(19)
(11) EP 4 097 001 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
08.11.2023  Patentblatt  2023/45

(21) Anmeldenummer: 21759068.6

(22) Anmeldetag:  10.08.2021
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B63H 9/069(2020.01)
B63H 8/21(2020.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B63H 8/12; B63H 8/18; B63H 8/16
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2021/072295
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2022/038000 (24.02.2022 Gazette  2022/08)

(54)

FLÜGELRIGG

WING RIG

GRÉEMENT D'AILE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 17.08.2020 DE 102020121553
22.03.2021 DE 102021106993
29.03.2021 DE 202021101663 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.12.2022  Patentblatt  2022/49

(60) Teilanmeldung:
23164131.7 / 4219288

(73) Patentinhaber: Boards & More GmbH
4591 Molln (AT)

(72) Erfinder:
  • PAJANK, Max
    82041 Oberhaching (DE)

(74) Vertreter: MERH-IP Matias Erny Reichl Hoffmann Patentanwälte PartG mbB 
Paul-Heyse-Strasse 29
80336 München
80336 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 512 619
DE-A1-102015 117 708
US-B2- 7 017 860
DE-A1- 3 215 764
FR-A1- 2 754 237
   
  • Hocquinghem Stéphane: "Wing Surf Swing la nouvelle aile de F-One | Foil Magazine, toute l'information du foil ou hydrofoil", , 24. Juni 2019 (2019-06-24), XP055646755, Gefunden im Internet: URL:https://foil-magazine.com/wing-surf-de couvrez-une-nouvelle-dimension-du-sup-avec -la-swing-de-f-one/ [gefunden am 2019-11-26]
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Foilwing für windkraftgetriebene Sportarten, beispielsweise Wingfoilen, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

[0002] Ein derartiges handgestütztes Flügelrigg, auch Foilwing oder Wingfoil genannt da es sich besonders gut zusammen mit einem Foilboard nutzen lässt, wird beispielsweise unter dem Namen "Slingwing" im Internet beschrieben, vgl. auch https://foil-magazine.com/wing-surf-decouvrez-une-nouvelle-dimension-du-sup-avec-la-swing-de-f-one/. Es handelt sich dabei im Prinzip um einen ähnlich wie ein Kite ausgeführten Flügel mit einer eine Leading Edge ausbildenden Fronttube und einer einzigen Strut, die aufblasbar (inflatable) ausgeführt sind. An der mittigen Strut und an der Fronttube sind jeweils Halteschlaufen ausgebildet, über die der Nutzer das aufblasbare Flügelrigg während der Nutzung, beispielsweise beim Foilen oder beim Eissurfen oder beim Skifahren hält.

[0003] Dieses aufblasbare Flügelrigg wird während der Nutzung, insbesondere bei den beim Foilen erreichten hohen Geschwindigkeiten stark deformiert, und somit die Aerodynamik verschlechtert.

[0004] Ein weiterer Nachteil dieses bekannten Flügelriggs besteht darin, dass die Halteschlaufen flexibel ausgeführt sind, so dass ein exaktes Führen des Flügelriggs, beispielweise während der Wende und der Halse, bei der ein Handwechsel erforderlich ist, erschwert ist. Darüber hinaus sind diese Halteschlaufen fest an der Leading Edge oder der Strut befestigt, so dass ein Auswechseln oder Anpassen nur schwierig durchführbar ist.

[0005] Bekannt sind auch Lösungen, bei denen anstelle der flexiblen Halteschlaufen steife Griffe an der Leading Edge oder der Strut befestigt sind. Derartige Flügelriggs erfordern allerdings aufgrund der ausladenden Haltegriffe im zerlegten Zustand mit abgelassener Luft (deflated) einen erheblichen Stauraum.

[0006] In der US 4,563,969 ist ein starres Flügelrigg gezeigt, bei dem die Leading Edge und ein Baum durch eine komplexe Rohrkonstruktion ausgebildet ist, die ein Segeltuch (Canopy) aufspannt. Die Leading Edge ist in einer Draufsicht gesehen bogenförmig gekrümmt. Der Baum ist durch eine Vielzahl von Streben an der Leading Edge abgestützt. Diese Streben sind derart ausgebildet, dass sie der Leading Edge in einer Vorderansicht, d. h., in Anströmrichtung des Flügelriggs gesehen - eine konkave Struktur verleihen, gemäß der die Endabschnitte (Tips) des Flügelriggs von einem mittigen Scheitel der Leading Edge aus nach oben ausgestellt sind.

[0007] Ein Nachteil dieser Lösung ist, dass durch den komplexen Aufbau des Baums und der Leading Edge das Gesamtgewicht des Flügelriggs sehr hoch ist, so dass eine Nutzung beim Wassersport nur mit entsprechenden Auftriebskörpern möglich ist. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der Auf- und Abbau des Flügelriggs aufgrund der komplexen Rohrstruktur viel Zeit in Anspruch nimmt. Diese harte Rohrstruktur der Leading Edge und des Baums bringt auch eine erhebliche Verletzungsgefahr des Nutzers bei einem Schleudersturz mit sich.

[0008] Ein ähnliches starres Flügelrigg ist in der WO 95/05973 A1 gezeigt. Auch bei dieser Lösung sind die Leading Edge und der Baum durch eine komplexe Rohrstruktur ausgebildet. Der Aufbau zeigt die gleichen Nachteile wie das Flügelrigg gemäß der oben diskutierten US 4,563,969.

[0009] In der Druckschrift DE 31 40 685 A1 wird ein starres Flügelrigg beschrieben, bei dem die Leading Edge (Anströmkante) durch zwei V-förmig angestellte Masten ausgebildet ist, die über einen Mittelbaum und Stützstreben miteinander verbunden sind. Auch dieses Flügelrigg hat aufgrund seiner Rohrstruktur ein erhebliches Gewicht, die das Handling insbesondere bei Wassersportarten deutlich erschwert.

