1. Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Klemme, insbesondere eine Installationsklemme.
2. Hintergrund
[0002] Eine Klemme wie beispielsweise eine Installationsklemme kommt zur elektrischen Verbindung
eines elektrischen Leiters zur Anwendung. Über die Klemme wird ein elektrischer Leiter
elektrisch kontaktiert, um diesen über die Klemme beispielsweise mit einem weiteren
in der Klemme elektrisch kontaktierten elektrischen Leiter und/oder mit einem elektrischen
Gerät, insbesondere zu dessen elektrischer Versorgung, elektrisch zu verbinden. Die
Klemme dient dabei in der Regel gleichzeitig zur mechanischen Halterung und/oder Fixierung
des elektrischen Leiters.
[0003] Da der elektrische Leiter durch eine Isolierung bzw. ein Isoliermaterial elektrisch
isoliert ist, muss ein Teil des Isoliermaterials entlang einer gewissen Länge entfernt
werden, damit der elektrische Leiter elektrisch kontaktiert werden kann. Dieser Schritt
wird Abisolieren genannt. Der abisolierte Teil des elektrischen Leiters kann dann
mit der Klemme elektrisch kontaktiert werden.
[0004] Ein Nachteil des Abisolierens ist das verhältnismäßig aufwendige Entfernen des Isoliermaterials.
Vor allem sind verhältnismäßig große Montagekräfte erforderlich, um die Abisolierung
durchzuführen. Dadurch kann es notwendig sein, ein zusätzliches Werkzeug (beispielsweise
einen Schraubendreher) zu benutzen, um die hohen Kräfte für die Abisolierung aufzubringen.
Ferner ist der Vorgang des Abisolierens verhältnismäßig zeitaufwendig.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Klemme, insbesondere Installationsklemme,
zu schaffen, welche die oben genannten Nachteile überwindet. Es soll also insbesondere
eine Klemme bereitgestellt werden, die einen mit einem Isoliermaterial isolierten
elektrischen Leiter einfach elektrisch kontaktieren kann. Diese und andere Aufgaben,
die beim Lesen der folgenden Beschreibung noch genannt werden oder vom Fachmann erkannt
werden können, werden mit dem Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst.
3. Ausführliche Beschreibung der Erfindung
[0006] Eine erfindungsgemäße Klemme, insbesondere Installationsklemme, ist für einen abisolierfreien
Anschluss eines elektrischen Leiters vorgesehen. Die Klemme weist wenigstens einen
Leitereinführbereich zum Einführen eines mit einem Isoliermaterial isolierten elektrischen
Leiters in einer Leitereinführrichtung in die Klemme auf. Ferner weist die Klemme
je Leitereinführbereich auf: ein Betätigungsteil, welches um eine Drehachse drehbar
ist; und einen Schneidkontakt mit einer Schneidkante zur Durchtrennung des Isoliermaterials
und elektrischen Kontaktierung mit dem elektrischen Leiter, wobei die Schneidkante
sich entlang eines Bogens um die Drehachse herum erstreckt, und wobei der Schneidkontakt
mit dem Betätigungsteil derart verbunden ist, dass mittels Drehung des Betätigungsteils
um die Drehachse der Schneidkontakt zwischen einer Kontaktierungsposition, in der
die Schneidkante den Leitereinführbereich zur elektrischen Kontaktierung mit einem
eingelegten elektrischen Leiter kreuzt, und einer Freigabeposition, in der die Schneidkante
den Leitereinführbereich freigibt, bewegbar ist.
[0007] Die erfindungsgemäße Klemme hat zum einen den Vorteil, dass die Betätigungskräfte
zum Durchtrennen des Isoliermaterials reduziert werden. Dies insbesondere deshalb,
da die Schneidkante durch deren bogenförmige Erstreckung um die Drehachse herum in
einem besonders vorteilhaften Winkel (beispielsweise in einem im Wesentlichen rechten
Winkel) auf das Isoliermaterial des elektrischen Leiters trifft. Dadurch kann die
Schneidkante das Isoliermaterial besonders gut verdrängen, ohne dass hohe Kräfte auf
den Schneidkontakt wirken müssen. Die elektrische Kontaktierung eines elektrischen
Leiters mit der Klemme ist somit besonders einfach. Durch die gebogene Ausbildung
der Schneidkante kann diese oder eine durch die Schneidkante zumindest teilweise gebildete
Schneidöffnung, beispielsweise in Form eines Schneidschlitzes, vorteilhaft verlängert
werden. Dadurch wird ein verhältnismäßig langer Schneidverlauf erzielt, wodurch geringere
Betätigungskräfte zum Schneiden des Isoliermaterials benötigt werden. Zum anderen
ergibt sich der Vorteil einer besonders kompakten Klemme. Dies insbesondere aufgrund
der erfindungsgemäßen Anordnung des Schneidkontakts bezüglich des Leitereinführbereichs
in der Kontaktierungs- und Freigabeposition und der entlang des Bogens erstreckenden
Schneidkante. Ferner kann durch die geringeren Betätigungskräfte das Betätigungsteil
der Klemme, beispielsweise in Form eines verkürzten Hebels, kompakter gestaltet werden.
[0008] In der Kontaktierungsposition kann die Schneidkante eine Leitereinführebene kreuzen
oder durchlaufen, die parallel zur Leitereinführrichtung und zur Drehachse ist. Die
Leitereinführebene kann eine (geometrische) Ebene sein, beispielsweise eine Ebene,
entlang welcher sich der Leitereinführbereich erstreckt, und/oder eine Symmetrieebene
zumindest eines Teils des Leitereinführbereichs. Dieser kann beispielsweise in Form
eines Leitereinführkanals vorgesehen sein. In der Freigabeposition ist die Schneidkante
von der Leitereinführebene vorzugsweise beabstandet.
[0009] Die Drehachse ist vorzugsweise im Leitereinführbereich oder in einer Verlängerung
desselben in Leitereinführrichtung vorgesehen. Dadurch ergibt sich eine besonders
kompakte Klemme, die zudem eine einfache elektrische Kontaktierung des Leiters ermöglicht.
Vorzugsweise ist die Drehachse quer oder senkrecht zur Leitereinführrichtung.
[0010] Die Schneidkante kann wenigstens teilweise eine Schneidöffnung (oder mehrere Schneidöffnungen)
begrenzen, wobei, wenn der Schneidkontakt in der Kontaktierungsposition den elektrischen
Leiter elektrisch kontaktiert, der elektrische Leiter wenigstens teilweise in der
Schneidöffnung vorgesehen ist. Die Schneidöffnung ist vorzugsweise zumindest teilweise
ein Schneidschlitz. Die Schneidöffnung bewirkt insbesondere eine einfache Durchtrennung
des Isoliermaterials sowie eine einfache elektrische Kontaktierung und mechanische
Halterung des elektrischen Leiters. Außerdem ist der Schneidkontakt somit kompakt
bezüglich des elektrischen Leiters vorgesehen.
[0011] Die Schneidöffnung kann durch zwei bevorzugt integral miteinander ausgebildete Schneidabschnitte
gebildet sein; "integral" bedeutet hierbei insbesondere bevorzugt, dass die Schneidabschnitte
miteinander aus einem Guss, einstückig und/oder einteilig, besonders bevorzugt einteilig
in Form eines einteiligen Stanz-Biege-Teils, ausgebildet sind. Dadurch kann die Schneidöffnung
einfach hergestellt werden. Außerdem verleihen die Schneidabschnitte der Schneidöffnung
eine vorteilhafte Schneidwirkung, da die Schneidabschnitte an unterschiedlichen Seiten
und/oder Positionen des elektrischen Leiters angreifen können, um das Isoliermaterial
durchzutrennen. Bevorzugt ist, wenn der elektrischen Leiter in der Kontaktierungsposition
zumindest teilweise zwischen den Schneidabschnitten vorgesehen ist.
