[0001] Die Erfindung betrifft ein Drucksystem zur Bedruckung von becherförmigen Hohlkörpern
sowie ein Verfahren zum Betreiben eines Drucksystems.
[0002] Ein bekanntes Drucksystem ist Bestandteil einer Fertigungslinie zur Herstellung von
Aerosoldosen, wie sie von der Anmelderin hergestellt und vertrieben werden. Eine Aerosoldose
kann beispielsweise als Verpackung für Kosmetika wie Haarspray, Deodorants oder für
andere als Aerosol zu versprühende Substanzen, insbesondere Pulver oder Flüssigkeiten,
eingesetzt werden. Typischerweise umfasst eine Fertigungslinie zur Herstellung von
Aerosoldosen sämtliche Prozessstationen die notwendig sind, um aus einem scheibenförmigen
Aluminiumrohling eine befüllbare Aerosoldose herzustellen. Hierzu können beispielsweise
Prozessschritte wie ein Fließpressvorgang zur Herstellung eines becherförmigen Rohlings
aus dem scheibenförmigen Aluminiumrohling, wie ein Beschneidevorgang, ein Bürstvorgang
und ein Druckvorgang für den becherförmigen Rohling vorgesehen werden, um diesen anschließend
auf einer Einziehmaschine in die gewünschte Geometrie umformen zu können. Moderne
Fertigungslinie werden mittlerweile mit Taktzahlen von mehr als 180 Dosenrohlingen
oder Hohlkörpern pro Minute betrieben. Zur Erfüllung individueller Kundenanforderungen
wird die Anzahl der mit einem bestimmten Druckbild herzustellenden Aerosoldosen zunehmend
kleiner, so dass der Betrieb der Fertigungslinie häufig unterbrochen werden muss,
um eine Umrüstung der Druckmaschine, wie sie beispielsweise aus der
EP 1 468 827 A1 bekannt ist, auf das jeweils nachfolgende Druckmotiv durchführen zu können. Um hierbei
eine Betriebsunterbrechung für die übrigen Prozessstationen der Fertigungslinie zu
verhindern oder weitgehend zu vermeiden, kann vorgesehen werden, zwischen den Prozessstationen
jeweils Speichereinrichtungen anzuordnen, die für eine Zwischenspeicherung von Aerosoldosenrohlingen
ausgebildet sind, wobei diese Speichereinrichtungen einen zusätzlichen Kostenfaktor
darstellen und einen zusätzlichen Raumbedarf aufwerfen.
[0003] Die
FR 2748454 A1 offenbart eine Druckmaschine, die über eine Druckwerk und einen Zuführförderer für
Behälter aufweist, wobei der Zuführförderer die Behälter an einer dem Druckwerk vorgeschalteten
Behandlungsstation vorbeiführt. Ferner ist ein Abfuhrförderer für eine Abfuhr der
bedruckten Behälter zu einer nachgeschalteten Behandlungsstation vorgesehen. Die Druckmaschine
umfasst mindestens zwei Druckstationen, die zwischen dem Zuführ- und dem Abfuhrförderer
angeordnet sind und für die es jeweils eigene Förderabschnitte gibt.
[0004] Die
DE 1299298 A offenbart eine Vorrichtung zum Bedrucken, Lackieren und Etikettieren von Hohlkörpern,
beispielsweise Tuben, die einen als Revolverkopf ausgebildeten Werkstückträger und
ein als Druck- oder Lackierwerk ausgebildetes Werkzeug enthält, die antriebsmäßig
miteinander gekoppelt und über einen Sockel zu einer Einheit zusammengefasst sind,
wobei das als Einheit für sich ausgebildete Werkzeug am Sockel austauschbar ausgeführt
und gegenüber dem Revolverkopf verschiebbar und um eine senkrechte Achse verschwenkbar
ist.Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Drucksystem bereitzustellen, mit
dem eine Dauer einer Betriebsunterbrechung, wie sie zur Durchführung eines Druckbildwechsels
durchgeführt werden kann, reduziert werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Hierbei ist vorgesehen,
dass das Drucksystem eine erste Druckmaschine mit einem ersten Maschinengestell aufweist,
an dem ein erster Schaltstern drehbeweglich um eine erste Schaltsternachse und ein
erster Revolverkopf drehbeweglich um eine parallel zur ersten Schaltsternachse ausgerichtete
erste Revolverachse gelagert sind, wobei der erste Revolverkopf einem ersten Druckwerk
zugeordnet ist und der erste Schaltstern für eine Zufuhr von Hohlkörpern an den ersten
Revolverkopf ausgebildet ist, und eine zweite Druckmaschine mit einem zweiten Maschinengestell
aufweist, an dem zweiter Schaltstern drehbeweglich um eine zweite Schaltsternachse
und ein zweiter Revolverkopf drehbeweglich um eine parallel zur zweiten Schaltsternachse
ausgerichtete zweite Revolverachse gelagert sind, wobei der zweite Revolverkopf einem
zweiten Druckwerk zugeordnet ist und wobei der zweite Schaltstern für eine Zufuhr
von Hohlkörpern an den zweiten Revolverkopf ausgebildet ist, wobei die erste Druckmaschine
und die zweite Druckmaschine an einer Führungseinrichtung aufgenommen sind, die für
eine Bewegung der ersten Druckmaschine zwischen einer Funktionsposition gegenüber
einer der Führungseinrichtung zugeordneten Fördereinrichtung und einer Rüstposition,
die auch als Wartungsposition bezeichnet wird, abseits der Fördereinrichtung sowie
für eine Bewegung der zweiten Druckmaschine zwischen der Funktionsposition gegenüber
einer Fördereinrichtung und der Rüstposition oder Wartungsposition abseits der Fördereinrichtung
ausgebildet ist.
[0006] Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Farbwerke der Druckmaschine, die beispielsweise
zur Durchführung eines Flexo-Druckverfahrens oder eines Siebdruckverfahrens oder eines
Hockdruckverfahrens/Trockenoffsetverfahrens, in einer Weise ausgebildet sind, wie
dies bereits aus der
EP 1 468 827 A1 bekannt ist. Erfindungsgemäß ist jedoch vorgesehen, eine erste Druckmaschine mit
einer zweiten Druckmaschine, die vorzugsweise für die Durchführung des gleichen Druckverfahrens
ausgerüstet sein kann, jedoch auch zur Durchführung eines abweichenden Druckverfahrens
ausgerüstet sein kann, eine Baugruppe bildet. Ferner ist vorgesehen, dass der Baugruppe
aus der ersten Druckmaschine und der zweiten Druckmaschine diejenigen Transportkomponenten
zugehörig sind, die für eine präzise Durchführung des Druckvorgangs erforderlich sind.
Hierbei handelt es sich insbesondere um den in unmittelbarer Wechselwirkung mit den
Farbwerken der ersten Druckmaschine stehenden ersten Revolverkopf sowie um den in
unmittelbarer Wechselwirkung mit den Farbwerken der zweiten Druckmaschine stehenden
zweiten Revolverkopf. Darüber hinaus bilden auch ein dem ersten Revolverkopf zugeordneter
erster Schaltstern sowie ein den zweiten Revolverkopf zugeordneter zweiter Schaltstern
weitere wesentliche Transportkomponenten, die der ersten Druckmaschine bzw. der zweiten
Druckmaschine zugehörig sind. Hierbei ist vorgesehen, dass dem ersten Schaltstern
eine erste Aufschiebeeinrichtung zugeordnet ist, mit deren Hilfe am ersten Schaltstern,
insbesondere unter Nutzung von Unterdruck, aufgenommene Hohlkörper auf die gegenüberliegend
anzuordnenden Spindeln des auch als Spindelteller bezeichneten ersten Revolverkopfs
aufgeschoben werden können. In gleicher Weise ist dem zweiten Schaltstern eine zweite
Aufschiebeeinrichtung zugeordnet, mit deren Hilfe am zweiten Schaltstern, insbesondere
unter Nutzung von Unterdruck, aufgenommene Hohlkörper auf die gegenüberliegend anzuordnenden
Spindeln des auch als Spindelteller bezeichneten zweiten Revolverkopfs aufgeschoben
werden können.
[0007] Somit umfasst die erste Druckmaschine neben den ersten Farbwerken auch den ersten
Revolverkopf, den ersten Schaltstern sowie die erste Aufschiebeeinrichtung und bildet
mit der zweiten Druckmaschine, die neben den zweiten Farbwerken auch den zweiten Revolverkopf,
den zweiten Schaltstern und die zweite Aufschiebeeinrichtung umfasst, eine Baugruppe.
[0008] Diese Baugruppe ist an einer Führungseinrichtung aufgenommen, die dazu ausgebildet
ist, jeweils eine der beiden Druckmaschinen in eine Funktionsposition gegenüber einer
Fördereinrichtung zu bringen, wobei die Fördereinrichtung einen Bestandteil der Fertigungslinie
bildet, in die die jeweilige Druckmaschine integriert wird. Somit ist diejenige Druckmaschine,
die sich in der Funktionsposition befindet, integraler Bestandteil der Fertigungslinie,
während die jeweils andere Druckmaschine, die abseits der Fördereinrichtung in einer
Wartungsposition angeordnet ist, zu diesem Zeitpunkt nicht als Bestandteil der Fertigungslinie
anzusehen ist und beispielsweise für einen Einsatz in der Fertigungslinie vorbereitet
(gerüstet) werden kann. Rein exemplarisch ist vorgesehen, dass diejenige Druckmaschine,
die sich in der Wartungsposition befindet, in einer Weise auf ihren Einsatz in der
Fertigungslinie vorbereitet werden kann, dass zum Zeitpunkt eines gewünschten Wechsels
des Druckbilds lediglich eine Bewegung der Baugruppe aus der ersten Druckmaschine
und der zweiten Druckmaschine dahingehend vorgenommen wird, dass die bislang in der
Wartungsposition befindliche Druckmaschine in die Funktionsposition überführt wird,
während die bislang in der Funktionsposition angeordnete Druckmaschine in die Wartungsposition
bewegt wird. Durch diese Maßnahme kann ein Wechsel des Druckbilds innerhalb weniger
Minuten durchgeführt werden und die Einstellmaßnahmen an derjenigen Druckmaschine,
die in der Wartungsposition vorbereitet wurde und nunmehr an die Funktionsweise zur
überführt wurde, können so weit fortgeschritten sein, dass entweder direkt mit der
Weiterbearbeitung von Hohlkörpern fortgefahren werden kann oder mit geringen Einstellarbeiten
die Weiterbearbeitung von Hohlkörpern bereits nach kurzer Zeit wieder aufgenommen
werden kann.