[0010] In dem Dokument US 5,448,961 ist ein ebenes Flügelrigg mit einer geschlossenen Rahmenstruktur beschrieben - eine derartige Lösung ist für den Wassersport aufgrund des hohen Gewichts, der zeitaufwendigen Montage/Demontage und der Verletzungsgefahr ebenfalls unbrauchbar.

[0011] Die deutsche Offenlegungsschrift DE 10 2015 117 708 A1 offenbart ein Windsurfrigg, das mit einem aufblasbaren Mast und einer aufblasbaren Querstrebe ausgeführt ist, die gemeinsam ein Segel aufspannen. Bei diesem Windsurfrigg ist in den Mast ein Mastfuß integriert, über den eine Verankerung mit einem Board ermöglicht ist. Ein derartiges Konzept ist nicht als handgestütztes Flügelrigg verwendbar. An dem Windsurfrigg sind Halteschlaufen in Form von Schnüren angebracht.

[0012] In der ebenfalls auf die Anmelderin zurückgehenden DE 10 2019 101 656 A1 ist ein Flügelrigg mit einer aufblasbaren Fronttube und einem starren Baum offenbart, die gemeinsam ein Segel aufspannen, wobei die Fronttube in Anströmrichtung V-förmig angestellt ist. Der starre Baum ist lösbar an der Fronttube befestigt. Der Nachteil eines derartigen Konzepts besteht darin, dass das Gewicht des sich von der Fronttube bis zur Leading Edge des Segels erstreckenden Baums relativ groß ist, sodass im Wasser der Auftrieb des Flügelriggs im mittleren Bereich relativ gering ist. Der Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass der Baum ein sehr variables Halten des Flügelriggs je nach Vorliebe des Nutzers / der Nutzerin ermöglicht. Eine zusätzliche Befestigung von Handles ist nicht erforderlich.

[0013] In der nachveröffentlichten Druckschrift DE 10 2020 122 145 A1 wird das vorgenannte Konzept dahingehend weitergebildet, dass ein derartiger Baum an einer aufblasbaren Centerstrut des Flügelriggs befestigt ist.

[0014] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Foilwing für windkraftbetriebene Sportarten zu schaffen, das ein einfaches Handhaben bei geringem Stauraum ermöglicht.

[0015] Diese Aufgabe wird durch ein Foilwing mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.

[0016] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

[0017] Das erfindungsmäße Foilwing, das insbesondere zum Fahren mit Foilboards ausgelegt ist, hat eine aufblasbare Fronttube, von der sich eine aufblasbare Centerstrut erstreckt.

[0018] Diese Centerstrut wird zum Führen des Foilwings vom Nutzer gehalten und spannt gemeinsam mit der Fronttube eine Canopy (Segeltuch) auf, die sozusagen die Segelfläche des Foilwings ausbildet. Zum optimalen Handhaben des Foilwings während der Manöver und während des Fahrens ist erfindungsgemäß zumindest ein Handle (Handgriff) vorgesehen, der an der Fronttube oder an der Centerstrut befestigt ist. Dieser Handle ist erfindungsgemäß abnehmbar ausgeführt, so dass das Foilwing bei abgenommenen Handles nur einen sehr geringen Stauraum beansprucht. Des Weiteren können beispielsweise unterschiedliche Handles angesetzt werden, die je nach Vorliebe des Nutzers/der Nutzerin ausgewählt sind.

[0019] So ist es beispielsweise möglich, wahlweise starre oder flexible Handles anzubringen. Das Konzept ermöglicht es, auch beispielsweise an der Fronttube mittig einen starren Handle vorzusehen, während die Handles im Bereich der Centerstrut flexibel ausgelegt sind.

[0020] Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der zumindest eine Handle etwa U-förmig ausgebildet, wobei die Endabschnitte an der Fronttube oder an der Centerstrut mittels geeigneter Adapter befestigt sind.

[0021] Diese Adapter sind erfindungsgemäß kraft- oder formschlüssig wirkende Verspannadapter, beispielsweise mit Verriegelungsbolzen oder andere zum Verspannen ausgelegte Adapter oder auch Mischformen.

[0022] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Adapter mit einer Adapterkonsole ausgeführt, die am Foilwing befestigt ist und die beispielsweise eine Gewindebuchse aufweist, an die eine Stützplatte des Handles mittels einer Schraube ansetzbar ist. Die Adapterkonsole (Patch) kann aus einem flexiblen Material, beispielsweise TPU gefertigt sein.

[0023] Die Abstützung des Handles ist optimal, wenn die Adapterkonsole entsprechend des Durchmessers der Fronttube oder der Centerstrut gewölbt ist, so dass die Stützplatte flächig an der Außenhaut dieser Elemente abgestützt ist. Die Adapterkonsole kann als flexibler Patch ausgeführt sein.

[0024] Erfindungsgemäß ist der Adapter so ausgelegt, dass er mit einem Endabschnitt des Handle verspannbar ist. Eine derartige Variante ermöglicht es, das Handle ohne Vorspannung zunächst in den Adapter einzusetzen und dann durch geeignete Maßnahmen zu verspannen.

[0025] Dieses Verspannen erfolgt durch Aufpumpen der Fronttube und/oder der Centerstrut, wobei der Handle zunächst im nicht aufgepumpten Zustand des Foilwings an den Adapter angesetzt wird und dann durch Aufpumpen ein Kraft-/Formschluss und somit eine Verspannung erzeugt wird. Ein derartiges Ausführungsbeispiel zeichnet sich durch einen minimalen vorrichtungstechnischen Aufwand aus, da beispielsweise der Adapter lediglich als Schlaufe (Näheres wird noch unten ausgeführt) ausgeführt sein kann, in die der Endabschnitt des Handle eingesetzt wird.

