[0001] Die Erfindung betrifft einen Biegekopf für Baustahlmatten, umfassend einen Rahmen,
wenigstens eine relativ zum Rahmen bewegbare Biegefläche zum Biegen wenigstens eines
Drahtes einer Baustahlmatte, wenigstens einen Gegenhalter, an welchem der wenigstens
eine Draht beim Biegen mittels der wenigstens einen Biegefläche abstützbar ist, wenigstens
eine Biegematrize, welche zumindest abschnittsweise einen vorgegebenen Biegeradius
aufweist, wenigstens einen Biegearm, an welchem die wenigstens eine Biegefläche angeordnet
ist, und wenigstens eine Armantriebsvorrichtung, mit welcher der wenigstens eine Biegearm
relativ zum Rahmen verstellbar ist. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Anlage zur
Herstellung von Baustahlmatten, umfassend wenigstens einen solchen Biegekopf sowie
ein Verfahren zum Biegen wenigstens eines Drahtes einer Baustahlmatte mittels wenigstens
eines solchen Biegekopfes.
[0002] In der Figur 1 ist ein Biegekopf 101 gemäß dem Stand der Technik dargestellt. Der
Biegekopf 101 umfasst einen Rahmen 103, eine relativ zum Rahmen 103 bewegbare Biegefläche
104 zum Biegen eines Drahtes einer Baustahlmatte, einen Gegenhalter 106, an welchem
der Draht beim Biegen mittels der Biegefläche 104 abstützbar ist, eine Biegematrize
107, einen Biegearm 109, an welchem die Biegefläche 104 angeordnet ist, und eine Armantriebsvorrichtung
110, mit welcher der Biegearm 109 relativ zum Rahmen 103 verstellbar ist.
[0003] Der Gegenhalter 106 ist an einem Schwenkhebel 116 angeordnet und relativ zum Rahmen
103 verschwenkbar.
[0004] Mit der Armantriebsvorrichtung 110 kann der Biegearm 109 um eine Drehachse 113 gedreht
werden. An einem der Biegefläche 104 gegenüberliegenden Ende des Biegearms 109 ist
eine Steuerrolle 114 angeordnet, welche bei einer Bewegung des Biegearms 109 an einer
Steuerkontur 115 abläuft. Über die Steuerrolle 114 und die Steuerkontur 115 kann die
Bewegung der Biegefläche 104 derart modifiziert werden, dass sie von einer reinen
Kreisbahn abweicht und einer vorgegebenen Biegetrajektorie folgt.
[0005] Die Biegetrajektorie stellt dabei einen Kompromiss dar, welcher dem gesamten zu verarbeitenden
Drahtspektrum gerecht werden muss, was allerdings nachteilig ist, da hierdurch die
Biegungen, welche mit dem Biegekopf vorgenommen werden können, beschränkt sind. Beispielsweise
können nur Biegungen mit einer festgelegten Schenkellänge durchgeführt werden.
[0006] Ein weiterer Nachteil des Biegekopfes besteht darin, dass das Ende des Biegearms
109, an welchem die Biegefläche 104 angeordnet ist, bei einer Biegung einen großen
Bewegungsraum erfordert, was einen relativ großen Abstand benachbarter Drähte, aus
denen die Baustahlmatten zusammengeschweißt sind, erfordert.
[0007] Ist die Baustahlmatte über dem Biegekopf auf einem Mattentisch angeordnet, so erfordert
der große Bewegungsraum des Ende des Biegearms 109 auch einen relativ großen Ausschnitt
in diesem Mattentisch, durch den das Ende des Biegearms 109 hindurchragt. Der große
Tischausschnitt bedingt wiederum eine unzureichende Abstützung der Baustahlmatte,
was zu einem Durchhängen im Bereich der vorzunehmenden Biegung führt, wodurch die
Genauigkeit der Biegung verschlechtert werden kann. Ein zu großer Ausschnitt kann
im schlimmsten Fall auch zu einem Festhängen der Baustahlmatte führen, was auch eine
Gefahr für das Bedienpersonal bedingen kann.
[0008] Und schließlich besteht ein weiterer Nachteil bei Biegeköpfen gemäß dem Stand der
Technik darin, dass die Biegeköpfe einen großen Bauraum erfordern, wodurch ihre Einsatzmöglichkeiten
in Anlagen zur Herstellung von Baustahlmatten begrenzt sind.
[0009] Die
JP 2009 142863 A, auf der der Oberbegriff des Patentanspruchs 1 basiert, offenbart einen Biegekopf,
bei welchem mehrere Baugruppen, die jeweils eine Biegerolle 10 umfassen an einer Schiene
verschiebbar gelagert sind.
[0010] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Nachteile des Stands der
Technik zumindest teilweise zu beheben und einen gegenüber dem Stand der Technik verbesserten
Biegekopf anzugeben, welcher insbesondere eine Bewegung der Biegefläche entlang einer
variablen, an die Parameter der vorzunehmenden Biegung optimal angepassten Biegetrajektorie
ermöglicht, und einen geringen Bewegungsraum sowie einen geringen Bauraum aufweist.
Eine weitere Aufgabe besteht darin, eine Anlage zur Herstellung von Baustahlmatten,
umfassend wenigstens einen solchermaßen verbesserten Biegekopf sowie ein Verfahren
zum Biegen wenigstens eines Drahtes einer Baustahlmatte mittels wenigstens eines solchermaßen
verbesserten Biegekopfes anzugeben.
[0011] Diese Aufgaben werden gelöst durch die Merkmale der Ansprüche 1, 11 und 14.
[0012] Beim erfindungsgemäßen Biegekopf ist demnach wenigstens ein Träger vorgesehen, an
und/oder auf welchem der wenigstens eine Biegearm bewegbar gelagert ist, wobei wenigstens
eine von der wenigstens einen Armantriebsvorrichtung gesonderte Trägerantriebsvorrichtung
vorgesehen ist, mit welcher der wenigstens eine Träger relativ zum Rahmen verstellbar
ist, wobei der wenigstens eine Träger um eine Drehachse drehbar am Rahmen gelagert
ist, und wobei der wenigstens eine Biegearm linear verschiebbar an und/oder auf dem
wenigstens einen Träger gelagert ist, wodurch ein Abstand der Biegefläche zur Drehachse
veränderbar ist.
[0013] Mit dem Biegekopf können einzelne Drähte einer Baustahlmatte gebogen werden. Die
Baustahlmatten dienen zur Verstärkung von Betonfertigteilen. Die Drähte können beispielsweise
an einer der Seiten der Baustahlmatte, an einer Aussparung für ein Fenster oder eine
Tür oder innerhalb der Matte angeordnet sein. In diesem Fall fungiert der zu biegende
Draht in der Regel als Distanzhalter zu einer weiteren Mattenlage. Mit dem Biegekopf
können beispielsweise Biegungen durchgeführt werden, welche eine erste und eine zweite
Abbiegung von jeweils 90° und ein dazwischen angeordnetes Drahtstück mit einer frei
wählbaren Schenkellänge aufweisen. Es können auch Biegungen durchgeführt werden, welche
eine einzige Abbiegung von 180° aufweisen.
[0014] Ein wesentliches Prinzip des Biegekopfes besteht darin, dass die Biegetrajektorie
durch das Vorsehen von zumindest zwei voneinander unabhängigen Abtrieben, nämlich
einerseits der Armantriebsvorrichtung und andererseits der davon gesonderten Trägerantriebsvorrichtung,
variable gestaltet werden kann. Dadurch ist es möglich, den wenigstens einen Träger
mit Hilfe der wenigstens einen Trägerantriebsvorrichtung relativ zum Rahmen zu verstellen,
und unabhängig davon, den wenigstens einen Biegearm, der an und/oder auf dem wenigstens
einen Träger bewegbar gelagert ist, mit Hilfe der wenigstens einen Armantriebsvorrichtung
relativ zum wenigstens einen Träger und relativ zum Rahmen zu bewegen.
[0015] Dadurch kann die von der wenigstens einen Biegefläche ausgeführte Biegetrajektorie
optimal an die Parameter der durchzuführenden Biegung des wenigstens einen Drahtes
angepasst werden. Ein Parameter stellt beispielsweise der Drahtdurchmesser dar, welcher
z.B. zwischen 6 und 16mm liegen kann. Je nach Drahtdurchmesser kann eine Biegematrize
mit einem vorgegebenen Biegeradius eingesetzt werden. Ein anderer Parameter stellt
die Schenkellänge zwischen zwei aufeinander folgenden Teilbiegungen dar. Durch die
variable Biegetrajektorie kann diese Schenkellänge frei gewählt werden. Insbesondere
sind auch relativ kurze Schenkellängen realisierbar.
[0016] Durch das Vorsehen von zumindest zwei voneinander unabhängigen Abtrieben ist es auch
möglich, die Ausmaße des vom Bereich des Biegearms, in welchem die Biegefläche angeordnet
ist, bei einer Biegung in Anspruch genommenen Bewegungsraums im Vergleich zum Stand
der Technik zu reduzieren. Dadurch ist es möglich, bei der Verwendung eines Mattentisches,
den für den Biegearm erforderlichen Tischausschnitt zu reduzieren. Gleichzeitig können
Abstandhalterdrähte in der Untermatte eines Massivwandkorbes mit einem im Vergleich
zum Stand der Technik reduzierten Quereisenabstand von z.B. 150 mm mittels des Biegekopfes
gebogen werden.
[0017] Ein weiterer Vorteil des Biegekopfes besteht darin, dass durch die Anordnung des
wenigstens einen Biegearms an und/oder auf dem wenigstens einen Träger eine kompakte
Bauform des Biegekopfes realisierbar ist. Dies erweitert wiederum die Einsatzmöglichkeiten
des Biegekopfes in einer Anlage zur Herstellung von Baustahlmatten.
[0018] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass der wenigstens eine Träger um eine Drehachse
drehbar am Rahmen gelagert ist, vorzugsweise wobei der wenigstens eine Biegearm derart
an und/oder auf dem wenigstens einen Träger angeordnet ist, dass die Drehachse den
wenigstens einen Biegearm schneidet. Hierdurch kann der Biegekopf sehr kompakt aufgebaut
werden, wodurch der Biegekopf auch bei ungünstigen Platzverhältnissen verwendet werden
kann.
