[0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Verpackungseinheit zum Transport und/oder
zur Lagerung von mindestens einem organischen Peroxid, die so ausgebildet ist, dass
sie eine verbesserte Lagerungs- und Transportsicherheit organischer Peroxide gewährleistet.
[0002] Organische Peroxide sind temperaturempfindliche und hoch instabile Verbindungen.
Dabei sind organische Peroxide in reiner Form teilweise schlagempfindlich oder sogar
explosionsgefährlich und gelten als "gefährliche Güter". Folglich dürfen sie nur unter
bestimmten Bedingungen und unter hohen technischen Anforderungen befördert, gelagert
und gehandhabt werden. Die von ihnen ausgehenden Gefahren sollen durch die Einhaltung
bestimmter Vorschriften beherrscht und praktisch ausgeschaltet werden. Diese Bestimmungen
betreffen unter anderem die Art der Verpackung, die Begrenzung der Peroxidmenge in
den Verpackungen sowie Sicherheitsratschläge für Transport, Lagerung und Handhabung.
Die Transportvorschriften erlauben hierbei unterschiedliche Verpackungsarten, die
von der Gefährlichkeit bzw. der thermischen Stabilität der betreffenden Produkte abhängen
(z.B. Kanister, Fässer, Intermediate Bulk Container (IBC) oder Bulk Container). Die
Transportvorschriften bestimmen außerdem für jedes Produkt die zulässige Höchstmenge
je Transport- oder Lagerungsgebinde (z.B. bei Methyletyhlketonperoxiden für UN-Nr.
3105 max. 60 I, für UN-Nr. 3107 bis 225 I).
[0003] Organische Peroxide werden aufgrund ihrer Eigenschaften entsprechend der nationalen
Gesetzgebung in verschiedene Lager- bzw. Transportklassen (sogenannte "Gefahrgruppen")
eingeteilt. Je niedriger die Gefahrgruppe (
storage class) eines organischen Peroxids ist, umso höher sind die Gefahren die von dem Peroxid
ausgehen und umso geringer ist die Menge des Peroxids, die gelagert bzw. transportiert
werden darf. Bei niedriger Gefahrengruppe sind folglich hohe Sicherheitsanforderungen
beim Lagern bzw. Transport des Peroxids zu beachten.
[0004] Durch die Gefahr der Peroxidzersetzung sind insbesondere die Explosivität und die
Brandentwicklung gefährliche und unerwünschte Eigenschaften bei der Lagerung und dem
Transport organischer Peroxide. Für die Einstufung in die Gefahrgruppe ist die Abbrandgeschwindigkeit
des organischen Peroxids entscheidend. In standardisierten Tests wird dabei geprüft,
in welchem Zeitraum eine Menge an Peroxid abbrennt. Je niedriger die Gefahrgruppe
ist, desto höher ist die Abbrandgeschwindigkeit.
[0005] Der Abbrandtest zur Zuordnung der Gefahrgruppe für organische Peroxide in kleinem
Maßstab ist beispielsweise in der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung),
Vorschrift 13 (BG RCI) beschrieben. Im Verpackungsmaßstab sind der Abbrandtest und
die Einstufungskriterien in "Empfehlungen für die Beförderung Gefährlicher Güter,
Handbuch und Kriterien, Kap. 51" (
UN Manual of Tests and Criteria: paragraph 51) beschrieben.
[0006] In Tabelle 1 sind die unterschiedlichen Einstufungen der standardisierten klein-
und großvolumigen Abbrandtests mit der entsprechenden zugeordneten Gefahrgruppe des
Peroxids dargestellt.
Tabelle 1: Einstufung der Peroxid-Gefahrgruppen anhand der Abbrandgeschwindigkeit
und Abbrandrate A
k
| Gefahrgruppe (DE) |
Abbrandgeschwindigkeit in kg/(min*m2) |
Abbrandrate Ak in kg/min |
| |
kleines Volumen |
großes Volumen, Verpackungstests |
| Ia |
>_9, 0 |
≥300 und < 1200 |
| Ib |
≥2,2 und <9,0 |
≥140 und <300 |
| II |
≥0,9 und <2,2 |
≥60 und <140 |
| III |
<0,9 |
<60 |
[0007] Die Abbrandraten flüssiger Peroxide werden durch kleinvolumige Tests bestimmt, bei
denen das Peroxid ohne Verpackung abgebrannt wird. Zum Beispiel liegt die Abbrandgeschwindigkeit
von Methylethylketonperoxid (NOROX MEKP-9) bei 5,1 kg/(min*m
2) und entspricht damit der Gefahrgruppe Ib. Abbrandversuche in großem Maßstab (sogenannte
"full scale" Tests) zeigen jedoch, dass ein realer Abbrandtest in zugelassener Verpackung
eine geringere Abbrandrate aufweist. Die Art der Verpackung hat demzufolge einen Einfluss
auf die Abbrandrate.
[0008] Eine hohe Abbrandgeschwindigkeit und eine niedrige Gefahrgruppe eines organischen
Peroxids erfordern somit hohe technische Anforderungen an eine sichere Lagerung bzw.
einen sicheren Transport des jeweiligen Peroxids. Folglich ist es wünschenswert die
Abbrandgeschwindigkeit eines Peroxids in der Lager- und/oder Transportverpackung zu
senken, um auf vorteilhafter Weise die Gefahrgruppe des Peroxids zu erhöhen und dadurch
verbesserte Anforderungen für das Lagern und den Transport des jeweiligen Peroxids
zu ermöglichen.
[0009] In
WO 2017/089375 wird eine Verringerung der Abbrandgeschwindidkeit von Bis(4-tert-butylcyclohexyl)-peroxydicarbonat
(BCHPC) mithilfe von zugemischten Phlegmatisierungsmitteln beschrieben. Hersteller
und Verarbeiter von organischen Peroxiden sind allerdings daran interessiert, eine
Phlegmatisierung durch Zugabe oder Beimischung von Phlegmatisierungsmitteln in die
Peroxidzubereitung nach Möglichkeit zu vermeiden oder auf das Mindestmaß zu beschränken.
Phlegmatisierungsmittel sind Ballaststoffe, die lediglich Unkosten verursachen, und
die zudem in der weiteren Verarbeitung und Verwendung der organischen Peroxide stören
können.
[0010] Eine Modifizierung der Verpackung für die Lagerung und den Transport der Peroxide
wird in
WO 2017/089375 nicht erwähnt.
[0011] EP 0 775 637 A1 betrifft ein Lager- bzw. Transportgebilde aus Kunststoff zur Aufnahme einer Nutzlast,
welches mindestens eine geschlossene, von der Nutzlast getrennte Kammer aufweist,
in der ein schüttfähiges, fließfähiges oder gasförmiges Löschmedium zur Reduktion
der Brandanfälligkeit des Lager- und/oder Transportgebildes angeordnet ist.
[0012] GB 1 213 138 A beschreibt einen Behälter für feuergefährliches Material. Der Behälter umfasst innere
Zellen, in denen das feuergefährliche Material enthalten ist, die von einem oder mehreren
Vorratsräumen für die Aufnahme eines feuerlöschenden Mittels umgeben sind. Der Vorratsraum
steht unter Druck, so dass, wenn die Wand der inneren Zellen durchbrochen wird, ein
Strom des feuerlöschenden Mittels in die inneren Zellen eintreten kann.
