[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren insbesondere zur Instandstellung eines Schiebeverschlusses
an einem Metallschmelze enthaltenden Gefäss, sowie einen Schiebeverschluss nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 5.
[0002] Ein bekannter Schiebeverschluss gemäss der Druckschrift
EP-A-3 424 618 ist mit einem Schiebergehäuse, einer darin längsgeführten Schiebereinheit mit einer
Schubstange, einer Halterung sowie mit einem in letzterer wegnehmbar befestigten Linearantrieb
mit einer Antriebsstange versehen. Diese Antriebsstange ist mit der Schubstange der
Schiebereinheit durch eine Kupplung verbindbar, die bei dem in die Halterung eingeschobenen
Linearantrieb durch ein Verschieben der Antriebsstange gegen die Schiebereinheit kuppelt,
währenddem sie beim Herausnehmen des Linearantriebes aus der Halterung quer zur Verschieberichtung
der Antriebsstange entkuppelt.
[0003] Bei einer Instandstellung des Schiebeverschlusses vor dem Abgiessen beispielsweise
aus einer Pfanne auf einer Giessbühne bei einer Stranggiessanlage sind nebst dem Ankuppeln
des Hydraulikzylinders als Linearantrieb mindestens eine elektrische Leitung und/oder
Medien, wie Gas bzw. Luft, fördernde Anschlussleitungen mit Versorgungsquellen abseits
der Bühne anzuschliessen. Dies erfolgt üblicherweise durch manuelle Steckvorgänge
der Anschlussleitungen auf der Giessbühne beim Schiebeverschluss.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren für die Instandstellung eines
Schiebeverschlusses zu schaffen, bei dem auf konstruktiv einfache Weise ein verbessertes
Handling für das Montieren des Linearantriebs und dem Anschliessen von Steckverbindungen
für wenigstens einen elektrischen und/oder einen Leitungsanschluss für die Zufuhr
von Medien, wie Gas oder Luft, ermöglicht wird, wobei dies vorzugsweise für die Ausführung
mittels eines Roboters oder Manipulators ausgelegt sein soll.
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäss durch die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs
5 gelöst.
[0006] Dieses Stecken der zumindest einen Anschlussleitung mit dem Einschieben des Linearantriebs
in die Halterung bzw. das Lösen mit dem Herausnehmen desselben aus der Halterung erfolgt
selbsttätig.
[0007] Damit wird eine erhebliche Erleichterung der Handhabung insbesondere beim Instandstellen
des Schiebeverschlusses mit einem Roboter erzielt und es wird gleichsam die Prozess-Stabilität
und die betriebliche Sicherheit beim Abgiessen erhöht.
[0008] Sehr vorteilhaft ist bei einem Schiebeverschluss dem Linearantrieb und der Halterung
paarweise je wenigstens ein elektrischer Steckerteil und/oder je wenigstens ein Ventilsteckteil
für das Medium der mindestens einen Anschlussleitung zugeordnet. Damit können diese
beim Einschieben des Linearantriebs in die Halterung selbsttätig gesteckt und damit
die Verbindung der jeweiligen Anschlussleitung bewirken bzw. beim Herausnehmen des
Linearantriebs von der Halterung selbsttätig gelöst werden.
[0009] Zweckmässigerweise wird der Linearantrieb vorzugsweise quer zu seiner Verstellrichtung
in die Halterung eingeschoben bzw. herausgenommen, und das Stecken bzw. Lösen der
Anschlussleitungen erfolgt synchron in dieselbe Richtung. Mit diesem queren Einschieben
ergibt sich aufgrund der Platzverhältnisse auf der Giessbühne eine vorzügliche Zugänglichkeit
für die Handhabung.
