[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schalldämpfer für eine Abgasanlage einer
Brennkraftmaschine, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, sowie ein Verfahren zur Herstellung
eines Schalldämpfers.
[0002] Aus der
EP 1 888 891 B2 ist ein Schalldämpfer gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt. Bei diesem bekannten
Schalldämpfer ist ein Schalldämpfereinsatz mit zwei in Richtung einer Gehäuselängsachse
eines Schalldämpfergehäuses in Abstand zueinander angeordneten und zwischen sich eine
Haltewand aufnehmenden Zwischenwänden aufgebaut. Der Schalldämpfereinsatz ist von
einer in Richtung der Gehäuselängsachse langgestreckten Umfangswand umgeben. Eine
in der Umfangswand ausgebildete Umfangswandöffnung ist derart positioniert, dass sie
einer in der Haltewand gebildeten Haltewandöffnung gegenüberliegt. Ein Abgasführungsrohr,
welches bei diesem bekannten Schalldämpfer ein Einlassrohr bereitstellt, wird von
außen durch die Umfangswandöffnung hindurch derart in das Schalldämpfergehäuse eingeführt,
dass es mit einem ersten Rohrendbereich im Bereich der Umfangswand positioniert ist
und in diesem Bereich an der Umfangswand durch Verschweißen festgelegt ist. Ein zweiter
Rohrendbereich des Abgasführungsrohrs ist in die Haltewandöffnung eingreifend bzw.
diese durchsetzend positioniert und ist mit der Haltewand durch durch mechanisches
Umformen generierten Formschluss verbunden.
[0003] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Schalldämpfer für eine Abgasanlage
einer Brennkraftmaschine und ein Verfahren zur Herstellung eines Schalldämpfers bereitzustellen,
mit welchen ein einfach zu realisierender, gleichwohl stabiler Aufbau erreicht wird.
[0004] Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch
einen Schalldämpfer für eine Abgasanlage einer Brennkraftmaschine, umfassend:
- ein Schalldämpfergehäuse mit einer in Richtung einer Gehäuselängsachse langgestreckten
Umfangswand und einer Stirnwand an jedem axialen Endbereich der Umfangswand,
- einen von der Umfangswand umgebenen und an der Umfangswand getragenen Schalldämpfereinsatz
mit wenigstens einer im Wesentlichen in Richtung der Gehäuselängsachse sich erstreckenden
Haltewand,
- wenigstens ein erstes Abgasführungsrohr, wobei das wenigstens eine erste Abgasführungsrohr
mit einem ersten Rohrendbereich in eine Umfangswandöffnung in der Umfangswand eingreifend
positioniert ist und an der Umfangswand festgelegt ist und mit einem zweiten Rohrendbereich
an der wenigstens einen Haltewand gehalten ist.
[0005] Das wenigstens eine erste Abgasführungsrohr ist in seinem zweiten Rohrendbereich
an der Haltewand durch Kraftschluss oder Verrastung gehalten.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Schalldämpfer wird das erste Abgasführungsrohr nicht durch
Umformen und somit den durch das Umformen generierten Formschluss zwischen dem Abgasführungsrohr
und einer Haltewand an der Haltewand gehalten, sondern durch Maßnahmen, die bei bzw.
nach dem Bewegen des Abgasführungsrohrs in seine Einbauposition keine Umformung des
ersten Abgasführungsrohrs und der Haltewand erforderlich machen. Sowohl die zum Erreichen
des Kraftschlusses, also eine Haltewirkung durch die zwischen dem ersten Abgasführungsrohr
und der Haltewand wirkende Reibkraft, als auch die zum Erreichen der Verrastung erforderlichen
Formen sowohl des ersten Abgasführungsrohrs als auch der Haltewand werden vor dem
Zusammenbau bereitgestellt. Beim Zusammenbau werden die aneinander zu halternden Bauteile,
also das wenigstens eine erste Abgasführungsrohr und die Haltewand, lediglich bezüglich
einander bewegt. Bei dieser Bewegung kann zum Erreichen des Kraftschlusses eine geringfügige,
jedoch vollständig im Bereich der Elastizität liegende Verformung beispielsweise der
Haltewand auftreten. Auch beim Herstellen der Verrastung kann beispielsweise vorübergehend
eine im Bereich der Elastizität liegende Verformung beispielsweise der Haltewand auftreten.
Derartige im Bereich der Elastizität der involvierten Bauteile auftretenden Verformungen
sind jedoch keine zu einer neuen Formgebung und einem dadurch generierten Formschluss
führende Umformung der betroffenen Bauteile, insbesondere keine Umformungen, die erst
nachdem die beiden Bauteile in ihre für den Aufbau erforderliche Relativpositionierung
gebracht worden sind durch die Einwirkung mit Werkzeugen auf diese Bauteile erzeugt
werden.
[0007] Um einen gasdichten Abschluss des Schalldämpfers nach außen zu erreichen, kann das
wenigstens eine erste Abgasführungsrohr mit der Umfangswand durch Verschweißen verbunden
sein.
[0008] Das wenigstens eine erste Abgasführungsrohr kann ein Einlassrohr sein, über welches
Abgas in das Innere des Schalldämpfers eingeleitet wird.
[0009] Für eine stabile Haltewechselwirkung zwischen der Haltewand und dem wenigstens einen
ersten Abgasführungsrohr wird vorgeschlagen, dass in der wenigstens einen Haltewand
in Zuordnung zu dem wenigstens einen ersten Abgasführungsrohr eine von einem abgebogenen
Befestigungsrandbereich der wenigstens einen Haltewand wenigstens bereichsweise umgebene
Haltewandöffnung vorgesehen ist, und dass das wenigstens eine erste Abgasführungsrohr
mit seinem zweiten Rohrendbereich in die Haltewandöffnung eingreifend positioniert
ist und in der Haltewandöffnung im Bereich des Befestigungsrandbereichs durch Presspassung
gehalten ist. Beim Einführen des ersten Abgasführungsrohrs in die von dem Befestigungsrandbereich
umgebene Haltewandöffnung kann der Befestigungsrandbereich im Bereich der elastischen
Verformbarkeit desselben radial etwas aufgespreizt werden, wodurch die den Kraftschluss
erzeugende Reibkraft durch Vorspannen des Befestigungsrandbereichs gegen die Außenoberfläche
des Abgasführungsrohrs effizient bereitgestellt werden kann.
[0010] Abhängig davon, in welcher Richtung das wenigstens eine erste Abgasführungsrohr beim
Zusammenbau bezüglich der wenigstens einen Haltewand bewegt wird, kann der Befestigungsrandbereich
in Richtung zu dem ersten Rohrendbereich des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs
abgebogen sein, oder kann der Befestigungsrandbereich in Richtung von dem ersten Rohrendbereich
des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs weg abgebogen. Vorzugsweise ist der
Befestigungsrandbereich in derjenigen Richtung abgebogen, in welcher das wenigstens
eine erste Abgasführungsrohr bezüglich der Haltewand bewegt wird. Dadurch kann eine
Verkantung des Befestigungsrandbereichs vermieden werden bzw. das wenigstens eine
erste Abgasführungsrohr leicht in die von dem Befestigungsrandbereich umgebene Haltewandöffnung
eingeführt werden.
[0011] Für einen stabilen Kraftschluss zwischen dem wenigstens einen ersten Abgasführungsrohr
und der wenigstens einen Haltewand kann im Bereich der an der wenigstens einen Haltewand
in Zuordnung zu dem wenigstens einen ersten Abgasführungsrohr vorgesehenen Haltewandöffnung
ein in Umfangsrichtung vollständig umlaufender Anlagekontakt zwischen dem wenigstens
einen ersten Abgasführungsrohr und der wenigstens einen Haltewand vorgesehen sein.
[0012] Das Einführen des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs in die zugeordnete Haltewandöffnung
kann dann leichter erfolgen, wenn zum Bereitstellen des Kraftschlusses zwischen dem
wenigstens einen ersten Abgasführungsrohr und der wenigstens einen Haltewand im Bereich
der an der wenigstens einen Haltewand in Zuordnung zu dem wenigstens einen ersten
Abgasführungsrohr vorgesehenen Haltewandöffnung ein in wenigstens einem Umfangsbereich
unterbrochener Anlagekontakt zwischen dem wenigstens einen ersten Abgasführungsrohr
und der wenigstens einen Haltewand vorgesehen ist.