[0026] In vorteilhafter Weise kann der Adapter einen Abschnitt der Fronttube und/oder der Centerstrut (je nach dem, an welchem dieser Bauelemente der Handle festgelegt ist) überstrecken, so dass der jeweilige Endabschnitt des Handles in dem von dem Adapter einerseits und von der Außenhaut der Fronttube oder der Centerstrut andererseits begrenzten Bereich eingesetzt werden kann, wobei nach dem Aufpumpen der Fronttube oder der Centerstrut der Endabschnitt gegen den Adapter gespannt ist, so dass der Endabschnitt des Handles kraft- und formschlüssig gehalten ist.

[0027] Wie oben angedeutet, kann der Adapter bei einem sehr einfach ausgeführten Ausführungsbeispiel schlaufenförmig aus einem band- oder gurtartigen Material ausgebildet sein, das mit der Centerstrut oder der Fronttube verbunden ist. Anstelle eines bandartigen Materials kann selbstverständlich auch ein Formteil oder dergleichen verwendet werden.

[0028] Die Ausgestaltung der Handles ist besonders flexibel, wenn diese mehrteilig mit einem Steg und zumindest einem Stützarm ausgeführt sind. Dabei ist es beispielsweise möglich durch Auswechseln des Stegs und/oder des Stützarms unterschiedliche Handle-Konzepte anzuwenden.

[0029] Dabei wird es bevorzugt, wenn die vorgenannte Stützplatte an einem Endabschnitt des jeweiligen Stützarms angeordnet ist.

[0030] Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, die Stützplatte oder einen in den Adapter ein- oder angesetzten Steg des Handles mit einem Endabschnitt auszubilden, der über den Adapter hinaussteht, so dass der Nutzer auf einfache Weise überprüfen kann, dass der Handle in vorbestimmter Weise an dem Adapter positioniert ist.

[0031] Die Abstützung des Handles ist optimal, wenn die Stützplatte entsprechend des Durchmessers der Fronttube oder der Centerstrut gewölbt ist, so dass die Stützplatte flächig an der Außenhaut dieser Elemente abgestützt ist.

[0032] Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung kann der Handle einerseits über einen Stützarm und andererseits über den Steg mit dem jeweiligen Adapter verspannt sein. Bei einer alternativen Lösung hat der Handle zwei Stützarme, die jeweils mit einem Adapter verspannt sind.

[0033] Das Gewicht des Handles ist besonders gering, wenn der Steg rohrförmig ausgeführt ist, wobei jeder Stützarm mit einem Verbindungsstück ausgeführt ist, das in das Rohr eintaucht oder dieses abschnittsweise umgreift, so dass eine zuverlässige Lagefixierung gewährleistet ist. Dabei können die Stützarme und der Steg kraft- und/oder formschlüssig verbunden sein. Der Steg kann gerade oder aufgewölbt ausgeführt sein.

[0034] Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung sind zwei Handles etwa V-förmig zusammenlaufend angeordnet, wobei der zusammenlaufende Bereich an der Centerstrut und die jeweiligen Endabschnitte der Handles an der Fronttube befestigt sind. Diese beiden V-förmig angeordneten Handles erleichtern die Durchführung der vorbeschriebenen Manöver oder das Halten des Foilwings während des Foilens.

[0035] Zur Klarstellung sei darauf hingewiesen, dass unter dem Begriff "Adapter" jedwede Einrichtung/Vorrichtung verstanden werden kann, die geeignet ist, einen Handle an dem Foilwing festzulegen.

[0036] Bevorzugte Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Foilwings werden im Folgenden anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine Prinzipdarstellung eines Foilwings, das zum Antreiben eines Foilboards verwendet wird;

Figur 2 eine dreidimensionale Darstellung eines Foilwings, in der beispielhaft die Positionen von auswechselbaren Handles mit U-Profil dargestellt sind;

Figur 3 eine Teildarstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Foilwings mit einer Griffmulde;

Figur 4 eine Detaildarstellung des Foilwings gemäß Figur 3;

Figur 5 eine weitere Detaildarstellung eines Handles gemäß Figur 4, der einerseits an einer Centerstrut und andererseits an der Fronttube befestigt ist;

Figuren 6, 7 Ansichten eines Stützarms des Handles gemäß den Figuren 3 bis 5;

Figur 8 eine Variante des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 3, wobei die Handles jeweils nur an der Centerstrut bzw. der Fronttube befestigt sind und

Figuren 9, 10 eine Detaildarstellung eines Handles des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 8.



[0037] In Figur 1 ist die Nutzung eines erfindungsgemäßen Foilwings 1 zum Antrieb eines Foilboards 2 dargestellt. Ein Surfer 4 hält dabei das Foilwing 1 lediglich mit den Händen und stellt dieses mit Bezug zum Wind in Abhängigkeit von der gewünschten Fahrrichtung (Amwind, Halbwind, Vorwind) oder vom einzustellenden Auftrieb, beispielsweise beim Springen oder Justieren der Fahrthöhe ein.

