| (19) |
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(11) |
EP 4 092 195 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.07.2023 Patentblatt 2023/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.05.2021 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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MASTELEMENT, INSBESONDERE MÄKLERELEMENT, FÜR EINE BAUMASCHINE UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG
DES MASTELEMENTES
MAST ELEMENT, IN PARTICULAR LEADER ELEMENT, FOR CONSTRUCTION MACHINE AND METHOD FOR
MANUFACTURING THE MAST ELEMENT
ÉLÉMENT DE MÂT, EN PARTICULIER ÉLÉMENT DE MÂT DE GUIDAGE, POUR UNE MACHINE DE CONSTRUCTION
ET PROCÉDÉ DE FABRICATION DE L'ÉLÉMENT DE MÂT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.11.2022 Patentblatt 2022/47 |
| (73) |
Patentinhaber: BAUER Maschinen GmbH |
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86529 Schrobenhausen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Besic, Esef
8666 Burgheim (DE)
- Knoll, Matthias
86672 Thierhaupten (DE)
- Miehling, Christian
85135 Titting (DE)
- Pöckl, Rudolf
86529 Schrobenhausen (DE)
- Weigl, Alexander
86529 Schrobenhausen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Wunderlich & Heim Patentanwälte
Partnerschaftsgesellschaft mbB |
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Irmgardstraße 3 81479 München 81479 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 548 900 US-A1- 2004 188 118
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CN-A- 111 691 419
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Mastelement, insbesondere ein Mäklerelement, für eine
Baumaschine, mit einem länglichen hohlen Mastprofil, welches im Querschnitt etwa rechteckig
ist und an seiner Außenseite entlang einer Mastlängsrichtung eine Linearführung für
einen Mastschlitten aufweist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Herstellen eines Mastelementes, gemäß
dem Anspruch 12.
[0003] Derartige Mastelemente sind insbesondere als Masten bei Erdbohrgeräten bekannt, welche
beispielsweise zur Erstellung von Gründungspfählen eingesetzt werden. Derartige Mastelemente,
welche im Betrieb im Wesentlichen vertikal ausgerichtet sind, weisen typischerweise
eine Länge von einigen Metern bis zu ca. 30 Metern auf. Entlang einer Vorderseite
des Mastelementes, welches häufig auch als Mäkler bezeichnet wird, ist eine Linearführung
für einen Mast- oder Arbeitsschlitten vorgesehen. An diesem Arbeitsschlitten kann
beispielsweise ein Bohrantrieb für ein Erdbohrgerät angeordnet sein.
[0004] Die Mastelemente müssen eine hohe Steifigkeit bei einem möglichst geringen Gewicht
aufweisen, um einerseits eine zuverlässige Führung zu gewährleisten und andererseits
einen Schwerpunkt des Gesamtgerätes für eine gute Kippstabilität niedrig zu halten.
Es ist bekannt, für derartige Mastelemente ein etwa rechteckiges Hohlprofil zu verwenden.
Ein solches rohrförmiges Hohlprofil kann als ein nahtloses Hohlprofil oder ein U-Profil
aus einem Stahlwerkstoff gefertigt sein. Zur Versteifung derartiger Mastprofile ist
es bekannt, das Mastprofil in Segmente von einigen Metern Länge zu unterteilen und
zwischen den Segmenten eine quer gerichtete Versteifungsplatte, welche auch als ein
Mastschott bezeichnet wird, einzuschweißen. Ein U-Profil kann durch Aufschweißen einer
Deckplatte geschlossen werden.
[0005] Für ein Aufbringen nicht nur einer Außenschweißnaht, sondern auch einer Innennaht
ist es bei derartigen Schottplatten erforderlich, in das Mastprofil Zugangslöcher,
sogenannte Handlöcher, im Bereich des Schottes einzubringen, so dass ein Schweißer
hierdurch an der Innenseite des Masthohlprofiles eine Verschweißung zwischen dem Masthohlprofil
und der Schottplatte ausführen kann. Dies ist kompliziert und sehr zeit- und arbeitsaufwändig.
