| (19) |
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(11) |
EP 4 136 290 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.07.2024 Patentblatt 2024/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.03.2021 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (52) |
Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) : |
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D21F 7/008 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2021/057364 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2021/209232 (21.10.2021 Gazette 2021/42) |
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| (54) |
DAMPFBLASKASTEN MIT DAMPFKONDITIONIERUNG
STEAM BLOW BOX WITH STEAM CONDITIONING
BOÎTE DE SOUFFLAGE DE VAPEUR AVEC CONDITIONNEMENT DE LA VAPEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
17.04.2020 DE 102020110544
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.02.2023 Patentblatt 2023/08 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- MACK, Thomas
89567 Sontheim (DE)
- DAUNER, Martin
89542 Herbrechtingen (DE)
- ADAMS, Christoph
86391 Stadtbergen (DE)
- WEGEHAUPT, Frank
89522 Heidenheim (DE)
- HAUX, Andreas
89518 Heidenheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Voith Patent GmbH - Patentabteilung |
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St. Pöltener Straße 43 89522 Heidenheim 89522 Heidenheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102007 025 611 DE-U1- 29 809 466
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DE-C1- 4 401 220
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung umfassend einen Dampfblaskasten zur Beaufschlagung
einer vorbeilaufenden Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn
sowie die Bereitstellung und Veredelung von Dampf oder einem Dampf/Luft Gemisch verbunden
mit einer Dampfversorgungsleitung.
[0002] Derartige Dampfblaskästen verbunden mit einer separaten Dampfveredelung sind beispielsweise
aus der
DE102018116125 A1 bekannt und kommen insbesondere in der Pressenpartie -
DE102018116125 A1- und im Former von Papiermaschinen zum Einsatz. Über die Beaufschlagung der Faserstoffbahn
mit Wasserdampf kann die Bahntemperatur erhöht werden und die Viskosität des enthaltenen
Wassers in dieser gesenkt werden. Darüber kann eine verbesserte Entwässerung oder
Trocknung erreicht werden, und die physikalischen Eigenschaften der Faserstoffbahn
können vorteilhaft verändert werden.
[0004] Zum Auftrag von Dampf auf die Papierbahn, muss der Dampf einen konstanten niedrigen
Druck von typischerweise größer 4 bar haben um eine optimale Kondensation und einen
optimalen Wärmeübergang an der Oberfläche der Faserstoffbahn zu ermöglichen. In der
Dampfverteilleitung wird der Dampf typischerweise größer 6 bar vom Kesselhaus oder
Kraftwerk zur Papiermaschine befördert. Nach dem Stand der Technik erfolgt die Entspannung
und Dampfkonditionierung in einer separaten Dampfstation, bei der durch die Zugabe
von Wasser der Dampf gekühlt wird, und über verschiedene längere Rohrleitungen und
Ventile gleichmäßig Druckgeregelt wird. Der Dampfblaskasten selbst wird aktuell bei
einem Druck von kleiner 2 bar betrieben. Beispiele dafür sind das Valmet System "IQ
Steam Profiler" und Voith Dampfaufbereitungsstation für den Dampfblaskasten. Eine
solche Dampfkonditionierung ist schematisch auch in Figur 3 dargestellt.
[0005] Nachteilig an dieser Art der Dampfkonditionierung ist, dass die Dampfstation einen
eigenen Bauraum benötigt, und meist mit einem eigenen Kondensat-System versorgt werden
muss. Der oft limitierte Bauraum bei bestehenden Anlagen kann so das wirtschaftliche
Nachrüsten eines Dampfblaskastens erschweren.
[0006] Zudem ist in der Dampfstation eine aufwendige Regelung der Dampfkonditionen notwendig,
die über meist mehrere Zustandsmessungen von Druck und/oder Temperatur erfolgt. Die
Dampfleitung zwischen Dampf und Dampfblaskasten muss zudem größer ausgeführt werden,
da hier Dampf mit einem niedrigeren Druck geleitet wird, was auch zu zusätzlichen
Energieverlusten an der Leitung führen kann.
