[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sitzmöbel, mit welchem eine darin sitzende
Person besonders entspannt sitzen kann.
Hintergrund
[0002] Im Wohnbereich werden häufig Sitzmöbel benutzt, welche auch in eine sehr bequeme
Liegeposition oder auch Entspannungsposition überführt werden können. Bei herkömmlichen
Sitzmöbeln, beispielsweise Sofas, wird zur Überführung von der Sitz- in die Liegeposition
eine Fußstütze ausgefahren, damit die Füße auch entspannt hochgelegt werden können.
Bei diesen Modellen sind die Fußstützen üblicherweise über Scherengestelle an der
Sitzfläche angelenkt. Ein derartiges Sitzmöbel ist z.B. aus
DE202009017387U1 bekannt.
[0003] Bei der Überführung von der Sitzposition mit aufrechter Rückenlehne und eingefahrener
Fußstütze in eine Liegeposition, wird die Rückenlehne gegenüber der Sitzfläche nach
hinten geneigt und die Fußstütze über das Scherengestell ausgefahren. So ergibt sich
die Liegeposition. Hierfür wird viel Platz benötigt, um die nach hinten geneigte Rückenlehne
auch voll ausfahren zu können.
Aufgabe
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Sitzmöbel bereitzustellen, welches
platzsparend und besonders bequem ausgebildet ist.
Lösung
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0006] Der Kerngedanke der vorliegenden Erfindung liegt in einem Sitzmöbel, welches aus
einer Sitzposition in eine besonders bequeme Liege- oder Entspannungsfunktion überführt
werden kann und umgekehrt. Hierzu weist das Sitzmöbel wenigstens eine in ihrer Form
unveränderbar ausgebildete Sitzschale zur Aufnahme einer Person, mit einem Sitzteil,
welches in das Rückenteil übergeht, ein mehrteilig ausgebildetes Rahmengestell, welches
die Sitzschale aufnimmt, wobei das Rahmengestell wenigstens einen Fußrahmengestellabschnitt
und Sitzrahmengestellabschnitt aufweist, wobei beide Gestellabschnitte gelenkig miteinander
gekoppelt gelagert sind, und eine Aufnahmeeinheit auf, an welcher der Fußrahmengestellabschnitt
sowie die Sitzschale angeordnet sind, wobei weiterhin die Aufnahmeeinheit und die
Sitzschale über eine längenveränderbar ausgebildete Kopplungseinheit miteinander verbunden
sind.
[0007] Dies ist von Vorteil, da hierdurch ein besonders bequemes Sitzmöbel geschaffen werden
kann. Besonders vorteilhaft hat es sich gezeigt, wenn der Fußrahmengestellabschnitt
gegenüber dem Sitzrahmengestellabschnitt über wenigstens eine Rotationsachse verschwenkbar
ausgebildet ist.
[0008] Weiterhin ist von Vorteil, dass die Aufnahmeeinheit und die Sitzschale über eine
längenveränderbar ausgebildete Kopplungseinheit miteinander verbunden sind. Diese
Kopplungseinheit verbindet die Aufnahmeeinheit mit der Sitzschale. Wird nun eine Längenveränderung
der Kopplungseinheit durchgeführt, beispielsweise indem ihre Länge verkürzt wird,
so erfolgt ein Absenken der Sitzschale gegenüber der ursprünglichen Position. Vorteilhaft
ist die Sitzschale mit der Aufnahmeeinheit und auch mit dem Sitzrahmengestellabschnitt
verbunden. Weiterhin sind Fußrahmengestellabschnitt und Sitzrahmengestellabschnitt
gelenkig miteinander gekoppelt ausgebildet. Durch die weitere Anlenkung des Fußrahmengestellabschnitts
an der Aufnahmeeinheit ergibt sich dessen Verschwenkbarkeit gegenüber dem Sitzrahmengestellabschnitt.
[0009] Wird nun die Kopplungseinheit in Ihrer Längserstreckung reduziert, also verkürzt,
resultiert zunächst ein Absenken der Sitzschale. Dieses Absenken kann vorteilhaft
auf einer Kreisbahn erfolgen. Durch das Absenken der Sitzschale wird der Fußrahmengestellabschnitt
mit einer hieraus Zugkraft beaufschlagt. Diese Zugkraftbeaufschlagung ist ausreichend
groß, damit der Fußrahmengestellabschnitt aus seiner ursprünglichen, eingeklappten
Position heraus verschwenkt wird. Durch die Längenveränderung der Kopplungseinheit
kann das Sitzmöbel von einer Grundposition, welche als Sitzposition bezeichnet werden
kann, in eine Entspannungsposition überführt werden.
[0010] Selbstverständlich ist diese Positionsänderung reversibel ausgebildet, so dass jederzeit
auch die Sitzposition wieder eingenommen werden kann. Dies erfolgt dann beispielsweise
dadurch, dass die Kopplungseinheit in ihrer Länge wieder vergrößert wird. Hierdurch
wird die Sitzschale wieder angehoben und der Fußrahmengestellabschnitt erfährt eine
Druckkraftbeaufschlagung. Durch diese Druckkraftbeaufschlagung wird der Fußrahmengestellabschnitt
von der ausgeklappten Entspannungsposition wieder zurück in die ursprüngliche Grundposition
verschwenkt.
[0011] Besonders vorteilhaft bildet der Fußrahmengestellabschnitt im gepolsterten Gebrauchszustand
des Sitzmöbels die Fußstütze aus.
[0012] Erfindungsgemäß ist die Fußstütze, also der Fußrahmengestellabschnitt, nicht direkt
mit dem Sitzteil und/oder mit der Sitzfläche verbunden. Das hier beschriebene Sitzmöbel
weist die Besonderheit auf, dass der Fußrahmengestellabschnitt mit dem Sitzrahmengestellabschnitt
gekoppelt angeordnet ist. Der Sitzrahmengestellabschnitt bildet zumindest teilweise
die Armlehnen des Sitzmöbels aus. Der Fußrahmengestellabschnitt ist daher an der jeweiligen
Armlehne des Sitzmöbels verschwenkbar gelagert angeordnet. Die Sitzschale ist bei
dem hier beschriebenen Sitzmöbel starr ausgebildet. Dies bedeutet, dass Sitzteil und
Rückenteil in einem festen Winkel im Bereich von 100° bis 120°, besonders vorteilhaft
von 110°, angeordnet sind. Dieser Winkel ist unveränderbar. Ein Verschwenken der Rückenlehne
gegenüber dem Sitzteil ist nicht möglich. Auch kann die Position des Sitzteils gegenüber
der Rückenlehne nicht verändert werden. Es ist lediglich möglich die Position der
gesamten Sitzschale zu verändern. Dies wird vorteilhaft durch die Längenveränderung
der Kopplungseinheit durchgeführt.
[0013] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0014] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann die Kopplungseinheit hydraulisch,
pneumatisch oder per Druckluft in ihrer Längserstreckung veränderbar ausgebildet sein.
