[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine kindersichere Verpackungseinheit für mindestens
zwei Knopfzellen. Insbesondere handelt es sich bei der Verpackungseinheit um eine
Verpackung vom Blisterkartentyp.
ANWENDUNGSGEBIET UND STAND DER TECHNIK
[0002] Der große Bedarf an Knopfzellen macht zwangsläufig auch die Verpackung dieses Massenartikels
zu einem wichtigen Faktor. Sie muss einerseits wirtschaftlich sein, andererseits aber
auch ein ansprechendes Aussehen aufweisen, um das Kaufinteresse zu fördern. Besonders
verbreitet sind Verkaufs- und Vorratspackungen vom Blisterkartentyp, also einer kartenförmigen
Sichtverpackung, bei der die Knopfzellen in Kunststofffolienformteilen verpackt sind.
[0003] Aus der
EP 259574 A2 ist ein Beispiel für eine Verkaufs- und Vorratspackung für Knopfzellen vom Blisterkartentyp
bekannt, bei der die Verpackung zum einen Teil von einer reißfesten, vorzugsweise
transparenten Folie aus PVC oder Polyvinylidenchlorid mit napfförmigen Ausprägungen
zur Aufnahme der Knopfzellen und zum anderen Teil von einer auf diese glattflächig
aufgesiegelten Verschlussfolie aus Aluminium gebildet wird. Zur Entnahme einer Knopfzelle
braucht diese nur von au-βen durch die leicht aufreißbare Aluminiumfolie durchgedrückt
zu werden.
[0004] Dieser Vorgang kann allerdings sehr leicht durchgeführt werden, gegebenenfalls schon
von einem Kleinkind. Um das Risiko zu minimieren, dass ein Kleinkind ungewollt eine
Knopfzelle entnehmen und verschlucken könnte, sind bereits kindersichere Verpackungseinheiten
bekannt, die von einem Kleinkind nicht ohne weiteres geöffnet werden können. Derartige
Verpackungen sollen eine bessere Sicherheit gewährleisten und insbesondere die versehentliche
Entnahme einer Knopfzelle durch ein Kind verhindern.
[0005] Beispielsweise ist aus der
DE 20 2019 101 861 U1 eine Verkaufs- und Vorratspackung vom Blisterkartentyp bekannt, bei der auf einem
Träger, der beispielsweise von einem Kartonzuschnitt gebildet wird, ein Kunststoffformteil
fixiert ist. Das Kunststoffformteil umfasst mindestens eine tiefgezogene Vertiefung,
die mit dem Träger eine geschlossene Aufnahme mit einer kreiszylindrischen Grundform
für die zylindrische Knopfzelle bildet. Weiterhin umfasst die Aufnahme einen bevorzugt
als Ausbuchtung des Zentralraums ausgebildeten Seitenraum, der derart ausgebildet
ist, dass er von der Knopfzelle nicht ausgefüllt werden kann. Bei dieser Ausgestaltung
der Verpackung kann der Seitenraum mit einem Scherenschnitt geöffnet werden, um die
Knopfzelle aus derVerpackung entnehmen zu können. Eine werkzeugfreie Öffnung ist ohne
weiteres nicht möglich, sodass eine versehentliche Öffnung durch ein Kleinkind im
Sinne der Kindersicherheit verhindert wird. Weiterhin ist der Seitenraum so ausgestaltet,
dass während des Scherenschnitts die Knopfzelle nicht mit der Schere berührt wird,
da die Knopfzelle von ihrer Größe her nicht in den Seitenraum hineinragt. Hierdurch
wird ein Kurzschluss oder eine Beschädigung der Knopfzelle vermieden.
[0006] Ein weiterer Aspekt der Kindersicherheit ist das versehentliche Verschlucken einer
Knopfzelle, was mit der Gefahr von schwerwiegenden Verätzungen in der Speiseröhre
durch Entladung der Knopfzelle und mit anderen schweren Problemen im Magen-/Darmtrakt
verbunden ist.
AUFGABE UND LÖSUNG
[0007] Vor diesem Hintergrund stellt sich die Erfindung die Aufgabe, eine verbesserte Verpackungseinheit
fürzwei oder mehr Knopfzellen bereitzustellen, die auf der einen Seiten den wichtigen
Aspekten der Kindersicherheit Rechnung trägt und die auf der anderen Seite eine optisch
ansprechende und flexibel zu gestaltende Verkaufspräsentation ermöglicht. Weiterhin
soll eine besonders wirtschaftliche Herstellung der Verpackungseinheiten möglich sein.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Verpackungseinheit mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Verpackungseinheit ergeben sich
aus den von Anspruch 1 abhängigen Ansprüchen. Weiterhin wird die Aufgabe durch ein
Verfahren zur Herstellung einer solchen Verpackungseinheit gemäß dem weiteren nebengeordneten
Anspruch gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen des Verfahrens ergeben sich aus den weiteren,
davon abhängigen Ansprüchen.
[0009] Die erfindungsgemäße Verpackungseinheit für mindestens zwei Knopfzellen ist durch
die folgenden Merkmale gekennzeichnet:
- a. die Verpackungseinheit umfasst für jede der Knopfzellen ein separates Einzelkompartiment,
das die Knopfzellen umschließt, und
- b. die Einzelkompartimente sind jeweils aus einer separaten tiefgezogenen Kunststoffhaube
und einer daran fixierten rückwärtigen Kunststofffolie gebildet, und
- c. die Einzelkompartimente sind derart ausgebildet, dass sie nicht werkzeugfrei zu
öffnen sind, und
- d. die Verpackungseinheit umfasst einen Träger, auf dem die Einzelkompartimente angebracht
sind, und
- e. die Einzelkompartimente sind auf dem Träger voneinander beabstandet.
[0010] Erfindungsgemäß ist jede Knopfzelle der Verpackungseinheit in einem separaten Einzelkompartiment
eingeschlossen und die Einzelkompartimente sind auf dem Träger voneinander beabstandet.
