(19)
(11) EP 4 106 999 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
24.04.2024  Patentblatt  2024/17

(21) Anmeldenummer: 21704587.1

(22) Anmeldetag:  17.02.2021
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B41F 16/00(2006.01)
H01B 13/34(2006.01)
G09F 3/04(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
H01B 13/344; B41F 16/0086; B41F 16/008; B41F 16/0046
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2021/053866
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2021/165307 (26.08.2021 Gazette  2021/34)

(54)

VORRICHTUNG ZUR LEITERKENNZEICHNUNG

DEVICE FOR LABELLING CONDUCTORS

DISPOSITIF D'ÉTIQUETAGE DE CONDUCTEURS


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 17.02.2020 BE 202005099

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
28.12.2022  Patentblatt  2022/52

(73) Patentinhaber: PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG
32825 Blomberg (DE)

(72) Erfinder:
  • RUPPERT, Jens
    32839 Steinheim (DE)

(74) Vertreter: LifeTech IP Spies & Behrndt Patentanwälte PartG mbB 
Elsenheimerstraße 47a
80687 München
80687 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 0 169 314
GB-A- 845 231
DE-A1- 3 911 870
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Kennzeichnung eines Leiters.

    [0002] In einem Schaltschrank sollten beide Enden eines Leiters, beispielsweise eines Kabels, mit Informationen wie etwa Ortskennzeichen versehen werden, um eindeutig identifizieren zu können, wo das jeweilige Ende im Schaltschrank bei der Einrichtung anzuschließen ist oder nach einer Umrüstung angeschlossen sein sollte. Hierfür gibt es eine Bandbreite an Markierungslösungen, die in der Regel ein manuelles Aufbringen der Markierung beinhalten.

    [0003] Im Stand der Technik sind beispielsweise Plastikschildchen verbreitet, die bedruckt und mittels einer transparenten Hülle händisch auf dem Kabel verrastet werden. Weitere bekannte Beschriftungstechniken drucken direkt auf den Leiter.

    [0004] Die deutsche Patentschrift DE 197 47 663 C2 beschreibt eine tragbare Vorrichtung zur Beschriftung eines Kennzeichnungsschildes. Auch die Patentschrift DE 197 38 485 C2 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines Kennzeichnungsschilds aus einem streifenförmigen Kunststoffmaterial, d.h. einem Folienband, das im Fachjargon auch als Wiremark-Folie bezeichnet wird. Die Folie ist auf der Oberseite im Thermotransfer-Druck beschriftbar. Die Unterseite weist eine Klebeschicht auf. Die Folie wird um ein Kabel gelegt und anschließend wird durch Heizelemente Wärme eingebracht, wodurch der Kleber der Folie an der Kontaktstelle verflüssigt wird. Die Kontaktstelle muss anschließend noch kurzzeitig zusammengedrückt bleiben, bis der Kleber wieder ausgehärtet ist.

    [0005] Ein Nachteil der bestehenden Beschriftungstechniken ist der hohe Personalaufwand für eine repetitive Tätigkeit, da der Leiter erst konfektioniert und dann einzeln der Vorrichtung zur Beschriftung manuell zugeführt und entnommen werden muss.

    [0006] Für die Konfektionierung der Kabel, d.h. das Abschneiden in der richtigen Länge und ggfs. die Verarbeitung der Kabelenden, gibt es vollautomatische Vorrichtungen. Für diese Konfektionierungsvorrichtungen gibt es Markierungsmodule, die mit Hilfe von Tintenstrahldruckern oder Markierungslasern die Kabelenden direkt beschriften. Ferner beschreibt das Dokument US 5 444 466 ein kombiniertes Beschriften und Zuschneiden, bei dem direkt auf die Isolation des Leiters gedruckt wird. Eine herkömmliche Kennzeichnungsvorrichtung, die das Folienband bedruckt, umschlägt und verschweißt, erfordert mehr Bauraum als für ein Markierungsmodul in solchen Konfektionierungsvorrichtungen vorgesehen ist.

    [0007] Da es bereits Vorrichtungen zur automatischen Konfektionierung eines Leiters gibt, ist eine Technik erstrebenswert, die in Konfektionierungsvorrichtungen integrierbar ist, sodass am Ende vollautomatisch ein konfektioniertes Kabel mit beschrifteten Enden produziert werden kann.

    [0008] Jedoch haben die für Vorrichtungen zur Konfektionierung eines Leiters bestehenden Beschriftungstechnologien diverse Nachteile. Beispielsweise ist beim direkten Bedrucken des Leiters die Lesbarkeit stark von der Farbe des Leiters abhängig. Ferner ist das Schriftbild aufgrund der Oberflächenkrümmung des Leiters oft unsauber, beispielsweise beim Tintenstrahldruck. Andere Drucktechniken, wie beispielsweise die Laserbeschriftung, sind nicht bei jedem Leiter anwendbar. Eine direkte Beschriftung des Leiters hat ferner den Nachteil, dass bei Kürzung des Leiters die aufgedruckte Information verloren geht. Auch lässt sich die Ausrichtung des Drucks nicht ändern und die Beschriftbarkeit hängt vom Mantelmaterial des Leiters ab.

    [0009] Zwar ist die vorgenannte Wiremark-Technologie hinsichtlich des Beschriftungsergebnis einer direkten Bedruckung des Leiters überlegen. Jedoch gibt es kein Modul, welches sich in eine Vorrichtung zur Konfektionierung eines Leiters integrieren lässt.

    [0010] Die GB 845,231 offenbart eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0011] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine in eine Vorrichtung zur Konfektionierung eines Leiters integrierbare Technik zur Kennzeichnung des Leiters anzugeben. Eine alternative oder spezifischere Aufgabe ist, eine Technik zur faltenfreien und eng anliegenden Kennzeichnung eines Leiters anzugeben.

    [0012] Die Aufgabe wird oder die Aufgaben werden mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

    [0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im Folgenden unter teilweiser Bezugnahme auf die Figuren beschrieben.

    [0014] Gemäß einem Aspekt umfasst eine Vorrichtung zur Kennzeichnung eines Leiters einen Greifer, der dazu ausgebildet ist, den sich in einer Längsrichtung erstreckenden Leiter zu greifen (beispielsweise zu halten). Ferner umfasst die Vorrichtung eine Heizbackenanordnung mit zwei Backen, die in einer Offenstellung voneinander in einer ersten Querrichtung quer zur Längsrichtung beabstandet sind. Ferner umfasst die Vorrichtung eine Transportmechanik zur Ausgabe eines sich auf einer ersten Seite der Heizbackenanordnung entlang der ersten Querrichtung erstreckenden Folienbands. Eine von der Heizbackenanordnung abgewandte Folienseite des Folienbands ist durch Wärme verschweißbar. Eine der Heizbackenanordnung zugewandte Folienseite des Folienbands weist die Kennzeichnung des Leiters auf. Ferner umfasst die Vorrichtung eine Greifermechanik, die dazu ausgebildet ist, in der Offenstellung der Heizbackenanordnung den Greifer entlang einer zweiten Querrichtung quer zur Längsrichtung und quer zur ersten Querrichtung zu bewegen, wobei der Greifer den gegriffenen Leiter von der ersten Seite der Heizbackenanordnung zwischen den zwei Backen hindurch unter Mitführung des am Leiter anliegenden Folienbands auf eine der ersten Seite gegenüberliegende zweite Seite der Heizbackenanordnung bewegt. Die zwei Backen sind in einer Schließstellung dazu ausgebildet, in der ersten Querrichtung Druck aufeinander auszuüben und Wärme abzugeben, wobei Abschnitte der verschweißbaren Folienseite des Folienbands unter dem Druck der Backen miteinander in Anlage sind oder in Anlage bringbar sind und die Wärme der Backen die Abschnitte verschweißt oder zu verschweißen vermag zur umlaufend geschlossenen Anordnung des die Kennzeichnung aufweisenden Folienbands um den Leiter.

    [0015] Indem der Greifer den Leiter zwischen den zwei Backen hindurch unter Mitführung des am Leiter anliegenden Folienbands auf eine der ersten Seite gegenüberliegende zweite Seite der Heizbackenanordnung bewegt, können Ausführungsbeispiele der Vorrichtung das Folienband mittels der Heizbacken selbst um den Leiter schlagen, sodass durch das folgende Schließen der Heizbackenanordnung das am Leiter umgeschlagene Folienband faltenfreien und eng am Leiter anliegend verschweißt wird. Dieselben oder weiter Ausführungsbeispiele der Vorrichtung können, beispielsweise ohne eine zusätzliche Mechanik zum Umschlagen des Folienbands und/oder aufgrund ihrer kompakten Bauform, in eine Vorrichtung zur Konfektionierung des Leiters integrierbar sein.

    [0016] Hierin kann "greifen" (oder "zu greifen") durch "gegriffen halten" (oder "gegriffen zu halten") realisiert sein.

    [0017] Hierin kann der "Leiter" ein elektrischer und/oder ein elektromagnetischer, beispielsweise optischer, Leiter sein. Der Leiter kann dazu ausgebildet sein, elektrische Ladung, einen elektrischen Strom, eine elektrische Spannung, und/oder Licht zu leiten. Der Leiter kann eine oder mehrere Isolationen umfassen. Der Leiter kann eine Ader oder mehrere voneinander isolierte Adern umfassen, die jeweils zur elektrischen und/oder elektromagnetischen, beispielsweise optischen, Leitung ausgebildet sind.

    [0018] Die Kennzeichnung kann umlaufend geschlossen um die Isolation angeordnet oder anordenbar sein.

    [0019] Die Vorrichtung kann eine oder mehrere Steuerungen umfassen, die dazu ausgebildet ist bzw. sind, einen jeden hierin offenbarten Schritt oder offenbartes Verfahren oder offenbarte Funktion zu steuern oder zur regeln. Beispielsweise kann die Vorrichtung einen oder mehrere Aktuatoren umfassen, der bzw. die von der bzw. den Steuerungen angesteuert werden, und der bzw. die dazu ausgebildet ist bzw. sind, eine jede hierin offenbarte Bewegung (beispielsweise der Greifermechanik oder der Transportmechanik) anzutreiben.

    [0020] Ferner kann die Vorrichtung einen oder mehrere Sensoren umfassen. Der oder die Sensoren können mit der oder den Steuerungen in Signalverbindung stehen zur Erfassung von Zuständen und/oder Stellungen (beispielsweise der Greifermechanik oder der Transportmechanik) und/oder zum Messen von Positionen und/oder Größen (beispielsweise des Leiters).

    [0021] Die Vorrichtung kann einen Sensor zum Messen eines Durchmessers oder Umfangs des Leiters (beispielsweise einschließlich der Isolation des Leiters) umfassen. Die Steuerung kann dazu ausgebildet sein, einen Aktor der Transportmechanik zur Ausgabe des sich auf der ersten Seite der Heizbackenanordnung entlang der ersten Querrichtung erstreckenden Folienbands zu steuern zur Minimierung oder Vermeidung eines Versatzes der verschweißten Abschnitte und/oder (beispielsweise im Fall eines Schnitts im Anschluss an das Verschweißen) zur Minimierung oder Vermeidung eines Schnittrests. Beispielsweise kann ein Vorschub des Folienbands proportional zum gemessenen Umfang oder Durchmesser des Leiters sein.

