[0001] Die Erfindung betrifft ein geschlagenes Faserseil zur Verwendung als laufendes Seil
in einer Vorrichtung mit einem Trommelantrieb, das ein geschlagenes Kernseil sowie
mehrere das Kernseil umgebende Außenlitzen aufweist, wobei das Kernseil und die mehreren
Außenlitzen aus mehreren Fasersträngen gebildet sind.
[0002] Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen
Faserseils sowie eine Vorrichtung mit einem Trommelantrieb, die ein erfindungsgemäßes
geschlagenes Faserseil aufweist.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind vorbezeichnete Erzeugnisse, Vorrichtungen sowie Verfahren
bekannt. Zur Herstellung von geschlagenen Drahtseilen werden mehrere Drähte helixförmig
zu Litzen verwunden (= geschlagen). Dieser Verfahrensschritt wird als Verlitzen bezeichnet.
Mehrere Litzen können helixförmig zu einem Kernseil verwunden werden. Das Kernseil
wird mit mehreren Außenlitzen zu dem Drahtseil verwunden, wobei die Außenlitzen das
Kernseil helixförmig umgeben. Dieser Schritt wird als Verseilung bezeichnet (siehe
beispielsweise die deutsche VDI-Richtlinie 2358). Denkbar ist, dass ein Seil anstelle
eines Kernseils zumindest eine Kernlitze aufweist.
[0004] Eine besonders hohe Zugfestigkeit ist möglich, wobei das Gewicht eines Drahtseils
sehr hoch ist.
[0005] Im Stand der Technik wird zwischen geschlagenen und geflochtenen Seilen und Litzen
unterschieden. Bei einem geschlagenen Seil sind Außenlitzen helixförmig um ein Kernseil
oder eine Kernlitze herum gewunden, während ein geflochtenes Seil von gewebeartig
miteinander verflochtenen Fasern oder Drähten gebildet ist oder zumindest eine solche
Lage aufweist.
[0006] Grundbegriffe der Seiltechnik sind aus dem Stand der Technik, insbesondere https://www.ropetechnology.com/bro_dt/Bro_Grundbegriffe_de.pdf,
bekannt.
[0007] Ferner sind aus dem Stand der Technik Faserseile bekannt, die beispielsweise von
Sportkletterern als Sicherungsseile benutzt werden. Solche Seile, die geflochtene
Seile sind, sind aus länglichen, textilen Kunststofffasern gebildet, die mit einem
die Kunststofffasern umgebenden Mantelgeflecht verflochten sind. Eine für Sportanwendungen
ausreichende Festigkeit bei geringem Gewicht ist möglich.
[0008] Weiter sind Hybridseile bekannt, bei denen ein Kernseil aus einem umhüllten Kunststoffmonofilbündel
gebildet ist, welches mit Drahtlitzen verseilt wird. Zwar weist ein solches Seil eine
mit einem Drahtseil vergleichbare Festigkeit auf, jedoch kann durch Kontakt der Drahtlitzen
zu dem Monofilbündel, beispielsweise bei einer Biegewechselbelastung, eine Beschädigung
des Kernseils auftreten.
[0009] Aus
EP 2 673 415 B1 sind ein Seil sowie ein Herstellungsverfahren für ein Seil bekannt, bei dem Fasern
oder Monofilbündel vor einem Verseilpunkt, an dem eine Verseilung der Fasern oder
Monofilbündel zu einem Kernseil erfolgt, zuerst mit einem Matrixmaterial belegt und
danach beim Verseilen an dem Verseilpunkt zu einem Kernseil in das Matrixmaterial
eingebettet werden. Nachteilig bei diesem Verfahren ist insbesondere, dass innere
Fasern des Monofilbündels nicht von Matrixmaterial umgeben sind. Ferner nachteilig
sind zwei Verfahrensschritte, eine Belegung sowie eine darauf folgende Einbettung,
erforderlich.
[0010] Aus
JP H01 266231 A sind ein Seil sowie ein Faserstrang aus einem Faserverbundwerkstoff bekannt. Der
Faserstrang ist aus einem Mischgarn, welches Karbon- oder Glasfasern sowie
[0011] Kunststofffasern umfasst, in einem Ziehverfahren hergestellt. Dazu wird das Mischgarn
durch innere Düsen einer Matrix hindurchgezogen und ein aus dem Matrixmaterial gebildetes
Garn durch äußere Düsen, so dass das Mischgarn in einem sogenannten "guide" von dem
Matrixmaterialgarn umgeben ist. Durch Erhitzen verschmelzen die Matrixmaterialgarnfasern
miteinander und bilden die Matrix, in die dann Verstärkungsfasern des Mischgarns eingebettet
sind und sich unverdrillt in Faserlängsrichtung parallel zueinander erstrecken.
[0012] Eine Verlitzung oder Verseilung der Verstärkungsfasern bei der Herstellung des Faserstrangs
ist nicht vorgesehen.
[0013] Aus
JP H01 266231 A ist außerdem ein geschlagenes Seil umfassend einen Kernstrang sowie eine einzige
aus mehreren unverlitzten Fasersträngen gebildete Außenlage bekannt.