[0007] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die bekannten Probleme des Standes
der Technik zu überwinden. Insbesondere ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung
zum Auftrag von Wasserdampf vorzuschlagen, welche mit geringerem Bauraum auskommt.
Durch eine kompakte Anordnung der Vorrichtung kann die Erfindung wesentlich vorgefertigt
werden und vor Ort einfacher und schneller in bestehende Papiermaschinen integriert
werden, so lassen sich umbaumaßnahmen reduzieren und die Produktion nach einer Inbetriebnahme
kann schnell wieder fortgesetzt werden. Zudem wird eine Vereinfachung der Regelung
von Druck und Dampfmengen ermöglicht.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung entsprechend Anspruch 1 sowie
ein Verfahren zum Auftrag von Wasserdampf gemäß Anspruch 8 gelöst. Weitere vorteilhafte
Merkmale der erfindungsgemäßen Ausführung finden sich in den Unteransprüchen.
[0009] Es wird eine Vorrichtung zum Auftrag von Wasserdampf auf eine sich bewegende Papier-,
Karton- Tissue- oder eine andere Faserstoffbahn vorgeschlagen, umfassend einen Dampfblaskasten
mit einer Dampfverteilvorrichtung, mehrere separate Zonen mit Ventilen und zur Faserstoffbahn
gerichteten Düsen, die mit einer Dampfversorgungsleitung, die Dampf bei einem Druck
von größer 4 bar, typischer weise größer 6 bar, vorhält, verbunden ist.
[0010] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass direkt in oder an dem Dampfblaskasten eine weitere
Vorrichtung zur Reduzierung des Dampfdrucks umfassend ein Dampfventil in der Zuleitung,
eine Dosiervorrichtung mit Düse zum Einbringen von Kühlwasser und mindestens einer
Zustandsmessung des entspannten Dampfes.
[0011] Dadurch werden die Funktionen des Dampfblaskastens und der Dampfstation in einer
baulichen Einheit realisiert. Im Vergleich mit den bekannten zwei separaten Stationen
sind Vorrichtungen gemäß einem Aspekt der Erfindung deshalb sehr kompakt, und kommen
mit geringerem Bauraum aus. Insbesondere kann auf einen Druckbehälter zum Speichern
des konditionierten Dampfes verzichtet werden, da der konditionierte Dampf direkt
nach der Konditionierung auf die Faserstoffahn aufgebracht wird. Ein Zwischenspeichern
ist somit nicht notwendig.
[0012] Weiterhin kann der Inbetriebnehmer mit der Inbetriebnahme einer solchen Vorrichtung
gleichzeitig den Dampfblaskasten und die Konditionierung in Betrieb nehmen. Diese
spart im Vergleich zur separaten Inbetriebnahme der beiden einzelnen Aggregate deutlich
an Zeit, auch weil die komplette Vorrichtung vormontiert werden kann.
[0013] Das zur Kühlung und Entspannung dosierte Wasser, sollte salzfrei und frei von unlöslichen
Partikeln sein, um einen Verschleiß der Düsen in der Dosiervorrichtung zu reduzieren.
Vorzugsweise kann hier Kondensat oder Kesselspeisewasser verwendet werden.
[0014] In bevorzugten Ausführungen kann die Dosiervorrichtung eine oder mehrere zerstäubende
Düsen enthalten, die in eine Dampfleitung zwischen automatischem Ventil und Dampfblaskasten
angeordnet sind und geeignet sind das dosierte Wasser in Tropfen mit einem Durchmesser
kleiner 0,5 mm zu zerstäuben.