    [0022] Die Längsrichtung und/oder die erste Querrichtung kann horizontal (d.h. quer oder senkrecht zur Schwerkraft) sein. Die zweite Querrichtung kann vertikal (d.h. parallel zur Schwerkraft) sein.

    [0023] Die Greifermechanik kann dazu ausgebildet sein, den Greifer von einer ersten Position, in welcher der mittels des Greifers gegriffene Leiter auf der ersten Seite der Heizbackenanordnung angeordnet ist (vorzugsweise während sich das Folienband auf der ersten Seite der Heizbackenanordnung in der ersten Querrichtung zwischen dem Leiter und der Heizbackenanordnung erstreckt) zu einer zweiten Position zu bewegen, in welcher der mittels des Greifers gegriffene Leiter auf einer der ersten Seite gegenüberliegenden zweiten Seite der Heizbackenanordnung angeordnet ist.

    [0024] In der ersten Position kann der mittels des Greifers gegriffene Leiter auf der ersten Seite der Heizbackenanordnung fluchtend zu einer Lücke zwischen den zwei Backen in der Offenstellung der Heizbackenanordnung angeordnet sein.

    [0025] Die Transportmechanik kann dazu ausgebildet sein, das Folienband in einer Ebene parallel zur Längsrichtung und parallel ersten Querrichtung bereitzustellen. Eine Breite des Folienbands (d.h. eine Größe des Folienbands in der Längsrichtung) kann kleiner oder gleich einer Breite der Backen in der Längsrichtung sein.

    [0026] Die Vorrichtung kann in eine Vorrichtung zur Konfektionierung des Leiters eingebaut oder einbaubar sein.

    [0027] Der Greifer kann eine erste Greifstelle und eine in der Längsrichtung des Leiters von der ersten Greifstelle beabstandete zweite Greifstelle umfassen. Jede der Greifstellen kann dazu ausgebildet sein, den Leiter quer zur Längsrichtung des Leiters zu greifen.

    [0028] Der Greifer kann auch als Doppelgreifer bezeichnet werden. Optional kann der Greifer ferner dazu ausgebildet sein, den Leiter zwischen der ersten Greifstelle und der zweiten Greifstelle zu spannen.

    [0029] Das Greifen quer zur Längsrichtung des Leiters kann als (beispielsweise bezüglich eines zylindrischen Leiters) radiales Greifen bezeichnet werden. Der Greifer kann ein Radialgreifer sein.

    [0030] Der Greifer kann zwei zueinander schwenkbewegliche Greiffinger umfassen, vorzugsweise an jeder Greifstelle jeweils ein Paar der Greiffinger. Jede der Greifstellen kann die Enden (auch: Gabelenden) von zwei Greiffingern verschiedener Gabeln umfassen kann. Die Greiffinger können sich in der zweiten Querrichtung erstrecken. Alternativ oder ergänzend können die Gabelenden bei oder aufgrund der Schwenkbewegung der Gabeln in der ersten Querrichtung beweglich sein.

    [0031] Die Greifermechanik kann zur Bewegung des gegriffenen Leiters von der ersten Seite auf die zweite Seite der Heizbackenanordnung die erste Greifstelle und die zweite Greifstelle an gegenüberliegenden Seiten der Backen vorbeiführt.

    [0032] Der Abstand zwischen der ersten Greifstelle und der zweiten Greifstelle kann größer als eine Breite der Heizbackenanordnung in der Längsrichtung sein. Die Greifermechanik zur Bewegung des gegriffenen Leiters von der ersten Seite der Heizbackenanordnung auf die zweite Seite der Heizbackenanordnung kann die erste Greifstelle und die zweite Greifstelle außerhalb der Heizbackenanordnung an gegenüberliegenden Seiten der Heizbackenanordnung jeweils vorbeiführen.

    [0033] Die Vorrichtung kann ferner eine Stützfeder umfassen, die auf der zweiten Seite der Heizbackenanordnung dazu angeordnet ist, das um den Leiter geschlagene Folienband gegen den Leiter zu drücken.

    [0034] Die Stützfeder kann in der ersten Querrichtung mittig zu den zwei Backen und/oder in der zweiten Querrichtung auf der zweiten Seite außerhalb der Heizbackenanordnung angeordnet sein.

    [0035] Das vom Leiter mitgeführte Folienband kann um den Leiter geschlagen sein. Die mittels der Backen verschweißten Abschnitte des Folienbands können entgegengesetzte Enden der um den Leiter geschlagenen Folienbands sein. Mittels der Stützfeder kann das mitgeführte Folienband auf einer von der Heizbackenanordnung abgewandten Seite des Leiters am Leiter anliegen.

    [0036] Die Greifermechanik kann eine mechanische Führung umfassen, die dazu ausgebildet ist, den Greifer in einer Ebene zu führen, die parallel zur Längsrichtung und zur zweiten Querrichtung ist, und/oder die senkrecht zur ersten Querrichtung ist.

    [0037] Die mechanische Führung kann eine erste Linearführung parallel zur Längsrichtung und eine von der ersten Linearführung getragene zweite Linearführung parallel zur zweiten Querrichtung umfassen, oder die mechanische Führung kann eine erste Linearführung parallel zur zweiten Querrichtung und eine von der ersten Linearführung getragene zweite Linearführung parallel zur Längsrichtung umfassen. Die mechanische Führung kann ferner eine Kulisse und/oder einen Aktor der Greifermechanik umfassen.

    [0038] Die Greifermechanik kann eine Kulisse umfasst, die dazu ausgebildet ist, einen Weg des Greifers, vorzugsweise in der Ebene, zu bestimmen. Der Weg kann eine Bewegungsabfolge mit folgenden drei Bewegungen (vorzugsweise in einer der Nennung entsprechenden zeitlichen Abfolge) umfassen oder mindestens eine der folgenden drei Bewegungen umfassen. Eine erste Bewegung des Greifers kann entlang der zweiten Querrichtung weg von der Heizbackenanordnung sein. Eine zweite Bewegung des Greifers kann entlang der Längsrichtung hin zur Heizbackenanordnung sein. Eine dritte Bewegung des Greifers kann entlang der zweiten Querrichtung hin zur Heizbackenanordnung sein. Die dritte Bewegung die Bewegung sein oder umfassen, bei welcher der Greifer den gegriffenen Leiter in der Offenstellung der Heizbackenanordnung von der ersten Seite der Heizbackenanordnung zwischen den zwei Backen hindurch auf die zweite Seite der Heizbackenanordnung bewegt.

    [0039] Der Weg kann U-förmig sein. Beispielsweise kann bei vertikaler zweiter Querrichtung der Weg einem auf dem Kopf stehenden U entsprechen. Eine Länge des Wegstücks der ersten Bewegung kann gleich lang sein wie eine Länge des Wegstücks der dritten Bewegung.

    [0040] Bei der ersten Bewegung kann der gegriffene Leiter in der Längsrichtung von der Heizbackenanordnung beabstandet sein. Bei der zweiten Bewegung kann der gegriffene Leiter in der zweiten Querrichtung von der Heizbackenanordnung beabstandet sein. Bei der dritten Bewegung kann ein Abschnitt des gegriffenen Leiters zwischen der ersten Greifstelle und der zweiten Greifstelle innerhalb der Heizbackanordnung angeordnet sein und/oder das Folienband berühren.

    [0041] Vorzugsweise wird während der Bewegungsabfolge (d.h. entlang des Wegs) und/oder ihrer Umkehrung (d.h. entlang des Rückwegs) der Leiter nicht freigegeben, nicht entgegengenommen und/oder nicht übergeben. Vorzugsweise bleibt der Greifer (beispielsweise an allen Greifstellen bzw. alle Greiffinger) in dieser Phase stets geschlossen, d.h. der Greifer lässt den Leiter nicht los.

    [0042] Die erste Greifstelle des Greifers kann in der Längsrichtung beweglich, vorzugsweise schwenkbeweglich, gelagert sein. Die erste Greifstelle des Greifers kann eine erste Anlaufschräge umfassen. Die Vorrichtung kann ferner eine (beispielsweise stationäre) zweite Anlaufschräge umfassen, die dazu angeordnet ist, mit der ersten Anlaufschräge zusammenzuwirken, vorzugsweise zur Bewegung der ersten Greifstelle in der Längsrichtung weg von der zweiten Greifstelle, wenn der Greifer den gegriffenen Leiter in der Offenstellung der Heizbackenanordnung von der ersten Seite der Heizbackenanordnung zwischen den zwei Backen hindurch auf die zweite Seite der Heizbackenanordnung bewegt. Die zweite Anlaufschräge kann dazu angeordnet sein, mit der ersten Anlaufschräge zusammenzuwirken bei der dritten Bewegung des Greifers entlang der zweiten Querrichtung.

    [0043] Die Bewegung der ersten Greifstelle in der Längsrichtung weg von der zweiten Greifstelle kann ein Spannen oder Nachspannen des Leiters zwischen der ersten Greifstelle und der zweiten Greifstelle ermöglichen. Alternativ oder ergänzend kann durch die Bewegung der ersten Greifstelle in der Längsrichtung weg von der zweiten Greifstelle der gegriffene Leiter geradlinig oder stramm bleiben, wenn der Greifer den gegriffenen Leiter in der Offenstellung der Heizbackenanordnung von der ersten Seite der Heizbackenanordnung zwischen den zwei Backen hindurch auf die zweite Seite der Heizbackenanordnung bewegt. Ein Durchbiegen des gegen das Folienband gedrückten Leiters kann dadurch reduziert oder verhindert werden. Beispielsweise kann die Kennzeichnung dadurch faltenfrei oder eng am Leiter anliegen.

    [0044] Die erste Anlaufschräge kann sich diagonal erstrecken in einer von der zweiten Querrichtung und der Längsrichtung aufgespannten Ebene. Die erste Anlaufschräge kann mit der zweiten Querrichtung einen spitzen Winkel einschließen, vorzugsweise einen Winkel von 10° bis 45°, beispielsweise von 20° bis 30°.

    [0045] Die zweite Anlaufschräge kann stationär (beispielweise fest oder federelastisch) an der Vorrichtung angeordnet sein. Beispielsweise kann die zweite Anlaufschräge stationär (beispielweise fest oder federelastisch) bezüglich der Transportmechanik sein.

    [0046] Die zweite Anlaufschräge kann sich diagonal erstrecken in einer von der zweiten Querrichtung und der Längsrichtung aufgespannten Ebene. Die zweite Anlaufschräge kann parallel zur ersten Anlaufschräge sein. Alternativ oder ergänzend kann die zweite Anlaufschräge mit der zweiten Querrichtung einen spitzen Winkel einschließen, vorzugsweise einen Winkel von 10° bis 45°, beispielsweise von 20° bis 30°.

