Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein modulares Armbanduhrsystem. Zudem
bezieht sich die Erfindung auf austauschbare Teile eines modularen Armbanduhrsystems.
Stand der Technik
[0002] Die
DE 20 2010 014 867 beschreibt ein modulares Armbanduhr-Gehäuse. Austauschbar sind ein Halterahmen, eine
Lünette und ein Spannring ohne Einsatz eines Werkzeugs. Im täglichen Gebrauch gibt
es so das Risiko eines ungewollten Lösens jeweiliger Teile. Zudem sind die austauschbaren
Teile so miteinander verbunden, dass ein Austausch einzelner Teile des Gehäuses nicht
möglich ist, ohne dass auch andere Teile gelöst werden. Zudem ist eine Individualisierbarkeit
des Gehäuses aufgrund einer geringen Anzahl austauschbarer Teile gering.
[0003] Die
CH 701 221 A1 beschreibt ein Uhrengehäuse mit einem Mittelteil und vier daran angeschraubten Hörnern.
Dadurch soll eine Fertigung des Mittelteils vereinfacht werden. Ein Austausch der
Hörner zur Individualisierung des Gehäuses und ein modulares Gehäusekonzept sind in
der
CH 701 221 A1 nicht beschrieben.
[0004] Die
EP 3 457 222 B1 beschreibt ein Armbanduhrengehäuse mit beweglichen Bandanstößen. Dadurch soll eine
Befestigung eines Armbands vereinfacht werden. Ein Austausch der Bandanstöße zur Individualisierung
des Gehäuses und ein modulares Gehäusekonzept sind in der
EP 3 457 222 B1 nicht beschrieben.
[0005] In der
EP 2 000 865 A2 ist ein Armbanduhrengehäuse offenbart, welches eine Lünette umfasst, die dadurch
gekennzeichnet ist, dass sie ohne Werkzeug leicht austauschbar ist, um das Aussehen
des Gehäuses zu verändern. Allerdings ist keine Möglichkeit zum Austausch weiterer
Gehäusekomponenten und/oder des Armbandes offenbart.
[0006] In der
EP 2 172 816 A1 wird ein veränderbares Armbanduhrengehäuse offenbart, das einen Gehäusekörper aus
einer harten Legierung und/oder einem harten Metall, ein Uhrenglas, ein Bodenteil
und ein Paar Bandanstoßteil umfasst, wobei die Bandanstoßteile als dekorative Seitenelemente
ausgestaltet sind, welche einen Befestigungsmechanismus zum Befestigen eines Armbands
umfassen, wobei die Bandanstoßteile derart ausgestaltet sind, dass beim Befestigen
des Armbands keine Schäden oder Bruchstellen an den Bandanstoßteilen auftreten und
wobei der Befestigungsmechanismus zum Befestigen eines Armbands derart ausgestaltet
ist, dass das Armband und/oder die Bandanstoßteile leicht austauschbar sind. Allerdings
offenbart die
EP 2 172 816 A1 keine Möglichkeit, ein Austauschen der Bandanstoßteile ohne ein Demontieren der Krone
zu realisieren, wodurch der Prozess des Austauschens z.B. der Bandanstoßteile und/oder
des Armbandes erschwert wird. Zusätzlich können beim Montieren Zubehörteile verloren
gehen und/oder beschädigt werden. Darüber hinaus muss bei der
EP 2 172 816 A1 das gesamte Uhrwerk freigelegt werden, so dass der Wasserschutz und/oder der Staubschutz
für das Armbanduhrengehäuse nach dessen Veränderung aufwendig neu eingestellt werden
muss.
Aufgabe
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt dabei die Aufgabe zugrunde, ein modulares Armbanduhrensystem
bereitzustellen, welches ein Individualisieren des äußeren Erscheinungsbildes des
Armbanduhrensystems durch Austauschen einzelner Komponenten ermöglicht. Das Austauschen
der Komponenten soll dabei für den Laien mit einfachen technischen Hilfsmitteln durchführbar
sein.
[0008] Insbesondere soll das Austauschen einzelner Komponenten, welche das äußere Erscheinungsbild
des Armbanduhrsystems verändern auch ohne das Lösen weiterer Komponenten ermöglicht
werden.
[0009] Darüber hinaus soll das Armbanduhrsystem derart aufgebaut sein, dass ein Zerlegen
eines dem Armbanduhr zugeordneten Gehäusekörpers nicht Eigenschaften eines Ausnahmeraums,
welcher ein Uhrwerk umgibt, beeinträchtigen, wobei es sich bei den Eigenschaften insbesondere
um Staubschutz und/oder Wasserschutz handelt. Somit soll ein Austauschen von einzelnen
Komponenten durch den Laien ermöglicht werden.
Darstellung der Erfindung
[0010] Die Erfindung betrifft ein modulares Armbanduhrsystem. Das modulare Armbanduhrsystem
kann eine Armbanduhr ausbilden, bei welcher wenigstens ein Teil zur Individualisierung
austauschbar ist. Das Armbanduhrsystem weist ein Gehäuse auf. Das Gehäuse kann einen
Aufnahmeraum für ein Uhrwerk bilden und/oder einen Körper der Armbanduhr. Das Gehäuse
kann ein Uhrwerk der Armbanduhr aufnehmen und/oder schützen.
[0011] Das Gehäuse weist ein Gehäusehauptteil und ein lösbar an dem Gehäusehauptteil befestigtes
erstes Bandanstoßteil und ein lösbar an dem Gehäusehauptteil befestigtes zweites Bandanstoßteil
auf. Das Gehäusehauptteil kann einen Korpus der Armbanduhr bilden. Das Gehäusehauptteil
kann beispielsweise aus einem metallischen Werkstoff, einem Kunststoff oder aus Holz
gebildet sein. Die Bandanstoßteile sind dazu ausgebildet, ein Armband daran zu befestigen,
insbesondere ein Ende des Armbands jeweils gemeinsam an beiden Bandanstoßteilen. Das
Armband kann dazu ausgebildet sein, die mit dem modularen Armbanduhrsystem bildbare
Armbanduhr an einem Handgelenk eines Trägers zu befestigen.
[0012] Das Armbanduhrsystem weist wenigstens für das erste Bandanstoßteil oder das zweite
Bandanstoßteil eine erste Art von Bandanstoßteil und eine zweite Art von Bandanstoßteil
auf, welche zur Veränderung des Gehäuses austauschbar sind. Dadurch kann die Armbanduhr
gemäß Trägerwünschen hochgradig und einfach individualisierbar sein. Ein Besitzer
kann so individuell seine Uhr kombinieren und je nach Wunsch Einzelteile auch später
beschaffen, um seine Uhr zu verändern. Es ist kein Neukauf einer Uhr notwendig, um
deren Stil anzupassen. Jeweilige austauschbare Teile können so ausgebildet sein, dass
ein Austausch durch den Endnutzer erfolgen kann. Das Gehäuse kann so ausgebildet sein,
dass bei dem Austausch von Teilen der Schutz des Uhrwerks erhalten bleibt. Beispielsweise
kann ein Ausnahmeraum bei dem Austausch von Teilen verschlossen bleiben, beispielsweise
um einen Wasserschutz und/oder Staubschutz beizubehalten. Das Gehäuse kann spritzwasserschützend,
wasserdicht und/oder staubdicht und/oder gasdicht ausgebildet sein.
[0013] Insbesondere ist der Ausnahmeraum derart ausgestaltet, dass er das gesamte Uhrwerk
umgibt und/oder umfasst. Bevorzugt ist der Ausnahmeraum wasserdicht und/oder luftdicht
verschlossen und schließt das Uhrwerk in sich ein. In einer besonders bevorzugten
Ausgestaltung ist der Ausnahmeraum in seiner Gesamtheit aus dem Gehäuse entfernbar
ausgestaltet, wobei beim Entfernen des Gehäuses der Wasserschutz und/oder Staubschutz
im Innern des Ausnahmeraums erhalten bleibt. Somit ist ein Austauschen von Einzelteilen
durch den Besitzer ermöglicht, ohne die Schutzfunktionen der Uhr zu verlieren und/oder
zu beeinträchtigen.
[0014] Das Armbanduhrsystem kann für das erste Bandanstoßteil und das zweite Bandanstoßteil
jeweils eine erste Art von Bandanstoßteil und eine zweite Art von Bandanstoßteil aufweisen,
welche zur Veränderung des Gehäuses austauschbar sind. Das erste Bandanstoßteil kann
beispielsweise als linkes Bandanstoßteil und das zweite Bandanstoßteil beispielsweise
als rechtes Bandanstoßteil ausgebildet sein. Beispielsweise kann das rechte Bandanstoßteil
symmetrisch zu einer 3 Uhr-Position an dem Gehäusehauptteil befestigbar sein und/oder
das linke Bandanstoßteil symmetrisch zu einer 9 Uhr-Position an dem Gehäusehauptteil
befestigbar sein. So können die beiden Bandanstoßteile ein Armband an jedem Armbandende
gemeinsam halten. So kann das Armband einfach durch ein Lösen der Bandanstoßteile
ausgetauscht werden. Das erste Bandanstoßteil kann aber beispielsweise auch symmetrisch
zu einer 12 Uhr-Position an dem Gehäusehauptteil befestigbar sein und/oder das zweite
Bandanstoßteil symmetrisch zu einer 6 Uhr-Position an dem Gehäusehauptteil befestigbar
sein. In diesem Fall kann an jedem Bandanstoßteil jeweils ein zugeordnetes Ende des
Armbands befestigt sein. So kann ein Armbandteil einfach gemeinsam mit dem Bandanstoßteil
getauscht werden.
[0015] Das Armbanduhrsystem kann eine Armbanduhr mit austauschbaren Teilen bilden. Das Armbanduhrsystem
kann wenigstens eine erste Art von linkem Bandanstoßteil und eine zweite Art von linkem
Bandanstoßteil aufweisen, welche zur Veränderung des Gehäuses austauschbar sind. Das
Armbanduhrsystem kann wenigstens eine erste Art von rechtem Bandanstoßteil und eine
zweite Art von rechtem Bandanstoßteil aufweisen, welche zur Veränderung des Gehäuses
austauschbar sind.
