[0001] Die Erfindung betrifft eine Stimmplatten-Anordnung für ein Handzuginstrument, eine
Stimmstock-Anordnung für ein Handzuginstrument sowie ein Handzuginstrument.
[0002] Ein Handzuginstrument, beispielsweise ein Akkordeon, weist typischerweise einen Stimmstock
auf, an dem mehrere Stimmplatten montiert sind. Eine Stimmplatte hat üblicherweise
zwei längliche Öffnungen. Jeder Öffnung ist dabei jeweils eine längliche Stimmzunge
zugeordnet, die an einem ihrer beiden Längsenden einen verbreiterten Endbereich zur
Befestigung an der Stimmplatte aufweist. Das gegenüberliegende Längsende der Stimmzunge
ist nicht weiter fixiert. Die Stimmzunge kann derart in Schwingungen versetzt werden,
dass sie teilweise in die zugehörige Öffnung hineinschwingt. Wenn Luft durch die Öffnung
strömt, insbesondere aufgrund einer Bewegung eines Balgs des Handzuginstruments, lässt
sich eine solche Schwingung erzeugen und auf diese Weise entsteht ein hörbarer Ton.
Üblicherweise sind die Stimmzungen über eine Nietverbindung an der Stimmplatte befestigt.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist eine Stimmplatte für ein Handzuginstrument bekannt,
die aus einer Aluminiumlegierung besteht und eine Stimmzunge, die aus Federstahl besteht.
[0004] Bei einer Änderung der Umgebungstemperatur verändern sich grundsätzlich die Abmessungen
der Stimmzunge und auch diejenigen der Stimmplatte. Aus diesem Grund kann es erstens
dazu kommen, dass sich die Höhe des Tons, der durch die vibrierende Stimmzunge entsteht,
bei einer Temperaturänderung ändert und zweitens, dass sich die Stimmzungen bei Minustemperaturen
aufgrund der unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten von Stahl und Aluminium verklemmen,
was das Handzuginstrument bzw. das Akkordeon für den Moment unspielbar macht und sogar
das Instrument nachhaltig beschädigen kann. Diese Probleme sind selbstverständlich
in der Praxis regelmäßig nicht erwünscht und sie machen sich grundsätzlich umso stärker
bemerkbar, je größer die Temperaturschwankung ist.
[0005] Durch unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten kommt es bei den täglichen Temperaturunterschieden
zu wiederkehrenden Spannungen zwischen Aluminium und Stahl, welche zu einer langsamen
Verstimmung des Akkordeons beitragen, sodass ein Akkordeon durchschnittlich alle fünf
Jahre in einem aufwändigen und kostspieligen Verfahren durch eine Fachperson gestimmt
werden muss.
[0006] Aus der
EP 3 855 424 A1 ist ein Handzuginstrument mit einem Balgen zur Erzeugung eines Stimmzungen anströmenden
Luftstromes bekannt. Eine Stimmzungenplattenanordnung kann als Carbonfaser-Stimmzungenanordnung
so gebildet sein, dass der Spalt zwischen Stimmzunge und umgebender Trägerplatte ausreichend
ist, um auch bei großen Temperaturschwankungen ein Anschlagen der Zunge am Träger
zu verhindern. Die geringe Wärmeausdehnung von Carbonfaser-Stimmzungen und Carbonfaser-Trägerplatten
erlaubt, die Spalte zwischen Stimmzungen und Stimmzungenplatten sehr klein zu wählen.
Die
EP 3 855 424 A1 erwähnt weiterhin, dass die Stimmzungen leicht gebogen sein können, um ein Lösen
aus der Stimmplattenebene durch Schaffung eines Lösespaltes zu begünstigen.
[0007] Aus der
WO 86/04443 A ist eine Vorrichtung zur Klangverbesserung von Akkordeons und Bandonions bekannt.
Die Vorrichtung besteht aus Materialien mit einer Mindesthärte von 70 Shore D, insbesondere
aus Kohlefaser oder anderen Faserverbindungen, oder aus Verbundwerkstoffen.
[0008] Daher besteht das Bedürfnis nach einem Handzuginstrument mit verbesserten Spieleigenschaften
und/oder geringerem Wartungsaufwand.
[0009] Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung durch den Gegenstand des unabhängigen
Patentanspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben, wobei vorteilhafte Ausgestaltungen
eines Erfindungsaspekts als wechselseitig vorteilhafte Ausgestaltungen der jeweiligen
anderen Erfindungsaspekte anzusehen sind.
[0010] Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Beschreibung ist eine Stimmplatte für
ein Handzuginstrument vorgesehen, wobei an der Stimmplatte mindestens eine Stimmzunge
befestigt ist und wobei die Stimmplatte und die Stimmzunge jeweils ein Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial
aufweisen. Insbesondere kann die Stimmplatte und/oder die Stimmzunge aus dem Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial
gebildet sein.
