[0001] Die Erfindung betrifft eine Betätigungsvorrichtung, ein Fahrzeug sowie ein Verfahren.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Betätigungsvorrichtungen bei Fahrzeugen bekannt, bei
denen ein Benutzer durch eine Betätigungshandlung eine Fahrzeugfunktion auslösen kann.
Dabei ist es bekannt, Näherungssensoren einzusetzen, um eine Annäherung eines Benutzers
zu erkennen und z.B. ein Türschloss einer Fahrzeugtür zu entriegeln, so dass der Benutzer
die Fahrzeugtür bequem öffnen kann. Derartige Näherungssensoren sind dabei üblicherweise
in einen Türgriff integriert. Aufgrund ihrer Geometrie bieten Türgriffe den Vorteil,
dass diese eine einfache Einkapselung der Sensorik ermöglichen, um die Sensorik vor
Feuchtigkeit und anderen Umwelteinflüssen zu schützen. Soll die Sensorik jedoch beispielsweise
an einem anderen Fahrzeugteil, wie einem Karosseriebauteil, angeordnet werden, ist
eine derartige Einkapselung aufgrund einer flächigen Erstreckung des Fahrzeugteils
nicht ohne weiteres auf das Karosseriebauteil übertragbar.
[0003] Eine Betätigungsvorrichtung des Standes der Technik ist aus dem Dokument
WO 2006/060745 A2 bekannt.
[0004] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, voranstehende, aus dem Stand der
Technik bekannte Nachteile zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Abdichtung einer Sensoreinheit an einem flächigen
Fahrzeugteil eines Fahrzeuges, vorzugsweise außerhalb eines Türgriffs des Fahrzeuges,
bei verbesserter Fertigungsmöglichkeit und/oder verbessertem Bedienkomfort zu ermöglichen.
[0005] Die voranstehende Aufgabe wird gelöst durch eine Betätigungsvorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1, ein Fahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 12, sowie ein Verfahren
mit den Merkmalen des Anspruchs 14. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben
sich aus den jeweiligen Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei
gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung
beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Fahrzeug und/oder dem erfindungsgemäßen Verfahren und jeweils umgekehrt, so dass bezüglich
der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen
wird bzw. werden kann.
[0006] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ist eine Betätigungsvorrichtung zum Auslösen
einer Funktion eines Fahrzeuges durch einen Benutzer vorgesehen. Die Betätigungsvorrichtung
weist ein flächiges Verkleidungselement für ein Fahrzeugteil des Fahrzeuges auf. Das
Verkleidungselement umfasst eine Verkleidungsinnenseite und eine Verkleidungsaußenseite.
Weiterhin weist die Betätigungsvorrichtung eine Elektronikeinheit mit einer Sensoreinheit
zur Erfassung einer Betätigungshandlung des Benutzers zum Auslösen der Funktion des
Fahrzeuges auf. Die Elektronikeinheit weist eine Elektronikaußenseite und eine Elektronikinnenseite
auf, wobei die Elektronikinnenseite der Elektronikaußenseite gegenüberliegt. Ferner
ist die Elektronikeinheit mit der Elektronikaußenseite zur Verkleidungsinnenseite
orientiert und an dem Verkleidungselement angeordnet, um die Betätigungshandlung auf
der Verkleidungsaußenseite zu erfassen. Ein erster Hüllabschnitt zum Schutz der Elektronikinnenseite
ist am Verkleidungselement befestigt, so dass das Verkleidungselement und der erste
Hüllabschnitt eine geschlossene Hülle zum Schutz der Elektronikeinheit bilden.
[0007] Die Funktion des Fahrzeuges kann z.B. ein Entriegeln eines Türschlosses, ein Öffnen
einer Fahrzeugtür und/oder ein Einschalten einer Beleuchtung und/oder eines elektrischen
Gerätes umfassen. Das Fahrzeugteil kann beispielsweise ein Außenbauteil oder ein Innenbauteil
des Fahrzeuges umfassen.
[0008] Unter der flächigen Ausgestaltung des Verkleidungselementes kann insbesondere verstanden
werden, dass das Verkleidungselement eine, insbesondere schalenartige, flächige Erstreckung
aufweist. Beispielsweise kann das Verkleidungselement dünnwandig ausgestaltet sein.
Bei dem Verkleidungselement kann es sich insbesondere um eine Blende für ein Karosseriebauteil
des Fahrzeuges handeln. Beispielsweise kann durch das Verkleidungselement eine äußere
Oberfläche des Fahrzeugteils bildbar sein. Bei der äußeren Oberfläche kann es sich
um eine Innenraumfläche oder um eine Außenoberfläche des Fahrzeuges handeln. Vorzugsweise
ist durch das Verkleidungselement eine sichtbare Oberfläche des Fahrzeugteils bildbar.
Beispielsweise kann das Verkleidungselement, insbesondere in Bezug auf einen Außenbereich
des Fahrzeuges, hinter einer Glasscheibe anordbar sein. In diesem Fall ist die Betätigungsvorrichtung
vorzugsweise an einer Tür des Fahrzeuges, insbesondere Seiten- und/oder Schiebetür,
angeordnet. Dadurch können optische und/oder elektromagnetische Signale an einen vor
dem Fahrzeugteil befindlichen Benutzer übermittelbar und/oder vom Benutzer durch die
Sensoreinheit empfangbar sein. Vorzugsweise kann das Verkleidungselement in eine Karosserieoberfläche
und/oder eine Optik einer Karosserieoberfläche des Fahrzeuges integrierbar sein, insbesondere
um das Öffnen einer Seitentür des Fahrzeuges als durch die Betätigungshandlung auslösbare
Funktion zu ermöglichen. Es ist denkbar, dass das Verkleidungselement in eine B-Säule
des Fahrzeuges integrierbar ist. Folglich ist in diesem Fall die Betätigungsvorrichtung
optional an der B-Säule angeordnet. Insbesondere weist das Verkleidungselement einen
Kunststoff auf oder besteht aus einem Kunststoff. Durch die Sensoreinheit kann das
Verkleidungselement griff- und/oder schalterlos ausgestaltet sein. Insbesondere liegt
die Verkleidungsinnenseite der Verkleidungsaußenseite in Bezug auf das Verkleidungselement
gegenüber. Beispielsweise kann das Fahrzeugteil einen Verkleidungsinnenraum aufweisen,
in welchem elektrische Komponenten anordbar sind. Dabei ist die Verkleidungsinnenseite
insbesondere zum Verkleidungsinnenraum orientierbar.
[0009] Die Elektronikeinheit kann insbesondere mehrere Leiterbahnen und/oder elektronische
Bauteile, vorzugsweise in Form von Halbleiterelementen, aufweisen, um elektrische
Signale zu verarbeiten. Weiterhin kann die Elektronikeinheit eine Energiequelle zur
Energieversorgung der Sensoreinheit und/oder einen elektrischen Anschluss zum Anschluss
an eine Fahrzeugstromversorgung aufweisen. Beispielsweise ist es denkbar, dass die
Hülle einen Kabelauslass aufweist, durch welchen Kabel von der Elektronikeinheit zu
einer Außenseite der Hülle führbar sind. Dadurch kann eine elektrische Verbindung
zwischen der Elektronikeinheit und einer Fahrzeugelektronik und/oder einer Fahrzeugstromversorgung
gewährleistet sein. Vorzugsweise weist die Elektronikeinheit eine flächige Erstreckung
auf. Insbesondere kann eine Längsseite der Elektronikeinheit vertikal und/oder horizontal
am Fahrzeugteil orientierbar sein. Die Elektronikinnenseite und die Elektronikaußenseite
können z.B. jeweils eine Seite einer Leiterplatte der Elektronikeinheit umfassen,
auf welcher elektrische Komponenten angeordnet sind. Insbesondere liegt die Elektronikinnenseite
der Elektronikaußenseite in Bezug auf die Elektronikeinheit gegenüber. Die Elektronikinnenseite
kann ferner vom Verkleidungselement abgewandt orientiert sein. Dabei kann die Sensoreinheit
vorzugsweise derart orientiert sein, dass die Betätigungshandlung auf der Elektronikaußenseite
erfassbar ist, insbesondere wenn sich der Benutzer auf der Elektronikaußenseite am
Fahrzeug oder in der Nähe des Fahrzeugs befindet. Darunter, dass die Betätigungshandlung
auf der Verkleidungsaußenseite erfassbar ist, kann insbesondere verstanden werden,
dass die Betätigungshandlung auf einer Oberfläche der Verkleidungsaußenseite des Verkleidungselementes
erfassbar ist und/oder dass die Betätigungshandlung in einem Abstand zu einer Oberfläche
der Verkleidungsaußenseite erfassbar ist. Es ist denkbar, dass die Sensoreinheit beispielsweise
zur kapazitiven, induktiven und/oder optischen Erfassung der Betätigungshandlung und/oder
zur Erfassung der Betätigungshandlung mittels Ultraschall ausgebildet ist. Die Sensoreinheit
kann vorzugsweise zur Bewegungserkennung, insbesondere zur Gestenerkennung, in einem
Abstand, insbesondere von 1 cm bis 20 cm, vorzugsweise von 2 cm bis 15 cm, besonders
bevorzugt von 5 cm bis 10 cm, zur Betätigungsvorrichtung ausgebildet sein.
[0010] Der erste Hüllabschnitt kann mittelbar oder unmittelbar am Verkleidungselement befestigt
sein. Beispielsweise kann der erste Hüllabschnitt durch eine Gehäuseschale gebildet
sein, die mit einer Dichtmasse am Verkleidungselement befestigt ist. An dem Verkleidungselement
kann der erste Hüllabschnitt insbesondere verstemmt oder verschraubt sein. Dadurch
kann eine vorteilhafte Befestigungsmöglichkeit, insbesondere unter Vorspannung, geschaffen
sein. Es ist jedoch ebenfalls denkbar, dass der erste Hüllabschnitt in zumindest teilweise
flüssiger Form auf die Elektronikeinheit und das Verkleidungselement aufgebracht ist.
Insbesondere kann die Hülle somit ein geschlossenes Gehäuse bilden. Vorzugsweise sind
das Verkleidungselement und/oder der erste Hülllabschnitt und die Elektronikeinheit
derart ausgestaltet, dass die Elektronikeinheit in höchstens zwei Orientierungen,
vorzugsweise in lediglich einer Orientierung, zwischen dem Verkleidungselement und
dem ersten Hüllabschnitt anordbar ist. Dazu können die Elektronikeinheit und das Verkleidungselement
und/oder der erste Hüllabschnitt Positionierhilfen, insbesondere in Form unsymmetrischer
Ausnehmungen und/oder Vorsprünge, aufweisen. Dadurch kann eine Fehlmontage intuitiv
verhinderbar sein.
[0011] Weiterhin ist es bei einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung denkbar, dass
die Sensoreinheit, die Elektronikeinheit und/oder die Hülle zumindest teilweise oder
vollständig symmetrisch, insbesondere zu einer Mittelebene der Betätigungsvorrichtung,
ausgebildet ist, wodurch die Betätigungsvorrichtung auf zwei gegenüberliegenden Fahrzeugseiten
wahlweise montierbar ist. Beispielsweise kann zum Einsatz an unterschiedlichen Fahrzeugseiten
lediglich eine Umprogrammierung einer Steuereinheit der Elektronikeinheit erfolgen.