[0038] Das Foilwing 1 hat eine aufblasbare Fronttube 6 mit einer anströmseitigen Leading Edge 7, die in der Draufsicht (von oben her in den Figuren 1 und 2) etwa bogenförmig, vorzugsweise etwa delta-, C- oder U-förmig ausgebildet ist und sich mit ihren Tips 8, 10 bis hin zu einer Trailing Edge 12 einer Canopy 14 des Foilwings 1 erstreckt. Wie im Folgenden erläutert, wird diese Canopy 14 zum einen von der Fronttube 6 und zum anderen von einem im Folgenden noch näher erläuterten Baum/bzw. einer Centerstrut (siehe Figur 2) aufgespannt. Der Surfer 4 hält dabei das Foilwing 1 hauptsächlich an dem Baum/der Centerstrut, der/die nach unten (Ansicht nach Figur 1) hin auskragt. Die Fronttube 6 ist vorzugsweise sowohl in der Draufsicht als auch in einer Vorderansicht - gesehen in Anströmrichtung - etwa V- oder U-förmig angestellt, wobei sich das V/U in der Vorderansicht nach oben, d. h., weg vom Surfer erweitert. Wie Figur 1 entnehmbar, ist auch die Trailing Edge 12 und damit die gesamte Canopy-Fläche 14 in der Vorderansicht V- (oder U-) förmig angestellt.

[0039] Mit dem Bezugszeichen 16 ist beispielhaft ein Handle gekennzeichnet, der im Bereich der Fronttube 6 mittig angeordnet ist. Dieser Handle 16 wird beispielsweise ergriffen, wenn das Foilwing 1 während des Fahrens auf einer Welle ohne Vortrieb im Wind gehalten wird. Dieser Handle 16 wird auch beim Handhaben des Foilwings 1 an Land oder beim Starten oder bei der Beendigung einer Fahrt (Wasserlandung) verwendet.

[0040] Wie im Folgenden erläutert, können noch weitere Handles am Foilwing 1 positioniert sein. Eine Besonderheit des Handles 16 besteht darin, dass dieses auswechselbar am Foilwing 1, beispielhaft hier an der Fronttube 6 oder der Centerstrut 18 befestigt ist.

[0041] In der Darstellung gemäß Figur 1 ist noch eine Safety Leash 17 dargestellt, die beispielsweise am Handgelenk des Surfers 4 befestigt ist und deren anderer Endabschnitt an der Fronttube 6 angreift.

[0042] Figur 2 zeigt eine dreidimensionale Ansicht von unten auf ein Foilwing 1 gemäß Figur 1. Man erkennt in dieser Darstellung den oben genannten Baum, der bei diesem Ausführungsbeispiel als aufblasbare Centerstrut 18 ausgeführt ist. Diese ist an die Fronttube 6 angesetzt. Die Fronttube 6 ist ähnlich einer Fronttube eines Kites ausgeführt und ist über ein nicht näher dargestelltes One-Pump-System mit der aufblasbaren Centerstrut 18 verbunden, so dass beide über ein gemeinsames Ventil mit Luft befüllt werden können. In der Darstellung gemäß Figur 10 ist der vorbeschriebene Handle 16 dargestellt, der einen Scheitel 20 der Fronttube 6 in Anströmrichtung überbrückt.

[0043] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Centerstrut 18 nach oben gekrümmt ausgeführt, wobei ein an die Fronttube 6 angebundener anströmseitiger Strutabschnitt 22 im Bereich des Scheitels 20 an die Fronttube 6 angebunden ist. Im Anschluss an diesen etwa rechtwinklig zur Fronttube 6 angestellten Strutabschnitt 22 ist die Centerstrut 18 in einem Mittelabschnitt 24 nach oben, zur Canopy 14 hin ausgewölbt und geht dann in einen verjüngten Endabschnitt 26 über, der sich bis zur Trailing Edge 12 erstreckt. Die Canopy 14 ist zumindest abschnittsweise mit der Centerstrut 18 verbunden, so dass sich das eingangs beschriebene Profil einstellt. Der Mittelabschnitt 24 und der abströmseitige Endabschnitt 26 sind mit der Canopy 14 verbunden. Zwischen dem vorderen Strutabschnitt 22 und der Canopy 14 ist ein Abstand 27, der frei bleibt oder mittels einer Tuchwandung ausgefüllt ist. Die Anmelderin behält sich vor, auf die aufgewölbte aufblasbare Centerstrut 28 einen eigenen unabhängigen Anspruch zu richten.

[0044] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind im Bereich des Strutabschnittes 22 zwei V-förmig angestellte Handles 28a, 28b angeordnet, die mit ihren zusammenlaufenden Endabschnitten an dem Strutabschnitt 22 befestigt sind. Die davon entfernten Endabschnitte der Handles 28a, 28b sind jeweils an der Unterseite (Ansicht nach Figur 2) der Fronttube 6 befestigt.

[0045] Beispielhaft sind dann in Figur 2 noch drei weitere erfindungsgemäße Handles 30a, 30b, 30c dargestellt, die entlang der Centerstrut 18 verteilt von der Anbindung der beiden vorgenannten Handles 28a, 28b hin zum verjüngten Endabschnitt 26 der Centerstrut 18 angeordnet sind. Auch diese Handles sind nach unten, zum Fahrer hin weisend angeordnet (Ansicht nach Figur 2).

[0046] Selbstverständlich können derartige Handles auch an anderen Positionen des Foilwings 1 befestigt werden. Eine Besonderheit besteht darin, dass diese Handles auf einfache Weise auswechselbar an der Centerstrut 18 des Foilwings 1 gehalten werden. Unter auswechselbar wird dabei eine Lagefixierung verstanden, die mit geringem Aufwand und mit einem einfachen Werkzeug, beispielsweise einem Schraubenzieher oder Schraubenschlüssel, gelöst oder fixiert werden kann. Ein Auftrennen von Nähten oder ein Lösen von Nieten oder einer Klebeschicht oder dergleichen ist nicht erforderlich.

[0047] Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, unterschiedliche Handles an unterschiedlichen Positionen des Foilwings 1 vorzusehen, wobei diese Positionierung nach den Vorlieben des Nutzers variiert werden kann. Es muss lediglich sichergestellt sein, dass foilwingseitig entsprechende Aufnahmen zur Lagefixierung der Handles 30 vorgesehen sind.

