[0001] Die Erfindung betrifft einen Reißverschluss, einen Schieber für einen Reißverschluss
und ein Verfahren zum Betreiben eines Reißverschlusses.
[0002] Ein Reißverschluss umfasst ein Anfangs- und ein Stoppteil, einen Schieber oder Schiebekörper
mit daran angeordnetem Schiebergriff, ineinandergreifende Krampen und ein Band, in
das die Krampen eingearbeitet sind und das einer Verbindung mit einem Textil dient.
Mittels eines Reißverschlusses können Stoffteile an Kleidungsstücken, Nutztextilien,
Taschen oder Schuhen miteinander verbunden werden.
[0003] Aus der
US 2015 / 0 082 582 A1 ist ein Roboter-Reißverschlusssystem zum Verbinden und Trennen von Reißverschlusshälften
eines Reißverschlussbandes bekannt. Ein Chassis umfasst einen Aktuator, der eine Reißverschlussschiebergeometrie
entlang des Reißverschlussbandes antreibt, um das Reißverschlussband zu verbinden
oder zu trennen. Ein Sensor kann die Position des Reißverschlussschiebers bestimmen,
und ein Steuermodul kann dem Motor ein elektrisches Signal liefern, um sich vorwärts
oder rückwärts zu bewegen. Der Aktuator kann einen Motor haben, der ein Zahnradsystem
antreibt, das mechanisch in die Reißverschlusszähne eingreift. Die Zähne des Zahnradsystems
können phasenverschoben sein, um mit abwechselnden Lücken zwischen den Reißverschlusszähnen
in Eingriff zu kommen. Der Aktuator kann relativ zu einem Reißverschlussschieber abnehmbar
sein. Die Geometrie des Reißverschlussschlittens kann in das Chassis integriert werden,
beispielsweise in Form eines Kanals, möglicherweise mit einem zentralen Pfosten. Ein
Sensor könnte positioniert werden, um das Vorhandensein oder Fehlen von Reißverschlusszähnen
durch eine Öffnung in einer Grundplatte zu erfassen.
[0004] Aus der
WO 2018 / 0 29850 A1 ist ein elektrisches Reißverschlusssystem bekannt, welches sich dadurch auszeichnet,
dass: ein Schieber eine Steuereinheit umfasst; die Steuereinheit von einer Stromquelle
mit Strom versorgt wird; und die Steuereinheit eine Antriebseinheit aufweist, die
den Schieber in Bezug auf eine Reißverschlusskette bewegt, einen Verschlusserkennungssensor,
der erkennt, ob der Schieber eine Schließendposition erreicht hat, in der die Elementstreifen
geschlossen sind, einen Öffnungserkennungssensor, der erkennt, ob der Schieber eine
Öffnungsendposition erreicht hat, in der die Elementstreifen geöffnet sind, und einen
Steuerabschnitt, der den Antrieb der Antriebseinheit stoppt, wenn der Verschlusserkennungssensor
das Schließen der Elementstreifen erkannt hat oder wenn der Öffnungserkennungssensor
das Öffnen der Elementstreifen erkannt hat.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Reißverschluss und ein Verfahren
zum Betreiben eines Reißverschlusses zu verbessern, insbesondere eine Funktionalität
des Reißverschlusses zu erweitern.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Reißverschluss mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 und ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 11 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0007] Insbesondere wird ein Reißverschluss geschaffen, umfassend mindestens eine Sensorik,
wobei die mindestens eine Sensorik derart ausgebildet ist, eine Schieberposition und/oder
eine Änderung der Schieberposition eines Schiebers des Reißverschlusses zu erfassen
und ein mit der erfassten Schieberposition korrespondierendes Schieberpositionssignal
und/oder ein mit der erfassten Änderung der Schieberposition korrespondierendes Schieberpositionsänderungssignal
bereitzustellen.
[0008] Ferner wird insbesondere ein Schieber für einen Reißverschluss geschaffen, umfassend
mindestens eine Sensorik, wobei die mindestens eine Sensorik derart ausgebildet ist,
eine Schieberposition und/oder eine Änderung der Schieberposition des Schiebers an
dem Reißverschluss zu erfassen und ein mit der erfassten Schieberposition korrespondierendes
Schieberpositionssignal und/oder ein mit der erfassten Änderung der Schieberposition
korrespondierendes Schieberpositionsänderungssignal bereitzustellen.
[0009] Weiter wird ein Verfahren zum Betreiben eines Reißverschlusses zur Verfügung gestellt,
wobei mittels mindestens einer Sensorik eine Schieberposition und/oder eine Änderung
der Schieberposition eines Schiebers des Reißverschlusses erfasst wird und ein mit
der erfassten Schieberposition korrespondierendes Schieberpositionssignal und/oder
ein mit der erfassten Änderung der Schieberposition korrespondierendes Schieberpositionsänderungssignal
bereitgestellt wird.
[0010] Es ist eine der Grundideen der Erfindung, mittels mindestens einer Sensorik eine
Schieberposition und/oder eine Änderung der Schieberposition eines Schiebers des Reißverschlusses
zu erfassen und ein mit der Schieberposition korrespondierendes Schieberpositionssignal
und/oder ein mit der erfassten Änderung der Schieberposition korrespondierendes Schieberpositionsänderungssignal
bereitzustellen. Dies ermöglicht es, eine Funktionalität des Reißverschlusses zu erweitern
und den Reißverschluss nicht nur zum Verschließen und Öffnen von Öffnungen und/oder
zum Verbinden von Teilen von Kleidungsstücken zu verwenden, sondern darüber hinaus
beispielsweise zum Steuern von Funktionen und/oder Vorrichtungen zu verwenden. Da
in vielen alltäglich getragenen Kleidungsstücken Reißverschlüsse integriert sind und
diese in unmittelbarer Körpernähe angeordnet sind, kann hierdurch ein ständig erreichbares,
leicht auffindbares und schwer zu verlierendes Steuermittel und/oder Bedienmittel
zur Verfügung gestellt werden.
[0011] Der Reißverschluss umfasst insbesondere einen Schieber und ein Band. An dem Band
sind Krampen oder Schließglieder ausgebildet, die zum Schließen des Reißverschlusses
in bekannter Weise miteinander in Eingriff gebracht werden, wenn diese den Schieber
beim Schließen durchlaufen.
[0012] Der Reißverschluss umfasst ferner insbesondere eine Steuereinrichtung, die dazu eingerichtet
ist, die mindestens eine Sensorik zu steuern und/oder aus erfassten Sensordaten der
mindestens einen Sensorik das Schieberpositionssignal und/oder das Schieberpositionsänderungssignal
abzuleiten und zum Bereitstellen beispielsweise auszugeben. Die Steuereinrichtung
kann einzeln oder zusammengefasst mit anderen Einrichtungen als eine Kombination von
Hardware und Software ausgebildet sein, beispielsweise als Programmcode, der auf einem
Mikrocontroller oder Mikroprozessor ausgeführt wird. Es kann jedoch auch vorgesehen
sein, dass Teile einzeln oder zusammengefasst als anwendungsspezifische integrierte
Schaltung (ASIC) ausgebildet sind.
[0013] In einer Ausführungsform des Verfahrens ist vorgesehen, dass mindestens eine elektronische
und/oder mechanische Vorrichtung mittels des bereitgestellten Schieberpositionssignals
und/oder des bereitgestellten Schieberpositionsänderungssignals und/oder eines hieraus
abgeleiteten Signals gesteuert wird.