[0012] Weiter bevorzugt ist, wenn die Schneidabschnitte quer zur Leitereinführrichtung federnd
ausgebildet sind, um den elektrischen Leiter in der Schneidöffnung klemmend elektrisch
zu kontaktieren. Dadurch ergibt sich eine besonders zuverlässige elektrische Kontaktierung
zwischen Schneidkontakt und elektrischen Leiter. Durch die Klemmung kann des Weiteren
eine vorteilhafte mechanische Halterung des elektrischen Leiters bereitgestellt werden.
Außerdem können durch die federnde Ausbildung der Schneidabschnitte elektrische Leiter
mit unterschiedlichen Querschnitten und/oder Durchmessern einfach elektrisch kontaktiert
werden.
[0013] Vorzugsweise weist die Klemme ein elastisches Element, beispielsweise ein Federelement,
auf, das derart angeordnet ist, dass dessen Rückstellkraft die Schneidkante gegen
den elektrischen Leiter drückt, diesen also klemmt. Das elastische Element dient also
vorzugsweise der mechanischen Unterstützung des Schneidkontakts. Das elastische Element
kann aus Edelstahl hergestellt und/oder in Form einer Spange vorgesehen sein. Das
elastische Element ist beispielsweise so vorgesehen, dass es den Schneidkontakt umgreift
und/oder mit dem Schneidkontakt sandwichartig ("Sandwichanordnung") vorgesehen ist.
[0014] Der Schneidkontakt kann nur eine Schneidöffnung oder mehrere Schneidöffnungen aufweisen.
Die mehreren Schneidöffnungen können angeordnet sein, um unterschiedliche elektrische
Leiter (insbesondere mit unterschiedlichen Querschnitten und/oder Durchmessern) zu
kontaktieren, die beispielsweise über unterschiedliche Leitereinführbereiche (vorzugsweise
aufweisend zwei unterschiedliche Einführungslöcher) in die Klemme eingeführt werden.
Der Schneidkontakt kann einen Schneidschlitz aufweisen, der mehrstufig, also beispielsweise
zweistufig ausgebildet ist, um die mehreren Schneidöffnungen zu bilden (z.B. erste
Stufe: erste Schneidöffnung; zweie Stufe: zweite Schneidöffnung).
[0015] Der Bogen kann ein Kreisbogen oder ein Ellipsenbogen sein. Alternativ oder zusätzlich
kann die Schneidkante entlang des Bogens denselben radialen Abstand zur Drehachse
aufweisen. Dadurch kann mittels des Bogens die Betätigungskraft zum Durchtrennen des
Isoliermaterials besonders vorteilhaft reduziert werden.
[0016] Bevorzugt ist, wenn die Schneidkante durch die Drehung des Betätigungsteils auf einer
Kreisbahn mit definiertem Radius bezüglich der Drehachse bewegbar ist. Dadurch ergibt
sich eine besonders kompakte Klemme, die zudem mit einer reduzierten Betätigungskraft
den elektrischen Leiter elektrisch kontaktieren kann.
[0017] Der Schneidkontakt kann als integrales Bauteil, vorzugsweise als Stanz-Biege-Teil,
ausgebildet sein. Dadurch ergibt sich eine besonders kosten- und materialsparende
Herstellung des Schneidkontakts.
[0018] Die Klemme weist vorzugsweise ein Kontaktteil auf, wobei der Schneidkontakt einen
Kontaktabschnitt aufweist, welcher mit dem Kontaktteil einzig oder wenigstens in der
Kontaktierungsposition in elektrischem Kontakt steht. Dies bringt insbesondere den
Vorteil, dass über das Betätigungsteil der Schneidkontakt einfach wahlweise mit dem
Kontaktteil elektrisch verbunden oder von diesem elektrisch getrennt (gelöst) werden
kann. Vor allem kann somit eine elektrische Verbindung zwischen Leiter und Kontaktteil
getrennt werden, ohne dass der Leiter aus der Klemme entnommen werden muss. Ein weiterer
Vorteil ist, dass die wahlweise elektrische Verbindung zwischen Kontaktteil und Kontaktabschnitt
einfach herstellbar ist. Über das Kontaktteil kann der Schneidkontakt beispielsweise
mit einem weiteren Schneidkontakt oder einem sonstigen elektrischen Verbraucher kontaktiert
werden. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der Kontaktabschnitt in der Freigabeposition
von dem Kontaktteil getrennt und/oder beabstandet ist.
[0019] Der Kontaktabschnitt und das Kontaktteil können derart korrespondierend ausgebildet
sein, dass sie in der Kontaktierungsposition zur elektrischen Kontaktierung kammartig
und/oder klemmend ineinandergreifen. Dadurch ergibt sich eine besonders vorteilhafte
elektrische Kontaktierung zwischen Kontaktabschnitt und Kontaktteil. Durch die Klemmung
kann zudem in vorteilhafter Weise eine mechanische Halterung des Schneidkontakts in
der Kontaktierungsposition bereitgestellt werden.
[0020] Das Kontaktteil kann länglich und/oder als Schiene (Stromschiene) ausgebildet sein.
Für das kammartige Ineinandergreifen kann das Kontaktteil als Kamm (als sogenannter
"Steckverbindungskamm" oder "Kontaktkamm") ausgebildet sein. Der Kamm weist dann vorzugsweise
eine oder mehrere Kammöffnungen auf, in die der eine oder die mehreren Kontaktabschnitte
(wenn mehrere Schneidkontakte vorgesehen sind) einschwenkbar sind. Der Kontaktabschnitt
ist vorzugsweise als Kontaktgabel ausgebildet. Die Kontaktgabel weist vorzugsweise
zwei Vorsprünge auf (beispielsweise in Form von zwei Zinken), die in den Kamm eingreifen
können. Zum Beispiel können ein Vorsprung einer Kontaktgabel eines ersten Schneidkontakts
und ein Vorsprung einer Kontaktgabel eines zweiten Schneidkontakts in eine gemeinsame
Kammöffnung eingreifen.
[0021] Falls mehrere Schneidkontakte vorgesehen sind, können diese alternativ über einen
oder mehrere flexible elektrische Leiter miteinander verbunden werden, beispielsweise
indem diese Leiter durch Stoffschluss (Verschweißung, Verlötung etc.) auf die einzelnen
Schneidkontakte aufgebracht ist/sind.
[0022] Der Kontaktabschnitt kann mit einem Kontaktbereich bezüglich der Drehachse radial
von dem Schneidkontakt vorstehen. Somit kann der Kontaktabschnitt besonders einfach
bereitgestellt werden, beispielsweise durch Biegung eines Abschnitts des Schneidkontakts.
Außerdem ergibt sich durch den radial vorstehenden Kontaktbereich eine vorteilhafte
elektrische Kontaktierung mit dem Kontaktteil, da die Drehung des Schneidkontakts
um die Drehachse den Kontaktbereich einfach in elektrischen Kontakt mit dem Kontaktteil
bringt.