[0048] Die Handles 30 können starr oder flexibel ausgebildet sein. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Handles 30 verrundet etwa U-förmig oder V-förmig ausgebildet.

[0049] Prinzipiell können die Handles 16, 28, 30 einstückig oder mit einer anderen Geometrie ausgebildet sein.

[0050] Anstelle der biegesteifen Handles 16, 28, 30 können auch flexible Handles oder gemischte Handle-Arten positioniert werden.

[0051] Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist es vorgesehen, eine Vielzahl von Adapterkonsolen entlang der Fronttube 6 und/oder der Centerstrut 18 vorzusehen, so dass die Handles individuell positioniert werden können.

[0052] Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Foilwings 1, bei dem die Centerstrut 18 in dem an die Fronttube 6 angrenzenden Bereich im Durchmesser d gegenüber einem zur Trailing Edge 12 benachbarten Abschnitt mit dem Durchmesser D verringert ist, so dass durch diese Rückstufung eine Griffmulde 70 ausgebildet ist, in deren Bereich zwei erfindungsgemäße Handles 30a, 30b sowie eine zwischen diesen angeordnete herkömmliche Halteschlaufe 72 angeordnet sind. Die Handles 30a, 30b erstrecken sich dementsprechend etwa in Verlängerung des

[0053] Bereiches der Centerstrut 18, der mit dem Durchmesser D ausgeführt ist. Eine Besonderheit der Handles 30a, 30b besteht darin, dass diese mit der Centerstrut 18 bzw. der Fronttube 6 verspannt sind, wobei diese Verspannung durch Aufpumpen des Foilwings 1 bewirkt wird. Bei abgelassener Luft können die Handles ohne jedes Werkzeug und ohne nennenswerten Aufwand an die Fronttube 6 bzw. die Centerstrut 18 angesetzt werden, so dass das Montieren und Lösen der Handles 30a, 30b auf äußerst einfache Weise erfolgt.

[0054] Der Handle 30a ist mit dem in Figur 3 linken Endabschnitt an den Bereich 74 mit einem größeren Durchmesser D einerseits befestigt und andererseits etwa mittig innerhalb der Griffmulde 70. Zur Befestigung sind jeweils Adapter 76, 78 an der Centerstrut 18 ausgebildet, über die der Handle 30a lagefixiert ist. Konkret sind beim dargestellten Ausführungsbeispiel die beiden Adapter 76, 78 jeweils durch Gurtband-Schlaufen 80, 82 ausgebildet, die mit ihren jeweiligen Endabschnitten mit der Außenhaut der Centerstrut 18 vernäht sind und die sich brückenartig aufwölben, so dass ein Durchgriffsbereich für einen Handleabschnitt ausgebildet ist. Bei dem in Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel hat der Handle 30a an dem rechten Endabschnitt einen Stützarm 34, der anhand der Figuren 6 und 7 unten näher erläutert ist.

[0055] Wie bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen ist der Stützarm 34 mit einem rohrförmigen Steg 32 verbunden, der sich bis zu dem Bereich 74 mit dem Adapter 76 erstreckt. Dabei taucht der rohrförmige Endabschnitt 84 des Stegs 32 in die Schlaufe 80 ein und durchsetzt diese, wobei der aus der Schlaufe 80 auskragende Endabschnitt 84 über eine Kappe 85 lagefixiert ist, in die der Endabschnitt 84 eintaucht, so dass seine Bewegung in der Darstellung gemäß Figur 3 nach links begrenzt ist. Wie im Folgenden noch näher erläutert wird, taucht der Stützarm 34 in der Darstellung gemäß Figur 3 von rechts her in die Schlaufe 82 ein, so dass die Montage des Handles 30a einfach durch Einschieben von rechts her in die Schlaufe 80 bzw. die Schlaufe 82 erfolgt.

[0056] Der weitere Handle 30b ist in entsprechender Weise über einen Stützarm 36 und über eine Gurtband-Schlaufe 86 an der Centerstrut 18 und mit dem in Figur 3 rechten Endabschnitt des Stegs 32 und eine weitere Gurtband-Schlaufe 88 an der Fronttube 6 festgelegt. Eine Axialverschiebung über die Fronttube 6 hinaus wird, wie beim Handle 30a über eine Kappe 90 verhindert, die an die Schlaufe 88 angesetzt ist. Dabei ist die Durchmesserdifferenz zwischen der Fronttube 6 und der Centerstrut 18 im Anbindungsbereich des Handles 30b so groß, dass genügend lichte Weite zum Ergreifen des Stegs 32 ausgebildet ist. Das Ansetzen des Handles 30b erfolgt durch Einschieben in die Adapter 76, 78 in Richtung zur Fronttube 6.

[0057] Die herkömmliche Halteschlaufe 72 ist nicht lösbar zwischen den beiden Stützarmen 34, 36 montiert und ermöglicht das Handhaben des Foilwings 1 auch bei abgenommenen Handles 30a, 30b. Dieser Bereich ist vergrößert in der Figur 4 dargestellt. In dieser Darstellung erkennt man deutlich die beiden Gurtband-Schlaufen 82, 86, die jeweils mit ihren Endabschnitten mit der Außenhaut der Centerstrut 18 vernäht sind und die sich bogenförmig aufwölben, um einen Aufnahmeraum 92 bzw. 94 für einen Teil des jeweiligen Stützarms 34, 36 zu bilden.