[0019] Es bietet sich an, dass die Trägerantriebsvorrichtung wenigstens ein Schubkurbelgetriebe
umfasst, vorzugsweise wobei das wenigstens eine Schubkurbelgetriebe wenigstens eine
Kurbel, wenigstens einen Hebel, und/oder wenigstens eine Schubstange aufweist.
[0020] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass der wenigstens eine Biegearm linear verschiebbar
an und/oder auf dem wenigstens einen Träger gelagert ist, bevorzugt wobei wenigstens
ein Lager am wenigstens einen Träger angeordnet ist, an welchem wenigstens eine Führung
für den wenigstens einen Biegearm ausgebildet ist, besonders bevorzugt wobei zwei
Lager am wenigstens einen Träger angeordnet sind. Durch diese Maßnahmen, einzeln oder
in Kombination miteinander, kann die Schenkellänge einer Biegung in besonders einfacher
Weise nach Wunsch angepasst werden.
[0021] Hinsichtlich eines kompakten Aufbaus des Biegekopfes hat es sich als günstig erwiesen,
dass die wenigstens eine Armantriebsvorrichtung eine Antriebswelle und wenigstens
ein Getriebe aufweist, mit welchem eine Drehbewegung der Antriebswelle in eine Linearbewegung
des wenigstens einen Biegearms umformbar ist, bevorzugt wobei das wenigstens eine
Getriebe wenigstens ein Zahnrad und wenigstens eine Zahnstange aufweist, besonders
bevorzugt wobei das wenigstens eine Zahnrad von der Antriebswelle antreibbar ist und
die wenigstens eine Zahnstange am wenigstens einen Biegearm angeordnet ist.
[0022] In diesem Zusammenhang bietet es sich an, dass die Antriebswelle der wenigstens einen
Armantriebsvorrichtung um eine Drehachse drehbar ist, der wenigstens eine Träger um
eine Drehachse drehbar am Rahmen gelagert ist und die Drehachse der Antriebswelle
mit der Drehachse des wenigstens einen Trägers zusammenfällt, vorzugsweise wobei die
wenigstens eine Armantriebsvorrichtung wenigstens ein Getriebe mit wenigstens einem
Zahnrad aufweist und das wenigstens eine Zahnrad um die Drehachse der Antriebswelle
drehbar ist.
[0023] Es bietet sich an, dass eine Steuerungs- und/oder Regelungsvorrichtung vorgesehen
ist, mit welcher die wenigstens eine Armantriebsvorrichtung und die wenigstens eine
Trägerantriebsvorrichtung derart ansteuerbar sind, dass die wenigstens eine Biegefläche
eine an eine vorgegebene Biegung des wenigstens einen Drahtes, an einen Drahtdurchmesser
des wenigstens einen Drahtes, und/oder an einen vorgegebenen Biegeradius der wenigstens
einen Biegematrize angepasste Biegetrajektorie relativ zum Rahmen ausführen kann.
Dadurch kann ein vollautomatischer Betrieb des Biegekopfes realisiert werden.
[0024] Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, dass der Biegekopf mehrere,
bevorzugt mehr als drei, besonders bevorzugt wenigstens fünf, Biegematrizen mit unterschiedlichen
vorgegebenen Biegeradien umfasst, wobei eine Biegematrizenwechselvorrichtung vorgesehen
ist, mit welcher die Biegematrizen zwischen einer Biegestellung und wenigstens einer
Lagerstellung bewegbar sind. Dadurch kann ein automatischer Matrizenwechsel realisiert
werden, bei dem in Abhängigkeit des Durchmessers des zu biegenden Drahtes eine der
Biegematrizen mit einem passenden Biegeradius ausgewählt wird. Durch einen Matrizenwechsel
können Drähte unterschiedlicher Durchmesser mit möglichst kurzen Biegeschenkeln gebogen
werden, ohne Zeit zu verlieren. Umfasst der der Biegekopf wenigstens fünf Biegematrizen,
so kann ein großes Spektrum der standartmäßig verwendeten Drahtdurchmesser abgedeckt
werden.
[0025] In diesem Zusammenhang kann es gemäß vorteilhaften Ausführungsformen, vorgesehen
sein, dass die Biegematrizenwechselvorrichtung eine sternförmige Halterung mit mehreren
Armen aufweist, wobei an jedem Arm jeweils eine der Biegematrizen angeordnet oder
anordenbar ist, und/oder um eine Drehachse drehbar gelagert ist, vorzugsweise wobei
der wenigstens eine Träger um eine Drehachse drehbar am Rahmen gelagert ist und die
Drehachse der Biegematrizenwechselvorrichtung mit der Drehachse des wenigstens einen
Trägers zusammenfällt, und/oder wenigstens eine Matrizenwechselantriebsvorrichtung
vorgesehen ist, mit welcher eine der Biegematrizen aus der Biegestellung in die wenigstens
eine Lagerstellung bewegbar ist, und umgekehrt.
[0026] Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, dass
- der wenigstens eine Träger um eine Drehachse drehbar am Rahmen gelagert ist, und/oder
- die wenigstens eine Armantriebsvorrichtung eine um eine Drehachse drehbare Antriebswelle
umfasst, und/oder
- eine um eine Drehachse drehbar gelagerte Biegematrizenwechselvorrichtung vorgesehen
ist,
und dass wenigstens zwei, vorzugsweise alle, der vorgesehenen Drehachsen zusammenfallen.
Dadurch ist es möglich, einen sehr kompakten Aufbau des Biegekopfes zu erzielen. Außerdem
können die beim Betrieb des Biegekopfes entstehenden Kräfte gut aufgenommen werden.
[0027] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist es vorgesehen, dass eine Gruppe aus
dem wenigstens einen Träger und dem wenigstens einen an und/oder auf dem wenigstens
einen Träger angeordneten Biegearm insgesamt relativ zum Rahmen verstellbar gelagert
ist, vorzugsweise wobei die Gruppe zumindest in eine in Gebrauchslage des Biegekopfs
vertikale Richtung verstellbar ist, und/oder wenigstens eine Gruppenantriebsvorrichtung
vorgesehen ist, mit welcher die Gruppe relativ zum Rahmen verstellbar ist. Dadurch
ist es möglich, den Abstand des Biegekopfes zum Gegenhalter in Abhängigkeit des Drahtdurchmessers
anpassen. Außerdem vereinfacht die Gruppenverstellung auch ein Einfädeln von Drähten
und, falls eine Biegematrizenwechselvorrichtung vorgesehen ist, einen Wechsel der
Biegematrizen.
[0028] Es hat sich als günstig erwiesen, dass der wenigstens eine Gegenhalter stationär
am Rahmen angeordnet ist, und/oder die wenigstens eine Biegefläche an einem Biegebolzen
ausgebildet ist, und/oder wenigstens eine Positionserfassungseinheit vorgesehen ist,
mit welcher die Position wenigstens eines zu biegenden Drahtes relativ zum Biegekopf
erfassbar ist, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Positionserfassungseinheit wenigstens
einen Laser umfasst.
[0029] Als vorteilhaft hat sich insbesondere die Kombination aus wenigstens einem Gegenhalter,
welcher stationär am Rahmen angeordnet ist, und einer Gruppenverstellung des wenigstens
einen Trägers und des wenigstens einen an und/oder auf dem wenigstens einen Träger
angeordneten Biegearms relativ zum Rahmen herausgestellt. Einerseits kann durch die
stationäre Anordnung eine hohe Stabilität des Gegenhalters erzielt werden. Andererseits
kann ein günstiger Kraftfluss realisiert werden. Erfolgt die Gruppenverstellung in
eine vertikale Richtung, muss die Gruppenverstellung nur das Gewicht der Gruppe aus
Träger und Biegearm heben können. Das Gewicht der Gruppe aus Träger und Biegearm hilft
zusätzlich während der Biegung beim Gegenhalten.
[0030] Wie eingangs ausgeführt, wird ein Schutz auch begehrt für eine Anlage zur Herstellung
von Baustahlmatten, umfassend wenigstens einen erfindungsgemäßen Biegekopf, vorzugsweise
wenigstens zwei Biegeköpfe.
[0031] Bevorzugte Ausführungsformen der Anlage zeichnen sich dadurch aus, dass wenigstens
ein Mattentisch vorgesehen ist, auf welchem wenigstens eine Baustahlmatte positionierbar
ist, wobei der wenigstens eine Mattentisch wenigstens eine Aussparung aufweist, in
welcher der wenigstens eine Gegenhalter, die wenigstens eine Biegefläche und die wenigstens
eine Biegematrize des wenigstens einen Biegekopfes angeordnet oder anordenbar sind,
um wenigstens einen Draht der wenigstens einen Baustahlmatte zu biegen, bevorzugt
wobei die wenigstens eine Aussparung eine maximale Breite 35 von 300 mm, besonders
bevorzugt von 250 mm, aufweist.
[0032] Alternativ oder ergänzend kann ein Grundgerüst vorgesehen sein, auf welchem der wenigstens
eine Biegekopf angeordnet ist, bevorzugt wobei der wenigstens eine Biegekopf relativ
zum Grundgerüst drehbar angeordnet ist, besonders bevorzugt wobei wenigstens ein Biegekopfdrehantrieb
vorgesehen ist, mit welchem der wenigstens eine Biegekopf relativ zum Grundgerüst
drehbar ist, und/oder der wenigstens eine Biegekopf relativ zum Grundgerüst verschiebbar
angeordnet ist, besonders bevorzugt wobei wenigstens ein Biegekopfverfahrantrieb vorgesehen
ist, mit welchem der wenigstens eine Biegekopf relativ zum Grundgerüst verschiebbar
ist, und/oder die Anlage wenigstens zwei Biegeköpfe aufweist, wobei die wenigstens
zwei Biegeköpfe an zwei gegenüberliegenden Enden des Grundgerüsts angeordnet oder
anordenbar sind.
