| (19) |
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(11) |
EP 4 098 834 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.11.2024 Patentblatt 2024/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.03.2017 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
STELLANTRIEB ZUM ANTRIEB EINES BEWEGBAR GELAGERTEN MÖBELTEILS
ACTUATOR FOR DRIVING A MOVABLE FURNITURE PART
SERVOMOTEUR PERMETTANT D'ENTRAÎNER UNE PIÈCE MOBILE DE MEUBLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
11.03.2016 AT 502072016
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.12.2022 Patentblatt 2022/49 |
| (62) |
Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ: |
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17712694.3 / 3426872 |
| (73) |
Patentinhaber: Julius Blum GmbH |
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6973 Höchst (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BRUNNMAYR, Harald
6912 Hörbranz (AT)
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| (74) |
Vertreter: Torggler & Hofmann Patentanwälte - Innsbruck |
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Torggler & Hofmann Patentanwälte GmbH & Co KG
Wilhelm-Greil-Straße 16 6020 Innsbruck 6020 Innsbruck (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 713 996
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EP-A2- 2 093 361
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Stellantrieb zum Antrieb eines bewegbar gelagerten Möbelteils,
umfassend wenigstens einen mit dem Möbelteil zu verbindenden Stellarm, wobei der wenigstens
eine Stellarm zwischen einer ersten und einer zweiten Endlage bewegbar ausgebildet
ist, einen Dämpfer zur Dämpfung sowohl einer Bewegung des wenigstens einen Stellarms
in die erste Endlage als auch einer Bewegung des wenigstens einen Stellarms in die
zweite Endlage, wobei der Dämpfer bei der Dämpfung einen Dämpfungshub ausführt, und
einen Koppelungsmechanismus zur Koppelung des wenigstens einen Stellarms oder eines
damit verbundenen oder verbindbaren Stellteils mit dem Dämpfer zumindest bei den Bewegungen
des wenigstens einen Stellarms in die beiden Endlagen, wobei der Koppelungsmechanismus
einen Aktuator zur Ausführung des Dämpfungshubs des Dämpfers aufweist. Die Erfindung
betrifft weiterhin ein Möbel mit einem Möbelkorpus und wenigstens einem, vorzugsweise
um eine horizontale Achse, bewegbar gelagerten Möbelteil, vorzugsweise in Form einer
Klappe, und wenigstens einem am Möbelkorpus angeordneten erfindungsgemäßen Stellantrieb,
wobei der wenigstens eine Stellarm des Stellantriebs mit dem wenigstens einen Möbelteil
verbunden ist.
[0002] Ein Beispiel eines Stellantriebs ist aus der
WO 2005/075778 A1 bekannt. Bei dieser Lösung ist ein Dämpfer vorgesehen, der schwimmend am Gehäuse
des Stellantriebs gelagert ist und von einer aufwändigen Hebelmechanik zur Ausführung
des Dämpfungshubs beaufschlagt wird. Diese Ausführungsform erfordert einen großen
Platzbedarf. Die Hebelmechanik zur Beaufschlagung des Dämpfers ist aufgrund ihrer
Komplexität zudem verschleißanfällig und teuer.
EP 2 093 361 A2 offenbart ein weiteres Beispiel eines Stellantriebs.
[0003] Die objektive technische Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin,
einen Stellantrieb gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 anzugeben, welcher die beschriebenen
Nachteile des Stands der Technik nicht aufweist und sich insbesondere durch eine kompakte
Bauform auszeichnet. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Möbel mit
einem solchen Stellantrieb anzugeben.
[0004] Diese Aufgaben werden durch den Stellantrieb gemäß den Merkmalen des unabhängigen
Anspruchs 1 bzw. das Möbel gemäß den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst.
[0005] Es ist also beim Stellantrieb erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Aktuator den Dämpfer
sowohl bei der Bewegung des wenigstens einen Stellarms in die erste Endlage als auch
bei der Bewegung des wenigstens einen Stellarms in die zweite Endlage zur Ausführung
des Dämpfungshubs beaufschlagt. Dadurch, dass die Beaufschlagung des Dämpfers zur
Ausführung des Dämpfungshubs somit immer, d.h. sowohl bei der Bewegung des wenigstens
einen Stellarms in die erste Endlage, also bei der Bewegung des wenigstens einen Stellarms
in die zweite Endlage, durch denselben Aktuator erfolgt, entfällt die Notwendigkeit
eines raumeinnehmenden Kraftumlenkmechanismus.
[0006] Vorzugsweise findet die Dämpfung der Bewegung des wenigstens einen Stellarms durch
den Dämpfer jeweils innerhalb der Bereiche statt, welche den beiden Endlagen unmittelbar
vorgelagert sind.
[0007] Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass der Stellantrieb einen Endlagenkraftspeicher
zur Kraftbeaufschlagung des wenigstens einen Stellarms sowohl bei einer Bewegung des
wenigstens einen Stellarms in die erste Endlage als auch bei einer Bewegung des wenigstens
einen Stellarms in die zweite Endlage aufweist. Durch das gleichzeitige Vorsehen eines
Dämpfers und eines Endlagenkraftspeichers kann eine gedämpfte angetriebene Bewegung
des wenigstens einen Stellarms in die beiden Endlagen erfolgen, unabhängig von einem
zusätzlichen etwaigen Hauptantriebskraftspeicher zur Kraftbeaufschlagung des wenigstens
einen Stellarms bzw. zur Gewichtskompensation eines mit dem wenigstens einen Stellarm
verbundenen bewegbar gelagerten Möbelteils. Die Zuhaltekraft des Möbelteils ist in
diesem Fall unabhängig von der Auslegung eines solchen Hauptantriebskraftspeichers
bzw. der Auslegung eines zwischen einem solchen Hauptantriebskraftspeicher und dem
wenigstens einen Stellarm angeordneten Übersetzungsmechanismus.
[0008] Erfindungsgemäß weist der Koppelungsmechanismus ein, vorzugsweise schwenkbar gelagertes,
Kraftübertragungselement auf, wobei der Endlagenkraftspeicher das Kraftübertragungselement
sowohl bei der Bewegung des wenigstens einen Stellarms in die erste Endlage als auch
bei der Bewegung des wenigstens einen Stellarms in die zweite Endlage beaufschlagt.
[0009] Erfindungsgemäß ist der Endlagenkraftspeicher im geladenen Zustand über das Kraftübertragungselement
und einen relativ dazu bewegbaren Schwenkhebel, der kraft- und/oder formschlüssig
in das Kraftübertragungselement eingreifen kann, oder umgekehrt, lösbar arretierbar.
