[0001] Die Erfindung betrifft das Gebiet der Betonformungseinlagen und insbesondere ein
Verfahren zum Montieren einer Betonformungseinlage, insbesondere einer Betonformungseinlage,
die dazu ausgebildet ist, vor einem Betoniervorgang in einer Schalung angeordnet zu
werden.
[0002] Beim Herstellen von Betondecken werden oftmals außer einer Bewehrung Verdrängungskörper
in dem von einer Schalung umgebenen Raum angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass Beton
eingespart werden kann und leichtere Betondecken hergestellt werden können.
[0003] In
EP 1 568 827 A1 wird vorgeschlagen, Verdrängungskörper, die z.B. als Kunststoffbälle ausgebildet
sind, in zu einer Seite geöffneten Gitterwerken einzusperren, und diese Module dann
in eine erste oder zweite Schicht aus Beton, die schon eine erste Armierungsmatte
enthalten kann, einzudrücken. Das so hergestellte Halbzeug wird dann bei der späteren
Fertigstellung mit Betonmasse bedeckt.
[0004] Aus
DE 20 2006 002 540 U1 ist ein Modul zur Herstellung von Betonteilen, insbesondere von Betonhalbzeug oder
von Betondecken bekannt. Das Modul weist eine Vielzahl von in einer Längsrichtung
nebeneinander angeordneten einsetzbaren Verdrängungskörpern, vorzugsweise Kunststoffhohlkugeln,
Kunststoffkugeln oder Kunststoffhalbschalen, auf, wobei die Vielzahl von nebeneinander
angeordneten Verdrängungskörpern jeweils unverlierbar in einem Gitterwerk aus Stäben
angeordnet ist. Das Modul ist dazu vorgesehen, in eine Betonschicht eingedrückt zu
werden, auf eine untere Bewehrung gestellt zu werden oder auf eine Filigranplatte
gestellt zu werden. Das Gitterwerk weist eine rinnenartige Form mit einem schmalen
Rinnengrund und einer breiten Rinnenöffnung auf und ist bei nichteingesetzten Verdrängungskörpern
raumsparend stapelbar.
[0005] Aus
EP 2 075 387 A1 ist ein Modul zur Herstellung von Betonteilen, insbesondere von Betonhalbzeug oder
von relativ dünnen Ortbetondecken bekannt. Das Modul weist eine Vielzahl von in einer
Längsrichtung nebeneinander angeordneten einsetzbaren Verdrängungskörpern auf, wobei
die Vielzahl von nebeneinander angeordneten Verdrängungskörpern jeweils unverlierbar
in einem Gitterwerk aus Stäben angeordnet ist. Jeder Verdrängungskörper ist als im
Wesentlichen oblates Rotationsellipsoid mit zwei zumindest geringfügig abgeplatteten
Polseiten ausgebildet.
[0006] Aus
EP 3 045 605 A1 ist ein Modul zur Herstellung von Betonteilen im Ortbetonverfahren oder in einer
Fertigteilwerk bekannt, das eine Reihe aus mehreren in einer horizontalen Längsrichtung
nebeneinander angeordneten Verdrängungskörpern umfasst, die unverlierbar in einem
Gitterwerk aus wenigstens zwei einzelnen, in Längsrichtung verlaufenden Gittern gehalten
sind, deren Gitterflächen quer zur Horizontalen ausgerichtet sind, wobei jedes der
Gitter wenigstens einen ersten und einen zweiten Längsstab, die parallel voneinander
beabstandet in Längsrichtung verlaufen, sowie mehrere voneinander beabstandete und
quer zur Horizontalen ausgerichtete Querstäbe aufweist, die jeweils mit den Längsstäben
verbunden sind. Wenigstens einer der Verdrängungskörper weist für jedes Gitter jeweils
wenigstens eine erste und wenigstens eine zweite Halteeinrichtung an seiner Außenseite
auf, die derart ausgebildet und zueinander angeordnet sind, dass jeweils beide Gitter
durch Aufnahme des ersten Längsstabes in der ersten Halteeinrichtung und Aufnahme
des zweiten Längsstabes in der zweiten Halteeinrichtung zumindest formschlüssig und
unverlierbar zwischen der ersten und zweiten Halteeinrichtung festgelegt sind und
dadurch alle Verdrängungskörper zusammenhalten.
[0007] Die bislang bekannten Betonformungseinlagen haben insbesondere den Nachteil, dass
deren Herstellung sehr aufwändig ist. Dies insbesondere deshalb, weil sehr komplexe
und auf die Größe und Form der jeweils zu verwendenden Verdrängungskörper angepasste
zwei- oder dreidimensionale Gitterwerke benötigt werden, die die Verdrängungskörper
halten und in ihrer Position relativ zu den übrigen Verdrängungskörpern fixieren.
[0008] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Herstellung von Betonformungseinlagen
zu vereinfachen.
[0009] Die Aufgabe wird durch eine Positionierungshilfe zur Verwendung beim Montieren einer
Betonformungseinlage, insbesondere einer Betonformungseinlage, die dazu ausgebildet
ist, vor einem Betoniervorgang in einer Schalung angeordnet zu werden, gelöst.
[0010] Bei der Betonformungseinlage kann es sich beispielsweise um eine Betonformungseinlage
handeln, die dazu ausgebildet ist, vor einem Betoniervorgang in einer Schalung angeordnet
zu werden, beinhaltend ein erstes Halteelement und ein zweites Halteelement, zwischen
denen wenigstens ein Verdrängungskörper angeordnet ist, wobei der Verdrängungskörper
einen Durchgangstunnel aufweist und dass das erste Halteelement und das zweite Halteelement
mit wenigstens einem Verbindungsbauteil miteinander verbunden sind, das durch den
Durchgangstunnel verläuft.
[0011] Die Positionierungshilfe ist vorzugsweise dazu ausgebildet und vorgesehen, wenigstens
einen Verdrängungskörper für einen Montagevorgang vorübergehend zu halten. Insbesondere
kann die Positionierungshilfe vorteilhaft dazu ausgebildet sein, den Verdrängungskörper
derart zu halten, dass er aufrecht steht und nicht versehentlich umkippen kann.
[0012] Die Positionierungshilfe kann Ausnehmungen aufweisen, die speziell zur (insbesondere
klemmenden) Aufnahme von, insbesondere hervorstehenden, Teilen der Verdrängungskörper
und/oder zur Aufnahme von Abschnitten des Verbindungsbauteils und/oder zur Aufnahme
eines der Halteelemente aufweisen.
[0013] Insbesondere kann die Positionierungshilfe als Platte ausgebildet sein, die vorgenannten
Ausnehmungen aufweist. Die Positionierungshilfe kann beispielsweise aus einem Leichtmaterial,
insbesondere aus einem Schaumstoff oder einem Hartschaumstoff, hergestellt sein.
[0014] Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass mehrere Positionierungshilfen,
insbesondere durch jeweils eine Formschlussverbindung, miteinander verbunden werden
können. Die Formschlussverbindung kann beispielsweise ähnlich wie bei Puzzleteilen
ausgebildet sein.
[0015] Beispielsweise kann eine Positionierungshilfe dazu ausgebildet sein, einen einzigen
Verdrängungskörper für einen Montagevorgang aufrecht zu halten. Durch das Verbinden
mehrerer solcher Positionierungshilfen kann einfach ein Positionierungshilfe-System
hergestellt werden, das individuell auf die erforderliche Anzahl von zu verbindenden
Verdrängungskörper an ausgebildet ist.
[0016] Der Montagevorgang der Betonformungseinlage kann beispielsweise in der Weise ablaufen,
dass zunächst Positionierungshilfen in der erforderlichen Anzahl miteinander verbunden
und auf dem Boden ausgelegt werden. Anschließend werden das erste Halteelement und
die erforderlichen Verbindungsbauteile in die dafür vorgesehenen Ausnehmungen der
Positionierungshilfen eingesteckt. In einem nächsten Schritt werden die Verdrängungskörper
positioniert, wobei jeweils das Verbindungsbauteil durch den Durchgangstunnel geführt
wird und wobei hervorstehende Teile des jeweiligen Verdrängungskörpers (z.B. hervorstehende
Rippen und/oder Lagerelemente) in die entsprechenden Ausnehmungen der jeweiligen Positionierungshilfe
eingeführt werden, so dass der Verdrängungskörper im Ergebnis aufrecht von der Positionierungshilfe
gehalten ist. Danach werden die Verbindungsbauteile mit dem zweiten Halteelement verkoppelt.
[0017] Die fertige Betonformungseinlage kann dann von den Positionierungshilfen gelöst werden
und an die für einen Betoniervorgang vorgesehene Stelle verbracht werden. Die Positionierungshilfen
können dann für die Montage der nächsten Betonformungseinlage wieder verwendet werden.
Zum Schluss können die Positionierungshilfen wieder voneinander gelöst werden. Für
einen Transport können die Positionierungshilfen vorteilhaft übereinander gestapelt
werden. Vorzugsweise sind sämtliche Positionierungshilfen gleich ausgebildet.
[0018] Ein vorteilhaftes Verfahren zum Herstellen einer Betonformungseinlage, das flexibel
einsetzbar und das mittels der erfindungsgemäßen Positionierungshilfe einfach ausführbar
ist, kann beinhalten, dass wenigstens ein Verdrängungskörper, der einen Durchgangstunnel
aufweist, insbesondere mehrere Verdrängungskörper, zwischen einem ersten Haltelement
und einem zweiten Haltelement angeordnet werden und dass das erste Haltelement und
das zweite Haltelement mittels eines Verbindungsbauteils verbunden werden, das durch
den Durchgangstunnel verläuft.
[0019] Dies hat den ganz besonderen Vorteil, dass eine Herstellung einer Betonformungseinlage
in einfacher Weise ermöglich ist, wobei in vorteilhafter Weise als erstes und/oder
zweites Halteelement insbesondere einfach und kostengünstig erhältliche Standard-Bewehrungsteile,
wie beispielsweise jeweils ein einfacher Bewehrungsstab aus Baustahl oder eine einfache
Bewehrungsmatte aus Baustahl, verwendet werden kann.
[0020] Insbesondere ist es von ganz besonderem Vorteil, dass das erste Haltelement und das
zweite Haltelement keine speziell für die zu verwendenden Verdrängungskörper angepasste
Größe oder Form aufzuweisen braucht.