[0014] WO2008/129116 A1 beschreibt ein geschlagenes Aufzugseil umfassend ein Kernseil, um das herum zur Bildung
des Aufzugseils mehrere Außenlagen geschlagen sind. Einzelne Faserstränge sind aus
einem Faserverbundwerkstoff mit parallelen Verstärkungsfasern gebildet. Jede Außenlage
ist aus mehreren einzelnen, unverlitzen Fasersträngen gebildet.
[0015] Aus
JP H09 21082 A sind Faserstränge sowie ein geschlagenes Seil bekannt. Mehrere parallele Verstärkungsfasergarne
werden durch ein einen thermoplastischen Kunststoff aufweisendes Imprägnierbad sowie
eine Matrix hindurchgezogen und danach zu einem Faserstrang verzwirnt. Mehrere Faserstränge
werden zu einem geschlagenen Faserseil verwunden, das ein einsträngiges Kernseil sowie
eine Außenlage mit sechs einzelnen, unverlitzten Fasersträngen aufweist.
[0016] Ein weiteres geschlagenes Seil, bei dem ein Kernseil von einer Außenlitzenlage umgeben
ist, ist aus
EP 3006 611 A1 bekannt. In eine Matrix eingebettete Verstärkungsfasern verlaufen parallel zueinander,
sind also nicht geschlagen oder verzwirnt.
[0017] Aus
EP 0 252 830 A1 ist ein Leitungskabel für eine Kransteuerleitung bekannt, jedoch kein geschlagenes
Seil.
[0019] Während Drahtseile eine hohe Bruchfestigkeit bei gleichzeitig hohem Gewicht aufweisen,
sind insbesondere Hybridseile zwar leichter, jedoch bei einer Mehrlagenwicklung, beispielsweise
auf eine Seiltrommel, weniger biegewechselfest sowie weniger querdruckstabil.
[0020] Insbesondere bei solchen Seilen, die bei Benutzung häufig umgelenkt werden, ist eine
besonders gute Biegewechselfestigkeit sowie Querdruckfestigkeit erforderlich, beispielsweise
bei sogenannten laufenden Seilen, die für einen Trommelantrieb eines Turmdrehkrans
benutzt werden.
[0021] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein geschlagenes Faersseil
der eingangs genanten Art auszubilden, das besonders lange haltbar und insbesondere
biegewechselbeständig und querdruckstabil ist. Ferner liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein geschlagenes Faserseil der eingangs genannten Art auszubilden, das eine
besonders hohe Zugfestigkeit bei geringem Gewicht aufweist.
[0022] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Faserstränge aus einem
nichtmetallische Verstärkungsfasern aufweisenden Verbundwerkstoff gebildet sind, dessen
nichtmetallische Verstärkungsfasern zu mindestens einem Verstärkungsstrang geschlagen
sind, wobei der Verstärkungsstrang in der Art einer Verstärkungslitze oder eines Verstärkungsseils
ausgebildet und durch eine Vorrichtung zur Herstellung von Drahtseilen oder Drahtlitzen
hergestellt ist, wobei das geschlagene Kernseil zumindest teilweise von einer Ummantelung
umgeben ist.
[0023] Dadurch, dass der mindestens eine Faserstrang aus einem Verbundwerkstoff gebildet
ist, bei dem geschlagene Verstärkungsfasern in eine Matrix eingebettet sind, können
vorteilhaft bisher für hochfeste Seile nicht nutzbare, insbesondere nichtmetallische
Fasern wie beispielsweise Kohlenstofffasern benutzt werden.
[0024] Zu einem Verstärkungsstrang geschlagene Verstärkungsfasern sind in der Art einer
Litze oder eines geschlagenen Seils ausgebildet und durch aus der Drahtseiltechnik
bekannte Verlitz- oder Verseilmaschinen herstellbar.
[0025] In dem Verstärkungsstrang können in radialer Richtung benachbarte Lagen mehrerer
Verstärkungsfaserlagen eine entgegengesetzte Schlagrichtung aufweisen. Vorteilhaft
wird ein drehungsarmer Verstärkungsstrang ausgebildet.
[0026] Insgesamt wird bereits ein biegewechselfester und besonders querdruckstabiler Faserstrang
geschaffen, der die Grundlage für die Herstellung von geschlagenen Kernseilen oder
Litzen bildet, aus denen wiederum geschlagene Seile herstellbar sind. Insgesamt wird
ein Seil bzw. eine Litze geschaffen, dessen bzw. deren einzelne Bestandteile, das
heißt die Faserstränge, für sich genommen bereits sehr biegewechselfest und besonders
querdruckstabil sind.
[0027] Im Sinne der vorliegenden Erfindung können Verstärkungsfasern als Garn, als einzelne
Filamente, als Zwirn oder Bündel mehrerer im Wesentlichen paralleler Filamente vorliegen.
[0028] Denkbar ist, dass die Verstärkungsfasern voneinander verschiedene Querschnitte aufweisen.
[0029] Die Faserstränge können einen runden oder mehreckigen, beispielsweise trapezförmigen,
Querschnitt aufweisen.
[0030] Ein Faserstrang, der mit anderen Fasersträngen und/oder Metalldrähten zu einer Litze,
beispielsweise einer Kern- oder Außenlitze verlitzt ist, weist insbesondere einen
Durchmesser von 0,5 bis 2 mm auf, vorzugsweise zwischen 1 und 1,5 mm.
