[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine gewerbliche Geschirrspülmaschine und ein
Verfahren zum Betreiben einer solchen gewerblichen Geschirrspülmaschine. Solche gewerblichen
Geschirrspülmaschinen umfassen einen Spülraum, in den zu spülendes Geschirr eingesetzt
werden kann, und eine Abgabevorrichtung zur Abgabe einer Behandlungsflüssigkeit oder
mehrerer unterschiedlicher Behandlungsflüssigkeiten.
[0002] Bei gewerblichen Geschirrspülmaschinen kann es sich beispielsweise um sogenannte
Programmautomaten, die lediglich einen Spülraum umfassen, oder auch um Band-/Korbtransportmaschinen
handeln, die einen oder teilweise auch mehrere Spülräume umfassen.
[0003] Solche Geschirrspülmaschine umfassen einen Tank, manchmal mehrere Tanks, zur Aufnahme
von Behandlungsflüssigkeit, die aus dem Tank an ein oder mehrere Abgabevorrichtungen
zur Abgabe der Behandlungsflüssigkeit in den Spülraum transportiert werden kann, wobei
üblicherweise Waschpumpen für den Transport und die Förderung der Behandlungsflüssigkeit
aus dem Tank zu den Abgabevorrichtungen verwendet werden.
[0004] Die Behandlungsflüssigkeit wird in der Regel dadurch erzeugt, dass dem Tank Rohwasser
oder aufbereitetes (enthärtet, vollentsalzt) Wasser zugeführt wird, beispielsweise
über eine Anschlussleitung, während über eine Dosierpumpe zusätzlich Reinigungsmittel
hinzudosiert wird, sodass die gewünschte Konzentration erzielt wird.
[0005] Die Zudosierung von flüssigem Reinigungsmittel kann bei gewerblichen Geschirrspülmaschinen
durch unterschiedliche Arten von Dosierpumpen erfolgen, häufig werden jedoch sogenannte
Peristaltikpumpen eingesetzt, da diese üblicherweise kostengünstig sind und insbesondere
größere Mengen an Reinigungsmittel fördern können, was bei gewerblichen Geschirrspülmaschinen,
die einen hohen Durchsatz und große Mengen von zu reinigendem Spülgut bearbeiten müssen,
von besonderer Bedeutung ist.
[0006] Solche Dosierpumpen, insbesondere die oben genannten Peristaltikpumpen, unterliegen
jedoch einem gewissen Verschleiß, sodass die Förderleistung mit der Zeit abnimmt.
Bei Peristaltikpumpen sind insbesondere die Schläuche, die in den Pumpen gequetscht
werden, einem besonderen Verschleiß ausgesetzt, und dieser Verschleiß hat einen merklichen
Einfluss auf die Förderleistung.
[0007] Um diese geringere Förderleistung auszugleichen, müssen die Dosierpumpen, je länger
und intensiver sie betrieben werden, über eine immer längere Zeitdauer betrieben werden,
da ansonsten immer geringere Dosiermengen an Reinigungsmittel zugeführt werden, was
zu einer Behandlungsflüssigkeit mit einer zu geringen Konzentration an Reinigungsmittel
führt, was wiederum die Reinigung des Spülgut negativ beeinflusst.
[0008] Um eine ausreichende Zudosierung von Reinigungsmitteln sicherzustellen, wird die
Tatsache genutzt, dass die Konzentration eines Reinigungsmittels in dem Rohwasser
bzw. in der Behandlungsflüssigkeit die elektrische Leitfähigkeit der Behandlungsflüssigkeit
beeinflusst und die elektrische Leitfähigkeit mit steigender Konzentration an Reinigungsmittel
steigt.
[0009] Im Stand der Technik wird daher ein Leitfähigkeitssensor in den Tank eingebaut, der
kontinuierlich die Leitfähigkeit der Behandlungsflüssigkeit misst, wobei eine Steuervorrichtung
vorgesehen ist, die eine Dosierung an Reinigungsmittel bewirkt, wenn die Leitfähigkeit
der Behandlungsflüssigkeit unter einem vorher festgelegten Wert liegt bzw. unter diesen
festgelegten Wert fällt.
[0010] Ferner ist aus der
US 2003/0127110 A1 eine gewerbliche Geschirrspülmaschine bekannt, bei der ebenfalls ein Sensor vorgesehen
ist, der die elektrische Leitfähigkeit des Wassers innerhalb der Geschirrspülmaschine
misst und die eine Steuervorrichtung umfasst.
[0011] Auch die
US 2004/0236522 A1 offenbart eine Geschirrspülmaschine, bei der die Leitfähigkeit einer verwendeten
chemischen Lösung überwacht wird. Die
DE 10 2017 114 665 A1 schließlich offenbart eine Dosiervorrichtung zur dosierten Förderung von Medien,
die bei Waschmaschinen oder Geschirrspülmaschinen eingesetzt werden kann.
[0012] Basierend auf dem oben genannten Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine verbesserte, gewerbliche Geschirrspülmaschine und ein Verfahren zum
Betreiben einer solchen Geschirrspülmaschine zur Verfügung zu stellen.
[0013] Diese Aufgabe wird durch eine gewerbliche Geschirrspülmaschine gemäß Anspruch 1 und
ein Verfahren gemäß Anspruch 19 gelöst. Die Ansprüche 2 bis 18 betreffen besonders
bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine, Anspruch
20 betrifft eine besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0014] Eine gewerbliche Geschirrspülmaschine gemäß der Erfindung umfasst einen Spülraum,
in dem mindestens eine Abgabevorrichtung zur Abgabe einer Behandlungsflüssigkeit angeordnet
ist. Die Geschirrspülmaschine umfasst gemäß der Erfindung ferner:
- einen Tank zur Aufnahme der Behandlungsflüssigkeit,
- eine erste Zuführ-Vorrichtung zum Zuführen von Rohwasser in den Tank,
- einen Vorratsbehälter für ein Reinigungsmittel,
- eine zweite Zuführ-Vorrichtung mit einer Dosierpumpe, insbesondere einer Peristaltikpumpe,
zum Zuführen von Reinigungsmittel aus dem Vorratsbehälter in den Tank,
- eine dritte Zuführ-Vorrichtung mit einer Waschpumpe zum Zuführen von Behandlungsflüssigkeit
aus dem Tank zu der mindestens einen Abgabevorrichtung,
- einen Leitfähigkeitssensor zum Bestimmen der Leitfähigkeit der Behandlungsflüssigkeit
[0015] Die erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine umfasst ferner eine Steuervorrichtung,
die so ausgebildet ist, dass sie bei Inbetriebnahme der Geschirrspülmaschine in der
Lage ist zu erkennen, ob es sich um eine Erst-Inbetriebnahme oder eine Nachfolge-Inbetriebnahme
handelt und/oder die Geschirrspülmaschine eine Steuervorrichtung und eine Eingabevorrichtung
umfasst, über die ein Nutzer eingeben kann, dass es sich um eine Erst-Inbetriebnahme
oder um eine Nachfolge-Inbetriebnahme handelt, wobei die Steuervorrichtung eine Speichervorrichtung
umfasst.
