Gebiet der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät, insbesondere Bodenbearbeitungsgerät, mit
einem Gerätegehäuse, einem in dem Gerätegehäuse angeordneten Gebläse, einer in Strömungsrichtung
hinter dem Gebläse in dem Gerätegehäuse ausgebildeten Austrittsöffnung, einem Strömungskanal,
welcher die Austrittsöffnung strömungsführend mit dem Gebläse verbindet, und einer
dem Strömungskanal zugeordneten Schalldämpfungseinrichtung zum Dämpfen von durch einen
Betrieb des Haushaltsgerätes entstehendem Schall, wobei die Schalldämpfungseinrichtung
eine Mehrzahl von schallabsorbierenden Wandelementen aufweist, die zusammen zumindest
einen Abschnitt des Strömungskanals bilden, wobei die Wandelemente eine bezogen auf
eine Richtung einer Längserstreckung des Strömungskanals gekrümmte Wandfläche aufweisen
und so zueinander positioniert sind, dass ein zwischen gegenüberliegenden Wandflächen
ausgebildeter Strömungsweg gekrümmt verläuft, wobei die Schalldämpfungseinrichtung
einen Trägerkörper zur Aufnahme der schallabsorbierenden Wandelemente aufweist.
Stand der Technik
[0002] Haushaltsgeräte der vorgenannten Art sind im Stand der Technik bekannt. Bei diesen
handelt es sich beispielsweise um Bodenbearbeitungsgeräte, insbesondere Saugreinigungsgeräte,
mit einem Gebläse zum Aufsaugen von Staub und Schmutz von einer zu reinigenden Fläche.
Das Sauggut wird mittels des Gebläses üblicherweise in eine Sauggutkammer überführt
und dort gesammelt, während durch einen Filter gereinigte Luft zu dem Gebläse und
schließlich zu der Austrittsöffnung strömt.
[0003] Haushaltsgeräte mit Schalldämpfungseinrichtungen sind beispielsweise bekannt aus
EP 0 099 466 A1,
US 5 159 738 A,
US 2004/200664 A1,
EP 3 207 846 A1,
US 2009/269219 A1,
CN 208 011 981 U und
CN 2 427 764 Y. Dabei ist insbesondere auch bekannt, zumindest einen Abschnitt eines Strömungskanals
des Haushaltsgerätes so auszugestalten, dass dessen Wandungen bezogen auf eine Richtung
einer Längserstreckung des Strömungskanals gekrümmt verlaufen, um den Grad der Schallabsorption
weiter zu erhöhen. Auch ist aus der
US 2009/0269219 A1 bekannt, innerhalb eines Strömungskanals eines Schalldämpfers zentral ein zusätzliches
schalldämpfendes Element anzuordnen, um eine zusätzliche schalldämpfende Wirkung zu
erreichen.
[0004] Durch den Betrieb des Gebläses und eine damit verbundene Rotation von Gebläseschaufeln
werden Schallwellen erzeugt, die unweigerlich beim Betrieb des Haushaltsgerätes für
einen Nutzer hörbar werden. Um die damit verbundene Geräuschkulisse so weit zu reduzieren,
dass der Nutzer diese nicht als störend empfindet, sind im Stand der Technik Schalldämpfer
bekannt, welche in das Gerätegehäuse des Haushaltsgerätes eingebracht werden.
[0005] Des Weiteren ist es im Stand der Technik, beispielsweise auf dem Gebiet von Rohrschalldämpfern
für Luftleitungen, bekannt, Strömungskanäle von innen mit einer perforierten Trägerstruktur
auszustatten, die einen Akustikschaum oder ein Vlies trägt. Im Ergebnis steigt dadurch
der Druckverlust, so dass bezogen auf ein Saugreinigungsgerät Sauggut nicht mehr so
gut von einer zu reinigenden Fläche entfernt werden könnte, wie dies beispielsweise
ohne einen solchen Schalldämpfer der Fall wäre. Um den negativen Effekt auf den Wirkungsgrad
des Schalldämpfers auszugleichen, müsste das Saugreinigungsgerät mit einem leistungsfähigeren
Gebläse bzw. Antriebsmotor ausgestattet werden.
Zusammenfassung der Erfindung
[0006] Ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, ein
Haushaltsgerät mit einer Schalldämpfungseinrichtung auszubilden, welche ein möglichst
geringes Bauvolumen, bei gleichzeitig optimaler Schalldämpfung aufweist.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, dass der Strömungskanal eine Schallreduzierungswand
aufweist, wobei eine Wandebene der Schallreduzierungswand parallel zu dem Strömungsweg
orientiert ist und wobei die Schallreduzierungswand bezogen auf eine Richtung orthogonal
zu der Längserstreckung des Strömungskanals mittig zwischen den gegenüberliegenden
Wandflächen des Strömungskanals angeordnet ist, und wobei der Trägerkörper zusammen
mit den Wandelementen und der Schallreduzierungswand ein Einbaumodul bildet, welches
insgesamt in das Gerätegehäuse eingebaut werden kann, nämlich zwischen dem Gebläse
und der Austrittsöffnung des Gerätegehäuses.