[0014] Entsprechend kann der Reißverschluss derart ausgebildet sein, auf Grundlage des bereitgestellten
Schieberpositionssignals und/oder des bereitgestellten Schieberpositionsänderungssignals
und/oder des hieraus abgeleiteten Signals mindestens ein Steuersignal zum Steuern
von mindestens einer elektronischen und/oder mechanischen Vorrichtung zu erzeugen
und bereitzustellen. Das mindestens eine Steuersignal kann beispielsweise mittels
der Steuereinrichtung erzeugt und bereitgestellt werden.
[0015] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Reißverschluss mindestens eine
drahtlose Kommunikationsschnittstelle aufweist, wobei die mindestens eine drahtlose
Kommunikationsschnittstelle dazu eingerichtet ist, das Schieberpositionssignal und/oder
das Schieberpositionsänderungssignal und/oder ein hieraus abgeleitetes Signal zu übermitteln.
Hierdurch wird insbesondere eine drahtlose Kopplung mit einem mobilen Endgerät, z.B.
einem Smartphone, oder einem anderen Kommunikationspartner, beispielsweise einer Türsteuerung
einer Automatiktür etc., ermöglicht. Die Kommunikationsschnittstelle kann beispielsweise
als Bluetooth-, Mobilfunk- und/oder WLAN-Schnittstelle ausgebildet sein. Der Reißverschluss
umfasst dann einen entsprechend hierfür ausgebildeten Controller.
[0016] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die mindestens eine Sensorik auf, an
oder in einem Schieber des Reißverschlusses angeordnet ist. Insbesondere kann vorgesehen
sein, dass neben der mindestens einen Sensorik auch die Steuereinrichtung, die Kommunikationsschnittstelle
und gegebenenfalls weitere zum Bereitstellen der Schieberposition und/oder der Änderung
der Schieberposition verwendete Einrichtungen auf, an oder in dem Schieber ausgebildet
sind. Hierdurch ist es neben der Realisierung einer sehr kompakten, das heißt platzsparenden,
Bauweise auch möglich, Reißverschlüsse mit der Sensorik nachzurüsten. Dies erfolgt
dann insbesondere, indem lediglich ein Schieber eines Reißverschlusses durch einen
der in dieser Offenbarung beschriebenen Schieber ausgetauscht wird.
[0017] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die mindestens eine Sensorik mindestens
einen optischen Sensor zum Erfassen von beim Schließen und/oder Öffnen des Reißverschlusses
an dem Schieber vorbeilaufenden Krampen oder Schließgliedern des Reißverschlusses
aufweist, Insbesondere werden die vorbeilaufenden Krampen oder Schließglieder mittels
eines Zählers gezählt. Bei bekannter Gesamtanzahl der Krampen oder Schließglieder
des Reißverschlusses kann auf Grundlage eines Zählerstandes des Zählers hieraus eine
Schieberposition berechnet werden. Der mindestens eine optische Sensor soll hierbei
insbesondere ein Sensor sein, der zum Erfassen von elektromagnetischer Strahlung ausgebildet
ist, insbesondere zum Erfassen von Licht im sichtbaren und/oder nichtsichtbaren Spektralbereich.
Der mindestens eine optische Sensor kann beispielsweise als Photodiode ausgebildet
sein.
[0018] In einer weiterbildenden Ausführungsform ist vorgesehen, dass die mindestens eine
Sensorik ferner mindestens eine Strahlungsquelle umfasst, die dazu eingerichtet ist,
elektromagnetische Strahlung zumindest einer definierten Wellenlänge oder eines definierten
Wellenlängenbereichs zu emittieren, wobei die Sensorik derart angeordnet und ausgebildet
ist, das Vorbeilaufen von Krampen oder Schließgliedern des Reißverschlusses über eine
durch eine vorbeilaufende Krampe oder ein vorbeilaufendes Schließglied bewirkte Änderung
einer Transmission oder einer Reflexion und/oder Remission der von der Strahlungsquelle
emittierten elektromagnetischen Strahlung zu erfassen. Die Strahlungsquelle ist insbesondere
eine Lichtquelle, die Licht im sichtbaren und/oder nichtsichtbaren Spektralbereich
emittiert.
[0019] Im dem Fall, dass eine Änderung der Transmission erfasst wird, kann durch das Verdecken
oder Abschirmen der von der Strahlungsquelle emittierten elektromagnetischen Strahlung
durch eine vorbeilaufende Krampe oder ein vorbeilaufendes Schließglied im Vergleich
zur ungestörten Transmission der elektromagnetischen Strahlung durch Zwischenräume
zwischen den Krampen oder Schließgliedern ein ausreichend starker Signalkontrast eines
an dem optischen Sensor erfassten Signals bewirkt werden, sodass die vorbeilaufenden
Krampen oder Schließglieder in dem erfassten Signal sicher voneinander getrennt erfasst
werden können.
[0020] Hierdurch wird eine Sensorik beispielsweise in Form von einer Lichtschranke geschaffen,
bei der ein Lichtweg zwischen einer Lichtquelle und einem optischen Sensor durch vorbeilaufende
Krampen oder Schließglieder verdeckt wird und hierdurch eine Anzahl der Krampen oder
Schließglieder in einem von dem optischen Sensor bereitgestellten Signal bestimmt
werden kann.
[0021] In dem Fall, dass eine Änderung der Reflexion und/oder Remission erfasst wird, kann
durch das Vorbeilaufen der Krampen oder Schließglieder und eine hierdurch bewirkte
Änderung der Reflexion und/oder Remission an einer Oberfläche einer Krampe oder eines
Schließgliedes im Vergleich zu einem Zwischenraum zwischen zwei Krampen oder zwei
Schließgliedern, bei dem keine oder zumindest weniger Reflexion und/oder Remission
auftritt, ein ausreichend großer Signalkontrast eines an dem optischen Sensor erfassten
Signals bewirkt werden, sodass die vorbeilaufenden Krampen oder Schließglieder in
dem erfassten Signal sicher voneinander getrennt erfasst werden können.
[0022] In beiden Fällen kann aus dem von dem optischen Sensor erfassten (periodischen) Signal
daher direkt eine Anzahl der vorbeigelaufenen Krampen oder Schließglieder bestimmt
und ausgewertet werden. Da die Anzahl mit einem zurückgelegten Weg des Schiebers korrespondiert,
kann über die Anzahl eine Schieberposition geschätzt werden. Ferner ist das Verwenden
eines optischen Sensors und einer Strahlungsquelle, insbesondere einer Lichtquelle,
kostengünstig und störungsunanfällig. Beispielsweise können kostengünstige Leucht-
und Photodioden hierzu verwendet werden. Insbesondere können hierbei Infrarotdioden
oder Infrarottransceiver eingesetzt werden.
[0023] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die mindestens eine Sensorik ferner
mindestens eine Schallquelle umfasst, die dazu eingerichtet ist, Schallwellen zumindest
einer definierten Frequenz oder eines definierten Frequenzbereichs zu emittieren,
wobei die Sensorik derart angeordnet und ausgebildet ist, das Vorbeilaufen von Krampen
des Reißverschlusses über eine durch eine vorbeilaufende Krampe oder ein vorbeilaufendes
Schließglied bewirkte Änderung einer Transmission oder einer Reflexion und/oder Remission
der von der Schallquelle emittierten Schallwellen zu erfassen. Hierdurch kann eine
Anzahl der vorbeilaufenden Krampen oder Schließglieder erfasst werden. Das Erfassen
erfolgt beispielsweise mittels eines entsprechend hierfür eingerichteten Sensors,
beispielsweise mittels eines Mikrofons oder Ultraschallsensors.