[0011] Durch die so spezifizierte Materialwahl für die Stimmzunge und die Stimmplatte lässt
sich erreichen, dass sich bei einer Temperaturänderung die Abmessungen von Stimmzunge
und auch von Stimmplatte weniger ändern als beim oben skizzierten Stand der Technik
der Fall. Auf diese Weise lässt sich für die Schwingung der Stimmzunge eine verbesserte
Tonhöhenstabilität bzw. Frequenzstabilität erzielen. Dieser Effekt beruht insbesondere
darauf, dass sich die Abmessungen eines Bauteils aus Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial
bei einer Temperaturänderung deutlich weniger ändern als die Abmessungen eines entsprechenden
Teils aus Federstahl oder Aluminium.
[0012] Als ein Extrembeispiel haben Versuche gezeigt, dass eine entsprechend gestaltete
Stimmzunge aus Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial, die bei einer Umgebungstemperatur
von 50°C mit einer Frequenz von 1641 Hz schwingt, bei einer Umgebungstemperatur von
- 30°C ebenfalls mit 1641 Hz schwingt. Demgegenüber spricht eine Stimmzunge aus Stahl,
die bei 50°C mit einer ähnlichen Frequenz schwingt (1670 Hz), bei -30°C überhaupt
nicht mehr an.
[0013] Außerdem hat sich herausgestellt, dass durch die genannte Materialwahl ein Ton mit
einem in musikalischer Hinsicht besonders vorteilhaften Obertonverhalten erzeugt werden
kann. Insbesondere lassen sich besonders obertonreiche Töne erzeugen. Derartige Töne
werden üblicherweise von einem Hörer als besonders angenehm empfunden. Beispielsweise
hat sich herausgestellt, dass im Vergleich zu einer entsprechenden Stimmzunge aus
Stahl der dritte Oberton (also der Ton zwei Oktaven über dem Grundton) besonders hervortritt.
Störgeräusche zwischen den Obertönen sind dabei praktisch nicht wahrnehmbar.
[0014] Zudem ist zu erwähnen, dass durch die genannte Materialwahl die Gefahr einer Korrosion
von Stimmzunge und/oder Stimmplatte nicht mehr gegeben ist. Dies ist vorteilhaft mit
Bezug auf die Lebensdauer der Stimmplatte und der Stimmzunge und somit auf die Lebensdauer
eines entsprechend bestückten Handzuginstruments.
[0015] Die Verringerung von temperaturabhängigen Spannungen zwischen den Materialien von
Stimmzunge und Stimmplatte, welche durch die Verwendung von temperaturstabilem Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial
bei Stimmplatten und/oder Stimmzungen erreicht werden kann, reduziert oder eliminiert
die Verstimmung des Instruments und minimiert auf diese Weise die Wartungskosten und
den Wartungsaufwand.
[0016] Ferner ist auch vorteilhaft, dass Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial eine geringere
Masse hat als Aluminium bzw. Stahl. So lässt sich durch die genannte Materialwahl
das Gewicht der Stimmzunge und der Stimmplatte um mehr als 50% reduzieren, was wegen
der beträchtlichen Anzahl an Stimmplatten und Stimmzungen in einem üblichen Handzuginstrument
einen beachtlichen Einfluss auf das Gesamtgewicht des Instruments haben kann.
[0017] Beim Stand der Technik ist das freie Ende der Stimmzunge üblicherweise etwas von
der Stimmplatte weg gebogen. Auf diese Weise ist ein so genannter Lös-Spalt gebildet,
der für die Entstehung der Schwingung durch eine entsprechende Luftströmung, also
für das "Ansprechen" der Stimmzunge von Bedeutung ist. Dies ist jedoch als solches
problematisch, wenn die Stimmzunge aus Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial gebildet
ist, weil sich dieses Material praktisch nicht entsprechend biegen lässt. Daher ist
es vorteilhaft, wenn die Stimmplatte in einem Umgebungsbereich des freien Stimmzungenendes
derart geformt ist, dass ein geeigneter Lös-Spalt auch im Fall einer Stimmzunge aus
Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial gebildet ist, allgemeiner auch im Fall einer Stimmzunge,
die sich lediglich in einer Ebene erstreckt. In diesem Sinne weist die Stimmplatte
erfindungsgemäß einen planen, sich in einer Ebene erstreckenden Auflagebereich zur
Verbindung mit der Stimmzunge auf, sowie eine Öffnung zur Ermöglichung einer Schwingung
der Stimmzunge, wobei sich die Öffnung von dem Auflagebereich entlang einer Längsachse
bis zu einem, dem Auflagebereich gegenüberliegenden Randbereich der Öffnung erstreckt.
