TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schliesszylinderanordnung gemäss Anspruch
1, ein Zylinderschloss umfassend eine solche Schliesszylinderanordnung gemäss Anspruch
14, und ein Verfahren zur Herstellung einer Schliesszylinderanordnung gemäss Anspruch
15.
STAND DER TECHNIK
[0002] Schliesszylinderanordnungen umfassend eine Schliesszylinder-Vorrichtung, eine Drehknauf-Vorrichtung
mit einem Drehknauf sowie einer Kupplungsvorrichtung zum Ein- und Auskuppeln des Drehknauf-Vorrichtung
sind aus dem Stand der Technik bekannt. Ein häufiges Problem bei den bestehenden Kupplungsvorrichtungen
ist die Tatsache, dass dabei axial über einen Schlüssel eine Feder vorgespannt wird.
Dies führt zu Druck auf den Schlüssel, was zu Problemen der Ergonomie bis hin zu Blockierungen
führt, da durch den Druck auf den Schlüssel die Codierungsbolzen nach aussen gedrückt
werden. Ein weiterer Nachteil der bisherigen Kupplungsvorrichtungen ist die erforderliche
genaue Positionierung der Drehknauf-Vorrichtung gegenüber der Schliesszylinder-Vorrichtung,
damit die Federkräfte der Feder der Schliesszylinder-Vorrichtung und die Feder der
Drehknauf-Vorrichtung übereinstimmen. Ansonsten kann die Kupplungsvorrichtung blockieren,
wobei kein Drehen mehr möglich ist, oder die Kupplungsvorrichtung kann nicht kuppeln
und wäre immer frei drehend.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0003] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schliesszylinderanordnung anzugeben,
welche die Nachteile des Standes der Technik überwindet. Insbesondere ist es eine
Aufgabe, eine Schliesszylinderanordnung anzugeben, welche eine einfache Montage gestattet
und einen zuverlässigen und stabilen Betrieb gewährleistet.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Schliesszylinderanordnung gemäss Anspruch 1.
Es wird also eine Schliesszylinderanordnung angegeben, welche eine Drehknauf-Vorrichtung,
Schliesszylinder-Vorrichtung, einen Schliessbart, und eine Kupplungsvorrichtung aufweiset.
Der Begriff "Drehknauf" ist dem Fachmann auch als "Drehknopf" bekannt. Dasselbe gilt
für den Begriff "Schliessbart", welcher dem Fachmann auch als "Nocken" bekannt ist.
Die Drehknauf-Vorrichtung umfasst einen Drehknauf-Stator und einen drehbar im Drehknauf-Stator
gelagerten Drehknauf-Rotor. Die Schliesszylinder-Vorrichtung umfasst einen Schliesszylinder-Stator
und einen drehbar im Schliesszylinder-Stator gelagerten Schliesszylinder-Rotor. Der
Schliessbart ist bezüglich der Drehknauf-Vorrichtung und der Schliesszylinder-Vorrichtung
drehbar gelagert. Die Kupplungsvorrichtung erstreckt sich entlang einer Längsachse
und ist mindestens in einen eingekuppelten Zustand und in einen ausgekuppelten Zustand
bringbar. Die Kupplungsvorrichtung umfasst einen Schliesszylinder-Rotor-Kuppler, einen
bezüglich mindestens einer ersten Drehrichtung drehbar gelagerten Drehknauf-Rotor-Kuppler,
einen Schliessbart-Kuppler, und mindestens ein Eingriffelement. Die Kupplungsvorrichtung
ist über den Schliesszylinder-Rotor-Kuppler mit dem Schliesszylinder-Rotor kuppelbar
oder gekuppelt. Die Kupplungsvorrichtung ist weiter über den Drehknauf-Rotor-Kuppler
mit dem Drehknauf-Rotor kuppelbar oder gekuppelt. Zudem ist die Kupplungsvorrichtung
über den Schliessbart-Kuppler mit dem Schliessbart kuppelbar oder gekuppelt ist. Die
Kupplungsvorrichtung ist durch eine Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers bezüglich
der ersten Drehrichtung vom eingekuppelten Zustand in den ausgekuppelten Zustand überführbar.
Das Eingriffelement steht im eingekuppelten Zustand mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
in Eingriff. Das Eingriffelement steht im ausgekuppelten Zustand mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
ausser Eingriff, so dass der Schliessbart-Kuppler im ausgekuppelten Zustand gegenüber
dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler drehbar ist.
[0005] Das heisst also, das Eingriffelement ist durch eine Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers
bezüglich der ersten Drehrichtung mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler ausser Eingriff
bringbar. Dann befindet sich die Kupplungsvorrichtung im ausgekuppelten Zustand. Im
ausgekuppelten Zustand der Kupplungsvorrichtung ist der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
bei einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kuppler vorzugsweise nicht drehbar, oder fix,
in der Schliesszylinder-Vorrichtung gelagert. Mit anderen Worten gesagt gestattet
die erfindungsgemässe Kupplungsvorrichtung eine Betätigung der Drehknauf-Vorrichtung,
ohne dass die Schliesszylinder-Vorrichtung dabei betätigt wird.
[0006] Weiter ist es bevorzugt, dass der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler bezüglich der Kupplungsvorrichtung
sowohl im aus- als auch im eingekuppelten Zustand drehbar ist. Oder anders gesagt
wird eine Drehung des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers vorzugsweise nicht durch die
Kupplungsvorrichtung verhindert. Stattdessen ist es bevorzugt, dass eine Drehung des
Schliesszylinder-Rotor-Kupplers durch die Schliesszylinder-Vorrichtung erlaubt oder
verunmöglicht wird. Insbesondere ist es bevorzugt, dass eine Drehung des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers
bezüglich der ersten Drehrichtung sowie bezüglich einer entgegengesetzt zur ersten
Drehrichtung verlaufenden zweiten Drehrichtung ermöglicht ist, wenn ein berechtigter
Schlüssel in der Schliesszylinder-Vorrichtung aufgenommen ist. Weiter ist es bevorzugt,
dass eine Drehung des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers bezüglich der ersten Drehrichtung
sowie bezüglich der zweiten Drehrichtung in Abwesenheit eines berechtigten Schlüssels
verunmöglicht, oder anders gesagt in einem gesperrten Zustand ist.
[0007] Der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler, der Schliessbart-Kuppler und der Schliessbart
sind vorzugsweise derart ausgebildet, dass eine Drehung des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers
bezüglich der ersten Drehrichtung sowie bezüglich der zweiten Drehrichtung eine Drehung
des Schliessbart-Kupplers und folglich des Schliessbarts bezüglich dieser Drehrichtungen
bewirkt.
[0008] Weiter ist es bevorzugt, dass der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler, der Drehknauf-Rotor-Kuppler,
und der Schliessbart-Kuppler für eine gemeinsame Drehung bezüglich der ersten Drehrichtung
und/oder eine gemeinsame Drehung bezüglich der zweiten Drehrichtung ausgebildet sind.
Insbesondere bevorzugt sind der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler, der Drehknauf-Rotor-Kuppler,
und der Schliessbart-Kuppler derart ausgebildet, dass im eingekuppelten Zustand der
Kupplungsvorrichtung eine Kraftübertragung vom Schliesszylinder-Rotor-Kuppler auf
den Schliessbart-Kuppler ermöglicht ist. Diese Übertragung wird vorzugsweise durch
das mindestens eine Eingriffelement ermöglicht, das im eingekuppelten Zustand der
Kupplungsvorrichtung den Schliesszylinder-Rotor-Kuppler drehfest mit dem Schliessbart-Kuppler
verbindet. Das Lösen dieser Verbindung wird vorzugsweise durch eine Überführung der
Kupplungsvorrichtung von ihrem eingekuppelten Zustand in ihren ausgekuppelten Zustand,
besonders bevorzugt durch eine Verdrehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers gegenüber dem
Schliessbart-Kuppler, ermöglicht, wodurch eine Verdrehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers
und des Schliessbart-Kupplers gegenüber dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler ermöglicht
wird.
[0009] Das heisst also, die Schliesszylinder-Vorrichtung ist vorzugsweise stets mit dem
Schliessbart gekuppelt. Nochmals anders gesagt ist der Schliessbart nicht frei drehbar
gelagert. Weiter ist die Schliesszylinder-Vorrichtung vorzugsweise stets mit der Drehknauf-Vorrichtung
gekuppelt, wobei eine Betätigung der Drehknauf-Vorrichtung die Schliesszylinder-Vorrichtung
auskuppelt. Folglich hat die erfindungsgemässe Kupplungsvorrichtung keine Interaktionen
mit dem Schlüssel selbst. Das heisst, und anders als bei den bestehenden Kupplungsvorrichtungen,
wo axial über den Schlüssel eine Feder vorgespannt wird, bewirkt die erfindungsgemässe
Kupplungsvorrichtung keinerlei Axialkräfte auf einen in der Schliesszylinder-Vorrichtung
aufgenommenen Schlüssel. Folglich wird bei der erfindungsgemässen Schliesszylinderanordnung
kein Druck auf einen Schlüssel ausgeübt, wodurch Probleme der Ergonomie oder sogar
Blockierungen vermieden werden. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Schliesszylinderanordnung
liegt in der Längenunabhängigkeit der Kupplungsvorrichtung - so kann dieselbe Kupplungsvorrichtung
sowohl für ein sogenanntes Schweizer-Profil als auch für ein sogenanntes EU-Profil
eingesetzt werden. Zudem ist die erfindungsgemässe Schliesszylinderanordnung eine
in sich geschlossene Anordnung und weist keine Abhängigkeit von Dritt-Teilen auf.
Das heisst, und im Gegensatz zu den bestehenden Kupplungsvorrichtungen, verlangt die
erfindungsgemässe Kupplungsvorrichtung kein genaues Positionieren der Schliesszylinder-Vorrichtung
bezüglich der Drehknauf-Vorrichtung, wodurch die Montage der Schliesszylinderanordnung
erleichtert wird. Auch ein Blockieren der Kupplungsvorrichtung oder ein Nicht-Einkuppeln
der Kupplungsvorrichtung wird bei der erfindungsgemässen Kupplungsvorrichtung ebenfalls
vermieden, wodurch diese einen zuverlässigen und stabilen Betrieb gewährleistet. Auch
verfügt die erfindungsgemässen Schliesszylinderanordnung über eine gegenüber den bestehenden
Schliesszylinderanordnungen kurze Baulänge. Als Folge davon kann die Drehknauf-Vorrichtung
länger geführt werden, wodurch die Stabilität erhöht wird. Ein weiterer Vorteil der
erfindungsgemässen Kupplungsvorrichtung besteht darin, dass der Schliessbart aufgrund
der permanent gekuppelten Schliesszylinder-Vorrichtung (welche in Abwesenheit eines
berechtigten Schlüssels nicht drehbar ist) nicht frei drehend ist. Oder anders gesagt
ist der Schliessbart fixiert angeordnet, wie dies bei einem regulären Doppelzylinder
der Fall ist. Dadurch, dass der Schliessbart nicht frei drehbar ist, kann bei einem
Bohrangriff nicht einfach der Schliessbart direkt angetrieben werden. Dies gewährleistet
einen Bohrschutz respektive erschwert den Zugang und führt dazu, dass die erfindungsgemässe
Schliesszylinderanordnung über eine hohe Manipulationssicherheit verfügt.
[0010] Der Drehknauf-Rotor-Kuppler und der Drehknauf-Rotor liegen vorzugsweise als separate
Bauteile vor, wobei der Drehknauf-Rotor-Kuppler und der Drehknauf-Rotor miteinander
kuppelbar sind. Es ist jedoch auch denkbar, dass der Drehknauf-Rotor-Kuppler und der
Drehknauf-Rotor einstückig ausgebildet sind, wobei der Drehknauf-Rotor-Kuppler und
der Drehknauf-Rotor miteinander gekuppelt sind.
[0011] Analoges lässt sich für den Schliesszylinder-Rotor-Kuppler und den Schliesszylinder-Rotor
festhalten, welche vorzugsweise als separate Bauteile und somit kuppelbar vorliegen,
jedoch ebenfalls einstückig ausgebildet und somit gekuppelt vorliegen können.
[0012] Die Drehknauf-Vorrichtung kann weiter ein Gehäuse umfassen, wobei der Drehknauf-Stator
im Gehäuse gelagert ist. Beim Gehäuse und dem Drehknauf-Stator handelt es sich dabei
vorzugsweise um separat voneinander ausgebildete Bauteile. Es ist jedoch genauso denkbar,
dass das Gehäuse und der Drehknauf-Stator einstückig ausgebildet sind. In diesem Fall
kann das Gehäuse als Drehknauf-Stator gesehen werden, wobei der Drehknauf-Rotor drehbar
im Gehäuse gelagert ist.
[0013] Analoges lässt sich für die Schliesszylinder-Vorrichtung festhalten, welche weiter
ein Gehäuse umfassen kann, und wobei der Schliesszylinder-Stator im Gehäuse gelagert
ist. Beim Gehäuse und dem Schliesszylinder-Stator kann es sich wiederum vorzugsweise
um separat voneinander ausgebildete Bauteile handeln. Auch hier ist es jedoch genauso
denkbar, dass das Gehäuse und der Schliesszylinder-Stator einstückig ausgebildet sind,
wobei das Gehäuse als Schliesszylinder-Stator gesehen werden, und wobei der Schliesszylinder-Rotor
drehbar im Gehäuse gelagert ist.
