Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Betätiger für ein Crimpwerkzeug, ein Crimpwerkzeug aufweisend
einen Betätiger sowie ein Verfahren zur Herstellung einer Crimpverbindung, insbesondere
mit einem Crimpwerkzeug.
Stand der Technik
[0002] In der Kabelkonfektion wird ein Kontakt an eine Leitung gecrimpt, so dass beide Teile
elektrisch leitfähig und mechanisch miteinander verbunden sind. Insbesondere in der
automatischen Kabelkonfektion erfolgt das Crimpen mit Hilfe eines Crimpwerkzeugs.
Beim Crimpen mit dem Crimpwerkzeug werden Kontakte, die an einem Kontaktträgerstreifen
befestigt sind, nacheinander einem Crimpbereich im Crimpwerkzeug zugeführt, und in
dem Crimpbereich mit einer Leitung vercrimpt. Für das Crimpen bewegt sich ein Stößel
mit einem Crimper bevorzugt quer zum Kontaktträgerstreifen, und übt eine Kraft auf
den Kontakt sowie die Leitung aus.
[0003] Zum Abtrennen eines Kontakts vom Kontaktträgerstreifen übt ein Betätiger, der auch
an dem Stößel befestigt ist und vor dem Crimper angeordnet ist, eine Kraft, indirekt
über einen Abschneider, auf den Kontaktträgerstreifen aus. Da der Kontaktträgerstreifen
im Wirkungsbereich des Betätigers in einem Schneidmechanismus angeordnet ist, führt
die Krafteinwirkung des Betätigers zu einem Abtrennen des Kontakts vom Kontaktträgerstreifen.
Das Abtrennen erfolgt dabei vor dem Crimpen des Kontakts.
[0004] Ein Betätiger im Stand der Technik ist starr und weist eine fixe Länge auf. Die Länge
des Betätigers definiert den Abtrennzeitpunkt des Kontakts vom Kontaktträgerstreifen
als auch die maximale Durchbiegung des Kontaktträgerstreifens. Der Abtrennzeitpunkt
muss genau definiert sein, da er zum Beispiel die Fügeposition der Leitung in dem
Außenleiterkontakt vorgibt. Weiterhin kann sich bei einer zu starken Durchbiegung
des Kontaktträgerstreifens der Folgekontakt verbiegen, und es kann zu Problemen beim
Crimpen und Fügen des Folgekontaktes kommen. Mit einem Betätiger aus dem Stand der
Technik kann kein optimales Verhältnis zwischen Abtrennzeitpunkt und maximaler Kontaktträgerstreifen-Durchbiegung
erreicht werden.
Beschreibung der Erfindung
[0005] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung und ein Verfahren
bereit zu stellen, mit denen eine höhere Präzision beim Crimpen von Kontakten, die
an einem Kontaktträgerstreifen bereitgestellt werden, erreicht wird.
[0006] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch einen Betätiger für ein Crimpwerkzeug nach
Anspruch 1, einem Crimpwerkzeug nach Anspruch 8 sowie einem Verfahren zur Herstellung
einer Crimpverbindung nach Anspruch 12 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen
der Erfindung lassen sich den Unteransprüchen, der Beschreibung sowie den Zeichnungen
entnehmen.
[0007] Insbesondere wird die Aufgabe gelöst durch einen Betätiger für ein Crimpwerkzeug
aufweisend ein Gehäuse, einen Schlitten, der zumindest teilweise in dem Gehäuse angeordnet
ist, und der entlang einer ersten Richtung gegenüber dem Gehäuse bewegbar ist, einen
Vorsprung, der am Schlitten befestigt ist, und der mit der Bewegung des Schlittens
in und aus dem Gehäuse bewegbar ist, einen Riegel, der zumindest zwischen einer ersten
Position und einer zweiten Position gegenüber dem Gehäuse bewegbar ist, wobei der
Riegel in der ersten Position eine Bewegung des Schlittens blockiert, so dass der
Vorsprung nicht weiter in das Gehäuse hinein bewegt werden kann, und der Riegel in
der zweiten Position eine Bewegung des Schlittens zulässt, so dass der Vorsprung vollständig
in das Gehäuse hinein bewegt werden kann.
[0008] Der Betätiger ist geeignet für ein Crimpwerkzeug, insbesondere bei automatischen
Crimprozessen. Der Betätiger kann verwendet werden, einen Kontaktträgerstreifen, an
dem einzelne Kontakte befestigt sind, mit einer Kraft zu beaufschlagen, um einen Kontakt
von dem Kontaktträgerstreifen zu trennen. Für eine optimale und volle Kraftübertragung
von einem Stößel, an dem der Betätiger bevorzugt befestigt ist, auf den Kontaktträgerstreifen,
sollte der Betätiger eine starre Form insbesondere eine feste Länge aufweisen. Aus
diesem Grund wird die Bewegung des Schlittens in das Gehäuse, mit dem Riegel in der
ersten Position, auf eine bestimmte Länge festgelegt, und eine Weiterbewegung in das
Gehäuse durch den Riegel verhindert. Zum Abtrennen eines Kontakts vom Kontaktträgerstreifen
weist der Betätiger somit ein feste Länge auf. So kann ein Kontakt präzise vom Kontaktträgerband
abgetrennt werden.