[0009] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Funktionsposition und die Wartungsposition
identisch für die erste Druckmaschine und für die zweite Druckmaschine sind, so dass
während der Durchführung von Druckvorgängen stets eine der beiden Druckmaschinen in
der einzigen Funktionsposition und die andere der beiden Druckmaschinen in der einzigen
Wartungsposition angeordnet ist.
[0010] Erfindungsgemäß ist ferner vorgesehen, dass die Führungseinrichtung ein Schwenkgelenk
für eine schwenkbewegliche Lagerung der ersten Druckmaschine und der zweiten Druckmaschine
um eine gemeinsame, quer zur ersten Revolverachse und zur zweiten Revolverachse ausgerichtete,
insbesondere lotrecht ausgerichtete, Schwenkachse aufweist.
[0011] Mit dieser schwenkbeweglichen Lagerung ist ein präzise auszuführender Bewegungsvorgang
für die Überführung der jeweiligen Druckmaschine aus der Funktionsposition in die
Wartungsposition bzw. aus der Wartungsposition in die Funktionsposition möglich hierzu
ist vorgesehen, dass das erste Maschinengestell und das zweite Maschinengestell derart
mit der Führungseinrichtung verbunden sind, dass eine gemeinsame Schwenkbewegung um
die Schwenkachse des Schwenkgelenks, das der Führungseinrichtung zugeordnet ist, durchgeführt
werden kann. Um eine vorteilhafte Ausrichtung der ersten Druckmaschine und der zweiten
Druckmaschine zu der Fördereinrichtung zu gewährleisten, die sowohl für eine Bereitstellung
von Hohlkörpern als auch für eine Abfuhr von Hohlkörpern zu den Druckmaschine bzw.
von den Maschinen ausgebildet ist, sicherzustellen, sind die Schwenkachse des Schwenkgelenks
und die erste Revolverachse quer zueinander ausgerichtet. Bevorzugt ist vorgesehen,
dass die Schwenkachse lotrecht ausgerichtete ist, also in Richtung der Schwerkraft
bzw. des Erdmittelpunkts ausgerichtet ist. Dadurch wird gewährleistet, dass für die
Schwenkbewegung der ersten Druckmaschine und der zweiten Druckmaschine nur die Reibung
des Schwenkgelenks und die Massenträgheit der Druckmaschinen und der Führungseinrichtung
überwunden werden muss, jedoch keine Hubarbeit für die beiden Druckmaschinen verrichtet
werden muss.
[0012] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die erste Druckmaschine und die zweite Druckmaschine
achsensymmetrisch zur Schwenkachse ausgerichtet sind und dass das Schwenkgelenk für
eine Schwenkbewegung der ersten Druckmaschine und der zweiten Druckmaschine mit einem
Schwenkwinkel von 180 Grad ausgebildet ist. Durch die achsensymmetrische Anordnung
der ersten Druckmaschine und der zweiten Druckmaschine wird gewährleistet, dass die
jeweils eine Druckmaschine im Zuge der Schwenkbewegung um die Schwenkachse exakt diejenige
Position einnehmen kann, die zuvor die andere Druckmaschine innehatte. Dies ist besonders
im Hinblick auf die Funktionsweise der Zufuhr von Hohlkörpern zur jeweiligen Druckmaschine
in der Fertigungslinie von großer Bedeutung, da dort eine zuverlässige Zufuhr von
Hohlkörpern durch eine Fördereinrichtung sowie eine zuverlässige und präzise Abfuhr
von Hohlkörpern durch die Fördereinrichtung gewährleistet werden soll. Aus der achsensymmetrischen
Anordnung der ersten Druckmaschine und der zweiten Druckmaschine folgt unter Berücksichtigung
der Notwendigkeit zur Versorgung der ersten Druckmaschine und der zweiten Druckmaschine
mit Energie, insbesondere mit elektrischer Energie, dass es von Vorteil ist, wenn
das Schwenkgelenk für einen Schwenkwinkel von 180 Grad ausgebildet ist. Dementsprechend
findet für den Wechsel der jeweiligen Druckmaschine aus der Funktionsposition in die
zugeordnete Wartungsposition eine Drehung um 180 Grad im Uhrzeigersinn bzw. gegen
den Uhrzeigersinn statt. Ein Schwenkwinkel von mehr als 180 Grad, insbesondere ein
unbegrenzter Schwenkwinkel für das Schwenkgelenk, können für den Fall realisiert werden,
dass die Energieversorgung, insbesondere die elektrische Versorgung der ersten Druckmaschine
und der zweiten Druckmaschine mit Hilfe einer endlos vertretbaren Drehzuführung verwirklicht
wird. Bei einer Beschränkung des Schwenkwinkels auf 180 Grad ergibt sich jedoch der
Vorteil, dass für jede der beiden Druckmaschinen einen Endanschlag für die Schwenkbewegung
individuell eingestellt werden kann, womit eine besonders hohe Präzision für die Positionierung
der jeweiligen Druckmaschine in der Funktionsposition gewährleistet werden kann.
[0013] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das erste Maschinengestell
fest mit dem zweiten Maschinengestell verbunden ist oder dass das erste Maschinengestell
einstückig mit dem zweiten Maschinengestell ausgebildet ist und dass die erste Revolverachse
parallel zur zweiten Revolverachse ausgerichtet ist. Durch die feste Kopplung des
ersten Maschinengestells mit dem zweiten Maschinengestell wird die Positionierung
der ersten Druckmaschine und der zweiten Druckmaschine in der jeweiligen Funktionsposition
erheblich erleichtert. Eine feste Verbindung zwischen dem ersten Maschinengestell
und dem zweiten Maschinengestell kann durch eine unmittelbare Kopplung der beiden
Maschinengestelle vorgesehen werden. Alternativ kann vorgesehen sein, dass sowohl
das erste Maschinengestell als auch das zweite Maschinengestell jeweils fest mit der
Führungseinrichtung verbunden sind, ohne dass ein unmittelbarer Kontakt zwischen dem
ersten Maschinengestell und dem zweiten Maschinengestell besteht. Bei einer weiteren
Alternative für die Gestaltung der beiden Druckmaschinen ist vorgesehen, dass die
erste Druckmaschine und die zweite Druckmaschine mit einem gemeinsamen Maschinengestell
verwirklicht sind. Hierdurch kann eine besonders präzise Ausrichtung der beiden Druckmaschinen
zueinander gewährleistet werden. Ferner ist vorgesehen, dass die erste Revolverachse
parallel zur zweiten Revolverachse ausgerichtet ist und dass die erste Revolverachse
und die zweite Revolverachse eine Revolverachsenebene aufspannen, deren Flächennormale
parallel zur Schwenkachse ausgerichtet ist.
[0014] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Führungseinrichtung
eine Linearführung für eine linearbewegliche Lagerung der ersten Druckmaschine und
der zweiten Druckmaschine entlang eines Bewegungswegs aufweist. Eine derartige Ausgestaltung
der Führungseinrichtung kann in Kombination mit einem Schwenklager verwirklicht werden.
Eine lineare Verlagerung der Führungseinrichtung mit den daran angebrachten beiden
Druckmaschinen ist insbesondere dann von Interesse, wenn eine Verlagerung der Fördereinrichtung,
die für die Zufuhr und Abfuhr von Hohlkörpern an die beiden Druckmaschinen bzw. von
den beiden Druckmaschinen ausgebildet ist, erhebliche technische Schwierigkeiten aufwerfen
würde. Bei einer Führungseinrichtung, die zusätzlich zum Schwenkgelenk auch eine Linearführung
umfasst, kann wahlweise eine sequenzielle Abfolge einer Linearbewegung und einer Schwenkbewegung
oder einer Überlagerung zwischen einer Linearbewegung und einer Schwenkbewegung vorgesehen
werden. In Abhängigkeit von der Ausgestaltung der Führungseinrichtung ist der Bewegungsweg,
der durch die Führungseinrichtung bestimmt wird, entweder eine Abfolge einer Gerade
und einer Kurve oder eine Kurve.
[0015] Vorteilhaft ist es, wenn an der Fördereinrichtung ein Abschnitt einer Kettenfördereinrichtung
und eine, insbesondere als Transfertrommel oder als Transferförderband ausgebildete,
Abzugseinheit angebracht sind, wobei die Abzugseinheit für ein Abziehen von Hohlkörpern
von Förderstäben der Kettenfördereinrichtung und ein Übergeben der Hohlkörper an den
benachbart angeordneten ersten Schaltstern oder zweiten Schaltstern ausgebildet ist.
Die Fördereinrichtung hat in diesem Zusammenhang die Aufgabe, Hohlkörper von einer
vorhergehenden Prozessstation an die erste Druckmaschine bzw. die zweite Druckmaschine
bereitzustellen, wobei davon auszugehen ist, dass die Fördereinrichtung einen integralen
Bestandteil einer Produktionslinie für die Herstellung von Hohlkörpern, insbesondere
Aerosoldosenrohlingen, darstellt. Beispielhaft ist vorgesehen, dass die Fördereinrichtung
an eine Speichereinrichtung angeschlossen ist, die ihrerseits mit einer vorausgehenden
Prozessstation verbunden ist, so dass von der vorausgehenden Prozessstation bereitgestellte
Hohlkörper für den Fall einer Auswechslung der ersten Druckmaschine gegen die zweite
Druckmaschine oder in umgekehrter Richtung zeitweilig zur Aufnahme von Hohlkörpern
eingesetzt werden kann, ohne dass die vorab vorausgehende Prozessstation zeitweilig
stillgelegt werden muss. Die Speichereinrichtung kann insbesondere als Kettenspeicher
ausgebildet sein und steht mit der Fördereinrichtung des Drucksystems in direkter
Verbindung, so dass die von der Speichereinrichtung ausgegebenen Hohlkörper anschließend
der ersten Druckmaschine bzw. der zweiten Druckmaschine zugeführt werden können.
[0016] Hierzu ist vorgesehen, die auf Förderstäbe einer Kettenfördereinrichtung aufgeschobenen
Hohlkörper mit einer Abzugseinheit im Zuge einer in Richtung einer Längsachse des
jeweiligen Hohlkörpers ausgerichteten Linearbewegung vom jeweiligen Förderstab abzuziehen
und an den benachbart angeordneten ersten Schaltstern bzw. zweiten Schaltstern der
jeweiligen Druckmaschine zu übergeben.
[0017] Beispielhaft kann die Abzugseinheit als Transfertrommel ausgebildet sein, bei der
an einer Außenoberfläche einer Trommel, deren Rotationsachse parallel zur ersten Schaltsternachse
bzw. zweiten Schaltsternachse ausgerichtete ist, linearbewegliche Vakuumschalen zur
Anhaftung an den Hohlkörpern, die auf den Förderstäben aufgenommen sind, vorgesehen
sind. Im Zuge einer rotatorischen Relativbewegung der Transfertrommel gegenüber der
Kettenfördereinrichtung erfolgt eine synchronisierte Linearbewegung der Vakuumschalen
parallel zur Rotationsachse der Transfertrommel, um die gewünschte Abzugsbewegung
durchzuführen. Anschließend kann eine Übergabe der abgezogenen Hohlkörper in der Art
einer Abwälzbewegung mit dem jeweils zugeordneten ersten oder zweiten Schaltstern
vorgenommen werden.