[0013] Hierzu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass in der wenigstens einen Haltewand
im Bereich der an der wenigstens einen Haltewand in Zuordnung zu dem wenigstens einen
ersten Abgasführungsrohr vorgesehenen Haltewandöffnung wenigstens ein, vorzugsweise
eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung um die Haltewandöffnung mit Abstand zueinander
angeordneten, zu der Haltewandöffnung offenen, vorzugweise schlitzartigen Wandunterbrechungsbereichen
vorgesehen ist. Es werden somit mehrere für den Kraftschluss wirksame und in Umfangsrichtung
aufeinander folgende, durch Wandunterbrechungsbereiche voneinander getrennte Zungen
an der Haltewand bereitgestellt, die beim Einführen eines ersten Abgasführungsrohrs
vergleichsweise leicht elastisch verformt werden können.
[0014] Zum Bereitstellen der Verrastung kann an dem zweiten Rohrendbereich des wenigstens
einen ersten Abgasführungsrohrs eine Rastformation vorgesehen sein, und an der wenigstens
einen Haltewand kann in Zuordnung zu der Rastformation eine mit der Rastformation
in Rasteingriff stehende Gegen-Rastformation vorgesehen sein.
[0015] Bei einer eine Einschnürung des Abgasströmungsvolumens im wenigstens einen ersten
Abgasführungsrohr vermeidenden Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Rastformation
wenigstens einen bezüglich einer Rohrlängsachse des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs
nach radial außen hervorstehenden Rastvorsprung umfasst.
[0016] Abhängig von der Ausgestaltung der Gegen-Rastformation kann die Rastformation wenigstens
zwei in Richtung der Rohrlängsachse aufeinander folgende Rastvorsprünge umfassen,
oder/und kann die Rastformation wenigstens zwei in Umfangsrichtung um die Rohrlängsachse
aufeinander folgende Rastvorsprungsegmente umfassen.
[0017] Wenn wenigstens ein, vorzugsweise jeder Rastvorsprung durch eine wulstartige Ausformung
des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs bereitgestellt ist, kann das wenigstens
eine erste Abgasführungsrohr in einfacher Weise mit der Rastformation bereitgestellt
werden. Die dazu erforderliche Formgebung des Abgasführungsrohrs erfolgt jedoch, anders
als beim Stand der Technik, vor dem Integrieren desselben in den Schalldämpfer in
einer Bearbeitungsphase, in welcher dieses Abgasführungsrohr als vereinzeltes Bauteil
leicht handzuhaben ist.
[0018] In der wenigstens einen Haltewand kann in Zuordnung zu dem wenigstens einen ersten
Abgasführungsrohr eine Haltewandöffnung vorgesehen sein, wobei in der wenigstens einen
Haltewand ferner eine Mehrzahl von um die Haltewandöffnung in Umfangsabstand zueinander
angeordneten und zu der Haltewandöffnung offenen, vorzugsweise schlitzartigen Wandunterbrechungsbereichen
vorgesehen sein kann und zwischen wenigstens zwei in Umfangsrichtung unmittelbar aufeinander
folgenden Wandunterbrechungsbereichen eine Rastzunge der Gegen-Rastformation gebildet
sein kann.
[0019] Zur Herstellung des Rastzustandes kann wenigstens eine, vorzugsweise jede Rastzunge
der Gegen-Rastformation zwischen zwei in Richtung der Rohrlängsachse aufeinanderfolgende
Rastvorsprünge der Rastformation eingreifen.
[0020] Bei einer anderen Ausgestaltung kann an wenigstens einer, vorzugsweise jeder Rastzunge
eine Rastaussparung zur Aufnahme wenigstens eines Rastvorsprungs der Rastformation
vorgesehen sein.
[0021] Um eine gegenseitige Anlage zwischen einer Haltewand und einem ersten Abgasführungsrohr
in scharfkantigen Bereichen zu vermeiden, wird vorgeschlagen, dass an der wenigstens
einen Haltewand bei wenigstens einer, vorzugsweise jeder Rastzunge ein abgebogener
Rastzungenrandbereich vorgesehen ist.
[0022] Umfasst die Rastformation zwei in axialem Abstand zueinander angeordnete Rastvorsprünge,
kann wenigstens ein, vorzugsweise jeder Rastzungenrandbereich zwischen zwei in Richtung
der Rohrlängsachse aufeinanderfolgende Rastvorsprünge der Rastformation eingreifen.
[0023] Bei einer alternativen Ausgestaltung kann an wenigstens einem, vorzugsweise jedem
Rastzungenrandbereich wenigstens eine Rastaussparung vorgesehen sein.
[0024] Der Schalldämpfereinsatz kann wenigstens zwei zur Gehäuselängsachse im Wesentlichen
orthogonal angeordnete und an der Umfangswand getragene Zwischenwände umfassen, wobei
die wenigstens eine Haltewand in jedem von zwei entgegengesetzten Endbereichen derselben
an einer der Zwischenwände festgelegt ist.
[0025] Weiter kann der Schalldämpfereinsatz wenigstens ein zweites Abgasführungsrohr, vorzugsweise
Auslassrohr, umfassen, wobei in Zuordnung zu dem wenigstens einen zweiten Abgasführungsrohr
in wenigstens einer der mit der wenigstens einen Haltewand verbundenen Zwischenwände
eine Zwischenwandöffnung vorgesehen ist und in einer der Stirnwände eine Stirnwandöffnung
vorgesehen ist, wobei das wenigstens eine zweite Abgasführungsrohr in die Zwischenwandöffnung
und die Stirnwandöffnung eingreifend positioniert ist und im Bereich der Stirnwandöffnung
an der diese aufweisenden Stirnwand oder/und im Bereich wenigstens einer Zwischenwandöffnung
an der diese aufweisenden Zwischenwand durch Materialschluss festgelegt ist.
[0026] Gemäß einem weiteren Aspekt wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch ein Verfahren
zur Herstellung eines Abgasschalldämpfers, insbesondere nach einem der vorangehenden
Ansprüche, umfassend die Maßnahmen:
- a) Bereitstellen wenigstens eines Schalldämpfereinsatzes mit wenigstens einer Haltewand
und wenigstens einer Haltewandöffnung in der wenigstens einen Haltewand,
- b) Bereitstellen wenigstens eines ersten Abgasführungsrohrs,
- c) Umgeben des wenigstens einen Schalldämpfereinsatzes mit einer Umfangswand eines
Schalldämpfergehäuses, wobei in der Umfangswand in Zuordnung zu der wenigstens einen
Haltewandöffnung eine Umfangswandöffnung vorgesehen ist,
- d) Anordnen des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs derart, dass ein erster
Rohrendbereich des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs in die in Zuordnung
zu der wenigstens einen Haltewandöffnung vorgesehene Umfangswandöffnung eingreifend
positioniert wird und ein zweiter Rohrendbereich des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs
in der wenigstens einen Haltewandöffnung durch Kraftschluss oder Verrastung gehalten
wird,
- e) Verbinden des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs durch Materialschluss
mit der Umfangswand im Bereich der Umfangswandöffnung.
[0027] Das Positionieren des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs mit seinem ersten
Rohrendbereich in einer zugeordneten Umfangswandöffnung kann dann besonders einfach
durchgeführt werden, wenn bei der Maßnahme a) das wenigstens eine erste Abgasführungsrohr
in die wenigstens eine Haltewandöffnung eingreifend positioniert wird und bei der
Maßnahme d) mit seinem ersten Rohrendbereich vorangehend von innen in Richtung auf
die Umfangswandöffnung zu bewegt wird, bis der erste Rohrendbereich in die Umfangswandöffnung
eingreifend positioniert ist und der zweite Rohrendbereich an der wenigstens einen
Haltewand in die wenigstens eine Haltewandöffnung eingreifend durch Kraftschluss oder
Verrastung gehalten ist. Die zum Bereitstellen der Umfangswandöffnung geformte Umfangswand
kann dabei eine Trichterwirkung entfalten, welche den ersten Rohrendbereich in die
Umfangswandöffnung leitet.
[0028] Bei einer alternativen Vorgehensweise kann bei der Maßnahme d) das wenigstens eine
erste Abgasführungsrohr mit seinem zweiten Rohrendbereich vorangehend von außen durch
die Umfangswandöffnung hindurch in Richtung auf die wenigstens eine Haltewand zu bewegt
werden, bis der erste Rohrendbereich in die Umfangswandöffnung eingreifend positioniert
ist und der zweite Rohrendbereich an der wenigstens einen Haltewand in die wenigstens
eine Haltewandöffnung eingreifend durch Kraftschluss oder Verrastung gehalten ist.
Bei dieser Vorgehensweise kann das wenigstens eine erste Abgasführungsrohr leicht
von außerhalb des Schalldämpfergehäuses gehandhabt werden.
[0029] Bei der Maßnahme a) kann der wenigstens eine Schalldämpfereinsatz derart bereitgestellt
werden, dass die wenigstens eine Haltewand in jedem von zwei entgegengesetzten Endbereichen
derselben mit einer Zwischenwand verbunden ist.
