[0001] Die Erfindung betrifft ein extrudiertes Fenster- oder Tür-Hohlkammerprofil gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein solches Hohlkammerprofil kann vorzugsweise bereits
ab Werk eine integrierte Aussteifung aufweisen und umfasst mindestens einen Befestigungsbereich
zur Befestigung des Hohlkammerprofils an einer oder zum Verbinden des Hohlkammerprofils
mit einer externen Komponente, welcher Befestigungsbereich zur Aufnahme eines randseitig
profilierten Befestigungsmittels ausgebildet und vorgesehen ist. Das Hohlkammerprofil
weist in dem Befestigungsbereich mindestens einen Befestigungskanal auf, der senkrecht
zu einer Extrusionslängsrichtung des Hohlkammerprofils orientiert ist. Der Befestigungskanal
besitzt eine Kanal-Längsachse, ist an seinen Enden senkrecht zu der Kanal-Längsachse
durch jeweils eine Außenwandung des Hohlkammerprofils verschlossen und ist parallel
zu der Kanal-Längsachse seitlich durch Kanal-Seitenwände begrenzt. Der Befestigungskanal
ist außerdem in wenigstens zwei Teil-Befestigungskanäle unterteilt, welche Teil-Befestigungskanäle
in Richtung der Kanal-Längsachse durch wenigstens einen Zwischenbereich voneinander
beabstandet sind.
[0002] Die Erfindung betrifft außerdem mit dem Anspruch 8 ein System aus einem erfindungsgemäßen
extrudierten Fenster- oder Tür-Hohlkammerprofil und wenigstens einem zusätzlichen,
separaten Profilelement.
[0003] Die Erfindung betrifft mit dem Anspruch 11 auch ein System aus einem erfindungsgemäßen
extrudierten Fenster- oder Tür-Hohlkammerprofil, optional wenigstens einem zusätzlichen,
separaten Profilelement, und wenigstens einem randseitig profilierten Befestigungsmittel,
vorzugsweise Schraube.
[0004] Mit dem Anspruch 13 betrifft die Erfindung weiterhin einen Rahmen für eine Tür oder
ein Fenster, der aus mehreren miteinander in Verbindungsbereichen verbundenen, vorzugsweise
verschweißten, Abschnitten von erfindungsgemäßen Hohlkammerprofilen gebildet ist.
[0007] Solche Hohlkammerprofile können insbesondere zur Fertigung von Blendrahmen verwendet
werden. Ein Blendrahmen ist derjenige Teil eines Fensters oder einer Tür, der unbeweglich
fest mit dem Baukörper oder allgemein mit einer "externen Komponente" verbunden ist
(im Gegensatz zum regelmäßig beweglichen Flügel(-Rahmen)).
[0008] EP 1 693 546 A1 zeigt ein Profil für einen Blendrahmen mit bauwerkseitigen Vorsprüngen, zwischen
den ein Isoliermaterial aufgenommen ist.
[0009] Die Hohlkammerprofile werden üblicherweise mit Montage- oder Befestigungsmitteln,
wie z.B. Abstandsmontageschrauben, in definierten Abständen mit dem Mauerwerk (Laibung)
des Baukörpers oder mit beliebigen anderen externen Komponenten verbunden.
[0010] DE 10 2014 104 190 A1 zeigt Kunststoff-Hohlkammerprofil für den Fenster- und Türenbau mit einem an einer
Profilaußenseite angeordneten Falz, welches Kunststoff-Hohlkammerprofil auf seiner
dem Falz gegenüberliegenden Profilaußenseite eine Nut zur Aufnahme eines Kopfes eines
Befestigungsmittels aufweist. Dadurch ist die Querschnittsfläche der Nut an dieser
Stelle annähernd vollständig ausgefüllt und der Raum unterhalb der Profilaußenseite
zur Anbindung eines Verbindungsprofils, beispielsweise einer Blendrahmenverbreiterung,
eines Sohlbankprofils oder dergleichen, an das erfindungsgemäße Kunststoff-Hohlkammerprofil
frei.
[0011] Am Markt bekannt sind spezielle, hohe Blendrahmen in sog. geschlossener bzw. offener
Ausführung (siehe Figuren 1 und 2). Diese sind als separate Artikel (auf verschiedenen
Werkzeugen gefertigt) ausgeführt, sodass sich ein Fensterbauer schon vorab für eine
der beiden Ausführungen entscheiden und/oder eine doppelte Lagerhaltung gewährleisten
muss.
[0012] Jede dieser vorbekannten Lösungen hat spezifische Vor- und Nachteile. So ist bei
geschlossenen, hohen Blendrahmen gemäß Figur 1, die regelmäßig zwei übereinander angeordnete
Armierungskammern aufweisen, die Verschraubung in der oberen Armierungskammer nur
mit entsprechendem Zusatzaufwand (z.B. Ausfräsen des Blendrahmen-Fußbereichs) möglich.
Beim offenen Blendrahmen gemäß Figur 2 entfällt dieser Zusatzaufwand; es entsteht
jedoch bei der Fenstermontage ein tiefer Hinterschnitt, der eine spezielle Montage
erfordert und einen großen freien Abstand der Montageschraube zum Baukörper zur Folge
hat, was sich nachteilig auf die erreichbare Stabilität auswirkt.
[0013] Es besteht Bedarf an einem Hohlkammerprofil der genannten Art, das beide Verarbeitungs-
und Montagemöglichkeiten in einem Bauteil ermöglicht und dadurch die Profilvielfalt
des Fensterbauers reduziert, ohne dass dieser den genannten Zusatzaufwand leisten
oder bei der Stabilität Abstriche machen muss.
[0014] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Hohlkammerprofil der eingangs
genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass beide Verarbeitungs- und Montagemöglichkeiten
mit demselben Profil ermöglicht werden und dadurch die Profilvielfalt des Fensterbauers
reduziert wird, ohne dass dieser den genannten Zusatzaufwand leisten oder bei der
Stabilität Abstriche machen muss.
[0015] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein extrudiertes Fenster- oder Tür-Hohlkammerprofil
mit den Merkmalen des Anspruchs 1, durch ein System mit den Merkmalen des Anspruchs
8 bzw. 11 sowie durch einen Rahmen mit den Merkmalen des Anspruchs 13.
[0016] Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstands sind in den Unteransprüchen
definiert.
[0017] Erfindungsgemäß ist ein extrudiertes Fenster- oder Tür-Hohlkammerprofil, vorzugsweise
mit ab Werk integrierter Aussteifung, mit mindestens einem Befestigungsbereich zur
Befestigung des Hohlkammerprofils an einer oder zum Verbinden des Hohlkammerprofils
mit einer externen Komponente, insbesondere mit einem Mauerwerk (Baukörper), welcher
Befestigungsbereich zur Aufnahme eines randseitig profilierten Befestigungsmittels
ausgebildet und vorgesehen ist, welches Hohlkammerprofil in dem Befestigungsbereich
mindestens einen Befestigungskanal aufweist, der senkrecht zu einer Extrusionslängsrichtung
des Hohlkammerprofils orientiert ist, welcher Befestigungskanal eine Kanal-Längsachse
aufweist, an seinen Enden senkrecht zu der Kanal-Längsachse durch jeweils eine Außenwandung
des Hohlkammerprofils verschlossen ist und parallel zu der Kanal-Längsachse seitlich
durch Kanal-Seitenwände begrenzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlkammerprofil
im Bereich der im Montagezustand des Hohlkammerprofils der externen Komponente zugewandten
oder zuzuwendenden äußeren Außenwandung wenigstens zwei Vorsprünge aufweist, die sich
beabstandet von und parallel zu der Kanal-Längsachse erstrecken und die zwischen sich
einen nach außen öffnenden, lichten Freiraum definieren, der sich parallel zu der
Kanal-Längsachse über den Befestigungskanal hinaus erstreckt. Das Hohlkammerprofil
ermöglicht so die einfache Herstellung eines offenen Blendrahmens, wodurch es ohne
weitere Freifräsungen oder dgl. möglich ist, eine Armierung (z.B. für eine Pfostenverbindung)
im Bereich des Freiraums einzubringen.
[0018] Außerdem ist bei dem erfindungsgemäßen Hohlkammerprofil vorgesehen, dass der Befestigungskanal
in wenigstens zwei Teil-Befestigungskanäle unterteilt ist, welche Teil-Befestigungskanäle
in Richtung der Kanal-Längsachse durch wenigstens einen Zwischenbereich voneinander
beabstandet sind, wobei die Kanal-Seitenwände in dem Zwischenbereich einen größeren
Abstand zueinander aufweisen als in einem Bereich der Teil-Befestigungskanäle.
[0019] Letztendlich kommt es darauf an, dass entlang des Befestigungskanals zumindest ein
Abschnitt existiert, in dem eine Befestigungsschraube der dgl. mit den seitlichen
Kanalwänden in Wechselwirkung treten kann, um eine ausreichende Befestigungswirkung
zu erzielen. So, wie der Begriff "Befestigungskanal" vorliegend verwendet wird, ist
es nicht erforderlich, dass er über seine gesamte Länge durchgängig für die genannte
Wechselwirkung ausgebildet ist.
[0020] Die vorgeschlagene Konstruktion ist so gestaltet, dass der Schraubenhalt im Profil
aufgrund der erfindungsgemäß vorgesehenen Teil-Befestigungskanäle bzw. Schraubkammern
auch bereits ohne eine zusätzliche Armierung für standardmäßige Belastungen ausreichend
dimensioniert ist. Insbesondere bei auf Querkraft belasteten Montagemitteln (Befestigungsschrauben)
konnte ein vergleichbares Niveau an Steifigkeit zu Lösungen mit durchgehendem Schraubkanal
ermittelt werden. Querkräfte resultieren etwa durch Belastungen, die am Fenster typischerweise
durch Windbelastungen vorkommen.
[0021] Bei einem erfindungsgemäßen System aus einem erfindungsgemäßen extrudierten Fenster-
oder Tür-Hohlkammerprofil und wenigstens einem zusätzlichen, separaten Profilelement,
welches Profilelement bezogen auf seinen Querschnitt Abmessungen aufweist, die mit
entsprechenden Abmessungen des Freiraums korrespondieren, so dass das Profilelement
in seinem Montagezustand in dem Freiraum aufnehmbar oder aufgenommen ist. Das Profilelement
wird nachfolgend auch als "Sohlbank" bezeichnet. Es kann aus einem Kunststoff, z.B.
