Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Präsenzdetektion und/oder Eventregistrierung
an einem Ort oder in einem räumlichen Bereich mittels Informationsübertragung von
einem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul zu wenigstens einem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul,
wobei das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul mehrere Beacon-Nachrichten aussendet.
[0002] Die Erfindung betrifft des Weiteren ein System zur Präsenzdetektion und/oder Eventregistrierung
an einem Ort oder in einem räumlichen Bereich mittels Informationsübertragung zwischen
einem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul und wenigstens einem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul,
wobei das System das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul und das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul
umfasst, wobei das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul derart konfiguriert ist, dass
mehrere Beacon-Nachrichten ausgesendet werden.
[0003] Die Erfindung betrifft ferner ein stationäres Kurzreichweiten-Funkmodul oder mobiles
Kurzreichweiten-Funkmodul zur Verwendung in einem erfindungsgemäßen System.
[0004] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Computerprogramm umfassend Befehle, mit deren
Hilfe die Schritte eines erfindungsgemäßen Verfahrens durchführbar sind, und ein computerlesbares
Medium, vorgesehen zur Speicherung eines Computerprogramms, oder ein Datenträgersignal,
vorgesehen zur Übertragung eines Computerprogramms, wobei das computerlesbare Medium
oder das Datenträgersignal das erfindungsgemäße Computerprogramm speichert oder überträgt.
[0005] Die Detektion einer örtlichen bzw. räumlichen Präsenz ist in vielen Zusammenhängen
wünschenswert, beispielsweise für die automatisierte Nachverfolgung von Infektionen,
etwa Corona- bzw. SARS-Cov2-Infektionen, per Smartphone App oder auch für Anwendungen
in der Logistik, die eine automatische Registrierung oder Präsenzdetektion von Waren
in bestimmten Bereichen, Räumen, Schiffen, Zügen, Lastkraftwagen oder sonstiger Fahrzeuge
erfordern oder bei denen eine automatische Registrierung oder Präsenzdetektion wünschenswert
ist.
[0006] Beispielsweise gibt es für die automatisierte Nachverfolgung von Infektionen, insbesondere
das retrospektive Kontakt-Tracing, mehrere Methoden, die jedoch
-- entweder (insbesondere durch die Möglichkeit einer generellen und relativ kleinteiligen
räumlichen und zeitlichen Lokalisierbarkeit von Menschen, insbesondere in einer individuell
identifizierbaren Form) ein relativ geringes datenschutzrechtliches Niveau aufweisen
-- oder aber zwar datenschutzrechtlich den vergleichsweise hohen europäischen Anforderungen
an den Datenschutz genügen, jedoch keine automatisierte Präsenzdetektion bzw. Eventregistrierung
bieten.
Beispiele für manuelle bzw. nicht automatisch generierte retrospektive Kontakt-Tracing
Maßnahmen oder Verfahren umfassen sog. Cluster-Tagebücher oder auch verschiedene Smartphone-Anwendungen
(wie etwa die Corona-Warn-App, herausgegeben vom Robert-Koch-Institut, oder die Luca-App),
die allerdings eine menschliche Interaktion dahingehend erfordern, dass manuell ein
QR-Code (etwa einer Veranstaltung oder eines Restaurantbesuchs) entweder durch eine
teilnehmende Person oder einen Veranstalter gescannt werden muss.
Bekannte Methoden des Kontakt-Tracing umfassen die Verfolgung von direkten (quasi
persönlichen) Kontakten (d.h. allgemein zwischen einer ersten und einer zweiten Person)
über z.B. die Corona-Warn-App unter Nutzung der Bluetooth LE Funktionalität bzw. DP3T,
insbesondere von Mobiltelefonen. Ein solches Verfahren ist jedoch nachteilig in Cluster-Event
Situationen bzw. an Stellen oder Lokalisationen von Cluster Events, da normalerweise
nur direkte Kontakte (etwa von typischerweise kleiner 1,5 Meter Abstand zwischen zwei
Personen) erfasst werden; in Cluster Event Situationen finden jedoch typischerweise
Virus Übertragungen durch Aerosole auch über größere Abstände, bis hin zu im ganzen
Raum, statt, d.h. in vielen Fällen unabhängig vom Abstand zu der infektiösen Person.
Clusterevents bilden in der Regel die Grundlage für die sogenannte "Überdispersion"
der Infektionsweitergabe von Krankheitserregern und ist insbesondere bei SARS-CoV2
relativ stark ausgeprägt; hierdurch wird zum Ausdruck gebracht, dass in einer Zusammenkunft
von - in der Regel vielen - Menschen durch wenige Personen oder ggf. auch einer einzigen
hochinfektiösen Person sehr viele Menschen auf einmal infiziert werden können; insbesondere
die SARS-CoV2-Pandemie wird durch solche Clusterevents oder Cluster Event Situationen
getrieben. Falls solche Clusterevents gefunden werden, ist es möglich, auch dort mit-infizierte
Menschen zu finden und so parallele neue Infektionsketten zu vermeiden oder zu durchbrechen.
Allerdings gestaltet sich die Suche nach ursprünglichen Infektionscluster (d.h. das
retrospektive Kontakt Tracing) als schwierig, da sich Infizierte an solche potentielle
Clusterevents (etwa 10 Tage in der Vergangenheit liegend) erinnern müssen.
[0007] Unter dem Begriff retrospektives Kontakt Tracing ist hierbei gemeint, dass über die
reine Kontaktnachverfolgung einer infizierten Person hinaus auch gefragt wird, wo
diese Person sich angesteckt hat oder haben könnte. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen,
auch andere in der Vergangenheit im gleichen Cluster infizierte Personen zu finden,
die zum aktuellen Suchzeitpunkt aktiv ggf. ansteckend sind und ggf. bereits unerkannte
Infektionsketten gebildet haben. Dadurch lassen sich mehr (bspw. bis zu etwa der doppelten
Anzahl oder mehr von) Infektionsketten durchbrechen, als durch rein vorwärts orientierte
Kontaktverfolgung (forward contact tracing).
[0008] Retrospektives Kontakt Tracing kann beispielsweise mittels Cluster Tagebüchern erfolgen;
allerdings bedarf dies vergleichsweise viel Zeit, Aufmerksamkeit sowie manuelle Interaktion.
Anwendungen wie die Corona-Warn-App (Release 2.0) bzw. die Luca-App bieten eine Event-Registrierung
über einen QR-Code Scan-Vorgang. Eine solche Event-Registrierung ermöglicht - insbesondere
zu Zwecken einer Pandemie-Kontrolle, etwa von CoViD 19 - ebenfalls ein retrospektives
Kontakt Tracing, allerdings ist hierbei auch eine manuelle Interaktion erforderlich,
weil manuell ein QR Code der Veranstaltung entweder seitens des Kunden (wie bei der
Corona Warn App) oder aber seitens des Veranstalters (bei der Luca App) gescannt werden
muss.
Offenbarung der Erfindung
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Präsenzdetektion und/oder
Eventregistrierung an einem Ort oder in einem räumlichen Bereich mittels Informationsübertragung
von einem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul zu wenigstens einem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul
bereitzustellen, wobei es mittels des Aussendens mehrerer Beacon-Nachrichten durch
das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul möglich ist, in einfacher Weise sowie insbesondere
automatisch bzw. automatisiert die Präsenzdetektion und/oder die Eventregistrierung
dadurch zu bewirken, dass eine dem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul zugeordnete
ServiceSet-Identitätsinformation ausgesendet und durch das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul
(bzw. insbesondere eine Mehrzahl an mobilen Kurzreichweiten-Funkmodule) empfangen
wird.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur Präsenzdetektion
und/oder Eventregistrierung an einem Ort oder in einem räumlichen Bereich mittels
Informationsübertragung von einem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul zu wenigstens
einem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul, wobei das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul
mehrere Beacon-Nachrichten aussendet, wobei mittels der Beacon-Nachrichten eine dem
stationären Kurzreichweiten-Funkmodul zugeordnete ServiceSet-Identitätsinformation
ausgesendet wird, wobei die ServiceSet-Identitätsinformation eine auf den Ort oder
den räumlichen Bereich oder das Event bezogene Identitätsinformation umfasst, wobei
das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul ein Softwaremodul oder eine Anwendung derart
aufweist, dass diese auf den Ort oder den räumlichen Bereich oder das Event bezogene
und als Teil der ServiceSet-Identitätsinformation ausgesendete Identitätsinformation
als solche erkannt wird, wobei das Verfahren die nachfolgenden Verfahrensschritte
aufweist:
-- in einem ersten Schritt wird durch das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul und
als Teil der ServiceSet-Identitätsinformation die auf den Ort oder den räumlichen
Bereich oder das Event bezogene Identitätsinformation ausgesendet,
-- in einem zweiten Schritt wird die ServiceSet-Identitätsinformation mit der auf
den Ort oder den räumlichen Bereich oder das Event bezogenen Identitätsinformation
von dem wenigstens einen mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul empfangen und durch das
Softwaremodul oder die Anwendung als auf den Ort oder den räumlichen Bereich oder
das Event bezogene Identitätsinformation erkannt.