    [0047] Der Greifer kann dazu ausgebildet sein, vorzugsweise mittels einer Steuerung und/oder einem Aktor der Greifermechanik, vor der Bewegungsabfolge und/oder vor der ersten Bewegung den zu kennzeichnenden Leiter aufzunehmen, vorzugsweise von einem weiteren Greifer entgegenzunehmen. Alternativ oder ergänzend kann der Greifer dazu ausgebildet sein, vorzugsweise mittels der Steuerung und/oder dem Aktor der Greifermechanik, nach der Bewegungsabfolge den Weg in Umkehrung der Bewegungsabfolge zu durchlaufen und/oder nach der Umkehrung der ersten Bewegung den gekennzeichneten Leiter freizugeben, vorzugsweise an den weiteren Greifer zu übergeben.

    [0048] Der weitere Greifer kann in der ersten Querrichtung linearbeweglich sein, beispielsweise zwischen einer Ausgabestelle einer Vorrichtung zur Leiterkonfektionierung und einer Aufnahmestelle und/oder Ausgabestelle der Vorrichtung zur Kennzeichnung des Leiters. An der Ausgabestelle der Vorrichtung zur Leiterkonfektionierung kann der zu kennzeichnende Leiter bereitgestellt sein. Die Steuerung der Vorrichtung kann dazu ausgebildet sein, den weiteren Greifer zu steuern zur Aufnahme des an der Ausgabestelle der Vorrichtung zur Leiterkonfektionierung bereitgestellten Leiters, zum Bewegen des Leiters zur Aufnahmestelle der Vorrichtung zur Kennzeichnung des Leiters und zur Übergabe an den Greifer, beispielsweise vor der Bewegungsabfolge und/oder vor der ersten Bewegung des Greifers. An der Aufnahmestelle der Vorrichtung zur Kennzeichnung des Leiters kann die Bewegungsabfolge des Greifers beginnen. An der Ausgabestelle der Vorrichtung zur Kennzeichnung des Leiters kann die Umkehrung der Bewegungsabfolge des Greifers enden.

    [0049] Die Vorrichtung kann ferner ein Messer umfassen, das auf der ersten Seite der Heizbackenanordnung dazu angeordnet ist, die verschweißten Abschnitte bündig zu schneiden.

    [0050] Das Messer kann eine Schneidklinge umfassen. Das Messer kann entlang der ersten Querrichtung und/oder der Längsrichtung längsbeweglich oder schwenkbeweglich sein. Das Messer kann um eine zur zweiten Querrichtung parallele Schwenkachse schwenkbeweglich angeordnet sein.

    [0051] Die Transportmechanik des Folienbands kann ferner eine Umlenkeinheit umfassen. Die Umlenkeinheit kann dazu ausgebildet sein, eine Bewegungsrichtung des Folienbands knickfrei und/oder verzerrungsfrei von der Längsrichtung in die erste Querrichtung umzulenken.

    [0052] Die Umlenkeinheit kann dazu ausgebildet sein, das (vorzugsweise bedruckte) Folienband umzulenken, ausgehend von der Längsrichtung in die zweite Querrichtung (beispielsweise nach oben) und anschließend in einem Bogen in die erste Querrichtung (beispielsweise horizontal in die Längsrichtung gesehen nach rechts).

    [0053] Die Transportmechanik des Folienbands kann ferner eine Umlenkeinheit mit einem Führungskanal umfassen. Der Führungskanal kann in einem ersten gekrümmten Abschnitt aus einer ersten Ebene, die parallel zur Längsrichtung und zur ersten Querrichtung ist, in die zweite Querrichtung gekrümmt sein. Der Führungskanal kann ferner in einem zweiten gekrümmten Abschnitt in eine zweite Ebene mündet, die zur ersten Ebene parallel und in der zweiten Querrichtung versetzt ist.

    [0054] Der Führungskanal kann stetig und/oder glatt vom ersten Abschnitt in den zweiten Abschnitt übergehen. An der zweiten Ebene des Führungskanals kann das Folienband zur ersten Seite der Heizbackenanordnung entlang der ersten Querrichtung ausgegeben werden.

    [0055] Beispielsweise verläuft das Folienband in einem Führungskanal, der in einem ersten gekrümmten Abschnitt aus einer ersten horizontalen Ebene nach oben gekrümmt ist, und der in einem zweiten gekrümmten Abschnitt in eine zweite horizontale Ebene mündet, wobei die erste horizontale Ebene tiefer als die zweite horizontale Ebene ist, und wobei das Folienband in der ersten horizontalen Ebene von hinten nach vorne verläuft und in der zweiten horizontalen Ebene von rechts nach links verläuft.

    [0056] Die bedruckte Oberseite des Folienbands in der ersten horizontalen Ebene ist die Unterseite in der zweiten horizontalen Ebene.

    [0057] Die Vorrichtung kann ferner einen Drucker, vorzugsweise einen Thermotransfer-Drucker, umfassen. Der Drucker kann entlang der Transportmechanik zwischen einem Abwickler des Folienbands und der Umlenkeinheit angeordnet sein, beispielsweise dazu angeordnet sein, die der Heizbackenanordnung zugewandte Folienseite des Folienbands mit der Kennzeichnung des Leiters zu bedrucken.

    [0058] Der Greifer kann an der ersten Greifstelle und/oder der zweiten Greifstelle jeweils zwei um eine gemeinsame Schwenkachse schwenkbewegliche Greiffinger umfassen. Die gemeinsame Schwenkachse kann parallel zur Längsrichtung sein.

    [0059] Der Greifer kann an der ersten Greifstelle und/oder der zweiten Greifstelle ferner (beispielsweise jeweils) einen (vorzugsweise in einem Zylinder) linearbeweglichen Mitnehmer umfassen. Die Linearbewegung des Mitnehmers und/oder eine Achse des Zylinders kann parallel zur zweiten Querrichtung sein. Der Mitnehmer kann zwei Langlöcher aufweisen. Eine Ausrichtung der Langlöcher kann sich überwiegend in der ersten Querrichtung erstrecken. In jedem der Langlöcher kann jeweils ein Zapfen eines der Greiffinger dazu angeordnet sein, die Linearbewegung des Mitnehmers in die Schwenkbewegung der Greiffinger umzusetzen. Der Zapfen des jeweiligen Greiffingers kann integral einstückig mit dem jeweiligen Greiffinger sein.

    [0060] Alternativ oder ergänzend kann der Greifer an der ersten Greifstelle und/oder der zweiten Greifstelle (beispielsweise jeweils) einen Bowdenzug umfassen. Der Bowdenzug kann ein Zugseil und eine das Zugseil längsbeweglich aufnehmende und in Verlaufsrichtung des Zugseils druckfeste Hülle umfassen. Ein Ende des Zugseils kann zugfest mit dem Mitnehmer verbunden sein. Die Hülle sich (vorzugsweise druckfest) am Zylinder abstützen.

    [0061] Der Mitnehmer kann mittels einer Rückstellfeder vorgespannt sein, beispielsweise entgegen einer Zugrichtung des Zugseils und/oder in Richtung einer Schließstellung der Greiffinger. Die Rückstellfeder kann im Zylinder angeordnet sein. Das Zugseil kann innerhalb der Rückstellfeder verlaufen.

    [0062] Der Mitnehmer kann im Zylinder längsbeweglich angeordnet sein. Alternativ oder ergänzend kann der Mitnehmer in Richtung einer Schließstellung der Greiffinger vorgespannt sein, beispielsweise mittels der Rückstellfeder, die vorzugsweise koaxial im Zylinder angeordnet ist und/oder sich in der zweiten Querrichtung erstreckt.

    [0063] Ein Winkel zwischen einer Trajektorie eines oder jedes Zapfens und der Ausrichtung des (beispielsweise jeweiligen) Langlochs kann in einer Offenstellung der Greiffinger zwischen 30° und 60°, vorzugsweise etwa 45°, sein. Alternativ oder ergänzend kann ein Winkel zwischen der Trajektorie eines oder jedes Zapfens und der Ausrichtung des (beispielsweise jeweiligen) Langlochs in einer Schließstellung der Greiffinger zwischen 80° und 100°, vorzugsweise 90°, sein.

    [0064] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert.

    [0065] Es zeigen schematisch:
    Fig. 1
    eine Draufsicht eines Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung zur Kennzeichnung eines Leiters;
    Fig. 2
    eine Seitenansicht seitens einer Folienzufuhr des Ausführungsbeispiels der Vorrichtung zur Kennzeichnung des Leiters;
    Fig. 3
    eine Seitenansicht seitens einer Leiterzufuhr des Ausführungsbeispiels der Vorrichtung zur Kennzeichnung des Leiters;
    Fig. 4
    eine Frontansicht des Ausführungsbeispiels der Vorrichtung zur Kennzeichnung des Leiters;
    Fig. 5
    eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Kulisse einer Greifermechanik, die in jedem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung einsetzbar sein kann;
    Fig. 6
    eine Frontansicht des Ausführungsbeispiels der Kulisse der Fig. 5;
    Fig. 7
    eine Draufsicht eines Ausführungsbeispiels eines Greifers und der Greifermechanik, die in jedem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung einsetzbar sein kann;
    Fig. 8
    eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels des Greifers und der Greifermechanik der Fig. 7;
    Fig. 9
    eine Frontansicht des Ausführungsbeispiels des Greifers und der Greifermechanik der Fig. 7;
    Fig. 10
    eine Frontansicht eines Ausführungsbeispiels eines Greifers und einer Führung der Greifermechanik, die in jedem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung einsetzbar sein kann;
    Fig. 11 bis 13
    Ansichten des Ausführungsbeispiels des Greifers und der Führung der Greifermechanik der Fig. 10 aus unterschiedlichen Perspektiven;
    Fig. 14
    eine Frontansicht eines Ausführungsbeispiels einer Transportmechanik des Folienbands mit Umlenkeinheit, die in jedem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung einsetzbar sein kann;
    Fig. 15
    eine Draufsicht des Ausführungsbeispiels der Transportmechanik des Folienbands mit Umlenkeinheit der Fig. 14;
    Fig. 16
    eine perspektivische Ansicht seitens der Folienzufuhr des Ausführungsbeispiels der Transportmechanik des Folienbands mit Umlenkeinheit der Fig. 14;
    Fig. 17
    eine perspektivische Ansicht seitens der Leiterzufuhr des Ausführungsbeispiels der Transportmechanik des Folienbands mit Umlenkeinheit der Fig. 14;
    Fig. 18
    eine Schnittansicht parallel zur Längsrichtung und zur zweiten Querrichtung des Ausführungsbeispiels der Transportmechanik des Folienbands mit Umlenkeinheit der Fig. 14;
    Fig. 19
    eine Draufsichtsicht eines Ausführungsbeispiels der Umlenkeinheit, die in jedem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung einsetzbar sein kann;
    Fig. 20
    eine Schnittansicht parallel zur Längsrichtung und zur zweiten Querrichtung des Ausführungsbeispiels der Umlenkeinheit der Fig. 19;
    Fig. 21
    eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels der Umlenkeinheit der Fig. 19;
    Fig. 22 bis 24
    Ansichten des Ausführungsbeispiels der Umlenkeinheit der Fig. 19 aus unterschiedlichen Perspektiven;
    Fig. 25
    eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Heizbackenanordnung, die in jedem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung einsetzbar sein kann;
    Fig. 26
    eine Frontansicht des Ausführungsbeispiels der Heizbackenanordnung der Fig. 25;
    Fig. 27
    eine Draufsicht des Ausführungsbeispiels der Heizbackenanordnung der Fig. 25;
    Fig. 28
    eine Schnittansicht parallel zur ersten Querrichtung und zur zweiten Querrichtung des Ausführungsbeispiels der Heizbackenanordnung der Fig. 25;
    Fig. 29
    eine erste perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels des Greifers mit Anlaufschräge;
    Fig. 30
    eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels des Greifers mit Anlaufschräge;
    Fig. 31
    eine zweite perspektivische Ansicht des Ausführungsbeispiels des Greifers mit Anlaufschräge;
    Fig. 32
    eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels des Greifers mit Anlaufschräge seitens der Leiterzufuhr;
    Fig. 33
    eine Draufsicht des Ausführungsbeispiels des Greifers mit Anlaufschräge;
    Fig. 34
    eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels des Greifers mit Anlaufschräge seitens der Anlaufschräge;
    Fig. 35
    eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels einer Greifstelle, die in jedem Ausführungsbeispiel implementierbar sein kann;
    Fig. 36
    eine Frontansicht des Ausführungsbeispiels der Greifstelle;
    Fig. 37
    eine Schnittansicht des Ausführungsbeispiels der Greifstelle;
    Fig. 38
    eine perspektivische Ansicht des Ausführungsbeispiels der Greifstelle; und
    Fig. 39
    eine Frontansicht des Ausführungsbeispiels des Greifers mit Anlaufschräge.


