[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung und/oder Überprüfung eines Status
eines Türsystems. Ferner betrifft die Erfindung eine Statusermittlungseinrichtung
zur Ermittlung und/oder Überprüfung eines Status eines Türsystems sowie ein derartiges
System und ein Computerprogrammprodukt.
[0002] Türvorrichtungen und deren Teilsysteme bzw. Türsysteme leiden im Betrieb typischerweise
unter Verschleißerscheinungen, die durch die Nutzung der Türvorrichtung, durch die
Alterung der Teile und Komponenten oder durch Umgebungseinflüsse bedingt sein können.
Solche Verschleißerscheinungen können dabei von einer Vielzahl von Einflüssen abhängen
und sich sehr unterschiedlich und mit unterschiedlicher Geschwindigkeit ausbilden.
Generell können verschiedene Türsysteme einer Türvorrichtung von Verschleißerscheinungen
betroffen sein, beispielsweise eine Antriebseinheit der Türvorrichtung oder ein elektrisches
Schloss. Es ist daher prinzipiell nötig, Türvorrichtungen zu warten, um Verschleißerscheinungen
und Mängel festzustellen und zu beheben.
[0003] Bei aus dem Stand der Technik bekannten Systemen und Verfahren werden Wartungen meist
in festen Zeitintervallen, beispielsweise einmal jährlich, oder anhand von vordefinierten
Wartungsplänen durchgeführt. Hierdurch kommt es gemäß dem Stand der Technik einerseits
zu unnötigen Wartungsarbeiten an Türvorrichtungen. Andererseits werden Verschleißerscheinungen
häufig erst erkannt, wenn sie bereits zu Fehlern oder Störungen der Türvorrichtung
geführt haben, was eine unerwünschte Ausfallzeit der Türvorrichtung nach sich zieht.
[0004] Eine Wartung ist dabei häufig aufwendig, da eine Fachkraft anreisen muss, um die
Türvorrichtung zu untersuchen oder zu reparieren.
[0005] Vor diesem Hintergrund stellt sich die Aufgabe, eine effiziente Ermittlung und/oder
Überprüfung eines Status eines Türsystems zu ermöglichen, sodass bevorzugt der Aufwand
und die Kosten für Wartungsarbeiten und/oder die Ausfallzeiten reduziert werden können.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Ermittlung und/oder Überprüfung eines
Status eines Türsystems, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
-- in einem Messschritt wird mindestens eine Messinformation betreffend das Türsystem
ermittelt,
-- in einem Statusermittlungsschritt wird mithilfe der mindestens einen ermittelten
Messinformation der Status des Türsystems ermittelt und/oder überprüft, wobei die
zur Ermittlung und/oder Überprüfung des Status des Türsystems verwendete Messinformation
lediglich einen Teilbereich einer Betriebsphase des Türsystems betrifft.
[0007] Erfindungsgemäß ist hierdurch eine effiziente Statusermittlung für ein Türsystem
möglich. Es ist insbesondere möglich, die Statusermittlung auf relevante Bereiche
einer Betriebsphase des Türsystems zu beschränken, in denen ein Status des Türsystems,
insbesondere ein Verschleißstatus, mithilfe von Messinformationen bestimmbar ist.
Hierdurch ist es möglich, Datenmengen geringzuhalten und dennoch eine vorteilhafte
Statusermittlung zu erreichen. Somit lässt sich Overhead reduzieren und eine vorteilhafte
Kosteneffizienz erreichen. Insbesondere kann die Menge an aufgenommenen Daten und/oder
die zwischen einzelnen Komponenten eines erfindungsgemäßen Systems übermittelte Menge
an Daten geringgehalten werden.
[0008] Erfindungsgemäß kann hierdurch eine vorteilhafte Statusüberwachung erreicht werden,
die eine verbesserte Planung für Wartungsarbeiten ermöglicht. Somit kann eine effiziente
vorrausschauende Wartung (predictive maintenance) für ein Türsystem erreicht werden.
Insbesondere können unnötige Wartungsarbeiten durch eine Fachkraft reduziert oder
vermieden werden. Es können somit sowohl Ressourcen als auch Kosten gespart werden.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren ist insbesondere ein computerimplementiertes Verfahren,
bei dem ein, mehrere oder alle Schritte des Verfahrens computerimplementiert ausgeführt
werden.
[0010] Es kann vorteilhaft sein, dass einer, mehrere oder alle Schritte des Verfahrens wiederholt
werden, insbesondere in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen, oder dass einer,
mehrere oder alle Schritte des Verfahrens kontinuierlich ausgeführt werden. Hierdurch
kann für einen wählbaren Zeitraum eine Ermittlung und/oder Überprüfung eines Status
eines Türsystems erreicht werden. Es ist denkbar, dass die Schritte des Verfahrens
in verschiedenen Reihenfolgen ausgeführt werden. Es ist denkbar, dass sich die Schritte
des Verfahrens zeitlich überschneiden.
[0011] Es ist denkbar, dass der Statusermittlungsschritt zur Ermittlung und/oder Überprüfung
des Status des Türsystems eine Analyse der mindestens einen Messinformation mithilfe
eines Modells und/oder eines künstliche Intelligenz-Systems umfasst.
[0012] Erfindungsgemäß ist es denkbar, dass der Teilbereich einen zusammenhängenden Bereich
oder zwei oder mehr separate und beabstandete Bereiche der Betriebsphase umfasst.
[0013] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich, dass die Messinformation
durch eine numerische Integration von in dem Teilbereich ermittelten Messwerten, betreffend
mindestens eine Messgröße, und/oder Ansteuerungswerten, betreffend mindestens eine
Ansteuerungsgröße, gebildet ist.
[0014] Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung können
den abhängigen Ansprüchen entnommen werden.
[0015] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass der
ermittelte und/oder überprüfte Status des Türsystems einen Verschleißstatus eines
Untersystems des Türsystems und/oder einen Verschleißstatus des gesamten Türsystems
betrifft oder umfasst. Hierdurch kann in vorteilhafter Weise ein Verschleißstatus
bestimmt und/oder ausgegeben werden, mit dessen Hilfe eine vorrausschauende Wartung
implementiert werden kann.
[0016] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass die
mindestens eine Messinformation mithilfe einer Messung einer Messgröße des Türsystems
durch eine Messvorrichtung ermittelt wird, und/oder
dass die mindestens eine Messinformation durch eine Einstellung und/oder Ermittlung
einer Ansteuerungsgröße des Türsystems durch eine Steuerungsvorrichtung ermittelt
wird. Die Ansteuerungsgröße kann auch als einstellbare Größe für das Türsystem verstanden
werden, die beispielsweise beim Betrieb des Türsystems durch die Steuerungsvorrichtung
ausgegeben und/oder eingestellt wird und mit der das Türsystem gesteuert wird. Für
den Fall, dass das Türsystem eine Antriebseinheit der Türvorrichtung ist, kann es
sich bei der Ansteuerungsgröße beispielsweise um eine Antriebsspannung und/oder ein
oder mehrere Parameter einer Pulsweitenmodulation handeln. Die Messgröße kann auch
als messbare Größe des Türsystems verstanden werden.
[0017] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass die
mindestens eine Messinformation lediglich während des Teilbereichs der Betriebsphase
des Türsystems ermittelt wird. Vorzugsweise wird die Messinformation somit derart
ermittelt, dass die Messgröße des Türsystems durch die Messvorrichtung zur Erzeugung
der mindestens einen Messinformation lediglich in dem Teilbereich gemessen wird. Alternativ
oder zusätzlich wird die Messinformation vorzugsweise derart ermittelt, dass die Ansteuerungsgröße
des Türsystems durch die Steuerungsvorrichtung zur Erzeugung der mindestens einen
Messinformation lediglich in dem Teilbereich ermittelt wird. Insbesondere ist es hierdurch
denkbar, dass die Messinformation während zumindest eines weiteren Teilbereichs der
Betriebsphase nicht ermittelt wird oder dass die Messinformation während der gesamten
Betriebsphase außerhalb des Teilbereichs nicht ermittelt wird. Hierdurch können Kosten
und Energie gespart werden und die Menge an erzeugten Daten geringgehalten werden.
[0018] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass während
eines weiteren Teilbereichs der Betriebsphase des Türsystems eine weitere Messinformation,
insbesondere betreffend die gleiche Messgröße und/oder Ansteuerungsgröße wie die Messinformation,
ermittelt wird,
wobei die Ermittlung und/oder Überprüfung des Status des Türsystems, insbesondere
im Statusermittlungsschritt, unabhängig von der weiteren Messinformation ist, und/oder
wobei die weitere Messinformation bei der Ermittlung und/oder Überprüfung des Status
des Türsystems, insbesondere im Statusermittlungsschritt, unberücksichtigt bleibt.
Es ist somit denkbar, dass die weitere Messinformation keinen Einfluss auf die Ermittlung
und/oder Überwachung des Status des Türsystems hat. Es ist somit denkbar, dass Messinformationen
betreffend die Messgröße und/oder Ansteuerungsgröße während der gesamten Betriebsphase
des Türsystems ermittelt werden, insbesondere indem während der gesamten Betriebsphase
des Türsystems eine Messgröße ermittelt und/oder eine Ansteuerungsgröße eingestellt
und/oder ermittelt wird, wobei lediglich der während des Teilbereichs der Betriebsphase
ermittelte Teil der Messinformationen, also insbesondere die mindestens eine Messinformation,
zur Ermittlung und/oder Überwachung des Status des Türsystems verwendet wird. Außerhalb
des relevanten Teilbereichs ermittelte Messinformationen können somit besonders vorteilhaft
bei der Statusermittlung unberücksichtigt bleiben.
[0019] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass die
Betriebsphase des Türsystems einen Öffnungsvorgang und/oder einen Schließvorgang des
Türsystems und/oder einer das Türsystem aufweisenden Türvorrichtung umfasst, wobei
der Teilbereich der Betriebsphase insbesondere lediglich einen Teilbereich des Öffnungsvorgangs
und/oder des Schließvorgangs umfasst. Der Öffnungsvorgang kann auch als Öffnungsfahrt
verstanden werden. Der Schließvorgang kann auch als Schließfahrt verstanden werden.
Die Betriebsphase ist insbesondere ein Öffnungsvorgang und/oder Schließvorgang der
Türvorrichtung. Bei einer Karusselltür und/oder einer drehbaren Vereinzelungsvorrichtung
kann beispielsweise eine vollständige Drehung des Türelements bzw. der Vereinzelungsvorrichtung
als ein abgeschlossener Öffnungs- und Schließvorgang verstanden werden.
[0020] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass der
Teilbereich einen oder mehrere der folgenden Bereiche umfasst:
- einen Beschleunigungsbereich und/oder einen Bremsbereich, insbesondere bei einem Öffnungsvorgang
und/oder einem Schließvorgang einer das Türsystem aufweisenden Türvorrichtung,
- eine Konstantfahrt der das Türsystem aufweisenden Türvorrichtung, wobei die Türvorrichtung
bevorzugt bei der Konstantfahrt eine zumindest annähernd konstante Geschwindigkeit
aufweist,
- einen Anfahrtbereich der das Türsystem aufweisenden Türvorrichtung, insbesondere aus
einem Stand heraus,
- einen Übergangsbereich zwischen einem Beschleunigungsbereich und einer Konstantfahrt,
- einen Übergangsbereich zwischen einem Beschleunigungsbereich und einem Bremsbereich,
- einen Übergangsbereich zwischen einer Konstantfahrt und einem Bremsbereich.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es möglich, dass der Teilbereich
zumindest einen Beschleunigungsbereich und/oder einen Bremsbereich, insbesondere bei
einem Öffnungsvorgang und/oder einem Schließvorgang einer das Türsystem aufweisenden
Türvorrichtung, umfasst.
[0022] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es möglich, dass der Teilbereich
zumindest eine Konstantfahrt der das Türsystem aufweisenden Türvorrichtung umfasst,
wobei die Türvorrichtung bevorzugt bei der Konstantfahrt eine zumindest annähernd
konstante Geschwindigkeit aufweist.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es möglich, dass der Teilbereich
zumindest einen Anfahrtbereich der das Türsystem aufweisenden Türvorrichtung, insbesondere
aus einem Stand heraus, umfasst.
[0024] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es möglich, dass der Teilbereich
zumindest einen Übergangsbereich zwischen einem Beschleunigungsbereich und einer Konstantfahrt
umfasst.
[0025] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es möglich, dass der Teilbereich
zumindest einen Übergangsbereich zwischen einem Beschleunigungsbereich und einem Bremsbereich
umfasst.
[0026] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es möglich, dass der Teilbereich
zumindest einen Übergangsbereich zwischen einer Konstantfahrt und einem Bremsbereich
umfasst.
[0027] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass der
Teilbereich einen oder mehrere Bereiche umfasst, in denen sich eine Beschleunigung
und/oder ein Vorzeichen einer Beschleunigung und/oder eine Bewegungsrichtung der Türvorrichtung
und/oder des Türsystems ändert. Für ein als Antriebseinheit einer Türvorrichtung ausgebildetes
Türsystem ist es beispielsweise besonders vorteilhaft möglich, dass ein Verschleiß
der Antriebseinheit oder eines Untersystems der Antriebseinheit, beispielsweise eines
Getriebes, in einem oder mehreren Teilbereichen erkennbar ist, in denen sich die Beschleunigung
und/oder das Vorzeichen der Beschleunigung und/oder die Bewegungsrichtung der Türvorrichtung
ändert. Hierunter fallen insbesondere ein Beschleunigungsbereich, und/oder ein Bremsbereich,
und/oder ein Anfahrtbereich, und/oder ein Übergangsbereich zwischen einem Beschleunigungsbereich
und einer Konstantfahrt, und/oder ein Übergangsbereich zwischen einem Beschleunigungsbereich
und einem Bremsbereich, und/oder ein Übergangsbereich zwischen einer Konstantfahrt
und einem Bremsbereich. Insbesondere ist ein Verschleiß besonders vorteilhaft in solchen
Teilbereichen erkennbar, in denen Massenträgheitskräfte wirken. Besonders bevorzugt
ist es dabei denkbar, dass die ermittelte mindestens eine Messinformation Körperschall,
Geschwindigkeit eines bewegten Teils des Motors und/oder des Getriebes, insbesondere
eine Winkelgeschwindigkeit des Motors, insbesondere eines Rotors, und/oder Getriebes,
insbesondere eines Getrieberads, und/oder einen Strom und/oder eine Stellspannung
des Motors der Antriebseinheit betrifft. Anhand derartiger Messinformationen ist dabei
eine besonders vorteilhafte Ermittlung von Verschleißerscheinungen möglich.
[0028] Üblicherweise kann ein Motor einen nicht bewegten Teil in Form eines Stators und
den bewegten Teil, insbesondere bei Ausführung als Rotationsmotor in Form eines Rotors,
umfassen.
