TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sanitäranordnung nach Anspruch 1 sowie ein
System nach Anspruch 13 und ein Verfahren nach Anspruch 15.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus der
EP 3 546 664 ist ein Sanitärartikel mit einem Blendenelement, das in einer Abflussöffnung angeordnet
ist, bekannt geworden. Das Blendenelement ist an einem in die Abflussöffnung eingesetzten
Lagerelement einstellbar gelagert. Für die Einstellung sind drei Lagerstellen einstellbar
ausgebildet, so dass die Lage des Blendenelements relativ zur Abflussöffnung festlegbar
ist.
[0003] Die Einstellbarkeit der Lage eines Blendenelements hat sich als sehr wichtig erwiesen.
Dies insbesondere im Hinblick auf die grossen Masstoleranzen, die sich bei der Herstellung
von keramischen Sanitärartikeln ergeben.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung eine Aufgabe zugrunde,
eine Sanitäranordnung, insbesondere eine Waschtischanordnung, anzugeben, welche die
Nachteile des Standes der Technik überwindet. Insbesondere ist es eine Aufgabe der
vorliegenden Erfindung, eine alternative Einstellmöglichkeit anzugeben.
[0005] Diese Aufgabe löst der Gegenstand von Anspruch 1. Demgemäss umfasst eine Sanitäranordnung,
insbesondere eine Waschtischanordnung, einen Sanitärartikel mit einem Wasserbecken,
einem Hohlraum und einem Ablaufdurchgang, der sich vom Wasserbecken in den Hohlraum
erstreckt, ein in den Ablaufdurchgang eingesetztes Blendenelement, welches den Ablaufdurchgang
mindestens teilweise verblendet, und ein vom Hohlraum her in den Ablaufdurchgang einragendes
Lagerelement zur Lagerung des Blendenelements. Am Lagerelement ist mindestens ein
Einstellelement zur Einstellung der Lage des Blendenelements im Ablaufdurchgang angeordnet.
Über das mindestens eine Einstellelement kann das Blendenelement im Ablaufdurchgang
ausgerichtet werden. Das Einstellelement definiert eine Mittelachse. Die Mittelachse
ist eine Bezugsachse für die Einstellbewegungen. Das Einstellelement weist für die
Einstellung der Lage des Blendenelements quer zur Mittelachse ein Exzenterelement
mit einer um die Mittelachse exzentrisch verlaufenden Anschlagsfläche. Die exzentrisch
verlaufende Anschlagsfläche ist mit einer ersten Anschlagsfläche am Blendenelement
in Kontakt, wobei das Exzenterelement um die Mittelachse verschwenkbar ist, derart,
dass je nach Lage des Exzenterelements die Lage der Kontaktstelle zwischen der exzentrisch
verlaufenden Anschlagsfläche und der ersten Anschlagsfläche einstellbar ist, so dass
die Höhenlage des Blendenelements im Ablaufdurchgang einstellbar ist. Mit dem Exzenterelement
lässt sich demnach die Höhenlage des Blendenelements im Ablaufdurchgang einstellen.
Die Höhenlage ist dabei in Einbaulage gesehen im Wesentlichen in Richtung der Vertikalen
zu verstehen. Für die Einstellung der Lage des Blendenelements in Richtung der Mittelachse
weist das Blendenelement ein sich in Richtung der Mittelachse verschiebbares Anschlagselement
mit einer anschlagselementseitigen Anschlagsfläche auf. Die anschlagselementseitige
Anschlagsfläche ist mit einer zweiten Anschlagsfläche am Blendenelement in Kontakt,
derart, dass je nach Lage des Anschlagselements die Lage der Kontaktstelle zwischen
der anschlagselementseitigen Anschlagsfläche und der zweiten Anschlagsfläche einstellbar
ist. Mit dem Anschlagselement lässt sich die Tiefenlage des Blendenelements im Ablaufdurchgang
einstellen. Die Tiefenlage ist quer zur Höhenlage orientiert.
[0006] Durch die Anordnung vom Exzenterelement und vom Anschlagselement wird eine strukturell
einfach ausgebildete Lagerstruktur geschaffen, welche eine Einstellung der Höhenlage
und Tiefenlage des Blendenelements im Ablaufdurchgang erlaubt. Das Exzenterelement
weist zudem den Vorteil auf, dass eine einfache Einstellmöglichkeit geschaffen wird,
weil das Exzenterelement durch eine einzige Drehung um die eigene Achse eingestellt
werden kann. Über diese einzige Drehung sind alle bezüglich der Höhe gesehen nötigen
Einstellpositionen erreichbar.
[0007] Die Mittelachse erstreckt sich vom Hohlraum her gesehen in den Ablaufdurchgang hinein.
[0008] Der Sanitärartikel ist vorzugsweise ein Waschtisch. Der Sanitärartikel kann aber
auch ein
[0009] Duschablauf oder ein anderer Sanitärartikel sein.
[0010] Vorzugsweise liegen die genannten Anschlagsflächen vor einer Frontseite des Lagerelements,
welche Frontseite dem Ablaufdurchgang zugewandt ist. Weiter sind das Exzenterelement
und das Einstellelement von einer Rückseite des Lagerelements betätigbar, welche Rückseite
dem Hohlraum zugewandt ist.
[0011] Durch die Betätigung von Seiten des Hohlraums her ergeht der Vorteil, dass die Betätigung
des Exzenterelements und des Einstellelements bei montiertem Sanitärartikel nicht
mehr möglich ist, weil die Zugänglichkeit der besagten Elemente für deren Einstellung
verhindert wird.
[0012] Diese Ausbildung erlaubt die Einstellung der Lage des Blendenelements werkseitig
und verhindert, dass ein Benutzer bei Reinigungsarbeiten, bei welchen das Blendenelement
ausgebaut wird, die Lage der Anschläge absichtlich oder unabsichtlich verstellt.
[0013] Vorzugsweise weist das Lagerelement einen Durchgang auf, durch welchen Abschnitte
des Exzenterelements und Abschnitte des Anschlagselements hindurchgeführt werden.
Die Anordnung umfasst weiterhin Dichtungselemente, welche derart angeordnet sind,
dass durch die Durchbrüche kein Wasser von der Frontseite zur Rückseite gelangen kann.
[0014] Besonders bevorzugt ist das Lagerelement derart ausgebildet, dass es sich über die
gesamte lichte Weite des Ablaufdurchgangs erstreckt und so als Ablaufelement ausgebildet
ist. In diesem Fall weist das Lagerelement mindestens die unten genannte Abflussöffnung
auf. Das Abwasser fliesst aus dem Wasserbecken durch den Ablaufdurchgang und dann
in die Abflussöffnung, von wo das Abwasser dann in ein Abflussrohr geführt wird.
[0015] Vorzugsweise steht das Exzenterelement in einer Ausgangslage an einem Anschlag an
und ist von diesem Anschlag weg verschwenkbar, wobei der maximale Schwenkwinkel vorzugsweise
maximal 180° ist.
[0016] Vorzugsweise weist das Blendenelement einen Kammabschnitt auf, welcher Kammabschnitt
an einer Grundfläche des Ablaufdurchgangs ansteht. Der Kammabschnitt dient dazu, Haare
und andere Fremdkörper vor dem bzw. kurz nach dem Eintritt in den Ablaufdurchgang
aufzufangen, so dass diese bei Reinigungsarbeiten leicht entfernbar sind. Das Blendenelement
liegt demnach zwischen der Grundfläche und der exzentrischen Anschlagsfläche und wird
so im Ablaufdurchgang gehalten. Mit anderen Worten ausgedrückt: Die Blende ist über
den Kontakt zwischen dem Blendenelement, insbesondere dem unten genannten Kammabschnitt,
und der Grundfläche des Sanitärartikels gelagert. Durch das Eigengewicht der Blende
neigt sie sich nach vorne in Richtung des Wasserbeckens, dadurch wird die Anschlagsfläche
der Blende bis zur Anschlagsfläche des Exzenterelements angehoben. Das Exzenterelement
übernimmt die Niederhaltung der Blende. Mit anderen Worten gesagt, sorgt das Exzenterelement
dafür, dass das Blendenelement in Kontakt mit der Grundfläche gehalten wird.
[0017] Besonders bevorzugt ist das Blendenelement zweiteilig mit einem Frontelement und
einem den Kammabschnitt aufweisendem Kammelement ausgebildet. Das Frontelement und
das Kammelement sind über eine Längsführung verbunden, derart, dass das Frontelement
und das Kammelement in Richtung der Längsführung relativ zueinander verschiebbar sind.
[0018] Vorzugsweise erstreckt sich die Längsführung quer zur Mittelachse, so dass das Frontelement,
welches vom Wasserbecken her sichtbar ist, seitlich ausgerichtet werden kann.
[0019] Vorzugsweise ist das Blendenelement über eine magnetische Haltekraft zur zweiten
Anschlagsfläche fixiert.
[0020] Vorzugsweise weist das Blendenelement einen Magneten auf und das Anschlagselement
ist aus einem ferromagnetischen Werkstoff, wie Stahl.
[0021] Vorzugsweise ist das Blendenelement aus Kunststoff und der Magnet ist im Kunststoff
eingelassen, so dass der Magnet durch das Blendenelement vollständig umgeben ist.
[0022] Vorzugsweise ist das Exzenterelement über eine erste Schraube verschwenkbar, wobei
die erste Schraube eine Werkzeugaufnahmestruktur aufweist, welche von der Rückseite
des Lagerelements zugänglich ist.
[0023] Vorzugsweise greift die erste Schraube mit einem Aussengewinde in eine am Exzenterelement
angeordnete Lagerstelle ein, wobei zwischen dem Aussengewinde und der Lagerstelle
ein Rutschelement angeordnet ist. Das Rutschelement ist derart ausgebildet, dass bei
Erreichen einer Endlage das Rutschelement derart durchrutscht, dass eine weitere Drehung
der Schraube keine weitere Drehung des Exzenterelements bewirkt. Vielmehr fixiert
die Schraube die eingestellte Position des Exzenterelements.
[0024] Vorzugsweise weist die erste Schraube einen Schraubenkopf auf, wobei zwischen dem
Schraubenkopf und der Rückseite des Lagerelements eine Dichtung angeordnet ist.
[0025] Vorzugsweise wird die zweite Anschlagsfläche durch eine Frontfläche einer zweiten
Schraube bereitgestellt, wobei die zweite Schraube eine Werkzeugaufnahmestruktur aufweist,
welche von der Rückseite des Lagerelements zugänglich ist. Die Werkzeugaufnahmestruktur
ist vorzugsweise ein Innensechskant.
[0026] Vorzugsweise ist die zweite Schraube mit ihrem Aussengewinde in einem Innengewinde
in der ersten Schraube gelagert. Auf dem Aussengewinde und/oder dem Innengewinde ist
vorzugsweise eine Dichtschicht aufgebracht. Die Dichtschicht stellt dabei eines der
oben genannten Dichtungselemente bereit.
[0027] Durch die Anordnung der zweiten Schraube in der ersten Schraube ergeht der Vorteil
einer kompakten Ausbildung.
[0028] Das Innengewinde der ersten Schraube erstreckt sich vollständig durch die erste Schraube
hindurch, so dass gegenüber des Schraubenkopfs der ersten Schraube die zweite Schraube
mit ihrer Anschlagsfläche aus der ersten Schraube hinaus ragen kann.
[0029] Vorzugsweise sind am Lagerelement zwei der besagten Einstellelemente beabstandet
zueinander angeordnet. Die Einstellelemente wirken dabei auf entsprechende Anschlagsflächen
am Blendenelement ein.
[0030] Vorzugsweise weist das Lagerelement weiterhin eine Abflussöffnung auf, die mit einem
Verschlussorgan verschliess- und öffnenbar ist. Das Verschlussorgan ist beispielsweise
ein Ventilstössel oder eine Ventilklappe.
[0031] Vorzugsweise weist das Lagerelement weiterhin einen Überlaufkanal mit einer Überlaufkante
auf. Der Überlaufkanal liegt dabei im Wesentlichen im Bereich der Rückseite vom Lagerelement
und ist über eine Überlauföffnung im Lagerelement zugänglich.
[0032] Ein System umfasst eine Sanitäranordnung nach obiger Beschreibung und eine Einstelllehre.
Die Einstelllehre ist in den Ablaufdurchgang einsetzbar, wobei das Exzenterelement
und das Anschlagselement auf korrespondierende Einstellflächen an der Einstelllehre
bewegbar sind, derart, dass die Lage des Exzenterelements und des Anschlagselements
für die ausgerichtete Lagerung des Blendenelements einstellbar ist. Die Einstelllehre
wird nur für die Einstellung des Exzenterelements und des Anschlagselements und kann
nach erfolgter Einstellung wieder entfernt werden.
[0033] Vorzugsweise weist die Einstelllehre eine obere Anschlagsfläche zum Anschlag an die
Wandung des Sanitärartikels, welche sich vom Ablaufdurchgang nach oben hin erstreckt,
und eine untere Anschlagsfläche zum Anschlag an eine Grundfläche des Ablaufdurchgangs
auf.
[0034] Ein Verfahren zur Einstellung eines Blendenelements an einem Sanitärartikel nach
obiger Beschreibung ist dadurch charakterisiert, dass in einem ersten Schritt eine
Einstelllehre in den Ablaufdurchgang eingesetzt wird, dass in einem zweiten Schritt
das Exzenterelement und das Anschlagselement auf korrespondierende Einstellflächen
an der Einstelllehre bewegt werden, dass in einem dritten Schritt die Einstelllehre
aus dem Ablaufdurchgang entfernt wird, und dass in einem vierten Schritt das Blendenelement
in den Ablaufdurchgang eingesetzt wird.
[0035] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0036] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Sanitäranordnung nach einer bevorzugten Ausführungsform
in der Gestalt eines Waschtisches;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines Lagerelements für die Lagerung eines Blendenelements
am Waschtisch der Figur 1;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht des Waschtischs gemäss Figur 1 von hinten;
- Fig. 4a
- eine Schnittdarstellung durch den Ablaufbereich des Waschtischs gemäss den vorhergehenden
Figuren mit eingesetztem Blendenelement;
- Fig. 4b
- eine Detailansicht der Figur 4a;
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung durch ein Einstellelement zur Einstellung der Lage des Blendenelements
gemäss den vorhergehenden Figuren;
- Fig. 6
- eine Schnittdarstellung gemäss Figur 5 von einer anderen Perspektive;
- Fig. 7a
- eine Schnittdarstellung durch den Ablaufbereich des Waschtischs gemäss den vorhergehenden
Figuren mit einer Einstellehre;
- Fig. 7b
- eine Detailansicht der Figur 7a;
- Fig. 8a
- eine Schnittdarstellung gemäss Figur 7a mit teilweise eingestelltem Einstellelement;
- Fig. 8b
- eine Detailansicht der Figur 8a;
- Fig. 9a
- eine Schnittdarstellung gemäss Figur 7a mit eingestelltem Einstellelement; und
- Fig. 9b
- eine Detailansicht der Figur 9a.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0037] In den Figuren wird eine erfindungsgemässe Sanitäranordnung gezeigt. Die Sanitäranordnung
ist in der gezeigten Ausführungsform eine Waschtischanordnung. Die Sanitäranordnung
umfasst einen Sanitärartikel 1, ein Blendenelement 5 und ein Lagerelement 6 zur Lagerung
des Blendenelements 5.
[0038] Der Sanitärartikel 1 ist, wie erwähnt, in der Gestalt eines Waschtisches ausgebildet
und umfasst ein Wasserbecken 2, einen Hohlraum 3 und einen Ablaufdurchgang 4. Der
Ablaufdurchgang 4 erstreckt sich vom Wasserbecken 2 zum Hohlraum 3. In einer anderen
Ausführungsform wäre es auch denkbar, dass der Sanitärartikel 1 eine Duschfläche oder
eine Duschtasse ist, wobei das Wasserbecken 2 im Wesentlichen durch die Duschfläche
bzw. die Duschtasse bereitgestellt wird und der Hohlraum typischerweise hinter einer
Vorwand liegt. Der Ablaufdurchgang würde sich dann durch die Vorwand hindurch erstrecken.
[0039] Das Blendenelement 5 ist in den Ablaufdurchgang 4 einsetzbar und verblendet im eingesetzten
Zustand den Ablaufdurchgang 4. Durch diese Verblendung wird sichergestellt, dass ein
Benutzer nicht durch den Ablaufdurchgang 4 in den Hohlraum 3 sehen kann. Es kann eine
optisch ansprechende Verblendung des Ablaufdurchgangs 4 erreicht werden.
[0040] In den Figuren 2 und 3 wird das Lagerelement 6 gezeigt. Das Lagerelement 6 liegt
im Wesentlichen im Hohlraum 3 und ragt teilweise in den Ablaufdurchgang 4 ein. Das
Lagerelement 6 weist mindestens ein Einstellelement 7 auf. In der gezeigten Ausführungsform
sind zwei Einstellelemente 7 beanstandet zueinander angeordnet. Die Einstellelemente
7 dienen der Einstellung der Lage des Blendenelements 5 im Ablaufdurchgang 4. Jedes
der Einstellelemente 7 definiert dabei eine Mittelachse M.
[0041] In der gezeigten Ausführungsform liegt zwischen den zwei Einstellenelementen 7 eine
Abflussöffnung 34, welche mit einem Verschlussorgan 35 verschliessbar bzw. öffnenbar
ist. Weiter umfasst das Lagerelement 6 einen Überlaufkanal 36. Der Überlaufkanal 36
weist eine Überlaufkante 37 auf und ist über eine Überlauföffnung 44 zugänglich. Die
Überlauföffnung ist seitlich zum einen Einstellelement 7.
[0042] Von der Figur 2 ist ersichtlich, dass das Einstellelement 7 für die Einstellung der
Lage des Blendenelements 5 quer zur Mittelachse M ein Exzenterelement 8 mit einer
um die Mittelachse M exzentrisch verlaufenden Anschlagsfläche 9 aufweist. Die exzentrisch
verlaufende Anschlagsfläche 9 steht mit einer ersten Anschlagsfläche 10 am Blendenelement
5 in Kontakt. Über diesen Kontakt lässt sich die Höhe des Blendenelements 5 entsprechend
einstellen. Das Exzenterelement 8 ist um die Mittelachse M derart schwenkbar, dass
je nach Lage des Exzenterelements 8 die Lage der Kontaktstelle 11 zwischen der exzentrisch
verlaufenden Anschlagsfläche 9 und der ersten Anschlagsfläche 10 einstellbar ist,
sodass, wie erwähnt, die Höhenlage des Blendenelements 5 im Ablaufdurchgang 4 einstellbar
ist. Die Kontaktstelle 11 zwischen der exzentrisch verlaufenden Anschlagsfläche 9
und der ersten Anschlagsfläche 10 ist von den Figuren 4a und 4b ersichtlich. Hier
kann gut erkannt werden, wie die exzentrisch verlaufende Anschlagsfläche 9 auf die
erste Anschlagsfläche 10 wirkt. In der gezeigten Ausführungsform liegt die exzentrisch
verlaufende Anschlagsfläche 9 oberhalb der ersten Anschlagsfläche 10, wodurch das
Blendenelement 5 gegen eine Grundfläche 22 des Ablaufdurchgangs 4 bewegt werden kann.
[0043] Weiter weist das Einstellelement 7 für die Einstellung der Lage des Blendenelements
5 in Richtung der Mittelachse M ein sich in Richtung der Mittelachse M verschiebbares
Anschlagselement 12 mit einer anschlagselementseitigen Anschlagsfläche 13 auf. Die
Anschlagsfläche 13 ist dabei in Richtung der Mittelachse M auf das Blendenelement
5 bewegbar. Die anschlagselementseitige Anschlagsfläche 13 ist mit einer zweiten Anschlagsfläche
14 am Blendenelement 5 in Kontakt. Der Kontakt ist derart, dass je nach Lage des Anschlagselements
12 die Lage der Kontaktstelle zwischen der anschlagselementseitigen Anschlagsfläche
13 und der zweiten Anschlagsfläche 14 einstellbar ist.
[0044] Von den Figuren 2 und 3 ist weiter ersichtlich, dass die genannten Anschlagsflächen
9, 13 auf Seiten des Einstellelements 7 und die genannten Anschlagsflächen 10, 14
auf Seiten des Blendenelements 5 vor eine Frontseite 15 des Lagerelements 6 liegen.
Die Frontseite 15 ist dabei die Seite, welche bei nicht eingesetztem Blendenelement
5 für den Benutzer vom Ablaufdurchgang 4 her gesehen sichtbar ist. Weiter ist das
Exzenterelement 8 und das Einstellelement 7 von einer Rückseite 16 des Lagerelements
6 betätigbar. Die Rückseite 16 ist dabei dem Hohlraum 3 zugewandt.
[0045] Anhand der Figur 4b wird nun die Wirkung der Bewegung des Exzenterelements 8 und
des Anschlagelements 12 erläutert.
[0046] Bei einer Bewegung des Exzenterelements 8 bewegt sich dessen Anschlagsfläche 10 quer
zur Mittelachse nach oben bzw. nach unten. Hierdurch wird die Kontaktstelle 11 ebenfalls
nach oben bzw. nach unten bewegt und das Blendenelement 5 wird bezüglich seiner Höhe
im Ablaufdurchgang 4 ausgerichtet.
[0047] In der Figur 5 wird eine perspektivische Schnittdarstellung ohne das Blendenelement
5 gezeigt. In der Figur 6 wird eine perspektivische Schnittdarstellung mit dem Blendenelement
5 gezeigt. Von der Figur 6 werden die Kontaktstellen 11 und 45 gut ersichtlich. Ebenfalls
ist gut ersichtlich, dass am Blendenelement 5 die erste Anschlagsfläche 10 und die
zweite Anschlagsfläche 14 im Wesentlichen rechtwinklig zueinander liegen.
[0048] Bei einer Bewegung des Anschlagselements 12 wird dessen Anschlagsfläche 13 in Richtung
der Mittelachse M, in der Figur 4a nach links und rechts, bewegt. Hierdurch bewegt
sich die Kontaktstelle 45 ebenfalls in Richtung der Mittelachse M und die Tiefenlage
des Blendenelements 5 in dem Ablaufdurchgang 4 kann eingestellt werden. Bei der Einstellung
der Tiefenlage wird eine Frontfläche des Blendenelements 5, die zum Wasserbecken 2
orientiert ist, zu den Seitenflächen des Wasserbeckens 2 ausgerichtet.
[0049] Von den verschiedenen Schnittdarstellungen, wie beispielsweise von den Darstellungen
der Figuren 4b, 5 und 6 ist weiterhin ersichtlich, dass das Lagerelement 6 für jedes
der Einstellelemente 7 einen Durchgang 17 aufweist. Durch den Durchgang 17 werden
Abschnitte des Exzenterelements 8 und Abschnitte des Anschlagselements 12 hindurchgeführt.
Die Anordnung umfasst dabei Dichtungselemente 18, 19, welche derart angeordnet sind,
dass kein Wasser von der Frontseite 15 zur Rückseite 16 gelangen kann.
[0050] Ein erstes Dichtungselement 18 ist zwischen einem Schraubenkopf einer ersten Schraube
25, die auf das Exzenterelement 8 wie unten beschrieben wirkt, und der Rückseite 16
des Lagerelements 7 angeordnet. Das Dichtungselement 18 hat die Form eines O-Rings.
[0051] Ein zweites Dichtungselement 19 ist zwischen einem Innengewinde der ersten Schraube
25 und einem Aussengewinde einer zweiten Schraube 30 angeordnet. Dabei ist entweder
das Innengewinde oder das Aussengewinde mit einer dichtenden Beschichtung, wie beispielsweise
einer Kunststoffbeschichtung versehen. Die zweite Schraube 30 weist, wie unten beschrieben,
die zweite Anschlagsfläche 14 auf.
[0052] Das Exzenterelement 8 steht in einer Ausgangslage, so wie in der Figur 2 gezeigt,
an einem Anschlag 20 an. Von diesem Anschlag 20 lässt sich das Exzenterelement 8 verschwenken.
Der maximale Schwenkwinkel ist vorzugsweise 180°. Andere Schwenkwinkel sind auch denkbar.
[0053] Von der Schnittdarstellung der Figur 4a wird gezeigt, dass das Blendenelement 5 einen
Kammabschnitt 21 aufweist. Der Kammabschnitt 21 steht dabei an der Grundfläche 22
des Ablaufdurchgangs 4 an. Der Kammabschnitt 21 umfasst mehrere Kammstege, durch welche
das Wasser hindurchfliessen kann.
[0054] Vorzugsweise ist das Blendenelement 5 zweiteilig mit einem Frontelement 23 und einem
den Kammabschnitt 21 aufweisenden Kammelement 24 ausgebildet. Das Frontelement 23
und das Kammelement 24 sind über eine Längsführung 25 miteinander verbunden. Die Längsführung
25 ist derart, dass das Frontelement 23 und das Kammelement 24 in Richtung der Längsführung
relativ zueinander verschiebbar sind. Über diese Längsführung kann die Lage des Frontelements
23 im Ablaufdurchgang 4 in eine weitere Richtung ausgerichtet werden.
[0055] In den Figuren 5 und 6 wird gezeigt, dass das Exzenterelement 8 über die oben genannte
erste Schraube 25 verschwenkbar ist. Die erste Schraube 25 weist eine Werkzeugaufnahmestruktur
26 auf, welche von der Rückseite 16 des Lagerelements 6 zugänglich ist. Die Werkzeugaufnahmestruktur26
hat hier die Form eines Innensechskants. Die erste Schraube 25 greift dabei in das
Exzenterelement 8 ein. Die erste Schraube 25 weist ein Aussengewinde 27 auf, welche
in eine am Exzenterelement 8 angeordnete Lagerstelle 28 eingreift. Zwischen den Aussengewinde
27 und der Lagerstelle 28 ist eine Rutschelement 29 angeordnet. Das Rutschelement
29 ist derart ausgebildet, dass bei Erreichen einer Endlage das Rutschelement 29 durchrutscht
derart, dass eine weitere Drehung der Schraube 25 keine weitere Drehung des Exzenterelements
8 bewirkt. Die erste Schraube ist in einem Durchgang 17 des Lagerelements 2 gelagert.
[0056] Die zweite Anschlagsfläche 14 wird durch die Frontfläche der zweiten Schraube 30
bereitgestellt. Die zweite Schraube 30 weist ebenfalls eine Werkzeugaufnahmestruktur
31 auf, welche von der Rückseite 16 des Lageelements 6 zugänglich ist. Die Werkzeugaufnahmestruktur
31 weist die Form eines Innensechskants auf. Die zweite Schraube ist mit ihrem Aussengewinde
32 in einem Innengewinde 33 der ersten Schraube 25 gelagert. Die zweite Schraube 30
ist dabei kürzer ausgebildet als die erste Schraube.
[0057] Vorzugsweise ist das Blendenelement 5 über eine magnetische Haltekraft zur zweiten
Anschlagsfläche 14 fixiert. Hierfür kann ein Magnet im Blendenelement eingelassen
sein, welches die besagte Haltekraft bereitstellt.
[0058] Das Lagerelement 6 ist in der gezeigten Ausführungsform so ausgebildet, dass der
Ablaufdurchgang 4 zum Hohlraum 3 hin, abgesehen von der Abflussöffnung 34 und der
Überlauföffnung 44, verschlossen ist. Das Lagerelement 6 wird mit einem Flanschabschnitt
46, der mit einer Dichtung 47 umschlossen wird, gelagert.
[0059] Anhand der Figuren 7a bis 9b wird nun ein System umfassend die Sanitäranordnung nach
obiger Beschreibung erläutert. Das System umfasst eine hierin beschriebene Sanitäranordnung
und eine Einstelllehre 38. Die Einstelllehre 38 ist, wie in den Figuren 7a/7b gezeigt,
in den Ablaufdurchgang 4 einsetzbar. Das Exzenterelement 8 und das Anschlagselement
12 sind bei einem Einstellvorgang auf korrespondierende Einstellflächen 39, 40 an
der Einstelllehre 38 bewegbar. Die Bewegung ist derart, dass die Lage des Exzenterelements
8 und des Anschlagselements 12 für die ausgerichtete Lagerung des Blendenelements
5 einstellbar ist.
[0060] In den Figuren 7a/7b wird die Ausgangsstellung gezeigt. Die exzentrisch ausgebildete
Anschlagsfläche 9 steht beabstandet zur Einstellfläche 39. Bei einer Betätigung der
ersten Schraube 25 wird das Exzenterelement 8 verschwenkt, so dass die exzentrisch
ausgebildete Anschlagsfläche 9 auf die Einstellfläche 39 zu liegen kommt. Dies wird
in den Figuren 8a/8b gezeigt, wo gut erkannt werden kann, dass die exzentrisch ausgebildete
Anschlagsfläche 9 auf der Einstellfläche 39 liegt. Sobald diese Position erreicht
wird, kommt es zum oben beschriebenen Durchrutschen des Rutschelements 29.
[0061] Weiter folgt dann die Einstellung des Anschlagselements 12. Hierfür wird das Anschlagselements
12 bzw. die zweite Schraube 30 soweit gedreht, bis die zweite Anschlagsfläche 14 auf
der Einstellfläche 40 zu liegen kommt.
[0062] Nach erfolgter Einstellung wird die Einstelllehre 38 wieder entfernt und das Blendenelement
5 kann passgenau eingesetzt werden.
[0063] Die Einstelllehre 38 weist eine obere Anschlagsfläche 41 zum Anschlag an die Wandung
42 des Sanitärartikels 1, welche sich vom Ablaufdurchgang 4 nach oben hin erstreckt,
und eine untere Anschlagsfläche 43 zum Anschlag an die Grundfläche 22 des Ablaufdurchgangs
4 auf. Über diese beiden Anschlagsflächen 41, 43 wird die Einstelllehre 38 bezüglich
des Ablaufdurchgangs 4 positioniert und es können dann das Exzenterelement 8 und das
Anschlagselement 12 eingestellt werden.
[0064] Ein Verfahren zur Einstellung eines Blendenelements an einem Sanitärartikel ist dadurch
charakterisiert
dass in einem ersten Schritt eine Einstelllehre 38 in den Ablaufdurchgang 4 eingesetzt
wird,
dass in einem zweiten Schritt das Exzenterelement 8 und das Anschlagselement 12 auf
korrespondierende Einstellflächen 39, 40 an der Einstelllehre bewegt werden,
dass in einem dritten Schritt die Einstelllehre 38 aus dem Ablaufdurchgang entfernt
wird, und
dass in einem vierten Schritt das Blendenelement 5 in den Ablaufdurchgang 4 eingesetzt
wird.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
Sanitärartikel |
32 |
Aussengewinde |
| 2 |
Wasserbecken |
33 |
Innengewinde |
| 3 |
Hohlraum |
34 |
Abflussöffnung |
| 4 |
Ablaufdurchgang |
35 |
Verschlussorgan |
| 5 |
Blendenelement |
36 |
Überlaufkanal |
| 6 |
Lagerelement |
37 |
Überlaufkante |
| 7 |
Einstellelement |
38 |
Einstelllehre |
| 8 |
Exzenterelement |
39 |
Einstellfläche |
| 9 |
exzentrische Anschlagsfläche |
40 |
Einstellfläche |
| 10 |
erste Anschlagsfläche |
41 |
obere Anschlagsfläche |
| 11 |
Kontaktstelle |
42 |
Wandung |
| 12 |
Anschlagselement |
43 |
untere Anschlagsfläche |
| 13 |
anschlagselementseitige Anschlagsfläche |
44 |
Überlauföffnung |
| 45 |
Kontaktstelle |
| 14 |
zweite Anschlagsfläche |
46 |
Flanschabschnitt |
| 15 |
Frontseite |
47 |
Dichtung |
| 16 |
Rückseite |
M |
Mittelachse |
| 17 |
Durchgang |
|
|
| 18 |
Dichtungselement |
|
|
| 19 |
Dichtungselement |
|
|
| 20 |
Anschlag |
|
|
| 21 |
Kammabschnitt |
|
|
| 22 |
Grundfläche |
|
|
| 23 |
Frontelement |
|
|
| 24 |
Kammelement |
|
|
| 25 |
Längsführung |
|
|
| 25 |
erste Schraube |
|
|
| 26 |
Werkzeugaufnahmestruktur |
|
|
| 27 |
Aussengewinde |
|
|
| 28 |
Lagerstelle |
|
|
| 29 |
Rutschelement |
|
|
| 30 |
zweite Schraube |
|
|
| 31 |
Werkzeugaufnahmestruktur |
|
|
1. Sanitäranordnung, insbesondere eine Waschtischanordnung, umfassend
einen Sanitärartikel (1) mit einem Wasserbecken (2), einem Hohlraum (3) und einem
Ablaufdurchgang (4), der sich vom Wasserbecken (2) in den Hohlraum (3) erstreckt,
ein in den Ablaufdurchgang (4) eingesetztes Blendenelement (5), welches den Ablaufdurchgang
(4) mindestens teilweise verblendet, und
ein vom Hohlraum (3) her in den Ablaufdurchgang (4) einragendes Lagerelement (6) zur
Lagerung des Blendenelements (5),
wobei am Lagerelement (6) mindestens ein Einstellelement (7) zur Einstellung der Lage
des Blendenelements (5) im Ablaufdurchgang (4) angeordnet ist, wobei das Einstellelement
(7) eine Mittelachse (M) definiert,
wobei das Einstellelement (7) für die Einstellung der Lage des Blendenelements (5)
quer zur Mittelachse (M) ein Exzenterelement (8) mit einer um die Mittelachse (M)
exzentrisch verlaufenden Anschlagsfläche (9) aufweist, wobei die exzentrisch verlaufende
Anschlagsfläche (9) mit einer ersten Anschlagsfläche (10) am Blendenelement (5) in
Kontakt ist, wobei das Exzenterelement (8) um die Mittelachse (M) verschwenkbar ist,
derart, dass je nach Lage des Exzenterelements (8) die Lage der Kontaktstelle (11)
zwischen der exzentrisch verlaufenden Anschlagsfläche (9) und der ersten Anschlagsfläche
(10) einstellbar ist, so dass die Höhenlage des Blendenelements (5) im Ablaufdurchgang
(4) einstellbar ist, und
wobei das Einstellelement (7) für die Einstellung der Lage des Blendenelements (5)
in Richtung der Mittelachse (M) ein sich in Richtung der Mittelachse (M) verschiebbares
Anschlagselement (12) mit einer anschlagselementseitige Anschlagsfläche (13) aufweist,
wobei die anschlagselementseitige Anschlagsfläche (13) mit einer zweiten Anschlagsfläche
(14) am Blendenelement (5) in Kontakt ist, derart, dass je nach Lage des Anschlagselements
(12) die Lage der Kontaktstelle (45) zwischen der anschlagselementseitigen Anschlagsfläche
(13) und der zweiten Anschlagsfläche (14) einstellbar ist.
2. Sanitäranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Anschlagsflächen (9, 10, 13, 14) vor einer Frontseite (15) des Lagerelements
(6) liegen, welche Frontseite dem Ablaufdurchgang (4) zugewandt ist, und dass das
Exzenterelement (8) und das Einstellelement (7) von einer Rückseite (16) des Lagerelements
(6) betätigbar sind, welche Rückseite (16) dem Hohlraum (3) zugewandt ist.
3. Sanitäranordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerelement (6) einen Durchgang (17) aufweist, durch welchen Abschnitte des
Exzenterelements (8) und Abschnitte des Anschlagselements (12) hindurchgeführt werden,
wobei die Anordnung weiterhin Dichtungselemente (18, 19) umfasst, welche derart angeordnet
sind, dass kein Wasser von der Frontseite (15) zur Rückseite (16) gelangen kann.
4. Sanitäranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Exzenterelement (8) in einer Ausgangslage an einem Anschlag (20) ansteht und
von diesem Anschlag (20) weg verschwenkbar ist, wobei der maximale Schwenkwinkel vorzugsweise
maximal 180° ist.
5. Sanitäranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Blendenelement (5) einen Kammabschnitt aufweist, welcher Kammabschnitt (21) an
einer Grundfläche (22) des Ablaufdurchgangs ansteht.
6. Sanitäranordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Blendenelement (5) zweiteilig mit einem Frontelement (23) und einem den Kammabschnitt
(21) aufweisendem Kammelement (24) ausgebildet ist, wobei das Frontelement (23) und
das Kammelement (24) über eine Längsführung (25) verbunden sind, derart, dass das
Frontelement (23) und das Kammelement (24) in Richtung der Längsführung relativ zueinander
verschiebbar sind.
7. Sanitäranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Blendenelement (5) über eine magnetische Haltekraft zur zweiten Anschlagsfläche
(14) fixiert ist.
8. Sanitäranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Exzenterelement (8) über eine erste Schraube (25) verschwenkbar ist, wobei die
erste Schraube (25) eine Werkzeugaufnahmestruktur (26) aufweist, welche von der Rückseite
(16) des Lagerelements (6) zugänglich ist.
9. Sanitäranordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schraube (25) mit einem Aussengewinde (27) in eine am Exzenterelement (8)
angeordnete Lagerstelle (28) eingreift, wobei zwischen dem Aussengewinde (27) und
der Lagerstelle (28) ein Rutschelement (29) angeordnet ist, das derart ausgebildet
ist, dass bei Erreichen einer Endlage das Rutschelement (29) durchrutscht derart,
dass eine weitere Drehung der Schraube (25) keine weitere Drehung des Exzenterelements
(8) bewirkt.
10. Sanitäranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Anschlagsfläche (14) durch eine Frontfläche einer zweiten Schraube (30)
bereitgestellt wird, wobei die zweite Schraube (30) eine Werkzeugaufnahmestruktur
(31) aufweist, welche von der Rückseite (16) des Lagerelements (6) zugänglich ist.
11. Sanitäranordnung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schraube (30) mit ihrem Aussengewinde (32) in einem Innengewinde (33)
in der ersten Schraube (25) gelagert ist, wobei auf dem Aussengewinde (32) und/oder
dem Innengewinde (33) vorzugsweise eine Dichtschicht aufgebracht ist.
12. Sanitäranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Lagerelement (6) zwei der besagten Einstellelemente (7) beabstandet zueinander
angeordnet sind; und/oder dass das Lagerelement (6) weiterhin eine Abflussöffnung
(34) aufweist, die mit einem Verschlussorgan (35) verschliess- und öffnenbar ist;
und/oder dass das Lagerelement (6) weiterhin einen Überlaufkanal (36) mit einer Überlaufkante
(37) aufweist.
13. System umfassend eine Sanitäranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche und
eine Einstelllehre (38), wobei die Einstelllehre (38) in den Ablaufdurchgang (4) einsetzbar
ist, wobei das Exzenterelement (8) und das Anschlagselement (12) auf korrespondierende
Einstellflächen (39, 40) an der Einstelllehre (38) bewegbar sind, derart, dass die
Lage des Exzenterelements (8) und des Anschlagselements (12) für die ausgerichtete
Lagerung des Blendenelements (5) einstellbar ist.
14. System nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelllehre (38) eine obere Anschlagsfläche (41) zum Anschlag an die Wandung
(42) des Sanitärartikels (1), welche sich vom Ablaufdurchgang (4) nach oben hin erstreckt,
aufweist und dass die Einstelllehre (38) eine untere Anschlagsfläche (43) zum Anschlag
an eine Grundfläche (22) des Ablaufdurchgangs (4) aufweist.
15. Verfahren zur Einstellung eines Blendenelements an einem Sanitärartikel nach einem
der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem ersten Schritt eine Einstelllehre (38) in den Ablaufdurchgang (4) eingesetzt
wird,
dass in einem zweiten Schritt das Exzenterelement (8) und das Anschlagselement (12) auf
korrespondierende Einstellflächen (39, 40) an der Einstelllehre (38) bewegt werden,
und
dass in einem dritten Schritt die Einstelllehre (38) aus dem Ablaufdurchgang (49) entfernt
wird, und
dass in einem vierten Schritt das Blendenelement (5) in den Ablaufdurchgang (4) eingesetzt
wird.