[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erzeugen einer künstlichen
Surfwelle, mit einer Rampe, deren unteres Ende in ein Wellenbecken mündet und deren
oberem Ende mittels einer Pumpeinrichtung Wasser aus dem Wellenbecken über einen Rückkanal
im Kreislauf zuführbar ist, um stromab der Rampe einen als Surfwelle verwendbaren
Wechselsprung des Wassers zu erzeugen. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren
zum Betreiben einer derartigen Vorrichtung.
[0002] Die Erzeugung von künstlichen Surfwellen durch Ausnützung des hydraulischen Phänomens
des Wechselsprungs ("hydraulic jump"), den ein Gerinne beim Übergang vom schießenden
(überkritischen) zum strömenden (unterkritischen) Abfluss erfährt, ist in der Technik
bekannt. Der schießende Zustand des Gerinnes wird beispielsweise durch eine Schussstrecke
auf einer Rampe erzeugt, an deren Ende das Wasser auf den Rückstau des unterkritisch
abfließenden Wassers trifft und dort einen als Surfwelle surfbaren Wechselsprung erzeugt.
Künstliche Surfanlagen nach diesem Prinzip sind beispielsweise aus der
US 10 119 285 B2 oder der
WO 2018/188741 A1 bekannt. Auch die
DE 10 2008 057785 A1 zeigt eine solche Anlage und stellt den nächstliegenden Stand der Technik dar.
[0003] Um eine zum Surfen ausreichend große Surfwelle auf diese Weise zu erzeugen, müssen
gewaltige Wassermassen im Kreislauf zum oberen Ende der Rampe hochgehoben werden,
wozu z.B. Pumpeinrichtungen mit mehreren parallelen, kapazitätsstarken Pumpen eingesetzt
werden. Beim Anfahren der Anlage aus dem Ruhezustand ergibt sich dabei das Problem,
dass die hochgehobene und die Rampe herabströmende Wassermenge zunächst von der Pumpeinrichtung
aus dem Wellenbecken angesaugt werden muss. Dazu muss ein entsprechend großes Wellenbecken
mit ausreichendem Füllstand im Ruhezustand vorhanden sein, um einerseits die Gefahr
eines Trockenlaufens der Pumpeinrichtung beim Anfahren hintanzuhalten und der Pumpeinrichtung
ausreichenden Vordruck zu liefern, um schädliche Kavitationserscheinungen zu vermeiden,
und anderseits im Betrieb den richtigen Wasserstand im Wellenbecken für eine Surfwelle
mit glattem Anstieg und ohne Deckwalze zu gewährleisten. Dies bedingt einen entsprechenden
Stellflächenbedarf für das Wellenbecken, welcher den Einsatz der Anlage bei begrenzten
Platzverhältnissen, z.B. im urbanen Raum, limitiert.
[0004] Die Erfindung setzt sich zum Ziel, eine Vorrichtung zum Erzeugen einer künstlichen
Surfwelle zu schaffen, welche mit reduziertem Stellflächenbedarf ein einfaches und
sicheres Anfahren aus dem Ruhezustand und anschließend einen zuverlässigen Surfwellenbetrieb
ermöglicht.
[0005] Dieses Ziel wird mit einer Vorrichtung der einleitend genannten Art erreicht, welches
sich gemäß der Erfindung dadurch auszeichnet, dass in dem Wellenbecken in einem Abstand
von der Rampe eine bewegliche Barriere angeordnet ist, welche die Funktion eines absenkbaren
Wehrs oder eines stromabwärts durchlässigen und stromaufwärts sperrenden Rückschlagventils
einnehmen kann und stromab welcher Barriere der Rückkanal vom Wellenbecken ausgeht.
[0006] Mithilfe der erfindungsgemäßen Barriere kann stromauf der Barriere ein anderer Wasserstand
("Oberwasserstand") eingestellt werden als stromab der Barriere ("Unterwasserstand").
Damit kann für das Anfahren der Vorrichtung ein höherer Unterwasserstand als Oberwasserstand
vorbereitet werden, wodurch beim Anfahren eine zusätzliche Wassermenge stromab der
Barriere für die Pumpeinrichtung zum Beschicken der Pumpe zur Verfügung steht. Nach
dem Anfahren, wenn die Rampe beschickt ist, kann mittels der beweglichen Barriere,
u.zw. genauer durch ihr Öffnen als Rückschlagventil bzw. Absenken als Wehr, der Unterwasserstand
wieder auf oder unter den Oberwasserstand abgesenkt werden. Der Oberwasserstand der
Barriere stellt gleichzeitig den Unterwasserstand des Wechselsprungs dar und definiert
damit durch die von ihm ausgehende Stützkraft Höhe und Form der Surfwelle. Die durch
die bewegliche Barriere ermöglichte Ausnützung des stromabwärtigen Wellenbeckenbereichs
für das sichere Anfahren reduziert die insgesamt notwendige Stellfläche für das Wellenbecken
signifikant und ermöglicht damit auch den Betrieb der Vorrichtung bei begrenzten Platzverhältnissen,
z.B. im urbanen Raum.
[0007] Der erhöhte Unterwasserstand der Barriere zum Anfahren kann beispielsweise durch
manuelles oder automatisiertes Auffüllen des Wellenbeckens stromab der Barriere erwirkt
werden. Gemäß einem bevorzugten Merkmal der Erfindung ist das Wellenbecken jedoch
stromauf der Barriere mit einem steuerbaren Ablass versehen, mittels welchem der Oberwasserstand
im Ruhezustand der Pumpeinrichtung unter den Unterwasserstand abgesenkt werden kann.
Zum Anfahren kann so z.B. das gesamte Wellenbecken zunächst auf das Niveau des erhöhten
Unterwasserstandes angefüllt werden, und dann wird über den Ablass der Oberwasserstand
abgesenkt.
[0008] Das abgelassene Wasser kann zusätzlich zum Anfahren der Vorrichtung verwendet werden.