Ferner ist es denkbar, dass ein Schalter umschaltbar ist, durch welchen eine in Fahrtrichtung
links- bzw. rechtsseitige Anordnung festgelegt wird. In Abhängigkeit von der Fahrzeugseite
kann beispielsweise die Richtung der Betätigungshandlung zum Auslösen der Funktion
des Fahrzeuges und/oder ein Anzeigeverlauf einer Hinweiseinheit festgelegt sein. Bei
beidseitigen Schiebetüren können z.B. beide Türen zum Fahrzeugheck öffnen, so dass
jeweils eine gespiegelte Betätigungshandlung entlang der Öffnungsrichtung zum automatischen
Öffnen der jeweiligen Schiebetür erwartet wird.
[0012] Somit ist die Elektronikeinheit mit der Sensoreinheit insbesondere auf der Elektronikaußenseite
durch das Verkleidungselement geschützt ist. Dadurch ist z.B. ein separates, vollständiges
Gehäuse für die Elektronikeinheit nicht notwendig. Weiterhin kann die Betätigungsvorrichtung
in kostengünstiger Art und Weise für flächige Fahrzeugteile beliebiger Form anpassbar
sein. So ist es denkbar, dass die Elektronikeinheit erst bei Montage des Fahrzeugteils
am Verkleidungselement angeordnet wird. Somit wird kann eine höhere Flexibilität bei
der Fertigung der Betätigungsvorrichtung erreichbar sein.
[0013] Weiterhin ist bei einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung vorteilhafterweise
vorgesehen, dass der erste Hüllabschnitt eine Vergussmasse aufweist, insbesondere
wobei der erste Hüllabschnitt stoffschlüssig mit dem Verkleidungselement verbunden
ist. Insbesondere können die Elektronikeinheit und das Verkleidungselement direkt
mit der Vergussmasse vergossen sein. Die Vergussmasse kann insbesondere ein Epoxidharz-
und/oder ein Acrylat umfassen, um die Elektronikeinheit vor Umwelteinflüssen, insbesondere
vor Feuchtigkeit, zu schützen. Insbesondere kann die Vergussmasse transparent oder
opak und/oder lichtundurchlässig sein. Durch die Vergussmasse kann ein Stoffschluss
des ersten Hüllabschnitts mit dem Verkleidungselement realisiert sein. Insbesondere
kann die Elektronikinnenseite und/oder die Elektronikaußenseite vollständig mit Vergussmasse
bedeckt sein. Vorzugsweise ist zumindest die Sensoreinheit vollständig mit Vergussmasse
bedeckt. Zwischen dem Deckelelement und dem Verkleidungselement kann eine Abdichtung
durch ein, insbesondere um das Deckelelement umlaufendes, Dichtmittel realisiert sein.
Das Dichtmittel kann z.B. ein Silikon oder einen dichtenden Klebstoff aufweisen. Weiterhin
kann durch das Dichtmittel gleichzeitig eine stoffschlüssige Befestigung des Deckelelementes
am Verkleidungselement gebildet sein. Der erste Hüllabschnitt kann mit dem Verkleidungselement
verklebt, verschweißt, insbesondere reibverschweißt und/oder laserverschweißt, sein.
[0014] Ferner kann bei einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung vorteilhafterweise
vorgesehen sein, dass das Verkleidungselement eine Elektronikaufnahme zur Aufnahme
der Elektronikeinheit aufweist, insbesondere wobei die Elektronikeinheit in der Elektronikaufnahme
an dem Verkleidungselement form- und/oder stoffschlüssig befestigt ist. Für eine formschlüssige
Aufnahme der Elektronikeinheit in der Elektronikaufnahme kann eine Form der Elektronikaufnahme
zu einer Form der Elektronikeinheit und/oder eines Rahmens für die Elektronikeinheit
korrespondieren. Vorzugsweise kann es sich bei dem Verkleidungselement um ein Gussteil,
insbesondere ein Spritzgussteil, handeln. Dadurch kann die Elektronikaufnahme in einfacher
Art und Weise an der Verkleidungsinnenseite gebildet sein. Insbesondere ist die Elektronikaufnahme
einstückig und materialeinheitlich mit der Verkleidungsinnenseite und/oder der Verkleidungsaußenseite
des Verkleidungselementes. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Elektronikeinheit
mit Verkleidungselement und/oder dem Deckelelement verstemmt ist.
[0015] Vorzugsweise kann bei einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung vorgesehen sein,
dass die Elektronikeinheit eine Leiterplatte, vorzugsweise in Form einer Leiterkarte,
mit zumindest einem, insbesondere kapazitiven oder induktiven, Sensorelement der Sensoreinheit
zur Erfassung der (vorzugsweisen berührungslosen) Betätigungshandlung aufweist, insbesondere
wobei das Sensorelement auf der Elektronikaußenseite an der Leiterplatte angeordnet
ist. Die Leiterplatte bildet insbesondere eine Basis für die Elektronikeinheit. Vorzugsweise
handelt es sich bei der Leiterplatte um eine mehrschichtige Leiterplatte. Bei dem
Sensorelement kann es sich insbesondere um eine Sensorelektrode handeln. Beispielsweise
kann das Sensorelement eine elektrische Spule oder eine Sensorfläche in Form einer
elektrisch leitfähigen Fläche umfassen. Dadurch kann eine kapazitive oder induktive
Änderung eines elektromagnetischen Feldes erfassbar sein. Korrespondierend zu dem
Sensorelement kann auf der Elektronikinnenseite ein Schirmelement, insbesondere in
Form einer Schirmelektrode, angeordnet sein, durch welche ein elektrisches Feld des
Sensorelementes ausrichtbar sein kann. Weiterhin ist es denkbar, dass das Sensorelement
auf der Elektronikaußenseite von einem Schirmelement umgeben ist, durch die ein elektrisches
Feld des Sensorelementes ausrichtbar ist. Weiterhin ist es denkbar, dass die Elektronikeinheit
mehrere Leiterplatten aufweist, auf denen verschiedene elektronische Bauteile verteilt
sind.
[0016] Weiterhin kann bei einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung vorteilhafterweise
vorgesehen sein, dass die Sensoreinheit mehrere, insbesondere gleichartige, Sensorelemente
zur Erfassung der Betätigungshandlung aufweist, wodurch eine Richtung der Betätigungshandlung
identifizierbar ist. Die Sensorelemente können vorzugsweise auf der Elektronikaußenseite
an der Leiterplatte angeordnet sein. Beispielsweise können die Sensorelemente durch
ein Druck- und/oder ein Ätzverfahren hergestellt sein. Die Sensorelemente können induktiv
und/oder kapazitiv ausgestaltet sein. Zusätzlich oder alternativ ist es denkbar, dass
die Sensorelemente zur optischen Erfassung und/oder zur Erfassung mittels Ultraschall
ausgebildet sind. Die Richtung der Betätigungshandlung kann entlang einer Anordnungsrichtung
der Sensorelemente, insbesondere an der Elektronikaußenseite, erfassbar sein. Somit
kann als Betätigungshandlung eine Geste vorgesehen sein. Wenn es sich bei der Funktion
des Fahrzeuges um ein Öffnen einer Schiebtür des Fahrzeuges handelt, kann z.B. eine
Geste entlang einer Öffnungsrichtung der Schiebetür als Betätigungshandlung vorgesehen
sein. Vorzugsweise sind die Sensorelemente derart angeordnet, dass eine horizontale
Geste vor dem Fahrzeugteil zum Auslösen der Funktion des Fahrzeugs durch die Sensoreinheit
führt.
[0017] Weiterhin ist es bei einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung denkbar, dass
die Sensorelemente in einem regelmäßigen Muster, vorzugsweise matrixartig und/oder
streifenartig, auf der Leiterplatte angeordnet sind. Durch das regelmäßige Muster
kann eine Gestenerkennung zum Erkennen der Betätigungshandlung vereinfacht sein. Unter
einer matrixartigen Anordnung kann eine zweidimensionale Anordnung der Sensorelemente
verstanden werden. Beispielsweise kann eine Anordnung von zwei mal zwei Sensorelementen
in einer Ebene, insbesondere auf der Elektronikaußenseite, die kleinste matrixartige
Anordnung bilden. Bei der streifenartigen Anordnung weisen die Sensorelemente vorzugsweise
eine längliche Erstreckung auf. Insbesondere sind die Sensorelemente bei der streifenartigen
Anordnung streifenmusterartig nebeneinander angeordnet. Dabei kann ein Abstand zwischen
den Sensorelementen konstant sein. Vorzugsweise bilden die Sensorelemente bei der
streifenartigen Anordnung auf der Leiterplatte ein Muster, welches sich lediglich
in eine Richtung erstreckt. Weiterhin ist es denkbar, dass die Sensorelemente in einem
unregelmäßigen Muster auf der Leiterplatte angeordnet sind. Durch eine Anordnung der
Sensorelemente in einem Muster kann eine beliebig komplexe Betätigungshandlung in
einer Ebene erfassbar sein. Weiterhin kann durch die Anordnung der Sensorelemente
auf einer einzelnen Leiterplatte eine Baueinheit ermöglicht sein, die bei der Fertigung
einfach zu handhaben ist und kurze Signalwege für die Erfassung der Betätigungshandlung
bietet. Auch eine Fertigung der Sensorelemente durch ein Druck- oder Ätzverfahren
kann vereinfacht sein.
[0018] Weiterhin ist es bei einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung denkbar, dass
die Elektronikeinheit eine Hinweiseinheit aufweist, durch welche dem Benutzer auf
der Verkleidungsaußenseite die Erfassung der Betätigungshandlung bestätigbar und/oder
ein Beginn der Betätigungshandlung signalisierbar ist, insbesondere wobei die Hinweiseinheit
auf der Leiterplatte angeordnet ist. Durch die Hinweiseinheit kann ein Hinweis in
Form eines Signals an den Benutzer ausgebbar sein, dass der Benutzer mit der Betätigungshandlung
beginnen kann und/oder dass die Betätigungshandlung durch die Sensoreinheit erfasst
wurde. Somit kann die Hinweiseinheit als, insbesondere berührungslose, Benutzerschnittstelle
eingesetzt werden. Der Hinweis in Form des Signals kann z.B. akustisch oder optisch
erfolgen. Ebenfalls ist es denkbar, dass der Hinweis in Form des Signals als Funksignal,
beispielsweise an ein Smartphone oder einen elektronischen Schlüssel des Benutzers,
erfolgt. Vorzugsweise handelt es sich bei der Hinweiseinheit um eine unidirektionale
Sendeeinheit. Insbesondere kann eine Eingabe durch den Benutzer über die Sensoreinheit
erfolgen. Somit können die Hinweiseinheit und die Sensoreinheit eine Dialogeinheit
zur bidirektionalen Kommunikation mit dem Benutzer bilden. Durch die Anordnung der
Hinweiseinheit auf der Leiterplatte, auf welcher auch das Sensorelement angeordnet
ist, kann eine Fertigung der Betätigungsvorrichtung vereinfacht sein und Signalwege
der Elektronikeinheit können einfach und kurz ausgeführt sein.
