[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Türsystem-Baugruppe für ein Fahrzeug, insbesondere
für ein Straßen- oder Schienenfahrzeug, umfassend folgende Baugruppen-Komponenten:
einen Türrahmen, einen Türflügel, der über eine Tragvorrichtung an dem Türrahmen befestigt
ist, und Mittel zum Bewegen des Türflügels. Die vorgenannte Auflistung ist nicht abschließend,
denn die Türsystem-Baugruppe kann - wie an späterer Stelle erläutert - noch weitere
Baugruppen-Komponenten umfassen. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Fahrzeug aufweisend
ein Fahrzeuggerüst und eine erfindungsgemäße Türsystem-Baugruppe. Ferner betrifft
die Erfindung ein Verfahren zur Ausbildung eines Fahrzeug-Türportals in einem Fahrzeug.
[0002] Die vorliegende Erfindung kann sich sowohl auf Straßenfahrzeuge als auch auf Schienenfahrzeuge
beziehen. Gar eine Verwendung in Fahrzeugen anderweitiger Fahrzeugkategorien, z. B.
Luftfahrzeugen oder Wasserfahrzeugen, ist denkbar. Unter einem Straßenfahrzeug ist
insbesondere ein radgebundenes Fahrzeug, z. B. ein Fahrzeug des öffentlichen Personenverkehrs
wie ein Bus, zu verstehen. Unter einem Schienenfahrzeug sind ebenfalls insbesondere
Fahrzeuge des öffentlichen Personenverkehrs wie Züge, Straßenbahnen, Trams, U-Bahnen,
S-Bahnen, Nahverkehrszüge, Fernverkehrszüge, Regionalverkehrszüge oder dergleichen
zu verstehen. Schienenfahrzeuge bewegen sich schienengebunden fort.
[0003] Fahrzeuge weisen in der Regel ein Fahrzeuggerüst auf, welches als Grundgerüst des
Fahrzeugs verstanden werden kann. Ein Fahrzeuggerüst im Sinne der Erfindung kann eine
tragende Funktion haben und/oder eine Außenhaut des Fahrzeugs zum Schutz von Fahrzeuginsassen
oder Transportgütern bereitstellen. Das Fahrzeuggerüst kann Nutzlasten tragen und
das Fahrzeug gegen äußere Krafteinwirkungen stabilisieren. Derartige Krafteinwirkungen
können beispielsweise durch Zusammenstoßen des Fahrzeugs mit externen Objekten (z.
B. anderen Fahrzeugen oder statischen, d.h. unbewegten, Objekten) erzeugt werden.
Auch Fliehkräfte, Beschleunigungskräfte, Bremskräfte etc. können als äußere Krafteinwirkungen
verstanden werden.
[0004] Bei Straßenfahrzeugen kann unter einem Fahrzeuggerüst im Sinne der Erfindung ein
Fahrgestell, ein Fahrzeugrahmen, eine Fahrzeugkarosserie oder ein Chassis verstanden
werden. Es sei betont, dass die genannten Begrifflichkeiten häufig synonym verwendet
werden. Häufig wird auf einen Fahrzeugrahmen eine Karosserie aufgesetzt, wobei die
Karosserie die Außenhaut des Fahrzeugs bildet. Beiden Bauelementen können tragende
und stabilisierende Funktionen zukommen. Im Sinne der Erfindung sind insbesondere
jene eine tragende oder stabilisierende Funktion aufweisende Fahrzeugkomponenten als
Fahrzeuggerüst zu verstehen.
[0005] Auch Schienenfahrzeuge weisen ein Fahrzeuggerüst mit tragenden und stabilisierenden
Eigenschaften auf. Da sich die vorliegende Erfindung sowohl bei Straßen- als auch
bei Schienenfahrzeugen einsetzen lässt, sei nachfolgend zur Differenzierung der Begriff
der Fahrzeugkarosserie zur synonymen Bezeichnung des Fahrzeuggerüsts eines Straßenfahrzeugs
verwendet, während der Begriff des "Fahrzeugwagenkastens" zur synonymen Bezeichnung
des Fahrzeuggerüsts eines Schienenfahrzeugs verwendet sei.
[0006] Fahrzeuggerüste (Fahrzeugkarosserien bzw. Fahrzeugwagenkästen) für Fahrzeuge des
öffentlichen Personenverkehrs werden hauptsächlich aus verschraubten oder geschweißten
Profilen oder in Form eines verschweißten Rohrrahmens gefertigt. In jedem Fall ist
jedoch nach heutigem Stand das fahrzeugseitige Türportal (Fahrzeug-Türportal) Teil
des Rohbaus und wird von Fahrzeugherstellern entsprechend der Anforderungen hinsichtlich
seiner mechanischen Anforderungen (Steifigkeit, Dämpfung, Crashverhalten) ausgelegt.