[0031] Ein Faserstrang, der mit anderen Fasersträngen zu einem Kernseil verseilt ist, weist
insbesondere einen Durchmesser von 0,5 bis 2 mm auf, vorzugsweise zwischen 1 und 1,5
mm. Denkbar ist, dass die Außenlitzen oder das Kernseileinen Durchmesser bis zu 100
mm, insbesondere zwischen 15 und 60 mm, vorzugsweise zwischen 20 und 40 mm, aufweisen.
[0032] Der mindestens eine Verstärkungsstrang ist zweckmäßigerweise aus nichtmetallischen
Verstärkungsfasern gebildet und ist durch eine Vorrichtung zur Herstellung von Drahtseilen
oder Drahtlitzen hergestellt.
[0033] Geeignete Verstärkungsfasern können beispielsweise als Glasfasern, Mineralfasern,
Aramidfasern, Textilfasern oder Kohlenstofffasern ausgebildet sein oder eine Kombination
hochfester metallischer oder nichtmetallischer Filamente aufweisen. Denkbar ist, dass
Verstärkungsfasern des mindestens einen Verstärkungsstrangs aus verschiedenen Materialien
gebildet sind. Beispielsweise kann ein Teil der Verstärkungsfasern aus Kohlenstoff
gebildet sein, während ein anderer Teil aus Aramid gebildet ist.
[0034] Durch die Verwendung einer bestehenden Vorrichtung zur Herstellung von Drahtseilen
oder Drahtlitzen kann auf bestehende, aus der Drahtseiltechnik bekannte Maschinen
zurückgegriffen werden.
[0035] Der er mindestens eine Verstärkungsstrang als Verstärkungslitze oder Verstärkungsseil
ausgebildet. Vorteilhaft sind bestehende, aus der Drahtseiltechnik bekannte Verseil-
oder Verlitzmaschinen zur Herstellung des Verstärkungsstrangs nutzbar. Sowohl das
Verstärkungsseil als auch die Verstärkungslitze können mehrlagig ausgebildet sein
und Querschnittsgeometrien aufweisen, die von Drahtseilen bekannt sind.
[0036] Der mindestens eine Verstärkungsstrang kann aus einem Mischgarn gebildet sein, das
Verstärkungsfaserfilamente sowie Filamente eines Materials aufweist, aus dem eine
Matrix, in die der mindestens eine Verstärkungsstrang zur Bildung des Faserstrangs
eingebettet ist, gebildet ist.
[0037] Als Matrix ist jedes Polymer geeignet, vorzugsweise werden thermoplastische Kunststoffe
wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyamid (PA), Polycarbonat (PC) oder Polyetheretherketon
(PEEK) verwendet.
[0038] Ein Mischgarn ist ein Garn, dessen Filamente aus Verstärkungsfaserfilamenten sowie
insbesondere thermoplastischen Kunststofffilamenten gebildet sind. Bei Verwendung
eines Mischgarns ist zur Ausbildung einer Kunststoffmatrix, in die der Verstärkungsstrang
eingebettet ist, keine Imprägnierung erforderlich, sondern eine sogenannte Pultrusion
unter Erwärmung ausreichend. Vorteilhaft kann eine besonders dichte und homogene Matrix
ausgebildet werden, Lufteinschlüsse werden vorteilhaft vermieden.
[0039] Das geschlagene Kernseil ist zumindest teilweise von einer Ummantelung umgeben.
[0040] Denkbar ist, dass die Ummantelung aus dem gleichen Material wie die Matrix des die
mindestens eine Kernlitze oder das Kernseil bildenden mindestens einen Faserstrangs
gebildet ist.
[0041] Denkbar ist außerdem, dass Faserstränge, die zu einer Litze verlitzt oder zu einem
geschlagenen Kernseil oder geschlagenen Seil verseilt werden können, eine Matrix aufweisen,
die im Querschnitt einen beispielsweise ringförmigen äußeren Bereich sowie einen inneren
Bereich umfasst, wobei nur in den inneren Bereich der Matrix der mindestens eine Verstärkungsstrang
eingebracht ist. Der äußere Bereich kann beim Verlitzen oder Verseilen mehrerer Faserstränge,
vorzugsweise unter Erwärmung der Faserstränge bis zu einer Temperatur, bei der ein
thermoplastischer, die Matrix bildender Kunststoff verformbar ist, derart verformt
werden, dass äußere Bereiche benachbarter Faserstränge bei der Verlitzung oder Verseilung
eine einstückige Ummantelung ausbilden, die aus dem gleichen Material gebildet ist
wie die Matrix. Vorteilhaft wird die mindestens eine Kernlitze oder das Kernseil vor
Abrasion durch Außenlitzen oder Witterungseinflüssen geschützt.
[0042] Denkbar ist, dass die Ummantelung aus einem Material gebildet ist, welches einen
Reibbeiwert von < 0,15 aufweist.
[0043] Das geschlagene Seil weist mehrere das Kernseil umgebende Außenlitzen auf, wobei
das geschlagene Kernseil und die Außenlitzen aus mehreren Fasersträngen gebildet sind
und jeder Faserstrang aus mindestens einen Verstärkungsstrang aufweisenden Verbundwerkstoff
gebildet ist. Vorteilhaft wird eine besonders gute Biegewechselfestigkeit bei gleichzeitig
geringem Gewicht und hervorragender Querdruckstabilität erreicht.