[0024] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass eine zum Betrieb der mindestens einen
Sensorik und/oder der mindestens einen drahtlosen Kommunikationsschnittstelle notwendige
elektrische Energie mittels eines in, auf oder an dem Schieber angeordneten Akkumulators
bereitgestellt wird. Hierdurch kann die benötigte elektrische Energie direkt am Ort
der mindestens einen Sensorik bereitgestellt werden.
[0025] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass zumindest an einer Schieberposition
eine Ladeeinrichtung an dem Reißverschluss angeordnet ist, mit der eine kontaktbasierte
oder drahtlose Ladeverbindung mit dem Schieber zum Laden des Akkumulators ausgebildet
werden kann. Eine kontaktbasierte Ladeverbindung kann beispielsweise mittels elektrischer
Kontakte ausgebildet werden, welche miteinander an der vorgesehenen Schieberposition
in elektrischen Kontakt gebracht werden. Eine drahtlose Ladeverbindung kann beispielsweise
mittels induktiver Kopplung ausgebildet werden. Im Schieber und an der vorgesehenen
Schieberposition im Band des Reißverschlusses sind dann entsprechende Induktionsspulen
vorgesehen. Ein Vorteil hierbei ist, dass kein Kontakt ausgebildet werden muss, sodass
ein Verschleiß verringert ist und eine Lebensdauer erhöht werden kann.
[0026] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass in dem Schieber mindestens eine Induktionsspule
ausgebildet ist, wobei die Krampen oder Schließglieder des Reißverschlusses ein magnetisches
Material umfassen, wobei die mindestens eine Induktionsspule derart ausgebildet ist,
den Akkumulator durch einen beim Bewegen des Schiebers entlang der Krampen oder Schließglieder
induzierten Strom zu laden.
[0027] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass ein Band und/oder Krampen oder Schließglieder
des Reißverschlusses zumindest teilweise als Teil eines elektrischen Bauelementes
ausgebildet sind, derart, dass eine elektrische und/oder magnetische Eigenschaft des
elektrischen Bauelementes in Abhängigkeit der Schieberposition und/oder eines Schließzustandes
des Reißverschlusses verändert werden kann, wobei die mindestens eine Sensorik derart
ausgebildet ist, die elektrische und/oder magnetische Eigenschaft und/oder eine Änderung
der elektrischen und/oder magnetischen Eigenschaft zu erfassen.
[0028] In einer weiterbildenden Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Band und/oder die
Krampen oder die Schließglieder zusammen mit dem Schieber als Schiebewiderstand ausgebildet
sind, wobei die mindestens eine Sensorik derart ausgebildet ist, einen von der Schieberposition
abhängigen elektrischen Widerstand zu erfassen.
[0029] In einer anderen, weiterbildenden Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Seiten
des Bandes und/oder Krampen oder Schließglieder des Reißverschlusses als Kondensatorelektroden
eines Kondensators mit einer in Abhängigkeit der Schieberposition variierenden Kapazität
ausbildet sind, wobei die mindestens eine Sensorik derart ausgebildet ist, eine Kapazität
des Kondensators zu erfassen. Insbesondere können die Kondensatorelektroden mittels
elektrisch leitender Krampen ausgebildet sein. Die Gesamtheit der Krampen auf jeder
Seite des Bandes bildet jeweils eine Kondensatorelektrode. Die einzelnen Krampen auf
jeder Seite sind miteinander elektrisch verbunden, jedoch sind deren Oberflächen mit
einem elektrisch isolierenden (dielektrischen) Material umschlossen, sodass beim Schließen
der Krampen kein elektrischer Kontakt zwischen gegenüberliegenden Krampen ausgebildet
wird. Werden die Krampen miteinander in Eingriff gebracht, so verändert sich ein Abstand
zwischen den Kondensatorelektroden, sodass eine Kapazität sich mit variierender Schieberposition
verändert.
[0030] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Reißverschluss eine in, auf oder
an dem Schieber angeordnete Richtungserfassungssensorik umfasst, die mit einem Schiebergriff
des Reißverschlusses mechanisch verbunden ist, und die derart ausgebildet ist, eine
Zugrichtung und/oder Druckrichtung beim Betätigen des Schiebers zu erfassen und ein
hiermit korrespondierendes Richtungssignal bereitzustellen. Insbesondere wird eine
mittels des Schiebergriffes aufgebrachte Zugkraft oder Druckkraft mittels der Richtungserfassungssensorik
mechanisch an den Schieber übertragen. Die Richtungserfassungssensorik kann beispielsweise
als Miniaturjoystick ausgebildet sein, an dessen Griff der Schiebergriff angeordnet
ist. Neben einem Ziehen und Drücken (Bewegen des Schiebers entlang des Bandes) kann
zusätzlich auch eine Zug- oder Druckkraft senkrecht zum Band erfasst werden. Hierdurch
können beispielsweise weitere Funktionen gesteuert werden. Ein mittels der Richtungserfassungssensorik
erfasstes Richtungssignal kann ebenfalls über die drahtlose Kommunikationsschnittstelle
übermittelt werden.
[0031] Es ist vorgesehen, dass zumindest an einem oberen Bandende und/oder an einem unteren
Bandende an mindestens einer Rücksetzposition mindestens ein Rücksetzelement zum gezielten
Rücksetzen der Schieberposition ausgebildet ist. Hierdurch kann eine Schieberposition,
insbesondere ausgedrückt durch eine Zählerposition für eine Anzahl von Krampen oder
Schließgliedern, zurückgesetzt werden. Hierbei kann vorgesehen sein, dass eine Schieberposition
auf Null oder auf einen anderen Wert zurückgesetzt wird. Insbesondere ist zumindest
ein Rücksetzelement an einer Rücksetzposition für das Zurücksetzen auf Null (z.B.
Reißverschluss vollständig geöffnet) und ein Rücksetzelement an einer Rücksetzposition
für das Zurücksetzen auf eine maximale Anzahl von Krampen oder Schließgliedern (z.B.
Reißverschluss vollständig geschlossen) vorgesehen. Je nach aktuellem Zählerstand
(nahe bei Null oder nahe bei der maximalen Anzahl) wird bei Erreichen des jeweiligen
Rücksetzelements dann die Zählerzahl auf Null gesetzt oder auf den maximalen Wert.
[0032] Es können weitere Rücksetzelemente vorgesehen sein. Es kann hierbei vorgesehen sein,
dass die Rücksetzelemente eine von einer Rücksetzsensorik erfassbare Kodierung aufweisen,
sodass ein Rücksetzelement und hiermit eine eindeutige Rücksetzposition (insbesondere
eine bestimmte Anzahl an Krampen oder Schließgliedern) eindeutig identifiziert werden
kann.
[0033] In einer weiterbildenden Ausführungsform ist vorgesehen, dass das mindestens eine
Rücksetzelement ein magnetisches Element umfasst, wobei der Schieber zum Erkennen
der mindestens einen Rücksetzposition einen Magnetfeldsensor zum Erfassen eines von
dem magnetischen Element hervorgerufenen Magnetfeldes umfasst. Das magnetische Element
ist beispielsweise ein in das Band des Reißverschlusses eingearbeiteter Permanentmagnet.
Der Magnetfeldsensor ist beispielsweise als Hallsensor ausgebildet.
[0034] Die Rücksetzsensorik kann alternativ einen Kontaktsensor zum Erfassen eines durch
ein Rücksetzelement bewirkten Kontaktschlusses umfassen.
[0035] Weitere Merkmale zur Ausgestaltung des Schiebers ergeben sich aus der Beschreibung
von Ausgestaltungen des Reißverschlusses. Die Vorteile des Schiebers sind hierbei
jeweils die gleichen wie bei den Ausgestaltungen des Reißverschlusses.