[0009] Zum Crimpen des abgetrennten Kontakts an einen Leiter muss insbesondere der Stößel
samt dem Betätiger und einem Crimper weiter in Richtung des Kontaktträgerstreifens
bewegt werden. Dabei würde der Betätiger bei einer fixen Länge weiterhin ein Kraft
oder eine noch größere Kraft auf den Kontaktträgerstreifen ausüben. Der Kontaktträgerstreifen
würde sich stark durchbiegen. Das andauernde und/oder starke Durchbiegen des Kontaktträgerstreifens
hätte einen negativen Einfluss auf einen nachfolgenden Kontakt am Kontaktträgerstreifen.
Um diesen negativen Einfluss zu vermeiden, wird der Riegel am Betätiger nach dem Abtrennen
des Kontakts in eine zweite Position verschoben, in der es dem Schlitten möglich ist,
sich weiter in das Gehäuse zu bewegen. Beim Aufbringen der Kraft vom Stößel über den
Betätiger auf den Kontaktträgerstreifen schiebt sich der Schlitten weiter in das Gehäuse
hinein, anstatt die volle Kraft auf den Kontaktträgerstreifen zu übertragen. Somit
wirkt nur eine geringe Kraft auf den Kontaktträgerstreifen und die Durchbiegung wird
minimal. Da nachfolgende Kontakte nicht mehr negativ beeinflusst werden, wird die
Präzision des Crimpens insgesamt erhöht.
[0010] Bevorzugt ist der Riegel in der ersten Richtung zwischen dem Schlitten und einer
inneren Wandung des Gehäuses angeordnet. Durch die Anordnung des Riegels zwischen
Schlitten und Wandung kann der Riegel optimal als Anschlag dienen, und klemmt quasi
zwischen Schlitten und innerer Wandung. Die gleichzeitige Anordnung von Riegel und
Schlitten in einem Hohlraum des Gehäuses ist zudem platzsparend.
[0011] Bevorzugt weist der Riegel zumindest eine Sperrnase auf, die in der ersten Position
als Anschlag für eine Anschlagseite am Schlitten dient, und die in der zweiten Position
in einer Aussparung an der Anschlagseite am Schlitten aufgenommen werden kann. Durch
die Sperrnase ist nur eine kurze Bewegung des Riegels notwendig, um von einer ersten,
verriegelten Position in eine zweite, entriegelte Position zu gelangen. Die Sperrnase
kann gleichzeitig als Anzeige dienen, in welcher Position sich der Riegel befindet.
[0012] Bevorzugt erstreckt sich der Riegel teilweise außerhalb des Gehäuses und kann durch
mechanische Beaufschlagung zwischen der ersten und der zweiten Position bewegt werden.
Somit kann die Position des Riegels von außen beeinflusst werden. Das Gehäuse kann
dicht verschlossen werden, so dass keine Fremdkörper, wie Staub und dergleichen, unbeabsichtigt
hineingelangen und die Funktion des Betätigers stören.
[0013] Bevorzugt ist der Riegel entlang einer zweiten Richtung, insbesondere quer zur ersten
Richtung, bewegbar. So ist der Riegel unabhängig von einer Bewegungsrichtung des Betätigers,
wenn dieser zum Beispiel an einem Stößel befestigt ist, bewegbar. Insbesondere wird
die Bewegung des Riegels, bei einer Querrichtung zur Bewegung des Stößels, nicht durch
Beschleunigungs- oder Aufprallkräfte beeinflusst.
[0014] Bevorzugt ist ein Federelement in der ersten Richtung zwischen der Anschlagseite
am Schlitten und der inneren Wandung des Gehäuses angeordnet, so dass eine Bewegung
des Schlittens zur inneren Wandung, insbesondere mit dem Riegel in der zweiten Position,
abgefedert wird. Durch das Federelement drückt der Vorsprung am Betätiger weiterhin
auf den Abschneider. Durch die Federung wirkt jedoch nur noch eine geringe Kraft vom
Betätiger auf den Abschneider, so dass der Kontaktträgerstreifen nur noch minimal
durchgebogen wird. Die Feder ist zudem dafür da, den Schlitten nach dem Crimpvorgang
wieder in seine ursprüngliche Position, mit der maximalen Gesamtlänge des Betätigers,
zu bringen.
[0015] Bevorzugt weist das Gehäuse eine Öffnung auf, durch die sich der Vorsprung, bevorzugt
entlang der ersten Richtung, erstrecken kann. Die Öffnung ist bevorzugt in Richtung
des Kontaktträgerstreifens angeordnet. Die Öffnung ermöglicht es ein abgeschlossenes
Gehäuse bereitzustellen in dem sich der Schlitten bewegen kann, ohne dass die Funktion
des Betätigers von außen, zum Beispiel durch Schmutz, beeinträchtigt wird.