[0029] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es für ein als Antriebseinheit
ausgebildetes Türsystem einer Türvorrichtung, die keine Feder und/oder keinen Energiespeicher
aufweist, beispielsweise einer Schiebetür, in vorteilhafter Weise denkbar, dass der
Teilbereich einen Umkehrbereich zwischen einer Öffnungsfahrt und einer Schließfahrt,
und/oder einen Umkehrbereich zwischen einer Schließfahrt und einer Öffnungsfahrt,
und/oder ein Umkehrbereich zwischen einer Links-Fahrt und einer Rechts-Fahrt, und/oder
ein Umkehrbereich zwischen einer Rechts-Fahrt und einer Links-Fahrt umfasst. Ein solcher
Umkehrbereich ist besonders geeignet, um einen Verschleiß des Türsystems oder eines
Untersystems des Türsystems, beispielsweise eines Getriebes, zu ermitteln. Ein solcher
Umkehrbereich kann gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung auch als
ein aus einem Bremsbereich und einem Anfahrtbereich zusammengesetzter Teilbereich
verstanden werden. Es ist insbesondere denkbar, dass das Umkehrspiel in einem solchen
Umkehrbereich proportional zum Verschleiß des Türsystems oder des Untersystems des
Türsystems ist. Besonders bevorzugt ist es dabei denkbar, dass die ermittelte mindestens
eine Messinformation oder die ermittelten Messinformationen eine Geschwindigkeit eines
bewegten Teils des Motors und/oder des Getriebes, insbesondere eine Winkelgeschwindigkeit
eines Rotors des Motors und/oder eines Getrieberads des Getriebes, und/oder einen
Strom und/oder eine Stellspannung des Motors der Antriebseinheit betrifft. Anhand
derartiger Messinformationen ist dabei eine besonders vorteilhafte Ermittlung von
Verschleißerscheinungen möglich.
[0030] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass in
dem Teilbereich eine Verschleißerscheinung eines Untersystems des Türsystems und/oder
eine Verschleißerscheinung des Türsystems mithilfe einer Ermittlung der mindestens
einen Messinformation, insbesondere mithilfe der Ermittlung mindestens einer Messgröße
und/oder Ansteuerungsgröße, bestimmbar ist. Es ist insbesondere denkbar, dass der
Teilbereich der Betriebsphase des Türsystems ein Teilbereich ist, in dem eine Verschleißerscheinung
eines ersten Untersystems des Türsystems und/oder eines zweiten Untersystems des Türsystems
mithilfe einer Ermittlung der mindestens einen Messinformation, insbesondere mithilfe
der Ermittlung mindestens einer Messgröße und/oder Ansteuerungsgröße, bestimmbar ist.
[0031] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen,
-- dass mithilfe eines künstliche Intelligenz-Systems der Teilbereich der Betriebsphase
des Türsystems bestimmt wird; und/oder
-- dass mithilfe eines Modells der Teilbereich einer Betriebsphase des Türsystems
bestimmt wird. Dies kann auch derart verstanden werden, dass das Modell und/oder das
künstliche Intelligenz-System eine Teilbereichsinformation erzeugt, die einen Teilbereich
einer Betriebsphase des Türsystems angibt, der dazu geeignet ist, eine Verschleißerscheinung
eines bestimmten Untersystems des Türsystems durch eine Überwachung einer Messgröße
und/oder Ansteuerungsgröße des Türsystems in diesem Teilbereich zu ermitteln. Somit
kann vorzugsweise ein Teilbereich einer Betriebsphase des Türsystems ermittelt werden,
dessen Überwachung im Betrieb des Türsystems besonders vorteilhaft ist, da sich in
diesem Teilbereich Verschleißerscheinungen des Türsystems in einer Messgröße und/oder
Ansteuerungsgröße des Türsystems bemerkbar machen.
[0032] Es ist gemäß einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung denkbar, dass das Modell
ein Simulationsmodell für das Türsystem ist. Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist es vorgesehen,
-- dass das Modell mindestens eine Modellinformation, insbesondere eine Modellkurve,
für die mindestens eine Messgröße und/oder Ansteuerungsgröße des Türsystems umfasst,
und/oder
-- dass das Modell zur Ausgabe von mindestens einer Modellinformation, insbesondere
zur Ausgabe einer Modellkurve, für die mindestens eine Messgröße und/oder Ansteuerungsgröße
des Türsystems eingerichtet ist,
wobei bevorzugt der Statusermittlungsschritt zur Ermittlung und/oder Überprüfung des
Status des Türsystems einen Abgleich der mindestens einen Messinformation mit der
mindestens einen Modellinformation des Modells umfasst. Die mindestens eine Modellinformation
kann insbesondere eine oder mehrere mithilfe des Modells erstellte Simulationsdaten
betreffend das Türsystem umfassen.
[0033] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass das Türsystem
zumindest ein erstes Untersystem und ein zweites Untersystem aufweist. Es ist denkbar,
dass das Modell einen ersten Modellblock für das erste Untersystem und einen zweiten
Modellblock für das zweite Untersystem aufweist. Der erste Modellblock betrifft dabei
insbesondere zumindest eine Eigenschaft des ersten Untersystems und der zweite Modellblock
zumindest eine Eigenschaft des zweiten Untersystems. Insbesondere können die Eigenschaften
des Untersystems dabei Produktionstoleranzen, Maßabweichungen, Bauteilgewicht und/oder
Verschleißeffekte sein. Vorzugsweise ist es gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung möglich, dass das Modell weitere Modellblöcke für weitere Untersysteme des
Türsystems aufweist. Es ist mithilfe des Modells dabei besonders vorteilhaft möglich,
einen Teilbereich zu identifizieren, in dem Verschleißerscheinungen eines bestimmten
Untersystems, insbesondere des ersten oder zweiten Untersystem, durch eine Betrachtung
von Messinformationen in diesem Teilbereich, ermittelbar sind. Hierdurch kann eine
vorteilhafte Zuordnung von Verschleißerscheinungen zu einem der Untersysteme, insbesondere
zu dem ersten oder zweiten Untersystem, erfolgen. Es ist somit möglich, dass mithilfe
des Modells ermittelt wird, bei welchem der Untersysteme des Türsystems ein Verschleiß
vorliegt und/oder wie weit der Verschleiß fortgeschritten ist. Somit kann eine besonders
zeitoptimierte und individuelle Wartung erreicht werden. Insbesondere ist es möglich,
dass ein Zeitpunkt einer nächsten Wartung in Abhängigkeit des ermittelten Status des
Türsystems gewählt wird. Dabei kann ferner das Betriebsverhalten aus der Vergangenheit,
welches in einem Speichermedium des Türsystems gespeichert werden kann, insbesondere
Betriebszyklen pro Zeit, berücksichtigt werden. Beim Betriebsverhalten aus der Vergangenheit
kann insbesondere ein Mittelwert der letzten Woche, des letzten Monats und/oder der
letzten Monate herangezogen werden. Zusätzlich oder alternativ ist es möglich, dass
die Wartung auf ein Untersystem oder mehrere Untersysteme des Türsystems fokussiert
oder beschränkt wird, für das oder die bei der Ermittlung und/oder Überprüfung des
Status des Türsystems mithilfe des Modells ein Verschleiß ermittelt wurde. Insbesondere
kann ein derartiges Untersystem ein Bauteil oder eine Bauteilgruppe, wie ein Getriebe
und/oder einen Motor und/oder eine elektronische Steuerung, umfassen.
[0034] Der Begriff Getriebe beschreibt eine Baugruppe, welche eine Bewegung des Motors in
eine Bewegung eines anderen Bauteils, insbesondere eines Abtriebs, wandelt. Das Übersetzungsverhältnis
kann dabei beliebig, insbesondere auch 1:1, sein.
Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass das
Modell derart eingerichtet ist, dass aus einer Änderung einer der Eigenschaften des
ersten Untersystems und/oder eines Wertes einer der Eigenschaften des ersten Untersystems
im ersten Modellblock eine Änderung des Modells und/oder eine Änderung der mindestens
einen Modellinformation folgt. Es ist insbesondere möglich, gezielte Variationen der
Eigenschaften der Modellblöcke durchzuführen und die Auswirkung auf die mithilfe des
Modells erhaltenen Modellinformationen, insbesondere eine Modellkurve, zu identifizieren.
Dies dient in vorteilhafter Weise dazu, eine sichere Zuordnung zwischen Verschleißerscheinungen
der einzelnen Untersysteme des Türsystems und den Modellinformationen zu ermöglichen,
die mit der Realität abgeglichen werden kann. Es ist denkbar, dass derart ein Teilbereich
der Betriebsphase des Türsystems und/oder der Türvorrichtung identifiziert und/oder
ermittelt wird, der durch eine Statusermittlungseinrichtung, und/oder Messvorrichtung
und/oder Steuerungsvorrichtung gezielt überwacht und/oder vermessen wird.
[0035] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass mithilfe
des Modells eine Abhängigkeit der mindestens einen Messinformation von mindestens
einer Eigenschaft des ersten Untersystems ermittelt und/oder quantifiziert wird, und/oder
wobei mithilfe des Modells eine Abhängigkeit der mindestens einen Messinformation
von einer Variation von mindestens einer Eigenschaft des ersten Untersystems ermittelt
und/oder quantifiziert wird.
Es ist somit insbesondere denkbar, dass mithilfe des Modells die Abhängigkeit einer
Messgröße und/oder Ansteuerungsgröße des Türsystems von mindestens einer Eigenschaft
des ersten Untersystems simuliert wird, und/oder
dass mithilfe des Modells die Abhängigkeit einer Messgröße und/oder Ansteuerungsgröße
des Türsystems von einer Variation von mindestens einer Eigenschaft des ersten Untersystems
simuliert wird. Entsprechendes ist für die weiteren Untersysteme bzw. weiteren Modellblöcke
denkbar. Beispielsweise ist es möglich, dass mithilfe des Modells eine Abhängigkeit
der mindestens einen Messinformation von mindestens einer Eigenschaft des zweiten
Untersystems ermittelt und/oder quantifiziert wird, und/oder dass mithilfe des Modells
eine Abhängigkeit der mindestens einen Messinformation von einer Variation von mindestens
einer Eigenschaft des zweiten Untersystems ermittelt und/oder quantifiziert wird.
[0036] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es in vorteilhafter Weise
denkbar, dass für mehrere, insbesondere für jedes, in der Realität vorhandene Untersystem
des Türsystems ein Modellblock definiert wird, dem ein bestimmtes Verhalten eingeprägt
und/oder eine oder mehrere physikalische Eigenschaften hinzufügt werden kann, beispielsweise
Produktionstoleranzen, Maßabweichungen, und/oder Verschleißeffekte. Das Modell für
das Türsystem wird vorzugsweise aus den einzelnen Untersystemen bzw. Modellblöcken,
betreffend die Untersysteme, zusammengesetzt und ergibt in Summe charakteristische
Modellinformationen. Besonders vorteilhaft spiegelt sich demnach jede physikalische
Eigenschaft eines Modellblocks in den charakteristischen Modellinformationen wider.
Es ist insbesondere möglich, dass sich durch gezielte Variation die Wirkung von jedem
einzelnen Modellblock separat erkennen und/oder erlernen lässt. Es ist möglich, dass
die durch das Modell erzeugten charakteristischen Modellinformationen, insbesondere
eine Modellkurve, mit realen Messkurven, die beispielsweise mithilfe einer Messvorrichtung
und/oder einer Steuerungsvorrichtung erhalten werden, verglichen werden kann. Hierdurch
wird eine besonders vorteilhafte Ermittlung und/oder Überprüfung eines Status des
Türsystems möglich, wobei besonders vorteilhaft Verschleißerscheinungen der einzelnen
Untersysteme des Türsystems erkannt und/oder identifiziert werden können. Es kann
somit festgestellt werden, für welches der Untersysteme des Türsystems ein Verschleiß
vorliegt und/oder wie weit fortgeschritten der Verschleiß ist. Hierdurch kann in Abhängigkeit
der Ermittlung und/oder Überprüfung des Status eine vorteilhafte Wartung durchgeführt
werden.
[0037] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise
denkbar, dass das Modell die Kinematik und/oder die Kinetik der Türvorrichtung, des
Türsystems und/oder der Untersysteme des Türsystems berücksichtigt und/oder umfasst.
Es ist bevorzugt denkbar, dass das Modell mechanische Wechselwirkungen, Massenträgheit
und/oder mechanische Kräfte berücksichtigt und/oder umfasst. Es ist besonders vorteilhaft
denkbar, dass das Modell alternativ oder zusätzlich elektrische Wechselwirkungen,
Temperaturen und/oder Drücke berücksichtigt und/oder umfasst.
[0038] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass mithilfe
der ermittelten Abhängigkeit der mindestens einen Messinformation von der mindestens
einen Eigenschaft des ersten Untersystems und/oder mithilfe der ermittelten Abhängigkeit
der mindestens einen Messinformation von der Variation von der mindestens einen Eigenschaft
des ersten Untersystems - insbesondere als Teil des Statusermittlungsschritts - eine
Verschleißerscheinung und/oder ein Verschleißstatus des ersten Untersystems ermittelt
wird. Entsprechendes ist für die weiteren Untersysteme bzw. weiteren Modellblöcke
denkbar. Insbesondere ist es möglich, dass mithilfe der ermittelten Abhängigkeit der
mindestens einen Messinformation von der mindestens einen Eigenschaft des zweiten
Untersystems und/oder mithilfe der ermittelten Abhängigkeit der mindestens einen Messinformation
von der Variation von der mindestens einen Eigenschaft des zweiten Untersystems -
insbesondere als Teil des Statusermittlungsschritts - eine Verschleißerscheinung und/oder
ein Verschleißstatus des zweiten Untersystems ermittelt wird.
[0039] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass in
einem Prüfschritt des Modells - vorzugsweise vor dem Statusermittlungsschritt - eine
Überprüfung und/oder ein Test des Modells mithilfe von einem oder mehreren Messwerten
und/oder Ansteuerungswerten betreffend das Türsystem und/oder betreffend ein weiteres
Türsystem durchgeführt wird, wobei bei der Überprüfung und/oder dem Test insbesondere
überprüft wird, ob das Modell ein Genauigkeitskriterium erfüllt. Es wird dabei insbesondere
überprüft, ob die Modelinformationen (bzw. Simulationsdaten) des Modells eine gewünschte
Genauigkeit im Vergleich zu dem einen oder den mehreren Messwerten und/oder Ansteuerungswerten,
die insbesondere mithilfe von realen Messungen und/oder realen Einstellungen an einem
physischen bzw. realen Türsystem ermittelt werden erreichen. Der Prüfschritt kann
vor dem und/oder während des laufenden Betriebs des Türsystems und/oder der Türvorrichtung
erfolgen.
[0040] Es ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist denkbar,
dass, für den Fall, dass das Modell das Genauigkeitskriterium erfüllt, also eine gewünschte
Genauigkeit erreicht ist, das Modell im Statusermittlungsschritt zur Ermittlung und/oder
Überprüfung des Status des Türsystems verwendet wird. Für den Fall, dass das Modell
das Genauigkeitskriterium nicht erfüllt, also eine gewünschte Genauigkeit nicht erreicht
ist, wird das Modell vorzugsweise angepasst und/oder geändert, insbesondere bis es
das Genauigkeitskriterium erfüllt. Besonders bevorzugt wird das Modell erst nach Erfüllung
des Genauigkeitskriteriums im Statusermittlungsschritt zur Ermittlung und/oder Überprüfung
des Status des Türsystems verwendet. Das Genauigkeitskriterium ist insbesondere ein
wählbares und/oder vorgebbares Kriterium.