[0033] Gemäß weiteren vorteilhaften Ausführungsformen, in Kombination oder einzeln, ist
es vorgesehen, dass die Anlage wenigstens ein Drahtmagazin umfasst, vorzugsweise wobei
das wenigstens eine Drahtmagazin wenigstens eine Abwickelvorrichtung für eine Spule
aufweist, und/oder wenigstens eine Richtmaschine zum Geraderichten wenigstens eines
Drahtes umfasst, und/oder wenigstens eine Schweißvorrichtung zum Verschweißen von
sich kreuzenden Längsdrähten und Querdrähten zu wenigstens einer Baustahlmatte umfasst,
und/oder wenigstens eine Balkenbiegevorrichtung zum gleichzeitigen Biegen einer Reihe
nebeneinander angeordneter Drähte umfasst, und/oder wenigstens eine Transportvorrichtung
zum Abtransport wenigstens einer Baustahlmatte umfasst, vorzugsweise wobei die wenigstens
eine Transportvorrichtung als Kettenförderer ausgebildet ist.
[0034] Und schließlich wird Schutz begehrt für ein Verfahren zum Biegen wenigstens eines
Drahtes einer Baustahlmatte mittels wenigstens eines erfindungsgemäßen Biegekopfes,
umfassend folgende Verfahrensschritte:
- der wenigstens eine Träger wird mittels der wenigstens einen Trägerantriebsvorrichtung
relativ zum Rahmen um eine Drehachse verdreht und
- der wenigstens eine Biegearm wird mittels der wenigstens einen Armantriebsvorrichtung
relativ zum Rahmen und relativ zum wenigstens einen Träger linear verschoben, wodurch
ein Abstand der Biegefläche zur Drehachse verändert wird.
[0035] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens werden die wenigstens eine
Armantriebsvorrichtung und die wenigstens eine Trägerantriebsvorrichtung derart mittels
einer Steuerungs- und/oder Regelungsvorrichtung angesteuert, dass die wenigstens eine
Biegefläche eine an eine vorgegebene Biegung des wenigstens einen Drahtes, an einen
Drahtdurchmesser des wenigstens einen Drahtes, und/oder an einen vorgegebenen Biegeradius
der wenigstens einen Biegematrize angepasste Biegetrajektorie relativ zum Rahmen ausführt.
[0036] Für den Fall, dass der Biegekopf mehrere, bevorzugt mehr als drei, besonders bevorzugt
wenigstens fünf, Biegematrizen mit unterschiedlichen vorgegebenen Biegeradien umfasst,
bietet es sich an, dass wenigstens eine der Biegematrizen in einem weiteren Verfahrensschritt
mittels einer Biegematrizenwechselvorrichtung zwischen einer Biegestellung und wenigstens
einer Lagerstellung bewegt wird, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Biegematrize
zumindest abschnittsweise relativ zum Rahmen gedreht wird.
[0037] Alternativ oder ergänzend kann es vorgesehen sein, dass eine Gruppe aus dem wenigstens
einen Träger und dem wenigstens einen an und/oder auf dem wenigstens einen Träger
angeordneten Biegearm in einem weiteren Verfahrensschritt insgesamt relativ zum Rahmen
verstellt wird, vorzugsweise zumindest in eine in Gebrauchslage des Biegekopfs vertikale
Richtung.
[0038] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- einen Biegekopf gemäß dem Stand der Technik in einer schematisch dargestellten Seitenansicht,
- Fig. 2
- ein bevorzugtes erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines Biegekopfes in einer schematisch
dargestellten Querschnittsansicht von der Seite,
- Fig. 3
- das bevorzugte Ausführungsbeispiel des Biegekopfes in einer weiteren schematisch dargestellten
Querschnittsansicht von der Seite, wobei in der Figur exemplarisch eine Reihe von
nacheinander durchlaufenen Positionen des Biegearms eingezeichnet ist,
- Fig. 4
- das bevorzugte Ausführungsbeispiel des Biegekopfes in einer weiteren schematisch dargestellten
Querschnittsansicht von der Seite, wobei zusätzlich ein Mattentisch und ein Ausschnitt
einer darauf angeordneten Baustahlmatte dargestellt sind,
- Fig. 5a), b)
- das bevorzugte Ausführungsbeispiel des Biegekopfes in zwei unterschiedlichen schematisch
dargestellten perspektivischen Ansichten,
- Fig. 5c)
- das bevorzugte Ausführungsbeispiel des Biegekopfes in einer weiteren schematisch dargestellten
perspektivischen Ansicht, und
- Fig. 6
- ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Anlage zur Herstellung von Baustahlmatten
in einer schematisch dargestellten Draufsicht von oben.
[0039] Die Figur 1, welche einen Biegekopf gemäß dem Stand der Technik zeigt, wurde bereits
in der Beschreibungseinleitung beschrieben.
[0040] Die Figur 2 zeigt ein bevorzugtes erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines Biegekopfes
1 für Baustahlmatten 2 (vergleiche auch die Figur 4), umfassend einen Rahmen 3, eine
relativ zum Rahmen 3 bewegbare Biegefläche 4 zum Biegen wenigstens eines Drahtes 5
einer Baustahlmatte 2, einen Gegenhalter 6, an welchem der wenigstens eine Draht 5
beim Biegen mittels der Biegefläche 4 abstützbar ist, und mehrere Biegematrizen 7,
welche jeweils zumindest abschnittsweise einen vorgegebenen Biegeradius 8 aufweisen.
Beim konkreten Ausführungsbeispiel sind insgesamt fünf Biegematrizen 7 vorgesehen.
Es kann aber auch eine davon abweichende Anzahl von Biegematrizen 7 zum Einsatz kommen.
[0041] Der Biegekopf 1 weist einen Biegearm 9 auf, an welchem die Biegefläche 4 angeordnet
ist, und eine Armantriebsvorrichtung 10, mit welcher der Biegearm 9 relativ zum Rahmen
3 verstellbar ist.
[0042] Es ist ein Träger 11 vorgesehen, auf welchem der Biegearm 9 bewegbar gelagert ist,
wobei eine von der Armantriebsvorrichtung 10 gesonderte Trägerantriebsvorrichtung
12 vorgesehen ist, mit welcher der Träger 11 relativ zum Rahmen 3 verstellbar ist.
[0043] Der Träger 11 ist um eine Drehachse 13 drehbar am Rahmen 3 gelagert, wobei der Biegearm
9 derart auf dem Träger 11 angeordnet ist, dass die Drehachse 13 den Biegearm 9 schneidet.
Dadurch wird ein äußerst kompakter Aufbau des Biegekopfes 1 erzielt.
[0044] Die Trägerantriebsvorrichtung 12 umfasst ein Schubkurbelgetriebe, wobei das Schubkurbelgetriebe
eine Kurbel 14, einen Hebel 15, und eine Schubstange 16 aufweist. Die Schubstange
16 ist zwischen der Kurbel 14, welche in Richtung des Doppelpfeils 66 bewegbar ist,
und dem mit dem Träger 11 verbundenen Hebel 15 angeordnet.
[0045] Der Biegearm 9 ist linear verschiebbar auf dem Träger 11 gelagert ist, wobei zwei
Lager 17 am Träger 11 angeordnet sind, an welchen jeweils eine Führung für den Biegearm
9 ausgebildet ist. Der Biegearm 9 ist in der eingezeichneten Stellung des Trägers
11 in Richtung des Doppelpfeils 67 relativ zum Träger 11 und relativ zum Rahmen 3,
von dem in der Figur 2 nur ein kleines Teilstück beim Gegenhalter 6 eingezeichnet
ist, bewegbar. Bei dieser Bewegung wird ein Abstand der Biegefläche 4 zum Drehpunkt
13 verändert. Dadurch kann in besonders vorteilhafter Weise eine Schenkellänge 44
einer Biegung (vergleiche Figur 4) verändert werden.
[0046] Die Armantriebsvorrichtung 10 weist eine Antriebswelle 19 und ein Getriebe auf, mit
welchem eine Drehbewegung der Antriebswelle 19 in eine Linearbewegung des Biegearms
9 umformbar ist. Das Getriebe kann unterschiedlich ausgeführt sein. Im konkret dargestellten
Fall weist das Getriebe ein Zahnrad 20 und eine Zahnstange 21 auf, wobei das Zahnrad
20 von der Antriebswelle 19 antreibbar ist und die Zahnstange 20 am Biegearm 9 angeordnet
ist. Wird das Zahnrad 20 in eine Drehung versetzt, so wird die Zahnstange 21 und der
damit bewegungsgekoppelt verbundene Biegearm 9 linear bewegt.
[0047] Es bietet sich an, dass die Armantriebsvorrichtung 10 und die Trägerantriebsvorrichtung
12 mit Absolutwertgebern ausgeführt werden.
[0048] Es ist eine Steuerungs- und/oder Regelungsvorrichtung 22 vorgesehen, welche in der
Figur 2 schematisch durch ein gestricheltes Rechteck angedeutet ist. Mit der Steuerungs-
und/oder Regelungsvorrichtung 22 sind die Armantriebsvorrichtung 10 und die Trägerantriebsvorrichtung
12 derart ansteuerbar, dass die Biegefläche 4 eine an eine vorgegebene Biegung des
wenigstens einen Drahtes 5, an einen Drahtdurchmesser 23 des wenigstens einen Drahtes
5, und/oder an einen vorgegebenen Biegeradius 8 der wenigstens einen Biegematrize
7 angepasste Biegetrajektorie 24 relativ zum Rahmen 3 ausführen kann. Die Steuerungs-
und/oder Regelungsvorrichtung 22 kann über eine oder mehrere Signalleitungen 40, welche
auch drahtlos ausgebildet sein können, mit der Trägerantriebsvorrichtung 12 und der
Armantriebsvorrichtung 10 verbunden sein.
[0049] Durch die Kombination einer geradlinigen Bewegung des Biegearms 9 und einer Winkelbewegung
des Trägers 11, ist es möglich jeden beliebigen Punkt mit der Biegefläche 4 anzufahren.
[0050] Durch den Aufbau der Biegemaschine mit Drehkranz für die Schwenkbewegung und Hub
des Biegearms über ein Zahnrad durch die Mitte des Drehkranzes, ist diese sehr kompakt
und kann auch bei ungünstigen Platzverhältnissen verwendet werden.
