[0001] Die Erfindung betrifft Scharniervorrichtungen nach dem Oberbegriff von Anspruch 1
und Faltschiebeläden mit diesen Scharniervorrichtungen.
[0002] Zum Verschliessen und Freigeben von Gebäudeöffnungen werden Faltschiebelösungen eingesetzt.
Benachbarte Ladenelemente bzw. Flügelelemente von Faltschiebelösungen sind um vertikale
Achsen schwenkbar miteinander verbunden, wobei Scharniervorrichtungen oben und unten
in horizontalen Führungsprofilen bzw. Schienen verschiebbar gelagert sind.
[0003] Die Scharniervorrichtung umfasst ein Lagerteil für eine Schwenklagerung eines Ladenelementes
oder zweier Ladenelemente eines Faltschiebeladens. Die Scharniervorrichtung erstreckt
sich entlang einer Längsachse und umfasst eine Führungseinrichtung, welche so in ein
Führungsprofil des Faltschiebeladens einsetzbar ist, dass die Längsachse der Scharniervorrichtung
parallel zu einer Führungsachse des Führungsprofils ausgerichtet ist und die Scharniervorrichtung
in Richtung der Führungsachse verschiebbar ist.
[0004] CH 690 504 A5 beschreibt Flügelelemente, die mit oberen Scharniervorrichtungen schwenk- und verschiebbar
in einem oberen Führungsprofil gehalten sind. Die oberen Scharniervorrichtungen umfassen
relativ zu ihrer Verschiebungsrichtung auf beiden Seiten um horizontale Achsen drehende
Tragrollen, die je auf einer von zwei beidseits der Längsöffnung des Führungsprofils
ausgebildeten horizontalen Rollflächen aufliegen. Zwischen den Tragrollen der beiden
Seiten umfassen die oberen Scharniervorrichtungen um vertikale Achsen drehende Führungsrollen,
die zwischen vertikalen Führungsflächen des oberen Führungsprofils geführt sind. In
einem unteren Führungsprofil sind untere Scharniervorrichtungen verschiebbar angeordnet.
Die unteren Scharniervorrichtungen umfassen um vertikale Achsen drehende Führungsrollen,
die zwischen vertikalen Führungsflächen des unteren Führungsprofils geführt sind.
[0005] Wenn die Flügelelemente in der Offenstellung von den Führungsprofilen weg stehen,
so kommen benachbarte Scharniervorrichtungen in gegenseitigen Kontakt. Um benachbarte
obere Scharniervorrichtungen in gegenseitigem Kontakt zu halten, umfassen die oberen
Scharniervorrichtungen gemäss
CH 690 504 A5 aneinander federnd einrastende Halteeinrichtungen.
[0006] Es hat sich nun gezeigt, dass von den Führungsprofilen wegstehende Flügelelemente
so grossen Windkräften ausgesetzt sein können, dass mit den Flügelelementen verbundene
Scharniervorrichtungen aus zumindest einem der Führungsprofile herausgerissen werden.
Dies führt zu unerwünschten Beschädigungen an den Flügelelementen, den Scharniervorrichtungen
und/oder an den Führungsprofilen. Wenn die Flügelelemente Gebäudeöffnungen in höheren
Stockwerken abdecken, so besteht die Gefahr, dass hohe Windkräfte aufgrund von Turbulenzen
und zeitlichen Variationen mit Überdrehkräften in wechselnder Richtung auf die Flügelelemente
wirken. Dabei können Scharniervorrichtungen mit Flügelelementen von den Führungsprofilen
gelöst werden, was bei herunterfallenden Teilen zu einer Gefährdung von im Aussenraum
befindlichen Personen führen kann.
[0007] Die erfindungsgemässe Aufgabe besteht nun darin eine Lösung zu finden, bei der die
Flügelelemente bzw. die Ladenelemente eines Faltschiebeladens in der Offenstellung
höheren Windkräften standhalten.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Scharniervorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und durch einen Faltschiebeladen nach Anspruch 10 gelöst. Die abhängigen Ansprüche
beschreiben alternative bzw. vorteilhafte Ausführungsvarianten, welche weitere Aufgaben
lösen.