Dies kann mittels verschiedener konstruktiver Maßnahmen erreicht werden. In einer
ersten Ausführungsform ist der Ablass direkt über einen mit einer Pumpe versehenen
Kanal in das Wellenbecken stromab der Barriere geführt, sodass das abgelassene Wasser
direkt in den Wellenbeckenbereich stromab der Barriere umgepumpt werden kann.
[0009] In einer zweiten Ausführungsform mündet der Ablass in ein unter dem Wellenbecken
angeordnetes Speicherbecken. Aus dem Speicherbecken kann dann das darin gespeicherte
Wasser als zusätzliche Wassermenge für das Anfahren der Vorrichtung verwendet werden.
Dazu kann beispielsweise in einer ersten bevorzugten Variante das Speicherbecken über
einen steuerbaren Auslass in den Rückkanal geführt sein. Die Sogwirkung des im Rückkanal
am Auslass beim Anfahren vorbeiströmenden Wassers saugt die im Speicherbecken gespeicherte
Wassermenge aus diesem heraus. In einer alternativen bevorzugten Variante kann das
Speicherbecken über einen mit einer Pumpe versehenen Kanal in den Rückkanal oder das
Wellenbecken stromab der Barriere geführt sein. Mithilfe der Pumpe kann die im Speicherbecken
gespeicherte Wassermenge entweder schon vor dem Anfahren der Vorrichtung in den Wellenbeckenbereich
stromab der Barriere oder während des Anfahrens dorthin oder in den Rückkanal gepumpt
werden.
[0010] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Wände des Wellenbeckens stromab der Barriere
nach oben verlängerte Bereiche haben. Dadurch kann der Unterwasserstand zum Anfahren
der Vorrichtung noch weiter erhöht werden; das Wellenbecken ist an seinem stromabwärtigen
Ende damit gleichsam turmartig höher gebaut, was seinen Stellflächenbedarf weiter
reduziert. Gleichzeitig bleiben die Wände des Wellenbeckens stromauf der Barriere
unverändert bzw. niedrig, sodass die Sicht auf Surfer für Publikum unbeeinträchtigt
ist bzw. Surfer unbeeinträchtigte Sicht auf die Umgebung haben.
[0011] Die bewegliche Barriere kann durch jedes in der Technik bekanntes bewegliche Wassersperrwerk
gebildet sein, beispielsweise eine anheb- und absenkbare Trennwand, ein steuerbares
Wehr, öffen- und schließbare Schleusentore, Ventilklappen usw. In einer bevorzugten
Ausführungsform ist die Barriere durch eine am Boden des Wellenbeckens angelenkte
Klappe gebildet, die zwischen einer Abklappstellung und einer Hochklappstellung verschwenkbar
ist. Eine solche Klappe benötigt keinen Bauraum unterhalb des Wellenbeckens und kann
dennoch vollständig abgesenkt, d.h. niedergeklappt werden. In einer Zwischenstellung
zwischen Hoch- und Abklappstellung wirkt sie als überströmtes Wehr, dessen Wehrhöhe
den Oberwasserstand und damit die Höhe der Surfwelle definieren kann.
[0012] Die Klappe kann in ihrer Hochklappstellung an einer Trennwand anliegen, welche das
Wellenbecken überspannt und bis zum oberen Rand der verlängerten Wandbereiche reicht.
Die Trennwand bildet dann mit den nach oben verlängerten Bereichen der Wellenbeckenwände
einen Vorratsturm für das Wasser zum Anfahren der Vorrichtung, wenn die Klappe hochgeklappt
ist und an der Trennwand anliegt. Die Klappe wirkt dabei wie ein Rückschlagventil,
das vom Wasserdruck des Unterwasserstandes gegen die Trennwand angelegt wird und damit
in stromaufwärtiger Richtung schließt. Sinkt der Unterwasserstand unter den Oberwasserstand,
öffnet die Klappe in stromabwärtiger Richtung.
[0013] Um die Rückschlagventilfunktion der Klappe zu erleichtern, kann zumindest das freie
Ende der Klappe mit einem Schwimmkörper versehen oder die Klappe ganz oder teilweise
aus schwimmfähigem Material gefertigt sein. Die Klappe schließt und öffnet bzw. hebt
und senkt sich damit automatisch mit dem Unterwasserstand.
[0014] In jeder der genannten Ausführungsformen ist die Wehrhöhe der Barriere, wenn sie
im Betrieb der Pumpeinrichtung Wehrfunktion einnimmt, bevorzugt verstellbar, um den
Oberwasserstand der Barriere und damit die Surfwelle im Betreib einzustellen.
[0015] Falls gewünscht, kann zusätzlich noch ein gesonderter Ausgleichsbehälter vorgesehen
werden, der über eine mit zumindest einer Pumpe ausgestattete Ausgleichsleitung mit
dem Wellenbecken oder dem Rückkanal verbunden ist, um den Oberwasserstand der Barriere
und damit die Surfwelle im Betrieb einzustellen, bevorzugt automatisch in einem den
Oberwasserstand im Wesentlichen konstant haltenden Regelkreis.
[0016] Das Wellenbecken kann im Bereich der Surfwelle mit zusätzlichen, strömungsformenden
Einbauten versehen werden, beispielsweise Leitblechen, Schwellen, Schanzen usw., um
die Ausbildung des Wechselsprungs zu fördern bzw. diesen zu formen, wie in der Technik
bekannt. Für diese Zwecke kann gemäß einem weiteren bevorzugten Merkmal der Erfindung
der Boden des Wellenbeckens auch in einem ersten, an die Rampe anschließenden Abschnitt
tiefer liegen als in einem zweiten, daran anschließenden Abschnitt stromauf der Barriere.