[0036] Weitere Merkmale zur Ausgestaltung des Verfahrens ergeben sich aus der Beschreibung
von Ausgestaltungen des Reißverschlusses. Die Vorteile des Verfahrens sind hierbei
jeweils die gleichen wie bei den Ausgestaltungen des Reißverschlusses.
[0037] Nachfolgend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die Figuren näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1a, 1b
- schematische Explosionsdarstellungen einer Ausführungsform des Reißverschlusses, wobei
nur der Schieber gezeigt ist;
- Fig. 2a, 2b
- schematische Darstellungen der in den Figuren 1a und 1b gezeigten Ausführungsform
des Reißverschlusses, wobei nur der Schieber gezeigt ist;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform des Reißverschlusses;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform des Reißverschlusses;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform des Reißverschlusses;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform des Reißverschlusses.
[0038] In den Figuren 1a und 1b sind schematische Explosionsdarstellungen einer Ausführungsform
des Reißverschlusses aus einer Perspektive von oben (Fig. 1a) und einer Perspektive
von unten (Fig. 1b) gezeigt, wobei nur ein Schieber 2 des Reißverschlusses gezeigt
ist.
[0039] Der Schieber 1 umfasst ein oberes Trägerteil 3 und ein unteres Trägerteil 4. Die
Trägerteile 3, 4 können beispielsweise aus einem Kunststoff bestehen und beispielsweise
mittels 3D-Druck hergestellt werden. Ferner umfasst der Schieber 2 eine obere Platine
5 und eine untere Platine 6. Die obere Platine 5 und die untere Platine 6 sind mittels
Kontakten 8, die durch einen Keil 7 des Schiebers 2 hindurchgeführt sind, elektrisch
miteinander verbunden, wobei die Kontakte 8 ebenfalls durch das obere Trägerteil 3
und das untere Trägerteil 4 hindurchgeführt werden. Alternativ können die Kontakte
auch vor dem Keil 7 entlanggeführt werden.
[0040] Auf den Platinen 5, 6 ist jeweils an einer innenliegenden Seite eine Sensorik 9 ausgebildet.
Die Sensoriken 9 umfassen jeweils einen optischen Sensor 10, beispielsweise eine Photodiode,
und eine elektromagnetische Strahlungsquelle 11, beispielsweise eine Leuchtdiode.
Der optische Sensor 10 und die elektromagnetische Strahlungsquelle 11 sind beispielsweise
als Infrarot-Transceiver ausgebildet. Von der Strahlungsquelle 11 emittierte elektromagnetische
Strahlung (z.B. im IR-Bereich) wird durch Fenster 12 in Form von Aussparungen in den
Trägerteilen 3, 4 hindurch gestrahlt und trifft auf eine Oberfläche von Krampen oder
Schließgliedern des Reißverschlusses, die beim Öffnen und Schließen des Reißverschlusses
durch den Schieber 2 hindurchlaufen. Eine beim Durchlaufen von den Krampen oder Schließgliedern
jeweils reflektierte und/oder remittierte elektromagnetische Strahlung tritt zumindest
teilweise in entgegengesetzter Richtung durch die Fenster 12 hindurch und trifft jeweils
auf den optischen Sensor 10. Je nachdem, wo sich die Krampen oder Schließglieder in
Bezug auf das Fenster 12 und die elektromagnetische Strahlung befinden, variiert die
jeweils reflektierte und/oder remittierte elektromagnetische Strahlung. Durchlaufen
die Krampen oder Schließglieder den Schieber 2, so entsteht hierdurch ein periodisches
Signal, sodass eine Anzahl von Krampen oder Schließgliedern, die durch den Schieber
2 hindurchläuft, durch Abzählen bestimmt werden kann. Ist ein Startpunkt der Schieberposition
(z.B. Reißverschluss vollständig geschlossen oder geöffnet) und eine Richtung bekannt,
so kann aus der bestimmten Anzahl die Schieberposition und/oder eine Änderung der
Schieberposition bestimmt werden.
[0041] Das gezeigte Ausführungsbeispiel umfasst insgesamt zwei Sensoriken 9. In anderen
Ausführungsformen können auch nur eine Sensorik 9 oder mehr als zwei Sensoriken 9
vorgesehen sein.
[0042] Die optischen Sensoren 10 stellen in Abhängigkeit einer erfassten elektromagnetischen
Strahlung ein Signal bereit. Zum Auswerten des Signals umfasst der Schieber 2 bzw.
umfassen die Sensoriken 9 des Schiebers 2 jeweils eine Steuereinrichtung 13 (Controller).
Diese leitet aus dem Signal eine Schieberposition und/oder eine Änderung der Schieberposition
ab. Aus der Schieberposition und/oder der Änderung der Schieberposition erzeugt die
Steuereinrichtung 13 ein korrespondierendes Schieberpositionssignal und/oder ein mit
der erfassten Änderung der Schieberposition korrespondierendes Schieberpositionsänderungssignal.
Aus der Schieberposition und/oder der Änderung der Schieberposition können weitere
Signale abgeleitet werden, welche beispielsweise nur angeben, dass der Schieber 2
bewegt wurde und/oder wie schnell der Schieber 2 bewegt wurde.
[0043] Es kann vorgesehen sein, dass der Schieber 2 eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle
14 umfasst, welche beispielsweise als Bluetooth-Schnittstelle ausgestaltet ist. Die
drahtlose Kommunikationsschnittstelle 14 ist dazu eingerichtet, das Schieberpositionssignal
und/oder das Schieberpositionsänderungssignal und/oder ein hieraus abgeleitetes Signal
an mindestens einen Empfänger zu übermitteln.
[0044] Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Sensorik 9 auch eine Richtung bestimmen
kann, in die der Schieber 2 bewegt wird. Hierdurch lässt sich bestimmen, ob der Reißverschluss
durch eine Bewegung des Schiebers 2 geschlossen oder geöffnet wird.
[0045] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Schieber 2 eine in, auf oder an
dem Schieber 2 angeordnete Richtungserfassungssensorik aufweist.
[0046] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Richtungserfassungssensorik 15
mit einem Schiebergriff 16 des Reißverschlusses mechanisch verbunden ist, wobei die
Richtungserfassungssensorik 15 derart ausgebildet ist, eine Zugrichtung und/oder Druckrichtung
beim Betätigen des Schiebers 2 zu erfassen und ein hiermit korrespondierendes Richtungssignal
bereitzustellen. Die Richtungserfassungssensorik 15 ist beispielsweise als Miniaturjoystick
ausgebildet. Es kann vorgesehen sein, dass der Miniaturjoystick neben einer Bewegungsrichtung
des Schiebers 2 auch weitere Richtungen erfassen kann, z.B. seitwärts bzw. senkrecht
zu einem Band des Reißverschlusses gerichtete Bewegungen. Hierdurch lassen sich beispielsweise
weitere Funktionen steuern.
[0047] In einer alternativen oder zusätzlichen Ausführungsform ist vorgesehen, dass die
Richtungserfassungssensorik nach Art einer optischen Computermaus arbeitet. Der optische
Sensor 10 der Sensorik 9 umfasst hierzu mehrere Bildelemente, sodass ein ortsaufgelöstes
Bild von den vorbeilaufenden Krampen oder Schließgliedern des Reißverschlusses erfasst
werden kann. Mittels Verfahren der Bildbearbeitung kann dann eine Verschiebung der
erfassten Bilder erkannt werden und hieraus neben einer Anzahl von Krampen oder Schließgliedern,
die den Schieber 2 durchlaufen, auch eine Richtung der Bewegung des Schiebers 2 bestimmt
werden.