Ein Verschweißen der Schottplatten kann auch entfallen, was sich jedoch nachteilig
auf die Steifigkeit des Mastes auswirkt.
[0006] Eine weitere Versteifung eines solchen Mastelementes kann dadurch erreicht werden,
dass zusätzlich an der Außenseite längliche Führungsleisten angeschweißt werden. Diese
dienen zum Bilden der Mastlängsführung für einen Mastschlitten und gleichzeitig bilden
diese ein zusätzliches Versteifungselement an der Außenseite.
[0007] Aus der
EP 2 520 756 B1 ist ein Mastelement mit einem länglichen Rohrkörper bekannt, welcher aus einem Faserverbundwerkstoff
gebildet ist. Das Verarbeiten von Faserverbundwerkstoffen ist zeit- und kostenaufwändig.
Eine Verbindung zu Stahlwerkstoffen ist schwierig und bedarf spezieller Verbindungsarten.
[0008] Aus der
EP 0 548 900 A2 ist ein in einem U-förmigen Gitterstrukturelement verfahrbares hohles Mastelement
bekannt, welches durch einen Hydraulikzylinder in seinem Innern die Verfahrbarkeit
bewerkstelligt.
[0009] Die
CN 111 691 419 A zeigt die bekannte gitterartige Maststruktur, um ein niedriges Eigengewicht bei beschränkter
Steifigkeit zu realisieren.
[0010] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, ein Mastelement und ein Verfahren zur Herstellung anzugeben, mit welchen
bei einer effizienten und kostengünstigen Herstellbarkeit eine besonders hohe Steifigkeit
erreicht werden kann.
[0011] Die Aufgabe wird nach der Erfindung durch ein Mastelement mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0012] Das erfindungsgemäße Mastelement ist dadurch gekennzeichnet, dass sich innerhalb
des Mastprofils entlang der Mastlängsrichtung mindestens ein diagonales Verstärkungselement
erstreckt, welches in einem schrägen Winkel zu Seiten des etwa rechteckigen Mastprofils
angeordnet ist.
[0013] Eine Grundidee der Erfindung kann darin gesehen werden, innerhalb des hohlen Mastprofils
ein Verstärkungselement vorzusehen, welches sich zur Versteifung diagonal zu den Seiten
des Mastprofils, also in einem schrägen Winkel zu den Innenseiten des etwa rechteckigen
Profils erstreckt. Der schräge Winkel weicht von einem rechten Winkel ab. Das Verstärkungselement
verläuft in Mastlängsrichtung zumindest über einen oder mehrere Teilbereiche, vorzugsweise
über die gesamte Länge des Mastelementes. Durch eine solche innere diagonale Versteifung
kann eine erhebliche Steigerung der Steifigkeit des Mastprofils in Bezug auf Biegung
quer zur Längsrichtung und die Torsionssteifigkeit bei einem relativ geringen zusätzlichen
Gewicht erreicht werden. Die Eckbereiche des Mastprofils können gerundet oder mit
Schrägungsflächen versehen sein. Bei gleicher Seitenlänge kann das Rechteckprofil
auch etwa quadratisch sein.
[0014] Grundsätzlich kann das Verstärkungselement in jeder geeigneten Weise mit dem äu-ßeren
Mastprofil verbunden, etwa verschraubt werden. Eine bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung besteht darin, dass das mindestens eine Verstärkungselement entlang einer
Innenseite des Mastprofils verschweißt ist. Ein Verschweißen stellt eine zuverlässige
und kostengünstige Verbindung zwischen Metallwerkstoffen dar. Die Schweißnaht verläuft
dabei entlang der Mastlängsrichtung.