[0009] Im Rahmen eines ersten erfinderischen Schrittes wurde erkannt, dass die von starken
Winden bewirkten Überdrehkräfte zuerst bei denjenigen Scharniervorrichtungen Beschädigungen
bewirken, die lediglich um vertikale Achsen drehende Führungsrollen umfassen.
[0010] Im Rahmen eines zweiten erfinderischen Schrittes wurde erkannt, dass Scharniervorrichtungen
mit lediglich um vertikale Achsen drehenden Führungsrollen im Führungsprofil soweit
beweglich sind, dass ihre jeweiligen Längsachsen relativ zur Führungsachse des Führungsprofils
bei starken Winden Schwingbewegungen ausführen. Selbst wenn benachbarte Scharniervorrichtungen
aneinander federnd einrastende Halteeinrichtungen umfassen, treten die zur Beschädigung
führenden Schwingbewegungen auf. Dies liegt daran, dass federnd einrastende Halteeinrichtungen
beim Schliessen und Öffnen mit einer kleinen Kraft einrastbar und ausrastbar sein
müssen.
[0011] Im Rahmen eines dritten erfinderischen Schrittes wurde erkannt, dass die Widerstandsfähigkeit
gegen Überdrehkräfte erhöht werden kann, ohne dass die für das Öffnen und Schliessen
eines Faltschiebeladens nötigen Kräfte erhöht werden. Dazu wird an jeder Scharniervorrichtung
mindestens ein männliches oder ein weibliches Kopplungselement einer in Richtung der
Längsachse zusammensteckbaren Steckvorrichtung ausgebildet. Das männliche Kopplungselement
und das weibliche Kopplungselement der Steckvorrichtung sind so aneinander angepasst,
dass die zusammengesteckten Kopplungselemente von zusammengeführten Scharniervorrichtungen
die Längsachsen der Scharniervorrichtungen in paralleler Ausrichtung fixieren und
dabei Relativbewegungen quer zu den Längsachsen zwischen den Scharniervorrichtungen
im Wesentlichen verhindern.
[0012] Im geöffneten Zustand eines erfindungsgemässen Faltschiebeladens sind die zusammengeschobenen
Scharniervorrichtungen mit den Steckvorrichtungen über ihre gesamte Ausdehnung so
versteift, dass vom Wind erzeugte Überdrehkräfte über die gesamte Ausdehnung der zusammengeschobenen
Scharniervorrichtungen an das Führungsprofil übertragen werden. Die pro Länge des
Führungsprofils übertragenen Kräfte sind bei der Übertragung über mindestens zwei
steif miteinander verbundene Scharniervorrichtungen maximal halb so gross, wie wenn
gleiche Überdrehkräfte über die Länge einer einzelnen Scharniervorrichtungen übertragen
werden.
[0013] Ein vorteilhaftes männliches Kopplungselement umfasst einen Bolzen und ein vorteilhaftes
weibliches Kopplungselement umfasst eine Bohrung, wobei der Querschnitt des Bolzens
dem Querschnitt der Bohrung entspricht und die Längsachsen des Bolzens und der Bohrung
parallel zur Längsachs der Scharniervorrichtung verlaufen.
[0014] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind zumindest bei einer ersten,
quer zur Längsachse verlaufenden Seitenfläche der Scharniervorrichtung das männliche
oder weibliche Kopplungselement und das mindestens eine Halteelement quer zur Längsachse
zueinander versetzt angeordnet.
[0015] Bei einem Faltschiebeladen mit mindestens drei Scharniervorrichtungen umfasst mindestens
eine Scharniervorrichtung sowohl ein männliches als auch ein weibliches Kopplungselement,
wobei diese beiden Kopplungselemente bei in Richtung der Längsachse voneinander abgewandten
Enden der Scharniervorrichtung angeordnet sind. Eine Scharniervorrichtung, die nur
mit einer einzelnen anderen Scharniervorrichtung in Kontakt gelangen kann, umfasst
nur ein männliches oder nur ein weibliches Kopplungselement. Bei einem Faltschiebeladen
mit mindestens drei Scharniervorrichtungen sind die beiden seitlich freistehenden
Scharniervorrichtungen mit genau einem Kopplungselement und die mindestens eine dazwischen
angeordneten Scharniervorrichtungen mit zwei Kopplungselementen ausgebildet.