[0051] Als vorteilhaft hat es sich herausgestellt, dass die Steuerungs- und/oder Regelungsvorrichtung
22 so ausgelegt ist, dass eine sehr geringe Taktzeit für eine Biegung erreicht wird.
[0052] Die Biegekopf 1 des dargestellten Ausführungsbeispiels kann vollautomatisch betrieben
werden.
[0053] Der Biegekopf 1 umfasst mehrere, konkret fünf, Biegematrizen 7 mit unterschiedlichen
vorgegebenen Biegeradien 8, wobei eine Biegematrizenwechselvorrichtung 25 vorgesehen
ist, mit welcher die Biegematrizen 7 zwischen einer Biegestellung und wenigstens einer
Lagerstellung bewegbar sind. Befindet sich eine Biegematrize 7 in der Biegestellung,
so ist sie in etwa zwischen dem Gegenhalter 6 und der Biegefläche 4 angeordnet. Eine
davon abweichende Stellung, in welcher eine Biegematrize 7 nicht an einem Biegevorgang
beteiligt ist, stellt eine Lagerstellung dar. In der Figur 2 ist die oberste Biegematrize
7 in der Biegestellung und sind die übrigen Biegematrizen 7 in einer Lagerstellung
angeordnet.
[0054] Die Biegematrizenwechselvorrichtung 25 weist eine sternförmige Halterung 26 mit mehreren
Armen 27 auf, wobei an jedem Arm 27 jeweils eine der Biegematrizen 7 angeordnet oder
anordenbar ist. Im konkret dargestellten Fall weist die Halterung 26 fünf Arme 27
auf, an deren freien Enden jeweils eine Biegematrize 7 angeordnet ist.
[0055] Die Biegematrizenwechselvorrichtung 25 ist um eine Drehachse 13 drehbar gelagert
ist, wobei die Drehachse 13 der Biegematrizenwechselvorrichtung 25 mit der Drehachse
13 des Trägers 11 zusammenfällt.
[0056] Es ist eine Matrizenwechselantriebsvorrichtung 28 (vergleiche die Figur 5b)) vorgesehen,
mit welcher eine der Biegematrizen 7 aus der Biegestellung in wenigstens eine Lagerstellung
bewegbar ist, und umgekehrt.
[0057] Mit Hilfe der Biegematrizenwechselvorrichtung 25 kann je nach Anforderungen und Drahtdurchmesser
23 (vergleiche Figur 4) des zu biegenden Drahtes 5 eine passende Biegematrize 7 eingewechselt
werden.
[0058] Die Biegematrizen 7 können im Bereich des vorgegebenen Biegeradius 8 eine strukturierte
Oberfläche aufweisen, um die Reibungskraft zum Draht 5 zu erhöhen. Beispielsweise
kann die strukturierte Oberfläche im Querschnitt zumindest bereichsweise widerhakenförmig
ausgebildet sein.
[0059] Der Gegenhalter 6 ist stationär am Rahmen 3 angeordnet.
[0060] Die Biegefläche 4 ist im dargestellten Fall an einem Biegebolzen 31 ausgebildet.
[0061] Der Biegekopf 1 kann in einem Verfahren zum Biegen wenigstens eines Drahtes 5 einer
Baustahlmatte 2 eingesetzt werden, wobei das Verfahren folgende Verfahrensschritte
umfasst:
- der Träger 11 wird mittels der Trägerantriebsvorrichtung 12 relativ zum Rahmen 3 verstellt,
beim konkreten Ausführungsbeispiel um eine Drehachse 13 verdreht, und
- der Biegearm 9 wird mittels der Armantriebsvorrichtung 10 relativ zum Rahmen 3 und
relativ zum Träger 11 verstellt, beim konkreten Ausführungsbeispiel linear verschoben.
[0062] In einem weiteren Verfahrensschritt wird wenigstens eine der Biegematrizen 7 mittels
der Biegematrizenwechselvorrichtung 25 zwischen einer Biegestellung und wenigstens
einer Lagerstellung bewegt, wobei beim konkreten Ausführungsbeispiel die wenigstens
eine Biegematrize 7 zumindest abschnittsweise relativ zum Rahmen 3 gedreht wird.
[0063] Die Figur 3 zeigt das bevorzugte Ausführungsbeispiel des Biegekopfes 1 in einer weiteren
schematisch dargestellten Querschnittsansicht von der Seite, wobei in der Figur exemplarisch
eine Reihe von nacheinander durchlaufenen Positionen des Biegearms 1 im Zuge eines
Biegevorgangs eines Drahtes 5 eingezeichnet ist.
[0064] Die Armantriebsvorrichtung 10 und die Trägerantriebsvorrichtung 12 werden dabei derart
mittels der Steuerungs- und/oder Regelungsvorrichtung 22 angesteuert, dass die Biegefläche
4 eine an eine vorgegebene Biegung des wenigstens einen Drahtes 5, an einen Drahtdurchmesser
23 des wenigstens einen Drahtes 5, und/oder an einen vorgegebenen Biegeradius 8 der
wenigstens einen Biegematrize 7 angepasste Biegetrajektorie 24 relativ zum Rahmen
3 ausführt. Im konkret dargestellten Fall bietet es sich beispielsweise an, die Biegefläche
4 bzw. den Biegebolzen 31 auf einer im Wesentlichen kreisförmigen Biegetrajektorie
24 um die Biegematrize 7 zu führen.
[0065] In der Figur 3 ist ein größerer Teil des Rahmens 3 dargestellt. Es bietet sich an,
dass
eine Gruppe aus dem Träger 11 und dem auf dem Träger 11 angeordneten Biegearm 9 insgesamt
relativ zum Rahmen 3 verstellbar gelagert ist, wobei
die Gruppe in eine in Gebrauchslage des Biegekopfs 1 vertikale Richtung 29 verstellbar
ist. Es ist eine Gruppenantriebsvorrichtung 30 (vergleiche die Figur 5b)) vorgesehen,
mit welcher die Gruppe relativ zum Rahmen 3 verstellbar ist.
[0066] Der Rahmen 3 kann eine Öffnung 45 aufweisen, innerhalb welcher die Gruppe verstellbar
ist. Die Öffnung 45 kann beispielsweise langlochförmig ausgebildet sein und/oder Endanschläge,
welche die Maximalstellungen der Gruppe relativ zum Rahmen 3 definieren, aufweisen.
[0067] Der Biegekopf 1 kann in einem Verfahren zum Biegen wenigstens eines Drahtes 5 einer
Baustahlmatte 2 eingesetzt werden. Dabei bietet es sich an, dass die Gruppe aus dem
Träger 11 und dem auf dem Träger 11 angeordneten Biegearm 9 in einem Verfahrensschritt
insgesamt relativ zum Rahmen 3 verstellt wird, und zwar zumindest in eine in Gebrauchslage
des Biegekopfs 1 vertikale Richtung 29. Dieser Verfahrensschritt erleichtert einen
Matrizenwechsel im Falle eines begrenzten Tischauschnittes eines Mattentischs 33 (vergleiche
die Figur 4) und/oder das Einfädeln eines Drahtes 5. Außerdem kann der Abstand des
Biegekopfes 1 zum Gegenhalter 6 optimal dem Drahtdurchmesser 23 des zu biegenden Drahtes
5 angepasst werden.
[0068] Die Figur 4 zeigt das bevorzugte Ausführungsbeispiel des Biegekopfes 1 in einer weiteren
schematisch dargestellten Querschnittsansicht von der Seite, wobei zusätzlich ein
Mattentisch 33 und ein Ausschnitt einer darauf angeordneten Baustahlmatte 2 dargestellt
sind.
[0069] Es ist also ein Mattentisch 33 vorgesehen, auf welchem wenigstens eine Baustahlmatte
2 positionierbar ist, wobei der Mattentisch 33 wenigstens eine Aussparung aufweist,
in welcher der Gegenhalter 6, die Biegefläche 4 und die wenigstens eine Biegematrize
7 des Biegekopfes 1 angeordnet oder anordenbar sind, um wenigstens einen Draht 5 der
wenigstens einen Baustahlmatte 2 zu biegen.
[0070] Der Aufbau des Biegekopfes 1 ermöglicht es, die wenigstens eine Aussparung im Vergleich
zum Stand der Technik relativ klein zu gestalten. Beispielsweise kann es vorgesehen
sein, dass die Aussparung eine maximale Breite 35 von 300 mm, besonders bevorzugt
von 250 mm, aufweist.
[0071] Vom Ausschnitt der Baustahlmatte 2 sind mehrere nebeneinander angeordnete Querdrähte
42 dargestellt. Diese sind in einer ersten Mattenlage 41 angeordnet. Der Abstand 43
der Querdrähte 42 kann beispielsweise 150 mm betragen. Dieser Abstand 43 genügt, um
sämtliche Biegevorgänge mittels des Biegekopfes 1 durchzuführen.
[0072] Im konkret dargestellten Fall umfasst die Baustahlmatte 2 einen Draht 5 welcher mit
Hilfe des Biegekopfes 1 in zwei Teilbiegungen von jeweils 90° umgebogen wird. Die
Schenkellänge 44 zwischen den beiden Teilbiegungen beträgt z.B. 110 mm. An dem nach
oben abgebogenen Teilstück des Drahtes 5 kann eine zweite Mattenlage befestigt werden.
In diesem Fall fungiert der Draht 5 als Distanzhalter zur zweiten Mattenlage.
[0073] Im Zuge eines Biegevorgangs wird der Draht 5 durch die Biegefläche 4 des Biegearms
9 in vertikaler Richtung 29 nach oben gedrückt und dabei um die Biegematrize 7 gebogen.
Durch den stationären Gegenhalter 6 wird der Draht 5 gehalten. Dadurch, dass die Biegematrizenwechselvorrichtung
25 in vertikale Richtung 29 verstellbar ist, kann sich die Matrizenunterkante dem
Drahtdurchmesser 33, welcher beispielsweise 8 mm betragen kann, anpassen.