An dieses Fahrzeug-Türportal werden im weiteren Montageprozess sämtliche Türkomponenten
angebunden: z. B. ein Abdichtrahmen als Gegenlager einer Türdichtung, ein Dichtungsrahmen
zur Aufnahme von Dichtungen, Verriegelungselemente, Drehsäulenlager, Schwenkarme,
ein Türantrieb, usw. All diese Komponenten werden einzeln montiert und müssen zueinander
eingestellt werden. Der Abdichtrahmen/Dichtrahmen muss zusätzlich gegen das Fahrzeugportal
abgedichtet werden. Diese aus dem Stand der Technik bekannte Art der Bereitstellung
von Fahrzeug-Türportalen sowie Installation von Türsystemen ist - wie dargelegt -
mit einem relativ hohen Montageaufwand verbunden. Gerade bei der Serienfertigung oder
der flexiblen Anpassung an Kundenwünsche ist das bekannte Prozedere mit Aufwands-
und Kostennachteilen verbunden.
[0007] Somit liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Türsystem-Baugruppe
für ein Fahrzeug bereitzustellen, die eine vereinfachte, flexiblere und kostengünstigere
Ausbildung eines Fahrzeug-Türportals in einem Fahrzeug erlaubt. Ferner lieg der vorliegenden
Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeug bereitzustellen, in welchem sich eine
Türsystem-Baugruppe einfacher, flexibler und kostengünstiger montieren lässt. Letztlich
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde ein Verfahren zur Ausbildung eines Fahrzeug-Türportals
in einem Fahrzeug, welches eine vereinfachte, flexiblere und kostengünstigere Ausbildung
eines Fahrzeug-Türportals ermöglicht.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Türsystem-Baugruppe, ein Fahrzeug und ein Verfahren
mit jeweils den in den zugehörigen unabhängigen Ansprüchen angegebenen Merkmalen vorgeschlagen.
[0009] Es ist darauf hinzuweisen, dass die in den Ansprüchen einzeln aufgeführten Merkmale
in beliebiger, technisch sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden können (auch
über Kategoriegrenzen, z. B. Türsystem-Baugruppe, Fahrzeug und Verfahren, hinweg)
und weitere Ausgestaltungen der Erfindung aufzeigen. Die Beschreibung charakterisiert
und spezifiziert die Erfindung insbesondere im Zusammenhang mit den Figuren zusätzlich.
[0010] Es sei ferner darauf hingewiesen, dass eine hierin verwendete, zwischen zwei Merkmalen
stehende und diese miteinander verknüpfende Konjunktion "und/oder" stets so auszulegen
ist, dass in einer ersten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gegenstands lediglich
das erste Merkmal vorhanden sein kann, in einer zweiten Ausgestaltung lediglich das
zweite Merkmal vorhanden sein kann und in einer dritten Ausgestaltung sowohl das erste
als auch das zweite Merkmal vorhanden sein können.
[0011] Die vorliegende Erfindung betrifft zunächst eine Türsystem-Baugruppe für ein Fahrzeug,
insbesondere für ein Straßen- oder Schienenfahrzeug, umfassend folgende Baugruppen-Komponenten:
a. einen Türrahmen, b. einen Türflügel, der über eine Tragvorrichtung an dem Türrahmen
befestigt ist, und c. Mittel zum Bewegen des Türflügels. Nebst den erwähnten Baugruppen-Komponenten
kann die Türsystem-Baugruppe noch weitere Komponenten aufweisen, die an späterer Stelle
weiter ausgeführt seien. Es sei jedoch schon an dieser Stelle erwähnt, dass die Türsystem-Baugruppe
ein einflügliges Türsystem (umfassend einen Türflügel) oder ein zweiflügliges Türsystem
(zwei Türflügel) betreffen kann. Entsprechend können bestimmte Türsystem-Komponenten
in einer der Anzahl der vorgesehenen Türflügel entsprechenden Anzahl vorgesehen sein.
[0012] Die erfindungsgemäße Türsystem-Baugruppe zeichnet sich dadurch aus, dass die von
den Baugruppen-Komponenten gebildete Türsystem-Baugruppe dazu ausgebildet ist, als
Ganzes in das Fahrzeug eingebaut zu werden, und dass der Türrahmen dazu eingerichtet
ist - in einem funktionsgemäßen Einbauzustand der Türsystem-Baugruppe in dem Fahrzeug
- ein Fahrzeug-Türportal auszubilden, das sich stabilitäts- und crashverhaltensbezogen
in ein Gesamtgefüge eines Fahrzeuggerüsts, insbesondere eines Fahrzeugrahmens oder
eines Fahrzeugwagenkastens, eingliedert.