[0017] In jeder der genannten Ausführungsformen können bevorzugt der Rückkanal und/oder
das Speicherbecken, falls ein solches vorhanden, mit einer oder mehreren Entlüftungsleitungen
versehen sein, um unerwünschte Gas- und Lufteinträge im Rückkanal insbesondere im
Bereich der Pumpeneinrichtung aus dem System entweichen zu lassen und unerwünschten
Unterdrucksituationen beispielsweise im Speicherbecken vorzubeugen.
[0018] In einem weiteren Aspekt schafft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer
Vorrichtung der hier vorgestellten Art, deren Wellenbecken und Rückkanal Wasser enthalten,
umfassend:
im Ruhezustand der Pumpeinrichtung, Erhöhen des Unterwasserstandes der Barriere über
den Oberwasserstand der Barriere unter Verwendung der Wehr- oder Rückschlagventilfunktion
der Barriere;
Inbetriebnehmen der Pumpeinrichtung, wodurch der Unterwasserstand sinkt; und
Weiterbetreiben der Pumpeinrichtung, während aufgrund der Wehr- oder Rückschlagventilfunktion
der Barriere der Unterwasserstand der Barriere kleiner oder gleich dem Oberwasserstand
der Barriere ist.
[0019] Das Erhöhen des Unterwasserstandes zum Anfahren der Vorrichtung kann bevorzugt dadurch
erfolgen, dass Wasser aus dem Wellenbecken stromauf der Barriere entnommen und in
das Wellenbecken stromab der Barriere verbracht wird.
[0020] Bevorzugt wird während des Weiterbetreibens der Pumpeinrichtung die Barriere verstellt,
um mittels ihrer Wehrfunktion den Oberwasserstand der Barriere und damit die Surfwelle
einzustellen.
[0021] Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den beigeschlossenen Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 die Vorrichtung der Erfindung in einer schematischen Draufsicht;
die Fig. 2a und 2b eine erste Ausführungsform der Vorrichtung von Fig. 1 in zwei verschiedenen
Betriebsstellungen jeweils im Längsschnitt;
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform der Vorrichtung von Fig. 1 in einem schematischen
Längsschnitt;
die Fig. 4a - 4c eine dritte Ausführungsform der Vorrichtung von Fig. 1 in drei verschiedenen
Betriebsstellungen jeweils im Längsschnitt;
die Fig. 5a - 5c eine vierte Ausführungsform der Vorrichtung von Fig. 1 in drei verschiedenen
Betriebsstellungen jeweils im Längsschnitt;
Fig. 6 eine fünfte Ausführungsform der Vorrichtung von Fig. 1 in einem schematischen
Längsschnitt; und
die Fig. 7a und 7b eine weitere Variante der Vorrichtung der Erfindung mit einem Ausgleichsbehälter,
der zusätzlich bei allen genannten Ausführungsformen eingesetzt werden kann.
[0022] In den Fig. 1, 2a und 2b ist eine erste Ausführungsform einer Vorrichtung 1 zum Erzeugen
einer künstlichen Surfwelle W nach dem in der Gerinnehydraulik bekannten Prinzip des
Wechselsprungs ("hydraulic jump") gezeigt. Ein solcher Wechselsprung bzw. eine solche
Surfwelle W tritt auf, wenn Wasser 2 eine als Schussstrecke dienende Rampe 3 herabschießt
und vom schießenden bzw. überkritischen Zustand (Froude-Zahl > 1) zum strömenden bzw.
unterkritischen Zustand (Froude-Zahl < 1) übergeht. Die Länge und Höhe der sich ausbildenden
Surfwelle W kann im Betrieb der Vorrichtung 1 beispielsweise durch Regelung des Wasserstandes
O stromab der Surfwelle W eingestellt werden.
[0023] Die Errichtung und Führung der Surfwelle W erfolgt in einem Wellenbecken 4, in das
das untere Ende 5 der Rampe 3 einmündet bzw. in dem die Rampe 3 angeordnet ist. Die
Rampe 3 und das Wellenbecken 4 können beispielsweise von einem gemeinsamen Gestell
6 der Vorrichtung 1 gegenüber dem Erdboden abgestützt sein. Vom stromabwärtigen Ende
7 des Wellenbeckens 4 geht ein Rückkanal 8 aus, über den das Wasser 2 aus dem Wellenbecken
4 im Kreislauf dem oberen Ende 9 der Rampe 3 zugeführt wird, und zwar mithilfe einer
im Rückkanal 8 oder an dessen Ein- oder Ausgang angeordneten Pumpeinrichtung 10.
[0024] Der Rückkanal 8 kann neben dem Wellenbecken 4 von dessen stromabwärtigem Ende 7 zum
oberen Ende 9 der Rampe 3 verlaufen oder, wie hier gezeigt, unterhalb des Wellenbeckens
4 zurück und zum oberen Ende 9 der Rampe 3 hoch, um den Stellplatzbedarf der Vorrichtung
1 zu minimieren. Es versteht sich, dass der Rückkanal 8 aus einer Vielzahl paralleler
Rückleitungen 11, z.B. Rohre, gebildet sein kann, und die Pumpeinrichtung 10 dementsprechend
durch eine Vielzahl einzelner Pumpen, die jeweils einer Rückleitung 11 geordnet sind.
[0025] Das Wellenbecken 4 hat einen Boden 12, zwei Seitenwände 13, 14 und eine Stirnwand
15 an seinem stromabwärtigen Ende 7; an seinem stromaufwärtigen Ende 16 ist das Wellenbecken
4 durch die Rampe 3 und den zum oberen Ende 9 der Rampe 3 führenden Rückkanal 8 begrenzt.
[0026] Das Wellenbecken 4 kann insbesondere in jenem Bereich B stromab der Rampe 3, in dem
sich die Surfwelle W einstellt, mit strömungsmodifizierenden Einbauten wie Leitblechen,
Schwellen, Schanzen, Schaufeln, Rechen, Klappen, Querschnittsverengungen usw. versehen
sein, um die Ausbildung der Surfwelle W zu fördern und/oder ihren Ort, ihre Höhe,
ihre Form usw. zu definieren. Beispielsweise können eine schanzenartige Schwelle 17
am Boden 12 und/oder eine erhöhte Sohlschwelle 18 (Fig. 7a) bzw. eine stufenförmig
erhöhte Sohle 19 (Fig. 7b) eingebaut werden.