[0016] Die Aufgabe wird weiterhin insbesondere gelöst durch ein Crimpwerkzeug, zum Crimpen
eines Kontakts von einem Kontaktträgerstreifen an einen Leiter, zumindest aufweisend
einen Stößel, und einen Betätiger, der am Stößel befestigt ist, und der mit dem Stößel
in Richtung hin und weg von dem Kontaktträgerstreifen bewegbar ist. Das Crimpwerkzeug
ist bevorzugt eingerichtet einen kompletten Crimpprozess durchzuführen und einen Kontakt,
der an einem Kontaktträgerstreifen bereitgestellt wird, von dem Kontaktträgerstreifen
zu trennen und an eine bereitgestellte Leitung zu crimpen. Insbesondere beim Crimpen
wird der Kontaktträgerstreifen nur minimal bis gar nicht durchgebogen, so dass eine
präzise Verarbeitung aller Kontakte möglich ist.
[0017] Bevorzugt sind zumindest zwei Führungsbauteile am Crimpwerkzeug angeordnet, so dass
der Riegel am Betätiger, bei einer Bewegung des Stößels, zwischen der ersten und zweiten
Position bewegt wird. Die Führungsbauteile ermöglichen eine automatische Bewegung
des Riegels, wenn sich der Stößel in Richtung hin oder weg vom Kontaktträgerstreifen
bewegt. Somit ist ein automatischer Crimpprozess möglich.
[0018] Bevorzugt weisen die zumindest zwei Führungsbauteile gebogene Führungsflächen auf,
die in Kontakt mit Führungselementen am Riegel stehen, so dass der Riegel bei einer
Bewegung entlang der Führungsflächen gleichmäßig zwischen der ersten und zweiten Position
bewegt wird. Die gleichmäßige Bewegung ist materialschonender als ruckartige Positionswechsel.
Über die Form und Position der Führungsflächen bzw. Ihren Verlauf können zeitliche
Abläufe der Riegelbewegung gesteuert bzw. beeinflusst werden.
[0019] Bevorzugt können die Führungsbauteile gegenüber den Führungselementen so positioniert
werden, dass ein optimaler Abtrenn- und Crimpzeitpunkt erreicht wird. Die Führungsbauteile
beeinflussen den Abstand der Führungselemente zum Gehäuse des Betätigers und regeln
so die Position des Riegels. Über eine Einstellung, zu welchem Zeitpunkt welcher Abstand
besteht, können die Führungsbauteile die Position des Riegels zu einem bestimmten
Zeitpunkt festlegen. So lassen sich optimale Zeitpunkte für bestimmte Verfahrensschritte,
wie Abtrennen oder Crimpen eines Kontakts, festlegen.
[0020] Die oben genannte Aufgabe wird weiterhin insbesondere gelöst durch ein Verfahren
zur Herstellung einer Crimpverbindung zwischen einem Kontakt an einem Kontaktträgerstreifen
und einem Leiter, mit einem Stößel zumindest aufweisend einen Betätiger, der seine
Länge zumindest zwischen einer ersten Länge und einer zweiten Länge verändern kann,
wobei die erste Länge größer ist als die zweite Länge, und einem Crimper, und wobei
das Verfahren zumindest die folgenden Schritte aufweist: Bereitstellen des Betätigers
in einem verriegelten Zustand, so dass seine Länge nicht geringer werden kann als
die erste Länge, Beaufschlagen des Kontaktträgerstreifens durch den Betätiger mit
einer ersten Kraft, so dass der Kontakt vom Kontaktträgerstreifen trennbar ist, Entriegeln
des Betätigers, so dass seine Länge auf die zweite Länge reduziert werden kann, Beaufschlagen
des Kontaktträgerstreifens durch den Betätiger und Crimpen des Kontakts durch den
Crimper mit einer zweiten Kraft, die insbesondere größer ist als die erste Kraft,
wobei sich die Länge des Betätigers beim Aufbringen der zweiten Kraft reduziert.
[0021] Das Verfahren verwendet einen Betätiger, der in seiner Länge variabel ist bzw. angepasst
werden kann. So ist es möglich bei anhaltender Krafteinwirkung durch einen Stößel
auf ein Kontaktträgerband, zum Abtrennen eines Kontakts und zum Crimpen des Kontakts,
unterschiedliche Kräfte über den Betätiger auf den Kontaktträgerstreifen bzw. auf
den Abschneider zu übertragen. Die Kraftübertragung kann an, für einen Verfahrensschritt
notwendige, Kräfte (beim Abtrennen) angepasst werden und vermeidet unnötige Kräfte
(beim Crimpen) auf den Kontaktträgerstreifen. Dadurch kann eine höhere Präzision beim
gesamten Crimpprozess erreicht werden.
[0022] Bevorzugt umfasst der Schritt des Entriegelns: Bewegen des Stößels in Richtung des
Kontaktträgerstreifens und gleichzeitig Führen eines Riegels am Betätiger von einer
ersten Position in eine zweite Position.
[0023] Bevorzugt weist das Verfahren weiterhin den Schritt des Verriegelns auf, umfassend:
Wegbewegen des Stößels von dem Kontaktträgerstreifen und gleichzeitig Führen des Riegels
von der zweiten Position in die erste Position. Die Schritte des Ent- und Verriegelns
sind reversibel und ermöglichen einen Kreisprozess. Ein automatisiertes Crimpverfahren
ist somit möglich.