[0044] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung beträgt ein Anteil des mindestens einen
Verstärkungsstrangs in dem mindestens einen Faserstrang zumindest 40 Vol.-%, insbesondere
zwischen 45 Vol-% und 90 Vol.-%, vorzugsweise zwischen 50 und 75 Vol.-%. Je höher
ein Anteil des Verstärkungsstrangs, desto höher ist die Zugfestigkeit des Faserstrangs
und damit des geschlagenen Seils bzw. der Litze. Vorteilhaft kann eine Festigkeit
für verschiedene Anwendungsfälle maßgeschneidert werden.
[0045] Zweckmäßigerweise sind die geschlagene Kernseil und die mehreren das Kernseil umgebende
Außenlitze relativ zueinander bewegbar, vorzugsweise in Seillängsrichtung. Insbesondere
bei Belastung, beispielsweise bei Benutzung des Seils als Lastseil eines Turmdrehkrans,
ist eine relative Bewegbarkeit erforderlich, um eine besonders gute mechanische Festigkeit
zu erreichen. Benachbarte Außenlitzen und/oder das geschlagene Kernseil unmittelbar
umgebende Außenlitzen können unter Bildung einer Trennebene aneinander anliegen. Vorteilhaft
wird ein besonders biegefestes, biegewechselbeständiges sowie querdruckstabiles geschlagenes
Seil bzw. eine solche Litze geschaffen.
[0046] Vorzugweise wird ein erfindungsgemäßes Seil als laufendes Seil einer Vorrichtung
mit Trommelantrieb verwendet, insbesondere bei einem Kran mit Trommelantrieb.
[0047] Denkbar ist, dass jeder Faserstrang mit einer Schicht belegt ist, die einen Reibbeiwert
aufweist, der insbesondere kleiner als 0,2, vorzugsweise kleiner als 0,14 ist.
[0048] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Ummantelung, die das geschlagene
Kenrseil zumindest teilweise umgibt, aus einem anderen Material gebildet als eine
Matrix des mindestens einen Faserstrangs, in die der mindestens eine Verstärkungsstrang
eingebettet ist.
[0049] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist das Seil als drehungsarmes oder drehungsfreies
Seil ausgebildet. Vorteilhaft wird ein besonders lange haltbares Seil geschaffen.
[0050] Zweckmäßigerweise weist das geschlagene Seil mehrere das geschlagene Kernseil umgebende
Außenlitzen auf, wobei geschlagene Kernseil und die Außenlitzen aus mehreren Fasersträngen
gebildet sind und jeder Faserstrang aus einem mindestens einen Verstärkungsstrang
aufweisenden Verbundwerkstoff gebildet ist, wobei die Faserstränge geschlagenen Kernseils
oder der Außenlitzen voneinander verschiedene Formen und/oder Größen aufweisen. Vorteilhaft
können mechanische Eigenschaften wie eine Biegewechselfestigkeit, eine Querdruckstabilität
oder eine Zugfestigkeit für bestimmte kundenspezifische Fälle maßgeschneidert werden.
[0051] Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines
geschlagenen Faserseils zur Verwendung als laufendes Seil in einer Vorrichtung mit
einem Trommelantrieb zu schaffen, das mindestens ein geschlagenes Kernseil sowie mehrere
das Kernseil umgebende Außenlitzen aufweist, wobei das Kernseil und die mehreren eine
Au-ßenlitzen aus mehreren Fasersträngen gebildet werden.
[0052] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die mehreren Faserstränge aus
einem Verstärkungsfasern aufweisenden Verbundwerkstoff gebildet werden, wobei die
Verstärkungsfasern zu mindestens einem Verstärkungsstrang geschlagen werden, wobei
der Verstärkungsstrang in der Art einer Verstärkungslitze oder eines Verstärkungsseils
ausgebildet und durch eine Vorrichtung zur Herstellung von Drahtseilen oder Drahtlitzen
hergestellt wird, und das geschlagene Kernseil zumindest teilweise von einer Ummantelung
umgeben wird.
[0053] Mehrere Stränge eines Mischgarns, das Verstärkungsfaserfilamente sowie aus einem
vorzugsweise thermoplastischen Kunststoff gebildete Filamente aufweist, können geschlagen
und unter Erwärmung zur Bildung des Faserstrangs pultrudiert.
[0054] Durch die Pultrusion wird bei der Herstellung der Faserstränge vorteilhaft sichergestellt,
dass keine Fehlstellen auftreten, beispielsweise Lufteinschlüsse. Weiter vorteilhaft
ist keine Belegung des Garns vor einer Verlitzung oder Verseilung erforderlich, da
das Matrixmaterial als Filamente des Mischgarns mitgeschlagen wird und bei der Pultrusion
die Matrix ausgebildet wird.
[0055] Eine Pultrusionseinrichtung kann einer ersten Verlitz- und/oder Verseileinrichtung
vorgeschaltet und einer weiteren Verlitz- oder Verseileinrichtung nachgeschaltet sein.
