GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steckverbinderanordnung sowie ein Verfahren
zum Konfektionieren eines elektrischen Kabels.
TECHNISCHER HINTERGRUND
[0002] Zum Verbinden eines elektrischen Kabels mit einem weiteren elektrischen Kabel oder
einer Leiterplatte wird ein Steckverbinder benutzt. Die elektrische und mechanische
Anbindung eines Steckverbinders an ein elektrisches Kabel wird in einem Konfektionsprozess
des elektrischen Kabels durchgeführt.
[0003] In der Konfektion eines elektrischen Kabels, insbesondere eines Hochfrequenzkabels,
werden der Innenleiter vom Isolationselement, das Isolationselement vom Außenleiterschirm
und der Außenleiterschirm vom Kabelmantel jeweils freigelegt. Optional kann daraufhin
auf dem freigelegten Außenleiterschirm oder auf den Kabelmantel eine Stützhülse aufgecrimpt
und der Außenleiterschirm um die Stützhülse umgeschlagen werden. Schließlich wird
ein derart vorkonfektioniertes elektrisches Kabel in das Außenleiterkontaktelement
des Steckverbinders eingefügt und mit dem Außenleiterkontaktelement vercrimpt.
[0004] Für die Übertragung eines Hochfrequenzsignals ist der Übergang zwischen dem elektrischen
Kabel und dem Steckverbinder im Hinblick auf den Impedanzverlauf optimiert. Die Impedanz
des Steckverbinders sowie der Impedanzverlauf im Übergang zwischen dem elektrischen
Kabel und dem Steckverbinder wird hierbei bestmöglich an die Bezugsimpedanz des elektrischen
Kabels von beispielsweise 50 Ohm angepasst. Alternativ werden im Steckverbinder geeignete
Maßnahmen zur Gegenkompensation der Fehlanpassung getroffen. In beiden Fällen werden
Reflexionen des Hochfrequenzsignals entlang des Signalübertragungspfades minimiert.
[0005] Hierbei müssen die geometrischen Abmessungen der einzelnen Komponenten der Steckverbindung
- d. h. des Außenleiterschirms, der optionalen Stützhülse, des Isolationselements,
des Innenleiterkontaktelements und des Außenleiterkontaktelements - bei geringst möglicher
Fertigungstoleranz bestmöglich zueinander abgestimmt sein. Außerdem sind die einzelnen
Fertigungsschritte der Konfektion mit bestmöglicher Fertigungsgenauigkeit durchzuführen.
[0006] In Abhängigkeit der technischen Anforderungen der unterschiedlichen Anwendungsfelder
insbesondere im Automobilbereich sind die einzelnen Bestandteile eines elektrischen
Kabels - d. h. des Innenleiters, des Isolationselements, des Außenleiterschirms und
des Kabelmantels - aus einem spezifischen Material hergestellt und weisen eine spezifische
geometrische Abmessung auf.
[0007] Für den Konfektionsprozess ist hierbei vor allem der Außendurchmesser des Isolationselements
von Bedeutung, da er für eine Impedanzanpassung dem Innendurchmesser des Außenleiterkontaktelements
entsprechen soll. Somit ist für jedes elektrische Kabel mit einem jeweiligen Außendurchmesser
des Isolationselements ein zugehöriges Außenleiterkontaktelement mit einem passenden
Innendurchmesser zu fertigen. Dies erfordert eine Vielzahl von Designs, Werkzeugen,
Fertigungsplänen und Maschinenprogrammen. Dies macht die Fertigung insgesamt komplizierter
und erhöht damit nachteilig die Fertigungskosten erheblich.
[0008] Durch die Bevorratung von Außenleiterkontaktelementen mit unterschiedlichen Innendurchmessern
erhöhen sich nachteilig auch die Lagerkosten erheblich.
[0009] Dies ist ein Zustand, den es zu verbessern gilt.
[0010] Zum allgemeinen technischen Hintergrund sei an dieser Stelle noch auf die
DE 23 03 792 A1 verwiesen, die ein Verfahren zur gegenseitigen Verbindung von Koaxialkabeln betrifft.
Die
US 2013/171873 A1 betrifft einen impedanzangepassten, geschirmten elektrischen Verbinder. Die
US 6 319 077 B1 betrifft eine Vorrichtung, mit der ein Kabel zur Konfektionierung mit einem Innenleiterkontaktelement
für die spätere Montage in einem Steckverbindergehäuse vorbereitet werden kann. Die
US 6 319 077 B1 betrifft ein elektrisches Kabel, ein Verfahren zur Herstellung des Kabels und eine
dafür bestimmte Vorrichtung.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0011] Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Steckverbinderanordnung sowie ein Verfahren zum Konfektionieren eines elektrischen
Kabels jeweils anzugeben, mit denen die oben genannten Fertigungs- und Lagerkosten
erheblich minimiert werden können.
[0012] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Steckverbinderanordnung mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 und durch ein Verfahren zum Konfektionieren eines elektrischen
Kabels mit den Merkmalen des Patentanspruchs 11 gelöst.
[0013] Es ist ein besonderer Vorteil der vorliegenden Erfindung, dass für elektrische Kabel
mit jeweils unterschiedlichen geometrischen Abmessungen, insbesondere mit jeweils
unterschiedlichen Außendurchmessern des Isolationselements, jeweils immer das gleiche
Außenleiterkontaktelement eines Steckverbinders mit einem bestimmten Innendurchmesser
verwendbar ist.
[0014] Entspricht der Außendurchmesser des Isolationselements dem Innendurchmesser des Außenleiterkontaktelements,
so liegt das Isolationselement des elektrischen Kabels nach einem Fügeprozess im Außenleiterkontaktelement
des Steckverbinders an und das Isolationselement des Kabels ist an das Außenleiterkontaktelement
des Steckverbinders kalibriert. Kalibrierung heißt in diesem Zusammenhang, dass im
ersten Längsabschnitt der Querschnitt des Isolationselements, insbesondere der Außendurchmesser
des Isolationselements, an den Querschnitt des Außenleiterkontaktelements, insbesondere
an den Innendurchmesser des Außenleiterkontaktelements, angepasst ist. Der erste Längsabschnitt
des Isolationselements ist ohne eine dazwischen befindliche Luftschicht im Außenleiterkontaktelement
des Steckverbinders eingefügt.
[0015] Ist der Außendurchmesser des Isolationselements hingegen unterschiedlich zum Innendurchmesser
des Außenleiterkontaktelements, so kann erfindungsgemäß die Querschnittsfläche des
Längsabschnitts des Isolationselements, der vom Außenleiterschirm freigelegt ist und
im Folgenden als erster Längsabschnitt bezeichnet wird, gegenüber der Querschnittsfläche
des Längsabschnitts des Isolationselements, der vom Außenleiterschirm umschlossen
ist und im Folgenden als zweiter Längsabschnitt bezeichnet wird, verändert werden.
Die Querschnittsfläche des ersten Längsabschnitts kann dabei derart geändert werden,
dass der erste Längsabschnitt des Isolationselements in einem Längsabschnitt des Außenleiterkontaktelements
einfügbar ist und im ersten Längsabschnitt das Isolationselement an das Außenleiterkontaktelement
kalibriert ist. Der Längsabschnitt des universell einsetzbaren Außenleiterkontaktelements,
in dem der erste Längsabschnitt des Isolationselements eingefügt wird und an das Außenleiterkontaktelement
kalibriert ist, wird im Folgenden als erster Steckverbinderabschnitt bezeichnet.
[0016] Die Änderung der Querschnittsfläche des ersten Längsabschnitts zur Querschnittsfläche
des zweiten Längsabschnitts des Isolationselements wird bevorzugt in einem zusätzlichen
Konfektionsschritt vor dem Fügeprozess des elektrischen Kabels in den Steckverbinder
durchgeführt. Alternativ ist dieser zusätzliche Konfektionsschritt auch während des
Crimpens der Stützhülse auf den Außenleiterschirm durchführbar.
[0017] Das erfindungsgemäße vorkonfektionierte elektrische Kabel ist also derart eingerichtet,
dass die Querschnittfläche in einem ersten Längsabschnitt, in dem das Isolationselement
vom Außenleiterschirm freigelegt ist, gegenüber der Querschnittsfläche eines zweiten
Längsabschnitts, in dem das Isolationselement vom Außenleiterschirm umschlossen ist,
derart veränderbar ist, dass der erste Längsabschnitt des Isolationselements in den
ersten Steckverbinderabschnitt des Außenleiterkontaktelements einfügbar ist und im
ersten Längsabschnitt das Isolationselement an das Außenleiterkontaktelement kalibriert
ist.
[0018] Bei der Querschnittsfläche des Isolationselements im ersten und im zweiten Längsabschnitt
handelt es sich jeweils um eine Querschnittsfläche, deren Flächennormalvektor parallel
zur Längsachse des elektrischen Kabels orientiert ist. Unter einem Flächennormalvektor
wird hierbei und im Folgenden ein Vektor verstanden, der senkrecht zur Querschnittsfläche
orientiert ist.
[0019] Durch die Verwendung eines somit universell einsetzbaren Außenleiterkontaktelements
lassen sich trotz eines zusätzlich benötigten Konfektionsschrittes die Fertigungs-
und Lagerkosten bei der Konfektion eines elektrischen Kabels mit einem Steckverbinder
erheblich reduzieren.
[0020] Bei dem elektrischen Kabel handelt es sich bevorzugt um ein Hochfrequenzkabel, d.
h. um ein elektrisches Kabel zum Übertragen eines Hochfrequenzsignals. Unter einem
Hochfrequenzsignal wird hierbei ein elektrisches Signal in einem Frequenzbereich von
5 MHz bis 5 THz, d. h. im wesentlichen Frequenzbereich einer elektromagnetischen Welle,
verstanden. Ein derartiger Frequenzbereich ist für die Übertragung in einer Datenübertragungsrate
von vorzugsweise mindestens 50 Gbit/s, besonders bevorzugt mindestens 100 Gbit/s,
ganz besonders bevorzugt mindestens 200 Gbit/s, weiter bevorzugt mindestens 500 Gbit/s
und noch weiter bevorzugt mindestens 1000 Gbit/s geeignet.
[0021] Ein derartiges Hochfrequenzkabel weist bevorzugt einen Innenleiter, ein den Innenleiter
umschließendes Isolationselement, ein das Isolationselement umschließenden Außenleiterschirm
und ein den Außenleiterschirm umschließenden Kabelmantel auf. Ein Hochfrequenzkabel,
das derart ausgebildet ist und nur einen einzigen Innenleiter aufweist, wird auch
als Koaxialkabel bezeichnet. Daneben kann das Hochfrequenzkabel auch mehrere Innenleiter
bzw. Kabeladern, beispielsweise zwei Innenleiter, drei Innenleiter, vier Innenleiter
und noch mehr Innenleiter aufweisen. Diese Innenleiter sind durch ein gemeinsames
Isolationselement voneinander wie auch zum Außenleiterschirm elektrisch isoliert und
mechanisch beabstandet.
[0022] Im Fall von mehreren Innenleitern können diese innerhalb des Kabels in der Art eines
"Twisted Pair"-Kabels verdrillt sein oder auch parallel wie beispielsweise bei einem
"Parallel-Pair"-Kabel geführt sein.
[0023] Bei dem Außenleiterschirm kann es sich insbesondere um ein Außenleiterschirmgeflecht
aus miteinander verflochtenen Einzeldrähten handeln.
[0024] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen
sowie aus der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnung.
[0025] Es versteht sich, dass die voranstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0026] Der zweite Längsabschnitt des Isolationselements bleibt hinsichtlich seiner Querschnittsfläche
vorzugsweise im ursprünglichen Zustand und damit unverändert. Somit ist das erfindungsgemäße
vorkonfektionierte elektrische Kabel vorzugsweise derart eingerichtet, dass der Außendurchmesser
des zweiten Längsabschnitt im Isolationselement unterschiedlich zum Innendurchmesser
des ersten Steckverbinderabschnitt im Außenleiterkontaktelement ist. Ein Einfügen
des Isolationselements des vorkonfektionierten Kabels in das Außenleiterkontaktelement
des Steckverbinders kann somit einzig auf den ersten Längsabschnitt des Isolationselements
beschränkt sein, dessen Außendurchmesser an den Innendurchmesser des Außenleiterkontaktelements
angepasst ist.