[0008] Die Schalldämpfungseinrichtung weist eine Mehrzahl von schallabsorbierenden Wandelementen
auf, die zusammen zumindest einen Abschnitt des Strömungskanals bilden, wobei die
Wandelemente eine bezogen auf eine Richtung einer Längserstreckung des Strömungskanals
gekrümmte Wandfläche aufweisen und so zueinander positioniert sind, dass ein zwischen
gegenüberliegenden Wandflächen ausgebildeter Strömungsweg gekrümmt verläuft
[0009] Der Strömungskanal ist zumindest bezogen auf einen Abschnitt entlang seiner Längserstreckung
gekrümmt ausgebildet, so dass die in dem Strömungskanal geführte Luftströmung in Strömungsrichtung
mehrfach auf die schallabsorbierenden Wandelemente trifft und dort zumindest teilweise
absorbiert werden kann. Dadurch ist einerseits der Strömungskanal von innen mit schallabsorbierenden
Wandelementen versehen, und zum anderen kommt es durch die mehrmaligen Reflexionen
der Luftströmung an Wandelementen zu einem erhöhten Gesamtabsorptionsgrad. Der wesentliche
Gedanke der Erfindung ist, den Strömungskanal möglichst gekrümmt auszubilden und nicht
geradlinig oder eckig. Im Gegensatz zu beispielsweise abrupten (nicht stetigen) Richtungsänderungen
des Strömungskanals werden die Druckverluste möglichst gering gehalten. Eine Richtungsänderung
erfolgt somit erfindungsgemäß entlang eines gekrümmten Strömungsweges. Besonders bevorzugt
weist ein freier Strömungsquerschnitt zwischen den gegenüberliegenden Wandflächen
des Strömungskanals eine bestimmte Mindestgröße auf, welche abhängig von dem Volumenstrom
der in dem Strömungskanal geführten Luftströmung bemessen ist. Der freie Strömungsquerschnitt
sollte optimalerweise mindestens einen Betrag aufweisen, welcher einem 0,96-Fachen
des Betrages des Volumenstroms
2 entspricht, d. h. 0,96 x Q
2, wobei Q der Betrag des Volumenstroms ist. Bezogen auf die schallabsorbierende Eigenschaft
der Wandelemente sollten diese idealerweise 100 Prozent der Schallenergie absorbieren.
Da dies in der Praxis selten möglich ist, sollte die Schalldämpfungseinrichtung insgesamt
zumindest eine Schallabsorption von 50 Prozent bezogen auf den zu dämpfenden Schallanteil
erreichen.
[0010] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass der Strömungsweg s-förmig ausgebildet ist,
so dass innerhalb des Strömungskanals zumindest zweimal eine Richtungsumkehr des Strömungsweges
besteht. Der Strömungsweg weist für die innerhalb des Strömungskanals geführte Luftströmung
somit zumindest zwei im Wesentlichen entgegengesetzte Richtungsänderungen auf, wobei
die Form des Strömungsweges hier als s-förmig bezeichnet wird. Es versteht sich jedoch
von selbst, dass auch andere Krümmungsformen, die zumindest zwei entgegengesetzte
Richtungsänderungen, insbesondere im Wesentlichen 180°-Änderungen, aufweisen, im Rahmen
der Erfindung liegen, beispielsweise eine z-Form des Strömungskanals. Auch Änderungen
der Richtung von 145° bis 180° können den erfindungsgemäßen Effekt optimal erzielen.
Die Richtungsumlenkungen des Strömungsweges können grundsätzlich an einer beliebigen
Stelle des Strömungskanals liegen und von geradlinigen Strömungskanalabschnitten unterbrochen
sein. Zudem ist es möglich, dass zu der s-Form des Strömungsweges nicht nur die schallabsorbierenden
Wandelemente beitragen, sondern auch Wandbereiche, die im Wesentlichen schallreflektierend
ausgebildet sind. Darüber hinaus können auch geradlinig ausgebildete Wandbereiche
des Strömungskanals schallabsorbierend ausgebildet sein. Wesentlich bei einer gemischten
Ausbildung aus überwiegend schallabsorbierenden und überwiegend schallreflektierenden
sowie geradlinigen und gekrümmten Wandbereichen ist, dass der Strömungskanal zumindest
einen Abschnitt aufweist, der gekrümmte und schallabsorbierende Wandelemente enthält
und somit eine gekrümmte Streckenführung für den Strömungsweg erzwingt, bei gleichzeitig
zumindest abschnittsweiser Absorptionseigenschaft der gekrümmten Wandelemente.
[0011] Darüber hinaus wird vorgeschlagen, dass der Strömungskanal zwischen den gegenüberliegenden
Wandelementen entlang des Strömungsweges einen gleichbleibenden Strömungsquerschnitt
aufweist. Gemäß dieser Ausgestaltung bleibt der Abstand der gegenüberliegenden Wandelemente
konstant, wobei die gekrümmten Wandflächen der Wandelemente der Krümmung folgend parallel
zueinander verlaufen. Dadurch wird erreicht, dass der Strömungsquerschnitt entlang
des Strömungsweges ebenfalls konstant bleibt, vorzugsweise ausgehend von dem Gebläse
bis zu der Austrittsöffnung des Strömungskanals. Der Strömungsquerschnitt ist - wie
zuvor erläutert - idealerweise größer als ein Mindestströmungsquerschnitt, welcher
bemessen ist als mindestens 0,96 x Volumenstrom
2.
[0012] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass die Schalldämpfungseinrichtung einen Trägerkörper
zur Aufnahme der schallabsorbierenden Wandelemente aufweist. Gemäß dieser Ausgestaltung
ist die Schalldämpfungseinrichtung bevorzugt modular ausgestaltet, nämlich aus einem
Trägerkörper und einer Mehrzahl von schallabsorbierenden Wandelementen, welche mit
dem Trägerkörper verbunden werden können. Besonders bevorzugt können die schallabsorbierenden
Wandelemente trennbar mit dem Trägerkörper verbunden sein, so dass auch ein späterer
Austausch möglich ist. Bei der Herstellung des Haushaltsgerätes kann die Schalldämpfungseinrichtung
zunächst vor dem Einbau der Schalldämpfungseinrichtung in das Haushaltsgerät aus dem
Trägerkörper und den schallabsorbierenden Wandelementen zusammengestellt werden. Diese
Ausgestaltung ermöglicht auch eine individuelle Bestückung des Trägerkörpers mit Wandelementen,
je nach der Art des jeweiligen Haushaltsgerätes, so dass eine individuelle Schalldämpfungseinrichtung
für jedes Haushaltsgerät hergestellt werden kann. Beispielsweise können die schallabsorbierenden
Wandelemente auf das jeweilige Schallemissionsspektrum des Haushaltsgerätes angepasst
sein. Der Trägerkörper stellt besonders bevorzugt Steckplätze bereit, welche universell
für unterschiedliche Wandelemente geeignet sind. Beispielsweise können sich die Wandelemente
bezogen auf eine Materialzusammensetzung und/oder Wandstärke des schallabsorbierenden
Materials unterscheiden. Der Trägerkörper selbst besteht beispielsweise aus einem
Hartkunststoff wie zum Beispiel ABS (AcrylnitrilButadien-Styrol) oder PP (Polypropylen).