[0014] Der Drehknauf-Rotor-Kuppler ist vorzugsweise um eine entgegengesetzt zur ersten Drehrichtung
verlaufende zweiten Drehrichtung drehbar gelagert. Zusätzlich oder alternativ dazu
ist der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler und/oder der Schliessbart-Kuppler vorzugsweise
um die erste Drehrichtung und/oder um die zweite Drehrichtung drehbar gelagert.
[0015] Die erste Drehrichtung und die zweite Drehrichtung verlaufen vorzugsweise um eine
gemeinsame Drehachse herum. Die Drehachse erstreckt sich durch die Kupplungsvorrichtung
und ist vorzugsweise parallel zur Längsachse der Kupplungsvorrichtung.
[0016] Der Schliesszylinder-Rotor und/oder der Drehknauf-Rotor und/oder der Schliessbart
sind vorzugsweise um die erste Drehrichtung und/oder um die zweite Drehrichtung drehbar
gelagert.
[0017] Zusätzlich oder alternativ dazu ist der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler vorzugsweise
zumindest teilweise im Schliessbart-Kuppler und/oder zumindest teilweise im Drehknauf-Rotor-Kuppler
aufgenommen. Zusätzlich oder alternativ dazu ist der Schliessbart-Kuppler vorzugsweise
zumindest teilweise im Drehknauf-Rotor-Kuppler aufgenommen.
[0018] Der Drehknauf-Rotor-Kuppler umfasst vorzugsweise einen im wesentlichen zylindrischen
Körper mit einem proximalen Ende und einem distalen Ende. Weiter ist es bevorzugt,
dass sich eine Durchgangsöffnung entlang der Längsachse ausgehend vom proximalen Ende
zum distalen Ende des Körpers erstreckt. Im Bereich vom distalen Ende weist der Körper
vorzugsweise eine Kupplungsstruktur auf, welche für eine Kupplung mit dem Drehknauf-Rotor
oder mit einem Rotor-Verlängerungselement ausgebildet ist, so dass eine Drehung des
Drehknauf-Rotors bzw. des Rotor-Verlängerungselements auf den Drehknauf-Rotor-Kuppler
übertragbar ist. Die Drehknauf-Vorrichtung kann ein oder mehrere Rotor-Verlängerungselemente
aufweisen.
[0019] Der Schliessbart-Kuppler umfasst vorzugsweise einen im wesentlichen zylindrischen
Körper mit einem proximalen Ende und einem distalen Ende sowie vorzugsweise eine Durchgangsöffnung,
welche sich vom proximalen Ende zum distalen Ende entlang der Längsachse durch den
Körper erstreckt.
[0020] Der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler umfasst vorzugsweise einen im wesentlichen zylindrischen
Körper mit einem proximalen Ende und einem distalen Ende. Im Bereich des proximalen
Endes ist vorzugsweise eine Kupplungsstruktur vorgesehen, welche eine Kupplung mit
dem Schliesszylinder-Rotor oder mit einem Rotor-Verlängerungselement gestattet, so
dass eine Drehung des Schliesszylinder-Rotors respektive des Rotor-Verlängerungselements
auf den Schliesszylinder-Rotor-Kuppler übertragbar ist. Die Schliesszylinder-Vorrichtung
kann ein oder mehrere Rotor-Verlängerungselemente aufweisen.
[0021] Im Bereich des distalen Endes ist eine Arretierstruktur vorgesehen, welche sich vom
distalen Ende des Körpers entlang der Längsachse weg erstreckt. Diese Arretierstruktur
hat vorzugsweise ebenfalls eine im wesentlichen zylindrische Form. Ein Querschnitt
der Arretierstruktur ist vorzugsweise kleiner als ein Querschnitt des Körpers.
[0022] Beim Schliessbart-Kuppler, dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler und den Drehknauf-Rotor-Kuppler
handelt es sich vorzugsweise um separat voneinander ausgebildete Bauteile. Im zusammengesetzten
Zustand der Kupplungsvorrichtung ist der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler, insbesondere
dessen Körper und die Arretierstruktur, vorzugsweise zumindest teilweise in der Durchgangsöffnung
des Schliessbart-Kupplers aufgenommen. Bevorzugt ragt dabei die Arretierstruktur distal
aus dem Schliessbart-Kuppler heraus. Weiter ist es bevorzugt, dass der Schliessbart-Kuppler,
insbesondere dessen Körper, zumindest teilweise in der Durchgangsöffnung des Drehknauf-Rotor-Kupplers
aufgenommen ist. Die Arretierstruktur des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers ragt dabei
vorzugsweise ebenfalls zumindest teilweise durch die Durchgangsöffnung des Drehknauf-Rotor-Kupplers
hindurch. Besonders bevorzugt ragt ein distaler Bereich der Arretierstruktur des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers
distal aus dem Körper des Drehknauf-Rotor-Kupplers heraus.
[0023] Die Kupplungsvorrichtung umfasst vorzugsweise mindestens ein Sicherungselement, welches
die Bauteile gegenüber einer axialen Verschiebung entlang der Längsachse sichert.
Beim Sicherungselement handelt es sich beispielsweise um einen Sprengring, welcher
im Bereich der aus dem Körper des Drehknauf-Rotor-Kupplers herausragenden Arretierstruktur
an der Arretierstruktur befestigbar ist.
[0024] Weiter ist es bevorzugt, dass der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler und der Schliesszylinder-Rotor
drehfest miteinander in Verbindung stehen, so dass eine Drehung des Schliesszylinder-Rotors
bezüglich der ersten Drehrichtung zu einer Drehung des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers
bezüglich der ersten Drehrichtung und/oder so dass eine Drehung des Schliesszylinder-Rotors
bezüglich der zweiten Drehrichtung zu einer Drehung des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers
bezüglich der zweiten Drehrichtung führt. Sofern die Schliesszylinder-Vorrichtung
ein oder mehrere Rotor-Verlängerungselemente aufweist, so ist der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
vorzugsweise über diese Rotor-Verlängerungselemente drehfest mit dem Schliesszylinder-Rotor
in Verbindung, wobei auch die Rotor-Verlängerungselemente drehfest mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
sowie dem Schliesszylinder-Rotor in Verbindung sind.
[0025] Weiter ist es bevorzugt, dass der Drehknauf-Rotor-Kuppler und der Drehknauf-Rotor
drehfest miteinander in Verbindung stehen, so dass eine Drehung des Drehknauf-Rotors
bezüglich der ersten Drehrichtung zu einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers bezüglich
der ersten Drehrichtung und/oder so dass eine Drehung des Drehknauf-Rotors bezüglich
der zweiten Drehrichtung zu einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers bezüglich der
zweiten Drehrichtung führt. Sofern die Drehknauf-Vorrichtung ein oder mehrere Rotor-Verlängerungselemente
aufweist, so ist der Drehknauf-Rotor-Kuppler vorzugsweise über diese Rotor-Verlängerungselemente
drehfest mit dem Drehknauf-Rotor in Verbindung, wobei auch die Rotor-Verlängerungselemente
drehfest mit dem Drehknauf-Rotor-Kuppler sowie dem Drehknauf-Rotor in Verbindung sind.
[0026] Weiter ist es bevorzugt, dass der Schliessbart-Kuppler und der Schliessbart derart
miteinander kuppelbar sind, dass eine Drehung des Schliessbart-Kupplers bezüglich
der ersten Drehrichtung zu einer Drehung des Schliessbarts bezüglich der ersten Drehrichtung
und/oder so dass eine Drehung des Schliessbart-Kupplers bezüglich der zweiten Drehrichtung
zu einer Drehung des Schliessbarts bezüglich der zweiten Drehrichtung führt.
[0027] In eingekuppeltem respektive im ausgekuppelten Zustand der Kupplungsvorrichtung verhält
sich die Drehbarkeit dieser Komponenten vorzugsweise wie folgt.
[0028] Die Kupplungsvorrichtung ist vorzugsweise weiter derart ausgebildet, dass eine Drehung
des Drehknauf-Rotor-Kupplers bezüglich der ersten Drehrichtung sowie bezüglich der
zweiten Drehrichtung sowohl im eingekuppelten Zustand als auch im ausgekuppelten Zustand
der Kupplungsvorrichtung ermöglicht ist. Die Kupplungsvorrichtung ist vorzugsweise
weiter derart ausgebildet, dass eine Drehung des Schliessbart-Kupplers und somit des
Schliessbarts im Falle einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers bezüglich der ersten
Drehrichtung sowie der zweiten Drehrichtung sowohl im eingekuppelten Zustand als auch
im ausgekuppelten Zustand der Kupplungsvorrichtung ermöglicht ist.
[0029] Der Drehknauf-Rotor-Kuppler und/oder der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler und/oder
der Schliessbart-Kuppler sind vorzugsweise bezüglich der Längsachse unverschiebbar
und/oder bezüglich einer radialen Achse unverschiebbar.
[0030] Das Eingriffelement ist vorzugsweise bezüglich einer radialen Achse und insbesondere
bei einem Übergang der Kupplungsvorrichtung vom eingekuppelten Zustand in den ausgekuppelten
Zustand und/oder vom ausgekuppelten Zustand in den eingekuppelten Zustand radial verschiebbar.
Zusätzlich oder alternativ dazu ist das Eingriffelement vorzugsweise bezüglich der
Längsachse unverschiebbar.
[0031] Die radiale Achse steht senkrecht zur Längsachse der Kupplungsvorrichtung. Im eingekuppelten
Zustand der Kupplungsvorrichtung ist ein radialer Abstand zwischen dem Eingriffelement
und der Längsachse vorzugsweise kleiner als ein radialer Abstand im ausgekuppelten
Zustand der Kupplungsvorrichtung. Oder anders gesagt bewegt sich das Eingriffelement
bei einem Übergang der Kupplungsvorrichtung vom eingekuppelten Zustand in den ausgekuppelten
Zustand im Falle einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers vorzugsweise radial nach
aussen, respektive bei einem Übergang der Kupplungsvorrichtung vom ausgekuppelten
Zustand in den eingekuppelten Zustand radial nach innen.
[0032] Alternativ dazu ist es jedoch genauso denkbar, dass das Eingriffelement bezüglich
der Längsachse axial verschiebbar ausgebildet ist. Besonders bevorzugt ist das Eingriffelement
dabei bei einem Übergang der Kupplungsvorrichtung vom eingekuppelten Zustand in den
ausgekuppelten Zustand und/oder vom ausgekuppelten Zustand in den eingekuppelten Zustand
axial bezüglich der Längsachse verschiebbar.
[0033] Die Schliesszylinderanordnung umfasst vorzugsweise zwei oder mehr Eingriffelemente.
Zwei oder mehr dieser Eingriffelemente sind vorzugsweise bezüglich der Längsachse
versetzt zueinander angeordnet. Zusätzlich oder alternativ dazu weist eine Anordnung
von zwei oder mehr Eingriffelementen eine Drehsymmetrie bezüglich einer Drehung um
eine Drehachse D von 1.
[0034] Eine Drehsymmetrie von 1 bedeutet, dass das oder die Eingriffelemente nur bei einer
Drehung um 360° in sich selbst überführbar. Die Drehachse entspricht dabei vorzugsweise
der oben genannten Drehachse, also der parallel zur Längsachse der Kupplungsvorrichtung
verlaufenden Drehachse. Oder anders gesagt sind die Eingriffelemente bezüglich der
Längsachse der Kupplungsvorrichtung nicht symmetrisch angeordnet.
[0035] Der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler hat vorzugsweise mindestens eine Ausnehmung. Das
Eingriffelement ist im eingekuppelten Zustand vorzugsweise zumindest teilweise in
dieser Ausnehmung aufgenommen. Zusätzlich oder alternativ dazu ist das Eingriffelement
im ausgekuppelten Zustand vorzugsweise aus dieser Ausnehmung entfernt.
[0036] Das Eingriffelement steht im eingekuppelten Zustand vorzugsweise mit dem Schliessbart-Kuppler
in Eingriff. Zusätzlich oder alternativ dazu steht das Eingriffelement im ausgekuppelten
Zustand vorzugsweise mit dem Schliessbart-Kuppler in Eingriff steht. Zusätzlich oder
alternativ dazu hat der Schliessbart-Kuppler vorzugsweise mindestens eine Ausnehmung,
wobei das Eingriffselement im eingekuppelten Zustand und/oder im ausgekuppelten Zustand
zumindest teilweise in dieser Ausnehmung aufgenommen ist.
[0037] Das Eingriffelement steht im eingekuppelten Zustand vorzugsweise mit dem Drehknauf-Rotor-Kuppler
ausser Eingriff. Zusätzlich oder alternativ dazu steht das Eingriffelement im ausgekuppelten
Zustand vorzugsweise mit dem Drehknauf-Rotor-Kuppler in Eingriff. Zusätzlich oder
alternativ dazu hat der Drehknauf-Rotor-Kuppler vorzugsweise mindestens eine Ausnehmung,
wobei das Eingriffelement im ausgekuppelten Zustand zumindest teilweise in dieser
Ausnehmung aufgenommen ist und/oder im eingekuppelten Zustand aus dieser Ausnehmung
entfernt ist.