[0011] Es ist dadurch gemäß der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise möglich, dass
in vergleichsweise einfacher Art und Weise sowie vollständig automatisiert, d.h. jedenfalls
potentiell ohne jedwede Benutzerinteraktion, die Präsenzdetektion und/oder die Eventregistrierung
dadurch möglich ist, dass - als Teil der ServiceSet-Identitätsinformation - die auf
den Ort oder den räumlichen Bereich oder das Event bezogene Identitätsinformation
(nachfolgend auch als Token oder Tokeninformation bezeichnet) durch das stationäre
Kurzreichweiten-Funkmodul ausgesendet und vom mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul empfangen
wird. Aufgrund des Vorhandenseins, als Teil des mobilen Kurzreichweiten-Funkmoduls,
des Softwaremoduls oder der Anwendung ist es erfindungsgemäß vorteilhaft möglich,
dass aufgrund des Empfangs der auf den Ort oder den räumlichen Bereich oder das Event
bezogenen Identitätsinformation (Token oder Tokeninformation) das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul
diese Information als auf den Ort oder den räumlichen Bereich oder das Event bezogene
Identitätsinformation (Token oder Tokeninformation) erkennt. Somit liegt - zumindest
innerhalb des mobilen Kurzreichweiten-Funkmoduls die Information vor, dass das mobile
Kurzreichweiten-Funkmodul zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer vergleichsweise engen
räumlichen Beziehung zum stationären Kurzreichweiten-Funkmodul stand, was insbesondere
zum Kontakt Tracing bei einem Infektionsgeschehen nutzbar ist, jedoch auch für sonstige
Zwecke, insbesondere in der Logistik verwendbar ist.
[0012] Es ist somit erfindungsgemäß - insbesondere gegenüber bekannten Methoden des retrospektiven
Kontakt Tracings - vorteilhaft möglich, dass kein manueller Schritt (etwa ein manuelles
Scannen eines QR-Codes oder eines sonstigen Codes oder eine sonstige manuelle Interaktion)
erforderlich ist, sondern die Erfassung und die Erkennung der durch das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul
empfangenen Identitätsinformation (Token oder Tokeninformation) als auf den Ort oder
den räumlichen Bereich oder das Event bezogene Identitätsinformation vollständig automatisch
erfolgt (sofern die Qualität der Luftschnittstelle bzw. des Funkübertragungskanals
zwischen dem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul und dem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul
ausreichend gut ist, d.h. insbesondere, wenn der Abstand zwischen beiden Funkmodulen
ausreichend klein ist). Infolgedessen (dass dieser Vorgang automatisch erfolgt und
keine manuelle Aktion erforderlich ist) kann ein solches, bei bisher bekannten Verfahren
notwendiges manuelles Scannen auch nicht vergessen werden; auch wird der damit einhergehenden
Zeitverzug bzw. der Aufwand, insbesondere Personalaufwand (etwa der zur Durchführung
des Scannens erforderliche Personal- und Zeitaufwand bei der Registrierung bspw. am
Eingang zu einem Event oder einer Veranstaltung), eingespart, so dass insbesondere
auch bei größeren Events oder Veranstaltungen und einem möglichen massenhaften Einlass
von Besuchern oder Teilnehmern der entsprechende Vorgang vereinfacht und beschleunigt
werden kann.
Darüber hinaus ist es erfindungsgemäß ferner auch vorteilhaft möglich, dass das Sicherheitsniveau
verbessert bzw. das Missbrauchspotential reduzierbar ist, insbesondere indem die Anfälligkeit
gegenüber Fälschungen reduziert bzw. die Fälschungssicherheit erhöht wird; dies deshalb,
weil ein bei herkömmlicherweise bekannten Verfahren zwingend zum manuellen Scannen
zu benutzender Code - etwa ein QR-Code -, insbesondere leicht kopiert sowie, beispielsweise
online, verbreitet werden kann.
Erfindungsgemäß ist es ferner vorteilhaft möglich, eine bessere Erkennung von Infektionsketten
zu bewirken, indem Teilnehmer, welche zum gleichen Zeitpunkt in dem Cluster Event
(etwa einer Veranstaltung) waren, zeitnah gewarnt werden können (ohne dass solche
Teilnehmer sich zwingend in solch einer räumlichen Nähe zu einer infektiösen Person
sich aufgehalten haben müssen, dass dies als ein Risikokontakt einer Corona-Warn-App
eingestuft wird); allein die Tatsache, dass automatisiert die auf den Ort oder den
räumlichen Bereich oder das Event bezogene Identitätsinformation (Token oder Tokeninformation)
übertragen und erfasst wurde (und somit die Personen aller Wahrscheinlichkeit nach
zum gleichen Zeitpunkt im gleichen Raum waren und/oder die gleichen Einrichtungen
genutzt haben), reicht für die Vermutung einer potentiellen Ansteckung aus (z.B. durch
Aerosol Übertragung).
Eine solche automatisiert ablaufende Übertragung der auf den Ort oder den räumlichen
Bereich oder das Event bezogenen Identitätsinformation (bzw. die automatische Registrierung)
erfordert somit im Wesentlichen keinen zusätzlichen Aufwand gegenüber in der Regel
vorhandenen Geräten und erfüllt somit eine Komfort-Funktion (sowohl für die teilnehmenden
Personen (Kunden) als auch für den Veranstalter) sowie eine Beschleunigung der Abläufe
beim Einlass: Für die erfindungsgemäße Präsenzdetektion bzw. Eventregistrierung muss
der Kunde oder der Veranstalter nichts weiter unternehmen als eine aktivierte Applikation
bzw. App (d.h. ein Softwaremodul oder eine Anwendung, bspw. die Corona-Warn-App) sowie
eine aktive WLAN-Funktionalität, sowohl seitens des Veranstalters als auch seitens
des Kunden. Somit werden erfindungsgemäß ferner auch Fehlerquellen (bei einem ansonsten
durchzuführenden Scan-Vorgang eines Codes) vermieden, etwa das Vergessen des Scannens
oder ein Fehlschlagen des Scannens des Codes.
Erfindungsgemäß ist es ferner vorteilhaft möglich, dass ein einfach durchzuführender
Missbrauch von zu scannenden Codes (etwa QR-Codes) vermieden werden kann: Codes, insbesondere
QR Codes, können leicht physikalisch oder online verbreitet werden und die Eventregistrierung
somit missbraucht werden. Ein Kopieren und Verbreiten der übertragenen Identitätsinformation
(bzw. Token bzw. WLAN Token) ist zwar ebenfalls möglich, setzt jedoch einen erheblich
größeren Aufwand voraus.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht in einem erhöhten Datenschutzniveau,
weil ein Veranstalter eines Events keine Informationen zur Identität seiner Kunden
bzw. Teilnehmer erhält, was beispielsweise bei der Luca-App nicht der Fall ist.
Vorteilhaft gemäß der vorliegenden Erfindung ist es ferner, dass eine Präsenzdetektion
oder Eventregistrierung auch an alltäglichen Orten möglich ist, an denen sich Menschen
in größerer Zahl oder mit vergleichsweise geringem Abstand befinden können, insbesondere
an oder in öffentlichen oder quasi-öffentlichen Räumen wie etwa ein Bus oder ein Zugabteil
oder ein anderes öffentliches oder privates Verkehrsmittel, etwa ein Taxi oder dergleichen.
Somit ist es erfindungsgemäß vorteilhaft möglich, dass - beispielsweise - unterschiedliche
Busse und unterschiedliche Zugabteile mit jeweils einer individuellen, auf den Ort
oder den räumlichen Bereich oder das Event bezogenen Identitätsinformation (bzw. einem
WLAN Token) versehen werden, wodurch eine Warnung an alle Personen, die sich zum gleichen
Zeitpunkt im gleichen öffentlichen Raum mit einer infizierten Person aufgehalten haben
(zum Beispiel gleiches Zugabteil), über die Corona Warn App informiert werden können.
In diesem Zusammenhang kommt insbesondere die Komfortfunktion der völlig automatisierten
Registrierung zu tragen, da gerade an häufig frequentierten Orten das manuelle wiederholte
Scannen von verschiedenen QR Codes recht umständlich wäre.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen,
dass die Präsenzdetektion und/oder die Eventregistrierung hinsichtlich entweder einer
Mehrzahl von Objekten oder hinsichtlich einer Mehrzahl von Lebewesen, insbesondere
Personen, erfolgt, wobei jedes der Mehrzahl von Objekten und/oder jedes der Mehrzahl
von Lebewesen, insbesondere Personen, ein mobiles Kurzreichweiten-Funkmodul umfasst
oder mit sich führt oder an jedem der Mehrzahl von Objekten und/oder an jedem der
Mehrzahl von Lebewesen ein mobiles Kurzreichweiten-Funkmodul angebracht ist.
[0014] Hierdurch ist es erfindungsgemäß insbesondere vorteilhaft möglich, dass der Ort des
mobilen Kurzreichweiten-Funkmoduls im Wesentlichen dem Ort des jeweils zugeordneten
Objekts oder des zugeordneten Lebewesens, insbesondere eines Menschen oder eines Tieres
entspricht. Gemäß der Erfindung ist es vorteilhaft möglich die Detektion der Präsenz
und/oder die Registrierung für ein Event und bezogen auf einen Ort oder auf einen
räumlichen Bereich für eine Mehrzahl oder eine Vielzahl von Objekten bzw. Lebewesen,
insbesondere Menschen zu realisieren, so dass es in einfacher, komfortabler und automatisierter
Weise trotz eines datenschutzrechtlich vergleichsweise hohen Niveaus (und ohne die
Möglichkeit zu schaffen, ein individuelles Bewegungsprofil zu generieren) möglich
ist, für ein Kontakt Tracing relevante Informationen zu generieren.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen,
dass die ServiceSet-Identitätsinformation neben der auf den Ort oder den räumlichen
Bereich oder das Event bezogenen Identitätsinformation (Token oder Tokeninformation)
ferner wenigstens eine der nachfolgenden Informationen umfasst:
-- eine Versionsinformation, insbesondere hinsichtlich einer Version des Softwaremoduls
oder der Anwendung,
-- eine Zeitintervallinformation oder Zeitstempelinformation, insbesondere hinsichtlich
eines relevanten Zeitintervalls eines Ereignisses oder Events, wobei die Zeitintervallinformation
insbesondere auf lediglich einen Teil des zeitlichen Verlaufs eines Ereignisses bezogen
ist, insbesondere auf 30 Sekunden oder 60 Sekunden oder 120 Sekunden oder 240 Sekunden.