[0019] Es ist ferner bei einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung denkbar, dass es
sich bei der Hinweiseinheit um eine optische Hinweiseinheit handelt und das Verkleidungselement
zumindest einen lichtdurchlässigen Fensterbereich aufweist, durch welchen dem Benutzer
durch die Hinweiseinheit ein optisches Signal übermittelbar ist. Vorzugsweise umfasst
der Fensterbereich einen oder mehrere transparente Abschnitte. Beispielsweise kann
der Fensterbereich zumindest eine Aussparung in einem Verkleidungsmaterial des Verkleidungselementes
umfassen, die durch ein lichtdurchlässiges Material geschlossen ist. Dadurch kann
eine Abdichtung der Hülle erhalten bleiben und die Hinweiseinheit innerhalb der Hülle
angeordnet sein. Bei dem Verkleidungselement kann es sich um ein Zweikomponenten-Kunststoffspitzgussteil
handeln. Vorzugsweise kann im Fensterbereich ein transparentes Material an ein opakes
und/oder lichtundurchlässiges Verkleidungsmaterial des Verkleidungselementes angespritzt
sein. Auch kann das gesamte Verkleidungselement aus dem transparenten Material bestehen,
wobei ein nicht durchsichtiger Bereich (nicht Fensterbereich) durch eine Folie und/oder
Lackierung und/oder Beschichtung lichtabsorbierend oder undurchsichtig ausgestaltet
ist.
[0020] Vorzugsweise kann bei einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung vorgesehen sein,
dass die Hinweiseinheit mehrere Lichtgeber zum Aussenden eines optischen Signals an
den Benutzer aufweist, insbesondere wobei die Lichtgeber durch lichtundurchlässige
Trennabschnitte zumindest bereichsweise voneinander separiert sind. Durch mehrere
Lichtgeber kann dem Benutzer eine komplexere Information als Hinweis übermittelbar
sein. Beispielsweise kann der durch die Hinweiseinheit übermittelbare Hinweis eine
Richtung oder dergleichen umfassen. Insbesondere können die Lichtgeber dynamisch ansteuerbar
sein, so dass ein dynamischer Anzeigeverlauf realisierbar ist. Bei den Lichtgebern
kann es sich um Leuchtmittel, insbesondere in Form von LEDs, handeln. Weiterhin ist
es denkbar, dass die Hinweiseinheit ein LED- oder OLED-Display umfasst und die Lichtgeber
durch einzelne Anzeigeelemente gebildet sind. Durch ein Display können unterschiedlich
komplexe Anzeigesymbole einem Benutzer anzeigbar sein, um einem Benutzer Informationen
über eine erwartete Betätigungshandlung, eine bestätigte Betätigungshandlung und/oder
dergleichen übermitteln zu können. Insbesondere kann der Fensterbereich mehrere lichtdurchlässige
Abschnitte aufweisen, die durch die Trennabschnitte, insbesondere in Form von opaken
und/oder lichtundurchlässigen Materialabschnitten, voneinander getrennt sind. Die
Trennabschnitte können integral mit dem Verkleidungselement oder separat zu dem Verkleidungselement
ausgebildet sein. Beispielsweise kann ein Zwischenelement, insbesondere in Form eines
Einlegers, vorgesehen sein, der einen der Trennabschnitte oder mehrere Trennabschnitte
umfasst. Das Zwischenelement kann z.B. aus Moosgummi oder einem anderen flexiblen
Material ausgebildet sein. Vorzugsweise weist das Zwischenelement geschlossene Poren
auf. Dadurch kann das Zwischenelement nichtwasserziehend ausgebildet sein. Durch die
Trennabschnitte kann eine Unterscheidbarkeit der dahinterliegenden Lichtquelle von
einer Verkleidungsaußenseite verbessert sein. Vorzugsweise können sich die Trennabschnitte
rippenartig zwischen den Lichtgebern erstrecken. Durch die Trennabschnitte kann Licht
der Lichtgeber in eine Richtung gelenkt werden, so dass ein Benutzer das Licht einem
der Lichtgeber zuordnen kann, wodurch sich ein klarerer Verlauf bei einer dynamischen
Aktivierung der Lichtgeber ergeben kann. Vorzugsweise ist um die Lichtgeber jeweils
oder gruppenweise durch die Trennabschnitte ein gekapselter Raum gebildet. Dazu können
die Trennabschnitte umlaufend um die Lichtgeber ausgebildet sein und/oder die Leiterplatte
abdichtend kontaktieren. Dadurch kann beispielsweise die Elektronikaußenseite durch
Verfüllen eines Zwischenraums zwischen der Elektronikeinheit und dem Verkleidungselement
mit Vergussmasse bedeckt werden, ohne die Lichtgeber mit, insbesondere opaker und/oder
lichtundurchlässiger Vergussmasse, zu überdecken.
[0021] Weiterhin ist es bei einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung denkbar, dass
die Elektronikeinheit in einen Rahmen eingefasst ist, mit welchem die Elektronikeinheit
am Verkleidungselement positionierbar ist. Durch den Rahmen kann ein Adapter für einen
Formschluss der Leiterplatte in der Elektronikaufnahme gebildet sein. Vorzugsweise
weist der Rahmen Formschlusselemente, insbesondere in Form von Rastelementen, zur
Aufnahme der Leiterplatte auf. Weiterhin ist es denkbar, dass die Elektronikeinheit
mehrere Leiterplatten aufweist, die zusammen in dem Rahmen angeordnet sind und dadurch
insbesondere eine gemeinsame Baugruppe bilden. Dadurch kann eine Handhabung der Elektronikeinheit
bei der Montage am Verkleidungselement vereinfacht sein. So kann ein Monteur bei der
Montage der Elektronikeinheit am Verkleidungselement den Rahmen greifen, ohne die
elektronischen Bauelemente der Elektronikeinheit zu berühren. Insbesondere handelt
es sich bei dem Rahmen um ein Kunststoffbauteil.
[0022] Vorzugsweise kann bei einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung vorgesehen sein,
dass die Elektronikaußenseite der Elektronikeinheit mit Vergussmasse bedeckt ist,
insbesondere wobei der Rahmen und/oder die Elektronikeinheit zumindest ein Aufnahmemittel
für eine Vergussdüse zum Vergießen von Vergussmasse aufweist, so dass die Vergussmasse
von der Elektronikinnenseite zur Elektronikaußenseite beförderbar ist, während die
Elektronikeinheit am Verkleidungselement angeordnet ist. Durch einen Verguss der Elektronikaußenseite
mit der Vergussmasse kann ein Zwischenraum zwischen der Elektronikeinheit und dem
Verkleidungselement mit Vergussmasse verfüllt sein. Dadurch wird verhindert, dass
sich Feuchtigkeit in dem Zwischenraum sammelt und dadurch eine Messung der Sensoreinheit
negativ beeinflusst. Durch das Aufnahmemittel kann Vergussmasse nach der Anordnung
der Elektronikeinheit am Verkleidungselement zuverlässig auf die Elektronikaußenseite
aufgebracht werden. Unter einer Vergussdüse kann ein Werkzeug oder ein Teil eines
Werkzeuges zum Verteilen von Vergussmasse verstanden werden. Insbesondere können mehrere
Aufnahmemittel für die Vergussdüse umlaufend um eine Leiterplatte der Elektronikeinheit
am Rahmen vorgesehen sein. Dadurch kann eine zuverlässige und homogene Verteilung
der Vergussmasse im Zwischenraum ermöglicht sein. Zusätzlich oder alternativ ist es
denkbar, dass in einem Zwischenraum zwischen der Elektronikeinheit und dem Verkleidungselement
ein elastisches Zwischenelement angeordnet ist. Vorzugsweise weist das Zwischenelement
ein Material mit geschlossenen Poren auf. Weiterhin kann das Zwischenelement durch
die Elektronikeinheit gegen das Verkleidungselement elastisch vorgespannt sein. Dadurch
kann durch das Zwischenelement ebenfalls eine Verfüllung des Zwischenraums ermöglicht
sein, die ein Eindringen von Feuchtigkeit verhindert.
[0023] Weiterhin kann bei einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung vorteilhafterweise
vorgesehen sein, dass die Elektronikeinheit einen Berührungssensor zum Erfassen eines
Drucks auf das Verkleidungselement aufweist, wodurch eine weitere Funktion des Fahrzeuges
auslösbar ist, insbesondere wobei der Berührungssensor einen LDC-Sensor (induktivwirkender
Sensor) umfasst. Durch den Berührungssensor kann eine weitere Betätigungshandlung
des Benutzers ermöglicht sein. Bei der weiteren Funktion des Fahrzeuges kann es sich
z.B. um ein Verriegeln und/oder Entriegeln eines Schlosses handeln. Zusätzlich oder
alternativ kann durch den Berührungssensor ein Nothalt bei einem automatischen Öffnen
und/oder Schließen einer Tür erwirkbar sein. Beispielsweise kann am Verkleidungselement
ein elektrisch leitfähiges Zielelement vorgesehen sein, dessen Abstandsänderung bei
einem Druck des Benutzers auf das Fahrzeugteil und/oder das Verkleidungselement durch
den Berührungssensor registrierbar ist. Vorzugsweise können mehrere LDC-Sensoren vorgesehen
sein, insbesondere um eine Erfassung der weiteren Betätigungshandlung zu verifizieren
und/oder über einen breiteren Betätigungsbereich am Fahrzeugteil und/oder am Verkleidungselement
zu ermöglichen. Ist beispielsweise vorgesehen, dass die Funktion, die durch die Sensoreinheit
auslösbar ist, erst nach Aktivieren der weiteren Funktion freigeschaltet wird, kann
die Wahrscheinlichkeit einer Fehlauslösung deutlich reduziert werden.
[0024] Ferner kann bei einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung vorteilhafterweise
vorgesehen sein, dass die Elektronikeinheit ein Identifikationsmittel zum Identifizieren
des Benutzers aufweist, insbesondere wobei das Identifikationsmittel ein Funkelement
zum berührungslosen Datenaustausch mit einem ID-Geber aufweist. Unter dem ID-Geber
kann z.B. ein Smartphone und/oder ein elektronischer Schlüssel des Benutzers verstanden
werden. Das Identifikationsmittel kann insbesondere eine NFC-Schnittelle (Near Field
Communication-Schnittstelle), eine BLE-Schnittstelle (Bluethooth Low Energie-Schnittstelle)
und/oder UWB-Schnittstelle (Ultra-wideband-Schnittstelle) umfassen. Dadurch kann durch
das Identifikationsmittel eine Authentifizierung des Benutzers ermöglicht sein. Insbesondere
kann das Identifikationsmittel zur Identifikation des Benutzers mit einer Fahrzeugsteuereinheit
in Kommunikationsverbindung bringbar sein. Insbesondere kann die Identitätsprüfung
auf Grundlage des Datenaustausches des Identifikationsmittels mit dem ID-Geber durch
die Fahrzeugsteuereinheit ausführbar sein.
[0025] Vorzugsweise kann bei einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung vorgesehen sein,
dass die Elektronikeinheit einen Annäherungssensor zum Erkennen einer Annäherung eines
Benutzers aufweist, insbesondere wobei der Annäherungssensor zur kapazitiven Detektion
der Annäherung ausgestaltet ist. Somit kann durch den Annäherungssensor insbesondere
ein weiterer kapazitiver Sensor zusätzlich zur Sensoreinheit vorgesehen sein. Durch
den Annäherungssensor kann beispielsweise die Sensoreinheit, der Berührungssensor
und/oder das Identifikationsmittel geweckt werden, wenn die Annäherung des Benutzers
erkannt wird. Dadurch kann Energie während des Betriebs der Betätigungsvorrichtung
einsparbar sein. Weiterhin kann durch den Annäherungssensor bei Erkennen der Annäherung
die Hinweiseinheit aktivierbar sein. Beispielsweise kann dadurch einem Benutzer ein
Aktivierungszustand der Betätigungsvorrichtung signalisierbar sein.