[0015] Besonders vorteilhaft ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung, dass das mindestens
eine Verstärkungselement entlang von mindestens zwei Seitenkanten an vorzugsweise
gegenüberliegenden Wänden des Mastprofils verschweißt ist. Das diagonale Verstärkungselement,
welches auch als Versteifungselement bezeichnet werden kann, kann sich vorzugsweise
von einem Eckbereich zu einem gegenüberliegenden Eckbereich diagonal durch das Masthohlprofil
erstrecken. Grundsätzlich können auch zwei oder mehr Verstärkungselemente innerhalb
des Mastprofils vorgesehen sein. Es können auch mehrere Verstärkungselemente angeordnet
sein, etwa in einer V-, X- oder Y-Anordnung.
[0016] Eine besonders effiziente Versteifung kann nach einer weiteren Ausführungsvariante
der Erfindung dadurch erzielt werden, dass das mindestens eine Verstärkungselement
ein plattenförmiges Blech oder ein abgekantetes Blech aufweist. Derartige Verstärkungselemente
können kostengünstig hergestellt werden. Durch ein abgekantetes Blech, welches im
Querschnitt eine L-Form, eine C-Form oder eine Z-Form aufweisen kann, wird eine zusätzliche
Erhöhung der Verwindungssteifigkeit gegenüber eine ebenen Blechplatte erzielt.
[0017] Eine besonders hohe Versteifung wird nach einer Weiterbildung der Erfindung insbesondere
dadurch erreicht, dass mehrere Verstärkungselemente entlang der Mastinnenseite fest
angebracht, insbesondere verschweißt sind. Die mehreren Verstärkungselemente können
sowohl in Achslängsrichtung versetzt als auch unmittelbar nebeneinander innerhalb
des Mastprofils angeordnet und verschweißt sein. Dabei können die Verstärkungselemente
an ihren Stoßfugen ebenfalls miteinander verschweißt sein.
[0018] Grundsätzlich kann das Verstärkungselement ein durchgehendes Plattenelement sein.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass das mindestens
eine Verstärkungselement zur Gewichtsreduzierung Ausnehmungen aufweist. Diese Ausnehmungen
können etwa kreisscheibenförmige Ausklinkungen in Mittenbereichen des plattenförmigen
Verstärkungselementes sein. Hierdurch kann eine merkliche Gewichtsreduzierung des
Verstärkungselementes bei einer weiter guten Steifigkeit erreicht werden.
[0019] Für eine gute Herstellbarkeit des Mastelementes ist es nach einer Weiterbildung der
Erfindung vorteilhaft, dass das Mastprofil durch Verbinden aus mindestens zwei länglichen
Mastteilen gebildet ist, wobei Verbindungsfugen der Mastteile in Mastlängsrichtung
verlaufen. So kann beispielsweise ein Versteifungselement zunächst an ein im Querschnitt
L-förmiges oder C-förmiges erstes Mastteil entlang der Mastlängsrichtung verschweißt
werden. Anschließend kann ein zweites Mastlängsteil zum Schließen des Masthohlprofils
an das erste Mastteil entlang der Mastlängsrichtung angeschweißt werden, so dass insgesamt
das versteifte Masthohlprofil effizient gebildet werden kann. Es können durchgehende
Schweißnähte oder Punktschweißverbindungen vorgesehen werden. Alternativ oder ergänzend
können Schraubverbindungen und/oder Nut-Feder-Verbindungen vorgesehen sein.
[0020] Insbesondere ist es vorteilhaft, dass das mindestens eine Verstärkungselement an
mindestens einem länglichen Mastteil angeschweißt ist, bevor das hohle Mastprofil
durch Anschweißen des letzten länglichen Mastteiles umfangsseitig geschlossen ist.
Dies erlaubt eine besonders einfache Herstellbarkeit, wobei die Schweißnähte auch
durch Schweißroboter erzeugbar sind.
[0021] Grundsätzlich kann das erfindungsgemäße Mastelement allein oder in Kombination mit
weiteren Mastelementen an verschiedensten Geräten und Anlagen eingesetzt oder angebaut
werden. Insbesondere umfasst die Erfindung eine Baumaschine, insbesondere eine Tiefbaumaschine,
mit einem Trägergerät und einem daran angebrachten Mast, wobei der Mast mindestens
ein erfindungsgemäßes Mastelement aufweist.