[0016] Hierdurch ist es erfindungsgemäß in vorteilhafter Weise möglich, dass mittels der
ServiceSet-Identitätsinformation sowohl die Veranstaltung bzw. der Ort oder der räumliche
Bereich referenziert werden kann als auch ein zeitlicher Bereich (sowie eine zu verwendende
Softwareversion).
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen,
dass in einem dritten Schritt durch das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul - und während
das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul an dem Ort oder in dem räumlichen Bereich oder
bei dem Event lokalisiert oder positioniert ist - eine Teilnehmer-Identitätsinformation
ausgesendet und vom stationären Kurzreichweiten-Funkmodul empfangen und gespeichert
wird,
wobei insbesondere die Teilnehmer-Identitätsinformation als Teil einer Probe-Request-Nachricht
durch das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul ausgesendet wird, wobei insbesondere auch
die Probe-Request-Nachricht eine Teilnehmer-ServiceSet-Identitätsinformation umfasst
und die Teilnehmer-Identitätsinformation Teil der Teilnehmer-ServiceSet-Identitätsinformation
ist.
[0018] Hierdurch ist es erfindungsgemäß in vorteilhafter Weise möglich, dass nicht nur in
der Richtung vom stationären Kurzreichweiten-Funkmodul zum mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul
eine Informationsübertragung (zur Definition einer Veranstaltung bzw. eines örtlichen
Bereichs bzw. eines Zeitraums), sondern auch in der Richtung vom mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul
zum stationären Kurzreichweiten-Funkmodul eine Informationsübertragung stattfinden
kann, insbesondere zur Registrierung einer Teilnehmer-Identitätsinformation.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen,
dass die Beacon-Nachrichten, insbesondere als Teil eines BSS-Load-Informationselements
und insbesondere als Teil einer Available-Admission-Capacity-Information, eine Information
dahingehend umfassen, dass das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul dem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul
keinen Funkverbindungsdienst oder keinen Dienst zum Aufbau einer Datenverbindung zur
Verfügung stellt.
[0020] Hierdurch ist es erfindungsgemäß in vorteilhafter Weise möglich, dem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul
zu signalisieren, dass das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul keinen Funkverbindungsdienst
oder keinen Dienst zum Aufbau einer Datenverbindung zur Verfügung stellt.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen,
dass die Beacon-Nachrichten und die Probe-Request-Nachrichten Nachrichten sind, die
konform zum WLAN-Standard, IEEE 802.11 Standard, sind, wobei insbesondere die ServiceSet-Identitätsinformation
und die Teilnehmer-ServiceSet-Identitätsinformation dem SSID-Feld (ServiceSet-Identitätsinformations-Feld)
gemäß dem WLAN-Standard entsprechen und insbesondere 32 Bytes oder weniger als 32
Bytes umfassen.
[0022] Hierdurch ist es erfindungsgemäß vorteilhaft möglich, dass etablierte und umfänglich
vorhandene Technologien und Funktionalitäten Verwendung finden. Durch die Nutzung
etablierter Technologien, wie z.B. des WLAN Standards (bzw. IEEE 802.11 Standard)
ist die erfindungsgemäße Präsenzdetektion und/oder Eventregistrierung mit keinen Zusatzkosten
oder mit vergleichsweise geringen Zusatzkosten bzw. Investitionen verbunden: So haben
im Wesentlichen alle Smartphones eine WLAN-Funktionalität und es entsteht durch die
WLAN Nutzung kein signifikant höherer Verbrauch an Energie oder Rechenleistung. Erfindungsgemäß
ist es alternativ oder zusätzlich ebenfalls möglich, dass das erfindungsgemäße Verfahren
zusammen mit oder als Teil eines Zusatzmoduls oder einer Zusatzfunktionalität der
Corona-Warn-App genutzt wird. Hierdurch ist eine Erweiterung der Funktionalität einfach
möglich und die Reichweite und Anwendbarkeit sehr hoch.
[0023] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen,
dass das Verfahren zur Infektionsnachverfolgung eingesetzt wird, wobei mittels der
Durchführung des ersten und zweiten Schritts oder aber des ersten, zweiten und dritten
Schritts automatisiert eine Registrierung einer Person oder einer Mehrzahl von Personen
an einem Ort oder in einem räumlichen Bereich durch Interaktion des oder der jeweiligen
mobilen Kurzreichweiten-Funkmoduls/e mit dem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul
erfolgt,
wobei insbesondere der Ort oder der räumliche Bereich ein stationärer Bereich, insbesondere
ein stationärer Veranstaltungsort, ist oder wobei insbesondere der Ort oder räumliche
Bereich ein beweglicher Bereich, insbesondere ein straßen-, wasser- oder schienengebundenes
Fahrzeug oder ein Luftfahrzeug, ist.
[0024] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen,
dass das Softwaremodul oder die Anwendung des mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul Teil
einer Warn-Anwendung, insbesondere einer Corona-Warn-Anwendung, ist.
[0025] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen,
dass das Verfahren zur Verfolgung von Objekten, insbesondere von Warensendungen oder
Paketen, eingesetzt wird,
wobei insbesondere die Objekte jeweils ein mobiles Kurzreichweiten-Funkmodul umfassen
oder mit einem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul verbunden sind,
wobei sich ein Objekt insbesondere zu einem ersten Zeitpunkt an oder in der Nähe einer
Ausgangsposition und zu einem zweiten Zeitpunkt an oder in der Nähe einer Zielposition
befindet, wobei an verschiedenen Positionen zumindest der erste und zweite Schritt
des Verfahrens durchgeführt wird.
[0026] Hierdurch ist es erfindungsgemäß vorteilhaft möglich, dass das erfindungsgemäße Verfahren
in der Logistik angewendet wird. Die Präsenzdetektion bzw. Eventregistrierung ist
auch für Gegenstände (etwa Pakete bzw. Warensendungen) als logistische Anwendung relevant,
insbesondere da die Durchführung vollständig automatisch erfolgt. Beispielsweise ist
dort ist eine automatische Registrierung von Waren in bestimmten Räumen, Schiffen,
Zügen, Lastkraftwagen oder sonstigen Fahrzeugen für die logistische Nachverfolgung
vorteilhaft.
[0027] Des Weiteren wird die Aufgabe gelöst durch ein System zur abgesicherten Bereitstellung
von Rechenleistung durch eine Mehrzahl von teilnehmenden Fahrzeugen als Teil eines
intelligenten Verkehrssystems umfassend wenigstens ein Telekommunikationsnetz, wobei
jedes der Mehrzahl von teilnehmenden Fahrzeugen wenigstens eine zumindest zeitweise
und/oder teilweise auslagerbare Rechenressource aufweist, wobei die von der Mehrzahl
der teilnehmenden Fahrzeugen auslagerbaren Rechenressourcen als Rechnerverbund einer
Anwendungsserverentität und/oder einer Edge-Cloud-Funktionalität und/oder einem weiteren
Fahrzeug zur Verfügung gestellt wird, wobei das System derart konfiguriert ist, dass:
-- der Rechnerverbund der Mehrzahl von teilnehmenden Fahrzeugen initiiert wird,
-- der Rechnerverbund die auslagerbaren Rechenressourcen der Anwendungsserverentität
und/oder der Edge-Cloud-Funktionalität und/oder dem weiteren Fahrzeug zur Verfügung
stellt.
[0028] Es ist dadurch gemäß der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise möglich, ein
zum erfindungsgemäßen Verfahren korrespondierendes erfindungsgemäßes System bereitzustellen
und somit zu einer verbesserten abgesicherten Bereitstellung von Rechenleistung zu
gelangen.
[0029] Die Aufgabe wird ferner gelöst durch ein System zur Präsenzdetektion und/oder Eventregistrierung
an einem Ort oder in einem räumlichen Bereich mittels Informationsübertragung zwischen
einem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul und wenigstens einem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul,
wobei das System das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul und das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul
umfasst, wobei das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul derart konfiguriert ist, dass
mehrere Beacon-Nachrichten ausgesendet werden, wobei mittels der Beacon-Nachrichten
eine dem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul zugeordnete ServiceSet-Identitätsinformation
ausgesendet wird, wobei die ServiceSet-Identitätsinformation eine auf den Ort oder
den räumlichen Bereich oder das Event bezogene Identitätsinformation umfasst, wobei
das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul derart konfiguriert ist, dass es ein Softwaremodul
oder eine Anwendung derart aufweist, dass die auf den Ort oder den räumlichen Bereich
oder das Event bezogene und als Teil der ServiceSet-Identitätsinformation ausgesendete
Identitätsinformation als solche erkannt wird, wobei das System derart konfiguriert
ist, dass:
-- durch das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul wird als Teil der ServiceSet-Identitätsinformation
die auf den Ort oder den räumlichen Bereich oder das Event bezogene Identitätsinformation
ausgesendet,
-- die ServiceSet-Identitätsinformation mit der auf den Ort oder den räumlichen Bereich
oder das Event bezogenen Identitätsinformation wird von dem wenigstens einen mobilen
Kurzreichweiten-Funkmodul empfangen und durch das Softwaremodul oder die Anwendung
als auf den Ort oder den räumlichen Bereich oder das Event bezogene Identitätsinformation
erkannt.
[0030] Es ist dadurch gemäß der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise möglich, eine
zum erfindungsgemäßen Verfahren korrespondierendes erfindungsgemäßes System umfassend
das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul und das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul
(bzw. insbesondere eine Mehrzahl von mobilen Kurzreichweiten-Funkmodulen) bereitzustellen
und somit zu einer verbesserten Präsenzdetektion und/oder Eventregistrierung zu gelangen.
[0031] Des Weiteren wird die Aufgabe gelöst durch ein stationäres Kurzreichweiten-Funkmodul
oder ein mobiles Kurzreichweiten-Funkmodul zur Verwendung in einem erfindungsgemäßen
System oder in einem erfindungsgemäßen Verfahren.
