[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schalldämpfer für eine Abgasanlage einer
Brennkraftmaschine und ist darauf gerichtet, einen einfach und kostengünstig mit geringem
Ausschuss in der Produktion herstellbaren, im Betrieb gleichwohl zuverlässigen Schalldämpfer
bereitzustellen.
[0002] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch einen Schalldämpfer für eine Abgasanlage
einer Brennkraftmaschine, umfassend ein einen Schalldämpferinnenraum umgebendes Schalldämpfergehäuse
mit wenigstens zwei in einem Angrenzungsbereich aneinander angrenzenden und miteinander
verbundenen Gehäuseteilen und wenigstens ein das Schalldämpfergehäuse im Bereich einer
im Schalldämpfergehäuse gebildeten Gehäuseöffnung durchsetzendes Auslassrohr, wobei
wenigstens eine von einem Auslassrohr durchsetzte Gehäuseöffnung vollständig in einem
der Gehäuseteile ausgebildet ist.
[0003] Da bei dem erfindungsgemäß aufgebauten Schalldämpfer zumindest im Zusammenhang mit
einem, vorzugsweise im Zusammenhang mit jedem Auslassrohr vorgesehen ist, dass dieses
das Schalldämpfergehäuse in einem Bereich durchsetzt, in welchem nicht zwei Gehäuseteile
des Schalldämpfers aneinander angrenzen, kann die Verbindung eines derartigen Auslassrohrs
mit dem Schalldämpfergehäuse als zwei-Teile-Verbindung realisiert werden, in deren
Bereich nur dieses Auslassrohr und das Gehäuseteil des Schalldämpfergehäuses miteinander
zum Bereitstellen eines gasdichten Abschlusses verbunden werden, welches die von dem
Auslassrohr durchsetzte Gehäuseöffnung vollständig bereitstellt. Dieser Vorgang ist
wesentlich leichter, mit größerer Zuverlässigkeit und geringerem Ausschuss durchführbar,
als ein Verbindungsvorgang, in welchem drei oder vier Teile eines Schalldämpfers bzw.
einer Abgasanlage miteinander zu verbinden sind. Gleichzeitig ermöglicht die erfindungsgemäße
Ausgestaltung eines Schalldämpfers das Positionieren eines Auslassrohrs mit einem
größeren Freiheitsgrad, was auch die bauliche Ausgestaltung im Inneren des Schalldämpfers
insbesondere mit Hinblick auf einen leichteren und somit auch kostengünstigeren, raumsparenden
Aufbau und auf die Verringerung des Schadstoffausstoßes mit größerem Freiheitsgrad
ermöglicht
[0004] Das Schalldämpfergehäuse kann beispielsweise zwei jeweils ein Gehäuseteil bereitstellende,
in dem Angrenzungsbereich miteinander durch Materialschluss oder/und Formschluss verbundene
Gehäuseschalen umfassen. Wenigstens eine vollständig in einem der Gehäuseteile ausgebildete
Gehäuseöffnung kann dabei in einer der Gehäuseschalen ausgebildet sein.
[0005] Eine insbesondere in einer Längsrichtung eines Schalldämpfers kompakte Bauweise kann
dadurch erreicht werden, dass das Schalldämpfergehäuse eine in Richtung einer Gehäuselängsachse
langgestreckte Umfangswandung und an beiden axialen Endbereichen der Umfangswandung
eine Stirnwandung aufweist, und dass wenigstens eine vollständig in einem der Gehäuseteile
ausgebildete Gehäuseöffnung in der Umfangswandung ausgebildet ist. Ist das Schalldämpfergehäuse
mit zwei Gehäuseschalen aufgebaut, kann dabei jede der Gehäuseschalen jeweils einen
Abschnitt der beiden Stirnwandungen und einen Abschnitt der Umfangswandung bereitstellen.
[0006] Zur Unterbringung unter dem Unterboden eines Fahrzeugs kann es vorteilhaft sein,
wenn das Schalldämpfergehäuse orthogonal zur Gehäuselängsachse abgeflacht ist und
wenigstens eine vollständige in einem der Gehäuseteile ausgebildete Gehäuseöffnung
in einem eine Breitseite des Schalldämpfergehäuses bereitstellenden Bereich der Umfangswandung
ausgebildet ist. Bei Einbau in ein Fahrzeug kann diese Breitseite nach unten orientiert
sein, so dass dann, wenn ein derartiger Schalldämpfer eine Endschalldämpfer bildet,
aus einem Auslassrohr abgegebenes Abgas in Richtung nach unten ausgestoßen wird.