[0024] Darüber hinaus sind weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung aus
der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen ersichtlich. Die dort und
oben beschriebenen Merkmale können alleinstehend oder in Kombination umgesetzt werden,
insofern sich die Merkmale nicht widersprechen. Die folgende Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsformen erfolgt dabei unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen.
Dabei zeigt:
- Fig. 1a, 1b
- Darstellungen einer Ausführungsform eines Stößels mit einem Betätiger und einer Sperrnase
in einer ersten Position;
- Fig. 2a, 2b
- Darstellungen von Fig. 1a und Fig. 1b des Stößels mit dem Betätiger und der Sperrnase
in einer zweiten Position;
- Fig. 3
- eine Darstellung einer Ausführungsform eines Werkzeugs mit einem Stößel aus Fig. 1a;
- Fig. 4
- eine Detailansicht eines Ausschnitts aus Fig. 3, in der eine Blende an einem seitlichen
Führungsbauteil zur besseren Sichtbarkeit der Führungsbahn entfernt wurde;
- Fig. 5
- eine Detailansicht eines weiteren Ausschnitts aus Fig. 3, während der Bewegung des
Betätigers zum Kontaktträgerstreifen, mit dem Betätiger und der Sperrnase in der ersten
Position;
- Fig. 6
- die Detailansicht aus Fig. 5, während der Bewegung des Betätigers zum Kontaktträgerstreifen,
mit dem Betätiger und der Sperrnase beim Übergang von der ersten in die zweite Position;
und
- Fig. 7
- die Detailansicht aus Fig. 5, während der Bewegung des Betätigers zum Kontaktträgerstreifen,
mit dem Betätiger und der Sperrnase in der zweiten Position.
[0025] Fig. 1a zeigt eine Ausführungsform eines Stößels 1. Der Stößel 1 weist zumindest
einen Betätiger 3 sowie einen Crimper 5 auf. Der Betätiger 3 umfasst zumindest ein
Gehäuse 10, einen Schlitten 20, einen Riegel 30 sowie ein Federelement 40.
[0026] Der Betätiger 3 ist in Fig. 1a in einer Ausgangssituation dargestellt. Ein Vorsprung
24, der an dem Schlitten befestigt ist bzw. insbesondere mit diesem einstückig ausgebildet
ist, ragt so weit wie möglich aus dem Gehäuse 10 hervor und bildet die maximale Gesamtlänge
L0 des Betätigers 3. Der Schlitten 20 wird bevorzugt durch das Federelement 40 entlang
der ersten Richtung X zu einer Öffnung 14 in dem Gehäuse 10 gedrückt. Der Vorsprung
24 erstreckt sich durch die Öffnung 14 und kann durch die Öffnung 14 in das Gehäuse
hinein und heraus bewegt werden. An der äußeren Spitze des Vorsprungs 24 befindet
sich eine Kontaktfläche 26, mit der der Vorsprung 24 bzw. Betätiger 3 indirekt über
den Abschneider 6 in Kontakt mit einem Kontaktträgerstreifen 7 kommen kann. Die Kontaktfläche
26 ist bevorzugt eine ebene Fläche, damit der Betätiger 3 eine gleichmäßige Auflagefläche
zum Abschneider 6 aufweisen kann. Die Länge von der Kontaktfläche 26 bis zum gegenüberliegenden
Ende des Betätigers bildet die Gesamtläge des Betätigers. Diese Gesamtlänge des Betätigers
3 ist variabel.
[0027] Der Schlitten 20 ist zumindest teilweise in dem Gehäuse 10 angeordnet und gegenüber
dem Gehäuse bewegbar. In der ersten Richtung X kann sich der Schlitten auf die Öffnung
14 zu und von ihr weg bewegen. Wird der Schlitten 20 in Richtung der Öffnung 14 bewegt,
so schiebt sich der Vorsprung 24 durch die Öffnung 14 nach außen und vergrößert die
Gesamtlänge des Betätigers 3. Wird der Schlitten 20 weg von der Öffnung 14 bewegt,
so schiebt sich der Vorsprung 24 durch die Öffnung 14 in das Gehäuse 10 und verkürzt
die Gesamtlänge des Betätigers 3. Bei einer Bewegung des Schlittens 20 weg von der
Öffnung 14 arbeitet der Schlitten 20 bevorzugt gegen eine Federkraft des Federelements
40, so dass die Bewegung gehemmt oder abgeschwächt wird.
[0028] Fig. 1a und Fig. 1b zeigen den Riegel 30 mit einer Sperrnase 32 in der ersten Position
P1. In anderen Ausführungsformen können auch mehr als eine Sperrnase verwendet werden.
Der Riegel 30 bzw. der Betätiger 3 befindet sich in einem verriegelten Zustand. In
diesem Zustand verhindert der Riegel 30 eine Weiterbewegung des Schlittens 20 von
der Öffnung 14 weg. Der Riegel, genauer gesagt die Sperrnase 32, dient als Anschlag
für den Schlitten 20. Der Schlitten 20 liegt, wie in Fig. 1b gezeigt, mit einer Anschlagsseite
an der Sperrnase 32 an und kann sich nicht weiter in der ersten Richtung X von der
Öffnung 14 entfernen. Dadurch kann sich der Vorsprung 24 nicht weiter in das Gehäuse
10 bewegen, und die Gesamtlänge des Betätigers kann sich nicht weiter reduzieren.