[0013] Die Möglichkeit die Türsystem-Baugruppe als Ganzes (d.h. nicht in Form von Einzelteilen)
in das Fahrzeug einzubauen, vereinfacht den Montageprozess eines Türsystems im Vergleich
zu der aus dem Stand der Technik bekannten Assemblierung einzelner Türkomponenten
an einem durch ein Fahrzeuggerüst ausgebildetes Fahrzeug-Türportal. Eine zeitaufwendige
Montage der Einzelkomponenten des Türsystems am Fahrzeug wird somit vermieden. Insbesondere
im Bereich der Serienfertigung kann das Einbauen von Türsystem-Baugruppen als Ganzes
in ein Fahrzeug die Montagegeschwindigkeit inhärent erhöhen. Ferner kann durch die
unmittelbare Bereitstellung des Fahrzeug-Türportals durch einen der Türsystem-Baugruppe
zugehörigen Türrahmen auf eine Dichtebene (zwischen Abdichtrahmen und dem Fahrzeug-Türportal)
verzichtet werden, was sich positiv auf die benötigte Zahl der Bauteile und somit
die Bauteilkosten auswirkt. Da bei einem solchen Prozedere auf eine Ausbildung des
Fahrzeug-Türportals im Fahrzeuggerüst verzichtet werden kann, und zur Ausbildung des
Fahrzeug-Türportals auf eine Türsystem-Baugruppe im Sinne eines Fertig-Bausatzes zurückgegriffen
werden kann, erhöht sich die Flexibilität bei der Auslegung der Fahrzeuggeometrie
sowie bei der Fertigung des das Fahrzeuggerüst beinhaltenden Fahrzeuggrundkörpers.
[0014] Dass sich das von dem Türrahmen ausgebildete Fahrzeug-Türportal stabilitäts- und
crashverhaltensbezogen in das Gesamtgefüge des Fahrzeuggerüsts eingliedert meint,
dass der Türrahmen - nach entsprechender Montage bzw. Befestigung an dem Fahrzeuggerüst
- zur Gesamtstabilität des Fahrzeuggerüsts beiträgt bzw. dieses komplettiert. Jener
der Türsystem-Baugruppe zugehörige Türrahmen übernimmt somit die Funktion eines in
dem Fahrzeuggerüst als solchem nicht vorgesehen Fahrzeug-Türportals. Es gliedert sich
stabilitäts- und crashverhaltensbezogen vollständig in das Fahrzeuggerüst ein. Je
nach Auslegung des Fahrzeugs, kann der Türrahmen somit in Bezug auf sein Material,
seine mechanischen Stabilitätseigenschaften (z. B. Eigensteifigkeit) an das Fahrzeuggerüst
angepasst sein. DerTürrahmen ist vorzugsweise in sich steif, weist also eine hohe
Eigensteifigkeit auf.
[0015] Der Türrahmen kann einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. Bei einer mehrteiligen
Ausbildung kann der Türrahmen aus einer Mehrzahl von Profilelementen gebildet sein.
Die Profilelemente sind vorzugsweise aus Metall oder hochfestem Kunststoff gefertigt.
Der Türrahmen kann nach Art eines geschlossenen Rechtecks ausgebildet sein, d.h. er
kann ein Rechteckprofil aufweisen, welches aus einem einzigen oder aus mehreren Profilelementen
gebildet sein kann. Auch kann der Türrahmen nach Art eines nach unten offenen U-Profils
ausgebildet sein. In diesem Fall weist der Türrahmen zwei sich gegenüberliegende Seitenprofile
und ein oberes Profil auf. Die Profile bzw. Profilelemente können miteinander verschweißt,
verschraubt oder verklebt sein.
[0016] Nachfolgend seien weitere Ausgestaltungen der mit der Erfindung vorgeschlagenen Türsystem-Baugruppe
beschrieben. Die nachfolgende Beschreibung inkludiert jene in den Unteransprüchen
angegebenen Ausgestaltungsmerkmale, ist jedoch nicht auf diese beschränkt. Es sei
ausdrücklich erwähnt, dass die nachfolgend in Bezug zur mit der Erfindung vorgeschlagenen
Türsystem-Baugruppe beschriebenen Merkmale ohne Weiteres auch Ausgestaltungsmerkmale
des mit der Erfindung vorgeschlagenen Fahrzeugs und/oder Verfahrens und umgekehrt
sein können.
[0017] Nach einer ersten Ausgestaltung einer mit der Erfindung vorgeschlagenen Türsystem-Baugruppe
kann vorgesehen sein, dass die Türsystem-Baugruppe ein einflügliges oder zweiflügliges
Türsystem, insbesondere ein Schiebetürsystem, ein Schwenktürsystem oder ein Schwenkschiebetürsystem
ausbildet, wobei die Türsystem-Baugruppe einen oder zwei Türflügel umfasst. Sämtliche
der genannten Türsystem-Varianten können als Türsystem-Baugruppe im Sinne der Erfindung
verstanden werden. Sämtliche der genannten Türsysteme umfassen zumindest einen Türflügel,
der von einer geschlossenen Stellung hin zu einer geöffneten Stellung bewegbar ist
und umgekehrt. In einer geöffneten Stellung des Türflügels ist ein Fahrzeug-Türportal
zum Hindurchtreten von Personen freigegeben, während der zumindest eine Türflügel
das Fahrzeug-Türportal in seiner geschlossenen Stellung zum Hindurchtreten von Personen
versperrt. Die Bewegung des zumindest einen Türflügels kann eine rein translatorische
Verschiebebewegung betreffen (Schiebetür), jedoch auch eine reine Schwenkbewegung
(Schwenktür), gleichsam aber auch eine überlagerte Schwenk-Schiebebewegung (Schwenkschiebetür).