Der Trägerkörper bildet erst in Verbindung mit den aufgenommenen schallabsorbierenden
Wandelementen eine vollständige Schalldämpfungseinrichtung aus. Im Zusammenspiel sind
die Strömungswege des Strömungskanals somit einerseits durch die Flächen der schallabsorbierenden
Wandelemente, und andererseits durch die Flächen des Trägerkörpers gebildet. Innerhalb
des Haushaltsgerätes ist der Trägerkörper zwischen einer Ausblasöffnung des Gebläses
bzw. einer Motor-Gebläse-Einheit und der Austrittsöffnung des Gerätegehäuses angeordnet.
Des Weiteren liegt eine äußere Oberfläche des Trägerkörpers bevorzugt von innen an
dem Gerätegehäuse des Haushaltsgerätes an. Der Trägerkörper kann an dem Gerätegehäuse
fixiert sein, beispielsweise durch eine Schraubverbindung, Klemmverbindung, Steckverbindung
oder ähnliche Fixierungsmethode. Die schallabsorbierenden Wandelemente sind luftdicht
in den Trägerkörper eingesetzt, so dass die innerhalb des Trägerkörpers geführte Luftströmung
den Strömungsweg nicht durch etwaige Öffnungen oder Ritzen zwischen dem Material des
Trägerkörpers und dem Material der Wandelemente verlassen kann.
[0013] Zudem kann vorgesehen sein, dass der Trägerkörper zumindest in einem Teilbereich
des Trägerkörpers eine Trägerkörperwandung aufweist, wobei die Trägerkörperwandung
und die in den Trägerkörper eingesetzten Wandelemente einen nach außen luftdicht geschlossenen
Strömungskanalabschnitt bilden, welcher luftabdichtend einerseits mit dem Gebläse
und andererseits mit der Austrittsöffnung des Gerätegehäuses verbunden ist. Gemäß
dieser Ausgestaltung ist wirkungsvoll verhindert, dass die Luftströmung bzw. in der
Luftströmung geführter Schall einen Kurzschluss um den Trägerkörper oder zumindest
Teilbereiche des Trägerkörpers nehmen. Die Trägerkörperwandung des Trägerkörpers kann
gemäß einer besonderen Ausführung der Erfindung so relativ zu einer Ausblasöffnung
des Gebläses stehen, dass sich die das Gebläse verlassende Luftströmung in zwei Strömungsanteile
aufteilt, die getrennt voneinander innerhalb des Trägerkörpers zu der Austrittsöffnung
des Gerätegehäuses strömen. Insofern können innerhalb des Trägerkörpers zwei Teilströmungskanäle
entstehen, die jeweils s-förmig verlaufen und anschließend in einen gemeinsamen Luftauslass
des Trägerkörpers münden. Insbesondere kann die Trägerkörperwandung orthogonal zu
einer Ausströmrichtung der das Gebläse verlassenden Luftströmung stehen, so dass bereits
bei der Einströmung in den Trägerkörper eine erste Richtungsumlenkung der geführten
Luftströmung in dem Strömungsweg erreicht ist. Mit dem Eintritt der Luftströmung in
den Trägerkörper kann somit im Wesentlichen bereits beispielsweise eine 90°-Umlenkung
und Zweiteilung des in den Trägerkörper eintretenden Luftstroms erreicht werden. Die
beiden Teilluftströme verlaufen dann in Strömungsrichtung hinter der Trägerkörperwandung
in einer 180°-Umlenkung aufeinander zu und können von einem Wandelement, welches gekrümmt
ausgebildet ist, erneut um 90° umgelenkt werden, so dass die Teilluftströme dann parallel
zueinander, jedoch bevorzugt weiter getrennt voneinander, auf die Austrittsöffnung
des Gerätegehäuses zuströmen.
[0014] Die Wandelemente der Schalldämpfungseinrichtung sind bevorzugt aus einem offenporigen
Schaum gebildet. Insbesondere können die Wandelemente aus Melaminharzschaum oder Polyurethanschaum
hergestellt sein. Diese Materialien haben sich in der Praxis als besonders wirksam
erwiesen, um gängige Schallfrequenzen in Haushaltsgeräten zu absorbieren, insbesondere
Schallfrequenzen, welche durch ein Gebläse verursacht werden.
[0015] Darüber hinaus weisen die Wandelemente bevorzugt eine Wandstärke auf, die mindestens
einem Viertel einer Wellenlänge eines zu dämpfenden Schallanteils entspricht. Die
Wandstärke des Wandelementes bestimmt, ab welcher Grenzfrequenz, sogenannte "Cut-on
Frequency" Schallanteile absorbiert werden. Die Schallschnelle einer Resonanzmode
des Schalls weist an einem reflektierenden Teilbereich des Wandelementes eine Amplitude
von 0 auf. Davon ausgehend verläuft die Schallschnelle dann in Richtung des gegenüberliegenden
Wandelementes in einer Sinusschwingung mit der Wellenlänge λ. Damit das schallabsorbierende
Material des Wandelementes seine Wirkung entfalten kann, muss die Wandstärke des Wandelementes
mindestens einem Viertel der Wellenlänge λ des betreffenden Schallanteils entsprechen.
Damit kann sich der nächstliegende Peak der Amplitude der Schallschnelle noch innerhalb
des absorbierenden Materials des Wandelementes befinden, wodurch die Schallenergie
wirkungsvoll reduziert wird.
[0016] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Wandelemente auf deren nach außen weisender,
von der geführten Luftströmung abgewandten Außenseite eine luftdicht abschließende
Wandung aufweisen. Dadurch wird erreicht, dass das ansonsten offenporige Material
der Wandelemente nicht komplett von der Luftströmung durchströmt werden kann, sondern
die geführte Luft vielmehr innerhalb des Strömungskanals verbleibt. Somit weist das
jeweilige Wandelement eine Dämmlage auf, die den Luftaustritt und auch Schallaustritt
aus dem Strömungskanal verhindert.