[0018] Bei einem Transferförderband ist vorgesehen, dass eine Förderrichtung des Transferförderbands
in einem spitzen Winkel zur Förderrichtung der Kettenfördereinrichtung verläuft und
somit die in Kontakt mit dem Transferförderband kommenden Hohlkörper im Zuge einer
Überlagerung zweier Linearbewegungen, von denen die erste parallel zur Förderrichtung
der Kettenfördereinrichtung ausgerichtet ist und die zweite quer zur Förderrichtung
der Kettenfördereinrichtung ausgerichtet ist, von den Förderstäben der Kettenfördereinrichtung
abgezogen werden und an den jeweils zugeordneten ersten bzw. zweiten Schaltstern übergeben
werden können.
[0019] Zweckmäßig ist es, wenn der ersten Druckmaschine eine erste Aufsteckeinrichtung zugeordnet
ist, die für eine Übergabe von Hohlkörpern vom ersten Revolverkopf an die Förderstäbe
der Kettenfördereinrichtung ausgebildet ist und dass der zweiten Druckmaschine eine
zweite Aufsteckeinrichtung zugeordnet ist, die für eine Übergabe von Hohlkörpern vom
zweiten Revolverkopf an die Förderstäbe der Kettenfördereinrichtung ausgebildet ist.
Hierbei ist davon auszugehen, dass der erste Revolverkopf und der zweite Revolverkopf,
die jeweils auch als Spindelteller bezeichnet werden können, jeweils eine vorgegebene,
insbesondere eine identische, Anzahl von parallel zur ersten Revolverachse bzw. zur
zweiten Revolverachse ausgerichteten und auf einem koaxial zur jeweiligen Revolverachse
angeordneten Teilkreis angeordneten Spindeln aufweisen, die jeweils zur Aufnahme von
Hohlkörpern vorgesehen sind. Diese Spindeln können jeweils mit einem zugeordneten
Drehantrieb versehen sein, um im Zuge des Druckvorgangs eine Abwälzbewegung an einem
mit dem zu bedruckenden Motiv versehenen Drucktuch durchführen zu können.
[0020] Die Aufgabe der Aufsteckeinrichtung besteht anschließend darin, die frisch bedruckten,
vorzugsweise bereit getrockneten, Hohlkörper von den präzise am Revolverkopf gelagerten
Spindeln beschädigungsfrei abzunehmen, um diese anschließend an die Kettenfördereinrichtung
übergeben zu können. Hierzu ist es vorteilhaft, wenn jeder der beiden Druckmaschinen
eine separate Aufsteckeinrichtung zugeordnet ist, da hierdurch die maximale Präzision
für das Abnehmen der Hohlkörper von den Spindeln gewährleistet werden kann. Der Aufsteckvorgang
auf die Förderstäbe der Kettenfördereinrichtung ist demgegenüber deutlich weniger
kritisch, wenngleich hier ein Alterung-bzw. Verschleißzustand der Förderkette berücksichtigt
werden muss. Insoweit ist die erste Aufsteckeinrichtung am ersten Maschinenrahmen
der ersten Druckmaschine angeordnet, während die zweite Aufsteckeinrichtung am zweiten
Maschinenrahmen der zweiten Druckmaschine angeordnet ist.
[0021] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Fördereinrichtung eine Aufsteckeinrichtung zugeordnet
ist, die für eine Übergabe von Hohlkörpern vom ersten Revolverkopf oder vom zweiten
Revolverkopf an die Förderstäbe der Kettenfördereinrichtung ausgebildet ist. Bei dieser
alternativen Ausgestaltung des Drucksystems ist die (einzige) Aufsteckeinrichtung
nicht der jeweiligen Druckmaschine zugeordnet, sondern ist vielmehr ein Bestandteil
der Fördereinrichtung. Dementsprechend wird die Aufsteckeinrichtung bei der Schwenkbewegung
der ersten Druckmaschine und der zweiten Druckmaschine nicht mit verschwenkt, sondern
ist vielmehr ortsfest an einem für die Fördereinrichtung vorgesehenen Maschinenrahmen
angeordnet. Der Vorteil einer derartigen Anordnung besteht darin, dass lediglich eine
einzige Aufsteckeinrichtung erforderlich ist, allerdings muss hierbei in Kauf genommen
werden, dass nach der Durchführung der Schwenkbewegung für die erste Druckmaschine
und die zweite Druckmaschine auch zunächst eine Justierung der Aufsteckeinrichtung
gegenüber dem jeweiligen ersten bzw. zweiten Revolverkopf durchgeführt werden muss,
womit ein gewisser Zeitverlust bei der Durchführung eines Druckbildwechsels verbunden
ist.
[0022] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Fördereinrichtung
mit der ersten Druckmaschine oder mit der zweiten Druckmaschinen einen Förderweg für
die Hohlkörper bestimmt, der sich entlang eines ersten Abschnitts der Kettenfördereinrichtung,
der Abzugseinheit, der ersten Druckmaschine mit dem ersten Schaltstern und dem ersten
Revolverkopf oder der zweiten Druckmaschine mit dem zweiten Schaltstern und dem zweiten
Revolverkopf sowie der jeweils zugeordneten Aufsteckeinrichtung bis zu einem zweiten
Abschnitt der Kettenfördereinrichtung erstreckt. Entscheidend ist, dass jeweils eine
der beiden Druckmaschinen in diesem Förderweg eingekuppelt werden kann und hierfür
zumindest den jeweiligen Schaltstern und dem jeweiligen Revolverkopf umfasst. Die
Zuordnung der Aufsteckeinrichtung kann in Abhängigkeit von den Bedürfnissen entweder
unmittelbar zur jeweiligen Druckmaschine oder zur Fördereinrichtung gewählt werden.
Die Kettenfördereinrichtung kann im Hinblick auf das Drucksystem eine einzige Förderkette
oder eine Kombination einer ersten Förderkette und einer zweiten Förderkette umfassen.
[0023] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Kettenfördereinrichtung
einen ersten Förderkettenabschnitt umfasst, der der Abzugseinheit zugeordnet ist und
einen zweiten Förderkettenabschnitt umfasst, der der Aufsteckeinrichtung zugeordnet
ist, wobei der erste Förderkettenabschnitt einer ersten Förderkette zugehörig ist
und wobei der zweite Förderkettenabschnitt einer zweiten Förderkette zugehörig ist.
Beispielsweise ist vorgesehen, dass sich die erste Förderkette als endlos umlaufende
Förderkette zwischen der den Drucksystem vorausgehenden Prozessstation und dem Drucksystem
erstreckt, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer entsprechenden Speichereinrichtung.
Ferner ist vorgesehen, dass die zweite Förderkette als endlos umlaufende Förderkette
zwischen dem Drucksystem und einer nachfolgenden Prozessstation, insbesondere unter
Zwischenschaltung einer Speichereinrichtung, ausgebildet ist. Prinzipiell ist vorgesehen,
dass eine Fördergeschwindigkeit der ersten Förderkette und eine Fördergeschwindigkeit
der zweiten Förderkette im Hinblick auf die Anzahl der pro Zeiteinheit bereitgestellten
oder abgeführten Hohlkörper identisch ist, wobei eine räumliche der Teilung der Förderstäbe
der ersten Förderkette und der zweiten Förderkette nicht zwangsläufig identisch sein
müssen.
[0024] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Führungseinrichtung
eine Linearlagereinrichtung umfasst, die für eine Bewegung der Fördereinrichtung zwischen
einer Arbeitsstellung für ein Zusammenwirken mit der ersten Druckmaschine oder der
zweiten Druckmaschine und einer Wechselstellung zur Durchführung der Schwenkbewegung
für die erste Druckmaschine und die zweite Druckmaschine ausgebildet ist. Eine derartige
Linearbewegung für die Fördereinrichtung ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn
die Führungseinrichtung für die erste Druckmaschine und die zweite Druckmaschine ausschließlich
ein Schwenkgelenk vorsieht, so dass aufgrund der räumlichen Ausgestaltung der ersten
Druckmaschine und der zweiten Druckmaschine sowie zur Vermeidung von Kollisionen mit
der Fördereinrichtung eine lineare Verlagerung der Fördereinrichtung notwendig ist.
Beispielhaft ist vorgesehen, dass die Fördereinrichtung in einer Horizontalrichtung,
die quer zur ersten Revolverachse und zur zweiten Revolverachse ausgerichtet ist,
von der ersten Druckmaschine und der zweiten Druckmaschine entfernt werden kann, um
in einer Wechselstellung die Durchführung der Schwenkbewegung für die erste Druckmaschine
und die zweite Druckmaschine zu ermöglichen. Anschließend wird die Fördereinrichtung
mit Hilfe der Linearlagereinrichtung wieder durch eine lineare Verlagerung in die
Arbeitsstellung überführt und kann dort die gewünschte Zufuhr und Abfuhr von Hohlkörpern
gewährleisten. Typischerweise ist der Fördereinrichtung wenigstens eine Förderkette
zugeordnet, wobei Kettengliedachsen der Kettenglieder der Förderkette quer zur linearen
Bewegungsachse ausgerichtet sind, die durch die Linearlagereinrichtung bestimmt wird.
Dementsprechend ist eine lineare Verlagerung der Fördereinrichtung in einer Raumrichtung
vorzusehen, die quer zu den Kettengliedachsen der Kettenglieder der Förderkette ausgerichtet
ist. Alternativ kann auch eine Schwenkbewegung der Fördereinrichtung um eine, insbesondere
horizontal ausgerichtete, Schwenkachse vorgesehen werden, die parallel zu den Kettengliedachsen
der Kettenglieder der Förderkette ausgerichtet ist.
[0025] Vorteilhaft ist es, wenn das Schwenkgelenk wenigstens ein Lager aus der Gruppe: Wälzlager,
Gleitlager, hydrostatisches Gleitlager, umfasst und wenn dem Schwenkgelenk eine Antriebseinrichtung
zur Einleitung einer Schwenkbewegung auf die erste Druckmaschine und die zweite Druckmaschine
zugeordnet ist. Bevorzugt umfasst das Schwenkgelenk eine Kombination eines oder mehrerer
Wälzlager, mit denen die präzise räumliche Ausrichtung der ersten Druckmaschine und
der zweiten Druckmaschine gewährleistet werden kann, mit einem Gleitlager oder einem
hydrostatischen Gleitlager, die zur Aufnahme der doch beträchtlichen Gewichtskraft
der ersten Druckmaschine und der zweiten Druckmaschine ausgebildet sind. Hierbei ist
davon auszugehen, dass der Verbund aus der ersten Druckmaschine und der zweiten Druckmaschine
eine Gewichtskraft in einem Bereich von 2000 Kilogramm bis 6000 Kilogramm aufweist.