[0010] Die Erfindung sowie weitere Vorteile derselben sind nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Halterung und eines in diese aufnehmbaren Linearantriebs
vor der Instandstellung des angedeuteten Schiebeverschlusses;
- Fig. 2
- die Halterung und den Linearantrieb gemäss Fig. 1 in einer gegenüberliegenden perspektivischen
Ansicht;
- Fig. 3
- eine Ansicht perspektivisch bzw. einen Schnitt von Führungsmitteln beim Einschieben
des Linearantriebs in die Halterung;
- Fig. 4
- die perspektivische Ansicht bzw. den Schnitt der Führungsmittel nach Fig. 3 im eingeschobenen
Zustand des Linearantriebs in die Halterung;
- Fig. 5
- eine Ansicht mit einem Schnitt der elektrischen Steckerteile beim Einschieben des
Linearantriebs in die Halterung; und
- Fig. 6
- die Ansicht mit dem Schnitt nach Fig. 5 der elektrischen Steckerteile im eingeschobenen
Zustand des Linearantriebs in die Halterung.
[0011] Fig. 1 und Fig. 2 zeigen eine Halterung 15 und einen in diese seitlich einschiebbaren
Linearantrieb 12 eines angedeuteten Schiebeverschlusses 10 mit einem Schiebergehäuse
11 und eine in diesem längsgeführten Schiebereinheit, von der nur eine in die Halterung
15 ragende Schubstange 13 ersichtlich ist.
[0012] Ein solcher Schiebeverschluss 10 ist im Aufbau und der Arbeitsweise an sich bekannt
und daher nicht in weiteren Einzelheiten dargetan. Er eignet sich vorzugsweise für
eine zum Abgiessen von Stahlschmelze enthaltende Pfanne als Gefäss einer Stranggiessanlage.
Im Prinzip könnte er aber auch am Ausguss von anderen Gefässen, wie bei einem Konverter,
einem Verteiler oder auch bei Öfen im Nichteisenmetallbereich eingesetzt werden.
[0013] Insbesondere beim Vorsehen des Gefässes als Pfanne wird der Linearantrieb 12 üblicherweise
erst in diese Halterung 15 eingeschoben und gekuppelt, nachdem die mit Metallschmelze
gefüllte Pfanne auf einem Drehturm auf einer Giessbühne der Stranggiessanlage platziert
ist. Dies erfolgt vorzugsweise durch einen auf der Giessbühne angeordneten Roboter,
der automatisiert vorerst durch ein bei diesem montierbares Erkennungssystem die exakte
Position der Halterung 15 des Schiebeverschlusses 10 ermittelt und anschliessend den
als hydraulische Kolben/Zylindereinheit ausgebildeten Linearantrieb 12 von einer Ablagestelle
mittels eines entsprechenden Greifwerkzeugs fasst, zum Schiebeverschluss 10 führt
und in die Halterung 15 einschiebt. Beim Wegnehmen desselben erfolgt dies in umgekehrter
Reihenfolge.
[0014] Nach dem Einschieben des Linearantriebs 12 wird seine Antriebsstange 12' mit der
Schubstange 13 der Schiebereinheit gekoppelt. Zweckmässigerweise erfolgt dies selbsttätig,
indem ein zangenförmiger Kupplungskopf 14 vorderseitig bei der Antriebsstange 12'
gegen die gleichachsig angeordnete Schubstange 13 der Schiebereinheit verschoben und
mittels schwenkbarer Klemmbacken 14' über den Kupplungsflansch 13' endseitig bei der
Schubstange 13 gestülpt und diesen form- und/oder kraftschlüssig umgreift. Ein Schiebeverschluss
mit einer solchen Kupplung ist in der Druckschrift
EP 0 875 320 B1 offenbart und es sind daher nicht weitere Details dazu erläutert.
