[0001] Der Erfindung betrifft eine Wäscheständeranordnung zum Trocknen von Wäsche, welche
einen zuverlässigen Funktionszustand bereitstellt und in einem transportfähigen Zustand
einen besonders platzsparenden Aufbau aufweist.
[0002] Wäscheständeranordnungen zum Trocknen von Wäsche sind aus dem Stand der Technik bekannt.
Derartige Anordnungen, welche auch als Wäschetrockengestelle oder Wäscheständer bezeichnet
werden, sind vielverbreitete Haushaltshilfen und weisen typischerweise ein zusammenklappbares
Gestell mit mehreren Standbeinen zum Aufstellen auf einem Boden auf. Das Gestell hat
im Regelfall einen Rahmen, der mehrere innerhalb dessen angeordnete Schnüre oder Stäbe
zum Aufhängen von Wäsche aufweist.
[0003] Es ist eine Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, eine zuverlässige und kostengünstige
Wäscheständeranordnung zu schaffen.
[0004] Eine erfindungsgemäße Wäscheständeranordnung zum Trocknen von Wäsche umfasst ein
zusammenklappbares Grundgestell mit zwei Standbeinen und einem in einer Gebrauchslage
horizontalen Rahmen, innerhalb dessen schnurartige oder stabförmige Elemente zum Aufnehmen
der Wäsche angeordnet sind. Die Wäscheständeranordnung umfasst ferner zwei klappbare
Wäscheständerflügel, die auf gegenüberliegenden Seiten des Rahmens mit diesem gekoppelt
sind, wobei die zwei Standbeine und die zwei Wäscheständerflügel jeweils mittels zweier
Befestigungsmittel miteinander und mit dem Rahmen gekoppelt und um eine durch die
Befestigungsmittel eingerichtete Schwenkachse verschwenkbar ausgebildet sind. Wäscheständeranordnung
weist außerdem vier Rahmengelenke auf, die dazu ausgebildet sind, in einem jeweiligen
Bereich einer Kopplungsstelle der Standbeine, der Wäscheständerflügel und des Rahmens
angeordnet zu werden. Die Rahmengelenke sind so ausgebildet, dass sie eine Stützstruktur
zur Aufnahme der Standbeine und des Rahmens bereitstellen. Die vier Rahmengelenke
umfassen jeweils ein erstes Gelenkteil und ein zweites Gelenkteil, die eine Mehrzahl
von Aufnahmeöffnungen aufweisen, mittels derer die Rahmengelenke ohne zusätzliche
Hilfsmittel zu benötigen mit dem Rahmen, einem jeweiligen Abschnitt eines zugehörigen
Wäscheständerflügels und einem jeweiligen Abschnitt eines zugehörigen Standbeins koppelbar
sind.
[0005] Mittels der beschriebenen Konfiguration ist eine Wäscheständeranordnung realisierbar,
welche einen zuverlässigen Funktionszustand zum Trocknen von Wäsche bereitstellt und
insbesondere in einem transportfähigen Zustand einen platzsparenden Aufbau ermöglicht.
Dadurch, dass die Rahmengelenke als separate, nicht vormontierte Komponenten der Wäscheständeranordnung
beigelegt sind, kann die Wäscheständeranordnung besonders flach verpackt und transportiert
werden und sich somit kostensparend auf die Logistik auswirken.
[0006] Eine Montage der Rahmengelenke erfolgt dann durch einen Endkonsument, welcher die
Rahmengelenke mit wenigen Handgriffen selbst montieren kann, indem entsprechende Rahmenelemente
in die dafür vorgesehenen Aufnahmeöffnungen der Gelenkteile der Rahmengelenke eingebracht
werden. Die Rahmengelenke sind so eingerichtet, dass der Endkonsument die die Montage
ohne zusätzliche Hilfsmittel durchführen kann. Somit kann eine vollautomatische Produktion
der Wäscheständeranordnung erheblich vereinfacht werden und entsprechend können Herstellungskosten
weiter reduziert werden. Mittels der beschriebenen Wäscheständeranordnung können daher
Transportkosten und Herstellungskosten reduziert werden und dennoch ein zuverlässiger
und nutzbringender Funktionsbetrieb bereitgestellt werden.
[0007] Die ersten und zweiten Gelenkteile eines jeweiligen Rahmengelenks sind bevorzugt
als separate, aufeinander abgestimmte Elemente ineinander steckbar ausgebildet. Die
Gelenkteile weisen dafür vorgegebene Kopplungsstrukturen auf, die ein Ineinanderstecken
und/oder Verrasten miteinander ermöglichen. Zum Beispiel weist eines der Gelenkteile
eine oder mehrere Öffnungen auf, in die entsprechende Kopplungsstrukturen eingreifen
können, welche an dem anderen der beiden Gelenkteile ausgebildet sind. Alternativ
oder zusätzlich kann eines der Gelenkteile eine oder mehrere Rastelement aufweisen,
die an innen- und/oder außenliegenden Kanten des anderen der beiden Gelenkteile einrasten.
[0008] Die Gelenkteile können jeweils einstückig als separate Kunststoffkomponenten ausgebildet
sein. Die Rahmengelenke bilden somit Kunststoffgelenke, die an den jeweiligen Ecken
des im Wesentlichen rechteckigen Rahmens angebracht werden. Alternativ können die
Rahmengelenke aus Metall, beispielsweise Aluminium, gefertigt sein.
[0009] Gemäß einer weiteren Weiterbildung der Wäscheständeranordnung sind die Befestigungsmittel
als Niete oder Bolzen ausgebildet, die sich durch einen jeweiligen Abschnitt des Rahmens,
des jeweiligen Wäscheständerflügels und des jeweiligen Standbeins erstrecken. Von
den vier Nieten oder Bolzen wird bevorzugt jeweils eine in einer der vier Ecken des
im Wesentlichen rechteckigen Rahmens angebracht, sodass eine Querstrebe eines der
beiden Wäscheständerflügel mit einer Längsstrebe eines der beiden Standbeine und mit
einer Strebe des Rahmens mittels einer jeweiligen Niete oder einem jeweiligen Bolzen
verbunden ist. Entsprechend bilden die Niete oder der Bolzen eine jeweilige Rotationsachse
bzw. die Schwenkachse aus, um die die miteinander gekoppelten Elemente relativ zueinander
verschwenkbar sind. Somit kann auf einfache und kostengünstige Weise eine zuverlässige
Kopplung erzielt werden, welche zudem eine jeweilige Schwenkachse durch Nieten- oder
Bolzenelemente definiert.
[0010] Nutzbringend weisen die Rahmenelemente der Wäscheständerflügel, der Standbeine und
des Rahmens an vorgegebenen Positionen entsprechende Ausnehmungen auf, in denen das
jeweilige Befestigungselement angeordnet werden kann beziehungsweise durch die sich
das jeweilige Befestigungselement erstreckt. Die Bolzen- oder Nietenelemente sind
aus Metall und/oder Kunststoff gefertigt oder weisen Metall und/oder Kunststoff auf.
Somit kann ein stabiler und zuverlässiger Aufbau der Wäscheständeranordnung erzielt
werden.
[0011] Gemäß einer weiteren Weiterbildung der Wäscheständeranordnung ist das jeweils zweite
Gelenkteil eines Rahmengelenks zur Aufnahme eines Rahmenelements des Standbeins ausgebildet
und weist eine verlängerte Beinstütze auf, in welche das jeweilige Standbein einrastbar
ist. Zum Beispiel weist die verlängerte Beinstütze bezogen auf einen montierten und
aufgebauten Zustand, in welchem das zweite Gelenkteil mit dem Rahmen gekoppelt, das
Grundgestell aufgeklappt und die Standbeine aufgestellt sind, eine Länge entlang des
Standbeins von mindestens 6 cm auf. Vorzugsweise ist eine solche Stützlänge 8 cm -
10 cm lang. Die Beinstütze umfasst beispielsweise eine der Aufnahmeöffnungen, die
U-förmig ausgebildet ist und von einer Anlagefläche begrenzt wird, die an einer nach
außen gerichteten Seite des jeweiligen Rahmengelenks ausgebildet ist. Somit kann ein
jeweiliger aufzunehmender Abschnitt des Standbeins in die U-förmige Aufnahmeöffnung
eingedrückt und mittels der Anlagefläche stabil und zuverlässig gehalten werden.
[0012] Die Anlagefläche bzw. verlängerte Beinstütze begründet eine Länge oder Tiefe des
zweiten Gelenkteils und des Rahmengelenks, welche insbesondere vorteilhaft ist, damit
die Standbeine gut und sicher darin einrasten und gehalten werden können und die Wäscheständeranordnung
ausreichend Standstabilität erreicht. Dadurch, dass die Rahmengelenke vor deren Montage
durch den Endkonsumenten separat enthalten sind, trägt eine solche verlängerte Beinstütze
auch nicht zu vergrößerten Paketabmessungen der transportbereiten Wäscheständeranordnung
bei. Die Rahmengelenke werden insbesondere so verpackt, dass sich die verlängerte
Beinstütze im Wesentlichen in der Ebene des zusammengeklappten Grundgestells erstreckt.
Eine Dicke der verpackten Wäscheständeranordnung senkrecht zu einer Haupterstreckungsebene
des Rahmens kann daher im Wesentlichen durch die Geometrie der Rahmenelemente des
Rahmens, der Wäscheständerflügel und/oder der Standbeine definiert werden und die
innerhalb des Rahmens beigepackten Rahmengelenke tragen in Bezug auf die Dicke nicht
zusätzlich auf.
[0013] Gemäß einer weiteren Weiterbildung der Wäscheständeranordnung sind die Aufnahmeöffnungen
der jeweiligen ersten und/oder zweiten Gelenkteile in Abstimmung auf ein jeweils aufzunehmendes
Element U-förmig ausgebildet sind. Nutzbringender Weise sind der Rahmen, die Wäscheständerflügel
und die Standbeine rohrförmig mit zylindrischer Grundform ausgebildet. Die U-förmigen
Aufnahmeöffnungen sind demgemäß bevorzugt gemäß einem abgerundeten "U" ausgebildet.
Alternativ sind auch rohrförmige Elemente mit kantiger Grundform möglich. Demnach
sind die U-förmigen Aufnahmeöffnungen vorzugsweise gemäß einem kantigen "U" ausgebildet.
Eine rohrförmige Ausgestaltung des Rahmens, der Wäscheständerflügel und der Standbeine
mit entsprechenden Hohlräumen trägt zu einer Material- und Gewichtsersparnis der Wäscheständeranordnung
bei.
[0014] Zum Beispiel weist ein jeweiliges zweites Gelenkteil eine erste Aufnahmeöffnung,
eine zweite Aufnahmeöffnung und eine dritte Aufnahmeöffnung auf. Die erste Aufnahmeöffnung
ist von zwei voneinander beabstandeten Schenkeln des zweiten Gelenkteils begrenzt
und dazu eingerichtet, das in der zugehörigen Ecke des Rahmens angeordnete Befestigungsmittel
aufzunehmen bzw. zu umgeben. Die erste Aufnahmeöffnung wird somit zu Beginn der Montage
des Rahmengelenks um das Befestigungsmittels angeordnet und umgibt die jeweilige Schwenkachse.
Insbesondere ist an einer solchen Kopplungsstelle zwischen dem Rahmen, den Wäscheständerflügeln
und den Standbeinen ein vorgegebener Freiraum entlang der Schwenkachse verfügbar,
sodass die freien Schenkel des zweiten Gelenkteils dort einfach und zuverlässig platzierbar
sind.
[0015] Die zweite Aufnahmeöffnung ist von verlängerten Seitenflächen und einer verlängerten
Rückenfläche des zweiten Gelenkteils begrenzt und zur Aufnahme des jeweiligen Standbeins
ausgebildet. Die Seitenflächen und Rückenfläche bilden insbesondere die zuvor beschriebene
verlängerte Beinstütze, sodass die Rückenfläche auch als Anlagefläche für das aufzunehmende
Standbein bezeichnet werden kann.
[0016] Die dritte Aufnahmeöffnung ist an einer Oberseite des zweiten Gelenkteils ausgebildet
und zur Aufnahme des jeweiligen Abschnitts des Rahmens eingerichtet. Insbesondere
sind die Rahmengelenke dafür vorgesehen, als Stützelemente in den jeweiligen Ecken
des Rahmens zu fungieren und entsprechend in diesen Bereichen angebracht zu werden.
[0017] In Bezug auf einen vollständig montierten Zustand sind daher die vier Rahmengelenke
vorzugsweise lediglich mittels Anstecken an einer jeweiligen Kopplungsstelle der Standbeine,
der Wäscheständerflügel und des Rahmens angeordnet, sodass die jeweiligen ersten und
zweiten Gelenkteile einen Abschnitt des Rahmens und/oder der Befestigungsmittel umgeben.
Zum Beispiel bilden die jeweiligen ersten Gelenkteile eine Abdeckung aus, die von
oben auf die untere Komponente gesetzt werden, welche durch die zweiten Gelenkteile
realisiert sind.
[0018] Im Zusammenhang mit dieser Beschreibung beziehen sich Begriffe und Richtungsangaben,
wie "oben", "unten", "Oberseite", "Unterseite" auf einen betriebsfertigen, auf einem
Untergrund aufgestellten Zustand der Wäscheständeranordnung.
[0019] Die ersten Gelenkteile umgeben dann einen oberen Bereich des Rahmens und die zweiten
Gelenkteile jeweils einen unteren Bereich des Rahmens, sodass die ersten und zweiten
Gelenkteile zusammen den zugehörigen Abschnitt des Rahmens vollständig umschließen.
Die Rahmengelenke der Wäscheständeranordnung realisieren anzubringende Kopplungselemente,
die derart ausgebildet sind, dass sie einerseits den Rahmen und anderseits einen Abschnitt
eines jeweiligen Standbeins formschlüssig kontaktieren und jeweils lediglich teilweise
umschließen.
[0020] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen und in der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels beschrieben.
[0021] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im Folgenden anhand der schematischen Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel einer Wäscheständeranordnung in einem vollständig ausgestellten
Funktionszustand,
- Figuren 2-5
- ein Rahmengelenk der Wäscheständeranordnung in verschiedenen Ansichten,
- Figur 6
- ein Ausführungsbeispiel der Wäscheständeranordnung in einem transportfähigen Funktionszustand,
- Figuren 7-11
- verschiedene Positionen eines Verfahrens zum Aufbauen der Wäscheständeranordnung.
[0022] Elemente gleicher Konstruktion oder Funktion sind figurenübergreifend mit den gleichen
Bezugszeichen gekennzeichnet. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind gegebenenfalls
nicht alle dargestellten Elemente in sämtlichen Figuren mit zugehörigen Bezugszeichen
gekennzeichnet.
[0023] Die Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine Wäscheständeranordnung 1
zum dem Trocknen von Wäsche in einem vollständig ausgeklappten und betriebsbereiten
Funktionszustand. Die Wäscheständeranordnung 1 umfasst ein zusammenklappbares Grundgestell
2 mit zwei Standbeinen 3 sowie einem in einer Gebrauchslage horizontalen Rahmen 4.
Der horizontale Rahmen 4 hat mehrere Rahmenelemente, nämlich zwei Längselemente 5
sowie zwei Querelemente 6. Die Rahmenelemente 5 und 6 sind in einem Rechteck angeordnet.
Innerhalb der Rahmenelemente sind schnurartige oder stabförmige Elemente angeordnet,
welche Wäsche aufnehmen können. Die beiden Standbeine 3 sind im Bereich der Querelemente
6 gelenkig mit dem Rahmen 4 gekoppelt. Die Kopplung mit dem Rahmen 4 ist schwenkbar
ausgeführt. Weitere Details des Grundgestells 2 werden nicht näher erläutert. An dieser
Stelle sei darauf hingewiesen, dass das Grundgestell 2 aus dem Stand der Technik bekannte
Ausgestaltungen annehmen kann, soweit nicht an anderer Stelle explizit Merkmale des
Grundgestells 2 beschrieben werden.
[0024] Die Wäscheständeranordnung 1 hat des Weiteren zwei Wäscheständerflügel 7. Jeder Wäscheständerflügel
7 ist ein U-förmig ausgebildeter Bügel, welcher von gegenüberliegenden, parallel ausgerichteten
Schenkeln 8 und einem Rahmenquerelement 9, welches die Schenkel 8 verbindet, gebildet
ist. Zwischen dem U-förmigen Bügel sind wiederum stab- oder schnurartige Elemente
zum Aufnehmen von Wäsche angeordnet. Sämtliche Rahmenelemente 5 und 6 des Rahmens
4 sowie die Schenkel 8 und das Rahmenquerelement 9 der Wäscheständerflügel 7 sind
rohrförmig, insbesondere zylinderförmig, ausgebildet. Andere Ausgestaltungen sind
denkbar.
[0025] Die Wäscheständeranordnung 1 weist ferner vier Rahmengelenke 10 auf, von denen jeweils
eines im Bereich einer jeweiligen Kopplungsstelle angeordnet ist, in welcher die Standbeine
3, die Wäscheständerflügel 7 und der Rahmen 4 miteinander gekoppelt sind.
[0026] Wie anhand der nachfolgenden Figuren 2-11 erläutert wird, sind insbesondere aufgrund
der Konfiguration der Rahmengelenke 10 ein zuverlässiger Funktionszustand zum Trocknen
von Wäsche und ein besonders platzsparender Transportzustand der Wäscheständeranordnung
1 realisierbar. In Bezug auf einen Transportzustand sind die Rahmengelenke 10 als
separate, nicht vormontierte Komponenten der Wäscheständeranordnung 1 beigelegt, sodass
die Wäscheständeranordnung besonders flach verpackt und transportiert werden kann
und sich somit kostensparend auf die Logistik auswirkt (s. Figur 6). In einem verpackten
Zustand sind die Rahmengelenke 10 vorzugsweise innerhalb des Rahmens 4 angeordnet
und tragen hinsichtlich einer Dicke nicht auf. Die Dicke ist im Wesentlichen durch
einen Durchmesser der Rahmenelemente 3, 5, 6, 8 und/oder 9 gegeben und bezieht sich
auf eine Richtung senkrecht zu einer Haupterstreckungsebene des Rahmens 4.
[0027] Die Rahmengelenke 10 sind dazu ausgebildet, eine Stützstruktur zur Aufnahme der Standbeine
3 und des Rahmens 4 bereitzustellen (s. Figuren 2-5). Die Rahmengelenke 10 weisen
jeweils ein erstes Gelenkteil 11 und ein separates zweites Gelenkteil 12 auf, die
eine Mehrzahl von U-förmig begrenzten Aufnahmeöffnungen 14, 15, 16, 21, 22 umfassen.
Mittels der Aufnahmeöffnungen 14, 15, 16, 21, 22 sind die Rahmengelenke 10 hilfsmittellos
mit dem Rahmen 4 und dem zugehörigen Wäscheständerflügel 7 und Standbein 3 koppelbar.
[0028] Die Gelenkteile 11 und 12 sind vorzugsweise jeweils einstückig als separate Kunststoffkomponenten
ausgebildet und zum Beispiel mittels Spritzguss kostengünstig und zuverlässig herstellbar.
Die jeweiligen Gelenkteile 11 und 12 sind mit vorgegebenen aufeinander abgestimmten
Kopplungsstrukturen 19, 23, 27, 28 ausgebildet und ineinander steckbar eingerichtet
(s. Figuren 9 und 10).
[0029] Die ersten Gelenkteile 11 weisen an einer Unterseite eine Kopplungsstruktur 23 und
Rastelemente 27 auf, die in Abstimmung auf eine Kopplungsöffnung 19 und eine Rastaufnahme
28 an einer Oberseite des zweiten Gelenkteils 12 abgestimmt ausgebildet sind.
[0030] Begriffe und Richtungsangaben, wie "oben", "unten", "Oberseite" und "Unterseite"
beziehen sich auf einen betriebsfertigen, auf einem Untergrund aufgestellten Zustand
der Wäscheständeranordnung 1, wie er in Figur 1 illustriert ist. Demgemäß ist in einem
montierten und aufgestellten Zustand die Unterseite des ersten Gelenkteils 11 der
Oberseite des zweiten Gelenkteils 12 zugewandt.
[0031] Die jeweiligen ersten Gelenkteile 11 realisieren eine jeweilige Abdeckung, die einen
oberen Bereich des Rahmens 4 bzw. des jeweiligen Querelements 6 umgeben. Die jeweiligen
zweiten Gelenkteile 12 umgeben einen unteren Bereich des Rahmens 4 bzw. des jeweiligen
Querelements 6 umgeben. Somit umschließen die jeweiligen ersten und zweiten Gelenkteile
11, 12 zusammen den zugehörigen Abschnitt des Rahmens 4 vollständig. Alternativ können
die Rahmengelenke 10 auch so ausgebildet sein, dass sie das jeweilige Querelement
6 nicht vollständig umschließen und beispielsweise einen Spalt aufweisen bzw. frei
lassen.
[0032] Die Wäscheständerflügel 7 können so eingerichtet sein, dass sie sich in einem ausgeklappten
Zustand auf einer Oberseite des Rahmens 4 abstützen. Alternativ oder zusätzlich können
die Rahmengelenke 10 so ausgebildet sein, dass das erste und/oder das zweite Gelenkteil
11, 12 eine Flügelstützung 26 zum Stabilisieren der ausgeklappten Wäscheständerflügel
7 aufweist (s. Figur 4).
[0033] Die Standbeine 3, die Wäscheständerflügel 7 und der Rahmen 4 sind in den Eckbereichen
mittels eines jeweiligen Befestigungsmittels in Form einer Niete oder eines Bolzens
20 miteinander gekoppelt. Der Bolzen 20 richtet eine jeweilige Schwenkachse A ein,
um die die Wäscheständerflügel 7 und die Standbeine 3 relativ zu dem Rahmen 4 verschwenkbar
sind. Die Bolzen 20 erstrecken sich durch einen jeweiligen Abschnitt des Rahmens 4
bzw. des jeweiligen Längselements 5, durch einen Endabschnitt des Wäscheständerflügels
7 bzw. des jeweiligen Schenkels 8 und durch einen Endabschnitt des jeweiligen Standbeins
3. Der Rahmen 4, die Wäscheständerflügel 7 und die Standbeine 3 sind daher vormontiert
miteinander gekoppelt. Zum Schutz sind die Endabschnitte der Wäscheständerflügel 7
zum Beispiel mit Schutzkappen 25 versehen.
[0034] Zwischen den Endabschnitten der Wäscheständerflügel 7 und der Standbeine 3 sowie
zwischen den Endabschnitten der Wäscheständerflügel 7 und dem jeweiligen Längselement
5 des Rahmens 4 sind Abstände vorgegeben eingerichtet, in die das zweite Gelenkteil
12 mittels freier Schenkel 13 eingreifen kann (s. Figuren 2-4).
[0035] Eine Montage der Rahmenelemente 10 an dem Grundgestell 2 ist in den Figuren 7-11
illustriert. Das jeweilige zweite Gelenkteil 12 weist eine erste U-förmige Aufnahmeöffnung
14, eine zweite U-förmige Aufnahmeöffnung 15 und eine dritte U-förmige Aufnahmeöffnung
16 auf. Die erste Aufnahmeöffnung 14 von den zwei voneinander beabstandeten Schenkeln
13 begrenzt, die sich an der Oberseite des zweiten Gelenkteils 12 ausgebildet sind.
Die erste Aufnahmeöffnung 14 ist zur Aufnahme oder zum Umgeben des jeweiligen Bolzens
20 ausgebildet. Das zweite Gelenkteil 12 wird mittels der Schenkel in die freien Bereiche
zwischen den Wäscheständerflügel 7, dem Rahmen 4 und den Standbeinen 3 eingehängt,
sodass der Bolzen 20 in der Aufnahmeöffnung 14 angeordnet ist.
[0036] Nachfolgend wird das zweite Gelenkteil 12 um die Schwenkachse A rotiert, sodass die
dritte Aufnahmeöffnung 16 auf den Rahmen 4 zubewegt wird. Die dritte Aufnahmeöffnung
16 ist demgemäß an der Oberseite des zweiten Gelenkteils 12 zur Aufnahme eines jeweiligen
Abschnitts des Rahmens 4 ausgebildet. Gemäß dem illustrierten Ausführungsbeispiel
wird das Rahmengelenk 10 platzsparend in einer jeweiligen Ecke des Rahmens 4 angeordnet,
sodass die dritte Aufnahmeöffnung 16 angepasst an die gebogene Kontur des in sich
geschlossenen Rahmens 4 eine gebogene Form aufweist bzw. von gebogenen Seitenflächen
begrenzt wird und eine Negativform des Abschnitts des Rahmens 4 nachbildet.
[0037] Die zweite Aufnahmeöffnung 15 ist von verlängerten Seitenflächen und einer verlängerten
Rückenfläche des zweiten Gelenkteils 12 begrenzt und zur Aufnahme des jeweiligen Standbeins
3 ausgebildet. Die zweite Aufnahmeöffnung 15 bildet einen Teil einer verlängerten
Beinstütze 18, in welche das jeweilige Standbein 3 einrastbar ist. Die Beinstütze
18 kann Rastelemente 17 aufweisen, die ein ungewolltes Austreten des eingerasteten
Standbeins 3 aus der zweiten Aufnahmeöffnung 15 verhindern können (s. Figur 4).
[0038] Die verlängerte Beinstütze 18 weist zum Beispiel bezogen auf einen montierten und
aufgebauten Zustand, wie er in den Figuren 1-5 gezeigt ist, eine Länge entlang des
Standbeins 3 von mindestens 6 cm, beispielsweise 8-10 cm auf, um ein besonders stabilen
Halt der ausgeklappten Wäscheständeranordnung 1 zu erzielen. Ferner können die zweiten
Gelenkteile 12 mit Stabilitätsrippen 24 versehen sein, die zu einem besonders stabilen
Halt und einer hohen Tragfähigkeit beitragen können (s. Figur 5).
[0039] Gemäß dem unteren Teilbild der Figur 8 wird nun das erste Gelenkteil 11 als Abdeckkappe
auf das zweite Gelenkteil 12 aufgesetzt und in dieses eingesteckt bzw. mit diesem
verrastet. Dabei werden die Rastelemente 27 des ersten Gelenkteils 11 in die Kopplungsöffnung
19 des zweiten Gelenkteils 12 eingeführt bis sie in entsprechende Ausnehmungen oder
Kanten eingreifen. Ein weiteres Rastelement 27 an einem äußeren Abschnitt des ersten
Gelenkteils 11 kann in eine entsprechend korrespondierende Rastaufnahme 28 an einem
äußeren Abschnitt des zweiten Gelenkteils 12 eingreifen. Ein akustisches Geräusch
beim Einrasten kann den Endkonsumenten ferner darüber informieren, dass die Kopplung
erfolgt und belastbar ist. Das durch den Endkonsumenten entsprechend montierte Rahmengelenk
10 ist in Figur 11 nochmal perspektivisch dargestellt, wobei die Wäscheständerflügel
7 und die Standbeine 3 eingeklappt sind.
[0040] Die beschriebene Wäscheständeranordnung 1 ist auf einfache und kostengünstige Weise
realisierbar und ermöglicht einen unkomplizierten Aufbau eines Gestells zum Trocknen
von Wäsche. Insbesondere aufgrund der separaten, nicht vormontierten Rahmengelenke
10 ermöglicht die Wäscheständeranordnung 1 eine besonders flache Anordnung mit geringer
Dicke. Dies ermöglicht ein platzsparendes Verpacken der Wäscheständeranordnung 1 und
bietet insbesondere im Hinblick auf eine Vielzahl solcher Erzeugnisse einen wesentlichen
Produktions- und Frachtvorteil, welche sich positiv auf eine Herstellung und einen
Transport auswirken und entsprechend dazu beitragen können, zugehörige Kosten gering
zu halten.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Wäscheständeranordnung
- 2
- Grundgestell
- 3
- Standbein
- 4
- Rahmen
- 5
- Längselement
- 6
- Querelement
- 7
- Wäscheständerflügel
- 8
- Schenkel
- 9
- Rahmenquerelement
- 10
- Rahmengelenk
- 11
- erstes Gelenkteil
- 12
- zweites Gelenkteil
- 13
- freie Schenkel des zweiten Gelenkteils
- 14
- erste U-förmige Aufnahmeöffnung des zweiten Gelenkteils
- 15
- zweite U-förmige Aufnahmeöffnung zweiten Gelenkteils
- 16
- dritte U-förmige Aufnahmeöffnung zweiten Gelenkteils
- 17
- Rastelemente der Beinstütze
- 18
- Beinstütze des zweiten Gelenkteils
- 19
- Kopplungsöffnung des zweiten Gelenkteils
- 20
- Befestigungsmittel / Bolzen
- 21
- erste U-förmige Aufnahmeöffnung des ersten Gelenkteils
- 22
- zweite U-förmige Aufnahmeöffnung ersten Gelenkteils
- 23
- Kopplungsstruktur des ersten Gelenkteils
- 24
- Stabilitätsrippen
- 25
- Schutzkappe
- 26
- Flügelstützung
- 27
- Rastelemente des ersten Gelenkteils
- 28
- Rastaufnahme des zweiten Gelenkteils
- A
- Schwenkachse
1. Wäscheständeranordnung (1) zum Trocknen von Wäsche, aufweisend:
- ein zusammenklappbares Grundgestell (2) mit zwei Standbeinen (3) und einem in einer
Gebrauchslage horizontalen Rahmen (4), innerhalb dessen schnurartige oder stabförmige
Elemente zum Aufnehmen der Wäsche angeordnet sind,
- zwei klappbare Wäscheständerflügel (7), die auf gegenüberliegenden Seiten des Rahmens
(4) mit diesem gekoppelt sind, wobei die zwei Standbeine (3) und die zwei Wäscheständerflügel
(7) jeweils mittels zweier Befestigungsmittel (20) miteinander und mit dem Rahmen
(4) gekoppelt und um eine durch die Befestigungsmittel (20) eingerichtete Schwenkachse
(A) verschwenkbar ausgebildet sind, und
- vier Rahmengelenke (10), von denen jeweils eines im Bereich einer jeweiligen Kopplungsstelle
der Standbeine (3), der Wäscheständerflügel (7) und des Rahmens (4) anordenbar ist,
wobei die Rahmengelenke (10) dazu ausgebildet sind, eine Stützstruktur zur Aufnahme
der Standbeine (3) und des Rahmens (4) bereitzustellen, und wobei die vier Rahmengelenke
(10) jeweils ein erstes Gelenkteil (11) und ein zweites Gelenkteil (12) umfassen,
die eine Mehrzahl von Aufnahmeöffnungen (14, 15, 16, 21, 22) aufweisen, mittels derer
die Rahmengelenke (10) hilfsmittellos mit dem Rahmen (4), einem jeweiligen Wäscheständerflügel
(7) und einem jeweiligen Standbein (3) koppelbar sind.
2. Wäscheständeranordnung (1) nach Anspruch 1, bei der die ersten und zweiten Gelenkteile
(11, 12) eines jeweiligen Rahmengelenks (10) als separate Elemente ausgebildet sind
und aufeinander abgestimmte Kopplungsstrukturen (19, 23, 27, 28) aufweisen, die ineinander
steckbar eingerichtet sind.
3. Wäscheständeranordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Gelenkteile
(11, 12) jeweils einstückig als separate Kunststoffkomponenten ausgebildet sind.
4. Wäscheständeranordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Befestigungsmittel
(20) als Niete oder Bolzen ausgebildet sind, die sich durch einen jeweiligen Abschnitt
des Rahmens (4), des jeweiligen Wäscheständerflügels (7) und des jeweiligen Standbeins
(3) erstrecken.
5. Wäscheständeranordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das jeweils
zweite Gelenkteil (12) zur Aufnahme des jeweiligen Standbeins (3) ausgebildet ist
und eine verlängerte Beinstütze (18) aufweist, in welche das jeweilige Standbein (3)
einrastbar ist.
6. Wäscheständeranordnung (1) nach Anspruch 5, bei der die verlängerte Beinstütze (18)
bezogen auf einen montierten und aufgebauten Zustand, in welchem das zweite Gelenkteil
(12) mit dem Rahmen (4) gekoppelt und das Grundgestell (2) aufgeklappt und die Standbeine
(3) aufgestellt sind, eine Länge entlang des Standbeins (3) von mindestens 6 cm aufweist.
7. Wäscheständeranordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Aufnahmeöffnungen
(14, 15, 16, 21, 22) der jeweiligen ersten und/oder zweiten Gelenkteile (11, 12) in
Abstimmung auf ein jeweils aufzunehmendes Element U-förmig ausgebildet sind.
8. Wäscheständeranordnung (1) nach Anspruch 7, bei der das jeweilige zweite Gelenkteil
(12) eine erste Aufnahmeöffnung (14), eine zweite Aufnahmeöffnung (15) und eine dritte
Aufnahmeöffnung (16) umfasst,
wobei die erste Aufnahmeöffnung (14) von zwei voneinander beabstandeten Schenkeln
(13) des zweiten Gelenkteils (12) begrenzt und zur Aufnahme des jeweiligen Befestigungsmittels
(20) ausgebildet ist, wobei die zweite Aufnahmeöffnung (15) von verlängerten Seitenflächen
und einer verlängerten Rückenfläche des zweiten Gelenkteils (12) begrenzt und zur
Aufnahme des jeweiligen Standbeins (3) ausgebildet ist, und
wobei die dritte Aufnahmeöffnung (16) an einer Oberseite des zweiten Gelenkteils (12)
zur Aufnahme des jeweiligen Abschnitts des Rahmens (4) ausgebildet ist.
9. Wäscheständeranordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die vier
Rahmengelenke (10) mittels Anstecken an einer jeweiligen Kopplungsstelle der Standbeine
(3), des Rahmens (4) und der Wäscheständerflügel (7) angeordnet sind, sodass die jeweiligen
ersten und zweiten Gelenkteile (11, 12) einen Abschnitt des Rahmens (4) und/oder der
Befestigungsmittel (20) umgeben.
10. Wäscheständeranordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die jeweiligen
ersten Gelenkteile (11) eine Abdeckung ausbilden und einen oberen Bereich des Rahmens
(4) umgeben und bei der die jeweiligen zweiten Gelenkteile (12) einen unteren Bereich
des Rahmens (4) umgeben, sodass die jeweiligen ersten und zweiten Gelenkteile (11,
12) zusammen den zugehörigen Abschnitt des Rahmens (4) vollständig umschließen.