[0074] Durch den stationären Gegenhalter 6 und die verstellbare Biegematrizenwechselvorrichtung
25 ergibt sich zusätzlich ein Vorteil dahingehend, dass das Gewicht der Gruppe aus
Biegearm 9 und Träger 11 beim Gegenhalten während der Biegung hilft und die Gruppenantriebsvorrichtung
30 nur das Gewicht der Gruppe halten können muss. Die Gruppenantriebsvorrichtung 30
muss keine Kraft von der Biegung aufnehmen.
[0075] Die Figuren 5a), 5b) und 5c) zeigen das bevorzugte Ausführungsbeispiel des Biegekopfes
1 in unterschiedlichen schematisch dargestellten perspektivischen Ansichten.
[0076] Es ist ein Grundgerüst 36 vorgesehen, auf welchem der Biegekopf 1 angeordnet ist,
wobei der Biegekopf 1 relativ zum Grundgerüst 36 drehbar angeordnet ist. Es ist ein
Biegekopfdrehantrieb 37 vorgesehen, mit welchem der Biegekopf 1 relativ zum Grundgerüst
36 drehbar ist.
[0077] Der Biegekopf 1 ist relativ zum Grundgerüst 36 verschiebbar angeordnet, wobei ein
Biegekopfverfahrantrieb 38 vorgesehen ist, mit welchem der Biegekopf 1 relativ zum
Grundgerüst 36 verschiebbar ist.
[0078] Die verschiebbare Anordnung kann wie im dargestellten Fall mittels einer Führung
55 realisiert sein. An der Führung 55 kann eine Verzahnung 56 ausgebildet sein, in
welcher ein antreibbares Zahnrad des Biegekopfverfahrantrieb 38 eingreift.
[0079] Der Rahmen 3 des Biegekopfes 1 ist auf einer Basis 54 angeordnet, welche z.B. tellerförmig
ausgebildet sein kann.
[0080] Auf dem Grundgerüst 36 kann auch noch ein weiterer Biegekopf 1 angeordnet sein, sodass
insgesamt zwei Biegeköpfe 1 an zwei gegenüberliegenden Enden 39 des Grundgerüsts 36
angeordnet oder anordenbar sind.
[0081] Wie aus der Figur 5c) hervorgeht, kann eine Positionserfassungseinheit 18 vorgesehen
sein, mit welcher die Position wenigstens eines zu biegenden Drahtes 5 relativ zum
Biegekopf 1 erfassbar ist, wobei die Positionserfassungseinheit 18 im dargestellten
Fall einen Laser 34 umfasst. Der Laser 34 kann einen Laserstrahl 58 aussenden, welcher
durch die Anordnung im konkreten Fall im Wesentlichen parallel zum Biegearm 9 und
in der Drahtebene verläuft.
[0082] Die Biegematrizen 7 können an Halteplatten 57 angeordnet sein, wobei die Halteplatten
57 lösbar mit der sternförmigen Halterung (26) verbunden sein können. Auf diese Weise
können die Biegematrizen 7 bei Verschleiß oder bei Bedarf von einer nicht bevorrateten
Biegematrize 7 mit einem weiteren vorgegebenen Biegeradius 8 mit wenigen Handgriffen
ausgetauscht werden.
[0083] Die Gruppenantriebsvorrichtung 30 kann zur Verstellung der Gruppe aus Biegearm 9
und Träger 11 ein Zahnrad 59 und eine Führung 60 aufweisen.
[0084] Die Matrizenwechselantriebsvorrichtung 28 kann ein Zahnrad 61 aufweisen.
[0085] Die Figur 6 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Anlage 32 zur Herstellung
von Baustahlmatten 2.
[0086] Die Anlage 32 umfasst ein Drahtmagazin 46, wobei das Drahtmagazin 46 eine Abwickelvorrichtung
47 für mehrere Spulen 48 aufweist, auf denen Drähte 5 unterschiedlicher Eigenschaften,
z.B. unterschiedlicher Drahtdurchmesser 23, gelagert sein können.
[0087] Die Anlage 32 umfasst eine Richtmaschine 49 zum Geraderichten wenigstens eines von
einer der Spulen 48 abgewickelten Drahtes 5.
[0088] Die Anlage 32 umfasst eine Schweißvorrichtung 50 zum Verschweißen von sich kreuzenden
Längsdrähten 51 und Querdrähten 42 zu wenigstens einer Baustahlmatte 2.
[0089] Wie im dargestellten Ausführungsbeispiel kann es vorgesehen sein, dass die Längsdrähte
51 mittels einer in Richtung des Doppelpfeils 69 an Schienen 69 geführten Plattform
62 von der Richtmaschine 49 in Richtung der Schweißvorrichtung 50 befördert werden.
[0090] Die Querdrähte 42 können beispielsweise in einer Querrichtung 65 der Schweißvorrichtung
50 zugeführt werden.
[0091] Die von der Schweißvorrichtung 50 zusammengeschweißten Baustahlmatten 2 können in
Querrichtung 65 entlang eines Quertisches 70 weiterbefördert werden. In Längsrichtung
64 erstreckt sich auf einer Seite des Quertisches 70 eine Biegestation 71. Die Biegestation
71 umfasst zwei Biegeköpfe 1, welche gemäß dem in den Figuren 2 bis 5c) dargestellten
Ausführungsbeispiel ausgeführt sein können.
[0092] Weiterhin können benachbart zu den Biegeköpfen 1 Balkenbiegevorrichtungen 52 zum
gleichzeitigen Biegen einer Reihe nebeneinander angeordneter Drähte 5 vorgesehen sein.
[0093] Auf einer gegenüberliegenden Seite des Quertisches 70 ist eine Transportvorrichtung
53 zum Abtransport wenigstens einer Baustahlmatte 2 angeordnet, wobei die Transportvorrichtung
53 z.B. als Kettenförderer ausgebildet sein kann. Der Transportvorrichtung 53 können
die fertig bearbeiteten Baustahlmatten 2 beispielsweise manuell entnommen werden.
[0094] Es können Mattengreifer 63 vorgesehen sein, mit denen die Baustahlmatten 2 zwischen
dem Quertisch 70, der Biegestation 71 und der Transportvorrichtung 53 bewegbar sind.
1. Biegekopf (1) für Baustahlmatten (2), umfassend einen Rahmen (3), wenigstens eine
relativ zum Rahmen (3) bewegbare Biegefläche (4) zum Biegen wenigstens eines Drahtes
(5) einer Baustahlmatte (2), wenigstens einen Gegenhalter (6), an welchem der wenigstens
eine Draht (5) beim Biegen mittels der wenigstens einen Biegefläche (4) abstützbar
ist, wenigstens eine Biegematrize (7), welche zumindest abschnittsweise einen vorgegebenen
Biegeradius (8) aufweist, wenigstens einen Biegearm (9), an welchem die wenigstens
eine Biegefläche (4) angeordnet ist, und wenigstens eine Armantriebsvorrichtung (10),
mit welcher der wenigstens eine Biegearm (9) relativ zum Rahmen (3) verstellbar ist,
wobei wenigstens ein Träger (11) vorgesehen ist, an und/oder auf welchem der wenigstens
eine Biegearm (9) bewegbar gelagert ist, wobei wenigstens eine von der wenigstens
einen Armantriebsvorrichtung (10) gesonderte Trägerantriebsvorrichtung (12) vorgesehen
ist, mit welcher der wenigstens eine Träger (11) relativ zum Rahmen (3) verstellbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Träger (11) um eine Drehachse (13) drehbar am Rahmen (3) gelagert
ist, und wobei der wenigstens eine Biegearm (9) linear verschiebbar an und/oder auf
dem wenigstens einen Träger (11) gelagert ist, wodurch ein Abstand der Biegefläche
(4) zur Drehachse (13) veränderbar ist.
2. Biegekopf (1) nach Anspruch 1, wobei
- der wenigstens eine Biegearm (9) derart an und/oder auf dem wenigstens einen Träger
(11) angeordnet ist, dass die Drehachse (13) den wenigstens einen Biegearm (9) schneidet,
und/oder
- die Trägerantriebsvorrichtung (12) wenigstens ein Schubkurbelgetriebe umfasst, vorzugsweise
wobei das wenigstens eine Schubkurbelgetriebe wenigstens eine Kurbel (14), wenigstens
einen Hebel (15), und/oder wenigstens eine Schubstange (16) aufweist, und/oder
- wenigstens ein Lager (17) am wenigstens einen Träger (11) angeordnet ist, an welchem
wenigstens eine Führung für den wenigstens einen Biegearm (9) ausgebildet ist, bevorzugt
wobei zwei Lager (17) am wenigstens einen Träger (11) angeordnet sind.
3. Biegekopf (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die wenigstens eine Armantriebsvorrichtung
(10) eine Antriebswelle (19) und wenigstens ein Getriebe aufweist, mit welchem eine
Drehbewegung der Antriebswelle (19) in eine Linearbewegung des wenigstens einen Biegearms
(9) umformbar ist, bevorzugt wobei das wenigstens eine Getriebe wenigstens ein Zahnrad
(20) und wenigstens eine Zahnstange (21) aufweist, besonders bevorzugt wobei das wenigstens
eine Zahnrad (20) von der Antriebswelle (19) antreibbar ist und die wenigstens eine
Zahnstange (20) am wenigstens einen Biegearm (9) angeordnet ist.
4. Biegekopf (1) nach Anspruch 3, wobei die Antriebswelle (19) der wenigstens einen Armantriebsvorrichtung
(10) um eine Drehachse (13) drehbar ist, der wenigstens eine Träger (11) um eine Drehachse
(13) drehbar am Rahmen (3) gelagert ist und die Drehachse (13) der Antriebswelle (19)
mit der Drehachse (13) des wenigstens einen Trägers (11) zusammenfällt, vorzugsweise
wobei die wenigstens eine Armantriebsvorrichtung (10) wenigstens ein Getriebe mit
wenigstens einem Zahnrad (20) aufweist und das wenigstens eine Zahnrad (20) um die
Drehachse (13) der Antriebswelle (19) drehbar ist.
5. Biegekopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei eine Steuerungs- und/oder Regelungsvorrichtung
(22) vorgesehen ist, mit welcher die wenigstens eine Armantriebsvorrichtung (10) und
die wenigstens eine Trägerantriebsvorrichtung (12) derart ansteuerbar sind, dass die
wenigstens eine Biegefläche (4) eine an eine vorgegebene Biegung des wenigstens einen
Drahtes (5), an einen Drahtdurchmesser (23) des wenigstens einen Drahtes (5), und/oder
an einen vorgegebenen Biegeradius (8) der wenigstens einen Biegematrize (7) angepasste
Biegetrajektorie (24) relativ zum Rahmen (3) ausführen kann.
6. Biegekopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Biegekopf (1) mehrere, bevorzugt
mehr als drei, besonders bevorzugt wenigstens fünf, Biegematrizen (7) mit unterschiedlichen
vorgegebenen Biegeradien (8) umfasst, wobei eine Biegematrizenwechselvorrichtung (25)
vorgesehen ist, mit welcher die Biegematrizen (7) zwischen einer Biegestellung und
wenigstens einer Lagerstellung bewegbar sind.
7. Biegekopf (1) nach Anspruch 6, wobei die Biegematrizenwechselvorrichtung (25)
- eine sternförmige Halterung (26) mit mehreren Armen (27) aufweist, wobei an jedem
Arm (27) jeweils eine der Biegematrizen (7) angeordnet oder anordenbar ist, und/oder
- um eine Drehachse (13) drehbar gelagert ist, vorzugsweise wobei der wenigstens eine
Träger (11) um eine Drehachse (13) drehbar am Rahmen (3) gelagert ist und die Drehachse
(13) der Biegematrizenwechselvorrichtung (25) mit der Drehachse (13) des wenigstens
einen Trägers (11) zusammenfällt, und/oder
- wenigstens eine Matrizenwechselantriebsvorrichtung (28) vorgesehen ist, mit welcher
eine der Biegematrizen (7) aus der Biegestellung in die wenigstens eine Lagerstellung
bewegbar ist, und umgekehrt.
8. Biegekopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei
- der wenigstens eine Träger (11) um eine Drehachse (13) drehbar am Rahmen (3) gelagert
ist, und/oder
- die wenigstens eine Armantriebsvorrichtung (10) eine um eine Drehachse (13) drehbare
Antriebswelle (19) umfasst, und/oder
- eine um eine Drehachse (13) drehbar gelagerte Biegematrizenwechselvorrichtung (25)
vorgesehen ist,
und wobei wenigstens zwei, vorzugsweise alle, der genannten Drehachsen (13) vorgesehen
sind und zusammenfallen.
9. Biegekopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei eine Gruppe aus dem wenigstens
einen Träger (11) und dem wenigstens einen an und/oder auf dem wenigstens einen Träger
(11) angeordneten Biegearm (9) insgesamt relativ zum Rahmen (3) verstellbar gelagert
ist, vorzugsweise wobei
- die Gruppe zumindest in eine in Gebrauchslage des Biegekopfs (1) vertikale Richtung
(29) verstellbar ist, und/oder
- wenigstens eine Gruppenantriebsvorrichtung (30) vorgesehen ist, mit welcher die
Gruppe relativ zum Rahmen (3) verstellbar ist.
10. Biegekopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei
- der wenigstens eine Gegenhalter (6) stationär am Rahmen (3) angeordnet ist, und/oder
- die wenigstens eine Biegefläche (4) an einem Biegebolzen (31) ausgebildet ist, und/oder
- wenigstens eine Positionserfassungseinheit (18) vorgesehen ist, mit welcher die
Position wenigstens eines zu biegenden Drahtes (5) relativ zum Biegekopf (1) erfassbar
ist, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Positionserfassungseinheit (18) wenigstens
einen Laser (34) umfasst.
11. Anlage (32) zur Herstellung von Baustahlmatten (2), umfassend wenigstens einen Biegekopf
(1), vorzugsweise wenigstens zwei Biegeköpfe (1), nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
bevorzugt wobei wenigstens ein Mattentisch (33) vorgesehen ist, auf welchem wenigstens
eine Baustahlmatte (2) positionierbar ist, wobei der wenigstens eine Mattentisch (33)
wenigstens eine Aussparung aufweist, in welcher der wenigstens eine Gegenhalter (6),
die wenigstens eine Biegefläche (4) und die wenigstens eine Biegematrize (7) des wenigstens
einen Biegekopfes (1) angeordnet oder anordenbar sind, um wenigstens einen Draht (5)
der wenigstens einen Baustahlmatte (2) zu biegen, besonders bevorzugt wobei die wenigstens
eine Aussparung eine maximale Breite (35) von 300 mm, besonders bevorzugt von 250
mm, aufweist.
12. Anlage (32) nach Anspruch 11, wobei ein Grundgerüst (36) vorgesehen ist, auf welchem
der wenigstens eine Biegekopf (1) angeordnet ist, bevorzugt wobei
- der wenigstens eine Biegekopf (1) relativ zum Grundgerüst (36) drehbar angeordnet
ist, besonders bevorzugt wobei wenigstens ein Biegekopfdrehantrieb (37) vorgesehen
ist, mit welchem der wenigstens eine Biegekopf (1) relativ zum Grundgerüst (36) drehbar
ist, und/oder
- der wenigstens eine Biegekopf (1) relativ zum Grundgerüst (36) verschiebbar angeordnet
ist, besonders bevorzugt wobei wenigstens ein Biegekopfverfahrantrieb (38) vorgesehen
ist, mit welchem der wenigstens eine Biegekopf (1) relativ zum Grundgerüst (36) verschiebbar
ist, und/oder
- die Anlage (32) wenigstens zwei Biegeköpfe (1) aufweist, wobei die wenigstens zwei
Biegeköpfe (1) an zwei gegenüberliegenden Enden (39) des Grundgerüsts (36) angeordnet
oder anordenbar sind.
13. Anlage (32) nach Anspruch 11 oder 12, wobei die Anlage (32)
- wenigstens ein Drahtmagazin (46) umfasst, vorzugsweise wobei das wenigstens eine
Drahtmagazin (46) wenigstens eine Abwickelvorrichtung (47) für eine Spule (48) aufweist,
und/oder
- wenigstens eine Richtmaschine (49) zum Geraderichten wenigstens eines Drahtes (5)
umfasst, und/oder
- wenigstens eine Schweißvorrichtung (50) zum Verschweißen von sich kreuzenden Längsdrähten
(51) und Querdrähten (42) zu wenigstens einer Baustahlmatte (2) umfasst, und/oder
- wenigstens eine Balkenbiegevorrichtung (52) zum gleichzeitigen Biegen einer Reihe
nebeneinander angeordneter Drähte (5) umfasst, und/oder
- wenigstens eine Transportvorrichtung (53) zum Abtransport wenigstens einer Baustahlmatte
(2) umfasst, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Transportvorrichtung (53) als
Kettenförderer ausgebildet ist.
14. Verfahren zum Biegen wenigstens eines Drahtes (5) einer Baustahlmatte (2) mittels
wenigstens eines Biegekopfes (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, umfassend folgende
Verfahrensschritte:
- der wenigstens eine Träger (11) wird mittels der wenigstens einen Trägerantriebsvorrichtung
(12) relativ zum Rahmen (3) um eine Drehachse (13) verdreht und
- der wenigstens eine Biegearm (9) wird mittels der wenigstens einen Armantriebsvorrichtung
(10) relativ zum Rahmen (3) und relativ zum wenigstens einen Träger (11) linear verschoben,
wodurch ein Abstand der Biegefläche (4) zur Drehachse (13) verändert wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei
- die wenigstens eine Armantriebsvorrichtung (10) und die wenigstens eine Trägerantriebsvorrichtung
(12) derart mittels einer Steuerungs- und/oder Regelungsvorrichtung (22) angesteuert
werden, dass die wenigstens eine Biegefläche (4) eine an eine vorgegebene Biegung
des wenigstens einen Drahtes (5), an einen Drahtdurchmesser (23) des wenigstens einen
Drahtes (5), und/oder an einen vorgegebenen Biegeradius (8) der wenigstens einen Biegematrize
(7) angepasste Biegetrajektorie (24) relativ zum Rahmen (3) ausführt, und/oder
- der Biegekopf (1) mehrere, bevorzugt mehr als drei, besonders bevorzugt wenigstens
fünf, Biegematrizen (7) mit unterschiedlichen vorgegebenen Biegeradien (8) umfasst,
wobei wenigstens eine der Biegematrizen (7) in einem weiteren Verfahrensschritt mittels
einer Biegematrizenwechselvorrichtung (25) zwischen einer Biegestellung und wenigstens
einer Lagerstellung bewegt wird, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Biegematrize
(7) zumindest abschnittsweise relativ zum Rahmen (3) gedreht wird, und/oder
- eine Gruppe aus dem wenigstens einen Träger (11) und dem wenigstens einen an und/oder
auf dem wenigstens einen Träger (11) angeordneten Biegearm (9) in einem weiteren Verfahrensschritt
insgesamt relativ zum Rahmen (3) verstellt wird, vorzugsweise zumindest in eine in
Gebrauchslage des Biegekopfs (1) vertikale Richtung (29).
1. Bending head (1) for welded wire mesh (2), comprising a frame (3), at least one bending
face (4), which can be moved relative to the frame (3), for bending at least one wire
(5) in a welded wire mesh (2), at least one counterholder (6), on which the at least
one wire (5) can be braced during bending by means of the at least one bending face
(4), at least one bending die (7), which, at least in part, has a predefined bending
radius (8), at least one bending arm (9), on which the at least one bending face (4)
is arranged, and at least one arm drive device (10), with which the at least one bending
arm (9) can be adjusted relative to the frame (3), wherein at least one support (11)
is provided, at and/or on which the at least one bending arm (9) is movably mounted,
wherein at least one support drive device (12), which is separate from the at least
one arm drive device (10) and with which the at least one support (11) can be adjusted
relative to the frame (3), is provided, characterized in that the at least one support (11) is mounted on the frame (3) rotatably about an axis
of rotation (13), and wherein the at least one bending arm (9) is mounted at and/or
on the at least one support (11) displaceably, which allows a distance of the bending
face (4) to the axis of rotation (13) to be adjusted.