[0029] In dem in Fig. 1b gezeigten Zustand kann der Stößel 1 seine gesamte Kraft, insbesondere
eine erste Kraft, über den Betätiger und den Abschneider auf einen Kontaktträgerstreifen
7 übertragen, um einen Kontakt 9 vom Kontaktträgerstreifen 7 zu trennen.
[0030] Fig. 2a und Fig. 2b zeigen den Riegel 30 bzw. die Sperrnase 32 in einer zweiten Position
P2. Der Riegel 30 bzw. der Betätiger 3 befindet sich in einem entriegelten Zustand.
In diesem Zustand lässt der Riegel 30 eine Weiterbewegung des Schlittens 20 von der
Öffnung 14 weg zu, so dass der Vorsprung 24 vollständig oder nahezu vollständig in
das Gehäuse 10 hinein bewegt werden kann. In der zweiten Position P2 kann die Sperrnase
32 in eine Aussparung des Schlittens 20 bzw. an der Anschlagseite 22 des Schlittens
20 eingreifen. So kann der Schlitten ungehindert weiter weg von der Öffnung 14 bewegt
werden, bis er schließlich an die innere Wandung des Gehäuses 10 anstößt. Beim Anstoß
des Schlittens 20 an der inneren Wandung des Gehäuses 10 ist der Vorsprung 24 bevorzugt
vollständig oder nahezu vollständig in das Gehäuse hineinbewegt und der Betätiger
3 weist seine kürzeste Länge L2 auf. Nahezu vollständig meint, dass maximal eine kurze
Spitze des Vorsprungs 24 aus dem Gehäuse 10 ragt, so dass sich der Vorsprung 24 noch
von der äußeren Wandung des Gehäuses 10 unterscheidet. Auch ein vollständiges Verschwinden
des Vorsprungs 24 in das Gehäuse 10 wäre je nach Ausgestaltung des Betätigers 3 möglich,
sodass der Vorsprung 24 und das Gehäuse 10 in komprimierter Länge L2 eine Ebene bilden.
Bevorzugt muss der Schlitten 20 im Bereich des Riegels 30 gegen die Federkraft des
Federelements 40 in Richtung der inneren Wandung des Gehäuses 10 bewegt werden, so
dass der Schlitten 20 in der Praxis nur in Ausnahmefällen die innere Wandung des Gehäuses
10 anstößt. Damit der Schlitten 10 nicht an die Sperrnase 32 des Riegels 30 anschlägt,
muss sich die Sperrnase 32 vollständig in der zweiten Position P2 befinden.
[0031] In dem in Fig. 2b gezeigten Zustand, und insbesondere beim Übergang von Fig. 2a zu
Fig. 2b, kann der Stößel 1 seine gesamte Kraft, insbesondere eine zweite Kraft, über
den Crimper 5 auf einen Kontakt 9 übertragen, um den Kontakt 9 an eine Leitung zu
crimpen, während der Betätiger 3 über den Schlitten 20 federnd gelagert ist, und dadurch
eine geringer Kraft auf den Kontaktträgersteifen 7 ausübt.
[0032] Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform eines Crimpwerkzeugs 100, in dem der Stößel 1 mit
Betätiger 3 und Crimper 5 eingebaut ist. Das Crimpwerkzeug 100 weist weiterhin einen
Vorschub 102 auf, über den Kontakte 9, die an einem Kontaktträgerstreifen 7 befestigt
sind, in dem Crimpbereich bzw. Bearbeitungsbereich 104 des Crimpwerkzeugs 100 bereitgestellt
werden. In der zweiten Richtung Y ist beidseitig des Betätigers 3 jeweils ein Führungsbauteil
110a, b angeordnet. Die Führungsbauteile 110a, b sind bevorzugt am Crimpwerkzeug 100
befestigt.
[0033] Fig. 4 zeigt einen Betätiger 3 sowie ein Führungsbauteil 110a an dem Crimpwerkzeug
100, wobei an dem Führungsbauteil 110a zur Veranschaulichung eine Blende entfernt
wurde. Das dargestellte Führungsbauteil 110a weist insbesondere eine gebogene Führungsfläche
112 auf, entlang welcher sich ein Führungselement 34a des Riegels 30 bewegen kann.
Die gebogene Führungsfläche 112 ist so ausgebildet, dass das Führungselement 34a des
Riegels 30 bei einer Bewegung des Betätigers 3 bzw. des Stößels 1 in Richtung X zum
Kontaktträgerstreifen 7 entlang der zweiten Richtung Y in Richtung des Gehäuses 10
bewegt wird. Durch diese Bewegung verschiebt sich insbesondere die Sperrnase 32 an
dem Riegel 30 von der ersten in die zweite Position P1, P2. Über eine Justierung des
Betätigers 3 gegenüber den Führungsbauteilen 110a, b können die Zeitpunkte, wann sich
die Sperrnase 32 in der ersten oder zweiten Position P1, P2 befindet eingestellt werden.