[0021] Insbesondere ermöglicht es die vorliegende Erfindung in vorteilhafter Weise, die
erforderlichen Komponenten in raumsparender Weise an die Baustelle zu liefern und
vor Ort die Betonformungseinlage durch einfaches und vorzugsweise werkzeugfreies Zusammenfügen
der Komponenten herzustellen. Hierbei ist es beispielsweise von ganz besonderem Vorteil,
wenn das erste Haltelement und das zweite Haltelement jeweils als einfacher Bewehrungsstab
ausgebildet sind. Derartige Bewehrungsstäbe sind einfach und kostengünstig erhältlich
und können platzsparend transportiert werden.
[0022] Die beispielhaft erwähnte Betonformungseinlage hat insbesondere den ganz besonderen
Vorteil, dass der die Verdrängungskörper umgebende Raum, insbesondere der die Verdrängungskörper
horizontal umgebenden Raum, frei bleiben kann und somit die Möglichkeit besteht, in
diesem Raum (insbesondere nach einem ersten Betoniervorgang, bei dem beispielsweise
lediglich ein unterer Teil einer Betondecke betoniert wurde) zusätzliche Bewehrungen
anzuordnen. Es ist jedoch erfindungsgemäß nicht grundsätzlich ausgeschlossen, zusätzliche
Verbindungselemente zum Verbinden des ersten Halterelements und des zweiten Haltelements
einzusetzen. Es ist auch nicht ausgeschlossen, zusätzliche Verdrängungskörperverbinder
einzusetzen, die benachbarte Verdrängungskörper unmittelbar miteinander verbinden.
[0023] Das Verbindungsbauteil kann vorteilhaft ein erstes Verbindungselement zum mechanischen
Ankoppeln an das erste Haltelement aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann das
Verbindungsbauteil ein zweites Verbindungselement zum mechanischen Ankoppeln an das
zweite Haltelement aufweisen. Die Verbindungselemente können insbesondere gleich ausgebildet
sein. Es ist jedoch auch möglich, dass sich die Verbindungselemente, insbesondere
hinsichtlich ihrer Funktionsweise zum Herstellen einer Verbindung zu dem jeweiligen
Halterelement, unterscheiden.
[0024] Bei einer besonderen Ausführung weist das Verbindungsbauteil einen länglichen Steg
auf, wobei an einem Ende des Stegs das erste Verbindungselement und am anderen Ende
des Stegs das zweite Verbindungselement angeordnet ist.
[0025] Bei einer vorteilhaften Ausführung ist das wenigstens eine Verbindungsbauteil bezogen
auf seine Längserstreckungsrichtung vertikal angeordnet. Insbesondere bei einer solchen
Ausführung kann das erste Haltelement unterhalb des wenigstens einen Verdrängungskörpers
angeordnet sein, während das zweite Haltelement oberhalb wenigstens einen Verdrängungskörpers
angeordnet ist.
[0026] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung kann das Verbindungsbauteil mittels
des ersten Verbindungselements werkzeugfrei und insbesondere ohne zusätzliche Verbindungsmittel
an dem ersten Haltelement festgelegt werden. Insbesondere hierzu kann das erste Verbindungselement
als Rastvorrichtung ausgebildet sein. Eine solche Ausführung beruht auf einem eigenständigen
Erfindungsgedanken, der auch losgelöst vom Vorhandensein eines Durchgangstunnels in
den Verdrängungskörpern und losgelöst davon, ob das Verbindungsbauteil durch einen
solchen Verbindungstunnel verläuft, realisiert sein kann.
[0027] Insbesondere kann das Verbindungsbauteil vorteilhaft derart ausgebildet sein, dass
bereits hergestellte Verbindungen werkzeugfrei und/oder zerstörungsfrei nachträglich
wieder gelöst werden können. Eine solche Ausführung hat den besonderen Vorteil, dass
auf der Baustelle sehr flexibel agiert werden kann.
[0028] Beispielsweise kann das erste Verbindungselement einen Haken, insbesondere einen
elastischen Rasthaken, aufweisen. Der Rasthaken kann vorteilhaft dazu ausgebildet
sein, einen Abschnitt des ersten Halteelements, insbesondere einen stabförmigen Abschnitt
des ersten Halteelements, zu umgreifen.
[0029] Bei einer vorteilhaften Ausführung weist der Rasthaken eine Aufnahme für einen stabförmigen
Abschnitt des ersten Halteelements und einen Einführspalt, durch den der stabförmige
Abschnitt des ersten Halteelements in die Aufnahme einführbar ist, auf. Hierbei kann
insbesondere vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Durchlassbreite des Einführspalts
kleiner ist, als der Innendurchmesser der Aufnahme. Auf diese Weise ist gewährleistet,
dass sich das Verbindungsbauteil nach einem Einrasten nicht selbsttätig von dem ersten
Halteelement lösen kann. Dies insbesondere auch dann nicht, wenn ein zweites Verbindungselement
des Verbindungsbauteils noch nicht mit dem zweiten Halteelement verbunden wurde. Vielmehr
kann das erste Verbindungselement vorteilhaft derart ausgeführt sein, dass das Verbindungsbauteil,
nachdem es mit einem stabförmigen Abschnitt des ersten Haltebauteils verbunden wurde,
um den stabförmigen Abschnitt herum geschwenkt werden kann, ohne sich von dem stabförmigen
Abschnitt ungewollt zu lösen. Insbesondere kann eine solche Schwenkbewegung dazu genutzt
werden, das Verbindungsbauteil mittels des zweiten Verbindungselements mit dem zweiten
Haltelement zu verbinden, was weiter unten noch im Detail beschrieben ist.
[0030] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung kann das Verbindungsbauteil mittels
des zweiten Verbindungselements werkzeugfrei und insbesondere ohne zusätzliche Verbindungsmittel
an dem zweiten Haltelement festgelegt werden. Insbesondere hierzu kann das zweite
Verbindungselement als Rastvorrichtung ausgebildet sein. Beispielsweise kann das zweite
Verbindungselement einen Haken, insbesondere einen elastischen Rasthaken, aufweisen.
[0031] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung weist das zweite Verbindungselement
eine Einbuchtung für einen stabförmigen Abschnitt des zweiten Halteelements auf. Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass das zweite Verbindungselement ein an die Einbuchtung angrenzendes
Führungselement mit einer Führungsfläche aufweist. Eine solche Ausführung ist besonders
vorteilhaft, wenn das Verbindungsbauteil derart ausgebildet ist, dass es um einen
stabförmigen Abschnitt des ersten Halteelements herum geschwenkt werden kann, nachdem
es an dem ersten Halteelement festgelegt wurde. Bei einer solchen Ausführung wird
zuerst das erste Verbindungselement an einem stabförmigen Abschnitt des ersten Halteelements
festgelegt. Anschließend kann ein Verdrängungskörper in Position gebracht werden,
wobei das bereits an dem ersten Halteelement schwenkbar festgelegte Verbindungsbauteil
durch den Durchgangstunnel des Verdrängungskörpers geführt wird. Anschließend wird
das Verbindungsbauteil um den stabförmigen Abschnitt des ersten Halteelements geschwenkt,
bis es einen stabförmigen Abschnitt des zweiten Halteelements erreicht hat. Bei Fortsetzung
der Schwenkbewegung gleitet der stabförmige Abschnitt des zweiten Halteelements entlang
der Führungsfläche, wodurch der elastische Rasthaken des zweiten Verbindungselements
vorrübergehend aufgebogen wird, bis der stabförmige Abschnitt die Einbuchtung erreicht
und einrastet.
[0032] Die Länge des Verbindungsbauteils ist vorzugsweise auf die Höhe des Verdrängungskörpers
abgestimmt. Dies kann insbesondere in der Weise realisiert sein, dass der Verdrängungskörper
zwischen dem ersten Halteelement und dem zweiten Haltelement eingespannt wird.
[0033] Ganz allgemein kann das Verbindungsbauteil vorteilhaft derart ausgebildet ist, dass
es, insbesondere rastend, zunächst mittels des ersten Verbindungselements an dem ersten
Haltelement befestigbar ist und dass es anschließend durch Ausführen einer Schwenkbewegung,
insbesondere rastend, mit dem zweiten Haltelement verbindbar ist.
[0034] Das Verbindungsbauteil kann als Spritzgussteil, insbesondere als Kunststoff-Spritzgussteil,
hergestellt sein. Es ist alternativ beispielsweise auch möglich, das Verbindungsbauteil
als Biegeteil, insbesondere als Blechbiegeteil oder als Drahtbiegeteil, herzustellen.
Es ist besonders kostengünstig und effizient, das Verbindungsbauteil einstückig, beispielsweise
als einstückiges Spritzgußteil, herzustellen. Beispielsweise kann vorteilhaft auch
vorgesehen sein, dass das Verbindungsbauteil aus einem einzigen Stück Rohmaterial
hergestellt wird.
[0035] Vorzugsweise weist die erfindungsgemäße Betonformungseinlage mehrere Verdrängungskörper,
insbesondere mehrere gleiche Verdrängungskörper, auf. In vorteilhafter Weise können
dann mehrere der erfindungsgemäßen Betonformungseinlage, insbesondere nebeneinander,
in einer Schalung vor einem Betoniervorgang angeordnet werden.
[0036] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung ist der wenigstens eine Verdrängungskörper
aus einem ersten Verdrängungskörperteil und einem zweiten Verdrängungskörperteil zusammengesetzt.
Eine solche Ausführung ist insbesondere aus logistischer Sicht vorteilhaft, weil einzelne
Verdrängungskörperteile, insbesondere wenn sie ineinander stapelbar ausgebildet sind,
besonders raumsparend transportiert werden können.
[0037] Der Durchgangstunnel kann vorteilhaft in einer Querschnittsebene senkrecht zu seiner
Längserstreckungsrichtung eine von der Kreisform abweichende Form aufweisen. Insbesondere
kann der Durchgangstunnel im Querschnitt mehreckig, insbesondere quadratisch, ausgebildet
sein. Insbesondere kann der Durchgangstunnel auf diese Weise derart ausgebildet sein,
dass genügend Bewegungsspielraum für eine Festlegebewegung des Verbindungsbauteils
vorhanden ist, ohne den Durchgangstunnel unnötig auszubilden.