    [0066] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer allgemein mit Bezugszeichen 100 bezeichneten Vorrichtung zur Kennzeichnung eines Leiters 102 in einer Draufsicht. Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels der Vorrichtung 100 von der Seite einer Folienzufuhr der Vorrichtung 100. Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht von der Seite einer Leiterzufuhr der Vorrichtung 100. Fig. 4 zeigt eine Frontansicht der Vorrichtung 100.

    [0067] Die Vorrichtung 100 umfasst einen Greifer 104, der dazu ausgebildet ist, den sich in einer Längsrichtung 106 erstreckenden Leiter 102 zu greifen. Eine Heizbackenanordnung 108 der Vorrichtung 100 umfasst zwei Backen 110, die in einer Offenstellung voneinander in einer ersten Querrichtung 112 quer zur Längsrichtung 106 beabstandet sind.

    [0068] Ferner umfasst die Vorrichtung 100 eine Transportmechanik 114 zur Ausgabe 114.2 eines sich auf einer ersten Seite 116 der Heizbackenanordnung 108 entlang der ersten Querrichtung 112 erstreckenden Folienbands 118.

    [0069] Die Transportmechanik 114 umfasst neben der Ausgabe 114.2 einen in Fig. 2 gezeigten ersten Aktor 114.1, der die Bewegung des Folienbands 118 antreibt, und eine in Transportrichtung zwischen dem Aktor 114.1 und der Ausgabe 114.2 angeordnete Umlenkeinheit 114.3. An der Umlenkeinheit 114.3 ist ferner ein zweiter Aktor 114.4 zur Bewegung des Folienbands 118 angeordnet.

    [0070] Eine von der Heizbackenanordnung 108 abgewandte Folienseite 120 des Folienbands 118 ist durch Wärme verschweißbar. Eine der Heizbackenanordnung 108 zugewandte Folienseite 122 des Folienbands 118 weist die Kennzeichnung des Leiters 102 aufweist.

    [0071] Dazu umfasst die Vorrichtung 100 einen Drucker 150, vorzugsweise einen Thermotransfer-Drucker. Der Drucker 150 ist entlang der Transportmechanik 114 zwischen einem Abwickler 152 des Folienbands 118 und der Umlenkeinheit 114.3 dazu angeordnet, die der Heizbackenanordnung 108 zugewandte Folienseite 122 des Folienbands 118 mit der Kennzeichnung für den Leiters 102 zu bedrucken.

    [0072] Ferner umfasst die Vorrichtung 100 eine Greifermechanik 124, die dazu ausgebildet ist, in der Offenstellung der Heizbackenanordnung 108 den Greifer 104 entlang einer zweiten Querrichtung 126 quer zur Längsrichtung 106 und quer zur ersten Querrichtung 112 zu bewegen.

    [0073] Bei dieser Bewegung (beispielsweise bei der vorgenannten dritten Bewegung) bewegt der Greifer 104 den gegriffenen Leiter 102 von der ersten Seite 116 der Heizbackenanordnung 108 zwischen den zwei Backen 110 hindurch unter Mitführung des am Leiter 102 anliegenden Folienbands 118 auf eine der ersten Seite 116 gegenüberliegende zweite Seite 128 der Heizbackenanordnung 108.

    [0074] Die zwei Backen 110 sind zwischen der Offenstellung und einer Schließstellung längsbeweglich. In der Schließstellung sind die Backen 110 dazu ausgebildet, in der ersten Querrichtung 112 Druck aufeinander auszuüben und Wärme abzugeben, wodurch die zwischen den Backen 110 angeordneten Abschnitte der am Leiter 102 umgeschlagenen verschweißbaren Folienseite 120 des Folienbands unter dem Druck der Backen 110 miteinander in Anlage sind und die Wärme der Backen 110 die Abschnitte miteinander verschweißt. Dadurch ist eine umlaufend geschlossene Anordnung des die Kennzeichnung aufweisenden Folienbands um den Leiter 102 hergestellt.

    [0075] Ausführungsbeispiele der Vorrichtung 100 sind in eine Vorrichtung zur Konfektionierung des Leiters 102 (beispielsweise einer Maschine zur automatischen Kabelkonfektionierung) integrierbar. Zur Integration kann ein weiterer Greifer 174 vorgesehen sein, der in der ersten Querrichtung 112 zwischen einer Ausgabestelle der Vorrichtung zur Konfektionierung und einer Aufnahmestelle der Vorrichtung 100 zur Aufnahme des konfektionierten Leiters 102 linearbeweglich ist.

    [0076] Dabei ist von besonderem Vorteil, dass aufgrund der Umlenkeinheit 114.3 der Drucker 150 nicht den Weg zwischen der Ausgabestelle der Vorrichtung zur Konfektionierung und der Aufnahmestelle der Vorrichtung 100 blockiert oder um die Länge des Druckers 150 und den Abwickler 152 verlängert.

    [0077] Ein Ausführungsbeispiel (beispielsweise das gezeigte Ausführungsbeispiel) der Vorrichtung 100 nutzt als Folienband 118 eine bestehende Wiremark-Folie. Das Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 100 umfasst den Abwickler 152 als Halterung für die Folie 118, einen Thermo-Transfer-Drucker 150, die Transportmechanik 114 zur Folienführung und -umlenkung der Folie 118, den Greifer 164 und die Heizbackenanordnung 108 als Schweißeinheit, welche zudem die Anlageflächen zum Umschlagen der Folie 118 umfassen.

    [0078] Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung 100 ferner ein Trennmesser 148 und einen zugeordneten Aktor 148.1, der das Trennmesser um eine zur zweiten Querrichtung 126 parallele Schwenkachse schwenkt.

    [0079] Ausführungsbeispiele der Vorrichtung 100 können die Breite des Bauraums der Vorrichtung 100 in der ersten Querrichtung 112 besonders geringhalten. Die geringe Breite ist wichtig, damit die Vorrichtung 100 auf oder in einer Vielzahl verschiedener Vorrichtungen zur Konfektionierung eingesetzt werden kann und damit möglichst wenig Platz beansprucht wird. Deswegen kann der Drucker 150 nicht direkt neben der Heizbackenanordnung 108 als Schweißeinheit platziert werden. Die Folie 118 muss daher um 90° umgelenkt werden. Hierfür ist die Umlenkeinheit 114.3 konstruiert.

    [0080] Der zu beschriftende Leiter 102 (beispielsweise das zu beschriftende Kabel) wird von dem Greifer 104 an zwei Greifstellen 130 und 132 gehalten und durch die Folie 118 gedrückt, welche sich dadurch um den Leiter 102 legt. Der in Fig. 4 gezeigte Abstand 134 zwischen der ersten Greifstellen 130 und der zweiten Greifstellen 132 des Greifers 104 ist größer als die Breite 136 der Heizbackenanordnung 108 in der Längsrichtung 106, damit der Greifer 104 die Bewegung der Backen 110 von der Offenstellung in die Schließstellung nicht blockiert. Vielmehr ist der Leiter 102 in der Schließstellung an der ersten Greifstelle 130 und der zweiten Greifstellen 132 außerhalb Heizbackenanordnung 108 gegriffen.

    [0081] Unterhalb des Leiters 102, beispielsweise an der vorgenannten zweiten Seite der Heizbackenanordnung 108, befindet sich eine Stützfeder 138. Die Stützfeder 138 ist ein Federelement, welches dazu ausgebildet ist, die Folie 118 eng um den Leiter 102 zu legen.

    [0082] Ausführungsbeispiele der Vorrichtung 100 können vorteilhaft gegenüber bestehenden Tischgeräten der Wiremark-Technologie die Möglichkeit bieten, einen Festsitz der Folie 118, d.h. der Kennzeichnung, auf dem Leiter 102 durch Vorgabe eines Parameters bestimmen zu können. Der Parameter kann beispielsweise über eine Datenschnittstelle oder ein Tastenfeld der Vorrichtung 100 an die Steuerung übertragen oder eingegeben werden.

    [0083] Beispielsweise wird bei dem bestehenden Tischgerät die Folie vor dem Umlegen um den Leiter gefalzt, um so eine ebene Beschriftungsfläche zu erhalten, wodurch jedoch die Folie nicht stramm oder umlaufend am Leiter anliegt. Ausführungsbeispiele der Vorrichtung 100 zur Kennzeichnung legen die Folie 118 rund um den Leiter 102, beispielsweise in Abgrenzung zur zweifach gefalzten Kennzeichnung gemäß der Patentschrift DE 197 38 485 C2.

    [0084] Die Schweißbacken 110 fahren zu und verschweißen die Folie 118. Vorzugsweise umfassen die Backen 110 jeweils eine Schweißkeramik. Die Schweißkeramik kann pendelnd gelagert sein, sodass sich die Oberflächen der Backen 110 von alleine parallel zueinander ausrichten.

    [0085] In einer ersten Variante der Vorrichtung 100 (beispielsweise einer ersten Variante des Ausführungsbeispiels) lässt die Steuerung die Schweißbacken 110 zusammengefahren (d.h. in der Schließstellung) abkühlen, um die Folie 118 während des Abkühlvorgangs des Klebers zusammenzuhalten.