Bei einem hydrostatischen Gleitlager ist vorgesehen, dass in einem Lagerspalt zwischen
einer der ersten und der zweiten Druckmaschine zugeordneten Lagerfläche und einer
einem Maschinenfundament des Drucksystems zugeordneten zweiten Lagerfläche ein Fluid,
insbesondere Druckluft, angepresst wird, um einen Fluidfilm auszubilden, auf dem eine
Relativbewegung der ersten Druckmaschine und der zweiten Druckmaschine zumindest nahezu
reibungsfrei durchgeführt werden kann.
[0026] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass erste Versorgungsleitungen
für die erste Druckmaschine und zweite Versorgungsleitungen für die zweite Druckmaschine
in einem gemeinsamen, vorzugsweise koaxial zur Schwenkachse ausgerichteten, Leitungskanal
aufgenommen sind, der für eine Drehlagerung der ersten Versorgungsleitungen und der
zweiten Versorgungsleitungen ausgebildet ist. Vorteilhaft ist es, wenn die ersten
Versorgungsleitungen und die zweiten Versorgungsleitungen, die im Leitungskanal aufgenommen
sind, lediglich eine Rotationsbewegung bei der Durchführung der Schwenkbewegung für
die erste Druckmaschine und die zweite Druckmaschine durchführen, was durch eine koaxiale
Anordnung des Leitungskanal zur Schwenkachse gewährleistet werden kann. Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die ersten und zweiten Versorgungsleitungen an einem der
ersten Druckmaschine und der zweiten Druckmaschine abgewandten Endbereich in eine
wendelförmig auf vorgebbare Schleppkette geführt sind, die beispielsweise an einer
Hallendecke eines Maschinensaals angeordnet ist, in dem das Drucksystem und die gesamte
Fertigungslinie aufgestellt sind. Hierdurch kann eine ausschließliche Biegedeformation
für die ersten und zweiten Versorgungsleitungen bei der Schwenkbewegung der ersten
Druckmaschine und der zweiten Druckmaschine gewährleistet werden.
[0027] Die Aufgabe der Erfindung wird gemäß einem weiteren Aspekt durch ein Verfahren mit
den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst, nämlich ein Verfahren zum Betreiben eines Drucksystems,
bei dem die folgenden Schritte vorgesehen sind: Bereitstellen von becherförmigen Hohlkörpern
mit einer Fördereinrichtung an eine erste Druckmaschine und Bedrucken der Hohlkörper
in der ersten Druckmaschine mit einem ersten Druckbild sowie Abtransportieren der
bedruckten Hohlkörper von der ersten Druckmaschine mit der Fördereinrichtung; Bereitstellen
von becherförmigen Hohlkörpern, insbesondere mit einer Zufuhreinrichtung, an eine
zweite Druckmaschine und Durchführen eines Einstellvorgangs an der zweiten Druckmaschine
sowie Bedrucken der Hohlkörper mit einem zweiten Druckbild und Abtransportieren der
bedruckten Hohlkörper von der zweiten Druckmaschine, insbesondere mit einer Abfuhreinrichtung;
Unterbrechen der Bereitstellung von becherförmigen Hohlkörpern und Durchführen einer
gemeinsamen Verlagerungsbewegung als Schwenkbewegung der ersten Druckmaschine und
der zweiten Druckmaschine gegenüber der Fördereinrichtung, um die erste Druckmaschine
aus einer Funktionsposition gegenüber der Fördereinrichtung zu entfernen und um die
zweite Druckmaschine in die Funktionsposition gegenüber der Fördereinrichtung zu bringen;
Bereitstellen von becherförmigen Hohlkörpern mit der Fördereinrichtung an die zweite
Druckmaschine und Bedrucken der Hohlkörper in der zweiten Druckmaschine mit einem
zweiten Druckbild sowie Abtransportieren der bedruckten Hohlkörper von der zweiten
Druckmaschine mit der Fördereinrichtung.
[0028] Bei einer Weiterbildung des Verfahrens ist vorgesehen, dass dieses mit dem erfindungsgemäßen
Drucksystem durchgeführt wird.
[0029] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Hierbei zeigt:
- Figur 1
- eine streng schematische Vorderansicht auf ein Drucksystem mit einer ersten Druckmaschine
und einer Fördereinrichtung, die an einer Führungseinrichtung aufgenommen sind, wobei
die erste Druckmaschine in einer Funktionsposition gegenüber der Fördereinrichtung
angeordnet ist,
- Figur 2
- eine streng schematische Draufsicht auf das Drucksystem gemäß der Figur 1, aus der
hervorgeht, dass eine zweite Druckmaschine gegenüber der Fördereinrichtung in einer
Wartungsposition angeordnet ist, und
- Figur 3
- die Draufsicht gemäß der Figur 2, wobei die Fördereinrichtung linear aus einer Arbeitsstellung
in eine Wechselstellung verlagert ist und wobei die erste Druckmaschine und die zweite
Druckmaschine in einer Schwenkbewegung zwischen der jeweiligen Funktionsposition und
der jeweiligen Wartungsposition angeordnet sind.
[0030] In der Figur 1 ist ein Drucksystem 1 gezeigt, wie es in einer nicht näher dargestellten
Fertigungslinie zur Herstellung von Verpackungstuben oder Verpackungsdosen, insbesondere
von Aerosoldosen, eingesetzt werden kann. Beispielhaft umfasst eine solche Fertigungslinie
sämtliche Prozessschritte von der Bereitstellung eines Tuben- oder Dosenmaterialrohlings,
der beispielsweise in der Art einer münzenförmigen Aluminiumronde zur Verfügung gestellt
werden kann, bis zur befüllbaren, als Tube oder Dose ausgeführten Verpackung.
[0031] Die Aufgabe des in die Fertigungslinie integrierten Drucksystems besteht darin, eine
Außenoberfläche der Verpackungstube oder Verpackungsdose mit einer optisch ansprechenden
Dekoration zu versehen, wobei hierzu typischerweise Druckverfahren wie Siebdruck oder
Flexodruck oder Hochdruck/Trockenoffset eingesetzt werden.
[0032] Für die Dekoration der Verpackungstuben oder Verpackungsdosen umfasst das Drucksystem
1 eine erste Druckmaschine 10 und eine lediglich in den Figuren 2 und 3 sichtbare
zweite Druckmaschine 20. Beispielhaft ist vorgesehen, dass die erste Druckmaschine
10 und die zweite Druckmaschine 20 vollständig identisch ausgeführt sind, so dass
bei der nachfolgenden Beschreibung zur Vermeidung von Wiederholungen nur die erste
Druckmaschine 10 beschrieben wird und die diesbezüglichen Ausführungen in gleicher
Weise für die Druckmaschine 20 gelten, wobei für die zweite Druckmaschine 20 die gleichen
Bezeichnungen mit um 10 erhöhten Bezugsziffern verwendet werden. Ferner umfasst das
Drucksystem eine Fördereinrichtung 30, die gemäß der Darstellungen der Figuren 1 und
2 für eine Bereitstellung von unbedruckten Hohlkörpern 2, also zu bedruckenden Tubenrohlingen
oder Dosenrohlingen, an die erste Druckmaschine 10 sowie zur Abfuhr von bedruckten
Hohlkörpern 2 ausgebildet ist und Bestandteil eines nicht näher dargestellten Transportsystems
der Fertigungslinie ist. Die Fördereinrichtung ermöglicht beispielsweise eine Zufuhr
von unbedruckten Hohlkörpern von einer in der Fertigungslinie vorausgehenden Prozessstation
sowie einen Weitertransport der bedruckten Hohlkörper an eine nachgelagerte Prozessstation.
[0033] Die erste Druckmaschine 10 umfasst ein Druckwerk 11, das mit mehreren, in Abhängigkeit
von dem durchzuführenden Druckverfahren (insbesondere Siebdruck oder Flexodruck oder
Hochdruck/Trockenoffset) ausgestalteten Farbwerken 12 versehen ist. Ferner umfasst
die erste Druckmaschine 10 einen ersten Revolverkopf 13, der auch als Spindelteller
bezeichnet wird und der mehrere an einem Trägerteller 55 angeordnete, kreiszylindrisch
ausgebildete und drehbeweglich am Trägerteller 55 gelagerte Spindeln 16 aufweist.
Beispielhaft ist jeder der Spindeln 16 eine nicht dargestellte Antriebseinrichtung
zugeordnet, so dass jeder der Spindeln 16 um eine quer zur Darstellungsebene der Figur
1 ausgerichtete Mittelachse individuell rotiert werden kann. Ferner ist vorgesehen,
dass der erste Revolverkopf 13 um eine parallel zu den Mittelachsen der Spindeln 16
und somit ebenfalls quer zur Darstellungsebene der Figur 1 ausgerichtete erste Revolverachse
18 drehbar an einem ersten Maschinengestell 61 gelagert ist. Für eine Einleitung einer
Drehbewegung auf den ersten Revolverkopf 13 ist eine nicht dargestellte Antriebseinrichtung
vorgesehen, die beispielsweise als elektrischer Servermotor ausgebildet sein kann.
Der erste Revolverkopf 13 ist derart an dem ersten Druckwerk 11 angeordnet, dass er
eine Überschneidung mit dem ersten Druckwerk 11 aufweist. Hierdurch kann erzielt werden,
dass jeweils eine der ersten Spindeln 16 in einer Weise an das erste Druckwerke 11
zugeführt werden kann, dass ein Farbauftrag auf die Außenfläche des Hohlkörpers vorgenommen
werden kann und gegebenenfalls eine Trocknung dieses Farbauftrags gewährleistet werden
kann, bevor der bedruckte Hohlkörper das erste Druckwerk 11 verlässt.