[0038] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung weist das erste Verdrängungskörperteil
einen ersten Durchgangstunnelteil und weist das zweite Verdrängungskörperteil einen
zweiten Durchgangstunnelteil auf, wobei das erste Durchgangstunnelteil und das zweite
Durchgangstunnelteil gemeinsam den Durchgangstunnel bilden. Hierbei kann vorteilhaft
vorgesehen sein, dass das erste Durchgangstunnelteil endseitig eine erste Anlagefläche
aufweist und dass das zweite Durchgangstunnelteil endseitig eine zweite Anlagefläche
aufweist, wobei die erste Anlagefläche und die zweite Anlagefläche aneinander anliegen.
Bei einer solchen Ausführung ist gewährleistet, dass sich die Durchgangstunnelteile
aneinander abstützen können und so den Verdrängungskörper bei einem Betoniervorgang
zuverlässig stabilisieren können.
[0039] Insbesondere um zu verhindern, dass die Durchgangstunnelteile sich bei einer Belastung
gegeneinander verschieben, kann zwischen dem ersten Durchgangstunnelteil und dem zweiten
Durchgangstunnelteil eine Formschlussverbindung, insbesondere eine Zapfenverbindung,
vorgesehen sein.
[0040] Bei einer besonderen Ausführung weist das erste Verdrängungskörperteil eine erste
Verbindungsvorrichtung und dass das zweite Verdrängungskörperteil eine zweite Verbindungsvorrichtung
auf, wobei die erste Verbindungsvorrichtung und die zweite Verbindungsvorrichtung
zusammenwirken und so das erste Verdrängungskörperteil und das zweite Verdrängungskörperteil
miteinander verbinden.
[0041] Vorzugsweise sind die erste Verbindungsvorrichtung und die zweite Verbindungsvorrichtung
gleich ausgebildet sind. Eine solche Ausführung ist insbesondere besonders vorteilhaft,
um gleiche Verdrängungskörperteile (oder Verdrängungskörperteil die sich nur hinsichtlich
ihrer Höhe unterscheiden) als erste und zweite Verdrängungskörperteile miteinander
verbinden zu können.
[0042] Die erste Verbindungsvorrichtung und die zweite Verbindungsvorrichtung können vorteilhaft
jeweils wenigstens ein Rastelement aufweisen. Ein Verrasten der ersten und zweiten
Verdrängungskörperteile ist besonders vorteilhaft, weil keine zusätzlichen Verbindungsmittel
benötig werden und weil die Verbindungsvorrichtungen insbesondere so ausgebildet werden
können, dass keine Werkzeuge zum Verbinden der ersten und zweiten Verdrängungskörperteile
erforderlich ist.
[0043] Insbesondere können das erste Verdrängungskörperteil und das zweite Verdrängungskörperteil
jeweils schalenförmig ausgebildet sein, wobei die Verbindungsvorrichtung derart ausgebildet
sind, dass sie durch Ausführen einer Verbindungsbewegung senkrecht zur Ebene der Schalenöffnung
miteinander verbunden werden können. Eine solche Ausführung ist besonders vorteilhaft,
weil sie ein schnelles und effizientes Zusammenfügen der ersten und zweiten Verdrängungskörperteile,
insbesondere auch auf der Baustelle, erlaubt.
[0044] Insbesondere kann der wenigstens eine Verdrängungskörper als Hohlkörper, insbesondere
als mit Luft gefüllter Hohlkörper, ausgebildet sein. Insbesondere kann der Verdrängungskörper
eine harte Schale aufweisen, die einen, insbesondere mit einem Gas, beispielsweise
Luft, gefüllten Hohlraum umgibt. Dies ist insbesondere einfach realisierbar, wenn
der wenigstens eine Verdrängungskörper, insbesondere unmittelbar an dem Ort, an dem
die Betonierung vorgenommen wird, aus einem ersten Verdrängungskörperteil und einem
zweiten Verdrängungskörperteil zusammengesetzt wird. Insbesondere kann vorgesehen
sein, dass der wenigstens eine Verdrängungskörper kein Schaumkörper ist und/oder nicht
mit einem Schaumstoff gefüllt ist und/oder keine Schale aus einem Schaumstoff aufweist.
Eine solche Ausführung ist besonders einfach und kostengünstig herstellbar und darüber
hinaus bei vergleichsweise geringem Materialeinsatz besonders robust ausbildbar. Insbesondere
im Hinblick auf die Ausbildung des Durchgangstunnels und insbesondere bei einer mehrteiligen
Ausführung des Verdrängungskörpers kann die Verwendung von Schaummaterial problematisch
sein, um die erforderliche Stabilität zu erreichen. Die Verwendung von Schaumstoff
ist jedoch nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Insbesondere ist es nicht ausgeschlossen,
dass der wenigstens eine Verdrängungskörper ein Schaumkörper ist und/oder mit einem
Schaumstoff gefüllt ist und/oder eine Schale aus einem Schaumstoff aufweist.
[0045] Insbesondere kann, wie bereits erwähnt, vorteilhaft vorgesehen sein, dass das erste
Verdrängungskörperteil und das zweite Verdrängungskörperteil gleich ausgebildet sind.
Es ist jedoch vorteilhaft auch möglich, dass das erste Verdrängungskörperteil und
das zweite Verdrängungskörperteil eine unterschiedliche Höhe aufweisen. Einer solchen
Ausführung liegt die eigenständige Erfindungsidee zu Grunde, eine besondere Variabilität
hinsichtlich der Höhe der Verdrängungskörper dadurch zu erreichen, dass ansonsten
gleiche, jedoch hinsichtlich der Höhe unterschiedliche Verdrängungskörperteile miteinander
verbunden werden können, um jeweils einen Verdrängungskörper zu bilden.
[0046] Insoweit ist es beispielsweise möglich Verdrängungskörperteile bereit zu halten,
die zwei unterschiedliche Höhen aufweisen und die vorzugsweise ansonsten gleich ausgebildet
sind. In diesem Fall können wahlweise Verdrängungskörper von drei unterschiedlichen
Höhen gebildet werden, da entweder ausschließlich niedrige Verdrängungskörperteile
als erste und zweite Verdrängungskörperteile miteinander verbindbar sind oder da alternativ
ausschließlich hohe Verdrängungskörperteile als erste und zweite Verdrängungskörperteile
miteinander verbindbar sind oder da als dritte Möglichkeit jeweils ein hohes und ein
niedriges Verdrängungskörperteil als erste und zweite Verdrängungskörperteile miteinander
verbunden werden können.
[0047] Bei einer Anzahl von drei unterschiedlichen Typen von Verdrängungskörperteilen unterschiedlicher
Höhe können durch die unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten insgesamt sechs
unterschiedliche Bauhöhen erreicht werden. Besonders vorteilhaft ist beispielsweise
ein Sortiment von (vorzugsweise ansonsten gleichen) Verdrängungskörperteilen mit Höhen
von 30 mm, 50 mm, 70 mm, 90 mm, 110 mm, 130 mm, 160 mm, 190 mm und 220 mm. Mit einem
solchen Sortiment lassen sich die Höhenanforderungen für nahezu sämtliche Betondecken
erfüllen. Diese Vorgehensweise stellt einen eigenständigen Erfindungsgedanken dar,
der auch losgelöst vom Vorhandensein eines werkzeugfrei anbringbaren Verbindungsbauteils
und insbesondere auch losgelöst von der Realisierung eines Durchgangstunnels und/oder
eines durch den Durchgangstunnel verlaufenden Verbindungsbauteils vorteilhaft realisiert
sein kann. Vorzugsweise wird auch ein entsprechendes Sortiment unterschiedlich langer
Verbindungsbauteile hergestellt und bereit gehalten.
[0048] Bei einer vorteilhaften Ausführung weist der Verdrängungskörper auf seiner Außenseite
mehrere, insbesondere nach oben und nach unten gerichtete, abstehende Rippen auf.
Die nach unten gerichteten Rippen können insbesondere als Standfüße fungieren, die
gewährleisten, dass der Verdrängungskörper nicht umfällt. Die Rippen gewährleisten
außerdem insbesondere, dass angrenzende Bewehrungsanordnungen von der Außenseite der
Verdrängungskörper auf Abstand gehalten werden. Auf diese Weise ist sichergestellt,
dass die Bewehrungsstäbe der Bewehrungsanordnung nach dem Betonieren in der erforderlichen
Weise von Beton umgeben sind.
[0049] Die Rippen haben ausgehend von der Außenseite des Verdrängungskörpers vorzugsweise
eine Höhe im Bereich von 10 mm bis 25 mm, insbesondere im Bereich von 15 mm bis 20
mm, insbesondere von 15 mm oder von 20 mm.
[0050] Der wenigstens eine Verdrängungskörper kann auf seiner Außenseite wenigstens ein
erstes Lagerelement mit einer, insbesondere als Mulde ausgebildeten, Aufnahme für
einen Abschnitt des ersten Haltelements aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann
vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Verdrängungskörper auf seiner Außenseite wenigstens
ein zweites Lagerelement mit einer, insbesondere als Mulde ausgebildeten, Aufnahme
für einen Abschnitt des zweiten Haltelements aufweist. Die Lagerelemente können beispielsweise
aus gekreuzten Rippen gebildet sein, wobei jeweils eine der gekreuzten Rippen eine
Mulde für einen stabförmigen Abschnitt des ersten bzw. des zweiten Halteelements aufweist.
Auf diese Weise ist vorteilhaft sichergestellt, dass sich die Verdrängungskörper nicht
relativ zu den Halteelementen verschieben können.
[0051] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung sind die Verdrängungskörper zwischen
dem ersten Haltelement und dem zweiten Haltelement eingespannt. Dies kann beispielsweise
dadurch realisiert sein, dass das Verbindungsbauteil bzw. die mehreren Verbindungsbauteile
derart ausgebildet sind, dass sie fortlaufend eine auf die Verdrängungskörper gerichtete
Kraft auf die Halteelemente ausüben.
[0052] Vorzugsweise ist das Verbindungsbauteil ein von dem Verdrängungskörper separates
und/oder separat hergestelltes Bauteil.
[0053] Das erste Haltelement weist vorzugsweise wenigstens einen Stab, insbesondere einen
Bewehrungsstab auf. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das erste
Haltelement einen Stab, insbesondere einen Bewehrungsstab aufweist, der Teil eines
Bewehrungsgitters ist, oder dass das erste Haltelement ausschließlich aus einem Stab,
insbesondere einem Bewehrungsstab besteht.