[0041] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich, insbesondere
für ein eine Antriebseinheit aufweisendes Türsystem mit einem Getriebe, dass das Modell
einen Modellblock für das Getriebe aufweist. Das Getriebe ist meist mechanisch und
kinematisch komplex, sodass hierbei Modellinformationen für die Trainingsdaten hilfreich
sind.
[0042] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich, insbesondere
für ein eine Antriebseinheit aufweisendes Türsystem mit einem Laschenwagen, dass das
Modell einen Modellblock für den Laschenwagen aufweist. Der Laschenwagen wird insbesondere
bei Drehtürantrieben eingesetzt, um mittelbar oder unmittelbar eine lineare Bewegung,
insbesondere einer Feder, in Rotationsbewegung zu wandeln. Der Laschenwagen kann dabei
ein Lager, insbesondere ein Nadellager umfassen. Ein solches Lager stellt in der Regel
das höchst belastete Bauteil des Türsystems dar. Daher eignet sich der Laschenwagen
sowohl als Modellblock als auch als Untersystem, insbesondere wobei Verschleißerscheinungen
hiervon über den Motorstrom und/oder über PWM und/oder über Akustik, insbesondere
den Körperschall, erkennbar sind.
[0043] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich, insbesondere
für ein eine Antriebseinheit aufweisendes Türsystem, dass das Modell einen Modellblock
für eine Tür bzw. einen Türflügel aufweist.
[0044] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich, insbesondere
für ein eine Antriebseinheit aufweisendes Türsystem mit einem Motor, dass das Modell
einen Modellblock für den Motor aufweist. Beim Motor treffen elektrische sowie mechanische
Faktoren aufeinander, sodass hierbei Modellinformationen für die Trainingsdaten hilfreich
sind.
[0045] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich, insbesondere
für ein eine Antriebseinheit aufweisendes Türsystem mit einer elektronischen Steuerungseinrichtung,
dass das Modell einen Modellblock für die elektronische Steuerungseinrichtung aufweist.
Die Steuerungseinrichtung stellt einen geschlossenen Regelkreis sicher und eignet
sich daher auch als Untersystem, insbesondere wobei an elektrischen Messgrößen wie
Spannung und/oder Strom und/oder PWM Verschleißerscheinungen hiervon erkennbar sind.
[0046] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich, insbesondere
für ein eine Antriebseinheit aufweisendes Türsystem mit einer Umlenkeinheit, dass
das Modell einen Modellblock für die Umlenkeinheit, insbesondere eine Umlenkrolle
und/oder einen Zahnriemen, aufweist. Die Umlenkeinheit ist in der Regel verschleißanfällig,
insbesondere wegen der vielen Richtungswechsel der Bewegungen. Die Umlenkeinheit eignet
sich daher auch als Untersystem, insbesondere wobei an Messinformationen betreffend
Akustik, insbesondere Körperschall, den Stromverlauf und/oder PWM Verschleißerscheinungen
hiervon erkennbar sind.
[0047] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich, insbesondere
für ein eine Antriebseinheit aufweisendes Türsystem, dass das Modell einen Modellblock
für einen Energiespeicher, insbesondere eine Feder oder ein Akku, aufweist.
[0048] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich, insbesondere
für ein eine Antriebseinheit aufweisendes Türsystem mit einem Netzteil, dass das Modell
einen Modellblock für das Netzteil aufweist. Das Netzteil kann Kondensatoren umfassen,
welche nach gewisser Zeit verschleißen und bei hoher elektrischer Last ausfallen können.
Daher eignet sich das Netzteil auch als Untersystem, insbesondere wobei an Messinformationen
betreffend die Spannung Verschleißerscheinungen hiervon erkennbar sind.
[0049] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich, insbesondere
für ein eine Antriebseinheit aufweisendes Türsystem, dass das Modell einen Modellblock
für ein Kraftübertragungselement, beispielsweise einen Zahnriemen, aufweist. Insbesondere
kommt ein solches Element bei Schiebetüren zum Einsatz und unterfällt einem Gewebe-Abrieb.
Verschleißerscheinungen sind dabei vorteilhaft an Messinformationen betreffend Akustik,
insbesondere Körperschall, Positionsverlauf und/oder Stromverlauf erkennbar.
[0050] Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass das
Modell für ein Türsystem, das eine Antriebseinheit einer Türvorrichtung aufweist,
einen, mehrere oder alle der folgenden Modellblöcke umfasst:
- einen ersten Modellblock, betreffend ein Getriebe,
- einen zweiten Modellblock, betreffend einen Laschenwagen,
- einen dritten Modellblock, betreffend eine Tür,
- einen vierten Modellblock, betreffend einen Motor,
- einen fünften Modellblock, betreffend eine elektronische Steuerung,
- einen sechsten Modellblock, betreffend eine Umlenkeinheit, insbesondere eine Umlenkrolle
und/oder einen Zahnriemen.
- einen siebten Modellblock, betreffend einen Energiespeicher, insbesondere eine Feder,
- einen achten Modellblock, betreffend ein Netzteil,
- einen neunten Modellblock, betreffend ein Kraftübertragungselement, beispielsweise
einen Zahnriemen.
Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass die
Ermittlung und/oder Überprüfung des Status des Türsystems im Statusermittlungsschritt
mithilfe eines künstliche Intelligenz-Systems durchgeführt wird. Es ist insbesondere
denkbar, dass das künstliche Intelligenz-Systems die mindestens eine Messinformation
im Statusermittlungsschritt analysiert. Es kann somit mithilfe des künstliche Intelligenz-Systems
insbesondere ermittelt werden, ob ein Verschleiß des Türsystems und/oder eines Untersystems
des Türsystems vorliegt und/oder wie weit der Verschleiß fortgeschritten ist. Somit
kann eine zeitoptimierte und individuelle Wartung erreicht werden. Insbesondere ist
es möglich, dass ein Zeitpunkt einer nächsten Wartung in Abhängigkeit des ermittelten
Status des Türsystems gewählt wird. Dabei kann ferner das Betriebsverhalten aus der
Vergangenheit, welches in einem Speichermedium des Türsystems gespeichert werden kann,
insbesondere Betriebszyklen pro Zeit, berücksichtigt werden. Beim Betriebsverhalten
aus der Vergangenheit kann insbesondere ein Mittelwert der letzten Woche, des letzten
Monats und/oder der letzten Monate herangezogen werden. Zusätzlich oder alternativ
ist es möglich, dass die Wartung auf das Untersystem oder die Untersysteme des Türsystems
fokussiert oder beschränkt wird, für das oder die bei der Ermittlung und/oder Überprüfung
des Status des Türsystems mithilfe des künstliche Intelligenz-Systems ein Verschleiß
ermittelt wurde.
[0051] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass das
künstliche Intelligenz-System mithilfe von Trainingsdaten trainiert wird, insbesondere
zumindest teilweise in einer Trainingsphase vor dem Statusermittlungsschritt. Es ist
denkbar, dass die Trainingsphase vollständig vor dem Statusermittlungsschritt durchgeführt
wird. Es ist alternativ denkbar, dass auch im Betrieb des Türsystems, beispielsweise
vor, während und/oder nach einem Statusermittlungsschritt, Trainingsdaten verwendet
werden, um das künstliche Intelligenz-System weiter zu trainieren. Somit ist auch
eine Anpassung und/oder Optimierung des künstliche Intelligenz-Systems möglich während
das Türsystem bereits im Betrieb ist und/oder während der Status des Türsystems bereits
ermittelt und/oder überprüft wird.
[0052] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass die
Trainingsdaten mindestens eine mithilfe eines Modells ermittelte und/oder ausgegebene
Modellinformation, insbesondere eine Modellkurve, umfassen. Hierdurch ist es besonders
vorteilhaft möglich, die nötige Menge an Trainingsdaten, die mithilfe von Messungen
und/oder Prüfverfahren an realen Türsystemen und Türvorrichtungen erhalten werden,
zu verringern. Türsysteme und Türvorrichtungen sind häufig individuell an bestimmte
Anwendungsbedingungen angepasst, so dass identische Türvorrichtungen und/oder Türsysteme
in vielen Fällen allenfalls in sehr geringer Stückzahl produziert werden. Das Training
eines künstliche Intelligenz-Systems mithilfe von Trainingsdaten, die durch Messungen
und/oder Prüfungen an realen Türsystemen und/oder Türvorrichtungen erhalten wurden,
ist daher häufig sehr umständlich und kostspielig, da hierfür typischerweise eine
Vielzahl an Daten an baugleichen oder sehr ähnlichen Türvorrichtungen aufgenommen
werden müssten. Dadurch, dass die Trainingsdaten Modellinformationen umfassen, die
mithilfe eines Modells, insbesondere eines Simulationsmodells, erzeugt wurden, kann
der Prüfaufwand an realen Türsystemen zum Training des künstliche Intelligenz-Systems
daher besonders vorteilhaft verringert werden.
[0053] Somit wird eine vorteilhafte Verwendung eines künstliche Intelligenz-Systems auch
für Türvorrichtungen und Türsysteme möglich, die individuell angefertigt oder an ihre
Anwendung angepasst sind oder die lediglich in eher geringer Stückzahl gefertigt werden.
[0054] Besonders vorteilhaft ist es gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
denkbar, dass das künstliche Intelligenz-System nach der Trainingsphase derart konfiguriert
ist, dass auftretende Verschleißerscheinungen, also insbesondere Anomalien und/oder
Defekte, des Türsystems und/oder eines Untersystems des Türsystems in den Messinformationen
von dem künstliche Intelligenz-System erkennbar sind. Insbesondere ist es hierdurch
möglich, dass Verschleißerscheinungen mithilfe einer durch das künstliche Intelligenz-System
durchgeführten Mustererkennung betreffend die im Betrieb des Türsystems ermittelten
Messinformationen sicher erkannt werden.
[0055] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung denkbar, dass die Trainingsdaten
Trainingsmessinformationen betreffend das Türsystem und/oder betreffend eine das Türsystem
umfassende Türvorrichtung umfassen, und/oder dass die Trainingsdaten Trainingsmessinformationen
betreffend ein weiteres Türsystem und/oder eine das weitere Türsystem umfassende weitere
Türvorrichtung umfassen. Die Trainingsmessinformationen werden insbesondere durch
Messung von einer oder mehreren Messgrößen mithilfe von entsprechenden Messvorrichtungen
an dem Türsystem, und/oder der Türvorrichtung, und/oder einem oder mehreren weiteren
Türsystemen und/oder einer oder mehreren weiteren Türvorrichtungen ermittelt. Zusätzlich
oder alternativ werden die Trainingsmessinformationen insbesondere durch eine Ermittlung
von einer oder mehreren Ansteuerungsgrößen mithilfe von entsprechenden Steuerungsvorrichtung
an dem Türsystem, und/oder der Türvorrichtung, und/oder einem oder mehreren weiteren
Türsystemen und/oder einer oder mehreren weiteren Türvorrichtungen ermittelt. Es ist
denkbar, dass die Trainingsmessinformationen teilweise oder vollständig in einer gesonderten
Prüfphase des Türsystems, und/oder der Türvorrichtung, und/oder des einen oder der
mehreren weiteren Türsysteme und/oder der einen oder der mehreren weiteren Türvorrichtungen
ermittelt werden. Es ist denkbar, dass die Trainingsmessinformationen teilweise oder
vollständig im Betrieb bzw. in der Anwendung insbesondere bei einer Statusermittlung
des Türsystems, und/oder der Türvorrichtung, und/oder des einen oder der mehreren
weiteren Türsysteme und/oder der einen oder der mehreren weiteren Türvorrichtungen
ermittelt werden.
[0056] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung insbesondere denkbar,
dass die Trainingsdaten sowohl Modellinformationen als auch Trainingsmessinformationen
umfassen.
[0057] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass die
Trainingsdaten Normalbetriebsdaten aufweisen, wobei die Normalbetriebsdaten einen
verschleißfreien Zustand des Türsystems betreffen,
und
dass die Trainingsdaten Verschleißbetriebsdaten aufweisen, wobei die Verschleißbetriebsdaten
einen Verschleißzustand des Türsystems und/oder einen Verschleißzustand eines Untersystems
des Türsystems betreffen. Es ist besonders vorteilhaft möglich, dass das künstliche
Intelligenz-System zur Erkennung von Verschleißerscheinungen von einem oder mehreren
Untersystemen des Türsystems in der mindestens einen Messinformationen trainiert wird.
Es ist somit möglich, dass das künstliche Intelligenz-System, insbesondere im Statusermittlungsschritt,
eine Zuordnung von einer in der mindestens einen Messinformation ermittelten Verschleißerscheinung
zu einem bestimmten Untersystem des Türsystems durchführt. Somit kann die Ermittlung
des Status des Türsystems, insbesondere im Statusermittlungsschritt, vorzugsweise
umfassen, dass der Verschleißstatus von einem oder mehreren Untersystemen des Türsystems
ermittelt und/oder ausgegeben wird. Die Normalbetriebsdaten sind insbesondere Modellinformationen
und/oder Trainingsmessinformationen. Es ist besonders bevorzugt, dass die Normalbetriebsdaten
zumindest Modellinformationen umfassen. Die Verschleißbetriebsdaten sind insbesondere
Modellinformationen und/oder Trainingsmessinformationen. Es ist besonders bevorzugt,
dass die Verschleißbetriebsdaten zumindest Modellinformationen umfassen.
[0058] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es möglich, dass bei der
Ermittlung der mindestens einen Messinformation bzw. der Messinformationen statistische
und/oder stochastische Methoden angewandt werden. Es ist denkbar, dass die mindestens
eine Messinformation einen Integralwert umfasst. Es ist denkbar, dass der Integralwert
mithilfe einer numerischen Integration ermittelt ist.
[0059] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es möglich, dass bei der
Ermittlung und/oder Überprüfung des Status des Türsystems im Statusermittlungsschritt
statistische und/oder stochastische Methoden angewandt werden.
[0060] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung denkbar, dass die Messinformation
im Messschritt derart ermittelt wird, dass mehrere Messwerte betreffend mindestens
eine Messgröße und/oder mehrere Messwerte betreffend mindestens eine Ansteuerungsgröße
während eines Teilbereichs einer Betriebsphase des Türsystems ermittelt werden. Für
die während des Teilbereichs der Betriebsphase ermittelten Messwerte wird ein Flächenintegral
mithilfe einer numerischen Integration gebildet. Die ermittelte Messinformation umfasst
vorzugsweise das derart ermittelte Flächenintegral. Es sind alternativ oder zusätzlich
auch andere statische und/oder numerische Methoden bei der Ermittlung der Messinformation
denkbar, beispielsweise eine Ableitung, eine Bildung eines Mittelwerts, eine Bildung
einer Varianz und/oder Standardabweichung.
[0061] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass das
Türsystem ein Teilsystem einer Türvorrichtung ist, insbesondere wobei das Türsystem
eine Antriebseinheit der Türvorrichtung ist oder eine Antriebseinheit der Türvorrichtung
umfasst. Alternativ ist es beispielsweise denkbar, dass das Türsystem ein elektrisches
Schloss einer Türvorrichtung umfasst oder ist. Auch andere Teilsysteme einer Türvorrichtung
kommen für das Türsystem infrage. Es ist alternativ denkbar, dass das Türsystem eine
vollständige Türvorrichtung ist.