Dies ist selbstverständlich nicht begrenzend zu verstehen, sodass es auch denkbar
ist, dass die Längenveränderung der Kopplungseinheit beispielsweise über einen Spindelantrieb
ausgebildet wird. Besonders vorteilhaft hat es sich gezeigt, wenn die Kopplungseinheit
motorisch gesteuert ist. So kann der Benutzer, welche auf dem Sitzmöbelplatz genommen
hat, einfach per Knopfdruck die Sitzposition in beliebiger Weise ändern. Dies kann
beispielsweise kabelgebunden erfolgen. Folglich kann die Kopplungseinheit wenigstens
eine Antriebsmittel, vorteilhaft einen Motor, aufweisen.
[0015] In einem weiteren möglichen Ausführungsbeispiel ist denkbar, dass die Steuerung der
Kopplungseinheit, welche ein Antriebsmittel, beispielsweise einen Motor, aufweise
kann, über eine kabelungebundene Verbindung, wie beispielsweise über eine Applikationssoftware
(App), gesteuert werden kann.
[0016] In einem weiteren möglichen Ausführungsbeispiel kann die Kopplungseinheit wenigstens
ein längenveränderbares Element aufweisen. Dieses kann beispielsweise als hydraulische
Feder, pneumatische Feder, Gasdruckfeder oder auch Druckluftfeder ausgebildet sein.
Auch die hier genannten Federn sind vorteilhaft über ein Antriebsmittel, beispielsweise
einen Motor, in ihrer Länge veränderbar ausgebildet. Vorteilhaft verbindet das wenigstens
eine längenveränderbare Element die Aufnahmeeinheit mit der Sitzschale. Das längenveränderbare
Element ist vorteilhaft Teil der Kopplungseinheit.
[0017] Durch die Längenveränderung des längenveränderbaren Elements der Kopplungseinheit
kann vorteilhaft die Position der Sitzschale verändert werden. Vorteilhaft kann durch
eine Längenreduktion die Sitzschale und somit auch der Sitzpunkt nach schräg hinten
unten verlagert werden. Die Verlagerung kann vorteilhaft entlang eines Kreisbahnabschnitts
erfolgen.
[0018] Besonders vorteilhaft wird mit dieser Längenreduktion und der damit einhergehenden
Verlagerung der Sitzschale nach schräg hinten unten zugleich der eingeklappte Fußrahmengestellabschnitt
aus der Sitzposition nach oben verschwenkt. Hierzu ist Fußrahmengestellabschnitt und
Sitzrahmengestellabschnitt gelenkig miteinander verbunden. Vorteilhaft ist dies über
zwei Rotationsgelenke mit einer gemeinsamen Rotationsachse ausgebildet.
[0019] Zugleich ist der Fußrahmengestellabschnitt an der Aufnahmeeinheit angelenkt. Auch
diese Anlenkung ist gelagert ausgebildet. Die Zugkraftbeaufschlagung, welche durch
die Längenänderung des längenveränderbaren Elements mit dem Sitzrahmengestellabschnitt
auf den über die Rotationsachse gelenkig gelagerten Fußrahmengestellabschnitt übertragen
wird, bedingt dessen Auslenkung nach oben.
[0020] Damit der Fußrahmengestellabschnitt im ausgeklappten Zustand stabil ist und bei der
Beinauflage nicht wackelt, ist er weiterhin an zwei hornartigen Elementen der Aufnahmeeinheit
angeordnet. Diese Anordnung ist ebenfalls über eine weitere Rotationsachse gelagert.
Durch die Positionsänderung der Sitzschale wird auch die erste Rotationsachse mit
verschoben.
[0021] Weiterhin weist die Aufnahmeeinheit in einer vorteilhaften Ausführungsform wenigstens
einen Sockel auf, aus welchem sich zwei hornartige Elemente heraus erstrecken. Der
Sockel bildet hierbei die das Sitzmöbel stabilisierende Basis aus.
[0022] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind aneinander gegenüberliegenden
Innenflächen der beiden hornartigen Elemente Aufnahmebereiche vorgesehen sind, an
welchen der Sitzrahmengestellabschnitt und/oder die Sitzschale anordenbar ist. Vorteilhaft
erfolgt dies über wenigstens zwei Aufnahmebereiche. Hierdurch wird eine sehr gute
Stabilität erreicht.
[0023] Die beiden Aufnahmebereiche sind deutlich versetzt zu dem Sockel der Aufnahmeeinheit
ausgebildet und somit zu diesem beabstandet angeordnet. Der Sockel selbst ist in seiner
vertikalen Erstreckung kurz und kompakt ausgebildet. So kann eine besonders gute Stabilität
und Kraftableitung gewährleistet werden. Aus dem Sockel heraus erstrecken sich die
beiden hornartigen Elemente, welche vorteilhaft spiegelsymmetrisch zueinander ausgebildet
sind.
[0024] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die zwei hornartigen Elemente
zumindest teilweise gekrümmt und/oder verdreht, sich nach oben hin erstreckend ausgebildet.
Insbesondere durch diese teilweise Krümmung und/oder Verdrehung kann eine besonders
hohe Stabilität des gesamten Sitzmöbels gewährleistet werden.
[0025] Ausgehend von dem Sockel erstrecken sich die beiden hornartigen Elemente voneinander
auseinander laufend, mit einer ersten Steigung nach schräg oben. Es ist ein unterer
Abschnitt des jeweiligen, hornartigen Elements mit dieser ersten Steigung ausgebildet.
An diesem unteren Abschnitt sind vorteilhaft die beiden Aufnahmebereiche vorgesehen,
an welchen die Sitzschale und/oder der Sitzrahmengestellabschnitt fixiert ist. Im
einfachsten Fall erfolgt die Fixierung mittels Verschraubung. Vorteilhaft ist die
Sitzschale und/oder der Sitzrahmengestellabschnitt gegenüber der Aufnahmeeinheit positionsveränderbar
ausgebildet.
[0026] An den unteren Abschnitt schließt sich im weiteren Verlauf des jeweiligen hornartigen
Elements ein oberer Abschnitt an. Der obere Abschnitt weist eine deutlich höhere Steigung
auf, als der untere, im Gegensatz hierzu eher flach ausgebildete, Abschnitt. Die Ausbildung
von oberen und unteren Abschnitt eines jeweiligen hornartigen Elements dient der Stabilisierung
in den beiden Gebrauchspositionen und der deutlich verbesserten Kraftableitung im
Gegensatz zu geradlinig ausgebildeten Halterungen. Gerade die hornartige Form, welche
an Hörner der Hornträger aus dem Tierreich angelehnt ist, verleiht dem Sitzmöbel eine
besondere Stabilität und Standfestigkeit, auch in der Entspannungsposition. Zudem
kann besonders platzsparend zwischen beiden Positionen gewechselt werden.
[0027] Besonders vorteilhaft für die Standstabilität hat es sich gezeigt, wenn oberer Abschnitt
und unterer Abschnitt an ihrem Übergang einen Winkel im Bereich von 110 bis 160°,
vorteilhafter im Bereich von 135 bis 145° und besonders vorteilhaft von 140° zueinander
aufspannen. Dann ist der untere Abschnitt ausreichend flach und stabilisierend. Der
obere hingegen ist Abschnitt steil genug ausgebildet, damit die Verschwenkung des
Fußrahmengestellabschnitts gegenüber dem oberen Abschnitt besonders leichtgängig und
mit geringfügiger Kraftbeaufschlagung durchgeführt werden kann.