[0048] Der Schieber 2 umfasst ferner einen Akkumulator 17, z.B. eine Batterie, der eine
elektrische Energie zum Betreiben der Sensoriken 9 und der drahtlosen Kommunikationsschnittstelle
14 bereitstellt. Der Akkumulator 17 ist in einem Batteriezellenträger 18 angeordnet.
Ferner weist der Schieber 2 Ladekontakte 19 auf, die beim Anordnen des Schiebers 2
an einem unteren Bandende des Reißverschlusses, beispielsweise an einem Kastenteil,
mit komplementär zu den Ladekontakten 19 ausgebildeten Kontakten eine elektrische
Verbindung ausbilden kann, sodass der Akkumulator 17 über die Ladekontakte 19 geladen
werden kann. Zum Regeln des Ladens des Akkumulators 17 weist der Schieber 2 einen
Ladecontroller 20 auf.
[0049] Ferner kann der Schieber 2 ein zusätzliches Gehäuse (nicht gezeigt) zum Einhausen
und Schützen der Platinen 5, 6 und der Sensoriken 9 aufweisen.
[0050] Es ist vorgesehen, dass zumindest an einem oberen Bandende und/oder an einem unteren
Bandende des Reißverschlusses an mindestens einer Rücksetzposition mindestens ein
Rücksetzelement (nicht gezeigt) zum gezielten Rücksetzen der Schieberposition ausgebildet
ist.
[0051] Hierbei kann insbesondere vorgesehen sein, dass das mindestens eine Rücksetzelement
ein magnetisches Element umfasst, wobei der Schieber 2 zum Erkennen der mindestens
einen Rücksetzposition einen Magnetfeldsensor (nicht gezeigt) zum Erfassen eines von
dem magnetischen Element hervorgerufenen Magnetfeldes umfasst. Wird das Magnetfeld
von dem Magnetfeldsensor erfasst, so wird beispielsweise ein Zählerstand einer Anzahl
von Krampen oder Schließgliedern zurückgesetzt. Es können hierbei für unterschiedliche
Schieberpositionen verschiedene Magnetfelder vorgesehen sein, sodass ein Zähler über
eine hierüber ausgebildete Kodierung sowohl auf Null (z.B. Reißverschluss vollständig
geöffnet) als auch auf einen Maximalwert (Reißverschluss vollständig geschlossen)
zurückgesetzt werden kann.
[0052] Auch die Ladekontakte 19 können alternativ oder zusätzlich zum Rücksetzen der Schieberposition
verwendet werden. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Schieberposition jedes
Mal auf Null (z.B. vollständig geöffneter Reißverschluss) zurückgesetzt wird, wenn
der Akkumulator mittels der Ladekontakte 19 geladen wird.
[0053] Ferner kann vorgesehen sein, dass der Schieber 2 zusätzlich einen Identifikationschip,
z.B. einen RFID-Chip, aufweist, der zur Identifikation mittels einer eindeutigen Kennzeichnung,
beispielsweise im Wege einer Zweifaktorauthentifizierung, dienen kann.
[0054] In einer alternativen oder zusätzlichen Ausführungsform ist vorgesehen, dass eine
Transmission von elektromagnetischer Strahlung mittels eines optischen Sensors erfasst
wird. Die Sensorik arbeitet hierbei nach Art einer Lichtschranke, das heißt, ein Weg
der elektromagnetischen Strahlung wird durch vorbeilaufende Krampen oder Schließglieder
unterbrochen, so dass in der transmittierten elektromagnetischen Strahlung ein periodisches
Signal erzeugt wird, das mittels des optischen Sensors erfasst werden kann.
[0055] In einer weiteren alternativen Ausführungsform kann auch ein akustisches Signal erzeugt
und erfasst werden, wobei die Funktionsweise analog zur elektromagnetischen Strahlung
ist.
[0056] In den Figuren 2a und 2b sind schematische perspektivische Darstellungen der in den
Figuren 1a und 1b gezeigten Ausführungsform im zusammengesetzten Zustand gezeigt.
[0057] Da die Sensoriken vollständig in den Schieber 2 integriert sind, können herkömmliche
Reißverschlüsse nachgerüstet werden, indem lediglich der Schieber dieser Reißverschlüsse
ausgetauscht wird.
[0058] Es ist insbesondere vorgesehen, dass mindestens eine elektronische und/oder mechanische
Vorrichtung mittels des bereitgestellten Schieberpositionssignals und/oder des bereitgestellten
Schieberpositionsänderungssignals und/oder eines hieraus abgeleiteten Signals gesteuert
wird. Das Schieberpositionssignal und/oder das bereitgestellte Schieberpositionsänderungssignal
und/oder ein hieraus abgeleitetes Signal werden beispielsweise über die drahtlose
Kommunikationsschnittstelle 14 an die elektronische und/oder mechanische Vorrichtung
übermittelt, dort ausgewertet und ein Steuersignal aus einem Auswerteergebnis abgeleitet.
Alternativ kann das Steuersignal auch bereits in dem Reißverschluss erzeugt und mittels
der Kommunikationsschnittstelle 14 an die elektronische und/oder mechanische Vorrichtung
übermittelt werden.
[0059] Beispielhafte Anwendungen des in dieser Offenbarung beschriebenen Reißverschlusses
und des Schiebers 2 sind:
- Steuerung eines Smartphones, z.B. zum Auswählen eines Musiktitels und/oder zum Einstellen
einer Lautstärke bei der Musikwidergabe; hierbei kann eine Schieberposition beispielsweise
mit einer Playlistposition oder einer Lautstärke korrespondieren; über einen zur Richtungserkennung
verwendeten Miniaturjoystick können weitere Funktionen gesteuert werden;
- Steuerung eines intelligenten Zuhauses, z.B. Lichtsteuerung, Zugangssteuerung etc.;
- intelligente Textilien, an denen z.B. Lichteffekte durch die Schieberposition gesteuert
werden;
- Steuerung von vernetzten Dingen (Internet of Things);
- Zugangskontrolle zu einem Sicherheits-, Sperr- oder Quarantänebereich: mehrere Reißverschlüsse
und/oder Schieber 2 können untereinander mittels der drahtlosen Kommunikationsschnittstellen
14 und/oder mit einer Türsteuerung vernetzt sein, wobei z.B. kontrolliert werden kann,
ob alle Reißverschlüsse eines Kleidungsstücks, beispielsweise eines Schutzanzuges,
verschlossen sind; erst wenn alle Reißverschlüsse verschlossen sind, wird ein Zugang
zum Sicherheits-, Sperr- oder Quarantänebereich gewährt.
[0060] In den Figuren 3 bis 6 sind schematische Darstellungen von weiteren Ausführungsformen
des Reißverschlusses 1 gezeigt. Bei diesen Ausführungsformen ist vorgesehen, dass
ein Band 21 und/oder Krampen 22 oder Schließglieder 28 des Reißverschlusses 1 zumindest
teilweise als Teil eines elektrischen Bauelementes ausgebildet sind, derart, dass
eine elektrische und/oder magnetische Eigenschaft des elektrischen Bauelementes in
Abhängigkeit der Schieberposition und/oder eines Schließzustandes des Reißverschlusses
1 verändert werden kann, wobei mindestens eine Sensorik 9 derart ausgebildet ist,
die elektrische und/oder magnetische Eigenschaft und/oder eine Änderung der elektrischen
und/oder magnetischen Eigenschaft zu erfassen.