[0062] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Türvorrichtung eine
Zutrittsvorrichtung, beispielsweise für ein Areal oder ein Gebäude. Es ist vorzugsweise
denkbar, dass die Türvorrichtung eine automatische Türvorrichtung ist. Es ist denkbar,
dass die Türvorrichtung eine oder mehrere der folgenden Vorrichtungen umfasst:
- eine Drehtür,
- eine Drehflügeltür,
- eine Karusselltür,
- eine Sicherheitskarusselltür,
- eine Personenschleuse,
- eine Schiebetür,
- eine Faltschiebetür,
- eine Drehsperre,
- ein Drehkreuz,
- eine Schwenktür.
[0063] Erfindungsgemäß ist es in vorteilhafter Weise denkbar, dass - mithilfe und/oder in
Abhängigkeit des im Statusermittlungsschritt ermittelten und/oder überprüften Status
- eine Wartungsindikation, betreffend das Türsystem und/oder betreffend eines oder
mehrere der Untersysteme des Türsystems, ausgegeben wird und/oder eine Wartung des
Türsystems und/oder eines oder mehrerer der Untersysteme des Türsystems durchgeführt
wird. Die Wartungsindikation ist insbesondere eine Information, die angibt, ob eine
Wartung des Türsystems durchzuführen ist und/oder wann eine Wartung der Türvorrichtung
und/oder des Türsystems durchzuführen ist. Die Wartungsindikation wird vorzugsweise
an eine Wartungseinrichtung übermittelt und/oder einer Wartungsperson zur Verfügung
gestellt.
[0064] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung denkbar, dass im Statusermittlungsschritt
vorzugsweise mehrere Messinformationen zur Ermittlung und/oder Überprüfung des Status
des Türsystems verwendet werden. Die Messinformationen umfassen insbesondere Betriebs-
und/oder Sensordaten betreffend das Türsystem und/oder die Türvorrichtung. Erfindungsgemäß
ist es somit denkbar, dass - insbesondere im Statusermittlungsschritt - eine vorteilhafte
Extraktion von charakteristischen Verschleiß- und/oder Schadens-Merkmalen aus den
Betriebs-und/oder Sensordaten durch Machine-Learning-Algorithmen und/oder ein Modell
und/oder statistische und/oder stochastische Methoden erfolgt (beispielsweise mithilfe
einer Korrelation zwischen Betriebsparametern und Anomalien).
[0065] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass die
mindestens eine Messinformation einen oder mehrere:
- Positionsverläufe,
- Geschwindigkeitsverläufe,
- Beschleunigungsverläufe,
- Motor-Ansteuerungsverläufe, insbesondere eine Pulsweitenmodulation,
- Stromverläufe, insbesondere eines Motor- und/oder Gesamtstroms,
- Spannungsverläufe, insbesondere einer Netzteilspannung und/oder Motorspannung,
- Temperaturverläufe, insbesondere einer Temperatur einer Umgebung, eines Motors, eines
Netzteils und/oder von einem oder mehreren elektrischen Bauteilen,
- Vibrationsverläufe, insbesondere Akustik, bevorzugt einen Körperschallverlauf, betrifft
oder umfasst.
Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messinformation mindestens einen Positionsverlauf betrifft und/oder umfasst.
[0066] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messinformation mindestens einen Geschwindigkeitsverlauf betrifft oder umfasst.
[0067] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messinformation mindestens einen Beschleunigungsverlauf betrifft oder umfasst.
[0068] Für ein als Antriebseinheit ausgebildetes Türsystem ist es gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung besonders vorteilhaft möglich, dass die mindestens eine
Messinformation Akustik, insbesondere Körperschall, eine Geschwindigkeit, Position
und/oder Beschleunigung eines bewegten Teils des Motors und/oder des Getriebes umfasst.
Insbesondere kann es dabei eine Winkelgeschwindigkeit, Winkelposition und/oder Winkelbeschleunigung
eines Rotors eines Motors und/oder eines Getrieberads des Getriebes sein. Derartige
Messinformationen sind besonders geeignet, um einen Verschleiß des Türsystems und/oder
des Getriebes zu identifizieren.
[0069] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messinformation mindestens einen Motor-Ansteuerungsverlauf, insbesondere eine
Pulsweitenmodulation, betrifft oder umfasst. Für ein als Antriebseinheit ausgebildetes
Türsystem ist es beispielsweise besonders vorteilhaft möglich, dass die mindestens
eine Messinformation eine Pulsweitenmodulation des Motors der Antriebseinheit betrifft
oder umfasst, da diese zur Ermittlung von Verschleißerscheinungen besonders geeignet
ist.
[0070] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messinformation mindestens einen Stromverlauf, insbesondere eines Motor- und/oder
Gesamtstroms, betrifft oder umfasst. Für ein als Antriebseinheit ausgebildetes Türsystem
ist es beispielsweise besonders vorteilhaft möglich, dass die mindestens eine Messinformation
einen Motorstrom der Antriebseinheit betrifft oder umfasst. Der Motorstrom ist besonders
geeignet, um einen Verschleiß des Türsystems und/oder eines Untersystems des Türsystems
zu identifizieren.
[0071] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messinformation mindestens einen Spannungsverlauf, insbesondere einer Netzteilspannung
und/oder Motorspannung, betrifft oder umfasst. Für ein als Antriebseinheit ausgebildetes
Türsystem ist es beispielsweise besonders vorteilhaft möglich, dass die mindestens
eine Messinformation eine Stellspannung des Motors der Antriebseinheit betrifft oder
umfasst, da diese zur Ermittlung von Verschleißerscheinungen besonders geeignet ist.
[0072] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messinformation mindestens einen Temperaturverlauf, insbesondere einer Temperatur
einer Umgebung, eines Motors, eines Netzteils und/oder von einem oder mehreren elektrischen
Bauteilen, betrifft oder umfasst.
[0073] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messinformation mindestens einen Vibrationsverlauf, insbesondere einen Körperschallverlauf,
betrifft oder umfasst.
[0074] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es, insbesondere für ein
als Antriebseinheit ausgebildetes Türsystem, in vorteilhafter Weise möglich, dass
die im Messschritt ermittelten Messinformationen einen Winkelgeschwindigkeitsverlauf
eines Getriebes der Antriebseinheit gegen die Zeit und/oder gegen eine Position eines
bewegten Teils des Motors oder des Getriebes, insbesondere gegen einen Winkel eines
Rotors des Motors und/oder eines Getrieberads des Getriebes, betreffen oder umfassen.
Verschließerscheinungen der Antriebseinheit und/oder eines Untersystems der Antriebseinheit,
beispielswiese des Getriebes oder des Motors, sind mithilfe derartiger Messinformationen
besonders vorteilhaft ermittelbar.
[0075] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es, insbesondere für ein
als Antriebseinheit ausgebildetes Türsystem, in vorteilhafter Weise möglich, dass
die im Messschritt ermittelten Messinformationen einen Beschleunigungsverlauf eines
bewegten Teils des Motors und/oder des Getriebes, insbesondere einen Winkelbeschleunigungsverlauf
eines Rotors des Motors und/oder eines Getrieberads des Getriebes der Antriebseinheit
gegen die Zeit und/oder gegen eine Position eines bewegten Teils des Motors oder des
Getriebes, insbesondere gegen einen Winkel eines Rotors des Motors oder eines Getrieberads
des Getriebes, betreffen oder umfassen. Verschließerscheinungen der Antriebseinheit
und/oder eines Untersystems der Antriebseinheit, beispielswiese des Getriebes oder
des Motors, sind mithilfe derartiger Messinformationen besonders vorteilhaft ermittelbar.
[0076] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es, insbesondere für ein
als Antriebseinheit ausgebildetes Türsystem, in vorteilhafter Weise möglich, dass
die im Messschritt ermittelten Messinformationen einen Motorstrom eines Motors der
Antriebseinheit gegen die Zeit und/oder gegen eine Position eines bewegten Teils des
Motors oder des Getriebes, insbesondere gegen einen Winkel eines Rotors des Motors
oder eines Getrieberads des Getriebes, betreffen oder umfassen. Hierdurch ist eine
besonders vorteilhafte Ermittlung von Verschließerscheinungen der Antriebseinheit
und/oder eines Untersystems der Antriebseinheit möglich.
[0077] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es, insbesondere für ein
als Antriebseinheit ausgebildetes Türsystem, in vorteilhafter Weise möglich, dass
die im Messschritt ermittelten Messinformationen eine Pulsweitenmodulation und/oder
eine Stellspannung eines Motors der Antriebseinheit gegen die Zeit und/oder gegen
eine Position eines bewegten Teils des Motors oder des Getriebes, insbesondere gegen
einen Winkel eines Rotors des Motors oder eines Getrieberads des Getriebes, betreffen
oder umfassen. Hierdurch ist eine besonders vorteilhafte Ermittlung von Verschließerscheinungen
der Antriebseinheit und/oder eines Untersystems der Antriebseinheit möglich.
Es ist denkbar, dass dem Modell und/oder dem künstliche Intelligenz-System Parameter
und/oder Größen des Türsystems und/oder der Türvorrichtung bereitgestellt werden,
insbesondere auch solche Parameter und/oder Größen, die den Fertigungszustand des
Türsystems und/oder der Türvorrichtung betreffen und vorzugsweise nicht verschleißbedingt
sind. Alternativ oder zusätzlich ist es denkbar, dass das Modell und/oder das künstliche
Intelligenzsystem derartige Parameter und/oder Größen des Türsystems und/oder der
Türvorrichtung umfasst.
Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfassen derartige Parameter
und/oder Größen des Türsystems und/oder der Türvorrichtung beispielsweise einen oder
mehrere der folgenden Parameter und/oder Größen:
- ein Gewicht des Türsystems und/oder der Türvorrichtung,
- Maße des Türsystems und/oder der Türvorrichtung, insbesondere Höhen und/oder Breiten,
- Toleranzen, insbesondere Fertigungstoleranzen, des Türsystems und/oder der Türvorrichtung,
- eine Einstellung der Betriebsparameter des Türsystems und/oder der Türvorrichtung,
- sonstige Besonderheiten des Türsystems und/oder der Türvorrichtung.
[0078] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfassen oder
betreffen die Parameter und/oder Größen, die den Fertigungszustand des Türsystems
und/oder der Türvorrichtung betreffen, zumindest ein Gewicht des Türsystems und/oder
der Türvorrichtung.
[0079] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfassen oder
betreffen die Parameter und/oder Größen, die den Fertigungszustand des Türsystems
und/oder der Türvorrichtung betreffen, zumindest ein Maß des Türsystems und/oder der
Türvorrichtung, insbesondere eine Höhe und/oder Breite.
[0080] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfassen oder
betreffen die Parameter und/oder Größen, die den Fertigungszustand des Türsystems
und/oder der Türvorrichtung betreffen, zumindest Toleranzen, insbesondere Fertigungstoleranzen,
des Türsystems und/oder der Türvorrichtung.
[0081] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfassen oder
betreffen die Parameter und/oder Größen, die den Fertigungszustand des Türsystems
und/oder der Türvorrichtung betreffen, eine Einstellung der Betriebsparameter des
Türsystems und/oder der Türvorrichtung.
[0082] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Statusermittlungseinrichtung
zur Ermittlung und/oder Überprüfung eines Status eines Türsystems,
- wobei die Statusermittlungseinrichtung zum Erhalten mindestens einer ermittelten Messinformation
betreffend das Türsystem konfiguriert ist,
- wobei die Statusermittlungseinrichtung zur Ermittlung und/oder Überprüfung des Status
des Türsystems mithilfe der mindestens einen ermittelten Messinformation konfiguriert
ist, wobei die zur Ermittlung und/oder Überprüfung des Status des Türsystems verwendete
Messinformation lediglich einen Teilbereich einer Betriebsphase des Türsystems betrifft.
[0083] Die Statusermittlungseinrichtung ist vorzugsweise eine computerimplementierte Statusermittlungseinrichtung.
[0084] Die Statusermittlungseinrichtung umfasst vorzugsweise Mittel, die zur Ausführung
eines Verfahrens zur Ermittlung und/oder Überprüfung eines Status eines Türsystems
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung eingerichtet sind. Es ist denkbar,
dass die Statusermittlungseinrichtung teilweise oder vollständig als Teil der Türvorrichtung
ausgebildet ist, die das Türsystem aufweist. Es ist denkbar, dass die Statusermittlungseinrichtung
teilweise oder vollständig als Teil des Türsystems ausgebildet ist. Es ist alternativ
oder zusätzlich denkbar, dass die Statusermittlungseinrichtung teilweise oder vollständig
extern von der Türvorrichtung ausgebildet ist. Es ist beispielsweise denkbar, dass
die Statusermittlungseinrichtung mithilfe einer Cloud ausgebildet ist.
[0085] Es ist denkbar, dass die Statusermittlungseinrichtung mit der Türvorrichtung und/oder
dem Türsystem und/oder der Messvorrichtung und/oder der Steuerungsvorrichtung in Kommunikationsverbindung
steht, insbesondere mithilfe von Kommunikationsmitteln. Es ist denkbar, dass die Kommunikationsmittel
zur drahtlosen und/oder drahtgebundenen Informations- und/oder Signalübertragung ausgebildet
sind. Es ist denkbar, dass die Kommunikationsmittel Mittel zur Informations- und/oder
Signalübertragung zwischen der Statusermittlungseinrichtung und der Türvorrichtung
und/oder zwischen der Statusermittlungseinrichtung und dem Türsystem und/oder zwischen
der Statusermittlungseinrichtung und der Messvorrichtung und/oder zwischen der Statusermittlungseinrichtung
und der Steuerungsvorrichtung umfassen.
[0086] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung möglich, dass die Statusermittlungseinrichtung
teilweise oder vollständig durch ein Edge-Gerät (Edge Device) ausgebildet ist. Das
Edge-Gerät ist vorzugsweise ein Gerät, das einen Einstiegspunkt in ein Kernnetzwerk,
beispielsweise eines Unternehmens oder eines Dienstanbieters, bereitstellt.
[0087] Es ist denkbar, dass das Edge-Gerät in unmittelbarer Nähe zu dem Türsystem und/oder
der Türvorrichtung installiert ist und/oder dass das Edge-Gerät als Teil des Türsystems
und/oder der Türvorrichtung ausgebildet ist.
[0088] Es ist denkbar, dass das Edge-Gerät ein von dem Türsystem und/oder der Türvorrichtung
separates Modul ist, welches über eine Datenverbindung mit der Steuerungsvorrichtung
des Türsystems und/oder der Türvorrichtung verbunden ist. Es ist alternativ denkbar,
dass das Edge-Gerät ein Teil der Steuerungsvorrichtung ist, so dass beispielsweise
eine Kombination aus einer Mikrocontrollersteuerung und einem Embedded Linux Device
ausgebildet ist. Es ist denkbar, dass das Edge-Gerät ein Erweiterungsmodul mit Machine-Learning-Funktionen
und/oder Datenübertragungsmitteln
-- für eine Türvorrichtung, und/oder
-- für ein Türsystem, und/oder
-- für einer Steuerungsvorrichtung eines Türsystems und/oder einer Türvorrichtung
ist.