[0054] Alternativ oder zusätzlich kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das zweite Haltelement
wenigstens einen Stab, insbesondere einen Bewehrungsstab aufweist. Insbesondere kann
das zweite Haltelement einen Stab, insbesondere einen Bewehrungsstab aufweisen, der
Teil eines Bewehrungsgitters ist. Es ist beispielsweise auch möglich, dass das zweite
Haltelement ausschließlich aus einem Stab, insbesondere einem Bewehrungsstab, besteht.
[0055] Bei einer besonderen Ausführung sind das erste Haltelement und zweite Haltelement
parallel zueinander angeordnet. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass
das erste Haltelement und zweite Haltelement gemeinsam in einer Ebene angeordnet sind,
die eine Symmetrieebene des wenigstens einen Verdrängungskörpers ist. Bei einer solchen
Ausführung ist der Zusammenbau besonders einfach. Darüber hinaus ist eine solche Ausführung
dennoch besonders stabil; dies insbesondere auch dann, wenn das erste Halteelement
und das zweite Halteelement jeweils ausschließlich aus einem einzigen Bewehrungsstab
bestehen.
[0056] Wie bereits erwähnt, weist die erfindungsgemäße Betonformungseinlage vorzugsweise
mehrere Verdrängungskörper mit jeweils einem Durchgangstunnel auf, wobei das erste
Halteelement und das zweite Halteelement mit jeweils einem Verbindungsbauteil miteinander
verbunden sind, das durch jeweils einen der Durchgangstunnel verläuft. Wenn das erste
und das zweite Haltelement als zueinander parallele Stäbe ausgebildet sind, resultiert
im Ergebnis eine längliche Betonformungseinlage. Insbesondere können mehrere dieser
Betonformungseinlagen parallel nebeneinander in einer Schalung angeordnet werden.
Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass mehrere Verdrängungskörper zwischen
demselben ersten Halteelement und demselben zweiten Haltelement angeordnet, insbesondere
eingespannt, sind.
[0057] Bei einer besonderen Ausführung sind jeweils benachbarte Verdrängungskörper mit einem
Verdrängungskörperverbinder unmittelbar miteinander verbunden. Insbesondere kann vorteilhaft
vorgesehen sein, dass der Verdrängungskörperverbinder werkzeuglos angebracht, insbesondere
an den Verdrängungskörper an eingehakt oder eingerastet, werden kann.
[0058] Nach einem eigenständigen Erfindungsgedanken, der auch losgelöst davon realisierbar
ist, ob der Verdrängungskörper einen Durchgangstunnel aufweist und ob das erste Halteelement
und das zweite Halteelement mit wenigstens einem Verbindungsbauteil miteinander verbunden
sind, das durch den Durchgangstunnel verläuft, ist eine Betonformungseinlage besonders
vorteilhaft, die wenigstens zwei Verdrängungskörper aufweist, die sich unmittelbar
berührend vertikal übereinander angeordnet sind und Kopplungsmittel aufweisen, die
ineinander greifen. Es ist, insbesondere in statischer und auch in wirtschaftlicher
Hinsicht vorteilhaft, Verdrängungskörper übereinander anzuordnen, wenn es darum geht,
entsprechend dicke Gebäudekomponenten zu betonieren. Für einige Betonbauteile ist
diese Variante sogar vorteilhafter, als größere Verdrängungskörper zu verwenden. Insbesondere
ist es auf diese Weise auch ermöglicht, beim Herstellen eines Bauwerks für alle Betonbauteile
Betonformungseinlagen mit gleichen Verdrängungskörpern zu verwenden, wobei die Verdrängungskörper
für die Herstellung von vergleichsweise dünnen Betonbauteilen einlagig und für die
Herstellung von dickeren Betonbauteilen mehrlagig, insbesondere zweilagig, übereinander
angeordnet sind.
[0059] Durch die Kopplungsmittel wird vorteilhaft vermieden, dass sich die Verdrängungskörper,
insbesondere während des Betoniervorganges, relativ zueinander verschieben. Die Kopplungsmittel
können vorteilhaft jeweils wenigstens einen Vorsprung und/oder wenigstens eine Vertiefung
aufweisen. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Kopplungsmittel
eines Verdrängungskörpers gemeinsam einstückig mit einer Schale des Verdrängungskörpers
hergestellt ist.
[0060] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung weist das Kopplungsmittel wenigstens
eines der Verdrängungskörper, insbesondere jedes Verdrängungskörpers, wenigstens eine
auf der Außenseite des Verdrängungskörpers angeordnete, abstehende Rippe auf. Insbesondere
kann das Kopplungsmittel wenigstens eines der Verdrängungskörper, insbesondere jedes
Verdrängungskörpers, mehrere auf der Außenseite des Verdrängungskörpers angeordnete,
abstehende Rippen umfassen. Hierbei kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass wenigstens
zwei der Rippen in Ebenen verlaufen, die einen von Null Grad verschiedenen Winkel
zueinander aufweisen und/oder die einen rechten Winkel (90 Grad) zueinander aufweisen.
Eine solche Ausführung ermöglicht ein einfaches Koppeln der Verdrängungskörper und
gewährleistet eine Sicherung gegen ein Verschieben der übereinander angeordneten Verdrängungskörper
in alle horizontalen Raumrichtungen. Alternativ oder zusätzlich können die Rippen
vorteilhaft paarweise parallel zueinander angeordnet sein. Besonders vorteilhaft ist
es, wenn jeder Verdrängungskörper sowohl auf der Oberseite als auch auf der Unterseite
Kopplungsmittel aufweist. Hierdurch ist die Verwendung von Gleichteilen ermöglicht.
Darüber hinaus kann das Kopplungsmittel (bzw. die Kopplungsmittel) auf der Unterseite
des untersten Verdrängungskörpers vorteilhaft als Standfuß (bzw. als Standfüße) fungieren.
[0061] Die Betonformungseinlage mit übereinander angeordneten Verdrängungskörpern weist
vorzugsweise wenigstens ein Halteelement auf, das die Verdrängungskörper relativ zueinander
in Position hält. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die übereinander
angeordneten Verdrängungskörper zwischen einem ersten Haltelement und einem zweiten
Haltelement angeordnet, insbesondere eingespannt, sind. Das erste Haltelement und
das zweite Haltelement können mittels wenigstens eines Verbindungsbauteils miteinander
verbunden sein.
[0062] Ganz besonders vorteilhaft ist eine Betonformungseinlage mit übereinander angeordneten
Verdrängungskörpern, bei der die übereinander angeordneten Verdrängungskörper miteinander
fluchtende Durchgangstunnel aufweisen, durch die das Verbindungsbauteil verläuft,
das das erste Haltelement und das zweite Haltelement miteinander verbindet. Insbesondere
kann der eigenständige Erfindungsgedanke vorteilhaft mit einem oder mehreren der weiter
oben beschriebenen Merkmale verwirklicht sein.
[0063] Besonders vorteilhaft ist ein Betonbauteil, insbesondere Betondecke, die wenigstens
eine erfindungsgemäße Betonformungseinlage beinhaltet.
[0064] Um den Montagevorgang zu erleichtern, kann die Positionierungshilfe oder ein System
von mehreren Positionierungshilfen verwendet werden. Dieser Erfindungsaspekt kann
vorteilhaft beim Montieren von Betonformungseinlagen, wie sie oben beschrieben sind,
aber auch beim Montieren von anderen Betonformungseinlagen verwendet werden.
[0065] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielhaft und schematisch dargestellt
und wird anhand der Figuren nachfolgend beschrieben, wobei gleiche oder gleich wirkende
Elemente auch in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen zumeist mit denselben Bezugszeichen
versehen sind. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer Betonformungseinlage, die unter Verwendung der
erfindungsgemäßen Positionierungshilfe montierbar ist,
- Fig.2
- das erste Ausführungsbeispiel der Betonformungseinlage in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig.3
- das erste Ausführungsbeispiel der Betonformungseinlage 1 in einer Draufsicht von oben,
- Fig. 4
- eine Anordnung mehrerer der Betonformungseinlagen 1,
- Fig. 5
- einer Querschnittsdarstellung eines Ausschnitts einer Betondecke, die das erste Ausführungsbeispiel
einer Betonformungseinlage beinhaltet, die unter Verwendung der erfindungsgemäßen
Positionierungshilfe montierbar ist,
- Fig. 6
- ein Ausführungsbeispiel eines ersten Verdrängungskörperteils für den Verdrängungskörper
einer Betonformungseinlage, die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Positionierungshilfe
montierbar ist,
- Fig. 7
- ein Ausführungsbeispiel eines zweiten Verdrängungskörperteils für den Verdrängungskörper
einer Betonformungseinlage, die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Positionierungshilfe
montierbar ist,
- Fig. 8
- das zweite Verdrängungskörperteil in einer Draufsicht von oben,
- Fig. 9
- eine Illustration einer möglichen Vorgehensweise beim Herstellen einer Betonformungseinlage,
die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Positionierungshilfe montierbar ist,
- Fig. 10
- den zwischen einem ersten Halteelement und einem zweiten Halteelement eingespannten
Verdrängungskörper in einer Draufsicht von oben,
- Fig. 11
- den zwischen dem ersten Halteelement und dem zweiten Haltelement eingespannten Verdrängungskörper
in einer Darstellung, die einen Blick in das Innere erlaubt,
- Fig. 12
- eine weitere Detailansicht, die einen Blick ins Innere des Durchgangstunnels erlaubt,
- Fig. 13
- eine Detailansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Betonformungseinlage,
die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Positionierungshilfe montierbar ist,
- Fig. 14
- eine weitere Detailansicht des zweiten Ausführungsbeispiels einer Betonformungseinlage,
die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Positionierungshilfe montierbar ist,
- Fig. 15
- eine Detailansicht eines zusammengesetzten Verdrängungskörpers des zweiten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 16
- ein Ausführungsbeispiel eines werkzeugfrei anbringbaren Verbindungsbauteils,
- Fig. 17
- eine Illustration, wie das Verbindungsbauteil verwendet wird,
- Fig. 18
- eine weitere Illustration, wie das Verbindungsbauteil verwendet wird,
- Fig. 19
- eine weitere Illustration, wie das Verbindungsbauteil verwendet wird,
- Fig. 20
- ein Sortiment von werkzeugfrei anbringbaren Verbindungsbauteilen,
- Fig. 21
- eine Detaildarstellung eines dritten Ausführungsbeispiels einer Betonformungseinlage,
die unter Verwendung der Positionierungshilfe montierbar ist,
- Fig.22
- eine Detailansicht des dritten Ausführungsbeispiels einer Betonformungseinlage von
oben,
- Fig. 23
- eine Detailansicht des dritten Ausführungsbeispiels einer Betonformungseinlage von
unten,
- Fig.24
- eine Detailansicht eines vierten Ausführungsbeispiels einer Betonformungseinlage,
die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Positionierungshilfe montierbar ist,
- Fig. 25
- eine Detailansicht eines fünften Ausführungsbeispiels einer Betonformungseinlage,
die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Positionierungshilfe montierbar ist,
- Fig. 26
- eine Detailansicht eines sechsten Ausführungsbeispiels einer Betonformungseinlage,
die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Positionierungshilfe montierbar ist,
- Fig. 27
- ein Ausführungsbeispiel eines Verdrängungskörperverbinders,
- Fig. 28
- ein anderes Ausführungsbeispiel eines Verdrängungskörperverbinders,
- Fig. 29
- ein erstes Verdrängungskörperteil in einer alternativen Bauform für eine erfindungsgemäße
Betonformungseinlage,
- Fig. 30
- ein zweites Verdrängungskörperteil in einer alternativen Bauform für eine Betonformungseinlage
die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Positionierungshilfe montierbar ist,
- Fig. 31
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Positionierungshilfe,
- Fig. 32
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems von Positionierungshilfen,
und
- Fig. 33
- eine Detailansicht eines siebenten Ausführungsbeispiels einer Betonformungseinlage
die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Positionierungshilfe montierbar ist.