[0027] In einer ersten Ausprägung der Erfindung ist die Querschnittsfläche im ersten Längsabschnitt
des Isolationselements gegenüber dem zweiten Längsabschnitt derart verändert, dass
das Isolationselement im ersten und im zweiten Längsabschnitt einen unterschiedlichen
Außendurchmesser aufweist. Der Außendurchmesser im ersten Längsabschnitt des Isolationselements
entspricht hierbei dem bevorzugt konstanten Innendurchmesser im ersten Steckverbinderabschnitt
des Außenleiterkontaktelements.
[0028] Bevorzugt weist das Isolationselement entlang des gesamten ersten Längsabschnitts
und des gesamten zweiten Längsabschnitts jeweils einen konstanten Außendurchmesser
auf, die zueinander unterschiedlich sind. Auf diese Weise ist das vorkonfektionierte
elektrische Kabel mit dem ersten Längsabschnitt seines Isolationselements vergleichsweise
einfach und gleichzeitig kalibriert in den ersten Steckverbinderabschnitt des Außenleiterkontaktelement
einfügbar, der ebenfalls bevorzugt einen konstanten Innendurchmesser aufweist. Die
Außenwandung im ersten Längsabschnitt des Isolationselements liegt somit vollumfänglich
an der Innenwandung im ersten Steckverbinderabschnitt des Außenleiterkontaktelements
an.
[0029] Eine derartige Veränderung der Querschnittsfläche im ersten Längsabschnitt des Isolationselements
stellt vorteilhaft die fertigungstechnisch einfachste Verformung des Isolationselements
im Sinne der Erfindungsaufgabe dar.
[0030] In einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Steckverbinderanordnung ist
der Außendurchmesser des Isolationselements größer als der Innendurchmesser im ersten
Steckverbinderabschnitt des Außenleiterkontaktelements ausgebildet. Durch eine Verkleinerung
des Außendurchmessers im gesamten ersten Längsabschnitt des Isolationselements gegenüber
dem Außendurchmesser im zweiten Längsabschnitt mittels eines Quetsch- oder Schneidprozesses
kann der Außendurchmesser im ersten Längsabschnitt des Isolationselements an den Innendurchmesser
im ersten Steckverbinderabschnitt des Außenleiterkontaktelements angepasst werden.
[0031] Hierzu wird der Außendurchmesser des Isolationselements im ersten Längsabschnitt
bevorzugt mittels eines Umformprozesses, d. h. mittels eines radialen Prägens mit
einer Prägeeinrichtung reduziert. Die Prägeeinrichtung umfasst einen Prägestempel
und eine Prägematrize mit jeweils einer halbzylindrischen Ausnehmung, die jeweils
gegenüber angeordnet sind. Typischerweise bewegt sich der Prägestempel in Richtung
der stationär positionierten Prägematrize, solange bis die beiden halbzylindrischen
Ausnehmungen eine gemeinsame vollzylindrische Ausnehmung bilden. Der Durchmesser des
radial innerhalb der Ausnehmung des Prägestempels und der Prägematrize eingefügten
ersten Längsabschnitts des Isolationselements wird auf den Durchmesser der geschlossenen
vollzylindrischen Ausnehmung des Prägestempels und der Prägematrize gequetscht.
[0032] Alternativ kann der Umformprozess mittels Heißprägen mit einem temperierten halbzylindrischen
Prägestempel und einer temperierten halbzylindrischen Prägematrize durchgeführt werden.
[0033] Auch das Verändern der Querschnittsfläche mittels eines Trennwerkzeugs, insbesondere
eines nachfolgend noch näher beschriebenen Trennwerkzeugs, kann vorgesehen sein.
[0034] Das Isolationselement kann einerseits aus einem porösen dielektrischen Isolationswerkstoff
hergestellt sein. Die Porosität eines derartigen dielektrischen Isolationswerkstoffs
liegt vorzugsweise zwischen 20 und 75 Vol.-%, besonders bevorzugt zwischen 50 und
75 Vol.-%. Ein poröser dielektrischer Isolationswerkstoff ist beispielsweise geschäumter
Polyethylen oder geschäumtes Polypropylen. Bei einem porösen dielektrischen Isolationswerkstoff
führt die radiale Kompression des Isolationselements im ersten Längsabschnitt mittels
Prägen bzw. Heißprägen zu keiner wesentlichen Verdrängung des Isolationsmaterials
in axialer Richtung aus dem ersten Längsabschnitt heraus.
[0035] Liegt dagegen ein nicht poröser oder ein nur geringfügig poröser Isolationswerkstoff
vor, so liegt die Porosität unter 20 Vol.-% bzw. deutlich unter 20 Vol.-%. Ein nicht
poröser oder nur geringfügig poröser Isolationswerkstoff ist beispielsweise nicht
geschäumtes Polytetrafluorethylen oder nicht geschäumtes Polypropylen. Bei einem nicht
porösen oder nur geringfügig porösen Isolationswerkstoff kommt es bei beiden Umformungsprozessen
durch die radiale Kompression des Isolationselements zu einer Verdrängung des Isolationsmaterials
in axialer Richtung aus dem ersten Längsabschnitt heraus.
[0036] Um ein unerwünschtes Verdrängen des Isolationsmaterials in Richtung des zweiten Längsabschnitts
des Isolationselements zu verhindern, schneidet sich zeitgleich zum radialen Prägen
des Isolationselements im Übergangsbereich zwischen dem ersten und dem zweiten Längsabschnitt
bevorzugt vollumfänglich ein am Prägestempel und an der Prägematrize jeweils ausgebildeter
scharfkantiger Steg in das Isolationselement ein. Die sich dadurch im Isolationselement
bevorzugt vollumfänglich ausbildende Nut, in der der scharfkantige Steg während des
Prägevorgangs gehalten wird, weist eine geeignet dimensionierte Tiefe auf. Diese Nuttiefe
ist in Abhängigkeit der Durchmesseränderung im ersten Längsabschnitt auszulegen.
[0037] Das in Richtung des kabelseitigen Endes durch den radialen Prägeprozess axial verdrängte
Isolationsmaterial oder die Isolationsschicht, die durch den nachfolgend noch beschriebenen
Prozess mit dem Trennwerkzeug abgelöst werden kann ist erforderlichenfalls durch einen
Schnittprozess in einem weiteren Konfektionsschritt vom ersten Längsabschnitt des
Isolationselements zu trennen. Für diesen Schnittprozess kann eine üblicherweise verwendete
Schneidvorrichtung benutzt werden.
[0038] Neben einer Verkleinerung des Außendurchmessers im ersten Längsabschnitt des Isolationselements
mittels Prägens bzw. Heißprägens kann der Außendurchmesser im ersten Längsabschnitt
auch mittels eines Trennprozesses reduziert werden. Aufgrund der Filigranität der
Außendurchmesserbearbeitung im Isolationselement erfolgt der Trennprozess bevorzugt
mittels eines exakt positionierbaren Laser-, Photonen-, Elektronen-, lonen- oder Wasserstrahls.
Hierbei wird entweder das vorkonfektionierte elektrische Kabel mit seinem Isolationselement
relativ zur Strahlungsquelle oder die Strahlungsquelle relativ zum Isolationselement
des vorkonfektionierten elektrischen Kabels bewegt.
[0039] Alternativ sind aber auch Zerspannungsverfahren mit entsprechend filigran ausgebildeten
Zerspannungswerkzeugen denkbar.
[0040] Neben einer Reduzierung des Außendurchmessers entlang des ersten Längsabschnitts
des Isolationselements sind in einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
elektrischen Kabels aber auch andere Änderungen der Querschnittsfläche im ersten Längsabschnitt
gegenüber der Querschnittsfläche im zweiten Längsabschnitt ohne eine Änderung des
Außendurchmessers möglich. Die Querschnittsfläche im ersten Längsabschnitt des Isolationselements
ist hierbei derart auszubilden, dass das Isolationsmaterial des Isolationselements
im ersten Längsabschnitt vollständig den Zwischenbereich zwischen dem Innenleiter
des vorkonfektionierten elektrischen Kabels und dem Außenleiterkontaktelement in seinem
ersten Steckverbinderabschnitt ausfüllt. Die Außenwandung im ersten Längsabschnitt
des Isolationselements liegt somit vollumfänglich an der Innenwandung im ersten Steckverbinderabschnitt
des Außenleiterkontaktelements an. Außerdem ist der Zwischenbereich zwischen dem Innenleiter
des vorkonfektionierten elektrischen Kabels und dem Außenleiterkontaktelement des
Steckverbinders im ersten Längsabschnitt des Isolationselements bevorzugt frei von
einem Lufteinschluss.
[0041] Bevorzugt wird hierzu mittels einer geeignet ausgebildeten Prägeeinrichtung an der
Oberfläche des Isolationselements mindestens eine Ausnehmung ausgeformt, die sich
bevorzugt nuten- oder kerbenförmig entlang des gesamten ersten Längsabschnitts erstreckt.
Um eine geeignete Koaxialität zwischen dem Innenleiter des elektrischen Kabels und
dem Außenleiterkontaktelement zu erzielen, sind mehrere Ausnehmungen vorgesehen, die
bevorzugt als gleichmäßig über den Umfang des ersten Längsabschnitts verteilte nuten-
oder kerbenförmige Ausnehmungen ausgebildet sind. Diese nuten- oder kerbenförmigen
Ausnehmungen im ersten Längsabschnitt werden beim Einfügen in das Außenleiterkontaktelement
vorzugsweise geschlossen.
[0042] Die bevorzugt nuten- oder kerbenförmig verlaufenden Ausnehmungen an der Oberfläche
des ersten Längsabschnitts können alternativ auch über geeignete Trennverfahren hergestellt
werden.
[0043] Bevorzugt verlaufen die einzelnen nuten- oder kerbenförmigen Ausnehmungen linear
und parallel auf der Oberfläche des ersten Längsabschnitts im Isolationselement. Denkbar
sind aber auch andere geeignete Verläufe der einzelnen nuten- oder kerbenförmigen
Ausnehmungen, beispielsweise Zickzack-förmige Verläufe. Schließlich sind auch einzelne
zueinander versetzte Ausnehmungsabschnitte, beispielsweise einzelne (Langloch)-Bohrungen,
entlang des ersten Längsabschnitts des Isolationselements denkbar.
[0044] Schließlich sind auch mehrere gleichmäßig in der Querschnittsfläche des Isolationselements
verteilte Bohrungen denkbar, welche sich jeweils entlang des gesamten ersten Längsabschnitts
erstrecken. Diese Bohrungen sind jeweils beispielsweise über axial in das Isolationselement
eingeführte Bohr- oder Prägeeinrichtung erzeugbar. Um eine einzig zum steckerseitigen
Ende des elektrischen Kabels gerichtete Verdrängung des Isolationsmaterials zu erzielen,
kann der erste Längsabschnitt des Isolationselement mit einem geeignet dimensionierten
Prägestempel und einer zugehörigen Prägematrize zu umschließen sein. Außerdem kann
im Übergang zwischen dem ersten und dem zweiten Längsabschnitt ein am Prägestempel
und an der Prägematrize jeweils ausgebildeter scharfkantiger Steg in eine bevorzugt
vollumfänglich ausgebildete Nut im Isolationselement eingeschnitten.
[0045] Der Außendurchmesser des Isolationselements kann aber auch kleiner als der Innendurchmesser
im ersten Steckverbinderabschnitt des Außenleiterkontaktelements ausgebildet sein.
[0046] In dieser dritten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Steckverbinderanordnung
wird der Außendurchmesser im ersten Längsabschnitt gegenüber dem Außendurchmesser
im zweiten Längsabschnitt des Isolationselements mittels eines Stauchungsprozesses
derart vergrößert, dass der erste Längsabschnitt des Isolationselements kalibriert
in den ersten Steckverbinderabschnitt des Außenleiterkontaktelements einfügbar und
positionierbar ist.
[0047] Hierzu wird der erste Längsabschnitt des Isolationselements durch einen geeignet
ausgebildeten Prägestempel, der an der Stirnseite des ersten Längsabschnitts eine
axiale Kompressionsbewegung in Richtung des zweiten Längsabschnitts ausführt, in axialer
Richtung gestaucht. Zusätzlich zum axial beweglichen Prägestempel weist die Prägeeinrichtung
einen weiteren Prägestempel auf, der radial zu einer typischerweise stationär positionierten
Prägematrize bewegbar ist.