[0026] Ferner kann bei einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung vorteilhafterweise
vorgesehen sein, dass die Leiterplatte mehrere Leiterschichten aufweist, wobei die
Sensoreinheit auf einer ersten Leiterschicht und der Berührungssensor und/oder der
Identifikator auf einer weiteren Leiterschicht angeordnet ist. Dabei können die Leiterschichten
voneinander elektrisch isoliert sein. Insbesondere kann durch jede der Leiterschichten
eine Sensorebene gebildet sein. Dadurch kann eine kompakte Ausgestaltung der Leiterplatte
und/oder der Elektronikeinheit erreicht werden.
[0027] Weiterhin kann bei einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung vorteilhafterweise
vorgesehen sein, dass die Elektronikeinheit eine Steuereinheit zur Auswertung von
Sensorsignalen der Sensoreinheit und zur Ansteuerung der Hinweiseinheit in Abhängigkeit
von den Sensorsignalen aufweist. Beispielsweise können die Sensorsignale der Sensoreinheit
durch die Steuereinheit direkt in der Elektronikeinheit digitalisiert und weitergeleitet
werden. Ferner ist es denkbar, dass eine Richtung der Betätigungshandlung durch die
Steuereinheit anhand der Auswertung der Sensorsignale erkennbar ist. Durch die Auswertung
der Sensorsignale in der Elektronikeinheit können kurze Signalwege ermöglicht sein.
Weiterhin kann in Abhängigkeit der Sensorsignale die Hinweiseinheit ansteuerbar sein,
wodurch dem Benutzer eine Rückmeldung über eine Erfassung der Richtung der Betätigungshandlung
gebbar ist.
[0028] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Fahrzeug vorgesehen. Das Fahrzeug
weist eine erfindungsgemäße Betätigungsvorrichtung zum Auslösen einer Funktion des
Fahrzeuges durch einen Benutzer auf. Die Betätigungsvorrichtung umfasst ein flächiges
Verkleidungselement eines Fahrzeugteils des Fahrzeuges, das eine Verkleidungsinnenseite
und eine Verkleidungsaußenseite aufweist. Ferner umfasst die Betätigungsvorrichtung
eine Elektronikeinheit mit einer Sensoreinheit zur Erfassung einer Betätigungshandlung
des Benutzers zum Auslösen der Funktion des Fahrzeuges. Die Elektronikeinheit weist
eine Elektronikaußenseite und eine Elektronikinnenseite auf, wobei die Elektronikinnenseite
der Elektronikaußenseite gegenüberliegt. Weiterhin ist die Elektronikeinheit mit der
Elektronikaußenseite zur Verkleidungsinnenseite orientiert und an dem Verkleidungselement
angeordnet, um die Betätigungshandlung auf der Verkleidungsaußenseite zu erfassen.
Ferner ist ein erster Hüllabschnitt zum Schutz der Elektronikinnenseite am Verkleidungselement
befestigt, so dass das Verkleidungselement und der erste Hüllabschnitt eine geschlossene
Hülle zum Schutz der Elektronikeinheit bilden.
[0029] Somit bringt ein erfindungsgemäßes Fahrzeug die gleichen Vorteile mit sich, wie sie
ausführlich mit Bezug auf eine erfindungsgemäße Betätigungsvorrichtung beschrieben
worden sind. Bei dem Fahrzeug handelt es sich vorzugsweise um ein Kraftfahrzeug. Vorzugsweise
umfasst das Fahrzeugteil ferner eine B-Säule des Fahrzeuges und/oder ein Innenraumteil
des Fahrzeuges. Die Funktion, die durch die Betätigungsvorrichtung auslösbar ist,
kann ein automatisches Bewegen des Fahrzeugteils umfassen. Die Elektronikinnenseite
kann dabei beispielsweise in Richtung eines Fahrzeuginnenraums des Fahrzeugs und die
Elektronikaußenseite in Richtung einer Fahrzeugaußenseite orientiert sein, wenn es
sich bei dem Verkleidungselement um eine Außenverkleidung des Fahrzeugs handelt. Ferner
kann die Elektronikinnenseite z.B. in Richtung einer Fahrzeugaußenseite und die Elektronikaußenseite
in Richtung eines Fahrzeuginnenraums des Fahrzeugs orientiert sein, wenn es sich bei
dem Verkleidungselement um eine Innenverkleidung des Fahrzeugs handelt.
[0030] Somit ist die Elektronikeinheit mit der Sensoreinheit durch das Verkleidungselement
geschützt, wodurch die Betätigungsvorrichtung in kostengünstiger Art und Weise an
dem Fahrzeugteil montiert werden kann. Weiterhin kann eine Gestaltungsfreiheit des
Verkleidungselementes vergrößert sein, wenn die Elektronikeinheit erst bei Montage
des Fahrzeugteils am Verkleidungselement angeordnet wird. Dadurch kann ferner insgesamt
eine höhere Flexibilität bei der Fertigung der Betätigungsvorrichtung erreichbar sein.
[0031] Weiterhin kann bei einem erfindungsgemäßen Fahrzeug vorteilhafterweise vorgesehen
sein, dass es sich bei dem Fahrzeugteil um eine Tür, insbesondere in Form einer Schiebetür,
des Fahrzeugs handelt, wobei ein Öffnungsmittel zum automatischen Öffnen der Tür in
Abhängigkeit von der Betätigungshandlung vorgesehen ist. Dadurch kann die Betätigungsvorrichtung
auch beim Öffnen der Tür mit der Tür mitbewegt werden, wodurch sich eine intuitive
Bedienung des Benutzers ergibt, wenn der Benutzer die Betätigungshandlung direkt an
der geöffneten oder geschlossenen Tür vornehmen kann. Insbesondere kann das Fahrzeugteil
grifflos ausgestaltet sein.
[0032] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen einer
erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung zum Auslösen einer Funktion eines Fahrzeuges,
insbesondere eines erfindungsgemäßen Fahrzeuges, durch einen Benutzer vorgesehen,
umfassend die folgenden Schritte:
- Bereitstellen eines flächigen Verkleidungselementes für ein Fahrzeugteil eines Fahrzeuges
mit einer Verkleidungsinnenseite und einer Verkleidungsaußenseite,
- Bereitstellen einer Elektronikeinheit mit einer Sensoreinheit zur Erfassung einer
Betätigungshandlung des Benutzers zum Auslösen der Funktion des Fahrzeuges,
- Anordnen der Elektronikeinheit am Verkleidungselement, so dass eine Elektronikaußenseite
der Elektronikeinheit zur Verkleidungsinnenseite des Verkleidungselementes orientiert
ist,
- Befestigen eines ersten Hüllabschnitts zum Schutz der Elektronikinnenseite am Verkleidungselement,
so dass das Verkleidungselement und der erste Hüllabschnitt eine geschlossene Hülle
zum Schutz der Elektronikeinheit bilden, wobei der erste Hüllabschnitt durch eine
Vergussmasse gebildet wird.
[0033] Somit bringt ein erfindungsgemäßes Verfahren die gleichen Vorteile mit sich, wie
sie bereits ausführlich mit Bezug auf eine erfindungsgemäße Betätigungsvorrichtung
und/oder ein erfindungsgemäßes Fahrzeug beschrieben worden sind. Vorzugsweise wird
das flächige Verkleidungselement beim Bereitstellen des Verkleidungselementes als
Gussteil, insbesondere Mehrkomponentenkunststoffspritzgussteil, hergestellt. Beim
Bereitstellen der Elektronikeinheit, kann eine Leiterplatte mit elektronischen Bauelementen
bestückt, bedruckt werden. Zusätzlich oder alternativ können elektronische Bauelemente
beim Bereitstellen der Elektronikeinheit geätzt werden. Beim Befestigen des ersten
Hüllabschnitts am Verkleidungselement kann eine stoffschlüssige Verbindung des ersten
Hüllabschnitts mit dem Verkleidungselement erwirkt werden. Somit ist die Elektronikeinheit
mit der Sensoreinheit durch das Verkleidungselement geschützt, wodurch die Betätigungsvorrichtung
in kostengünstiger Art und Weise an dem Fahrzeugteil montiert werden kann.
[0034] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren ist vorgesehen, dass der erste Hüllabschnitt
durch eine Vergussmasse gebildet wird, die vorzugsweise mit der Elektronikeinheit
und dem Verkleidungselement vergossen wird. Dadurch kann in einfacher Art und Weise
eine stoffschlüssige Verbindung zwischen dem ersten Hüllabschnitt und dem Verkleidungselement
realisiert werden. Insbesondere kann beim Vergießen der Vergussmasse die Elektronikinnenseite
und die Elektronikaußenseite mit Vergussmasse bedeckt werden. Vorzugsweise wird ein
Zwischenraum zwischen dem Verkleidungselement und der Elektronikeinheit vollständig
oder im Wesentlichen vollständig mit Vergussmasse ausgefüllt. Dadurch kann eine Feuchtigkeit
im Bereich eines Messfeldes der Sensoreinheit verhindert werden, um eine zuverlässige
Funktionsweise der Sensoreinheit zu verbessern.
[0035] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in
der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination
erfindungswesentlich sein. Es zeigen schematisch:
- Figur 1
- ein erfindungsgemäßes Fahrzeug mit einer erfindungsgemäßen Betätigungsvorrichtung
in einem ersten Ausführungsbeispiel
- Figur 2
- eine schematische Explosionsansicht der Betätigungsvorrichtung,
- Figur 3
- ein Ausführungsbeispiel für die Betätigungsvorrichtung in geschnittener Ansicht,
- Figur 4
- eine Betätigungsvorrichtung mit einem Deckelelement in geschnittener Ansicht,
- Figur 5
- eine weitere schematische Explosionsansicht einer Betätigungsvorrichtung,
- Figur 6
- ein erfindungsgemäßes Verfahren in schematischer Darstellung vom Verfahrensschritten,
- Figuren 7 u. 8
- eine Elektronikeinheit der Betätigungsvorrichtung in einem weiteren Ausführungsbeispiel,
- Figuren 9 u. 10
- eine Elektronikeinheit der Betätigungsvorrichtung in einem weiteren Ausführungsbeispiel,
- Figuren 11 bis 13
- unterschiedliche Leiterschichten einer Leiterplatte der Elektronikeinheit.
[0036] In der nachfolgenden Beschreibung zu einigen Ausführungsbeispielen der Erfindung
werden für die gleichen technischen Merkmale auch in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen
die identischen Bezugszeichen verwendet.
[0037] Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Fahrzeug 1 in einem ersten Ausführungsbeispiel
mit einem Fahrzeugteil 2, das insbesondere als Fahrzeugtür in Form einer Schiebetür
ausgestaltet ist. Dabei weist das Fahrzeug 1 ferner eine Betätigungsvorrichtung 10
zum Auslösen einer Funktion des Fahrzeuges 1 auf. Die Betätigungsvorrichtung 10 kann
dabei - wie beispielhaft dargestellt - an einer B-Säule 2.1 und/oder an einem Fahrzeugteil
2, insbesondere in Form einer Tür oder Schiebtür, vom Fahrzeug 1 angeordnet sein.