[0056] Die Verstärkungsfasern können von mehreren Spulen abgespult und zur Bildung des Verstärkungsstrangs
mit einer ersten, bestehenden Verlitz- oder Verseilmaschinen geschlagen werden. Vorzugsweise
wird ein Mischgarn verwendet, das heißt ein Garn, dessen Filamente aus Verstärkungsfaserfilamente
sowie insbesondere thermoplastischen Kunststofffilamenten gebildet sind. Nach dem
Schlagen der Verstärkungs- und Kunststofffilamente erfolgt eine Pultrusion, das heißt
ein Ziehen unter Erwärmung, wodurch die Kunststofffilamente eine homogene Matrix,
in die die geschlagenen Verstärkungsfasern eingebettet sind, ausbilden. Derart hergestellte
Faserstränge, die vorzugsweise einen runden Querschnitt aufweisen, können mit einer
der Pultrusionseinrichtung nachgeschalteten bestehenden Verseil- oder Verlitzmaschine
zu einer Litze, einem Seil oder einem Kernseil geschlagen werden.
[0057] Weiter vorteilhaft muss eine bestehende, zur Drahtseilherstellung verwendbare Vorrichtung
lediglich um eine Pultrusionseinrichtung ergänzt werden, um ein erfindungsgemäßes
geschlagenes Seil oder eine erfindungsgemäße Litze herstellen zu können. Die Anschaffung
weiterer oder spezieller Maschinen entfällt.
[0058] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist das Kernseil von mindestens einer Außenlitzenlage,
die die mehreren Außenlitzen aufweist, umgeben, wobei vorzugsweise ein Matrixmaterial
einer Matrix des Kernseils gegen ein Matrixmaterial der Außenlitzen anliegt. Ein direkter
Kontakt von Verstärkungsfasern eines Faserstrangs mit denjenigen eines benachbarten
Faserstrangs wird vorteilhaft verhindert. Dadurch, dass das Kernseil lediglich an
die Außenlitzen anliegt, besteht keine stoffschlüssige Verbindung.
[0059] Denkbar ist, das Kernseil oder eine Außen litze aus bis zu fünfzig Fasersträngen
gebildet ist und bis zu zehn Außenlitzenlagen, die die Kernlitze umgeben, vorgesehen
sind. Umgeben bedeutet insbesondere, dass die Außenlitzen durch aus der Drahteilherstellung
bekannte Herstellungstechniken mit der mindestens einen Kernlitze oder dem Kernseil
verseilt (= geschlagen) werden.
[0060] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und der beigefügten,
sich auf die Ausführungsbeispiele beziehenden Zeichnungen, näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- mehrere Ausführungsformen eines Seils sowie eine beispielhafte Ausführungsform einer
Litze,
- Fig. 2
- mehrere Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Seils,
- Fig. 3
- mehrere Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Seils.
[0061] Ein in Fig. 1a im Querschnitt schematisch gezeigtes geschlagenes Seil 1 umfasst ein
geschlagenes Kernseil 2, das eine Kernlitze 3 sowie eine äußere Kernlitzenlage 4 aufweist.
Kernaußenlitzen 5, 6 der äußeren Kernlitzenlage 4 weisen unterschiedliche, insbesondere
voneinander verschiedene Querschnittsgrößen und - formen auf.
[0062] Das Kernseil 2 ist mit insgesamt acht Außenlitzen 7, die eine einzige Außenlitzenlage
8 bilden, zur Bildung des Seils 1 verseilt. Ein in Fig. 1a gezeigtes Seil 1 ist drehungsarm.
[0063] Zur Bildung einer in Fig. 1b im Detail schematisch gezeigten runden Außenlitze 7
eines Seils 1 gemäß Fig. 1a wurden einundreißig Faserstränge 9, 10 verlitzt, wobei
zwölf Faserstränge 9 im Querschnitt gleich groß sind und größer als die weiteren neunzehn
Faserstränge 10, die im Querschnitt inetwa gleich groß sind.
[0064] Die Faserstränge 10 sind innere Faserstränge eines Kernseils 2 oder einer Litze 5,
6, 7, die Faserstränge 9 sind äußere Faserstränge eines Kernseils 2 oder einer Litze
5, 6, 7.
[0065] Jeder Faserstrang 9, 10 umfasst einen sich in einer Faserstranglängsrichtung erstreckenden
Verstärkungsstrang 11, der mehrere zu einer Verstärkungslitze geschlagene, aus Kohlenstoff
gebildete Verstärkungsfasern 12 aufweist, die in eine Polypropylenmatrix 13 eingebettet
sind. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in Fig. 1b nicht bei allen Fasersträngen
9, 10 Verstärkungsstränge 11 sowie Verstärkungsfasern 12 gezeigt.
[0066] Obwohl sämtliche Litzen eines in Fig. 1a gezeigten Seils 1 aus Fasersträngen 9, 10
mit ausschließlich nichtmetallischen Verstärkungsfasern 12 gebildet sind, ist denkbar,
dass einzelne Verstärkungsfasern 12 aus einem Metalldraht gebildet sind. Eine einen
solchen Faserstrang aufweisende Litze ist eine sogenannte Hybridlitze, ein einen solchen
Faserstrang aufweisendes Seil ein sogenanntes Hybridseil.