[0066] Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Betonformungseinlage 1, die dazu
ausgebildet ist, vor einem Betoniervorgang in einer Schalung angeordnet zu werden.
Die Betonformungseinlage 1 weist ein erstes Halteelement 2 auf, das als erster Bewehrungsstab
3 ausgebildet ist. Die Betonformungseinlage 1 weist außerdem ein zweites Halteelement
4 auf, das als zweiter Bewehrungsstab 5 ausgebildet ist. Der erste Bewehrungsstab
3 und der zweite Bewehrungsstab 5 sind parallel zueinander und vertikal übereinander
liegend angeordnet.
[0067] Darüber hinaus weist die Betonformungsanlage 1 mehrere Verdrängungskörper 6 auf,
die zwischen dem ersten Halteelement 2 und dem zweiten Halteelement 4 angeordnet sind.
[0068] Das erste Halteelement 2 und das zweite Halteelement 5 sind mittels mehrerer werkzeugfrei
anbringbarer Verbindungsbauteile 7 miteinander verbunden. Jeder der Verdrängungskörper
6 weist einen Durchgangstunnel 8 auf, durch den jeweils eines der Verbindungsbauteile
7 verläuft.
[0069] Figur 2 zeigt die Betonformungseinlage in einer perspektivischen Ansicht unter einem
anderen Blickwinkel.
[0070] Figur 3 zeigt die Betonformungseinlage 1 in einer Draufsicht von oben.
[0071] Figur 4 zeigt eine Anordnung mehrerer der Betonformungseinlagen 1 in einer (nicht
dargestellten) Schalung. Die Betonformungseinlagen 1 sind auf einer ersten Bewehrungsanordnung
9 angeordnet, die als erstes Bewehrungsgitter ausgebildet ist. In der Figur 4 ist
die erste Bewehrungsanordnung 9 der besseren Übersichtlichkeit halber nur teilweise
dargestellt. Auf den Betonformungseinlagen 1 befindet sich eine zweite Bewehrungsanordnung
10, die als zweites Bewehrungsgitter ausgebildet ist. Die zweite Bewehrungsanordnung
10 ist der besseren Übersichtlichkeit halber ebenfalls nur teilweise dargestellt.
[0072] Nach dem Anordnen der Bewehrungsanordnungen 9, 10 und der Betonformungseinlagen 1
innerhalb der (nicht dargestellten) Schalung kann Beton in die Schalung eingefüllt
werden. Es ist insbesondere auch möglich, den Betoniervorgang in mehreren zeitlich
beabstandeten Schritten auszuführen.
[0073] Figur 5 zeigt in einer Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt aus einer Betondecke,
die eine Betonformungseinlage 1 beinhaltet. Die Betonformungseinlag 1 ist zwischen
der ersten Bewehrungsanordnung 9 und der zweiten Bewehrungsanordnung 10 angeordnet.
[0074] Jeder der Verdrängungskörper weist entlang seinem Äquatorumfang gleichmäßig verteilt
vier stiftförmige Abstandhalter 11 auf, die gewährleisten, dass der gewünschte Abstand
zwischen den Verdrängungskörpern 6 der Betonformungseinlagen 1 und zu den Verdrängungskörpern
6 der (nicht dargestellten) benachbarten Betonformungseinlagen 1 eingehalten ist.
[0075] Jeder der Verdrängungskörper 6 ist aus einem ersten Verdrängungskörperteil 13 und
einem zweiten Verdrängungsköperteil 14 zusammengesetzt, was weiter unten noch im Detail
erläutert ist.
[0076] Jeder der Verdrängungskörper 6 weist auf seiner Außenseite abstehende, paarweise
kreuzartig angeordnete Rippen 12 auf, die ausgehend von der Außenseite des jeweiligen
Verdrängungskörpers 6 eine Höhe vorzugsweise im Bereich von 10 mm bis 25 mm, insbesondere
von 15 mm aufweisen. Die Rippen 12 gewährleisten insbesondere, dass die Bewehrungsanordnungen
9, 10 von der Außenseite der Verdrängungskörper 6 auf Abstand gehalten werden, so
dass sichergestellt ist, dass die Bewehrungsstäbe der Bewehrungsanordnung 9, 10 in
der erforderlichen Weise von Beton 35 umgeben sind. Die unteren Rippen 12 fungieren
außerdem als Standfüße, die gewährleisten, dass Verdrängungskörper 6 nicht umfällt.
[0077] Die Zwischenräume zwischen den Verdrängungskörpern 6, sowie die Räume oberhalb und
unterhalb der Betonformungseinlage 1 sind vollständig mit Beton 35 gefüllt, so dass
auch die Bewehrungsanordnungen 9, 10 vollständig in Beton 35 eingeschlossen sind.
[0078] Figur 6 zeigt beispielhaft ein erstes Verdrängungskörperteil 13, das mit dem in Figur
7 dargestellten zweiten Verdrängungskörperteil 14 werkzeugfrei, nämlich durch einen
Rastvorgang, zu einem Verdrängungskörper 6 zusammengesetzt werden kann.
[0079] Das in Figur 6 dargestellte erste Verdrängungskörperteil 13 ist schlüsselförmig ausgebildet
und weist am Umfangsrand der Öffnung eine erste Verbindungsvorrichtung auf, die an
dem Umfangsrand umlaufend abwechselnd Rastlaschen 15 und Rastvorsprünge 16 beinhaltet.
[0080] Das erste Verdrängungskörperteil 13 weist ein erstes Durchgangstunnelteil 17 auf,
das zusammen mit einem zweiten Durchgangstunnelteil 18 eines zweiten Verdrängungskörperteils
14, wie es beispielsweise in Fig. 7 dargestellt ist, den Durchgangstunnel 8 des Verdrängungsköpers
6 bildet, was insbesondere in den Figuren 11 und 12 im Detail dargestellt ist.
[0081] Das erste Durchgangstunnelteil 17 weist endseitig eine erste Anlagefläche 19 auf.
Die Anlagefläche 19 trägt zwei Zapfen 20 und weist darüber hinaus zwei Durchgangslöcher
21 auf. Die Zapfen 20 und die Durchgangslöcher 21 dienen dazu, mit dem komplementär
ausgebildeten zweiten Durchgangstunnelteil 18 eines zweiten Verdrängungskörperteils
14 eine Formschlussverbindung herzustellen.
[0082] Das erste Verdrängungskörperteil 13 weist gleichmäßig am äußeren Umfangsrand verteilt
vier hervorstehende Abstandhalter 11 auf, die im zusammengefügten Zustand zusammen
mit entsprechenden Abstandhaltern 11 des zweiten Verdrängungskörperteils 14 in Anlage
kommen. Die Abstandhalter 11 gewährleisten, dass der gewünschte Abstand zwischen den
Verdrängungskörpern 6 der Betonformungseinlagen 1 und zu den Verdrängungskörpern 6
benachbarter Betonformungseinlagen 1 eingehalten wird. Hierzu ist vorgesehen, die
Verdrängungskörper 6 so zu anzuordnen, dass sich die freien Enden der Abstandhalter
11 benachbarter Verdrängungskörper 6 berühren.
[0083] Das erste Verdrängungskörperteil 13 weist auf seiner Außenseite (in Figur 6 nicht
sichtbare) abstehende Rippen 12 auf, die, wie bereits erläutert, den notwendigen Abstand
zu benachbarten Bewehrungen sicherstellen. Außerdem dienen die Rippen 12 als Standfüße
und gewährleisten, dass der Verdrängungskörper 6 sicher aufrecht stehen kann.
[0084] Das zweite Verdrängungskörperteil 14 weist auf seiner Außenseite mehrere (in Figur
6 nicht sichtbare) Lagerelemente 22 auf, die dazu ausgebildet sind, mit dem ersten
Halteelement 2 zusammen zu wirken. Die Lagerelemente sind genauso ausgebildet, wie
bei dem in Figur 7 dargestellten zweiten Verdrängungskörperteil 14.
[0085] Figur 7 zeigt ein zweites Verdrängungskörperteil 14, das bei diesem Ausführungsbeispiel
gleich ausgebildet ist, wie das in Figur 6 dargestellte erste Verdrängungskörperteil.
Dies ist im Hinblick auf die Verwendung von Gleichteilen vorteilhaft. Allerdings ist
dies nicht zwingend notwendig. Im Gegenteil kann es auch vorteilhaft sein, wenn das
erste Verdrängungskörperteil 13 und das zweite Verdrängungskörperteil 14 nicht vollkommen
gleich ausgebildet sind, sondern sich zumindest in seiner Höhe unterscheidet, was
weiter unten im Detail erläutert ist.