    [0086] In einer zweiten Variante der Vorrichtung 100 (beispielsweise einer zweiten Variante des Ausführungsbeispiels) lässt die Steuerung die Schweißbacken 110 dauerhaft auf Temperatur (beispielsweise einer Temperatur oberhalb des Schmelzpunkts des Klebers). Die Backen 110 fahren nur kurz zu, um den Kleber der verschweißbar Folienseite 120 zu verflüssigen. Anschließend fahren die Backen 110 sofort wieder auf. An jeder Heizbacke 110 ist ein Federelement angeordnet, welches die Abschnitte der Folie 118 in der Mitte aneinanderpressen, auch wenn die Schweißbacken 110 schon leicht aufgefahren sind.

    [0087] Die zweite Variante kann eine Zykluszeit gegenüber der ersten Variante reduzieren.

    [0088] Bei hinreichend kleinen zu erhitzenden Massen der Backen 110 und/oder direkt in die Oberflächen der Backen 110 integrierten Heizelementen kann die erste Variante mit geringerem konstruktivem Aufwand vergleichbare Zykluszeit erreichen.

    [0089] Anschließend wird das Trennmesser 148 ausgefahren um die Folie zu durchschneiden. Dieses wird schräg durch die Folie geschoben, um eine gleichmäßige Abnutzung der Klinge zu gewährleisten.

    [0090] Die Fig. 5 und 6 zeigen eine Kulisse 140, welche den Weg des Bewegungsablaufs des Greifers 104 in einer Ebene festlegt. Die Kulisse 140 umfasst eine Führungsnut 142 und eine Rolle 144, welche den Weg der Führungsnut auf die Greifermechanik 124 überträgt. Ein Aktor 124.1 der Greifermechanik 124 treibt den Bewegungsablauf über einen Schwenkantrieb 146 der Kulisse 140 an.

    [0091] Die Fig. 7 zeigt eine Draufsicht eines Ausführungsbeispiels eines Greifers 104 und der Greifermechanik 124, die in jedem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 100 einsetzbar sein kann. Die Fig. 8 und 9 zeigen entsprechend eine Seitenansicht bzw. eine Frontansicht des Ausführungsbeispiels des Greifers und der Greifermechanik der Fig. 7.

    [0092] Die Greifermechanik 124 umfasst den Aktor 124.1 und eine Führung 124.2 der Greifermechanik 124 in einer Ebene.

    [0093] Fig. 10 zeigt eine Frontansicht eines Ausführungsbeispiels des Greifers 104 und der Führung 124.2 der Greifermechanik 124, die in jedem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 100 einsetzbar sein kann. Die Führung 124.2 weist zwei lineare Freiheitsgrade in der Längsrichtung 106 und der zweiten Querrichtung 126 auf. Innerhalb dieser Ebene bestimmt die Führungsnut 142 der Kulisse den Weg des Greifers 104.

    [0094] Die Fig. 11 bis 13 zeigen Ansichten des Ausführungsbeispiels des Greifers 104 und der Führung 124.2 der Greifermechanik 124 der Fig. 10 aus unterschiedlichen Perspektiven. Darin sind die zwei Freiheitsgrade der Führung 124.2 und der Aktor 104.1 des Greifers 104 gezeigt.

    [0095] Fig. 14 zeigt eine Frontansicht eines Ausführungsbeispiels der Transportmechanik 114 des Folienbands 118 mit der Umlenkeinheit 114.3, die in jedem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 100 einsetzbar sein kann. Fig. 15 zeigt eine Draufsicht des Ausführungsbeispiels der Transportmechanik 114 der Fig. 14. Fig. 16 zeigt eine perspektivische Ansicht seitens der Folienzufuhr, d.h. mit dem Abwickler 152 im Vordergrund, und Fig. 17 eine perspektivische Ansicht seitens der Leiterzufuhr, d.h. mit der Ausgabe 114.2 im Vordergrund.

    [0096] Fig. 18 zeigt eine Schnittansicht parallel zur Längsrichtung 106 und zur zweiten Querrichtung 126 des Ausführungsbeispiels der Transportmechanik 114. Vor der Umlenkeinheit 114.3 ist die bedruckte Folienseite 122 (bzw., vor dem Drucker 150, die bedruckbare Folienseite 122) in Fig. 18 oben. Nach der Umlenkeinheit 114.3 ist bedruckte Folienseite 122 unten (was außerhalb der Schnittebene der Fig. 18 ist).

    [0097] Fig. 19, 20 und 21 zeigen eine Draufsichtsicht, eine Schnittansicht bzw. eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels der Umlenkeinheit 114.3, die in jedem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 100 einsetzbar sein kann.

    [0098] Die Umlenkeinheit 114.3 ist dazu ausgebildet, eine Bewegungsrichtung des Folienbands 118 knickfrei und/oder verzerrungsfrei von der Längsrichtung 106 in die erste Querrichtung 112 umzulenken. Wie in Fig. 20 gezeigt umfasst die Umlenkeinheit 114.3 einen Führungskanal, der in einem ersten gekrümmten Abschnitt aus einer ersten Ebene, die parallel zur Längsrichtung 106 und zur ersten Querrichtung 112 ist, in die zweite Querrichtung 126 gekrümmt ist, und der in einem zweiten gekrümmten Abschnitt in eine zweite Ebene mündet, die zur ersten Ebene parallel und in der zweiten Querrichtung 126 versetzt ist. Die Fig. 22 bis 24 zeigen Ansichten des Ausführungsbeispiels der Umlenkeinheit 114.3 der Fig. 19 bis 21 aus unterschiedlichen Perspektiven.

    [0099] Die Fig. 25, 26, 27 und 28 zeigen eine perspektivische Ansicht, eine Frontansicht, eine Draufsicht bzw. eine Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels der Heizbackenanordnung 108, die in jedem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 100 einsetzbar sein kann. Die Folie 118 wird, wie in Fig. 25 eingezeichnet, von der Transportmechanik 114 an der ersten Seite der Heizbackenanordnung 108 in der ersten Querrichtung 112 ausgegeben. Die Heizbacken 110 sind auf einem Heizbacken-Träger 160 zwischen der Offenstellung und der Schließstellung linear beweglich.

    [0100] Die Fig. 29 bis 34 zeigen Ansichten eines Ausführungsbeispiels des Greifers 104 mit einer ersten Anlaufschräge 154. Wie in der Fig. 39 gezeigt in einer Frontansicht des Ausführungsbeispiels des Greifers 104, ist die erste Greifstelle 130 des Greifers 104 in der Längsrichtung 106 schwenkbeweglich gelagert und weist eine erste Anlaufschräge 154 auf. Im gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst die Vorrichtung 100 ferner eine zweite Anlaufschräge 156, die dazu angeordnet ist, mit der ersten Anlaufschräge 154 zusammenzuwirken zur Schwenkbewegung der ersten Greifstelle 130 in der Längsrichtung 106 weg von der zweiten Greifstelle 132, wenn der Greifer 104 den gegriffenen Leiter 102 in der Offenstellung der Heizbackenanordnung 108 von der ersten Seite 116 der Heizbackenanordnung 108 zwischen den zwei Backen 110 hindurch auf die zweite Seite 128 der Heizbackenanordnung 108 bewegt, d.h. bei der dritten Bewegung des Greifers 104 entlang der zweiten Querrichtung 126.

    [0101] Aufgrund des Zusammenwirkens der Anlaufschrägen 154 und 156 lenkt die erste Greifstelle 130 des Greifers 104 aus und vergrößert den Abstand zur zweiten Greifstelle 132 im Vergleich zum ursprünglichen Abstand 134. Dadurch bleibt der gegriffene Leiter 102 während der dritten Bewegung gespannt, beispielsweise gegen eine Querkraft der um den Leiter 102 geschlagenen Folie 118.

    [0102] Vorzugsweise ist die erste Anlaufschräge 154 ein freies Ende einer Blattfeder 158, welche eine Knickstelle 158.1 bei oder in der Nähe der Schwenkachse der schwenkbeweglich gelagerten ersten Greifstelle 130 aufweist. Durch das Zusammenwirken der Anlaufschrägen 154 und 156 während der dritten Bewegung wird die ersten Greifstelle 130 gegen eine Spannkraft (bzw. ein Drehmoment) der Blattfeder 158 ausgelenkt.

    [0103] Aufgrund der Blattfeder 158 kehrt die erste Greifstelle 130 des Greifers 104 wieder zurück in den ursprünglichen Abstand 134.

    [0104] Die Fig. 35, 36, 37 und 38 zeigen eine Seitenansicht, eine Frontansicht, eine Schnittansicht bzw. eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels der ersten Greifstelle 130 oder der zweiten Greifstelle 132 des Greifers 104, die in jedem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 100 implementierbar sein kann.

    [0105] Jede Greifstelle 130 und/oder 132 umfasst zwei um eine gemeinsame Schwenkachse 168 schwenkbewegliche Greiffinger 166. Die gemeinsame Schwenkachse 168 ist parallel zur Längsrichtung 106. Der Greifer 104 an der ersten Greifstelle 130 und/oder der zweiten Greifstelle 132 umfasst ferner jeweils einen in einem Zylinder 172 linearbeweglichen Mitnehmer 170. Die Linearbewegung des Mitnehmers 170 ist parallel zur zweiten Querrichtung 126. Der Mitnehmer 170 weist zwei Langlöcher 170.1 auf. Eine Ausrichtung der Langlöcher 170.1 erstreckt sich überwiegend in der ersten Querrichtung 112.

    [0106] In jedem der Langlöcher 170.1 ist ein Zapfen 166.1 eines der zwei Greiffinger 166 so angeordnet, dass die Linearbewegung des Mitnehmers 170 in die Schwenkbewegung der Greiffinger 166 umgesetzt wird.

    [0107] Der Greifer 104 umfasst ferner an der ersten Greifstelle 130 und/oder der zweiten Greifstelle 132 jeweils einen Bowdenzug 162 mit einem Zugseil 162.1 und einer das Zugseil 162.1 längsbeweglich aufnehmenden und in Verlaufsrichtung des Zugseils 162.1 druckfesten Hülle 162.2.

    [0108] Ein Ende 162.3 des Zugseils 162 ist zugfest mit dem Mitnehmer 170 verbunden. Die Hülle 162.2 ist druckfest mit dem Zylinder 172 verbunden oder dort abgestützt.

    [0109] Der Mitnehmer 170 ist entgegen einer Zugrichtung des Zugseils 162.1 und/oder in Richtung einer Schließstellung der Greiffinger 166 von einer Rückstellfeder 164 vorgespannt. Ferner ist die Rückstellfeder 164 im Zylinder 172 angeordnet und das Zugseil 162.1 verläuft in der Rückstellfeder 164.

    [0110] Oberhalb der Fig. 37 ist ein vergrößerter Ausschnitt aus der Fig. 37 dargestellt. Darin ist als gepunktete Linie die Trajektorie des (exemplarisch linken) Zapfens 166.1 eingezeichnet. Ein Winkel 170.3 zwischen der Trajektorie jedes Zapfens 166.1 und der Ausrichtung des Langlochs 170.1 in der Offenstellung der Greiffinger 166 kann zwischen 30° und 60°, vorzugsweise etwa 45°, sein. Ein Winkel 170.2 zwischen der Trajektorie jedes Zapfens 166.1 und der Ausrichtung des Langlochs 170.1 kann in der Schließstellung der Greiffinger 166 zwischen 80° und 100°, vorzugsweise 90°, sein.