[0018] Nach einer weiteren Ausgestaltung einer mit der Erfindung vorgeschlagenen Türsystem-Baugruppe
kann vorgesehen sein, dass die Türsystem-Baugruppe weitere betriebsnotwendige Baugruppen-Komponenten
aufweist. Es sei an dieser Stelle betont, dass aus dem Stand der Technik eine Vielzahl
von unterschiedlichen Ausgestaltungen der bezeichneten Türsysteme samt zugehöriger
Türsystem-Komponenten vorbekannt sind. Der Kern der vorliegenden Erfindung ist jedoch
nicht auf eine bestimmte Art oder einen bestimmten Typ eines Türsystems gerichtet,
vielmehr sollen sämtliche bekannte Türsystem-Arten oder Türsystem-Typen mit der Grundidee
der Erfindung kompatibel sein. Bei den erwähnten weiteren betriebsnotwendigen Baugruppen-Komponenten
kann es sich - je nach Art des Türsystems (Schiebetür, Schwenktür, Schwenkschiebetür)
- beispielsweise um eine Drehsäule, einen Schwenkarm, ein Verriegelungselement, ein
Dichtsystem, einen Antrieb als Mittel zum Bewegen des Türflügels etc. handeln. Die
genannten Komponenten können jeweils einem Türflügel zugeordnet sein. Beispielsweise
kann ein Türflügel an einer Drehsäule über einen oder mehrere Schwenkarm aufgehangen
sein. Gleichzeitig kann die Drehsäule über ein unteres und oberes Drehsäulenlager
im Türrahmen oder einer anderweitigen Türsystem-Komponente drehbar gelagert sein.
Auch Führungseinrichtungen für die Türflügel oder damit verbundene Komponenten können
Baugruppen-Komponenten der Türsystem-Baugruppe bereitstellen. Ferner können auch eine
Steuereinheit und Betätigungs- oder Anzeigeelemente als Baugruppen-Komponenten im
Sinne der Erfindung angesehen werden.
[0019] Nach einer weiteren Ausgestaltung einer mit der Erfindung vorgeschlagenen Türsystem-Baugruppe
kann vorgesehen sein, dass die Baugruppen-Komponenten vor dem Einbau der Türsystem-Baugruppe
in das Fahrzeug zu der Türsystem-Baugruppe vormontierbar sind und eine einbaufertige
Türsystem-Baugruppe ausbilden. Die Vormontage kann einen Teil der Baugruppen-Komponenten
betreffen, jedoch auch sämtliche Baugruppen-Komponenten. Durch das Vormontieren der
Baugruppen-Komponenten kann die Türsystem-Baugruppe als Ganzes in dem Fahrzeug montiert
werden, eine gesonderte Montage der Baugruppen-Komponenten vor Ort, d.h. in dem Fahrzeug,
ist nicht erforderlich. Dadurch können Türsysteme einerseits bereits bei der Vormontage
flexibel an Kundenwünsche angepasst werden, andererseits lässt sich der Montagevorgang
des Türsystems deutlich vereinfachen. Je nach den im Fahrzeug vorliegenden baulichen
Gegebenheiten (Platzverhältnissen, elektrischen Anschlüssen etc.) kann eine vor Ort
Montage von Türsystem-Komponenten mit einem hohen Montageaufwand verbunden sein, welcher
durch die erfindungsgemäße Lösung entfällt. Ein weiterer relevanter Aspekt ist die
mit der Erfindung mögliche Entkopplung der Assemblierung der das Türsystem bereitstellenden
Baugruppen-Komponenten von der Endmontage des Türsystems im Fahrzeug. So kann die
vorgeschlagene Türsystem-Baugruppe an einem ersten Ort (z. B. bei einem Zulieferbetrieb)
vormontiert werden und an einem zweiten Ort (z. B. bei einem Kunden oder Fahrzeughersteller)
in das Fahrzeug eingebaut werden.
[0020] Nach einer weiteren Ausgestaltung einer mit der Erfindung vorgeschlagenen Türsystem-Baugruppe
kann vorgesehen sein, dass der Türrahmen über Befestigungsmittel an dem Fahrzeuggerüst,
insbesondere dem Fahrzeugrahmen oder dem Fahrzeugwagenkasten, befestigbar ist. Dazu
können an dem Türrahmen bestimmte Befestigungsabschnitte festgelegt oder angebracht
werden, welche eine Befestigung über die erwähnten Befestigungsmittel an dem Fahrzeuggerüst
erlauben. Bei den Befestigungsabschnitten kann es sich im einfachsten Fall um einen
bestimmtem Längsabschnitt oder Querabschnitt des Türrahmens handeln, welcher an dem
Fahrzeuggerüst befestigt wird. Auch kann es sich bei den Befestigungsabschnitte um
eigens dazu vorgesehene Befestigungsflansche, Befestigungsanker, Befestigungspunkte
oder dergleichen handeln.
[0021] Bei den genannten Befestigungsmitteln kann es sich um Schweißverbindungen handeln.