So kann zum Beispiel der Abtrennzeitpunkt eines Kontakts 9 vom Kontaktträgerstreifen
7 festgelegt werden. Durch die gebogene Form der Führungsfläche 112 ist der Übergang
der Sperrnase 32 zwischen der ersten und zweiten Position P1, P2 gleichmäßig. Solange
die Sperrnase 32 noch nicht vollständig in der zweiten Position P2 angekommen ist,
sperrt sie die Weiterbewegung des Schlittens 20 und dient als Anschlag.
[0034] Das Führungsbauteil 110b auf der gegenüberliegenden Seite des Betätigers 3 ist entsprechend
aufgebaut. Bei einer Bewegung des Stößels 1 bzw. des Betätigers 3 weg von dem Kontaktträgerstreifen
7 führt das Führungsbauteil 110b das Führungselement 34b am Riegel 30, entgegengesetzt
zur beschriebenen Richtung des Führungselements 34a, entlang der zweiten Richtung
Y hin zu dem Gehäuse 10, so dass die Sperrnase 32 von der zweiten Position P2 in die
erste Position P1 bewegt wird. Bei einer Ab- und Aufbewegung des Stößels entlang der
ersten Richtung X wird die Sperrnase 32 mit Hilfe der Führungsbauteile 110a, b von
der ersten in die zweite Position P1, P2 und zurück bewegt.
[0035] Insbesondere lassen sich anhand der Ausrichtung der Führungsbauteile 110a, b in Bezug
auf die Führungselemente 34a, b zumindest zwei Zeitpunkte T1, T2 festlegen. Im ersten
Zeitpunkt T1 befindet sich das Führungselement 34a am weitesten entfernt vom Gehäuse
10 und die Sperrnase 32 befindet sich in der ersten Position P1, d.h. im verriegelten
Zustand. In diesem Zeitpunkt T1 dient die volle Fläche der Sperrnase 32 als Anschlag
für die Anschlagsseite 22 des Schlittens 20. Eine volle Kraftübertragung von dem Stößel
1 über den Betätiger 3 auf den Kontaktträgerstreifen 7 ist möglich. Der Zeitpunkt
T1 ist optimal als Abtrennzeitpunkt. Zwischen den Zeitpunkten T1 und T2 bewegt sich
die Sperrnase 32 von der ersten in die zweite Position P1, P2 und dient dabei immer
noch, zumindest teilweise, als Anschlag für den Schlitten 20. Ein Teil der Sperrnase
32 befindet sich schon im Bereich der Aussparung an dem Schlitten 20 und ist somit
keine Berührungsfläche. Im zweiten Zeitpunkt T2 befindet sich die Sperrnase 32 vollständig
in der zweiten Position P2 und lässt eine Weiterbewegung des Schlittens 20 weg von
der Öffnung 14 in Richtung X der Wandung des Gehäuses 10 zu. Der Schlitten 20 ist
im zweiten Zeitpunkt T2 federnd gelagert und überträgt nur noch eine geringere Kraft
vom Stößel 1 über den Abschneider 6 auf den Kontaktträgerstreifen 7.
[0036] In Fig. 5 bis 7 sind drei Momentaufnahmen beim Ablauf eines Crimpprozesses dargestellt.
In Fig. 5 befindet sich der Stößel 1 mit Betätiger 3 und Crimper 5 in der Ausgangsposition.
Der Stößel 1 bzw. Betätiger 3 ist beabstandet vom Kontaktträgerstreifen 7, so dass
der Kontaktträgerstreifen 7 durch den Vorschub 102 bewegt werden kann, und ein Kontakt
9 in dem Bearbeitungsbereich 104 angeordnet werden kann. Auf den Kontaktträgerstreifen
7 wirken keine Kräfte vom Stößel 1, so dass der Kontaktträgerstreifen 7 keine Durchbiegung
bzw. eine Ausgangsdurchbiegung D0 aufweist. Insbesondere liegt der Kontaktträgerstreifen
7 im Bereich 7a zwischen dem Vorschub 102 und dem Bearbeitungsbereich 104 in einer
Ebene mit dem Schlitz des Abschneiders 6 und ist nicht durchgebogen. Die Sperrnase
32 des Riegels 30 am Betätiger 3 befindet sich in der ersten Position P1, somit ist
der Betätiger 3 im verriegelten Zustand.
[0037] Fig. 6 zeigt einen fortgeschrittenen Zeitpunkt gegenüber Fig. 5, in dem sich der
Stößel 1 entlang der ersten Richtung X hin zu dem Kontaktträgerstreifen 7 bewegt hat.
Der Vorsprung 24, insbesondere die Kontaktfläche 26 am Vorsprung 24, steht in Kontakt
mit dem Abschneider 6, in dessen horizontalem Schlitz der Kontaktträgerstreifen 7
angeordnet ist. Der Stößel 1 übt eine Kraft, insbesondere eine erste Kraft zum Abtrennen
des Kontakts 9 vom Kontaktträgerstreifen 7, aus. Da die Sperrnase 32 noch nicht vollständig
in der zweiten Position angekommen ist, dient sie als Anschlag für den Schlitten 20.
