aktiven Gebrauchsgegenständen in
dem Raum abbildet. Unter einer "Verwendungskenngröße" soll vorzugsweise eine Kenngröße
verstanden werden, die eine Verwendung eines in dem Raum befindlichen Gebrauchsgegenstands
sowie dessen Wärmeeintrag in den Raum beschreibt. Beispielsweise kann eine Verwendungskenngröße
die Verwendung eines Kochfeldes, eines Backofens, einer Heizeinheit einer Sauna oder
eines Föhns oder die Verwendung eines anderen Haushaltsgeräts sein, welches eine für
die Raumtemperatur relevante thermische Energie freisetzt. Dadurch kann eine bedarfsgerechte
Heizung oder Kühlung besonders vorteilhaft frühzeitig aufgrund eines Betriebs eines
Geräts, das eine thermische Energie in den Raum einträgt, angepasst werden.
[0009] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass in dem weiteren Verfahrensschritt anhand mehrerer
Kenngrößen eine bedarfsabhängige Heizung oder Kühlung des Raums angepasst wird. Dadurch
kann eine bedarfsabhängige Heizung oder Kühlung des Raums besonders schnell und exakt
an sich verändernde Bedingungen angepasst werden.
[0010] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass in dem weiteren Verfahrensschritt in Abhängigkeit
von zumindest einer Kenngröße ein Raumszenario ermittelt wird, das eine aktuelle Situation
in dem Raum abbildet, wobei anhand des ermittelten Raumszenarios eine bedarfsabhängige
Heizung oder Kühlung des Raums angepasst wird. Unter einem "Raumszenario" soll vorzugsweise
ein von einer Steuereinheit hinterlegtes Szenario verstanden werden, das eine aktuelle
Situation in dem Raum widerspiegelt. Insbesondere soll unter einem Raumszenario ein
auf der Steuer- und/oder Regeleinheit hinterlegter Datensatz verstanden werden, in
dem der entsprechenden Situation in dem Raum entsprechende zusätzliche Wärmeeinträge
enthalten sind. Ein Raumszenario kann beispielsweise als ein Kochraumszenario ausgebildet
sein, das Wärmeeinträge durch einen Backofen und/oder ein Kochfeld enthalten kann.
Ein weiteres Raumszenario kann beispielsweise als Partyraumszenario ausgebildet sein,
das einen Wärmeeintrag durch eine bestimmte Anzahl an in dem Raum befindlichen Personen
wiedergibt. Dadurch kann eine bedarfsgerechte Heizung oder Kühlung eines Raums besonders
exakt und schnell angepasst werden, wenn sich eine Situation in dem Raum ändert.
[0011] Es wird weiter ein Raumkonditionierungssystem zur Durchführung eines Verfahrens zur
Regelung einer Innentemperatur zumindest eines Raums vorgeschlagen, wobei das Raumkonditionierungssystem
zumindest eine Sensoreinheit aufweist, die dazu vorgesehen ist, zumindest eine sich
von einer Innentemperatur eines zu temperierenden Raums unterscheidende Kenngröße
zu ermitteln. Unter einer "Sensoreinheit" soll vorzugsweise eine Einheit verstanden
werden, die dazu vorgesehen ist, zumindest eine Kenngröße und/oder physikalische Eigenschaft
aufzunehmen, wobei die Aufnahme aktiv, wie insbesondere durch Erzeugen und Aussenden
eines elektrischen Messsignals, und/oder passiv, wie insbesondere durch eine Erfassung
von Eigenschaftsänderungen eines Sensorbauteils, stattfinden kann. Es sind verschiedene,
dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Sensoreinheiten, wie beispielsweise ein VOC-Sensor,
ein Luftfeuchtesensor oder ein CO2-Sensor denkbar. Dadurch kann ein besonders vorteilhaftes
Raumkonditionierungssystem zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bereitgestellt
werden. Durch diese Ausgestaltung kann ein vorteilhaft effizientes Raumkonditionierungssystem
bereitgestellt werden. Dabei kann das Raumkonditionierungssystem vorteilhaft auf Daten
von anderen Systemen zugreifen. Des Weiteren kann durch diese Ausgestaltung bei Berücksichtigung
eines Wärmeeintrags in den zumindest einen Raum von Wärmequellen, die von dem Raumkonditionierungssystem
unterschiedlich sind, eine Überhitzung und/oder Unterkühlung des zumindest einen Raums
vorteilhaft vermieden werden.