PVC, hergestellt sein. Durch eine besondere Gestaltung der Öffnung (des Freiraums)
kann im Rahmen von weiter unten beschriebenen Ausgestaltungen erreicht werden, dass
die Öffnung (der Freiraum) durch die Sohlbank verschlossen werden kann, um somit die
Vorteile eines geschlossenen Blendrahmens zu ermöglichen.
[0022] Erfindungsgemäß ist dabei vorgesehen, dass das Profilelement bündig mit den Vorsprüngen
abschließt, wenn es in seinem Montagezustand innerhalb des Freiraums an der äußeren
Außenwandung anliegt. Das Profilelement füllt so das offene Hohlkammerprofil gerade
aus, ohne für zusätzlichen Bauraumbedarf zu sorgen.
[0023] Bei einem erfindungsgemäßen System aus einem erfindungsgemäßen Hohlkammerprofil,
vorzugsweise einem zusätzlichen, separaten Profilelement und wenigstens einem randseitig
profilierten Befestigungsmittel, vorzugsweise Schraube, ist vorgesehen, dass das Befestigungsmittel
entlang der Kanal-Längsachse in mehrere Teil-Befestigungskanäle eingebracht ist, wobei
die externe Komponente in Verlängerung der Kanal-Längsachse angeordnet oder anzuordnen
ist; und/oder dass das Befestigungsmittel quer zu der Kanal-Längsachse in wenigstens
einen der Teil-Befestigungskanäle eingebracht ist, wobei die externe Komponente seitlich
beabstandet von der Kanal-Längsachse im Bereich einer von den beiden Außenwandungen
verschiedenen Stirnseite des Hohlkammerprofils angeordnet oder anzuordnen ist; wobei
vorzugsweise ein Außendurchmesser des Befestigungsmittels größer ist als ein lichter
Querschnitt der Teil-Befestigungskanäle oder des wenigstens einen der Teil-Befestigungskanäle;
wobei optional das Befestigungsmittel das Profilelement durchdringt.
[0024] Bei einem erfindungsgemäßen Rahmen für eine Tür oder ein Fenster, der aus mehreren
miteinander in Verbindungsbereichen verbundenen, vorzugsweise verschweißten, Abschnitten
von erfindungsgemäßen Hohlkammerprofilen gebildet ist, ist vorgesehen, dass in wenigstens
einem der Verbindungsbereiche ein vorzugsweise metallisches Verbindungselement, vorzugsweise
ein Verbindungswinkel, in zwei miteinander verbundene Hohlkammerprofil-Abschnitte
im Bereich des jeweiligen Befestigungskanals eingebracht ist; und/oder dass in wenigstens
einen Hohlkammerprofil-Abschnitt, bei entsprechender Weiterbildung vorzugsweise in
den wenigstens einen Zwischenbereich oder in wenigstens einen der Zwischenbereiche,
ein vorzugsweise metallisches Armierungselement eingesetzt ist; und/oder bei dem in
den Freiraum wenigstens eines Hohlkammerprofil-Abschnitts ein zusätzliches, separates
Profilelement eingesetzt ist.
[0025] Marktbekannte Fensterprofile bzw. allgemein Hohlkammerprofile der genannten Art müssen
nämlich abhängig von den vorliegenden Anforderungen und den zu erwarteten Belastungen
entsprechend ausgesteift werden. Konventionelle Fensterprofile weisen speziell dafür
dimensionierte Hohlkammern auf. In diese Kammern werden Metallprofile eingeschoben
und verschraubt, um die Stabilität des Fensters oder der Tür zu erhöhen. Solche Kammern
werden als Armierungskammern bezeichnet. Obwohl vorstehend teilweise nur von Fenstern
die Rede war, gilt dieselbe Problematik auch für Türprofile, weswegen nachfolgende
auch einfach von "Hohlkammerprofilen" oder kurz von "Profilen" die Rede ist.
[0026] Alternativ kommen vermehrt auch faserverstärkte Materialien oder thermisch getrennte
Metallaussteifungen zum Einsatz, die bereits ab Werk im Profil integriert sein können.
[0027] Metalle haben eine hohe thermische Leitfähigkeit. Die Armierungen führen deshalb
zu einer Verschlechterung der Wärmedämmung innerhalb der Konstruktion. Neuartige Konstruktionen
mit faserverstärkten Anteilen, oder mit thermisch getrennten Aussteifungen, können
die Wärmedämmung zwar erheblich verbessern. Aufgrund der stark variierenden Belastungen
je nach Einbauort und Anwendungsfall ist eine passgenaue Dimensionierung der ab Werk
im Profil integrierten Aussteifungen aber nur sehr unpräzise. Die Aussteifung ist
deshalb je nach Anwendungsfall oftmals über- oder unterdimensioniert. In einigen Anwendungsfällen
ist eine zusätzliche Aussteifung aus Metall deshalb vorteilhaft oder sogar erforderlich.
[0028] Die Verschraubung durchdringt bei konventionellen Lösungen die Armierungskammer,
sodass das Profil über die Armierung an dem Mauerwerk befestigt wird. Bei faserverstärkten
Profilen wird der erforderliche Schraubenhalt im Profil beispielsweise mit Hilfe von
Schraubkanälen erzielt.
[0029] Das Vorsehen eines durchgehenden Schraubkanals insbesondere gemäß dem weiter oben
genannten Stand der Technik hat allerdings den prinzipiellen Nachteil, dass keine
zusätzliche Armierung in diesem Bereich mehr eingesetzt werden kann. Dadurch wird
der Anwendungsbereich entsprechend ausgestalteter Blendrahmenprofile stark eingegrenzt.
[0030] In manchen Konstruktionen können dafür dann benachbarte Hohlkammern des Profils ausgesteift
werden. Allerdings müssen bei einer solchen Aussteifung von benachbarten Hohlkammern
die Bohr- und Schraubpositionen versetzt werden, um die Aussteifung mit dem Mauerwerk
zu verbinden. Das ist steuerungs- und fertigungstechnisch nur erschwert umsetzbar.
[0031] Zusammenfassend lässt sich festhalten: Konventionelle Fensterprofile mit nachträglicher
Metallarmierung besitzen die Nachteile einer schlechten Wärmedämmung und eines hohen
Gewichts. Fensterprofile mit ab Werk integrierter Aussteifung sind schwierig zu dimensionieren;
eine zusätzliche Armierung ist nur erschwert möglich, insbesondere ist keine einheitliche
Schraubposition bei zusätzlicher Armierung gegeben. Je nach Einsatzzweck und Belastung
müssen heutzutage Fenster- oder Türkonstruktionen unterschiedlich dimensioniert werden.
Beim Einsatz von Stahlarmierungen ist daher nachteiliger Weise eine versetzte Montageachse
notwendig.
[0032] Für besondere Belastungen, etwa bei Einsatz einer Absturzsicherung oder bei einem
französischen Balkon, kann zusätzlich in den genannten Zwischenbereich eine (metallische)
Armierung in das Profil eingeschoben werden. Die Montagebohrungen verbleiben hierbei
vorteilhafter Weise auf derselben Achse und Position.
[0033] Die Verschraubung durchdringt die vorzugsweise im Bereich der Teil-Befestigungskanäle
bzw. Schraubkammern vorhandenen (oder durch die Schraubkammern selbst gebildeten)
Materialanhäufungen im Profil und die Aussteifung dann gleichermaßen. So kann in Anwendungsbereichen,
bei der eine Metallarmierung erforderlich ist, das Profil gezielt und partiell ausgesteift
werden, ohne den Fertigungsablauf der Bohrungen und Verschraubung ändern zu müssen.
Die Armierungswirkung kann somit besonders effizient dimensioniert werden.
[0034] Der Begriff "Schraubkammer" beinhaltet bevorzugt, dass die betreffenden Kammern (bei
einem Querschnitt durch das Profil) ringsum von Profilmaterial (Stegen) umgeben bzw.
eingeschlossen sind. Die Schraubkammern stellen somit bereits für sich genommen Materialanhäufungen
im Profil dar, was die Stabilität erhöht.
[0035] Wie weiter oben bereits erwähnt wurde, sieht das erfindungsgemäße Hohlkammerprofils
vor, dass die Kanal-Seitenwände in dem Zwischenbereich einen grö-ßeren Abstand zueinander
aufweisen als in einem Bereich der Teil-Befestigungskanäle. Auf diese Weise kann in
dem Zwischenbereich ausreichend Platz zum Einbringen eines geeignet dimensionierten
Armierungsprofils geschaffen werden. Insbesondere treten die Kanal-Seitenwände in
dem Zwischenbereich zumindest so weit zurück, dass keine Wechselwirkung mit dem Montage-/Befestigungsmittel
mehr auftritt.
[0036] Eine besondere Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils sieht in diesem
Zusammenhang vor, dass der Zwischenbereich als Armierungskammer zur Aufnahme einer
vorzugsweise metallischen Armierung ausgebildet ist.
[0037] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils
sieht vor, dass wenigstens einer der Teil-Befestigungskanäle einen im Querschnitt
lokal begrenzten Kanal-Vorsprung im Bereich der äußeren Außenwandung ausbildet. Dieser
als Schraubkammer dienende Kanal-Vorsprung kann somit außerhalb der genannten Armierungskammer
in dem Freiraum angeordnet sein, so dass er die Einbringung der genannten Armierung
nicht behindert.