[0086] Das zweite Verdrängungskörperteil 14 weist auf seiner Außenseite abstehende Rippen
12 auf, die, wie bereits erläutert, den notwendigen Abstand zu benachbarten Bewehrungen
sicherstellen. Das zweite Verdrängungskörperteil 14 weist am Umfangsrand der Öffnung
umlaufend abwechselnd Rastlaschen 15 und Rastvorsprünge 16 auf. Die Rastlaschen 15
des zweiten Verdrängungskörperteils 14 sind dazu bestimmt, mit den Rastvorsprüngen
16 des ersten Verdrängungskörperteil 13 zusammen zu wirken, während die Rastvorsprünge
16 des zweiten Verdrängungskörperteils 14 dazu ausgebildet sind, mit den Rastlaschen
15 des ersten Verdrängungskörperteils 13 zusammen zu wirken.
[0087] Das erste Verdrängungskörperteil 13 und das zweite Verdrängungskörperteil 14 können
durch Ausführen einer Verbindungsbewegung jeweils senkrecht zur Ebene ihrer Schalenöffnungen
mittels der Rastlaschen 15 und der Rastvorsprünge 16 der Verbindungsvorrichtungen
miteinander rastend verbunden werden.
[0088] Das zweite Verdrängungskörperteil 14 weist auf seiner Außenseite mehrere Lagerelemente
22 auf, die dazu ausgebildet sind, mit dem zweiten Halteelement 4 zusammen zu wirken.
Die Lagerelemente 22 bestehen jeweils aus gekreuzten Rippen, wobei jeweils eine der
gekreuzten Rippen eine Mulde 23 für das als Bewehrungsstab 5 ausgebildete zweite Halteelement
4 aufweist. Die Lagerelemente 22 sind jeweils zwischen zwei zueinander parallelen
Rippen 12 angeordnet und so dimensioniert, dass das eingefügte zweite Halteelement
4 nach oben hin nicht über die Rippen 12 hervorsteht.
[0089] Insgesamt sind vier Paare von Lagerelementen 22 vorhanden, wobei bei der Verwendung
eines als Bewehrungsstab ausgebildeten zweiten Halteelements nur vier der Lagerelemente
22 benötigt werden, die in zwei Paaren und in gerader Linie beidseitig der Öffnung
des Durchgangstunnels 8 angeordnet sind. Die vier anderen Lagerelemente 22, die entlang
einer geraden Linie angeordnet sind, die senkrecht zu der geraden Linie angeordnet
sind, entlang der die verwendeten Lagerelemente 22 angeordnet sind, werden bei der
Verwendung eines zweiten Halteelements, das als Bewehrungsstab ausgebildet ist, nicht
benötigt.
[0090] Allerdings ermöglicht es die Besondere Anordnung der Lagerelemente, ein erstes Verdrängungskörperteil
13 als zweites Verdrängungskörperteil 14 zu verwenden und umgekehrt. Insoweit ist
eine rotationssymmetrische Ausbildung der Verdrängungskörperteile 13, 14 bezüglich
der durch den Durchgangstunnel 8 verlaufenden Mittelachse besonders vorteilhaft. Im
vorliegenden Fall haben die Verdrängungskörperteile 13, 14 eine vierzählige Drehsymmetrie.
Dieses Prinzip ist vorteilhaft auch dann umsetzbar, wenn die Verdrängungskörperteile
eine unterschiedliche Höhe aufweisen.
[0091] Figur 8 zeigt das zweite Verdrängungskörperteil 14 in einer Draufsicht von oben.
[0092] Das zweite Verdrängungskörperteil 14 weist, wie bereits erwähnt, ein zweites Durchgangstunnelteil
18 auf, das zusammen mit dem ersten Durchgangstunnelteil 17 des ersten Verdrängungskörperteils
13 den Durchgangstunnel 8 bildet. Das zweite Durchgangstunnelteil 18 weist endseitig
einen umlaufenden Kragen 25 auf, der zwei zweite Durchgangsöffnungen 24 hat. In die
Durchgangsöffnungen 24 können die ersten Zapfen 20 des ersten Verdrängungskörperteils
13 formschlüssig eingreifen. Der Kragen 25 trägt (in dieser Figur nicht sichtbar)
seinerseits Zapfen, die in die Durchgangsöffnungen 21 des ersten Verdröngungskörperteils
13 eingreifen. Der umlaufende Kragen 25 stellt auf der in der Figur 8 nicht sichtbaren
Seite eine zweite Anlagefläche bereit, die an der ersten Anlagefläche 19 des ersten
Verdrängungskörperteils 13 anliegt.
[0093] Figur 9 illustriert eine mögliche Vorgehensweise beim Herstellen einer Betonformungseinlage
1. Hierzu wird ein erstes Verdrängungskörperteil 13 rastend mit einem zweiten Verdrängungskörperteil
14 verbunden, wobei eine Verbindungsbewegung senkrecht zur Ebene der Schalenöffnungen
ausgeführt wird. Bei dem Rastvorgang rasten die Rastlaschen 15 und die Rastvorsprünge
16 ineinander. Gleichzeitig gelangen die erste Anlageflächen des ersten Durchgangstunnelteils
17 und des zweiten Durchgangstunnelteils 18 miteinander in Anlage, wobei gleichzeitig
zwischen dem ersten Durchgangstunnelteil 17 und dem zweiten Durchgangstunnelteil 18
ist eine Formschlussverbindung, nämlich eine Zapfenverbindung, hergestellt wird.
[0094] Anschließend wird der Verdrängungskörper 6 zwischen einem ersten Halteelement 2 und
einem zweiten Halteelement 2 durch werkzeugloses Verbinden der Halteelement 2, 4 mittels
eines Verbindungsbauteils 7, das durch den Durchgangstunnel 8 verläuft, eingespannt.
[0095] Figur 10 zeigt den zwischen dem ersten Halteelement 2 und dem zweiten Halteelement
4 eingespannten Verdrängungskörper 6 in einer Draufsicht von unten, wobei nur ein
Abschnitt des Bewehrungsstabs 3, der das erste Haltelement 2 bildet, dargestellt ist,
um die Abstandhalter 11 in der Figur nicht zu verdecken.
[0096] Figur 11 zeigt den zwischen dem ersten Halteelement 2 und dem zweiten Haltelement
4 eingespannten Verdrängungskörper 6 in einer Darstellung, die einen Blick in das
Innere erlaubt. Es ist insbesondere zu erkennen, dass das erste Durchgangstunnelteil
17 und das zweite Durchgangstunnelteil 18 aneinander anliegen und gemeinsam den Durchgangstunnel
8 bilden. Der Durchgangstunnel 8 weist in einer Querschnittsebene senkrecht zu seiner
Längserstreckungsrichtung eine von der Kreisform abweichende Form, nämlich eine quadratische
Form, auf.
[0097] Figur 12 zeigt eine weitere Detailansicht, die einen Blick ins Innere des Durchgangstunnels
8 erlaubt, durch den das Verbindungsbauteil 7 verläuft.
[0098] Die Figuren 13 und 14 zeigen Details eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Betonformungseinlage
1. Im Gegensatz zu der in den Figuren 1 bis 12 dargestellten Ausführung sind das erste
Verdrängungskörperteil 13 und das zweite Verdrängungskörperteil 14 bei dieser Ausführung
nicht gleich ausgebildet, sondern unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Höhe in Richtung
der Längserstreckungsrichtung des Durchgangstunnels. Das erste Verdrängungskörperteil
13 kann bei dieser Ausführung beispielsweise eine Höhe von 110 mm aufweisen, während
das zweite Verdrängungskörperteil 14 eine Höhe von beispielsweise 50 mm aufweist.
[0099] Allerdings sind die erste Verbindungsvorrichtung des ersten Verdrängungskörperteils
13 und die zweite Verbindungsvorrichtung des zweiten Verdrängungskörperteils 14 gleich
und derart, insbesondere rotationssymmetrisch, ausgebildet, dass es möglich ist, wahlweise
ausschließlich niedrigere Verdrängungskörperteile 13, 14 von beispielsweise 50 mm
Höhe zu verbinden, um im Ergebnis einen Verdrängungskörper 6 einer Gesamthöhe von
100 mm zu erreichen, oder ausschließlich höhere Verdrängungskörperteile 13, 14 von
beispielsweise 110 mm Höhe miteinander zu verbinden, um im Ergebnis einen Verdrängungskörper
6 einer Gesamthöhe von 220 mm zu erreichen, oder um (wie im vorliegenden Beispiel)
niedrigere und höhere Verdrängungskörperteile 13, 14 miteinander zu verbinden, um
im Ergebnis einen Verdrängungskörper 6 einer Gesamthöhe von 160 mm zu erreichen.
[0100] Auf diese Weise können durch die unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten von
lediglich zwei Typen von Verdrängungskörperteilen 13, 14 insgesamt drei unterschiedliche
Höhen erreicht werden. Bei einer Anzahl von drei unterschiedlichen Verdröngungskörperteilen
13, 14 unterschiedlicher Höhe können durch die unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten
insgesamt sechs unterschiedliche Bauhöhen erreicht werden. Diese Vorgehensweise stellt
einen eigenständigen Erfindungsgedanken dar, der auch losgelöst vom Vorhandensein
eines werkzeugfrei anbringbaren Verbindungsbauteils und insbesondere auch losgelöst
von der Realisierung eines Durchgangstunnels 8 und/oder eines durch den Durchgangstunnel
verlaufenden Verbindungsbauteils 7 vorteilhaft realisiert sein kann.
[0101] Figur 15 zeigt eine Detailansicht des zusammengesetzten Verdrängungskörpers 6 mit
einer Gesamthöhe von 160 mm.