[0016] Erfindungsgemäß sind die Geschirrspülmaschine und die Steuervorrichtung dabei so
ausgebildet , dass zumindest bei einer Erst-Inbetriebnahme die elektrische Leitfähigkeit
des Rohwassers und sowohl bei einer Erst-Inbetriebnahme als auch bei einer Nachfolge-Inbetriebnahme
die elektrischen Leitfähigkeiten des Rohwassers und der Behandlungsflüssigkeit nach
Zuführen eines Reinigungsmittels in das Rohwasser mittels des Leitfähigkeitssensors
gemessen werden, wobei die Steuervorrichtung auf der Basis dieser Messwerte und auf
der Basis eines Vergleichs dieser Messwerte bei jeder Inbetriebnahme einen Korrekturfaktor
KA ermittelt, der in einem Zusammenhang mit oder in Abhängigkeit von einer über die
Nutzungsdauer abnehmende Förderleistung der Dosierpumpe steht.
[0017] Da bei einer solche Geschirrspülmaschine zumindest bei einer Erst-Inbetriebnahme
die elektrische Leitfähigkeit des Rohwassers und sowohl bei einer Erst-Inbetriebnahme
als auch bei einer Nachfolge-Inbetriebnahme, bei denen in der Regel auch konstante
und kontrollierte Bedingungen vorherrschen, jeweils die elektrische Leitfähigkeit
der Behandlungsflüssigkeit gemessen und die elektrischen Leitfähigkeiten bei einer
oder bei mehreren Nachfolge-Inbetriebnahmen mit den entsprechenden, gemessenen Werten
bei einer Erst-Inbetriebnahme verglichen werden, können durch die Steuervorrichtung
aus diesen Werten Rückschlüsse über die Alterung bzw. den Verschleiß der Dosierpumpe
und über sinkende Förderleistung der Dosierpumpe gezogen werden. Daraus kann die Steuervorrichtung
einen Korrekturfaktor errechnen, der zwischen zwei Inbetriebnahmen konstant gehalten
wird.
[0018] Im nachfolgenden Normalbetrieb nach einer Inbetriebnahme kann daher die Dosierpumpe,
insbesondere die Peristaltikpumpe, rein zeitbasiert gesteuert werden, lediglich abhängig
von der Menge des zugeführten Rohwassers, der gewünschten Konzentration des Reinigungsmittels
und des oben genannten Korrekturfaktors. Eine durchgehende Messung der elektrischen
Leitfähigkeit der Behandlungsflüssigkeit ist nicht erforderlich, auch ist es nicht
erforderlich, dass die Steuerung ständig in Reaktion auf die sich ändernden, gemessenen
Leitfähigkeitswerte reagiert. Die Geschirrspülmaschine wird dadurch zwischen zwei
Inbetriebnahmen, an den geänderten Zustand bzw. den Verschleiß der Dosierpumpe angepasst.
[0019] Eine Änderung der Förderleistung der Dosierpumpe zwischen zwei Inbetriebnahmen wird
dabei bewusst akzeptiert, da die Änderungen der Förderleistung zwischen zwei Inbetriebnahmen
in der Regel sehr gering sind und vernachlässigt werden können, wobei bei gewerblichen
Geschirrspülmaschinen üblicherweise davon ausgegangen wird, dass eine Inbetriebnahme
etwa einmal am Tag erfolgt.
[0020] Die Zudosierung wird dabei auf einfache und sehr zuverlässige Weise an den steigenden
Verschleiß der Dosierpumpe, insbesondere einer Peristaltikpumpe, angepasst.
[0021] Eine solche Steuerung einer gewerblichen Geschirrspülmaschine hat darüber hinaus
noch weitere, entscheidende Vorteile: die Leitfähigkeit der Behandlungsflüssigkeit
wird nämlich nicht nur durch die Konzentration des Reinigungsmittels beeinflusst,
sondern auch durch andere Faktoren, insbesondere durch einen erhöhten Schmutzeintrag
in der Behandlungsflüssigkeit, eine Änderung der Rohwasserqualität, Defekte im Dosiersystem
oder durch Fehlbedienungen, wie sie teilweise im Normalbetrieb der Geschirrspülmaschine
auftreten.
[0022] Ändert sich einer der Faktoren, beispielsweise der Schmutzeintrag, während des Betriebs
der Geschirrspülmaschine, würde ein Leitfähigkeitssensor eine geänderte Leitfähigkeit
feststellen und daraufhin die Zudosierung des Reinigungsmittels ändern, obwohl die
Konzentration des Reinigungsmittels möglicherweise korrekt ist.
[0023] Dies würde nicht nur zu einer ungewünscht hohen oder niedrigen Konzentration an Reinigungsmittel
führen, also zu einer fehlerhaften Konzentration führen, die teilweise deutlich höher
sein wird als eine Abweichung der Konzentration durch die oben genannte geringfügige
Änderung bzw. Erhöhung des Verschleißes zwischen zwei Inbetriebnahmen, was entweder
das Reinigungsergebnis verschlechtert oder aber zu einem unnötig hohen Verbrauch an
Reinigungsmittel führt, sondern es würde auch zu häufigerem Aus- und Einschalten der
Dosierpumpe führen, was wiederum den Verschleiß erhöht.
[0024] Die vorliegende Erfindung stellt damit ein einfacheres und kostengünstigeres Verfahren
und eine entsprechende Geschirrspülmaschine zur Verfügung, die dennoch die gewünschte
Genauigkeit im Hinblick auf die Konzentration des Reinigungsmittels in der Behandlungsflüssigkeit
sicherstellt und die Genauigkeit von deutlich komplizierteren und komplexeren sowie
teureren und anfälligeren Systemen teilweise sogar noch übertrifft. Insbesondere reagiert
ein Verfahren und eine Geschirrspülmaschine gemäß der Erfindung nicht anfällig auf
einen sich deutlich ändernden Schmutzeintrag während des Spülbetriebs, wie es gerade
bei gewerblichen Geschirrspülmaschinen häufig der Fall ist, und hält die gewünschte
Konzentration unabhängig von einem sich ändernden Schmutzeintrag während des Normalbetriebs
bzw. Spülbetriebs der Geschirrspülmaschine im Wesentlichen auf einem konstanten oder
gleichbleibendem Niveau, ohne große Schwankungen.
[0025] Bevorzugt ist die Geschirrspülmaschine so ausgelegt, dass während einer Erst-Inbetriebnahme
und/oder während einer Nachfolge-Inbetriebnahme und/oder während eines Normalbetriebs
der Geschirrspülmaschine die Menge des erforderlichen zusätzlich in den Tank zugeführten
Rohwassers (um den Wasser- bzw. Behandlungsflüssigkeitsverbrauch auszugleichen) ermittelt
wird, insbesondere gemessen oder eingegeben wird oder durch das Volumen des Tanks
vorgegeben ist, und in Abhängigkeit dieser Menge des zugeführten Rohwassers Reinigungsmittel
mittels der Dosierpumpe zugeführt wird, wobei die Zufuhrmenge über die Länge eines
Zeitraums gesteuert wird, über den die Dosierpumpe betrieben wird, wobei die Länge
des Zeitraums von der Steuervorrichtung unter Berücksichtigung des Korrekturfaktors
KA bestimmt wird. Bevorzugt wird dabei während des Normalbetriebs der Geschirrspülmaschine
die elektrische Leitfähigkeit der Behandlungsflüssigkeit nicht gemessen oder zumindest
nicht an die Steuervorrichtung weitergegeben oder zumindest nicht von der Steuervorrichtung
verarbeitet, um die Dosierpumpe, insbesondere die Betriebsdauer bzw. Einschaltdauer
der Dosierpumpe oder das Einschalten und das Ausschalten der Dosierpumpe zu steuern.