Dabei ist die Stimmplatte derart geformt, dass in Richtung senkrecht zur Ebene zwischen
der Ebene und dem Randbereich ein Abstand gebildet ist.
[0018] Der gegenüberliegende Randbereich der Öffnung erstreckt sich vorzugsweise quer, insbesondere
senkrecht zur Längsachse.
[0019] Der so gebildete Abstand wird vorteilhaft in Abhängigkeit von der gewünschten Höhe
des Tons gewählt, der durch die Schwingung der Stimmzunge erzeugt werden soll. Je
höher der Ton, desto kleiner wird im Allgemeinen der Lös-Spalt vorteilhaft gewählt.
Auch lässt sich der Abstand in Abhängigkeit der Steifigkeit der Stimmzunge wählen.
Eine geringere Steifigkeit der Stimmzunge ist vorteilhaft mit Bezug auf das Ansprechverhalten
der Stimmzunge, eine höhere Steifigkeit erschwert grundsätzlich das Ansprechen, ist
jedoch vorteilhaft mit Bezug auf die Stimm- bzw. Frequenzstabilität und auch mit Bezug
auf die erzielbare Lautstärke.
[0020] Daher beträgt der Abstand vorzugsweise maximal 1,5 mm, besonders bevorzugt maximal
1,3 mm, beispielsweise maximal 1,0 mm. Weiterhin vorzugsweise beträgt der Abstand
mindestens 0,05 mm, besonders bevorzugt mindestens 0,1 mm, beispielsweise mindestens
0,3 mm.
[0021] Eine herstellungstechnisch einfache Möglichkeit zur Bildung des Lös-Spalts ist erfindungsgemäß
dadurch gegeben, dass eine zur Stimmzunge weisende Oberfläche der Stimmplatte zur
Bildung des Abstands eine Aussparung und/oder eine Krümmung und/oder eine Schräge
aufweist. Bei der Krümmung kann es sich beispielsweise um eine konvexe Krümmung handeln.
[0022] Ein besonders gutes Ansprechen der Stimmzunge lässt sich ermöglichen, wenn die genannte
Aussparung, Krümmung oder Schräge der Oberfläche der Stimmplatte innerhalb des letzten
Drittels der Öffnung ausgebildet ist, also im Bereich desjenigen Drittels der Öffnung,
das an den dem Auflagebereich gegenüberliegenden Randbereich angrenzt.
[0023] Wie oben erwähnt, ist gemäß dem Stand der Technik die Stimmzunge durch eine Nietverbindung
mit der Stimmplatte verbunden. Die Stimmzunge weist hierfür, wie eingangs kurz beschrieben,
typischerweise einen verbreiterten Endbereich auf, der flächig einen entsprechenden
Auflagebereich der Stimmplatte kontaktiert. Wie sich nunmehr durch aufwändige Untersuchungen
herausgestellt hat, schwingt im Fall einer Schwingung der durch eine Nietverbindung
befestigten Stimmzunge auch der verbreiterte Endbereich der Stimmzunge in gewissem
Maße mit. Dies wirkt sich nachteilig aus, weil es hierdurch zu Abweichungen gegenüber
der gewünschten Soll-Frequenz kommen kann. Entsprechende Versuche haben beispielsweise
gezeigt, dass es bei einer Stimmzunge mit einer Soll-Frequenz von 448 Hz aufgrund
der quasi "punktuellen" Nietverbindung in der Praxis zu einer Schwingung mit einer
Frequenz von 393 Hz kommen kann.
[0024] Vorzugsweise weist daher die Stimmzunge einen ersten Bereich und einen zweiten Bereich
auf, wobei der erste Bereich der Stimmzunge mit der Stimmplatte verschraubt ist und
sich der zweite Bereich parallel zur Längsachse erstreckt. Durch die Schraubverbindung
lässt sich vorteilhaft eine besonders großflächige Fixierung der Stimmzunge an der
Stimmplatte bewirken. Wenn der gesamte verbreiterte Endbereich der Stimmzunge an der
Stimmplatte fixiert ist, ist dies besonders vorteilhaft mit Bezug auf die Erzielung
einer gewünschten Sollfrequenz.
[0025] Eine entsprechend vorteilhafte großflächige Verbindung des Endbereichs der Stimmzunge
mit dem Auflagebereich der Stimmplatte lässt sich alternativ beispielsweise durch
Löten, Kleben oder großflächige Vernietung erzielen.
[0026] In diesem Sinne ist es vorteilhaft, wenn der erste Bereich der Stimmzunge derart
mit der Stimmplatte verbunden, insbesondere verschraubt ist, dass der erste Bereich
der Stimmzunge den Auflagebereich der Stimmplatte flächig kontaktiert.