[0027] Stromab des Bereiches B mit der Surfwelle W und in einem Abstand vom stromabwärtigen
Ende 7 des Wellenbeckens 4 und insbesondere stromauf des Eingangs 9 des Rückkanals
8 kann ein schräg verlaufendes Ausstiegsgitter oder ein Ausstiegsrechen 20 angeordnet
sein, welches bzw. welcher verhindert, dass ein auf der Welle W gestürzter Surfer
zum Ende 7 des Wellenbeckens 4 und insbesondere zum Eingang des Rückkanals 8 geschwemmt
wird.
[0028] Mittels einer beweglichen Barriere 21 ist das Wellenbecken 4 in einen ersten an die
Rampe 3 anschließenden Bereich A, welcher den Bereich B der Surfwelle W einschließt,
und einen an den Bereich A anschließenden zweiten Bereich C, der bis zum stromabwärtigen
Ende 7 des Wellenbeckens 4 geht, unterteilbar. Durch entsprechende Betätigung der
Barriere 21 (wie nachstehend erläutert) können im Wellenbecken 4 unterschiedliche
Wasserstände stromauf und stromab der Barriere 21 errichtet werde, und zwar ein "Oberwasserstand"
O direkt stromauf der Barriere 21 im Bereich A und ein "Unterwasserstand" U stromab
der Barriere 21 im Bereich C. Der Oberwasserstand O der Barriere 21 ist gleichbedeutend
mit jenem Wasserstand im Wellenbecken 4, der den Rückstau für den Wechselsprung in
der Surfwelle W bereitstellt.
[0029] In der in den Fig. 2a und 2b gezeigten Ausführungsform hat die Barriere 21 die Form
und Funktion eines absenkbaren Wehres und kann von einer ersten, angehobenen Stellung
(Fig. 2a) in eine zweite, abgesenkte Stellung (Fig. 2b) abgesenkt und wieder zurück
angehoben werden.
[0030] Die in Fig. 2a gezeigte angehobene Stellung der Barriere 21 wird dazu verwendet,
im Ruhezustand der Vorrichtung 1, wenn die Pumpeinrichtung 10 nicht läuft, den Unterwasserstand
U über den Oberwasserstand O anzuheben (oder umgekehrt den Oberwasserstand O unter
den Unterwasserstand U abzusenken), beispielsweise indem bei angehobener Barriere
21 zusätzliches Wasser 2 in den Bereich C eingefüllt oder Wasser aus dem Bereich A
abgelassen wird. Für letztere Variante kann das Wellenbecken 4 optional stromauf der
Barriere 21 mit einem steuerbaren Ablass 22 (Fig. 3), z.B. einem steuerbaren Auslassventil,
ausgestattet werden, um den Oberwasserstand O abzusenken.
[0031] Wie in Fig. 3 gezeigt, kann das aus dem Auslass 22 abgelassene Wasser 2 optional
über einen mit einer Pumpe 23 ausgestatteten Kanal 24 direkt in den Bereich C des
Wellenbeckens 4 stromab der Barriere 21 umgepumpt werden, um dort den Unterwasserstand
U zu erhöhen, ohne dass zusätzliches Wasser erforderlich ist.
[0032] Das durch den erhöhten Unterwasserstand U im Bereich C bedingte zusätzliche Wasservolumen
wird beim Hochlauf bzw. Anfahren der Vorrichtung 1, d.h. Inbetriebnehmen der Pumpeinrichtung
10, dazu verwendet, die Pumpeinrichtung 10 mit erhöhtem Vordruck zu beaufschlagen,
um ein unbeabsichtigtes Trockenlaufen und unerwünschte Kavitationsphänomene der Pumpeinrichtung
10 in der Inbetriebnahmephase zu verhindern. Gleichzeitig stellt das zusätzliche Wasservolumen
im Bereich C mit dem erhöhten Unterwasserstand U jenes Wasservolumen zur Verfügung,
das im fortgesetzten Betrieb (Fig. 2b, 4b, 4c, 5c, 7a, 7b) der Vorrichtung 1 im Rückkanal
8 hochsteigt und über die Rampe 3 herabfließt.
[0033] Sobald die Pumpeinrichtung 10 anläuft, sinkt der Unterwasserstand U rapide ab. Entprechend
der Abnahme des Unterwasserstandes U - gleichzeitig oder mit kurzer Verzögerung -
wird die Barriere 21 fortschreitend abgesenkt bzw. geöffnet, sodass sie im Betrieb
der Vorrichtung vom Wasser 2 über- bzw. durchströmt werden kann und dessen Austrag
aus dem Wellenbecken 4 über den Rückkanal 8 nicht beeinträchtigt.
[0034] Die Barriere 21 kann im Betrieb der Vorrichtung 1 vollständig abgesenkt sein, sodass
ihr Oberwasserstand O und ihr Unterwasserstand U gleich sind. Ihr Oberwasserstand
O, welcher die Höhe der Surfwelle W definiert, ist dann einfach durch die Menge an
Wasser 2 im Wellenbecken 4 definiert. Alternativ kann die Barriere 21 im Betrieb der
Vorrichtung 1 nicht vollständig abgesenkt sein, d.h. in einer Zwischenstellung sein,
in der sie das Wasser 2 in der Art eines Wehres aufstaut, sodass ihr Oberwasserstand
O größer als ihr Unterwasserstand U ist. Durch Regelung der Wehrhöhe H der Barriere
21 können somit der Oberwasserstand O und damit die Höhe der Surfwelle W im Betrieb
geregelt werden.