[0015] Normalerweise werden für den Betrieb beim Abgiessen wie eingangs erwähnt mindestens
eine elektrische und/oder Anschlussleitungen für Medien, wie Gas, Luft oder ähnliches
benötigt. Mit der wenigstens einen elektrischen Anschlussleitung 16 wird eine Stromversorgung
für wenigstens eine Verbrauchereinheit, wie beispielsweise ein Mess- und Auswerteeinrichtung
einer Schlackenfrüherkennung oder für eine induktive Aufheizung oder ähnliches hergestellt.
Mit den Anschlussleitungen 17, 18 der Medien wird auf übliche Weise eine Gasdichtung
der abfliessenden Metallschmelze oder ein Kühlen der Mechanik-Komponenten bzw. der
Feuerfestteile im Schiebeverschluss bezweckt. Diese Anschlussleitungen 16, 17, 18
sind an eine externe Strom-, Gas- oder Luftdruckquelle mit zugehörigen Steuerungseinrichtungen
angeschlossen und werden für das Instandstellen durch Steckvorgänge auf der Giessbühne
beim Schiebeverschluss 10 gekoppelt.
[0016] Mit dem erfindungsgemässen Verfahren dieser Instandstellung des Schiebeverschlusses
10 für das nachfolgende Abgiessen der Schmelze aus der Pfanne erfolgt dieser Steckvorgang
der Anschlussleitungen 16, 17, 18 mit dem Einschieben des Linearantriebs 12 in die
Halterung 15 bzw. beim Lösen mit dem Herausnehmen desselben aus der Halterung 15 selbsttätig.
[0017] Damit wird diese erhebliche Erleichterung der Handhabung insbesondere beim Instandstellen
des Schiebeverschlusses 10 mit einem Roboter erzielt und es wird mit diesem Verfahren
gleichsam die Prozess-Stabilität für ein automatisiertes Abgiessen erhöht.
[0018] Der Linearantrieb 12 wird dabei quer zur Verstellrichtung A seiner Antriebsstange
12' in die Halterung eingeschoben bzw. herausgenommen, und das Stecken bzw. Lösen
der Anschlussleitungen 16, 17, 18 erfolgt in dieselbe Richtung. Vorteilhaft erfolgt
beim Steckvorgang der Anschlussleitungen vorerst ein Zentrieren und anschliessend
ein Übergehen in die Steckposition.
[0019] Zweckmässigerweise sind der Linearantrieb 12 und die Halterung 15 mit je wenigstens
einem Führungsmittel versehen, die derart ausgebildet sind, dass der Linearantrieb
12 quer in die Halterung 15 einschiebbar bzw. von dieser herausnehmbar ist. Das Führungsmittel
beim Linearantrieb 12 ist vorderseitig, bei der sich seine Antriebsstange 12' befindet,
und dasjenige bei der Halterung 15 rückseitig beim freistehenden Ende angeordnet.
[0020] Vorzugsweise sind diese Führungsmittel beim Linearantrieb 12 als annähernd rechteckiger
Flansch 22 und bei der Halterung 15 als korrespondierende Führungsnuten 25' in einem
C-förmigen Aufnahmeteil 25 ausgebildet. Dieser Flansch 22 kann dabei in diese parallel
übereinander angeordneten Führungsnuten 25' des Aufnahmeteils 25 ein- und herausgeschoben
werden und ist während des Giessvorgangs formschlüssig gehalten. Zu diesem Zwecke
sind die Führungsnuten 25' zur Horizontalen gegen innen mit einigen Winkelgraden geneigt
angeordnet. Dies bewirkt ein sicherer Verbleib des Linearantriebs in der Halterung,
ohne dass ein betätigbares Arretiermittel verwendet werden muss. Ferner weist der
Flansch 22 des Linearantriebs 12 noch ein seitlich verlängerndes Halteelement 20 auf,
welches vom Greifwerkzeug des Roboters gefasst werden kann. Der Linearantrieb 12 kann
aber damit auch manuell getragen werden.
