[0001] Die Erfindung betrifft Verfahren zur Kontrolle mindestens einer Klebestelle mittels
eines Kontrollsystems gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 oder 2 und Kontrollsysteme
zur Kontrolle mindestens einer Klebestelle gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 11
oder 12.
[0002] In der Faltschachtelherstellung sowie Wellpappenproduktion (allgemein: Verpackung)
wird ein bogenförmiges Substrat, oder auch Bogen genannt, verarbeitet. Der Bogen wird
in einer Bearbeitungsmaschine bedruckt und/oder gestanzt und kann dann an bestimmten
Stellen gefaltet oder verklebt werden. So wird beispielsweise eine dreidimensionale,
quaderförmige Schachtel, insbesondere Faltschachtel, erzeugt. Dabei kommen in Bearbeitungsmaschinen
von Bogen, insbesondere Bogen aus Pappe oder Karton oder Wellpappe, verschiedene Bearbeitungsschritte
zum Einsatz. Die Bogen werden mittels zumindest eines Auftragaggregates mit Druckfluid
wie Druckfarbe oder Lack beaufschlagt und zusätzlich oder alternativ durch zumindest
eine Formgebungseinrichtung in ihrer Masse und/oder Form und/oder Kontur verändert.
Ein mögliches Auftragverfahren ist der Flexodruck, wobei ein Flexodruckwerk mit einem
Formzylinder mit einer flexiblen Druckform Verwendung findet. Eine mögliche Formgebungseinrichtung
ist üblicherweise eine Stanze.
[0003] Zu einem hohen Prozentanteil wird bei der Verpackungsherstellung Dispersionslack
(wasserbasierende Lacke) oder UV Lack aufgetragen. Gründe für den Lackauftrag sind
beispielsweise der Schutz der Verpackung vor mechanischer Belastung ("Kratzer") oder
der Schutz der Verpackung vor Feuchtigkeit. Die Farbintensität wird durch einen Lackauftrag
gesteigert, was eine verkaufsfördernde Wirkung erzielt.
[0004] Zu beachten ist jedoch, dass bei der Herstellung des Verpackungsmaterials Klebestellen
nicht mit Lack (Dispersion oder UV) bedeckt sein dürfen, da Standard-Kleber auf den
lackierten Flächen keine ausreichende Haftung aufweisen oder die Klebekraft durch
den Lackauftrag verringert wird. Barcodes und/oder QR-Codes müssen ebenfalls lackfrei
sein, denn durch Lackauftrag (Dispersion oder UV) wird die Lesefähigkeit der Codes
behindert. Auch müssen Bereiche lackfrei belassen werden, auf welchen beispielsweise
in einem späteren Verfahrensschritt eine Kennzeichnung wie das Mindesthaltbarkeitsdatum
auf der Verpackung aufgebracht wird.
[0005] Im heutigen konventionellen Druckverfahren, z.B. Offset- oder Flexodruck, stellt
das Lackieren des Verpackungsmaterials keine Problem dar, da die Druckformen nicht
dynamisch ("fliegend") gewechselt werden. Daher wird im Falle eines Druckjob-Wechsels
auch die entsprechende Lackplatte getauscht, auf der Freiflächen wie Klebestellen
und Barcodestellen bzw. QR-Code-Stellen ausgespart sind.
[0006] Die
US 2005/0252396 A1 betrifft eine Bearbeitungsmaschine zur Herstellung von Faltschachteln, insbesondere
zur Verarbeitung von Wellpappe. Vor der Ausführung des Druckauftrages inspiziert ein
Bediener die für den jeweiligen Druckauftrag notwendigen Bestandteile wie Druckplatten
und Stanzformen. Entsprechen diese einem Soll-Zustand, so erteilt der Bediener der
Steuerungseinheit der Bearbeitungsmaschine eine Freigabe zur Verwendung dieser Bestandteile.
[0007] Die
US 2 641 219 A offenbart eine Vorrichtung zum Aufbringen einer kontrollierten Menge an Klebstoff
auf wiederkehrende Stellen einer Bedruckstoffbahn in einer Zeitungsdruckmaschine.
[0008] Die
DE 297 16 987 U1 offenbart eine Auftragevorrichtung für Klebstoff auf schnelllaufenden Bahnen an Rotationsdruckmaschinen.
Ein oder mehrere Auftrageköpfe sind mittels einer fernsteuerbaren Stelleinrichtung
gegenüber der Bahn höhenverstellbar, um die Dicke eines Klebstoffauftrags kontrolliert
einzustellen. Dazu wird an einem Kontrollort, beispielsweise der Falzauslage, die
Dicke der Auftragespur auf der Bahn beispielsweise mittels einer Mess- oder Sensoreinrichtung
gemessen und über eine Steuerung sowie eine Fernbedienung rückgemeldet.
[0009] Die
WO 2004/108428 A2 lehrt eine Bearbeitungsmaschine zur Herstellung von Bündeln an gedruckten Bogen.
Eine Bahn oder ein Strom von Bogen wird bedruckt und optional mit einer Beschichtung,
beispielsweise auf einer ersten Seite mit einem Klebstoff und auf der zweiten Seite
mit einem Lack, versehen. Im Anschluss an den Druck wird die Bahn in Bogen geschnitten.
Die bedruckten Bogen werden gebündelt. Der Druckprozess und die darauffolgenden Verarbeitungsprozesse
der Druckbilder werden mittels Inspektionseinrichtungen überwacht. Es wird die Druckqualität,
das Druckregister, die Farbdichte und der Passer des Druckbildes relativ zum Stanzbild
überwacht.
[0010] Die
DE 10 2007 061 397 A1 offenbart eine Druckmaschine mit einer Vorrichtung zum Transfer bildgebender Schichten
von einer Transferfolie auf Bogen. Eine Auftrageinrichtung führt eine bildmäßige Beschichtung
mit Kleber durch. Mittels einer nachgeordneten Beschichtungseinrichtung werden die
bildgebenden Schichten von der Transferfolie auf die Bogen übertragen. Dabei wird
die Opazität oder die flächige Ausdehnung der zuvor aufgetragenen Klebstoffschicht
durch ein Inline-Messsystem, welches zwischen der Auftrageinrichtung und der Beschichtungseinrichtung
angeordnet ist, gemessen. Entsprechend der ermittelten Werte wird die Klebstoffschichtdicke
bestimmt und daraus Stellgrößen für den Klebstoffauftrag generiert. Es wird der Klebstoffauftrag
geregelt.
[0011] Die
DE 10 2007 060 028 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Transfer von bildgebenden Schichten von einer Trägerfolie
auf Druckbogen nach dem Kaltfolientransferverfahren. In einem ersten Auftragwerk wird
ein Druckbogen mit einem bildgebenden Klebstoffmuster versehen. Anschließend wird
der Druckbogen gemeinsam mit einer Transferfolie unter Pressung durch einen Transferspalt
geführt. Eine nach dem Transferspalt angeordnete Inspektionseinrichtung beobachtet
die Beschichtungsqualität. Mittels einer Verklebung wird eine aktive Folienrolle mit
einer neu in Gebrauch zu nehmenden Folienrolle verbunden. Eine Einrichtung zur Erkennung
dieser Klebestelle in der Folienbahn ist zwischen der Folienabrollung und der Zuführung
der Transferfolie zum Transferspalt angeordnet. Nutzen des Bogens, welche die Folienklebestelle
aufweisen, werden in einer Weiterverarbeitungsstation zur Ausschleusung als fehlerhaft
erkannt.
[0012] Die
EP 2 589 494 A1 lehrt eine Maschine zur Schachtelherstellung. Mittels einer Inspektionseinrichtung
wird nach jedem Bearbeitungsprozess ein Bild eines bearbeiteten Bogens erzeugt und
mit einem hinterlegten Muster verglichen. Es wird die Druckposition, fehlende Farben
und die Position eines Kleberauftrags inspiziert. Die Inspektionseinrichtung weist
eine als Kamera ausgebildete Bilderfassungseinrichtung und eine Auswerteeinrichtung
auf. Die Auswerteeinrichtung bestimmt anhand des Vergleichs des durch die Kamera erhaltenen
Bildes der bedruckten Fläche des Bogens mit dem Muster, dass der Druck eine mit dem
Muster übereinstimmende Druckposition oder ein Fehlen von Farbe aufweist. Ein positives
Signal wird erzeugt, wenn ein Druckbild an der ihm zugewiesenen Position vorhanden
ist; wohingegen ein negatives Signal erzeugt wird, wenn das Druckbild an der ihm zugewiesenen
Position nicht vorhanden ist. Eine weitere Inspektionseinrichtung erfasst die Position
eines zuvor aufgetragenen Klebers und vergleicht die Position mit einem Muster.
[0013] Die
US 2018/0215119 A1 offenbart eine Druckmaschine zum Bedrucken von Wellpappe mit mindestens einer als
Inkjet-Druckkopf ausgebildeten Druckeinrichtung. Um ein Berühren der Druckkopfoberfläche
mit der Bedruckstoff zu vermeiden, sind Regulierungsmittel, insbesondere Presswalzen,
vorgesehen, welche den Bedruckstoff in ausgewählten Spalten herunterdrücken. Die Spalten
werden basierend auf der Auftragsinformation ausgewählt, wobei jene Spalten, wie eine
spätere Klebestelle, in welcher die Druckqualität durch das Regulierungsmittel weniger
beeinflusst wird, priorisiert ausgewählt werden.
[0014] Die
US 5,640,835 A offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Schachteln und Umschlägen.
Es sind Temperatur-Sensoren, Feuchtigkeits-Sensoren und Positions-Sensoren vorgesehen.
[0015] Die
JPH07257645A offenbart ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackung, welche eine Tasche in einer
Schachtel aufweist. Ein Verfahrensschritt ist dabei das punktuelle Aufbringen von
Klebstoff zur Verbindung der Bestandteile.
[0016] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Verfahren zur Kontrolle mindestens einer
Klebestelle mittels eines Kontrollsystems und Kontrollsysteme zur Kontrolle mindestens
einer Klebestelle zu schaffen.
[0017] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1, des Anspruches
2, des Anspruches 11 und des Anspruches 12 gelöst. Die abhängigen Ansprüche zeigen
vorteilhafte Weiterbildungen und/oder Ausführungen der gefundenen Lösung.
[0018] Es wird mindestens eine Klebestelle mittels eines Kontrollsystems in einem, vorzugsweise
ersten, Verfahren kontrolliert. Die mindestens eine Klebestelle wird durch eine Kontrolle
zumindest eines Zylinderaufzugs kontrolliert. Das Kontrollsystem weist mindestens
eine Kontrolleinrichtung auf. Die mindestens eine Kontrolleinrichtung weist mindestens
eine Bilderfassungseinrichtung auf. Die mindestens eine Kontrolleinrichtung kontrolliert
mindestens eine Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs. Die mindestens eine
Freifläche ist ein Bereich des Zylinderaufzugs, welcher der mindestens einen Klebestelle
mindestens eines Bogens entspricht. Die mindestens eine Kontrolleinrichtung erfasst
einen Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
vor dessen Aufspannen auf mindestens einen Formzylinder mindestens eines Auftragaggregates
einer Bearbeitungsmaschine. Der Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche wird mit
einem Soll-Zustand der mindestens einen Freifläche verglichen. In Abhängigkeit des
Vergleichs wird mindestens ein Signal erzeugt.
[0019] Es wird mindestens eine Klebestelle mittels eines Kontrollsystems in einem, vorzugsweise
zweiten, Verfahren kontrolliert. Mindestens ein Bogen weist mindestens zwei Nutzen
auf. Jeder Nutzen der mindestens zwei Nutzen des mindestens einen Bogens weist mindestens
einen als Klebestelle vorgesehenen Bereich auf. Das Kontrollsystem weist mindestens
eine Kontrolleinrichtung auf. Die mindestens eine Kontrolleinrichtung weist mindestens
eine Bilderfassungseinrichtung auf. Die mindestens eine Kontrolleinrichtung kontrolliert
die mindestens eine Klebestelle. Es wird kontrolliert, dass die mindestens eine Klebestelle
zumindest teilweise frei von aufgetragenem Lack ist. Die mindestens eine Kontrolleinrichtung
erfasst einen Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle. Der Ist-Zustand der mindestens
einen Klebestelle wird mit einem Soll-Zustand der mindestens einen Klebestelle verglichen.
In Abhängigkeit des Vergleichs wird mindestens ein Signal erzeugt.
[0020] Ein Kontrollsystem ist zur Kontrolle mindestens einer Klebestelle ausgebildet. Es
wird ein Kontrollsystem zur Durchführung des Verfahrens vorgeschlagen. Das Kontrollsystem
weist mindestens eine Kontrolleinrichtung auf. Die mindestens eine Kontrolleinrichtung
weist mindestens eine Bilderfassungseinrichtung auf. Zumindest ein Zylinderaufzug
weist mindestens zwei Nutzen auf. Jeder Nutzen der mindestens zwei Nutzen des zumindest
einen Zylinderaufzugs weist mindestens einen Druckbereich und/oder mindestens eine
Freifläche auf. Die mindestens eine Freifläche ist ein Bereich des Zylinderaufzugs,
welcher der mindestens einen Klebestelle mindestens eines Bogens entspricht. Die mindestens
eine Kontrolleinrichtung ist einen Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des
zumindest einen Zylinderaufzugs erfassend ausgebildet. Das Kontrollsystem ist den
Ist-Zustand mit einem Soll-Zustand vergleichend ausgebildet. Das Kontrollsystem ist
mindestens ein Signal erzeugend ausgebildet.
[0021] In einer weiteren Ausführung des Kontrollsystems weist dieses mindestens eine Kontrolleinrichtung
auf. Die mindestens eine Kontrolleinrichtung weist mindestens eine Bilderfassungseinrichtung
auf. Mindestens ein Bogen, bevorzugt jeder Bogen der Bogen, weist mindestens zwei
Nutzen auf. Jeder Nutzen der mindestens zwei Nutzen des mindestens einen Bogens weist
mindestens einen als Klebestelle vorgesehenen Bereich auf. Die mindestens eine Kontrolleinrichtung
ist die mindestens eine Klebestelle kontrollierend ausgebildet. Die mindestens eine
Klebestelle ist zumindest teilweise frei von aufgetragenem Lack. Die mindestens eine
Kontrolleinrichtung ist einen Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle erfassend
ausgebildet. Das Kontrollsystem ist den Ist-Zustand mit einem Soll-Zustand vergleichend
ausgebildet. Das Kontrollsystem ist in Abhängigkeit des Vergleichs mindestens ein
Signal erzeugend ausgebildet.
[0022] Das Kontrollsystem ist vorzugsweise mit einer Bearbeitungsmaschine zur Herstellung
von Faltschachteln aus mindestens einem Bogen mit mindestens zwei Nutzen zusammenwirkend
ausgebildet. Bevorzugt alternativ weist das Kontrollsystem die Bearbeitungsmaschine
auf.
[0023] Auf vorteilhafte Weise erfolgt eine Kontrolle des mindestens einen als Klebestelle
vorgesehenen Bereiches des mindestens einen Bogens. Dabei wird insbesondere überprüft,
dass ein beispielsweise nachträglich aufgetragener Kleber auf diesem Bereich ausreichende
Haftung erfährt und/oder somit ein beispielsweise späteres Kleben dieses Bereichs
zusammen mit zumindest einem weiteren Bereich erfolgreich durchgeführt werden kann.
[0024] Vorzugsweise wird der mindestens eine Bogen, bevorzugt der mindestens eine Nutzen
der mindestens zwei Nutzen, weiter bevorzugt jeder Nutzen, zumindest teilweise lackiert.
Vorzugsweise soll im Bereich der mindestens einen Klebestelle der Auftrag von Lack
vermieden werden. Vorteilhafterweise wird die mindestens eine Klebestelle hinsichtlich
eines zumindest teilweisen Lackauftrags im Bereich der mindestens einen Klebestelle
kontrolliert. Bevorzugt wird kontrolliert, dass auf der mindestens einen Klebestelle
zumindest teilweise Lack vorhanden ist und/oder dass die mindestens eine Klebestelle
zumindest teilweise lackfrei, also frei von aufgetragenem Lack, ausgebildet ist. Dadurch
wird auf vorteilhafte Weise sichergestellt, dass die mindestens eine Klebestelle zumindest
nicht vollflächig mit Lack bedeckt ist und/oder dass auf die mindestens eine Klebestelle
aufgetragener Kleber eine für eine Klebung ausreichende Haftung erfährt. Bevorzugt
vor dem Auftrag von Lack, wird vorteilhafterweise der mindestens eine Bogen, bevorzugt
der mindestens eine Nutzen der mindestens zwei Nutzen, weiter bevorzugt jeder Nutzen,
zumindest teilweise bedruckt, vorzugsweise mit mindestens einer Tinte und/oder mindestens
einer Druckfarbe und/oder mindestens einem Grundierungsmittel. Vorteilhafterweise
weist der mindestens eine Nutzen zumindest ein Druckbild auf.
[0025] Vorteilhafterweise ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung als Inspektionssystem
und/oder als Inspektionseinrichtung, beispielsweise als Kamera, ausgebildet. Vorteilhafterweise
weist die mindestens eine Kontrolleinrichtung mindestens eine Bilderfassungseinrichtung,
vorzugsweise mindestens eine als Kamera und/oder Flächenkamera und/oder Zeilenkamera
und/oder CMOS-Sensor und/oder CCD-Sensor und/oder Scanner ausgebildete Bilderfassungseinrichtung,
und/oder mindestens ein Auswertemittel, vorzugsweise mindestens ein als Rechner und/oder
Recheneinheit und/oder eine mindestens eine Software ausführende Einheit und/oder
Bildverarbeitungsrechner und/oder Datenauswerterechner ausgebildetes Auswertemittel,
auf. Vorteilhafterweise ist das mindestens eine Auswertemittel datentechnisch mit
der mindestens einen Bilderfassungseinrichtung verbunden. Vorteilhafterweise ist die
mindestens eine Kontrolleinrichtung eine automatisierte, vorzugsweise selbsttätige,
Kontrolle der mindestens einen Klebestelle durchführend ausgebildet. Vorteilhafterweise
wird die Dauer der Kontrolle durch die mindestens eine Kontrolleinrichtung verringert,
insbesondere gegenüber einer Kontrolle mittels eines Bedieners. Vorteilhafterweise
wird die Produktivität der Bearbeitungsmaschine gesteigert.
[0026] Vorteilhafterweise wird mittels des Kontrollsystems ein Ist-Zustand erfasst. Vorzugsweise
wird der erfasste Ist-Zustand mit einem Soll-Zustand verglichen. Vorzugsweise wird
in Abhängigkeit des Vergleichs mindestens ein Signal erzeugt. Vorteilhafterweise erfolgen
diese Verfahrensschritte unabhängig von dem erfassten Gut und/oder von der Positionierung
der Kontrolleinrichtung, insbesondere zur Kontrolle der mindestens einen Klebestelle.
[0027] In einer vorteilhaften Ausführung kontrolliert die mindestens eine Kontrolleinrichtung
die mindestens eine Klebestelle auf dem mindestens einen Bogen. Auf vorteilhafte Weise
ist dadurch eine direkte Kontrolle des durch ein Lackieraggregat bearbeiteten Bogens
möglich. Beispielsweise ist zudem die Anzahl an notwendigen Inspektionseinrichtungen
in der Bearbeitungsmaschine minimierbar und/oder minimiert. Durch die einfache und
schnelle Kontrolle wird vorteilhafterweise die Produktivität der Bearbeitungsmaschine
erhöht.
[0028] Vorteilhafterweise ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung in eine in der Bearbeitungsmaschine
bestehende Inspektionseinrichtung integriert. Vorteilhafterweise kann eine in der
Bearbeitungsmaschine angeordnete Inspektionseinrichtung das vorgeschlagene Verfahren
durchführen und/oder führt das Verfahren zur Kontrolle durch, beispielsweise ergänzend
zu weiteren Kontrollen wie beispielsweise die Kontrolle des mindestens einen Druckbildes
und/oder des mindestens einen Stanzeindrucks und/oder der Form oder Kontur des mindestens
einen Nutzens und/oder der mindestens einen Bogenöffnung. Auf vorteilhafte Weise ist
dadurch eine Kostenreduzierung möglich, da die Anzahl der in der Bearbeitungsmaschine
benötigten Inspektionseinrichtungen weiter minimierbar ist.
[0029] In einer vorteilhaften Ausführung wird die mindestens eine Klebestelle durch eine
Kontrolle des zumindest einen Zylinderaufzugs kontrolliert. Vorteilhafterweise kontrolliert
das Kontrollsystem, bevorzugt die mindestens eine Kontrolleinrichtung, den mindestens
einen als Klebestelle vorgesehenen Bereich des mindestens einen Bogens durch eine
Kontrolle mindestens einer Freifläche zumindest eines Zylinderaufzugs. Durch die Kontrolle
der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs des mindestens
einen Formzylinders werden auf vorteilhafte Weise Fehler in der Druckproduktion, beispielsweise
durch an falscher Position oder mit falscher Größe aufgetragenen Lackierungen, vermieden
und zusätzlich die Produktivität der Bearbeitungsmaschine erhöht. Vorteilhafterweise
erfolgt die Kontrolle vor dem Aufspannen des Zylinderaufzugs auf den Formzylinder,
wodurch ein Zeitersparnis und Ersparnis an Produktionskosten erzielt wird. Insbesondere
durch eine Kontrolle während des Herstellungsprozesses des zumindest einen Zylinderaufzuges
und/oder an der Herstellungsstation des zumindest einen Zylinderaufzuges und/oder
nach der Herstellung des zumindest einen Zylinderaufzuges an der Herstellungsstation,
ist dessen Funktionsfähigkeit bei dessen Einsatz in der Bearbeitungsmaschine gesichert.
Fehler in der Herstellung des zumindest einen Zylinderaufzugs, beispielsweise falsche
Anordnung, Form und/oder Größe der mindestens einen Freifläche oder des Druckbereichs,
werden vorteilhafterweise frühzeitig erkannt, wodurch dadurch erzeugte Makulaturbogen
vorteilhafterweise reduziert werden. Das Einstellen der Bearbeitungsmaschine, insbesondere
ein Ausrichten und aufwendiges Anpassen der Zylinder zur Einstellung des Registers,
vor dem eigentlichen Bearbeitungsauftrag kann reduziert werden.
[0030] Zudem wird der Bediener der Bearbeitungsmaschine durch die Erfassung durch die Kontrolleinrichtung
entlastet, insbesondere durch eine Reduzierung seiner Verantwortung. Vorteilhafterweise
entfällt eine Sichtprüfung des zumindest einen Zylinderaufzugs und/oder der mindestens
einen Klebestelle auf dem mindestens einen Bogen durch einen Bediener.
[0031] Der aufgetragene Klebstoff ist vorzugsweise Dispersionsklebstoff und/oder Schmelzklebstoff.
Auf vorteilhafte Weise wird auf den Einsatz von Spezialklebstoffen verzichtet. Weiterhin
können auf vorteilhafte Weise durch den Verzicht auf Spezialklebstoffen, welche beispielsweise
selbst auf bereits lackierten Flächen eine ausreichende Haftung und Klebewirkung aufweisen,
Kosten reduziert werden.
[0032] In einer vorteilhaften Ausführung ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung den
Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs vor
dessen Aufspannen, also insbesondere vor dem Beginn eines Bearbeitungsprozesses in
der Bearbeitungsmaschine, auf mindestens einen Formzylinder mindestens eines Auftragaggregates
der Bearbeitungsmaschine erfassend ausgebildet. Vorteilhafterweise entfällt dadurch
eine Kontrolle während eines Bearbeitungsprozesses und/oder während der Einstellung
der Bearbeitungsmaschine für einen Bearbeitungsprozess, beispielsweise durch die Bearbeitung
von Musterbogen oder Beispielbogen.
[0033] In einer vorteilhaften Ausführung ist das Kontrollsystem, vorzugsweise die mindestens
eine Kontrolleinrichtung und/oder ein Auswertemittel und/oder ein mit der mindestens
einen Kontrolleinrichtung datenseitig verbundenes Auswertemittel und/oder eine Recheneinheit
der Bearbeitungsmaschine, die Freigabe oder Ablehnung über die Verwendung des zumindest
einen Zylinderaufzugs in der Bearbeitungsmaschine erteilend ausgebildet. Auf vorteilhafte
Weise wird dadurch der Bediener entlastet. Vorteilhafterweise erfolgt eine automatisierte
Erteilung der Freigabe oder Ablehnung.
[0034] In einer vorteilhaften Ausführung ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung den
Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs außerhalb
eines Aggregates der Bearbeitungsmaschine, beispielsweise online, erfassend ausgebildet.
Auf vorteilhafte Weise entfällt dadurch beispielsweise eine Kontrolle an der Bearbeitungsmaschine
oder wird verkürzt oder wird erleichtert.
[0035] Die Bearbeitungsmaschine zur Bearbeitung von Bogen umfasst in einer vorteilhaften
Ausführung das zumindest eine Auftragaggregat und/oder zumindest einen dem jeweiligen
Auftragaggregat zugeordneten Bogensensor. Das zumindest eine Auftragaggregat weist
vorteilhafter Weise jeweils zumindest ein Druckwerk mit einem Formzylinder und/oder
einem dem Formzylinder zugeordneten Einzelantrieb auf.
[0036] Der zumindest eine Bogensensor ist in einer vorteilhaften Ausführung der Bearbeitungsmaschine
entlang eines Transportweges von Bogen vor dem zugeordneten Auftragaggregat angeordnet.
In vorteilhafter Weise ist der zumindest eine Bogensensor den Ankunftszeitpunkt von
Bogen an der Position des Bogensensors erfassend ausgebildet. In einer vorteilhaften
Ausführung ist der zumindest eine Bogensensor die Lage und/oder Drehzahl des jeweiligen
Formzylinders regelnd und/oder steuernd ausgebildet. Durch die Erfassung des Bogens
mittels des Bogensensors ist eine Abweichung des tatsächlichen Ankunftszeitpunkts
des Bogens an der Position des Bogensensors von einer Referenz ermittelbar. Aus der
Regelung und/oder Steuerung des Formzylinders aufgrund der von dem Bogensensor ermittelten
Abweichung resultiert vorteilhafterweise ein Bogen, dessen Druckbild und/oder dessen
Bearbeitung mit einem Soll-Zustand des Bogens übereinstimmt.
[0037] Ist jedem Auftragaggregat jeweils ein Bogensensor zugeordnet, so ist auf vorteilhafte
Weise die Lage und/oder die Drehzahl des jeweiligen Formzylinders jedes Auftragaggregates
unabhängig von weiteren Zylindern und/oder Walzen insbesondere anderer Auftragaggregate
regelbar und/oder steuerbar.
[0038] In einer bevorzugten Ausführung weist die Bearbeitungsmaschine zumindest eine Inspektionseinrichtung
auf. Die zumindest eine Inspektionseinrichtung ist vorteilhafterweise zumindest einen
Passer eines Druckbildes und zusätzlich oder alternativ zumindest ein bildgebendes
Element von Bogen und zusätzlich oder alternativ zumindest ein Maß für eine Drucklänge
des zumindest einen Druckbildes des jeweiligen Bogens und zusätzlich oder alternativ
zumindest einen Fehler zumindest einer Verarbeitung des jeweiligen Bogens und zusätzlich
oder alternativ zumindest einen Fehler des zumindest einen Druckbildes des jeweiligen
Bogens erfassend ausgebildet. Die Inspektionseinrichtung ermöglicht ein zumindest
teilweises Erfassen der Bogen und zusätzlich oder alternativ eine Überprüfung der
Qualität der Bearbeitung durch das zumindest eine Auftragaggregat und/oder die Formgebungseinrichtung.
Die Qualität der Bogen im Hinblick auf einen Passer eines Druckbildes und/oder Spritzer
von Druckfluid und/oder Fehlstellen im Druckbild und/oder die Oberflächenbeschaffenheit
der Bogen ist erfassbar und auswertbar.
[0039] In einer vorteilhaften Ausführung ist entlang eines Transportweges von Bogen nach
dem Formzylinder des zumindest einen Druckwerks die zumindest eine Inspektionseinrichtung
angeordnet. Somit ist ein jeweiliges Druckbildelement des Druckwerks erfassbar. Durch
eine Anordnung nach allen Formzylindern der Bearbeitungsmaschine sind die jeweiligen
Druckbildelemente aller Auftragaggregate erfassbar.
[0040] In einer vorteilhaften Ausführung weist die Bearbeitungsmaschine eine Substratzufuhreinrichtung
mit zumindest einem Bogensensor auf. Der zumindest eine Bogensensor ist derart angeordnet,
dass sein Erfassungsbereich eine Schnittmenge mit einem Kontrollabschnitt des für
den Transport von Bogen vorgesehenen Transportwegs aufweist und dass der Kontrollabschnitt
an einer Anfangsstelle beginnt, die entlang des für den Transport von Bogen vorgesehenen
Transportwegs nach einem Speicherbereich liegt und/oder dass der Kontrollabschnitt
an einer Endstelle endet, die entlang des für den Transport von Bogen vorgesehenen
Transportwegs vor dem zumindest einen Auftragaggregat liegt. Dies ermöglicht eine
Erfassung des Ankunftszeitpunkts von Bogen, bevor diese ein erstes Aggregat zur Bearbeitung
erreichen. Zusätzlich ist in dieser vorteilhaften Ausführung die Geschwindigkeit von
Bogen in der Bearbeitungsmaschine veränderbar.
[0041] Vorteilhafter Weise weist die Bearbeitungsmaschine die Substratzufuhreinrichtung
mit zumindest zwei Bogensensoren auf, welche orthogonal zu dem Transportweg von Bogen
hintereinander angeordnet sind. Die zumindest zwei Bogensensoren sind vorteilhafterweise
eine Schräglage von Bogen erfassend ausgebildet. Durch die Erfassung der Schräglage
wird beispielsweise eine Ausrichtung des betreffenden Bogens eingeleitet. Alternativ
oder zusätzlich wird beispielsweise bei einer nicht korrigierbaren Schräglage von
Bogen der betreffende Bogen auf einen alternativen Transportweg ausgeleitet, sodass
eine Trennung von Bogen, welche dem Soll-Zustand entsprechen, von Makulaturbogen erfolgt.
[0042] Der Formzylinder ist in einer vorteilhaften Ausführung jeweils mechanisch unabhängig
von jeweiligen weiteren Zylindern und/oder Walzen der Bearbeitungsmaschine angetrieben,
wodurch eine Regelung und/oder Steuerung mechanisch unabhängig von weiteren Bestandteilen
der Bearbeitungsmaschine möglich ist.
[0043] In einer vorteilhaften Ausführung weist die Bearbeitungsmaschine eine Formgebungseinrichtung
mit einem Formzylinder mit einem Einzelantrieb auf. Der Formzylinder ist vorteilhafterweise
jeweils mechanisch unabhängig von jedem weiteren Zylinder und/oder Walze angetrieben.
Die Formgebungseinrichtung weist weiterhing eine dem Formzylinder zugeordnete Bearbeitungsstelle
auf. Entlang des Transportwegs von Bogen ist vor der Bearbeitungsstelle der Formgebungseinrichtung
in der vorteilhaften Ausführung zumindest ein weiterer Bogensensor angeordnet, welcher
die Lage und/oder Drehzahl des Formzylinders der Formgebungseinrichtung regelnd und/oder
steuernd ausgebildet ist. Somit ist der Ankunftszeitpunkt des Bogens an der Bearbeitungsstelle
mit dem Beginn der Bearbeitung abstimmbar.
[0044] Vorteilhafterweise weist die Bearbeitungsmaschine die Formgebungseinrichtung mit
dem Formzylinder auf. Entlang des Transportwegs von Bogen ist vorteilhafterweise nach
dem Formzylinder der Formgebungseinrichtung die zumindest eine Inspektionseinrichtung
angeordnet oder ist zusätzlich zu einer ersten Inspektionseinrichtung zumindest eine
weitere Inspektionseinrichtung angeordnet. Somit ist ebenfalls eine Erfassung und/oder
Überprüfung des bearbeiteten Bogens möglich.
[0045] In einer vorteilhaften Ausführung ist das durch die zumindest eine Inspektionseinrichtung
erfasstes Maß der Drucklänge durch eine Änderung der Umfangsgeschwindigkeit und/oder
Drehzahl des Formzylinders relativ zu der Umfangsgeschwindigkeit und/oder Drehzahl
eines dem jeweiligen Formzylinder zugeordneten Gegendruckzylinders veränderbar ausgebildet.
Durch die Veränderung der Umfangsgeschwindigkeit und/oder Drehzahl des Formzylinders
relativ zu der Umfangsgeschwindigkeit und/oder der Drehzahl des Gegendruckzylinders
wird das Druckbild auf dem jeweiligen Bogen gestreckt oder gestaucht, wodurch eine
Veränderung der Länge des Bogens relativ zu dem Druckbild erzielt wird.
[0046] In einer vorteilhaften Ausführung der Bearbeitungsmaschine ist in einem druckenden
Betriebszustand der Passer in Umfangsrichtung des Formzylinders jeweils durch ein
Signal des dem Auftragaggregat zugeordneten Bogensensors zur Regelung und/oder Steuerung
des Formzylinders einstellbar ausgebildet. Bevorzugt ist der Passer in Umfangsrichtung
individuell und/oder für jeden einzelnen Bogen, welcher das Auftragaggregat durchläuft,
einstellbar und/oder veränderbar.
[0047] In einem Verfahren zur Bearbeitung von Bogen weist die Bearbeitungsmaschine vorzugsweise
das zumindest eine Auftragaggregat und/oder den zumindest einen dem jeweiligen Auftragaggregat
zugeordneten Bogensensor auf. Vorteilhafterweise weist das zumindest eine Auftragaggregat
jeweils das zumindest eine Druckwerk mit dem Formzylinder und/oder mit einem dem Formzylinder
zugeordneten Einzelantrieb auf. Vorteilhafterweise ist der zumindest eine Bogensensor
entlang des Transportweges von Bogen vor dem zugeordneten Auftragaggregat angeordnet.
Der zumindest eine Bogensensor erfasst vorteilhafterweise den Ankunftszeitpunkt von
Bogen an der Position des Bogensensors. Der Bogensensor gibt in einer vorteilhaften
Ausführung der Bearbeitungsmaschine ein Signal zur Regelung und/oder Steuerung für
ein Abstimmen des Ankunftszeitpunkts von Bogen an der Bearbeitungsstelle des Druckwerks
mit dem Ankunftszeitpunkt einer in Umfangsrichtung des Formzylinders vorderen Kante
der Druckform des Formzylinders ab. Vorteilhafterweise regelt und/oder steuert der
zumindest eine Bogensensor die Lage und/oder Drehzahl des jeweiligen Formzylinders.
[0048] In einer vorteilhaften Ausführung des Verfahrens umfasst die Bearbeitungsmaschine
die zumindest eine Inspektionseinrichtung, welche zumindest einen Passer eines Druckbildes
und zusätzlich oder alternativ zumindest ein bildgebendes Element von Bogen und zusätzlich
oder alternativ zumindest ein Maß für eine Drucklänge des zumindest einen Druckbildes
des jeweiligen Bogens und zusätzlich oder alternativ zumindest einen Fehler zumindest
einer Verarbeitung des jeweiligen Bogens und zusätzlich oder alternativ zumindest
einen Fehler des zumindest einen Druckbildes des jeweiligen Bogens erfasst. Zusätzlich
oder alternativ wird vorteilhafterweise das durch die zumindest eine Inspektionseinrichtung
erfasste Maß der Drucklänge durch eine Änderung der Umfangsgeschwindigkeit und/oder
Drehzahl des Formzylinders relativ zu der Umfangsgeschwindigkeit und/oder Drehzahl
eines dem jeweiligen Formzylinder zugeordneten Gegendruckzylinders verändert.
[0049] In einer vorteilhaften Ausführung des Verfahrens weist die Bearbeitungsmaschine eine
Substratzufuhreinrichtung mit zumindest einem Bogensensor auf, wobei der zumindest
eine Bogensensor derart angeordnet ist, dass sein Erfassungsbereich eine Schnittmenge
mit einem Kontrollabschnitt eines für den Transport von Bogen vorgesehenen Transportwegs
aufweist und dass der Kontrollabschnitt an einer Anfangsstelle beginnt, die entlang
des für den Transport von Bogen vorgesehenen Transportwegs nach einem Speicherbereich
liegt und/oder dass der Kontrollabschnitt an einer Endstelle endet, die entlang des
für den Transport von Bogen vorgesehenen Transportwegs vor dem zumindest einen Auftragaggregat
liegt.
[0050] In einer vorteilhaften Ausführung des Verfahrens weist die Bearbeitungsmaschine eine
Formgebungseinrichtung mit einem Formzylinder mit einem Einzelantrieb und einer dem
Formzylinder zugeordneten Bearbeitungsstelle auf. Vorteilhafterweise ist entlang eines
Transportwegs von Bogen vor der Bearbeitungsstelle der Formgebungseinrichtung zumindest
ein weiterer Bogensensor angeordnet, welcher die Lage und/oder Drehzahl des Formzylinders
der Formgebungseinrichtung regelt und/oder steuert.
[0051] Vorteilhafterweise wird eine Drucklänge durch eine Änderung der Umfangsgeschwindigkeit
und/oder Drehzahl des Formzylinders relativ zu der Umfangsgeschwindigkeit und/oder
Drehzahl eines dem Formzylinder zugeordneten Gegendruckzylinders verändert.
[0052] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im Folgenden näher beschrieben.
[0053] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Bogenbearbeitungsmaschine;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer Substratzufuhreinrichtung mit zumindest einem
Bogensensor;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Auftragaggregates mit zumindest einem Bogensensor;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung von zwei in einer Transportrichtung nach einem letzten
Auftragaggregat angeordneten Inspektionseinrichtungen;
- Fig. 5
- einen Bogen mit jeweils einer in ihrer Referenzposition angeordneten ersten und zweiten
Registermarke für beispielsweise vier Auftragwerke;
- Fig. 6
- einen Bogen mit jeweils einer ersten und einer zweiten Registermarke, welche von der
Referenzposition abweichen, für beispielsweise vier Auftragwerke;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung einer Formgebungseinrichtung und einer Bogenauslage;
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung einer Formgebungseinrichtung und einer Bogenauslage
mit mindestens einer Inspektionseinrichtung in Transportrichtung nach der Formgebungseinrichtung;
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung der mindestens einen Inspektionseinrichtung in Transportrichtung
nach der Formgebungseinrichtung;
- Fig. 10
- eine beispielhafte Darstellung eines Bogens mit Nutzen;
- Fig. 11
- ein beispielhaftes Auftragaggregat mit einem Aufzugsspeicher für Zylinderaufzüge und
einer Kontrolleinrichtung;
- Fig. 12
- ein weiteres beispielhaftes Auftragaggregat mit einer auf den Formzylinder gerichteten
Kontrolleinrichtung, wobei der Formzylinder zumindest einen Zylinderaufzug aufweist;
- Fig. 13
- Schema zur Kontrolle eines Zylinderaufzugs.
[0054] Eine Bearbeitungsmaschine 01 ist bevorzugt als Druckmaschine 01 und/oder als Formgebungsmaschine
01, insbesondere Stanzmaschine 01 ausgebildet. Die Druckmaschine 01 ist bevorzugt
als Flexo-Druckmaschine 01 ausgebildet. Beispielsweise alternativ ist die Bearbeitungsmaschine
01 als Offset-Druckmaschine mit zumindest einem Offset-Druckwerk ausgebildet.
[0055] Bevorzugt wird die Bearbeitungsmaschine 01 als Druckmaschine 01 bezeichnet, wenn
sie zumindest ein bevorzugt als Druckwerk 614 oder Lackwerk 614 ausgebildetes Auftragwerk
614 und/oder zumindest ein als Aggregat 600 ausgebildetes Druckaggregat 600 oder Lackieraggregat
600 aufweist, insbesondere unabhängig davon, ob sie weitere Aggregate zur Bearbeitung
von Substrat 02 aufweist. Vorzugsweise weist das zumindest eine Druckaggregat 600
dabei das zumindest eine Auftragwerk 614 auf. Beispielsweise weist eine als Druckmaschine
01 ausgebildete Bearbeitungsmaschine 01 zusätzlich zumindest ein weiteres solches
Aggregat 900 auf, beispielsweise zumindest ein Formgebungsaggregat 900, das bevorzugt
als Stanzaggregat 900, weiter bevorzugt als Stanzeinrichtung 900, ausgebildet ist.
Bevorzugt wird die Bearbeitungsmaschine 01 als Formgebungsmaschine 01 bezeichnet,
wenn sie zumindest ein Formgebungswerk 914 und/oder zumindest ein Formgebungsaggregat
900 aufweist, insbesondere unabhängig davon, ob sie weitere Aggregate 600 zur Bearbeitung
von Substrat 02 aufweist. Bevorzugt wird die Bearbeitungsmaschine 01 als Stanzmaschine
01 bezeichnet, wenn sie zumindest ein als Formgebungswerk 914 ausgebildetes Stanzwerk
914 und/oder zumindest ein Stanzaggregat 900 und/oder zumindest eine Stanzeinrichtung
900 aufweist, insbesondere unabhängig davon, ob sie weitere Aggregate 600 zur Bearbeitung
von Substrat 02 aufweist. Beispielsweise weist eine als Formgebungsmaschine 01 oder
Stanzmaschine 01 ausgebildete Bearbeitungsmaschine 01 zusätzlich zumindest ein weiteres
Aggregat 600 zur Bearbeitung von Substrat 02 auf, beispielsweise zumindest ein Druckaggregat
600 und/oder zumindest ein Lackieraggregat 600 und/oder zumindest ein Druckwerk 614
und/oder zumindest ein Lackwerk 614.
[0056] In einer bevorzugten Ausführung umfasst die Bearbeitungsmaschine 01, insbesondere
eine Bogenbearbeitungsmaschine 01, vorzugsweise ein als Bogenanleger 100 ausgebildetes
Aggregat 100 und/oder zumindest ein dem Bogenanleger 100 nachgeordnetes Auftragwerk
614 zum Auftragen zumindest eines Druckbildes auf Substrat 02. Sofern die Bearbeitungsmaschine
01 zumindest ein Druckwerk 614 und/oder zumindest ein Druckaggregat 600 einerseits
und zumindest ein Formgebungswerk 914 und/oder zumindest ein Formgebungsaggregat 900
andererseits aufweist, ist sie demnach sowohl als Druckmaschine 01 als auch als Formgebungsmaschine
01 ausgebildet. Sofern die Bearbeitungsmaschine 01 zumindest ein Druckwerk 614 und/oder
zumindest ein Druckaggregat 600 einerseits und zumindest ein Stanzwerk 914 und/oder
zumindest Stanzaggregat 900 und/oder zumindest eine Stanzeinrichtung 900 andererseits
aufweist, ist sie demnach sowohl als Druckmaschine 01 als auch als Formgebungsmaschine
01, insbesondere Stanzmaschine 01 ausgebildet.
[0057] Bevorzugt ist die Bearbeitungsmaschine 01 als Bogenbearbeitungsmaschine 01 ausgebildet,
also als Bearbeitungsmaschine 01 für eine Bearbeitung von bogenförmigem Substrat 02
oder Bogen 02, insbesondere bogenförmigem Bedruckstoff 02. Vorzugsweise ist die Bearbeitungsmaschine
01 mindestens einen, weiter bevorzugt mindestens zwei, weiter bevorzugt mindestens
zwanzig, weiter bevorzugt eine Vielzahl an Bogen 02 bearbeitend ausgebildet. Vorzugsweise
ist die Bearbeitungsmaschine 01 jeweils einen einzelnen Bogen 02 in jeweils einem
Aggregat 100; 300; 600; 700; 900; 1000 bearbeitend ausgebildet, das heißt, die Bogen
02 werden einzeln und nacheinander bearbeitet. Beispielsweise ist die Bogenbearbeitungsmaschine
01 als Bogendruckmaschine 01 und/oder als Bogenformgebungsmaschine 01 und/oder als
Bogenstanzmaschine 01 ausgebildet. Die Bearbeitungsmaschine 01 ist weiter bevorzugt
als Wellpappbogenbearbeitungsmaschine 01 ausgebildet, also als Bearbeitungsmaschine
01 für eine Bearbeitung von bogenförmigem Substrat 02 oder Bogen 02 aus Wellpappe
02, insbesondere bogenförmigem Bedruckstoff 02 aus Wellpappe 02. Weiter bevorzugt
ist die Bearbeitungsmaschine 01 als Bogendruckmaschine 01 ausgebildet, insbesondere
als Wellpappbogendruckmaschine 01, also als Druckmaschine 01 für ein Beschichten und/oder
Bedrucken von bogenförmigem Substrat 02 oder Bogen 02 aus Wellpappe 02, insbesondere
bogenförmigem Bedruckstoff 02 aus Wellpappe 02. Beispielsweise ist die Druckmaschine
01 als eine nach einem druckformgebundenen Druckverfahren arbeitende Druckmaschine
01 ausgebildet.
[0058] Sofern nicht explizit unterschieden wird, soll hier vom Begriff des bogenförmigen
Substrates 02, insbesondere eines Bedruckstoffes 02, speziell des Bogens 02 grundsätzlich
jedes flächig und in Abschnitten vorliegendes Substrat 02, also auch tafelförmig oder
plattenförmig vorliegende Substrate 02, also auch Tafeln bzw. Platten, umfasst sein.
Das so definierte bogenförmige Substrat 02 bzw. der Bogen 02 ist beispielsweise aus
Papier oder Karton, d. h. als Papier- oder Kartonbogen, oder durch Bogen 02, Tafeln
oder ggf. Platten aus Kunststoff, Pappe, Glas oder Metall gebildet. Weiter bevorzugt
handelt es sich bei dem Substrat 02 um Wellpappe 02, insbesondere Wellpappbogen 02.
Vorzugsweise ist der zumindest eine Bogen 02 als Wellpappe 02 ausgebildet. Unter einer
Dicke eines Bogens 02 ist bevorzugt eine Abmessung orthogonal zu einer größten Fläche
des Bogens 02 zu verstehen. Diese größte Fläche wird auch als Hauptfläche bezeichnet.
Bevorzugt wird auf den Bogen 02 auf der zumindest einen Hauptfläche zumindest teilweise
und/oder zumindest einseitig Druckfluid aufgetragen. Die Dicke der Bogen 02 beträgt
beispielsweise zumindest 0,1 mm (null Komma ein Millimeter), weiter bevorzugt zumindest
0,3 mm (null Komma drei Millimeter) und noch weiter bevorzugt zumindest 0,5 mm (null
Komma fünf Millimeter). Gerade bei Wellpappbogen 02 sind auch deutlich größere Dicken
üblich, beispielsweise zumindest 4 mm (vier Millimeter) oder auch 10 mm (zehn Millimeter)
und mehr. Wellpappbogen 02 sind vergleichsweise stabil und daher wenig biegbar. Entsprechende
Anpassungen der Bearbeitungsmaschine 01 erleichtern deshalb die Bearbeitung von Bogen
02 großer Dicke. Insbesondere werden im Vorangegangenen und im Folgenden mit dem Begriff
des Bogens 02 sowohl solche Bogen 02 bezeichnet, die noch nicht mittels zumindest
einer Formgebungseinrichtung 900 bearbeitet wurden, als auch solche Bogen 02, die
bereits mittels der zumindest einen Formgebungseinrichtung 900 und/oder mittels zumindest
einer Separationseinrichtung 903 bearbeitet wurden und dabei gegebenenfalls in ihrer
Form und/oder ihrer Masse verändert wurden. Der mindestens eine Bogen 02 weist vorzugsweise
mindestens einen, bevorzugt mindestens zwei, weiter bevorzugt mindestens acht, weiter
bevorzugt mindestens zwölf, weiter bevorzugt mehrere, Nutzen 1101 auf.
[0059] Eine vordere Kante 03, z. B. Vorderkante 03 des Bogens 02 ist bevorzugt diejenige
Kante 03 des Bogens 02, mit welcher der betreffende Bogen 02 bei einem Transport durch
die Bearbeitungsmaschine 01 zuerst auf ein Aggregat 100; 300; 600; 700; 900; 1000
trifft. Bevorzugt ist die vordere Kante 03 entlang des Transportweges innerhalb der
Bearbeitungsmaschine 01 parallel zu einer Richtung A, insbesondere Querrichtung A
und/oder orthogonal zu einer Richtung T, insbesondere. Transportrichtung T orientiert.
Senkrecht zu der vorderen Kante 03 des Bogens 02 ist vorzugsweise eine Richtung Y
orientiert, welche bevorzugt parallel zu einer Seitenkante des Bogens 02 orientiert
ist, insbesondere im Falle dass der betreffende Bogen 02 eine rechtwinklige Form aufweist.
Vorzugsweise ist die Richtung Y parallel zu der Transportrichtung T und/oder orthogonal
zu der Querrichtung A orientiert. Der Bogen 02 weist bevorzugt eine hintere Kante
04, z. B. Hinterkante 04 auf, mit welcher der betreffende Bogen 02 bei einem Transport
durch die Bearbeitungsmaschine 01 zuletzt auf ein Aggregat 100; 300; 600; 700; 900;
1000 trifft. Vorzugsweise, insbesondere bei einer rechtwinkligen Form des Bogens 02,
ist die hintere Kante 04 parallel zu der vorderen Kante 03 des Bogens 02 angeordnet.
Parallel zu der vorderen Kante 03 des Bogens 02 ist eine Richtung X orientiert, welche
bevorzugt orthogonal zu einer Seitenkante des Bogens 02 orientiert ist, insbesondere
im Falle dass der betreffende Bogen 02 eine rechtwinklige Form aufweist. Vorzugsweise
ist die Richtung X parallel zu der Querrichtung A und/oder orthogonal zu der Transportrichtung
T orientiert. Zwei Seitenkanten des Bogens 02 und die vordere Kante 03 des Bogens
02 und die hintere Kante 04 des Bogens 02 begrenzen bevorzugt die Hauptfläche des
Bogens 02.
[0060] Bevorzugt ist der jeweilige Bogen 02 aus Papier oder Pappe oder Karton gebildet.
Weiter bevorzugt ist der jeweilige Bogen 02 aus Pappe, bevorzugt Wellpappe, gebildet.
Nach DIN 6730 ist Papier ein flächiger, im Wesentlichen aus Fasern meist pflanzlicher
Herkunft bestehender Werkstoff, der durch Entwässerung einer Faserstoffaufschwemmung
auf einem Sieb gebildet wird. Dabei entsteht ein Faserfilz, der anschließend getrocknet
wird. Die flächenbezogene Masse von Papier beträgt bevorzugt maximal 225 g/m
2 (zweihundert und fünfundzwanzig Gramm pro Quadratmeter). Nach DIN 6730 ist Pappe
ein flächiger, im wesentlicher aus Fasern pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff,
der durch Entwässerung einer Faserstoffaufschwemmung auf einem oder zwischen zwei
Sieben gebildet wird. Das Fasergefüge wird verdichtet und getrocknet. Bevorzugt wird
Pappe durch Zusammenkleben oder Zusammenpressen aus Zellstoff und/oder gefertigt.
Bevorzugt ist Pappe als Vollpappe oder Wellpappe 02 ausgebildet. Wellpappe 02 ist
im Vorangegangenen und im Folgenden Pappe aus einer oder mehrerer Lagen eines gewellten
Papiers, das auf eine Lage oder zwischen mehreren Lagen eines anderen bevorzugt glatten
Papiers oder Pappe geklebt ist. Bevorzugt beträgt die flächenbezogene Masse von Pappe
von über 225 g/m
2 (zweihundert und fünfundzwanzig Gramm pro Quadratmeter). Der Begriff Karton bezeichnet
im Vorangegangenen und im Folgenden ein bevorzugt einseitig gestrichenes papiernes
Flächengebilde bevorzugt mit einer flächenbezogenen Masse von mindestens 150 g/m
2 (einhundert und fünfzig Gramm pro Quadratmeter) und maximal 600 g/m
2 (sechshundert Gramm pro Quadratmeter). Bevorzugt weist ein Karton eine hohe Festigkeit
relativ zu Papier auf.
[0061] Unter dem Begriff eines Auftragsfluids sind im Vorangegangenen und im Folgenden Tinten
und Druckfarben, aber auch Grundierungen, Lacke und pastöse Materialien zusammengefasst.
Bevorzugt sind Auftragsfluide Materialien, die durch eine Bearbeitungsmaschine 01,
insbesondere Druckmaschine 01, oder zumindest ein Auftragwerk 614 oder ein als Auftragaggregat
600 ausgebildetes Aggregat 600 der Bearbeitungsmaschine 01, insbesondere zumindest
ein Druckwerk 614 oder Druckaggregat 600 oder zumindest ein Lackwerk 614 oder Lackieraggregat
600 der Druckmaschine 01, auf ein Substrat 02, insbesondere einen Bedruckstoff 02,
beispielweise auf zumindest einen Bogen 02, übertragen werden und/oder übertragbar
sind und dabei bevorzugt in fein strukturierter Form und/oder nicht lediglich großflächig
eine bevorzugt sichtbare und/oder durch Sinneseindrücke spürbare und/oder maschinell
detektierbare Textur auf dem Substrat 02, insbesondere Bedruckstoff 02, begründen.
Tinten und Druckfarben sind bevorzugt Lösungen oder Dispersionen zumindest eines Farbmittels
in zumindest einem Lösungsmittel, beispielsweise Wasser und/oder organische Lösungsmittel.
Alternativ oder zusätzlich kann das Auftragsfluid als unter UV-Licht vernetzendes
Auftragsfluid ausgebildet sein. Tinten sind relativ niedrigviskose Auftragsfluide
und Druckfarben sind relativ hochviskose Auftragsfluide. Tinten weisen dabei bevorzugt
kein Bindemittel oder relativ wenig Bindemittel auf, während Druckfarben bevorzugt
relativ viel Bindemittel und weiter bevorzugt weitere Hilfsstoffe enthalten. Im Vorangegangenen
und im Folgenden sind insbesondere auch farblose Lacke gemeint, wenn von Auftragsfluiden
und/oder Tinten und/oder Druckfarben die Rede ist. Lacke sind beispielsweise wasserbasiert
oder als UV Lack, also durch UV-Strahlung vernetzend, ausgebildet. Bevorzugt sind
im Vorangegangenen und im Folgenden insbesondere auch Mittel, insbesondere Grundierungsmittel,
für eine Vorbehandlung sogenanntes Grundieren oder Precoating des Bedruckstoffs 02
gemeint, wenn von Auftragsfluiden und/oder Tinten und/oder Druckfarben die Rede ist.
Alternativ zu dem Begriff des Auftragsfluids sind der Begriff des Druckfluids und
der Begriff des Beschichtungsmittels synonym zu verstehen. Ein jeweiliges Auftragsfluid
ist bevorzugt nicht gasförmig. Ein jeweiliges Auftragsfluid ist bevorzugt flüssig
und/oder pulverförmig.
[0062] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt mehrere Aggregate 100; 300; 600; 700;
900; 1000 auf. Unter einem Aggregat ist dabei bevorzugt jeweils eine Gruppe von Einrichtungen
zu verstehen, die funktionell zusammenwirken, insbesondere um einen bevorzugt in sich
geschlossenen Bearbeitungsvorgang von Bogen 02 durchführen zu können. Beispielsweise
sind zumindest zwei und bevorzugt zumindest drei und weiter bevorzugt sämtliche der
Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000 als Module 100; 300; 600; 700; 900; 1000 ausgebildet
oder zumindest jeweils einem solchen zugeordnet. Unter einem Modul ist dabei insbesondere
ein jeweiliges Aggregat oder ein Gebilde aus mehreren Aggregaten zu verstehen, das
bevorzugt zumindest ein Transportmittel und/oder zumindest einen eigenen steuerbaren
und/oder regelbaren Antrieb aufweist und/oder als eigenständig funktionsfähiges Modul
und/oder jeweils für sich hergestellte und/oder jeweils für sich montierte Maschineneinheit
oder funktionelle Baugruppe ausgebildet ist. Unter einem eigenen steuerbaren und/oder
regelbaren Antrieb eines Aggregats oder Moduls ist insbesondere ein Antrieb zu verstehen,
der dazu dient, Bewegungen von Bauteilen dieses Aggregats oder Moduls anzutreiben
und/oder der dazu dient, einen Transport von Substrat 02, insbesondere Bogen 02 durch
dieses jeweilige Aggregat oder Modul und/oder durch zumindest einen Einwirkbereich
dieses jeweiligen Aggregats oder Moduls zu bewirken und/oder der dazu dient, zumindest
ein für einen Kontakt mit Bogen 02 vorgesehenes Bauteil des jeweiligen Aggregats oder
Moduls direkt oder indirekt anzutreiben. Diese Antriebe der Aggregate 100; 300; 600;
700; 900; 1000 der Bearbeitungsmaschine 01 sind bevorzugt als insbesondere lagegeregelte
Elektromotoren ausgebildet.
[0063] Bevorzugt weist jedes Aggregat 100; 300; 600; 700; 900; 1000 zumindest eine Antriebssteuerung
und/oder zumindest einen Antriebsregler auf, die dem jeweiligen zumindest einen Antrieb
des jeweiligen Aggregats 100; 300; 600; 700; 900; 1000 zugeordnet ist. Die Antriebssteuerungen
und/oder Antriebsregler der einzelnen Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000 sind
bevorzugt einzeln und unabhängig voneinander betreibbar. Weiter bevorzugt sind die
Antriebssteuerungen und/oder Antriebsregler der einzelnen Aggregate 100; 300; 600;
700; 900; 1000 schaltungstechnisch, insbesondere mittels zumindest eines BUS-Systems,
miteinander und/oder mit einer Maschinensteuerung der Bearbeitungsmaschine 01 derart
verknüpft und/oder verknüpfbar, dass eine aufeinander abgestimmte Steuerung und/oder
Regelung der Antriebe mehrerer oder aller Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000
der Bearbeitungsmaschine 01 vorgenommen wird und/oder werden kann. Die einzelnen Aggregate
100; 300; 600; 700; 900; 1000 und/oder insbesondere Module 100; 300; 600; 700; 900;
1000 der Bearbeitungsmaschine 01 sind demnach zumindest bezüglich ihrer Antriebe bevorzugt
elektronisch aufeinander abgestimmt betreibbar und/oder betrieben, insbesondere mittels
zumindest einer virtuellen und/oder elektronischen Leitachse. Bevorzugt wird dafür
die virtuelle und/oder elektronische Leitachse vorgegeben, beispielsweise von einer
übergeordneten Maschinensteuerung der Bearbeitungsmaschine 01. Alternativ oder zusätzlich
sind die einzelnen Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000 der Bearbeitungsmaschine
01 zumindest bezüglich ihrer Antriebe beispielsweise mechanisch miteinander synchronisiert
und/oder synchronisierbar. Bevorzugt sind die einzelnen Aggregate 100; 300; 600; 700;
900; 1000 der Bearbeitungsmaschine 01 jedoch zumindest bezüglich ihrer Antriebe mechanisch
voneinander entkoppelt.
[0064] Die virtuelle und/oder elektronische Leitachse weist bevorzugt eine Folge von zeitlich
äquidistanten Leitachssignalen auf. Jedes dieser Leitachssignale entspricht einem
Zeitpunkt, zu dem es erzeugt wird und/oder einem virtuellen Winkelwert. Diese virtuellen
Winkelwerte liegen bevorzugt zwischen 0° (null Grad) und 360° (dreihundert und sechzig
Grad) und werden nacheinander aufsteigend ausgegeben, insbesondere über das BUSSystem,
wobei weiter bevorzugt bei Erreichen von 360° (dreihundert und sechzig Grad) wieder
mit 0° (null Grad) begonnen wird. Bevorzugt entspricht eine Folge von Winkelwerten
von 0° (null Grad) bis 360° (dreihundert und sechzig Grad) einem Maschinenzyklus.
Der Maschinenzyklus entspricht bevorzugt einer vollen Umdrehung eines Formzylinders
616 des Auftragwerks 614 und/oder einem Abstand zwischen Vorderkanten 03 aufeinander
folgender, mit konstanter und gleicher Geschwindigkeit transportierter Bogen 02 und/oder
dem zeitlichen Abstand zweier Zeitpunkte, zu denen aufeinanderfolgende Bogen 02 jeweils
erstmals mit zumindest einem primären Beschleunigungsmittel 136 beschleunigt werden.
Leitachssignale weisen beispielsweise Abstände von 4 ms (vier Millisekunden) auf.
[0065] Der für den Transport von Substrat 02 vorgesehene Raumbereich, den das Substrat 02
im Falle dessen Anwesenheit zumindest zeitweise einnimmt, ist der Transportweg. Vorzugsweise
wird der Transportweg durch zumindest eine Einrichtung zum Führen des Substrates 02
in einem Betriebszustand der Bearbeitungsmaschine 01 festgelegt. Soweit nicht anders
beschrieben zeichnen sich die Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000 der Bearbeitungsmaschine
01 bevorzugt jeweils dadurch aus, dass der durch das jeweilige Aggregat 100; 300;
600; 700; 900; 1000 festgelegte Abschnitt eines für einen Transport von Bogen 02 vorgesehenen
Transportwegs zumindest im Wesentlichen flach und weiter bevorzugt vollständig flach
ist. Unter einem im Wesentlichen flachen Abschnitt des für den Transport von Bogen
02 vorgesehenen Transportwegs ist dabei ein Abschnitt zu verstehen, der einen minimalen
Krümmungsradius aufweist, der zumindest zwei Meter beträgt, weiter bevorzugt zumindest
fünf Meter und noch weiter bevorzugt zumindest zehn Meter und noch weiter bevorzugt
zumindest fünfzig Meter. Ein vollständig flacher Abschnitt weist einen unendlich großen
Krümmungsradius auf und ist somit ebenfalls im Wesentlichen flach und weist somit
ebenfalls einen minimalen Krümmungsradius auf, der zumindest zwei Meter beträgt. Soweit
nicht anders beschrieben zeichnen sich die Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000
der Bearbeitungsmaschine 01 bevorzugt jeweils dadurch aus, dass der durch das jeweilige
Aggregat 100; 300; 600; 700; 900; 1000 festgelegte Abschnitt des für den Transport
von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs zumindest im Wesentlichen horizontal und weiter
bevorzugt ausschließlich horizontal verläuft. Dieser Transportweg erstreckt sich bevorzugt
in einer Richtung T, insbesondere Transportrichtung T. Ein im Wesentlichen horizontal
verlaufender für den Transport von Bogen 02 vorgesehener Transportweg bedeutet insbesondere,
dass der vorgesehene Transportweg im gesamten Bereich des jeweiligen Aggregats 100;
300; 600; 700; 900; 1000 ausschließlich eine oder mehrere Richtungen aufweist, die
höchstens um 30° (dreißig Grad), bevorzugt höchstens um 15° (fünfzehn Grad) und weiter
bevorzugt höchstens um 5° (fünf Grad) von zumindest einer horizontalen Richtung abweicht.
Der für den Transport von Bogen 02 vorgesehene Transportweg beginnt bevorzugt an einer
Stelle einer Entnahme der Bogen 02 von einem Anlegerstapel 104.
[0066] Die Richtung T des Transportwegs, insbesondere die Transportrichtung T, ist dabei
insbesondere diejenige Richtung T, in der die Bogen 02 an der Stelle transportiert
werden, an der die Richtung T gemessen wird. Die insbesondere für einen Transport
von Bogen 02 vorgesehene Transportrichtung T ist vorzugsweise die Richtung T, die
bevorzugt zumindest im Wesentlichen und weiter bevorzugt vollständig horizontal orientiert
ist und/oder die bevorzugt von einem ersten Aggregat 100; 300; 600; 700; 900; 1000
der Bearbeitungsmaschine 01, bevorzugt einem Bogenanlegeraggregat 100, zu einem letzten
Aggregat 100; 300; 600; 700; 900; 1000 der Bearbeitungsmaschine 01, bevorzugt einem
Auslageaggregat 1000, weist, insbesondere von dem Bogenanlegeraggregat 100 bzw. einer
Substratzufuhreinrichtung 100 einerseits zu dem Auslageaggregat 1000 bzw. einer Substratabgabeeinrichtung
1000 andererseits, und/oder die bevorzugt in eine Richtung weist, in der die Bogen
02 abgesehen von vertikalen Bewegungen oder vertikalen Komponenten von Bewegungen
transportiert werden, insbesondere von einem ersten Kontakt mit einem der Substratzufuhreinrichtung
100 nachgeordneten Aggregat 300; 600; 700; 900; 1000 der Bearbeitungsmaschine 01 oder
ersten Kontakt mit der Bearbeitungsmaschine 01 bis zu einem letzten Kontakt mit der
Bearbeitungsmaschine 01. Unabhängig davon, ob die Anlageeinrichtung 300 ein eigenständiges
Aggregat 300 oder Modul 300 ist oder Bestandteil der Substratzufuhreinrichtung 100
ist, ist die Transportrichtung T bevorzugt diejenige Richtung T, in der eine horizontale
Komponente einer Richtung weist, die von der Anlageeinrichtung 300 zu der Substratabgabeeinrichtung
1000 orientiert ist.
[0067] Eine Richtung A, bevorzugt die Querrichtung A, ist bevorzugt eine orthogonal zu der
Transportrichtung T der Bogen 02 und/oder orthogonal zu dem vorgesehenen Transportweg
der Bogen 02 durch das zumindest eine Auftragaggregat 600 und/oder durch das zumindest
eine Formgebungsaggregat 900 und/oder durch die zumindest eine Bogenauslage 1000 orientierte
Richtung A. Die Querrichtung A ist bevorzugt eine horizontal orientierte Richtung
A. Bevorzugt ist eine Längsachse des zumindest einen Formzylinders 616 parallel zu
der Querrichtung A orientiert.
[0068] Eine Arbeitsbreite der Bearbeitungsmaschine 01 und/oder des zumindest einen Auftragaggregats
600 und/oder des zumindest einen Formgebungsaggregats 900 und/oder der zumindest einen
Bogenauslage 1000 ist bevorzugt eine Abmessung, die sich bevorzugt orthogonal zu dem
vorgesehenen Transportweg der Bogen 02 durch das zumindest eine Auftragaggregat 600
und/oder das zumindest eine Formgebungsaggregat 900 und/oder die zumindest eine Bogenauslage
1000 erstreckt, weiter bevorzugt in der Querrichtung A. Die Arbeitsbreite der Bearbeitungsmaschine
01 entspricht bevorzugt einer maximalen Breite, die ein Bogen 02 aufweisen darf, um
noch mit der Bearbeitungsmaschine 01 bearbeitet werden zu können, also insbesondere
einer maximalen mit der Bearbeitungsmaschine 01 verarbeitbaren Bogenbreite. Unter
der Breite eines Bogens 02 ist dabei insbesondere dessen Abmessung in der Querrichtung
A, insbesondere der Richtung X, zu verstehen. Dies ist bevorzugt unabhängig davon,
ob diese Breite des Bogens 02 größer oder kleiner ist als eine dazu orthogonale horizontale
Abmessung des Bogens 02, die weiter bevorzugt die Länge dieses Bogens 02 in Richtung
Y darstellt. Die Arbeitsbreite der Bearbeitungsmaschine 01 entspricht bevorzugt der
Arbeitsbreite des zumindest einen Auftragaggregat 600 und/oder des zumindest einen
Formgebungsaggregats 900 und/oder der zumindest einen Bogenauslage 1000. Die Arbeitsbreite
der Bearbeitungsmaschine 01, insbesondere Bogenbearbeitungsmaschine 01 beträgt bevorzugt
zumindest 100 cm (einhundert Zentimeter), weiter bevorzugt zumindest 150 cm (einhundert
und fünfzig Zentimeter), noch weiter bevorzugt zumindest 160 cm (einhundert und sechzig
Zentimeter), noch weiter bevorzugt zumindest 200 cm (zweihundert Zentimeter) und noch
weiter bevorzugt zumindest 250 cm (zweihundert und fünfzig Zentimeter).
[0069] Eine vertikale Richtung V bezeichnet vorzugsweise eine Richtung, die parallel zu
dem Normalenvektor einer Ebene aufgespannt durch die Transportrichtung T und die Querrichtung
A angeordnet ist. Beispielsweise im Bereich der Formgebungseinrichtung 900 ist die
vertikale Richtung V bevorzugt so orientiert, dass sie von dem Bedruckstoff 02 hin
zu einem Formzylinder 901 der Formgebungseinrichtung 900 zeigt.
[0070] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt zumindest eine Substratzufuhreinrichtung
100 auf, die weiter bevorzugt als Aggregat 100, insbesondere Substratzufuhraggregat
100 und/oder als Modul 100, insbesondere Substratzufuhrmodul 100 ausgebildet ist.
Insbesondere im Fall einer Bogenbearbeitungsmaschine 01 ist die zumindest eine Substratzufuhreinrichtung
100 bevorzugt als Bogenanleger 100 und/oder Bogenanlegeraggregat 100 und/oder Bogenanlegermodul
100 ausgebildet. Vorzugsweise ist die Substratzufuhreinrichtung 100 das erste Aggregat
100 der Bearbeitungsmaschine 01.
[0071] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist beispielsweise zumindest ein als Konditionierungseinrichtung
ausgebildetes Aggregat, insbesondere Konditionierungsaggregat auf, das weiter bevorzugt
als Modul, insbesondere als Konditionierungsmodul ausgebildet ist. Eine solche Konditionierungseinrichtung
ist beispielsweise als Vorbereitungseinrichtung, insbesondere als Vorbereitungseinrichtung
zum Aufbringen von Grundierungsmittel, oder als Nachbehandlungseinrichtung, insbesondere
als Nachbehandlungseinrichtung zum Aufbringen von Lack, ausgebildet. Die Bearbeitungsmaschine
01 weist bevorzugt zumindest ein als Vorbereitungseinrichtung ausgebildetes Aggregat,
insbesondere Vorbereitungsaggregat auf, das weiter bevorzugt als Modul, insbesondere
als Vorbereitungsmodul ausgebildet ist und eine Konditionierungseinrichtung darstellt.
Das Vorbereitungsaggregat ist vorzugsweise der zumindest einen Substratzufuhreinrichtung
100 nachgeordnet und/oder dem zumindest einen Auftragaggregat 600 vorgeordnet. Die
Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt zumindest eine Nachbehandlungseinrichtung
auf. Die zumindest eine Nachbehandlungseinrichtung ist vorzugsweise dem zumindest
einen Auftragaggregat 600 nachfolgend angeordnet. Die Bearbeitungsmaschine 01 weist
bevorzugt zumindest ein Aggregat 300, bevorzugt eine Anlageeinrichtung 300 auf, die
weiter bevorzugt als Anlageaggregat 300 und/oder Anlagemodul 300 ausgebildet ist.
Die zumindest eine Anlageeinrichtung 300 ist alternativ als Bestandteil der Substratzufuhreinrichtung
100 oder eines anderen Aggregats ausgebildet. Vorzugsweise ist die zumindest eine
Anlageeinrichtung 300 einem ersten Auftragaggregat 600 vorgeordnet, also entlang des
Transportweges vor dem ersten Auftragaggregat 600 angeordnet.
[0072] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist beispielsweise zumindest ein Aggregat 600, z. B.
das Auftragaggregat 600 auf, das bevorzugt als Modul 600, insbesondere Auftragmodul
600 ausgebildet ist. Das zumindest eine Auftragaggregat 600 ist vorzugsweise je nach
Funktion und/oder Auftragverfahren angeordnet und/oder aufgebaut. Das zumindest eine
Auftragaggregat 600 dient bevorzugt dazu, zumindest ein jeweiliges Auftragsfluid oder
Beschichtungsmittel vollflächig und/oder zumindest teilflächig auf die Bogen 02 aufzutragen.
Ein Beispiel eines Auftragaggregats 600 ist ein Druckaggregat 600 oder Druckmodul
600, das insbesondere einem Auftragen von Druckfarbe und/oder Tinte auf Substrat 02,
insbesondere Bogen 02, dient. Alternativ oder zusätzlich zu dem mindestens einen Druckaggregat
600 ist zumindest ein Auftragaggregat 600 der Auftragaggregate 600, bevorzugt zumindest
das letzte Auftragaggregat 600 entlang des Transportweges, als Lackieraggregat 600
ausgebildet. Ein Lackieraggregat 600 trägt vorzugsweise Lack auf Substrat 02 auf.
Im Vorangegangenen und im Nachfolgenden gelten auch ein gegebenenfalls angeordnetes
Grundierungsaggregat und/oder ein gegebenenfalls Konditionierungsaggregat als solches
Auftragaggregat 600 oder Druckaggregat 600.
[0073] Insbesondere unabhängig von der Funktion des damit auftragbaren Auftragsfluids lassen
sich Auftragaggregate 600 bevorzugt hinsichtlich ihrer Auftragverfahren unterscheiden.
Ein Beispiel eines Auftragaggregats 600 ist ein formbasiertes Auftragaggregat 600,
das insbesondere zumindest eine feste, körperliche und bevorzugt auswechselbare Druckform
für den Auftrag von Druckfluid aufweist. Formbasierte Auftragaggregate 600 arbeiten
bevorzugt nach einem Flachdruckverfahren, insbesondere Offset-Flachdruckverfahren
und/oder nach einem Tiefdruckverfahren und/oder nach einem Hochdruckverfahren, insbesondere
bevorzugt nach einem Flexo-Druckverfahren. Das entsprechende Auftragaggregat 600 ist
bevorzugt ein Flexo-Auftragaggregat 600 oder Flexo-Druckaggregat 600, insbesondere
Flexo-Auftragmodul 600 oder Flexo-Druckmodul 600. Vorzugsweise weist das zumindest
eine Auftragaggregat 600 je nach Funktion und/oder Auftragverfahren jeweils bevorzugt
ein als Lackwerk 614 oder Druckwerk 614 ausgebildetes Auftragwerk 614 auf, welches
Auftragwerk 614 zumindest einen Formzylinder 616 und zumindest einen Gegendruckzylinder
617 aufweist. Bevorzugt weist die Bearbeitungsmaschine 01 mindestens zwei, weiter
bevorzugt mindestens vier, beispielsweise sechs Druckwerke 614 auf, welche vorzugsweise
entlang des Transportweges hintereinander angeordnet sind. Bevorzugt weist die Bearbeitungsmaschine
01 mindestens ein, weiter bevorzugt genau ein, beispielsweise alternativ mindestens
zwei, Lackwerk 614 auf. Bevorzugt ist das mindestens eine Lackwerk 614 entlang des
Transportweges nach dem mindestens einen Druckwerk 614, bevorzugt nach dem letzten
Druckwerk 614 angeordnet.
[0074] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist beispielsweise zumindest ein als Trocknungseinrichtung
ausgebildetes Aggregat, insbesondere Trocknungsaggregat auf, das weiter bevorzugt
als Modul, insbesondere als Trocknungsmodul ausgebildet ist. Alternativ oder zusätzlich
ist beispielsweise zumindest eine Trocknungsvorrichtung 506 und/oder zumindest eine
Nachtrocknungseinrichtung Bestandteil zumindest eines bevorzugt als Modul 100; 300;
600; 700; 900; 1000 ausgebildeten Aggregats 100; 300; 600; 700; 900; 1000. Beispielsweise
weist zumindest ein Auftragaggregat 600 zumindest eine Trocknungsvorrichtung 506 auf
und/oder weist zumindest ein als Transporteinrichtung 700 und/oder zumindest ein als
Transportaggregat 700 ausgebildetes Aggregat 700 auf.
[0075] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt zumindest eine Transporteinrichtung 700
auf, die weiter bevorzugt als Aggregat 700, insbesondere das Transportaggregat 700,
und/oder als Modul 700, insbesondere als Transportmodul 700 ausgebildet ist. Die Transporteinrichtung
700 wird auch als Transportmittel 700 bezeichnet. Zusätzlich oder alternativ weist
die Bearbeitungsmaschine 01 bevorzugt Transporteinrichtungen 700 beispielsweise als
Bestandteile anderer Aggregate und/oder Module auf. Vorzugsweise ist zwischen zwei
zueinander benachbarten oder auch entlang des Transportweges aufeinander folgenden
den zumindest einen Bogen bearbeitenden Aggregaten 600, 900, insbesondere den Auftragaggregaten
600 und Formgebungsaggregaten 900, jeweils zumindest ein Transportaggregat 700 angeordnet.
[0076] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt zumindest eine Formgebungseinrichtung
900 auf, die weiter bevorzugt als Aggregat 900, insbesondere Formgebungsaggregat 900
oder Stanzaggregat 900, und/oder als Modul 900, insbesondere als Formgebungsmodul
900 oder Stanzmodul 900 und/oder als Stanzeinrichtung 900 ausgebildet ist. Bevorzugt
weist die Bearbeitungsmaschine 01 zumindest ein als Stanzaggregat 900 ausgebildetes
Formgebungsaggregat 900 auf. Die zumindest eine Formgebungseinrichtung 900 ist bevorzugt
als Rotationsstanzeinrichtung 900 ausgebildet und/oder weist bevorzugt zumindest ein
Formgebungswerk 914 oder Stanzwerk 914 auf. Unter einer Formgebungseinrichtung 900
soll auch eine Prägeeinrichtung und/oder eine Rilleinrichtung zu verstehen sein. Bevorzugt
ist eine Perforiereinrichtung ebenfalls eine Form einer Stanzeinrichtung 900.
[0077] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt zumindest ein als Substratabgabeeinrichtung
1000 ausgebildetes Aggregat 1000 auf, insbesondere eine Auslage 1000, insbesondere
eine Bogenauslage 1000, insbesondere ein Auslageaggregat 1000, welches weiter bevorzugt
als Modul 1000, insbesondere als Auslagemodul 1000 ausgebildet ist. Vorzugsweise ist
die zumindest eine Substratabgabeeinrichtung 1000 dem zumindest einen Auftragaggregat
600 und/oder dem zumindest einen Formgebungsaggregat 900 nachgeordnet angeordnet,
insbesondere als letztes Aggregat 1000 der Bearbeitungsmaschine 01.
[0078] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist beispielsweise zumindest ein als Weiterverarbeitungseinrichtung
ausgebildetes Aggregat, insbesondere Weiterverarbeitungsaggregat auf, das weiter bevorzugt
als Modul, insbesondere als Weiterverarbeitungsmodul ausgebildet ist. Bevorzugt ist
das Weiterverarbeitungsaggregat in Transportrichtung T nach der zumindest einen Formgebungseinrichtung
900 angeordnet. Beispielsweise ist das Weiterverarbeitungsaggregat in Transportrichtung
T nach der zumindest einen Bogenauslage 1000 angeordnet. Beispielsweise ist die zumindest
eine Weiterverarbeitungseinrichtung jeweils als Klebeeinrichtung und/oder Falteinrichtung
ausgebildet.
[0079] Vorzugsweise ist die Klebeeinrichtung zumindest einen Klebstoff und/oder Kleber auf
zumindest einen Bereich des zumindest einen Bogens 02 auftragend ausgebildet. Der
aufgetragene Klebstoff ist vorzugsweise Dispersionsklebstoff und/oder Schmelzklebstoff.
Die mindestens eine Klebeeinrichtung weist mindestens ein Kleber, auch Klebstoff genannt,
abgebendes Element auf. Vorzugsweise wird der mindestens eine Kleber mittels der mindestens
einen Klebeeinrichtung auf den mindestens einen Bogen 02, bevorzugt auf mindestens
eine Klebestelle, aufgetragen. Beispielsweise wird die mindestens eine Klebestelle
vollflächig mit Kleber benetzt. Beispielsweise alternativ wird Kleber punktuell, insbesondere
auf maximal 80% der Fläche der mindestens einen Klebestelle auf die mindestens eine
Klebestelle aufgetragen. Vorzugsweise ist die mindestens eine Klebeeinrichtung als
Klebstoffsystem und/oder als Klebstoffauftragssystem ausgebildet. Vorzugsweise weist
die mindestens eine Klebeeinrichtung mindestens eine Walze, bevorzugt mindestens eine
als Leimrad ausgebildete Walze, und/oder mindestens eine Düse auf, mittels welcher
vorzugsweise Klebstoff aus einem Reservoir auf den mindestens einen Bogen 02, bevorzugt
dessen mindestens eine Klebestelle, übertragen wird. Vorzugsweise ist an die mindestens
eine Walze mindestens ein Rakel angestellt und/oder anstellbar, welches bevorzugt
die Klebstoffmenge dosiert. Vorzugsweise weist die Klebeeinrichtung mindestens eine
Temperaturregelung, vorzugsweise mindestens eine Heizung, auf. Beispielsweise ist
die Temperaturregelung an dem Reservoir und/oder an der mindestens einen Walze und/oder
an der mindestens einen Düse angeordnet. Die Temperaturregelung stellt bevorzugt die
Viskosität des Klebstoffs, vorzugsweise für dessen optimalen Übertrag und/oder dessen
Bindequalität, ein. Vorzugsweise weist die Klebeeinrichtung mindestens einen Trockner
auf, welcher bevorzugt der mindestens einen Walze und/oder der mindestens einen Düse
entlang des Transportweges nachgeordnet ist.
[0080] Vorzugsweise ist die zumindest eine Falteinrichtung der zumindest einen Klebeeinrichtung
nachfolgend angeordnet und den zumindest einen Bogen vorzugsweise entlang zumindest
einer Falz oder Rille faltend ausgebildet. Insbesondere durch die Faltung werden vorzugsweise
zwei Bereiche des Bogens miteinander in Berührung gebracht und, wenn zumindest einer
dieser Bereiche einen Klebstoff aufweist, vorzugsweise miteinander verklebt. Die zumindest
eine Falteinrichtung weist mindestens ein Falzwerkzeug, bevorzugt mindestens eine
Rolle und/oder mindestens eine Kante und/oder mindestens eine Schiene und/oder mindestens
eine Falzwalze und/oder mindestens einen Falztrichter, beispielsweise mindestens ein
Falztrichter aufweisend mindestens eine Trichterwalze und/oder mindestens zwei Einlaufwalzen,
auf. Mittels des mindestens einen Falzwerkzeugs wird der mindestens eine Nutzen gefaltet
und/oder gebogen, vorzugsweise während einer Bewegung in Transportrichtung T.
[0081] Vorzugsweise weist die Bearbeitungsmaschine 01 in entsprechend der aufgezählten Reihenfolge
jeweils mindestens eines der nachfolgenden Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000
auf: Substratzufuhraggregat 100, Anlageaggregat 300, Auftragaggregat 600, Formgebungsaggregat
900, Auslageaggregat 1000, zwischen welchen vorzugsweise jeweils zumindest ein Transportaggregat
700 angeordnet ist. Weist die Bearbeitungsmaschine 01 das zumindest eine als Weiterverarbeitungseinrichtung
ausgebildete Aggregat auf, so ist vorzugsweise zwischen diesem und dem ihm vorgeordneten
Aggregat 600; 900; 1000, insbesondere Auftragaggregat 600 und/oder Formgebungsaggregat
900 und/oder Auslageaggregat 1000, mindestens ein Transportaggregat 700, vorzugsweise
mit mindestens einem Transportmittel 119; 136; 700; 904; 906, angeordnet.
[0082] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt an einer oder mehreren Stellen Transportmittel
119; 136; 700; 904; 906 auf. Zumindest eines dieser Transportmittel 119; 136; 700;
906 ist bevorzugt als Saugtransportmittel 119; 136; 700; 906 ausgebildet, insbesondere
als Saugband und/oder als Saugkastenband und/oder als Rollensaugsystem und/oder als
Saugrolle. Solche Saugtransportmittel 119; 136; 700; 906 dienen bevorzugt dazu, Bogen
02 kontrolliert vorwärts zu bewegen und/oder Bewegungen zu ermöglichen, während Bogen
02 gegen zumindest eine Gegendruckfläche des entsprechenden Saugtransportmittels 119;
136; 700; 906 gehalten werden. Dabei wird bevorzugt ein relativer Unterdruck genutzt,
um die Bogen 02 gegen zumindest eine Transportfläche zu ziehen und/oder zu drücken.
Bevorzugt wird eine Transportbewegung der Bogen 02 durch eine entsprechende insbesondere
umlaufende Bewegung der zumindest einen Transportfläche erzeugt. Alternativ oder zusätzlich
wird der Bogen 02 durch das zumindest eine Saugtransportmittel 119; 136; 700; 906
in seiner Bahn beispielsweise entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen
Transportwegs gehalten und dabei eine Transportbewegung des Bogens 02 durch eine von
einem anderen, beispielsweise vorgeordneten und/oder nachgeordneten Transportmittel
119; 136; 700; 904; 906 vorgegebene Kraft erzeugt. Der Unterdruck ist dabei insbesondere
ein Unterdruck relativ zu einem Umgebungsdruck, insbesondere relativ zu einem Atmosphärendruck.
[0083] Unter dem Saugtransportmittel 119; 136; 700; 906 ist also bevorzugt eine Einrichtung
zu verstehen, die zumindest eine Gegendruckfläche aufweist, die weiter bevorzugt als
Gleitfläche und/oder als insbesondere bewegbare Transportfläche ausgebildet ist und
die beispielsweise zumindest teilweise zumindest in der Transportrichtung T bewegbar
ist. Weiterhin weist das jeweilige Saugtransportmittel 119; 136; 700; 906 bevorzugt
zumindest eine Unterdruckkammer auf, die weiter bevorzugt mittels einer Saugleitung
mit zumindest einer Unterdruckquelle verbunden ist. Die Unterdruckquelle weist beispielsweise
ein Gebläse auf. Die zumindest eine Unterdruckkammer weist zumindest eine Saugöffnung
auf, die einem Ansaugen der Bogen 02 dient. Je nach Ausführungsform des Saugtransportmittels
119; 136; 700; 906 und Größe der Bogen 02 werden die Bogen 02 dabei in eine die zumindest
eine Saugöffnung verschließende Lage gesaugt oder lediglich derart gegen eine Gegendruckfläche
gesaugt, dass dennoch Umgebungsluft an den Bogen 02 vorbei in die Saugöffnung gelangen
kann. Beispielsweise weist die Transportfläche eine oder mehrere Ansaugöffnungen auf.
Die Ansaugöffnungen dienen bevorzugt dazu, einen Unterdruck von der Saugöffnung der
Unterdruckkammer bis zu der Transportfläche weiter zu vermitteln, insbesondere ohne
Druckverluste oder mit sehr geringen Druckverlusten. Alternativ oder zusätzlich wirkt
die Saugöffnung derart auf die Bogen 02, dass diese gegen die Transportfläche gesaugt
wird, ohne dass die Transportfläche Ansaugöffnungen aufweisen würde. Beispielsweise
ist zumindest ein Umlenkmittel angeordnet, das direkt oder indirekt für eine umlaufende
Bewegung der zumindest einen Transportfläche sorgt. Bevorzugt ist das zumindest eine
Umlenkmittel und/oder die Transportfläche selbst angetrieben und/oder antreibbar,
insbesondere um für eine Bewegung der Bogen 02 zu sorgen. Alternativ erlaubt die Transportfläche
ein Gleiten von Bogen 02 entlang der Transportfläche.
[0084] Eine erste Ausführungsform eines Saugtransportmittels 119; 136; 700; 906 ist ein
Saugband. Unter einem Saugband ist dabei eine Einrichtung zu verstehen, die zumindest
ein flexibles Transportband aufweist, dessen Oberfläche als Transportfläche dient.
Das zumindest eine Transportband wird bevorzugt durch als Umlenkrollen und/oder Umlenkwalzen
ausgebildete Umlenkmittel umgelenkt und/oder ist bevorzugt in sich geschlossen, insbesondere
derart, dass ein endloser Umlauf ermöglicht ist. Das zumindest ein Transportband weist
bevorzugt eine Vielzahl von Ansaugöffnungen auf. Das zumindest eine Transportband
bedeckt bevorzugt in zumindest einem Abschnitt seines Umlaufwegs die zumindest eine
Saugöffnung der zumindest einen Unterdruckkammer. Weiter bevorzugt ist die Unterdruckkammer
dann nur durch die Ansaugöffnungen des zumindest einen Transportbands mit einer Umgebung
und/oder mit Bogen 02 verbunden. Bevorzugt sind Stützmittel angeordnet, die verhindern,
dass das zumindest eine Transportband zu weit oder überhaupt in die Unterdruckkammer
gezogen wird und/oder die dafür sorgen, dass die Transportfläche eine gewünschte Form
annimmt, beispielsweise derart, dass sie zumindest in dem Bereich, in dem ihre Ansaugöffnungen
mit der Unterdruckkammer verbunden sind, eine ebene Fläche bildet. Durch eine umlaufende
Bewegung des zumindest einen Transportbands ergibt sich dann eine Vorwärtsbewegung
der Transportfläche, wobei Bogen 02 genau in dem Bereich sicher auf der Transportfläche
gehalten werden, in dem sie der durch das zumindest eine Transportband mit Ausnahme
der Ansaugöffnungen abgedeckten Saugöffnung gegenüberliegen.
[0085] Eine zweite Ausführungsform eines Saugtransportmittels 119; 136; 700; 906 ist ein
Rollensaugsystem. Unter einem Rollensaugsystem ist dabei eine Einrichtung zu verstehen,
bei der die zumindest eine Transportfläche aus zumindest Abschnitten von Mantelflächen
einer Vielzahl von Transportrollen und/oder Transportwalzen gebildet wird. Die Transportrollen
und/oder Transportwalzen bilden damit jeweils beispielsweise geschlossene und/oder
durch Rotation umlaufenden Teile der Transportfläche. Das Rollensaugsystem weist bevorzugt
eine Vielzahl von Saugöffnungen auf. Diese Saugöffnungen sind bevorzugt zumindest
zwischen benachbarten Transportrollen und/oder Transportwalzen angeordnet. Beispielsweise
ist zumindest eine Abdeckmaske angeordnet, die bevorzugt eine Begrenzung der Unterdruckkammer
darstellt. Die Abdeckmaske weist bevorzugt die Vielzahl von Saugöffnungen auf. Die
Abdeckmaske bildet bevorzugt eine im Wesentlichen ebene Fläche. Bevorzugt sind die
Transportrollen und/oder Transportwalzen derart angeordnet, dass sie von dieser ebenen
Fläche geschnitten werden und weiter bevorzugt nur zu einem geringen Teil, beispielsweise
nur wenige Millimeter über diese ebene Fläche hinausragen, insbesondere in einer von
der Unterdruckkammer abgewandten Richtung. Die Saugöffnungen sind dann bevorzugt rahmenförmig
ausgebildet und umgeben jeweils zumindest eine der Transportrollen und/oder Transportwalzen.
Durch eine umlaufende Bewegung der Transportrollen und/oder Transportwalzen ergibt
sich dann eine Vorwärtsbewegung der entsprechenden Teile der Transportfläche, wobei
Bogen 02 genau in dem Bereich sicher auf der Transportfläche gehalten werden, in welchem
sie den Saugöffnung gegenüberliegen. Bevorzugt ist jeweils das Transportaggregat 700
als zumindest das eine Saugtransportmittel 700 ausgebildet. Bevorzugt umfasst ein
Saugtransportmittel 700 zumindest zwei Rollensaugsysteme, welche bevorzugt jeweils
als einzeln angetriebenes Rollensaugsystem ausgebildet sind. Das Rollensaugsystem
wird auch als Saugkasten bezeichnet.
[0086] Eine dritte Ausführungsform eines Saugtransportmittels 119; 136; 700; 906 ist ein
Saugkastenband. Unter einem Saugkastenband ist dabei eine Einrichtung zu verstehen,
die eine Mehrzahl von insbesondere umlaufend bewegbaren Saugkästen aufweist, die jeweils
eine als Transportfläche dienende Außenfläche aufweisen.
[0087] Eine vierte Ausführungsform eines Saugtransportmittels 119; 136; 700; 906 ist zumindest
eine Saugrolle. Unter einer Saugrolle ist dabei eine Rolle zu verstehen, deren Mantelfläche
als Transportfläche dient und eine Vielzahl von Ansaugöffnungen aufweist und die in
ihrem Inneren zumindest eine Unterdruckkammer aufweist, die beispielsweise mittels
einer Saugleitung mit zumindest einer Unterdruckquelle verbunden ist.
[0088] Eine fünfte Ausführungsform eines Saugtransportmittels 119; 136; 700; 906 ist zumindest
eine Gleitsaugvorrichtung. Die Gleitsaugvorrichtung ist bevorzugt als passives Transportmittel
ausgebildet und dient insbesondere dazu, Randbedingungen bezüglich einer Lage eines
jeweiligen Bogens 02 vorzugeben, ohne den Bogen 02 selbst in Bewegung zu versetzen.
Die jeweilige Gleitsaugvorrichtung weist bevorzugt zumindest eine Gleitfläche und
zumindest eine Unterdruckkammer und zumindest eine Saugöffnung auf. Dies zumindest
eine Gleitfläche dient dann als Gegendruckfläche und dient als Transportfläche. Im
Fall der Gleitsaugvorrichtung wird die als Gleitfläche ausgebildete Transportfläche
bevorzugt nicht bewegt. Die Gleitfläche dient als Gegendruckfläche, gegen die entsprechende
Bogen 02 gepresst werden. Die Bogen 02 können dabei dennoch entlang der Gleitfläche
bewegt werden, insbesondere sofern sie anderweitig mit einer zumindest auch parallel
zu der Gleitfläche orientierten Kraft beaufschlagt werden. Beispielsweise kann mittels
einer Gleitsaugvorrichtung ein Bereich zwischen zwei angetriebenen Saugtransportmitteln
119; 136; 700; 906 überbrückt werden.
[0089] Es ist möglich, unterschiedliche Ausführungsformen von Saugtransportmitteln 119;
136; 700; 906 zu kombinieren. Diese können beispielsweise zumindest eine gemeinsame
Unterdruckquelle und/oder zumindest eine gemeinsame Unterdruckkammer und/oder zumindest
aufweisen und/oder als ein Saugtransportmittel 119; 136; 700; 906 zusammenwirken und/oder
hintereinander und/oder nebeneinander angeordnet sein. Solche Kombinationen sind dann
bevorzugt jeweils zumindest zweien der Ausführungsformen von Saugtransportmitteln
119; 136; 700; 906 zuzuordnen.
[0090] Unabhängig von der Ausführungsform des jeweiligen Saugtransportmittels 119; 136;
700; 906 sind zumindest zwei im Folgenden beschriebene Anordnungen des jeweiligen
Saugtransportmittels 119; 136; 700; 906 möglich.
[0091] In einer ersten Anordnung befindet sich ein von dem jeweiligen Saugtransportmittel
119; 136; 700; 906 festgelegter Abschnitt des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen
Transportwegs unterhalb der insbesondere bewegbaren Transportfläche, die insbesondere
als Gegendruckfläche dient und beispielsweise zumindest teilweise zumindest in der
Transportrichtung T bewegbar ist. Beispielsweise ist das jeweilige Saugtransportmittel
119; 136; 700; 906 dann als oberes Saugtransportmittel 700; 906 ausgebildet, wobei
weiter bevorzugt dessen Saugöffnungen oder Ansaugöffnungen zumindest während ihrer
Verbindung mit der zumindest einen Unterdruckkammer bevorzugt zumindest auch oder
nur nach unten weisen und/oder dessen Saugwirkung bevorzugt zumindest auch oder nur
nach oben gerichtet ist. Die Bogen 02 werden dann von dem Saugtransportmittel 119;
136; 700; 906 bevorzugt hängend transportiert. Bevorzugt ist das zumindest eine Transportaggregat
700 als oberes Saugtransportmittel 700 ausgebildet. Bevorzugt ist das zumindest eine
Transportmittel 906 als oberes Saugtransportmittel 906 ausgebildet.
[0092] In einer zweiten Anordnung befindet sich ein von dem jeweiligen Saugtransportmittel
119; 136; 700; 906 festgelegter Abschnitt des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen
Transportwegs oberhalb der insbesondere bewegbaren Transportfläche, die insbesondere
als Gegendruckfläche dient und beispielsweise zumindest teilweise zumindest in der
Transportrichtung T bewegbar ist. Beispielsweise ist das jeweilige Saugtransportmittel
119; 136; 700; 906 dann als unteres Saugtransportmittel 119; 136; 700; 906 ausgebildet,
wobei weiter bevorzugt dessen Saugöffnungen oder Ansaugöffnungen zumindest während
ihrer Verbindung mit der zumindest einen Unterdruckkammer bevorzugt zumindest auch
oder nur nach oben weisen und/oder dessen Saugwirkung bevorzugt zumindest auch oder
nur nach unten gerichtet ist. Die Bogen 02 werden dann von dem Saugtransportmittel
119; 136; 700; 906 bevorzugt liegend transportiert. Bevorzugt sind zumindest zwei
Saugtransportmittel 119; 136 als untere Saugtransportmittel 119; 136 ausgebildet.
[0093] Die Bearbeitungsmaschine 01 zur Bearbeitung von Bogen 02 umfasst bevorzugt das zumindest
eine Auftragaggregat 600 und zumindest einen dem jeweiligen Auftragaggregat 600 zugeordneten
Bogensensor 622. Die Bearbeitungsmaschine 01 ist bevorzugt als Bogenbearbeitungsmaschine
01 mit der Substratzufuhreinrichtung 100 und dem zumindest einen Auftragaggregat 600
und der zumindest einen Formgebungseinrichtung 900 und weiter bevorzugt mit der zumindest
einen entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs nach der
zumindest einen Formgebungseinrichtung 900 angeordneten Auslage 1000 ausgebildet.
[0094] Die Substratzufuhreinrichtung 100 umfasst bevorzugt das Anlageaggregat 300. Vorzugsweise
weist das Anlageaggregat 300 den zumindest einen Anlegerstapel 104 auf. Der Anlegerstapel
104 umfasst vorzugsweise eine Vielzahl von Bogen 02, welche in einem Speicherbereich
166 vorzugsweise zumindest zeitweise gestapelt vorliegen. In Transportrichtung T ist
der Speicherbereich 166 vorzugsweise von zumindest einem Vorderanschlag 137 begrenzt.
Der Vorderanschlag 137 ist vorzugsweise so ausgebildet, dass jeweils ein einzelner
Bogen 02 in vertikaler Richtung V unterhalb des Vorderanschlags 137 in Transportrichtung
T transportierbar ausgebildet ist. Für einen Transport von Bogen 02, insbesondere
des in vertikaler Richtung V untersten Bogens 02, in Transportrichtung T ist das zumindest
eine vorzugsweise als Beschleunigungsmittel 136 ausgebildete Transportmittel 136 dem
Speicherbereich 166 zugeordnet. Das Beschleunigungsmittel 136 ist bevorzugt als unteres
Saugtransportmittel 136 ausgebildet. Vorzugsweise dient das Beschleunigungsmittel
136 dazu, Bogen 02 des Anlegerstapels 104 auf eine Soll-Transportgeschwindigkeit,
insbesondere eine Bearbeitungsgeschwindigkeit, von Bogen 02 zu beschleunigen, mit
welcher vorzugsweise die Bogen 02 innerhalb der Bearbeitungsmaschine 01 zu einer Bearbeitung
der Bogen 02 durch die Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000 bevorzugt transportiert
werden. In Transportrichtung T nach dem Beschleunigungsmittel 136 ist vorzugsweise
das als sekundäres Beschleunigungsmittel 119 ausgebildete Transportmittel 119 angeordnet.
Bevorzugt ist das sekundäre Beschleunigungsmittel 119 als Transportband und/oder Transportwalze,
weiter bevorzugt als unteres Saugtransportmittel 119, ausgebildet. Das sekundäre Beschleunigungsmittel
119 ist bevorzugt zum Anpassen einer realen Transportgeschwindigkeit von Bogen 02
an die Bearbeitungsgeschwindigkeit ausgebildet, sobald deren reale Transportgeschwindigkeit
von der Bearbeitungsgeschwindigkeit abweicht.
[0095] In Transportrichtung T nach dem Anlageaggregat 300, insbesondere nach dem sekundären
Beschleunigungsmittel 119, ist vorzugsweise das zumindest eine Transportaggregat 700,
insbesondere ein erstes Transportaggregat 700, angeordnet. Beispielsweise ist zu einer
Übergabe von Bogen 02 von dem sekundären Beschleunigungsmittel 119 an das bevorzugt
als oberes Saugtransportmittel 700 ausgebildete Transportaggregat 700 ist vorzugsweise
zumindest ein Übergabemittel vorgesehen.
[0096] In Transportrichtung T nach dem ersten Transportaggregat 700 ist vorzugsweise das
zumindest eine Auftragaggregat 600 mit dem zumindest einen als Druckwerk 614 ausgebildeten
Auftragwerk 614 angeordnet. Das zumindest eine Auftragaggregat 600 weist jeweils das
zumindest eine Druckwerk 614 oder Lackwerk 614 mit dem Formzylinder 616 und einem
dem Formzylinder 616 zugeordneten Einzelantrieb auf. Das zumindest eine Auftragaggregat
600 ist bevorzugt als Flexo-Auftragaggregat 600 ausgebildet. Beispielsweise alternativ
ist mindestens eines der Auftragaggregate 600 als Offset-Auftragaggregat, insbesondere
umfassend ein Offset-Druckwerk, ausgebildet. Bevorzugt weist die Bearbeitungsmaschine
01 mindestens vier Auftragaggregate 600, insbesondere Flexo-Auftragaggregate 600,
auf. Beispielsweise umfasst die Bearbeitungsmaschine 01 zumindest sechs Auftragaggregate
600, wobei sich bevorzugt die einzelnen Auftragaggregate 600 in dem durch sie verarbeiteten
Druckfluid und/oder einem durch sie auf den Bedruckstoff 02 aufgetragenen Druckbildelement
zumindest teilweise unterscheiden. Insbesondere wird zumindest durch ein erstes Auftragaggregat
600 Druckfarbe oder Tinte aufgetragen, während zumindest durch ein letztes Auftragaggregat
600 Lack aufgetragen wird. Bevorzugt ist zwischen jeweils zwei Auftragaggregaten 600
jeweils zumindest ein Transportmittel 700 angeordnet. Das zumindest eine Druckwerk
614 ist bevorzugt als Flexo-Druckwerk ausgebildet, welches insbesondere nach dem Prinzip
des Flexo-Druckverfahrens zum Aufbringen von Druckfluid auf den Bogen 02 ausgebildet
ist.
[0097] In einer bevorzugten Ausführung umfasst das zumindest eine Auftragwerk 614 den zumindest
einen Formzylinder 616, zumindest einen Gegendruckzylinder 617, zumindest eine Rasterwalze
618 und/oder zumindest einen Farbkasten 619. Der Farbkasten 619 weist vorzugsweise
Druckfluid, vorzugsweise Lack oder Druckfarbe oder Tinte, auf und ist das Druckfluid
an die Rasterwalze 618 abgebend ausgebildet. Die Rasterwalze 618 ist das Druckfluid
an zumindest einen als Druckform 629, auch als Druckplatte 629 bezeichnet, oder Lackplatte
629, auch als Lacktuch 629 bezeichnet, ausgebildeten Zylinderaufzug 629 des Formzylinders
616 zum Bedrucken eines Bedruckstoffes 02 übertragend ausgebildet. Bevorzugt legen
der Formzylinder 616 und der Gegendruckzylinder 617 eine Bearbeitungsstelle 621 des
Auftragwerks 614 fest. Durch eine Mantelfläche des Formzylinders 616 und eine Mantelfläche
des Gegendruckzylinders 617 ist vorzugsweise die als Druckspalt 621 ausgebildete Bearbeitungsstelle
621 festgelegt, durch welchen vorzugsweise Bogen 02 das Druckwerk 614 oder Lackwerk
614 durchlaufen können. Der Druckspalt 621 ist bevorzugt derjenige Bereich, in dem
sich der jeweilige Formzylinder 616 einerseits und der jeweilige Gegendruckzylinder
617 andererseits am nächsten sind.
[0098] In einer bevorzugten Ausführung der Bearbeitungsmaschine 01 weist jeweils das als
Druckwerk 614 oder Lackwerk 614 ausgebildete Auftragwerk 614 den zumindest einen Formzylinder
616 auf. Der Formzylinder 616 weist vorzugsweise den zumindest einen Zylinderaufzug
629 auf. Der Formzylinder 616 weist bevorzugt den zumindest einen, beispielsweise
genau einen, alternativ bevorzugt zumindest zwei entlang des Umfangs des Formzylinders
616 hintereinander angeordnete, Zylinderaufzug 629 und zumindest eine Halterung 626
für den zumindest einen Zylinderaufzug 629 auf. Die Halterung 626 der Druckform 629
oder der Lackplatte 629 ist beispielsweise als Klemmeinrichtung ausgebildet. Vorzugsweise
ist die Halterung 626 der Druckform 629 oder der Lackplatte 629 entlang einer Umfangsrichtung
der Mantelfläche des Formzylinders 616 als ein nicht-druckender Bereich der Mantelfläche
des Formzylinders 616 ausgebildet. Der nicht-druckende Bereich des Formzylinders 616
weist bevorzugt in Umfangsrichtung des Formzylinders 616 eine Länge auf, welche vorzugsweise
mindestens 3%, bevorzugt mindestens 5%, weiter bevorzugt mindestens 8%, der Umfangslänge
des Formzylinders 616 beträgt. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ weist der nicht-druckende
Bereich des Formzylinders 616 in Umfangsrichtung des Formzylinders 616 eine Länge
von maximal 15%, weiter bevorzugt maximal 10%, der Umfangslänge des Formzylinders
616 auf. Bevorzugt ist die Länge des nicht-druckenden Bereichs durch die Länge in
Umfangsrichtung des druckenden Bereichs des Formzylinders 616, insbesondere der Länge
der zumindest einen Druckform 629 oder der Lackplatte 629 in Umfangsrichtung des Formzylinders
616, festgelegt.
[0099] In dem nicht-drückenden Bereich der Mantelfläche des Formzylinders 616 erfolgt in
einem druckenden Betrieb der Bearbeitungsmaschine 01 vorzugsweise kein Übertrag von
Druckfluid von der Mantelfläche des Formzylinders 616 auf Bogen 02. Lediglich innerhalb
jenes Bereichs der Mantelfläche des Formzylinders 616, welcher die zumindest eine
Druckform 629 oder die zumindest eine Lackplatte 629 aufweist, erfolgt bevorzugt ein
Übertrag von Druckfluid von dem Formzylinder 616 auf Bogen 02. Jener Bereich der Mantelfläche
des Formzylinders 616, welcher den zumindest einen Zylinderaufzug 629 aufweist, ist
vorzugsweise als der druckende Bereich der Mantelfläche des Formzylinders 616 ausgebildet.
Entlang der Umfangsrichtung der Mantelfläche des Formzylinders 616 ist bevorzugt der
zumindest eine Zylinderaufzug 629, weiter bevorzugt genau ein Zylinderaufzug 629,
und der zumindest eine nicht-druckende Bereich, bevorzugt genau ein nicht-druckender
Bereich, hintereinander angeordnet. In Drehrichtung des Formzylinders 616 ist bevorzugt
die Halterung 626 vor dem druckenden Bereich des Formzylinders 616 angeordnet, weiter
bevorzugt ist eine hintere Kante des nicht-druckenden Bereichs des Formzylinders 616
in Drehrichtung des Formzylinders 616 vor dem druckenden Bereich des Formzylinders
616 angeordnet. Bevorzugt ist eine vordere Kante des druckenden Bereichs des Formzylinders
616 zu der hinteren Kante des nicht-druckenden Bereichs des Formzylinders 616 identisch.
[0100] Der Formzylinder 616 ist bevorzugt durch den als Einzelantrieb ausgebildeten Antrieb
antreibbar ausgebildet und/oder angetrieben. Bevorzugt ist der Einzelantrieb des Formzylinders
616 als vorzugsweise lagegeregelter Elektromotor ausgebildet. Der Formzylinder 616
ist jeweils mechanisch unabhängig von jedem weiteren Zylinder und/oder Walze des Auftragwerks
614, angetrieben.
[0101] In einer bevorzugten Ausführung des Gegendruckzylinders 617 weist dieser bevorzugt
eine entlang einer Umfangsrichtung des Gegendruckzylinders 617 durchgängige Oberfläche
auf. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Gegendruckzylinder 617 eine Hülse
als Mantelfläche aufweist. Beispielsweise ist der Gegendruckzylinder 617 in dieser
Ausführung durch den Einzelantrieb des Formzylinders 616 zusätzlich zu dem Formzylinder
616 antreibbar ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich weist der Gegendruckzylinder
617 bevorzugt einen separaten Einzelantrieb auf, insbesondere einen vorzugsweise lagegeregelten
Elektromotor. Alternativ oder zusätzlich ist der Gegendruckzylinder 617 über einen
Antrieb der virtuellen und/oder elektronischen Leitachse angetrieben und/oder antreibbar.
Beispielsweise weist der Gegendruckzylinder 617, welcher eine durchgängige Oberfläche
aufweist, einen Umfang auf, welcher sich von dem Umfang des ihm zugeordneten Formzylinders
616 unterscheidet, bevorzugt welcher kleiner ist als der Umfang des ihm zugeordneten
Formzylinders 616.
[0102] In einer weiteren, bevorzugten Ausführung des Gegendruckzylinders 617 ist dieser
bevorzugt als Plattenzylinder ausgebildet und weist zusätzlich oder alternativ vorzugsweise
zumindest eine Gegendruckplatte auf. Bevorzugt entspricht der Durchmesser des als
Plattenzylinder ausgebildeten Gegendruckzylinders 617 dem Umfang des Formzylinders
616. Zur Befestigung der zumindest einen Gegendruckplatte weist der Gegendruckzylinder
617 zumindest eine Halterung 627 auf. Die Halterung 627 des Gegendruckzylinders 617
weist bevorzugt entlang der Mantelfläche des Gegendruckzylinders 617 die selbe Größe
auf wie die Halterung 626 entlang der Mantelfläche des Formzylinders 616. Vorzugsweise
ist die Halterung 627 des Gegendruckzylinders 617 bevorzugt entlang der Mantelfläche
des Gegendruckzylinders 617 so angeordnet, dass bei einer der Bearbeitungsgeschwindigkeit
zugeordneten Drehbewegung des Gegendruckzylinders 617 und einer der Bearbeitungsgeschwindigkeit
zugeordneten Drehbewegung des Formzylinders 616 die Positionen der Halterungen 626;
627 zueinander synchronisierbar ausgebildet sind. Bevorzugt treffen die Halterungen
626; 627 bei einer der Bearbeitungsgeschwindigkeit zugeordneten Drehbewegung jeweils
zeitgleich mit einer jeweils vorderen Kante der Halterungen 626; 627 an dem jeweiligen
Druckspalt 621 ein. Bevorzugt sind die Halterungen 626; 627 bei einer der Bearbeitungsgeschwindigkeit
zugeordneten Drehbewegung jeweils zeitgleich mit einer jeweils hinteren Kante der
Halterungen 626; 627 den jeweiligen Druckspalt 621 verlassend ausgebildet.
[0103] Beispielsweise ist zumindest ein in Transportrichtung T erstes Auftragaggregat 600
als Grundierwerk ausgebildet und/oder ist zumindest ein in Transportrichtung T letztes
Auftragaggregat 600 als Lackwerk 614 ausgebildet.
[0104] In Transportrichtung T nach dem zumindest einen Auftragaggregat 600, bevorzugt nach
dem letzten Auftragaggregat 600, ist bevorzugt die zumindest eine Formgebungseinrichtung
900 mit dem zumindest einen Formgebungswerk 914 angeordnet. Die zumindest eine Formgebungseinrichtung
900 ist bevorzugt als Stanzeinrichtung 900 und/oder als Rotationsstanzeinrichtung
900 ausgebildet. Beispielsweise ist genau eine Formgebungseinrichtung 900, insbesondere
Stanzeinrichtung 900 und/oder Rotationsstanzeinrichtung 900, angeordnet. Die zumindest
eine Formgebungseinrichtung 900 weist bevorzugt zumindest eine und weiter bevorzugt
genau eine bevorzugt als Formgebungsstelle 909 ausgebildete Bearbeitungsstelle 909
auf, die durch zumindest und weiter bevorzugt genau einen insbesondere als Stanzformzylinder
901 ausgebildeten Formzylinder 901 einerseits und zumindest einen Gegendruckzylinder
902 andererseits gebildet wird. Die Formgebungsstelle 909 ist bevorzugt derjenige
Bereich, in dem sich der jeweilige Formzylinder 901 einerseits und der jeweilige Gegendruckzylinder
902 andererseits am nächsten sind. Die zumindest eine Formgebungsstelle 909 ist bevorzugt
als zumindest eine Stanzstelle 909 ausgebildet. Bevorzugt umfasst die Formgebungseinrichtung
900, insbesondere das Formgebungswerk 914, zumindest ein Werkzeug, weiter bevorzugt
umfasst der zumindest eine Formzylinder 901 zumindest ein Werkzeug. In einer bevorzugten
Ausführung steht das Werkzeug der Formgebungseinrichtung 900, insbesondere des Formgebungswerks
914, bevorzugt das Werkzeug des Formzylinders 901, zumindest zeitweise in direktem
Kontakt zu dem Gegendruckzylinder 902, insbesondere in dem Bereich der Formgebungsstelle
909.
[0105] Ein Bogen 02, welcher durch die Formgebungseinrichtung 900 bearbeitet ist, also welcher
auf dem Transportweg in Transportrichtung T nach der zumindest einen Formgebungsstelle
909 angeordnet ist, weist bevorzugt mindestens einen Stanzeindruck 1103 auf. Der zumindest
eine Stanzeindruck 1103 ist beispielsweise als Rille und/oder Riefe und/oder Prägung
und/oder Schnitt und/oder Perforierung ausgebildet. Bevorzugt ist der zumindest eine
Stanzeindruck 1103, insbesondere wenn dieser als Perforierung und/oder Schnitt ausgebildet
ist, zumindest teilweise mindestens ein Nutzen 1101 von mindestens einem Abfallstück
und/oder von mindestens einem weiteren Nutzen 1101 trennend ausgebildet. Vorzugsweise
weist ein Bogen 02, welcher durch die Formgebungseinrichtung 900 bearbeitet ist, also
welcher auf dem Transportweg in Transportrichtung T nach der zumindest einen Formgebungsstelle
909 angeordnet ist, zumindest ein Nutzen 1101, bevorzugt mindestens zwei Nutzen 1101,
und mindestens ein Abfallstück auf.
[0106] Der Begriff Nutzen 1101 bezeichnet im Vorangegangenen und im Folgenden nach DIN 16500-2
vorzugsweise die Anzahl gleicher Objekte, die aus dem gleichen Werkstoffstück gefertigt
werden und/oder auf einem gemeinsamen Trägermaterial, beispielsweise einem gemeinsamen
Bogen 02, angeordnet sind. Ein Nutzen 1101 ist vorzugsweise jener Bereich eines Bogens
02, welcher als ein Produkt der Bogenbearbeitungsmaschine 01, insbesondere als ein
Zwischenprodukt zur Herstellung eines Endproduktes, beispielsweise als ein Rohling,
ausgebildet ist und/oder beispielsweise zu dem gewünschten oder geforderten Endprodukt
weiterverarbeitet wird und/oder weiterverarbeitbar ausgebildet ist. Bevorzugt weist
der zumindest eine Nutzen 1101 des jeweiligen Bogens 02 jeweils das mindestens eine
Druckbild auf. Bevorzugt ist hier das gewünschte oder geforderte Endprodukt, welches
durch den jeweiligen Nutzen 1101 oder bevorzugt durch Weiterverarbeitung des jeweiligen
Nutzens 1101 erzeugt wurde, eine Faltschachtel und/oder eine Deckelschachtel und/oder
eine Falthülle und/oder eine formfeste Schachtel.
[0107] Ein Reststück, bevorzugt ein Abfallstück, ist im Vorangegangenen und im Folgenden
jener Bereich eines Bogens 02, welcher keinem Nutzen 1101 entspricht. Ein Reststück
ist vorzugsweise als Abfallstück und/oder Beschnitt und/oder Ausbruch ausgebildet
und ist bevorzugt von zumindest einem Nutzen 1101 zumindest teilweise entfernbar ausgebildet.
Bevorzugt während dem Betrieb der Bogenbearbeitungsmaschine 01 wird das zumindest
eine Abfallstück an der zumindest einen Formgebungsstelle 909 der Formgebungseinrichtung
900 erzeugt, beispielsweise in zumindest einem Stanzvorgang, und bevorzugt während
dem Betrieb der Bogenbearbeitungsmaschine 01 von dem jeweiligen Bogen 02 zumindest
teilweise, bevorzugt vollständig, entfernt.
[0108] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
nach der zumindest einen Formgebungsstelle 909 die zumindest eine Separationseinrichtung
903 zum Entfernen von zumindest einem Abfallstück von zumindest einem Bogen 02 angeordnet
ist. Die Separationseinrichtung 903 ist bevorzugt zum vollständigen Entfernen von
Abfallstücken aus dem jeweiligen Bogen 02 ausgebildet. Die zumindest eine Separationseinrichtung
903 dient also insbesondere einer Separation der Reststücke, insbesondere der ehemaligen
Teile des Bogens 02, die von dem Bogen 02 bereits ganz oder teilweise abgetrennt wurden
und von dem Bogen 02 entfernt werden sollen, von Nutzen 1101, insbesondere denjenigen
Teilen des Bogens 02, die weiterhin als Bogen 02 behandelt und gegebenenfalls weiter
verarbeitet werden sollen. Die zumindest eine Separationseinrichtung 903 ist beispielsweise
als Separationsaggregat 903 und/oder als Separationsmodul 903 ausgebildet. Alternativ
ist die zumindest eine Separationseinrichtung 903 Bestandteil eines anderen Aggregats
900 oder Moduls 900, insbesondere des zumindest einen Formgebungsaggregats 900 oder
Formgebungsmoduls 900.
[0109] Die zumindest eine Separationseinrichtung 903 weist bevorzugt zumindest ein als Separationstransportmittel
904 ausgebildetes Transportmittel 904 auf, insbesondere zum Transport von Bogen 02.
Das zumindest eine Separationstransportmittel 904 dient bevorzugt dazu, jeweilige
Bogen 02 entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs und/oder
in der Transportrichtung T zu transportieren, während Abfallstücke von den jeweiligen
Bogen 02 entfernt werden. Die Abfallstücke werden dabei bevorzugt in einer jeweiligen
Richtung transportiert, die zumindest eine Komponente aufweist, die orthogonal zu
der Transportrichtung T orientiert ist, bevorzugt entgegen einer vertikalen Richtung
V, beispielsweise vertikal nach unten. Bevorzugt wird zumindest auch die Schwerkraft
genutzt, um solche Abfallstücke von dem jeweiligen Bogen 02 zu entfernen. So muss
bevorzugt nur eine Kraft aufgebracht werden, die das jeweilige Abfallstück von dem
jeweiligen Bogen 02 trennt und durch die Schwerkraft wird dann das jeweilige Abfallstück
in eine Richtung abgeführt, die zumindest eine Komponente aufweist, die orthogonal
zu der Transportrichtung T orientiert ist, bevorzugt nach unten.
[0110] Bevorzugt ist längs des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
genau ein Separationstransportmittel 904 angeordnet. Alternativ sind längs des für
den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs mehrere Separationstransportmittel
904 angeordnet, die beispielsweise unterschiedlich ausgebildet sind. Alternativ oder
zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt dadurch aus, dass
das zumindest eine Separationstransportmittel 904 sowohl von oben als auch von unten
auf Bogen 02 einwirkend und/oder einzuwirken fähig ausgebildet ist. Dann können Bogen
02 trotz des Einwirkens der zumindest einen Separationseinrichtung 903 mit hinreichender
Genauigkeit entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
transportiert werden. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine
01 bevorzugt dadurch aus, dass das zumindest eine Separationstransportmittel 904 mehrere
auf die Querrichtung A bezogen beabstandet nebeneinander angeordnete obere Separationstransportriemen
und/oder mehrere auf die Querrichtung A bezogen beabstandet nebeneinander angeordnete
untere Separationstransportriemen aufweist. Separationstransportriemen sind beispielsweise
als endlose und/oder umlaufende Riemen ausgebildet, die weiter bevorzugt in der Querrichtung
A eine relativ geringe Abmessung aufweisen, beispielsweise weniger als 5 cm (fünf
Zentimeter), bevorzugt weniger als 2 cm (zwei Zentimeter) und weiter bevorzugt weniger
als 1 cm (ein Zentimeter). Bevorzugt sind auf die Querrichtung A bezogen relativ große
Abstände zwischen jeweiligen benachbarten Separationstransportriemen, beispielsweise
zumindest 2 cm (zwei Zentimeter), weiter bevorzugt zumindest 5 cm (fünf Zentimeter),
noch weiter bevorzugt zumindest 10 cm (zehn Zentimeter) und noch weiter bevorzugt
zumindest 20 cm (zwanzig Zentimeter). Dadurch können Abfallstücke in eine Richtung
mit zumindest einer Komponente, welche orthogonal zu der Transportrichtung T orientiert
ist, bevorzugt in oder entgegen der vertikalen Richtung V, weiter bevorzugt nach unten
und/oder nach oben, zwischen den Separationstransportriemen hindurch bewegt werden,
insbesondere hindurchfallen. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine
01 bevorzugt dadurch aus, dass das zumindest eine Separationstransportmittel 904 von
jeglichem Saugtransportmittel verschieden, also nicht als Saugtransportmittel ausgebildet
ist.
[0111] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass die zumindest Separationseinrichtung 903 als zumindest eine Rütteleinrichtung
903 ausgebildet ist und/oder dass die zumindest Separationseinrichtung 903 zumindest
einen Rüttelantrieb aufweist. Bevorzugt ist mittels des zumindest einen Rüttelantriebs
zumindest ein Separationstransportriemen orthogonal zu seiner lokalen Transferrichtung
auslenkbar. Unter einer lokalen Transferrichtung ist dabei jeweils diejenige Richtung
zu verstehen, in der ein jeweiliges Element des jeweiligen Separationstransportriemens
auf Grund einer Umlaufbewegung des jeweiligen Separationstransportriemen beweget wird,
insbesondere abgesehen von gegebenenfalls überlagerten Auslenkbewegungen. Der zumindest
eine Rüttelantrieb dient also bevorzugt dazu, den jeweiligen Bogen 02 zu rütteln,
insbesondere durch Bewegungen in Richtungen orthogonal zu der Transportrichtung T.
Solche Bewegungen sind beispielsweise nur mit geringer Auslenkung notwendig. Beispielsweise
ist der zumindest eine Rüttelantrieb auf das zumindest eine Separationstransportmittel
904 und/oder zumindest einen Separationstransportriemen direkt oder indirekt einwirkend
und/oder einzuwirken fähig angeordnet, beispielsweise über zumindest eine Schlagwelle.
Beispielsweise ist der zumindest eine Rüttelantrieb auf zumindest ein Umlenkmittel
und/oder zumindest ein Leitmittel zumindest eines Separationstransportriemens direkt
oder indirekt einwirkend und/oder einzuwirken fähig angeordnet. Als Rüttelantrieb
ist beispielsweise zumindest ein elektrischer und/oder zumindest ein pneumatischer
und/oder zumindest ein hydraulischer und/oder zumindest ein magnetischer Antrieb angeordnet.
Alternativ oder zusätzlich weist die zumindest eine Separationseinrichtung 903 beispielsweise
zumindest ein Separationsgebläse auf, das weiter bevorzugt dazu dient, Abfallstücke
durch zumindest einen zumindest zeitweise aktivierten Gasstrom von den jeweiligen
Bogen 02 zu entfernen.
[0112] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
zumindest ein als Selektivtransportmittel 906 ausgebildetes Transportmittel 906 angeordnet
ist, insbesondere entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
nach dem zumindest einen Separationstransportmittel 904. Das zumindest eine als Selektivtransportmittel
906 ausgebildetes Transportmittel 906 ist bevorzugt entlang des für den Transport
von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs an das zumindest eine Separationstransportmittel
904 anschließend angeordnet, insbesondere direkt an das zumindest eine Separationstransportmittel
904 anschließend. Unter einem Selektivtransportmittel 906 ist dabei insbesondere ein
Transportmittel 906 zu verstehen, das nur ausgewählte Objekte transportiert und/oder
zu transportieren fähig ausgebildet ist, beispielsweise ausschließlich Bogen 02 und/oder
keine Reststücke. Als Unterscheidungskriterium dient beispielsweise zumindest eine
Lage und/oder zumindest eine Abmessung des jeweiligen Objekts, insbesondere bezüglich
der Querrichtung A. Bevorzugt ist das zumindest ein als Selektivtransportmittel 906
als zumindest ein oberes Saugtransportmittel 906 für einen hängenden Transport von
Bogen 02 ausgebildet, weiter bevorzugt als zumindest ein ausschließlich oberes Saugtransportmittel
906 und/oder für einen ausschließlich hängenden Transport von Bogen 02. Dann können
etwaige Reststücke auch nach dem zumindest einen Separationstransportmittel 904 noch
entgegen der vertikalen Richtung V, bevorzugt nach unten, weg fallen und sich von
den Bogen 02 entfernen, ohne nachfolgende Prozesse zu stören. Bevorzugt zeichnet sich
die Bogenbearbeitungsmaschine 01 dadurch aus, dass die Bogenbearbeitungsmaschine 01
entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs in Transportrichtung
T nach der Separationseinrichtung 903 zumindest ein Transportmittel 906, insbesondere
ein oberes Saugtransportmittel 906, aufweist, das für den hängenden Transport von
Bogen 02, bevorzugt für den hängenden Transport des zumindest einen verbliebenen und
von der Formgebungseinrichtung 900 bearbeiteten Teils des zumindest einen Bogens 02
mit dem mindestens einen Nutzen 1101, ausgebildet ist.
[0113] In Transportrichtung T nach dem zumindest einen Formgebungsaggregat 900, weiter bevorzugt
nach der zumindest einen Separationseinrichtung 903, weiter bevorzugt im Anschluss
an das zumindest eine Transportmittel 906, ist bevorzugt die zumindest eine Substratabgabeeinrichtung
1000 angeordnet. Bevorzug umfasst die Substratabgabeeinrichtung 1000 zumindest einen
Auslagestapelträger 48 und zumindest eine Ausleitauslage 51. Bevorzugt weist die als
Auslage 1000 ausgebildete Substratabgabeeinrichtung 1000 zumindest eine bevorzugt
regelbare und/oder steuerbare Bogenweiche 49 auf, welche zur Führung von Bogen 02
entweder zu dem Auslagestapelträger 48 oder der Ausleitauslage 51 ausgebildet ist.
[0114] Bevorzugt ist entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
nach dem zumindest einen Selektivtransportmittel 906 zumindest ein als Bogenabbremsmittel
ausgebildetes Transportmittel angeordnet, das weiter bevorzugt zumindest teilweise
und weiter bevorzugt vollständig oberhalb eines Auslagestapelträgers der Bogenauslage
1000 angeordnet ist. Das zumindest eine Bogenabbremsmittel dient insbesondere dazu,
Bogen 02 abzubremsen, bevor sie auf einen Auslagestapel auf dem Auslagestapelträger
48 abgelegt werden.
[0115] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass in Transportrichtung T vor der Auslage 1000 bevorzugt zumindest
eine Änderung des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportweges, insbesondere
die Bogenweiche 49, geregelt ist und/oder gesteuert ist und/oder steuerbar ausgebildet
ist und/oder regelbar ausgebildet ist. Vorzugsweise ist die Änderung des Transportweges
zum Ausschleusen und/oder Auslenken von Bogen 02 auf einen den eigentlichen Transportweg
umgehenden Transportweg ausgebildet. Vorzugsweise ist die Änderung des Transportweges,
insbesondere die Bogenweiche 49, zum Ausschleusen und/oder Auslenken von Bogen 02
auf einen das zumindest eine Bogenabbremsmittel umgehenden Transportpfad ausgebildet.
Die Änderung des Transportweges, insbesondere die zumindest eine Bogenweiche 49, dient
beispielsweise zum Ausschleusen zumindest eines Bogens 02, insbesondere eines zu untersuchenden
Probebogens und/oder zumindest eines Makulaturbogens. Ein Makulaturbogen weist zumindest
einen Mangel auf, durch welchen er sich von einem Soll-Zustand von Bogen 02 unterscheidet.
Weiter bevorzugt zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 dadurch aus, dass
entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs zwischen der
zumindest einen Separationseinrichtung 903 einerseits und dem zumindest einen Bogenabbremsmittel
andererseits die Änderung des Transportweges, insbesondere die zumindest eine Bogenweiche
49, zum Ausschleusen von Bogen 02 auf einen das zumindest eine Bogenabbremsmittel
umgehenden Transportpfad angeordnet ist.
[0116] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass die Auslage 1000, bevorzugt die Bogenauslage 1000, zumindest einen
vorderen Stapelbegrenzer aufweist und/oder dass ein Auslagestapelbereich zumindest
durch den zumindest einen hinteren Bogenanschlag und den zumindest einen vorderen
Stapelbegrenzer begrenzt wird und/oder dass die Bogenauslage 1000 zumindest ein für
einen hängenden Transport von Bogen 02 ausgebildetes oberes Bogentransportsystem aufweist,
das zumindest eine Überschuppungseinrichtung aufweist und/oder dass die zumindest
eine Überschuppungseinrichtung einer Überschuppung für einen geschuppten, hängenden
Transport zumindest zweier Bogen 02 an zumindest einer in vertikaler Richtung V gesehen
über dem Auslagestapelbereich angeordneten Stelle dient.
[0117] Ein Bogen 02, welcher auf dem Transportweg in Transportrichtung T nach der zumindest
einen Formgebungsstelle 909 und nach der zumindest einen Separationseinrichtung 903
angeordnet ist, weist bevorzugt zumindest ein Nutzen 1101, bevorzugt zumindest zwei
Nutzen 1101, und zumindest eine Bogenöffnung 1102, bevorzugt zumindest zwei Bogenöffnungen
1102, auf. Bevorzugt weist der zumindest eine Nutzen 1101 des jeweiligen Bogens 02
jeweils das mindestens eine Druckbild auf. Bevorzugt weist der Bogen 02 mindestens
zwei Nutzen 1101 mit jeweils dem mindestens einen Druckbild auf. Bevorzugt weisen
die mindestens zwei Nutzen 1101 des einen jeweiligen Bogens 02 jeweils zumindest ein
bevorzugt identisches Druckbild auf.
[0118] Bevorzugt weist ein Bogen 02, welcher auf dem Transportweg in Transportrichtung T
nach der zumindest einen Formgebungsstelle 909 und nach der zumindest einen Separationseinrichtung
903 angeordnet ist und zusätzlich oder alternativ nach Durchlaufen der Bogenbearbeitungsmaschine
01 außerhalb der Bogenbearbeitungsmaschine 01 angeordnet ist, mindestens einen Nutzen
1101, bevorzugt mindestens zwei Nutzen 1101, auf, wobei mindestens ein Reststück,
bevorzugt mindestens zwei Reststücke, von dem Bogen 02 entfernt worden sind. Beispielsweise
weist der Bogen 02 zusätzlich zumindest einen Stanzeindruck 1103, bevorzugt zumindest
zwei Stanzeindrücke 1103, auf, insbesondere einen als Rille und/oder Riefe und/oder
Prägung ausgebildeten Stanzeindruck 1103. Vorzugsweise weist der Bogen 02 in Transportrichtung
T nach der Separationseinrichtung 903 oder nach Durchlaufen der Bogenbearbeitungsmaschine
01 keine Reststücke auf. Voneinander verschiedene Nutzen 1101 sind innerhalb eines
Bogens 02 beispielsweise durch zumindest einen Stanzeindruck 1103, beispielsweise
eine Perforierung und/oder einen zumindest teilweisen Schnitt und/oder eine Rille,
voneinander trennbar ausgebildet und/oder getrennt ausgebildet.
[0119] Vorzugsweise weist ein Bogen 02 in Transportrichtung T nach der Separationseinrichtung
903 keine Abfallstücke auf. Bevorzugt weist ein Bogen 02 in Transportrichtung T nach
der Separationseinrichtung 903 an jenen Positionen der Abfallstücke jeweils eine Bogenöffnung
1102 auf, deren Abmessung und/oder deren Kontur der Abmessung und/oder Kontur des
jeweiligen entfernten Abfallstücks entspricht. In einer alternativen oder zusätzlichen
Ausführung entspricht beispielsweise die Abmessung und/oder Kontur einer Bogenöffnung
1102 der Abmessung und/oder Kontur von mehreren aneinander angrenzenden Abfallstücken.
Bevorzugt weist die Bearbeitungsmaschine 01 zumindest eine Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 auf. Bevorzugt entspricht die verbliebene Kontur des Bogens 02, insbesondere
die verbliebene Kontur des mindestens einen Nutzens 1101, der Kontur des mindestens
einen vor der Inspektionseinrichtung 916 entfernten Reststücks und/oder einer zusammengesetzten
Kontur von mindestens zwei vor der Inspektionseinrichtung 916 entfernten Reststücken.
[0120] Im Vorangegangenen und im Folgenden bezeichnet Bogenöffnung 1102 bevorzugt in einem
Ist-Zustand des betreffenden Bogens 02 vorzugsweise einen Bereich von Bogen 02, an
welchem nach dem zumindest einen Bearbeitungsvorgang in der Formgebungseinrichtung
900 und zusätzlich oder alternativ nach dem zumindest einen Bearbeitungsvorgang in
der Separationseinrichtung 903 der betreffende Bogen 02 vorzugsweise keine Masse,
bevorzugt eine Lücke, aufweist. Beispielsweise ist die Bogenöffnung 1102 als Bogenlücke
1102 ausgebildet. Bevorzugt ist einer jeweiligen Bogenöffnung 1102 zumindest ein Abfallstück
des betreffenden Bogens 02 zuordenbar und/oder zugeordnet. Bevorzugt ist eine Bogenöffnung
1102 jener Bereich eines Bogens 02, aus welchem zumindest ein Abfallstück entfernt
worden ist und/oder in welchem der Bogen 02 an Masse verloren hat und/oder keine verbliebene
Masse aufweist verglichen mit einem Zeitpunkt vor dem zumindest einen Bearbeitungsvorgang
in der Formgebungseinrichtung 900 und zusätzlich oder alternativ vor dem zumindest
einen Bearbeitungsvorgang in der Separationseinrichtung 903. Bevorzugt sind zwei sich
gegenüberliegende Begrenzungen der jeweiligen Bogenöffnung 1102, insbesondere zwei
sich gegenüberliegende Kanten des jeweiligen Bogens 02 zur Begrenzung der betreffenden
Bogenöffnung 1102, mit einem Abstand größer null, bevorzugt größer 5 mm (fünf Millimeter),
weiter bevorzugt größer 10 mm (zehn Millimeter), weiter bevorzugt größer 20 mm (zwanzig
Millimeter), weiter bevorzugt größer 30 mm (dreißig Millimeter), voneinander beabstandet.
Beispielsweise ist die zumindest eine betreffende Bogenöffnung 1102 in dem gewünschten
oder geforderten Endprodukt, welches durch den jeweiligen Nutzen 1101 oder dessen
Weiterverarbeitung erzeugt wurde, als Handgriff ausgebildet.
[0121] Das Druckbild beschreibt im Vorangegangenen und im Folgenden eine Darstellung auf
dem Bedruckstoff 02, welche der Summe aller Druckbildelemente insbesondere aller bildgebenden
Elemente entspricht, wobei die einzelnen Druckbildelemente während zumindest einer
Arbeitsstufe und/oder zumindest eines Druckvorgangs auf den Bedruckstoff 02 übertragen
werden und/oder übertragbar sind. Bevorzugt ist jeweils zumindest ein Druckbildelement
durch jeweils ein Auftragaggregat 600 der Bearbeitungsmaschine 01 auf den Bedruckstoff
02 übertragbar. Das bildgebende Element ist vorzugsweise jeweils ein Element, welches
durch zumindest ein Auftragaggregat 600 der Bearbeitungsmaschine 01 auf den Bogen
02 übertragbar ist und welches in der Summe aller bildgebenden Elemente das Druckbild
ergibt.
[0122] Ein Passer ist nach DIN 16500-2 beispielsweise im Mehrfarbendruck eine passgenaue
Zusammenfügung einzelner Druckbildelemente und/oder bildgebenden Elemente und/oder
Farbauszüge zu einem Druckbild. Der Passer wird auch Farbregister genannt.
[0123] Eine exakte Übereinstimmung eines Druckbildes auf der Vorderseite und der Rückseite
eines beidseitig bedruckten Bedruckstoffes 02 ist nach DIN 16500-2 ein Register.
[0124] Unter dem Begriff Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 oder auch Druckmarke
ist im Vorangegangenen und im Folgenden eine Marke zum Überprüfen des Passers und/oder
des Farbregisters zu verstehen. Bevorzugt wird für jedes Auftragaggregat 600 und/oder
für jedes Auftragwerk 614 zumindest eine Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23;
24, bevorzugt jeweils zumindest zwei Registermarken 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24,
weiter bevorzugt jeweils genau zwei Registermarken 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24,
auf zumindest einen betreffenden Bogen 02 aufgebracht.
[0125] Ein Bogen 02, welcher sich auf dem Transportweg in Transportrichtung T nach dem zumindest
einen Auftragwerk 614, bevorzugt nach dem letzten Auftragwerk 614, befindet und mit
zumindest durch das zumindest eine Auftragwerk 614, insbesondere Druckwerk 614, mit
Druckfluid versehen worden ist, weist bevorzugt zumindest jeweils eine Registermarke
16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24, bevorzugt zwei Registermarken 16; 17; 18; 19; 21;
22; 23; 24, für jedes Auftragwerk 614 auf, durch welches er mit Druckfluid versehen
worden ist. Bei beispielsweise vier Auftragwerken 614 weist der durch alle vier Auftragwerke
614 bedruckte Bogen 02 zumindest vier Registermarken 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24,
bevorzugt zumindest acht Registermarken 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24, auf. Vorzugsweise
ist jeweils eine Registermarke 16; 17; 18; 19 des jeweiligen Auftragwerks 614 als
erste Registermarke 16; 17; 18; 19 ausgebildet. Vorzugsweise ist jeweils eine Registermarke
21; 22; 23; 24 des jeweiligen Auftragwerks 614 als zweite Registermarke 21; 22; 23;
24 ausgebildet. Die erste Registermarke 16; 17; 18; 19 ist vorzugsweise in Richtung
Y in einem vorderen Bereich der bedruckbaren Hauptfläche des Bogens 02, insbesondere
an einem vorderen Rand des Druckbildes, angeordnet und zusätzlich oder alternativ
ist die zweite Registermarke 21; 22; 23; 24 vorzugsweise in Richtung Y in einem hinteren
Bereich der bedruckbaren Hauptfläche des Bogens 02, insbesondere an einem hinteren
Rand des Druckbildes, angeordnet.
[0126] Vorzugsweise ist jeder ersten Registermarke 16; 17; 18; 19 jeweils eine erste Referenzposition
06; 07; 08; 09 und jeder zweiten Registermarke 21; 22; 23; 24 jeweils eine zweite
Referenzposition 11; 12; 13; 14 zugeordnet. Die jeweilige Referenzposition 06; 07;
08; 09; 11; 12; 13; 14 ist diejenige Position der betreffenden Registermarke 16; 17;
18; 19; 21; 22; 23; 24, an der die Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 bei
einem ideal bedruckten Bogen 02 und/oder einer Druckvorlage angeordnet ist. Bevorzugt
sind die ersten Referenzpositionen 06; 07; 08; 09 in Richtung Y nebeneinander und/oder
in Richtung X hintereinander angeordnet. Zusätzlich oder alternativ sind bevorzugt
die zweiten Referenzpositionen 11; 12; 13; 14 in Richtung Y nebeneinander und/oder
in Richtung X hintereinander angeordnet. Bevorzugt sind jeweils eine erste Referenzposition
06; 07; 08; 09 zu jeweils einer zweiten Referenzposition 11; 12; 13; 14 in Richtung
Y hintereinander und/oder in Richtung X nebeneinander angeordnet.
[0127] Die Bogenbearbeitungsmaschine 01 umfasst bevorzugt den zumindest einen Bogensensor
164; 622; 722; 922. Beispielsweise weist die Bearbeitungsmaschine 01 eine Vielzahl
von Bogensensoren 164; 622; 722; 922 auf, welche bevorzugt zumindest teilweise in
Transportrichtung T hintereinander angeordnet sind. Vorzugsweise, je nach Position
und/oder Funktion, ist der zumindest eine Bogensensor 164 als Bogenstartsensor 164
oder ist der zumindest eine Bogensensor 622; 922 als Bogenlaufsensor 622; 922 oder
ist der zumindest eine Bogensensor 722 als Bogenkontrollsensor 722 ausgebildet. Bevorzugt
ist jeweils der Bogensensor 622; 722; 922 bezogen auf die Querrichtung A an der selben
Koordinate angeordnet. Bevorzugt sind die Bogensensoren 622; 722; 922 in Transportrichtung
T jeweils hintereinander, bevorzugt zueinander in Flucht, angeordnet. Eine Anordnung
der Bogensensoren 622; 722; 922 in Transportrichtung T jeweils in Flucht zueinander
stellt vorzugsweise sicher, dass die selbe Position der Vorderkante 03 und/oder Hinterkante
04 des jeweiligen Bogens 02 von den jeweiligen Bogensensoren 622; 722; 922 erfassbar
ist.
[0128] Bevorzugt zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 alternativ oder zusätzlich
dadurch aus, dass der zumindest eine Bogensensor 164; 622; 722; 922 zur Erfassung
einer Lage und/oder Position des jeweiligen Bogens 02 ausgebildet ist. Beispielsweise
um danach gezielt eine Veränderung der Lage und/oder Position vornehmen zu können
und/oder um die Informationen über die Lage und/oder Position des jeweiligen Bogens
02 in dem jeweiligen Bogensensor 164; 622; 722; 922 nachfolgenden Aggregaten 300;
600; 700; 900; 1000 verwenden zu können. Beispielsweise werden so gewonnene Informationen
verwendet, um ohne Anschläge und/oder während eines Weitertransports eine Ausrichtung
der Bogen 02 vorzunehmen. Bevorzugt ist der jeweilige Bogensensor 164; 622; 722; 922
bezogen auf die Querrichtung A maschinell bewegbar ausgebildet. Bevorzugt ist der
zumindest eine Bogensensor 164; 622; 722; 922 als optischer Bogensensor 164; 622;
722; 922 ausgebildet. Vorzugsweise ist der zumindest eine Bogensensor 164; 622; 722;
922 als Vorderkantensensor zur Erzeugung eines Vorderkantensignals ausgebildet ist
und/oder ist der zumindest eine Bogensensor 164; 622; 722; 922 als Hinterkantensensor
zur Erzeugung eines Hinterkantensignals ausgebildet.
[0129] Der jeweilige Bogensensor 164; 622; 722; 922 ist die jeweilige Vorderkante 03 und/oder
jeweilige Hinterkante 04 und/oder das zumindest eine jeweilige bildgebende Element,
beispielsweise die Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24, des jeweiligen Bogens
02 erfassend und bevorzugt ein entsprechendes Signal sendend ausgebildet. Weiter bevorzugt
ist der zumindest eine Bogensensor 164; 622; 722; 922 zugleich als Vorderkantensensor
und als Hinterkantensensor ausgebildet.
[0130] Bevorzugt zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 alternativ oder zusätzlich
dadurch aus, dass der zumindest eine Bogensensor 164; 622; 722; 922 als Durchlichtsensor
ausgebildet ist. Ein jeweiliger als Durchlichtsensor ausgebildeter Bogensensor 164;
622; 722; 922 zeichnet sich dadurch aus, dass er jeweils zumindest zwei Sensorelemente
171; 172; 623; 624; 723; 724; 923; 924 aufweist und dass der Erfassungsbereich des
jeweiligen Durchlichtsensors sich zwischen zumindest zwei dieser Sensorelemente 171;
172; 623; 624; 723; 724; 923; 924 erstreckt. Zumindest ein Sensorelement 171; 623;
723; 923 dieser jeweils zumindest zwei Sensorelemente 171; 172; 623; 624; 723; 724;
923; 924 ist als Sender 171; 623; 723; 923 ausgebildet, insbesondere als Sender 171;
623; 723; 923 für elektromagnetische Strahlung. Zumindest ein Sensorelement 172; 624;
724; 924 dieser jeweils zumindest zwei Sensorelemente 171; 172; 623; 624; 723; 724;
923; 924 ist als Empfänger 172; 624; 724; 924 ausgebildet, insbesondere als Empfänger
172; 624; 724; 924 für elektromagnetische Strahlung und/oder als dem zumindest einen
Sender 171; 623; 723; 923 zugeordneter Empfänger 172; 624; 724; 924. Beispielsweise
ist zumindest ein Reflektor angeordnet, der ebenfalls ein Sensorelement ist. Bevorzugt
ist jeweils zumindest ein Sensorelement 171; 172; 623; 624; 723; 724; 923; 924 des
Bogensensors 164; 622; 722; 922 oberhalb des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen
Transportwegs angeordnet und ist jeweils zumindest ein Sensorelement 171; 172; 623;
624; 723; 724; 923; 924 des Bogensensors 164; 622; 722; 922 unterhalb des für den
Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs angeordnet. Der bevorzugt als Durchlichtsensor
ausgebildete Bogensensor 164; 622; 722; 922 weist bevorzugt eine besonders hohe Reaktionsgeschwindigkeit
auf und ermöglicht dadurch bevorzugt eine besonders präzise Überprüfung des Transports
der Bogen 02. Bevorzugt weist der zumindest eine Bogensensor 164; 622; 722; 922 eine
Abtastfrequenz auf, die zumindest 2 kHZ (zwei Kilohertz), weiter bevorzugt zumindest
5 kHZ (fünf Kilohertz), noch weiter bevorzugt zumindest 9 kHZ (neun Kilohertz), noch
weiter bevorzugt zumindest 19 kHZ (neunzehn Kilohertz) und noch weiter bevorzugt zumindest
29 kHZ (neunundzwanzig Kilohertz) beträgt.
[0131] Zusätzlich oder alternativ weist die Bearbeitungsmaschine 01 bevorzugt die Substratzufuhreinrichtung
100 mit dem zumindest einen Bogensensor 164 auf. Bevorzugt ist der zumindest eine
als Bogenstartsensor 164 ausgebildete Bogensensor 164 der Substratzufuhreinrichtung
100 zum Erfassen einer jeweiligen Vorderkante 03 und/oder einer jeweiligen Hinterkante
04 und/oder zumindest einer Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 und/oder
zumindest eines Teils des Druckbildes jeweiliger Bogen 02 auf den vorgesehenen Transportweg
ausgerichtet angeordnet. Beispielsweise weist die Anlageeinrichtung 300 den zumindest
einen als Bogenstartsensor 164 ausgebildeten Bogensensor 164 auf. In einer alternativen
oder zusätzlichen Weiterbildung zeichnet sich die Bearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass der zumindest eine als Bogenstartsensor 164 ausgebildete Bogensensor
164 auf die Transportrichtung T bezogen nach dem zumindest einen primären Beschleunigungsmittel
136 und/oder nach dem zumindest einen Vorderanschlag 137 und/oder vor dem zumindest
einen sekundären Beschleunigungsmittel 119 angeordnet ist. Alternativ oder zusätzlich
zeichnet sich die Bearbeitungsmaschine 01 bevorzugt dadurch aus, dass der zumindest
eine Bogensensor 164, insbesondere der zumindest eine Bogenstartsensor 164, auf die
Transportrichtung T bezogen im Bereich des zumindest einen sekundären Beschleunigungsmittels
119 angeordnet ist.
[0132] Bevorzugt ist der als Bogenstartsensor 164 ausgebildete Bogensensor 164 derart angeordnet,
dass sein Erfassungsbereich eine Schnittmenge mit einem Kontrollabschnitt 167 des
für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs aufweist. Der Kontrollabschnitt
167 beginnt bevorzugt an einer Anfangsstelle 168, die entlang des für den Transport
von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs nach dem Speicherbereich 166 liegt, und/oder
endet bevorzugt an einer Endstelle 169, die entlang des für den Transport von Bogen
02 vorgesehenen Transportwegs vor dem zumindest einen Auftragaggregat 600 liegt. Umfasst
die Bearbeitungsmaschine 01 lediglich eine Formgebungseinrichtung 900, so endet der
Kontrollabschnitt 167 vorzugsweise an der Endstelle 169, die entlang des für den Transport
von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs vor der zumindest einen bevorzugt als Formgebungsstelle
909 ausgebildeten Bearbeitungsstelle 909 liegt. Durch den Kontrollabschnitt 167 ist
bevorzugt ein Bereich festgelegt, der für eine vorteilhafte Anordnung des Erfassungsbereichs
des zumindest einen Bogensensors 164 in Frage kommt.
[0133] Bevorzugt zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 alternativ oder zusätzlich
dadurch aus, dass die Anfangsstelle 168 von dem Speicherbereich 166 einen Anfangsabstand
aufweist, der zumindest 50 mm (fünfzig Millimeter) beträgt, weiter bevorzugt zumindest
90 mm (neunzig Millimeter), weiter bevorzugt zumindest 120 mm (einhundert und zwanzig
Millimeter), weiter bevorzugt zumindest 140 mm (einhundert und vierzig Millimeter)
und weiter bevorzugt zumindest 145 mm (einhundert und fünfundvierzig Millimeter).
Je näher die Anfangsstelle 168 und/oder der Erfassungsbereich des zumindest einen
Bogenstartsensors 164 an dem Speicherbereich 166 liegt, umso früher kann eine Erfassung
eines beschleunigten Bogens 02 erfolgen und umso früher kann auf ein entsprechendes
Messergebnis reagiert werden. Durch Einhalten eines Mindestabstands wird bevorzugt
sichergestellt, dass der jeweils zu erfassende Bogen 02 bereits die gewünschte Transportgeschwindigkeit
aufweist, wenn er erfasst wird, insbesondere die entsprechende Bearbeitungsgeschwindigkeit.
[0134] Bevorzugt zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 alternativ oder zusätzlich
dadurch aus, dass die Endstelle 169 von der zumindest einen insbesondere ersten Bearbeitungsstelle
621 einen Endabstand aufweist, der zumindest 200 mm (zweihundert Millimeter) beträgt,
weiter bevorzugt zumindest 250 mm (zweihundert und fünfzig Millimeter), weiter bevorzugt
zumindest 290 mm (zweihundert und neunzig Millimeter), weiter bevorzugt zumindest
320 mm (dreihundert und zwanzig Millimeter), weiter bevorzugt zumindest 340 mm (dreihundert
und vierzig Millimeter) und weiter bevorzugt zumindest 350 mm (dreihundert und fünfzig
Millimeter). Je näher die Endstelle 169 der insbesondere ersten Bearbeitungsstelle
621 ist, umso mehr Strecke und/oder Zeit bleibt, um Ergebnisse von Ausgleichsmaßnahmen
zu überprüfen, insbesondere wenn dafür der zumindest eine Bogenstartsensor 164 eingesetzt
wird.
[0135] Bevorzugt weist die Endstelle 169 von dem zumindest einen, weiter bevorzugt von dem
ersten und noch weiter bevorzugt von jedem in Transportrichtung T nach dem sekundären
Beschleunigungsmittel 119 angeordneten Transportmittel 700 einen Endabstand auf, der
zumindest 200 mm (zweihundert Millimeter) beträgt, weiter bevorzugt zumindest 250
mm (zweihundert und fünfzig Millimeter) beträgt, weiter bevorzugt zumindest 290 mm
(zweihundert und neunzig Millimeter), noch weiter bevorzugt zumindest 320 mm (dreihundert
und zwanzig Millimeter), noch weiter bevorzugt zumindest 340 mm (dreihundert und vierzig
Millimeter) und noch weiter bevorzugt zumindest 350 mm (dreihundert und fünfzig Millimeter).
Dann ist sichergestellt, dass ausgleichende Beschleunigungen des jeweiligen Bogens
02 abgeschlossen sind, bevor der Bogen 02 mit dem Transportmittel 700 in Eingriff
steht, das weiter bevorzugt mit konstanter Geschwindigkeit betrieben wird, insbesondere
mit der Bearbeitungsgeschwindigkeit.
[0136] Sollte der zumindest eine Bogenstartsensor 164 zu nahe an dem ersten in Transportrichtung
T nach dem sekundären Beschleunigungsmittel 119 angeordneten Transportmittel 700 angeordnet
sein, kann unter Umständen eine Ausgleichsbewegung nicht mehr durchgeführt werden,
bevor der jeweilige Bogen 02 mit dem Transportmittel 700 in Kontakt steht. Dann müsste
der Bogentransport und damit die Bearbeitungsgeschwindigkeit der Bogenbearbeitungsmaschine
01 insgesamt dauerhaft reduziert werden. Der jeweilige Anfangsabstand und/oder der
jeweilige Endabstand ergibt sich bevorzugt aus der maximalen Bogenlänge der mit der
Bogenbearbeitungsmaschine 01 zu bearbeitenden Bogen 02 und/oder aus der maximalen
Bearbeitungsgeschwindigkeit, mit der die Bogenbearbeitungsmaschine 01 betrieben werden
soll. Bevorzugt ist der Anfangsabstand zumindest so groß, wie eine Beschleunigungsstrecke,
auf der jeweilige Bogen 02 mittels des zumindest einen primären Beschleunigungsmittels
136 auf die Bearbeitungsgeschwindigkeit beschleunigbar sind und/oder beschleunigt
werden. Bevorzugt ist der Endabstand zumindest so groß, wie eine Strecke, die Bogen
02 mit der Bearbeitungsgeschwindigkeit in derjenigen Zeit zurücklegen, die zum Berechnen
und Ausführen eines jeweiligen Ausgleichsvorgangs notwendig ist.
[0137] Bevorzugt zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 alternativ oder zusätzlich
dadurch aus, dass das zumindest eine sekundäre Beschleunigungsmittel 119 zumindest
drei bezüglich einer Querrichtung A beabstandet nebeneinander angeordnete Transportbänder
aufweist und weiter bevorzugt dass ein Erfassungsbereich des zumindest einen Bogenstartsensors
164 sich zwischen den zumindest drei bezüglich der Querrichtung A beabstandet nebeneinander
angeordneten Transportbändern erstreckt. Dann ergibt sich insbesondere der Vorteil,
dass jeweilige Bogen 02 in dem Moment, in dem sie von dem zumindest einen Bogenstartsensor
164 erfasst werden, besonders gut gehalten werden.
[0138] Bevorzugt ist jedem Bogen 02 ein Bewegungsprofil zugeordnet, das als eine Funktion
darstellbar ist, in der eine Lage des jeweiligen Bogens 02 entlang des für den Transport
von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs in Abhängigkeit von dem Fortschreiten der
Folge von Leitachswerten beschrieben ist. Wird nun ein Bogen 02 mittels des zumindest
einen Bogensensors 164 erfasst, so wird bevorzugt der Erfassungszeitpunkt beispielsweise
einem Leitachswert zugeordnet. Dann kann verglichen werden, zu welchem Zeitpunkt bzw.
Leitachswert der Bogen 02 an dem zumindest einen Bogensensor 164 erwartet worden wäre.
Aus einer möglichen Wertabweichung wird bevorzugt geschlossen, wie dieser Bogen 02
beispielsweise mittels des zumindest einen sekundären Beschleunigungsmittel 119 transportiert
werden muss, damit die Wertabweichung möglichst weit ausgeglichen oder vollständig
behoben werden kann. Durch ein Beschleunigen und/oder Abbremsen der Bogen 02 mit dem
zumindest einen sekundären Beschleunigungsmittel 119 wird der jeweilige Bogen 02,
insbesondere bei einer vorherigen Wertabweichung, vorzugsweise an die Bearbeitungsgeschwindigkeit
angepasst.
[0139] Zusätzlich oder alternativ weist die Bearbeitungsmaschine 01 vorzugsweise zumindest
zwei Bogenstartsensoren 164 auf, welche bevorzugt orthogonal zu dem Transportweg von
Bogen 02 angeordnet sind, welche weiter bevorzugt in Querrichtung A hintereinander
und/oder weiter bevorzugt in Transportrichtung T nebeneinander angeordnet sind. Die
zumindest zwei insbesondere als Bogenstartsensoren 164 ausgebildete Bogensensoren
164 sind vorzugsweise eine Schräglage von Bogen 02 erfassend ausgebildet. Bevorzugt
sind diese zumindest zwei in Querrichtung A hintereinander angeordnete Bogenstartsensoren
164 jeweils zur Erfassung der Vorderkante 03 und/oder der Hinterkante 04 und/oder
der zumindest einen Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 und/oder zumindest
eines Teils des Druckbildes eines jeweiligen Bogens 02 ausgebildet. Weiter bevorzugt
zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 alternativ oder zusätzlich dadurch
aus, dass zumindest zwei Bogensensoren 164 angeordnet sind, deren Erfassungsbereiche
sich in ihrer auf die Querrichtung A bezogenen Lage unterscheiden. Dann erfolgt bevorzugt
eine Schräglagemessung des jeweiligen Bogens 02. Die Erfassungsbereiche dieser zumindest
zwei Bogensensoren 164 weisen auf Transportrichtung T bezogen bis auf eine Toleranz
von höchstens 10 mm (zehn Millimeter), weiter bevorzugt höchstens 5 mm (fünf Millimeter)
und weiter bevorzugt höchstens 2 mm (zwei Millimeter) bevorzugt eine gleiche Position
auf. Bei einer zu großen Schräglage erfolgt beispielsweise ein Ausgleich oder ein
Aussortieren oder eine Markierung des entsprechenden Bogens 02 oder ein Maschinenstopp.
[0140] Der zumindest eine als Bogenlaufsensor 622 ausgebildete Bogensensor 622 ist bevorzugt
dem vorzugsweise in Transportrichtung T direkt vor dem jeweiligen zugeordneten Auftragaggregat
600 mit dem jeweiligen Formzylinder 616 angeordnet. Der zumindest eine Bogensensor
622 ist die Lage und/oder Drehzahl des jeweiligen Formzylinders 616 regelnd und/oder
steuernd ausgebildet.
[0141] Bevorzugt ist dem zumindest einen Auftragaggregat 600, weiter bevorzugt zumindest
zwei Auftragaggregaten 600, weiter bevorzugt jedem Auftragaggregat 600, jeweils zumindest
ein Bogensensor 622, insbesondere ein Bogenlaufsensor 622, zugeordnet. Bevorzugt ist
dem zumindest einen Formgebungsaggregat 900, bevorzugt jedem Formgebungsaggregat 900,
jeweils der zumindest eine Bogensensor 922, insbesondere der Bogenlaufsensor 922,
zugeordnet. Bevorzugt ist der Bogenlaufsensor 622 in Transportrichtung T jeweils vor
dem zugeordneten Auftragaggregat 600 und/oder der Bogenlaufsensor 922 in Transportrichtung
T jeweils vor dem zugeordneten Formgebungsaggregat 900 angeordnet.
[0142] Der zumindest eine Bogensensor 622; 922 ist den Ankunftszeitpunkt von Bogen 02 an
der Position des Bogensensors 622; 922 erfassend ausgebildet. Die bevorzugt als Bogendruckmaschine
01 ausgebildete Bearbeitungsmaschine 01 zeichnet sich vorzugsweise dadurch aus, dass
der zumindest eine als Bogenlaufsensor 622; 922 ausgebildete Bogensensor 622; 922
bevorzugt zumindest zum Erfassen des jeweiligen Ankunftszeitpunkts von Bogen 02, insbesondere
des Ankunftszeitpunkts der jeweiligen Vorderkante 03 und/oder zumindest einer Registermarke
16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 und/oder zumindest eines Teils des Druckbildes des
jeweiligen Bogens 02, auf den vorgesehenen Transportweg gerichtet angeordnet ist.
[0143] Bevorzugt zusätzlich oder alternativ zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine
01 dadurch aus, dass der jeweilige Bogenlaufsensor 622; 922 in Transportrichtung T
vor der jeweiligen Bearbeitungsstelle 621; 909 angeordnet ist. Vorzugsweise sind jeweils
die Bogenlaufsensoren 622; 922, welche jeweils einem Auftragaggregat 600 oder einem
Formgebungsaggregat 900 zugeordnet sind, bezogen auf die Querrichtung A an der selben
Position angeordnet. Somit ist gewährleistet, dass jeweils die selbe Position der
Vorderkante 03 und/oder der Hinterkante 04 und/oder der zumindest einen Registermarke
16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 und/oder des zumindest einen Teils des Druckbildes
des jeweiligen Bogens 02 erfassbar ist.
[0144] Vorzugsweise ist der jeweilige Bogenlaufsensor 622; 922 an einer in Transportrichtung
T vorzugsweise direkt vor dem betreffenden Aggregat 600; 900 angeordneten Transporteinrichtung
700 angeordnet. Bevorzugt ist der jeweilige Bogenlaufsensor 622; 922 so angeordnet,
dass zwischen dem jeweiligen Bogenlaufsensor 622; 922 und der betreffenden Bearbeitungsstelle
621; 909 des betreffenden Aggregats 600; 900 zumindest ein Teil der Transporteinrichtung
700, insbesondere zumindest ein Teil des betreffenden Transportmittels 700, angeordnet
ist. In einer bevorzugten Ausführung der Transporteinrichtung 700 ist das Transportmittel
700 als oberes Saugtransportmittel 700, insbesondere als das zumindest eine Rollensaugsystem,
ausgebildet. Bevorzugt ist dann zumindest eine Transportrolle und/oder zumindest eine
Transportwalze, weiter bevorzugt zusätzlich maximal drei Transportrollen und/oder
drei Transportwalzen, des oberen Saugtransportmittels 700 bezogen auf die Transportrichtung
T zwischen dem jeweiligen Bogenlaufsensor 622; 922 und der Bearbeitungsstelle 621;
909 des betreffenden Aggregats 600; 900 angeordnet.
[0145] Bevorzugt weist der jeweilige Bogenlaufsensor 622; 922 zu der ihm zugeordneten Bearbeitungsstelle
621; 909 einen Mindestabstand von mindestens 200 mm (zweihundert Millimeter), bevorzugt
mindestens 300 mm (dreihundert Millimeter), weiter bevorzugt mindestens 350 mm (dreihundert
und fünfzig Millimeter), noch weiter bevorzugt von mindestens 400 mm (vierhundert
Millimeter) auf. Zusätzlich oder alternativ weist der jeweilige Bogenlaufsensor 622;
922 zu der ihm zugeordneten Bearbeitungsstelle 621; 909 bevorzugt einen Maximalabstand
von maximal 650 mm (sechshundert und fünfzig Millimeter), weiter bevorzugt maximal
600 mm (sechshundert Millimeter), noch weiter bevorzugt maximal 550 mm (fünfhundert
und fünfzig Millimeter), noch weiter bevorzugt 450 mm (vierhundert und fünfzig Millimeter),
auf. Vorzugsweise weist der jeweilige Bogenlaufsensor 622, welcher einem Auftragaggregat
600 zugeordnet ist, einen geringeren Abstand zu der jeweiligen Bearbeitungsstelle
621 auf als der jeweilige Bogenlaufsensor 922, welcher einem Formgebungsaggregat 900
zugeordnet ist. Durch den Mindestabstand des Bogenlaufsensors 622; 922 zu der jeweiligen
Bearbeitungsstelle 621; 909 ist vorzugsweise gewährleistet, dass eine ausreichend
lange Strecke des Transportweges zwischen dem Bogenlaufsensor 622; 922 und der jeweiligen
Bearbeitungsstelle 621; 909 vorliegt, um den Ankunftszeitpunkt des Bogens 02, insbesondere
der Vorderkante 03, mit der vorderen Kante des druckenden Bereichs des Formzylinders
616 zu synchronisieren. Durch den Maximalabstand des Bogenlaufsensors 622; 922 zu
der jeweiligen Bearbeitungsstelle 621; 909 ist vorzugsweise gewährleistet, dass eine
möglichst kurze Strecke des Transportweges zwischen dem Bogenlaufsensor 622; 922 und
der jeweiligen Bearbeitungsstelle 621; 909 vorliegt, um eine weitere Beeinflussung
der Geschwindigkeit des Bogens 02 und somit eine Beeinflussung dessen Ankunftszeitpunkts
durch den Transportweg zu vermeiden.
[0146] Der jeweilige zumindest eine Bogenlaufsensor 622; 922 ist zur Erfassung des Ankunftszeitpunkts
der Bogen 02, insbesondere des Ankunftszeitpunkts der Vorderkante 03 und/oder der
zumindest einen Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 und/oder zumindest eines
Teils des Druckbildes der Bogen 02, ausgebildet, bevorzugt bevor der jeweilige Bogen
02 die betreffende Bearbeitungsstelle 621; 909 des zugeordneten Aggregats 600; 900
erreicht.
[0147] Bevorzugt ist jedem Bogen 02 ein Bewegungsprofil zugeordnet, das als eine Funktion
darstellbar ist, in der eine Lage des jeweiligen Bogens 02 entlang des für den Transport
von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs in Abhängigkeit von dem Fortschreiten der
Folge von Leitachswerten beschrieben ist. Wird nun ein Bogen 02 mittels des zumindest
einen Bogensensors 622; 922, insbesondere des zumindest einen Bogenlaufsensors 622;
922, erfasst, so wird bevorzugt der Erfassungszeitpunkt beispielsweise einem Leitachswert
zugeordnet. Dann wird bevorzugt verglichen, zu welchem Zeitpunkt bzw. Leitachswert
der Bogen 02 an dem zumindest einen Bogensensor 622; 922 erwartet worden wäre.
[0148] Im Folgenden wird der Aufbau, die Anordnung und das Prinzip des zumindest einen Bogensensors
622; 922 anhand der Ausführung eines Auftragaggregates 600 mit zumindest einem ihm
zugeordneten Bogensensor 622 beschrieben. Vorzugsweise ist der Aufbau und/oder die
Anordnung und/oder das Prinzip des Bogenlaufsensors 622 des Auftragaggregats 600 auf
den Bogenlaufsensor 922 des Formgebungsaggregats 900 übertragbar. Im Falle des Formgebungsaggregats
900 weist der Formzylinder 901 zumindest teilweise entlang seiner Mantelfläche zumindest
ein Werkzeug zur Bearbeitung von Bogen 02 auf. Vorzugsweise entspricht, im übertragenen
Sinne, der Bereich der Mantelfläche des Formzylinders 901, welcher das zumindest eine
Werkzeug aufweist, dem druckenden Bereich des Formzylinders 616 des Auftragaggregats
600.
[0149] Ist der Bogensensor 622 einem Auftragaggregat 600 zugeordnet, so ist vorzugsweise
der Leitachswert der Bogen 02, welcher dem jeweiligen Erfassungszeitpunkt durch den
Bogensensor 622 entspricht, mit einem Leitachswert der Position der Halterung 626
des Formzylinders 616, und somit bevorzugt einer vorderen Kante des druckenden Bereichs
des Formzylinders 616, vergleichbar. Vorzugsweise ist die Position der Vorderkante
03 der Bogen 02 und/oder die Position zumindest einer Registermarke 16; 17; 18; 19;
21; 22; 23; 24 und/oder die Position zumindest eines Teils des Druckbildes relativ
zu der Position der vorderen Kante des druckenden Bereichs des Formzylinders 616,
insbesondere über den jeweils zugeordneten Leitachswert, bestimmbar.
[0150] Bevorzugt um ein passgenaues Druckbild mit dem jeweiligen Auftragaggregat 600 und/oder
ein passgenaues Stanzbild mit dem jeweiligen Formgebungsaggregat 900 zu erzielen,
ist bevorzugt zusätzlich oder alternativ die Bearbeitungsgeschwindigkeit der Bogen
02 zu einer Drehgeschwindigkeit und/oder Drehzahl des Formzylinders 616; 901, weiter
bevorzugt zusätzlich zu einer Drehgeschwindigkeit und/oder Drehzahl des Gegendruckzylinders
617; 902, so angepasst, sodass die Vorderkante 03 des betreffenden Bogens 02 und die
vordere Kante des druckenden Bereichs des Formzylinders 616 oder alternativ eine Vorderkante
des Werkzeug aufweisenden Bereichs des Formzylinders 901 zeitgleich die jeweilige
Bearbeitungsstelle 621; 909 durchlaufen.
[0151] Bevorzugt stimmt die Position der Vorderkante 03 des betreffenden Bogens 02, insbesondere
der zugeordnete Leitachswert, und die Position der vorderen Kante des druckenden Bereichs
des Formzylinders 616, insbesondere der zugeordnete Leitachswert, überein, wenn die
Vorderkante 03 des betreffenden Bogens 02 und die vordere Kante des druckenden Bereichs
des Formzylinders 616 an der Bearbeitungsstelle 621 des jeweiligen Aggregates 600
angeordnet sind. Bevorzugt stimmt der Ankunftszeitpunkt des Bogens 02, insbesondere
der Ankunftszeitpunkt der Vorderkante 03 und/oder zumindest einer Registermarke 16;
17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 und/oder zumindest eines Teils des Druckbildes des Bogens
02, mit dem Ankunftszeitpunkt der vorderen Kante des druckenden Bereichs des Formzylinders
616 an der Bearbeitungsstelle 621 überein.
[0152] Bei einer möglichen jeweiligen Wertabweichung des zugeordneten Leitachswertes der
Position der vorderen Kante des druckenden Bereichs des Formzylinders 616 und des
zugeordneten Leitachswertes der Position der Vorderkante 03 und/oder zumindest einer
Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 und/oder zumindest eines Teils des Druckbildes
des betreffenden Bogens 02 ist zumindest eine Anpassung und/oder zumindest eine Veränderung
des zugeordneten Leitachswertes der Position der vorderen Kante des druckenden Bereichs
des Formzylinders 616 relativ zu dem zugeordneten Leitachswert der Position der Vorderkante
03 und/oder zu zumindest einer Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 und/oder
zu zumindest einem Teil des Druckbildes des betreffenden Bogens 02 notwendig, beispielsweise
um den Passer einzuhalten. In einer bevorzugten Ausführung der Bearbeitungsmaschine
01 ist vorzugsweise der Formzylinder 616, insbesondere die Position der vorderen Kante
des druckenden Bereichs des Formzylinders 616, bei einer Wertabweichung des zugeordneten
Leitachswertes der Position der vorderen Kante des druckenden Bereichs des Formzylinders
616 relativ zu dem zugeordneten Leitachswert der Position der Vorderkante 03 und/oder
der zumindest einen Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 und/oder des zumindest
einen Teils des Druckbildes des betreffenden Bogens 02 veränderbar ausgebildet. Bevorzugt
wird der Formzylinder 616 beschleunigt und/oder abgebremst, solange zumindest ein
Teil des nicht-druckenden Bereichs des Formzylinders 616 an der Bearbeitungsstelle
621 angeordnet ist, sodass der Ankunftszeitpunkt des Bogens 02 an der Bearbeitungsstelle
621 mit dem Ankunftszeitpunkt des druckenden Bereichs des Formzylinders 616 an der
Bearbeitungsstelle 621 übereinstimmt. Durch die Beschleunigung und/oder das Abbremsen
des Formzylinders 616 während zumindest ein Teil des nicht-druckenden Bereichs die
Bearbeitungsstelle 621 durchläuft, wird sichergestellt, dass der Ankunftszeitpunkt
des Bogens 02, insbesondere der Ankunftszeitpunkt der Vorderkante 03 des Bogens 02,
an der Bearbeitungsstelle 621 mit dem Ankunftszeitpunkt der vorderen Kante des druckenden
Bereichs des Formzylinders 616 an der Bearbeitungsstelle 621 übereinstimmt. Bevorzugt
ist der Beginn der Bearbeitung von Bogen 02 an der jeweiligen Bearbeitungsstelle 621
durch das Beschleunigen und/oder Abbremsen des Formzylinders 616 anpassbar und/oder
bestimmbar und/oder veränderbar. Beispielsweise weist der Formzylinder 616, solange
zumindest ein Teil des druckenden Bereichs seiner Mantelfläche an der Bearbeitungsstelle
621 angeordnet ist, zumindest teilweise eine Geschwindigkeit auf, welche sich von
der Geschwindigkeit des Formzylinders 616 unterscheidet, solange zumindest ein Teil
des nicht-druckenden Bereichs seiner Mantelfläche an der Bearbeitungsstelle 621 angeordnet
ist. Bevorzugt zusätzlich wird der Gegendruckzylinder 617 komplementär zu dem Formzylinder
616 beschleunigt und/oder abgebremst.
[0153] Die Geschwindigkeit des Formzylinders 616 entspricht im Vorangegangenen und im Folgenden
vorzugsweise seiner Umfangsgeschwindigkeit, mit welcher sich der betreffende Formzylinder
616 in seine jeweilige Drehrichtung dreht. Die Drehrichtung des Formzylinders 616
ist bevorzugt diejenige Richtung, in welche sich der betreffende Formzylinder 616
für einen Transport von Bogen 02 entlang des Transportweges bevorzugt in Transportrichtung
T dreht und/oder drehbar ausgebildet ist.
[0154] Sobald die Vorderkante 03 des Bogens 02 die Bearbeitungsstelle 621 erreicht hat,
wird der Formzylinder 616 vorzugsweise mit der Geschwindigkeit betrieben, welche der
Bearbeitungsgeschwindigkeit von Bogen 02 in dem jeweiligen Aggregat 600 entspricht.
[0155] Solange zumindest ein Teil des druckenden Bereichs seiner Mantelfläche an der Bearbeitungsstelle
621 angeordnet ist, weist der Formzylinder 616 beispielsweise eine konstante Geschwindigkeit
auf. Bevorzugt alternativ weist der Formzylinder 616 eine sich zumindest teilweise
ändernde Geschwindigkeit auf, solange zumindest ein Teil des druckenden Bereichs seiner
Mantelfläche an der Bearbeitungsstelle 621 angeordnet ist. Diese sich ändernde Geschwindigkeit
liegt insbesondere vor, um eine Änderung einer Drucklänge I2 relativ zu einer Referenzlänge
I1 zu erzeugen, vorzugsweise eine Minimierung der Differenz zwischen der Drucklänge
I2 und der Referenzlänge 11, sodass der Passer des Druckbildes angepasst und/oder
verbessert und/oder verändert wird. Die Veränderung der Drucklänge I2 wird bevorzugt
durch ein Beschleunigen und/oder Abbremsen des Formzylinders 616 erzielt, während
zumindest ein Teil des druckenden Bereichs seiner Mantelfläche an der Bearbeitungsstelle
621 angeordnet ist. Dadurch ist beispielsweise das jeweilige aufgetragene Druckbild
auf dem Bogen 02 relativ zu der dazu verwendeten Druckform gestreckt und/oder gestaucht.
Dies kann beispielsweise notwendig sein, wenn Bogen 02 während der Bearbeitung durch
mehrere Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000 ihre Ausdehnung insbesondere in Transportrichtung
T insbesondere aufgrund der Bearbeitung, beispielsweise dem Aufbringen von dem zumindest
einen Druckfluid und/oder einem Drucklaufen der zumindest einen Bearbeitungsstelle
622; 909, verändern.
[0156] Zusätzlich oder alternativ ist beispielsweise die Transportgeschwindigkeit von Bogen
02 durch ein Beschleunigen und/oder ein Abbremsen des Bogens 02 mit dem zumindest
einen Teil des Transportmittels 700 vor der Bearbeitungsstelle 621; 909 relativ zu
der Bearbeitungsgeschwindigkeit der Bearbeitungsmaschine 01 an der betreffenden Position
veränderbar. Hierzu wird vorzugsweise der Bogen 02 durch zumindest einen Teil des
Transportmittels 700 beschleunigt und/oder abgebremst, beispielsweise durch zumindest
eine Transportrolle und/oder Transportwalze des Rollensaugsystems, insbesondere durch
zumindest die in Transportrichtung T direkt vor der Bearbeitungsstelle 621; 909 angeordnete
Transportrolle und/oder Transportwalze. Durch das Beschleunigen und/oder Abbremsen
des Bogens 02 stimmt vorzugsweise bei Erreichen der Bearbeitungsstelle 621 die Position
der Vorderkante 03 des Bogens 02 mit der hinteren Kante des nicht-druckenden Bereichs
des Formzylinders 616; 901 und/oder mit der vorderen Kante des druckenden Bereichs
des Formzylinders 616; 901 überein.
[0157] In einer bevorzugten Ausführung der Bearbeitungsmaschine 01 wird zumindest ein bildgebendes
Element auf Bogen 02, beispielsweise zumindest einen Teil des Druckbildes des Bogens
02 und/oder zumindest eine Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24, durch das
Bedienpersonal anhand zumindest eines als Musterbogen ausgebildeten Bogens 02 erfasst
und/oder ausgewertet. Bevorzugt wird der zumindest einen Passer des Druckbildes und
zusätzlich oder alternativ das zumindest eine bildgebende Element von Bogen 02 und
zusätzlich oder alternativ das zumindest eine Maß der Drucklänge I2 des zumindest
einen Druckbildes des jeweiligen Bogens 02 und zusätzlich oder alternativ zumindest
einen Fehler der zumindest einen Verarbeitung des jeweiligen Bogens 02 und zusätzlich
oder alternativ zumindest einen Fehler des zumindest einen Druckbildes des jeweiligen
Bogens 02 von Bedienpersonal anhand zumindest eines Musterbogens erfasst und/oder
ausgewertet. Der zumindest eine als Musterbogen ausgebildete Bogen 02 wird dazu bevorzugt
auf einen zu dem eigentlichen Transportweg alternativen Transportpfad geleitet, vorzugsweise
händisch oder mechanisch der Bearbeitungsmaschine 01 entnommen und außerhalb der Bearbeitungsmaschine
01 inspiziert.
[0158] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich die Bearbeitungsmaschine 01 bevorzugt dadurch
aus, dass die Bearbeitungsmaschine 01 die zumindest eine Inspektionseinrichtung 726;
728; 916 aufweist. Bevorzugt zeichnet sich die Bearbeitungsmaschine 01 dadurch aus,
dass entlang des Transportweges von Bogen 02 nach dem Formzylinder 616 des zumindest
einen Druckwerks 614 die zumindest eine Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 angeordnet
ist. Bevorzugt ist in Transportrichtung T nach dem zumindest einen Auftragaggregat
600, bevorzugt in Transportrichtung T nach dem letzten Auftragaggregat 600, die zumindest
eine Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 angeordnet. Weiter bevorzugt sind zumindest
zwei Inspektionseinrichtungen 726; 728; 916, noch weiter bevorzugt drei Inspektionseinrichtungen
726; 728; 916, in Transportrichtung T nach dem zumindest einen Auftragaggregat 600,
bevorzugt in Transportrichtung T nach dem letzten Auftragaggregat 600, angeordnet.
Vorzugsweise sind die zumindest zwei Inspektionseinrichtungen 726; 728; 916 in Transportrichtung
T hintereinander in der Bearbeitungsmaschine 01 angeordnet.
[0159] Bevorzugt ist die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 als Druckbildkontrollsystem
726 und/oder als Passerkontrollsystem 728 und/oder als Stanzkontrollsystem 916 ausgebildet.
Vorzugsweise ist die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 zumindest ein bildgebendes
Element auf dem Bogen 02, beispielsweise zumindest einen Teil des Druckbildes des
Bogens 02 und/oder zumindest eine Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24, erfassend
ausgebildet. Das bildgebende Element auf dem Bogen 02 ist vorzugsweise jeweils ein
Teil zumindest eines Druckbildelements und/oder eine Registermarke 16; 17; 18; 19;
21; 22; 23; 24 und/oder ein Element, welches auf dem jeweiligen Bogen 02 ein Bild
erzeugt.
[0160] Die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 ist den zumindest einen Passer des Druckbildes
und zusätzlich oder alternativ das zumindest eine bildgebende Element von Bogen 02
und zusätzlich oder alternativ das zumindest eine Maß der Drucklänge I2 des zumindest
einen Druckbildes des jeweiligen Bogens 02 und zusätzlich oder alternativ zumindest
einen Fehler der zumindest einen Verarbeitung des jeweiligen Bogens 02 und zusätzlich
oder alternativ zumindest einen Fehler des zumindest einen Druckbildes des jeweiligen
Bogens 02 erfassend ausgebildet. Fehler des Druckbildes umfassen vorzugsweise fehlende
und/oder zusätzliche bildgebende Elemente zumindest eines Druckbildelements und zusätzlich
oder alternativ die Farbe des Druckbildes und/oder der jeweiligen Druckbildelemente
und zusätzlich oder alternativ Spritzer von Druckfluid an ungewollten Positionen.
Weiter bevorzugt ist die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 sowohl zur Erfassung
von dem zumindest einen bildgebenden Element von Bogen 02 als auch zur Erfassung des
Maßes der zumindest einen Drucklänge I2 des zumindest einen Druckbildes des jeweiligen
Bogens 02 als auch zur Erfassung von zumindest einem Fehler der zumindest einen Verarbeitung
des jeweiligen Bogens 02 als auch zur Erfassung von zumindest einem Fehler des zumindest
einen Druckbildes des jeweiligen Bogens 02 ausgebildet.
[0161] Zur Bestimmung des Maßes der Drucklänge I2 erfasst die Inspektionseinrichtung 726;
728; 916 bevorzugt jeweils zumindest die eine erste Registermarke 16; 17; 18; 19 und
zumindest die eine jeweils zugehörige zweite Registermarke 21; 22; 23; 24 oder zumindest
zwei bildgebende Elemente auf dem Bogen 02. Durch die Erfassung der ersten Registermarke
16; 17; 18; 19 und der jeweils zugehörigen zweiten Registermarke 21; 22; 23; 24 wird
bevorzugt ein Maß für die betreffende Drucklänge I2 erzeugt und/oder berechnet, beispielsweise
durch eine Auswerteeinheit und/oder die betreffende Inspektionseinrichtung 726; 728;
916. Vorzugsweise wird zur Bestimmung des Maßes der Drucklänge I2 zumindest die Länge
des Bogens 02 und/oder die Geschwindigkeit des Bogens 02 an der betreffenden Position
des Transportweges und/oder weitere den Bogen 02 beeinflussende Faktoren berücksichtigt.
[0162] Vorzugsweise ist im Falle, dass die Bearbeitungsmaschine 01 genau eine Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 aufweist, die zumindest eine Bilderfassungseinrichtung der Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 zumindest zur Erfassung von dem zumindest einen bildgebenden Element
auf dem Bogen 02 ausgebildet, beispielsweise von zumindest einem Teil des Druckbildes
des Bogens 02 und/oder zumindest einer Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24.
Bevorzugt ist die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 im Falle, dass die Bearbeitungsmaschine
01 genau eine Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 aufweist, zumindest zur Erfassung
von dem zumindest einen bildgebenden Element des Bogens 02 mit einer Fläche von mindestens
0,01 mm
2 (null Komma null ein Quadratmillimeter) ausgebildet.
[0163] Vorzugsweise ist zumindest eine Inspektionseinrichtung 726; 728, bevorzugt zumindest
zwei Inspektionseinrichtungen 726; 728, noch weiter bevorzugt genau zwei Inspektionseinrichtungen
726; 728, im Falle ihrer Anwesenheit, in Transportrichtung T zwischen dem zumindest
einen Auftragaggregat 600, bevorzugt zwischen dem letzten Auftragaggregat 600, und
dem zumindest einen Formgebungsaggregat 900 angeordnet.
[0164] In einer bevorzugten Ausbildung zeichnet sich die bevorzugt als Bogendruckmaschine
01 ausgebildete Bearbeitungsmaschine 01 zusätzlich oder alternativ dadurch aus, dass
in Transportrichtung T vor der zumindest einen Inspektionseinrichtung 726; 728, bevorzugt
vor den zumindest zwei Inspektionseinrichtungen 726; 728, zumindest ein als Bogenkontrollsensor
722 ausgebildeter Bogensensor 722 angeordnet ist. Vorzugsweise ist der Bogenkontrollsensor
722 in Transportrichtung T nach dem zumindest einen Auftragaggregat 600, bevorzugt
in Transportrichtung T nach dem letzten Auftragaggregat 600, der Bogendruckmaschine
01 und vor der zumindest einen Inspektionseinrichtung 726; 728, bevorzugt vor den
zumindest zwei Inspektionseinrichtungen 726; 728, angeordnet.
[0165] Vorzugsweise ist der Bogenkontrollsensor 722 in Transportrichtung T vor einer ersten
Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 angeordnet. Bevorzugt bezeichnet die erste Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 diejenige Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, welche in Transportrichtung
T vor jeder weiteren Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 angeordnet ist. Beispielsweise
ist die erste Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 als Druckbildkontrollsystem 726
und/oder als Passerkontrollsystem 728 ausgebildet. Weist die Bearbeitungsmaschine
01 lediglich ein Formgebungsaggregat 900 ohne ein beispielsweise in Transportrichtung
T ihm vorgestellten Auftragaggregat 600, so ist die erste Inspektionseinrichtung 726;
728; 916 bevorzugt zumindest als Stanzkontrollsystem 916 ausgebildet. Die zumindest
eine weitere Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, welche in Transportrichtung T nach
der ersten Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 angeordnet ist, wird bevorzugt als
zweite Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 und die eine weitere nachfolgende Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 als dritte Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 bezeichnet.
[0166] Bevorzugt weist der Bogenkontrollsensor 722 zu der zumindest einen Inspektionseinrichtung
726; 728; 916, insbesondere der ersten Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, einen
Mindestabstand von mindestens 250 mm (zweihundert und fünfzig Millimeter), bevorzugt
von mindestens 300 mm (dreihundert Millimeter), weiter bevorzugt mindestens 330 mm
(dreihundert und dreißig Millimeter) auf. Zusätzlich oder alternativ weist der Bogenkontrollsensor
722 zu der zumindest einen Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, insbesondere der
ersten Inspektionseinrichtung 726; 728, einen Maximalabstand von maximal 500 mm (fünfhundert
Millimeter), bevorzugt maximal 450 mm (vierhundert und fünfzig Millimeter), weiter
bevorzugt maximal 400 mm (vierhundert Millimeter), noch weiter bevorzugt maximal 350
mm (dreihundert und fünfzig Millimeter) auf.
[0167] Bevorzugt weist der der Bogenkontrollsensor 722 zu der zumindest einen zweiten Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 einen Mindestabstand von mindestens 600 mm (sechshundert Millimeter),
bevorzugt von mindestens 650 mm (sechshundert und fünfzig Millimeter), weiter bevorzugt
mindestens 700 mm (siebenhundert Millimeter) auf. Zusätzlich oder alternativ weist
der Bogenkontrollsensor 722 zu der zumindest einen zweiten Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 einen Maximalabstand von maximal 850 mm (achthundert und fünfzig Millimeter),
bevorzugt maximal 800 mm (achthundert Millimeter), weiter bevorzugt maximal 750 mm
(siebenhundert und fünfzig Millimeter) auf.
[0168] Bevorzugt ist der Bogenkontrollsensor 722 zur Erfassung des Ankunftszeitpunkts von
Bogen 02 an der Position des Bogenkontrollsensors 722, insbesondere des Ankunftszeitpunkts
der Vorderkante 03 und/oder der zumindest einen Registermarke 16; 17; 18; 19; 21;
22; 23; 24 und/oder eines Teils des Druckbildes von Bogen 02 an der Position des Bogenkontrollsensors
722, ausgebildet. Bevorzugt zusätzlich ist der Bogenkontrollsensor 722 dazu ausgebildet,
zumindest ein Signal, bevorzugt zumindest ein elektrisches Signal, weiter bevorzugt
zumindest ein Regelsignal oder zumindest ein Steuersignal, abzugeben. Bevorzugt ist
der Bogenkontrollsensor 722 zum Abgeben des zumindest einen Signals ausgebildet, bevorzugt
zumindest des einen elektrischen Signals, weiter bevorzugt des zumindest einen Regelsignals
oder des zumindest einen Steuersignals, immer dann, wenn die Vorderkante 03 und/oder
die zumindest eine Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 und/oder der betreffende
Teil des Druckbildes von Bogen 02 mit dem Bogenkontrollsensor 722 registriert wird.
[0169] Vorzugsweise ist die zumindest eine Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 durch das
zumindest eine Signal, bevorzugt das zumindest eine elektrisches Signal, weiter bevorzugt
das zumindest eine Regelsignal oder das zumindest eine Steuersignal, des zumindest
einen Bogenkontrollsensors 722 regelbar und/oder steuerbar. Bevorzugt sind das Druckbildkontrollsystem
726 und das Passerkontrollsystem 728 durch den selben Bogenkontrollsensor 722 regelbar
und/oder steuerbar. Bevorzugt ist der Zeitpunkt zum Auslösen zumindest einer Aufnahme
der zumindest einen Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 durch das zumindest eine
Signal, bevorzugt das zumindest eine elektrisches Signal, weiter bevorzugt das zumindest
eine Regelsignal oder das zumindest eine Steuersignal, des zumindest einen Bogenkontrollsensors
722 regelbar und/oder steuerbar.
[0170] Bevorzugt umfasst die zumindest eine Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 jeweils
zumindest ein Auswertemittel oder ist jeweils mit einem Auswertemittel verbunden.
[0171] In einer bevorzugten Ausführung ist die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, insbesondere
durch die Bilderfassungseinrichtung, einen Ist-Zustand des zumindest einen Bogens
02 ermittelnd ausgebildet. Der Ist-Zustand von Bogen 02 ist bevorzugt der Zustand,
insbesondere in Bezug auf Druckbild und/oder Form und/oder Masse und/oder Kontur,
welchen der jeweilige Bogen 02 zum Zeitpunkt der Erfassung mit der Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 aufweist.
[0172] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 das Auswertemittel umfasst
oder mit dem Auswertemittel verbunden ist und dass das Auswertemittel den Ist-Zustand
des zumindest einen Bogens 02 mit einem Soll-Zustand des betreffenden Bogens 02 vergleichend
ausgebildet ist. Bevorzugt ist das Auswertemittel so ausgebildet, Daten über den Ist-Zustand
von Bogen 02 von der Bilderfassungseinrichtung der Inspektionseinrichtung 726; 728;
916 zu erhalten und auszuwerten. Der Soll-Zustand des betreffenden Bogens 02 ist bevorzugt
der Zustand, insbesondere in Bezug auf Druckbild und/oder Form und/oder Masse und/oder
Kontur, welchen der Bogen 02, bevorzugt ein ideal gefertigter Bogen 02, insbesondere
zum Zeitpunkt der Erfassung mit der Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, aufweisen
soll und/oder welcher durch zumindest eine Referenz und/oder durch zumindest einen
Musterbogen insbesondere als Vergleichswert dem zumindest einen Bogen 02 vorgegeben
ist. Beispielsweise ist der Soll-Zustand des betreffenden Bogens 02 der gewünschte
und/oder geforderte Zustand, welchen ein aus entsprechenden Bogen 02 gefertigtes Produkt
aufweisen soll. Ein ideal gefertigter Bogen 02 beschreibt bevorzugt einen Bogen 02
der jeweils nach dem vollendeten Bearbeitungsvorgang vorzugsweise innerhalb des dem
jeweiligen Bearbeitungsvorgang zugeordneten Aggregats 100; 300; 600; 700; 900; 1000
vorzugsweise exakt mit der dem jeweiligen Bearbeitungsvorgang zugrundeliegenden Referenz
für diesen Bogen 02 übereinstimmt.
[0173] In einer bevorzugten Ausführung ist der Soll-Zustand des betreffenden Bogens 02 auf
Grundlage einer digitalen Referenz und/oder einer angelernten Referenz bestimmt und/oder
bestimmbar ausgebildet. Bevorzugt enthält die digitale Referenz zumindest einen Teil
der Informationen, bevorzugt sämtliche Informationen, welche zu einer eindeutigen
Bestimmung des geforderten Soll-Zustandes des betreffenden Bogens 02 notwendig sind.
Die digitale Referenz ist bevorzugt als digitale Bildvorlage ausgebildet. Vorzugsweise
weist die digitale Referenz ein pdf- oder tif- oder jpg-Dateiformat auf. Die angelernte
Referenz ist bevorzugt ein Bogen 02, welcher als Musterbogen ausgebildet ist und/oder
beispielsweise durch die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 erfasst und/oder in
dem Auswertemittel als Vergleichsgrundlage hinterlegt ist.
[0174] Vorzugsweise ist die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 ein Maß für eine zumindest
teilweise Abweichung des zumindest einen Druckbildelements und/oder des Druckbildes
des Bogens 02 von dem Soll-Zustand des jeweiligen Bogens 02 ermittelnd ausgebildet.
Je nach Ergebnis des ermittelten Maßes für die Abweichung des Bogens 02 von dem Soll-Zustand
des jeweiligen Bogens 02 ist die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 vorzugsweise
jeweils ein Signal, beispielsweise ein optisches Signal und/oder ein Steuerungssignal
und/oder ein Regelungssignal, ausgebend ausgebildet. Liegt das Maß für die Abweichung
im Rahmen der Toleranz des Soll-Zustands des betreffenden Bogens 02, so ist die Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 vorzugsweise zumindest ein Gut-Signal ausgebend ausgebildet, d. h. der
betreffende Bogen 02 wird als in Ordnung betrachtet. Liegt das Maß für die Abweichung
außerhalb des Rahmens der Toleranz des Soll-Zustands des betreffenden Bogens 02, so
ist die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 vorzugsweise zumindest ein Schlecht-Signal
ausgebend ausgebildet, d. h. der betreffende Bogen 02 wird als in nicht Ordnung betrachtet.
Beispielsweise zusätzlich oder alternativ zu dem zumindest einen Schlecht-Signal ist
die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 bevorzugt jeweils zumindest ein Signal zur
Regelung und/oder Steuerung an die Bogenweiche 49 übertragend ausgebildet.
[0175] Vorzugsweise ist die zumindest eine Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 zumindest
als das Druckbildkontrollsystem 726 ausgebildet. Vorzugsweise ist das Druckbildkontrollsystem
726 in Transportrichtung T nach dem Bogenkontrollsensor 722, weiter bevorzugt ohne
ein weiteres Auftragaggregat 600 oder Formgebungsaggregat 900 dazwischen, angeordnet.
Bevorzugt ist die zumindest eine Inspektionseinrichtung 726 in Transportrichtung T
nach dem zumindest einen Auftragaggregat 600, bevorzugt in Transportrichtung T nach
dem letzten Auftragaggregat 600, angeordnet. Weiter bevorzugt ist das Druckbildkontrollsystem
726 in Transportrichtung T nach dem zumindest einen Auftragaggregat 600, bevorzugt
in Transportrichtung T nach dem letzten Auftragaggregat 600, und vor dem zumindest
einen Formgebungsaggregat 900, bevorzugt vor einem ersten Formgebungsaggregat 900,
angeordnet.
[0176] Bevorzugt umfasst die als Druckbildkontrollsystem 726 ausgebildete Inspektionseinrichtung
726 mindestens eine Bilderfassungseinrichtung, bevorzugt mindestens eine optische
Bilderfassungseinrichtung. Bevorzugt ist die mindestens eine Bilderfassungseinrichtung
als Kamera, weiter bevorzugt als Farbkamera, weiter bevorzugt als Zeilenkamera, weiter
bevorzugt als zumindest ein CMOS-Sensor und/oder zumindest ein CCD-Sensor, ausgebildet.
Bevorzugt ist dem Druckbildkontrollsystem 726 zumindest eine als Beleuchtung 727 ausgebildete
Lichtquelle 727 zugeordnet, beispielsweise eine LED-Lichtquelle, insbesondere eine
Lichtquelle 727 von weißem Licht. Bevorzugt sind dem Druckbildkontrollsystem 726 zumindest
zwei Lichtquellen 727, insbesondere genau zwei Lichtquellen 727, zugeordnet. Vorzugsweise
ist in Transportrichtung T direkt vor und/oder direkt nach einem Erfassungsbereich
des Druckbildkontrollsystems 726 jeweils zumindest eine Beleuchtung 727 angeordnet
und auf den Erfassungsbereich des Druckbildkontrollsystems 726 gerichtet. Vorzugsweise
umfasst das Druckbildkontrollsystem 726 zumindest eine Optik, beispielsweise zumindest
eine Linse, welche bevorzugt zwischen der zumindest einen Bilderfassungseinrichtung
und dem für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportweg angeordnet ist.
[0177] Vorzugsweise ist die zumindest eine Bilderfassungseinrichtung des Druckbildkontrollsystems
726 zumindest zur Erfassung von dem zumindest einen bildgebenden Element auf dem Bogen
02, beispielsweise von zumindest einem Teil des Druckbildes des Bogens 02 und/oder
zumindest einer Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24, ausgebildet. Bevorzugt
ist das Druckbildkontrollsystem 726 zumindest zur Erfassung von dem zumindest einen
bildgebenden Element des Bogens 02 mit einer Fläche von mindestens 0,1 mm
2 (null Komma ein Quadratmillimeter) ausgebildet.
[0178] In einer bevorzugten zusätzlichen oder alternativen Ausführung ist das zumindest
eine Druckbildkontrollsystem 726, insbesondere die zumindest eine Bilderfassungseinrichtung
des Druckbildkontrollsystems 726, so auf den Transportweg von Bogen 02 gerichtet,
dass das zumindest eine Druckbild, welches durch das mindestens eine Auftragaggregat
600 auf Bogen 02 auftragbar ist, zumindest teilweise von dem Druckbildkontrollsystem
726, insbesondere der zumindest einen Bilderfassungseinrichtung des Druckbildkontrollsystems
726, erfassbar und bevorzugt zusätzlich auswertbar ist. Bevorzugt ist das zumindest
eine Druckbildkontrollsystem 726, bevorzugt durch dessen Ausrichtung auf den Transportweg,
das das zumindest eine Druckbild erfassend und/oder auswertend ausgebildet.
[0179] Beispielsweise bei einer liegenden Führung von Bogen 02 ist das Druckbildkontrollsystem
726 bevorzugt oberhalb des Transportweges und/oder der Transportebene, insbesondere
in vertikaler Richtung V nach dem Transportweg und/oder der Transportebene, angeordnet.
Somit ist der Bogen 02 durch das Druckbildkontrollsystem 726 zumindest teilweise,
bevorzugt vollständig, von oben erfassbar und/oder inspizierbar. Bei der liegenden
Führung von Bogen 02 ist das zumindest eine Druckbild bevorzugt auf der Hauptfläche
des Bogens 02 nach oben zeigend angeordnet. Somit ist das zumindest eine Druckbild
des Bogens 02 zumindest teilweise, bevorzugt vollständig, durch das Druckbildkontrollsystem
726 in dieser Ausführung erfassbar und/oder inspizierbar und/oder auswertbar.
[0180] Bei einer bevorzugten hängenden Führung von Bogen 02 ist das Druckbildkontrollsystem
726 bevorzugt unterhalb des Transportweges und/oder der Transportebene, insbesondere
in vertikaler Richtung V vor dem Transportweg und/oder vor der Transportebene, angeordnet.
Somit ist das Druckbildkontrollsystem 726 den Bogen 02 bevorzugt zumindest teilweise,
bevorzugt vollständig, von unten erfassend und/oder inspizierend ausgebildet. Bei
der hängenden Führung von Bogen 02 ist das zumindest eine Druckbild bevorzugt auf
der Hauptfläche des Bogens 02 nach unten zeigend angeordnet. Somit ist das Druckbildkontrollsystem
726 zumindest in dieser Ausführung bevorzugt das zumindest eine Druckbild des Bogens
02 zumindest teilweise, bevorzugt vollständig, von unten erfassend und/oder inspizierend
ausgebildet, bevorzugt in vertikaler Richtung V von vor dem Transportweg und/oder
von vor der Transportebene erfassend und/oder inspizierend ausgebildet.
[0181] Bevorzugt ist das Druckbildkontrollsystem 726, insbesondere die zumindest eine Bilderfassungseinrichtung,
zum Erfassen zumindest eines Teils der Arbeitsbreite, weiter bevorzugt der gesamten
Arbeitsbreite, der Bogenbearbeitungsmaschine 01 ausgebildet. Beispielsweise erfasst
eine Bilderfassungseinrichtung lediglich einen Teil der Arbeitsbreite, vorzugsweise
umfasst das Druckbildkontrollsystem 726 in diesem Fall mindestens zwei Bilderfassungseinrichtungen,
welche jeweils zumindest teilweise voneinander verschiedene Bereiche der Arbeitsbreite
erfassend ausgebildet sind. Bevorzugt sind die mindestens zwei Bilderfassungseinrichtungen
des Druckbildkontrollsystems 726 im Falle ihrer Anwesenheit in Transportrichtung T
nebeneinander und/oder in Querrichtung A hintereinander angeordnet.
[0182] In einer bevorzugten Ausführung der Bearbeitungsmaschine 01 ist die als das Druckbildkontrollsystem
726 ausgebildete Inspektionseinrichtung 726 zur Erfassung zumindest eines Teils des
Druckbildes von Bogen 02, bevorzugt des gesamten Druckbildes von Bogen 02, ausgebildet.
Vorzugsweise ist durch die zumindest eine als das Druckbildkontrollsystem 726 ausgebildete
Inspektionseinrichtung 726 das Druckbild von Bogen 02 zumindest zum Teil überprüfbar
und/oder auswertbar. Auftretende Fehler an zumindest einem Teil des Druckbildes von
Bogen 02 und zusätzlich oder alternativ auftretende Fehler der Bogen 02 selbst sind
bevorzugt durch das zumindest eine Druckbildkontrollsystem 726 erfassbar und/oder
auswertbar und/oder werden erfasst. Mögliche Fehler, welche ein Druckbild beispielsweise
aufweist, sind beispielsweise Spritzer von Druckfluid an Positionen auf dem Bogen
02, welche nicht mit einer Druckvorlage übereinstimmen, und zusätzlich oder alternativ
eine Abweichung der Farbe des verwendeten Druckfluids von der in der Druckvorlage
vorgegebenen Farbe des verwendeten Druckfluids in zumindest einem Druckbildelement
und zusätzlich oder alternativ Abweichungen des Druckbildes, insbesondere zumindest
eines Druckbildelements, von der Druckvorlage beispielsweise aufgrund von fehlendem
Druckfluid an dafür vorgesehenen Positionen. Mögliche Fehler der Bogen 02 sind beispielsweise
eine Wölbung oder Unebenheit der Bogenoberfläche und zusätzlich oder alternativ Löcher
oder Risse der Bogen 02 und zusätzlich oder alternativ Knicke der Bogen 02.
[0183] In einer alternativen Ausführung wird zumindest das Druckbild zumindest teilweise
durch das Bedienpersonal inspiziert und/oder ausgewertet und/oder angepasst, bevorzugt
anhand zumindest eines Musterbogens. Eine zusätzliche als Druckbildkontrollsystem
726 ausgebildete Inspektionseinrichtung 726 ist dann in der Bearbeitungsmaschine 01
vorzugsweise optional.
[0184] Vorzugsweise ist die zumindest eine Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 zumindest
als Passerkontrollsystem 728, insbesondere Farbregisterkontrollsystem 728 ausgebildet.
Vorzugsweise ist das Passerkontrollsystem 728 in Transportrichtung T nach dem Bogenkontrollsensor
722, weiter bevorzugt ohne ein weiteres Auftragaggregat 600 oder Formgebungsaggregat
900 dazwischen, angeordnet. Bevorzugt ist die zumindest eine Inspektionseinrichtung
728 in Transportrichtung T nach dem zumindest einen Auftragaggregat 600, bevorzugt
in Transportrichtung T nach dem letzten Auftragaggregat 600, angeordnet. Weiter bevorzugt
ist das Passerkontrollsystem 728 in Transportrichtung T nach dem zumindest einen Auftragaggregat
600, bevorzugt in Transportrichtung T nach dem letzten Auftragaggregat 600, und vor
dem zumindest einen Formgebungsaggregat 900, bevorzugt vor einem ersten Formgebungsaggregat
900, angeordnet. Beispielsweise ist das zumindest eine Passerkontrollsystem 728 in
Transportrichtung T nach dem zumindest einen Druckbildkontrollsystem 726, welches
dann als erste Inspektionseinrichtung 726 der Bearbeitungsmaschine 01 gilt, angeordnet.
Alternativ ist das zumindest eine Passerkontrollsystem 728 in Transportrichtung T
vor dem zumindest einen Druckbildkontrollsystem 726 angeordnet und gilt dann weiter
bevorzugt als erste Inspektionseinrichtung 728 der Bearbeitungsmaschine 01.
[0185] Bevorzugt umfasst die als Passerkontrollsystem 728 ausgebildete Inspektionseinrichtung
728 mindestens eine bevorzugt optische Bilderfassungseinrichtung, bevorzugt zumindest
zwei bevorzugt optische Bilderfassungseinrichtungen, weiter bevorzugt genau zwei bevorzugt
optische Bilderfassungseinrichtungen. Bevorzugt ist die mindestens eine Bilderfassungseinrichtung
jeweils als Kamera, weiter bevorzugt als Farbkamera, weiter bevorzugt als Zeilenkamera,
weiter bevorzugt als CMOS-Sensor und/oder CCD-Sensor, ausgebildet. Bevorzugt weist
das Passerkontrollsystem 728 zumindest eine Lichtquelle auf, beispielsweise eine LED-Lichtquelle.
Vorzugsweise umfasst das Passerkontrollsystem 728 zumindest eine Optik, welche bevorzugt
zwischen der zumindest einen Bilderfassungseinrichtung und dem für den Transport von
Bogen 02 vorgesehenen Transportweg angeordnet ist.
[0186] Vorzugsweise ist die zumindest eine Bilderfassungseinrichtung des Passerkontrollsystems
728 zumindest zur Erfassung von dem zumindest einen bildgebenden Element auf dem Bogen
02, beispielsweise von zumindest einem Teil des Druckbildes des Bogens 02 und/oder
zumindest einer Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24, ausgebildet. Bevorzugt
ist das Passerkontrollsystem 728 zumindest zur Erfassung von dem zumindest einen bildgebenden
Element des Bogens 02 mit einer Fläche von mindestens 0,01 mm
2 (null Komma null ein Quadratmillimeter) ausgebildet.
[0187] In einer bevorzugten zusätzlichen oder alternativen Ausführung ist das zumindest
eine Passerkontrollsystem 728 auf den Transportweg zur Erfassung von Bogen 02 gerichtet.
In einer bevorzugten zusätzlichen oder alternativen Ausführung ist das zumindest eine
Passerkontrollsystem 728, insbesondere die zumindest eine Bilderfassungseinrichtung
des Passerkontrollsystems 728, so auf den Transportweg von Bogen 02 gerichtet, dass
die zumindest eine Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24, welche jeweils durch
das mindestens eine Auftragaggregat 600 auf Bogen 02 auftragbar ist, zumindest teilweise
bevorzugt vollständig von dem Passerkontrollsystem 728, insbesondere der zumindest
einen Bilderfassungseinrichtung des Passerkontrollsystems 728, erfassbar und/oder
auswertbar ist. Bevorzugt weist der Bogen 02 jeweils für jedes verwendete Auftragwerk
614 zumindest eine Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 auf, bevorzugt jeweils
zwei Registermarken 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24, wobei weiter bevorzugt der Bogen
02 jeweils eine erste Registermarke 16; 17; 18; 19 bevorzugt in einem in Transportrichtung
T vorderen Bereich der mit zumindest einem Druckbild versehenen Hauptfläche des Bogens
02 und jeweils eine zweite Registermarke 21; 22; 23; 24 bevorzugt in einem in Transportrichtung
T hinteren Bereich der mit zumindest einem Druckbild versehenen Hauptfläche des Bogens
02 aufweist. Bevorzugt ist das Passerkontrollsystem 728 zur Erfassung von jeweils
zumindest einer Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 je verwendetem Auftragwerk
614 ausgebildet. Bevorzugt ist das Passerkontrollsystem 728 zur Erfassung sowohl der
jeweils zumindest einen ersten Registermarke 16; 17; 18; 19 als auch der jeweils zumindest
einen zweiten Registermarke 21; 22; 23; 24 von dem jeweiligen verwendeten Auftragwerk
614 auf einem betreffenden Bogen 02 ausgebildet. Bevorzugt ist das zumindest eine
Passerkontrollsystem 728 die zumindest eine Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22;
23; 24, bevorzugt die zumindest eine erste Registermarke 16; 17; 18; 19 und/oder die
zumindest eine zweite Registermarke 21; 22; 23; 24, erfassend ausgebildet.
[0188] In einer bevorzugten Ausführung umfasst das Passerkontrollsystem 728 zumindest zwei
Bilderfassungseinrichtungen, bevorzugt genau zwei Bilderfassungseinrichtungen, welche
vorzugsweise in Transportrichtung T hintereinander, bevorzugt in Transportrichtung
T direkt hintereinander, angeordnet sind. Die in Transportrichtung T erste Bilderfassungseinrichtung
des Passerkontrollsystems 728 ist vorzugsweise zur Erfassung der jeweils zumindest
einen ersten Registermarke 16; 17; 18; 19 für jedes verwendete Auftragwerk 614 ausgebildet,
welche bevorzugt in dem in Transportrichtung T vorderen Bereich der mit zumindest
einem Druckbild versehenen Hauptfläche des Bogens 02 angeordnet ist. Die in Transportrichtung
T zweite Bilderfassungseinrichtung des Passerkontrollsystems 728 ist vorzugsweise
zur Erfassung der jeweils zumindest einen zweiten Registermarke 21; 22; 23; 24 für
jedes verwendete Auftragwerk 614 ausgebildet, welche bevorzugt in dem in Transportrichtung
T hinteren Bereich der mit zumindest einem Druckbild versehenen Hauptfläche des Bogens
02 angeordnet ist. Alternativ ist die erste Bilderfassungseinrichtung zur Erfassung
der jeweils zumindest einen zweiten Registermarke 21; 22; 23; 24 für jedes verwendete
Auftragwerk 614 und die zweite Bilderfassungseinrichtung zur Erfassung der jeweils
zumindest einen ersten Registermarke 16; 17; 18; 19 für jedes verwendete Auftragwerk
614 ausgebildet. Somit ist bevorzugt jeweils eine Bilderfassungseinrichtung zur Erfassung
der jeweils zumindest einen ersten Registermarke 16; 17; 18; 19 oder der jeweils zumindest
einen zweiten Registermarke 21; 22; 23; 24 für jedes verwendete Auftragwerk 614 ausgebildet.
[0189] Beispielsweise bei einer liegenden Führung von Bogen 02 ist das Passerkontrollsystem
728 bevorzugt oberhalb des Transportweges und/oder der Transportebene, insbesondere
in vertikaler Richtung V nach dem Transportweg und/oder der Transportebene, angeordnet.
Somit ist der Bogen 02 durch das Passerkontrollsystem 728 zumindest in einem Teil
von oben erfassbar und/oder inspizierbar. Bei der liegenden Führung von Bogen 02 ist
die zumindest eine Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 bevorzugt auf der
Hauptfläche des Bogens 02 nach oben zeigend angeordnet. Somit ist die zumindest eine
Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 des Bogens 02 zumindest teilweise, bevorzugt
vollständig, durch das Passerkontrollsystem 728 in dieser Ausführung erfassbar und/oder
inspizierbar und/oder auswertbar.
[0190] Bei einer bevorzugten hängenden Führung von Bogen 02 ist das Passerkontrollsystem
728 bevorzugt unterhalb des Transportweges und/oder der Transportebene, insbesondere
in vertikaler Richtung V vor dem Transportweg und/oder vor der Transportebene, angeordnet.
Somit ist das Passerkontrollsystem 728 den Bogen 02 bevorzugt zumindest in einem Teil
von unten erfassend und/oder inspizierend ausgebildet. Bei der hängenden Führung von
Bogen 02 ist die zumindest eine Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 bevorzugt
auf der Hauptfläche des Bogens 02 nach unten zeigend angeordnet. Somit ist das Passerkontrollsystem
728 zumindest in dieser Ausführung bevorzugt die zumindest eine Registermarke 16;
17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 des Bogens 02 zumindest teilweise, bevorzugt vollständig,
von unten erfassend und/oder inspizierend ausgebildet, bevorzugt in vertikaler Richtung
V von vor dem Transportweg und/oder von vor der Transportebene erfassend und/oder
inspizierend ausgebildet.
[0191] Bevorzugt ist das Passerkontrollsystem 728, insbesondere die zumindest eine Bilderfassungseinrichtung,
zum Erfassen zumindest eines Teils der Arbeitsbreite der Bogenbearbeitungsmaschine
01 ausgebildet.
[0192] In einer alternativen Ausführung wird zumindest der Passer zumindest teilweise durch
das Bedienpersonal inspiziert und/oder ausgewertet und/oder eingestellt, bevorzugt
anhand zumindest eines Musterbogens. Eine zusätzliche als Passerkontrollsystem 728
ausgebildete Inspektionseinrichtung 728 ist dann in der Bearbeitungsmaschine 01 vorzugsweise
optional.
[0193] Bevorzugt wird in einem ersten Druckprozess der Bearbeitungsmaschine 01 der Passer
der Auftragaggregate 600 zueinander eingestellt. Zur Einstellung des Passers durchlaufen
bevorzugt ein einzelner Bogen 02 oder zumindest zwei Bogen 02 oder so wenig Bogen
02 wie möglich die Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000 der Bearbeitungsmaschine
01 in Transportrichtung T. Der Passer der Auftragaggregate 600 zueinander wird bevorzugt
durch das Passerkontrollsystem 728 erfasst und/oder geregelt. Das Passerkontrollsystem
728 erfasst bevorzugt die zumindest eine Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23;
24, bevorzugt alle Registermarken 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24, des jeweiligen Bogens
02.
[0194] Bei einem ideal gefertigten Bogen 02 in einem druckenden Betriebszustand der Bearbeitungsmaschine
01 weist der Bogen 02 vorzugsweise die zumindest eine Registermarke 16; 17; 18; 19;
21; 22; 23; 24 je Auftragwerk 614 jeweils an der ihr zugeordneten Referenzposition
06; 07; 08; 09; 11; 12; 13; 14 auf. Je nach vorliegender Abweichung der jeweiligen
Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 von ihrer Referenzposition 06; 07; 08;
09; 11; 12; 13; 14 ist eine unterschiedliche Veränderung nötig.
[0195] Bevorzugt wird die eventuell vorliegende Abweichung der Registermarke 16; 17; 18;
19; 21; 22; 23; 24 von ihrer Referenzposition 06; 07; 08; 09; 11; 12; 13; 14, welche
bevorzugt eine Abweichung des Passers beschreibt, durch das Passerkontrollsystem 728
erfasst und zusätzlich oder alternativ ausgewertet. Alternativ wird vorzugsweise die
Abweichung des Passers durch das Bedienpersonal erfasst und/oder ausgewertet. Bei
einer vorliegenden Abweichung zumindest einer der Registermarken 16; 17; 18; 19; 21;
22; 23; 24 von ihrer Referenzposition 06; 07; 08; 09; 11; 12; 13; 14 wird bevorzugt
entsprechend der vorliegenden Abweichung eine Veränderung der Positionierung von Bestandteilen
der Bearbeitungsmaschine 01 und/oder der Bogenführung und/oder der Geschwindigkeit
der Bogen 02 durchgeführt. Bevorzugt wird entsprechend der vorliegenden Abweichung
beispielsweise der Formzylinder 616 geregelt und/oder der Formzylinder 616 in seiner
Position verändert und/oder ein auf dem Transportweg nachfolgender Bogen 02 geregelt.
[0196] Beispielsweise bei einer Abweichung der erste Registermarke 16; 17; 18; 19 und der
jeweils zweiten Registermarke 21; 22; 23; 24 des selben Auftragwerks 614 von ihrer
Referenzposition 06; 07; 08; 09; 11; 12; 13; 14 in Richtung Y vorzugsweise um den
selben Betrag, welche vorzugsweise in der Bearbeitungsmaschine 01 einer Verschiebung
in Transportrichtung T entspricht, weist vorzugsweise die erste Registermarke 16;
17; 18; 19 und die jeweils zweite Registermarke 21; 22; 23; 24 des selben Auftragwerks
614 zu ihrer jeweiligen Referenzposition 06; 07; 08; 09; 11; 12; 13; 14 eine Verschiebung
mit Abstand ay auf. Sind bevorzugt jeweils die erste Registermarke 16; 17; 18; 19
und die zweite Registermarke 21; 22; 23; 24 eines zugeordneten Auftragwerks 614 um
den Abstand ay zu der jeweiligen Referenzposition 06; 07; 08; 09; 11; 12; 13; 14 verschoben,
unterscheidet sich beispielsweise der Druckbeginn für die einzelnen Druckbildelemente
voneinander und zusätzlich oder alternativ unterscheidet sich beispielsweise der Ankunftszeitpunkt
des Bogens 02, insbesondere der Ankunftszeitpunkt der Vorderkante 03 des Bogens 02,
von dem Ankunftszeitpunkt der Druckform an der jeweiligen Bearbeitungsstelle 621 des
betreffenden Auftragwerks 614. Vorzugsweise um die Verschiebung in Richtung Y mit
dem Abstand ay des zumindest einen Auftragwerks 614 zu verändern, insbesondere zu
minimieren, wird bevorzugt der Ankunftszeitpunkt des Bogens 02, insbesondere der Vorderkante
03 des Bogens 02, mit dem Ankunftszeitpunkt der vorderen Kante des druckenden Bereichs
des entsprechenden Formzylinders 616 zueinander synchronisiert und/oder abgestimmt.
Bevorzugt wird der entsprechende Formzylinder 616 durch die Veränderung seiner Drehzahl
und/oder Lage zumindest kurzzeitig beschleunigt und/oder abgebremst, während der nicht-druckende
Bereich zumindest zum Teil an der Bearbeitungsstelle 621 angeordnet ist, sodass die
vordere Kante des druckenden Bereichs des Formzylinders 616 mit der Vorderkante 03
des Bogens 02 vorzugsweise zeitgleich an der betreffenden Bearbeitungsstelle 621 eintrifft.
Bevorzugt wird der entsprechende Formzylinder 616 durch die Veränderung seiner Drehzahl
und/oder Lage zur Veränderung des Passers in Richtung Y, insbesondere in Umfangsrichtung
des Formzylinders 616, zumindest kurzzeitig beschleunigt und/oder abgebremst, während
der nicht-druckende Bereich zumindest zum Teil an der Bearbeitungsstelle 621 angeordnet
ist.
[0197] Beispielsweise bei einer Abweichung der erste Registermarke 16; 17; 18; 19 und der
jeweils zweiten Registermarke 21; 22; 23; 24 des selben Auftragwerks 614 von ihrer
Referenzposition 06; 07; 08; 09; 11; 12; 13; 14 in Richtung X, welcher vorzugsweise
in der Bearbeitungsmaschine 01 einer Verschiebung in Querrichtung A entspricht, weist
die erste Registermarke 16; 17; 18; 19 und die jeweils zweite Registermarke 21; 22;
23; 24 des selben Auftragwerks 614 zu ihrer jeweiligen Referenzposition 06; 07; 08;
09; 11; 12; 13; 14 vorzugsweise eine Verschiebung in Richtung X mit Abstand ax auf.
Sind bevorzugt jeweils die erste Registermarke 16; 17; 18; 19 und die zweite Registermarke
21; 22; 23; 24 eines zugeordneten Auftragwerks 614 um den Abstand ax zu der jeweiligen
Referenzposition 06; 07; 08; 09; 11; 12; 13; 14 verschoben, ist beispielsweise die
Druckform und/oder der Formzylinder 616 des betreffenden Auftragwerks 614 relativ
zu dem Bogen 02 in Querrichtung A verschoben. Vorzugsweise um die Verschiebung in
Richtung X mit dem Abstand ax zumindest eines Auftragwerks 614 zu verändern, insbesondere
zu minimieren, wird bevorzugt der Formzylinder 616 und/oder die Druckform des Formzylinders
616 des betreffenden Auftragwerks 614 in Querrichtung A entgegen der Richtung, in
welche die Verschiebung vorliegt, vorzugsweise mit dem Betrag des Abstands ax relativ
zu dem Bogen 02 verschoben. Bevorzugt zur Veränderung des Passers in Richtung X ist
bevorzugt der Formzylinder 616 und/oder die Druckform des Formzylinders 616 des betreffenden
Auftragwerks 614 in Querrichtung A entgegen der Richtung, in welche die Verschiebung
vorliegt, vorzugsweise mit dem Betrag des Abstands ax relativ zu dem Bogen 02 verstellbar
ausgebildet.
[0198] Bevorzugt weist die erste Referenzposition 06; 07; 08; 09 zu der zweiten Referenzposition
11; 12; 13; 14 des selben Auftragwerks 614 zueinander eine Referenzlänge 11, insbesondere
eine als Referenzstrecke ausgebildete Referenzlänge 11, auf. Vorzugsweise weist die
erste Registermarke 16; 17; 18; 19 zu der zweiten Registermarke 21; 22; 23; 24 des
selben Auftragwerks 614 zueinander die Drucklänge I2, insbesondere die als Druckstrecke
ausgebildete Drucklänge I2, auf. Beispielsweise bei einer Abweichung der zweiten Registermarke
21; 22; 23; 24 zumindest eines Auftragwerks 614 von der zugeordneten Referenzposition
11; 12; 13; 14 in Richtung Y, welcher vorzugsweise in der Bearbeitungsmaschine 01
einer Verschiebung in Transportrichtung T entspricht, und einer zumindest teilweisen
Übereinstimmung der ersten Registermarke 16; 17; 18; 19 des selben Auftragwerks 614
und der ihr jeweils zugeordneten Referenzposition 06; 07; 08; 09 ist die Drucklänge
I2 von der Referenzlänge I1 verschieden. Vorzugsweise liegt bei einer Abweichung der
Drucklänge I2 von der Referenzlänge I1 eine Änderung jener Länge vor, mit welcher
der Bogen 02 von der einen Druckform des betreffenden Formzylinders 616 bedruckt wird.
Beispielsweise ist dies der Fall, wenn der Bogen 02 durch zumindest eine Bearbeitung
und/oder den Auftrag von Druckfluid in Transportrichtung T vor dem betreffenden Auftragaggregat
614 eine Länge in Richtung Y, insbesondere innerhalb der Bearbeitungsmaschine 01 seine
Länge in Transportrichtung T, aufweist, welche sich von einer ursprünglichen Länge
des Bogens 02 vor der zumindest einen Bearbeitung und/oder vor dem Auftrag von Druckfluid
unterscheidet. Beispielsweise nimmt die Länge des Bogens 02 in Transportrichtung T
entlang des Transportweges durch die zumindest eine Bearbeitung und/oder den Auftrag
von Druckfluid zu. Bevorzugt um die Drucklänge I2 relativ zu der Referenzlänge I1
zu verändern, insbesondere um eine Differenz der Drucklänge I2 zu der Referenzlänge
I1 zu minimieren, weist der Formzylinder 616 bevorzugt eine sich zumindest teilweise
ändernde Geschwindigkeit, insbesondere Umfangsgeschwindigkeit, auf, solange zumindest
ein Teil des druckenden Bereichs seiner Mantelfläche an der Bearbeitungsstelle 621
angeordnet ist. Vorzugsweise wird die Drehzahl und/oder die Umfangsgeschwindigkeit
des Formzylinders 616 relativ zu der Drehzahl und/oder der Umfangsgeschwindigkeit
des ihm zugeordneten Gegendruckzylinders 617 verändert. Beispielsweise weist der Gegendruckzylinder
617 eine höhere Umfangsgeschwindigkeit auf als der Formzylinder 616. Die Veränderung
der Drucklänge I2 relativ zu der Referenzlänge I1 wird bevorzugt durch ein Beschleunigen
und/oder Abbremsen des Formzylinders 616 durch den Einzelantrieb des Formzylinders
616 erzielt, während der Gegendruckzylinder 617 mit vorzugsweise konstanter Umfangsgeschwindigkeit
betrieben wird. Dadurch ist beispielsweise das jeweilige aufgetragene Druckbild auf
dem Bogen 02 relativ zu der dazu verwendeten Druckform gestreckt und/oder gestaucht.
Beispielsweise wird durch eine verringerte Umfangsgeschwindigkeit des Formzylinders
616 relativ zu der Umfangsgeschwindigkeit des Gegendruckzylinders 617 das Druckbild
auf dem Bogen 02 verlängert. Bevorzugt ist der Passer in Umfangsrichtung des Formzylinders
616 betreffend der Drucklänge I2 durch ein Beschleunigen und/oder Abbremsen des Formzylinders
616 durch den Einzelantrieb des Formzylinders 616 einstellbar, während der Gegendruckzylinder
617 mit vorzugsweise konstanter Umfangsgeschwindigkeit betrieben ist.
[0199] Vorzugsweise weist die erste Referenzposition 06; 07; 08; 09 zu der zweiten Referenzposition
11; 12; 13; 14 des selben Auftragwerks 614 die Referenzstrecke auf. Vorzugsweise weist
die erste Registermarke 16; 17; 18; 19 zu der zweiten Registermarke 21; 22; 23; 24
des selben Auftragwerks 614 zueinander die Druckstrecke auf. Vorzugsweise ist die
Druckstrecke bei einem ideal gefertigten Bogen 02 parallel, vorzugsweise identisch,
zu der Referenzstrecke. Beispielsweise bei einer Abweichung der ersten Registermarke
16; 17; 18; 19 von ihrer Referenzposition 06; 07; 08; 09 oder bei einer Abweichung
der zweiten Registermarke 21; 22; 23; 24 von ihrer Referenzposition 11; 12; 13; 14
weist die Druckstrecke zu der Referenzstrecke vorzugsweise einen Winkel w, insbesondere
einen Verkippungswinkel w, auf. Beispielsweise ist die Längsachse des Formzylinders
616 und/oder die Druckform des Formzylinders 616 des betreffenden Auftragwerks 614
relativ zu der Querrichtung A, bevorzugt relativ zu dem Bogen 02, um den Verkippungswinkel
w verkippt. Bevorzugt um die Verkippung der Längsachse des Formzylinders 616 und/oder
die Druckform des Formzylinders 616 des betreffenden Auftragwerks 614 relativ zu der
Querrichtung A, bevorzugt relativ zu dem Bogen 02, zu verändern, wird bevorzugt der
betreffende Formzylinder 616 und/oder die Druckform des betreffenden Formzylinders
616 entgegen des Verkippungswinkels w, vorzugsweise mit dem selben Betrag des Verkippungswinkels
w, relativ zu der Querrichtung A verkippt. Bevorzugt zur Änderung des Passers betreffend
eine Schräglage des Druckbildelements ist bevorzugt der betreffende Formzylinder 616
und/oder die Druckform des betreffenden Formzylinders 616 entgegen des Verkippungswinkels
w, vorzugsweise mit dem selben Betrag des Verkippungswinkels w, relativ zu der Querrichtung
A verkippbar und/oder verstellbar ausgebildet.
[0200] In einem zweiten Druckprozess der Bearbeitungsmaschine 01 werden Bogen 02, insbesondere
eine Vielzahl von Bogen 02, durch das zumindest eine Aggregat 600; 900 der Bearbeitungsmaschine
01 bearbeitet. Während Bogen 02 in dem zweiten Druckprozess die Bearbeitungsmaschine
01 entlang des Transportwegs durchlaufen, erfasst vorzugsweise der jeweilige Bogenlaufsensor
622 den jeweiligen Bogen 02 und bestimmt somit dessen Ankunftszeitpunkt an der Position
des betreffenden Bogenlaufsensors 622. Bevorzugt wird jeder Bogen 02, welcher die
Position des betreffenden Bogenlaufsensors 622 passiert, durch den Bogenlaufsensor
622 erfasst. Vorzugsweise unabhängig von weiteren Messwerten anderer Bogen 02 durch
diesen Bogenlaufsensor 622 wird bevorzugt der dem Bogenlaufsensor 622 zugeordnete
Formzylinder 616 entsprechend dem Ankunftszeitpunkt des einen betreffenden Bogens
02 an der Position des Bogenlaufsensors 622 geregelt und/oder gesteuert, vorzugsweise
sodass die Vorderkante 03 des Bogens 02 zeitgleich zu der vorderen Kante des druckenden
Bereichs des Formzylinders 616 an der Bearbeitungsstelle 621 des betreffenden Auftragaggregates
600 eintrifft.
[0201] Die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, insbesondere das Passerkontrollsystem 728,
erfasst bevorzugt während des zweiten Druckprozesses die zumindest eine Registermarke
16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24, insbesondere die jeweiligen Registermarken 16; 17;
18; 19; 21; 22; 23; 24, von Bogen 02. Vorzugsweise erfasst die Inspektionseinrichtung
726; 728; 916, insbesondere das Passerkontrollsystem 728, jeden sie passierenden Bogen
02. In einer bevorzugten Ausführung ermittelt die Inspektionseinrichtung 726; 728;
916, insbesondere das Passerkontrollsystem 728, die Abweichung der zumindest einen
Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 von ihrer Referenzposition 06; 07; 08;
09; 11; 12; 13; 14. Aus den ermittelten Abweichungen von zumindest zwei Bogen 02,
bevorzugt von zumindest fünf Bogen 02, weiter bevorzugt von zumindest zehn Bogen 02,
bildet die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, insbesondere das Passerkontrollsystem
728, bevorzugt jeweils eine mittlere Abweichung der einen Registermarke 16; 17; 18;
19; 21; 22; 23; 24 von ihrer Referenzposition 06; 07; 08; 09; 11; 12; 13; 14. Bevorzugt
sobald jeweils der Betrag der mittleren Abweichung einen Grenzwert überschreitet,
gibt die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 ein Signal, insbesondere ein Warnsignal
und/oder Regelsignal und/oder Steuersignal, aus. Bevorzugt regelt und/oder steuert
die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 den der Registermarke 16; 17; 18; 19; 21;
22; 23; 24 zugeordneten Formzylinder 616 durch eine zumindest kurzzeitige Änderung
der Drehzahl und/oder Geschwindigkeit, bevorzugt bei der mittleren Abweichung in Richtung
Y der Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 von ihrer Referenzposition 06;
07; 08; 09; 11; 12; 13; 14 um einen den Grenzwert überschreitenden Betrag, sodass
die vordere Kante des druckenden Bereichs des Formzylinders 616 mit der Vorderkante
03 des Bogens 02 vorzugsweise zeitgleich an der betreffenden Bearbeitungsstelle 621
eintrifft. Vorzugsweise regelt und/oder steuert die Inspektionseinrichtung 726; 728;
916 ein Auslenken des betreffenden Bogens 02 von dem eigentlichen Transportweg beispielsweise
auf einen alternativen Transportweg und/oder gibt zumindest ein Signal aus, sobald
die Abweichung der zumindest einen Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 von
ihrer Referenzposition 06; 07; 08; 09; 11; 12; 13; 14 den Grenzwert überschreitet.
[0202] In einer bevorzugten Ausführung der Bearbeitungsmaschine 01 ist in dem druckenden
Prozess, insbesondere dem zweiten Druckprozess, der Ankunftszeitpunkt des einzelnen
Bogens 02 an der Bearbeitungsstelle 621 des Auftragaggregats 600 und der Ankunftszeitpunkt
der vorderen Kante des druckenden Bereichs des Formzylinders 616 dieses Auftragaggregats
600 jeweils durch das Signal des dem Auftragaggregat 600 zugeordneten Bogenlaufsensors
622 zur Regelung und/oder Steuerung des Formzylinders 616 einstellbar und/oder wird
eingestellt. Bevorzugt ist in dem druckenden Betriebszustand, insbesondere dem zweiten
Druckprozess, der Passer in Richtung Y, bevorzugt der Passer in Umfangsrichtung des
Formzylinders 616, jeweils durch das Signal des dem Auftragaggregat 600 zugeordneten
Bogensensors 622, insbesondere des Bogenlaufsensors 622, zur Regelung und/oder Steuerung
des Formzylinders 616 einstellbar ausgebildet und/oder wird eingestellt. Bevorzugt
ist die Regelung und/oder Steuerung durch das zumindest eine Signal der Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 zur Behebung der den Grenzwert überschreitenden mittleren Abweichung
der Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 von ihrer Referenzposition 06; 07;
08; 09; 11; 12; 13; 14 ausgebildet. Bevorzugt folgt auf das zumindest eine Signal
der Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 bei einer den Grenzwert überschreitenden
mittleren Abweichung der Registermarke 16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 von ihrer Referenzposition
06; 07; 08; 09; 11; 12; 13; 14 ein manuelles und/oder mechanisches Regeln und/oder
Steuern des Passers in Umfangsrichtung.
[0203] Bevorzugt überwiegt die Regelung und/oder Steuerung aufgrund des Bogenlaufsensors
622 über die Regelung und/oder Steuerung aufgrund der Inspektionseinrichtung 726;
728; 916 zur Veränderung des Passers in Richtung Y, bevorzugt die Veränderung des
Passers in Umfangsrichtung des Formzylinders 616, in dem zweiten Druckprozess.
[0204] Bevorzugt zusätzlich oder alternativ ist die Bearbeitungsmaschine 01 so ausgebildet,
dass die Drucklänge I2 durch eine Änderung der Umfangsgeschwindigkeit und/oder Drehzahl
des Formzylinders 616 relativ zu der Umfangsgeschwindigkeit und/oder Drehzahl des
dem jeweiligen Formzylinder 616 zugeordneten Gegendruckzylinders 617 verändert wird
und/oder veränderbar ausgebildet ist. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ ist die
Bearbeitungsmaschine 01 so ausgebildet, dass das durch die zumindest eine Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 erfasste Maß der Drucklänge I2, insbesondere die Abweichung der Drucklänge
I2 relativ zu der Referenzlänge 11, durch eine Änderung der Umfangsgeschwindigkeit
und/oder Drehzahl des Formzylinders 616 relativ zu der Umfangsgeschwindigkeit und/oder
Drehzahl des dem jeweiligen Formzylinder 616 zugeordneten Gegendruckzylinders 617
verändert wird und/oder veränderbar ausgebildet ist.
[0205] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich die Bearbeitungsmaschine 01 vorzugsweise
dadurch aus, dass die Bearbeitungsmaschine 01 die Formgebungseinrichtung 900 mit dem
Formzylinder 901 mit einem Einzelantrieb und die dem Formzylinder 901 zugeordneten
Bearbeitungsstelle 909 aufweist. Bevorzugt ist der Formzylinder 901 der Formgebungseinrichtung
900 jeweils mechanisch unabhängig von jedem weiteren Zylinder und/oder Walze der Formgebungseinrichtung
900 und/oder der Bearbeitungsmaschine 01 angetrieben.
[0206] Bevorzugt zusätzlich oder alternativ ist entlang des Transportweges von Bogen 02
vor der Bearbeitungsstelle 909 der Formgebungseinrichtung 900 der zumindest eine weitere
Bogensensor 922 angeordnet, welcher die Lage und/oder Drehzahl des Formzylinders 901
der Formgebungseinrichtung 900 regelnd und/oder steuernd ausgebildet ist.
[0207] Vorzugsweise zusätzlich oder alternativ ist entlang des Transportwegs von Bogen 02
nach dem Formzylinder 901 der Formgebungseinrichtung 900 die zumindest eine Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 angeordnet oder ist entlang des Transportwegs von Bogen 02 nach dem
Formzylinder 901 der Formgebungseinrichtung 900 zusätzlich die zumindest eine weitere
Inspektionseinrichtung 916 zu einer zumindest teilweisen Inspektion von Bogen 02,
bevorzugt zu einer zumindest teilweisen Inspektion zumindest eines verbliebenen und
von der Formgebungseinrichtung 900 bearbeiteten Teils des zumindest einen Bogens 02
mit mindestens einem Nutzen 1101, angeordnet. Bevorzugt ist entlang des für den Transport
von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs die zumindest eine zumindest als Stanzkontrollsystem
916 ausgebildete Inspektionseinrichtung 916 zu einer zumindest teilweisen Inspektion
von Bogen 02, bevorzugt zu einer zumindest teilweisen Inspektion zumindest eines verbliebenen
und von der Formgebungseinrichtung 900 bearbeiteten Teils des zumindest einen Bogens
02 mit mindestens einem Nutzen 1101, bevorzugt mindestens zwei Nutzen 1101, angeordnet.
[0208] Bevorzugt ist die als Stanzkontrollsystem 916 ausgebildete Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 zur zumindest teilweisen Inspektion der Kontur von mindestens einem
auf dem Transportweg vor dem Stanzkontrollsystem 916 entfernten Reststücks an dem
verbliebenen Bogen 02, insbesondere an dem mindestens einen Nutzen 1101 und/oder der
mindestens einen Bogenöffnung 1102, ermittelnd ausgebildet. Bevorzugt ergibt sich
die Kontur des verbliebenen Bogens 02 auf dem Transportweg nach der Separationseinrichtung
903, oder beispielsweise nachdem der Bogen 02 die Bogenbearbeitungsmaschine 01 durchlaufen
hat, infolge der Entfernung des mindestens einen Reststücks von dem betreffenden Bogen
02.
[0209] Bevorzugt umfasst die Bogenbearbeitungsmaschine 01 mit einer Formgebungseinrichtung
900 zur Bearbeitung von Bogen 02 vorzugsweise die zumindest eine Separationseinrichtung
903 und die zumindest eine Auslage 1000, wobei die Separationseinrichtung 903 zum
Entfernen von zumindest einem Reststück von dem zumindest einen Bogen 02 ausgebildet
ist. Vorzugsweise ist in Transportrichtung T der Bogen 02 nach der zumindest einen
Separationseinrichtung 903 das zumindest eine Stanzkontrollsystem 916 zu der zumindest
teilweisen Inspektion zumindest eines verbliebenen und von der Formgebungseinrichtung
900 bearbeiteten Teils des zumindest einen Bogens 02 mit dem mindestens einen Nutzen
1101 angeordnet.
[0210] Bevorzugt weist der jeweilige Bogen 02 zumindest einen Nutzen 1101 mit mindestens
einem Druckbild und mindestens eine Bogenöffnung 1102 auf. Bevorzugt weist der jeweilige
Bogen 02 zumindest einen Nutzen 1101 und mindestens eine Bogenöffnung 1102 auf, wobei
der jeweilige Bogen 02 aus Papier oder Pappe oder Karton gebildet ist. Bevorzugt ist
das Stanzkontrollsystem 916 die mindestens eine Bogenöffnung 1102 zumindest teilweise
erfassend ausgebildet. Bevorzugt ist das Stanzkontrollsystem 916, bevorzugt das Auswertemittel,
zumindest die mindestens eine Bogenöffnung 1102 mit einer Referenz der mindestens
einen Bogenöffnung 1102 vergleichend ausgebildet.
[0211] Bevorzugt enthält die Referenz der mindestens einen Bogenöffnung 1102 zumindest einen
Teil der Informationen, bevorzugt sämtliche Informationen, welche zu einer eindeutigen
Bestimmung eines geforderten Soll-Zustandes der betreffenden Bogenöffnung 1102 notwendig
sind. Bevorzugt ist die Referenz der mindestens einen Bogenöffnung 1102 als digitale
und/oder angelernte Referenz ausgebildet. Die digitale Referenz ist bevorzugt als
digitale Bildvorlage ausgebildet. Vorzugsweise weist die digitale Referenz ein pdf-
oder tif- oder jpg-Dateiformat auf. Die angelernte Referenz ist bevorzugt ein Bogen
02, welcher als Musterbogen ausgebildet ist und mindestens eine Bogenöffnung 1102
aufweist, die der zu inspizierenden Bogenöffnung 1102 entspricht, und/oder beispielsweise
durch das Stanzkontrollsystem 916 erfasst und/oder in dem Auswertemittel als Vergleichsgrundlage
hinterlegt ist.
[0212] Bevorzugt umfasst die als Stanzkontrollsystem 916 ausgebildete Inspektionseinrichtung
916 mindestens eine Bilderfassungseinrichtung, bevorzugt mindestens eine optische
Bilderfassungseinrichtung. Bevorzugt ist die mindestens eine Bilderfassungseinrichtung
als Kamera, weiter bevorzugt als Farbkamera, weiter bevorzugt als Zeilenkamera, weiter
bevorzugt als CMOS-Sensor und/oder CCD-Sensor, ausgebildet. Beispielsweise umfasst
das Stanzkontrollsystem 916 zusätzlich zu der mindestens einen Bilderfassungseinrichtung
zumindest eine Lichtquelle, beispielsweise zumindest eine LED-Lichtquelle. Vorzugsweise
umfasst das Stanzkontrollsystem 916 zumindest eine Optik, welche bevorzugt zwischen
der zumindest einen Bilderfassungseinrichtung und dem für den Transport von Bogen
02 vorgesehenen Transportweg angeordnet ist. Bevorzugt ist das Stanzkontrollsystem
916, insbesondere die zumindest eine Bilderfassungseinrichtung, zum Erfassen zumindest
eines Teils der Arbeitsbreite, weiter bevorzugt der gesamten Arbeitsbreite, der Bogenbearbeitungsmaschine
01 ausgebildet. Beispielsweise erfasst eine Bilderfassungseinrichtung lediglich einen
Teil der Arbeitsbreite, vorzugsweise umfasst das Stanzkontrollsystem 916 in diesem
Fall mindestens zwei Bilderfassungseinrichtungen, welche jeweils zumindest teilweise
voneinander verschiedene Bereiche der Arbeitsbreite erfassend ausgebildet sind. Bevorzugt
sind die mindestens zwei Bilderfassungseinrichtungen des Stanzkontrollsystems 916
im Falle ihrer Anwesenheit in Transportrichtung T nebeneinander und/oder in Querrichtung
A hintereinander angeordnet.
[0213] In einer bevorzugten Ausführung ist das Stanzkontrollsystem 916 in Transportrichtung
T direkt im Anschluss an die Separationseinrichtung 903 angeordnet. Vorzugsweise ist
das Stanzkontrollsystem 916 in Transportrichtung T direkt im Anschluss an die Separationseinrichtung
903 ohne jegliche mögliche weitere Bearbeitungseinrichtung dazwischen und/oder ohne
jegliche mögliche weitere Bearbeitungsstufe, wie beispielsweise Kleben eines Nutzens
1101 und/oder Trennen einzelner Nutzen 1101 voneinander, dazwischen angeordnet. Weiter
bevorzugt ist das Stanzkontrollsystem 916 vor jeglicher möglichen weiteren Bearbeitungseinrichtung,
beispielsweise einer Klebeeinrichtung und/oder einer Nutzentrenneinrichtung, zu einer
möglichen weiteren Bearbeitung des zumindest einen Bogens 02 direkt im Anschluss an
die Separationseinrichtung 903 angeordnet. Vorzugsweise ist das Stanzkontrollsystem
916 in Transportrichtung T vor der Auslage 1000 und nach der Separationseinrichtung
903 angeordnet.
[0214] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass das Stanzkontrollsystem 916 vorzugsweise orthogonal zu dem für den
Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportweg des zumindest einen Bogens 02 angeordnet
und auf den Transportweg des zumindest einen Bogens 02 gerichtet ist. Vorzugsweise
ist das Stanzkontrollsystem 916 orthogonal zu der Transportebene des zumindest einen
Bogens 02 angeordnet und auf die Transportebene des zumindest einen Bogens 02 gerichtet.
Die Transportebene bezeichnet im Vorangegangenen und im Folgenden vorzugsweise eine
Ebene des Transportweges, welche durch die Transportrichtung T und die Querrichtung
A aufgespannt ist, insbesondere an der Position entlang des Transportweges, auf welche
Bezug genommen wird. Bevorzugt ist das Stanzkontrollsystem 916 außerhalb des Transportweges
angeordnet und auf den Transportweg und/oder die Transportebene gerichtet. Bevorzugt
ist das Stanzkontrollsystem 916 lotrecht auf den Transportweg und/oder die Transportebene
gerichtet. Vorzugsweise ist das Stanzkontrollsystem 916 in vertikaler Richtung V vor
und/oder nach dem Transportweg angeordnet. Bevorzugt ist das Stanzkontrollsystem 916
den Bogen 02 von der Seite der Hauptfläche des Bogens 02 inspizierend ausgebildet,
auf welcher das zumindest eine Druckbild auf den Bogen 02 aufgebracht ist.
[0215] Beispielsweise bei einer liegenden Führung von Bogen 02 ist das Stanzkontrollsystem
916 bevorzugt oberhalb des Transportweges und/oder der Transportebene, insbesondere
in vertikaler Richtung V nach dem Transportweg und/oder der Transportebene, angeordnet.
Somit kann das Stanzkontrollsystem 916 den Bogen 02 von oben inspizieren. Bei der
liegenden Führung von Bogen 02 ist das zumindest eine Druckbild bevorzugt auf der
Hauptfläche des Bogens 02 nach oben zeigend angeordnet. Somit ist die als Stanzkontrollsystem
916 ausgebildete Inspektionseinrichtung 916 in dieser Ausführung ebenfalls zur Erfassung
des zumindest einen Druckbilds des Bogens 02 ausgebildet.
[0216] Vorzugsweise bei einer hängenden Führung von Bogen 02 ist das Stanzkontrollsystem
916 bevorzugt unterhalb des Transportweges und/oder der Transportebene, insbesondere
in vertikaler Richtung V vor dem Transportweg und/oder vor der Transportebene, angeordnet.
Somit ist das Stanzkontrollsystem 916 den Bogen 02 bevorzugt von unten inspizierend
ausgebildet. Bei der hängenden Führung von Bogen 02 ist das zumindest eine Druckbild
bevorzugt auf der Hauptfläche des Bogens 02 nach unten zeigend angeordnet. Somit ist
das Stanzkontrollsystem 916 zumindest in dieser Ausführung bevorzugt zusätzlich oder
alternativ das zumindest eine Druckbild des Bogens 02 von unten inspizierend ausgebildet,
bevorzugt in vertikaler Richtung V von vor dem Transportweg und/oder von vor der Transportebene
inspizierend ausgebildet.
[0217] Zusätzlich oder alternativ ist vorzugsweise das Stanzkontrollsystem 916 zu der Inspektion
des zumindest einen verbliebenen und von der Formgebungseinrichtung 900 bearbeiteten
Teils des zumindest einen Bogens 02 während zumindest eines Formgebungsprozesses zumindest
eines weiteren Bogens 02 ausgebildet. Somit ist das Stanzkontrollsystem 916 vorzugsweise
jeweils jeden Bogen 02 erfassend ausgebildet, bevorzugt jeweils jeden Bogen 02 einzeln
erfassend ausgebildet, welcher auf dem Transportweg in Transportrichtung T das Stanzkontrollsystem
916 passiert. Beispielsweise werden bereits weitere Bogen 02 in zumindest einem Formgebungsprozess
der mindestens einen Formgebungseinrichtung 900 bearbeitet und/oder durchlaufen zumindest
ein in Transportrichtung T vor der Inspektionseinrichtung 916 angeordnetes Aggregat
100; 300; 600; 700; 900 der Bogenbearbeitungsmaschine 01, während ein Bogen 02 durch
das Stanzkontrollsystem 916 erfasst wird.
[0218] In einer bevorzugten Ausführung ist das Stanzkontrollsystem 916, insbesondere die
Bilderfassungseinrichtung des Stanzkontrollsystems 916, zumindest zum zumindest teilweisen
Erfassen zumindest einer Bogenöffnung 1102, beispielsweise zumindest einer Bogenlücke
1102, des zumindest einen Bogens 02 und/oder zumindest einer inneren Kontur des zumindest
einen Bogens 02, bevorzugt festgelegt durch zumindest eine Bogenöffnung 1102, und/oder
zumindest einer äußeren Kontur des zumindest einen Bogens 02, bevorzugt festgelegt
durch zumindest eine Außenkante des jeweiligen Bogens 02, ausgebildet. Alternativ
ist das Stanzkontrollsystem 916, insbesondere die Bilderfassungseinrichtung des Stanzkontrollsystems
916, bevorzugt zumindest zum zumindest teilweisen Erfassen des zumindest einen Nutzens
1101 und/oder der Kontur, insbesondere dem Umriss, des jeweiligen Nutzens 1101 ausgebildet.
Die Kontur eines Bogens 02 beschreibt im Vorangegangenen und im Folgenden vorzugsweise
die Form des jeweiligen Bogens 02, insbesondere einen äußeren und/oder inneren Umriss
des mindestens einen Nutzens 1101 des jeweiligen Bogens 02. Bevorzugt ist die äußere
Kontur des Bogens 02 durch zumindest eine Außenkante des Bogens 02, insbesondere durch
zumindest eine Außenkante des mindestens einen Nutzens 1101, festgelegt. Bevorzugt
ist die innere Kontur des Bogens 02 durch zumindest eine Bogenöffnung 1102 und/oder
Bogenlücke 1102, bevorzugt innerhalb der äußeren Kontur des jeweiligen Bogens 02,
weiter bevorzugt innerhalb der Hauptfläche im Bereich des zumindest einen Nutzens
1101 des jeweiligen Bogens 02, festgelegt. Das Stanzkontrollsystem 916, insbesondere
die Bilderfassungseinrichtung der Inspektionseinrichtung 916, ist bevorzugt zum zumindest
teilweisen Erfassen der Hauptfläche von Bogen 02 ausgebildet. Bevorzugt ist das Stanzkontrollsystem
916, insbesondere die Bilderfassungseinrichtung der Inspektionseinrichtung 916, zum
zumindest teilweisen Erfassen des Bereichs des mindestens einen Reststücks und/oder
der mindestens einen Bogenöffnung 1102 von Bogen 02 ausgebildet.
[0219] Bevorzugt entspricht die innere Kontur des zumindest einen Bogens 02 einer Kontur
des zumindest einen Reststückes des betreffenden Bogens 02, insbesondere nach der
Entfernung des zumindest einen Reststückes von dem betreffenden Bogen 02.
[0220] Vorzugsweise ist das Stanzkontrollsystem 916, insbesondere das Auswertemittel, ein
Maß für eine Abweichung der zumindest einen Bogenöffnung 1102 und/oder der zumindest
einen inneren Kontur und/oder der zumindest einen äußeren Kontur des Bogens 02 von
dem Soll-Zustand des jeweiligen Bogens 02 ermittelnd ausgebildet.
[0221] Beispielsweise weist eine Bogenöffnung 1102 zumindest einen verbliebenen Teil des
zumindest einen Reststücks auf, so weicht der Ist-Zustand des betreffenden Bogens
02 von dem Soll-Zustand des betreffenden Bogens 02 ab. Weist der verbliebene Teil
des Reststücks beispielsweise eine Fläche von kleiner 25 mm
2 (fünfundzwanzig Quadratmillimeter), bevorzugt von kleiner 20 mm
2 (zwanzig Quadratmillimeter), weiter bevorzugt von kleiner 15 mm
2 (fünfzehn Quadratmillimeter), auf, so liegt das Maß für die Abweichung bevorzugt
im Rahmen der Toleranz des Soll-Zustands des jeweiligen Bogens 02 und das zumindest
eine Gut-Signal wird ausgegeben. Beispielsweise bei einer Fläche von mindestens 25
mm
2 (fünfundzwanzig Quadratmillimeter), bevorzugt mindestens 30 mm
2 (dreißig Quadratmillimeter), weiter bevorzugt 35 mm
2 (fünfunddreißig Quadratmillimeter), des zumindest einen verbliebenen Teils des Reststücks
wird bevorzugt das zumindest eine Schlecht-Signal ausgegeben.
[0222] Zusätzlich oder alternativ ist insbesondere die als Stanzkontrollsystem 916 ausgebildete
Inspektionseinrichtung 916 bevorzugt zumindest zum Auswerten des zumindest einen Passers
des zumindest einen Druckbildes des zumindest einen Bogens 02 und/oder zumindest zum
Vergleich des zumindest einen Druckbildes des zumindest einen Bogens 02 mit der zumindest
einen Bogenöffnung 1102 und/oder der zumindest einen inneren Kontur und/oder der zumindest
einen äußeren Kontur des jeweiligen Bogens 02 ausgebildet. Bevorzugt ist die Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 zum Auswerten des zumindest einen Passers des zumindest einen Druckbildes
des zumindest einen Bogens 02 und/oder zumindest zum Vergleich des zumindest einen
Druckbildes des zumindest einen Bogens 02 mit der zumindest einen Bogenöffnung 1102
und/oder der zumindest einen inneren Kontur und/oder der zumindest einen äußeren Kontur
des jeweiligen Bogens 02 ausgebildet.
[0223] Vorzugsweise ist die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 zum zumindest teilweisen
Erfassen und/oder Auswerten des zumindest einen Druckbildes auf Bogen 02, welches
durch das mindestens eine Auftragwerk 614 aufgetragen wurde, ausgebildet. Bevorzugt
ist die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 das zumindest eine Druckbild des betreffenden
Bogens 02 als zumindest einen Informationsbestandteil des Ist-Zustands des jeweiligen
Bogens 02 erfassend und/oder diesen Ist-Zustand vorzugsweise mit dem Soll-Zustand
betreffenden des Bogens 02, beispielsweise durch das Auswertemittel, vergleichend
ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich ist die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916
bevorzugt zum zumindest teilweisen Erfassen des zumindest einen Druckbildes und/oder
zum zumindest teilweisen Erfassen der zumindest einen Bogenöffnung 1102 und/oder der
zumindest einen inneren Kontur und/oder der zumindest einen äußeren Kontur von Bogen
02 ausgebildet. Vorzugsweise ist die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, insbesondere
das Auswertemittel, das zumindest eine Druckbild des Bogens 02 zumindest mit der Kontur
des jeweiligen Bogens 02 vergleichend ausgebildet, beispielsweise durch den Vergleich
des Ist-Zustandes mit dem Soll-Zustand des jeweiligen Bogens 02.
[0224] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich die Bearbeitungsmaschine 01 bevorzugt dadurch
aus, dass das Stanzkontrollsystem 916 ein Maß für einen Werkzeugverschleiß des zumindest
einen Werkzeugs der zumindest einen Formgebungseinrichtung 900 ermittelnd ausgebildet
ist. Bevorzugt weist die Formgebungseinrichtung 900, insbesondere das Formgebungswerk
914 und/oder der Formzylinder 901, das zumindest eine Werkzeug, vorzugsweise zumindest
ein Schnittwerkzeug und/oder zumindest ein Rillwerkzeug und/oder zumindest ein Perforierwerkzeug
und/oder zumindest ein Prägewerkzeug und/oder zumindest ein Stanzwerkzeug, zum Bearbeiten
von Bogen 02 auf. Durch die Bearbeitung von Bogen 02 ist das Werkzeug Verschleiß unterliegend
ausgebildet. Vorzugsweise ist das Stanzkontrollsystem 916 durch das Erfassen von Bogen
02, insbesondere der Inspektion des zumindest einen verbliebenen und von der Formgebungseinrichtung
900 bearbeiteten Teils des zumindest einen Bogens 02 mit mindestens einem Nutzen 1101,
und/oder bevorzugt dem Vergleich des Ist-Zustands des jeweiligen Bogens 02 mit dem
Soll-Zustand des betreffenden Bogens 02 zum Ermitteln des Maßes für den Verschleiß
des zumindest einen Werkzeugs der Formgebungseinrichtung 900, insbesondere des Formgebungswerks
914, bevorzugt des Formzylinders 901, ausgebildet. Beispielsweise durch den direkten
Kontakt des Werkzeugs der Formgebungseinrichtung 900, insbesondere des Formgebungswerks
914, bevorzugt des Formzylinders 901, mit dem Gegendruckzylinder 902 und/oder dem
Bogen 02 wirkt zumindest eine äußere Kraft auf das Werkzeug und ruft beispielsweise
Verschleiß des Werkzeugs und/oder Gegendruckzylinders 902 hervor.
[0225] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich die Bearbeitungsmaschine 01 bevorzugt dadurch
aus, dass das Stanzkontrollsystem 916 ein Maß für einen Verschleiß zumindest einer
Oberfläche des zumindest einen Gegendruckzylinders 902 der zumindest einen Formgebungseinrichtung
900 ermittelnd ausgebildet ist. Bevorzugt weist der zumindest eine Gegendruckzylinder
902, beispielsweise im Falle einer Rotationsstanzeinrichtung 900, eine Oberfläche
auf, welche vorzugsweise in direktem Kontakt zu dem Werkzeug der Formgebungseinrichtung
900, insbesondere dem Werkzeug des Formzylinders 901, steht. Beispielsweise durch
den direkten Kontakt der Oberfläche des Gegendruckzylinders 902 und dem Werkzeug der
Formgebungseinrichtung 900, bevorzugt des Formzylinders 901, wirkt zumindest eine
äußere Kraft auf die Oberfläche des Gegendruckzylinders 902 und ruft beispielsweise
Verschleiß des Gegendruckzylinders 902 und/oder des jeweiligen Werkzeugs hervor.
[0226] Bevorzugt ist die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, insbesondere das Auswertemittel,
zum Speichern und/oder Auswerten von Daten über die jeweiligen transportierten Bogen
02 und/oder vorzugsweise zum Erstellen zumindest eines Berichts über die Qualität
der Bogen 02 ausgebildet. Vorzugsweise umfasst der Bericht zumindest die Gesamtzahl
der bearbeiteten Bogen 02 innerhalb zumindest einer Zeiteinheit und/oder eines gemeinsamen
Auftrags und/oder die Anzahl und/oder prozentualen Anteil der bearbeiteten Bogen 02,
welche jeweils zu dem Auslagestapelträger 48 und/oder welche jeweils zu der Ausleitauslage
51 geleitet wurden. Zusätzlich oder alternativ umfasst der Bericht vorzugsweise eine
Gesamtzahl an Nutzen 1101 und/oder die Anzahl und/oder prozentualen Anteil an Nutzen
1101, welche jeweils zu dem Auslagestapelträger 48 und/oder welche jeweils zu der
Ausleitauslage 51 geleitet wurden. Vorzugsweise umfasst der Bericht zusätzlich oder
alternativ zumindest eine Information über die jeweilige Ursache der Ausleitung der
betreffenden Bogen 02 und/oder Nutzen 1101 zu der Ausleitauslage 51. Ursächlich für
die Ausleitung zu der Ausleitauslage 51 ist beispielsweise das Maß für die Abweichung
der zumindest einen Bogenöffnung 1102 und/oder inneren Kontur und/oder äußeren Kontur
des jeweiligen Bogens 02 von dem Soll-Zustand des betreffenden Bogens 02, zusätzlich
oder alternativ die Auswertung des zumindest einen Passers des zumindest einen Druckbildes
des betreffenden Bogens 02 und/oder der Vergleich des zumindest einen Druckbildes
mit zumindest einer Bogenöffnung 1102 und/oder inneren Kontur und/oder äußeren Kontur
des betreffenden Bogens 02. Zusätzlich oder alternativ umfasst der Bericht beispielsweise
zumindest eine Information über das Maß des Werkzeugverschleißes des zumindest einen
Werkzeugs der Formgebungseinrichtung 900. Zusätzlich oder alternativ umfasst der Bericht
bevorzugt das Maß für die Position des mindestens einen Nutzens 1101 relativ zu einer
Referenz der Position des mindestens einen Nutzens 1101 und zusätzlich oder alternativ
das Maß für die Farbe des zumindest einen Druckbildes des jeweiligen Bogens 02 und/oder
Nutzens 1101 und zusätzlich oder alternativ das Maß für zumindest einen Fehler der
zumindest einen Verarbeitung des jeweiligen Bogens 02 und/oder Nutzens 1101 und/oder
des mindestens einen Druckbildes des jeweiligen Bogens 02 und/oder Nutzens 1101. Beispielsweise
umfasst der Bericht weitere Informationen, welche bevorzugt durch die zumindest eine
Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 oder auch durch weitere Bestandteile der Bogenbearbeitungsmaschine
01 erfasst werden und/oder erfassbar sind. Beispielsweise ist es somit möglich, eine
gewünschte und/oder geforderte Qualität der vorzugsweise durch die Formgebungsmaschine
900 bearbeiteten Bogen 02 beispielsweise in dem Auslagestapel der Auslage 1000 exakt
einzustellen und bevorzugt zu garantieren.
[0227] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich die Bearbeitungsmaschine 01 bevorzugt dadurch
aus, dass die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 vorzugsweise aus dem Vergleich
des Ist-Zustands des zumindest einen Bogens 02 mit dem Soll-Zustand des jeweiligen
Bogens 02 ein Maß für eine Position des mindestens einen Nutzens 1101 relativ zu einer
Referenz der Position des mindestens einen Nutzens 1101 und zusätzlich oder alternativ
ein Maß für die Farbe zumindest eines Druckbildes des jeweiligen Bogens 02 und zusätzlich
oder alternativ ein Maß für zumindest einen Fehler einer Verarbeitung des jeweiligen
Bogens 02 und/oder eines Druckbildes des jeweiligen Bogens 02 durch fehlende Teile
und/oder zusätzliche Teile ermittelnd ausgebildet ist.
[0228] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 das Auswertemittel umfasst
oder mit dem Auswertemittel verbunden ist und dass die Änderung des Transportweges
eines betreffenden Bogens 02, insbesondere die Bogenweiche 49, aufgrund zumindest
des einen jeweiligen Signals des zumindest einen Auswertemittels geregelt ist und/oder
gesteuert ist und/oder regelbar ausgebildet ist und/oder steuerbar ausgebildet ist.
Die Änderung des Transportweges, insbesondere die Bogenweiche 49, ist vorzugsweise
in Abhängigkeit von der Auswertung des erfassten Bogens 02 durch das Auswertemittel,
bevorzugt durch das Auswertemittel der Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, geregelt
und/oder gesteuert und/oder regelbar ausgebildet und/oder steuerbar ausgebildet. Beispielsweise
ist das jeweilige Signal von dem jeweiligen Auswertemittel, insbesondere von dem Auswertemittel
der Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, an eine Steuerungseinheit und/oder Regelungseinheit
der Bogenweiche 49 übertragbar, welches eine Regelung der Bogenweiche 49 und/oder
eine Änderung des Transportweges veranlasst und/oder veranlassend ausgebildet ist.
[0229] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass der Transportweg zwischen der als Stanzkontrollsystem 916 ausgebildeten
Inspektionseinrichtung 916 und der Position der Änderung des Transportweges des betreffenden
Bogens 02, insbesondere der Bogenweiche 49, mindestens 30 cm (dreißig Zentimeter),
bevorzugt mindestens 40 cm (vierzig Zentimeter), weiter bevorzugt mindestens 50 cm
(fünfzig Zentimeter) beträgt. Bevorzugt weist der Transportweg zwischen der Inspektionseinrichtung
916 und der Bogenweiche 49 eine Länge auf, welche der jeweilige transportierte Bogen
02 in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der transportierten Bogen 02 vorzugsweise
in mindestens 50 ms (fünfzig Millisekunden), bevorzugt in mindestens 80 ms (achtzig
Millisekunden), weiter bevorzugt in mindestens 100 ms (einhundert Millisekunden),
zurücklegend ausgebildet ist. Bevorzugt weist der Transportweg zwischen der Inspektionseinrichtung
916 und der Bogenweiche 49 eine Länge auf, welche der jeweilige transportierte Bogen
02 in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der transportierten Bogen 02 vorzugsweise
in höchstens 1000 ms (tausend Millisekunden), bevorzugt in höchstens 800 ms (achthundert
Millisekunden), weiter bevorzugt in höchstens 300 ms (dreihundert Millisekunden),
zurücklegend ausgebildet ist.
[0230] Bevorzugt umfasst der jeweilige Bogen 02 mindestens einen Nutzen 1101, bevorzugt
mindestens zwei Nutzen 1101. Bevorzugt weist der Nutzen 1101 jeweils zumindest ein
Druckbild auf. Bevorzugt wird der jeweilige Bogen 02 mit dem zumindest einen Auftragaggregat
600 und/oder in der zumindest einen Formgebungseinrichtung 900 bearbeitet. Bevorzugt
werden jeweilige Bogen 02 in zumindest einem jeweiligen Bearbeitungsvorgang mittels
zumindest einer Einrichtung der Bogenbearbeitungsmaschine 01 bearbeitet, beispielsweise
mit zumindest einem Auftragsfluid versehen und/oder mechanisch bearbeitet und/oder
bezüglich ihrer Form verändert und/oder gestanzt. Bevorzugt werden die Bogen 02 während
ihres jeweiligen Bearbeitungsvorgangs mit einer Bearbeitungsgeschwindigkeit transportiert,
insbesondere längs des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs.
Bevorzugt wird in Transportrichtung T der Bogen 02 nach der Formgebungseinrichtung
900, bevorzugt der Stanzeinrichtung 900 und/oder Rotationsstanzeinrichtung 900, zumindest
ein Reststück von dem jeweiligen Bogen 02 entfernt. Vorzugsweise wird das zumindest
eine Reststück bereits während des zumindest einen Bearbeitungsvorgangs und/oder während
des Transports des jeweiligen Bogens 02 entlang des Transportweges, bevorzugt entlang
des Transportweges zwischen der zumindest einen Formgebungseinrichtung 900 und der
zumindest einen Separationseinrichtung 903, und/oder durch die zumindest eine Separationseinrichtung
903 von dem jeweiligen Bogen 02 entfernt. Bevorzugt ist die Separationseinrichtung
903 zum Entfernen von dem zumindest einen Reststück ausgebildet. Weiter bevorzugt
ist die Separationseinrichtung 903 zum vollständigen Entfernen von dem zumindest einen
Reststück von dem jeweiligen Bogen 02 ausgebildet.
[0231] Bevorzugt ermittelt die zumindest eine Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 den Ist-Zustand
des jeweiligen Bogens 02. Bevorzugt ermittelt in Transportrichtung T nach dem letzten
Auftragwerk 614 das Druckbildkontrollsystem 726 und/oder das Passerkontrollsystem
728 den Ist-Zustand des jeweiligen Bogens 02. Bevorzugt ermittelt in Transportrichtung
T nach der Separationseinrichtung 903 das Stanzkontrollsystem 916 den Ist-Zustand
des jeweiligen Bogens 02. Vorzugsweise ermittelt die Inspektionseinrichtung 726; 728;
916 den Ist-Zustand des jeweiligen Bogens 02, welcher bevorzugt der Zustand des Bogens
02 ist, insbesondere in Bezug auf Druckbild und/oder Übereinstimmung des Passers und/oder
Form und/oder Masse und/oder Kontur, welchen der jeweilige Bogen 02 zum Zeitpunkt
der Erfassung mit der Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 aufweist.
[0232] Bevorzugt wird der Ist-Zustand des jeweiligen Bogens 02 mit dem Soll-Zustand des
jeweiligen Bogens 02 verglichen. Bevorzugt vergleicht die Inspektionseinrichtung 726;
728; 916 und/oder das Auswertemittel den Ist-Zustand des jeweiligen Bogens 02 mit
dem Soll-Zustand des jeweiligen Bogens 02. Weiter bevorzugt vergleicht das Auswertemittel
der Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 den Ist-Zustand des jeweiligen Bogens 02
mit dem Soll-Zustand des jeweiligen Bogens 02. Vorzugsweise wird der Ist-Zustand des
jeweiligen Bogens 02 mit dem Soll-Zustand des jeweiligen Bogens 02 verglichen, wobei
der Soll-Zustand des jeweiligen Bogens 02 vorzugsweise der Zustand des Bogens 02 ist,
insbesondere in Bezug auf Druckbild und/oder Übereinstimmung des Passers und/oder
Form und/oder Masse und/oder Kontur, welchen ein ideal gefertigter Bogen 02, insbesondere
zum Zeitpunkt der Erfassung mit der Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, aufweisen
soll und/oder aufweist.
[0233] Zusätzlich oder alternativ ist das Verfahren bevorzugt dadurch ausgezeichnet, dass
das Stanzkontrollsystem 916 vorzugsweise zumindest teilweise die zumindest eine Bogenöffnung
1102 des zumindest einen Bogens 02 und/oder die zumindest eine innere Kontur des zumindest
einen Bogens 02, bevorzugt festgelegt durch zumindest eine Bogenöffnung 1102, und/oder
die zumindest eine äußere Kontur des zumindest einen Bogens 02, bevorzugt festgelegt
durch zumindest eine Außenkante des jeweiligen Bogens 02, erfasst. Bevorzugt erfasst
das Stanzkontrollsystem 916 die Form des Bogens 02 und/oder des mindestens einen Nutzens
1101, bevorzugt zumindest den inneren und/oder äußeren Umriss des mindestens einen
Nutzens 1101 des jeweiligen Bogens 02. Bevorzugt erfasst das Stanzkontrollsystem 916
die zumindest eine Außenkante des Bogens 02 und zusätzlich oder alternativ die zumindest
eine Bogenöffnung 1102 des betreffenden Bogens 02. Bevorzugt erfasst das Stanzkontrollsystem
916 mindestens den Bereich des zumindest einen Reststücks und/oder mindestens den
Bereich der zumindest einen Bogenöffnung 1102. Bevorzug entspricht die innere Kontur
des zumindest einen Bogens 02 der Kontur des zumindest einen Reststücks des betreffenden
Bogens 02, welches bevorzugt von dem betreffenden Bogen 02 entfernt wurde.
[0234] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
aus dem Vergleich des Ist-Zustands des zumindest einen Bogens 02 mit dem Soll-Zustand
des betreffenden Bogens 02 das Maß für die Abweichung der zumindest einen Bogenöffnung
1102 und/oder der zumindest einen inneren Kontur und/oder der zumindest einen äußeren
Kontur des Bogens 02 von dem Soll-Zustand des jeweiligen Bogens 02 ermittelt wird.
Je nach Ergebnis des ermittelten Maßes für die Abweichung der zumindest einen Bogenöffnung
1102 und/oder der zumindest einen inneren Kontur und/oder der zumindest einen äußeren
Kontur des Bogens 02 von dem Soll-Zustand des jeweiligen Bogens 02 gibt die Inspektionseinrichtung
726; 728; 916, insbesondere das Auswertemittel, vorzugsweise das zumindest eine Signal,
beispielsweise das optische Signal und/oder das Steuerungssignal und/oder das Regelungssignal,
aus. Liegt das Maß für die Abweichung im Rahmen der Toleranz des Soll-Zustands des
betreffenden Bogens 02, so gibt die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, insbesondere
das Auswertemittel, vorzugsweise das zumindest eine Gut-Signal aus. Liegt das Maß
für die Abweichung außerhalb des Rahmens der Toleranz des Soll-Zustands des betreffenden
Bogens 02, so gibt die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, insbesondere das Auswertemittel,
vorzugsweise das zumindest eine Schlecht-Signal aus. Beispielsweise zusätzlich oder
alternativ zu dem zumindest einen Schlecht-Signal gibt die Inspektionseinrichtung
726; 728; 916, insbesondere das Auswertemittel, bevorzugt das zumindest eine Signal
zur Regelung und/oder Steuerung der Bogenweiche 49 aus.
[0235] Beispielsweise bei einer Fläche von kleiner 25 mm
2 (fünfundzwanzig Quadratmillimeter), bevorzugt von kleiner 20 mm
2 (zwanzig Quadratmillimeter), weiter bevorzugt von kleiner 15 mm
2 (fünfzehn Quadratmillimeter), des zumindest einen verbliebenen Reststücks, im Falle
dass zumindest ein Teil des zumindest einen Reststücks in dem betreffenden Bogen 02
in Transportrichtung T nach der Separationseinrichtung 903 verblieben ist, liegt das
Maß für die Abweichung bevorzugt im Rahmen der Toleranz des Soll-Zustands des jeweiligen
Bogens 02 und beispielsweise wird das zumindest eine Gut-Signal ausgegeben. Beispielsweise
bei einer Fläche von mindestens 25 mm
2 (fünfundzwanzig Quadratmillimeter), bevorzugt mindestens 30 mm
2 (dreißig Quadratmillimeter), weiter bevorzugt 35 mm
2 (fünfunddreißig Quadratmillimeter), des zumindest einen verbliebenen Teils des Reststücks
wird bevorzugt das zumindest eine Schlecht-Signal ausgegeben und zusätzlich oder alternativ
das zumindest eine Signal zur Regelung und/oder Steuerung der Bogenweiche 49 ausgegeben.
[0236] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
der Soll-Zustand des betreffenden Bogens 02 auf Grundlage der digitalen und/oder angelernten
Referenz bestimmt wird.
[0237] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
in Transportrichtung T nach der als das Stanzkontrollsystem 916 ausgebildeten Inspektionseinrichtung
916 und vor der Auslage 1000 in Abhängigkeit von dem Vergleich des Ist-Zustands des
betreffenden Bogens 02 mit dem Soll-Zustand des betreffenden Bogens 02 eine Änderung
des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportweges des betreffenden Bogens
02, insbesondere die Bogenweiche 49, gesteuert und/oder geregelt wird. Bevorzugt wird
in Abhängigkeit von dem Vergleich der mindestens einen Bogenöffnung 1102 mit der Referenz
der mindestens einen Bogenöffnung 1102 und/oder in Abhängigkeit von dem Vergleich
des Ist-Zustands des jeweiligen Bogens 02 mit dem Soll-Zustand des jeweiligen Bogens
02 die Änderung eines für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportweges,
insbesondere die Bogenweiche 49, gesteuert und/oder geregelt. Bevorzugt wird der betreffende
Bogen 02 in Abhängigkeit von dem Vergleich des Ist-Zustands des betreffenden Bogens
02 mit dem Soll-Zustand des betreffenden Bogens 02 auf dem vorgesehenen Transportweg
belassen oder von dem vorgesehenen Transportweg auf einen alternativen Transportweg
ausgelenkt.
[0238] Zur Steuerung und/oder Regelung der Änderung des Transportweges, insbesondere der
Bogenweiche 49, gibt bevorzugt die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, insbesondere
das Auswertemittel, das zumindest eine Signal aus. Bevorzugt umfasst die Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 das Auswertemittel oder ist mit dem Auswertemittel verbunden und bevorzugt
wird die Änderung des Transportweges, insbesondere die Bogenweiche 49, aufgrund des
zumindest einen Signals des Auswertemittels geregelt und/oder gesteuert. Bevorzugt
gibt die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, insbesondere das Auswertemittel, das
zumindest eine Signal zur Steuerung und/oder Regelung der Änderung des Transportweges,
insbesondere der Bogenweiche 49, insbesondere dann aus, wenn das Maß für die Abweichung
außerhalb des Rahmens der Toleranz des Soll-Zustands des betreffende Bogen 02 liegt.
Bevorzugt gibt die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, insbesondere das Auswertemittel,
das zumindest eine Signal zur Steuerung und/oder Regelung der Änderung des Transportweges,
insbesondere der Bogenweiche 49, unabhängig davon aus, ob das Maß für die Abweichung
außerhalb des Rahmens der Toleranz des Soll-Zustands des betreffende Bogen 02 liegt.
Dies heißt die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, insbesondere das Auswertemittel,
gibt bevorzugt während und/oder nach der Inspektion des betreffenden Bogens 02 das
zumindest eine Signal zur Steuerung und/oder Regelung der Änderung des Transportweges,
insbesondere der Bogenweiche 49, beispielsweise zusätzlich oder alternativ zu dem
zumindest einen Gut-Signal oder dem zumindest einen Schlecht-Signal, aus.
[0239] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 das Auswertemittel umfasst oder mit dem Auswertemittel
verbunden ist und dass die Änderung des Transportweges des jeweiligen Bogens 02, insbesondere
der Bogenweiche 49, aufgrund des zumindest einen Signals des Auswertemittels geregelt
und/oder gesteuert wird.
[0240] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
die Reaktionszeit von dem Beginn der Ermittlung des Ist-Zustands des betreffenden
Bogens 02 bis zu der Regelung und/oder Steuerung der Änderung des Transportweges für
das Auslenken des jeweiligen Bogens 02, insbesondere der Bogenweiche 49, mindestens
50 ms (fünfzig Millisekunden), bevorzugt mindestens 80 ms (achtzig Millisekunden),
weiter bevorzugt mindestens 100 ms (einhundert Millisekunden) beträgt. Bevorzugt beginnt
die Ermittlung des Ist-Zustands des betreffenden Bogens 02 an dem in Transportrichtung
T vorlaufenden Anfang, weiter bevorzugt in Transportrichtung T einer vorderen Kante
03, des betreffenden Bogens 02 und/oder bevorzugt sobald die in Transportrichtung
T vordere Kante 03 des betreffenden Bogens 02 den von der Inspektionseinrichtung 726;
728; 916 erfassten Bereich des Transportwegs in Transportrichtung T erreicht. Bevorzugt
legt der betreffende Bogen 02, insbesondere der in Transportrichtung T vorlaufende
Anfang des betreffenden Bogens 02, den Transportweg zwischen der Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 und der Position zur Änderung des Transportweges, insbesondere der Bogenweiche
49, in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der transportierten Bogen 02 vorzugsweise
in mindestens 50 ms (fünfzig Millisekunden), bevorzugt in mindestens 80 ms (achtzig
Millisekunden), weiter bevorzugt in mindestens 100 ms (einhundert Millisekunden),
zurück. Bevorzugt legt der betreffende Bogen 02, insbesondere der in Transportrichtung
T vorlaufende Anfang des betreffenden Bogens 02, bevorzugt die in Transportrichtung
T vordere Kante 03 des betreffenden Bogens 02, den Transportweg zwischen der Inspektionseinrichtung
916 und der Position zur Änderung des Transportweges, insbesondere der Bogenweiche
49, in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der transportierten Bogen 02 vorzugsweise
in höchstens 1.000 ms (eintausend Millisekunden), bevorzugt in höchstens 800 ms (achthundert
Millisekunden), weiter bevorzugt in höchstens 300 ms (dreihundert Millisekunden),
zurück.
[0241] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 orthogonal zu dem für den Transport von Bogen
02 vorgesehenem Transportweg des zumindest einen Bogens 02 angeordnet ist und auf
den Transportweg des zumindest einen Bogens 02 gerichtet ist. Bevorzugt erfasst die
Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 den zumindest einen Teil des Transportwegs und/oder
der Transportebene, auf welchen sie gerichtet ist. Bevorzugt ist die Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 lotrecht auf den Transportweg und/oder die Transportebene gerichtet
und erfasst vorzugsweise den zumindest einen Teil des Transportwegs lotrecht.
[0242] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
das zumindest eine Druckbild, insbesondere das mindestens eine Druckbild des jeweiligen
Nutzens 1101, durch das zumindest eine Auftragwerk 614 der Bogenbearbeitungsmaschine
01 in Transportrichtung T vor der Formgebungseinrichtung 900 auf den zumindest einen
Bogen 02 aufgebracht wird. Beispielsweise wird das zumindest eine Druckbild durch
zumindest ein Auftragwerk 614 auf den betreffenden Bogen 02 aufgetragen. Beispielsweise
umfasst die Bogenbearbeitungsmaschine 01 zumindest zwei Auftragwerke 614, wodurch
beispielsweise zwei in zumindest einer Eigenschaft, beispielsweise dem verwendeten
Auftragsfluid und/oder der Position der Druckbilder auf dem Bogen 02, voneinander
unterschiedliche Druckbilder und/oder Druckbildelemente auf den betreffenden Bogen
02 aufgetragen werden und/oder auftragbar sind.
[0243] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 das Auswertemittel umfasst oder mit dem Auswertemittel
verbunden ist und dass die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 und/oder das Auswertemittel
den zumindest einen Passer des mindestens einen Druckbildes erfasst und/oder auswertet.
Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass die Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 das Auswertemittel umfasst oder mit dem Auswertemittel verbunden ist
und dass die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 und/oder das Auswertemittel den
zumindest einen Passer des zumindest einen Druckbildes des zumindest einen Bogens
02 auswertet und/oder das zumindest eine Druckbild des zumindest einen Bogens 02 mit
der zumindest einen Bogenöffnung 1102 und/oder der zumindest einen inneren Kontur
und/oder der zumindest einen äußeren Kontur des jeweiligen Bogens 02 vergleicht. Bevorzugt
vergleicht die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, insbesondere das Auswertemittel,
den Ist-Zustand mit dem Soll-Zustand des betreffenden Bogens 02, wobei zur Ermittlung
des Ist-Zustands des betreffenden Bogens 02 bevorzugt das zumindest eine Druckbild
des betreffenden Bogens 02, insbesondere des jeweiligen Nutzens 1101, und/oder die
zumindest eine Bogenöffnung 1102 und/oder die zumindest eine innere Kontur und/oder
die zumindest eine äußere Kontur des betreffenden Bogens 02 ermittelt wird.
[0244] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 das Auswertemittel umfasst oder mit dem Auswertemittel
verbunden ist und dass die insbesondere als Stanzkontrollsystem 916 ausgebildete Inspektionseinrichtung
916 und/oder das Auswertemittel die Position des mindestens einen Nutzens 1101 relativ
zu der Referenz der Position des mindestens einen Nutzens 1101 erfasst und/oder auswertet.
Bevorzugt ist zumindest ein weiterer Nutzen 1101 und/oder die zumindest eine Registermarke
16; 17; 18; 19; 21; 22; 23; 24 auf dem jeweiligen Bogen 02 und/oder zumindest eine
Kante 03; 04 des Bogens 02 und/oder zumindest eine Begrenzung des jeweiligen Bogens
02, insbesondere die äußere Kontur des jeweiligen Bogens 02, als die Referenz der
Position des betreffenden Nutzens 1101 ausgebildet.
[0245] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 das Auswertemittel umfasst oder mit dem Auswertemittel
verbunden ist und dass die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 und/oder das Auswertemittel
die zumindest eine Farbe des mindestens einen Druckbildes erfasst und/oder auswertet.
Bevorzugt ist die jeweilige Farbe des Druckbildes durch das zumindest eine vorzugsweise
zur Erzeugung des Druckbildes verwendete Auftragsfluid festgelegt und/oder vorzugsweise
entspricht dem auf dem Bogen 02 bevorzugt getrockneten Auftragsfluid verwendet zur
Erzeugung des jeweiligen Druckbildes.
[0246] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 das Auswertemittel umfasst oder mit dem Auswertemittel
verbunden ist und dass die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 und/oder das Auswertemittel
zumindest einen Fehler einer Verarbeitung des jeweiligen Bogens 02 und/oder zumindest
einen Fehler des mindestens einen Druckbildes durch fehlende Teile und/oder zusätzliche
Teile erfasst und/oder auswertet. Beispielsweise ist ein Fehler der Verarbeitung des
jeweiligen Bogens 02 eine Störstelle in dem Material des jeweiligen Bogens 02. Beispielsweise
ist ein Fehler des mindestens einen Druckbildes ein beispielsweise zusätzlich aufgebrachter
Auftrag auf den Bogen 02, beispielsweise ein Fettfleck oder zusätzlich aufgebrachtes
Auftragsfluid.
[0247] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
aus dem Vergleich des Ist-Zustands des zumindest einen Bogens 02 mit dem Soll-Zustand
des jeweiligen Bogens 02 das Maß für den Werkzeugverschleiß des zumindest einen Werkzeugs
der zumindest einen Formgebungseinrichtung 900, insbesondere des Formgebungswerks
914, bevorzugt des Formzylinders 901, der Bogenbearbeitungsmaschine 01 ermittelt wird.
Bevorzugt umfasst die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 das Auswertemittel oder
ist mit dem Auswertemittel verbunden und bevorzugt ermittelt die Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 und/oder das Auswertemittel das Maß für den Werkzeugverschleiß des zumindest
einen Werkzeugs der zumindest einen Formgebungseinrichtung 900 der Bogenbearbeitungsmaschine
01 zur Bearbeitung des jeweiligen Bogens 02 vor der Inspektion des betreffenden Bogens
02 mit der Inspektionseinrichtung 726; 728; 916.
[0248] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
aus dem Vergleich des Ist-Zustands des zumindest einen Bogens 02 mit dem Soll-Zustand
des jeweiligen Bogens 02 das Maß für den Verschleiß der zumindest einen Oberfläche
des zumindest einen Gegendruckzylinders 902 der zumindest einen Formgebungseinrichtung
900 der Bogenbearbeitungsmaschine 01 ermittelt wird.
[0249] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
der zumindest eine Bogen 02 hängend in Transportrichtung T transportiert wird und
dass die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 unterhalb des für den Transport von
Bogen 02 vorgesehenen Transportweges des zumindest einen Bogens 02 angeordnet ist
und auf den Transportweg gerichtet ist. Bevorzugt inspiziert die Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 den Bogen 02 von der Seite der Hauptfläche des Bogens 02, auf welcher
das zumindest eine Druckbild auf den Bogen 02 aufgebracht ist. Bevorzugt bei der hängenden
Führung von Bogen 02 ist die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 bevorzugt unterhalb
des Transportweges und/oder der Transportebene, bevorzugt in vertikaler Richtung V
vor dem Transportweg und/oder der Transportebene, angeordnet und auf den Transportweg
und/oder die Transportebene gerichtet. Somit inspiziert die Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 den Bogen 02 bevorzugt von unten. Somit erfasst die Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 bevorzugt zumindest einen Teil des Transportwegs und/oder zumindest
einen Teil der Transportebene und somit zumindest einen Teil des zumindest einen Bogens
02, welcher die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 auf dem Transportweg in Transportrichtung
T passiert, an jener Position des Transportwegs und/oder der Transportebene, auf welche
die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 gerichtet ist, von unten. Bevorzugt ist das
zumindest eine Druckbild von unten, das heißt in vertikaler Richtung V vor dem Bogen
02, auf dem Bogen 02 aufgebracht. Somit inspiziert die Inspektionseinrichtung 726;
728; 916 zumindest in dieser Ausführung bevorzugt zusätzlich oder alternativ das zumindest
eine Druckbild des Bogens 02 von unten, bevorzugt in vertikaler Richtung V von vor
dem Transportweg und/oder von vor der Transportebene.
[0250] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
aus dem Vergleich des Ist-Zustands des zumindest einen Bogens 02 mit dem Soll-Zustand
des jeweiligen Bogens 02 das Maß für die Position des mindestens einen Nutzens 1101
relativ zu einer Referenz der Position des mindestens einen Nutzens 1101 und zusätzlich
oder alternativ das Maß für die Farbe zumindest eines Druckbildes des jeweiligen Bogens
02 und zusätzlich oder alternativ das Maß für zumindest einen Fehler einer Verarbeitung
des jeweiligen Bogens 02 und/oder des mindestens einen Druckbildes des jeweiligen
Bogens 02 durch fehlende Teile und/oder zusätzliche Teile ermittelt wird.
[0251] Der jeweilige Bogen 02 weist bevorzugt den zumindest einen Nutzen 1101 mit dem mindestens
einen Druckbild und die mindestens eine Bogenöffnung 1102, beispielsweise die mindestens
eine Bogenlücke 1102, auf. Bevorzugt erfasst die Inspektionseinrichtung 726; 728;
916 die mindestens eine Bogenöffnung 1102 zumindest teilweise. Bevorzugt vergleicht
die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, insbesondere das Auswertemittel, zumindest
die mindestens eine Bogenöffnung 1102 mit der Referenz der mindestens einen Bogenöffnung
1102.
[0252] Bevorzugt weist der jeweilige Bogen 02 den zumindest einen Nutzen 1101 und mindestens
eine Bogenöffnung 1102 auf. Bevorzugt ist der jeweilige Bogen 02 aus Papier oder Pappe
oder Karton gebildet ist. Bevorzugt erfasst die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916
die mindestens eine Bogenöffnung 1102 zumindest teilweise.
[0253] Bevorzugt entspricht die mindestens eine Bogenöffnung 1102 mindestens einem Teil
eines von dem jeweiligen Bogen 02 entfernten Reststücks. Zusätzlich oder alternativ
wurde bevorzugt die Bogenöffnung 1102 durch Entfernen des mindestens einen Teils des
zumindest einen Reststücks von dem jeweiligen Bogen 02 erzeugt.
[0254] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
die Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 die zumindest eine Kontur und/oder die zumindest
eine Form und/oder die zumindest eine Masse und/oder die zumindest eine Fläche der
mindestens einen Bogenöffnung 1102 zumindest teilweise erfasst.
[0255] Zusätzlich oder alternativ zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
die Kontur und/oder Form und/oder Masse und/oder Fläche der zumindest einen Bogenöffnung
1102 der Kontur und/oder Form und/oder Masse und/oder Fläche des zumindest einen von
dem jeweiligen Bogen 02 entfernten Reststücks entspricht.
[0256] Bevorzugt ist die Referenz der zumindest einen Bogenöffnung 1102 und/oder der Soll-Zustand
des betreffenden Bogens 02 auf Grundlage der digitalen Referenz und/oder der angelernten
Referenz bestimmt und/oder bestimmbar ausgebildet. Bevorzugt umfasst die Referenz
des jeweiligen Bogens 02 die Referenz der zumindest einen Bogenöffnung 1102 des jeweiligen
Bogens 02.
[0257] Bevorzugt erfolgt die Inspektion des Bogens 02 hinsichtlich der Bearbeitung des jeweiligen
Bogens 02 durch die Formgebungseinrichtung 900 und zusätzlich oder alternativ des
zumindest einen auf den jeweiligen Bogen 02 aufgetragenen Druckbildes und zusätzlich
oder alternativ des zumindest einen auf den jeweiligen Bogen 02 aufgetragenen Druckbildes
relativ zu der zumindest einen Bogenöffnung 1102 und/oder der zumindest einen inneren
Kontur und/oder der zumindest einen äußeren Kontur des jeweiligen Bogens 02.
[0258] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass die Bogen 02 in einem jeweiligen
Formgebungsvorgang in ihrer Form verändert werden. Bevorzugt ist der jeweilige Formgebungsvorgang
ein jeweiliger Stanzvorgang, in dem der jeweilige Bogen 02 gestanzt wird, wobei insbesondere
Teile des Bogens 02 entfernt werden.
[0259] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
die Bogen 02 in einem jeweiligen Separationsvorgang von den Reststücken zumindest
teilweise befreit werden, beispielsweise indem sie gerüttelt werden. Dabei werden
die jeweiligen Bogen 02 bevorzugt mittels des zumindest einen Separationstransportmittels
904 transportiert.
[0260] Die Bearbeitungsmaschine 01, insbesondere eine Bearbeitungsmaschine 01 mit einem
oder mehreren oder allen im Vorangegangenen oder im Folgenden genannten Bestandteilen
oder entsprechend einer im Vorangegangenen oder im Folgenden genannten Ausführung,
ist vorzugsweise Bestandteil eines Kontrollsystems, bevorzugt eines Zylinderaufzugskontrollsystems.
Bevorzugt weist das Kontrollsystem die Bearbeitungsmaschine 01 auf. Beispielsweise
alternativ ist die Bearbeitungsmaschine 01, insbesondere die Bearbeitungsmaschine
01 zur Herstellung von Faltschachteln aus mindestens einem Bogen 02 mit mindestens
zwei Nutzen 1101, mit dem Kontrollsystem, insbesondere Zylinderaufzugskontrollsystem,
zusammenwirkend ausgebildet. Bevorzugt weist das Kontrollsystem, insbesondere das
Zylinderaufzugskontrollsystem, mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, bevorzugt
mindestens eine als Inspektionseinrichtung ausgebildete Kontrolleinrichtung 631, auf.
Bevorzugt weist das Kontrollsystem die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 und
die Bearbeitungsmaschine 01 auf.
[0261] Vorzugsweise ist die Bearbeitungsmaschine 01 Pappe und/oder Karton und/oder Wellpappe
verarbeitend ausgebildet. Die Bearbeitungsmaschine 01 ist bevorzugt als Verpackung,
insbesondere Faltschachteln, herstellende Bearbeitungsmaschine 01 ausgebildet. Bevorzugt
verarbeitet die Bearbeitungsmaschine 01 Pappe und/oder Karton und/oder Wellpappe.
Bevorzugt stellt die Bearbeitungsmaschine 01 Verpackung, bevorzugt Faltschachteln,
her.
[0262] Vorzugsweise ist die Bearbeitungsmaschine 01 als Bogen 02 ausgebildeten Bedruckstoff
02 bearbeitend ausgebildet. Beispielsweise alternativ ist die Bearbeitungsmaschine
01 bahnförmigen Bedruckstoff 02 bearbeitend ausgebildet. Das im Vorangegangenen und
im Folgenden beschriebene Kontrollsystem ist dann insbesondere auf die Bearbeitung
von bahnförmigen Bedruckstoff anzuwenden, bzw. ist mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 des Kontrollsystems den zumindest einen Zylinderaufzug 629 unabhängig von der
Ausführung des mindestens einen Bedruckstoffes 02, insbesondere als Bogen 02 oder
Bahn, erfassend und/oder kontrollierend ausgebildet. Beispielsweise ist dann die mindestens
eine Formgebungseinrichtung 900 den bahnförmigen Bedruckstoff zusätzlich oder alternativ
in den mindestens einen Bogen 02 trennend ausgebildet oder die Bearbeitungsmaschine
01 weist mindestens eine, beispielsweise weitere, Einrichtung auf, welche die Bahn
in den mindestens einen Bogen 02 trennt.
[0263] Das Kontrollsystem ist bevorzugt mit der Bearbeitungsmaschine 01 zur Bearbeitung
von dem mindestens einen, bevorzugt mindestens zwei, weiter bevorzugt mindestens vier,
weiter bevorzugt einer Vielzahl von, Bogen 02 zusammenwirkend ausgebildet. Beispielsweise
alternativ weist das Kontrollsystem die Bearbeitungsmaschine 01 zur Bearbeitung von
dem mindestens einen, bevorzugt mindestens zwei, weiter bevorzugt mindestens vier,
weiter bevorzugt einer Vielzahl von, Bogen 02 auf. Die Bearbeitungsmaschine 01 weist
vorzugsweise das zumindest eine Auftragaggregat 600 mit mindestens einem Formzylinder
616 auf. Das mindestens eine Auftragggregat 600 ist vorzugsweise als Lackieraggregat
600 ausgebildet. Beispielsweise ist zumindest ein weiteres Auftragaggregat 600 als
Druckaggregat 600 oder Konditionieraggregat oder Grundierungsaggregat ausgebildet.
[0264] In einer bevorzugten Ausführung sind in der Bearbeitungsmaschine 01 das mindestens
eine als Substratzufuhreinrichtung 100, bevorzugt Bogenanleger 100, ausgebildete Aggregat
100 und/oder das mindestens eine als Anlageaggregat 300 ausgebildete Aggregat 300
und/oder das zumindest eine als Auftragaggregat 600 ausgebildete Aggregat 600 und/oder
das mindestens eine als Transportaggregat 700 ausgebildete Aggregat 700 und/oder das
mindestens eine als Formgebungseinrichtung 900 ausgebildete Aggregat 900 und/oder
das mindestens eine als Klebeeinrichtung ausgebildetes Aggregat und/oder das mindestens
eine als Falteinrichtung ausgebildetes Aggregat und/oder das mindestens eine als Auslage
1000, bevorzugt Bogenauslage 1000 ausgebildete Aggregat 1000 angeordnet. Bevorzugt
sind die Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000 dabei entsprechend der genannten
Auflistung in Reihe hintereinander angeordnet. Vorzugsweise ist die Auslage 1000 vor
oder nach der Klebeeinrichtung und/oder vor oder nach der Falteinrichtung angeordnet.
Beispielsweise alternativ ist die zumindest eine Klebeeinrichtung und/oder die mindestens
eine Falteinrichtung der Bearbeitungsmaschine 01 nachgeordnet, also vorzugsweise nicht
als Aggregat der Bearbeitungsmaschine 01 ausgebildet, beispielsweise als eigenständige
Maschine. Beispielsweise weist die Bearbeitungsmaschine 01 zusätzlich zumindest ein
Folientransferwerk auf, durch welches zumindest eine Folie auf den mindestens einen
Bogen 02 aufgebracht wird. Beispielsweise alternativ ist der Bearbeitungsmaschine
01 zumindest eine weitere Maschine zur Bearbeitung des Substrates 02 nachgeordnet,
welche beispielsweise die zumindest eine Klebeeinrichtung und/oder Falteinrichtung
aufweist.
[0265] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt mindestens einen Monitor auf. Beispielsweise
ist der mindestens eine Monitor an mindestens einem Leitstand der Bearbeitungsmaschine
01 angeordnet.
[0266] Vorzugsweise ist die Bearbeitungsmaschine 01 zur Herstellung von Faltschachteln aus
mindestens einem Bogen 02 mit mindestens zwei Nutzen 1101 ausgebildet. Bevorzugt ist
die Bearbeitungsmaschine 01 Faltschachteln aus mindestens einem Bogen 02 mit mindestens
zwei Nutzen 1101 herstellend ausgebildet.
[0267] Vorzugsweise weist der mindestens eine Bogen 02 mindestens zwei, bevorzugt mindestens
vier, weiter bevorzugt mindestens acht, beispielsweise zwölf, Nutzen 1101 auf. Jeder
Nutzen 1101 des mindestens einen Bogens 02 wird vorzugsweise zu einem als Verpackung,
bevorzugt Faltschachtel, ausgebildeten Endprodukt verarbeitet. Vorzugsweise wird jeder
Nutzen 1101 der mindestens zwei Nutzen 1101 in einem Bearbeitungsschritt nach der
Kontrolle durch die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 zu einer Faltschachtel
gefaltet. Die Kontrolle der mindestens einen Klebestelle erfolgt bevorzugt vor einem
Bearbeitungsschritt, in welchem jeder Nutzen 1101 der mindestens zwei Nutzen 1101
des mindestens einen Bogens 02 zu einer Faltschachtel gefaltet wird. Vorzugsweise
weisen die mindestens zwei, vorzugsweise mindestens vier, weiter bevorzugt mindestens
acht, beispielsweise zwölf, Nutzen 1101 des mindestens einen Bogens 02 mindestens
ein identisches Druckbild auf.
[0268] Bevorzugt weist der mindestens eine Nutzen 1101, insbesondere die mindestens zwei
Nutzen 1101, weiter bevorzugt jeder Nutzen 1101 der mindestens zwei Nutzen 1101, des
mindestens einen Bogens 02 mindestens einen, bevorzugt mindestens zwei, weiter bevorzugt
mindestens vier, weiter bevorzugt mindestens acht, weiter bevorzugt eine Mehrzahl
von, als Klebestelle vorgesehenen Bereich auf. Die mindestens eine Klebestelle wird
bevorzugt in zumindest einem Bearbeitungsschritt nach der Kontrolle durch die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631 zumindest teilweise mit Kleber, bevorzugt Klebstoff,
benetzt. Bevorzugt erfolgt die Kontrolle der mindestens einen Klebestelle vor einem
Bearbeitungsschritt, in welchem die mindestens eine Klebestelle zumindest teilweise
mit Klebstoff benetzt wird. Zumindest teilweise benetzt heißt vorzugsweise, dass die
mindestens eine Klebestelle zumindest zu 50% (fünfzig Prozent), bevorzugt zu mindestens
60% (sechzig Prozent), weiter bevorzugt zu mindestens 70% (siebzig Prozent), weiter
bevorzugt zu mindestens 90% (neunzig Prozent), ihrer Fläche mit Kleber benetzt wird.
Bevorzugt ist die zumindest eine Klebestelle zumindest teilweise frei von Klebstoff.
Weiter bevorzugt ist die zumindest eine Klebestelle vorzugsweise zumindest während
der Kontrolle zumindest teilweise frei von aufgetragenem Klebstoff.
[0269] Vorzugsweise weist die mindestens eine Klebestelle eine Fläche, bevorzugt die Gesamtfläche
der mindestens einen Klebestelle, von mindestens 6 cm
2 (sechs Quadratzentimeter), bevorzugt von mindestens 15 cm
2 (fünfzehn Quadratzentimeter), weiter bevorzugt von mindestens 25 cm
2 (fünfundzwanzig Quadratzentimeter) auf. Beispielsweise zusätzlich oder alternativ
weist die mindestens eine Klebestelle eine Fläche, bevorzugt die Gesamtfläche der
mindestens einen Klebestelle, von maximal 50 cm
2 (fünfzig Quadratzentimeter), bevorzugt von maximal 40 cm
2 (vierzig Quadratzentimeter), weiter bevorzugt von maximal 30 cm
2 (dreißig Quadratzentimeter), auf.
[0270] Bevorzugt ist der mindestens eine Nutzen 1101 der mindestens zwei Nutzen 1101 des
mindestens einen Bogens 02, bevorzugt die mindestens zwei Nutzen 1101, weiter bevorzugt
jeder Nutzen 1101, zumindest teilweise mit mindestens einer Tinte und/oder mit mindestens
einer Druckfarbe und/oder mit mindestens einem Grundierungsmittel bedruckt. Bevorzugt
zusätzlich oder alternativ ist der mindestens eine Nutzen 1101 der mindestens zwei
Nutzen 1101 des mindestens einen Bogens 02, bevorzugt die mindestens zwei Nutzen 1101,
weiter bevorzugt jeder Nutzen 1101, zumindest teilweise mit Lack beschichtet.
[0271] Bevorzugt weist der auf die mindestens eine Klebestelle aufgetragene Lack, vorzugsweise
in Summe, also bevorzugt sämtlicher auf die mindestens eine Klebestelle aufgetragene
Lack, eine Fläche auf. Ein Verhältnis der Fläche des auf die mindestens eine Klebestelle
aufgetragenen Lacks, vorzugsweise des Lacks in Summe, weist bevorzugt relativ zu der
Gesamtfläche der mindestens einen Klebestelle einen Grenzwert des Flächenverhältnisses
auf. Bevorzugt beträgt der Grenzwert des Flächenverhältnisses der Fläche des auf die
mindestens eine Klebestelle aufgetragenen Lacks, vorzugsweise des Lacks in Summe,
relativ zu der Gesamtfläche der mindestens einen Klebestelle maximal 1:2 (eins zu
zwei), bevorzugt maximal 2:5 (zwei zu fünf), weiter bevorzugt maximal 3:10 (drei zu
zehn), weiter bevorzugt maximal 1:10 (eins zu zehn), weiter bevorzugt maximal 1:100
(eins zu einhundert). Beispielsweise beträgt der Grenzwert des Flächenverhältnisses
der Fläche des auf die mindestens eine Klebestelle aufgetragenen Lacks, vorzugsweise
des Lacks in Summe, relativ zu der Gesamtfläche der mindestens einen Klebestelle 1:2
(eins zu zwei), bevorzugt 2:5 (zwei zu fünf), weiter bevorzugt 3:10 (drei zu zehn),
weiter bevorzugt 1:10 (eins zu zehn), weiter bevorzugt 1:100 (eins zu einhundert).
[0272] Bevorzugt zusätzlich oder alternativ weist der auf die mindestens eine Klebestelle
aufgetragene Lack einen Flächendeckungsgrad auf. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ
weist der Flächendeckungsgrad des aufgetragenen Lacks auf der mindestens einen Klebestelle
einen Grenzwert des Flächendeckungsgrads auf. Bevorzugt beträgt der Grenzwert des
Flächendeckungsgrads maximal 50% (fünfzig Prozent), bevorzugt maximal 40% (vierzig
Prozent), weiter bevorzugt maximal 30% (dreißig Prozent), weiter bevorzugt maximal
10% (zehn Prozent), weiter bevorzugt maximal 1% (ein Prozent). Beispielsweise beträgt
der Grenzwert des Flächendeckungsgrads 50% (fünfzig Prozent), bevorzugt 40% (vierzig
Prozent), weiter bevorzugt 30% (dreißig Prozent), weiter bevorzugt 10% (zehn Prozent),
weiter bevorzugt 1% (ein Prozent).
[0273] Eine Flächendeckung ist bevorzugt der Anteil einer mit Auftragsfluid bedeckten Fläche
bezogen auf die Gesamtfläche. Bevorzugt ist die Flächendeckung der Anteil der mit
Lack bedeckten Fläche der mindestens einen Klebestelle bezogen auf die Gesamtfläche
der mindestens einen Klebestelle. Das prozentuale Verhältnis der Flächendeckung zu
der Gesamtfläche, bevorzugt die Gesamtfläche der mindestens einen Klebestelle, ist
bevorzugt der Flächendeckungsgrad. Vorzugsweise wird die Flächendeckung mittels Densitometer,
bevorzugt Auflichtdensitometer, ermittelt. Beispielsweise wird die geometrische Flächendeckung
ermittelt, welche vorzugsweise der flächenmäßige Anteil von Lack an der Gesamtfläche
der mindestens einen Klebestelle ist. Beispielsweise alternativ wird die optisch wirksame
Flächendeckung ermittelt, welche die geometrische Flächendeckung und eine optische
Flächenzunahme aufweist. Die optische Flächenzunahme ist, dass bei visueller Betrachtung
und bei densitometrischer Messung ein Teil des aufgestrahlten Lichts an unbedruckten
Stellen in den mindestens einen Bogen 02 eindringt, und dass das Licht bei einer Reflexion
durch das Material des Bogens 02 und/oder durch aufgetragenes Druckfluid absorbiert
wird.
[0274] Die mindestens eine Klebestelle ist bevorzugt zumindest teilweise frei von aufgetragenem
Lack, weiter bevorzugt zumindest teilweise lackfrei. Bevorzugt ist die mindestens
eine Klebestelle zumindest zum Zeitpunkt der Kontrolle mittels der mindestens einen
Kontrolleinrichtung 631 zumindest teilweise frei von aufgetragenem Lack. Vorzugsweise
ist die mindestens eine Klebestelle zumindest teilweise lackfrei ausgebildet. Zumindest
teilweise lackfrei heißt vorzugsweise, dass die mindestens eine Klebestelle zumindest
zu 50% (fünfzig Prozent), bevorzugt zu mindestens 60% (sechzig Prozent), weiter bevorzugt
zu mindestens 70% (siebzig Prozent), weiter bevorzugt zu mindestens 90% (neunzig Prozent),
ihrer Fläche frei von Lack ist. Beispielsweise ist Lack, beispielsweise in Form von
Tropfen oder bereichsweise flächig aufgetragen, auf der Klebestelle vorhanden, welcher
in Summe jedoch eine Fläche von maximal 40% (vierzig Prozent), bevorzugt von maximal
30% (dreißig Prozent), weiter bevorzugt von maximal 10% (zehn Prozent), weiter bevorzugt
1% (ein Prozent), der Fläche der mindestens einen Klebestelle aufweist und/oder nicht
überschreitet. Bevorzugt weist die mindestens eine Klebestelle, welche zumindest teilweise
frei von aufgetragenem Lack ist, ein Verhältnis der Fläche des auf die mindestens
eine Klebestelle aufgetragenen Lacks in Summe relativ zu der Gesamtfläche der mindestens
einen Klebestelle auf, dessen Wert maximal den Grenzwert des Flächenverhältnisses
aufweist. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ weist die mindestens eine Klebestelle,
welche zumindest teilweise frei von aufgetragenem Lack ist, einen Flächendeckungsgrad
des aufgetragenen Lacks auf der Klebestelle auf, dessen Wert maximal den Grenzwert
des Flächendeckungsgrads aufweist. Bevorzugt weist die mindestens eine Klebestelle
somit keinen vollflächigen Auftrag von Lack auf.
[0275] Der zumindest eine Zylinderaufzug 629 ist vorzugsweise auf den mindestens einen Formzylinder
616 des zumindest einen Auftragaggregates 600 der Bearbeitungsmaschine 01 aufspannbar
ausgebildet. Bevorzugt ist der zumindest eine Zylinderaufzug 629 auf den mindestens
einen Formzylinder 616 aufgespannt und/oder wird aufgespannt. Der zumindest eine Zylinderaufzug
629 ist vorzugsweise als Druckform 629 oder Druckplatte 629 oder Lackplatte 629 oder
Lacktuch 629, insbesondere je nach Funktion oder Auftragverfahren des mindestens einen
Auftragaggregates 600, ausgebildet. In bevorzugter Ausführung ist der zumindest eine
Zylinderaufzug 629 als Lackplatte 629 oder Lacktuch 629 ausgebildet. Der zumindest
eine, bevorzugt zumindest zwei, beispielsweise vier, Zylinderaufzug 629 ist, vorzugsweise
durch die mindestens eine Halterung 626, auf den mindestens einen, insbesondere auf
genau einen, Formzylinder 616 aufspannbar ausgebildet. Sind mehrere Zylinderaufzüge
629 auf einen Formzylinder 616 aufgespannt, so sind diese bevorzugt in Drehrichtung
des Formzylinders 616 nacheinander angeordnet und/oder in Drehrichtung des Formzylinders
616 nebeneinander angeordnet.
[0276] Der zumindest eine Zylinderaufzug 629 weist bevorzugt mindestens einen Träger, bevorzugt
aus einem Metall beispielsweise alternativ aus mehreren Metallen oder auch aus Kunststoff,
beispielsweise auf Polyesterbasis, oder Papier, weiter bevorzugt eine Polyesterfolie
und/oder einen Aluminiumträger, beispielsweise ein Aluminiumoxid aufweisender Träger,
auf. Bevorzugt weist der zumindest eine Zylinderaufzug 629 mindestens eine bildgebende
Schicht, bevorzugt als Vorlage des späteren mindestens einen Druckbildes, weiter bevorzugt
als Negativ, auf. Die mindestens eine bildgebende Schicht des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 weist bevorzugt ein Polymer, beispielsweise eine Polymerfolie und/oder ein Gummituch
und/oder ein Polymer auf Polyesterbasis, und/oder einen Lack, bevorzugt einen vorzugsweise
lichtempfindlichen Diazolack, und/oder ein Metall, beispielsweise Kupfer, auf. Vorzugsweise
ist die mindestens eine bildgebende Schicht eine Folie und/oder Beschichtung und/oder
ist vorzugsweise als Deckschicht ausgebildet. Vorzugsweise ist der mindestens eine
Träger mit der bildgebenden Schicht auf zumindest einer seiner Oberflächen beschichtet.
Vorzugsweise durch Schneiden, bevorzugt durch Schneidplotten, oder durch Belichten,
bevorzugt durch fotochemische Härtung oder durch fotochemischen Zersetzen, wird die
mindestens eine bildgebende Schicht bearbeitet, wodurch vorzugsweise die Vorlage des
späteren mindestens einen Druckbildes, bevorzugt als Negativ, erzeugt wird. Beispielsweise
entspricht der zumindest eine Zylinderaufzug 629 einer Hochdruckform und/oder einer
Flexodruckform, welche bevorzugt mindestens ein zugeschnittenes Gummituch und/oder
mindestens eine zugeschnittene Platte auf Polymerbasis, beispielsweise Polyester und/oder
Gummi, und/oder mindestens eine belichtete bildgebende Schicht aufweist. Bevorzugt
ist der zumindest eine Zylinderaufzug 629 eine gestrippte Druckform und/oder gestrippte
Lackform. Beispielsweise alternativ ist der zumindest eine Zylinderaufzug 629 mindestens
eine Photopolymerplatte oder mindestens eine lasergravierte Platte.
[0277] Bevorzugt weist der zumindest eine Zylinderaufzug 629 mindestens einen, insbesondere
mindestens zwei, weiter bevorzugt mindestens vier, weiter bevorzugt mindestens acht,
weiter bevorzugt mehrere, beispielsweise zwölf, Nutzen auf. Vorzugsweise sind die
mindestens zwei Nutzen auf dem zumindest einen Zylinderaufzug 629 des mindestens einen
Formzylinders 616 angeordnet. Nutzen eines Zylinderaufzugs 629 bezeichnen entsprechend
DIN 16500-2 vorzugsweise die Anzahl gleicher Objekte, die aus dem gleichen Werkstoffstück
gefertigt werden und/oder auf einem gemeinsamen Trägermaterial angeordnet sind.
[0278] Der zumindest eine Zylinderaufzug 629, bevorzugt der mindestens eine Nutzen des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629, weiter bevorzugt die mindestens zwei Nutzen des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629, insbesondere jeder Nutzen der mindestens zwei Nutzen des
zumindest einen Zylinderaufzugs 629, weist vorzugsweise mindestens einen, bevorzugt
mindestens zwei, weiter bevorzugt mindestens vier, weiter bevorzugt eine Vielzahl
von, beispielsweise acht, Druckbereich und/oder mindestens eine, bevorzugt mindestens
zwei, weiter bevorzugt mindestens vier, weiter bevorzugt eine Vielzahl von, beispielsweise
acht, Freifläche auf. Bevorzugt weist jeder Nutzen der mindestens zwei Nutzen des
zumindest einen Zylinderaufzugs 629 den mindestens einen Druckbereich und/oder die
mindestens eine Freifläche auf.
[0279] Der mindestens eine Nutzen, insbesondere jeder Nutzen, des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 korreliert bevorzugt mit jeweils einem Nutzen 1101 des mindestens einen Bogens
02. Insbesondere ist jeder Nutzen des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 jeweils
einen Nutzen 1101 des mindestens einen Bogens 02 bearbeitend, insbesondere Druckfluid
auftragend, ausgebildet.
[0280] Die mindestens eine Freifläche des mindestens einen Nutzens des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 wirkt vorzugsweise mit der mindestens einen Klebestelle, insbesondere der mindestens
einen Klebestelle der mindestens zwei Nutzen 1101 des mindestens einen Bogens 02,
zu der Erzeugung der mindestens einen Klebestelle zusammen. Vorzugsweise weist die
mindestens eine Freifläche eine Fläche von mindestens 6 cm
2 (sechs Quadratzentimeter), bevorzugt von mindestens 15 cm
2 (fünfzehn Quadratzentimeter), weiter bevorzugt von mindestens 25 cm
2 (fünfundzwanzig Quadratzentimeter) auf. Beispielsweise zusätzlich oder alternativ
weist die mindestens eine Freifläche eine Fläche, bevorzugt die Gesamtfläche der mindestens
einen Freifläche, von maximal 50 cm
2 (fünfzig Quadratzentimeter), bevorzugt von maximal 40 cm
2 (vierzig Quadratzentimeter), weiter bevorzugt von maximal 30 cm
2 (dreißig Quadratzentimeter), auf. Die mindestens eine Freifläche des zumindest einen
Zylinderaufzugs 629 entspricht bevorzugt einem Bereich des mindestens einen Bogens
02, welchen Bereich die zumindest eine Klebeeinrichtung bearbeitend ausgebildet ist,
also Klebestellen, und/oder welchen Bereich zumindest ein als Kennzeichnungswerk ausgebildetes
Aggregat der Bearbeitungsmaschine 01 bearbeitend ausgebildet ist. Bevorzugt entspricht
die mindestens eine Freifläche einem Bereich des mindestens einen Bogens 02, welcher
nach der Bearbeitung durch das mindestens eine Auftragaggregat 600, insbesondere Lackieraggregat
600, zumindest teilweise frei von aufgetragenem Lack ist. Insbesondere entspricht
die mindestens eine Freifläche einem Bereich des mindestens einen Bogens 02, welcher
nach der Bearbeitung durch das mindestens eine Auftragaggregat 600, insbesondere Lackieraggregat
600, zumindest teilweise lackfrei ist, insbesondere der mindestens einen Klebestelle.
Die mindestens eine Freifläche ist vorzugsweise ein Bereich des Zylinderaufzugs 629,
welcher der mindestens einen Klebestelle mindestens eines Bogens 02 entspricht. Vorzugsweise
ist mindestens ein farbfreies Flächenelement als Freifläche ausgebildet. Vorzugsweise
ist ein farbfreies Flächenelement eine Fläche des Zylinderaufzugs 629, welche in der
Bearbeitungsmaschine 01 nicht mit Druckfluid, bevorzugt Lack, beaufschlagt wird und/oder
kein Druckfluid auf den mindestens einen Bogen 02 überträgt, bevorzugt die mit der
mindestens einen Klebestelle korrespondierende Freifläche.
[0281] Bevorzugt ist das mindestens eine Auftragaggregat 600, insbesondere zumindest das
mindestens eine Lackieraggregat 600, über die mindestens eine Freifläche des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629 kein Druckfluid, bevorzugt Lack oder Druckfarbe, auf den
mindestens einen Bogen 02 übertragend ausgebildet. Vorzugsweise wird mittels der mindestens
einen Freifläche in einem den mindestens einen Bogen 02 bearbeitenden Prozess der
Bearbeitungsmaschine 01 kein Druckfluid auf den mindestens einen Bogen 02 übertragen.
[0282] Beispielsweise wurde aus dem zumindest einen Zylinderaufzug 629 im Bereich der mindestens
einen Freifläche Material entfernt und/oder der zumindest eine Zylinderaufzug 629
ausgeschnitten, beispielsweise durch einen Laser und/oder händisches Abziehen. Somit
weist der Zylinderaufzug 629 vorzugsweise im Bereich der mindestens einen Freifläche
weniger Material, insbesondere eine verringerte Höhe des Zylinderaufzugs 629, im Vergleich
zu dem Material, insbesondere der Höhe, des mindestens einen Druckbereiches auf.
[0283] Das zumindest eine Kennzeichnungswerk ist vorzugsweise entlang des Transportweges
des mindestens einen Bogens 02 nach dem mindestens einen Auftragaggregat 600, vorzugsweise
nach der mindestens einen Klebeeinrichtung und/oder nach der mindestens einen Falteinrichtung,
angeordnet. Beispielsweise ist das zumindest eine Kennzeichnungswerk mindestens ein
Mindesthaltbarkeitsdatum und/oder einen Strichcode und/oder einen Barcode und/oder
einen QR-Code und/oder eine Markierung auf den mindestens einen Bogen 02, beispielsweise
auf jeden Nutzen 1101 des mindestens einen Bogens 02, insbesondere in einem Bereich
des mindestens einen Nutzens 1101 des mindestens einen Bogens 02, welcher mit der
mindestens einen Freifläche korreliert, auftragend ausgebildet.
[0284] Insbesondere entspricht der mindestens eine Druckbereich einem Bereich des mindestens
einen Bogens 02, auf welchen Bereich vorzugsweise unabhängig von weiteren Bearbeitungsschritten
Druckfluid, insbesondere Lack, beispielsweise in Form von Tropfen und/oder flächig,
aufgetragen werden soll und/oder wird. Vorzugsweise entspricht der mindestens eine
Druckbereich einem Bereich des mindestens einen Bogens 02, welcher Bereich bei der
Ankunft des mindestens einen Bogens 02 in der Auslage 1000 zumindest teilweise Druckfluid,
insbesondere Lack, aufweist und/oder zumindest teilweise lackiert ist, insbesondere
zu mindestens 60% seiner Fläche lackiert ist, und/oder, nachdem der Bogen 02 die Bearbeitungsmaschine
01 durchlaufen hat, Druckfluid, insbesondere Lack, aufweist und/oder lackiert ist.
Zumindest teilweise lackiert und/oder Lack aufweisend heißt vorzugsweise, dass der
mindestens eine Bereich zu mindestens 60% (sechzig Prozent), weiter bevorzugt zu mindestens
70% (siebzig Prozent), weiter bevorzugt zu mindestens 90% (neunzig Prozent), weiter
bevorzugt zu mindestens 95% (fünfundneunzig Prozent), seiner Fläche mit Druckfluid,
insbesondere Lack, bedeckt ist, beispielsweise flächig und/oder in Form von Tropfen.
Bevorzugt ist die zumindest eine Rasterwalze 618 in dem mindestens einen Druckbereich
Lack auf den zumindest einen Zylinderaufzug 629 übertragend ausgebildet. Vorzugsweise
ist mindestens ein farbführendes Flächenelement als Druckbereich ausgebildet. Vorzugsweise
ist ein farbführendes Flächenelement eine Fläche des Zylinderaufzugs 629, welche in
der Bearbeitungsmaschine 01 mit Druckfluid, bevorzugt Lack, beaufschlagt wird und/oder
Druckfluid, vorzugsweise Lack, auf den mindestens einen Bogen 02 überträgt.
[0285] Bevorzugt ist das mindestens eine Auftragaggregat 600 über den mindestens einen Druckbereich
des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 Druckfluid, bevorzugt Lack, auf den mindestens
einen Bogen 02 übertragend ausgebildet. Vorzugsweise wird mittels des mindestens einen
Druckbereichs des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 in einem den mindestens einen
Bogen 02 bearbeitenden Prozess der Bearbeitungsmaschine 01 Druckfluid, insbesondere
Lack, auf den mindestens einen Bogen 02 übertragen. Bevorzugt weist der Bereich des
mindestens einen Druckbereichs mehr Material, insbesondere eine größere Höhe, als
die mindestens eine Freifläche auf. Bevorzugt sind die mindestens eine Freifläche
und der mindestens eine Druckbereich auf der selben Seite der Oberfläche des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629 angeordnet. Bevorzugt sind die mindestens eine Freifläche
und der mindestens eine Druckbereich während eines Bearbeitungsprozesses des mindestens
einen Bogens 02 durch den zumindest einen Zylinderaufzug 629 auf den mindestens einen
Bogen 02 gerichtet angeordnet und/oder dem mindestens einen Bogen 02 zugewandt auf
dem zumindest einen Zylinderaufzug 629 angeordnet.
[0286] Das Kontrollsystem weist vorzugsweise die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631,
vorzugsweise zur Kontrolle der mindestens einen Klebestelle, auf. Die mindestens eine
Kontrolleinrichtung 631 ist bevorzugt die mindestens eine Klebestelle kontrollierend
ausgebildet. Bevorzugt ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 die mindestens
eine Klebestelle dahingehend kontrollierend ausgebildet, dass die mindestens eine
Klebestelle zumindest teilweise frei von aufgetragenem Lack ist. Bevorzugt ist die
mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 als Inspektionseinrichtung ausgebildet.
[0287] Die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 weist bevorzugt mindestens eine Bilderfassungseinrichtung,
vorzugsweise mindestens eine optische Bilderfassungseinrichtung, auf. Die mindestens
eine Bilderfassungseinrichtung der Kontrolleinrichtung 631 ist bevorzugt als Kamera
und/oder Flächenkamera und/oder Zeilenkamera und/oder CMOS-Sensor und/oder CCD-Sensor
und/oder Scanner ausgebildet. Eine Flächenkamera weist bevorzugt mindestens einen
matrixförmigen Sensor auf, wodurch vorzugsweise ein zweidimensionales Bild aufgenommen
wird. Eine Zeilenkamera weist bevorzugt mindestens eine linienförmige Sensorzeile
auf, welche bevorzugt eine einzelne Zeile erfasst. Dabei wird bevorzugt durch schnelle
Folge an Erfassungen von Einzelzeilen wird ein zweidimensionales Bild zusammengesetzt.
CCD-Sensoren (charge-coupled device) sind lichtempfindliche elektronische Bauelemente,
die auf dem inneren Photoeffekt beruhen. Bei CMOS-Sensoren (complementary metal-oxide
semiconductor) werden die Ladungen bereits im Pixel in eine Spannung umgewandelt.
Diese wird verstärkt, quantisiert und als digitaler Wert ausgegeben. Der Scanner ist
bevorzugt als Flachbett-Scanner ausgebildet und/oder weist zumindest eine Auflagefläche
zum Auflegen von zu scannendem Gut auf, welches bevorzugt mittels Kamera, weiter bevorzugt
mittels Zeilenkamera, gescannt wird. Bevorzugt weist die vorzugsweise als Kamera und/oder
Scanner ausgebildete mindestens eine Bilderfassungseinrichtung der Kontrolleinrichtung
631 eine Auflösung von mindestens 300 dpi (dreihundert Dots per inch), bevorzugt von
mindestens 400 dpi, beispielsweise von mindestens 600 dpi, und/oder von maximal 2000
dpi, bevorzugt von maximal 1500 dpi, beispielsweise von maximal 1200 dpi, auf. Vorzugsweise
ist die mindestens eine Bilderfassungseinrichtung eine Pixelerfassung durchführend
ausgebildet. Beispielsweise weist die Bilderfassungseinrichtung, vorzugsweise die
als Kamera und/oder Scanner ausgebildete mindestens eine Bilderfassungseinrichtung,
mindestens drei Sensoren pro Pixel auf, wobei bevorzugt jeweils ein Sensor eine Grundfarbe
des Farbraums RGB abbildet, also rot, grün und blau. Der durch die Kontrolleinrichtung
631 erfasste Ist-Zustand weist dann vorzugsweise den Farbraum RGB (Rot, Grün, Blau)
auf, also additive Farbmischung. Beispielsweise alternativ weist die Bilderfassungseinrichtung,
vorzugsweise die als Kamera und/oder Scanner ausgebildete mindestens eine Bilderfassungseinrichtung,
mindestens vier Sensoren pro Pixel auf, wobei bevorzugt jeweils ein Sensor eine Grundfarbe
des Farbraums CMYK abbildet, also Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Der durch die Kontrolleinrichtung
631 erfasste Ist-Zustand weist dann vorzugsweise den Farbraum CMYK auf, also subtraktive
Farbmischung.
[0288] Die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 weist bevorzugt mindestens ein Auswertemittel
auf. Das mindestens eine Auswertemittel ist bevorzugt als Rechner und/oder Recheneinheit
und/oder eine mindestens eine Software ausführende Einheit und/oder Bildverarbeitungsrechner
und/oder Datenauswerterechner ausgebildet. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ ist
das mindestens eine Auswertemittel datentechnisch, vorzugsweise mittels Kabel und/oder
kabellos, insbesondere mittels Funk oder W-LAN oder Infrarotstrahlung oder Lichtwellen,
mit der mindestens einen Bilderfassungseinrichtung verbunden. Beispielsweise ist das
mindestens eine Auswertemittel räumlich getrennt zu der Bilderfassungseinrichtung
der Kontrolleinrichtung 631 angeordnet, beispielsweise an oder in einer Recheneinheit
oder Steuereinheit der Bearbeitungsmaschine 01 und/oder an einem Leitstand der Bearbeitungsmaschine
01 und/oder an einer Steuereinheit der Herstellungsstation des Zylinderaufzugs 629.
Beispielsweise alternativ sind die Bilderfassungseinrichtung und das Auswertemittel
der Kontrolleinrichtung 631 in einem vorzugsweise gemeinsamen Gehäuse angeordnet.
[0289] Das Kontrollsystem kontrolliert bevorzugt die mindestens eine Klebestelle, vorzugsweise
mittels der mindestens einen Kontrolleinrichtung 631. Vorzugsweise ist die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631 die mindestens eine Klebestelle und zusätzlich das mindestens
eine Druckbild und/oder zusätzlich mindestens eine Form oder Kontur des mindestens
einen Nutzens 1101 der mindestens zwei Nutzen 1101 und/oder zusätzlich mindestens
eine Bogenöffnung 1102 und/oder zusätzlich mindestens einen Stanzeindruck 1103 kontrollierend
ausgebildet.
[0290] Das Kontrollsystem, vorzugsweise die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, ist
bevorzugt die mindestens eine Klebestelle auf dem mindestens einen Bogen 02 kontrollierend
ausgebildet. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 die mindestens eine Klebestelle durch eine Kontrolle des mindestens einen Zylinderaufzugs
629, weiter bevorzugt durch eine Kontrolle der mindestens einen Freifläche, kontrollierend
ausgebildet.
[0291] Das Kontrollsystem ist vorzugsweise die mindestens eine Klebestelle auswertend ausgebildet.
Vorzugsweise ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, bevorzugt das mindestens
eine Auswertemittel, die mindestens eine Klebestelle auswertend ausgebildet. Das Kontrollsystem
ist vorzugsweise in Abhängigkeit von der Kontrolle der mindestens einen Klebestelle,
insbesondere in Abhängigkeit des Vergleichs, mindestens ein Signal erzeugend ausgebildet
und/oder erzeugt das Signal. Bevorzugt ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631, bevorzugt das mindestens eine Auswertemittel, in Abhängigkeit von der Kontrolle
der mindestens einen Klebestelle mindestens ein Signal erzeugend ausgebildet. Das
mindestens eine Signal ist vorzugsweise als mindestens ein Gut-Signal oder mindestens
ein Schlecht-Signal ausgebildet. Vorzugsweise ist als das mindestens eine Signal mindestens
ein Gut-Signal oder mindestens ein Schlecht-Signal ausgebildet bzw. wird erzeugt und/oder
ist als das mindestens eine Signal mindestens eine Freigabe oder Ablehnung über die
Verwendung des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 ausgebildet bzw. wird erzeugt.
[0292] Die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 ist bevorzugt einen Ist-Zustand der mindestens
einen Klebestelle erfassend ausgebildet. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ ist
die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 einen Ist-Zustand der mindestens einen
Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 erfassend ausgebildet.
[0293] Das Kontrollsystem, bevorzugt die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, weiter
bevorzugt das mindestens eine Auswertemittel, ist bevorzugt den Ist-Zustand, vorzugsweise
den Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle und/oder den Ist-Zustand der mindestens
einen Freifläche, mit einem Soll-Zustand, vorzugsweise einem Soll-Zustand der mindestens
einen Klebestelle und/oder einem Soll-Zustand der mindestens einen Freifläche, vergleichend
ausgebildet. Vorzugsweise ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, bevorzugt
das mindestens eine Auswertemittel, den Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle
mit einem Soll-Zustand der mindestens einen Klebestelle vergleichend ausgebildet.
[0294] Das Kontrollsystem, bevorzugt die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, weiter
bevorzugt das mindestens eine Auswertemittel, ist bevorzugt in Abhängigkeit des Vergleichs
des Ist-Zustands, vorzugsweise des Ist-Zustands der mindestens einen Klebestelle und/oder
des Ist-Zustands der mindestens einen Freifläche, mit dem Soll-Zustand das mindestens
eine Signal erzeugend ausgebildet. Bevorzugt ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 in Abhängigkeit des Vergleichs des Ist-Zustands der mindestens einen Klebestelle
mit dem Soll-Zustand der mindestens einen Klebestelle das mindestens eine Signal erzeugend
ausgebildet. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 die Fläche des auf die mindestens eine Klebestelle aufgetragenen Lacks, vorzugsweise
in Summe, und/oder den Flächendeckungsgrad des aufgetragenen Lacks auf der Klebestelle
ermittelnd ausgebildet. Vorzugsweise ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631
in Abhängigkeit der ermittelten Fläche oder des ermittelten Flächendeckungsgrads das
mindestens eine Signal erzeugend ausgebildet.
[0295] Der Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle entspricht bevorzugt mindestens
einem durch die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 aufgenommenen digitalen Bild,
beispielsweise im pdf- oder tif- oder jpg-Format gespeichert, vorzugsweise mindestens
ein digitales Bild der mindestens einen Klebestelle. Insbesondere sind in dem mindestens
einen digitalen Bild Informationen bezüglich der Anordnung, also Position auf dem
Bogen 02 und/oder innerhalb des Nutzens 1101, und/oder Größe, insbesondere dem Flächeninhalt,
und/oder Form, insbesondere dem Umriss, beispielsweise quadratisch oder rund oder
elliptisch, der mindestens einen Klebestelle enthalten. Beispielsweise zusätzlich
oder alternativ sind Informationen, bevorzugt bezüglich der Anordnung und/oder Größe
und/oder Form, des mindestens einen Druckbildes enthalten. Vorzugsweise weist der
Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle mindestens ein mindestens einen Teil
der mindestens einen Klebestelle abbildendes Pixel und/oder eine Fläche und/oder einen
Umriss der mindestens einen Klebestelle auf und/oder entspricht diesen. Bevorzugt
zusätzlich oder alternativ entspricht der Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle
der ermittelten Fläche des auf die mindestens eine Klebestelle aufgetragenen Lacks,
vorzugsweise in Summe. Weiter bevorzugt zusätzlich oder alternativ entspricht der
Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle dem Flächenverhältnis der ermittelten
Fläche des auf die mindestens eine Klebestelle aufgetragenen Lacks, vorzugsweise in
Summe, relativ zu der Gesamtfläche der mindestens einen Klebestelle. Bevorzugt zusätzlich
oder alternativ entspricht der Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle dem ermittelten
Flächendeckungsgrad des aufgetragenen Lacks auf der Klebestelle.
[0296] Der Soll-Zustand der mindestens einen Klebestelle entspricht bevorzugt einer hinterlegten,
bevorzugt auftragsspezifischen, Vorlage der mindestens einen Klebestelle, beispielsweise
einem digitalen Bild, und/oder einer hinterlegten Stanzform und/oder einem gefertigten
Zylinderaufzug 629 und/oder einer hinterlegten Druckvorlage zumindest eines Druckbildes
des mindestens einen Bogens 02 und/oder einem gefertigten Musterbogen und/oder einer
hinterlegten Fläche des auf die mindestens eine Klebestelle aufgetragenen Lacks, vorzugsweise
in Summe, und/oder einem hinterlegten Flächendeckungsgrad des aufgetragenen Lacks
auf der Klebestelle und/oder dem Grenzwert des Flächenverhältnisses und/oder dem Grenzwert
des Flächendeckungsgrads. Hinterlegt beschreibt vorzugsweise einen in einer Recheneinheit
und/oder einem Auswertemittel und/oder in der Kontrolleinrichtung 631 gespeicherten
Datensatz. Insbesondere sind in dem Soll-Zustand der mindestens einen Klebestelle
Informationen bezüglich der Anordnung, also Position auf dem mindestens einen Bogen
02, und/oder Größe, insbesondere dem Flächeninhalt, und/oder Form, insbesondere dem
Umriss, beispielsweise quadratisch oder rund oder elliptisch, enthalten. Vorzugsweise
entspricht der Soll-Zustand der mindestens einen Klebestelle einer präzisen, detailreichen
Vorlage der Klebestelle und/oder Druckvorlage des Bogens 02 jeweils in hoher Auflösung,
welche Auflösung insbesondere höher ist als die Auflösung des digitalen Bildes des
Ist-Zustandes der mindestens einen Klebestelle. Bevorzugt beschreibt der Soll-Zustand
der mindestens einen Klebestelle, dass die mindestens eine Klebestelle zumindest teilweise
frei von aufgetragenem Lack ausgebildet ist.
[0297] Vorzugsweise ist im Soll-Zustand, bevorzugt im Soll-Zustand der mindestens einen
Klebestelle und/oder im Soll-Zustand des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 und/oder
im Soll-Zustand der mindestens einen Freifläche des mindestens einen Zylinderaufzugs
629, mindestens eine Stanzform hinterlegt. Die Stanzform ist bevorzugt eine Datei,
welche Informationen bezüglich des Produkttyps, insbesondere Verpackungstyps, und/oder
Größe des Produktes, insbesondere der Verpackung, und/oder Umriss des Nutzens 1101
und/oder Innenmaße, vorzugsweise Abstände zueinander oder zum Umriss bezüglich innerhalb
des Umrisses liegenden Stanzlinien und/oder Rilllinien und/oder Klebestellen, und/oder
Beschnitt aufweist. Vorzugsweise ist das Format der Stanzform PDF/X-4. PDF/X-4 sind
für den Druck optimierte und standardisierte PDF-Dateien, also vorzugsweise druckfähige
PDF-Dateien. Dies stellt vorzugsweise sicher, dass Schriften und Bilder eingebettet
sind. Vorzugsweise weist die Datei CMYK als Farbraum auf, also die Grundfarben Cyan
(C), Magenta (M), Gelb (Y) und Schwarz (K). Somit liegt vorzugsweise eine subtraktive
Farbmischung vor. Beispielsweise weist der durch die Kontrolleinrichtung 631 erfasste
Ist-Zustand den Farbraum RGB (Rot, Grün, Blau) auf, also additive Farbmischung. Dies
wird beispielsweise vor und/oder während des Vergleichs mit dem Soll-Zustand zu einem
CMYK-Farbraum umgewandelt. Wird mittels der Kontrolleinrichtung 631 der Farbraum CMYK
erfasst, so entfällt vorzugsweise die Umwandlung.
[0298] Der mindestens eine Monitor der Bearbeitungsmaschine 01 ist bevorzugt das Ergebnis
des Vergleichs des Ist-Zustands, vorzugsweise des Ist-Zustands der mindestens einen
Klebestelle und/oder des Ist-Zustands der mindestens einen Freifläche, mit dem Soll-Zustand,
vorzugsweise dem Soll-Zustand der mindestens einen Klebestelle und/oder dem Soll-Zustand
der mindestens einen Freifläche, vorzugsweise durch die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 darstellend ausgebildet. Insbesondere zusätzlich zu dem mindestens einen Signal,
ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 das Ergebnis der Kontrolle der mindestens
einen Klebestelle auf dem mindestens einen Monitor visualisierend ausgebildet. Beispielsweise
erleichtert der mindestens eine Monitor eine Überprüfung der Kontrolle mittels eines
Bedieners.
[0299] Bevorzugt ist das Kontrollsystem, vorzugsweise die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631, das mindestens eine Gut-Signal bei einer Klebestelle, welche zumindest teilweise
frei von aufgetragenem Lack ist, erzeugend ausgebildet. Bevorzugt zusätzlich oder
alternativ ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 das mindestens eine Gut-Signal
bei einer Übereinstimmung des Ist-Zustands der mindestens einen Klebestelle mit dem
Soll-Zustand der mindestens einen Klebestelle erzeugend ausgebildet. Bevorzugt zusätzlich
oder alternativ ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 das mindestens eine
Gut-Signal bei einem Verhältnis der Fläche des auf die mindestens eine Klebestelle
aufgetragenen Lacks, vorzugsweise in Summe, relativ zu der Gesamtfläche der mindestens
einen Klebestelle, dessen Wert maximal den Grenzwert des Flächenverhältnisses aufweist,
erzeugend ausgebildet. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ ist die mindestens eine
Kontrolleinrichtung 631 bei einem Flächendeckungsgrad des aufgetragenen Lacks auf
der Klebestelle, dessen Wert maximal den Grenzwert des Flächendeckungsgrads aufweist,
das mindestens eine Gut-Signal erzeugend ausgebildet.
[0300] Bevorzugt ist das Kontrollsystem, vorzugsweise die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631, das mindestens eine Schlecht-Signal bei einer Abweichung des Ist-Zustands der
mindestens einen Klebestelle von dem Soll-Zustand der mindestens einen Klebestelle
erzeugend ausgebildet. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ ist die mindestens eine
Kontrolleinrichtung 631 das mindestens eine Schlecht-Signal bei einem Verhältnis der
Fläche des auf die mindestens eine Klebestelle aufgetragenen Lacks, vorzugsweise in
Summe, relativ zu der Gesamtfläche der mindestens einen Klebestelle, dessen Wert größer
als der Grenzwert des Flächenverhältnisses ist, erzeugend ausgebildet. Bevorzugt zusätzlich
oder alternativ ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 das mindestens eine
Schlecht-Signal bei einem Flächendeckungsgrad des aufgetragenen Lacks auf der Klebestelle,
dessen Wert größer als der Grenzwert des Flächendeckungsgrads ist, erzeugend ausgebildet.
[0301] Beispielsweise entspricht die Ausbildung der mindestens einen Kontrolleinrichtung
631 einer Ausbildung der im Vorangegangenen beschriebenen mindestens einen Inspektionseinrichtung
726; 728; 916, insbesondere des Druckbildkontrollsystems 726 und/oder des Passerkontrollsystems
728 und/oder des Stanzkontrollsystems 916. Insbesondere bei einer in der Bearbeitungsmaschine
01 angeordneten Kontrolleinrichtung 631 weist diese bevorzugt gemäß der im Vorangegangenen
beschriebenen Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, insbesondere Druckbildkontrollsystem
726 und/oder Passerkontrollsystem 728 und/oder Stanzkontrollsystem 916, mindestens
eine Bilderfassungseinrichtung und/oder mindestens ein Auswertemittel auf. Vorzugsweise
ist die Bilderfassungseinrichtung der Kontrolleinrichtung 631 gleich zu einer Bilderfassungseinrichtung
der im Vorangegangenen beschriebenen Inspektionseinrichtung 726; 728; 916, insbesondere
Druckbildkontrollsystem 726 und/oder Passerkontrollsystem 728 und/oder Stanzkontrollsystem
916, ausgebildet und/oder bevorzugt ist das Auswertemittel Daten der Bilderfassungseinrichtung
auswertend ausgebildet.
[0302] Weiter bevorzugt ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 in mindestens einer
der Inspektionseinrichtungen 726; 728; 916 integriert. Beispielsweise ist zumindest
eine Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 der Bearbeitungsmaschine 01, insbesondere
des Druckbildkontrollsystems 726 und/oder des Passerkontrollsystems 728 und/oder des
Stanzkontrollsystems 916, als die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, beispielsweise
zusätzlich zu den bereits beschriebenen Funktionen, ausgebildet.
[0303] In einer ersten Ausführung des Kontrollsystems ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631, vorzugsweise zumindest deren Bilderfassungseinrichtung, innerhalb eines Aggregates
100; 300; 600; 700; 900; 1000 der Bearbeitungsmaschine 01, vorzugsweise innerhalb
des mindestens einen Auftragaggregates 600 oder innerhalb mindestens eines der Transportaggregate
700 der Bearbeitungsmaschine 01, angeordnet. Vorzugsweise zusätzlich oder alternativ
ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 eine Inline-Erfassung durchführend
ausgebildet. Eine Inline-Erfassung beschreibt vorzugsweise eine Erfassung und/oder
Kontrolle innerhalb der Bearbeitungsmaschine 01, bevorzugt während eines Bearbeitungsprozesses
eines Substrates 02. Es besteht vorzugsweise eine datentechnische Verbindung des Inline
angeordneten Elements, also der mindestens einen Kontrolleinrichtung 631, mit einer
Steuerungseinheit und/oder Regelungseinheit der Bearbeitungsmaschine 01. Bevorzugt
ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 den zumindest einen Bogen 02 oder
den zumindest einen Zylinderaufzug 629 erfassend ausgebildet.
[0304] Vorzugsweise weist die Bearbeitungsmaschine 01 das zumindest eine als Lackieraggregat
600 ausgebildete Auftragaggregat 600 auf. Bevorzugt zeichnet sich die erste Ausführung
des Kontrollsystems dadurch aus, dass die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631
entlang des Transportweges des mindestens einen Bogens 02 nach dem mindestens einen
Lackieraggregat 600 angeordnet ist.
[0305] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt die mindestens eine Klebeeinrichtung
auf. Bevorzugt zeichnet sich die erste Ausführung des Kontrollsystems zusätzlich oder
alternativ dadurch aus, dass die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 entlang des
Transportweges des mindestens einen Bogens 02 vor der mindestens einen Klebeeinrichtung
angeordnet ist. Vorzugsweise zusätzlich oder alternativ weist die mindestens eine
Klebeeinrichtung die mindestens eine Walze und/oder die mindestens eine Düse auf,
mittels welcher Klebstoff aus dem Reservoir auf den mindestens einen Bogen 02 übertragen
wird.
[0306] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt das zumindest eine als Auslage 1000 ausgebildete
Aggregat 1000 auf. Bevorzugt zeichnet sich die erste Ausführung des Kontrollsystems
zusätzlich oder alternativ dadurch aus, dass die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 entlang des Transportweges des mindestens einen Bogens 02 vor der mindestens einen
Auslage 1000 angeordnet ist.
[0307] Bevorzugt zeichnet sich die erste Ausführung des Kontrollsystems zusätzlich oder
alternativ dadurch aus, dass die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, beispielsweise
auch mindestens eine weitere Kontrolleinrichtung 631, innerhalb des mindestens einen
bevorzugt als Lackieraggregat 600 ausgebildeten Auftragaggregates 600 angeordnet ist.
Vorzugsweise ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 in das mindestens eine
Auftragaggregat 600, bevorzugt jeweils mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 in
mindestens zwei Auftragaggregaten 600, weiter bevorzugt jeweils mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 in mindestens vier Auftragaggregaten 600, weiter bevorzugt jeweils mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631 in jedem Auftragaggregat 600, der Bearbeitungsmaschine
01 integriert.
[0308] Beispielsweise, insbesondere bei einer Kontrolle der mindestens einen Freifläche
des zumindest einen Zylinderaufzugs 629, ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631, beispielsweise mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 von mindestens zwei Kontrolleinrichtungen
631, insbesondere deren Bilderfassungseinrichtung, an oder in mindestens einem Aufzugsspeicher
628 des mindestens einen Auftragaggregates 600 angeordnet und/oder auf den mindestens
einen Aufzugsspeicher 628 gerichtet, weiter bevorzugt auf einen Bereich des Aufzugsspeichers
628 gerichtet, in welchem Bereich der zumindest eine Zylinderaufzug 628 angeordnet
oder anordenbar ist. Beispielsweise alternativ oder zusätzlich ist die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631, insbesondere deren Bilderfassungseinrichtung, auf einen
Bereich zur Zuführung von Zylinderaufzügen 629 zu dem mindestens einen Aufzugsspeicher
628 gerichtet und/oder erfasst vorzugsweise einen passierenden Zylinderaufzug 629.
Bevorzugt weist das mindestens eine Auftragaggregat 600 den zumindest einen Aufzugsspeicher
628 oder auch Plattenkassette 628 auf. In diesem Aufzugsspeicher 628 ist vorzugsweise
zumindest ein Zylinderaufzug 629, bevorzugt alle für einen Druckauftrag nötigen Zylinderaufzüge
629 dieses Formzylinders 616, vor dessen Aufspannen auf oder nach dessen Abspannen
von dem mindestens einen Formzylinder 616 angeordnet und/oder anordenbar. Vorzugsweise
wird der zumindest eine Zylinderaufzug 629 bei einem Aufspannen auf den mindestens
einen Formzylinder 616 aus dem mindestens einen Aufzugsspeicher 628 gezogen, durch
mindestens eine Haltung 626 an dem mindestens einen Formzylinder 616 befestigt und
auf den sich drehenden Formzylinder 616 aufgespannt. Werden mehrere Zylinderaufzüge
629 in einem Aufzugsspeicher 628 zeitgleich, beispielsweise an verschiedenen Positionen,
gespeichert, so ist bevorzugt jeder dieser Positionen eine Kontrolleinrichtung 631,
insbesondere jeweils mindestens eine Bilderfassungseinrichtung der Kontrolleinrichtung
631, zugeordnet. Beispielsweise zusätzlich oder alternativ ist die mindestens eine
Kontrolleinrichtung 631, beispielsweise mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 von
mindestens zwei Kontrolleinrichtungen 631, insbesondere deren Bilderfassungseinrichtung,
an dem mindestens einen Formzylinder 616 des mindestens einen Auftragaggregates 600
angeordnet und/oder auf den mindestens einen Formzylinder 616 gerichtet. Vorzugsweise
erfasst die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 den zumindest einen Zylinderaufzug
629 dann während oder nachdem dieser auf den mindestens einen Formzylinder 616 aufgespannt
wird. Vorzugsweise bei einer Erfassung des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 ist
die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 den Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche
des mindestens einen Zylinderaufzugs 629 erfassend ausgebildet. Bevorzugt werden dadurch
Rückschlüsse auf den Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle des mindestens einen
Bogens 02 gezogen. Vorzugsweise ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 den
Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle des mindestens einen Bogens 02 über Rückschlüsse
aus dem Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 erfassend ausgebildet.
[0309] Bevorzugt zeichnet sich die erste Ausführung des Kontrollsystems zusätzlich oder
alternativ dadurch aus, dass die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, beispielsweise
mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 von mindestens zwei Kontrolleinrichtungen
631, insbesondere deren Bilderfassungseinrichtung, auf den Transportweg des mindestens
einen Bogens 02 gerichtet angeordnet ist. Bevorzugt ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 auf die zumindest eine Seite des Bogens 02 gerichtet, welche das mindestens eine
Druckbild und/oder die mindestens eine Klebestelle aufweist. Bevorzugt kontrolliert
die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 die mindestens eine Klebestelle auf dem
mindestens einen Bogen 02. Vorzugsweise erfasst die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 dann den Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle des mindestens einen Bogens
02. Bevorzugt werden dadurch Rückschlüsse auf den Ist-Zustand der mindestens einen
Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzug 629 gezogen. Vorzugsweise wird der Ist-Zustand
der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 über Rückschlüsse
aus dem Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle des mindestens einen Bogens 02
erfasst.
[0310] In einer zweiten Ausführung des Kontrollsystems ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 außerhalb eines Aggregates 100; 300; 600; 700; 900; 1000 der Bearbeitungsmaschine
01, insbesondere außerhalb aller Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000 der Bearbeitungsmaschine
01, angeordnet. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 eine Online-Erfassung durchführend ausgebildet. Eine Online-Erfassung beschreibt
vorzugsweise eine Erfassung außerhalb eines Aggregates 100; 300; 600; 700; 900; 1000,
insbesondere außerhalb aller Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000, der Bearbeitungsmaschine
01, beispielsweise an einem Leitstand und/oder Messstand der Bearbeitungsmaschine
01 oder an einer von der Bearbeitungsmaschine 01 verschiedenen Herstellungsstation.
Es besteht bevorzugt eine datentechnische Verbindung des Online angeordneten Elements,
also der mindestens einen Kontrolleinrichtung 631, mit einer Steuerungseinheit und/oder
Regelungseinheit der Bearbeitungsmaschine 01. Bevorzugt ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631, insbesondere deren Bilderfassungseinrichtung, den zumindest einen Bogen 02 oder
den zumindest einen Zylinderaufzug 629 erfassend ausgebildet.
[0311] Bevorzugt zeichnet sich die zweite Ausführung des Kontrollsystems dadurch aus, dass
das Kontrollsystem zumindest einen Leitstand, auch als Messstand bezeichnet, der Bearbeitungsmaschine
01 aufweist. Vorzugsweise ist der Bearbeitungsmaschine 01 zumindest ein Leitstand
und/oder Messstand zugeordnet. Der mindestens eine Leitstand weist vorzugsweise mindestens
ein Steuerpult auf. Vorzugsweise weist der mindestens eine Leitstand Bedienelemente,
beispielsweise mindestens ein Eingabefeld und/oder mindestens einen Druckknopf und/oder
mindestens einen Schalter und/oder mindestens eine Tastfläche auf einer Bildschirmoberfläche,
und/oder Anzeigeinstrumente, beispielsweise mindestens einen Bildschirm, auf. Vorzugsweise
wird mittels des mindestens einen Leitstands die Bearbeitungsmaschine 01 geführt,
vorzugsweise gesteuert, und/oder mindestens ein Register eingestellt und/oder mindestens
ein Passer eingestellt und/oder mindestens eine Kontrolle des Druckauftrags, beispielsweise
eine Kontrolle zumindest eines bearbeiteten Bogens 02 und/oder eine Kontrolle eines
zu verwendenden Mittels, wie beispielsweise ein Zylinderaufzug 629 oder ein Werkzeug,
und/oder eine Qualitätskontrolle, durchgeführt. Vorteilhafterweise ist die Steuerungseinheit
der Bearbeitungsmaschine 01 mit dem mindestens einen Leitstand datentechnisch, vorzugsweise
mittels Kabel oder kabellos, insbesondere mittels Funk oder W-LAN oder Infrarotstrahlung
oder Lichtwellen, verbunden und/oder an dem mindestens einen Leitstand angeordnet.
Vorteilhafterweise werden mittels der Anzeigeinstrumente Vorgänge der Bearbeitungsmaschine
01 wie eine Inline-Kontrolle und/oder Parameter der Auftragswerke 600, wie beispielsweise
Zylindergeschwindigkeit, und/oder Statusmeldungen einzelner Aggregate 100; 300; 600;
700; 900; 1000 angezeigt.
[0312] Vorzugsweise ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 an dem mindestens einen
Leitstand und/oder Messstand angeordnet. Bevorzugt ist der zumindest eine Zylinderaufzug
629 auf mindestens einer Auflagefläche des zumindest einen Leitstandes und/oder Messstandes
angeordnet. Bevorzugt alternativ ist der mindestens eine Bogen 02 auf der mindestens
einen Auflagefläche des zumindest einen Leitstandes und/oder Messstandes angeordnet.
Vorzugsweise ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, insbesondere deren Bilderfassungseinrichtung,
auf den mindestens einen Bogen 02 oder den zumindest einen Zylinderaufzug 629 gerichtet.
Weiter bevorzugt ist wahlweise der mindestens eine Bogen 02 oder der zumindest eine
Zylinderaufzug 629 auf der mindestens einen Auflagefläche des zumindest einen Leitstandes
und/oder Messstandes angeordnet, die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, insbesondere
deren Bilderfassungseinrichtung, ist dann vorzugsweise auf den wahlweise angeordneten
Bogen 02 oder auf den wahlweise angeordneten Zylinderaufzug 629 gerichtet.
[0313] Bevorzugt zeichnet sich die zweite Ausführung des Kontrollsystems zusätzlich oder
alternativ dadurch aus, dass das Kontrollsystem mindestens eine Herstellungsstation
zur Herstellung des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 aufweist und/oder mit der
mindestens einen Herstellungsstation zusammenwirkend ausgebildet ist. Die mindestens
eine Herstellungsstation zur Herstellung des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 ist
vorzugsweise eine Station, in welcher der zumindest eine Zylinderaufzug 629, vorzugsweise
die mindestens eine bildgebende Schicht, entsprechend dem mindestens einen zu erzeugenden
Druckbild bearbeitet wird. Bevorzugt weist die Herstellungsstation zumindest eine
Auflage auf, auf welcher vorzugsweise der zumindest eine Zylinderaufzug 629 vorzugsweise
während dessen Bearbeitung angeordnet ist. Bevorzugt weist die Herstellungsstation
zumindest ein Werkzeug auf. Das zumindest eine Werkzeug ist bevorzugt mindestens ein
Messer und/oder mindestens ein Stift und/oder mindestens eine Lichtquelle, beispielsweise
eine UV- und/oder Laser-Lichtquelle. Weiter bevorzugt weist die Herstellungsstation
das mindestens eine als Messer und/oder als Laser ausgebildete Werkzeug auf. Bevorzugt
weist die Herstellungsstation mindestens einen Schneidplotter, vorzugsweise mit zumindest
einem als Messer und/oder als Laser ausgebildetem Werkzeug, auf. Vorzugsweise bearbeitet
das zumindest eine Werkzeug den zumindest einen Zylinderaufzug 629, vorzugsweise die
mindestens eine bildgebende Schicht, bevorzugt ohne den mindestens einen Träger des
Zylinderaufzugs 629 zu beschädigen. Beispielsweise wird die Kontur des mindestens
einen zu erzeugenden Druckbildes mit dem zumindest einen Werkzeug in den zumindest
einen Zylinderaufzug 629, bevorzugt in dessen mindestens eine bildgebende Schicht,
geschnitten. Beispielsweise werden die farbführenden Flächenelemente des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629, bevorzugt dessen bildgebender Schicht, von dem zumindest
einen Zylinderaufzug 629, bevorzugt dessen bildgebender Schicht, entfernt. Beispielsweise
alternativ werden die farbfreien Flächenelemente des zumindest einen Zylinderaufzugs
629, bevorzugt dessen bildgebender Schicht, von dem zumindest einen Zylinderaufzug
629, bevorzugt dessen bildgebender Schicht, entfernt. Somit wird bevorzugt mindestens
ein Relief erzeugt, welches mindestens zwei relativ zueinander verschiedene Höhen
aufweist.
[0314] Vorzugsweise ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 an der mindestens einen
Herstellungsstation zur Herstellung des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 angeordnet
und/oder vorzugsweise ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, insbesondere
deren Bilderfassungseinrichtung, auf den mindestens einen Zylinderaufzug 629 gerichtet.
Beispielsweise weist die mindestens eine Herstellungsstation die mindestens eine Auflage
auf, auf welcher der zumindest eine Zylinderaufzug 629 angeordnet ist, wenn die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631 diesen erfasst. Die an der Herstellungsstation angeordnete
Kontrolleinrichtung 631 weist bevorzugt die mindestens eine Bilderfassungseinrichtung
auf. Vorzugsweise ist die mindestens eine Bilderfassungseinrichtung der an der mindestens
einen Herstellungsstation angeordneten Kontrolleinrichtung 631 als Scanner und/oder
Kamera ausgebildet. Beispielsweise weist die Kontrolleinrichtung 631 einen Flachbett-Scanner
auf. Vorzugsweise wird der in der Herstellungsstation hergestellte und/oder bearbeitete
zumindest eine Zylinderaufzug 629 durch die Kontrolleinrichtung 631, bevorzugt deren
Bilderfassungseinrichtung und/oder Inspektionseinrichtung, erfasst. Beispielsweise
wird der zumindest eine Zylinderaufzug 629 dazu auf eine Auflagefläche der als Scanner
ausgebildeten Bilderfassungseinrichtung abgelegt und/oder mittels der auf den zumindest
einen Zylinderaufzug gerichteten Bilderfassungseinrichtung erfasst.
[0315] Bevorzugt zeichnet sich die zweite Ausführung des Kontrollsystems zusätzlich oder
alternativ dadurch aus, dass die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 an dem mindestens
einen Leitstand und/oder Messstand angeordnet ist oder dass die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 an der mindestens einen Herstellungsstation angeordnet ist. Vorzugsweise ist die
mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 mit der mindestens einen Steuerungseinheit
und/oder der mindestens einen Recheneinheit und/oder dem mindestens einen Auswertemittel
der Bearbeitungsmaschine 01 datentechnisch, vorzugsweise mittels Kabel oder kabellos,
insbesondere mittels Funk oder W-LAN oder Infrarotstrahlung oder Lichtwellen, verbunden.
[0316] Beispielsweise weist das Kontrollsystem entweder die erste Ausführungsform oder die
zweite Ausführungsform auf. Beispielsweise alternativ liegt eine Kombination der Ausführungsformen
vor. Bevorzugt ist mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 innerhalb eines Aggregats
100; 300; 600; 700; 900; 1000 der Bearbeitungsmaschine 01 und mindestens eine, beispielsweise
weitere, Kontrolleinrichtung 631 außerhalb eines Aggregats 100; 300; 600; 700; 900;
1000 der Bearbeitungsmaschine 01 angeordnet. Bevorzugt ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 den zumindest einen Bogen 02 und/oder den zumindest einen Zylinderaufzug 629 erfassend
ausgebildet. Beispielsweise ist zudem eine Kombination der voneinander verschiedenen
Ausführungen der mindestens einen Kontrolleinrichtung 631 möglich, beispielsweise
durch Anordnung von mindestens zwei Kontrolleinrichtungen 631 an voneinander verschiedenen
Positionen, beispielsweise der Anordnung zumindest einer Kontrolleinrichtung 631 außerhalb
der Bearbeitungsmaschine 01 und der Anordnung zumindest einer Kontrolleinrichtung
631 innerhalb der Bearbeitungsmaschine 01.
[0317] Vorzugsweise ist das Kontrollsystem, bevorzugt die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631, mindestens einen Prozess der Bearbeitungsmaschine 01, beispielsweise das Aufspannen
des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 auf den mindestens einen Formzylinder 616
und/oder das Lackieren des mindestens einen Bogens 02 und/oder das Auftragen von Kleber
auf die mindestens eine Klebestelle, steuernd und/oder regelnd ausgebildet, insbesondere
in Abhängigkeit von der durchgeführten Kontrolle.
[0318] Das Kontrollsystem, bevorzugt die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, weiter
bevorzugt das mindestens eine Auswertemittel der mindestens einen Kontrolleinrichtung
631, ist bevorzugt in Abhängigkeit von der Kontrolle der mindestens einen Klebestelle
eine Freigabe oder Ablehnung über eine Verwendung des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 des mindestens einen Formzylinders 616 in der Bearbeitungsmaschine 01 erteilend
ausgebildet. Bevorzugt ist das Kontrollsystem, bevorzugt die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631, weiter bevorzugt das mindestens eine Auswertemittel der mindestens einen Kontrolleinrichtung
631, die Freigabe bei erzeugtem Gut-Signal erteilend ausgebildet. Bevorzugt zusätzlich
oder alternativ ist das Kontrollsystem, bevorzugt die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631, weiter bevorzugt das mindestens eine Auswertemittel der mindestens einen Kontrolleinrichtung
631, die Ablehnung bei erzeugtem Schlecht-Signal erteilend ausgebildet.
[0319] Bevorzugt ist das Kontrollsystem, bevorzugt die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631, weiter bevorzugt das mindestens eine Auswertemittel der mindestens einen Kontrolleinrichtung
631, den Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 mit dem Soll-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 vergleichend und/oder aus dem Vergleich ein Maß der Freifläche ermittelnd ausgebildet.
Das Maß der Freifläche weist bevorzugt einen Grenzwert auf. Bei einem Maß der Freifläche,
welches maximal den Grenzwert aufweist, ist das Kontrollsystem, bevorzugt die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631, weiter bevorzugt das mindestens eine Auswertemittel
der mindestens einen Kontrolleinrichtung 631, bevorzugt das mindestens eine Gut-Signal
erzeugend ausgebildet. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ ist das Kontrollsystem,
bevorzugt die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, weiter bevorzugt das mindestens
eine Auswertemittel der mindestens einen Kontrolleinrichtung 631, bei einem Maß der
Freifläche, welches größer als der Grenzwert ist, das mindestens eine Schlecht-Signal
erzeugend ausgebildet. Bevorzugt beträgt der Grenzwert für das Maß der Freifläche
15% (fünfzehn Prozent), bevorzugt 10% (zehn Prozent), weiter bevorzugt 5% (fünf Prozent),
eines Soll-Werts des Soll-Zustands. Vorzugsweise beschreibt der Grenzwert für das
Maß der Freifläche die zulässige Abweichung des Ist-Zustands von dem Soll-Wert des
Soll-Zustands. Bevorzugt entspricht der Soll-Wert des Soll-Zustands einem hinterlegten
Wert bestimmt durch die Informationen bezüglich der Anordnung, also Position auf dem
Zylinderaufzug 629, und/oder Größe, insbesondere dem Flächeninhalt, und/oder Form,
insbesondere dem Umriss, und/oder Höhe des Materials der mindestens einen Freifläche
und/oder des mindestens einen Druckbereichs.
[0320] Im Folgenden wird insbesondere ein Verfahren zur Kontrolle der mindestens einen Klebestelle
mittels des Kontrollsystems, weiter bevorzugt zumindest ein Verfahren zur Kontrolle
des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 der Bearbeitungsmaschine 01 zur Bearbeitung
von dem mindestens einen Bogen 02, beschrieben.
[0321] Das Kontrollsystem, bevorzugt die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, kontrolliert
die zumindest eine Klebestelle. Vorzugsweise ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 zumindest zur Kontrolle der mindestens einen Klebestelle ausgebildet. Vorzugsweise
kontrolliert die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 die mindestens eine Klebestelle.
Bevorzugt wird kontrolliert, dass die mindestens eine Klebestelle zumindest teilweise
frei von aufgetragenem Lack ist.
[0322] Vorzugsweise wird der mindestens eine Bogen 02, bevorzugt die mindestens zwei Nutzen
1101, durch mindestens ein Druckaggregat 600 mit mindestens einem Druckbild versehen.
Bevorzugt wird der mindestens eine Bogen 02, vorzugsweise die mindestens zwei Nutzen
1101, zumindest teilweise lackiert. Insbesondere wird zumindest ein Bereich des mindestens
einen Bogens 02, welcher beispielsweise ein durch Druckfarbe aufgetragenes Druckbild
aufweist, lackiert. Bevorzugt wird der mindestens eine Nutzen 1101 der mindestens
zwei Nutzen 1101, bevorzugt die mindestens zwei Nutzen 1101, weiter bevorzugt jeder
Nutzen 1101, mit mindestens einer Tinte und/oder mindestens einer Druckfarbe und/oder
mindestens einem Grundierungsmittel zumindest teilweise bedruckt. Bevorzugt zusätzlich
oder alternativ wird der mindestens eine Nutzen 1101 der mindestens zwei Nutzen 1101,
bevorzugt die mindestens zwei Nutzen 1101, weiter bevorzugt jeder Nutzen 1101, zumindest
teilweise mit dem Lack beschichtet. Bevorzugt wird der mindestens eine Nutzen 1101
zumindest in dem Bereich, welcher das mindestens eine Druckbild aufweist, mit Lack
beschichtet. Bevorzugt wird der Lack in Form von Tropfen und/oder flächig auf den
mindestens einen Nutzen 1101 aufgetragen. Bevorzugt wird der mindestens eine Nutzen
1101 der mindestens zwei Nutzen 1101, bevorzugt die mindestens zwei Nutzen 1101, weiter
bevorzugt jeder Nutzen 1101, vor der Kontrolle durch die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 zumindest teilweise mit dem Lack beschichtet. Bevorzugt weist die mindestens eine
Klebestelle das Verhältnis der Fläche des auf die mindestens eine Klebestelle aufgetragenen
Lacks in Summe relativ zu der Gesamtfläche der mindestens einen Klebestelle auf. Vorzugsweise
weist das Flächenverhältnis den Grenzwert auf. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ
weist die mindestens eine Klebestelle den Flächendeckungsgrad des aufgetragenen Lacks
auf die mindestens eine Klebestelle auf. Bevorzugt weist der Flächendeckungsgrad den
Grenzwert auf.
[0323] Allerdings ist eine Lackierung zumindest im Bereich der mindestens einen Klebestelle
zu vermeiden, insbesondere um die Haftung von nachträglich aufgetragenem Kleber zu
gewährleisten. Der mindestens eine Bogen 02, bevorzugt die mindestens eine Klebestelle,
wird bevorzugt hinsichtlich eines zumindest teilweisen Auftrags von Lack im Bereich
der mindestens einen Klebestelle kontrolliert. Die mindestens eine Klebestelle wird
vorzugsweise hinsichtlich eines zumindest teilweisen Lackauftrags im Bereich der mindestens
einen Klebestelle kontrolliert. Insbesondere wird kontrolliert, ob Lack im Bereich
der mindestens einen Klebestelle vorhanden ist. Bevorzugt wird kontrolliert, dass
die mindestens eine Klebestelle zumindest teilweise frei von aufgetragenem Lack ist.
Weiter bevorzugt wird kontrolliert, dass die mindestens eine Klebestelle zumindest
zum Zeitpunkt der Kontrolle mittels der mindestens einen Kontrolleinrichtung 631 zumindest
teilweise frei von aufgetragenem Lack ist. Weiter bevorzugt wird kontrolliert, ob
die mindestens eine Klebestelle zumindest teilweise lackfrei ausgebildet ist. Vorzugsweise
wird die mindestens eine Klebestelle dahingehend kontrolliert, dass die mindestens
eine Klebestelle zumindest zu 50% (fünfzig Prozent), bevorzugt zu mindestens 60% (sechzig
Prozent), weiter bevorzugt zu mindestens 70% (siebzig Prozent), weiter bevorzugt zu
mindestens 90% (neunzig Prozent), ihrer Fläche frei von Lack ist.
[0324] Bevorzugt wird kontrolliert, dass die mindestens eine Klebestelle, welche zumindest
teilweise frei von aufgetragenem Lack ist, ein Verhältnis der Fläche des auf die mindestens
eine Klebestelle aufgetragenen Lacks, vorzugsweise in Summe, relativ zu der Gesamtfläche
der mindestens einen Klebestelle aufweist, dessen Wert maximal den Grenzwert des Flächenverhältnisses
aufweist. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ wird kontrolliert, dass die mindestens
eine Klebestelle, welche zumindest teilweise frei von aufgetragenem Lack ist, einen
Flächendeckungsgrad des aufgetragenen Lacks auf der Klebestelle aufweist, dessen Wert
maximal den Grenzwert des Flächendeckungsgrads aufweist.
[0325] Beispielsweise zusätzlich oder alternativ zu der mindestens einen Klebestelle wird
mindestens ein Bereich der mindestens zwei Nutzen 1101 auf das Vorhandensein von Lack,
vorzugsweise entsprechend den genannten Vorgaben bei Klebestellen, insbesondere durch
die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 kontrolliert, welcher Bereich zumindest
dafür vorgesehen ist, in mindestens einem Bearbeitungsschritt nach dem Lackauftrag
mit mindestens einer Markierung und/oder einem Druckbild und/oder einem Mindesthaltbarkeitsdatum
und/oder einem Strichcode und/oder einem QR-Code versehen zu werden. Bevorzugt zusätzlich
zu der mindestens einen Klebestelle wird der mindestens eine Bereich des mindestens
einen Nutzens 1101 der mindestens zwei Nutzen 1101, bevorzugt jedes Nutzens 1101,
durch die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 kontrolliert, dass der mindestens
eine Bereich zumindest teilweise frei von aufgetragenem Lack ausgebildet ist. Der
mindestens eine Bereich ist bevorzugt dafür vorgesehen, bevorzugt in mindestens einem
Bearbeitungsschritt nach dem Auftrag des Lacks, weiter bevorzugt nach der Kontrolle
durch die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, mit mindestens einer Markierung
und/oder einem Druckbild und/oder einem Mindesthaltbarkeitsdatum und/oder einem Strichcode
und/oder einem QR-Code versehen zu werden.
[0326] Bevorzugt kontrolliert das Kontrollsystem, vorzugsweise die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 des Kontrollsystems, die mindestens eine Klebestelle des mindestens einen Bogens
02, bevorzugt die jeweils mindestens eine Klebestelle der mindestens zwei Nutzen 1101,
weiter bevorzugt die mindestens eine Klebestelle des mindestens einen Nutzens 1101.
Vorzugsweise kontrolliert die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 die mindestens
eine Klebestelle während eines Bearbeitungsprozesses des mindestens einen Bogens 02
in der Bearbeitungsmaschine 01. Beispielsweise alternativ kontrolliert die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631 die mindestens eine Klebestelle nach einem Bearbeitungsprozess
des mindestens einen Bogens 02 in der Bearbeitungsmaschine 01, vorzugsweise am durch
die Bearbeitungsmaschine 01 bearbeiteten Bogen 02. Beispielsweise alternativ kontrolliert
die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 die mindestens eine Klebestelle vor einem
Bearbeitungsprozess des mindestens einen Bogens 02 in der Bearbeitungsmaschine 01,
vorzugsweise durch eine Kontrolle des zumindest einen Zylinderaufzugs 629, insbesondere
dessen mindestens einer Freifläche. Vorzugsweise wird der Ist-Zustand, bevorzugt der
Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle und/oder der mindestens einen Freifläche,
mit einem Soll-Zustand, bevorzugt dem Soll-Zustand der mindestens einen Klebestelle
und/oder der mindestens einen Freifläche, verglichen. Bevorzugt wird in Abhängigkeit
des Vergleichs mindestens ein Signal erzeugt. Die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 führt bevorzugt die Erfassung des Ist-Zustands, insbesondere des Ist-Zustands
der mindestens einen Klebestelle und/oder des Ist-Zustands der mindestens einen Freifläche,
und/oder den Vergleich des Ist-Zustands mit dem Soll-Zustand, insbesondere dem Soll-Zustand
der mindestens einen Klebestelle und/oder dem SollZustand der mindestens einen Freifläche,
und/oder die Erzeugung des mindestens einen Signals, vorzugsweise des mindestens einen
Gut- oder Schlecht-Signals und/oder der mindestens einen Freigabe oder Ablehnung des
Zylinderaufzugs 629, durch. Das mindestens eine Auswertemittel der mindestens einen
Kontrolleinrichtung 631 führt bevorzugt den Vergleich des Ist-Zustands, insbesondere
des Ist-Zustands der mindestens einen Klebestelle und/oder des Ist-Zustands der mindestens
einen Freifläche, mit dem Soll-Zustand, insbesondere dem Soll-Zustand der mindestens
einen Klebestelle und/oder dem Soll-Zustand der mindestens einen Freifläche, und/oder
die Erzeugung des mindestens einen Signals, vorzugsweise des mindestens einen Gut-
oder Schlecht-Signals und/oder der mindestens einen Freigabe oder Ablehnung des Zylinderaufzugs
629, durch.
[0327] In einer ersten Ausführung des Verfahrens kontrolliert die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 die mindestens eine Klebestelle vorzugsweise auf dem mindestens einen Bogen 02.
Bevorzugt erfasst die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, vorzugsweise deren
Bilderfassungseinrichtung, die mindestens eine Klebestelle zumindest eines Nutzens
1101 der mindestens zwei Nutzen 1101 des mindestens einen Bogens 02. Beispielsweise
erfasst die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, vorzugsweise deren Bilderfassungseinrichtung,
alle Klebestellen des mindestens einen Nutzens 1101, weiter bevorzugt aller Nutzen
1101, der mindestens zwei Nutzen 1101. Bevorzugt erfasst die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631, vorzugsweise deren Bilderfassungseinrichtung, den mindestens einen Bogen 02 zumindest
in einem Bereich mit der mindestens einen Klebestelle. Beispielsweise erfasst die
mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, vorzugsweise deren Bilderfassungseinrichtung,
den gesamten mindestens einen Bogen 02.
[0328] Es wird bevorzugt der Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle mit einem SollZustand
der mindestens einen Klebestelle verglichen. Beispielsweise erzeugt die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631 mindestens ein digitales Bild der mindestens einen Klebestelle
und/oder vergleicht dieses Bild mit einer Vorgabe und/oder einem Muster. Bevorzugt
erfasst die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, vorzugsweise deren Bilderfassungseinrichtung,
den Ist-Zustand, vorzugsweise das digitale Bild, der mindestens einen Klebestelle
und/oder vorzugsweise vergleicht die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, vorzugsweise
deren Auswertemittel, den Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle mit dem Soll-Zustand
der mindestens einen Klebestelle, vorzugsweise der Vorgabe und/oder dem Muster.
[0329] Der Soll-Zustand der mindestens einen Klebestelle weist bevorzugt Informationen bezüglich
des zulässigen Auftrags von Fluid, vorzugsweise Lack und/oder Klebstoff und/oder Auftragsfluid,
im Bereich der mindestens einen Klebestelle auf. Die Vorgabe und/oder das Muster enthält
vorzugsweise Informationen bezüglich des zulässigen Lackauftrags, insbesondere zu
welchem Prozentsatz die Fläche der Klebestelle mit Lack bedeckt sein darf, auf dem
mindestens einen Bogen 02 und insbesondere im Bereich der mindestens einen Klebestelle.
Bevorzugt weist der Soll-Zustand der mindestens einen Klebestelle den Grenzwert des
Flächenverhältnisses und/oder den Grenzwert des Flächendeckungsgrads auf. Vorzugsweise
wird der Ist-Zustand des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 und/oder der Ist-Zustand
der mindestens einen Klebestelle mit einer hinterlegten Stanzform verglichen.