[0026] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst die Geschirrspülmaschine
ferner einen Temperatursensor, der so ausgelegt ist, dass er die Temperatur des Rohwassers
und/oder der Behandlungsflüssigkeit messen kann, wobei die Temperaturen und/oder die
Temperaturunterschiede von der Steuervorrichtung bei der Bestimmung des Korrekturfaktors
KA berücksichtigt werden. Auf diese Weise wird die Steuerung noch exakter, weil die
elektrische Leitfähigkeit von der Temperatur der gemessenen Flüssigkeiten, insbesondere
der Temperatur des Rohwassers und der Temperatur der Behandlungsflüssigkeit, abhängt.
Insbesondere in den Fällen, in denen die Temperatur zwischen zwei Messungen unterschiedlich
ist, beispielsweise bei der Erst-Inbetriebnahme eine andere Temperatur vorgelegen
hat als bei der Nachfolge-Inbetriebnahme, können die Temperaturunterschiede berücksichtigt
und die gewünschte Konzentration exakter eingestellt werden. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform können die Temperaturänderungen oder Temperaturunterschiede auch im
Normalbetrieb berücksichtigt werden, um die Dosiermengen noch exakter anzupassen.
[0027] Bei einer weiteren Ausführungsform wird auch bei einer Nachfolge-Inbetriebnahme,
bevorzugt bei allen Nachfolge-Inbetriebnahmen, die Leitfähigkeit des Rohwassers gemessen
und der Steuervorrichtung zur Bestimmung des Korrekturfaktors zugeleitet. Bei einer
einfachen Ausführungsform wird auf diese Messung verzichtet, insbesondere wenn davon
ausgegangen wird, dass sich die Qualität des Rohwassers nicht ändert, somit auch die
Leitfähigkeit des Rohwassers über die Zeit konstant bleibt. Eine zusätzliche Messung
der Leitfähigkeit des Rohwassers auch bei einer Nachfolge-Inbetriebnahme erhöht jedoch
die Genauigkeit, insbesondere falls Schwankungen in der Qualität des Rohwassers vorliegen
sollten. Mit einer solchen Messung werden auch mögliche Temperaturunterschiede bei
den Messungen ausgeglichen, zusätzlich oder anstelle eines rechnerischen Ausgleiches
bzw. einer rechnerischen Anpassung oder Korrektur, falls ein Temperatursensor vorhanden
ist, wie oben dargelegt.
[0028] Besonders bevorzugte und detaillierte Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine
sind in den Ansprüchen 5-11 beschrieben, die insbesondere im Detail bevorzugte Vorgehensweisen,
Messungen und Berechnungen darstellen, die besonders zuverlässige Ergebnisse und eine
besonders zuverlässige und einfache Steuerung der Geschirrspülmaschine ermöglichen.
[0029] Während einer Erst-Inbetriebnahme wird dabei die elektrische Leitfähigkeit LR des
Rohwassers mittels des Leitfähigkeitssensors ermittelt. Danach wird durch Betrieb
der Dosierpumpe Reinigungsmittel in den Tank zugeführt, um die Behandlungsflüssigkeit
zu erzeugen. Die Dosierpumpe wird dabei mit einer gleichbleibenden Leistung, die in
der Regel von der Pumpe vorgegeben ist, üblicherweise ein festgegebenes Leistungsniveau,
wie es insbesondere bei den Peristaltikpumpen der Fall ist, die bevorzugt verwendet
werden, über einen bestimmten Zeitraum betrieben. Die Menge des zu dosierten Reinigungsmittels
wird daher ausschließlich zeitbasiert gesteuert, d. h. über die Dauer, über die die
Dosierpumpe, insbesondere die Peristaltikpumpe, betrieben wird.
[0030] Dieser Zeitraum tx, mit x=o, also bei der Erst-Inbetriebnahme der Zeitraum to, wird
auf der Grundlage einer Nenn-Förderleistung PN der Dosierpumpe, der Menge des in den
Tank zugeführten Rohwassers, die insbesondere gemessen oder eingegeben wird, oder
des Volumens V des Tanks und einer Soll-Konzentration bestimmt, wobei der so ermittelte
Zeitraum tx = to nachfolgend gespeichert wird.
[0031] Bei der Nenn-Förderleistung PN der Dosierpumpe kann es sich um eine Spezifikation
der Dosierpumpe handeln, aber auch um einen Startwert für eine Leistung der Dosierpumpe,
der ermittelt oder angenommen wird. Bevorzugt wird dieser Wert auch in der Steuervorrichtung
oder der zugehörigen Speichervorrichtung gespeichert. Dieser Leitungswert ist der
Startwert, von dem für den weiteren Betrieb der Geschirrspülmaschine ausgegangen wird.
[0032] Bei Nachfolge-Inbetriebnahmen wird auf ähnliche Weise der Tank mit Rohwasser gefüllt,
Reinigungsmittel hinzudosiert und nachfolgend die elektrische Leitfähigkeit der Behandlungsflüssigkeit
gemessen. Zum Zuführen des Reinigungsmittels wird die Dosierpumpe über einen Zeitraum
tx betrieben, mit x≥1. Es ergibt sich also ein Zeitraum t1 für die erste Nachfolge-Inbetriebnahme
nach der Erst-Inbetriebnahme, ein Zeitraum t2 für die zweite Nachfolge-Inbetriebnahme
usw. Der Index 0 oder x=o steht daher für die Erst-Inbetriebnahme, die in die Indices
1, 2, 3, 4, ... oder x=1, x=2, x=3 etc. für die darauffolgenden Nachfolge-Inbetriebnahmen.
[0033] Zur Bestimmung der Länge des Zeitraums tx, bei der ersten Nachfolge-Inbetriebnahme
daher t1, wird der Zeitraum der vorhergehenden Inbetriebnahme tx-1, in diesem Falle
und bei der ersten Nachfolge-Inbetriebnahme daher to, mit dem in der vorhergehenden
Inbetriebnahme ermittelten Korrekturfaktor KAx-i, in diesem Falle KAo, multipliziert.
Da bei der Erst-Inbetriebnahme der Korrekturfaktor KAo auf den Wert 1 gesetzt worden
ist, entspricht die Zeitdauer t1 bei der ersten Nachfolge-Inbetriebnahme der Zeitdauer
der Erst-Inbetriebnahme to.
[0034] Bei weiteren Nachfolge-Inbetriebnahmen erhöht sich, aufgrund des steigenden Verschleißes,
der Korrekturfaktor und damit die Zeitdauer tx.
[0035] Im Hinblick auf die elektrische Leitfähigkeit des Rohwassers LR wird bei einer Ausführungsform
bevorzugt auf die elektrische Leitfähigkeit zurückgegriffen, die bei der Erst-Inbetriebnahme
ermittelt worden ist. Dies ist in der Regel möglich, weil das Rohwasser häufig eine
konstante Qualität aufweist.
[0036] Bei einer anderen Ausführungsform ist es jedoch auch möglich, insbesondere bei Nachfolge-Inbetriebnahmen
die elektrische Leitfähigkeit des Rohwassers LRx jeweils neu zu bestimmen und dann
für weitere Berechnungen die neu bestimmte elektrische Leitfähigkeit des Rohwassers
zu verwenden. In diesem Falle wird bei den Berechnungen der Wert LRjeweils durch den
neuen oder angepassten oder korrigierten Wert LR (alternativ auch LRx genannt) ersetzt.