[0038] Eine andere Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils sieht vor, dass
innerhalb der Teil-Befestigungskanäle, vorzugsweise an wenigstens einer der beiden
Außenwandungen, eine Materialanhäufung oder eine Verdickung, insbesondere der betreffenden
Außenwandung, vorgesehen ist. Dadurch kann die bereits angesprochene Haltewirkung
noch verbessert werden. Allerdings stellen auch die genannten Teil-Befestigungskanäle
selbst gewisse Materialanhäufungen dar, worauf bereits hingewiesen wurde. Durch die
genannten zusätzlichen Materialanhäufungen bzw. Verdickungen kann diese Wirkung noch
verbessert werden
[0039] Bei einer wieder anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils ist
vorgesehen, dass die Kanal-Seitenwände an ihrer wenigstens einen der Teil-Befestigungskanäle
begrenzenden Innenseite Vorsprünge aufweisen. Solche Vorsprünge können mit einem in
den Kanal eingebrachten Befestigungsmittel mechanisch zusammenwirken, um die Befestigungswirkung
zu verbessern.
[0040] Um diesen Effekt noch zu erhöhen, kann bei entsprechender Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Hohlkammerprofils vorgesehen sein, dass zwischen Vorsprüngen, die von verschiedenen
Kanal-Seitenwänden ausgehen, in einer Querrichtung quer zu der Kanal-Längsachse ein
lichter Höchstabstand vorgesehen ist, welcher lichte Höchstabstand vorzugsweise 2
mm nicht übersteigt; und/oder dass zwischen zwei in einer Längsrichtung entlang der
Kanal-Längsachse benachbarten Vorsprüngen ein Höchstabstand vorgesehen ist, welcher
Höchstabstand vorzugsweise 2 mm oder weniger beträgt; und/oder dass zwischen einem
Vorsprung und einer dem Vorsprung gegenüberliegenden Kanal-Seitenwand ein Höchstabstand
von vorzugsweise 2 mm oder weniger vorgesehen ist. Auf diese Weise lässt sich insbesondere
sicherstellen, dass ein in den Kanal eingebrachtes Befestigungsmittel mit den genannten
Vorsprüngen zusammenwirkt. Die angegebenen Werte haben sich aus Sicht der Anmelderin
als besonders gut geeignet erwiesen.
[0041] In diesem Zusammenhang kann weiterhin noch vorgesehen sein, dass von verschiedenen
Kanal-Seitenwänden ausgehende Vorsprünge in Längsrichtung entlang der Kanal-Längsachse
versetzt oder auf gleicher Höhe angeordnet sind. Hierdurch lässt sich die Befestigungswirkung
an unterschiedliche Anforderungen anpassen.
[0042] Bei wieder einer anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils kann
vorgesehen sein, dass wenigstens einige der Vorsprünge sich unter einem Winkel bezüglich
der betreffenden Kanal-Seitenwände erstrecken, welcher Winkel bevorzugt entweder 90°
beträgt oder von 90° abweicht und bevorzugt zwischen 30° und 60° beträgt, höchst vorzugsweise
45°, wobei vorzugsweise auf gleicher Höhe angeordnete Vorsprünge gleiche Winkel aufweisen.
Auch dies kann zu einer verbesserten Befestigungswirkung beitragen.
[0043] Bei einer äußerst vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils
ist vorgesehen, dass der Zwischenbereich als Armierungskammer zur Aufnahme einer vorzugsweise
metallischen Armierung ausgebildet ist. Auf die besonderen Vorteile einer solchen
Ausgestaltung wurde weiter oben bereits detailliert hingewiesen. Hiermit kann insbesondere
verbunden sein, dass der Zwischenbereich hinreichend groß dimensioniert ausgebildet
ist, um darin eine statisch wirksame Armierung aufnehmen zu können. Dies kann implizieren,
dass in Richtung der Kanal-Längsachse ein deutlicher Abstand zwischen den Teil-Befestigungskanälen
oder Schraubkammern existiert bzw. dass die Kanal-Seitenwände in dem Zwischenbereich
deutlich zurückspringen, verglichen mit den Teil-Befestigungskanälen.
[0044] In der Praxis kann die Armierungskammer typische Abmessungen zwischen 20 bis 40 mm
in Höhe und Breite aufweisen. Die Schraubkammern können eine Breite von vorzugsweise
6 bis 8 mm (Kammerlichte) und eine Höhe von 3 bis 10 mm aufweisen.
[0045] Bei noch einer anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils kann
vorgesehen sein, dass die Kanal-Seitenwände im Bereich wenigstens eines Teil-Befestigungskanals
zumindest einseitig, vorzugsweise beidseitig, quer zur Extrusionslängsrichtung seitlich
abgestützt sind. Dies verbessert die Stabilität der Teil-Befestigungskanäle beim Einbringen
eines Befestigungsmittels und erhöht somit die Haltewirkung.
[0046] Bei wieder einer anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils kann
vorgesehen sein, dass die Abstützung wenigstens einer Kanal-Seitenwand unter einem
Winkel von 90 Grad bezüglich der Kanal-Längsachse erfolgt. In der Praxis ergibt sich
so eine besonders gute Stabilisierungswirkung.
[0047] Zusätzlich oder alternativ kann bei einer anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Hohlkammerprofils jedoch auch vorgesehen sein, dass die Abstützung wenigstens einer
Kanal-Seitenwand unter einem Winkel abweichend von 90 Grad bezüglich der Kanal-Längsachse
erfolgt. Dies kann insbesondere Vorteile hinsichtlich des benötigten Materialeinsatzes
bei der Fertigung des Hohlkammerprofils haben.
[0048] Eine andere, vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils sieht
vor, dass wenigstens ein Teil-Befestigungskanal als Ansatz an einem durchgängigen
Quersteg des Hohlkammerprofil ausgebildet ist, vorzugsweise in Montagerichtung unterhalb
bzw. außerhalb des betreffenden Querstegs. Eine solche Ausgestaltung hat sich in der
Praxis als besonders widerstandsfähig erwiesen. Außerdem kann durch den betreffenden
Quersteg eine thermisch wirksame zusätzliche Isolierkammer innerhalb des Profils geschaffen
werden, was entsprechende energetische Vorteile mit sich bringt.
[0049] Es kann bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils noch vorgesehen
sein, dass der Befestigungskanal zumindest teilweise mit einem festen oder pastösen
Material gefüllt ist, vorzugsweise mit einem thermisch wirksamen Dämmstoff und/oder
einem Befestigungsmaterial, insbesondere einem Dämmschaum oder Injektionsmörtel. Hierdurch
lassen sich sowohl die thermische Isoliereigenschaften als auch die Haltewirkung nochmals
verbessern.
[0050] Bei einer anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils ist vorgesehen,
dass wenigstens einer der Vorsprünge wenigstens eine Hohlkammer aufweist. Dadurch
lässt sich die Stabilität gerade auch längerer Vorsprünge erhöhen.
[0051] Bei einer wieder anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils ist
vorgesehen, dass an wenigstens einem der Vorsprünge zumindest ein endständiger Steg
angeordnet ist, vorzugsweise wenigstens zwei endständige Stege. Solche Stege können
mit Isolier- oder Befestigungsmaterial an der Schnittstelle zum Baukörper eine vorteilhafte
formschlüssige Verbindung ausbilden.
[0052] Bei noch einer anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils ist
vorgesehen, dass wenigstens einer der Vorsprünge auf seiner dem Freiraum zugewandten
Innenseite wenigstens einen weiteren Vorsprung aufweist, vorzugsweise einen im Querschnitt
dreieckigen Vorsprung. Dieser Vorsprung kann als Versteifung für die zuerst genannten
Vorsprünge, als Verliersicherung und/oder als Abstandshalter für das eingesetzte Profilelement
(Sohlbank) dienen. Bevorzugt dient der Vorsprung als Verliersicherung für ein optional
(z.B. als Teil einer Weiterbildung eines erfindungsgemäßen Systems oder alternativ
dazu) im Rahmenrücken, d.h. auf der dem Bauwerk zugewandten Seite angeordnetes oder
anzuordnendes Dämmelement, z.B. aus Styropor. Das Dämmelement kann dabei insbesondere
an Stelle des Profilelements vorgesehen sein.
[0053] Der genannte Vorsprung kann jedoch auch als Rastvorsprung zum Verrasten eines entsprechend
ausgebildeten separaten Profilelements bei einem erfindungsgemäßen System dienen.
Selbstverständlich können auch beide Arten von Vorsprüngen gleichzeitig vorgesehen
sein, dann vorzugsweise an verschiedenen Positionen an der genannten Innenseite.
[0054] Eine besondere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils
sieht vor, dass gegenüber dem erwähnten (Rast-)Vorsprung noch ein weiterer solcher
(Rast-)Vorsprung im Bereich des Freiraums vorhanden ist, um die Haltewirkung zu verbessern.
Vorzugsweise ist dieser weitere (Rast-)Vorsprung an demjenigen Teil-Befestigungskanal
angeordnet, der als Ansatz an einem durchgängigen Quersteg des Hohlkammerprofil ausgebildet
ist, Die Erfindung ist jedoch keinesfalls auch eine solche spezielle Anordnung des
weiteren (Rast-)Vorsprungs beschränkt.
[0055] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils ist
vorgesehen, dass wenigstens einer der Vorsprünge auf seiner dem Freiraum zugewandten
Innenseite einen schräg bezüglich der Kanal-Längsachse orientierten Abschnitt aufweist,
sodass sich der Freiraum im Montagezustand des Hohlkammerprofils in einer Richtung
von der externen Komponente weg verbreitert und einen Hinterschnitt ausbildet. Dieser
Hinterschnitt kann dazu verwendet werden, das Profilelement zunächst schräg in den
Freiraum einzusetzen und dann in seine (gerade) Montagestellung zu bringen, was mit
einer Verformung eines Teils des Profilelements einhergehen kann, die für einen Kraftschluss
sorgt (siehe unten).
[0056] Bei einer anderen vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils
ist vorgesehen, dass das Profilelement als Hohlkammer-Profilelement ausgebildet ist,
vorzugsweise mit mindestens zwei Hohlkammern, wobei höchst vorzugsweise und bei entsprechender
Ausgestaltung das Profilelement eine Ausnehmung zum Aufnehmen des Kanal-Vorsprungs
in seinem Montagezustand aufweist. Das Profilelement ist so bei relativ hoher mechanischer
Belastbarkeit entsprechend leichtgewichtig. Es kann den Kanal-Vorsprung umfassen,
ohne dass sich dieser nachteilig auf den Bauraumbedarf auswirken würden.