Bei der Funktion kann es sich zum Beispiel um ein automatisches Öffnen und/oder Schließen
der Schiebtür handeln. Dabei erfolgt die Funktion insbesondere in Abhängigkeit von
einer Betätigungshandlung 200 eines Benutzers. Beispielsweise kann durch eine Betätigungshandlung
200 in Form einer Geste entlang einer Öffnungsrichtung des Fahrzeugteils 2 das Öffnen
des Fahrzeugteils 2 oder durch eine Betätigungshandlung 200 in Form einer Geste entgegengesetzt
zur Öffnungsrichtung das Schließen des Fahrzeugteils 2 initiiert werden.
[0038] Wie in Figur 2 dargestellt, weist die Betätigungsvorrichtung 10 ein flächiges Verkleidungselement
11 des Fahrzeugteils 2 auf. Die flächige Ausgestaltung des Verkleidungselementes 11
kann sich z.B. entlang eines Teils der Karosserie des Fahrzeugs 1 oder hinter eine
Glasscheibe des Fahrzeugteils 2 erstrecken. Das Verkleidungselement 11 umfasst eine
Verkleidungsaußenseite 11.2 und eine Verkleidungsinnenseite 11.1. Die Verkleidungsaußenseite
11.2 bildet vorzugsweise eine von außerhalb des Fahrzeugs 1 sichtbare Oberfläche des
Fahrzeugteils 2 und/oder einen Teil einer Karosserieoberfläche 1.1. Beispielsweise
kann das Verkleidungselement 11 ein Teil einer Verkleidung im Bereich einer B-Säule
2.1 des Fahrzeugs 1 sein. An dem Verkleidungselement 11 ist eine Elektronikeinheit
12, insbesondere direkt, angeordnet, die eine Elektronikaußenseite 12.2 und eine Elektronikinnenseite
12.1 aufweist. Die Elektronikaußenseite 12.2 ist dabei zur Verkleidungsinnenseite
11.1 des Verkleidungselements 11 orientiert. Die Elektronikinnenseite 11.1 liegt der
Elektronikaußenseite 11.2 gegenüber. Insbesondere ist die Elektronikinnenseite 11.1
zu einem Fahrzeuginnenraum des Fahrzeugs 1 und/oder einen Verkleidungsinnenraum des
Fahrzeugteils 2 orientiert. Es ist jedoch ebenfalls denkbar, dass es sich bei dem
Verkleidungselement 11 um einen Teil einer Innenverkleidung des Fahrzeugs 1 handelt.
In diesem Fall kann die Elektronikinnenseite 12.1 z.B. zu einer Außenseite des Fahrzeugs
1 orientiert sein.
[0039] Weiterhin weist die Elektronikeinheit 12 eine Sensoreinheit 20 zur Erfassung der
Betätigungshandlung 200 des Benutzers auf. Die Sensoreinheit 20 ist dabei vorzugsweise
auf der Elektronikaußenseite 12.2 der Elektronikeinheit 12 angeordnet, insbesondere
so dass sich lediglich das Verkleidungselement 11 zwischen der Sensoreinheit 20 und
der Verkleidungsaußenseite 11.2 befindet. Durch die Anordnung der Elektronikeinheit
12 an der Verkleidungsinnenseite 11.1 des Verkleidungselementes 11 ist die Elektronikaußenseite
12.2 durch das Verkleidungselement 11 geschützt. Zum Schutz der Elektronikinnenseite
12.1 weist die Betätigungsvorrichtung 10 ferner einen ersten Hüllabschnitt 31 auf,
der am Verkleidungselement 11 mittelbar oder unmittelbar befestigt ist, so dass das
Verkleidungselement 11 und der erste Hüllabschnitt 31 eine geschlossene Hülle 30 bilden.
Mögliche Ausgestaltungen der Hülle 30 sind exemplarisch in den Figuren 3 und 4 dargestellt.
[0040] Figur 3 zeigt eine Hülle 30, bei welcher der erste Hüllabschnitt 31 durch eine Vergussmasse
31.1 gebildet ist. Eine Leiterplatte 13 der Elektronikeinheit 12 ist ferner in einen
Rahmen 14 eingefasst, durch welchen die Elektronikeinheit 12 bei der Montage besser
handzuhaben ist und/oder am Verkleidungselement 11 formschlüssig befestigbar ist.
Die Vergussmasse 31.1 ist dabei stoffschlüssig mit dem Verkleidungselement 11 verbunden
und bedeckt die Elektronikinnenseite 12.1 vorzugsweise vollständig. Weiterhin ist
insbesondere auch die Elektronikaußenseite 12.2 mit der Vergussmasse 31.1 zumindest
teilweise oder vollständig bedeckt, so dass zumindest die Sensoreinheit 20 durch die
Vergussmasse 31.1 bedeckt ist. Vorzugsweise ist die Sensoreinheit 20, die Elektronikeinheit
12 und/oder die Hülle 30 zumindest teilweise symmetrisch zu einer Mittelebene 10.1
ausgebildet ist, wodurch die Betätigungsvorrichtung 10 auf zwei gegenüberliegenden
Fahrzeugseiten wahlweise montierbar ist.
[0041] Weiterhin weist die Elektronikeinheit 12 eine Hinweiseinheit 40 auf, durch welche
dem Benutzer auf der Verkleidungsaußenseite 11.2 die Erfassung der Betätigungshandlung
200 bestätigbar ist und/oder ein Beginn der Betätigungshandlung 200 signalisierbar
ist. Die Hinweiseinheit 40 umfasst mehrere Lichtgeber 42 zum Aussenden eines optischen
Signals an den Benutzer. Bei den Lichtgebern 42 kann es sich insbesondere um Leuchtmittel
in Form von LEDs handeln. Die Lichtgeber 42 sind dabei zueinander in einer Reihe angeordnet
und durch Trennelemente 43 separiert. Durch die Anordnung der Lichtgeber 42 in einer
Reihe kann z.B. eine durch die Sensoreinheit 20 erfasste Richtung der Betätigungshandlung
200 einem Benutzer anzeigbar sein, indem die Lichtgeber 42 entlang der Reihe nacheinander
aktiviert werden. Die Trennelemente 43 können durch ein Zwischenelement 43.1 gebildet
sein, welches zwischen dem Verkleidungselement 11 und der Elektronikeinheit 12 angeordnet
ist. Insbesondere sind die Trennelemente 43 opak und/oder lichtundurchlässig ausgebildet,
so dass von den Lichtgebern 42 ausgesandtes Licht für jeden Lichtgeber 42 separat
zur Verkleidungsaußenseite 11.2 leitbar ist. Vorzugsweise kann das Zwischenelement
43.1 ferner elastisch ausgebildet sein und gegen die Leiterplatte 13 der Elektronikeinheit
12 vorgespannt sein. Dadurch kann jeder der Lichtgeber 42, insbesondere umlaufend,
eingekapselt sein, so dass bei einem Verguss der Elektronikeinheit 12 mit der Vergussmasse
31.1 die Lichtgeber 42 frei von Vergussmasse 31.1 bleiben. Weiterhin weist das Verkleidungselement
11 einen lichtdurchlässigen Fensterbereich 41 auf, durch den ein optisches Signal
der Hinweiseinheit 40 an den Benutzer übermittelbar ist. Beispielsweise kann der Fensterbereich
41 ein transparentes Fenstermaterial 41.1, insbesondere einen transparenten Kunststoff,
aufweisen. Das transparente Fenstermaterial 41.1 kann bei einer Herstellung des Verkleidungselementes
11 z.B. als Kunststoff-Spritzgussbauteil an ein opakes und/oder lichtundurchlässiges
Grundmaterial des Verkleidungselementes 11 angespritzt sein.
[0042] Zusätzlich oder alternativ können die Lichtgeber 42 auch Teile eines Displays oder
dergleichen sein. Weiterhin ist es zusätzlich oder alternativ denkbar, dass durch
die Hinweiseinheit 40 ein akustischer Hinweis oder ein Hinweis in Form von Funksignalen
an den Benutzer ausgebbar ist. Es ist ferner denkbar, dass die Trennelemente 43 durch
das Verkleidungselement 11 gebildet sind. Wie in Figur 4 dargestellt, können die Trennelemente
43 einstückig mit dem Verkleidungselement 11 ausgebildet sein. Dabei erstrecken sich
die Trennelemente 43 vorzugsweise rippenartig bis zur Leiterplatte 13.
[0043] Figur 4 zeigt ferner eine Hülle 30, bei welcher der erste Hüllabschnitt 31 durch
ein, insbesondere starres, Deckelelement 31.2 gebildet ist. Das Deckelelement 31.2
kann z.B. einen harten Kunststoff aufweisen, und bei der Montage der Betätigungsvorrichtung
10 auf das Verkleidungselement 11 mit der Elektronikeinheit 12 aufgesetzt werden.
Dabei kann eine Abdichtung zwischen dem Deckelelement 31.2 und dem Verkleidungselement
11 vorteilhafterweise durch ein, insbesondere um das Deckelelement 31.2 umlaufendes,
Dichtmittel 33 realisiert sein. Das Dichtmittel 33 kann z.B. ein Silikon aufweisen.
Weiterhin kann durch das Dichtmittel 33 gleichzeitig eine stoffschlüssige Befestigung
des Deckelelementes 31.2 am Verkleidungselement 11 gebildet sein.
[0044] Figur 5 zeigt eine weitere Explosionsdarstellung der Betätigungsvorrichtung 10. Dabei
weist das Verkleidungselement 11 eine Elektronikaufnahme 15 zur formschlüssigen Aufnahme
der Elektronikeinheit 12, insbesondere mit dem Rahmen 14, auf. Weiterhin kann ein
elektrischer Anschluss 35 vorgesehen sein, durch welchen die Elektronikeinheit 12
mit einer Fahrzeugelektronik und/oder Fahrzeugstromversorgung verbindbar oder verbunden
ist. Dazu kann der elektrische Anschluss 35 aus der Hülle 30 herausragen. Insbesondere
kann der elektrische Anschluss 35 mit der Dichtmasse 33 und/oder der Vergussmasse
31.1 vergossen sein.
[0045] Figur 6 zeigt ein Verfahren 100 zum Herstellen der Betätigungsvorrichtung 10 in schematischer
Darstellung der Verfahrensschritte. Dabei ist ein Bereitstellen 101 des Verkleidungselementes
11 und ein Bereitstellen 102 der Elektronikeinheit 12 vorgesehen. Beim Bereitstellen
101 des Verkleidungselementes 11 kann das Verkleidungselement 11 beispielsweise in
einem Kunststoffspritzgussverfahren hergestellt und/oder einem Lager entnommen werden.
Beim Bereitstellen 102 der Elektronikeinheit 12 können die Sensoreinheit 20 und/oder
weitere elektrische Bauteile auf der Leiterplatte 13 der Elektronikeinheit 12, insbesondere
durch ein Druck- und/oder Ätzverfahren, angeordnet werden. Anschließend erfolgt ein
Anordnen 103 der Elektronikeinheit 12 am Verkleidungselement 11, so dass die Elektronikaußenseite
12.2 der Elektronikeinheit 12 zur Verkleidungsinnenseite 11.1 des Verkleidungselementes
11 orientiert ist. Insbesondere kann die Elektronikeinheit 12 dabei in einem Rahmen
14 form- und/oder kraftschlüssig befestigt werden, mit welchem die Elektronikeinheit
12 am Verkleidungselement 11, insbesondere an der Elektronikaufnahme 15, angeordnet
wird. Ferner umfasst das Verfahren 100 ein Befestigen 104 des ersten Hüllabschnitts
31 am Verkleidungselement 11, so dass das Verkleidungselement 11 und der erste Hüllabschnitt
31 die geschlossene Hülle 30 bilden. Die Elektronikeinheit 12 wird dabei mit dem Verkleidungselement
11 vergossen, wenn der erste Hüllabschnitt 31, wie in Figur 3 dargestellt, durch die
Vergussmasse 31.1 gebildet wird. Zusätzlich kann beim Befestigen 104 des ersten Hüllabschnitts
31 das Dichtmittel 33 aufgebracht werden, wie in Figur 4 dargestellt.