[0017] Erfindungsgemäß weist der Strömungskanal eine Schallreduzierungswand auf, wobei eine
Wandebene der Schallreduzierungswand parallel zu dem Strömungsweg orientiert ist und
wobei die Schallreduzierungswand bezogen auf eine Richtung orthogonal zu der Längserstreckung
des Strömungskanals mittig zwischen den gegenüberliegenden Wandflächen des Strömungskanals
angeordnet ist. Die Schallreduzierungswand ist ebenso ausgebildet, in dem betreffenden
Strömungskanalabschnitt, welcher die Schallreduzierungswand beinhaltet, die Schallenergie
der resonanten Schallanteile zu reduzieren. Die Schallreduzierungswand ist mittig
zwischen den gegenüberliegenden Wandflächen des Strömungskanals in dem Strömungskanal
angeordnet, so dass die Ebene der Schallreduzierungswand genau dort liegt, wo die
Schnelleamplitude der Schallschnelle ein Maximum hat. Die Schallreduzierungswand ist
somit von der Innenwandung des Strömungskanals beabstandet und liegt im Wesentlichen
mittig innerhalb eines Öffnungsquerschnitts des Strömungskanals. Dadurch befindet
sich die schallabsorbierende Schallreduzierungswand genau dort, wo besonders viel
Schallenergie in der Luftströmung geführt wird. Da die Schallreduzierungswand darüber
hinaus parallel zu der Hauptströmungsrichtung der Luftströmung in dem Strömungskanal
verläuft, wird die Luftströmung nicht wesentlich behindert, so dass die Saugkraft
des Gebläses bzw. des Haushaltsgerätes möglichst hoch bleibt. In anderen Worten wird
die Schallreduzierungswand so innerhalb des Strömungskanals angeordnet, dass die von
dem Gebläse geförderte Luftströmung mit möglichst geringem Druckverlust innerhalb
des Strömungskanals zu der Austrittsöffnung strömen kann, während andererseits der
durch das Gebläse erzeugte Schall optimal reduziert wird. Die Schallreduzierungswand
ist parallel zu der Richtung der Luftströmung orientiert, während sich die Schallwellen
zwischen den gegenüberliegenden Innenwandungen des Strömungskanals, d. h. quer dazu,
ausbilden. Dadurch kann die von dem Gebläse erzeugte Luftströmung möglichst druckverlustfrei
durch den Strömungskanal strömen und das Material der Schallreduzierungswand durchsetzen.
Gleichzeitig findet eine optimale akustische Absorption mittels der im Maximum der
Schallschnelle angeordneten Schallreduzierungswand statt. Die vor Erreichen der Schallreduzierungswand
separat strömenden Teilluftströme können sich durch die Schallreduzierungswand hindurch
gegebenenfalls wiederum vermischen, so dass die Luftströmung insgesamt möglichst druckverlustfrei
durch den Strömungskanal strömen kann. Dies erhöht den Wirkungsgrad der Schalldämpfungseinrichtung,
d. h. das Verhältnis von Schallreduzierung zu Druckverlust.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0018] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Haushaltsgerät,
- Fig. 2
- eine Prinzipskizze eines Strömungskanals mit gekrümmten Wandelementen,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt eines Strömungskanals mit einer Schalldämpfungseinrichtung, welche
einen Trägerkörper und darin eingesetzte Wandelemente aufweist,
- Fig. 4
- einen Querschnitt des Strömungskanals gemäß Fig. 3,
- Fig. 5
- ein Wandelement gemäß einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 6
- ein Wandelement gemäß einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 7
- ein Wandelement gemäß einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 8
- ein Wandelement gemäß einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 9
- einen Trägerkörper zur Halterung von Wandelementen.
Beschreibung der Ausführungsformen
[0019] Figur 1 zeigt beispielhaft eine mögliche Ausführung eines erfindungsgemäßen Haushaltsgerätes
1, welches hier als Bodenbearbeitungsgerät ausgebildet ist. Hier handelt es sich bei
dem Haushaltsgerät 1 um einen von einem Nutzer manuell zu bedienenden Staubsauger.
Das Haushaltsgerät 1 weist ein Basisgerät 18 und ein lösbar mit dem Basisgerät 18
verbundenes Vorsatzgerät 19 auf. Bei dem Vorsatzgerät 19 handelt es sich hier beispielsweise
um eine Saugdüse mit einem Saugmund 20 und einem dem Saugmund 20 zugeordneten Bodenbearbeitungselement
21. Das Basisgerät 18 des Haushaltsgerätes 1 verfügt über ein Gerätegehäuse 2, in
welchem sich unter anderem eine Sauggutkammer 17 und ein Gebläse 3 befindet. Ein Strömungskanal
5 verbindet eine Ausblasseite des Gebläses 3 mit einer Austrittsöffnung 4. Das Gebläse
3 dient zum Einsaugen von Sauggut in die Sauggutkammer 17, wobei auf einer zu reinigenden
Fläche befindliches Sauggut durch den Saugmund 20 des Vorsatzgerätes 19 hindurch in
die Sauggutkammer 17 des Basisgerätes 18 eingesaugt werden kann. Während das Sauggut
innerhalb der Sauggutkammer 17 verbleibt, strömt gereinigte Luft durch das Gebläse
3 und den Strömungskanal 5 hindurch zu der Austrittsöffnung 4 des Haushaltsgerätes
1.
[0020] Das Basisgerät 18 des Haushaltsgerätes 1 weist des Weiteren einen Stiel 23 mit einem
Griff 22 auf. An dem Griff 22 ist ein Schalter 24 angeordnet, über welchen ein Nutzer
einen bestimmten Betriebsmodus des Haushaltsgerätes 1, beispielsweise eine Intensitätsstufe
des Gebläses 3 und/oder eine Drehzahl des Bodenbearbeitungselementes 21 des Vorsatzgerätes
19, einstellen kann.
[0021] Durch den Betrieb des Gebläses 3 entsteht Schall, welcher über den Strömungskanal
5 zu der Austrittsöffnung 4 und in die Umgebung des Haushaltsgerätes 1 getragen wird.