[0022] Insbesondere bei Baumaschinen mit mobilen Trägergeräten wird ein besonders steifer
Mast benötigt, wobei gleichzeitig durch den Mast der Gesamtschwerpunkt der Baumaschine
nicht zu weit nach oben verlegt sein darf, um eine ausreichende Stabilität und Kippsicherheit
der Baumaschine zu gewährleisten. Dies kann mit dem erfindungsgemäßen Mastelement
besonders gut erzielt werden.
[0023] Besonders vorteilhaft ist es nach einer Weiterbildung, dass der Mast als ein Mäkler,
insbesondere ein Teleskopmäkler, ausgebildet ist. Ein Mäkler stellt dabei grundsätzlich
einen vertikalen Mast mit mindestens einer Linearführung, insbesondere für einen Arbeitsschlitten,
dar. Bei einem Teleskopmäkler ist entlang der Linearführung eines ersten Mastelementes
ein zweites Mastelement linear verschiebbar geführt. An dem zweiten Mastelement kann
ebenfalls eine Linearführung für den Arbeitsschlitten angeordnet sein. Durch einen
so gebildeten Teleskopmäkler können die beiden Mastelemente teleskopartig zueinander
verfahren werden, so dass im Betrieb ein relativ hoher Gesamtmast erreicht werden
kann.
[0024] Die Erfindung umfasst weiterhin ein Verfahren zum Herstellen eines erfindungsgemä-ßen
Mastelementes, wobei beim oder nach dem Bilden des hohlen Mastprofils in einer Mastlängsrichtung
innerhalb des Mastprofils das mindestens eine diagonal Verstärkungselement angebracht
ist.
[0025] Besonders bevorzugt wird das Mastprofil aus zwei oder mehr länglichen Mastteilen,
welche sich jeweils über die Länge des Mastelementes erstrecken, zusammengesetzt,
insbesondere zusammengeschweißt. Die Mastelemente können dabei längliche Blechplatten
oder Blechprofile sein. Zumindest vor dem Verschweißen des letzten Mastteiles zum
Umschließen des Masthohlprofils wird das mindestens eine Verstärkungselement eingesetzt
und vorzugsweise an den Innenseiten des noch offenen Mastprofils in Längsrichtung
verschweißt. Dies kann einfach und effizient ausgeführt werden. Anschließend kann
das Mastprofil umseitig zum Bilden des geschlossenen hohlen Mastprofils angebracht,
insbesondere angeschweißt werden.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen weiter
beschrieben, welche in den Zeichnungen dargestellt sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Querschnittsansicht durch ein erfindungsgemäßes Mastelement; und
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Baumaschine.
[0027] Die Figur 1 zeigt eine schematische Querschnittsansicht durch ein erfindungsgemä-ßes
Mastelement 10, welches im Wesentlichen durch ein äußeres hohles Mastprofil 12 gebildet
ist. Das Mastprofil 12 kann aus verschiedenen Mastteilen oder Wänden zusammengesetzt
und geschweißt sein, welche in einer Mastlängsrichtung verlaufen. Die Mastlängsrichtung
erstreckt sich senkrecht zur Zeichnungsebene.
[0028] Das Mastprofil 12 weist als Mastteile eine Vorderwand 14, zwei Seitenwände 16 und
eine Rückwand 18 auf, welche zum Bilden des im Querschnitt rechteckigen Mastprofils
12 miteinander verschweißt sind. In den Eckbereichen zwischen den Seitenwänden 16
und der Vorderwand 14 sind zwei seitlich vorstehende hohe Führungsprofile 22 eingesetzt
und angeschweißt, welche entlang der Vorderwand 14 eine Linearführung 20 für einen
nicht-dargestellten Mast- oder Arbeitsschlitten bilden.