[0007] Für einen leicht zu realisierenden Zusammenbau kann wenigstens eine vollständig in
einem der Gehäuseteile ausgebildete Gehäuseöffnung in einem im Wesentlichen ungekrümmten
Bereich der Umfangswandung ausgebildet sein.
[0008] Eine kompakte Bauart kann dadurch unterstützt werden, dass bei wenigstens einem das
Schalldämpfergehäuse im Bereich einer vollständig in einem der Gehäuseteile ausgebildeten
Gehäuseöffnung durchsetzenden Auslassrohr eine Längsmittenachse dieses Auslassrohrs
im Bereich seines die Gehäuseöffnung durchsetzenden Längenbereichs bezüglich einer
Öffnungsmittenachse angewinkelt ist.
[0009] Ferner kann hierfür vorgesehen sein, dass wenigstens ein das Schalldämpfergehäuse
im Bereich einer vollständig in einem der Gehäuseteile ausgebildeten Gehäuseöffnung
durchsetzendes Auslassrohr in Richtung der Gehäuselängsachse nicht über das Schalldämpfergehäuse
hervorsteht.
[0010] Um eine Anlagewechselwirkung zwischen einem Auslassrohr und dem Schalldämpfergehäuse
an einem scharfkantigen Bereich des Schalldämpfergehäuses zu vermeiden, wird vorgeschlagen,
dass im Bereich wenigstens einer vollständig in einem der Gehäuseteile ausgebildeten
Gehäuseöffnung ein diese Gehäuseöffnung umgebender Randbereich in Richtung von dem
Schalldämpferinnenraum weg umgeformt ist. Das Auslassrohr liegt dann nicht an einer
beispielsweise durch Stanzen gebildeten Kante des Schalldämpfergehäuses, sondern an
einem durch Umformen gebildeten Flächenbereich an.
[0011] Um den den Schalldämpfer verlassenen Abgasstrom in einer definierten Richtung leiten
zu können, kann ein wenigstens eine vollständig in einem der Gehäuseteile ausgebildete
Gehäuseöffnung durchsetzendes Auslassrohr sich aus dem Schalldämpferinnenraum über
den diese Gehäuseöffnung umgebenden Randbereich hinaus erstrecken.
[0012] Soll eine sehr kompakte über die Außenkontur eines Fahrzeugs möglichst wenig hervorstehende
Form des Schalldämpfers erreicht werden, kann vorgesehen sein, dass ein wenigstens
eine vollständig in einem der Gehäuseteile ausgebildete Gehäuseöffnung durchsetzendes
Auslassrohr im Wesentlichen bündig mit dem diese Gehäuseöffnung umgebenden Randbereich
endet.
[0013] Um eine einfach zu realisierende, gasdichte und mechanisch stabile Verbindung zwischen
einem Auslassrohr und dem Schalldämpfergehäuse zu erreichen, kann ein wenigstens eine
vollständig in einem der Gehäuseteile ausgebildete Gehäuseöffnung durchsetzendes Auslassrohr
mit dem Schalldämpfergehäuse im Bereich des diese Gehäuseöffnung umgebenden Randbereichs
durch Verschweißen verbunden sein.