[0013] KR 2010-0009314 U beschreibt eine Box zum Lagern von Tier- und Pflanzenproben.
[0014] GB 986,185 A beschreibt einen Behälter für den Transport von Waren in festen Verpackungen, wie
Flaschen, Karton oder Ähnlichem.
[0015] US 4,931,333 beschreibt einen thermischen Schutz von Gütern, die in einer thermisch kontrollierten
Umgebung verpackt bzw. transportiert werden müssen, durch Bereitstellung einer Transportverpackung,
die Kapseln umfasst, die Wärmekontrollmittel enthalten, um einen vorbestimmten Temperaturbereich
über einen Zeitraum aufrecht zu erhalten.
EP 1 340 692 A1 beschreibt weiterhin eine Verpackungsanordnung umfassend einen inneren Behälter,
der von flüssigkeitsgefüllten Beuteln in einem Außenbehälter umgeben ist, um Erschütterungen
abzumildern.
[0016] Keines der in
US 4,931,333 oder
EP 1 340 692 beschriebenen Verpackungen beeinflusst die Abbrandgeschwindigkeit der gelagerten
bzw. transportierten Güter.
[0017] Es war daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Abbrandgeschwindigkeit
organischer Peroxide zu senken und eine Verpackungseinheit für den Transport- und/oder
die Lagerung organischer Peroxide bereitzustellen, die gegenüber handelsüblichen Verpackungseinheiten
eine geringere Abbrandrate aufweist. Vorteilhafterweise wird durch die erfindungsgemäß
modifizierte Verpackungseinheit ein Umstufen, vorzugsweise eine Erhöhung der Gefahrgruppe
des gelagerten und/oder transportierten Peroxids erreicht, ohne dem organischen Peroxid
weitere Ballaststoffe zumischen zu müssen.
[0018] In der vorliegenden Erfindung wurde überraschenderweise gefunden, dass die Abbrandgeschwindigkeit
und/oder die Abbrandrate von organischen Peroxiden in einer Transport- und/oder Lagerverpackungseinheit
wesentlich verringert werden kann, wenn in der Verpackung, die mit Peroxid gefüllte
Einzelbehälter enthält, zusätzlich separate mit Löschmittel gefüllte Beutel und/oder
Flaschen zugegeben werden.
[0019] Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht somit in der Bereitstellung einer
Verpackungseinheit für den Transport und/oder die Lagerung von organischen Peroxiden
die einen einfachen Aufbau aufweist und bei jeder handelsüblichen Verpackung für organische
Peroxide anwendbar ist. Des Weiteren werden vorteilhafterweise mit der erfindungsgemäßen
Verpackungseinheit bei Gefahrentwicklung mögliche Fehlfunktionen in der Freisetzung
des Löschmittels, die bei der Anwendung bekannter Steuer- und/oder Auslösemechanismen
von Löschsystemen entstehen können, vermieden, so dass eine sichere und zuverlässige
Verringerung der Abbrandgeschwindigkeit des Peroxids in der Verpackungseinheit gewährleistet
wird.
[0020] Ein erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher eine Verpackungseinheit
zum Transport und/oder zur Lagerung von mindestens einem organischen Peroxid umfassend
- (i) einen Transport- und/oder Lagercontainer bestehend aus einem Außenbehälter, der
mindestens einen Innenbehälter aufnehmen kann, der mit dem mindestens einem organischen
Peroxid befüllt ist, und
- (ii) mindestens einen Beutel und/oder eine Flasche, der/die mit einem Löschmittel
gefüllt ist,
wobei der mindestens eine Beutel und/oder die mindestens eine Flasche in den Aufnahmebereich
des Außenbehälters und/oder in den mindestens einen Innenbehälter des Transport- und/oder
Lagercontainers separat eingebracht wird und mit dem Außenbehälter und mit dem mit
Peroxid befüllten Innenbehälter lösbar verbunden oder nicht verbunden ist.
[0021] Erfindungsgemäß ist der Außenbehälter des Transport- und/oder Lagercontainers zur
Aufnahme des mindestens einen Innenbehälters, der mit dem mindestens einem organischen
Peroxid befüllt ist, ausgestaltet. Der Transport- und/oder Lagercontainer der erfindungsgemäßen
Verpackungseinheit besteht folglich aus einem Außenbehälter und mindestens einem mit
Peroxid befüllten Innenbehälter, der im Außenbehälter aufgenommen ist.
[0022] Es wird auch ein Kit für eine Verpackungseinheit zum Transport und/oder zur Lagerung
von mindestens einem organischen Peroxid beschrieben, umfassend (i) einen Außenbehälter
zur Aufnahme mindestens eines Innenbehälters, (ii) einen Innenbehälter, der mit mindestens
einem organischen Peroxid befüllt ist, und (iii) mindestens einen Beutel und/oder
eine Flasche, der/die mit einem Löschmittel gefüllt ist.
[0023] Beim Zusammensetzen des Kits wird der mindestens eine mit dem Peroxid befüllte Innenbehälter
und der/die mindestens eine mit Löschmittel befüllte Beutel und/oder Flasche separat
in den Außenbehälter zugegeben, so dass der mindestens eine Innenbehälter und der
mindestens eine Beutel und/oder Flasche in einem nicht verbundenen oder lösbar verbundenen
Zustand im Außenbehälter vorliegen. Alternativ, wird der/die mindestens eine mit Löschmittel
befüllte Beutel und/oder Flasche lose verbunden in den mit dem Peroxid befüllten Innenbehälter
zugegeben.
[0024] Bei einem Brand des im mindestens einem Innenbehälter der Verpackung enthaltenen
Peroxids oder bei Wärmeentwicklung über eine kritische Temperatur im Inneren des Transport-
und/oder Lagercontainers setzt der/die mindestens eine im Außenbehälter und/oder Innenbehälter
enthaltene Beutel und/oder Flasche durch Einwirkung des Feuers bzw. der Wärme/Hitze
das Löschmittel frei. Bevorzugt wird das Löschmittel aus dem mindestens einen Beutel
oder der mindestens einen Flasche durch wärme- /hitzebedingtes Schmelzen, Platzen,
Verbrennen oder Einreißen des Beutels und/oder der Flasche freigesetzt. So wird vorteilhafterweise
das in der Transport- und/oder Lagerverpackung brennende Peroxid verdünnt bzw. abgelöscht
und einem Brand vorgebeugt bzw. die Brandentwicklung verringert bzw. neutralisiert.
[0025] Erfindungsgemäß tritt bei oben erwähnten Auftreten einer Gefahrensituation, das Löschmittel
vorteilhafterweise lediglich durch Einwirkung von Wärme bzw. Hitze auf den Beutel
und/oder Flasche direkt in die Verpackungseinheit, insbesondere direkt ins Innere
des Außenbehälters und/oder ins Innere des Innenbehälters, aus. Die erfindungsgemäße
Verpackungseinheit umfasst keine Auslöseeinheiten, die mittels eingebauter Sensoren
zur Bestimmung definierter Parameterwerte, das Löschmittel über Steuer- und/oder Aktivierungseinheiten
freisetzt. Bei solchen Detektions- und Auslöseeinrichtungen können Fehlfunktionen
in der Installation und/oder der Auslösung auftreten, die bei Gefahr eine Freisetzung
des Löschmittels verhindern. Im Gegensatz dazu, ist die Freisetzung des Löschmittels
in der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit bei Auftreten eines Brandes zuverlässig
sichergestellt.