[0029] Zur Versteifung des Mastelementes 10 sind im Inneren des hohlen Mastprofils 12 ein
erstes Verstärkungselement 30 und ein zweites Verstärkungselement 40 angeordnet und
an den Innenseiten des äußeren Mastprofils 12 verschweißt. Das diagonale erste Verstärkungselement
30 ist dabei ein etwa rechtwinklig abgekantetes gleichschenkliges Blech, welches an
seinen freien Enden an den jeweils gegenüberliegenden Führungsprofilen 22 angeschweißt
ist. Die Schenkel des abgekanteten ersten Verstärkungselementes 30 sind dabei etwa
im Winkel von 45° zu den Seitenwänden 16 angeordnet, wobei ein Kantenbereich etwa
in der Mitte des Mastprofils 12 liegt.
[0030] Das diagonale zweite Verstärkungselement 40 ist einerseits in einem Eckbereich der
linken Seitenwand 16 an dieser befestigt und andererseits etwa in der Mitte des Mastprofils
12 an dem ersten Verstärkungselement 30 im Kantenbereich angeschweißt. Durch diese
in Mastlängsrichtung verlaufende mehrfache diagonale Versteifung wird eine besonders
hohe Steifigkeit des hohlen Mastprofils 12 und damit des Mastelementes 10 erreicht.
Die einzelne Kammern bildenden Verstärkungselemente 30, 40 in dem Mastprofil 12 können
auch als Mastlängsschotte bezeichnet werden. Zur höheren Verstärkung kann auch eine
X-Anordnung vorgesehen sein.
[0031] Zusätzlich können an Innenseiten der einzelnen Mastteile zur Versteifung zusätzliche
Längsprofile parallel oder rechtwinkelig zu den Innenseiten angeschweißt sein, so
etwa ein erstes Längsprofil 24 an der Innenseite der Vorderwand 14 und ein zweites
Längsprofil 26 an einer Innenseite der Rückwand 18, welche u. a. die Beulsteifigkeit
der Vorderwand 14 und der Rückwand 18 erhöhen.
[0032] Gemäß Fig. 2 ist eine erfindungsgemäße Baumaschine 70 mit einem Trägergerät 71 dargestellt.
Das Trägergerät 71 umfasst einen Oberwagen 72, welcher drehbar auf einem Unterwagen
73 gelagert ist, welcher ein Raupenfahrwerk aufweist.
[0033] An dem Oberwagen 72 ist ein im Wesentlichen vertikal gerichteter Mast 74 gelagert,
welcher ein erfindungsgemäßes Mastelement 10 umfasst. Entlang dem Mast 74 mit dem
Mastelement 10 ist eine Linearführung 20 für einen Mastschlitten 75 ausgebildet. An
dem Mastschlitten 75 kann ein Drehantrieb 76 gelagert sein. Über ein Tragseil 80,
welches über einen Mastkopf des Mastes 74 geführt ist, kann eine Kellystangenanordnung
100 aufgehängt sein, welche nach unten durch den ringförmigen Drehantrieb 76 hindurchragt.
An einem unteren Ende der Kellystangenanordnung 100 kann an einem Werkzeuganschluss
98 ein nicht dargestelltes Bohrwerkzeug, beispielsweise ein Kastenbohrer, angebracht
werden. Über mindestens eine Zuführleitung 82 kann beispielsweise Hydraulikfluid von
dem Trägergerät 71 über eine Aufhängeeinrichtung 96 der Kellystangenanordnung 100
und damit einem angehängten Bohrwerkzeug zugeführt werden.
[0034] Zur Verdeutlichung der Erfindung sind entlang des Mastes 74 Zugangslöcher 77 angedeutet,
welche im Stand der Technik zwingend zum Anschweißen von quer gerichteten Schottplatten
benötigt wurden, aber bei einem erfindungsgemäßen Mastelement 10 entfallen können.
1. Mastelement, insbesondere Mäklerelement, für eine Baumaschine, mit einem länglichen
hohlen Mastprofil (12), welches im Querschnitt etwa rechteckig ist und an seiner Außenseite
entlang einer Mastlängsrichtung eine Linearführung (20) für einen Mastschlitten aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass innerhalb des Mastprofils (12) sich entlang der Mastlängsrichtung mindestens ein
diagonales Verstärkungselement (30, 40) erstreckt, welches in einem schrägen Winkel
zu Seiten des etwa rechteckigen Mastprofils (12) angeordnet ist.
2. Mastelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das mindestens eine Verstärkungselement (30, 40) entlang einer Innenseite des Mastprofils
(12) fest angebracht, insbesondere verschweißt ist.
3. Mastelement nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das mindestens eine Verstärkungselement (30, 40) entlang von mindestens zwei Seitenkanten
an vorzugsweise gegenüberliegenden Wänden (14, 16, 18) des Mastprofils (12) fest angebracht,
insbesondere verschweißt ist.
4. Mastelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das mindestens eine Verstärkungselement (30, 40) ein plattenförmiges Blech oder ein
abgekantetes Blech aufweist.
5. Mastelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Verstärkungselemente (30, 40) entlang der Innenseite des Mastprofils (12)
fest angebracht, insbesondere verschweißt sind.
6. Mastelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das mindestens eine Verstärkungselement (30, 40) zur Gewichtsreduzierung Ausnehmungen
aufweist.
7. Mastelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Mastprofil (12) durch Verbinden aus mindestens zwei länglichen Mastteilen gebildet
ist, wobei Verbindungsfugen der Mastteile in Mastlängsrichtung verlaufen.
8. Mastelement nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mastteile mit ebenen und/oder abgekanteten Blechen und/oder Profilen gebildet
sind.
9. Mastelement nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das mindestens eine Verstärkungselement (30, 40) an mindestens einem länglichen Mastteil
angeschweißt ist, bevor das hohle Mastprofil (12) durch Anschweißen des letzten länglichen
Mastteiles umfangsseitig geschlossen ist.
10. Baumaschine, insbesondere Tiefbaumaschine, mit einem Trägergerät und einem daran angebrachten
Mast,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Mast mindestens ein Mastelement (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 aufweist.
11. Baumaschine nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Mast als ein Mäkler, insbesondere ein Teleskopmäkler, ausgebildet ist.
12. Verfahren zum Herstellen eines hohlen Mastelementes (10);
dadurch gekennzeichnet,
dass beim oder nach dem Bilden des hohlen Mastprofils (12) in einer Mastlängsrichtung
innerhalb des Mastprofils (12) mindestens ein diagonales Verstärkungselement (30,
40) in einem schrägen Winkel zu Seiten des etwa rechteckigen Mastprofils (12) angebracht
wird, wobei ein Mastelement (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 gebildet wird.
1. Mast element, in particular leader element, for a construction machine, with an elongate,
hollow mast profile (12), which is approximately rectangular in cross section and
comprises a linear guide (20) for a mast carriage on its outer side along a longitudinal
direction of the mast,
characterized in that
at least one diagonal reinforcement element (30, 40) extends within the mast profile
(12) along the longitudinal direction of the mast, which is arranged at an oblique
angle to the sides of the approximately rectangular mast profile (12).
2. Mast element according to claim 1,
characterized in that
the at least one reinforcement element (30, 40) is firmly attached, in particular
welded, along an inner side of the mast profile (12).
3. Mast element according to claim 2,
characterized in that
the at least one reinforcement element (30, 40) is firmly attached, in particular
welded, along at least two side edges to preferably opposite walls (14, 16, 18) of
the mast profile (12).
4. Mast element according to one of claims 1 to 3,
characterized in that
the at least one reinforcement element (30, 40) comprises a plate-shaped metal sheet
or a folded metal sheet.
5. Mast element according to one of claims 1 to 4,
characterized in that
several reinforcement elements (30, 40) are firmly attached, in particular welded,
along the inner side of the mast profile (12).
6. Mast element according to one of claims 1 to 5,
characterized in that
the at least one reinforcement element (30, 40) comprises recesses to reduce weight.
7. Mast element according to one of claims 1 to 6,
characterized in that
the mast profile (12) is formed by connecting at least two elongate mast parts, wherein
connecting joints of the mast parts extend in the longitudinal direction of the mast.