[0048] Die Bewegung des axial bewegbaren Prägestempels erfolgt erst, wenn der radial bewegbare
Prägestempel mit der Prägematrize eine gemeinsame geschlossene und vollzylindrische
Ausnehmung bildet, in der der erste Längsabschnitt des Isolationselements konzentrisch
positioniert ist. Der Durchmesser der gemeinsamen geschlossenen und vollzylindrischen
Ausnehmung des radial bewegbaren Prägestempels und der Prägematrize ist so zu bemessen,
dass der erste Längsabschnitt des Isolationselements nach dem Stauchungsprozess an
der Innenwandung der geschlossenen Ausnehmung anstößt und damit seinen vergrößerten
Außendurchmesser erlangt.
[0049] Um den Stauchungsprozess einzig auf den ersten Längsabschnitt des Isolationselements
zu beschränken, kann im Übergang zwischen dem ersten und dem zweiten Längsabschnitt
ein am radial bewegbaren Prägestempel und an der Prägematrize jeweils ausgebildeter
scharfkantiger Steg in eine bevorzugt vollumfänglich verlaufende Nut im Isolationselement
eingeschnitten werden.
[0050] Die Länge des ersten Längsabschnitts im Isolationselement, dessen Querschnittsfläche
gegenüber der Querschnittsfläche im zweiten Längsabschnitt des Isolationselements
geändert wird, entspricht vorzugsweise mindestens der Länge des ersten Steckverbinderabschnitts
des Außenleiterkontaktelements bzw. entspricht bevorzugt der Länge des ersten Steckverbinderabschnitts
des Außenleiterkontaktelements.
[0051] Eine derartige Länge des ersten Längsabschnitts im Isolationselement wird durch eine
geeignete Dimensionierung des Verformungswerkzeugs, beispielsweise des Prägestempels
und der Prägematrize, durch einen exakt durchgeführten Verformungsprozess und optional
durch einen zusätzlichen Schnittprozess realisiert, der eine exakte Längung des ersten
Längsabschnitts bewirkt.
[0052] Um das Einfügen des ersten Längsabschnitts des Isolationselements in den ersten Steckverbinderabschnitt
des Außenleiterkontaktelements zu vereinfachen, ist in einer bevorzugten Erweiterung
des erfindungsgemäßen vorkonfektionierten elektrischen Kabels eine Fase an demjenigen
Ende des ersten Längsabschnitts vorgesehen, das in Richtung des steckerseitigen Endes
des elektrischen Kabels weist. Dies ist insbesondere bei einem ersten Längsabschnitt
des Isolationselements vorteilhaft, in dem die Verkleinerung der Querschnittsfläche
gemäß der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen vorkonfektionierten elektrischen
Kabels nicht über eine Verkleinerung des Außendurchmessers realisiert ist und somit
der Außendurchmesser des ersten Längsabschnitts gegenüber dem Innendurchmesser des
ersten Steckverbinderabschnitts des Außenleiterkontaktelements vergrößert ist.
[0053] Die Querschnittsfläche im ersten Längsabschnitt des Isolationselements wird vorzugsweise
um einen Faktor größer als 0,5, besonders bevorzugt um einen Faktor größer als 0,7
und ganz besonders bevorzugt um einen Faktor größer als 0,8 gegenüber der Querschnittsfläche
im zweiten Längsabschnitt des Isolationselements verkleinert. Analog wird die Querschnittsfläche
im ersten Längsabschnitt des Isolationselements vorzugsweise um einen Faktor kleiner
als 2, besonders bevorzugt um einen Faktor kleiner als 1,5 und ganz besonders bevorzugt
um einen Faktor kleiner als 1,2 gegenüber der Querschnittsfläche im zweiten Längsabschnitt
des Isolationselements vergrößert.
[0054] Das elektrische Kabel weist einen Außenleiterschirm und ein Isolationselement auf.
Das Isolationselement weist wiederum einen ersten Längsabschnitt, in dem das Isolationselement
vom Außenleiterschirm freigelegt ist, und einen sich an den ersten Längsabschnitt
anschließenden zweiten Längsabschnitt auf, in dem das Isolationselement vom Außenleiterschirm
umschlossen ist.
[0055] Erfindungsgemäß ist die Querschnittsfläche des Isolationselements im ersten Längsabschnitt
gegenüber der Querschnittsfläche des Isolationselements im zweiten Längsabschnitt
derart verändert, dass der erste Längsabschnitt des Isolationselements in einen ersten
Steckverbinderabschnitt eines Außenleiterkontaktelements des Steckverbinders kalibriert
eingefügt ist und im ersten Längsabschnitt das Isolationselement an das Außenleiterkontaktelement
kalibriert ist. Die Querschnittsfläche im ersten und im zweiten Längsabschnitt des
Isolationselements ist hierbei so orientiert, dass der zugehörige Flächennormalvektor
parallel zur Längsachse der Steckverbinderanordnung verläuft.
[0056] Der Steckverbinder ist nicht auf einen spezifischen Steckverbindertyp beschränkt,
wobei sich die Erfindung insbesondere für Steckverbinder und Steckverbindungen für
die Hochfrequenztechnik eignet. Es kann sich dabei insbesondere um Steckverbinder
bzw. Steckverbindungen des Typs PL, BNC, TNC, SMBA (FAKRA), SMA, SMB, SMS, SMC, SMP,
BMS, HFM (FAKRA-Mini), H-MTD, BMK, Mini-Coax oder Makax handeln. Besonders bevorzugt
ist der Steckverbinder als H-MTD-Steckverbinder ausgebildet.
[0057] Der Steckverbinder kann besonders vorteilhaft innerhalb eines Fahrzeugs, insbesondere
eines Kraftfahrzeugs, verwendet werden. Mögliche Einsatzgebiete sind autonomes Fahren,
Fahrer-Assistenz-Systeme, Navigationssysteme, "Infotainment"-Systeme, Fond-Entertainment-Systeme,
Internetverbindungen und Wireless Gigabit (IEEE 802.11ad Standard). Mögliche Anwendungen
betreffen hochaufgelöste Kameras, beispielsweise 4K- und 8K-Kameras, Sensorik, Onboard-Computer,
hochauflösende Bildschirme, hochauflösende Armaturenbretter, 3D-Navigationsgeräte
und Mobilfunkgeräte.
[0058] Der Begriff "Fahrzeug" beschreibt dabei jegliches Fortbewegungsmittel, insbesondere
Fahrzeuge zu Lande, zu Wasser oder in der Luft, eingeschlossen auch Raumfahrzeuge.
[0059] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Steckverbinder einen zweiten Steckverbinderabschnitt
auf, der sich an den ersten Steckverbinderabschnitt anschließt. In diesem zweiten
Steckverbinderabschnitt befindet sich innerhalb des Außenleiterkontaktelements mindestens
ein dielektrisches Material. Mit diesem mindestens einen dielektrischen Material wird
einerseits eine elektrische Isolierung zwischen dem Außenleiterkontaktelement und
dem Innenleiterkontaktelement bewirkt. Anderseits kann durch eine geeignete Werkstoffauswahl
und durch eine geeignete Formgebung des mindestens einen dielektrischen Materials
ein Signalabschnitt mit einem kapazitiven oder einem induktiven Übertragungsverhalten
realisiert werden, der eine induktive bzw. kapazitive Störstelle durch die sprunghaften
Änderung der Querschnittsfläche im Übergang zwischen dem ersten und dem zweiten Längsabschnitts
des im elektrischen Kabel enthaltenen Isolationselements kompensiert.
[0060] Im Fall einer Verkleinerung der Querschnittsfläche im Übergang vom zweiten zum ersten
Längsabschnitt des im elektrischen Kabel enthaltenen Isolationselements, d.h. im Fall
einer kapazitiven Störstelle, kann zur Kompensation ein Signalabschnitt mit einem
induktiveren Übertragungsverhalten als im Fall ohne Vorliegen einer kapazitiven Störstelle
zu realisiert werden.
[0061] Hierzu wird bevorzugt ein Isolationselement im zweiten Steckverbinderabschnitt innerhalb
des Außenleiterkontaktelements des Steckverbinders verwendet, das mindestens eine
sich über den zweiten Steckverbinderabschnitt erstreckende Ausnehmung aufweist. Die
mindestens eine Ausnehmung, die mit Luft gefüllt ist, bewirkt in Kombination mit dem
dielektrischen Material des Isolationselements im zweiten Steckverbinderabschnitt
einen Signalabschnitt mit einer effektiven Permittivität, die geringer als im Fall
eines Isolationselements ohne Ausnehmung ist. Auf diese Weise wird ein Signalabschnitt
mit einer induktiveren Übertragungscharakteristik als im Fall ohne Vorliegen einer
Ausnehmung realisiert.
[0062] Im Fall einer Vergrößerung der Querschnittsfläche im Übergang vom zweiten zum ersten
Längsabschnitt des im elektrischen Kabel enthaltenen Isolationselements, d.h. im Fall
einer induktiven Störstelle, kann zur Kompensation ein Signalabschnitt mit einem kapazitiveren
Übertragungsverhalten als im Fall ohne Vorliegen einer kapazitiven Störstelle realisiert
werden.
[0063] Hierzu wird ein Isolationselement im zweiten Steckverbinderabschnitt innerhalb des
Außenleiterkontaktelements des Steckverbinders verwendet, das aus einem dielektrischen
Material mit einer höheren Permittivität als im Fall ohne Kompensation einer induktiven
Störstelle hergestellt wird.
[0064] Von der Erfindung ist schließlich auch ein Verfahren zum Konfektionieren eines elektrischen
Kabels abgedeckt.
[0065] Im erfindungsgemäßen Verfahren zum Konfektionieren eines elektrischen Kabels wird
ein einen Innenleiter umschließendes Isolationselement des elektrischen Kabels in
einem ersten Längsabschnitt von einem Außenleiterschirm des elektrischen Kabels freigelegt,
insofern das Isolationselement nicht bereits zuvor anderweitig entsprechend freigelegt
wurde. Anschließend wird die Querschnittsfläche des Isolationselements im ersten Längsabschnitt
gegenüber der Querschnittsfläche des Isolationselements in einem sich an den ersten
Längsabschnitt anschließenden zweiten Längsabschnitt verändert. Schließlich kann das
elektrische Kabel in ein Außenleiterkontaktelement eines Steckverbinders eingefügt
und mit dem Außenleiterkontaktelement verbunden, vorzugsweise vercrimpt, werden (dies
kann im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens oder unabhängig von dem erfindungsgemäßen
Verfahren erfolgen). Erfindungsgemäß wird die Querschnittsfläche des ersten Längsabschnitts
gegenüber der Querschnittsfläche des zweiten Längsabschnitt derart verändert, dass
der erste Längsabschnitt des Isolationselements in einen ersten Steckverbinderabschnitt
des Außenleiterkontaktelements des Steckverbinders kalibriert einfügbar ist und im
ersten Längsabschnitt das Isolationselement an das Außenleiterkontaktelement kalibriert
ist.
[0066] Für die Verformung der Querschnittsfläche des ersten Längsabschnitts gegenüber der
Querschnittsfläche des zweiten Längsabschnitts im Isolationselement sind die obig
beim erfindungsgemäßen vorkonfektionierten elektrischen Kabel bereits besprochenen
Ausbildungen von Querschnittsflächenveränderungen und die zugehörigen Verarbeitungsprozesse
äquivalent anwendbar.
[0067] Hierbei sei darauf hingewiesen, dass das vorkonfektionierte elektrische Kabel derart
im Außenleiterkontaktelement des Steckverbinders eingefügt und positioniert wird,
dass sich der erste Längsabschnitt des Isolationselements bevorzugt ohne axialen Versatz
innerhalb des ersten Steckverbinderabschnitts des Außenleiterkontaktelements erstreckt.
[0068] Die Positionierung des vorkonfektionierten elektrischen Kabels innerhalb des Außenleiterkontaktelements
des Steckverbinders kann über eine Sensoreinrichtung, bevorzugt einen Messtaster,
ermittelt werden. Der Messtaster kontaktiert hierbei die Stirnseite eines auf dem
Innenleiter des elektrischen Kabels gecrimpten Innenleiterkontaktelements.