[0023] Bevorzugt ist, wenn die Klemme mehrere Leitereinführbereiche mit jeweils eigenem
Betätigungsteil und Schneidkontakt aufweist und die Schneidkontakte über das Kontaktteil
entsprechend elektrisch kontaktierbar sind. Beispielsweise kann eine über das Kontaktteil
erfolgte elektrische Verbindung von zwei Schneidkontakten getrennt werden, indem einer
der Schneidkontakte in die Freigabeposition bewegt wird. Die elektrische Verbindung
zwischen elektrischen Leitern in der Klemme kann somit insbesondere getrennt werden,
ohne dass einer oder mehrere dieser elektrischen Leiter aus der Klemme entnommen werden.
[0024] Eine Drehbewegung zwischen der Kontaktierungsposition und der Freigabeposition kann
in einem Winkel von 60 bis 120° liegen. Das heißt, durch eine entsprechende Drehbewegung
des Betätigungsteils mit einem Winkel von 60 bis 120° kann der Schneidkontakt von
der Freigabeposition in die Kontaktierungsposition, oder von der Kontaktierungsposition
in die Freigabeposition, bewegt werden. Vorzugsweise beträgt die Drehbewegung 90°,
um mittels Drehung des Betätigungsteils zwischen der Kontaktierungsposition und der
Freigabeposition zu wechseln.
[0025] Das Betätigungsteil kann einen Hebelabschnitt zum Drehen des Betätigungsteils um
die Drehachse aufweisen. Dadurch kann die Betätigungskraft zum Durchtrennen des Isoliermaterials
des elektrischen Leiters besonders einfach aufgebracht werden. Vorzugsweise verläuft
der Hebelabschnitt in der Kontaktierungsposition parallel zur Einführrichtung und
optional parallel zum Leitereinführbereich. Dadurch ergibt sich eine besonders kompaktbauende
Klemme.
[0026] Das Betätigungsteil kann einen Drehstellungsabschnitt aufweisen, welcher in der Kontaktierungsposition
und/oder der Freigabeposition mit einem korrespondierenden Drehstellungsabschnitt
einen Anschlag und/oder eine Verrastung bildet. Dadurch wird die Montage und/oder
Demontage des elektrischen Leiters durch die Klemme vereinfacht. Zudem stellt die
Verrastung eine besonders vorteilhafte Sicherung des in der Klemme elektrisch kontaktierten
elektrischen Leiters dar.
[0027] Der Leitereinführbereich ist vorzugsweise wenigstens in der Kontaktierungsposition
bezüglich der Leitereinführrichtung radial umfangsseitig elektrisch isolierend umgeben.
[0028] Die Klemme kann ferner ein Isolierstoffgehäuse aufweisen, in dem das Betätigungsteil
drehbar aufgenommen ist. Das Isolierstoffgehäuse kann den korrespondierenden Drehstellungsabschnitt
aufweisen oder bilden. Das Isolierstoffgehäuse kann einteilig oder mehrteilig ausgebildet
sein. Das Isolierstoffgehäuse bietet vor allem Schutz vor ungewollten elektrischen
Schlägen und/oder Kurzschlüssen. Beispielsweise besteht das Isolierstoffgehäuse aus
Kunststoff.
[0029] Das Isolierstoffgehäuse kann einen Leiterkanal aufweisen, welcher wenigstens einen
Teil des Leitereinführbereichs bildet. In der Kontaktierungsposition kann somit beispielsweise
vorgesehen sein, dass die Schneidkante den Leitereinführkanal kreuzt und/oder durchläuft
und/oder in diesem eingetaucht ist, insbesondere mehr eingetaucht als in der Freigabeposition.
Der Leitereinführkanal definiert vorzugsweise die Leitereinführrichtung. Dadurch kann
der elektrische Leiter einfach in die Klemme eingeführt werden.
[0030] Der Leitereinführbereich kann wenigstens in der Kontaktierungsposition durch das
Isolierstoffgehäuse und das Betätigungsteil, vorzugsweise dessen Hebelabschnitt, begrenzt
sein. Dadurch ergibt sich eine besonders vorteilhafte Abschottung des Leitereinführbereichs
in der Kontaktierungsposition, wodurch eine ungewollte elektrische Kontaktierung mit
dem Leitereinführbereich verhindert werden kann. Zudem ergibt sich der Vorteil eines
kompakteren Isolierstoffgehäuses, da der Betätigungshebel einen Teil der Begrenzung
zur Abdeckung des elektrischen Leiters bereitstellt.
[0031] Das Isolierstoffgehäuse kann eine Aussparung (d.h. eine Freistellung) aufweisen,
derart, dass in der Aussparung wenigstens ein Teil des Schneidkontakts vorgesehen
bzw. verfährt ist, während dieser mittels Drehung des Betätigungsteils bewegt wird.
Die Aussparung erstreckt sich vorzugsweise derart, dass sie einer Bewegungsbahn des
Teils des Schneidkontakts bei Drehung des Betätigungsteils folgt. Durch die Aussparung
kann eine besonders kompakte und gewichtssparende Klemme bereitgestellt werden. Die
Aussparung ist vorzugsweise eine Führungsnut. Beispielsweise ist die Führungsnut so
ausgebildet, dass diese den wenigstens einen Teil des Schneidkontakts führt, während
dieser mittels Drehung des Betätigungsteils bewegt wird. Die Führungsnut bewirkt insbesondere
vorteilhaft, dass der Schneidkontakt während der Drehung des Betätigungsteils in einer
definierten Position in der Klemme aufgenommen ist. Die Führungsnut verhindert insbesondere,
dass der Schneidkontakt eine translatorische Bewegung parallel zur Drehachse vollzieht.
Der Teil des Schneidkontakts weist vorzugsweise den Kontaktbereich auf.
[0032] Das Isolierstoffgehäuse kann einen Boden aufweisen, in dem die Aussparung zumindest
teilweise ausgebildet ist. Dadurch kann die Klemme besonders kompakt ausgebildet werden.
Dient die Aussparung optional als Führungsnut, kann somit außerdem der Schneidkontakt
in eine vorteilhafte Position bezüglich des Leitereinführbereichs gebracht werden,
in der die Schneidkante in einem besonders vorteilhaften Winkel das Isoliermaterial
des elektrischen Leiters durchtrennt. Die Führungsnut kann dabei so vorgesehen sein,
dass die Betätigungskräfte erhöht sind, weil beispielsweise eine Gleitreibung zwischen
Führungsnut und Schneidkontakt besteht. Die Aussparung kann jedoch auch so ausgebildet
sein, dass keine Gleitreibung mit dem Schneidkontakt besteht, weil beispielsweise
ein Abstand zwischen den die Aussparung begrenzenden Wänden (Seitenwänden, Boden etc.)
einerseits und dem Schneidkontakt andererseits vorliegt. Dadurch können die Betätigungskräfte
besonders gering gehalten werden.
[0033] Das Isolierstoffgehäuse, vorzugsweise der zuvor erwähnte Boden, kann eine Ausbeulung
aufweisen, in der die Aussparung zumindest teilweise ausgebildet ist. Folglich kann
Material eingespart und die Klemme insgesamt kompakter gemacht werden, da nur an der
Stelle zusätzliches Material vorgesehen ist, in der die Aussparung zumindest teilweise
verläuft. Diese Stelle bildet dann also die Ausbeulung.
4. Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform:
[0034] Nachfolgend wird eine detaillierte Beschreibung der Figuren gegeben. In den Figuren
zeigen:
- Figur 1
- eine schematische perspektivische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Klemme in der Freigabeposition;
- Figur 2
- eine schematische perspektivische Ansicht der in Figur 1 gezeigten Klemme, wobei elektrische
Leiter in die Klemme eingeführt (eingelegt) sind;
- Figur 3
- eine schematische Schnittansicht der in Figur 2 gezeigten Klemme entlang der Schnittlinie
III-III in Figur 2;
- Figur 4
- eine schematische perspektivische Ansicht der in den Figuren 2 und 3 gezeigten Klemme,
wobei der Schneidkontakt mittels des Betätigungsteils in die Kontaktierungsposition
bewegt ist;
- Figur 5
- eine schematische Schnittansicht der in Figur 4 gezeigten Klemme entlang der Schnittlinie
V-V in Figur 4;
- Figur 6
- eine schematische perspektivische Ansicht der in den Figuren 1 bis 5 gezeigten Klemme,
bei der die elektrischen Leiter nicht in die Klemme eingeführt sind und die Schneidkontakte
mittels der Betätigungshebel in die Kontaktierungsposition bewegt sind; und
- Figuren 7 bis
- 12 unterschiedliche schematische Ansichten der in Figur 6 gezeigten Klemme.
[0035] Die Figuren 1 bis 12 zeigen beispielhaft eine bevorzugte Ausführungsform einer Klemme
1 gemäß der Erfindung. Die Klemme 1 kommt allgemein für den elektrischen Anschluss
eines elektrischen Leiters 2 (flexibel oder starr) zum Einsatz. Beispielsweise kann
die Klemme 1 dafür vorgesehen sein, einen ersten elektrischen Leiter 2 mit einem weiteren
(zweiten) elektrischen Leiter 2, wie in den Figuren 1 bis 5 beispielhaft dargestellt,
zu verbinden; die Klemme 1 kann auch zur elektrischen Verbindung von mehr als zwei
elektrischen Leitern zum Einsatz kommen. Auch ist es möglich, dass die Klemme 1 nur
zur elektrischen Verbindung eines einzigen elektrischen Leiters 1 ausgebildet ist
oder zur Anwendung kommt, beispielsweise zur elektrischen Verbindung mit einem elektrischen
Verbraucher (z.B. einem elektrischen Gerät). Die Klemme 1 kann beispielsweise eine
Installationsklemme sein.
[0036] Der elektrische Leiter 2 weist üblicherweise eine Isolierung bzw. ein Isoliermaterial
auf, wobei das Isoliermaterial einen Draht bzw. eine Leiterseele ummantelt, um die
Leiterseele elektrisch zu isolieren und somit als Berührungsschutz zu dienen. Das
Isoliermaterial ist aus einem elektrisch isolierenden Material wie beispielsweise
einem Kunststoff hergestellt. Die Leiterseele besteht üblicherweise aus einem (metallischen)
Draht oder mehreren verdrillten Drähten. Über die Leiterseele werden die elektrische
Ströme des elektrischen Leiters 2 geleitet.
[0037] Die Klemme 1 eignet sich, wie nachfolgend noch genauer beschrieben, für einen abisolierfreien
Anschluss des elektrischen Leiters 2. Das heißt, die Klemme 1 ermöglicht, dass ein
elektrischer Leiter 2 durch die Klemme elektrisch kontaktiert werden kann, indem der
elektrische Leiter 2 nicht abisoliert werden muss; es muss also nicht vor dem Einlegen
des elektrischen Leiters 2 in die Klemme 1 ein Teil des Isoliermaterials entlang einer
gewissen Länge des elektrischen Leiters 2 entfernt werden, damit dieser in der Klemme
1 elektrisch kontaktiert werden kann.
[0038] Die Klemme 1 kann ein Gehäuse (Isolierstoffgehäuse) 10 aufweisen, das allgemein zur
Isolierung der durch die Klemme 1 bereitgestellten elektrischen Verbindung vorgesehen
ist. Das Gehäuse 10 ist somit als Isolierstoffgehäuse ausgebildet. Das Gehäuse 10
besteht vorzugsweise aus einem isolierenden Material, beispielsweise Kunststoff. Wie
die Figuren erkennen lassen, kann das Gehäuse 10 mehrteilig ausgebildet sein und damit
wenigstens oder nur ein erstes Gehäuseteil 11 und ein zweites Gehäuseteil 12 aufweisen.
Das erste Gehäuseteil 11 ist vorzugsweise als Gehäuseoberteil oder Gehäusedeckel ausgebildet.
Das zweite Gehäuseteil 12 ist vorzugsweise als Gehäuseunterteil oder Gehäuseboden
ausgebildet.
[0039] Die Gehäuseteile 11, 12 sind miteinander verbunden, um das Gehäuse 10 zu bilden.
Beispielsweise kann die Verbindung der Gehäuseteile 11, 12 durch eine kraft- und/oder
formschlüssige Verbindung erfolgen. Zum Beispiel ist es denkbar, dass die Gehäuseteile
11, 12 einander korrespondierende Verbindungselemente aufweisen, die miteinander in
(korrespondierendem) Eingriff stehen, um die Gehäuseteile 11, 12 miteinander zu verbinden
bzw. aneinander zu befestigen. Die Verbindungselemente können beispielsweise als eine
Schnapp- und/oder Rastverbindung ausgebildet sein, sodass durch einfaches Aufschnappen
oder Aufrasten des Gehäuseteils 11 auf das Gehäuseteil 12 diese miteinander verbunden
bzw. aneinander befestigt sind. Die Erfindung ist jedoch nicht auf eine mehrteilige
Ausbildung des Gehäuses 10 beschränkt. Beispielsweise kann das Gehäuse 10 auch einteilig
vorgesehen sein, beispielsweise indem die zuvor beschriebenen Gehäuseteile 11, 12
integral miteinander ausgebildet sind.
[0040] Die Klemme 1 weist wenigstens einen Leitereinführbereich 13 auf, der geeignet ist,
einen elektrischen Leiter wie den elektrischen Leiter 2 in einer Leitereinführrichtung
in die Klemme 1 einzuführen. In dem in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel weist
die Klemme 1 zwei Leitereinführbereiche 13 auf, nämlich einen für den (ersten) elektrischen
Leiter 2 und einen weiteren für den weiteren (zweiten) elektrischen Leiter 2. Die
Klemme 1 ist jedoch nicht auf eine bestimmte Anzahl von Leitereinführbereichen beschränkt.
Beispielweise kann die Klemme 1 auch nur einen Leitereinführbereich für einen einzigen
elektrischen Leiter aufweisen. Auch ist es denkbar, dass die Klemme 1 mehr als zwei
Leitereinführbereiche 13 aufweist. Im Folgenden wird nur einer der in den Figuren
gezeigten Leitereinführbereiche 13 beschrieben. Diese Beschreibung gilt für den weiteren
Leitereinführbereich 13 und, falls vorhanden, jeden der noch weiteren Leitereinführbereiche
analog.
[0041] Der Leitereinführbereich 13 kann wenigstens in der Kontaktierungsposition bezüglich
der Leitereinführrichtung radial umfangsseitig elektrisch isolierend umgeben sein.
Diese radial umfangsseitige elektrische Isolierung kann beispielsweise so gestaltet
sein, dass diese die Leitereinführrichtung definiert. Wie in den Figuren beispielhaft
dargestellt, kann der Leitereinführbereich 13 wenigstens teilweise durch einen Leitereinführkanal
gebildet sein oder ein Leitereinführkanal sein. Vorzugsweise weist der Leitereinführbereich
13 eine Leitereinführöffnung auf. Der Leitereinführkanal kann ausgebildet sein, die
Leitereinführrichtung des Leitereinführbereichs 13 zu definieren. Das Gehäuse 10 kann
den Leitereinführbereich 13, also beispielsweise den Leitereinführkanal, aufweisen
oder bilden. Beispielsweise ist der Leitereinführbereich einerseits durch das Gehäuseoberteil
11 und andererseits durch das Gehäuseunterteil 12 begrenzt.