[0016] Wenigstens eines der Bandanstoßteile kann eine Aussparung zur Anordnung einer Krone
aufweisen. Die Krone kann beispielsweise zur Verstellung der Uhr durch eine Rotation
dienen und axial zwischen einer Verstellung, in welcher die Uhr verstellbar ist, und
einer Verstaustellung, verschiebbar sein. Beispielsweise wird die Krone zum Verstellen
der Uhr von dem Gehäusehauptteil aus seiner Verstaustellung weggezogen. Das Gehäusehauptteil
kann eine seitliche Öffnung für die Krone der Uhr aufweisen. In dieser Öffnung kann
ein Tubus angeordnet sein, durch welche eine Welle, mit welcher die Krone mit dem
Uhrwerk verbindbar ist, durchgeführt ist. Der Tubus kann diese Welle stützen und/oder
schützen. So kann beispielsweise eine Abstützung der Welle an dem Bandanstoßteil vermieden
werden. Damit kann ein Beschädigen der Welle durch den Austausch eines benachbarten
Bandanstoßteils vermieden werden. Der Tubus kann Teil des Armbanduhrsystems sein.
Alternativ kann der Tubus auch Teil der Welle bilden. Die Krone kann Teil des Armbanduhrsystems
und/oder des Uhrwerks sein. Die Krone kann an der Welle befestigt sein.
[0017] Die jeweiligen Bandanstoßteile können einstückig ausgebildet sein. Dadurch kann eine
Umfangsseite des Gehäuses besonders robust und der Austausch einfach sein. Das Gehäusehauptteil
kann einstückig ausgebildet sein. So kann das Gehäuse besonders robust sein und das
Uhrwerk gut geschützt werden. Die lösbaren Befestigungen des Armbanduhrsystems können
beispielsweise durch Verschraubungen gebildet sein. Die lösbaren Befestigungen des
Armbanduhrsystems können beispielsweise nur mit einem Werkzeug gelöst und/oder befestigt
werden, insbesondere mit einem Schraubenzieher. Dadurch kann ein ungewolltes Lösen
zuverlässig vermieden werden. Das Werkzeug kann ein Bestandteil des Armbanduhrsystems
sein, um einen komfortablen Wechsel jeweiliger austauschbarer Teile zu ermöglichen.
[0018] Das Gehäusehauptteil kann einen Aufnahmebereich für ein Uhrwerk und/oder ein Ziffernblatt
wenigstens teilweise, insbesondere seitlich umlaufend, begrenzen. Das Gehäuse kann
ein ziffernblattseitige Uhrenglas, welches als Frontglas ausgebildet sein kann, aufweisen.
Das ziffernblattseitige Uhrenglas kann an dem Gehäusehauptteil ziffernblattseitig
angeordnet sein. Das ziffernblattseitige Uhrenglas kann den Aufnahmebereich für ein
Uhrwerk und/oder ein Ziffernblatt wenigstens teilweise, insbesondere vorderseitig
und/oder ziffernblattseitig, begrenzen. Das Gehäuse kann ein Bodenteil aufweisen,
welches beispielsweise als Ring oder Scheibe ausgebildet sein kann. Das Bodenteil
kann an einer dem Ziffernblatt abgewandten Seite und/oder einer Unterseite angeordnet
sein. Das Bodenteil kann den Aufnahmebereich für ein Uhrwerk und/oder ein Ziffernblatt
wenigstens teilweise, insbesondere rückseitig und/oder unterseitig, begrenzen. Das
Armbanduhrsystem kann ein Uhrwerk aufweisen, welches in dem Gehäuse aufgenommen sein
kann. Das Uhrwerk kann einen inneren Mechanismus der Armbanduhr bilden. Das Uhrwerk
kann jeweilige Zeiger und das Ziffernblatt aufweisen. Das Uhrwerk kann dazu ausgebildet
sein, die Zeiger anzutreiben, um beispielsweise eine Uhrzeit anzuzeigen.
[0019] Eine Vorderseite des Gehäuses und/oder der Armbanduhr kann beispielsweise ein Ablesen
der Uhr erlauben. Die Vorderseite kann einer Oberseite der Armbanduhr entsprechen,
welche beispielsweise bei getragener Armbanduhr dem Handgelenk abgewandt ist. Die
Vorderseite kann in die gleiche Richtung weisen, wie das Ziffernblatt der Uhr. Eine
Unterseite und/oder Rückseite des Gehäuses und/oder der Armbanduhr kann beispielsweise
dem Ziffernblatt abgewandt sein und/oder der Vorderseite entgegengesetzt sein. Die
Unterseite, welche einen Boden des Gehäuses bilden kann, kann bei getragener Armbanduhr
dem Handgelenk zugewandt sein. Zwischen der Vorderseite und der Rückseite kann sich
eine Flanke und/oder eine seitlich umlaufende Seite der Armbanduhr, des Gehäuses und/oder
des Gehäusehauptteils erstrecken.
[0020] In einer Ausführungsform des Armbanduhrsystems ist es vorgesehen, dass die Bandanstoßteile
jeweils dazu ausgebildet sind, an einer Flanke des Gehäusehauptteils lösbar befestigt
zu werden. Dadurch kann sich eine komfortabel tragbare Uhr und ein seitlicher Schutz
des Gehäusehauptteils vor Kratzern ergeben.
[0021] In einer Ausführungsform des Armbanduhrsystems ist es vorgesehen, dass das Gehäusehauptteil
für das erste Bandanstoßteil und/oder das zweite Bandanstoßteil eine seitliche Aussparung
aufweist, in welcher das an dem Gehäusehauptteil befestigte Bandanstoßteil wenigstens
teilweise angeordnet ist. Beispielsweise kann das Gehäusehauptteil eine linke seitliche
Aussparung für das linke Bandanstoßteil und eine rechte seitliche Aussparung für das
rechte Bandanstoßteil aufweisen. Die seitliche Aussparung kann an der Flanke des Gehäusehauptteils
angeordnet sein. Die seitliche Aussparung kann an deren Oberseite und an deren Unterseite
jeweils durch einen Flansch des Gehäusehauptteils begrenzt sein. Ein jeweiliger Flansch
kann im Wesentlichen plan sein und/oder sich radial weg von dem Aufnahmeraum für das
Uhrwerk erstrecken. Die seitliche Aussparung kann ein Risiko einer Beschädigung der
Befestigung der Bandanstoßteile an dem Gehäusehauptteil reduzieren, beispielsweise
durch Anstoßen der Uhr an einer Umgebung. Zudem kann die seitliche Aussparung die
Bandanstoßteile stützen. Die seitliche Aussparung kann einen Spalt zwischen den Bandanstoßteilen
und dem Gehäusehauptteil kaschieren, insbesondere von der Vorderseite des Gehäuses.
Die seitliche Aussparung kann außerhalb des Aufnahmeraums für das Uhrwerk ausgebildet
sein. Die seitliche Aussparung kann in radialer Richtung nach innen durch eine Wand
des Gehäusehauptteils begrenzt sein, wobei diese Wand den Aufnahmeraum für das Uhrwerk
in radialer Richtung nach außen begrenzen kann. Für jedes Bandanstoßteil kann eine
zugeordnete Aussparung vorgesehen sein.
[0022] Die seitliche Aussparung kann in Umfangsrichtung wenigstens ein Zentrierelement aufweisen,
wie eine radial nach außen vorstehende Wand. Durch das Zentrierelement kann eine Positionierung
der Bandanstoßteile zu deren Befestigung erleichtert werden. Beispielsweise kann das
Zentrierelement eine in Richtung von einer Vorderseite zu einer Rückseite verlaufende
Wand sein, welche zwei seitliche Aussparungen voneinander trennt. Durch das Ausrichten
der Position der Bandanstoßteile kann insbesondere eine Verschraubung erleichtert
werden, beispielsweise indem jeweilige Sacklöcher und/oder Durchgangsöffnungen koaxial
zueinander ausgerichtet werden.
[0023] In einer Ausführungsform des Armbanduhrsystems ist es vorgesehen, dass die Bandanstoßteile
jeweils einen ersten Befestigungsbereich für ein erstes Ende des Armbands und einen
zweiten Befestigungsbereich für ein entgegengesetztes zweites Ende des Armbands aufweisen.
Der erste Befestigungsbereich kann beispielsweise jeweils in der Nähe von der 12 Uhr-Position
und der zweite Befestigungsbereich jeweils in der Nähe von der 6 Uhr-Position angeordnet
sein. Das erste Ende des Armbands kann beispielsweise zwischen dem ersten Befestigungsbereich
des ersten Bandanstoßteils und dem ersten Befestigungsbereich des zweiten Bandanstoßteils
angeordnet sein. Das zweite Ende des Armbands kann beispielsweise zwischen dem zweiten
Befestigungsbereich des ersten Bandanstoßteils und dem zweiten Befestigungsbereich
des zweiten Bandanstoßteils angeordnet sein. Jeder Befestigungsbereich kann beispielsweise
ein Sackloch zur Aufnahme eines Endes einer Federstange des Armbands aufweisen und/oder
durch jeweils ein Sackloch gebildet sein. Dieses Sackloch kann frei von einem Innengewinde
sein. Die Sacklöcher jeweils einer Befestigung eines der Enden des Armbands können
einander zugewandt sein. Das erste Bandanstoßteil und das zweite Bandanstoßteil können
zusammen jeweils eine Befestigung für eines der Enden des Armbands bilden.
[0024] Statt zwei lösbarer Bandanstoßteile kann auch nur ein lösbares Bandanstoßteil vorgesehen
sein. In diesem Fall kann beispielsweise ein korrespondierender erster Befestigungsbereich
durch das Gehäusehauptteil gebildet sein, um beispielsweise eine Aufnahme für die
Federstange eines der Enden des Armbands zu bilden.