[0028] Würde der obere Abschnitt beispielsweise zu flach ausgebildet sein und beispielsweise
einen Winkel von mehr als 160° gegenüber dem unteren Abschnitt aufspannen, so müsste
bei der Überführung von Sitzposition in Entspannungsposition eine deutlich höhere
Kraftbeaufschlagung auf den Fußrahmengestellabschnitt und die Verschwenkachse ausgeübt
werden, damit der Fußrahmengestellabschnitt nach oben verschwenkt würde. Dies kann
zu Materialermüdung und zu Fehlfunktionen führen. Zudem würde die bequeme Sitzposition
darunter leiden, da der Fußrahmengestellabschnitt für ein entspanntes Sitzen deutlich
zu niedrig angeordnet wäre. Die Beine der im Sitzmöbel sitzenden Person würden daher
in unbequemer Weise abknicken.
[0029] Würde der obere Abschnitt zu steil ausgebildet sein, beispielsweise einen Winkel
von kleiner 110° mit dem unteren Abschnitt aufspannen, so würde der Fußrahmengestellabschnitt
deutlich erhöht verschwenkt werden, sodass ebenfalls wiederum eine deutlich unbequeme
Entspannungsposition mit viel zu hoch angeordneten Beinen resultieren würde.
[0030] Bei den hier vorgestellten Winkelbereichen ist dies gerade nicht der Fall, sodass
eine besonders bequeme Entspannungsposition eingenommen werden kann. Hierbei hat es
sich auch für die Stabilität der Sitzmöbels in der Entspannungsposition als vorteilhaft
erwiesen, wenn in der Entspannungsposition das Sitzteil parallel zu dem unteren Abschnitt
des jeweiligen hornartigen Elements positioniert ist. Dies schafft eine kompakte Anordnung,
welche auch besonders Standstabil ausgebildet ist.
[0031] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann zu den freien Enden der hornartigen
Elemente hin jedes der hornartigen Elemente wenigstens einen weiteren Aufnahmebereich
aufweisen, an welchem der Fußrahmengestellabschnitt anordenbar ist. Vorteilhaft sind
insgesamt zwei Aufnahmebereiche vorgesehen. Dies bedeutet, dass jedes freie Ende des
jeweiligen hornartigen Elements einen Aufnahmebereich aufweist, an welchen der Fußrahmengestellabschnitt
anordenbar ist.
[0032] Es hat sich als besonders vorteilhaft gezeigt, wenn diese beiden weiteren Aufnahmebereiche
zu den freien Enden der hornartigen Elemente und/oder an den freien Enden der hornartigen
Elemente angeordnet sind. Hierdurch kann die Verschwenkung des Fußrahmengestellabschnitts
deutlich schneller durchgeführt und erleichtert werden.
[0033] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Fußrahmengestellabschnitt
verschwenkbar an den hornartigen Elementen, vorteilhaft an deren Aufnahmebereichen,
gelagert angeordnet. Vorteilhaft wird durch die Anlenkung des Fußrahmengestellabschnitts
an den beiden weiteren Aufnahmebereichen eine gemeinsame Rotationsachse ausgebildet,
um welche der Fußrahmengestellabschnitt in seiner Position verschwenkbar ist.
[0034] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann die Kopplungseinheit in Abhängigkeit
von deren Längserstreckung die Sitzhöhe und/oder die Sitzposition der Sitzschale verändern.
[0035] Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren zur Positionsänderung
des Sitzmöbels wenigstens die folgenden Schritte aufweisend:
- a. Durchführen einer Längenveränderung der Kopplungseinheit;
- b. Absenken der Sitzschale nach schräg hinten unten;
- c. Ausbilden einer Kraftbeaufschlagung auf den Fußrahmengestellabschnitt; und
- d. Verlagerung der Rotationsachse von Fußrahmengestellabschnitt und Sitzrahmengestellabschnitt
und Verschwenken des Fußrahmengestellabschnitts um eine Rotationsachse.
[0036] Es hat sich bei der Positionsänderung des Sitzmöbels, wenn also dieses von der Sitzposition
in die Entspannungsposition überführt wird, selbstverständlich aber auch umgekehrt,
gezeigt, dass eine besonders bequeme Entspannungsposition für den Benutzer entsteht,
wenn das Sitzteil der Sitzschale in der Entspannungsposition parallel zu dem unteren
Abschnitt des hornartigen Elements ausgerichtet ist. Durch diese parallele Anordnung
in Kombination mit der in der Länge verkürzten Kopplungseinheit wird eine besonders
stabile Entspannungsposition geschaffen. Ein Umkippen des Sitzmöbels ist somit nicht
möglich.
[0037] Weiterhin ist von Vorteil, dass die Aufnahmeeinheit und die Sitzschale über eine
längenveränderbar ausgebildete Kopplungseinheit miteinander verbunden sind. Diese
Kopplungseinheit verbindet die Aufnahmeeinheit mit der Sitzschale. Wird nun eine Längenveränderung
der Kopplungseinheit, vorteilhafter des längenveränderbaren Elements, durchgeführt,
beispielsweise durch Längenverkürzung, so erfolgt ein Absenken der Sitzschale gegenüber
der ursprünglichen Position.
[0038] Vorteilhaft ist die Sitzschale mit der Aufnahmeeinheit und auch mit dem Sitzrahmengestellabschnitt
verbunden. Durch das Verkürzen der Länge der Kopplungseinheit und das resultierende
Absenken der Sitzschale erfährt der Fußrahmengestellabschnitt eine Zugkraftbeaufschlagung.
Diese Zugkraftbeaufschlagung ist ausreichend groß, damit der Fußrahmengestellabschnitt
aus seiner ursprünglichen, eingeklappten Position heraus verschwenkt wird.
[0039] Durch die Längenveränderung der Kopplungseinheit kann das Sitzmöbel von einer Grundposition,
welche als Sitzposition bezeichnet werden kann, in eine Entspannungsposition überführt
werden. Selbstverständlich ist diese Positionsänderung reversibel ausgebildet, so
dass jederzeit auch die Sitzposition wieder eingenommen werden kann. Dies erfolgt
dann beispielsweise dadurch, dass die Kopplungseinheit in ihrer Länge wieder vergrößert
wird. Hierdurch wird die Sitzschale wieder angehoben und der Fußrahmengestellabschnitt
erfährt eine Druckkraftbeaufschlagung. Durch diese Druckkraftbeaufschlagung wird der
Fußrahmengestellabschnitt von der ausgeklappten Entspannungsposition wieder zurück
in die ursprüngliche Grundposition, welche auch als Sitzposition bezeichnet werden
kann, verschwenkt. Zugleich wird auch wieder die Rotationsachse von Fußrahmengestellabschnitt
und Sitzrahmengestellabschnitt zurück verlagert.
[0040] Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung auch die Nutzung des Sitzmöbels mit
wenigstens den folgenden Schritten:
- a. Platznehmen einer Person in der Sitzposition des Sitzmöbels,
- b. Betätigung der Kopplungseinheit zur Veränderung der Sitzposition, beispielsweise
per Motor,
- c. Absenken der Sitzschale nach schräg hinten unten über eine Verkürzung der Kopplungseinheit,
- d. Zugleich wird der Fußrahmengestellabschnitt, welcher an dem Sitzrahmengestellabschnitt
verschwenkbar gelagert, und welcher gegenüber jeweils einem hornartigen Element verschwenkbar
gelagert angeordnet ist, aus der Sitzposition nach oben verschwenkt, und
- e. Einnehmen einer Entspannungsposition mit ausgefahrenem Fußrahmengestellabschnitt
und tiefliegendem Sitzpunkt unter Beibehaltung der Sitzschalenform.
[0041] Der tiefliegende Sitzpunkt trägt auch zu verbesserten Stabilität des Sitzmöbels in
der Entspannungsposition bei.
[0042] Besonders vorteilhaft hat es sich gezeigt, wenn das hier beschriebene Sitzmöbel,
welches auch in eine bequeme Liegeposition, welche auch als Entspannungsposition bezeichnet
werden kann, verfahrbar ist, als Polstermöbel, vorteilhafter als Sessel, ausgebildet
ist.
[0043] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann an dem Sitzrahmengestellabschnitt
weiterhin ein Kopfrahmengestellabschnitt angeordnet sein. Besonders vorteilhaft hat
es sich gezeigt, wenn dieser Kopfrahmengestellabschnitt unabhängig von den Sitzrahmengestellabschnitt
ausgebildet ist. Darunter ist vorteilhaft zu verstehen, dass der Kopfrahmengestellabschnitt
in seiner Neigung durch den Benutzer eingestellt werden kann, beispielsweise über
Rastmechanismen oder andere Gelenkmechanismen.
[0044] Besonders vorteilhaft ist der Kopfrahmengestellabschnitt vom Sitzrahmengestellabschnitt
entkoppelt ausgebildet. Dies bedeutet, dass durch die Positionsänderung des Sitzteils
und somit auch des Sitzrahmengestellabschnitt der Kopfrahmengestellabschnitt nicht
in seiner Position veränderbar ist.
[0045] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann der Sitzrahmengestellabschnitt
zumindest teilweise Armlehnen die des Sitzmöbels ausbilden. Für eine besonders bequeme
Sitzposition ist der Sitzrahmengestellabschnitt vorteilhaft zumindest teilweise gekrümmt,
vorteilhaft doppelt gekrümmt, ausgebildet. Hierdurch kann durch den Sitzrahmengestellabschnitt
sowohl eine Armlehnenfunktion als auch eine Stützfunktion im Schulterbereich bereitgestellt
werden.
[0046] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann der Sitzrahmengestellabschnitt
auf jeder Seite wenigstens ein zusätzliches Führungselement aufweisen, welches über
mehrere Beabstandungselemente zum Sitzrahmengestellabschnitt angeordnet ist.
[0047] Um weiterhin den Sitzkomfort auch in der Entspannungsposition zu erhöhen ist denkbar,
dass die Beabstandungselemente gekrümmt ausgebildet sind. Hierdurch ist das daran
angeordnete jeweilige Führungselement vertikal erhöht gegenüber dem Sitzrahmengestellabschnitt.
Diese beispielhafte Ausbildung ist für die spätere Ausführungsform des Sitzmöbels
als Polstermöbel, insbesondere eines Sessels, von Vorteil, da hierdurch eine besonders
breite Armlehnenfunktion und zugleich auch Stützfunktion im Schulterbereich gewährleistet
werden kann.
[0048] Auch die doppelte Krümmung des Sitzrahmengestellabschnitts in seinem Verlauf von
Armlehne hin zum Rückenteil hat sich als vorteilhaft für die Entspannungsposition
erwiesen. Hierdurch können in der Entspannungsposition die Ellbogen am Tiefpunkt nach
der ersten Krümmung angeordnet werden, wodurch eine entspannende Haltung eingenommen
werden kann.
[0049] Weitere Vorteile, Merkmale und Ausgestaltungsmöglichkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden
Figurenbeschreibung von nicht einschränkend zu verstehenden Ausführungsbeispielen.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0050] In den Zeichnungen zeigt:
- Figur 1
- zeigt eine Seitenansicht eines Sitzmöbels in Sitzposition;
- Figur 2
- zeigt eine Frontansicht eines Sitzmöbels in Sitzposition aus Figur 1;
- Figur 3
- zeigt eine isometrische Ansicht des Sitzmöbels in Sitzposition aus Figur 1;
- Figur 4
- zeigt eine Seitenansicht eines Sitzmöbels in Entspannungsposition;
- Figur 5
- zeigt eine Frontansicht eines Sitzmöbels in Entspannungsposition aus Figur 4;
- Figur 6
- zeigt eine isometrische Ansicht des Sitzmöbels in Entspannungsposition aus Figur 4;
- Figur 7
- zeigt eine Seitenansicht einer Aufnahmeeinheit;
- Figur 8
- zeigt eine Frontansicht einer Aufnahmeeinheit aus Figur 7;
- Figur 9
- zeigt eine erste isometrische Ansicht einer Aufnahmeeinheit aus Figur 7; und
- Figur 10
- zeigt eine weitere isometrische Ansicht einer Aufnahmeeinheit aus Figur 7.
[0051] In den Zeichnungen mit gleichen Bezugszeichen versehene Elemente entsprechen im Wesentlichen
einander, sofern nichts anderes angegeben ist. Darüber hinaus wird darauf verzichtet,
Bestandteile zu zeigen und zu beschreiben, welche nicht wesentlich zum Verständnis
der hierin offenbarten technischen Lehre sind. Im Weiteren werden nicht für alle bereits
eingeführten und dargestellten Elemente die Bezugszeichen wiederholt, sofern die Elemente
selbst und deren Funktion bereits beschrieben wurden oder für einen Fachmann bekannt
sind.
[0052] Bei den Darstellungen sind lediglich die Bauteile gezeigt. Auf die Darstellung der
Polsterungen wird der Klarheit halber verzichtet, sofern das hier beschriebene Sitzmöbel
als Polstermöbel, insbesondere als Sessel, ausgebildet wird.
[0053] Figur 1 zeigt eine Seitenansicht des Sitzmöbels 1 in der Sitzposition, welche auch
als Grundposition bezeichnet werden kann.
[0054] Das Sitzmöbel 1 weist einen Sitzrahmengestellabschnitt 2 sowie einen daran verschwenkbar
gelagerten Fußrahmengestellabschnitt 4 auf. Beide Abschnitte bilden vorteilhaft das
Rahmengestell aus. Bei diesem Ausführungsbeispiel hier ist zusätzlich noch ein Kopfrahmengestellabschnitt
6 angeordnet. Dieses kann aber auch weggelassen werden und ist daher optional.
[0055] Weiterhin weist das hier dargestellte Sitzmöbel 1 eine Sitzschale 8 auf. Diese Sitzschale
8 weist weiterhin ein Sitzteil 10 sowie ein Rückenteil 12 auf. Wie hier in Figur 1
gezeigt, sind Sitzteil 10 und Rückenteil 12 fest miteinander verbunden. Eine separat
einstellbare Neigung des Rückenteils 12 gegenüber dem Sitzteil 10, wie bei bekannten
Sesseln, ist bei dem hier beschriebenen Sitzmöbel 1 gerade nicht möglich. Es hat sich
als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn Sitzteil 10 und Rückenteil 12 einen Winkel
α im Bereich von 100° bis 120°, besonders vorteilhaft von 110°, zueinander aufspannen.
Dieser Winkel α ist unveränderbar.
[0056] Weiterhin weist das Sitzmöbel 1 eine Aufnahmeeinheit 14 auf. Die Aufnahmeeinheit
14 wird hier beispielhaft durch einen Standfuß 16 aufgenommen und stabilisiert.
[0057] Weiterhin weist das Sitzmöbel 1 eine Kopplungseinheit 18 auf. Die Kopplungseinheit
18 verbindet die Aufnahmeeinheit 14 sowie die Sitzschale 8 miteinander.
[0058] Weiterhin weist die Kopplungseinheit 18 vorteilhaft wenigstens ein längenveränderbares
Element 19 auf, welches in seiner Länge L in Pfeilrichtung veränderbar ausgebildet
ist. Durch die Längenveränderung L kann der Abstand zwischen Sitzschale 8 und Aufnahmeeinheit
14 verkürzt oder entsprechend verlängert werden.
[0059] Weiterhin kann die Aufnahmeeinheit 14 mehrere Aufnahmebereiche 20, 22 aufweisen.
Vorteilhaft sind die ersten Aufnahmebereiche 20 an der Aufnahmeeinheit 14 zur Aufnahme
der Sitzschale 8 ausgebildet. In der einfachen Ausführungsform wird die Sitzschale
8, vorteilhafter das Sitzteil 10, mit der Aufnahmeeinheit 14 drehbar verbunden. Die
Beweglichkeit wird dahingehend benötigt, dass mit Überführung des Sitzmöbels 1 in
die Entspannungsposition auch die Sitzschale 8 geneigt wird. Um diese Neigung auszugleichen,
ist es notwendig, dass die Sitzschale 8 verschwenkbar an der Aufnahmeeinheit 14 gelagert
angeordnet ist.
[0060] Der Fußrahmengestellabschnitt 4 ist über die weiteren Aufnahmebereiche 22 ebenfalls
mit der Aufnahmeeinheit 14 gekoppelt angeordnet. Auch der Fußrahmengestellabschnitt
4 kann über eine Rotationsachse (nicht gezeigt) gegenüber der Aufnahmeeinheit 14 verschwenkt
werden.
[0061] Schließlich zeigt Figur 1 ebenfalls, dass Sitzrahmengestellabschnitt 2 und Fußrahmengestellabschnitt
4 miteinander verbunden ausgebildet sind. Folglich ist bei dem hier gezeigten Sitzmöbel
1 eine Anlenkung des Fußrahmengestellabschnitts 4 an dem zumindest teilweise als Armlehne
ausgebildeten Sitzrahmengestellabschnitts 2 ausgebildet. Hierdurch ergibt sich zusätzlich
eine optische Leichtigkeit.
[0062] Der Fußrahmengestellabschnitt 4 wird nicht, wie bei üblichen Sesseln, an der Sitzfläche
angelenkt.
[0063] In Figur 2 ist eine Frontansicht des Sitzmöbels 1 aus Figur 1, also ebenfalls in
der Sitzposition, gezeigt. In dieser Ansicht ist erkennbar, dass die Aufnahmeeinheit
14 neben der Kopplungseinheit 18 das gesamte Sitzmöbel 1 trägt und stabilisiert. Hierzu
sind sowohl der Fußrahmengestellabschnitt 4 als auch die Sitzschale 8 über das Sitzteil
10 an der Aufnahmeeinheit 14 angeordnet. Die Anordnung von Fußrahmengestellabschnitt
4 und Sitzteil 10 ist vorteilhaft gelagert ausgebildet.
[0064] Dies bedeutet, dass vorteilhaft Sitzteil 10 und/oder Fußrahmengestellabschnitt 4
jeweils um eine Rotationsachse (nicht gezeigt) verschwenkt gegenüber der Aufnahmeeinheit
14 angeordnet werden können. Zur Ausbildung der jeweiligen Rotationsachsen (nicht
gezeigt) ist der Fußrahmengestellabschnitt 4 und das Sitzteil 10 jeweils über zwei
Aufnahmebereiche 20, 22 mit der Aufnahmeeinheit 14, genauer gesagt mit den beiden
hornartigen Elementen 24, verbunden.
[0065] Vorteilhaft sind die ersten Aufnahmebereiche 20 an den einander gegenüberliegenden
Innenflächen 54 der hornartigen Elemente 24 angeordnet.
[0066] Der Fußrahmengestellabschnitt 4 ist um die Rotationsachse R1 verschwenkbar gegenüber
dem Sitzrahmengestellabschnitt 2 gelagert ausgebildet. So kann beispielsweise von
der hier gezeigten Sitzposition der nach unten eingeklappte Fußrahmengestellabschnitt
4 aus dieser Position um die Rotationsachse R1 heraus verschwenkt werden.
[0067] Weiterhin können optional zwei Führungselemente 26 vorgesehen sein. Diese beiden
Führungselemente 26 sind über mehrere Beabstandungselemente 28 mit dem Sitzrahmengestellabschnitt
2 fest verbunden. Führungselemente 26 und Beabstandungselemente 28 dienen dazu, im
späteren gepolsterten Zustand des hier gezeigten Sitzmöbels 1, zusätzlich bequeme
Auflageflächen für Arme und Schultern bereitzustellen.
[0068] Der Sitzrahmengestellabschnitt 2 sowie die optional vorhersehbaren Führungselemente
26 und die Beabstandungselemente 28 bilden somit die Armlehne und auch einen Teil
der Rückenlehne des Sitzmöbels 1 mit aus. Die beiden Führungselemente 26 sind spiegelsymmetrisch
zueinander ausgebildet. Sie weisen einen gekrümmten Verlauf auf. Dieser ist für ein
besonders bequemes Ablegen der Arme und ein besonders bequemes Anlehnen im Sitzmöbel
1 von Vorteil.
[0069] In Figur 3 ist eine isometrische Ansicht des Sitzmöbels 1 aus Figur 1 gezeigt. Ergänzend
zu den bisherigen Ausführungen ist in Figur 3 die weitere Rotationsachse R2 gezeigt,
welche sich durch die beiden freien Enden der hornartigen Elemente 24 erstreckt. Um
diese zweite Rotationsachse R2 ist der Fußrahmengestellabschnitt 4 ebenfalls verschwenkbar
gelagert. Bei der Überführung des eingeklappten Fußrahmengestellabschnitt 4 in die
Entspannungsposition wird dieser um beide Rotationsachse R1 und R2 verschwenkt.
[0070] Weiterhin ist gezeigt, dass der Kopfrahmengestellabschnitt 6 über eine gelenkige
Verbindung 34 in seiner Position verändert werden kann.
[0071] Die Kopplungseinheit 18 weist in diesem Ausführungsbeispiel neben dem längenveränderbaren
Element 19 auch ein Antriebsmittel 30 auf. Dieses kann beispielsweise als Motor ausgebildet
sein.