Dadurch kann die volle Kraft des Stößels 1 über den Betätiger 3 bzw. Vorsprung 24
sowie den Abschneider 6 auf das Kontaktträgerband 7 übertragen werden. Insbesondere
das Führungselement 34a befindet sich in dieser Momentaufnahme zwischen den Zeitpunkten
T1 und T2 am Führungsbauteil 110a (vgl. Fig. 4). Aufgrund der Krafteinwirkung auf
den Kontaktträgerstreifen 7, biegt sich dieser auf eine erste Durchbiegung D1 durch.
Die erste Durchbiegung D1 tritt insbesondere im Bereich 7a des Kontaktträgerstreifens
7 zwischen dem Vorschub 102 und dem Bearbeitungsbereich 104 auf. Bei einer anhaltenden
oder noch stärkeren Durchbiegung kann der Folgekontakt 9a negativ beeinträchtigt werden.
[0038] Fig. 7 zeigt einen weiter fortgeschrittenen Zeitpunkt im Crimpprozess gegenüber Fig.
6, in dem sich der Stößel 1 weiter entlang der ersten Richtung X hin zu dem Kontaktträgerstreifen
7 bewegt hat. Der Vorsprung 24, insbesondere die Kontaktfläche 26 am Vorsprung 24,
steht immer noch über den Abschneider 6 in Kontakt mit dem Kontaktträgerstreifen 7.
Allerdings ist die Sperrnase 32 vollständig in der zweiten Position angekommen, und
dient nicht mehr als Anschlag für den Schlitten 20. Vielmehr kann sich der Schlitten
20 bevorzugt entgegen dem Federelement 40 weiter in Richtung der inneren Wandung des
Gehäuses 10 bewegen. Dadurch wird nicht mehr die volle Kraft des Stößels 1 über den
Betätiger 3 bzw. Vorsprung 24 auf das Kontaktträgerband 7 übertragen, sondern lediglich
eine verminderte Kraft. Gleichzeitig kann der Stößel 1 jedoch seine volle Kraft, insbesondere
eine zweite Kraft, über den Crimper 5 auf den Kontakt 9 im Bearbeitungsbereich 104
übertragen, um den Kontakt 9 an eine Leitung zu crimpen. Insbesondere das Führungselement
34a befindet sich in dieser Momentaufnahme am zweiten Zeitpunkt T2 am Führungsbauteil
110a (vgl. Fig. 4). Aufgrund der verringerten Krafteinwirkung über den Betätiger 3
auf den Kontaktträgerstreifen 7, biegt sich der Kontaktträgerstreifen 7 nur noch auf
eine zweite Durchbiegung D2 durch, die geringer ist als die erste Durchbiegung D1.
In einer bevorzugten Ausführungsform entspricht die zweite Durchbiegung D2 der Ausgangsdurchbiegung
D0. Die verringerte zweite Durchbiegung D2 zeigt sich insbesondere im Bereich 7a des
Kontaktträgerstreifens 7 zwischen dem Vorschub 102 und dem Bearbeitungsbereich 104.
Durch die geringe bis keine Durchbiegung wird der Folgekontakt 9a nicht negativ beeinträchtigt.
Dies erhöht die Präzision beim Crimpen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0039]
- 1
- Stößel
- 3
- Betätiger
- 5
- Crimper
- 6
- Abschneider
- 7
- Kontaktträgerstreifen
- 7a
- Bereich
- 9
- Kontakte
- 9a
- Folgekontakt
- 10
- Gehäuse
- 12
- Hohlraum
- 14
- Öffnung
- 20
- Schlitten
- 22
- Anschlagseite
- 24
- Vorsprung
- 26
- Kontaktfläche
- 30
- Riegel
- 32
- Sperrnase
- 34a, b
- Führungselemente
- 40
- Feder
- 50
- Crimper
- 100
- Crimpwerkzeug
- 102
- Vorschub
- 104
- Bearbeitungsbereich
- 110a, b
- Führungsbauteile
- 112
- Führungsfläche
- D0, D1, D2
- Durchbiegungen des Kontaktträgerstreifens
- L0, L1, L2
- Längen des Betätigers
- P1
- erste Position
- P2
- zweite Position
- T1
- erster Zeitpunkt
- T2
- zweiter Zeitpunkt
1. Betätiger (3) für ein Crimpwerkzeug (100) aufweisend:
a) ein Gehäuse (10);
b) einen Schlitten (20), der zumindest teilweise in dem Gehäuse (10) angeordnet ist,
und der entlang einer ersten Richtung (X) gegenüber dem Gehäuse (10) bewegbar ist;
c) einen Vorsprung (24), der am Schlitten (20) befestigt ist, und der mit der Bewegung
des Schlittens (20) in und aus dem Gehäuse (10) bewegbar ist;
d) einen Riegel (30), der zumindest zwischen einer ersten Position (P1) und einer
zweiten Position (P2) gegenüber dem Gehäuse (10) bewegbar ist; wobei
e) der Riegel (30) in der ersten Position (P1) eine Bewegung des Schlittens (20) blockiert,
so dass der Vorsprung (24) nicht weiter in das Gehäuse (10) hinein bewegt werden kann;
und
f) der Riegel (30) in der zweiten Position (P2) eine Bewegung des Schlittens (20)
zulässt, so dass der Vorsprung (24) vollständig in das Gehäuse (10) hinein bewegt
werden kann.