[0012] Zudem wird vorgeschlagen, dass das Raumkonditionierungssystem zumindest eine Steuer-
und/oder Regeleinheit aufweist, die dazu vorgesehen ist, anhand zumindest einer ermittelten
Kenngröße eine nötige Anpassung einer Heizung oder Kühlung des Raums zu berechnen,
um die Innentemperatur auf einem eingestellten Wert zu halten. Unter einer "Steuer-
und/oder Regeleinheit" soll vorzugsweise eine Einheit mit zumindest einer Steuerelektronik
verstanden werden. Unter einer "Steuerelektronik" soll vorzugsweise eine Einheit mit
einer Prozessoreinheit und mit einer Speichereinheit sowie mit einem in der Speichereinheit
gespeicherten Betriebsprogramm verstanden werden. Dadurch kann das Raumkonditionierungssystem
besonders vorteilhaft gesteuert werden und schnell auf sich ändernde Situationen und
Heiz- bzw. Kühlleistungsanforderungen reagieren. Durch diese Ausgestaltung kann ein
zusätzlicher Wärmeeintrag für den zumindest einen Raum vorteilhaft bestimmt werden.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren und das Raumkonditionierungssystem sollen hierbei
nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere
können das erfindungsgemäße Verfahren und das erfindungsgemäße Raumkonditionierungssystem
zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin
genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten sowie Verfahrensschritten
abweichende Anzahl aufweisen. Zudem sollen bei den in dieser Offenbarung angegebenen
Wertebereichen auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als offenbart und
als beliebig einsetzbar gelten.
Zeichnung
[0014] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Gebäudes mit einem Raumkonditionierungssystem
für ein erfindungsgemäßes Verfahren und
- Fig. 2
- ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Betrieb des Raumkonditionierungssystems aus Figur
1 in einer schematischen Darstellung.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0016] In der Figur 1 ist ein Gebäude 10 gezeigt. Das Gebäude 10 umfasst einen ersten Raum
12. Der erste Raum 12 ist beispielhaft als ein Wohn- und Kochbereich einer Wohnung
ausgebildet. In dem Raum 12 ist eine Kochstelle 14 mit einem Backofen und einer Kochplatte
angeordnet. Die Kochstelle 14 weist weiter einen Dunstabzug 26 mit einem Abluftkanal
auf. Der Dunstabzug 26 umfasst eine Sensoreinheit 28 zur Sensierung einer Abluft.
Die Sensoreinheit 28 ist als ein VOC-Sensor ausgebildet. Die Sensoreinheit 28 stellt
eine als VOC-Konzentration ausgebildete Kenngröße bereit. In dem Raum 12 ist weiterhin
ein WLAN-Router 16 angeordnet, der einen drahtlosen Internetzugang für den Raum 12
bzw. das Gebäude bereitstellt. In dem Raum 12 ist eine Sensorvorrichtung 30 zur Überwachung
der Raumluft angeordnet. Die Sensorvorrichtung 30 umfasst eine erste Sensoreinheit
32, die als ein CO2-Sensor ausgebildet ist. Die erste Sensoreinheit 32 der Sensorvorrichtung
30 ist zur Messung einer CO2-Konzentration der Raumluft in dem Raum 12 vorgesehen.