[0026] Folglich wird durch die erfindungsgemäße Zugabe von mit Löschmittel gefüllten Beuteln
und/oder Flaschen in die Transport- bzw. Lagerverpackung von organischen Peroxiden
die Abbrandgeschwindigkeit und/oder die Abbrandrate des Peroxids wesentlich verringert.
Vorzugsweise wird mit der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit die Abbrandgeschwindigkeit
und/oder die Abbrandrate des Peroxids gegenüber der Abbrandgeschwindigkeit und/oder
der Abbrandrate in einer gleichen Verpackung ohne Zusatz von mit Löschmittel gefüllten
Beuteln um mindestens 15%, bevorzugt um mindestens ein Viertel reduziert.
[0027] In einer bevorzugten Ausführungsform führt die erfindungsgemäße Verpackungseinheit
zu einem Umstufen, vorzugsweise zu einer Erhöhung der Gefahrgruppe des organischen
Peroxids, insbesondere um mindestens eine Gruppe.
[0028] Erfindungsgemäß liegt der mindestens eine mit Löschmittel gefüllte Beutel und/oder
Flasche separat im Außenbehälter und/oder separat in dem mindestens einen Innenbehälter
des Transport- und/oder Lagercontainers vor. Wenn der mindestens eine Beutel und/oder
die mindestens eine Flasche im Außenbehälter vorliegt, ist der Beutel/die Flasche
mit dem mindestens einen mit Peroxid befüllten Innenbehälter lösbar verbunden oder
nicht verbunden. Im Sinne der vorliegenden Erfindung bedeutet dies, dass der Beutel
und/oder die Flasche einzeln, unabhängig und separat von dem Peroxid befüllten Innenbehälter
in den Außenbehälter des Containers auf einfache Weise zugegeben, eingelegt, eingebracht
oder befestigt werden kann und nicht mit den anderen Bestandteilen der Verpackung
verbunden ist. Gleichermaßen kann der Beutel und/oder die Flasche einzeln, unabhängig
und separat von dem Peroxid befüllten Innenbehälter aus dem Container entnommen oder
entfernt werden. Der mindestens eine Beutel und/oder Flasche kann auch zusammen mit
dem organischen Peroxid im Innenbehälter vorliegen. Auch in den Innenbehälter wird
der Beutel und/oder die Flasche einzeln, unabhängig und separat vom organischem Peroxid
zugegeben, eingelegt und eingebracht bzw. aus dem Innenbehälter entnommen oder entfernt.
Dabei kommt es während dem Transport und/oder dem Lagern, ohne Auftreten der oben
beschriebenen Gefahrensituationen, zu keinem Vermischen des im Beutel und/oder in
der Flasche enthaltenen Löschmittels und des organischen Peroxids.
[0029] In dem Außenbehälter und/oder in dem mindestens einen Innenbehälter des Transport-
und/oder Lagerungscontainers kann eine Vielzahl einzelner mit Löschmittel gefüllter
Beutel und/oder Flaschen eingebracht werden. Beispielsweise können in Hohl- und Zwischenräumen
und/oder Lücken zwischen den mit Peroxid befüllten Innenbehältern sowie in Hohl- und
Zwischenräumen und/oder Lücken zwischen Innenbehälter und Außenbehälter jeweils einzelne
Beutel und/oder Flaschen in lösbaren Zustand eingebracht werden. In der fertigen Anordnung
der erfindungsgemäßen Verpackung sind die Beutel und/oder die Flaschen vorzugsweise
um die mit Peroxid gefüllten Innenbehälter herum gepackt. Weiterhin kann sich beispielsweise
in jedem mit Peroxid befüllten Innenbehälter mindestens ein oder eine Vielzahl einzelner
mit Löschmittel befüllter Beutel und/oder Flaschen befinden.
[0030] In einer besonders bevorzugten Ausführung der Erfindung sind in einer Verpackungseinheit
und/oder dem Kit 2 bis 14 oder 4 bis 12 oder 6 bis 10 Beutel und/oder Flaschen pro
Transport- und/oder Lagercontainer enthalten. Besonders bevorzugt werden 8 Beuteleinheiten
und/oder Flaschen in einem Transport- und/oder Lagercontainer eingebracht.
[0031] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält jeder Beutel und/oder
jede Flasche 50 ml bis 2000 ml, bevorzugt 100 ml bis 1850 ml oder 200 ml bis 1500
ml oder 400 ml bis 1200 ml oder 500 ml bis 800 ml Löschmittel. Besonders geeignet
sind Beutel und/oder Flaschen, die mit ca. 500 ml Löschmittel gefüllt sind. Die Menge
an Löschmittel, die im Beutel und/oder in der Flasche enthalten ist, muss geeignet
und ausreichend sein, um das in der Verpackung enthaltene Peroxid, wenn es zu brennen
beginnt oder eine bestimmte Temperatur übersteigt, zu verdünnen und teilweise oder
ganz zu löschen.
[0032] Erfindungsgemäß werden die mit Löschmittel gefüllten Beutel und/oder Flaschen in
den Aufnahmebereich des Außenbehälters, in dem auch die mit organischem Peroxid befüllten
Innenbehälter vorliegen, lose oder lösbar verbunden eingebracht. Vorzugsweise liegen
die mit Löschmittel gefüllten Beutel und/oder Flaschen und die mit Peroxid befüllten
Innenbehälter nicht verbunden im Aufnahmebereich des Außenbehälters vor.
[0033] Die einzelnen Beutel und/oder Flaschen können in den Außenbehälter separat bzw. getrennt
von den Innenbehältern des Peroxids verpackt werden. Vorzugsweise sind die Beutel
und/oder Flaschen auch separat bzw. getrennt vom Außenbehälter angeordnet. Erfindungsgemäß
sind die einzelnen Beutel und/oder Flaschen, die mit Löschmittel gefüllt sind, nicht
mit dem Außenbehälter und/oder Innenbehälter fest verbunden und/oder strukturell im
Außenbehälter und/oder Innenbehälter integriert.
[0034] Die einzelnen Beutel und/oder Flaschen können auch separat bzw. getrennt im Inneren
des Innenbehälters verpackt werden. Vorzugsweise sind die einzelnen Beutel und/oder
Flaschen gleichmäßig im Inneren des Innenbehälters verteilt und liegen separat und
lose oder lösbar verbunden mit dem Peroxid im Innenbehälter vor.
[0035] Die einzelnen Beutel und/oder Flaschen können unterschiedliche Formen und Außenflächen
aufweisen. Vorzugsweise ist die Form der Beutel so ausgebildet, dass der Beutel um
den mindestens einen Peroxid-Innenbehälter herum gepackt werden kann bzw. der Beutel
die Hohl- und Zwischenräume und/oder Lücken zwischen den Innenbehältern bzw. zwischen
den Innenbehältern und dem Außenbehälter füllen kann. Die einzelnen Beutel können
zum Beispiel kissenförmig, pelletförmig, eiförmig, rohrförmig oder andere Formen,
beispielsweise einen quadratischen, rechteckigen, dreieckigen, runden oder gekrümmten
Umriss, aufweisen.