[0010] Im lösbar arretierten und geladenen Zustand befindet sich der Endlagenkraftspeicher
dann in einer Lauerstellung zur Abgabe der im Endlagenkraftspeicher gespeicherten
Kraft für eine Bewegung des wenigstens einen Stellarms in die erste Endlage bzw. in
die zweite Endlage.
[0011] Die Aufladung des Endlagenkraftspeichers erfolgt günstigerweise sowohl bei einer
Bewegung des wenigstens einen Stellarms aus der ersten Endlage, als auch bei einer
Bewegung des wenigstens einen Stellarms aus der zweiten Endlage.
[0012] Eine besonders kompakte Bauweise des Stellantriebs ist möglich, wenn der Dämpfer
und der Endlagenkraftspeicher im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind.
[0013] In besonders einfacher Weise kann die Kopplung des wenigstens einen Stellarms oder
eines damit verbundenen oder verbindbaren Stellteils mit dem Dämpfer bzw. dem Endlagenkraftspeicher
für den Fall, dass der wenigstens eine Stellarm bei der Bewegung in die erste Endlage
eine erste Schwenkbewegung und bei der Bewegung in die zweite Endlage eine zweite
Schwenkbewegung, welche der ersten Schwenkbewegung entgegengesetzt ist, ausführt,
dadurch erfolgen, dass der Kopplungsmechanismus einen Schwenkhebel und einen Gleichrichtungsmechanismus
zur Umwandlung der beiden Schwenkbewegungen des wenigstens einen Stellarms in eine
in dieselbe Richtung erfolgende Schwenkbewegung des Schwenkhebels aufweist.
[0014] Konkret kann dieser Gleichrichtungsmechanismus beispielsweise dadurch gelöst sein,
dass der Gleichrichtungsmechanismus wenigstens eine erste und eine zweite Steuerkurve
und wenigstens ein erstes und ein zweites Steuerelement aufweist, wobei die beiden
Steuerelemente mit dem wenigstens einen Stellarm bewegungsgekoppelt sind, das erste
Steuerelement in der ersten Endlage des wenigstens einen Stellarms in Eingriff mit
der ersten Steuerkurve steht, und das zweite Steuerelement in der zweiten Endlage
des wenigstens einen Stellarms in Eingriff mit der zweiten Steuerkurve steht, vorzugsweise
wobei die beiden Steuerkurven am Schwenkhebel angeordnet sind, und/oder die beiden
Steuerelemente am mit dem wenigstens einen Stellarm verbundenen oder verbindbaren
Stellteil angeordnet sind.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen des Stellantriebs sind in den abhängigen Ansprüchen
6 bis 12 definiert.
[0016] Wie bereits eingangs ausgeführt wird Schutz auch begehrt für ein Möbel mit einem
Möbelkorpus und wenigstens einem, vorzugsweise um eine horizontale Achse, bewegbar
gelagerten Möbelteil, vorzugsweise in Form einer Klappe, und wenigstens einem am Möbelkorpus
angeordneten erfindungsgemäßen Stellantrieb, wobei der wenigstens eine Stellarm des
Stellantriebs mit dem wenigstens einen Möbelteil verbunden ist.
[0017] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Folgenden näher erläutert.
[0018] Darin zeigen:
- Fig. 1
- ein Möbel mit einem bewegbar gelagerten Möbelteil in Form einer Faltklappe und einem
Stellantrieb in einer bevorzugten Ausführungsform,
- Fig. 2a
- eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Stellantriebs mit teilgeöffnetem Gehäuse
und ohne Stellarm,
- Fig. 2b
- eine Explosionsdarstellung des Stellantriebs gemäß Fig. 2a,
- Fig. 3
- eine Stellung des Stellantriebs, in welcher sich der Stellarm in einer Mittenstellung
zwischen den beiden Endlagen befinden würde,
- Fig. 4-6
- eine Abfolge von Stellungen des Stellantriebs zur Illustration der Bewegung des wenigstens
einen Stellarms in die erste Endlage aus einer Mittenstellung, und
- Fig. 7-9
- eine Abfolge von Stellungen des Stellantriebs zur Illustration der Bewegung des wenigstens
einen Stellarms in die zweite Endlage aus einer Mittenstellung.
[0019] Figur 1 zeigt in einer seitlichen Querschnittsansicht ein Möbel 29 mit einem Möbelkorpus
30 und einem um eine horizontale Achse bewegbar gelagerten Möbelteil 2 in Form einer
Klappe, genauer gesagt einer aus zwei Teilklappen 34 und 35 zusammengesetzten Faltklappe,
wobei das Möbelteil 2 über wenigstens ein Scharnier 32 mit dem Möbelkorpus 30 verbunden
ist und die beiden Teilklappen 34 und 35 über ein Mittelscharnier 33 schwenkbar miteinander
verbunden sind.
[0020] Das Möbel 29 umfasst weiterhin wenigstens einen Stellantrieb 1, der an einer Seitenwand
31 des Möbelkorpus 30 angeordnet ist, wobei der Stellantrieb 1 einen Stellarm 3 aufweist,
der über ein Koppelstück 36 mit dem Möbelteil 2, genauer gesagt der Teilklappe 35,
verbunden ist. Vorzugsweise umfasst das Möbel 29 zwei derartige Stellantriebe 1, die
an gegenüberliegenden Seiten 31 des Möbelkorpus 30 angeordnet sind und jeweils über
einen Stellarm 3 mit dem Möbelteil 2 verbunden sind.
[0021] Das bewegbare Möbelteil 2 weist eine Offenstellung auf, die in der Figur 1 dargestellt
ist, und eine Schließstellung, in welcher das bewegbare Möbelteil 2 einen Innenraum
des Möbels 29 zumindest bereichsweise nach Außen abdeckt. Wenn sich das bewegbare
Möbelteil 2 in seiner Offenstellung befindet, befindet sich der Stellarm 3 des Stellantriebs
1 in einer Endlage, im Folgenden als zweite Endlage bezeichnet. Wenn sich das bewegbare
Möbelteil 2 in seiner Schließstellung befindet, befindet sich der Stellarm 3 in einer
weiteren Endlage, im Folgenden als erste Endlage bezeichnet.
[0022] In Zusammenhang mit Figur 1 sei noch darauf hingewiesen, dass das in dieser Figur
dargestellte bewegbare Möbelteil 2 in Gebrauchsstellung des Möbels 29 und bei einer
Bewegung aus der Schließstellung in die Offenstellung eine Schwenkbewegung 15 (vergleiche
die Abfolge der Figuren 7 bis 9) nach oben ausführt.