[0061] Bei der in der Fig. 3 gezeigten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Band 21
zusammen mit dem Schieber 2 als Schiebewiderstand ausgebildet ist, wobei die mindestens
eine Sensorik derart ausgebildet ist, einen von der Schieberposition abhängigen elektrischen
Widerstand zu erfassen. Insbesondere ist hierbei vorgesehen, dass ein elektrischer
Widerstand durch die Schieberposition verändert werden kann, indem eine Länge eines
in das Band 21 eingelassenen elektrischen Leiters 31 zwischen dem Schieber 2 und einem
unteren Bandende 23 verändert wird. Je größer ein Abstand zwischen dem Schieber 2
und dem unteren Bandende 23 ist, desto größer ist der elektrische Widerstand des zwischen
dem Schieber 2 und dem unteren Bandende 23 ausgebildeten elektrischen Leiters 31.
Hierbei ist der Schieber 2 derart ausgebildet, dass dieser an seiner jeweiligen Schieberposition
einen elektrischen Kontakt zwischen dem elektrischen Leiter 31 und dem jeweils nächstliegenden
Kontakt 25 auf einer gegenüberliegenden Seite des Bandes 21 ausbildet. Wird eine elektrische
Spannung zwischen einem Kontakt 32 des elektrischen Leiters 31 am unteren Bandende
23 und den in regelmäßigen Abständen auf der gegenüberliegenden Seite des Bandes 21
angeordneten Kontakten 25 angelegt, so kann eine Änderung des elektrischen Widerstandes
beispielsweise mittels einer auf dem Schieber 2 angeordneten Sensorik (nicht gezeigt)
erfasst und ausgewertet werden. Aus dem elektrischen Widerstand kann dann die Schieberposition
bestimmt werden. Die derart bestimmte Schieberposition und/oder eine Änderung der
Schieberposition und/oder ein hieraus abgeleitetes Signal können mittels einer drahtlosen
Kommunikationsschnittstelle des Schiebers 2 an einen Empfänger übermittelt werden.
[0062] In einer Ausführungsform ist alternativ oder zusätzlich vorgesehen, dass ein Kontaktschluss
von an dem Band 21 angeordneten elektrischen Kontakten 25 erfolgt, wenn der Schieber
2 sich zwischen zweien dieser Kontakte 25 befindet. Der Schieber 2 ist hier zumindest
teilweise als elektrischer Leiter ausgebildet, sodass dieser einen Kontaktschluss
zwischen jeweils zwei benachbarten Kontakten 25 bewirken kann. Ein solcher Kontaktschluss
kann dann mittels einer Sensorik (nicht gezeigt) erfasst werden und eine Schieberposition
und/oder eine Änderung der Schieberposition hieraus bestimmt werden.
[0063] Bei der in der Fig. 4 gezeigten Ausführungsform ist vorgesehen, dass ein Kontaktschluss
zwischen einzelnen elektrisch leitenden Krampen 22 mittels der Sensorik erfasst wird.
[0064] Jede dritte Krampe 22 ist hierzu auf beiden Seiten des Bandes 21 elektrisch leitend
ausgebildet. Die auf der rechten Seite des Bandes 21 gezeigten elektrisch leitenden
Krampen 22 weisen jeweils einen Kontakt 25 auf, wobei die Krampen 22 an unterschiedlichen
Schieberpositionen elektrisch nicht miteinander verbunden sind. Die elektrisch leitenden
Krampen 22 auf der linken Seite des Bandes 21 sind alle elektrisch miteinander verbunden.
Mittels der Sensorik kann erfasst werden, bis zu welchem Kontakt 25 ein Kontaktschluss
zwischen den elektrisch leitenden Krampen 22 erfolgt ist. Hierzu kann beispielsweise
jeweils eine Spannung zwischen dem Kontakt 32 und den Kontakten 25 angelegt werden.
Es kann dann erfasst werden, bis zu welchem Kontakt 25 ein Strom fließt. Hierüber
kann die Schieberposition des Schiebers 2 erfasst und bestimmt werden.
[0065] Es kann zusätzlich vorgesehen sein, dass die elektrisch leitenden Krampen 22 magnetisch
sind, sodass das Ausbilden der elektrischen Verbindung durch eine magnetische Anziehung
von jeweils gegenüberlegenden Krampen 22 unterstützt wird.
[0066] Bei der in der Fig. 5 gezeigten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Seiten des
Bandes 21 zusammen mit den zugehörigen Krampen 22 des Reißverschlusses 1 jeweils als
Kondensatorelektroden 26 eines Kondensators mit einer in Abhängigkeit der Schieberposition
variierenden Kapazität ausbildet sind. Hierzu umfassen Krampen 22 des Reißverschlusses
1 ein elektrisch leitendes Material. Die Krampen 22 sind nach außen hin jeweils mit
einem isolierenden Material beschichtet. Die Krampen 22 auf jeder Seite des Bandes
21 sind elektrisch miteinander verbunden. Ein Abstand 30 der hierdurch ausgebildeten
Kondensatorelektroden 26 kann zumindest teilweise durch Öffnen und Schließen des Reißverschlusses
1 verändert werden. Durch die Änderung des Abstands 30 wird eine Änderung der Kapazität
des Kondensators bewirkt, die mittels einer Sensorik (nicht gezeigt) erfasst werden
kann. Da eine Kapazität und eine Schieberposition miteinander korrespondieren, kann
die Schieberposition und/oder eine Änderung der Schieberposition mittels einer Kapazitätsmessung
bestimmt werden.
[0067] Bei der in der Fig. 6 gezeigten Ausführungsform ist der Reißverschluss 1 als Spiralreißverschluss
ausgebildet. Die an den durchgehenden Spiralen 27 angeordneten Schließglieder 28 umfassen
ein elektrisch leitendes Material. Der Schieber 2 des Reißverschlusses 1 ist magnetisch.
Nach dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion wird hierdurch jedes Mal ein Spannungsstoß
in den Spiralen 27 induziert, wenn durch Bewegung des Schiebers 2 zwei Schließglieder
28 miteinander in Eingriff gebracht werden oder die Verbindung zwischen zwei Schließgliedern
28 wieder gelöst wird. Die Spannungsstöße können mittels einer Sensorik (nicht gezeigt)
des Reißverschlusses 1 an Abgriffen 29 erfasst und zum Bestimmen der Schieberposition
und/oder einer Änderung der Schieberposition ausgewertet werden.
[0068] Eine Variante dieser Ausführungsform ist eine unter einer Wechselspannung stehende
Spirale 27, die beim Schließen des Reißverschlusses 1 nach dem Prinzip der elektromagnetischen
Induktion Spannungsstöße in der gegenüberliegenden Spirale 27 auslöst. Diese Variante
eignet sich besonders gut für Fälle, in denen lediglich eine Änderung der Schieberposition
erfasst werden soll.
[0069] In einer weiteren Variante dieser Ausführungsform werden Hallsensoren als Teil der
Sensorik des Reißverschlusses in die Schließglieder 28 integriert, sodass der magnetische
Schieber 2 mittels der Hallsensoren erfasst werden kann.
[0070] In einer Ausführungsform weist der Schieber 2 mindestens einen Hallsensor als Teil
der Sensorik auf, wobei mittels des mindestens einen Hallsensors ein Vorbeilaufen
der Schließglieder 28 (oder von Krampen) erfasst werden kann, wobei die Schließglieder
28 oder Krampen hierzu ein magnetisches Material umfassen.