[0032] Des Weiteren wird die Aufgabe gelöst durch ein Computerprogramm umfassend Befehle,
mit deren Hilfe die Schritte eines erfindungsgemäßen Verfahrens durchführbar sind,
wenn das Computerprogramm auf einer programmierbaren Einrichtung oder einem programmierbaren
Teil oder einer Komponente des stationären Kurzreichweiten-Funkmoduls und/oder des
mobilen Kurzreichweiten-Funkmoduls, ausgeführt wird.
[0033] Des Weiteren wird die Aufgabe gelöst durch ein computerlesbares Medium, vorgesehen
zur Speicherung eines Computerprogramms, oder Datenträgersignal, vorgesehen zur Übertragung
eines Computerprogramms, wobei das computerlesbare Medium oder das Datenträgersignal
das erfindungsgemäße Computerprogramm speichert oder überträgt oder wobei das computerlesbare
Medium oder das Datenträgersignal den auf einer programmierbaren Einrichtung oder
einem programmierbaren Teil oder einer Komponente des stationären Kurzreichweiten-Funkmoduls
und/oder des mobilen Kurzreichweiten-Funkmoduls, auszuführenden Teil des erfindungsgemäßen
Computerprogramms speichert oder überträgt.
[0034] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Zeichnungen,
sowie aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen anhand
der Zeichnungen. Die Zeichnungen illustrieren dabei lediglich beispielhafte Ausführungsformen
der Erfindung, welche den wesentlichen Erfindungsgedanken nicht einschränken.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0035]
- Figur 1
- zeigt eine Prinzipskizze zur Veranschaulichung einer erfindungsgemäßen Präsenzdetektion
und/oder Eventregistrierung.
- Figur 2
- zeigt schematisch die Kommunikation vom stationären Kurzreichweiten-Funkmodul zum
mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul gemäß der vorliegenden Erfindung.
- Figur 3
- zeigt schematisch eine mögliche Kommunikation vom mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul
zum stationären Kurzreichweiten-Funkmodul gemäß der vorliegenden Erfindung.
- Figur 4
- zeigt schematisch eine Logistikanwendung gemäß der vorliegenden Erfindung.
Ausführungsformen der Erfindung
[0036] In den verschiedenen Figuren sind gleiche Teile stets mit den gleichen Bezugszeichen
versehen und werden daher in der Regel auch jeweils nur einmal benannt bzw. erwähnt.
[0037] Die vorliegende Erfindung wird in Bezug auf bestimmte Ausführungsformen und mit Bezug
auf bestimmte Zeichnungen beschrieben, aber die Erfindung ist nicht darauf beschränkt,
sondern nur durch die Ansprüche. Die beschriebenen Zeichnungen sind nur schematisch
und nicht einschränkend. In den Zeichnungen kann die Größe einiger Elemente übertrieben
sein und nicht im Maßstab zur Veranschaulichung gezeichnet werden.
[0038] Wenn ein unbestimmter oder ein bestimmter Artikel verwendet wird, wenn auf ein einzelnes
Substantiv Bezug genommen wird, z.B. "ein", "eine", "der", "die", "das", schließt
dies einen Plural dieses Substantivs ein, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes
angegeben ist.
[0039] Darüber hinaus werden die Begriffe erste, zweite, dritte und dergleichen in der Beschreibung
und in den Ansprüchen zur Unterscheidung zwischen ähnlichen Elementen und nicht unbedingt
zur Beschreibung einer sequenziellen oder chronologischen Reihenfolge verwendet. Es
ist zu verstehen, dass die so verwendeten Begriffe unter geeigneten Umständen austauschbar
sind und dass die Ausführungsformen der hierin beschriebenen Erfindung in anderer
Abfolge als den hierin beschriebenen oder veranschaulichten funktionieren können.
[0040] In Figur 1 ist schematisch eine Prinzipskizze zur Veranschaulichung einer erfindungsgemäßen
Präsenzdetektion und/oder Eventregistrierung dargestellt. Ein stationäres Kurzreichweiten-Funkmodul
50 sendet innerhalb eines räumlichen Bereichs 51 eine Beacon-Nachricht bzw. eine Mehrzahl
von Beacon-Nachrichten aus. Diese Beacon-Nachricht bzw. Beacon-Nachrichten können
von mobilen Kurzreichweiten-Funkmodulen 20 empfangen werden. Im Beispiel der Figur
1 ist ein erstes und ein zweites mobiles Kurzreichweiten-Funkmodul jeweils mit dem
Bezugszeichen 20 dargestellt, wobei das erste mobile Kurzreichweiten-Funkmodul 20
beispielhaft physisch mit einem Objekt 18, etwa einem Paket 18 oder einer Warensendung
18 verbunden ist (bzw. das erste mobile Kurzreichweiten-Funkmodul 20 ggf. auch in
dem Paket 18 oder in der Warensendung 18 bzw. als ein Teil davon angeordnet ist bzw.
sein kann). Das zweite mobile Kurzreichweiten-Funkmodul 20 ist in Figur 1 beispielhaft
einer Person 19 (bzw. generell einem Lebewesen 19) zugeordnet, insbesondere an der
Person 19 (etwa an der Kleidung, etwa einem Gürtel oder dergleichen) befestigt oder
wird von der Person 19 oder dem Lebewesen 19 getragen oder gehalten. In jedem Fall
liegt zwischen dem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul 20 einerseits und dem Objekt
18 oder dem Lebewesen 19 andererseits ein vergleichsweise dauerhafte örtliche Korrelation
vor, so dass (zumindest in der übergroßen Mehrzahl von Fällen) von einer Positionierung
des mobilen Kurzreichweiten-Funkmoduls 20 an einer bestimmten Stelle auch auf die
Positionierung des Objekts 18 oder des Lebewesens 19 an der bestimmten Stelle geschlossen
werden darf oder doch wenigstens in vergleichsweise geringer Entfernung davon - etwa
in einer maximalen Entfernung von beispielsweise wenigen Dezimetern oder von maximal
1 oder zwei Metern ausgegangen werden darf. Der räumliche Bereich 51 entspricht in
der Regel dem Funkabdeckungsbereich des stationären Kurzreichweiten-Funkmoduls 50,
d.h. in welchem räumlichen Bereich die ausgesendete Beacon-Nachricht bzw. die ausgesendeten
Beacon-Nachrichten noch von den mobilen Kurzreichweiten-Funkmodulen 20 noch empfangen
werden.
[0041] In Figur 2 ist schematisch die Kommunikation vom stationären Kurzreichweiten-Funkmodul
zum mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul gemäß der vorliegenden Erfindung sowie insbesondere
auch die Aussendung einer mit dem Bezugszeichen 210 bezeichneten Beacon-Nachricht
dargestellt. Das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul 50 somit normalerweise wiederholend
mehrere Beacon-Nachrichten 210 aus und mittels der Beacon-Nachrichten 210 wird jeweils
eine dem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul 50 zugeordnete ServiceSet-Identitätsinformation
211 ausgesendet. Die ServiceSet-ldentitätsinformation 211 entspricht einer oder umfasst
eine auf den Ort oder den räumlichen Bereich 51 oder das Event bezogene Identitätsinformation
220.
Das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul 20 wiederum umfasst ein Softwaremodul 21 oder
eine Anwendung 21 - insbesondere in Form einer App - derart, dass die auf den Ort
oder den räumlichen Bereich 51 oder das Event bezogene und als Teil der ServiceSet-Identitätsinformation
211 ausgesendete Identitätsinformation 220 als solche erkannt wird, d.h. mittels des
Softwaremoduls 21 oder der Anwendung 21 wird die Struktur der Beacon-Nachrichten 210
und insbesondere die Struktur der ServiceSet-Identitätsinformation 211 analysiert
und erkannt, dass insbesondere die (als Teil der Beacon-Nachrichten 210) ausgesendeten
ServiceSet-Identitätsinformationen 211 einem bestimmten vorgegebenen Schema zur Übermittlung
der auf den Ort oder den räumlichen Bereich 51 oder das Event bezogene Identitätsinformation
220 entspricht (und somit insbesondere nicht lediglich der Benennung oder Bezeichnung
des Kurzreichweiten-Funkmoduls 50 etwa zu dessen Funktion als Funk-Zugangspunkt oder
ähnliches dient). Alternativ oder zusätzlich zur Detektion eines vorgegebenen Schemas
(insbesondere in der Struktur der ServiceSet-Identitätsinformation 211) zur Erkennung
der auf den Ort oder den räumlichen Bereich 51 oder das Event bezogenen Identitätsinformation
220 kann die Beacon-Nachricht 210 darüber hinaus auch eine Indikationsinformation
(beispielsweise in Form eines Flags oder ähnlichem) aufweisen.
[0042] Erfindungsgemäß sieht das Verfahren vor, dass in einem ersten Schritt durch das stationäre
Kurzreichweiten-Funkmodul 50 und als Teil der ServiceSet-Identitätsinformation 211
die auf den Ort oder den räumlichen Bereich 51 oder das Event bezogene Identitätsinformation
220 ausgesendet wird und dass in einem zweiten Schritt die ServiceSet-Identitätsinformation
211 mit der auf den Ort oder den räumlichen Bereich 51 oder das Event bezogenen Identitätsinformation
220 von dem wenigstens einen mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul 20 empfangen wird und
durch das Softwaremodul 21 oder die Anwendung 21 als auf den Ort oder den räumlichen
Bereich 51 oder das Event bezogene Identitätsinformation 220 erkannt wird.