[0015] Das in der Dosiervorrichtung eingebrachte Wasser, soll zur Kühlung und Entspannung
des Dampfes selbst in die Dampfphase übergehen. Es ist daher vorteilhaft über eine
zerstäubende Düse das Wasser in kleinen Tropfen einzubringen, da die höhere Spezifische
Oberfläche den Wärmeübergang und damit die Phasenänderung begünstigt. Daher können
auch noch kleinere Tropfendurchmesser, z.B. 0,4 mm, 0,3 mm bzw. 0,2 mm oder kleiner
vorteilhaft sein da diese die Phasenänderung noch weiter begünstigen. Je nach Menge
des verwendeten Dampfes kann es auch vorteilhaft sein mehrere Düsen an der Dampfleitung
anzubringen, um eine gleichmäßige Verteilung des eingebrachten Wassers zu erreichen.
[0016] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die Dosiervorrichtung über
eine oder mehrere zerstäubende Zweiphasen-Düsen verfügt, die in eine Dampfleitung
zwischen automatischem Ventil und Dampfblaskasten angeordnet sind, geeignet durch
die Zugabe von Dampf oder Luft das dosierte Wasser noch feiner zu zerstäuben, insbesondere
zu eine Tropfengröße kleiner 0,2 mm.
[0017] Das Zugeben von Luft oder Dampf an der Düse kann über die Expansion der komprimierten
Gases und/oder die höhere Strömungsgeschwindigkeit zusätzliche Energie für eine feinere
Zerstäubung der Flüssigkeit einbringen. Wenn dabei Dampf verwendet wird, kommt zudem
noch die thermische Energie in das zu zerstäubende Wasser, was ebenfalls eine schnelle
Phasenänderung der flüssigen Tropfen unterstützt. Derartige zerstäubende Düsen sind
am Markt verfügbar und z.B. in
WO2010/054798A1 veröffentlicht.
[0018] Nach der Dosiervorrichtung ist eine Wirkstrecke vorteilhaft damit das dosierte Wasser
gleichmäßig und vollständig in die Dampfphase übergehen kann, diese Wirkstrecke soll
dabei mindestens 1 m Länge aufweisen, vorzugsweise mindestens 2 Meter. Zudem ist die
Wirkstrecke vorteilhaft um den Druck vor dem Dampfblaskasten gleichmäßig auf den Zielwert
zu regeln.
[0019] Für die Regelung des Drucks ist mindestens eine Zustandsmessung nach der Dosiervorrichtung
vorzugsweise nach der Wirkstrecke vorteilhaft. Als Zustandsmessung kann die Dampftemperatur,
der Druck und oder der Volumenstrom gemessen werden, um so das Dampfventil in Abhängigkeit
von der vom Dampfblaskasten abgegebenen Dampfmenge zu regeln.
[0020] Der Dampfblaskasten wird üblicherweise über die gesamte Papierbahn gebaut, daher
ist eine tragfähige Konstruktion besonders wichtig. Hier kann die beschriebene Wirkstrecke
einen direkten Beitrag zur Stabilität leisten. Dies geschieht vorzugsweise durch eine
im Querschnitt runde Bauform oder rechteckige Bauform, mit einem Querschnitts-Verhältnis
von Höhe zu Breite größer 1 vorzugsweise größer 2, wobei Höhe als senkrecht zur Schwerkraft
definiert ist. Die Stabilität kann zudem verbessert werden wenn das Material der Wirkstrecke
entsprechend ausgeführt wird, vorzugsweise mit einer Wandstärke größer 1 mm und aus
einem Stahlwerkstoff.
[0021] Hinsichtlich des Verfahrens wird die Aufgabe gelöst indem mindestens eine der beschriebenen
Vorrichtungen verwendet wird um den Dampf so zu konditionieren, dass er mit dem Dampfblaskasten
vorteilhaft auf die Papierbahn aufgebracht werden kann. Es ist vorteilhaft den Dampfblaskasten
bei einem Überdruck von weniger als 2 bar zu betreiben, insbesondere bei einem Überdruck
von 0,5 bis 1,5 bar, da sonst Strömungsgeschwindigkeit und Temperaturen in einem ungünstigen
Bereich liegen um eine ideale Kondensation des Dampfes an der Materialbahn zu ermöglichen.