[0030] Weiter kann bei der Maßnahme c) der wenigstens eine Schalldämpfereinsatz durch Wickeln
eines plattenartigen Umfangswandrohlings um den wenigstens einen Schalldämpfereinsatz
mit der Umfangswand umgeben werden. Bei einer alternativen Vorgehensweise kann bei
der Maßnahme c) der wenigstens eine Schalldämpfereinsatz durch Bereitstellen der Umfangswand
mit in Umfangsrichtung geschlossener Struktur und Einschieben des wenigstens einen
Schalldämpfereinsatzes in die mit in Umfangsrichtung geschlossener Struktur bereitgestellte
Umfangswand umgeben werden.
[0031] Zum Abschluss des Schalldämpfergehäuses an seinen axialen Endbereichen kann eine
Maßnahme f) vorgesehen sein zum Festlegen einer Stirnwand an jedem der axialen Endbereiche
der in Richtung einer Gehäuselängsachse langgestreckten Umfangswand durch Materialschluss
oder/und Formschluss vor oder nach Durchführung der Maßnahme c).
[0032] Die Erfindung betrifft ferner eine Abgasanlage für eine Brennkraftmaschine, umfassend
wenigstens einen erfindungsgemäß aufgebauten Schalldämpfer, der vorzugsweise mit einem
erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt worden ist.
[0033] Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Figuren detailliert
beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Schalldämpfereinsatzes;
- Fig. 2
- einen Schalldämpfer mit dem Schalldämpfereinsatz der Fig. 1 bei teilweise weggebrochen
dargestellter Umfangswand eines Schalldämpfergehäuses;
- Fig. 3
- ein an einer Haltewand gehaltenes Abgasführungsrohr des Schalldämpfers der Fig. 2
in perspektivischer Ansicht;
- Fig. 4
- das an der Haltewand gehaltene Abgasführungsrohr des Schalldämpfers der Fig. 2 in
anderer perspektivischer Ansicht;
- Fig. 5
- eine Herstellungsphase des Schalldämpfers der Fig. 2 mit noch nicht in eine Umfangswandöffnung
eingreifend positioniertem Abgasführungsrohr;
- Fig. 6
- eine der Fig. 5 entsprechende Darstellung mit in die Umfangswandöffnung eingreifend
positioniertem Abgasführungsrohr;
- Fig. 7
- eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung bei einer alternativen Ausgestaltungsart
eines Schalldämpfers;
- Fig. 8
- eine Haltewand des Schalldämpfers der Fig. 7;
- Fig. 9
- in ihren Darstellungen a), b) und c) verschiedene Ausgestaltungsarten von durch Verrastung
an einer Haltewand gehaltenen Abgasführungsrohren;
- Fig. 10
- eine Querschnittansicht der in Fig. 9a) dargestellten Ausgestaltungsart.
[0034] In Fig. 1 ist ein beispielsweise als querliegender Schalldämpfer in einer Abgasanlage
10 einer Brennkraftmaschine in einem Fahrzeug integrierter Schalldämpfer allgemein
mit 12 bezeichnet. Der Schalldämpfer 12 umfasst ein in Richtung einer Gehäuselängsachse
L langgestrecktes Schalldämpfergehäuse 14 mit einer die Gehäuselängsachse L umgebenden
Umfangswand 16. An beiden axialen Endbereichen 18, 20 der Umfangswand 16 sind an dieser
Stirnwände 22, 24 festgelegt. Die Umfangswand 16 und die Stirnwände 22, 24 sind zum
Beispiel als Blechumformteile bereitgestellt.
[0035] Im Inneren des Schalldämpfergehäuses 14 ist ein allgemein mit 26 bezeichneter Schalldämpfereinsatz
vorgesehen. Dieser umfasst im dargestellten Ausgestaltungsbeispiel vier in Fig. 2
auch erkennbare, zum Beispiel als Blechumformteile ausgebildete Zwischenwände 28,
30, 32, 34, welche den Innenraum des Schalldämpfergehäuses 14 in fünf in Richtung
der Gehäuselängsachse L aufeinander folgende Kammern 36, 38, 40 ,42, 44 unterteilen.
Dabei können in den Zwischenwänden 28, 30, 32, 34 Öffnungen vorgesehen sein, über
welche die Kammern 36, 38, 40 , 42, 44 miteinander kommunizieren können.
[0036] Der Schalldämpfereinsatz 26 umfasst ferner eine im Wesentlichen in der Richtung der
Gehäuselängsachse L sich erstreckende und zu den Zwischenwänden 28, 30, 32, 34 im
Wesentlichen orthogonal orientierte, zum Beispiel als Blechumformteile ausgebildete
Haltewand 46. In ihren beiden axialen Endbereichen 48, 50 ist die Haltewand 46 mit
den beiden Zwischenwänden 30, 32 beispielsweise durch Verschweißen fest verbunden.
[0037] Bei dem Schalldämpfer 12 der Fig. 1 ist ferner ein ein Einlassrohr bereitstellendes
erstes Abgasführungsrohr 44 vorgesehen, durch welches hindurch Abgas in die Kammer
40 im Schalldämpfergehäuse 14 geleitet wird. Um das Abgas aus dem Schalldämpfergehäuse
14 abzuleiten, sind zwei jeweils ein Auslassrohr bereitstellende zweite Abgasführungsrohre
52, 54 vorgesehen. In Zuordnung zu jedem zweiten Abgasführungsrohr 52, 54 ist in jeder
der Zwischenwände 28, 30, 32, 34 eine Zwischenwandöffnung vorgesehen. Jede der Zwischenwandöffnungen
kann von einem an der jeweiligen Zwischenwand gebildeten, abgebogenen Befestigungsrandbereich
umgeben sein, in welchen das jeweilige zweite Abgasführungsrohr 52, 54 eingeschoben
ist. Vorteilhafterweise kann im Bereich von jedem derartigen Befestigungsrandbereich
bzw. jeder Zwischenwandöffnung das jeweilige zweite Abgasführungsrohr 52, 54 mit der
jeweiligen Zwischenwand 28, 30, 32, 24 durch Materialschluss, insbesondere für Verschweißen,
fest verbunden sein. Hier kann eine umlaufende Schweißnaht vorgesehen sein, oder es
können einzelne Schweißpunkte zum Erreichen der festen Verbindung vorgesehen sein.
[0038] In Zuordnung zu dem zweiten Abgasführungsrohr 52 ist in der am axialen Endbereich
18 der Umfangswand 16 angeordneten Stirnwand 22 eine Stirnwandöffnung vorgesehen,
in welche das zweite Abgasführungsrohr 52 eingreifend positioniert ist. Im Bereich
dieser Stirnwandöffnung kann an der Stirnwand 22 ein beispielsweise nach außen umgebogener
Befestigungsrandbereich vorgesehen sein. Das zweite Abgasführungsrohr 52 kann durch
eine vorzugsweise umlaufende Schweißnaht mit der Stirnwand 22 im Bereich dieses Befestigungsrandbereichs
verbunden sein. Gleichermaßen ist an der am axialen Endbereich 20 der Umfangswand
16 vorgesehenen Stirnwand 24 eine von einem nach außen umgebogenen Befestigungsrandbereich
umgebene Stirnwandöffnung gebildet, in welche das zweite Abgasführungsrohr 54 eingreifend
positioniert ist. Auch hier kann eine vollständig umlaufende Schweißverbindung für
einen gasdichten Abschluss zwischen dem zweiten Abgasführungsrohr 54 und der Stirnwand
24 gebildet sein.
[0039] Im Inneren des Schalldämpfergehäuses 14 können die zweiten Abgasführungsrohre 52,
54 Öffnungen aufweisen, über welchen diese zu verschiedenen der Kammern 36, 38, 40,
42, 44 offen sind. Auch können im Inneren des Schalldämpfergehäuses 14 weitere Rohre
vorgesehen sein, welche eine Verbindung zwischen verschiedenen der Kammern 36, 38,
40, 42, 44 vorsehen. So kann beispielsweise vermittels eines in die ansonsten abgeschlossene
Kammer 44 einmündenden Rohres 56 ein Helmholtz-Resonator bereitgestellt werden. Grundsätzlich
ist darauf hinzuweisen, dass der innere Aufbau des Schalldämpfers 12 nur beispielhaft
dargestellt ist und in verschiedenen Aspekten beispielsweise hinsichtlich der Anzahl
an Zwischenwänden, Kammern, Rohren und auch des Verlaufs von Rohren anders ausgeführt
sein kann, als in den Figuren dargestellt.
[0040] Nachfolgend wird erläutert, wie das erste Abgasführungsrohr 44 in den Schalldämpfer
12 integriert ist bzw. wie zum Integrieren des ersten Abgasführungsrohrs 44 in den
Schalldämpfer 12 vorgegangen wird. Eine erste Ausgestaltungsvariante hierfür wird
nachfolgend mit Bezug auf die Fig. 3 bis 6 detaillierter erläutert.