[0042] Die Klemme 1 weist für den (also je) Leitereinführbereich 13 ein Betätigungsteil
50 auf. Das Betätigungsteil 50 ist um eine Drehachse drehbar, beispielsweise indem
das Betätigungsteil 50 in dem Gehäuse 10 drehbar aufgenommen ist. Die Drehachse kann
so vorgesehen sein, dass diese im Leitereinführbereich 13 oder einer Verlängerung
desselben in Leitereinführrichtung vorgesehen ist. Diese Verlängerung kann eine andere
Ausbildung als der Leitereinführbereich 13 haben, beispielsweise eine Ausbildung,
die nicht durch einen oder den Leitereinführkanal gebildet ist. Bevorzugt ist, wenn
das Betätigungsteil 50 einen Lagerbereich aufweist, der in einem entsprechenden Lagerbereich
des Gehäuses 10 gelagert oder aufgenommen ist, damit das Betätigungsteil 50 um die
Drehachse drehbar aufgenommen ist. Der gehäuseseitige Lagerbereich kann im ersten
Gehäuseteil 11 und/oder im zweiten Gehäuseteil 12 ausgebildet sein. Bevorzugt ist,
wenn der Lagerbereich des Betätigungsteils 50 und der Lagerbereich des Gehäuses 11
korrespondierend zueinander ausgebildet sind, beispielsweise indem der Lagerbereich
aufseiten des Betätigungsteils als Ausnehmung und der Lagerbereich aufseiten des Gehäuses
10 als Vorsprung ausgebildet ist.
[0043] Zudem weist die Klemme 1 für den Leitereinführbereich 13 einen Schneidkontakt 30
auf. Der Schneidkontakt 30 hat eine oder mehrere Schneidkanten 33, die ausgebildet
ist/sind, das Isoliermaterial des elektrischen Leiters 2 zu durchtrennen, um dadurch
(abisolierfrei) in elektrischen Kontakt mit dem elektrischen Leiter 2 bzw. dessen
Leiterseele zu kommen und diese zu klemmen. In den schematischen Schnittansichten
nach den Figuren 3 und 5 ist die Schneidkante 33 (also eine der einen oder mehreren
Schneidkanten 33) besonders gut zu erkennen. Erkennbar ist, dass die Schneidkante
33 sich entlang eines Bogens um die Drehachse des Betätigungsteils 50 herum erstreckt.
Durch die Schneidkante 33 ist der Schneidkontakt 30 also zumindest teilweise gebogen
ausgebildet. In der in den Figuren beispielhaft dargestellten bevorzugten Ausführungsform
ist der Bogen ein Kreisbogen und/oder weist entlang des Bogens denselben radialen
Abstand zur Drehachse auf. In anderen Ausführungsformen kann der Bogen auch ein Ellipsenbogen
sein.
[0044] Wie in der Figur 3 beispielhaft dargestellt, kann die Schneidkante 33 einen ersten
Schneidkantenbereich 33.1 und einen zweiten Schneidkantenbereich 33.2 aufweisen. Der
erste Schneidkantenbereich 33.1 ist vorzugsweise der Bereich der Schneidkante 33,
der zuerst mit dem Isoliermaterial des elektrischen Leiters in Kontakt kommt, um dieses
zu durchtrennen; der zweite Schneidkantenbereich 33.2 ist dann jener Bereich, der
an den ersten Schneidkantenbereich 33.1 anschließt und in entsprechender Weise das
Durchtrennen des Isoliermaterials fortsetzt. Der erste Schneidkantenbereich 33.1 ist
bezüglich des zweiten Schneidkantenbereich 33.2 vorzugsweise schräg verlaufend ausgebildet.
[0045] Die Schneidkante 33 kann wenigstens teilweise eine Schneidöffnung begrenzen. Beispielsweise
kann, wie in der in den Figuren beispielhaft dargestellten Ausführungsform, die Schneidöffnung
im Wesentlichen V-förmig ausgebildet sein. Bevorzugt ist, wenn die Schneidöffnung
wenigstens durch den ersten Schneidkantenbereich 33.1 und vorzugsweise durch den zweiten
Schneidkantenbereich 33.2 begrenzt ist. Beispielsweise können der erste Schneidkantenbereich
33.1 der einen Schneidkante 33 und der erste Schneidkantenbereich 33.1 der anderen
Schneidkante 33 die V-Form der Schneidöffnung bilden. In diesem Fall können die beiden
ersten Schneidkantenbereiche 33.1 also bezüglich des jeweiligen zweiten Schneidkantenbereichs
33.2 schräg verlaufen. Bevorzugt ist, wenn die zweiten Schneidkantenbereiche 33.2
einen Schlitzbereich (also vorzugsweise einen Bereich, in dem die Schneidöffnung eine
im Wesentlichen konstante Breite aufweist) bilden.
[0046] Wie vor allem in den Figuren 1 und 2 gut erkennbar, kann der Schneidkontakt 33 zwei
Schneidabschnitte 34 aufweisen. Diese sind bevorzugt integral miteinander ausgebildet,
können jedoch in anderen Ausführungsformen auch getrennt voneinander ausgebildet sein.
Jeder der Schneidabschnitte 34 weist vorzugsweise eine jeweilige Schneidkante 33 auf.
Die Schneidabschnitte 34 sind vorzugsweise so vorgesehen, dass diese die Schneidöffnung
wenigstens teilweise begrenzen oder bilden. Insbesondere können die Schneidabschnitte
34 quer, vorzugsweise senkrecht zur Leitereinführrichtung federnd ausgebildet sein.
Dadurch können die Schneidabschnitte 34 und somit die Schneidöffnung den elektrischen
Leiter 2 klemmend elektrisch kontaktieren. Ferner ist es durch diese federnde Ausbildung
möglich, elektrische Leiter 2 unterschiedlicher Durchmesser zu klemmen. Die Schneidabschnitte
34 können sich entlang eines Bogens (Kreisbogen oder Ellipsenbogen etc.), beispielsweise
entlang des Bogens der Schneidkante 33, um die Drehachse herum erstrecken.
[0047] Der Schneidkontakt 30 kann mit unterschiedlichen Herstellungsverfahren hergestellt
werden, beispielsweise in einem Umform- und/oder Trennverfahren. Bevorzugt ist, wenn
der Schneidkontakt 30 als integrales Bauteil, vorzugsweise als Stanz-Biege-Teil, ausgebildet
ist. Der Schneidkontakt 30 kann aus einem Blech hergestellt sein. Vorzugsweise weist
der Schneidkontakt 30, außer an der wenigstens einen Schneidkante 33, durchgängig
dieselbe Dicke auf.
[0048] Der Schneidkontakt 30 ist mit dem Betätigungsteil 50 verbunden. Dadurch kann eine
Bewegung des Schneidkontakts 30 werkzeuglos durch das Betätigungsteils 50, beispielsweise
mittels Hebelbetätigung, erfolgen. Die Verbindung zwischen Schneidkontakt 30 und Betätigungsteil
50 kann direkt oder indirekt erfolgen. Vorzugsweise ist der Schneidkontakt 30 mit
dem Betätigungsteil 50 über eine kraft - und/oder formschlüssige Verbindung verbunden.