2. Betätiger nach Anspruch 1, bei dem der Riegel (30) in der ersten Richtung (X) zwischen
dem Schlitten (20) und einer inneren Wandung des Gehäuses (10) angeordnet ist.
3. Betätiger nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Riegel (30) zumindest eine Sperrnase
(32) aufweist, die in der ersten Position (P1) als Anschlag für eine Anschlagseite
(22) am Schlitten (20) dient, und die in der zweiten Position (P2) in einer Aussparung
an der Anschlagseite (22) am Schlitten (20) aufgenommen werden kann.
4. Betätiger nach einem der Ansprüche 1 - 3, bei dem sich der Riegel (30) teilweise außerhalb
des Gehäuses (10) erstreckt und durch mechanische Beaufschlagung zwischen der ersten
und der zweiten Position (P1, P2) bewegt werden kann.
5. Betätiger nach einem der Ansprüche 1 - 4, bei dem der Riegel (30) entlang einer zweiten
Richtung (Y), insbesondere quer zur ersten Richtung (X), bewegbar ist.
6. Betätiger nach einem der Ansprüche 1 - 5, bei dem ein Federelement (40) in der ersten
Richtung (X) zwischen der Anschlagseite (22) am Schlitten (20) und der inneren Wandung
des Gehäuses (10) angeordnet ist, so dass eine Bewegung des Schlittens (20) zur inneren
Wandung, insbesondere mit dem Riegel (30) in der zweiten Position (P2), abgefedert
wird.
7. Betätiger nach einem der Ansprüche 1 - 6, bei dem das Gehäuse (10) eine Öffnung (14)
aufweist, durch die sich der Vorsprung (24), bevorzugt entlang der ersten Richtung
(X), erstrecken kann.
8. Crimpwerkzeug (100), zum Crimpen eines Kontakts (9) von einem Kontaktträgerstreifen
(7) an einen Leiter, zumindest aufweisend:
a) einen Stößel (1); und
b) einen Betätiger (3) nach einem der Ansprüche 1 - 7, der am Stößel (1) befestigt
ist, und der mit dem Stößel (1) in Richtung hin und weg von dem Kontaktträgerstreifen
(7) bewegbar ist.
9. Crimpwerkzeug nach Anspruch 8, bei dem zumindest zwei Führungsbauteile (110a, b) am
Crimpwerkzeug (100) angeordnet sind, so dass der Riegel (30) am Betätiger (3), bei
einer Bewegung des Stößels (1), zwischen der ersten und zweiten Position (P1, P2)
bewegt wird.
10. Crimpwerkzeug nach Anspruch 9, bei dem die zumindest zwei Führungsbauteile (110a,
b) gebogene Führungsflächen (112) aufweisen, die in Kontakt mit Führungselementen
(34a, b) am Riegel (30) stehen, so dass der Riegel (30) bei einer Bewegung entlang
der Führungsflächen (112) gleichmäßig zwischen der ersten und zweiten Position (P1,
P2) bewegt wird.
11. Crimpwerkzeug nach Anspruch 9 oder 10, bei dem die Führungsbauteile (110a, b) gegenüber
den Führungselementen (34a, b) so positioniert werden können, dass ein optimaler Abtrenn-
und Crimpzeitpunkt (T1, T2) erreicht wird.
12. Verfahren zur Herstellung einer Crimpverbindung zwischen einem Kontakt (9) an einem
Kontaktträgerstreifen (7) und einem Leiter, mit einem Stößel (1) zumindest aufweisend
einen Betätiger (3), der seine Länge zumindest zwischen einer ersten Länge (L1) und
einer zweiten Länge (L2) verändern kann, wobei die erste Länge (L1) größer ist als
die zweite Länge (L2), und einem Crimper (5), und wobei das Verfahren zumindest die
folgenden Schritte aufweist:
a) Bereitstellen des Betätigers (3) in einem verriegelten Zustand, so dass seine Länge
nicht geringer werden kann als die erste Länge (L1);
b) Beaufschlagen des Kontaktträgerstreifens (7) durch den Betätiger (3) mit einer
ersten Kraft, so dass der Kontakt (9) vom Kontaktträgerstreifen (7) trennbar ist;
c) Entriegeln des Betätigers (3), so dass seine Länge auf die zweite Länge (L2) reduziert
werden kann;
d) Beaufschlagen des Kontaktträgerstreifens (7) durch den Betätiger (3) und Crimpen
des Kontakts (9) durch den Crimper (5) mit einer zweiten Kraft, die insbesondere größer
ist als die erste Kraft, wobei sich die Länge des Betätigers (3) beim Aufbringen der
zweiten Kraft reduziert.
13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem der Schritt des Entriegelns umfasst:
Bewegen des Stößels (1) in Richtung des Kontaktträgerstreifens (7) und gleichzeitig
Führen eines Riegels (30) am Betätiger (3) von einer ersten Position (P1) in eine
zweite Position (P2).
14. Verfahren nach Anspruch 13, weiterhin aufweisend den Schritt des Verriegelns umfassend:
e) Wegbewegen des Stößels (1) von dem Kontaktträgerstreifen (7) und gleichzeitig Führen
des Riegels (30) von der zweiten Position (P2) in die erste Position (P1).