Die Sensoreinheit 32 der Sensorvorrichtung 30 stellt eine als CO2-Konzentration ausgebildete
Kenngröße bereit. Die Sensorvorrichtung 30 umfasst eine zweite Sensoreinheit 34, die
als eine VOC-Sensoreinheit ausgebildet ist. Die zweite Sensoreinheit 34 der Sensorvorrichtung
30 ist zur Messung einer VOC-Konzentration der Raumluft in dem Raum 12 vorgesehen.
Die Sensoreinheit 34 der Sensorvorrichtung 30 stellt eine als VOC-Konzentration ausgebildete
Kenngröße bereit Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass die Sensorvorrichtung 30
weitere Sensoreinheiten aufweist, die dazu vorgesehen sind, weitere Kenngrößen der
Raumluft zu messen.
[0017] Das Gebäude 10 umfasst einen weiteren Raum 18. Der weitere Raum 18 ist beispielhaft
als ein Badezimmer ausgebildet. Der als Badezimmer ausgebildete Raum 18 weist eine
Duschkabine 20 auf. Ferner umfasst der als Badezimmer ausgebildete Raum 18 eine Lüftungsanlage
22, die dazu vorgesehen ist, den als Badezimmer ausgebildeten Raum 18 zu lüften. Vorzugsweise
ist die Lüftungsanlage 22 dazu vorgesehen, eine feuchte Luft, die sich beispielsweise
in dem Raum 18 ansammelt, wenn in der Duschkabine 20 geduscht wird, aus dem Raum 18
auszuleiten. Die Lüftungsanlage 22 weist eine Sensoreinheit 24 zur Sensierung der
Raumluft in dem Raum 18 auf. Die Sensoreinheit 24 ist als ein Feuchtigkeitssensor
ausgebildet. Die Sensoreinheit 24 stellt eine als Luftfeuchtigkeit ausgebildete Kenngröße
bereit. Das Gebäude 10 umfasst eine zentrale Lüftungsanlage 36, mittels deren die
Räume 12, 18 des Gebäudes 10 belüftet werden können. Die zentrale Lüftungsanlage 36
weist eine zentrale Abluftleitung auf. Die zentrale Lüftungsanlage 36 weist eine Sensoreinheit
38 auf, die in der zentralen Abluftleitung der Lüftungsanlage 36 angeordnet ist. Die
Sensoreinheit 38 der zentralen Lüftungsanlage 36 ist als ein Temperatursensor ausgebildet.
Die Sensoreinheit 38 der Lüftungsanlage 36 ist dazu vorgesehen, eine Temperatur der
Abluft in der Abluftleitung der Lüftungsanlage 36 zu messen. Die Sensoreinheit 38
stellt eine als Ablufttemperatur ausgebildete Kenngröße bereit
[0018] Das Gebäude 10 umfasst ein Raumkonditionierungssystem 40. Das Raumkonditionierungssystem
40 ist zur Regelung einer Innentemperatur des Raums 12 vorgesehen. Das Raumkonditionierungssystem
20 ist zum Beheizen und/oder Kühlen des Raums 12, insbesondere der Luft in dem Raum
12, vorgesehen. Bei einem Beheizen des Raums 12 wird die Luft in dem Raum 12 erwärmt.