[0046] Die Figuren 7 und 8 zeigen eine Elektronikeinheit 12 für die Betätigungsvorrichtung
10 in einer möglichen Ausführungsform. Dabei ist eine Leiterplatte 13 der Elektronikeinheit
12 in einem Rahmen 14 angeordnet, durch welchen eine Befestigung an einem Verkleidungselement
11 vereinfacht sein kann. Hierzu weist der Rahmen 14 Rastelemente 14.1 auf, in welche
die Leiterplatte 13 einclipsbar sein kann. Weiterhin weist der Rahmen 14 vorzugsweise
ein oder mehrere Aufnahmemittel 14.2 für eine Vergussdüse zum Vergießen von Vergussmasse
31.1, wodurch die Vergussmasse 31.1 vorteilhaft von einer Elektronikinnenseite 12.1
über eine Elektronikaußenseite 12.2 verteilt werden kann. Figur 7 zeigt die Elektronikeinheit
12 dabei von der Elektronikinnenseite 12.1 und Figur 8 zeigt die Elektronikeinheit
12 von der Elektronikaußenseite 12.2, die der Elektronikinnenseite 12.1 gegenüberliegt.
Auf der Elektronikaußenseite 12.2 sind Sensorelemente 21 einer Sensoreinheit 20 in
einem regelmäßigen Muster matrixartig an der Leiterplatte 13 angeordnet. Dabei bildet
jedes der Sensorelemente 21 eine kapazitive Fläche. Bei der Sensoreinheit 20 handelt
es sich somit insbesondere um einen kapazitiven Sensor, wodurch eine berührungslose
Betätigungshandlung 200 durch die Sensoreinheit 20 erkannt werden kann. Durch die
matrixartige Anordnung der Sensorelemente 21 kann ferner eine Richtung der Betätigungshandlung
200 identifiziert werden. So ändert sich z.B. bei einem vorbeistreichen an einer Verkleidungsaußenseite
11.2 des Verkleidungselementes 11 durch einen Benutzer ein elektrisches Feld in den
Sensorelementen 21 in Abhängigkeit von der Richtung der Betätigungshandlung 200 nacheinander.
Anhand der Reihenfolge der Erfassung durch die Sensorelemente 21 kann auf die Richtung
der Betätigungshandlung 200 geschlossen werden. Dazu weist die Elektronikeinheit 12
vorzugsweise eine Steuereinheit 25 zur Auswertung von Sensorsignalen der Sensoreinheit
20 auf. Ferner kann durch die Steuereinheit 25 eine Hinweiseinheit 40 ansteuerbar
sein, um dem Benutzer z.B. die Erfassung der Betätigungshandlung 200 und/oder der
Richtung der Betätigungshandlung 200 anzuzeigen. Jeweils korrespondierend zu den Sensorelementen
21 sind auf der Elektronikinnenseite 12.1 Schirmelemente 21.1 zur Abschirmung der
Sensorelemente 21 matrixartig angeordnet. Insbesondere ist jedem der Sensorelemente
21 ein gegenüberliegendes Schirmelement 21.1 zugeordnet.
[0047] Die Figuren 9 und 10 zeigen eine Elektronikeinheit 12 für die Betätigungsvorrichtung
10 in einer weiteren möglichen Ausführungsform. Dabei entspricht die Elektronikeinheit
12 im Wesentlichen der Elektronikeinheit 12 des Ausführungsbeispiels der Figuren 7
und 8, wobei die Sensorelemente 21 der Sensoreinheit 20 jedoch streifenartig ausgebildet
und angeordnet sind. Während bei einer matrixartigen Anordnung auch mehrere Richtungen
einer Betätigungshandlung 200 erfassbar sein können, kann die Richtung der Betätigungshandlung
200 im Falle der streifenartigen Sensorelemente 21 entlang einer Geraden erfasst werden.
Jedoch ergibt sich durch die streifenartige Anordnung der Sensorelemente 21 jeweils
ein größeres kapazitives Feld bei gleichem Bauraum, wodurch eine Fehlerkennung reduziert
sein kann. Auf einer Elektronikinnenseite 12.1 sind entsprechend der streifenartigen
Ausgestaltung der Sensorelemente 21 Schirmelemente 21.1 streifenartig und zu den Sensorelementen
21 korrespondierend angeordnet.
[0048] Zusätzlich zur Sensoreinheit 20 umfasst die Elektronikeinheit 12 vorzugsweise einen
Berührungssensor 22, ein Identifikationsmittel 23 und/oder einen Annäherungssensor
24, wie in den Figuren 11 bis 13 dargestellt. Das Identifikationsmittel 23 kann insbesondere
ein Funkelement 23.1, insbesondere in Form einer elektrischen Spule, umfassen, das
als umlaufende Leiterbahn auf die Leiterplatte 13 aufgedruckt sein kann. Durch das
Identifikationsmittel 23 kann ein berührungsloser Datenaustausch mit einem ID-Geber
des Benutzers ermöglicht sein. So kann das Identifikationsmittel 23 vorzugsweise eine
NFC-Schnittstelle, eine BLE-Schnittstelle und/oder eine UWB-Schnittstelle umfassen.
Dadurch kann eine Identifikation und/oder Authentifikation des Benutzers, insbesondere
durch eine Fahrzeugelektronik, mit der das Identifikationsmittel 23 in Datenkommunikationsverbindung
bringbar sein kann, erfolgen. In Abhängigkeit von der Identifikation des Benutzers
durch das Identifikationsmittel 23 kann ein automatisches Ver- und/oder Entriegeln
des Fahrzeugs 1 vorgesehen sein. Der Berührungssensor 22 kann z.B. einen LDC-Sensor
umfassen, durch welchen eine Deformation aufgrund einer Berührung oder eines Drucks
auf das Verkleidungselement 11 erkennbar ist. In Abhängigkeit von der Betätigung des
Berührungssensors 22 kann eine weitere Funktion des Fahrzeugs 1, wie eine automatische
Öffnungsbewegung und/oder eine automatische Schließbewegung des Fahrzeugteils 2 oder
ein Nothalt beim Bewegen des Fahrzeugteils 2 auslösbar sein. Durch den insbesondere
zusätzlichen Annäherungssensor 24 kann z.B. ein Wecksignal an weitere elektronische
Komponenten in Abhängigkeit von einer Erkennung der Annäherung des Benutzers ermöglicht
sein. Vorzugsweise sind der Berührungssensor 22, das Identifikationsmittel 23 und/oder
der Annäherungssensor 24 in unterschiedlichen Leiterschichten 13.1, 13.2 auf der Leiterplatte
13 angeordnet. Dabei kann z.B. gemäß Figur 11 die Sensoreinheit 20 und das Identifikationsmittel
23 gemeinsam auf einer ersten Leiterschicht 13.1 angeordnet sein. Der Berührungssensor
22 und der Annäherungssensor 24 können ferner jeweils auf einer weiteren Leiterschicht
13.2 der Leiterplatte 13 angeordnet sein. Durch eine mehrschichtige Ausgestaltung
der Leiterplatte 13 kann eine kompakte Gestaltung erreicht werden, durch die die Leiterplatte
13 vorteilhaft auf geringem Bauraum am Verkleidungselement 11 angeordnet werden kann.
Durch den Berührungssensor 22, das Identifikationsmittel 23 und/oder den Annäherungssensor
24 kann somit durch die Betätigungsvorrichtung 10 eine komfortable Bedienmöglichkeit
für den Benutzer mit einem hohen Automatisierungsgrad geschaffen sein. Die voranstehende
Erläuterung der Ausführungsformen beschreibt die vorliegende Erfindung ausschließlich
im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale der Ausführungsformen,
sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden, wenn fallend im durch
die beiliegenden Patentansprüche definierten Rahmen der Erfindung.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Fahrzeug
- 1.1
- Karosserieoberfläche
- 2
- Fahrzeugteil
- 2.1
- B-Säule
- 3
- Öffnungsmittel
- 10
- Betätigungsvorrichtung
- 10.1
- Mittelebene
- 11
- Verkleidungselement
- 11.1
- Verkleidungsinnenseite
- 11.2
- Verkleidungsaußenseite
- 12
- Elektronikeinheit
- 12.2
- Elektronikaußenseite
- 12.1
- Elektronikinnenseite
- 13
- Leiterplatte
- 13.1
- erste Leiterschicht
- 13.2
- zweite Leiterschicht
- 14
- Rahmen
- 14.1
- Rastelemente
- 14.2
- Aufnahmemittel
- 15
- Elektronikaufnahme
- 20
- Sensoreinheit
- 21
- Sensorelement
- 21.1
- Schirmelement
- 22
- Berührungssensor
- 23
- Identifikationsmittel
- 23.1
- Funkelement
- 24
- Annäherungssensor
- 25
- Steuereinheit
- 30
- Hülle
- 31
- erster Hüllabschnitt
- 31.1
- Vergussmasse
- 31.2
- Deckelelement
- 33
- Dichtmittel
- 35
- Anschluss
- 40
- Hinweiseinheit
- 41
- Fensterbereich
- 41.1
- Fenstermaterial
- 42
- Lichtgeber
- 43
- Trennabschnitt
- 43.1
- Zwischenelement
- 100
- Verfahren
- 101
- Bereitstellen
- 103
- Anordnen
- 104
- Befestigen
- 200
- Betätigungshandlung
1. Betätigungsvorrichtung (10) zum Auslösen einer Funktion eines Fahrzeuges (1) durch
einen Benutzer, aufweisend
ein flächiges Verkleidungselement (11) für ein Fahrzeugteil (2) des Fahrzeuges (1)
mit einer Verkleidungsinnenseite (11.1) und einer Verkleidungsaußenseite (11.2),
eine Elektronikeinheit (12) mit einer Sensoreinheit (20) zur Erfassung einer Betätigungshandlung
(200) des Benutzers zum Auslösen der Funktion des Fahrzeuges (1), einer Elektronikaußenseite
(12.2) und einer Elektronikinnenseite (12.1), die der Elektronikaußenseite (12.2)
gegenüberliegt,
wobei die Elektronikeinheit (12) mit der Elektronikaußenseite (12.2) zur Verkleidungsinnenseite
(11.1) orientiert und an dem Verkleidungselement (11) angeordnet ist, um die Betätigungshandlung
(200) auf der Verkleidungsaußenseite (11.2) zu erfassen,
wobei ein erster Hüllabschnitt (31) zum Schutz der Elektronikinnenseite (12.1) am
Verkleidungselement (11) befestigt ist, so dass das Verkleidungselement (11) und der
erste Hüllabschnitt (31) eine geschlossene Hülle (30) zum Schutz der Elektronikeinheit
(12) bilden,
wobei der erste Hüllabschnitt (31) eine Vergussmasse (31.1) aufweist.
2. Betätigungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Hüllabschnitt (31) stoffschlüssig mit dem Verkleidungselement (11) verbunden
ist.
3. Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verkleidungselement (11) eine Elektronikaufnahme (15) zur Aufnahme der Elektronikeinheit
(12) aufweist, insbesondere wobei die Elektronikeinheit (12) in der Elektronikaufnahme
(15) an dem Verkleidungselement (11) form- und/oder stoffschlüssig befestigt ist.
4. Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektronikeinheit (12) eine Leiterplatte (13) mit zumindest einem, insbesondere
kapazitiven oder induktiven, Sensorelement (21) der Sensoreinheit (20) zur Erfassung
der Betätigungshandlung (200) aufweist, insbesondere wobei das Sensorelement (21)
auf der Elektronikaußenseite (12.2) an der Leiterplatte (13) angeordnet ist.
5. Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sensoreinheit (20) mehrere, insbesondere gleichartige, Sensorelemente (21) zur
Erfassung der (vorzugsweisen berührungslosen) Betätigungshandlung (200) aufweist,
wodurch eine Richtung der Betätigungshandlung (200) identifizierbar ist, und/oder
dass die Sensorelemente (21) in einem regelmäßigen Muster, vorzugsweise matrixartig
und/oder streifenartig, auf der Leiterplatte (13) angeordnet sind.
6. Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektronikeinheit (12) eine Hinweiseinheit (40) aufweist, durch welche dem Benutzer
auf der Verkleidungsaußenseite (11.2) die Erfassung der Betätigungshandlung (200)
bestätigbar und/oder ein Beginn der Betätigungshandlung (200) signalisierbar ist,
insbesondere wobei die Hinweiseinheit (40) auf der Leiterplatte (13) angeordnet ist,
und/oder dass es sich bei der Hinweiseinheit (40) um eine optische Hinweiseinheit
(40) handelt und das Verkleidungselement (11) zumindest einen lichtdurchlässigen Fensterbereich
(41) aufweist, durch welchen dem Benutzer durch die Hinweiseinheit (40) ein optisches
Signal übermittelbar ist,
und/oder dass die Hinweiseinheit (40) mehrere Lichtgeber (42) zum Aussenden eines
optischen Signals an den Benutzer aufweist, insbesondere wobei die Lichtgeber (42)
durch lichtundurchlässige Trennabschnitte (43) zumindest bereichsweise voneinander
separiert sind.
7. Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektronikeinheit (12) in einen Rahmen (14) eingefasst ist, mit welchem die Elektronikeinheit
(12) am Verkleidungselement (11) positionierbar ist.
8. Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektronikaußenseite (12.2) der Elektronikeinheit (12) mit Vergussmasse (31.1)
bedeckt ist, insbesondere wobei der Rahmen (14) und/oder die Elektronikeinheit (12)
zumindest ein Aufnahmemittel (14.2) für eine Vergussdüse zum Vergießen von Vergussmasse
(31.1) aufweist, so dass die Vergussmasse (31.1) von der Elektronikinnenseite (12.1)
zur Elektronikaußenseite (12.2) beförderbar ist, während die Elektronikeinheit (12)
am Verkleidungselement (11) angeordnet ist.
9. Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektronikeinheit (12) einen Berührungssensor (22) zum Erfassen eines Drucks
auf das Verkleidungselement (11) aufweist, wodurch eine weitere Funktion des Fahrzeuges
(1) auslösbar ist, insbesondere wobei der Berührungssensor (22) einen LDC-Sensor umfasst,
und/oder dass die Elektronikeinheit (12) ein Identifikationsmittel (23) zum Identifizieren
des Benutzers aufweist, insbesondere wobei das Identifikationsmittel (23) ein Funkelement
(23.1) zum berührungslosen Datenaustausch mit einem ID-Geber aufweist, und/oder dass
die Elektronikeinheit (12) einen Annäherungssensor (24) zum Erkennen einer Annäherung
eines Benutzers aufweist, insbesondere wobei der Annäherungssensor (24) zur kapazitiven
Detektion der Annäherung ausgestaltet ist.
10. Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leiterplatte (13) mehrere Leiterschichten (13.1, 13.2) aufweist, wobei die Sensoreinheit
(20) auf einer ersten Leiterschicht (13.1) und der Berührungssensor (22) und/oder
der Identifikator (23) auf einer weiteren Leiterschicht (13.2) angeordnet ist.
11. Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektronikeinheit (12) eine Steuereinheit (25) zur Auswertung von Sensorsignalen
der Sensoreinheit (20) und zur Ansteuerung der Hinweiseinheit (40) in Abhängigkeit
von den Sensorsignalen aufweist.
12. Fahrzeug (1) aufweisend
eine Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum Auslösen
einer Funktion des Fahrzeuges (1) durch einen Benutzer, mit einem flächigen Verkleidungselement
(11) eines Fahrzeugteils (2) des Fahrzeuges (1), das eine Verkleidungsinnenseite (11.1)
und eine Verkleidungsaußenseite (11.2) aufweist,
einer Elektronikeinheit (12), die eine Sensoreinheit (20) zur Erfassung einer Betätigungshandlung
(200) des Benutzers zum Auslösen der Funktion des Fahrzeuges (1), eine Elektronikaußenseite
(12.2) und eine Elektronikinnenseite (12.1), die der Elektronikaußenseite (12.2) gegenüberliegt,
aufweist,
wobei die Elektronikeinheit (12) mit der Elektronikaußenseite (12.2) zur Verkleidungsinnenseite
(11.1) orientiert und an dem Verkleidungselement (11) angeordnet ist, um die Betätigungshandlung
(200) auf der Verkleidungsaußenseite (11.2) zu erfassen,
wobei ein erster Hüllabschnitt (31) zum Schutz der Elektronikinnenseite (12.1) am
Verkleidungselement (11) befestigt ist, so dass das Verkleidungselement (11) und der
erste Hüllabschnitt (31) eine geschlossene Hülle (30) zum Schutz der Elektronikeinheit
(12) bilden.
13. Fahrzeug (1) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei dem Fahrzeugteil (2) um eine Tür, insbesondere in Form einer Schiebetür,
des Fahrzeugs (1) handelt, wobei ein Öffnungsmittel (3) zum automatischen Öffnen der
Tür in Abhängigkeit von der Betätigungshandlung (200) vorgesehen ist.
14. Verfahren (100) zum Herstellen einer Betätigungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche zum Auslösen einer Funktion eines Fahrzeuges (1), insbesondere nach einem
der Ansprüche 12 oder 13, durch einen Benutzer,
umfassend die folgenden Schritte:
- Bereitstellen (101) eines flächigen Verkleidungselementes (11) für ein Fahrzeugteil
(2) eines Fahrzeuges (1) mit einer Verkleidungsinnenseite (11.1) und einer Verkleidungsaußenseite
(11.2),
- Bereitstellen (102) einer Elektronikeinheit (12) mit einer Sensoreinheit (20) zur
Erfassung einer Betätigungshandlung (200) des Benutzers zum Auslösen der Funktion
des Fahrzeuges (1),
- Anordnen (103) der Elektronikeinheit (12) am Verkleidungselement (11), so dass eine
Elektronikaußenseite (12.2) der Elektronikeinheit (12) zur Verkleidungsinnenseite
(11.1) des Verkleidungselementes (11) orientiert ist,
- Befestigen (104) eines ersten Hüllabschnitts (31) zum Schutz der Elektronikinnenseite
(12.1) am Verkleidungselement (11), so dass das Verkleidungselement (11) und der erste
Hüllabschnitt (31) eine geschlossene Hülle (30) zum Schutz der Elektronikeinheit (12)
bilden, wobei der erste Hüllabschnitt (31) durch eine Vergussmasse (31.1) gebildet
wird.
15. Verfahren (100) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vergussmasse (31.1) mit der Elektronikeinheit (12) und dem Verkleidungselement
(11) vergossen wird.
1. An actuating device (10) for triggering a function of a vehicle (1) by a user, comprising
a flat trim element (11) for a vehicle component (2) of the vehicle (1), having an
inner trim surface (11.1) and an outer trim surface (11.2),
an electronic unit (12) with a sensor unit (20) for detecting an actuation action
(200) by the user to trigger the function of the vehicle (1), an electronics outer
side (12.2) and an electronics inner side (12.1) facing the electronics outer side
(12.2),
wherein the electronic unit (12) is oriented with its electronics outer side (12.2)
toward the inner trim surface (11.1) and is arranged on the trim element (11) to detect
the actuation action (200) on the outer trim surface (11.2),
wherein a first enclosure section (31) for protecting the electronics inner side (12.1)
is fastened to the trim element (11) such that the trim element (11) and the first
enclosure section (31) form a closed enclosure (30) for protecting the electronic
unit (12),
wherein the first enclosure section (31) comprises a potting compound (31.1).
2. Actuating device (10) according to claim 1,
characterized in that the first enclosure section (31) is connected to the trim element (11) by material
bonding.
3. Actuating device (10) according to one of claims 1 or 2,
characterized in that the trim element (11) comprises an electronics receptacle (15) for receiving the
electronics unit (12), in particular wherein the electronics unit (12) is secured
to the trim element (11) in the electronics receptacle (15) by a form-fitting and/or
material-bonding connection.
4. Actuating device (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that the electronic unit (12) comprises a printed circuit board (13) with at least one,
in particular capacitive or inductive, sensor element (21) of the sensor unit (20)
for detecting the actuating action (200), in particular wherein the sensor element
(21) is arranged on the electronics outer side (12.2) on the printed circuit board
(13).
5. Actuating device (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that the sensor unit (20) comprises multiple, in particular identical, sensor elements
(21) for detecting the (preferably contactless) actuation action (200), whereby a
direction of the actuation action (200) can be identified,
and/or in that the sensor elements (21) are arranged in a regular pattern, preferably in a matrix-like
and/or strip-like configuration, on the printed circuit board (13).
6. Actuating device (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that the electronic unit (12) comprises an indication unit (40) through which the detection
of the actuation action (200) can be confirmed to the user on the outer trim surface
(11.2) and/or a start of the actuation action (200) can be signaled to the user, in
particular wherein the indication unit (40) is arranged on the printed circuit board
(13),
and/or that the indication unit (40) is an optical indication unit (40) and the trim
element (11) comprises at least one light-transmissive window area (41) through which
an optical signal can be transmitted to the user by the indication unit (40),
and/or that the indication unit (40) comprises multiple light emitters (42) for transmitting
an optical signal to the user, in particular wherein the light emitters (42) are separated
from one another at least in some areas by light-impermeable partition sections (43).
7. Actuating device (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that the electronic unit (12) is enclosed in a frame (14), by means of which the electronic
unit (12) can be positioned on the trim element (11).
8. Actuating device (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that the electronics outer side (12.2) of the electronic unit (12) is covered with potting
compound (31.1), in particular wherein the frame (14) and/or the electronic unit (12)
comprises at least one receiving means (14.2) for a potting nozzle for dispensing
potting compound (31.1), so that the potting compound (31.1) can be conveyed from
the electronics inner side (12.1) to the electronics outer side (12.2) while the electronics
unit (12) is mounted on the trim element (11).
9. Actuating device (10) according to any of the preceding claims,
characterized in that the electronic unit (12) comprises a touch sensor (22) for detecting pressure on
the trim element (11), whereby a further function of the vehicle (1) can be triggered,
in particular wherein the touch sensor (22) comprises an LDC sensor,
and/or in that the electronic unit (12) comprises an identification means (23) for identifying the
user, in particular wherein the identification means (23) comprises a radio element
(23.1) for contactless data exchange with an ID transmitter,
and/or that the electronic unit (12) comprises a proximity sensor (24) for detecting
a user's approach, in particular wherein the proximity sensor (24) is configured for
capacitive detection of the approach.