Dadurch können auch Änderungen im Rohwasser erkannt werden und die Geschirrspülmaschine
kann entsprechend reagieren. Änderungen des Rohwassers können auftreten, wenn die
Wasserquelle sich vom Benutzer gewollt oder ungewollt ändert.
[0037] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Geschirrspülmaschine und
die Steuervorrichtung so ausgebildet, dass bei der Bestimmung der elektrischen Leitfähigkeiten
L des Rohwassers und/oder der Behandlungsflüssigkeit die von dem Temperatursensor
ermittelten Temperaturen T sowie eine Temperaturkonstante und/oder Zellkonstante Z
eines Leitfähigkeitssensors berücksichtigt werden. Die Temperaturkonstante berücksichtigt
insbesondere die Änderung der elektrischen Leitfähigkeit der zu messenden Flüssigkeit
in Abhängigkeit von der Temperatur. Diese Temperaturkonstante kann einheitlich für
alle Messungen verwendet werden, es ist jedoch auch möglich, für die Messung des Rohwassers
eine andere Temperaturkonstante zu verwenden als für die Messung der Behandlungsflüssigkeit.
[0038] Die Zellkonstante betrifft eine Eigenschaft des Leitfähigkeitssensors, und bei einer
Kalibrierung eines spezifischen Sensors, beispielsweise mit einer kalibrierten Lösung
bekannter Leitfähigkeit, kann die Zellkonstante entsprechend angepasst werden, sodass
die Messungen genauer sind. Die Präzision der Messungen ändert sich dadurch Nicht,
die Konstanz der Messungen und damit auch die Konstanz der Steuerung wird in beiden
Fällen, mit oder ohne Kalibrierung und mit oder ohne spezielle Anpassung der Zellkonstante,
auf hohem Niveau gehalten.
[0039] Gemäß einem weiteren, von den oben genannten Ausführungen unabhängigen erfinderischen
Aspekt wird auch eine Geschirrspülmaschine gemäß Anspruch 18 mit einem Spülraum, in
dem mindestens eine Abgabevorrichtung zur Abgabe einer Behandlungsflüssigkeit angeordnet
ist, zur Verfügung gestellt, die folgendes umfasst:
- einen Tank zur Aufnahme der Behandlungsflüssigkeit,
- eine erste Zuführ-Vorrichtung zum Zuführen von Rohwasser in den Tank,
- einen Vorratsbehälter für ein Reinigungsmittel,
- eine zweite Zuführ-Vorrichtung mit einer Dosierpumpe, insbesondere einer Peristaltikpumpe,
zum Zuführen von Reinigungsmittel aus dem Vorratsbehälter in den Tank,
- eine dritte Zuführ-Vorrichtung mit einer Waschpumpe zum Zuführen von Behandlungsflüssigkeit
aus dem Tank zu der mindestens einen Abgabevorrichtung, und
- einen Leitfähigkeitssensor zum Bestimmen der Leitfähigkeit der Behandlungsflüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Zuführ-Vorrichtung eine Leitung oder eine
Zuführung umfasst, die den Tank mit der mindestens einen Abgabevorrichtung verbindet,
wobei die Waschpumpe innerhalb dieser Leitung oder dieser Zuführung, oder in Teilen
davon, und zwischen dem Tank und der Abgabevorrichtung vorgesehen ist, wobei ferner
der Leitfähigkeitssensor ebenfalls innerhalb dieser Leitung oder dieser Zuführung,
oder in Teilen davon, und zwischen Waschpumpe und Abgabevorrichtung oder zwischen
Zuführung und Waschpumpe vorgesehen ist.
[0040] Diese Positionierung des Leitfähigkeitssensors hat den Vorteil, dass die Elektroden
des Leitfähigkeitssensors ständig umspült werden, teilweise mit hohem Volumenstrom,
sodass diese nicht verschmutzen und somit genauere und zuverlässigere Ergebnisse liefern,
ferner die Lebensdauer des Leitfähigkeitssensors im Vergleich zu Vorrichtungen des
Standes der Technik, bei denen der Leitfähigkeitssensor im Tank selbst vorgesehen
ist, deutlich erhöht wird. Die Positionierung begünstigt ferner eine exaktere Messung
wegen der Trennung von der Zuführung des Reinigers und wegen der Trennung zum Heizsystem.
[0041] Eine solche, eigenständig erfinderische Positionierung des Leitfähigkeitssensors
kann sowohl bei einer Geschirrspülmaschine wie sie oben beschrieben worden ist, insbesondere
in Zusammenhang mit den Ansprüchen 1-12, als auch bei Geschirrspülmaschinen gewählt
werden, wie sie in Zusammenhang mit dem Stand der Technik beschrieben worden sind,
die regelmäßig oder im Wesentlichen kontinuierlich die Leitfähigkeit der Behandlungsflüssigkeit
messen. Nachdem diese Geschirrspülmaschinen noch deutlicher auf die regelmäßige und
korrekte Messung der Leitfähigkeit, auch während des Normalbetriebs der Geschirrspülmaschine
auch zwischen den Inbetriebnahmen, angewiesen sind, ist eine solche erfindungsgemäße
Positionierung des Leitfähigkeitssensors bei solchen Geschirrspülmaschinen von besonderer
Bedeutung.
[0042] Bei einer besonderen Ausführungsform eine Geschirrspülmaschine umfasst diese eine
Anzeigevorrichtung, die in der Lage ist, Messwerte von Sensoren der Geschirrspülmaschine
anzuzeigen, insbesondere Messwerte eines Leitfähigkeitssensors oder eines Temperatursensors,
oder die in der Lage ist, von der Steuervorrichtung errechnete oder bestimmte Werte
und Ergebnisse oder von dem Nutzer eingegebene Informationen oder sonstige Zustände
und Daten der Geschirrspülmaschine anzuzeigen. Dadurch wird der Nutzer in die Lage
versetzt, jederzeit den Betriebszustand der Geschirrspülmaschinen zu überwachen und,
falls gewünscht, Änderungen vorzunehmen.
[0043] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Steuervorrichtung so ausgebildet,
dass sie ein Warnsignal erzeugt, wenn der Korrekturfaktor KA oder KAx einen vorbestimmten
oder einstellbaren Wert überschreitet, wobei bevorzugt die Geschirrspülmaschine eine
Anzeigevorrichtung umfasst, die bei Überschreiten des vorbestimmten oder einstellbaren
Werts des Korrekturfaktors KA oder KAx ein optisches oder ein akustisches Signal ausgibt.
[0044] Ein Ansteigen des Werts des Korrekturfaktors zeigt einen erhöhten Verschleiß und/oder
eine geringere Förderleistung der Dosierpumpe, aus Gründen des Verschleißes oder aus
anderen Gründen, an, und das Erreichen eines vorbestimmten oder einstellbaren Wertes
zeigt an, dass an eine Wartung und/oder einen Austausch von Verschleißteilen, beispielsweise
an einen Austausch der Schläuche, die in den Peristaltikpumpen gequetscht werden,
gedacht werden soll. Eine Anzeige gibt dem Nutzer eine frühzeitige Meldung oder Warnung,
sodass er rechtzeitig über den Verschleißzustand der Geschirrspülmaschine und insbesondere
der Dosierpumpe informiert ist und rechtzeitig entsprechende Schritte für die Wartung,
beispielsweise auch das Beschaffen von Teilen, organisieren kann.
[0045] Bei weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Geschirrspülmaschine auch eine
Eingabevorrichtung, mittels der manuelle Einstellungen vorgenommen werden können.
Damit hat der Nutzer die Möglichkeit, einfach und jederzeit den Betrieb und die Steuerung
der Geschirrspülmaschine, gegebenenfalls auch unter Berücksichtigung der angezeigten
Werte, gemäß seinen Wünschen anzupassen.
[0046] Der Erfindung betrifft ferner auch ein Verfahren zum Betreiben einer solchen gewerblichen
Geschirrspülmaschine, wobei im Hinblick auf die Vorteile und die besondere Aspekte
auf die obigen Erläuterungen verwiesen wird, um Wiederholungen zu vermeiden.
[0047] Weitere Eigenschaften und Vorteile der erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine und
des erfindungsgemäßen Verfahrens werden anhand der nachfolgenden Figuren noch deutlicher:
Fig. 1 zeigt schematisch einen Aufbau einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Geschirrspülmaschine, und
Fig. 2 zeigt schematisch ein Ablaufschema gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
[0048] Fig. 1 zeigt schematisch einen Aufbau einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Geschirrspülmaschine 10, die einen Spülraum 20 mit mehreren Abgabevorrichtungen 110
zur Abgabe von Behandlungsflüssigkeit in den Spülraum 20 umfasst, wobei bei dieser
Ausführungsform zwei obere Abgabevorrichtungen und zwei untere Abgabevorrichtungen
vorgesehen sind, die drehbar angeordnet sind. Zwischen den oberen und den unteren
Abgabevorrichtungen 110 ist ein Spülkorb 120 zur Aufnahme von zu reinigendem Geschirr
schematisch gezeigt.
[0049] Die Geschirrspülmaschine 10 umfasst einen Tank 200 mit einer Heizung 210 zur Aufnahme
einer Behandlungsflüssigkeit. Der Tank 200 kann über eine erste Zuführ-Vorrichtung
250 mit Rohwasser gefüllt werden.
[0050] Ferner umfasst die Geschirrspülmaschine 10 einen Vorratsbehälter 300 für ein Reinigungsmittel,
das über eine zweite Zuführ-Vorrichtung 330 mit einer Dosierpumpe 320, hier einer
Peristaltikpumpe, aus dem Vorratsbehälter 300 in den Tank dosiert werden kann.
[0051] Die Geschirrspülmaschine 10 umfasst ferner eine dritte Zuführ-Vorrichtung 230 mit
einer Waschpumpe 220, über die Behandlungsflüssigkeit aus dem Tank 200 den Abgabevorrichtungen
110 zugeführt werden kann.
[0052] Innerhalb der dritten Zuführ-Vorrichtung 230 und in Flussrichtung nach der Waschpumpe
220 ist ein Leitfähigkeitssensor 240 vorgesehen, der die Leitfähigkeit der Behandlungsflüssigkeit
messen kann. Der Leitfähigkeitssensor 240 ist mit einer Steuerungsvorrichtung 500
verbunden, sodass die Messwerte des Leitfähigkeitssensors 240 an die Steuerungsvorrichtung
500 weitergeleitet werden können, Wobei die Steuerungsvorrichtung 500 einen Speicher
umfasst, sodass Messergebnisse des Leitfähigkeitssensors 240 oder andere Daten Informationen
gespeichert werden können.
[0053] Die Geschirrspülmaschine umfasst ferner eine Eingabevorrichtung 800, über die ein
Nutzer Daten und Informationen eingeben kann. Beispielsweise kann ein Nutzer explizit
eingeben, dass nach dem Start der Geschirrspülmaschine eine Erst-Inbetriebnahme erfolgen
soll, oder kann auch angeben, dass es sich um eine Nachfolge-Inbetriebnahme handelt.
Die Steuervorrichtung kann beispielsweise auch so ausgelegt sein, dass sie immer davon
ausgeht, dass es sich bei einer neuen Inbetriebnahme um eine Nachfolge-Inbetriebnahme
handelt, solange es keine explizite externe Eingabe eines Nutzers gibt, dass es sich
um eine Erst-Inbetriebnahme handelt, oder die Steuervorrichtung dies automatisch erkennt,
beispielsweise weil erkannt worden ist, dass die Dosierpumpe ausgetauscht worden ist.
[0054] Bei einer besonderen Ausdrucksform umfasst die Geschirrspülmaschine auch eine Anzeigevorrichtung
820. Der Anzeigevorrichtung ist in der Lage, dem Nutzer bestimmte Modi oder Betriebsdaten
der Geschirrspülmaschine anzuzeigen, oder auch bestimmte Messwerte.
[0055] Dadurch hat der Nutzer einen guten Überblick über den Betriebszustand der Geschirrspülmaschine,
und er kann, falls erforderlich oder gewünscht, über die Eingabevorrichtung 800 auch
Änderungen eingeben, beispielsweise einen manuellen Korrekturfaktor, wie es oben beschrieben
worden ist.
[0056] Ferner umfasst die Geschirrspülmaschine 10 eine Ablaufleitung 630, in der eine Laugenpumpe
600 vorgesehen ist, sodass Behandlungsflüssigkeit, insbesondere verschmutzte Behandlungsflüssigkeit,
aus dem Tank 200 entnommen und entsorgt werden kann.
[0057] Die Ausführungsform der Geschirrspülmaschine 10 umfasst auch einen Boiler 400 mit
einer Heizung 410 zur Aufnahme einer Nachspülflüssigkeit. Die Nachspülflüssigkeit
kann über eine weitere Zuführ-Vorrichtung 430, in der eine Nachspülpumpe 420 vorgesehen
ist, an die Abgabevorrichtungen 110 geleitet werden.
[0058] Der Boiler 400 wird gespeist durch eine Zuführ-Vorrichtung 440 zum Zuführen von Rohwasser,
wobei ferner ein Vorratsbehälter 450 für Klarspülmittel vorgesehen ist, das mittels
einer Dosierpumpe 460 zudosiert wird.
[0059] Fig. 2 zeigt, in schematischer Form, ein Ablaufschema gemäß der vorliegenden Erfindung:
Schritt S ist der Start der Geschirrspülmaschine, in Schritt B erkennt die Steuerungsvorrichtung,
ob es sich um eine Erst-Inbetriebnahme (oder ein Reset des Systems) handelt. Wie oben
erläutert kann Beispielsweise auch vom Nutzer eingegeben werden, dass es sich um eine
Erst-Inbetriebnahme handelt.
[0060] Falls ja, werden als Schritte N der Tank mit Rohwasser gefüllt, die elektrische Leitfähigkeit
des Rohwassers mittels des Leitfähigkeitssensors gemessen, Reinigungsmittel zugeführt,
die elektrische Leitfähigkeit der dadurch entstehenden Behandlungsflüssigkeit gemessen,
die Differenz der elektrischen Leitfähigkeiten berechnet und die Daten gespeichert.
[0061] In einem weiteren Schritt wird der Korrekturwerte KAo auf 1 gesetzt, wie es oben
beschrieben worden ist.