Bei einem Kühlen des Raums 12 wird die Luft in dem Raum 12 abgekühlt. Zum Beheizen
des Raums 12 weist das Raumkonditionierungssystem 40 einen ersten Wärmeübertrager
42 auf. Der erste Wärmeübertrager 42 kann als ein Heizkörper ausgebildet sein. Zur
Kühlung des Raums 12 weist das Raumkonditionierungssystem 40 einen weiteren Wärmeübertrager
44 auf, der dazu vorgesehen ist, den Raum 12 zu kühlen. Das Raumkonditionierungssystem
40 ist zur Regelung einer Innentemperatur des weiteren Raums 18 vorgesehen. Das Raumkonditionierungssystem
40 ist zum Beheizen und/oder Kühlen des weiteren Raums 18, insbesondere der Luft in
dem weiteren Raum 18, vorgesehen. Bei einem Beheizen des weiteren Raums 18 wird die
Luft in dem weiteren Raum 18 erwärmt. Bei einem Kühlen des weiteren Raums 18 wird
die Luft in dem weiteren Raum 18 abgekühlt. Zum Beheizen des Raums 18 weist das Raumkonditionierungssystem
40 einen ersten Wärmeübertrager 46 auf. Grundsätzlich wäre es auch denkbar, dass das
Gebäude 10 mehrere Raumkonditionierungssysteme 40 umfasst, die jeweils getrennt voneinander
zum Beheizen und/oder Kühlen des Raums 12 beziehungsweise des weiteren Raums 18 vorgesehen
sind. Das Raumkonditionierungssystem 40 kann im vorliegenden Fall weitere, nicht näher
dargestellte Wärmeübertrager umfassen. Die Wärmeübertrager können in dem Raum 12 und
dem weiteren Raum 18 angeordnet sein. Die Wärmeübertrager sind dazu vorgesehen, eine
Heiz- und/oder Kühlleistung an die in dem Raum 12 beziehungsweise in dem weiteren
Raum 186 befindliche Luft abzugeben, wodurch die in dem Raum 12 beziehungsweise in
dem weiteren Raum 18 befindliche Luft erwärmt oder abgekühlt wird. Das Raumkonditionierungssystem
40 umfasst eine nicht näher dargestellte Eingabevorrichtung, über die ein Bediener
eine gewünschte Soll-Temperatur für die Innentemperatur der Räume 12, 18 jeweils getrennt
einstellen kann. Die Eingabevorrichtung ist dabei als eine, dem Fachmann geläufige
Eingabevorrichtung ausgebildet und kann beispielsweise von einer zentralen Eingabeeinheit,
mehreren in den Räumen angeordneten Eingabeeinheiten, oder von einer auf einem mobilen
Gerät, wie beispielsweise einem Smartphone, laufenden App ausgebildet sein. Das Raumkonditionierungssystem
40 umfasst je Raum 12, 18 zumindest einen nicht näher dargestellten Temperatursensor,
der eine Ist-Temperatur in dem Raum 12, 18 misst.
[0019] Das Raumkonditionierungssystem 40 umfasst die in dem Gebäude 10 angeordneten Sensoreinheiten
24, 28, 32, 34, 38. Das Raumkonditionierungssystem 40 ist dazu vorgesehen, die von
den Sensoreinheiten 24, 28, 32, 34, 38 bereitgestellten Kenngrößen zur Regelung der
Innentemperatur der Räume 12, 18 zu nutzen. Die Sensoreinheiten 24, 28, 32, 34, 38
sind dazu vorgesehen, jeweils eine sich von einer Innentemperatur des zu temperierenden
Raums 12, 18 unterscheidende Kenngröße zu ermitteln. Das Raumkonditionierungssystem
40 ist dazu vorgesehen, die bedarfsabhängige Kühlung oder Heizung der Räume 12, 18
des Gebäudes 10 in Abhängigkeit von zumindest einer von den Sensoreinheiten 24, 28,
32, 34, 38 bereitgestellten, sich von einer Innentemperatur des zu temperierenden
Raums 12, 18 unterscheidenden Kenngröße anzupassen. Das Raumkonditionierungssystem
40 umfasst eine Steuer- und/oder Regeleinheit 48, die dazu vorgesehen ist, anhand
zumindest einer der von den Sensoreinheiten 24, 28, 32, 34, 38 ermittelten, sich von
einer Innentemperatur des zu temperierenden Raums 12, 18 unterscheidenden Kenngröße,
eine nötige Anpassung einer Heizung oder Kühlung des Raums zu berechnen, um die Innentemperatur
auf einer eingestellten Soll-Temperatur zu halten.