[0014] Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung kann ein wenigstens eine vollständig
in einem der Gehäuseteile ausgebildete Gehäuseöffnung durchsetzendes Auslassrohr mit
seinem im Bereich der Gehäuseöffnung und außerhalb des Schalldämpferinnenraums sich
erstreckenden Längenbereich einstückig ausgebildet sein und eine Abgasaustrittsöffnung
zur Abgabe von Abgas zur Umgebung bereitstellen. Dies bedeutet, dass insbesondere
auch in demjenigen Bereich, in welchem das Auslassrohr das Schalldämpfergehäuse durchsetzt,
nicht zwei Rohrabschnitte zum Bereitstellen des Auslassrohrs miteinander und gegebenenfalls
auch dem Schalldämpfergehäuse verbunden werden müssen. Ein üblicherweise vorhandenes
und ein zusätzliches Bauteil bereitstellendes Endrohr, welches an das Abgas aus dem
Schalldämpferinnenraum herausführende und das Schalldämpfergehäuse durchsetzende Auslassrohr
anzubinden ist, ist bei dem erfindungsgemäßen Aufbau daher nicht erforderlich. Auch
dies wirkt sich besonders vorteilhaft auf das Gewicht und das Volumen eines Schalldämpfers
bzw. einer damit aufgebauten Abgasanlage aus und ermöglicht es, den zur Verfügung
stehenden Bauraum effizient insbesondere auch für den Schalldämpfer mit Hinblick auf
die Schalldämpfungscharakteristik und den Schadstoffausstoß zu nutzen.
[0015] Die Erfindung betrifft ferner eine Abgasanlage für eine Brennkraftmaschine, umfassend
einen erfindungsgemäß aufgebauten Schalldämpfer.
[0016] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist der Schalldämpfer ein Endschalldämpfer,
und eine Abgasaustrittsöffnung an einem wenigstens eine vollständig in einem der Gehäuseteile
ausgebildete Gehäuseöffnung durchsetzenden Auslassrohr ist zur Abgabe von Abgas zur
Umgebung vorgesehen.
[0017] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Figuren
detailliert beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Schalldämpfers in Blickrichtung I in Fig. 2;
- Fig. 2
- eine Axialansicht des Schalldämpfers in der Fig. 1 in Blickrichtung II in Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Querschnittansicht des Schalldämpfers der Fig. 1, geschnitten längs einer Linie
III-III in Fig. 1;
- Fig. 4
- eine Draufsicht des Schalldämpfers der Fig. 1 in Blickrichtung IV bei weggelassener
oberer Gehäuseschale.
[0018] Der in Fig. 1 dargestellte Schalldämpfer 10 kann einen Endschalldämpfer einer allgemein
mit 12 bezeichneten Abgasanlage einer Brennkraftmaschine an einem Fahrzeug bereitstellen.
Der Schalldämpfer 10 umfasst ein allgemein mit 14 bezeichnetes Schalldämpfergehäuse,
welches im dargestellten Ausgestaltungsbeispiel mit zwei jeweils ein Gehäuseteil 16
bzw. 18 bereitstellenden Gehäuseschalen 20, 22 aufgebaut ist. Der Schalldämpfer 10
ist so aufgebaut, dass er auch bei Einbau in ein Fahrzeug die Gehäuseschale 20 eine
obere, also in Höhenrichtung nach oben orientiert liegende Gehäuseschale ist, und
die Gehäuseschale 22 eine untere, also in der Höhenrichtung nach unten bzw. dem Boden
zugewandt orientierte Gehäuseschale ist.
[0019] Jede der beiden Gehäuseschalen 20, 22 ist vorzugsweise als Blechumformteil bereitgestellt
und weist einen bezüglich eines Schalldämpferinnenraums 24 nach außen abgebogenen
Verbindungsrand 26, 28 auf. Die beiden Verbindungsränder 26, 28 stellen einen Angrenzungsbereich
29 der Gehäuseschalen 20, 22 bereit, in welchem diese aneinander anliegen und beispielsweise
durch Verschweißen miteinander verbunden sind. Alternativ oder zusätzlich könnten
in diesen Randbereichen 26, 28 die beiden Gehäuseschalen 20, 22 durch einen durch
Umbördeln gebildeten Formschluss miteinander verbunden sein.
[0020] Die beiden Gehäuseschalen 20, 22 stellen an dem Schalldämpfergehäuse 14 eine eine
Gehäuselängsachse L umgebende Umfangswand 30 bereit, wobei jede der beiden Gehäuseschalen
20, 22 näherungsweise etwa die Hälfte der Umfangswand 30 bereitstellt. In den beiden
axialen Endbereichen des Schalldämpfergehäuses 14 stellen die beiden Gehäuseschalen
20, 22 zusammen jeweils eine Stirnwandung 32, 34 bereit, wobei auch hier jede der
beiden Gehäuseschalen 20, 22 näherungsweise etwa die Hälfte einer jeweiligen Stirnwandung
bereitstellt.