[0041] Die Fig. 3 und 4 zeigen die Haltewand 46 und das erste Abgasführungsrohr 44 in einem
Vormontagezustand, also vor dem Umgeben des Schalldämpfereinsatzes 26 mit der Umfangswand
16. Zu erkennen ist in den Fig. 3 bis 6, dass in der Haltewand 46 beispielsweise in
einem zentralen Bereich derselben eine Haltewandöffnung 58 ausgebildet ist. Die Haltewandöffnung
58 umgebend ist an der Haltewand 46 ein um die Haltewandöffnung 58 vorzugsweise vollständig
umlaufender Befestigungsrandbereich 60 vorgesehen. Der Befestigungsrandbereich 60
ist von der Haltewand 46 beispielsweise durch Bilden eines Durchzugs abgebogen und
weist eine im Wesentlichen zylindrische Struktur auf.
[0042] Das erste Abgasführungsrohr 44 weist zwei Rohrendbereiche 62, 64 auf. Vor dem Umgeben
des Schalldämpfereinsatzes 26 mit der Umfangswand 16 wird das erste Abgasführungsrohr
44 derart in die Haltewandöffnung 58 eingesetzt, dass das erste Abgasführungsrohr
44 im Bereich seines zweiten Rohrendbereichs 64 in der Haltewandöffnung 58 positioniert
ist. Das erste Abgasführungsrohr 44 kann beispielsweise vor dem Verbinden der Haltewand
46 mit den beiden Zwischenwänden 30, 32 in der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Positionierung
in die Haltewandöffnung 58 eingeführt werden, so dass dieser Vorgang ungestört von
den am Schalldämpfereinsatz 26 auch vorgesehenen zweiten Abgasführungsrohren 52, 54
durchgeführt werden kann.
[0043] Beim Einführen des ersten Abgasführungsrohrs 44 in die Haltewandöffnung 58 kann das
erste Abgasführungsrohr 44 mit seinem ersten Rohrendbereich 62 in einer Einführrichtung
bewegt werden, in welcher der Befestigungsrandbereich 60 sich von der Haltewand 46
erstreckt. Somit kann der beim Herstellen des Befestigungsrandbereichs 60 gebildete
rundungsartige Übergang zwischen dem im Wesentlichen planaren Bereich der Haltewand
46 und dem Befestigungsrandbereich 60 als Einführschräge genutzt werden.
[0044] Die Innenabmessung der Haltewandöffnung 58 bzw. des Befestigungsrandbereichs 60 und
die Außenabmessung des beispielsweise im Wesentlichen zylindrisch ausgebildeten ersten
Abgasführungsrohrs 44 sind derart aufeinander abgestimmt, dass das erste Abgasführungsrohr
44 durch Presspassung in der Haltewandöffnung 46 bzw. durch den Befestigungsrandbereich
60 gehalten ist. Beim Einführen des ersten Abgasführungsrohrs 44 in die Haltewandöffnung
58 wird der Befestigungsrandbereich 60 im Rahmen der elastischen Verformbarkeit desselben
geringfügig radial aufgespreizt, so dass er unter Vorspannung gegen die Außenumfangsfläche
des ersten Abgasführungsrohrs 44 presst. Es ist somit zwischen dem ersten Abgasführungsrohr
44 und der Haltewand 46 ein Kraftschluss, also eine durch Reibwechselwirkung generierte
Haltewirkung erzeugt, welcher eine ungewollte Verschiebung des ersten Abgasführungsrohrs
44 bezüglich der Haltewand 46 verhindert, grundsätzlich jedoch eine Bewegbarkeit des
ersten Abgasführungsrohrs 44 bezüglich der Haltewand 46 in Richtung einer Rohrlängsachse
R des ersten Abgasführungsrohrs und in Umfangsrichtung um die Rohrlängsachse R, also
eine Drehbewegung, zulässt.
[0045] Der in dieser Art und Weise mit dem ersten Abgasführungsrohr 44 ergänzte Schalldämpfereinsatz
26 wird nachfolgend mit der Umfangswand 16 umgeben. Hierzu kann beispielsweise derart
vorgegangen werden, dass zunächst ein plattenartiger Blechrohling der Umfangswand
16 mit einer der Haltewandöffnung 58 zugeordneten Umfangswandöffnung 66 versehen wird.
Auch diese Umfangswandöffnung 66 kann durch einen Durchzug bereitgestellt werden,
so dass im Bereich der Umfangswandöffnung 66 ein nach außen gerichteter Befestigungsrandbereich
68 erzeugt wird. Der mit der Umfangswandöffnung 66 versehene, plattenartige Blechrohling
kann dann in eine rohrartige geschlossene Struktur gebogen werden und in seinen beiden
einander dann benachbart positionierten Randbereichen beispielsweise durch Verschweißen
oder/und Umbördeln oder dergleichen verbunden werden.
[0046] In die auf diese Weise mit in Umfangsrichtung geschlossener Struktur bereitgestellte
Umfangswand 16 wird dann der Schalldämpfereinsatz 26 in Richtung der Gehäuselängsachse
L eingeführt, bis dessen Einbauposition erreicht ist und die Haltewandöffnung 58 in
Richtung der Gehäuselängsachse L im Bereich der Umfangswandöffnung 66 positioniert
wird. In diesem Zustand liegt das erste Abgasführungsrohr 44 mit seinem ersten Rohrendbereich
62 an der Innenseite der Umfangswand 16 der Umfangswandöffnung 66 gegenüber.
[0047] In einem nachfolgenden Arbeitsschritt wird durch ein Werkzeug in das erste Abgasführungsrohr
44 eingegriffen und dieses in einer Bewegungsrichtung B mit dem ersten Rohrendbereich
62 vorangehend auf die Umfangswandöffnung 66 bzw. den diese umgebenden Befestigungsrandbereich
68 zu bewegt bzw. gezogen. Dabei bewegt das erste Abgasführungsrohr 44 sich mit seinem
zweiten Rohrendbereich 64 in der Haltewandöffnung 58, bis der in Fig. 6 dargestellte
Zustand erreicht ist, in welchem der erste Rohrendbereich 62 in die Umfangswandöffnung
66 eingreifend positioniert ist und somit vom Befestigungsrandbereich 68 umgeben ist
und der zweite Rohrendbereich 64 in die Haltewandöffnung 58 eingreifend positioniert
ist und vom Befestigungsrandbereich 60 umgeben und, wie bereits ausgeführt, in der
Haltewandöffnung 58 durch Kraftschluss gehalten ist.
[0048] Der Vorgang des Bewegens des ersten Abgasführungsrohrs 44 in der Bewegungsrichtung
B zum Einführen des ersten Rohrendbereichs 62 in die Umfangswandöffnung 66 kann daher
vergleichsweise leicht durchgeführt werden, da auch die Umfangswand 16 mit ihrem krümmungsartigen
Übergangsbereich zum Befestigungsrandbereich 68 eine Einführschräge bereitstellt,
durch welchen der erste Rohrendbereich 62 in die Umfangswandöffnung 66 geleitet wird,
und da auch der Befestigungsrandbereich 60 an der Haltewand 46 in Richtung auf die
Umfangswandöffnung 66 bzw. den ersten Rohrendbereich 62 zu abgebogen ist, also in
derjenigen Richtung, in welcher das erste Abgasführungsrohr 44 bewegt wird, um den
ersten Rohrendbereich 62 in die Umfangswandöffnung 66 einzuführen. Weder im Bereich
der Haltewandöffnung 58, noch im Bereich der Umfangswandöffnung 66 besteht somit die
Gefahr, dass ein scharfkantiger Bereich der Haltewand 46 bzw. der Umfangswand 16 sich
an der Außenoberfläche des ersten Abgasführungsrohrs 44 verkantet.
[0049] Die Umfangswandöffnung 66 kann derart dimensioniert sein, dass auch dort ein Kraftschluss
mit dem ersten Rohrendbereich 62 des ersten Abgasführungsrohrs 44 erzeugt wird, wenn
dieser in die Umfangswandöffnung 66 eingeführt wird. Alternativ oder zusätzlich kann
die Umfangswandöffnung 66 mit bezüglich der Außenabmessung des ersten Abgasführungsrohrs
44 in seinem ersten Rohrendbereich 66 geringfügigem Übermaß ausgestaltet sein, so
dass das erste Abgasführungsrohr 44 mit seinem ersten Rohrendbereich 62 in der Umfangswandöffnung
66 bzw. im Befestigungsrandbereich 68 mit geringem Bewegungsspiel aufgenommen ist.
[0050] Nachdem das erste Abgasführungsrohr 44 derart in die Umfangswandöffnung 66 eingeführt
wurde, dass das erste Abgasführungsrohr 44 mit seinem ersten Rohrendbereich 62 beispielsweise
in Richtung der Rohrlängsachse R im Wesentlichen bündig mit dem Befestigungsrandbereich
68 endet oder geringfügig nach außen über diesen hervorsteht, kann das erste Abgasführungsrohr
44 mit der Umfangswand 16 im Bereich des Befestigungsrandbereichs 68 durch eine in
Umfangsrichtung vorzugsweise vollständig umlaufende Schweißnaht verbunden werden,
um einen gasdichten Abschluss zu gewährleisten. Bei diesem Vorgang kann beispielsweise
bereits ein weiteres Abgasführungsrohr in das erste Abgasführungsrohr 44 eingesetzt
worden sein und somit durch die gleiche Schweißnaht an das erste Abgasführungsrohr
44 bzw. die Umfangswand 16 angebunden werden.
[0051] In einem anschließenden Arbeitsgang können dann die beiden Stirnwände 22, 24 an den
axialen Endbereichen 18, 20 der Umfangswand 16 angeordnet und mit dieser durch Verschweißen
oder/und durch Formschluss, beispielsweise Umbördeln, fest und gasdicht verbunden
werden. Dabei können auch die jeweilige Stirnwandöffnungen durchsetzenden bzw. in
diese eingreifenden zweiten Abgasführungsrohre 52, 54 durch jeweils umlaufende Schweißnähte
fest und gasdicht mit den Stirnwänden 22, 24 verbunden werden.
[0052] Bei dem in der vorangehend beschriebenen Art und Weise hergestellten Schalldämpfer
12 ist das erste Abgasführungsrohr 44 in seinen beiden Rohrendbereichen 62, 44 stabil
an der Umfangswand 16 bzw. der Haltewand 46 und somit am Schalldämpfereinsatz 26 gehalten,
insbesondere gegen Ausweichbewegungen quer zur Rohrlängsachse R. Da durch die Verschweißung
des ersten Abgasführungsrohrs 44 mit der Umfangswand 16 im ersten Rohrendbereich 62
dieses gegen Verlagerung in Richtung der Rohrlängsachse R zuverlässig gehalten ist,
kann darauf verzichtet werden, das erste Abgasführungsrohr 44, nachdem es in der in
Fig. 6 dargestellten Einbauposition angeordnet worden ist, in seinem in Wechselwirkung
mit der Haltewand 46 stehenden zweiten Rohrendbereich 64 derart umzuformen, dass auch
in diesem Bereich ein eine Bewegung in Richtung der Rohrlängsachse R unterbindender
Formschluss zwischen der Haltewand 46 und dem ersten Abgasführungsrohr 44 erzeugt
wird. Gleichwohl ist darauf hinzuweisen, dass auch der zwischen der Haltewand 46 und
dem ersten Abgasführungsrohr 44 generierte Kraftschluss eine definierte axiale Halterung
des ersten Abgasführungsrohrs 44 in Richtung der Rohrlängsachse R im Schalldämpfer
12 unterstützt.
[0053] Die Fig. 7 und 8 zeigen eine Abwandlung der vorangehend beschriebenen Ausgestaltungsart
des Schalldämpfers 12. Man erkennt in den Fig. 7 und 8, dass in der Haltewand 46 eine
Mehrzahl von schlitzartigen und bezüglich der Haltewandöffnung 58 bzw. einer Öffnungsmittenachse
M im Wesentlichen radial sich erstreckenden Wandunterbrechungsbereichen 70 vorgesehen
ist. In Umfangsrichtung um die Öffnungsmittenachse M ist zwischen jeweils zwei derartigen
Wandunterbrechungsbereichen 70 jeweils eine Haltewandzunge 72 gebildet. Da in dem
dargestellten Ausgestaltungsbeispiel insgesamt vier schlitzartige Wandunterbrechungsbereiche
70 vorgesehen und nach radial innen zur Haltewandöffnung 58 offen sind, sind vier
derartige die Haltewandöffnung 58 umgebende Haltewandzungen 72 vorgesehen.
[0054] Die Wandunterbrechungsbereiche 70 erstrecken sich bis in den Bereich des Befestigungsrandbereichs
60 und unterbrechen diesen somit auch in Umfangsrichtung, so dass der Befestigungsrandbereich
60 in Zuordnung zu jeder Haltewandzunge 72 einen Haltewandzungenrandbereich 74 bereitstellt.
[0055] Bei der in den Fig. 7 und 8 dargestellten Ausgestaltung der Haltewand 46 ist der
Befestigungsrandbereich 60 an der Haltewand 46 derart vorgesehen, dass dieser bei
von der Umfangswand 16 umgebenem Schalldämpfereinsatz 26 in Richtung von der in der
Umfangswand 16 vorgesehenen Umfangswandöffnung 66, wie sie in den Fig. 5 und 6 dargestellt
ist, sich weg erstreckt. Beim Zusammenbau des Schalldämpfers 12 kann, nachdem der
Schalldämpfereinsatz 26 mit der Umfangswand 16 umgeben wurde, das erste Abgasführungsrohr
44 mit seinem zweiten Rohrendbereich 64 vorangehend von außen durch die Umfangswandöffnung
66 in Richtung auf die Haltewand 46 zu bewegt werden, bis der zweite Rohrendbereich
64 in die Haltewandöffnung 58 eintritt bzw. unter Presspassung in diese eingeführt
wird. Dabei können die Haltewandzungen 72 im Bereich ihrer elastischen Verformbarkeit
ausweichen bzw. in der Bewegungsrichtung des ersten Abgasführungsrohrs 44 verschoben
werden, wodurch der Befestigungsrandbereich 60 mit seinen Haltewandzungenrandbereichen
74 geringfügig radial aufgespreizt wird und aufgrund der Elastizität der Haltewand
46 von radial außen gegen die Außenumfangsfläche des ersten Abgasführungsrohrs 44
im zweiten Rohrendbereich 64 presst. Auch dadurch wird eine Haltewirkung durch Kraftschluss,
also durch Reibwechselwirkung zwischen dem ersten Abgasführungsrohr 44 und der Haltewand
46 und somit dem Schalldämpfereinsatz 26, generiert.
[0056] Nachfolgend kann das erste Abgasführungsrohr 44 im Bereich seines ersten Rohrendbereichs
62 in der vorangehend beschriebenen Art und Weise an der Umfangswand 16 im Bereich
der Umfangswandöffnung 66 bzw. des Befestigungsrandbereichs 68 festgelegt werden.
[0057] Es ist darauf hinzuweisen, dass auch bei der in den Fig. 7 und 8 dargestellten Ausgestaltungsform
der Befestigungsrandbereich 60 an der Haltewand 46 derart vorgesehen sein könnte,
dass er bei von der Umfangswand 16 umgebenem Schalldämpfereinsatz 26 sich in Richtung
auf die zugeordnete Umfangswandöffnung 66 zu erstreckt. Bei derartiger Ausgestaltung
kann dann das erste Abgasführungsrohr 44 in einer der Fig. 5 entsprechenden Art und
Weise an der Haltewand 46 vorgesehen werden, bevor der Schalldämpfereinsatz 26 mit
dem daran bereits vorgesehenen ersten Abgasführungsrohr 44 mit der Umfangswand 16
umgeben wird. Das erste Abgasführungsrohr 44 kann dann wieder in der in Fig. 5 dargestellten
Bewegungsrichtung B von innen mit seinem ersten Rohrendbereich 62 vorangehend durch
die Umfangswandöffnung 66 hindurch bzw. in diese hinein bewegt werden und nachfolgend
durch Verschweißung mit der Umfangswand 16 fest verbunden werden. Gleichermaßen könnte
bei der mit Bezug auf die Fig. 3 bis 6 dargestellten Ausgestaltungsform der Befestigungsrandbereich
60 an der Haltewand 46 derart abgebogen sein, dass dieser sich in Richtung von der
zugeordneten Umfangswandöffnung 66 weg erstreckt. Bei dieser Ausgestaltung kann dann
das erste Abgasführungsrohr 44, nachdem der Schalldämpfereinsatz 26 mit der Umfangswand
16 umgeben worden ist, von außen mit seinem zweiten Rohrendbereich 64 vorangehend
zunächst durch die Umfangswandöffnung 66 und dann in die Haltewandöffnung 58 eingeführt
werden. Es ist somit erkennbar, dass vorteilhafterweise der wesentlich zur Erzeugung
des Kraftschlusses zwischen der Haltewand 46 und dem ersten Abgasführungsrohr 44 beitragende
Befestigungsrandbereich 60 an der Haltewand 46 in derjenigen Richtung abgebogen vorgesehen
wird, in welcher das erste Abgasführungsrohr 44 bewegt wird, um den ersten Rohrendbereich
62 desselben in der Umfangswandöffnung 66 zu positionieren.
[0058] Weiter wird darauf hingewiesen, dass auch der Vorgang des Umgebens des Schalldämpfereinsatzes
46 mit der Umfangswand 16 in anderer Weise durchgeführt werden könnte. Dieser als
plattenartiger Rohling bereitgestellte und der Umfangswandöffnung 66 bzw. dem Befestigungsrandbereich
68 versehene Umfangswandrohling könnte, beispielsweise nachdem er bereits in eine
gekrümmte bzw. rohrartige Struktur vorgebogen worden ist, um den Schalldämpfereinsatz
26 herum positioniert bzw. gewickelt werden, woraufhin dann der Umfangswandrohling
in den einander benachbart liegenden Randbereichen durch Verschweißen oder/und durch
Formschluss zum Bereitstellen der in der Umfangsrichtung geschlossenen Struktur verbunden
wird. Auch könnten die beiden Stirnwände 22, 24 bereits vor dem Umgeben des Schalldämpfereinsatzes
26 mit der Umfangswand 16 am Schalldämpfereinsatz vorgesehen werden und dann, wenn
der Schalldämpfereinsatz 26 entweder durch Einschieben in die in Umfangsrichtung geschlossene
Struktur der Umfangswand 16 oder durch Umgeben mit einer zunächst in Umfangsrichtung
noch offenen Umfangswand 16 im Inneren der Umfangswand 16 bzw. des Schalldämpfergehäuses
14 positioniert ist, mit der Umfangswand 16 in deren beiden axialen Endbereichen 18,
20 verbunden werden.
[0059] Mit Bezug auf die Fig. 9 und 10 wird nachfolgend eine alternative Ausgestaltung beschrieben,
welche eine Verbindung des ersten Abgasführungsrohrs 44 in seinem zweiten Rohendbereich
64 mit der Haltewand 66 ermöglicht, ohne dass nach dem Positionieren des ersten Abgasführungsrohrs
64 in der Haltewandöffnung 58 eine Umformung des ersten Abgasführungsrohrs 44 bzw.
der Haltewand 46 erforderlich ist. Dabei zeigen die Fig. 9a), 9b) und 9c) jeweils
dem gleichen Funktionsprinzip unterliegende verschiedene Varianten dieser Ausgestaltung,
bei welcher eine Haltewechselwirkung zwischen der Haltewand 46 und dem ersten Abgasführungsrohr
44 durch Verrastung erzeugt wird.
[0060] Die Fig. 9a) zeigt in Verbindung mit Fig. 10, dass an der Haltewand 46 in Zuordnung
zur Haltewandöffnung 58 wiederum vier schlitzartige und nach radial innen zur Haltewandöffnung
58 offene Wandunterbrechungsbereiche 70 vorgesehen sind. Diese erstrecken sich auch
in den Befestigungsrandbereich 60, so dass in Zuordnung zu den zwischen jeweils zwei
in Umfangsrichtung benachbarten Wandunterbrechungsbereichen 70 gebildeten Rastzungen
76 Rastzungenrandbereiche 78 des Befestigungsrandbereichs 60 gebildet sind. In jedem
dieser Rastzungenrandbereiche 78 ist eine bezüglich der Öffnungsmittenachse M der
Haltewandöffnung 58 nach radial außen gerichtete Ausbauchung gebildet, welche eine
nach radial innen offene Rastaussparung 80 bereitstellt.
[0061] Am zweiten Rohrendbereich 64 des ersten Abgasführungsrohrs 44 ist eine in Umfangsrichtung
um die Rohrlängsachse R vollständig umlaufende wulstartige Ausformung gebildet, welche
einen bezüglich der Rohrlängsachse R nach radial außen hervorstehenden Rastvorsprung
82 bildet.
[0062] Das erste Abgasführungsrohr 44 stellt mit dem Rastvorsprung 82 eine Rastformation
84 bereit, während an der Haltewand 46 mit den in den Rastzungenrandbereichen 78 gebildeten
Segmente der Rastaussparung 80 eine allgemein mit 86 bezeichnete Gegen-Rastformation
bereitgestellt ist.
[0063] Beim im Aufbau des Schalldämpfers 12 kann in der vorangehend beschriebenen Art und
Weise der Schalldämpfereinsatz 26 mit der Umfangswand 16 umgeben werden. Der Befestigungsrandbereich
60 ist mit seinen Rastzungenrandbereichen 78 derart vorgesehen, dass die Rastzungenrandbereiche
78 sich in Richtung von der zugeordneten Umfangswandöffnung 66 weg erstrecken. Nachfolgend
kann das erste Abgasführungsrohr 44 durch die Umfangswandöffnung 66 hindurch mit seinem
zweiten Rohrendbereich 64 vorangehend in Richtung auf die Haltewand 46 zu bewegt werden,
bis der Rastvorsprung 82 in Anlage an den radial inneren Endbereichen der Rastzungen
76 gelangt. Bei weiterer Bewegung des ersten Abgasführungsrohrs 44 in das Schalldämpfergehäuse
14 hinein nimmt der Rastvorsprung 82 die Rastzungen 76 in der Bewegungsrichtung, also
in Richtung von der Umfangswandöffnung 66 weg mit, bis eine Positionierung erreicht
ist, bei welcher die zunächst elastisch verformten Rastzungen 76 zurückfedern und
mit ihren Segmente der Rastaussparung 80 am Rastvorsprung 82 einrasten.
[0064] Es ist dann ein Zustand erreicht, bei welchem auch bei noch nicht durch Verschweißung
an der Umfangswand 16 festgelegtem ersten Abgasführungsrohr 44 durch Verrastung das
erste Abgasführungsrohr 44 in definierter Positionierung in Richtung der Rohrlängsachse
R an der Haltewand 46 und somit am Schalldämpfer 12 gehalten ist. Auch hierzu sind
keine zum Befestigen des ersten Abgasführungsrohrs 44 an der Haltewand 46 dienenden
Umformungen des ersten Abgasführungsrohrs 44 bzw. der Haltewand 46 erforderlich.
[0065] Nachfolgend kann das erste Abgasführungsrohr 44 im Bereich seines ersten Rohrendbereichs
62 in der vorangehend beschriebenen Art und Weise an der Umfangswand 16 festgelegt
werden.
[0066] Es ist darauf hinzuweisen, dass auch bei dieser Ausgestaltungsart der Befestigungsrandbereich
60 an der Haltewand 46 derart vorgesehen sein könnte, dass bei von der Umfangswand
16 umgebenem Schalldämpfereinsatz 26 der Befestigungsrandbereich 60 sich in Richtung
auf die Umfangswandöffnung 66 zu erstreckt. Dabei kann das erste Abgasführungsrohr
44 wieder in einer der Ausgestaltungsform der Fig. 3 und 4 entsprechenden Art und
Weise im Bereich seines zweiten Rohrendbereichs 64 in der Haltewandöffnung 58 positioniert
werden, jedoch derart, dass der Rastvorsprung 82 noch nicht in die Rastaussparung
80 eingreifend positioniert ist. Nach Umgeben des mit dem ersten Abgasführungsrohr
44 bereits versehenen Schalldämpfereinsatzes 26 mit der Umfangswand 16 kann dann das
erste Abgasführungsrohr 44 wieder von innen mit seinem ersten Rohrendbereich 62 vorangehend
in Richtung auf die Umfangswandöffnung 16 zu bewegt werden und in diese eingreifend
positioniert werden. Bei diesem Vorgang bewegt der Rastvorsprung 82 sich gleichermaßen
in Richtung auf die Umfangswandöffnung 66 zu und nimmt dabei die Rastzungen 76 mit,
bis diese mit den daran vorgesehenen Segmenten der Rastaussparung 80 auf dem Rastvorsprung
82 verrasten. Auch bei dieser Ausgestaltung sind somit die Rastzungenrandbereiche
78 bzw. ist der Befestigungsrand 60 an der Haltewand 46 vorzugsweise in der Richtung
abgebogen, in welcher das erste Abgasführungsrohr 44 beim Bewegen des ersten Rohrendbereichs
62 in die Umfangswandöffnung 66 bewegt wird.
[0067] Die Fig. 9b) zeigt eine Abwandlung, bei welcher der Rastvorsprung 82 in Umfangsrichtung
um die Rohrlängsachse R nicht umlaufend ausgebildet ist, sondern eine Mehrzahl von
in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Rastvorsprungsegmenten 88 umfasst. Entsprechend
könnten auch in den Rastzungenrandbereichen unterteilte Segmente der Rastaussparung
80 gebildet sein, so dass auch eine in Umfangsrichtung wirksame Verrastung des ersten
Abgasführungsrohrs 44 an der Haltewand 46 erreicht wird. Dies kann dann vorteilhaft
sein, wenn das erste Abgasführungsrohr 44 keine rotationssymmetrische Ausgestaltung
aufweist, sondern in einer bestimmten Drehpositionierung um die Rohrlängsachse R bezüglich
der Haltewand 46 positioniert werden soll.