[0020] Unterschiedliche in den Räumen 12, 18 stattfindende Situationen und Vorgänge können
eine relevante Wärmemenge in den jeweiligen Raum 12, 18 einbringen. Beispielsweise
kann durch ein Kochen mittels der Kochstelle 14, insbesondere durch Verwendung des
Kochfelds oder des Backofens, eine thermische Energie in den Raum 12 eingebracht werden,
die einen merklichen Einfluss auf die Innentemperatur in dem Raum ausübt. Ebenfalls
kann eine erhöhte Anwesenheit von Personen in einem Raum 12, 18 eine Innentemperatur
des Raums 12, 18 beeinflussen. Ferner kann beispielsweise auch ein Duschen mit heißem
Wasser einen relevanten Wärmeeintrag in den Raum 18 verursachen. Eine Regelung der
Innentemperatur lediglich anhand der gemessenen Ist-Temperatur in dem Raum ist sehr
träge. Durch die Anpassung einer Regelung der Innentemperatur eines Raums 12, 18 anhand
von Kenngrößen, die sich von der gemessenen Innentemperatur (Ist-Temperatur) unterscheiden
und auf eine gewisse Aktivität oder einen gewissen Vorgang und dessen wahrscheinlichen
Wärmeeintrag in den Raum 12, 18 schließen lassen, kann eine vorteilhaft schnelle Anpassung
der Regelung der Innentemperatur erfolgen. Dadurch kann eine Reaktionsgeschwindigkeit
des Raumkonditionierungssystems vorteilhaft erhöht werden.
[0021] Die Figur 2 zeigt ein Verfahren zum Betreiben des Raumkonditionierungssystems 40.
Das Verfahren umfasst einen ersten Verfahrensschritt 50. In dem ersten Verfahrensschritt
50 werden die Räume 12, 18, insbesondere bedarfsabhängig, beheizt oder gekühlt. Der
Verfahrensschritt 40 wird kontinuierlich während eines Betriebs des Raumkonditionierungssystems
40 ausgeführt. In dem Verfahrensschritt 50 wird ein Heiz- und/oder Kühlbedarf für
den Raum 12, 18 mittels einer, insbesondere von einem Nutzer, vorgegebenen Soll-Temperatur
des Raums 12, 18und mittels einer über den Temperatursensor gemessenen Ist-Temperatur
des Raums 12, 18 bestimmt.
[0022] Das Verfahren zum Betreiben des Raumkonditionierungssystems 40 umfasst zumindest
einen weiteren Verfahrensschritt 52, in dem anhand zumindest einer sich von der Innentemperatur
unterscheidenden Kenngröße eine bedarfsabhängige Heizung oder Kühlung des Raums 12,
18 angepasst wird. In dem weiteren Verfahrensschritt 52 wird eine bedarfsabhängige
Heizung oder Kühlung des Raums 12, 18, anhand einer als Raumkenngröße ausgebildeten
Kenngröße, die eine Luftfeuchtigkeit in dem Raum 12, 18 abbildet, angepasst. Wird
beispielsweise in dem als Badezimmer ausgebildeten Raum 18 in der Duschkabine 20 mit
heißem Wasser geduscht, entsteht Wasserdampf. Die in der Lüftungsanlage 22 angeordnete
Sensoreinheit 24 erfasst die Luftfeuchtigkeit der abgeführten Raumluft als eine Kenngröße,
insbesondere eine Raumkenngröße. In dem weiteren Verfahrensschritt 52 wird von der
als Luftfeuchtigkeit ausgebildeten Raumkenngröße auf einen durch das Duschen erhöhten
Wärmeeintrag in den Raum 18 geschlossen. Die Regelung der Raumtemperatur wird daraufhin
entsprechend angepasst, insbesondere wird eine Heizleistung des in dem Raum 18 angeordneten
Wärmeübertragers 46 abgesenkt.