Bezugszeichenliste
[0071]
- 1
- Reißverschluss
- 2
- Schieber
- 3
- oberes Trägerteil
- 4
- unteres Trägerteil
- 5
- obere Platine
- 6
- untere Platine
- 7
- Keil
- 8
- Kontakte
- 9
- Sensorik
- 10
- optischer Sensor
- 11
- elektromagnetische Strahlungsquelle
- 12
- Fenster
- 13
- Steuereinrichtung
- 14
- drahtlose Kommunikationsschnittstelle
- 15
- Richtungserfassungssensorik
- 16
- Schiebergriff
- 17
- Akkumulator
- 18
- Batteriezellenträger
- 19
- Ladekontakt
- 20
- Ladecontroller
- 21
- Band
- 22
- Krampe
- 23
- unteres Bandende
- 24
- oberes Bandende
- 25
- Kontakt
- 26
- Kondensatorelektrode
- 27
- Spirale
- 28
- Schließglied
- 29
- Abgriff
- 30
- Abstand
- 31
- elektrischer Leiter
- 32
- Kontakt
1. Reißverschluss (1), umfassend:
mindestens eine Sensorik (9), wobei die mindestens eine Sensorik (9) derart ausgebildet
ist, eine Schieberposition und/oder eine Änderung der Schieberposition eines Schiebers
(2) des Reißverschlusses (1) zu erfassen und ein mit der erfassten Schieberposition
korrespondierendes Schieberpositionssignal und/oder ein mit der erfassten Änderung
der Schieberposition korrespondierendes Schieberpositionsänderungssignal bereitzustellen,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest an einem oberen Bandende (24) und/oder an einem unteren Bandende (23) an
mindestens einer Rücksetzposition mindestens ein Rücksetzelement zum gezielten Rücksetzen
der Schieberposition ausgebildet ist.
2. Reißverschluss (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Reißverschluss (1) mindestens eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle (14)
aufweist, wobei die mindestens eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle (14) dazu
eingerichtet ist, das Schieberpositionssignal und/oder das Schieberpositionsänderungssignal
und/oder ein hieraus abgeleitetes Signal zu übermitteln.
3. Reißverschluss (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Sensorik (9) auf, an oder in einem Schieber (2) des Reißverschlusses
(1) angeordnet ist.
4. Reißverschluss nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Sensorik (9) mindestens einen optischen Sensor (10) zum Erfassen
von beim Schließen und/oder Öffnen des Reißverschlusses (1) an dem Schieber (2) vorbeilaufenden
Krampen (22) oder Schließgliedern (28) des Reißverschlusses (1) aufweist.
5. Reißverschluss (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Sensorik (9) ferner mindestens eine Strahlungsquelle (11) umfasst,
die dazu eingerichtet ist, elektromagnetische Strahlung zumindest einer definierten
Wellenlänge oder eines definierten Wellenlängenbereichs zu emittieren, wobei die Sensorik
(9) derart angeordnet und ausgebildet ist, das Vorbeilaufen von Krampen (22) des Reißverschlusses
(1) über eine durch eine vorbeilaufende Krampe (22) oder ein vorbeilaufendes Schließglied
(28) bewirkte Änderung einer Transmission oder einer Reflexion und/oder Remission
der von der Strahlungsquelle emittierten elektromagnetischen Strahlung zu erfassen.
6. Reißverschluss (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Sensorik (9) ferner mindestens eine Schallquelle umfasst, die
dazu eingerichtet ist, Schallwellen zumindest einer definierten Frequenz oder eines
definierten Frequenzbereichs zu emittieren, wobei die Sensorik (9) derart angeordnet
und ausgebildet ist, das Vorbeilaufen von Krampen (22) des Reißverschlusses (1) über
eine durch eine vorbeilaufende Krampe (22) oder ein vorbeilaufendes Schließglied (28)
bewirkte Änderung einer Transmission oder einer Reflexion und/oder Remission der von
der Schallquelle emittierten Schallwellen zu erfassen.
7. Reißverschluss (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Band (21) und/oder Krampen (22) oder Schließglieder (28) des Reißverschlusses
(1) zumindest teilweise als Teil eines elektrischen Bauelementes ausgebildet sind,
derart, dass eine elektrische und/oder magnetische Eigenschaft des elektrischen Bauelementes
in Abhängigkeit der Schieberposition und/oder eines Schließzustandes des Reißverschlusses
(1) verändert werden kann, wobei die mindestens eine Sensorik (9) derart ausgebildet
ist, die elektrische und/oder magnetische Eigenschaft und/oder eine Änderung der elektrischen
und/oder magnetischen Eigenschaft zu erfassen.
8. Reißverschluss (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (21) und/oder Krampen (22) oder Schließglieder (28) zusammen mit dem Schieber
(2) als Schiebewiderstand ausgebildet sind, wobei die mindestens eine Sensorik (9)
derart ausgebildet ist, einen von der Schieberposition abhängigen elektrischen Widerstand
zu erfassen.
9. Reißverschluss (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Seiten des Bandes (21) und/oder Krampen (22) oder Schließglieder (28) des Reißverschlusses
(1) als Kondensatorelektroden (26) eines Kondensators mit einer in Abhängigkeit der
Schieberposition variierenden Kapazität ausbildet sind, wobei die mindestens eine
Sensorik (9) derart ausgebildet ist, eine Kapazität des Kondensators zu erfassen.
10. Reißverschluss (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine in, auf oder an dem Schieber (2) angeordnete Richtungserfassungssensorik (15),
die mit einem Schiebergriff (16) des Reißverschlusses (1) mechanisch verbunden ist,
und die derart ausgebildet ist, eine Zugrichtung und/oder Druckrichtung beim Betätigen
des Schiebers (2) zu erfassen und ein hiermit korrespondierendes Richtungssignal bereitzustellen.
11. Verfahren zum Betreiben eines Reißverschlusses (1), wobei mittels mindestens einer
Sensorik (9) eine Schieberposition und/oder eine Änderung der Schieberposition eines
Schiebers (2) des Reißverschlusses erfasst wird und ein mit der erfassten Schieberposition
korrespondierendes Schieberpositionssignal und/oder ein mit der erfassten Änderung
der Schieberposition korrespondierendes Schieberpositionsänderungssignal bereitgestellt
wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest an einem oberen Bandende (24) und/oder an einem unteren Bandende (23) an
mindestens einer Rücksetzposition mittels mindestens eines Rücksetzelements die Schieberposition
zurückgesetzt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine elektronische und/oder mechanische Vorrichtung mittels des bereitgestellten
Schieberpositionssignals und/oder des bereitgestellten Schieberpositionsänderungssignals
und/oder eines hieraus abgeleiteten Signals gesteuert wird.
1. Zipper (1), comprising
at least one sensor system (9), wherein the at least one sensor system (9) is designed
to detect a slider position and/or a change in the slider position of a slider (2)
of the zipper (1) and to provide a slider position signal corresponding to the detected
slider position and/or a slider position change signal corresponding to the detected
change in the slider position,
characterized in that
at least one reset element for selectively resetting the slider position is formed
at least at an upper tape end (24) and/or at a lower tape end (23) at at least one
reset position.
2. Zipper (1) according to claim 1, characterized in that the zipper (1) has at least one wireless communication interface (14), the at least
one wireless communication interface (14) being set up to transmit the slider position
signal and/or the slider position change signal and/or a signal derived therefrom.
3. Zipper (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the at least one sensor system (9) is arranged on, at or in a slider (2) of the zipper
(1).
4. Zipper according to claim 3, characterized in that the at least one sensor system (9) has at least one optical sensor (10) for detecting
teeth (22) or closing elements (28) of the zipper (1) passing by the slider (2) when
the zipper (1) is closed and/or opened.
5. Zipper (1) according to claim 4, characterized in that the at least one sensor system (9) further comprises at least one radiation source
(11) which is set up to emit electromagnetic radiation of at least one defined wavelength
or of a defined wavelength range, the sensor system (9) being arranged and designed
in such a way, to detect the passing teeth (22) of the zipper (1) via a change in
a transmission or a reflection and/or remission of the electromagnetic radiation emitted
by the radiation source caused by a passing tooth (22) or a passing closing element
(28).