[0057] Bei einer wieder anderen vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils
ist vorgesehen, dass das Profilelement eine Anzahl nach au-ßen abragender Stege aufweist,
nämlich:
- a) wenigstens einen ersten Steg, der in dem Montagezustand bündig mit den Vorsprüngen
abschließt; und/oder
- b) wenigstens einen zweiten Steg, der in dem Montagezustand die Außenwandung berührt
und dabei im Bereich des genannten Hinterschnitts angeordnet ist; und/oder
- c) wenigstens einen dritten Steg, der in dem Montagezustand an einer seitlichen Begrenzung
des Freiraums anliegt und zum Erzeugen eines Kraftschlusses verformt oder verformbar
ist vorzugsweise zum Verrasten an dem erwähnten weiteren Vorsprung des Hohlkammerprofils.
[0058] Der Steg nach a) sorgt für den bündigen Abschluss mit dem Hohlkammerprofil. Der Steg
nach b) sorgt für die Abstützung an dem Hohlkammerprofil und kann speziell das genannte
schräge Einsetzen (Einschwenken) ermöglichen. Der Steg nach c) kann vorzugsweise seitlich
bezogen auf das restliche Profilelement abgewinkelt sein und wenigstens ein Soll-Knickstelle
oder dgl. aufweisen. In diesem Bereich ist das Profilelement bevorzugt breiter als
eine lichte Weite des Freiraums, sodass es beim Einsetzen verformt wird und dadurch
für einen Kraftschluss zum Fixieren des Profilelements an dem Hohlkammerprofil sorgt.
[0059] Vorzugsweise sind zwei Stege nach a) vorgesehen, die einander zugewandte Vorsprünge
insbesondere an ihren freien Enden aufweisen, sodass ein Hinterschnitt gebildet ist,
in dem ein optionales Versteifungselement, z.B. aus Flachstahl, verliersicher gehalten
ist. Dies sorgt für zusätzliche Stabilität.
[0060] Das Profilelement kann weiterhin noch einen (seitlichen) Vorsprung aufweisen, vorzugsweise
gegenüber dem dritten Steg, also auf einer dem dritten Steg abgewandten Seite, welcher
Vorsprung mit dem erwähnten weiteren solchen (Rast-)Vorsprung im Bereich des Freiraums
rastend zusammenwirkt, um die Haltewirkung zu verbessern.
[0061] Schließlich sieht eine andere Weiterbildung des erfindungsgemäßen Hohlkammerprofils
noch vor, dass seitliche Außenwandungen der Vorsprünge eine glatte, ebene Fortsetzung
der seitlichen Außenwandungen des restlichen Hohlkammerprofils darstellen. Mit anderen
Worten: Die Vorsprünge stellen eine Erhöhung des Profilquerschnitts dar, den man dem
Profil von der Seite strukturell nicht ansieht.
[0062] Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung.
Figur 1 zeigt im Querschnitt ein konventionelles Fensterprofil nach dem Stand der
Technik;
Figur 2 zeigt ein weiteres konventionelles Fensterprofil nach dem Stand der Technik;
Figur 3 zeigt im Querschnitt ein erfindungsgemäßes Hohlkammerprofil;
Figur 4 zeigt im Querschnitt ein erfindungsgemäßes Hohlkammerprofil, das mittels eines
Befestigungsmittels an einem Bauwerk befestigt ist, mit eingesetztem zusätzlichem
Profilelement;
Figur 5 zeigt im Querschnitt ein erfindungsgemäßes Hohlkammerprofil, das mittels eines
Befestigungsmittels an einem Bauwerk befestigt ist, mit eingesetztem zusätzlichem
Profilelement und einem metallischen Versteifungselement;
Figur 6 zeigt im Querschnitt ein nicht erfindungsgemäßes Hohlkammerprofil;
Figur 7 zeigt im Querschnitt das Hohlkammerprofil aus Figur 6, das mittels eines Befestigungsmittels
an einem Bauwerk befestigt ist, mit eingesetztem zusätzlichem Profilelement; und
Figur 8 zeigt einen Schnitt durch einen Rahmen für eine Tür oder ein Fenster.
[0063] Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch ein konventionelles Fensterprofil bzw. Hohlkammerprofil
1 nach dem Stand der Technik mit zwei Stahlarmierungen 2, 2' und mit einem Montagemittel
3 (Befestigungsschraube) zum Befestigen des Fensterprofils 1 an einem Baukörper oder
Bauwerk 4. Es ergeben sich die einleitend detailliert beschriebenen Nachteile, insbesondere
ist die im Bild obere Armierungskammer von außen (von Seiten des Baukörpers 4) nur
über die andere (untere) Armierungskammer zugänglich.
[0064] Figur 2 zeigt einen Querschnitt durch ein anderes konventionelles, offenes Fensterprofil
bzw. Hohlkammerprofil 1 nach dem Stand der Technik mit Stahlarmierung 2 und mit einem
Montagemittel 3 (Befestigungsschraube) zum Befestigen des Fensterprofils 1 an einem
Baukörper oder Bauwerk 4. Es ergeben sich die einleitend detailliert beschriebenen
Nachteile, insbesondere aufgrund der großen freien Schraubenlänge X.
[0065] Der Fensterbauer muss sich zwischen den beiden Profilen 1 gemäß Figur 1 und Figur
2 entscheiden bzw. eine doppelte Lagerhaltung vorsehen.
[0066] Figur 3 zeigt einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Hohlkammerprofil 1. Das
Hohlkammerprofil 1 weist bei Bezugszeichen 5 eine ab Werk integrierte Aussteifung,
insbesondere aus einem Faserverbundmaterial, auf. Weiterhin weist das Hohlkammerprofil
1 bei Bezugszeichen 6 einen Befestigungsbereich auf, der zur Befestigung des Hohlkammerprofils
1 an einer oder zum Verbinden des Hohlkammerprofils 1 mit einer externen Komponente
dient, vorliegend mit einem Baukörper (vgl. Figuren 1, 2 oder 4), der in Montagerichtung
(Schraubrichtung) unterhalb bzw. außerhalb des Hohlkammerprofils 1 angeordnet ist.
Der Befestigungsbereich 6 ist zur Aufnahme eines randseitig profilierten Befestigungsmittels,
nämlich der Befestigungsschraube (vgl. Figuren 1, 2 oder 4), ausgebildet und vorgesehen,
wie sich z.B. aus der Figur 4 leicht ersehen lässt. Das Hohlkammerprofil 1 besitzt
in dem Befestigungsbereich 6 einen Befestigungskanal 7, der senkrecht zu einer Extrusionslängsrichtung
8 des Hohlkammerprofils 1 orientiert ist, welche Extrusionslängsrichtung 8 sich in
die Zeichenebene hinein erstreckt. Der Befestigungskanal 7 weist eine Kanal-Längsachse
9 auf, die in Figur 3 als gestrichelte Linie eingezeichnet ist. Weiterhin ist der
Befestigungskanal 7 an seinen Enden senkrecht zu der Kanal-Längsachse 9 durch jeweils
eine Außenwandung des Hohlkammerprofils 1 verschlossen. Diese Außenwandungen sind
in Figur 3 mit dem Bezugszeichen 1a (für die innere Außenwandung im sog. Falzbereich)
bzw. 1b (für die äußere Außenwandung, die dem Baukörper zuzuwenden ist) versehen.
Parallel zu der Kanal-Längsachse 9 ist der Befestigungskanal 7 seitlich durch Kanal-Seitenwände
7a, 7b begrenzt. Diese Kanal-Seitenwände 7a, 7b sind allerdings nicht glatt durchgängig
ausgebildet, sondern weisen diverse Besonderheiten auf:
[0067] Der Befestigungskanal 7 ist nämlich zwischen den beiden Außenwandungen 1a, 1b in
vorliegend zwei Teil-Befestigungskanäle 7.1 und 7.2 unterteilt, welche Teil-Befestigungskanäle
7.1, 7.2 (vorliegend auch als Schraubkammern bezeichnet) in Richtung der Kanal-Längsachse
9 durch wenigstens einen Zwischenbereich 10 voneinander beabstandet sind. Der Zwischenbereich
10 ist ausreichend groß dimensioniert, dass darin eine zusätzliche Armierung einbringbar
ist (analog Bezugszeichen 2 in Figur 2).
[0068] Dadurch ergibt sich mit Blick auf die genannten Kanal-Seitenwände 7a, 7b folgendes
Bild: die Kanal-Seitenwand 7a bildet zunächst die linke Begrenzung des (oberen) Teil-Befestigungskanals
7.1, erstreckt sich dann parallel zu der Außenwandung 1a weiter nach links, weg von
der Kanal-Längsachse 9, knickt anschließend parallel zur Kanal-Längsachse 9 nach unten
ab und geht dann in die Außenwandung 1b über. Die Kanal-Seitenwand 7b bildet dagegen
zunächst die rechte Begrenzung des (oberen) Teil-Befestigungskanals 7.1, erstreckt
sich dann schräg nach oben in Richtung der Außenwandung 1a und wird dann gebildet
durch die (rechte) Aussteifung 5 bzw. durch die Außenwandung 1b.
[0069] In dem Zwischenbereich 10 stehen die Befestigungsschraube 3 (vgl. Figur 4) und die
Kanal-Seitenwände 7a, 7b nicht in Wechselwirkung.
[0070] Alternativ ließe sich auch formulieren, dass der Befestigungskanal 7 nur im Bereich
der genannten Teil-Befestigungskanäle 7.1, 7.2 behauptet definierte Kanal-Seitenwände
aufweist. In dem genannten Zwischenbereich 10 bzw. gegebenenfalls in weiteren Zwischenbereichen
(siehe unten) existiert demnach überhaupt keine Kanal-Seitenwand im engeren Sinne,
obwohl natürlich innerhalb des Hohlkammerprofils 1 durchgängige Strukturen parallel
zu der Kanal-Längsachse 9 existieren. Letztendlich kommt es also bei der gezeigten
Ausgestaltung darauf an, dass entlang der Kanal-Längsachse 9 zumindest zwei fluchtende
Teil-Befestigungskanäle 7.1, 7.2 existieren, die nicht zusammenhängend ausgebildet
sind. Dazwischen befindet sich der genannte Zwischenbereich 10, in dem das Befestigungsmittel
3 das Hohlkammerprofil 1 durchquert bzw. durchqueren kann, ohne mit irgendwelchen
Strukturen innerhalb des Hohlkammerprofils 1 in Wechselwirkung zu treten. Dies wird
durch den alternativ bzw. synonym verwendeten Begriff "Schraubkammer" gut zum Ausdruck
gebracht, weil hierbei anklingt, dass es sich bei den Teil-Befestigungskanälen um
(ab-)geschlossene Strukturen innerhalb des Hohlkammerprofils 1 handelt. Dies ergibt
sich insbesondere auch aus den Figuren und gilt für alle beschriebenen und gezeigten
Ausgestaltungen.