    [0111] Dadurch kann die Übersetzung der Linearbewegung des Mitnehmers 170 in die Schwenkbewegung der Greiffinger 166 die Haltekraft der Greiffinger 166 in der Schließstellung vergrößern. Dies kann (beispielsweise alternativ oder ergänzend zur den Anlaufschrägen 154 und 156) dazu beitragen, dass der Leiter 102 beim Umschlagen der Folie 118 sich nicht oder nicht wesentlich durchbiegt für ein faltenfreies und enges Anliegen der Kennzeichnung.

    [0112] Obwohl die Erfindung in Bezug auf exemplarische Ausführungsbeispiele beschrieben worden ist, ist für Fachkundige ersichtlich, dass verschiedene Änderungen vorgenommen werden können und Äquivalente als Ersatz verwendet werden können. Ferner können viele Modifikationen vorgenommen werden, um eine bestimmte Situation oder ein bestimmtes Material an die Lehre der Erfindung anzupassen. Folglich ist die Erfindung nicht auf die offenbarten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern umfasst alle Ausführungsbeispiele, die in den Bereich der beigefügten Patentansprüche fallen.
    Bezugszeichenliste
    Vorrichtung 100
    Leiter 102
    Greifer, vorzugsweise Radialgreifer 104
    Aktor des Greifers 104.1
    Längsrichtung 106
    Heizbackenanordnung, auch: Schweißeinheit 108
    Backen der Heizbackenanordnung 110
    Erste Querrichtung quer zur Längsrichtung 112
    Transportmechanik des Folienbands 114
    Erster Aktor der Transportmechanik 114.1
    Ausgabe des Folienbands 114.2
    Umlenkeinheit der Transportmechanik 114.3
    Zweiter Aktor der Transportmechanik 114.4
    Erste Seite der Heizbackenanordnung 116
    Folienband, auch: Folie Verschweißbar Folienseite des Folienbands oder 118
    von Heizbackenanordnung abgewandte Folienseite Kennzeichnung aufweisende Folienseite des Folienbands oder 120
    Heizbackenanordnung zugewandte Folienseite 122
    Greifermechanik 124
    Aktor der Greifermechanik 124.1
    Führung der Greifermechanik, vorzugsweise in einer Ebene 124.2
    Zweite Querrichtung quer zur Längsrichtung und ersten Querrichtung 126
    Zweite Seite der Heizbackenanordnung 128
    Erste Greifstelle des Greifers 130
    Zweite Greifstelle des Greifers 132
    Abstand zwischen erster und zweiter Greifstellen 134
    Breite der Heizbackenanordnung in Längsrichtung 136
    Stützfeder 138
    Kulisse 140
    Führungsnut der Kulisse 142
    Rolle der Kulisse 144
    Schwenkantrieb der Kulisse 146
    Messer, auch: Trenneinheit oder Trennmesser 148
    Aktor des Messers 148.1
    Drucker, vorzugsweise Thermotransfer-Drucker 150
    Abwickler des Folienbands 152
    Erste Anlaufschräge, vorzugsweise freies Ende der Blattfeder 154
    Zweite Anlaufschräge, vorzugsweise stationärer Abstreifer 156
    Blattfeder 158
    Knickstelle der Blattfeder 158.1
    Heizbacken-Träger 160
    Seilzug des Greifers, vorzugsweise Bowdenzug 162
    Zugseil des Bowdenzugs 162.1
    Hülle des Bowdenzugs 162.2
    Ende des Zugseils 162.3
    Rückstellfeder des Greifers 164
    Greiffinger des Greifers 166
    Zapfen des Greiffingers 166.1
    Gemeinsame Schwenkachse der schwenkbeweglichen Greiffinger 168
    Mitnehmer 170
    Langloch im Mitnehmer 170.1
    Winkel in Offenstellung des Greifers 170.2
    Winkel in Schließstellung des Greifers 170.3
    Zylinder 172
    Weiterer Greifer 174



    Ansprüche

    1. Vorrichtung (100) zur Kennzeichnung eines Leiters (102), umfassend:

    einen Greifer (104) der dazu ausgebildet ist, den sich in einer Längsrichtung (106) erstreckenden Leiter (102) zu greifen;

    eine Heizbackenanordnung (108) mit zwei Backen (110), die in einer Offenstellung voneinander in einer ersten Querrichtung (112) quer zur Längsrichtung (106) beabstandet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung weiter umfasst:

    eine Transportmechanik (114) zur Ausgabe (114.2) eines sich auf einer ersten Seite (116) der Heizbackenanordnung (108) entlang der ersten Querrichtung (112) erstreckenden Folienbands (118), wobei eine von der Heizbackenanordnung (108) abgewandte Folienseite (120) des Folienbands (118) durch Wärme verschweißbar ist und eine der Heizbackenanordnung (108) zugewandte Folienseite (122) des Folienbands (118) die Kennzeichnung des Leiters (102) aufweist; und

    eine Greifermechanik (124), die dazu ausgebildet ist, in der Offenstellung der Heizbackenanordnung (108) den Greifer (104) entlang einer zweiten Querrichtung (126) quer zur Längsrichtung (106) und quer zur ersten Querrichtung (112) zu bewegen, wobei der Greifer (104) den gegriffenen Leiter (102) von der ersten Seite (116) der Heizbackenanordnung (108) zwischen den zwei Backen (110) hindurch unter Mitführung des am Leiter (102) anliegenden Folienbands (118) auf eine der ersten Seite (116) gegenüberliegende zweite Seite (128) der Heizbackenanordnung (108) bewegt, und wobei die zwei Backen (110) in einer Schließstellung dazu ausgebildet sind, in der ersten Querrichtung (112) Druck aufeinander auszuüben und Wärme abzugeben, wobei Abschnitte der verschweißbaren Folienseite (120) des Folienbands unter dem Druck der Backen (110) miteinander in Anlage sind oder in Anlage bringbar sind und die Wärme der Backen (110) die Abschnitte verschweißt oder zu verschweißen vermag zur umlaufend geschlossenen Anordnung des die Kennzeichnung aufweisenden Folienbands um den Leiter (102).


     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Greifer (104) eine erste Greifstelle (130) und eine in der Längsrichtung (106) des Leiters (102) von der ersten Greifstelle (130) beabstandete zweite Greifstelle (132) umfasst, vorzugsweise wobei jede der Greifstellen (130, 132) dazu ausgebildet ist, den Leiter (104) quer zur Längsrichtung (106) des Leiters (104) zu greifen.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei der Abstand (134) zwischen der ersten Greifstelle (130) und der zweiten Greifstelle (132) größer als eine Breite (136) der Heizbackenanordnung (108) in der Längsrichtung (106) ist, und wobei die Greifermechanik (124) zur Bewegung des gegriffenen Leiters (102) von der ersten Seite (116) der Heizbackenanordnung (108) auf die zweite Seite (128) der Heizbackenanordnung (108) die erste Greifstelle (130) und die zweite Greifstelle (132) außerhalb der Heizbackenanordnung (108) an gegenüberliegenden Seiten der Heizbackenanordnung (108) jeweils vorbeiführt.
     
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, ferner umfassend:
    eine Stützfeder (138), die auf der zweiten Seite (128) der Heizbackenanordnung (108) dazu angeordnet ist, das um den Leiter (102) geschlagene Folienband (118) gegen den Leiter (102) zu drücken.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Greifermechanik (124) eine mechanische Führung (124.2) umfasst, die dazu ausgebildet ist den Greifer in einer Ebene zu führen, die parallel zur Längsrichtung (106) und zur zweiten Querrichtung (126) ist, und/oder die senkrecht zur ersten Querrichtung (112) ist.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Greifermechanik (124) eine Kulisse (140) umfasst, die dazu ausgebildet ist, einen Weg des Greifers (104), vorzugsweise in der Ebene, zu bestimmen.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei der Weg folgende Bewegungsabfolge umfasst:

    eine erste Bewegung entlang der zweiten Querrichtung (126) weg von der Heizbackenanordnung (108); und/oder

    eine zweite Bewegung entlang der Längsrichtung (106) hin zur Heizbackenanordnung (108); und/oder

    eine dritte Bewegung entlang der zweiten Querrichtung (126) hin zur Heizbackenanordnung (108), welche die Bewegung umfasst, bei welcher der Greifer (104) den gegriffenen Leiter (102) in der Offenstellung der Heizbackenanordnung (108) von der ersten Seite (116) der Heizbackenanordnung (108) zwischen den zwei Backen (110) hindurch auf die zweite Seite (128) der Heizbackenanordnung (108) bewegt.


     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, wobei die erste Greifstelle (130) des Greifers (104) in der Längsrichtung (106) beweglich, vorzugsweise schwenkbeweglich, gelagert ist und eine erste Anlaufschräge (154) umfasst, und wobei die Vorrichtung (100) ferner eine zweite Anlaufschräge (156) umfasst, die dazu angeordnet ist, mit der ersten Anlaufschräge (154) zusammenzuwirken zur Bewegung der ersten Greifstelle (130) in der Längsrichtung (106) weg von der zweiten Greifstelle (132) wenn der Greifer (104) den gegriffenen Leiter (102) in der Offenstellung der Heizbackenanordnung (108) von der ersten Seite (116) der Heizbackenanordnung (108) zwischen den zwei Backen (110) hindurch auf die zweite Seite (128) der Heizbackenanordnung (108) bewegt, vorzugsweise bei der dritten Bewegung des Greifers (104) entlang der zweiten Querrichtung (126).
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, wobei der Greifer (104) dazu ausgebildet ist, vorzugsweise mittels einer Steuerung und/oder einem Aktor (124.1) der Greifermechanik (124),

    vor der Bewegungsabfolge und/oder vor der ersten Bewegung den zu kennzeichnenden Leiter (102) aufzunehmen, vorzugsweise von einem weiteren Greifer (174) entgegenzunehmen; und/oder

    nach der Bewegungsabfolge den Weg in Umkehrung der Bewegungsabfolge zu durchlaufen und/oder nach der Umkehrung der ersten Bewegung den gekennzeichneten Leiter (102) freizugeben, vorzugsweise an den weiteren Greifer (174) zu übergeben.


     
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, ferner umfassend:
    ein Messer (148), das auf der ersten Seite (116) der Heizbackenanordnung (108) dazu angeordnet ist, die verschweißten Abschnitte bündig zu schneiden.
     
    11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Transportmechanik (114) des Folienbands (118) ferner eine Umlenkeinheit (114.3) umfasst, die dazu ausgebildet ist, eine Bewegungsrichtung des Folienbands (118) knickfrei und/oder verzerrungsfrei von der Längsrichtung (106) in die erste Querrichtung (112) umzulenken.
     