[0069] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Konfektionieren des elektrischen Kabels kann neben
den genannten Verfahrensschritten auch zusätzliche Verfahrensschritte enthalten, die
vor oder nach den genannten Verfahrensschritten durchgeführt werden. Beispielsweise
enthält ein Konfektionsprozess in der Regel auch das Freilegen des Außenleiterschirms
vom Kabelmantel oder das Freilegen des Innenleiters vom Isolationselement sowie das
anschließende Crimpen eines Innenleiterkontaktelements auf den freigelegten Innenleiter.
[0070] Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Querschnittsfläche
in dem ersten Längsabschnitt verändert wird indem mittels eines Trennwerkzeugs in
radialer Richtung in das Isolationselement eingeschnitten wird, wonach anschließend
das Trennwerkzeug in seiner in dem Isolationselement befindlichen radialen Schnittposition
relativ zu dem Isolationselement axial in Richtung auf das Kabelende (vorstehend auch
als "vorderes Kabelende" bezeichnet) bewegt wird, um eine zu entfernende Isolationsschicht
von dem Isolationselement abzulösen.
[0071] Durch den vorstehenden Bearbeitungsprozess mittels des Trennwerkzeugs kann die Querschnittsfläche
einerseits mit technisch besonders einfachen Mitteln entfernt werden, wobei dennoch
eine hohe Prozesssicherheit und Genauigkeit gewährleistet sind. Die Isolationsschicht,
die in der Regel hohlzylindrisch ausgeprägt sein wird, kann quasi von dem verbleibenden
Isolationselement bzw. von der auf dem Innenleiter verbleibenden Isolationsschicht
des Isolationselements abgeschabt und/oder abgerissen werden.
[0072] Die relative axiale Bewegung des Trennwerkzeugs kann durch eine Bewegung des Trennwerkzeugs
selbst und/oder durch eine Bewegung des Kabels verursacht werden.
[0073] Es kann vorgesehen sein, dass das Kabel und/oder das Trennwerkzeug während des Einschneidens
und/oder nach dem Einschneiden (beispielsweise während der axialen Bewegung zwischen
dem Trennwerkzeug und dem Isolationselement) gedreht werden. Der Schneidevorgang kann
hierdurch weiter verbessert sein.
[0074] Es kann vorgesehen sein, dass im Bereich des Kabelendes oder genau an dem Kabelende
ein Nullschnitt durchgeführt wird, um die abzutrennenden Isolationsschicht mit einer
geraden Schnittkante abzutrennen.
[0075] Vorzugsweise wird durch das Trennwerkzeug zumindest teilringförmig, vorzugsweise
jedoch vollständig ringförmig umlaufend in das Isolationselement eingeschnitten, wobei
gegebenenfalls aber einer oder mehrere Stege zwischen verschiedenen teilringförmigen
Einschnitten zurückbleiben können.
[0076] Vorzugsweise sind zwei Trennwerkzeuge vorgesehen, insbesondere zwei aufeinander zustellbare
Trennwerkzeuge, die vorzugsweise genau gegenüberliegend angeordnet sind. Es können
gegebenenfalls aber auch mehr als zwei Trennwerkzeuge vorgesehen sein. Grundsätzlich
kann auch nur ein einziges Trennwerkzeug vorgesehen sein, insbesondere dann, wenn
das Trennwerkzeug und/oder das Kabel während des Einschneidens gedreht werden und/oder
wenn das Trennwerkzeug als Formmesser mit einer an den Verlauf des Isolationselements
zumindest teileweise angepassten Form ausgebildet ist.
[0077] Gemäß einer Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass das Trennwerkzeug genau ein
an die vorgesehene Querschnittsfläche des ersten Längsabschnitts angepasstes Formmesser
aufweist. Vorzugsweise sind allerdings genau zwei oder mehr an die vorgesehene Querschnittsfläche
des ersten Längsabschnitts angepasste Formmesser vorgesehen, die zum Einbringen des
radialen Einschnitts aufeinander zugestellt werden. Insbesondere die Verwendung von
genau gegenüberliegend angeordneten Formmessern hat sich als geeignet herausgestellt.
[0078] Gemäß einer Weiterbildung kann es von Vorteil sein, das Isolationselement unmittelbar
vor und/oder während der Veränderung der Querschnittsfläche zumindest in dem ersten
Längsabschnitt zu erwärmen. Auf diese Weise kann das Isolationselement weicher werden,
was dessen Bearbeitbarkeit erleichtern kann, insbesondere die Bearbeitbarkeit mittels
des vorstehend beschriebenen Trennwerkzeugs. Beispielsweise kann vorgesehen sein,
dass die Werkzeuge (beispielsweise die Prägeeinrichtung, Teile der Prägeeinrichtung,
das Trennwerkzeug oder die Schneidvorrichtung) entsprechend erhitzt werden, um einen
entsprechenden Wärmeeintrag in das Isolationselement zu bewirken. Die Wärme kann aber
auch auf andere Weise zugeführt werden, beispielsweise durch einen heißen Luftstrom.
[0079] Vorzugsweise wird das Isolationselement nur bis unterhalb dessen Schmelztemperatur
erwärmt, um das Isolationselement nicht zu schmelzen, sondern lediglich zu erweichen.
Es kann insbesondere eine Erwärmung bis knapp unterhalb der Schmelztemperatur vorgesehen
sein.
[0080] Es kann grundsätzlich aber auch vorgesehen sein, das Isolationselement bis zu seiner
Schmelztemperatur oder über die Schmelztemperatur hinaus zu erwärmen (beispielsweise
bis knapp über die Schmelztemperatur oder gegebenenfalls auch deutlich über die Schmelztemperatur
hinaus).
[0081] In einer Weiterbildung kann insbesondere vorgesehen sein, dass das Trennwerkzeug
erhitzt ist, vorzugsweise auf eine Betriebstemperatur zwischen 50° C und 250° C, besonders
bevorzugt auf eine Betriebstemperatur zwischen 170° C und 200 ° C.
[0082] Insbesondere ein erhitztes Trennwerkzeug mit zwei Formmessern hat sich als besonders
geeignet herausgestellt, um die Isolationsschicht in dem ersten Längsabschnitt abzulösen,
während das Trennwerkzeug axial relativ zu dem Isolationselement bewegt wird. Das
Trennwerkzeug bzw. die Formmesser vermögen dann das überschüssige Material bzw. die
abzutrennende Isolationsschicht vor sich herzuschieben.
[0083] Eine Vorrichtung zum Konfektionieren eines elektrischen Kabels weist eine Verarbeitungseinrichtung
zum Verändern einer Querschnittsfläche in einem von einem Außenleiterschirm freigelegten
ersten Längsabschnitt eines Isolationselements des elektrischen Kabels und eine Fügeeinrichtung
zum Einfügen des elektrischen Kabels in ein Außenleiterkontaktelement eines Steckverbinders
auf. Hierbei ist die Verarbeitungseinrichtung derart eingerichtet, dass sie eine Querschnittsfläche
im ersten Längsabschnitt des Isolationselements derart verändert, dass der erste Längsabschnitt
formschlüssig in einem ersten Steckverbinderabschnitt des Außenleiterkontaktelements
kalibriert einfügbar ist.
[0084] Bei der Verarbeitungseinrichtung handelt es sich hierbei typischerweise um ein angesteuertes
Werkzeug, das eine vorgegebene und einstellbare Veränderung der Querschnittsfläche
im ersten Längsabschnitt des Isolationselement erzielt. Bei dem angesteuerten Werkzeug
handelt es sich im Falle des Prägens oder Heißprägens um eine Prägeeinrichtung. Diese
Prägeeinrichtung weist einen positionierbaren Prägestempel und eine zugehörige stationär
positionierte Prägematrize auf. Nach Einstellung eines vorzugebenden Positionssollwertes
kann die Ansteuerung des positionierbaren Prägestempels nach gängigen physikalischen
Wirkprinzipien, d. h. elektrisch, hydraulisch, pneumatische usw., erfolgen.
[0085] Alternativ kann es sich im Falle eines Trennverfahrens bei der Verarbeitungseinrichtung
bzw. dem angesteuerten Werkzeug um eine Laser-, Photonen-, Elektronen-, lonen- oder
Wasser-Quelle handeln, die eingerichtet ist, die Intensität des jeweiligen Strahles
zu dosieren und im ersten Längsabschnitt des Isolationselement zu positionieren. Schließlich
kann bei einem Trennverfahren auch eine Zerspannungseinrichtung mit einem Zerspannungswerkzeug
zum Einsatz kommen.
[0086] Bei der Verarbeitungseinrichtung kann es sich gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung
auch um ein Trennwerkzeug handeln, um in radialer Richtung in das Isolationselement
einzuschneiden. Das Trennwerkzeug und/oder eine Kabeltransporteinrichtung können eingerichtet
sein, um das Trennwerkzeug in seinem in das Isolationselement eingeschnittenen Zustand
axial in Richtung auf das Kabelende zu bewegen. Auf diese Weise kann eine überschüssige
Isolationsschicht von dem Kabel abgelöst, insbesondere abgeschabt werden. Vorzugsweise
weist das Trennwerkzeug zwei aneinander zustellbare Formmesser auf, wie vorstehend
beschrieben. Das Trennwerkzeug kann beheizbar sein.
[0087] Bei der Fügeeinrichtung handelt es sich bevorzugt um einen positionierbaren Greifarm,
der das elektrische Kabel geeignet greift und in das Außenleiterkontaktelement des
Steckverbinders einfügt und positioniert. Die Fügeeinrichtung wird dabei bevorzugt
Sensorinformationen der obig erwähnten Sensoreinrichtung verwenden, die die aktuelle
Position des elektrischen Kabels im Fügeprozess kennzeichnen.
[0088] Ein nicht beanspruchtes Beispiel betrifft ein Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln,
um ein Verfahren zur Konfektionierung eines elektrischen Kabels (insbesondere gemäß
den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen) durchzuführen, wenn das Programm
auf einer Steuereinrichtung einer Vorrichtung zur Konfektionierung eines elektrischen
Kabels (insbesondere gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen) ausgeführt
wird.
[0089] Die Erfindung betrifft auch ein unabhängiges Verfahren zum Konfektionieren eines
elektrischen Kabels, wonach eine äußere Isolationsschicht von einem elektrischen Isolator
des elektrischen Kabels abgelöst wird, indem mittels eines Trennwerkzeugs in radialer
Richtung bin zu einer definierten Tiefe in das Isolationselement eingeschnitten wird,
wobei das Trennwerkzeug anschließend in seiner in dem Isolationselement befindlichen
radialen Schnittposition relativ zu dem Isolationselement axial in Richtung auf das
Kabelende bewegt wird, um die Isolationsschicht von dem Isolationselement abzulösen.
Die Patentansprüche sowie die vorstehend und nachfolgenden Ausführungen können optionale
Weiterbildungen dieses Verfahrens darstellen.
[0090] Die obigen Ausgestaltungen und Weiterbildungen lassen sich, sofern sinnvoll, beliebig
miteinander kombinieren. Weitere mögliche Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Implementierungen
der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im
Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmalen der Erfindung.
INHALTSANGABE DER ZEICHNUNG
[0091] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren
der Zeichnung angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:
- Fig. 1A - 1G
- isometrische Darstellungen einer ersten Ausführungsform eines zu konfektionierenden
elektrischen Kabels in den einzelnen Konfektionsschritten,
- Fig. 2A - 2E
- Querschnittsdarstellungen einer ersten Ausführungsform eines zu konfektionierenden
elektrischen Kabels nach einzelnen Konfektionsschritten,
- Fig. 3A, 3B
- isometrische Darstellungen einer zweiten Ausführungsform eines zu konfektionierenden
elektrischen Kabels in den einzelnen Konfektionsschritten,
- Fig. 4A, 4B
- Querschnittsdarstellungen einer zweiten Ausführungsform eines zu konfektionierenden
elektrischen Kabels nach einzelnen Konfektionsschritten,
- Fig. 5A - 5E
- isometrische Darstellungen einer dritten Ausführungsform eines zu konfektionierenden
elektrischen Kabels in den einzelnen Konfektionsschritten,
- Fig. 6A, 6B
- Querschnittsdarstellungen einer dritten Ausführungsform eines zu konfektionierenden
elektrischen Kabels nach einzelnen Konfektionsschritten,
- Fig. 7A
- eine Seitenansicht einer Steckverbinderanordnung,
- Fig. 7B
- eine Querschnittsdarstellung einer Steckverbinderanordnung und
- Fig. 8A - 8C
- isometrische Darstellungen einer vierten Ausführungsform eines zu konfektionierenden
elektrischen Kabels nach einzelnen Konfektionsschritten.