[0022] Für den Betrieb der Zonenventile im Dampfblaskasten ist ein gleichmäßiger Dampfdruck
besonders vorteilhaft, dies kann über das Verwenden der Wirkstrecke und eine präzise
und schnelle Regelung des Dampfventils erreicht werden.
[0023] Für die Entspannung des Dampfes ist es vorteilhaft Wasser zur Kühlung mit einem überdrück
von 20 bis 500 mbar einzubringen. Es ist weiterhin vorteilhaft das eingebrachte Wasser
in kleine Tropfen zu zerstäuben, da so über die größere spezifische Oberfläche eine
schnellere Phasenänderung/Verdampfung ermöglicht wird. Wird zusätzliche noch Dampf
oder Luft in die Zerstäubungsdüsen eingegeben können die Tröpfchen über höhere Fließgeschwindigkeiten
feiner zerstäubt oder zerrissen werden.
[0024] Anhand von Ausführungsbeispielen werden weitere vorteilhafte Ausprägungen der Erfindung
erläutert unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Die genannten Merkmale können nicht
nur in der dargestellten Kombination vorteilhaft umgesetzt werden, sondern auch einzeln
untereinander kombiniert werden. Die Figuren zeigen im Einzelnen:
Figur 1 zeigt eine Vorrichtung gemäß einem Aspekt der Erfindung
Figur 2 zeigt eine Vorrichtung gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung
Figur 3 zeigt eine Vorrichtung gemäß dem Stand der Technik
[0025] Figur 1 zeigt die Vorrichtung in einem schematischen Längsschnitt, wobei im Bereich des Dampfblaskastens
5 mehrere unabhängige Zonen zur Bedampfung gezeigt sind, die jeweils ein Zonenventil
9 und eine Auftragsdüse 8 umfassen. Durch die Dampfversorgungsleitung 1 wird Dampf
mit einem hohen Druck von mehr als 4 barü, typischerweise 6 barü der Vorrichtung zugeführt,
die Menge wird dabei durch das Dampfventil 2 geregelt. Der Dampf wird dann mit einer
Dosiervorrichtung 3 durch Zugabe von Wasser oder einem Wasser / Gas Gemisch gekühlt
und entspannt, wobei die Zustandsmessung 4 für die Regelung von dosiertem Wasser und
über das Dampfventil 2 zugegebener Dampfmenge dient. Der gleichmäßig druckgeregelte
und gekühlte Dampf wird dann über die Verteilvorrichtung 7 zu den Zonenventilen geleitet.
[0026] Figur 2 unterscheidet sich von der in Figur 1 dadurch, dass eine zusätzliche Wirkstrecke
10 gezeigt ist, und die Zustandsmessung 4 entsprechend nach der Wirkstrecke angeordnet
ist. Wie in Figur 2 dargestellt, kann die Wirkstrecke dabei direkt in den Dampfblaskasten
5 integriert werden und mit diesem eine bauliche Einheit bilden. Dadurch ist zudem
die Möglichkeit gegeben, den Dampfblaskasten 5 mit der Wirkstrecke 10 konstruktiv
zu stützen und die Wärmeverluste durch die Bauliche Einheit mit der Dampfverteilvorrichtung
7 vermindern.
[0027] Figur 3 zeigt im Vergleich zu den vorangegangenen Figuren den nach dem Stand der Technik
ausgeführten Dampfblaskasten 5 mit separater Dampfstation 11. Die Dampfstation ist
dabei von dem Dampfblaskasten separiert durch eine weitere Dampfleitung 17 die den
Dampf in gekühltem und druckgeregeltem Zustand zum Dampfblaskasten leitet. Der Stand
der Technik erfordert meist ein separates Kondensat-System 12 sowie eine Mehrzahl
an Zustandsmessungen 15 um den Dampf mit den Kühlwasserdüsen 13 zu konditionieren.