    12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Transportmechanik (114) des Folienbands (118) ferner eine Umlenkeinheit (114.3) mit einem Führungskanal umfasst, der in einem ersten gekrümmten Abschnitt aus einer ersten Ebene, die parallel zur Längsrichtung (106) und zur ersten Querrichtung (112) ist, in die zweite Querrichtung (126) gekrümmt ist, und der in einem zweiten gekrümmten Abschnitt in eine zweite Ebene mündet, die zur ersten Ebene parallel und in der zweiten Querrichtung (126) versetzt ist.
     
    13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, ferner umfassend:
    einen Drucker (150), vorzugsweise einen Thermotransfer-Drucker, der entlang der Transportmechanik (114) zwischen einem Abwickler des Folienbands (118) und der Umlenkeinheit (114.3) dazu angeordnet ist, die der Heizbackenanordnung (108) zugewandte Folienseite (122) des Folienbands (118) mit der Kennzeichnung des Leiters (102) zu bedrucken.
     
    14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 13, wobei der Greifer (104) an der ersten Greifstelle (130) und/oder der zweiten Greifstelle (132) jeweils umfasst:
    zwei um eine gemeinsame Schwenkachse (168) schwenkbewegliche Greiffinger (166), vorzugsweise wobei die gemeinsame Schwenkachse (168) parallel zur Längsrichtung (106) ist.
     
    15. Vorrichtung nach Anspruch 14, wobei der Greifer (104) an der ersten Greifstelle (130) und/oder der zweiten Greifstelle (132) ferner jeweils umfasst:

    einen in einem Zylinder (172) linearbeweglichen Mitnehmer (170), vorzugsweise wobei die Linearbewegung des Mitnehmers (170) parallel zur zweiten Querrichtung (126) ist,

    wobei der Mitnehmer (170) zwei Langlöcher (170.1) aufweist, vorzugsweise wobei eine Ausrichtung der Langlöcher (170.1) sich überwiegend in der ersten Querrichtung (112) erstreckt,

    und wobei in jedem der Langlöcher (170.1) ein Zapfen (166.1) eines der Greiffinger (166) dazu angeordnet ist, die Linearbewegung des Mitnehmers (170) in die Schwenkbewegung der Greiffinger (166) umzusetzen.


     
    16. Vorrichtung nach Anspruch 15, wobei der Greifer (104) an der ersten Greifstelle (130) und/oder der zweiten Greifstelle (132) ferner jeweils umfasst:
    einen Bowdenzug (162) mit einem Zugseil (162.1) und einer das Zugseil (162.1) längsbeweglich aufnehmenden und in Verlaufsrichtung des Zugseils (162.1) druckfesten Hülle (162.2), wobei ein Ende (162.3) des Zugseils (162) zugfest mit dem Mitnehmer (170) verbunden ist und die Hülle (162.2) sich druckfest am Zylinder (172) abstützt, vorzugsweise wobei der Mitnehmer (170) entgegen einer Zugrichtung des Zugseils (162.1) von einer Rückstellfeder (164) vorgespannt ist, und ferner vorzugsweise wobei die Rückstellfeder (164) im Zylinder (172) angeordnet ist und das Zugseil (162.1) innerhalb der Rückstellfeder (164) verläuft.
     
    17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, wobei ein Winkel (170.3) zwischen einer Trajektorie jedes Zapfens (166.1) und der Ausrichtung des Langlochs (170.1) in einer Offenstellung der Greiffinger (166) zwischen 30° und 60°, vorzugsweise etwa 45°, ist und/oder wobei ein Winkel (170.2) zwischen der Trajektorie jedes Zapfens (166.1) und der Ausrichtung des Langlochs (170.1) in einer Schließstellung der Greiffinger (166) zwischen 80° und 100°, vorzugsweise 90°, ist.
     


    Claims

    1. A device (100) for marking a conductor (102), comprising:

    a gripper (104) configured to grip the conductor (102) extending in a longitudinal direction (106);

    a heating jaw assembly (108) having two jaws (110) spaced from each other in an open position in a first transverse direction (112) transverse to the longitudinal direction (106),

    characterized in that the device (100) further comprises:

    a transport mechanism (114) for dispensing (114.2) a foil tape (118) extending along the first transverse direction (112) on a first side (116) of the heating jaw assembly (108), wherein a foil side (120) of the foil tape (118) facing away from the heating jaw assembly (108) is weldable by heat and a foil side (122) of the foil tape (118) facing the heating jaw assembly (108) comprises the marking of the conductor (102); and

    a gripper mechanism (124) configured to move the gripper (104) along a second transverse direction (126) transverse to the longitudinal direction (106) and transverse to the first transverse direction (112) when the heating jaw assembly (108) is in the open position, wherein the gripper (104) moves the gripped conductor (102) from the first side (116) of the heating jaw assembly (108) through between the two jaws (110) while entraining the foil tape (118) abutting the conductor (102) to a second side (128) of the heating jaw assembly (108), the second side (128) being opposite the first side (116), and wherein the two jaws (110) in a closed position are configured to exert pressure on each other in the first transverse direction (112) and to emit heat, wherein portions of the weldable foil side (120) of the foil tape are brought into abutment with each other or configured to abut each other under the pressure of the jaws (110) and the heat of the jaws (110) welds or is configured to weld the portions for arranging the foil tape having the marking around the conductor (102) in a circumferentially closed manner.


     
    2. The device of claim 1, wherein the gripper (104) comprises a first gripping section (130) and a second gripping section (132) spaced from the first gripping section (130) in the longitudinal direction (106) of the conductor (102), preferably wherein each of the gripping sections (130, 132) is configured to grip the conductor (104) transversely to the longitudinal direction (106) of the conductor (104).
     
    3. The device of claim 2, wherein the distance (134) between the first gripping section (130) and the second gripping section (132) is greater than a width (136) of the heating jaw assembly (108) in the longitudinal direction (106), and wherein the gripper mechanism (124) is configured to move the gripped conductor (102) from the first side (116) of the heating jaw assembly (108) to the second side (128) of the heating jaw assembly (108) wherein the first gripping section (130) and the second gripping section (132) bypass the heating jaw assembly (108) on the outside on opposite sides of the heating jaw assembly (108), respectively.
     
    4. The device of any one of claims 1 to 3, further comprising:
    a support spring (138) arranged on the second side (128) of the heating jaw assembly (108) for pressing the foil tape (118) wrapped around the conductor (102) against the conductor (102).
     
    5. The device of any one of claims 1 to 4, wherein the gripper mechanism (124) comprises a mechanical guide (124.2) configured to guide the gripper in a plane that is parallel to the longitudinal direction (106) and to the second transverse direction (126), and/or that is perpendicular to the first transverse direction (112).
     
    6. The device of any one of claims 1 to 5, wherein the gripper mechanism (124) comprises a motion guide (140) configured to determine a path of the gripper (104), preferably in the plane.
     
    7. The device of claim 6, wherein the path comprises the following sequence of motions:

    a first motion along the second transverse direction (126) away from the heating jaw assembly (108); and/or

    a second motion along the longitudinal direction (106) toward the heating jaw assembly (108); and/or

    a third motion along the second transverse direction (126) toward the heating jaw assembly (108), which comprises the motion in which the gripper (104) moves the gripped conductor (102) from the first side (116) of the heating jaw assembly (108) between the two jaws (110) to the second side (128) of the heating jaw assembly (108) in the open position of the heating jaw assembly (108).


     
    8. The device according to any one of claims 2 to 7, wherein the first gripping section (130) of the gripper (104) is supported movably, preferably pivotally, in the longitudinal direction (106) and comprises a first run-up slant (154), and wherein the device (100) further comprises a second run-up slant (156) arranged to interact with the first run-up slant (154) for moving the first gripping section (130) in the longitudinal direction (106) away from the second gripping section (132) when the gripper (104) moves the gripped conductor (102) from the first side (116) of the heating jaw assembly (108) between the two jaws (110) to the second side (128) of the heating jaw assembly (108) in the open position of the heating jaw assembly (108), preferably during the third motion of the gripper (104) along the second transverse direction (126).
     
    9. The device according to claim 7 or 8, wherein the gripper (104) is configured, preferably by means of a control system and/or an actuator (124.1) of the gripper mechanism (124),

    to pick up the conductor (102) to be marked, preferably to receive the conductor (102) from a further gripper (174), before the motion sequence and/or before the first motion; and/or

    to traverse the path in reversal of the motion sequence after the motion sequence and/or to release the marked conductor (102) after the reversal of the first motion, preferably to transfer the marked conductor (102) to the further gripper (174).


     
    10. The device of any one of claims 1 to 9, further comprising:
    a cutting unit (148) arranged on the first side (116) of the heating jaw assembly (108) to cut the welded sections flush.
     
    11. The device of any one of claims 1 to 10, wherein the transport mechanism (114) of the foil tape (118) further comprises a deflection unit (114.3) configured to deflect a direction of movement of the foil tape (118) from the longitudinal direction (106) to the first transverse direction (112) without kinking and/or distortion.
     
    12. The device of any one of claims 1 to 11, wherein the transport mechanism (114) of the foil tape (118) further comprises a deflection unit (114.3) having a guide channel that is curved in a first curved portion from a first plane, which is parallel to the longitudinal direction (106) and parallel to the first transverse direction (112), to the second transverse direction (126), and that leads in a second curved portion into a second plane that is parallel to the first plane and offset in the second transverse direction (126).
     
    13. The device according to claim 11 or 12, further comprising:
    a printer (150), preferably a thermal transfer printer, arranged along the transport mechanism (114) between an unwinder of the foil tape (118) and the deflection unit (114.3) for printing the marking of the conductor (102) on the foil side (122) of the foil tape (118) facing the heating jaw assembly (108).
     
    14. The device of any one of claims 2 to 13, wherein the gripper (104) comprises, at the first gripping section (130) and/or the second gripping section (132), respectively:
    two gripper fingers (166) pivotally movable about a common pivot axis (168), preferably wherein the common pivot axis (168) is parallel to the longitudinal direction (106).
     
    15. The device of claim 14, wherein the gripper (104) at the first gripping section (130) and/or the second gripping section (132) further comprises, respectively:

    a driver (170) linearly movable in a cylinder (172), preferably wherein the linear movement of the driver (170) is parallel to the second transverse direction (126),

    wherein the driver (170) comprises two oblong holes (170.1), preferably wherein an orientation of the oblong holes (170.1) extends predominantly in the first transverse direction (112),

    and wherein in each of the oblong holes (170.1) a pin (166.1) of one of the gripper fingers (166) is arranged to convert the linear movement of the driver (170) into the pivoting movement of the gripper fingers (166).


     
    16. The device of claim 15, wherein the gripper (104) at the first gripping section (130) and/or the second gripping section (132) further comprises, respectively:
    a Bowden cable (162) with a pulling cable (162.1) and a cable housing (162.2) which receives the pulling cable (162.1) in a longitudinally movable manner and which is pressure-resistant in the direction of motion of the pulling cable (162.1), wherein one end (162.3) of the pulling cable (162) is connected in a tension-resistant manner to the driver (170) and the cable housing (162.2) is supported in a pressure-resistant manner on the cylinder (172), preferably with the driver (170) being prestressed by a return spring (164) counter to a pulling direction of the pulling cable (162.1), and further preferably wherein the return spring (164) is arranged in the cylinder (172) and the pulling cable (162.1) extends inside the return spring (164).
     