[0067] Vorteilhaft können zur Herstellung des erfindungsgemäßen geschlagenen Seils 1 vorhandene,
ursprünglich für die Drahtseilherstellung vorgesehene Verseil- bzw. Verlitzmaschinen
verwendet werden und gleichzeitig ein besonders leichtes sowie biegewechselbeständiges
und besonders querdruckstabiles geschlagenes Seil geschaffen werden.
[0068] Die Faserstränge 9, 10 sind mittels Pultrusion herstellbar, indem ein ein Verstärkungsfasern
12 aufweisendes Mischgarn, das beispielsweise aus Polypropylen sowie aus Kohlenstoff
gebildete Filamente aufweist, von mehreren Garnspulen abgewickelt und in einer ersten
Verlitz- oder Verseilmaschine geschlagen wird. Beim Pultrudieren, d.h. unter Zugspannung,
in einer Pultrusionseinrichtung, die der ersten Verlitz- oder Verseilmaschine vor
und einer zweiten Verlitz- oder Verseilmaschine nachgeschaltet ist, erweichen die
Polypropylenfilamente unter Erwärmung und bilden eine homogene Matrix 13 aus, in die
die zu einem Verstärkungsstrang 11 geschlagenen Verstärkungsfasern 12 eingebettet
sind.
[0069] Nach Abkühlung und Verfestigung der Matrix 13 können die Faserstränge 9, 10 mit der
zweiten Verlitz- oder Verseilmaschine, die der Pultrusionseinrichtung nachgeschaltet
ist, weiterverarbeitet werden.
[0070] Ein Aufspulen auf Lagerspulen vor einer weiteren Verarbeitung ist denkbar.
[0071] Dadurch, dass durch Erwärmung des Faserstrangs 9, 10 eine Matrix 13 bildendes Polypropylen
verformbar ist und sich durch Abkühlung erneut verfestigt, ist eine Änderung der Querschnittsform
oder -größe durch Aufbringung von Verformungskräften denkbar. Dazu kann eine Heizeinrichtung
vorgesehen sein, die vor oder an einem Verlitz- oder Verseilpunkt einer entsprechenden
Verlitz- oder Verseilvorrichtung angeordnet ist.
[0072] Denkbar ist, dass einzelne Faserstränge 9, 10 derart verformt werden, dass ein trapezförmiger
oder mehreckiger Querschnitt wie beispielsweise in Fig. 1a gezeigt ausgebildet wird.
Denkbar ist außerdem, dass eine Querschnittsform oder -größe von einzelnen Fasersträngen
vor einer Verlitzung oder Verseilung oder von hergestellten Seilen verändert wird.
[0073] Ein in Fig. 1c im Querschnitt schematisch gezeigtes geschlagenes Seil 1 unterscheidet
sich von demjenigen in Fig. 1a gezeigten dadurch, dass ein geschlagenes Kernseil 2
eine Kernlitze 3 sowie zwei äußere Kernlitzenlagen 4, 14 aufweist, von denen die äußerste
Kernlitzenlage 14 Kernaußenlitzen 5, 6 aufweist, die voneinander verschiedene Durchmesser
aufweisen.
[0074] Ferner ist die Kernlitze 3 aus sieben Fasersträngen 9, 10 mit rundem Querschnitt
gebildet, während Außenlitzen 7 mit rundem Querschnitt aus sieben Fasersträngen 9,10
mit mehreckigem Querschnitt gebildet sind.
[0075] Es wird nun auf Fig. 2 Bezug genommen, wo gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben
Bezugszahl wie in Fig. 1 bezeichnet sind und der betreffenden Bezugszahl jeweils der
Buchstabe a beigefügt ist.
[0076] Ein in Fig. 2a im Querschnitt schematisch gezeigtes geschlagenes Seil 1a unterscheidet
sich von denjenigen in Fig. 1 gezeigten dadurch, dass ein Kernseil 2a von einer schraffiert
dargestellten Ummantelung 15 umgeben ist, in die dem Kernseil 2a zugewandte Hälften
16 von Außenlitzen 7a eingebettet sind. Durch die Ummantelung 15 werden Kernaußenlitzen
5a vor Beschädigungen geschützt.
[0077] Die Ummantelung 15 kann ausgebildet werden, indem die Verseilung des Kernseils 2a
mit den Außenlitzen 7a in einem Kunststoffbad erfolgt, das schmelzflüssigen, die Ummantelung
bildenden, vorzugsweise thermoplastischen Kunststoff wie Polypropylen (PP) oder Polyethlyen
(PE) aufweist.
[0078] Außerdem weist das Kernseil 2a eine Kernlitze 3a sowie eine einzige äußere Kernlitzenlage
4a auf. Die Kernlitze 3a und die Kernaußenlitzen 5a weisen identische Querschnitte
auf.
[0079] Ein in Fig. 2b im Querschnitt gezeigtes geschlagenes Seil 1a unterscheidet sich von
demjenigen in Fig. 2a gezeigten dadurch, dass Außenlitzen 7a auf einer dem Kernseil
2a abgewandten Seite 17 abgeflacht sind. Dies ist beispielsweise durch Hämmern, mit
oder ohne vorherige Erwärmung möglich.