[0034] Dem ersten Revolverkopf 13 ist ein erster Schaltstern 14 zugeordnet, der drehbar
am ersten Maschinengestell 61 gelagert ist und mit einer nicht näher dargestellten
Antriebseinrichtung versehen ist, um eine Rotationsbewegung des ersten Schaltsterns
14 um eine parallel zur ersten Revolverachse 18 ausgerichtete erste Schaltsternachse
19 zu ermöglichen. An einer Außenoberfläche des Schaltsterns 14 sind in regelmäßiger
Winkelteilung jeweils wannenartige, längs der ersten Schaltsternachse 19 konstant
mit einer bogenförmigen Profilierung ausgebildete Aufnahmeschalen 57 vorgesehen. Die
Aufnahmeschalen 57 sind in nicht näher dargestellter Weise mit Vakuumbohrungen versehen,
so dass ein in den Bereich der jeweiligen Aufnahmeschale 57 zugeführter Hohlkörper
2 durch eine Vakuumeinwirkung an der jeweiligen Aufnahmeschale 57 angehaftet werden
kann. Hierdurch ermöglicht der erste Schaltstern 14 eine Aufnahme von Hohlkörpern
2 beispielsweise an einem Endbereich 32 eines der Fördereinrichtung 30 zugehörigen
Transferförderbands 31 und eine Zufuhr der Hohlkörper 2 an den ersten Revolverkopf
13. Für eine Übergabe der an den jeweiligen Aufnahmeschalen 57 des ersten Schaltsterns
14 aufgenommenen Hohlkörpern 2 an den ersten Revolverkopf 13 ist eine erste Aufschiebeeinrichtung
15 vorgesehen. Die Aufschiebeeinrichtung 15 umfasst ein Aufschiebergehäuse 58, das
am ersten Maschinengestell 61 festgelegt ist und in dem eine nicht näher dargestellte
Linearantriebseinrichtung aufgenommen ist. Die Linearantriebseinrichtung ist für eine
Bewegungseinleitung auf einen linearbeweglich parallel zur ersten Revolverachse 18
und zur ersten Schaltsternachse 19 am Aufschiebergehäuse 58 gelagerten Aufschieber
59 ausgebildet, der zur Anlage an einem Bodenbereich des Hohlkörpers 2 vorgesehen
ist, um diesen Hohlkörper 2 auf die jeweils gegenüberliegend angeordnete Spindel 16
des Revolverkopfs 13 aufzuschieben. Die Position der Spindel 16, an der der Aufschiebevorgang
für den Hohlkörper 2 vom ersten Schaltstern 14 durchgeführt wird, kann auch als Beladeposition
bezeichnet werden.
[0035] Nach dem Aufschieben des noch unbedruckten Hohlkörpers 2 auf die Spindel 16 wird
der Hohlkörper 2 im Zuge mehrerer, aufeinanderfolgender Drehschrittbewegungen, die
rein exemplarisch im Uhrzeigersinn vorgenommen werden, zunächst dem Druckwerk 11 zugeführt,
wo die Dekoration des Hohlkörpers 2 vorgenommen wird. Der nunmehr bedruckte Hohlkörper
2 wird im Zuge weiterer Drehschrittbewegungen des ersten Revolverkopfs 13 zu einer
Entladeposition weiter transportiert, an der eine erste Aufsteckeinrichtung 17 angeordnet
ist. Die Aufgabe der ersten Aufsteckeinrichtung 17 besteht darin, die Hohlkörper 2
am Bodenbereich zu ergreifen oder durch Vakuum anzusaugen und in einem nachfolgenden
Schritt zunächst durch eine parallel zur ersten Revolverachse 18 ausgerichtete Linearbewegung
von der jeweiligen Spindel 16 abzuziehen. In einem nachfolgenden Schritt erfolgt eine
Schwenkbewegung der Aufsteckeinrichtung 17 um eine Schwenkachse 60, um die Hohlkörper
2 auf zweite Förderstäbe 38 eines zweiten Förderkettenabschnitts 36 einer zweiten
Förderkette 34 aufzustecken. Beispielhaft ist vorgesehen, dass die Aufsteckeinrichtung
17 zum zeitgleichen Ergreifen von zwei Hohlkörpern 2 vorgesehen ist, die auf die zweiten
Förderstäbe 38 des zweiten Förderkettenabschnitts 36 aufgesteckt werden, alternativ
können mit einer nicht dargestellten Aufsteckeinrichtung auch nur ein Hohlkörper 2
oder drei Hohlkörper 3 ergriffen werden.
[0036] Bei der in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform eines Drucksystems 1
ist die erste Aufsteckeinrichtung 17 am ersten Maschinengestell 61 der ersten Druckmaschine
10 festgelegt und somit der ersten Druckmaschine 10 zugehörig. Dementsprechend ist
auch der zweiten Druckmaschine 20 eine zweite Aufsteckeinrichtung 27 zugeordnet. Bei
einer nicht dargestellten Ausführungsform eines Drucksystems kann vorgesehen sein,
die Aufsteckeinrichtung als Bestandteil der Fördereinrichtung vorzusehen, so dass
in diesem Fall lediglich eine einzige Aufsteckeinrichtung erforderlich ist.
[0037] Das erste Maschinengestell 61 der ersten Druckmaschine 10 und das zweite Maschinengestell
62 der zweiten Druckmaschine 20 sind fest miteinander gekoppelt und an einem nur schematisch
dargestellten, beispielsweise als Wälzlageranordnung ausgebildeten Schwenkgelenk 63
drehbeweglich um eine Schwenkachse 64, die vorzugsweise lotrecht ausgerichtet ist,
an einer Führungseinrichtung 3 gelagert. Die Führungseinrichtung 3 bildet das Maschinenfundament
für das Drucksystem 1, ist also zur Aufnahme aller Gewichtskräfte, die durch die Masse
der ersten Druckmaschine 10, der zweiten Druckmaschine 20 sowie der Fördereinrichtung
30 hervorgerufen werden, ausgebildet. Beispielhaft ist vorgesehen, dass zwischen der
Führungseinrichtung 3 und der Baugruppe, die aus dem ersten Maschinengestell 61 und
dem zweiten Maschinengestell 62 gebildet ist, ein hydrostatisches Gleitlager 4 ausgebildet
ist, bei dem sich zwei jeweils quer zur Schwenkachse 64 ausgerichtete Lagerflächen
5, 6 gegenüberliegen. Zwischen den beiden Lagerflächen 5, 6 kann ein druckbeaufschlagtes
Fluid, insbesondere Druckluft, eingeleitet werden, um einen Fluidfilm auszubilden,
mit dem eine nahezu reibungsfreie Relativbewegung zwischen den beiden Lagerflächen
5, 6 ermöglicht wird, um eine Schwenkbewegung der ersten Druckmaschine 10 und der
zweiten Druckmaschine 20 um die Schwenkachse 64 zu ermöglichen.
[0038] Um eine vorteilhafte Versorgung der ersten Druckmaschine 10 und der zweiten Druckmaschine
20 zu gewährleisten, ist der Baugruppe aus dem ersten Maschinengestell 61 und dem
zweiten Maschinengestell 62 ein koaxial zur Schwenkachse 64 ausgerichteter Leitungskanal
7 zugeordnet. Dieser Leitungskanal 7 ist zur Aufnahme von nicht dargestellten elektrischen
Versorgungsleitungen und elektrischen Kommunikationsleitungen sowie gegebenenfalls
von Druckluftleitungen und/oder Hydraulikleitungen vorgesehen. Beispielsweise ist
vorgesehen, dass die im Leitungskanal 7 aufgenommenen Leitungen an einer Hallendecke
der Fabrikhalle, in der die Fertigungslinie aufgebaut ist, aufgehängt sind, so dass
bei der beabsichtigten Schwenkbewegung für die Baugruppe aus der ersten Druckmaschine
10 und der zweiten Druckmaschine 20 lediglich eine geringfügige Torsion der jeweiligen
Versorgungsleitungen auftritt. Hierbei wird zu Grunde gelegt, dass die Schwenkbewegung
in einem Winkelbereich von 180 Grad durchgeführt wird.
[0039] Die Fördereinrichtung 30 ist ebenfalls an der Führungseinrichtung 3 aufgenommen,
wobei die Führungseinrichtung 3 eine Linearlagerung für die Fördereinrichtung 30 umfasst.
Somit kann die Fördereinrichtung 30 aus der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Arbeitsstellung
in eine beabstandet von der ersten Druckmaschine 10 und der zweiten Druckmaschine
20 angeordnete Wechselstellung überführt werden. Hierdurch wird der für die Schwenkbewegung
der ersten Druckmaschine 10 und der zweiten Druckmaschine 20 um die Schwenkachse 64
benötigte Schwenkraum zur Verfügung gestellt.
[0040] Die Fördereinrichtung 30 umfasst zusätzlich zu den vorstehend beschriebenen Komponenten
einen ersten Förderkettenabschnitt 35 einer ersten Förderkette 33, wobei die erste
Förderkette 33 in näher dargestellter Weise mit einer in der Fertigungslinie stromauf
angeordneten, ebenfalls nicht dargestellten vorausgehenden Prozessstation gekoppelt
sein kann, von der in einem vorausgehenden Prozessschritt bearbeitete und von der
ersten Förderkette 33 zum Drucksystem 1 transportierte Hohlkörper 2 bereitgestellt
werden. Wie der Darstellung der Figur ein entnommen werden kann, erstreckt sich der
erste Förderkettenabschnitt 35 abschnittsweise parallel zu einer horizontal ausgerichteten
Oberseite 39 des Transferförderbands 31. Hierbei ist ein Abstand zwischen ersten Förderstäben
37 des ersten Förderkettenabschnitts 35 und der Oberseite 39 derart gewählt, dass
die Hohlkörper 2 auf dem Transferförderband 31 aufliegen und im Zuge einer schräg
zur Förderebene der ersten Förderkette 33 ausgerichteten Transferbewegung von den
ersten Förderstäben 37 abgezogen werden können. Die vollständig von den Förderstäben
37 abgezogenen Hohlkörper 2 können anschließend am Endbereich 32 des Transferförderbands
31 an den ersten Schaltstern 14 übergeben werden.
[0041] Eine Betriebsweise für das Drucksystem 1 kann wie folgt beschrieben werden: zu einem
gegebenen Zeitpunkt wird davon ausgegangen, dass das in einer nicht dargestellten
Fertigungslinie integrierte Drucksystem 1 von einer in Prozessrichtung und Transportrichtung
der Hohlkörper 2 vorausgehend (stromauf) angeordneten Prozessstation unter Verwendung
der ersten Förderkette 33 im Zuge einer kontinuierlichen Umlaufbewegung mit zu bedruckenden
Hohlkörpern 2 versorgt wird. Diese Hohlkörper 2 werden vom ersten Förderkettenabschnitt
35 auf die Oberseite 39 des Transferförderbands 31 aufgelegt und durch die spitzwinklig
zur Förderebene des ersten Förderkettenabschnitts ausgerichtete Transportbewegung
des Transferförderbands 31 von den ersten Förderstäben 37 abgezogen und am Endbereich
32 des Transferförderbands 31 an den ersten Schaltstern 14 übergeben. Der erste Schaltstern
14 transportiert die mit ihrer Außenoberfläche an den Aufnahmeschalen 57 anhaftenden
Hohlkörper 2 in einer Abfolge von Drehschrittbewegungen in einen Erfassungsbereich
des Aufschiebers 59, der den jeweils exakt einer Spindel 16 gegenüberliegenden Hohlkörper
2 im Zuge einer linearen Aufschiebebewegung auf die jeweilige Spindel 16 des ersten
Revolverkopfs 13 aufschiebt. Durch eine Abfolge von Drehschrittbewegungen werden die
Hohlkörper 2 dem ersten Druckwerk 11 zugeführt und mit der vorgesehenen Dekoration,
die auch als erstes Druckbild bezeichnet werden kann, versehen. Anschließend werden
die Hohlkörper 2 anschließend durch weitere Drehschrittbewegungen des ersten Revolverkopfs
13 in den Erfassungsbereich der ersten Aufsteckeinrichtung 17 verlagert. Dort ist
vorgesehen, dass jeweils zwei Hohlkörper 2 von der Aufsteckeinrichtung 17 erfasst
werden und auf zweite Förderstäbe 38 des zweiten Förderkettenabschnitts 36 aufgesteckt
werden, wobei davon auszugehen ist, dass die zweite Förderkette 34 in gleicher Weise
wie die erste Förderkette 33 eine kontinuierliche Umlaufbewegung durchführt. Beispielhaft
ist vorgesehen, dass die zweite Förderkette 34 mit einer in der Fertigungslinie nachgelagert
(stromab) angeordneten, nicht dargestellten Prozessstation gekoppelt ist, der die
bedruckten Hohlkörper 2 für die Durchführung weiterer Arbeitsprozesse zugeführt werden.
[0042] Zeitgleich zum produktiven Druckbetrieb, der von der ersten Druckmaschine 10 durchgeführt
wird, kann an der zweiten Druckmaschine 20 ein Druckbildwechsel vorgenommen werden.
Hierzu kann beispielsweise vorgesehen sein, die einzelnen zweiten Farbwerke 22 des
zweiten Druckwerks 21 mit neuen Druckplatten oder Drucksieben auszurüsten und anschließend
Einstellarbeiten für die jeweiligen zweiten Farbwerk 22 durchzuführen. Diese Einstellarbeiten
können für eine gewisse Anzahl von Hohlkörpern 2 unter Produktionsbedingungen durchgeführt
werden. Hierzu ist dem zweiten Schaltstern 24 ein nur symbolisch dargestelltes Zufuhr-Förderband
45 zugeordnet, auf dem beispielsweise 10 bis 20 Hohlkörper 2 aufgelegt werden können,
die dann vom zweiten Schaltstern 24 in gleicher Weise, wie wenn die zweite Druckmaschine
20 in die Fertigungslinie integriert wäre, unter Verwendung der zweiten Aufschiebeeinrichtung
25 auf die zweiten Spindeln 26 des zweiten Revolverkopfs 23 aufgeschoben werden können
und anschließend im zweiten Druckwerk 21 bedruckt werden können. Die bedruckten Hohlkörper
2 werden von der zweiten Aufsteckeinrichtung 27 von den zweiten Spindeln 26 des zweiten
Revolverkopfs 23 abgezogen und auf Förderstäbe einer nur symbolisch dargestellten
Abfuhr-Förderkette 46 aufgesteckt. Auch dieser Abfuhrvorgang erfolgt somit unter den
gleichen Bedingungen, wie wenn die zweite Druckmaschine 20 im Produktionsmodus in
die Fertigungslinie integriert wäre. Dementsprechend kann in der Zeitspanne, in der
sich die erste Druckmaschine 10 im Produktionsmodus in der Fertigungslinie befindet,
die zweite Druckmaschine 20 in einer Weise eingestellt werden, als ob sie sich in
der Fertigungslinie befinden würde und ist somit dazu vorbereitet, unmittelbar die
Bedruckung von Hohlkörpern 2 in der Fertigungslinie zu übernehmen.
[0043] Für die Auswechslung des auf die Hohlkörper 2 aufzubringenden Druckbilds ist dementsprechend
vorgesehen, in einem ersten Schritt die Förderbewegung für die erste Förderkette 33
zu stoppen, um eine weitere Zufuhr von Hohlkörpern 2 an das Transferförderband 31
und die erste Druckmaschine 10 zu unterbrechen. Hierzu kann beispielsweise vorgesehen
sein, dass die von der vorausgehenden Prozessstation bereitgestellten Hohlkörper 2
in einer nicht dargestellten Speichereinrichtung gespeichert werden, bis die Förderbewegung
für die erste Förderkette 33 wieder aufgenommen werden kann.
[0044] Die erste Druckmaschine 10 wird noch so lange betrieben, bis sämtliche Hohlkörper
2, die von der ersten Förderkette 33 bereitgestellt wurden, bedruckt und über die
erste Aufsteckeinrichtung 17 an den zweiten Förderkettenabschnitt 36 der zweiten Förderkette
34 übergeben worden sind. Anschließend wird auch die Förderbewegung für die zweite
Förderkette 33 unterbrochen und das erste Druckwerk 11 der ersten Druckmaschine 10
sowie das zweite Druckwerk 21 der zweiten Druckmaschine 20 angehalten.
[0045] In einem weiteren Schritt wird die Fördereinrichtung 30 entlang der Führungseinrichtung
3 linear verlagert, um einen Abstand gegenüber der Baugruppe aus der ersten Druckmaschine
10 und der zweiten Druckmaschine 20 zu vergrößern. Hierbei wird die Fördereinrichtung
30 aus ihrer Arbeitsstellung in eine Wechselstellung gebracht, wie sie in der Figur
3 dargestellt ist.
[0046] Anschließend erfolgt eine Zufuhr von Druckluft in das hydrostatische Gleitlager 4,
um zwischen der ersten Lagerfläche 5 und der zweiten Lagerfläche 6 einen Fluidfilm
auszubilden. Anschließend kann die Schwenkbewegung für die Baugruppe aus der ersten
Druckmaschine 10 und der zweiten Druckmaschine 20 um die Schwenkachse 64 durchgeführt
werden, wobei die erste Druckmaschine 10 im Zuge dieser Schwenkbewegung aus der Funktionsposition
gegenüber der Fördereinrichtung 30 in eine Wartungsposition abseits der Fördereinrichtung
30 gebracht wird und wobei die zweite Druckmaschine 20 aus der Wartungsposition abseits
der Fördereinrichtung 30 in die Funktionsposition gegenüber der Fördereinrichtung
30 gebracht wird.
[0047] Nachfolgend wird die Fördereinrichtung 30 entlang der Führungseinrichtung 3 aus der
Wechselstellung linear in die Arbeitsstellung verlagert, wobei der Abstand gegenüber
der Baugruppe aus der ersten Druckmaschine 10 und der zweiten Druckmaschine 20 verkleinert
wird und die Wechselwirkung zwischen der Fördereinrichtung 30 und der zweiten Druckmaschine
20 ermöglicht wird.
[0048] Nachfolgend werden die Förderbewegungen für die erste Förderkette 33 und die zweite
Förderkette 34 wieder aufgenommen und das das Druckwerk 21 der zweiten Druckmaschine
20 wird in Betrieb genommen, so dass über die erste Förderkette 33 geförderte Hohlkörper
2 nunmehr mit dem Druckbild versehen werden können, für das die zweite Druckmaschine
20 eingerichtet wurde und dementsprechend bedruckten Hohlkörper 2 an die zweite Förderkette
34 übergeben werden können.
[0049] Mit der Inbetriebnahme der zweiten Druckmaschine 20 kann eine Umrüstung der ersten
Druckmaschine 10 vorgenommen werden, ohne dass hierdurch der Produktionsprozess in
der Fertigungslinie beeinträchtigt wird. Die Druckmaschine 10 kann in derjenigen Zeitspanne
auf ein neues Druckbild umgerüstet werden, innerhalb derer die zweite Druckmaschine
20 den Druckauftrag mit dem zweiten Druckbild abarbeitet. Hierbei kann die erste Druckmaschine
10 vollständig oder zumindest nahezu vollständig auf die Produktions-Rahmenbedingungen
eingestellt werden, so dass nach einem neuerlichen Schwenkvorgang für die erste Druckmaschine
10 und die zweite Druckmaschine 20 eine nahezu unterbrechungsfreie Produktion in der
Fertigungslinie mit den nunmehr neuen Druckbild der ersten Druckmaschine 10 durchgeführt
werden kann.
1. Drucksystem (1) zur Bedruckung von becherförmigen Hohlkörpern (2), mit einer ersten
Druckmaschine (10), die ein erstes Maschinengestell (61) aufweist, an dem ein erster
Schaltstern (14) drehbeweglich um eine erste Schaltsternachse (19) und ein erster
Revolverkopf (13) drehbeweglich um eine parallel zur ersten Schaltsternachse (19)
ausgerichtete erste Revolverachse (18) gelagert sind, wobei der erste Revolverkopf
(13) einem ersten Druckwerk (11) zugeordnet ist und wobei der erste Schaltstern (14)
für eine Zufuhr von Hohlkörpern (2) an den ersten Revolverkopf (13) ausgebildet ist,
und mit einer zweiten Druckmaschine (20), die ein zweites Maschinengestell (62) aufweist,
an dem zweiter Schaltstern (24) drehbeweglich um eine zweite Schaltsternachse (29)
und ein zweiter Revolverkopf (23) drehbeweglich um eine parallel zur zweiten Schaltsternachse
(29) ausgerichtete zweite Revolverachse (28) gelagert sind, wobei der zweite Revolverkopf
(23) einem zweiten Druckwerk (21) zugeordnet ist und wobei der zweite Schaltstern
(24) für eine Zufuhr von Hohlkörpern (2) an den zweiten Revolverkopf (23) ausgebildet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Druckmaschine (10) und die zweite Druckmaschine (20) an einer Führungseinrichtung
(3) aufgenommen sind, die für eine Bewegung der ersten Druckmaschine (10) zwischen
einer Funktionsposition gegenüber einer der Führungseinrichtung (3) zugeordneten Fördereinrichtung
(30) und einer Wartungsposition abseits der Fördereinrichtung (30) sowie für eine
Bewegung der zweiten Druckmaschine (20) zwischen einer Funktionsposition gegenüber
der Fördereinrichtung (30) und einer Wartungsposition abseits der Fördereinrichtung
(30) ausgebildet ist, wobei die Führungseinrichtung (30) ein Schwenkgelenk (63) für
eine schwenkbewegliche Lagerung der ersten Druckmaschine (10) und der zweiten Druckmaschine
(20) um eine gemeinsame, quer zur ersten Revolverachse (18) und zur zweiten Revolverachse
(28) ausgerichtete Schwenkachse (64) aufweist.
2. Drucksystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Druckmaschine (10) und die zweite Druckmaschine (20) achsensymmetrisch
zur Schwenkachse (64) ausgerichtet sind und dass das Schwenkgelenk (63) für eine Schwenkbewegung
der ersten Druckmaschine (10) und der zweiten Druckmaschine (10) mit einem Schwenkwinkel
von 180 Grad ausgebildet ist.
3. Drucksystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Maschinengestell (61) fest mit dem zweiten Maschinengestell (62) verbunden
ist oder dass das erste Maschinengestell (61) einstückig mit dem zweiten Maschinengestell
(62) ausgebildet ist und dass die erste Revolverachse (18) parallel zur zweiten Revolverachse
(28) ausgerichtet ist.
4. Drucksystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (3) eine Linearführung (65) für eine linearbewegliche Lagerung
der ersten Druckmaschine (10) und der zweiten Druckmaschine (20) entlang eines Bewegungswegs
(66) aufweist.
5. Drucksystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Fördereinrichtung (30) ein Abschnitt (35) einer Kettenfördereinrichtung (33)
und eine Abzugseinheit (31) angebracht sind, wobei die Abzugseinheit (31) für ein
Abziehen von Hohlkörpern (2) von Förderstäben (37) der Kettenfördereinrichtung (33)
und ein Übergeben an den benachbart angeordneten ersten Schaltstern (14) oder zweiten
Schaltstern (24) ausgebildet ist.
6. Drucksystem (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der ersten Druckmaschine (10) eine erste Aufsteckeinrichtung (17) zugeordnet ist,
die für eine Übergabe von Hohlkörpern (2) vom ersten Revolverkopf (13) an die Förderstäbe
(38) der Kettenfördereinrichtung (34) ausgebildet ist und dass der zweiten Druckmaschine
(20) eine zweite Aufsteckeinrichtung (27) zugeordnet ist, die für eine Übergabe von
Hohlkörpern (2) vom zweiten Revolverkopf (23) an die Förderstäbe (38) der Kettenfördereinrichtung
(34) ausgebildet ist.
7. Drucksystem (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Fördereinrichtung eine Aufsteckeinrichtung zugeordnet ist, die für eine Übergabe
von Hohlkörpern (2) vom ersten Revolverkopf (13) oder vom zweiten Revolverkopf (23)
an die Förderstäbe der Kettenfördereinrichtung ausgebildet ist.
8. Drucksystem (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (30) mit der ersten Druckmaschine (10) oder mit der zweiten
Druckmaschinen (20) einen Förderweg für die Hohlkörper (2) bestimmt, der sich entlang
eines ersten Abschnitts (35) der Kettenfördereinrichtung (33), der Abzugseinheit (31),
der ersten Druckmaschine (10) mit dem ersten Schaltstern (14) und dem ersten Revolverkopf
(13) oder der zweiten Druckmaschine (20) mit dem zweiten Schaltstern (24) und dem
zweiten Revolverkopf (23) sowie der jeweils zugeordneten Aufsteckeinrichtung (17,
27) bis zu einem zweiten Abschnitt (36) der Kettenfördereinrichtung (34) erstreckt.
9. Drucksystem (1) nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettenfördereinrichtung (33, 34) einen ersten Förderkettenabschnitt (35) umfasst,
der der Abzugseinheit (31) zugeordnet ist und einen zweiten Förderkettenabschnitt
(36) umfasst, der der Aufsteckeinrichtung (17, 27) zugeordnet ist, wobei der erste
Förderkettenabschnitt (35) einer ersten Förderkette (33) zugehörig ist und wobei der
zweite Förderkettenabschnitt (36) einer zweiten Förderkette (34) zugehörig ist.
10. Drucksystem (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (3) eine Linearlagereinrichtung (65) umfasst, die für eine
Bewegung der Fördereinrichtung (30) zwischen einer Arbeitsstellung für ein Zusammenwirken
mit der ersten Druckmaschine (10) oder der zweiten Druckmaschine (20) und einer Wechselstellung
zur Durchführung der Schwenkbewegung für die erste Druckmaschine (10) und die zweite
Druckmaschine (20) ausgebildet ist.
11. Drucksystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenkgelenk (63) wenigstens ein Lager aus der Gruppe: Wälzlager, Gleitlager,
hydrostatisches Gleitlager (4), umfasst und dass dem Schwenkgelenk (63) eine Antriebseinrichtung
zur Einleitung einer Schwenkbewegung auf die erste Druckmaschine(10) und die zweite
Druckmaschine(20) zugeordnet ist.
12. Drucksystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass erste Versorgungsleitungen für die erste Druckmaschine(10) und zweite Versorgungsleitungen
für die zweite Druckmaschine(20) in einem gemeinsamen, vorzugsweise koaxial zur Schwenkachse(64)
ausgerichteten, Leitungskanal(7) aufgenommen sind, der für eine Drehlagerung der ersten
Versorgungsleitungen und der zweiten Versorgungsleitungen ausgebildet ist.
13. Verfahren zum Betreiben eines Drucksystems (1) mit den Schritten: Bereitstellen von
becherförmigen Hohlkörpern (2) mit einer Fördereinrichtung (30) an eine erste Druckmaschine
(10) und Bedrucken der Hohlkörper (2) in der ersten Druckmaschine (10) mit einem ersten
Druckbild sowie Abtransportieren der bedruckten Hohlkörper (2) von der ersten Druckmaschine
(10) mit der Fördereinrichtung (30); Bereitstellen von becherförmigen Hohlkörpern
(2) an eine zweite Druckmaschine (20) und Durchführen eines Einstellvorgangs an der
zweiten Druckmaschine (20) sowie Bedrucken der Hohlkörper (2) mit einem zweiten Druckbild
und Abtransportieren der bedruckten Hohlkörper (2) von der zweiten Druckmaschine (20);
Unterbrechen der Bereitstellung von becherförmigen Hohlkörpern (2) und Durchführen
einer gemeinsamen Verlagerungsbewegung als Schwenkbewegung der ersten Druckmaschine
(10) und der zweiten Druckmaschine (20) gegenüber der Fördereinrichtung (30), um die
erste Druckmaschine (10) aus einer Funktionsposition gegenüber der Fördereinrichtung
(30) zu entfernen und um die zweite Druckmaschine (20) in die Funktionsposition gegenüber
der Fördereinrichtung (30) zu bringen; Bereitstellen von becherförmigen Hohlkörpern
(2) mit der Fördereinrichtung (30) an die zweite Druckmaschine und Bedrucken der Hohlkörper
(2) in der zweiten Druckmaschine (20) mit dem zweiten Druckbild sowie Abtransportieren
der bedruckten Hohlkörper (2) von der zweiten Druckmaschine (20) mit der Fördereinrichtung
(30).
14. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Drucksystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 ausgebildet ist.
1. Printing system (1) for printing cup-shaped hollow bodies (2), having a first printing
machine (10) which has a first machine frame (61) on which a first switching star
wheel (14) is mounted such that it can rotate about a first switching star wheel axis
(19) and a first turret head (13) is mounted such that it can rotate about a first
turret axis (18) aligned parallel to the first switching star wheel axis (19), the
first turret head (13) being assigned to a first printing unit (11) and the first
switching star wheel (14) being designed to supply hollow bodies (2) to the first
turret head (13), and with a second printing machine (20) which has a second machine
frame (62), on which a second switching star wheel (24) is mounted such that it can
rotate about a second switching star wheel axis (29) and a second turret head (23)
is mounted such that it can rotate about a second turret axis (28) aligned parallel
to the second switching star wheel axis (29), the second turret head (23) being assigned
to a second printing unit (21) and the second switching star wheel (24) being designed
to supply hollow bodies (2) to the second turret head (23), characterized in that the first printing machine (10) and the second printing machine (20) are held on
a guide device (3) which is designed for a movement of the first printing machine
(10) between an operating position opposite a conveying device (30) associated with
the guide device (3) and a maintenance position away from the conveying device (30)
and for a movement of the second printing machine (20) between an operating position
opposite the conveying device (30) and a maintenance position away from the conveying
device (30), the guide device (30) having a pivot joint (63) for a pivotally movable
mounting of the first printing machine (10) and of the second printing machine (20)
about a common pivot axis (64) aligned transversely to the first turret axis (18)
and to the second turret axis (28).
2. Printing system (1) according to claim 1, characterized in that the first printing machine (10) and the second printing machine (20) are aligned
axially symmetrically with respect to the pivot axis (64), and in that the pivot joint (63) is designed for a pivoting movement of the first printing machine
(10) and the second printing machine (20) with a pivot angle of 180 degrees.
3. Printing system (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the first machine frame (61) is fixedly connected to the second machine frame (62)
or in that the first machine frame (61) is formed integrally with the second machine frame (62)
and in that the first turret axis (18) is aligned parallel to the second turret axis (28).
4. Printing system (1) according to one of claims 1 to 3, characterized in that the guide device (3) has a linear guide (65) for a linearly movable mounting of the
first printing machine (10) and of the second printing machine (20) along a movement
path (66).
5. Printing system (1) according to one of claims 1 to 4, characterized in that a section (35) of a chain conveyor (33) and a removal unit (31) are attached to the
conveying device (30), the removal unit (31) being designed to remove hollow bodies
(2) from conveyor rods (37) of the chain conveying device (33) and to transfer them
to the adjacently arranged first switching star wheel (14) or second switching star
wheel (24).
6. Printing system (1) according to claim 5, characterized in that the first printing machine (10) is assigned a first mounting device (17) which is
designed to transfer hollow bodies (2) from the first revolving head (13) to the conveying
rods (38) of the chain conveying device (34), and that the second printing machine
(20) is assigned a second mounting device (27) which is designed to transfer hollow
bodies (2) from the second turret head (23) to the conveying rods (38) of the chain
conveying device (34).
7. Printing system (1) according to claim 5, characterized in that the conveying device is assigned a push-on device which is designed to transfer hollow
bodies (2) from the first turret (13) or from the second turret (23) to the conveying
rods of the chain conveying device.
8. Printing system (1) according to claim 6 or 7, characterized in that the conveying device (30) defines with the first printing machine (10) or with the
second printing machine (20) a conveying path for the hollow bodies (2), which extends
along a first section (35) of the chain conveying device (33), the removal unit (31),
the first printing machine (10) with the first switching star wheel (14) and the first
turret head (13) or the second printing machine (20) with the second switching star
wheel (24) and the second turret head (23) and the respectively associated mounting
device (17, 27) as far as a second section (36) of the chain conveyor (34).
9. Printing system (1) according to claim 5, 6 or 7, characterized in that the chain conveying device (33, 34) comprises a first conveying chain section (35)
which is associated with the removal unit (31) and comprises a second conveying chain
section (36) which is associated with the mounting device (17, 27), the first conveying
chain section (35) belonging to a first conveying chain (33) and the second conveying
chain section (36) belonging to a second conveying chain (34).