Die durch die Dampfleitung 17 separierte Dampfstation 11 benötigt zudem üblicherweise
weitere Sicherheitsventile 14 und eine Separate Wirkstrecke 16 um die Dampfkonditionierung
gleichmäßig und sicher zu erreichen. Generell ist die Ausführung nach dem Stand der
Technik auch nachteilhaft, da große Oberflächen auch zu Wärmeverlusten führen können
oder zumindest mehr thermische Isolierung erfordern.
[0028] Die in den Figuren gezeigten Ausführungen stellen lediglich vorteilhafte Beispiele
dar. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Ausführungsformen beschränkt.
Bezugszeichenliste:
[0029]
- 1 Dampfversorgungsleitung
- 2 Dampfventil
- 3 Dosiervorrichtung
- 4 Zustandsmessung
- 5 Dampfblaskasten
- 6 Faserstoffbahn
- 7 Dampfverteilvorrichtung
- 8 Auftragsdüsen
- 9 Zonenventil
- 10 Wirkstrecke
- 11 Dampfstation
- 12 Kondensat-System
- 13 Kühlwasserdüsen
- 14 Sicherheitsventil
- 15 Zustandsmessungen
- 16 Separate Wirkstrecke
- 17 Dampfleitung
1. Vorrichtung zum Auftrag von Wasserdampf auf eine sich bewegende Papier-, Karton- Tissue-
oder eine andere Faserstoffbahn (6), umfassend einen Dampfblaskasten (5) mit einer
Dampfverteilvorrichtung (7), mehrere separate Zonen mit Zonenventilen (9) und zur
Faserstoffbahn (6) gerichteten Düsen (8), die mit einer Dampfversorgungsleitung (1),
die Dampf bei einem Druck von größer 4 bar, typischer weise größer 6 bar, vorhält,
verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
direkt in oder an dem Dampfblaskasten (5) eine weitere Vorrichtung zur Reduzierung
des Dampfdrucks vorhanden ist, umfassend ein Dampfventil (2) in der Zuleitung, eine
Dosiervorrichtung (3) mit Düse zum Einbringen von Kühlwasser und einer Zustandsmessung
(4) des entspannten Dampfes.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dosiervorrichtung (3) eine oder mehrere zerstäubende Düsen enthalten, die in eine
Dampfleitung zwischen automatischem Ventil (2) und Dampfblaskasten (5) angeordnet
sind und geeignet ist das dosierte Wasser in Tropfen mit einem Durchmesser kleiner
0,5 mm zu zerstäuben.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dosiervorrichtung über eine oder mehrere zerstäubende Zweiphasen-Düsen verfügt,
die in eine Dampfleitung zwischen automatischem Ventil (2) und Dampfblaskasten (5)
angeordnet sind, geeignet durch die Zugabe das dosierte Wasser noch feiner zu zerstäuben,
insbesondere zu eine Tropfengröße kleiner 0,2 mm.
4. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zur Regelung des Dampfventils (2) mindestens eine Zustandsmessung (4) unmittelbar
am oder im Dampfblaskasten vorhanden ist, geeignet um den Zustand des entspannten
Dampfes, vorzugsweise die Temperatur, den Druck oder den Volumenstrom zu messen.
5. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
an oder in dem Dampfblaskasten eine Wirkstrecke (10) mit einer Länge von zumindest
einem Meter enthalten ist, wobei die Zustandsmessung (4) erst nach der Wirkstrecke
angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Wirkstrecke (10) mit dem Dampfblaskasten eine bauliche Einheit bildet.
7. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Wirkstrecke (10) so ausgeführt ist, dass sie eine tragende Funktion für die Struktur
des Dampfblaskasten hat, insbesondere indem die Wirkstrecke (10) aus einem Stahlwerkstoff
aufgebaut ist und dieser insbesondere eine Wandstärke größer 1 mm aufweist.
8. Verfahren zum Auftrag von Wasserdampf auf eine sich bewegende Papier-, Karton- Tissue-
oder eine andere Faserstoffbahn,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung aus einem der vorherigen Ansprüche verwendet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Dampfdruck vor dem Verteilelement (7) auf weniger als 2 bar Überdruck im Vergleich
zum Umgebungsdruck am Dampfblaskasten (5) entspannt wird, vorzugsweise gleichmäßig
auf einen Dampfdruck zwischen 0,5 bar und 1,5 bar.