[0021] An der in Fig. 1 rechts dargestellten Stirnwandung 34 ist eine Gehäuseöffnung 36
gebildet, welche von einem Einlassrohr 38 durchsetzt ist. Die Gehäuseöffnung 36 ist
derart positioniert, dass sie im Wesentlichen jeweils hälftig in den beiden Gehäuseschalen
20, 22 liegt und somit die den Angrenzungsbereich 29 bildenden Verbindungsränder 26,
28 unterbricht. Im Bereich der Gehäuseöffnung 36 ist an jeder der Gehäuseschalen 20,
22 ein in Richtung vom Schalldämpferinnenraum 24 weg umgeformter und näherungsweise
eine zylindrische Struktur der Gehäuseöffnung 36 bereitstellender Randbereich 39,
40 gebildet, mit welchen das Einlassrohr 38 beispielsweise durch Verschweißen fest
und gasdicht verbunden ist. Dabei kann, wie dies die Fig. 1 andeutet, das Einlassrohr
38 im Bereich der Randbereiche 39, 40 geringfügig nach außen über das Schalldämpfergehäuse
14 hervorstehen oder kann mit den beiden Randbereichen 39, 40 bündig enden. In das
Einlassrohr 38 kann ein Abgas aus dem Bereich einer Brennkraftmaschine zum Schalldämpfer
10 führendes Abgasrohr der Abgasanlage 12 eingesetzt und mit dem Einlassrohr 38 und
ggf. auch den beiden Gehäuseschalen 20, 22 des Schalldämpfergehäuses 14 durch Verschweißen
fest und gasdicht verbunden werden.
[0022] In dem dargestellten Ausgestaltungsbeispiel durchsetzt das Einlassrohr 38 eine im
Schalldämpferinnenraum 24 angeordnete und zwischen den beiden Gehäuseschalen 20, 22
festgehaltene Zwischenwand 42 und erstreckt sich in eine im Schalldämpferinnenraum
24 gebildete Kammer 44. Im Bereich der Kammer 44 schließt an das Einlassrohr 38 ein
Auslassrohr 46 an und ist mit dem Einlassrohr 38 beispielsweise durch Verschweißen
oder/und durch eine Pressverbindung fest und gasdicht verbunden. Das Auslassrohr 46
durchsetzt eine nachfolgend detaillierter beschriebene Gehäuseöffnung 48 in der unteren
Gehäuseschale 22 und erstreckt sich mit seinem die Gehäuseöffnung 48 durchsetzenden
Längenbereich 50 geringfügig über die aus Gehäuseöffnung 48 aus dem Schalldämpfergehäuse
14 heraus.
[0023] Im Bereich einer von der Kammer 44 durch die Zwischenwand 42 getrennten weiteren
Kammer 52 ist das Einlassrohr 38 über eine Mehrzahl von Öffnungen 54 zum Schalldämpferinnenraum
24, insbesondere zur Kammer 52, offen. Ferner zweigt in dem in der Kammer 52 sich
erstreckenden Längenbereich des Einlassrohrs 38 von diesem ein Resonatorrohr 56 ab,
welches eine zugeordnete Öffnung in der Zwischenwand 42 durchsetzt und somit zusammen
mit der Kammer 44 einen Helmholtz-Resonator bereitstellt.
[0024] Es ist darauf hinzuweisen, dass der Verlauf des Einlassrohrs 38 und des Auslassrohrs
36 im Schalldämpferinnenraum 24 nur beispielhaft dargestellt ist. Es könnten im Schalldämpferinnenraum
24 mehr als die beiden dargestellten Kammern 44, 52 vorgesehen sein, die über ein
oder mehrere ausschließlich im Schalldämpferinnenraum 24 sich erstreckende Rohre miteinander
kommunizieren könnten. Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung ist maßgebend, dass
zumindest ein Einlassrohr 38 vorgesehen ist, über welches Abgas in den Schalldämpferinnenraum
24 eingeleitet wird, und zumindest ein Auslassrohr 46 vorgesehen ist, über welches
Abgas das Schalldämpfergehäuse 14 verlässt. Das Einlassrohr 38 und das Auslassrohr
46 müssen dabei nicht zwingend unmittelbar einander anschließen, sondern könnten beispielsweise
auch zu einer oder zu verschiedenen Kammern offen sein und auf diese Art und Weise
in einer das Abgas durch das Schalldämpfergehäuse 14 führenden Verbindung miteinander
stehen.