[0035] Um die Menge an Wasser 2, das im Bereich C für das Anfahren der Vorrichtung 1 bevorratet
werden kann, zu erhöhen, kann das Wellenbecken 4 stromab der Barriere 21 nach oben
verlängerte Wandbereiche 25 haben. Das heißt, die Seitenwände 13, 14 und die Stirnwand
15 des Wellenbereichs 4 ragen im Bereich C höher nach oben als die Seitenwände 13,
14 im Bereich A des Wellenbeckens 4.
[0036] In den Fig. 4a - 4c ist eine alternative Ausführungsform der Barriere 21 in Form
einer beweglichen Klappe 26 dargestellt, welche die Funktion eines absenkbaren Wehres
und/oder die Funktion eines Rückschlagventils einnehmen kann. Die Klappe 26 ist am
Boden 12 des Wellenbeckens 4 schwenkbar angelenkt. Der Schwenkbereich der Klappe 26
ist auf den Winkelbereich zwischen einer Hochklappstellung (Fig. 4a), in welcher sie
die Bereiche A und C voneinander abteilt, und einer Abklappstellung (Fig. 4b, 4c),
in welcher sie die Bereiche A und C verbindet, beschränkt.
[0037] Das freie Ende der Klappe 26 kann mit einem Schwimmkörper 27 ausgestattet oder die
Klappe 26 ganz oder teilweise aus schwimmfähigem Material gefertigt sein. Dadurch
schwimmt das freie Ende der Klappe 26 auf dem Unterwasserstand U auf und senkt sich
mit diesem ab, bis der Oberwasserstand O größer als der Unterwasserstand U wird und
sie wehrartig überströmt wird. Wenn nach einer Betriebsunterbrechung zum neuerlichen
Hochfahren der Vorrichtung 1 wieder der Unterwasserstand U über den Oberwasserstand
O angehoben wird, richtet sich die Klappe 26 mit steigendem Unterwasserstand U wieder
selbständig auf.
[0038] Die aufgrund der Ober- und Unterwasserstände O, U selbsttätig auf- und abklappende
Klappe 26 kann damit auch als Rückschlagventil betrachtet werden, welches in der Hochklappstellung
die Errichtung eines Unterwasserstandes U über dem Oberwasserstand O ermöglicht (Fig.
4a), d.h. stromaufwärts sperrt, und in einer abgeklappten Stellung, wenn der Oberwasserstand
O größer oder gleich dem Unterwasserstand U ist (Fig. 4b), stromabwärts öffnet bzw.
durchlässig ist. In einer Zwischenstellung (Fig. 4c) hat die Klappe 26 sowohl die
Funktion eines geöffneten Rückschlagventils als auch eines überströmten Wehrs.
[0039] Wie aus Fig. 4c im Vergleich zu Fig. 4b ersichtlich, können durch Verändern der Wehrhöhe
H der Barriere 21 bzw. der hier als Barriere 21 verwendeten Klappe 26 die Höhe des
Oberwasserstandes O und damit die Höhe der Surfwelle W eingestellt werden.
[0040] Wenn das Wellenbecken 4 im Bereich C stromab der Barriere 21 nach oben verlängerte
Seitenwandbereiche 25 hat, kann die Klappe 26 in ihrer Hochklappstellung auch an einer
Trennwand 28 anliegen, welche das Wellenbecken 4 von der einen Seitenwand 13 zur anderen
Seitenwand 14 überspannt und bis zum oberen Rand der verlängerten Wandbereiche 25
reicht.
[0041] Es versteht sich, das die Klappe 26 auch an einer der Seitenwände 13, 14 oder an
der Trennwand 28 angelenkt sein könnte, in welchem Fall sie dann aber nicht mehr als
überströmbares Wehr zur Regelung des Oberwasserstandes O eingesetzt werden kann.
[0042] Anstelle einer Schwerkraft-, Druck- bzw. Schwimmkörpersteuerung der Barriere 21 kann
die Barriere 21 auch mittels eines Stellantriebes zwangsbewegt werden, der von entsprechenden
Füllstands- und/oder Drucksensoren stromauf und stromab der Barriere 21 gesteuert
wird, um ihr z.B. die Funktion eines Rückschlagventils zu verleihen.
[0043] Die Fig. 5a - 5c zeigen die Verwendung eines zusätzlichen Speicherbeckens 29, um
das Anfahren der Vorrichtung 1 unter Verwendung der Barriere 21 zu erleichtern. Das
Speicherbecken 29 kann bei jeder der vorgenannten Ausführungsformen, d.h. sowohl in
Verbindung mit wehrartigen Barrieren 21 gemäß den Fig. 2a, 2b und 3 als auch mit klappenartigen
bzw. rückschlagventilartigen Barrieren 21 gemäß den Fig. 4a - 4c, verwendet werden.
[0044] Das Speicherbecken 29 ist an den Ablass 22 des Wellenbeckens 4 angeschlossen und
nimmt das aus dem Bereich A stromauf der Barriere 21 abgelassene Wasser 2 im Ruhezustand
der Vorrichtung 1 auf (Fig. 5b). Das Speicherbecken 29 kann unterhalb des Wellenbeckens
4 sowohl über, unter, neben als auch rund um den Rückkanal 8 bzw. dessen Rückleitungen
11 angeordnet werden, um den Stellflächenbedarf der Vorrichtung 1 zu minimieren.
[0045] Fig. 5c zeigt die Phase des Inbetriebnehmens der Pumpeinrichtung 11, in welcher der
Unterwasserstand U absinkt. Gleichzeitig wird das Speicherbecken 29 über einen steuerbaren
Auslass 30 in den Rückkanal 8 hin entleert, wobei die am Auslass 30 vorbeiströmende
Strömung das Wasser aus dem Speicherbecken 29 saugt und so der Pumpeinrichtung 10
zuführt. Wenn das Speicherbecken 29 geleert ist, kann der Auslass 30 für den weiteren
Betrieb der Vorrichtung 1 wieder geschlossen werden.
[0046] Fig. 6 zeigt eine Variante der Vorrichtung der Fig. 5a - 5c, bei welcher das Speicherbecken
29 über einen mit einer Pumpe 31 versehenen Kanal 32 in den Rückkanal 8 und/oder den
Bereich C des Wellenbeckens 4 stromab der Barriere 21 geführt ist. Beim Inbetriebnehmen
der Pumpeinrichtung 10 wird das Wasser aus dem Speicherbecken 29 über die Pumpe 31
in den Bereich C bzw. den Rückkanal 8 miteingespeist, erhöht so den Vordruck für die
Pumpeneinrichtung 10 und liefert zusätzliches Wasser für den Hochlauf.
[0047] In den Fig. 7a und 7b ist die optionale Verwendung eines Ausgleichsbehälters 33 dargestellt,
welcher in jeder der vorgenannten Ausführungsformen zum Einsatz kommen kann. Der Ausgleichsbehälter
33 ist über eine mit einer reversiblen Pumpe 34 versehene Ausgleichsleitung 35 mit
dem Wellenbecken 4 und/oder dem Rückkanal 8 verbunden. Durch entsprechendes Betreiben
der Pumpe 34 in der einen oder anderen Richtung kann Wasser zwischen dem Wellenbecken
4 und dem Ausgleichsbehälter 33 verbracht und so der Oberwasserstand O und damit die
Höhe der Surfwelle W eingestellt werden, u.zw. unabhängig oder zusätzlich zu dessen
Regelung durch die Wehrhöhe H der Barriere 21. Falls gewünscht, kann der Oberwasserstand
O auch durch entsprechende Ansteuerung der Pumpe 34 in einem den Oberwasserstand O
messenden Regelkreis automatisch auf einem gewünschten Stand konstant gehalten werden.
Anstelle der reversiblen Pumpe 34 könnten auch zwei einander parallelgeschaltete,
gegenläufige Pumpen verwendet werden, für die jeweils auch ein gesonderter Zweig der
Ausgleichsleitung 35 vorgesehen sein könnte.
[0048] In jeder der vorgenannten Ausführungsformen können überdies der Rückkanal 8 und/oder
das (optionale) Speicherbecken 29 mit einer oder mehreren Entlüftungsleitungen 36,
37 (Fig. 6) versehen werden, um unerwünschte Gas- und Lufteinträge im Rücckanal 8
insbesondere im Bereich der Pumpeneinrichtung 10 aus dem System entweichen zu lassen
und unerwünschten Unterdrucksituationen beispielsweise im Speicherbecken 29 vorzubeugen.
[0049] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern
umfasst alle Varianten, Modifikationen und deren Kombinationen, die in den Rahmen
der angeschlossenen Ansprüche fallen.
1. Vorrichtung (1) zum Erzeugen einer künstlichen Surfwelle (W), mit einer Rampe (3),
deren unteres Ende (5) in ein Wellenbecken (4) mündet und deren oberem Ende (9) mittels
einer Pumpeinrichtung (10) Wasser (2) aus dem Wellenbecken (4) über einen Rückkanal
(8) im Kreislauf zuführbar ist, um stromab der Rampe (3) einen als Surfwelle (W) verwendbaren
Wechselsprung des Wassers (2) zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Wellenbecken (4) in einem Abstand von der Rampe (3) eine bewegliche Barriere
(21) angeordnet ist, welche die Funktion eines absenkbaren Wehrs oder eines stromabwärts
durchlässigen und stromaufwärts sperrenden Rückschlagventils einnehmen kann und mit
welcher für das Anfahren der Vorrichtung ein höherer Wasserstand stromab der Barriere
als stromauf der Barriere eingestellt werden kann, wobei stromab der Barriere (21)
der Rücckanal (8) vom Wellenbecken (4) ausgeht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wellenbecken (4) stromauf der Barriere (21) mit einem steuerbaren Ablass (22)
versehen ist, mittels welchem der Oberwasserstand (O) der Barriere (21) im Ruhezustand
der Pumpeinrichtung (10) unter den Unterwasserstand (U) der Barriere (21) absenkbar
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablass (22) über einen mit einer Pumpe (23) versehenen Kanal (24) in das Wellenbecken
(4) stromab der Barriere (21) geführt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablass (22) in ein unter dem Wellenbecken (4) angeordnetes Speicherbecken (29)
mündet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Speicherbecken (29) über einen steuerbaren Auslass (30) in den Rückkanal (8)
geführt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Speicherbecken (29) über einen mit einer Pumpe (31) versehenen Kanal (32) in
den Rückkanal (8) oder das Wellenbecken (4) stromab der Barriere (21) geführt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände (13 - 15) des Wellenbeckens (4) stromab der Barriere (21) nach oben verlängerte
Bereiche (25) haben.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Barriere (21) durch eine am Boden (12) des Wellenbeckens (4) angelenkte Klappe
(26) gebildet ist, die zwischen einer Abklappstellung und einer Hochklappstellung
verschwenkbar ist.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (26) in ihrer Hochklappstellung an einer Trennwand (28) anliegt, welche
das Wellenbecken (4) überspannt und bis zum oberen Rand der verlängerten Wandbereiche
(25) reicht.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das freie Ende der Klappe (26) mit einem Schwimmkörper (27) versehen oder
die Klappe (26) ganz oder teilweise aus schwimmfähigem Material gefertigt ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Wehrhöhe (H) der Barriere (21), wenn sie im Betrieb der Pumpeinrichtung (10)
Wehrfunktion einnimmt, verstellbar ist, um den Oberwasserstand (O) der Barriere (21)
und damit die Surfwelle (W) einzustellen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch einen Ausgleichsbehälter (33), der über eine mit zumindest einer Pumpe (34) ausgestattete
Ausgleichsleitung (35) mit dem Wellenbecken (4) oder dem Rückkanal (8) verbunden ist,
um den Oberwasserstand (O) der Barriere (21) und damit die Surfwelle (W) einzustellen,
bevorzugt automatisch in einem den Oberwasserstand (O) im Wesentlichen konstant haltenden
Regelkreis.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (12) des Wellenbeckens (4) in einem ersten, an die Rampe (3) anschließenden
Abschnitt tiefer liegt als in einem zweiten, daran anschließenden Abschnitt (18, 19)
stromauf der Barriere (21).