[0092] Die beiliegenden Figuren der Zeichnung sollen ein weiteres Verständnis der Ausführungsformen
der Erfindung vermitteln. Sie veranschaulichen Ausführungsformen und dienen im Zusammenhang
mit der Beschreibung der Erklärung von Prinzipien und Konzepten der Erfindung. Andere
Ausführungsformen und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die
Zeichnungen. Die Elemente der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu
zueinander gezeigt.
[0093] In den Figuren der Zeichnung sind gleiche, funktionsgleiche und gleich wirkende Elemente,
Merkmale und Komponenten - sofern nichts anderes ausgeführt ist -jeweils mit denselben
Bezugszeichen versehen.
[0094] Im Folgenden werden die Figuren zusammenhängend und übergreifend beschrieben.
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
[0095] Aus Figur 1A geht ein elektrisches Kabel 1, insbesondere ein Hochfrequenzkabel, hervor,
an dessen steckerseitigem Ende 2 bereits eine Reihe von Konfektionsschritten durchgeführt
wurden.
[0096] Dieses elektrische Kabel 1, das ein Hochfrequenzkabel darstellt, umfasst bevorzugt
einen Innenleiter 3, der von einem Isolationselement 4 umschlossen ist. Anstelle eines
Innenleiters 3 kann das elektrische Kabel 1 auch ein Paar von Innenleitern zur Übertragung
eines differenziellen Signals aufweisen. Hierbei werden die beiden Innenleiter des
Innenleiterpaares durch das Isolationselement 4 zueinander beanstandet und elektrisch
voneinander isoliert. Schließlich kann das elektrische Kabel 1 auch mehrere Paare
von Innenleitern aufweisen, die jeweils zueinander parallel oder zueinander überkreuzt
angeordnet sind und durch das Isolationselement 4 voneinander beabstandet und elektrisch
isoliert sind.
[0097] Das Isolationselement 4 kann optional von einer in den Figuren nicht dargestellten
elektrisch isolierenden Kabelfolie umschlossen sein. Das Isolationselement 4 bzw.
die Kabelfolie ist schließlich von einem Außenleiterschirm 5 umschlossen, welcher
typischerweise aus einem Geflecht von einzelnen elektrisch leitenden Drähten aufgebaut
ist. Schließlich ist der Außenleiterschirm 5 von einem elektrisch isolierenden Kabelmantel
6 umschlossen.
[0098] Wie aus Fig. 1A hervorgeht, ist der Außenleiterschirm 5 bevorzugt in einem ersten
Konfektionsschritt im Bereich des steckerseitigen Endes 2 des elektrischen Kabels
1 vom Kabelmantel 6 freigelegt.
[0099] Auf den vom Kabelmantel 6 freigelegten Außenleiterschirm 5 ist, wie in der isometrischen
Darstellung in Fig. 1A angedeutet und in der Querschnittsdarstellung in Fig. 2A deutlicher
sichtbar ist, in einem weiteren Konfektionsschritt am steckerseitigen Ende des Hochfrequenzkabels
1 eine Stützhülse 7 aufgebracht. Diese Stützhülse 7 ist bevorzugt mittels Vercrimpen
am Außenleiterschirm 5 befestigt. Der Außenleiterschirm 5 ist um die Stützhülse 7
zurückgeschlagen.
[0100] Durch das Zurückschlagen des Außenleiterschirms 5 um die Stützhülse 7 liegt am steckerseitigen
Ende 2 des Hochfrequenzkabels 1 ein vom Außenleiterschirm 5 freigelegten Bereich des
Isolationselements 4 vor.
[0101] Bis zu diesem Verfahrensstand ist die Kabelkonfektion eines elektrischen Kabels 1
nach dem Stand der Technik bekannt.
[0102] In einem weiteren erfindungsgemäßen Verfahrensschritt der Kabelkonfektion gemäß Fig.
1B wird mit einer geeigneten Prägeeinrichtung 8 die Querschnittsfläche des Isolationselements
4 in einem ersten Längsabschnitt L
1 (vgl. Fig. 2A) gegenüber der Querschnittsfläche in einem zweiten Längsabschnitt L
2 (vgl. Fig. 2A) reduziert. Unter Querschnittsfläche wird hierbei diejenige Querschnittsfläche
des Isolationselements 4 verstanden, deren Flächennormalvektor parallel zur Längsachse
9 des elektrischen Kabels 1 orientiert ist. Sie stellt somit diejenige Querschnittsfläche
des Isolationselements 4 dar, die transversal zur Längsachse 9 des Hochfrequenzkabels
1 orientiert ist.
[0103] Bevorzugt erstreckt sich der erste Längsabschnitt L
1 über die gesamte Längserstreckung des elektrischen Kabels 1, in dem das Isolationselement
4 vom Außenleiterschirm 5 freigelegt ist. Folglich erstreckt sich der zweite Längsabschnitt
L
2 des Isolationselements 4 über die gesamte Längserstreckung des elektrischen Kabels
1, in dem das Isolationselement 4 vom Außenleiterschirm 5 umschlossen ist. Dies ist
also die restliche Längserstreckung des elektrischen Kabels 1.
[0104] Alternativ kann sich der erste Längsabschnitt L
1 mit einer reduzierten Querschnittsfläche des Isolationselements 4 auch nur in einem
Teilbereich der Längserstreckung des vom Außenleiterschirm 5 freigelegten Isolationselements
4 erstrecken.
[0105] Die Reduktion der Querschnittsfläche im ersten Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 ist bevorzugt konstant entlang des gesamten ersten Längsabschnitts
L
1 ausgebildet.
[0106] In der ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen vorkonfektionierten elektrischen
Kabels 1 ist die Reduktion der Querschnittsfläche im ersten Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 durch ein Quetschen des Außendurchmessers des Isolationselement
4 realisiert.
[0107] Die Verarbeitungseinrichtung 21, die das Quetschen des Außendurchmessers im ersten
Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 durchführt, ist bevorzugt eine Prägeeinrichtung 8.
[0108] Die Prägeeinrichtung 8 weist typischerweise einen radial zum Isolationselement 4
bewegbaren Prägestempel 8
1 und eine radial zum Isolationselement 4 positionierte Prägematrize 8
2 auf. Der Prägestempel 8
1 und die Prägematrize 8
2 weisen jeweils ein Querschnittsprofil mit einer halbzylindrischen Ausnehmung auf.
Der Durchmesser der halbzylindrischen Ausnehmung von Prägestempel 8
1 und von Prägematrize 8
2 entspricht dem durch den Prägeprozess zu erzielenden reduzierten Außendurchmesser
im ersten Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4. Werden der Prägestempel 8
1 und die Prägematrize 8
2 im Prägeprozess gemäß Fig. 1C zusammengeführt, so bilden deren halbzylindrische Ausnehmungen
eine gemeinsame vollzylindrische Ausnehmung, in der der erste Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 axial gelagert ist. Der Außendurchmesser des ersten Längsabschnitts
L
1 des Isolationselements 4 wird dadurch auf den reduzierten Innendurchmesser der gemeinsamen
vollzylindrischen Ausnehmung des Prägestempels 8
1 und der Prägematrize 8
2 gebracht.
[0109] Am kabelseitigen Ende der halbzylindrischen Ausnehmungen des Prägestempels 8
1 und der Prägematrize 8
2 ist jeweils ein scharfkantiger Steg 10 ausgebildet, der wie ein Messer wirkt und
im Übergang zwischen dem ersten Längsabschnitt L
1 und dem zweiten Längsabschnitt L
2 eine bevorzugt vollumfänglich verlaufende Nut 11 in das Isolationselement 4 einschneidet
(siehe hierzu insbesondere die Fig. 2A). Diese bevorzugt vollumfänglich verlaufende
Nut 11 verhindert beim Prägeprozess ein unerwünschtes Verdrängen des Isolationsmaterials
vom ersten Längsabschnitt L
1 in den zweiten Längsabschnitt L
2.
[0110] Beim Auseinanderfahren des Prägestempels 8
1 und der Prägematrize 8
2 gemäß Fig. 1D entsteht ein elektrische Kabel 1 mit einem Isolationselement 4, das
in seinem ersten Längsabschnitt L
1 an seinem steckerseitigen Ende 2 einen verkleinerten Außendurchmesser gegenüber dem
Außendurchmesser im zweiten Längsabschnitt L
2 aufweist. Das durch den verkleinerten Außendurchmesser aus dem ersten Längsabschnitt
L
1 verdrängte Isolationsmaterial bewegt sich axial in Richtung des steckerseitigen Endes
2 des elektrischen Kabels 1.
[0111] In einem weiteren Konfektionsschritt gemäß der Fig. 1E wird der steckerseitige Endbereich
12 des Isolationselements 4 mit einer Schneidvorrichtung 13 entfernt. Wie aus Fig
1F hervorgeht, ist am steckerseitigen Ende des Hochfrequenzkabels 1 der Innenleiter
3 vom Isolationselement 4 freigelegt. Hierbei ist der Innenleiter 3 insbesondere auch
von dem Isolationsmaterial freigelegt, das durch den Prägeprozess aus den ersten Längsabschnitt
L
1 axial verdrängt wurde.
[0112] Alternativ zum mechanischen Prägeprozess kann alternativ auch ein Heißprägeprozess
Verwendung finden. Hierbei werden der Prägestempel 8
1 und die Prägematrize 8
2 auf eine geeignete Temperatur erhöht. Die erhöhte Temperatur des Prägestempels 8
1 und der Prägematrize 8
2 führt während des Prägeprozesses zu einem Schmelzen des Isolationsmaterials im angrenzenden,
bevorzugt hülsenförmigen Bereich innerhalb des ersten Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4. Das geschmolzene Isolationsmaterial wird über eine geeignet
ausgebildete Absaugungsvorrichtung axial oder radial aus den ersten Längsabschnitt
L
1 herausgesaugt.
[0113] In einem nächsten Konfektionsschritt wird das somit vorkonfektionierte elektrische
Kabel in einem Fügeprozess mit einer Fügeeinrichtung 20 gemäß Fig. 2B in ein Außenleiterkontaktelement
14 eines Steckverbinders 15 eingefügt.
[0114] Die Anordnung aus dem elektrischen Kabel 1 und dem Steckverbinder 15 wird vorliegend
als Steckverbinderanordnung 100 bezeichnet.
[0115] Die Fügeeinrichtung 20 ist typischerweise ein axial positionierbarer Greifarm, der
das elektrische Kabel 1 im zweiten Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 am Kabelmantel 6 greift und axial positioniert. Insbesondere
wird hierbei der erste Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 in einem ersten Steckverbinderabschnitt S
1 des Außenleiterkontaktelements 14 eines Steckverbinders 15 derart positioniert, dass
sich der erste Längsabschnitt L
1 in axialer Richtung bevorzugt exakt innerhalb des ersten Steckverbinderabschnitts
S
1 befindet. Hierzu entspricht die Längserstreckung des ersten Längsabschnitt L
1 bevorzugt der Längserstreckung des ersten Steckverbinderabschnitt S
1.
[0116] Erfindungsgemäß ist der erste Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 im ersten Steckverbinderabschnitt S
1 des Außenleiterkontaktelements 14 eingefügt und an das Außenleiterkontaktelement
(14) kalibriert. Somit entspricht der Außendurchmesser des Isolationselements 4 im
ersten Längsabschnitt L
1 bevorzugt dem Innendurchmesser des ersten Steckverbinderabschnitts S
1 des Außenleiterkontaktelements 14. Der ursprüngliche Außendurchmesser des Isolationselements
4, der im zweiten Längsabschnitt L
2 des Isolationselements 4 noch erhalten bleibt, wird somit im erfindungsgemäßen Konfektionsverfahren
innerhalb des ersten Längsabschnittes L
1 auf den Innendurchmesser des ersten Steckverbinderabschnitts S
1 des Außenleiterkontaktelement 14 angepasst.
[0117] Diese Anpassung des Außendurchmessers des Isolationselements 4 auf den Innendurchmesser
des Außenleiterkontaktelements 14 wird auch als Kalibrierung bezeichnet. In diesem
Fall ist das Außendurchmesser-Profil des zum elektrischen Kabel 1 gehörigen Isolationselements
4 an das Innendurchmesser-Profil des Außenleiterkontaktelements 14 im Steckverbinder
15 angepasst.