[0072] Figur 4 zeigt nunmehr die Anordnung des Sitzmöbels 1 in der Entspannungsposition.
Der Fußrahmengestellabschnitt 4 ist ausgefahren, sodass ein Benutzer bequem die Beine
auflegen kann.
[0073] Das längenveränderbare Element 19 ist in seiner Längserstreckung L verkürzt ausgebildet.
Durch das Verkürzen wird zugleich die Sitzschale 8 aus der ursprünglichen Sitzposition
ausgelenkt und nach schräg hinten unten überführt. Für eine besonders bequeme Entspannungsposition
und zugleich auch für eine hohe Stabilität des Sitzmöbels 1 in der Entspannungsposition
hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass das längenveränderbare Element 19 soweit
verkürzt wird, bis das Sitzteil 10 in seinem Verlauf parallel zu dem unteren Abschnitt
36 angeordnet ist.
[0074] Hierzu wird die Sitzschale 8 aus der Sitzposition heraus verschwenkt. Die Verschwenkung
erfolgt vorteilhaft um die Aufnahmebereiche 20.
[0075] Zugleich wird mit dem Absenken der Sitzschale 8 auch der Sitzrahmengestellabschnitt
2 in seiner Position verändert, sodass der mit dem Sitzrahmengestellabschnitt 2 gekoppelte
Fußrahmengestellabschnitt 4 im Kopplungsbereich mit einer Zugkraft beaufschlagt wird.
Die Rotationsachse R1 wird aus ihrer ursprünglichen Position ebenfalls nach schräg
hinten unten verlagert. Dies hat zur Folge, dass der Fußrahmengestellabschnitt 4,
welcher zugleich an den freien Enden 40 der hornartigen Elemente 24 schwenkbar angelagert
ist, um diese hier nicht gezeigte Rotationsachse ebenfalls verschwenkt wird.
[0076] Der Fußrahmengestellabschnitt 4 schwenkt über den Aufnahmebereich 22, welcher als
Träger ausgebildet sein kann, nach oben und nimmt somit auch die Entspannungsposition
ein.
[0077] Selbstverständlich ist diese Positionsänderung auch reversibel, sodass jederzeit,
wenn gewünscht, Sitzposition wieder eingenommen werden kann und der Fußrahmengestellabschnitt
4 wieder in den eingeklappten Zustand überführt wird.
[0078] In Figur 5 ist eine Frontansicht des Sitzmöbels 1 in der Entspannungsposition aus
Figur 4 gezeigt.
[0079] Hier sind beide Rotationsachsen R1 und R2 gezeigt, über welche der Fußrahmengestellabschnitt
4 verschwenkbar ausgebildet ist.
[0080] Weiterhin ist auch die dritte Rotationsachse R3 gezeigt, um welche die Sitzschale
8 verschwenkt werden kann, bis das Sitzteil 10 parallel zu dem unteren Abschnitt 36
des jeweiligen hornartigen Elements 24 angeordnet ist.
[0081] Schließlich sind auch noch die Aufnahmebereiche 20 gezeigt, an welchen die Anlenkung
der Sitzschale 8 vorgesehen ist. Hierzu sind die Aufnahmebereiche 20 exemplarisch
als Vorsprünge der Aufnahmeeinheit 14 ausgebildet. Die Vorsprünge können einteilig
mit der Aufnahmeeinheit 14 ausgebildet sein.
[0082] Dies ist selbstverständlich nicht begrenzend zu verstehen, sodass auch denkbar ist,
dass beispielsweise Trägerplatten als Vorsprünge an der Aufnahmeeinheit 14 angeordnet
sein können.
[0083] An diesen Vorsprüngen ist ein U-förmiges Trägersystem 46 vorteilhaft schwenkbar gelagert
angeordnet. Das U-förmige Trägersystem 46 ist über seine Basis mit einem Querträger
48 der Sitzschale 8 fest verbunden.
[0084] Weiterhin ist dargestellt, dass die Aufnahmeeinheit 14 einen kompakten Sockel 28
aufweist. Dieser Sockel 28 kann beispielsweise drehbar an einem Standfuß 16 angeordnet
sein.
[0085] Weiterhin weist der Sockel 28 in seinem vertikalen Verlauf nach oben einen Aufspreizungsbereich
44 auf, an welchem sich der Sockel 28 teilt. Die Teilung erfolgt dahingehend, dass
sich hieraus zwei hornartige Elemente 24 ausbilden.
[0086] Figur 6 zeigt eine isometrische Ansicht des Sitzmöbels 1 in der Entspannungsposition
aus Figur 4. Hier ist besonders gut ersichtlich, dass der Fußrahmengestellabschnitt
4 sowohl an den freien Enden 40 der hornartigen Elemente 24 drehbar angelagert als
auch die verstellbare Kopplung zwischen Fußrahmengestellabschnitt 4 und Sitzrahmengestellabschnitt
2 ausgebildet ist. Vorteilhaft kann zur Verbesserung der Kraftübertragung zwischen
dem Sitzrahmengestellabschnitt 2 und dem Fußrahmengestellabschnitt 4 ein Plattenträger
32 angeordnet sein. Vorteilhaft kann anschließend Plattenträger 32 zugleich auch das
jeweilige Führungselemente 26 angeordnet sein.
[0087] Vorteilhaft ist die Sitzschale 8 mit dem Sitzrahmengestellabschnitt 2 im oberen Rückenbereich
verbunden. Besonders vorteilhaft hat es sich gezeigt, wenn diese Verbindung 51 starr
ausgebildet ist. Weiterhin kann ein Beschlag 50 zur Verbindung zwischen Sitzrahmengestellabschnitt
2 und Kopfrahmengestellabschnitt 6 vorgesehen sein.
[0088] Zeigen die folgenden Figuren 7-10 unterschiedliche Ansichten der Aufnahmeeinheit
14.
[0089] So ist in Figur 7 eine Seitenansicht der Aufnahmeeinheit 14 gezeigt. Beispielhaft
ist hier ein Standfuß 16 vorgesehen. An diesem Standfuß 16 ist der Sockel 42 drehbar
gelagert angeordnet. Dies ist von Vorteil, da hierdurch das Sitzmöbel (nicht gezeigt)
in jede Richtung gedreht werden kann.
[0090] Der Sockel 42 ist kompakt ausgebildet. Bei der hier gezeigten Seitenansicht erstreckt
sich ausgehend von den Sockel 42 ein hornartiges Element 24 nach schräg oben. Der
Sockel geht in seinem Verlauf über in den unteren Abschnitt 36 an. Dieser ist in seiner
Steigung eher flach ausgebildet.
[0091] Im weiteren Verlauf geht der untere Abschnitt 36 in den oberen Abschnitt 38 über.
Dies erfolgt durch die Ausbildung einer deutlichen Krümmung. Vorteilhaft spannen oberer
Abschnitt 38 und unterer Abschnitt 36 einen Winkel β im Bereich von 110-160°, vorteilhafter
im Bereich von 135-145° und besonders vorteilhaft von 140° zueinander auf. Bei den
hier genannten Winkelbereichen für den Winkel β haben sich besonders stabile Entspannungspositionseinnahmen
herausgestellt.
[0092] Figur 8 zeigt eine Vorderansicht der Aufnahmeeinheit 14. Hier ist der hornartige
Verlauf S der hornartigen Elemente 24 dargestellt. Der Sockel 42 weist in vertikaler
Richtung nach oben einen Aufspreizungsbereich 44 auf. Hier teilt sich der Sockel 42
und geht in die hornartigen Elemente 24 über.
[0093] An den Innenflächen 54 der beiden unteren Abschnittes 36 sind die Aufnahmebereiche
20 vorgesehen. In diesem Ausführungsbeispiel hier sind die Vorsprünge 52 gezeigt.
[0094] Der hornartige Verlauf S erstreckt sich jeweils zwischen den beiden freien Enden
40 in Pfeilrichtung. zu den ersichtlich, dass jedes hornartige Element 24 sich zu
seinem freien Ende 40 hin verjüngend ausgebildet ist. Vorteilhaft sind die einander
gegenüberliegenden Innenflächen 54 eben ausgebildet, wohingegen die nach außen gerichteten
Außenflächen 56 selbst gekrümmt ausgebildet sind.
[0095] In Figur 9 und 10 sind zwei isometrische Ansichten der Aufnahmeeinheit 14 gezeigt.
In Figur 9 ist die sattelartige Ausbildung des Sockels 42 dargestellt. Insbesondere
in Figur 10 nochmals die beiden Rotationsachsen R2 und R3 gezeigt.
[0096] Der Standfuß 16 kann vorteilhaft auch Teil der Aufnahmeeinheit 14 sein.
[0097] Obwohl die Erfindung im Detail durch die vorteilhaften Ausführungsbeispiele näher
illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten
Beispiele eingeschränkt.
Bezugszeichen
[0098]
- 1
- Sitzmöbel
- 2
- Sitzrahmengestellabschnitt
- 4
- Fußzrahmengestellabschnitt
- 6
- Kopfrahmengestellabschnitt
- 8
- Sitzschale
- 10
- Sitzteil
- 12
- Rückenteil
- 14
- Aufnahmeeinheit
- 16
- Standfuß
- 18
- Kopplungseinheiten
- 19
- Längenveränderbares Element
- 20
- Aufnahmebereich
- 22
- Aufnahmebereich
- 24
- hornartiges Element
- 26
- Führungselemente
- 28
- Beabstandungselement
- 30
- Antriebsmittel
- 32
- Plattenträger
- 34
- gelenkige Verbindung
- 36
- unterer Abschnitt
- 38
- oberer Abschnitt
- 40
- freies Ende
- 42
- Sockel
- 44
- Aufspreizungsbereich
- 46
- U-förmiges Trägersystem
- 48
- Querträger
- 50
- Beschlag
- 51
- Verbindung
- 52
- Vorsprung
- 54
- Innenfläche
- 56
- Außenfläche
- α
- Winkel zwischen Sitzteil und Rückenteil
- β
- Winkel zwischen oberem Abschnitt und unterem Abschnitt
- R1
- erste Rotationsachse
- R2
- weitere Rotationsachse
- R3
- weitere Rotationsachse
- L
- Längserstreckung
- S
- hornartiger Verlauf
1. Sitzmöbel (1) mit Sitzpositionsveränderungsmöglichkeit wenigstens aufweisend
a. eine in ihrer Form unveränderbar ausgebildete Sitzschale (8) zur Aufnahme einer
Person, mit einem Sitzteil (10), welches in das Rückenteil (12) übergeht,
b. ein mehrteilig ausgebildetes Rahmengestell, welches die Sitzschale (8) aufnimmt,
wobei das Rahmengestell wenigstens einen Fußrahmengestellabschnitt (4) und Sitzrahmengestellabschnitt
(2) aufweist, wobei beide Gestellabschnitte (2,4) gelenkig miteinander gekoppelt gelagert
sind,
c. eine Aufnahmeeinheit (14), an welcher der Fußrahmengestellabschnitt (4) sowie die
Sitzschale (8) angeordnet sind,
d. wobei weiterhin die Aufnahmeeinheit (14) und die Sitzschale (8) über eine längenveränderbar
ausgebildete Kopplungseinheit (18) miteinander verbunden sind
e. wobei der Sitzrahmengestellabschnitt (2) zumindest teilweise Armlehnen des Sitzmöbels
(1) ausbildet, wobei der Fußrahmengestellabschnitt (4) daher an der jeweiligen Armlehne
des Sitzmöbels (1) verschwenkbar gelagert angeordnet ist, wobei der Fußrahmengestellabschnitt
(4) nicht direkt mit dem Sitzteil (10) verbunden ist.
2. Sitzmöbel nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungseinheit (18) wenigstens ein längenveränderbares Element (19) aufweist.
3. Sitzmöbel nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinheit (14) wenigstens einen Sockel (42) aufweist, aus welchem sich
zwei hornartige Elemente (24) heraus erstrecken.
4. Sitzmöbel nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass die zwei hornartigen Elemente (24) zumindest teilweise gekrümmt und/oder verdreht
sich nach oben hin erstreckend ausgebildet sind.
5. Sitzmöbel nach Anspruch 3 oder 4 dadurch gekennzeichnet, dass an den einander gegenüberliegenden Innenflächen (54) der beiden hornartigen Elemente
(24) Aufnahmebereiche (20) vorgesehen sind, an welchen der Sitzrahmengestellabschnitt
(2) und/oder die Sitzschale (8) anordenbar ist.
6. Sitzmöbel nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass zu den freien Enden (40) der hornartigen Elemente (24) hin jedes der hornartigen
Elemente (24) wenigstens einen weiteren Aufnahmebereich (22) aufweist, an welchem
der Fußrahmengestellabschnitt (4) anordenbar ist.
7. Sitzmöbel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Fußrahmengestellabschnitt (4) verschwenkbar an den hornartigen Elementen (24)
gelagert angeordnet ist.
8. Verfahren zur Positionsänderung eines Sitzmöbels (1) nach wenigstens einem der vorgenannten
Ansprüche, wenigstens die folgenden Schritte aufweisend:
a. Durchführen einer Längenveränderung der Kopplungseinheit (18);
b. Absenken der Sitzschale (8) nach schräg hinten unten;
c. Ausbilden einer Kraftbeaufschlagung auf den Fußrahmengestellabschnitt (4); und
d. Verlagerung einer Rotationsachse (R1) von Fußrahmengestellabschnitt (4) und Sitzrahmengestellabschnitt
(2) und Verschwenken des Fußrahmengestellabschnitts (4) um die Rotationsachse (R1).
9. Nutzung des Sitzmöbels nach Anspruch 1, welche die folgenden Schritte aufweist:
a. Platznehmen einer Person in der Sitzposition des Sitzmöbels (1);
b. Betätigung der Kopplungseinheit (18) zur Veränderung der Sitzposition, beispielsweise
per Antriebsmittel;
c. Absenken der Sitzschale (8) nach schräg hinten unten über eine Verkürzung der Kopplungseinheit
(18),
d. Zugleich wird der Fußrahmengestellabschnitt (4), welcher an dem Sitzrahmengestellabschnitt
(2) verschwenkbar gelagert und welcher gegenüber den hornartigen Elementen (24) verschwenkbar
gelagert angeordnet ist, aus der Sitzposition nach oben verschwenkt; und
e. Einnehmen einer Liegeposition mit ausgefahrenem Fußgestellabschnitt (4) und tiefliegendem
Sitzpunkt unter Beibehaltung der Sitzschalenform.
10. Verwendung des Sitzmöbels (1) nach Anspruch 1 als Sessel.
1. Seating (1) with an opportunity for seat position adjustment,
at least comprising
a. a seat shell (8) for accommodating a person, with a fixed shape, with a sitting
part (10) that continues into the backrest part (12),
b. a multi-part frame that supports the seat shell (8), the frame having at least
one foot frame section (4) and one seat frame section (2), wherein both frame sections
(2, 4) being mounted so as to be hinged to one another,
c. a mounting unit (14) on which the foot frame section (4) and the seat shell (8)
are arranged,
d. wherein the mounting unit (14) and the seat shell (8) are connected to each other
via a coupling unit (18) that is designed to be variable in length
e. wherein the seat frame section (2) forms, at least partially, armrests of the seating
(1), wherein the foot frame section (4) is therefore arranged pivotable beared on
the respective armrest of the seating (1), wherein the foot frame section (4) is not
directly connected to the sitting part (10).
2. Seating according to claim 1, characterized in that the coupling unit (18) has at least one element (19) that can be adjusted in length.
3. seating according to claim 1, characterized in that the receiving unit (14) has at least one socket (42) from which two horn-like elements
(24) extend.
4. Seating according to claim 3, characterized in that the two horn-like elements (24) are designed in such a way that they are at least
partially curved and/or twisted as they extend upwards.
5. Seating according to claim 3 or 4, characterized in that on the opposing inner surfaces (54) of the two horn-like elements (24) mounting areas
(20) are provided, on which the seat frame section (2) and/or the seat shell (8) can
be arranged.
6. Seating according to claim 3 or 4, characterized in that each of the horn-like elements (24) has at least one further mounting area (22) towards
the free ends (40) of the horn-like elements (24), on which the foot frame section
(4) can be arranged.
7. Seating according to claim 6, characterized in that the foot frame section (4) is arranged pivotably beared on the horn-like elements
(24).
8. Method for changing the position of a seating (1) according to at least one of the
aforementioned claims, comprising at least the following steps:
a. performing a length change of the coupling unit (18);
b. lowering of the seat shell (8) backwards and downwards diagonally;
c. performing a force application on the foot frame section (4); and
d. shifting a rotation axis (R1) of the foot frame section (4) and seat frame section
(2) and pivoting the foot frame section (4) around the rotation axis (R1).
9. Use of the seating according to claim 1, which comprises the following steps:
a. a person taking a seat in the sitting position of the seating (1);
b. actuation of the coupling unit (18) to change the sitting position, for example
by means of a propellant;
c. lowering the seat shell (8) backwards and downwards diagonally by shortening the
coupling unit (18),
d. at the same time, the foot frame section (4), which is arranged pivotable beared
on the seat frame section (2) and which is arranged to be pivotable with respect to
the horn-like elements (24), is pivoted upwards from the sitting position; and
e. adopting a lying position with the foot frame section (4) extended and the seat
point lowered, while maintaining the seat shell shape.
10. Use of the seating (1) according to claim 1 as armchair.
1. Siège (1) avec possibilité de changer la position d'assise, comprenant au moins
a. une coque de siège (8) de forme invariable pour accueillir une personne, avec une
partie d'assise (10) qui se prolonge par le dossier (12),
b. un châssis en plusieurs parties qui reçoit la coque de siège (8), le châssis comportant
au moins une partie (4) formant châssis de pieds et une partie (2) formant châssis
d'assise, les deux parties formant châssis (2, 4) étant montées de manière articulée
l'une à l'autre,
c. une unité de réception (14) sur laquelle sont agencés la partie (4) formant châssis
de pieds ainsi que la coque de siège (8),
d. l'unité de réception (14) et la coque de siège (8) étant en outre reliées entre
elles par une unité de liaison (18) de longueur réglable,
e. la partie (2) châssis d'assise formant au moins partiellement les accoudoirs du
siège (1), la partie (4) châssis de pieds étant donc montée de manière pivotante sur
l'accoudoir respectif du siège (1), la partie (4) châssis de pieds n'étant pas directement
reliée à la partie d'assise (10).
2. Siège selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de liaison (18) présente au moins un élément (19) réglable en longueur.
3. Siège selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de réception (14) présente au moins une base (42) à partir de laquelle s'étendent
deux éléments (24) en forme de corne.
4. Siège selon la revendication 3, caractérisé en ce que les deux éléments (24) en forme de corne sont au moins partiellement courbés et/ou
torsadés et s'étendent vers le haut.
5. Siège selon la revendication 3 ou la revendication 4, caractérisé en ce que des zones de réception (20) sont prévues sur les surfaces intérieures opposées (54)
des deux éléments (24) en forme de corne, sur lesquelles la partie (2) formant châssis
d'assise et/ou la coque de siège (8) sont aptes à être agencées.
6. Siège selon la revendication 3 ou la revendication 4, caractérisé en ce que chacun des éléments (24) en forme de corne présente, vers les extrémités libres (40)
des éléments (24) en forme de corne, au moins une autre zone de réception (22) sur
laquelle la partie (4) formant châssis de pieds est apte à être agencée.
7. Siège selon la revendication 6, caractérisé en ce que la partie (4) formant châssis de pieds est montée de manière pivotante sur les éléments
(24) en forme de corne.
8. Procédé pour modifier la position d'un siège (1) selon au moins l'une des revendications
précédentes, comprenant au moins les étapes suivantes :
a. modification de la longueur de l'unité de liaison (18) ;
b. abaissement de la coque de siège (8) en diagonale vers l'arrière et le bas ;
c. application d'une force sur la partie (4) formant châssis de pieds ; et
d. déplacement d'un axe de rotation (R1) de la partie (4) formant châssis de pieds
et de la partie (2) formant châssis d'assise, et pivotement de la partie (4) formant
châssis de pieds autour de l'axe de rotation (R1).
9. Utilisation du siège selon la revendication 1, qui comprend les étapes suivantes :
a. assise d'une personne dans la position d'assise du siège (1) ;
b. actionnement de l'unité de liaison (18) de façon à modifier la position d'assise,
par exemple par un moyen d'entraînement ;
c. abaissement en diagonale de la coque de siège (8) vers l'arrière et vers le bas
par un raccourcissement de l'unité de liaison (18),
d. en même temps, la partie (4) formant châssis de pieds, qui est montée de manière
pivotante sur la partie (2) formant châssis d'assise et qui est montée de manière
pivotante par rapport aux éléments (24) en forme de cornes, pivote vers le haut à
partir de la position d'assise ; et
e. adoption d'une position allongée avec la partie (4) formant châssis de pieds déployée
et le point d'assise bas, tout en conservant la forme de la coque d'assise.
10. Utilisation du siège (1) selon la revendication 1 en tant que fauteuil.