[0027] Aufgrund der oben genannten Zusammenhänge ist es besonders vorteilhaft, wenn der
erste Bereich der Stimmzunge eine quer zur Längsachse gemessene Breite aufweist und
der erste Bereich der Stimmzunge über mindestens 50%, bevorzugt über mindestens 70%,
besonders bevorzugt über mindestens 90% der Breite an die Stimmplatte gepresst ist.
[0028] Besonders bevorzugt bestehen die Stimmplatte und die Stimmzunge aus demselben Material.
[0029] Vorzugsweise sind an der Stimmplatte mindestens zwei Stimmzungen befestigt. Das ist
vorteilhaft, weil für jeden Ton eines Handzuginstruments typischerweise zwei getrennte
Stimmzungen vorgesehen sind, eine für Zug- und eine für Druckluft.
[0030] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Beschreibung ist ein Stimmstock für
ein Handzuginstrument vorgesehen. Dabei sind an dem Stimmstock mehrere Stimmplatten
befestigt.
[0031] Vorzugsweise weist dabei der Stimmstock ein Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial auf.
Insbesondere kann der Stimmstock aus einem Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial bestehen.
Besonders bevorzugt bestehen die Stimmzungen, die Stimmplatten und der Stimmstock
aus demselben Material.
[0032] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Beschreibung ist ein Handzuginstrument,
insbesondere ein Akkordeon mit mehreren anmeldungsgemäßen Stimmplatten und/oder mit
einem anmeldungsgemäßen Stimmstock vorgesehen.
[0033] Grundsätzlich lassen sich mit Stimmzungen aus unterschiedlichen Materialien Töne
mit unterschiedlichen Klangqualitäten erzeugen. Es kann also beispielsweise ein Stimmstock
mit Stimmzungen aus Stahl und mit weiteren Stimmzungen aus Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial
vorgesehen sein. Die Möglichkeit, Töne mit unterschiedlichen Klangqualitäten erzeugen
zu können, ist bei einem Handzuginstrument aus musikalischer Sicht grundsätzlich wünschenswert.
So sorgt beispielsweise auch ein Cassotto dafür, dass der Klang bei Benutzung eines
Stimmstocks im Cassotto wärmer wird.
[0034] Bei dem Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial kann es sich beispielsweise um Carbon
handeln.
[0035] Eine Verwendung wenigstens eines Stimmstocks aus Carbon mit Stimmplatten aus Carbon
und Stimmzungen aus Carbon und wenigstens eines Stimmstocks aus Carbon mit Stimmplatten
aus Carbon und Stimmzungen aus Stahl oder einer weiteren Kombination mit wenigstens
einem konventionellen Stimmstock, wie eingangs beschrieben, ermöglicht es, ein Handzuginstrument
völlig neuartig zu bestücken. Dies kann beispielsweise vorteilhaft sein, wenn temperaturbedingtes
Ausdehnungsverhalten praktisch keine Rolle spielt, zum Beispiel, weil ausschließlich
in beheizten Innenräumen gespielt wird. Dies kann auch mit Bezug auf die Kosten des
Handzuginstruments vorteilhaft sein, da Carbon im Allgemeinen teurer ist als Aluminiumlegierungen
oder Federstahl. Zudem kann auf diese Weise ein Klang besonders individuell auf Vorlieben
eines Musikers "personalisiert" werden, um so dem musikalischen Geschmack des Musikers
besonders geeignet gerecht werden zu können.
[0036] Wenn der Stimmstock aus Kunststoff oder Holz gebildet ist, ist dies vorteilhaft mit
Bezug auf die Herstellungskosten. Außerdem kann auf diese Weise eine besonders große
Klangvielfalt erzielt werden. Dies gilt mit Bezug auf das Handzuginstrument bzw. Akkordeon
als solches, aber auch mit Bezug auf die Klangvielfalt zwischen unterschiedlichen
Akkordeonmodellen. Zudem lässt sich so eine personalisierte Klangvielfalt in Abhängigkeit
von dem Geschmack eines Musikers bewirken.
[0037] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Figuren. Die
vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie
die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in de Figur alleine
gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in den jeweils angegebenen
Kombinationen, sondern auch in anderen Kombinationen oder alleinstehend verwendbar,
ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Fig. 1 zeigt eine schematische perspektivische Skizze einer erfindungsgemäßen Stimmplatte,
mit angedeuteter Skizzierung einer zugehörigen Stimmzunge.
Fig. 2 zeigt eine entsprechende Skizze ohne die Stimmzunge.
Fig. 3 zeigt eine Skizze einer entsprechenden Draufsicht auf die Stimmplatte.
Fig. 4 zeigt eine Skizze einer entsprechenden Seitenansicht der Stimmplatte.
Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung eines anmeldungsgemäßen Stimmstocks.
[0038] Fig. 1 zeigt eine schematische perspektivische Skizze einer erfindungsgemäßen Stimmplatte
2 für ein Handzuginstrument. Bei dem Handzuginstrument kann es sich beispielsweise
um ein Akkordeon handeln. An der Stimmplatte 2 kann - wie in Fig. 1 gestrichelt angedeutet
- eine Stimmzunge 4 befestigt sein. Die Stimmplatte 2 weist vorzugsweise Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial
auf. Bei dem Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial kann es sich beispielsweise um Carbon
handeln. Beispielsweise kann die Stimmplatte 2 aus dem Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial
gebildet sein.
[0039] Vorzugsweise weist auch die Stimmzunge 4 Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial auf.
Bei dem Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial kann es sich wiederum beispielsweise um
Carbon handeln. Beispielsweise kann die Stimmzunge 4 aus dem Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial
gebildet sein. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Stimmplatte 2 und die Stimmzunge
4 aus demselben Material bestehen.
[0040] Fig. 2 zeigt eine entsprechende Skizze der Stimmplatte 2 ohne die Stimmzunge, Fig.
3 eine Skizze einer entsprechenden Draufsicht auf die Stimmplatte 2. Fig. 4 zeigt
eine Skizze einer entsprechenden Seitenansicht der Stimmplatte 2 mit Stimmzunge 4.
Die Stimmplatte 2 weist einen planen, sich in einer Ebene E erstreckenden Auflagebereich
22 zur Verbindung mit der Stimmzunge 4 auf. Weiter weist die Stimmplatte 2 eine Öffnung
24 zur Ermöglichung einer Schwingung der Stimmzunge 4 auf. Die Form der Öffnung 24
ist bevorzugt auf die Form der Stimmzunge 4 abgestimmt. In einem Schnitt parallel
zur Ebene E betrachtet weist die Öffnung 24 insbesondere einen rechteckigen Querschnitt
auf.
[0041] Durch eine Luftströmung durch die Öffnung 24, wie sie insbesondere durch eine Bewegung
eines Balgs eines Handzuginstruments, das mit der Stimmplatte 2 bestückt ist, erzeug
werden kann, lässt sich die mit der Stimmplatte 2 verbundene Stimmzunge 4 in Schwingung
versetzen, so dass ein Ton erzeugt wird.
[0042] Die Öffnung 24 der Stimmplatte 2 erstreckt sich vorzugsweise unmittelbar von dem
Auflagebereich 22 entlang einer Längsachse L bis zu einem, dem Auflagebereich 22 gegenüberliegenden
Randbereich 26 der Öffnung. Der Randbereich 26 ist insbesondere geradlinig und dabei
senkrecht zur Längsachse L ausgebildet.
[0043] Die Stimmzunge 4 ist insgesamt plan gestaltet und erstreckt sich dabei in einer zur
Ebene E parallelen Ebene. Die Stimmzunge 4 weist, wie beispielsweise aus Fig. 3 zu
sehen, einen ersten Bereich 42 und einen zweiten Bereich 44 auf. Der zweite Bereich
44 erstreckt sich vorzugsweise unmittelbar ausgehend von dem ersten Bereich 42 länglich
parallel zur Längsachse L bis zu einem gegenüberliegenden Randbereich 46 der Stimmzunge
4.
[0044] Der erste Bereich 42 der Stimmzunge 4 kann im Wesentlichen rechteckig geformt sein
und auch der zweite Bereich 44 kann im Wesentlichen rechteckig geformt sein. Allerdings
ist der erste Bereich 42 im Vergleich zum zweiten Bereich 44 quer zur Längsachse L
gemessen bevorzugt verbreitert (vgl. Fig. 1 und 3). Insbesondere weist der erste Bereich
42, wie in Fig. 3 skizziert, eine quer zur Längsachse L gemessene erste Breite b1
auf und der zweite Bereich 44 der Stimmzunge 4 eine quer zur Längsachse L gemessene
zweite Breite b2, die kleiner ist als die erste Breite b1.
[0045] Der zweite Bereich 44 der Stimmzunge 4 kann sich entlang der Längsachse L weiter
erstrecken als der erste Bereich 42. Der zweite Bereich 44 weist dabei eine entlang
der Längsachse L gemessene Länge λ auf, die insbesondere in Abhängigkeit von der gewünschten
Soll-Frequenz, dem Elastizitätsmodul und der Dichte gewählt ist.
[0046] Der erste Bereich 42 der Stimmzunge 4 ist mit der Stimmplatte 2 verbunden, insbesondere
verschraubt oder verklebt oder über eine Lötverbindung mit der Stimmplatte 2 verbunden.