[0043] Insbesondere umfasst die ServiceSet-Identitätsinformation 211 neben der auf den Ort
oder den räumlichen Bereich 51 oder das Event bezogenen Identitätsinformation 220
ferner wenigstens eine der nachfolgenden Informationen:
-- eine Versionsinformation, insbesondere hinsichtlich einer Version des Softwaremoduls
21 oder der Anwendung 21,
-- eine Zeitintervallinformation oder Zeitstempelinformation, insbesondere hinsichtlich
eines relevanten Zeitintervalls eines Ereignisses oder Events, wobei die Zeitintervallinformation
insbesondere auf lediglich einen Teil des zeitlichen Verlaufs eines Ereignisses bezogen
ist, insbesondere auf 30 Sekunden oder 60 Sekunden oder 120 Sekunden oder 240 Sekunden.
Erfindungsgemäß ist es somit vorteilhaft möglich, dass nicht lediglich eine Information
nach dem Muster vorliegt: "eine bestimmte Person nahm an einer Veranstaltung teil,
welche bspw. 3 Stunden gedauert hat", sondern dass zeitlich und/oder räumlich eine
kleinteiligere Aussage möglich ist. Beispielsweise ist es erfindungsgemäß vorteilhaft
möglich, insbesondere bei größeren Veranstaltungen und/oder größeren Veranstaltungsorten
- etwa ein Fußballstadion oder dergleichen -, eine Mehrzahl an stationären Kurzreichweiten-Funkmodule
50 vorzusehen, so dass beispielsweise in einem Eingangsbereich ein dezidiertes Kurzreichweiten-Funkmodul
50 realisiert ist, wobei die ausgesendete Identitätsinformation 220 dieses betrachteten
Kurzreichweiten-Funkmoduls 50 beispielsweise alle 10 Minuten geändert wird.
[0044] Erfindungsgemäß ist insbesondere vorgesehen, dass die Beacon-Nachrichten 210 - insbesondere
als Teil eines BSS-Load-Informationselements und insbesondere als Teil einer Available-Admission-Capacity-Information
- eine Information dahingehend umfassen, dass das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul
50 dem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul 20 keinen Funkverbindungsdienst oder keinen
Dienst zum Aufbau einer Datenverbindung zur Verfügung stellt.
[0045] In Figur 3 ist eine mögliche Kommunikation vom mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul
zum stationären Kurzreichweiten-Funkmodul gemäß einer Variante oder Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens der vorliegenden Erfindung schematisch dargestellt.
Gemäß dieser Variante oder Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird in
einem dritten Schritt - insbesondere nach der Durchführung des ersten und zweiten
Schritts, d.h. nachdem durch das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul 50 die auf den
Ort oder den räumlichen Bereich 51 oder das Event bezogene Identitätsinformation 220
ausgesendet wurde und von dem wenigstens einen mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul 20
empfangen und durch das Softwaremodul 21 oder die Anwendung 21 als auf den Ort oder
den räumlichen Bereich 51 oder das Event bezogene Identitätsinformation 220 erkannt
wurde - durch das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul 20 (und während das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul
20 an dem Ort oder in dem räumlichen Bereich 51 oder bei dem Event lokalisiert oder
positioniert ist) eine Teilnehmer-Identitätsinformation 240 ausgesendet und vom stationären
Kurzreichweiten-Funkmodul 50 empfangen und gespeichert. Insbesondere wird die Teilnehmer-Identitätsinformation
240 hierbei als Teil einer Probe-Request-Nachricht 230 durch das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul
20 ausgesendet, wobei insbesondere auch die Probe-Request-Nachricht 230 eine Teilnehmer-ServiceSet-Identitätsinformation
231 umfasst und die Teilnehmer-Identitätsinformation 240 insbesondere Teil der Teilnehmer-ServiceSet-ldentitätsinformation
231 ist.
[0046] Insbesondere sind die Beacon-Nachrichten 210 und die Probe-Request-Nachrichten 230
Nachrichten, welche konform zum WLAN-Standard, IEEE 802.11 Standard, sind, wobei insbesondere
die ServiceSet-Identitätsinformation 211 und die Teilnehmer-ServiceSet-ldentitätsinformation
231 dem SSID-Feld ServiceSet-Identitätsinformations-Feld gemäß dem WLAN-Standard entsprechen
und insbesondere 32 Bytes oder weniger als 32 Bytes umfassen.
[0047] Erfindungsgemäß ist es somit im Wesentlichen ohne Mehraufwand möglich, die ohnehin
vorhandenen WLAN-Funktionalitäten - insbesondere die teilnehmerseitigen WLAN-Funktionalitäten,
d.h. von potentiellen Teilnehmern von Veranstaltungen oder Kunden von Transportunternehmen
- für die Präsenzdetektion und/oder Eventregistrierung zur Infektionsnachverfolgung
einzusetzen.
[0048] In Figur 4 ist eine Logistikanwendung gemäß der vorliegenden Erfindung schematisch
dargestellt. Hierbei wird das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere zur Präsenzdetektion
mit Blick auf die Verfolgung von Objekten 18, insbesondere von Warensendungen oder
Paketen, eingesetzt, welche (typischerweise bei einer Logistikanwendung) von einer
Ausgangsposition 310 zu einer Zielposition 320 zu transportieren sind. Beispielhaft
ist dargestellt, dass das Objekt 18 zunächst kein mobiles Kurzreichweiten-Funkmodul
20 umfasst bzw. mit einem solchen verbunden ist (vgl. die erste Darstellung des Objekts
18 in Figur 4 ganz links), sondern zunächst mit einem solchen mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul
20 verbunden werden muss (vgl. die zweite Darstellung des Objekts). Alternativ hierzu
kann es jedoch auch vorgesehen sein, dass das Objekt 18 per se ein mobiles Kurzreichweiten-Funkmodul
20 umfasst oder mit diesem verbunden ist. An verschiedenen Positionen, insbesondere
intermediären Positionen 311, 312, 313 zwischen der Ausgangsposition 310 (vgl. die
dritte Darstellung des Objekts 18 in Figur 4) und der Zielposition 320 (vgl. die siebte
Darstellung des Objekts 18 in Figur 4), sind stationäre Kurzreichweiten-Funkmodule
50, 50', 50" angeordnet, mittels welchen die Präsenz des mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul
20 (und somit auch des Objekts 18) gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren automatisch
(d.h. ohne dass beispielsweise ein manueller Scanvorgang erforderlich ist) detektierbar
ist, wenn dieses in räumlicher Nähe des jeweiligen stationären Kurzreichweiten-Funkmoduls
50, 50', 50" (d.h. innerhalb des Funkabdeckungsbereichs der stationären Kurzreichweiten-Funkmodule
50, 50', 50") lokalisiert ist. Es wird somit an den verschiedenen Positionen 311,
312, 313 zumindest der erste und zweite Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens durchgeführt.
[0049] Erfindungsgemäß ist es insbesondere vorgesehen, dass die Übermittlung der auf den
Ort oder den räumlichen Bereich 51 oder das Event bezogenen Identitätsinformation
(d.h. das Token oder die Tokeninformation) 220 dadurch erfolgt, dass das Standard
Übermittlungsverfahren zur Erkennung von SSID Namen (bzw. der ServiceSet-Identitätsinformation
211) in WLAN-Netzen (bzw. von WLAN-Zugangspunkten oder WLAN-Access Points) nach IEEE
802.11 genutzt wird. Gegenüber der herkömmlichen Aussendung der SSID-Information eines
WLAN-Netzes (bzw. eines WLAN-Zugangspunkts) wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung,
im Management Beacon (bzw. der Beacon-Nachricht 210) nicht dieser SSID Name des WLAN-Netzes
bzw. Zugangspunkts, sondern der Event Token oder Tokeninformation (bzw. die auf den
Ort oder den räumlichen Bereich 51 oder das Event bezogene Identitätsinformation)
220 übermittelt. Im 802.11 Management Beacon (bzw. der Beacon-Nachricht) 210, welcher
von einem Gerät, das als Access Point oder Zugangspunkt (d.h. dem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul
50) fungiert, regelmäßig ausgestrahlt wird, ist somit (in Form der Tokeninformation
bzw. Identitätsinformation 220) die Information des Events (bzw. des räumlichen Bereichs
oder Orts) vorhanden, ohne dass eine bidirektionale Datenverbindung (zu mobilen Kurzreichweiten-Funkmodulen
20) aufgebaut werden muss.
[0050] Beispielsweise sendet (dem Standard IEEE 802.11 folgend) ein Zugangspunkt (bzw. ein
stationäres Kurzreichweiten-Funkmodul 50) alle 102,4 Millisekunden ein Beacon Signal
(bzw. eine Beacon-Nachricht 210) aus. Dadurch wird es WLAN Clients (bzw. mobilen Kurzreichweiten-Funkmodulen
20) ermöglicht, sofort festzustellen bzw. zu detektieren, wenn sie in den Einflussbereich
eines WLAN Zugangspunkts (d.h. eines stationären Kurzreichweiten-Funkmoduls 50) gelangen.
Bei der herkömmlicherweise bekannten Verwendung der WLAN-Technologie können sich WLAN-Clients
nach einer solchen Detektion sodann an dem entsprechenden Zugangspunkt anmelden.
[0051] In herkömmlicherweise bekannter Form ist in dem Beacon (bzw. der Beacon-Nachricht
210) die SSID-Information, ein Zeitstempel, eine oder eine Mehrzahl von Capability
Informationen und vielerlei weitere spezielle Informationen des Zugangspunkts hinterlegt,
die für einen herkömmlicherweise bekannten WLAN Client nützlich sind. Die üblichen
mobilen Endgeräte (bspw. Smartphones oder sonstige WLAN-Clients) empfangen diese Beacons
bzw. Beacon-Nachrichten und können sie dem Nutzer als Liste der momentan verfügbaren
SSIDs (bzw. WLAN-Netze) zur Verfügung stellen, so dass der Nutzer dann entscheiden
kann, mit welchen Netzwerk er sein Gerät verbinden möchte.