10. Verfahren zum Betrieb einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 geeignet
diese durch aufheizen mit Dampf auf Betriebstemperatur zu bringen,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Dampf aus der Versorgungsleitung (1) in den Dampfblaskasten eingeleitet wird,
und dort kondensiert, bis die Elemente die gewünschte Temperatur haben, wobei das
entstehende Kondensat an geometrisch tiefer gelegenen Punkten abgeführt werden kann.
11. Verfahren zum Betrieb einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 wobei der
verwendete Dampf mit einer Dosiervorrichtung (3) druckreduziert und/oder gekühlt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
Wasser oder ein Wasser- Luftgemisch, oder ein Wasser- Dampfgemisch bei einem Überdruck
von 20 - 500 mbar im Vergleich zu dem Druck in dem Verteilrohr (7) oder der Wirkstrecke
(10) dosiert wird.
1. Device for applying steam to a moving paper web, cardboard web, tissue web or another
fibrous material web (6), comprising a steam blower box (5) with a steam distribution
device (7), multiple separate zones with zone valves (9) and nozzles (8) which are
directed at the fibrous material web (6) and are connected to a steam supply line
(1) which maintains the steam at a pressure of greater than 4 bar, typically greater
than 6 bar,
characterized in that
directly in or on the steam blower box (5) there is a further device for reducing
the steam pressure, comprising a steam valve (2) in the feed line, a dosing device
(3) with a nozzle for introducing cooling water, and a state measuring means (4) for
the expanded steam.
2. Device according to Claim 1,
characterized in that
the dosing device (3) contain one or more atomizing nozzles arranged in a steam line
between an automatic valve (2) and the steam blower box (5) and is suitable for atomizing
the dosed water into droplets having a diameter smaller than 0.5 mm.
3. Device according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the dosing device has one or more atomizing two-phase nozzles arranged in a steam
line between the automatic valve (2) and the steam blower box (5) and suitable for
even more finely atomizing the dosed water through the addition, in particular to
a droplet size smaller than 0.2 mm.
4. Device according to one of the preceding claims, characterized in that,
for regulating the steam valve (2), at least one state measuring means (4) is provided
directly on or in the steam blower box and is suitable for measuring the state of
the expanded steam, preferably the temperature, the pressure or the volume flow.
5. Device according to one of the preceding claims, characterized in that
an operative section (10) having a length of at least one metre is present on or in
the steam blower box, wherein the state measuring means (4) is arranged only after
the operative section.
6. Device according to one of the preceding claims, characterized in that
the operative section (10) forms a structural unit with the steam blower box.
7. Device according to one of the preceding claims, characterized in that
the operative section (10) is embodied such that it has a supporting function for
the structure of the steam blower box, in particular by virtue of the operative section
(10) being constructed from a steel material and the latter having in particular a
wall thickness greater than 1 mm.
8. Method for applying steam to a moving paper web, cardboard web, tissue web or another
fibrous material web,
characterized in that
the device from one of the preceding claims is used.
9. Method according to Claim 8,
characterized in that
the steam pressure upstream of the distribution element (7) is expanded to less than
2 bar of overpressure in comparison to the ambient pressure at the steam blower box
(5), preferably uniformly to a steam pressure of between 0.5 bar and 1.5 bar.
10. Method for operating a device according to one of Claims 1 to 7, suitable for bringing
said device to operating temperature by heating with steam, characterized in that
the steam from the supply line (1) is introduced into the steam blower box and condenses
there until the elements have the desired temperature, wherein the condensate produced
can be discharged at geometrically lower points.
11. Method for operating a device according to one of Claims 1 to 7, wherein the steam
used has its pressure reduced and/or is cooled by means of a dosing device (3),
characterized in that
water or a water-air mixture or a water-steam mixture is dosed at an overpressure
of 20-500 mbar in comparison to the pressure in the distribution pipe (7) or the operative
section (10).