[0016] Bei Scharniervorrichtungen, die beim Öffnen und Schliessen des Faltschiebladens verschoben
werden, umfassen die Führungseinrichtungen zwei Führungsrollen, welche in Richtung
der Längsachse versetzt angeordnet sind. Eine verschiebbar an einem Ende eines Faltschiebeladens
angeordnete Scharniervorrichtung umfasst vorzugsweise einen Eingriffsarm, der zumindest
einen vorstehenden Bereich zum Hintergreifen eines Randes einer ins Führungsprofil
führenden Längsöffnung aufweist. Dieser Eingriffsarm reduziert die Gefahr, dass starke
windinduzierte Kräfte die Scharniervorrichtung aus dem Führungsprofil reissen.
[0017] Wenn Faltschiebeläden auf einer Seite einer Gebäudeöffnung fixiert sind, so weist
die dort angeordnete Scharniervorrichtung eine Festsetzeinrichtung auf, mit der die
Scharniervorrichtung am Führungsprofil fixierbar ist.
[0018] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Lagerteil für die Schwenklagerung
eines Ladenelementes am freien Ende eines relativ zur Längsachse der Scharniervorrichtung
seitlich vorstehenden Trägers ausgebildet. Der Träger steht so weit vor, dass das
am Lagerteil gelagerte Ladenelement in einer Lage parallel zum Führungsprofil in einem
Abstandsbereich zwischen dem Führungsprofil und dem Lagerteil Platz findet und sich
somit in vertikaler Richtung über das Führungsprofil erstrecken kann.
[0019] Ein einfaches Lagerteil ist als durch den Träger führende Öffnung ausgebildet, die
einen Bolzen eines Beschlags für die Schwenklagerung eines Ladenelementes oder zweier
Ladenelemente aufnehmbar macht.
[0020] Anhand einiger Figuren wird die Erfindung im Folgenden näher beschrieben. Dabei zeigen
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung einer Gebäudeöffnung mit einem Faltschiebeladen in
einer ersten Offenstellung,
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung der Gebäudeöffnung mit dem Faltschiebeladen in einer
zweiten Offenstellung,
- Figur 3
- ein Ausschnitt aus einer perspektivischen Darstellung des Faltschiebeladen mit den
in einem unteren Führungsprofil angeordneten Scharniervorrichtungen,
- Figur 4
- eine Draufsicht auf den Ausschnitt gemäss Fig. 3,
- Figur 5
- eine perspektivische Darstellung der Scharniervorrichtungen des in den Figuren 3 und
4 dargestellten Ausschnitts, und
- Figur 6
- eine Seitenansicht des in den Figuren 3 und 4 dargestellten Ausschnitts.
[0021] Die Figuren 1 bis 4 zeigen einen Faltschiebeladen 1, der an einer Gebäudeöffnung
2 angeordnet ist. Benachbarte Ladenelemente 3 des Faltschiebeladens 1 sind über Schwenkverbindungen
4 um vertikale Achsen schwenkbar miteinander verbunden. Bei den von den Schwenkverbindungen
4 abgewandten Seiten der Ladenelemente 3 sind diese mit Scharniervorrichtungen 5 in
horizontalen Führungsprofilen 6 gelagert. Die Führungsprofile 6 sind an der Unterseite
und an der Oberseite der Gebäudeöffnung 2 angeordnet.
[0022] Jede Scharniervorrichtungen 5 umfasst ein Lagerteil 7 für eine Schwenklagerung eines
Ladenelementes 3 oder zweier Ladenelemente 3 des Faltschiebeladens 1. Jede Scharniervorrichtung
5 erstreckt sich entlang einer Längsachse und umfasst eine Führungseinrichtung 8,
welche so in ein Führungsprofil 6 einsetzbar ist, dass die Längsachse der Scharniervorrichtung
5 parallel zu einer Führungsachse des Führungsprofils 6 ausgerichtet ist.