[0038] Wie früher erwähnt, ist das Eingriffelement vorzugsweise für eine radiale Verschiebung
ausgebildet. Weiter ist es bevorzugt, dass das der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
zumindest teilweise im Schliessbart-Kuppler und der Schliessbart-Kuppler wiederum
zumindest teilweise im Drehknauf-Rotor-Kuppler gelagert ist. Diese Komponenten sind
nun vorzugsweise derart ausgebildet und angeordnet, dass das Eingriffelement bei einer
Überführung der Kupplungsvorrichtung von ihrem eingekuppelten Zustand in den ausgekuppelten
Zustand im Falle einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers bezüglich der ersten Drehrichtung
aus der Ausnehmung im Schliesszylinder-Rotor-Kuppler sowie im Schliessbart-Kuppler
zunehmend in die Ausnehmung im Drehknauf-Rotor-Kuppler radial nach aussen verschoben
wird. Im ausgekuppelten Zustand der Kupplungsvorrichtung ist das Eingriffelement vorzugsweise
vollständig aus der Ausnehmung des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers entfernt und befindet
sich dabei zumindest teilweise in der Ausnehmung des Schliessbart-Kupplers sowie des
Drehknauf-Rotor-Kupplers. Diese Komponenten sind weiter vorzugsweise derart ausgebildet
und angeordnet, dass das Eingriffelement bei der Überführung vom ausgekuppelten Zustand
in den eingekuppelten Zustand aus der Ausnehmung im Drehknauf-Rotor-Kuppler sowie
im Schliessbart-Kuppler zunehmend in die Ausnehmung im Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
radial nach innen verschoben wird.
[0039] Die Ausnehmungen weisen vorzugsweise eine zum Eingriffelement entsprechende Form
auf. Beispielsweise kann das Eingriffelement eine runde Form aufweisen, wobei die
Ausnehmungen dann vorzugswese ebenfalls über eine runde Form verfügen. Besonders bevorzugt
hat das Eingriffelement die Form einer Kugel. Andere Formen, wie z.B. eine zylindrische
Form, sind natürlich genauso denkbar.
[0040] Eine Anzahl der Ausnehmungen im Schliessbart-Kuppler und/oder eine Anzahl der Ausnehmungen
im Schliesszylinder-Rotor-Kuppler entspricht vorzugsweise einer Anzahl der Eingriffelemente.
Weiter ist es bevorzugt, dass zwei oder mehr Ausnehmungen des Schliessbart-Kupplers
und/oder zwei oder mehr Ausnehmungen des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers bezüglich
der Längsachse versetzt zueinander angeordnet sind und/oder dass eine Anordnung dieser
zwei oder mehr Ausnehmungen eine Drehsymmetrie bezüglich einer Drehung um eine Drehachse
von 1 aufweist. Das heisst, analog zur Anordnung der Eingriffelemente verfügen auch
die Ausnehmungen des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers beziehungsweise des Schliessbart-Kupplers
vorzugsweise über eine nicht-symmetrische Anordnung.
[0041] Eine Anzahl der Ausnehmungen im Drehknauf-Rotor-Kuppler entspricht vorzugsweise mindestens
einer Anzahl der Eingriffelemente. Bevorzugterweise beträgt die Anzahl der Ausnehmungen
im Drehknauf-Rotor-Kuppler das Zweifache oder doppelte der Anzahl der Eingriffelemente.
Sind beispielsweise drei Eingriffelemente vorhanden, so weist der Drehknauf-Rotor-Kuppler
vorzugsweise sechs Ausnehmungen auf. Entspricht die Anzahl der Ausnehmungen im Drehknauf-Rotor-Kuppler
der Anzahl Eingriffelemente, so ist die Kupplungsvorrichtung zum Auskuppeln in eine
Drehrichtung, hier also bezüglich der ersten Drehrichtung, ausgebildet. Ist die Anzahl
der Ausnehmungen im Drehknauf-Rotor-Kuppler doppelt so gross wie die Anzahl der Eingriffelemente,
so ist die Kupplungsvorrichtung zum Auskuppeln in beide Drehrichtungen, hier also
bezüglich der ersten Drehrichtung und der zweiten Drehrichtung, ausgebildet.
[0042] Der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler und/oder der Drehknauf-Rotor-Kuppler und/oder
der Schliessbart-Kuppler umfasst vorzugsweise mindestens ein Ausführungselement, so
dass das Eingriffelement entlang des Ausführungselements geführt zumindest teilweise
ausser Eingriff bringbar ist. Zusätzlich oder alternativ dazu umfasst der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
und/oder der Drehknauf-Rotor-Kuppler und/oder der Schliessbart-Kuppler vorzugsweise
mindestens ein Einführungselement, so dass das Eingriffelement entlang des Einführungselements
geführt zumindest teilweise in Eingriff bringbar ist.
[0043] Das heisst also, das in Eingriff und ausser Eingriff bringen des Eingriffelements
erfolgt vorzugsweise geführt, nämlich durch eine Führung des Eingriffelements entlang
Einführungselementen und Ausführungselementen. Bei dem oder den Ausführungselementen
und/oder bei dem oder den Einführungselementen handelt es sich vorzugsweise um die
die Ausnehmung des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers bzw. des Drehknauf-Rotor-Kupplers
bzw. des Schliessbart-Kupplers begrenzenden Flächen oder zumindest Bereiche davon.
[0044] Dabei ist es bevorzugt, dass das entlang des Ausführungselements des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers
geführte ausser Eingriff bringen des Eingriffelements mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
bei einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers bezüglich der ersten Drehrichtung von
mehr als 0°, insbesondere bei einer Drehung in einem Bereich von etwa 1° bis 60°,
besonders bevorzugt bei einer Drehung in einem Bereich von etwa 30° bis 55° erfolgt.
Das entlang des Einführungselements des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers geführte in
Eingriff bringen des Eingriffelements mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler findet
vorzugsweise bei einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers bezüglich der ersten Drehrichtung
von mehr als 350°, insbesondere bei einer Drehung in einem Bereich von etwa 350° bis
380°, besonders bevorzugt in einem Bereich von etwa 374° bis 378° statt. Diese Drehungen
beziehen sich dabei auf einen unverdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers. Der
unverdrehte Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers kann auch als Grundstellung der Kupplungsvorrichtung
bezeichnet werden. Also ein Zustand, indem keine Betätigung der Drehknauf-Vorrichtung
durch einen Benutzer erfolgt ist. Ein verdrehter Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers
entspricht folglich einem Zustand, in welchem die Drehknauf-Vorrichtung durch einen
Benutzer betätigt wurde, vorzugsweise durch Drehen eines Drehknaufs der Drehknauf-Vorrichtung
bezüglich der ersten Drehrichtung.
[0045] Wie nachfolgend im Zusammenhang mit den Anschlagelementen noch eingehender erläutert
wird, ist eine Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers auf den Schliessbart-Kuppler übertragbar.
Bei einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers bezüglich der ersten Drehrichtung wird
daher auch der Schliessbart-Kuppler gedreht, wobei das entlang des Ausführungselements
des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers geführte ausser Eingriff bringen des Eingriffelements
mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler bei einer Drehung des Schliessbart-Kupplers
bezüglich der ersten Drehrichtung von mehr als 0°, insbesondere bei einer Drehung
in einem Bereich von etwa 1° bis 30°, besonders bevorzugt bei einer Drehung in einem
Bereich von etwa 1° bis 25° erfolgt. Das entlang des Einführungselements des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers
geführte in Eingriff bringen des Eingriffelements mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
findet vorzugsweise bei einer Drehung des Schliessbart-Kupplers bezüglich der ersten
Drehrichtung von mehr als 320°, insbesondere bei einer Drehung in einem Bereich von
etwa 320° bis 360°, besonders bevorzugt in einem Bereich von etwa 330° bis 360° statt.
Diese Drehungen beziehen sich dabei auf eine Verdrehung des Schliessbart-Kupplers
gegenüber seinem unverdrehten Zustand.
[0046] Es ist weiter bevorzugt, dass das entlang des Einführungselements des Drehknauf-Rotor-Kupplers
geführte in Eingriff bringen des Eingriffelements mit dem Drehknauf-Rotor-Kuppler
bei einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers bezüglich der ersten Drehrichtung von
mehr als 0°, insbesondere bei einer Drehung in einem Bereich von etwa 5° bis 60°,
besonders bevorzugt bei einer Drehung in einem Bereich von etwa 10° bis 55° erfolgt.
Das entlang des Ausführungselements des Drehknauf-Rotor-Kupplers geführte ausser Eingriff
bringen des Eingriffelements mit dem Drehknauf-Rotor-Kuppler findet vorzugsweise bei
einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers bezüglich der ersten Drehrichtung von mehr
als 350°, insbesondere in einem Bereich von 350° bis 380°, besonders bevorzugt in
einem Bereich von etwa 374° bis 378° statt.
[0047] Wie vorhin erwähnt, wird bei einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers der Schliessbart-Kuppler
ebenfalls gedreht, wobei das entlang des Einführungselements des Drehknauf-Rotor-Kupplers
geführte in Eingriff bringen des Eingriffelements mit dem Drehknauf-Rotor-Kuppler
bei einer Drehung des Schliessbart-Kupplers bezüglich der ersten Drehrichtung von
mehr als 0°, insbesondere bei einer Drehung in einem Bereich von etwa 1° bis 30°,
besonders bevorzugt bei einer Drehung in einem Bereich von etwa 1° bis 25° erfolgt.
Das entlang des Ausführungselements des Drehknauf-Rotor-Kupplers geführte ausser Eingriff
bringen des Eingriffelements mit dem Drehknauf-Rotor-Kuppler findet vorzugsweise bei
einer Drehung des Schliessbart-Kupplers bezüglich der ersten Drehrichtung von mehr
als 320°, insbesondere in einem Bereich von 320° bis 360°, besonders bevorzugt in
einem Bereich von etwa 330° bis 360° statt.
[0048] Das ausser Eingriff bringen des Eingriffelements mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
erfolgt vorzugsweise geführt entlang des Ausführungselements des Schliessbart-Kupplers.
Besonders bevorzugt erfolgt dabei auch das entlang des Einführungselements des Schliessbart-Kupplers
geführte in Eingriff bringen des Eingriffelements mit dem Drehknauf-Rotor-Kuppler.
Bei diesem Ausführungselement und Einführungselement des Schliessbart-Kupplers handelt
es sich vorzugsweise um ein und dasselbe Element. Dieses Element kann daher auch als
erstes Ein-Aus-Führungselement des Schliessbart-Kupplers bezeichnet werden. Weiter
ist es bevorzugt, dass das in Eingriff bringen des Eingriffelements mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
geführt entlang des Einführungselements des Schliessbart-Kupplers erfolgt. Das ausser
Eingriff bringen des Eingriffelements mit dem Drehknauf-Rotor-Kuppler erfolgt vorzugsweise
geführt entlang des Ausführungselements des Schliessbart-Kupplers. Bei diesem Element
handelt es sich vorzugsweise wiederum um ein und dasselbe Element. Dieses Element
kann daher als zweites Ein-Aus-Führungselement bezeichnet werden. Beim ersten Ein-Aus-Führungselement
und beim zweiten Ein-Aus-Führungselement handelt es sich vorzugsweise um voneinander
verschiedene Elemente.
[0049] Der Schliessbart-Kuppler weist vorzugsweise mindestens ein Anschlagelement und der
Drehknauf-Rotor-Kuppler weist vorzugsweise mindestens ein Anschlagelement auf, wobei
die Anschlagelemente bei einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers bezüglich der
ersten Drehrichtung einen Anschlag ausbilden, so dass der Schliessbart-Kuppler ebenfalls
bezüglich der ersten Drehrichtung gedreht wird.
[0050] Das Anschlagelement des Schliessbart-Kupplers ist vorzugsweise ein radial von einer
Aussenfläche des Schliessbart-Kupplers, insbesondere vom Körper des Schliessbart-Kupplers,
hervorstehendes Element. Das Anschlagelement des Drehknauf-Rotor-Kupplers ist vorzugsweise
ein axial vom Drehknauf-Rotor-Kuppler hervorstehendes Element. Insbesondere erstreckt
sich das Anschlagelement des Drehknauf-Rotor-Kupplers axial, oder bezüglich der Längsachse
der Kupplungsvorrichtung, vom proximalen Ende des Drehknauf-Rotor-Kupplers nach aussen
weg. Wie früher bereits erwähnt wurde, ist der Schliessbart-Kuppler vorzugsweise zumindest
teilweise im Drehknauf-Rotor-Kuppler aufgenommen. In diesem Zustand sind die Anschlagelemente
derart zueinander angeordnet, dass sie im Falle einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers
bezüglich der ersten Drehrichtung gegeneinander anschlagen und einen Anschlag ausbilden.