Um das Haushaltsgerät 1 so auszubilden, dass die Anwendung für einen Nutzer angenehm
ist, verfügt das Haushaltsgerät 1 über eine mit Bezug zu den weiteren Figuren näher
dargestellte Schalldämpfungseinrichtung 6 (siehe insbesondere Figur 3). Die von dem
Gebläse 3 emittierten Schallfrequenzen sind von verschiedenen Parametern abhängig,
beispielsweise einer Drehzahl einer Motorwelle des Gebläses 3. Von Interesse ist insbesondere
eine sogenannte Schaufelpassierfrequenz des Gebläses 3, welche sich einerseits durch
die Drehzahl der Motorwelle, und andererseits durch die Anzahl von Gebläseschaufeln
des Gebläses 3 bestimmt. Die Schalldämpfungseinrichtung 6 ist daher insbesondere so
ausgestaltet, dass die charakteristischen Schallfrequenzen des Gebläses 3 des Haushaltsgerätes
1, welche bei bestimmten Leistungsstufen des Gebläses 3 entstehen, absorbiert werden.
[0022] Das der Erfindung zugrunde liegende Prinzip wird nun anhand der Figur 2 näher erläutert.
Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung ist die geometrische Gestaltung des Strömungskanals
5 bzw. der Schalldämpfungseinrichtung 6, um innerhalb des Strömungskanals 5 propagierende
Schallanteile bestmöglich absorbieren zu können. Daher wird der Strömungskanal 5 durch
eine Mehrzahl von gekrümmten Wandelementen 7, 8, 9 der Schalldämpfungseinrichtung
6 so gestaltet, dass ein zwischen den Wandelementen 7, 8, 9 ausgebildeter Strömungsweg
11 gekrümmt verläuft und die Schallanteile bei Passieren des Strömungsweges 11 möglichst
häufig auf eine Wandfläche 10 der Wandelemente 7, 8, 9 treffen und die Energie der
Schallanteile mit jeder Reflexion an einem Wandelement 7, 8, 9 weiter reduziert wird.
Der von dem Material des Wandelementes 7, 8, 9 absorbierte Anteil der Schallenergie
steigt mit der Anzahl von Reflexionen (absolut gesehen).
[0023] Die Wandelemente 7, 8, 9 sind Schaumelemente aus einem offenporigen akustisch wirksamen
Schaum, zum Beispiel Melaminharzschaum oder Polyurethanschaum. Auf der dem Strömungsweg
11 abgewandten Seite weisen die Wandelemente 7, 8, 9 eine (in Figur 2 nicht dargestellte)
Außenseite 14 aus einem schalldämmenden Material auf, damit die in die Poren der Wandelemente
7, 8, 9 eintretenden Schallwellen die Wandelemente 7, 8, 9 auf der Rückseite, d. h.
über die Außenseite 14, nicht verlassen können, sondern vielmehr die nicht absorbierten
Anteile der Schallwellen zurück in den Strömungsweg 11 reflektiert werden, um dann
wiederum in ein gegenüberliegendes Wandelement 7, 8, 9 einzutreten. Die Wandelemente
7, 8, 9 weisen eine bestimmte Wandstärke d auf. Die Wandstärke d bestimmt die Tiefe
des absorbierenden Materials des jeweiligen Wandelementes 7, 8, 9 von dem Strömungsweg
11 in Richtung zu der schalldämmenden, d. h. reflektierenden Außenseite 14 des Wandelementes
7, 8, 9. Die Wandstärke d des Wandelementes 7, 8, 9 ist für unterschiedliche Eintrittswinkel
des Schalls verschieden. Damit das Wandelement 7, 8, 9 bzw. dessen absorbierendes
Material eine Schallwelle mit einer definierten Frequenz optimal absorbieren kann,
ist es erforderlich, dass die Wandstärke d mindestens so groß ist wie ein Viertel
der Wellenlänge des betreffenden Schallanteils. Dadurch wird erreicht, dass ein erstes,
dem Wandelement 7, 8, 9 nächstliegendes Maximum der Schallschnelle des betreffenden
Schallanteils innerhalb des absorbierenden Materials des Wandelementes 7, 8, 9 liegt.
Die Schallschnelle einer zwischen gegenüberliegenden Wandelementen 7, 8, 9 stehenden
Schallwelle weist an der reflektierenden Innenwandung der Außenseite 14 des Wandelementes
7, 8, 9 eine Amplitude von 0 auf und setzt sich als stehende Sinuswelle zu dem gegenüberliegenden
Wandelement 7, 8, 9 fort, nämlich ebenfalls bis zu der Innenwandung der schallreflektierenden
Außenseite 14 des Wandelementes 7, 8, 9. Wesentlich ist, dass der der Außenseite 14
nächstliegende Amplitudenpeak noch innerhalb des absorbierenden Materials des Wandelementes
7, 8, 9 liegt, damit möglichst viel Schallenergie innerhalb der Poren des Materials
absorbiert wird und nicht zurück in den Strömungsweg 11 gelangt.
[0024] Des Weiteren empfiehlt es sich, für den freien Strömungsquerschnitt des Strömungsweges
11 zwischen den Wandelementen 7, 8, 9 einen Mindestströmungsquerschnitt festzulegen.
Der Mindestströmungsquerschnitt sollte in der Praxis, bezogen auf den Betrag des Quadrats
des Volumenstroms, mindestens 0,96 x Volumenstrom
2 betragen. Dieser Mindestströmungsquerschnitt ist vorzugsweise entlang des Strömungsweges
11 konstant, d. h. möglichst von dem Gebläse 3 bis zu der Austrittsöffnung 4 in dem
Gerätegehäuse 2. Dadurch kann der Druckverlust innerhalb des Strömungskanals 5 gering
gehalten werden und ein Wirkungsgrad, welcher das Verhältnis zwischen Schallreduzierung
zu Druckverlust angibt, über 2:1 oder sogar darüber hinaus verbessert werden.
[0025] Die Wandelemente 7, 8, 9 sind mittels eines Trägerkörpers 12 in dem Gerätegehäuse
2 des Haushaltsgerätes 1 gehaltert. Der Trägerkörper 12 ist in Figur 9 dargestellt.