[0023] Wie aus den Figuren 2a und 2b hervorgeht, umfasst der Stellantrieb in einer bevorzugten
Ausführungsform ein Gehäuse 18, wobei in den beiden Figuren nur eine Hälfte dieses
Gehäuses dargestellt ist, um die Sicht auf das Innere des Stellantriebs zu ermöglichen.
Spiegelsymmetrisch ist der Stellantrieb von einer zweiten Gehäusehälfte abgedeckt.
[0024] Mit dem Gehäuse 18 bewegungsstarr verbunden ist ein Montageteil 40, an welchem ein
Lineardämpfer 4 und ein Endlagenkraftspeicher 12 gelagert ist. Weiterhin bildet das
Montageteil 40 eine Lagerstelle 47 für ein Stellteil 11 aus, wobei das Stellteil 11
schwenkbar gegenüber dem Montageteil 40 bzw. dem Gehäuse 18 gelagert ist. An dem Gehäuse
18 bzw. dem Montageteil 40 sind weiterhin zwei Zahnkränze 39 angeordnet, in welche
ein Zahnrad 41, welches am Stellteil 11 angeordnet ist, eingreift. Bei einer zu schnellen
Bewegung des Stellteils 11 gegenüber dem Gehäuse 18 bewirkt ein mit dem Zahnrad 41
verbundenes Bremselement ein Abbremsen der Bewegung des Stellglieds 11 bzw. des damit
verbundenen Stellarms 3 relativ zum Gehäuse 18, sodass eine Verletzung eines Nutzers
durch eine zu schnelle Bewegung des Stellarms 3 vermieden wird. Der Stellarm 3 ist
über ein Adapterstück 38 mit dem Stellglied 11 verbindbar.
[0025] Der Stellantrieb 1 weist weiterhin einen Kopplungsmechanismus 5, 6, 9 und 10 zur
Kopplung des wenigstens einen Stellarms 3 bzw. des damit verbindbaren Stellteils 11
mit dem Lineardämpfer 4 bei den Bewegungen des wenigstens einen Stellarms 3 in die
beiden Endlagen auf, wobei der Kopplungsmechanismus einen Aktuator 10 zur Ausführung
des Dämpfungshubs des Lineardämpfers 4 aufweist. Der Aktuator 10 ist im dargestellten
Ausführungsbeispiel an einem Schwenkhebel 9 angeordnet. Der Schwenkhebel 9 ist um
eine Schwenkachse 45 gegenüber dem Gehäuse 18 des Stellantriebs 1 verschwenkbar. Der
Kopplungsmechanismus umfasst weiterhin zwei Steuerelemente 5 und 6, die bolzenförmig
ausgebildet sind und deren Funktionsweise weiter unten anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert wird. Weiterhin umfasst der Kopplungsmechanismus ein um eine Schwenkachse
46 (vergleiche Figur 3) gegenüber dem Gehäuse 18 schwenkbares Kraftübertragungselement
13, wobei das Kraftübertragungselement 13 einerseits von dem Endlagenkraftspeicher
12 beaufschlagt wird. Andererseits kontaktiert das Kraftübertragungselement 13 den
Schwenkhebel 9 über einen am Schwenkhebel 9 angeordnetes Kontaktmittel 17.
[0026] Der Lineardämpfer 4 umfasst ein Dämpfergehäuse 21 und einen relativ zum Dämpfergehäuse
21 eindrückbaren Stößel 22, wobei der Stößel 22 durch den Aktuator 10 sowohl bei der
Bewegung des wenigstens einen Stellarms 3 in die erste Endlage, also auch bei der
Bewegung des wenigstens einen Stellarms 3 in die zweite Endlage relativ zum Dämpfgehäuse
21 eindrückbar ist, wie aus den nachfolgenden Figuren hervorgeht.
[0027] Schließlich umfasst der Stellantrieb 1 in der gezeigten Ausführungsform auch noch
einen Hauptantriebskraftspeicher 23 zur Kraftbeaufschlagung des Stellarms 3 bzw. des
damit verbindbaren Stellteils 11 über einen Übersetzungsmechanismus24, 25, 26, 27,
28 und 37. Der Übersetzungsmechanismus umfasst einen ersten um die Schwenkachse 42
relativ zum Gehäuse 18 schwenkbaren Zwischenhebel 24, welcher mit dem Hauptkraftspeicher
23 gelenkig verbunden ist und eine Steuerkontur 37 aufweist. An dieser Steuerkontur
37 rollt ein erster Wälzkörper 26 eines zweiten Zwischenhebels 25 ab, welcher um die
Schwenkachse 43 schwenkbar in Bezug auf das Gehäuse 18 ausgebildet ist. Der zweite
Zwischenhebel 25 weist weiterhin einen zweiten Wälzkörper 27 auf, welcher an einer
Steuerkontur 28, die am Stellteil 11 ausbildet ist, abläuft.
[0028] Zu dem Endlagenkraftspeicher 12 bzw. dem Hauptkraftspeicher 23 sei noch angemerkt,
dass dieser bevorzugt wenigstens ein Federelement, besonders bevorzugt in Form einer
Druckfeder, umfasst.
[0029] Figur 3 zeigt den Stellantrieb 1 in einer Mittenstellung, welche ungefähr einem Öffnungswinkel
von 50° entspricht. In dieser, wie auch in den nachfolgenden Darstellungen, ist jeweils
ein relevanter Ausschnitt des Stellantriebs 1 vergrößert dargestellt. In der Mittenstellung
gemäß Figur 3, aus welcher der Stellarm einerseits eine Bewegung 14 in die erste Endlage
(vergleiche die Abfolge der Figuren 4 bis 6) als auch eine Bewegung 15 in die zweite
Endlage (vergleiche die Abfolge der Figuren 7 bis 9) ausführen kann, ist der Endlagenkraftspeicher
12 im Wesentlichen vollständig geladen und in diesem Zustand über das Kraftübertragungselement
13 und den Schwenkhebel 9, welcher kraftschlüssig in das Kraftübertragungselement
13 eingreift, lösbar arretiert. Zur Herstellung des Kraftschlusses ist am Schwenkhebel
9 ein als Vorsprung ausgebildetes Kontaktmittel 17 angeordnet, welches in eine korrespondierende
Rastmulde 44, die am Kraftübertragungselement 13 angeordnet ist, eingreift.
[0030] Der Endlagenkraftspeicher 12 umfasst eine Hülse 48, welche von einer Druckfeder 49,
die einerseits in die Hülse 48 eingreift und sich andererseits an dem Montageelement
40 bzw. dem Gehäuse 18 abstützt. Somit ist der Endlagenkraftspeicher 12 an einem Ende
19 mittelbar am Gehäuse 18 gelagert. Das gegenüberliegende freie Ende 50 kontaktiert
das Kraftübertragungselement 13.