Somit kann zwischen den erwähnten türrahmenseitigen Befestigungsabschnitten und Teilen
des Fahrzeuggerüsts eine Schweißverbindung (z. B. Schweißnaht) ausgebildet werden.
Auch kann es sich bei den Befestigungsmitteln um Schraubmittel handeln, also Schraubverbindungen.
Dazu können in dem Türrahmen Bohrungen, Öffnungen, Löcher, Gewindeöffnungen oder dergleichen
ausgebildet sein, die eine Schraubverbindung mit dazu korrespondierenden Bohrungen,
Öffnungen, Löcher, Gewindeöffnungen im Fahrzeuggerüst erlauben. Die Schraubverbindung
wird über Schraubmittel wie Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben ausgebildet. Anstelle
von Schraubverbindung ist auch eine Verwendung von Nietverbindungen als Befestigungsmittel
denkbar. Auch ist denkbar, den Türrahmen im Wege hochfester Klebeverbindungen an dem
Fahrzeuggerüst zu befestigen.
[0022] Nach einer weiteren Ausgestaltung einer mit der Erfindung vorgeschlagenen Türsystem-Baugruppe
kann vorgesehen sein, dass der Türrahmen dazu ausgebildet ist - in dem funktionsgemäßen
Einbauzustand der Türsystem-Baugruppe in dem Fahrzeug - in einer Fahrt-, Brems-, oder
Crashsituation des Fahrzeugs auftretende Kräfte aufzunehmen und/oder an das Fahrzeuggerüst
abzuleiten. Die Kraftaufnahme und/oder Kraftableitung an das Fahrzeuggerüst führt
zu einer unmittelbaren stabilitäts- und/oder crashbezogenen Eingliederung in den Gesamtaufbau
des Fahrzeuggerüsts. Denn die in einer Fahrt-, Brems- oder Crashsituation auftretenden
Kräfte können vom Türrahmen der Türsystem-Baugruppe an das Fahrzeuggerüst abgegeben
werden, es können Kräfte von dem Fahrzeuggerüst an den Türrahmen weitergegeben und
von diesem aufgenommen oder abgeleitet werden. Das Fahrzeuggerüst und der Türrahmen
der Türsystem-Baugruppe wirken in Bezug auf die Kraftleitung somit unmittelbar zusammen.
Bei den genannten Kräften kann es sich beispielsweise um Beschleunigungskräfte, Bremskräfte,
Fliehkräfte, Scherkräfte, Prallkräfte oder dergleichen handeln.
[0023] Nach einer weiteren Ausgestaltung einer mit der Erfindung vorgeschlagenen Türsystem-Baugruppe
kann vorgesehen sein, dass die Türsystem-Baugruppe in einem nicht funktionsgemäßen
Einbauzustand in dem Fahrzeug mittels eines lösbar an dem Türrahmen befestigbaren
Stabilisierungselements stabilisierbar ist. Das Stabilisierungselement kann stangenartig
ausgebildet sein und zwischen zwei sich gegenüberliegenden Türflanken des Türrahmens
spreizend angeordnet werden. Das Stabilisierungselement kann zur Montage von mehreren
Türsystem-Baugruppen eingesetzt werden, ist also vorzugsweise wiederverwendbar. Das
Stabilisierungselement ist vorzugsweise in sich steif, es weist also eine hohe Eigensteifheit
auf. Die Verwendung eines solchen Stabilisierungselements erlaubt, dass vor und während
der Montage der Türsystem-Baugruppe auftretende Kräfte durch das Stabilisierungselement
aufgenommen werden können. Nach dem Montieren des Türrahmens bzw. der Türsystem-Baugruppe
in dem Fahrzeug kann das Stabilisierungselement vom Türrahmen gelöst und vom Fahrzeug
entfernt werden. Das Stabilisierungselement kann dann für die Montage einer weiteren
Türsystem-Baugruppe verwendet werden.
[0024] Wie erwähnt, betrifft die vorliegende Erfindung nicht nur eine Türsystem-Baugruppe,
sondern auch ein Fahrzeug, insbesondere Straßen- oder Schienenfahrzeug, aufweisend
ein Fahrzeuggerüst, insbesondere einen Fahrzeugrahmen oder einen Fahrzeugwagenkasten,
und eine Türsystem-Baugruppe, die Türsystem-Baugruppe umfassend folgende Baugruppen-Komponenten:
einen Türrahmen, einen Türflügel, der über eine Tragvorrichtung an dem Türrahmen befestigt
ist, sowie Mittel zum Bewegen des Türflügels. Das Fahrzeug zeichnet sich dadurch aus,
dass der Türrahmen der Türsystem-Baugruppe ein Fahrzeug-Türportal ausbildet, das sich
stabilitäts- und crashverhaltensbezogen in ein Gesamtgefügte eines Fahrzeuggerüsts
eingliedert. Die diesbezüglichen Vorteile wurden bereits vorangehend ausgeführt, weshalb
auf die vorangehenden Ausführungen in Gänze verwiesen sei.