[0102] Figur 16 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines werkzeugfrei anbringbaren Verbindungsbauteils
7, mit dem das erste Halteelement 2 und das zweite Halteelement 4 miteinander verbindbar
sind. Das Verbindungsbauteil 7 weist ein erstes Verbindungselement 26 auf, das zum
mechanischen Ankoppeln an das erste Halteelement 2 ausgebildet ist. Darüber hinaus
weist das Verbindungsbauteil 7 ein zweites Verbindungselement 27 auf, das insbesondere
zum mechanischen Ankoppeln an das zweite Halteelement 4 ausgebildet ist. Das erste
Verbindungselement 26 ist als Rastvorrichtung ausgebildet und weist einen elastischen
Rasthaken 28 auf. Der Rasthaken 28 ist dazu ausgebildet, einen stabförmigen Abschnitt
des ersten Haltelements 2, insbesondere formschlüssig, zu umgreifen. Hierzu weist
der elastische Rasthaken 28 eine Aufnahme 29 für den stabförmigen Abschnitt eines
ersten Halteelements 2 und einen Einführspalt 30, durch den der stabförmige Abschnitt
des ersten Halteelements 2 in die Aufnahme 29 einführbar ist, auf. Die Durchlassbreite
des Einführspalts 30 ist kleiner als der Innendurchmesser der Aufnahme 29. Auf diese
Weise ist gewährleistet, dass sich das Verbindungsbauteil 7 nach einem Einrasten nicht
selbsttätig von dem ersten Halteelement 2 lösen kann. Dies insbesondere auch dann
nicht, wenn das zweite Verbindungselement 27 noch nicht mit dem zweiten Halteelement
4 verbunden wurde. Vielmehr ist das erste Verbindungselement 26 vorteilhaft derart
ausgeführt, dass das Verbindungsbauteil 7, nachdem es mit einem stabförmigen Abschnitt
des ersten Haltebauteils 2 verbunden wurde, um den stabförmigen Abschnitt geschwenkt
werden kann, ohne sich von dem stabförmigen Abschnitt ungewollt zu lösen.
[0103] Auch das zweite Verbindungselement 27 ist als Rastvorrichtung ausgebildet und weist
einen elastischen Rasthaken mit einer Einbuchtung 31 für einen stabförmigen Abschnitt
des zweiten Halteelements 4 auf. An die Einbuchtung 31 grenzt ein Führungselement
32 mit einer Führungsfläche 33 an.
[0104] Das Verbindungsbauteil 7 weist einen länglichen Steg 34 auf. An einem Ende des Stegs
ist das erste Verbindungselement 26 angeordnet. Am anderen Ende des Stegs 34 ist das
zweite Verbindungselement 27 angeordnet.
[0105] Die Figuren 17 bis 19 illustrieren schematisch, wie das Verbindungsbauteil verwendet
wird. wird.
[0106] Zunächst wird das erste Verbindungselement 26 mit einem stabförmigen Abschnitt des
ersten Halteelements 2 verrastet, was in Figur 17 dargestellt ist. Insbesondere kann
das Verbindungsbauteil 7 nun durch den Durchgangstunnel 8 geführt werden, was jedoch
in den Figuren der besseren Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt ist.
[0107] Anschließend wird das Verbindungsbauteil 7 um den stabförmigen Abschnitt des ersten
Halteelements 2 verschwenkt, bis es einen stabförmigen Abschnitt des zweiten Halteelements
4 erreicht, was in Figur 18 dargestellt ist. Bei Fortsetzung der Schwenkbewegung gleitet
der stabförmige Abschnitt des zweiten Halteelements 4 entlang der Führungsfläche 33,
wodurch der elastische Rasthaken des zweiten Verbindungselements 27 vorrübergehend
aufgebogen wird, bis der stabförmige Abschnitt die Einbuchtung 31 erreicht und einrastet,
was in Figur 19 dargestellt ist.
[0108] Figur 20 zeigt ein Sortiment von werkzeugfrei anbringbaren Verbindungsbauteilen 7,
die unterschiedliche Längen aufweisen. Dieses Sortiment kann insbesondere im Zusammenhang
mit der Verwendung von Verdrängungskörpern 6 unterschiedlicher Gesamthöhe, beispielsweise
für Betondecken unterschiedlicher Höhe, zum Einsatz kommen. Das Sortiment ist vorzugsweise
darauf abgestimmt, dass viele unterschiedliche Gesamthöhen durch die Kombination von
ersten Verdrängungskörperteilen 13 und zweiten Verdrängungskörperteilen 14 realisiert
werden, die eine unterschiedliche Höhe aufweisen.
[0109] Figur 21 zeigt in einer Detaildarstellung eines dritten Ausführungsbeispiels einer
Betonformungseinlage 1, bei ein Verbindungsbauteil 7 verwendet wurde, das in Figur
16 dargestellt ist. Die Detaildarstellung erlaubt einen Blick durch den Durchgangstunnel
8. Es ist insbesondere zu erkennen, dass das erste Halteelement 2 mit dem ersten Verbindungselement
26 verrastet ist, während das zweite Halteelement 47 mit dem zweiten Verbindungselement
27 des Verbindungsbauteils 7 verrastet ist.
[0110] Fig. 22 zeigt eine Detailansicht des dritten Ausführungsbeispiels einer Betonformungseinlage
1 von oben, während Fig. 23 eine Detailansicht des dritten Ausführungsbeispiels einer
Betonformungseinlage 1 von unten zeigt.
[0111] Fig. 24 zeigt eine Detailansicht eines vierten Ausführungsbeispiels einer Betonformungseinlage
1, wobei das erste Haltelement 2 und das zweite Haltelement 4 und das Verbindungselement
7 der besseren Übersicht halber nicht eingezeichnet sind. Die Verdrängungskörper 6
sind bei diesem Ausführungsbeispiel mit einem Verdrängungskörperverbinder 35 in Äquatorhöhe
der Verdrängungskörper 6 miteinander verbunden. Das zusätzliche Verbindungsbauteil
35 stellt insbesondere auch sicher, dass die gewünschten Abstände der Verdrängungskörper
6 zueinander eingehalten werden. Eine Detailansicht einer möglichen Ausführung des
Verdrängungskörperverbinders 35 ist in Figur 28 gezeigt.
[0112] Fig. 25 zeigt eine Detailansicht eines fünften Ausführungsbeispiels einer Betonformungseinlage
1, wobei das erste Haltelement 2 und das zweite Haltelement 4 und das Verbindungselement
7 der besseren Übersicht halber nicht eingezeichnet sind. Die Verdrängungskörper 6
sind bei diesem Ausführungsbeispiel oben mit einem Verdrängungskörperverbinder 36
miteinander verbunden. Der Verdrängungskörperverbinder 36 wird jeweils in ein Lagerelement
22 eingehakt. Der Verdrängungskörperverbinder 36 stellt insbesondere auch sicher,
dass die gewünschten Abstände der Verdrängungskörper 6 zueinander eingehalten werden.
Eine Detailansicht einer möglichen Ausführung des Verdrängungskörperverbinders 36
ist in Figur 29 gezeigt.
[0113] Fig. 26 zeigt eine Detailansicht eines sechsten Ausführungsbeispiels einer Betonformungseinlage
1, wobei das erste Haltelement 2 und das zweite Haltelement 4 und das Verbindungselement
7 der besseren Übersicht halber nicht eingezeichnet sind.
[0114] Die Verdrängungskörper 6 sind bei diesem Ausführungsbeispiel in Äquatorhöhe der Verdrängungskörper
6 mit einem Verdrängungskörperverbinder 35 verbunden und zusätzlich oben mit einem
Verdrängungskörperverbinder 36 miteinander verbunden.
[0115] Die Figuren 29 und 30 zeigen ein erstes Verdrängungskörperteil 13 und ein zweites
Verdrängungskörperteil 14 in einer alternativen Bauform für eine Betonformungseinlage
1, insbesondere für eine Betonformungseinlage 1, wie sie in den Figuren 24, 25 und
26 dargestellt ist. Die Verdrängungskörperteile 13, 14 sind gleich ausgebildet und
weisen mehrere Rinnen 37 auf, in die (nicht dargestellte) Leitungen, insbesondere
elektrische Leitungen, gelegt werden können. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen
sein, dass das zweite Haltelement 4 montiert wird, nachdem die Leitungen verlegt wurden,
so dass die Leitungen durch das zweite Halteelement 4 zusätzlich in ihrer Position
gesichert werden. Es ist alternativ beispielsweise auch möglich, die Leitungen unter
dem zweiten Haltelement 4 hindurch zu ziehen oder oberhalb des zweiten Haltelements
4 zu verlegen.
[0116] Der aus dem ersten Verdrängungskörperteil 13 und dem zweiten Verdrängungskörperteil
14 hergestellte Verdrängungskörper 6 weist abgeflachte Seitenflächen auf und ist im
Verhältnis zu seinem Durchmesser besonders hoch ausgebildet. Die abgeflachten Seitenflächen
ermöglichen es, den Zwischenraum zwischen benachbarten Verdrängungskörpern 6 mit einer
weitgehend gleichmäßig dicken Schicht Beton aufzufüllen. Diese Verdrängungskörper
6 sind insbesondere dazu bestimmt, bei besonders dicken Betondecken zum Einsatz zu
kommen. Auch bei dieser Ausführung ist es (nach einem unabhängigen Erfindungsgedanken)
möglich, erste Verdrängungskörperteile 13 und zweite Verdrängungskörperteile 14 unterschiedlicher
Höhe miteinander zu kombinieren oder alternativ gleiche Verdrängungskörperteile 13,
14 zu verwenden.
[0117] Fig. 31 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Positionierungshilfe
38, die plattenförmig ausgebildet ist. Die Positionierungshilfe 38 kann bei einem
Montieren einer erfindungsgemäßen Betonformungseinlage verwendet werden.
[0118] Die Positionierungshilfe 38 ist dazu ausgebildet, genau einen Verdrängungskörper
6 für einen Montagevorgang aufrecht zu halten. Die Positionierungshilfe 38 weist erste
Ausnehmungen 39 auf, die speziell zur Aufnahme der hervorstehenden Rippen 12 eines
Verdrängungskörpers 6 ausgebildet und angeordnet sind. Die Positionierungshilfe 38
weist zweite Ausnehmungen 40 auf, die speziell zur Aufnahme der Lagerelemente 22 eines
Verdrängungskörpers 6 ausgebildet und angeordnet sind. Die Positionierungshilfe 38
weist eine dritte Ausnehmung 41 auf, die speziell zur Aufnahme des ersten Verbindungselements
26 des Verbindungsbauteils 7 ausgebildet und angeordnet ist. Die Positionierungshilfe
38 weist eine vierte Ausnehmung 42 auf, die speziell zur Aufnahme des Stegs 34 des
Verbindungsbauteils 7 ausgebildet ist. Die Positionierungshilfe 38 weist eine fünfte
Ausnehmung 43 auf, die speziell zur Aufnahme ersten Haltelements 2 ausgebildet und
angeordnet ist.