[0021] Die Anschlussleitungen 16, 17, 18 sind vorne seitlich bei der Halterung 15 zum Schiebeverschluss
10 hin und rückseitig bei dem als Zylinder 19 ausgebildeten Linearantrieb 12 entlang
geführt. Die Halterung 15 ist auf der einen Längsseite mit einer Wandung 15', entlang
der die Anschlussleitungen geführt sind, und auf der andern Längsseite offen ausgestaltet,
damit die Antriebsstange 12' mit dem Kupplungskopf 14 darin einschiebbar ist. Vom
Linearantrieb 12 werden diese Anschlussleitungen gebündelt durch eine beim Zylinder
19 rückseitig wegragende Muffe 21 und wenigstens einen nicht näher gezeigten Schlauch
zu diesen externen Versorgungsquellen geleitet. Damit ergibt sich als weiterer Vorteil
eine kompakte sichere Führung dieser Anschlussleitungen 16, 17, 18.
[0022] Wie aus Fig. 3 bis Fig. 6 hervorgeht, sind erfindungsgemäss dem Linearantrieb 12
und der Halterung 15 paarweise je ein elektrischer Steckerteil 26, 36 und je zwei
Ventilsteckteile 27, 28 37, 38 für das Medium der Anschlussleitungen 16, 17, 18 zugeordnet,
derart, dass diese beim Einschieben des Linearantriebs 12 in die Halterung 15 selbsttätig
gesteckt und damit die Verbindung der Anschlussleitungen 16, 17, 18 bewirken bzw.
dieselben beim Herausnehmen des Linearantriebs 12 von der Halterung selbsttätig gelöst
werden.
[0023] Der eine elektrische Steckerteil 26 ist oberhalb des Zylinders 19 und der korrespondierende
Steckerteil 36 ist seitlich oberhalb des Aufnahmeteils 25 bei der Halterung 15 freistehend
angeordnet, während die Ventilsteckteile 27, 28 für das Medium stirnseitig bei diesem
Flansch 22 vorstehend und die zwei korrespondierenden Ventilsteckteile 37, 38 innenseitig
im Aufnahmeteil 25 befestigt sind, so dass die Steckerteile 26, 36 bzw. die Ventilsteckteile
27, 28 37, 38 beim Einschieben des Flansches 22 in diese Führungsnuten 25' im Aufnahmeteil
25 ineinander gesteckt werden.
[0024] Vorzugsweise sind zwischen diesen Ventilsteckteilen 27, 28 beim Flansch 22 und innenseitig
beim Aufnahmeteil 25 je ein Zentriermittel für das vorgängige Zentrieren der paarweise
korrespondierenden Ventilsteckteile 27, 28 37, 38 beim Stecken vorgesehen. Zum einen
ist beim Flansch 22 ein vorstehender Zentrierstift 29 und zum andern im Aufnahmeteil
25 eine Aufnahmehülse 29' als Zentriermittel angeordnet. Der vorne annähernd spitzig
ausgebildete Zentrierstift 29 ist länger als die Ventilsteckteile 27, 28 dimensioniert,
so dass er beim Einschieben des Flansches 22 in die Aufnahmehülse 29' gelangt, bevor
die Ventilsteckteile 27, 28, 37, 38 ineinander geschoben werden. Die Ventilsteckteile
37, 38 mit der Aufnahmehülse 29' sind vorteilhaft in einer in der Halterung 15 quer
zu ihrer Längserstreckung schwimmend gelagerten plattenförmigen Einrichtung 34 gehalten,
um Abweichungen zu den Ventilsteckteilen 27, 28 beim Flansch 22 zu kompensieren. Damit
ist sichergestellt, dass dieser Steckvorgang einwandfrei und bei stahlwerkskonformen
Toleranzen ausgeführt werden kann.
[0025] Gemäss Fig. 3 ist der Flansch 22, der vorne seitlich ebenfalls mit Schrägen 22' als
Zentrierhilfe versehen ist, in die Führungsnuten 25' des Aufnahmeteils 25 eingeschoben.