[0025] Vorteilhaft kann sein, dass das Fahrzeuggerüst als solches kein Fahrzeug-Türportal
ausbildet, sondern dass das Fahrzeug-Türportal ausschließlich durch den Türrahmen
der Türsystem-Baugruppe ausgebildet ist. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass
in dem Fahrzeuggerüst bereits eine Öffnung vorgesehen wird, im Bereich welcher die
Türsystem-Baugruppe angeordnet werden soll. Gar kann ein Rahmen in dem Fahrzeuggerüst
ausgebildet sein, an welchem jener der Türsystem-Baugruppe zugehörige Türrahmen befestigt
werden kann bzw. abstützt. Jedoch ist es erfindungswesentlich, dass der Türrahmen
der Türsystem-Baugruppe mechanisch dahingehend ausgelegt ist, dass er- unabhängig
von einem im Fahrzeug vorgesehenen (zusätzlichen Fahrzeug-Türportal samt etwaigen
Rahmenelementen) - stabilitäts- und crashsituationsbezogen ein Fahrzeug-Türportal
ausbildet.
[0026] Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Ausbildung eines Fahrzeug-Türportals
in einem Fahrzeug, insbesondere einem Straßen- oder Schienenfahrzeug, wobei das Fahrzeug
ein Fahrzeuggerüst, insbesondere einen Fahrzeugrahmen oder einen Fahrzeugwagenkasten,
aufweist, umfassend die folgenden Schritte:
- a. Vormontieren einer erfindungsgemäß ausgebildeten Türsystem-Baugruppe, wobei die
folgenden Baugruppen-Komponenten zu der Türsystem-Baugruppe vormontiert werden: ein
Türrahmen, ein Türflügel, der über eine Tragvorrichtung an dem Türrahmen befestigt
ist, sowie Mittel zum Bewegen des Türflügels;
- b. Einbauen der vormontierten Türsystem-Baugruppe als Ganzes in das Fahrzeug, wobei
der Türrahmen über Befestigungsmittel an dem Fahrzeuggerüst befestigt wird.
[0027] Im Rahmen der Erfindung kann vorgesehen sein, nebst den im Schritt a. genannten Baugruppen-Komponenten
noch zusätzliche Komponenten zu einer Türsystem-Baugruppe vorzumontieren. Mögliche
(weitere) Komponenten wurden eingangs erwähnt. Es ist jedoch auch vorstellbar, weniger
als die angegebenen Komponenten (z. B. ausschließlich den Türrahmen) vorzumontieren
und im Schritt b. in das Fahrzeug einzubauen. In diesem Fall müssten die weiteren
Komponenten des Türsystems vor Ort im Fahrzeug montiert werden.
[0028] Im Anschluss an den Verfahrensschritt a. kann - wie schon zuvor erwähnt - ein Stabilisierungselement
an dem Türrahmen befestigt werden. Vorzugsweise ist das Stabilisierungselement zwischen
zwei sich gegenüberliegenden Seitenprofilen des Türrahmens angeordnet. Das Stabilisierungselement
kann im Anschluss an den Verfahrensschritt b. wieder von dem Türrahmen entfernt werden.
[0029] Die Erfindung wird weiterhin anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert. Diese
sind nur beispielhaft zu verstehen und sollen die Erfindung nicht auf die gezeigten
Ausführungsbeispiele beschränken.
[0030] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Fahrzeugausschnitts mit einem von dem Fahrzeuggerüst
ausgebildeten Fahrzeug-Türportal wie aus dem Stand der Technik bekannt;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines Fahrzeugausschnitts mit einem einer Türsystem-Baugruppe
nach der Erfindung zugehörigen Türrahmen zur Ausbildung des Fahrzeug-Türportals
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht einer Türsystem-Baugruppe nach der Erfindung.
[0031] In der Fig. 1 ist schematisch ein Ausschnitt eines Fahrzeugs 1 wiedergegeben. Das
Fahrzeug 1 umfasst ein Fahrzeuggerüst 6 sowie ein in dem Fahrzeuggerüst 6 ausgebildetes
Fahrzeug-Türportal 5. Das Fahrzeug-Türportal 5 ist - wie aus dem Stand der Technik
bekannt - unmittelbar von Komponenten des Fahrzeuggerüsts 6 ausgebildet. Wie schon
eingangs erwähnt, werden Fahrzeuggerüste 6 (seien diese Fahrzeugkarosserien oder Fahrzeugwagenkästen)
in der Regel aus verschraubten oder geschweißten Profilen oder als verschweißte Rohrrahmen
bereitgestellt. Das Fahrzeug-Türportal 5 wird dabei schon bei der Fertigung des Fahrzeuggerüsts
6 an Stabilitätsanforderungen (z. B. in Bezug auf eine notwendige Steifigkeit oder
das Crashverhalten) angepasst. Zur Montage eines Türsystems werden an dieses Fahrzeug-Türportal
5 sämtliche Türkomponenten angebunden, insbesondere ein Abdichtrahmen als Gegenlager
einer Türdichtung, ein Dichtungsrahmen zur Aufnahme von Dichtungen, Verriegelungselemente,
Drehsäulenlager, Drehsäulen, Schwenkarme, ein Türantrieb etc. All diese (in der Fig.