[0119] Die Positionierungshilfe 38 weist vom Formschlussabschnitte 44 auf, die es ermöglichen,
mehrere gleichartige Positionierungshilfen 38 miteinander zu einem erfindungsgemäßen
Positionierungshilfe-System 45 zu verbindenden, was in Figur 32 dargestellt ist. Die
Formschlussverbindungen sind ähnlich wie bei Puzzleteilen ausgebildet.
[0120] Der Montagevorgang der Betonformungseinlage 1 läuft in der Weise ab, dass zunächst
mehrere der Positionierungshilfen 38 in der erforderlichen Anzahl miteinander verbunden
und auf dem Boden ausgelegt werden. Anschließend werden das erste Halteelement 2 und
die erforderlichen Verbindungsbauteile 7 in die dafür vorgesehenen Ausnehmungen 421,
42, 43 der Positionierungshilfen 38 eingesteckt. In einem nächsten Schritt werden
die Verdrängungskörper 6 positioniert, wobei jeweils das Verbindungsbauteil 7 durch
den Durchgangstunnel 8 geführt wird und wobei die Rippen 12 und die Lagerelemente
22 des jeweiligen Verdrängungskörpers 6 in die entsprechenden Ausnehmungen 39, 40
der jeweiligen Positionierungshilfe 38 (vorzugsweise klemmend) eingeführt werden,
so dass der Verdrängungskörper 6 im Ergebnis aufrecht von der Positionierungshilfe
38 gehalten ist. Danach werden die Verbindungsbauteile 7 mit dem zweiten Halteelement
4 verkoppelt.
[0121] Die fertige Betonformungseinlage 1 wird dann von den Positionierungshilfen 3 gelöst
und an die für einen Betoniervorgang vorgesehene Stelle verbracht werden. Die Positionierungshilfen
38 können dann für die Montage der nächsten Betonformungseinlage 1 wieder verwendet
werden. Zum Schluss können die Positionierungshilfen 38 wieder voneinander gelöst
werden. Für einen Transport können die Positionierungshilfen 38 vorteilhaft übereinander
gestapelt werden.
[0122] Figur 33 zeigt ein siebentes Ausführungsbeispiel einer Betonformungseinlage 1, die
dazu ausgebildet ist, vor einem Betoniervorgang in einer Schalung angeordnet zu werden.
Die Betonformungseinlage 1 weist ein erstes Halteelement 2 auf, das als erster Bewehrungsstab
3 ausgebildet ist. Die Betonformungseinlage 1 weist außerdem ein zweites Halteelement
4 auf, das als zweiter Bewehrungsstab 5 ausgebildet ist. Der erste Bewehrungsstab
3 und der zweite Bewehrungsstab 5 sind parallel zueinander und vertikal übereinander
liegend angeordnet.
[0123] Darüber hinaus weist die Betonformungsanlage 1 mehrere gleiche Verdrängungskörper
6 auf, die in einer Reihe paarweise übereinander zwischen dem ersten Halteelement
2 und dem zweiten Halteelement 4 angeordnet sind. Es wäre auch möglich, jeweils unterschiedliche,
insbesondere unterschiedlich hohe, Verdrängungskörper 6 übereinander anzuordnen.
[0124] Das erste Halteelement 2 und das zweite Halteelement 5 sind mittels mehrerer werkzeugfrei
anbringbarer Verbindungsbauteile 7 miteinander verbunden. Jeder der Verdrängungskörper
6 weist einen Durchgangstunnel 8 auf. Die Durchgangstunnel 8 der jeweils übereinander
angeordneten Verdrängungskörper 6 fluchten miteinander. Durch die fluchtenden Durchgangstunnel
8 der jeweils übereinander angeordneten Verdrängungskörper verläuft jeweils ein Verbindungsbauteil
7, das das erste Haltelement und das zweite Haltelement miteinander verbindet.
[0125] Die nach unten gerichteten Rippen 12 der oberen Verdrängungskörper 6 und die nach
oben gerichteten Rippen 12 der unteren Verdrängungskörper 6 fungieren bei diesem Ausführungsbeispiel
als Kopplungsmittel, die ineinander greifen. Durch die Kopplungsmittel wird vorteilhaft
vermieden, dass sich die Verdrängungskörper 6, insbesondere während eines Betoniervorganges,
relativ zueinander verschieben.
Bezugszeichenliste:
[0126]
- 1
- Betonformungseinlage
- 2
- erstes Halteelement
- 3
- erster Bewehrungsstab
- 4
- zweites Halteelement
- 5
- zweiter Bewehrungsstab
- 6
- Verdrängungskörper
- 7
- Verbindungsbauteil
- 8
- Durchgangstunnel
- 9
- erste Bewehrungsanordnung
- 10
- zweite Bewehrungsanordnung
- 11
- Abstandhalter
- 12
- Rippe
- 13
- erstes Verdrängungskörperteil
- 14
- zweites Verdrängungskörperteil
- 15
- Rastlasche
- 16
- Rastvorsprung
- 17
- erstes Durchgangstunnelteil
- 18
- zweites Durchgangstunnelteil
- 19
- Anlagefläche
- 20
- Zapfen
- 21
- Durchgangslöcher
- 22
- Lagerelemente
- 23
- Mulde
- 24
- Durchgangsöffnungen
- 25
- Kragen
- 26
- erstes Verbindungselement
- 27
- zweites Verbindungselement
- 28
- elastischer Rasthaken
- 29
- Aufnahme
- 30
- Einführspalt
- 31
- Einbuchtung
- 32
- Führungselement
- 33
- Führungsfläche
- 34
- Steg
- 35
- Verdrängungskörperverbinder
- 36
- Verdrängungskörperverbinder
- 37
- Rinne
- 38
- Positionierungshilfe
- 39
- erste Ausnehmung
- 40
- zweite Ausnehmung
- 41
- dritte Ausnehmung
- 42
- vierte Ausnehmung
- 43
- fünfte Ausnehmung
- 44
- Formschlussabschnitt
- 45
- Positionierungshilfe-System
1. Positionierungshilfe (38) zur Verwendung beim Montieren einer Betonformungseinlage
(1), insbesondere einer Betonformungseinlage (1), die dazu ausgebildet ist, vor einem
Betoniervorgang in einer Schalung angeordnet zu werden.
2. Positionierungshilfe (38) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. die Positionierungshilfe (38) dazu ausgebildet ist, wenigstens einen Verdrängungskörper
(6), insbesondere genau einen Verdrängungskörper (6), der Betonformungseinlage (1)
für einen Montagevorgang vorübergehend zu halten, oder dass
b. die Positionierungshilfe (38) dazu ausgebildet ist, wenigstens einen Verdrängungskörper
(6), insbesondere genau einen Verdrängungskörper (6), der Betonformungseinlage (1)
für einen Montagevorgang vorübergehend derart zu halten, dass er aufrecht steht und
nicht versehentlich umkippen kann.
3. Positionierungshilfe (38) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierungshilfe (38) Ausnehmungen (39, 40, 41, 42, 43) aufweist, die zur,
insbesondere klemmenden, Aufnahme von, insbesondere hervorstehenden, Teilen der Verdrängungskörper
(6) ausgebildet sind.
4. Positionierungshilfe (38) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. die Positionierungshilfe (38) Ausnehmungen (39, 40, 41, 42, 43) aufweist, die zur
Aufnahme eines Halteelements der Betonformungseinlage (1), bei der wenigstens ein
Verdrängungskörper (6) zwischen einem ersten Halteelement und einem zweiten Halteelement
angeordnet ist, ausgebildet ist, und/oder dass
b. die Positionierungshilfe (38) Ausnehmungen (39, 40, 41, 42, 43) aufweist, die zur
Aufnahme von Abschnitten eines Verbindungsbauteils, das durch einen Durchgangstunnel
des Verdrängungskörpers (6) verläuft und das erste Halteelement und das zweite Halteelement
miteinander verbindet, ausgebildet ist.
5. Positionierungshilfe (38) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierungshilfe (38) plattenförmig ausgebildet ist.
6. Positionierungshilfe (38) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierungshilfe (38) aus einem Leichtmaterial, insbesondere aus einem Schaumstoff
oder einem Hartschaumstoff, hergestellt ist.
7. Positionierungshilfe (38) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierungshilfe (38) Formschlussabschnitte (44) aufweist, die es ermöglichen,
mehrere gleichartige Positionierungshilfen (38) miteinander zu einem Positionierungshilfe-System
(45) zu verbindenden.
8. Positionierungshilfe (38) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Formschlussabschnitte (44) ähnlich wie bei Puzzleteilen ausgebildet sind.
9. Positionierungshilfe-System (45), das mehrere, insbesondere gleiche, Positionierungshilfen
(38) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 aufweist.
10. Positionierungshilfe-System (45) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierungshilfen (38) mittels der Formschlussabschnitte (44) miteinander
verbunden sind oder miteinander verbindbar sind.
11. Verfahren zum Montieren einer Betonformungseinlage (1), insbesondere einer Betonformungseinlage
(1), die dazu ausgebildet ist, vor einem Betoniervorgang in einer Schalung angeordnet
zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Positionierungshilfe (38) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder
ein Positionierungshilfe-System (45) nach Anspruch 10 verwendet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Verdrängungskörper (6) der Betonformungseinlage (1) vorübergehend an einer
Positionierungshilfe (38) festgelegt wird, die den Verdrängungskörper (6) in einer
Sollposition hält.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Positionierungshilfen (38), insbesondere mittels der Formschlussabschnitte
(44), miteinander verbunden werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Halteelement in die dafür vorgesehenen Ausnehmungen der Positionierungshilfen
(38) eingesteckt und anschließend die Verdrängungskörper (6) positioniert werden,
wobei hervorstehende Teile des jeweiligen Verdrängungskörpers (6) in die entsprechenden
Ausnehmungen (39, 40, 41, 42, 43) der jeweiligen Positionierungshilfe (38) eingeführt
werden, so dass der Verdrängungskörper im Ergebnis aufrecht von der Positionierungshilfe
(38) gehalten ist.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die fertige Betonformungseinlage (1) nach dem Montagevorgang von der wenigstens einen
Positionierungshilfe (38) gelöst wird und an die für einen Betoniervorgang vorgesehene
Stelle verbracht wird.