Dabei ist der erste Bereich 42 derart mit der Stimmplatte 2 verbunden, dass er den
Auflagebereich 22 der Stimmplatte 22 flächig kontaktiert. Vorteilhaft ist der erste
Bereich 42 über mindestens 50%, bevorzugt über mindestens 70% und besonders bevorzugt
über mindestens 90% seiner Breite b1 an die Stimmplatte 2 bzw. and den Auflagebereich
22 der Stimmplatte 2 gepresst.
[0047] Die Stimmplatte 2 ist derart geformt, dass - wie in Fig. 4 skizziert - in Richtung
senkrecht zur Ebene E zwischen der Ebene E und dem Randbereich 26 ein Abstand δ gebildet
ist. Dieser Abstand δ entspricht zumindest im Wesentlichen dem so genannten "Lös-Spalt",
der zwischen dem Randbereich 46 der Stimmzunge 4 und dem Randbereich 26 der Öffnung
24 gebildet ist. Die Größe des Abstands δ hat insbesondere einen Einfluss auf das
Ansprechen der Stimmzunge 4 auf durch die Öffnung 24 strömende Luft, also auf die
Zeit zwischen dem Beginn der Luftströmung und der Bildung des hörbaren Tons.
[0048] Zur Bildung des Abstands δ weist eine zur Stimmzunge 4 weisende Oberfläche 28 der
Stimmplatte 2 eine konvexe Krümmung und/oder eine Schräge 29 auf. In der dargestellten
bevorzugten Ausführungsform ist die Oberfläche 28 mit einer Schräge 29 versehen, die
sich über eine Kante direkt an den planen Bereich der Oberfläche 28 anschließt. Es
könnte alternativ aber auch ein gekrümmter Übergangsbereich vorhanden sein oder der
rechte Abschnitt der Oberfläche 28 könnte insgesamt eine konvexe Krümmung aufweisen.
[0049] Der Abstand δ bzw. die Größe des Lös-Spalts wird vorzugsweise insbesondere in Abhängigkeit
von der gewünschten Soll-Frequenz und von der Steifigkeit der Stimmzunge 4 gewählt.
Vorzugsweise beträgt der Abstand δ maximal 1,5 mm, besonders bevorzugt maximal 1,3
mm, beispielsweise maximal 1,0 mm. Weiterhin vorzugsweise beträgt der Abstand δ mindestens
0,05 mm, besonders bevorzugt mindestens 0,1 mm, beispielsweise mindestens 0,3 mm.
[0050] Die Stimmplatte kann - anders als in den Figuren skizziert - mehr als eine Öffnung
aufweisen. Beispielsweise kann eine Stimmplatte mit zwei Öffnungen vorgesehen sein,
wobei jede Öffnung für jeweils eine Stimmzunge vorgesehen ist. Dementsprechend ist
die Stimmplatte vorzugsweise mit zwei Stimmzungen verbunden, wobei die Ausbildung
dieser Stimmzungen und ihrer Verbindungen zur Stimmplatte jeweils im Sinn der obigen
Beschreibung gestaltet ist.
[0051] Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Stimmstocks 6.
Der Stimmstock 6 weist mehrere erfindungsgemäße Stimmplatten 2, 2' auf. Die Stimmplatten
2, 2' sind vorzugsweise mit einem Wachs 8 mit dem Stimmstock 6 verbunden. Ferner sind
hier Schrauben 10 zu erkennen, mit denen die Stimmzungen 4 an den Stimmplatten 2,
2' flächig befestigt sind.
1. Stimmplatten-Anordnung für ein Handzuginstrument, aufweisend:
eine Stimmplatte (2) für ein Handzuginstrument, und
mindestens eine Stimmzunge (4), welche an der Stimmplatte (2) befestigt ist,
wobei die Stimmplatte (2) und die mindestens eine Stimmzunge (4) jeweils ein Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial
aufweisen,
wobei die Stimmplatte (2) einen planen, sich in einer Ebene (E) erstreckenden Auflagebereich
(22) zur Verbindung mit der mindestens einen Stimmzunge (4) aufweist und
eine Öffnung (24) zur Ermöglichung einer Schwingung der mindestens einen Stimmzunge
(4), wobei sich die Öffnung (24) von dem Auflagebereich (22) entlang einer Längsachse
(L) bis zu einem, dem Auflagebereich (22) gegenüberliegenden Randbereich (26) der
Öffnung (24) erstreckt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stimmplatte (2) derart geformt ist, dass in einer Richtung, die senkrecht zur
Ebene (E) von der Stimmplatte (2) fortweist, zwischen der Ebene (E) und dem Randbereich
(26) ein Abstand (δ) gebildet ist,
wobei eine zu der mindestens einen Stimmzunge (4) weisende Oberfläche (28) der Stimmplatte
(2) zur Bildung des Abstands (δ) eine Aussparung und/oder eine Krümmung und/oder eine
Schräge (29) aufweist.
2. Stimmplatten-Anordnung nach Anspruch 1, wobei der Abstand (δ) maximal 1,5 mm, bevorzugt
maximal 1,3 mm, besonders bevorzugt maximal 1,0 mm beträgt.
3. Stimmplatten-Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Abstand (δ) mindestens 0,05
mm, bevorzugt mindestens 0,1 mm, besonders bevorzugt mindestens 0,3 mm beträgt.
4. Stimmplatten-Anordnung nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die mindestens eine
Stimmzunge (4) einen ersten Bereich (42) und einen zweiten Bereich (44) aufweist,
wobei der erste Bereich (42) der mindestens einen Stimmzunge (4) mit der Stimmplatte
(2) verschraubt ist und sich der zweite Bereich (44) parallel zur Längsachse (L) erstreckt.
5. Stimmplatten-Anordnung nach Anspruch 4, wobei der erste Bereich (42) der mindestens
einen Stimmzunge (4) derart mit der Stimmplatte (2) verschraubt ist, dass der erste
Bereich (42) der mindestens einen Stimmzunge (4) den Auflagebereich (22) der Stimmplatte
(2) flächig kontaktiert.
6. Stimmplatten-Anordnung nach Anspruch 5, wobei der erste Bereich (42) der mindestens
einen Stimmzunge (4) eine quer zur Längsachse (L) gemessene Breite (b1) aufweist und
der erste Bereich (42) der mindestens einen Stimmzunge (4) über mindestens 50%, bevorzugt
über mindestens 70%, besonders bevorzugt über mindestens 90% der Breite (b1) an die
Stimmplatte (2) gepresst ist.
7. Stimmplatten-Anordnung nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die Stimmplatte (2)
und die mindestens eine Stimmzunge (4) aus demselben Material bestehen.
8. Stimmplatten-Anordnung nach einem der vorigen Ansprüche mit mindestens zwei an der
Stimmplatte (2) befestigten Stimmzungen (4).
9. Stimmstock-Anordnung für ein Handzuginstrument, aufweisend
einen Stimmstock (6) und
mehrere, an dem Stimmstock (6) befestigte Stimmplatten-Anordnungen gemäß einem der
vorigen Ansprüche.
10. Stimmstock-Anordnung nach Anspruch 9, wobei der Stimmstock (6) ein Kohlefaserverbundwerkstoffmaterial
aufweist.
11. Stimmstock-Anordnung nach Anspruch 9 oder 10, wobei der Stimmstock (6), die Stimmplatten
(2, 2') und die Stimmzungen (4) aus demselben Material bestehen.
12. Handzuginstrument, insbesondere Akkordeon, mit mehreren Stimmplatten-Anordnungen gemäß
einem der Ansprüche 1 bis 8 und/oder mit einer Stimmstock-Anordnung gemäß einem der
Ansprüche 9 bis 11.
1. A reed plate assembly for a hand-pulled instrument, comprising:
a reed plate (2) for a hand-pulled instrument, and
at least one reed (4) which is fixed to the reed plate (2),
wherein the reed plate (2) and the at least one reed (4) respectively comprise a carbon
fiber composite material,
wherein the reed plate (2) comprises a planar support area (22) extending in a plane
(E) for connection to the at least one reed (4), and
an opening (24) to allow a vibration of the at least one reed (4), wherein the opening
(24) extends from the support area (22) along a longitudinal axis (L) up to an edge
area (26) of the opening (24) opposite to the support area (22),
characterized in that
the reed plate (2) is shaped in such a way that a distance (δ) is formed between the
plane (E) and the edge area (26) extending from the reed plate (2) in a direction
perpendicular to the plane (E),
wherein a surface (28) of the reed plate (2) facing to the at least one reed (4) comprises
a recess and/or a curvature and/or an inclination (29) to form the distance (δ).
2. The reed plate assembly according to claim 1, wherein the distance (δ) is at most
1.5 mm, preferably at most 1.3 mm, particularly preferably at most 1.0 mm.
3. The reed plate assembly according to claim 1 or 2, wherein the distance (δ) is at
least 0.05 mm, preferably at least 0.1 mm, particularly preferably at least 0.3 mm.
4. The reed plate assembly according to any one of the preceding claims, wherein the
at least one reed (4) comprises a first region (42) and a second region (44), wherein
the first region (42) of the at least one reed (4) is screwed to the reed plate (2)
and the second region (44) extends parallel to the longitudinal axis (L).
5. The reed plate according to claim 4, wherein the first region (42) of the at least
one reed (4) is screwed to the reed plate (2) in such a way that the first area (42)
of the at least one reed (4) contacts the support area (22) of the reed plate (2)
in a planar manner.
6. The reed plate assembly according to claim 5, wherein the first region (42) of the
at least one reed (4) has a width (b1) measured transverse to the longitudinal axis
(L) and the first region (42) of the at least one reed (4) is pressed against the
reed plate (2) over at least 50%, preferably over at least 70%, particularly preferably
over at least 90% of the width (b1).
7. The reed plate assembly according to any one of the preceding claims, wherein the
reed plate (2) and the at least one reed (4) are made of the same material.
8. The reed plate assembly according to any one of the preceding claims, comprising at
least two reeds (4) attached to the reed plate (2).
9. A sound post assembly for a hand-pulled instrument, comprising
a sound post (6) and
a plurality of reed plate assemblies according to any one of the preceding claims,
the reed plate assemblies being attached to the sound post (6).
10. The sound post assembly according to claim 9, wherein the sound post (6) comprises
a carbon fiber composite material.
11. The sound post assembly according to claim 9 or 10, wherein the sound post (6), the
reed plates (2, 2'), and the reeds (4) are made of the same material.
12. A hand-pulled instrument, particularly an accordion, with a plurality of reed plate
assemblies according to any one of claims 1 to 8 and/or with a sound post assembly
according to any one of claims 9 to 11.
1. Ensemble de plaque pour un instrument à anche libre, présentant :
une plaque (2) pour un instrument à anche libre, et
au moins une anche (4), laquelle est fixée sur la plaque (2),
dans lequel la plaque (2) et la au moins une anche (4) présentent respectivement un
matériau composite en fibres de carbone,
dans lequel la plaque (2) présente une zone d'appui (22) plane, s'étendant dans un
plan (E) pour la liaison à la au moins une anche (4) et
une ouverture (24) pour permettre une vibration de la au moins une anche (4), dans
lequel l'ouverture (24) s'étend à partir de la zone d'appui (22) le long d'un axe
longitudinal (L) jusqu'à une zone de bord (26) de l'ouverture (24) opposée à la zone
d'appui (22),
caractérisé en ce
que la plaque (2) est formée de telle sorte que dans une direction qui se projette perpendiculairement
au plan (E) à partir de la plaque (2), une distance (δ) est formée entre le plan (E)
et la zone de bord (26),
dans lequel une surface (28) de la plaque (2) tournée vers la au moins une anche (4)
présente pour la formation de la distance (δ) un évidement et/ou une courbure et/ou
une inclinaison (29).
2. Ensemble de plaque selon la revendication 1, dans lequel la distance (δ) atteint au
maximum 1,5 mm, de préférence au maximum 1,3 mm, de manière particulièrement préférée
au maximum 1,0 mm.
3. Ensemble de plaque selon la revendication 1 ou 2, dans lequel la distance (δ) atteint
au moins 0,05 mm, de préférence au moins 0,1 mm, de manière particulièrement préférée
au moins 0,3 mm.
4. Ensemble de plaque selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
la au moins une anche (4) présente une première zone (42) et une deuxième zone (44),
dans lequel la première zone (42) de la au moins une anche (4) est vissée à la plaque
(2) et la deuxième zone (44) s'étend parallèlement à l'axe longitudinal (L).
5. Ensemble de plaque selon la revendication 4, dans lequel la première zone (42) de
la au moins une anche (4) est vissée à la plaque (2) de telle sorte que la première
zone (42) de la au moins une anche (4) est en contact à plat avec la zone d'appui
(22) de la plaque (2).
6. Ensemble de plaque selon la revendication 5, dans lequel la première zone (42) de
la au moins une anche (4) présente une largeur (b1) mesurée transversalement à l'axe
longitudinal (L) et la première zone (42) de la au moins une anche (4) est pressée
sur au moins 50 %, de préférence sur au moins 70 %, de manière particulièrement préférée
sur au moins 90 % de la largeur (b1) sur la plaque (2).
7. Ensemble de plaque selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
la plaque (2) et la au moins une anche (4) sont constituées du même matériau.
8. Ensemble de plaque selon l'une quelconque des revendications précédentes avec au moins
deux anches (4) fixées sur la plaque (2).
9. Ensemble d'âme pour un instrument à anche libre, présentant
une âme (6) et
plusieurs ensembles de plaque selon l'une quelconque des revendications précédentes
fixés sur l'âme (6).
10. Ensemble d'âme selon la revendication 9, dans lequel l'âme (6) présente un matériau
composite en fibres de carbone.
11. Ensemble d'âme selon la revendication 9 ou 10, dans lequel l'âme (6), les plaques
(2, 2') et les anches (4) sont constituées du même matériau.
12. Instrument à anche libre, en particulier accordéon, avec plusieurs ensembles de plaque
selon l'une quelconque des revendications 1 à 8 et/ou avec un ensemble d'âme selon
l'une quelconque des revendications 9 à 11.