[0068] Eine weitere Abwandlung ist in Fig. 9c) gezeigt. Bei dieser Abwandlung umfasst die
Rastformation 84 am ersten Abgasführungsrohr 44 zwei in Richtung der Rohrlängsachse
R mit Abstand zueinander liegende wulstartige Ausformungen bzw. dadurch bereitgestellte
Rastvorsprünge 82, 82'. Zwischen den beiden Rastvorsprüngen 82, 82' ist eine Einsenkung
gebildet, in welche die an der Haltewand 46 vorgesehenen Haltewandzungen 76 eingreifend
positioniert werden können. Obgleich dies nicht zwingend erforderlich ist, kann auch
bei dieser Ausgestaltungsform an der Haltewand 46 ein die Haltewandöffnung 58 umgebender
Befestigungsrandbereich 60 mit an den Haltezungen 76 jeweils vorgesehenen Haltezungenrandbereichen
78 vorgesehen sein, so dass auch bei dieser Ausgestaltungsform eine flächige Anlagewechselwirkung
zwischen dem ersten Abgasführungsrohr 44 und der Haltewand 46 erreicht wird.
[0069] Auch bei der in Fig. 9c) dargestellten Ausgestaltungsform könnte zumindest einer
der Rastvorsprünge 82 nicht durch eine in Umfangsrichtung umlaufende wulstartige Ausformung
am ersten Abgasführungsrohr 44 bereitgestellt sein, sondern könnte in Umfangsrichtung
unterbrochen sein und beispielsweise in Form mehrerer Segmente bereitgestellt sein.
[0070] Weiter wird darauf hingewiesen, dass die Rastformation 84 auch durch eine nach radial
innen gerichtete, wulstartige Einformung, ggf. in Form mehrerer in Umfangsrichtung
aufeinander folgender Segmente, bereitgestellt sein könnte, welche eine nach radial
außen offene Rastaussparung oder mehrere Segmente derselben bereitstellt. An der Haltewand
könnte im Bereich der Haltewandzungen, ggf. im Bereich der jeweiligen Haltewandzungenrandbereiche
78, eine nach radial innen gerichtete und jeweils einen Rastvorsprung bereitstellende
Ausformung der Gegen-Rastformation 86 vorgesehen sein, welche bei Bewegen des ersten
Abgasführungsrohrs 44 bezüglich der Haltewand 46 in die am zweiten Rohrendbereich
64 des ersten Abgasführungsrohrs 44 vorgesehene Rastaussparung eingreifend positioniert
werden können. Diese Ausgestaltung kann vor allem dann vorteilhaft sein, wenn das
erste Abgasführungsrohr 44 mit seinem zweiten Rohrendbereich 64 vorangehend zunächst
durch die Umfangswandöffnung 66 und dann in die Haltewandöffnung 58 eingreifend bewegt
wird, da dann ein derartiges Übermaß der Umfangswandöffnung 66, dass auch ein nach
radial außen hervorstehender Rastvorsprung am ersten Abgasführungsrohr 44 durch diese
hindurch geführt werden kann, nicht erforderlich ist. Das Vorsehen einer derartigen
Rastaussparung am ersten Abgasführungsrohr 44 kann jedoch durch die zum Bereitstellen
derselben nach radial innen gerichteten wulstartigen Ausformungen zu einer Verringerung
des Strömungsquerschnitts des ersten Abgasführungsrohrs 44 führen. Das Vorsehen der
Rastformation 84 durch Ausformen des ersten Abgasführungsrohrs 44 nach radial außen
kann daher grundsätzlich als vorteilhaft betrachtet werden.
[0071] Abschließend wird darauf hingewiesen, dass die vorangehend beschriebenen Ausgestaltungsvarianten
in verschiedenen Aspekten variiert werden können. So können beispielsweise mehr oder
weniger als die vier dargestellten Wandunterbrechungsbereiche zum Bilden jeweiliger
Haltewandzungen bzw. Rastzungen vorgesehen sein, und die Wandunterbrechungsbereiche
können beispielsweise in Umfangsrichtung eine größere Erstreckung aufweisen, so dass
beispielsweise die Umfangserstreckung jeweiliger Wandunterbrechungsbereiche größer
sein kann, als die Umfangserstreckung von zwischen zwei Wandunterbrechungsbereichen
jeweils gebildeten Haltewandzungen bzw. Rastzungen.
1. Schalldämpfer für eine Abgasanlage einer Brennkraftmaschine, umfassend:
- ein Schalldämpfergehäuse (14) mit einer in Richtung einer Gehäuselängsachse (L)
langgestreckten Umfangswand (16) und einer Stirnwand (22, 24) an jedem axialen Endbereich
(18, 20) der Umfangswand (16),
- einen von der Umfangswand (16) umgebenen und an der Umfangswand (16) getragenen
Schalldämpfereinsatz (26) mit wenigstens einer im Wesentlichen in Richtung der Gehäuselängsachse
(L) sich erstreckenden Haltewand (46),
- wenigstens ein erstes Abgasführungsrohr (44), wobei das wenigstens eine erste Abgasführungsrohr
(44) mit einem ersten Rohrendbereich (62) in eine Umfangswandöffnung (66) in der Umfangswand
(16) eingreifend positioniert ist und an der Umfangswand (16) festgelegt ist und mit
einem zweiten Rohrendbereich (64) an der wenigstens einen Haltewand (46) gehalten
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine erste Abgasführungsrohr (44) in seinem zweiten Rohrendbereich
(64) an der Haltewand (46) durch Kraftschluss oder Verrastung gehalten ist.
2. Schalldämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine erste Abgasführungsrohr (44) mit der Umfangswand (16) durch Verschweißen
verbunden ist, oder/und dass das wenigstens eine erste Abgasführungsrohr (44) ein
Einlassrohr ist.
3. Schalldämpfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der wenigstens einen Haltewand (46) in Zuordnung zu dem wenigstens einen ersten
Abgasführungsrohr (44) eine von einem abgebogenen Befestigungsrandbereich (60) der
wenigstens einen Haltewand (46) wenigstens bereichsweise umgebene Haltewandöffnung
(58) vorgesehen ist, und dass das wenigstens eine erste Abgasführungsrohr (44) mit
seinem zweiten Rohrendbereich (64) in die Haltewandöffnung (58) eingreifend positioniert
ist und in der Haltewandöffnung (58) im Bereich des Befestigungsrandbereichs (60)
durch Presspassung gehalten ist, vorzugsweise wobei der Befestigungsrandbereich (66)
in Richtung zu dem ersten Rohrendbereich (62) des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs
(44) abgebogen ist oder der Befestigungsrandbereich (60) in Richtung von dem ersten
Rohrendbereich (62) des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs (44) weg abgebogen
ist.
4. Schalldämpfer nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Bereitstellen des Kraftschlusses zwischen dem wenigstens einen ersten Abgasführungsrohr
(44) und der wenigstens einen Haltewand (46) im Bereich der an der wenigstens einen
Haltewand (46) in Zuordnung zu dem wenigstens einen ersten Abgasführungsrohr (44)
vorgesehenen Haltewandöffnung (58) ein in Umfangsrichtung vollständig umlaufender
Anlagekontakt zwischen dem wenigstens einen ersten Abgasführungsrohr (44) und der
wenigstens einen Haltewand (46) vorgesehen ist,
oder
dass zum Bereitstellen des Kraftschlusses zwischen dem wenigstens einen ersten Abgasführungsrohr
(44) und der wenigstens einen Haltewand (46) im Bereich der an der wenigstens einen
Haltewand (46) in Zuordnung zu dem wenigstens einen ersten Abgasführungsrohr (44)
vorgesehenen Haltewandöffnung (58) ein in wenigstens einem Umfangsbereich unterbrochener
Anlagekontakt zwischen dem wenigstens einen ersten Abgasführungsrohr (44) und der
wenigstens einen Haltewand (46) vorgesehen ist, vorzugsweise wobei in der wenigstens
einen Haltewand (46) im Bereich der an der wenigstens einen Haltewand (46) in Zuordnung
zu dem wenigstens einen ersten Abgasführungsrohr (44) vorgesehenen Haltewandöffnung
(58) wenigstens ein, vorzugsweise eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung um die Haltewandöffnung
(58) mit Abstand zueinander angeordneten, zu der Haltewandöffnung (58) offenen, vorzugweise
schlitzartigen Wandunterbrechungsbereichen (70) vorgesehen ist.
5. Schalldämpfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem zweiten Rohrendbereich des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs (44)
eine Rastformation (84) vorgesehen ist, und dass an der wenigstens einen Haltewand
(46) in Zuordnung zu der Rastformation (84) eine mit der Rastformation (84) in Rasteingriff
stehende Gegen-Rastformation (86) vorgesehen ist.
6. Schalldämpfer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastformation (84) wenigstens einen bezüglich einer Rohrlängsachse (R) des wenigstens
einen ersten Abgasführungsrohrs (44) nach radial außen hervorstehenden Rastvorsprung
(82) umfasst.
7. Schalldämpfer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastformation (84) wenigstens zwei in Richtung der Rohrlängsachse (R) aufeinanderfolgende
Rastvorsprünge (82, 82') umfasst, oder/und dass die Rastformation (84) wenigstens
zwei in Umfangsrichtung um die Rohrlängsachse (R) aufeinanderfolgende Rastvorsprungsegmente
(88) umfasst.
8. Schalldämpfer nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein, vorzugsweise jeder Rastvorsprung (82) durch eine wulstartige Ausformung
des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs (44) bereitgestellt ist.
9. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 5-8, dadurch gekennzeichnet, dass in der wenigstens einen Haltewand (46) in Zuordnung zu dem wenigstens einen ersten
Abgasführungsrohr (44) eine Haltewandöffnung (58) vorgesehen ist, wobei in der wenigstens
einen Haltewand (46) eine Mehrzahl von um die Haltewandöffnung (58) in Umfangsabstand
zueinander angeordneten und zu der Haltewandöffnung offenen, vorzugsweise schlitzartigen
Wandunterbrechungsbereichen (70) vorgesehen ist, wobei zwischen wenigstens zwei in
Umfangsrichtung unmittelbar aufeinander folgenden Wandunterbrechungsbereichen (70)
eine Rastzunge (76) der Gegen-Rastformation (86) gebildet ist.
10. Schalldämpfer nach Anspruch 7 und Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine, vorzugsweise jede Rastzunge (76) der Gegen-Rastformation (86) zwischen
zwei in Richtung der Rohrlängsachse aufeinanderfolgende Rastvorsprünge (82, 82') der
Rastformation (84) eingreift.
11. Schalldämpfer nach Anspruch 6 und Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einer, vorzugsweise jeder Rastzunge (76) eine Rastaussparung (80) zur
Aufnahme wenigstens eines Rastvorsprungs (82) der Rastformation (84) vorgesehen ist.
12. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 9-11, dadurch gekennzeichnet, dass an der wenigstens einen Haltewand (46) bei wenigstens einer, vorzugsweise jeder Rastzunge
(76) ein abgebogener Rastzungenrandbereich (78) vorgesehen ist.
13. Schalldämpfer nach Anspruch 10 und Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein, vorzugsweise jeder Rastzungenrandbereich (78) zwischen zwei in Richtung
der Rohrlängsachse (R) aufeinander folgende Rastvorsprünge (82, 82') der Rastformation
(84) eingreift.
14. Schalldämpfer nach Anspruch 11 und Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einem, vorzugsweise jedem Rastzungenrandbereich (78) wenigstens eine
Rastaussparung (80) vorgesehen ist.
15. Schalldämpfer nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalldämpfereinsatz (26) wenigstens zwei zur Gehäuselängsachse (L) im Wesentlichen
orthogonal angeordnete und an der Umfangswand (16) getragene Zwischenwände (28, 30,
32, 34) umfasst, wobei die wenigstens eine Haltewand (46) in jedem von zwei entgegengesetzten
Endbereichen (48, 50) derselben an einer der Zwischenwände (28, 30, 32, 34) festgelegt
ist,
vorzugweise wobei der Schalldämpfereinsatz (26) wenigstens ein zweites Abgasführungsrohr
(52, 54), vorzugsweise Auslassrohr, umfasst, wobei in Zuordnung zu dem wenigstens
einen zweiten Abgasführungsrohr (52, 54) in wenigstens einer der mit der wenigstens
einen Haltewand (46) verbundenen Zwischenwände (30, 32) eine Zwischenwandöffnung vorgesehen
ist und in einer der Stirnwände (22, 24) eine Stirnwandöffnung vorgesehen ist, wobei
das wenigstens eine zweite Abgasführungsrohr (52, 54) in die Zwischenwandöffnung und
die Stirnwandöffnung eingreifend positioniert ist und im Bereich der Stirnwandöffnung
an der diese aufweisenden Stirnwand (22, 24) oder/und im Bereich wenigstens einer
Zwischenwandöffnung an der diese aufweisenden Zwischenwand durch Materialschluss festgelegt
ist.
16. Verfahren zur Herstellung eines Abgasschalldämpfers, insbesondere nach einem der vorangehenden
Ansprüche, umfassend die Maßnahmen:
a) Bereitstellen wenigstens eines Schalldämpfereinsatzes (26) mit wenigstens einer
Haltewand (46) und wenigstens einer Haltewandöffnung (58) in der wenigstens einen
Haltewand (46),
b) Bereitstellen wenigstens eines ersten Abgasführungsrohrs (44),
c) Umgeben des wenigstens einen Schalldämpfereinsatzes (26) mit einer Umfangswand
(16) eines Schalldämpfergehäuses (14), wobei in der Umfangswand (16) in Zuordnung
zu der wenigstens einen Haltewandöffnung (58) eine Umfangswandöffnung (66) vorgesehen
ist,
d) Anordnen des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs (44) derart, dass ein erster
Rohrendbereich (62) des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs (44) in die in
Zuordnung zu der wenigstens einen Haltewandöffnung (58) vorgesehene Umfangswandöffnung
(66) eingreifend positioniert wird und ein zweiter Rohrendbereich (64) des wenigstens
einen ersten Abgasführungsrohrs (44) in der wenigstens einen Haltewandöffnung (58)
durch Kraftschluss oder Verrastung gehalten wird,
e) Verbinden des wenigstens einen ersten Abgasführungsrohrs (44) durch Materialschluss
mit der Umfangswand (16) im Bereich der Umfangswandöffnung (66).
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei der Maßnahme a) das wenigstens eine erste Abgasführungsrohr (44) in die wenigstens
eine Haltewandöffnung (58) eingreifend positioniert wird und bei der Maßnahme d) mit
seinem ersten Rohrendbereich (62) vorangehend von innen in Richtung auf die Umfangswandöffnung
(66) zu bewegt wird, bis der erste Rohrendbereich (62) in die Umfangswandöffnung (66)
eingreifend positioniert ist und der zweite Rohrendbereich (64) an der wenigstens
einen Haltewand (46) in die wenigstens eine Haltewandöffnung (58) eingreifend durch
Kraftschluss oder Verrastung gehalten ist,
oder
dass bei der Maßnahme d) das wenigstens eine erste Abgasführungsrohr (44) mit seinem zweiten
Rohrendbereich (64) vorangehend von außen durch die Umfangswandöffnung (66) hindurch
in Richtung auf die wenigstens eine Haltewand (46) zu bewegt wird, bis der erste Rohrendbereich
(62) in die Umfangswandöffnung (66) eingreifend positioniert ist und der zweite Rohrendbereich
(64) an der wenigstens einen Haltewand (46) in die wenigstens eine Haltewandöffnung
(58) eingreifend durch Kraftschluss oder Verrastung gehalten ist.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Maßnahme a) der wenigstens eine Schalldämpfereinsatz (26) derart bereitgestellt
wird, dass die wenigstens eine Haltewand (46) in jedem von zwei entgegengesetzten
Endbereichen (48, 50) derselben mit einer Zwischenwand (30, 32) verbunden ist,
oder/und
dass bei der Maßnahme c) der wenigstens eine Schalldämpfereinsatz (26) durch Wickeln
eines plattenartigen Umfangswandrohlings um den wenigstens einen Schalldämpfereinsatz
(26) mit der Umfangswand (16) umgeben wird oder bei der Maßnahme c) der wenigstens
eine Schalldämpfereinsatz (26) durch Bereitstellen der Umfangswand (16) mit in Umfangsrichtung
geschlossener Struktur und Einschieben des wenigstens einen Schalldämpfereinsatzes
(26) in die mit in Umfangsrichtung geschlossener Struktur bereitgestellte Umfangswand
(16) umgeben wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 16-18, dadurch gekennzeichnet, dass eine Maßnahme f) vorgesehen ist zum Festlegen einer Stirnwand (22, 24) an jedem der
axialen Endbereiche (18, 20) der in Richtung einer Gehäuselängsachse (L) langgestreckten
Umfangswand (16) durch Materialschluss oder/und Formschluss vor oder nach Durchführung
der Maßnahme c).
20. Abgasanlage für eine Brennkraftmaschine, umfassend wenigstens einen Schalldämpfer
(12) nach einem der Ansprüche 1-15, vorzugsweise hergestellt mit einem Verfahren nach
einem der Ansprüche 16-19.