[0089] Es ist denkbar, dass das Edge-Gerät sowohl die Statusermittlungseinrichtung als auch
die Steuerungsvorrichtung des Türsystems und/oder der Türvorrichtung umfasst. In diesem
Fall ist es insbesondere denkbar, dass insbesondere neben dem Edge-Gerät keine separate
Microcontroller-Türsteuerung notwendig ist.
[0090] Es ist denkbar, dass das Edge-Gerät in vorteilhafter Weise eine Erweiterung für eine
Türvorrichtung ist. Das Edge-Gerät ist dabei beispielsweise als Chip und/oder Stick
ausgebildet, insbesondere als spezieller künstliche Intelligenz-Chip und/oder -Stick,
welcher mit der Türvorrichtung und/oder dem Türsystem über eine Schnittstelle verbindbar
ausgebildet ist. Besonders bevorzugt ist das Edge-Gerät zur Verarbeitung vergleichsweise
großer Datenmengen vorgesehen.
[0091] Es ist denkbar, dass das Edge-Gerät und/oder die Steuerungsvorrichtung um eine Statusermittlungseinrichtung
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung und/oder deren Funktionalität
erweitert wird. Es ist dabei möglich, dass ein Edge-Gerät und/oder eine Türsteuerung
durch ein oder mehrere künstliche Intelligenz-Hardware-Geräte, insbesondere spezielle
künstliche Intelligenz-Hardware (bzw. A.I. Hardware), wie etwa einen oder mehrere
Chips und/oder USB-Sticks, erweitert wird. Ein derartiges künstliche Intelligenz-Hardware-Gerät
weist typischerweise eine Vielzahl von Rechenkernen, bevorzugt zumindest 16 Rechenkerne,
besonders bevorzugt mindestens 100 Rechenkerne auf. Vorzugsweise ist das künstliche
Intelligenz-Hardware-Gerät somit insbesondere derart eingerichtet, dass es eine vergleichsweise
große Menge paralleler Prozesse mit einer vergleichsweise sehr hohen Geschwindigkeit
verarbeiten kann.
[0092] Es ist denkbar, dass - insbesondere zur Einrichtung der Statusermittlungseinrichtung
- ein Edge-Gerät und/oder eine Steuerungsvorrichtung durch ein oder mehrere künstliche
Intelligenz-Hardware-Geräte (bzw. A.I. Hardware), wie beispielsweise einen oder mehrere
Chips und/oder Sticks, erweitert wird, die auf parallele Datenverarbeitung spezialisiert
sind. Beispiele für derartige spezielle künstliche Intelligenz-Hardware-Geräte sind
GPUs (Graphics Processing Unit) und TPUs (Tensor Processing Unit). Hierdurch kann
die Rechenleistung für künstliche Intelligenz-Anwendungen deutlich gesteigert werden.
[0093] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung insbesondere denkbar,
dass die Trainingsphase des künstliche Intelligenz-Systems einen Lernprozess umfasst.
Es ist gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung denkbar, dass der Lernprozess einen oder
mehrere der folgenden Schritte umfasst:
-- (i) Erfassung von Messinformationen, insbesondere von Betriebs- und/oder Sensordaten.
Es ist denkbar, dass die Messinformationen an dem Türsystem und/oder der Türvorrichtung
ermittelt werden. Die Messinformationen können insbesondere Betriebs- und/oder Sensordaten
zu einer oder mehreren Messgrößen und/oder Ansteuerungsgrößen des Türsystems umfassen.
-- (ii) Verarbeitung, Speicherung (insbesondere Zwischenspeicherung) und Weiterleitung
der Messinformationen in ein Datenbanksystem und/oder ein Datenanalysesystem. Es ist
beispielsweise denkbar, dass das Datenbanksystem und/oder das Datenanalysesystem Teil
der Statusermittlungseinrichtung ist und/oder mit der Statusermittlungseinrichtung
in Kommunikationsverbindung steht.
-- (iii) Einlernen von regulären und/oder ordnungsgemäßen Daten. Die regulären und/oder
ordnungsgemäßen Daten sind insbesondere Teil der Trainingsdaten, die zum Training
des künstliche Intelligenz-Systems verwendet werden. Es ist denkbar, dass diese Daten
teilweise oder vollständig durch einen modellbasierten Ansatz erzeugt werden. Es ist
alternativ oder zusätzlich denkbar, dass diese Daten an dem Türsystem und/oder der
Türvorrichtung ermittelt werden und/oder dass diese Daten an einem oder mehreren weiteren
Türsystemen ermittelt werden, insbesondere mithilfe von Versuchen in einer Testumgebung
und/oder mithilfe von Messungen an installierten, sich in der Anwendung befindlichen,
weiteren Türsystemen und/oder Türvorrichtungen. Insbesondere sind Zutrittssysteme
häufig höchst individuell ausgebildet und an bestimmte Anwendungen angepasst. Zum
Training eines künstliche Intelligenz-Systems ist jedoch typischerweise eine breite
Basis an regulären Daten notwendig oder vorteilhaft, um die meisten Ausprägungen eines
Produkts abzubilden. Hierbei ist es erfindungsgemäß besonders vorteilhaft möglich,
modellbasierte Trainingsdaten (also insbesondere Simulationsdaten) für das Training
des künstliche Intelligenz-Systems zu verwenden und somit eine breite Datenbasis zu
erreichen. Hierdurch können Zeit und Kosten bei der Entwicklung einer breiten Datenbasis
an regulären Daten gespart werden.
Die Trainingsdaten, insbesondere die regulären und/oder ordnungsgemäßen Daten, können
beispielsweise Daten zu einer oder mehreren der folgenden Eigenschaften eines Türsystems
und/oder einer Türvorrichtung umfassen:
-- Verschiedene Türgewichte,
-- Verschiedene Tür-Dimensionen und/oder Maße, insbesondere verschiedene Breiten und/oder
Höhen,
-- Einstellung der Betriebsparameter,
-- Sonstige Besonderheiten.
Als Teil der Trainingsdaten können somit verschiedene Türgewichte, Maße und/oder Betriebsparameter
berücksichtigt werden und/oder vorteilhaft für das Training des künstliche Intelligenz-Systems
verwendet werden.
-- (iv) Einlernen, insbesondere gezieltes Einlernen, von Anomalien mithilfe von Anomaliedaten.
Die Anomaliedaten können auch als Verschleißbetriebsdaten verstanden werden. Die Anomaliedaten
sind insbesondere Teil der Trainingsdaten, die zum Training des künstliche Intelligenz-Systems
verwendet werden. Es ist denkbar, dass die Anomaliedaten teilweise oder vollständig
durch einen modellbasierten Ansatz erzeugt werden. Es ist alternativ oder zusätzlich
denkbar, dass die Anomaliedaten an dem Türsystem und/oder der Türvorrichtung ermittelt
werden und/oder dass die Anomaliedaten an einem oder mehreren weiteren Türsystemen
ermittelt werden, insbesondere mithilfe von Versuchen in einer Testumgebung und/oder
mithilfe von Messungen an installierten, sich in der Anwendung befindlichen, weiteren
Türsystemen und/oder weiteren Türvorrichtungen. Auch hier kann der modellbasierte
Ansatz besonders vorteilhaft helfen, Zeit und Kosten zu sparen, indem gezielt Anomalien
ausgegeben und eingelernt werden können. Die Anomalien umfassen insbesondere Verschleißerscheinungen
und/oder Fehler des Türsystems oder eines bestimmten Untersystems des Türsystem oder
mehrerer Untersysteme des Türsystems. Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung insbesondere möglich, eine digitale Dokumentation von Anomalien im Testfeld
und/oder in der Anwendung eines Türsystems einzurichten, so dass vorhandene Betriebs-
und Sensordaten vor den Anomalien diesen zugeordnet werden können. Hierbei ist die
Implementierung von klassifizierten Fehlerbäume zur Auswahl besonders vorteilhaft.
[0094] Es ist denkbar, verschiedene Datentypen zur Klassifikation von regulären Daten und
Anomaliedaten heranzuziehen. Hierfür sind insbesondere eine oder mehrere der folgenden
Daten denkbar:
- Positionsverläufe,
- Geschwindigkeitsverläufe,
- Beschleunigungsverläufe,
- Motor-Ansteuerungsverläufe, insbesondere eine Pulsweitenmodulation,
- Stromverläufe, insbesondere eines Motor- und/oder Gesamtstroms,
- Spannungsverläufe, insbesondere einer Netzteilspannung und/oder Motorspannung,
- Temperaturverläufe, insbesondere eiern Temperatur der Umgebung, des Motors, des Netzteils
und/oder von einem oder mehreren elektrischen Bauteilen,
- Vibrationsverläufe, bevorzugt Geräusche und/oder Akustik, insbesondere Körperschallverläufe.
[0095] Es ist denkbar, dass ein Türsystem ein oder mehrere Untersysteme aufweist, die jeweils
ein oder mehrere sich bewegende Teile umfassen. Jedes sich bewegende Teil eines Türsystems
und/oder einer Türvorrichtung, insbesondere ein oder mehrere Zahnräder im Getriebe,
und/oder ein Motor, weist charakteristische Vibrationen auf und/oder hat einen charakteristischen
akustischen Fingerabdruck. Derartige charakteristische Vibrationen und/oder Fingerabdrücke
sind in einer Gesamtkurve, insbesondere in einem Körperschalsignal des Türsystems
und/oder der Türvorrichtung und/oder des Untersystems sichtbar und können den einzelnen
Untersystemen (bzw. sich bewegenden Teilen) zugeordnet werden.
[0096] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist eine Trennung
in geschwindigkeitsabhängige und geschwindigkeitsunabhängige Effekte des Türsystems
und/oder eines oder mehrerer der Untersysteme des Türsystems denkbar. Unter anderem
sind hierbei die folgenden Ausführungsbeispiele denkbar:
Erstes Beispiel:
[0097] Motorvibrationen sind direkt abhängig von der Geschwindigkeit und können bei gewissen
Drehzahlen ihr Maximum erzeugen.
Zweites Beispiel:
[0098] Eine Pulsweitenmodulation und/oder eine Frequenz einer Pulsweitenmodulation, insbesondere
zur Ansteuerung eines Motors, ist stets konstant und unabhängig von der Geschwindigkeit.
Drittes Beispiel:
[0099] Ein defektes Kugellager in einer Rolle ist frequenztechnisch an die Bewegungsgeschwindigkeit
gekoppelt.
[0100] Neben den vorhergehenden beschriebenen ersten, zweiten und dritten Beispielen sind
eine Vielzahl weiterer Ausführungsformen für unterschiedliche Arten und Typen von
Türsystemen denkbar.
[0101] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es möglich, dass die Geschwindigkeit
des Türsystems und/oder der Türvorrichtung und/oder der Körperschall des Türsystems
und/oder der Türvorrichtung mithilfe von Sensorvorrichtungen ermittelt werden. Die
Geschwindigkeit des Türsystems und/oder der Türvorrichtung und/oder der Körperschall
des Türsystems und/oder der Türvorrichtung werden insbesondere als Teil der mindestens
einen Messinformation im Messschritt ermittelt. Es ist besonders vorteilhaft denkbar,
dass aus geschwindigkeitsabhängigen Körperschallpegeln geschwindigkeitsunabhängige
Variablen berechnen werden, die zur Gesamtklassifizierung eines möglichen Defekts
oder Verschleißes während eines kompletten Fahrtzyklus verwendbar sind.
Ein Beispiel hierfür ist im Folgenden beschrieben:
[0102] Wenn ein Kugellager defekt ist, erzeugt es Schleifgeräusche. Je höher die Drehgeschwindigkeit
ist, desto höher ist die erzeugte und messbare (Schleif)-Frequenz. Durch ein Herausrechnen
der Geschwindigkeit lässt sich aus einer Gesamtkurve über einen kompletten Fahrzyklus,
der verschiedene Geschwindigkeiten aufweist, auf das spezifische defekte Kugellager
schließen. Hierbei ist ein geschwindigkeitsunabhängiger Pegel einer Messung, insbesondere
eines Fahrtzyklus, sichtbar, der überwacht werden kann. Dieser messbare Pegel verhält
sich insbesondere proportional zum Verschleiß.
[0103] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es möglich, dass das künstliche
Intelligenz-System eine Merkmalsextraktion mithilfe der Anomaliedaten durchführt.
In der Trainingsphase wird das künstliche Intelligenz-System derart trainiert, dass
es im Statusermittlungsschritt eingelernte Anomalien gezielt in den Messinformationen
finden kann. Somit ist eine besonders vorteilhafte Mustererkennung (Pattern Detection)
mithilfe des künstliche Intelligenz-Systems möglich.
[0104] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es möglich, dass das Türsystem
und/oder die Türvorrichtung in mehreren, insbesondere unterschiedlichen, Betriebszuständen
betreibbar ist. Es ist hierbei gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
denkbar, dass eine Cluster-Analyse zur Erkennung von Anomalien mithilfe des künstliche
Intelligenz-Systems eingerichtet ist. Es ist denkbar, dass für einen oder mehrere
der Betriebszustände, insbesondere für jeden Betriebszustand, ein eigenes Cluster
an Trainingsdaten erzeugt wird, vorzugsweise jeweils sowohl reguläre Daten als auch
Anomaliedaten. Das künstliche Intelligenz-System wird mithilfe der Trainingsdaten
vorzugsweise derart trainiert, dass es zur Erkennung von auftretenden Anomalien in
den Messinformationen für alle angelernten Betriebszustände eingerichtet ist.
[0105] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es möglich, einen klassifizierten
und/oder begrenzten Fehlerbaum zu bilden, aus dem eine Auswahl für Lernzwecke im Falle
eines Vorfalls durchführbar ist. Hierdurch kann ein besonders vorteilhaftes Machine-Learning
für das künstliche Intelligenz-System eingerichtet werden. Hierfür wird vorzugsweise
eine digitale Dokumentation über Vorfälle, wie beispielsweise einen erhöhten Verschleiß,
Defekte und/oder einen Teiletausch, eingerichtet, so dass die Betriebs- und Sensordaten
vor dem Vorfall zum Lernen der Anomalie verwendet werden können. Besonders vorteilhaft
ist hierbei ein Nutzer-Interface zur digitalen Dokumentation dieser Vorfälle in einer
Datenbankstruktur oder einer datenbankähnlichen Struktur ausgebildet. Zusammen mit
den Betriebsdaten bzw. Messinformationen können Anomalien vor dem Vorfall zum gezielten
Training zwecks Früherkennung verwendet werden.
[0106] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es möglich, dass das künstliche
Intelligenz-System ein Machine-Learning-System, ein Deep-Learning-System, ein neuronales
Netz und/oder eine Musterkennung aufweist.