[0058] Der Aufbau der Stützarme 34, 36 wird beispielhaft anhand der Figuren 6 und 7 erläutert, die eine Einzeldarstellung des Stützarms 34 zeigen. Demgemäß haben diese jeweils eine Stützplatte 48, die entsprechend des Durchmessers D der Centerstrut 18 oder des Durchmessers der Fronttube 6 gekrümmt sind, so dass eine flächige Anlage an diese Komponenten gewährleistet ist. In der Darstellung gemäß Figur 6 ist beispielhaft der Durchmesser D des Bereiches 74 der Centerstrut 18 eingezeichnet. Seitlich an die Stützplatte 48 ist ein Stützarm 36 angesetzt, der beim dargestellten Ausführungsbeispiel etwa U-förmig mit einer schrägen Basis ausgebildet ist, so dass das am Endabschnitt des Stützarms 36 ausgebildete Verbindungsstück 58 etwa im Parallelabstand zum Scheitel der Stützplatte 48 verläuft. Wie bei den eingangs beschriebenen Ausführungsbeispielen ist das Verbindungsstück 58 zurückgestuft, so dass im Übergangsbereich zu dem Abschnitt mit geringerem Querschnitt eine radiale Anlageschulter 68 ausgebildet ist. Der Durchmesser e des zurückgestuften Bereiches entspricht dann dem Innendurchmesser des aufgesetzten Stegs 32, der mit seiner Stirnfläche im montierten Zustand an der Anlageschulter 68 des Verbindungsstücks 58 anliegt. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Stützarm 36 aus faserverstärktem Kunststoff hergestellt. Prinzipiell kann der Stützarm 36 auch aus einem anderen Material oder nach einem generativen Verfahren (3D-Drucken) hergestellt sein.

[0059] Wie besonders gut in Figur 5 sichtbar, ist die Breite b der Gurtband-Schlaufe 86 etwas geringer als die Breite B (siehe Figur 7) der Stützplatte 48 ausgebildet, so dass im montierten Zustand die Stützplatte 48 (und natürlich auch die anderen Stützplatten) mit einem Überstand 96 aus der Gurtband-Schlaufe 86 herausragt. Zur Lagefixierung kann dieser Überstand 96 mit eine Stufe versehen sein, die in Auszugsrichtung an der zugeordneten Gurtband-Schlaufe 86 anliegt und somit das versehentliche Herausziehen der Stützplatte 48 aus der Gurtband-Schlaufe 86 weiter erschwert.

[0060] Wie beim Handle 30a ist der von der Gurtband-Schlaufe 86 entfernte Endabschnitt des Stegs 32 (siehe insbesondere Figur 5) in die Gurtband-Schlaufe 88 eingesetzt und über die Kappe 90 in Axialrichtung gesichert.

[0061] Figur 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die beiden Handles 30a, 30b nur an der Centerstrut 18 befestigt sind. Diese ist bei diesem Ausführungsbeispiel nicht mit einer Griffmulde 70 sondern in herkömmlicher Weise ausgebildet, so dass im Übergangsbereich zur Fronttube 6 keine Stufe vorgesehen ist, die von einem Handle überstreckt werden kann.

[0062] Bei diesem Ausführungsbeispiel ist jeder der Handle 30a, 30b mit zwei Stützarmen 34, 36 (in Figur 8 sind lediglich die Stützarme des Handles 30a mit Bezugszeichen versehen) ausgebildet, zwischen denen sich der Steg 32 erstreckt. Dementsprechend sind die beiden baugleichen Stützarme 34, 36 so orientiert, dass ihre Verbindungsstücke 56, 58 (siehe Figuren 6 und 7) auf einander zuweisen. Die Stützplatten 46, 48 greifen dann wieder kraft- und formschlüssig in die jeweiligen Gurtband-Schlaufen 80, 82 bzw. 86, 88 ein. D.h. die Stege der Handles 30a, 30b überstrecken die jeweiligen Gurtband-Schlaufen 80, 82 bzw. 86, 88, so dass die Montage nur bei abgelassener Luft möglich ist, wobei die Handles 30a, 30b im aufblasbaren Zustand aufgrund des Kraft-/Formschlusses praktisch nicht gelöst werden können.

[0063] Die herkömmliche Halteschlaufe 72 ist wiederum zwischen den Handles 30a, 30b montiert. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 8 (und auch bei den anderen Ausführungsbeispielen) ist an der Leading Edge 7 der Fronttube 6 in Verlängerung der Centerstrut 18 ein Handle 16 lösbar befestigt, dessen Aufbau anhand der Figuren 9 und 10 erläutert ist.

[0064] Demgemäß hat dieser Handle 16 wiederum zwei Stützarme 34, 36, die im Wesentlichen in der Bauweise gemäß Figur 6 und 7 ausgebildet sind. Die Stützplatten 46, 48 tauchen wiederum in Gurtband-Schlaufen 98, 100 der Adapter 76, 78 ein, die an der Leading Edge 7 der Fronttube 6 befestigt sind. Wie beim zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel liegen die beiden Gurtband-Schlaufen 98, 100 zwischen den Stützarmen 34, 36, so dass der Handle 16 zuverlässig lagefixiert ist.

[0065] Auf die beiden Verbindungsstücke 56, 58 ist bei diesem Ausführungsbeispiel ein Steg 32 aus einem elastischen Material, beispielsweise ein flexibler Schlauch, aufgesetzt, der entsprechend der Krümmung der Leading Edge 7 gewölbt ist (siehe Figur 10). Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Schlauch mit Presspassung auf den zurückgestuften Endabschnitt der Verbindungsstücke 56, 58 aufgesetzt. Selbstverständlich kann der Steg 32 auch zusätzlich über Fixierelemente, beispielsweise Verrastungen, Schrauben, Verklemmungen oder dergleichen, lagefixiert sein. Dies gilt natürlich auch für die weiteren beschriebenen Handles 28, 30.

[0066] Bei den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen ist die Centerstrut 18 aufblasbar ausgeführt. Wie eingangs erläutert, kann anstelle dieser aufblasbaren Centerstrut 18 auch eine als Baum ausgeführte oder zusätzlich mit einem Baum ausgeführte Centerstrut verwendet werden. In diesem Fall kann auf die Befestigung von Handles an der Centerstrut verzichtet werden. Es ist jedoch durchaus vorteilhaft, die vorbeschriebenen Handles 16 und 28a, 28b zusätzlich zu dem Baum zur Vereinfachung der Handhabung vorzusehen.