[0080] Es wird nun auf Fig. 3 Bezug genommen, wo gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben
Bezugszahl wie in Fig. 1 und 2 bezeichnet sind und der betreffenden Bezugszahl jeweils
der Buchstabe b beigefügt ist.
[0081] Ein in Fig. 3a im Querschnitt gezeigtes geschlagenes Seil 1b unterscheidet sich von
denjenigen in Fig. 1 und 2 gezeigten insbesondere dadurch, dass ein Kernseil 2b sowie
Außenlitzen 7b in eine einzige als Ummantelung wirkende Polypropylenmatrix 18 derart
eingebracht sind, dass sowohl eine Kernlitze 3b und Kernaußenlitzen 5b als auch dem
Kernseil 2b zugewandte Hälften 16b der Außenlitzen 7b in die als Ummantelung wirkende
Matrix 18 eingebettet sind. Das Matrixmaterial der Matrix 18 kann ein anderes sein
als das Matrixmaterial, das die Faserstränge 9b, 10b aufweisen.
[0082] Das in Fig. 3a gezeigte geschlagene Seil 1b ist herstellbar, indem Faserstränge 9b,
10b in einem schmelzflüssigen Polypropylenbad verlitzt oder verseilt werden.
[0083] Denkbar ist, dass das geschlagene Seil 1b hergestellt wird, indem Faserstränge 9b,
10b, die im Querschnitt einen in Fig. 3 nicht gezeigten ringförmigen äußeren sowie
einen inneren Bereich einer in Fig. 1b mit 13 bezeichneten Matrix aufweisen, wobei
nur in den inneren Bereich ein Verstärkungsstrang eingebracht sind, verseilt oder
verlitzt werden. Der äußere Bereich kann beim Verlitzen oder Verseilen der Faserstränge,
vorzugsweise unter Erwärmung bis zu einer Temperatur, bei der ein thermoplastischer,
eine Matrix bildender Kunststoff verformbar ist, derart verformt werden, dass die
äußeren Bereiche bei der Verlitzung oder Verseilung benachbarter Faserstränge 9b,
10b die als Ummantelung wirkende Matrix 18 ausbilden.
[0084] Ein in Fig. 3b im Querschnitt gezeigtes geschlagenes Seil 1b unterscheidet sich von
demjenigen in Fig. 3a gezeigten insbesondere dadurch, dass Außenlitzen 7b auf einer
dem Kernseil 2b abgewandten Seite 17b abgeflacht sind, wobei die abgeflachten Bereiche
Kreisbögen bilden.
[0085] Es versteht sich, dass sämtliche mögliche Kombinationen von Merkmalen der in Fig.
1 bis 3 gezeigten Merkmale denkbar sind. Beispielsweise kann ein in Fig. 1a gezeigtes
geschlagenes Seil Außenlitzen gemäß Fig. 3b aufweisen.
[0086] Obwohl in Fig. 1 bis 3 Seile 1-1b mit einer einzigen Außenlitzenlage 8-8b gezeigt
sind, ist denkbar, dass mehrere Außenlitzenlagen vorgesehen sind. Vorzugsweise können
benachbarte Außenlitzenlagen entgegengesetzte Schlagrichtungen aufweisen, so dass
ein drehungsarmes bzw. drehungsfreies Seil ausgebildet wird.
[0087] Denkbar ist außerdem, dass Verstärkungsfasern verwendet werden, die aus unterschiedlichen
Materialien gebildet sind und/oder unterschiedliche Querschnittsgrößen aufweisen.
Insbesondere ist dies bei Verwendung eines Mischgarns, welches zur Herstellung eines
Faserstrangs 9-9b, 10-10b von mehreren Garnspulen abgewickelt wird, möglich.
[0088] Weiter denkbar ist, dass jeder Faserstrang 9-9b, 10-10b mehr als einen Verstärkungsstrang
11 aufweist, beispielsweise zwei oder drei, die sich vorzugsweise parallel zueinander
in Seillängsrichtung erstrecken.
1. Geschlagenes Faserseil (1-1b) zur Verwendung als laufendes Seil in einer Vorrichtung
mit einem Trommelantrieb, das ein geschlagenes Kernseil (2-2b) sowie mehrere das Kernseil
(2-2b) umgebende Außenlitzen (7-7b) aufweist, wobei das Kernseil (2-2b) und die mehreren
Außenlitzen aus mehreren Fasersträngen (9-9b, 10-10b) gebildet sind, wobei die Faserstränge
(9-9b, 10-10b) aus einem nichtmetallische Verstärkungsfasern (12) aufweisenden Verbundwerkstoff
gebildet sind, dessen nichtmetallische Verstärkungsfasern (12) zu mindestens einem
Verstärkungsstrang (11) geschlagen sind, wobei der Verstärkungsstrang in der Art einer
Verstärkungslitze oder eines Verstärkungsseils ausgebildet und durch eine Vorrichtung
zur Herstellung von Drahtseilen oder Drahtlitzen hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das geschlagene Kernseil (2-2b) zumindest teilweise von einer Ummantelung (15; 18)
umgeben ist.
2. Geschlagenes Faserseil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Anteil des mindestens einen Verstärkungsstrangs (11) in dem Faserstrang (9-9b,
10-10b) zumindest 40 Vol.-% beträgt, insbesondere zwischen 45 und 90 Vol.-%, vorzugsweise
zwischen 50 und 75 Vol.-%.