[0118] Der Vollständigkeit halber ist in Fig. 2B ein Innenleiterkontaktelement 16 des Steckverbinders
15 dargestellt, das mit dem Innenleiter 3 des Hochfrequenzkabels bevorzugt mittels
Vercrimpen verbunden ist. Zum elektrischen Isolieren und zum Abstandshalten ist zwischen
dem Innenleiterkontaktelement 16 und dem Außenleiterkontaktelement 14 ein geeignet
ausgebildetes Isolierelement 17 innerhalb des Steckverbinders 15 eingefügt.
[0119] In den Figuren 2C, 2D und 2E ist jeweils schematisch, d. h. nicht maßstabsgetreu,
das Querschnittsprofil der wesentlichen Bestandteile der ersten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen vorkonfektionierten elektrischen Kabels 1 in den einzelnen Konfektionsschritten
dargestellt:
Aus Fig. 2C geht das Querschnittsprofil der wesentlichen Bestandteile des elektrischen
Kabels 1 vor der erfindungsgemäßen Veränderung der Querschnittsfläche im ersten Längsabschnitt
L
1 des Isolationselements 4 hervor. Das Isolationselement 4 weist über die gesamte Längserstreckung
des elektrischen Kabels 1 einen im Wesentlichen konstanten Außendurchmesser D
1 auf. Dieser Außendurchmesser D
1 des Isolationselements 4 ist, wie aus Figur 2E hervorgeht, gegenüber dem Innendurchmesser
D
2 im ersten Steckverbinderabschnitt S
1 des Außenleiterkontaktelements 14 vergrößert. Ein Einfügen des vorkonfektionierten
elektrischen Kabels 1 gemäß Fig. 2C in das Außenleiterkontaktelement 14 des Steckverbinders
15 ist somit nicht möglich.
[0120] Eine Reduzierung der Querschnittsfläche im ersten Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 im Sinne einer Reduzierung des Außendurchmessers im ersten
Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 vom größeren Außendurchmesser D
1 in den kleineren Außendurchmesser Dzgemäß Fig. 2D ermöglicht gemäß Fig. 2E ein kalibriertes
Einfügen des ersten Längsabschnitts L
1 des Isolationselements 4 in den ersten Steckverbinderabschnitt S
1 des Außenleiterkontaktelements 14.
[0121] In einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen vorkonfektionierten elektrischen
Kabels 1 ist der ursprüngliche Außendurchmesser des Isolationselements 4 ebenfalls
gegenüber dem Innendurchmesser des Außenleiterkontaktelements 14 vergrößert. Auch
in diesem Fall ist ein Einfügen des vorkonfektionierten elektrischen Kabels 1, insbesondere
des ersten Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4, in den ersten Steckverbinderabschnitt S
1 des Außenleiterkontaktelements 14 nicht möglich. Erfindungsgemäß wird hierbei ebenfalls
die Querschnittsfläche des Isolationselements 4 innerhalb des ersten Längsabschnitt
L
1 gegenüber der Querschnittsfläche innerhalb des zweiten Längsabschnittes L
2 reduziert.
[0122] Hierzu werden gemäß der Figuren 3A und 3B in einem Prägeprozess im ersten Längsabschnitt
L
1 des Isolationselements 4 mehrere am Umfang des ersten Längsabschnitts L
1 verteilte und sich in Längsrichtung erstreckende Ausnehmungen 18 ausgeformt. Diese
Ausnehmungen 18 sind jeweils bevorzugt als Kerben, insbesondere gemäß Fig. 4A als
V-förmige Kerben, ausgebildet. Daneben können auch U-förmige Kerben oder Kerben mit
einem anderen Querschnittsprofil verwendet werden. Der Prägestempel 8
1 und die Prägematrize 8
2 weisen jeweils eine halbzylindrische Ausnehmung auf, deren Durchmesser dem ursprünglichen
Außendurchmesser im ersten Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 entspricht. Zur Ausbildung der kerbenförmigen Ausnehmungen
18 sind am Innenumfang der halbzylindrischen Ausnehmungen des Prägestempels 8
1 und der Prägematrize 8
2 jeweils in Längsrichtung verlaufende Stege 19 ausgebildet. Diese Stege 19 weisen
jeweils ein Querschnittsprofil auf, das dem Querschnittsprofil der kerbenförmigen
Ausnehmungen 18 entspricht.
[0123] Am kabelseitigen Ende der halbzylindrischen Ausnehmungen des Prägestempels 8
1 und der Prägematrize 8
2 ist ebenfalls jeweils ein scharfkantiger Steg 10 ausgebildet, der im Prägeprozess
im Übergang zwischen dem ersten Längsabschnitt L
1 und dem zweiten Längsabschnitt L
2 eine bevorzugt vollumfängliche Nut 11 einschneidet. Der scharfkantige Steg 10 verhindert
während des Prägeprozesses ein nachteiliges Verdrängen des Isolationsmaterials aus
den sich bildenden kerbenförmigen Ausnehmungen 18 im ersten Längsabschnitt L
1 in Richtung des zweiten Längsabschnittes L
2 des Isolationselements 4.
[0124] Das Isolationsmaterial, das im Prägeprozess aus den kerbenförmigen Ausnehmungen 18
im ersten Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 verdrängt wird, wird in axialer Richtung zum steckerseitigen
Ende des vorkonfektionierten elektrischen Kabels 1 verdrängt. Dieses in axialer Richtung
verdrängte Isolationsmaterial wird äquivalent zur ersten Ausführungsform eines vorkonfektionierten
elektrischen Kabels 1 in einem Schnittprozess mittels einer Schneidvorrichtung 13
gemäß der Figuren 1E und 1F entfernt.
[0125] In einem weiteren Konfektionsschritt wird das elektrische Kabel 1 in den Steckverbinder
15 eingefügt. Hierbei werden die kerbenförmigen Ausnehmungen 18 im ersten Längsabschnitt
L
1 des Isolationselements 4 beim Einfügen in den ersten Steckverbinderabschnitt S
1 des Außenleiterkontaktelements 14 zusammengequetscht, sodass im eingefügten Zustand
der ursprüngliche Außendurchmesser des ersten Längsabschnitts L
1 des Isolationselement 4 auf den kleineren Innendurchmesser D
2 des Außenleiterkontaktelements 14 angepasst ist. Diese Reduzierung des Außendurchmessers
im ersten Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 wird durch ein Schließen der kerbenförmigen Ausnehmungen
18 bewirkt.
[0126] In den Figuren 4A und 4B ist jeweils schematisch, d. h. nicht maßstabsgetreu, das
Querschnittsprofil der wesentlichen Bestandteile der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
vorkonfektioniertes elektrischen Kabels 1 in den einzelnen Konfektionsschritten dargestellt:
Aus Fig. 4A geht ein Querschnittsprofil der zweiten Ausführungsform eines vorkonfektionierten
elektrischen Kabels 1 hervor, bei dem nach dem Prägeprozess mehrere am Umfang des
ersten Längsabschnitt L
1 verteilte kerbenförmige Ausnehmungen 18 ausgebildet sind. Der Außendurchmesser D
1 im ersten Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 entspricht nach dem Prägeprozess dem Außendurchmesser D
1 vor dem Prägeprozess und ist gegenüber dem Außendurchmesser im zweiten Längsabschnitt
L
2 des Isolationselements 4 unverändert.
[0127] Das Querschnittsprofil des in das Außenleiterkontaktelement 14 eingefügten elektrischen
Kabels 1 ist aus Fig. 4B ersichtlich. Der Außendurchmesser D
1 im ersten Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 entspricht dem verkleinerten Innendurchmesser D
1 des Außenleiterkontaktelements 14. Durch die Verkleinerung des Außendurchmessers
im ersten Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 werden die einzelnen kerbenförmigen Ausnehmungen 18 geschlossen.
Dies ist in Fig. 4B durch die an den jeweiligen Stellen des Isolationselements 4 vorgesehenen
Striche schematisch dargestellt.
[0128] In einer nicht beanspruchten Ausführungsform eines vorkonfektioniertes elektrischen
Kabels 1 ist der Außendurchmesser des Isolationselements 4 gegenüber dem Innendurchmesser
des Außenleiterkontaktelements 14 im ersten Steckverbinderabschnitt S
1 verkleinert. Ein Einfügen des vorkonfektionierten elektrischen Kabels 1 in das Außenleiterkontaktelement
14 des Steckverbinders 15 ist in diesem Fall möglich. Zwischen dem ersten Längsabschnitt
L
1 des Isolationselements 4 und dem ersten Steckverbinderabschnitt S
1 des Außenleiterkontaktelements 14 befindet sich aber eine Luftschicht. Die radiale
Ausdehnung des elektrischen Kabels 1 ist nicht an die radiale Innenausdehnung den
Steckverbinders 15 angepasst bzw. kalibriert.
[0129] Im Hinblick auf eine Kalibrierung wird erfindungsgemäß hierbei die Querschnittsfläche
des Isolationselements 4 innerhalb des ersten Längsabschnitt L
1 gegenüber der Querschnittsfläche innerhalb des zweiten Längsabschnittes L
2 erhöht.
[0130] Hierzu wird der erste Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 im vorkonfektionierten elektrischen Kabel 1 in einem Prägeprozess
hinsichtlich seiner Querschnittsfläche mit einer Prägeeinrichtung 8 verformt. Die
Prägeeinrichtung 8 umfasst in diesem Fall gemäß Fig. 5A einen Prägestempel 8
1 und eine Prägematrize 8
2, die jeweils radial zum ersten Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 angeordnet bzw. bewegbar sind, und einen axial zum ersten
Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 bewegbaren Prägestempel 8
3.
[0131] Der radial bewegbare Prägestempel 8
1 und die Prägematrize 8
2 weisen jeweils eine halbzylindrische Ausnehmung auf, die jeweils gegenüberliegend
angeordnet sind und im Prägeprozess gemäß Fig. 5B eine gemeinsame vollzylindrische
Ausnehmung bilden, in die der erste Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 eingefügt ist. Der Innendurchmesser der beiden halbzylindrischen
Ausnehmungen bzw. der gemeinsamen vollzylindrischen Ausnehmung ist, wie aus Fig. 5B
erkennbar ist, größer als der ursprüngliche Außendurchmesser des ersten Längsabschnitts
L
1 des Isolationselements 4 vor dem Prägeprozess. Der Innendurchmesser der halbzylindrischen
Ausnehmungen des radial bewegbaren Prägestempels 8
1 und der Prägematrize 8
2 entspricht dem Außendurchmesser des ersten Längsabschnitts L
1 des Isolationselements 4 nach dem Prägeprozess gemäß der Figuren 5D und 5E.
[0132] Am kabelseitigen Ende der halbzylindrischen Ausnehmungen des radial bewegbaren Prägestempels
8
1 und der Prägematrize 8
2 ist ebenfalls jeweils ein scharfkantiger Steg 10 ausgebildet, der im Prägeprozess
im Übergang zwischen dem ersten Längsabschnitt L
1 und dem zweiten Längsabschnitt L
2 eine bevorzugt vollumfängliche Nut 11 einschneidet. Der scharfkantige Steg 10 verhindert
während des Prägeprozesses ein nachteiliges Verdrängen des Isolationsmaterials aus
dem ersten Längsabschnitt L
1 in Richtung des zweiten Längsabschnittes L
2 des Isolationselements 4.
[0133] In einem ersten Schritt des Prägeprozesses werden der radial bewegbare Prägestempel
8
1 und die Prägematrize 8
2 gemäß Fig. 5B zueinander bewegt und bilden mit ihren beiden halbzylindrischen Ausnehmungen
jeweils eine gemeinsame vollzylindrische Ausnehmung. In dieser vollzylindrischen Ausnehmung
der Prägeeinrichtung 8 ist der erste Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 konzentrisch eingefügt und positioniert. Die konzentrische
Positionierung des ersten Längsabschnitts L
1 des Isolationselements 4 innerhalb der gemeinsamen vollzylindrischen Ausnehmung des
radial bewegbaren Prägestempels 8
1 und der Prägematrize 8
2 ist eine wesentliche Voraussetzung für die Konzentrizität zwischen dem Innenleiter
3 und dem fertig geprägten ersten Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4.