1. Dispositif d'application de vapeur d'eau sur une bande de papier, de carton, de tissu
ou d'une autre matière fibreuse en mouvement (6), ledit dispositif comprenant un caisson
de soufflage de vapeur (5) pourvu d'un dispositif de distribution de vapeur (7), plusieurs
zones séparées pourvues de vannes de zone (9) et des buses (8) qui sont dirigées vers
la bande de matière fibreuse (6) et qui sont reliées à une conduite d'alimentation
en vapeur (1) qui fournit de la vapeur à une pression supérieure à 4 bars, typiquement
supérieure à 6 bars,
caractérisé en ce que
un autre dispositif destiné à réduire la pression de la vapeur est prévu directement
dans ou sur le caisson de soufflage de vapeur (5) et comprend une vanne de vapeur
(2) dans la conduite d'alimentation, un dispositif de dosage (3) pourvu d'une buse
destinée à introduire de l'eau de refroidissement et un moyen de mesure d'état (4)
de la vapeur détendue.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif de dosage (3) contiennent une ou plusieurs buses de pulvérisation qui
sont disposées dans une conduite de vapeur entre la vanne automatique (2) et le caisson
de soufflage de vapeur (5) et est adaptée pour pulvériser l'eau dosée en gouttes d'un
diamètre inférieur à 0,5 mm.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que
le dispositif de dosage comporte une ou plusieurs buses de pulvérisation à deux phases
qui sont disposées dans une conduite de vapeur entre la vanne automatique (2) et le
caisson de soufflage de vapeur (5) et qui sont adaptées pour pulvériser par l'ajout
encore plus finement l'eau dosée en particulier jusqu'à une taille de goutte inférieure
à 0,2 mm.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
pour réguler la vanne de vapeur (2), au moins un moyen de mesure d'état (4) est présent
directement sur ou dans le caisson de soufflage de vapeur et est adapté pour mesurer
l'état de la vapeur détendue, de préférence la température, la pression ou le débit
volumétrique.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
une section active (10) d'une longueur d'au moins un mètre est contenue sur ou dans
le caisson de soufflage de vapeur, le moyen de mesure d'état (4) n'étant disposé qu'après
la section active.
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la section active (10) forme une unité structurelle avec le caisson de soufflage de
vapeur.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la section active (10) est conçue de façon à remplir une fonction de support de la
structure du caisson de soufflage de vapeur, en particulier du fait que la section
active (10) est en acier et a en particulier une épaisseur de paroi supérieure à 1
mm.
8. Procédé d'application de vapeur d'eau sur une bande de papier, de carton, de tissu
ou d'une autre matière fibreuse en mouvement,
caractérisé en ce que
le dispositif selon l'une des revendications précédentes est utilisé.
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
la pression de vapeur devant l'élément de distribution (7) est détendue jusqu'à une
surpression inférieure à 2 bars par rapport à la pression ambiante au niveau du caisson
de soufflage de vapeur (5), de préférence uniformément jusqu'à une pression de vapeur
comprise entre 0,5 bar et 1,5 bar.
10. Procédé de fonctionnement d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, ledit
procédé étant adapté pour amener ledit dispositif à une température de fonctionnement
par chauffage à la vapeur, caractérisé en ce que
la vapeur provenant de la conduite d'alimentation (1) est introduite dans le caisson
de soufflage de vapeur où elle se condense jusqu'à ce que les éléments aient la température
souhaitée, le condensat résultant pouvant être évacué au niveau de points géométriquement
plus bas.
11. Procédé de fonctionnement d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, la
vapeur utilisée étant réduite en pression et/ou refroidie à l'aide d'un dispositif
de dosage (3),
caractérisé en ce que
l'eau ou un mélange eau-air ou un mélange eau-vapeur est dosé(e) à une surpression
de 20 à 500 mbar par rapport à la pression dans la conduite de distribution (7) ou
dans la section active (10).


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