[0031] Im Wesentlichen parallel zum Endlagenkraftspeicher 12 ist der Lineardämpfer 4 angeordnet,
welcher ebenfalls an einem Ende 20 mittelbar über das Montageelement 40 am Gehäuse
18 gelagert ist. Der Lineardämpfer 4 umfasst wie gesagt ein Dämpfergehäuse 21 und
einen relativ zum Dämpfergehäuse 21 eindrückbaren Stößel 22. Der Lineardämpfer 4 umfasst
weiterhin eine Rückstellfeder 51, welche den Lineardämpfer 4 nach einem erfolgten
Dämpfungshub in die Stellung gemäß Figur 3 zurückbewegt. Der Lineardämpfer 4 kontaktiert
über den Stößel 22 den Aktuator 10, welcher am Schwenkhebel 9 angeordnet ist.
[0032] Zusammengefasst ist der Endlagenkraftspeicher 12 in der in Figur 3 dargestellten
Lauerstellung im Wesentlichen vollständig geladen und lösbar verriegelt. Der Lineardämpfer
4 nimmt eine Stellung mit im Wesentlichen maximal ausgefahrenem Stößel 22 ein und
ist bereit für einen Dämpfungshub. Eine Kopplung zwischen dem Lineardämpfer 4 und
dem Stellarm 3 bzw. dem damit verbindbaren Stellglied 11 ist in dieser Lauerstellung
nicht gegeben.
[0033] Vollzieht der Stellarm 3 nun eine Bewegung 14 in die erste Endlage, welche der Schließstellung
des bewegbar gelagerten Möbelteils 2 entspricht, so laufen folgende Prozesse am Stellantrieb
1 ab (vergleiche die Figuren 4 bis 7):
[0034] Das mit dem Stellarm 3 verbindbare Stellteil 11 wird soweit verschwenkt, bis das
am Stellteil 11 angeordnete und mit dem wenigstens eine Stellarm 3 bewegungsgekoppelte
Steuerelement 5 erstmalig die erste Steuerkurve 7, welche am Schwenkhebel 9 angeordnet
ist, kontaktiert. Durch die relative Anordnung der Drehachsen 47 des Stellteils 11
und 45 des Schwenkhebels 9 und die relative Anordnung des Steuerelements 5 und der
Steuerkurve 7, wird der Schwenkhebel 9 bei einer sich daran anschließenden weiteren
Schwenkbewegung 14 des Stellarms 3 in Richtung der ersten Endlage des Stellarms in
eine der Schwenkbewegung 14 entgegengesetzte Schwenkbewegung 16 umgewandelt. Konkret
dreht sich das Stellteil 11 im Uhrzeigersinn und der Schwenkhebel 9 gegen den Uhrzeigersinn.
[0035] Durch diese Drehbewegung, welche durch den Eingriff des Steuerelements 5 in die Steuerkurve
7 erzwungen wird, bewegt sich das Kontaktmittel 17 aus der Rastmulde 44 des Kraftübertragungselements
13 heraus. Dadurch kann sich in weiterer Folge die Druckfeder 49 des Endlagenkaftspeichers
12 entspannen. Die dabei frei werdende Kraft wird über das Kraftübertragungselement
13 auf den Schwenkhebel 9 übertragen, welcher in weiterer Folge den Stellarm 3 aktiv
- wiederum durch den Eingriff von Steuerelement 5 in die Steuerkurve 7 - antreibt.
[0036] Gleichzeitig wird zusammen mit dem Schwenkhebel 9 der daran angeordnete Aktuator
10 gegen den Uhrzeigersinn verschwenkt und somit gegen den Stößel 22 des Lineardämpfers
4 gedrückt. Der Stößel 22 wird dadurch relativ zum Dämpfergehäuse 21 eingedrückt,
wodurch der Lineardämpfer 4 seine Dämpfwirkung entfaltet. Mit anderen Worten führt
der Aktuator 10 den Dämpfungshub des Lineardämpfers 4 aus.
[0037] Zusammengefasst wird durch die spezielle Anordnung aus Endlagenkraftspeicher 12 und
Lineardämpfer 4 der mit dem Stellteil 11 verbindbare Stellarm 3 aktiv gedämpft in
die erste Endlage bewegt.
[0038] Die Abfolge der Figuren 7 bis 9 zeigt die Bewegung des Stellarms 3 ausgehend von
der Mittenstellung gemäß Figur 3 in die zweite Endlage, welche der Offenstellung des
bewegbaren Möbelteils entspricht. Bei dieser Bewegung 15, welche gegen den Uhrzeigersinn
erfolgt, kontaktiert das zweite Steuerelement 6 die zweite Steuerkurve 8, wodurch
eine Kopplung des wenigstens einen Stellarms 3 bzw. des damit verbindbaren Stellteils
11 erfolgt. Durch diesen Eingriff des bolzenförmigen Steuerelements 6 in die zweite
Steuerkurve 8 und die relative Anordnung der Drehachsen 45 und 47 sowie die relative
Anordnung der zweiten Steuerkurve 8 relativ zum zweiten Steuerelement 6 vollzieht
der Schwenkhebel 9 in weiterer Folge ebenfalls eine Schwenkbewegung 16 gegen den Uhrzeigersinn.
Der Endlagenkraftspeicher 12 und der Lineardämpfer 4 entfalten in weiterer Folge dieselben
Wirkungen wie bei einer Bewegung des wenigstens einen Stellarms 3 in die erste Endlage.
[0039] Vergleicht man die Prozesse, welche am Stellantrieb 1 bei einer Bewegung des Stellarms
3 in die erste Endlage ablaufen, mit den Prozessen, welche bei einer Bewegung des
wenigstens einen Stellarms 3 in die zweite Endlage ablaufen, so stellt man fest, dass
die zwei Steuerelemente 5 und 6 und die zwei damit zusammenwirkenden Steuerkurven
7 und 8 als Gleichrichtungsmechanismus fungieren, welcher die beiden Schwenkbewegungen
14 und 15 des wenigstens einen Stellarms 3 in eine in jeweils dieselbe Richtung erfolgende
Schwenkbewegung 16 des Schwenkhebels 9 umwandelt.