Dadurch wird die Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers auf den Schliessbart-Kuppler
übertragen. Es ist bevorzugt, dass der Schliessbart-Kuppler zwei oder mehr Anschlagelemente
aufweist. Analog ist es bevorzugt, dass auch der Drehknauf-Rotor-Kuppler zwei oder
mehr Anschlagelemente aufweist.
[0051] Der Drehknauf-Rotor-Kuppler umfasst vorzugsweise mindestens ein Fixierelement. Das
Fixierelement ist vorzugsweise dazu ausgebildet, den Eingriff des Eingriffelements
mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler im eingekuppelten Zustand zu fixieren. Eine
Fixierung des Eingriffelements durch das Fixierelement ist vorzugsweise durch eine
Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers bezüglich der ersten Drehrichtung aufhebbar.
[0052] Das heisst, das Fixierelement verhindert ein Lösen des Eingriffs zwischen dem Eingriffelement
und dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler in Abwesenheit einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers
bezüglich der ersten Drehrichtung. Das Fixierelement ist vorzugsweise auf einer der
Durchgangsöffnung zugewandten Innenfläche des Drehknauf-Rotor-Kupplers angeordnet
und wird besonders bevorzugt durch einen Bereich der Innenfläche gebildet. Insbesondere
bevorzugt wird das Fixierelement jeweils durch den Bereich der Innenfläche gebildet,
welcher zwischen zwei Ausnehmungen des Drehzylinder-Rotor-Körpers angeordnet ist.
Mit anderen Worten handelt es sich beim Fixierelement also um ein radial nach innen
ragendes Element.
[0053] Im unverdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers verhindert das Fixierelement,
dass sich das Eingriffelement aus der Ausnehmung des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers
hinausbewegt. Im Falle einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers hingegen wird auch
das Fixierelement entsprechend gedreht und vom Eingriffelement wegbewegt, woraufhin
sich das Eingriffelement aus der Ausnehmung im Schliesszylinder-Rotor-Kuppler hinausbewegen
kann.
[0054] Die Kupplungsvorrichtung umfasst vorzugsweise weiter mindestens ein Rückstellelement,
wobei das Rückstellelement für die Ausbildung einer Rückstellkraft auf den Drehknauf-Rotor-Kuppler
ausgebildet ist.
[0055] Die Rückstellkraft ist vorzugsweise derart, dass der Drehknauf-Rotor-Kuppler in Abwesenheit
einer Drehkrafteinwirkung gegenüber dem Schliessbart-Kuppler in den unverdrehten Zustand
überführt wird oder im unverdrehten Zustand verbleibt.
[0056] Dies ist mitunter wichtig, da sonst bei der Benutzung der Schliesszylinder-Vorrichtung
mit einem Schlüssel der Drehknauf-Rotor-Kuppler aufgrund der Reibung und Massenträgheit
nicht mitdrehen würde und dadurch eine Verdrehung zwischen Drehknauf-Rotor-Kuppler
und Schliessbart-Kuppler entstehen würde, was dazu führt, dass ein Entkupplungsvorgang
gestartet wird und die Schliesszylinder-Vorrichtung nicht mehr mit dem Schliessbart-Kuppler
gekuppelt ist und durchdrehen würde. Das Rückstellelement stellt daher sicher, dass
sich der Drehknopf-Rotor-Kuppler stets im selben Winkel, vorzugsweise in einem 0°
Winkel zum Schliessbart-Kuppler befindet. Daher ist auch eine Vorspannkraft auf dem
Rückstellelement in der Grundstellung, oder anders gesagt ein Verbleiben des Drehknauf-Rotor-Kupplers
in Abwesenheit einer Drehkrafteinwirkung im unverdrehten Zustand, bevorzugt. Nochmals
anders gesagt ist es also bevorzugt, dass das Rückstellelement auch im unverdrehten
Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers eine Rückstellkraft auf den Drehknauf-Rotor-Kuppler
ausübt. Insbesondere ist es bevorzugt, dass eine Rückstellkraft des Rückstellelements
im unverdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers kleiner ist als eine Rückstellkraft
des Rückstellelements im verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers.
[0057] Das Rückstellelement ist vorzugsweise zumindest teilweise im Drehknauf-Rotor-Kuppler
und im Schliessbart-Kuppler gelagert.
[0058] Beim Rückstellelement handelt es sich vorzugsweise um ein Federelement wie um eine
Torsionsfeder. Andere Federelemente wie zum Beispiel ein Federblech sind hingegen
genauso denkbar. In diesem Fall handelt es sich bei der Rückstellkraft um eine Federkraft.
Allerdings sind auch andere Rückstellelemente denkbar, z.B. magnetische Elemente,
wobei die Rückstellkraft eine magnetische Kraft ist.
[0059] Weiter ist es bevorzugt, dass der Drehknauf-Rotor-Kuppler sowie der Schliessbart-Kuppler
jeweils ein Druckelement aufweisen, gegen welche das Rückstellelement bei einer Drehung
des Drehknauf-Rotor-Kupplers vorzugsweise zunehmend gedrückt wird. Besonders bevorzugt
handelt es sich beim Druckelement des Drehknauf-Rotor-Kupplers um einen Bereich der
Innenfläche des Körpers, welcher der Durchgangsöffnung des Drehknauf-Rotor-Kupplers
zugewandt ist, und beim Druckelement des Schliessbart-Kupplers handelt es sich vorzugsweise
um einen Bereich der Innenfläche des Körpers, welcher der Durchgangsöffnung des Schliessbart-Kupplers
zugewandt ist.
[0060] Der Schliessbart-Kuppler und der Schliessbart weisen vorzugsweise jeweils mindestens
ein Übertragungselement auf, wobei die Übertragungselemente bei einer Drehung des
Schliessbart-Kupplers bezüglich der ersten Drehrichtung und/oder bezüglich einer entgegengesetzt
zur ersten Drehrichtung verlaufenden zweiten Drehrichtung einen Anschlag ausbilden,
so dass der Schliessbart entlang der ersten und/oder zweiten Drehrichtung gedreht
wird.
[0061] Das heisst, die Übertragungselemente sind vorzugsweise für eine Übertragung des Drehmoments
vom Schliessbart-Kuppler in beide Drehrichtungen auf den Schliessbart ausgebildet.
Beim Übertragungselement des Schliessbart-Kupplers handelt es sich vorzugsweise um
ein radial vom Körper des Schliessbart-Kupplers hervorstehendes Element. Eine Ausgestaltung
des Übertragungselements des Schliessbarts und eine Ausgestaltung des Übertragungselements
des Schliessbart-Kupplers sind vorzugsweise komplementär zueinander und/oder für eine
formschlüssige Verbindung ausgebildet.
[0062] Besonders bevorzugt ist die Ausgestaltung des Übertragungselements des Schliessbarts
vorzugsweise derart, dass sie eine zum Übertragungselement des Schliessbart-Kupplers
komplementäre Ausnahme bildet und so formschlüssig in beide Drehrichtungen das Drehmoment
übertragen kann.
[0063] Die Schliesszylinderanordnung umfasst vorzugsweise weiter einen Drehknauf, welcher
mit dem Drehknauf-Rotor in Verbindung steht. In einem eingebauten Zustand der Schliesszylinderanordnung
in ein Zylinderschloss in einer Türe befindet sich die Drehknauf-Vorrichtung und folglich
der Drehknauf vorzugsweise auf einer Gebäude- oder Wohnrauminnenseite, während sich
die Schliesszylinder-Vorrichtung vorzugsweise auf einer Gebäude- oder Wohnraumaussenseite
befindet.
[0064] Weiter ist es bevorzugt, dass die Schliesszylinderanordnung über weitere Komponenten
verfügt, wie sie bei herkömmlichen Schliesszylinderanordnungen bereits bekannt sind.
Beispielsweise kann die Schliesszylinder-Vorrichtung der erfindungsgemässen Schliesszylinderanordnung
weiter über Zuhaltungen am Zylinder verfügen, welche mit mechanischen Codierungen
eines Schlüssels zusammenwirken und im Falle eines berechtigten Schlüssels die Entriegelung
der Schliesszylinder-Vorrichtung gestatten, etc. Genauso denkbar sind jedoch auch
mechatronischer Schliesszylinder-Vorrichtungen, wobei ein elektrisch angesteuerter
Aktuator zur Sperrung der Schliesszylinder-Vorrichtung vorgesehen wäre.
[0065] In einem weiteren Aspekt wird ein Zylinderschloss umfassend eine Schliesszylinderanordnung
wie oben beschrieben angegeben.
[0066] Erläuterungen im Zusammenhang mit der Schliesszylinderanordnung gelten analog für
ein Zylinderschloss umfassend die Schliesszylinderanordnung und umgekehrt.
[0067] In einem weiteren Aspekt wird ein Verfahren zur Herstellung einer Schliesszylinderanordnung
für ein Zylinderschloss, angegeben. Das Verfahren umfasst die Schritte von i) Bereitstellen
einer Drehknauf-Vorrichtung umfassend einen Drehknauf-Stator und einen drehbar im
Drehknauf-Stator gelagerten Drehknauf-Rotor, ii) Bereitstellen einer Schliesszylinder-Vorrichtung
umfassend einen Schliesszylinder-Stator und einen drehbar im Schliesszylinder-Stator
gelagerten Schliesszylinder-Rotor, iii) Bereitstellen eines Schliessbarts, welcher
bezüglich der Drehknauf-Vorrichtung und der Schliesszylinder-Vorrichtung drehbar gelagert
ist, und iv) Bereitstellen einer Kupplungsvorrichtung. Die Kupplungsvorrichtung erstreckt
sich entlang einer Längsachse und ist mindestens in einen eingekuppelten Zustand und
in einen ausgekuppelten Zustand bringbar. Die Kupplungsvorrichtung umfasst einen Schliesszylinder-Rotor-Kuppler,
einen bezüglich mindestens einer ersten Drehrichtung drehbar gelagerten Drehknauf-Rotor-Kuppler,
einen Schliessbart-Kuppler, und mindestens ein Eingriffelement. Die Kupplungsvorrichtung
ist über den Schliesszylinder-Rotor-Kuppler mit dem Schliesszylinder-Rotor kuppelbar.
Die Kupplungsvorrichtung ist über den Drehknauf-Rotor-Kuppler mit dem Drehknauf-Rotor
kuppelbar. Die Kupplungsvorrichtung ist über den Schliessbart-Kuppler mit dem Schliessbart
kuppelbar. Die Kupplungsvorrichtung ist durch eine Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers
bezüglich der ersten Drehrichtung vom eingekuppelten Zustand in den ausgekuppelten
Zustand überführbar. Das Eingriffelement steht im eingekuppelten Zustand mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
in Eingriff. Das Eingriffelement steht im ausgekuppelten Zustand mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
ausser Eingriff, so dass der Schliessbart-Kuppler im ausgekuppelten Zustand gegenüber
dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler drehbar ist.