3. Geschlagenes Faserseil nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das geschlagene Kernseil (2-2b) und die mehreren das Kernseil (2-2b) umgebende Außenlitzen
(7-7b) relativ zueinander bewegbar sind, vorzugsweise in Seillängsrichtung.
4. Geschlagenes Faserseil nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ummantelung (15, 16), die das geschlagene Kernseil (2-2b) zumindest teilweise
umgibt, aus einem anderen Material gebildet ist als eine Matrix (13) der Faserstränge
(9-9b, 10-10b), in die der mindestens eine Verstärkungsstrang (11) eingebettet ist.
5. Geschlagenes Faserseil nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Seil (1-1b) als drehungsfreies Seil ausgebildet ist.
6. Vorrichtung mit einem Trommelantrieb, insbesondere Kran mit einem Trommelantrieb,
die ein geschlagenes Faserseil (1-1b) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 aufweist, wobei
das geschlagene Faserseil (1-1b) als laufendes Seil ausgebildet ist.
7. Verfahren zur Herstellung eines geschlagenen Faserseils (1-1b) zur Verwendung als
laufendes Seil in einer Vorrichtung mit einem Trommelantrieb, das ein geschlagenes
Kernseil (2-2b) sowie mehrere das Kernseil (2-2b) umgebende Außenlitzen (7-7b) aufweist,
wobei das Kernseil (2-2b) und die mehreren Außenlitzen aus mehreren Fasersträngen
(9-9b, 10-10b) gebildet werden,
wobei
die mehreren Faserstränge (9-9b, 10-10b) aus einem Verstärkungsfasern (11) aufweisenden
Verbundwerkstoff gebildet werden, wobei die Verstärkungsfasern (12) zu mindestens
einem Verstärkungsstrang (11) geschlagen werden, wobei der Verstärkungsstrang in der
Art einer Verstärkungslitze oder eines Verstärkungsseils ausgebildet und durch eine
Vorrichtung zur Herstellung von Drahtseilen oder Drahtlitzen hergestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass
das geschlagene Kernseil (2-2b) zumindest
teilweise von einer Ummantelung (15; 18) umgeben wird.
1. Câble de fibres battues (1-1b) destiné à être utilisé comme câble mobile dans un dispositif
à entraînement par tambour, comprenant un câble central (2-2b) battu et une pluralité
de torons extérieurs entourant le câble central (2-2b), le câble central et la pluralité
de torons extérieurs (7-7b) étant formés d'une pluralité de brins de fibres, les brins
de fibres (9-9b, 10-10b) étant formés d'un matériau composite comprenant des fibres
(9-9b, 10-10b) de renforcement non métalliques, dont les fibres de renforcement (12)
non métalliques sont battues pour former au moins un brin de renforcement (12), le
brin de renforcement (11) étant réalisé à la manière d'un toron de renforcement ou
d'un câble de renforcement et étant fabriqué par un dispositif de fabrication de câbles
métalliques ou de torons métalliques,
caractérisé en ce que le câble central (2-2b) battu est entouré au moins partiellement par une gaine (15;
18).
2. Câble de fibres battues selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'une proportion dudit au moins un brin de renforcement (11) dans le câble de fibres
(9-9b, 10-10b) est d'au moins 40 % en volume, en particulier entre 45 et 90 % en volume,
de préférence entre 50 et 75 % en volume.
3. Câble de fibres battues selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le câble central battu (2-2b) et la pluralité de torons extérieurs (7-7b) entourant
le câble central (2-2b) sont mobiles les uns par rapport aux autres, de préférence
dans la direction longitudinale du câble.
4. Câble de fibres battues selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
la gaine (15, 16) qui entoure au moins partiellement le câble central battu (2-2b)
est formée d'un matériau différent de celui d'une matrice (13) de brins de fibres
(9-9b, 10-10b), dans laquelle le au moins un brin de renforcement (11) est noyé.
5. Câble de fibres battues selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le câble (1-1b) est conçu comme un câble antigiratoire.
6. Dispositif avec un entraînement de tambour, en particulier grue avec un entraînement
de tambour, qui présente un câble de fibres (1-1b) battu selon l'une des revendications
1 à 5, dans lequel le câble de fibres (1-1b) battu est conçu comme un câble courant.
7. Procédé de fabrication d'un câble de fibres (1-1b) battues destiné à être utilisé
comme câble courant dans un appareil à entraînement par tambour, comprenant un câble
central (2-2b) battu et une pluralité de torons extérieurs (7-7b) entourant le câble
central (2-2b), le câble central (2-2b) et la pluralité de torons extérieurs étant
formés d'une pluralité de brins de fibres (9-9b, 10-10b), la pluralité de brins de
fibres (9-9b, 10-10b) étant formée d'un matériau composite comprenant des fibres de
renforcement (11), dans lequel les fibres de renforcement (12) sont battues pour former
au moins un brin de renforcement (11), le brin de renforcement étant réalisé sous
la forme d'un toron de renforcement ou d'un câble de renforcement et étant fabriqué
par un dispositif de fabrication de câbles métalliques ou de torons métalliques,
caractérisé en ce que
le câble central (2-2b) battu est entouré au moins partiellement par une gaine (15;
18).