1. Stellantrieb (1) zum Antrieb eines bewegbar gelagerten Möbelteils (2), umfassend wenigstens
einen mit dem Möbelteil (2) zu verbindenden Stellarm (3), wobei der wenigstens eine
Stellarm (3) zwischen einer ersten und einer zweiten Endlage bewegbar ausgebildet
ist, einen Dämpfer (4) zur Dämpfung sowohl einer Bewegung (14) des wenigstens einen
Stellarms (3) in die erste Endlage als auch einer Bewegung (15) des wenigstens einen
Stellarms (3) in die zweite Endlage, wobei der Dämpfer (4) bei der Dämpfung einen
Dämpfungshub ausführt, und einen Koppelungsmechanismus (5, 6, 7, 8, 9, 10) zur Koppelung
des wenigstens einen Stellarms (3) oder eines damit verbundenen oder verbindbaren
Stellteils (11) mit dem Dämpfer (4) zumindest bei den Bewegungen (14, 15) des wenigstens
einen Stellarms (3) in die beiden Endlagen, wobei der Koppelungsmechanismus (5, 6,
7, 8, 9, 10) einen Aktuator (10) zur Ausführung des Dämpfungshubs des Dämpfers (4)
aufweist, vorzugsweise wobei der Aktuator (10) schwenkbar ausgebildet ist, wobei der
Aktuator (10) den Dämpfer (4) sowohl bei der Bewegung (14) des wenigstens einen Stellarms
(3) in die erste Endlage als auch bei der Bewegung (15) des wenigstens einen Stellarms
(3) in die zweite Endlage zur Ausführung des Dämpfungshubs beaufschlagt, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (1) einen Endlagenkraftspeicher (12) zur Kraftbeaufschlagung des
wenigstens einen Stellarms (3) sowohl bei einer Bewegung (14) des wenigstens einen
Stellarms (3) in die erste Endlage als auch bei einer Bewegung (15) des wenigstens
einen Stellarms (3) in die zweite Endlage aufweist, wobei der Koppelungsmechanismus
(5, 6, 7, 8, 9, 10) ein, vorzugsweise schwenkbar gelagertes, Kraftübertragungselement
(13) aufweist, wobei der Endlagenkraftspeicher (12) das Kraftübertragungselement (13)
sowohl bei der Bewegung (14) des wenigstens einen Stellarms (3) in die erste Endlage
als auch bei der Bewegung (15) des wenigstens einen Stellarms (3) in die zweite Endlage
beaufschlagt, wobei der Endlagenkraftspeicher (12) im geladenen Zustand über das Kraftübertragungselement
(13) und einen relativ dazu bewegbaren Schwenkhebel (9), der kraft- und/oder formschlüssig
in das Kraftübertragungselement (13) eingreifen kann, oder umgekehrt, lösbar arretierbar
ist.
2. Stellantrieb (1) nach Anspruch 1, wobei der Endlagenkraftspeicher (12) sowohl bei
einer Bewegung des wenigstens einen Stellarms (3) aus der ersten Endlage als auch
bei einer Bewegung des wenigstens einen Stellarms (3) aus der zweiten Endlage aufladbar
ist, und/oder wobei der Dämpfer (4) und der Endlagenkraftspeicher (12) im Wesentlichen
parallel zueinander angeordnet sind.
3. Stellantrieb (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der wenigstens eine Stellarm
(3) bei der Bewegung in die erste Endlage eine erste Schwenkbewegung (14) und bei
der Bewegung in die zweite Endlage eine zweite Schwenkbewegung (15), welche der ersten
Schwenkbewegung (14) entgegengesetzt ist, ausführt, und der Koppelungsmechanismus
(5, 6, 7, 8, 9, 10) einen Schwenkhebel (9) und einen Gleichrichtungsmechanismus (5,
6, 7, 8) zur Umwandlung der beiden Schwenkbewegungen (14, 15) des wenigstens einen
Stellarms (3) in eine in dieselbe Richtung erfolgende Schwenkbewegung (16) des Schwenkhebels
(9) aufweist.
4. Stellantrieb (1) nach Anspruch 3, wobei der Gleichrichtungsmechanismus (5, 6, 7, 8)
wenigstens eine erste und eine zweite Steuerkurve (7, 8) und wenigstens ein erstes
und ein zweites Steuerelement (5, 6) aufweist, wobei die beiden Steuerelemente (5,
6) mit dem wenigstens einen Stellarm (3) bewegungsgekoppelt sind, das erste Steuerelement
(5) in der ersten Endlage des wenigstens einen Stellarms (3) in Eingriff mit der ersten
Steuerkurve (7) steht, und das zweite Steuerelement (6) in der zweiten Endlage des
wenigstens einen Stellarms (3) in Eingriff mit der zweiten Steuerkurve (8) steht,
vorzugsweise wobei die beiden Steuerkurven (7, 8) am Schwenkhebel (9) angeordnet sind,
und/oder die beiden Steuerelemente (5, 6) am mit dem wenigstens einen Stellarm (3)
verbundenen oder verbindbaren Stellteil (11) angeordnet sind, vorzugsweise wobei die
beiden Steuerkurven (7, 8) im Wesentlichen geradlinig verlaufen, und/oder im Wesentlichen
rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind, und/oder die beiden Steuerelemente (5,
6) bolzenförmig ausgebildet sind.
5. Stellantrieb (1) nach Anspruch 3 oder 4, wobei am Schwenkhebel (9) der Aktuator (10)
angeordnet ist, und/oder am Schwenkhebel (9) ein Kontaktmittel (17) zur Kontaktierung
des Kraftübertragungselements (13) angeordnet ist.
6. Stellantrieb (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Stellantrieb (1) ein
Gehäuse (18) umfasst, und der Dämpfer (4) und/oder der Endlagenkraftspeicher (12)
an einem Ende (19, 20) unmittelbar oder mittelbar an dem Gehäuse (18) gelagert, vorzugsweise
festgelegt, ist.
7. Stellantrieb (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Dämpfer (4) als Lineardämpfer
ausgebildet ist.
8. Stellantrieb (1) nach Anspruch 7, wobei der Lineardämpfer (4) einen Zylinder und einen
relativ dazu bewegbaren Kolben aufweist, der Lineardämpfer (4) durch den Aktuator
(10) sowohl bei der Bewegung (14) des wenigstens einen Stellarms (3) in die erste
Endlage als auch bei der Bewegung (15) des wenigstens einen Stellarms (3) in die zweite
Endlage derart beaufschlagbar ist, dass sich im Wesentlichen nur der Kolben bewegt
und der Zylinder unbeweglich ist, oder umgekehrt, und sich der Kolben bzw. der Zylinder
bei beiden Bewegungen (14, 15) des wenigstens einen Stellarms (3) jeweils in dieselbe
Richtung bewegt.