[0107] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein System zur Ermittlung
und/oder Überprüfung eines Status eines Türsystems, wobei das System eine Statusermittlungseinrichtung
und das Türsystem umfasst,
- wobei die Statusermittlungseinrichtung zum Erhalten mindestens einer ermittelten Messinformation
betreffend das Türsystem konfiguriert ist,
- wobei die Statusermittlungseinrichtung zur Ermittlung und/oder Überprüfung des Status
des Türsystems mithilfe der mindestens einen ermittelten Messinformation konfiguriert
ist, wobei die zur Ermittlung und/oder Überprüfung des Status des Türsystems verwendete
Messinformation lediglich einen Teilbereich einer Betriebsphase des Türsystems betrifft.
[0108] Das System umfasst insbesondere eine Statusermittlungseinrichtung gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung und das Türsystem und/oder die Türvorrichtung.
[0109] Das System umfasst vorzugsweise Mittel, die zur Ausführung eines Verfahrens zur Ermittlung
und/oder Überprüfung eines Status eines Türsystems gemäß einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung eingerichtet sind.
[0110] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung denkbar, dass das System
und/oder die Statusermittlungseinrichtung einen digitalen Zwilling (digital twin)
für das Türsystem und/oder die Türvorrichtung aufweist, und/oder dass das System und/oder
die Statusermittlungseinrichtung auf einen digitalen Zwilling für das Türsystem und/oder
die Türvorrichtung zugreifen kann.
[0111] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass das
System eine Messvorrichtung und/oder eine Steuerungsvorrichtung umfasst,
wobei die Messvorrichtung derart konfiguriert ist, dass die Messvorrichtung durch
eine Messung einer Messgröße des Türsystems die mindestens eine Messinformation ermittelt,
wobei die Messvorrichtung insbesondere derart konfiguriert ist, dass die Messvorrichtung
der Statusermittlungseinrichtung die mindestens eine Messinformation bereitstellt,
und/oder
wobei die Steuerungsvorrichtung derart konfiguriert ist, dass die Steuerungsvorrichtung
die mindestens eine Messinformation durch eine Einstellung und/oder Ermittlung einer
Ansteuerungsgröße des Türsystems ermittelt, wobei die Steuerungsvorrichtung insbesondere
derart konfiguriert ist, dass die Steuerungsvorrichtung der Statusermittlungseinrichtung
die mindestens eine Messinformation bereitstellt.
[0112] Es ist denkbar, dass die Messvorrichtung und/oder die Steuerungsvorrichtung teilweise
oder vollständig als Teil der Türvorrichtung und/oder als Teils des Türsystems ausgebildet
sind. Es ist denkbar, dass die Messvorrichtung und/oder die Steuerungsvorrichtung
teilweise oder vollständig extern von dem Türsystem und/oder der Türvorrichtung ausgebildet
sind. Die Messvorrichtung und/oder die Steuerungsvorrichtung sind dabei dem Türsystem
zumindest zugeordnet.
[0113] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messvorrichtung und/oder Steuerungsvorrichtung eine, mehrere oder alle der folgenden
Vorrichtungen aufweist:
- einen Körperschallsensor,
- einen akustischen Sensor,
- einen elektrischen Spannungssensor,
- einen elektrischen Stromsensor,
- einen Temperatursensor,
- einen optischen Sensor, beispielsweise eine Kamera und/oder einen Infrarotsensor,
- einen Kraftsensor,
- einen Dehnungssensor,
- ein Weg- bzw. Entfernungsmessgerät.
[0114] Die Messvorrichtung und/oder Steuerungsvorrichtung ist dabei vorzugsweise mit einem
oder mehreren Sensoren oder Messgeräten bestückt, die dazu geeignet sind, die Messinformationen
zu ermitteln. Die Wahl der verwendeten Sensoren und/oder Messgeräte hängt insbesondere
von den mithilfe der Messinformationen betrachteten Messgrößen und/oder Ansteuerungsgrößen
ab.
[0115] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messvorrichtung und/oder Steuerungsvorrichtung mindestens einen Körperschallsensor
aufweist. Insbesondere Formänderungen im Zuge eines Verschleißes, bspw. Abrieb, lassen
sich durch Körperschall ermitteln. Ferner kann der Körperschall bzw. seine Änderungen
unterschiedlicher Untersysteme für jedes Untersystem spezifisch ermittelt werden,
was eine bauteilspezifische Ermittlung ermöglicht.
[0116] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messvorrichtung und/oder Steuerungsvorrichtung mindestens einen akustischen Sensor
aufweist.
[0117] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messvorrichtung und/oder Steuerungsvorrichtung mindestens einen elektrischen
Spannungssensor aufweist.
[0118] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messvorrichtung und/oder Steuerungsvorrichtung mindestens einen elektrischen
Stromsensor aufweist.
[0119] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messvorrichtung und/oder Steuerungsvorrichtung mindestens einen Temperatursensor
aufweist. Dadurch lassen sich erhöhte Reibungen bei mechanischen Bauteilen und/oder
erhöhte Widerstände bei elektrischen Bauteilen ermitteln.
[0120] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messvorrichtung und/oder Steuerungsvorrichtung mindestens einen optischen Sensor,
beispielsweise eine Kamera und/oder einen Infrarotsensor, aufweist. Dabei kann die
Messinformation einen Vergleich bzw. ein Vergleichsergebnis zwischen mehreren Bildaufnahmen,
insbesondere zumindest zwei Bildaufnahmen, welche zu unterschiedlichen Zeitpunkten
aufgenommen wurden, insbesondere nach einem bestimmten Zeitintervall aufgenommen,
darstellen. Eine derartige Messinformation kann insbesondere eine Verschleißerkennung
bei größeren Bauteilen, insbesondere bei Bauteilen bspw. bei einem Getrieberad eines
Getriebes, einem Rotor des Motors und/oder einem Zahnriemen, insbesondere von Schiebetürsystemen
und/oder Karusselltürsystemen, ermöglichen. Denn solche Bauteile sind in der Regel
größer dimensioniert, sodass eine solche Erkennung möglich wird.
[0121] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messvorrichtung und/oder Steuerungsvorrichtung mindestens einen Kraftsensor aufweist.
[0122] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messvorrichtung und/oder Steuerungsvorrichtung mindestens einen Dehnungssensor
aufweist.
[0123] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es denkbar, dass die mindestens
eine Messvorrichtung und/oder Steuerungsvorrichtung mindestens ein Weg- bzw. Entfernungsmessgerät
aufweist.
[0124] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, insbesondere für den Fall,
dass das Türsystem eine Antriebseinheit der Türvorrichtung umfasst, umfassen die Untersysteme
des Türsystems eines, mehrere oder alle der folgenden Untersysteme:
- ein Getriebe,
- einen Laschenwagen,
- eine Tür,
- einen Motor,
- eine elektronische Steuerung,
- eine Umlenkeinheit, beispielsweise eine Umlenkrolle und/oder einen Zahnriemen,
- einen Energiespeicher, beispielsweise eine Feder und/oder ein Akku,
- ein Netzteil,
- ein Kraftübertragungselement, beispielsweise einen Zahnriemen.
[0125] Bevorzugt ist denkbar, dass für ein als Antriebseinheit ausgebildetes Türsystem zumindest
ein als Getriebe ausgebildetes Untersystem des Türsystems vorhanden ist. In diesem
Fall ist es besonders vorteilhaft denkbar, dass die mindestens eine Messinformation
Akustik, insbesondere Körperschall, eine Geschwindigkeit, Position und/oder Beschleunigung
eines bewegten Teils des Motors und/oder des Getriebes umfasst. Insbesondere kann
es dabei eine Winkelgeschwindigkeit, Winkelposition, und/oder Winkelbeschleunigung
eines Rotors eines Motors und/oder eines Getrieberads des Getriebes sein. Derart kann
besonders vorteilhaft ein Verschleiß der Antriebseinheit und/oder des Getriebes ermittelt
werden.
[0126] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es besonders vorteilhaft
denkbar, dass für ein als Antriebseinheit ausgebildetes Türsystem zumindest ein als
Motor ausgebildetes Untersystem des Türsystems vorhanden ist. In diesem Fall ist es
besonders vorteilhaft denkbar, dass die mindestens eine Messinformation Akustik, insbesondere
Körperschall, eine Stellspannung, eine Pulsweitenmodulation und/oder einen Motorstrom
umfasst oder betrifft. Hierdurch kann eine besonders vorteilhafte Verschleißermittlung
erreicht werden.
[0127] Es ist gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung denkbar, dass das System
derart konfiguriert ist, dass durch die im Statusermittlungsschritt durchgeführte
Ermittlung und/oder Überprüfung des Status des Türsystems eine Vorhersage getroffen
werden kann, wie lange das Türsystem noch problemlos funktionsfähig ist. Dies kann
beispielsweise mithilfe einer Extrapolation der historischen Daten in die Zukunft
erfolgen.
[0128] Mithilfe der vorliegenden Erfindung kann eine besonders vorteilhafte frühzeitige
Erkennung von Verschleißerscheinungen und potentiellen Defekten erreicht werden, was
eine verbesserte Planung von Serviceeinsätzen und Wartungsarbeiten ermöglicht. So
wäre ein Serviceeinsatz vor einem drohenden Ausfall des Türsystems möglich. Ferner
könnte eine Servicekraft die notwendigen Ersatzteile für das Türsystem oder ein spezielles
Untersystem des Türsystems mitbringen. Es ist denkbar, dass das System besonders vorteilhaft
so konzipiert und/oder trainiert ist, dass es von selbst erkennt, welche Teile des
Türsystems einen Verschleiß und/oder Defekt aufweisen. Somit können Mehrfachfahrten
von Servicekräften zu einem sich in der Anwendung befindlichen Türsystem vermieden
werden.
[0129] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Computerprogrammprodukt,
insbesondere zur Ermittlung und/oder Überprüfung eines Status eines Türsystems, wobei
das Computerprogrammprodukt Befehle umfasst, die bei einer Ausführung des Computerprogrammprodukts
durch einen Computer, insbesondere durch ein System gemäß einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung und/oder durch eine Statusermittlungseinrichtung gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, den Computer veranlassen, ein Verfahren
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung auszuführen. Der Computer kann
eine einzige Computereinrichtung sein oder mehrere Computereinrichtungen umfassen.
Die mehreren Computereinrichtungen können insbesondere an unterschiedlichen Orten
angeordnet sein, beispielsweise teilweise als Teil der Türvorrichtung und/oder des
Türsystems und teilweise als Teil oder verbunden mit einem Telekommunikationsnetz.
[0130] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein computerlesbares Speichermedium,
umfassend Befehle, die bei der Ausführung durch einen Computer, insbesondere durch
ein System gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung und/oder durch eine
Statusermittlungseinrichtung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
diesen veranlassen, ein Verfahren gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
auszuführen.
[0131] Für die erfindungsgemäße Statusermittlungseinrichtung, das erfindungsgemäße System,
das erfindungsgemäße Computerprogrammprodukt und das erfindungsgemäß computerlesbare
Speichermedium können dabei die Merkmale, Ausführungsformen und Vorteile Anwendung
finden, die bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Ermittlung
und/oder Überprüfung eines Status eines Türsystems oder im Zusammenhang mit einer
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben worden sind. Für das
erfindungsgemäße Verfahren, das erfindungsgemäße System, das erfindungsgemäße Computerprogrammprodukt
und das erfindungsgemäß computerlesbare Speichermedium können dabei die Merkmale,
Ausführungsformen und Vorteile Anwendung finden, die bereits im Zusammenhang mit der
erfindungsgemäßen Statusermittlungseinrichtung oder im Zusammenhang mit einer Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Statusermittlungseinrichtung beschrieben worden sind. Für das
erfindungsgemäße Verfahren, die erfindungsgemäße Statusermittlungseinrichtung, das
erfindungsgemäße Computerprogrammprodukt und das erfindungsgemäß computerlesbare Speichermedium
können dabei die Merkmale, Ausführungsformen und Vorteile Anwendung finden, die bereits
im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen System oder im Zusammenhang mit einer Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Systems beschrieben worden sind.
[0132] Nachfolgend sollen weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung an-hand den in
den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert werden. Hierin zeigt
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Systems gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Systems gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Verfahrens zur Ermittlung und/oder Überprüfung
eines Status eines Türsystems gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer Erzeugung eines Modells gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Modells gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer mithilfe eines Modells gemäß dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 5 erhaltenen nominalen Modellkurve gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung der nominalen Modellkurve der Fig. 6 im Vergleich zu
einer verschleißbehafteten Modellkurve gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
[0133] In Fig. 1 ist ein System gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
schematisch dargestellt. Das System umfasst eine Türvorrichtung 1 mit mindestens einem
Türsystem 10. Es ist denkbar, dass die Türvorrichtung 1 weitere Türsysteme aufweist.
Das Türsystem 10 ist vorzugsweise eine Antriebseinheit der Türvorrichtung 1. Alternativ
ist es beispielsweise möglich, dass das Türsystem 10 ein elektrisches Schloss der
Türvorrichtung 1 ist. Typischerweise umfasst das Türsystem 10 mehrere Untersysteme
11, 12, 13, die jeweils auch als Teile oder Gruppen von Teilen verstanden werden können,
mit deren Hilfe das Türsystem 10 gebildet ist. Beispiele für derartige Untersysteme
11, 12, 13 eines als Antriebseinheit ausgebildeten Türsystems 10 sind ein Netzteil,
eine elektronische Steuerung, ein Motor, ein Getriebe, ein Laschenwagen, ein Energiespeicher
(insbesondere eine Feder) usw. Das Türsystem 10 weist eine Steuerungsvorrichtung 50
auf oder ist mit einer Steuerungsvorrichtung 50 verbunden. Auch die Steuerungsvorrichtung
50 kann gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung als Untersystem des
Türsystems 10 verstanden werden. Die Steuerungsvorrichtung 50 ist insbesondere zur
Steuerung des Türsystems 10 oder einer Funktion des Türsystems 10 eingerichtet. Beispielsweise
steuert die Steuerungsvorrichtung 50 mithilfe einer Pulsweitenmodulation ein als Antriebseinheit
ausgebildetes Türsystem 10. Hierfür gibt die Steuerungsvorrichtung 50 eine Ansteuerungsgröße
aus. Es ist denkbar, dass die Ansteuerungsgröße durch die Steuerungsvorrichtung 50
vorgegeben und eingestellt und/oder gemessen bzw. ermittelt wird. Die eingestellten
und/oder ermittelten Ansteuerungsgrößen können dabei als ermittelte Messinformationen
102 der Steuerungsvorrichtung 50 verstanden werden. Des Weiteren umfasst das Türsystem
10 eine oder mehrere Messvorrichtungen 40, 41, insbesondere Sensoren. Es ist alternativ
denkbar, dass die Messvorrichtungen 40, 41 teilweise oder vollständig separat von
dem Türsystem 10 ausgebildet sind. Mithilfe der Messvorrichtungen 40, 41 können eine
oder mehrere Messgrößen des Türsystems 10 gemessen werden. Beispiele für derartige
Messvorrichtungen 40, 41 sind Körperschallsensoren, akustische Sensoren, Spannungssensoren,
Stromsensoren, Temperatursensoren, optische Sensoren usw. Durch Messung von Messgrößen
ermitteln die Messvorrichtungen 40, 41 Messinformationen 100, 101 betreffend das Türsystem
10. Die Steuerungsvorrichtung 50 und/oder die Messvorrichtungen 40, 41 stehen mit
einem Edge-Gerät 60 in Kommunikationsverbindung. Es ist denkbar, dass das Edge-Gerät
60 als separate Einrichtung mit dem Türsystem 10 und/oder der Türvorrichtung 1 verbunden
ist. Es ist alternativ denkbar, dass das Edge-Gerät 60 lediglich in der Umgebung der
Türvorrichtung 1 und/oder des Türsystems 10 angeordnet ist. Es ist alternativ denkbar,
dass das Edge-Gerät 60 gemeinsam mit der Steuerungsvorrichtung 50 verbaut ist. Vorzugsweise
umfasst das Edge-Gerät 60 Kommunikationsmittel, insbesondere drahtlose Kommunikationsmittel,
zur Kommunikation mit einem lokalen Netzwerk und/oder einem Telekommunikationsnetz.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst das Edge-Gerät 60 eine Statusermittlungseinrichtung
30, die zur Ermittlung und/oder Überprüfung eines Status des Türsystems 10 eingerichtet
ist. Hierfür wird der Statusermittlungseinrichtung 30 mindestens eine Messinformation
100, 101, 102 bereitgestellt, die sich auf einen Teilbereich 90 einer Betriebsphase
des Türsystems 10 bezieht. Die Messinformation 100, 101, 102 werden mithilfe einer
oder mehrerer der Messvorrichtungen 40, 41 und/oder mithilfe der Steuerungsvorrichtung
50 ermittelt. Bei dem Teilbereich 90 handelt es sich insbesondere um einen oder mehrere
zusammenhängende oder separate Bereiche 91, 92, 93 ,94 einer Betriebsphase der Türvorrichtung.