[0025] In einer Ausführungsform des Armbanduhrsystems ist es vorgesehen, dass die Bandanstoßteile
wenigstens eine Sacklochbohrung aufweisen. Jedes Bandanstoßteil kann wenigstens eine
Sacklochbohrung aufweisen. Die Sacklochbohrung kann für die Befestigung des jeweiligen
Bandanstoßteils an dem Gehäusehauptteil ausgebildet sein. Die Sacklochbohrung jedes
Bandanstoßteils kann eine unterseitige Sacklochbohrung sein. So kann die Oberseite
der Bandanstoßteile frei von Löchern sein. Es ist aber auch eine umgekehrte Anordnung
möglich. So ist das Uhrengehäuse besonders unempfindlich gegen Verschmutzungen. Dann
kann auf der Oberseite eine Schraube der Befestigung als Gestaltungselement sichtbar
sein. Die Bandanstoßteile können mittels einer Verschraubung an dem Gehäusehauptteil
lösbar befestigbar sein. Die Bandanstoßteile können jeweils auch mehrere voneinander
beabstandete und optional koaxiale Sacklochbohrungen für die Befestigung der Bandanstoßteil
an dem Gehäusehauptteil aufweisen. So ist das jeweilige Bandanstoßteil mit mehreren
Schrauben besonders sicher befestigbar. Zudem kann ein unerwünschtes Verschieben,
wie ein Verdrehen, der Bandanstoßteile zuverlässig verhindert werden. Jeweilige Schrauben
für diese Befestigung können Teil des Armbanduhrsystems sein. Die jeweiligen Sacklochbohrungen
können ein Innengewinde aufweisen. Eine Verschraubung kann mit einer Durchgangsöffnung
an dem Gehäusehauptteil erfolgen. Dafür kann die Sacklochbohrung mit einer korrespondierenden
Durchgangsöffnung des Gehäusehauptteils koaxial ausgerichtet sein, insbesondere wenn
das Bandanstoßteil in der seitlichen Aussparung angeordnet ist. Die Bandanstoßteile
können beispielsweise frei von Steckverbindungen mit dem Gehäusehauptteil sein. Die
Bandanstoßteile können in der seitlichen Aufnahme und/oder zwischen den Flanschen
des Gehäusehauptteils in Umfangsrichtung des Gehäusehauptteils verschiebbar sein.
Die Bandanstoßteile können frei von einer Arretierung sein.
[0026] In einer Ausführungsform des Armbanduhrsystems ist es vorgesehen, dass das Gehäusehauptteil
einen Flansch aufweist. Der Flansch kann wenigstens eine Durchgangsöffnung aufweisen,
an welcher die Bandanstoßteile mit dem Gehäusehauptteil verschraubbar sind. Dadurch
können die Bandanstoßteile einfach an dem Gehäusehauptteil sicher befestigt werden.
Aufgrund des Flansches kann die Befestigung dabei frei von Interkation mit anderen
austauschbaren Bauteilen sein, insbesondere einer Befestigung einer Lünette. Der Flansch
kann beispielsweise an einem unteren Endbereich des Gehäusehauptteils angeordnet sein.
Dadurch kann die Verschraubung nur von der Unterseite des Gehäuses erkennbar und/oder
zugänglich sein. Dadurch kann auch ein Verschmutzungsschutz bereitgestellt werden.
Alternativ kann der Flansch beispielsweise an einem oberen Endbereich des Gehäusehauptteils
angeordnet sein. Dadurch kann die Verschraubung nur von der Oberseite des Gehäuses
erkennbar und/oder zugänglich sein. So kann auch ein Reiben der Verschraubung an der
Haut des Trägers vermieden werden. Die Durchgangsöffnungen können frei von einem Innengewinde
sein. Die Durchgangsöffnung kann zu dem Aufnahmeraum für das Uhrwerk beabstandet sein.
Der Flansch kann außenseitig zu dem Aufnahmeraum für das Uhrwerk angeordnet sein und
sich beispielsweise in radialer Richtung und/oder plan erstrecken. Der Flansch kann
in Umfangsrichtung teilweise oder komplett umlaufend ausgebildet sein. Die Durchgangsöffnung
kann einen Teilbereich aufweisen, welcher zur Aufnahme eines Schraubenkopfes ausgebildet
ist. So kann der Schraubenkopf einer Verschraubung im Wesentlichen bündig mit dem
angrenzenden Gehäuse oder versenkt angeordnet sein. Der Flansch kann die seitliche
Aussparung zur Aufnahme der Bandanstoßteile, insbesondere unterseitig oder oberseitig,
begrenzen. Der Flansch kann einstückig mit dem restlichen Gehäusehauptteil ausgebildet
sein.
[0027] Das Gehäusehauptteil kann einen weiteren Flansch aufweisen, insbesondere an einem
oberen Endbereich des Gehäusehauptteils angeordnet. Der weitere Flansch kann parallel
zu dem anderen Flansch angeordnet sein. Beispielsweise können die beiden Flansche
identisch oder ähnlich geformt sein und in einer Hochrichtung zueinander versetzt
sein. Der weitere Flansch kann frei von Durchgangsöffnungen zum Verschrauben der Bandanstoßteile
mit dem Gehäusehauptteil sein. Einer der beiden Flansche kann beispielsweise als oberer
Flansch und ein anderer der beiden Flansche als unterer Flansch ausgebildet sein.
Die beiden Flansche können Durchgangsöffnungen und/oder Sacklochbohrungen zum Befestigen
des Bandanstoßteils aufweisen und die Bandanstoßteile Durchgangsöffnungen zu deren
Befestigung aufweisen. Beispielsweise können die Bandanstoßteile dann mit einer Schraube
und Mutter befestigt werden. Alternativ kann auch einer von dem oberen und unteren
Flansch eine Sacklochbohrung mit Innengewinde aufweisen. Die Durchgangsöffnungen in
den Bandanstoßteilen können dann frei von Innengewinden sein.
[0028] In einer Ausführungsform des Armbanduhrsystems ist es vorgesehen, dass das Gehäuse
eine lösbar an dem Gehäusehauptteil befestigte Lünette aufweist. Die Lünette kann
ein vorderseitigstes Teil des Gehäuses sein. Die Lünette kann oberhalb des Uhrenglases
angeordnet sein. Die Lünette kann beispielsweise als Ring ausgebildet sein. Die Lünette
kann Teil des Gehäuses sein. Die lösbare Befestigung kann beispielsweise mittels einer
Verschraubung erfolgen. Das Armbanduhrsystem kann wenigstens eine erste Art von Lünette
und eine zweite Art von Lünette aufweisen, welche zur Veränderung des Gehäuses austauschbar
sind. Dadurch ergibt sich eine weitere Individualisierungsmöglichkeit. Die Lünette
kann als Wechselring ausgebildet sein. Die Lünette kann ein ringförmiger und/oder
einstückiger Körper sein. Die Lünette kann auch ein an dem Gehäuseteil fixiertes erstes
Lünettenteil und ein an dem ersten Lünettenteil drehbar befestigtes zweites Lünettenteil
aufweisen. So kann mit der Lünette eine Zeit markiert werden. Die Lünette kann radial
innenseitig eine Nut aufweisen, in welcher das Uhrenglas angeordnet ist. Die Lünette
kann ziffernblattseitig an dem Gehäusehauptteil befestigt sein. Ein ziffernblattseitiges
Uhrenglas, welches als Frontglas ausgebildet sein kann, kann unter der Lünette angeordnet
sein. Die Lünette kann das Frontglas an dem Gehäusehauptteil, insbesondere durch Klemmung
zwischen dem Gehäusehauptteil und der Lünette, befestigen. So kann der Endnutzer das
Uhrenglas einfach mit der Lünette austauschen. Das Uhrenglas kann aber auch unabhängig
von der Lünette an dem Gehäusehauptteil befestigt sein, beispielsweise mittels einer
Presspassung. So kann das Uhrenglas in Position bleiben und das Ziffernblatt schützen,
wenn der Endnutzer die Lünette wechselt.
[0029] In einer Ausführungsform des Armbanduhrsystems ist es vorgesehen, dass die Lünetten
wenigstens eine Sacklochbohrung aufweist, insbesondere eine unterseitige Sacklochbohrung.
Die Lünetten können mittels einer Verschraubung an dem Gehäusehauptteil lösbar befestigbar
sein. Durch die Sacklochbohrung ist an der Oberseite eine glatte und verschmutzungsresistente
Oberfläche bereitstellbar. Insbesondere können die Lünetten jeweils mehrere voneinander
beabstandete Sacklochbohrungen aufweisen. So ist die Lünette mit mehreren Schrauben
befestigbar und kann gut gegen Verdrehen und Verschieben gesichert werden. Jeweilige
Schrauben für die Befestigung der Lünette können Teil des Armbanduhrsystems sein.
Die Sacklochbohrung kann ein Innengewinde aufweisen. Alternativ kann die Lünette auch
eine Durchgangsöffnung für deren Verschraubung an dem Gehäusehauptteil aufweisen.
Dann kann die Lünette an dem Gehäusehauptteil beispielsweise mittels einer Schraube
und Mutter befestigt werden. Die Verschraubung kann so als Designelement genutzt werden.
Zudem ist dann kein Innengewinde notwendig, wodurch die Fertigung einfacher und kostengünstiger
sein kann.
[0030] In einer Ausführungsform des Armbanduhrsystems ist es vorgesehen, dass das Gehäusehauptteil
einen Flansch, insbesondere einen ersten Flansch angeordnet an einem unteren Endbereich
des Gehäusehauptteils und einen zweiten Flansch angeordnet an einem oberen Endbereich
des Gehäusehauptteils, aufweist. Dies kann die Befestigung und Anordnung jeweiliger
austauschbarer Teile an dem Gehäusehauptteil vereinfachen. Zudem können so jeweilige
austauschbare Teile leicht unabhängig voneinander befestigt werden, wodurch ein Lösen
von Teilen des Gehäuses, welche nicht ausgetauscht werden sollen, zum Austausch von
anderen Teilen des Gehäuses nicht notwendig sein muss. Zudem können die beiden Flansche
die Aussparungen zum teilweisen Aufnehmen der Bandanstoßteile begrenzen.
[0031] Der Flansch kann wenigstens eine Durchgangsöffnung aufweisen, an welcher die Lünette
mit dem Gehäusehauptteil verschraubbar ist. Dies ist eine einfache und kostengünstige
Befestigung für die Lünette. Die Durchgangsöffnung kann frei von einem Innengewinde
sein. Insbesondere kann der erste Flansch und der zweite Flansch jeweils eine koaxiale
Durchgangsöffnung aufweisen, an welcher die Lünette mit dem Gehäusehauptteil verschraubbar
ist. Dadurch kann die Lünette von einer Unterseite des Gehäuses, optional zusammen
mit einem Bodenteil, mit dem Gehäusehauptteil verschraubt werden. Die Verschraubung
kann beispielsweise von der gleichen Seite erfolgen, wie die der Bandanstoßteile,
wodurch ein Austausch verschiedener Teile einfach und intuitiv ist. Die Durchgangsöffnungen
können so angeordnet sein, dass deren Längsachse die Bandanstoßteile nicht schneidet.
Beispielsweise sind die Durchgangsöffnungen zwischen den Bandanstoßteilen angeordnet.
So kann die Befestigung der Lünette frei von einer Interaktion mit den Bandanstoßteilen
sein. Die Durchgangsöffnung einer der beiden Flansche, insbesondere des unteren Flansches,
kann einen Teilbereich aufweisen, welcher zur Aufnahme eines Schraubenkopfes ausgebildet
ist. So kann der Schraubenkopf einer Verschraubung im Wesentlichen bündig mit dem
angrenzenden Gehäuse oder versenkt angeordnet sein.
[0032] In einer Ausführungsform des Armbanduhrsystems ist es vorgesehen, dass das Armbanduhrsystem
das Armband aufweist, welches lösbar an dem Gehäuse befestigt ist. Das Armband kann
dazu ausgebildet sein, die Armbanduhr an einem Handgelenk eines Trägers zu halten.
Das Armbanduhrsystem kann wenigstens eine erste Art von Armband und eine zweite Art
von Armband aufweisen, welche zur Veränderung der Armbanduhr austauschbar sind. Dadurch
kann die Uhr weiter individualisiert werden. Das Armband kann ein Band aufweisen.
Das Armband kann an jedem Ende einen Federsteg zur Befestigung an den Bandanstoßteilen
aufweisen. Das Armband kann eine Schließe aufweisen. Das Band des Armbands kann aus
zwei Armbandteilen gebildet sein. Beispielsweise kann ein Armbandteil einen Bandabschnitt
und die daran befestigte Schließe aufweisen. Ein anderes Armbandteil kann einen Bandabschnitt
mit Löchern zur Verbindung mit der Schließe aufweisen. Die eine Art von Armband kann
beispielsweise auch nur ein Armbandteil aufweisen, welches dann ausgetauscht werden
kann. Dadurch kann mit geringen Kosten und Materialaufwand das Armband weiter individualisiert
werden, beispielsweise indem nur das Armbandteil mit dem Bandabschnitt mit Löchern
auf einer Seite des Gehäuses ausgetauscht wird. Das Armband kann an den Bandanstoßteilen
lösbar befestigt sein, welche an dem Gehäusehauptteil befestigt sind, beispielsweise
indem jedes Armbandteil jeweils an beiden Bandanstoßteilen gehalten wird. Beispielsweise
kann ein Federsteg des jeweiligen Armbands in dem Aufnahmebereich zu dessen Befestigung
eingeklemmt sein und/oder in zwei Sacklochbohrungen aufgenommen sein.
[0033] In einer Ausführungsform des Armbanduhrsystems ist es vorgesehen, dass das Gehäuse
ein Bodenteil aufweist, insbesondere ein als Ring ausgebildetes Bodenteil, wobei das
Bodenteil an dem Gehäusehauptteil lösbar befestigt ist. Das Bodenteil kann beispielsweise
an einer Unterseite des Gehäusehauptteils befestigbar sein. Das Bodenteil kann das
Gehäusehauptteil vor Kratzern schützen und einfach ersetzt werden. Das Bodenteil kann
eine Funktion einer Unterlegscheibe für die Verschraubung der Lünette mit dem Gehäusehauptteil
und/oder jeweiliger Bandanstoßteile bilden. Auch dadurch kann das Gehäusehauptteil
geschützt werden und zudem die Befestigung verbessert werden. Beispielsweise kann
das Bodenteil einstückig ausgebildet sein. Sofern das Bodenteil als Ring ausgebildet
ist, kann das Uhrwerk von unten sichtbar und/oder einfach zugänglich sein, beispielsweise
für einen Batterietausch. Das Uhrwerk kann einen Teil der Unterseite des Gehäuses
bilden. Das Bodenteil kann auch einen Ring und ein darin eingefassten Glasbodenteil
aufweisen. Das Bodenteil kann an einer dem Ziffernblatt abgewandten Seite und/oder
einer Unterseite befestigt sein. Das Bodenteil kann beispielsweise mittels einer Verschraubung
an dem Gehäusehauptteil befestigbar sein. Das Armbanduhrsystem kann wenigstens eine
erste Art von Bodenteil und eine zweite Art von Bodenteil aufweisen, welche zur Veränderung
des Gehäuses austauschbar sind. Dadurch ist eine weitere Individualisierung der Armbanduhr
möglich.
[0034] In einer Ausführungsform des Armbanduhrsystems ist es vorgesehen, dass das Bodenteil
wenigstens eine Durchgangsöffnung aufweist, insbesondere eine von einer Unterseite
des Bodenteils zu einer Oberseite des Bodenteils verlaufende Durchgangsöffnung. Die
Durchgangsöffnung kann für die Befestigung des Bodenteils an dem Gehäusehauptteil
ausgebildet sein. Das Bodenteil kann mittels der Verschraubung jeweiliger Bandanstoßteile
und/oder der Lünette an dem Gehäusehauptteil lösbar befestigbar sein. So ist eine
zusätzliche Verschraubung zum Befestigen des Bodenteils nicht notwendig. Sofern das
Bodenteil mittels der Verschraubung von wenigstens zwei Teilen, beispielsweise beiden
Bandanstoßteilen oder einem der Bandanstoßteile und der Lünette, lösbar befestigbar
ist, können diese Teile getauscht werden, ohne dass dabei das Bodenteil gelöst wird.
Beispielsweise kann die Verschraubung eines der Bandanstoßteile zu dessen Austausch
gelöst werden, während das Bodenteil weiter durch die Verschraubung des zweiten Bodenanstoßteils
an dem Gehäuse gehalten ist. Dies erleichtert den Austausch von Teilen während gleichzeitig
nur eine geringe Anzahl von Verschraubungen notwendig ist. Eine Achse der Durchgangsöffnung
schneidet beispielsweise nicht den Aufnahmeraum des Gehäuses. Die Durchgangsöffnung
kann als Durchgangsbohrung ausgebildet sein, beispielsweise mit dem zu den Schrauben
passenden Durchmesser. Die Durchgangsöffnung kann frei von einem Innengewinde sein.
Pro Verschraubung, mit welcher das Bodenteil an dem Gehäusehauptteil befestigbar ist,
kann wenigstens eine zugeordnete Durchgangsöffnung vorgesehen sein.
[0035] In einer Ausführungsform des Armbanduhrsystems ist es vorgesehen, dass das Gehäuse
dazu ausgebildet ist, dass das erste Bandanstoßteil austauschbar ist, ohne die Befestigung
des zweiten Bandanstoßteils, der Lünette und/oder des Bodenteils an dem Gehäusehauptteil
vollständig zu lösen. Alternativ oder zusätzlich kann das Gehäuse dazu ausgebildet
sein, dass das zweite Bandanstoßteil austauschbar ist, ohne die Befestigung des ersten
Bandanstoßteils, der Lünette und/oder des Bodenteils an dem Gehäusehauptteil vollständig
zu lösen. Alternativ oder zusätzlich kann das Gehäuse dazu ausgebildet sein, dass
die Lünette austauschbar ist, ohne die Befestigung des ersten Bandanstoßteils, des
zweiten Bandanstoßteils und/oder des Bodenteils an dem Gehäusehauptteil vollständig
zu lösen. Dadurch ist der Austausch jeweiliger Teile besonders einfach und komfortabel,
da jeweilige Teile, deren Austausch nicht gewünscht ist, bei dem Austausch anderer
Teile an dem Gehäusehauptteil sicher befestigt verbleiben können. Beim Bodenteil wird
beispielsweise nur ein Teil der Verschraubung gelöst, um andere Teile auszutauschen.
Bei den anderen Teilen wird dagegen beispielsweise gar kein Teil der Verschraubung
gelöst. Das Gehäuse kann dazu ausgebildet sein, dass das Bodenteil nur austauschbar
ist, indem die Befestigung des ersten Bandanstoßteils, des zweiten Bandanstoßteils
und der Lünette an dem Gehäusehauptteil vollständig gelöst wird.
[0036] In einer Ausführungsform des Armbanduhrsystems ist es vorgesehen, dass das Gehäuse
dazu ausgebildet ist, dass die Bandanstoßteile ohne Abmontieren einer Krone austauschbar
sind. Beispielsweise kann ein Bandanstoßteil auf einer Gehäuseseite, auf welcher die
Krone angeordnet ist, eine Nut aufweisen, durch welche die Krone und/oder die Welle,
an welcher die Krone befestigt ist, geführt ist. So kann trotz einer Aussparung mit
einem kleineren Durchmesser als ein Durchmesser der Krone die Krone montiert beim
Wechsel dieses Bandanstoßteils bleiben. Das Bandanstoßteil kann beispielsweise wenigstens
teilweise beim Demontieren nach oben gezogen werden. Die Nut kann beispielsweise mit
einer Öffnung in Richtung zur Unterseite des Gehäuses münden.
[0037] In einer Ausführungsform des Armbanduhrsystems ist es vorgesehen, dass sich die erste
Art von Bandanstoßteil von der zweiten Art von Bandanstoßteil durch Form, Farbe und/oder
Material unterscheidet. Für jedes der beiden Bandanstoßteile können unterschiedliche
Arten vorgesehen sein. Alternativ oder zusätzlich kann sich die erste Art von Lünette
von der zweiten Art von Lünette durch Form, Farbe und/oder Material unterscheiden.
Alternativ oder zusätzlich kann sich die erste Art von Armband von der zweiten Art
von Armband durch Form, Farbe, Material und/oder Teile des Armbands unterscheiden.
Alternativ oder zusätzlich kann sich die die erste Art von Bodenteil von der zweiten
Art von Bodenteil durch Form, Farbe und/oder Material unterscheiden. Die Form kann
beispielsweise die äußere Geometrie sein. Dagegen können jeweilige Befestigungsbereiche
bei jeder Art identisch ausgebildet sein. Die Farbe kann eine Reflektion von Licht
verändern. Die Farbe kann eine Eigenschaft des Materials sein oder auch durch Lackierung
oder Bedruckung vorgegeben werden. Das Material kann durch unterschiedliche Werkstoffe
geändert werden. Beispielsweise können Materialien wie Aluminimum, Titan, Gold, Platin
oder Holz verbaut sein. Zusätzlich oder alternativ können Form und Farbe variiert
werden.
[0038] In einer Ausführungsform des Armbanduhrsystems ist es vorgesehen, dass jeweilige
Befestigungen von Teilen, welche zur Veränderung des Gehäuses austauschbar sind, proprietär
ausgebildet sind. Proprietär kann bedeuten, dass die Befestigung beispielsweise nicht
einer normierten Befestigung, insbesondere normierten Schrauben, entspricht. Beispielsweise
können jeweilige Schrauben einen Durchmesser aufweisen, welcher nicht einer DIN-Norm
für Schrauben entspricht. Beispielsweise kann eine Schraube der Befestigung eine besondere
Form, Mechanik oder eine spezielle Gewindeart aufweisen. Beispielsweise können jeweilige
Schrauben einen nicht normierten Schraubenkopf aufweisen und nur mit einem Spezialwerkzeug,
welches Teil des Armbanduhrsystems sein kann, gelöst werden. Dadurch kann verhindert
werden, dass nicht gemäß von Standards des Herstellers des Armbanduhrsystems gefertigte
Teile an dem Gehäusehauptteil befestigbar sind. Beispielsweise können nicht ausreichend
stabile Bandanstoßteile brechen, wodurch die Armbanduhr verloren gehen kann und/oder
ein Träger verletzt werden könnte. Die Nutzung solcher Teile kann durch die proprietäre
Befestigung erschwert werden. Generell kann zudem die Herstellung von Imitaten erschwert
sein.
[0039] Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft eine erste Art von Bandanstoßteil, welches
dazu ausgebildet ist, lösbar an dem Gehäusehauptteil des Armbanduhrsystems nach einem
der vorhergehenden Ansprüche befestigt zu werden. Ein dritter Aspekt der Erfindung
betrifft eine zweite Art von Bandanstoßteil, welches dazu ausgebildet ist, lösbar
an dem Gehäusehauptteil des Armbanduhrsystems nach einem der vorhergehenden Ansprüche
befestigt zu werden. Ein vierter Aspekt der Erfindung betrifft eine erste Art von
Lünette, welche dazu ausgebildet ist, lösbar an dem Gehäusehauptteil des Armbanduhrsystems
nach einem der vorhergehenden Ansprüche befestigt zu werden. Ein fünfter Aspekt der
Erfindung betrifft eine zweite Art von Lünette, welche dazu ausgebildet ist, lösbar
an dem Gehäusehauptteil des Armbanduhrsystems nach einem der vorhergehenden Ansprüche
befestigt zu werden. Ein sechster Aspekt der Erfindung betrifft eine erste Art von
Armband, welches dazu ausgebildet ist, lösbar an dem Gehäusehauptteil des Armbanduhrsystems
nach einem der vorhergehenden Ansprüche befestigt zu werden. Ein siebter Aspekt der
Erfindung betrifft eine zweite Art von Armband, welches dazu ausgebildet ist, lösbar
an dem Gehäusehauptteil des Armbanduhrsystems nach einem der vorhergehenden Ansprüche
befestigt zu werden. Ein achter Aspekt der Erfindung betrifft eine erste Art von Bodenteil,
welches dazu ausgebildet ist, lösbar an dem Gehäusehauptteil des Armbanduhrsystems
nach einem der vorhergehenden Ansprüche befestigt zu werden. Ein neunter Aspekt der
Erfindung betrifft eine zweite Art von Bodenteil, welches dazu ausgebildet ist, lösbar
an dem Gehäusehauptteil des Armbanduhrsystems nach einem der vorhergehenden Ansprüche
befestigt zu werden. Jeweilige weitere Merkmale, Ausführungsformen und Vorteile sind
den Beschreibungen des ersten Aspekts zu entnehmen.
[0040] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Ausführungsbeispielen
sowie anhand der Zeichnungen. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale
und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in den Ausführungsbeispielen genannten
Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination,
sondern auch in anderen Kombinationen verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu
verlassen. Die sich aus den jeweiligen Aspekten ergebenden Merkmale und Vorteile stellen
auch jeweilige Merkmale und Vorteile anderer Aspekte dar.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0041]
Fig. 1 zeigt eine Armbanduhr in einer ersten Konfiguration in einer Draufsicht, welche
mit einem modularen Armbanduhrensystem gebildet wurde.
Fig. 2 veranschaulicht ein Gehäuse der Armbanduhr gemäß Fig. 1 in einer perspektivischen
Explosionsansicht von oben.
Fig. 3 zeigt das Gehäuse gemäß Fig. 2 in einer Perspektivansicht von oben.
Fig. 4 zeigt das Gehäuse gemäß Fig. 2 in einer Seitenansicht.
Fig. 5 zeigt das Gehäuse gemäß Fig. 2 in einer weiteren Seitenansicht.
Fig. 6 zeigt das Gehäuse gemäß Fig. 2 in noch einer weiteren Seitenansicht.
Fig. 7 zeigt das Gehäuse gemäß Fig. 2 in einer Unteransicht.
Fig. 8 zeigt ein linkes Bandanstoßteil des Gehäuses gemäß Fig. 2 in einer Perspektivansicht
von oben.
Fig. 9 zeigt das linke Bandanstoßteil gemäß Fig. 8 in einer Seitenansicht aus Richtung
eines Gehäusehauptteils.
Fig. 10 zeigt das linke Bandanstoßteil gemäß Fig. 8 in einer Unteransicht.
Fig. 11 zeigt ein rechtes Bandanstoßteil des Gehäuses gemäß Fig. 2 in einer Perspektivansicht
von oben.
Fig. 12 zeigt das rechte Bandanstoßteil gemäß Fig. 11 in einer Seitenansicht aus Richtung
eines Gehäusehauptteils.
Fig. 13 zeigt das rechte Bandanstoßteil gemäß Fig. 11 in einer Unteransicht.
Fig. 14 zeigt das Gehäusehauptteil des Gehäuses gemäß Fig. 2 in einer Perspektivansicht
von oben.
Fig. 15 zeigt das Gehäusehauptteil gemäß Fig. 14 in einer Seitenansicht.
Fig. 16 zeigt das Gehäusehauptteil gemäß Fig. 14 in einer Unteransicht.
Fig. 17 zeigt das Gehäusehauptteil gemäß Fig. 14 in einer Draufsicht.
Fig. 18 zeigt eine Lünette des Gehäuses gemäß Fig. 2 in einer Perspektivansicht von
oben.
Fig. 19 zeigt die Lünette gemäß Fig. 18 in einer Unteransicht.
Fig. 20 zeigt ein Bodenteil des Gehäuses gemäß Fig. 2 in einer Perspektivansicht von
oben.
Fig. 21 zeigt das Bodenteil gemäß Fig. 20 in einer Unteransicht.
Fig. 22 zeigt die Armbanduhr in einer zweiten Konfiguration in einer Draufsicht, welche
mit dem modularen Armbanduhrensystem gebildet wurde und bei welcher im Vergleich zur
ersten Konfiguration gemäß Fig. 1 die Bandanstoßteile ausgetauscht wurden.
Fig. 23 zeigt die Armbanduhr in einer dritten Konfiguration in einer Draufsicht, welche
mit dem modularen Armbanduhrensystem gebildet wurde und bei welcher im Vergleich zur
ersten Konfiguration gemäß Fig. 1 die Lünette ausgetauscht wurde.
Fig. 24 zeigt die Armbanduhr in einer vierten Konfiguration in einer Draufsicht, welche
mit dem modularen Armbanduhrensystem gebildet wurde und bei welcher im Vergleich zur
ersten Konfiguration gemäß Fig. 1 und dritten Konfiguration gemäß Fig. 23 die Lünette
ausgetauscht wurde.
Detaillierte Beschreibung von Ausführungsformen
[0042] Fig. 1 veranschaulicht in einer Draufsicht eine Armbanduhr 10 in einer ersten Konfiguration,
welche mit einem modularen Armbanduhrensystem gebildet wurde. Die Armbanduhr 10 weist
ein Gehäuse 12, ein darin aufgenommenes Uhrwerk 14 und ein Armband 16 auf. Von dem
Armband 16 sind in Fig. 1 nur die an dem Gehäuse 12 befestigten Armbandendbereiche
18, 20 gezeigt. Das Uhrwerk 14 weist ein Ziffernblatt 22, einen Minutenzeiger 24 und
einen Stundenzeiger 26 auf, welche durch ein Uhrenglas 28 (in Fig.2 dargestellt) des
Gehäuses 10 zum Ablesen der Zeit zu erkennen sind. Die Seite mit dem Ziffernblatt
22 bildet eine Oberseite. Eine dazu entgegengesetzte Seite bildet eine Unterseite,
welche beim Tragen der Armbanduhr 10 einem Handgelenk eines Trägers zugewandt ist.
[0043] Die Bestandteile des Gehäuses 12 sind in einer perspektivischen Explosionsansicht
in Fig. 2 gezeigt. Das Gehäuse 12 weist ein Gehäusehauptteil 30 auf, welches einen
Aufnahmeraum 32 für das Uhrwerk 14 wenigstens teilweise begrenzt, hier radial nach
außen durch eine seitlich umlaufende Wand. An der Oberseite des Gehäusehauptteils
30 ist das Uhrenglas 28 angeordnet, welches ebenfalls den Aufnahmeraum 32 begrenzt.
Über dem Uhrenglas 28 ist eine Lünette 34 angeordnet, welche mittels der langen Schrauben
36 an dem Gehäusehauptteil 30 lösbar befestigt ist. Die langen Schrauben 36 sind im
montierten Zustand der Armbanduhr 10 außerhalb des Aufnahmeraums 32 angeordnet.
[0044] An einer seitlichen Flanke ist links symmetrisch zu einer 9 Uhr-Position ein linkes
Bandanstoßteil 38 an dem Gehäusehauptteil 30 lösbar befestigt. An der seitlichen Flanke
ist rechts symmetrisch zu einer 3 Uhr-Position ein rechtes Bandanstoßteil 40 an dem
Gehäusehauptteil 30 lösbar befestigt. Die lösbare Befestigung der beiden Bandanstoßteile
38, 40 an dem Gehäusehauptteil 30 wird durch die kurzen Schrauben 42 bereitgestellt,
von denen nicht alle in Fig. 2 zu sehen sind. Die kurzen Schrauben 42 sind im montierten
Zustand der Armbanduhr 10 außerhalb des Aufnahmeraums 32 angeordnet.
[0045] Das Gehäuse 12 weist zudem ein Bodenteil 44 auf, welches unterseitig an dem Gehäusehauptteil
30 lösbar befestigt ist. Das Bodenteil 44 wird gemeinsam mit den beiden Bandanstoßteilen
38, 40 und der Lünette 34 an dem Gehäusehauptteil 30 mit den langen Schrauben 36 und
den kurzen Schrauben 42 verschraubt. Die Schrauben 36, 42 sind in dem gezeigten Beispiel
jeweils mittels eines Schlitzschraubenziehers durch einen Endkunden lösbar und auch
wieder anziehbar. Das Bodenteil 44 kann dabei beispielsweise eine Funktion einer Unterlegscheibe
bereitstellen. Das Gehäusehauptteil 30 kann so problemlos aus einem vergleichsweise
weichen Werkstoff, wie Holz, gebildet sein.
[0046] Zudem weist das Gehäuse 12 einen Tubus 46 in Form eines Rohrs und eine Krone 48 auf,
wobei der Tubus 46 und die Krone 48 auch Teil des Uhrwerks 14 sein können. Der Tubus
46 stützt eine Welle, welche von dem Uhrwerk 14 aus dem Aufnahmeraum 32 herausragt.
An dieser Welle ist die Krone 48 befestigt, sodass die Armbanduhr 10 verstellt werden
kann.
[0047] Die Figs. 3 bis 7 zeigen das zusammengesetzte Gehäuse 12 in verschiedenen Ansichten.
In Fig. 3 ist zu erkennen, dass die beiden Bandanstoßteile 38, 40 eine Befestigung
für das Armband 16 ausbilden, indem jeweils im Bereich von einer 6 Uhr-Position und
im Bereich von einer 12 Uhr-Position vorstehende Hörner 50 ausgebildet werden. An
einander zugewandten Seitenflächen dieser Hörner 50 ist jeweils ein gewindefreies
Sackloch 52 ausgebildet. In jedem gegenüberliegenden Paar von Sacklöchern 52 kann
eine Federstange des Armbands 16 einrasten, um jeweils eines der Armbandendbereiche
18, 20 des Armbands 16 zwischen dem linken Bandanstoßteil 38 und dem rechten Bandanstoßteil
40 zu halten. In Fig. 4 und Fig. 5 ist gut zu erkennen, dass die kurzen Schrauben
42 und die langen Schrauben 36 im Wesentlichen bündig mit dem Bodenteil 44 abschließen.
Trotz einer Wölbung des Bodens des Gehäuses 12 stehen die Schrauben 36, 42 nicht von
dem Bodenteil 44 hervor. In Fig. 6 ist zu erkennen, dass die Krone 48 in einer Nut
62 des rechten Bandanstoßteils 40 aufgenommen ist, welche zu einer Unterseite der
Armbanduhr 10 geöffnet ist. In Fig. 7 ist zu erkennen, dass jeweils ein Paar von langen
Schrauben 36 voneinander beabstandet im Bereich von der 12 Uhr-Position und der 6
Uhr-Position am Umfang des Gehäusehauptteils 30 und des Bodenteils 44 angeordnet sind.
Die Lünette 34 ist also mit vier langen Schrauben 36 gehalten. In Fig. 7 ist zu erkennen,
dass jeweils ein Paar von kurzen Schrauben 42 voneinander beabstandet zwischen der
12 Uhr-Position und 3 Uhr-Position, zwischen der 3 Uhr-Position und der 6 Uhr-Position,
zwischen der 6 Uhr-Position und der 9 Uhr-Position sowie zwischen der 9 Uhr-Position
und der 12 Uhr-Position am Umfang des Gehäusehauptteils 30 und des Bodenteils 44 angeordnet
sind. Jedes Bandanstoßteil 38, 40 ist somit mit vier kurzen Schrauben 42 gehalten.
[0048] Figs. 8 bis 11 zeigen nochmals detailliert in verschiedenen Ansichten das linke Bandanstoßteil
38. In Fig. 8 ist eine geschwungene, dem Gehäusehauptteil 30 abgewandte Außenseite
zu erkennen. Eine dem Gehäusehauptteil 30 zugewandte Seite des Bandanstoßteils 38
ist zu dessen Außenform korrespondierend geformt, sodass das linke Bandanstoßteil
38 bündig an dem Gehäusehauptteil 30 anliegen kann. In Fig. 9 sind die beiden Sacklöcher
52 zu erkennen, von denen jeweils eins in jedem durch das linke Bandanstoßteil 38
ausgebildeten Horn 50 angeordnet ist. Die Innenseite der Hörner 50 mit den Sacklöchern
52 sind plan ausgebildet. In Fig. 10 sind in einer Unteransicht Sacklöcher 54 zu erkennen,
welche im Gegensatz zu den Sacklöchern 52 ein Innengewinde aufweisen. In diesen unteren
Sacklöchern 54 werden die kurzen Schrauben 42 zur Befestigung des linken Bandanstoßteils
38 an dem Gehäusehauptteil 30 eingeschraubt. Ein Unterseitenabschnitt des linken Bandanstoßteils
38, welcher die unteren Sacklöcher 54 aufweist, ist plan ausgebildet. Mit diesem Unterseitenabschnitt
liegt das linke Bandanstoßteil 38 auf einem unteren Flansch 56 des Gehäusehauptteils
30 auf, was noch im Folgenden genauer beschrieben wird. Dieser plane Unterseitenabschnitt
ist nach oben zurückgesetzt, wie in Fig. 9 zu erkennen ist. Radial außen dazu ist
so ein nach unten vorstehender Vorsprung 58 gebildet, mittels welchem ein Spalt zwischen
dem unteren Flansch 56 und dem linken Bandanstoßteil 38 radial nach außen kaschiert
wird. Zudem hilft der Vorsprung 58 bei der korrekten Positionierung des linken Bandanstoßteils
38 an dem Gehäusehauptteil 30.
[0049] In Figs. 11 bis 13 ist das rechte Bandanstoßteil 40 gezeigt, welches eine ähnliche
aber dazu gespiegelte Grundform wie das linke Bandanstoßteil 38 aufweist. Insbesondere
sind jeweilige Befestigungsflächen und Sacklöcher 54, 52 zum Befestigen des rechten
Bandanstoßteils 40 an dem Gehäusehauptteil 30 und des Armbands 16 an dem rechten Bandanstoßteil
40 identisch zu dem linken Bandanstoßteil 38 ausgebildet, sodass auf eine erneute
Beschreibung verzichtet wird. Dies ist besonders gut durch einen Vergleich der Fig.
9 mit der Fig. 12 sowie der Fig. 10 mit der Fig. 13 zu erkennen.
[0050] Das rechte Bandanstoßteil 40 unterscheidet sich von dem linken Bandanstoßteil 38
durch zwei Vertiefungen 60 in einer dem Gehäusehauptteil 30 abgewandten Außenseite,
welche in Fig. 11 zu erkennen sind. Diese Vertiefungen 60 können ein Gewicht des rechten
Bandanstoßteils 40 reduzieren und zudem zur Gestaltung des äußeren Erscheinungsbilds
der Armbanduhr 10 vorgesehen sein. Außerdem ist in Fig. 11 und Fig. 12 gut die Nut
62 zu erkennen, in der die Krone 48 aufgenommen ist. Diese Nut 62 unterbricht mit
ihrer Öffnung in Richtung der Unterseite den Unterseitenabschnitt des rechten Bandanstoßteils
40, welcher die unteren Sacklöcher 54 aufweist, plan ausgebildet ist und auf dem unteren
Flansch 56 des Gehäusehauptteils 30 aufliegt. Dadurch wird jedoch die Anlage und Befestigung
des rechten Bandanstoßteils 40 nicht beeinflusst. Um trotz einer Unterbrechung einen
planen Unterseitenabschnitt einfach zu fertigen, wird dieser beispielsweise vor Einbringen
der Nut 62 gefräst oder anderweitig gefertigt.
[0051] In den Figs. 14 bis 17 ist in verschiedenen Ansichten das Gehäusehauptteil 30 detailliert
dargestellt. Das Gehäusehauptteil 30 weist den unteren Flansch 56 an einem unterseitigen
Endbereich des Gehäusehauptteils 30 auf. An einem oberseitigen Endbereich weist das
Gehäusehauptteil 30 einen oberen Flansch 64 auf. Dazwischen erstreckt sich eine in
Umfangsrichtung und zwischen dem oberseitigen Endbereich und unterseitigen Endbereich
verlaufende Wand 66, welche den Aufnahmeraum 32 für das Uhrwerk 14 begrenzt. Das Gehäusehauptteil
30 ist einstückig ausgebildet. Oberhalb des oberen Flansches 64 ist ein Vorsprung
68 ausgebildet, welcher eine radial innere und in radialer Richtung dem Aufnahmeraum
32 zugewandte Nut 70 ausbildet. In der Nut 70 ist in dem gezeigten Beispiel das Uhrenglas
28 eingefasst, sodass die Lünette 34 gelöst werden kann, ohne dass das Uhrenglas 28
gelöst wird.
[0052] Das Gehäusehauptteil 30 weist eine kreisförmige Grundform auf, was gut in den Figs.
16 und 17 zu erkennen ist. Im Bereich der Befestigung des Armbands 16, also zwischen
den Hörnern 50, ist der untere Flansch 56 ausgespart. So wird die Beweglichkeit des
Armbands 16 erhöht, wodurch die Uhr komfortabler zu tragen ist. Die Außenkontur des
Gehäusehauptteils 30 ist in diesem Bereich in der Draufsicht gerade, da der untere
Flansch 56 einen größeren Durchmesser aufweist als der obere Flansch 64. Zudem weist
der untere Flansch 56 eine Aussparung 72 für die Krone 48 auf. In der Wand 66 ist
eine Durchgangsöffnung 74 ausgebildet, welche gewindefrei ist und in der der Tubus
46 sowie die Welle des Uhrwerks 14 angeordnet ist.
[0053] In dem unteren Flansch 56 sind voneinander beabstandete Durchgangsöffnungen 76 angeordnet.
Diese Durchgangsöffnungen 76 korrespondieren zu den Sacklöchern 54 der beiden Bandanstoßteile
38, 40 und sind gewindefrei. Zwischen dem oberen Flansch 64 und dem unteren Flansch
56 ist in einer Flanke des Gehäusehauptteils 30 jeweils eine seitliche Aussparung
78 zum wenigstens teilweisen Aufnehmen des linken bzw. rechten Bandanstoßteils 38,
40 ausgebildet. Zu deren Befestigung werden die Bandanstoßteile 38, 40 in dieser Aussparung
78 so angeordnet, dass die jeweiligen Durchgangsöffnungen 76 koaxial zu den Sacklöchern
54 ausgerichtet sind. Dann können die Bandanstoßteile 38, 40 gegen den unteren Flansch
56 mit den kurzen Schrauben 42 an den Durchgangsöffnungen 76 verschraubt werden. Die
Aussparungen 78 weisen in umlaufender Richtung an deren Enden jeweils eine Krümmung
80 auf, welche durch die Wand 66 ausgebildet wird. Diese Krümmungen 80 bilden Zentrierelemente
für die Bandanstoßteile 38, 40 und vereinfachen so die korrekte koaxiale Ausrichtung
der Sacklöcher 54 und Durchgangsöffnungen 76. So wird das Befestigen der Bandanstoßteile
38, 40 erleichtert.
[0054] In dem oberen Flansch 64 sind voneinander beabstandete Durchgangsöffnungen 82 angeordnet.
Diese Durchgangsöffnungen 82 korrespondieren zu Sacklöchern 84 der Lünette 34 und
sind gewindefrei. Zu der Befestigung der Lünette 34 wird die Lünette 34 so an dem
Gehäusehauptteil 30 angeordnet, dass die jeweiligen Durchgangsöffnungen 82 koaxial
zu den Sacklöchern 84 ausgerichtet sind. Dann kann die Lünette 34 gegen den oberen
Flansch 64 mit den langen Schrauben 36 an den Durchgangsöffnungen 82 verschraubt werden.
Die Durchgangsöffnungen 82 können so angeordnet sein, dass deren Längsachse nicht
den unteren Flansch 56 schneiden. Beispielsweise ist in Fig. 14 eine Ausführungsform
gezeigt, in welcher die langen Schrauben 36 so an dem unteren Flansch 56 im Bereich
der Aussparung für die Erhöhung der Beweglichkeit des Armbands 16 an dem unteren Flansch
56 vorbeigeführt werden. So kann auf koaxiale Durchgangsöffnungen in dem unteren Flansch
56 und dem oberen Flansch 64 verzichtet werden, was die Fertigung vereinfacht. In
Fig. 16 ist beispielsweise eine dazu abweichende Ausführungsform als Beispiel gezeigt,
in welcher der untere Flansch 56 zu den Durchgangsöffnungen 82 koaxiale Durchgangsöffnungen
86 aufweist. Die Verschraubung kann so an dem oberen Flansch 64 und dem untern Flansch
56 gemeinsam erfolgen. Dadurch kann die Befestigung der langen Schrauben 36 und der
Lünette 34 besonders stabil sein.
[0055] Fig. 18 und Fig. 19 zeigen in verschiedenen Ansichten die Lünette 34. Die Lünette
34 ist in Fig. 18 als runder Ring ausgebildet. An deren Oberseite weist die Lünette
34 zur Gestaltung der Armbanduhr 10 mehrere Erhebungen auf. An dessen Unterseite weist
die Lünette 34 einen planen Ringabschnitt auf, mit welchem die Lünette 34 auf dem
oberen Flansch 64 an dem Gehäusehauptteil 30 anliegt. In diesem Ringabschnitt sind
die Sacklöcher 84 angeordnet, welche ein Innengewinde zum Verschrauben der langen
Schrauben 36 aufweisen. Radial innen zu diesem Ringabschnitt weist die Lünette 34
einen nach oben vorstehenden Vorsprung 96 auf, welcher ebenfalls ringförmig ausgebildet
ist. Dieser Vorsprung 96 liegt an dem Vorsprung 68 des Gehäusehauptteils 30 an, wodurch
die Lünette 34 an dem Gehäusehauptteil 30 zentriert wird. So ist das korrekte Positionieren
und damit Befestigen der Lünette 34 an dem Gehäusehauptteil 30 erleichtert.
[0056] In Fig. 20 und 21 ist das Bodenteil 44 detailliert dargestellt. Das Bodenteil 44
kann dazu ausgebildet sein, das Uhrwerk 14 in dem Aufnahmeraum 32 zu halten. Das Bodenteil
44 korrespondiert in seiner Grundform zu dem unteren Flansch 56 des Gehäusehauptteils
30. Das Bodenteil 44 weist ebenfalls eine Aussparung im Bereich der Befestigung des
Armbands 16 auf sowie eine Aussparung 88 für die Krone 48. Zudem weist das Bodenteil
44 jeweilige zu den Durchgangsöffnungen 76 korrespondierende Durchgangsöffnungen 90
auf. So kann das Bodenteil 44 zusammen mit den beiden Bandanstoßteilen 38, 40 gegen
den unteren Flansch 56 verschraubt und so an dem Gehäusehauptteil 30 lösbar befestigt
werden. Zudem weist das Bodenteil 44 jeweilige zu den Durchgangsöffnungen 82 und optional
zu den Durchgangsöffnungen 86 korrespondierende Durchgangsöffnungen 92 auf. So kann
das Bodenteil 44 zusammen mit Lünette 34 an dem Gehäusehauptteil 30 lösbar befestigt
werden, wobei das Bodenteil 44 an dem unteren Flansch 56 anliegt und die Lünette 34
an dem oberen Flansch 64.
[0057] Die dem Gehäusehauptteil 30 zugewandte obere Seite des Bodenteils 44, zu erkennen
in Fig. 20, weist einen planen radial äußeren Ringabschnitt auf, mit welchem das Bodenteil
44 an dem unteren Flansch 56 anliegt. Radial innen schließt sich daran ein nach oben
vorstehender ringförmiger Vorsprung 94 an. Dieser Vorsprung 94 liegt radial innen
an dem unteren Flansch 56 und/oder der Wand 66 des Gehäusehauptteils 30 an und zentriert
so das Bodenteil 44 an dem Gehäusehauptteil. So ist das korrekte Positionieren und
damit das Befestigen des Bodenteils 44 an dem Gehäusehauptteil 30 erleichtert.
[0058] In der Unteransicht gemäß Fig. 21 ist zu erkennen, dass ein axialer unterer Teilabschnitt
der Durchgangsöffnungen 90 und der Durchgangsöffnungen 92 einen größeren Durchmesser
aufweist als ein sich daran anschließender axialer oberer Teilabschnitt. Der axiale
untere Teilabschnitt der Durchgangsöffnungen 90, 92 ist so zur Aufnahme jeweiliger
Schraubenköpfe der Schrauben 36, 42 ausgebildet, womit diese versenkt werden können.
[0059] Durch die Verschraubung der beiden Bandanstoßteile 38, 40 und der Lünette 34 mit
dem Gehäusehauptteil 30 und dem Bodenteil 44 kann jeder der Bandanstoßteile 38, 40
und die Lünette 34 getauscht werden, ohne dass andere Teile demontiert werden und
insbesondere ohne eine Einhausung des Uhrwerks 14 in dem Aufnahmeraum 32 aufzuheben.
Das Bodenteil 44 kann beispielsweise an dem Gehäusehauptteil 30 befestigt bleiben,
sofern wenigstens eines von den beiden Bodenanstoßteilen 38, 40 oder die Lünette 34
mit dem Gehäusehauptteil 30 verschraubt bleibt. Zudem kann jedes Bandanstoßteil 38,
40 und die Lünette 34 unabhängig voneinander gelöst und befestigt werden. So ist ein
Austausch dieser Teile einfach und ohne Gefahr einer Beschädigung der Armbanduhr 10
durch einen Endnutzer einfach möglich.
[0060] Zur Individualisierung der Armbanduhr 10 weist das modulare Armbanduhrsystem mehrere
Arten von Bandanstoßteilen 38, 40 und der Lünette 34 auf. In Fig. 22 ist eine zweite
Konfiguration der Armbanduhr 10 gezeigt. Diese Konfiguration der Armbanduhr 10 unterscheidet
sich von der gemäß Fig. 1 durch die Bandanstoßteile 38, 40. Diese sind in der in Fig.
22 gezeigten Konfiguration durch Bandanstoßteile 38, 40 ersetzt worden, welche eine
eckigere Außenkontur aufweisen. Zusätzlich oder alternativ können sich die Arten von
Bandanstoßteilen 38, 40 auch durch deren Farbe und/oder Material unterscheiden. Die
Befestigung an dem Gehäusehauptteil 30 kann dagegen bei jeder Art von Bandanstoßteil
38, 40 gleichbleiben.
[0061] In Fig. 23 ist eine dritte Konfiguration der Armbanduhr 10 gezeigt. Diese Konfiguration
der Armbanduhr 10 unterscheidet sich von der gemäß Fig. 1 durch die Lünette 34. Diese
ist in der in Fig. 23 gezeigten Konfiguration durch eine Lünette 34 ersetzt worden,
welche eine eckige Außenkontur aufweist. In Fig. 24 ist eine vierte Konfiguration
der Armbanduhr 10 gezeigt. Diese Konfiguration der Armbanduhr 10 unterscheidet sich
von der gemäß Fig. 1 und Fig. 23 durch eine weitere Variation der Lünette 34. Diese
ist in der in Fig. 24 gezeigten Konfiguration durch eine Lünette 34 ersetzt worden,
welche eine abgeflachte bzw. näherungsweise ovale Außenkontur aufweist. Zudem weisen
sowohl die Lünette 34 gemäß Fig. 23 als auch die Lünette 34 gemäß Fig. 24 an deren
Oberseite jeweils keine Erhebungen und Vertiefungen auf wie die Lünette 34 gemäß Fig.
1. Zusätzlich oder alternativ können sich die Arten von Lünetten 34 auch durch deren
Farbe und/oder Material unterscheiden. Die Befestigung an dem Gehäusehauptteil 30
kann dagegen bei jeder Art von Lünette 34 gleichbleiben.
Bezuqszeichen
[0062]
- 10
- Armbanduhr
- 12
- Gehäuse
- 14
- Uhrwerk
- 16
- Armband
- 18,20
- Armbandendbereich
- 22
- Ziffernblatt
- 24
- Minutenzeiger
- 26
- Stundenzeiger
- 28
- Uhrenglas
- 30
- Gehäusehauptteil
- 32
- Aufnahmeraum
- 34
- Lünette
- 36
- lange Schraube
- 38
- linkes Bandanstoßteil
- 40
- rechtes Bandanstoßteil
- 42
- kurze Schraube
- 44
- Bodenteil
- 46
- Tubus
- 48
- Krone
- 50
- Horn
- 52
- Sackloch ohne Gewinde
- 54, 84
- Sackloch mit Innengewinde
- 56
- unterer Flansch
- 58, 68, 94, 96
- vorstehender Vorsprung
- 60
- Vertiefung
- 62, 70
- Nut
- 64
- oberer Flansch
- 66
- Wand
- 72; 88
- Aussparung
- 74, 76, 82, 86, 90, 92
- Durchgangsöffnung
- 78
- seitliche Aussparung
- 80
- Krümmung
1. Modulares Armbanduhrsystem mit einem Gehäuse (12),
wobei das Gehäuse (12) ein Gehäusehauptteil (30) und ein lösbar an dem Gehäusehauptteil
(30) befestigtes erstes Bandanstoßteil (38, 40) und ein lösbar an dem Gehäusehauptteil
(30) befestigtes zweites Bandanstoßteil (38, 40), welche dazu ausgebildet sind, ein
Armband daran zu befestigen, aufweist,
wobei
das Armbanduhrsystem wenigstens für das erste Bandanstoßteil (38, 40) oder das zweite
Bandanstoßteil (38, 40) eine erste Art von Bandanstoßteil und eine zweite Art von
Bandanstoßteil aufweist, welche zur Veränderung des Gehäuses (12) austauschbar sind.
2. Armbanduhrsystem nach Anspruch 1, wobei
die Bandanstoßteile (38, 40) jeweils dazu ausgebildet sind, an einer Flanke des Gehäusehauptteils
(30) lösbar befestigt zu werden,
und/oder
das Gehäusehauptteil (30) für das erste Bandanstoßteil (38, 40) und/oder das zweite
Bandanstoßteil (38, 40) eine seitliche Aussparung (78) aufweist, in welcher das an
dem Gehäusehauptteil (30) befestigte Bandanstoßteil (38, 40) wenigstens teilweise
angeordnet ist.
3. Armbanduhrsystem nach Anspruch 1 oder 2, wobei
die Bandanstoßteile (38, 40) jeweils einen ersten Befestigungsbereich für ein erstes
Ende des Armbands (16) und einen zweiten Befestigungsbereich für ein entgegengesetztes
zweites Ende des Armbands (16) aufweisen.
4. Armbanduhrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die Bandanstoßteile (38, 40) wenigstens eine Sacklochbohrung (52, 54) aufweisen, insbesondere
eine unterseitige Sacklochbohrung (54), und die Bandanstoßteile (38, 40) mittels einer
Verschraubung an dem Gehäusehauptteil (30) lösbar befestigbar sind.
5. Armbanduhrsystem nach Anspruch 4, wobei
das Gehäusehauptteil (30) einen Flansch (56, 64), insbesondere angeordnet an einem
unteren Endbereich des Gehäusehauptteils (30), aufweist,
wobei der Flansch (56) wenigstens eine Durchgangsöffnung (76) aufweist, an welcher
die Bandanstoßteile (38, 40) mit dem Gehäusehauptteil (30) verschraubbar sind.
6. Armbanduhrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das Gehäuse (12) eine lösbar an dem Gehäusehauptteil (30) befestigte Lünette (34)
aufweist,
wobei das Armbanduhrsystem wenigstens eine erste Art von Lünette (34) und eine zweite
Art von Lünette (34) aufweist, welche zur Veränderung des Gehäuses (12) austauschbar
sind.
7. Armbanduhrsystem nach Anspruch 6, wobei
die Lünette (34) wenigstens eine Sacklochbohrung (84) aufweisen, insbesondere eine
unterseitige Sacklochbohrung (84), und die Lünetten (34) jeweils mittels einer Verschraubung
an dem Gehäusehauptteil (30) lösbar befestigbar sind.
8. Armbanduhrsystem nach Anspruch 7, wobei
das Gehäusehauptteil (30) einen Flansch (56, 64), insbesondere einen ersten Flansch
(56) angeordnet an einem unteren Endbereich des Gehäusehauptteils (30) und einen zweiten
Flansch (64) angeordnet an einem oberen Endbereich des Gehäusehauptteils (30), aufweist,
wobei der Flansch (56; 64) wenigstens eine Durchgangsöffnung (86; 82) aufweist, an
welcher die Lünette (34) mit dem Gehäusehauptteil (30) verschraubbar ist, insbesondere
wobei der erste Flansch (56) und der zweite Flansch (64) jeweils eine koaxiale Durchgangsöffnung
(86, 82) aufweisen, an welcher die Lünette (34) mit dem Gehäusehauptteil (30) verschraubbar
ist.
9. Armbanduhrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Armbanduhrsystem
das Armband (16) aufweist, welches lösbar an dem Gehäuse (12) befestigt ist,
wobei das Armbanduhrsystem wenigstens eine erste Art von Armband (16) und eine zweite
Art von Armband (16) aufweist, welche zur Veränderung der Armbanduhr (10) austauschbar
sind.
10. Armbanduhrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das Gehäuse (12) ein Bodenteil (44) aufweist, insbesondere einen als Ring ausgebildeter
Bodenteil (44), wobei das Bodenteil (44) an dem Gehäusehauptteil (30) lösbar befestigt
ist.
11. Armbanduhrsystem nach Anspruch 10, wobei
das Bodenteil (44) wenigstens eine Durchgangsöffnung (90, 92) aufweist, insbesondere
eine von einer Unterseite des Bodenteils (44) zu einer Oberseite des Bodenteils (44)
verlaufende Durchgangsöffnung (90, 92), und das Bodenteil (44) mittels der Verschraubung
jeweiliger Bandanstoßteile (38, 40) und/oder der Lünette (34) an dem Gehäusehauptteil
(30) lösbar befestigbar ist.
12. Armbanduhrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das Gehäuse (12) dazu ausgebildet ist, dass
das erste Bandanstoßteil (38, 40) austauschbar ist, ohne die Befestigung des zweiten
Bandanstoßteils (38, 40), der Lünette (34) und/oder des Bodenteils (44) an dem Gehäusehauptteil
(30) vollständig zu lösen
und/oder
das zweite Bandanstoßteil (38, 40) austauschbar ist, ohne die Befestigung des ersten
Bandanstoßteils (38, 40), der Lünette (34) und/oder des Bodenteils (44) an dem Gehäusehauptteil
(30) vollständig zu lösen
und/oder
die Lünette (34) austauschbar ist, ohne die Befestigung des ersten Bandanstoßteils
(38, 40), des zweiten Bandanstoßteils (38, 40) und/oder des Bodenteils (44) an dem
Gehäusehauptteil (30) vollständig zu lösen.
13. Armbanduhrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das Gehäuse (12) dazu ausgebildet ist, dass die Bandanstoßteile (38, 40) ohne ein
Abmontieren einer Krone (48) austauschbar sind.
14. Armbanduhrsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
sich die erste Art von Bandanstoßteil (38, 40) von der zweiten Art von Bandanstoßteil
(38, 40) durch Form, Farbe und/oder Material unterscheidet
und/oder
sich die erste Art von Lünette (34) von der zweiten Art von Lünette (34) durch Form,
Farbe und/oder Material unterscheidet
und/oder
sich die erste Art von Armband (16) von der zweiten Art von Armband (16) durch Form,
Farbe, Material und/oder Teile des Armbands (16) unterscheidet
und/oder
jeweilige Befestigungen von Teilen, welche zur Veränderung des Gehäuses (12) austauschbar
sind, proprietär ausgebildet sind.
15. Erste Art von Bandanstoßteil (38, 40), welches dazu ausgebildet ist, lösbar an dem
Gehäusehauptteil (30) des Armbanduhrsystems nach einem der vorhergehenden Ansprüche
befestigt zu werden,
und/oder
zweite Art von Bandanstoßteil (38, 40), welches dazu ausgebildet ist, lösbar an dem
Gehäusehauptteil (30) des Armbanduhrsystems nach einem der vorhergehenden Ansprüche
befestigt zu werden,
und/oder
erste Art von Lünette (34), welche dazu ausgebildet ist, lösbar an dem Gehäusehauptteil
(30) des Armbanduhrsystems nach einem der vorhergehenden Ansprüche befestigt zu werden,
und/oder
zweite Art von Lünette (34), welche dazu ausgebildet ist, lösbar an dem Gehäusehauptteil
(30) des Armbanduhrsystems nach einem der vorhergehenden Ansprüche befestigt zu werden
und/oder
erste Art von Armband (16), welches dazu ausgebildet ist, lösbar an dem Gehäusehauptteil
(30) des Armbanduhrsystems nach einem der vorhergehenden Ansprüche befestigt zu werden,
und/oder
zweite Art von Armband (16), welches dazu ausgebildet ist, lösbar an dem Gehäusehauptteil
(30) des Armbanduhrsystems nach einem der vorhergehenden Ansprüche befestigt zu werden.