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückkanal (8) und/oder das Speicherbecken (29), falls vorhanden, mit einer oder
mehreren Entlüftungsleitungen (36, 37) versehen ist/sind.
15. Verfahren zum Betreiben einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, deren
Wellenbecken (4) und Rückkanal (8) Wasser (2) enthalten, umfassend:
im Ruhezustand der Pumpeinrichtung (10), Erhöhen des Unterwasserstandes (U) der Barriere
(21) über den Oberwasserstand (O) der Barriere (21) unter Verwendung der Wehr- oder
Rückschlagventilfunktion der Barriere (21);
Inbetriebnehmen der Pumpeinrichtung (10), wodurch der Unterwasserstand (U) sinkt;
und
Weiterbetreiben der Pumpeinrichtung (10), während aufgrund der Wehr- oder Rückschlagventilfunktion
der Barriere (21) der Unterwasserstand (U) der Barriere (21) kleiner oder gleich dem
Oberwasserstand (O) der Barriere (21) ist.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Erhöhen des Oberwasserstandes (O) über den Unterwasserstand (U) erfolgt, indem
Wasser (2) aus dem Wellenbecken (4) stromauf der Barriere (21) entnommen und in das
Wellenbecken (4) stromab der Barriere verbracht wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass während des Weiterbetreibens der Pumpeinrichtung (10) die Barriere (21) verstellt
wird, um mittels ihrer Wehrfunktion den Oberwasserstand (O) der Barriere (21) und
damit die Surfwelle (W) einzustellen.
1. Apparatus (1) for generating an artificial surf wave (W), comprising a ramp (3) whose
lower end (5) leads into a wave pool (4) and whose upper end (9) can be supplied by
means of a pumping device with water (2) from the wave pool (4) via a return channel
(8) in a circuit, in order to generate downstream of the ramp (3) a hydraulic jump
of the water (2) that can be used as a surf wave (W), characterized in that a movable barrier (21) is arranged in the wave pool (4) at a distance from the ramp
(3), which barrier can serve as a lowerable weir or a check valve that is permeable
in downstream direction and blocking in upstream direction, and with which barrier,
for starting the apparatus, a higher water level can be set downstream of the barrier
than upstream of the barrier, wherein the return channel (8) originates downstream
of the barrier (21) from the wave pool (4).
2. Apparatus according to claim 1, characterized in that the wave pool (4) is provided upstream of the barrier (21) with a controllable discharge
(22), by means of which the upper water level (O) of the barrier (21) can be lowered
below the lower water level (U) of the barrier (21) in the resting state of the pumping
device (10).
3. Apparatus according to claim 2, characterized in that the discharge (22) is fed into the wave pool (4) downstream of the barrier (21) via
a channel (24) provided with a pump (23).
4. Apparatus according to claim 2, characterized in that the discharge (22) leads into a storage pool (29) arranged below the wave pool (4).
5. Apparatus according to claim 4, characterized in that the storage pool (29) is fed into the return channel (8) via a controllable outlet
(30).
6. Apparatus according to claim 4, characterized in that the storage pool (29) is fed into the return channel (8) or the wave pool (4) downstream
of the barrier (21) via a channel (32) provided with a pump (31).
7. Apparatus according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the walls (13 - 15) of the wave pool (4) downstream of the barrier (21) have upwardly
extended regions (25) .
8. Apparatus according to any one of claims 1 to 7, characterized in that the barrier (21) is formed by a flap (26) hinged on the bottom (12) of the wave pool
(4), the flap being pivotable between a lowered position and a raised position.
9. Apparatus according to claims 7 and 8, characterized in that the flap (26), in its raised position, abuts against a partition wall (28) which
spans the wave pool (4) and extends up to the upper edge of the extended wall regions
(25).
10. Apparatus according to claim 8 or 9, characterized in that at least the free end of the flap (26) is provided with a floating body (27) or the
flap (26) is made entirely or partially of floating material.
11. Apparatus according to any one of claims 1 to 10, characterized in that the weir height (H) of the barrier (21), when it adopts weir function during the
operation of the pumping device (10), is adjustable to set the upper water level (0)
of the barrier (21) and thus adjust the surf wave (W).
12. Apparatus according to any one of claims 1 to 11, characterized by a compensating reservoir (33) which is connected to the wave pool (4) or the return
channel (8) via a compensating duct (35) equipped with at least one pump (34) to set
the upper water level (O) of the barrier (21) and thus adjust the surf wave (W), preferably
automatically in a control loop that maintains the upper water level (O) substantially
constant.
13. Apparatus according to any one of claims 1 to 12, characterized in that the bottom (12) of the wave pool (4) is lower in a first section adjacent to the
ramp (3) than in a subsequent second section (18, 19) upstream of the barrier (21)
.
14. Apparatus according to any one of claims 1 to 13, characterized in that the return channel (8) and/or the storage pool (29), if present, is/are provided
with one or more ventilation ducts (36, 37).
15. Method for operating an apparatus according to any one of claims 1 to 14, whose wave
pool (4) and return channel (8) contain water (2), comprising:
in the resting state of the pumping device (10), raising the lower water level (U)
of the barrier (21) above the upper water level (O) of the barrier (21) using the
weir or check valve function of the barrier (21);
starting the pumping device (10), which causes the lower water level (U) to drop;
and
continuing to operate the pumping device (10) while, due to the weir or check valve
function of the barrier (21), the lower water level (U) of the barrier (21) is lower
or equal to the upper water level (O) of the barrier (21).