[0025] Die in Zuordnung zu dem Auslassrohr 46 vorgesehene Gehäuseöffnung 48 ist im Bereich
der Umfangswandung 30 des Schalldämpfergehäuses 14 ausgebildet. Das Schalldämpfergehäuse
14 ist quer zu seiner Gehäuselängsachse L abgeflacht und stellt somit im Wesentlichen
zwei in Fig. 2 oben bzw. unten dargestellte Breitseiten 58, 60 sowie zwei in Fig.
2 rechts und links dargestellte Schmalseiten 62, 64 bereit.
[0026] Die Gehäuseöffnung 48, durch welche das Auslassrohr 46 sich hindurch erstreckt, ist
in der Breitseite 60 der unteren Gehäuseschale 20 vorgesehen. In demjenigen Bereichen,
in welchen die Gehäuseöffnung 48 in der unteren Gehäuseschale 22 gebildet ist, ist
die untere Gehäuseschale 22 im Wesentlichen ungekrümmt ausgebildet, weist also einen
im Wesentlichen in einer Ebene E liegenden Bereich 66 auf, in welchem die vom Auslassrohr
46 durchsetzte Gehäuseöffnung 48 gebildet ist. In dem ungekrümmten, im Wesentlichen
in der Ebene E liegenden Bereich 66 der unteren Gehäuseschale 22 ist die untere Gehäuseschale
22 in einem die Gehäuseöffnung 48 umgebenden Bereich in Richtung vom Schalldämpferinnenraum
24 weg verformt, um einen die Gehäuseöffnung 48 vorzugsweise im Wesentlichen vollständig
umgebenden Randbereich 68 bereitzustellen. An der Innenseite dieses Randbereichs 68
liegt das Auslassrohr 46 an, so dass ein scharfkantiger Anlagekontakt vermieden ist.
Durch eine beispielsweise entlang einer nach außen orientierten Stirnseite des Randbereichs
68 geführte Schweißnaht kann das Auslassrohr 46 mit der unteren Gehäuseschale 22 fest
und gasdicht verbunden werden.
[0027] Da die Gehäuseöffnung 48 in den im Wesentlichen ungekrümmten und in der Ebene E liegenden
Bereich 66 des an der unteren Gehäuseschale 22 vorgesehenen Abschnitts der Umfangswandung
30 ausgebildet ist, kann diese bei beispielsweise kreisrunder Querschnittskontur des
Auslassrohrs 46 in seinem die Gehäuseöffnung 48 durchsetzenden Längenbereich 50 in
vergleichsweise einfacher geometrischer Ausgestaltung, insbesondere mit elliptischer
Umfangskontur bereitgestellt werden, da das Auslassrohr 46 derart orientiert ist,
dass dessen durch die Gehäuseöffnung 48 sich hindurch erstreckender Längenbereich
50 mit seiner in diesem Längenbereich 50 vorhandenen Längsmittenachse A bezüglich
einer Öffnungsmittenachse M der Gehäuseöffnung 48 angewinkelt orientiert ist. Dabei
steht die Öffnungsmittenachse M zu der Ebene E, in welcher der die Gehäuseöffnung
48 aufweisende Bereich 66 der unteren Gehäuseschale 22 liegt, im Wesentlichen orthogonal.
[0028] Bei dem in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Aufbau des Schalldämpfers 10 erstreckt
das Auslassrohr 46, welches einstückig oder aus mehreren Rohrsegmenten aufgebaut sein
kann, sich durch die Gehäuseöffnung 48 hindurch und über den Randbereich 68 hinaus.
Dieser Längenbereich 50 des Auslassrohrs 46 ist einstückig ausgebildet und stellt
eine Abgasaustrittsöffnung 70 des Auslassrohrs 46 bzw. des Schalldämpfers 10 bereit.