Das Betätigungsteil 50 kann beispielsweise einen Montageabschnitt aufweisen, an und/oder
in dem der Schneidkontakt 30 zumindest teilweise aufgenommen ist, um mit dem Betätigungsteil
50 verbunden zu sein. Die Verbindung zwischen Schneidkontakt 30 und Betätigungsteil
50 ist dabei derart, dass sich bei Drehung des Betätigungsteils 50 um die Drehachse
der Schneidkontakt 30 zusammen mit dem Betätigungsteil 50 dreht. Mittels Drehung des
Betätigungsteils 50 um die Drehachse kann der Schneidkontakt 30 somit zwischen einer
Freigabeposition und einer Kontaktierungsposition bewegt werden. Die Freigabeposition
ist beispielhaft in den Figuren 1 bis 3 dargestellt, und die Kontaktierungsposition
ist beispielhaft in den Figuren 4 bis 12 dargestellt.
[0049] Wie die Figuren 1 bis 3 erkennen lassen, gibt die Schneidkante 33 den Leitereinführbereich
13 in der Freigabeposition frei. In der Freigabeposition kann der elektrische Leiter
2 somit in die Klemme 1 eingeführt oder eingelegt und aus dieser auch wieder entnommen
werden. Die Schneidkante 33 ist dabei bevorzugt so vorgesehen, dass zumindest ein
Teil der Schneidkante 33 dem elektrischen Leiter 2 nicht im Weg steht, wenn dieser
über den Leitereinführbereich 13 zur elektrischen Kontaktierung in die Klemme 1 eingeführt
wird. Wie in der Figur 3 dargestellt, kann die Schneidkante 33, insbesondere der erste
Schneidkantenbereich 33.1 und/oder der zweite Schneidkantenbereich 33.2, in der Freigabeposition
oberhalb des Leitereinführbereichs 13 und/oder des elektrischen Leiters 2 angeordnet
sein. Der elektrische Leiter 2 kann in der Freigabeposition dann so weit in die Klemme
1 eingeführt werden, bis der elektrische Leiter 2, das heißt insbesondere dessen distales
Ende, an einen Anschlag in der Klemme 1 stößt. Der Anschlag kann so vorgesehen sein,
dass, wenn der elektrische Leiter 2 an den Anschlag stößt, der elektrische Leiter
2 in einer Position ist, in der eine elektrische Kontaktierung des elektrischen Leiters
2 und Durchtrennung des Isoliermaterials durch den Schneidkontakt 30 erfolgen kann.
Der Anschlag kann durch den Schneidkontakt 30 und/oder das Betätigungsteil 50 gebildet
sein.
[0050] Die Bewegung des Betätigungsteils 50 in die Kontaktierungsposition und somit die
abisolierfreie elektrische Kontaktierung des elektrischen Leiters 2 durch den Schneidkontakt
30 und dessen Schneidkante 33 ist mit Bezug auf die Figuren 1 bis 4 wie folgt. Mittels
Drehung des Betätigungsteils 50 um die Drehachse wird das Betätigungsteil 50 von der
in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Freigabeposition in Richtung der in den Figuren 4
und 5 gezeigten Kontaktierungsposition bewegt. Durch diese Bewegung bewegt sich die
Schneidkante 33 relativ zu dem elektrischen Leiter 2. Dadurch gelangt die Schneidkante
33 in Kontakt mit dem Isoliermaterial des elektrischen Leiters 2. Die Relativbewegung
zwischen Schneidkontakt 30 bzw. Schneidkante 33 und Isoliermaterial wird dann Letzteres
durchtrennen und schließlich, nämlich in der wie in Figur 5 beispielhaft dargestellten
Kontaktierungsposition, in elektrischen Kontakt mit dem elektrischen Leiter 2 bzw.
dessen Leiterseele kommen. Der Schneidkontakt 30 ist dann mit dem elektrischen Leiter
2, nämlich über die Schneidkante 33, in elektrischem Kontakt. Bevorzugt ist, wenn
in der Kontaktierungsposition wenigstens oder nur der Schneidkantenbereich 33.1 und/oder
der Schneidkantenbereich 33.2 den elektrischen Leiter 2 bzw. dessen Leiterseele elektrisch
kontaktiert. Ist die Schneidöffnung des Schneidkontakts 30 vorhanden, ist der elektrische
Leiter 2 in der Kontaktierungsposition dann wenigstens teilweise in der Schneidöffnung
vorgesehen.
[0051] Da die Schneidkante 33 entlang eines Bogens um die Drehachse herum verläuft, wird
die Schneidkante 33 während der Drehung des Betätigungsteils 50 in einem vorteilhaften
Winkel und entlang einer verhältnismäßig langen Schneidbahn das Isoliermaterial des
elektrischen Leiters 2 durchtrennen. Dadurch ist es nicht notwendig, eine hohe Betätigungskraft
auf dem Betätigungsteil 50 wirken zu lassen, um das Isoliermaterial zu durchtrennen.
Durch die Klemme 1 ist somit die elektrische Kontaktierung des elektrischen Leiters
2 vereinfacht. Ferner ist die Klemme 1 durch die im Bogen verlaufende Schneidkante
33 kompakter. Besonders vorteilhaft ist, wenn die Schneidkante 30 durch die Drehung
des Betätigungsteils 50 auf einer Kreisbahn mit definiertem Radius bezüglich der Drehachse
bewegbar ist. Dadurch können die Betätigungskräfte noch weiter reduziert werden.
[0052] Wie die Figur 6 erkennen lässt, ist in der Kontaktierungsposition die Schneidkante
33 so vorgesehen, dass diese den Leitereinführbereich 13 kreuzt. Das heißt, dass die
Schneidkante 33 den Leitereinführbereich 13 durchläuft oder in diesem eingetaucht
ist. Es kann vorgesehen sein, dass die Schneidkante 33 in der Kontaktierungsposition
im Vergleich zur Freigabeposition mehr in den Leitereinführbereich eingetaucht ist.
In der Kontaktierungsposition gibt die Schneidkante 33 den Leitereinführbereich 13
also nicht frei. Ist in der Kontaktierungsposition kein elektrischer Leiter 2 in die
Klemme 1 eingeführt, wie beispielsweise in der Figur 6 dargestellt, ist es nicht möglich,
einen elektrischen Leiter 2 in die Klemme 1 zur elektrischen Kontaktierung einzuführen.
Mit anderen Worten: Der elektrische Leiter 2 bzw. dessen distales Ende sind nicht
weiter als die Schneidkante 33 in die Klemme 1 einführbar. Wie in der Figur 5 beispielhaft
dargestellt, kann die Klemme 1 insbesondere so gestaltet sein, dass in der Kontaktierungsposition
die Schneidkante 33 eine Leitereinführebene E kreuzt oder durchläuft, die parallel
zur Leitereinführrichtung und zur Drehachse ist. Mit Bezug auf die Figuren 3 und 5
erstreckt sich die Leitereinführebene E von links nach rechts in der Horizontalen.
Die Leitereinführebene E kann beispielsweise von der einen oder den mehreren Leitereinführrichtungen
des einen beziehungsweise der mehreren Leitereinführbereiche 13 aufgespannt sein.
Die Leitereinführebene E kann auch eine geometrische Ebene, beispielsweise eine Symmetrieebene,
des Leitereinführbereichs 13 sein. Wie in der Figur 3 beispielhaft dargestellt, ist
die Schneidkante 33 in der Freigabeposition von der Leitereinführebene E vorzugsweise
beabstandet.