[0134] In einem zweiten Schritt des Prägeprozesses wird gemäß Fig. 5C der axial bewegbare
Prägestempel 8
3 an das stirnseitige Ende des ersten Längsabschnittes L
1 des Isolationselements 4 gedrückt. Durch diese axiale Kompression des Isolationselements
4 wird der erste Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 gestaucht und somit der Außendurchmesser des ersten Längsabschnittes
L
1 vergrößert. Der Außendurchmesser des ersten Längsabschnittes L
1 wird im zweiten Schritt des Prägeprozesses bis zur Größe des Innendurchmessers der
gemeinsamen vollzylindrischen Ausnehmung des radial bewegbaren Prägestempels 8
1 und der Prägematrize 8
2 vergrößert.
[0135] Der erste Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 und der darin umschlossene Innenleiter 3 füllt somit den
gesamten Innenraum der vollzylindrischen Ausnehmung der Prägeeinrichtung 8 aus, wie
aus Fig. 5D erkennbar ist. Wie aus Fig. 5E ersichtlich ist, ist der Außendurchmesser
im ersten Längsabschnitt L
1 des Isolationselement 4 am Ende des Prägeprozesses gegenüber dem Außendurchmesser
im zweiten Längsabschnitt L
2 des Isolationselement 4 vergrößert. Der Außendurchmesser im ersten Längsabschnitt
L
1 des Isolationselements 4 am Ende des Prägeprozesses entspricht dem Innendurchmesser
im ersten Steckverbinderabschnitt S
1 des Außenleiterkontaktelements 14.
[0136] In den Figuren 6A und 6B ist jeweils schematisch, d. h. nicht maßstabsgetreu, das
Querschnittsprofil der wesentlichen Bestandteile der dritten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
vorkonfektioniertes elektrischen Kabels 1 in den einzelnen Konfektionsschritten dargestellt:
Aus Fig. 6A geht das Querschnittsprofil eines vorkonfektionierten elektrischen Kabels
1 vor dem Prägeprozess hervor. Der ursprüngliche Außendurchmesser D
1 des ersten Längsabschnittes L
1 des Isolationselements 4 entspricht dem Außendurchmesser D
1 des zweiten Längsabschnittes L
2 des Isolationselements 4 und ist kleiner als der Innendurchmesser D
2 des ersten Steckverbinderabschnitts S
1 des Außenleiterkontaktelements 14. Durch den Prägeprozess wird gemäß Fig. 6B der
Durchmesser des ersten Längsabschnittes L
1 des Isolationselements 4 vom kleineren Durchmesser D
1 auf den größeren Durchmesser D
2 gestaucht und ermöglicht damit ein kalibriertes Einfügen des ersten Längsabschnitts
L
1 des Isolationselements 4 in den ersten Steckverbinderabschnitt S
1 des Außenleiterkontaktelements 14.
[0137] In den Figuren 7A und 7B ist eine Steckverbinderanordnung 100 in der Seitenansicht
und in einer Querschnittsdarstellung dargestellt:
Die Querschnittsdarstellung befindet sich im zweiten Steckverbinderabschnitt S
2 des Steckverbinders 15 (vgl. Fig. 2B), der sich bevorzugt an den ersten Steckverbinderabschnitt
S
1 anschließt. In diesem zweiten Steckverbinderabschnitt S
2 ist ein Isolationselement 4 innerhalb des Außenleiterkontaktelements 14 eingefügt,
das den Bereich zwischen dem Außenleiterkontaktelement 14 und dem Innenleiterkontaktelement
16 nicht vollständig ausfüllt.
[0138] Das Isolationselement 4 weist hierzu über die gesamte Erstreckung des zweiten Steckverbinderabschnitts
S
2 jeweils mindestens eine Ausnehmung 22 auf (in der Darstellung der Fig. 7B insgesamt
zwei Ausnehmungen 22). Diese mindestens eine Ausnehmung 22 ist jeweils am mantelseitigen
Umfang des Isolationselements 4 ausgeformt und bildet somit jeweils einen Hohlraum
zwischen Außenleiterkontaktelement 14 und dem Innenleiterkontaktelement 16, der mit
Luft gefüllt ist. Die Permittivität von Luft ist bekanntlich eins, während die Permittivität
des dielektrischen Materials des Isolationselements 4 typischerweise größer als eins
ist. Somit ergibt sich im zweiten Steckverbinderabschnitt S
2 eine effektive Permittivität in Kombination der beiden dielektrischen Materialien,
die geringer als die Permittivität eines Isolationselements 4 ist, welches den Zwischenraum
zwischen dem Außenleiterkontaktelement 14 und dem Innenleiterkontaktelement 16 vollständig
ausfüllt. Somit weist der Längsabschnitt L
4 bei einer Ausformung des Isolationselements 4 mit mindestens einer Ausnehmung 22
eine induktivere Übertragungscharakteristik als ein vollzylindrisch ausgeformtes Isolationselement
4 auf, das den Zwischenbereich zwischen dem Außenleiterkontaktelement 14 und dem Innenleiterkontaktelement
16 vollständig ausfüllt. Somit kann mit einem derart gestalteten Isolationselement
4 eine kapazitive Störstelle im elektrischen Kabel 1 aufgrund einer sprunghaften Verkleinerung
der Querschnittsfläche kompensiert werden und damit eine impedanzangepasste Signalübertragungsstrecke
über die gesamte Längserstreckung der Steckverbinderanordnung 100 verwirklicht werden.
[0139] Schließlich wird anhand der Figuren 8A bis 8C noch ein weiteres, ganz besonders vorteilhaftes
Verfahren zur Reduzierung der Querschnittsfläche im ersten Längsabschnitt L
1 des Isolationselements 4 beschrieben. Figur 8A zeigt ein noch unbearbeitetes Isolationselement
4, Figur 8B zeigt die Bearbeitung des Isolationselements 4 und Figur 8C das fertig
bearbeitete Isolationselement 4.
[0140] Die Verarbeitungseinrichtung 21 kann das dargestellte Trennwerkzeug 23 aufweisen,
das vorzugsweise zwei an die vorgesehene Querschnittsfläche des ersten Längsabschnitts
L
1 angepasste Formmesser 24 aufweist. Die Formmesser 24 sind einander gegenüberliegend
angeordnet und sind aufeinander zustellbar (vgl. Pfeile in Figur 8A), um in radialer
Richtung in das Isolationselement 4 bis zu der vorgesehenen Tiefe einzuschneiden.
[0141] Anschließend kann eine relative axiale Bewegung zwischen dem Trennwerkzeug 23 und
dem Kabel 1 eingeleitet werden, während sich das Trennwerkzeug 23 noch innerhalb des
Isolationselements 4 befindet, beispielsweise durch eine lineare Verschiebung des
Trennwerkzeugs 23, wie in Figur 8B angedeutet. Auf diese Weise kann die zu entfernende,
überschüssige Isolationsschicht 25 von dem verbleibenden Isolationselement 4 abgelöst
bzw. abgeschabt werden. Die überschüssige Isolationsschicht 25 kann dabei zunächst
in der Art einer Wulst vor den Formmessern 24 hergeschoben werden, bis diese das Kabelende
erreicht. Dieser Prozess kann durch ein Erwärmen des Isolationselements 4 vorteilhaft
unterstützt werden, insbesondere wenn das Trennwerkzeug 23 bzw. dessen Formmesser
24 erhitzt werden. Die Isolationsschicht 25 kann hierdurch weicher und leichter abziehbar
sein.
[0142] Die Isolationsschicht 25, die von dem Trennwerkzeug 23 verdrängt wird, kann äquivalent
zur ersten Ausführungsform in einem Schnittprozess mittels einer Schneidvorrichtung
entfernt werden, falls erforderlich. Das in den Figuren 8A bis 8C beschriebene Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist grundsätzlich beliebig mit den bereits zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen,
Varianten und Weiterbildungen der Erfindung kombinierbar. Beispielsweise kann bei
einer entsprechenden Ausgestaltung der Schneiden der Formmesser 24 auch vorgesehen
sein, dass durch die Formmesser 24 eine Nut 11 und/oder Ausnehmungen 18 in das Isolationselement
4 eingebracht werden - alternativ oder ergänzend zu dem Entfernen der hülsenförmigen
Isolationsschicht 25.
1. Steckverbinderanordnung (100), umfassend ein vorkonfektioniertes elektrisches Kabel
(1) und einen zumindest mit einem Kabelende des vorkonfektionierten elektrischen Kabels
(1) verbundenen Steckverbinder (15), wobei das vorkonfektionierte elektrische Kabel
(1) einen Außenleiterschirm (5), ein Isolationselement (4) und einen von dem Isolationselement
(4) umschlossenen Innenleiter (3) aufweist, wobei das Isolationselement (4) einen
ersten Längsabschnitt (L1), in dem das Isolationselement (4) vom Außenleiterschirm (5) freigelegt ist, und
einen sich an den ersten Längsabschnitt (L1) anschließenden zweiten Längsabschnitt (L2) aufweist, in dem das Isolationselement (4) vom Außenleiterschirm (5) umschlossen
ist, wobei eine Querschnittsfläche des Isolationselements (4) im ersten Längsabschnitt
(L1) gegenüber der Querschnittsfläche des Isolationselements (4) im zweiten Längsabschnitt
(L2) derart verändert ist, dass der erste Längsabschnitt (L1) in einen ersten Steckverbinderabschnitt (S1) eines Außenleiterkontaktelements (14) des Steckverbinders (15) einfügbar ist und
im ersten Längsabschnitt (L1) das Isolationselement (4) an das Außenleiterkontaktelement (14) kalibriert ist,
das heißt, dass im ersten Längsabschnitt (L1) der Querschnitt des Isolationselements (4), insbesondere der Außendurchmesser des
Isolationselements (4), an den Querschnitt des Außenleiterkontaktelements (14), insbesondere
an den Innendurchmesser des Außenleiterkontaktelements (14), angepasst ist, und wobei
der erste Längsabschnitt (L1) des Isolationselements (4) in den ersten Steckverbinderabschnitt (S1) des Außenleiterkontaktelements (14) des Steckverbinders (15) eingefügt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Längsabschnitt (L1) des Isolationselements (4) ohne eine dazwischen befindliche Luftschicht im Außenleiterkontaktelement
(14) des Steckverbinders (15) eingefügt ist.
2. Steckverbinderanordnung (100) nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das vorkonfektionierte elektrische Kabel (1) derart eingerichtet ist, dass ein Außendurchmesser
des zweiten Längsabschnitts (L2) des Isolationselements (4) unterschiedlich zu einem Innendurchmesser des ersten
Steckverbinderabschnitts (S1) des Außenleiterkontaktelements (14) ist.
3. Steckverbinderanordnung (100) nach Patentanspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das vorkonfektionierte elektrische Kabel (1) derart eingerichtet ist, dass innerhalb
des ersten Längsabschnitts (L1) und des ersten Steckverbinderabschnitts (S1) ein Bereich zwischen dem Außenleiterkontaktelement (14) und einem Innenleiter (3)
des vorkonfektionierten elektrischen Kabels (1) vollständig mit dem Isolationselement
(4) ausgefüllt ist.
4. Steckverbinderanordnung (100) nach einem der Patentansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Isolationselement (4) in einem Übergang zwischen dem ersten Längsabschnitt (L1) und dem zweiten Längsabschnitt (L2) eine bevorzugt vollumfänglich verlaufende Nut (11) vorgesehen ist.
5. Steckverbinderanordnung (100) nach einem der Patentansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Querschnittsfläche des Isolationselements (4) im gesamten ersten Längsabschnitt
(L1) konstant ist und gegenüber der Querschnittsfläche des Isolationselements (4) im
zweiten Längsabschnitt (L2) verkleinert ist.
6. Steckverbinderanordnung (100) nach einem der Patentansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Außendurchmesser des Isolationselements (4) im gesamten ersten Längsabschnitt
(L1) konstant ist und gegenüber dem Außendurchmesser des Isolationselements (4) im zweiten
Längsabschnitt (L2) verkleinert ist.
7. Steckverbinderanordnung (100) nach einem der Patentansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Umfang des Isolationselements (4) mindestens eine Ausnehmung (18), bevorzugt mehrere
Ausnehmungen (18), ausgebildet ist bzw. sind, die sich in Längsrichtung jeweils über
den gesamten ersten Längsabschnitt (L1) erstreckt bzw. erstrecken.