9. Stellantrieb (1) nach Anspruch 7 oder 8, wobei der Lineardämpfer (4) ein Dämpfergehäuse
(21) und einen relativ zum Dämpfergehäuse (21) eindrückbaren Stößel (22) aufweist,
der Lineardämpfer (4) durch den Aktuator (10) sowohl bei der Bewegung (14) des wenigstens
einen Stellarms (3) in die erste Endlage als auch bei der Bewegung (15) des wenigstens
einen Stellarms (3) in die zweite Endlage derart beaufschlagbar ist, dass sich im
Wesentlichen nur der Stößel (22) bewegt und das Dämpfergehäuse (21) unbeweglich ist,
oder umgekehrt, und sich der Stößel (22) bzw. das Dämpfergehäuse (21) bei beiden Bewegungen
(14, 15) des wenigstens einen Stellarms (3) jeweils in dieselbe Richtung bewegt.
10. Stellantrieb (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der Stellantrieb (1) einen
Hauptantriebskraftspeicher (23) zur Kraftbeaufschlagung des wenigstens einen Stellarms
(3) oder eines damit verbundenen oder verbindbaren Stellteils (11), vorzugsweise über
einen Übersetzungsmechanismus (24, 25, 26, 27, 28, 37), aufweist.
11. Möbel (29) mit einem Möbelkorpus (30) und wenigstens einem, vorzugsweise um eine horizontale
Achse, bewegbar gelagerten Möbelteil (2), vorzugsweise in Form einer Klappe, und wenigstens
einem am Möbelkorpus (30) angeordneten Stellantrieb (1) nach einem der Ansprüche 1
bis 10, wobei der wenigstens eine Stellarm (3) des Stellantriebs (1) mit dem wenigstens
einen Möbelteil (2) verbunden ist.
12. Möbel (29) nach Anspruch 11, wobei das wenigstens eine bewegbare Möbelteil (2) über
wenigstens ein Scharnier (32) mit dem Möbelkorpus (30) verbunden ist, wobei vorzugsweise
das wenigstens eine bewegbare Möbelteil (2) in Form einer aus einer ersten und einer
zweiten Teilklappe (34, 35) zusammengesetzten Faltklappe ausgebildet ist, die erste
Teilklappe (34) schwenkbar am Möbelkorpus (30) gelagert ist, und die zweite Teilklappe
(35) über ein Mittelscharnier (33) schwenkbar mit der ersten Teilklappe (34) verbunden
ist, und der Stellarm (3) des Stellantriebs (1) mit der zweiten Teilklappe (35) verbunden
ist.
13. Möbel (29) nach Anspruch 11 oder 12, wobei das wenigstens eine bewegbare Möbelteil
(2) eine Offenstellung und eine Schließstellung aufweist, und die Schließstellung
des Möbelteils (2) mit der ersten Endlage des wenigstens einen Stellarms (3) und die
Offenstellung des Möbelteils (2) mit der zweiten Endlage des wenigstens einen Stellarms
(3) korrespondiert, vorzugsweise wobei das wenigstens eine bewegbare Möbelteil (2)
in Gebrauchsstellung des Möbels (29) und bei einer Bewegung aus der Schließstellung
in die Offenstellung eine Schwenkbewegung (15) nach oben ausführt.
1. An actuating drive (1) to drive a movably mounted furniture part (2), comprising at
least one actuating arm (3) to be connected to the furniture part (2), wherein the
at least one actuating arm (3) is formed to be moveable between a first and a second
end position, a damper (4) for damping both a movement (14) of the at least one actuating
arm (3) into the first end position and a movement (15) of the at least one actuating
arm (3) into the second end position, wherein the damper (4) upon damping carries
out a damping stroke, and a coupling mechanism (5, 6, 7, 8, 9, 10) for coupling the
at least one actuating arm (3) or an actuating part (11) which is or can be connected
to said actuating arm to the damper (4) at least in the case of the movements (14,
15) of the at least one actuating arm (3) into the two end positions, wherein the
coupling mechanism (5, 6, 7, 8, 9, 10) has an actuator (10) for carrying out the damping
stroke of the damper (4), preferably wherein the actuator (10) is designed such that
it can be swivelled, wherein the actuator (10) acts on the damper (4) both in the
movement (14) of the at least one actuating arm (3) into the first end position and
in the movement (15) of the at least one actuating arm (3) into the second end position
to carry out the damping stroke, characterized in that the actuating drive (1) has an end position energy store (12) for applying energy
to the at least one actuating arm (3) both in the movement (14) of the at least one
actuating arm (3) into the first end position and in the movement (15) of the at least
one actuating arm (3) into the second end position, wherein the coupling mechanism
(5, 6, 7, 8, 9, 10) has an energy transmission element (13) that is preferably pivotably
mounted, wherein the end position energy store (12) acts on the energy transmission
element (13) both in the movement (14) of the at least one actuating arm (3) into
the first end position and in the movement (15) of the at least one actuating arm
(3) into the second end position, wherein the end position energy store (12) when
it is charged can be detachably locked via the energy transmission element (13) and
a swivelling lever (9) which can be moved relative thereto and which can engage in
the force transmission element (13) in a force-locking and/or form-locking manner,
or vice versa.
2. The actuating drive (1) according to claim 1, wherein the end position energy store
(12) can be charged both when the at least one actuating arm (3) moves from the first
end position and when the at least one actuating arm (3) moves from the second end
position, and/or the damper (4) and the end position energy store (12) are arranged
essentially in parallel to one another.
3. The actuating drive (1) according to one of claims 1 or 2, wherein the at least one
actuating arm (3) carries out a first swivel movement (14) when moving into the first
end position and a second swivel movement (15) when moving into the second end position,
which second swivel movement is opposite to the first swivel movement (14) and the
coupling mechanism (5, 6, 7, 8, 9, 10) has a swivelling lever (9) and a rectification
mechanism (5, 6, 7, 8) for converting the two swivel movements (14, 15) of the at
least one actuating arm (3) into a swivel movement (16) of the swivelling lever (9)
carried out in the same direction.
4. The actuating drive (1) according to claim 3, wherein the rectification mechanism
(5, 6, 7, 8) has at least a first and a second control curve (7, 8) and at least a
first and a second control element (5, 6), wherein the two control elements (5, 6)
are coupled to the at least one actuating arm (3) in terms of movement, the first
control element (5) in the first end position of the at least one actuating arm (3)
engages in the first control curve (7) and the second control element (6) in the second
end position of at least one actuating arm (3) engages in the second control curve
(8), preferably wherein the two control curves (7, 8) are arranged on the swivelling
lever (9) and/or the two control elements (5, 6) are arranged on an actuating part
(11) that is or can be connected to the at least one actuating arm (3), preferably
wherein the two control curves (7, 8) essentially run in a linear manner and/or are
aligned in an essentially rectangular manner relative to one another and/or the two
control elements (5, 6) are designed to be pin-shaped.
5. The actuating drive (1) according to claim 3 or 4, wherein the actuator (10) is arranged
on the swivelling lever (9) and/or a contact means (17) for contacting the energy
transmission element (13) is arranged on the swivelling lever (9).
6. The actuating drive (1) according to one of claims 1 to 5, wherein the actuating drive
(1) comprises a housing (18) and the damper (4) and/or the end position energy store
(12) on an end (19, 20) is mounted directly or indirectly on the housing (18), preferably
fixed.
7. The actuating drive (1) according to one of claims 1 to 6, wherein the damper (4)
is designed as a linear damper.
8. The actuating drive (1) according to claim 7, wherein the linear damper (4) has a
cylinder and a piston that can move relative thereto, the linear damper (4) can be
applied by the actuator (10) both in the event of a movement (14) of the at least
one actuating arm (3) into the first end position and in the event of the movement
(15) of the at least one actuating arm (3) into the second end position in such a
manner that essentially only the piston moves and the cylinder is immobile or vice
versa, and the piston and the cylinder each move in the same direction during both
movements (14, 15) of the at least one actuating arm (3) .
9. The actuating drive (1) according to claim 7 or 8, wherein the linear damper (4) has
a damper housing (21) and a plunger (22) that can be pushed in relative to the damper
housing (21), the linear damper (4) can be applied by the actuator (10) both during
the movement (14) of the at least one actuating arm (3) into the first end position
and during the movement (15) of the at least one actuating arm (3) into the second
end position such that essentially only the plunger (22) moves and the damper housing
(21) is immobile or vice versa and the plunger (22) and the damper housing (21) each
move in the same direction during both movements (14, 15) of the at least one actuating
arm (3).
10. The actuating drive (1) according to one of claims 1 to 9, wherein the actuating drive
(1) has a main drive energy store (23) to apply energy to the at least one actuating
arm (3) or an actuating part (11) which is or can be connected to said actuating arm
(3), preferably by means of a translation mechanism (24, 25, 26, 27, 28, 37).
11. Furniture (29) with a furniture body (30) and at least one furniture part (2), preferably
mounted in a moveable manner about a horizontal axis, preferably in the form of a
flap, and at least one actuating drive (1) according to one of claim 1 to 10, arranged
on the furniture body (30), wherein the at least one actuating arm (3) of the actuating
drive (1) is connected to the at least one furniture part (2).
12. Furniture (29) according to claim 11, wherein the at least one moveable furniture
part (2) is connected to the furniture body (30) by means of at least one hinge (32),
wherein preferably the at least one moveable furniture part (2) is designed in the
form of a folding flap consisting of a first and a second partial flap (34, 35), the
first partial flap (34) being pivotably mounted on the furniture body (30), and the
second partial flap (35) being pivotably connected to the first partial flap (34)
by means of a central hinge (33) and the actuating arm (3) of the actuating drive
(1) being connected to the second partial flap (35).
13. Furniture (29) according to claim 11 or 12, wherein the at least one moveable furniture
part (2) has an open position and a closed position, and the closed position of the
furniture part (2) corresponds to the first end position of the at least one actuating
arm (3) and the open position of the furniture part (2) corresponds to the second
end position of the at least one actuating arm (3), preferably wherein the at least
one moveable furniture part (2) carries out a swivelling movement (15) in an upwards
direction when the furniture (29) is in the use position and in the event of a movement
from the closed position to the open position.
1. Entraînement de réglage (1) destiné à entraîner une partie de meuble (2) montée de
manière à pouvoir être déplacée, comprenant au moins un bras de réglage (3) à relier
à la partie de meuble (2), dans lequel l'au moins un bras de réglage (3) est réalisé
de manière à pouvoir être déplacé entre une première et une deuxième position finale,
un amortisseur (4) destiné à amortir à la fois un déplacement (14) de l'au moins un
bras de réglage (3) dans la première position finale et un déplacement (15) de l'au
moins un bras de réglage (3) dans la deuxième position finale, dans lequel l'amortisseur
(4) exécute lors de l'amortissement une course d'amortissement, et un mécanisme de
couplage (5, 6, 7, 8, 9, 10) destiné à coupler l'au moins un bras de réglage (3) ou
une partie de réglage (11) reliée ou pouvant être relié à celui-ci avec l'amortisseur
(4) au moins lors des déplacements (14, 15) de l'au moins un bras de réglage (3) dans
les deux positions finales, dans lequel le mécanisme de couplage (5, 6, 7, 8, 9, 10)
présente un actionneur (10) destiné à exécuter la course d'amortissement de l'amortisseur
(4), de préférence dans lequel l'actionneur (10) est réalisé de manière à pouvoir
pivoter, dans lequel l'actionneur (10) soumet l'amortisseur (4) à une action à la
fois lors du déplacement (14) de l'au moins un bras de réglage (3) dans la première
position finale et lors du déplacement (15) de l'au moins un bras de réglage (3) dans
la deuxième position finale pour exécuter la course d'amortissement, caractérisé en ce que
l'entraînement de réglage (1) présente un accumulateur de force de position finale
(12) destiné à soumettre l'au moins un bras de réglage (3) à l'action d'une force
à la fois lors d'un déplacement (14) de l'au moins un bras de réglage (3) dans la
première position finale et lors d'un déplacement (15) de l'au moins un bras de réglage
(3) dans la deuxième position finale, dans lequel le mécanisme de couplage (5, 6,
7, 8, 9, 10) présente un élément de transmission de force (13) monté de préférence
de manière à pouvoir pivoter, dans lequel l'accumulateur de force de position finale
(12) soumet l'élément de transmission de force (13) à l'action d'une force à la fois
lors du déplacement (14) de l'au moins un bras de réglage (3) dans la première position
finale et lors du déplacement (15) de l'au moins un bras de réglage (3) dans la deuxième
position finale, dans lequel l'accumulateur de force de position finale (12) peut
être bloqué de manière amovible dans l'état chargé par l'intermédiaire de l'élément
de transmission de force (13) et d'un levier de pivotement (9) pouvant être déplacé
par rapport à celui-ci, qui peut venir en prise à force et/ou par complémentarité
de forme avec l'élément de transmission de force (13), ou inversement.
2. Entraînement de réglage (1) selon la revendication 1, dans lequel l'accumulateur de
force de position finale (12) peut être chargé à la fois lors d'un déplacement de
l'au moins un bras de réglage (3) depuis la première position finale et lors d'un
déplacement de l'au moins un bras de réglage (3) depuis la deuxième position finale,
et/ou dans lequel l'amortisseur (4) et l'accumulateur de force d'énergie (12) sont
disposés de manière sensiblement parallèle l'un par rapport à l'autre.