2. Bending head (1) according to claim 1, wherein
- the at least one bending arm (9) is arranged at and/or on the at least one support
(11) such that the axis of rotation (13) intersects the at least one bending arm (9),
and/or
- the support drive device (12) comprises at least one slider crank mechanism, preferably
wherein the at least one slider crank mechanism has at least one crank (14), at least
one lever (15), and/or at least one connecting rod (16), and/or
- at least one bearing (17) is arranged on the at least one support (11), on which
at least one guide for the at least one bending arm (9) is formed, particularly preferably
wherein two bearings (17) are arranged on the at least one support (11).
3. Bending head (1) according to claim 1 or 2, wherein the at least one arm drive device
(10) has a drive shaft (19) and at least one gearing mechanism, with which a rotational
movement of the drive shaft (19) can be converted to a linear movement of the at least
one bending arm (9), preferably wherein the at least one gearing mechanism has at
least one gear wheel (20) and at least one gear rack (21), particularly preferably
wherein the at least one gear wheel (20) can be driven by the drive shaft (19) and
the at least one gear rack (20) is arranged on the at least one bending arm (9).
4. Bending head (1) according to claim 3, wherein the drive shaft (19) of the at least
one arm drive device (10) can be rotated about an axis of rotation (13), the at least
one support (11) is mounted on the frame (3) rotatably about an axis of rotation (13)
and the axis of rotation (13) of the drive shaft (19) coincides with the axis of rotation
(13) of the at least one support (11), preferably wherein the at least one arm drive
device (10) has at least one gearing mechanism with at least one gear wheel (20) and
the at least one gear wheel (20) can be rotated about the axis of rotation (13) of
the drive shaft (19).
5. Bending head (1) according to one of claims 1 to 4, wherein a control and/or regulation
device (22) is provided, with which the at least one arm drive device (10) and the
at least one support drive device (12) can be actuated such that the at least one
bending face (4) can perform a bending trajectory (24) relative to the frame (3) adapted
to a predefined bend of the at least one wire (5), to a wire diameter (23) of the
at least one wire (5), and/or to a predefined bending radius (8) of the at least one
bending die (7).
6. Bending head (1) according to one of claims 1 to 5, wherein the bending head (1) comprises
several, preferably more than three, particularly preferably at least five, bending
dies (7) with different predefined bending radii (8), wherein a bending die changing
device (25) is provided, with which the bending dies (7) can be moved between a bending
position and at least one storage position.
7. Bending head (1) according to claim 6, wherein the bending die changing device (25)
- has a star-shaped holder (26) with several arms (27), wherein one of the bending
dies (7) is or can be arranged in each case on each arm (27), and/or
- is mounted rotatably about an axis of rotation (13), preferably wherein the at least
one support (11) is mounted on the frame (3) rotatably about an axis of rotation (13)
and the axis of rotation (13) of the bending die changing device (25) coincides with
the axis of rotation (13) of the at least one support (11), and/or
- at least one die changing drive device (28) is provided, with which one of the bending
dies (7) can be moved from the bending position into the at least one storage position,
and vice versa.
8. Bending head (1) according to one of claims 1 to 7, wherein
- the at least one support (11) is mounted on the frame (3) rotatably about an axis
of rotation (13), and/or
- the at least one arm drive device (10) comprises a drive shaft (19) which can be
rotated about an axis of rotation (13), and/or
- a bending die changing device (25), which is mounted rotatably about an axis of
rotation (13), is provided,
and wherein at least two, preferably all, of the axes of rotation (13) provided coincide.
9. Bending head (1) according to one of claims 1 to 8, wherein a group consisting of
the at least one support (11) and the at least one bending arm (9) arranged at and/or
on the at least one support (11) is mounted as a whole adjustably relative to the
frame (3), preferably wherein
- the group can be adjusted at least in a vertical direction (29) in the position
of use of the bending head (1), and/or
- at least one group drive device (30) is provided, with which the group can be adjusted
relative to the frame (3).
10. Bending head (1) according to one of claims 1 to 9, wherein
- the at least one counterholder (6) is arranged stationary on the frame (3), and/or
- the at least one bending face (4) is formed on a bending pin (31), and/or
- at least one position-detecting unit (18) is provided, with which the position of
at least one wire (5) to be bent relative to the bending head (1) can be detected,
preferably wherein the at least one position-detecting unit (18) comprises at least
one laser (34).
11. System (32) for producing welded wire mesh (2), comprising at least one bending head
(1), preferably at least two bending heads (1), according to one of claims 1 to 10,
preferably wherein at least one mesh table (33) is provided, on which at least one
welded wire mesh (2) can be positioned, wherein the at least one mesh table (33) has
at least one opening, in which the at least one counterholder (6), the at least one
bending face (4) and the at least one bending die (7) of the at least one bending
head (1) are or can be arranged, in order to bend at least one wire (5) in the at
least one welded wire mesh (2), preferably wherein the at least one opening has a
maximum width (35) of 300 mm, particularly preferably of 250 mm.
12. System (32) according to claim 11, wherein a base frame (36) is provided, on which
the at least one bending head (1) is arranged, preferably wherein
- the at least one bending head (1) is arranged rotatably relative to the base frame
(36), particularly preferably wherein at least one bending head rotary drive (37)
is provided, with which the at least one bending head (1) can be rotated relative
to the base frame (36), and/or
- the at least one bending head (1) is arranged displaceably relative to the base
frame (36), particularly preferably wherein at least one bending head displacement
drive (38), with which the at least one bending head (1) can be displaced relative
to the base frame (36), is provided, and/or
- the system (32) has at least two bending heads (1), wherein the at least two bending
heads (1) are or can be arranged on two opposite ends (39) of the base frame (36).
13. System (32) according to claim 11 or 12, wherein the system (32)
- comprises at least one wire magazine (46), preferably wherein the at least one wire
magazine (46) has at least one unwinding device (47) for a reel (48), and/or
- comprises at least one straightening machine (49) for straightening at least one
wire (5), and/or
- comprises at least one welding device (50) for welding intersecting longitudinal
wires (51) and transverse wires (42) together to form at least one welded wire mesh
(2), and/or
- comprises at least one beam bending device (52) for simultaneously bending a series
of wires (5) arranged next to each other, and/or
- comprises at least one transport device (53) for transporting at least one welded
wire mesh (2) away, preferably wherein the at least one transport device (53) is formed
as a chain conveyor.
14. Method for bending at least one wire (5) in a welded wire mesh (2) by means of at
least one bending head (1) according to one of claims 1 to 10, comprising the following
method steps:
- the at least one support (11) is rotated about an axis of rotation (13) relative
to the frame (3) by means of the at least one support drive device (12), and
- the at least one bending arm (9) is linearly displaced relative to the frame (3)
and relative to the at least one support (11) by means of the at least one arm drive
device (10).
15. Method according to claim 14, wherein
- the at least one arm drive device (10) and the at least one support drive device
(12) are actuated by means of a control and/or regulation device (22) such that the
at least one bending face (4) performs a bending trajectory (24) relative to the frame
(3) adapted to a predefined bend of the at least one wire (5), to a wire diameter
(23) of the at least one wire (5), and/or to a predefined bending radius (8) of the
at least one bending die (7), and/or
- the bending head (1) comprises several, preferably more than three, particularly
preferably at least five, bending dies (7) with different predefined bending radii
(8), wherein in a further method step at least one of the bending dies (7) is moved
between a bending position and at least one storage position by means of a bending
die changing device (25), preferably wherein the at least one bending die (7) is rotated
relative to the frame (3) at least in part, and/or
- a group consisting of the at least one support (11) and the at least one bending
arm (9) arranged at and/or on the at least one support (11) is adjusted as a whole
relative to the frame (3) in a further method step, preferably at least in a vertical
direction (29) in the position of use of the bending head (1).
1. Tête de cintrage (1) pour treillis d'armature (2), comprenant un cadre (3), au moins
une surface de cintrage (4) mobile par rapport au cadre (3) pour cintrer au moins
un fil (5) d'un treillis d'armature (2), au moins un contre-appui (6) sur lequel ledit
au moins un fil (5) peut prendre appui lors du cintrage au moyen de ladite au moins
une surface de cintrage (4), au moins une matrice de cintrage (7) qui présente, au
moins en partie, un rayon de cintrage prédéfini (8), au moins un bras de cintrage
(9) sur lequel est disposée ladite au moins une surface de cintrage (4), et au moins
un dispositif d'entraînement de bras (10) au moyen duquel ledit au moins un bras de
cintrage (9) peut être déplacé par rapport au cadre (3), au moins un support (11)
étant prévu contre et/ou sur lequel ledit au moins un bras de cintrage (9) est monté
mobile, au moins un dispositif d'entraînement de support (12), distinct dudit au moins
un dispositif d'entraînement de bras (10), étant prévu au moyen duquel ledit au moins
un support (11) peut être déplacé par rapport au cadre (3), caractérisée en ce que ledit au moins un support (11) est monté rotatif autour d'un axe de rotation (13)
sur le cadre (3), et ledit au moins un bras de cintrage (9) est monté déplaçable linéairement
contre et/ou sur ledit au moins un support (11), ce qui permet de modifier une distance
entre la surface de cintrage (4) et l'axe de rotation (13).
2. Tête de cintrage (1) selon la revendication 1, dans laquelle
- ledit au moins un bras de cintrage (9) est disposé contre et/ou sur ledit au moins
un support (11) de telle sorte que l'axe de rotation (13) coupe ledit au moins un
bras de cintrage (9), et/ou
- le dispositif d'entraînement de support (12) comprend au moins un mécanisme bielle-manivelle,
ledit au moins un mécanisme bielle-manivelle présentant de préférence au moins une
manivelle (14), au moins un levier (15) et/ou au moins une bielle (16), et/ou
- au moins un palier (17) est disposé sur ledit au moins un support (11), sur lequel
est formé au moins un guide pour ledit au moins un bras de cintrage (9), deux paliers
(17) étant de préférence disposés sur ledit au moins un support (11).