10. Printing system (1) according to one of claims 5 to 9, characterized in that the guiding device (3) comprises a linear bearing device (65) which is designed for
movement of the conveying device (30) between an operating position for interacting
with the first printing machine (10) or the second printing machine (20) and a changing
position for performing the pivoting movement for the first printing machine (10)
and the second printing machine (20).
11. Printing system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the pivot joint (63) comprises at least one bearing from the group: roller bearing,
sliding bearing, hydrostatic sliding bearing (4), and that a drive device for initiating
a pivoting movement of the first printing machine (10) and the second printing machine
(20) is assigned to the pivot joint (63).
12. Printing system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that first supply lines for the first printing machine (10) and second supply lines for
the second printing machine (20) are accommodated in a common conduit duct (7), preferably
aligned coaxially with the pivot axis (64), which is designed for a pivot bearing
of the first supply lines and the second supply lines.
13. Method for operating a printing system (1) comprising the steps of: providing cup-shaped
hollow bodies (2) to a first printing machine (10) by means of a conveying device
(30) and printing a first print image on the hollow bodies (2) in the first printing
machine (10) and transporting the printed hollow bodies (2) away from the first printing
machine (10) by means of the conveying device (30); providing cup-shaped hollow bodies
(2) to a second printing machine (20) and carrying out a setting operation on the
second printing machine (20) and printing a second print image on the hollow bodies
(2) and removing the printed hollow bodies (2) from the second printing machine (20);
interrupting the provision of cup-shaped hollow bodies (2) and carrying out a joint
displacement movement as a pivoting movement of the first printing machine (10) and
the second printing machine (20) with respect to the conveying device (30), in order
to remove the first printing machine (10) from an operating position with respect
to the conveyor device (30) and in order to bring the second printing machine (20)
into the operating position with respect to the conveyor device (30); providing cup-shaped
hollow bodies (2) to the second printing machine by means of the conveying device
(30) and printing the second print image on the hollow bodies (2) in the second printing
machine (20) and removing the printed hollow bodies (2) from the second printing machine
(20) by means of the conveying device (30).
14. A method according to claim 13, characterized in that the printing system (1) is designed according to one of claims 1 to 12.
1. Système d'impression (1) pour l'impression de corps creux (2) en forme de godet, avec
une première machine à imprimer (10), qui présente un premier bâti de machine (61)
sur lequel une première étoile de commutation (14) est montée de manière mobile en
rotation autour d'un premier axe d'étoile de commutation (19) et une première tête
de tourelle (13) est montée de manière mobile en rotation autour d'un premier axe
de tourelle (18) orienté parallèlement au premier axe d'étoile de commutation (19),
dans lequel la première tête de tourelle (13) est associée à une première unité d'impression
(11) et dans lequel la première étoile de commutation (14) est réalisée pour une amenée
de corps creux (2) sur la première tête de tourelle (13), et avec une deuxième machine
à imprimer (20), qui présente un deuxième bâti de machine (62) sur lequel la deuxième
étoile de commutation (24) est montée de manière mobile en rotation autour d'un deuxième
axe d'étoile de commutation (29) et une deuxième tête de tourelle (23) est montée
de manière mobile en rotation autour d'un deuxième axe de tourelle (28) orienté parallèlement
au deuxième axe d'étoile de commutation (29), dans lequel la deuxième tête de tourelle
(23) est associée à une deuxième unité d'impression (21) et dans lequel la deuxième
étoile de commutation (24) est réalisée pour une amenée de corps creux (2) sur la
deuxième tête de tourelle (23), caractérisé en ce que la première machine à imprimer (10) et la deuxième machine à imprimer (20) sont reçues
sur un dispositif de guidage (3) qui est réalisé pour un mouvement de la première
machine à imprimer (10) entre une position fonctionnelle par rapport à un dispositif
de convoyage (30) associé au dispositif de guidage (3) et une position de maintenance
à l'écart du dispositif de convoyage (30) ainsi que pour un mouvement de la deuxième
machine à imprimer (20) entre une position fonctionnelle par rapport au dispositif
de convoyage (30) et une position de maintenance à l'écart du dispositif de convoyage
(30), dans lequel le dispositif de guidage (30) présente une articulation pivotante
(63) pour un montage mobile en pivotement de la première machine à imprimer (10) et
de la deuxième machine à imprimer (20) autour d'un axe de pivotement (64) commun,
orienté transversalement par rapport au premier axe de tourelle (18) et au deuxième
axe de tourelle (28).
2. Système d'impression (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première machine à imprimer (10) et la deuxième machine à imprimer (20) sont orientées
en symétrie axiale par rapport à l'axe de pivotement (64) et que l'articulation pivotante
(63) est réalisée pour un mouvement de pivotement de la première machine à imprimer
(10) et de la deuxième machine à imprimer (10) avec un angle de pivotement de 180
degrés.
3. Système d'impression (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le premier bâti de machine (61) est relié fixement au deuxième bâti de machine (62)
ou que le premier bâti de machine (61) est réalisé d'une seule pièce avec le deuxième
bâti de machine (62) et que le premier axe de tourelle (18) est orienté parallèlement
au deuxième axe de tourelle (28).
4. Système d'impression (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif de guidage (3) présente un guidage linéaire (65) pour un montage mobile
linéairement de la première machine à imprimer (10) et de la deuxième machine à imprimer
(20) le long d'une voie de mouvement (66).
5. Système d'impression (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'une section (35) d'un dispositif de convoyage à chaîne (33) et une unité de retrait
(31) sont placées sur le dispositif de convoyage (30), dans lequel l'unité de retrait
(31) est réalisée pour un retrait de corps creux (2) de barres de convoyage (37) du
dispositif de convoyage à chaîne (33) et un transfert sur la première étoile de commutation
(14) ou deuxième étoile de commutation (24) disposée de manière avoisinante.
6. Système d'impression (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'un premier dispositif emboîtable (17), qui est réalisé pour un transfert de corps
creux (2) à partir de la première tête de tourelle (13) sur les barres de convoyage
(38) du dispositif de convoyage à chaîne (34), est associé à la première machine à
imprimer (10) et qu'un deuxième dispositif emboîtable (27), qui est réalisé pour un
transfert de corps creux (2) à partir de la deuxième tête de tourelle (23) sur les
barres de convoyage (38) du dispositif de convoyage à chaîne (34), est associé à la
deuxième machine à imprimer (20).
7. Système d'impression (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'un dispositif emboîtable, qui est réalisé pour un transfert de corps creux (2) à partir
de la première tête de tourelle (13) ou de la deuxième tête de tourelle (23) sur les
barres de convoyage du dispositif de convoyage à chaîne, est associé au dispositif
de convoyage.
8. Système d'impression (1) selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le dispositif de convoyage (30) détermine avec la première machine à imprimer (10)
ou avec la deuxième machine à imprimer (20) une voie de convoyage pour les corps creux
(2), qui s'étend le long d'une première section (35) du dispositif de convoyage à
chaîne (33), de l'unité de retrait (31), de la première machine à imprimer (10) avec
la première étoile de commutation (14) et la première tête de tourelle (13) ou de
la deuxième machine à imprimer (20) avec la deuxième étoile de commutation (24) et
la deuxième tête de tourelle (23) ainsi que du dispositif emboîtable (17, 27) respectivement
associé jusqu'à une deuxième section (36) du dispositif de convoyage à chaîne (34).
9. Système d'impression (1) selon la revendication 5, 6 ou 7, caractérisé en ce que le dispositif de convoyage à chaîne (33, 34) comprend une première section de chaîne
de convoyage (35), qui est associée à l'unité de retrait (31) et comprend une deuxième
section de chaîne de convoyage (36), qui est associée au dispositif emboîtable (17,
27), dans lequel la première section de chaîne de convoyage (35) appartient à une
première chaîne de convoyage (33) et dans lequel la deuxième section de chaîne de
convoyage (36) appartient à une deuxième chaîne de convoyage (34).
10. Système d'impression (1) selon l'une quelconque des revendications 5 à 9, caractérisé en ce que le dispositif de guidage (3) comprend un dispositif de palier linéaire (65), qui
est réalisé pour un mouvement du dispositif de convoyage (30) entre une position de
travail pour une interaction avec la première machine à imprimer (10) ou la deuxième
machine à imprimer (20) et une position de basculement pour l'exécution du mouvement
de pivotement pour la première machine à imprimer (10) et la deuxième machine à imprimer
(20).
11. Système d'impression (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'articulation pivotante (63) comprend au moins un palier du groupe : palier à roulement,
palier lisse, palier lisse hydrostatique (4), et qu'un dispositif d'entraînement pour
initier un mouvement de pivotement sur la première machine à imprimer (10) et la deuxième
machine à imprimer (20) est associé à l'articulation pivotante (63).
12. Système d'impression (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des premières conduites d'alimentation pour la première machine à imprimer (10) et
des deuxièmes conduites d'alimentation pour la deuxième machine à imprimer (20) sont
reçues dans un canal de conduites (7) commun, de préférence orienté coaxialement par
rapport à l'axe de pivotement (64), qui est réalisé pour un montage rotatif des premières
conduites d'alimentation et des deuxièmes conduites d'alimentation.
13. Procédé pour faire fonctionner un système d'impression (1) avec les étapes : de fourniture
de corps creux (2) en forme de godet avec un dispositif de convoyage (30) sur une
première machine à imprimer (10) et d'impression des corps creux (2) dans la première
machine à imprimer (10) avec une première image d'impression ainsi que d'évacuation
des corps creux (2) imprimés de la première machine à imprimer (10) avec le dispositif
de convoyage (30) ; de fourniture de corps creux (2) en forme de godet sur une deuxième
machine à imprimer (20) et d'exécution d'un processus de réglage sur la deuxième machine
à imprimer (20) ainsi que d'impression des corps creux (2) avec une deuxième image
d'impression et d'évacuation des corps creux (2) imprimés de la deuxième machine à
imprimer (20) ; d'interruption de la fourniture de corps creux (2) en forme de godet
et d'exécution d'un mouvement de déplacement commun en tant que mouvement de pivotement
de la première machine à imprimer (10) et de la deuxième machine à imprimer (20) par
rapport au dispositif de convoyage (30), pour enlever la première machine à imprimer
(10) d'une position fonctionnelle par rapport au dispositif de convoyage (30) et pour
amener la deuxième machine à imprimer (20) dans la position fonctionnelle par rapport
au dispositif de convoyage (30) - de fourniture de corps creux (2) en forme de godet
avec le dispositif de convoyage (30) sur la deuxième machine à imprimer et d'impression
des corps creux (2) dans la deuxième machine à imprimer (20) avec la deuxième image
d'impression ainsi que d'évacuation des corps creux (2) imprimés de la deuxième machine
à imprimer (20) avec le dispositif de convoyage (30).
14. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que le système d'impression (1) est réalisé selon l'une quelconque des revendications
1 à 13.