8. Steckverbinderanordnung (100) nach einem der Patentansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Außendurchmesser des Isolationselements (4) im gesamten ersten Längsabschnitt
(L1) konstant ist und gegenüber dem Außendurchmesser des Isolationselements (4) im zweiten
Längsabschnitt (L2) vergrößert ist.
9. Steckverbinderanordnung (100) nach einem der Patentansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Isolationselement (4) an einem steckerseitigen Ende des ersten Längsabschnitts
(L1) eine Fase aufweist.
10. Steckverbinderanordnung (100) nach einem der Patentansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich innerhalb des Außenleiterkontaktelements (14) des Steckverbinders (15) in einem
zweiten Steckverbinderabschnitt (S2), der sich an den ersten Steckverbinderabschnitt (S1) anschließt, mindestens ein dielektrisches Material zur Kompensation einer Impedanzänderung
zwischen dem ersten Längsabschnitt (L1) und dem zweiten Längsabschnitt (L2) befindet.
11. Verfahren zum Konfektionieren eines elektrischen Kabels (1), wonach ein einen Innenleiter
(3) umschließendes Isolationselement (4) in einem ersten Längsabschnitt (L1) von einem Außenleiterschirm (5) freigelegt wird, wonach die Querschnittsfläche des
Isolationselements (4) im ersten Längsabschnitt (L1) gegenüber der Querschnittsfläche des Isolationselements (4) in einem sich an den
ersten Längsabschnitt (L1) anschließenden zweiten Längsabschnitt (L2) verändert wird, wonach das elektrische Kabel (1) in ein Außenleiterkontaktelement
(14) eines Steckverbinders (15) eingefügt und mit dem Außenleiterkontaktelement (14)
verbunden wird, wobei die Querschnittsfläche des ersten Längsabschnitts (L1) gegenüber der Querschnittsfläche des zweiten Längsabschnitt (L2) derart verändert wird, dass der erste Längsabschnitt (L1) in einen ersten Steckverbinderabschnitt (S1) des Außenleiterkontaktelements (14) des Steckverbinders (15) einfügbar ist und im
ersten Längsabschnitt (L1) das Isolationselement (4) an das Außenleiterkontaktelement (14) kalibriert ist,
das heißt, dass im ersten Längsabschnitt (L1) der Querschnitt des Isolationselements (4), insbesondere der Außendurchmesser des
Isolationselements (4), an den Querschnitt des Außenleiterkontaktelements (14), insbesondere
an den Innendurchmesser des Außenleiterkontaktelements (14), angepasst ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Längsabschnitt (L1) des Isolationselements (4) ohne eine dazwischen befindliche Luftschicht im Außenleiterkontaktelement
(14) des Steckverbinders (15) eingefügt wird.
12. Verfahren nach Patentanspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verändern der Querschnittsfläche im ersten Längsabschnitt (L1)
a) mittels Stauchen des ersten Längsabschnitts (L1) erfolgt; oder
b) mittels Quetschen des ersten Längsabschnitts (L1) in einem Umformprozess, bevorzugt
in einem Präge- oder Heißprägeprozess, erfolgt; oder
c) dadurch erfolgt, dass mittels eines Trennwerkzeugs (23) in radialer Richtung in
das Isolationselement (4) eingeschnitten wird, wonach das Trennwerkzeug (23) in seiner
in dem Isolationselement (4) befindlichen radialen Schnittposition relativ zu dem
Isolationselement (4) axial in Richtung auf das Kabelende bewegt wird, um eine zu
entfernende Isolationsschicht (25) von dem Isolationselement (4) abzulösen, wobei
das Trennwerkzeug (23) vorzugsweise erhitzt ist.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass parallel zum Verändern der Querschnittsfläche im ersten Längsabschnitt (L1) in einem Übergang zwischen dem ersten Längsabschnitt (L1) und dem zweiten Längsabschnitt (L2) ein scharfkantiger Steg (10 einer Prägeeinrichtung (8) in eine bevorzugt vollumfänglich
verlaufende Nut (11) im Isolationselement (4) eingeschnitten wird.
14. Verfahren nach einem der Patentansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verändern der Querschnittsfläche im ersten Längsabschnitt (L1) mittels eines Trennprozesses, bevorzugt mit einem Laser-, Photonen-, Elektronen-,
lonen- oder Wasserstrahl, erfolgt.
1. Ensemble connecteur enfichable (100) comprenant un câble électrique (1) préconfectionné
et un connecteur enfichable (15) relié à au moins une extrémité de câble du câble
électrique préconfectionné (1), le câble électrique préconfectionné (1) comportant
un blindage du conducteur extérieur (5), un élément d'isolation (4) et un conducteur
intérieur (3) entouré par l'élément d'isolation (4), l'élément d'isolation (4) comportant
un premier tronçon longitudinal (L1), dans lequel l'élément d'isolation (4) est dégagé du blindage du conducteur extérieur
(5), et un second tronçon longitudinal (L2) se raccordant au premier tronçon longitudinal (L1), dans lequel l'élément d'isolation (4) est entouré par le blindage du conducteur
extérieur (5), une section transversale de l'élément d'isolation (4) étant modifiée
dans le premier tronçon longitudinal (L1) par rapport à la section transversale de l'élément d'isolation (4) du second tronçon
longitudinal (L2) de telle manière que le premier tronçon longitudinal (L1) peut être inséré dans une première partie de connecteur enfichable (S1) d'un élément de contact pour le conducteur extérieur (14) du connecteur enfichable
(15) et que, dans le premier tronçon longitudinal (L1), l'élément d'isolation (4) est calibré pour l'élément de contact du conducteur extérieur
(14), c'est-à-dire que, dans le premier tronçon longitudinal (L1), la section de l'élément d'isolation (4), en particulier le diamètre extérieur de
l'élément d'isolation (4), est adapté à la section de l'élément de contact pour le
conducteur extérieur (14), en particulier au diamètre intérieur de l'élément de contact
pour le conducteur extérieur (14), et le premier tronçon longitudinal (L1) de l'élément d'isolation (4) étant inséré dans la première partie du connecteur
enfichable (S1) de l'élément de contact pour le conducteur extérieur (14) du connecteur enfichable
(15),
caractérisé en ce que,
le premier tronçon longitudinal (L1) de l'élément d'isolation (4) est inséré dans l'élément de contact pour le conducteur
extérieur (14) du connecteur enfichable (15) sans couche d'air entre les deux.
2. Ensemble connecteur enfichable (100) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que,
le câble électrique préconfectionné (1) est aménagé de sorte qu'un diamètre extérieur
du second tronçon longitudinal (L2) de l'élément d'isolation (4) est différent d'un diamètre intérieur de la première
partie du connecteur enfichable (S1) de l'élément de contact pour le conducteur extérieur (14).
3. Ensemble connecteur enfichable (100) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que,
le câble électrique préconfectionné (1) est aménagé de sorte que, dans le premier
tronçon longitudinal (L1) et la première partie du connecteur enfichable (S1), une zone entre l'élément de contact pour le conducteur extérieur (14) et un conducteur
intérieur (3) du câble électrique préconfectionné (1) est entièrement rempli par l'élément
d'isolation (4).
4. Ensemble connecteur enfichable (100) selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que,
une gorge (11) s'étendant de préférence sur toute la périphérie, est prévue dans l'élément
d'isolation (4) dans une transition entre le premier tronçon longitudinal (L1) et le second tronçon longitudinal (L2).
5. Ensemble connecteur enfichable (100) selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que,
la section transversale de l'élément d'isolation (4) est constante sur tout le premier
tronçon longitudinal (L1) et est réduite par rapport à la section transversale de l'élément d'isolation (4)
dans le second tronçon longitudinal (L2).
6. Ensemble connecteur enfichable (100) selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que,
le diamètre extérieur de l'élément d'isolation (4) est constant sur tout le premier
tronçon longitudinal (L1) et est réduit par rapport au diamètre extérieur de l'élément d'isolation (4) dans
le second tronçon longitudinal (L2).
7. Ensemble connecteur enfichable (100) selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que,
un évidement (18), et de préférence plusieurs évidements (18), est (sont) formé(s)
sur la périphérie de l'élément d'isolation (4), s'étendant chacun en direction longitudinale
sur tout le premier tronçon longitudinal (L1).
8. Ensemble connecteur enfichable (100) selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que,
le diamètre extérieur de l'élément d'isolation (4) est constant sur tout le premier
tronçon longitudinal (L1) et est agrandi par rapport au diamètre extérieur de l'élément d'isolation (4) dans
le second tronçon longitudinal (L2).
9. Ensemble connecteur enfichable (100) selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que,
l'élément d'isolation (4) présente un chanfrein à son extrémité du premier tronçon
longitudinal (L1) orientée vers le connecteur enfichable.
10. Ensemble connecteur enfichable (100) selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que,
au moins une matière diélectrique destinée à la compensation d'une variation d'impédance
entre le premier tronçon longitudinal (L1) et le second tronçon longitudinal (L2) se trouve à l'intérieur de l'élément de contact pour le conducteur extérieur (14)
du connecteur enfichable (15), dans une seconde partie du connecteur enfichable (S2) se raccordant à la première partie du connecteur enfichable (S1).
11. Procédé de fabrication d'un câble électrique (1) selon lequel un élément d'isolation
(4) entourant un conducteur intérieur (3) dans un premier tronçon longitudinal (L1) est dégagé d'un blindage du conducteur extérieur (5), après quoi la section transversale
de l'élément d'isolation (4) du premier tronçon longitudinal (L1) est modifiée par rapport à la section transversale de l'élément d'isolation (4)
dans un deuxième tronçon longitudinal (L2) se raccordant au premier tronçon longitudinal (L1), après quoi le câble électrique (1) est inséré dans un élément de contact pour le
conducteur extérieur (14) d'un connecteur enfichable (15) et relié à l'élément de
contact pour le conducteur extérieur (14), la section transversale du premier tronçon
longitudinal (L1) étant modifiée par rapport à la section transversale du deuxième tronçon longitudinal
(L2) de telle manière que le premier tronçon longitudinal (L1) peut être inséré dans une première partie de connecteur enfichable (S1) de l'élément de contact pour le conducteur extérieur (14) du connecteur enfichable
(15) et que, dans le premier tronçon longitudinal (L1), l'élément d'isolation (4) est calibré pour l'élément de contact du conducteur extérieur
(14), c'est-à-dire que, dans le premier tronçon longitudinal (L1), la section de l'élément d'isolation (4), en particulier le diamètre extérieur de
l'élément d'isolation (4), est adapté à la section de l'élément de contact pour le
conducteur extérieur (14), en particulier au diamètre intérieur de l'élément de contact
pour le conducteur extérieur (14),
caractérisé en ce que,
le premier tronçon longitudinal (L1) de l'élément d'isolation (4) est inséré dans l'élément de contact pour le conducteur
extérieur (14) du connecteur enfichable (15) sans couche d'air entre les deux.
12. Procédé selon la revendication 11,
caractérisé en ce que,
la modification de la section transversale dans le premier tronçon longitudinal (L
1)
a) s'effectue par refoulement du premier tronçon longitudinal (L1) ; ou
b) par écrasement du premier tronçon longitudinal (L1) dans un processus de formage, de préférence un processus de matriçage ou d'estampage
à chaud ; ou
c) s'effectue par une incision en direction radiale de l'élément d'isolation (4) au
moyen d'un outil de coupe (23), après quoi l'outil de coupe (23) est déplacé, dans
sa position de coupe radiale dans l'élément d'isolation (4), dans la direction axiale
par rapport à l'élément d'isolation (4) en direction de l'extrémité du câble, pour
détacher une couche d'isolation (25) à retirer de l'élément d'isolation (4), l'outil
de coupe (23) étant de préférence chauffé.
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12,
caractérisé en ce que,
en parallèle à la modification de la section transversale dans le premier tronçon
longitudinal (L1), une arête vive (10) d'un dispositif de matriçage (8) coupe une gorge (11) s'étendant
de préférence sur toute la périphérie dans l'élément d'isolation (4) dans une transition
entre le premier tronçon longitudinal (L1) et le second tronçon longitudinal (L2).
14. Procédé selon l'une des revendications 11 à 13,
caractérisé en ce que,
la modification de la section transversale dans le premier tronçon longitudinal (L1) s'effectue au moyen d'un processus d'enlèvement, de préférence d'un rayon laser,
d'un faisceau de photons, d'électrons, d'ions ou d'un jet d'eau.