    17. The device of any one of claims 14 to 16, wherein an angle (170.3) between a trajectory of each pin (166.1) and the orientation of the oblong hole (170.1) in an open position of the gripper fingers (166) is between 30° and 60°, preferably about 45°, and/or wherein an angle (170.2) between the trajectory of each pin (166.1) and the orientation of the oblong hole (170.1) in a closed position of the gripper fingers (166) is between 80° and 100°, preferably 90°.
     


    Revendications

    1. Dispositif (100) de marquage d'un conducteur (102), comprenant:

    une pince (104) adaptée pour saisir le conducteur (102) s'étendant dans une direction longitudinale (106);

    un ensemble de mâchoires chauffantes (108) comprenant deux mâchoires (110) qui, dans une position ouverte, sont espacées l'une de l'autre dans une première direction transversale (112) transversale à la direction longitudinale (106),

    caractérisé en ce que le dispositif (100) comprend en outre

    un mécanisme de transport (114) pour la distribution (114.2) d'une bande de film (118) s'étendant sur un premier côté (116) de l'agencement de mâchoires de chauffage (108) le long de la première direction transversale (112), un côté de film (120) de la bande de film (118) opposé à l'agencement de mâchoires de chauffage (108) pouvant être soudé par la chaleur et un côté de film (122) de la bande de film (118) tourné vers l'agencement de mâchoires de chauffage (108) présentant le marquage du conducteur (102); et

    un mécanisme de préhension (124) qui est conçu pour déplacer la pince (104) le long d'une deuxième direction transversale (126) transversalement à la direction longitudinale (106) et transversalement à la première direction transversale (112) lorsque l'ensemble de mâchoires chauffantes (108) est en position ouverte, le préhenseur (104) déplaçant le conducteur (102) saisi depuis le premier côté (116) de l'ensemble de mâchoires chauffantes (108) en passant entre les deux mâchoires (110) et en entraînant la bande de film (118) reposant sur le conducteur (102) sur un deuxième côté (128) de l'ensemble de mâchoires chauffantes (108) opposé au premier côté (116), et les deux mâchoires (110) étant conçues, dans une position de fermeture, pour exercer une pression l'une sur l'autre dans la première direction transversale (112) et pour dégager de la chaleur, des sections de la face de film soudable (120) du ruban de film étant en contact ou pouvant être amenées en contact les unes avec les autres sous la pression des mâchoires (110) et la chaleur des mâchoires (110) soudant ou étant en mesure de souder les sections pour obtenir un agencement fermé périphérique du ruban de film présentant le marquage autour du conducteur (102).


     
    2. Dispositif selon la revendication 1, dans lequel le dispositif de préhension (104) comprend un premier point de préhension (130) et un deuxième point de préhension (132) espacé du premier point de préhension (130) dans la direction longitudinale (106) du conducteur (102), de préférence dans lequel chacun des points de préhension (130, 132) est adapté pour saisir le conducteur (104) transversalement à la direction longitudinale (106) du conducteur (104).
     
    3. Dispositif selon la revendication 2, dans lequel la distance (134) entre le premier emplacement de préhension (130) et le deuxième emplacement de préhension (132) est supérieure à une largeur (136) de l'ensemble de mâchoires chauffantes (108) dans la direction longitudinale (106), et dans lequel le mécanisme de préhension (124), pour déplacer le conducteur saisi (102) du premier côté (116) de l'ensemble de mâchoires chauffantes (108) vers le deuxième côté (128) de l'ensemble de mâchoires chauffantes (108), fait passer le premier point de préhension (130) et le deuxième point de préhension (132) à l'extérieur de l'ensemble de mâchoires chauffantes (108) sur des côtés opposés de l'ensemble de mâchoires chauffantes (108) respectivement.
     
    4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, comprenant en outre:
    un ressort de support (138) disposé sur le second côté (128) de l'ensemble de mâchoires chauffantes (108) pour presser la bande de film (118) enroulée autour du conducteur (102) contre le conducteur (102).
     
    5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel le mécanisme de préhension (124) comprend un guide mécanique (124.2) adapté pour guider le préhenseur dans un plan parallèle à la direction longitudinale (106) et à la deuxième direction transversale (126) et/ou perpendiculaire à la première direction transversale (112).
     
    6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel le mécanisme de préhension (124) comprend une coulisse (140) configurée pour déterminer une course de la pince (104), de préférence dans le plan.
     
    7. Dispositif selon la revendication 6, dans lequel le trajet comprend la séquence de mouvements suivante:

    un premier mouvement le long de la deuxième direction transversale (126) en s'éloignant de l'ensemble de mâchoires chauffantes (108); et/ou

    un deuxième mouvement le long de la direction longitudinale (106) vers l'ensemble de mâchoires chauffantes (108); et/ou

    un troisième mouvement le long de la deuxième direction transversale (126) vers l'ensemble de mâchoires chauffantes (108), qui comprend le mouvement dans lequel la pince (104) déplace le conducteur saisi (102) dans la position ouverte de l'ensemble de mâchoires chauffantes (108) depuis le premier côté (116) de l'ensemble de mâchoires chauffantes (108) en passant entre les deux mâchoires (110) jusqu'au deuxième côté (128) de l'ensemble de mâchoires chauffantes (108).


     
    8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 2 à 7, dans lequel le premier point de préhension (130) du préhenseur (104) est monté mobile, de préférence pivotant, dans la direction longitudinale (106) et comprend une première rampe d'approche (154), et dans lequel le dispositif (100) comprend en outre une deuxième rampe d'approche (156) agencée pour , coopérer avec la première rampe d'approche (154) pour déplacer le premier point de préhension (130) dans la direction longitudinale (106) à l'écart du deuxième point de préhension (132) lorsque le dispositif de préhension (104) déplace le conducteur saisi (102) dans la position ouverte de l'ensemble de mâchoires chauffantes (108) depuis le premier côté (116) de l'ensemble de mâchoires chauffantes (108) en passant entre les deux mâchoires (110) jusqu'au deuxième côté (128) de l'ensemble de mâchoires chauffantes (108), de préférence lors du troisième mouvement de la pince (104) le long de la deuxième direction transversale (126).
     
    9. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, dans lequel le préhenseur (104) est conçu à cet effet, de préférence au moyen d'une commande et/ou d'un actionneur (124.1) du mécanisme de préhension (124),

    avant la séquence de mouvements et/ou avant le premier mouvement, à recevoir le conducteur (102) à marquer, de préférence d'un autre préhenseur (174); et/ou

    après la séquence de mouvements, de parcourir le trajet en inversant la séquence de mouvements et/ou, après l'inversion du premier mouvement, de libérer le conducteur marqué (102), de préférence de le transférer à l'autre preneur (174).


     
    10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, comprenant en outre:
    un couteau (148) disposé sur le premier côté (116) de l'ensemble de mâchoires chauffantes (108) pour couper à ras les parties soudées.
     
    11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, dans lequel le mécanisme de transport (114) de la bande de film (118) comprend en outre une unité de déviation (114.3) qui est conçue pour dévier sans pliage et/ou sans distorsion une direction de déplacement de la bande de film (118) de la direction longitudinale (106) dans la première direction transversale (112).
     
    12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, dans lequel le mécanisme de transport (114) de la bande de film (118) comprend en outre une unité de renvoi (114.3) comportant un canal de guidage qui, dans une première partie incurvée, est incurvé dans la deuxième direction transversale (126) à partir d'un premier plan parallèle à la direction longitudinale (106) et à la première direction transversale (112), et qui, dans une deuxième partie incurvée, débouche dans un deuxième plan parallèle au premier plan et décalé dans la deuxième direction transversale (126).
     
    13. Dispositif selon la revendication 11 ou 12, comprenant en outre:
    une imprimante (150), de préférence une imprimante à transfert thermique, qui est disposée le long du mécanisme de transport (114) entre un dérouleur de la bande de film (118) et l'unité de renvoi (114.3) pour imprimer le marquage du conducteur (102) sur le côté de film (122) de la bande de film (118) tourné vers l'ensemble de mâchoires chauffantes (108).
     
    14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 2 à 13, dans lequel le préhenseur (104) comprend au niveau du premier point de préhension (130) et/ou du deuxième point de préhension (132) respectivement:
    deux doigts de préhension (166) mobiles en pivotement autour d'un axe de pivotement commun (168), de préférence dans lequel l'axe de pivotement commun (168) est parallèle à la direction longitudinale (106).
     
    15. Dispositif selon la revendication 14, dans lequel le dispositif de préhension (104) comprend en outre, au niveau du premier emplacement de préhension (130) et/ou du second emplacement de préhension (132), respectivement:

    un entraîneur (170) mobile linéairement dans un cylindre (172), de préférence dans lequel le mouvement linéaire de l'entraîneur (170) est parallèle à la deuxième direction transversale (126),

    dans lequel l'entraîneur (170) présente deux trous oblongs (170.1), de préférence dans lequel une orientation des trous oblongs (170.1) s'étend principalement dans la première direction transversale (112),

    et un tenon (166.1) de l'un des doigts de préhension (166) étant disposé dans chacun des trous oblongs (170.1) pour convertir le mouvement linéaire de l'entraîneur (170) en le mouvement de pivotement des doigts de préhension (166).


     
    16. Dispositif selon la revendication 15, dans lequel le dispositif de préhension (104) comprend en outre, au niveau du premier emplacement de préhension (130) et/ou du second emplacement de préhension (132), respectivement:
    un câble Bowden (162) avec un câble de traction (162.1) et une gaine (162.2) recevant le câble de traction (162.1) de manière mobile longitudinalement et résistante à la pression dans la direction du câble de traction (162.1), une extrémité (162.3) du câble de traction (162) étant reliée de manière résistante à la traction à l'entraîneur (170) et la gaine (162.2) étant fixée sur le cylindre (cylindre).2) s'appuie de manière résistante à la pression sur le cylindre (172), de préférence l'entraîneur (170) étant précontraint par un ressort de rappel (164) à l'encontre d'une direction de traction du câble de traction (162.1), et en outre de préférence le ressort de rappel (164) étant disposé dans le cylindre (172) et le câble de traction (162.1) s'étendant à l'intérieur du ressort de rappel (164).
     
    17. Dispositif selon l'une des revendications 14 à 16, dans lequel un angle (170.3) entre une trajectoire de chaque tenon (166.1) et l'orientation du trou oblong (170.1) dans une position d'ouverture des doigts de préhension (166) est compris entre 30° et 60°, de préférence environ 45°, et/ou dans lequel un angle (170.2) entre la trajectoire de chaque tenon (166.1) et l'orientation du trou oblong (170.1) dans une position de fermeture des doigts de préhension (166) est compris entre 80° et 100°, de préférence 90°.
     




    Zeichnung





















































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente