[0001] Die Erfindung betrifft eine Personentransportanlage mit einem Transportband, insbesondere
mit der Möglichkeit zur Montage einer Schutzvorrichtung im Bereich des Handlaufendbogens.
[0002] Personentransportanlagen in Form von Fahrtreppen und Fahrsteigen, umgangssprachlich
auch bekannt als Rolltreppen, Rollsteige oder Laufbänder, sind weit verbreitet. Um
dem Fahrgast während der Fahrt eine Festhaltemöglichkeit zu bieten, sind diese in
der Regel mit bewegten Handläufen ausgestattet.
[0003] An Handlauf-Endbögen, vor allem an demjenigen Ende, an dem sich der Handlauf aus
der Handlauf-Einlaufkappe herausbewegt, kann es zu Unfällen kommen, weil sich der
Handlauf in diesem Bereich auf einer bogenförmigen Bahn bewegt, dessen Richtung nicht
der des Transportbands entspricht. Durch die Anordnung einer Schutzvorrichtung ist
zumindest ein teilweiser Schutz vor solchen Unfällen möglich. Solche Schutzvorrichtungen
mit bogenförmigen, festen Gehäusen (nachfolgend Schutzbogen oder Schutzvorrichtung
genannt) sind bereits seit Jahren bekannt, jedoch wurden diese einfach an der Balustrade
montiert, ungeachtet der Laufrichtung des Handlaufs. Da dies zu schweren Unfällen
mit den Händen geführt hat, wenn die Hand des Fahrgasts bei einlaufendem Handlauf
eingeklemmt wurde, darf eine solche Schutzvorrichtung nur noch fahrtrichtungsgebunden
eingesetzt werden. Das heißt, dass der sich bewegende Handlaufriemen nur aus der Endöffnung
austreten bzw. auslaufen darf, niemals aber in die Endöffnung der Schutzvorrichtung
eintreten bzw. einlaufen darf. Dieses Problem hat man dadurch gelöst, dass durch einen
Eingriff in die Steuerung nur noch der Betrieb in eine Fahrtrichtung möglich ist.
[0004] Es kann nun aber sein, dass nach einiger Zeit die Personentransportanlage in der
anderen Fahrtrichtung betrieben werden soll. Dann müssen die Schutzbögen am anderen
Ende montiert werden, was je nach Konstruktion einen erheblichen Aufwand bedeutet.
Zudem muss in der Steuerung die Fahrtrichtungsblockierung umgestellt werden, was einen
zusätzlichen Zeitaufwand mit sich bringt. Dies führt bei einer solchen vergleichsweise
einfachen Änderung zu erheblichen Ausfallzeiten der Personentransportanlage und muss
zudem von hoch qualifiziertem Personal durchgeführt werden.
[0005] Um dieses Problem zu lösen, schlägt die
JP2010159156A eine Schutzvorrichtung mit motorisierten Faltenbälgen vor. Diese werden je nach Fahrtrichtung
aus- oder eingefahren. Eine solche Lösung ist jedoch nur dann von Vorteil, wenn ein
sehr häufiger, planmäßiger Richtungswechsel die hohe Komplexität des genannten Systems
rechtfertigt.
[0006] Die
JPH0853281 offenbart eine Fahrtreppe mit einer Schutzvorrichtung.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Personentransportanlage und ein Verfahren
zum Betrieb einer Personentransportanlage bereitzustellen, die für die Installation
von Schutzvorrichtungen geeignet ist. Gleichzeitig soll bei der verbesserten Personentransportanlage
das Entstehen von Gefahrensituationen verhindert werden.
[0008] Die vorliegende Erfindung, insbesondere die in Anspruch 1 beschriebene Personentransportanlage
und das in Anspruch 15 beschriebene Verfahren, lösen dieses Problem. Die genannten
Ausführungsformen erleichtern den Wechsel der Fahrtrichtung einer Personentransportanlage
bei gleichzeitigem Erhalt der günstigen Eigenschaften, die durch das Vorhandensein
einer Schutzvorrichtung erreicht werden, ohne jedoch die Komplexität und damit die
Kosten der Personentransportanlage maßgeblich zu steigern.
[0009] Ein Aspekt der Erfindung betrifft eine Personentransportanlage mit einem Transportband,
welche zumindest eine im Wesentlichen parallel zu dem Transportband verlaufende Balustrade
mit einem ersten Ende und einem zweiten Ende, sowie ein entlang der Balustrade zwischen
dem ersten und zweiten Ende der Balustrade umlaufend geführter Handlauf umfasst, wobei
sich am ersten Ende sowie am zweiten Ende zumindest ein Handlauf-Endbogen befindet.
Weiterhin umfasst die Personentransportanlage eine Befestigungsvorrichtung für das
Montieren einer Schutzvorrichtung, wobei sich die Befestigungsvorrichtung für die
Schutzvorrichtung im Bereich des Handlauf-Endbogens befindet. Zudem weist die Personentransportanlage
zumindest einen Sensor zur Erkennung des Vorhandenseins einer Schutzvorrichtung auf.
Ferner umfasst die Personentransportanlage eine mit dem zumindest einen Sensor verbundene
Steuereinheit zur Steuerung der Fahrtrichtung des Transportbandes und des Handlaufs,
die dazu eingerichtet ist, die Personentransportanlage in unterschiedlichen Fahrtrichtungen
zu betreiben, wobei die Steuereinheit in Abhängigkeit des Sensorsignals den Betrieb
der Personentransportanlage in eine Fahrtrichtung sperrt, derart, dass bei dem Vorhandensein
zumindest einer Schutzvorrichtung im Bereich des Handumlaufbogens diejenige Fahrtrichtung
gesperrt wird, bei welcher der Handlauf in die Schutzvorrichtung einläuft.
[0010] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer bidirektionalen
Personentransportanlage. Das Verfahren umfasst das Bestimmen des Vorhandenseins einer
Schutzvorrichtung durch ein dazu eingerichtetes Sensorsystem, sowie, basierend auf
der Bestimmung des Vorhandenseins der Schutzvorrichtung, das Verhindern des Betriebs
der Personentransportanlage in einer Sperr-Fahrtrichtung, wobei die Sperr-Fahrtrichtung
durch das Einlaufen des Handlaufs in die Schutzvorrichtung definiert ist.
[0011] In einer Ausführung umfasst ein Aspekt der Erfindung eine Personentransportanlage
mit einem Transportband. Die Personentransportanlage kann als Fahrtreppe mit einem
Stufenband als Transportband, oder in Form eines Fahrsteigs mit einem Palettenband
als Transportband gestaltet sein, wobei der Begriff «Personentransportanlage» so zu
verstehen ist, dass die Personentransportanlage zum Transport von Personen vorgesehen
ist, jedoch grundsätzlich auch Waren und Güter, wie z.B. Koffer, Einkaufswagen, etc.
transportiert werden können. Die Personentransportanlage dient vorrangig dazu, einem
Fahrgast das Zurücklegen einer Wegstrecke zu erleichtern, wobei sich die Wegstrecke
im Fall eines Fahrsteigs typischerweise überwiegend horizontal oder mit einer Steigung
von bis zu ca. 12,5° erstreckt und im Fall einer Fahrtreppe in der Regel eine Steigung
von ca. 20-60° aufweist und beispielsweise dazu eingerichtet ist, den Weg zwischen
zwei Stockwerken zu überspannen. Dazu bewegt sich das Transportband typischerweise
derart, dass dem Fahrgast eine Fahrt mit einer bestimmten, konstanten Geschwindigkeit
in eine während der Fahrt gleichbleibenden Richtung ermöglicht wird. Die Personentransportanlage
ist typischerweise überwiegend geradlinig ausgeführt, kann aber auch geneigt und gekurvt
sein. Die Personentransportanlage kann ein erstes Ende und ein zweites Ende umfassen,
wobei im Betrieb typischerweise eines der Enden als Einstiegsende und ein zweites
Ende als Ausstiegsende dient.
[0012] In einem Ausführungsbeispiel umfasst die Personentransportanlage zumindest eine Balustrade,
typischerweise zwei Balustraden. Die Balustrade verläuft parallel zur Fahrtrichtung
des Transportbands und hat ein erstes Ende und ein zweites Ende, wobei das erste Ende
und das zweite Ende als diejenigen Enden zu verstehen sind, zwischen denen sich die
Balustrade in Fahrtrichtung erstreckt, und wobei das erste bzw. das zweite Ende dem
Einstiegs- bzw. Ausstiegsende der Personentransportanlage entsprechen können. Die
Balustrade dient in der Regel dazu, die Personentransportanlage nach außen hin abzugrenzen
und dadurch den Fahrgast vor dem unbeabsichtigten Verlassen des Transportbands in
seitlicher Richtung zu schützen. Des Weiteren kann die Balustrade dazu dienen, Anzeige-
und Steuerelemente zu beherbergen, sowie einen Handlauf zu führen. Die Balustrade
kann aus einer Vielzahl von geeigneten Materialien und Verbundstoffen gefertigt sein.
[0013] In einem Ausführungsbeispiel umfasst die Personentransportanlage einen oder mehrere
Handläufe, wobei jeder Handlauf entlang einer Balustrade geführt wird. Der Handlauf
kann aus einem flexiblen Material, z.B. einem Gummi-Textilband gefertigt sein, das
auf der Balustrade so gelagert ist, dass es in Folge der Wirkung einer Antriebskraft
entlang der Balustrade bewegt wird. Der Handlauf kann sich mit der überwiegend gleichen
Geschwindigkeit und in dieselbe Richtung bewegen wie das Transportband, sodass es
einem Fahrgast ermöglicht wird, sich während der Fahrt am Handlauf abzustützen oder
festzuhalten.
[0014] Der Handlauf ist in einem Ausführungsbeispiel umlaufend ausgeführt, beispielsweise
in Form einer (Endlos-)Schleife oder eines Riemens. Der Handlauf wird in der genannten
Ausführungsform an jedem Ende der Balustrade über einen Handlauf-Endbogen geführt,
sodass der Handlauf in einem dafür eingerichteten Bereich, z.B. entlang der Unterseite
der Balustrade in einem für den Fahrgast nicht zugänglichen Bereich, zurücklaufen
kann. Dieser nicht zugängliche Bereich wird üblicherweise als Balustradensockel bezeichnet.
Der Handlauf-Endbogen kann dazu beispielsweise bogenförmig in Form eines Halbkreises
oder vorzugsweise einer Form, die einem Kegelschnitt entspricht, gestaltet sein. Der
Handumlaufbogen kann im Endbereich der Balustrade ausgeführt sein, wobei der Durchmesser
des Handlauf-Endbogens in etwa der Balustradenhöhe entspricht, wodurch der Handlauf-Endbogen
eine Umlenkung zum Zweck der Rückführung des Handlauf-Bandes bewirkt. Im Bereich des
Handlauf-Endbogens kann sich eine Handlauf-Einlaufkappe befinden, in die der Handlauf
zum Rücklauf eingeführt wird. Die Handlauf-Einlaufkappe kann auch dazu eingerichtet
sein, den Handlauf auslaufen zu lassen, z.B. wenn die Richtung des Handlaufs umgekehrt
wird. Typischerweise umfasst eine Balustrade zwei Handlauf-Einlaufkappen, also eine
Handlauf-Einlaufkappe an jedem Ende der Balustrade, wobei der Handlauf in die erste
Handlauf-Einlaufkappe einläuft und aus der zweiten Handlauf-Einlaufkappe ausläuft.
[0015] In einer weiteren Ausführungsform umfasst ein Aspekt der Personentransportanlage
eine Vorrichtung zur Befestigung einer Schutzvorrichtung im Bereich eines Handlauf-Endbogens.
Die Befestigungsvorrichtung kann dazu eingerichtet sein, eine Schutzvorrichtung im
gesamten Bereich des Handlauf-Endbogens zu befestigen. Die Befestigungsvorrichtung
kann dazu eingerichtet sein, vorrangig die Befestigung in einem Teilbereich des Handlauf-Endbogens
zu ermöglichen, beispielsweise in einem Kreisausschnitt des z.B. halbkreisförmigen
Handlauf-Endbogens, der ab der Handlauf-Einlaufkappe einen Winkelbereich von 0 bis
maximal 90°, insbesondere bis maximal 120° oder insbesondere bis maximal 180° des
Handlauf-Endbogens umspannt. Zusätzlich zur Befestigung im Bereich des Handlauf-Endbogens
kann die Befestigungsvorrichtung auch dazu eingerichtet sein, eine Schutzvorrichtung
in einem Bereich zu befestigen, der über den Bereich des Handlauf-Endbogens hinausragt,
beispielsweise in den direkt auf den Handlauf-Endbogen folgenden Bereich des Handlaufs
mit einer Länge von z.B. 0 - 10 cm, aber mit einer Länge von 0 - 20 cm oder 0 - 30
cm.
[0016] In einer günstigen Ausführungsform umfasst die Befestigungsvorrichtung Teilelemente
der Balustrade, beispielsweise Bohrungen oder Löchern in der Balustrade, die zur Montage
einer Schutzvorrichtung vorgesehen sind. Weitere zusätzliche Montageelemente können
Teil der Befestigungsvorrichtung sein, wie z.B. Hülsen oder Bolzen, die zur Installation
der Schutzvorrichtung innerhalb der Bohrungen in der Balustrade montiert werden. Teile
der Befestigungsvorrichtung können Bestandteil der Schutzvorrichtung selbst sein,
wie z.B. Stangen oder Bleche, die ein Gestänge bilden, welches den Schutzbogen mit
den Hülsen in der Balustrade verbinden.
[0017] Die Befestigungsvorrichtung kann so gestaltet sein, dass im Fall der Nicht-Befestigung
einer Schutzvorrichtung weitere Montageelemente vorgesehen sind, um sicherheitstechnischen
oder ästhetischen Anforderungen zu genügen. Beispielsweise können bei Bohrungen in
der Balustrade beim Fehlen einer Schutzvorrichtung Blindhülsen oder dergleichen zum
Verschließen der Bohrlöcher eingesetzt werden. Auch andere Bestandteile der Personentransportanlage
können Teil der Befestigungsvorrichtung sein oder diese umfassen.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Personentransportanlage einen oder
mehrere Sensoren zur Erkennung des Vorhandenseins einer Schutzvorrichtung, insbesondere
zur Erkennung der zweckmäßigen Befestigung der Schutzvorrichtung im Bereich des Handlauf-Endbogens.
In einem günstigen Beispiel kann der Sensor im Bereich der Handlauf-Einlaufkappe angeordnet
sein, jedoch sind weitere geeignete Positionen denkbar, auch solche, die nicht in
unmittelbarer Nähe zur Schutzvorrichtung liegen. In einer vorteilhaften Ausführungsform
kann an jedem Handlauf-Endbogen ein Sensor angebracht sein, sodass in einer typischen
Personentransportanlage mit zwei Balustraden, zwei Handläufen und vier Handlauf-Endbögen
insgesamt zumindest vier Sensoren vorhanden sind. Als Sensor ist in diesem Zusammenhang
jede Einrichtung zu verstehen, die das Vorhandensein der Schutzvorrichtung zuverlässig
erkennt und darauf basierend ein Signal zur Verfügung stellt; ein Sensor kann sich
somit auch aus mehreren Sensorelementen zusammensetzen, es muss sich also nicht um
ein einzelnes Bauteil oder eine gesonderte Bauteilgruppe handeln. Somit kann ein Sensor
im Sinne der vorliegenden Erfindung ein einfacher Steckkontakt, ein mechanischer Schalter,
und dergleichen mehr bis hin zu einer Überwachungskamera mit einer Bildauswerteeinheit
reichen.
[0019] Zum Zweck der verbesserten Erkennung kann die Schutzvorrichtung so ausgestaltet sein,
dass sie gezielt vom Sensor erkannt wird. Beispielsweise kann die Schutzvorrichtung
ein Wechselwirkungselement umfassen, dessen Vorhandensein von einem dafür geeigneten
Sensor erkannt wird. Beispielsweise kann es sich bei dem Wechselwirkungselement um
einen Magneten und bei dem Sensor um einen Magnetsensor, z.B. einen Hall-Sensor oder
einen Reed-Schalter, handeln. Zahlreiche weitere Kombinationen aus Wechselwirkungselement
und Sensor sind denkbar, beispielsweise Kombinationen aus Obstruktionselementen und
Lichtschranken, aus RFID-Tag und zugehörigem Lesegerät, aus elektrischem Kontakt eines
Schaltkreises und einer Schnittstelle.
[0020] Berührungslose Wechselwirkungselemente und Sensoren, wie z.B. der beschriebene Magnetsensor,
sind besonders vorteilhaft, da die Handlauf-Einlaufkappe bei demontierter Schutzvorrichtung
keine Schnittstelle aufweist, welche ein Ziel von Vandalenakten sein kann.
[0021] In einem weiteren Ausführungsbeispiel umfasst die Personentransportanlage eine Steuereinheit
zur Steuerung der Fahrtrichtung des Transportbandes und des Handlaufs, wobei unter
der Fahrtrichtung des Transportbandes und des Handlaufs in der Regel auch die Fahrtrichtung
der Personentransportanlage im Allgemeinen zu verstehen ist. Das Transportband bewegt
sich typischerweise in dieselbe Richtung wie der Handlauf.
[0022] Die Steuereinheit ist mit zumindest einem Sensor zur Erkennung der Schutzvorrichtung
verbunden, vorzugsweise ist die Steuereinheit jedoch mit einer Mehrzahl von Sensoren
und insbesondere jedem der Sensoren verbunden, sodass in einem typischen Beispiel
vier Sensorsignale zur Verfügung stehen, deren Ausgabewerte vom Vorhandensein einer
Schutzvorrichtung an jedem der vier Handlauf-Endbögen abhängig sind.
[0023] Die Steuereinheit ist dazu eingerichtet, die Personentransportanlage mit unterschiedlichen
Fahrtrichtungen zu betreiben, also neben dem Stillstand der Personentransportanlage
auch die Fahrt in eine erste und eine zweite Richtung, z.B. eine Vorwärtsrichtung
und eine Rückwärtsrichtung zu ermöglichen.
[0024] Die Steuereinheit kann die Bewegung der Personentransportanlage dann verhindern,
also die Fahrt von Handlauf und Transportband sperren oder ein entsprechendes Startsignal
nicht umzusetzen oder weiterleiten, wenn durch die Fahrtrichtung eine Gefahrensituation
durch das Einlaufen des Handlaufs in eine Schutzvorrichtung im Bereich Handlauf-Endbogens
entstehen würde. Bei einer Fahrtrichtung, die eine solche Gefahrensituation verursacht,
handelt es sich um eine Sperr-Fahrtrichtung.
[0025] Als weitere Gefahrensituation kann gelten, dass überhaupt keine Schutzvorrichtungen
installiert sind, oder dass bei Vorhandensein von zwei Handläufen nur eine Schutzvorrichtung
installiert ist.
[0026] Die Steuereinheit ist deshalb dazu eingerichtet, die eingehenden Sensorsignale auszuwerten
und eine Fahrt in jedwede Richtung zu verhindern, bei der die Fahrtrichtung ein Einlaufen
des Handlaufs in eine Schutzbogen bewirken würde. Diese Auswertefunktion kann beispielsweise
durch die Implementierung einer einfachen Wahrheitstafel erfolgen, bei der alle Sensorsignale
des ersten Endes und alle Sensorsignale des zweiten Endes in Form einer logischen
Verschaltung mit einem Soll-Fahrtrichtungswert, der die eingestellte Soll-Fahrtrichtung
repräsentiert, so verknüpft sind, dass bei gleichzeitigem Vorhandensein einer Schutzvorrichtung
und eines Soll-Fahrtrichtungswerts entweder ein zulässiges Steuersignal oder ein Haltesignal
ausgegeben wird, je nachdem, ob die Soll-Fahrtrichtung ein Einlaufen oder ein Auslaufen
des Handlaufs in die Schutzvorrichtung hinein (= verboten) oder aus der Schutzvorrichtung
hinaus (= erlaubt) bewirkt. Die Implementierung kann beispielsweise durch Logikgatter,
softwarebasierte wenn/dann-Funktionen oder dergleichen erfolgen. Bei der Steuereinheit
muss es sich nicht um eine getrennte, physische Einheit handeln, sie kann z.B. auch
in Form einer verbesserten Steuerungssoftware für die Personentransportanlage auf
einem universellen Schaltmodul bereitgestellt werden.
[0027] Zusätzlich kann die Steuereinheit dazu eingerichtet sein, die Fahrt in beide Richtungen
zu verhindern, wenn in einer Anlage mit insgesamt vier Handlauf-Endbögen, bestehend
aus zwei Endbögen am ersten und zwei Endbögen am zweiten Ende der Personentransportanlage,
keine Schutzvorrichtung, eine einzelne Schutzvorrichtung, drei Schutzvorrichtungen
oder vier Schutzvorrichtungen montiert sind. Abhängig von der jeweiligen Personentransportanlage
kann es vorteilhaft sein, eine Fahrt in beide Richtungen auch dann zu erlauben, wenn
keine Schutzvorrichtungen installiert sind, insbesondere dann, wenn dies in Bezug
auf die Sicherheitsanforderungen unbedenklich ist.
[0028] Gleichermaßen kann es auch vorteilhaft sein, eine ungefährliche, erlaubte Fahrtrichtung
einer Personentransportanlage mit nur einer Schutzvorrichtung an einem von zwei Handläufen
zuzulassen, z.B. dann, wenn die Schutzvorrichtung an dem zweiten Handlauf-Endbogen
aus konstruktionstechnischen Gründen nicht benötigt wird. Eine Einstellung der genannten,
optionalen Betriebsmoden kann vorzugsweise bedarfsabhängig im Zuge des Einbaus oder
der Wartung der Personentransportanlage vorgenommen werden. Vorzugsweise kann die
Einstellung der optionalen Betriebsmoden nicht durch Personen mit mangelnder Sachkunde
oder Berechtigung vorgenommen werden. Vorzugsweise können die optionalen Betriebsmoden
nicht versehentlich gewählt werden.
[0029] Generell ist die Steuereinheit in einer vorteilhaften Ausführung so gestaltet, dass
sie nur eine Fahrt in demjenigen Zustand erlaubt, in dem zwei Schutzvorrichtungen
an den sich gegenüberliegenden Handlauf-Endbögen am selben Ende der zwei Balustraden
installiert sind und in dem die Personentransportanlage in die Richtung fährt, bei
der die Handläufe aus den Schutzvorrichtungen auslaufen, die Schutzvorrichtungen sich
somit also am Einstiegsende der Personentransportanlage befinden. In diesem genannten
Fall kann die in der Steuerungseinheit implementierte Logik demnach auch vorteilhafterweise
so gestaltet sein, dass sie, anstatt vorerst jeden Zustand zu erlauben und nur in
definierten Zuständen zu sperren, stattdessen jeden Zustand verbietet und die Fahrt
nur dann erlaubt, wenn es sich um den konkret genannten, erlaubten Zustand handelt.
[0030] In einer günstigen Ausführungsform umfasst die Personentransportanlage eine oder
mehr Schutzvorrichtungen, die im Bereich der Handlauf-Endbögen befestigt sind. Die
Schutzvorrichtung kann in Form eines Schutzbogens ausgeführt sein, der den Handlauf
umschließt. Ein Schutzbogen kann eine weitestgehend bogenförmige Form aufweisen, beispielsweise
vorwiegend die Form eines Kreisausschnitts des z.B. halbkreisförmigen Handlauf-Endbogens,
der ab der Handlauf-Einlaufkappe den Winkelbereich von 0 bis maximal 90°, insbesondere
bis maximal 120° oder insbesondere bis maximal 180° des Handlauf-Endbogens umspannt.
Zusätzlich zum Schutzbogen kann die Schutzvorrichtung auch einen Bereich des Handlaufs
überdecken, der über den Bereich des Handlauf-Endbogens hinausragt, beispielsweise
in den direkt auf den Handlauf-Endbogen folgenden Bereich des Handlaufs mit einer
Länge von z.B. 0 - 10 cm, aber auch mit einer Länge von 0 - 20 cm oder 0 - 30 cm.
[0031] In einem günstigen Ausführungsbeispiel ist die Schutzvorrichtung entlang der Laufrichtung
des Handlaufs in zwei Teile geteilt, insbesondere im Bereich des Schutzbogens, sodass
die zwei Teile im Zuge des Einbaus miteinander verbunden werden und gemeinsam ein
Gehäuse bilden, welches den Handlauf zumindest teilweise umschließt. Zusätzlich zu
den zwei Teilen kann die Schutzvorrichtung noch weitere Teile umfassen.
[0032] Die Verbindung der Teile der Schutzvorrichtung erfolgt vorzugsweise im Zuge der Befestigung
im Bereich des Handlauf-Endbogens. Die Befestigung der Schutzvorrichtung kann mittels
dafür geeigneter Befestigungselemente erfolgen. Die Schutzvorrichtung kann an der
Balustrade befestigt werden.
[0033] In einem günstigen Ausführungsbeispiel ist ein Spalt der Schutzvorrichtung zum Handlauf
im Endbereich der Schutzvorrichtung, also dort, wo der Handlauf aus der Schutzvorrichtung
ausläuft, möglichst eng gestaltet, beispielsweise mit einem maximalen Spaltmaß von
weniger als 4mm, oder weniger als 10mm oder weniger als 20mm.
[0034] In einer günstigen Ausführungsform umfasst die Schutzvorrichtung eine Abdeckkappe,
insbesondere eine zweigeteilte Abdeckkappe, welche sich nach der Installation im Bereich
des unteren Endes des Handlauf-Endbogens befindet, insbesondere im Bereich der Handlauf-Einlaufkappe.
Die Abdeckkappe kann die Handlauf-Einlaufkappe vollkommen oder teilweise überdecken.
Die Abdeckkappe kann relativ zu den weiteren Elementen der Schutzvorrichtung beweglich
sein, sodass während der Installation die Position der Abdeckkappe so eingestellt
werden kann, dass ein möglichst geringes Spaltmaß zwischen Schutzvorrichtung und Handlauf-Einlaufkappe
entsteht, beispielsweise ein Spaltmaß von weniger als 4mm, oder auch weniger als 10mm
oder weniger als 20mm. Die Position der beweglichen Abdeckkappe kann nach der Justierung
fixiert werden, beispielsweise durch dafür geeignete Befestigungselemente.
[0035] Die Schutzvorrichtung kann ein Wechselwirkungselement zur Erkennung durch einen dafür
vorgesehenen Sensor im Bereich des Handlauf-Endbogens umfassen. Das Wechselwirkungselement
kann im Bereich der Abdeckkappe positioniert sein, z.B. an einem aus dem Korpus der
Abdeckkappe hervortretenden Element befestigt sein, oder in die Abdeckkappe integriert
sein. Das Wechselwirkungselement, bei dem es sich um einen Magneten handeln kann,
ist vorzugsweise so ausgeführt, dass es getrennt oder zusammen mit weiteren Elementen
der Schutzvorrichtung in seiner Position und Ausrichtung justierbar ist. Das Wechselwirkungselement
ist derart positioniert, um in eine möglichst starke Wechselwirkung mit dem Sensor
zu treten und so die Erkennung durch den Sensor zu optimieren, z.B. dadurch, dass
es durch die Justierung in eine Position gebracht wird, die näher am Sensor liegt.
Bei einem Wechselwirkungselement kann es sich um eine Vielzahl von Wechselwirkungselementen
handeln, die mit einer Vielzahl von Sensoren interagieren.
[0036] In einer weiteren Ausführungsform umfasst ein Aspekt der Erfindung ein Verfahren
zur Steuerung einer Personentransportanlage. Die Personentransportanlage ist bidirektional
betreibbar, also dazu geeignet, zusätzlich zum Stillstand einen Fahrgast in zwei mögliche
Richtungen zu befördern. Die Personentransportanlage kann eine örtlich fest installierte
Anlage sein und ein Transportband umfassen. Die Personentransportanlage kann weitere
der zuvor beschriebenen Merkmale einer Personentransportanlage umfassen. Die Personentransportanlage
umfasst zumindest einen Handlauf, wobei der Handlauf im Bereich der Handlauf-Endbögen
durch eine Schutzvorrichtung überdeckt sein kann. Der Handlauf wird im Betrieb bewegt
und kann, bei Vorhandensein einer Schutzvorrichtung, an der dem Fahrgast zugewandten
Oberseite entweder in die Schutzvorrichtung einlaufen oder aus dieser auslaufen. Bei
einer Fahrtrichtung, in der der Handlauf in eine Schutzvorrichtung einläuft, handelt
es sich um eine Sperr-Fahrtrichtung.
[0037] Das Verfahren umfasst als ersten Schritt das Bestimmen des Vorhandenseins einer Schutzvorrichtung
durch ein dazu eingerichtetes Sensorsystem. Daraufhin wird in Folge der Bestimmung
des Vorhandenseins der Schutzvorrichtung der Betrieb in eine Sperr-Fahrtrichtung verhindert.
[0038] Die vorliegende Erfindung hat den Vorteil, dass der Ein- und Umbau von Schutzvorrichtungen
auch ohne speziell geschultes Personal einfach und rasch vorgenommen werden kann,
ohne dass hierfür ein weitreichender Eingriff in die Steuerung der Personentransportanlage
nötig ist. Insbesondere kann die Steuerung der erfindungsgemäßen Personentransportanlage
dazu eingerichtet sein, sich in Abhängigkeit des Vorhandenseins von Schutzvorrichtungen
selbst umzustellen. Zudem wird durch die Logik gleichzeitig die korrekte Montage überprüft
und ein sicherer, normenkonformer Betrieb gewährleistet.
[0039] Außerdem können die Schutzvorrichtungen, beispielsweise in den im Folgenden gezeigten
Ausführungsbeispielen, aus wenigen Einzelteilen und ohne bewegliche Teile gefertigt
werden, sodass eine robuste Konstruktion möglich ist. Insbesondere kann gleichzeitig
der Anschaffungs- und Wartungspreis geringgehalten werden kann.
[0040] Die Sicherheit der verbesserten Personentransportanlage kann durch die Erfindung
dahingehend erhöht werden, dass sich die Verwendung von Schutzvorrichtungen einfacher
und flexibler gestaltet, wodurch diese für die Betreiber von Personentransportanlagen
attraktiver werden und die Schutzvorrichtung somit häufiger verwendet werden.
[0041] Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, wobei weder die Zeichnungen noch die Beschreibung als die
Erfindung einschränkend, auszulegen sind. Ferner werden für gleiche oder gleichartig
wirkende Elemente dieselben Bezugszeichen verwendet. Es zeigen:
- Figur 1:
- Eine mögliche Ausführung einer Personentransportanlage in Form eines Fahrsteigs mit
einer Schutzvorrichtung.
- Figur 2a:
- Eine schematische Darstellung von möglichen Betriebszuständen einer Personentransportanlage
mit einer Schutzvorrichtung.
- Figur 2b:
- Eine mögliche Implementierung einer Steuerungslogik zum Verhindern des Betriebs einer
Personentransportanlage in eine Sperr-Fahrtrichtung.
[0042] In Figur 1 ist eine möglichen Ausführungsform einer Personentransportanlage 100 in
einer Seitenansicht gezeigt. Im gezeigten Beispiel handelt es sich um einen horizontal
geführten Fahrsteig, die im Folgenden beschriebenen Merkmale sind jedoch gleichermaßen
oder in ähnlicher Weise auf eine Fahrtreppe anwendbar.
[0043] Die gezeigte Personentransportanlage 100 umfasst ein Transportband (nicht gezeigt)
und beidseitig des Transportbands jeweils einen in dieselbe Richtung laufenden Handlauf
111, der entlang einer Balustrade 110 geführt ist, wobei in der in Figur 1 gezeigten
Darstellung aufgrund der Seitenansicht nur eine der Balustraden 110 mit Handlauf 111
sichtbar ist. Die zweite Balustrade 110 ist analog zur ersten Balustrade ausgeführt.
[0044] Die Balustrade 110 enthält an jedem Ende Befestigungselemente 120, die in der Balustrade
110 der Personentransportanlage 100 als Bohrungen ausgeführt sind. Ist keine Schutzvorrichtung
installiert, werden die Bohrungen vorzugsweise mittels dafür geeigneter Stopfen reversibel
verschlossen.
[0045] Die gezeigte Personentransportanlage 100 umfasst im Bereich jedes Handlauf-Endbogens
112 einen Magnetsensor 151, so dass insgesamt vier Magnetsensoren 151 vorhanden sind.
Der Sensor 151 ist im gezeigten Beispiel in der Nähe der Handlauf-Einlaufkappe 141
installiert, die einen Balustradensockel 143 abschliesst, aus welcher der Handlauf
111 im Einstiegsbereich ausläuft bzw. in welche der Handlauf 111 am Ausstiegsende
einläuft. Die Rückführung des Handlaufs 111 erfolgt somit im Innern des Balustradensockels
143.
[0046] Die Personentransportanlage 100 umfasst weiterhin für jeden Handlauf 111 beiden Endes
zwei in der Tiefenrichtung der Zeichnungsebene parallel zueinander angeordneten Handlauf-Endbögen
112. Im Bereich der in Figur 1 linksseitig dargestellten Handlauf-Endbögen 112, sind
zusätzlich an jedem der Handläufe 111 eine Schutzvorrichtung 130 montiert. Die Schutzvorrichtung
130 ist durch Verschraubung an der Balustrade 110 unter Verwendung der Befestigungsvorrichtung
120 an der Personentransportanlage 100 befestigt. Durch das Vorhandensein der Schutzvorrichtung
130 ergibt sich eine erlaubte Fahrtrichtung 101 und eine Sperr-Fahrtrichtung 102.
Wenn die Position der Schutzvorrichtung 130 vom in Figur 1 linksseitigen zum rechtsseitig
dargestellten Handumlaufbogen 112 geändert wird, kehren sich die erlaubte Fahrtrichtung
und die Sperr-Fahrtrichtung um.
[0047] Die Schutzvorrichtung 130 umfasst neben dem den Handlauf 111 abdeckenden Schutzbogen
131 eine Abdeck-Kappe 140, die in der Nähe der Handlauf-Einlaufkappe 141 positioniert
ist, sodass die Austrittsöffnung des Handlaufs 111 der Handlauf-Einlaufkappe 141 von
der Abdeck-Kappe 140 vollständig umschlossen und überdeckt wird und ein unbeabsichtigtes
Eindringen von Fremdgegenständen verhindert wird.
[0048] Innerhalb der Abdeck-Kappe 140 befindet sich ein Wechselwirkungselement 150, das
in der Figur 1 als Magnet ausgeführt ist und dessen Position so gewählt ist, dass
dieser sich nach einer Installation der Schutzvorrichtung 130 in räumlicher Nähe zum
Sensor 151 befindet. Der Sensor 151 ist dazu eingerichtet, das Vorhandensein des Magneten
150 zuverlässig vom Nicht-Vorhandensein des Magneten 150 unterscheiden zu können.
Bei dem Vorhandensein einer Schutzvorrichtung 130 an einem der Handlauf-Endbögen erzeugt
jeder zugehörige Sensor 151 ein Signal, das von weiteren Bauteilen der Personentransportanlage
100 empfangen und ausgewertet werden kann.
[0049] Die Personentransportanlage 100 umfasst eine Steuereinheit 152, die über elektrische
Leiter mit den Sensoren 151 verbunden und dazu eingerichtet ist, das jeweilige Sensorsignal
zu empfangen. Außerdem ist die Steuereinheit 152 dazu eingerichtet, die Personentransportanlage
100 durch gleichläufigen, gleichgerichteten Antrieb des Transportbandes und der Handläufe
111 in die Fahrtrichtung 101 und die Sperr-Fahrtrichtung 102 zu betreiben.
[0050] Die Steuereinheit 152 ist ferner dazu eingerichtet, auf Basis der Signale der Sensoren
151 zu erkennen, ob eine Sperr-Fahrtrichtung 102 vorhanden ist. Dazu wird die Gesamtheit
der zur Verfügung stehenden Sensorsignale ausgewertet und bestimmt, ob an einem der
Handlauf-Endbögen 112 der Personentransportanlage 100 eine oder mehrere Schutzvorrichtungen
130 montiert sind. Eine Richtung, die zu einem Einlaufen des Handlaufs 111 in eine
montierte Schutzvorrichtung 130 führt, ist eine Sperr-Fahrtrichtung 102.
[0051] Die Steuereinheit 152 ist dazu eingerichtet, einen Betrieb der Personentransportanlage
100 in eine Sperr-Fahrtrichtung 102 nicht zuzulassen oder zu verhindern, sodass in
Folge der Wirkung der soeben beschriebenen Merkmale im in der Figur 1 gezeigten Beispiel,
die Personentransportanlage 100 nur in die Fahrtrichtung 101 betrieben werden kann.
[0052] Es ist möglich, dass keine Sperr-Fahrtrichtungen bestehen, beispielsweise dann, wenn
keine Schutzvorrichtungen 130 vorhanden sind und die Steuereinheit 152 zusätzlich
dazu eingerichtet ist, diesen Zustand zu erlauben, oder dass beide Fahrtrichtungen
Sperr-Fahrtrichtungen sind, beispielsweise dann, wenn an beiden Enden der Personentransportanlage
Schutzvorrichtungen vorhanden sind. Außerdem kann die Steuereinheit 152 wahlweise
dazu eingerichtet sein, die Fahrt bei Vorhandensein von nur einer einzigen Schutzvorrichtung
130 entweder in die erlaubte Fahrtrichtung 101 zuzulassen, oder im genannten Fall
die Fahrt in beide Fahrtrichtungen 101, 102 zu sperren.
[0053] In der Figur 2a sind vier mögliche Betriebszustände 201, 202, 203, 204 einer Personentransportanlage
der vorgenannten Art, hinsichtlich eines einzelnen Handlaufs und einer einzelnen Schutzvorrichtung
schematisch dargestellt.
[0054] Die Balustrade dieser Personentransportanlage umfasst zwei Handlauf-Endbögen S
A, S
B, wobei sich entweder am Handlauf-Endbogen S
A oder am Handlauf-Endbogen S
B eine Schutzvorrichtung 130, symbolisch dargestellt als Linie, befinden kann. Die
Linie repräsentiert das Vorhandensein einer Schutzvorrichtung 130 im Bereich des Handlauf-Endbogens
S
A, S
B. Die Personentransportanlage und somit auch deren Handlauf, kann in zwei Richtungen
D
A, D
B betrieben werden.
[0055] Im Zustand 201 ist eine Schutzvorrichtung am Handlauf-Endbogen S
A installiert und die Fahrtrichtung D
A führt zu einem Auslaufen des Handlaufs aus der Schutzvorrichtung. Der Zustand ist
erlaubt; die Fahrtrichtung D
A ist eine erlaubte Fahrtrichtung 101.
[0056] Im Zustand 202 ist eine Schutzvorrichtung am Handlauf-Endbogen S
A installiert und die Fahrtrichtung D
B führt zu einem Einlaufen des Handlaufs in die Schutzvorrichtung. Der Zustand ist
nicht erlaubt; die Fahrtrichtung D
B ist eine Sperr-Fahrtrichtung 102.
[0057] Im Zustand 203 ist eine Schutzvorrichtung am Handlauf-Endbogen S
B installiert und die Fahrtrichtung D
A führt zu einem Einlaufen des Handlaufs in die Schutzvorrichtung. Der Zustand ist
nicht erlaubt; die Fahrtrichtung D
A ist eine Sperr-Fahrtrichtung 102.
[0058] Im Zustand 204 ist eine Schutzvorrichtung am Handlauf-Endbogen S
B installiert und die Fahrtrichtung D
B führt zu einem Auslaufen des Handlaufs aus der Schutzvorrichtung. Der Zustand ist
erlaubt; die Fahrtrichtung D
B ist eine erlaubte Fahrtrichtung 101.
[0059] Figur 2b zeigt ein Beispiel einer Implementierung einer Steuerungslogik 250 zum Verhindern
des Betriebs einer Personentransportanlage 100 in einer Sperr-Fahrtrichtung 102 und
dient als Beispiel für eine Implementierung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Steuerung
einer bidirektionalen Personentransportanlage 100. Die Benennung der Eingangswerte
entspricht der schematischen Darstellung der Personentransportanlage in Figur 2a.
Zusätzlich zum in Figur 2a gezeigten Beispiel ist die Steuerungslogik 250 dazu ausgelegt,
eine Personentransportanlage mit n Balustraden und damit 2n Handlauf-Endbögen zu steuern,
es stehen somit die Eingangswerte S
A1, ..., S
An-1, S
AN sowie S
B1, ..., S
Bn-1, S
Bn zur Verfügung. Die Werte sind dann positiv, wenn eine Handlauf-Schutzvorrichtung
im Bereich des Handlauf-Endbogens vorhanden ist. Als weitere Eingangswerte stehen
die Fahrtrichtungswerte D
A, D
B zur Verfügung. Die Fahrtrichtungswerte D
A, D
B sind dann positiv, wenn ein Steuersignal vorhanden ist, welches die Fahrt der Personentransportanlage
in die genannte Fahrtrichtung bewirken soll.
[0060] Die Signale S
A1, ..., S
An-1, S
An werden über Oder-Gatter 210 ausgewertet, die Signale S
B1, ..., S
Bn-1, S
Bn über Oder-Gatter 211. Es handelt jeweils um ein Oder-Gatter mit n Eingängen, dem
Fachmann ist bekannt, dass ein solches Gatter über eine serielle Folge von n-1 Oder-Gattern
mit jeweils 2 Eingängen ausgeführt werden kann. Der Ausgangswert von Oder-Gatter 210
und das Fahrtrichtungssignal D
A dienen als Eingangswerte für Exklusiv-Oder-Gatter 220, gleichermaßen dienen der Ausgangswert
von Oder-Gatter 211 und das Fahrtrichtungssignal D
B als Eingangssignale für Exklusiv-Oder-Gatter 221. Die beiden Ausgangssignale von
Gatter 220 und 221 dienen als Eingangssignale für Oder-Gatter 230. Das Ausgangssignal
von Oder-Gatter 230 entspricht einem Sperrsignal 240; ist der Ausgangswert von 230
positiv, liegt ein Sperrsignal 240 vor, ist der Wert negativ, liegt kein Sperrsignal
240 vor. Das Sperrsignal 240 sperrt die Fahrt der Personentransportanlage.
[0061] In der gezeigten Ausführung ist der Betrieb der Anlage in Fahrtrichtung D
A nur möglich, wenn gleichzeitig zumindest eine Schutzvorrichtung 130 an einem Handlauf-Endbogen
S
A vorhanden ist und keine Schutzvorrichtung 130 an einem Handlauf-Endbogen S
B. Gleichermaßen ist der Betrieb der Anlage in Fahrtrichtung D
B nur möglich, wenn gleichzeitig zumindest eine Schutzvorrichtung 130 an einem Handlauf-Endbogen
S
B vorhanden ist und keine Schutzvorrichtung 130 an einem Handlauf-Endbogen S
A. Die im Hinblick auf die Schutzvorrichtungen 130 irrelevanten Fälle D
A=D
B=0 und D
A=D
B=1 werden nicht ausführlich erörtert.
[0062] Das Sperrsignal 240 ist somit durch das Vorliegen einer Sperr-Fahrtrichtung 102 in
Form eines Fahrtrichtungssignals (Zustandsabhängig entweder D
A oder D
B) in Kombination mit dem Vorhandensein einer Schutzvorrichtung 130 (zustandsabhängig
zumindest ein Signal der Gruppe S
A oder ein Signal der Gruppe S
B) definiert. In Abhängigkeit des Sperrsignals 240 wird die Fahrt der Personentransportanlage
verhindert.
[0063] Zahlreiche weitere günstige Ausführungen oder Erweiterungen der Schaltung sind denkbar,
um z.B. sicherzustellen, dass die korrekte Anzahl an Schutzvorrichtungen vorhanden
ist und sonst die Fahrt zu sperren, oder die Fahrt zuzulassen, wenn keine Schutzvorrichtungen
installiert sind.
[0064] Dem Fachmann ist klar, dass die gezeigten Ausführungsformen als Beispiele zu verstehen
sind und zahlreiche Aspekte der Erfindung auf andere Art und Weise als die gezeigte
ausgeführt werden können, sowie dass gewisse Merkmale der Erfindung auf unterschiedliche
Weise miteinander kombiniert werden können, um den gewünschten technischen Effekt
zu erreichen. Die Beschreibung dient folglich dazu, die Erfindung mit ausreichender
Klarheit zu offenbaren und ist nicht als Einschränkung zu verstehen.
[0065] Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass Begriffe wie "aufweisend", "umfassend",
etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschließen und Begriffe wie "eine" oder
"ein" keine Vielzahl ausschließen. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als
Einschränkung anzusehen.
1. Personentransportanlage (100) mit einem Transportband, umfassend:
- zumindest eine im Wesentlichen parallel zu dem Transportband verlaufende Balustrade
(110) mit einem ersten Ende und einem zweiten Ende,
- ein entlang der Balustrade (110) zwischen dem ersten und zweiten Ende der Balustrade
umlaufend geführter Handlauf (111), wobei sich am ersten Ende sowie am zweiten Ende
zumindest ein Handlauf-Endbogen (112) befindet,
- eine Befestigungsvorrichtung (120) für das Montieren einer Schutzvorrichtung (130),
wobei sich die Befestigungsvorrichtung (120) für die Schutzvorrichtung (130) im Bereich
des Handlauf-Endbogens (112) befindet, gekennzeichnet dadurch, dass die Personentransportanlage (100) weiter umfasst:
- zumindest einen Sensor (151) zur Erkennung des Vorhandenseins der Schutzvorrichtung
(130),
- eine mit dem zumindest einen Sensor (151) verbundene Steuereinheit (152) zur Steuerung
der Fahrtrichtung (101, 102) des Transportbandes und des Handlaufs (111), die dazu
eingerichtet ist, die Personentransportanlage (100) in unterschiedlichen Fahrtrichtungen
zu betreiben, wobei die Steuereinheit in Abhängigkeit des Sensorsignals den Betrieb
der Personentransportanlage (100) in eine Fahrtrichtung sperrt, derart, dass bei dem
Vorhandensein zumindest einer Schutzvorrichtung (130) im Bereich des Handumlaufbogens
(112) diejenige Fahrtrichtung gesperrt wird, bei welcher der Handlauf in die Schutzvorrichtung
einläuft (102).
2. Personentransportanlage (100) nach Anspruch 1, wobei im Bereich des Handlauf-Endbogens
(112) eine Schutzvorrichtung (130) befestigt ist.
3. Personentransportanlage (100) nach Anspruch 1 oder 2, wobei es sich bei der Personentransportanlage
(100) um eine Fahrtreppe mit einem Stufenband als Transportband oder einen Fahrsteig
mit einem Palettenband als Transportband handelt.
4. Personentransportanlage (100) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die
Schutzvorrichtung (130) in zwei Teile zumindest im Wesentlichen entlang der Laufrichtung
des Handlaufs geteilt ist und die zwei Teile nach deren Verbindung ein Gehäuse um
den Handlauf (111) im Bereich des Handlauf-Endbogens (112) ausbilden.
5. Personentransportanlage (100) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die
Befestigungsvorrichtung (120) Montageelemente zur Befestigung der Schutzvorrichtung
(130) an der Balustrade umfasst.
6. Personentransportanlage (100) nach Anspruch 5, wobei die Befestigungsvorrichtung (120)
Bohrungen in der Balustrade umfasst.
7. Personentransportanlage (100) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die
Schutzvorrichtung (130) zumindest ein Wechselwirkungselement (150) umfasst, und wobei
der Sensor (151) eingerichtet ist, das Vorhandensein des Wechselwirkungselements (150)
nach Montage der Schutzvorrichtung (130) zu erkennen.
8. Personentransportanlage (100) nach Anspruch 7, wobei das Wechselwirkungselement (150)
ein Magnet ist, und wobei der Sensor (151) eingerichtet ist, das Vorhandensein des
Magneten nach Montage der Schutzvorrichtung (130) zu erkennen.
9. Personentransportanlage (100) nach Anspruch 8, wobei die Position des Magneten nach
der Installation der Schutzvorrichtung (130) zum Zweck der Feinjustierung veränderbar
ist.
10. Personentransportanlage (100) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der
Sensor (151) ein Magnetsensor ist.
11. Personentransportanlage (100) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der
Sensor (151) im Bereich einer Handlaufeinlaufkappe (141) der Personentransportanlage
(100) positioniert ist.
12. Personentransportanlage (100) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei jeder
Handlauf-Endbogen (112) einen Sensor (151) zur Erfassung einer montierten Schutzvorrichtung
(130) aufweist.
13. Personentransportanlage (100) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die
Balustrade (110) eine erste Balustrade ist und die Personentransportanlage (100) eine
zweite parallel zur ersten Balustrade verlaufende Balustrade (110) mit Befestigungselementen
(120) umfasst, wobei die erste Balustrade und die zweite Balustrade (110) beiderseits
des Transportbandes angeordnet sind und sich parallel zu diesem erstrecken, und wobei
die zweite Balustrade (110) ein erstes Ende mit einem ersten Handlauf-Endbogen (112)
und ein zweites Ende mit einem zweiten Handlauf-Endbogen (112) umfasst, und wobei
das erste Ende der ersten und der zweiten Balustrade sich gegenüberliegen und das
zweite Ende der ersten und der zweiten Balustrade sich gegenüberliegen.
14. Personentransportanlage (100) nach Anspruch 13, wobei die Steuereinheit (152) zusätzlich
dazu eingerichtet ist:
- Bei Vorhandensein von keiner oder einer einzelnen Schutzvorrichtung (130) die Personentransportanlage
in beide Fahrtrichtungen (101, 102) zu sperren,
- Bei gleichzeitigem Vorhandensein von zumindest einer Schutzvorrichtung (130) am
ersten Ende und zumindest einer Schutzvorrichtung (130) am zweiten Ende einer beliebigen
der zwei Balustraden (110) die Personentransportanlage (100) in beide Fahrtrichtungen
(101, 102) zu sperren.
15. Verfahren zur Steuerung einer bidirektionalen Personentransportanlage (100), umfassend:
- Bestimmen des Vorhandenseins einer Schutzvorrichtung (130) im Bereich eines Handlauf-Endbogens
(112) durch einen Sensor (151),
- Basierend auf der Bestimmung des Vorhandenseins der Schutzvorrichtung (130) im Bereich
eines Handlauf-Endbogens (112), Verhindern des Betriebs der Personentransportanlage
(100) in einer Sperr-Fahrtrichtung (102), wobei die Sperr-Fahrtrichtung (102) durch
das Einlaufen des Handlaufs (111) in die Schutzvorrichtung (130) definiert ist.
1. Passenger transport system (100) having a conveyor belt, comprising:
- at least one balustrade (110) extending substantially in parallel with the conveyor
belt, having a first end and a second end,
- a handrail (111) which is guided circumferentially along the balustrade (110) between
the first and second ends of the balustrade, wherein at least one handrail end curve
(112) is located at the first end and at the second end,
- a fastening device (120) for mounting a protective device (130), wherein the fastening
device (120) for the protective device (130) is in the region of the handrail end
curve (112), characterized in that the passenger transport system (100) further comprises:
- at least one sensor (151) for detecting the presence of the protective device (130),
- a control unit (152) connected to the at least one sensor (151) for controlling
the direction of travel (101, 102) of the conveyor belt and the handrail (111), which
control unit is designed to operate the passenger transport system (100) in different
directions of travel, wherein the control unit blocks the operation of the passenger
transport system (100) in one direction of travel on the basis of the sensor signal,
such that, if there is at least one protective device (130) in the region of the handrail
end curve (112), the direction of travel in which the handrail runs into the protective
device is blocked (102).
2. Passenger transport system (100) according to claim 1, wherein a protective device
(130) is fastened in the region of the handrail end curve (112).
3. Passenger transport system (100) according to either claim 1 or claim 2, wherein the
passenger transport system (100) is an escalator having a step belt as a conveyor
belt or a moving walkway having a pallet belt as a conveyor belt.
4. Passenger transport system (100) according to any of the preceding claims, wherein
the protective device (130) is divided into two parts at least substantially in the
direction of travel of the handrail and the two parts, after being connected, form
a housing around the handrail (111) in the region of the handrail end curve (112).
5. Passenger transport system (100) according to any of the preceding claims, wherein
the fastening device (120) comprises mounting elements for fastening the protective
device (130) to the balustrade.
6. Passenger transport system (100) according to claim 5, wherein the fastening device
(120) comprises bores in the balustrade.
7. Passenger transport system (100) according to any of the preceding claims, wherein
the protective device (130) comprises at least one interaction element (150), and
wherein the sensor (151) is designed to detect the presence of the interaction element
(150) after the protective device (130) has been mounted.
8. Passenger transport system (100) according to claim 7, wherein the interaction element
(150) is a magnet, and wherein the sensor (151) is designed to detect the presence
of the magnet after the protective device (130) has been mounted.
9. Passenger transport system (100) according to claim 8, wherein the position of the
magnet can be changed after the installation of the protective device (130) for the
purpose of fine adjustment.
10. Passenger transport system (100) according to any of the preceding claims, wherein
the sensor (151) is a magnetic sensor.
11. Passenger transport system (100) according to any of the preceding claims, wherein
the sensor (151) is positioned in the region of a handrail inlet cap (141) of the
passenger transport system (100).
12. Passenger transport system (100) according to any of the preceding claims, wherein
each handrail end curve (112) has a sensor (151) for detecting a mounted protective
device (130).
13. Passenger transport system (100) according to any of the preceding claims, wherein
the balustrade (110) is a first balustrade and the passenger transport system (100)
comprises a second balustrade (110) which has fastening elements (120) and extends
in parallel with the first balustrade, wherein the first balustrade and the second
balustrade (110) are arranged on both sides of the conveyor belt and extend in parallel
therewith, and wherein the second balustrade (110) has a first end having a first
handrail end curve (112) and a second end having a second handrail end curve (112)
and wherein the first ends of the first and second balustrades are opposite one another
and the second ends of the first and second balustrades are opposite one another.
14. Passenger transport system (100) according to claim 13, wherein the control unit (152)
is additionally designed:
- to block the passenger transport system in both directions of travel (101, 102)
if no protective device (130) is present or a single protective device is present,
- to block the passenger transport system (100) in both directions (101, 102) if at
least one protective device (130) is present at the first end and at least one protective
device (130) is present at the second end of either of the two balustrades (110).
15. Method for controlling a bidirectional passenger transport system (100), comprising:
- determining the presence of a protective device (130) in the region of a handrail
end curve (112) by means of a sensor (151),
- preventing the operation of the passenger transport system (100) in a blocked direction
of travel (102) based on the determination of the presence of the protective device
(130) in the region of a handrail end curve (112), wherein the blocked direction of
travel (102) is defined by the handrail (111) running into the protective device (130).
1. Système de transport de personnes (100) comportant une bande transporteuse, comprenant
:
- au moins une balustrade (110) s'étendant sensiblement parallèlement à la bande transporteuse
comportant une première extrémité et une seconde extrémité,
- une main courante (111) guidée de manière périphérique le long de la balustrade
(110) entre la première et la seconde extrémité de la balustrade, dans lequel au moins
une courbure de fin de main courante (112) se trouve au niveau de la première extrémité
ainsi qu'au niveau de la seconde extrémité,
- un dispositif de fixation (120) pour le montage d'un dispositif de sécurité (130),
dans lequel le dispositif de fixation (120) pour le dispositif de sécurité (130) se
trouve dans la zone de la courbure de fin de main courante (112), caractérisé en ce que le système de transport de personnes (100) comprend en outre :
- au moins un capteur (151) pour la détection de la présence du dispositif de sécurité
(130),
- une unité de commande (152) reliée à l'au moins un capteur (151) pour commander
la direction de déplacement (101, 102) de la bande transporteuse et de la main courante
(111), qui est conçue pour faire fonctionner le système de transport de personnes
(100) dans différentes directions de déplacement, dans lequel l'unité de commande
bloque le fonctionnement du système de transport de personnes (100) dans une direction
de déplacement en fonction du signal de capteur, de sorte que, en présence d'au moins
un dispositif de sécurité (130) dans la zone de la courbure de fin de main courante
(112), la direction de déplacement, dans lequel la main courante pénètre dans le dispositif
de sécurité (102), est bloquée.
2. Système de transport de personnes (100) selon la revendication 1, dans lequel un dispositif
de sécurité (130) est fixé dans la zone de la courbure de fin de main courante (112).
3. Système de transport de personnes (100) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel
le système de transport de personnes (100) est un escalier roulant comportant une
bande de marches comme bande transporteuse ou un trottoir roulant comportant une bande
de palettes comme bande transporteuse.
4. Système de transport de personnes (100) selon une des revendications précédentes,
dans lequel le dispositif de sécurité (130) est divisé en deux pièces au moins sensiblement
le long de la direction d'avance de la main courante et les deux pièces forment, après
leur liaison, un boîtier autour de la main courante (111) dans la zone de la courbure
de fin de main courante (112).
5. Système de transport de personnes (100) selon une des revendications précédentes,
dans lequel le dispositif de fixation (120) comprend des éléments de montage pour
la fixation du dispositif de sécurité (130) sur la balustrade.
6. Système de transport de personnes (100) selon la revendication 5, dans lequel le dispositif
de fixation (120) comprend des alésages dans la balustrade.
7. Système de transport de personnes (100) selon une des revendications précédentes,
dans lequel le dispositif de sécurité (130) comprend au moins un élément d'interaction
(150) et dans lequel le capteur (151) est conçu pour détecter la présence de l'élément
d'interaction (150) après le montage du dispositif de sécurité (130).
8. Système de transport de personnes (100) selon la revendication 7, dans lequel l'élément
d'interaction (150) est un aimant et dans lequel le capteur (151) est conçu pour détecter
la présence de l'aimant après le montage du dispositif de sécurité (130).
9. Système de transport de personnes (100) selon la revendication 8, dans lequel la position
de l'aimant après le système du dispositif de sécurité (130) est modifiable à des
fins de réglage fin.
10. Système de transport de personnes (100) selon une des revendications précédentes,
dans lequel le capteur (151) est un capteur magnétique.
11. Système de transport de personnes (100) selon une des revendications précédentes,
dans lequel le capteur (151) est positionné dans la zone d'un capuchon d'entrée de
main courante (141) du système de transport de personnes (100).
12. Système de transport de personnes (100) selon une des revendications précédentes,
dans lequel chaque extrémité de main courante (112) présente un capteur (151) pour
la détection d'un dispositif de sécurité (130) monté.
13. Système de transport de personnes (100) selon une des revendications précédentes,
dans lequel la balustrade (110) est une première balustrade et le système de transport
de personnes (100) comprend une seconde balustrade (110) s'étendant parallèlement
à la première balustrade comportant des éléments de fixation (120), dans lequel la
première balustrade et la seconde balustrade (110) sont disposées de part et d'autre
de la bande transporteuse et s'étendent parallèlement à celle-ci et dans lequel la
seconde balustrade (110) comprend une première extrémité avec une première courbure
de fin de main courante (112) et une seconde extrémité avec une courbure de fin de
main courante (112) et dans lequel la première extrémité de la première et de la seconde
balustrade sont opposées et la seconde extrémité de la première et de la seconde balustrade
sont opposées.
14. Système de transport de personnes (100) selon la revendication 13, dans lequel l'unité
de commande (152) est en outre conçue pour :
- en l'absence d'un dispositif de sécurité ou en présence d'un seul dispositif de
sécurité (130), bloquer le système de transport de personnes dans les deux directions
de déplacement (101, 102),
- en présence concomitante d'au moins un dispositif de sécurité (130) à la première
extrémité et d'au moins un dispositif de sécurité (130) à la seconde extrémité de
l'une quelconque des deux balustrades (110), bloquer le système de transport de personnes
(100) dans les deux directions de déplacement (101, 102).
15. Procédé de commande d'un système de transport de personnes (100) bidirectionnel, comprenant
:
- la détermination de la présence d'un dispositif de sécurité (130) dans la zone d'une
extrémité coudée de main courante (112) par l'intermédiaire d'un capteur (151),
- sur la base de la détermination de la présence du dispositif de sécurité (130) dans
la zone d'une courbure de fin de main courante (112), le fait d'empêcher le fonctionnement
du système de transport de personnes (100) dans une direction de déplacement bloquée
(102), dans lequel la direction de déplacement bloquée (102) est définie par la pénétration
de la main courante (111) dans le dispositif de sécurité (130).