[0071] Die obere Schraubkammer bzw. der Teil-Befestigungskanal 7.1 ist zwischen der Außenwandung
1a und einem parallel zu der Außenwandung 1a angeordneten Quersteg 11 ausgebildet.
Die untere Schraubkammer bzw. Teil-Befestigungskanal 7.2 ist gewissermaßen als Ansatz
oder Kanal-Vorsprung unterhalb des Hohlkammerprofils 1 (unterhalb der (Profil-)Außenwandung
1b) ausgebildet. Die Außenwandung 1a besitzt innerhalb des Hohlkammerprofils 1 eine
Verdickung bzw. Materialanhäufung 12, während innerhalb des Teil-Befestigungskanals
7.2 Vorsprünge 13 an den Kanal-Seitenwänden vorgesehen sind, die sich etwa quer zur
Kanal-Längsachse 9 erstrecken. Ein lichter Abstand der Kanal-Seitenwände 7a, 7b bzw.
der Vorsprünge 13 im Bereich der Schraubkammern ist derart auf das Montage- bzw. Befestigungsmittel
abgestimmt, dass dieses mit seiner randseitigen Profilierung 3a (Figur 4) in die Kanal-Seitenwände
bzw. die Vorsprünge 13 eingreift.
[0072] Grundsätzlich kann das Befestigungsmittel 3 auch in der Extrusionslängsrichtung 8
des Hohlkammerprofils 1 in die Schraubkammern 7.1, 7.2 eingeschraubt werden, beispielsweise
um zusätzliche Elemente, wie Beschläge oder dergleichen, an dem Hohlkammerprofil 1
zu befestigen.
[0073] Das Hohlkammerprofil 1 gemäß Figur 3 weist im Bereich der im Montagezustand des Hohlkammerprofils
1 der externen Komponente (vgl. Figuren 1 und 2) zugewandten oder zuzuwendenden äußeren
Außenwandung 1b zwei Vorsprünge 14, 15 auf, die ihrerseits als Hohlprofile ausgebildet
sind und jeweils eine Profilkammer 14a, 15a aufweisen. Endständig weisen die Vorsprünge
14, 15 jeweils zwei Stege 14b, 14c; 15b, 15c auf, die ihrerseits endständig abgewinkelte
Strukturen aufweisen 14d, 14e; 15d, 15e. Die Vorsprünge 14, 15 erstrecken sich beabstandet
von und parallel zu der Kanal-Längsachse 9 und definieren zwischen sich einen nach
außen öffnenden, lichten Freiraum 16, der sich parallel zu der Kanal-Längsachse 9
über den Teil-Befestigungskanal (Schraubkammer) 7.2 hinaus erstreckt. Die Schraubkammer
7.2 ragt als Vorsprung in den Freiraum 16 hinein.
[0074] Bei Bezugszeichen 17 weisen die Vorsprünge 14, 15 an ihrer dem Freiraum 16 zugewandten
Innenseite jeweils einen im Querschnitt dreieckigen Vorsprung auf. Dieser Vorsprung
17 ist so ausgebildet, dass seine flache Oberseite parallel zu der Außenwandung 1b
verläuft. Wie die weiteren Figuren zeigen, kann auch auf einen dieser Vorsprünge 17
verzichtet werden. Der/Die Vorsprung/Vorsprünge 17 dient/dienen in erster Linie als
Verliersicherung für einen optionalen (vormontierten) Dämmstoff im Rahmenrücken, z.B.
für ein Styropor-Element (bei Bezugszeichen 19 schematisch dargestellt).
[0075] Bei Bezugszeichen 18 bildet der Freiraum 16 einen Hinterschnitt aus, indem einer
der Vorsprünge 15 auf seiner dem Freiraum 16 zugewandten Innenseite einen schräg bezüglich
der Kanal-Längsachse orientierten Abschnitt 15f aufweist.
[0076] Entsprechend verbreitert sich der Freiraum 16 im Montagezustand des Hohlkammerprofils
1 in einer Richtung von der externen Komponente (vgl. Figur 4) weg.
[0077] Figur 4 zeigt im Wesentlichen dasselbe Hohlkammerprofil 1 wie in Figur 3, jedoch
mit einem in dem Freiraum 16 eingesetzten zusätzlichen Profilelement (Sohlbank) 100
und Befestigungsschraube 3 (mit randseitiger Profilierung 3a) zur Fixierung des Hohlkammerprofils
1 an einem Baukörper 4. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in Figur 4 im Wesentlichen
nur die Merkmale des Profilelements 100 näher bezeichnet; es darf ansonsten auf die
Figur 3 verwiesen werden.
[0078] Abweichend von Figur 3 weist das Hohlkammerprofil 1 in Figur 4 nur einen Vorsprung
17 auf. Dafür ist oberhalb dieses Vorsprungs 17 innen an dem Vorsprung 14 ein als
Rastvorsprung dienender weiterer Vorsprung 14f ausgebildet, auf dessen Funktion weiter
unten noch genauer eingegangen wird. Gegenüber dem Rastvorsprung 14f befindet sich
ein weiterer solcher Rastvorsprung 7.2a, der außen an dem Teil-Befestigungskanal (Schraubkammer)
7.2 angeordnet ist.
[0079] Das Profilelement 100 weist zwei Hohlkammern 100a, 100b auf. Es besitzt an seiner
dem Baukörper 4 zugewandten Seite zwei Stege 100c, 100d, mit denen es an dem Baukörper
bzw. an seiner zwischen Baukörper 4 und Hohlkammerprofil 1 angebrachten Isolier- und
Dämmschicht 4a anliegt. Die Stege 100c, 100d schließen fluchtend (in einer gemeinsamen
Ebene) mit den Stegen 14b, 14c; 15b, 15c ab. Zugleich liegt das Profilelement 100
mit zwei Stegen 100e, 100f, die an der anderen Seite des Profilelements 100 angeordnet
sind, im Bereich der Außenwandung 1b an dem Hohlkammerprofil 1 an. Der Steg 100f ist
im Bereich des Hinterschnitts 18 angeordnet. Ein weiterer Steg 100g ragt unter einem
Winkel von ca. 90 Grad bezüglich der (Kanal-Längs-)Achse 9 seitlich von dem Profilelement
100 ab. Dieser Steg 100g weist ein Soll-Knickstelle 100ga auf, sodass sein freies
Ende 100gb bei Kontakt mit dem Vorsprung 14 nach innen (in Richtung des Freiraums
16) verformbar ist, um das Profilelement 100 kraftschlüssig in dem Freiraum 16 zu
halten bzw. zu verrasten, indem das freie Ende 100gb im Bereich eines Hinterschnitts
des Rastvorsprungs 14f platziert wird. Zu demselben Zweck dient ein seitlicher Vorsprung
100h, der für ein Zusammenwirken mit dem bereits erwähnten Rastvorsprung 7.2a ausgebildet
ist.
[0080] Beim Einsetzen des Profilelements 100 wird vorzugsweise zuerst das Profilelement
100 mit dem Steg 100f schräg in den Hinterschnitt 18 eingeführt. Dann wird das gesamte
Profilelement 100 entgegen dem Uhrzeigersinn verkippt, wodurch der Steg 100g wie beschrieben
verformt wird, bis das freie Ende 100gb im Bereich eines Hinterschnitts des Rastvorsprungs
14f und der seitliche Vorsprung 100h mit dem bereits erwähnten Rastvorsprung 7.2a
verrasten. Der/Die Vorsprung/Vorsprünge 17 dient/dienen in erster Linie als Verliersicherung
für einen optionalen (vormontierten) Dämmstoff im Rahmenrücken, z.B. für ein Styropor-Element
(bei Bezugszeichen 19 in Figur 3 schematisch dargestellt). Die Vorsprünge 17 können
aber auch als zusätzliche Verliersicherung für das Profilelement 100 dienen.
[0081] Ein Freiraum zwischen den Stegen 14b, 14c bzw. 15b, 15c ist gemäß Figur 4 mit dem
Material der Isolier- und Dämmschicht 4a gefüllt, so dass sich eine dichte und sichere
Verbindung von Baukörper 4 und Hohlkammerprofil 1 ergibt.
[0082] Die Befestigungsschraube 3 durchsetzt beide Schraubkammern 7.1, 7.2 entlang der Kanal-Längsachse
9 und durchdringt auch das Profilelement 100 im Bereich der Hohlkammer 100b. Oberhalb
dieser Hohlkammer 100b weist das Profilelement 100 eine Ausnehmung 100i auf, die zur
Aufnahme des Kanal-Vorsprungs bzw. der Schraubkammer 7.2 dient. So kann das Profilelement
100 den Freiraum 16 ohne Überstand ausfüllen.
[0083] Wie man insbesondere den Figuren 3 und 4 noch entnehmen kann, weisen die Schraubkammern
7.1 und 7.2 seitliche Verdickungen oder Materialanhäufungen an ihren (Schraubkanal-)
Seitenwänden auf, die in den genannten Figuren aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht
bezeichnet sind.
[0084] Figur 5 zeigt dasselbe Hohlkammerprofil 1 wie in Figur 4, wiederum mit einem in dem
Freiraum 16 eingesetzten zusätzlichen Profilelement (Sohlbank) 100 und Befestigungsschraube
3 (mit randseitiger Profilierung 3a) zur Fixierung des Hohlkammerprofils 1 an einem
Baukörper 4. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in Figur 5 wiederum im Wesentlichen
nur die Merkmale des Profilelements 100 näher bezeichnet; es darf ansonsten erneut
auf die Figur 3 verwiesen werden.
[0085] Außerdem zeigt Figur 5 ein Versteifungselement 200, das bevorzugt als Flachstahl-Element
ausgebildet und in den Bereich zwischen den Stegen 100c, 100d und einer Außenwandung
100j des Profilelements 100 eingeschoben ist. Die genannten Stege 100c, 100d weisen
zu diesem Zweck einander zugewandte Vorsprünge 100ca, 100da an ihren freien Enden
auf, sodass ein Hinterschnitt in dem genannten Bereich gebildet ist. Das Versteifungselement
200 ist so verliersicher zwischen den Stegen 100c, 100d und vorzugsweise auch an der
Außenwandung 100j gehalten. Die Befestigungsschraube 3 durchsetzt bevorzugt auch das
Versteifungselement 200.
[0086] Figur 6 zeigt ein weiteres, nicht erfindungsgemäßes Hohlkammerprofil 1, das im Wesentlichen
dem Profil aus Figur 3 entspricht. Es sei hier nur auf die wesentlichen Unterschiede
kurz eingegangen:
Es gibt gemäß Figur 6 keine werkseitig integrierten Aussteifungen (Bezugszeichen 5
in Figur 3). Außerdem ist die Armierungskammer (der Zwischenbereich 10) links und
oben nicht doppelwandig begrenzt. Der Befestigungskanal 7 weist nur eine Schraubkammer
(bei Bezugszeichen 7.2) auf, welche Schraubkammer einen (Rast-)Vorsprung 7.2a zeigt.
Der Vorsprung 14 besitzt auf seiner Innenseite zwei weitere Vorsprünge 14f, 17 - wie
schon erwähnt; der Vorsprung 15 weist keinen innenseitigen Vorsprung auf. Der Falzbereich
(bei Bezugszeichen 1a) ist im Wesentlichen eben ausgebildet.
[0087] Der Befestigungskanal 7 ist de facto auf den Teil-Befestigungskanal bzw. die einzige
Schraubkammer 7.2 reduziert.
[0088] Figur 7 zeigt das Hohlkammerprofil 1 aus Figur 6 zusammen mit dem weiteren Profilelement
100 gemäß Figur 4 und einer Befestigungsschraube 3. Für Einzelheiten sei auf die entsprechende
Beschreibung speziell zu den Figuren 3 und 4 weiter oben verwiesen.
[0089] Schließlich zeigt die Figur 8 einen Schnitt in bzw. parallel zu einer Verglasungsebene
durch einen Rahmen 20 für eine Tür oder ein Fenster, insbesondere einen Blendrahmen,
der aus mehreren Abschnitten 1.1-1.4 von erfindungsgemäßen Hohlkammerprofilen 1 (vgl.
Figuren 3 und 4) gebildet ist. Die Hohlkammerprofil-Abschnitte 1.1-1.4 sind paarweise
miteinander in Verbindungsbereichen 21 verbunden, vorzugsweise verschweißt. Bei dem
gezeigten Rahmen 20 ist in jedem der Verbindungsbereiche 21 ein vorzugsweise metallisches
Verbindungselement 22 in Form eines L-förmigen Verbindungswinkels mit seinen beiden
Schenkeln 23 (nur für ein Verbindungselement 22 bezeichnet) in zwei miteinander verbundene
Hohlkammerprofil-Abschnitte 1.1-1.4 im Bereich des jeweiligen Zwischenbereich 10 (strichpunktiert)
eingebracht. Es kann darin klemmendkraftschlüssig oder anderweitig (z.B. stoffschlüssig)
gehalten sein, um die Verbindungsbereiche 21 zu verstärken. Diese Ausgestaltung ist
hinsichtlich der Art und Anzahl der Verbindungselemente 22 nicht beschränkt.
[0090] Der Rahmen 20 kann über die Hohlkammerprofil-Abschnitte 1.1-1.4 in der beschriebenen
Weise mit externen Komponenten verbunden werden, z.B. mit einer den Rahmen umgebenden
bzw. aufnehmenden Laibung (Bauwerk 4, hier nicht gezeigt, vgl. Figur 4, 5 oder 7).
[0091] Exemplarisch ist in einen der Zwischenbereiche 10 bei Bezugszeichen 2 eine Armierung
bzw. ein Armierungselement eingebracht. Selbstverständlich können auch die anderen
Zwischenbereiche 10 gemäß Figur 5 entsprechende Armierungen 2 aufnehmen. Die Armierungen
2 können sich auch bis in die Verbindungsbereiche 21 erstrecken, was in Figur 5 nicht
dargestellt ist.
[0092] In einem der Freiräume 16 ist exemplarisch ein Profilelement 100 angeordnet. Selbstverständlich
können auch die anderen Freiräume 16 gemäß Figur 5 entsprechende Profilelemente 100
aufnehmen. Die Profilelemente 100 können sich auch bis in die Verbindungsbereiche
21 erstrecken, was in Figur 5 ebenfalls nicht dargestellt ist. Die erwähnten optionalen
Versteifungselemente sind hier nicht dargestellt.
1. Extrudiertes Fenster- oder Tür-Hohlkammerprofil (1), vorzugsweise mit ab Werk integrierter
Aussteifung (5), mit mindestens einem Befestigungsbereich (6) zur Befestigung des
Hohlkammerprofils (1) an einer oder zum Verbinden des Hohlkammerprofils (1) mit einer
externen Komponente (4), welcher Befestigungsbereich (6) zur Aufnahme eines randseitig
profilierten Befestigungsmittels (3) ausgebildet und vorgesehen ist,
welches Hohlkammerprofil (1) in dem Befestigungsbereich (6) mindestens einen Befestigungskanal
(7) aufweist, der senkrecht zu einer Extrusionslängsrichtung (8) des Hohlkammerprofils
(1) orientiert ist,
welcher Befestigungskanal (7) eine Kanal-Längsachse (9) aufweist, an seinen Enden
senkrecht zu der Kanal-Längsachse (9) durch jeweils eine Außenwandung (1a, 1b) des
Hohlkammerprofils (1) verschlossen ist und parallel zu der Kanal-Längsachse (9) seitlich
durch Kanal-Seitenwände (7a, 7b) begrenzt ist,
welcher Befestigungskanal (7) in wenigstens zwei Teil-Befestigungskanäle (7.1, 7.2)
unterteilt ist, welche Teil-Befestigungskanäle (7.1, 7.2) in Richtung der Kanal-Längsachse
(9) durch wenigstens einen Zwischenbereich (10) voneinander beabstandet sind;
dadurch gekennzeichnet, dass
das Hohlkammerprofil (1) im Bereich der im Montagezustand des Hohlkammerprofils (1)
der externen Komponente (4) zugewandten oder zuzuwendenden äußeren Außenwandung (1b)
wenigstens zwei Vorsprünge (14, 15) aufweist, die sich beabstandet von und parallel
zu der Kanal-Längsachse (9) erstrecken und die zwischen sich einen nach außen öffnenden,
lichten Freiraum (16) definieren, der sich parallel zu der Kanal-Längsachse (9) über
den Befestigungskanal (7) hinaus erstreckt; und
die Kanal-Seitenwände (7a, 7b) in dem Zwischenbereich (10) einen größeren Abstand
zueinander aufweisen als in einem Bereich der Teil-Befestigungskanäle (7.1, 7.2).
2. Hohlkammerprofil (1) nach Anspruch 1, bei dem der Zwischenbereich (10) als Armierungskammer
zur Aufnahme einer vorzugsweise metallischen Armierung (2) ausgebildet ist.
3. Hohlkammerprofil (1) nach Anspruch 1 oder 2, bei dem wenigstens einer der Teil-Befestigungskanäle
(7.2) einen im Querschnitt lokal begrenzten Kanal-Vorsprung im Bereich der äußeren
Außenwandung (1b) ausbildet.
4. Hohlkammerprofil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem wenigstens einer der
Vorsprünge (14, 15) wenigstens eine Hohlkammer (14a, 15a) aufweist.
5. Hohlkammerprofil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem an wenigstens einem
der Vorsprünge (14, 15) zumindest ein endständiger Steg (14b, 14c; 15b, 15c) angeordnet
ist, vorzugsweise wenigstens zwei endständige Stege.
6. Hohlkammerprofil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem wenigstens einer der
Vorsprünge (14, 15) auf seiner dem Freiraum (16) zugewandten Innenseite wenigstens
einen weiteren Vorsprung (17, 14f) aufweist, vorzugsweise einen im Querschnitt dreieckigen
Vorsprung, wobei vorzugsweise gegenüber dem weiteren Vorsprung (14f) wenigstens noch
ein weiterer solcher Vorsprung (7.2a) im Bereich des Freiraums (16) vorhanden ist.
7. Hohlkammerprofil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem wenigstens einer der
Vorsprünge (15) auf seiner dem Freiraum (16) zugewandten Innenseite einen schräg bezüglich
der Kanal-Längsachse orientierten Abschnitt (15f) aufweist, sodass sich der Freiraum
(16) im Montagezustand des Hohlkammerprofils (1) in einer Richtung von der externen
Komponente (4) weg verbreitert und einen Hinterschnitt (18) ausbildet.
8. System aus einem extrudierten Fenster- oder Tür-Hohlkammerprofil (1) gemäß einem der
vorhergehenden Ansprüche und wenigstens einem zusätzlichen, separaten Profilelement
(100), welches Profilelement (100) bezogen auf seinen Querschnitt Abmessungen aufweist,
die mit entsprechenden Abmessungen des Freiraums (16) korrespondieren, so dass das
Profilelement (100) in seinem Montagezustand in dem Freiraum (16) aufnehmbar oder
aufgenommen ist, wobei vorzugsweise bei Rückbezug auf Anspruch 6 das Profilelement
(100) mit dem Hohlkammerprofil (1) an dem weiteren Vorsprung (14f) oder an den weiteren
Vorsprüngen (14f, 7.2a) verrastet oder verrastbar ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
das Profilelement (100) bündig mit den Vorsprüngen (14, 15) abschließt, wenn es in
seinem Montagezustand innerhalb des Freiraums (16) an der Außenwandung (1b) anliegt.