[0036] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung liegen die einzelnen
Beutel in Form einer Beutelbahn bzw. einer Beutelfolie vor, die mehrere separate Innenkammern
aufweist, die mit Löschmittel gefüllt sind und die in sich geschlossen sind, die aber
mit Verbindungsabschnitten miteinander verbunden sind. Solch ausgestaltete Bahnen
bzw. Folien sind in handelsüblichen Verpackungsmaterialen als Luftkissenbahnen, Luftpolsterfolien
oder Blister bekannt. Die Anzahl, Größe und Form der Innenkammern der Beutelbahn bzw.
Beutelfolie können entsprechend der Anwendung variieren und angepasst werden. Vorzugsweise
weisen die Innenkammern der Beutelbahn bzw. Beutelfolie die gleichen bevorzugten Formen
und Abmessungen wie oben für die einzelnen erfindungsgemäßen Beutel beschrieben.
[0037] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind in der Verpackungseinheit mit
Löschmittel gefüllte Flaschen enthalten. Die Flaschen erfüllen die gleichen Funktionen
wie die oben beschriebenen Beutel und können gleichermaßen in den Außenbehälter und/oder
den mindestens einen Innenbehälter des Transport- und/oder Lagerungscontainers eingebracht
werden. Vorteilhafterweise sind die Flaschen nach Gebrauch entleerbar und können beispielsweise
wie bei einem Pfandsystem zurückgenommen werden.
[0038] Die Anzahl sowie die Abmessung, Größe und Form der in die Verpackungseinheit eingebrachten
Beutel, Beutelbahnen bzw. Beutelfolien und/oder Flaschen können entsprechend der speziellen
Anwendung, d.h. entsprechend der speziellen Verpackungseinheit in der sie eingebracht
werden, variieren und entsprechend angepasst werden. Insbesondere hängt die Anzahl,
Abmessung, Größe und Form der Beutel bzw. der Innenkammern der Beutelbahn oder Beutelfolie
und/oder der Flaschen von der Art und Größe der Verpackungseinheit und der Art und
Größe der Peroxid-Innenbehälter sowie von der Gesamtmenge, der Zusammensetzung und
der Gefahrgruppe des transportierten und/oder gelagerten organischen Peroxids ab.
Die einzelnen mit Löschmittel gefüllten Beutel, die einzeln oder in Bahnen und/oder
Folien verbunden in den Container eingebracht werden, sowie die einzelnen mit Löschmittel
gefüllten Flaschen haben jeweils eine Größe, die üblicherweise kleiner ist, als die
Größe des mit Peroxid befüllten Einzelbehälters. Erfindungsgemäß beträgt das Verhältnis
von relativer Größe (bezogen auf das Volumen) des einzelnen Beutels und/oder der einzelnen
Flasche zu relativer Größe des Innenbehälters 1:10 bis 1:2, vorzugsweise 1:8 bis 1:3
oder 1:7 bis 1:4.
[0039] Um eine gewünschte Verringerung der Abbrandgeschwindigkeit bzw. Abbrandrate des jeweiligen
Peroxids zu erreichen, kann die Gesamtfüllmenge der im Container zugegebenen Beutel
und/oder Flaschen mit der Gesamtfüllmenge von organischem Peroxid, die in den Innenbehältern
gelagert und/oder transportiert werden, angepasst werden. Erfindungsgemäß beträgt
das Verhältnis von Gesamtfüllmenge Löschmittel in der Verpackungseinheit zu Gesamtfüllmenge
an organischem Peroxid in der Verpackungseinheit vorzugsweise 10:90 bis 40:60 Gew%
ist. Besonders bevorzugt beträgt das Verhältnis 15:85 bis 35:75 oder 20:80 bis 30:70
Gew%.
[0040] Erfindungsgemäß ist der mindestens eine Beutel aus einer durchgehenden Außenhaut
bzw. Hülle gebildet, vorzugsweise aus einer flexiblen Außenhaut. Das am meisten bevorzugte
Material zur Herstellung der Außenhaut des Beutels ist ein Kunststoffmaterial, vorzugsweise
ein flexibles Kunststoffmaterial. Das Kunststoffmaterial liegt vorzugsweise als Folie
vor.
[0041] Das Material der Außenhaut bzw. der Hülle des erfindungsgemäßen Beutels ist geeignet,
bei einer Brandentstehung oder bei einer Wärme- bzw. Hitzeentwicklung über eine kritische
Temperatur das enthaltende Löschmittel freizusetzen.
[0042] Vorzugsweise wird das Löschmittel aus dem/der mindestens einen Beutel und/oder einen
Flasche durch Einwirken einer Temperatur größer als 30°C oder größer als 35°C, bevorzugt
größer als 40°C oder größer als 45°C und besonders bevorzugt größer als 50°C oder
größer als 55°C und am meisten bevorzugt bei einer Temperatur größer als 60°C freigesetzt.
[0043] Bevorzugt ist das Material der Außenhaut bzw. der Hülle des Beutels geeignet, durch
Einwirkung von Feuer oder Wärme bzw. Hitze zu schmelzen, zu verbrennen, aufzuplatzen,
zu reißen, sich aufzulösen und das enthaltende Löschmittel in den Transport- und/oder
Lagercontainer freizusetzen. Geeignete Kunststoffmaterialien sind beispielsweise Polyethylen;
Polypropylen, Polyester, Polycarbonat oder dergleichen. Geeignet sind erfindungsgemäß
aber auch Beutel aus Materialien ausgewählt aus Glas, beschichtetem Papier oder Pappe,
oder aus Metall (Aluminiumfolie). Bevorzugt sind die mit Löschmittel gefüllten Beutel
aus Polyolefinen (z.B. Polyethylen, Polypropylen) gefertigt. Entsprechend geeignete
Materialien können auch für die erfindungsgemäßen Flaschen verwendet werden.
[0044] Die mit Löschmittel gefüllten Beutel und/oder Flaschen der erfindungsgemäßen Verpackung
können beliebig oft wiederverwendet werden, indem sie nach dem durchgeführten Transport
und/oder der abgeschlossenen Lagerung des verpackten Peroxids auf einfache Weise aus
der Verpackungseinheit entnommen werden und für den weiteren Gebrauch in eine neue
Verpackungseinheit eingelegt bzw. eingebracht werden. Dabei können vorteilhafterweise
die Flaschen gegebenenfalls nach Gebrauch entleert werden und beispielsweise wie bei
einem Pfandsystem zurückgenommen werden.
[0045] Die Beutel und/oder Flaschen haben somit den Vorteil, vielseitig für eine beliebige
Anzahl und Art von Verpackungseinheiten zum Transport und/oder der Lagerung unterschiedlicher
organischer Peroxide eingesetzt zu werden. Des Weiteren können die erfindungsgemäßen
mit Löschmittel gefüllten Beutel und/oder Flaschen in Kits verwendet werden, die unterschiedliche
Formen und Arten von Außenbehältern und/oder Innenbehältern umfassen.
[0046] Des Weiteren haben die erfindungsgemäßen Beutel und/oder Flaschen vorteilhafterweise
eine lange Lebensdauer und können kostengünstig eingesetzt werden.
[0047] Als Löschmittel im Sinne der vorliegenden Erfindung eignen sich grundsätzlich beliebige
dem Fachmann bekannte Löschmittel. Das in den Beuteln der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit
gefüllte Löschmittel kann in flüssiger oder verfestigter Form vorliegen. Geeignet
ist auch ein Löschmittel in fester Form.