[0067] Offenbart ist ein Foilwing, bei dem an einer Fronttube oder einer Centerstrut abnehmbare Handles befestigt sind.

Bezugszeichenliste:



[0068] 
1
Foilwing
2
Foilboard
4
Sufer
6
Fronttube
7
Leading Edge
8
Tip
10
Tip
12
Trailing Edge
14
Segeltuch (Canopy)
16
Handgriff (Handle)
18
Centerstrut / Baum
19
Safety Leash
20
Scheitel der Fronttube/Leading Edge
22
Strutabschnitt
24
Mittelabschnitt
26
Endabschnitt
27
Abstand
28
Handgriff (Handle)
30
Handgriff (Handle)
32
Steg
34
Stützarm
36
Stützarm
46
Stützplatte
48
Stützplatte
56
Verbindungsstück
58
Verbindungsstück
68
Anlageschulter
70
Griffmulde
72
Halteschlaufe
74
Bereich der Centerstrut
76
Adapter
78
Adapter
80
Gurtband-Schlaufe
82
Gurtband-Schlaufe
84
Endabschnitt
85
Kappe
86
Gurtband-Schlaufe
88
Gurtband-Schlaufe
90
Kappe
92
Aufnahmeraum
94
Aufnahmeraum
96
Überstand
98
Gurtband-Schlaufe
100
Gurtband-Schlaufe



Ansprüche

1. Foilwing für windkraftbetriebene Sportarten, mit einer aufblasbaren Fronttube (6), von der sich eine aufblasbare Centerstrut (18) erstreckt, die ausgelegt ist, zum Führen des Foilwings (1) vom Nutzer gehalten zu werden, wobei die Fronttube (6) und die Centerstrut (18) ein Segeltuch (14) aufspannen, und mit zumindest einem an der Centerstrut (18) befestigten Handgriff (16, 28, 30) zum Halten des Foilwings (1),

dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff (16, 28, 30) abnehmbar ausgeführt ist,

und einen Abschnitt der Fronttube (6) oder der Centerstrut (18) überstreckt, und Endabschnitte der Z Handgriff in an der Fronttube (6) oder der Centerstrut (18) befestigte Verspannadapter (76, 78) einsetzbar sind, wobei ein Endabschnitt in einen von einem Verspannadapter einerseits und von der Fronttube (6) bzw. der Centerstrut (18) andererseits begrenzten Aufnahmeraum (92, 94) einsetzbar und durch Aufpumpen der Fronttube (6) und/oder der Centerstrut (18) mit dem Adapter (76, 78) verspannbar ist, so dass der Endabschnitt kraft- und/oder formschlüssig gehalten ist.


 
2. Foilwing nach Patentanspruch 1, wobei der Handgriff (16, 28, 30) starr oder flexibel ist.
 
3. Foilwing nach einem der Patentansprüche 1 oder 2, wobei der Adapter (76, 78) schlaufenförmig aus einem band- oder gurtartigen Material ausgebildet ist, das mit der Centerstrut (18) oder der Fronttube (6) verbunden ist.
 
4. Foilwing nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei der Handgriff (16, 28, 30) einstückig oder mehrteilig mit einem Steg (32), dem zumindest ein Stützarm (34, 36) zugeordnet ist, ausgeführt ist.
 
5. Foilwing nach Patentanspruch 4, wobei der Stützarm (34, 36) an einem vom Steg (32) entfernten Endabschnitt mit einer Stützplatte (46, 48) ausgeführt ist.
 
6. Foilwing nach Patentanspruch 5, wobei die Stützplatte (46, 48) oder der Steg (32) mit einem Überstand (96) über den Adapter (76, 78) übersteht.
 
7. Foilwing nach Patentanspruch 5 oder 6, wobei die Stützplatte (46, 48) entsprechend des Durchmessers (d, D) der Centerstrut (18) oder der Fronttube (6) gewölbt ist.
 
8. Foilwing nach einem der Patentansprüche 4 bis 7, wobei der Handgriff (16, 28, 30) einerseits über einen Stützarm (34, 36) und andererseits über den Steg (32) mit dem jeweiligen Adapter (76, 78) verspannt ist.
 
9. Foilwing nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei der Steg (32) rohr- oder schlauchförmig ausgeführt ist und der Stützarm (34, 36) mit einem Verbindungsstück (56, 58) in das Rohrprofil des Stegs (32) eintaucht oder dieses abschnittsweise umgreift.
 
10. Foilwing nach Patentanspruch 9, wobei der Steg (32) gerade oder gewölbt ausgebildet ist.
 
11. Foilwing nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei zwei Handgriffe (28a, 28b) etwa V-förmig einerseits an der Centerstrut (18) und andererseits an der Fronttube (6) befestigt sind.
 
12. Foilwing nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei zumindest ein, vorzugsweise flexibler, Handgriff (16) nicht lösbar an der Fronttube (6) und/oder an der Centerstrut (18) befestigt ist.
 


Claims

1. A foilwing for wind-powered sports, comprising an inflatable front tube (6) from which extends an inflatable center strut (18) adapted to be held by the user for guiding the foil wing (1), wherein the front tube (6) and the center strut (18) span a canopy (14), and at least one handle (16, 28, 30) attached to the center strut (18) for holding the foil wing (1),
characterized in that
the handle (16, 28, 30) is designed to be detachable and overstretches a portion of the front tube (6) or of the center strut (18), and end portions of the handle can be inserted into bracing adapters (76, 78) attached to the front tube (6) or to the center strut (18), wherein one end portion can be inserted into a receiving space (92, 94), which is limited by one of the bracing adapters on the one hand and by the front tube (6) or by the center strut (18) on the other hand, and can be braced with the adapter (76, 78) by inflating the front tube (6) and/or the center strut (18), such that the end portion is held in a force-fitting and/or form-fitting manner.
 