[0023] In der dargestellten Ausführungsform sind die Lagerteile 7 als Öffnungen in der Scharniervorrichtung
5 ausgebildet. Diese Öffnungen erstrecken sich bei den Scharniervorrichtungen 5, die
in ein Führungsprofil 6 eingesetzt sind, in vertikaler Richtung. In diese Öffnungen
sind Achsbolzen 9 eingesetzt. An den Achsbolzen 9 sind Verbindungsbeschläge 10 bzw.
Bänder schwenkbar gelagert. Jeder Verbindungsbeschlag 10 ist mit einem Ladenelement
3 verbunden. Die bevorzugten Bänder sind gegenüber den bisher verwendeten Bändern
verstärkt ausgebildet. Insbesondere weisen sie eine grössere Mächtigkeit auf und ihre
den Achsbolzen 9 umgreifenden Hülsenbereiche erstrecken sich über einen grösseren
Längsbereich des Achsbolzens 9. Mit diesen Verstärkungen können höhere Windbelastungen
aufgenommen werden
[0024] Wenn die Scharniervorrichtungen 5 eines Faltschiebeladens 1 in die zugeordneten Führungsprofile
6 eingesetzt sind und der Faltschiebeladen 1 in einer geschlossenen Stellung zumindest
einen Bereich der Gebäudeöffnung 2 abdeckt, so sind die grossen Oberflächen der Ladenelemente
3 im Wesentlichen parallel zu einer Ebene ausgerichtet, welche die Führungsachsen
der beiden Führungsprofile 6 umfasst. Zwischen den Lagerteilen 7 von benachbarten
Scharniervorrichtungen 5 sind maximale Abstände ausgebildet, welche der Breite der
Ladenelemente 3 entsprechen.
[0025] In der in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Offenstellung sind die Abstände zwischen
den Lagerteilen 7 benachbarter Scharniervorrichtungen 5 minimal. Die Scharniervorrichtungen
5 umfassen je mindestens ein Halteelement 11. Einander zugeordnete Halteelemente 11
benachbarter Scharniervorrichtungen 5 bilden eine in Richtung der Längsachse federnd
einrastbare Halteeinrichtung. Bei den aneinander eingerasteten Halteelementen 11 umgreift
ein klammerförmiges Halteelement 11 ein o-förmiges Halteelement 11. Mindestens eines
der beiden Haltelemente 11 ist elastisch federnd ausgebildet, so dass die zum Schliessen
und Öffnen des Faltschiebeladens 1 vorgesehenen Kräfte genügen, um das federnde Einrasten
und Ausrasten zu erzielen.
[0026] Die Stabilität von im offenen Zustand miteinander verbundenen Scharniervorrichtungen
5, bzw. der von diesen getragenen Ladenelemente 3, wird erhöht durch in Richtung der
Längsachse zusammensteckbare Steckvorrichtung. Jede Steckvorrichtung umfasst bei den
beiden verbundenen Scharniervorrichtungen 5 je mindestens ein männliches oder ein
weibliches Kopplungselement 12 bzw. 13 einer in Richtung der Längsachse zusammensteckbaren
Steckvorrichtung. Das männliche und das weibliche Kopplungselement 12 bzw. 13 der
Steckvorrichtung sind so aneinander angepasst, dass die zusammengesteckten Kopplungselemente
12 bzw. 13 die Längsachsen der miteinander verbundenen Scharniervorrichtungen 5 in
paralleler Ausrichtung fixieren und dabei Relativbewegungen quer zu den Längsachsen
zwischen den Scharniervorrichtungen 5 verhindern. Vorzugsweise umfasst das männliche
Kopplungselement einen Bolzen und das weibliche Kopplungselement eine Bohrung, wobei
der Querschnitt des Bolzens dem Querschnitt der Bohrung entspricht
[0027] Zumindest bei einer quer zur Längsachse verlaufenden Seitenfläche der Scharniervorrichtung
5 sind das männliche oder weibliche Kopplungselement 12 oder 13 und das mindestens
eine Halteelement 11 quer zur Längsachse zueinander versetzt angeordnet.