6. Zipper (1) according to one of claims 1 to 3, characterized in that the at least one sensor system (9) further comprises at least one sound source which
is set up to emit sound waves of at least one defined frequency or of a defined frequency
range, wherein the sensor system (9) is arranged and designed in such a way as to
detect the passing of teeth (22) of the zipper (1) via a change in a transmission
or a reflection and/or remission of the sound waves emitted by the sound source caused
by a passing tooth (22) or a passing closing member (28).
7. Zipper (1) according to one of claims 1 to 3, characterized in that a tape (21) and/or teeth (22) or closing elements (28) of the zipper (1) are designed
at least partially as part of an electrical component in such a way that an electrical
and/or magnetic property of the electrical component can be changed as a function
of the slider position and/or a closing state of the zipper (1), the at least one
sensor system (9) being designed such that the electrical and/or magnetic property
and/or a change in the electrical and/or magnetic property can be detected.
8. Zipper (1) according to claim 7, characterized in that the tape (21) and/or teeth (22) or closing elements (28) together with the slider
(2) are designed as a sliding resistance, the at least one sensor system (9) being
designed in such a way as to detect an electrical resistance dependent on the slider
position.
9. Zipper (1) according to claim 7, characterized in that the sides of the tape (21) and/or teeth (22) or closing members (28) of the zipper
(1) are formed as capacitor electrodes (26) of a capacitor with a capacitance which
varies as a function of the slider position, the at least one sensor system (9) being
designed in such a way as to detect a capacitance of the capacitor.
10. Zipper (1) according to one of the preceding claims, characterized by a direction detection sensor system (15) arranged in, on or at the slider (2), which
is mechanically connected to a slider handle (16) of the zipper (1) and which is designed
to detect a pulling direction and/or pushing direction when the slider (2) is actuated
and to provide a direction signal corresponding thereto.
11. Method for operating a zipper (1), wherein a slider position and/or a change in the
slider position of a slider (2) of the zipper is detected by means of at least one
sensor system (9) and a slider position signal corresponding to the detected slider
position and/or a slider position change signal corresponding to the detected change
in the slider position is provided,
characterized in that
the slider position is reset at least at an upper tape end (24) and/or at a tape end
(23) at at least one reset position by means of at least one reset element.
12. Method according to claim 11, characterized in that at least one electronic and/or mechanical device is controlled by means of the provided
slider position signal and/or the provided slider position change signal and/or a
signal derived therefrom.
1. Fermeture à glissière (1), comprenant :
au moins un système de détection (9), le au moins un système de détection (9) étant
conçu de manière à détecter une position de curseur et/ou une modification de la position
de curseur d'un curseur (2) de la fermeture à glissière (1) et à fournir un signal
de position de curseur correspondant à la position de curseur détectée et/ou un signal
de changement de position de curseur correspondant à la changement de position de
curseur détectée,
caractérisé en ce que
au moins un élément de réinitialisation est formé au moins à une extrémité supérieure
de bande (24) et/ou à une extrémité inférieure de bande (23) à au moins une position
de réinitialisation pour réinitialiser de manière ciblée la position du curseur.
2. Fermeture à glissière (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la fermeture à glissière (1) comprend au moins une interface de communication sans
fil (14), ladite au moins une interface de communication sans fil (14) étant conçue
pour transmettre le signal de position du curseur et/ou le signal de changement de
position du curseur et/ou un signal dérivé de ceux-ci.
3. Fermeture à glissière (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'au moins un système de détection (9) est disposé sur, sur ou dans un curseur (2)
de la fermeture à glissière (1).
4. Fermeture à glissière selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'au moins un système de détection (9) comporte au moins un capteur optique (10)
pour détecter des crampons (22) ou des éléments de fermeture (28) de la fermeture
à glissière (1) qui passent devant le curseur (2) lors de la fermeture et/ou de l'ouverture
de la fermeture à glissière (1).
5. Fermeture à glissière (1) selon la revendication 4, caractérisée en ce que ledit au moins un système de détection (9) comprend en outre au moins une source
de rayonnement (11) adaptée pour émettre un rayonnement électromagnétique d'au moins
une longueur d'onde définie ou d'une plage de longueurs d'onde définie, ledit système
de détection (9) étant agencé et configuré de telle sorte, de détecter le passage
de crampons (22) de la fermeture à glissière (1) par l'intermédiaire d'une modification
d'une transmission ou d'une réflexion et/ou d'une rémission du rayonnement électromagnétique
émis par la source de rayonnement, provoquée par un crampon (22) ou un élément de
fermeture (28) qui passe.
6. Fermeture à glissière (1) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que ledit au moins un système de détection (9) comprend en outre au moins une source
sonore agencée pour émettre des ondes sonores d'au moins une fréquence définie ou
d'une plage de fréquences définie, le système de détection (9) étant disposé et conçu
de manière à détecter le passage de crampons (22) de la fermeture à glissière (1)
par l'intermédiaire d'une modification d'une transmission ou d'une réflexion et/ou
d'une rémission des ondes sonores émises par la source sonore, provoquée par un crampon
(22) ou un élément de fermeture (28) qui passe.
7. Fermeture à glissière (1) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'un ruban (21) et/ou des crampons (22) ou des éléments de fermeture (28) de la fermeture
à glissière (1) sont réalisés au moins partiellement en tant que partie d'un composant
électrique, de telle sorte qu'une propriété électrique et/ou magnétique du composant
électrique peut être modifiée en fonction de la position du curseur et/ou d'un état
de fermeture de la fermeture à glissière (1), l'au moins un système de détection (9)
étant réalisé de manière à détecter la propriété électrique et/ou magnétique et/ou
une modification de la propriété électrique et/ou magnétique.
8. Fermeture à glissière (1) selon la revendication 7, caractérisée en ce que le ruban (21) et/ou les crampons (22) ou les éléments de fermeture (28) sont réalisés
conjointement avec le curseur (2) en tant que résistance au coulissement, l'au moins
un système de détection (9) étant réalisé de manière à détecter une résistance électrique
dépendant de la position du curseur.
9. Fermeture à glissière (1) selon la revendication 7, caractérisée en ce que les côtés du ruban (21) et/ou les crampons (22) ou les éléments de fermeture (28)
de la fermeture à glissière (1) sont réalisés sous forme d'électrodes de condensateur
(26) d'un condensateur avec une capacité variant en fonction de la position du curseur,
l'au moins un système de détection (9) étant réalisé de manière à détecter une capacité
du condensateur.
10. Fermeture à glissière (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par un système de détection de direction (15) disposé dans, sur ou sur le curseur (2),
qui est relié mécaniquement à une poignée de curseur (16) de la fermeture à glissière
(1), et qui est conçu de manière à détecter une direction de traction et/ou une direction
de pression lors de l'actionnement du curseur (2) et à fournir un signal de direction
correspondant.
11. Procédé pour faire fonctionner une fermeture à glissière (1), dans lequel une position
de curseur et/ou une changement de la position de curseur d'un curseur (2) de la fermeture
à glissière est détectée au moyen d'au moins un système de détection (9) et un signal
de position de curseur correspondant à la position de curseur détectée et/ou un signal
de changement de position de curseur correspondant à la changement de position de
curseur détectée est mis à disposition,
caractérisé en ce que
la position du curseur est réinitialisée au moins à une extrémité supérieure de la
bande (24) et/ou à une extrémité inférieure de la bande (23) à au moins une position
de réinitialisation au moyen d'au moins un élément de réinitialisation.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif électronique et/ou mécanique est commandé au moyen du signal
de position de coulisseau fourni et/ou du signal de changement de position de coulisseau
fourni et/ou d'un signal qui en est dérivé.