9. System nach Anspruch 8, bei dem das Profilelement (100) als Hohlkammer-Profilelement
ausgebildet ist, vorzugsweise mit mindestens zwei Hohlkammern (100a, 100b), wobei
höchst vorzugsweise und bei Rückbezug auf Anspruch 3 das Profilelement (100) eine
Ausnehmung (100i) zum Aufnehmen des Kanal-Vorsprungs in seinem Montagezustand aufweist.
10. System nach Anspruch 8 oder 9, bei dem das Profilelement (100) eine Anzahl nach außen
abragender Stege (100c-g) oder Vorsprünge (100h) aufweist, nämlich:
- wenigstens einen ersten Steg (100c, 100d), der in dem Montagezustand bündig mit
den Vorsprüngen (14, 15) abschließt, wobei vorzugsweise zwei solcher Stege (100c,
100d) vorhanden sind, die einander zugewandte Vorsprünge (100ca, 100da) insbesondere
an ihren freien Enden aufweisen, sodass ein Hinterschnitt gebildet ist, in dem ein
optionales Versteifungselement (200), z.B. aus Flachstahl, verliersicher gehalten
ist; und/oder
- wenigstens einen zweiten Steg (100e, 100f), der in dem Montagezustand die Außenwandung
(1b) berührt und dabei vorzugsweise im Bereich des Hinterschnitts (18) gemäß Anspruch
7 angeordnet ist; und/oder
- wenigstens einen dritten Steg (100g), der in dem Montagezustand an einer seitlichen
Begrenzung des Freiraums (16) anliegt und zum Erzeugen eines Kraftschlusses verformt
oder verformbar ist, vorzugsweise bei Rückbezug auf Anspruch 6 zum Verrasten an dem
weiteren Vorsprung (14f); und/oder
- wenigstens einen Vorsprung (100h), vorzugsweise auf einer dem dritten Steg (100g)
abgewandten Seite, welcher Vorsprung (100h) bei Rückbezug auf Anspruch 6 mit dem weiteren
solchen Vorsprung (7.2a) rastend zusammenwirkt.
11. System aus einem Hohlkammerprofil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und wenigstens
einem randseitig profilierten Befestigungsmittel (3), vorzugsweise Schraube, bei dem
das Befestigungsmittel (3) entlang der Kanal-Längsachse (9) in die Teil-Befestigungskanäle
(7.1, 7.2) eingebracht ist, wobei die externe Komponente (4) in Verlängerung der Kanal-Längsachse
(9) angeordnet oder anzuordnen ist; und/oder
bei dem das Befestigungsmittel (2) quer zu der Kanal-Längsachse (7) in wenigstens
einen der Teil-Befestigungskanäle (7.1, 7.2) eingebracht ist, wobei die externe Komponente
seitlich beabstandet von der Kanal-Längsachse (9) im Bereich einer von den beiden
Außenwandungen (1a, 1b) verschiedenen Stirnseite des Hohlkammerprofils (1) angeordnet
oder anzuordnen ist;
wobei vorzugsweise ein Außendurchmesser des Befestigungsmittels (3) im Bereich der
randseitigen Profilierung (3a) größer ist als ein lichter Querschnitt der Teil-Befestigungskanäle
(7.1, 7.2) oder des wenigstens einen der Teil-Befestigungskanäle (7.1, 7.2).
12. System nach Anspruch 11 mit einem Profilelement (100), wie in einem der Ansprüche
8 bis 10 definiert, bei dem das Befestigungsmittel (3) das Profilelement (100) durchdringt.
13. Rahmen (20) für eine Tür oder ein Fenster, der aus mehreren miteinander in Verbindungsbereichen
(21) verbundenen, vorzugsweise verschweißten, Abschnitten (1.1-1.4) von Hohlkammerprofilen
(1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 gebildet ist, bei dem in wenigstens einem der
Verbindungsbereiche (21) ein vorzugsweise metallisches Verbindungselement (22), vorzugsweise
ein Verbindungswinkel, in zwei miteinander verbundene Hohlkammerprofil-Abschnitte
(1.1-1.4) im Bereich des jeweiligen Zwischenbereichs (10) eingebracht ist; und/oder
bei dem in wenigstens einen Hohlkammerprofil-Abschnitt (1.1-1.4) in den wenigstens
einen Zwischenbereich (10) oder in wenigstens einen der Zwischenbereiche (10) ein
vorzugsweise metallisches Armierungselement (2) eingesetzt ist; und/oder
bei dem in den Freiraum (16) wenigstens eines Hohlkammerprofil-Abschnitts (1.1-1.4)
ein Profilelement (100), wie in einem der Ansprüche 8 bis 10 definiert, eingesetzt
ist.
1. Extruded hollow-chamber profile (1) for a window or door, preferably with factory-installed
stiffening (5), having at least one fastening region (6) for fastening or connecting
the hollow-chamber profile (1) to an external component (4), which fastening region
(6) is configured and provided for receiving a peripherally profiled fastening means
(3), which hollow-chamber profile (1) has, in the fastening region (6), at least one
fastening channel (7) which is oriented perpendicularly to a longitudinal extrusion
direction (8) of the hollow-chamber profile (1),
which fastening channel (7) has a channel longitudinal axis (9), is closed at each
of its ends perpendicular to the channel longitudinal axis (9) by an outside wall
(1a, 1b) of the hollow-chamber profile (1) and, parallel to the channel longitudinal
axis (9), is delimited laterally by channel side walls (7a, 7b),
which fastening channel (7) is divided into at least two fastening sub-channels (7.1,
7.2), which fastening sub-channels (7.1, 7.2) are spaced apart from one another in
the direction of the channel longitudinal axis (9) by at least one intermediate region
(10); characterised in that
the hollow-chamber profile (1) has, in the region of the outer outside wall (1b) that
faces towards or is to face towards the external component (4) in the mounted state
of the hollow-chamber profile (1), at least two projections (14, 15) which extend
parallel to and spaced apart from the channel longitudinal axis (9) and which define
between them a clear space (16) that opens towards the outside, which clear space
extends parallel to the channel longitudinal axis (9) beyond the fastening channel
(7); and
the channel side walls (7a, 7b) are spaced further apart from one another in the intermediate
region (10) than in a region of the fastening sub-channels (7.1, 7.2).
2. Hollow-chamber profile (1) according to claim 1, wherein the intermediate region (10)
is configured as a reinforcement chamber for receiving a reinforcement (2), preferably
a metal reinforcement.
3. Hollow-chamber profile (1) according to claim 1 or 2, wherein at least one of the
fastening sub-channels (7.2) forms a channel projection of locally limited cross-section
in the region of the outer outside wall (1b).
4. Hollow-chamber profile (1) according to any one of claims 1 to 3, wherein at least
one of the projections (14, 15) has at least one hollow chamber (14a, 15a).
5. Hollow-chamber profile (1) according to any one of claims 1 to 4, wherein on at least
one of the projections (14, 15) there is arranged at least one terminal rib (14b,
14c; 15b, 15c), preferably at least two terminal ribs.
6. Hollow-chamber profile (1) according to any one of claims 1 to 5, wherein at least
one of the projections (14, 15) has, on its inner side that faces towards the clear
space (16), at least one further projection (17, 14f), preferably a projection of
triangular cross-section, there preferably being present opposite the further projection
(14f) at least one further such projection (7.2a) in the region of the clear space
(16).
7. Hollow-chamber profile (1) according to any one of claims 1 to 6, wherein at least
one of the projections (15) has, on its inner side that faces towards the clear space
(16), a portion (15f) oriented at an angle with respect to the channel longitudinal
axis, so that in the mounted state of the hollow-chamber profile (1) the clear space
(16) widens in a direction away from the external component (4) and forms an undercut
(18).
8. System comprising an extruded hollow-chamber profile (1) for a window or door according
to any one of the preceding claims and at least one additional, separate profile element
(100), which profile element (100) has, in respect of its cross-section, dimensions
which are complementary to corresponding dimensions of the clear space (16), so that
in its mounted state the profile element (100) is receivable or received in the free
space (16), wherein, when appended to claim 6, preferably the profile element (100)
is snapped or snappable together with the hollow-chamber profile (1) at the further
projection (14f) or at the further projections (14f, 7.2a);
characterised in that
the profile element (100) ends flush with the projections (14, 15) when in its mounted
state inside the clear space (16) it bears against the outside wall (1b).
9. System according to claim 8, wherein the profile element (100) is in the form of a
hollow-chamber profile element, preferably having at least two hollow chambers (100a,
100b), wherein most preferably and when appended to claim 3, the profile element (100)
has a recess (100i) for receiving the channel projection in its mounted state.
10. System according to claim 8 or 9, wherein the profile element (100) has a number of
outwardly projecting ribs (100c-g) or projections (100h), namely:
- at least one first rib (100c, 100d) which in the mounted state ends flush with the
projections (14, 15), there preferably being two such ribs (100c, 100d) which have
mutually facing projections (100ca, 100da) especially at their free ends, so that
an undercut is formed in which an optional stiffening element (200), for example made
of flat steel, is held captive; and/or
- at least one second rib (100e, 100f) which in the mounted state is in contact with
the outside wall (1b) and is preferably arranged in the region of the undercut (18)
according to claim 7;
and/or
- at least one third rib (100g) which in the mounted state bears against a lateral
boundary of the clear space (16) and is deformed or deformable to create a force-based
connection, when appended to claim 6 preferably for snap-engagement with the further
projection (14f); and/or
- at least one projection (100h), preferably on a side remote from the third rib (100g),
which projection (100h), when appended to claim 6, co-operates interlockingly with
the further such projection (7.2a).
11. System comprising a hollow-chamber profile (1) according to any one of claims 1 to
7 and at least one peripherally profiled fastening means (3), preferably a screw,
wherein the fastening means (3) has been introduced along the channel longitudinal
axis (9) into the fastening sub-channels (7.1, 7.2), the external component (4) being
arranged or arrangeable in extension of the channel longitudinal axis (9); and/or
wherein the fastening means (2) has been introduced transversely with respect to the
channel longitudinal axis (7) into at least one of the fastening sub-channels (7.1,
7;2), the external component being arranged or arrangeable spaced apart laterally
from the channel longitudinal axis (9) in the region of an end face of the hollow-chamber
profile (1) that is different from the two outside walls (1a, 1b);
wherein preferably an external diameter of the fastening means (3) in the region of
the peripheral profiling (3a) is greater than an inside cross-section of the fastening
sub-channels (7.1, 7.2) or of the at least one of the fastening sub-channels (7.1,
7.2).