[0048] Besonders bevorzugt liegt das Löschmittel als Flüssigkeit vor. Der Begriff Flüssigkeit
wird hier im weitesten Sinne verwendet, um beispielsweise Gemische, Lösungen, Dispersionen
und Emulsionen von niedriger bis sehr hoher Viskosität einschließlich Gelen und Pasten
zu umfassen.
[0049] Besonders geeignete Löschmittel sind flüssige inerte Löschmittel, wie zum Beispiel
ausgewählt aus Wasser, chemische Löschmittel, Löschschaum, Löschpulver, wassergetränkte
Superabsorber, verdichtetes Wasser (z.B. mit Xanthan Gum) oder Kombinationen von zwei
oder mehreren dieser Löschmittel.
[0050] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das
Löschmittel Wasser. Bei der Verwendung von Wasser als Löschmittel wird vorzugsweise
Wasser ohne weitere Zusätze verwendet. Vorteilhafterweise ist Wasser gegenüber anderen
Löschmittel preisgünstig, nicht giftig, pH-neutral, nicht ätzend und einfach zu fördern.
Es ist erfindungsgemäß aber auch möglich als Löschmittel Wasser mit geeigneten Zusätzen
zu verwenden. Geeignete Zusätze umfassen beispielsweise Netzmittel, Gelbildner, Salze
und Kombinationen davon.
[0051] Weiterhin kann das flüssige Löschmittel, insbesondere das Wasser, in gefestigter
Form in den Beuteln der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit vorliegen. Dabei wird
das flüssige Löschmittel zum Beispiel über einem Flüssigabsorber zugegeben. Beispielsweise
kann das Wasser in Form von wassergetränkten Flüssigabsorbern in den Beuteln vorliegen.
Geeignete Flüssigkeitsabsorber umfassen Superabsorber und Silikate (zum Beispiel Vermiculit).
[0052] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der mindestens eine Beutel und/oder
die mindestens eine Flasche im Transport- und/oder Lagercontainer mit festen Löschmittel
gefüllt. Beispiele fester Löschmittel sind Blähglas und Sand. Besonders bevorzugt
ist das feste Löschmittel Blähglas. Blähglas liegt in Form eines Granulats vor, welches
vorzugsweise eine Korngröße von 0,04 bis 16 mm, besonders bevorzugt von 4 - 8 mm,
aufweist.
[0053] Erfindungsgemäß ist der Außenbehälter des Transport- und/oder Lagercontainers zur
Aufnahme des mindestens einen mit organischem Peroxid befüllten Innenbehälters ausgestaltet.
Dabei wird der mindestens eine Innenbehälter in einem Aufnahmebereich des Außenbehälters
eingebracht. Der Außenbehälter des Transport- und/oder Lagercontainers der erfindungsgemäßen
Verpackungseinheit kann ein Karton, eine Schachtel, eine Kiste, eine Wanne, ein Fass
oder ein ähnlicher Behälter sein, der geeignet ist Einzelbehälter gefüllt mit organischen
Peroxiden zu enthalten. Der Außenbehälter weist typischerweise Seitenwände, eine Bodenwand
und eine Oberseite auf, sowie einen Verschluss, wie beispielsweise einen Deckel, um
die Peroxid-gefüllten Innenbehälter und die mit Löschmittel gefüllten Beutel und/oder
Flaschen aufzunehmen. Geeignet sind Außenbehälter aus einem Material ausgewählt aus
Kunststoff, Metall, Karton oder Holz. Besonders bevorzugt ist der Außenbehälter aus
Karton gefertigt.
[0054] Der mit dem mindestens einen organischen Peroxid befüllte Innenbehälter kann eine
Flasche, ein Beutel (besonders bei festen Peroxiden), ein Fass, ein Kanister, ein
Karton oder ein beliebiger Behälter sein, der geeignet ist das organische Peroxid
zu enthalten. Bei flüssigen Peroxiden sind die Innenbehälter vorzugsweise Flaschen
oder Kanister, vorzugsweise aus einem Material ausgewählt aus Kunststoffen. Bei festen
organischen Peroxiden sind die Innenbehälter vorzugsweise Kartons oder Beutel, vorzugsweise
aus einem Material ausgewählt aus Pappe und/oder Kunststoff. Besonders bevorzugt ist
der Innenbehälter aus Polyethylen oder Polypropylen gefertigt. In der Verpackungseinheit
gemäß der Erfindung sind vorzugsweise 2-14 oder 4-12 oder 6-10 mit Peroxid befüllte
Innenbehälter enthalten.
[0055] Gemäß einer alternativen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird
in der Verpackungseinheit das Peroxid direkt in den Außenbehälter zugegeben. Dabei
liegt das organische Peroxid im Aufnahmebereich des Außenbehälters vor und ist nicht
in separate Innenbehälter befüllt. Gemäß dieser Ausführungsform erfüllt der Außenbehälter
die gleichen Funktionen wie die oben beschriebenen Innenbehälter. Dabei können die
mit Löschmittel gefüllten Beutel und/oder Flaschen separat und lose oder lösbar verbunden
in den Außenbehälter zugegeben werden.
[0056] Folglich ist ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung eine Verpackungseinheit
zum Transport und/oder zur Lagerung von mindestens einem organischen Peroxid umfassend
- (i) einen Transport- und/oder Lagercontainer bestehend aus einem Außenbehälter der
mit dem mindestens einem organischen Peroxid befüllt ist; und
- (ii) mindestens einen Beutel und/oder eine Flasche, der/die mit einem Löschmittel
gefüllt ist,
wobei der mindestens eine Beutel und/oder die mindestens eine Flasche in den Aufnahmebereich
des Außenbehälters des Transport- und/oder Lagercontainers separat eingebracht wird
und mit dem mit Peroxid befüllten Außenbehälter lösbar verbunden oder nicht verbunden
ist.
[0057] Das mindestens eine organische Peroxid liegt in den Innenbehältern in flüssiger oder
fester Form vor.
[0058] Organische Peroxide für den Transport und/oder die Lagerung in der erfindungsgemäßen
Verpackungseinheit sind vorzugsweise ausgewählt aus Ketonperoxiden, Peroxycarbonaten,
insbesondre Peroxymonocarbonaten und/oder Peroxydicrabonaten, Diacylperoxiden, Dialkylperoxiden,
Perestern bzw. Peroxyestern, Perketalen bzw. Peroxyketalen und Hydroperoxiden. Besonders
bevorzugte organische Peroxide, die auf geeignete Weise in der Verpackungseinheit
der vorliegenden Erfindung transportiert und/oder gelagert werden, sind ausgewählt
aus Ketonperoxiden, besonders bevorzugt sind Methylethylketonperoxid (MEKP) und/oder
Methylisobutylketonperoxid (MIKP), Peroxycarbonaten, besonders bevorzugt sind Bis(4-tert-butylcyclohexyl)-peroxydicarbonat
(BCHPC), Dicetylperoxycarbonat (CEPC) und/oder Dimyristylperoxycarbonat (MYPC), Diacylperoxiden,
besonders bevorzugt sind Dilauroylperoxid (LP), und/oder Dibenzoylperoxid (BP), Perestern,
Perketalen und Hydroperoxiden.