[0023] In dem weiteren Verfahrensschritt 52 wird eine bedarfsabhängige Heizung oder Kühlung
des Raums 12, 18 anhand einer als Raumkenngröße ausgebildeten Kenngröße, die eine
VOC-Konzentration in dem Raum 12, 18 abbildet, angepasst. Wird beispielsweise in dem
Raum 12 in der Kochstelle 14 Essen zubereitet und der Dunstabzug aktiviert, erfasst
die in dem Dunstabzug 26 angeordnete Sensoreinheit 28 eine erhöhte VOC-Konzentration
als eine Kenngröße, insbesondere eine Raumkenngröße, die sich von der Innentemperatur
unterscheidet. In dem weiteren Verfahrensschritt 52 wird von der als VOC-Konzentration
ausgebildeten Raumkenngröße auf einen durch einen Kochvorgang auf der Kochstelle 14
erhöhten Wärmeeintrag in den Raum 12 geschlossen. Die Regelung der Raumtemperatur
wird daraufhin entsprechend angepasst, insbesondere wird eine Heizleistung des in
dem Raum 12 angeordneten Wärmeübertragers 42 abgesenkt. Alternativ ist es ebenso denkbar,
dass eine Regelung der Raumtemperatur dadurch entsprechend angepasst wird, dass eine
Kühlleistung des in dem Raum 12 angeordneten Wärmeübertragers 44 erhöht wird.
[0024] In dem weiteren Verfahrensschritt 52 wird eine bedarfsabhängige Heizung oder Kühlung
des Raums 12, 18 anhand einer als Raumkenngröße ausgebildeten Kenngröße, die eine
CO2-Konzentration in dem Raum 12, 18 abbildet, angepasst. Hält sich in dem Raum 12
eine Mehrzahl von Personen auf, erfasst die als CO2-Sensor ausgebildete Sensoreinheit
32 eine erhöhte CO2-Konzentration als eine Kenngröße, insbesondere eine Raumkenngröße,
die sich von der Innentemperatur unterscheidet. In dem weiteren Verfahrensschritt
52 kann von der als CO2-Konzentration ausgebildeten Raumkenngröße auf eine Anwesenheit
mehrerer Personen in dem Raum 12 und einen dadurch erhöhten Wärmeeintrag in den Raum
12 geschlossen werden. Die Regelung der Raumtemperatur wird daraufhin entsprechend
angepasst, insbesondere wird eine Heizleistung des in dem Raum 12 angeordneten Wärmeübertragers
42 abgesenkt. Alternativ ist es ebenso denkbar, dass eine Regelung der Raumtemperatur
dadurch entsprechend angepasst wird, dass eine Kühlleistung des in dem Raum 12 angeordneten
Wärmeübertragers 44 erhöht wird.
[0025] In dem weiteren Verfahrensschritt 52 wird eine bedarfsabhängige Heizung oder Kühlung
des Raums 12, 18 anhand einer als Raumkenngröße ausgebildeten Kenngröße, die eine
Ablufttemperatur der in der zentralen Abluftleitung der zentrale Lüftungsanlage 36
ausgeführten Abluft abbildet, angepasst. Die Ablufttemperatur der in der Abluftleitung
der zentralen Lüftungsanlage 36 ausgeführten Abluft bildet einen Mittelwert über eine
Innentemperatur alle Räume 12, 18 dar. In dem weiteren Verfahrensschritt 52 kann von
der als Ablufttemperatur in der zentralen Lüftungsanlage 36 ausgebildeten Raumkenngröße
auf eine entsprechende benötigte Anpassung der Regelung der Raumtemperatur in den
jeweiligen Räumen 12, 18 geschlossen werden. Die Regelung der Raumtemperatur in dem
entsprechenden Raum 12, 18 wird daraufhin entsprechend angepasst.
[0026] In dem weiteren Verfahrensschritt 52 wird eine bedarfsabhängige Heizung oder Kühlung
des Raums 12, 18 anhand einer als Aktivitätskenngröße ausgebildeten Kenngröße angepasst.
Die als Aktivitätskenngröße ausgebildete Kenngröße bildet eine Aktivität in dem Raum
12, 18 ab, insbesondere eine Anzahl an Personen, die sich in dem Raum 12, 18 des Gebäudes
10 aufhalten. Die als Aktivitätskenngröße ausgebildete Kenngröße ist hier beispielhaft
als eine Anzahl von unschädlichen Geräten ausgebildet, die mit dem WLAN-Router 16
gekoppelt sind. Vorzugsweise ist ein in einer kurzen Zeitspanne erfolgender Anstieg
einer Anzahl von mit dem WLAN-Router kabellos verbundenen Endgeräten, wie insbesondere
Smartphones, als eine als eine Aktivitätskenngröße ausgebildete Kenngröße ausgebildet.
Durch diese Aktivitätskenngröße kann vorteilhaft einfach auf eine größere Anzahl an
Personen geschlossen werden, die sich in den Räumen 12, 18 des Gebäudes aufhalten,
worauf durch die Personen ein Wärmeeintrag in den entsprechenden Raum 12, 18 erfolgt.
Die Regelung der Raumtemperatur wird daraufhin entsprechend angepasst, insbesondere
wird eine Heizleistung des in dem Raum 12 angeordneten Wärmeübertragers 42 abgesenkt.
Alternativ ist es ebenso denkbar, dass eine Regelung der Raumtemperatur dadurch entsprechend
angepasst wird, dass eine Kühlleistung des in dem Raum 12 angeordneten Wärmeübertragers
44 erhöht wird.
[0027] In dem weiteren Verfahrensschritt 52 wird eine bedarfsabhängige Heizung oder Kühlung
des Raums 12, 18 anhand einer als Verwendungskenngröße ausgebildeten Kenngröße angepasst.
Die als eine Verwendungskenngröße ausgebildete Kenngröße bildet eine Verwendung eines
thermisch aktiven Gebrauchsgegenstands in dem Raum 12, 18 ab. Wird beispielsweise
in dem Raum 12 in dem Backofen der Kochstelle 14 Essen zubereitet, erfasst die Steuer-
und/oder Regeleinheit 48 den Betrieb des Backofens als eine Kenngröße, insbesondere
eine Verwendungskenngröße, die sich von der Innentemperatur unterscheidet. Dazu ist
der Backofen der Kochstelle 14 informationstechnisch mit der Steuer- und/oder Regeleinheit
48 gekoppelt. In dem weiteren Verfahrensschritt 52 wird von der als ein Betrieb des
Backofens ausgebildeten Verwendungskenngröße auf einen durch den Betrieb des Backofens
erhöhten Wärmeeintrag in den Raum 12 geschlossen. Vorzugsweise bildet die als Verwendungskenngröße
ausgebildete Kenngröße eine Intensität der Verwendung ab, beispielsweise auf welche
Temperatur der Backofen aufgeheizt wird und welche Wärmeenergie dadurch in den Raum
12 abgegeben wird. Die Regelung der Raumtemperatur wird daraufhin entsprechend angepasst,
insbesondere wird eine Heizleistung des in dem Raum 12 angeordneten Wärmeübertragers
42 abgesenkt. Alternativ ist es ebenso denkbar, dass eine Regelung der Raumtemperatur
dadurch entsprechend angepasst wird, dass eine Kühlleistung des in dem Raum 12 angeordneten
Wärmeübertragers 44 erhöht wird. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass bei der Verwendung
anderer Geräte ebenfalls eine entsprechende als Verwendungskenngröße ausgebildete
Kenngröße zur Anpassung der Regelung der Raumtemperatur verwendet wird. Beispielsweise
sei hier die Verwendung eines Kühlschrankes, einer Gefriertruhe, eines Computers oder
eines anderen elektrischen Gerätes zur Verwendung im Haushalt verstanden werden, das
bei einem Betrieb eine thermische Energie an den Raum 12, 18 abgibt.