[0330] Bevorzugt, insbesondere bei der ersten Ausführung des Verfahrens, ist die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631 als Inspektionseinrichtung, bevorzugt als Inspektionseinrichtung
der Bearbeitungsmaschine 01, ausgebildet. Bevorzugt ist die Kontrolleinrichtung 631
in mindestens eine Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 der Bearbeitungsmaschine 01,
beispielsweise dem Druckbildkontrollsystem 726 und/oder dem Passerkontrollsystem 728
und/oder dem Stanzkontrollsystem 916, integriert. Bevorzugt kontrolliert die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631 die mindestens eine Klebestelle und zusätzlich das mindestens
eine Druckbild und/oder zusätzlich mindestens eine Form oder Kontur eines Nutzens
1101 der mindestens zwei Nutzen 1101 und/oder zusätzlich mindestens eine Bogenöffnung
1102 und/oder zusätzlich mindestens einen Stanzeindruck 1103. Vorzugsweise führt die
mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 die Kontrolle des Druckbildkontrollsystems
726 und/oder die Kontrolle des Passerkontrollsystems 728 und/oder die Kontrolle des
Stanzkontrollsystems 916 durch, insbesondere zusätzlich zu einer Kontrolle der mindestens
einen Klebestelle. Beispielsweise ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung in mindestens
einer Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 der Bearbeitungsmaschine 01 integriert,
die mindestens eine Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 führt dann vorzugsweise zusätzlich
zu mindestens einer weiteren Kontrolle die Kontrolle der mindestens einen Klebestelle
durch.
[0331] Bevorzugt zusätzlich oder alternativ, vorzugsweise in einer zweiten Ausführung des
Verfahrens, kontrolliert die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 die mindestens
eine Klebestelle vorzugsweise durch eine Kontrolle des mindestens einen Zylinderaufzugs
629. Es sind bevorzugt mindestens zwei Nutzen auf dem zumindest einen Zylinderaufzug
629 des mindestens einen Formzylinders 616 angeordnet. Vorzugsweise weist jeder Nutzen
der mindestens zwei Nutzen des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 den mindestens
einen Druckbereich und/oder die mindestens eine Freifläche auf. Bevorzugt wirkt die
mindestens eine Freifläche mit der mindestens einen Klebestelle zu der Erzeugung der
mindestens einen Klebestelle zusammen. Vorzugsweise ist die mindestens eine Freifläche
ein Bereich des Zylinderaufzugs 629, welcher der mindestens einen Klebestelle mindestens
eines Bogens 02 entspricht. In der zweiten Ausführung des Verfahrens kontrolliert
die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 die mindestens eine Klebestelle vorzugsweise
durch eine Kontrolle der mindestens einen Freifläche. Die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 kontrolliert bevorzugt die mindestens eine Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629.
[0332] Bevorzugt, insbesondere bei der zweiten Ausführung des Verfahrens, erfasst die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631 den Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629. Bevorzugt wird ein digitales Bild zumindest der mindestens
einen Freifläche, bevorzugt von zumindest zwei Freiflächen des zumindest einen Zylinderaufzugs
629, weiter bevorzugt des gesamten Zylinderaufzugs 629, erfasst und/oder erstellt.
Beispielsweise alternativ werden mehrere Bilder der mindestens einen Freifläche des
zumindest einen Zylinderaufzugs 629 erfasst, welche beispielsweise jeweils einen Teil
des Zylinderaufzugs 629, beispielsweise jeweils voneinander verschiedene Freiflächen,
aufweisen. Diese werden vorzugsweise zu einem gemeinsamen Bild zusammengesetzt. Bevorzugt
erfasst die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 die mindestens eine Freifläche
des zumindest einen Zylinderaufzugs 629, bevorzugt deren Ist-Zustand, in Ruhe. Beispielsweise
alternativ erfasst die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 die mindestens eine
Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 in Bewegung.
[0333] Der Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 entspricht bevorzugt mindestens einem durch die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 aufgenommenen digitalen Bild, beispielsweise im pdf- oder tif- oder jpg-Format
gespeichert, vorzugsweise ein digitales Bild der mindestens einen Freifläche des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629. Vorzugsweise weist der Ist-Zustand der mindestens einen
Freifläche mindestens ein mindestens einen Teil der mindestens einen Freifläche abbildendes
Pixel und/oder eine Fläche und/oder einen Umriss der mindestens einen Freifläche auf
und/oder entspricht diesen. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ entspricht der Ist-Zustand
der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 einem digitalen
Bild der mindestens einen Klebestelle und/oder der ermittelten Fläche des auf die
mindestens eine Klebestelle aufgetragenen Lacks, vorzugsweise in Summe, und/oder dem
ermittelten Flächenverhältnis der Fläche des auf die mindestens eine Klebestelle aufgetragenen
Lacks, vorzugsweise in Summe, relativ zu der Gesamtfläche der mindestens einen Klebestelle
und/oder dem ermittelten Flächendeckungsgrad des aufgetragenen Lacks auf der Klebestelle.
Insbesondere sind in dem mindestens einen digitalen Bild Informationen bezüglich der
Anordnung, also Position auf dem Zylinderaufzug 629, und/oder Größe, insbesondere
dem Flächeninhalt, und/oder Form, insbesondere dem Umriss, beispielsweise quadratisch
oder rund oder elliptisch, der mindestens einen Freifläche und/oder des mindestens
einen Druckbereichs enthalten. Aus dem digitalen Bild der mindestens einen Freifläche
des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 wird bevorzugt auf die Anordnung und/oder
Größe und/oder Form eines nicht-bearbeiteten Bereiches des mindestens einen durch
das mindestens eine Auftragaggregat 600 bearbeiteten Bogens 02, also auf welchen Bereich
vorzugsweise kein Lack aufgetragen wurde, geschlossen. Insbesondere wird auf die Ausbildung
der mindestens einen Klebestelle geschlossen, insbesondere ob und/oder an welcher
Position und/oder mit welcher Menge Lack auf der mindestens einen Klebestelle vorhanden
ist. Aus dem digitalen Bild der mindestens einen Klebestelle des mindestens einen
Bogens 02, welches vorzugsweise dem Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle des
mindestens einen Bogens 02 entspricht, wird bevorzugt auf die Anordnung und/oder Größe
und/oder Form der mindestens einen Freifläche und/oder des mindestens einen Druckbereichs
des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 geschlossen und somit dessen Ist-Zustand,
also zumindest der Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche, erfasst. Vorzugsweise
entspricht der Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 einem digitalen Bild mit niedriger Auflösung, welche Auflösung insbesondere niedriger
ist als die Auflösung des Soll-Zustandes der mindestens einen Freifläche des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629. Vorzugsweise erfasst die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 den Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des mindestens einen Zylinderaufzugs
629. Bevorzugt werden dadurch Rückschlüsse auf den Ist-Zustand der mindestens einen
Klebestelle des mindestens einen Bogens 02 gezogen. Vorzugsweise wird der Ist-Zustand
der mindestens einen Klebestelle des mindestens einen Bogens 02 über Rückschlüsse
aus dem Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 erfasst. Bevorzugt wird durch die Kontrolle der mindestens einen Freifläche des
zumindest einen Zylinderaufzugs 629, bevorzugt von dem erfassten Ist-Zustand der mindestens
einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629, auf die mindestens eine
Klebestelle, bevorzugt deren Ist-Zustand, rückgeschlossen.
[0334] Der Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 wird vorzugsweise in der Arbeitsvorbereitung eines Bearbeitungsauftrages, beispielsweise
eines Druckauftrages, also in der Druckvorstufe, in den Workflow, beispielsweise in
die Kontrolleinrichtung 631 und/oder ein Auswertemittel und/oder eine Recheneinheit
der Bearbeitungsmaschine 01, eingesteuert. Vorzugsweise überträgt die mindestens eine
Bilderfassungseinrichtung der Kontrolleinrichtung 631 den Ist-Zustand, vorzugsweise
den Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle und/oder der mindestens einen Freifläche,
an das mindestens eine Auswertemittel der Kontrolleinrichtung 631.
[0335] Dem Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 wird vorzugsweise eine, bevorzugt eindeutige, Kennzeichnung, beispielsweise eine
Identifikationsnummer (kurz ID), zugeordnet, insbesondere durch die mindestens eine
Kontrolleinrichtung 631, vorzugsweise durch deren Auswertemittel. Die bevorzugt eindeutige
Kennzeichnung des Ist-Zustands der mindestens einen Freifläche des zumindest einen
Zylinderaufzugs 629 korreliert vorzugsweise mit einer bevorzugt eindeutigen Kennzeichnung,
wie beispielsweise einer Identifikationsnummer, der Auftragsbezeichnung eines Bearbeitungsauftrages.
Vorzugsweise weist ein Soll-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629 eine eindeutige Kennzeichnung, beispielsweise eine Identifikationsnummer,
auf. Bevorzugt wird, bevorzugt in der Druckvorstufe, somit der zumindest eine, vorzugsweise
jeder, Zylinderaufzug 629, insbesondere der Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche,
einer, bevorzugt eindeutigen, Kennzeichnung des Bearbeitungsauftrags und/oder des
Soll-Zustands der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 und/oder einem Auftragaggregat 600 und/oder einer eindeutigen Position innerhalb
der Bearbeitungsmaschine 01 zugeordnet.
[0336] Vorzugsweise wird der Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche mit einem SollZustand
der mindestens einen Freifläche verglichen. Bevorzugt, insbesondere bei der zweiten
Ausführung des Verfahrens, vergleicht die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631,
bevorzugt das mindestens eine Auswertemittel der Kontrolleinrichtung 631 und/oder
beispielsweise eine mit der Kontrolleinrichtung 631 datenseitig verknüpfte Recheneinheit
oder Auswertemittel oder Steuereinheit der Bearbeitungsmaschine 01, den Ist-Zustand
der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 mit dem SollZustand
der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629. Bevorzugt
wird aus dem Vergleich des Ist-Zustands mit dem Soll-Zustand der mindestens einen
Freifläche ein Maß der Freifläche ermittelt. Weiter bevorzugt ist die mindestens eine
Kontrolleinrichtung 631 zumindest zur Kontrolle der mindestens einen Freifläche des
zumindest einen Zylinderaufzugs 629 des mindestens einen Auftragaggregates 600, weiter
bevorzugt zur Kontrolle des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 des mindestens einen
Lackieraggregates 600, ausgebildet. Die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 ist
vorzugsweise den Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 erfassend und/oder ermittelnd ausgebildet. Das Kontrollsystem, vorzugsweise die
mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, weiter bevorzugt deren Auswertemittel, ist
vorzugsweise den Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 mit dem Soll-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 vergleichend ausgebildet. Vorzugsweise werden dadurch Fehler bei der Herstellung
des zumindest einen Zylinderaufzugs 629, insbesondere in Bezug auf Anordnung, also
Position auf dem Zylinderaufzug 629, und/oder Größe, insbesondere dem Flächeninhalt,
und/oder Form, insbesondere dem Umriss, beispielsweise quadratisch oder rund oder
elliptisch, und/oder der Höhe des Materials mindestens einer Freifläche und/oder mindestens
eines Druckbereichs des zumindest einen Zylinderaufzugs 629, vorzugsweise frühzeitig
erkannt.
[0337] Der Soll-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 entspricht bevorzugt einer hinterlegten, bevorzugt auftragsspezifischen, Vorlage
der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629, beispielsweise
einem digitalen Bild, und/oder einer hinterlegten Stanzform und/oder einem gefertigten
Zylinderaufzug 629 und/oder einer hinterlegten Vorlage der mindestens einen Klebestelle
und/oder einer hinterlegten Druckvorlage zumindest eines Druckbildes des mindestens
einen Bogens 02 und/oder einem gefertigten Musterbogen und/oder einem hinterlegten
Grenzwert für das Maß der Freifläche und/oder einer hinterlegten Fläche des auf die
mindestens eine Klebestelle aufgetragenen Lacks, vorzugsweise in Summe, und/oder einem
hinterlegten Flächenverhältnis der Fläche des auf die mindestens eine Klebestelle
aufgetragenen Lacks relativ zu der Gesamtfläche der mindestens einen Klebestelle und/oder
einem hinterlegten Flächendeckungsgrad des aufgetragenen Lacks auf der Klebestelle.
Hinterlegt beschreibt vorzugsweise einen in einer Recheneinheit und/oder einem Auswertemittel
und/oder in der Kontrolleinrichtung 631 gespeicherten Datensatz. Insbesondere sind
in dem Soll-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 Informationen bezüglich der Anordnung, also Position auf dem Zylinderaufzug 629,
und/oder Größe, insbesondere dem Flächeninhalt, und/oder Form, insbesondere dem Umriss,
beispielsweise quadratisch oder rund oder elliptisch, und/oder Höhe des Materials
der mindestens einen Freifläche und/oder des mindestens einen Druckbereichs enthalten.
Vorzugsweise entspricht der Soll-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629 einer präzisen, detailreichen Vorlage des Zylinderaufzugs
629 und/oder Druckvorlage des Bogens 02 jeweils in hoher Auflösung, welche Auflösung
insbesondere höher ist als die Auflösung des digitalen Bildes des Ist-Zustandes der
mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629. Bevorzugt entspricht
der Soll-Wert des Soll-Zustands einem hinterlegten Wert bestimmt durch die Informationen
bezüglich der Anordnung, also Position auf dem Zylinderaufzug 629, und/oder Größe,
insbesondere dem Flächeninhalt, und/oder Form, insbesondere dem Umriss, und/oder Höhe
des Materials der mindestens einen Freifläche und/oder des mindestens einen Druckbereichs.
[0338] Beispielsweise liegt eine Kombination der Ausführungen des Verfahrens vor. Beispielsweise
kontrolliert die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 sowohl die mindestens eine
Klebestelle auf dem Bogen 02 als auch durch eine Kontrolle des zumindest einen Zylinderaufzugs
629. Beispielsweise alternativ kontrolliert eine erste Kontrolleinrichtung 631 die
mindestens eine Klebestelle auf dem mindestens einen Bogen 02 und mindestens eine
zweite Kontrolleinrichtung 631 kontrolliert die mindestens eine Klebestelle durch
eine Kontrolle des zumindest einen Zylinderaufzugs 629.
[0339] Bevorzugt wird die zumindest eine Klebestelle, bevorzugt auf dem mindestens einen
Bogen 02 und/oder mittels einer Kontrolle des zumindest einen Zylinderaufzugs 629,
bevorzugt der mindestens einen Freifläche, kontrolliert. Das Kontrollsystem, vorzugsweise
die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, bevorzugt deren Auswertemittel, erzeugt
bevorzugt in Abhängigkeit von der Kontrolle der mindestens einen Klebestelle mindestens
ein Signal, beispielsweise ein optisches Signal und/oder ein akustisches Signal und/oder
ein Steuerungssignal und/oder ein Regelungssignal. Bevorzugt wird mindestens ein Gut-Signal
oder mindestens ein Schlecht-Signal erzeugt. Als das mindestens eine Signal wird bevorzugt
mindestens ein Gut-Signal oder mindestens ein Schlecht-Signal erzeugt und/oder als
das mindestens eine Signal wird bevorzugt mindestens eine Freigabe oder Ablehnung
über die Verwendung des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 erzeugt.
[0340] Der Ist-Zustand, bevorzugt der mindestens einen Klebestelle und/oder der mindestens
einen Freifläche, wird vorzugsweise mit dem Soll-Zustand, bevorzugt der mindestens
einen Klebestelle und/oder der mindestens einen Freifläche, verglichen. Bevorzugt
erfasst die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 den Ist-Zustand der mindestens
einen Klebestelle und/oder vergleicht den Ist-Zustand der mindestens einen Klebestelle
mit einem Soll-Zustand der mindestens einen Klebestelle. Bevorzugt wird in Abhängigkeit
des Vergleichs das mindestens eine Signal erzeugt. Vorzugsweise wird in Abhängigkeit
des Vergleichs das mindestens eine Gut-Signal oder das mindestens eine Schlecht-Signal
erzeugt und/oder es wird in Abhängigkeit des Vergleichs die Freigabe oder Ablehnung
über eine Verwendung des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 in der Bearbeitungsmaschine
01 erteilt. Weiter bevorzugt wird die Fläche des auf die mindestens eine Klebestelle
aufgetragenen Lacks, vorzugsweise in Summe, und/oder der Flächendeckungsgrad des aufgetragenen
Lacks auf der Klebestelle ermittelt. Bevorzugt wird in Abhängigkeit der ermittelten
Fläche oder des ermittelten Flächendeckungsgrads das mindestens eine Signal erzeugt.
[0341] Das mindestens eine Gut-Signal wird vorzugsweise bei einer Klebestelle, welche zumindest
teilweise frei von aufgetragenem Lack ist, erzeugt. Bevorzugt wird bei einer Übereinstimmung
des Ist-Zustands der mindestens einen Klebestelle mit dem SollZustand der mindestens
einen Klebestelle das mindestens eine Gut-Signal erzeugt.
[0342] Weiter bevorzugt wird bei einem Verhältnis der Fläche des auf die mindestens eine
Klebestelle aufgetragenen Lacks, vorzugsweise in Summe, relativ zu der Gesamtfläche
der mindestens einen Klebestelle, dessen Wert maximal den Grenzwert des Flächenverhältnisses
aufweist, das mindestens eine Gut-Signal erzeugt. Weiter bevorzugt zusätzlich oder
alternativ wird bei einem Flächendeckungsgrad des aufgetragenen Lacks auf der Klebestelle,
dessen Wert maximal den Grenzwert des Flächendeckungsgrads aufweist, das mindestens
eine Gut-Signal erzeugt. Bevorzugt wird somit das mindestens eine Gut-Signal erzeugt,
wenn die mindestens eine Klebestelle lediglich zumindest teilweise Lack aufweist.
[0343] Das mindestens eine Schlecht-Signal wird bevorzugt bei einer Abweichung des Ist-Zustands
der mindestens einen Klebestelle von dem Soll-Zustand der mindestens einen Klebestelle
erzeugt. Bevorzugt wird bei einem Verhältnis der Fläche des auf die mindestens eine
Klebestelle aufgetragenen Lacks, vorzugsweise in Summe, relativ zu der Gesamtfläche
der mindestens einen Klebestelle, dessen Wert größer als der Grenzwert des Flächenverhältnisses
ist, das mindestens eine Schlecht-Signal erzeugt. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ
wird bei einem Flächendeckungsgrad des aufgetragenen Lacks auf der Klebestelle, dessen
Wert größer als der Grenzwert des Flächendeckungsgrads ist, das mindestens eine Schlecht-Signal
erzeugt.
[0344] Bei erzeugtem Gut-Signal wird der mindestens eine Bogen 02 bevorzugt mittels der
Bearbeitungsmaschine 01 weiterverarbeitet, beispielsweise gestanzt und/oder gefaltet
und/oder geklebt und/oder die Nutzen 1101 voneinander getrennt. Bevorzugt zusätzlich
oder alternativ wird bei erzeugtem Gut-Signal der mindestens eine Bogen 02 bevorzugt
durch die Bearbeitungsmaschine 01, bevorzugt unter weiterer Verarbeitung des mindestens
einen Bogens 02 durch mindestens ein nachfolgendes Aggregat 900, bevorzugt durch das
Formgebungsaggregat 900, in die mindestens eine Auslage 1000 geleitet. Bevorzugt zusätzlich
oder alternativ wird der mindestens eine Bogen 02 in der Auslage 1000 der Bearbeitungsmaschine
01 bei erzeugtem Gut-Signal auf dem Auslagestapelträger 48 abgelegt.
[0345] Bei erzeugtem Schlecht-Signal wird der mindestens eine Bogen 02 bevorzugt durch die
Bearbeitungsmaschine 01 in die mindestens eine Auslage 1000 geleitet, bevorzugt unter
Aussetzung zumindest einer weiteren Verarbeitung des mindestens einen Bogens 02 durch
das mindestens eine nachfolgende Aggregat 900, bevorzugt durch das Formgebungsaggregat
900. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ wird der mindestens eine Bogen 02 in der
Auslage 1000 bei erzeugtem Schlecht-Signal auf der Ausleitauslage 51 abgelegt. Bevorzugt
zusätzlich oder alternativ wird der mindestens eine Bogen 02 bei erzeugtem Schlecht-Signal
von weiteren Bogen 02 mit erzeugtem Gut-Signal getrennt, beispielsweise durch ein
Ausschleusen mittels der zumindest einen Bogenweiche 49.
[0346] Bevorzugt wird in Abhängigkeit von der Kontrolle der mindestens einen Klebestelle
eine Freigabe oder Ablehnung über eine Verwendung des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 des mindestens einen Formzylinders 616 in der Bearbeitungsmaschine 01 erteilt.
Bevorzugt wird die Freigabe bei erzeugtem Gut-Signal erteilt. Bevorzugt zusätzlich
oder alternativ wird die Ablehnung bei erzeugtem Schlecht-Signal erteilt.
[0347] Bevorzugt wird in Abhängigkeit des Vergleichs des Ist-Zustands der mindestens einen
Klebestelle mit dem Soll-Zustand der mindestens einen Klebestelle die Freigabe oder
Ablehnung über die Verwendung des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 in der Bearbeitungsmaschine
01, insbesondere für einen Bearbeitungsauftrag, erteilt. Bevorzugt zusätzlich oder
alternativ wird in Abhängigkeit des Vergleichs des Ist-Zustands der mindestens einen
Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 mit dem SollZustand der mindestens
einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 die Freigabe oder die Ablehnung
über die Verwendung des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 in der Bearbeitungsmaschine
01 erteilt. Bevorzugt weist das Maß der Freifläche den Grenzwert auf. Weiter bevorzugt
wird bei einem Maß der Freifläche, welches maximal den Grenzwert aufweist, das Gut-Signal
erzeugt. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ wird bei einem Maß der Freifläche, welches
größer als der Grenzwert ist, das Schlecht-Signal erzeugt. Bevorzugt, insbesondere
bei der zweiten Ausführung des Verfahrens, wird in Abhängigkeit des Vergleichs des
Ist-Zustands der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629
mit dem Soll-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 eine Freigabe oder Ablehnung über die Verwendung des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 in der Bearbeitungsmaschine 01, insbesondere für einen Bearbeitungsauftrag, erteilt.
Bevorzugt erteilt die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, vorzugsweise deren
Auswertemittel, und/oder ein vorzugsweise mit der Kontrolleinrichtung 631 datenseitig
verbundenes Auswertemittel und/oder eine Recheneinheit der Bearbeitungsmaschine 01
die Freigabe oder Ablehnung über die Verwendung des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 in der Bearbeitungsmaschine 01.
[0348] Der mindestens eine Monitor stellt bevorzugt das Ergebnis des Vergleichs grafisch
und/oder tabellarisch dar. Bevorzugt ist der mindestens eine Monitor das Ergebnis
des Vergleichs des Ist-Zustands der mindestens einen Klebestelle mit dem Soll-Zustand
der mindestens einen Klebestelle durch die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631,
bevorzugt grafisch und/oder tabellarisch, darstellend ausgebildet und/oder stellt
dieses dar. Bevorzugt, insbesondere bei der zweiten Ausführung des Verfahrens, ist
der mindestens eine Monitor das Ergebnis des Vergleichs des Ist-Zustands mit dem SollZustand
der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 durch die
mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, bevorzugt grafisch und/oder tabellarisch,
darstellend ausgebildet und/oder stellt dieses dar. Bevorzugt weist der mindestens
eine Monitor bei dem mindestens einen Gut-Signal mindestens ein grünes Signal, beispielsweise
eine grün leuchtende Lampe oder LED oder Displayfeld, oder mindestens einen Textbaustein
auf. Beispielsweise weist der mindestens eine Monitor bei dem mindestens einen Schlecht-Signal
mindestens ein Warnsignal, beispielsweise ein rotes Signal, beispielsweise eine rot
leuchtende Lampe oder LED oder Displayfeld, oder mindestens einen Textbaustein auf.
Beispielsweise erfolgt das Warnsignal zusätzlich oder alternativ in Form mindestens
einer Sirene. Beispielsweise weist der mindestens eine Monitor bei einer Freigabe
mindestens ein grünes Signal, beispielsweise eine grün leuchtende Lampe oder LED oder
Displayfeld, oder mindestens einen Textbaustein auf. Beispielsweise weist der mindestens
eine Monitor bei einer Ablehnung mindestens ein Warnsignal, beispielsweise ein rotes
Signal, beispielsweise eine rot leuchtende Lampe oder LED oder Displayfeld, oder mindestens
einen Textbaustein auf. Beispielsweise ist dadurch eine Überprüfung des, vorzugsweise
selbsttätigen, Kontrollsystems durch einen Bediener der Bearbeitungsmaschine 01 möglich.
Beispielsweise kann der Bediener die Freigabe oder Ablehnung manuell beispielsweise
über den mindestens einen Monitor erteilen oder ändern. Beispielsweise kann ein Bediener
die angezeigte Ablehnung, beispielsweise nachdem er einen abgelehnten Zylinderaufzug
nachgearbeitet hat, manuell zu einer Freigabe ändern.
[0349] Bevorzugt wird bei einem Maß der Freifläche, welches maximal den Grenzwert aufweist,
die Freigabe erteilt. Bevorzugt, insbesondere bei der zweiten Ausführung des Verfahrens,
wird eine Freigabe erteilt, wenn die mindestens eine Freifläche, welche in dem SollZustand
der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 enthalten
ist, im Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 enthalten ist, also insbesondere wenn die mindestens eine Freifläche auf dem zumindest
einen Zylinderaufzug 629 angeordnet ist und/oder den Vorgaben entspricht. Weiter bevorzugt
wird eine Freigabe erteilt, wenn der Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des
zumindest einen Zylinderaufzugs 629, insbesondere in Bezug auf die Anordnung, also
Position auf dem Zylinderaufzug 629, und/oder Größe, insbesondere dem Flächeninhalt,
und/oder Form, insbesondere den Umriss, beispielsweise quadratisch oder rund oder
elliptisch, und/oder Höhe des Materials der mindestens einen Freifläche und/oder des
mindestens einen Druckbereichs, um maximal 15% (fünfzehn Prozent), bevorzugt maximal
10% (zehn Prozent), weiter bevorzugt maximal 5% (fünf Prozent), von dem Soll-Zustand
der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629, insbesondere
in Bezug auf die Anordnung und/oder Größe und/oder Form und/oder Höhe des Materials
der mindestens einen Freifläche und/oder des mindestens einen Druckbereichs, abweicht.
Ist beispielsweise eine Freifläche mit einem Flächeninhalt von 10 cm
2 (zehn Quadratzentimeter) im SollZustand der mindestens einen Freifläche des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629 enthalten, wird vorzugsweise für eine Freifläche von lediglich
9,5 cm
2 (neun Komma fünf Quadratzentimeter) oder auch für eine Freifläche von 10,5 cm
2 (zehn Komma fünf Quadratzentimetern) eine Freigabe erteilt.
[0350] Bevorzugt zusätzlich oder alternativ wird bei einem Maß der Freifläche, welches größer
als der Grenzwert ist, die Ablehnung erteilt. Bevorzugt, insbesondere bei der zweiten
Ausführung des Verfahrens, wird eine Ablehnung erteilt, wenn die mindestens eine Freifläche,
welche in dem Soll-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzuges
629 enthalten ist, im Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen
Zylinderaufzugs 629 nicht enthalten ist, also insbesondere nicht auf dem zumindest
einen Zylinderaufzug 629 angeordnet ist. Weiter bevorzugt wird eine Ablehnung erteilt,
wenn der Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629, insbesondere in Bezug auf die Anordnung, also Position auf dem Zylinderaufzug
629, und/oder Größe, insbesondere dem Flächeninhalt, und/oder Form, insbesondere den
Umriss, beispielsweise quadratisch oder rund oder elliptisch, und/oder Höhe des Materials
der mindestens einen Freifläche und/oder des mindestens einen Druckbereichs, um mindestens
5% (fünf Prozent), bevorzugt mindestens 10% (zehn Prozent), weiter bevorzugt mindestens
15% (fünfzehn Prozent), von dem Soll-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629, insbesondere in Bezug auf die Anordnung und/oder Größe
und/oder Form und/oder Höhe des Materials der mindestens einen Freifläche und/oder
des mindestens einen Druckbereichs, abweicht.
[0351] Bevorzugt, insbesondere bei der zweiten Ausführung des Verfahrens, wird erst nach
erteilter Freigabe der zumindest eine Zylinderaufzug 629 in der Bearbeitungsmaschine
01 verwendet. Bei erteilter Freigabe des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 wird
der zumindest eine Zylinderaufzug 629 vorzugsweise auf den mindestens einen Formzylinder
616 des mindestens einen Auftragaggregates 600 der Bearbeitungsmaschine 01 aufgespannt,
insbesondere sobald die mit der Kennzeichnung des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 korrelierende Auftragsbezeichnung zur Bearbeitung des mindestens einen Bogens
02 aufgerufen wird. Zusätzlich oder alternativ wird bei erteilter Freigabe des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629 vorzugsweise der mindestens eine Bogen 02 mittels des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629 bearbeitet, insbesondere mit Druckfluid, vorzugsweise Lack,
entsprechend des mindestens einen Druckbereichs des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 versehen.
[0352] Bevorzugt, insbesondere bei der zweiten Ausführung des Verfahrens, wird bei einer
Ablehnung mindestens ein Warnsignal durch das Kontrollsystem, vorzugsweise die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631, weiter bevorzugt deren Auswertemittel, und/oder das
Auswertemittel und/oder das mit der mindestens einen Kontrolleinrichtung 631 datenseitig
verbundenes Auswertemittel und/oder die Recheneinheit der Bearbeitungsmaschine 01
erzeugt. Beispielsweise wird zumindest ein Prozess der Bearbeitungsmaschine 01, beispielsweise
das Fördern des mindestens einen Bogens 02 und/oder ein Bearbeiten des mindestens
einen Bogens 02, bei einer Ablehnung gestoppt.
[0353] Bevorzugt, insbesondere bei der zweiten Ausführung des Verfahrens, wird bei einer
Ablehnung des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 bevorzugt der zumindest eine Zylinderaufzug
629 nachbearbeitet, beispielsweise durch einen Bediener. Vorzugsweise, insbesondere
bei einer Ablehnung des zumindest einen Zylinderaufzugs 629, wird der zumindest eine
Zylinderaufzug 629 so bearbeitet, dass bei einem weiteren Vergleich des Ist-Zustands
mit dem Sollzustand, insbesondere bei einer weiteren Erfassung durch die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631, eine Freigabe für diesen Zylinderaufzug 629 erteilt
wird. Alternativ wird bei einer Ablehnung des zumindest einen Zylinderaufzugs 629
ein weiterer Zylinderaufzug 629 gefertigt, welcher den zumindest einen Zylinderaufzug
629 ersetzt und/oder bei einer Erfassung durch die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 eine Freigabe erhält. Beispielsweise wird dies so lange wiederholt, bis ein Zylinderaufzug
629 die Freigabe erhält.
[0354] Bevorzugt, insbesondere bei der zweiten Ausführung des Verfahrens, erfasst die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631 den Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629 vor dessen Aufspannen auf den mindestens einen Formzylinder
616 des mindestens einen Auftragaggregates 600 der Bearbeitungsmaschine 01. Dies ermöglicht
eine frühzeitige Fehlererkennung, also Abweichung des Ist-Zustands vom Soll-Zustand,
insbesondere vor dem Beginn der Verwendung des zumindest einen Zylinderaufzugs 629
bei einem Bearbeitungsauftrag. Vorzugsweise wird für jeden einzelnen Zylinderaufzug
629 vor dessen Verwendung in der Bearbeitungsmaschine 01, insbesondere vor dessen
Aufspannen auf dem mindestens einen Formzylinder 616, ein Vergleich des Ist-Zustands
mit dem Soll-Zustand der mindestens einen Freifläche durchgeführt und somit vorzugsweise
eine Freigabe oder Ablehnung erteilt. Vorzugsweise ist dadurch ein schnelles Reagieren
auf mögliche Abweichungen des Ist-Zustandes von dem Soll-Zustand möglich, was beispielsweise
Arbeitsaufwand, Arbeitszeit sowie Produktionskosten reduziert.
[0355] Vorzugsweise ist das Kontrollsystem, insbesondere das Zylinderkontrollsystem, insbesondere
die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, das Verfahren selbsttätig, vorzugsweise
automatisiert, durchführend ausgebildet. Insbesondere beschreibt selbsttätig und/oder
automatisiert eine Handlung eines technischen Elements ohne Eingreifen eines Bedieners
und/oder ohne Betätigung durch einen Bediener. Bevorzugt wird die mindestens eine
Klebestelle selbsttätig kontrolliert. Vorzugsweise wird der Ist-Zustand der mindestens
einen Klebestelle selbsttätig, vorzugsweise automatisiert, erfasst und/oder selbsttätig,
vorzugsweise automatisiert, mit dem Soll-Zustand der mindestens einen Klebestelle
verglichen. Vorzugsweise wird der Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des
zumindest einen Zylinderaufzugs 629 selbsttätig, vorzugsweise automatisiert, erfasst
und/oder selbsttätig, vorzugsweise automatisiert, mit dem SollZustand der mindestens
einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 verglichen. Beispielsweise
geschieht der Vergleich in der Druckvorstufe, also dem Workflow vor dem eigentlichen
Bearbeitungsprozess. Bevorzugt ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, vorzugsweise
deren Auswertemittel, zumindest den Vergleich des erfassten, beispielsweise danach
abgespeicherten, Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 mit dem, bevorzugt hinterlegt und/oder gespeicherten, Soll-Zustand der mindestens
einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 selbsttätig und/oder automatisiert
durchführend ausgebildet. Weiter bevorzugt erfolgt beispielsweise zusätzlich zumindest
die Erfassung des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 selbsttätig, vorzugsweise durch
die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631. Weiter bevorzugt erfolgt beispielsweise
zusätzlich eine Zuordnung einer eindeutigen Kennzeichnung des zumindest einen Zylinderaufzugs
631 zu einer eindeutigen Kennzeichnung des Bearbeitungsauftrages selbsttätig, beispielsweise
durch die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631. Weiter bevorzugt erfolgt beispielsweise
zusätzlich die Freigabe oder Ablehnung des zumindest einen Zylinderaufzugs 631 selbsttätig,
vorzugsweise durch die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, vorzugsweise durch
deren Auswertemittel. Weiter bevorzugt erfolgt beispielsweise zusätzlich das Aufspannen
des zumindest einen Zylinderaufzugs 631 auf den mindestens einen Formzylinder 616
selbsttätig.
[0356] Vorzugsweise unabhängig davon, ob die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 die
mindestens eine Klebestelle auf dem mindestens einen Bogen 02 oder durch Kontrolle
der mindestens einen Freifläche kontrolliert, führt die mindestens eine Kontrolleinrichtung
eine Inline-Erfassung oder eine Online-Erfassung durch.
[0357] Bevorzugt ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 innerhalb eines Aggregates
100; 300; 600; 700; 900; 1000 der Bearbeitungsmaschine 01 angeordnet und/oder führt
eine Inline-Erfassung durch. Vorzugsweise alternativ ist die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 außerhalb eines Aggregates 100; 300; 600; 700; 900; 1000 der Bearbeitungsmaschine
01 angeordnet und/oder führt eine Online-Erfassung durch. Insbesondere erfasst die
mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 den Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche
des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 außerhalb eines Aggregates 100; 300; 600;
700; 900; 1000 der Bearbeitungsmaschine 01 und/oder führt eine Online-Erfassung durch.
Vorzugsweise führt die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 die Inline-Erfassung
bei einer Anordnung innerhalb eines Aggregates 100; 300; 600; 700; 900; 1000 der Bearbeitungsmaschine
01 durch. Vorzugsweise führt die mindestens eine Kontrolleinrichtung die Online-Erfassung
bei einer Anordnung außerhalb eines Aggregates 100; 300; 600; 700; 900; 1000 der Bearbeitungsmaschine
01 durch.
[0358] Bevorzugt, insbesondere im Falle der Inline-Erfassung, erfasst die mindestens eine
Kontrolleinrichtung 631 den mindestens einen Bogen 02, vorzugsweise die mindestens
eine Klebestelle, innerhalb der Bearbeitungsmaschine 01, vorzugsweise während der
mindestens eine Bogen 02 die Bearbeitungsmaschine 01 durchläuft. Beispielsweise erfasst
mindestens eine Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 der Bearbeitungsmaschine 01,
beispielsweise das Druckbildkontrollsystem 726 und/oder das Passerkontrollsystem 728
und/oder das Stanzkontrollsystem 916, insbesondere wenn diese Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 bevorzugt zusätzlich oder alternativ zu deren weiteren Funktionen als
die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 ausgebildet ist, zumindest die mindestens
eine Klebestelle. Vorzugsweise werden alle Klebestellen des mindestens einen Bogens
02 erfasst. Vorzugsweise ist dadurch keine Kontrolle des Bogens 02 nach dessen Bearbeitung
in der Bearbeitungsmaschine 01 notwendig. Vorzugsweise werden mindestens zwei Kontrollen
des mindestens einen Bogens 02, beispielsweise die Kontrolle der mindestens einen
Klebestelle und die Kontrolle des mindestens einen Druckbildes, mit einer Inspektionseinrichtung
726; 728; 916 durchgeführt.
[0359] Beispielsweise alternativ, insbesondere im Falle der Inline-Erfassung, erfasst die
mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 den Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche
des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 vorzugsweise innerhalb der Bearbeitungsmaschine
01. Bevorzugt, insbesondere im Falle der Inline-Erfassung, erfasst die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631 den zumindest einen Zylinderaufzug 629 vorzugsweise innerhalb
der Bearbeitungsmaschine 01. Dies reduziert beispielsweise auf vorteilhafte Weise
die Rüstzeit der Bearbeitungsmaschine 01, da die Kontrolle parallel zu weiteren durchzuführenden
Prozessen der Bearbeitungsmaschine 01, wie dem Einstellen der Register beispielsweise
weiterer Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000, durchgeführt wird. Zudem ist diese
Ausführung vorteilhafterweise platzsparend. Beispielsweise erfasst die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631 den Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629 bei dessen Zuführung zu dem mindestens einen Auftragaggregat
600, insbesondere der Zuführung zu dem mindestens einen Aufzugsspeicher 628. Beispielsweise
alternativ oder zusätzlich erfasst die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 den
Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629,
während dieser in dem mindestens einen Auftragaggregat 600, beispielsweise dem mindestens
einen Aufzugsspeicher 628 oder an dem mindestens einen Formzylinder 616, angeordnet
ist.
[0360] Bevorzugt, insbesondere im Falle der Online-Erfassung, erfasst die mindestens eine
Kontrolleinrichtung 631 die mindestens eine Klebestelle des mindestens einen Bogens
02 außerhalb der Bearbeitungsmaschine 01, beispielsweise an dem mindestens einen Leitstand.
[0361] Bevorzugt alternativ, insbesondere im Falle der Online-Erfassung, erfasst die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631 den Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest
einen Zylinderaufzugs 629 während oder nach der Herstellung des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 und/oder während der zumindest eine Zylinderaufzug 629 oder der mindestens eine
Bogen 02 in einem Leitstand der Bearbeitungsmaschine 01 angeordnet ist. Der Ist-Zustand
der mindestens einen Freifläche wird bevorzugt während des Herstellungsprozesses des
zumindest einen Zylinderaufzuges 629 und/oder an der Herstellungsstation des zumindest
einen Zylinderaufzuges 629 und/oder nach der Herstellung des zumindest einen Zylinderaufzuges
629 an der Herstellungsstation erfasst. Bevorzugt wird von dem erfassten Ist-Zustand
der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 auf die mindestens
eine Klebestelle, bevorzugt deren Ist-Zustand, rückgeschlossen, insbesondere dass
die mindestens eine Klebestelle zumindest teilweise frei von aufgetragenem Lack ausgebildet
ist. Weiter bevorzugt wird von dem erfassten Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche
des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 auf die mindestens eine Klebestelle rückgeschlossen,
insbesondere ob diese zumindest teilweise lackfrei ausgebildet ist. Vorzugsweise erfasst
die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 den Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche
des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 an dem mindestens einen Leitstand der Bearbeitungsmaschine
01. Bevorzugt zusätzlich oder alternativ erfasst die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 den Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs
629 an der mindestens einen Herstellungsstation zur Herstellung des zumindest einen
Zylinderaufzugs 629.
[0362] Wird der Ist-Zustand der Freifläche an der Herstellungsstation erfasst und/oder an
der Herstellungsstation mit dem Soll-Zustand verglichen, so wird bevorzugt die mittels
des Kontrollsystems, bevorzugt mittels der Kontrolleinrichtung 631, erzeugte Freigabe
oder Ablehnung, vorzugsweise zusammen mit weiteren Auftragsdaten des jeweiligen Druckauftrags,
an die Bearbeitungsmaschine 01, vorzugsweise den Leitstand der Bearbeitungsmaschine
01 und/oder die Steuereinheit der Bearbeitungsmaschine 01, übertragen, beispielsweise
mittels Kabel oder kabellos. Vorzugsweise zeigt der mindestens eine Leitstand die
erhaltenen Auftragsdaten und/oder die Freigabe oder Ablehnung des Zylinderaufzugs
629 auf mindestens einem Monitor an. Sollte keine Information bezüglich der Freigabe
oder Ablehnung des Zylinderaufzugs 629 an den Leitstand übertragen worden sein und/oder
eine Ablehnung angezeigt werden, so führt der Bediener vorzugsweise manuell eine Kontrolle
durch und/oder bearbeitet den Zylinderaufzug 629 nach und/oder ersetzt den Zylinderaufzug
629 durch einen weiteren Zylinderaufzug 629.
[0363] Weiter bevorzugt, insbesondere im Falle der Online-Erfassung, erfolgt die Kontrolle
des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 während und/oder nach dessen Herstellungsprozesses.
Dies unterstützt vorteilhafterweise die frühzeitige Fehlererkennung. Vorteilhafterweise
entfällt dadurch die Kontrolle innerhalb der Bearbeitungsmaschine 01 und/oder innerhalb
des mindestens einen Auftragaggregates 600. Dies verkürzt vorzugsweise die Rüstzeit
der Bearbeitungsmaschine 01 beispielsweise bei einem Wechsel des Bearbeitungsauftrags.
[0364] In Fig.13 ist die Kontrolle eines Zylinderaufzugs 629 schematisch dargestellt. In
einem ersten Schritt I wird vorzugsweise der Soll-Zustand der mindestens einen Freifläche
des zumindest einen Zylinderaufzugs 629, vorzugsweise anhand mindestens einer hinterlegten
Referenz, beispielsweise anhand einer hinterlegten Stanzform, entsprechend des vorliegenden
Bearbeitungsauftrags festgelegt und/oder geladen. In einem zweiten Schritt II wird
vorzugsweise der Ist-Zustand der mindestens einen Freifläche, beispielsweise des gesamten
Zylinderaufzugs 629, des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 durch die mindestens
eine Kontrolleinrichtung 631 erfasst und/oder kontrolliert. Der Ist-Zustand der mindestens
einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 wird vorzugsweise mit dem
Soll-Zustand der mindestens einen Freifläche des zumindest einen Zylinderaufzugs 629
in einem dritten Schritt III verglichen, bevorzugt durch das Kontrollsystem, weiter
bevorzugt durch die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631, weiter bevorzugt durch
das mindestens eine Auswertemittel der mindestens einen Kontrolleinrichtung 631. In
Abhängigkeit des Vergleichs wird in einem vierten Schritt IV vorzugsweise entweder
die Freigabe oder die Ablehnung des zumindest einen Zylinderaufzugs 629 erteilt. Die
Freigabe oder Ablehnung wird, vorzugsweise zusammen mit weiteren Auftragsdaten des
jeweiligen Druckauftrags, an die Bearbeitungsmaschine 01, vorzugsweise den Leitstand
der Bearbeitungsmaschine 01 und/oder die Steuereinheit der Bearbeitungsmaschine 01,
übertragen, beispielsweise mittels Kabel oder kabellos.
[0365] Wird eine Freigabe für diesen Zylinderaufzug 629 erteilt, so wird in einem fünften
Schritt V vorzugsweise der zumindest eine Zylinderaufzug 629 in die Bearbeitungsmaschine
01 eingesetzt, also auf den mindestens einen Formzylinder 616 aufgespannt, und/oder
der Bearbeitungsauftrag in der Bearbeitungsmaschine 01 gestartet und durchgeführt.
Wird eine Ablehnung für diesen Zylinderaufzug 629 erteilt, so wird in einem sechsten
Schritt VI vorzugsweise der zumindest eine Zylinderaufzug 629 beispielsweise durch
einen Bediener nachbearbeitet oder ein weiterer Zylinderaufzug 629 gefertigt.
[0366] Vorzugsweise weist die Bearbeitungsmaschine 01 die mindestens eine Kontrolleinrichtung
631 und/oder die mindestens eine Inspektionseinrichtung 726; 728; 916 und/oder den
mindestens einen Bogensensor 164; 622; 722; 922 auf. Insbesondere ist dadurch eine
Entlastung eines Bedieners der Bearbeitungsmaschine 01 möglich. Auf vorteilhafte Weise
wird eine Digitalisierung der Bearbeitungsmaschine 01 erzielt, da die Kontrollen verschiedener
Bestandteile der Bearbeitungsmaschine 01 vorzugsweise selbsttätig von der Bearbeitungsmaschine
01 und/oder dem Kontrollsystem durchgeführt werden und/oder durchführbar sind. Dies
ist weiterhin mit einem Zeitersparnis verbunden, da aufwendige Inspektionen der Bestandteile
der Bearbeitungsmaschine 01 und/oder des mindestens einen Bogens 02 durch einen Bediener
beispielsweise am Leitstand reduziert werden.
[0367] In einem Bearbeitungsschritt des mindestens einen Bogens 02, welcher nach der Kontrolle
durch die mindestens eine Kontrolleinrichtung 631 stattfindet, wird die mindestens
eine Klebestelle vorzugsweise zumindest teilweise mit Kleber benetzt. Die Kontrolle,
bevorzugt die Kontrolle der mindestens einen Klebestelle, erfolgt bevorzugt vor einem
Bearbeitungsschritt, in welchem die mindestens eine Klebestelle zumindest teilweise
mit Kleber benetzt wird und/oder die Kontrolle erfolgt vorzugsweise vor einer Bearbeitung
des Bogens 02 in der Klebeeinrichtung mit mindestens einer Walze und/oder Düse zum
Klebstoffauftrag. Vorzugsweise wird der mindestens eine Nutzen 1101, welcher die mindestens
eine mit Kleber benetzte Klebestelle aufweist, in einem nachfolgenden Bearbeitungsschritt
durch Kontakt der mindestens einen Klebestelle mit mindestens einem weiteren Bereich
des mindestens einen Nutzens 1101, beispielsweise einer Seitenkante und/oder einer
Lasche, verklebt. Vorzugsweise wird der mindestens eine Nutzen 1101, insbesondere
jeder Nutzen 1101 der mindestens zwei Nutzen 1101, welcher vorzugsweise die mindestens
eine mit Kleber benetzte Klebestelle aufweist, in einem nachfolgenden Bearbeitungsschritt
gefaltet, vorzugsweise zu zumindest einer Faltschachtel. Beispielsweise erfolgt das
Verkleben in dem selben Bearbeitungsschritt wie das Falten. Die Kontrolle, bevorzugt
die Kontrolle der mindestens einen Klebestelle, erfolgt bevorzugt vor einem Bearbeitungsschritt,
in welchem der mindestens eine Nutzen 1101 der mindestens zwei Nutzen des mindestens
einen Bogens 02, bevorzugt jeder Nutzen 1101, zu einer Faltschachtel gefaltet wird
und/oder die Kontrolle erfolgt vorzugsweise vor einer Bearbeitung des Bogens 02 in
der Falteinrichtung mit mindestens einem als Rolle und/oder mindestens eine Kante
und/oder mindestens eine Schiene und/oder mindestens eine Falzwalze und/oder mindestens
einen Falztrichter ausgebildeten Falzwerkzeug.
Bezugszeichenliste
[0368]
- 01
- Bearbeitungsmaschine, Druckmaschine, Formgebungsmaschine, Stanzmaschine, Flexo-Druckmaschine,
Bogenbearbeitungsmaschine, Bogendruckmaschine, Bogenformgebungsmaschine, Bogenstanzmaschine,
Wellpappbogenbearbeitungsmaschine, Wellpappbogendruckmaschine
- 02
- Substrat, Bogen, Bedruckstoff, Wellpappe, Wellpappbogen
- 03
- Kante, vordere, Vorderkante (02)
- 04
- Kante, hintere, Hinterkante (02)
- 05
- -
- 06
- Referenzposition, erste (erstes Auftragwerk 614)
- 07
- Referenzposition, erste (zweites Auftragwerk 614)
- 08
- Referenzposition, erste (drittes Auftragwerk 614)
- 09
- Referenzposition, erste (viertes Auftragwerk 614)
- 10
- -
- 11
- Referenzposition, zweite (erstes Auftragwerk 614)
- 12
- Referenzposition, zweite (zweites Auftragwerk 614)
- 13
- Referenzposition, zweite (drittes Auftragwerk 614)
- 14
- Referenzposition, zweite (viertes Auftragwerk 614)
- 15
- -
- 16
- Registermarke, erste (erstes Auftragwerk 614)
- 17
- Registermarke, erste (zweites Auftragwerk 614)
- 18
- Registermarke, erste (drittes Auftragwerk 614)
- 19
- Registermarke, erste (viertes Auftragwerk 614)
- 20
- -
- 21
- Registermarke, zweite (erstes Auftragwerk 614)
- 22
- Registermarke, zweite (zweites Auftragwerk 614)
- 23
- Registermarke, zweite (drittes Auftragwerk 614)
- 24
- Registermarke, zweite (viertes Auftragwerk 614)
- 48
- Auslagestapelträger
- 49
- Bogenweiche
- 50
- -
- 51
- Ausleitauslage
- 100
- Aggregat, Modul, Substratzufuhreinrichtung, Substratzufuhraggregat, Substratzufuhrmodul,
Bogenanleger, Bogenanlegeraggregat, Bogenanlegermodul
- 104
- Anlegerstapel
- 119
- Transportmittel, Saugtransportmittel, Beschleunigungsmittel, unteres, sekundäres
- 136
- Transportmittel, Saugtransportmittel, Beschleunigungsmittel, unteres
- 137
- Vorderanschlag
- 164
- Bogensensor, Bogenstartsensor
- 165
- -
- 166
- Speicherbereich
- 167
- Kontrollabschnitt
- 168
- Anfangsstelle
- 169
- Endstelle
- 170
- -
- 171
- Sensorelement, Sender
- 172
- Sensorelement, Empfänger
- 300
- Aggregat, Modul, Anlageeinrichtung, Anlageaggregat, Anlagemodul
- 506
- Trocknungsvorrichtung
- 600
- Aggregat, Auftragaggregat, Modul, Auftragmodul, Druckaggregat, Druckmodul, Flexo-Auftragaggregat,
Flexo-Druckaggregat, Flexo-Auftragmodul, Flexo-Druckmodul, Lackieraggregat
- 614
- Auftragwerk, Druckwerk, Lackwerk
- 615
- -
- 616
- Formzylinder, Plattenzylinder
- 617
- Gegendruckzylinder
- 618
- Rasterwalze
- 619
- Farbkasten
- 620
- -
- 621
- Bearbeitungsstelle, Druckspalt
- 622
- Bogensensor, Bogenlaufsensor
- 623
- Sensorelement, Sender
- 624
- Sensorelement, Empfänger
- 625
- -
- 626
- Halterung (616)
- 627
- Halterung (617)
- 628
- Aufzugsspeicher, Plattenkassette
- 629
- Zylinderaufzug, Druckform, Druckplatte, Lackplatte, Lacktuch
- 630
- -
- 631
- Kontrolleinrichtung
- 700
- Aggregat, Modul, Transportaggregat, Transporteinrichtung, Transportmodul, Transportmittel,
Saugtransportmittel, oberes
- 722
- Bogensensor, Bogenkontrollsensor
- 723
- Sensorelement, Sender
- 724
- Sensorelement, Empfänger
- 725
- -
- 726
- Inspektionseinrichtung, Druckbildkontrollsystem
- 727
- Beleuchtung
- 728
- Inspektionseinrichtung, Passerkontrollsystem, Farbregisterkontrollsystem
- 900
- Aggregat, Modul, Formgebungseinrichtung, Formgebungsaggregat, Stanzaggregat, Formgebungsmodul,
Stanzmodul, Stanzeinrichtung, Rotationsstanzeinrichtung
- 901
- Formzylinder, Stanzformzylinder
- 902
- Gegendruckzylinder
- 903
- Separationseinrichtung, Separationsaggregat, Separationsmodul, Rütteleinrichtung
- 904
- Transportmittel, Separationstransportmittel
- 905
- -
- 906
- Transportmittel, Saugtransportmittel, Selektivtransportmittel, oberes
- 909
- Bearbeitungsstelle, Formgebungsstelle, Stanzstelle
- 914
- Formgebungswerk, Stanzwerk
- 915
- -
- 916
- Inspektionseinrichtung, Stanzkontrollsystem
- 922
- Bogensensor, Bogenlaufsensor
- 923
- Sensorelement, Sender
- 924
- Sensorelement, Empfänger
- 1000
- Aggregat, Modul, Substratabgabeeinrichtung, Auslage, Bogenauslage, Auslageaggregat,
Auslagemodul
- 1101
- Nutzen
- 1102
- Bogenöffnung, Bogenlücke
- 1103
- Stanzeindruck
- A
- Richtung, Querrichtung, horizontal
- T
- Richtung, Transportrichtung
- V
- Richtung, vertikal
- X
- Richtung
- Y
- Richtung
- ax
- Abstand in Richtung X
- ay
- Abstand in Richtung Y
- w
- Winkel, Verschiebungswinkel
- I1
- Referenzlänge
- I2
- Drucklänge
- I
- Schritt, erster
- II
- Schritt, zweiter
- III
- Schritt, dritter
- IV
- Schritt, vierter
- V
- Schritt, fünfter
- VI
- Schritt, sechster