[0028] Fig. 5 zeigt drei verschiedene Ausführungen der Scharniervorrichtungen 5. Diese drei
Ausführungen ermöglichen den Aufbau aller gewünschten Faltschiebeläden 1. Eine in
Fig. 5 links dargestellte Ausführungsform wird bei einem ersten Ende, eine rechts
dargestellte Ausführungsform bei einem zweiten Ende und die in der Mitte dargestellte
Ausführungsform mindestens einmal dazwischen an einem Faltschiebeladen 1 angeordnet.
[0029] Jeder Faltschiebeladen 1 umfasst mindestens zwei Ladenelemente 3 und entsprechend
bei einem Führungsprofil 6 mindestens zwei Scharniervorrichtungen 5. Wenn es nur die
Steckverbindung zwischen zwei Scharniervorrichtungen 5 gibt, umfasst eine Scharniervorrichtungen
5 nur ein männliches Kopplungselement 12 und die andere nur ein weibliches Kopplungselement
13.
[0030] Beim auf den Figuren 1 bis 4 dargestellten Faltschiebeladen 1 mit drei Scharniervorrichtungen
5 umfasst die mittlere Scharniervorrichtung 5 sowohl ein männliches als auch ein weibliches
Kopplungselement 12 bzw. 13, wobei diese beiden Kopplungselemente 12 bzw. 13 bei in
Richtung der Längsachse voneinander abgewandten Enden der Scharniervorrichtung 5 angeordnet
sind. Die beiden seitlich angeordneten Scharniervorrichtungen 5 sind nur je bei derjenigen
Seitenfläche mit einem Kopplungselement 12, 13 versehen, welche einer Scharniervorrichtungen
5 zugewandt ist.
[0031] Bei Scharniervorrichtungen 5, die beim Öffnen und Schliessen des Faltschiebladens
1 verschoben werden, umfassen die Führungseinrichtungen 8 zwei Führungsrollen 14,
welche in Richtung der Längsachse zueinander versetzt angeordnet sind.
[0032] Eine in Fig. 5 und 6 dargestellte, verschiebbar an einem Ende eines Faltschiebeladens
1 angeordnete Scharniervorrichtung 5 umfasst vorzugsweise einen Eingriffsarm 15, der
zumindest einen vorstehenden Bereich 16 zum Hintergreifen eines Randes 17 einer ins
Führungsprofil 6 führenden Längsöffnung 18 aufweist. Dieser Eingriffsarm 15 reduziert
die Gefahr, dass starke windinduzierte Kräfte die Scharniervorrichtung 5 aus dem Führungsprofil
6 reissen.
[0033] Wenn der Faltschiebeladen 1 auf einer Seite einer Gebäudeöffnung 2 fixiert ist, so
weist die dort angeordnete Scharniervorrichtung 5 eine Festsetzeinrichtung 19 auf,
mit der die Scharniervorrichtung 5 am Führungsprofil 6 fixierbar ist.
[0034] Bei der dargestellten Ausführungsform ist das Lagerteil 7 vorzugsweise am freien
Ende eines relativ zur Führungseinrichtung 8 seitlich vorstehenden Trägers 20 ausgebildet.
Der Träger 20 steht soweit vor, dass das am Lagerteil 7 gelagerte Ladenelement 3 in
einer Lage parallel zum Führungsprofil 6 in einem Abstandsbereich zwischen dem Führungsprofil
6 und dem Lagerteil 7 Platz findet und sich somit in vertikaler Richtung über das
Führungsprofil 6 erstrecken kann.