[0028] Vorzugsweise wird in dem weiteren Verfahrensschritt 52 anhand mehrerer Kenngrößen
die bedarfsabhängige Heizung oder Kühlung des Raums 12, 18 angepasst. Insbesondere
kann in dem weiteren Verfahrensschritt 52 anhand mehrerer unterschiedlicher der oben
genannten Kenngrößen die bedarfsabhängige Heizung oder Kühlung des Raums 12, 18 angepasst
werden. Dabei ist es insbesondere denkbar, dass entsprechende Wärmeeinträge in den
Raum 12, 18, die den entsprechenden Kenngrößen entsprechend akkumuliert werden, und
ein sich aus allen Kenngrößen ergebender Gesamtwärmeeintrag zur Anpassung der bedarfsabhängigen
Heizung und/oder Kühlung des Raums 12, 18 verwendet werden.
[0029] Vorzugsweise wird in dem weiteren Verfahrensschritt 52 in Abhängigkeit von zumindest
einer Kenngröße, vorzugsweise von mehreren Kenngrößen, ein Raumszenario ermittelt,
das eine aktuelle Situation in dem Raum 12, 18 abbildet. Ein Raumszenario ist eine
auf der Steuer- und/oder Regeleinheit 48 hinterlegter Datensatz, welcher für eine
aktuelle Situation in dem Raum 12, 18 wahrscheinliche zusätzliche Wärmeeinträge umfasst.
Mehrere von der Steuer- und/oder Regeleinheit 48 erfasste Kenngrößen können so vorteilhaft
zusammengefasst werden. In dem weiteren Verfahrensschritt 52 wird, vorzugsweise anhand
des ermittelten Raumszenarios, eine bedarfsabhängige Heizung oder Kühlung des Raums
12, 18 angepasst.
1. Verfahren zum Betreiben eines Raumkonditionierungssystems (40), welches zur Regelung
einer Innentemperatur zumindest eines Raums (12, 18) vorgesehen ist, wobei der zumindest
eine Raum (12, 18) in zumindest einem Verfahrensschritt (50), insbesondere bedarfsabhängig,
beheizt oder gekühlt wird, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem weiteren Verfahrensschritt (52) anhand zumindest einer sich von
der Innentemperatur unterscheidenden Kenngröße eine bedarfsabhängige Heizung oder
Kühlung des Raums (12, 18) angepasst wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kenngröße als eine Raumkenngröße ausgebildet ist, die eine CO2-Konzentration,
eine VOC-Konzentration oder eine Luftfeuchtigkeit in dem Raum (12, 18) abbildet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kenngröße als eine Aktivitätskenngröße ausgebildet ist, die eine Aktivität in
dem Raum (12, 18) abbildet.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kenngröße als eine Verwendungskenngröße ausgebildet ist, die eine Verwendung
von thermisch aktiven Gebrauchsgegenständen in dem Raum (12, 18) abbildet.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem weiteren Verfahrensschritt (52) anhand mehrerer Kenngrößen eine bedarfsabhängige
Heizung oder Kühlung des Raums (12, 18) angepasst wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem weiteren Verfahrensschritt (52) in Abhängigkeit von zumindest einer Kenngröße
ein Raumszenario ermittelt wird, das eine aktuelle Situation in dem Raum (12, 18)
abbildet, wobei anhand des ermittelten Raumszenarios eine bedarfsabhängige Heizung
oder Kühlung des Raums (12, 18) angepasst wird.
7. Raumkonditionierungssystem zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 6, gekennzeichnet durch zumindest eine Sensoreinheit (24, 28, 32, 34, 38), die dazu vorgesehen ist, zumindest
eine sich von einer Innentemperatur eines zu temperierenden Raums (12, 18) unterscheidende
Kenngröße zu ermitteln.
8. Raumkonditionierungssystem nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch zumindest eine Steuer- und/oder Regeleinheit (48), die dazu vorgesehen ist, anhand
zumindest einer von einer Sensoreinheit (24, 28, 32, 34, 38) ermittelten Kenngröße
eine nötige Anpassung einer Heizung oder Kühlung des Raums (12, 18) zu berechnen,
um die Innentemperatur des Raums (12, 18) auf einem eingestellten Wert zu halten.