Die erfindungsgemäße Verpackungseinheit erlaubt damit eine Verpackung von mehreren
Knopfzellen, wobei jede einzelne Knopfzelle separat verkapselt ist. Die Einzelkomponenten
werden von der tiefgezogenen Kunststoffhaube und der daran fixierten Kunststofffolie
gebildet, so dass jede Knopfzelle für sich fest verschlossen und eingekapselt ist.
Die Fixierung der rückwärtigen Kunststofffolie an der Kunststoffhaube ist so ausgebildet,
dass diese Fixierung nicht ohne weiteres gelöst werden kann, also insbesondere nicht
abgezogen oder abgerissen werden kann. Vielmehr ist für das Öffnen des Einzelkompartiments
ein Werkzeug, beispielsweise eine Schere oder ein Messer, erforderlich, so dass ein
Kleinkind das Einzelkompartiment bzw. die Kapsel in der Regel nicht öffnen kann. Durch
die feste Verkapselung wird erreicht, dass selbst bei einem Verschlucken der in das
Einzelkompartiment eingeschlossenen Knopfzelle von der Knopfzelle keine erhebliche
Gefahr ausgeht, da insbesondere Verätzungen durch die Knopfzelle in der Speiseröhre
oder im Magen-/Darmtrakt nicht auftreten können. Die Knopfzelle würde auch bei einer
Magen-/Darmpassage innerhalb des Einzelkompartiments verbleiben und zusammen mit diesem
als Einheit in der Regel wieder ausgeschieden werden.
[0011] Hinzu kommt, dass durch das Einschließen der Knopfzellen innerhalb der Einzelkompartimente
eine Assoziation von Knopfzellen mit Bonbons oder Ähnlichem vermieden wird, so dass
auch bereits schon hierdurch ein Kleinkind davon abgehalten wird, ein solches Einzelkompartiment
mit der darin enthaltenen Knopfzelle zu verschlucken.
[0012] Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass die Einzelkompartimente eine gewisse Mindestgröße
aufweisen, die ein Kleinkind vom Verschlucken abhält.
[0013] Ein weiterer besonderer Vorteil, der mit den Einzelkompartimenten für die einzelnen
Knopfzellen verbunden ist fertigungstechnischer Natur. Klassisch unterscheiden sich
Blister für Knopfzellen in Abhängigkeit von der Anzahl der Knopfzellen in einer Verpackungseinheit.
Eine Verpackungseinheit für zwei Zellen erforderte einen anderen Blister als eine
für drei, vier oder fünf Knopfzellen. Zur Fertigung jedes Blisters war wiederum ein
eigenes Werkzeug erforderlich. Ganz anders gemäß der vorliegenden Erfindung: Hier
können unabhängig von der Anzahl der Knopfzellen, die von einerVerpackungseinheit
umfasst sein sollen, stets die gleichen Einzelkompartimente verwendet werden. Unterschiede
bestehen lediglich betreffend die Anzahl und die Anordnung der Einzelkompartimente
auf dem Träger.
[0014] Durch den Abstand zwischen den Einzelkompartimenten auf dem Träger wird erreicht,
dass die Knopfzellen aus den jeweiligen Einzelkompartimenten in besonders anwenderfreundlicher
Weise einzeln entnommen werden können, ohne dass beispielsweise ein benachbartes Einzelkompartiment
versehentlich beschädigt wird.
[0015] Allgemein wird unter einer Knopfzelle eine elektrochemische Energiespeicherzelle
mit einem zylindrischen Gehäuse verstanden, deren Gesamthöhe kleiner als ihr Durchmesser
ist.
[0016] Bei den Knopfzellen der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit kann es sich insbesondere
um Lithium-Knopfzellen handeln, von denen im Fall eines Verschluckens eine relativ
große Gefahr ausgeht. Bei den Knopfzellen kann es sich jedoch auch um Energiespeicherzellen
eines anderen Typs handeln, beispielsweise um Alkaline-Knopfzellen oder um Silberoxid-Knopfzellen
oder um Zink-Luft-Knopfzellen.
[0017] Im Hinblick auf die Anbringung der Einzelkompartimente mit den Knopfzellen auf dem
Trägerzeichnet sich die Verpackungseinheit in bevorzugten Ausgestaltungen durch das
folgende Merkmal aus:
- a. zur Anbringung der Einzelkompartimente auf dem Träger ist eine Anbringung, insbesondere
eine Verklebung oder Verschweißung, der rückwärtigen Kunststofffolie der Einzelkompartimente
an dem Träger vorgesehen.
[0018] Durch die Befestigung der gesamten Fläche der rückwärtigen Kunststofffolie, also
der gesamten Rückseite des Einzelkompartiments, auf dem Träger wird ein sicherer Halt
der Einzelkompartimente auf dem Träger gewährleistet. Die Verklebung oder Verschweißung
kann in an sich bekannter Weise erfolgen, besonders geeignet ist ein thermisches Siegeln,
das bevorzugterweise mit Unterstützung eines Siegellacks auf der Trägerfläche durchgeführt
werden kann.
[0019] Bei der Verpackungseinheit handelt es sich insbesondere um eine Verkaufs- und/oder
Vorratspackung.
[0020] Insbesondere handelt es sich bei dem Träger der Verpackungseinheit um ein flächiges
Material, wie es im Bereich von Blisterverpackungen für Knopfzellen oder Batterien
allgemein bzw. für Energiespeicherzellen üblich ist.
[0021] In besonders bevorzugter Weise zeichnet sich die Verpackungseinheit im Hinblick auf
den Träger durch mindestens eines der folgenden Merkmale aus:
- a. der Träger ist eine Trägerkartonkarte,
- b. der Träger umfasst zumindest anteilig Sekundärfaserkarton, insbesondere recycelten
Zellstoff.
[0022] Vorzugsweise sind die vorgenannten Merkmale a. und b. in Kombination miteinander
verwirklicht.
[0023] Der Träger ist vorzugsweise als Kartonzuschnitt ausgebildet. Solche Kartonzuschnitte
sind bei derartigen Blisterverpackungen weit verbreitet. Besonders bevorzugt ist die
Verwendung von Recyclingmaterial für den Kartonzuschnitt (und auch für die Herstellung
der Einzelkompartimente), um die Umweltbelastung zu reduzieren. Dabei kann es vorgesehen
sein, dass mindestens eine Seite des Kartonzuschnitts farbig bedruckt ist und insbesondere
mit Informationen über das Produkt versehen ist. Bei der bedruckten Seite handelt
es sich insbesondere um die Seite, auf der die Einzelkompartimente angebracht sind.
Prinzipiell kann der Träger aberauch aus anderem Material bestehen, beispielsweise
aus einem Kunststoff, oder kann aus verschiedenen Materialien bestehen, beispielsweise
aus einem Verbundmaterial aus Karton und Kunststoff.
[0024] In besonders bevorzugter Weise zeichnet sich die erfindungsgemäße Verpackungseinheit
durch mindestens eines der folgenden Merkmale aus:
- a. die tiefgezogene Kunststoffhaube bildet eine napfförmige Vertiefung mit kreisförmigem
Umriss zur Aufnahme der Knopfzelle,
- b. der kreisförmige Umriss der napfförmigen Vertiefung weist in einem Teilkreisbereich
eine randständige Aufweitung auf,
- c. die randständige Aufweitung erstreckt sich über maximal 25 %, insbesondere maximal
20 %, des kreisförmigen Umrisses der napfförmigen Vertiefung,
- d. die tiefgezogene Kunststoffhaube weist eine umlaufende plane Fläche auf, an der
die rückwärtige Kunststofffolie fixiert ist.
[0025] In besonders bevorzugter Weise sind die vorgenannten Merkmale a. und b. oder a. und
b. und c., oder ganz besonders bevorzugt die vorgenannten Merkmale a. bis d. gemeinsam
miteinander verwirklicht.
[0026] Durch den kreisförmigen Umriss der napfförmigen Vertiefung der Kunststoffhaube kann
die Aufnahme in optimaler Wise an die Form und Größe der jeweiligen Knopfzelle angepasst
werden. Zweckmäßigerweise ist der kreisförmige Umriss der Aufnahme um weniges größer
als die Knopfzelle, so dass ein gewisser Spielraum für das Einlegen während des Verpackungsprozesses
und für die Entnahme der Knopfzelle besteht.
[0027] Die randständige Aufweitung gemäß dem vorgenannten Merkmal b. ist für eine anwenderfreundliche
Öffnung der Verpackung durch den Anwender zur Entnahme der einzelnen Knopfzellen bei
gleichzeitiger Kindersicherheit vorgesehen. Die randständige Aufweitung oder Ausbuchtung
(Seitenraum) stellt einen Angriffspunkt für ein Öffnen des Einzelkompartiments mit
einem Scherenschnitt oder einem Messerschnitt dar. Da dieses Öffnen ein Werkzeug erfordert,
stellt dies eine sehr vorteilhafte Ausgestaltung im Hinblick auf die Kindersicherheit
der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit dar.
[0028] Die randständige Aufweitung ist vorzugsweise gemäß dem vorgenannten Merkmal c. so
ausgestaltet, dass sie nur ein Viertel oder weniger des kreisförmigen Umrisses ausmacht,
so dass die Knopfzelle innerhalb des Einzelkompartiments nicht in die Aufweitung hineinrutschen
kann. Dies kann auch weiter dadurch unterstützt werden, dass die Aufweitung eine geringere
Höhe als die übrige napfförmige Vertiefung aufweist, so dass ein Verrutschen der Knopfzelle
in Richtung der randständigen Aufweitung sicher vermieden wird.
[0029] Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass sich auf dem Träger im Bereich der randständigen
Aufweitung des jeweiligen Einzelkompartiments mindestens eine Scherenschnittmarkierung
befindet, die durch die Aufweitung führt und somit dem Anwendereine präzise Anleitung
gibt, wie das Einzelkompartiment zu öffnen ist.
[0030] Weiterhin ist es gemäß dem vorgenannten Merkmal d. sehr vorteilhaft, wenn die Kunststoffhaube
eine umlaufende plane Fläche zur Fixierung der rückwärtigen Kunststofffolie ausbildet.
Hierdurch wird gewissermaßen ein Siegelrand bereitgestellt, der eine gute Angriffsfläche
für die Fixierung der rückwärtigen Kunststofffolie bereitstellt und so einen besonders
sicheren Verschluss bzw. eine Versiegelung des Einzelkompartiments ermöglicht.
[0031] Die napfförmige Vertiefung weist bevorzugt einen ebenen Boden und eine umlaufende
Wand auf. Der Boden ist parallel zu dem Träger ausgerichtet. Der Abstand zwischen
dem Boden und dem Träger definiert die Höhe der Aufnahme für die Knopfzelle.
[0032] Wie bereits erwähnt ist die Aufnahme zweckmäßigerweise an die Form und die Dimension
der darin eingelegten Knopfzelle angepasst. Bevorzugt weist die Aufnahme einen Durchmesser
auf, der den Durchmesser der Knopfzelle um den Faktor 1,05 bis 1,3 übersteigt. In
weiteren bevorzugten Ausführungsformen weist die Aufnahme eine Höhe auf, welche die
Höhe der Knopfzelle um den Faktor 1,01 bis 1,2 übersteigt.
[0033] Ohne die randständige Aufweitung, die einen Seitenraum der Aufnahme bildet, wären
die Vertiefung und damit auch die Aufnahme streng kreiszylindrisch ausgebildet. Die
Anwesenheit des Seitenraums sorgt für eine Abweichung von einer streng kreiszylindrischen
Geometrie. Erfindungsgemäß ist die Form des Seitenraums nicht wesentlich, so kann
die randständige Aufweitung z.B. rund gewölbt sein oder auch eine Ecke oder mehrere
Ecken aufweisen. Allerdings sollte der Seitenraum vorteilhafterweise derart ausgebildet
sein, dass er von der Knopfzelle nicht ausgefüllt werden kann. Der Seitenraum umfasst
daher vorzugsweise zumindest einen Teilbereich, in den die Knopfzelle, selbst wenn
sie innerhalb der Aufweitung eine begrenzte Beweglichkeit aufweisen sollte, nicht
eindringen kann, zumindest nicht ohne Zerstörung oder Deformation der Aufweitung.
[0034] Besonders bevorzugt weist der Seitenraum eine geringere Höhe als die übrige Aufnahme,
insbesondere eine geringere Höhe als die Knopfzelle, auf. Dies kann den Scherenschnitt
erleichtern. Zudem ist dies eine besonders einfache Möglichkeit, ein Eindringen der
Knopfzelle in den Seitenraum wirksam zu verhindern.
[0035] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Einzelkompartimente ist das folgende
Merkmal vorgesehen:
- a. das Material der Kunststoffhaube weist eine größere Stärke als das Material der
rückwärtigen Kunststofffolie auf.
[0036] Durch die unterschiedlichen Stärken der Materialien fürdie Kunststoffhaube und fürdie
rückwärtige Kunststofffolie wird erreicht, dass die rückwärtige Folie flexibler ist
als die vordere Kunststoffhaube. Weiterhin ist durch die größere Flexibilität der
rückwärtigen Kunststofffolie eine besonders stabile Fixierung bzw. Befestigung der
rückwärtigen Kunststofffolie des Einzelkompartiments auf dem Träger möglich. Das Material
der Kunststoffhaube wird in diesem Zusammenhang vorzugsweise so gewählt, dass eine
stabile Formgebung für die Aufnahme der Knopfzelle erreicht wird.
[0037] In besonders bevorzugter Weise zeichnet sich die erfindungsgemäße Verpackungseinheit
im Hinblick auf das Material für die Einzelkompartimente durch mindestens eines und
vorzugsweise die beiden der folgenden Merkmale a. und b. aus:
- a. das Material der Kunststoffhaube weist eine Folienstärke in einem Bereich von 250
- 350 µm, insbesondere 300 µm, auf,
- b. das Material der rückwärtigen Kunststofffolie weist eine Folienstärke in einem
Bereich von 150 - 250 µm, insbesondere 200 µm, auf.
[0038] Prinzipiell kann das Material insbesondere für die Kunststoffhaube aus jedem tiefziehbaren
Kunststoff bestehen, beispielsweise aus Polyvinylchlorid (PVC) oder Polyethylen, insbesondere
low density Polyethylen (PE-LD).
[0039] In besonders bevorzugter Weise wird als Material für die Kunststoffhaube und vorzugsweise
auch für das Material der Kunststofffolie jeweils Polyethylenterephthalat (PET) verwendet.
Bei Verwendung von PET sowohl für die Kunststoffhaube als auch für die rückwärtige
Kunststofffolie kann ein besonders festes Verschließen der Einzelkompartimente erreicht
werden, sodass die Verkapselung der Knopfzellen besonders sicher wird, insbesondere
auch im Hinblick auf ein mögliches Verschlucken eines Einzelkompartiments mit einer
eingeschlossenen Knopfzelle. Besonders bevorzugt ist es, wenn die PET-Fohe für die
Kunststoffhaube die oben bereits genannte Folienstärke in einem Bereich von 250-350
µm, insbesondere 300 µm, und das PET-Material der rückwärtigen Kunststofffolie eine
Folienstärke in einem Bereich von 150 - 250 µm, insbesondere 200 µm, aufweist.
[0040] Besonders bevorzugt ist es, wenn das Material der Kunststoffhaube und vorzugsweise
auch das Material der rückwärtigen Kunststofffolie jeweils transparent sind. Durch
diese Maßnahme können besonders ansprechende optische Erscheinungsformen und flexibel
zu gestaltende Verpackungseinheiten hergestellt werden, da die optische Erscheinung
der Verpackungseinheit dann im Wesentlichen durch die Gestaltung des Trägers geprägt
wird.
[0041] Der Träger, also beispielsweise der Kartonzuschnitt, kann darüber hinaus mit einer
Verstärkungsfolie versehen sein, beispielsweise einer Folie aus Polyethylenterephthalat,
aus Polyolefin und/oder aus PVC. Die Folie kann eine Dicke beispielsweise in einem
Bereich von 5 µm bis 50 µm aufweisen. Durch die Verstärkungsfolie wird der Träger
als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme reißfest ausgestaltet. Dabei kann der Träger und
insbesondere der Kartonzuschnitt vollflächig oder auch nur bereichsweise mit der Verstärkungsfolie
abgedeckt sein. Beispielsweise kann nur der Bereich des Trägers mit der Verstärkungsfolie
abgedeckt sein, der mit den Einzelkompartimenten für die Knopfzellen bestückt ist.
Zusätzlich oder alternativ kann auch die Rückseite des Trägers bzw. die von den Einzelzellen
abgewandte Seite des Trägers mit der Verstärkungsfolie abgedeckt sein und/oder die
Ränder des Trägers können durch die Verstärkungsfolie abgeschirmt und verstärkt sein.
[0042] Die Verstärkungsfolie kann beispielsweise eine Zugfestigkeit in einem Bereich von
etwa 1.000 kg/cm
2 bis 3.500 kg/cm
2 aufweisen gemäß der Norm ASTM D882, vorzugsweise in einem Bereich von 1.200 kg/cm
2 bis 3.300 kg/cm
2 gemäß der Norm ASTM D882.
[0043] In besonders bevorzugter Weise zeichnet sich die erfindungsgemäße Verpackungseinheit
durch das folgende zusätzliche Merkmal aus:
- a. die Einzelkompartimente weisen einen rautenförmigen Umriss mit abgerundeten Kanten
auf.
[0044] Die rautenförmige Form bzw. der rautenförmige Umriss mit abgerundeten Kanten bei
den Einzelkompartimenten erlaubt eine sehr flexible Gestaltung der erfindungsgemäßen
Verpackungseinheit. Die Einzelkompartimente können beispielsweise nebeneinander oder
in Gitterform oder in Kreisform auf dem Träger angeordnet werden. Die Rautenform erlaubt
hierbei eine sehr platzsparende Anordnung auf dem Träger. So können in sehr ansprechender
Weise beispielsweise zwei oder vier oder fünf Einzelkompartimente pro Verpackungseinheit
vorgesehen sein. Es ist beispielsweise auch eine Doppelpackung mit 2 x 5 Knopfzellen
möglich. Selbstverständlich sind auch andere Anordnungen und Anzahlen der Einzelkompartimente
auf einem Träger möglich.
[0045] Weiterhin können auf dem Träger Perforationen vorgesehen sein, um einzelne Abschnitte
des Trägers einfach abtrennen zu können. Beispielsweise können auf diese Weise Abschnitte
mit jeweils einem Einzelkompartiment zur Abtrennung vorgesehen sein.
[0046] Insgesamt erlaubt die Verpackung der Knopfzellen in Form von Einzelkompartimenten
einen sehr flexiblen Einsatz im Verpackungsprozess und eine große Flexibilität bei
der Gestaltung der Verpackungseinheit im Hinblick auf die Anzahl der Knopfzellen pro
Verpackungseinheit und auch im Hinblick auf die optische Erscheinung und die geometrische
Anordnung der Einzelkompartimente auf dem Träger. Die Einzelkompartimente können sehr
einfach in großen Mengen produziert und dann im Prinzip in beliebiger Anzahl und Anordnung
auf dem Träger befestigt werden.
[0047] Durch die Form und die Kleinteiligkeit der tiefgezogenen Kunststoffhaube kann eine
optimale Nutzung des Kunststoffs beim Tiefziehen erreicht werden, sodass unnötiger
Kunststoffabfall (Stanzgitter) weitestgehend vermieden wird.
[0048] Die Verwendung von beispielsweise PET und insbesondere von 100% PET für die Einzelkompartimente
ist darüber hinaus sehr umweltschonend, da es leicht und einfach einem potenziellen
Recyclingprozess zugeführt werden kann.
[0049] Damit kann die erfindungsgemäße Verpackungseinheit insgesamt sehr umweltfreundlich
gestaltet werden, da sowohl der Träger aus recyceltem und/oder recycelbarem Material
als auch die Einzelkomponente aus recyceltem und/oder recycelbarem Material hergestellt
werden können. Bei dem Träger handelt es sich beispielsweise um eine umweltfreundliche
Trägerkartonkarte, die beispielsweise aus mindestens 90% recyceltem Sekundärfaserkarton
bestehen kann. Als Kunststoffmaterial kann beispielsweise 80% PET-Recyclat für die
Kunststoffhaube und die rückwärtige Kunststofffolie verwendet werden. Zudem ist der
Kunststoff-Materialbedarf wesentlich geringer als bei herkömmlichen Blisterkartentyp-Verpackungen,
bei denen in der Regel die gesamte Vorderfläche des Trägers mit Kunststoff versehen
ist.
[0050] Insgesamt ist daher die erfindungsgemäße Verpackungseinheit besonders umweltfreundlich
herstellbar, vor allem auch durch den geringen Bedarf an Kunststoffen.
[0051] Die Erfindung umfasst weiterhin ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackungseinheit
für mindestens zwei Knopfzellen. Dieses Verfahren, mit dem eine oben beschriebene
Verpackungseinheit hergestellt werden kann, umfasst die folgenden Schritte:
- a. es werden mindestens zwei tiefgezogene Kunststoffhauben mit jeweils einer napfförmigen
Vertiefung bereitgestellt, und
- b. in jede napfförmige Vertiefung wird jeweils eine Knopfzelle eingebracht, und
- c. jede Kunststoffhaube wird jeweils mit einer Kunststofffolie unter Ausbildung eines
Einzelkompartiments verschlossen, und
- d. mindestens zwei Einzelkompartimente werden auf einem Träger zur Ausbildung der
Verpackungseinheit angebracht, wobei die Einzelkompartimente voneinander beabstandet
sind.
[0052] In Bezug auf das Verschließen der Kunststoffhaube zeichnet sich das erfindungsgemäße
Verfahren insbesondere durch mindestens eines der folgenden Merkmale a. bis c. aus:
- a. das Verschließen der Kunststoffhaube mit der Kunststofffolie erfolgt durch Verschweißung
oder Verklebung,
- b. das Verschließen der Kunststoffhaube mit der Kunststofffolie erfolgt durch thermisches
Siegeln,
- c. das thermische Siegeln zum Verschließen der Kunststoffhaube erfolgt unter Regelung
der Parameter Zeit, Druck und Temperatur.
[0053] Durch die Verschweißung oder Verklebung der rückwärtigen Kunststofffolie mit der
Kunststoffhaube wird ein sicherer Verschluss der Einzelkompartimente erreicht, die
nicht ohne weiteres ohne Werkzeuge geöffnet werden können. Dabei wird sichergestellt,
dass die Einzelkompartimente einen hermetisch abgeschlossenen Raum für die Knopfzellen
bilden, dersich beispielsweise auch nicht bei einem versehentlichen Verschlucken der
Einzelkompartimente in der Speiseröhre oder im Magen-/Darmtrakt öffnet.
[0054] Um zu gewährleisten, dass die Einzelkompartimente nicht werkzeugfrei zu öffnen sind,
ist es besonders bevorzugt, dass bei jedem der Einzelkompartimente die rückwärtige
Kunststofffolie mittels Verschweißung an die separate tiefgezogene Kunststoffhaube
fixiert ist und dass die rückwärtige Folie und die Kunststofffolie jeweils aus einem
Folienmaterial gefertigt sind, das wie die Verstärkungsfolie bevorzugt eine Zugfestigkeit
in einem Bereich von etwa 1.000 kg/cm
2 bis 3.500 kg/cm
2 gemäß der Norm ASTM D882 aufweist, vorzugsweise eine Zugfestigkeit in einem Bereich
von 1.200 kg/cm
2 bis 3.300 kg/cm
2 gemäß der Norm ASTM D882.