12. System according to claim 11 having a profile element (100), as defined in any one
of claims 8 to 10, wherein the fastening means (3) passes through the profile element
(100).
13. Frame (20) for a door or window, which frame is formed from a plurality of sections
(1.1-1.4) of hollow-chamber profiles (1) according to any one of claims 1 to 7, which
sections are connected to one another, preferably welded to one another, in connection
regions (21), wherein in at least one of the connection regions (21), a connection
element (22), preferably a metal connection element, preferably a connection bracket,
has been introduced into two mutually connected hollow-chamber profile sections (1.1-1.4)
in the region of the respective intermediate region (10); and/or
wherein a reinforcement element (2), preferably a metal reinforcement element, has
been inserted into at least one hollow-chamber profile section (1.1-1.4), into the
at least one intermediate region (10) or into at least one of the intermediate regions
(10); and/or
wherein a profile element (100), as defined in any one of claims 8 to 10, has been
inserted into the clear space (16) of at least one hollow-chamber profile section
(1.1-1.4).
1. Profilé à chambre creuse de fenêtre ou de porte extrudé (1), comprenant de préférence
un renfort (5) intégré dès l'usine, comprenant au moins une zone de fixation (6) pour
fixer le profilé à chambre creuse (1) à un composant externe (4) ou pour relier à
ce dernier le profilé à chambre creuse (1), laquelle zone de fixation (6) est réalisée
et prévue pour recevoir un moyen de fixation profilé côté bord (3),
lequel profilé à chambre creuse (1) présente dans la zone de fixation (6) au moins
un canal de fixation (7) qui est orienté perpendiculairement à une direction longitudinale
d'extrusion (8) du profilé à chambre creuse (1),
lequel canal de fixation (7) présente un axe longitudinal de canal (9), est fermé
à ses extrémités perpendiculairement à l'axe longitudinal de canal (9) par respectivement
une paroi extérieure (1a, 1b) du profilé à chambre creuse (1) et est délimité parallèlement
à l'axe longitudinal de canal (9) latéralement par des parois latérales de canal (7a,
7b),
lequel canal de fixation (7) est divisé en au moins deux canaux de fixation partiels
(7.1, 7.2), lesquels canaux de fixation partiels (7.1, 7.2) sont espacés l'un de l'autre
en direction de l'axe longitudinal de canal (9) par au moins une zone intermédiaire
(10) ;
caractérisé en ce que
le profilé à chambre creuse (1) présente dans la zone de la paroi extérieure (1b)
extérieure tournée ou à tourner vers le composant externe (4) à l'état de montage
du profilé à chambre creuse (1) au moins deux saillies (14, 15) qui s'étendent à distance
de l'axe longitudinal de canal (9) et parallèlement à ce dernier et qui définissent
entre elles un espace libre (16) s'ouvrant vers l'extérieur qui s'étend au-delà du
canal de fixation (7) parallèlement à l'axe longitudinal de canal (9) ; et
les parois latérales de canal (7a, 7b) présentent une distance l'une de l'autre plus
grande dans la zone intermédiaire (10) que dans une zone des canaux de fixation partiels
(7.1, 7.2).
2. Profilé à chambre creuse (1) selon la revendication 1, dans lequel la zone intermédiaire
(10) est réalisée en tant que chambre d'armature pour recevoir une armature (2) de
préférence métallique.
3. Profilé à chambre creuse (1) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel l'un au moins
des canaux de fixation partiels (7.2) réalise dans la zone de la paroi extérieure
(1b) extérieure une saillie de canal limitée localement en section transversale.
4. Profilé à chambre creuse (1) selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel l'une
au moins des saillies (14, 15) présente au moins une chambre creuse (14, 15a).
5. Profilé à chambre creuse (1) selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel sur
l'une au moins des saillies (14, 15) est disposé au moins une nervure terminale (14b,
14c ; 15b, 15c), de préférence au moins deux nervures terminales.
6. Profilé à chambre creuse (1) selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel l'une
au moins des saillies (14, 15) présente de son côté intérieur tourné vers l'espace
libre (16) au moins une autre saillie (17, 14f), de préférence une saillie triangulaire
en section transversale, dans lequel au moins encore une autre telle saillie (7.2a)
est disponible dans la zone de l'espace libre (16), de préférence en face de ladite
autre saillie (14f) .
7. Profilé à chambre creuse (1) selon l'une des revendications 1 à 6, dans lequel l'une
au moins des saillies (15) présente de son côté intérieur tourné vers l'espace libre
(16) une section (15f) orientée en biais par rapport à l'axe longitudinal de canal,
de telle sorte que l'espace libre (16), à l'état de montage du profilé à chambre creuse
(1), s'élargisse dans une direction opposée au composant externe (4) et forme une
contre-dépouille (18).
8. Système composé d'un profilé à chambre creuse de fenêtre ou de porte extrudé (1) selon
l'une des revendications précédentes et d'au moins un élément profilé supplémentaire
(100) séparé, lequel élément profilé (100) présente en section transversale des dimensions
qui concordent avec des dimensions correspondantes de l'espace libre (16), de telle
sorte que l'élément profilé (100), dans son état de montage, puisse être logé ou soit
logé dans l'espace libre (16), dans lequel, de préférence en référence à la revendication
6, l'élément profilé (100) est enclenché ou apte à être enclenché avec le profilé
à chambre creuse (1) à ladite autre saillie (14f) ou auxdites autres saillies (14f,
7.2a) ;
caractérisé en ce que l'élément profilé (100) se trouve en affleurement des saillies (14, 15) quand il
est appliqué dans son état de montage à l'intérieur de l'espace libre (16) contre
la paroi extérieure (1b).
9. Système selon la revendication 8, dans lequel l'élément profilé (100) est réalisé
en tant qu'élément profilé à chambre creuse, comprenant de préférence au moins deux
chambres creuses (100a, 100b), dans lequel de manière extrêmement préférentielle et
en référence à la revendication 3, l'élément profilé (100) présente une cavité (100i)
pour loger la saillie de canal dans son état de montage.
10. Système selon la revendication 8 ou 9, dans lequel l'élément profilé (100) présente
une pluralité de nervures (100c-g) ou de saillies (100h) dépassant vers l'extérieur,
à savoir :
- au moins une première nervure (100c, 100d) qui se trouve en affleurement des saillies
(14, 15) à l'état de montage, dans lequel de préférence deux nervures (100c, 100d)
de ce type sont disponibles qui présentent des saillies (100ca, 100da) tournées l'une
vers l'autre, en particulier à leurs extrémités libres, ce qui forme une contre-dépouille
dans laquelle un élément raidisseur (200) optionnel, par exemple en acier plat, est
retenu de manière imperdable ; et/ou
- au moins une deuxième nervure (100e, 100f) qui touche la paroi extérieure (1b) dans
l'état de montage et est disposée de préférence dans la zone de la contre-dépouille
(18) selon la revendication 7 ; et/ou
- au moins une troisième nervure (100g) qui est appliquée dans l'état de montage contre
une limitation latérale de l'espace libre (16) et est déformée ou déformable pour
produire une adhérence par force, de préférence en référence à la revendication 6,
pour un enclenchement sur ladite autre saillie (14f) ; et/ou
- au moins une saillie (100h), de préférence d'un côté opposé au troisième rebord
(100g), laquelle saillie (100h), en référence à la revendication 6, coopère par enclenchement
avec ladite autre saillie (7.2a).
11. Système composé d'un profilé à chambre creuse (1) selon l'une des revendications 1
à 7 et d'au moins un moyen de fixation (3) profilé côté bord, de préférence une vis,
dans lequel le moyen de fixation (3) est introduit le long de l'axe longitudinal de
canal (9) dans les canaux de fixation partiels (7.1, 7.2), dans lequel le composant
externe (4) est agencé ou à agencer en prolongement de l'axe longitudinal de canal
(9) ; et/ou
dans lequel le moyen de fixation (2) est introduit transversalement à l'axe longitudinal
de canal (7) dans l'un au moins des canaux de fixation partiels (7.1, 7.2), dans lequel
le composant externe est agencé ou à agencer latéralement à distance de l'axe longitudinal
de canal (9) dans la zone d'un côté frontal différent des deux parois extérieures
(1a, 1b) du profilé à chambre creuse (1) ;
dans lequel de préférence, un diamètre extérieur du moyen de fixation (3) dans la
zone du profilage (3a) côté bord est supérieur à une section transversale intérieure
des canaux de fixation partiels (7.1, 7.2) ou de l'au moins un des canaux de fixation
partiels (7.1, 7.2).
12. Système selon la revendication 11 comprenant un élément profilé (100), comme dans
l'une des revendications 8 à 10, dans lequel le moyen de fixation (3) traverse l'élément
profilé (100).
13. Cadre (20) pour une porte ou une fenêtre qui est formé de plusieurs sections (1.1-1.4)
reliées entre elles dans des zones de liaison (21), de préférence soudées, de profilés
à chambre creuse (1) selon l'une des revendications 1 à 7, dans lequel un élément
de liaison (22) de préférence métallique, de préférence une équerre de liaison, est
introduit dans l'une au moins des zones de liaison (21) dans la zone de la zone intermédiaire
respective (10) dans deux sections de profilé à chambre creuse (1.1-1.4) reliées entre
elles ; et/ou
dans lequel dans au moins une section de profilé à chambre creuse (1.1-1.4), un élément
d'armature (2) de préférence métallique est inséré dans l'au moins une zone intermédiaire
(10) ou dans l'une au moins des zones intermédiaires (10) ; et/ou
dans lequel au moins un élément profilé (100) tel que défini dans l'une des revendications
8 à 10 est introduit dans l'espace libre (16) d'au moins une section de profilé à
chambre creuse (1.1-1.4).