8. Mast element according to claim 7,
characterized in that
the mast parts are formed with flat and/or folded metal sheets and/or profiles.
9. Mast element according to claim 7 or 8,
characterized in that
the at least one reinforcement element (30, 40) is welded to at least one elongate
mast part before the hollow mast profile (12) is closed peripherally by welding on
the last elongate mast part.
10. Construction machine, in particular civil engineering machine, comprising a carrier
device and a mast attached thereto,
characterized in that
the mast comprises at least one mast element (10) according to any one of claims 1
to 9.
11. Construction machine according to claim 10,
characterized in that
the mast is formed as a leader, in particular as a telescopic leader.
12. Method of manufacturing a hollow mast element (10),
characterized in that
during or after the formation of the hollow mast profile (12) in a longitudinal direction
of the mast within the mast profile (12), at least one diagonal reinforcement element
(30, 40) is attached at an oblique angle with respect to sides of the approximately
rectangular mast profile (12), wherein a mast element (10) in accordance with one
of claims 1 to 9 is formed.
1. Elément de mât, en particulier élément de tour, pour un engin de construction, avec
un profil de mât (12) creux allongé, lequel est approximativement rectangulaire dans
la section transversale et présente sur son côté extérieur, le long d'un sens longitudinal
de mât, un guide linéaire (20) pour un chariot de mât,
caractérisé en ce
que s'étend, à l'intérieur du profil de mât (12), le long du sens longitudinal de mât,
au moins un élément de renforcement (30, 40) diagonal, lequel est disposé selon un
angle oblique par rapport à des côtés du profil de mât (12) approximativement rectangulaire.
2. Elément de mât selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que l'au moins un élément de renforcement (30, 40) est installé de manière solidaire,
en particulier est soudé, le long d'un côté intérieur du profil de mât (12).
3. Elément de mât selon la revendication 2,
caractérisé en ce
que l'au moins un élément de renforcement (30, 40) est installé de manière solidaire,
en particulier est soudé, sur des parois de préférence opposées (14, 16, 18) du profil
de mât (12) le long d'au moins deux bordures latérales.
4. Elément de mât selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce
que l'au moins un élément de renforcement (30, 40) présente une tôle en forme de panneau
ou une tôle chanfreinée.
5. Elément de mât selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce
que plusieurs éléments de renforcement (30, 40) sont installés de manière solidaire,
en particulier sont soudés, le long du côté intérieur du profil de mât (12).
6. Elément de mât selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce
que l'au moins un élément de renforcement (30, 40) présente des évidements de réduction
de poids.
7. Elément de mât selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce
que le profil de mât (12) est formé par assemblage à partir d'au moins deux parties de
mât allongées, dans lequel des joints d'assemblage des parties de mât s'étendent dans
le sens longitudinal de mât.
8. Elément de mât selon la revendication 7,
caractérisé en ce
que les parties de mât sont formées avec des tôles et/ou des profils plans et/ou chanfreinés.
9. Elément de mât selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce
que l'au moins un élément de renforcement (30, 40) est soudé à au moins une partie de
mât allongée avant que le profil de mât (12) creux ne soit fermé côté périphérique
par soudage de la dernière partie de mât allongée.
10. Engin de construction, en particulier engin de génie civil, avec un appareil de support
et un mât installé sur celui-ci,
caractérisé en ce
que le mât présente au moins un élément de mât (10) selon l'une quelconque des revendications
1 à 9.
11. Engin de construction selon la revendication 10,
caractérisé en ce
que le mât est réalisé en tant qu'une tour, en particulier une tour télescopique.
12. Procédé pour fabriquer un élément de mât (10) creux,
caractérisé en ce
que lors ou après la formation du profil de mât (12) creux, au moins un élément de renforcement
(30, 40) diagonal est installé selon un angle oblique par rapport à des côtés du profil
de mât (12) approximativement rectangulaire dans un sens longitudinal de mât à l'intérieur
du profil de mât (12), dans lequel un élément de mât (10) selon l'une quelconque des
revendications 1 à 9 est formé.


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