Gleichwohl ist das Auslassrohr 46 mit seinem durch die Gehäuseöffnung 48 sich hindurch
und außerhalb derselben sich erstreckenden Längenbereich 50 so gestaltet, dass es
über die Gesamtaußenumfangskontur des Schalldämpfergehäuses 14 insbesondere nach unten
hin im Wesentlichen nicht hervorsteht. Auch in Richtung der Gehäuselängsachse L steht
das Auslassrohr 48 nicht über die Außenumfangskontur des Schalldämpfergehäuses 14
hervor, was in Fig. 4 deutlich zu erkennen ist. Somit wird eine sehr kompakte und
wenig Bauraum im Bereich eines Unterbodens eines Fahrzeugs beanspruchende Bauweise
des Schalldämpfers 10 erreicht, bei welcher gleichwohl das vergleichsweise große Volumen
im Schalldämpferinnenraum 24 effizient zur Schalldämmung genutzt werden kann. Da die
vom Auslassrohr 46 durchsetzte Gehäuseöffnung 48 vollständig in einem der Gehäuseteile
16, 18, insbesondere der unteren Gehäuseschale 22, ausgebildet ist, wird in demjenigen
Bereich, in welchem das Auslassrohr 46 diese Gehäuseöffnung 48 durchsetzt und mit
dem diese Gehäuseöffnung 48 bereitstellenden Gehäuseteil 18 durch Verschweißen verbunden
wird, nur eine Verbindung zwischen zwei Bauteilen erreicht, welche in vergleichsweise
einfacher Art und Weise mit hoher Präzision und somit wenig Ausschuss bei der Herstellung
eines derartigen Schalldämpfers 10 erzeugt werden kann. Da das Auslassrohr 46 mit
seinem die Gehäuseöffnung 48 durchsetzenden und auch die Abgasaustrittsöffnung 70
bereitstellenden Längenbereich 50 nur vergleichsweise kurz über das Schalldämpfergehäuse
14 nach außen hervorsteht, besteht nicht die Gefahr, dass durch in einem Fahrzeug
vorhandene Schwingungen ein Endrohr-Zittern auftritt.
[0029] Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass, ohne von den Prinzipien der vorliegenden
Erfindung abzuweichen, der in den Figuren dargestellte Schalldämpfer in verschiedenen
Bereichen anders ausgeführt sein könnte. So könnten beispielsweise zwei oder mehrere
Auslassrohre in der in den Figuren im Zusammenhang mit dem Auslassrohr 46 dargestellten
Art und Weise aus dem Schalldämpfergehäuse 14 heraus geführt sein. Ferner könnte beispielsweise
auch die in Zuordnung zu dem Einlassrohr 38 vorgesehene Gehäuseöffnung 36 vollständig
in einer der beiden Gehäuseschalen 20, 22, vorzugsweise im Bereich der Umfangswandung
30 vorgesehen sein.
1. Schalldämpfer für eine Abgasanlage einer Brennkraftmaschine, umfassend ein einen Schalldämpferinnenraum
(24) umgebendes Schalldämpfergehäuse (14) mit wenigstens zwei in einem Angrenzungsbereich
(29) aneinander angrenzenden und miteinander verbundenen Gehäuseteilen (16, 18) und
wenigstens ein das Schalldämpfergehäuse (14) im Bereich einer im Schalldämpfergehäuse
(14) gebildeten Gehäuseöffnung (48) durchsetzendes Auslassrohr (46), wobei wenigstens
eine von einem Auslassrohr (46) durchsetzte Gehäuseöffnung (48) vollständig in einem
der Gehäuseteile (16, 18) ausgebildet ist.
2. Schalldämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalldämpfergehäuse (14) zwei jeweils ein Gehäuseteil (16, 18) bereitstellende,
in dem Angrenzungsbereich (29) miteinander durch Materialschluss oder/und Formschluss
verbundene Gehäuseschalen (20, 22) umfasst, und dass wenigstens eine vollständig in
einem der Gehäuseteile (20, 22) ausgebildete Gehäuseöffnung (48) in einer der Gehäuseschalen
(20, 22) ausgebildet ist.
3. Schalldämpfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalldämpfergehäuse (14) eine in Richtung einer Gehäuselängsachse (L) langgestreckte
Umfangswandung (30) und an beiden axialen Endbereichen der Umfangswandung (30) eine
Stirnwandung (32, 34) aufweist, und dass wenigstens eine vollständig in einem der
Gehäuseteile (16, 18) ausgebildete Gehäuseöffnung (48) in der Umfangswandung (30)
ausgebildet ist.