[0062] Falls nein, werden als Schritte X der Tank mit Rohwasser gefüllt, bei dieser Ausführungsform
ebenfalls die elektrische Leitfähigkeit des Rohwassers mittels des Leitfähigkeitssensors
gemessen (gleichwohl bei einer anderen Ausführungsform an dieser Stelle auf die Messung
der elektrischen Leitfähigkeit des Rohwassers verzichtet und der bereits bei der Erst-Inbetriebnahme
gemessene Wert werden kann), Reinigungsmittel zugeführt, die elektrische Leitfähigkeit
der dadurch entstehenden Behandlungsflüssigkeit gemessen, die Differenz der elektrischen
Leitfähigkeiten berechnet und die Daten gespeichert.
[0063] In einem nachfolgenden Schritt wird, wie oben beschrieben, ein neuer Korrekturfaktor
KAx berechnet.
[0064] Basierend auf den Berechnungen und dem aktuellen Korrekturfaktor wird nun der Normalbetrieb
der Geschirrspülmaschine eingeleitet, und die Steuervorrichtung steuert die Geschirrspülmaschine,
insbesondere die Zudosierung des Reinigungsmittels durch die Steuerung der Dauer des
Betriebs der Dosierpumpe, auf der Basis der ermittelten Werte, insbesondere des ermittelten
Korrekturfaktors KAx.
[0065] Diese und weitere Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger
Form für die Realisierung wesentlich sein.
1. Gewerbliche Geschirrspülmaschine (10) mit einem Spülraum (20), in dem mindestens eine
Abgabevorrichtung zur Abgabe einer Behandlungsflüssigkeit angeordnet ist, wobei die
Geschirrspülmaschine (10) ferner umfasst:
- einen Tank (200) zur Aufnahme der Behandlungsflüssigkeit,
- eine erste Zuführ-Vorrichtung (250) zum Zuführen von Rohwasser in den Tank (200),
- einen Vorratsbehälter (300) für ein Reinigungsmittel,
- eine zweite Zuführ-Vorrichtung (330) mit einer Dosierpumpe (320), insbesondere einer
Peristaltikpumpe, zum Zuführen von Reinigungsmittel aus dem Vorratsbehälter (300)
in den Tank (200),
- eine dritte Zuführ-Vorrichtung mit einer Waschpumpe (220) zum Zuführen von Behandlungsflüssigkeit
aus dem Tank (200) zu der mindestens einen Abgabevorrichtung, und
- einen Leitfähigkeitssensor (240) zum Bestimmen der Leitfähigkeit der Behandlungsflüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Geschirrspülmaschine (10) eine Steuervorrichtung umfasst, die so ausgebildet ist,
dass sie bei Inbetriebnahme der Geschirrspülmaschine (10) in der Lage ist zu erkennen,
ob es sich um eine Erst-Inbetriebnahme oder eine Nachfolge-Inbetriebnahme handelt
und/oder die Geschirrspülmaschine (10) eine Steuervorrichtung und eine Eingabevorrichtung
(800) umfasst, über die ein Nutzer eingeben kann, dass es sich um eine Erst-Inbetriebnahme
oder um eine Nachfolge-Inbetriebnahme handelt, wobei die Steuervorrichtung eine Speichervorrichtung
umfasst,
wobei die Geschirrspülmaschine (10) und die Steuervorrichtung so ausgebildet sind,
dass zumindest bei einer Erst-Inbetriebnahme die elektrische Leitfähigkeit des Rohwassers
und sowohl bei einer Erst-Inbetriebnahme als auch bei einer Nachfolge-Inbetriebnahme
die elektrischen Leitfähigkeiten der Behandlungsflüssigkeit nach Zuführen eines Reinigungsmittels
in das Rohwasser mittels des Leitfähigkeitssensors (240) gemessen werden, wobei die
Steuervorrichtung auf der Basis dieser Messwerte und auf der Basis eines Vergleichs
dieser Messwerte bei jeder Inbetriebnahme einen Korrekturfaktor KA ermittelt, der
in einem Zusammenhang mit einer über die Nutzungsdauer abnehmende Förderleistung der
Dosierpumpe (320) steht.
2. Geschirrspülmaschine (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschirrspülmaschine (10) so ausgelegt ist, dass während einer Erst-Inbetriebnahme
und/oder während einer Nachfolge-Inbetriebnahme und/oder während eines Normalbetriebs
der Geschirrspülmaschine (10) die Menge des in den Tank (200) zugeführten Rohwassers
ermittelt wird, insbesondere gemessen oder eingegeben wird oder durch das Volumen
des Tanks (200) vorgegeben ist, und in Abhängigkeit dieser Menge des zugeführten Rohwassers
Reinigungsmittel mittels der Dosierpumpe (320) zugeführt wird, wobei die Zufuhrmenge
über die Länge eines Zeitraums gesteuert wird, über den die Dosierpumpe (320) betrieben
wird, wobei die Länge des Zeitraums von der Steuervorrichtung unter Berücksichtigung
des Korrekturfaktors KA bestimmt wird.
3. Geschirrspülmaschine (10) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Geschirrspülmaschine (10)
ferner einen Temperatursensor umfasst, der so ausgelegt ist, dass er die Temperatur
des Rohwassers und/oder der Behandlungsflüssigkeit messen kann, wobei die Steuervorrrichtung
so ausgelegt ist, dass die Temperaturen und/oder die Temperaturunterschiede bei der
Bestimmung der Leitfähigkeit und/oder der Bestimmung des Korrekturfaktors KA berücksichtigt
werden,
und/oder
dadurch gekennzeichnet, dass auch bei einer Nachfolge-Inbetriebnahme, bevorzugt bei allen Nachfolge-Inbetriebnahmen,
die Leitfähigkeit des Rohwassers gemessen und der Steuervorrichtung zur Bestimmung
oder Änderung des Korrekturfaktors zugeleitet wird.
4. Gewerbliche Geschirrspülmaschine (10), insbesondere nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, mit einem Spülraum (20), in dem mindestens eine Abgabevorrichtung zur Abgabe
einer Behandlungsflüssigkeit angeordnet ist, wobei die Geschirrspülmaschine (10) ferner
umfasst:
- einen Tank (200) zur Aufnahme der Behandlungsflüssigkeit,
- eine erste Zuführ-Vorrichtung (250) zum Zuführen von Rohwasser in den Tank (200),
- einen Vorratsbehälter (300) für ein Reinigungsmittel,
- eine zweite Zuführ-Vorrichtung (330) mit einer Dosierpumpe (320), insbesondere einer
Peristaltikpumpe, mit einer Nenn-Förderleistung PN zum Zuführen von Reinigungsmittel
aus dem Vorratsbehälter (300) in den Tank (200),
- eine dritte Zuführ-Vorrichtung mit einer Waschpumpe (220) zum Zuführen von Behandlungsflüssigkeit
aus dem Tank (200) zu der mindestens einen Abgabevorrichtung,
- einen Leitfähigkeitssensor (240) zum Bestimmen der elektrischen Leitfähigkeit der
Behandlungsflüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Geschirrspülmaschine (10) eine Steuervorrichtung umfasst, die so ausgebildet ist,
dass sie bei Inbetriebnahme der Geschirrspülmaschine (10) in der Lage ist zu erkennen,
ob es sich um eine Erst-Inbetriebnahme oder eine von x Nachfolge-Inbetriebnahmen,
mit x≥1, handelt und/oder die Geschirrspülmaschine (10) eine Steuervorrichtung und
eine Eingabevorrichtung (800) umfasst, über die ein Nutzer eingeben kann, dass es
sich um eine Erst-Inbetriebnahme oder um eine Nachfolge-Inbetriebnahme handelt, wobei
die Steuervorrichtung eine Speichervorrichtung umfasst,
wobei die Steuervorrichtung so ausgebildet ist, dass bei Inbetriebnahme der Geschirrspülmaschine
(10), in dem Falle, dass die Steuervorrichtung erkennt und/oder über die Eingabevorrichtung
(800) eingegeben wird, dass es sich um eine Erst-Inbetriebnahme handelt, die folgenden
Schritte ausgeführt werden:
- Füllen des Tanks (200) mit Rohwasser, wobei die Menge VN des während der Inbetriebnahme
in den Tank (200) zugeführten Rohwassers ermittelt wird, insbesondere gemessen oder
eingegeben wird oder durch das Volumen des Tanks (200) vorgegeben ist,
- Messen und Speichern der elektrischen Leitfähigkeit LR des Rohwasser mittels des
Leitfähigkeitssensors (240)
- Zuführen von Reinigungsmittel in den Tank (200) durch Betrieb der Dosierpumpe (320)
über einen Zeitraum tx, mit x=o, zum Erzeugen der Behandlungsflüssigkeit, wobei der
Zeitraum tx, mit x=o, von der Steuervorrichtung auf der Grundlage einer Nenn-Förderleistung
PN der Dosierpumpe (320), der Menge des in den Tank (200) gefüllten Rohwassers VN
und einer vorgegebenen oder einstellbaren Soll-Konzentration CSOLL bestimmt wird,
und Speichern des Zeitraums tx, mit x=o,
- Messen und Speichern der elektrischen Leitfähigkeit LN der Behandlungsflüssigkeit,
- Bestimmen und Speichern der Differenz ΔLN der elektrischen Leitfähigkeiten, wobei

- Setzen und Speichern eines Korrekturfaktors KAx, mit x=o, auf den Wert 1,
wobei die Steuervorrichtung so ausgebildet ist, dass bei Inbetriebnahme der Geschirrspülmaschine
(10), in dem Falle, dass die Steuervorrichtung erkennt, dass es sich um eine Nachfolge-Inbetriebnahme
handelt, und/oder keine Eingabe über die Eingabevorrichtung (800) erfolgt, dass es
sich um eine Erst-Inbetriebnahme handelt und/oder eine Eingabe über die Eingabevorrichtung
(800) erfolgt, dass es sich um eine Nachfolge-Inbetriebnahme handelt, die folgenden
Schritte ausgeführt werden:
- Füllen des Tanks (200) mit Rohwasser, wobei die Menge Vx des während der Inbetriebnahme
in den Tank (200) zugeführten Rohwassers ermittelt wird, insbesondere gemessen oder
eingegeben wird oder durch das Volumen des Tanks (200) vorgegeben ist,
- Zuführen von Reinigungsmittel in den Tank (200) durch Betrieb der Dosierpumpe (320)
über einen Zeitraum tx zum Erzeugen der Behandlungsflüssigkeit, wobei der Zeitraum
tx, mit x≥1, von der Steuervorrichtung durch Multiplikation des gespeicherten Zeitraums
tx -1 mit dem gespeicherten Korrekturfaktor KAx-i und in Abhängigkeit der Menge des
in den Tank (200) zugeführten Rohwassers ermittelt wird, mit

- Messen und Speichern der elektrischen Leitfähigkeit Lx der Behandlungsflüssigkeit,
- Bestimmen und Speichern der Differenz ΔLx der elektrischen Leitfähigkeiten, wobei
ΔLx=Lx-LR
- Setzen und Speichern eines neuen Korrekturfaktors KAx, wobei der Korrekturfaktor
KAx nach folgender Formel ermittelt wird:

5. Geschirrspülmaschine (10) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung so ausgebildet ist, dass bei Inbetriebnahme der Geschirrspülmaschine
(10), in dem Falle, dass es sich um eine Nachfolge-Inbetriebnahme handelt, nach dem
Schritt des Füllens des Tanks (200) mit Rohwasser folgender Schritt ausgeführt wird:
- Erneutes Messen und Speichern der elektrischen Leitfähigkeit LR des Rohwasser mittels
des Leitfähigkeitssensors (240)
wobei beim Schritt des Bestimmens und Speicherns der Differenz ΔLx der elektrischen
Leitfähigkeiten die bei der Nachfolge-Inbetriebnahme erneut bestimmte elektrische
Leitfähigkeit LR des Rohwassers berücksichtigt wird, wobei ΔLx=Lx-LR.
6. Geschirrspülmaschine (10) nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Zeitraum tx, über den Reinigungsmittel zugeführt wird, zusätzlich unter Berücksichtigung
eines manuellen Korrekturfaktors KMx, der bevorzugt durch einen Nutzer oder einen
Techniker über eine Eingabevorrichtung (800) der Geschirrspülmaschine (10) eingegeben
oder ausgewählt werden kann, nach folgender Formel ermittelt und nachfolgend gespeichert
wird:
7. Geschirrspülmaschine (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass während eines Normalbetriebs der Geschirrspülmaschine (10) die Menge VFÜLL des während
des Normalbetriebs in den Tank (200) zugeführten Rohwassers ermittelt, insbesondere
gemessen oder eingegeben, wird, und in Abhängigkeit dieser Menge des zugeführten Rohwassers
Reinigungsmittel mittels der Dosierpumpe (320), die über einen Zeitraum tdx betrieben
wird, zugeführt wird, wobei der Zeitraum tdx von der Steuervorrichtung auf der Basis
der Menge VFÜLL des zugeführten Rohwassers, der Soll-Konzentration CSOLL, der Nenn-Förderleistung
PN der Dosierpumpe (320) und des Korrekturfaktors KAx nach folgender Formel bestimmt
wird:
8. Geschirrspülmaschine (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass während eines Normalbetriebs der Geschirrspülmaschine (10) die Menge VFÜLL des während
des Normalbetriebs in den Tank (200) zugeführten Rohwassers ermittelt, insbesondere
gemessen oder eingegeben, wird, und in Abhängigkeit dieser Menge des zugeführten Rohwassers
Reinigungsmittel mittels der Dosierpumpe (320), die über einen Zeitraum tdx betrieben
wird, zugeführt wird, wobei der Zeitraum tdx von der Steuervorrichtung auf der Basis
der Menge VFÜLL des zugeführten Rohwassers, der Soll-Konzentration CSOLL, der Nenn-Förderleistung
PN der Dosierpumpe (320), des Korrekturfaktors KAx und eines manuellen Korrekturfaktors
KMx, der bevorzugt durch einen Nutzer oder einen Techniker über eine Eingabevorrichtung
(800) der Geschirrspülmaschine (10) eingegeben oder ausgewählt werden kann, nach folgender
Formel bestimmt wird:
9. Geschirrspülmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner mindestens einen Temperatursensor zur Ermittlung der Temperatur des Rohwassers
und/oder der Behandlungsflüssigkeit umfasst,
ferner bevorzugt
dadurch gekennzeichnet, dass die von dem Temperatursensor ermittelten Temperaturen des Rohwassers und/oder der
Behandlungsflüssigkeit als Korrekturfaktor bei der Bestimmung der elektrischen Leitfähigkeiten
des Rohwassers und/oder der Behandlungsflüssigkeit und/oder bei einem Vergleich der
ermittelten elektrischen Leitfähigkeiten berücksichtigt werden.