[0068] Insbesondere ist es ein Verfahren zur Herstellung einer Schliesszylinderanordnung
wie oben beschrieben. Erläuterungen im Zusammenhang mit der Schliesszylinderanordnung
gelten somit analog für das Verfahren zur Herstellung der Schliesszylinderanordnung
und umgekehrt.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0069] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- zeigt eine Explosionsansicht einer Schliesszylinderanordnung gemäss dem Schweizer-Profil
umfassend eine Kupplungsvorrichtung, eine Schliesszylinder-Vorrichtung, sowie eine
Drehknauf-Vorrichtung;
- Fig. 2
- zeigt eine Längsschnittansicht durch die Schliesszylinderanordnung gemäss Figur 1;
- Fig. 3
- zeigt eine Explosionsansicht einer Schliesszylinderanordnung gemäss dem Schweizer-Profil
umfassend eine Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 1, eine Schliesszylinder-Vorrichtung,
eine Drehknauf-Vorrichtung, sowie Rotor-Verlängerungselemente;
- Fig. 4
- zeigt eine Längsschnittansicht durch die Schliesszylinderanordnung gemäss Figur 3;
- Fig. 5
- zeigt eine Explosionsansicht einer Schliesszylinderanordnung gemäss dem EU-Profil
umfassend eine Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 1, eine Schliesszylinder-Vorrichtung,
sowie eine Drehknauf-Vorrichtung;
- Fig. 6
- zeigt eine Längsschnittansicht durch die Schliesszylinderanordnung gemäss Figur 6;
- Fig. 7
- zeigt eine Explosionsansicht einer Schliesszylinderanordnung gemäss dem EU-Profil
umfassend eine Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 1, eine Schliesszylinder-Vorrichtung,
eine Drehknauf-Vorrichtung, sowie Rotor-Verlängerungselemente;
- Fig. 8
- zeigt eine Längsschnittansicht durch die Schliesszylinderanordnung gemäss Figur 8;
- Fig. 9
- zeigt eine Explosionsansicht einer Kopplungsvorrichtung gemäss Figur 1 und umfassend
einen Schliesszylinder-Rotor-Kuppler, einen Drehknauf-Rotor-Kuppler, einen Schliessbart-Kuppler,
und Eingriffelemente sowie ein Rückstellelement;
- Fig. 10
- zeigt eine Seitenansicht des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers gemäss Figur 9;
- Fig. 11
- zeigt eine perspektivische Ansicht des Schliessbart-Kupplers gemäss Figur 9;
- Fig. 12
- zeigt eine Längsschnittansicht durch den Schliessbart-Kuppler gemäss Figur 12;
- Fig. 13
- zeigt eine Querschnittansicht durch den Schliessbart-Kuppler gemäss Figur 12 an der
Position A-A;
- Fig. 14
- zeigt eine Querschnittansicht durch den Schliessbart-Kuppler gemäss Figur 12 an der
Position B-B;
- Fig. 15
- zeigt eine perspektivische Ansicht des Drehknauf-Rotor-Kuppler gemäss Figur 9;
- Fig. 16
- zeigt eine Längsschnittansicht durch den Drehknauf-Rotor-Kuppler gemäss Figur 15;
- Fig. 17
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 9;
- Fig. 18
- zeigt eine weitere perspektivische Ansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 9;
- Fig. 19
- zeigt eine Draufsicht auf die Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 9;
- Fig. 20
- zeigt eine Längsschnittansicht durch die Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 9;
- Fig. 21
- zeigt eine Seitenansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 9;
- Fig. 22a
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
A-A im unverdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers und des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers;
- Fig. 22b
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
B-B im unverdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 22c
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
C-C im unverdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 23a
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
A-A in einem verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 23b
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
B-B in einem verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 23c
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
C-C in einem verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 24a
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
A-A in einem weiteren verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 24b
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
B-B in einem weiteren verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 24c
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
C-C in einem weiteren verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 25a
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
A-A in einem weiteren verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 25b
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
B-B in einem weiteren verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 25c
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
C-C in einem weiteren verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 26a
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
A-A in einem weiteren verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 26b
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
B-B in einem weiteren verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 26c
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
C-C in einem weiteren verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 27a
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
A-A in einem weiteren verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 27b
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
B-B in einem weiteren verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 27c
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
C-C in einem weiteren verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 28a
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
A-A in einem weiteren verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 28b
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
B-B in einem weiteren verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 28c
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
C-C in einem weiteren verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 29a
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
A-A im unverdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers und des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers;
- Fig. 29b
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
B-B im unverdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers und des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers;
- Fig. 29c
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
C-C im unverdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers und des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers;
- Fig. 30a
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
A-A in einem verdrehten Zustand des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers;
- Fig. 30b
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
B-B in einem verdrehten Zustand des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers;
- Fig. 30c
- zeigt eine Querschnittansicht der Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 21 an der Position
C-C in einem verdrehten Zustand des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers;
- Fig. 31
- zeigt eine perspektivische Ansicht einer Schliesszylinderanordnung gemäss dem Schweizer-Profil
umfassend eine Kupplungsvorrichtung gemäss Figur 9, eine Schliesszylinder-Vorrichtung
umfassend ein Gehäuse sowie eine Drehknauf-Vorrichtung umfassend ein Gehäuse in einem
unverdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers und des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers;
- Fig. 32
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Schliesszylinderanordnung gemäss Figur 31 ohne
Gehäuse;
- Fig. 33
- zeigt eine weitere perspektivische Ansicht der Schliesszylinderanordnung gemäss Figur
31 ohne Gehäuse;
- Fig. 34
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Schliesszylinderanordnung gemäss Figur 31 in
einem verdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers;
- Fig. 35
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Schliesszylinderanordnung gemäss Figur 34 ohne
Gehäuse;
- Fig. 36
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Schliesszylinderanordnung gemäss Figur 34 ohne
Gehäuse;
- Fig. 37
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Schliesszylinderanordnung gemäss Figur 31 umfassend
einen Schlüssel in der Schliesszylinder-Vorrichtung und in einem unverdrehten Zustand
des Drehknauf-Rotor-Kupplers und des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers;
- Fig. 38
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Schliesszylinderanordnung gemäss Figur 37 ohne
Gehäuse;
- Fig. 39
- zeigt eine weitere perspektivische Ansicht der Schliesszylinderanordnung gemäss Figur
37 ohne Gehäuse;
- Fig. 40
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Schliesszylinderanordnung gemäss Figur 37 in
einem verdrehten Zustand des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers;
- Fig. 41
- zeigt eine perspektivische Ansicht der Schliesszylinderanordnung gemäss Figur 40 ohne
Gehäuse;
- Fig. 42
- zeigt eine weitere perspektivische Ansicht der Schliesszylinderanordnung gemäss Figur
40 ohne Gehäuse.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0070] Aspekte der erfindungsgemässen Schliesszylinderanordnung werden nun anhand der Figuren
diskutiert.
[0071] Wie aus den Figuren 1 bis 8 hervorgeht, umfasst die Schliesszylinderanordnung 1 eine
Drehknauf-Vorrichtung 2 umfassend einen Drehknauf-Stator 29 und einen um eine Drehachse
D drehbar im Drehknauf-Stator 29 gelagerten Drehknauf-Rotor 10, eine Schliesszylinder-Vorrichtung
3 umfassend einen Schliesszylinder-Stator 11 und einen drehbar um die Drehachse D
im Schliesszylinder-Stator 11 gelagerten Schliesszylinder-Rotor 12, einen Schliessbart
4, welcher bezüglich der Drehknauf-Vorrichtung 2 und der Schliesszylinder-Vorrichtung
3 um die Drehachse D drehbar gelagert ist, und eine Kupplungsvorrichtung 5. Die Figuren
1 bis 4 zeigen dabei eine Schliesszylinderanordnung 1 gemäss dem Schweizer-Profil,
während die Figuren 5 bis 8 eine Schliesszylinderanordnung 1 umfassend gemäss dem
EU-Profil darstellen. Weiter unterscheiden sich die Schliesszylinderanordnungen dieser
Figuren durch die Abwesenheit (Figuren 1-2 und 5-6) respektive die Anwesenheit (Figuren
3-4 und 7-8) von Rotor-Verlängerungselementen 30, 31. Die Kupplungsvorrichtungen 5
sind bei beiden Profilen sowie beim Vorliegen als auch beim Fehlen von Rotor-Verlängerungselementen
30, 31 jeweils dieselben. Das heisst, die erfindungsgemässe Kupplungsvorrichtung 5
kann sowohl für ein Schweizer-Profil als auch für ein EU-Profil verwendet werden.
[0072] Die übrigen Bestandteile der hier dargestellten Schliesszylinderanordnungen 1 sind
kommerziell erhältliche und allgemein bekannte Bestandteile. So umfasst die Schliesszylinderanordnung
1 weiter einen Drehknauf 32, welcher mit dem Drehknauf-Rotor 10 in Verbindung steht,
jeweils ein Gehäuse 33, 34 zur Aufnahme des Drehknauf-Stators 29 bzw. des Schliesszylinder-Stators
11, und Befestigungsmittel 35, 36 wie z.B. Befestigungsschrauben. Mittels den Befestigungsschrauben
35, 36 werden der Schliesszylinder-Stator 11 bzw. der Drehknauf-Stator 29 mit dem
jeweiligen Gehäuse 34, 33 sowie der Drehknauf 32 mit dem Drehknauf-Rotor 10 verschraubt.
[0073] Die erfindungsgemässe Kupplungsvorrichtung 5 wird nachfolgend eingehend erläutert
werden. An dieser Stelle und mit Verweis auf die Figuren 2, 4, 6 und 8 wird jedoch
auf den Vorteil der erfindungsgemässen Kupplungsvorrichtung 5 hingewiesen, welche
keinerlei Axialkräfte auf einen in der Schliesszylinder-Vorrichtung aufgenommenen
Schlüssel 37 bewirkt. Insbesondere finden keinerlei Interaktionen zwischen der Kupplungsvorrichtung
5 und einem aufgenommenen Schlüssel 37 statt. Als Folge davon sind auch keinerlei
Schlüsselverlängerungen oder dergleichen nötig.
[0074] Wie gut aus Figur 9 hervorgeht, erstreckt sich die Kupplungsvorrichtung 5 entlang
einer Längsachse L und ist mindestens in einen eingekuppelten Zustand und in einen
ausgekuppelten Zustand bringbar. Im eingebauten Zustand der Kupplungsvorrichtung 5
verläuft die Längsachse L der Kupplungsvorrichtung 5 parallel zu einer Längsachse
L' der Schliesszylinderanordnung. Die Kupplungsvorrichtung 5 umfasst einen Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
6, einen bezüglich einer ersten Drehrichtung d1 drehbar gelagerten Drehknauf-Rotor-Kuppler
7, einen Schliessbart-Kuppler 8, und mindestens ein Eingriffelement 9. In den hier
gezeigten Beispielen umfasst die Kupplungsvorrichtung im drei Eingriffelemente 9,
9a, 9b, welche hier jeweils die Form einer Kugel aufweisen. Der Drehknauf-Rotor-Kuppler
7, der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6, sowie der Schliessbart-Kuppler 8 sind um
die Drehachse D bezüglich einer ersten Drehrichtung d1 sowie einer entgegengesetzt
zur ersten Drehrichtung d1 verlaufenden zweiten Drehrichtung d2 drehbar gelagert.
Die Drehachse D erstreckt sich durch die Kupplungsvorrichtung 5 sowie parallel zur
Längsachse L der Kupplungsvorrichtung.
[0075] In den gezeigten Beispielen sind der Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 und der Drehknauf-Rotor
10 beziehungsweise der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6 und der Schliesszylinder-Rotor
12 separat voneinander ausgebildete Bauteile, welche miteinander kuppelbar sind. Es
gilt zu verstehen, dass diese Komponenten jedoch jeweils auch einstückig, also jeweils
in Form eines einzelnen Elements oder Einzelstücks, vorliegen können. Auch umfassen
die hier gezeigten Schliesszylinderanordnungen 1 jeweils eine Drehknauf-Vorrichtung
2 umfassend ein Gehäuse 33 sowie eine Schliesszylinder-Vorrichtung 3 umfassend ein
Gehäuse 34, wobei der Drehknauf-Stator 29 im Gehäuse 33 der Drehknauf-Vorrichtung
2 bzw. der Schliesszylinder-Stator 11 im Gehäuse 34 der Schliesszylinder-Vorrichtung
3 gelagert sind. Das heisst, in diesen Beispielen liegen diese Komponenten ebenfalls
als separate Bauteile vor. Es gilt allerdings auch hier zu verstehen, dass eine einstückige
Ausbildung genauso denkbar ist. Weiter umfasst die hier dargestellte Kupplungsvorrichtung
5 ein Rückstellelement 27 sowie ein Distanzstück 38, wobei das Distanzstück 38 eine
radiale Distanz zwischen dem Rückstellelement 27 und den Bauteilen der Kupplungsvorrichtung
5 einstellt. Im Zusammenhang mit den Figuren 9, 19 und 22c bis 30c werden später weitere
Erläuterungen zum Rückstellelement 27 gemacht.
[0076] Die Kupplungsvorrichtung 5 ist über den Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6 mit dem
Schliesszylinder-Rotor 12 und über den Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 mit dem Drehknauf-Rotor
10 kuppelbar. Weiter ist die Kupplungsvorrichtung 5 über den Schliessbart-Kuppler
8 mit dem Schliessbart 4 kuppelbar. Der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6, der Drehknauf-Rotor-Kuppler
7, und der Schliessbart-Kuppler 8 sind dabei derart ausgebildet, dass im eingekuppelten
Zustand der Kupplungsvorrichtung 5 eine Kraftübertragung vom Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
6 auf den Schliessbart-Kuppler 8 ermöglicht ist. Diese Übertragung wird durch die
Eingriffelemente 9, 9a, 9b ermöglicht, die im eingekuppelten Zustand der Kupplungsvorrichtung
5 den Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6 drehfest mit dem Schliessbart-Kuppler 8 verbinden.
Das Lösen dieser Verbindung erfolgt durch die Überführung der Kupplungsvorrichtung
5 von ihrem eingekuppelten Zustand in ihren ausgekuppelten Zustand durch eine Verdrehung
des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 gegenüber dem Schliessbart-Kuppler 8, wodurch eine
Verdrehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 und des Schliessbart-Kupplers 8 gegenüber
dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6 ermöglicht wird.
[0077] Wie aus den Figuren 9 und 10 hervorgeht, umfasst der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
6 einen im wesentlichen zylindrischen Körper 39 mit einem proximalen Ende 40 und einem
distalen Ende 41. Im Bereich des proximalen Endes 39 ist eine Kupplungsstruktur 42
vorgesehen, welche eine Kupplung mit dem Schliesszylinder-Rotor 12 oder mit einem
Rotor-Verlängerungselement 30 gestattet, so dass eine Drehung des Schliesszylinder-Rotors
12 respektive des Rotor-Verlängerungselements 30 auf den Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
6 übertragbar ist. Insbesondere ist diese Kupplungsstruktur 42 für eine drehfeste
Verbindung mit dem Schliesszylinder-Rotor 12 respektive einem Rotor-Verlängerungselemente
30 ausgebildet. Im Bereich des distalen Endes 41 ist eine Arretierstruktur 43 vorgesehen,
welche sich vom distalen Ende 41 des Körpers 39 entlang der Längsachse L weg erstreckt.
Diese Arretierstruktur 43 hat hierebenfalls eine im wesentlichen zylindrische Form.
Ein Querschnitt der Arretierstruktur ist dabei kleiner als ein Querschnitt des Körpers
39. Der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6, insbesondere dessen Körper 39, umfasst hier
drei Ausnehmungen 13, 13a, 13b. Die Ausnehmungen 13, 13a, 13b sind dabei komplementär
zu den Eingriffelementen 9, 9a, 9b ausgebildet und weisen die Form von kreisförmigen
Öffnungen auf. Im eingekuppelten Zustand der Kupplungsvorrichtung 5 sind die Eingriffelemente
9, 9a, 9b zumindest teilweise in diesen Ausnehmungen 13, 13a, 13b aufgenommen. Im
ausgekuppelten Zustand der Kupplungsvorrichtung 5 sind die Eingriffelemente 9, 9a,
9b aus diesen Ausnehmungen 13, 13a, 13b entfernt.
[0078] In den Figuren 11 bis 14 ist der Schliessbart-Kuppler 8 dargestellt, welcher hier
ebenfalls einen im wesentlichen zylindrischen Körper 44 mit einem proximalen Ende
45 und einem distalen Ende 46 umfasst. Weiter verfügt er über eine Durchgangsöffnung
47, welche sich vom proximalen Ende 45 zum distalen Ende 46 entlang der Längsachse
L durch den Körper 44 hindurch erstreckt. Analog zum Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
6 umfasst auch der Schliessbart-Kuppler 8 Ausnehmungen 14, 14a, 14b, welche komplementär
zu den Eingriffelementen 9, 9a, 9b ausgebildet sind und hier die Form von kreisförmigen
Öffnungen aufweisen. Sowohl im eingekuppelten Zustand als auch im ausgekuppelten Zustand
der Kupplungsvorrichtung 5 sind die Eingriffselemente 9 zumindest teilweise in diesen
Ausnehmungen 14, 14a, 14b aufgenommen.
[0079] Wie in den Figuren 15 und 16 ersichtlich, umfasst auch der Drehknauf-Rotor-Kuppler
7 einen im wesentlichen zylindrischen Körper 48 mit einem proximalen Ende 49 und einem
distalen Ende 50. Zudem weist er eine Durchgangsöffnung 51 auf, welche sich entlang
der Längsachse L ausgehend vom proximalen Ende 49 zum distalen Ende 50 des Körpers
48 erstreckt. Im Bereich vom distalen Ende 50 weist der Körper 48 zudem eine Kupplungsstruktur
52 auf, welche für eine Kupplung mit dem Drehknauf-Rotor 10 oder mit einem Rotor-Verlängerungselement
31 ausgebildet ist, so dass eine Drehung des Drehknauf-Rotors 10 bzw. des Rotor-Verlängerungselements
31 auf den Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 übertragbar ist. Insbesondere ist diese Kupplungsstruktur
52 für eine drehfeste Verbindung mit dem Drehknauf-Rotor 10 respektive einem Rotor-Verlängerungselement
ausgebildet 31. Analog zum Schliessbart-Kuppler 8 und dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
6 weist auch der Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 drei Ausnehmungen 15, 15a, 15b auf, siehe
Figur 9, wobei die Eingriffelemente 9, 9a, 9b im ausgekuppelten Zustand der Kupplungsvorrichtung
5 zumindest teilweise in diesen Ausnehmung 15, 15a, 15b aufgenommen und im eingekuppelten
Zustand der Kupplungsanordnung 5 aus diesen Ausnehmungen 15, 15a, 15b entfernt sind.
[0080] Im zusammengesetzten Zustand der Kupplungsvorrichtung 5, wie er in den Figuren 17
bis 21 dargestellt ist, ist der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6, insbesondere dessen
Körper 39 und die Arretierstruktur 43, zumindest teilweise in der Durchgangsöffnung
47 des Schliessbart-Kupplers 8 aufgenommen. Die Arretierstruktur 43 des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers
6 ragt dabei distal aus dem Schliessbart-Kuppler 8 heraus. Zudem ist der Schliessbart-Kuppler
8, insbesondere dessen Körper 44, zumindest teilweise in der Durchgangsöffnung 51
des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 aufgenommen, wobei die Arretierstruktur 43 des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers
6 dabei ebenfalls zumindest teilweise durch die Durchgangsöffnung 51 des Drehknauf-Rotor-Kupplers
7 hindurch und distal aus dem Körper 48 des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 herausragt.
[0081] Wie insbesondere in den Figuren 9 und 20 ersichtlich ist, umfasst die Kupplungsvorrichtung
5 weiter ein Sicherungselement 53 hier in der Form eines Sprengrings, welches die
Bauteile gegenüber einer axialen Verschiebung entlang der Längsachse L sichert. Der
Sprengring 53 wird hier im Bereich der aus dem Körper 48 des Drehknauf-Rotor-Kupplers
7 herausragenden Arretierstruktur 43 des Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6 an der Arretierstruktur
43 befestigt. Folglich sind der Drehknauf-Rotor-Kuppler 7, der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
6 sowie der Schliessbart-Kuppler 8 bezüglich der Längsachse L unverschiebbar gelagert.
Auch sind diese Komponenten bezüglich einer radialen Achse R, welche senkrecht zur
Längsache L der Kupplungsvorrichtung 5 verläuft, unverschiebbar gelagert.
[0082] Ein Zusammenbau der Kupplungsvorrichtung 5 erfolgt vorzugsweise wie folgt. In einem
ersten Schritt wird der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6 in den Schliessbart-Kuppler
8 eingesetzt. In einem zweiten Schritt werden die Eingriffelemente 9, 9a, 9b in die
Ausnehmungen 14, 14a, 14b des Schliessbart-Kupplers 8 eingesetzt. In einem dritten
Schritt wird das Distanzstück 38 über die Arretierstruktur 43 des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers
6 gesteckt. In einem vierten Schritt wird das Rückstellelement 27 in den Drehknauf-Rotor-Kuppler
7 eingesetzt. In einem fünften Schritt wird der Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 umfassend
das Rückstellelement 27 mit dem Schliessbart-Kuppler 8 und dem darin aufgenommenen
Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6 verbunden. In einem sechsten Schritt wird das Sicherungselement
53 an der Arretierstruktur 43 des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers 6 befestigt.
[0083] Wie aus den Figuren hervorgeht, sind die Eingriffelemente 9, 9a, 9b, bezüglich der
Längsachse L versetzt zueinander angeordnet. Zudem weisen die Eingriffelemente 9,
9a, 9b eine Drehsymmetrie bezüglich einer Drehung die Drehachse D von 1 auf, sind
also nur im Falle einer Drehung um 360° wieder in sich selbst überführbar. Die Ausnehmungen
13, 13a, 13b des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers 6, die Ausnehmungen 14, 14a, 14b
des Schliessbart-Kupplers 8, und die Ausnehmungen 15, 15a, 15b des Drehknauf-Rotor-Kuppler
7 sind dabei analog zu den Eingriffelementen 9, 9a, 9b bezüglich der Längsachse L
jeweils versetzt zueinander angeordnet und weisen ebenfalls eine Drehsymmetrie bezüglich
einer Drehung um die Drehachse D von 1 auf. Diese asymmetrische Ausgestaltung führt
dazu, dass ein Einkuppeln nur an bestimmten Drehpositionen des Drehknauf-Rotor-Kupplers
7 möglich ist.
[0084] In den gezeigten Beispielen sind die Eingriffelemente 9, 9a, 9b bezüglich der Längsachse
L unverschiebbar allerdings bezüglich der radialen Achse R radial verschiebbar gelagert
und führen bei einem Übergang der Kupplungsvorrichtung 5 vom eingekuppelten Zustand
in den ausgekuppelten Zustand sowie vom ausgekuppelten Zustand in den eingekuppelten
Zustand eine radiale Verschiebung entlang der radialen Achse R durch. Diese radiale
Verschiebbarkeit wird insbesondere durch einen Vergleich der Figuren 22a bis 29c deutlich,
welche verschiedene Kupplungszustände der Kupplungsvorrichtung 5 darstellt. Insbesondere
zeigen diese Figuren das Auskuppeln der Schliesszylinder-Vorrichtung 3, konkret des
Schliesszylinder-Rotor-Kupplers 6, bei einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers
7 um die Drehachse D und bezüglich der ersten Drehrichtung d1 herum.
[0085] Wie nämlich aus den Figuren 22a bis 29c hervorgeht, ist die Kupplungsvorrichtung
5 durch eine Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 bezüglich der ersten Drehrichtung
d1 vom eingekuppelten Zustand in den ausgekuppelten Zustand überführbar. Im eingekoppelten
Zustand der Kupplungsvorrichtung 5, wie er z.B. in den Figuren 20 und 22a bis 22c
gezeigt ist, stehen die Eingriffelemente 9, 9a, 9b mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
6 in Eingriff. Im ausgekoppelten Zustand der Kupplungsvorrichtung 5, wie er z.B. in
den Figuren 24a bis 26c gezeigt ist, stehen die Eingriffselemente 9, 9a, 9b mit dem
Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6 ausser Eingriff, so dass der Schliessbart-Kuppler
8 im ausgekuppelten Zustand gegenüber dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6 drehbar
ist. Wie weiter aus diesen Figuren hervorgeht, ist ein radialer Abstand zwischen den
Eingriffelementen 9, 9a, 9b und der Längsachse L im eingekuppelten Zustand der Kupplungsvorrichtung
5 kleiner als ein radialer Abstand im ausgekuppelten Zustand der Kupplungsvorrichtung
5. Wie zudem insbesondere aus den Figuren 22a, 23a und 24a hervorgeht, werden die
Eingriffelemente 9, 9a, 9b bei einer Überführung der Kupplungsvorrichtung 5 von ihrem
eingekuppelten Zustand in den ausgekuppelten Zustand im Falle einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers
7 bezüglich der ersten Drehrichtung d1 aus den Ausnehmungen 13, 13a, 13b im Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
6 sowie den Ausnehmungen 14, 14a, 14b im Schliessbart-Kuppler 8 zunehmend in die Ausnehmungen
15, 15a, 15b im Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 radial nach aussen verschoben. Im ausgekuppelten
Zustand der Kupplungsvorrichtung 5 sind die Eingriffelemente 9, 9a, 9b vollständig
aus den Ausnehmungen 13, 13a, 13b des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers 6 entfernt und
befinden sich in den Ausnehmungen 14, 14a, 14b des Schliessbart-Kupplers 8 sowie den
Ausnehmungen 15, 15a, 15b des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7, siehe z.B. Figuren 24a,
25a und 26a. Bei einer Überführung der Kupplungsvorrichtung 5 zurück in den eingekuppelten
Zustand werden die Eingriffelemente 9, 9a, 9b aus den Ausnehmung 15, 15a, 15b im Drehknauf-Rotor-Kuppler
7 sowie den Ausnehmungen 14, 14a, 14b im Schliessbart-Kuppler 8 zunehmend wieder in
die Ausnehmungen 13, 13a, 13b im Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6 radial nach innen
verschoben, siehe z.B. Figuren 27a, 28a und 29a.
[0086] Der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6, der Drehknauf-Rotor-Kuppler 7, sowie der Schliessbart-Kuppler
8 umfassen Ausführungselemente 16, 17, 18, entlang welcher die Eingriffelemente 9
geführt zumindest teilweise ausser Eingriff gebracht werden. Auch umfassen der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
6, der Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 und der Schliessbart-Kuppler 8 jeweils Einführungselemente
19, 20, 21, entlang welcher die Eingriffelemente 9 geführt zumindest teilweise in
Eingriff gebracht werden. Bei diesen Ausführungselementen 16, 17, 18 und Einführungselementen
19, 20, 21 handelt es sich jeweils um die die Ausnehmungen 13-13b, 14-14b, 15-15b
des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers 6 bzw. des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 bzw. des
Schliessbart-Kupplers 8 begrenzenden Flächen oder zumindest Bereiche davon.
[0087] Das entlang der Ausführungselemente 16 des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers 6 geführte
ausser Eingriff bringen der Eingriffelemente 9, 9a, 9b erfolgt hier bei einer Drehung
des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 bezüglich der ersten Drehrichtung d1 in einem Bereich
von etwa 30° bis 55°, siehe Figuren 22a bis 24c. Diese Drehungen beziehen sich dabei
auf einen unverdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7, wie er z.B. in den
Figuren 17 bis 22c dargestellt ist.
[0088] Das entlang der Einführungselement 21 des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 geführte in
Eingriff bringen der Eingriffelemente 9, 9a, 9b mit dem Drehknauf-Rotor-Kuppler 7
erfolgt hier bei einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 bezüglich der ersten
Drehrichtung d1 in einem Bereich von etwa 10° bis 55°, siehe Figuren 22a bis 26c.
[0089] Das entlang des Ausführungselements 18 des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 geführte ausser
Eingriff bringen der Eingriffelemente 9, 9a, 9b mit dem Drehknauf-Rotor-Kuppler 7
findet hier bei einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 bezüglich der ersten
Drehrichtung d1 in einem Bereich von etwa 374° bis 378° statt, siehe Figuren 27a bis
29c.