2. Foilwing according to claim 1, wherein the handle (16, 28, 30) is rigid or flexible.
 
3. Foilwing according to one of the claims 1 or 2, wherein the adapter (76, 78) is formed in a loop shape from a ribbon- or belt-like material which is connected to the center strut (18) or to the front tube (6).
 
4. Foilwing according to one of the preceding claims, wherein the handle (16, 28, 30) is made in one piece or in several pieces with a web (32), with which at least one support arm (34, 36) is associated.
 
5. Foilwing according to claim 4, wherein the support arm (34, 36) is designed with a support plate (46, 48) at an end portion away from the web (32).
 
6. Foilwing according to claim 5, wherein the support plate (46, 48) or the web (32) protrudes beyond the adapter (76, 78) with a protrusion (96).
 
7. Foilwing according to claim 5 or 6, wherein the support plate (46, 48) is curved according to the diameter (d, D) of the center strut (18) or of the front tube (6).
 
8. Foilwing according to one of the claims 4 to 7, wherein the handle (16, 28, 30) is braced on the one hand via a support arm (34, 36) and on the other hand via the web (32) with the respective adapter (76, 78).
 
9. Foilwing according to one of the preceding claims, wherein the web (32) is tubular or hose-shaped and the support arm (34, 36) with a connecting piece (56, 58) dips into the tubular profile of the web (32) or section-wisely engages around it .
 
10. Foilwing according to claim 9, wherein the web (32) is straight or curved.
 
11. Foilwing according to one of the preceding patent claims, wherein two handles (28a, 28b) are attached in an approximately V-shaped manner on the one hand to the center strut (18) and on the other hand to the front tube (6).
 
12. Foilwing according to one of the preceding claims, wherein at least one, preferably flexible, handle (16) is non-detachably attached to the front tube (6) and/or to the center strut (18).
 


Revendications

1. Gréement d'aile pour des types de sport à énergie éolienne, avec un tube avant (6) gonflable, à partir duquel s'étend une entretoise centrale (18) gonflable, qui est configurée pour être tenue par l'utilisateur pour guider le gréement d'aile (1), dans lequel le tube avant (6) et l'entretoise centrale (18) tendent une toile à voile (14), et avec au moins une poignée (16, 28, 30) fixée sur l'entretoise centrale (18) pour tenir le gréement d'aile (1), caractérisé en ce que la poignée (16, 28, 30) est conçue de manière amovible, et s'étend au-dessus d'une partie du tube avant (6) ou de l'entretoise centrale (18), et des parties d'extrémité de la poignée peuvent être insérées dans des adaptateurs de serrage (76, 78) fixés sur le tube avant (6) ou l'entretoise centrale (18), dans lequel une partie d'extrémité peut être insérée dans un espace de réception (92, 94) délimité par un adaptateur de serrage d'une part et par le tube avant (6) ou l'entretoise centrale (18) d'autre part et peut être serrée avec l'adaptateur (76, 78) par gonflage du tube avant (6) et/ou de l'entretoise centrale (18), de sorte que la partie d'extrémité est maintenue à force et/ou par coopération de formes.
 
2. Gréement d'aile selon la revendication 1, dans lequel la poignée (16, 28, 30) est rigide ou flexible.
 
3. Gréement d'aile selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, dans lequel l'adaptateur (76, 78) est réalisé en forme de boucle à partir d'un matériau du type bande ou sangle, qui est relié à l'entretoise centrale (18) ou au tube avant (6).
 
4. Gréement d'aile selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel la poignée (16, 28, 30) est conçue d'une seule pièce ou en plusieurs parties avec un élément jointif (32), auquel est associé au moins un bras d'appui (34, 36).
 
5. Gréement d'aile selon la revendication 4, dans lequel le bras d'appui (34, 36) est conçu sur une partie d'extrémité éloignée de l'élément jointif (32) avec une plaque d'appui (46, 48).
 
6. Gréement d'aile selon la revendication 5, dans lequel la plaque d'appui (46, 48) ou l'élément jointif (32) fait saillie de l'adaptateur (76, 78) avec une partie saillante (96).
 
7. Gréement d'aile selon la revendication 5 ou 6, dans lequel la plaque d'appui (46, 48) est courbée de manière correspondante au diamètre (d, D) de l'entretoise centrale (18) ou du tube avant (6).
 
8. Gréement d'aile selon l'une quelconque des revendications 4 à 7, dans lequel la poignée (16, 28, 30) est serrée avec l'adaptateur (76, 78) respectif par l'intermédiaire d'un bras d'appui (34, 36) d'une part et par l'intermédiaire de l'élément jointif (32) d'autre part.
 
9. Gréement d'aile selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'élément jointif (32) est conçu en forme de tube ou de tuyau et le bras d'appui (34, 36) s'enfonce avec une pièce de liaison (56, 58) dans le profil tubulaire de l'élément jointif (32) ou entoure celui-ci sur certaines parties.
 
10. Gréement d'aile selon la revendication 9, dans lequel l'élément jointif (32) est réalisé de manière rectiligne ou courbée.
 
11. Gréement d'aile selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel deux poignées (28a, 28b) sont fixées sensiblement en forme de V sur l'entretoise centrale (18) d'une part et sur le tube avant (6) d'autre part.
 
12. Gréement d'aile selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel au moins une poignée (16), de préférence flexible, est fixée de manière non détachable sur le tube avant (6) et/ou sur l'entretoise centrale (18).
 




Zeichnung























Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente