[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Haus, weiches aus einer Mehrzahl von
modular miteinander verbundenen und/oder ineinander übergehenden Grundelementen gebildet
ist, wobei jedes Grundelement jeweils eine Mehrzahl von im Wesentlichen plattenförmigen
Boxen und eine Mehrzahl von Stäben aufweist sowie weiterhin Trägerelemente und eine
flexible Dachabdeckung aufweist.
[0002] Häuser, welche aus modular miteinander verbundenen oder ineinander übergehenden Grundelementen
hergestellt sind, existieren seit vielen Jahren und neben den bekannten Fertigteilhäusern,
bei welchen vorgefertigte Wände bzw. Wandteile, Deckenteile und dgl. darstellende
Module miteinander verbunden werden, existieren auch Häuser, bei welchen Wandmodule
in vorab errichtete tragende Teile eingesetzt werden. Aus der Sicht des Baumaterials,
aus welchen die Häuser gefertigt sind, existieren sowohl Leichtbauweisen, vorab gegossene
Module, aber auch aus Holz bzw. Verbundwerkstoffen gefertigte, insbesondere plattenförmige
Module. Gemeinsam ist all diesen Häusern, dass für ihre Errichtung Baumaschinen, wie
Kräne oder dgl. und ein Team von Fachleuten erforderlich ist, da die einzelnen Module
oder Teile davon, aufgrund ihres Gewichts und/oder Abmessungen von ein oder zwei Personen
nicht handgehabt werden können.
[0003] Auch bekannt sind Holzhäuser, die als Gartenhäuser oder Gerätehäuser zum Einsatz
gelangen, bei welchen üblicherweise in ein zu errichtendes Gerüst aus Stehen und Trägern
Holzplatten in einer Nut-Feder Anordnung eingefügt werden. Bei derartigen Häusern
muss jede einzelne Holzlatte in die korrekte Position gebracht werden bevor die nächste
Latte in das Gerüst eingesetzt werden kann. Der Vorteil dieser Gartenhäuser ist, dass
sie problemlos von einer Person errichtet werden können. Nachteilig bei diesen bekannten
Gartenhäusern ist, dass für die Errichtung eines gesamten Hauses üblicherweise eine
Mehrzahl von verschiedenen Latten, unterschiedlichen Trägerelementen, Fensterrahmen
und dgl. erforderlich sind und schließlich für die Ausbildung von beispielsweise einem
Dachstuhl, dem Dach selbst usw. überhaupt völlig andere Bauteile zum Einsatz gelangen
müssen, so dass ein Laie üblicherweise beim Errichten eines derartigen Hauses ohne
Hilfe und detaillierte Anleitung nicht zum Ziel gelangt.
[0004] Es besteht daher ein Bedürfnis nach Häusern, die einerseits individuell gestaltet
werden können und andererseits ohne Hilfe eines Professionisten lediglich mit üblichen
Werkzeugen, wie einem Hammer und einer Bohrmaschine errichtet werden können.
[0005] Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, in Haus bereitzustellen, für welches
mit einer minimalen Anzahl von verschiedenen Elementen das Auslangen gefunden werden
kann, welches in verschiedensten Größen und Formen ohne Änderung der Art und Größe
der Elemente errichtet werden kann und welches schließlich ohne Einsatz von schweren
Baumaschinen von einer Person alleine errichtet werden kann.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Haus im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet,
dass sämtliche plattenförmigen Boxen exakt gleich dimensioniert sind, dass die Stäbe
eine rechteckige Grundfläche sowie eine Länge aufweisen, welche einem 2- oder einem
Mehrfachen einer Höhe jeder plattenförmigen Box entspricht, dass wenigstens zwei,
vorzugsweise ein geradzahliges Vielfaches von Stäben miteinander lösbar zur Ausbildung
von Trägerelementen verbunden sind, wobei jedes Trägerelement aus zwei über eine Höhe
der Stäbe verbundenen Paaren von Stäben sowie gegebenenfalls aus einer Mehrzahl von
in Längsrichtung aneinandergefügten Paaren von Stäben gebildet ist, und dass ein Dachstuhl
durch eine Mehrzahl von Stäben, vorzugsweise von in einem rechten Winkel zueinander
angeordneten Stäben, auf welchen eine flexible Dachabdeckung lösbar festgelegt ist,
ausgebildet ist, sowie mit Verbindungs- und gegebenenfalls Dichtelementen, Fenster-
und Türelementen versehen ist. Indem das erfindungsgemäße Haus im Wesentlichen nur
aus plattenförmigen Boxen besteht, die untereinander exakt gleich dimensioniert sind
und aus Stäben, welche Stäbe gegebenenfalls paarweise miteinander verbunden werden
oder auch in Längsrichtung miteinander verbunden werden, gelingt es, sämtliche Boden-,
Wand- und Deckenelemente des Hauses bereitzustellen ebenso wie die Zwischenwände,
und aus den Stäben sämtliche tragenden Elemente, Überlager oder auch den Dachstuhl
ausbilden, wobei es im Wesentlichen durch Bereitstellen von nur zwei voneinander verschiedenen
Elementen gelingt, ein gesamtes Haus aufzubauen. Dieses Haus kann hierbei individuell
gestaltet sein und sowohl sein Größe, Anzahl von Räumen und auch seine Höhe entsprechend
den jeweiligen Wünschen ausgeführt werden. Die einfachste Möglichkeit ein Haus gemäß
der Erfindung zu errichten besteht darin, dass die plattenförmigen Boxen quadratisch
ausgebildet sind und deren Größe so gewählt ist, dass ein übereinander Anordnen von
zwei plattenförmigen Boxen zu einer angemessenen Raumhöhe führt. Neben den plattenförmigen
Boxen und den Stäben sind lediglich noch eine flexible Dachabdeckung, gegebenenfalls
Abspannelemente sowie Fensterscheiben und, sofern die Türen nicht aus den plattenförmigen
Boxen selbst gefertigt werden, Türelemente erforderlich. Die plattenförmigen Boxen
können schließlich beispielsweise auch als Fensterabdeckungen oder schwenkbare Fensterbalken
verwendet werden, wobei der Unterschied ob sie als Fensterabdeckungen oder schwenkbare
Fensterbalken eingesetzt werden, lediglich in der Art der Aufhängung des plattenförmigen
Elements an dem Haus besteht. Wenn die plattenförmigen Boxen als Fensterabdeckungen
verwendet werden, werden sie üblicherweise auf Schienen verschieblich vor dem Haus
hin- und hergeführt, wenn sie als Balken für Fensterbalken verwendet werden, sollten
sie mittels eines Scharniers am Haus selbst befestigt sein.
[0007] Diese individuelle Gestaltungsfreiheit ist dadurch gegeben, dass die Stäbe eine rechteckige
Grundfläche sowie eine Länge aufweisen, welche einem 2- oder einem Mehrfachen einer
Höhe jeder plattenförmigen Box entspricht. Dadurch ist es möglich, durch Anordnen
von einem Stab zu beiden Seiten von z.B. zwei plattenförmigen Boxen ein Grundelement
auszubilden, welches sowohl als Wandelement, Bodenelement oder Deckenelement verwendbar
ist. Wenn z.B. weiterhin die plattenförmigen Boxen als quadratische Boxen ausgebildet
sind können die Stäbe auch als Träger, Überlager, Fundament oder Dachstuhlelemente
verwendet werden, ohne dass sie abgelängt werden müssen. Wenn größere Häuser aus diesen
Bauteilen gefertigt werden sollen, genügt es für die Ausbildung eines Fundaments oder
eines Dachstuhls, zwei oder mehr Stäbe in Richtung ihrer Höhe miteinander zu verbinden.
[0008] Es erübrigt sich festzuhalten, dass eine Verbindung zwischen Stäben und plattenförmigen
Boxen, Stäben untereinander oder auch plattenförmigen Boxen untereinander mittels
bekannter Verbindungselemente, wie Schrauben, Nägel, Hülsen oder dgl. erfolgen kann.
[0009] Als Grundelement wird im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung ein Element
verstanden, das aus wenigstens zwei plattenförmigen Boxen sowie zwei Stäben besteht,
wobei die Stäbe zu beiden Seiten der plattenförmigen Boxen angeordnet sind.
[0010] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sind die plattenförmigen Boxen hierbei so
ausgebildet, dass sie eine einer Längsseite der rechteckigen Grundfläche der Stäbe
im Wesentlichen entsprechende Dicke aufweisen. Durch eine derartige Ausbildung wird
sichergestellt, dass die Stäbe nicht über die plattenförmigen Boxen vorragen und somit
eine ebene Oberfläche gebildet wird, sodass jedes Grundelement sowohl als Wand, Decken-
oder Fußbodenelement eingesetzt werden kann.
[0011] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist die Ausbildung so getroffen, dass die
plattenförmigen Boxen aus Holz, Holzwerkstoff, Metall, wie Aluminium, Stahl sowie
gegebenenfalls wenigstens teilweise aus einem durchsichtigen Material gewählt aus
Glas, Acrylglas oder Kunststoff oder Kombinationen dieser Materialien gebildet sind.
Indem das Material, aus welchem die plattenförmigen Boxen ausgebildet sind, aus einer
Vielzahl von Materialien gewählt werden kann, gelingt es, Häuser mit unterschiedlich
aussehenden Fassaden bereitzustellen, wobei insbesondere dann, wenn die Platten wenigstens
teilweise aus einem durchsichtigen Material gewählt sind, gegebenenfalls auch auf
das Einsetzen von öffenbaren Fenstern verzichtet werden kann. Dies ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn aufgrund des Vorsehens einer entsprechenden effektiven Klimaanlage
die Energiebilanz des Hauses nur dann günstig ist, wenn die Fenster nicht oder nur
eingeschränkt öffenbar sind. Weiterhin kann aufgrund der Vielzahl von verschiedenen
Materialien, aus welchen die plattenförmigen Boxen gebildet sein können, auch auf
den geplanten Einsatzort der jeweiligen Platten Rücksicht genommen werden. So muss
beispielsweise ein plattenförmiges Element, welches als Fußbodenelement verwendet
werden soll eine höhere Belastbarkeit als ein plattenförmiges Element welches als
Deckenteil eingesetzt werden soll, aufweisen.
[0012] In Bezug auf das Material der Boxen ist festzuhalten, dass selbstverständlich auch
ein Materialmix gewählt werden kann, durch welchem beispielsweise die plattenförmigen
Boxen nach Innen aus Holz ausgebildet sind und von außen aus einem der anderen gegebenenfalls
einsetzbaren Materialien geformt sind.
[0013] Ein derartiger Materialmix ist insbesondere dann gut möglich, wenn, wie dies einer
Weiterbildung der Erfindung entspricht, die Ausbildung so getroffen ist, dass die
plattenförmigen Boxen mehrlagig ausgebildet sind und gegebenenfalls ein Dichtmaterial,
Kabelkanäle oder Leitungen zwischen Elementen-Oberflächen eingelegt aufweisen. Durch
eine mehrlagige Ausbildung der plattenförmigen Boxen können weiterhin beispielsweise
Dichtmaterial, Kabelkanäle und/oder Leitungen zwischen den Oberflächen der plattenförmigen
Boxen eingelegt werden. Hierdurch gelingt es nicht nur ein Haus aus wenigen Elementen
aufzubauen, sondern sämtliche zusätzlichen Elemente, wie Wärmedämmungen, Kabelkanäle,
Leitungen für die Haustechnik, usw. bereits in den Boxen vorzusehen, so dass ein nachträglicher
Einbau, sei es an der Oberflächen von einzelnen Boxen oder durch Aufbrechen derselben,
vermieden werden kann.
[0014] Indem, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht, die Stäbe aus Vollholz,
Leimholz, Metall, wie Aluminium oder Stahl, Kunststoff oder Kombinationen davon ausgebildet
sind, kann nicht nur sämtlichen statischen Anforderungen sicher und zuverlässig genügt
werden, sondern es können sowohl optische Effekte erzielt werden und insbesondere
ist der gesamte Aufbau des Hauses vereinfacht, da beispielsweise Holz durch Schrauben,
Nägel und dgl. einfach verbunden werden kann, Metall verschweißt werden kann, und
dgl.
[0015] Wenn, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht die plattenförmigen Boxen
an wenigstens einer ihrer Außenseiten mit Fassadenelementen oder Verkleidungselementen
versehen sind, gelingt es nicht nur, eine ästhetische Außenoberfläche des Hauses bzw.
auch eine ästhetische Innenoberfläche desselben bereitzustellen, sondern hinter derartigen
Fassadenelementen können beispielsweise zusätzliche Dämmelemente und dgl. angeordnet
werden, so dass die Energieeffizienz eines derartigen Hauses deutlich verbessert werden
kann.
[0016] Indem, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht, wenigstens eine Stoßfuge
zwischen einer plattenförmigen Box und einem Stab durch eine Deckleiste abgedeckt
ist, kann nicht nur die Ästhetik des Hauses gemäß der Erfindung erhöht werden, sondern
mit einer derartigen Maßnahme kann auch die Ausbildung von Kältebrücken, wie sie Stoßfugen
zweifelsfrei darstellen, verhindert werden bzw. zusätzlich auch Dichtmaterialien im
Bereich der Stoßfuge auf- bzw. eingebracht werden und durch die Deckleiste abgedeckt
und gehalten werden.
[0017] Indem, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht, die Ausbildung so getroffen
ist, dass jede Deckleiste zwei benachbarte Stoßfugen zwischen einer plattenförmigen
Box und einem Stab sowie eine Verbindungsfuge zwischen zwei miteinander zu einem Trägerelement
verbundenen Stäben abdeckt, wird insgesamt eine Verringerung der Anzahl der für das
Haus erforderlichen Elemente erzielt und überdies können in diesem Fall auch die zwingend
für die Errichtung des Hauses erforderlichen Stäbe als Abdeckelement verwendet werden,
wodurch keine von Stäben und plattenförmigen Elementen verschiedenen Elemente für
die Errichtung des Hauses erforderlich sind. Dadurch dass die Deckleisten vorzugsweise
an der Außenseite des Hauses angebracht sind wird eine stärker strukturierte Fassade
erreicht und schließlich könnte eine derartige Deckleiste unmittelbar als Befestigungselement
für z.B. Scharniere für Fensterabdeckungen, Abstandhalter für an Schienen verschiebliche
Fenster- und Türabdeckungen und dgl. mehr dienen.
[0018] Um eine sichere und insbesondere flexible Dachabdeckung bereitstellen zu können,
ist die Erfindung so weitergebildet, dass eine Plane, insbesondere eine beschichtete
Kunststoffplane als Dachabdeckung gewählt wird. Eine derartige Dachabdeckung hat gegenüber
herkömmlichen Dachdeckmaterialien den Vorteil, dass sie einfach anzubringen ist, leicht
gewartet werden kann, ebenso leicht erneuert werden kann und überdies beispielsweise
durch Abspannung mittels Spanngurten, Seilen und Heringen oder auch Abspannungen,
die an den die Trägerkonstruktion ausbildenden Stäben festgelegt sind, einfach an
die jeweiligen Erfordernisse angepasst werden kann. So kann beispielsweise, um eine
Beschädigung der Dachplane beispielsweise durch hohe Schneelasten zu verhindern, die
Spannung der Spanngurten an die Witterungsbedingungen angepasst werden, d.h. verstärkt
oder nachgelassen werden, wodurch eine Überbeanspruchung der Plane verhindert werden
kann. Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In diesen zeigen
[0019] Fig. 1 einen Aufriss eines aus Grundelementen errichteten beispielhaften Seitenansicht
eines Hauses.
[0020] In Fig. 1, welche ein Beispiel für eine Wand eines Hauses 1 gemäß der Erfindung zeigt,
sind sechs plattenförmige Boxen 2 nebeneinander und übereinander angeordnet, dargestellt.
Zwischen jeweils zwei plattenförmigen Boxen 2 befindet sich ein. Trägerelement 3,
das aus einem Paar von Stäben 4 gebildet ist. Jedes Trägerelement 3 ist hierbei so
ausgebildet, dass zwei Stäbe 4, die eine rechteckige Grundfläche aufweisen sowie eine
Länge aufweisen, die im gezeigten Fall dem Zweifachen der Höhe einer plattenförmigen
Box 2 entspricht, miteinander verschraubt bzw. anderwärtig miteinander verbunden sind.
Die Stoßfuge zwischen zwei Stäben 4 ist in Fig. 1 bei einem Trägerelement 3 mittels
strichlierter Linie 5 angedeutet. Wenn nun die eine rechteckige Grundfläche aufweisenden
Stäbe 4 so ausgebildet sind, dass die Länge der rechteckigen Grundfläche dem Doppelten
der Breite der rechteckigen Grundfläche entspricht, gelingt es durch das aneinander
festlegen von zwei Stäben 4 ein Trägerelement 3 zu erhalten, welches eine quadratische
Grundfläche aufweist. Weiterhin ist die Dicke von jeder plattenförmigen Box 2 so ausgewählt,
dass sie exakt der Länge des Rechtecks der rechtwinkeligen Grundfläche des Stabs 4
entspricht, so dass durch ein aneinander Anordnen beispielsweise einer plattenförmigen
Box 2, einem Stab 4, einem weiteren Stab 4 und einer weiteren plattenförmigen Box
2 eine Fläche entsteht, die eine völlig glatte bzw. ebene Außenseite aufweist.
[0021] Zur Ausbildung eines Hauses aus derartigen Wandteilen, die aus plattenförmigen Boxen
2 und Stäben 4 bzw. Trägerelementen 3 bestehen, ist es nunmehr erforderlich, neben
einem Fundament auch Seitenwände sowie eine Dachkonstruktion und ein Dach auszubilden.
[0022] Das Fundament 12 ist in Fig. 1 aus einer Mehrzahl von Trägerelementen 3 gebildet.
Hierbei werden beispielsweise jeweils zwei übereinander angeordnete Trägerelemente
3, welche exakt der Breite des Hauses 1 entsprechen, mit im rechten Winkel dazu angeordneten
Trägerelementen 3, die in Längsrichtung miteinander verbunden sind, vorgesehen. Weiterhin
ist die Verbindungsstelle 6 überdeckend ein weiteres Trägerelement 3 derart angeordnet,
dass ein Knicken der Verbindungsstelle 6 zwischen zwei Trägerelementen 3 jedenfalls
verhindert ist, verbunden. Auf einer derartigen Fundamentkonstruktion werden in der
Folge wiederum Trägerelemente 3 sowie waagrecht liegende plattenförmige Boxen 2 angeordnet,
wodurch eine Bodenkonstruktion erreicht wird. Auf dieser Bodenkonstruktion wird, wie
dies zuvor beschrieben wurde, eine Wand bestehend aus plattenförmigen Boxen 2 und
Stäben 4 in einem Winkel von 90° zu der Bodenkonstruktion aufgerichtet. Die weiteren
nicht gezeigten Seitenwände sind wiederum aus plattenförmigen Boxen 2, Stäben 4 bzw.
Trägerelementen 3 gebildet, bis sämtliche Seitenwände eines Hauses errichtet wurden.
[0023] An der Oberseite einer so errichteten Wand werden analog zu der Bodenkonstruktion
wiederum zwei Trägerelemente 3 übereinander so angeordnet, dass sie auf den Trägerelementen
3 der Wandelemente aufruhen. Um eine Geschoßdecke 7 auszubilden, werden zwischen diesen
Trägerelementen 3 wiederum plattenförmige Boxen 2 eingelegt und so eine Geschoßdecke
7 ausgebildet. In gleicher Weise wie beim Fundament 12 werden für die Ausbildung eines
Dachstuhls 13 Trägerelemente 3 aneinander montiert und ein weiteres Trägerelement
3 so darüber angeordnet, dass es rechts und links von der Stoßfuge 6 gleich weit vorragt.
Um für eine nachfolgende Dachabdeckung 7 eine zumindest geringe Dachneigung zu erzielen,
wurden schließlich als Abschluss weitere zwei Trägerelemente 3 über der Geschoßwand
angeordnet und schließlich eine flexible Dachabdeckung 7, insbesondere eine Kunststoffplane
über den Dachstuhl 13 gezogen. Eine flexible Dachabdeckung 7 ist hierbei mittels Haken
8 in dem Trägerelement 3 einseitig fixiert und an der anderen Seite über das Trägerelement
3 vorragend gespannt und mittels Spanngurten 9 an den das Fundament 12 ausbildenden
Trägerelementen 3 befestigt bzw. gegen dieses gespannt.
[0024] Schließlich ist in Fig. 1 noch schematisch eine Dachrinne 10 erkennbar, um gegebenenfalls
über die flexible Dachabdeckung 7 ablaufendes Wasser aufzunehmen.
[0025] Das Haus 1 gemäß Fig. 1 ist schließlich so ausgebildet, dass eine weitere Garnitur
aus zwei plattenförmigen Boxen 2 und einem Trägerelement 3 vorgesehen ist. Die Garnitur
ist hierbei verschieblich an dem einen Dachstuhl 13 ausbildenden Trägerelement 3 mittels
Scharnier 11 angelenkt, um vor einer in einer Wand des Hauses 1 ausgebildeten Fensteröffnung
verschoben zu werden.
[0026] Es erübrigt sich festzuhalten, dass Fig. 1 eine beispielhafte Konstruktion von einer
Gebäudewand darstellt und dass beispielsweise eine oder mehrere der plattenförmigen
Boxen 2 durch beispielsweise Fenster ersetzt sein können oder aus durchsichtigem oder
durchscheinendem Material gebildet sein können, um Tageslicht in das Innere des Hauses
1 einzulassen. Weiterhin können anstelle von zwei übereinander angeordneten plattenförmigen
Boxen 2 eine Türe in eine Hauswand eingesetzt sein, Fensterabdeckungen anstelle von
verschieblich angelenkten, plattenförmigen Boxen 2 auch als schwenkbare Balken ausgebildet
sein und dgl. mehr. Auch muss für eine Ausbildung eines Hauses die Ausbildung nicht
so getroffen sein, dass drei plattenförmige Boxen 2 nebeneinander angeordnet sind,
sondern im Minimalfall kann ein Haus 1 bestehend aus Wänden, die jeweils aus zwei
übereinander angeordneten Boxen 2 bestehen, errichtet werden. Ein derartiges Geräte-
oder Gartenhäuschen würde in analoger Weise ein vorkragendes Fundament 12 ebenso wie
eine Dachabdeckung 7 aufweisen. Die Anzahl der nebeneinander angeordneten plattenförmigen
Boxen 2 ist nicht beschränkt ebenso wie die Zahl der übereinander angeordneten plattenförmigen
Boxen nicht beschränkt ist.
[0027] Im gezeigten Fall wurden quadratische plattenförmigen Boxen 2 mit beispielsweise
einer Kantenlänge von 1,20 m verwendet, um eine besonders einfache Konstruktion eines
Hauses 1 auszubilden. Es erübrigt sich jedoch festzuhalten, dass eine derartige Bemaßung
keinesfalls zwingend ist, sondern dass die Maße einer plattenförmigen Box 1 auch kleiner
oder größer sein können. Ein derartig errichtetes Haus 1 kann selbstverständlich eine
beliebige Anzahl von Zwischenwänden, Räumen, abgeschlossenen Räumen oder Nischen aufweisen,
wobei jede Innenwand in analoger Weise wie die Außenwände, die in Fig. 1 gezeigt sind,
errichtet wird.
[0028] Zwischen den miteinander verbundenen Stäben 4 ebenso wie zwischen den plattenförmigen
Boxen 2 und den Stäben 4 können Dichtelemente (in Fig. 1 nicht gezeigt) eingelegt
sein. Auch ist es möglich, die Stoßfugen zwischen den plattenförmigen Boxen 2, den
Stäben 4 bzw. Trägerelementen 3 durch Deckleisten (nicht dargestellt) abzudecken.
Schließlich kann, sofern dies als erforderlich erachtet wird, jede einzelne plattenförmige
Box 2 durch Fassadenelemente oder Verkleidungselemente abgedeckt sein, wobei hinter
den Fassaden- oder Abdeckungselementen gegebenenfalls Dichtmaterial eingelegt sein
kann, um eine bessere Isolierung des Hauses zu erreichen oder aber derartige Fassadenelemente
können auch zur Aussteifung der Gesamtkonstruktion beitragen.
[0029] Es ist in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass bei einem Haus 1 gemäß der Erfindung
jegliche Einbringung von Leitungen, Kabelkanälen, Bodenbelegen, Wandbehängen und dgl.
möglich ist und dass diese an sich bekannten Hilfsmittel lediglich für die Inneneinrichtung
bzw. den Innenausbau des Hauses 1 erforderlich sind und nicht für seine konstruktive
Ausgestaltung von Bedeutung sind. Leitungen oder Rohre können hierbei nachträglich
eingebaut werden oder bereits in jeder plattenförmigen Box 2 vorgesehen sein
1. Haus (1), welches aus einer Mehrzahl von modular miteinander verbundenen und/oder
ineinander übergehenden Grundelementen gebildet ist, wobei jedes Grundelement jeweils
eine Mehrzahl von im Wesentlichen plattenförmigen Boxen (2) und eine Mehrzahl von
Stäben (4) aufweist sowie weiterhin Trägerelemente (3) und eine flexible Dachabdeckung
(7) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche plattenförmigen Boxen (2) exakt gleich dimensioniert sind, dass die Stäbe
(4) eine rechteckige Grundfläche sowie eine Länge aufweisen, welche einem 2- oder
einem Mehrfachen einer Höhe jeder plattenförmigen Box (2) entspricht, dass wenigstens
zwei, vorzugsweise ein geradzahliges Vielfaches von Stäben (4) miteinander lösbar
zur Ausbildung von Trägerelementen (3) verbunden sind, wobei jedes Trägerelement (3)
aus zwei über eine Höhe der Stäbe (4) verbundenen Paaren von Stäben (4) sowie gegebenenfalls
aus einer Mehrzahl von in Längsrichtung aneinandergefügten Paaren von Stäben (4) gebildet
ist, und dass ein Dachstuhl (13) durch eine Mehrzahl von Stäben (4), vorzugsweise
von in einem rechten Winkel zueinander angeordneten Stäben (4), auf welchen eine flexible
Dachabdeckung (7) lösbar festgelegt ist, ausgebildet ist, sowie mit Verbindungs- und
gegebenenfalls Dichtelementen, Fenster- und Türelementen versehen ist.
2. Haus (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die plattenförmigen Boxen (2) als Wand-, Boden- und Deckenelemente einsetzbar sind.
3. Haus (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die plattenförmigen Boxen (2) eine einer Längsseite der rechteckigen Grundfläche
der Stäbe (4) im Wesentlichen entsprechende Dicke aufweisen.
4. Haus (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die plattenförmigen Boxen (2) aus Holz, Holzwerkstoff, Metall, wie Aluminium, Stahl
sowie gegebenenfalls wenigstens teilweise aus einem durchsichtigen Material gewählt
aus Glas, Acrylglas oder Kunststoff oder Kombinationen dieser Materialien gebildet
sind.
5. Haus (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die plattenförmigen Boxen (2) mehrlagig ausgebildet sind und gegebenenfalls ein Dichtmaterial,
Kabelkanäle oder Leitungen zwischen Elementen-Oberflächen eingelegt aufweisen.
6. Haus (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe (4) aus Vollholz, Leimholz, Metall, wie Aluminium oder Stahl, Kunststoff
oder Kombinationen davon ausgebildet sind.
7. Haus (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als flexible Dachabdeckung (7) eine Plane, insbesondere beschichtete Kunststoffplane
gewählt ist.
8. Haus (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die plattenförmigen Boxen (2) an wenigstens einer ihrer Außenseiten mit Fassadenelementen
oder Verkleidungselementen versehen sind.
9. Haus (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Stoßfuge zwischen einer plattenförmigen Box (2) und einem Stab (4)
durch eine Deckleiste abgedeckt ist.
10. Haus (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass jede Deckleiste zwei benachbarte Stoßfugen zwischen einer plattenförmigen Box (2)
und einem Stab (4) sowie eine Verbindungsfuge (6) zwischen zwei miteinander zu einem
Trägerelement (3) verbundenen Stäben (4) abdeckt.