Die einzelnen Wandelemente 7, 8, 9 sind den Figuren 5 bis 7 zu entnehmen. Die Wandelemente
7, 8, 9 sowie eine in Figur 8 des Weiteren dargestellte Schallreduzierungswand 15
werden in entsprechende Aufnahmen des Trägerkörpers 12 eingeschoben oder eingesteckt,
nämlich so, dass zwischen dem Material des Trägerkörpers 12 und den Wandelementen
7, 8, 9 keine Spalte oder Ritzen entstehen, zwischen welchen Luft aus der Schalldämpfungseinrichtung
6 entweichen kann. Der Trägerkörper 12 ist aus einem steifen Kunststoff wie beispielsweise
ABS oder PP hergestellt.
[0026] Wie des Weiteren in Figur 3 dargestellt, ist der Trägerkörper 12 in dem Strömungskanal
5 auf der Ausblasseite des Gebläses 3 angeordnet, nämlich zwischen dem Gebläse 3 und
der Austrittsöffnung 4 angeordnet. Mit seiner Außenseite stößt der Trägerkörper 12
hier beispielsweise an die Innenseite des Gerätegehäuses 2 und ist beispielsweise
an dem Gerätegehäuse 2 fixiert, insbesondere durch eine Verschraubung, Steckverbindung,
Rastverbindung oder ähnliches. Der Trägerkörper 12 bildet zusammen mit den Wandelementen
7, 8, 9 und der noch später im Einzelnen erläuterten Schallreduzierungswand 15 ein
Einbaumodul, welches insgesamt in das Gerätegehäuse 2 des Haushaltsgerätes 1 eingebaut
werden kann. Der Trägerkörper 12 umfasst sowohl eigene Wände, beispielsweise die Trägerkörperwandung
13, die als strömungsleitende Kontur wirksam ist, als auch Halteelemente für die in
den Trägerkörper 12 eingesetzten Wandelemente 7, 8, 9 sowie die Schallreduzierungswand
15. Da auch die Wandflächen 10 der Wandelemente 7, 8, 9 strömungsleitende Funktionen
aufweisen, bildet erst der komplett alle Wandelemente 7, 8, 9 sowie die Schallreduzierungswand
15 aufweisende Trägerkörper 12 den Strömungsweg 11 des betreffenden Abschnitts des
Strömungskanals 5 vollständig aus.
[0027] Wie in Figur 3 dargestellt, teilt sich die Ausblasluft des Gebläses 3 von der Ausblasöffnung
des Gebläses 3 kommend in zwei getrennte Strömungswege 11 auf, welche an gegenüberliegenden
Randkanten der Trägerkörperwandung 13 in entgegengesetzte Richtungen um die Trägerkörperwandung
13 herum strömen, nämlich auf die Bildebene der Figur 3 bezogen in eine Richtung nach
unten und eine Richtung nach oben. Dabei erfahren die beiden Strömungswege 11 jeweils
eine Richtungsumlenkung um 180°, welche durch die Umlenkung des Ausblasstroms um die
Randkanten der Trägerkörperwandung 13 bedingt ist. Anschließend strömen die Strömungswege
11 zwischen den Wandelementen 7, 8, 9 hindurch, nämlich ein erster Strömungsweg 11
zwischen dem Wandelement 8 und dem Wandelement 7 und ein zweiter Strömungsweg 11 zwischen
dem Wandelement 9 und dem Wandelement 7. Das Wandelement 7 ist im Wesentlichen mittig
in die Trägerkörperwandung 13 eingesteckt und weist bezogen auf den Längsschnitt der
Figur 3 die Form eines in etwa gleichschenkligen Dreiecks mit konkaven Seitenflächen
auf. Im Einzelnen ist das Wandelement 7 in Figur 5 dargestellt. Das Wandelement 7
setzt die Krümmung der Trägerkörperwandung 13 durch seine konkaven Wandflächen 10
fort und bildet mit dem gegenüberliegenden Wandelement 8 bzw. Wandelement 9 einen
im Wesentlichen mit konstantem Öffnungsquerschnitt verlaufenden Strömungsweg 11 aus.
Eine Spitze des Wandelementes 7 schließt sich dabei nahtlos an die ebenfalls in den
Trägerkörper 12 eingesetzte Schallreduzierungswand 15 an, welche in Figur 8 näher
gezeigt ist.
[0028] Die Strömungswege 11 strömen nach Passieren des Wandelementes 7 zwischen einerseits
dem Wandelement 8 und der Schallreduzierungswand 15, und andererseits dem Wandelement
9 und der Schallreduzierungswand 15 weiter, wobei die Strömungswege 11 dann zunächst
parallel zu einer Wandebene 16 der Schallreduzierungswand 15 verlaufen und anschließend
weiter um das jeweilige gekrümmte Wandelement 8, 9 herum strömen, so dass sich wiederum
eine Strömungsumlenkung ergibt. Insgesamt vollziehen die Strömungswege 11 in der Schalldämpfungseinrichtung
6 somit im Wesentlichen eine s-Form oder z-Form. Durch den gekrümmten Verlauf der
jeweiligen Strömungswege 11 kommt es zu maximal vielen Interaktionen zwischen der
geführten Luftströmung und dem absorbierenden Material der Wandelemente 7, 8, 9. Auch
die Schallreduzierungswand 15 weist ein schallabsorbierendes Material auf, nämlich
vorzugsweise einen faserverstärkten Vliesstoff, welcher hier beispielsweise zu ungefähr
30 % (auf das Volumen bezogen) mit Glasfasern oder Kohlefasern verstärkt ist. Eine
Wandstärke der Schallreduzierungswand 15 beträgt beispielsweise weniger als 4 mm.