4. Schalldämpfer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalldämpfergehäuse (14) orthogonal zur Gehäuselängsachse (L) abgeflacht ist,
und dass wenigstens eine vollständige in einem der Gehäuseteile (16, 18) ausgebildete
Gehäuseöffnung (48) in einem eine Breitseite (60) des Schalldämpfergehäuses (14) bereitstellenden
Bereich der Umfangswandung (30) ausgebildet ist.
5. Schalldämpfer nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine vollständig in einem der Gehäuseteile (16, 18) ausgebildete Gehäuseöffnung
(48) in einem im Wesentlichen ungekrümmten Bereich (66) der Umfangswandung (30) ausgebildet
ist.
6. Schalldämpfer nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei wenigstens einem das Schalldämpfergehäuse (14) im Bereich einer vollständig in
einem der Gehäuseteile (16, 18) ausgebildeten Gehäuseöffnung (48) durchsetzenden Auslassrohr
(46) eine Längsmittenachse (A) dieses Auslassrohrs (46) im Bereich seines die Gehäuseöffnung
(48) durchsetzenden Längenbereichs (50) bezüglich einer Öffnungsmittenachse (14) angewinkelt
ist.
7. Schalldämpfer nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein das Schalldämpfergehäuse (14) im Bereich einer vollständig in einem
der Gehäuseteile (16, 18) ausgebildeten Gehäuseöffnung (48) durchsetzendes Auslassrohr
(46) in Richtung einer Gehäuselängsachse (L) nicht über das Schalldämpfergehäuse (14)
hervorsteht.
8. Schalldämpfer nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich wenigstens einer vollständig in einem der Gehäuseteile (16, 18) ausgebildeten
Gehäuseöffnung (48) ein diese Gehäuseöffnung (48) umgebender Randbereich (68) in Richtung
von dem Schalldämpferinnenraum (24) weg umgeformt ist.
9. Schalldämpfer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein wenigstens eine vollständig in einem der Gehäuseteile (16, 18) ausgebildete Gehäuseöffnung
(48) durchsetzendes Auslassrohr (46) sich aus dem Schalldämpferinnenraum (24) über
den diese Gehäuseöffnung (48) umgebenden Randbereich (68) hinaus erstreckt.
10. Schalldämpfer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein wenigstens eine vollständig in einem der Gehäuseteile (16, 18) ausgebildete Gehäuseöffnung
(48) durchsetzendes Auslassrohr (46) im Wesentlichen bündig mit dem diese Gehäuseöffnung
(48) umgebenden Randbereich (68) endet.
11. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 8-10, dadurch gekennzeichnet, dass ein wenigstens eine vollständig in einem der Gehäuseteile (16, 18) ausgebildete Gehäuseöffnung
(48) durchsetzendes Auslassrohr (46) mit dem Schalldämpfergehäuse (14) im Bereich
des diese Gehäuseöffnung (48) umgebenden Randbereichs (68) durch Verschweißen verbunden
ist.
12. Schalldämpfer nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein wenigstens eine vollständig in einem der Gehäuseteile (16, 18) ausgebildete Gehäuseöffnung
(48) durchsetzendes Auslassrohr (46) mit seinem im Bereich der Gehäuseöffnung (48)
und außerhalb des Schalldämpferinnenraums (24) sich erstreckenden Längenbereich (50)
einstückig ausgebildet ist und eine Abgasaustrittsöffnung (70) zur Abgabe von Abgas
zur Umgebung bereitstellt.
13. Abgasanlage für eine Brennkraftmaschine, umfassend einen Schalldämpfer (10) nach einem
der vorangehenden Ansprüche.
14. Abgasanlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalldämpfer (10) ein Endschalldämpfer ist, und dass eine Abgasaustrittsöffnung
(70) an einem wenigstens eine vollständig in einem der Gehäuseteile (16, 18) ausgebildete
Gehäuseöffnung (48) durchsetzenden Auslassrohr (46) zur Abgabe von Abgas zur Umgebung
vorgesehen ist.