[0052] Gemäß der vorliegenden Erfindung weist die Beacon-Nachricht 210 eine bestimmte Form
bzw. Struktur auf, so dass mittels der Beacon-Nachricht 210 eine auf den Ort oder
den räumlichen Bereich 51 oder das Event bezogene Identitätsinformation 220 übertragen
wird, d.h. es wird gerade nicht signalisiert, dass ein Zugangspunkt zur Verfügung
steht, zu dem sich ein WLAN-Client verbinden kann, sondern es wird (im ersten Schritt
des erfindungsgemäßen Verfahrens) lediglich die Identitätsinformation bzw. das Token
oder die Tokeninformation 220 zu den mobilen Kurzreichweiten-Funkmodulen 20 (die sich
in entsprechender räumlicher Nähe 51 befinden) übertragen. Insbesondere ist die Beacon-Nachricht
210 erfindungsgemäß somit derart beschaffen, dass die Beacon-Nachricht 210 zwar -
insbesondere im oder als Teil der ServiceSet-Identitätsinformation 211 (bzw. im SSID-Feld)
- einen Event Token (bzw. Identitätsinformation 220) mitteilt, ansonsten aber dem
Client (d.h. dem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul 20) die Information gibt, dass
mit diesem Netzwerk keine Verbindung aufgebaut werden soll.
[0053] Herkömmlicherweise entspricht die erlaubte Länge des SSID-Felds beispielsweise 32
Byte. Erfindungsgemäß ist es somit insbesondere bevorzugt vorgesehen, dass die ServiceSet-Identitätsinformation
211 (umfassend den Event Token (bzw. die Identitätsinformation) 220) max. 32 Byte
lang ist. Um die Identitätsinformation bzw. die Tokeninformation 220 für eine Anwendung
21 auf dem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul 20 (d.h. für eine App bzw. für ein Softwaremodul
21 oder eine Anwendung 21) kenntlich (und erkennbar) zu machen, ist es erfindungsgemäß
insbesondere vorgesehen, dass die ServiceSet-Identitätsinformation 211 und/oder die
Tokeninformation 220 - zumindest für gleiche Versionen der Anwendung 21 - gleich aufgebaut
ist/sind. Insbesondere umfasst die ServiceSet-Identitätsinformation 211 (neben der
Tokeninformation bzw. Identitätsinformation 220) eine Versionsinformation und einen
Zeitstempel mit Angabe der Gültigkeit, beispielsweise in Stunden. Somit ist die ServiceSet-Identitätsinformation
211 erfindungsgemäß wie folgt aufgebaut:
-- Versionsinfo (max. beispielsweise 9 Zeichen): "CWAx2.0",
-- Eventkenner (beispielsweise 6 Zeichen): "1eb9z0" (d.h. Tokeninformation bzw. Identitätsinformation
220),
-- Zeitstempel (beispielsweise 15 Zeichen): "20210531-1230-4", umfassend beispielsweise
das Datum, die (Start)Uhrzeit und die Dauer des Events. Durch Konkatenation mit, beispielsweise,
einem Doppelpunkt (":"), als Trennzeichen resultiert somit beispielhaft der folgende
Eventtoken (bzw. Identitätsinformation 220): "CWAx2.0:1eb9z0:20210531-1230-4";
Das Event "1eb9z0" findet also beispielhaft am 31.5.2021 ab 12:30 für 4 Stunden statt.
Da in derr Beacon-Nachricht 210 ebenfalls ein aktueller Zeitstempel mitgesendet wird,
ist es der Client App (bzw. dem Softwaremodul 21 oder der Anwendung des mobilen Kurzreichweiten-Funkmoduls
20) sofort möglich, nicht mehr gültige Beacons zu erkennen und zu verwerfen.
[0054] Beispielsweise wird der Eventkenner (d.h. die Tokeninformation bzw. Identitätsinformation
220) von dem sendenden Gerät des Veranstalters, etwa einem Gastronomen, etc. (d.h.
dem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul 50) festgelegt und insbesondere zufällig
gebildet. Zusammen mit dem Zeitstempel ist die Gefahr einer doppelten Vergabe sehr
gering; bei einer Länge von 6 Zeichen der Tokeninformation bzw. der Identitätsinformation
220 ergeben sich bei 52 verschiedenen Buchstaben (bei einer Unterscheidung von Groß-
und Kleinbuchstaben) sowie 10 Ziffern somit 62
6, d.h. mehr als 5 * 10
10 Möglichkeiten.
[0055] Ein Veranstalter, beispielsweise ein Gastronom, nutzt ein WLAN-fähiges Endgerät (bzw.
ein als Zugangspunkt fungierendes Endgerät), um - beispielsweise mittels einer darauf
befindlichen bzw. installieren Anwendung, insbesondere eine Corona-Warn-App, ein Ereignis
oder eine Veranstaltung oder einen Event anzulegen und die erzeugte ServiceSet-Identitätsinformation
211 (umfassend die Tokeninformation bzw. Identitätsinformation 220) auszustrahlen.
Ein solches Gerät kann zum Beispiel auch ein Smartphone sein.
Ein Kunde oder Teilnehmer der Veranstaltung nutzt das Softwaremodul 21 auf seinem
mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul 20, zum Beispiel die Corona-Warn-App zur automatischen
Event Registrierung gemäß dem ersten und zweiten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Wird von dem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul 20 ein WLAN Event Kenner (d.h. eine
Tokeninformation bzw. Identitätsinformation 220) empfangen, zeigt das Softwaremodul
21 oder die Anwendung 21 (insbesondere die Corona-Warn-App) dem Nutzer den Eventkenner
(d.h. die Tokeninformation bzw. Identitätsinformation 220, nach deren Erkennung) beispielsweise
an, so dass insbesondere der Veranstalter in der Lage ist zu kontrollieren, ob die
Kunden auch den richtige Eventkenner empfangen haben.
Auch eine Abmeldung von dem Event findet völlig automatisiert statt, wenn die auf
dem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul 20 befindliche Anwendung 21 (etwa eine Corona-Warn-App)
den per WLAN ausgestrahlten Event Kenner (d.h. die Tokeninformation bzw. Identitätsinformation
220) nicht mehr empfängt; dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn sich der Kunde
aus dem Event entfernt hat, oder der Event Kenner vom Veranstalter gewechselt wird,
um nach einer gegebenen Zeitspanne (zum Beispiel 4 Stunden oder 1 Tag) einen neuen
Event Kenner auszustrahlen.
[0056] Alle darauffolgenden Schritte, wie zum Beispiel die Registrierung des Events auf
einem zentralen Datenserver mit genaueren Angaben und dem Eventkenner, finden automatisiert
statt. Ebenso die Löschung der Daten, beispielsweise nach zwei Wochen. So können zum
Beispiel auch Gastgeber einer privaten Feier einen Event erzeugen und so die Pandemie
Nachverfolgung für eventuelle Infektionen auf ihrer Veranstaltung automatisieren und
beschleunigen.
[0057] Erfindungsgemäß ist es insbesondere vorteilhaft möglich, dass eine Anzeige (mit der
Möglichkeit einer Kontrolle) des Event Tokens 220 auf dem Gerät des Teilnehmers (d.h.
dem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul 20) erfolgt.
[0058] Ferner ist es erfindungsgemäß insbesondere vorteilhaft möglich, dass empfangene Event
Token 220 dem Teilnehmer am Event bei Bedarf angezeigt werden. Dies kann beispielsweise
auch gegenüber dem Event Veranstalter als Bestätigung der Event Registrierung vorgezeigt
werden.
Darüber hinaus ist es erfindungsgemäß insbesondere vorteilhaft möglich, dass dem Teilnehmer
die Möglichkeit gegeben werden kann, Event Registrierungen zu löschen; dies entspricht
dem Recht auf Daten-Souveränität des Kunden.
[0059] Beispiel für den Ablauf in einem Gastronomiebetrieb:
Der Betreiber des Gastronomiebetriebs erzeugt über das Softwaremodul oder die Anwendung
auf dem stationen Kurzreichweiten-Funkmodul 50 (etwa die Corona-Warn-App) einen Event
Token und strahlt diesen zum Beispiel auf einem (bspw. alten) Smartphone aus, welches
zentral in seinem Betrieb platziert wird.
Die Anwendung 21 bzw. das Softwaremodul 21 (insbesondere eine Corona-Warn-App) des
Gastes (d.h. auf dem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul 20) scannt die empfangbaren
SSIDs - und somit auch die ServiceSet-Identitätsinformation 211 des Kurzreichweiten-Funkmodul
50 - auf Event-Tokeninformationen - somit wird das Event Token 220 bzw. die Identitätsinformation
220 des stationären Kurzreichweiten-Funkmoduls 50 erkannt; das Event Token 220 kann
(etwa auf der Corona App) angezeigt werden und somit kann der Gast auf Anfrage nachweisen,
dass er per App eingecheckt hat. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, sich per Stift
und Zettel zu registrieren oder einen vorher ausgedruckten QR Code einzuscannen. Der
Gastronomie Betreiber braucht nun den Namen, Telefonnummer und Anschrift des Kunden
nicht mehr zu kennen. Der Kunde wird bedient.
Sollte sich im Nachgang herausstellen, dass der Kunde Infektionsträger war (beispielsweise
Corona-infiziert ist), so trägt er dies in das Softwaremodul 21 bzw. die Anwendung
21 (etwa die Corona App) auf dem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul 20 ein. Die App
meldet die Event Token der Veranstaltungen, an denen der Kunde teilgenommen hatte
an die Server und dort können diese Event Token von anderen Nutzern der Corona-Warn-App
abgeglichen werden.
Wenn dann eine Übereinstimmung gefunden wird, so wird über die Corona-Warn-App eine
entsprechende Warnung übermittelt. Damit werden alle Kunden gewarnt, die in ihrer
Corona App den gleichen Event Token gespeichert haben - analog zur jetzigen Corona
Warn App Version 2.0.