16. Method according to claim 15, characterized in that the raising of the upper water level (O) above the lower water level (U) is carried
out by taking water (2) from the wave pool (4) upstream of the barrier (21) and transferring
it downstream of the barrier into the wave pool (4).
17. Method according to claim 15 or 16, characterized in that during the continued operation of the pumping device (10) the barrier (21) is moved
to set the upper water level (O) of the barrier (21) and thus adjust the surf wave
(W).
1. Dispositif (1) permettant de générer une vague de surf (W) artificielle, pourvu d'une
rampe (3) dont l'extrémité inférieure (5) débouche dans un bassin à vagues (4) et
dont l'extrémité supérieure (9) peut être alimentée en eau (2) provenant du bassin
à vagues (4) en circulation par le biais d'un canal de retour (8) au moyen d'un dispositif
de pompage (10) afin de générer en aval de la rampe (3) un saut alternatif de l'eau
(2) pouvant être utilisé comme une vague de surf (W), caractérisé en ce qu'une barrière (21) mobile est disposée dans le bassin à vagues (4) à distance de la
rampe (3), laquelle barrière peut adopter la fonction d'un barrage abaissable ou d'un
clapet anti-retour laissant passer le courant vers l'aval et l'empêchant vers l'amont,
et avec laquelle barrière un niveau d'eau plus haut en aval de la barrière qu'en amont
de la barrière peut être réglé pour le démarrage du dispositif, où le canal de retour
(8) part du bassin à vagues (4) en aval de la barrière (21).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bassin à vagues (4) est muni en amont de la barrière (21) d'une évacuation (22)
pouvant être réglée, au moyen de laquelle le niveau d'eau supérieur (O) de la barrière
(21) peut être abaissé en-dessous du niveau d'eau inférieur (U) de la barrière (21)
dans l'état de repos du dispositif de pompage (10) .
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'évacuation (22) est menée dans le bassin à vagues (4) en aval de la barrière (21)
par le biais d'un canal (24) muni d'une pompe (23).
4. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'évacuation (22) débouche dans un bassin de réserve (29) disposé en-dessous du bassin
à vagues (4).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le bassin de réserve (29) est mené dans le canal de retour (8) par le biais d'une
sortie (30) réglable.
6. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le bassin de réserve (29) est mené dans le canal de retour (8) ou le bassin à vagues
(4) en aval de la barrière (21) par le biais d'un canal (32) muni d'une pompe (31).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les parois (13 - 15) du bassin à vagues (4) ont des zones (25) prolongées vers le
haut en aval de la barrière (21).
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la barrière (21) est formée par un clapet (26) articulé sur le fond (12) du bassin
à vagues (4) qui peut être pivoté entre une position clapet vers le bas et une position
clapet vers le haut.
9. Dispositif selon les revendications 7 et 8, caractérisé en ce que le clapet (26) est adjacent dans sa position clapet vers le haut à une paroi de séparation
(28), laquelle surmonte le bassin à vagues (4) et va jusqu'au bord supérieur des zones
de parois (25) prolongées.
10. Dispositif selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce qu'au moins l'extrémité libre du clapet (26) est munie d'un corps flottant (27) ou le
clapet (26) est totalement ou partiellement fabriqué avec un matériau pouvant flotter.
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la hauteur de retenue (H) de la barrière (21), lorsqu'elle adopte la fonction de
barrage dans le fonctionnement du dispositif de pompage (10), est réglable afin de
régler le niveau d'eau supérieur (O) de la barrière (21) et ainsi la vague de surf
(W).
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé par un récipient d'équilibrage (33) qui est relié avec le bassin à vagues (4) ou le canal
de retour (8) par le biais d'une conduite d'équilibrage (35) équipée d'au moins une
pompe (34), afin de régler le niveau d'eau supérieur (O) de la barrière (21) et ainsi
la vague de surf (W), de préférence automatiquement dans un circuit de régulation
maintenant le niveau d'eau supérieur (O) sensiblement constant.
13. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le fond (12) du bassin à vagues (4) se situe plus bas dans une première section faisant
suite à la rampe (3) que dans une section suivante (18, 19) en amont de la barrière
(21).
14. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le canal de retour (8) et/ou le bassin de réserve (29), s'il est présent, est/sont
muni/s d'une ou de plusieurs conduites de dégazage (36, 37).
15. Procédé de fonctionnement d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 14, dont
le bassin à vagues (4) et le canal de retour (8) contiennent de l'eau (2), comprenant
:
dans l'état de repos du dispositif de pompage (10), une augmentation du niveau d'eau
inférieur (U) de la barrière (21) au-dessus du niveau d'eau supérieur (O) de la barrière
(21) moyennant l'emploi de la fonction de barrage ou de clapet anti-retour de la barrière
(21) ;
la mise en marche du dispositif de pompage (10), ce par quoi le niveau d'eau inférieur
(U) diminue ; et
la poursuite du fonctionnement du dispositif de pompage (10) pendant que le niveau
d'eau inférieur (U) de la barrière (21), en raison de la fonction de barrage ou de
clapet anti-retour de la barrière (21), est inférieur ou égal au niveau d'eau supérieur
(O) de la barrière (21).
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que l'augmentation du niveau d'eau supérieur (O) au-dessus du niveau d'eau inférieur
(U) a lieu en ce que de l'eau (2) est prélevée du bassin à vagues (4) en amont de la barrière (21) et
misée dans le bassin à vagues (4) en aval de la barrière.
17. Procédé selon la revendication 15 ou 16, caractérisé en ce que, pendant la poursuite du fonctionnement du dispositif de pompage (10), la barrière
(21) est déplacée afin de régler le niveau d'eau supérieur (O) de la barrière (21),
et ainsi la vague de surf (W), au moyen de sa fonction de barrage.