Die Schallreduzierungswand 15 kann luftdurchlässig ausgebildet sein, so dass die Luftanteile
aus den parallel zu der Wandebene 16 der Schallreduzierungswand 15 verlaufenden Strömungswegen
11 gegebenenfalls ineinander übertreten können. Dadurch wird erreicht, dass der Druckverlust
innerhalb des Strömungskanals 15 möglichst gering ist und somit der Gesamtwirkungsgrad
der Schalldämpfungseinrichtung 6 (Schallreduzierung: Druckverlust) möglichst hoch
wird. Die Strömungswege 11 weisen zwischen der Wandebene 16 der Schallreduzierungswand
15 und dem Wandelement 8 bzw. dem Wandelement 9 jeweils eine Breite auf, welche ungefähr
einer Viertel Wellenlänge eines zu dämpfenden Schallanteils entspricht. Dadurch wird
erreicht, dass die Mittenebene der Schallreduzierungswand 15 in dem Peak der Schallschnelle
einer Resonanzmode (des dominanten Schallanteils) liegt.
[0029] Ein Querschnitt durch den Strömungskanal 5 mit der Schalldämpfungseinrichtung 6 ist
in Figur 4 dargestellt. Darin ist die Blickrichtung parallel zu der Wandebene 16 der
Schallreduzierungswand 15 in Richtung des Gebläses 3 orientiert. Zu erkennen sind
die auf beiden Seiten der Schallreduzierungswand 15 parallel verlaufenden Strömungswege
11, welche aus der Richtung des zentralen Wandelementes 7 kommen. Wie insbesondere
aus Figur 3 sowie der Formgestaltung der Wandelemente 7, 8, 9 gemäß den Figuren 5
bis 7 erkennbar, ist es wesentlich, dass der Strömungsweg 11 möglichst gekrümmt ausgebildet
ist, und nicht etwa eckig. Dies stellt sicher, dass die verursachten Druckverluste
innerhalb des Strömungskanals 5 möglichst gering gehalten werden. Zusätzlich wird
der Effekt der Schallreduzierung durch die Krümmung und das Material der absorbierenden
Wandelemente 7, 8, 9 sowie das Material der absorbierenden Schallreduzierungswand
15 gesteigert, so dass der Wirkungsgrad der Schalldämpfungseinrichtung 6 möglichst
hoch ist.
1. Haushaltsgerät (1), insbesondere Bodenbearbeitungsgerät, mit einem Gerätegehäuse (2),
einem in dem Gerätegehäuse (2) angeordneten Gebläse (3), einer in Strömungsrichtung
hinter dem Gebläse (3) in dem Gerätegehäuse (2) ausgebildeten Austrittsöffnung (4),
einem Strömungskanal (5), welcher die Austrittsöffnung (4) strömungsführend mit dem
Gebläse (3) verbindet, und einer dem Strömungskanal (5) zugeordneten Schalldämpfungseinrichtung
(6) zum Dämpfen von durch einen Betrieb des Haushaltsgerätes (1) entstehendem Schall,
wobei die Schalldämpfungseinrichtung (6) eine Mehrzahl von schallabsorbierenden Wandelementen
(7, 8, 9) aufweist, die zusammen zumindest einen Abschnitt des Strömungskanals (5)
bilden, wobei die Wandelemente (7, 8, 9) eine bezogen auf eine Richtung einer Längserstreckung
des Strömungskanals (5) gekrümmte Wandfläche (10) aufweisen und so zueinander positioniert
sind, dass ein zwischen gegenüberliegenden Wandflächen (10) ausgebildeter Strömungsweg
(11) gekrümmt verläuft, wobei die Schalldämpfungseinrichtung (6) einen Trägerkörper
(12) zur Aufnahme der schallabsorbierenden Wandelemente (7, 8, 9) aufweist, dadurch kennzeichnet, dass der Strömungskanal (5) eine Schallreduzierungswand (15) aufweist, wobei eine Wandebene
(16) der Schallreduzierungswand (15) parallel zu dem Strömungsweg (11) orientiert
ist und wobei die Schallreduzierungswand (15) bezogen auf eine Richtung orthogonal
zu der Längserstreckung des Strömungskanals (5) mittig zwischen den gegenüberliegenden
Wandflächen (10) des Strömungskanals (5) angeordnet ist, und wobei der Trägerkörper
(12) zusammen mit den Wandelementen (7, 8, 9) und der Schallreduzierungswand (15)
ein Einbaumodul bildet, welches insgesamt in das Gerätegehäuse (2) eingebaut werden
kann, nämlich zwischen dem Gebläse (3) und der Austrittsöffnung (4) des Gerätegehäuses
(2).
2. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsweg (11) s-förmig ausgebildet ist, so dass innerhalb des Strömungskanals
(5) zumindest zweimal eine Richtungsumkehr des Strömungsweges (11) besteht.
3. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungskanal (5) zwischen den gegenüberliegenden Wandelementen (7, 8, 9) entlang
des Strömungsweges (11) einen gleichbleibenden Strömungsquerschnitt aufweist.
4. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerkörper (12) zumindest in einem Teilbereich des Trägerkörpers (12) eine
Trägerkörperwandung (13) aufweist, wobei die Trägerkörperwandung (13) und die in den
Trägerkörper (12) eingesetzten Wandelemente (7, 8, 9) einen nach außen luftdicht geschlossenen
Strömungskanalabschnitt bilden, welcher luftabdichtend einerseits mit dem Gebläse
(3) und andererseits mit der Austrittsöffnung (4) des Gerätegehäuses (2) verbunden
ist.
5. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandelemente (7, 8, 9) aus einem offenporigen Schaum gebildet sind.
6. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandelemente (7, 8, 9) aus Melaminharzschaum oder Polyurethanschaum hergestellt
sind.
7. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandelemente (7, 8, 9) eine Wandstärke (d) aufweisen, welche mindestens einem
Viertel einer Wellenlänge eines zu dämpfenden Schallanteils entspricht.
8. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandelemente (7, 8, 9) auf deren nach außen weisender, von der geführten Luftströmung
abgewandten Außenseite (14) eine luftdicht abschließende Wandung aufweisen.
1. Domestic appliance (1), in particular a floor cultivating appliance, having an appliance
housing (2), a fan (3) arranged in the appliance housing (2), an outlet opening (4)
formed in the appliance housing (2) behind the fan (3) in the direction of flow, a
flow duct (5) which connects the outlet opening (4) to the fan (3) in a flow-guiding
manner, and a sound damping device (6) associated with the flow duct (5) for damping
sound generated by operation of the domestic appliance (1), wherein the sound damping
device (6) has a plurality of sound-absorbing wall elements (7, 8, 9), which together
form at least one section of the flow channel (5), wherein the wall elements (7, 8,
9) have a wall surface (10) which is curved with respect to a direction of a longitudinal
extension of the flow channel (5) and are positioned relative to one another in such
a way that a flow path (11) formed between opposing wall surfaces (10) extends in
a curved manner, wherein the sound-absorbing device (6) has a carrier body (12) for
receiving the sound-absorbing wall elements (7, 8, 9), characterised in that the flow channel (5) has a sound-reducing wall (15), wherein a wall plane (16) of
the sound-reducing wall (15) is orientated parallel to the flow path (11) and wherein
the sound-reducing wall (15) is arranged centrally between the opposing wall surfaces
(10) of the flow channel (5) with respect to a direction orthogonal to the longitudinal
extent of the flow channel (5), and wherein the carrier body (12) together with the
wall elements (7, 8, 9) and the sound-reducing wall (15) forms an installation module
which can be installed as a whole in the appliance housing (2), namely between the
fan (3) and the outlet opening (4) of the appliance housing (2).
2. Domestic appliance (1) according to claim 1, characterised in that the flow path (11) is S-shaped, so that the flow path (11) is reversed in direction
at least twice within the flow channel (5).
3. Domestic appliance (1) according to claim 1 or 2, characterised in that the flow channel (5) between the opposing wall elements (7, 8, 9) has a constant
flow cross-section along the flow path (11).
4. Domestic appliance (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the carrier body (12) has a carrier body wall (13) at least in a partial region of
the carrier body (12), wherein the carrier body wall (13) and the wall elements (7,
8, 9) inserted into the carrier body (12) form a flow channel section which is closed
in an airtight manner to the outside and which is connected in an airtight manner
on the one hand to the fan (3) and on the other hand to the outlet opening (4) of
the appliance housing (2).
5. Domestic appliance (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the wall elements (7, 8, 9) are formed from an open-pored foam.
6. Domestic appliance (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the wall elements (7, 8, 9) are made of melamine resin foam or polyurethane foam.
7. Domestic appliance (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the wall elements (7, 8, 9) have a wall thickness (d) which corresponds to at least
a quarter of a wavelength of a sound component to be attenuated.
8. Domestic appliance (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the wall elements (7, 8, 9) have an airtight sealing wall on their outwardly facing
outer side (14) facing away from the guided air flow.
1. Appareil ménager (1), en particulier appareil de travail du sol, avec un boîtier d'appareil
(2), une soufflerie (3) disposée dans le boîtier d'appareil (2), une ouverture de
sortie (4) formée dans le boîtier d'appareil (2) derrière la soufflerie (3) dans le
sens de l'écoulement, un canal d'écoulement (5) qui relie l'ouverture de sortie (4)
à la soufflerie (3) en guidant l'écoulement, et un dispositif d'insonorisation (6)
associé au canal d'écoulement (5) pour amortir le bruit produit par un fonctionnement
de l'appareil ménager (1), le dispositif d'insonorisation (6) comprenant une pluralité
d'éléments de paroi absorbant le bruit (7, 8, 9) qui forment ensemble au moins une
section du canal d'écoulement (5), les éléments de paroi (7, 8, 9) présentant une
surface de paroi (10) courbée par rapport à une direction d'une extension longitudinale
du canal d'écoulement (5) et étant positionnés les uns par rapport aux autres de telle
sorte, qu'une voie d'écoulement (11) formé entre des surfaces de paroi (10) opposées
s'étend de manière incurvée, le dispositif d'insonorisation (6) présentant un corps
de support (12) destiné à recevoir les éléments de paroi (7, 8, 9) absorbant le bruit,
caractérisé en ce que le canal d'écoulement (5) présente une paroi de réduction du bruit (15), un plan
de paroi (16) de la paroi de réduction du bruit (15) étant orienté parallèlement à
la voie d'écoulement (11) et la paroi de réduction du bruit (15) étant disposée, par
rapport à une direction orthogonale à l'extension longitudinale du canal d'écoulement
(5), au milieu entre les surfaces de paroi (10) opposées du canal d'écoulement (5),
et le corps de support (12) formant, avec les éléments de paroi (7, 8, 9) et la paroi
de réduction du bruit (15), un module encastré qui peut être monté dans son ensemble
dans le boîtier d'appareil (2), à savoir entre le ventilateur (3) et l'ouverture de
sortie (4) du boîtier d'appareil (2).
2. Appareil ménager (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la voie d'écoulement (11) est réalisé en forme de S, de sorte qu'il existe au moins
deux inversions de direction de la voie d'écoulement (11) à l'intérieur du canal d'écoulement
(5).
3. Appareil ménager (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le canal d'écoulement (5) entre les éléments de paroi opposés (7, 8, 9) présente
une section d'écoulement constante le long de la voie d'écoulement (11).
4. Appareil ménager (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps de support (12) présente, au moins dans une zone partielle du corps de support
(12), une paroi de corps de support (13), la paroi de corps de support (13) et les
éléments de paroi (7, 8, 9) insérés dans le corps de support (12) formant une section
de canal d'écoulement fermée de manière étanche à l'air vers l'extérieur, qui est
reliée de manière étanche à l'air d'une part au ventilateur (3) et d'autre part à
l'ouverture de sortie (4) du boîtier d'appareil (2).
5. Appareil ménager (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments de paroi (7, 8, 9) sont formés d'une mousse à pores ouverts.
6. Appareil ménager (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments de paroi (7, 8, 9) sont fabriqués en mousse de résine de mélamine ou
en mousse de polyuréthane.
7. Appareil électroménager (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments de paroi (7, 8, 9) présentent une épaisseur de paroi (d) qui correspond
à au moins un quart d'une longueur d'onde d'une composante sonore à atténuer.
8. Appareil ménager (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments de paroi (7, 8, 9) présentent une paroi étanche à l'air sur leur face
extérieure (14) orientée vers l'extérieur et opposée au flux d'air guidé.