1. Scharniervorrichtung (5) mit einem Lagerteil (7) für eine Schwenklagerung eines Ladenelementes
(3) oder zweier Ladenelemente (3) eines Faltschiebeladens (1), wobei sich die Scharniervorrichtung
(5) entlang einer Längsachse erstreckt, mindestens ein Halteelement (11) einer in
Richtung der Längsachse federnd einrastbaren Halteeinrichtung aufweist und eine Führungseinrichtung
(8) umfasst, welche so in ein Führungsprofil (6) des Faltschiebeladens (1) einsetzbar
ist, dass die Längsachse der Scharniervorrichtung (5) parallel zu einer Führungsachse
des Führungsprofils (6) ausgerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharniervorrichtung (5) mindestens ein männliches oder ein weibliches Kopplungselement
(12, 13) einer in Richtung der Längsachse zusammensteckbaren Steckvorrichtung aufweist,
wobei das männliche und das weibliche Kopplungselement (12, 13) der Steckvorrichtung
so aneinander angepasst sind, dass die zusammengesteckten Kopplungselemente (12, 13)
von zusammengeführten Scharniervorrichtungen (5) die Längsachsen der Scharniervorrichtungen
(5) in paralleler Ausrichtung fixieren und dabei Relativbewegungen quer zu den Längsachsen
zwischen den Scharniervorrichtungen (5) verhindern.
2. Scharniervorrichtung (5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das männliche Kopplungselement (12) einen Bolzen und das weibliche Kopplungselement
(13) eine Bohrung umfasst, wobei der Querschnitt des Bolzens dem Querschnitt der Bohrung
entspricht.
3. Scharniervorrichtung (5) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest bei einer ersten, quer zur Längsachse verlaufenden Seitenfläche der Scharniervorrichtung
(5) das männliche oder weibliche Kopplungselement (12, 13) und das mindestens eine
Halteelement (11) quer zur Längsachse zueinander versetzt angeordnet sind.
4. Scharniervorrichtung (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharniervorrichtung (5) sowohl ein männliches als auch ein weibliches Kopplungselement
(12, 13) umfasst, wobei diese beiden Kopplungselemente (12, 13) bei in Richtung der
Längsachse voneinander abgewandten Enden der Scharniervorrichtung (5) angeordnet sind.
5. Scharniervorrichtung (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharniervorrichtung (5) nur ein männliches oder nur ein weibliches Kopplungselement
umfasst.
6. Scharniervorrichtung (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (8) zwei Führungsrollen (14) umfasst, welche in Richtung
der Längsachse versetzt angeordnet sind.
7. Scharniervorrichtung (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (8) einen Eingriffsarm (15) umfasst, der zumindest einen
vorstehenden Bereich (16) zum Hintergreifen eines Randes (17) einer ins Führungsprofil
(6) führenden Längsöffnung (18) aufweist.
8. Scharniervorrichtung (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (8) eine Festsetzeinrichtung (19) umfasst, mit der die Scharniervorrichtung
(5) am Führungsprofil (6) fixierbar ist.
9. Scharniervorrichtung (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerteil (7) am freien Ende eines relativ zur Längsachse der Scharniervorrichtung
(5) seitlich vorstehenden Trägers (20) ausgebildet ist, wobei der Träger (20) vorzugsweise
soweit vorsteht, dass das am Lagerteil (7) gelagerte Ladenelement (3) in einer Lage
parallel zum Führungsprofil (6) in einem Abstandsbereich zwischen dem Führungsprofil
(6) und dem Lagerteil (7) Platz findet.
10. Scharniervorrichtung (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerteil (7) als durch den Träger (20) führende Öffnung ausgebildet ist und
einen Achsbolzen (9) eines Beschlags für die Schwenklagerung eines Ladenelementes
(3) oder zweier Ladenelemente (3) aufnehmbar macht.
11. Faltschiebeladen (1) mit mindestens zwei benachbarten Scharniervorrichtungen (5) nach
einem der Ansprüche 1 bis 10.
12. Faltschiebeladen (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Faltschiebeladen (1) eine Scharniervorrichtung (5) nach Anspruch 7 und ein Führungsprofil
(6) umfasst, wobei das Führungsprofil (6) bei zumindest einem Rand (17) der ins Führungsprofil
(6) führenden Längsöffnung (18) zum Hintergreifen durch den Eingriffsarm (15) der
Scharniervorrichtung (5) ausgebildet ist.