[0090] Das entlang der Einführungselemente 19 des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers 6 geführte
in Eingriff bringen der Eingriffelemente 9, 9a, 9b mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
6 findet bei einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 bezüglich der ersten Drehrichtung
d1 in einem Bereich von etwa 374° bis 378° statt, siehe ebenfalls Figuren 27a bis
29c.
[0091] Das ausser Eingriff bringen der Eingriffelemente 9, 9a, 9b mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
6 entlang der Ausführungselemente 17 des Schliessbart-Kupplers 8 sowie das entlang
der Einführungselemente 20 des Schliessbart-Kupplers 8 geführte in Eingriff bringen
der Eingriffelemente 9, 9a, 9b mit dem Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 erfolgen hier entlang
derselben Flächen. Diese Flächen werden hierin daher auch als erste Ein-Aus-Führungselemente
22 des Schliessbart-Kupplers 8 bezeichnet. Analog erfolgen das in Eingriff bringen
der Eingriffelemente 9, 9a, 9b mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6 entlang der
Einführungselemente 20 des Schliessbart-Kupplers 8 sowie das ausser Eingriff bringen
der Eingriffelemente 9, 9a, 9b mit dem Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 entlang der Ausführungselemente
17 des Schliessbart-Kupplers 8 entlang derselben Flächen. Diese Flächen werden hierin
daher auch als zweite Ein-Aus-Führungselemente 23 bezeichnet.
[0092] Wie aus den Figuren 9, 19 und 22c bis 30c hervorgeht, umfasst die Kupplungsvorrichtung
5 weiter ein Rückstellelement 27 in der Form einer Torsionsfeder. Das Rückstellelement
27 übt eine Rückstellkraft auf den Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 aus und zwar derart,
dass der Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 in Abwesenheit einer Drehkrafteinwirkung auf den
Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 gegenüber dem Schliessbart-Kuppler 8 in den unverdrehten
Zustand überführt wird oder im unverdrehten Zustand verbleibt. Das Rückstellelement
27 ist dabei im Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 sowie im Schliessbart-Kuppler 8 gelagert.
Wie beispielsweise in Figur 9 ersichtlich ist, umfasst der Körper 48 des Drehknauf-Rotor-Kupplers
7 eine Öffnung 54, durch welche das Rückstellelement 27 ins Innere des Körpers 48,
insbesondere in dessen Durchgangsöffnung 51 eingesetzt werden kann. Da der Schliessbart-Kuppler
8 zumindest teilweise in die Durchgangsöffnung 51 des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 eingeschoben
wird, kommt das Rückstellelement 27 dabei ebenfalls in Kontakt mit dem Schliessbart-Kuppler
8. Insbesondere ist das Rückstellelement 27 im zusammengesetzten Zustand der Kupplungsvorrichtung
5 im distalen Bereich des Schliessbart-Kupplers 8 gelagert. Dieser distale Bereich
des Schliessbart-Kupplers 8 weist hier die Form einer halbkreisförmigen Aufnahme 55
auf. Weiter verfügen der Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 sowie der Schliessbart-Kuppler
8 jeweils über ein Druckelement 56, 57, gegen welche das Rückstellelement 27 bei einer
Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 zunehmend gedrückt wird. Beim Druckelement
56 des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 handelt es sich um einen Bereich der Innenfläche
des Körpers 48, welcher der Durchgangsöffnung 51 des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 zugewandt
ist. Beim Druckelement 57 des Schliessbart-Kupplers 8 handelt es sich ebenfalls um
einen Bereich der Innenfläche des Körpers 44, welcher der Durchgangsöffnung 47 des
Schliessbart-Kupplers 8 zugewandt ist. Dies geht insbesondere aus den Figuren 22c,
23c, etc. hervor.
[0093] Wie insbesondere aus den Figuren 22a und 22b hervorgeht, umfasst der Drehknauf-Rotor-Kuppler
7 Fixierelemente 26, wobei die Fixierelemente 26 dazu ausgebildet sind, den Eingriff
der Eingriffelemente 9, 9a, 9b mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6 im eingekuppelten
Zustand zu fixieren. Die Fixierelemente 26 sind auf einer der Durchgangsöffnung 51
des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 zugewandten Innenfläche des Drehknauf-Rotor-Kupplers
7 angeordnet und werden durch einen Bereich der Innenfläche gebildet. Und zwar werden
die Fixierelemente 26 hier jeweils durch den Bereich der Innenfläche gebildet, welcher
zwischen zwei Ausnehmungen 15, 15a, 15b, ... des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 angeordnet
ist.
[0094] Die Fixierelemente 26 ragen radial nach Innen und kommen im unverdrehten Zustand
des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 auf einer Aussenfläche der Eingriffelemente 9, 9a,
9b zu liegen, so dass sich die Eingriffelemente 9, 9a, 9b nicht aus den Ausnehmung
13, 13a, 13b des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers 6 hinausbewegen können. Im Falle
einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 hingegen werden auch dessen Fixierelemente
26 entsprechend gedreht und dabei von den Eingriffelementen 9, 9a, 9b wegbewegt, woraufhin
sich die Eingriffelemente 9, 9a, 9b aus den Ausnehmung 13, 13a, 13b im Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
6 hinausbewegen können, siehe z.B. Figuren 23a, 23b, 24a und 24b.
[0095] Das heisst also, die Eingriffelemente 9, 9a, 9b sind durch eine Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers
7 bezüglich der ersten Drehrichtung d1 mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6 ausser
Eingriff bringbar. Dann befindet sich die Kupplungsvorrichtung 5 im ausgekuppelten
Zustand, wie er z.B. in den Figuren 24a bis 26c dargestellt ist. Wie weiter aus diesen
Figuren hervorgeht, verhindert die asymmetrische Anordnung der Eingriffelemente 9,
9a, 9b sowie der Ausnehmungen 13, 13a, 13b des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers 6,
die Ausnehmungen 14, 14a, 14b des Schliessbart-Kupplers 8, und die Ausnehmungen 15,
15a, 15b des Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 ein Wiedereinkuppeln, solange die Drehposition
des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 nicht stimmt. Oder anders gesagt sind die Ausnehmungen
13-13b, 14-14b, 15-15b für die Eingriffelemente 9, 9a, 9b nur dann zugänglich, wenn
sich der Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 in einer bestimmten Drehposition befindet. Ansonsten
stossen die Eingriffelemente 9, 9a, 9b gegen den Körper 39 des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers
6, siehe z.B. Figuren 24a, 24b, 25a, 25b, 26a und 26b.
[0096] Die Figuren 27a bis 28c zeigen die Kupplungsvorrichtung 5 kurz vor Erreichen ihres
wiedereingekuppelten Zustandes. Die Figuren 29a bis 29c zeigen die Kupplungsvorrichtung
5 in ihrem wiedereingekuppelten Zustand. Eine Überführung der Kupplungsvorrichtung
5 in ihren wiedereingekuppelten Zustand erfolgt dabei durch die Rückstellkraft des
Rückstellelements 27, hier also durch die Federvorspannung, welche beim Verdrehen
des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 bezüglich der ersten Drehrichtung d1 zunehmend erzeugt
wird. Das heisst, befindet sich die Kupplungsvorrichtung 5 in der Nähe ihrer ursprünglichen
Stellung, wie es in den Figuren 27a bis 27c gezeigt ist, wird der Schliessbart-Kuppler
8 durch die Federvorspannung zurück verdreht sobald Platz da ist, was dazu führt,
dass die Eingriffelemente 9, 9a, 9b wieder in den Schliesszylinder-Rotor-Kuppler 6
zurückgedrängt werden. Dieser Zustand ist in den Figuren 28a bis 28c dargestellt.
In diesem Zustand ist die Kupplungsvorrichtung 5 jedoch noch nicht vollständig eingekuppelt.
Dazu muss der Benutzer den Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 frei lassen, wobei die restliche
Federvorspannung den Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 bezüglich der zweiten Drehrichtung
d2 in die Ursprungslage, also in die Grundstellung, zurückbringt. Erst dann ist die
Kupplungsvorrichtung 5 wieder vollständig eingekuppelt, siehe Figuren 29a bis 29c.
[0097] Wie soeben erwähnt, befindet sich die Kupplungsvorrichtung 5 der Figuren 29a bis
29c in einem Grundzustand, also einem unverdrehten Zustand des Drehknauf-Rotor-Kupplers
7 aber auch des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers 6. Wird nun ein berechtigter Schlüssel
37 in die Schliesszylinder-Vorrichtung 3 aufgenommen, so führt die drehfeste Verbindung
des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers 6 mit den übrigen Bauteilen der Kupplungsvorrichtung
5 dazu, dass die gesamte Kupplungsvorrichtung 5 bezüglich der ersten Drehrichtung
d1 und/oder der zweiten Drehrichtung d2 verdreht wird. Oder anders gesagt führen die
Bauteile der Kupplungsvorrichtung 5 bei einer Verdrehung des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers
6 durch Drehen eines berechtigten Schlüssels 37 keine Relativbewegungen zueinander
aus, siehe Figuren 30a bis 30c.
[0098] Die Figuren 31 bis 42 zeigen nun diese Vorgänge im Falle einer Kupplungsvorrichtung
5, welche mit einer Schliesszylinder-Vorrichtung 3 sowie einer Drehknauf-Vorrichtung
2 verbunden ist.
[0099] Aus diesen Figuren geht nun ebenfalls hervor, dass bei einer Verdrehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers
7 durch Drehen eines Drehknaufs 32 (Figuren 31 bis 36) respektive bei einer Verdrehung
des Schliesszylinder-Rotor-Kupplers 6 durch Drehen eines berechtigen Schlüssels 37
(Figuren 37 bis 42) eine Verdrehung des Schliessbart-Kupplers 8 sowie des Schliessbarts
4 bewirkt wird.
[0100] Eine Verdrehung des Schliessbart-Kupplers 8 im Falle einer Verdrehung des Drehknaufs
32 wird durch Anschlagelemente 25 des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 bewirkt, welche mit
entsprechenden Anschlagelementen 24 des Schliessbart-Kupplers 8 einen Anschlag ausbilden,
siehe Figuren 9 und 31. Bei den Anschlagelementen 24 des Schliessbart-Kupplers 8 handelt
es sich jeweils um radial von der Aussenfläche des Schliessbart-Kupplers 8 hervorstehende
Elemente. Bei den Anschlagelementen 25 des Drehknauf-Rotor-Kupplers 7 handelt es sich
um axial vom Drehknauf-Rotor-Kuppler 7 hervorstehende Elemente, welche sich bezüglich
der Längsachse L der Kupplungsvorrichtung 5 vom proximalen Ende 49 des Drehknauf-Rotor-Kupplers
7 nach aussen wegerstrecken.
[0101] Eine Verdrehung des Schliessbarts 4 wird durch die Verdrehung des Schliessbart-Kupplers
8 bewirkt. Dazu weist der Schliessbart-Kuppler 8 ein Übertragungselement 28 auf, welches
mit einem entsprechenden Übertragungselement des Schliessbarts 4 zusammenwirkt. Wie
aus den Figuren 9, 32, 33, 35 und 26 hervorgeht, handelt es sich beim Übertragungselement
28 des Schliessbart-Kupplers 8 um ein radial vom Körper 44 des Schliessbart-Kupplers
8 hervorstehendes Element.
[0102] Wie erwähnt, zeigen die Figuren 37 bis 42 eine Betätigung der Schliesszylinder-Vorrichtung
1 durch Drehen eines berechtigten Schlüssel 37s. Aufgrund der drehfesten Verbindung
wird dabei die gesamte Kupplungsvorrichtung 5 und folglich auch der Schliessbart 4
mitgedreht.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
Schliesszylinderanordnung |
33 |
Gehäuse |
| 2 |
Drehknauf-Vorrichtung |
34 |
Gehäuse |
| 3 |
Schliesszylinder-Vorrichtung |
35 |
Befestigungsmittel |
| 4 |
Schliessbart |
36 |
Befestigungsmittel |
| 5 |
Kupplungsvorrichtung |
37 |
Schlüssel |
| 6 |
Schliesszylinder-Rotor-Kuppler |
38 |
Distanzstück |
| 39 |
Körper |
| 7 |
Drehknauf-Rotor-Kuppler |
40 |
proximales Ende |
| 8 |
Schliessbart-Kuppler |
41 |
distales Ende |
| 9 |
Eingriffelement |
42 |
Kupplungsstruktur |
| 10 |
Drehknauf-Rotor |
43 |
Arretierstruktur |
| 11 |
Schliesszylinder-Stator |
44 |
Körper |
| 12 |
Schliesszylinder-Rotor |
45 |
proximales Ende |
| 13, 13a,... |
Ausnehmung |
46 |
distales Ende |
| 14, 14a,... |
Ausnehmung |
47 |
Durchgangsöffnung |
| 15, 15a,... |
Ausnehmung |
48 |
Körper |
| 16 |
Ausführungselement |
49 |
proximales Ende |
| 17 |
Ausführungselement |
50 |
distales Ende |
| 18 |
Ausführungselement |
51 |
Durchgangsöffnung |
| 19 |
Ausführungselement |
52 |
Kupplungsstruktur |
| 20 |
Ausführungselement |
53 |
Sicherungselement |
| 21 |
Ausführungselement |
54 |
Öffnung |
| 22 |
Ein-Aus-Führungselement |
55 |
Aufnahme |
| 23 |
Ein-Aus-Führungselement |
56 |
Druckelement |
| 24 |
Anschlagelement |
57 |
Druckelement |
| 25 |
Anschlagelement |
|
|
| 26 |
Fixierelement |
d1 |
erste Drehrichtung |
| 27 |
Rückstellelement |
d2 |
zweite Drehrichtung |
| 28 |
Übertragungselement |
D |
Drehachse |
| 29 |
Drehknauf-Stator |
L, L' |
Längsachse |
| 30 |
Verlängerungselement |
R |
radiale Achse |
| 31 |
Verlängerungselement |
|
|
| 32 |
Drehknauf |
|
|
1. Schliesszylinderanordnung (1) aufweisend:
- eine Drehknauf-Vorrichtung (2) umfassend einen Drehknauf-Stator und einen drehbar
im Drehknauf-Stator gelagerten Drehknauf-Rotor (10);
- eine Schliesszylinder-Vorrichtung (3) umfassend einen Schliesszylinder-Stator (11)
und einen drehbar im Schliesszylinder-Stator (11) gelagerten Schliesszylinder-Rotor
(12);
- einen Schliessbart (4), welcher bezüglich der Drehknauf-Vorrichtung (2) und der
Schliesszylinder-Vorrichtung (3) drehbar gelagert ist; und
- eine Kupplungsvorrichtung (5),
wobei sich die Kupplungsvorrichtung (5) entlang einer Längsachse (L) erstreckt und
mindestens in einen eingekuppelten Zustand und in einen ausgekuppelten Zustand bringbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsvorrichtung (5) einen Schliesszylinder-Rotor-Kuppler (6), einen bezüglich
mindestens einer ersten Drehrichtung (d1) drehbar gelagerten Drehknauf-Rotor-Kuppler
(7), einen Schliessbart-Kuppler (8), und mindestens ein Eingriffelement (9) umfasst,
wobei die Kupplungsvorrichtung (5) über den Schliesszylinder-Rotor-Kuppler (6) mit
dem Schliesszylinder-Rotor (12) kuppelbar oder gekuppelt ist,
wobei die Kupplungsvorrichtung (5) über den Drehknauf-Rotor-Kuppler (7) mit dem Drehknauf-Rotor
(10) kuppelbar oder gekuppelt ist,
wobei die Kupplungsvorrichtung (5) über den Schliessbart-Kuppler (8) mit dem Schliessbart
(4) kuppelbar oder gekuppelt ist,
wobei die Kupplungsvorrichtung (5) durch eine Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers
(7) bezüglich der ersten Drehrichtung (d1) vom eingekuppelten Zustand in den ausgekuppelten
Zustand überführbar ist,
wobei das Eingriffelement (9) im eingekuppelten Zustand mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
(6) in Eingriff steht, und
wobei das Eingriffelement (9) im ausgekuppelten Zustand mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
(6) ausser Eingriff steht, so dass der Schliessbart-Kuppler (8) im ausgekuppelten
Zustand gegenüber dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler (6) drehbar ist.
2. Schliesszylinderanordnung (1) gemäss Anspruch 1, wobei der Drehknauf-Rotor-Kuppler
(7) um eine entgegengesetzt zur ersten Drehrichtung (d1) verlaufende zweiten Drehrichtung
(d2) drehbar gelagert ist, und/oder
wobei der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler (6) und/oder der Schliessbart-Kuppler (8)
um die erste Drehrichtung (d1) und/oder um eine entgegengesetzt zur ersten Drehrichtung
(d1) verlaufende zweiten Drehrichtung (d2) drehbar gelagert sind, und/oder
wobei der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler (6) zumindest teilweise im Schliessbart-Kuppler
(8) und/oder zumindest teilweise im Drehknauf-Rotor-Kuppler (7) aufgenommen ist, und/oder
wobei der Schliessbart-Kuppler (8) zumindest teilweise im Drehknauf-Rotor-Kuppler
(7) aufgenommen ist.
3. Schliesszylinderanordnung (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
Drehknauf-Rotor-Kuppler (7) und/oder der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler (6) und/oder
der Schliessbart-Kuppler (8) bezüglich der Längsachse (L) unverschiebbar und/oder
bezüglich einer radialen Achse (R) unverschiebbar sind.
4. Schliesszylinderanordnung (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das
Eingriffelement (9) bezüglich einer radialen Achse (R) und insbesondere bei einem
Übergang der Kupplungsvorrichtung (5) vom eingekuppelten Zustand in den ausgekuppelten
Zustand und/oder vom ausgekuppelten Zustand in den eingekuppelten Zustand radial verschiebbar
ist, und/oder
wobei das Eingriffelement (9) bezüglich der Längsachse (L) unverschiebbar ist, oder
wobei das Eingriffelement (9) bezüglich der Längsachse (L) und insbesondere bei einem
Übergang der Kupplungsvorrichtung (5) vom eingekuppelten Zustand in den ausgekuppelten
Zustand und/oder vom ausgekuppelten Zustand in den eingekuppelten Zustand axial verschiebbar
ist.
5. Schliesszylinderanordnung (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend
zwei oder mehr Eingriffelemente (9, 9a, 9b), wobei zwei oder mehr Eingriffelemente
(9, 9a, 9b) bezüglich der Längsachse (L) versetzt zueinander angeordnet sind, und/oder
wobei eine Anordnung von zwei oder mehr Eingriffelementen (9, 9a, 9b) eine Drehsymmetrie
bezüglich einer Drehung um eine Drehachse (D) von 1 aufweist.
6. Schliesszylinderanordnung (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
Schliesszylinder-Rotor-Kuppler (6) mindestens eine Ausnehmung (13, 13a, 13b) hat,
wobei das Eingriffelement (9) im eingekuppelten Zustand zumindest teilweise in dieser
Ausnehmung (13, 13a, 13b) aufgenommen ist, und/oder
wobei das Eingriffelement (9) im ausgekuppelten Zustand aus dieser Ausnehmung (13,
13a, 13b) entfernt ist.
7. Schliesszylinderanordnung (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das
Eingriffelement (9) im eingekuppelten Zustand mit dem Schliessbart-Kuppler (8) in
Eingriff steht und/oder wobei das Eingriffelement (9) im ausgekuppelten Zustand mit
dem Schliessbart-Kuppler (8) in Eingriff steht, und/oder
wobei der Schliessbart-Kuppler (8) mindestens eine Ausnehmung (14, 14a, 14b) hat,
wobei das Eingriffselement (9) im eingekuppelten Zustand und/oder im ausgekuppelten
Zustand zumindest teilweise in dieser Ausnehmung (14, 14a, 14b) aufgenommen ist.
8. Schliesszylinderanordnung (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das
Eingriffelement (9) im eingekuppelten Zustand mit dem Drehknauf-Rotor-Kuppler (7)
ausser Eingriff steht und/oder wobei das Eingriffelement (9) im ausgekuppelten Zustand
mit dem Drehknauf-Rotor-Kuppler (7) in Eingriff steht, und/oder
wobei der Drehknauf-Rotor-Kuppler (7) mindestens eine Ausnehmung (15, 15a, 15b) hat,
wobei das Eingriffelement (9) im ausgekuppelten Zustand zumindest teilweise in dieser
Ausnehmung (15, 15a, 15b) aufgenommen ist und/oder im eingekuppelten Zustand aus dieser
Ausnehmung (15, 15a, 15b) entfernt ist.
9. Schliesszylinderanordnung (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
Schliesszylinder-Rotor-Kuppler (6) und/oder der Drehknauf-Rotor-Kuppler (7) und/oder
der Schliessbart-Kuppler (8) mindestens ein Ausführungselement (16, 17, 18) umfasst,
so dass das Eingriffelement (9) entlang des Ausführungselements (16, 17, 18) geführt
zumindest teilweise ausser Eingriff bringbar ist, und/oder
wobei der Schliesszylinder-Rotor-Kuppler (6) und/oder der Drehknauf-Rotor-Kuppler
(7) und/oder der Schliessbart-Kuppler (8) mindestens ein Einführungselement (19, 20,
21) umfasst, so dass das Eingriffelement (9) entlang des Einführungselements (19,
20, 21) geführt zumindest teilweise in Eingriff bringbar ist.
10. Schliesszylinderanordnung (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
Schliessbart-Kuppler (8) mindestens ein Anschlagelement (24) und der Drehknauf-Rotor-Kuppler
(7) mindestens ein Anschlagelement (25) aufweisen, wobei die Anschlagelemente (24,
25) bei einer Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers (7) bezüglich der ersten Drehrichtung
(d1) einen Anschlag ausbilden, so dass der Schliessbart-Kuppler (8) ebenfalls bezüglich
der ersten Drehrichtung (d1) gedreht wird.
11. Schliesszylinderanordnung (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
Drehknauf-Rotor-Kuppler (7) mindestens ein Fixierelement (26) umfasst,
wobei das Fixierelement (26) dazu ausgebildet ist, den Eingriff des Eingriffelements
(9) mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler (6) im eingekuppelten Zustand zu fixieren,
und
wobei eine Fixierung des Eingriffelements (9) durch das Fixierelement (26) vorzugsweise
durch eine Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers (7) bezüglich der ersten Drehrichtung
(d1) aufhebbar ist.
12. Schliesszylinderanordnung (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Kupplungsvorrichtung (5) weiter mindestens ein Rückstellelement (27) umfasst, wobei
das Rückstellelement (27) für die Ausbildung einer Rückstellkraft auf den Drehknauf-Rotor-Kuppler
(7) ausgebildet ist.
13. Schliesszylinderanordnung (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
Schliessbart-Kuppler (8) und der Schliessbart (4) jeweils mindestens ein Übertragungselement
(28) aufweisen, wobei die Übertragungselemente (28) bei einer Drehung des Schliessbart-Kupplers
(8) bezüglich der ersten Drehrichtung (d1) und/oder bezüglich einer entgegengesetzt
zur ersten Drehrichtung (d1) verlaufenden zweiten Drehrichtung (d2) einen Anschlag
ausbilden, so dass der Schliessbart (4) bezüglich der ersten Drehrichtung (d1) und/oder
zweiten Drehrichtung (d2) gedreht wird.
14. Zylinderschloss umfassend eine Schliesszylinderanordnung (1) gemäss einem der vorhergehenden
Ansprüche.
15. Verfahren zur Herstellung einer Schliesszylinderanordnung (1) für ein Zylinderschloss,
insbesondere einer Schliesszylinderanordnung (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis
13, umfassend die Schritte von:
- Bereitstellen einer Drehknauf-Vorrichtung (2) umfassend einen Drehknauf-Stator und
einen drehbar im Drehknauf-Stator gelagerten Drehknauf-Rotor (10);
- Bereitstellen einer Schliesszylinder-Vorrichtung (3) umfassend einen Schliesszylinder-Stator
(11) und einen drehbar im Schliesszylinder-Stator (11) gelagerten Schliesszylinder-Rotor
(12);
- Bereitstellen eines Schliessbarts (4), welcher bezüglich der Drehknauf-Vorrichtung
(2) und der Schliesszylinder-Vorrichtung (3) drehbar gelagert ist; und
- Bereitstellen einer Kupplungsvorrichtung (5),
wobei sich die Kupplungsvorrichtung (5) entlang einer Längsachse (L) erstreckt und
mindestens in einen eingekuppelten Zustand und in einen ausgekuppelten Zustand bringbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsvorrichtung (5) einen Schliesszylinder-Rotor-Kuppler (6), einen bezüglich
mindestens einer ersten Drehrichtung (d1) drehbar gelagerten Drehknauf-Rotor-Kuppler
(7), einen Schliessbart-Kuppler (8), und mindestens ein Eingriffelement (9) umfasst,
wobei die Kupplungsvorrichtung (5) über den Schliesszylinder-Rotor-Kuppler (6) mit
dem Schliesszylinder-Rotor (12) kuppelbar ist,
wobei die Kupplungsvorrichtung (5) über den Drehknauf-Rotor-Kuppler (7) mit dem Drehknauf-Rotor
(10) kuppelbar ist,
wobei die Kupplungsvorrichtung (5) über den Schliessbart-Kuppler (8) mit dem Schliessbart
(4) kuppelbar ist,
wobei die Kupplungsvorrichtung (5) durch eine Drehung des Drehknauf-Rotor-Kupplers
(7) bezüglich der ersten Drehrichtung (d1) vom eingekuppelten Zustand in den ausgekuppelten
Zustand überführbar ist,
wobei das Eingriffelement (9) im eingekuppelten Zustand mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
(6) in Eingriff steht, und
wobei das Eingriffelement (9) im ausgekuppelten Zustand mit dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler
(6) ausser Eingriff steht, so dass der Schliessbart-Kuppler (8) im ausgekuppelten
Zustand gegenüber dem Schliesszylinder-Rotor-Kuppler (6) drehbar ist.