[0059] Weiter bevorzugte organische Peroxide für den Transport und/oder die Lagerung in
der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit sind Dialkylperoxide insbesondere 2,5-Dimethyl-2,5-di(tert-butylperoxy)-hexan
(DHBP) und/oder Di-tert-butylperoxid (DTBP), Hydroperoxide insbesondere tert-Butylhydroperoxid
(TBHP), Peroxyketale insbesondere 1,1-Di(tert-butylperoxy)-cyclohexan 80% (CH-80-AL),
Peroxyester insbesondere
tert-Butylperoxy-2-ethylhexanoat (TBPEH) und/oder tert-Amylperoxypivalat 75% (TAPPI-75-AL)
und Peroxymonocarbonate insbesondere tert-Butylperoxy-2-ethylhexylcarbonat (TBPEHC).
[0060] Ebenfalls geeignet sind Gemische von zwei oder mehreren dieser Peroxide. Ein weiterer
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung einer Verpackungseinheit
zum Transport und/oder zur Lagerung von mindestens einem organischen Peroxids wie
oben beschrieben zur Verringerung der Abbrandgeschwindigkeit und/oder der Abbrandrate
des in der Verpackung enthaltenen organischen Peroxids um mindestens 15%.
[0061] Die Erfindung soll durch die folgende Figur und die folgenden Beispiele weiter veranschaulicht
werden.
[0062] Figur 1 zeigt eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Verpackungseinheit (10), die einen
Außenbehälter (12) (vorzugsweise ein Karton) mit vier mit Peroxid befüllten Flaschen
(die als Innenbehälter (14) dienen) enthält. Erfindungsgemäß liegen in den Hohlräumen
des Außenbehälters mit Wasser gefüllte Beutel (16), die gleichmäßig um die Flaschen
verteilt sind.
[0063] Figur 1A zeigt eine Seitenansicht, Figur 1B eine Draufsicht auf die Verpackungseinheit
(10).
Beispiele
[0064] Sowohl bei flüssigen organischen Peroxiden (Beispiel 1) wie auch bei festen organischen
Peroxiden (Beispiel 2) konnte durch die Zugabe von wassergefüllten Beuteln in die
Verpackungseinheit die Abbrandrate des organischen Peroxids verringert werden.
Beispiel 1 - Methylethylketonperoxid NOROX MEKP-9
[0065] Einer Standardpackung von NOROX MEKP-9 bestehend aus 4 x 8 US-Pfund (lbs) Flaschen
(Innenbehälter), die sich in einem Karton (Außenbehälter) befinden, wurden 6 x 500
g Wasserbeutel in jeden Hohlraum zwischen die Flaschen in den Karton gelegt. Dabei
befanden sich je ein Beutel in den äußeren Ecken und zwei Beutel in der Mitte zwischen
den Flaschen.
[0066] Aufbau der Abbrandversuche: Sechs Kartons wurden auf eine mit Holzlatten umschichteten
Holzpalette gestellt. Zwischen den Holzlatten befindet sich Holzwolle, die mit einem
Benzin/Diesel-Gemisch getränkt war und mittels elektrischem Anzünder angezündet wurde.
Die Wärmestrahlung des Abbrands wird mittels vier Sensoren registriert und die Abbrandrate
gemäß Sprengstofflagerrichtlinie 011 (SprengLR 011) und BG-Vorschrift B4 (DGUV-Vorschrift
13) bestimmt. Zum Vergleich wurde der Versuch ohne die Wasserpackstücke wiederholt.
[0067] Es konnte gezeigt werden, dass sich durch die Zugabe von wassergefüllten Beuteln
zur Standardverpackung die Abbrandrate um etwa die Hälfte reduziert (Tabelle 2, Einträge
1 und 2).
[0068] Bei den kleineren Einzelverpackungen mit einer 8 lbs Flasche war die Abbrandrate
deutlich höher als bei Verpackungen mit 4 x 8 lbs Flaschen. Auch hier konnte die Abbrandrate
durch Zugabe von Wasserbeuteln reduziert werden. (Tabelle 2, Einträge 3 und 4). Damit
konnte gezeigt werden, dass sich die Lagerungs- und Transportsicherheit erhöhen lässt.
Tabelle 2: Versuchsergebnisse der BAM-Abbrandtests von MEKP in unterschiedlichen Verpackungen
(Ref. 2).
| Verpackungsart NOROX MEKP-9 |
Abbrandrate Ak in kg/min |
| Standardverpackung 4 x 8 lbs je Karton |
134 |
| Standardverpackung 4 x 8 lbs je Karton mit 6 x 500 g Wasserbeutel |
70 |
| Einzelverpackung 1 x 8 lbs pro Karton |
233 |
| Einzelverpackung 1 x 8 lbs pro Karton mit 1 x 500 g Wasserbeutel |
101 |
Beispiel 2 - Bis(4-tert-butylcyclohexyl)-peroxydicarbonat (BCHPC)
[0069] Die Standardverpackung von BCHPC besteht aus einem Karton (Außenbehälter) mit 4 x
5 kg Säcken (Innenbehälter) an BCHPC. In jedem Sack befindet sich wiederum ein mit
1,25 kg Wasser gefüllter Beutel.
[0070] Aufbau des Abbrandversuchs: Sechs Kartons wurden auf eine mit Holzlatten umschichtete
Holzpalette gestellt. Zwischen den Holzlatten befand sich Holzwolle, die mit einem
Benzin/Diesel-Gemisch getränkt wurde und mittels elektrischen Anzünders entzündet
wurde. Die Wärmestrahlung des Abbrands wurde mittels vier Sensoren registriert und
die Abbrandrate gemäß Sprengstofflagerrichtlinie 011 (SprengLR 011) und BG-Vorschrift
B4 (DGUV-Vorschrift 13) bestimmt (Ref. 2 BAM-Bericht vom 04.09.2019, Ref. 3 UN Manual
of Tests and Criteria; Paragraph 51).
[0071] Bei Zugabe von wassergefüllten Beuteln reduzierte sich die Abbrandrate auch bei Feststoffen.
Das Beispiel für Bis-(tert-butylcyclohexyl)-peroxydicarbonat (BCHPC) zeigt, dass sich
die Abbrandrate durch Zugabe von Wasserbeuteln um ca. 300 kg/min verringert lässt
(siehe Tabelle 3).
Tabelle 3: Versuchsergebnisse der BAM-Abbrandtests von BCHPC in unterschiedlichen
Verpackungen
| Verpackungsart BCHPC |
Abbrandrate Ak in kg/min |
| Standardverpackung 4 x 5 kg BCHPC pro Karton |
887 |
| Standardverpackung 4 x 5 kg BCHPC pro Karton + je 1,25 kg Wasserbeutel in jedem BCHPC
5 kg Beutel |
591 |
Beispiel 3 - Abbrandversuche mit unterschiedlichen organischen Peroxiden
[0072] Abbrandversuche wurden mit jeweils 100 gr Peroxid durchgeführt. Dabei wurde das jeweilige
Peroxid zunächst ohne Zugabe von Wasserbeuteln abgebrannt und die Abbrandgeschwindigkeit
gemäß standardisierten Verfahren in kg/(min*m
2) bestimmt.
[0073] Anschließend wurden dieselben Versuche wiederholt, wobei den jeweiligen 100 gr Peroxid
zwei oder vier Beutel, enthaltend jeweils 5 gr Wasser, in den Behälter zugegeben wurden.
Auch in diesen Versuchen wurde die Abbrandgeschwindigkeit in kg/(min*m
2) bestimmt.
[0074] In Tabelle 4 sind die Ergebnisse der Abbrandversuche gezeigt, wobei die relative
Abbrandgeschwindigkeit für die jeweiligen Peroxide angegeben ist.
Tabelle 4:
| |
TBHP |
DTBP |
DHBP |
CH-80-AL |
TBPEH |
TAPPI-75-AL |
TBPEHC |
| Ohne Löschmittel |
100% |
100% |
100% |
100% |
100% |
100% |
100% |
| Mit zwei Wasserbeutel |
89% |
89% |
88% |
96% |
62% |
87% |
84% |
| Mit vier Wasserbeutel |
- |
62% |
67% |
- |
40% |
54% |
53% |
DHBP: 2,5-Dimethyl-2,5-di(tert-butylperoxy)-hexan
DTBP: Di-tert-butylperoxid
TBHP: tert-Butylhydroperoxid
CH-80-AL: 1,1-Di(tert-butylperoxy)-cyclohexan 80%
TBPEH: tert-Butylperoxy-2-ethylhexanoat
TAPPI-75-AL: tert-Amylperoxypivalat 75%
TBPEHC: tert-Butylperoxy-2-ethylhexylcarbonat |
1. Verpackungseinheit (10) zum Transport und/oder zur Lagerung von mindestens einem organischen
Peroxid umfassend
(i) einen Transport- und/oder Lagercontainer bestehend aus einem Außenbehälter (12)
und mindestens einem Innenbehälter (14), der mit dem mindestens einem organischen
Peroxid befüllt ist; und
(ii) mindestens einen Beutel (16) und/oder eine Flasche, der/die mit einem Löschmittel
gefüllt ist,
wobei der mindestens eine Beutel und/oder die mindestens eine Flasche in den Aufnahmebereich
des Außenbehälters und/oder in den mindestens einen Innenbehälter des Transport- und/oder
Lagercontainers separat eingebracht wird und mit dem Außenbehälter und mit dem mit
Peroxid befüllten Innenbehälter lösbar verbunden oder nicht verbunden ist.
2. Verpackungseinheit (10) zum Transport und/oder zur Lagerung von mindestens einem organischen
Peroxid umfassend
(i) einen Transport- und/oder Lagercontainer bestehend aus einem Außenbehälter (12)
der mit dem mindestens einem organischen Peroxid befüllt ist; und
(ii) mindestens einen Beutel (16) und/oder eine Flasche, der/die mit einem Löschmittel
gefüllt ist,
wobei der mindestens eine Beutel und/oder die mindestens eine Flasche in den Aufnahmebereich
des Außenbehälters des Transport- und/oder Lagercontainers separat eingebracht wird
und mit dem mit Peroxid befüllten Außenbehälter lösbar verbunden oder nicht verbunden
ist
3. Verpackungseinheit nach Anspruch 1 oder 2, wobei eine Vielzahl von Beuteln und/oder
Flaschen in den Transport- und/oder Lagercontainer eingebracht wird, bevorzugt 2-14
oder 4-12 oder 6-10 Beutel, besonders bevorzugt 8 Beutel und/oder Flaschen pro Transport-
und/oder Lagercontainer.
4. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der mindestens eine Beutel
und/oder die mindestens eine Flasche mit 50 ml bis 2000 ml, bevorzugt 100 ml bis 1850
ml oder 200 ml bis 1500 ml oder 400 ml bis 1200 ml oder 500 ml bis 800 ml, besonders
bevorzugt ca. 500 ml Löschmittel befüllt ist.
5. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 1 und 3 bis 4, wobei das Verhältnis von
relativer Größe (bezogen auf das Volumen) des Beutels und/oder der Flasche zu relativer
Größe (bezogen auf das Volumen) des Innenbehälters 1:10 bis 1:2, vorzugsweise 1:8
bis 1:3 oder 1:7 bis 1:4 beträgt.
6. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verhältnis von
Gesamtfüllmenge an Löschmittel in der Verpackungseinheit zu Gesamtfüllmenge an organischem
Peroxid in der Verpackungseinheit 10:90 bis 40:60 Gew%, bevorzugt 15:85 bis 35:75
oder 20:80 bis 30:70 Gew% beträgt.
7. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der mindestens eine
Beutel aus einer durchgehenden Außenhaut gebildet ist, vorzugsweise aus einem flexiblen
Material, wie einem flexiblen Kunststoffmaterial.
8. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Löschmittel
in flüssiger, verfestigter oder fester Form vorliegt.
9. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Löschmittel
ausgewählt ist aus Wasser, chemischen Löschmitteln, Löschschaum, Löschpulver, wassergetränkte
Superabsorber, verdichtetes Wasser, Blähglas, Sand oder Kombinationen davon, wobei
bevorzugt das Löschmittel Wasser ist.
10. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das mindestens eine
organische Peroxid in flüssiger oder fester Form vorliegt.
11. Verpackungseinheit nach Anspruch 9, wobei das mindestens eine organische Peroxid ausgewählt
ist aus Ketonperoxiden, bevorzugt aus Methylethylketonperoxid (MEKP) und/oder Methylisobutylketonperoxid
(MIKP), Peroxycarbonaten, bevorzugt Bis(4-tert-butylcyclohexyl)peroxydicarbonat (BCHPC),
Dicetylperoxycarbonat (CEPC) und/oder Dimyristylperoxycarbonat (MYPC), Diacylperoxiden,
bevorzugt Dilauroylperoxid (LP) und/oder Dibenzoylperoxid (BP), Perestern, Perketalen
und Hydroperoxiden.
12. Verwendung einer Verpackungseinheit zum Transport und/oder zur Lagerung von mindestens
einem organischen Peroxid nach einem der Ansprüche 1-11 zur Senkung der Abbrandgeschwindigkeit
und/oder Abbrandrate des organischen Peroxids um mindestens 15%.
13. Verwendung nach Anspruch 12, wobei eine Umstufung, vorzugsweise eine Erhöhung der
Gefahrgruppe des organischen Peroxids um mindestens eine Gruppe erreicht wird.
1. Packaging unit (10) for the transport and/or storage of at least one organic peroxide
comprising
(i) a transport and/or storage container consisting of an outer container (12) and
at least one inner container (14) filled with the at least one organic peroxide; and
(ii) at least one bag and/or bottle filled with an extinguishing agent,
wherein the at least one bag (16) and/or the at least one bottle is separately introduced
into the receiving area of the outer container and/or into the at least one inner
container of the transport and/or storage container and is detachably connected or
not connected to the outer container and to the inner container filled with peroxide.
2. Packaging unit (10) for the transport and/or storage of at least one organic peroxide
comprising
(i) a transport and/or storage container consisting of an outer container (12) filled
with the at least one organic peroxide; and
(ii) at least one bag (16) and/or bottle filled with an extinguishing agent,
wherein the at least one bag and/or the at least one bottle is separately introduced
into the receiving area of the outer container of the transport and/or storage container
and is detachably connected or not connected to the outer container filled with peroxide.
3. The packaging unit according to claim 1 or 2, wherein a plurality of bags and/or bottles
is introduced into the transport and/or storage container, preferably 2-14 or 4-12
or 6-10 bags, particularly preferably 8 bags and/or bottles per transport and/or storage
container.
4. The packaging unit according to any one of claims 1 to 3, wherein the at least one
bag and/or the at least one bottle is filled with 50 ml to 2000 ml, preferably 100
ml to 1850 ml or 200 ml to 1500 ml or 400 ml to 1200 ml or 500 ml to 800 ml, particularly
preferably about 500 ml of extinguishing agent.
5. The packaging unit according to any one of claims 1 and 3 to 4, wherein the ratio
of relative size (by volume) of the bag and/or bottle to relative size (by volume)
of the inner container is 1:10 to 1:2, preferably 1:8 to 1:3 or 1:7 to 1:4.
6. The packaging unit according to any one of the preceding claims, wherein the ratio
of total filling amount of extinguishing agent in the packaging unit to total filling
amount of organic peroxide in the packaging unit is 10:90 to 40:60 wt%, preferably
15:85 to 35:75 or 20:80 to 30:70 wt%.
7. The packaging unit according to any one of the preceding claims, wherein the at least
one bag is formed of a continuous outer skin, preferably of a flexible material, such
as a flexible plastic material.
8. The packaging unit according to any one of the preceding claims, wherein the extinguishing
agent is in liquid, solidified or solid form.
9. The packaging unit according to any one of the preceding claims, wherein the extinguishing
agent is selected from water, chemical extinguishing agents, extinguishing foam, extinguishing
powder, water-impregnated superabsorbents, compressed water, expanded glass, sand,
or combinations thereof, preferably wherein the extinguishing agent is water.
10. The packaging unit according to any one of the preceding claims, wherein the at least
one organic peroxide is in liquid or solid form.
11. The packaging unit according to claim 9, wherein the at least one organic peroxide
is selected from ketone peroxides, preferably methyl ethyl ketone peroxide (MEKP)
and/or methyl isobutyl ketone peroxide (MIKP), peroxycarbonates, preferably bis(4-tert-butylcyclohexyl)
peroxydicarbonate (BCHPC), dicetyl peroxycarbonate (CEPC) and/or dimyristyl peroxycarbonate
(MYPC), diacyl peroxides, preferably dilauroyl peroxide (LP) and/or dibenzoyl peroxide
(BP), peresters, perketals and hydroperoxides.
12. Use of a packaging unit for the transport and/or storage of at least one organic peroxide
according to any one of claims 1-11 for reducing the burn speed and/or burn rate of
the organic peroxide by at least 15%.
13. The use according to claim 12, wherein a reclassification, preferably an increase
in the hazard group of the organic peroxide by at least one group is achieved.
1. Unité d'emballage (10) pour le transport et/ou le stockage d'au moins un peroxyde
organique comprenant
(i) un conteneur de transport et/ou de stockage composé d'un récipient extérieur (12)
et d'au moins un récipient intérieur (14) rempli dudit au moins un peroxyde organique
; et
(ii) au moins un sachet (16) et/ou une bouteille remplis d'un agent extincteur, dans
lequel ledit au moins un sachet et/ou ladite au moins une bouteille est introduit
séparément dans la zone de réception du récipient extérieur et/ou dans ledit au moins
un récipient intérieur du conteneur de transport et/ou de stockage et est relié ou
non de manière amovible au récipient extérieur et au récipient intérieur rempli de
peroxyde.
2. Unité d'emballage (10) pour le transport et/ou le stockage d'au moins un peroxyde
organique comprenant
(i) un conteneur de transport et/ou de stockage constitué d'un récipient extérieur
(12) rempli dudit au moins un peroxyde organique ; et
(ii) au moins un sachet (16) et/ou une bouteille remplis d'un agent extincteur, dans
lequel ledit au moins un sachet et/ou ladite au moins une bouteille sont introduits
séparément dans la zone de réception du récipient extérieur du conteneur de transport
et/ou de stockage et sont reliés ou non de manière amovible au récipient extérieur
rempli de peroxyde.
3. Unité d'emballage selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle une pluralité de sachets
et/ou de bouteilles est introduite dans le conteneur de transport et/ou de stockage,
de préférence 2-14 ou 4-12 ou 6-10 sachets, de manière particulièrement préférée 8
sachets et/ou bouteilles par conteneur de transport et/ou de stockage.
4. Unité d'emballage selon l'une des revendications 1 à 3, dans laquelle ledit au moins
un sachet et/ou ladite au moins une bouteille est rempli(e) de 50 ml à 2000 ml, de
préférence de 100 ml à 1850 ml ou de 200 ml à 1500 ml ou de 400 ml à 1200 ml ou de
500 ml à 800 ml, de manière particulièrement préférée d'environ 500 ml d'agent extincteur.
5. Unité d'emballage selon l'une des revendications 1 et 3 à 4, dans laquelle le rapport
entre la taille relative (par rapport au volume) du sachet et/ou de la bouteille et
la taille relative (par rapport au volume) du récipient intérieur est de 1:10 à 1:2,
de préférence de 1:8 à 1:3 ou de 1:7 à 1:4.
6. Unité d'emballage selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle le rapport
entre la quantité totale de remplissage d'agent extincteur dans l'unité d'emballage
et la quantité totale de remplissage de peroxyde organique dans l'unité d'emballage
est de 10:90 à 40:60 % en poids, de préférence de 15:85 à 35:75 ou de 20:80 à 30:70
% en poids.
7. Unité d'emballage selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle ledit
au moins un sachet est formé d'un revêtement extérieure continue, de préférence en
un matériau flexible, tel qu'un matériau plastique flexible.
8. Unité d'emballage selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle l'agent
extincteur se présente sous forme liquide, solidifiée ou solide.
9. Unité d'emballage selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle l'agent
d'extinction est choisi parmi l'eau, les agents d'extinction chimiques, la mousse
d'extinction, la poudre d'extinction, les superabsorbants imprégnés d'eau, l'eau comprimée,
le verre expansé, le sable, ou parmi leurs combinaisons, l'agent d'extinction étant
de préférence de l'eau.
10. Unité d'emballage selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle ledit
au moins un peroxyde organique est sous forme liquide ou solide.
11. Unité d'emballage selon la revendication 9, dans laquelle ledit au moins un peroxyde
organique est choisi parmi les peroxydes de cétones, de préférence le peroxyde de
méthyléthylcétone (MEKP) et/ou le peroxyde de méthylisobutylcétone (MIKP), les peroxycarbonates,
de préférence le peroxydicarbonate de bis(4-tert-butylcyclohexyle) (BCHPC), le peroxycarbonate
de dicétyle (CEPC) et/ou le peroxycarbonate de dimyristyle (MYPC), les peroxydes de
diacyle, de préférence le peroxyde de dilauroyle (LP) et/ou le peroxyde de dibenzoyle
(BP), les peresters, les percétals et les hydroperoxydes.
12. Utilisation d'une unité d'emballage pour le transport et/ou le stockage d'au moins
un peroxyde organique selon l'une des revendications 1 à 11, pour réduire la vitesse
de combustion et/ou le taux de combustion dudit peroxyde organique d'au moins 15 %.
13. Utilisation selon la revendication 12, dans laquelle on obtient un reclassement, de
préférence une augmentation du groupe de danger du peroxyde organique d'au moins un
groupe.