Als erstes gelangt der Zentrierstift 29 in diese Aufnahmehülse 29', so dass beim weiteren
Einschieben die Ventilsteckteile 27, 28 37, 38 zueinander bereits vorzentriert sind.
Die Ventilsteckteile bestehen aus bekannten Hülsen- und Schliesselementen mit Dichtungen,
die nicht näher erläutert sind.
[0026] Fig. 4 zeigt den Flansch 22 folglich in der Endposition im Aufnahmeteil 25, bei dem
die Ventilsteckteile und die Zentriermittel gesteckt sind.
[0027] Es ist ferner noch ein Klinkhebel 24 eines Klinkmechanismus 23 ersichtlich, mittels
dem eine automatische Transportsicherung gewährleistet ist. Zudem ist ein steckbarer
Hubbegrenzungsbolzen 33 gezeigt, welcher in eine Längsnut in der Schubstange 13 eingreift,
um als Anschlag für den Hub von letzterer zu dienen.
[0028] In Fig. 5 und Fig. 6 sind die beiden Positionen der elektrischen Steckerteile 26,
36 beim Einschieben des Flansches 22 und in der Endposition im Aufnahmeteil 25 veranschaulicht.
Beim einen Steckerteil 26 ist eine Steckdose 31 enthalten, während beim andern Steckerteil
36 die korrespondierenden Steckstifte 37 vorstehen. Mit dem Zentrieren via diesen
Zentrierstift 29 in die Aufnahmehülse 29 erfolgt ebenso ein Zentrieren dieser Steckerteile
26, 36. Vorteilhaft ist aber der eine Steckerteil 26 mittels einer angedeuteten Einrichtung
39 beschränkt gelenkig bzw. schwimmend am Zylinder 12' gelagert, so dass er beim Steckvorgang
Ungenauigkeiten ausgleichen kann. Es ist ferner beim Steckerteil 36 vorzugsweise ein
klappbarer Deckel 32 vorgesehen, mittels dem die Öffnung bei diesem Steckerteil im
ungesteckten Zustand geschlossen ist, um Verschmutzung in demselben zu verhindern.
[0029] Die Anschlussleitungen 17, 18 sind als weiterer Vorteil seitlich beim Flansch 22
neben dem Zylinder 19 auf der Seite bei den stirnseitig beim Flansch 22 platzierten
Ventilsteckteile 27, 28 angeordnet, mit denen sie verbunden sind.
[0030] Sowohl diese elektrischen Steckerteile 26, 36 als auch die Ventilsteckteile 27, 28
37, 38 sind ausserdem paarweise so zueinander ausgestaltet, dass sie jeweils den gesteckten
Zustand bereits vor der erreichten Endposition des Flansches 22 in der Halterung 15
erreichen und über den restlichen Einschiebeweg im gesteckten Zustand sind. Dies hat
den Vorteil, dass wenn der Flansch wegen Verunreinigungen oder ähnlichem nicht bis
in die Endposition einführbar ist, dass dann die elektrische bzw. die Medien-Verbindung
über eine gewisse Distanz von beispielsweise 10 bis 15 Millimetern vor der Endposition
trotzdem bereits gegeben ist.
[0031] Die Erfindung ist mit den oben erläuterten Ausführungsbeispielen ausreichend dargetan.
Sie könnte aber noch durch weitere Varianten erläutert sein.
[0032] Je nach Bedarf kann nur eine Anschlussleitung sei es elektrisch oder für ein Medium
oder auch mehr als drei von denen vorgesehen sein. Die Steckerteile 26, 36 für die
elektrische Anschlussleitung könnten auch wie die Ventilsteckteile seitlich beim Flansch
bzw. innenseitig beim Aufnahmeteil angeordnet sein, bei dem ebenso eine solche und
wenigstens ein Ventilsteckteil vorgesehen sein könnte. Umgekehrt könnten die Ventilsteckteile
wie die Steckerteile oberhalb des Zylinders 19 angeordnet sein.
[0033] Diese Führungsmittel beim Linearantrieb 12 als Flansch 22 und bei der Halterung 15
als korrespondierende Führungsnuten 25' in einem C-förmigen Aufnahmeteil 25 könnten
unterschiedlich ausgebildet sein, wie zum Beispiel, dass die Führungsnuten im Flansch
22 ausgebildet wären und der Aufnahmeteil 25 in diese eingreifen würde. Beim Linearantrieb
12 ist üblicherweise wie erwähnt eine hydraulische Kolben/Zylindereinheit verwendet,
aber es könnte sich auch um einen elektrischen Antrieb handeln.
[0034] Theoretisch könnten die Führungsmittel und damit die Einschieberichtung des Linearantriebs
12 und der Steckvorgang statt quer zur Verstellrichtung A seiner Antriebsstange 12'
zum Beispiel in Verstellrichtung oder statt von der Seite von unten nach oben in die
Halterung eingeschoben bzw. herausgenommen werden. Die Führungsmittel und die Steckerteile
bzw. Ventilsteckteile müssten dann entsprechend angeordnet sein, so dass erfindungsgemäss
dieses Stecken der zumindest einen Anschlussleitung mit dem Einschieben des Linearantriebs
in die Halterung bzw. das Lösen mit dem Herausnehmen desselben aus der Halterung selbsttätig
erfolgen kann.
1. Verfahren insbesondere zur Instandstellung eines Schiebeverschlusses (10) aus einem
Metallschmelze enthaltenden Gefäss, welcher ein Gehäuse (11), eine darin längsgeführte
Schiebereinheit, eine Halterung (15), einen in dieser einsetzbaren Linearantrieb (12)
für das Verstellen der Schiebereinheit, mindestens eine elektrische und/oder eine
Anschlussleitung (16, 17, 18) für ein Medium, wie Gas oder Luft, aufweist, wobei der
Linearantrieb (12) vorzugsweise durch einen Roboter eingeschoben bzw. herausgenommen
werden kann, und dass die Verbindung der mindestens einen elektrischen und/oder der
Anschlussleitung (16, 17, 18) für das Medium durch einen Steckvorgang erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass
dieses Stecken der zumindest einen Anschlussleitung (16, 17, 18) mit dem Einschieben
des Linearantriebs (12) in die Halterung (15) bzw. das Lösen mit dem Herausnehmen
desselben aus der Halterung (15) selbsttätig erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Linearantrieb (12) vorzugsweise quer zu seiner Verstellrichtung in die Halterung
(15) eingeschoben bzw. herausgenommen werden kann, und dass das Stecken bzw. Lösen
der Anschlussleitungen (16, 17, 18) in dieselbe Richtung erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
beim Steckvorgang der mindestens einen elektrischen und/oder der Anschlussleitung
(16, 17, 18) für das Medium vorerst ein Zentrieren und anschliessend das Stecken bis
in die Endposition erfolgt.
4. Verfahren nach nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die wenigstens eine elektrische Anschlussleitung (16) für die Stromversorgung wenigstens
einer Verbrauchereinheit, wie zum Beispiel eine Mess- und Auswerteeinrichtung für
eine Schlackenfrüherkennung oder eine induktive Aufheizung, und die wenigstens eine
Anschlussleitung (17, 18) für das Medium, wie Gas oder Luft, für eine Gasdichtung
oder zum Kühlen oder ähnlichem dient, wobei die jeweilige Anschlussleitung (16, 17,
18) an eine externe Strom-, Gas- oder Luftdruckquelle angeschlossen ist.
5. Schiebeverschluss für die Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, dass
dem Linearantrieb (12) und der Halterung (15) paarweise je wenigstens ein elektrischer
Steckerteil (26, 36) und/oder je wenigstens ein Ventilsteckteil (27, 28, 37, 38) für
das Medium der mindestens einen Anschlussleitung (16, 17, 18) zugeordnet sind, derart,
dass diese beim Einschieben des Linearantriebs (12) in die Halterung (15) selbsttätig
gesteckt und damit die Verbindung der jeweiligen Anschlussleitung (16, 17, 18) bewirken
bzw. beim Herausnehmen des Linearantriebs (12) von der Halterung (15) selbsttätig
gelöst werden.
6. Schiebeverschluss nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
der Linearantrieb (12) und die Halterung (15) mit je wenigstens einem Führungsmittel
versehen sind, die derart zusammenwirken, dass der Linearantrieb (12) vorzugsweise
quer in die Halterung (15) einschiebbar bzw. von dieser herausnehmbar ist, wobei das
Führungsmittel beim Linearantrieb (12) vorderseitig, bei der seine Antriebsstange
(12') vorsteht, und dasjenige bei der Halterung (15) rückseitig bei ihrem freistehenden
Ende angeordnet ist.
7. Schiebeverschluss nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
das Führungsmittel beim Linearantrieb (12) als Flansch (22) ausgebildet ist und sich
der wenigstens eine Ventilsteckteil (27, 28) für das Medium seitlich bei diesem Flansch
(22) in Einschieberichtung erstreckt, während das Führungsmittel bei der Halterung
(15) als Führungsnuten (25') ausgebildet ist und der wenigstens eine Ventilsteckteil
(27, 28) zwischen diesen vorstehend verläuft, so dass die paarweise korrespondierenden
Ventilsteckteile (27, 28) beim Einschieben des Flansches (22) in diese Führungsnuten
(25') ineinander gesteckt werden.
8. Schiebeverschluss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
zwei dem Flansch (22) bzw. zwei der Halterung (15) parallel zueinander verlaufende
Ventilsteckteile (27, 28, 37, 38) zugeordnet sind, die jeweils paarweise steckbar
sind, wobei vorzugsweise zwischen diesen Ventilsteckteilen (27, 28, 37, 38) ein Zentriermittel
für das vorgängige Zentrieren der Ventilsteckteile beim Stecken vorgesehen ist.
9. Schiebeverschluss nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungsnuten (25') in einem C-förmigen Aufnahmeteil (25) der Halterung (15) ausgebildet
sind, in dem innenseitig die Ventilsteckteile (37, 38) und das Zentriermittel befestigt
sind.
10. Schiebeverschluss nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
der wenigstens eine elektrische Steckerteil (26) oberhalb des Linearantriebs (12)
und der korrespondierende Steckerteil (36) seitlich oberhalb des Aufnahmeteils (25)
bei der Halterung (15) angeordnet sind, so dass diese beiden Steckerteile (26, 36)
beim Einschieben des Linearantriebs (12) in die Halterung (15) zusammengesteckt werden.
11. Schiebeverschluss nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass
die wenigstens einen Ventilsteckteile (37, 38) und/oder der eine elektrische Steckerteil
(26) jeweils in einer in der Halterung (15) bzw. beim Linearantrieb (12) quer zur
Längserstreckung schwimmend bzw. gelenkig gelagerten Einrichtung (34, 39) gehalten
sind, um Abweichungen zu den korrespondierenden Ventilsteckteilen (27, 28) und/oder
dem Steckerteil (36) zu kompensieren.
12. Schiebeverschluss nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass
die Anschlussleitungen (16, 17, 18) seitlich bei der Halterung (15) zum Schiebeverschluss
(10) hin und rückseitig beim Linearantrieb (12) entlang geführt sind, wobei sie gebündelt
durch wenigstens eine beim Linearantrieb (12) rückseitig wegragende Muffe (21) und
wenigstens einen Schlauch zu diesen externen Strom-, Gas- oder Luftdruckquellen geleitet
sind.