Der Teilbereich 90 ist dafür geeignet, Verschleißerscheinungen des Türsystems 10 und/oder
eines bestimmten Untersystems 10, 11, 12 des Türsystems in den Messinformationen 100,
101, 102 zu identifizieren. Der Teilbereich 90 wird insbesondere mithilfe von Erfahrungswerten
und/oder mithilfe eines Modells 20 und/oder mithilfe eines künstlichen Intelligenz-Systems
31 identifiziert und/oder bestimmt. Es kann beispielsweise mithilfe des Modells 20
ermittelt werden, an welchen Stellen oder Bereichen einer Messkurve ein bestimmter
Verschleiß eines bestimmten Untersystems 11, 12, 13 erkennbar ist. Hierdurch kann
mithilfe des Modells 20 der Teilbereich 90 der Betriebsphase der Türvorrichtung 1
ermittelt werden, in dem die mindestens eine Messinformation 100, 101, 102 ermittelt
wird. Diese den Teilbereich 90 betreffende Messinformation (oder Messinformationen)
100, 101, 102 sind zur Ermittlung und/oder Überprüfung des Status des Türsystems 10
verwendbar. Alternativ oder zusätzlich kann der Teilbereich 90 beispielsweise mithilfe
eines künstliche Intelligenz-Systems ermittelt werden.
[0134] Erfindungsgemäß ist es somit besonders vorteilhaft denkbar, die im Statusermittlungsschritt
der vorliegenden Erfindung verwendete Messinformationen 100, 101, 102 auf Messinformationen
des Teilbereichs 90 zu beschränken.
[0135] Zur Ermittlung und/oder Überprüfung des Status des Türsystems im Statusermittlungsschritt
ist es beispielsweise denkbar, dass die Statusermittlungseinrichtung 30 derart konfiguriert
ist, dass sie mithilfe des Modells 20 und/oder mithilfe von Modellinformationen 200,
insbesondere einer oder mehrerer Modellkurven, den Status des Türsystems 10 ermittelt
und/oder überprüft. Die Modellinformationen 200, insbesondere einer oder mehrerer
Modellkurven, beziehen sich dabei auf Messgrößen und/oder Ansteuerungsgrößen des Türsystems
10, die mithilfe der Steuerungsvorrichtung 50 und/oder den Messvorrichtungen 40, 41
als Messinformationen 100, 101, 102 ermittelt werden. Mithilfe des Modells 20 bzw.
der Modellinformationen 200 können charakteristische Merkmale in den Messinformationen
100, 101, 102 bestimmten Änderungen und/oder Eigenschaften der Untersysteme 40, 41,
42, beispielsweise Verschleißerscheinungen, zugeordnet werden. Es ist denkbar, einen
Abgleich zwischen mithilfe des Modells 20 erhaltenen Modellinformationen 200, wie
beispielswiese einer Modellkurve und/oder einem Schwellenwert, und an dem Türsystem
ermittelten Messinformation 100, 101, 102 durchzuführen. Dies dient in vorteilhafter
Weise zur Ermittlung und/oder Überprüfung eines Status des Türsystems. Es kann somit
beispielsweise mithilfe eines Abgleichs zwischen einer mithilfe des Modells 20 ermittelten
Schwellenwerts und einer Messinformation 100, 101, 102 bestimmt werden, ob eine kritische
Grenze für einen Verschleiß des Türsystems 10 und/oder eines Untersystems 40, 41,
42 des Türsystems erreicht ist. Alternativ oder zusätzlich zu der Verwendung von Modellinformationen
200 im Statusermittlungsschritt ist es beispielsweise denkbar, dass die Statusermittlungseinrichtung
30 ein künstliche Intelligenz-System 31 aufweist, das zur Ermittlung und/oder Überprüfung
des Status des Türsystems 10 verwendbar ist. Alternativ oder zusätzlich ist es denkbar,
dass im Statusermittlungsschritt ein Abgleich der mindestens einen Messinformation
100, 101, 102 mit einem oder mehreren wählbaren und/oder festlegbaren Schwellenwerten
erfolgt. Dieser Abgleich oder die Abgleiche dienen dabei vorteilhafterweise dazu,
den Status des Türsystems 10 und/oder der Türvorrichtung 1 zu ermitteln.
[0136] Die Statusermittlungseinrichtung 30 kann auch separat von dem Edge-Gerät 60 ausgebildet
sein. Es ist beispielsweise möglich, dass die Statusermittlungseinrichtung 30 mithilfe
der Steuerungsvorrichtung 50 ausgebildet ist.
[0137] In Fig. 2 ist ein System gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
schematisch dargestellt. Im Unterschied zu dem in der Fig. 1 dargestellten System
ist eine Cloud 61 gezeigt. Die Cloud 61 kann beispielsweise über ein Telekommunikationsnetz
und entsprechende Kommunikationsmittel mit dem Edge-Gerät 60 in Kommunikationsverbindung
stehen. Bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Statusermittlungseinrichtung
30 mithilfe der Cloud 61 eingerichtet. Die von den Messvorrichtungen 40, 41 und/oder
der Steuerungsvorrichtung 50 ermittelten Messinformationen 100, 101, 102 werden über
geeignete Kommunikationsmittel, beispielsweise mithilfe des Edge-Geräts 60, an die
Cloud 61 übermittelt und derart der Statusermittlungseinrichtung 30 bereitgestellt.
Die Cloud 61 umfasst einen Datenspeicher 62 und/oder steht mit einem Datenspeicher
62 in Kommunikationsverbindung. In dem Datenspeicher 62 können beispielsweise Messinformationen
100, 101, 102 des Türsystems 10 und/oder Trainingsdaten für das künstliche Intelligenz-System
31 gespeichert sein. Die Trainingsdaten umfassen vorzugsweise mithilfe des Modells
20 ermittelte und/oder ausgegebene Modellinformationen 200 und/oder Trainingsmessinformationen,
die an einem oder mehreren weiteren Türsystemen 10', 10" gemessen und/oder ermittelt
werden, und/oder Trainingsmessinformationen, die an dem Türsystem 10 ermittelt wurden.
Die weiteren Türsysteme 10', 10" und/oder die zugehörigen weiteren Türvorrichtungen
1' weisen zur Übermittlung derartiger Trainingsmessinformationen vorzugsweise ebenso
eine Kommunikationsverbindung mit der Cloud 61 und/oder dem Datenspeicher 62 auf.
Es ist vorzugsweise möglich, dass es sich bei den weiteren Türsysteme 10', 10" um
baugleiche oder ähnliche Systeme handelt, wie bei dem Türsystem 10.
[0138] Erfindungsgemäß können hierbei besondere Vorteile erzielt werden, da die im Statusermittlungsschritt
verwendeten Messinformationen 100, 101, 102 insbesondere lediglich einen Teilbereich
90 einer Betriebsphase des Türsystems 10 betreffen. Hierdurch kann die übermittelte
Datenmenge zwischen dem Edge-Gerät 60 und der Cloud 61 (oder einer anderen Entität
eines Telekommunikationsnetz) besonders vorteilhaft verringert werden.
[0139] In Fig. 3 ist eine schematische Darstellung eines Verfahrens zur Ermittlung und/oder
Überprüfung eines Status eines Türsystems 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung gezeigt. Mithilfe von einer oder mehreren Messvorrichtungen 40, 41 werden
Messinformationen 100, 101, betreffend eine oder mehrere Messgrößen des Türsystems
10, aufgenommen. Alternativ oder zusätzlich werden mithilfe einer Steuerungsvorrichtung
Messinformationen 102, betreffend eine oder mehrere Ansteuerungsgrößen des Türsystems
10, ermittelt. Die Messinformationen 100, 101, 102 betreffen dabei einen Teilbereich
90 einer Betriebsphase des Türsystems 10. Die Ermittlung der Messinformationen 100,
101, 102 findet dabei insbesondere im Betrieb der Türvorrichtung 1 statt, die das
Türsystem 10 aufweist. Die ermittelten Messinformationen 100, 101, 102 werden einer
Statusermittlungseinrichtung 30 bereitgestellt. Mithilfe eines Modells 20 und/oder
mithilfe von Modellinformationen 200 (insbesondere Modellkurven 300) und/oder mithilfe
eines künstliche Intelligenz-Systems 31 (bzw. eine K.I.-Funktionalität) und/oder mithilfe
wählbarer Schwellenwerte und/oder Kriterien ermittelt die Statusermittlungseinrichtung
30 einen Status des Türsystems 10 in Abhängigkeit der erhaltenen Messinformationen
100, 101, 102. Wenn keine Verschleißerscheinungen in den Messinformationen 100, 101,
102 ermittelt werden, wird beispielsweise ein verschleißfreier Status des Türsystems
10 ermittelt. Wenn ein Verschleiß des Türsystems 10 oder eines Untersystems 11, 12,
13 des Türsystems 10 ermittelt wird, ist es denkbar, dass eine Verschleißinformation
400 von der Statusermittlungseinrichtung 30 ausgegeben wird. Eine solche Verschleißinformation
400 kann beispielsweise ein vorteilhaftes Zeitfenster und/oder einen Zeitpunkt für
eine Wartung des Türsystems 10 angeben und/oder eine Information dazu enthalten, für
welches Untersystem 11, 12, 13 ein Verschleiß (beispielsweise auch ein Defekt) erkannt
wurde. Eine derartige Verschleißinformation 400 kann beispielsweise einer Servicekraft
zur Verfügung gestellt werden und/oder für die Planung einer zukünftigen Wartung des
Türsystems 10 und/oder der Türvorrichtung 1 verwendet werden. Hierdurch wird eine
besonders vorteilhafte vorrauschauende Wartung (predictive maintenance) ermöglicht.
[0140] In Fig. 4 ist eine schematische Darstellung eines Verfahrens zur Erzeugung eines
Modells 20 gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung gezeigt. Hierfür
wird ein reales Türsystem 10 analysiert. In einem Systemeinflüssebestimmungsschritt
600 werden die Eigenschaften und Parameter der Untersysteme 11, 12, 13, 14, 15, 16,
17, 18, 19 bestimmt. Vorzugsweise werden in einem Systemeinflüssefilterungsschritt
601 die relevanten Systemeinflüsse herausgefiltert. Das Türsystem 10 wird in einem
Systemkomponentenschritt 602 in einzelne Untersysteme 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17,
18, 19 zerlegt bzw. unterteilt. In einem Wechselwirkungsschritt 603 werden die Wechselwirkungen
zwischen den einzelnen Untersystemen 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19 (bzw. Komponenten)
ermittelt und/oder beschrieben. In einem Prüfschritt 604 des Modells wird eine Überprüfung
durchgeführt, ob das Modell ein Genauigkeitskriterium erfüllt, also insbesondere eine
gewünschte Genauigkeit aufweist. Falls die gewünschte Genauigkeit nicht erreicht wird,
werden alle oder einige der Schritte 600, 601, 602, 603, 604 erneut durchgeführt,
insbesondere bis die gewünschte Genauigkeit erreicht wird.
[0141] Wenn im Prüfschritt 604 die gewünschte Genauigkeit erreicht ist, wird der Ablauf
der Schritte 600, 601, 602, 603, 604 beendet. Es wird eine Dekomposition und Wortmodellbildung
durchgeführt. Das Modell 20 weist vorzugsweise einzelne Modellblöcke 71, 72, 73, 74,
75, 76, 77, 78, 79 für alle relevanten Untersysteme 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18,
19 auf. Die Modellblöcke 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79 können auch als Simulationsteilmodelle
verstanden werden.
[0142] Als Beispiele sind die folgenden Modellblöcke denkbar:
Der erste Modellblock 71 betrifft ein Getriebe.
Der zweite Modellblock 72 betrifft einen Laschenwagen.
Der dritte Modellblock 73 betrifft eine Tür.
Der vierte Modellblock 74 betrifft einen Motor.
Der fünfte Modellblock 75 betrifft eine elektronische Steuerung.
Der sechste Modellblock 76 betrifft eine Umlenkeinheit, insbesondere eine Umlenkrolle
und/oder einen Zahnriemen.
Der siebte Modellblock 77 betrifft einen Energiespeicher, insbesondere eine Feder.
Der achte Modellblock 78 betrifft ein Netzteil.
Der neunte Modellblock 79 betrifft ein Kraftübertragungselement, beispielsweise einen
Zahnriemen.
[0143] Es sind eine Vielzahl anderer Möglichkeiten für Modellblöcke für unterschiedliche
Türsysteme denkbar.