Somit kann - in vollständig automatisierter Weise, jedenfalls was die Registrierung
bei einer Veranstaltung angeht - ein retrospektives Kontakt Tracing realisiert werden.
1. Verfahren zur Präsenzdetektion und/oder Eventregistrierung an einem Ort oder in einem
räumlichen Bereich (51) mittels Informationsübertragung von einem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul
(50) zu wenigstens einem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul (20),
wobei das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul (50) mehrere Beacon-Nachrichten (210)
aussendet, wobei mittels der Beacon-Nachrichten (210) eine dem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul
(50) zugeordnete ServiceSet-Identitätsinformation (211) ausgesendet wird, wobei die
ServiceSet-Identitätsinformation (211) eine auf den Ort oder den räumlichen Bereich
(51) oder das Event bezogene Identitätsinformation (220) umfasst,
wobei das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul (20) ein Softwaremodul (21) oder eine Anwendung
(21) derart aufweist, dass diese auf den Ort oder den räumlichen Bereich (51) oder
das Event bezogene und als Teil der ServiceSet-Identitätsinformation (211) ausgesendete
Identitätsinformation (220) als solche erkannt wird,
wobei das Verfahren die nachfolgenden Verfahrensschritte aufweist:
-- in einem ersten Schritt wird durch das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul (50)
und als Teil der ServiceSet-Identitätsinformation (211) die auf den Ort oder den räumlichen
Bereich (51) oder das Event bezogene Identitätsinformation (220) ausgesendet,
-- in einem zweiten Schritt wird die ServiceSet-Identitätsinformation (211) mit der
auf den Ort oder den räumlichen Bereich (51) oder das Event bezogenen Identitätsinformation
(220) von dem wenigstens einen mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul (20) empfangen und
durch das Softwaremodul (21) oder die Anwendung (21) als auf den Ort oder den räumlichen
Bereich (51) oder das Event bezogene Identitätsinformation (220) erkannt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Präsenzdetektion und/oder die Eventregistrierung hinsichtlich entweder einer
Mehrzahl von Objekten (18) oder hinsichtlich einer Mehrzahl von Lebewesen (19), insbesondere
Personen, erfolgt, wobei jedes der Mehrzahl von Objekten (18) und/oder jedes der Mehrzahl
von Lebewesen (19), insbesondere Personen, ein mobiles Kurzreichweiten-Funkmodul (20)
umfasst oder mit sich führt oder an jedem der Mehrzahl von Objekten (18) und/oder
an jedem der Mehrzahl von Lebewesen (19) ein mobiles Kurzreichweiten-Funkmodul (20)
angebracht ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die ServiceSet-Identitätsinformation (211) neben der auf den Ort oder den räumlichen
Bereich (51) oder das Event bezogenen Identitätsinformation (220) ferner wenigstens
eine der nachfolgenden Informationen umfasst:
-- eine Versionsinformation, insbesondere hinsichtlich einer Version des Softwaremoduls
(21) oder der Anwendung (21),
-- eine Zeitintervallinformation oder Zeitstempelinformation, insbesondere hinsichtlich
eines relevanten Zeitintervalls eines Ereignisses oder Events, wobei die Zeitintervallinformation
insbesondere auf lediglich einen Teil des zeitlichen Verlaufs eines Ereignisses bezogen
ist, insbesondere auf 30 Sekunden oder 60 Sekunden oder 120 Sekunden oder 240 Sekunden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem dritten Schritt durch das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul (20) - und während
das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul (20) an dem Ort oder in dem räumlichen Bereich
(51) oder bei dem Event lokalisiert oder positioniert isteine Teilnehmer-Identitätsinformation
(240) ausgesendet und vom stationären Kurzreichweiten-Funkmodul (50) empfangen und
gespeichert wird,
wobei insbesondere die Teilnehmer-Identitätsinformation (240) als Teil einer Probe-Request-Nachricht
(230) durch das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul (20) ausgesendet wird, wobei insbesondere
auch die Probe-Request-Nachricht (230) eine Teilnehmer-ServiceSet-ldentitätsinformation
(231) umfasst und die Teilnehmer-Identitätsinformation (240) Teil der Teilnehmer-ServiceSet-Identitätsinformation
(231) ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beacon-Nachrichten (210), insbesondere als Teil eines BSS-Load-Informationselements
und insbesondere als Teil einer Available-Admission-Capacity-Information, eine Information
dahingehend umfassen, dass das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul (50) dem mobilen
Kurzreichweiten-Funkmodul (20) keinen Funkverbindungsdienst oder keinen Dienst zum
Aufbau einer Datenverbindung zur Verfügung stellt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beacon-Nachrichten (210) und die Probe-Request-Nachrichten (230) Nachrichten
sind, die konform zum WLAN-Standard, IEEE 802.11 Standard, sind, wobei insbesondere
die ServiceSet-Identitätsinformation (211) und die Teilnehmer-ServiceSet-ldentitätsinformation
(231) dem SSID-Feld (ServiceSet-Identitätsinformations-Feld) gemäß dem WLAN-Standard
entsprechen und insbesondere 32 Bytes oder weniger als 32 Bytes umfassen.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren zur Infektionsnachverfolgung eingesetzt wird, wobei mittels der Durchführung
des ersten, zweiten und dritten Schritts automatisiert eine Registrierung einer Person
oder einer Mehrzahl von Personen an einem Ort oder in einem räumlichen Bereich (51)
durch Interaktion des oder der jeweiligen mobilen Kurzreichweiten-Funkmoduls/e mit
dem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul (50) erfolgt,
wobei insbesondere der Ort oder der räumliche Bereich ein stationärer Bereich, insbesondere
ein stationärer Veranstaltungsort, ist oder wobei insbesondere der Ort oder räumliche
Bereich ein beweglicher Bereich, insbesondere ein straßen-, wasser- oder schienengebundenes
Fahrzeug oder ein Luftfahrzeug, ist.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Softwaremodul (21) oder die Anwendung (21) des mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul
(20) Teil einer Warn-Anwendung, insbesondere einer Corona-Warn-Anwendung, ist.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren zur Verfolgung von Objekten (18), insbesondere von Warensendungen oder
Paketen, eingesetzt wird,
wobei insbesondere die Objekte (18) jeweils ein mobiles Kurzreichweiten-Funkmodul
(20) umfassen oder mit einem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul (20) verbunden sind,
wobei sich ein Objekt (18) insbesondere zu einem ersten Zeitpunkt an oder in der Nähe
einer Ausgangsposition (310) und zu einem zweiten Zeitpunkt an oder in der Nähe einer
Zielposition (320) befindet, wobei an verschiedenen Positionen (311, 312, 313) zumindest
der erste und zweite Schritt des Verfahrens durchgeführt wird.
10. System zur Präsenzdetektion und/oder Eventregistrierung an einem Ort oder in einem
räumlichen Bereich (51) mittels Informationsübertragung zwischen einem stationären
Kurzreichweiten-Funkmodul (50) und wenigstens einem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul
(20), wobei das System das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul (50) und das mobile
Kurzreichweiten-Funkmodul (20) umfasst,
wobei das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul (50) derart konfiguriert ist, dass
mehrere Beacon-Nachrichten (210) ausgesendet werden, wobei mittels der Beacon-Nachrichten
(210) eine dem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul (50) zugeordnete ServiceSet-Identitätsinformation
(211) ausgesendet wird, wobei die ServiceSet-Identitätsinformation (211) eine auf
den Ort oder den räumlichen Bereich (51) oder das Event bezogene Identitätsinformation
(220) umfasst, wobei das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul (20) derart konfiguriert
ist, dass es ein Softwaremodul (21) oder eine Anwendung (21) derart aufweist, dass
die auf den Ort oder den räumlichen Bereich (51) oder das Event bezogene und als Teil
der ServiceSet-Identitätsinformation (211) ausgesendete Identitätsinformation (220)
als solche erkannt wird,
wobei das System derart konfiguriert ist, dass:
-- durch das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul (50) wird als Teil der ServiceSet-Identitätsinformation
(211) die auf den Ort oder den räumlichen Bereich (51) oder das Event bezogene Identitätsinformation
(220) ausgesendet,
-- die ServiceSet-Identitätsinformation (211) mit der auf den Ort oder den räumlichen
Bereich (51) oder das Event bezogenen Identitätsinformation (220) wird von dem wenigstens
einen mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul (20) empfangen und durch das Softwaremodul
(21) oder die Anwendung (21) als auf den Ort oder den räumlichen Bereich (51) oder
das Event bezogene Identitätsinformation (220) erkannt.
11. Stationäres Kurzreichweiten-Funkmodul (50) oder mobiles Kurzreichweiten-Funkmodul
(20) zur Verwendung in einem System gemäß Anspruch 10 oder in einem Verfahren nach
einem der Ansprüche 1 bis 9.
12. Computerprogramm umfassend Befehle, mit deren Hilfe die Schritte eines Verfahrens
nach einem der Ansprüche 1 bis 9 durchführbar sind, wenn das Computerprogramm auf
einer programmierbaren Einrichtung, insbesondere auf einer programmierbaren Einrichtung
oder einem programmierbaren Teil oder einer Komponente des stationären Kurzreichweiten-Funkmodul
(50) und/oder des mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul (20), ausgeführt wird.
13. Computerlesbares Medium, vorgesehen zur Speicherung eines Computerprogramms, oder
Datenträgersignal, vorgesehen zur Übertragung eines Computerprogramms, wobei das computerlesbare
Medium oder das Datenträgersignal das Computerprogramm nach Anspruch 12 speichert
oder überträgt oder wobei das computerlesbare Medium oder das Datenträgersignal den
auf der programmierbaren Einrichtung, insbesondere auf einer programmierbaren Einrichtung
oder einem programmierbaren Teil oder einer Komponente des stationären Kurzreichweiten-Funkmodul
(50) und/oder des mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul (20), auszuführenden Teil des
Computerprogramms nach Anspruch 12 speichert oder überträgt.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verfahren zur Präsenzdetektion und/oder Eventregistrierung an einem Ort oder in einem
räumlichen Bereich (51) mittels Informationsübertragung von einem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul
(50) zu wenigstens einem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul (20),
wobei das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul (50) mehrere Beacon-Nachrichten (210)
aussendet, wobei mittels der Beacon-Nachrichten (210) eine dem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul
(50) zugeordnete ServiceSet-Identitätsinformation (211) ausgesendet wird, wobei die
ServiceSet-Identitätsinformation (211) eine auf den Ort oder den räumlichen Bereich
(51) oder das Event bezogene Identitätsinformation (220) umfasst,
wobei das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul (20) ein Softwaremodul (21) oder eine Anwendung
(21) derart aufweist, dass diese auf den Ort oder den räumlichen Bereich (51) oder
das Event bezogene und als Teil der ServiceSet-Identitätsinformation (211) ausgesendete
Identitätsinformation (220) als solche erkannt wird,
wobei das Verfahren die nachfolgenden Verfahrensschritte aufweist:
-- in einem ersten Schritt wird durch das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul (50)
und als Teil der ServiceSet-Identitätsinformation (211) die auf den Ort oder den räumlichen
Bereich (51) oder das Event bezogene Identitätsinformation (220) ausgesendet,
-- in einem zweiten Schritt wird die ServiceSet-Identitätsinformation (211) mit der
auf den Ort oder den räumlichen Bereich (51) oder das Event bezogenen Identitätsinformation
(220) von dem wenigstens einen mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul (20) empfangen und
durch das Softwaremodul (21) oder die Anwendung (21) als auf den Ort oder den räumlichen
Bereich (51) oder das Event bezogene Identitätsinformation (220) erkannt,
wobei das Softwaremodul (21) oder die Anwendung (21) des mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul
(20) Teil einer Warn-Anwendung ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Präsenzdetektion und/oder die Eventregistrierung hinsichtlich entweder einer
Mehrzahl von Objekten (18) oder hinsichtlich einer Mehrzahl von Lebewesen (19), insbesondere
Personen, erfolgt, wobei jedes der Mehrzahl von Objekten (18) und/oder jedes der Mehrzahl
von Lebewesen (19), insbesondere Personen, ein mobiles Kurzreichweiten-Funkmodul (20)
umfasst oder mit sich führt oder an jedem der Mehrzahl von Objekten (18) und/oder
an jedem der Mehrzahl von Lebewesen (19) ein mobiles Kurzreichweiten-Funkmodul (20)
angebracht ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die ServiceSet-Identitätsinformation (211) neben der auf den Ort oder den räumlichen
Bereich (51) oder das Event bezogenen Identitätsinformation (220) ferner wenigstens
eine der nachfolgenden Informationen umfasst:
-- eine Versionsinformation, insbesondere hinsichtlich einer Version des Softwaremoduls
(21) oder der Anwendung (21),
-- eine Zeitintervallinformation oder Zeitstempelinformation, insbesondere hinsichtlich
eines relevanten Zeitintervalls eines Ereignisses oder Events, wobei die Zeitintervallinformation
insbesondere auf lediglich einen Teil des zeitlichen Verlaufs eines Ereignisses bezogen
ist, insbesondere auf 30 Sekunden oder 60 Sekunden oder 120 Sekunden oder 240 Sekunden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem dritten Schritt durch das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul (20) - und während
das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul (20) an dem Ort oder in dem räumlichen Bereich
(51) oder bei dem Event lokalisiert oder positioniert isteine Teilnehmer-Identitätsinformation
(240) ausgesendet und vom stationären Kurzreichweiten-Funkmodul (50) empfangen und
gespeichert wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beacon-Nachrichten (210), insbesondere als Teil eines BSS-Load-Informationselements
und insbesondere als Teil einer Available-Admission-Capacity-Information, eine Information
dahingehend umfassen, dass das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul (50) dem mobilen
Kurzreichweiten-Funkmodul (20) keinen Funkverbindungsdienst oder keinen Dienst zum
Aufbau einer Datenverbindung zur Verfügung stellt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beacon-Nachrichten (210) und die Probe-Request-Nachrichten (230) Nachrichten
sind, die konform zum WLAN-Standard, IEEE 802.11 Standard, sind, wobei insbesondere
die ServiceSet-Identitätsinformation (211) und die Teilnehmer-ServiceSet-ldentitätsinformation
(231) dem SSID-Feld (ServiceSet-Identitätsinformations-Feld) gemäß dem WLAN-Standard
entsprechen und insbesondere 32 Bytes oder weniger als 32 Bytes umfassen.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren zur Infektionsnachverfolgung eingesetzt wird, wobei mittels der Durchführung
des ersten, zweiten und dritten Schritts automatisiert eine Registrierung einer Person
oder einer Mehrzahl von Personen an einem Ort oder in einem räumlichen Bereich (51)
durch Interaktion des oder der jeweiligen mobilen Kurzreichweiten-Funkmoduls/e mit
dem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul (50) erfolgt,
wobei insbesondere der Ort oder der räumliche Bereich ein stationärer Bereich, insbesondere
ein stationärer Veranstaltungsort, ist oder wobei insbesondere der Ort oder räumliche
Bereich ein beweglicher Bereich, insbesondere ein straßen-, wasser- oder schienengebundenes
Fahrzeug oder ein Luftfahrzeug, ist.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Softwaremodul (21) oder die Anwendung (21) des mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul
(20) Teil einer Corona-Warn-Anwendung ist.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren zur Verfolgung von Objekten (18), insbesondere von Warensendungen oder
Paketen, eingesetzt wird,
wobei insbesondere die Objekte (18) jeweils ein mobiles Kurzreichweiten-Funkmodul
(20) umfassen oder mit einem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul (20) verbunden sind,
wobei sich ein Objekt (18) insbesondere zu einem ersten Zeitpunkt an oder in der Nähe
einer Ausgangsposition (310) und zu einem zweiten Zeitpunkt an oder in der Nähe einer
Zielposition (320) befindet, wobei an verschiedenen Positionen (311, 312, 313) zumindest
der erste und zweite Schritt des Verfahrens durchgeführt wird.
10. System zur Präsenzdetektion und/oder Eventregistrierung an einem Ort oder in einem
räumlichen Bereich (51) mittels Informationsübertragung zwischen einem stationären
Kurzreichweiten-Funkmodul (50) und wenigstens einem mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul
(20), wobei das System das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul (50) und das mobile
Kurzreichweiten-Funkmodul (20) umfasst,
wobei das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul (50) derart konfiguriert ist, dass
mehrere Beacon-Nachrichten (210) ausgesendet werden, wobei mittels der Beacon-Nachrichten
(210) eine dem stationären Kurzreichweiten-Funkmodul (50) zugeordnete ServiceSet-Identitätsinformation
(211) ausgesendet wird, wobei die ServiceSet-Identitätsinformation (211) eine auf
den Ort oder den räumlichen Bereich (51) oder das Event bezogene Identitätsinformation
(220) umfasst, wobei das mobile Kurzreichweiten-Funkmodul (20) derart konfiguriert
ist, dass es ein Softwaremodul (21) oder eine Anwendung (21) derart aufweist, dass
die auf den Ort oder den räumlichen Bereich (51) oder das Event bezogene und als Teil
der ServiceSet-Identitätsinformation (211) ausgesendete Identitätsinformation (220)
als solche erkannt wird,
wobei das System derart konfiguriert ist, dass:
-- durch das stationäre Kurzreichweiten-Funkmodul (50) wird als Teil der ServiceSet-Identitätsinformation
(211) die auf den Ort oder den räumlichen Bereich (51) oder das Event bezogene Identitätsinformation
(220) ausgesendet,
-- die ServiceSet-Identitätsinformation (211) mit der auf den Ort oder den räumlichen
Bereich (51) oder das Event bezogenen Identitätsinformation (220) wird von dem wenigstens
einen mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul (20) empfangen und durch das Softwaremodul
(21) oder die Anwendung (21) als auf den Ort oder den räumlichen Bereich (51) oder
das Event bezogene Identitätsinformation (220) erkannt,
wobei das Softwaremodul (21) oder die Anwendung (21) des mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul
(20) Teil einer Warn-Anwendung ist.
11. Stationäres Kurzreichweiten-Funkmodul (50) oder mobiles Kurzreichweiten-Funkmodul
(20) zur Verwendung in einem System gemäß Anspruch 10 oder in einem Verfahren nach
einem der Ansprüche 1 bis 9.
12. Computerprogramm umfassend Befehle, mit deren Hilfe die Schritte eines Verfahrens
nach einem der Ansprüche 1 bis 9 durchführbar sind, wenn das Computerprogramm auf
einer programmierbaren Einrichtung, insbesondere auf einer programmierbaren Einrichtung
oder einem programmierbaren Teil oder einer Komponente des stationären Kurzreichweiten-Funkmodul
(50) und/oder des mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul (20), ausgeführt wird.
13. Computerlesbares Medium, vorgesehen zur Speicherung eines Computerprogramms, oder
Datenträgersignal, vorgesehen zur Übertragung eines Computerprogramms, wobei das computerlesbare
Medium oder das Datenträgersignal das Computerprogramm nach Anspruch 12 speichert
oder überträgt oder wobei das computerlesbare Medium oder das Datenträgersignal den
auf der programmierbaren Einrichtung, insbesondere auf einer programmierbaren Einrichtung
oder einem programmierbaren Teil oder einer Komponente des stationären Kurzreichweiten-Funkmodul
(50) und/oder des mobilen Kurzreichweiten-Funkmodul (20), auszuführenden Teil des
Computerprogramms nach Anspruch 12 speichert oder überträgt.