[0053] Wie die Figuren 3 und 5 erkennen lassen, kann der Schneidkontakt 30 einen Kontaktabschnitt
35 aufweisen, der mit einem Kontaktteil 40 elektrisch kontaktierbar ist. Der elektrische
Kontakt zwischen Kontaktabschnitt 35 und Kontaktteil 40 kann durch Drehung des Betätigungsteils
50 bereitgestellt werden. Wenn der Schneidkontakt 30 in der Kontaktierungsposition
ist, steht der Kontaktabschnitt 35 mit dem Kontaktteil 40 in elektrischem Kontakt.
Dieser Zustand ist beispielhaft in der Figur 5 zu erkennen. Der Kontaktabschnitt 35
und das Kontaktteil 40 sind dabei bevorzugt derart ausgestaltet, dass sie in der Kontaktierungsposition
kammartig und/oder klemmend ineinander greifen, um die elektrische Kontaktierung bereitzustellen.
Bevorzugt ist, wenn der elektrische Kontakt zwischen Kontaktabschnitt 35 und Kontaktteil
40 einzig in der Kontaktierungsposition besteht. In der Freigabeposition ist der Kontaktabschnitt
35 von dem Kontaktteil 40 also vorzugsweise elektrisch getrennt. Eine beispielhafte
Stellung des Kontaktbereichs 35 relativ zum Kontaktteil 40 in der Freigabeposition
ist in der Figur 3 dargestellt. Wie die Figur 3 erkennen lässt, kann der Kontaktabschnitt
35 in der Freigabeposition von dem Kontaktteil 40 beabstandet und/oder gelöst sein,
damit diese voneinander elektrisch getrennt sind.
[0054] Der Kontaktabschnitt 35 kann auf unterschiedliche Weise gebildet sein. Zum Beispiel
kann der Kontaktabschnitt 35 mit einem Kontaktbereich bezüglich der Drehachse radial
von dem Schneidkontakt 30 vorstehen. Bevorzugt ist, wenn der Kontaktabschnitt 35 integral
mit der Schneidkante 33 ausgebildet ist. Beispielsweise kann der Kontaktabschnitt
35 durch Biegen und/oder Stanzen gebildet werden, beispielsweise aus demselben Blech,
aus dem auch die Schneidkante 33 bereitgestellt ist. Wie die Figur 3 beispielhaft
erkennen lässt, kann sich der Kontaktabschnitt 35 von dem Anschlag des Schneidkontakts
30, an welchen der elektrische Leiter 2 (oder dessen distales Ende) in der Freigabeposition
stößt, erstrecken.
[0055] Das Kontaktteil 40 kann unterschiedliche Funktionen bereitstellen. Bevorzugt ist,
wenn über das Kontaktteil 40 mehrere Schneidkontakte 30 elektrisch kontaktierbar sind,
um diese Schneidkontakte 30 über das Kontaktteil 40 miteinander elektrisch zu verbinden.
Damit kann über das Kontaktteil 40 eine elektrische Verbindung eines ersten elektrischen
Leiters 2 mit einem zweiten elektrischen Leiter 2 erfolgen. Diese elektrische Verbindung
kann dann einfach getrennt werden, indem das Betätigungsteil 50 in die Freigabeposition
bewegt und somit der Kontaktabschnitt 35 von dem Kontaktteil 40 elektrisch getrennt
wird.
[0056] Das Kontaktteil 40 kann auf unterschiedliche Art und Weise in der Klemme 1 vorgesehen
sein. Wie die Figuren 3 und 5 erkennen lassen, kann das Kontaktteil 40 beispielsweise
in dem Gehäuse 10 aufgenommen sein. Beispielsweise kann das Kontaktteil 40 zumindest
teilweise in dem oberen Gehäuseteil 11 aufgenommen oder angeordnet sein. Bevorzugt
ist, wenn sich das Kontaktteil 40 ausgehend dem oberen Gehäuseteil 11 in das untere
Gehäuseteil 12 erstreckt. Das Kontaktteil 40 kann mit dem Gehäuse 10, vorzugsweise
in dem oberen Gehäuseteil 11, über Kraft- und/oder Formschluss verbunden sein.
[0057] In den Figuren 3 und 5 ist ferner eine Aussparung (also Freistellung) 14 erkennbar,
die die Klemme 1 optional aufweisen kann. Die Aussparung 14 kann in Form einer Nut
vorgesehen sein und ist vorzugsweise eine Führungsnut 14. Die Aussparung 14 bzw. Führungsnut
bietet insbesondere den Vorteil einer sicheren Aufnahme des Schneidkontakts 30 während
der Drehung desselben. Über die Führungsnut 14 kann insbesondere eine definierte Position
des Kontaktabschnitts 35 relativ zum Kontaktteil 40 bewirkt werden. Dadurch ist gewährleistet,
dass eine zuverlässige elektrische Verbindung zwischen Kontaktabschnitt 35 und Kontaktteil
40 bereitstellbar ist. Die Aussparung 14 ist insbesondere so ausgebildet, dass wenigstens
ein Teil des Schneidkontakts 30 (beispielsweise der Kontaktabschnitt 35) in der Aussparung
14 vorgesehen ist, während der Schneidkontakt 30 mittels Drehung des Betätigungsteils
50 bewegt wird. Die Aussparung 14 kann sich beispielsweise entlang einer Richtung
erstrecken, die der Bewegungsbahn des Teils des Schneidkontakts 30 während der Drehung
des Betätigungsteils 50 um die Drehachse entspricht. Die Aussparung 14 kann zumindest
teilweise in einem Boden ausgebildet sein, beispielsweise in dem durch das Gehäuseunterteil
12 bereitgestellten Boden. Das Gehäuse 10 kann eine Ausbeulung 15 aufweisen, die beispielsweise
durch den Boden des Gehäuses 10 und/oder das Gehäuseunterteil 12 gebildet ist. Für
eine besonders platzsparende Bauweise der Klemme 1 kann die Aussparung 14 zumindest
teilweise in der Ausbeulung 15 ausgebildet sein.
[0058] Das Betätigungsteil 50 kann so vorgesehen sein, dass eine Drehbewegung des Betätigungsteils
50 in einem Winkelbereich von 60 bis 120°, vorzugsweise mit 90°, den Schneidkontakt
30 von der Freigabeposition in die Kontaktierungsposition, oder von der Kontaktierungsposition
in die Freigabeposition, bewegt. Zur einfachen Betätigung des Betätigungsteils 50
kann dieses einen Hebelabschnitt 51 aufweisen. In der Kontaktierungsposition erstreckt
sich der Hebelabschnitt 51 dann bevorzugt parallel zur Leitereinführrichtung und bevorzugt
benachbart zum Leitereinführbereich 13. Das Betätigungsteil 50 kann zur Begrenzung
des Leitereinführbereichs 13 dienen, wenn der Schneidkontakt 30 in die Kontaktierungsposition
bewegt ist. In der Kontaktierungsposition kann der Leitereinführbereich 13 dann insbesondere
durch das Gehäuse 10 und den Betätigungshebel 50, beispielsweise durch dessen Hebelabschnitt
51, begrenzt sein.