3. Entraînement de réglage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, dans
lequel l'au moins un bras de réglage (3) exécute, lors du déplacement dans la première
position finale, un premier déplacement par pivotement (14), et, lors du déplacement
dans la deuxième position finale, un deuxième déplacement par pivotement (15), lequel
est opposé au premier déplacement par pivotement (14), et le mécanisme de couplage
(5, 6, 7, 8, 9, 10) présente un levier de pivotement (9) et un mécanisme redresseur
(5, 6, 7, 8) destiné à convertir les deux déplacements par pivotement (14, 15) de
l'au moins un bras de réglage (3) en un déplacement par pivotement (16) s'effectuant
dans la même direction du levier de pivotement (9).
4. Entraînement de réglage (1) selon la revendication 3, dans lequel le mécanisme redresseur
(5, 6, 7, 8) présente au moins une première et une deuxième came de commande (7, 8)
et au moins un premier et un deuxième élément de commande (5, 6), dans lequel les
deux éléments de commande (5, 6) sont couplés en déplacement avec l'au moins un bras
de réglage (3), le premier élément de commande (5) est en prise avec la première came
de commande (7), et le deuxième élément de commande (6) est en prise avec la deuxième
came de commande (8) dans la deuxième position finale de l'au moins un bras de réglage
(3), de préférence dans lequel les deux cames de commande (7, 8) sont disposées sur
le levier de pivotement (9) et/ou les deux éléments de commande (5, 6) sont disposés
sur la partie de réglage (11) reliée ou pouvant être reliée à l'au moins un bras de
réglage (3), de préférence dans lequel les deux cames de commande (7, 8) s'étendent
de manière sensiblement rectiligne, et/ou sont orientées sensiblement à angle droit
l'une par rapport à l'autre, et/ou les deux éléments de commande (5, 6) sont réalisés
en forme de boulot.
5. Entraînement de réglage (1) selon la revendication 3 ou 4, dans lequel l'actionneur
(10) est disposé sur le levier de pivotement (9) et/ou un moyen de contact (17) destiné
à établir un contact avec l'élément de transmission de force (13) est disposé sur
le levier de pivotement (9).
6. Entraînement de réglage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans
lequel l'entraînement de réglage (1) comprend un boîtier (18), et l'amortisseur (4)
et/ou l'accumulateur de force de position finale (12) est monté, de préférence est
immobilisé, directement ou indirectement sur le boîtier (18) sur une extrémité (19,
20).
7. Entraînement de réglage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, dans
lequel l'amortisseur (4) est réalisé en tant qu'amortisseur linéaire.
8. Entraînement de réglage (1) selon la revendication 7, dans lequel l'amortisseur linéaire
(4) présente un cylindre et un piston pouvant être déplacé par rapport à celui-ci,
l'amortisseur linéaire (4) peut être soumis à une action par l'actionneur (10) à la
fois lors du déplacement (14) de l'au moins un bras de réglage (3) dans la première
position finale et lors du déplacement (15) de l'au moins un bras de réglage (3) dans
la deuxième position finale de telle manière que sensiblement seul le piston est déplacé
et le cylindre est immobile, ou inversement, et le piston ou le cylindre se déplace
respectivement dans la même direction lors des deux déplacements (14, 15) de l'au
moins un bras de réglage (3).
9. Entraînement de réglage (1) selon la revendication 7 ou 8, dans lequel l'amortisseur
linéaire (4) présente un boîtier d'amortisseur (21) et un coulisseau (22) pouvant
être enfoncé par rapport au boîtier d'amortisseur (21), l'amortisseur linéaire (4)
peut être soumis à une action par l'actionneur (10) à la fois lors du déplacement
(14) de l'au moins un bras de réglage (3) dans la première position finale et lors
du déplacement (15) de l'au moins un bras de réglage (3) dans la deuxième position
finale de telle manière que sensiblement seulement le coulisseau (22) est déplacé
et le boîtier d'amortisseur (21) est immobile, ou inversement, et le coulisseau (22)
ou le boîtier d'amortisseur (21) se déplace respectivement dans la même direction
lors de deux déplacements (14, 15) de l'au moins un bras de réglage (3).
10. Entraînement de réglage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes
1 à 9, dans lequel l'entraînement de réglage (1) présente un accumulateur de force
d'entraînement principal (23) destiné à soumettre à l'action d'une force l'au moins
un bras de réglage (3) ou une partie de réglage (11) reliée ou pouvant être reliée
à celui-ci, de préférence par l'intermédiaire d'un mécanisme de démultiplication (24,
25, 26, 27, 28, 37).
11. Meuble (29) avec un corps de meuble (30) et au moins une partie de meuble (2) montée
de manière à pouvoir être déplacée de préférence autour d'un axe horizontal, de préférence
sous la forme d'un rabat, et au moins un entraînement de réglage (1) disposé sur le
corps de meuble (30) selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, dans lequel
l'au moins un bras de réglage (3) de l'entraînement de réglage (1) est relié à l'au
moins une partie de meuble (2).
12. Meuble (29) selon la revendication 11, dans lequel l'au moins une partie de meuble
(2) pouvant être déplacée est reliée au corps de meuble (30) par l'intermédiaire d'au
moins une charnière (32), dans lequel de préférence l'au moins une partie de meuble
(2) pouvant être déplacée est réalisée sous la forme d'un rabat pliable composé d'un
premier et d'un deuxième rabat partiel (34, 35), le premier rabat partiel (34) est
monté de manière à pouvoir pivoter sur le corps de meuble (30), et le deuxième rabat
partiel (35) est relié de manière à pouvoir pivoter au premier rabat partiel (34)
par l'intermédiaire d'une charnière centrale (33), et le bras de réglage (3) de l'entraînement
de réglage (1) est relié au deuxième rabat partiel (35).
13. Meuble (29) selon la revendication 11 ou 12, dans lequel l'au moins une partie de
meuble (2) pouvant être déplacée présente une position ouverte et une position fermée,
et la position fermée de la partie de meuble (2) correspond à la première position
finale de l'au moins un bras de réglage (3) et la position ouverte de la partie de
meuble (2) correspond à la deuxième position finale de l'au moins un bras de réglage
(3), de préférence dans lequel l'au moins une partie de meuble (2) pouvant être déplacée
exécute un déplacement par pivotement (15) vers le haut en position d'utilisation
du meuble (29) et lors d'un déplacement depuis la position fermée dans la position
ouverte.
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