1 nicht dargestellten) Komponenten werden bei dem aus dem Stand der Technik bekannten
Montageprinzip einzeln montiert und müssen zueinander eingestellt werden. Der Abdichtrahmen/Dichtrahmen
muss zusätzlich gegen das Fahrzeug-Portal 5 abgedichtet werden.
[0032] Die Figur 2 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Fahrzeugausschnitts eines Fahrzeugs
1 mit einem einer Türsystem-Baugruppe nach der Erfindung zugehörigen Türrahmen 2 zur
Ausbildung des Fahrzeug-Türportals 5. Im vorliegenden Beispiel ist der Türrahmen 2
U-förmig ausgebildet und setzt sich aus zwei gegenüberliegenden Seitenprofilen 12a,
12b sowie einem oberen Profil 13 zusammen. Die Seitenprofile 12a, 12b sowie obere
Profil 13 bilden den Türrahmen 2 aus, wobei die Seitenprofile 12a, 12b und das obere
Profil 13 einen einteilig ausgebildeten Türrahmen 2 oder einen mehrteilig ausgebildeten
Türrahmen 2 bereitstellen können. Wie in der Figur 2 dargestellt, ist der Türrahmen
2 über Befestigungsmittel 7 (hier Schraubverbindungen) mit dem Fahrzeuggerüst 6 verbunden.
[0033] Der Türrahmen 2 ist Teil einer Türsystem-Baugruppe, die in Gänze in der Fig. 3 wiedergegeben
ist. In der Figur 2 ist aus Gründen einer besseren Übersichtlichkeit lediglich der
Türrahmen 2 (als Bestandteil der Türsystem-Baugruppe) in seinem Einbauzustand in dem
Fahrzeug 1 wiedergegeben. Die Türsystem-Baugruppe umfasst zumindest den Türrahmen
2, einen Türflügel 3 (in der Fig. 2 ist eine zweiflüglige Tür mit zwei Türflügeln
3 dargestellt) sowie Mittel 4 zum Bewegen des Türflügels. Letztere Mittel 4 können
zum Beispiel einen Antrieb betreffen.
[0034] Wie erwähnt, ist die von den Baugruppen-Komponenten gebildete Türsystem-Baugruppe
dazu ausgebildet, als Ganzes in das Fahrzeug 1 eingebaut zu werden. Der Türrahmen
2 ist dazu eingerichtet ist - in einem funktionsgemäßen Einbauzustand der Türsystem-Baugruppe
in dem Fahrzeug 1 - das Fahrzeug-Türportal 5 auszubilden, das sich stabilitäts- und
crashverhaltensbezogen in ein Gesamtgefüge eines Fahrzeuggerüsts 6 eingliedert. Erfindungsgemäß
bildet das Fahrzeuggerüst 6 als solches nicht das Fahrzeug-Türportal 5 aus. Vielmehr
wird das Fahrzug-Türportal 5 ausschließlich durch den Türrahmen 2 der Türsystem-Baugruppe
ausgebildet.
[0035] Wie in der Figur 3 gezeigt, kann die Türsystem-Baugruppe nebst dem Türrahmen 2, den
Türflügeln 3 und Mitteln 4 zum Bewegen der Türflügel 3 noch weitere betriebsnotwendige
Baugruppen-Komponenten aufweisen. So weist die Türsystem-Baugruppe Verriegelungselemente
9 (Schlösser), Schwenkarme 10 und weitere nicht näher zu spezifizierende Komponenten
auf.
[0036] Wie in der Figur 3 dargestellt, ist ein Stabilisierungselement 8 zwischen zwei sich
gegenüberliegenden Seitenprofilen 12a, 12b des Türrahmens angeordnet. Das Stabilisierungselement
8 wird nach oder während des Vormontierens der Baugruppen-Komponenten zwischen den
Seitenprofilen 12a, 12b zur Stabilisierung beim Einbau in das Fahrzeug 1 eingesetzt.
Nach abgeschlossenem Einbau der Türsystem-Baugruppe in das Fahrzeug 1 wird das Stabilisierungselement
8 wieder von dem Türrahmen 2 entfernt.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Fahrzeug
- 2
- Türrahmen
- 3
- Türflügel
- 4
- Mittel zum Bewegen des Türflügels
- 5
- Fahrzeug-Türportal
- 6
- Fahrzeuggerüst
- 7
- Befestigungsmittel
- 8
- Stabilisierungselement
- 9
- Verriegelungselement
- 12a
- Seitenprofil
- 12b
- Seitenprofil
- 13
- oberes Profil
1. Türsystem-Baugruppe für ein Fahrzeug (1), insbesondere für ein Straßen- oder Schienenfahrzeug,
umfassend folgende Baugruppen-Komponenten:
a. einen Türrahmen (2),
b. einen Türflügel (3), der über eine Tragvorrichtung an dem Türrahmen befestigt ist,
c. Mittel (4) zum Bewegen des Türflügels;
dadurch gekennzeichnet, dass die von den Baugruppen-Komponenten gebildete Türsystem-Baugruppe dazu ausgebildet
ist, als Ganzes in das Fahrzeug (1) eingebaut zu werden, und dass der Türrahmen (2)
dazu eingerichtet ist - in einem funktionsgemäßen Einbauzustand der Türsystem-Baugruppe
in dem Fahrzeug (1) - ein Fahrzeug-Türportal (5) auszubilden, das sich stabilitäts-
und crashverhaltensbezogen in ein Gesamtgefüge eines Fahrzeuggerüsts (6), insbesondere
eines Fahrzeugrahmens oder eines Fahrzeugwagenkastens, eingliedert.