[0059] Wie insbesondere die Figur 5 erkennen lässt, kann das Betätigungsteil 50 einen Drehstellungsabschnitt
52 aufweisen, welcher in der Kontaktierungsposition mit einem korrespondierenden Drehstellungsabschnitt
16 einen Anschlag und/oder eine Verrastung bildet. Alternativ oder zusätzlich kann
der Drehstellungsabschnitt 52 in der Freigabeposition mit dem korrespondierenden Drehstellungsabschnitt
16 einen Anschlag und/oder eine Verrastung bilden. Der korrespondierende Drehstellungsabschnitt
16 ist vorzugsweise durch das Gehäuse 10 gebildet. Bevorzugt ist, wenn der Drehstellungsabschnitt
52 an dem Hebelabschnitt 51 und/oder einem distalen Ende des Betätigungsteils 50 oder
des Hebelabschnitt 51 vorgesehen ist. Der korrespondierende Drehstellungsabschnitt
16 ist vorzugsweise im Gehäuseoberteil 11 ausgebildet.
[0060] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf das vorhergehende bevorzugte Ausführungsbeispiel
beschränkt, solange sie vom Gegenstand der folgenden Ansprüche umfasst ist.
1. Klemme (1), insbesondere Installationsklemme, für einen abisolierfreien Anschluss
eines elektrischen Leiters (2), aufweisend wenigstens einen Leitereinführbereich (13)
zum Einführen eines mit einem Isoliermaterial isolierten elektrischen Leiters (2)
in einer Leitereinführrichtung in die Klemme (1), wobei die Klemme (1) je Leitereinführbereich
(13) ferner aufweist:
• ein Betätigungsteil (50), welches um eine Drehachse drehbar ist, und
• einen Schneidkontakt (30) mit einer Schneidkante (33) zur Durchtrennung des Isoliermaterials
und elektrischen Kontaktierung mit dem elektrischen Leiter (2), wobei die Schneidkante
(33) sich entlang eines Bogens um die Drehachse herum erstreckt,
wobei der Schneidkontakt (30) mit dem Betätigungsteil (50) derart verbunden ist, dass
mittels Drehung des Betätigungsteils (50) um die Drehachse der Schneidkontakt (30)
zwischen einer Kontaktierungsposition, in der die Schneidkante (33) den Leitereinführbereich
(13) zur elektrischen Kontaktierung mit einem eingelegten elektrischen Leiter (2)
kreuzt, und einer Freigabeposition, in der die Schneidkante (33) den Leitereinführbereich
freigibt, bewegbar ist.
2. Klemme (1) nach Anspruch 1, wobei in der Kontaktierungsposition die Schneidkante (33)
eine Leitereinführebene (E) kreuzt oder durchläuft, die parallel zur Leitereinführrichtung
und zur Drehachse ist.
3. Klemme (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Drehachse im Leitereinführbereich (13)
oder einer Verlängerung desselben in Leitereinführrichtung vorgesehen ist.
4. Klemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schneidkante (33) wenigstens
teilweise eine Schneidöffnung begrenzt, und wobei, wenn der Schneidkontakt (30) in
der Kontaktierungsposition den elektrischen Leiter (2) elektrisch kontaktiert, der
elektrische Leiter (2) wenigstens teilweise in der Schneidöffnung vorgesehen ist,
wobei vorzugsweise die Schneidöffnung durch zwei bevorzugt integral miteinander ausgebildete
Schneidabschnitte (34) gebildet ist, welche weiter bevorzugt quer zur Leitereinführrichtung
federnd ausgebildet sind, um den elektrischen Leiter (2) in der Schneidöffnung klemmend
elektrisch zu kontaktieren.
5. Klemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Bogen ein Kreisbogen
oder ein Ellipsenbogen ist, und/oder wobei die Schneidkante (33) entlang des Bogens
denselben radialen Abstand zur Drehachse aufweist.
6. Klemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schneidkante (33) durch
die Drehung des Betätigungsteils (50) auf einer Kreisbahn mit definiertem Radius bzgl.
der Drehachse bewegbar ist.
7. Klemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Schneidkontakt (30)
als integrales Bauteil, vorzugsweise als Stanz-Biege-Teil, ausgebildet ist.
8. Klemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Klemme (1) ein Kontaktteil
(40) aufweist, und wobei der Schneidkontakt (30) einen Kontaktabschnitt (35) aufweist,
welcher mit dem Kontaktteil (40) einzig oder wenigstens in der Kontaktierungsposition
in elektrischem Kontakt steht.
9. Klemme (1) nach Anspruch 8, wobei der Kontaktabschnitt (35) und das Kontaktteil (40)
derart korrespondierend ausgebildet sind, dass sie in der Kontaktierungsposition zur
elektrischen Kontaktierung kammartig und/oder klemmend ineinandergreifen, und/oder
wobei der Kontaktabschnitt (35) mit einem Kontaktbereich bezüglich der Drehachse radial
von dem Schneidkontakt (30) vorsteht, und/oder
wobei, wenn die Klemme (1) mehrere Leitereinführbereiche (13) mit jeweils eigenem
Betätigungsteil (50) und Schneidkontakt (30) aufweist, die Schneidkontakte (30) über
das Kontaktteil (40) entsprechend elektrisch kontaktierbar sind.
10. Klemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Drehbewegung zwischen
der Kontaktierungsposition und der Freigabeposition in einem Winkelbereich von 60
bis 120° liegt und vorzugsweise 90° beträgt.
11. Klemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Betätigungsteil (50)
einen Hebelabschnitt (51) zum Drehen des Betätigungsteils (50) um die Drehachse aufweist,
wobei bevorzugt der Hebelabschnitt (51) in der Kontaktierungsposition parallel zur
Leitereinführrichtung und ferner bevorzugt benachbart zum Leitereinführbereich (13)
verläuft, und/oder
wobei das Betätigungsteil (50) einen Drehstellungsabschnitt (52) aufweist, welcher
in der Kontaktierungsposition und/oder in der Freigabeposition mit einem korrespondierenden
Drehstellungsabschnitt (16) einen Anschlag und/oder eine Verrastung bildet.
12. Klemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Leitereinführbereich
(13) wenigstens in der Kontaktierungsposition bzgl. der Leitereinführrichtung radial
umfangsseitig elektrisch isolierend umgeben ist.
13. Klemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner aufweisend ein Isolierstoffgehäuse
(10), in dem das Betätigungsteil (50) drehbar aufgenommen ist, wobei das Isolierstoffgehäuse
(10) vorzugsweise den korrespondierenden Drehstellungsabschnitt (16) aufweist oder
bildet.
14. Klemme (1) nach Anspruch 13, wobei das Isolierstoffgehäuse (10) einen Leitereinführkanal
aufweist, welcher wenigstens einen Teil des Leitereinführbereichs (13) bildet und/oder
die Leitereinführrichtung definiert, und/oder wobei der Leitereinführbereich (13)
wenigstens in der Kontaktierungsposition durch das Isolierstoffgehäuse (10) und das
Betätigungsteil (50), vorzugsweise durch dessen Hebelabschnitt (51), begrenzt ist.
15. Klemme (1) nach Anspruch 13 oder 14, wobei das Isolierstoffgehäuse (10) eine Aussparung
(14) aufweist, derart, dass in der Aussparung (14) wenigstens ein Teil des Schneidkontakts
(30) vorgesehen ist, während dieser mittels Drehung des Betätigungsteils (50) bewegt
wird, wobei der Teil des Schneidkontakts vorzugsweise den Kontaktbereich (35) aufweist
und/oder die Aussparung (14) vorzugsweise eine Führungsnut ist,
wobei vorzugsweise das Isolierstoffgehäuse (10) einen Boden aufweist, in dem die Aussparung
(14) zumindest teilweise ausgebildet ist,
wobei vorzugsweise das Isolierstoffgehäuse (10), besonders vorzugsweise dessen Boden,
eine Ausbeulung (15) aufweist, in der die Aussparung (14) zumindest teilweise ausgebildet
ist.