[0055] In besonders bevorzugter Weise wird zum Verschließen der Einzelkompartimente ein
thermisches Siegeln vorgenommen. Durch Regelungder Parameter Zeit, Druck und Temperatur
kann dies in sehr vorteilhafter Weise in den Herstellungsprozess für die Verpackungseinheiten
integriert und sehr gut kontrolliert werden.
[0056] In besonders bevorzugter Weise zeichnet sich das erfindungsgemäße Verfahren weiterhin
durch mindestens eines der folgenden zusätzlichen Merkmale aus, vorzugsweise durch
eine Kombination der Merkmale a. und b.:
- a. Der Träger wird vor Anbringung der Einzelkompartimente mit einem Siegellack versehen,
- b. die Anbringung der Einzelkompartimente auf dem Träger erfolgt durch thermisches
Siegeln.
[0057] Durch den Siegellack, insbesondere in Vorbereitung für einen thermischen Siegelvorgang,
kann die Anbringung der Einzelkompartimente auf dem Träger weiter gefestigt und gesichert
werden. Zudem erlaubt die Verwendung eines Siegellacks einen besonders günstigen Produktionsprozess.
[0058] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Zeichnungen. Hierbei können
die einzelnen Merkmale jeweils für sich oder in Kombination miteinander verwirklicht
sein.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0059] In den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- schräge Aufsicht auf ein Einzelkompartiment einer erfindungsgemäßen Verpackungseinheit
mit eingeschlossener Knopfzelle;
- Fig. 2
- Aufsicht auf ein Einzelkompartiment der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit mit Schraffierung
der Siegelfläche;
- Fig. 3
- Aufsicht auf ein Einzelkompartiment der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit mit zwei
Schnittansichten;
- Fig. 4
- Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Verpackungseinheit mit zwei separaten Einzelkompartimenten;
- Fig. 5
- Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Verpackungseinheit mit vier separaten Einzelkompartimenten;
- Fig. 6
- Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Verpackungseinheit mit fünf separaten Einzelkompartimenten;
und
- Fig. 7
- Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Verpackungseinheit mit fünf in Reihe angeordneten
separaten Einzelkompartimenten.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0060] Fig. 1 zeigt ein separates Einzelkompartiment 10 für eine erfindungsgemäße Verpackungseinheit,
wobei zwei oder mehr derartiger Einzelkompartimente 10 auf einem Träger angebracht
sind. Das Einzelkompartiment 10 umhüllt eine Knopfzelle 50, beispielsweise eine Lithium-Knopfzelle.
Das Einzelkompartiment 10 wird dabei von einertiefgezogenen Kunststoffhaube 11 mit
einer napfförmigen Vertiefung und einer daran fixierten rückwärtigen Kunststofffolie
12 gebildet. Die napfförmige Vertiefung zeigt einen weitgehend kreisförmigen Umriss
zur Aufnahme der Knopfzelle. Weiterhin ist in der napfförmigen Vertiefung eine randständige
Aufweitung 13 vorgesehen. Die Abmessungen der randständigen Aufweitung 13 sind dabei
so gewählt, dass die im Inneren des Einzelkompartiments 10 eingeschlossene Knopfzelle
50 nicht oder zumindest nicht vollständig in die randständige Aufweitung 13 hineinrutschen
kann.
[0061] Das Einzelkompartiment 10 bzw. die das Einzelkompartiment 10 bildende tiefgezogene
Kunststoffhaube 11 und die rückwärtige Kunststofffolie 12 sind vorzugsweise aus einem
Kunststoffmaterial gefertigt, vorzugsweise aus PET. Hierbei ist es bevorzugt, dass
die Kunststoffhaube 11 aus einem formstabileren Material, insbesondere aus einer dickeren
Kunststofffolie als die rückwärtige Kunststofffolie, gefertigt ist. Durch den Einsatz
von PET zu PET bei der Versiegelung der Einzelkompartimente wird eine besonders kindersichere
Verkapselung der Knopfzellen erhalten, die sich auch nicht bei einem versehentlichen
Verschlucken der Einzelkompartimente auflöst oder auftrennt.
[0062] Das Material der Kunststoffhaube 11 ist in besonders bevorzugten Ausführungsformen
PET mit einer Stärke von 300 µm. Insbesondere kann hier auch ein Recyclat verwendet
werden, beispielsweise ein 80% Recyclat. Die rückwärtige Kunststofffolie 12 besteht
vorzugsweise ebenfalls aus PET, besonders bevorzugt ist eine Folienstärke von 200
µm, gegebenenfalls auch aus einem Recyclat, vorzugsweise einem 80% Recyclat.
[0063] Zum Öffnen des Einzelkompartiments 10 ist es vorgesehen, dass im Bereich der randständigen
Aufweitung 13 der Kunststoffhaube 11 ein Scherenschnitt oder ein Messerschnitt von
dem Anwender durchgeführt wird, so dass eine Eingriffsmöglichkeit zum Öffnen des Einzelkompartiments
geschaffen wird und die Knopfzelle 50 entnommen werden kann. Dieses Öffnen des Einzelkompartiments
10 ist also nur mithilfe eines Werkzeugs möglich.
[0064] Die napfförmige Vertiefung der tiefgezogenen Kunststoffhaube 11 wird zweckmäßigerweise
an die Größe der zu verpackenden Knopfzellen angepasst. Beispielsweise kann eine napfförmige
Vertiefung mit einem Durchmesser von 20,9 mm für Knopfzellen verwendet werden, deren
Durchmesser bis zu 20 mm beträgt. Für größere oder kleinere Knopfzellen kann der Durchmesser
der napfförmigen Vertiefung 11 entsprechend angepasst werden.
[0065] Fig. 2 zeigt das Einzelkompartiment 10 mit der darin eingeschlossenen Knopfzelle 50 in Aufsicht.
Die napfförmige Vertiefung der Kunststoffhaube 11 ist von einer umlaufenden planen
Fläche 14 umgeben, die eine Siegelfläche für die daran fixierte rückwärtige Kunststofffolie
bildet. Im Bereich der Siegelfläche 14 sind die tiefgezogene Kunststoffhaube 11 und
die rückwärtige Kunststofffolie fest miteinander verbunden, so dass die im Inneren
des Einzelkompartiments 10 befindliche Knopfzelle 50 hermetisch nach außen hin abgeschlossen
ist. Die Knopfzelle 50 ist also in dem Einzelkompartiment 10 sicher verkapselt, so
dass auch bei einem versehentlichen Verschlucken des Einzelkompartiments 10 im Allgemeinen
keine Gefahr besteht.
[0066] Die Siegelfläche 14 definiert den äußeren Umriss des Einzelkompartiments 10, wobei
der Umriss in diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel rautenförmig mit abgerundeten
Kanten ausgebildet ist. Diese Form erlaubt verschiedene und insbesondere auch platzsparende
Anordnungen von mehreren Einzelkompartimenten 10 auf einem Träger. Selbstverständlich
können auch andere Formen der Einzelkompartimente vorgesehen sein.
[0067] Fig. 3 zeigt eine weitere Aufsicht auf ein Einzelkompartiment 10, wobei zusätzlich die entsprechenden
Schnitte entlang der Schnittlinien A-A und B-B gezeigt sind.
[0068] Der Schnitt B-B verdeutlicht, dass die Knopfzelle 50 mit einem gewissen Spiel innerhalb
der Aufnahme des Einzelkompartiments 10 liegt. Die Knopfzelle kann jedoch nicht in
die randständige Aufweitung 13 der napfförmigen Vertiefung hineinrutschen, wie es
der Schnitt A-A verdeutlicht, da die Aufweitung sich nur über weniger als ein Viertel
des Kreisumfangs der napfförmigen Vertiefung erstreckt.
[0069] Fig. 4 illustriert eine erfindungsgemäße Verpackungseinheit 100 mit zwei darauf befestigten
Einzelkompartimenten 10, die jeweils eine Knopfzelle einschließen. Einzelheiten der
Einzelkompartimente 10 ergeben sich aus der vorangehenden Beschreibung. Die Einzelkompartimente
10 sind mit ihrer rückwärtigen Kunststofffolie auf einem Träger 20, insbesondere einem
Kartonzuschnitt, aufgeklebt oder aufgeschweißt. In besonderer Weise eignet sich hierfür
thermisches Versiegeln. Zur Verbesserung der Anbringung der Einzelkompartimente 10
auf dem Träger 20 kann der Träger insbesondere im Bereich der aufzubringenden Einzelkompartimente
10 mit einem Siegellack versehen sein. Im oberen Bereich des Trägers 20 ist zweckmäßigerweise
eine Aufhängeöse 21 eingestanzt, so dass die Verpackungseinheit 100 auf einen Verkaufsständer
aufgehängt werden kann.
[0070] Bei dem Träger 20 handelt es sich um einen rechteckigen Träger. Der Träger 20 kann
mit verschiedenen farblichen und grafischen Gestaltungen versehen sein.
[0071] Die Verpackungseinheit 100 kann insbesondere als Verkaufspackung, aber beispielsweise
auch als Vorratspackung genutzt werden.
[0072] Fig. 5 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Verpackungseinheit 200, bei der insgesamt vier
Einzelkompartimente 10, jeweils mit einer eingeschlossenen Knopfzelle, vorgesehen
sind. Die Einzelkompartimente 10 sind in zwei Reihen zu jeweils zwei Einzelkompartimenten
angeordnet. Vergleichbar mit der Verpackungseinheit 100 aus Fig. 4 ist auch hier eine
Aufhängeöse 21 in dem rechteckigen Träger 20 vorgesehen.
[0073] Fig. 6 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Verkaufseinheit 300. In diesem Fall sind insgesamt
fünf Einzelkompartimente auf dem rechteckigen Träger 20 angebracht. Die Einzelkompartimente
10 sind dabei in platzsparender Weise, jedoch jeweils mit Abstand zueinander auf dem
Träger 20 befestigt.
[0074] Fig. 7 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Verpackungseinheit 400. Auch hier sind insgesamt
fünf Einzelkompartimente 10 mit jeweils einer Knopfzelle auf dem Träger 20 angebracht.
Die Einzelkompartimente 10 sind dabei in einer Reihe von oben nach unten angeordnet.
Zwischen den einzelnen Einzelkompartimenten 10 ist jeweils eine Perforation 22 auf
dem Träger vorgesehen, so dass die entsprechenden Abschnitte des Trägers mit jeweils
einem Einzelkompartiment bzw. mit einer Knopfzelle abgetrennt werden können. Eine
Gestaltung der Verpackungseinheit 400 mit der Abreißmöglichkeit von Abschnitten mit
jeweils einer Knopfzelle wird auch als
Tear-Off bezeichnet.
[0075] In den Figuren nicht dargestellt isteine mögliche Scherenschnittmarkierung, die durch
die randständige Aufweitung 13 der Einzelkompartimente 10 verlaufen kann. Solche Scherenschnittmarkierungen
können dem Anwender die Öffnungsmöglichkeitder Einzelkompartimente 10 durch einen
Scherenschnitt im Bereich der Aufweitung 13 verdeutlichen.
[0076] Bei der Fertigung der Einzelkompartimente und der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit
erfolgt das Verschließen der Einzelkompartimente vorzugsweise durch thermisches Siegeln,
das über drei Siegelparameter (Zeit, Druck und Temperatur) geregelt wird. Auf diese
Weise kann ein sehr sicheres Verschweißen der Kunststoffhaube mit der rückwärtigen
Kunststofffolie erreicht werden. Auch die Einzelkompartimente selbst können durch
thermisches Versiegeln auf den Träger aufgebracht werden, wobei der Träger in diesem
Fall vorzugsweise mit einem Siegellack auf der Vorderseite versehen wird, welcher
gewährleistet, dass die Einzelkompartimente sehr gut haften.
[0077] Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Verpackungseinheiten ist, dassdie Produktion
in automatisierter Weise durchgeführt werden kann. Insbesondere kommt hierbei eine
Verpackungsmaschine mit automatisierter Knopfzellenaufgabe und automatischer Zwischen-
und Versandverpackungzum Einsatz.
1. Verpackungseinheit (100; 200; 300; 400) für mindestens zwei Knopfzellen (50) mit den
folgenden Merkmalen:
a. die Verpackungseinheit umfasst für jede der Knopfzellen (50) ein separates Einzelkompartiment
(10), das die Knopfzellen umschließt, und
b. die Einzelkompartimente (10) sind jeweils aus einer separaten tiefgezogenen Kunststoffhaube
(11) und einer daran fixierten rückwärtigen Kunststofffolie (12) gebildet, und
c. die Einzelkompartimente (10) sind derart ausgebildet, dass sie nicht werkzeugfrei
zu öffnen sind, und
d. die Verpackungseinheit umfasst einen Träger (20), auf dem die Einzelkompartimente
(10) angebracht sind, und
e. die Einzelkompartimente (10) sind auf dem Träger (20) voneinander beabstandet.
2. Verpackungseinheit nach Anspruch 1 mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
a. zur Anbringung der Einzelkompartimente (10) auf dem Träger (20) ist eine Anbringung,
insbesondere eine Verklebung oder Verschweißung, der rückwärtigen Kunststofffolie
(12) der Einzelkompartimente (10) an dem Träger (20) vorgesehen.
3. Verpackungseinheit nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 mit mindestens einem derfolgenden
zusätzlichen Merkmale:
a. der Träger (20) ist eine Trägerkartonkarte,
b. der Träger (20) umfasst zumindest anteilig Sekundärfaserkarton, insbesondere recycelten
Zellstoff.
4. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit mindestens einem der
folgenden zusätzlichen Merkmale:
a. die tiefgezogene Kunststoffhaube (11) bildet eine napfförmige Vertiefung mit kreisförmigem
Umriss zur Aufnahme der Knopfzelle (50),
b. der kreisförmige Umriss der napfförmigen Vertiefung weist in einem Teilkreisbereich
eine randständige Aufweitung (13) auf,
c. die randständige Aufweitung (13) erstreckt sich über maximal 25 %, insbesondere
maximal 20 %, des kreisförmigen Umrisses der napfförmigen Vertiefung,
d. die tiefgezogene Kunststoffhaube (11) weist eine umlaufende plane Fläche (14) auf,
an der die rückwärtige Kunststofffolie (12) fixiert ist.
5. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit dem folgenden zusätzlichen
Merkmal:
a. das Material der Kunststoffhaube (11) weist eine größere Stärke als das Material
der rückwärtigen Kunststofffolie (12) auf.
6. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit mindestens einem der
folgenden zusätzlichen Merkmale:
a. das Material der Kunststoffhaube (11) weist eine Folienstärke in einem Bereich
von 250 - 350 µm, insbesondere 300 µm, auf,
b. das Material der rückwärtigen Kunststofffolie (12) weist eine Folienstärke in einem
Bereich von 150 - 250 µm, insbesondere 200 µm, auf.
7. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit mindestens einem der
folgenden zusätzlichen Merkmale:
a. das Material der Kunststoffhaube (11) und das Material der Kunststofffolie (12)
ist jeweils Polyethylenterephthalat (PET),
b. das Material der Kunststoffhaube (11) und das Material der rückwärtigen Kunststofffolie
(12) sind transparent.
8. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit dem folgenden zusätzlichen
Merkmal:
a. die Einzelkompartimente (10) weisen einen rautenförmigen Umriss mit abgerundeten
Kanten auf.
9. Verpackungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit dem folgenden zusätzlichen
Merkmal:
a. die Verpackungseinheit (100; 200; 300; 400) umfasstzwei oder vier oder fünf Einzelkompartimente
(10) für jeweils eine Knopfzelle (50).
10. Verfahren zur Herstellung einer Verpackungseinheit (100; 200; 300; 400) für mindestens
zwei Knopfzellen (50) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, umfassend die folgenden Schritte:
a. es werden mindestens zwei tiefgezogene Kunststoffhauben (11) mit jeweils einer
napfförmigen Vertiefung bereitgestellt, und
b. in jede napfförmige Vertiefung wird jeweils eine Knopfzelle (50) eingebracht, und
c. jede Kunststoffhaube (11) wird jeweils mit einer Kunststofffolie (12) unter Ausbildung
eines Einzelkompartiments (10) verschlossen, und
d. mindestens zwei Einzelkompartimente (10) werden beabstandet voneinander auf einem
Träger (20) zur Ausbildung der Verpackungseinheit angebracht.
11. Verfahren nach Anspruch 10 mit mindestens einem der folgenden zusätzlichen Merkmale:
a. das Verschließen der Kunststoffhaube (11) mit der Kunststofffolie (12) erfolgt
durch Verschweißung oder Verklebung,
b. das Verschließen der Kunststoffhaube (11) mit der Kunststofffolie (12) erfolgt
durch thermisches Siegeln,
c. das thermische Siegeln zum Verschließen der Kunststoffhaube (11) erfolgt unter
Regelung der Parameter Zeit, Druck und Temperatur.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder Anspruch 11 mit mindestens einem der folgenden zusätzlichen
Merkmale:
a. der Träger (20) wird vor Anbringung der Einzelkompartimente (10) mit einem Siegellack
versehen,
b. die Anbringung der Einzelkompartimente (10) auf dem Träger (20) erfolgt durch thermisches
Siegeln.