2. Türsystem-Baugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Türsystem-Baugruppe ein einflügliges oder zweiflügliges Türsystem, insbesondere
ein Schiebetürsystem, ein Schwenktürsystem oder ein Schwenkschiebetürsystem ausbildet,
wobei die Türsystem-Baugruppe einen oder zwei Türflügel (3) umfasst.
3. Türsystem-Baugruppe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Türsystem-Baugruppe weitere betriebsnotwendige Baugruppen-Komponenten aufweist.
4. Türsystem-Baugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Baugruppen-Komponenten vor dem Einbau der Türsystem-Baugruppe in das Fahrzeug
(1) zu der Türsystem-Baugruppe vormontierbar sind und eine einbaufertige Türsystem-Baugruppe
ausbilden.
5. Türsystem-Baugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Türrahmen (2) über Befestigungsmittel (7) an dem Fahrzeuggerüst (6), insbesondere
dem Fahrzeugrahmen oder dem Fahrzeugwagenkasten, befestigbar ist.
6. Türsystem-Baugruppe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (7) Schweißverbindungen sind.
7. Türsystem-Baugruppe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (7) Schraubmittel sind.
8. Türsystem-Baugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Türrahmen (2) dazu ausgebildet ist - in dem funktionsgemäßen Einbauzustand der
Türsystem-Baugruppe in dem Fahrzeug (1) - in einer Fahrt-, Brems-, oder Crashsituation
des Fahrzeugs (1) auftretende Kräfte aufzunehmen und/oder an das Fahrzeuggerüst (6)
abzuleiten.
9. Türsystem-Baugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Türsystem-Baugruppe in einem nicht funktionsgemäßen Einbauzustand in dem Fahrzeug
(1) mittels eines lösbar an dem Türrahmen (2) befestigbaren Stabilisierungselements
(8) stabilisierbar ist.
10. Fahrzeug (1), insbesondere Straßen- oder Schienenfahrzeug, aufweisend ein Fahrzeuggerüst
(6), insbesondere einen Fahrzeugrahmen oder einen Fahrzeugwagenkasten, und eine Türsystem-Baugruppe,
die Türsystem-Baugruppe umfassend folgende Baugruppen-Komponenten: einen Türrahmen
(2), einen Türflügel (3), der über eine Tragvorrichtung an dem Türrahmen (2) befestigt
ist, sowie Mittel (4) zum Bewegen des Türflügels (3), dadurch gekennzeichnet, dass der Türrahmen (2) der Türsystem-Baugruppe ein Fahrzeug-Türportal (5) ausbildet, das
sich stabilitäts- und crashverhaltensbezogen in ein Gesamtgefüge eines Fahrzeuggerüsts
(6) eingliedert.
11. Fahrzeug (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeuggerüst (6) als solches kein Fahrzeug-Türportal (5) ausbildet, sondern
dass das Fahrzug-Türportal (5) ausschließlich durch den Türrahmen (2) der Türsystem-Baugruppe
ausgebildet ist.
12. Verfahren zur Ausbildung eines Fahrzeug-Türportals (5) in einem Fahrzeug (1), insbesondere
einem Straßen- oder Schienenfahrzeug, wobei das Fahrzeug (1) ein Fahrzeuggerüst (6),
insbesondere einen Fahrzeugrahmen oder einen Fahrzeugwagenkasten, aufweist, umfassend
die folgenden Schritte:
a. Vormontieren einer nach einem der Ansprüche 1 bis 9 ausgebildeten Türsystem-Baugruppe,
wobei die folgenden Baugruppen-Komponenten zu der Türsystem-Baugruppe vormontiert
werden: ein Türrahmen (2), ein Türflügel (3), der über eine Tragvorrichtung an dem
Türrahmen (2) befestigt ist, sowie Mittel (4) zum Bewegen des Türflügels (3);
b. Einbauen der vormontierten Türsystem-Baugruppe als Ganzes in das Fahrzeug (1),
wobei der Türrahmen (2) über Befestigungsmittel (7) an dem Fahrzeuggerüst (6) befestigt
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Anschluss an den Verfahrensschritt a. ein Stabilisierungselement (8) an dem Türrahmen
(2) befestigt wird, und dass das Stabilisierungselement (8) im Anschluss an den Verfahrensschritt
b. wieder von dem Türrahmen (2) entfernt wird.