3. Tête de cintrage (1) selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle ledit au moins un
dispositif d'entraînement de bras (10) présente un arbre d'entraînement (19) et au
moins un mécanisme de transmission au moyen duquel un mouvement de rotation de l'arbre
d'entraînement (19) peut être transformé en un mouvement linéaire dudit au moins un
bras de cintrage (9), ledit au moins un mécanisme de transmission présentant de préférence
au moins une roue dentée (20) et au moins une crémaillère (21), de manière particulièrement
préférée ladite au moins une roue dentée (20) pouvant être entraînée par l'arbre d'entraînement
(19) et ladite au moins une crémaillère (21) étant disposée sur ledit au moins un
bras de cintrage (9).
4. Tête de cintrage (1) selon la revendication 3, dans laquelle l'arbre d'entraînement
(19) dudit au moins un dispositif d'entraînement de bras (10) est rotatif autour d'un
axe de rotation (13), ledit au moins un support (11) est monté rotatif autour d'un
axe de rotation (13) sur le cadre (3), et l'axe de rotation (13) de l'arbre d'entraînement
(19) coïncide avec l'axe de rotation (13) dudit au moins un support (11), ledit au
moins un dispositif d'entraînement de bras (10) présentant de préférence au moins
un mécanisme de transmission avec au moins une roue dentée (20) et ladite au moins
une roue dentée (20) étant rotative autour de l'axe de rotation (13) de l'arbre d'entraînement
(19).
5. Tête de cintrage (1) selon l'une des revendications 1 à 4, dans laquelle il est prévu
un dispositif de commande et/ou de régulation (22) au moyen duquel ledit au moins
un dispositif d'entraînement de bras (10) et ledit au moins un dispositif d'entraînement
de support (12) peuvent être commandés de telle sorte que ladite au moins une surface
de cintrage (4) peut exécuter, par rapport au cadre (3), une trajectoire de cintrage
(24) adaptée à un cintrage prédéfini dudit au moins un fil (5), à un diamètre de fil
(23) dudit au moins un fil (5) et/ou à un rayon de cintrage prédéfini (8) de ladite
au moins une matrice de cintrage (7).
6. Tête de cintrage (1) selon l'une des revendications 1 à 5, dans laquelle la tête de
cintrage (1) comprend plusieurs matrices de cintrage (7), de préférence plus de trois,
de manière particulièrement préférée au moins cinq, ayant différents rayons de cintrage
prédéfinis (8), un dispositif de changement de matrices de cintrage (25) étant prévu
au moyen duquel les matrices de cintrage (7) peuvent être déplacées entre une position
de cintrage et au moins une position de rangement.
7. Tête de cintrage (1) selon la revendication 6, dans laquelle le dispositif de changement
de matrices de cintrage (25)
- présente un support en forme d'étoile (26) comprenant plusieurs bras (27), une des
matrices de cintrage (7) étant disposée, ou pouvant être disposée, sur chaque bras
(27), et/ou
- est monté rotatif autour d'un axe de rotation (13), de préférence ledit au moins
un support (11) étant monté sur le cadre (3) en étant rotatif autour d'un axe de rotation
(13), et l'axe de rotation (13) du dispositif de changement de matrices de cintrage
(25) coïncidant avec l'axe de rotation (13) dudit au moins un support (11), et/ou
- au moins un dispositif d'entraînement de changement de matrice (28) est prévu au
moyen duquel l'une des matrices de cintrage (7) peut être déplacée de la position
de cintrage à ladite au moins une position de rangement, et inversement.
8. Tête de cintrage (1) selon l'une des revendications 1 à 7, dans laquelle
- ledit au moins un support (11) est monté sur le cadre (3) en étant rotatif autour
d'un axe de rotation (13), et/ou
- ledit au moins un dispositif d'entraînement de bras (10) comprend un arbre d'entraînement
(19) rotatif autour d'un axe de rotation (13), et/ou
- un dispositif de changement de matrices de cintrage (25) monté rotatif autour d'un
axe de rotation (13) est prévu,
et dans laquelle au moins deux desdits axes de rotation (13), de préférence tous lesdits
axes de rotation (13), sont prévus et coïncident.
9. Tête de cintrage (1) selon l'une des revendications 1 à 8, dans laquelle un groupe
constitué dudit au moins un support (11) et dudit au moins un bras de cintrage (9)
disposé contre et/ou sur ledit au moins un support (11) est monté de manière à pouvoir
être déplacé dans son ensemble par rapport au cadre (3), de préférence
- le groupe pouvant être déplacé au moins dans une direction (29) verticale dans la
position d'utilisation de la tête de cintrage (1), et/ou
- au moins un dispositif d'entraînement de groupe (30) étant prévu au moyen duquel
le groupe peut être déplacé par rapport au cadre (3).
10. Tête de cintrage (1) selon l'une des revendications 1 à 9, dans laquelle
- ledit au moins un contre-appui (6) est disposé de manière stationnaire sur le cadre
(3), et/ou
- ladite au moins une surface de cintrage (4) est formée sur une broche de cintrage
(31), et/ou
- au moins une unité de détection de position (18) est prévue au moyen de laquelle
la position d'au moins un fil (5) à cintrer par rapport à la tête de cintrage (1)
peut être détectée, ladite au moins une unité de détection de position (18) comprenant
de préférence au moins un laser (34).
11. Installation (32) pour la fabrication de treillis d'armature (2), comprenant au moins
une tête de cintrage (1), de préférence au moins deux têtes de cintrage (1), selon
l'une des revendications 1 à 10, au moins une table pour treillis (33) étant de préférence
prévue sur laquelle au moins un treillis d'armature (2) peut être positionné, ladite
au moins une table pour treillis (33) présentant au moins un évidement dans lequel
sont disposés, ou peuvent être disposés, ledit au moins un contre-appui (6), ladite
au moins une surface de cintrage (4), et ladite au moins une matrice de cintrage (7)
de ladite au moins une tête de cintrage (1) afin de cintrer au moins un fil (5) dudit
au moins un treillis d'armature (2), de manière particulièrement préférée ledit au
moins un évidement présentant une largeur maximale (35) de 300 mm, de manière particulièrement
préférée de 250 mm.
12. Installation (32) selon la revendication 11, dans laquelle une structure de base (36)
est prévue sur laquelle ladite au moins une tête de cintrage (1) est disposée, de
préférence
- ladite au moins une tête de cintrage (1) étant disposée de manière rotative par
rapport à la structure de base (36), de manière particulièrement préférée au moins
un entraînement de rotation de tête de cintrage (37) étant prévu au moyen duquel ladite
au moins une tête de cintrage (1) est rotative par rapport à la structure de base
(36), et/ou
- ladite au moins une tête de cintrage (1) étant disposée de manière déplaçable par
rapport à la structure de base (36), de manière particulièrement préférée au moins
un entraînement de déplacement de tête de cintrage (38) étant prévu au moyen duquel
ladite au moins une tête de cintrage (1) peut être déplacée par rapport à la structure
de base (36), et/ou
- l'installation (32) présentant au moins deux têtes de cintrage (1), lesdites au
moins deux têtes de cintrage (1) étant disposées, ou pouvant être disposées, à deux
extrémités opposées (39) de la structure de base (36).
13. Installation (32) selon la revendication 11 ou 12, dans laquelle l'installation (32)
- comprend au moins un magasin de fil (46), ledit au moins un magasin de fil (46)
présentant de préférence au moins un dispositif de déroulement (47) pour une bobine
(48), et/ou
- comprend au moins une machine à redresser (49) destinée à redresser au moins un
fil (5), et/ou
- comprend au moins un dispositif de soudage (50) destiné à souder des fils longitudinaux
(51) et des fils transversaux (42) qui se croisent pour former au moins un treillis
d'armature (2), et/ou
- comprend au moins un dispositif de cintrage à poutre (52) destiné à cintrer simultanément
une rangée de fils (5) disposés les uns à côté des autres, et/ou
- comprend au moins un dispositif de transport (53) destiné à évacuer au moins un
treillis d'armature (2), ledit au moins un dispositif de transport (53) étant de préférence
réalisé sous la forme d'un convoyeur à chaîne.
14. Procédé pour cintrer au moins un fil (5) d'un treillis d'armature (2) au moyen d'au
moins une tête de cintrage (1) selon l'une des revendications 1 à 10, comprenant les
étapes de procédé suivantes :
- ledit au moins un support (11) est tourné autour d'un axe de rotation (13), par
rapport au cadre (3), au moyen dudit au moins un dispositif d'entraînement de support
(12), et
- ledit au moins un bras de cintrage (9) est déplacé linéairement par rapport au cadre
(3) et par rapport audit au moins un support (11) au moyen dudit au moins un dispositif
d'entraînement de bras (10), ce qui modifie une distance entre la surface de cintrage
(4) et l'axe de rotation (13).
15. Procédé selon la revendication 14, dans lequel
- ledit au moins un dispositif d'entraînement de bras (10) et ledit au moins un dispositif
d'entraînement de support (12) sont commandés au moyen d'un dispositif de commande
et/ou de régulation (22) de telle sorte que ladite au moins une surface de cintrage
(4) exécute, par rapport au cadre (3), une trajectoire de cintrage (24) adaptée à
un cintrage prédéfini dudit au moins un fil (5), à un diamètre de fil (23) dudit au
moins un fil (5), et/ou à un rayon de cintrage prédéfini (8) de ladite au moins une
matrice de cintrage (7), et/ou
- la tête de cintrage (1) comprend plusieurs matrices de cintrage (7), de préférence
plus de trois, de manière particulièrement préférée au moins cinq, ayant différents
rayons de cintrage prédéfinis (8), au moins une des matrices de cintrage (7) étant
déplacée, au cours d'une autre étape de procédé, entre une position de cintrage et
au moins une position de rangement au moyen d'un dispositif de changement de matrices
de cintrage (25), ladite au moins une matrice de cintrage (7) étant de préférence
tournée, au moins en partie, par rapport au cadre (3), et/ou
- un groupe constitué dudit au moins un support (11) et dudit au moins un bras de
cintrage (9) disposé contre et/ou sur ledit au moins un support (11) est, au cours
d'une autre étape de procédé, déplacé dans son ensemble par rapport au cadre (3),
de préférence au moins dans une direction (29) verticale dans la position d'utilisation
de la tête de cintrage (1).