[0144] In Fig. 5 ist eine schematische Darstellung eine Modells 20 gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung gezeigt. Das Beispiel zeigt ein Modell 20 für ein als Antriebseinheit
ausgebildetes Türsystem 10. Das Modell 20 umfasst einen ersten Modellblock 71 für
ein Netzteil, einen zweiten Modellblock 72 für eine elektronische Steuerung, einen
dritten Modellblock 73 für einen Motor, einen vierten Modellblock 74 für ein Getriebe,
einen fünften Modellblock 75 für einen Laschenwagen und einen sechsten Modellblock
76 für einen Energiespeicher (insbesondere eine Feder). Mithilfe des Modells 20 werden
Modellinformationen 200, insbesondere eine Modellkurve 300 für eine am Türsystem messbare
Messgröße und/oder Ansteuerungsgröße, erzeugt. In dieser charakteristischen Modellkurve
300 können einzelne Effekte, insbesondere Verschleißeffekte, der in den Modellblöcken
betrachteten Untersysteme des Türsystems 10 erkannt und zu den Untersystemen zugeordnet
werden. Diese Zusammenhänge können mithilfe des Modells 20 durch Variation der Eigenschaften
und Parameter der Modellblöcke identifiziert werden. Hierbei kann insbesondere auch
ein Teilbereich 90 einer Betriebsphase des Türsystems 10 identifiziert werden, in
dem bestimmte Verschleißerscheinungen des Türsystems 10 oder von Untersystemen des
Türsystems 10 in Messinformationen identifizierbar sind. Der Teilbereich 90 kann dabei
einen zusammenhängenden Bereich oder zwei oder mehr separate und beabstandete Bereiche
der Betriebsphase umfassen. Bei der Modellkurve 300 handelt es sich beispielsweise
um eine Winkelgeschwindigkeit w an der Antriebswelle des Getriebes über die Zeit t
bei einer Öffnungsfahrt der Türvorrichtung. In diesem Ausführungsbeispiel zeigt sich
ein Getriebeverschleiß im vorderen Bereich der Öffnungsfahrt. Ein erhöhter Getriebeverschleiß
führt zu einem Abfallen der Kurve nach der Beschleunigungsfahrt. Der Getriebeverschleiß
ist dabei beispielsweise wie folgt festlegbar: Getriebeverschleiß = aktuelles Getriebespiel
- Initiales Getriebespiel. Ein Verschleiß der Lagerung des Laschenwagens macht sich
beispielsweise durch ein Durchbiegen der Kurve in der Konstantfahrt bemerkbar, insbesondere
durch einen Einbruch der Winkelgeschwindigkeit mit Wegfall der Beschleunigungskomponenten.
[0145] In Fig. 6 ist eine schematische Darstellung einer mithilfe eines Modells 20 erhaltenen
nominalen Modellkurve 301 gezeigt. Die nominale Modellkurve 301 kann dabei auch als
Modellinformation 200 verstanden werden. Die nominale Modellkurve 301 stellt die Winkelgeschwindigkeit
w der Antriebswelle eines Getriebes eines Türsystems 10 in Abhängigkeit der Zeit t
für einen Öffnungsvorgang der Türvorrichtung dar, die das Türsystem 10 umfasst. Das
Getriebe ist ein Untersystem 11, 12, 13 des Türsystems 10. Die nominale Modellkurve
301 ist hierbei die Kurve, die ohne Verschleißerscheinungen des Türsystems 10, also
insbesondere in einem Normalzustand bzw. initialen Gut-Zustand des Türsystems 10,
erhalten wird. Ferner sind fertigungs- und/oder toleranzbedingte Abweichungen 302
des Türsystems 10 ohne einen Verschleiß dargestellt. Derartige fertigungs- und/oder
toleranzbedingte Abweichungen können in dem Modell 20 für die verschiedenen Untersysteme
des Türsystems 10 und das gesamte Türsystem 10 mithilfe von Modellblöcken des Modells
und deren Eigenschaften berücksichtigt werden.
[0146] In Fig. 7 ist eine schematische Darstellung der nominalen Modellkurve 301 der Fig.
6 (ohne Verschleiß) im Vergleich zu einer verschleißbehafteten Modellkurve 303 gezeigt.
Mithilfe des Modells 20 bzw. mithilfe der durch das Modell erzeugten Modellkurven
301, 303 ist der Teilbereich 90 (bzw. die Bereiche 91, 92, 93, 94 des Teilbereichs
90) des Öffnungsvorgangs der Türvorrichtung 10 identifizierbar, in dem sich Verschleißeffekte
von einzelnen Untersystemen bei einer Messung der Winkelgeschwindigkeit w der Antriebswelle
des Getriebes zeigen. Es sind insbesondere ein erster, zweiter, dritter und vierter
Bereich 91, 92, 93, 94 des Teilbereichs 90 der Betriebsphase dargestellt. Der Getriebeverschleiß
kann beispielsweise über eine Differenz D zwischen einem aktuellen Wert und einem
nominellen bzw. initialen Wert ermittelt und/oder quantifiziert werden. Im ersten
Bereich 91, insbesondere zu Beginn der Öffnungsfahrt, sind mit zunehmenden Getriebespiel,
Schwingungen erkennbar. Das zunehmende Getriebespiel ist ein Verschleißeffekt des
Getriebes, der somit im ersten Bereich 91 detektierbar ist. Im zweiten Bereich 92
führt eine erhöhte Reibung und ein erhöhter Verschleiß des Getriebes zu einem Einbruch
der Winkelgeschwindigkeit nach dem Ende der Beschleunigungsfahrt. Im dritten Bereich
93, während einer Konstantfahrt, ist ebenso ein Einbruch der Winkelgeschwindigkeit
mit zunehmender Reibung und zunehmendem Getriebeverschleiß erkennbar. Im vierten Bereich
94 entstehen mit zunehmender Reibung Schwingungen um die nominale Modellkurve 301.
Mithilfe des Modells 20 kann somit ein Teilbereich 90, aufweisend einen oder mehrere
separate Bereiche 91, 92, 93, 94, ermittelt werden, in dem Verschleißerscheinungen
durch die Ermittlung von Messinformationen 100, 101, 102 eines Türsystems 20 bestimmbar
sind und vorzugsweise einzelnen Untersystemen des Türsystems 10 zuordenbar sind. Die
Fig. 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Es sind eine Vielzahl
weiterer Ausführungsbeispiele denkbar, bei denen beispielsweise andere Messgrößen
als die Winkelgeschwindigkeit w zur Ermittlung von Verschleißerscheinungen und/oder
zur Ermittlung des Teilbereichs 90 verwendet werden können.
Bezugszeichenliste
[0147]
- 1
- Türvorrichtung
- 1'
- weitere Türvorrichtung
- 10
- Türsystem
- 10', 10"
- weitere Türsysteme
- 11
- erstes Untersystem
- 12
- zweites Untersystem
- 13-19
- weitere Untersysteme
- 20
- Modell
- 30
- Statusermittlungseinrichtung
- 31
- künstliche Intelligenz-System
- 40
- Messvorrichtung
- 41
- Messvorrichtung
- 50
- Steuerungsvorrichtung
- 60
- Edge-Gerät
- 61
- Cloud
- 62
- Datenspeicher
- 71
- erster Modellblock
- 72
- zweiter Modellblock
- 73-79
- weitere Modellblöcke
- 90
- Teilbereich einer Betriebsphase
- 91
- erster Bereich
- 92
- zweiter Bereich
- 93
- dritter Bereich
- 94
- vierter Bereich
- 100
- Messinformation
- 101
- Messinformation
- 102
- Messinformation
- 200
- Modellinformation
- 300
- Modellkurve
- 301
- Modellkurve
- 302
- Abweichungen
- 303
- Modellkurve
- 400
- Verschleißinformation
- 600
- Systemeinflüssebestimmungsschritt
- 601
- Systemeinflüssefilterungsschritt
- 602
- Systemkomponentenschritt
- 603
- Wechselwirkungsschritt
- 604
- Prüfschritt
- D
- Differenz
- t
- Zeit
- w
- Winkelgeschwindigkeit
1. Verfahren zur Ermittlung und/oder Überprüfung eines Status eines Türsystems (10),
wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
-- in einem Messschritt wird mindestens eine Messinformation (100, 101, 102) betreffend
das Türsystem (10) ermittelt,
-- in einem Statusermittlungsschritt wird mithilfe der mindestens einen ermittelten
Messinformation (100, 101, 102) der Status des Türsystems (10) ermittelt und/oder
überprüft, wobei die zur Ermittlung und/oder Überprüfung des Status des Türsystems
(10) verwendete Messinformation (100, 101, 102) lediglich einen Teilbereich (90) einer
Betriebsphase des Türsystems (10) betrifft.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die mindestens eine Messinformation (100, 101) mithilfe
einer Messung einer Messgröße des Türsystems (10) durch eine Messvorrichtung (40,
41) ermittelt wird, und/oder
wobei die mindestens eine Messinformation (102) durch eine Einstellung und/oder Ermittlung
einer Ansteuerungsgröße des Türsystems (10) durch eine Steuerungsvorrichtung (50)
ermittelt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mindestens eine Messinformation
(100, 101, 102) lediglich während des Teilbereichs (90) der Betriebsphase des Türsystems
(10) ermittelt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, wobei während eines weiteren Teilbereichs
der Betriebsphase des Türsystems (10) eine weitere Messinformation, insbesondere betreffend
die gleiche Messgröße und/oder Ansteuerungsgröße wie die Messinformation (100, 101,
102), ermittelt wird,
wobei die Ermittlung und/oder Überprüfung des Status des Türsystems (10), insbesondere
im Statusermittlungsschritt, unabhängig von der weiteren Messinformation ist, und/oder
wobei die weitere Messinformation bei der Ermittlung und/oder Überprüfung des Status
des Türsystems (10), insbesondere im Statusermittlungsschritt, unberücksichtigt bleibt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Betriebsphase des Türsystems
(10) einen Öffnungsvorgang und/oder einen Schließvorgang des Türsystems (10) und/oder
einer das Türsystem (10) aufweisenden Türvorrichtung (1) umfasst, wobei der Teilbereich
(90) der Betriebsphase insbesondere lediglich einen Teilbereich (90) des Öffnungsvorgangs
und/oder des Schließvorgangs umfasst.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Teilbereich (90) einen
oder mehrere der folgenden Bereiche umfasst:
- einen Beschleunigungsbereich und/oder einen Bremsbereich, insbesondere bei einem
Öffnungsvorgang und/oder einem Schließvorgang einer das Türsystem (10) aufweisenden
Türvorrichtung (1),
- eine Konstantfahrt der das Türsystem (10) aufweisenden Türvorrichtung (1), wobei
die Türvorrichtung (1) bevorzugt bei der Konstantfahrt eine zumindest annähernd konstante
Geschwindigkeit aufweist,
- einen Anfahrtbereich der das Türsystem (10) aufweisenden Türvorrichtung (1), insbesondere
aus einem Stand heraus,
- einen Übergangsbereich zwischen einem Beschleunigungsbereich und einer Konstantfahrt,
- einen Übergangsbereich zwischen einem Beschleunigungsbereich und einem Bremsbereich,
- einen Übergangsbereich zwischen einer Konstantfahrt und einem Bremsbereich.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in dem Teilbereich (90) eine
Verschleißerscheinung eines Untersystems (11, 12, 13) des Türsystems (10) und/oder
eine Verschleißerscheinung des Türsystems (10) mithilfe einer Ermittlung der mindestens
einen Messinformation (100, 101, 102), insbesondere mithilfe der Ermittlung mindestens
einer Messgröße und/oder Ansteuerungsgröße, bestimmbar ist.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
-- wobei mithilfe eines künstliche Intelligenz-Systems (31) der Teilbereich (90) der
Betriebsphase des Türsystems (10) bestimmt wird; und/oder
-- wobei mithilfe eines Modells (20) der Teilbereich (90) einer Betriebsphase des
Türsystems (10) bestimmt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Türsystem (10) ein Teilsystem
einer Türvorrichtung (1) ist, wobei das Türsystem (10) insbesondere eine Antriebseinheit
der Türvorrichtung (1) ist oder eine Antriebseinheit der Türvorrichtung (1) umfasst.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mindestens eine Messinformation
(100, 101, 102) einen oder mehrere:
- Positionsverläufe,
- Geschwindigkeitsverläufe,
- Beschleunigungsverläufe,
- Motor-Ansteuerungsverläufe, insbesondere eine Pulsweitenmodulation,
- Stromverläufe, insbesondere eines Motor- und/oder Gesamtstroms,
- Spannungsverläufe, insbesondere einer Netzteilspannung und/oder Motorspannung,
- Temperaturverläufe, insbesondere einer Temperatur einer Umgebung, eines Motors,
eines Netzteils und/oder von einem oder mehreren elektrischen Bauteilen,
- Vibrationsverläufe, insbesondere einen Körperschallverlauf betrifft oder umfasst.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Teilbereich (90) einen
oder mehrere Bereiche umfasst, in denen sich eine Beschleunigung und/oder ein Vorzeichen
einer Beschleunigung und/oder eine Bewegungsrichtung der Türvorrichtung (1) und/oder
des Türsystems ändert.
12. Statusermittlungseinrichtung (30) zur Ermittlung und/oder Überprüfung eines Status
eines Türsystems (10),
- wobei die Statusermittlungseinrichtung (30) zum Erhalten mindestens einer ermittelten
Messinformation (100, 101, 102) betreffend das Türsystem (10) konfiguriert ist,
- wobei die Statusermittlungseinrichtung (30) zur Ermittlung und/oder Überprüfung
des Status des Türsystems (10) mithilfe der mindestens einen ermittelten Messinformation
(100, 101, 102) konfiguriert ist, wobei die zur Ermittlung und/oder Überprüfung des
Status des Türsystems verwendete Messinformation (100, 101, 102) lediglich einen Teilbereich
(90) einer Betriebsphase des Türsystems (10) betrifft.
13. System zur Ermittlung und/oder Überprüfung eines Status eines Türsystems (10), wobei
das System eine Statusermittlungseinrichtung (30) und das Türsystem (10) umfasst,
- wobei die Statusermittlungseinrichtung (30) zum Erhalten mindestens einer ermittelten
Messinformation (100, 101, 102) betreffend das Türsystem (10) konfiguriert ist,
- wobei die Statusermittlungseinrichtung (30) zur Ermittlung und/oder Überprüfung
des Status des Türsystems (10) mithilfe der mindestens einen ermittelten Messinformation
(100, 101, 102) konfiguriert ist, wobei die zur Ermittlung und/oder Überprüfung des
Status des Türsystems verwendete Messinformation (100, 101, 102) lediglich einen Teilbereich
(90) einer Betriebsphase des Türsystems (10) betrifft.
14. System nach Anspruch 13, wobei das System eine Messvorrichtung (40, 41) und/oder eine
Steuerungsvorrichtung (50) umfasst,
wobei die Messvorrichtung (40, 41) derart konfiguriert ist, dass die Messvorrichtung
(40, 41) durch eine Messung einer Messgröße des Türsystems (10) die mindestens eine
Messinformation (100, 101) ermittelt, wobei die Messvorrichtung (40, 41) insbesondere
derart konfiguriert ist, dass die Messvorrichtung (40, 41) die mindestens eine Messinformation
(100, 101) der Statusermittlungseinrichtung (30) bereitstellt, und/oder
wobei die Steuerungsvorrichtung (50) derart konfiguriert ist, dass die Steuerungsvorrichtung
(50) die mindestens eine Messinformation (102) durch eine Einstellung und/oder Ermittlung
einer Ansteuerungsgröße des Türsystems (10) ermittelt, wobei die Steuerungsvorrichtung
(50) insbesondere derart konfiguriert ist, dass die Steuerungsvorrichtung (50) die
mindestens eine Messinformation (102) der Statusermittlungseinrichtung (30) bereitstellt.
15. Computerprogrammprodukt, insbesondere zur Ermittlung und/oder Überprüfung eines Status
eines Türsystems (10), wobei das Computerprogrammprodukt Befehle umfasst, die bei
einer Ausführung des Computerprogrammprodukts durch einen Computer, insbesondere durch
ein System nach einem der Ansprüche 13 oder 14 und/oder durch eine Statusermittlungseinrichtung
(30) nach Anspruch 12, den Computer veranlassen, ein Verfahren nach einem der Ansprüche
1 bis 11 auszuführen.