10. Geschirrspülmaschine (10) nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Geschirrspülmaschine (10) und die Steuervorrichtung so ausgebildet sind, dass
bei der Bestimmung der elektrischen Leitfähigkeiten L des Rohwassers und/oder der
Behandlungsflüssigkeit die von dem Temperatursensor ermittelten Temperaturen T sowie
eine Temperaturkonstante und/oder Zellkonstante Z eines Leitfähigkeitssensors (240)
berücksichtigt werden, wobei die elektrischen Leitfähigkeiten L nach folgender Formel
berechnet werden:

wobei G der von dem Leitfähigkeitssensor (240) gemessene elektrische Leitwert und
σT eine allgemeine oder behandlungsmittelspezifische Temperaturkonstante ist.
11. Geschirrspülmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Zuführ-Vorrichtung eine Leitung oder eine Zuführung umfasst, die den Tank
(200) mit der mindestens einen Abgabevorrichtung verbindet, wobei die Waschpumpe (220)
innerhalb dieser Leitung oder Zuführung und zwischen Tank (200) und Abgabevorrichtung
vorgesehen ist, wobei ferner der Leitfähigkeitssensor (240) ebenfalls innerhalb dieser
Leitung oder Zuführung und entweder zwischen Waschpumpe (220) und Abgabevorrichtung
oder zwischen Tank (200) und Waschpunpe (220) vorgesehen ist,
und/oder
dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Anzeigevorrichtung (820) umfasst, die in der Lage ist, Messwerte von Sensoren
der Geschirrspülmaschine (10) anzuzeigen, insbesondere Messwerte eines Leitfähigkeitssensors
(240) oder eines Temperatursensors, oder die in der Lage ist, von der Steuervorrichtung
errechnete oder bestimmte Werte und Ergebnisse oder von dem Nutzer eingegebene Informationen
oder sonstige Zustände und Daten der Geschirrspülmaschine (10) anzuzeigen,
und/oder
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung so ausgebildet ist, dass sie ein Warnsignal erzeugt, wenn der
Korrekturfaktor KA oder KAx einen vorbestimmten oder einstellbaren Wert überschreitet,
wobei bevorzugt die Geschirrspülmaschine (10) eine Anzeigevorrichtung (820) umfasst,
die bei Überschreiten des vorbestimmten oder einstellbaren Werts des Korrekturfaktors
KA oder KAx ein optisches oder ein akustisches Signal ausgibt,
und/oder
dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Eingabevorrichtung (800) umfasst, mittels der manuelle Einstellungen vorgenommen
werden können oder mittels der Werte und/oder Korrekturen und/oder Korrekturwerte
eingegeben werden können, die von der Steuervorrichtung zur Steuerung der Geschirrspülmaschine
(10) verwendet werden können.
12. Geschirrspülmaschine (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschirrspülmaschine (10) so ausgebildet ist, dass die Soll-Konzentration nach
der Erst-Inbetriebnahme auf einen Wert CSOLLx einstellbar ist, in welchem Falle der
Korrekturfaktor KAx mit einem zusätzlichen Anpassungsfaktor CSOLLx/CSOLL multipliziert
wird.
13. Gewerbliche Geschirrspülmaschine (10), insbesondere nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, mit einem Spülraum (20), in dem mindestens eine Abgabevorrichtung zur Abgabe
einer Behandlungsflüssigkeit angeordnet ist, zur Verfügung gestellt, die folgendes
umfasst:
- einen Tank (200) zur Aufnahme der Behandlungsflüssigkeit,
- eine erste Zuführ-Vorrichtung (250) zum Zuführen von Rohwasser in den Tank (200),
- einen Vorratsbehälter (300) für ein Reinigungsmittel,
- eine zweite Zuführ-Vorrichtung (330) mit einer Dosierpumpe (320), insbesondere einer
Peristaltikpumpe, zum Zuführen von Reinigungsmittel aus dem Vorratsbehälter (300)
in den Tank (200),
- eine dritte Zuführ-Vorrichtung (230) mit einer Waschpumpe (220) zum Zuführen von
Behandlungsflüssigkeit aus dem Tank (200) zu der mindestens einen Abgabevorrichtung,
und
- einen Leitfähigkeitssensor (240) zum Bestimmen der Leitfähigkeit der Behandlungsflüssigkeit.
dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Zuführ-Vorrichtung eine Leitung oder eine Zuführung umfasst, die den Tank
(200) mit der mindestens einen Abgabevorrichtung verbindet, wobei die Waschpumpe (220)
innerhalb dieser Leitung oder dieser Zuführung und zwischen dem Tank (200) und der
Abgabevorrichtung vorgesehen ist, wobei ferner der Leitfähigkeitssensor (240) ebenfalls
innerhalb dieser Leitung oder dieser Zuführung und entweder zwischen Waschpumpe (220)
und Abgabevorrichtung oder zwischen Tank (200) und Waschpumpe (220) vorgesehen ist.
14. Verfahren zum Betreiben einer gewerblichen Geschirrspülmaschine mit einem Spülraum
(20) und einer Abgabevorrichtung zur Abgabe von Behandlungsflüssigkeit, insbesondere
zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
die Geschirrspülmaschine (10) eine Steuervorrichtung umfasst, die bei Inbetriebnahme
der Geschirrspülmaschine (10) erkennt, ob es sich um eine Erst-Inbetriebnahme oder
eine Nachfolge-Inbetriebnahmen handelt, und/oder wobei die Geschirrspülmaschine (10)
eine Eingabevorrichtung (800) umfasst, über die ein Nutzer eingeben kann, dass es
sich um eine Erst-Inbetriebnahme oder um eine Nachfolge-Inbetriebnahme handelt,
wobei sowohl bei einer Erst-Inbetriebnahme als auch bei einer Nachfolge-Inbetriebnahme
die elektrischen Leitfähigkeiten des Rohwassers und der Behandlungsflüssigkeit nach
Zuführen eines Reinigungsmittels in das Rohwasser mittels des Leitfähigkeitssensors
(240) gemessen werden, wobei die Steuervorrichtung auf der Basis dieser Messwerte
und auf der Basis eines Vergleichs dieser Messwerte bei jeder Inbetriebnahme einen
Korrekturfaktor KA ermittelt, der in einem Zusammenhang mit einer über die Nutzungsdauer
abnehmende Förderleistung der Dosierpumpe (320) steht.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass während einer Erst-Inbetriebnahme und/oder während einer Nachfolge-Inbetriebnahme
und/oder während eines Normalbetriebs der Geschirrspülmaschine (10) die Menge des
in den Tank (200) zugeführten Rohwassers ermittelt wird, insbesondere gemessen oder
eingegeben wird oder durch das Volumen des Tanks (200) vorgegeben ist, und in Abhängigkeit
dieser Menge des zugeführten Rohwassers Reinigungsmittel mittels der Dosierpumpe (320)
zugeführt wird, wobei die Zufuhrmenge über die Länge eines Zeitraums gesteuert wird,
über den die Dosierpumpe (320) betrieben wird, wobei die Länge des Zeitraums von der
Steuervorrichtung unter Berücksichtigung des Korrekturfaktors KA bestimmt wird.