10. Actuating device (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that the printed circuit board (13) comprises multiple conductor layers (13.1, 13.2),
wherein the sensor unit (20) is arranged on a first conductor layer (13.1) and the
touch sensor (22) and/or the identifier (23) is arranged on a further conductor layer
(13.2).
11. Actuating device (10) according to any of the preceding claims,
characterized in that the electronic unit (12) comprises a control unit (25) for evaluating sensor signals
from the sensor unit (20) and for controlling the indication unit (40) in response
to the sensor signals.
12. Vehicle (1) comprising
an actuating device (10) according to one of the preceding claims for triggering a
function of the vehicle (1) by a user, with
a flat trim element (11) of a vehicle part (2) of the vehicle (1), which comprises
an inner trim surface (11.1) and an outer trim surface (11.2),
an electronic unit (12) comprising a sensor unit (20) for detecting an actuation action
(200) by the user to trigger the function of the vehicle (1), an electronics outer
side (12.2) and an electronics inner side (12.1) facing the electronics outer side
(12.2),
wherein the electronic unit (12) is oriented with its electronics outer side (12.2)
toward the inner trim surface (11.1) and is arranged on the trim element (11) to detect
the actuation action (200) on the outer trim surface (11.2),
wherein a first enclosure section (31) for protecting the electronics inner side (12.1)
is fastened to the trim element (11) such that the trim element (11) and the first
enclosure section (31) form a closed enclosure (30) for protecting the electronic
unit (12).
13. Vehicle (1) according to claim 12,
characterized in that the vehicle part (2) is a door, in particular in the form of a sliding door, of the
vehicle (1), wherein an opening means (3) is provided for automatically opening the
door in response to the actuation action (200).
14. A method (100) for manufacturing an actuating device (10) according to one of the
preceding claims for triggering a function of a vehicle (1), in particular according
to one of claims 12 or 13, by a user,
comprising the following steps:
- providing (101) a flat trim element (11) for a vehicle component (2) of a vehicle
(1) with an inner trim surface (11.1) and an outer trim surface (11.2),
- providing (102) an electronic unit (12) with a sensor unit (20) for detecting an
actuation action (200) by the user to trigger the function of the vehicle (1),
- arranging (103) the electronic unit (12) on the trim element (11) such that an electronics
outer side (12.2) of the electronic unit (12) faces the inner trim surface (11.1)
of the trim element (11),
- fastening (104) a first enclosure section (31) to the trim element (11) to protect
the electronics inner side (12.1) of the electronic unit, such that the trim element
(11) and the first enclosure section (31) form a closed enclosure (30) for protecting
the electronic unit (12), wherein the first enclosure section (31) is formed by a
potting compound (31.1).
15. Method (100) according to claim 14,
characterized in that the electronic unit (12) and the trim element (11) are potted with the potting compound
(31.1).
1. Dispositif d'actionnement (10) destiné à déclencher une fonction d'un véhicule (1)
par un utilisateur, comprenant
un élément d'habillage plat (11) pour une partie (2) du véhicule (1), présentant une
face intérieure d'habillage (11.1) et une face extérieure d'habillage (11.2),
une unité électronique (12) comprenant une unité de capteurs (20) destinée à détecter
une action d'actionnement (200) de l'utilisateur pour déclencher la fonction du véhicule
(1), une face extérieure d'électronique (12.2) et une face intérieure d'électronique
(12.1) qui est opposée à la face extérieure d'électronique (12.2),
l'unité électronique (12) étant orientée avec sa face extérieure d'électronique (12.2)
vers la face intérieure d'habillage (11.1) et disposée sur l'élément d'habillage (11)
afin de détecter l'action d'actionnement (200) sur la face extérieure d'habillage
(11.2),
une première partie d'enveloppe (31) destinée à protéger la face intérieure d'électronique
(12.1) est fixée à l'élément d'habillage (11), de sorte que l'élément d'habillage
(11) et la première partie d'enveloppe (31) forment une enveloppe fermée (30) destinée
à protéger l'unité électronique (12),
la première partie d'enveloppe (31) comportant une masse de scellement (31.1).
2. Dispositif d'actionnement (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la première partie d'enveloppe (31) est reliée par adhérence de matière à l'élément
d'habillage (11).
3. Dispositif d'actionnement (10) selon l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que l'élément d'habillage (11) comporte un logement électronique (15) destiné à recevoir
l'unité électronique (12), l'unité électronique (12) étant notamment fixée par complémentarité
de forme et/ou par adhérence dans le logement électronique (15) sur l'élément d'habillage
(11).
4. Dispositif d'actionnement (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'unité électronique (12) comporte une carte de circuit imprimé (13) avec au moins
un élément capteur (21), notamment capacitif ou inductif, de l'unité de capteurs (20)
pour détecter l'actionnement (200), l'élément capteur (21) étant notamment disposé
sur la face extérieure d'électronique (12.2), sur la carte de circuit imprimé (13).
5. Dispositif d'actionnement (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'unité de capteurs (20) comporte plusieurs éléments de capteur (21), notamment de
même type, destinés à détecter l'action d'actionnement (200) (de préférence sans contact),
ce qui permet d'identifier une direction de l'action d'actionnement (200),
et/ou en ce que les éléments capteurs (21) sont disposés selon un motif régulier, de préférence en
forme de matrice et/ou de bande, sur la carte de circuit imprimé (13).
6. Dispositif d'actionnement (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'unité électronique (12) comporte une unité d'indication (40) grâce à laquelle la
détection de l'action d'actionnement (200) peut être confirmée et/ou un début de l'action
d'actionnement (200) peut être signalé à l'utilisateur sur la face extérieure d'habillage
(11.2), l'unité d'indication (40) étant notamment disposée sur la carte de circuit
imprimé (13),
et/ou que l'unité d'indication (40) est une unité d'indication optique (40) et que
l'élément d'habillage (11) comporte au moins une zone de fenêtre translucide (41)
à travers laquelle un signal optique peut être transmis à l'utilisateur par l'unité
d'indication (40),
et/ou que l'unité d'indication (40) comporte plusieurs émetteurs de lumière (42) destinés
à émettre un signal optique à l'utilisateur, en particulier les émetteurs de lumière
(42) étant séparés les uns des autres, au moins par zones, par des sections de séparation
opaques (43).
7. Dispositif d'actionnement (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'unité électronique (12) est encastrée dans un cadre (14) permettant de positionner
l'unité électronique (12) sur l'élément d'habillage (11).
8. Dispositif d'actionnement (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la face extérieure d'électronique (12.2) de l'unité électronique (12) est recouverte
d'une masse de scellement (31.1), le cadre (14) et/ou l'unité électronique (12) comportant
notamment au moins un moyen de réception (14.2) pour une buse de scellement destinée
à l'injection de la masse de scellement (31.1), de sorte que la masse de scellement
(31.1) puisse être acheminée de la face intérieure d'électronique (12.1) vers la face
extérieure d'électronique (12.2), tandis que l'unité électronique (12) est disposée
sur l'élément d'habillage (11).
9. Dispositif d'actionnement (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'unité électronique (12) comporte un capteur tactile (22) destiné à détecter une
pression exercée sur l'élément d'habillage (11), ce qui permet de déclencher une autre
fonction du véhicule (1), en particulier le capteur tactile (22) comprenant un capteur
LDC,
et/ou en ce que l'unité électronique (12) comporte un moyen d'identification (23) destiné à identifier
l'utilisateur, en particulier le moyen d'identification (23) comportant un élément
radio (23.1) destiné à l'échange de données sans contact avec un émetteur d'identification,
et/ou que l'unité électronique (12) comporte un capteur de proximité (24) destiné
à détecter l'approche d'un utilisateur, en particulier le capteur de proximité (24)
étant conçu pour la détection capacitive de l'approche.
10. Dispositif d'actionnement (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la carte de circuit imprimé (13) comporte plusieurs couches conductrices (13.1, 13.2),
l'unité de capteurs (20) étant disposée sur une première couche conductrice (13.1)
et le capteur tactile (22) et/ou l'identificateur (23) étant disposés sur une autre
couche conductrice (13.2).
11. Dispositif d'actionnement (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'unité électronique (12) comporte une unité de commande (25) destinée à l'évaluation
des signaux de capteur de l'unité de capteurs (20) et à la commande de l'unité d'indication
(40) en fonction des signaux de capteur.
12. Véhicule (1) comportant
un dispositif d'actionnement (10) selon l'une des revendications précédentes pour
déclencher une fonction du véhicule (1) par un utilisateur, avec
un élément d'habillage plat (11) d'une partie (2) du véhicule (1), qui comporte une
face intérieure d'habillage (11.1) et une face extérieure d'habillage (11.2),
une unité électronique (12) qui comporte une unité de capteurs (20) pour détecter
une action d'actionnement (200) de l'utilisateur visant à déclencher la fonction du
véhicule (1), une face extérieure d'électronique (12.2) et une face intérieure d'électronique
(12.1) opposée à la face extérieure d'électronique (12.2),
l'unité électronique (12) étant orientée par sa face extérieure d'électronique (12.2)
vers la face intérieure d'habillage (11.1) et disposée sur l'élément d'habillage (11)
afin de détecter l'action d'actionnement (200) sur la face extérieure d'habillage
(11.2),
une première partie d'enveloppe (31) destinée à protéger la face intérieure d'électronique
(12.1) étant fixée à l'élément d'habillage (11), de sorte que l'élément d'habillage
(11) et la première partie d'enveloppe (31) forment une enveloppe fermée (30) destinée
à protéger l'unité électronique (12).
13. Véhicule (1) selon la revendication 12,
caractérisé en ce que la partie de véhicule (2) est une porte, en particulier sous la forme d'une porte
coulissante, du véhicule (1), un moyen d'ouverture (3) étant prévu pour ouvrir automatiquement
la porte en fonction de l'action d'actionnement (200).
14. Procédé (100) de fabrication d'un dispositif d'actionnement (10) selon l'une des revendications
précédentes pour déclencher une fonction d'un véhicule (1), en particulier selon l'une
des revendications 12 ou 13, par un utilisateur,
comprenant les étapes suivantes :
- la mise à disposition (101) d'un élément d'habillage plat (11) pour une partie (2)
d'un véhicule (1), comportant une face intérieure d'habillage (11.1) et une face extérieure
d'habillage (11.2),
- mise à disposition (102) d'une unité électronique (12) comportant une unité de capteurs
(20) destinée à détecter une action d'actionnement (200) de l'utilisateur pour déclencher
la fonction du véhicule (1),
- disposition (103) de l'unité électronique (12) sur l'élément d'habillage (11) de
telle sorte qu'une face extérieure d'électronique (12.2) de l'unité électronique (12)
soit orientée vers la face intérieure d'habillage (11.1) de l'élément d'habillage
(11),
- fixation (104) d'une première partie d'enveloppe (31) destinée à protéger la face
intérieure d'électronique (12.1) de l'unité électronique sur l'élément d'habillage
(11), de sorte que l'élément d'habillage (11) et la première partie d'enveloppe (31)
forment une enveloppe fermée (30) destinée à protéger l'unité électronique (12), la
première partie d'enveloppe (31) étant formée par une masse de scellement (31.1).
15. Procédé (100) selon la revendication 14,
caractérisé en ce que l'unité électronique (12) et l'élément d'habillage (11) sont enrobés avec la masse
de scellement (31.1).